EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv Februar 2014


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„MSC Joanna“ steckt in der Faiway fest
(Bild: Boskalis)   Großbild klick!
Hopperbagger sieben Jahre nach Kollision repariert
(28.02.14) In Singapur ging jetzt der zyprische Hopperbagger „W.D. Fairway“, 33423 BRZ (IMO-Nr.: 9132454), ins Trockendock, wo im Auftrag von Eigner Boskalis die Reparatur zum Abschluss gebracht werden soll. Das Schiff hatte viele Monate in der Werft gelegen, um nach einer Kollision am 8.3.2007 wieder einsatzfähig gemacht zu werden. Der Bagger war an jenem Tag mittschiffs an Backbordseite von dem unter Panama-Flagge laufenden, 331 Meter langen 9.200-TEU-Containerfrachter „MSC Joanna“, 107849 BRZ (IMO-Nr.: 9304435), gerammt worden, als er im Fahrwasser nach Tianjin arbeitete.
Dabei wurde der Rumpf aufgerissen, und eineinhalb Tage steckte der Frachter in der Seite des Schiffes fest, das am Rand des Fahrwassers auf Grund gesetzt wurde, um ein Sinken zu verhindern. Nach der Kollision schien es lange zweifelhaft, ob der Bagger, der zu den größten weltweit zählte, repariert werden könnte. Er wurde in Sattahip, Thailand, aufgelegt und zum konstruktiven Totalverlust erklärt, aber nicht abgewrackt. Jahre später erst wurde entschieden, das Schiff wieder herzustellen. Es wurde von Sattahip nach Singapur geschleppt, wo es in Jurong komplett überholt wurde.
In Kürze stehen nun Probefahrten und danach der erste Einsatz an. Die „Fairway“ entstand 1997 bei der Verolme-Werft in Heusden für die Boskalis Westminsteren Baggeren. 2003 wurde es auf dem Sembawang Shipyard in Karimun, Indonesien, und Singapur in zwei Phasen vergrößert. Erst wurde ein neues 4600-Tonnen-Mittschiffssektion erbaut, dann wurde es in Singapur eingebaut. Dadurch wuchs die Länge von 171 auf 230 Meter und die Ladekapazität von 23,347 Kubikmeter auf 35,500. Außerdem wurden ein neuer Wulstbug und ein sogenannter Ducktail installiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Apatoa – PY 1808 (Bild: Matt Elby)   Großbild klick!
Thunfischfänger vor Mahina gestrandet
(28.02.14) Am 25.2. um 1:45 Uhr strandete der Thunfischfänger „Apatoa – PY 1808“ vor Mahina. Die örtliche Feuerwehr barg die dreiköpfige Crew, die gerade von einer 11-tägigen Fangfahrt im Gebiet von Makatea zurückkehrte, unversehrt ab. Danach galt die Sorge dem Treibstoff an Bord des auf dem Riff von Point Venus mit Backbordschlagseite in flachem Wasser liegenden Schiffes. Schlechte Sicht und Erschöpfung der Crew könnten zu der Havarie beigetragen haben. Nachdem erste Bergungsversuche am selben Tag fehlgeschlagen waren, sollte am 27.2. ein neuerlicher Anlauf genommen werden, die „Apatoa“ wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offene Fragen auf Costa Concordia
(28.02.14) Bei dem Ortstermin auf der „Costa Concordia“ am 27.2. versuchte das Gericht von Grosseto nach einer ersten Besichtigung durch Gutachter am 23.1. offene Fragen zum technischen Teil der Katastrophe zu klären, so, warum das Licht ausfiel und ob Steuerungssysteme durch den Stromausfall blockiert waren. Besonderes Augenmerk galt deshalb dem Notstromgenerator. Doch bereits am 22.1. hatten sich schon mindestens zwei Personen unbefugt auf das erst kurz zuvor aufgerichtete Wrack geschlichen, die amtlichen Siegel aufgebrochen und sich an verschiedenen Installationen zu schaffen gemacht.
Offenbar waren sie dabei vor allem am Dieselgenerator und an den elektrischen Notfallsystemen interessiert. Die Staatsanwaltschaft der toskanischen Provinzhauptstadt eröffnete darum auch ein Verfahren gegen Camillo C., den ehemaliger Chef der "Costa"-Kreuzfahrtflotte, dann Berater, der jetzt für das Beratungsunternehmens Martinoli tätig ist, das wiederum für die Reederei Costa Crociere arbeitet, sowie Ingenieur Franco P., den Leiter des „Parbuclkling“, der Camillo C. und womöglich weitere Costa-Vertreter an Bord gelassen hat.
Camillo C. hatte am 22.1. während der offiziellen Experten-Untersuchung gesagt, er habe alles schon am Vortag geprüft, dass sämtliche Systeme funktionierten. Was aber wollten die Inspekteure sehen, bevor es die amtlichen Kollegen taten? Wurden von ihnen defekte Teile repariert oder ausgetauscht? Für die Costa-Cruises könnte dies in den laufenden zivilrechtlichen Prozessen eine Rolle spielen, wo sie als Nebenkläger auftreten und Ersatz für den Schaden forderten, der zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Euro liegen dürfte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter in Norfolk auf Grund gelaufen
(28.02.14) Der holländische Bulkcarrier "Hanze Goteborg", 24210 BRZ (IMO-Nr.: 9646780), lief mit einer Ladung Sojabohnen am 25.2. nahe des Portsmouth Naval Medical Center auf Grund. Der Lotse der "Hanze Goteborg" kontaktierte das Coast Guard Hampton Roads Command Center gegen 22:30 Uhr und berichtete, dass das Schiff sanft aufgesetzt habe. Ein 45-Fuß-Boot der Küstenwache war um 23:45 Uhr vor Ort. Das Schiff ragte zwar ins Fahrwasser, konnte aber passiert werden. Gegen Mitternacht wurden Schlepper angefordert, um den Frachter auf Position zu halten, bis am folgenden Morgen gegen fünf Uhr Hochwasser war. Das Rettungsboot brachte drei Vertreter der Coast Guard Hampton Roads um 2:45 Uhr an Bord. Drei Schlepper konnten die „Hanze Goteborg“ am 26.2. um 6:15 Uhr wieder flottmachen. Er wurde dann nach Lambert's Point eskortiert, wo er gegen sieben Uhr für weitere Untersuchungen festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Einhandsegler vor Hawaii
(28.02.14) Die US Coast Guard koordinierte die Suche nach einem Einhandsegler, der mit seiner 24 Fuß langen Yacht „Pier Pressure“ 944 Meilen nordöstlich von Hawaii in Seenot geraten war. Er hatte um 8:47 Uhr über Satellitentelefon mitgeteilt, er habe seine Rettungsinsel verloren und sei in Gefahr. Er war am 9.2. aus Hilo, Hawaii, nach San Francisco ausgelaufen. Versuche, ihn zu erreichen, schlugen seither fehl. Um 10:32 Uhr wurde eine HC-130 Hercules der Coast Guard Air Station Barbers Point auf Oahu von einem Trainingsflug zur Suche abkommandiert. Der Flug zur letzten bekannten Position dauerte vier Stunden. Auch der 225 Fuß lange Tonnenleger „Kukui“ aus Honolulu nahm Kurs dorthin. Der liberianische Tanker „Athens Star“ und der unter Bahama-Flagge laufende Frachter „Lapis Arrow“ wurden um Hilfe ersucht. Vor Ort herrschte Sturm mit Wellenhöhen von 20 Fuß.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Verletzter bei Schiffsbrand in Kampen
(28.02.14) Auf der Peters-Werft in Kampen brach auf einem im Bau befindlichen Schiff am 27.2. gegen 19.30 Uhr ein Feuer aus. Versuche des Werftpersonals, den Brand zu löschen, scheiterten, so wurde die Feuerwehr alarmiert, die zum Haatlandhafen ausrückte. Der Brand loderte im Aufbautenbereich und konnte binnen einer halben Stunde unter Kontrolle gebracht werden. Einige Arbeiter wurden wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung medizinisch betreut. Ein Mann kam ins Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen



BSU veröffentlicht Untersuchungsbericht zum Feuer auf der MSC Flaminia
(28.02.14) Zum Feuers auf dem deutschen Containerschiff "MSC Flaminia" am 14.7.2012 wurde nun der Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen publiziert. Nachdem Sensoren auf der Brücke Alarm geschlagen hatten, nahm der wachhabende Offizier Rauchentwicklung in einem der Laderäume wahr. Ein erster Löschversuch schlug fehl, woraufhin der Kapitän einen Erkundungstrupp losschickte, der sich ein Bild von der Lage machen sollte. So ist es im Unfallbericht der Bundesstelle für Seeunfall-Untersuchung nachzulesen.
Der Kapitän habe in dieser Situation die absolute richtige Entscheidung getroffen und konnte nicht voraussehen, dass der Trupp mitten in eine Explosion laufen würde, die um 8.04 Uhr stattfand, Container umherschleuderte und Stahlwände zerriss. Ein Mann galt seither als vermisst, vier weitere wurden schwer verletzt, zwei so schwer, dass sie wenig später sterben. Was genau die Explosion ausgelöst haben könnte, bleibt wohl ein Rätsel, denn der gesamte Unglücksort wurde völlig zerstört, alles wurde durch die Hitze ineinander verschmolzen.
Es wurden durch die Kommission aber alle der 149 Gefahrgut-Container daraufhin geprüft, ob sie die Katastrophe theoretisch ausgelöst haben könnten. Am wahrscheinlichsten schien die Theorie, dass sie von drei Containern mit der instabilen Chemikalie Divinylbenzen herrührte. Offenbar wurden die Container bereits beim Verladen in den USA zu warm. Unter Deck erwärmten sie sich dann weiter, bis der Stoff mit sich selbst reagierte. Diese Sicherheitslücke müsste durch strengere Transportvorschriften geschlossen werden. Was die Zuständigkeit nach der Havarie angeht, sollen künftig die verantwortlichen europäischen Stellen sich enger vernetzen.
Wer für den Schaden an Fracht und Schiff aufkommen muss und welche Versicherung die Kosten für die Bergung des Schiffes und die Liegekosten im Jade-Weser-Port übernimmt, ist derzeit noch Inhalt von Rechtsstreitigkeiten, die womöglich mehrere Jahrzehnte dauern könnten. Die "MSC Flaminia" wird nach ihrer Rückkehr nach Rumänien derzeit in Mangalia in zwei Teile geschnitten und bekommt eine neues Mittschiffssektion. Wenn alles nach Plan geht, soll sie im Sommer wieder einsatzfähig sein.&xnbsp;Ob ihr Schiffsleben dann die juristischen Nachgänge des Brandes übersteht, bleibt abzuwarten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ruderboot rettete 14 gestrandete Fährfahrgäste auf der Elbe
(28.02.14) Die Fähre „Sebnitz“ erlitt am 27.2. gegen Mittag auf der Überfahrt von Pötzscha nach Stadt auf der Elbe Maschinenausfall und trieb mit der Strömung den Fluss hinunter. Das Schiff der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft (OVPS) musste durch eine Notankerung gestoppt werden. Ein Ruderbootsvermieter aus Wehlen bot an, die 14 Fahrgäste mit einem Boot an Land zu bringen. Siebenmal fuhr das Boot die Strecke zwischen der Fähre und dem Anleger, bis alle an Öland waren. Die OVPS schickte als Ersatz die Fähre Kaiserkrone von Pirna nach Wehlen geschickt, deshalb wurde in Pirna der Fährbetrieb eingestellt. Am Nachmittag begannen Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaft in Wehlen mit der Reparatur der Fähre, die von dem Ersatzschiff zunächst an den Anleger geschleppt werden musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank in Herttonäs Strand
(28.02.14) Ein 16 Meter langer Kutter sank am Morgen des 27.2. gegen sieben Uhr in Herttonäs Strand am Simpörsgatan. Als die Feuerwehr von Helsinki anrückte, war schon nichts mehr zu retten. Erst wenn das Eis geschmolzen ist, wird eine Bergung möglich sein. Vorsorglich wurden Ölsperren ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinen- und Ankerwinschausfall auf philippinischer Fähre
(28.02.14) Die Maritime Industry Authority (Marina) legte am 27.2. die „Trans Asia 5“ in die Kette, nachdem die Fähre der Trans Asia Shipping Lines auf der Fahrt nach Cagayan de Oro am 26.2. eine Überhitzung einer Hilfsmaschine erlitten hatte, die daraufhin ausfiel. Das Schiff notankerte auf der Südreede. Beim Versuch, den Anker zu lichten, versagte aber die Winsch, sodass die Crew die Ankerkette kappen musste. Nun wurde der Kapitän von der Coastguard angewiesen, nach Cebu zur Untersuchung und Reparatur zurückzukehren. Das Sicherheitszertifikat wurde eingezogen. Die „Trans Asia 5“ hatte 580 Passagiere an Bord. Sie wurden auf die „Trans Asia 9“ gebracht, die Cebu um 20 Uhr verließ.
Quelle:Tim Schwabedissen



Grundberührung Hamburger Frachters auf Fraser River wird untersucht
(28.02.14) Die Grundberührung des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Containerfrachters "Cap Blanche" 28372 BRZ (IMO-Nr.: 9311775), der beim Anlaufen der Surrey Fraser Docks vpon Tacoma, Washington, kommend am 2.2. beim Steveston Bend in der Mündung des Südarms des Fraser River festkam, wird vom Transportation Safety Board untersucht. Das 222 Meter lange Schiff der Reederei Harmstorf & Co. Thomas Meier-Hedde Gmbh & Co. KG in Hamburg hatte sich bereits nach 30 Minuten befreien können, doch könnte eine Untersuchung dazu beitragen, solche Vorfälle zu vermeiden. Ein Ergebnis wird in 14-16 Monaten erwartet. Auf dem Steveston-Fraser River liefen in 10 Jahren 36 Schiffe, meist Kutter, aber auch Schlepper und Sportboote, auf Grund. Zuletzt hatte es am 13.10.2004 ein größeres Schiff, den Bulkcarrier „Star Hardanger“, erwischt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht bei Ballona Creek gestrandet
(28.02.14) Die 70 Fuß lange Motoryacht „Angelique“ lief am Morgen des 27.2. südlich der Marina del Rey um 4.30 Uhr auf Grund, nachdem der Anker nicht mehr im Grund gehalten hatte. Versuche, die Maschine zu starten, waren fehlgeschlagen, und bevor Hilfe eintraf, strandete es in der Brandung nahe Ballona Creek. Die Los Angeles County Lifeguards und die Polizei retteten die dreiköpfige Crew und drei Bordhunde mit einem Rettungsboot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler soll nach Bergung verbrannt werden
(28.02.14) Der 38 Fuß lange Trawler „Falcon“ sank am 13.2. in den Morgenstunden in der Shoemaker Bay. Der Eigner aus Ketchikan alarmierte das National Response Center. Die Southeast Alaska Petroleum Response Organization (SEAPRO) legte Ölsperren aus. Am 24.2. war das Schiff wieder flottgemacht, und alles Öl, es handelte sich um wenige hundert Gallonen, von denen geringfügige Mengen ausgelaufen waren, und die Batterien waren entfernt. Das Wrack wurde auf einen nahen Strand gezogen. Das Alaska Department of Environmental Conservation plante nun, das Holzschiff vor Ort zu verbrennen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl aus gestrandetem Trawler gefährdet Pinguinkolonie
(28.02.14) Nachdem der 19 Meter lange südafrikanische Trawler „Connect“, der am Morgen des 27.2. gegen vier Uhr in der Betty’s Bay gestrandet war, hatte das Cape Nature’s Incident Command Centre Sorgen, die rund 10 Tonnen Öl könnten auslaufen und die fünf Kilometer entfernte Pinguinkolonie in Stony Point gefährden. Ein Dieselölfilm wurde unweit des Wracks gesichtet. Der Skipper des in Hout Bay beheimateten Schiffes war ertrunken, nachdem er mit dem Kopf auf Felsen geschlagen war. Ein Beobachtungsteam wurde nach Stony Point geschickt. Cape Nature, die Overstrand Municipality und das Western Cape Disaster Risk Management waren alarmiert worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unfallserie in indischer Marine dauert an
(28.02.14) Zwei Offiziere kamen ums Leben, sieben weitere Marineangehörige schwer verletzt, als auf dem indischen U-Boot INS „Sindhuratna“ vor Mumbai am 26.2. ein Feuer ausbrach. Der Brand enstand durch eine Explosion in der Batterieabteilung. Es war der 10. Unfall eines Schiffes der indischen Marine und der dritte mit einem U-Boot binnen sieben Monaten. Nachdem die Batteriesäure ausgetreten war, wurden mehrere Besatzungsmitglieder bewusstlos und wurden aus der Luft abgeborgen und zum Hospitalschiff INS „Ashwini“ in Mumbai geflogen. Vor einem Monat hatte die INS „Sindhughosh“ beim Einlaufen nach Mumbai auf Grund zu laufen gedroht. Die INS „Sindhurakshak“ explodierte und sank 2013 in Mumbai, wobei 18 Mann starben. Anfang Februar war die INS „Airavat“, ein Amphibienschiff, auf Grund gelaufen. Die INS „Betwa“ erlitt Schäden, als sie auf ein Objekt unter Wasser lief. Der Minensucher INS „Konkan“ wird nach Feuerschäden derzeit noch repariert. Er war im Trockendock in Brand geraten.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Connect“ auf den Klippen
(Bild: NSRI)   Großbild klick!
Kutter strandete in Voelklip – Schiffbrüchiger verletzt ins Meer gerissen und ertrunken
(27.02.14) Am 27.2. um 03.52 Uhr wurde die NSRI Gordons Bay alarmiert, nachdem der Kutter „Connect“ zwischen der Bettys Bay und Kleinmond gestrandet war. Das Schiff hatte einen Mayday-Ruf gefunkt, der von den Telkom Maritime Radio Services aufgefangen wurde. Diese informierten die Transnet National Ports Authority und diese die NSRI Gordons Bay.
Die freiwilligen Seenotretter brachten ihr Boto in der Bettys Bay zu Wasser und begannen, von See wie von Land den Küstenstrich abzusuchen. Es wurde davon ausgegangen, dass die gesamte achtköpfige Crew in eine Rettungsinsel geflüchtet war. Später stellte sich heraus, dass es sich nur um fünf Mann handelte, zwei waren an Bord geblieben und einer wurde vermisst. Die WC Government Health EMS alarmierte zusätzlich den Skymed-Rettungshubschrauber bei Tagesanbruch.
Außerdem waren die Cape Town Fire and Rescue Services, die SA Police Services, eine Tauchereinheit der Polizei und die Gordons Bay Security Ambulance im Einsatz. Als der gestrandete Kutter zwischen Felsen eingekeilt entdeckt wurde, konnten sieben Mann durch die NSRI Gordons Bay an Land gebracht werden.
Connect (Bild: NSRI)   Großbild klick!
Sie wuren medizinisch untersucht und dann zur Station der NSRI gebracht, wo sie von der Polizei befragt wurden. Es handelte sich um Männer aus Kapstadt. Während seiner Suche entdeckte der Skymed-Helikopter dann den Körper des Vermissten in einem Felsenpool. Die Leiche wurde geborgen und den Forensic Pathology Services zu weiteren Untersuchungen zur Todesursache übergeben. Die „Connect“, ein 19,63 Meter langer Kutter aus Hout Bay, war auf Tintenfischfang gewesen. Gegen Mitternacht war er bei Voelklip auf Felsen gelaufen.
Zunächst fünf Mann der Crew flüchteten sich auf die Klippen. Die drei anderen folgten später, doch einer verletzte sich dabei mit dem Kopf an den Felsen und wurde ins Meer gerissen. Die Gefahren durch das Öl in seinen Tanks wurden durch die South African Maritime Safety Authority (SAMSA) untersucht. Vertreter des Disaster Risk Management und Cape Nature assistierten dabei. Es gab eine Ölverschmutzung in der Nähe einer Pinguinkolonie.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge sinkt über das Heck
(Bild: KNRM Breskens)   Großbild klick!
Hopperbarge bei Hooge Plate gesunken
(27.02.14) Am 26.2. sank die belgische Hopperbarge „Joro“, 1774 NRZ, auf der Westerschelde. Der Selbstentlader, der 1965 bei Lambrechts/Boom erbaut wurde und zur Flotte der Group de Cloedt in Ghent gehörte, war mit einem Schubschlepper unterwegs, als dieser um 9.15 Uhr bei der Hooge Plate manövrierunfähig wurde, weil ihm etwas in den Propeller geraten war. Das Rettungsboot&xnbsp; "Zeemannshoop" der KNRM-Station Breskens und das Patroullienboot "RWS 78" wurden alarmiert. Als sie vor Ort eintrafen, fanden sie die mit Sand beladene Barge übers Heck sinkend vor. Das Rettungsboot überprüfte zunächst, dass niemand in Gefahr war. Der havarierte Schlepper der Group DC wurde zunächst von ihm vor einem Abdriften bewahrt und dann von einem Binnenschiff längsseits genommen. Der Multraship-Schlepper "Multratug 20", 463 BRZ (IMO-Nr.: 9572006), versuchte dann, die 79,71 Meter lange, 10,10 Meter breite und 3,01 Meter Tiefgang aufweisende Hopperbarge auf eine Sandbank zu schieben, von der sie dann geborgen werden sollte. Der Bug des Fahrzeugs ragte noch hoch aus dem Wasser. Nach Abschluss der Arbeiten kehrte der Schlepper nach Vlissingen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwere Kollision in Klavsvík
(27.02.14) Am Nachmittag des 25.2. rammte der einlaufende, unter Färöer-Flagge laufende Trawler&xnbsp;"Slættaberg - KG 652", 1428 BRZ (IMO-Nr.: 9131591),&xnbsp;in die Seite des im Hafen von Klaksvík am Kai liegenden, unter derselben Flagge registrierten&xnbsp;Longliners "Ågot - KG 244", 417 BRZ (IMO-Nr.: 7007069). Dieser wurde zwischen dem größeren Schiff und der Kaimauer eingeklemmt und legte sich nach Land hin über. Die „Slættaberg“ blieb mehrere Stunden mit dem Bug im Rumpf des Longliners stecken, ehe das Leck, das dieser gerissen hatte, mit einem Lecksegel gesichert war. Dann zog sich der Trawler vorsichtig aus der Steuerbordflanke des Kollisionsgegners heraus. Dieser hatte auch oberhalb der Wasserlinie erhebliche Schäden erlitten. Die "Ågot" wurde 1979 erbaut, die „Slættaberg“ 1995.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trawler vom eigenen Netz matt gesetzt
(27.02.14) Der russische Trawler „Hafnarey“´, 410 tdw (IMO-Nr.: 8136489) wurde am Morgen des 26.2. auf einer Position rund 15 Meilen vor der Küste der Insel Kildin in der Barentssee manövrierunfähig. Dem Schiff war sein eigenes Netz in den Propeller geraten und hatte diesen blockiert. Der Bergungsschlepper „Mikula“ (MMSI-Nr.:273214800) wurde zur Assistenz geschickt und zog die 1983 erbaute„Hafnarey“ nach Murmansk.
Quelle:Tim Schwabedissen



Landungsboot in Valdez gesunken – Retter abgeschleppt
(27.02.14) Der 36 Fuß lange Kutter „Miss Jana“ und die 50 Fuß lange „Equinox“ (MMSI-Nr.: 368339000) kamen am Abend des 26.2. der dreiköpfigen Crew des 36 Fuß langen Landungsbootes „Belltech 5“ im Valdez Arm zu Hilfe. Das Schiff hatte nach Wassereinbruch Mayday gefunkt. Die Coast Guard Anchorage fing den Notruf der „Belltech 5“ auf und gab ihn an die übrige Schifffahrt weiter. Die „Miss Jana“ reagierte und konnte die drei Schiffbrüchigen wenig später aus dem Wasser retten. Kurz darauf erlitt sie selbst Maschinenprobleme und übergab die Männer der in der Nähe stehenden „Equinox“. Diese nahm dann die „Miss Jana“ in Schlepp. Auf dem Weg nach Valdez kam ein 45-Fuß-Boot der dortigen Coast Guard Station entgegen und übernahm die Geretteten. Keine Rettung hingegen gab es für ihr Schiff: Die „Belltech 5“ ging auf einer Wassertiefe von 1,200 Fuß unter. Vor Ort waren drei Fuß hohe Wellen, sieben Meilen Wind und Schneefall.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß auf Columbia River fest
(27.02.14) Die U.S. Coast Guard kam dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Mokpo Star", 45026 BRZ (IMO-Nr.: 9592616), zu Hilfe, nachdem dieser am 26.2. auf dem Weg nach Kalama, Washington, auf dem Columbia River nördlich der Astoria Northern Anchorage auf Grund gelaufen war. Die Crew hatte versucht, die Position auf dem Fluss mithilfe der Anker zu verändern, ohne dazu autorisiert worden zu sein. Um 16.30 Uhr war Personal der Coastguard Columbia River mit einem Lotsenboot der Columbia River Bar vor Ort. Der Kapitän wurde angewiesen, einen Schlepper anzufordern. Doch mit dem auflaufenden Wasser kam die "Mokpo Star" um 22:50 Uhr von selbst wieder frei und wurde vom Lotsenboot zu einem sicheren Ankerplatz geführt. Hier sollte eine Inspektion stattfinden. Der Frachter war unbeladen, hatte aber 532,000 Gallonen Diesel in den Bunkertanks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiterer Container der Svendbord Maersk auf dem Weg an Land
(27.02.14) Ein weiterer Container aus der verlorenen Ladung der Svendborg Maersk" wurde am Morgen des 26.2. vor Start Point in Devon gesichtet. Es handelte sich um einen von dreien, die im Englischen Kanal getrieben hatten. Der erste der 14 Tonnen schweren Container hatte 55,511 Kartons mit insgesamt 11,102,200 Zigaretten enthalten. Er wurde am 24.2. von der UK Border Agency geleert und abtransportiert. Der zweite wurde vor Portland aufgepickt. Der dritte, der zuletzt rund 12 Meilen vor Portland gedriftet hatte, ist entweder inzwischen gesunken oder liegt sehr tief im Wasser. Die Bootseigner in Süd-Devon wurden vor dem gefährlichen Treibgut gewarnt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Propellerschaden zwingt zu Kreuzfahrtabbruch
(27.02.14) Das unter Malta-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff Azamara Journey“, 30277 BRZ (IMO-Nr.: 9200940), musste seine laufende Kreuzfahrt wegen eines Propellerschadens abbrechen. Es wurde am 28.2. mit reduzierter Fahrt von Tokio kommend in Kyoto erwartet. Hier sollte der Schaden repariert werden. Die Passagiere sollten bis zum planmäßigen Ende der Fahrt das Schiff im Hafen weiter als Hotel nutzen durften. Als es am 22.2. von Naha ausgelaufen war, wurden Vibrationen wahrgenommen, die auf den Schaden hinwiesen. Am 24.2. erreichte das Schiff Tokio, wo sich der Verdacht auf einen Antriebsschaden bestätigte, und lief zwei Tage später wieder aus. In Kyoto erwarteten der CEO Larry Pimentel und der Vizepräsident Bert van Middendorp die Reisenden. Azamara Club Cruises organisierte deren Heimflüge von Shanghai. Die Passsagiere sollten Entschädigungen für die verlorenen Tage erhalten und einen 25-Prozent-Rabatt für eine weitere Kreuzfahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Jamaika verweigerte geretteten Fischern die Einreise
(27.02.14) Die beiden Fischer aus Haitia, ein Mann von 50 Jahren und sein 21-jähriger Neffe, die von dem italienischen Kreuzfahrtschiff "Aidabella", als es von La Romana kam, gerettet wurden, waren weiter an Bord des Schiffes. Die Behörden in Ocho Rios, Jamaika, verweigerten am 24.2. die Einreise der beiden. Daraufhin wies Kapitän Sven Laudan an, sie zunächst in einer Crewkabine unterzubringen. Er hatte auch deren offenes Boot, das ihre Lebensgrundlage darstellte, in Schlepp genommen und dann mit reduzierter Fahrt, damit es die Belastungen überstünde, nach Ocho Rios mitgeführt. Die aktuelle Karibikkreuzfahrt hatte am 16.2. in Montego Bay begonnen und sollte dort am 2.3. planmäßig auch wieder enden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schettino zurück auf der Costa Concordia
(27.02.14) Der einstige Kapitän der "Costa Concordia", Francesco Schettino, traf am 25.2. in Giglio ein und machte sich am Morgen des 27.2. zum ersten Mal, seit er das Schiff vor der Insel auf Felsen gesetzt hatte, in einem Boot auf den Weg zum Wrack. Zuvor hatte er ein Sicherheitsbriefing in dem Hotel, in dem er untergebracht war, erhalten, dann begab er sich unter großem Medienandrang zu einem Auto, das ihn zum Hafen brachte. Er begleitete eine Gruppe von Experten, die das Gericht in Grosseto, das die Verhandlung gegen ihn führt, benannt hatte. Sie sollten Untersuchungen am Notgenerator vornehmen. Schettino wollte nach eigenem Bekunden ihnen helfen, die Dynamik des Versagens einiger Schiffsausrüstung zu versehen. Der Mann, dem 20 Jahre Haft drohen, soll auf der Fährüberfahrt nach Giglio beim Anblick seines früheren Schiffes geweint haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Diskussion über Bergung der “Bjørnsandgutt”
(27.02.14) Der norwegische Kutter “Bjørnsandgutt - N 69 V", der am 3.1. vor Ballstad gesunken war, liegt mitten im Fahrwasser vor der Schutzmole des Hafens. Der Skipper,Tom Roger Jensen Kleppstad, war seinerzeit von dem Rettungsboot “Det Norske Veritas” von Felsen, auf die er sich geflüchtet hatte, abgeborgen worden. Sein neun Meter langes Boot aber ging verloren. Fischer aus Ballstad und Skotnes denken, es müsste gehoben werden, obwohl es in einer Wassertiefe von 15 bis 20 Metern liegt. Sie fürchten, dass die starken Strömungen es zerbrechen werden und dann Trümmerteile auftreiben und die Schifffahrt gefährden könnten. Die Hafenbehörden von Vestvågøy sind noch unentschlossen. Sie waren in Kontakt mit dem Eigner. Die Versicherung wollte nicht tätig werden, wenn keine Anweisung erfolge. Die Verwaltung sieht keine Umweltgefahren und andere Risiken. Sie verwies auf die Verantwortlichkeit der Küstenwache, die bislang aber auch keinen Handlungsbedarf sah. Am 24.2. hat die “Det Norske Veritas” den neun Meter langen Kutter mit einer Unterwasserkamera gefilmt. Es liegt vor Gjermesøya bei der Sandholm-Schäre, nur wenige Fahrminuten von Ballstad entfernt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Krabbenkutter aus Stornoway saß vor Isle of Skye fest
(27.02.14) Das RNLI-Boot aus Leverburgh, die „Royal Thames“, wurde am 25.2. von der Stornoway Coastguard alarmiert, nachdem der Krabbenkutter "Louisa - SY 30“, ein 2009 bei C. Tons & Son erbautes Schiff, nordöstlich der Ascrib Islands im Loch Snizort auf Felsen festgekommen war. Der 14.9 Meter lange Kutter aus Stornoway-hatte um 06.20 Uhr Notrufe gefunkt. Er lag mit Steuerbordschlagseite in flachem Wasser in der Brandung. Vier der fünf Mann an Bord wurden nach dem Eintreffen der Seenotretter aus einer Rettungsinsel gegen acht Uhr aufgenommen. Dann wartete die „Royal Thames“ die weitere Entwicklung ab und konnte den Havaristen mit auflaufender Flut um 12.10 Uhr wieder flottmachen. Er wurde dann zur Uig Pier begeleitet, und um 16 Uhr war der Seenotfall aufgehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter wollte nicht sinken und wurde geborgen
(27.02.14) Der 14 Meter lange Kutter “Claralan” lief am 23.2. vor der Eyre Peninsula auf Grund. Er wurde auf den Felsen von Thistle Island schwer beschädigt. Der Eigner versuchte, ihn danach zu versenken, was aber misslang. Daraufhin wurde er nach Port Lincoln geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Löscharbeiten gekentert
(27.02.14) Der Kutter “Madamfo” sank am 26.2. beim Anlanden von Gefrierfisch in Tema, Ghana, Port. Die Crew konnte sich unversehrt retten, der Fang aber ging verloren. Zur selben Zeit, als der Fisch gelöscht wurde, war Salz übernommen worden. Dabei kam es offenbar zu einer Überladung an einer Seite, durch die der Kutter kenterte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kommandant havarierter Fregatte von Schiffsführung entbunden
(27.02.14) Der Kommandant der in Mayport, Florida stationierten USS „Taylor“ wurde seines Amtes entbunden, nachdem die Fregatte am 12.2. im Schwarzen Meer auf Grund gelaufen war. Dennis Volpe hatte bis zum 25.2. das Schiff befehligt. Kapitän Jim Aiken, Leiter der Task Force 65, sagte, man habe kein Vertrauen mehr in seine Befähigung zur Schiffsführung. Der Unfall ereignete sich beim Versuch, nach Samsun zum Bunkern einzulaufen. Durch ein Leck liefen 175 Gallonen Öl aus, außerdem wurden die Propeller beschädigt. Volpe wurden zwar keine gravierenden Fehler zur Last gelegt, doch er habe die Verantwortung getragen. Er wurde vorerst dem Destroyer Squadron 14 zugeordnet. Ein Interimskommando auf der Fregatte wurde durch einen anderen Offizier übernommen. Die USS „Taylor“ blieb derweil im Schwarzen Meer
Quelle:Tim Schwabedissen



Flüchtlingsboot von australischer Marine gesprengt
(27.02.14) 26 Asylsuchende, die am 24.2. in einem Rettungsboot am Karangjambe Beach auf Java antrieben, haben die australische Marine beschuldigt, ihr Boot gesprengt zu haben. Die indonesische Polizei entdeckte die Gestrandeten an der Südküste der Insel. Sie waren am 19.2. von Pelabuhan Ratu aus mit ihrem Schiff nach Christmas Island aufgebrochen, wurden aber nach drei Tagen von der Marine entdeckt und mussten in das Rettungsboot gehen, das Australien als Teil seiner militärischen Bemühungen, gegen illegale Einwanderer vorzugehen, gekauft hatte. Danach wurde ihr Holzschiff zerstört. Die indonesische Crew wurde festgesetzt. Das Rettungsboot aber schlug leck und strandete auf einem Korallenriff. Die Flüchtlinge kamen aus dem Irak, Iran, Pakistan, Nepal, Ägypten und Bangladesch, jeder hatte 2,850 für die Fahrt bezahlt. Drei der Flüchtlinge konnten fliehen, die übrigen 23 wurden in ein Flüchtlingscamp in Cilacap gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Annapolis wird vor Mission Beach künstliches Riff
(27.02.14) Der Vorschlag, die 366 Fuß lange HMCS „Annapolis“, einen ausrangierten Zerstörer der kanadischen Marine im Herbst vor Mission Beach zu versenken, hat am 26.2. die Zustimmung des City Council gefunden. Sie wird dann nach HMCS „Yukon“, die dort im Juli 2000 versenkt wurde, das zweite Schiff der Marine, das ein Ende in der bei Tauchern beliebten San Diego Underwater Recreation Area findet. Im September oder Oktober geht der Zerstörer dann auf die letzte Reise, wenn die California Coastal Commission ebenfalls den Daumen gehoben hat. Die Organisation California Ships to Reefs wird es nach San Diego schleppen, wenn es von den kanadischen und -U.S.-Behörden inspiziert wurde, bevor es umweltgerecht aufbereitet und dann mit einer Sprengung versenkt wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stammt Wrack vor Scillys aus Elisabethanischem Zeitalter?
(27.02.14) Mit Radiokarbon-Analysen soll herausgefunden werden, o bes sich bei einem Wrack vor den Isles of Scilly um die „The Flying Joan“ von Sir Walter Raleigh handelt, die 1617 in einem Sturm mit 30 anderen Schiffen auf dem Weg nach Westindien sank. English Heritage schickte die im Juni 2013 genommenen Holzproben ein, nachdem der Versuch, eine Altersbestimmung über die Jahresringe durchzuführen, zu keinen Schlüssen geführt hatte. Das Schiff von Sir Walter Raleigh ging verloren, kurz bevor er 1618 exekutiert wurde. Es wurde auch nicht ausgeschlossen, dass das Schiff aus dem Bürgerkrieg stammen könnte, doch die Kanonen, die aus der späten Tudor-Periode stammten, sprachen dagegen. Das Wrack ist 40 bis 50 Fuß lang und 15 Fuß breit. Taucher entdeckten auch eine Pfeife, die mindestens aus der Zeit um 1630 stammt sowie englische, französische und spanische Töpferware aus der Tudorzeit.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Express 1" (Bild: Piskey Led)   Großbild klick!
Express 1 liegt weiter fest
(26.02.14) Der unter Panama-Flagge laufende Viehtransporter "Express 1", 7087 BRZ (IMO-Nr.: 8200565), blieb weiterhin in Fowey in der Kette, weil die durch die Maritime and Coastguard Agency angeordneten Verbesserungen an Bord noch nicht durchgeführt wurden. Das Schiff war am 3.2. in den Hafen eingeschleppt worden, nachdem es vor Lizard auf dem Weg nach Irland Maschinenschaden erlitten hatte und im Sturm zu stranden drohte.
Bei der nachfolgenden Inspektion im Hafen wurde festgestellt, dass es für die Crew, 15 Syrer, acht Philippinos und zwei Rumänen, kein Warmwasser gab, die Wasserleitungen unhygienisch waren, die Heizung ausgefallen war, die Feuerwarnsysteme Mängel aufwiesen und es an Sicherheitstraining fehlte. Erst wenn die MCA das Schiff abgenommen hat, darf es wieder auslaufen. Unzumutbare Lebensverhältnisse würden nicht toleriert, hieß es unisono bei MCA und der Hafengesundheitsbehörde. Es müsse sichergestellt werden, dass es keine Risiken für die Gesundheit und das Wohlergehen der Crew wie auch für die Umwelt gäbe. Die Seemannsmission in Fowey versorgte die 15 Seeleute mit Büchsennahrung, Duschgel, warmer Kleidung und Schuhen.
Vertragsarbeiter der Eigner, der Sunlight Shipping S.A., sollen das Schiff so herrichten, dass es den MCA-Standards genügt. Es hatte vor der Überfahrt nach England bereits monatelang in Cuxhaven gelegen. Am 24.10.2013 war es auf der Fahrt von Wilmington, Philadelphia, nach Ust-Luga in der Elbmündung zu einem Maschinenausfall gekommen. Die Schlepper "Wulf 7" und "Taucher O. Wulf 8" zogen den Havaristen tags darauf an den Steubenhöft. Am 28.10. mussten die Wassertanks entleert werden, um die Fäkalien der Tierfracht aufzunehmen.
Am Abend des 4.11. übernahm der ebenfalls unter Panama-Flagge laufende Tiertransporter "Atlantic M" (IMO-Nr.: 8200577) die 800 Angus-Rinder. Die „Express 1“ blieb bis zum 29.2. in Cuxhaven, ehe es ohne Ladung wieder auf die Nordsee hinaus ging. Nur vier Tage später fiel bei neun Beaufort Wind vor den Manacles die Maschine erneut aus. 5,7 Meilen vor der Küste wurde notgeankert, und der Schlepper "Vortex" bewahrte den Frachter vor größerem Ungemach. Er wurde 1983 als Autofrachter „Autoline“ in Numakuma in Japan erbaut, ist 99 Meter lang, 17,01 Meter breit und hat bei einer Tragfähigkeit von 1550 Tonnen einen Tiefgang von 4,82 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der "Carl" (Bild: Crispin Sadler)   Großbild klick!
Hamburger Dreimaster in der Bobby’s Bay zu sehen
(26.02.14) Die Stürme, die in den vergangenen Wochen über den Atlantik tobten, haben am Strand von Booby’s Bay nahe Trevose Head ein Stück maritimer Geschichte freigelegt. Nachdem ein Meter Sand durch Erosion vom Strand gespült wurde, kam das Wrack des Dreimasters “Carl“, 1993 BRT, zum Vorschein. Zwar waren mitunter schon Teile des Schiffes freigelegt worden, doch wohl noch nie so viel wie jetzt.
Bei der „Carl“ handelte es sich um ein ehemaliges deutsches Handelsschiff, das in Maryport erbaut worden war. Es war in Hamburg beheimatet und hatte bei Ausbruch des 1. Weltkriegs in den Docks von Cardiff gelegen, wo es beschlagnahmt wurde. Es lag drei Jahre auf und sollte in London abgebrochen werden. Doch am 7.10.1917 riss es sich auf dem Weg zum Abwracker von der Schlepptrosse eines Schiffes der Royal Navy los und trieb bei Padstow auf Grund. Zwei Schlepper der Admiralität aus Devonport konnten es zwar vom Außenriff wieder abbringen, doch kaum hatte es wieder Wasser unter dem Kiel, brach die Schlepptrosse erneut, und diesmal endete die Drift auf dem inneren Riff.
Bergungsexperten fanden den Rumpf unbeschädigt vor, deshalb spannten die Schlepper nochmals an, doch wiederum riss es sich los. Als es zum dritten Mal strandete, brach der Rumpf, und die „Carl“ wurde ein Totalverlust. Danach wurde sie ausgeschlachtet, doch Rumpf und Masten blieben erhalten, und das, was übrig blieb, überstand unter dem Sand die Zeitläufte in bemerkenswert gutem Zustand. Viel Zeit bleibt nicht, die freigelegten Wrackreste zu besichtigen – nach Abflauen der Stürme hat der Sand bereits wieder angefangen, sie unter sich zu begraben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in den Dardanellen
(26.02.14) Die beiden türkischen Frachter „Hizir“, 5287 BRZ (IMO-Nr.: 9396529), und „Sener 1“, 4498 BRZ (IMO 8517293), kollidierten am 25.2. in den Dardanellen 17 Meilen vor Gelibolu. Die „Hizir“ traf die „Sener 1“ an Steuerbordseite. Beide Schiffe wurden beschädigt und mussten für die notwendigen Untersuchungen vor Anker gehen. Die „Sener 1“ war von Konstanta nach Haifa unterwegs, die „Hizir“ von Mersin nach Izmit. Bei der „Hizir“ handelt es sich um die einstige „Lehmann Trader“. Sie wurde 2010 von der BW Befrachtung in Drochtersen an die Unimarin Denizcilik Sanyive Ticaret Ltd. in Sirketi verkauft. Das in Malta registrierte Schiff hat eine Tragfähigkeit von 7690 Tonnen und entstand 2007. Die „Sener 1“ hat eine Tragfähigkeit von 8150 Tonnen und wurde 1985 erbaut. Sie ist in Panama registriert und hat als Manager die Sener Kerdesler Denizcilik.
Quelle:Tim Schwabedissen




