EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv Dezember 2013


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Archivbild MSC Monterey (Bild: Tvabutzku1234)   Großbild klick!
Deutsches Containerschiff droht auseinanderzubrechen
(31.12.2013) Das Containerschiff MSC "Monterey" muss seine Fahrt zur Zeit wegen eines Risses im Deck vor Neufundland (Kanada) unterbrechen. Der Grund: Am Freitag wurde im Deck wurde ein knapp zwei Meter langer Riss entdeckt. Die "Monterey" war unterwegs von Antwerpen zu Ostküste der USA nach Boston, als die Mannschaft den Riss im Hauptdeck entdeckte. In der Folge erweiterte sich dieser Riss um dreissig Zentimeter in die seitliche Bordwand.

Die Monterey ist ausgeflaggt und fährt unter liberianischer Flagge. An Bord befanden sich 20 Drewmitglieder und vier Gäste, die eine Frachtschiffsreise gebucht hatten. Sie wurden per Helikopter von der kanadischen Coastguard evakuiert und an Land gebracht. Weil für Montag ein Schneesturm vorhergesagt war, ging die Monterey in einer Bucht vor Anker: Die Bucht ist gut geschützt und es gibt es nur sehr wenig Seegang, so dass die statische Belastung des Rumpfes gering ist.

Weil die Schäden am Schiff weit oben am Rumpf liegen, ist bisher kein Treibstoff ausgetreten. Jetzt müssen Experten den Schaden begutachten: Schadensursache ist unklar. Die Monterey ist erst fümf Jahre alt.

Die MSC Monterey ist 275 Meter lang und wurde 2008 von Werft Daewoo Mangalia Heavy Industries in Rumänien gebaut. Sie läuft momentan im Auftrag der Mediterranean Shipping Company SA.

Interessant: Nach einer Explosion auf dem Atlantik war im Juli 2012 geriet die MSC "Flaminia" der gleichen Reederei in Brand: Drei Seeleute kamen ums Leben und danach trieb das Schiff als "Geisterschiff" ohne Crew wochenlang auf dem Meer.
Quelle:Peter Walter




"Adventure of the Seas", Archivbild
(Bild: pinguino)   Großbild klick!
"Adventure of the Seas": Passagier stürzt vom Schiff
(30.12.2013) Am Samstagabend ist ein Passagier des Kreuzfahrtschiffes “Adventure of the Seas” von Bord gefallen. Seit dem Vorfall wird er vermisst. Der Unfall fand nahe der Karibikinsel Puerto Rico statt.
Ein anderer Gast hatte gesehen wie der Mann ins Wasser stürzte und sofort die Crew benachrichtigt. Zu diesem Zeitpunkt war das Kreuzfahrtschiff mit etwa 20 Knoten, das ist die normale Reisegeschwindigkeit und entspricht gut 37 km/h, unterwegs. Daraufhin wurde das Schiff gestoppt, kam aber erst nach 2.5 Kilometern zum Stehen. Ein Alarm wurde umgehend an die Coastguard weitergeleitet. Eine Bord-Kamera hatte den Vorfall aufgezeichnet, die Küstenwache wurde umgehend informiert.
Die Name des Über-Bord-Gegangenen wurde nicht bekannt gegeben. Die "Adventure of the Seas" setzte ihre Reise nach San Juan fort, nachdem die amerikanische Coastguard die Suche aufgenommen hatte.
Allerdings sind die Reelings an Bord dieses Schiffes so hoch, dass man nicht unabsichtlich in Meer fallen kann. Hoher Seegang oder Sturm wurden zur fraglichen Zeit nicht gemeldet, auch war der Himmel sternklar. Experten vermuten Selbstmordabsichten. Die Auswertung der Bordkamera wird Gewissheit über den Hergang der Ereignisse bringen.
Die Adventure of the Seas ist ein Kreuzfahrtschiff im Eigentum der Royal Caribbean Cruises Ltd., von der Royal Caribbean International betrieben. Mit einer Länge von 311,1 m gehört es zu den größeren Kreuzfahrtschiffen. Die Adventure of the Seas zählt zur Voyager-Klasse mit der Voyager of the Seas und weiteren Schwesterschiffen. Sie fährt unter der Flagge der Bahamas. Seine Jungfernreise begann am 18. November 2001 in San Juan, Puerto Rico.
Quelle:Peter Walter




Eisbrecher Chinare (Bild: ajaishukla.blogspot.de/2012/)   Großbild klick!
MV Akademik Shokalskiy: Keine Aussicht auf Rettung
(28.12.2013) Die am ersten Weihnachtsfeiertag vom Packeis eingeschlossenen Wissenschaftler und Touristen an Bord eines Expeditionsschiffs müssen weiter auf Rettung warten. Der chinesische Eisbrecher "Xue Long" (Snow Dragon) schaffte es nur bis auf sechs Kilometer bis zur eingeschlossenen „MV Akademik Shokalskiy“: Das Packeis ist einfach zu massiv.

Rettung ist frühestens am Sonntag in Sicht. Nun liegt die Hoffnung auf dem Versorgungsschiff „Aurora Australis“ aus Hobart in Australien. Die kann die Region frühestens am Sonntagabend erreichen, wie die australische Behörde für Seesicherheit (Amsa) mitteilte.

Der chinesische Eisbrecher, jetzt nur sechs Kilometer entfernt, will in der Nähe bleiben, denn Sie haben Hubschrauber an Bord. Man könnte, wenn auch die Australier scheitern, Crew und Passagiere der „Shokalskiy“ damit evakuieren.
In akuter Gefahr sind Schiff und 74 Menschen nicht: Es sind jede Menge Brennstoff und frisches Essen für zwei Wochen an Bord, so der Expeditionsleiter Chris Turney. Die Stimmung an Bord sei hervorragend.
Quelle:Peter Walter




“Cosco Nagoya” (Bild: Pasqual Bredel)   Großbild klick!
Wundenlecken auf der Cosco Nagoya
(27.12.13) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter “Cosco Nagoya”, 40961 BRZ (IMO-Nr.: 9380271), lag, um 79 Container erleichtert, seit dem 25.12. um 13 Uhr am Quay de l’Europe im Hafen von Le Havre, nachdem er eine Stunde zuvor durch die Seeschleuse gegangen war. Am Kai wurde die übergegangene Ladung untersucht. An Steuerbord hingen Container über die Seite, etliche waren umgekippt, als Brecher die außen gestauten Boxen ins Meer rissen, andere wurden unter dem Gewicht der umstürzenden Stapel zerquetscht. Fast 90 Grad hatten sich einige Stapel geneigt. Nun galt es, die beschädigte Fracht nach und nach zu bergen und die verbliebenen Container zu kontrollieren und zu sichern. Vor den Etappen Rotterdam und Le Havre hatte das Schiff vom 17. auf den 18.12. auch in Bremerhaven an der Stromkaje gelegen. Bestimmungshafen war New York.
Quelle:Tim Schwabedissen



11 gerettet und fünf vermisst vor China
(27.12.13) 11 Besatzungsmitglieder des chinesischen Frachters "Xing Tai 5" wurden gerettet, fünf weitere vermisst, nachdem das Schiff vor der Küste der ostchinesischen Jiangsu Provinz am 27.12. in den Gewässern von Lyusi, Jiangsu, sank. Das Shanghai Maritime Search and Rescue Center fing um 7.28 Uhr einen SOS-Ruf auf. Zwei Rettungsschiffe und drei Handelsschiffe liefen zur Unglücksstelle und retteten 11 Schiffbrüchige. Die Suche nach den Vermissten dauerte an. Über 20 Container trieben im Meer, nachdem sie sich vom Schiff losgerissen hatten. Die Schifffahrt wurde gewarnt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Chinesischer Eisbrecher hat Gestrandete in Sicht
(27.12.13) Am Nachmittag des 27.11. war der chinesische Eisbrecher "Xue Long" in Sichtweite des im Eis eingeschlossenen russischen Expeditionsschiffes "Akademik Shokalskiy", aber noch 12 Meilen entfernt. Dichtes Packeis verlegte ihm den Weg, und sowohl die wechselhaften Wetterbedingungen wie auch die Dicke des Eises machten eine Prognose schwierig, wann er zu den Eingeschlossenen durchbrechen könnte. Die "Akademik Shokalskiy" lag nahe Stillwell Island. Am 26.12. wurde sie von einem neuerlichen Blizzard mit 40 Meilen Windgeschwindigkeit durchgeschüttelt. Die Fahrgäste und Wissenschaftler vertrieben sich die Zeit mit weiteren wissenschaftlichen Messungen in der Gegend.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sorge um Tanker vor Tan Tan
(27.12.13) Am 23.12. strandete der marokkanische Tanker "Silver" 4401 BRZ (IMO-Nr.: 9236303), vor dem Hafen von Tan Tan in Süd-Marokko. Das Schiff war mit 5000 Tonnen Öl des Typs IFO 380 von Santa Cruz gekommen, wo es am 20.12. abgelegt hatte. Die Ladung war für ein Kraftwerk 300 Kilometer südlich von Agadir bestimmt. Schlechtes Wetter hatte ein Einlaufen des Tankers verhindert, und er hatte vor der Küste geankert, doch der Sturm drückte ihn auf das Felsenufer, wo er mit Backbordschlagseite in der Brandung liegen blieb. Bislang gelang es nicht, ihn wieder flottzumachen. Zwei Schlepper machten sich nun von den Kanaren aus auf den Weg, darunter ein 11500-PS-Schlepper von Smit, der am 27.12. von La Luz in Las Palma kommend eintreffen sollte. Bergungsexperten von Smit Salvage trafen sich am 26.12. mit Vertretern der Versicherung, des marokkanischen Eigners Marcab Sarl und der Behörden. Das 106,9 Meter lange und 16,9 Meter breite Schiff, das 2001 in Istanbul erbaut wurde, war zwar noch weitgehend unbeschadet geblieben, doch gab es angesichts der Lage Sorge um seine Stabilität. Die Ladung konnte nicht abgepumpt warden, da das Öl bei niedrigen Temperaturen zähflüssig ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Wohnplattform vor Brasilien
(27.12.13) Auf der liberianischen Wohnplattform “Petrobras XX” brach vor der Küste von Brasilien etwa 170 Meilen vor Rio de Janeiro am 26.12. ein Feuer aus. Ein Versorger half bei der Bekämpfung des Feuers, das in Containern auf dem Deck entstanden war, und es konnte am selben Tag gelöscht werden. Die “Petrobras XX”, 23117 BRZ (IMO-Nr.: 8758029), wurde 1983 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Große-Seen-Frachter geriet auf Grund
(27.12.13) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier “Orsula” lief am Morgen des 25.12. auf seiner Ankerposition bei Tibbets Point auf Grund. Die Crew sollte alle halbe Stunde Peilungen vornehmen. Inspektoren untersuchten das Schiff. Als die “Atlantic Huron” das Schiff passierte, wurde sie gebeten, wegen Tauchern im Wasser vorsichtig zu fahren. Am 27.12. lag der Frachter weiter beim Tibbets Point Lighthouse auf dem nördlichen Lake Ontario. Die “Orsula”, 34168 tdw (IMO-Nr.: 9110901), wurde 1996 erbaut und hat als Manager die Fednav Ltd. in Kanada.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aurora Australis gefangen im Eis
(Bild: Laurence Topham)   Großbild klick!
Arktisexpedition sitzt im Packeis fest
(26.12.13) Drei Eisbrecher, darunter die “Aurora Australis” der Australian Antarctic Division (AAD) sind derzeit auf dem Weg zu dem russischen Expeditionsschiff "Akademik Shokalskiy", 1764 BRZ (IMO-Nr.: 8010336), dass m 25.12. um 7.20 Uhr Notrufe sendete, nachdem es in der Antarktis im Eis eingeschlossen worden war. Ein Team von Wissenschaftlern und andere Fahrgäste waren auf den Spuren der Australasian Antarctic Expedition (AAE) von 1911.
Am Morgen des 25.12. wurden sie vom Kapitän über die Lage informiert. Das nächstgelegene Schiff war die 166 Meter lange chinesische “Xue Long”, die aber auch mehr als eine Tagesfahrt von dem 1,500 Meilen vor Hobart festsitzenden Schiff entfernt war. Sie war mit 14,5 Knoten Fahrt zur “Akademik Shokalskiy” unterwegs. Außerdem nahm die “Astrolabe” von der arktischen Dumont D'Urville, die sich 100 Meilen östlich befindet, Kurs auf die Gestrandeten. Am 27.12. wurde ein Eintreffen der Hilfsschiffe erwartet.
Das Expeditionsschiff war zwar in keiner unmittelbaren Gefahr, saß aber manövrierunfähig in schwerem Packeis zwei Meilen vom nächsten offenen Wasser entfernt fest. Das wissenschaftliche Programm wurde fortgesetzt und auch angemessen Weihnachten gefeiert. Das Schiff hatte Bluff am 8.12. mit 52 Wissenschaftlern und Passagieren sowie 20 Mann Crew verlassen, um die Expedition des Antarktisforschers Douglas Mawson nachzuvollziehen.
Unter Leitung des Klimatologen Chris Turney der University of New South Wales machte es sich auf den Weg und hatte fast die Commonwealth Bay erreicht. Ein kleines Team erreichte die Hütten von Mawson am Cape Denison am 19.12., die sich 40 Meilen vom Ankerplatz entfernt befand. Die Hütten waren jahrelang von einem Eisberg blockiert gewesen. Am 23.12. begab sie sich ostwärts zum Mertz-Gletscher, als sie von dicken Eisschollen bei Stillwell Island in einem Blizzard vor dem Cape de la Motte eingeschlossen wurde. Wenn sie befreit ist, soll es über Macquarie Island nach Bluff zurückgehen.
Die “Akademik Shokalskiy” wurde 1982 in Finnland als Forschungsschiff erbaut. 1998 wurde es als Expeditionsschiff für die arktischen Gewässer hergerichtet. Derzeit wird es von den Aurora Expeditions, einer australischen Expeditionskreuzfahrtgesellschaft, betrieben. Das eisverstärkte Schiff ist 71.06 Meter lang, 12,82 Meter breit und hat 4,5 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Bremen Hunter" im Schlepp (Bild: Frank Behling)   Großbild klick!
Schlepper manövrierunfähig von Skagen nach Kiel geschleppt