Propeller norwegischen Tankers blockiert
(26.02.14) Der Propeller des norwegischen Chemikalientankers „Sten Aurora“, 11935 BRZ (IMO-Nr.: 9318565), verfing sich nach dem Einlaufen aus Immingham nach Murmansk am 24.2. um 18.30 Uhr in einer Ölbarriere. Der Tanker, der in Ballast war, hatte auf der nördlichen Reede für einen Schiff-Schiff-Öltransfer mit der russischen „Enisey“, 17000 BRZ (IMO-Nr.: 9585273), geankert. Während Taucher gerufen wurden, um den Propeller zu befreien, ging der Ladungstransfer planmäßig weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Longliner im Korallenmeer gestrandet
(26.02.14) Der unter Vanuatu-Flagge laufende Longliner „Yuh Chang No.16“, 91 BRZ (IMO-Nr.: 8664307), lief am 25.2. in der Coral Sea 36 Meilen südlich der Insel Rennell der Solomon Islands auf Grund. Der Thunfischfänger wurde im Jahr 2000 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsverkehr auf Mississippi läuft wieder
(26.02.14) Der Mississippi wurde am 24.2. wieder teilweise für den Schiffsverkehr freigegeben, während der Krisenstab, der sich nach der Kollision der Tankbarge "E2MS 303" mit dem Schlepper “Lindsey Ann Erickson” gebildet hatte, die Arbeit fortsetzte. Rund 150 Mann waren nach dem Unfall tätig gewesen, die Folgen für die Umwelt zu minimieren. 29 Schiffe waren auf dem 65 Meilen langen Flussabschnitt zwischen der Unglücksstelle und New Orleans blockiert gewesen. 31,500 Gallonen Öl waren ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kieler Kapitän rettete haitianische Fischer aus Seenot
(26.02.14) Die Crew des italienischen Kreuzfahrtschiffs „AIDAbella“, 69203 BRZ (IMO-Nr.: 9362542), hat am 22.2. in der Karibik zwei Fischer aus Seenot gerettet. Das Schiff war mit rund 2000 Passagieren gerade auf ihrer zweiwöchigen Fahrt von Basseterre nach Cozumel unterwegs, als Fahrgäste in den Abendstunden rund 170 Meilen vor der haitianischen Küste auf offener See ein offenes Fischerboot sahen, dessen zwei Insassen gestikulierten und um Hilfe riefen.
Der Kieler Kapitän Sven Laudan wurde verständigt und stoppte sein 251 Meter langes Schiff auf. Ein Boot wurde ausgesetzt, und ein Techniker ging an Bord des Kutters, um dessen ausgefallenen Außenbordmotor wieder zum Laufen zu bekommen. Als dies nicht gelang, kam die Ansage des Kapitäns: „Die müssen jetzt mit uns mitfahren. Da sind sie auch ganz froh drüber.“ Durch eine Seitentür wurden die Fischer samt ihres Bootes an Bord genommen, dann nahm die „Aidabella“ wieder Fahrt auf. Vom nächsten Anlaufhafen in Jamaika sollten sie dann zurück in die haitianische Heimat reisen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überladener Holzfrachter gestrandet – Crew verhaftet
(26.02.14) Die mit Holz beladene, tansanische Fähre “Wette” strandete am 24.2. an der Küste von Fenoarivo Antsinanana . Die 13-köpfige Crew wurde nach ihrer Rettung verhaftet. Das Schiff war stark überladen gewesen. Bis zum 25.2. wurden 2035 Stämme gezählt. Das Schiff war nach Manakatafana, 18 Kilometer nördlich der Bezirkshauptstadt Fenoarivo Antsinanana gelegen, unterwegs gewesen. Es hatte in der Nacht zum 22.2. in dem Naturhafen geankert. Als die Crew den Anker lichtete, kam es zu einem Ruderschaden. Die Ladung ging über, und das Schiff trieb auf Grund und legte sich auf die Seite. Die wertvollen Rosenholzstämme wurden von Küstenbewohnern geborgen, die versuchten, sie vor der Polizei zu verstecken. Diese wiederum versuchte, des Schiffseigners aus Madakaskar habhaft zu werden, der nach dem Schiffbruch untergetaucht war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Annapolis könnte Yukon auf dem Meeresgrund Gesellschaft leisten
(26.02.14) Eine Tauchergruppe will die ausrangierte kanadische Fregatte HMCS „Annapolis“ nun vor dem Mission Beach versenken. Das Schiff könnte in der San Diego Underwater Recreation Area nach der HMCS „Yukon“, die im Juli 2000 versenkt wurde, das zweite Tauchwrack werden. Die Versenkung könnte im September oder Oktober durchgeführt werden. Die California Ships to Reefs will es in die Gewässer von San Diego verschleppen lassen. Es würde zuvor von kanadischen und US-Behörden inspiziert werden, ehe es zur Rumpfreinigung und Entfernung aller Farbreste ins Trockendock ginge.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Ascrib Islands gestrandet
(26.02.14) Das RNLI-Boot aus Leverburgh, die „Royal Thames“ wurde von Stornoway Coastguard alarmiert, nachdem ein 14,9 Meter langer Krabbenkutter am 25.2. um 6.20 Uhr nordöstlich der Ascrib Islands im Loch Snizort auf der Isle of Skye auf Felsen gelaufen war. Der in Stornoway registrierte Kutter hatte eine fünfköpfige Crew an Bord. Die Seenotretter waren gegen acht Uhr vor Ort. Auch ein Helikopter der Stornoway Coastguard war aufgestiegen, drehte aber wieder ab, als das Rettungsboot eintraf. Nachdem die Lage sondiert war, wurden vier Mann des Kutters auf das Rettungsboot herübergeholt. Dann wartete es ab, dass die Flut den Kutter von selbst wieder aufschwimmen ließe. Dies war um 12.10 Uhr tatsächlich der Fall. Mit einer Schlepptrosse wurde er dann endgültig von den Felsen abgebracht und machte sich mit eigener Kraft zur Uig Pier auf, wobei er von der „Royal Thames“ eskortiert wurde. Nachdem dessen Crew ihn dann inspiziert hatte, war das Rettungsboot um 16 Uhr wieder einsatzklar an seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterskipper stopfte Leck mit Matratze
(26.02.14) Am Morgen des 26.2. schlug der Kutter „Leander“ vor der Küste von Riverton leck, nachdem er auf Felsen gelaufen war. Gegen sieben Uhr meldete der Skipper dem Bluff Fishermen's Radio die Havarie. Zunächst war die Position des Havaristen unklar, doch nachdem eine Seenotmeldung gefunkt war, konnten vier Schiffe in dem Seegebiet ihn rasch lokalisieren. Es handelte sich um die „St Ronald“, „Saracen“, „Polaris“ und „Capricorn“. Auch die Polizei und die Riverton Coastguard rückten mit einer Lenzpumpe an. Die eigene Pumpe der „Leander“ war zeitweilig ausgefallen. Mit einer Matratze stopfte der Skipper dann aber das Leck provisorisch dicht, und dann gelang es, die Pumpe wieder zu starten. Die „Leander“ wurde von der „St Ronald“ dann nach Bluff eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abgebrannte Schiffe (Bild: Dieter Bohrmann)   Großbild klick!
Marina in Shelter Bay durch Feuer verwüstet – sieben Boote gesunken
(25.02.14) Das Washington Department of Ecology, die U.S. Coast Guard und andere Einrichtungen überwachten nach dem Feuer, das am Abend des 21.2. sieben Boote in der Shelter Bay Marina bei La Conner versenkte und ein rundes halbes Dutzend weitere zum Teil schwer beschädigte, die Aufräumarbeiten, um Umweltschäden zu begrenzen. Drei Ringe von Ölsperren wurden ausgelegt, um eine Ausbreitung ausgelaufenen Öls zu verhindern.
Ein Skimmer versuchte, innerhalb der Ölsperren das auf dem Wasser treibende Öl aufzunehmen. Doch im Wasser treibende Trümmer vereitelten einen effektiven Einsatz, deshalb musste die zeitaufwändigere Methode gewählt werden, das Öl aufzusaugen. Die Marinabetreiber versuchten derweil gemeinsam mit den Bootseignern herauszufinden, wie viel Kraftstoff sich auf den betroffenen Booten befand.
Marina verwüstet (Bild: Dieter Bohrmann)   Großbild klick!
Die Bergungsfirma Global Diving and Salvage wurde von der Coast Guard mit den Reinigungsarbeiten betraut. Ein anderes Unternehmen machte sich mit einer Kranbarge daran, die beschädigten Boote aus dem Wasser zu holen. Bis zum Abend des 22.2. wurden die ersten beiden Wracks gehoben und auf einer Barge abtransportiert, doch wegen der starken Brandschäden an den verbliebenen fünf gestaltete sich der weitere Arbeitsfortschritt kompliziert. Am 24.2. wurden zwei weitere Boote gehoben und zu einer nahen Werft gebracht, wo das Swinomish Police Department, die Skagit County Fire Department, die Coast Guard und Versicherungsvertreter sie inspizierten. Spätestens am 26.2. sollte das letzte Wrack gehoben sein, wenn alles nach Plan ging. Dann galt es, die Reinigungsarbeiten in der Marina abzuschließen und verbliebene Trümmer zu bergen.
Das Feuer war auf einem Motorboot ausgebrochen und hatte sich rasch auf die Nachbarboote ausgebreitet. Außerdem riss sich ein Boot los und trieb quasi als moderne Form des Branders zu einem anderen Dock, wo dann ebenfalls Feuer entstand. Der aufsteigende Qualm war meilenweit zu sehen. Als die Feuerwehr gegen 16 Uhr eintraf, standen schon etliche Fiberglasboote in hellen Flammen. Es galt als erstes, zwei Menschen zu retten.
Da es zum Löschen nur vier Wasserhydranten gab, musste der größere Teil des benötigten Wassers in Tankwagen herangeschafft werden. Es dauerte Stunden, bis der Brand gelöscht war. Danach waren sieben Boote Totalverluste, der Gesamtschaden wurde auf über eine Million Dollar geschätzt. Nach Ende der Löscharbeiten galt es rasch, die Verschmutzung durch Dieselöl unter Kontrolle zu bekommen. Die Wehren arbeiteten die ganze Nacht hindurch.
Quelle:Tim Schwabedissen



91 Jahre alter Schlepper gesunken
(25.02.14) Am 23.2. sank der amerikanische Schlepper „Wilhelm Baum“ auf dem Black River hinter dem Michigan Maritime Museum. Der Eigner, die Coast Guard und die zuständigen Behörden wurden informiert. Nur noch das Dach des Ruderhauses und die Masten ragten, nach Backbord geneigt, aus einem Loch im Eis des Flusses. Der Schlepper wurde 1923 für das Army Corps of Engineers erbaut. 2003 erhielt er einen ständigen Liegeplatz am Museum. Der Hafenkapitän von South Haven, Paul VandenBosch, schätzte am 24.2., eine Bergung könnte erst im Frühjahr erfolgen. Der Eigner nahm Kontakt mit der Versicherung auf, um einen Weg zu finden, das Schiff wieder an die Wasseroberfläche zu bekommen. Damit eine Kranbarge eingesetzt werden könnte, müsste erst das Eis schmelzen. Das Stahlschiff mit Hebesäcken zu bergen, brächte das Problem mit sich, dass der Schaden am Rumpf sofort repariert werden müsste, wenn dieser schwimmfähig ist, damit der Schlepper nicht sofort wieder absinkt. Vorerst blieb es an der Coast Guard, es auf Ölleckagen hin zu überwachen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trawler in Antarktis auf Grund gelaufen
(25.02.14) Der 96 Meter lange südkoreanische Trawler "Kwang Ja Ho", 3255 BRZ (IMO-Nr.: 8505977), lief am 24.2. rund 450 Meter von der Küste in arktischen Gewässern auf Grund. An Bord waren 90 Mann Besatzung. Der Schifffahrtsgouverneur von Bahía Chile leitete eine Rettungsoperation ein. Der Hafenkapitän von Puerto Rolando Torres stellte bei einer Inspektion fest, dass alle Mann an Bord sicher waren und es derzeit keine Umweltgefährdungen gab. Das Schiff hatte ein Leck in einem Ballastwassertank im Vorschiff davon getragen. Es kam aus Peru und hatte 817 Tonnen Krill an Bord.
Der Eisbrecher "Óscar Viel” wurde zur Unterstützung geschickt. Salvamento Marítimo wurde in Bereitschaft versetzt, auf Anfrage der Reederei hin in Aktion zu treten. Um 18 Uhr kam aber bereits die erlösende Nachricht, dass sich die "Kwang Ho Ja" selbst befreien konnte. Nun mussten eine Reihe von Sicherheitstests durchgeführt und der Rumpf untersucht werden, ehe der Trawler bei dem unter Vanuatu-Flagge laufenden Kühlschiff "Frio Athens", 8519 BRZ (IMO-Nr.; 8710340), längsseits gehen sollte, um seine Ladung zu übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verlorener Contrainer vor Ile d’Yeu markiert
(25.02.14) Am 24.2. wurde ein Container acht Meilen vor Ile d'Yeu in der See treibend entdeckt. Er stammte aus der Ladung des unter Bahamas-Flagge laufenden Kühlschiffes&xnbsp;"Discovery Bay", 8924 BRZ (IMO-Nr.: 9143740),&xnbsp;das ihn gemeinsam mit 14 weiteren am 8.2. im Sturm auf der Fahrt von Santa Marta nach Vlissingen im Atlantik verloren hatte. Der Frachter hatte am 10.2. den holländischen Hafen erreicht. Nach der Sichtung des Treibguts wurde durch den Maritimen Präfekten Atlantik ein MH 65 Dauphin-Helikopter der Marine-Base in La Rochelle mit einem CEPPOL-Team an Bord in Marsch gesetzt. Er machte sich vom Flugplatz Lann Bihoué aus auf den Weg. Um 15 Uhr konnte ein magnetischer Marker am Treibgut angebracht werden, mit dem die Drift in Echtzeit verfolgt werden konnte. So wurde es möglich, die Schifffahrt präzise zu warnen, bis der Container geborgen ist. Dies sollte, sobald die Wetterbedingungen es zuließen, angegangen werden. Die „Discovery Bay“ war nach der Havarie von Vlissingen aus am 13.2. nach Dover weitergelaufen und hatte von dort aus den Waalhafen in Rotterdam angesteuert. Hier verblieb sie bis zum 18.2., ehe es nach Willemstad weiter ging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Roland von Bremen wartet auf Versicherungsentscheidung
(25.02.14) Die Hansekoggen-Replik “Roland von Bremen” steht derzeit aufgepallt auf dem Gelände der reedereieigenen Werft von Hal Över im Bremer Hohentorshafen. Hier soll das Schiff nach seinem Untergang am 28.1. auf der Weser repariert werden. Derzeit aber fanden keine Arbeiten an Bord statt. Erst muss klar sein, wie viele Kosten die Versicherung übernimmt. Denn der Schaden, den das Wasser angerichtet hat, ist erheblich. Zwar sieht der Holzrumpf von außen gut aus, doch muss die gesamte Elektrik an Bord, die durch den Wasserschaden zerstört wurde, ersetzt werden. Über eine Million Euro würde es kosten, die „Roland von Bremen“ wieder fahrtüchtig zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stelzenschiff soll in Kofferdamm abgedichtet werden
(25.02.14) Das Stelzenschiff “Derrick Boat”, das am frühen Morgen des 22.2. in Uticas Hafen im Winterlager sank, soll in den kommenden Tagen gehoben werden. Wahrscheinlich sind bis zu 3200 Gallonen Öl ausgelaufen, bevor der Austritt gestoppt werden konnte. Am 23.2. wurde im Auftrag der New York Canal Corporation durch die Tioga Construction das Eis im Hafen aufgebrochen, damit Bergungsgerät herangeschafft werden kann. Tioga plant, einen Kofferdamm um das Wrack zu errichten, dann das Wasser darin abzupumpen, sodass der Rumpf des Baggerschiffes untersucht und die Ursache des Untergangs herausgefunden werden kann. Wenn das Leck dann abgedichtet ist, soll der Kofferdamm wieder entfernt werden und der Bagger wieder aufschwimmen. Die gesamte Aktion dürfte mehrere Wochen dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Baggerschiff auf Mekong
(25.02.14) Ein vietnamesisches Baggerschiff geriet am 24.2. in Kandals Kien Svay-Distrikt in Brand. Dicker, schwarzer Rauch trieb über den Mekong, Öl lief in den Fluss. Zwei Pumpenmaschinen an Bord explodierten. Das Feuer entstand, als aus einer gebrochenen Ölleitung Treibstoff in die laufende Maschine geriet. Es breitete sich dann auf sechs Ölbehälter mit jeweils 200 Litern Inhalt aus. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde das Fahrzeug ans Ufer gezogen und nach Phnom Penh zur Reparatur geschickt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Kyle vor Strandung bewahrt
(25.02.14) Das RNLI-Boot aus Kyle of Lochalsh wurde am 24.2. um 14 Uhr alarmiert, nachdem der 20 Meter lange Kutter „Howling Gale“ in der Broadford Bay Maschinenausfall erlitten hatte und auf Felsen zu stranden drohte. 10 Minuten nach dem Mayday-Ruf war das Boot im Wasser und weitere fünf Minuten darauf vor Ort. Der Kutter mit einem Mann an Bord befand sich nur noch 200 Meter vom Ufer entfernt und trieb in der starken Strömung. Es gelang, die „Howling Gale“ auf den Haken zu nehmen und an die Pier in Broadford zu schleppen. Um 15 Uhr waren die Seenotretter zurück an ihrer Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Massenstrandung auf der Donau
(25.02.14) Über Mangel an Arbeit kann sich die Wasserschutzpolizei Deggendorf momentan nicht beschweren: Nach den Havarien der „Panta Rhei“, der „Athos“ und „Getan“ lief am Abend des 24.2. auch das slowakische Binnenschiff "Christiane", 1202 ts (EU-Nr.: 02318485), bei Winzer auf Grund.
Gegen 17.30 Uhr fiel auf dem talwärts fahrenden Schiff die Ruderanlage aus. Dem Schiffsführer gelang es gerade noch, das mit 700 Tonnen Kunstdünger beladene Schiff ans rechte Ufer zu bringen. Dort wurde es repariert. Am 23.2. waren bei Osterhofen und Winzer innerhalb einer Stunde gleich zwei Schiffe hängengeblieben.
Zuerst erwischte es den Schubverband "Panta Rhei II", 1118 ts (EU-Nr.: 04802640), der mit Maschinenproblemen außerhalb des Fahrwassers ankern musste. Dabei assistierte ein Schubverband, bestehend aus dem Schubschiff "Petra" und dem Schubleichter "Johanna", doch kam dieser bei Niederigwasser selbst fest. Der Versuch, die Schiffe frei zu schleppen, scheiterte - nun galt es auf einen steigenden Donaupegel zu warten.
Die „Panta Rhei II“ lief am 25.2. von Deggendorf kommend in den Westhafen von Regensburg ein. Die am 23.2. um 9.45 Uhr aufgelaufene "Getan", 1114 ts (EU-Nr.: 4401210), sollte bei Winzer geleichtert werden. Im Fall der "Athos", 1124 ts (EU-Nr.: 02313083), bestand die Hoffnung, dass sie mit steigendem Wasserstand ohne Fremdhilfe wieder flottgemacht werden könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Starkad“ kieloben (Bild: Haakon Hartvedt)   Großbild klick!
Ursache von tödlichem Schlepperunglück in Fitjar rätselhaft
(24.02.14) Bei dem Kentern des Schleppers „Starkad“ kam der 55-jährigen Kåre Magnar Alvsvåg aus Stord am 22.2. ums Leben. Er war eine Stunde nach dem Unglück von Tauchern aus dem kieloben liegenden Wrack geborgen worden. Versuche, sein Herz mit einem Defibrillator wieder zum Schlagen zu bekommen, verliefen erfolglos. Der zweite Mann war nicht in Lebensgefahr, nachdem ihn ein Fischer aus dem Wasser gezogen hatte. Auch er kam aus Hordaland.
Als die Polizei um 10.55 Uhr von dem Unglück informiert wurde, waren bereits mehrere Fahrzeuge zu Hilfe gekommen. Der kieloben treibende Schlepper wurde von einem Boot der nahen FMV-Werft von seiner Position eine Meile vor Fitjarvika an den Kai geschleppt. Taucher wurden mit Helikopter von Bergen nach Fitjar gebracht. Auch die norwegische Küstenwache und Taucher aus Haugesund waren im Einsatz. Die „Starkad“ hatte der aus Polen kommenden „Harvest“ assistieren sollen. Warum sie dabei kenterte, wurde noch untersucht. Der Schlepper wurde von Kränen gesichert, nachdem er am Werftkai lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trans Future2 demoliert Kriegsschiffe
(Bild: Michael Blackburn)   Großbild klick!
RoRo-Frachter setzte zwei Schiffe der Royal Navy Brunei matt
(24.02.14) Beim Einlaufen nach Muara kollidierte die unter Panama-Flagge laufende Ro-Ro-Fähre „“, 25667 BRZ (IMO-Nr.: 9196400), mit einer Ladung Importautos an Bord nach Maschinenausfall im Muara Channel am 22.4. um 8.40 Uhr mit zwei Schiffen der Marine von Brunei. Sie wurden von dem Frachter, der nicht mehr aufstoppen konnte, gegen den Kai gedrückt und eingeklemmt. Die beiden Schiffe, die an der Marinemole lagen, wurden beide an Backbordseite erheblich beschädigt. Eines der Schiffe der Ijtihad.Klasse von 40 Metern Länge wurde erheblich an den Aufbauten beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Binnenschiffe binnen einer Stunde auf der Donau auf Grund gelaufen
(24.02.14) Am 23.2. gegen 8.45 Uhr lief auf der Donau bei Osterhofen das rumänische Binnenschiff „Getan“, 1114 ts (EU-Nr.: 4401210), das unbeladen von Kelheim nach Linz talwärts unterwegs war, auf Grund. Auf Höhe der Donaubrücke wurde am Ende einer Rechtsbiegung der Schiffsführer nach seinen Angaben von der aufgehenden Sonne geblendet und kam deshalb nach rechts aus dem Fahrwasser ab. Das Schiff überlief eine Fahrwassertonne und lief dann auf eine Kiesbank. Das Schiff drehte sich nach Steuerbord und kam dann außerhalb des Fahrwassers fest. Die abgerissene Tonne trieb ab. Sie konnte später aus dem Wasser gezogen werden. Der Sachschaden dürfte mehrere tausend Euro betragen. Die Schifffahrt wurde nicht behindert.
Nur eine Stunde später kam es auf dem Fluss zu einer weiteren Havarie: Gegen 9.45 überlief die deutsche "Panta Rhei II", 1118 ts (EU-Nr.: 04802640), bergwärts von Passau nach Regensburg unterwegs, ebenfalls eine Fahrwassertonne. Dabei geriet die Kette der Tonnenverankerung in den Propeller der Steuerbordmaschine, wodurch das Schiff mit einem vorgespannten Leichter nur noch langsam weiterfahren konnte. Bei Hofkirchen wollte deshalb das rumänische Binnenschiff "Athos" 1124 ts (EU-Nr.: 02313083), auf der Fahrt von Passau nach Straubing, den Verband überholen, kam dabei aus dem Fahrwasser ab und am rechten Flussufer auf Grund. Da der Havarist teilweise im Fahrwasser lag, wurde zunächst die Schifffahrt komplett gesperrt, konnte aber gegen 12.15 Uhr bergwärts in Richtung Regensburg wieder frei gegeben werden. Talwärts blieb die Schifffahrt weiter gesperrt. Ab dem Vormittag des 24.2. sollte begonnen werden, den Havaristen zu leichtern und dann freizuschleppen.
An den Unfallstellen waren Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei aus Deggendorf und Passau ebenso im Einsatz wie das Wasser- und Schifffahrtsamt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Barge kollidierte mit Eisenbahnbrücke
(24.02.14) Am Abend des 18.2. kollidierte eine Barge, die von dem 15 Meter langen amerikanischen Schlepper "Stormcrest" (MMS-Nr.: 316005621) auf dem Fraser River transportiert wurde, mit der Lulu Island Klappbrücke der CN Rail. Die Brücke musste wegen dabei entstandener Schäden für den Bahnverkehr gesperrt werden, bis Reparaturen durchgeführt waren. Das Transportation Safety Board schickte ein Untersuchungsteam in den Nordarm des Fraser River.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweite ehemaliger Hamburger Elbfähre binnen zweier Monate versenkt
(24.02.14) Nachdem im Dezember 2013 die ehemalige Hamburger Elbfähre „Eppendorf“, die von 1989 bis Mitte 2013 als „Carmelit“ in Haifa bei Hafenrundfahrten im Einsatz gewesen war, von der israelischen Marine als Zielschiff auf den Grund des Mittelmeeres geschickt wurde, folgte am 22.2. ein weiteres Schiff dieser Klasse: Die einstige „Altona“, die als „Lady Thetis“ seit über zehn Jahren aufgelegen hatte, als Tauchziel vor Limassol versenkt.
Gemeinsam mit der „Lady Thetis“ wurde der Trawler „Constantis“ zum künstlichen Riff. Die Versenkung der Schiffe war ein Projekt der Cyprus Dive Centres Association in Zusammenarbeit mit dem zyprischen Landwirtschaftsministerium und den Städten Limassol, Yermasoyia und Ayios Athanasios. Die zeitweilig abgetrennt an Land genutzten achteren Aufbauten wurden vor der Versenkung etwas versetzt wieder angeschweißt. Unter dem Jubel von Beobachtern verschwanden beide Schiffe kurz nacheinander auf 25 bis 30 Metern Wassertiefe und können künftig binnen eines Tauchgangs erforscht werden. Die 23 Meter lange und 6,8 Meter breite „Constantis“ wurde 1989 in der Sowjetunion als russische “Zolotets” erbaut. Sie war 1997 nach Zypern gekommen und dann im östlichen Mittelmeer auf Fang gegangen. Die „Altona“ lief am 2.6.1953 bei der Oelkers-Werft vom Stapel.
1997 war sie kurzzeitig in Charter der Förde Reederei Flensburg zwischen Flensburg und Kollund und danach im Linienverkehr nach Glücksburg eingesetzt. 1980 wurde sie zur „Reiher“ der Förde-Reederei, ehe sie 1986 an die HADAG ging und im selben Jahr an einen Bremer Kaufmann zum Einsatz in der Türkei. Am 12.8. verholte sie nach Bremen zu einem Umbau und ging im September nach Zypern. Ab 1990 war die Nordwoge Shipping Co. Ltd. in Limassol eingetragener Eigner. 1993 ging sie an E. und D. Tsakos in Yermasoyia und erhielt den Namen „Lady Thetis“. 2000 wurde sie in Limassol aufgelegt und im März 2010 zum Arbeitsschiff umgebaut, wobei die Aufbauten an Land kamen und dort als Garage dienten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fairplay schleppte Bulker vor Anholt frei
(24.02.14) Der unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier "Rapallo", 40170 BRZ (IMO-Nr.: 9413690), wurde am 23.3. gegen 3:30 von dem dänischen Schlepper "Svitzer Trym", 641 BRZ (IMO-Nr.: 9548354), gemeinsam mit der größeren, unter Antigua-Flagge laufenden "Fairplay 33", 1374 BRZ (IMO-Nr.: 9476006), der am 21.2. aus Bremerhaven gerufen worden und am 22.2. um 19.30 Uhr an der Strandungsstelle eingetroffen war, freigeschleppt. Das Schiff verholte dann zu einer ungefähr vier Meilen von der Unfallstelle auf 56 ; 44.9 N 011 ; 49.0 O entfernten Position vor Frederikshavn, wo der Schiffsboden nun von Tauchern untersucht wurde. Die „Fairplay 33“ blieb längsseits liegen. Die dänischen Marinebehörden hatten direkt nach der Havarie die „Jens Sörensen“ und das Patroullienboot „Diana“ in den Kattegat geschickt, um den mit 71000 Tonnen Kohle von Ventspils nach Civitavecchia bestimmten Frachter zu überwachen. Am 21.2. hatten Taucher den Rumpf erstmals untersucht, aber keine Schäden festgestellt. Danach wurde die Genehmigung für den Bergungsversuch erteilt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Lübecker Reederei trieb im Bosporus
(24.02.14) Am 24.2. um 08:02 Uhr erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Till", 1867 BRZ (IMO-Nr.: 9390381),&xnbsp;der Lübecker Lubeca-Marine einen Maschinenausfall im Bosporus. Der Istanbul Vessel Traffic Service schickte die beiden Schlepper "Kurtarma 5" und "Kurtarma 7" sowie das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 4". Trotz einer Notankerung hatte die Drift des 81 Meter langen Frachters nicht von der sechsköpfigen Crew gestoppt werden können. Die Rettungskräfte nahmen den Havaristen auf den Haken, und die “Kurtarma 7” blieb am Heck fest, bis das Schiff gesichert war. Die unbeladene “Till” war am 22.2. aus Varna ausgelaufen und hatte am 25.2. in Aliaga eintreffen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



11 Millionen Zigaretten in Beer angetrieben
(24.2.14) Am 23.2. gegen Feb 23 veließ der dänische Containerfrachter "Svendborg Maersk", 92198 BRZ (IMO-Nr.: 9146467),&xnbsp;den Hafen von Malaga wieder und nahm Kurs auf den Suez-Kanal, wo er am 27.2. eintreffen sollte. Ein weiterer Container von Maersk trieb am 23.2. nahe Axmouth an, nachdem er am 14.2. rund 75 Meilen westlich von Land's End in französischen Gewässern am 14.2. mit 516 weiteren Boxen über Bord gegangen war. Ein Überwachungsflugzeug der Maritime and Coastguard Agency hatte ihn gemeinsam mit zwei weiteren Boxen im Englischen Kanal gesichtet und überwacht. Die beiden anderen trieben noch auf See. Das Beer Coastguard Rescue Team, Polizei und Behördenvertreter sperrten den Strandabschnitt in Axmouth ab, nachdem sich dort schnell hunderte von Strandgängern versammelt hatten. Im Container befanden sich 14 Tonnen Lart-Zigaretten, insgesamt 11 Millionen Stück. Die Exmouth Coastguard schickte vier Mann, die das Beer Coastguard Rescue Team, die Lyme Regis Coastguard und die HM Coastguard West Bay Dorset mit der Bergung unterstützten. Rund 30 Mann der Coastguard hatten gemeinsam mit den anderen Einsatzkräften bis 22 Uhr die durchweichten Zigarettenpackungen vom Strand geräumt und bargen unter Aufsicht der Lyme Bay Coastguard als Vertreter des Receiver of Wreck den Container.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung nach Kollision auf Mississippi
(24.02.14) Der amerikanische Schlepper "Lindsay Ann Erickson" (MMSI-Nr.: 36712961) kollidierte am 22.2. mit der Tankbarge "E2MS303" bei Meile 154 auf dem unteren Mississippi. Die Coast Guard New Orleans wurde um 15.30 Uhr wegen des Unfalls bei Bacherie verständigt. Aus dem Tanker war Leichtöl ausgelaufen. Ein Unified Command aus der U.S. Coast Guard, dem Louisiana Oil Spill Coordinator's Office, der ES&H, dem Louisiana Department of Environmental Quality und dem Forefront Emergency Management sowie der Homeland Security and Emergency Preparedness mit Vertretern aus St James und St John the Baptist gebildet. Am frühen Abend begannen Vertreter der Coast Guard und ES&H mit dem Leichtern und dem Ausbringen von Ölsperren. Ein MH 65 Dolphin Helikopter der Coast Guard Air Station New Orleans überflog mehrmals das Gebiet. Am 23.2. wurde das Leichtern am frühen Morgen abgeschlossen und der Ölaustritt gestoppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



36 Passagiere von Ausflugsschiff evakuziert
(24.02.14) Die 36 Passagiere des neuseeländischen Ausflugsschiffes “Dream Weaver” wurden am Nachmittag des 23.2. gerettet, nachdem das Charterschiff nördlich von Auckland am Nachmittag leckgeschlagen war. Das Schiff war mit einer vierköpfigen Crew im Tiri Channel nahe Whangaparaoa unterwegs, als es um 13.48 Uhr Wassereinbruch an Steuerbordseite meldete. Mehrere Schiffe kamen zu Hilfe. Das Polizeiboot “Deodar” brachte die Fahrgäste zur Westhaven Marina, wo sie medizinisch betreut wurden. Einige litten an Seekrankheit. Die „Dream Weaver“, ein 18 Meter langer Katamaran mit einer Kapazität von 60 Passagieren lag mit der Backbordseite fast bis zum Deck im Wasser. Die Passagiere waren mit Rettungswesten bis zu ihrer Rettung auf die hochliegende Seite geschickt worden. Drei Boote der Coastguard udn eine Yacht holten sie vor dem Eintreffen der Polizei herunter. Der Havarist wurde zur Gulf Harbour Marina geschleppt. Die Crew war an Bord geblieben. Maritime New Zealand wurde informiert, und die Transport Accident Investigation Commission (TAIC) leitete eine Untersuchung ein. Zu einem weiteren Zwischenfall kam es nach dem Einlaufen, als durch einen Kurzschluss um 15.15 Uhr ein Feuer an Bord ausbrach. Die Feuerwehr löschte den Brand im Maschinenraum.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer aus Ylvingen kam bei Schiffbruch ums Leben
(24.02.14) Ein norwegischer Fischer wurde am Abend des 22.2. von seinen Angehörigen als vermisst gemeldet. Er war mit seinem 35 Fuß langen Kutter am Morgen aus Brønnøysund ausgelaufen. Am 23.2. um 19.37 Uhr wurde seine Leiche inmitten von Wracktrümmern südwestlich von Hamnøya entdeckt. Der Mann aus Ylvingen trieb bei Bremstein im Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Behörden nahmen mal wieder die Ran ran
(24.02.14) Am 21.2. schlugen die schwedischen Lotsen des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachters "Ran", 1943 BRZ (IMO-Nr.: 8511940),&xnbsp;Alarm, nachdem ihnen beim Assistieren des auf der Göta Alv mit einer Ladung Schrott aus Rotterdam laufenden Frachters eine Reihe von Mängeln aufgefallen waren. Die Transport Agency legte das Schiff wenig später in die Kette. Es musste bei Agnesberg am Flussufer festmachen. Die Ruderanlage funktionierte nicht richtig, und im Rumpf wurden Risse und andere Defekte festgestellt. Das ganze Schiff war in schlechtem Zustand. Es darf erst nach Reparaturarbeiten weiterfahren. Am 23.11.2013 war die "Ran" bei Ålöbodarna im Öresund vor Landskrona auf Grund gelaufen. Der Kapitän war alkoholisiert gewesen und vor dem Distriktsgericht in Malmö zu einem Monat Haft verurteilt. Am 16.2.2012 war die "Ran" von der Polizei Brunsbüttel im Nord-Ostsee-Kanal gestoppt worden, weil es zu viel Tiefgang aufwies. <
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung auf Connecticut River durch gekentertes Hausboot
(24.02.14) Am 23.2. gegen 19 Uhr wurde die Polizei Northampton alarmiert, weil das Hausboot “Bella Maria” in der Oxbow Marina gekentert war. Das Pontonschiff lag am Überwinterungsplatz auf dem Connecticut River auf der Seite, Gasöl lief aus. Das Unglück sollte bereits mehrere Tage zurückliegen. Das Gewicht von Schnee hatte es wohl zum Umschlagen gebracht. Ölabsorbierende Mittel wurden ausgebracht. Das State Department of Environmental Protection wurde gerufen, um die weitere Ölbekämpfung zu übernehmen. Am Abend war auch die Feuerwehr im Einsatz und legte Schläuche aus. Das Hausboot war unbesetzt gewesen und hatte bereits seit einiger Zeit in der Marina gelegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff in Utica gesunken
(24.02.14) Die 1926 erbaute “Derrick Boat No. 1”, das zu Baggerarbeiten auf dem Erie Canal genutzt wurde, sank in der Nacht zum 22.2. Rund 800 Gallonen Diesel liefen in den Utica Harbor. In den Tanks waren 1,200 Gallonen. Das Department of Environment Conservation war am Morgen des 22.2. gemeinsam mit der Eggan Environmental im Einsatz, und am Abend war das Öl beseitigt und das Leck abgedichtet. Das Schiff hatte im Winterlager gelegen. Warum es sank, war unklar. Am 23.2. wurde das Eis an der Untergangsstelle aufgebrochen, um es heben zu können. Dies dürfte aber etliche Tage dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige der „Cape Dorset“ gingen in Trepassey an Land
(24.02.14) Die Crew des gesunkenen Trawlers „Cape Dorset" traf in der Nacht zum 23.2. in Trepassey ein. Sie hatte ihr Schiff vor der Burin Peninsula am 22.2. gegen neun Uhr aufgegeben, und um 14.45 Uhr war es gesunken. Die "Ivy Rose" hatte die 19 Schiffbrüchigen aufgenommen, und die Canadian Coast Guard hatte sie mit der "George R. Pearkes" in den Hafen eskortiert, wo sie um 1:30 Uhr festmachte. Warum das moderne Schiff bei normalen Wetterverhältnissen unterging, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mehrere Verletzte bei Kollision zweier Speedboote vor Krabi
(24.02.14) Am 24.2. kollidierten zwei schnelle Fahrgastboote vor Krabi. Ein dänischer Junge von vier Jahren kam mit einer schweren Beinverletzung ins Bangkok Hospital Phuket. Acht Fahrgäste kamen ins Kabi Town Hospital. Das Unglück ereignete sich, als die „Barracuda“, die mit 25 Passagieren und einer zweiköpfigen Crew von Ao Nang nach Phi Phi unterwegs, in die „ Pimmasa 5“, die 15 Fahrgäste und ihr Gepäcl transportierte, lief. Diese sank 400 Meter vor Ao Nang, einem beliebten Ausflugsort für Touristen in Krabi, auf flachem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Angler aus Seenot gerettet
(24.02.14) Drei Sportangler wurden gerettet, nachdem der 46 Fuß lange Angelkutter „Sea Lion“ am 23.2. um 8.45 Uhr in Brand geriet und sechs Meilen östlich des Hillsboro Inlet sank. Als ein Boot von Sea Tow eintraf, waren sie bereits von einem anderen Schiff aufgenommen worden. Kurz darauf traf ein Boot der Sheriff's Office Marine Unit ein und brachte die beiden Männer und einen Jungen an Land. Die Coast Guard war 30 Minuten später ebenfalls an der Unglücksstelle, gefolgt von der Fort Lauderdale Fire Rescue. Versuche, den Brand mit Wasserkanonen zu löschen, waren zwar nach 20 Minuten erfolgreich, doch der Kutter war so weit heruntergebrannt, dass er eineinhalb Stunden nach Ausbruch des Feuers auf 650 Fuß Wassertiefe sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerbergung (Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!
13. Container der Svendborg Maersk gefunden
(22.02.14) Am 21.2. meldete ein Handelsschiff gegen Mittag die Sichtung eines in der Verkehrstrennungszone westlich der Cascets treibenden Container auf einer Position 45 Meilen westnordwestlich des Kap de la Hague. Die Schifffahrt wurde gewarnt und der Schlepper "Abeille Liberté" ausgesandt, den aufgerissenen und verbeulten Container zu bergen. Er wurde gegen 18 Uhr auf den Haken genommen und am 22.2. gegen neun Uhr in den Hafen von Cherbourg gezogen. Bei der Marinebasis wurde er aus dem Wasser geholt. Anhand von Fotos und der Seriennummer, die die "Abeille Liberté" übermittelte, konnte der Container denen, die der dänische Frachter "Svendborg Maersk", 92198 BRZ (IMO-Nr.: 9146467), am 14.2. verloren hatte, zugeordnet werden. Damit wurden von den 517 über Bord gegangenen Boxen nun insgesamt 13 geborgen. Die meisten dürften aber gesunken sein. Der havarierte Frachter lag weiter in Malaga.
Quelle:Tim Schwabedissen



F 25 – SV (Bild: Kare Grip)   Großbild klick!
Kutter zwei Tage nach Brand gesunken
(22.02.14) Am 20.2. noch hatte sich Geir Kristian Leinan, Eigner des Kutters “F 25 – SV” glücklich geschätzt, weil ein größerer Feuerschaden an seinem Schiff dank des raschen Eingreifens eines Fischerkollegen abgewendet werden konnte. Dieser hatte das Feuer im Ruderhaus bemerkt und den ersten Löschangriff durchgeführt. Am 22.2. aber sank der beschädigte Kutter in Gamvik. Warum es zum Brand kam und warum der Kutter nun kenterte, war noch rätselhaft. Doch es dürfte einen Zusammenhang geben. Möglicherweise wurde der Rumpf beim Verholen des Havaristen an einen Uferplatz beschädigt. In der kommenden Woche soll er gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Charlotte Louis: Bergung (Bild: L. Emanuel)   Großbild klick!
Zweimaster wird nach eineinhalb Jahren gehoben
(22.02.14) Am 20.2. war die Bergung des gesunkenen Zweimasters “Charlotte Louis” in Marsa im Gange. Mithilfe von Hebesäcken wurde das Heck des im Juli 2012 an seinem Liegeplatz untergegangenen Schiffes erstmals wieder über Wasser sichtbar. Das Schiff war 1942 in Schottland erbaut worden und zuletzt für Hafenrundfahrten genutzt worden. Bereits am 4.1.2007 war es in Sliema gesunken, dann gehoben und nach Marsa geschleppt worden. Vor Beginn der Bergungsarbeiten, die vor einigen Tagen starteten, wurden die Masten gekappt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Siderfly wird abgewrackt(Bild: Bernt Skjoett)   Großbild klick!
Siderfly wandert in den Hochofen
(22.02.14) Nur zwei Wochen nach dem Eintreffen des Frachters “Siderfly”, 2882 BRZ (IMO-Nr.: 8412405), bei der Fornaes Shipbreaking Ltd. in Grenaa haben die Abwracker bereits ganze Arbeit geleistet. Die kompletten Aufbauten des Schiffes befanden sich bereits auf dem Weg in den Hochofen, und auch der Rumpf war schon von den Schweißbrennern deutlich “angeknabbert” worden. Noch aber ist das große Loch in der Backbordseite, das der Tanker “Coral Ivory” am 28.10.2012 im Nord-Ostsee-Kanal gerissen hatte und das das Schicksal des Frachters besiegelte, deutlich sichtbar. Doch in wenigen Tagen wird auch dies mit dem weiteren Arbeitsfortschritt der dänischen Abwracker Geschichte sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Schlepperunglück in Fitjarvika
(22.02.14) Am 22.2. kenterte der norwegischer Schlepper "Starkad", 65 ts, in Fitjarvika vor dem Kai der Fitjar Mekaniske Verksted bei der Assistenz des unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Schleppers "FFS Atlas", 259 BRZ (IMO-Nr.: 8500953), der den Kasko der "Harvest" zur Endausrüstung von Stettin nach Stord überführt hatte. Die Polizei wurde um 10.55Uhr alarmiert. Da trieb der 19 Meter lange Schlepper bereits kieloben im Wasser.
Ein Fischer hatte eines der beiden Besatzungsmitglieder gerettet. Der zweite war beim Kentern im Schiff eingeschlossen worden. Um 11:30 Uhr erreichten Rettungstaucher der Feuerwehr in Bergen per Hubschrauber die Unglücksstelle. Der Schlepper war derweil an den Kai geschleppt und dort so weit gesichert worden, dass die Taucher ins Innere eindringen konnten. Sie fanden die Leiche des zweiten, aus Stord stammenden Mannes, der um 13.04 Uhr für tot erklärt wurde. Die “Starkad” wurde 1991 bei der Singa Nor AS Drammen erbaut und war für die BK Marine AS in Sagvåg im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Duschwasser brachte Wohnschiff in Schräglage
(22.02.14) Am Zuidersluisweg in IJmuiden entwickelte am 21.2. das Hausboot “Element” Schlagseite. Es war für ein Jahr zur Unterbringung von 17 surinamischen Studenten gemietet worden und lag am Nova College. Am Morgen hatte es noch auf ebenem Kiel gelegen, doch am Nachmittag hatte es eine Schlagseite von 5-10 Grad. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Studenten sich bereits an Land geflüchtet. Offenbar war das Schiff aber gar nicht leckgeschlagen, sondern es gab ein Problem mit den Duschen. Die Pumpe schaffte es nicht, das Wasser an Land zu pumpen, und es landete in der Bilge.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Neufundland gesunken
(22.02.14) Der 40 Meter lange, kanadische Trawler "Cape Dorset" (MMSI-Nr.: 316021225) sank am Morgen des 22.2 vor der Burin Peninsula in Neufundland. Das Schiff funkte nach Wassereinbruch gegen neun Uhr Mayday. Ein anderes Fischereifahrzeug, die “Ivy Rose”, kam zu Hilfe und konnte alle 19 Mann der “Cape Dorset” an Bord nehmen, bevor diese sank. Zunächst war geplant, dass sie sich später mit der “George R. Pearkes” der Coast Guard treffen und die Geretteten übergeben sollte. Später zeichnete es sich ab, dass diese die “Ivy Rose” nach Trepassey am südöstlichen Ende der Avalon Peninsula eskortieren würde.
Je nach Wetterbedingungen würde das Schiff dann nach Trepassey einlaufen oder weiter nach St. John's fahren. Das JRCC in Halifax schickte auch einen Cormorant-Helikopter aus Gander und eine Hercules aus Greenwood, Nova Scotia zu Hilfe. Eine Maschine der Provincial Airlines reagierte auch auf den Notruf. Die “Cape Dorset” lief für die Icewater in Arnold's Cove, die im April 2013 zwei Millionen Dollar der Regierungen in Neufundland und Labrador für den Erwerb des Schiffes erhalten hatte. Es war zuvor als “Arvid Nergård” für den Nergård-Konzern in Senjahopen im Einsatz gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlwasserleck legte Fähre lahm
(22.02.14) Auf der schwedischen Fähre "Visby", 29746 BRZ (IMO-Nr.: 9223784), kam es am Abend des 21.2. zu einem Maschinenausfall, eine Stunde nachdem das Schiff um 16.20 Uhr den Hafen von Visby verlassen hatte. Auslöser war eine Leckage im Kühlwassersystem, wegen dem sich die Maschine abschaltete und das Schiff für 40 Minuten vor Gotland mit 400 Menschen an Bord ankern musste. Die Beleuchtung wurde schwächer, sie wurde nur noch durch die Notstromaggregate gespeist, doch die Besatzung hielt die Fahrgäste regelmäßig auf dem Laufenden, und so kam es zu keiner Unruhe an Bord. Es gelang der Crew, den Schaden zu reparieren, und am Ende lief die Fähre mit nur halbstündiger Verspätung nach Oskarshamn ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Acht Tote auf Nsuni-Fluss
(22.02.14) Acht Menschen kamen ums Leben, als der Kutter “Glorifie ton Seigneur 2” in der Nacht zum 22.2. auf dem Fluss Nsuni auf Höhe des Ortes Mabra, rund 20 Kilometer von Mushie in der Bandundu-Provinz entfernt sank. Dort war das Schiff am Vortag um 10 Uhr ausgelaufen und hatte dann auf Höhe von Ladi gestoppt. Um 19 Uhr ging es wieder ankerauf und kenterte wenig später. Einige Überlebende wurden von Anwohnern gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier ohne Lotse bei Anholt im Kattegat gestrandet
(22.02.14) Auf der Fahrt von Ventspils nach Algericas lief der unter Malta-Flagge registrierte Bulkcarrier "Rapallo", 40170 BRZ (IMO-Nr.: 9413690), am 21.2. um 14.57 Uhr fünf Meilen östlich von Grenå auf Grund. Das Schiff mit einem Tiefgang von 14.2 Metern hatte entgegen der Empfehlungen der IMO keinen Lotsen an Bord. Versuche, mit eigener Kraft wieder loszukommen, scheiterten. Das Ölbekämpfungsschiff "Mette Miljø" (IMO-Nr.: 8002468) erreichte die Unglücksstelle vor Anholt gegen 20 Uhr, bereits um 15.30 Uhr war der dänische Schlepper "Svitzer Trym" (IMO-Nr.: 9548354) von Kalundborg kommend erreicht. Zuvor hatte das kleine Wachschiff "Mickey A" (MMSI-Nr.: 219016671) Stellung bezogen, das nach Eintreffen der beiden anderen Fahrzeuge am Nachmittag des 21.2. nach Grenå zurückkehren konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgebener Frachter gestrandet und gekentert
(22.02.14) Am 21.2. kenterte der unter vietnamesischer Flagge laufende Frachter "Sunrise Orient" 2580 BRZ (IMO-Nr.: 9550072), auf den Felsen der Insel Cheung Chau und blieb am Ende halb gesunken liegen. Er war von seiner 17-köpfigen vietnamesischen Crew aufgegeben worden, nachdem das Schiff 45 Grad Schlagseite entwickelt hatte.
Zuvor hatte es ein Problem mit der Ruderanlage gegeben, und der Frachter legte sich plötzlich auf die Seite. Die Ladung ging über, und es begann, Wassere einzudringen. Die Crew hatte sich dann auf die hochliegende Steuerbordseite geflüchtet und auf Hilfe gewartet. Danach war er noch langsam weitergelaufen, bis die Maschine stoppte. Versuche zweier Schlepper, ihn unter Kontrolle zu bekommen, scheiterten. Um 13.30 Uhr trieb er bei Tung Wan Tsai auf Grund. Auslaufendes Öl bildete einen 100 Meter langen und drei Meter breiten Film. Ölsperren wurden ausgebracht.
Das Marine Department leitete eine Untersuchung ein, warum der Kapitän von Bord ging, ohne die Maschine abzustellen. Er war noch ersucht worden, zurückzukehren und dies nachzuholen, hatte aber wohl Angst, dass das Schiff kentern und ihn einschließen würde. Der Frachter war mit 2,800 Tonnen Zement von Nansha in der Guangdong-Provinz nach Indonesien unterwegs und hatte in Hong Kong gebunkert. Der Eigner wurde aufgefordert, das Wrack binnen 10 Tagen zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ankerlieger driftete gegen Tanker
(22.02.14) Am 20.2. um 23.25 Uhr stieß der iranische Frachter “Parin”, der auf Reede vor Astrakhan ankerte, mit dem a russischen Tanker “VF Tanker-14” zusammen. Der Frachter hatte sich in der Strömung gedreht und wurde gegen den Tanker getrieben, auf dem die Reling auf drei Metern Länge verbeult wurde. Die “Parin”, 5885 tdw (IMO-Nr.: 9076478), wurde 1993 erbaut und hat als Manager die Khazar Sea Shipping Lines. Die “VF Tanker-14”, 7025 tdw (IMO-Nr.: 9645035), entstand 2012 und hat als Manager die VF Tanker Ltd, N. Novgorod.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter und Fähre vor Hongkong kollidiert
(22.02.14) Der unter Hongkong-Flagge laufende Frachter “Mui Wo”, 659 tdw (IMO-Nr.: 9167241), kollidierte am 18.2. um 10.30 Uhr westlich von Hong Kong mit der Hochgeschwindigkeitsfähre “Santa Maria”, 267 BRZ (IMO-Nr.: 7523910). Das Unglück ereignete sich bei dichtem Nebel. Auf Urmston Reede vor Tap Shek Kok betrug sie nur 370 Meter. Niemand der 82 Fahrgäste und 10 Crewmitglieder der Fähre wurde verletzt. Beide Schiffe erlitten geringfügige Rumpfschäden. Die Fähre setzte die Fahrt von Shekou, Guangdong zur Skypier am Hong Kong International Airport fort. Boote des Marine Department und der Marinepolizei kamen zur Untersuchung der Havarie herbei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Prospect – BF 573 sinkt
(Bild: Sydney Sinclair)   Großbild klick!
Kutter sank wegen Telefonats
(21.02.14) Bei der Untersuchung des Untergangs des britischen Kutters „Prospect – BF 573“ (MMSI-Nr.: 235000469) am 5. August 2013 wurde herausgefunden, dass der Kapitän daran Schuld war, der von einem Telefonanruf abgelenkt worden war. Skipper Neil King, der für MacDuff, Moray, arbeitete, stand am Ruder, als der Kutter auf die Skibby Baas-Felsen in Lerwick lief. Er wurde mit seiner dreiköpfigen Crew von Bord gerettet, ehe das 18 Meter lange Schiff trotz vorheriger Rettungsversuche versank. Es wurde einige Tage später gehoben und ist inzwischen wieder in Fahrt. Am 19.2. stellte der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) seinen Bericht vor, in dem es auch hieß, die Urteilsfähigkeit von King könnte durch zuvor getrunkenen Alkohol eingeschränkt gewesen sein. Er habe die Passage nicht effektiv geplant und den Kurs überwacht. Er war während einer Kursänderung durch ein Telefongespräch abgelenkt. Die Wetterbedingungen seien gut gewesen. Es sei ein sonniger Tag mit zwei Beaufort Wind und ruhiger See gewesen. Der MAIB empfahl King, seine Navigationskenntnisse in einem Kurs aufzufrischen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Orient Crusader (Bild: Mara Koper)   Großbild klick!
Bosporus wegen treibenden Bulkcarriers gesperrt
(21.02.14) Am 21.2. um 4.28 aerlitt der zyprische Bulkcarrier "Orient Crusader", 63993 BRZ (IMO-Nr.: 9464596), der am 29.1. aus Norfolk nach Yuzhnyy ausgelaufen war, mit einer 21-köpfigen Crew und einer Ladung von 107,999 Tonneh Kohle an Bord Maschinenausfall. Das Schiff durchlief gerade den Bosporus. Nachdem die Crew of das Istanbul Vessel Traffic Centre informiert hatte, schickte dieses die Schlepper "Kurtarma 4", "Kurtarma 7" und "Kurtarma 9" sowie das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 1". Wegen der Gefahren für die Schifffahrt, die durch den 255 Meter langen, in der Meerenge treibenden Bulker bei unsichtigem Wetter entstehen konnten, wurde der Verkehr im Bosporus gesperrt, bis die Schlepper den Havaristen um 9.12 Uhr vor Anker gelegt hatten. An Bord befanden sich auch 483 Tonnen Treibstoff und 144 Tonnen sonstige Öle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer im Harburger Binnenhafen
(21.02.14) Am 20.2. brach gegen Mittag ein Feuer auf einem im Harburger Binnenhafen vertäuten Schiff aus. Bei Schweißarbeiten gingen auf einem ehemaligen Behördenboot Papier und Isolierung in Flammen auf. Dicker Rauch quoll aus dem Schiff. Weil zunächst befürchtet wurde, dass Menschen in Lebensgefahr sein könnten, rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot aus. Die Befürchtung bestätigte sich allerdings nicht, und der Brand konnte schnell gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bergungsauftrag für Baltic Ace vergeben
(21.02.14) Rijkswaterstaat gab am 20.2. bekannt, dass die Bergung des unter Bahamas-Flagge registrierten Autofrachters "Baltic Ace", 23498 BRZ (IMO-Nr.:9386213),&xnbsp;an die Bergungsfirmen Boskalis und Mammoet Salvage vergeben werden soll. Das Schiff war am 5.12. 2012 mit dem auf Zypern registrierten Feederschiff „Corvus&xnbsp;J“ etwa 65&xnbsp;Seemeilen vor der holländischen Provinz Zeeland kollidiert und gesunken. Das Schiff hatte sich mit 1417 fabrikneuen Fahrzeugen von Mitsubishi auf dem Weg von Zeebrügge nach Kotka in Finnland befunden. Nach massivem Wassereinbruch sank es innerhalb kürzester Zeit. 11 Mann kamen ums Leben, 13 wurden gerettet. Das Wrack muss wegen der von ihm ausgehenden Umweltgefahren und der Gefährdung des Fahrwassers nach Rotterdam geräumt werden. Es hat noch 540 Tonnen Bunkeröl an Bord. An der Bergung werden auch die Firmen Asian Lift, einer Tochter von Smit, und Keppel beteiligt sein. Der Vertrag soll in der zweiten Märzhälfte unterschrieben werden, die eigentliche Arbeit Ende 2014 beginnen und binnen eines Jahres abgeschlossen sein. Dabei soll das Wrack komplett entfernt werden. Für die Arbeiten werden ein Taucherschiff, Schlepper, Bargen und Kräne benötigt sowie zusätzliche Ausrüstung von SMIT Asian Lift und der Boskalis-Tochter Dockwise.
Quelle:Tim Schwabedissen



17 Mann vor Hongkong von Frachter abgeborgen
(21.02.14) Ein 90 Meter langer vietnamesischer Frachter erlitt in der Nacht zum 21.2. eine Meile östlich der Insel Cheung Chau in Hong Kong schwere Schlagseite. Er war mit einer Ladung Zement unterwegs von Nansha in der Guangdong-Provinz nach Indonesien. Nachdem die Fracht übergegangen war, lag das Schiff mit 40 Grad Schlagseite in der See und funkte um 10.15 Uhr Notsignale. Die 17-köpfige Crew wurde von der Hong Kong-Marinepolizei abgeborgen. Später wurde festgestellt, dass der Frachter stabil genug zum Abschleppen sei. Zwei Schlepper nahmen ihn auf den Haken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsdavit eines Kreuzfahrers von Bunkertanker beschädigt
(21.02.14) Am 19.2. wurde das unter Malta-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Celebrity Infinity", 90940 BRZ (IMO-Nr.: 9189421), in Port Stanley auf den Falkland-Inseln von einem längsseits kommenden Bunkertanker gerammt. Dabei wurde ein Davit für Tenderboote beschädigt, sodass dieser nicht mehr in der Lage war, ein ausgesetztes Boot aufzunehmen. Daraufhin wurde entschieden, es vorerst zurückzulassen und den Davit provisorisch zu sichern. Dadurch verzögerte sich die Abreise aus dem Hafen, und statt 18 Uhr ging es erst am Morgen des 20.2. weiter, nachdem Arbeiter die ganze Nacht damit beschäftigt gewesen waren, den Mechanismus zu reparieren. Um 3.30 Uhr war der Davit angehoben und gesichert. Das Schiff befand sich auf einer 14-tägigen Fahrt nach Südamerika und in die Antarktis. Es war am 16.2. aus Buenos Aires ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer mit Leck nach Falmouth eingelaufen
(21.02.14) Das unter Bermuda-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Discovery", 20216 BRZ (IMO-Nr.: 7108514), musste am 20.2. unplanmäßig den Hafen von Falmouth ansteuern, nachdem auf der Fahrt vom Mittelmeer nach Avonmouth ein kleines Leck im Rumpf entdeckt worden war. Assistiert von zwei Schleppern machte der Havarist an der County Wharf est, wo Taucher den Rumpf inspizierten. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten sollte am 21.2. die Reise weitergehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterfischer nahmen Rettung selbst in die Hand
(21.02.14) Am 20.2. um 23.50 Uhr wurde das CROSS Etel alarmiert, nachdem der 11 Meter lange französische Kutter "Meljesharwen" (MMSI-Nr.: 227323260) vor Vallieres, südöstlich von Royan, auf Felsen gelaufen war. Aus Royan wurden die Rettungsboote "SNSM 162" und „SNSM 1777". Zur Unglücksstelle geschickt. Wegen des herrschenden Niedrigwassers konnten sie jedoch zunächst nichts ausrichten und kehrten in den Hafen zurück, um auf die für den 21.2. um 8:50 Uhr erwartete Flut zu warten. Doch um 5:30 Uhr funkte der Kapitän des Kutters, dass die Crew das Schiff verlassen wolle. Daraufhin alarmierte das CROSS Etel einen Dauphin-Helikopter in La Rochelle, der um 5:51 Uhr startete und um 6:10 Uhr vor Ort eintraf. Doch inzwischen hatten entgegen anders lautender Anweisungen die drei Fischer das Schiff bereits verlassen und waren auf die Felsen gesprungen. Es gelang ihnen, das Ufer zu erreichen, wo sie von der Feuerwehr Royan in Empfang genommen wurden. Der Havarist selbst wurde mit dem Hochwasser von den Rettungsbooten "SNSM 85", "SNSM 162" und "SNSM 1777" auf den Haken genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter in Gamvik
(21.02.14) In Gamvik brach am Morgen des 20.2. ein Feuer auf einem 30 Fuß langen Kutter aus. Er wurde vorsorglich von seinem Liegeplatz weggeschleppt zu einem Platz am Ufer, wo die Gefahr eines Übergreifens der Flammen auf andere Schiffe nicht mehr bestand. Als das Feuer ausbrach, war niemand an Bord. Weil ein anderer Fischer sofort mit der Brandbekämpfung im Ruderhaus begonnen hatte, wurde ein größerer Schaden verhindert werden. Die Feuerwehr hatte das Feuer rasch gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



11 Seeleute gerettet, 800 Ziegen ums Leben gekommen
(21.02.14) 11 indische Seeleute wurden von einem Frachter, der am 17.2. vor Jubail in Brand geraten war, gerettet. Das Schiff war mit 800 Ziegen an Bord aus Kasphap in Oman nach Kuwait ausgelaufen. Es trieb unweit der Insel Karan bei einem Gasförderfeld von Aramco. Mitarbeiter der Ölfirma und die Coast Guard versuchten mit mehreren Schiffen, den Brand zu löschen, doch der Frachter sank schließlich. Die Geretteten wurden von einem Rettungsboot aufgenommen und am 19.2. nach Jubail gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausschreibung zur PCB-Beseitigung auf künftigem künstlichen Riff vor Kanada
(21.02.14) An Bord der HMCS “Annapolis” wurde PCB entdeckt, das auf Weisung von Environment Canada erst beseitigt werden muss, bevor die kanadische Fregatte ein künstliches Riff werden kann. Die Chemikalie Polychlorinbiphenyl wurde bis in die späten 70er Jahre von der Industrie verwendet, gilt inzwischen aber als Krebs erregend. Die 115 Meter lange HMCS “Annapolis” war von der Artificial Reef Society of B.C. (ARSBC) 2009 zur Versenkung vorgesehen worden und sollte in der Halkett Bay vor der Südostküste von Gambier Island ein neues Tauchziel werden. Freiwillige bereiteten in tausenden Arbeitsstunden das Schiff dafür vor. Eine Gruppe namens Save Halkett Bay formte sich und bekämpfte den Plan, weil der Meeresgrund von dem Schiff zerstört würde. Im Mai 2013 untersuchte Environment Canada die “Annapolis” auf PCD und veröffentlichte am 12.2.2014 das Resultat gemeinsam mit einer Ausschreibung zur Entfernung des Stoffes, der in der Isolierung zweier Abteilungen gefunden wurde. Wer die Kosten für die Entfernung trägt, war noch unklar. Die ARSBC schuldete den Wesley Roots Marine Services ohnehin noch 95,240 Dollar Liegeplatzgebühren. Roots hat deshalb gegen ARSBC eine Anzeige erstattet, wäre aber willens, diese zurückzuziehen, wenn ein besserer Platz zur Versenkung gefunden würde. Die ARSBC plant aber weiterhin, diese in der Halkett Bay durchzuführen. Der Underwater Council in British Columbia und die Dive Industry Association waren mit dem Verhalten von ARSBC nicht zufrieden und wollten mit der Tauchercommunity Gespräche zu dem Projekt führen. Die Taucher wollten das Schiff endlich auf Grund haben, nachdem sie tausende Arbeitsstunden darin investierten, und forderten eine bessere Kommunikation.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untergang der Yacht von Wayne Newton hatte technische Ursache
(21.02.14) Der Untergang der 19,8 Meter langen Yacht „Rendezvous“ des US-Entertainers Wayne Newton am 13.10.2013 in der Temple Bar Marina in Arizona war ein Unfall. Niemand hatte sich an Bord befunden und der Eigner war im Urlaub, als das Schiff plötzlich sank. Der National Park Service untersuchte das Unglück und stellte einen technischen Fehler als Ursache des Unfalls fest. Zwei Lenzschläuche, die Wasser aus einer achtern befindlichen Abteilung abpumpen sollten, hatten versagt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Svendborg Maersk in Malaga
(Bild: Franela)   Großbild klick!
Containerverlust der „Svendborg Maersk“ könnte Guiness-Buch-reif sein
(20.02.14) Der dänische Containerfrachter "Svendborg Maersk", 92198 BRZ (IMO-Nr.: 9146467),&xnbsp;könnte mit dem Verlust von 517 Containern im Sturm ins Guiness-Buch der Rekorde eingehen. Um diese Zahl erleichtert lief das Schiff am Nachmittag des 17.2. am Haken der Schlepper „R. Cataluniya“ am Bug und „Vehinticuatro“ am Heck in den Hafen von Málaga ein, wobei die Besatzung selbst zu dieser Zeit von rund 70 Boxen ausging, die über Bord gingen, als sich der Frachter in der Biskaya um 41 Grad nach Steuerbord überlegte.
Doch als Arbeiter in Körben, die von Mobilkränen hingen, sich einen Überblick verschafften, wurde klar, dass das Deck in erheblich höherem Maße abgeräumt worden war. Neben dem Bergen der noch über die Seite hängenden oder zerquetscht an Deck stehenden Boxen durch die Terminalbetreiber Noatum sowie Hafenarbeiter und der Sicherung der übrigen Ladung galt es in den folgenden Tagen, die durch die Havarie an den Ladevorrichtungen entstandenen Schäden zu beseitigen. Die Arbeiten werden sich angesichts des fragilen Zustandes etlicher umgestürzt an Deck liegender Containerstapel kompliziert gestalten und sind nicht ungefährlich. Dies sollte binnen etwa 10 Tagen durch 120 Arbeiter erledigt werden.
Svendborg Maersk (Bild: Juan Puche)   Großbild klick!
Unterdessen gelang es zwei französischen Offshore-Versorgern, der "Argonaute", 2087 BRZ (IMO-Nr.: 9269518),&xnbsp;und "Alcyon", 487 BRZ (IMO-Nr.: 8104228), die von Brest aus in die Biskaya ausgelaufen waren, 12 noch in der See treibende Container zu bergen. 11 wurden an Bord der "Argonaute" gezogen, einer auf die "Alcyon". Die gestauchten und gequetschten Boxen wurden anschließend im französischen Hafen an Land gehoben. Sie enthielten Holz, Bananen und Ananas. Der Maritime Präfekt veranlasste außerdem weitere Überwachungsflüge durch das Patroullienflugzeug ATL 2 sowie den Zoll. 85 Prozent der über Bord gegangenen Container sollten leer gewesen sein, was ihnen noch eine Weile Auftrieb verschaffen könnte.
Bereits im September 2013 hatte der Containerterminal von Malaga ein Schiff der Maersk-Reederei zu Reparaturen aufgenommen – damals handelte es sich um die „Maersk Kampala“, 80654 BRZ (IMO-Nr.: 9215311), die am 28.8. südlich des Suezkanals in Brand geraten war. Vom 16.9- bis 2.11. verblieb der Frachter damals zu Reparaturen in dem spanischen Hafen.
Die „Svendborg Maersk“ hat eine Tragfähigkeit von 110,387 Tonnen, ist 346,98 Meter lang, 42 Meter breit und geht 13,8 Meter Tief. Das Schiff wurde 1998 vom Odense Steel Shipyard für die Reederei AP Möller Maersk erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Japanischer Eisbrecher sitzt im Polarmeer auf Felsen fest
(20.02.14) Der japanische Eisbrecher “Shirase”, 18300 BRZ (MMSI-Nr.: 431999533), der zwei Expeditionsteams an Bord hatte, lief in der Antarktis am 16.2. u, 7.40 Uhr 700 Meters von der unbemannten russischen Molodyozhnaya-Station auf Position 67 39 S 045 49 O auf Grund. Damit wurde er zum ersten gestrandeten japanischen Forschungsschiff, seit diese Forschungsreisen zum Südpol vor rund 60 Jahren begannen. Als er in einem Treibeisfeld auf einen Unterwasserfelsen lief, wurde der Rumpf aufgerissen, jedoch beschränkte sich der Wassereinbruch auf die doppelwandige Außenhülle. Es wurden keine Tanks betroffen, und auch die Crew und Forschungsteams blieben unversehrt. Ein erster Versuch, das Schiff mit der Flut am 17.2. zwischen sieben und neun Uhr wieder loszubekommen, scheiterte. Zuvor war die Außenhaut mit Unterwasserkameras inspiziert worden. Ein weiterer Anlauf sollte mit dem Nachthochwasser genommen werden. Die 2009 erbaute „Shirase“, einer der stärksten Eisbrecher der Welt, war auf der Rückfahrt nach Japan, nachdem sie die Mitglieder des 54. Winterexpeditionsteams und des 55. Sommerexpeditionsteams am 12.2. an Bord genommen hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Drohnenflieger droht Anklage wegen Gefährdung von Menschenleben nach Schiffbruch der Luno
(20.02.14) Nach dem Schiffbruch des spanischen Frachters „Luno“ vor Anglet am 5.2. wurde die Rettungsaktion für die Crew nach Aussage eines Helikopter-Piloten durch die Anwesenheit einer Drohne gefährdet. Nachdem dies bekannt wurde, leitete die Staatsanwaltschaft in Bayonne Ermittlungen ein, und am 10.2. beschlagnahmte die Polizei das Fluggefährt. Mit ihm waren Videoaufnahmen vom Wrack gemacht worden. Es hat einen Wert von 15000 Euro. Der Besitzer muss sich nun darauf gefasst machen, wegen Verstoßes gegen Luftfahrtgesetze und der Gefährdung von Menschen juristisch belangt zu werden. Ihm droht bis zu einem Jahr Haft. Er hätte den Einsatz dem Kontrollturm des Airport von Biarritz melden und durch ihn genehmigen lassen müssen. Sie unterliegen derselben Gesetzgebung wie übrige Flugzeuge.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung in Gig Harbor durch gesunkenes Motorboot
(20.02.14) In der Nacht zum 19.2. liefen 25 Gallonen Gasöl aus einem Motorboot, das in Gig Harbor an seinem Liegeplatz gekentert und gesunken war, aus. Das Washington Department of Ecology konnte das ausgelaufene Öl binden und beseitigen. Der Ölaustritt war gegen 18 Uhr am Lucas Landing bemerkt worden. Mitarbeiter des Department und der Coast Guard, die Gig Harbor Fire und die Global Diving and Salvage nahmen das Öl auf. Taucher der Global Diving and Salvage dichteten das Leck ab und pumpten weitere 15 Gallonen aus dem Fiberglasboot aus. Dann galt es in Absprache mit dem Eigner und Marina-Betreiber das Wrack des Bootes zu heben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl aus altem Frachterwrack in politischen Streit geraten
(20.02.14) Die Anwohner von Ottawa fürchten, dass es zu weiteren Ölverunreinigungen durch das Wrack des liberianischen Frachters „Manolis L“ vor Neufundland kommen könnte, wenn der verbliebene Kraftstoff nicht abgepumpt wird. Das Schiff liegt, seit es im Januar 1985 auf den Blow Hard Rock nahe Change Islands gelaufen war, auf 60 Metern Tiefe in der Notre Dame Bay. Es hatte über 500 Tonnen Öl an Bord.
Die kanadische Coast Guard hatte im vergangenen Jahr nach einer dauerhaften Lösung gesucht. Bis sich die Lecks verstärken, sollen Neoprene-Abdichtungen und ein neuer Kofferdamm, der im Januar installiert wurde, das Öl unter Kontrolle halten. Der stromlinienförmige Kofferdamm, der von Tauchern abgesenkt wurde, ersetzte einen im Juli 2013 konstruierten Vorgänger, der durch die starken Strömungen versetzt worden war und kein Öl mehr hielt.
Trotz einer Facebook-Kampagne einer Bürgergruppe soll es dabei vorerst bleiben. Die Coastguard wollte das Gebiet weiter überwachen und im Frühjahr, wenn es eisfrei ist, das im Kofferdamm gesammelte Öl abpumpen. Dies sei eine langfristige Lösung. Doch der Präsident der Handelskammer in Lewisporte forderte, Ottawa müsse mehr tun. Es gäbe ein sehr reales Risiko, dass das Wrack in schwerer See auseinanderbreche. Dies hätte katastrophale Folgen für die Küste und die Tierwelt.
Der liberale Ministerpräsident von Neufundland, Scott Simms, sagte, die Sichtweise der Regierung habe sich geändert. Der frühere Umweltminister Peter Kent habe im vergangenen Frühjahr bestätigt, dass er mit verschiedenen Firmen wegen einer permanenten Lösung im Gespräch sei. Im Herbst hieß es dann, nun sei das Fisheries Department zuständig. Environment Canada bot technische Unterstützung wie Risikiabschätzung, Laboranalysen und Reinigungstechnik für die Küste an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper tat das richtige – drei schiffbrüchige Segler gerettet
(20.02.14) Ein H-65 Dolphin Helikopter der Air Station San Francisco rettete am Nachmittag des 18.2. zwei Männer und einen 12-jährigen Junge von ihrer sinkenden, 32 Fuß langen Yacht zwei Meilen vor Big Sur, Kalifornien. Die USCG San Francisco hatte einen Notruf erhalten, nachdem das Boot in 10-15 Fuß hohen Seen Wasser übernahm. Die Rettungsaktion gestaltete sich wegen des Riggs der Yacht als kompliziert. Deshalb wurde ein Rettungsschwimmer abgesetzt, der die Segler anwies, einzeln ins Wasser zu springen. Hier wurden sie von ihm im Empfang genommen und zum Aufwinschen vorbereitet. Nach der erfolgreichen Rettung wurden sie am Monterey Regional Airport medizinisch betreut. Der Skipper erhielt Lob von den Luftrettern – er habe die richtige Ausrüstung gehabt und sofort Hilfe gerufen, als er in Schwierigkeiten geriet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler trieb bei Offshore-Windpark
(20.02.14) Das RNLI-Boot aus Ramsgate kam am 18.2. um 2.38 Uhr einem 10 Meter langen Trawler zu Hilfe, der neun Meilen vor der Küste unweit der Thanet Wind Farm manövrierunfähig geworden war, nachdem das Netz in den Propeller geriet. Der dreiköpfigen Crew gelang es nicht, ihn wieder freizubekommen. Deshalb wurde der Havarist von dem Rettungsboot zurück nach Ramsgate Harbour geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Motorboot und Mastbruch auf Team Vodafone
(14.02.14) Im Golf von Hauraki geriet am 18.2. ein 14 Meter langes Motorboot in Brand. Die neuseeländische Coastguard fand es lichterloh in Flammen stehend zwischen den Motutapu und Waiheke Islands vor. Die zweiköpfige Crew war auf ein Beiboot geflüchtet, aus dem es von einem anderen Schiff gerettet und dann auf die „Lion Foundation Rescue“ der Coastguard übergesetzt wurde. Beide wurden wegen leichter Rauchgasvergiftung behandelt, während sie nach Auckland zur weiteren Betreuung gebracht wurden. Nach der Notmeldung waren auch die „Howick Rescue 1“ und die „Waiheke Rescue“ alarmiert worden. Angehörige der Feuerwehr wurden an Bord des Polizeibootes „Deodar III“ zur Unglücksstelle gebracht. Es wurde beschlossen, es in Schlepp zu nehmen und auf in der Nähe befindliche Felsen zu setzen, um einen Untergang abzuwenden. Währenddessen sprühte die „Howick Rescue 1“ Wasser in die Flammen. Das Boot sank aber 300 Meter vor der Küstenlinie.
Zuvor hatte es bereits einen anderen Alarm für das Coastguard Operations Centre gegeben: Auf der Rennyacht “Team Vodafone” war um 6.30 Uhr mit einem weithin hörbaren Knall der Mast gebrochen. Ein Polizeiboot nahm mit Personal der Westpac Paramedics Kurs auf die Yacht, auf der es einen Verletzten gegeben hatte, der über Brust- und Beckenprobleme klagte. Er wurde stabilisiert und dann mit einem Krankenwagen ins Auckland Marine Rescue Centre transportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Verletzter bei Kutterbrand
(14.02.14) Am 19.2. um 13.15 Uhr brach im Maschinenraum eines Kutters nordwestlich von Vannøya in Troms ein Feuer aus. Es gelang der zweiköpfigen Crew, den Brand zu löschen, doch einer der beiden hatte dabei eine Rauchgasvergiftung erlitten, weswegen das JRCC Nordnorwegen entschied, ihn mit einem Sea King-Helikopter, der sich gerade auf enem Trainingsflug in der Nähe befand, abzubergen. Er wurde wenig später aufgewinscht und ins Universitätskrankenhaus Nordnorwegen geflogen. Mehrere Schiffe kamen dem Kutter derweil zu Hilfe, und das Rettungsboot „Oscar Tybring IV“ kam aus Skjervøy, um ihn bei starkem Wind in den Hafen von Krisfoffervalen auf Vannøya zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Polarstream" (Bild: Ridgerunner)   Großbild klick!
Kühlfrachter erlitt Seeschlagschäden im Atlantik
(19.02.14) Auf dem Weg von Bueons Aires, wo er am 10.2. ausgelaufen war, erlitt der liberianische Kühlfrachter "Polarstream", 11417 BRZ (IMO-Nr.: 9189885),&xnbsp;auf dem Atlantik im Sturm Ulla Seeschlagschäden. Am 18.2. um 11.30 Uhr machte das Schiff im Hafen von Dover fest. Container waren nach Steuerbord übergegangen und lagen zum Teil beschädigt an Deck. Nun galt es erst einmal, die Schäden zu begutachten und Klarschiff an Deck zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Altamar Notankerung (Bild: Ruud Zegwaard)   Großbild klick!
Frachter mit Ruderschaden auf der Maas notgeankert
(19.02.14) Am 18.2. erlitt der zyprische Frachter "Altamar", 2984 BRZ (IMO-Nr.: 9472012),&xnbsp;nach dem Loswerfen in Rotterdam um 10.40 Uhr einen Ruderversager auf Höhe der Maasschleuse und musste auf der Rozenburger Seite notankern. Er kam unweit einer Buhne zum Stillstand. 20 Minuten später war die "RPA 12" zur Stelle, gefolgt nach weiteren 10 Minuten von dem Schlepper "ZP Chalone", der am Heck der "Altamar" festmachte und sie bis zum Eintreffen der "Limburgia" auf Position hielt. Diese machte am Bug fest, doch als sie nach Rotterdam zurück geschleppt werden sollte, wurde das Ankergeschirr unklar. Um 13.15 Uhr konnte der Frachter im Nördlichen Waalhafen festgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier kollidierte mit Fahrwassertonne vor Santos
(19.02.14) Am 14.2. kollidierte der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier “Fu Tong”, 37644 BRZ (IMO-Nr.: 9161261), beim Einlaufen nach Santos infolge eines Maschinenausfalls bei der Emissário Submarino in José Menino.mit einer Fahrwassertonne in der Hafenzufahrt. Zwei Schlepper der Wilson Sons Agência Marítima Ltda. bewahrten den Havaristen davor, auf Grund zu treiben und zogen ihn auf die Reede von Santos. Hier musste er auf eine Einlaufgenehmigung warten, bis die Hafenbehörden dies für sicher erachtet hatten. Er hatte eine Ladung von 60000 Tonnen Sojabohnen geladen, die am TGG Bulk Terminal gelöscht werden sollten.
Am Nachmittag des 17.1. machte der Frachter an Pier 33 fest, wo der Rumpf einer Inspektion durch Taucher unterzogen werden sollte, um sicherzustellen, dass keine Ketten- oder Trossenreste sich dort verfangen hätten. Die Maschinenanlage wurde unterdessen repariert, doch vor dem Auslaufen galt es nun noch eine Bestätigung der Marine zu erhalten, dass das Schiff wieder seetüchtig sei. Auch der Hafenkapitän von São Paulo führte eine Untersuchung durch, in deren Verlauf auch die Schiffsführung befragt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




US-Fregatte vor Samsun auf Grund gelaufen
(19.02.14) Die Fregatte USS “Taylor – FFg 50”, eines von zwei US-Schiffen, die während der Olympiade in Sotschi im Schwarzen Meer stationiert sind, lief am 12.2. auf Grund, als sie nach Samsun zum Bunkern einlaufen wollte. Dabei entstand Schaden an den Propellerblättern. Die U.S. Naval Forces Europe leiteten eine Untersuchung des Schadens ein. Der Rumpf schien unversehrt geblieben zu sein. Die Lenkwaffenfregatte blieb vorerst am Kai des türkischen Hafens, der 240 Kilometer von Sotschi entfernt ist. Neben der „Taylor” wurde auch die USS “Mount Whitney”, das Flaggschiff der 6. Flotte, am 4.2. ins Schwarze Meer entsandt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre kollidierte mit Frachter vor Hongkong
(19.02.14) Eine Fähre mit 82 Passagieren und einer 10-köpfigen Crew auf dem Weg von Shekou, Guangdong, zum Skypier des Hongkong International Airport auf Lantau kollidierte am Morgen des 18.2. mit einem Containerfrachter vor Tuen Mun. Der Zusammenstoß ereignete sich bei sehr schlechter Sicht. Menschen kamen nicht zu Schaden, beide Schiffe wurden leicht beschädigt. Das Marine Department sagte, die Sicht im Fahrwasser von Urmston Road habe vor Tap Shek Kok nur 370 Meter betragen, als sich der Unfall um 10.30 Uhr ereignete. Schiffe des Marine Department und der Marine Police kamen zur Assistenz. Die Fähre durfte ihre Fahrt nach einer Inspektion fortsetzen. Der in Hongkong registrierte Containerfrachter musste für die Dauer der Untersuchung an der Unfallstelle verbleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden dank nächtlichen Rettungsbootseinsatzes rasch behoben
(19.02.14) Am 17.2. erlitt der holländische Trawler "Anna Hendrika - KW 45", 489 BRZ (IMO-Nr.: 9012599 ), 90 Meilen vor seinem Heimathafen Katwijk Maschinenschaden. Nachdem er der KNRM die Lage geschildert hatte, wurde um 20 Uhr entschieden, dass das Rettungsboot "Valentijn" der KNRM-Station in Katwijk einen Ingenieur zur Reparatur des Schadens an Bord bringen sollte. Rund 30 Meilen westlich von Katwijk trafen sich die beiden Schiffe, und der Techniker konnte, nachdem er an Bord des Trawlers gegangen war, den Schaden rasch beheben. Während die "Anna Hendrika" nun ihre Fangreise fortsetzen konnte, wurden die Seenotretter herzlich verabschiedet und erreichten gegen Mitternacht wieder den heimatlichen Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untersuchung der Kollision in Bremerhaven wird Monate dauern
(19.02.14) Die bei der Kollision der „Maersk Missouri“ mit der „Maersk Laberinto“ im Bremerhavener Überseehafen beschädigte Containerbrücke muss vermutlich abgerissen werden. Nach Einschätzung des stellvertretenden Hafenkapitäns Michael Kafara stand die Brücke mit dem abgeknickten Fahrwerk immerhin stabil. Im Zuge der Untersuchungen werteten die Beamten der Polizei derweil technische Aufzeichnungen und Spuren zu dem Schiffsunfall aus, befragten Zeugen und gingen Hinweisen nach. Bis zum Vorliegen von Ergebnissen können aber noch Wochen und Monate vergehen. Der Schaden ging in eine zweistellige Millionenhöhe. Der Bereich um die nicht mehr funktionstüchtige Containerbrücke musste für die Zeit der Ermittlungen weiträumig gesperrt bleiben. Die Wasserschutzpolizei prüfte, ob die „Maersk Laberinto“ sogar mehrfach mit voller Wucht gegen die Stromkaje gelaufen war, wie eine Rekonstruktion des Falls vermuten ließ, die im Internet aufgetaucht war.&xnbsp;Die Daten für diese Rekonstruktion stammten offenbar aus Positionsmitteilungen, die das Schiff gesendet hatte.&xnbsp;Demnach geriet der Frachter, der von Schleppern begleitet wurde, außer Kontrolle, schrammte an der Steuerbordseite der „Maersk Missouri“ entlang und prallte schließlich gegen die Stromkaje.&xnbsp;Wann genau die Containerbrücke dabei getroffen wurde, war noch unklar. Die Polizei ging aber davon aus, dass die Positionen in dem Video nicht so genau seien wie die Radardaten, die zurzeit ausgewertet würden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Die Animation sei allerdings hilfreich, um den Ablauf nachzuvollziehen.&xnbsp; Für den Betreiber des Hafens hat der Unfall eine Menge zusätzlichen organisatorischen Aufwand zur Folge: Die 800 Container, die über die ausgefallene Brücke durchschnittlich pro Tag bewegt werden, mussten nun umdisponiert werden. Laut North Sea Terminal Bremerhaven“ (NTB gab es aber genügend Ausweichplätze unweit des gesperrten Liegeplatzes. Die „Maersk Missouri“ wird noch mehrere Tage in Bremerhaven verbleiben, während die „Maersk Laberinto“ bereits wieder den nach dem Auslaufen als nächstes angesteuerten Hafen Antwerpen verlassen hat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Böse Überraschung in Malaga: Svendborg Maersk verlor mehr als doppelt so viele Container wie angenommen
(19.02.14) Der dänische Containerfrachter "Svendborg Maersk", 92198 BRZ (IMO-Nr.: 9146467),&xnbsp;der weiterhin im Hafen von Malaga liegt, hat am 14.2. in der Biskaya erheblich mehr Container verloren als zunächst angenommen. War man bislang von 200-300 Containern ausgegangen, stellte sich bei der Überprüfung der Ladung im spanischen Hafen heraus, dass sogar 520 Boxen fehlten, erheblich mehr als ohnehin von Maersk befürchtet. 85 Prozent davon waren leer, keiner enthielt Gefahrgut. Die "Svendborg Maersk" war 60 Meilen vor Brest in unerwartetes, extrem schlechtes Wetter geraten. Die Wellen schlugen bei Windgeschwindigkeiten von 60 Knoten pro Sekunde acht Meter hoch, der Frachter legte sich bis zu 40 Grad auf die Seite. Maersk wird nun die Betriebsabläufe sorgfältig prüfen, um herauszufinden, ob vergleichbare Unfälle zukünftig vermieden werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden vor Karistos
(19.02.14) Der unter Antigua-Flagge laufende Frachter “Julieta” erlitt südlich des Hafens von Karistos am 18.2. nach Passage der Straße von Kafirea Maschinenschaden. Das Schiff konnte die Reede von Karistos noch erreichen, wo der Schaden repariert wurde. Danach durfte es die Reise nach Rotterdam fortsetzen. Die „Julieta“, 3370 tdw (IMO-Nr.: 9115913), wurde 1995, erbaut und hat als Manager die litauische Afalita Shipping.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Kutterunglück vor A Marola
(19.02.14) Am Abend des 18.2. sank der Kutter "Nuevo Sara” aus Mera (Oleiros) nahe der Insel A Marola. Das Schiff, das zwei Mann Besatzung hatte, kenterte in schwerer See beim Einholen von Tintenfischfallen bei A Insua zwischen dem Leuchtturm und Mera Seixo Branco. Der sieben Meter lange Kutter “Next Estivemos” kam den Schiffbrüchigen zu Hilfe, von denen sich einer auf das kieloben treibende Schiff gerettet hatte. Ein Boot der Mirfak Rescue übernahm die Schiffbrüchigen, die dann ins Paul Hospital in A Coruña gebracht wurden, wo der eine wegen Unterkühlung behandelt wurde. Der andere wurde für tot erklärt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot in Madagaskar verunglückt – vier Tote
(19.02.14) Vor der Mündung des Ankadimbazaha bei Maroantsetra kenterte am 17.2. ein Motroboot mit rund 60 Personen. Bei dem Unglück an der Ostküste von Madagaskar kamen mindestens vier Personen ums Leben. Eine wurde tot geborgen, drei weitere wurden noch vermisst. Die übrigen Schiffbrüchigen wurden gerettet. Das Unglück hatte sich nach Ausfall des Motors, der von einem treibenden Ast blockiert wurde, ereignet. Das Boot trieb noch einige Zeit in der Strömung, ehe es gegen 23 Uhr kenterte. Am 18.2. dauerte die Suche nach den Vermissten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Restaurantschiff auf Garonne angelaufen
(19.02.14) Am 18.2. wurden zwei große Kräne an der Untergansstelle des Restaurantschiffes “Tenace” in Daurade aufgestellt. Die Bergung sollte trotz eines hohen Wasserstandes auf der Garonne fortgesetzt werden. In der vergangenen Woche waren die Aufbauten abgetrennt worden. Pumpen wurden im Schiffsinnern installiert und sollten dieses am 19.2. lenzen. Wenn die „Tenace” gehoben ist, wollen Versicherungsexperten sie unter die Lupe nehmen, um den Zustand zu überprüfen und die Ursache des Untergangs herauszufinden. <
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboot ging in Ha Long Bay in Flammen auf
(19.02.14) Am 18.2. geriet das vietnamesische Touristenboot “QN 4894” in der Ha Long Bay gegen 10.30 Uhr einen Kilometer südöstlich der Insel Titoy in Brand. Die sechsköpfige Crew und zwei mitfahrende Fotografen wurden von einem anderen Schiff gerettet, doch das Boot wurde komplett zerstört. Ein Gasleck hat den Brand wohl verursacht. Es wurde von der Bai Tu Long Hung Nguyen Company betrieben und hatte noch keine Fahrlizenz für den Passagierbetrieb. Vor einem Jahr war es bei einer Überprüfung der Sicherheitseinrichtungen durchgefallen, war jetzt aber überholt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter assistierte havariertem Kutter
(19.02.14) Kurz nach dem Ablegen vom Blount Island Marine Terminal in Jacksonville, Florida, nach San Juan, Puerto Rico, fing der amerikanische Containerfrachter "El Morro", 28137 BRZ (IMO-Nr.:7367445), am 19.2. Notrufe eines Kutters auf dem Atlantik auf. Er versuchte, die Coast Guard Jacksonville zu erreichen, scheiterte aber wegen zu schwacher Signale. Die Crew der "El Morro" übernahm die Kommunikation zwischen Kutter und U.S Coast Guard. Diese bat die "El Morro", in Kontakt zu bleiben und auf die letzte bekannte Position des Kutters zuzuhalten, bis eigene Rettungskräfte vor Ort waren. Nachdem dies der Fall war, wurde die "El Morro" von der U.S. Coast Guard entlassen und setzte die Reise nach San Juan fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Daiki Maru No. 7 (Bild: US Navy)   Großbild klick!
540 Gallonen Öl aus gestrandetem Longliner gepumpt
(18.02.14) Die U.S. Navy hat am 18.2. gemeinsam mit örtlichen Behörden rund 540 Gallonen Diesel aus dem fünf Tage zuvor gestrandeten japanischen Thunfischfänger „Daiki Maru No. 7“ vor Apra Harbor geleichtert. Bereits am 16.2. waren 50 Gallonen Öl an Land gepumpt worden. Der Diesel wurde in Container am Strand gepumpt. Außerdem wurden vier Batterien sowie etliche Netze von Bord geholt. Taucher stellten fest, dass die Backbordseite und die Treibstofftanks im Bug aufgerissen waren, sodass 60 % der gesamten Treibstoffmenge ausgelaufen war. Das leichte Dieselöl löste sich aber in der Brandung rasch auf. Es wurden keine Verschmutzungen festgestellt. Als nächstes galt es die Kühlmittel zu bergen, ehe das gesamte Schiff geborgen werden kann. Dabei arbeiten die Naval Base Guam, die U.S. Coast Guard Guam, die Guam Environmental Protection Agency, die Joint Region Marianas Operations, die Naval Facilities Command Environmental, die NOAA, der Guam Fish and Wildlife Service, die Cabras Marine und Osroco zusammen. br> Quelle:Tim Schwabedissen