(26.12.13) Der 66 Meter lange, unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Offshore-Schlepper "Bremen Hunter", 1367 BRZ (IMO-Nr.: 8028565), erlitt am Abend des 23.12. Maschinenschaden im Skagerrak. Das Schiff wurde östlich von Skagen verankert. Der Schlepper “Ems“ musste deshalb seine Weihnachtsruhe beenden und von Esbjerg zum Havaristen auslaufen. Beide Schiffe gehören zur Flotte der Bremer Unterweserreederei GmbH (URAG) in Bremen. Die 1982 erbaute „Bremen Hunter“ ist mit knapp 10000 PS das stärkste Schiff der 17 Einheiten umfassenden Flotte. Die „Ems“ erreichte die „Bremen Hunter“ am 24.12., und am Morgen des ersten Weihnachtstages startete die „Ems“ dann die Rückholung der fahruntüchtigen „Bremen Hunter“. Als Nothafen wurde Kiel ausgewählt, wo der Schleppzug am Morgen des zweiten Weihnachtstages eintraf. Am Voithkai im Nordhafen sollte die „Bremen Hunter“ nun zunächst durch die Klassifikationsgesellschaft untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eineinhalbmonatiger Aufenthalt in Rotterdam beendet
(26.12.13) Am 24.12. eskortierte der Rotterdamer Hafenschlepper “SD Shark" den türkischen Frachter "Serra Atasoy", 2879 BRZ (IMO-Nr.: 9579468), aus dem Hafen, wo er seit dem 11.11. zu Reparaturarbeiten gelegen hatte. Er war dort an diesem Tag von dem Schlepper "En Avant 10" eingebracht worden, nachdem er vor Frankreich Maschinenschaden erlitten hatte. Nach Erprobungen auf See setzte das Schiff die Reise nach Ravenna fort, wo es am 7.1.2014 erwartet wird.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tanker auf Korallenriff gelaufen
(26.12.13) Der mongolische Tanker "Awang Bajau", 560 BRZ (IMO-Nr.: 8905476), lief am 25.12. in den Gewässern von Berakit Bintan vor Tanjung Berakit im Bintan Distrikt auf Grund. Er kam auf Korallenriffen der Riau Islands 1,5 Meilen vom Festland entfernt auf Position 01" 14 N 104" 32 O. fest. Das Tanjungpinang Search and Rescue Team wurde von der neunköpfigen Crew verständigt, die die Besatzung wohlbehalten vorfand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manolis L-Wrack braucht neuen Kofferdamm
(26.12.13) Am 23.12. untersuchte die kanadische Coast Guard das Wrack des gesunkenen Frachters "Manolis L.", 5453 BRZ (IMO-Nr. 8031110), um herauszufinden, wie Öl an den Change Islands antreiben konnte. Der Eisbrecher "George R. Pearke" diente dazu als Basis. Am vergangenen Wochenende hatten Anwohner frisches Öl an den Stränden und im Flachen Wasser entdeckt, nachdem die Coastguard im Juli bereits am Schiff gearbeitet und eine Neopren-Abdichtung an einem Teil des Rumpfes, einen Kofferdamm an einem anderen angebracht hatte.
Die Abdichtung war noch funktionstüchtig, doch der Kofferdamm war vier bis fünf Meter verschoben worden. Er kann 3,2 Tonnen Öl aufnehmen. Wieviel bereits ausgetreten war, konnte nicht festgestellt werden. Der Fokus war nun darauf gerichtet, den Kofferdamm wieder herzurichten oder einen neuen zu installieren. Zunächst pumpte die "George R. Pearkes" das darin verbliebene Öl ab. Die Coastguard arbeitete mit Ozeanographen zusammen, um mehr über die Strömungen zu lernen und so den Kofferdamm sicherer zu machen. Rund vier Liter Öl liefen pro Tag aus dem Wrack aus, das sich durch Wind und Wellen auflöste und keine große Umweltgefahr darstellte.
Die liberianische "Manolis L." war am 18.1.1985 am Blow Hard Rock in der Notre Dame Bay in Neufundland aufgelaufen und später gesunken. Das Schiff entstand 1980 auf der Meyer-Neptun Werft in Rostock.
Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!
Frachter verlor 79 Container im Englischen Kanal
(25.12.13) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Cosco Nagoya", 40165 BRZ (IMO-Nr.: 9380271), verlor am 23.12. um 20.30 Uhr im Sturm Dirk im Englischen Kanal 79 Container. Der Frachter war auf der Fahrt von Rotterdam über Le Havre, wo er am Vortag ausgelaufen war, nach New York, als 200 Meilen vor Penmarc'h die Fracht über Bord ging.
50 weitere Container wurden instabil oder stürzten auf Deck um. Die Seetüchtigkeit des Schiffes wurde nicht beeinträchtigt, und es ging mit 15 Knoten Fahrt auf Rückkurs nach Le Havre. Ein Zollflugzeug stieg auf, die Lage zu überwachen. Der Hydrographische und Ozeanographische Service der Marine warnte vor dem Treibgut.
Der Notfallschlepper "Abeille Liberté", der am Nordwestzipfel von Cotentin ankerte, wurde in Marsch gesetzt, den Frachter in der Verkehrstrennungszone der Caskets in Nordwest-Cotentin zu treffen und auf die Reede zu eskortieren. Es sollte sichergestellt werden, dass in dem dicht befahrenen Gebiet keine weiteren Container verloren gingen.
Nachdem die Reede am Morgen des 25.12. erreicht war, ging ein Expertenteam an Bord und prüfte die Ladung. Gegen Mittag dann machte der Frachter am Quay Ecluse Francois 1 fest. 30 Container wurden derweil auf Position 45 42 N 007 38 W etwa 195 Meilen südsüdwestlich von Brest im Atlantik treibend ausgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ungemütliche Weihnacht nach Blackout auf Rebecca Rousing
(25.12.13) Eine ungemütliche Weihnachtsnacht verbrachte die fünfköpfige Crew des dänischen Frachters "Rebecca Rousing", 1645 BRZ (IMO-Nr.: 8321656), auf der Ostsee, nachdem 30 Meilen südlich von Öland die Maschine am 24.12. um drei Uhr komplett ausgefallen war. Das unbeladene Schiff war von Wolin in Swinemünde unterwegs nach Gotland.
Die schwedische Küstenwache setzte das Patroullienboot "Triton - KBV 002" in Marsch, nachdem die Reederei, die Maritime Supply APS in Frederiksvaerk, um Hilfe gebeten hatte. Der Frachter trieb in Meterhohen Wellen bei Südwind von 15-20 Metern pro Sekunde. Um 10.30 Uhr war die “Triton” vor Ort und konnte eine Stunde später den Havaristen auf den Haken nehmen. Er hatte zu dieser Zeit bereits sieben Stunden im Sturm getrieben.
Das Navigationsgerät war ebenso ausgefallen wie die Bordelektrizität, und die dänisch-polnische Besatzung hatte weder Heizung noch warmes Essen. Es wurde in nördiche Richtung abgeschleppt, um Windschutz in Lee von Öland zu finden. Am frühen Morgen des 25.12. konnte dort Anker geworfen werden. Der Eigner hatte sich bereits mit einem Reparaturteam auf den Weg dorthin gemacht und ging in den Nachtstunden an Bord, sodass unverzüglich mit der Schadensbeseitigung begonnen werden konnte. Um 9.20 Uhr wurden die Maschinen wieder angefahren, und gegen 11 Uhr wurde die Fahrt nach Storugns in Kappelshamn fortgesetzt. Die “Triton” war aus dem Einsatz entlassen und steuerte den Hafen von Oskarshamn an.
Quelle:Tim Schwabedissen