MSC Flaminia wird eingeschleppt
(Bild: Adi Maan)   Großbild klick!
Odyssee der MSC Flaminia voraussichtlich beendet
(18.02.14) Am 17.2. erreichte nach 15-tägigem Transit der deutsche Containerfrachter „MSC Flaminia“, 75590 BRZ (IMO-Nr.: 9225615), gegen 8.30 Uhr wieder den Hafen von Mangalia. Das Schiff war am 2.2. aus Vigerö ausgelaufen worden, wo mehrere 1000 Tonnen als giftig eingestufter Ladungsreste entsorgt worden waren, die nach Anlaufen der Reparaturarbeiten beim Daewoo Mangalia Heavy Industries Shipyard entdeckt worden waren. Rund 240 Container waren aus dem unteren Laderäumen geholt worden. Nun endlich kann es an die endgültigen Arbeiten zur Beseitigung der schweren Brandschäden gehen, die das Schiff nach einer Explosion am 14.7.2012 auf dem Weg von den USA nach Europa erlitten hatte. Nachdem die rumänischen Behörden die unentdeckten Ladungsreste entdeckt hatte, waren die bereits gestarteten Arbeiten unterbrochen worden. Der beschädigte Mittschiffsbereich soll nun herausgetrennt und durch einen neuen ersetzt werden. Damit soll das Schiff, das 2001 bei der Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering, Geoje, entstand, wieder eine Perspektive verschafft werden. Der 6732-TEU-Frachter ist 300 Meter lang, 40 Meter breit, hat 14,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 85823 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Raddampfer hat Frostschaden
(18.02.14) Der Raddampfer "Delta Queen" erlitt durch geborstene Wasserrohre Wassereinbruch in Chattanooga. Passanten hatten gesehen, dass das Heck tief im Wasser lag. Dort waren Passagierräume und das Restaurant unter Wasser gesetzt worden. Das Schiff, das auf fünf Decks 88 Passagier- und 50 Crewkabinen hat, wurde von Besatzungsmitgliedern wieder trocken gelegt. Dann galt es, die durch Frost verursachten Leckagen ausfindig zu machen und abzudichten. Die "Delta Queen" ist eingetragene&xnbsp;U.S. National Historic Landmark. &xnbsp;
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision auf Rhein
(18.02.14) Auf dem Rhein in Duisburg kollidierte am 17.2. gegen vier Uhr gegenüber der Hafeneinfahrt Huckingen ein Binnenschiff mit einem anderen, dort festgemachten holländischen Binnenschiff. der Sachschaden betrug rund 500.000 Euro, beide Schiffe wurden stark beschädigt. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Besatzung des holländischen Schiffes aus dem Schlaf gerissen, blieb jedoch unverletzt. Der Unfallverursacher konnte seine Fahrt in Richtung Köln und weiter zur Reparatur nach Koblenz fortsetzen. Das holländische Schiff wurde&xnbsp;im Tagesverlauf&xnbsp;in Huckingen gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Spezialkran soll Brücke in Bremerhaven abtransportieren
(18.02.14) Die beschädigte Containerbrücke im Überseehafen Bremerhaven soll mit einem Spezialkran vom Kai wegtransportiert werden. Danach sollte dann geprüft werden, ob die Brücke repariert werden kann oder ersetzt werden muss. Am 15. Februar war sie bei der Kollision des unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachters "Maersk Laberinto", 89505 BRZ (IMO-Nr.: 9526978) mit dem amerikanischen Containerfrachter "Maersk Missouri", 50698 BRZ (IMO-Nr.: 9155121), beschädigt. Einsturzgefährdet war die 1.800 Tonnen schwere Containerbrücke immerhin nicht mehr. In den nächsten 10 bis 15 Tagen soll ein Spezialkran die Brücke versetzen, damit Experten sie anschließend begutachten können. Da alle anderen 17 Containerbrücken im Überseehafen funktionsfähig blieben, lief der Hafenbetrieb weitgehend normal. Derweil untersuchte die Wasserschutzpolizei Bremerhaven, wie es zu dem Unfall&xnbsp;kam. Menschliches Versagen, ein technischer Defekt oder eine Bö kamen als Auslöser infrage. Jetzt wurden&xnbsp;Zeugen, die sich bei der Kollision auf dem Hafengelände zugegen&xnbsp;befanden, befragt. Derweil verholte die "Maersk Missouri" nach dem Ablegen vom Stromkai am 17.2. um 3.30 Uhr zum Verbindungshafen. Sie hatte, als die "Maersk Laberinto" sie beim Drehmanöver rammte, Schäden am Steuerbord-Achterschiff davongetragen. Der Kollisionsgegner machte am selben Tag um 13.30 Uhr in Antwerpen fest und verließ den Hafen am folgenden Morgen mit Ziel Algericas, wo er am 21.2. erwartet wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision am Travemünder Skandinavienkai
(18.02.14) Am 14.2. um 21.45 Uhr wurde die finnische Fähre&xnbsp;"Finnmaid", 45923 BRZ (IMO-Nr.: 9319466), am Skandinavien-Kai in Lübeck-Travemünde in eine Kollision mit dem deutschen Tanker "Annika", 1236 BRZ (IMO-Nr.: 9628489),&xnbsp;verwickelt. Der 73 Meter lange Tanker wollte vom Anleger 7 zum Anleger 6 verholen, um das dort festgemachte 218 Meter lange Fährschiff zu bebunkern. Beim Verholmanöver geriet das Heck des Tankers unter den Bug der »Finnmaid«. Dabei entstanden an den Brückenaufbauten der "Annika" erhebliche Sachschäden, s dass zunächst ein Weiterfahrverbot ausgesprochen werden musste. Die "Finnmaid" erlitt nur leichte Schäden. Die Wasserschutzpolizei Lübeck-Travemünde hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Schiff war ordnungsgemäß besetzt, ein Lotse an Bord. Die "Finnmaid" lief am 15.2. gegen vier Uhr wieder nach&xnbsp; Helsinki aus, wo sie am 16.2. um&xnbsp;7.45 Uhr festmachte, ehe es nach St. Petersburg weiter ging. Die "Annika"&xnbsp;verließ ebenfalls am&xnbsp;15.2. die Trave wieder und lief zunächst nach&xnbsp;Wilhelmshaven, wo sie bei der Wilhelmshavener Raffineriegesellschaft (WRG) um 11.35 Uhr festmachte und am 162. um 18.30 Uhr die Reise nach Emden fortsetzte. Hier traf sie am 17.2. um 9.30 Uhr ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleusensperrung nach Kollision in Kiel-Holtenau
(18.02.14) Am 17.2. um 00.50 Uhr kollidierte der&xnbsp;unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter&xnbsp;"Bernhard Schepers", 10318 BRZ(IMO-Nr.: 9492505),von St. Petersburg kommend&xnbsp;beim Einlaufen in den Nord-Ostsee-Kanal in Kiel-Holtenau mit dem Leitwerk der großen Südschleuse. leicht beschädigt. Das 150 Meter lange und 23 Meter breite Schiff geriet gegen das Leitwerk. Dabei wurden vier Reibhölzer beschädigt. Die Schleusenkammer wurde zu den notwendigen Aufräumungsarbeiten bis gegen 13.45 Uhr gesperrt, während sich der Kran „Griep To“ und der Schlepper „Saatsee“ an die Arbeit machten. Weil auch die kleine südliche Kammer wegen laufender Sanierungsarbeiten geschlossen war, blieben nur die beiden nördlichen Schleusenkammern in Kiel-Holtenau in Betrieb. Vor dem Kanal mussten Schiffe bis zu sechs Stunden warten. Die 2011 erbaute „Bernhard Schepers“ durfte die Fahrt um 2.40 Uhr fortsetzen und machte um 19.20 Uhr am Stromkai in Bremerhaven fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff legte sich in Rotterdam auf die Seite
(18.02.14) Am Abend des 17.2. begann sich das rumänische Binnenschiff "Canal Services 7", 1043 ts (EU-Nr.: 8848009), am Kai der Getreidefirma Meneba im Maashafen von Rotterdam gegen 18 Uhr nach Backbord überzulegen. Es entwickelte zeitweilig 10 Grad Schlagseite, sodass der Gangbord auf der tiefliegenden Seite überflutet wurde. Das Schiff hatte um 5.30 Uhr mit einer Ladung von 1000 Tonnen Gerste in Duisburg losgeworfen. Feuerwehr, Polizei und Hafenbehörden rückten an, um den Havaristen zu lenzen. Schlepper gingen längsseits, um ihn zu stabilisieren, und ein Kran hob eilends die Lukendeckel ab, damit das Schiff unverzüglich durch Leichtern der Ladung höher aus dem Wasser kommen sollte. Tatsächlich gelang es, den Havaristen langsam wieder auf ebenen Kiel zu bekommen. Wahrscheinlich war er nicht korrekt beladen worden
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Getriebeschaden nach Harlingen geschleppt
(18.02.14) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Marlene", 3556 BRZ (IMO-Nr.: 9506564),&xnbsp;wurde am Morgen des 17.2. in Ijmuiden von dem britischen Schlepper "MTS Victory", 190 BRZ (IMO-Nr.: 7510626),&xnbsp;auf den Haken genommen. Er hatte einen schweren Getriebeschaden erlitten und war zunächst in Velzen-Nord gelöscht worden. Er hatte eine Ladung Kabeltrommeln aus Farsund an Bord gehabt, die von dem holländischen Frachter "Atlantic", 2981 BRZ (IMO-Nr.: 9573634), übernommen wurden. Er war am 11.2. aus Tananger kommend im Hafen eingetroffen. Als Makler fungierte die World Wise Marine in IJmuiden. Danach musste die "Marlene" aber eine Woche lang auf Wetterbesserung warten, ehe sie endlich zur Werft in Herring überführt werden konnte. Am 18.2. gegen ein Uhr erreichte der Havarist sein Ziel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff überlief Tonne auf Ems
(18.02.14) Vermutlich wegen eines technischen Defekts an der Ruderanlage hat das niederländische Binnenschiff „Lucinda“, 1015 ts (EU-Nr.: 03110538), am Morgen des 17.2. mit 10 Knoten Fahrt eine Fahrwassertonne oberhalb von Jemgum auf der Ems überlaufen. Dabei geriet die Kette, mit der die Tonne am Grundgewicht befestigt war, zwischen Rumpf und Ruderblatt des mit Sojaschrot beladenen Schiffs. Der Kapitän führte ein Notankermanöver durch. Mit der technischen Unterstützung der Besatzung eines Behördenschiffes gelang es, die Kette wieder zu entfernen. Das Schiff musste sich dann vor der Weiterfahrt zum Zielhafen Haren/Ems im Papenburger Hafen einer Fahrtauglichkeitsuntersuchung unterziehen. Am Nachmittag gegen 15:00 Uhr lief es in Papenburg ein. Bis zur Schleuse wurde es vom Schlepper "Gruno 4" begleitet. Am 18.2. gegen 10:00 Uhr verließ die „Lucinda“ den Hafen von Papenburg wieder gen Haren/Ems.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marine von Sri Lanka und Indien kooperierte bei Schiffsbergung
(18.02.14) Die indische Coast Guard&xnbsp;und die Marine Sri Lankas assistierten am 16.2. einer Gruppe indischer Fischer bei der Bergung eines gestrandeten Kutters aus Rameswaram. Dieser war im Oktober nahe Delft Island (Neduntheevu), 40 Kilometer westlich von Jaffna, gestrandet. Die „Raj Tarang“ der indischen Coast Guard eskortierte drei indische Boote mit 14 Mann an Bord aus Rameswaram zur Unglücksstelle, wo sie um 10.25 Uhr von der „Prathaba“ der Marine&xnbsp;Sri Lankas an der Grenze in Empfang genommen und zum Havaristen gebracht wurden. Nachdem es ihnen gelugnen war, den Kutter wieder flott zu machen, wurden sie mit diesem im Schlepp wieder zurück zu dem wartenden Patroullienboot geleitet, wo sie um 21.15 Uhr eintrafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor Redondo gerettet
(18.02.14) Ein Segler wurde von den Lebensrettern des Los Angeles County am 17.2. gerettet, nachdem seine 30 Fuß lange Yacht gegen 13 Uhr auf Felsen geraten und vor Redondo Beach gekentert war. Als die Retter ungefragt eintrafen, war er gerade dabei, von Bord des Bootes zu springen. Doch ohne die Hilfe wäre er zwischen Felsen und Yacht geraten. Die Lifeguard versuchte noch, den Mast zu legen und das Boot zu bergen, doch dieses war so schwer beschädigt, dass es zerbrach und 150 Fuß tief sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alle Passagiere philippinischen Fährbootes gerettet
(18.02.14) Neun Passagiere, darunter ein einhähriges Kind, wurden am Nachmittag des 16.2. gerettet, nachdem ihr Fährboot “Eric Queen” einen Kilometer vor Panatlan-II in Surigao City gekentert war. Ein Zeuge alarmierte die Surigao City Police Station um 13:40 Uhr. Sofort machten sich Polizeieinheiten und die philippinische Coast Guard auf den Weg zur Unglücksstelle. Das Boot war gegen 13 Uhr zum Inseldorf Buenavista, das noch zu Surigao City gehört, ausgelaufen. Bei starkem Wind und hohem Seegang brach der Rumpf auf, und es kenterte. Um 13.20 Uhr war die "LQP-1" aus Dapa, Surigao del Norte, die auf dem Weg nach Surigao City war, vor Ort und nahm alle Schiffbrüchigen auf. Sie wurden zurück nach Pantalan II in Surigao City gebracht. br> Quelle:Tim Schwabedissen



Verursachte Termindruck tödliches Kutterunglück?
(18.02.14) Drei Fischer hielten sich am 16.4.2013 verzweifelt am Rumpf ihres Kutters „Lady Anna“ fest, der bei der Querung der gefährlichen Greymouth Barre gekentert war, ehe die Wellen sie fortspülten. Nur zwei konnten gerettet werden, der Skipper kam ums Leben. Am 18.2. begann in Dunedin die Untersuchung zum Tod von Nicholas Brett Ecklund. Die „Lady Anna” hatte am Unglückstag mit der Ebbe um 7.30 Uhr in den Greymouth River einlaufen wollen, als sie verunglückte. Ecklund war zum ersten Mal auf dem Schiff unterwegs, blickte allerdings auf 19 Berufsjahre zurück.
Auch Decksmann Jethro Carson war erfahren, lediglich für Joseph Campbell war es die erste Fahrt mit einem Kutter. Er hatte ausgesagt, dass niemand eine Rettungsweste trug und es keine Anzeichen gegeben hatte, dass der Skipper besorgt war, als er sich gegen sieben Uhr darauf vorbereitete, die Barre zu kreuzen. Eine große Welle rollte dann von achtern heran und schlug das Schiff um. Alle drei Mann konnten sich zunächst auf den Rumpf retten, wurden dann heruntergespült, kletterten wieder hinauf, ehe sie ein zweites Mal im Meer landeten. Die zwei Decksleute teilten sich einen Rettungsring, Ecklund schwamm einige Meter entfernt und schaffte es wegen der Strömung nicht, heranzukommen.
Dann warfen Retter Schwimmhilfen ins Wasser, doch Ecklund wurde fortgetrieben, ehe er nach ihnen greifen konnte. Um 7.50 Uhr begruben ihn drei große Wellen. Als er wieder auftauchte, trieb er mit dem Gesicht unter Wasser. Der Eigner des Kutters, Troy Smith, sagte, Ecklund habe lieber am 17.4. einlaufen und den Fang löschen wollen, doc her habe ihn angewiesen, so schnell wie möglich in den Hafen zu kommen, da Personal und Laster bereits vor Ort seien. Ecklund antwortete, sie hätten die Tide verpasst und würden nicht vor 10 oder 11 Uhr hineinkommen. Dann aber versuchte er offenbar doch, schneller einzulaufen. Die Greymouth Coastguard wurde um 7.45 Uhr, acht Minuten nach dem Kentern, alarmiert. Doch die vierköpfige Crew des schnellen Zodiacs war nicht erreichbar. Deshalb lief um 8.14 Uhr die größere „Ivan Talley” aus, doch da war es bereits zu spat für eine Rettungsaktion. Auch ein Helikopter war nicht rechtzeitig genug vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



CMV verwahrte sich gegen Vorwürfe der Witwe toten Passagiers
(18.02.14) Die Cruise & Maritime Voyages wird eine eigene, intensive Untersuchung zu dem tödlichen Unglück auf dem Kreuzfahrtschiff "Marco Polo" durchführen. Am 17.2. verwahrte sie sich aber gegen Vorwürfe, das Schiff sei Substandard oder nicht seetüchtig gewesen, als es zu dem Wassereinbruch auf Deck 6 kam, dem der 85-jährige Passagier James Swinstead zum Opfer fiel. Auch die Bahamas Flag Administration schickte einen Vertreter nach England, um eine eigene Untersuchung durchzuführen. Er vernahm den Kapitän und die Crew am 16.2. in Tilbury. Auch die britische Polizei führte Gespräche mit der Schiffsführung und leitete eine Untersuchung ein. Die Port Health Authority inspizierte alle gesundheitsrelevanten Systeme. Danach fanden sich keine Anlässe, das Schiff noch im Hafen zu halten. Die „Marco Polo“ hat voll ausgebucht inzwischen den Hafen von Ijmuiden verlassen und nahm Kurs auf das norwegische Alesund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Monsterwelle trifft Marco Polo
(Bild: Nektarios Rigas)   Großbild klick!
Marco Polo nach Reparatur wieder in Fahrt – Vorwürfe der Witwe toten Passagiers zurückgewiesen
(17.02.14) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Marco Polo", 22080 BRZ (IMO-Nr.: 6417097), verließ nach Abschluss der Reparaturarbeiten am 16.2. um 20.40 Uhr den Hafen von Tilbury wieder, und nahm mit 790 Passagieren an Bord Kurs auf Amsterdam, dem ersten Hafen einer 14-tägigen Nordlandkreuzfahrt.
Hier machte das Schiff am 17.2. gegen 11 Uhr fest. Nachdem eine etliche Meter hohe Welle in der südwestlichen Ansteuerung des Englischen Kanals vier Scheiben an Steuerbordseite eingedrückt hatte, war es zu einem heftigen Wassereinbruch im Waldorf-Restaurant gekommen. Der 85-jährige Passagier James Swinstead, 85, aus Eight Ash Green, war wohl augenblicklich getötet worden. 14 weitere Passagiere hatten leichtere Verletzungen erlitten.
Als eine 70-jährige mit einem Hubschrauber von Bord evakuiert wurde, war Swinstead bereits tot. Er wurde gar nicht mehr auf den Helikopter gebracht, nachdem dieser nach Ablieferung der Patientin, die inzwischen auf dem Weg der Besserung ist, zurückgekehrt war. Die Witwe von Swinstead hatte nach dem Einlaufen Vorwürfe erhoben, das Schiff sei in schlechtem Zustand gewesen. Tatsächlich aber fanden Polizei und Hafenbehörden, die e sim Hafen inspizierten, keine Gründe für Beanstandungen. Die Reederei wollte die Vorwürfe nicht kommentieren. Nachdem neue Scheiben eingesetzt und der Teppich des Waldorf-Restaurants ausgetauscht worden war, stand dem Auslaufen nichts mehr im Wege. Es gab auch keine Absagen für die aktuelle Fahrt, ebenso wenig wie für die beiden folgenden Fahrten ins “Licht des Nordens”.
Die “Marco Polo” wurde am 14.8.1965 von der VEB Mathias-Thesen-Werft, Wismar als “Aleksandr Pushkin” an die Baltic Shipping Co, Leningrad, abgeliefert und in der internationalen Kreuzfahrt eingesetzt. Sie lief regelmäßig auf der Route Leningrad - Bremerhaven - Montreal. 1985 wurde sie für die Far Eastern Shipping Co, Wladiwostok, registerit und an die CTC Cruises verchartert, die sie von Sydney aus einsetzte. Am 6.2.1990 wurde sie in Singapur aufgelegt und 1991 an die Shipping & General (Orient Lines), Nassau, verkauft, die sie in “Marco Polo” umbenannte und im Juni 1991 auf der Neorion Werft in Syros umbauen ließ.
Seit November 1993 verkehrte sie im Mittelmeer. Im Juli 1998 erwarb sie die Orient Lines Europe Ltd, Nassau, im November 2000 die Norwegian Cruise Line, Ltd, Nassau, und im Juli 2004 die Ocean World Ltd, Nassau. Seit dem 23.7.2007 ist sie für die Story Cruise Ltd, Nassau, im Einsatz. Am 9.3.2013 lief das Schiff mit 1117 Passagieren an Bord vor Sortland auf Grund, wobei ein Ballasttank aufgerissen wurde. Die Untiefe war in keiner Seekarte eingezeichnet gewesen. Die “Marco Polo” hat eine Länge von 176,28 Metern, eine Breite von 23,55 Metern, einen Tiefgang von 8,20 Metern und eine Tragfähigkeit von 5180 Tonnen. Sie kann 850 Passagiere an Bord nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



beschädigte Containerbrücke
(Bild: B. Runoh)   Großbild klick!
Keine Einsturzgefahr mehr am Stromkai in Bremerhaven
(17.02.14) Am 17.2. wurde beraten, wie es mit der durch die Kollision des unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachters "Maersk Laberinto", 89505 BRZ (IMO-Nr.: 9526978) mit dem amerikanischen Containerfrachter "Maersk Missouri", 50698 BRZ (IMO-Nr.: 9155121), schwer beschädigten Containerbrücke am North Sea Terminal in Bremerhaven weiter gehen soll. Der Geschäftsführer Jan Gelderland ging davon aus, dass die Brücke zunächst mit einem Spezialkran angehoben werden könnte. Ob dann eine Reparatur möglich sei, müssten Experten klären.
Der Schaden lag in jedem Fall in Millionenhöhe. Die 1.800 Tonnen schwere Brücke, die wegen des starken Sturms am 16.2. zeitweilig einzustürzen drohte, wurde vorläufig mit Stützpfeilern gesichert. Die insgesamt 30 Hafenarbeiter, die auf den insgesamt drei beschädigten Containerbrücken im Einsatz gewesen waren, wurden nicht verletzt Die extrem schnellen und leistungsfähigen Containerbrücken sind mit einer Reichweite der Ausleger von 62,50 Metern in der Lage, noch den äußersten von 23 Containern an Deck der neuen Containerschiffe der Triple-E-Klasse zu laden oder zu löschen. Unterdessen verließen die beiden Frachter den Hafen wieder – die „Maersk Laberinto“ warf am 16.2. um 14.25 Uhr von der Stromkaje los und steuerte Antwerp an, wo sie am Morgen des 17.2. erwartet wurde. Die "Maersk Missouri" folgte am 17.2. um zwei Uhr, um sich auf die Reise nach Newark zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sicherheitsdialog nach Kollisionsserie vor Singapur
(17.02.14) Die Maritime and Port Authority of Singapore (MPA) und die Singapore Shipping Association (SSA) haben nach einer Kollisionsserie einen Dialog in Schifffahrtskreisen organisiert, um die Sicherheit der Navigation in den Gewässern um Singapur zu verbessern. Die MPA verkündete am 10.2. einen Maßnahmenkatalog, um derlei Unfälle zu reduzieren. Über 100 Teilnehmer, darunter Schiffseigner, Manager, Charterer und Agenten, die direkte Kommunikationskanäle haben, um die Inhalte des Dialogs weiterzugeben, nahmen an der Veranstaltung teil. Es ging sowohl um vorläufige Maßnahmen wie auch die Erinnerung, dass die Schiffscrews letztlich für sichere Navigation verantwortlich seien und die dafür verantwortlichen Maßnahmen zu praktizieren hätten. Binnen weniger als zwei Wochen war es drei Mal zu Kollisionen vor Singapur gekommen. Am 29.1. kollidierte der in Hongkong registrierte Chemikalientanker "Lime Galaxy", 11623 BRZ (IMO-Nr.: 9380972), mit dem unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter "Fei He", 48311 BRZ (IMO-Nr.: 9060182), der chinesischen COSCO-Reederei. Am 30.1. rammte der Containerfrachter "NYK Themis", 76928 BRZ (IMO:9356696), die Barge "AZ Fuzhou". Bei der Havarie der "Fei He" liefen 280 Tonnen Öl aus, die "NYK Themis" verlor 400 Tonnen. Am 7.2. waren insgesamt 40 Fahrzeuge, zwei Skimmer und über 1000 Meter Ölsperren eingesetzt, um die dadurch verursachten Verschmutzungen zu beseitigen. Am 10.2. um 15.35 Uhr stieß vor Sebarok Island, rund 10 Kilometer südlich des Stadtstaates, der liberianische Containerfrachter "Hammonia Thracium", 29383 BRZ (IMO-Nr.: 9151527), der Hamburger Hammonia-Reederei GmbH mit dem unter Panama-Flagge laufenden Chemikalientanker "Zoey", 7271 BRZ (IMO -Nr.: 9624548) zusammen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Binnenschiff in Amsterdam
(177.02.14) Auf einem Binnenschiff, das am Coenhavenweg im westlichen Hafengebiet von Amsterdam vertäut lag, brach am 17.2. um 7.30 Uhr im Maschinenraum ein Feuer aus. Die Feuerwehr rückte mit einem Schaumlöschfahrzeug aus, um den Brand zu bekämpfen. Das Schiff hatte eine Ladung Zement an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiffer von herabstürzender Containerladung in Ruderhaus erschlagen
(17.02.14) Am 16.2. um 14.30 Uhr wurde der aus Leeuwarden stammende Schiffsführer des holländischen Binnenschiffes "Fryslân" (MMSI-Nr.:244710612), im Maasvlakte-Hafen von Rotterdam durch herabstürzende Stahlteile erschlagen. Seine Frau wie auch ein Hafenarbeiter kamen mit Brüchen und Schnittwunden ins Krankenhaus. Der Unfall ereignete sich, als das 55 Meter lange Schiff längsseits des unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Containerfrachters "Conmar Avenue", 10585 BRZ (IMO-Nr.: 9483358),&xnbsp;am Euromax-Terminal lag. Beim Verladen eines Containers rutschte dessen Stahlfracht heraus und stürzte auf das Ruderhaus des Binnenschiffes. Ein Polizeiboot und ein Schlepper kamen sofort zu Hilfe, doch für den Skipper gab es keine Rettung mehr. Die "Conmar Avenue" verholte am 17.2. um 6.40 Uhr in den Waalhafen Nord, um von dort aus nach Helsinki auszulaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flüssiggastanker vor Kos aufgelaufen
(17.02.14) Der unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufende Flüssiggastanker “Blue Dream” lief am 15.2. vor Kos auf Grund. Das Schiff kam aus eigener Kraft wieder frei, wurde aber angewiesen, zu Schadensuntersuchungen auf der Reede von Kos vor Anker zu gehen. Der Tanker war mit einer Ladung Flüssiggas unterwegs von Kertsch nach Suez. Die „Blue Dream”, 4400 tdw (IMO-Nr.: 8002664), wurde 1981 erbaut und hat als Manager die türkische Arvina Trade Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eigner der “Just Mariiam” gab Drängen der Gewerkschaft nach
(17.02.14) Die Seefahrergewerkschaft Bretagne-Océans CFDT hat die Crew der "Just Mariiam", 1560 BRZ (IMO-Nr.: 7047344), bei ihrem Bemühen um Bezahlung der Heuer und Heimreise tatkräftig unterstützt. Nachdem ihr Frachter nach Lorient eingeschleppt worden war, hatten sie es abgelehnt, mit dem Schiff wieder in See zu stechen. Stattdessen wollten sie abmustern, sobald die ausstehende Heuer bezahlt worden war.
Die Gewerkschaft war alarmiert worden wegen der „furchtbaren Zustände“ in Sicherheits- und Hygienebelangen, die bei den Kontrollen an Bord nach der Bergung des Schiffes durch die „Abeille Bourbon“ vorgefunden worden waren. Braunes Wasser stand in den Becken, nachdem Seewasser in die Süßwassertanks eingedrungen war, die Wohnräume hatten Wasserschäden. Zunächst wurde die Crew mit Wasserflaschen versorgt, die es dem Smut wenigstens ermöglichten, etwas zu kochen. Die Seeleute waren aufgebracht - seit Dezember haben sie kein Geld mehr erhalten.
Die Heuer beträgt zwischen 800 € bis 2 400 €. Zunächst lehnte der Eigner Geoffroy Lamade es aber ab, für die Rückführung Flugticket zu bezahlen. Die Seeleute wollten nicht arbeiten, sagte er anfänglich. Doch nachdem er sich vor Ort in Lorient die Zuständen in Augenschein genommen hatte, und nach einer Diskussion mit einem Vertreter der International Transport Federation, der von der CFDT angefordert worden war, revidierte er sein Urteil. Er erklärte sich bereit, sowohl die Heuer wie auch die Flüge zu bezahlen. Mit nur noch einer Rumpfcrew lag die „Just Mariiam“ nun am 16.2. weiter mit deutlicher Steuerbord-Krängung am Kai in Lorient.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bargenuntergang mit Folgen
(17.02.14) Eine Barge, die in der Ha Long Bay in Vietnam gesunken war, hatte den Kapitän des italienischen Kreuzfahrtschiffes "Costa Victoria" 75166 BRZ (IMO-Nr.: 9109031), am 6.2. dazu bewogen, den beliebten Touristenort auszulassen. Dies ergaben die Ermittlungen des Travel Industry Council. Nachdem die Unesco-Welterbestätte nicht angelaufen war, hatten 300 Passagiere mit einem Sit-In dagegen protestiert. Auch die Kompensation durch Miramar Travel war ihnen nicht ausreichend erschienen. Sie hatten die Erklärung in Zweifel gezogen. Inzwischen gab es aber eine Einigung. 2000 Passagiere der folgenden Fahrt hatten einen Besuch auf Hainan Island versäumt, weil ihr Schiff als Folge des Sitzstreiks mit achtstündiger Verspätung aus Hongkong ausgelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler mit Netz in Ankergeschirr von Windlieger verfangen
(17.02.14) Am 16.2. verfing sich das Netz des 22 Meter langen französischen Trawlers "Astéroïde" (MMSI-Nr.: 227337000), aus Port en Bassin vor Saint Vaast la Hougue im Ankergeschirr des unter zyprischer Flagge laufenden Frachters "Onyx", 6037 BRZ (IMO-Nr.: 8801620 ). Dieser lag 12 Meilen vor Saint Vaast La Hogue vor Anker, um den Sturm Ulla abzuwettern. Er befand sich auf der Reise von Gdingen nach Dakar. Der Skipper des Trawlers alarmierte das CROSS Joburg, welches das SNSM-Boot "President Jules Pinteaux" mit zwei Tauchern an Bord schickte. Diese schnitten das Netz vom Trawler los. Allerdings blieb es, als der Frachter den Anker zu hieven versuchte, samt diverser Leinen in der Ankerkette hängen. Wieder mussten zwei Taucher anrücken, um nun das Ankergeschirr zu befreien. Am Morgen des 17.2. konnte der Skipper der "Astéroïde" sein Netz wieder in Empfang nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Mann von sinkendem Kutter gerettet
(17.02.14) Die US Coast Guard rettete am 15.2. zwei Fischer, deren 53 Fuß langer Kutter “Lauren Dorothy” rund 40 Meilen östlich des False Cape State Park in Virginia Beach leckgeschlagen war. Um 18.30 Uhr hatten sie die Coast Guard North Carolina um Hilfe gebeten. Eine HC-130 Hercules und ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City stiegen auf, und um 19.10 Uhr war die Hercules vor Ort. Sie stellte Funkkontakt her. Nachdem auch der Jayhawk eingetroffen war, wurden die beiden unversehrt an Bord des Helikopters geuzogen und zur Air Station Elizabeth City geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsexperten zur U-Boots-Hebung auf dem Weg nach Mumbai
(17.02.14) Die indische Marine hofft auf Erfahrungen im Bergungsgeschäft, wenn die amerikanische Resolve Marine Group ihr U-Boot INS “Sindhurakshak” in Mumbai hebt. Sie hat nicht die Technologie für derlei Operationen. Die Marine möchte, dass das Wrack auf ebenem Kiel und in einem Stück gehoben wird, um dann in ein Dock gebracht zu werden. Zuvor muss die nicht explodierte Munition geräumt werden. Die endgültige Entscheidung, ob dies so machbar ist, hängt von der strukturellen Integrität des Rumpfes ab. Die Explosionen haben schwerste Schäden angerichtet.
Die eigentliche Hebung soll mindestens 45 Tage dauern, die gesamte Bergung binnen vier Monaten abgeschlossen werden. Dies ist aber auch abhängig von den Wasserständen. In der kommenden Woche sollen sich Taucher und Bergungsexperten mit der Situation vor Ort vertraut machen. Dazu braucht es auch die Genehmigung des Verteidigungsministeriums wegen militärischer Geheimnisse. Das Wrack liegt ungefähr einen halben Meter tief im Schlamm. Es soll zunächst vom Grund gelöst und schwimmfähig gemacht werden. Dazu müssen Löcher in den Rumpf gebrannt werden, um Hebestropps anschlagen zu können. Als Alternative könnten sie auch um den gesamten Rumpf gelegt werden. Zusätzliche Pontons könnten nötigenfalls den Auftrieb erhöhen.
Auch für diese müssten Möglichkeiten, sie am Rumpf festzumachen, geschaffen werden. Die eigentliche Hebung könnte auch durch die Pontons und Kräne darauf erfolgen. Wenn das Boot schwimmt, muss es ausgepumpt und dann in ein Dock geschleppt werden. Die Taucher müssen bei ihren Vorbereitungen praktisch mit Null Sicht arbeiten. Schon einen Fuß unter der Wasseroberfläche ist fast nichts mehr zu erkennen. So müssen sie, vorbereitet durch Computersimulationen, sich ihren Weg durch das Wrack bahnen, in dem sich auch noch die sterblichen Überreste der 18 getöteten Besatzungsmitglieder befinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



aus den Führungsschienen gedrückt
(Bild: Polizei Bremen)   Großbild klick!
Containerbrücke in Bremerhaven drohte nach Kollision einzustürzen
(16.02.14) Am 15.2. um 9.30 Uhr geriet bei stürmischem Wind der unter Honkong-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Laberinto", 89505 BRZ (IMO-Nr.: 9526978), beim Einlaufen nach Bremerhaven außer Kontrolle. Beim Drehmanöver kollidierte er trotz Schlepperassistenz mit dem bereits an der Stromkaje festgemachten, liberianischen Containerfrachter "Maersk Missouri", 50698 BRZ (IMO-Nr.: 9155121), als ihn starke Windböen erfassten.
Außerdem wurden drei Containerbrücken des North Sea Terminal Bremerhaven (NTB) so stark beschädigt, dass für eine von ihnen stundenlang Einsturzgefahr bestand. Die 1800 Tonnen schwere Brücke war beim Aufprall aus den Führungsschienen gedrückt worden. Die anderen beiden Entladebrücken wurden zwar weniger stark in Mitleidenschaft gezogen, waren aber ebenfalls nicht mehr einsatzfähig. Der Gefahrenbereich wurde sofort weiträumig abgesperrt und gesichert, der Löschbetrieb dort gestoppt. Ein Auslaufverbot wurde für beide Schiffe ausgesprochen.
Statiker versuchten derweil, die einsturzgefährdete Containerbrücke abzustützen und zu sichern. Mit Stützpfeilern wurde die stabilisiert. Es wurde vermutet, dass sie ein Totalschaden ist und zurückgebaut werden muss. Die "Maersk Laberinto" wurde von den Schleppern "Hunte" und "Svitzer Mallaig" nach der Havarie aus dem Gefahrenbereich verholt und an einen anderen Liegeplatz an der Stromkaje gelegt.
Der Kapitän musste eine Sicherheitsleistung von 10 000 Euro zahlen. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitet. Der Schaden wurde auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die beiden Frachter waren hingegen nur geringfügig an der Außenhaut beschädigt. Der Betrieb am übrigen Terminal, der insgesamt über 18 Containerbrücken verfügt, war nicht gefährdet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Daiki Maru No. 7 (Bild: US Navy)   Großbild klick!
Risiko einer Ölverschmutzung aus vor Guam gestrandeten Longliner reduziert
(16.02.14) Die U.S. Navy hat am 15.2. gemeinsam mit örtlichen Behörden die ersten Untersuchungen und Reinigungsarbeiten durchgeführt, nachdem am Strand vor Apra der 15,88 Meter lange japanische Longliner "Daiki Maru No. 7 - JP-KN2-1640", 19 BRZ, gestrandet war und sich in der Brandungszone dicht vor dem Ufer komplett auf die Backbordseite gelegt hatte.
Vertreter der Guam Fish and Wildlife Services, der Guam Environmental Protection Agency, der Coast Guard Guam und des Naval Facilities Engineering Command stellten keine Verschmutzungen fest. Taucher inspizierten den Havaristen und fanden alle Ölventile des Thunfischfängers sicher verschlossen vor. Eine Basisleitung für eine baldige Ölleichterung wurde installiert.
Den gesamten Tag über wurde Treibgut am Strand eingesammelt. Am 16.2. wurden das Schweröl sowie Batterien von Bord entfernt. Außerdem brachte die Marine rund 100 Gallonen Schmieröl und 50 Gallonen Hydrauliköl an Land. Taucher untersuchten den Zustand der aus Fiberglas gefertigten Dieseltanks, die noch zu 40 % gefüllt waren.
Den ganzen Tag über wurde Treibgut über den Spanish Steps Trail vom Strand geholt. Beteiligt an den Arbeiten waren auch die Joint Region Marianas Operations, des Environmental Naval Facilities Command, der National Oceanic and Atmospheric Administration, der Cabras Marine und Osroco. Die U.S. Navy hatte am 13.2. die 10-köpfige Besatzung mit zwei MH-60S Seahawk-Helikoptern, die von einem Trainingsflug abkommandiert wurden, gerettet und ins Naval Hospital Guam geflogen, aus dem sie inzwischen wieder entlassen sind. Die Seenotretter gehörten dem Helicopter Sea Combat Squadron 25 an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkertanker riss Bunkertank auf
(16.02.14) Der liberianische Bulkcarrier "Captain Vangelis L", 88420 BRZ (IMO-Nr.: 9450868), kollidierte am 15.2. gegen 14.20 Uhr mit einem Bunkertanker auf der Reede von Busan. Der Frachter kam von Qinhuangdao und sollte 1500 Tonnen Bunkeröl übernehmen. Als der Tanker längsseits gehen wollte, schlug er bei schlechten Wetterbedingungen gegen die Backbordseite und riss ein Loch von 20x30 Zentimetern in einen Brennstofftank im Achterschiffsbereich, aus dem Öl auszulaufen begann. Ein 800 Meter großer Ölfilm bildete sich auf dem Wasser.
Nach drei Stunden konnte der Ölaustritt gestoppt werden. Der Havarist wurde von Ölschlängeln umgeben, und fünf Boote der Coast Guard sowie zwei der Marine versuchten, von hohen Wellen behindert, der Ölverschmutzung Herr zu werden. Ein weiterer 200 Meter langer Teppich wurde nordöstlich der Schiffe entdeckt. Das Ministry of Ocean and Fisheries bildete eine Taskforce. Die 288 Meter lange und 45 Meter breite "Captain Vangelis L", die eine Tragfähigkeit von 169044 Tonnen hat, wurde 2009 erbaut und hat als Manager die griechische Kyla Shipping Enterprises Corportation.
Quelle:Tim Schwabedissen




Position falsch ermittelt - Boot gesunken
(16.02.14) Die US Coast Guard assistierte bei der Bekämpfung einer möglichen Ölverschmutzung, nachdem das 67 Fuß lange Sportboot "Cape Caution" bei Everett, Washington, am Morgen des 14.2. sank. Es hatte ungefähr 100 Gallonen Diesel an Bord. Die Global Diving and Salvage legte Ölsperren aus. Um 21.39 Uhr hatte die "Cape Caution" Notrufe gefunkt, nachdem sie unweit der Bootsrampe in Everett auf Grund gelaufen war.
Der Skipper hatte die Position falsch ermittelt, als er in den Snohomish River einlief. Die "Cape Caution" schlug leck und begann zu sinken. Die Coast Guard Puget Sound war am 15.2. um 1:02 Uhr vor Ort. Der Skipper hatte sich in einem Beiboot an Land gerettet. Der Havarist, ein 1939 erbautes Holzschiff, lag zu der Zeit 20 Grad 150 Meter vor der Everett Marina auf der Backbordseite, und um 3:56 Uhr war er mit der auflaufenden Flut endgültig gesunken. Die Bergungsfirma Global Diving and Salvage aus Seattle wollte zwischen sieben und acht Uhr mit einem Taucherschiff vor Ort sein und die Tanks des Wracks sichern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Port Ludlow aufgegeben
(16.02.14) Das Patroullienboot "Terrapin" der Coast Guard Puget Sound rettete am 15.2. bei Port Ludlow, Washington, die dreiköpfige Crew der 34 Fuß langen Yacht "Slacker Jack". Das Boot war zwei Meilen vor Port Ludlow um 18:10 Uhr in schwere See geraten und hatte Wassser über die Seite genommen. Die Coast Guard schickte die "Terrapin" zu Hilfe. Die Yacht abzuschleppen schien zu riskant, deshalb wurde deren Crew abgeborge und nach Port Ludlow gebracht, wo sie durch Sanitäter aus Jefferson County untersucht wurden. Vor der verlassen treibenden " Slacker Jack" wurde gewarnt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tod am Ende der Kreuzfahrt
(16.02.14) Ein 85-jähriger Passagier aus Eight Ash Green in Colchester kam auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Marco Polo" 22080 BRZ (IMO-Nr.: 6417097), am 14.2. ums Leben, als eine meterhohe Welle vier Fenster des Waldorf-Restaurants auf Deck 6 einschlug. Das Schiff war zu der Zeit im Management der Cruise & Maritime Voyages auf dem Weg nach Tilbury im Englischen Kanal vor Cornwall unterwegs.
Wellen waren bereits über das gesamte Schiff geschlagen und hatten dabei auch Mobiliar beschädigt. Als das Wasser nun durch die zerstörten Fenster des Restaurants einbrach und durch den Raum flutete, wurden insgesamt 16 Passagiere verletzt.
An Bord hatten sich 735 überwiegend ältere Briten befunden sowie eine 349-köpfige Crew. Das Schiff war auf einer 42-tägigen Fahrt von Tilbury, wo es am 5.1. ausgelaufen war, nach Südamerika und über Westindien zurück nach England. Das von der Schiffsführung alarmierte CROSS Corsen schickte einen Cayman NH 90 Helikopter der Marinefliegerbasis Lanvéoc Poulmic. Er hob um 16.50 Uhr ab und war um 17.25 Uhr über dem Kreuzfahrer.
Die Fliegercrew ging von einer verletzten 80-jährigen aus, doch als ein Rettungsschwimmer um 17.30 Uhr abgesetzt wurde, stellte er fest, dass es sich um zwei schwer verletzte Personen handelte. Um 17.45 Uhr wurde die bewusstlose Frau bei Windgeschwindigkeiten von über 70 Knoten und Böen von 120 km/h an Bord des Hubschraubers geholt, der sie um 18.35 im Hospital Cavale Blanche in Brest ablieferte. Danach tankte er auf und kehrte um 19.50 Uhr zur "Marco Polo" zurück, doch zu der Zeit hatte ein Bordarzt den zweiten schwer Verletzten bereits für tot erklärt.
Um 20.15 Uhr erreichten die Rettungsflieger wieder die Base Lanvéoc Poulmic. Die "Marco Polo" machte am 15.2. gegen 23 Uhr am Thurrock Terminal in Tilbury fest. Die verletzte Frau, die abgeborgen wurde, war nicht mehr in Lebensgefahr, die übrigen 14 Betroffenen waren nur leicht verletzt worden. Am Abend des 16.2. sollte die "Marco Polo" nach Abschluss der notwendigen Reparaturarbeiten zu einer 14-tägigen Kreuzfahrt nach Norwegen wieder auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Svendborg Maersk verlor im Englischen Kanal 50 Container
(16.02.14) Am 14.2. um 17:08 Uhr meldete der dänische Containerfrachter "Svendborg Maersk", 92198 BRZ (IMO-Nr.: 9146467), dem CROSS Corsen den Verlust von 50 Containern in der Verkehrstrennungszone von Ushant, rund 60 Meilen vor Brest. Das Schiff hatte am 13.2. um 15.40 Uhr vom APM Terminal in Rotterdam losgeworfen und war zum Suezkanal unterwegs. Um 17.35 Uhr waren etliche der im Wasser treibenden Boxen bereits in Wellen von sieben bis acht Metern Höhe und bei 80 Knoten Wind, der in Böen 92 Knoten erreichte, gesunken. Die Schifffahrt wurde vor dem Treibgut gewarnt. Es befand sich kein Gefahrgut darin.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre riss sich im Sturm in Calais los
(16.02.14) Die britische Fähre "Spirit of France", 47592 BRZ (IMO-Nr.: 9533816), riss sich am 13.2. gegen 23 Uhr bei Windgeschwindigkeiten von 55 Knoten von ihrem Liegeplatz in Calais los. Das Schiff trieb ins Ravisse-Becken und verursachte an drei Fendern leichte Schäden. Schlepper fingen es wieder ein und brachten es an den Kai im großen Fährhafen. An Bord hatten sich neben der Crew nur einige Arbeiter des Chambre du Commerce befunden, die unbegleitete Trailer besetzen sollten. Die Passagiere waren bereits von Bord gegangen. Am 14.2. um zwei Uhr lief die Fähre wieder aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neue Probleme für Arahura
(16.02.14) Die neuseeländische Fähre "Arahura", 12735 BRZ (IMO-Nr.: 8201454), musste am 14.2. außer Dienst gestellt werden, nachdem in einer Frachtluke am Abend ein riss entdeckt worden war. Inzwischen wurde er repariert und die Arbeit durch Maritime New Zealand abgenommen. Zwei Fahrten fielen aus, bis das Schiff am 15.2. gegen 15 Uhr in den Liniendienst zurückkehrte. Wegen vorangegangener Probleme mit einem losgerissenen Rettungsboot durfte sie aber weiterhin nur Fracht befördern, während Passagiere auf die "Kaitaki" und die "Stena Alegra" angewiesen waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter unerreichbar auf falschem Kurs zum Öresund
(16.02.14) Auf dem Weg von Falkenberg nach Rostock wäre der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Frigga", 2818 BRZ (IMO-Nr.: 9114701), fast in die Nordpier von Helsingborg gekracht. Nur Minuten trennten das Schiff am Abend des 14.2. von einer möglicherweise schweren Havarie, als offenbar vergessen wurde, den Kurs bei Tonne M4 in Richtung Öresund zu ändern. Mehrere Versuche der Verkehrsüberwachung, das Schiff über Funk zu erreichen, scheiterten. Es hielt unverändert den verhängnisvollen Südkurs und querte das Fahrwasser des einlaufenden Verkehrs. Warum das Schiff sich auf falschem Kurs befand, war noch unklar. Im letzten Augenblick gelang es, die Crew vor der drohenden Gefahr zu warnen, und der Frachter der lettischen Astramar Transport Ltd. drehte ab. Am 15.2. gegen Mittag erreichte er Rostock. Ein Bericht über den Vorfall ging an die schwedische Küstenwache.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Kai in Hella
(16.02.14) Die norwegische Fähre "Gulen", 1587 BRZ (IMO-Nr.: 8816027), kollidierte am Vormittag des 14.2. mit dem Anleger in Hella. Die 17 Passagiere blieben ebenso unversehrt wie die 13 mitgeführten Fahrzeuge. Der Fährbetreiber bemühte sich, am Nachmittag die Fähre "Sognefjord" als Ersatz für die "Gulen" einzusetzen. Eine der Rampen des Havaristen war beschädigt, und im Loch klaffte ein 15 Zentimeter großes Loch, das erst geflickt werden musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach Untergang ist knapp hundertjähriges Boot vom Untergang bedroht
(16.02.14) Der Untergang der "Justus" in Klintehamn könnte durch ein durch Frost schadhaft gewordenes Rohr verursacht worden sein. Alles Mobiliar, Elektronik und ein Kühlschrank sowie Kleidung sind ruiniert. Bereits vor fünf Jahren war ein Boot von Pettersson in Fårösund gesunken. Die fast 100 Jahre alte "Justus" war am Nachmittag des 12.2. halb unter Wasser liegend vorgefunden worden.
Mit Ölsperren war die Ausbreitung von auslaufendem Diesel vermindert worden. Am Abend war das 1919 als "Justus A. Waller" bei der Fridhems-Werft in Lysekil erbaute Boot wieder ausgepumpt gewesen. Es hatte bis 1962 als Rettungsboot in Käringön und danach in Grankullavik auf Öland gedient, ehe es der Journalist Per Larsson in Enebyberg als Sportboot diente. Er besuchte mit ihr oft Gotland.
1994 verkaufte er es, und es wurde in Herrvik überholt und als Jugendschiff genutzt. 2010 geriet das Projekt in finanzielle Schieflage. Wie seine Zukunft nun aussieht, ist derzeit noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Cassiopeia Star wird zum Schlepp vorbereitet
(Bild: Fairmount Marine)   Großbild klick!
Manövrierunfähiger Bulkcarrier 1950 Meilen weit nach Las Palmas geschleppt
(14.02.14) Der holländische Schlepper "Fairmount Glacier", 3239 BRZ (IMO: 9344796).der Fairmount Marine erreichte am 1.2. den Hafen von Las Palmas mit dem unter Malta-Flagge laufenden Bulkcarrier "Cassiopeia Star", 20283 BRZ (IMO-Nr.: 9303431), am Haken. Er wurde dann am Liegeplatz Reina Sofia Suroeste in die Obhut der Eigner Stam Shipping S.A. in Piräus zurückgegeben. Die "Cassiopeia Star" hatte mitten auf dem Atlantik mit einer Ladung Baryterz von Safi nach Mexiko laufend Maschinenschaden erlitten und manövrierunfähig in der See getrieben.
Mit der Bergung wurden Tsavliris Salvage beauftragt, die die "Fairmount Glacier" unter Vertrag nahmen. Der Schlepper machte sich mit voller Kraft auf den Weg zu dem 1.720 Meilen entfernt treibenden Havaristen.
Nachdem er ihn erreicht und trotz stürmischer See auf den Haken genommen hatte, galt es nochmals 1.950 Meilen weit in Richtung der Kanaren zu steuern. Nun galt es in Las Palmas die Hauptmaschine zu reparieren. Die "Cassiopeia Star" ist 172,9 Meter lang, 29,4 Meter breit, hat einen Tiefgang von 9,5 Metern und eine Tragfähigkeit von 32,328 Tonnen. Er wurde 1995 bei der Naikai Zosen Corp. in Setoda erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



verlorener Kühlcontainer
(Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!
Verlorener Kühlcontainer aus der See geborgen
(14.02.14) Am Vormittag des 13.2. beauftragte das Maritime Operations Centre Cherbourg den Bergungsschlepper "Abeille Liberté", 3249 BRZ (IMO-Nr.:9308699), mit der Bergung eines im Meer treibenden Containers des maltesischen Kühlfrachters "Star Standard", 14230 BRZ (IMO-Nr.: 9438509), der sich an der südlichen Grenze der Verkehrstrennungszone der Casquets befand und die Schifffahrt gefährdete.
Erstmals war die Box am 11.2. von einem Handelsschiff gesichtet worden, die ihn den Behörden meldete. Am Morgen des 12.2. stieg daraufhin ein EC 225-Helikopter der französischen Marine auf, konnte aber bei stürmischen Wetterverhältnissen den Container nicht wiederendecken. Am Abend wurde er von einem weiteren Handelsschiff wieder gesichtet. Am Morgen des 13.2. stieg der Hubschrauber wieder auf und war diesmal erfolgreicher.
Er wurde markiert, sodass seine Drift kontinuierlich verfolgt werden konnte, bis die "Abeille Liberté" vor Ort war und ihn am frühen Nachmittag in Schlepp nahm. Am Abend traf sie samt ihrem Anhang in Cherbourg ein und machte um 20.30 Uhr im Marinehafen fest. Mit Tagesanbruch des 14.2. wurde er in den Handelshafen gezogen und im Flamand-Dock der Star Reefers, dem Eigner der "Star Standard", das die Fracht vor einigen Tagen verloren hatte, übergeben.
Der Container war auf dem Atlantik über Bord gegangen, nachdem der Frachter Portsmouth am 7.2. mit Ziel Santa Marta in Kolumbien verlassen hatte. Da der Kühlcontainer abgedichtet und mit Holzpaletten zum Transport von Früchten beladen war, war er schwimmfähig geblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Emder Trockendock
(14.02.14) Am Nachmittag des 13.2. kam es zu einem Großbrand bei der Emder Werft und Dockbetriebe GmbH. Auf dem dort im Trockendock liegenden, unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachters "RMS Wanheim", 1985 BRZ (IMO-Nr.: 8920268) entzündeten sich bei Schweißarbeiten Holz und Kunststoffe, die sich unter dem Schiff befanden. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und hatte 55 Männer im Einsatz. Sorgen bereitete ein Tank mit 40 Kubikmeter Diesel darin.
Die Feuerwehr bekam den Brand aber schnell unter Kontrolle. Während der Löscharbeiten liefen geringe Mengen Öl ins Hafenbecken. Der Feuerwehr Emden gelang es, das Loch, aus dem sich Diesel ins Hafenwasser ergoss, im Zuge der Brandbekämpfungsarbeiten zu schließen. Der Frachter war am 18.1. aus Vysotsk nach Emden ausgelaufen und war dort am 8.2. gedockt worden. Die Wasserschutzpolizei leitete nach Abschluss der Löscharbeiten Untersuchungen zur Brandursache sowie ein Strafverfahren wegen Gewässerverunreinigung ein.
Nach ersten Ermittlungen der Beamten könnte ein versehentlich in den Dieseltank gebranntes Schweißloch das Feuer im Dock entfacht haben. Die "RMS Wanheim" hat eine Tragfähigkeit von 2620 Tonnen, ist 82,5 Meter lang, 12, 5 Meter breit und hat vier Meter Tiefgang. Sie wurde 1990 bei der B.V. Scheepswerf Damen in Gorinchem als "Cosmea" erbaut und läuft für die Rhein-, Maas- und Seeschifffahrtskontor GmbH in Duisburg.
Quelle:Tim Schwabedissen




Suche nach vermisstem Brüderpaar eingestellt
(14.0214) Am 13.2. wurde gegen 20 Uhr die Suche nach den beiden Brüdern, die samt des Kutters "Carina" (MMSI-Nr.: 257152920) in Farsund vermisst wurde, eingestellt. Über 80 Personen von Rettungsdiensten, Zivilschutz, Rotem Kreuz und Freiwilligen waren seit dem Vortag im Einsatz gewesen. Auch ein Sea King, das Rettungsboot "Ægir", mehrere Kutter und die "Nornen" der Küstenwache hatten den ganzen Tag über die Suche fortgesetzt, auch wenn die Hoffnung, die beiden zu entdecken, mit jeder Stunde schwand.
Um 10 Uhr war ein Radardom am Strand von Lista angetrieben und zur Untersuchung zur Polizei in Farsund gebracht. Zuvor hatte die "Ægir" bei Tranevåg eine leere Rettungsinsel entdeckt, die dem Kutter zugeordnet werden konnte, Fischkisten trieben in der aufgewühlten See vor Ullerøya, doch es fand sich keine Spur des Brüderpaares, deren Mobilfunkverbindung in der vorangegangenen Nacht plötzlich abgerissen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einmaster sank in Klintehamn
(14.02.14) Der 20 Meter lange schwedische Einmaster "Justus" sank in der Nacht zum 13.2. in seinem Heimathafen Klintehamn. Das hölzerne Schiff wurde am Morgen gegen sieben Uhr auf dem Hafengrund an seinem Liegeplatz entdeckt. Als gegen Mittag Diesel auszulaufen begann, wurden Ölsperren ausgebracht. Dann wurde es ausgepumpt und lag nun wieder über Wasser am Dock in Klintehamn. Es gehört einem Privatmann in Visby.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beklagenswerte Zustände auf geborgenem Frachter in Lorient
(14.02.14) Die Crew des nach Lorient eingeschleppten, moldawischen Frachters "Just Mariiam", 1560 BRZ (IMO-Nr.: 7047344), will nicht mehr mit dem Schiff auslaufen. Die acht Männer baten, ihre Heuer ausgezahlt zu bekommen und heimkehren zu dürfen. Vertreter der Seefahrergewerkschaft Bretagne-Océans CFDT gingen am Nachmittag an Bord und fanden eine aufgebrachte Mannschaft vor. Sie stellten fest, dass an Bord in Sachen Hygiene, Versorgung und Sicherheit beklagenswerte Zustände herrschten. Es gab kein Frischwasser, keine Duschmöglichkeit und wasserdichte Türen schlossen nicht. Auch der Schiffseigner war vor Ort und einigte sich mit den Seeleuten, dass sie bezahlt würden und Tickets für die Heimreise erhalten sollten.
Zwei Mann sollten am 14. oder 15., zwei bis drei weitere am 17. oder 18. nach Rumänien zurückkehren dürfen. Der genaue Termin hing auch davon ab, wann eine Ersatzcrew zusammengestellt sein würde. Der Frachter war am 8.1. von Norwegen nach Hafnarfjarðar gekommen, wo festgestellt wurde, dass das Schiff eine Ladung von umweltgefährdenden Abfällen an Bord hatte, für die es keine Transportgenehmigung gab.
Es handelte sich wohl um den Versuch illegalen Abfallexports in Entwicklungsländer. Die alarmierte Polizei hielt das Schiff im Hafen, und erst als ein Teil der Ladung aus Batterien, Altöl und anderer genehmigungspflichtiger Ausfuhrgüter wieder an Land waren, durfte das Schiff am 29.1. nach Tripoli auslaufen. Wann es nun aus Lorient, wohin es nach tagelanger Sturmdrift mit gehörigem Chaos an Deck am 12.2. eingeschleppt wurde, wieder auslaufen wird, ist derzeit nicht absehbar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Diebe plünderten gestrandeten Trawler
(14.02.14) Der Trawler "Rosella" trieb, nachdem er sich von seiner Mooring in der Hervey Bay losgerissen hatte, ohne Besatzung 400 Kilometer weit übers Meer, ehe die Reise auf Farnborough Beach endete. Doch während er die Drift unbeschadet überstanden hatte, wurde er am Strand von Dieben heimgesucht, nachdem er Anfang des Monats an der Capricorn Coast landete. Sie entwendeten das Ruderrad, den Kompass, den Anker und ein EPIRB. Am 10.2. zog ein Bulldozer das Schiff wieder Richtung Wasser. Am 12.2. schwamm das Schiff wieder im Wasser der Rosslyn Bay. Wenn ein neues Ruderrad angebaut ist, sollte es die Rückreise in die Hervey Bay antreten.
Quelle:Tim Schwabedissen



10 Fischer von US-Marine vor Guam gerettet
(14.02.14) Zwei Seahawk-Helikopter der US-Marine retteten am 13.2. gegen 17.30 Uhr die zehnköpfige Crew des Trawlers "Daiki Maru No. 7", der am Morgen in der Zufahrt von Apra Harbor aufgelaufen war. Ein Patroullienboot und ein Boot der USCG-Station Apra Harbor kamen nicht an den Havaristen heran, weil das Wasser zu flach war. Daraufhin wurden die Hubschrauber des Helicopter Sea Combat Squadron (HSC) 25 gerufen, die die Fischer binnen einer halben Stunde abbargen und ins Naval Hospital in Guam flogen. Einer war leicht verletzt. Die U.S. Coast Guard, Guam EPA und NOAA untersuchten dann den Havaristen in Hinblick auf Umweltgefahren und Bergungsmöglichkeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler mit Ruderschaden nach Podyapolsk eingeschleppt
(14.02.14) Der russische Schlepper "Atlas" hat den manövrierunfähigen russischen Trawler "Kurilgeo", 257 BRZ (IMO-Nr.: 9458470), am 13.2. in den Hafen von Podyapolsk in Primorsk eingeschleppt. Er hatte den Havaristen, der auf der Fahrt von der Shchukin Bucht auf den Kurilen nach Podyapolsk Ruderschaden erlitten hatte und am 24.1. nahe der Insel Urup ankern musste, am 26.1. auf den Haken genommen. Am nächsten Tag musste nahe Iturup wetterbedingt erneut geankert werden. Binnen 15 Tagen konnte der Schleppauftrag dann durchgeführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Resolve Marine soll indisches U-Boot bergen
(14.02.14) Mit der Bergung des nach einer Explosion in Mumbai gesunkenen indischen U-Bootes INS "Sindhurakshak" wurde die Resolve India, die zur amerikanischen Resolvve Marine Group gehört, beauftragt. Sechs Monate nachdem das 3000-Tonnen-Boot in Flammen aufgeht, gilt es die nicht explodierten Raketen und Torpedos des am 14.8.2013 voll ausgerüsteten Schiffes aus dem Wrack zu holen und dann dieses wieder schwimmfähig zu machen.
Binnen 45 Tagen soll die technische und logistische Vorbereitung abgeschlossen sein, die eigentliche Bergung dürfte drei bis vier Monate dauern. Das deformierte Wrack liegt auf acht Metern Wassertiefe, und die strukturelle Integrität dürfte durch die Explosionen im Vorschiff beeinträchtigt sein. Die geringe Wassertiefe stellt eine weitere Schwierigkeit für die Berger dar. Nach bisherigen Erkenntnissen der indischen Marine hat unsachgemäße Handhabung der Waffen zu dem Unglück, das 15 Tote forderte, geführt.
Die INS "Sindhurakshak" war nach über zweijähriger Modernisierung in Russland, die 156 Millionen Dollar gekostet hatte, erst im April nach Indien zurückgekehrt. Der Bau des im Dezember 1997 in Dienst gestellten Bootes kostete 113 Millionen Dollar. Die indische Marine hat seither nur noch 13 betagte dieselelektrische Boote, neun der Kilo-Klasse wie die "Sindhurakshak" und vier, die HDW Kiel erbaut hat. Nur die Hälfte der Unterwasserflotte ist derzeit einsatzbereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Chrijeco (Bild: Courrier Picard)   Großbild klick!
Kutter durch Abbruch vor dem Untergang bewahrt
(13.02.14) Der französische Trawler "Chrijeco - DP 651307", 58 BRZ (MMSI-Nr.: 227125300), wird seit Anfang Februar im Hafen von Tréport durch Arbeiter der Firma Cointrel abgewrackt. Das 18 Meter lange Schiff wurde 1986 in Etaples erbaut und kam 2003 von seinem Heimathafen Dieppe nach Tréport. Im Mai 2005 ging sein Eigner in Liquidation, und nachdem der Kutter 2006 zum aktuellen Liegeplatz verholt wurde, verfiel er zusehends und drohte erstmals 2007 zu sinken.
Deshalb wurde verfügt, das Schiff aus dem Wasser zu holen, um den Untergang abzuwenden, doch da sich kein Käufer oder anderweitig Verantwortlicher fand, verging die Zeit, ohne dass etwas geschah. Die Feuerwehr hielt den immer mehr verrostenden Trawler regelmäßig mit Lenzpumpen über Wasser. Erst 2012 wurde das Schiff nach weiteren fruchtlosen Kontakten mit Versicherung und Behörden formell als besitzlos erklärt, und 2013 erging die Genehmigung vom Liquidator, es zu verschrotten.
Bis Ende des Monats soll der Seelenverkäufer nach acht Jahren aus dem Hafenbild von Tréport verschwunden sein. Die Kosten des Abbruchs wurden auf 22,000 Euro geschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sannøy (Bild: Ole Holland)   Großbild klick!
Kutter von Treibgut versenkt
(13.02.14) Der norwegische Kutter "Sannøy - NT 0006 LA", 8 BRZ,der am 8.2. um 13.10 Uhr bei Leka gesunken war, wurde am 12.2. wieder gehoben. Eine um den Propeller gewickelte Leine, die bei der Fischfarm Skrosen in der See getrieben hatte, war am Untergang schuld gewesen. Als der Antrieb blockierte und der Propellerschaft losgerissen wurde, kam es zu einem Wassereinbruch. Trotz sofortigen Einsatzes einer besonders starken Bilgenpumpe gelang es nicht, das Schiff schwimmfähig zu halten.
Der 65-jährige Skipper Aage Reppen und sein Decksmann, die um 8.30 Uhr zum Kabeljaufang ausgelaufen waren, wurden von einem Zodiac der Leka-Fähre, die eine Viertelstunde später vor Ort war, nachdem sie von Florø Radio alarmiert worden war, gerettet. Sie hatten sich auf eine Schäre flüchten können. Später wurden sie an Bord des um 13.45 Uhr eingetroffenen NSSR-Rettungsbootes "Harald V" mit trockener Kleidung ausgestattet und heimgebracht.
Ihr Schiff versank aber auf 30 Metern Tiefe bei Skrosen. Nachdem die Versicherung eingewilligt hatte, ging ein Bergungsschiff der KB Diving Service AS in Vikna nördlich von Leka in Stellung, um den 9,23 Meter langen und 3,26 Meter breiten, 1982 erbauten Kutter wieder ans Tageslicht zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Vermisste vor Vietnam
(13.02.14) Der vietnamesische Kutter "BV 94038-TS" sank nach einer Kollision auf Position 09 34 N 107 00 O am Nachmittag des 11.2. südlich von Ho Chi Minh City. Neun Personen wurden vermisst. Über den Kollisionsgegner war nichts bekannt. ,
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter im Sturm vor Norwegen vermisst
(13.02.14) Am 12.2. gegen 21 Uhr wurde eine Suchaktion nach dem norwegian Garnelenkutter "Carina - VA 1 LS" (MMSI-Nr.: 7152920) gestartet. Das knapp 15 Meter lange, in Sookndal beheimatete Schiff war zwischen sechs und sieben Uhr morgens mit einer zweiköpfigen Crew, einem Brüderpaar aus Lindesnes, West-Agder, aus dem Hafen von Hille in Mandal ausgelaufen. Danach verlor sich seine Spur, und er kehrte nicht, wie geplant, am Nachmittag nach Båly zurück. Versuche, über Funk oder Telefon Kontakt aufzunehmen, schlugen fehl.
Die Rettungsboote "Hvalur" und "Ægir", ein Sea King Helikopter und der Fregatte "Holland" der niederländischen Marine, die sich in der Nähe befand, wurden für die Suche mobilisiert. Die "Hvalur" musste allerdings um 23.30 Uhr vor der stürmischen See kapitulieren und lief nach Båly ein. Rettungsteams hielten am frühen Morgen des 13.2. auch an den umliegenden Küstenabschnitten Ausschau. Gegen vier Uhr früh wurden alle Sucheinheiten wegen des Sturms mit sechs Meter hohen Wellen zurück gerufen.
Mit dem Tagesanbruch gegen acht Uhr wurde in einem Gebiet zwischen Lindesnes und Lista die Suche durch die "Ægir" und einen Seaking wieder aufgenommen. Die Hoffnung war, dass der Kutter vor dem Sturm Schutz gesucht hatte und lediglich schlechten Funkempfang hatte. Ein weiterer Sea King wurde bei deutlich verbesserten Wetterbedingungen aus Rygge angefordert. Wind und Regen ließen nach, der Wellengang sollte im Tagesverlauf auf drei Meter Höhe zurückgehen.
Bei Tranevåg wurde in der Nacht eine Rettungsinsel gesichtet, die wohl von der "Carina" stammte. Außerdem trieben bei Ullerøya Fischkisten an, die zur Ausrüstung gehört haben könnten. Gegen 10 Uhr wurden am Lister Strand Wrackteile, die von einer Radarkuppel stammten, gefunden. Entsprechend sank die Hoffnung für die beiden Fischer, aber die Suche wurde mit unverminderter Intensität fortgesetzt. Der 1988 bei Gregersen/Risør erbaute, ehemals in Hirtshals beheimatete, traditionelle Holzkutter ist 14,98 Meter lang und 5,41 Meter breit bei 2,19 Metern Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Furcht mehr um Fear Not
(13.02.14) Der 11 Meter lange Kutter "Fear Not" (MMSI-Nr.: 235004420), der am 12.2. gegen neun Uhr vor Lewis mit einer sechsköpfigen Crew an Bord Wassereinbruch erlitten hatte, wurde um 13.30 Uhr längsseits des RNLI-Bootes "Tom Sanderson" aus Stornoway in den Heimathafen eingeschleppt. 15 Meilen südlich des Hafens hatte das Schiff zu sinken gedroht, ehe ein Helikopter der Stornoway Coastguard eine mobile Lenzpumpe zu dem Havaristen flog, mit deren Hilfe der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Das Rettungsboot setzte eine weitere Pumpe ein, und der Havarist wurde auf den Haken genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wachoffizier an Strandung einer Fähre vor 10 Jahren schuldig gesprochen
(13.02.14) Der 3. Offizier der Fähre "Moby Magic", 9120 BRZ (IMO-Nr..: 7363865), wurde jetzt vom Obersten Gericht in Rom wegen der Havarie bei Secca dei Monaci schuldig gesprochen. Es war kein amerikanisches U-Boot und auch kein Containerfrachter, der die Fähre am 11.9. 2003 traf, als sie mit 160 Personen an Bord von Livorno nach Olbia unterwegs war. Als sie bei Caprera Schiffbruch erlitt, war es die Schuld des damals 24-jährigen Gennaro Di Meglio der sie 19 Kilometer von Olbia entfernt auf die Felsen von Secca dei Monaci geführt hatte.
Um 17.45 Uhr hatte Kapitän Gianfranco Cutugno ihm das Ruder überlassen. Wenn der 3. Offizier regelmäßig die Schiffsposition überprüft hätte, wäre die Havarie trotz des Ausfalls von technischem Gerät an Bord der Fähre vermieden worden. Das Schiff war danach nie mehr in Fahrt gekommen, sondern wurde 2005 in Aliaga abgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sicherheitsdebatte in Phuket nach Untergang dreier Tauchschiffe
(13.02.14) Nach dem dritten Untergang eines Tauchschiffes in der Andamanensee binnen eines Monats ist eine Diskussion um die Sicherheit der Ausflugsboote von Phuket entbrannt. Am 2.2. war die "Bunmee I" im Koh Lanta National Park gesunken, nachdem im Maschinenraum wegen eines Kurzschlusses ein Feuer ausgebrochen war.
Keine zwei Wochen später ging die "Blue Star", ebenfalls in Phuket stationiert, in Myanmar unter ähnlichen Umständen verloren. Die Versuche beider Schiffscrews, die Brände zu löschen, waren fehlgeschlagen. Deshalb forderte Direktor des Marine Office 5 zusätzliches Brandbekämpfungstraining durch das Department of Disaster Prevention and Mitigation (DDPM) anzusetzen. Regelmäßige Checks durch das Marine Office sollten Brandgefahren durch korrodierte Leitungen vorbeugen.
Alle Bootscrews sollten die Maschinenräume kontinuierlich inspizieren. Die Installation von automatischen Feuerwarn- und Löschsystemen würde derlei Vorfällen vorbeugen. Der dritte Untergang, jener der "Flying Carpet" am 29.1., deren Wrack nun auf 75 Metern Wassertiefe zwischen Koh Bon und Koh Tachai liegt, hatte allerdings einen anderen Hintergrund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsfriedhof im Fox River wird geräumt
(13.02.14) Mehr Wracks als bisher bekannt waren werden in den kommenden Wochen aus dem Fox River geholt werden. Die Berger, die bislang die zwei Schlepper "Bob Teed" und "Satisfaction", die hier in den 1940ern nach Ende der Laufbahn versenkt wurden, sowie die Barge "Texas" und zwei weitere Bargen vom Flussgrund hinter Tetra Tech räumen sollten, werden mindestens mit drei weiteren Bargen zu tun haben, schätzte die Unterwasserarchäologin Kira Kaufmann.
Er arbeitet für die Commonwealth Cultural Resources Group, die die Bergungsarbeiten begleitet und den Flussgrund mit seismischem Gerät und Magnetometern absuchte. Tetra Tech, die von örtlichen Papierverarbeitungsfirmen beauftragt wurde, die Verunreinigung durch polychlorierte Biphenyle im Flussboden zu beseitigen, muss in diesem Rahmen zunächst die hinter dem Firmengelände nördlich der Brücke der Canadian National Railway in Green Bay liegenden Schiffe beseitigen.
Historiker wussten einiges über die Schiffe, und das Gebiet wurde dem National Registry of Historic Places genannt. Dies bedeutet, dass die mit den Bergungsarbeiten betraute J.F. Brennan Co. Inc. Genehmigungen einholen musste, die Wracks dennoch zu beseitigen. Wegen ihrer Kontamination können sie nach der Bergung auch nicht ausgestellt werden.
Lediglich Fotos werden am Ende im Neville Public Museum an sie erinnern. Möglicherweise werden sich aber unter den bekannten Wrackresten noch weitere finden, weil hier über lange Zeit ausgediente Fahrzeuge versenkt wurden. Alle stammen aus den 1800er Jahren. Da es keine Aufzeichnungen über Bargen gibt, ist aber kaum mehr über diese hölzernen Arbeitspferde bekannt. Als erstes waren die "Texas", eine unbekannte Barge und weitere Holztrümmer geräumt worden, bevor der Winter einsetzte und die Arbeiten unterbrochen werden mussten. Wenn das Eis geschmolzen ist, soll es an die beiden Schlepper und die übrigen Bargen gehen. Die Trümmer enden dann auf einer Müllhalde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug rammte Brücke
(13.02.14) Die Interstate 24 Ohio River Bridge zwischen Paducah, Kentucky, und Metropolis, Illinois, musste nicht geschlossen werden, nachdem der 46 Meter lange Schubschlepper "Robert Greene" (MMSI-Nr.: 367057840) sie mit 15 vorgekoppelten Bargen am 12.2. gegen Mitternacht gerammt hatte. Der Schlepper kollidierte mit einer Pier auf der Kentucky-Seite des Flusses. Zwei Bargen rissen sich los und trieben gegen die Pier. Von den 15 Fahrzeugen waren sechs mit Mais, Kohle und Sojabohnen beladen, die übrigen leer. Inspektoren der Kentucky Transportation nahmen die Brücke gemeinsam mit Vertretern des Illinois Department of Transportation unter die Lupe und fanden keine strukturellen Schäden an dem Bauwerk.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wildes Durcheinander an Deck der "Just Mariiam"
(13.02.14) 14 Stunden dauerte der Kampf um den modawischen Frachter "Just Mariiam" 1560 BRZ (IMO-Nr.: 7047344), unweit der Belle-Île-en-Mer, ehe er 3,5 Stunden nach dem Erreichen von Groix um 11.30 Uhr endlich von den Hafenschleppern "Scorff" und "Moriban" in den Handelshafen von Lorient eingeschleppt wurde.
Nicht zu übersehen waren die Spuren des vorangegangenen, stundenlangen Kampfes gegen den Sturm. Der Frachter lag nach Backbord über, und die an Deck gestauten Baufahrzeuge und Autos befanden sich in einem wilden Durcheinander. Ein Zementmischer hing mit den Rädern über die Seite. Inspektoren gingen am Nachmittag an Bord des Havaristen, um die Ursache des Maschinenausfalls herauszufinden und das gesamte Schiff sowie die Papiere einer gründlichen Kontrolle zu unterziehen.
Erst wenn die Wiederherstellung der Seetüchtigkeit des Frachters sichergestellt ist, wird er den Hafen gen Nahen Osten wieder verlassen dürfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: Douanes Fancaises)   Großbild klick!
In Büsum erbauter Frachter vor Belle Ile in Seenot
(12.02.14) Am 10.2. gegen Mitternacht funkte der unter moldawischer Flagge laufende Frachter "Just Mariiam", 1560 BRZ (IMO-Nr.: 7047344), Notrufe, nachdem er 19 Meilen südwestlich der Belle-Ile einen Total-Blackout erlitten hatte. Das CROSS Etel schickte den Notfallschlepper "Abeille Bourbon" aus Brest.
Am 11.2. um 2.20 Uhr nahm er in Ushant dazu notwendige Ausrüstung an Bord und erreichte den Havaristen gegen neun Uhr. Wegen des schlechten Wetters mit 30 Knoten Wind und bis zu vier Metern Wellenhöhe gestaltete sich die Übergabe des Schleppgeschirrs als kompliziert. Um 10.30 Uhr brach die Schlepptrosse. Deshalb wurde am späten Nachmittag zusätzliches Schleppgeschirr an Bord eines EC 225-Helikopters der Marine verladen, mit dem ein weiterer Zugpunkt auf dem Havaristen eingerichtet werden konnte.
Außerdem flog ein Interventionsteam bestehend aus einem Kapitän, einem Mechaniker und zwei Mann taktischen Einsatzpersonals, mit, das auf dem Frachter abgesetzt wurde, um die Bergung zu unterstützen. Mit drei Knoten Fahrt ging es dann in Richtung Lorient. Von dort liefen dem Schleppzug am 12.2. gegen acht Uhr zwei Hafenschlepper zur Assistenz entgegen. Allerdings gestaltete sich die Übergabe der Schlepptrosse wegen des stürmischen Wetters als unmöglich.
Um 10.30 Uhr schließlich wurde der Havarist in den Hafen gezogen. Er war mit einer achtköpfigen Crew nach Tripoli im Libanon unterwegs. Zuvor hatte er in Hafnarfjarðarhöfn gelegen, wo er eine Ladung Schrott aufnahm. Wegen mangelnder Ausfuhrgenehmigung für das als Giftfracht deklarierte Gut war es zu Verzögerungen gekommen, bis die notwendigen Genehmigungen eingeholt und notwendige Reinigungsarbeiten durchgeführt wurden.
Die "Just Mariiam" ist 74.98 Meter lang, 13,2 Meter breit und hat 3,95 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 1278 Tonnen. Das Schiff läuft für die Faros Shipping in Beirut. Es wurde 1971 auf der Büsumer Werft als "Atlas Scan" erbaut und lief ab 1982 "Atlantic Sprinter", ab 1984 als "North Armac" und bis November 2013 als "Tege".
Quelle:Tim Schwabedissen



"Maritime Maisie" wird gelöscht
(Bild: Japan Coastguard)   Großbild klick!
Odyssee beschädigten Tankers dauert bereits sieben Wochen an
(12.02.14) Die Odyssee des schwer beschädigt zwischen der Küste von Japan und Südkoreas herumgeisternden, unter Hongkong-Flagge registrierten Tankers "Maritime Maisie", 29211 BRZ (IMO-Nr.: 9251535), dauert an. Beide Staaten zeigten sich bislang unwillig, den Havaristen in einen ihrer Häfen zu lassen aus Sorge vor einem Umweltrisiko. Der Chemikalientanker wird jetzt bereits seit sieben Wochen in den Gewässern zwischen den Staaten umhergezogen.
Ein Ladetank, der mit der Chemikalie Acrylonitril gefüllt war, ist aufgerissen. Das Schiff hatte insgesamt 29,337 Tonnen Chemikalien an Bord, als es am 29.12.2013 mit dem Autofrachter "Gravity Highway", 58767 BRZ (IMO-Nr.9 672404), der Ray Car Carriers Ltd. kollidierte und in Brand geriet. Die "Gravity Highway" hatte sich auf einer Erprobungsfahrt befunden und kam von dem Hyundai Mipo Dockyard, als er neun Meilen vor Busan den Tanker rammte.
Alle 64 Personen auf dem Frachter sowie die 27-köpfige Tankercrew waren von Coastguard und Marine gerettet worden. Erst am 16.1. hatte das Feuer geläscht werden können. Rund 20000 Tonnen Ladung, darunter 4000 Tonnen Paraxylen, und 640 Tonnen Öl befanden sich noch an Bord. Die 44.404 Tonnen tragende "Maritime Maisie" wurde 2003 erbaut und wird gemanagt von der MSI Ship Management Private Ltd. in Singapur.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Fueltrans 7" rammt Schleuse
(Bild: Adri van de Wege)   Großbild klick!
Schleuse in Terneuzen nach Kollision zwei Wochen lang außer Betrieb
(12.02.14) Die Ostschleuse in Terneuzen, der Hauptschleuse des Schifffahrtskanals nach Gent, muss nach dem Rammstoß des belgischen Bunkertankers "Fueltrans 7" zwei Wochen gesperrt bleiben. Wahrscheinlich wegen eines Maschinenversagers war der Tanker in die Südbrücke gelaufen, die 15 Zentimeter weit hochgebogen wurde. Außerdem nahm der Betonunterbau Schaden. Deshalb wird es in der Reparaturzeit zu Verzögerungen beim ein- und ausgehenden Schiffsverkehr kommen. In dieser Zeit stehen nur die mittlere und die Westschleuse zur Verfügung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor dem Untergang bewahrt
(12.02.14) Die US Coast Guard rettete am 10.2. zwei Fischer, deren 40 Fuß langer Kutter "Miss Yalanda" im Golf von Mexiko gegen 15.30 Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Durch einen Riss im Rumpf wurde der Maschinenraum 19 Meilen vor Port O'Connor überflutetet. Die Küstenwache Corpus Christi schickte ein 45-Fuß-Boot aus dem Hafen und einen MH 65 Dolphin-Helikopter von der Air Station Corpus Christi. Zwei Rettungsmänner stiegen nach ihrem Eintreffen mit Lenzpumpen auf den Kutter über, der stabilisiert und in Schlepp nach Port O'Connor genommen werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Steffen Andreas brauchte wieder Assistenz
(12.02.14) Von Mo I Rana kommend lief der norwegische Frachter "Steffen Andreas", 468 BRZ (IMO-Nr.: 6711467), am Morgen des 12.2. auf eine Schäre zwischen Søvik und Austbø, südlich von Sandnessjøen. Nachdem das Schiff wieder freigekommen war, wurde es von dem Rettungsboot "Skuld" nach Sandnessjøen eskortiert, wo es um 8.35 Uhr festmachte. Das 48 Meter lange Schiff hatte bereits am 7.9.2009 von der NSSR nach einer Strandung wieder flottgemacht werden müssen. Damals hatte die "Norske Veritas" den mit Asphalt beladenen Havaristen bei Værøy auf den Lofoten freigeschleppt, wo er in der Hafeneinfahrt aufgelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler im Sturm gerettet
(12.012.14) Am 9.2. geriet die 6,5 Meter lange Yacht "Tiki" zwischen Saint-Laurent du Var und Calvi in Seenot. In der Nacht alarmierte der Skipper das Cross Med, nachdem zwischen Korsika und dem Festland im Sturm die Segel zerrissen und sein Boto bei bis zu zwei Meter hohen Wellen beschädigt worden war. Ein Cougar Helikopter der Air Base in Solenzara stieg auf und fand die Yacht 46 Meilen vor Kap Corse. Der 58-jährige Einhandsegler wurde aufgewinscht und ins Krankenhaus in Bastia geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte in Levanger zu sinken
(12.02.14) Im Hafen von Levanger schlug in der Nacht zum 12.2. ein 57 Fuß langer Kutter leck. Er drohte an der Pier des Gästehafens zu sinken. Um 6.27 Uhr wurde die Feuerwehr vom eigner alarmiert. Sie fand erhebliche Wassermengen im Schiffsinnern vor und setzte drei Lenzpumpen an, um den Kutter über Wasser zu halten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Express 1 nach Bergung in die Kette gelegt
(12.02.14) Der unter Panama-Flagge laufende Viehtransporter "Express 1", 7087 BRZ (IMO-Nr. 8200565), liegt seit nunmehr neun Tagen im Hafen von Fowey, nachdem er auf der Fahrt von Cuxhaven nach Irland Maschinenausfall erlitten hatte.
Er war in stürmischer See auf den Haken genommen und am 3.2. eingeschleppt worden. Doch nach dem monatelangen Aufenthalt in Cuxhaven wird er auch Fowey so bald nicht verlassen, denn er wurde von der Maritime and Coastguard Agency nach einer Inspektion in die Kette gelegt. Hintergrund waren erschreckende Zustände an Bord, unter denen die 25-köpfige Crew hauste. Die 15 Syrer, acht Philippinos und zwei Rumänen hatten keine Heizung, keine Gelegenheit zur Zubereitung warmer Mahlzeiten und unhygienische Wasserversorgung.
Außerdem hatten sie kein Notfalltraining, und die Feuerwarnanlage war defekt. Die Seemannsmission in Fowey versorgte die gestrandeten Seeleute erst einmal mit warmer Kleidung, Duschgel und Schuhen. Der Eigner, die Sun Light Shipping, beauftragte nun eine Firma mit den notwendigen Arbeiten, um das Schiff wieder seetauglich zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Stornoway leckgeschlagen
(12.02.14) Ein Kutter drohte am Morgen des 12.2. bei Stornoway zu sinken. Die Coastguard wurde gegen neun Uhr von der sechsköpfigen Crew alarmiert und schickte das örtliche Boot der RNLI sowie einen Helikopter. Er hoverte mit einer zusätzlichen Pumpe über dem Havaristen, bis die Lage unter Kontrolle war. Auch mehrere andere Kutter assistierten dem Havaristen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Eis in Flammen aufgegangen
(12.02.14) Der Kutter "Fidder" geriet am 12.2. auf dem zugefrorenen Navesink River in Flammen auf. Der Hummerkutter wurde von dem Feuer, das am Morgen entstand, zerstört. Ein Wachmann am Molly Pitcher Inn hatte es um 1:15 Uhr entdeckt. Flammen schlugen bis zu 20 Fuß hoch. 2,5 Stunden später war der Brand immer noch intensive, und dichter Rauch zog über die Red Bank. Die Feuerwehr konnte an das eingefrorene Schiff nicht herankommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Auch Ersatzfähre nach Kollision außer Gefecht
(12.02.14) Die britische Fähre "Hebridean Isle", 3040 BRZ (IMO-Nr.:8404812), kollidierte mit derselben Kaianlage, die in Stornoway am 28.1. auch schon die "Clipper Ranger", 7606 BRZ (IMO-Nr.: 9119402), außer Gefecht setzte und als deren Ersatz sie im Einsatz war, bis die Reparatur in Liverpool abgeschlossen war. Die "Hebridean Isles" musste nun ebenfalls repariert werden. Der Betreiber Caledonian MacBrayne hoffte, sie im Lauf des 12.2. wieder in den Fährdienst nach Ullapool zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion (Bild: Salvamente Maritimo)   Großbild klick!
Zwei Sturmopfer wurden nach El Ferrol in Sicherheit gebracht
(11.02.14) Während ein Schiff, das den Stürmen, die in den vergangenen Tagen über den Atlantik rasten, nur knapp entkam und nun sicher am Kai des spanischen Hafens El Ferrol, liegt, ist ein anderes, das ebenso knapp vor der Strandung bewahrt wurde, nun wieder in See gestochen. Bei ersterem handelte sich um den 50 Meter langen arabischen Versorger "Esnaad 715" (IMO-Nr.: 9673355) auf dem am Ladreda Fernández-Kai nun die Schäden, die auf der tagelangen Odyssee entstanden sind, als er verlassen im Sturm trieb, untersucht werden müssen.
Sicher ist, dass das Schiff nicht, wie beim Auslaufen aus Rotterdam nach Abu Dhabi anvisiert, seinen Dienst am 26.2. antreten wird. Auch die Elektrik hat Schaden genommen. Wenig Klarheit gab es bislang darüber, warum das werftneue Schiff auf seiner ersten Fahrt überhaupt von der philippinischen Crew aufgegeben wurde. Da es tagelang den Sturm überstand, kann die Sinkgefahr nicht allzu akut gewesen sein. Der Versorger war erst wenige Tage vor dem Unfall von der Werft in Gorinchem abgeliefert worden und hatte von Rotterdam aus die Übergabefahrt angetreten.
Kaum dass dieses Schiff mit Mühe und Not nach El Ferrol eingebracht worden war, verließ ein anderes Sturmopfer, der holländische Frachter "Abis Calais", 4255 BRZ (IMO-Nr.: 9547336), den Hafen am 9.2. wieder und nahm wieder Kurs auf Hull, wo er am 14.2. erwartet wird. Er war am 28.1. manövrierunfähig in Seenot geraten und konnte durch die Schlepper "Ibaizabal Tres", "Ibaizabal Nueve", "Ibaizabal Cinco" und "Eliseo Vázquez" nur mit Mühe vor einer Strandung vor Cabo Prioriño bewahrt werden. Dieselben Schiffe waren auch bei der Bergung der "Esnaad 715" teilweise aktiv. Die "Ibaizábal Nueve" hatte sie nur 200 Meter vor Punta Segaño in Ares im letzten Augenblick auf den Haken nehmen und damit nach mehrtägiger Drift in meterhohen Wellen vor der nun drohenden Strandung bewahren können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauch auf Frachter vor Maas
(11.02.14) Am 9.2. um 19 Uhr wurde der holländischen Küstenwache ein Brand auf einem 145 Meter langen Frachter gemeldet. In der Maas-Mündung hatte die Crew aif Position 52°.01.4 N 003°47.2 O Rauch bemerkt. Das KNRM-Boot "Jeanine Parqui" wurde alarmiert, doch es hatte den Hafen noch nicht verlassen, als nach nur 10 Minuten gemeldet wurde, dass die Lage unter Kontrolle sei und keine weitere Assistenz nötig sei.
Quelle:Tim Schwabedissen