In Izmir gekenterter Schlepper entstand auf Hamburger Oelkers-Werft – Opfer erstickten durch Carbondioxid
(25.12.13) Im Beisein des türkischen Premiers Bashir Atalay wurde am 24.12. eine Zeremonie für die 10 Toten des Kenterns der “TCG Degirmendere” am Karsiyaka Izmir Military Shipyard abgehalten. Es handelte sich um einen Offizier, sieben einfache Soldaten und zwei zivile Arbeiter. Das Schiff, das seit dem 27.11. im Dock zur Reparatur gelegen hatte, hatte sich binnen 20 Sekunden auf die Steuerbordseite gelegt, als es im Anschluss an einen ebenfalls im Dock befindlichen Minensucher ausgeschwommen werden sollte und am Dock angeschweißte Pallen gelöst worden waren und auf einmal zusammenbrachen.
Dabei hatte sich das Feuerlöschsystem aktiviert, und die Männer kamen durch dabei freigesetztes Carbondioxid ums Leben. Die beiden Werftarbeiter hatten den Rumpf auf mögliche Leckagen beim Fluten des Docks kontrollieren sollen. Die Intervention eines Unterwasser-Reparaturteams, das noch versucht hatte, den krängenden Schlepper wieder ausbalanciert zu bekommen, kam zu spät. Nach 20 Minuten kenterte er mit großem Krachen vollends. Einige Männer vom Deckspersonal stürzten ins Wasser und retteten sich schwimmend auf ein anderes Schiff. Einige hatten Frakturen erlitten und kamen ins Krankenhaus. Insgesamt waren 17 Verletzte zu beklagen. Taucher machten sich daran, den gefluteten Maschinenraum zu erreichen, in dem die Toten sich befanden. Die Sicht war extrem schlecht, doch es gelang ihnen, die Opfer zu bergen.
Bei der “TCG Degirmendere (A-576)” handelt es sich um die ehemals französische “Centaure (A674)”, die 1974 als zweites Schiff der Tenace-Klasse auf der Hamburger Oelkers-Werft erbaut wurde. Am 8.1.1974 lief sie vom Stapel und wurde in La Pallica ausgerüstet und am 15.11. in Dienst gestellt. 1992 rettete sie die Crew des sinkenden Trawlers “Mab-an-Teck” im Sturm vor dem französischen Fischereihafen Loctudy, wofür der damalige Kommandant ausgezeichnet wurde. Am 15.1.1999 wurde sie für die französische Marine außer Dienst gestellt, für die sie binnen 25 Jahren 447000 Meilen unter den Kiel gebracht hatte, und in die Türkei verkauft. Am 16.3.1999 wurde sie als “ Degirmendere” nach einer Schleppübung mit der französischen Fregatte “Commandant L'Herminier (F791)” in Brest in Dienst gestellt und machte sich am 2.4. auf den Weg in die Türkei.
Die “Degirmendere” ist 51,00 Meter lang, 11,50 m Meter breit und hat 5,70 Meter Tiefgang bei einer Verdrängung von 1417 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Indische Fregatte versenkte unbeleuchteten Trawler
(25.12.13) Die indische Fregatte INS “Talwar” kollidierte am 24.12. mit einem Trawler im Ratnagiri Distrikt von Maharashtra, wobei vier der 27 Besatzungsmitglieder des Fischereifahrzeugs leicht verletzt wurden. Die gesamte Crew wurde von der “Talwar” an Bord genommen und nach medizinischer Betreuung an Land gebracht. Der Trawler war nicht beleuchtet gewesen, er erlitt schwere Schäden und sank. Die Marine leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