Dritte Kollision binnen zwei Wochen vor Singapur - Frachter Hamburger Reederei verlor Bunkeröl
(11.02.14) Binnen weniger als zwei Wochen kam es zum dritten Mal zu einer Kollision vor Singapur. Am 10.2. um 15.35 Uhr stieß vor Sebarok Island, rund 10 Kilometer südlich des Stadtstaates, der liberianische Containerfrachter "Hammonia Thracium", 29383 BRZ (IMO-Nr.: 9151527), der Hamburger Hammonia-Reederei GmbH mit dem unter Panama-Flagge laufenden Chemikalientanker "Zoey", 7271 BRZ (IMO -Nr.: 9624548) zusammen.
Beide Schiffe hatten den Hafen von Singapur kurz zuvor verlassen. Vor dem Zusammenstoß hatte die Verkehrskontrolle die "Zoey" noch gewarnt, dass die "Hammonia Thracium" das Fahrwasser kreuze. Auf der "Hammonia Thracium" wurde ein Bunkertank aufgerissen. 80 Tonnen Diesel liefen dadurch aus. Das Schiff wurde angewiesen, auf der Außenreede für weitere Untersuchungen vor Anker zu gehen. Vier Patroullienboote wurden von der Maritime and Port Authority zur Unglücksstelle geschickt und Ölbekämpfungsfirmen beauftragt, die Reinigungsarbeiten zu unterstützen. Die MPA leitete eine Untersuchung des Unfalls ein.
Die "Zoey" hat eine Tragfähigkeit von 12124 Tonnen und wurde 2011 erbaut. Manager ist die Koyo Kaiun Asia Private Ltd. Die "Hammonia Thracium" hat eine Tragfähigkeit von 34705 Tonnen und eine Containerkapazität von 2959 TEU. Das in St John's beheimatete Schiff ist 195 Meter lang, 32 Meter breit und hat 11 Meter Tiefgang. Es wurde 1997 bei den Hyundai Heavy Industries in Ulsan erbaut und lief zwischenzeitlich auch als "MSC Oregon" und "Maersk Petersburg".
Die Kollisionsserie hatte begonnen, als am 29.1. der in Hongkong registrierte Chemikalientanker "Lime Galaxy", 11623 BRZ (IMO-Nr.: 9380972), mit dem unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter "Fei He", 48311 BRZ (IMO-Nr.: 9060182), der chinesischen COSCO am 29.1. zusammenstieß. Am 30.1. dann rammte der Containerfrachter "NYK Themis", 76928 BRZ (IMO:9356696), die Barge "AZ Fuzhou". Bei der Havarie der "Fei He" liefen 280 Tonnen Öl aus, die "NYK Themis" verlor 400 Tonnen. Am 7.2. waren insgesamt 40 Fahrzeuge, zwei Skimmer und über 1000 Meter Ölsperren eingesetzt, um die dadurch verursachten Verschmutzungen zu beseitigen.
Seit dem 3.2. waren keine Ölflecken mehr gesichtet worden. Die Sentosa Development Corporation schloss die Reinigung der Strände von Kusu und St. John's Island ab und prüfte gemeinsam mit der National Environment Agency (NEA), ob die umliegenden Gewässerflächen ölfrei waren. Die NEA arbeitete derweil gemeinsam mit dem National Parks Board und der Singapore Land Authority an der Reinigung von Pulau Semakau.
Für die 1994 bei HDW Kiel erbaute "Fei He" 1994 stellte die Kollision zugleich das Ende ihrer Laufbahn dar. Am 11.1. gab die Reederei COSCO bekannt, dass das Schiff abgewrackt werden solle und dafür Angebote eingeholt würden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision im Eiskonvoi
(11.02.14) Der unter Belize-Flagge laufende Frachter "Volgo Balt 236" kollidierte am 7.2. in der Azov-See gegen 8.50 Uhr mit dem ebenfalls russischen Tanker "VF Tanker 1". Beide Schiffe waren in einem Eiskonvoi von Eysk in die Straße von Kertsch unterwegs und wurden oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Eisbrecher eskortierten sie zum Hafen von Kavkaz, wo die Schäden untersucht wurden. Am 10.2. waren die Schiffe wieder unterwegs, der Tanker auf der Fahrt nach Feodosia und der Frachter nach Bandirma. Die "Volgo Balt 236", 3209 tdw (IMO-Nr.: 8230508), hat eine Tragfähigkeit von 3209 Tonnen. Sie wurde 1982 erbaut und hat als Manager die Azimut Trans Ltd. in Rostov. Die "VF Tanker 1", 7022 tdw (IMO-Nr.: 9640499), wurde 2012 erbaut und hat als Manager die VF Tanker Ltd. in Nizhniy Novgorod.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote nach Kollision im Wasser entdeckt
(11.02.14) Nach der Kollision des chinesischen Containerfrachters "Sheng An Da 7", 2373 BRZ (MMSI-Nr.: 412501090), mit dem ebenfalls chinesischen Chemikalientanker "Hua Yun 2", 3674 tdw (IMO-Nr.: 8322909), vor der Insel Dong Ao an der Ostküste von Macau am 10.2. haben Retter aus Guangdong zwei Tote aus dem Wasser geborgen. Damit blieben noch drei Mann der insgesamt 11-köpfigen Crew des Frachters vermisst. Sechs waren gegen 10 Uhr mehrere Stunden nach dem Unfall gerettet worden. Die "Hua Yun 2" der Shanghai Shipping Industry ist 70 Meter lang und 12 Meter breit, die "Sheng An Da 7" der Guangxi Guiqin Shipping war 81 Meter lang und 13 Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter von Flugzeug vor Untergang bewahrt
(11.02.14) Am 10.2. wurde die sechsköpfige Crew des 66 Fuß langen Kutters "Sea Moon" gerettet, nachdem das Schiff 173 Meilen nördlich von Oahu um 11.15 Uhr Wassereinbruch im Maschinenraum und Maschinenausfall erlitten hatte. Die Crew alarmierte die Coast Guard Honolulu, während sie mit Eimern versuchte, des Wassers Herr zu werden.
Eine HC 130 Hercules stieg mit Lenzpumpen auf, und ein MH-65 Dolphin Helikopter startete von der Air Station Barbers Point. Außerdem nahmen das 87 Fuß lange Patroullienboot "Ahi" aus Honolulu sowie das Schwesterschiff der "Sea Moon", die "Sapphire", Kurs auf den Havaristen. Um 12.51 Uhr warf die Hercules ihre Pumpe ab, die von der Crew aufgenommen und aktiviert wurde. Es gelang, den Wassereinbruch zu kontrollieren und die Maschine wieder zu starten. Der Havarist nahm dann Kurs auf Honolulu, wo er am Nachmittag des 11.2. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker steckte unter Brücke fest
(11.02.14) Am 11.2. um 7.40 Uhr kollidierte der holländische Binnentanker "Fueltrans 7", 1266 ts (EU-Nr.: 06000279), mit der südlichen Brücke über der Ostschleuse von Terneuzen. Der Tanker blieb mit dem Vorschiff unter der Brücke stecken, die für den darüber führenden Autoverkehr gesperrt werden musste. Die Havarie wurde durch einen technischen Fehler verursacht, durch den die Fahrt nicht hatte aufgestoppt werden können. Zwei Schlepper zogen den Havaristen nach Stunden wieder unter der Brücke hervor. Er hatte erhebliche Schäden am Vorschiff davon getragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fehlentscheidung des Skippers schuld an Untergang der Bounty
(11.02.14) Der Untergang des Dreimasters "Bounty" im Hurrikan Sandy war durch die Entscheidung von Skipper Robin Walbridge im Hafen von New London, Connecticut, verschuldet worden, dass das Schiff auslaufen solle. Dies besagt der jetzt publizierte Bericht der Nationalen Behörde für Transportsicherheit, in dem deutlich wurde, dass Walbridge das Risiko hätte bekannt sein müssen. Neben ihm kam beim Untergang auch die 42-jährige Claudene Christian ums Leben. Die Leiche des Skippers wurde nie gefunden.
Walbridge habe das alternde Schiff und seine unerfahrene Crew in eine Lage gebracht, in der das Schiff nicht zu retten war", hieß es. Zehn Crew-Mitglieder waren erst seit knapp einem Jahr an Bord gewesen, zwei weitere erst einen Monat vor dem Untergang angemustert.
Es wurde vermutet, dass Walbridge sich auf See zu sehr auf das Auge des Sturms konzentriert habe, anstatt auf das gesamte Ausmaß des Wirbelsturms, der einen Durchmesser von mehr als 1500 Kilometern hatte. Die "Bounty" steuerte eine Gegend an, in der eine Verschlechterung der Wetterverhältnisse vorhergesagt worden war.
Trotzdem nahm Walbridge offenbar an, dass er dort dem Sturm entkommen könnte. Von den Überlebenden machte indes niemand Walbridge für den Untergang verantwortlich. Er habe sich viele Gedanken über die Sicherheit gemacht. Gegenüber der Coastguard hatten Crew-Mitglieder allerdings ausgesagt, dass die "Bounty" überholungsbedürftig gewesen sei und das Crewtraining nur unregelmäßig stattgefunden habe. Zum Untergang hat das Fehlen einer effektiven Überwachung der Sicherheit durch die Eigner des Schiffes, die HMS Bounty Organization, beigetragen. Die Familie von Claudene Christian hat eine Zivilklage gegen die Eigner eingereicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Rettungsboote an drei Tagen für drei Kutter im Einsatz
(11.02.14) Am Morgen des 10.2. wurde das Rettungsboot "Norske Veritas" alarmiert, nachdem ein 13 Meter langer Kutter von den Lofoten in Røssøystraumen bei Fredvang auf Grund gelaufen war. Das Boot, das in Ballstadlandet stationiert ist, lief sofort zur Unglücksstelle und fand den Havaristen fest auf einem Felsen liegend vor. Als die Flut wieder auflief, wurde er freigeschleppt und von einem Taucher untersucht, die den Rumpf intakt vorfanden.
Bereits am Nachmittag des 8.2. war die "Norske Veritas" in Ramberg einem acht Meter langen Kutter mit Maschinenschaden zu Hilfe gekommen. Der Havarist wurde von seiner Position vor der Küste nach Ramberg eingeschleppt. Es stellte sich heraus, dass ein Filter verstopft gewesen war, sodass die Brennstoffversorgung der Maschine ausfiel. Ein Mechaniker sollte den Schaden beheben.
Am Morgen des 9.2. nahm das Rettungsboot "Ulabrand", nachdem es von Vardö Radio verständigt worden war, um 21.45 Uhr einen havarierten Kutter bei Sørvær in Schlepp. Er hatte Maschinenschaden erlitten und wurde in den.Øksfjord gezogen. Die Fahrt dauerte fünf Stunden. Gegen drei Uhr am 10.2. war der Kutter im Hafen und machte an einer Werft zur Reparatur fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausschreibung für Räumung der Luno in Anglet
(11.02.14) Am 11.2. startete die Versicherung der Eigner des spanischen Frachters "Luno", der Naviera Murueta in Bilbao, eine internationale Ausschreibung für die Beseitigung des Wracks in Anglet. Angebote sollten bis zum 24.2. gemacht werden, und auf deren Basis sollte am 3.3. ein Plan zur Wrackräumung vorgestellt werden. Es gibt weltweit sieben Firmen, die auf derlei Arbeiten spezialisiert sind.
Die Beseitigung des Schiffes wird dadurch erschwert, dass es in drei Teile zerbrochen ist, die sich alle in unterschiedlichen Lagen befinden. Das Vorschiff liegt am Cavaliers-Damm auf dem Sand, der Aufbautenblock liegt an den Felsschüttungen des Damms in tieferem Wasser, und das Achterschiff, das vollständig gesunken ist, wurde überhaupt noch nicht lokalisiert. Bis zum Abschluss der Arbeiten soll der Damm nun permanent beleuchtet werden.
Die Kosten hierfür ebenso wie den Einsatz von Gemeindearbeitern nach der Strandung am 5.2. sollten am 11.2. der Versicherung präsentiert werden. Dabei ging es um die geleisteten Überstunden, Strom und Brennstoff sowie die Miete für ein Baufahrzeug. Bürgermeister Jean Espilondo dankte den Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz nach dem Unglück. Binnen einer Stunde sei der kommunale Notfallplan aktiviert worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kreuzfahrer rasch gelöscht
(11.02.14) Am Nachmittag des 10.2. brach in einer Kabine des unter Panama-Flagge laufenden Kreuzfahrers "Carnival Valor", 110239 BRZ (IMO-Nr.: 9236389), ein Feuer aus, als dieser im Hafen von St. Thomas auf den U.S. Virgin Islands lag. Das Schiff hatte den Hafen um 17 Uhr verlassen sollen, doch das Auslaufen verzögerte sich durch den Zwischenfall. Die automatische Sprinkleranlage hatte das Feuer auf Deck 8 rasch gelöscht. Alle Sicherheitssysteme funktionierten normal. Allerdings war der Bereich um die Kabine verraucht, und einige Treppenhäuser wurden zeitweilig gesperrt und die achtern gelegenen Fahrstühle außer Betrieb genommen. Das Schiff war am 9.2. aus San Juan auf eine einwöchige Fahrt aufgebrochen. Von St. Thomas ging es am Abend weiter nach Barbados.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Tauchboot aus Phuket gesunken
(11.02.14) Wieder ist vor Myanmar ein Tauchboot aus Phuket gesunken. Diesmal traf es die "Blue Star" auf der zuvor ein Feuer ausgebrochen war. Nach Angaben der Chalong Sea Sports wurden die rund 20 Reisenden von einem passierenden Kutter gerettet und nach Victoria Point gebracht, wo sie befragt wurden. Erst am 17.1. war auf dem Schiff ein finnischer Passagier über Bord gegangen und verschwunden, die polizeilichen Untersuchungen in Phang Nga auf Kuraburi liefen noch. Erst am 29.1. war das Tauchboot "Flying Carpet" der Aladdin Dive Safari nahe des Similan National Park gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre darf nach Zwischenfall keine Passagiere mehr befördern
(11.02.14) Maritime New Zealand hat die Passagierbeförderung auf der Fähre "Arahura" 12735 BRZ (IMO-Nr.: 8201454), vorläufig untersagt, sodass das Schiff derzeit nur Frachtverkehr betreiben darf. Diese Maßnahme wurde ergriffen, nachdem während einer Bootsübung in Picton am 10.2. ein Seil eines 250-Personen-Rettungsbootes brach. Die Klassifikationsgesellschaft Det Norske Veritas gestattete aber die Frachtfahrt bis kommende Woche. Alle Seile der vier Boote müssen für rund 20,000 Dollar ausgetauscht werden. Eine Untersuchung wurde eingeleitet, warum das recht neue Seil reißen konnte. Passagiere wurden auf die Fähren "Kaitaki" und "Stena Alegra", die derzeit in Charter die "Aratere" nach Verlust eines Propellers ersetzt und die gerade nach Singapur zur Reparatur unterwegs ist, umgebucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Elland" mit Schlagseite (Bild: Orlin Tzanev)   Großbild klick!
Übergegangene Ladung verursachte Frachteruntergang vor Durankulak
(10.02.14) Das bulgarische Patroullienboot "Enterprise" wurde von Balgarskiyat zur Untergangsstelle des unter St. Kitts-Nevis-Flagge registrierten Frachters "Elland", 1988 BRZ (IMO-Nr.: 8111788), geschickt, der seit dem Nachmittag des 8.2. auf Position 43 43 N 28 45 O vor Durankulak auf 50 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund lag. An der Untergangsstelle wurde aber nur ein dünner Ölfilm entdeckt.
Die gerettete 11-köpfige Crew, neben dem türkischen Kapitän vier weitere Landsleute, fünf Georgier und ein Inder, waren von dem unter Malta-Flagge laufenden Frachter "M. Izmir" (IMO-Nr.: 9008079), der sich von Istanbul kommend in der Nähe befunden hatte und der seit 17.30 Uhr auf der Reede von Constanta ankerte, aus einer Rettungsinsel aufgenommen worden. 10 der Seeleute wurden dann von dem Rettungsboot "????" nach Varna gebracht und einem örtlichen Hotel einquartiert. Der Kapitän folgte auf dem Schlepper "Elitsa", der beauftrag worden war, zu versuchen, den Frachter nach Balchik zu bringen, dessen Einsatz angesichts der immer stärker werdenden Steuerbordschlagseite des Havaristen aber letztlich als zu riskant erschienen war.
Rätselhaft war, warum die Geretteten zwar jeder einen Koffer mit persönlichen Habseligkeiten bei sich hatte, aber angeblich keine Zeit geblieben war, die Protokollbücher aus dem Maschinenraum mitzunehmen. Das Unglück hatte damit begonnen, dass am 7.2. um 22.30 Uhr die Maschine einen Blackout erlitten hatte, rund acht Stunden, nachdem die "Elland" gegen 14.40 Uhr von Constanta nach Izmir ausgelaufen war.
Durch übergehende Ladung hatte sich dann eine Schlagseite von zunächst 15 Grad entwickelt, die in den folgenden Stunden auf 25-30 Grad zunahm, sodass am 8.2. um 5.50 Uhr Notrufe gefunkt wurden und um sieben Uhr der Kapitän befahl, das vom Kentern bedrohte Schiff aufzugeben. Als die Retter eintrafen, tauchte das Schiff durch das weitere Verrutschen der Schnittholzladung schon bis zum Schanzkleid ein, und Wellen spülten auf Deck. Um 16.30 Uhr dann versank die "Elland" vor der bulgarischen Küste.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Le Tenace" (Bild: Delphine Russeil)   Großbild klick!
Gesunkenes Restaurantschiff auf der Garonne wird gehoben
(10.02.14) Am 10.2. sollte die Bergung des 300 Tonnen schweren Restaurantschiffes "Le Tenace" aus der Garonne in Toulouse nach mehrfacher, durch hohe Wasserstände verursafhte Verzögerungen endlich beginnen. Es war am 22.12. an seinem Liegeplatz gesunken und am 25.1. von Treibgut, das eine Eisbarriere aufbaute, weiter beschädigt worden.
Es hatte zunächst von dem halb versunkenen Wrack entfernt werden müssen. Das Flussschiff "Midinet", das sonst zur Flussreinigung eingesetzt wird, markierte dazu als erstes mit Tonnen eine Sperrzone. Am 12.2. sollten zunächst die Aufbauten von einem Schwimmkran abgebaut werden. Danach werden acht Pumpen eingesetzt, um voraussichtlich am 18.2. den Rumpf zu lenzen, wenn gleichzeitig zwei 200-Tonnen-Schwimmkräne das 36 Meter lange, über 120 Jahre alte Schiff heben. Vier Taucher waren derzeit mit den Vorbereitungen beschäftigt.
Wenn alles nach Plan läuft, soll das ehemalige Binnenschiff am 19.2. wieder schwimmen und mit einem Schlepper nach Ramonville gebracht werden. Sollte der Rumpf allerdings in zu schlechtem Zustand sein, würde er eventuell aber auch vor Ort verschrottet werden. Die "Le Tenace" hatte seit 1994 in den Sommermonaten als Restaurantschiff gedient.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geisterfahrt von angeschlagenem Versorger endete in El Ferrol
(10.02.14) Am 8.2. gegen 20 Uhr endete die Odyssee des werftneuen Versorgers "Esnaad 715" (IMO-Nr.: 9673355) im Binnenhafen von El Ferrol. Dabei hatten die Berger bis zum letzten Augenblick mit großen Problemen zu kämpfen. Als sich der Bergungsschlepper "SAR Gavia" mit dem Havaristen am Haken der Küste näherte und vor La Coruña befand, lief ihm der spanische Schlepper "Ibaizábal Nueve" (IMO-Nr.: 9546667) entgegen.
Dies erwies sich als weise Voraussicht, denn zum Einlaufen musste die Schlepptrosse von 700 auf 200 Meter aufgekürzt werden. Dabei aber brach bei 35 Knoten Wind mehrfach die Trosse, und in sieben Meter hohen Wellen drohte die "Esnaad 715" kurz vor Erreichen des sicheren Hafens auf den Klippen von Ares noch zu scheitern. Mehrfach musste die "Ibaizábal Nueve" den Schleppdraht wieder ausfahren helfen.
Zeitweilig trieb der unbemannte Versorger nur noch 360 Meter vor der Spitze Segaño. Neben der "SAR Gavia" und der "Ibaizábal Nueve" wurden auch noch die Schlepper "Ibaizábal Cinque", "Eliseo Vasquez" und der Helikopter Helimer 209 zu Hilfe geschickt. Nach zweistündigem Kampf gelang es schließlich, die "Esnaad 715" nach tagelanger Geisterfahrt auf dem Atlantik an die Fernández Ladreda Pier im Handelshafen von El Ferrol zu vertäuen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zwei Frachter vor Sinop gesunken
(10.02.14) Zwei Frachter sanken am 9.2. auf dem Schwarzen Meer in stürmischer See. Erst erwischte es den türkischen Frachter "Kalkavan", der eine Meile vor dem türkischen Hafen Sinop unterging. Die achtköpfige Crew des Schiffes, das mit 1630 Tonnen Eisenerz an Bord von Eregli kommend nach Samsun unterwegs war, wurde von der "Atasoy Hussein" gerettet.
. Der kambodschanische Frachter "Lady Amar" 6986 BRZ (IMO-Nr.: 7621231), sank am 9.2. um 17:30 Uhr nur weniger Kilometer von der ersten Unglücksstelle entfernt auf einer Position rund 40 Meilen vor der türkischen Schwarzmeerküste. 17 Mann der 18-köpfigen Crew des mit 11000 Tonnen Eisenerz beladenen Schiffes konnten von er russischen Schiff "Akademik Rostov" gerettet werden, einer, der über Bord gestürzt war, wurde am 10.2. noch vermisst. Drei Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber hatten sich bei schlechter Sicht auf die Suche nach den Schiffbrüchigen gemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer bei Kap Hoorn notgeankert
(10.02.14) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Black Watch", 28613 BRZ (IMO:7108930), musste am Morgen des 9.2. unweit der Insel Picton dicht an der argentinisch-chilenischen Grenze etwa 50 Meilen nördlich von Kap Hoorn notankern. Es hatte einen Ruderschaden erlitten, als es sich auf einer Weltumrundung befand, die am 14.1. in Southampton begonie hatte. Am 4.2. war es mit mehreren hundert Passagieren an Bord aus Buenos Aires nach Valparaiso ausgelaufen, wo es am 14.2. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Vermisste und sechs Gerettete nach Kollision vor China
(10.02.14) Am frühen Morgen des 10.2. sank vor der Küste der südchinesischen Guangdong-Provinz der Frachter " Sheng'anda 7" nach der Kollision mit einem anderen Schiff in den Gewässern von Dong'ao. Nach einem SOS-Ruf um 6.30 Uhr wurde eine Suchaktion in der Perles-Mündung eingeleitet, und sechs der insgesamt 11 Besatzungsmitglieder, die ins Wasser gestürzt waren, konnten bis 10 Uhr gerettet werden. Vier Rettungsschiffe, ebenso viele Helikopter und etliche Boote hielten nach den Schiffbrüchigen Ausschau.
Quelle:Tim Schwabedissen



Finanzprobleme gefährden künstliches Riff in Halkett Bay
(10.02.14) Der Meeresgrund der Halkett Bay, nördlich von Vancouver in der Mündung des Howe Sound, ist immer noch übersät mit Hinterlassenschaften der Holzindustrie, die hier lange Zeit florierte. Nach dem Ende der Holzverarbeitung sollte das marine Leben durch die Versenkung des 111 Meter langen kanadischen Zerstörers HMCS "Annapolis" wieder zum Leben erweckt werden als Kern einer neuen Besiedlung der Unterwasserwelt.
Dazu hatte die Artificial Reef Society in British Columbia das Schiff mehrere Jahre lang gereinigt und vorbereitet. Sie hatte das Schiff 2008 erworben, und bereits 2010 hätte es seine neue Aufgabe erhalten sollen, doch die Anwohner Halkett Bay stellten sich gegen das Projekt wegen möglicher Umweltgefahren durch PCB. Durch die Verzögerungen, die sich ergaben, ist das bisher 100000 Dollar teure Projekt in finanzielle Schieflage gekommen, und derzeit ist unklar, ob und wann die Versenkung stattfinden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Vermisste nach Untergang eines Schleppers
(10.02.14) Ein Schlepper der CSSC Chengxi Ship Voyage Repair Co in Guangzhou kenterte und sank beim Verholen einer Bohrinsel an der Werft. Das Schiff ging in nur 10 Minuten 10 Meter vom Kai entfernt unter. Acht Mann konnten sich retten ,drei wurden vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Über 30 Tote und weitere Vermisste bei zwei Bootsunglücken in Indien
(10.02.14) Vier Frauen und ein Kind kamen beim Untergang eines Bootes auf dem Ganges bei Adalpura in Mirzapur am Morgen des 8.2. ums Leben. Weitere 15 Personen wurden gerettet. Eine Gruppe aus dem Dorf Dhelvania Mujahidpur war an Bord des Bootes, um auf die andere Flussseite zu kommen. Auf der Mitte des Flusses traten Risse auf, und es begann zu sinken. Der Bootsführer floh nach dem Unglück. Die Polizei in Chunar alarmierte Taucher aus Chunar Ghat und Ramnagar in Varanasi, um nach den Vermissten zu suchen. Große Netze wurden ausgelegt, um damit Körper aufzufischen.
26 Menschen kamen ums Leben, weitere wurden vermisst, nachdem am 9.2. ein Fährboot auf dem Stausee des Hirakud Damms sank. Über 80 Menschen wurden gerettet. Die Odisha Disaster Rapid Action Force sowie die Feuerwehr starteten eine Rettungsoperation. Das Schiff sank, nachdem eine Pumpe ausfiel. Bei den Fahrgästen handelte es sich um rund 100 Mitglieder des Lion's Club in Sambalpur auf einer Picknick-Tour mit zwei Booten. Eines von ihnen geriet dann wegen Überladung in Schwierigkeiten, als weitere reguläre Passagier zustiegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Rena-Aufbauten scheiterte bisher am Wetter
(10.02.14) Der Eigner des Containerfrachters "Rena", die Daina Shipping, und der Versicherer Swedish Club planen, die Reste des Wracks auf dem Astrolabe Reef zu belassen. Dazu soll mit dem Bay of Plenty Regional Council ein Konsens erreicht werden. Die neuseeländischen Ureinwohner sähen es lieber, wenn das ganze Wrack entfernt würde.
Zwischen März und Mai soll eine endgültige Beschlussfassung erfolgen. Der Zeitplan könnte aber gefährdet sein, weil es bisher auch noch nicht gelang, wie geplant den Aufbautenblock zu entfernen. Die Berger von Resolve Salvage and Fire standen zwar seit Dezember 2013 bereit, doch haben die Wetterbedingungen vor Ort einen Start der Arbeiten bislang unmöglich gemacht. Es braucht zwei Phasen ruhigen Wetters, von denen bisher aber noch nicht eine eintrat.
Außerdem soll ein 590 Tonnen schweres Wrackteil abgeschnitten werden, um den letzten Container mit Plastikperlen erreichen zu können. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, werden sie voraussichtlich über 350 Millionen neuseeländische Dollar gekostet haben. Danach soll das Wrack umweltverträglich sein. Es bedeckt ungefähr zwei Prozent des Riffes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl abpumpen (Bild: Gaizka Iros)   Großbild klick!
Von "Luno" geht keine Ölgefahr mehr aus
(08.02.14) Die Berger von Smit Salvage konnten nicht, wie geplant, am 7.2. mit dem Auspumpen des Dieselkraftstoffs aus dem Vorschiff spanischen Frachters "Luno", 3446 BRZ (IMO-Nr.: 9072329), beginnen. Zwar lag das Wrackteil inzwischen stabil auf dem Strand, doch stellte sich heraus, dass der Tank so verformt und eingebeult war, dass sich ein Mannloch nicht öffnen ließ.
Deshalb musste der Rumpf erst durch das 14-köpfige Bergungsteam angebohrt werden. Diese Arbeit begann am 8.2. gegen acht Uhr, und um 10.40 Uhr konnte dank eines günstigen Wasserstandes schon vor der für den Nachmittag gegen 15 Uhr erwarteten Niedrigwasserstandes mit dem Abpumpen der rund 70 Tonnen Diesel in vier Tankwagen begonnen werden.
Heck kurz vor dem Untergang
(Bild: Joe Krishnan)   Großbild klick!
Um 16 Uhr war die Aktion abgeschlossen. In der kommenden Woche sollen die Planungen zum Abbruch des Wracks an dem beliebten Surfstrand voran getrieben werden. Die Gendarmerie von Brest hat inzwischen die Crewbefragung abgeschlossen. Den 11 Seeleuten war keine Schuld an der Havarie anzulasten. Als nächstes sollten der Lotse und die Besatzungen der beiden Schlepper befragt werden, die bei der Strandung vor Ort waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband drückte Polizeiboot in die Böschung
(08.02.14) Während der Kontrolle eines Schiffes ist am 7.2. gegen 11.40 Uhr auf dem Mittellandkanal in Höhe des Hafens Espelkamp das 11,8 Meter lange Wasserschutzpolizeiboot "WSP 18" in die Böschung geraten und leck geschlagen. Die Beamten hatten gerade einen Kollegen von einem polnischen Schubverband abgeholt, als dieser durch den starken Wind zur Seite abdriftete und die "WSP 18" in die Böschung drückte. Mit Lenzpumpen der Feuerwehr gelang es, ein Sinken des Bootes zu verhindern, ehe es an einen Kran angeschlagen wurde. Ein Taucher dichtete zuvor das etwa vier bis fünf Zentimeter große Loch im Rumpf ab.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision bei Bergungsarbeit
(08.02.14) Am 7.2. wurde das 93 Meter lange holländische Binnenschiff "Batouwe", 801 ts (EU-Nr.: 03290231), auf der Waal von einer mit Erz beladenen Barge gerammt. Diese war zuvor auf Grund gelaufen. Während der Bemühungen, sie wieder flott zu machen, schlug sie gegen den Bug der mit Sand heran nahenden "Batouwe". Dabei wurde der Rumpf im Bereich des vorderen Motorraums aufgerissen, und es kam zu einem Wassereinbruch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lotsentender erlitt vor Cuxhaven Maschinenschaden
(08.02.14) Am 6.2. gegen 14 Uhr geriet der deutsche Lotsentender ""Groden", 227 BRZ (IMO-Nr.: 9606340), kurz nach dem Ablegen von der Alten Liebe in Cuxhaven in Schwierigkeiten. Erst stiegen dunkle Rauchwolken aus dem Schornstein auf, dann fiel die Maschine gänzlich aus. Zwei andere Lotsentender, der Rettungskreuzer "Hermann Helms" sowie die "Bürgermeister Brauer" der Wasserschutzpolizei kamen zu Hilfe. Das Polizeiboot sicherte den Havaristen, bis er von den anderen Schiffen auf den Haken genommen und zurück in den Hafen geschleppt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hal Över will Hansekogge verschenken
(08.02.14) Ein Stromausfall war wohl der Grund für den Untergang der nachgebauten Hansekogge "Roland von Bremen" auf der Weser. Die Ermittlungen ergaben, dass dadurch die Heizung ausfiel und ein Seeventil einfror. Dadurch kam es zu einem Wassereinbruch, und weil ohne Strom auch die automatischen Lenzpumpen nicht funktionierten, sank das Schiff. Der Schaden ist nach Angaben der Reederei Hal Över erheblich. Die gesamte Schiffstechnik muss erneuert werden. Hal Över erklärte nun, die Unterhaltskosten für die "Roland von Bremen" nicht mehr leisten zu können. Um aus der Kogge wieder ein fahrendes Schiff zu machen, müsste nach Einschätzung der Reederei mehr als eine Million Euro investiert werden. Wer ein Konzept zum Betrieb der Kogge habe, kann sie deshalb geschenkt haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwischenfall bei Rückkehr von Seebestattung
(02.08.14) Bei der Rückkehr von einer Seebestattung geriet das deutsche Fahrgastschiff "Geestemünde", 156 BRZ (IMO-Nr.: 7429176), beim Einlaufen von der Weser in den Neuen Hafen von Bremerhaven außer Kontrolle. Es rammte erst ein im Außenhafen vor der Schleuse liegendes Lotsenboot und dann die Spundwand der Kaimauer. Bei dem Aufprall wurden acht der 25 an Bord befindlichen Fahrgäste leicht verletzt. Beide Schiffe wurden beschädigt. Die "Geestemünde" soll während eines in Kürze ohnehin anstehenden Werftaufenthaltes repariert werden. Die Wasserschutzpolizei Bremerhaven leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Auf Leeraner Jansen-Werft erbauter Frachter im Schwarzen Meer gesunken
(08.02.14) Der unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufende Frachter "Elland", 1988 BRZ (IMO-Nr.: 8111788), kenterte und sank am 8.2. auf Position 43 43 N 28 45 O unweit von Durankulak. Die Crew, die aus fünf Georgiern, fünf Türken und einem Inder bestand, wurde von einem anderen Schiff gerettet, nachdem ein vorangegangener Bergungsversuch gescheitert war. Die Küstenwache von Burgas hatte um 5.50 Uhr einen Notruf aufgefangen, nachdem die Ladung aus Schnittholz im Schwarzen Meer übergegangen war und das Schiff 15 Grad Schlagseite entwickelt hatte.
Es war von Constanta nach Izmir unterwegs gewesen. Gegen 07.00 Uhr musste die Crew den Frachter aufgeben, weil er nun zu kentern drohte. Die "Elland" hatte eine Länge von 88.03 Metern, eine Breite von 11.3 Metern und einen Tiefgang von vier Metern bei einer Tragfähigkeit von 2864 Tonnen. Sie lief zuletzt für die Adnan Saygun Cad. Canan Sok. in Istanbul.
Sie wurde 1982 von der Jansen Schiffswerft in Leer als "Bottensee" für die BFS Befrachtungskontor Schöning Chartering GmbH in Haren/Ems erbaut. 1995 wurde sie zur "Altamira", 1996 zur "Eleonore", 2000 zur "Lumar", 2001 zur "Susa", 2003 zur "Ulusland 1", ehe sie zur "Elland" wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lotsenboot rettete Trawler
(08.02.14) Am Abend des 5.2. wurde der norwegische Trawler "Sæviktrål" (MMSI-Nr.: 257017240) nach Kopervik eingeschleppt, nachdem Propeller und Ruder vom ausgebrachten Netz blockiert worden waren. Das Lotsenboot "Los 124" hatte ihn vor der Strandung bei Rogaland bewahrt, nachdem die Verkehrszentrale von der zweiköpfigen Kuttercrew alarmiert worden war. Das Lotsenboot hielt den Kutter so lange auf Position, bis das Rettungsboot "Bergen Kreds" den 19 Meter langen Havaristen übernahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Tote bei Brand auf Trawler
(08.02.14) Sechs Menschen kamen ums Leben, als ein chinesischer Trawler am 7.2. vor der Küste von Japan in Brand geriet. Zwei weitere wurden verletzt, einer davon schwer. Das Feuer ereignete sich 280 Kilometer nordwestlich von Amami Island nach Okinawa in der der Kagoshima Präfektur. Insgesamt waren 24 Mann an Bord des Trawlers, der die Fahrt fortsetzen konnte und mit den Toten an Bord nach China zurücklief. Der schwer Verletzte wurde auf ein anderes Schiff übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter gefunden
(08.02.14) Taucher haben das Wrack des neuseeländischen Kutters "Ayson" gefunden, der am Morgen des 7.2. vor Stirling Point nahe Bluff gesunken war. Es lag 700 Meter südlich von Stirling Point. Die Taucher dichteten die Tankrohre ab. Einige sehr geringe Dieselmenge leckten aus dem Schiff. Environment Southland riet, nicht in dem Gebiet zu schnorcheln. Anfang kommender Woche soll die Bergungsmöglichkeit untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht riss sich auf Hamble River los und strandete
(08.02.14) Eine Trainingsfahrt des RNLI-Boot aus Cowes wurde am 6.2. zum Ernstfall, nachdem eine Yacht sich von ihren Moorings losgerissen hatte und unweit der Mündung des Hamble River gestrandet war. Die 25 Fuß lange "Solent University 1" lag auf dem Ufer nahe der Hamble Point Marina auf ihrer Steuerbordseite. Um 20.45 Uhr waren die Seenotretter vor Ort, konnten das Boot aber vorerst nur mit einem Anker sichern. Ein Boot einer örtlichen Werft konnte die Yacht mit der Flut am Morgen des 7.2. freischleppen. Sie hatte keinen Schaden genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bug schwimmt angeschwemmt (Bild: Sebastian Icart)   Großbild klick!
Wellen spielen Kegeln mit Resten der "Luno" - 70 Tonnen Öl an Bord
(07.02.14) Die Szene am Strand von Anglet 6.2. ist deutlich anders als am Vortag. Zwar rollte immer noch meterhoch die Brandung vom Atlantik heran, doch wo am Abend zuvor noch das Achterschiff des einst 101 Meter langen Frachters "Luno" am Kopf der Mole, die ins Meer hinausführt, aufragte, war am folgenden Morgen nichts mehr zu sehen.
Der Rumpf war unter dem Ansturm der Wellen in die Tiefe gerissen worden. Rund 40 Meter vom Strand entfernt spielten sie derweil Kegeln mit dem dabei abgerissenen Aufbautenblock. Er wurde, komplett auf der Seite und weitgehend unter Wasser liegend, zu einem Spielball der Elemente und mit jeder neuen Wellenkette auf dem Grund herumgewälzt.
Das Vorschiff hingegen hatte sich noch einmal gedreht und lag, mit 15 Grad Backbordschlagseite und dem Bug zur See gewandt, am Fuß des Steindamms. Bulldozer machten sich eilends daran, Sand unter das Wrackteil zu schieben, um es so zu stabilisieren. Denn während davon ausgegangen wurde, dass die rund 20 Tonnen Kraftstoff im Achterschiff während der Nachtstunden ausgelaufen und von den Wellen aufgelöst worden waren, befand sich der größere Teil des Bunkeröls, rund 70 Tonnen, noch in drei Tanks des vorderen Schiffsteils.
Heck in der Brandung (Bild: Emmanuele Fere)   Großbild klick!
Der Eigner Naviera Murueta wurde unterdessen offiziell aufgefordert, einen Plan zur Abwendung von Gefahren für Umwelt und Schifffahrt vorzulegen. Am Morgen des 6.2. gegen zwei Uhr war ein erster Versuch von Experten, an Bord des Vorschiffes zu gelangen, gescheitert. Am Nachmittag gegen 15 Uhr stand ein Leiterwagen der Feuerwehr bereit, und über diesen wurde die Zeit des Niedrigwassers genutzt, dass sich Vertreter der Versicherung und des Ölbekämpfungsteams von Ceppol sowie der Chefingenieur an Bord bega ben und sich vom unversehrten Zustand der Öltanks überzeugten.
Am Abend traf ein von Smit Salvage gechartertes Antonov-Frachtflugzeug auf dem Flughafen von Biarritz ein, das mit Bergungsgerät beladen war. Die Arbeiten zum Abpumpen des Öls sollten unverzüglich begonnen, denn für den 8. und 9.2. war eine neuerliche Wetterverschlechterung prophezeit, die weiteren Schaden an der Bugsektion anrichten könnte. Mit dem Niedrigwasserstand gegen 15 Uhr sollte am 7.2. ein zweistündiges Zeitfenster genutzt werden, mit der Arbeit zu beginnen. Die eigentlichen Abbrucharbeiten wurden, je nach Wetterlage, auf ungefähr drei Wochen geschätzt.
Am 6.2. begann die Gendarmerie die 11 spanischen Besatzungsmitglieder zum Unglückshergang zu befragen. Sie waren zuvor von einem medizinisch-psychologischen Team der Samu betreut worden und soweit wohlauf. Sie waren allerdings ein wenig traumatisiert von den Stunden, die sie in Decken gehüllt auf der Brücke des von den tobenden Wellen durchgeschüttelten Frachters verbringen mussten, ehe ein Marinehubschrauber sie unter riskanten Bedingungen und zum Teil sogar gegen ihren Willen von Bord holte. Ein Mann, der sich bei einem Sturz verletzt hatte, konnte am 5.2. aus dem Krankenhaus von Bayonne wieder entlassen werden.
Bugteil (Bild: Philip Lauga)   Großbild klick!
Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Frachter, der häufig zwischen Bilbao und Bayonne verkehrt, am Abend des 4.2. nach Bayonne einlaufen wollen, um dort eine Ladung Stahl an Bord zu nehmen. Beim Versuch, einzulaufen, kam es aber zu einem ersten Ausfall der Bordelektrik. Nachdem die Energieversorgung wieder hergestellt war, verbrachte das Schiff die Nachtstunden vor Anker liegend unweit der Küste. Am 5.2. um 9.30 Uhr sollte ein neuer Versuch gestartet werden, den Hafen zu erreichen. Begleitet von zwei Schleppern und mit einem Lotsen an Bord ging der Frachter ankerauf und wollte mit einer U-Drehung offenen Raum gewinnen.
Genau in diesem Moment rollte eine Reihe besonders hoher Wellen heran und rauschte mit Macht in den Zufahrtskanal, der sich nur 300 Meter von dem Cavaliers-Le Barre-Damm entfernt befand, vor dem die "Luno" lag. Und genau in diesem Augenblick kam es zu einem Totalblackout auf ihr, sodass sie binnen kürzester Zeit auf den erst im vergangenen Herbst mit tonnenschweren Blöcken aus speziell gehärtetem Beton und Felsen verstärkten Damm landete. Binnen zweier Minuten knickte das Vorschiff dann nach unten weg und machte sich, von weiteren Brechern losgerissen, kurz darauf selbstständig. Dies hatten die Schiffbrüchigen auf der Brücke teilweise überhaupt noch nicht realisiert, als die Retter sie von Bord holten.
Im Juli 2012 hatte die "Luno" bereits einmal Maschinenausfall erlitten, als sie gerade nach Bayonne einlaufen wollte, und Schlepperhilfe benötigt, um an den Kai zu kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Aufgegebener Versorger auf dem Atlantik wieder eingefangen
(07.02.14) Der 50 Meter lange Versorger "Esnaad 715" (IMO-Nr.: 9673355), der seit Tagen verlassen im tobenden Atlantik trieb, konnte am 6.2. von dem spanischen Bergungsschlepper "SAR Gavia", 907 BRZ (IMO-Nr.: 9525742), der am 4.2. unmittelbar nach Eintreten der Notlage den Hafen von A Coruña verlassen hatte, auf den Haken genommen werden.
Am Vortag hatte das Erlöschen des AIS-Signal des Havaristen für Spekulationen gesorgt, er könne gesunken sein, doch wurde dieser Ausfall wohl durch die Einwirkung von Wasser, das durch die eingeschlagenen Scheiben des Ruderhauses kam und die Elektrik beschädigte, verursacht. Trotz sieben Metern Wellenhöhe und 40 Knoten Wind gelang es zwei Technikern der Fene-Basis sowie einem Rettungsmann des Hubschraubers Helimer 209 am 6.2. gegen 11.30 Uhr, sich auf dem schwankenden Deck des Schiffes absetzen zu lassen.
Nur mit ihrer Hilfe war es möglich, eine Schleppverbindung herzustellen. Um 12.20 Uhr war es so weit - die "SAR Gavia" hatte den Havairsten rund 55 Meilen nördlich von Cabo Ortegal auf dem Haken. Danach wurden die drei wieder aufgewinscht und nach A Coruña zurück geflogen. Der Schleppzug nahm ebenfalls Kurs auf den spanischen Hafen und wurde dort in etwa zwei Tagen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Siderfly" im Schlepp (Bild: Michel Gustmann)   Großbild klick!
Letzter Frachter der Elsflether Werft beendete Schlepp in Grenaa
(0702.14) Mit einem Drehmanöver im Wendebecken des Hafens von Grenaa endete am 6.2. um 15.30 Uhr die letzte Reise des unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierten Frachters "Siderfly", 2882 BRZ (IMO-Nr.: 8412405).
Am Kai der Abbrecher von Fornaes haben nun Interessierte die Gelegenheit, noch brauchbare Teile aus dem Schiff zu erwerben, bevor es in den Hochofen geht. Am frühen Morgen des 2.2. hatte das Schiff den Binnenhafen von Brunsbüttel, wo es seit dem 6.11.2013 gelegen und auf Käufer gewartet hatte, am Haken des dänischen Schleppers "Westsund" (IMO-Nr.: 7822421) und assistiert von der deutschen "Parat" (IMO-Nr.: 8128212) auf Ostkurs verlassen. Der Konvoi war in Eile, denn nur bei Tageslicht war ihm die Passage des Nord-Ostsee-Kanals gestattet.

Eine Unbekannte war auch das Verhalten der "Siderfly" mit beschädigtem Rumpf und ohne Ballast, doch trotz eines Zwangsstopps in der Weiche Kudensee, wo Gegenverkehr durchgelassen werden musste, war Kiel planmäßig gegen 18 Uhr erreicht. Hier wurde die "Parat" von den dänischen Kollegen auf der "Storesund" (IMO-Nr.: 7822421) abgelöst und machte sich auf den Rückmarsch nach Brunsbüttel.
Am 6.2. hatte die "Siderfly" dann auf Kurs Kattegat ein letztes Mal Ostseewasser unter dem Kiel. In Dänemark endet nun die Karriere des letzten noch existierenden Frachters, den die Elsflether Werft 1985 ablieferte und die durch die Kollision mit der " Coral Ivory" am 28.10.2013 ein jähes Ende nahm. Das Schiff wurde von der am 27. August 1984 auf Kiel gelegt und im Juni 1985 als "Borgfeld" an die Warfer Schiffahrtsgesellschaft in Lilienthal abgeliefert. Eingesetzt wurde das Schiff von der Reederei Thien & Heyenga.
Im Juni 1990 wurde es auf der Bauwerft um 10,59 Meter auf nun 99,8 Meter verlängert. Am 28.10. 2013 gegen drei Uhr kollidierte es auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Brunsbüttel mit dem niederländischen Gastanker, als es mit einer Ladung Harnstoff auf dem Weg nach Antwerpen war. Bei der Kollision entstanden zwei Löcher im Rumpf, und das sinkende Schiff wurde mit 30 Grad Backbordschlagseite auf die Uferböschung gedrückt.
Der Kanal musste bis zum 31. Oktober 2013 gesperrt werden, ehe der Havarist so weit gesichert war, dass er nicht mehr abrutschen konnte. Nachdem die Ladung bis zum 4. November komplett in Leichter umgeladen und die Backbord-Schlagseite auf 6 Grad verringert worden war, konnte der Havarist am Nachmittag des 6.11. zum Südkai in Brunsbüttel geschleppt werden. Er wurde dort vom Versicherer zum Totalverlust erklärt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schornsteinbrand auf Autocarrier vor Skagen
(07.02.14) Am 6.2. kurz nach Mitternacht brach im Backbord-Schornstein des unter Madeira-Flagge laufenden Autofrachters "Autoprestige", 11596 BRZ (IMO-Nr.: 9190157), ein Feuer aus. Das Schiff war am Abend des 4.2. aus Gdingen nach Zeebrugge ausgelaufen und hielt nach Passage des Øresunds und des Kattegats Kurs auf Skagen, als Flammen aus dem Schornstein schlugen. Es gelang der Crew aber, ohne externe Hilfe das Feuer zu löschen. Mit eigener Kraft steuerte der Frachter dann den 20 Meilen entfernten Hafen Hanstholm an. Hier machte er, assistiert von dem Schlepper "C.B. Claudi" und dem Lotsenboot, um 10.30 Uhr fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Rogaland vor Strandung bewahrt
(07.02.14) Das norwegische Lotsenboot "Los 124" bewahrte in der Nacht zum 6.2. einen Kutter vor der Strandung in Rogaland. Die Verkehrszentrale Kvisøy hatte den Lotsen alarmiert, nachdem die zweiköpfige Crew des 20 Meter langen Schiffes Probleme gemeldet hatte. Das Lotsenboot hielt den Havaristen so lange auf Position, bis das Rettungsboot "Bergen Kreds" eingetroffen war und den weiteren Schlepp übernahm.
Quelle:Tim Schwabedissen




(07.02.14) Drei Fischer wurden am Morgen des 7.2. aus einer Rettungsinsel geborgen, nachdem ihr 13,4 Meter langer Trawler "Ayson" unweit der Einfahrt von Bluff Harbour gesunken war. Er war bei der Rückkehr von einer Fangfahrt um 3.15 Uhr auf Felsen wenige Meter vom Sterling Point entfernt gelaufen und leckgeschlagen. Die Crew aktivierte einen Notsender, sodas ein Boot der neuseeländischen Coastguard sie peilen konnte.
Die Insel trieb 150 Meter vor der Küste, sodass die Retter mit der "Takimitu" von South Port NZ und der NZAS "Rescue" der Bluff Coastguard rasch vor Ort waren und die Fischer unversehrt nach Bluff brachten. Die "Takimitu" sammelte noch einiges Treibgut ein. Der Skipper der "Ayson", Dylan Fowler, sagte, das Schiff sei sehr schnell gesunken. Nachdem die Crew von Bord war, hielt sie über Mobiltelefon Kontakt mit den Rettern.
An Bord waren nach Schätzungen des Environment Southland Marine Oil Spill Response Team zwischen drei und fünf Tonnen Diesel, und nach dem Untergang sah die Crew eines anderen Schiffes einen dünnen Ölfilm in der See, aber es wurde keine große Umweltgefährdung erwartet. Taucher sollten gegen Mittag zum 10 Meter tief liegenden Wrack absteigen und versuchen, die Ventile und Rohrleitungen abzudichten. Die Havarie war wohl auf einen Navigationsfehler zurückzuführen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neues Fischereifahrzeug am Werftkai gesunken
(07.02.14) Die "Fish Eagle" der Maldeco Fisheries kenterte und sank am frühen Morgen des 1.2. auf dem Lake Malawi in Nyasa, während des an Maldecos Werft in Mangochi lag. Ein Wachmann konnte sich noch rechtzeitig retten. Warum das neueste und hochwertigste Schiff der Maldeco sank, war noch rätselhaft. Ob es sich um Sabotage handelte oder ob Techniker Löcher im Rumpf übersahen, wurde nun von der Polizei und dem Marine Department untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ältestes Wrack im Indischen Ozean wird erforscht
(07.02.14) Das älteste bekannte Wrack im Indischen Ozean, das seit ungefähr 2000 Jahren südlich von Sri Lanka auf dem Meeresgrund liegt, soll in einer archäologischen Grabung untersucht werden. In wenigen Wochen sollen Unterwasserarchäologen in See stechen, um eine mehrere Monate dauernde Grabung durchzuführen, um Erkenntnisse über den Seehandel zwischen Rom und Asien in der Antike zu gewinnen. Das Wrack liegt in 33 Metern Wassertiefe vor dem Fischerdorf Godavaya, wo deutsche Archäologen es in den 1990er Jahren in einem versunkenen Hafen entdeckten, der zur Zeit der Seidenstraße des Meeres etwa 200 Jahre v. Chr. Bedeutung hatte.
Die Reste bestehen aus verhärteten Metallbarren und anderer über den Meeresgrund verstreuter Fracht, darunter Glas- und Töpferware, die über hunderte Jahre Strömungen und sogar Tsunamis überstanden. Deborah Carlson, Präsident des Institute of Nautical Archaeology an der Texas A&M University, leitet die Expedition nach Godavaya mit Kollegen aus den USA, Sri Lanka und Frankreich. Das Team will Mitte Februar mit den Taucharbeiten beginnen, die bis Mai andauern sollen.
Carlson hat es bei drei vorangegangenen Kampagnen zwischen 2011 und 2013 bereits teilweise dokumentiert und zur Altersbestimmung Holzproben genommen, die dann dendrologisch untersucht wurden. Auf der Basis der Analysen wurde beschlossen, eine Exploration zu starten. Das Grabungsgebiet wird ungefähr 20 mal 20 Meter groß sein. Wo das Wrack beginnt und wo es endet, war aber noch nicht eindeutig klar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungstaucher wegen illegaler Schrottgewinnung zu Gefängnisstrafe verurteilt
(0702.14) Ein südafrikanischer Taucher wurde für illegale Schrottgewinnung an Wracks am südafrikanischen Ostkap vom Humansdorp Magistrate's Court mit Gefängnis bestraft. Paul du Randt (53), ein erfahrener Taucher aus Port Elizabeth, hat die Vorwürfe eingeräumt. Die Gesetze besagen, dass kein Teil eines Wracks, das älter als 60 Jahre ist, ohne Genehmigung entfernt werden darf. Es handelt sich um den ersten derartigen Prozess nach diesem Gesetz. Du Randt wurde zu zwei Jahren, ausgesetzt auf fünf Jahre zur Bewährung, verurteilt.
Er soll sich an drei Wracks zu schaffen gemacht haben. Er war gemeinsam mit Jimmy Uys und Alan Withers angeklagt, die eine Bergungsfirma betreiben, und hatte die Vorwürfe eingeräumt und gegen seine Kompagnons ausgesagt, die sich nicht schuldig bekannten und gegen die weiter verhandelt wird. Du Randt räumte ein, zwischen März 2011 und Mai 2012 Schrott von drei Schiffen geborgen zu haben. Beim ersten handelte es sich um die norwegische SS "Lyngenfjord", die 1938 unweit der Mündung des Tsitsikamma River sank. Du Randt barg drei Blätter des Propellers.
In Tsitsikamma wurde Sprengstoff eingesetzt, um Metall von der britischen SS "Bosphorus" zu gewinnen, die 1867 sank. Bei dem dritten Wrack handelte es sich um die amerikanische "Western Knight", die 1929 nahe Cape Recife sank und bei Bergungsarbeiten mit Sprengmaterial teilweise zerstört wurde. Der Schrott wurde an die Power Metal verkauft. Sein Anwalt sagte, keines der Wracks sei mehr in perfektem Zustand gewesen, und es sei etwas anderes, als Diebstahl an der "Titanic" zu betreiben. Nach Ansicht des Gerichts seien die Schiffe aber wichtig für den Tourismus der Region.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Luno" treibt auf die Felsen zu
(Bild: Emmanuele Fere)   Großbild klick!
Spektakuläre Strandung an der französischen Atlantikküste
(06.02.14) Beim Versuch, am 5.2. gegen 10 Uhr in den Hafen von Bayonne zu kommen, erlitt der spanische Frachter "Luno", 3446 BRZ (IMO-Nr.: 9072329), vor Anglet Maschinenausfall. Er hatte eine Ladung Stahlplatten der Celsa Stahlwerke aufnehmen sollen. Zwei Schlepper und ein Lotsenboot versuchten, dem Havaristen, der unmittelbar vor der Küste Anker geworfen hatte, zu Hilfe zu kommen.
Ein Lotse war bereits an Bord, doch dann wurde der Frachter bei 110 km/h Wind, die der Orkan Petra mit sich gebracht hatte, gegen eine Steinbuhne geworfen. Er brach um 10.10 Uhr unter der Gewalt der meterhohen Brecher fast augenblicklich zwischen Laderaum I und II auseinander. Das Vorschiff trieb binnen kurzer Zeit auf den Strand von Cavaliers. Die Beatzung war auf dem Achterschiff, das sich zur See hin nach Steuerbord überlegte und von bis zu sechs Meter hohen Brechern fortwährend überschüttet wurde, gefangen. Neben dem Lotsen waren 11 Mann an Bord.
Ein Puma-Helikopter der Gendarmerie in Bayonne schwebte als erstes über dem Wrack, konnte aber nichts ausrichten. Erst ein Rettungshubschrauber der Air Force Base in Cazaux (Gironde) brachte Rettung. Gegen 11 Uhr begann er damit, die Schiffbrüchigen von der Backbord-Brückennock, auf der sie notdürftigen Schutz gefunden hatten, während unter ihnen der Torso fortwährend auf den Felsen arbeitete und aufgerissen wurde, einzeln aufzuwinschen. Die Aktion war bei dem starken Sturm eine extreme Herausforderung.
und zerbricht (Bild: Emmanuele Fere)   Großbild klick!
Doch kurz nach 13 Uhr war es geschafft - unterkühlt und geschockt, doch bis auf einen Nasenbeinbruch, den ein Mann bei einem Sturz erlitten hatte, unversehrt, waren die Seeleute in Sicherheit. Sie wurden von mehreren Krankenwagen ins Hospital von Bayonne zur Untersuchung gebracht. Nachdem die Menschen in Sicherheit waren, galt die nächste Sorge einer möglichen Ölverschmutzung. An Bord der "Luno" waren 127 Tonnen Diesel und 12 Tonnen Öl gewesen. Deswegen wurde von den französischen Behörden der sogenannte Polplan in Kraft gesetzt.
Das Risiko einer größeren Ölpest wurde aber vom französischen Transportminister Frédéric Cuvillier, der am Nachmittag vor Ort eintraf, als gering eingeschätzt, weil sich das leichte Dieselöl rasch auflösen würde. Am Morgen des 6.2. zeigte sich, dass der Sturm ganze Arbeit geleistet hatte - wo am Vortag am Molenkopf noch die hintere Hälfte der "Luno" aufgeragt hatte, war jetzt in der unvermindert heranrollenden Brandung nur noch ein kleiner Teil der vom Rumpf abgerissenen Aufbauten zu sehen, der ein Stück landeinwärts getrieben war und ein kleines Stück aus dem Wasser ragte.
Die Crew wird per Hubschrauber geborgen
(Bild: Philip Lauga)   Großbild klick!
Das Vorschiff hatte sich noch einmal herumgedreht und lag mit dem Bug nun wieder seewärts an der Steinmole. Am Vormittag sollte ein Treffen der Präfekten mit den Eignern, der Naviera Murueta SA in Bilbao, zum weiteren Vorgehen stattfinden. Am Nachmittag wollten Experten der CEPPOL (Centre d'Expertises Pratiques de Lutte Antipollution) Basis aus Brest versuchen, auf das Vorschiff zu gelangen, in dessen Tanks sich rund 80 Tonnen Brennstoff befanden. Vom Wetter war weiterhin nichts gutes zu erwarten - nach einer kurzzeitigen Beruhigung wurde bereits am 6.2. ein neuer Sturm namens Qumaira mit Windgeschwindigkeiten von 80 bis 130 km/h erwartet.
Die "Luno" wurde 1994 von der spanischen Werft Astilleros de Murueta in Guernica erbaut. Sie hatte bereits am 13.7.2012 ebenfalls in der Hafeneinfahrt von Bayonne, einen Maschinenschaden erlitten. Der Frachter war 100,65 Meter lang, 14,8 Meter breit, hatte sechs Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4635 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in russischer Werft
(06.02.14) Im Maschinenraum des russischen Frachters "Amur 2537" brach am Abend des 5.2. ein Feuer aus. Das Schiff lag seit dem 16.1. in einer Reparaturwerft in Svetloye in der Kaliningrad Region. Acht Löschteams waren vor Ort, den Brand zu bekämpfen. Er war durch einen Kurzschluss in der Elektrik entstanden, durch den Isolation Feuer gefangen hatte. Die "Amur 2537", 3332 tdw (IMO-Nr.: 8842545), wurde 1991 erbaut und hat als Manager die JSC Belfraght in Archangelsk.
Quelle:Tim Schwabedissen




"Spirit One" gestrandet (Bild: Martin Löbbe)   Großbild klick!
Yacht an portugiesischer Küste gestrandet
(06.02.14) Die 19,8 Meter lange Yacht "Spirit One" (MMSI-Nr.: 261017250) strandete auf der Fahrt von Cascais zu den Kanaren mit einer dreiköpfigen polnischen Crew an Bord Meter vom Praia do Casteljo entfernt. Durch einen Ruderausfall war sie in rauer See mit vier Meter hohen Wellen manövrierunfähig geworden und am 4.2. um 21.50 Uhr auf die Felsen getrieben worden. Nach einem Notruf kamen die Polícia Maritima und die Feuerwehr von Vila do Bispo zu Hilfe und bargen die 40-60-jährigen Segler gegen 23 Uhr, als der fallende Wasserstand dies erlaubte, unversehrt ab. Das MRCC Lissabon hatte auch einen EH -101-Helikopter der portugiesischen Luftwaffe zeitweilig in Bereitschaft versetzt. Wegen der stürmischen See war voraussichtlich vor dem 9.2. kein Bergungsversuch möglich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verlassener Versorger treibt weiter im kochenden Meer
(06.02.14) Der unter der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate registrierte Versorger "Esnaad 715", 443 BRZ (IMO-Nr.: 9673355), blieb weiter ein Gefangener des Sturms. Am 6.2. trieb das verlassene Schiff 36 Meilen vor der spanischen Küste. Versuche des Bergungsschiffes "SAR Gavia" von Salvamente Maritimo, an den Havaristen heran zu gelangen und ihn in Schlepp zu nehmen, waren mehrfach gescheitert und zunächst eingestellt worden. Am 6.2. sollte der Rettungshubschrauber Helimer 209 mit einem vierköpfigen Technikerteam an Bord von der Fene-Base Fene in La Coruña erneut versuchen, ein Boardingteam auf dem Deck abzusetzen. Die Wetterbedingungen hatten sich zwischenzeitlich etwas beruhigt mit Windgeschwindigkeiten von 20-25 Knoten und Wellenhöhen von vier bis fünf Metern. Tags zuvor hatten bei 40 Knoten Wind noch acht Meter hohe Wellen jeden Einsatz aus der Luft unmöglich gemacht. Die "SAR Gavia", die am 5.2. Schutz unter Land gesucht hatte und gegen Mittag wieder vor Ort gewesen war, konnte aber ohne ein Team, dass eine Leine wahrnehmen konnte, keinen Abschleppversuch starten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Düngerfrachter vor Iloilo wird untersucht
(06.02.14) Am 3.2. begann die philippinische Coast Guard mit einer Unterwasserinspektion des Wracks des Frachters "Sportivo", die am 19.1. zwischen Iloilo und Guimaras im Tropensturm Agaton (Lingling) auf der Fahrt nach Palawan mit einer Ladung Düngermittel gesunken war. Zuvor war sie mit der "Jehan" kollidiert. Sechs Taucher privater Firmen und der Küstenwache sollten die Möglichkeiten einer Bergung bzw. Der möglichen Notwendigkeit einer vorherigen Leichterung erkunden und dazu eine Videoaufzeichnung durchführen. An Bord waren 12 Tonnen Treibstoff gewesen. Die Coast Guard arbeitet mit den Eignern, der Seen Sam Shipping Corp., zusammen, die das Wrack noch in diesem Monat an der Wasseroberfläche haben will. Dazu wurde eine Ausschreibung gestartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler auf Farnborough Beach gestrandet
(06.02.14) Der in Hervey Bay beheimatete Trawler "Rosella" liegt weiter gestrandet auf dem Farnborough Beach. Die Coast Guard Yeppoon nahm an, dass der Skipper des 13 Meter langen Schiffes in der vergangenen Woche den Anker gelichtet hatte, als er in der Hervey Bay lag und dann nordwärts abgetrieben war, bis er zwei Tage später auf dem Farnborough Beach landete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter drohte vor Karrebaeksminde aufzulaufen
(06.02.14) Am 4.2. gegen 21 Uhr erlitt der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter "Optimar", 1939 BRZ (IMO-Nr.: 8300262), nahe der Enø-Brücke in Karrebaeksminde Maschinenausfall. Er befand sich auf der Reise von Trondheim nach Næstved. Wegen des sehr niedrigen Wasserstandes drohte das Schiff in der Zufahrt nach Næstved auf vier Metern Wassertiefe festzukommen. Es gelang aber, den Anker unmittelbar vor dem Ufer zu werfen, sodass der Frachter keine Grundberührung hatte. Nachdem die Crew die Maschine wieder zum Laufen bekommen hatte, konnte der Havarist gegen Mitternacht ankerauf gehen und einlaufen. Am folgenden Tag verließ das Schiff den dänischen Hafen wieder mit Kurs Liepaja, wo es am 8.2. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erstes Schiff der Marine Queenslands könnte Street Art werden
(06.02.14) Das erste Schiff der Marine Queenslands, die HMQS "Gayundah", 360 tdw, muss möglicherweise aus dem Waser geholt werden, um es vor dem völligen Verfall zu bewahren. Das Kanonenboot wurde 1884 erbaut. Es fristet seit 1958 sein Dasein als Wellenbrecher in Woody Point auf der Redcliffe Peninsula, die nördlich von Brisbane liegt.
Der Moreton Bay Regional Council nahm jetzt Gespräche mit Experten des Queensland Museum auf, um die Möglichkeit einer Bergung eines Teils des inzwischen reichlich vom Rost zerfressenen Schiffes zu diskutieren, um es nach dem Willen von Bürgermeister Allan Sutherland auf Land für künftige Generationen zu bewahren. Angedacht war, es als Straßenkunst an der Küste von Woody Point aufzustellen. Die 37 Meter lange "Gayundah" entstand in Newcastle upon Tyne und beendete die erste Reise nach Australien als Marineschiff am 28.3.1885.
Sie diente der Queensland Maritime Defence Force und später der Royal Australian Navy. 892 kam sie zur Reserveflotte. 1899 erfolgte eine Modernisierung, und 1901 wurde sie gemeinsam mit dem Schwesterschiff HMQS "Paluma" den Commonwealth Naval Forces unterstellt. Sie wurde u.a. als Trainingsschiff und 1903 als erstes Schiff zur Funkübertragung von See nach Land genutzt. 1911 wurden die Commonwealth Naval Forces zur Royal Australian Navy und die "Gayundah" zur HMAS "Gayundah".
Als solche war sie mit Fischereiaufsicht vor Westaustralien im Einsatz, ehe sie 1914 erneut modernisiert wurde. Im 1. Weltkrieg war sie zu Patroulliendiensten vor der Moreton Bay und Ostaustralien im Einsatz. 1917 verlegte sie angesichts der Bedrohung durch Kaperschiffe wie die SMS "Seeadler" von Felix Graf Luckner vor Port Jackson und den Spencer Gulf, ohne aber Feindkontakte zu haben. Am 23.8.1918 wurde sie in Melbourne außer Dienst gestellt. 1921 erwarb sie die Brisbane Gravel Pty. Ltd., die sie auf dem Brisbane River als Sandbarge einsetze, bis in den 1950er Jahren die Entscheidung fiel, sie abzuwracken. 1958 wurde sie an der Bulimba Wharf ausgeschlachtet. Der Rumpf wurde dann an den Redcliffe Town Council verkauft, der sie am 2.6.1958 am Strand von Woody Point auf Grund setzen ließ, wo sie fortan als Wellenbrecher am Strand eine letzte Aufgabe fand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wie kommt das Schiff vom Riff?
(06.02.14) Das unter Kiribati-Flagge registrierte Kühlschiff "Ping Da 7", 1995 BRZ (IMO-Nr.: 9441960), wird vorerst weiter in der Brandung auf dem Pohnpei-Riff liegen bleiben, wo es Anfang Dezember 2013 auflief, wonach durch Lecks Öl auszulaufen begonnen hatte. Mangels einer Kooperation zwischen den Eignern, der Hongkong Run Jiu Shipping, und den örtlichen Behörden kam es bisher zu keinen Bergungsarbeiten. Die Eigner haben kein Geld, und die Behörden keine Mittel, das Schiff vom Riff zu holen. Immerhin konnte die Ölverschmutzung inzwischen beseitigt werden, doch das Schiff selbst stellt auch eine Umweltgefährdung dar. Die Hoffnung liegt nun auf einem Urteil der Gerichtsbarkeit in Mikronesien, um eine Finanzierung einer Bergung regeln zu können. Bis dahin aber wird sich nichts vor Ort tun können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack Le Sillon (Bild: Maritime Coastguard Agency)   Großbild klick!
Wrack vor Cornwall wurde geplündert - deutscher Kaleu war an dramatischer Rettungsaktion beteiligt
(05.02.14) Auch nach Jahrhunderten lebt diese Tradition an den berüchtigten Klippen von Cornwall fort - ist ein Schiff dort zerschellt, sind die Strandräuber nicht weit. So wurde nun auch das zertrümmert auf den Felsen der Totty Cove liegende Wrack des französischen Trawlers "Le Sillon - SB 713529", 114 BRZ (MMSI-Nr.: 227943000), bereits geplündert.
Anwohner kletterten zu dem auf der Seite liegenden Schiff hinab und holten noch brauchbare Ausrüstungsgegenstände von Bord. Die Maritime and Coastguard Agency wies aus diesem Anlass darauf hin, dass das Wrack nicht für die Öffentlichkeit freigegeben sei und alles Bergungsgut angegeben werden müsse, wie klein und unwichtig es auch erscheinen möge. Dies beträfe alle Teile des Rumpfes, der Ausrüstung, der Fracht und des Fanggeschirrs.
Alle Funde müssten binnen 28 Tagen in einem Formblatt aufgelistet werden, andernfalls werde eine Straftat begangen, die mit einer Strafe von bis zu 2500 Pfund belegt werden könne. Außerdem sei dem Eigner der doppelte Wert des Bergungsguts zu entrichten. Lange werden die Strandgänger aber ohnehin nicht Zeit haben, sich am Schiff zu schaffen zu machen. In der Brandung in der unzugänglichen Bucht wurde es stetig weiter zertrümmert. Deshalb waren auch alle Tanks vollkommen ölfrei, da die Wellen sie ausgewaschen haben, es gab auch keine Berichte über Ölverschmutzungen. Lediglich einige tote Fische aus dem Laderaum wurden angetrieben.
Nach der Rettung von fünf Mann des französischen Trawlers "Le Sillon" in 10 Meter hohen Wellen beschrieb der Pilot des Helikopters der Royal Navy die dramatische Aktion. Eine Welle, die die Scheiben des Ruderhauses einschlug und die Elektrik außer Gefecht setzte, hatte das Schiff vor der Nordküste Cornwalls am Abend des 1.2. manövrierunfähig gemacht. Mit einem Mobiltelefon wurde die französische Küstenwache von der Crew alarmiert, die wiederum die Falmouth Coastguard verständigte. Das Rettungsboot aus Padstow konnte den Havaristen zunächst in Schlepp nehmen, während der Hubschrauber, auf dem auch Kapitänleutnant Steffan Volkwein der deutschen Marine im Rahmen eines Austauschs war, über dem Havaristen hoverte.
Gerade als überlegt wurde, wie man die Crew nötigenfalls abbergen könnte, brach in den 10 Meter hohen Wellen schon die Schleppverbindung. Der Trawler schlug quer, und nun galt es rasch zu handeln, ehe das Schiff auf den nahen Felsen bei Newquay zerschellte. Lieutenant Commander Calhaem sagte, es habe keine Alternative gegeben, als dass die Männer einzeln ins Wasser sprangen. Ein Rettungsschwimmer ging sechs Mal hinunter, um ihnen dann in die Rettungsschlinge zu helfen. Nach über einer Stunde waren fünf Fischer an Bord.
Doch der Skipper, der vom Vorschiff sprang, wurde in den Wellen abgetrieben und verschwand rasch im Dunkeln. Nur das Rettungsboot konnte onch Hilfe bringen, nachdem die Helikoptercrew ihn aus den Augen verloren hatte. Tatsächlich fand es ihn kurz darauf, und nachdem auch er in Sicherheit war, wurde er wegen Schnittverletzungen ins Krankenhaus gebracht, während seine Kameraden in der Fischermission in Newlyin Unterkunft fanden, ehe sie nach Frankreich zurückkehrten.
Dass die Rettung keinen Aufschub geduldet hätte, zeigte der Anblick der zerschmetterten Wrackreste, die am folgenden Morgen nahe Porthcothan auf den Klippen entdeckt wurden. Die "Le Sillon" war 21.40 Meter lang und 7.32 Meter breit.. Das Schiff entstand 1987 bei Normands Réunis in Courseulles sur Mer und lief zuvor als "La Marisa" mit Heimathafen Caen und "Morgane Bihan" von Saint Brieux aus, ehe es 2013 als "Le Sillon" mit Heimathafen Guilvinec registriert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank auf Korankhali River
(05.02.14) Der Frachter "Haji Saheb" aus Bangladesh, der mit 12 Mann Besatzung von Kolkata nach Mongla unterwegs war, sank am Abend des 2.2. nach Maschinenschaden auf dem Korankhali River in den Sundarbans in West Bengalen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Elbe-Seiten-Kanal nach Tankerhavarie gesperrt
(05.02.14) Am 3.2. um 22.15 Uhr lief auf dem Elbe-Seiten-Kanal der deutsche Binnentanker "Nautic" 1230 ts (EU-Nr.: 05300160) wohl über einen Stein auf dem Kanalgrund und schlug leck. Aus einem der 12 Ladetanks liefen rund 1.800 Liter Heizöl aus und bildeten eine 15 Kilometer lange Ölspur zwischen Bad Bevensen und Uelzen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen gab sich optimistisch, dass die Umweltschäden beherrschbar wären, da das leichte Heizöl auf der Oberfläche schwamm und gut abzupumpen war. Das Wasser- und Schifffahrtsamtes Uelzen sperrte den Kanal für die Schifffahrt, damit sich das ausgelaufene Öl nicht weiter verteilt.
Das rund zwölf mal drei Zentimeter große Leck konnte noch in der Nacht von Tauchern abgedichtet werden, nachdem der Havarist in Uezen angelegt hatte. Einsatzkräfte der Feuerwehr legten eine Ölsperre aus. 28 Tonnen Heizöl wurden aus dem aufgerissenen Tank auf Tankwagen gepumpt. Sobald das Öl um das Schiff beseitigt war, sollte es seinen Zielhafen Braunschweig ansteuern und dort in einer Werft repariert werden. Erschwert wurden die Arbeiten durch Treibeis auf dem Kanal. Am Nachmittag gab es Entwarnung vom Landkreis Uelzen: Alles ausgelaufene Öl konnte abgepumpt und das Wasser gereinigt werden. Die Feuerwehr zog holte den Ölschlängel wieder ein und der Kanal wurde wieder für die Schifffahrt freigegeben. Der leckgeschlagene Tanker machte sich noch am 4.2. auf die Fahrt zur zur Schleuse in Uelzen und am 5.2. weiter in eine Werft nach Braunschweig. Der größte Teil der Ölladung war in den elf unbeschädigten Tanks an Bord verblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



MSC Flaminia altlastenfrei
(05.02.14) Das deutsche Containerschiff "MSC Flaminia", 75590 BRZ (IMO-Nr.: 9225615), hat die Ostsee wieder verlassen. Es warf am 2.2. um 11.20 Uhr im Werfthafen der dänischen Fayard-Werft los, wo giftig klassifizierte Ladungsresten entsorgt worden waren. Am 16.2. soll das Schiff wieder in Mangalia sein, wo die Reparatur des Frachters bis zum Sommer erfolgen sollte. Die "MSC Flaminia" war im Juli 2012 bei durch ein Feuer auf dem Atlantik schwer beschädigt worden. Dabei starben drei Seeleute. Schlepper brachten das Schiff im September 2012 nach Wilhelmshaven ein, wo die Bergung der erreichbaren Ladungsreste erfolgte.
Nach dem Abschluss der Untersuchungen durfte das Schiff im März 2013 zur Reparatur nach Rumänien auslaufen. Dort angekommen, begann im Juni die Vorbereitung der Reparatur im Hafen Konstanta. Dabei entdeckten Behörden aber im Rumpf weitere Ladungsreste, die unter den durch die Hitze verformten Trümmern lagen. Sie waren vorher nicht einsehbar gewesen. Diese Ladung durfte in Rumänien nicht entsorgt werden. Die Reederei NSB fand in Dänemark einen zertifizierten Betrieb für die Entsorgung dieser Ladungsreste. Deshalb kehrte die "MSC Flaminia" im Oktober nach Nordeuropa zurück und wurde ab Mitte November erst in Aarhus und später bei der Lindö-Werft von den Altlasten befreit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährüberfahrt dauerte statt 40 Minuten 2,5 Stunden
(05.02.14) Die brandneue norwegische Fähre "Hardanger", 3988 BRZ (IMO-Nr.: 9662722), erlitt am Nachmittag des 4.2. kurz nach dem Auslaufen aus Tau einen Totalblackout. Die 70 Passagiere fanden sich in Dunkelheit wieder, und zeitweilig blieben sie mangels Bordlautsprechern auch ohne Informationen über die Havarie. Das 123 Meter lange Schiff wurde schließlich von der Fähre "Stord", 2871 BRZ (IMO-Nr.: 8513601), die aus Stavanger zu Hilfe kam, auf den Haken genommen. Die Fahrgäste der "Hardanger" wurden während der 2,5 Stunden auf dem Schiff, deren Passage eigentlich 40 Minuten dauert, von der Crew aus dem Kiosk kostenlos mit Essen und Trinken versorgt. Schließlich erreichte der Schleppzug, zusätzlich assistiert von dem Schlepper "Buddy", gegen Abend den Hafen von Stavanger. Wie lange die Suche nach der Ursache, die die Maschine außer Gefecht gesetzt hatte, andauern würde, war auch am 5.2. noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Klappbrücke beschädigte Tanker
(05.02.14) Der belgische Binnentanker "Theodela C", 2992 ts (EU-Nr.: 06105032), der mit 2,508 Tonnen Methanol unterwegs war, kollidierte am 4.2. gegen 18 Uhr mit der Brücke, die in Stroobos über den Van Starkenborgh-Kanal führt. Offenbar war die Klappbrücke zu schnell wieder heruntergelassen worden, sodass das Ruderhaus der "Theodela C" eingebeult und verschrammt und Relings, Navigationseinrichtungen und eine Kamera beschädigt wurden. Die Schäden waren so erheblich, dass sie in einer Werft behoben werden mussten. Auch am Unterbau der Brücke wurden Schäden entdeckt, sodass sie zunächst in geöffnetem Zustand verblieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger auf erster Reise vor Galizien aufgegeben
(05.02.14) Die Unglücksserie vor der spanischen Küste dauert an. Während die Barge "Prima" mit knapper Not vor neuen Orkanen vom Öl befreit werden konnte und die "Abis Calais" nach ihrem Maschinenausfall weiter in El Ferrol liegt, geriet nun der unter der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate registrierte Versorger "Esnaad 715", 443 BRZ (IMO-Nr.: 9673355), in Seenot. Der erst im Januar von den Damen Shipyards in Gorinchem fertiggestellte Versorger, drohte auf der Überführungsfahrt von Rotterdam, wo er am 31.1. ausgelaufen war, in sein neues Einsatzgebiet in Abu Dhabi am 4.2. zu sinken.
50 Meilen westlich von La Coruña trieb das Schiff am Nachmittag des 4.2. in meterhohen Wellen bei Südsüdwestwinden mit einer Geschwindigkeit von 45 Knoten manövrierunfähig im Orkan und funkte um 15.05 Uhr Mayday. Der spanische Rettungshubschrauber Pesca II wurde vom Center of Maritime Rescue Coordination in Finisterre alarmiert, ebenso wie die "Xunta de Galicia" und die "SAR Gavia ", 907 BRZ (IMO-Nr.: 9525742), von Salvamente Marítimo.
Das Patroulienboot "Atalya" der spanischen Marine, das ebenfalls Hilfe angeboten hatte, brauchte nicht mehr einzugreifen, da es dem Hubschrauber gelang, alle fünf Mann Besatzung, durchweg Philippinos, vom Achterdeck bis 17 Uhr aufzuwinschen und nach Viveiro zu bringen. Hier stand bereits ein Krankenwagen, um die Männer medizinischer Betreuung zuzuführen. Die "SAR Gavia" kämpfte sich stundenlang in Richtung des nun verlassen im Sturm 41 Meilen nordwestlich von Ortegal vor der galizischen Küste treibenden Versorgers vor und wurde gegen Mitternacht vor Ort erwartet. Sie sollte versuchen, das 50 Meter lange und neun Meter breite Schiff in Schlepp zu nehmen. Die Funkstation Radio La Coruña warnte derweil vor dem Schifffahrtshindernis.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Kanmon Strait kollidiert
(05.02.14) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Sunroad Yatsuka" kollidierte am 2.2. mit dem chinesischen Frachter "Giant Ocean" in der Kanmon Strait. Beide Schiffe wurden beschädigt und gingen vor Moji vor Anker. Die "Sunroad Yatsuka" war von dort nach Posyet untewrwegs, die "Giant Ocean" auf der Reise von Yingkou nach Kawasaki. Die "Sunroad Yatsuka", 24989 tdw (IMO-Nr.: 9317274), wurde 2005 erbaut und hat als Manager die Kyowa Sansho Co. Ltd. in Japan, die "Giant Ocean", 5418 tdw (IMO-Nr.: 9596923), entstand 2011 und hat als Manager die Star View International Chr. in Hongkong.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige Ruderer haben wieder festes Land unter den Füßen
(05.02.14) Am 3.2. wurden vier Angehörige der British Royal Air Force, Jane McIntosh, Warren Burns, Howard Raw and Elizabeth Beauchamp, die von dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Hedvig Bulker", 19812 BRZ (IMO-Nr.: 9424120), im Atlantik aus Seenot gerettet worden waren, in Port Arthur abgesetzt. Sie hatten 51 Tage auf See verbracht, um im Rahmen des Talisker Whisky Atlantic Challenge 2982 Meilen weit von San Sebastian Spanien nach Antigua zu gelangen. Dann aber war am 46. Tag das Ruder 1560 Meilen nordöstlich von San Juan gebrochen, und alle Versuche, es zu flicken, waren in stürmischer See gescheitert.
Als auf dem Boot Wasser und Nahrung knapp wurden und die Elektronik ausfiel, wurde mit den geringen Stromvorräten, die noch übrig waren, über Satellitentelefon Hilfe gerufen. Der Notruf wurde vom Maritime Rescue Coordination Centre Falmouth, England, aufgefangen, das Kontakt mit dem U.S. Coast Guard Atlantic Area Rescue Coordination Center aufnahm. Die Coast Guard in Puerto Rico machte mit dem AMVER-System die darin registrierte "Hedvig Bulker" ausfindig, die sich nur 69 Meilen von den Ruderern entfernt befand und ihnen zu Hilfe kam. Es brauchte aber in der schiere See fünf Stunden und neun Anläufe, um am Ende die Schiffbrüchigen mithilfe eines Frachtnetzes einzeln an Bord zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Smit soll Jack-Up-Rig vor Angola bergen
(05.02.14) Smit Salvage wurde jetzt von der italienischen Firma Saipem beauftragt, das Wrack des in Bahama registrierten Rigs "Perro Negro 6" 9627 BRZ (IMO-Nr.: 8770572), zu bergen, das am 1.7. in der Kongo-Mündung vor Angola sank und seither auf 30 Metern Wassertiefe liegt. Rumpf, Beine und andere Teile der Plattform sollen mithilfe spezieller Tauchschiffe, Schleppern und sonstigem Bergungsgerät aus dem Wasser geholt werden. Die Arbeit soll im 2. Quartal 2014 beginnen. Das Rig war nach dem Wegsacken von Meeresboden unter einem seiner drei Beine gekentert, als es auf Position gebracht werden sollte. Von den 103 Crewmitgliedern wurden 102 gerettet, davon sechs leicht verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter Hamburger Reederei nach Beseitigung von Seeschlagschäden wieder unterwegs
(05.02.14) Am 1.2. setzte der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Stadt Freiburg", 42112 BRZ (IMO-Nr.: 9459278), seine Reise von Los Angeles nach Seattle fort. Am 25.2. hatte das Schiff dort von Shanghai kommend gegen Mitternacht am Seaside Container Terminal festgemacht. Er hatte unterwegs erhebliche Seeschlagschäden an der Containerladung erlitten, an Backbord waren etliche Boxen umgestürzt, hatten andere unter sich begraben oder waren über Bord gegangen. Nachdem die beschädigten Container an Land gehoben und die planmäßige Umschlagstätigkeit abgeschlossen waren, konnte die Reise weitergehen.
Von Seattle aus ging es am 2.2. dann weiter nach Japan. Die "Stadt Freiburg" hat eine Tragfähigkeit von 54,325 Tonnen, ist 260 Meter lang, 32 Meter breit und geht 10,5 Meter tief. Das Schiff entstand 2010 bei der Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering in Geoje für die Reederei Thien & Heyenga in Hamburg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Siderfly auf letzter Reise
(05.02.14) Am Morgen des 5.2. gegen 7.30 Uhr begann die letzte Reise des unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierten Frachters "Siderfly", 2882 BRZ (IMO-Nr.: 8412405), zu den Abbrechern Fornaes in Grenaa. Das Schiff wurde von dem dänischen Schlepper "Westsund", 366 BRZ (IMO-Nr.: 7822421), sowie dem deutschen Schlepper "Parat", 236 BRZ (IMO-Nr.: 8128212), am Morgen im Brunsbütteler Binnenhafen, wo es seit der Bergung im Nord-Ostsee-Kanal notdürftig geflickt gelegen und auf Käufer gewartet hatte, gen Ostsee auf den Haken genommen. Nach einer Wartezeit wegen Entgegenkommer in der Weiche Kudensee wurde der Schleppzug im Laufe des Nachmittags in den Holtenauer Schleusen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Streit um Roland von Bremen
(05.02.14) In Bremen ist es zu einem Disput über den Zustand des Koggennachbaus "Roland von Bremen" zur Zeit seines Untergangs gekommen. Das Schiff war mit Fördergeld aus der Kasse der Bremer Bootsbau in Vegesack (BBV) erbaut worden und wurde zunächst gemeinsam von der Reederei Hal Över, die das Schiff aus der Insolvenzmasse der BBV kaufte, und dem Verein Hansekogge Roland von Bremen genutzt, bis diese Verbindung zerbrach.
Im Verein war die Kritik an der Wartung und an der Pflege der "Roland von Bremen" derart angeschwollen, dass dies in mehreren Schreiben an den Senat dokumentiert wurde. In den Briefen war von einem Verfall der Kogge die Rede gewesen, das Holz sei ungepflegt und Tauwerk und Segel ramponiert gewesen. Die Reederei Hal Över habe Versprechungen zur besseren technischen Ausrüstung nicht eingelöst. Der Sanierungsstau habe zuletzt 150000 Euro betragen. Auch die Leitung eines holländischen Koggenvereins schrieb an Bürgermeister Jens Böhrnsen und beklagte vor 2,5 Jahren, dass das historische Schiff aus Bremen nur noch auf der Weser fahre und deshalb nicht zu größeren Kogge-Treffen komme. Auf keinen Fall aber dürfe die Unterhaltung des Schiffes vernachlässigt werden, sonst drohten hohe Kosten oder gar irreparable Schäden.
Nach Aussage von Vereinschef Wilhelmi, der auch in der Internationalen Koggen-Compagnie vertreten ist, wurde zudem ein Bugschaden, den die Kogge im Europahafen davontrug, als sie die Begrenzung des Hafenbeckens rammte, sei nur unzulänglich repariert worden. Hal Över"-Geschäftsführer Stratmann wies die Anschuldigungen des Vereins zurück. Die Kogge werde nachweislich regelmäßig gewartet und gepflegt. Dies sei auch nach dem Vorfall im Europahafen der Fall gewesen. Längere Fahrten beispielsweise zu Hanse-Treffen seien aber personalintensiv und kostspielig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zu schwache Poller ließen Kreuzfahrer ins Treiben kommen
(05.02.14) Der National Transportation Safety Board fand heraus, dass zu schwache Poller Schuld daran waren, dass das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Carnival Triumph", 101509 BRZ (IMO-Nr.: 9138850), dazu führten, dass sich das Schiff von seinem Liegeplatz in Mobile am 3.4.2013 in einem Hurrikan losriss, wo es von dem BAE Systems Shipyard repariert wurde. Nachdem mehrere Poller nachgaben, die in schlechtem Zustand waren, trieb das Schiff quer über Mobile River, kollidierte mit dem Baggerschiff "Wheeler" und quetschte den zu Hilfe kommenden Schlepper "Noon Wednesday" zwischen den beiden Rümpfen ein. Ein Dockarbeiter wurde ins Wasser geschleudert und kam ums Leben. Der Schaden an dem Kreuzfahrer hatte seinerzeit 2,7 Millionen Dollar betragen, 203,000 Dollar kostete die Reparatur der beiden anderen Schiffe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Losgerissene Kurbelwelle zerstörte Maschine einer Fähre
(05.02.14) Am 5.2. wurde ein Bericht der Transport Accident Investigation Commission publiziert, nach dem das Versagen eines Bolzens Schuld daran trug, dass sich die Kurbelwelle der neuseeländischen Fähre "Jet Raider" (MMSI-Nr.: 512001260), im August 2011 losreißen und das Maschinengehäuse durchschlagen konnte. Der Unfall ereignete sich im Hauraki Gulf. Die Schäden waren so groß, dass bei der Untersuchung nicht mehr exakt festgestellt werden konnte, welches Teil gebrochen war. Die 316 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder waren auf eine andere Fähre übergesetzt worden, nachdem die Steuerbordmaschine auf dem Weg von Auckland nach Waiheke Island irreparablen Schaden genommen hatte und es zu einem Austritt von Gas und Treibstoff gekommen war, weswegen auch das Löschsystem aktiviert wurde. Während es keine Hinweise auf eine Vernachlässigung gab, war die "Jet Raider" nur gelegentlich als Standbyschiff genutzt worden und wies nur wenige Einsatzstunden auf. Fährbetreiber Fuller hatte auch einige Maschinenkomponenten nicht in den empfohlenen Intervallen ersetzt. Doch weil diese durch den Hersteller nicht hinreichend begründet wurden, konnte auch nicht gesagt werden, ob dies zu dem Versagen beigetragen hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre bei Werftüberholung durch Brand beschädigt
(05.02.14) Am 4.2. wurde die amerikanische Fähre "Rich Passage 1" (MMSI-Nr.: 368612000I), durch ein Feuer erheblich beschädigt. Eine Komponente, die während einer Werftzeit installiert werden sollte, um den Wellenschlag des Schiffes zu reduzieren, war auf dem Port Townsend Boatyard in Brand geraten. Eine Folie, die die Tragflügel warm halten sollte, hatte sich offenbar überhitzt. Das Tragflächenboot von Kitsap Transit lag am Port Townsend Shipyard auf Slip.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bob Barker (Bild: Sea Shepherd)   Großbild klick!
Alljährlich grüßt das Murmeltier - Sea Shepherd und japanische Walfänger beschuldigen sich gegenseitig der Gefährdung
(04.02.14) Vertreter des holländischen Transportministeriums sollen die Umstände der Kollision der "Bob Barker", 488 BRZ (IMO-Nr.: 5280540), der militanten Tierschutzorganisation Sea Shepherd mit de, japanischen Walfangboot "Yushin Maru No. 2", 732 BRZ (IMO-Nr. 9278040), am 2.2. in der Ross-See untersuchen.
Die "Bob Barker" läuft unter holländischer Flagge. Japan verlangt eine formelle Untersuchung des Vorfalls südlich von Neuseeland. Die "Bob Barker" wurde der extreme gefährlichen Sabotage und des vorsätzlichen Rammens beschuldigt Die Aktivisten von Sea Shepherd sagten hingegen, sie seien von den Japanern ohne jede vorherige Provokation attackiert worden. Die Schiffe von Sea Shepherd hielten seit acht Tagen Kontakt zu der "Nisshin Maru", als die Lage eskalierte. Mehrere Stunden lang dauerten die Auseinandersetzungen mit den japanischen Walfängern, neben der "Yusin Maru No. 2" noch de "Yushin Maru No. 3", 742 BRZ (IMO-Nr.: 9414096), und der "Yushin Maru", 749 BRZ (IMO-Nr.: 9239678), um zu verhindern, dass diese ihre zuvor erlegten Wale am Mutterschiff "Nisshin Maru", 8044 BRZ (IMO-Nr.: 8705292), abliefern konnten.
Sie räumten ein, dass die "Bob Barker" Stahlseile gezogen habe, dies sei aber ein Akt der Selbstverteidigung gewesen, weil die "Yushin Maru No. 2" sie aggressiv attackiert habe. Sie hätten Projektile auf Boote der ebenfalls holländischen "Steve Irwin", 1017 BRZ (IMO-Nr.: 7340370), geworfen, als diese 300 Meter lange Seile kappen wollten, mit denen die Japaner die Propeller der Tierschützer blockieren wollten, und Wasserkanonen auf ein Boot der "Bob Barker" gerichtet. Kapitän Peter Hammarstedt von der "Bob Barker" und Kapitän Siddarth Chakravarty von der "Steve Irwin" sagten, die Japaner hätten die Schiffe von Sea Shepherd von achtern aufkommend in einer gefährlichen Distanz von nur drei bis fünf Metern überholt.
Nachdem es dabei mehrmals schon zu Beinah-Kollisionen gekommen sei, die durch Ausweichmanöver abgewendet werden konnten, sei dann die "Yushin Maru No. 2" gegen die "Bob Barker" geschlagen. Videoaufnahmen zeigen, wie diese mit ihrem Steuerbordbug gegen das Backbord-Achterschiff des Walfängers stößt und dann zurückfällt. Bei dem Zusammenstoß waren Spanten im Vorschiff der "Bob Barker" eingedrückt worden, der Steuerbordanker wurde in Mitleidenschaft gezogen und Relings abgerissen, und auch der Rumpf des Walfängers nahm Schaden. Die "Bob Barker" musste die Fahrt verlangsamen und verlor den Kontakt zur "Nisshin Maru". Das in Tokio ansässige Institute of Cetacean Research, das die Waljagd organisiert, veröffentlichte inzwischen eigenes Videomaterial, mit dem das Gegenteil dessen, was Sea Shepherd behauptete, nachgewiesen werden sollte, nämlich dass die "Bob Barker" sich fehlerhaft verhalten habe. Die Tierschützer hätten Stahlseile mit zwei Zodiacs vor dem Bug der "Yushin Maru" ins Wasser gelassen, die sich in deren Propeller verfangen hätten.
Bob Barker (Bild: Sea Shepherd)   Großbild klick!
Die "Bob Barker" sei dann zu dicht an "Yushin Maru No. 3" herangelaufen. Am 4.2. ordnete der australische Umweltminister Greg Hunt eine Untersuchung an mit dem Ziel, beiden beteiligten Parteien eine Botschaft zu vermitteln - sie operierten in gefährlichen Gewässern, wo niemand mit der Sicherheit spielen sollte, und es sollte auch niemand mit den internationalen Seegesetzen Spiele treiben. Japan will in diesem Jahr 1000 Wale schlachten, was die Gesetze im Rahmen einer Ausnahme des 1986 erfolgten Fangverbotes für Forschungszwecke zulassen. Kritiker sagen, die Forschung sei nur eine Tarnung für den kommerziellen Walfang, weil das nicht genutzte Walfleisch als Nahrung verkauft werde. Australien rief 2013 das höchste Gericht der UN an, um die Jagd zu verbieten, ein Urteil wird in diesem Jahr erwartet. Die "Nisshin Maru" ist mit 129 Metern Länge das Flaggschiff der japanischen Walfangflotte. Hier werden die zuvor getöteten Wale zerlegt und tiefgefroren. Der Hecktrawler wurde 1986/1987 von Hitachi Zosen K.K. in Innoshima in der Präfektur Hiroshima für den Fischereikonzern Nihon Suisan K.K. als "Chikuzen Maru" erbaut. Ursprünglich als Trawler für die Fischerei in der Ausschließlichen Wirtschaftszone der Vereinigten Staaten konzipiert, wurde sie nach drei Jahren an Nissui verkauft und 1991 für 3,1 Millionen Dollar für den Walfang umgebaut. Das Schiff wurde dann vom Institute of Cetacean Research gechartert, Japans größtem Walfangschiff-Betreiber.
Zu Beginn der ersten Waljagd brach 1998 im Südpolarmeer ein Feuer an Bord aus. Im Dezember 1999 kollidierte die "Nisshin Maru" in der Antarktis mit der "Arctic Sunrise" von Greenpeace. Die Schuldfrage blieb umstritten. Am 8.1.2006 kam es zum Zusammenstoß mit demselben Schiff, dessen Bug eingedrückt wurde. Wieder beschuldigten sich die Beteiligten gegenseitig.
Am 10.2. 2007 geriet die japanische Walfangflotte unter Führung der "Nisshin Maru" während einer Fahrt im Südpolarmeer vor der Antarktisküste in Konflikt mit der "Farley Mowat" und "Robert Hunter" von Sea Shepherd unter Leitung ihres Gründers Paul Watson, einem der ersten Mitglieder von Greenpeace, mit dem Greenpeace jedoch nicht mehr zusammenarbeitete. Das Spähschiff "Kaiko Maru" kollidierte zweimal mit der "Robert Hunter" und riss deren Bordwand auf einen Meter Länge auf. Die "Kaiko Maru" wurde dabei ebenfalls beschädigt. Aktivisten dieser Organisation versprühten nach eigenen Angaben von einem Helikopter aus sechs Liter Buttersäure auf das Deck der "Nisshin Maru", um ein Arbeiten dort zu verhindern, verschlossen eine Drainageöffnung des Schiffsdecks mit Metallplatten, so dass Walblut sich auf das Deck zurückstaute.
Nach japanischen Angaben wurden durch den Buttersäureangriff zwei Besatzungsmitglieder leicht verletzt. Sea Shepherd beendete die Aktion am 14. Februar und verließ die Gegend wegen Treibstoffmangel. Doch die Saison sollte dessen ungeachtet wenig später enden: Am 15.2. 2007 brach an Bord aber ein Großfeuer aus, bei dem ein Besatzungsmitglied ums Leben kam. Der Brand war im Fabrikbereich entstanden und hatte dann auf den Maschinenraum übergegriffen. An Bord befanden sich zum Unglückszeitpunkt 126 Besatzungsmitglieder. Das Schiff hatte etwa 1000 Tonnen Öl, 500 Tonnen Schweröl und weitere 800 Tonnen Heizöl sowie große Mengen umweltschädlicher Chemikalien zur Walfleischverarbeitung an Bord, au0erdem bereits eine erhebliche Menge Walfleisch.
Durch Löschwasser bekam die "Nisshin Maru" zeitweise starke Schlagseite. Daher befürchteten die neuseeländischen Behörden, die in diesem Gebiet für die Seenotrettung zuständig war, das Schiff könne eine Umweltkatastrophe in der Antarktis auslösen. Ein Hilfsangebot des zum Unglückszeitpunkt etwa 24 Stunden entfernten und als erstem Schiff zu Hilfe geeilten Greenpeace-Schiffes "Esperanza", das die "Nisshin Maru" aus der Antarktis schleppen wollte, wurde auf Anweisung der japanischen Fischereibehörde abgelehnt. Die den Walfang ablehnende Regierung von Neuseeland forderte wiederholt, das Schiff zu bergen, konnte dies jedoch nach eigenen Angaben nicht durchsetzen, da das betreffende antarktische Seegebiet zwar von der Internationalen Walfangkommission 1994 zu einem Walschutzgebiet (Southern Ocean Whale Sanctuary) erklärt worden war, der Fang jedoch nach Auffassung der japanischen Regierung zu Forschungszwecken erfolgt, was aufgrund einer Ausnahmeregelung erlaubt sei. Zudem ist das Gebiet internationales Gewässer.
Nach fast zwei Wochen Reparaturarbeiten konnte das Schiff Ende Februar mit eigener Kraft weiter laufen, die Walfangsaison 2007, die eigentlich bis Mitte/Ende März dauern sollte, musste jedoch vorzeitig beendet werden, weil einige der Schiffs- und Walverarbeitungseinrichtungen durch das Feuer so schwer beschädigt wurden, dass sie nicht vor Ort repariert werden konnten. Nach dem Ende der Walfangsaison 2010/11 wurde die "Nisshin Maru" für Hilfstransporte in die vom Erdbeben und Tsunami zerstörten Gebieten eingesetzt. Am 20.2.2013 kollidierte die "Nisshin Maru" mit der "Steve Irwin", der "Sam Simon", der "Bob Barker", die so schwere Schäden nahm, dass sie Notrufe funkte, und mehrfach mit der eigenen "Sun Laurel", einem südkoreanischen Produktentanker. Auf der "Sun Laurel" wurde das Freifallrettungsboot schwer beschädigt, das Schiff wurde daher anschließend von der "Sam Simon" aus der Antarktis eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter aus Kieler Schiffsschmiede nach Kollision weiter vor Singapur verankert
(04.02.14) Nach der Kollision des chinesischen Containerfrachters "Fei He", 48311 BRZ (IMO-Nr.: 9060182), mit dem in Hongklong registrierten Chemikaientanker "Lime Galaxy", 11623 BRZ (IMO-Nr.: 9380972), am 29.1. um 18.35 Uhr vor Jurong Island lag der Containerfrachter weiter vor Anker an der Zufahrt des Sinki Fahrwassers.
Das Schiff der COSCON war von Singapur nach Tanjung Pelepas unterwegs, als es mit dem Tanker zusammenstieß und an Backbordseite aufgerissen wurde. Dadurch war Bunkeröl aus einem beschädigten Tank ausgelaufen. Die "Fei He" hatte sofort die Maritime and Port Authority (MPA) in Singapur verständigt, und ein Notfallplan wurde aktiviert. Mit Assistenz der MPA gelang es 10 Schiffen, die Ölverschmutzung einzudämmen. Der Havarist wurde mit einem Ölschlängel umgeben und danach kein weiterer Ölaustritt mehr wahrgenommen. Die Schifffahrt wurde nicht beeinträchtigt. Mit Unterstützung der COSCON wurde eine Unfalluntersuchung eingeleitet. Die "Lime Galaxy" war unterdessen von Singapur nach Anping unterwegs, wo sie am 6.2. erwartet wurde.
Der 3.765-TEU-Frachter "Fei He" ist 275 Meter lang, 32,2 MEter breit und hat 12,5 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 51.280 Tonnen. Das Schiff wurde 1994 als Baunummer 267 von den Kieler Howaldstwerken für die COSCO in Shanghai erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen




Decksmann fiel bei Bergungsarbeiten in den Rhein
(04.02.14) Ein mit 1.226 Tonnen Melasse beladenes niederländischer Binnentanker lief am 3.2. gegen 08.30 Uhr bei der Einfahrt in den Hafen Maxau auf dem Rhein bei Flusskilometer 362 auf eine Untiefe. Nach den Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Karlsruhe und dem Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim lag dem Unfall kein Fehlverhalten des Schiffsführers zugrunde. Nachdem es der Besatzung nicht gelang, das Schiff mit eigener Kraft wieder frei zu bekommen, startete ein anderes holländisches Binnenschiff mit Bergungsversuchen, die ebenfalls ohne Erfolg blieben.
Bei den Arbeiten fiel ein Decksmann über Bord. Dank der schnellen Hilfe durch Beamte der Wasserschutzpolizeistation Karlsruhe, die sich mit ihrem Boot ebenfalls im Bereich der Unglücksstelle befanden, konnte er sofort aus dem vier Grad kalten Wasser geborgen werden. Der Mann trug einen Rettungskragen und blieb unverletzt. Während dieser Zeit kam es zu geringfügigen Beeinträchtigungen für die passierende Schifffahrt. Der Verkehr wurde während der Arbeiten vor Ort durch die Wasserschutzpolizei und das Wasser- und Schifffahrtsamt geregelt. Nun musste der Tanker geleichtert werden. Hierzu wurde ein Schiff geordert, das voraussichtlich bis zum 6.2. den Tiefgang verringern sollte. Dem Schiffsführer wurden zur Sicherung des Fahrzeuges und des Schiffsverkehrs Auflagen erteilt, die durch die Wasserschutzpolizei überwacht wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher sollen Büchner-Wrack untersuchen
(04.02.14) Polnische Taucher sollen das Wrack der im vergangenen Jahr gesunkenen "Georg Büchner" untersuchen. Im Rahmen der 50 000 Euro teuren Aktion soll geklärt werden, ob aus dem nördlich von Danzig auf der Seite liegenden Schiff Schadstoffe austreten. Die Untersuchung wird von der polnischen Marine durchgeführt werden. Das Seeamt erhoffte sich zudem weitere Erkenntnisse über die Ursache des Untergangs im Mai vergangenen Jahres.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier treibt vor Irland
(04.02.14) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Capesize-Bulkcarrier "Cape Elise" erlitt am 1.2. gegen Mittag auf der Fahrt nach Hunterston Maschinenausfall. Das Schiff ging auf Position 52 07 N 014 50 W auf Drift. Die letzten AIS-Daten vom 2.2. zeigten es auf Position 52 34 N 015 27 W 186 Meilen westlich von Slea Head in Dingle. Die "Cape Elise", 174124 tdw (IMO-Nr.: 9330824), wurde 2005 erbaut und hat als Manager die griechische Empire Bulkers Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Landungsboot nach Bodenkontakt außer Gefecht
(04.02.11) Ein indisches Landungsboot der Shardul-Klasse, die "Airavat", hatte beim Einlaufen in die Marinebase von Visakhapatnam in der Bay of Bengal am Abend des 30.1. Bodenkontakt. Die Propeller schlugen auf den Grund und wurden irreparable beschädigt. Der Kommandant wurde seines Postens entbunden. Die "Airavat" fällt mehrere Wochen aus. Es handelte sich um die neunte Havarie eines Schiffes der indischen Marine binnen sieben Monaten, nachdem das U-Boot "Sindhurakshak" explodierte und sank. Die Schiffe der Shardul-Klasse sind große Amphibienfahrzeuge, die bei den Garden Reach Shipbuilders and Engineers für die indische Marine erbaut wurden. Die "Airavat (L24)" entstand 2009. Sie hat eine Tragfähigkeit von 5650 Tonnen und kann 500 Mann transportieren. Die Besatzung besteht aus 11 Offizieren und 145 Dienstgraden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viehtransporter Express 1 auch nach Verlassen Cuxhavens weiter vom Pech verfolgt
(04.02.14) Nur wenige Tage, nachdem der unter Panama-Flagge laufende Tiertransporter "Express 1", 7087 BRZ (IMO-Nr.: 8200565), der nach Maschinenschaden seit dem 25.10. in Cuxhaven gelegen hatte, am 29.1. aus dem Amerikahafen abgelegt hatte und gen Irland ausgelaufen war, geriet er am 3.2. erneut in Bredouille. Nachdem die Maschine erneut ausgefallen war, lag er bei sieben bis neun Beaufort Wind aus Südsüdost 5,7 Meilen vor dem Manacle Point und hatte beide Anker geworfen. Der britische Schlepper "Vortex" (IMO-Nr.: 9525508) wurde zu dem in meterhohen Wellen liegenden Schiff geschickt, während die Crew versuchte, die Maschine zu reparieren.
Möglicherweise sollte der Havarist nach Falmouth eingebracht werden. Gegen Abend ließ der Wind etwas nach, während die Anker den glücklosen Frachter, der inzwischen sein AIS ausschaltete, weiter auf Position hielten. Nach den AIS-Daten der "Vortex" könnte diese den Havaristen inzwischen gen Falmouth auf den Haken genommen haben. Die "Express 1" hatte zunächst am 24.10. auf der Elbe auf der Fahrt von Philadelphia nach Ust-Luga bei Tonne 10 Maschinenschaden erlitten.
Sie wurde dann von den Schleppern "Wulf 7" und "Taucher O. Wulf 8" nach Cuxhaven geschleppt und am 25.10. am Steubenhöft festgemacht. Die Ladung von 800 Rindern wurde im November von dem ebenfalls unter Panama-Flagge registrierten Viehtransporter "Atlantic M" (IMO-Nr.: 8200577) übernommen. Die "Express 1" wurde 1983 bei der Tsuneishi Shipbuilding in Fukujama als Autofrachter "Autoline" erbaut und 2009 zum Viehtransporter "Al Ahmoud Express" umgebaut. Seit 2013 läuft sie unter dem aktuellen Namen für die Sun Light Shipping. Sie ist 100 Meter lang, 17 Meter breit und hat 5,1 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 1550 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und mindestens 20 Vermisste nach Fährunglück vor Philippinen
(04.02.14) Mindestens eine Person kam ums Leben, über 20 weitere wurden vermisst, nachdem die Fähre "Lady of Mount Carmel" am 3.2. vor der zentralphilippinischen Küste sank. Ein Marineflugzeug, Boote der Küstenwache und Fischer suchten zwei Kilometer vor Burias Island nach den Schiffbrüchigen. 33 Menschen wurden bislang lebend gerettet. darunter auch der Kapitän. Er sagte aus, das Schff sei mit zwei Bussen und einem großen Truck an Bord möglicherweise instabil geworden. Es sei im Dunkeln bei ruhiger rasch gesunken. Die RoRo-Fähre verkehrte zwischen den Provinzen Albay und Masbate, gut 300 Kilometer südöstlich von Manila.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Rørvik aufgelaufen
(04.02.14) Ein Kutter lief am Morgen des 3.2. bei Rørvik auf Grund. Die zweiköpfige Crew blieb unversehrt, als das Schiff 30 Meter von der Werft entfernt, auf der die "Søblomsten" seit vielen Jahren liegt, auflief. Sie kontaktierte Ørlandet Radio über VHF, und das Rettungsboot "Harald V" wurde von seiner einige Kilometer südlich der Unglücksstelle entfernt befindlichen Station zu dem Havaristen, der sich in einer Bucht bei Straumsøya befand, geschickt. Es gelang, ihn ohne große Schäden wieder flottzumachen, sodass er seine Reise nordwärts fortsetzen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster in Bass Strait aufgegeben
(04.02.14) Die dreiköpfige Crew einer 11 Meter langen Ketsch geriet auf dem Weg von Melbourne nach Tasmanien in der Bass Strait in Seenot. 53 Meilen vorVictoria's Wilsons Promontory aktivierte sie den Notsender, als ihr Zweimaster von stürmischen Seen überwältigt zu werden drohte. Das Australian Maritime Safety Authority's Rescue Coordination Centre informierte die Schiffe in der Umgebung und schickte eine Dornier sowie einen Helikopter von Ambulance Victoria.
Dieser warf ein Funkgerät ab, sodass mit den Seglern kommuniziert werden konnte. Am 2.4. um 21.45 Uhr, drei Stunden nach dem Notruf, erreichte ein Frachter die Yacht, die von den Wellen umher geworfen wurde, und übernahm deren Crew. Ein Mann wurde mit einer Schnittverletzung ins The Alfred Hospital gebracht. Vor der verlassenen Ketsch wurde die Schifffahrt gewarnt.
In einem anderen Fall rettete die Victoria Police zwei Fischer, deren Kutter in der Port Phillip Bay gekentert war, als sie am 3.2. vor Tootgarook an der Mornington Peninsula auf Fang gewesen waren. Sie wurden unversehrt aufgewinscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



11 Tote und 30 Vermisste auf Surma River
(04.02.14) Mindestens 11 Menschen, darunter fünf Kinder, kamen bei einem Fährunglück in Bangladesh ums Leben, 30 weitere wurden vermisst, nachdem das Fahrzeug mit rund 100 Arbeitern und Kindern an Bord auf dem Surma River bei Prattapur in Brand geraten und gekentert war. Das Feuer eines Kerosinbrenners hatte das ganze Schiff am Abend des 4.2. gegen 20 Uhr erfasst, und die Passagiere sprangen in Panik in den im Nordosten des Landes gelegenen Fluss. Über 60 Personen wurden gerettet. Taucher suchten nach den Vermissten. Die exakte Anzahl der Mitreisenden war unbekannt. Die Fähre war von Companyganj in Sylhet, wo sie gegen 19 Uhr abgelegt hatte, nach Netrakona unterwegs gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boote der Küstenwache kollidiert - ein Toter
(04.02.14) Am 31.1. kollidierten in der Crooked Tree Lagoon zwei Boote der Coast Guard, wobei ein 20-jähriger ums Leben kam und acht weitere Studenten verletzt ins Northern Regional Hospital in Orange Walk und das Karl Heusner Memorial Hospital in Belize City gebracht wurden. Das größere der Boote war gegen den Bug der "Mi Sarita" gekracht, auf dem der Tote gestanden hatte. Seit Oktober 2013 wurden die Bewohner per Boot transportiert, weil die Straße überflutet ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kranführerkabine verbogen (Bild: Sydney Sinclair)   Großbild klick!
Container kam ins Pendeln und zerschlug Krankabine
(03.02.14) Am 31.1. erfasste eine Sturmbö einen Container, als er im Hafen von Lerwick mit dem Bordkran vom Deck des unter Bahamas-Flagge laufenden Kühlfrachters "Green Ice", 3399 BRZ (IMO-Nr.: 8412699), gehoben wurde. Das Schiff war zuvor aus Tananger gekommen. Die Box schlug gegen die Kabine des Kranführers, die dabei zerstört und auf die Seite gelegt wurde. Der Kranführer kam bei dem Einschlag des Containers unversehrt davon. Am 1.2. um 19.30 Uhr verließ der Frachter den Hafen wieder mit Kurs Harlingen, wo er am 3.2. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Emsland mit Schlagseite (Bild: Felipe Puente)   Großbild klick!
Frachter der HS Bereederung im Sturm vor Spanien in Schwierigkeiten
(03.02.14) Auf dem Weg vom Keppel Verolme Shipyard in Rotterdam, wo er am 29.1. ausgelaufen war, geriet der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Emsland", 7878 BRZ (IMO-Nr.: 9511648), in dem Orkan vor der spanischen Küste in Schwierigkeiten. Er entwickelte Backbordschlagseite und wurde am 2.2. gegen 15 Uhr von zwei Schleppern in den Hafen von Santander gezogen. Wahrscheinlich hatte übergegangene Ladung die Krängung verursacht. Das 145,51 Meter lange und 18,26 Meter breite Schiff, das eine Tragfähigkeit von 10500 Tonnen hat, läuft im Mangement der HS Bereederungs Gmbh & Co. KG in Haren/Ems.
Quelle:Tim Schwabedissen



DFDS-Fähre hatte beim Aufstoppen versehentlich 63 % Vorausfahrt
(03.02.14) Die Ursache der Kollision der DFDS-Fähre "Sirena Seaways", 22400 BRZ, mit dem Anleger in Harwich am 22.6.2014 wurde dadurch verursacht, dass ein Back-Up-Knopf für den Antrieb versehentlich gedrückt worden war. Dies stellt ein Untersuchungsbericht des Marine Accident Investigation Branch fest. Bei der Kollision war eine Brücke der Verladerampe eingestürzt und erheblicher Schaden am Bug entstanden. Die Aufzeichnungen der Maschine zeigten, dass das Steuerbordsystem auf 63% Prozent Vorausfahrt geblieben war, nachdem wohl versehentlich der Knopf für das Kontrollsystem beim Einlaufen gedrückt wurde und dadurch die normale Kontrolle der Maschine überbrückt wurde, was allerdings bei der Crew nicht bemerkt wurde. Noch zwei Stunden nach der Havarie lief die Steuerbordmaschine auf at 63% voraus, was die Versuche, den Havaristen vom Anleger fortzubringen, behinderte. Der DFDS wurden vom MAIB entsprechend Empfehlungen für eine Überprüfung des Crewtrainings erteilt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Wrack historischen Schleppers in Port Townsend aufs Trockene gesetzt
(03.02.14) Am Morgen des 31.1. wurde das Wrack des Schleppers "Chickamauga" aus der Eagle Harbor Marina geschleppt. Es handelt sich bei 1915 erbauten dem Schiff um Amerikas ersten komplett Diesel-getriebenen Schlepper. Er wurde in die 38 Meilen entfernte Boat Haven Marina in Port Townsend verholt und dort an Land gezogen. Am Vortag hatte ein Team von Global Diving & Salvage aus Seattle die Reise vorbereitet. Er war am 2.10.2013 gesunken, woraufhin 400 Gallonen Petroleum und 10 Gallonen Ölgemisch ausgelaufen waren. Am 10.10. hatte ein Kran das Wrack gehoben.
Der Eigner wurde wegen Vernachlässigung des Schiffes mit 9,000 Dollar bestraft, weitere 2.000 wurden fällig für Reparaturen an der Fingerpier, die beim Untergang beschädigt wurde. Außerdem versucht die Coast Guard ihre Ausgaben von 140,000 Dollar und das Department of Ecology 2,000 Dollar für die Ölbeseitigung zurück zu bekommen. Smith hatte das Schiff 2009 für 1,000 Dollar erworben. Nun wird geprüft, ob die "Chickamauga" wegen ihres historischen Wertes von Museen von Bedeutung sein könnte. Die Reparatur dürfte aber ein Million Dollar kosten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff legte Stromversorgung an der Mosel lahm
(03.02.14) In mehreren Orten der Gemeinde Schweich fiel am Morgen des 1.1. der Strom, weil der Kranauslegers eines Binnenschiffs auf der Mosel bei Mehring mit einer Hochspannungsleitung kollidiert war. Der Unfall ereignete sich zwischen Mehring und Lörsch. Dabei wurden mehrere Leitungskabel durchtrennt und lagen über die B 53 und in der Mosel. Während der Bergung der Kabel musste die B 53 kurzzeitig gesperrt und die Schifffahrt eingestellt werden. Im Einsatz waren neben der Polizei Schweich die Wasserschutzpolizei Trier sowie die freiwilligen Feuerwehren Schweich und Mehring.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrackrest machte Kutter manövrierunfähig
(03.02.14) Am 2.2. um 15:20 Uhr wurde die KNRM-Station Neeltje Jans alarmiert, weil der Sportkutter "Christien" nahe Vrouwenpolder in Schwierigkeiten geraten war. Der Anker des Schiffes war in ein großes, hölzernes Wrackteil gefallen und konnte, da er von diesem blockiert wurde, nicht mehr von der achtköpfigen Crew gelichtet werden. Sie fürchtete auch, dass der Rumpf Schaden nehmen könnte. Auch die Seenotretter hatten zunächst Probleme, und der manövrierunfähige Kutter trieb mit der Flut in Richtung der Oosterschelde. Daraufhin wurde beschlossen, ihn auf den Haken zu nehmen und nach Neeltje Jans einzubringen. Hier konnte der Anker von dem Wrackstück im Binnenhafen befreit werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tjalk auf Ijseelmeer in Schwierigkeiten
(03.02.14) Das Boot der KNRM Station Enkhuizen kam am 1.2. einer Tjalk zu Hilfe. Das 11 Meter lange Schiff war am Morgen von Enkhuizen nach Lemmer ausgelaufen, doch sieben Meilen vor Enkhuizen war sie auf dem stürmischen IJsselmeer in Schwierigkeiten geraten. Ein Crewmitglied wurde seekrank, und der Skipper wollte die Maschine starten. Doch diese versagte den Dienst, und Panik griff an Bord um sich. Daraufhin wurde ein Notruf gefunkt, und die Coastguard schickte die Boote aus Enkhuizen und Lemmer zu Hilfe. Die "Rien Verloop" der Station Enkhuizen erreichte nach 20 Minuten das Plattbodenschiff, fünf Minuten später war auch die "Watersports" aus Lemmer vor Ort. Ein Rettungsmann ging an Bord des Einmasters, und die Situation wurde unter Kontrolle gebracht. Die Tjalk wurde von der "Rien Verloop" binnen eine Stunde nach Enkhuizen zurückgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Bozcaada-Straße aufgelaufen
(03.02.14) Der unter Cook Islands-Flagge laufende Frachter "Uta" 2119 BRZ (IMO-Nr.: 8415691), lief mit einer Ladung Gips an Bord am 2.2. um 11.30 Uhr auf der Fahrt von Siteaia nach Akcansa in der Bozcaada-Straße auf Grund. Die Verkehrskontrolle schickte den Schlepper "Kurtama 2" zur Assisenz. Nach zwei Stunden gelang es, den Havaristen wieder flottzumachen, der in nördlicher Richtung mit reduzierter Geschwindigkeit in Richtung der Dardanellen ablief. Die "Uta" hat eine Tragfähigkeit von 3042 Tonnen, wurde 1984 erbaut und hat als Manager die italienische Italteam Shipping SRL.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Gallipoli wieder frei
(03.02.14) Der maltesische Containerfrachter "MSC Sarah", der am 31.1. vor Gallipoli aufgelaufen war, konnte sich am 1.2. gegen 15 Uhr mit eigener Kraft wieder befreien und lief zu weiteren Untersuchungen in das Gebiet von Sevketiye. Der Schiffsverkehr in den Dardanellen war vom 31.1. um 22.15 Uhr bis zum 1.2. um 10.15 Uhr eingestellt worden. Die "MSC Sarah", 67795 tdw (IMO-Nr.: 9181675), hat eine Containerkapazität von 4400 TEU und läuft für die zyprische MSC Shipmanagement Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



12 Mann bei Schiffbruch von Dhau ums Leben gekommen
(03.02.14) Eine Dhau lief in der Nacht zum 31.1. in schwerer See vor der jemenitischen Provinz Hadramout im Golf von Aden auf Grund und sank. Dabei kam die 12-köpfige indische Crew ums Leben. Das Schiff war imt Autoreifen und Autoteilen auf der Fahrt von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Al Mukalla.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter verlor beide Ruder vor Christiansted Harbor
(03.02.14) Die Coast Guard San Juan und das Resident Inspection Office St. Croix waren im Einsatz, nachdem das 221 Fuß lange, unter Panama-Flagge laufende Landungsschiff "Commander", 993 BRZ (IMO-Nr.:7703235), am Abend des 31.1. auf dem Round Reef vor Christiansted Harbor in St. Croix, U.S. Virgin Islands, auf Grund gelaufen war. Am Nachmittag des 1.2. konnte der Havarist bei ruhiger See wieder flottgemacht werden und wurde vor Protestant Cay in Christiansted verankert. Bei Untersuchungen durch Taucher stellte sich heraus, dass der Rumpf zwar nur Kratzer davon getragen hatte, aber beide Ruder fehlten. Neben der Coast Guard San Juan waren Vertreter des U.S. Virgin Islands Department of Natural Resources (DPNR), der Division of Environmental Enforcement und des Virgin Islands Police Department vor Ort. Das Division of Fish and Wildlife untersuchte die umliegenden Korallenriffe und Fischgründe auf Schäden. Die "Commander" wurde 1977 erbaut und hat als Manager die Breeze Shipping LLC auf den British Virgin Islands.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkene Kohlebarge blockierte Schiffsverkehr
(03.02.14) Bei Saint-Momelin auf der Dünkirchen-Scheldeverbindung sank am 30.1. eine mit 300 Tonnen Kohle beladene Barge. Die Schifffahrt zwischen den Schleusen Flandres und Watten wurde in Richtung Calais zur Schleuse Hennuin gesperrt. Eine Ölsperre wurde ausgelegt. Am 1.2. sollte die Barge geleichtert werden, ehe es an die Bergung ging. Die Schifffahrt sollte dann einseitig an der Unfallstelle vorbei geführt werden. Rund 50 Schiffe lagen an den Schleusen von Watten und Flandres fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper in Västerås gesunken
(03.02.14) Am Morgen des 2.2. sank in Västerås ein Schlepper. Um 09:05 Uhr wurde das schwedische Coast Guard Center in Stockholm informiert. Um 11 Uhr war die "KBV 031" der Küstenwache vor Ort. 2000 Liter Dieselöl liefen aus und wurden aufgenommen. Der Eigner leitete die Bergung des Schleppers in die Wege. Er wurde mit einem Mobilkran aus dem vereisten Wasser gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuerliche Scharmützel zwischen Sea Shepherd und japanischen Walfängern
(03.02.14) Am 2.2. gegen 6.50 Uhr wurde die "Bob Barker" der Tierschutzvereinigung Sea Shepherd von dem japanischen Fangboot "Yushin Maru No. 3" während mehrstündiger Scharmützel in arktischen Gewässern auf 67° 29' Süd 164 °01' West gerammt. Seit Mitternacht versuchte dieses, gemeinsam mit der "Steve Irwin" die "Yushin Maru No. 1", "Yushin Maru Nr. 2" und "Yushin Maru Nr. 3" davon abzuhalten, ihren Fang zum Mutterschiff "Nisshin Maru" zu bringen. Die Auseinandersetzung dauerte bis neun Uhr. Dabei kamen die Japaner von achtern auf und kreuzten vor den Schiffen von Sea Shepherd, wobei es wiederholt zu gefährlichen Annäherungen kam. Die Japaner versuchten nach Aussagen von Sea Shepherd auch, deren Schiffe mit im Wasser hängenden Stahlseilen, die sich um die Propeller wickeln sollten, manövrierunfähig zu machen. Nach Darstellung des Instituts für Walforschung in Tokio, das die jährliche Jagd finanziert, haben die Besatzungen zweier Schlauchbooten Seile vor den Bug der "Yushin Maru No. 1" geworfen, die sich im Propeller verfangen hätten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Costa Concordia kostet weiteres Menschenleben
(03.02.14) Ein Taucher ist bei Arbeiten am Wrack der "Costa Concordia" vor Giglio am 1.2. ums Leben gekommen. Damit forderte der Untergang nunmehr 33 Menschenleben. Der Mann wurde bei Arbeiten, um Sponsons an der Steuerbordseite des Schiffes anzubringen, mit einem Bein zwischen Trümmern eingeklemmt worden und verblutete. Andere Taucher brachten ihren Kollegen sofort an die Oberfläche, wo er aber trotz schneller ärztlicher Hilfe starb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler in Boulogne-sur-Mèr
(03.02.14) Am 1.2. brach im Maschinenraum des belgischen Trawlers "Kariena Marjanne- Z 738", 128 BRZ (IMO-Nr.: 9246059), am Loublet-Kai in Boulogne -sur-Mèr ein Feuer aus. Die Feuerwehr der Kasernen von Calais sowie Taucher und andere Rettungskräfte aus Calais, Marquise und Audruicq wurden alarmiert und rückten mit rund einem Dutzend Fahrzeugen an. Es galt zu verhindern, dass der Brand auf weitere belgische und holländische Trawler, die längsseits der "Karienna Marjanne" festgemacht waren, übergriff. Das SHN-Boot "Président Jacques Huret" zog zwei Trawler aus der Gefahrenzone. Gegen 16 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Er war wohl von einem Ventilator im Maschinenraum ausgegangen. Ein Feuerwehrmann erlitt Verbrennungen 2. und 3. Grades an einer Hand und kam ins Zentralkrankenhaus von Calais.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Rettung für die "Sillon"- Felsen von Cornwall fordern neues Opfer
(03.02.14) Am 1.2. gegen 16 Uhr wurde der französische Kutter "Sillon - SB 713529" (MMSI-Nr.: 227943000) fünf Meilen vor Trevose bei Windgeschwindigkeiten von über 60 Meilen von einer 30 Fuß hohen Welle getroffen. Sie verwüstete das Oberdeck und drückte die Scheiben des Ruderhauses ein. Daraufhin kam es zu einem Ausfall von Maschine, Bordelektrik und Funk. Dem RNLI-Boot der Station Padstow gelang es zunächst, den Havaristen in Schlepp zu nehmen. Die Royal Navy schickte einen SAR-Helikopter von der Air Station Culdrose. Gerade als dieser vor Ort eintraf und die Lage sondierte, brach die Schleppverbindung. Die Besatzung schickte sich an, ihr in den Wellen taumelndes Schiff aufzugeben. Da es aber nicht möglich war, die sechs Mann direkt vom Deck aufzunehmen, mussten sie nacheinander ins Wasser springen. Nacheinander wurden sie an Bord des Hubschraubers gezogen, wobei der Winschenmann selbst wiederholt im Wasser landete. Der Kapitän blieb bis zuletzt an Bord. Nachdem auch er ins Meer gespungen war, vergingen mehrere bange Minuten, bis er von dem Rettungsboot aus den tobenden Wogen gezogen werden konnte. Alle Mann, vier Franzosen und zwei Portugiesen, wurden wohlbehalten zur Fischereimission in Newlyn gebracht. Der Skipper musste sich zuvor noch im Krankenhaus Glasscherben aus dem Fuß entfernen lassen. Für die "Sillon" gab es keine Rettung mehr - am Morgen des 2.2. wurde das zerschmetterte Wrack auf den Felsen von Pentire Point in Porthcothan entdeckt. Es lag ohne Aufbauten auf der Seite in der Brandung. Dieselgestank lag in der Luft, nachdem die Tanks aufgerissen worden waren. Auch der Fang war ein Raub der See geworden. br> Quelle:Tim Schwabedissen



Kuttercrew war sich Fahrerflucht nicht bewusst
(03.02.14) Auf der Fahrt von Malé zum Filitheyo Resort im Faafu Atoll kenterte am Morgen des 31.1. das 60 Fuß lange Fahrgastschiff "3 A 28" rund 15 Meilen vor der Küste von Alif Dhaal Dhiggurah nach einer Kollision mit der "Kumeri". Die Maldives National Defence Force (MNDF) schickte um 4.48 Uhr ein Rettungsteam, das acht Männer, zwei Frauen und zwei Kinder aus einem Rettungsboot aufnahm. Sie waren unversehrt geblieben. Die Polizei startete inzwischen eine Suche nach dem zweiten Schiff, das nach Aussagen der Schiffbrüchigen nach dem Zusammenstoß weiter gefahren war. Die "Kumeri", ein Kutter aus Faafu Magoodho, wurde im Hafen von Hulhumalé vertäut entdeckt, wo seine Crew Eis erwerben wollte. Ihr Kapitän und die Crew wurden von der Polizei verhört und dann wieder entlassen. Sie hatten ausgesagt, sie hätten die "3 A 28" nach dem Unfall mit hoher Fahrt ablaufen sehen und wären sich nicht bewusst gewesen, dass sie gesunken sei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Kilometer weiter Ölsperre nach Beschädigung von Pipeline in Yeosu ausgebracht
(03.02.14) Am 3.2. wurde die Beseitigung von 164 Tonnen Öl, die au seiner Pipeline der GS Caltex Corp. in Yeosu ausgelaufen war, durch Schiffe, Flugzeuge und Helferteams abgeschlossen. Eine Ölsperre von 9.5 Kilometern Durchmesser war dazu ausgelegt worden. Die Reinigung der betroffenen Küste sollte noch zwei Wochen andauern. Die Ölverschmutzung rührte von einer Kollision des Tankers "Wu Yi San" am 31.1. her, der beim Anlegeversuch den Uferbereich mit mehreren darauf verlegten Pipelines gerammt und drei von ihnen aufgerissen hatte. In dem Rohr verbliebenes Öl waren daraufhin ausgelaufen. Der Tanker war wohl zu schnell unterwegs gewesen. Er hatte zwei Lotsen gehabt und war unter Assistenz von fünf Hafenschleppern gewesen, als sich der Unfall ereignete. Vertreter der Klassifizierungsgesellschaft ABS und des Versicherers, der North of England P&I Association, sowie der Reederei waren vor Ort. Das Vorschiff hatte leichten Schaden genommen. Es wurde angenommen, dass der Tanker erst Sicherheitstests unterzogen würde, bevor er an eine nahe Mole gehen oder seine Ladung im Schiff-Schiff-Transfer löschen würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



27 Personen auf Mahakam River gerettet
(03.02.14) 27 Personen an Bord des Fährbootes "Nur Nadila", das am Abend des 1.2. auf dem Mahakam River in Ost-Kalimantans Kutai Kartanegara-Distrikt kenterte, wurden gerettet. Darunter waren auch ein Besatzungsmitglied und der Skipper. 13 Motorräder versanken mit dem schiff auf den Grund des Mahakam River. Die "Nur Nadila" war wohl überladen, als sie 50 Meter von der Pier entfernt umschlug. Die Polizei der Ost-Kalimantan-Provinz leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rumpfschaden (Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!
Siderfly wird in Dänemark verschrottet
(01.02.14) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter “Siderfly”, 2882 BRZ (IMO-Nr.: 8412405), der Ende Oktober 2013 im Nord-Ostsee-Kanal nach Kollision mit der “Coral Ivory” gesunken war, wird in Kürze den Binnenhafen von Brunsbüttel verlassen, wo er seit dem 6.11. am Kai lag. Nachdem der Eigner ihn nicht mehr reparieren wollte und lange einen Käufer suchte, wird die letzte Station des Schiffes nun Grenå werden. Die Abbrecher von Fornæs wollen ihn dort n Kürze zerlegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter in Dardanellen aufgelaufen
(01.02.14) Auf der Fahrt von Sines nach Ambarli lief der unter Malta-Flagge fahrende Containerfrachter "MSC Sarah", 53208 BRZ (IMO-Nr.: 9181675), bei der Passage der Dardanellen am 31.1. um 22.30 Uhr nahe Lapseki bei Çardak Beldesi auf Grund. Das Schiff kam auf 11 Metern Wassertiefe beim Çakar Feneri'nin Leuchtfeuer 9 fest und lag mit Steuerbordschlagseite am Fahrwasserrand. Die Verkehrsleitzentrale schickte den Schlepper "Kurtama 10, der das Schiff am Heck bis zum Morgen sicherte. An Bord war eine Crew von 29 Mann und eine Ladung von 38955 Tonnen. Der Frachter hatte 2506 Tonnen Brennstoff und 179 Tonnen Diesel in den Tanks.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zwei DFDS-Fähren im Sturm beschädigt
(01.02.14) Die französische Fähre "Calais Seaways", 28833 BRZ (IMO-Nr.: 8908466), wurde am 28.1. in Vlissingen zur Jahresüberholung und der dauerhaften Reparatur eines Schadens eingedockt, den sie sich beim Einlaufen nach Calais am 25.1. um 19.50 Uhr zugezogen hatte. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 Knoten hatte eine Bö das Schiff gegen den Liegeplatz 7 gedrückt, wo eine Stellage zum Einsturz gebracht wurde. Die Fähre machte am Kabelleger-Kai fest. Sie hatte einen Schaden an der Ruderanlage erlitten und wurde bis zum 27.1. provisorischen Reparaturen unterzogen. In demselben Sturm hatte auch die französische Fähre "Dieppe Seaways", 30551 BRZ (IMO-Nr.: 9211511), Pech. Sie erwischte es am 26.1. um 22.50 Uhr beim Ansteuern von Calais. Bei einer Kollision mit der Pier erlitt sie einen Schaden achtern an Backbord, der Rumpf wurde etwas eingebeult und oberhalb der Wasserlinie aufgerissen. Nach Ausführung einiger Schweißarbeiten lief sie am 27.1. wieder nach Dover aus, wo die Behörden grünes Licht gaben für einen weiteren Einsatz bis zum 6.2., wenn das Schiff zur Jahresüberholung in Danzig eingedockt wird.
Quelle:Tim Schwabedissen




(01.02.14) Der unter Gibraltar-Flagge laufende Tanker "Wu Yi San", 164169 BRZ (IMO-Nr.: 9629366), kollidierte am 31.1. um 9.35 Uhr mit einer Pipeline in Yosu, die dabei aufgerissen wurde und Öl verlor. Das Schiff wurde danach zu einem Ankerplatz vor dem Hafen verholt. Es hatte eine Ladung Rohöl am Yosu GS Caltex Terminal löschen sollen. Das Forties-Rohöl war im schottischen Hound Point verladen worden. Die südkoreanische Coastguard sowie 70 Schiffe waren am 1.2. zu Reinigungsarbeiten im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Windpark-Wachschiff nach Wassereinbruch eingeschleppt
(01.02.14) Das RNLI-Boot aus Barrow kam am 31.1. um 9.50 Uhr dem 16 Meter langen, britischen Windpark-Wachschiff "Temeraire"(MMSI-Nr.: 235010940) zu Hilfe, das Wassereinbruch erlitten und die Liverpool Coastguard alarmiert hatte. Das einstige Fischereifahrzeug war auf dem Weg nach Barrow Port gewesen und eine dreiköpfige Crew an Bord. Um 11.30 Uhr wurde eine 10 Meter hohe Tide bei sieben Beaufort Wind erwartet, was den Einsatz erschwerte. Das Rettungsboot "Grace Dixon" kämpfte sich gegen Strömung und Regenböen zu dem Havaristen, dessen Maschine ausgefallen war. Zwei Rettungsmänner stiegen mit enier Lenzpumpe über und begannen, den Maschinenraum trocken zu legen. Dann wurde der Havarist auf den Haken genommen und ins Barrow Dock System eingebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Roland von Bremen abgeschleppt
(01.02.14) Am 31.1. wurde der Hansekoggen-Nachbau "Roland von Bremen" an der Schlachte von dem Bremer Schlepper "Fortuna" längsseits genommen und auf der Weser in den drei Kilometer entfernten Hohentorshafen bugsiert. Die Fahrt dauerte eine Stunde. Hier soll das Schiff aus dem Wasser gehoben und als erstes von dem Öl und Schlamm gereinigt werden, der sich auf dem Flussgrund im Schiffsinnern verteilt hat. Die Reparatur dürfte mehrere Monate dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rhein nach Strandung wieder frei
(01.02.14) Am 31.1. gegen 12 Uhr war das Leichtern des belgischen Binnentankers "Emma" durch die "Piz Arina" abgeschlossen. Zwei Schlepper brachten den Havaristen vom Jungferngrund ab und zogen ihn nach Oberwesel, wo er untersucht wurde. Um 12.45 Uhr konnte der Rhein in Bingen für flussabwärts laufende Schiffe wieder freigegeben werden, während vor der Freigabe für den flussaufwärts bestimmten Verkehr erst noch der Flussgrund mit Sonar untersucht werden musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauchentwicklung im Gasantrieb
(01.02.14) Am 31.1. um 15.50 Uhr wurde die Polizei in Kristiansund alarmiert, weil es zu einer Rauchentwicklung auf dem norwegischen Offshore-Versorgers "Viking Queen", 6111 BRZ (IMO-Nr.: 9372901), gekommen war. Das Schiff lag an der Vestbase in Kristiansund. Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei rückten an. Der Rauch kam aus einer Einrichtung im Maschinenraum, die Lage war rasch unter Kontrolle gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Atlantik auf den Haken genommen
(01.02.14) Der maltesische Frachter “Cassiopeia Star” wurde im Atlantik manövrierunfähig, als er sich vor den Kanaren befand. Der Havarist wurde von dem holländischen Schlepper “Fairmount Glacier” (IMO-Nr.: 9344796) auf den Haken genommen. Am 1.2. befand sich der Schleppzug auf dem Weg nach Las Palmas. Der Frachter war von Marokko zu den Kanaren unterwegs gewesen. Die “Cassiopeia Star”, 32328 tdw (IMO-Nr.: 9303431), wurde 2005 erbaut und hat als Manager die griechische Stam Shipping SA.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter treibt im Atlantik
(01.02.14) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier “Darya Moti” wurde auf dem Atlantik manövrierunfähig. Die letzte Position war am 30.1. 27 08 N 054 45 W, rund 611 Meilen südöstlich der Bermudas, das Schiff trieb mit einem Knoten in der See. Es war nach Bridge Port, USA, bestimmt gewesen. Die “Darya Moti”, 80545 tdw (IMO-Nr.: 9471252), wurde 2010 erbaut und hat als Manager die Chellaram Shipping Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Langeooger Wrack stammt aus Napoleonischer Zeit
(01.02.14) Das Wrack eines Plattbodenschiffs, das am Strand von Langeoog vor den Dünen am Pirolatal liegt, ist über 200 Jahre alt und stammt aus der Zeit der von Napoleon verfügten Kontinentalsperre von 1806 bis 1814. Dendrologische Untersuchungen ergaben, dass die Eiche, aus der Teile der Tjalk gefertigt wurden, 1798 gefällt wurden.
Das Wrack war im Juli 2013 von einem Team um Archäologin Dr. Jana-Esther Fries und Michael Wesemann vom Referat Archäologie des Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege untersucht worden. Kurz vor einer beginnenden Strandaufspülung hatten sie die Gelegenheit genutzt, das nur selten aus dem Sand auftauchende Wrack noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Das Wrack war nur sichtbar, wenn ein Priel gerade direkt über das Wrack verlief, im Juli war es sogar der Ausgang eines Priels, so dass es ungewöhnlich weit aus dem Sand ragte.
Unterstützt wurden sie von den Grabungstechnikern Angela Gerdau, Angelika Schwalke-Utku und Gerhard Stahn. Inzwischen liegt das Wrack unter den Sandmassen der Strandaufspülung verborgen. Vom 18,80 Meter langen Wrack waren der Bugsteven, der Hecksteven, Spanten, Längsplanken, Bodenwrangen und Nüstergatts erhalten geblieben, die mit Dübeln und geschmiedeten Nägeln miteinander verbunden sind. Heck und Bug waren gleichermaßen stark abgerundet. Ein weiteres Teil der Backbordseite des Rumpfes wurde wenige Tage nach der Untersuchung in Höhe des Dünenübergangs Katastrophenstraße gefunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sorge um U-Bahn nach Notankerung
(01.02.14) Der 294 Meter lange, unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter „Ever Reach“, 53359 BRZ (IMO-Nr.: 9088122), musste am 31.1. um 8.45 Uhr in der San Francisco Bay notankern. Der Anker fiel nach Maschinenausfall im Oakland Outer Harbor Channel 1200 Fuß südwestlich eines Tunnels der Transbay Tube, der Betrieb der BART wurde zeitweilig eingestellt, bis die Untersuchungen der Coast Guard abgeschlossen waren. Der Frachter war unterwegs zum Liegeplatz 35 von Evergreen in Oakland gewesen. Die 3.6 Meilen lange Röhre, die ohnehin von einer dicken Betonschicht geschützt ist, blieb, wie sich erwartungsgemäß herausstellte, unbeschädigt. Zwei Schlepper brachten den Frachter an die Pier. Am 1.2. verließ er den Hafen wieder gen Tokio.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenausfall auf Carnival Triumph
(01.02.14) Am 31.1. kam es auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Carnival Triumph", 101509 BRZ (IMO-Nr.: 9138850), auf dem Weg von Cozumel, Mexiko nach Galveston zu einer Rauchentwicklung im Maschinenraum, nachdem ein elektrischer Unterbrecher versagt hatte. Daraufhin fiel für acht Minuten die Maschine aus. Der Rauch drang in drei Decks ein. Die Passagiere wurden an Deck geschickt. Die Carnival Cruises informierteen die U.S. Coast Guard. Nach acht Minuten war die Lage unter Kontrolle, und die betroffenen Bereiche wurden belüftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Dhugurah
(01.02.14) Am 31.1. wurde die Crew des Versorgers “3A 28” von der Polizei verhaftet, nachdem dieser mit dem Versorger “Kumeri” kollidiert war, der daraufhin sank. Sie war von Male nach Filitheyo unterwegs. In Hulhumale war die Crew der “3A 28”, die vor dem Alif Dhaal Atoll Dhigurah unterwegs war, verhört worden. Die 12 Mann des Versorgers konnten gerettet werden, darunter waren zwei Kinder.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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