TGC Degirmendere gekentert
(Bild: Neset Diskaya)   Großbild klick!
10 Tote und zwei Vermisste nach Kentern eines Schleppers
(24.12.13) 10 Menschen, türkische Marineangehörige und Werftarbeiter, kamen am 23.12. ums Leben, als der türkische Marineschlepper “TGC Degirmendere”, 1580 ts, beim Ausdocken im Anschluss an eine Überholung in der Alabey-Marinewerft in Karsiyaka im Izmir-Distrikt, sich gegen Mittag plötzlich fast 90 Grad nach Backbord überlegte und teilweise volllief. Zwei Zivilisten und ein Marineangehöriger wurden noch vermisst. Taucher stiegen ab, sie zu suchen. Sechs Soldaten konnten sich mit einem Sprung ins Wasser retten. Sechs leicht Verletzte wurden ins Karsiyaka-Krankenhaus gebracht, ein weiterer ins Ege Universitätskrankenhaus. Ein Schwimmkran wurde in Marsch gesetzt, den Schlepper aufzurichten. Die " TCG Degirmendere " ist 51 Meter lang und hat insgesamt 44 Mann Besatzung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dramatische Rettung französischer Rennsegler im Sturm – Toter im Sturm vor Frankreich
(24.12.13) Das Falmouth Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) koordinierte die Rettung zweier französischer Segler von der Yacht “Rivages”. Das 19 Meter lange Schiff hatte an dem Transat Jaques Vabre Yacht Race teilgenommen und befand sich 170 Meilen vor den Scilly Isles auf dem Weg nach Brest, als es bei neun Beaufort und 10 Meter hohen Wellen am 23.12. beschädigt wurde. Um 18.50 Uhr wurde der EPIRB-Alarm ausgelöst. Das Falmouth MRCC leitete den Notruf an alle Schiffe weiter. Der norwegische Containerfrachter “Star Isfjord”, 36268 BRZ (IMO:9182978), befand sich von Wilmington kommend in 30 Meilen Entfernung, kam aber in dem Orkan Dirk nur mit drei Knoten voran. Das CROSS Griz Nez und das Falmouth Maritime Rescue Coordination Centre alarmierten daraufhin den Royal Navy Rescue Helicopter in Culdrose, der unterstützt von einem französischen Flugzeug, das die Kommunikation sicherte, die Position, die an der Grenze seiner Reichweite war, ansteuerte. Das Flugzeug ermittelte deshalb zunächst die exakte Position. Kurz nach Mitternacht war der Helikopter vor Ort und versuchte, die Segler aufzuwinschen. Doch wegen des Schadens an ihrer Yacht, die im Sturm auseinander brach, und des Sturmes scheiterte der Versuch. Die Rettungsinsel war ebenfalls unbrauchbar. Gegen vier Uhr traf dann die “Star Isfjord” ein. Zwei Stunden später gelang die Herstellung einer Leinenverbindung, und die beiden Segler konnten an Bord gezogen werden. Sie wurden nun an Bord des Frachters nach Rotterdam gebracht. Von dem holländischen Frachter "Victoriaborg", 6361 BRZ (IMO-Nr.: 9234276), ging am 23.12. in demselben Sturm rund 200 Kilometer nordwestlich von Brest auf der Reise von Delfzijl nach Wilmington bei 120 km/h Windgeschwindigkeiten ein russischer Seemann über Bord. Eine Falcon 50 stieg um 15 Uhr in Hyères auf und suchte bis 21.10 Uhr nach dem Vermissten. Dann wurde die Suche mangels Erfolgsaussicht abgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bargen im Intracoastal Waterway kollidiert
(24.12.13) Die US Coast Guard wurde am 23.12. alarmiert, nachdem zwei Bargen am Morgen vor der Siever’s Cove auf der Bolivar Peninsula im Intracoastal Waterway kollidiert waren. Der Kapitän des 25 Meter langen Schubschleppers “Alex D”, (MMSI-Nr.: 367557410), der die “ TTI-150” bugsierte, kontaktierte die Coast Guard Marine Safety Unit Texas City, nachdem die Barge “CBC 7026”, die von der “Lake Charles”, 193 BRZ (IMO-Nr.: 8851273), transportiert wurde, mit seinem Anhang zusammengestoßen war. Ein 25-Fuß-Boot lief von der Station Galveston mit Unfallexperten und Inspektoren an Bord aus. Beide Bargen wurden beschädigt, aber stabil vorgefunden. Die “CBC 7026” hatte 945,000 Gallonen Rohöl geladen, die “TTI-150” hatte 1,500 Tonnen Kalziumchlorid in den Tanks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alles Öl aus Zilinski geleichtert
(24.12.13) Der kanadische Minister für Meer und Fischerei gab bekannt, dass das Ölleichtern aus dem Wrack des amerikanischen Truppentransporters “Brigadier General M.G. Zalinski” beendet wurde. Das Wrack liegt im Grenville Channel etwa 100 Kilometer von Prince Rupert entfernt an der Nordküste von British Columbia. Binnen zwei Monaten wurden 44 Tonnen schweres Bunkeröl und 319 Tonnen ölhaltiges Wasser aus dem Schiff, das 1946 auf dem Weg nach Alaska gesunken war, abgepumpt. 2003 war das Wrack entdeckt und seither mehrfach von der Canadian Coast Guard abgedichtet worden. Nun endlich kam es zu einem Abschluss.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrackreduktion in Tafelbucht erfolgreich
(24.12.13) Die Verwaltung von Kapstadt hat die Operationen zur Reduktion des Wracks des gestrandeten, panamaischen Bulkcarriers “Seli 1”, 19031 BRZ (IMO-Nr.: 7814149), in der Tafelbucht als erfolgreich bezeichnet und dankte der Marine für ihre Assistenz. Das Wrack soll aber weiter gemieden werden und ist mit einer orangenen Boje gekennzeichnet. Kitesufer sollen eine Distanz von 100 Metern in jeder Richtung einhalten.
Der Rumpf ist nach letzten Untersuchungen komplett auseinander gebrochen und liegt auf dem Meeresgrund in einer Tiefe von acht bis 10 Metern. Der Bug wurde ebenfalls reduziert, sodass die Stranderosion an der Table View Küste gestoppt wurde. Auch befanden sich keine umweltgefährdenden Stoffe mehr an Bord. Am Achterschiff und Teilen der Kräne müssen eventuell noch weitere Arbeiten stattfinden, sodass diese keine Wassersportler gefährden können. Das Task Team prüfte nun die notwendigen Maßnahmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nautic 1 (Bild: Feuerwehr Gelsenkirchen)   Großbild klick!
Nautic 1 wird nach Weihnachten geborgen
(23.12.13) Am 27.12. soll die Bergung des zerbrochenen Binnenschiffes “Nautic 1” in Gelsenkirchen mit dem Leichtern der 400 Tonnen Sinter mithilfe eines Bagger beginnen. Zuvor galt es die Ursache der Havarie zu klären. Eine Spezialfirma begann am 23.12, Treibstoff, Öl, Kühlmittel, Kühlschmierstoff und Hydrauliköl abzusaugen, von denen geringe Mengen ausgetreten waren.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision auf dem Rhein
(23.12.13) Der holländische Binnentanker "Mezzoforte" 2611 ts (EU-Nr.: 02318901), kollidierte am 23.12. um 18.20 mit der Rheinfähre "Sankta Maria", 175 ts (EU-Nr.: 04808360), bei Bad Breisig. Die Fähre wurde am Heck getroffen und abgetrieben. Sie konnte später aber am Bad Hönninger Ufer anlegen. Die Heckklappe der Fähre war beschädigt. Der Tanker stoppte seine Fahrt auf Höhe Bad Breisig. Die Feuerwehr mit fünf Booten und Krankenwagen rückten aus.
Die talwärts laufende "Mezzoforte" wendete und ging auf der Seite von Bad Hönningen vor Anker. Beide Schiffe lagen gestoppt vor Bad Hönningen. Die “Sankta Maria” der Hirzmann GmbH war erst im Oktober überholt worden. Während der Tanker fahrtüchtig blieb, musste die stärker beschädigte Autofähre vorerst außer Betrieb genommen werden. Die Wasserschutz-polizei Andernach leitete eine Unfallermittlung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboot gesunken
(23.12.13) Das thailändische Fahrgastboot “Alisa 2” mit chinesischen Touristen auf dem Weg von Koh Lone zur Chalong Pier schlug am Morgen des 22.12. leck und sank rund 500 Meter von der Chalong Pier. Gegen acht Uhr hatte die Crew kurz vor dem Anlegen Wassereinbruch am Heck bemerkt und Alarm geschlagen. Die 16 Fahrgäste und die dreiköpfige Crew wurden von einem anderen Schnellboot gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Vermisste nach Kutterbrand
(23.12.13) Alle vier Besatzungsmitglieder des taiwanesischen Kutters “Hung Yi Fa” wurden am Abend des 21.12. vermisst, nachdem ihr Schiff vor Taichung Harbor in Zentral-Taiwan in Flammen aufging. Die Küstenwache von Taichung schickte ein Patroullienboot zur Unfallstelle und fand das Deck des Kutters brennend vor. Niemand von der Crew war zu sehen. Sie hatten keinen Notruf gesendet. Der Kutter war gegen 15 Uhr aus dem Fischereihafen von Wuqi nahe Taichung mit drei indonesischen Decksleuten an Bord ausgelaufen. Das National Rescue Command Center schickte auch Helikopter zur Unfallstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack wird gehoben
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Historischer Schlepper nach sechs Jahren vor Oakland gehoben
(22.12.13) Die US Coast Guard, die Environmental Protection Agency und das California Department of Resources, Recycling and Recovery hoben am 19.12. das Wrack des einst für die Santa Fe Railroad tätigen Schleppers “Respect”, der 2007 vor Oakland in Alameda gesunken war. Am 17.10. war die Coast Guard informiert worden, dass das Schiff ein Umweltrisiko darstellte.
Nach Untersuchungen des Wracks wurde entschieden, dass es geräumt werden müsse, weil sich Ölreste und Schweröl an Bord befanden. Am 2.12. hatte die Global Diving and Salvage Inc. begonnen, die Bergung vorzubereiten und das Öl abzupumpen. Am 18.12. erschien das rostige Wrack wieder an der Wasseroberfläche, und tags darauf wurde es zur Bay Ship and Yacht in Alameda, Kalifornien, geschleppt.
Der Schlepper wurde 1945 als „Edward J. Engel“ für die Atchison, Topeka and Santa Fe Railway Company von der Consolidated Steel Corporation in Newport Beach, Kalifornien, erbaut bei deren Werk im Hafen von Long Beach in Wilmington. Sie war 141.5 Fuß lang, 29 Fuß breit und hatte 12.7 Fuß Tiefgang.
Das Schiff war bis September 1969 im Bargentransport eingesetzt, wegen zurückgehender Aufträge wurde es 1971 an John K. Seaborn, einen Sammler alter Schlepper, verkauft. Am 24.2.2006 verkaufte Seaborn die jetzige „Respect“ an die Sause Marine Services, Inc., dann ging sie weiter an einen Eigner an British Columbia. In Seattle sollte sie überholt werden, blieb aber letztlich vor Anker in der Oakland Mündung.
Am 9.4.2007 wurde sie von Einbrechern verwüstet und sank tags darauf, weil sie Seeventile wegen ihres Schrottwerts abgebauzt hatten. Das Schiff hat einen historischen Wert als einer von drei Schleppern, die für die Santa Fe Railroad Bargen über die San Francisco Bay brachten, neben ihr noch die „Paul P. Hastings“ und die „John R. Hayden“. Diese sank am 27.1.1992 auf 1500 Meter tiefem Wasser vor Point Arena nach einer Kollision mit der „Dock Express 20“ auf 39°9.0' N, 124°10.5'. W, nur die „John R. Hayden“ ist noch in Oregon aktiv.
Quelle:Tim Schwabedissen




Nautic 1 (Bild: Feuerwehr Gelsenkirchen)   Großbild klick!
400 Tonnen Schlacke versanken mit der Nautic 1 in Gelsenkrichen
(22.12.13) Das holländische Binnenschiff „Nautic 1“, 1192 ts (EU-Nr. 2309936), das am 21.12. im Gelsenkirchener Hafen Grimsberg mit 400 Tonnen Schlacke, einem Drittel der insgesamt geplanten Beladung, an Bord zerbrach und sank, wurde von der Feuerwehr mit einer Ölsperre umgeben. Das Schiff muss mit einem Kran gehoben werden.
Während sich der Bug mit dem vorderen, leeren Laderaum gut zwei Meter über die Wasserlinie gehoben hat, ist die Mittschiffssektion gesunken. Die dreiköpfige Crew hatte die „Nautic 1“rechtzeitig verlassen können und wurde vom Rettungsdienst untersucht. Als um 11.30 Uhr die Feuerwehr alarmiert worden war, hatte der Untergang aber nicht mehr abgewendet werden können. Im Hafen sind die Firmen Baums & Co, den Betonhändler Allmix und die WSA GmbH aus, eine RAG-Tochter, die sich auf Umschlag, Aufarbeitung und Granulierung von Metall-Schrotten spezialisiert hat, ansässig. Neben Booten der Wasserschutzpolizei war die Feuerwehr mit 36 Kräften und 14 Fahrzeugen im Einsatz. Die Wasserschutzpolizei Essen leitete Ermittlungen ein.
Die 86,84 Meter lange und 8,2 Meter breite “Nautic 1”, die 2,52 Meter Tiefgang hat, wurde 1957 bei Hilgers, Rheinbrohl, erbaut und kam als “Vola” für die Transport Mij NV in Rotterdam in Fahrt. 1967 wurde sie zur “Thermo IV” der Vola Transport Mij NV in , 1980 zur “Orka” des Hesbow Handels & Scheepvaartbedrijf BV in Rotterdam, 1981 zur “Tan Y Mar” von M.W.P.T. Peters in Oosterhout, 1983 zur “Carpe Diem” von M.A. Buijks in Wessem, 1992 zur “Lambada” von J.F. Goovaert in Merelbeke, 2000 zur “Franca 9” der Vof. Servart - Siemens in Millingen, 2005 zur “Franca”, 2006 kam sie als “Esperance” für die Vof. C. v.Wijngaarden & L.C.J. Mandemaker in Kapelle in Fahrt, wurde 2008 zur “Estafette “ der Vof. Scheepvaartbedrijf Estafette (D.M.Blauwekiel) in Groningen, 2009 zur “Leho 1” des Leho BV Scheepvaartbedrijf in Nijmegen und 2013 zur “Nautic 1” der Damco BV in Werkendam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lange Nacht vor Carteret
(22.12.13) Am Abend des 19.12. erlitt zwischen Carteret und Serq das sieben Meter lange Sportboot “Vieux Bougre” in Seenot. Der Skipper alarmierte nach Motorausfall das CROSS Jobourg, konnte aber bei schlechter Sicht keine Position angeben. Mithilfe des Semaphors in Carteret und des Kutters “Gavroche 2” gelang es, den Standort aber herauszufinden, und aus Carteret lief das Rettungsboot “SNS 143 - Les Trois Grunes” aus.
Das Boot wurde um 18.30 Uhr von der “Gavroche” östlich von Ecréhou entdeckt und auf den Haken genommen. Nachdem das SNSM-Boot ebenfalls vor Ort war, übernahm es den Schlepp, doch mehrfach brach die Trosse, und beim Eintreffen vor Carteret war der Wasserstand zu niedrig zum Einlaufen. Erst am nächsten Morgen um sieben Uhr konnte es in den Hafen gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht bei Cold Spring Inlet zerbrochen
(22.12.13) Am 20.12. lief die 47 Fuß lange Yacht “Tiffiny” nördlich des Cold Spring Inlet in Lower Township auf Grund. Das Boot kenterte, doch die Insassen konnten von der Coastguard gerettet werden. Sorgen bereitete aber ein 250-Gallonen-Dieseltank. Die Coast Guard konnte ihn bislang wegen rauer See nicht vom Wrack bergen, das 25 Fuß nördlich der Mole des Inlet in der Brandungszone auseinanderzubrechen begann. Am 21.12. trieben bereits Trümmer an die Strände des Coast Guard Training Center. Am 22.12. sollte das Wetter sich noch weiter verschlechtern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutterreeder verlor zweites Schiff in einem Jahr
(22.12.13) Vier Fischer aus Canso wurden am 22.12. gegen neun Uhr nach mehreren Stunden aus einer Rettungsinsel vor Sable Island gerettet, nachdem ihr Kutter “Gentle Lady” der W.T. Grover Fisheries Ltd. aus Larrys River gesunken war. Sie waren auf Seegurkenfang gewesen, als sie gegen vier Uhr rund 70 Meilen östlich von Sable Island in Seenot gerieten. Der Kutter “Ocean Concord” der Clearwater Seafoods Ltd. befand sich am nächsten zu der Posiution des Notsignals und wurde um Hilfe ersucht.
Noch vor dem Eintreffen der Canadian Coast Guard entdeckte dessen Crew die Rettungsinsel und nahm die Schiffbrüchigen auf. Ein Cormorant Helikopter und eine Hercules sowie Boote der Coastguard waren ebenfalls auf dem Weg ins Seegebiet und sollten die Geretteten übernehmen und nach Louisburg bringen. Vor Ort waren schlechte Wetterbedingungen mit zwei Meter hoher See, Nebel und Regen. Im Juli 2013 hatte die W.T. Grover Fisheries Ltd. bereits die “All Seven” nach Wassereinbruch 200 Kilometer östlich von Halifax verloren, die Crew hatte damals ein britischer Tanker gerettet. Damit versank binnen eines Jahres die Hälfte ihrer kleinen Flotte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer in La Rochelle
(22.12.13) Am 21.12. um 1.30 Uhr brach auf einem litauischen Bulkcarrier im Handelshafen von La Pallice in einer Kabine ein Feuer aus. Die Feuerwehr von La Rochelle wurde alarmiert, doch gelang es bereits der Crew, den Brand mit Bordmitteln zu löschen. Die Feuerwehr rückte mit zwei Fahrzeugen an, kontrollierte die Brandstelle und lüftete das Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen




Boot vor Sharm el Sheikh gesunken
(22.12.13) Am 21.12. sank die ägyptische “Sea Queen” mit fünf Mann an Bord. Ein Überlebender und ein Toter wurden bislang gerettet. Das Boot war im Roten Meer vor der ägyptischen Küste vor dem Resort Sharm El-Sheikh gesunken. Der Überlebende führte Rettungskräfte zur Untergangsstelle. Er hatte die ganze Nacht geschwommen, ehe er ein Ölrig erreichte. Eine Leiche trieb unterdessen an die Küste. Der Eigner Karim Fayed hatte Alarm geschlagen, nachdem er am Abend Kontakt zu dem Schiff verloren hatte. Grenzschutz und Marine leiteten eine Suchaktion ein.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter vor St. Johns aufgegeben
(22.12.13) Die US Coast Guard rettete am 21.12. zwei Fischer, deren 73 Fuß langer Kutter ”Carolina Girl 3” in der Mündung des St. Johns River bei Jacksonville, Florida, auf Grund gelaufen war. Die Coast Guard Jacksonville fing einen Mayday-Ruf auf, nachdem das Schiff an der Nordseite der Molen der Flussmündung aufgelaufen und leckgeschlagen war. Von der Station Mayport lief ein 45-Fuß-Boot um 23:51 Uhr aus. Mit zwei Pumpen wurde begonnen, den Havaristen zu lenzen, doch wegen der Stärke des Wassereinbruchs wurde die Crew von dem Boot übernommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Nemesis III (Bild: Cyprus Dive Centre Association)
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Tauchriff entsteht vor Zypern – erstes von vier Schiffen versenkt
(21.12.13) Vor Zypern wurde am 20.12. der Trawler "Nemesis III" als erstes von vier Schiffen als künstliches Riff versenkt. Zwei Stunden nach Beginn des Untergangs versank er um 13:03 Uhr vor der Küste von Protaras in Paralimni auf 23 Metern Tiefe. Das Schiff legte sich langsam nach Backbord über und ging nach zwei Stunden auf Tiefe.
Auf 15 Booten verfolgten Schaulustige den Untergang. Zuvor war es entsprechend der Richtlinien des UN Environment Programme Mediterranean Action Plan gereinigt worden. Es handelte sich um den 1956 erbauten ehemaligen Trawler “Thalia”, der 1987 nach Zypern kam und im östlichen Mittelmeer und vor Libyen auf Fang ging. Die Länge betrug 24,5 Meter, die Breite 6.30 Meter. Der zyprische Umweltminister Nicos Kouyialis sagte, dass neue Wrack solle die marine Biodiversität erhöhen, der Erholung von Ökosystemen dienen und den Tauchtourismus stärken.
Alle nationalen und internationalen Standards bei der Reinigung wurden dabei eingehalten. Im Sommer 2014 sollen der ehemalige sowjetische Trawler “Costandis”, die “Lady Thetis”, die 1950 in Deutschland entstand, und ein Kreuzer aus dem 2. Weltkrieg folgen. Das Projekt kostet 300,000 Dollar und wurde kofinanziert von der EZ, dem European Fisheries Fund 2007-2013 und der zyprischen Regierung. Das bekannteste Tauchwrack vor Zypern ist derzeit der Roro-Frachter “Zenobia”. Der damals brandneue 12,000-Tonner kenterte vor 33 Jahren vor Larnaca mit über 100 Lkw an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Rhein-Herne-Kanal zerbrochen
(21.12.13) Auf dem Rhein-Herne-Kanal knickte im Hafen von Grimberg, Gelsenkirchen, am 21.12. ein Binnenschiff beim Beladen mit Schrott mittschiffs ein. Ob bei den Ladearbeiten Fehler gemacht wurden oder das Alter des Schiffes eine Rolle spielte, war noch unklar. Das Achterschiff sank, während der Bug in die Höhe emporragte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Binnenschiff auf Rhein gestrandet
(21.12.13) Als bei Rheinkilometer 459.700 ein Binnenschiff in Talfahrt rechtsrheinisch bei Gernsheim, einen Schubverband passieren lassen wollte, kam es dabei auf dem Fasanengrund fest. Die normalerweise bei Kilometer 460 liegende rote Fahrwasser-Tonne war zuvor in den Mittagsstunden von einem unbekannten Schiff abgefahren worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarien im Eisgang
(21.12.13) Am 15.23. erlitt der unter St.-Kitts-Flagge laufende Frachter “Sandra II” im Eisgang einen Riss in den Ballasttanks, als er kurz nach dem Auslaufen aus Azov einem Eisbrecher folgte. Das Schiff war mit 3000 Tonnen Weizen für die Türkei beladen. Es ankerte zur Reparatur auf der Reede von Eysk. Die “Sandra II”, 3134 tdw (IMO-Nr.: 7640756), wurde 1976 erbaut und läuft für die Sandra Shipping Co. in St. Petersburg.
Der kambodschanische Frachter “Aspro” lief am Morgen des 20.12. im Eysk Kanal auf Grund, als er durch eine Eisscholle vertrieben wurde. Die “Aspro”, 3260 tdw (IMO-Nr.: 8867026), wurde 1974, erbaut und läuft für das Black Sea Shipping Management in der Ukraine.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Newlyn eingeschleppt
(21.12.13) Am 19.12. erlitt der Kutter , "Joy of Ladram" (MMSI-Nr.: 235099244) 33 Meilen südlich von Lizard Point Maschinenschaden. Das RNLI-Boot aus The Lizard wurde um 16.15 Uhr alarmiert und war binnen 90 Minuten vor Ort. Die “Rose” nahm den 25 Meter langen Trawler aus Newlyn bei 6-7 Beaufort in Schlepp. Das Boot der Penlee-Station, die "Ivan Ellen", lief um 21 Uhr aus und war eine Stunde später an dem Schleppzug vier Meilen westlich von Lizard Point und übernahm den Havaristen, der gegen ein Uhr in Newlyn eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Mobile Bay gekentert
(21.12.13) Am Morgen des 21.12. begann in der Mobile Bay der 40 Fuß lange Krabbenkutter “Dreamer” in Seenot. Die U.S. Coast Guard fing um 11:30 Uhr einen Notruf auf. Der Kutter war bereits fast gesunken und lag südwestlich des Mobile Bay Shipping Channel. Ein anderer Kutter barg die zweiköpfige Crew, bevor die Küstenwache eintraf, und brachte sie zur Dog River Marina. Der Kutter lag halb unter Wasser auf der Seite beim Middle Bay Lighthouse.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Offiziere auf Kreuzfahrtschiff bei Rettungsaktion leicht verletzt
(21.12.13) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff “Carnival Valor” rettete am Morgen des 21.12 .fünf Personen von einem sinkenden Sportboot. Dabei erlitten zwei Decksoffiziere leichte Schnittverletzungen. Das Schiff der Carnival Cruise Lines befand sich vor der Küste von St. Maarte, als auf der Brücke ein Notruf aufgefangen wurde. Das Motorboot war in stürmischer See in Seenot geraten. Ein Rettungsboot wurde aufgesetzt und nahm die drei Männer und zwei Frauen auf. Sie wurden an Bord des Kreuzfahrers untersucht und versorgt. Es war am 15.12. aus San Juan ausgelaufen und machte nach der Aktion in St. Phillipsburg fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Star of Grenaa geborgen
(21.12.13) Der Kutter "Grenaa Star" aus Hartlepool wurde am 21.12. auf dem Tyne geborgen. Am Morgen gelang es der Tyne & Wear Marine, assistiert von Arbeitern des Port of Tyne und dem Hafenkapitän, den Rumpf abzudichten und das Wasser auszupumpen. Danach wurde sie zwischen die “Prosper” der Tyne & Wear Marine und das Arbeitsboot "Sir Bobby Robson" genommen und zu der früheren Readheads Yard am Tyne Dock gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Löscharbeiten Golden Miller
(Bild: Nelson Mattos)   Großbild klick!
Explosion und Feuer auf Gastanker des Bernhard-Schulte-Schiffsmanagements
(20.12.13) Auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Flüssiggastanker “Golden Miller”, 11361 BRZ (IMO-Nr.: 9021667), brach am Terminal in Aratú, Brasilien, am 17.12. um 17.40 Uhr beim Laden von 5800 Tonnen für Mexiko bestimmten Propangases nach einer Explosion in einem Kompressor im Maschinenraum ein Feuer aus.
Der Brandherd befand sich mittschiffs im Kompressorraum. Die 15-köpfige Crew wurde evakuiert, zwei wurden leicht verletzt und nach kurzer Krankenhaus-Behandlung wieder entlassen. Die Feuerwehr von Port Aratú ging, seeseitig von drei Schleppern mit Löschkanonen unterstützt, gegen den Brand vor, der aber erst am Abend des 18.12. gelöscht werden konnte.
Die leicht verletzten Besatzungsmitglieder konnten nach medizinischer Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen werden. Die Companhia das Docas do Estado da Bahia (Codeba) schickte zwei Inspektionsteams zur Untersuchung der Unfallursache.
Feuerwehr und Marine blieben vorerst vor Ort. Während die Ladetätigkeiten von Gas unterbrochen blieben, konnte der übrige Hafenbetrieb weiter laufen. Der Tanker der in Singapur ansässigen Petredec wurde schwer beschädigt. Das 1993 erbaute Schiff der Petredec Ltd., das eine Tragfähigkeit von 16225 Tonnen hat, wird vom Bernhard Schulte Shipmanagement Singapur gemanagt.
Quelle:Tim Schwabedissen



15 Schiffe sitzen bei Tacloban und Gujuan noch auf Strand
(20.12.13) Nach Angaben der Philippine Coast Guard in Tacloban müssen nach dem verheerenden Taifun 15 gestrandete Schiffe, von denen sich neun unweit des Ortes befinden, von den Versicherungen untersucht werden. Die anderen liegen in Gebieten um Guiuan, Ost-Samar. Unter einigen der Schiffe könnten sich immer noch Leichen befinden. Bislang entdeckten Mitarbeiter der Küstenwache fünf Tote unter den Schiffen. Es handelt sich bei den Havaristen um zwei Schlepper und eine Barge der Vicente Lao Construction; die “Star Hilongos” der Roble Shipping Lines Inc., die “Jaguar” der Tacloban Oil Mills (TOMI); die „Tomi Elegance“ von TOMI; die „Eva Jocelyn“ der Eva Shipping Lines, die „Gayle“ der Unilink Shipping Lines; die “David” der Candano Shipping Lines; die “Rosman” der Richmond Ng; die „Ligaya-V“ der Avega Brothers Integrated Shipping Corp.; die „Eastern Star“ der Lilygene Shipping Lines sowie die „RKK Uno“, „Lancer“ und „Lady of Fatima“, deren Eigner unbekannt sind. Zwei der Schiffe waren in Barangay Anibong bei ihrer Strandung über Behausungen getrieben, wobei einige Bewohner ums Leben kamen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kollision in Papenburg
(20.12.13) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "FB Glory", 1585 BRZ (IMO-Nr.: 8521414), kollidierte in der Nacht zum 19.12. um kurz nach Mitternacht in Papenburg mit einem am Kai liegenden Binnenschiff. Als der Frachter ablegen wollte, kam es beim Umsteuern der Maschinenanlage von Vorausfahrt auf Zurück zu einem Maschinenausfall. Dadurch wurde das 82 Meter lange Schiff kurzzeitig manövrierunfähig und rammte mit seinem Bug das Binnenschiff. An beiden Schiffen entstand geringer Sachschaden. Die „FB Glory“ machte am Morgen des 20.12. in Cuxhaven fest
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Kanalschleuse in Brunsbüttel
(20.12.13) Am 19.12. rammte der niederländische Frachter „Pitztal“, 5624 BRZ (IMO: 8918708), kurz nach 8 Uhr beim Einlaufen in die kleine Südschleuse ein Schleusentor, als er von Rotterdam kommend auf der Reise nach St. Petersburg in den Nord-Ostsee-Kanal einlaufen wollte. Dabei wurden sowohl der Bug des Schiffes wie auch Schleusentor leicht beschädigt- Die „Pitztal“ durfte die Reise um 10 Uhr nach Kiel fortsetzen, wo Sachverständige am Voith-Kai nach dem Festmachen um 18.30 Uhr den Schaden am Bug untersuchten. Zwei Stunden später durfte der Frachter die Reise fortsetzen und sollte am Nachmittag des 22.12. in St. Petersburg eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Longliner gekentert, fünf Vermisste
(20.12.13) Der unter Vanuatu-Flagge laufende, 1993 erbaute Longliner “Heng Hong 168” (IMO-Nr.: 8991652) kenterte am Morgen des 19.12. um vier Uhr in rauer See mit vier Meter hohen Wellen drei Meilen westlich des Leuchtfeuers Horsburgh vor Pengerang in Singapur. Ein Polizeiboot rettete gegen acht Uhr sechs Mann der 11-kööpfigen Crew aus einer Rettungsinsel. Die übrigen fünf wurden noch vermisst. Zwei Super Puma Helikopter der Republic of Singapore Air Force, zwei Patroullienboote der Marine, zwei der Küstenwache und ein Taucherschiff der Resolve Salvage & Fire (Asia), sowie 60 Handelsschiffe beteiligten sich an einer Suchaktion.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl aus Lady Eva wird abgepumpt
(20.12.13) Die Coast Guard beauftragte am 17.12. die Firma Moran Environmental, das Öl und umweltgefährdende Substanzen aus dem gesunkenen Kutter “Lady Eva” im Shem Creek in Mount Pleasant, South Carolina, zu entfernen. Am Morgen des 18.12. war die Coast Guard informiert worden, dass das 70 Fuß lange Schiff an seinem Liegeplatz sinke. Daraufhin wurde eine Ölsperre ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor dem Untergang bewahrt
(20.12.13) Personal der Coast Guard Station Montauk und der Air Station Cape Cod assistierten am 17.12. dem 26 Fuß langen Kutter “Caitlan & Mairead” nahe Montauk Point, nachdem es zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum gekommen war. Um 14.30 Uhr hatte die vierköpfige Crew der “Caitlan & Mairead” die Notlage 26 Meilen südlich von Montauk Point gemeldet.
Sie versuchte, des eindringenden Wassers mit der Lenzpumpe Herr zu werden und nach Montauk zurückzukommen. Zunächst wurde ein halbstündiger Funkkontakt mit der Coast Guard vereinbart, doch um 17.30 Uhr spitzte sich die Lage zu, als der Wassereinbruch zunahm und die Maschine ausfiel. Bald war das Wasser bis auf Deckshöhe gestiegen. Die Crew legte die Überlebensanzüge an und machte die Rettungsinseln klar. Doch den Seenotrettern gelang es, mit weiteren Lenzpumpen den Maschinenraum wieder zu lenzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Langer Einsatz für kleines Boot
(20.12.13) Vor Carteret geriet in der Nacht zum 20.12. das sieben Meter lange Sportboot “Vieux Bougre” in Seenot, nachdem zwischen Sark und Carteret die Maschine ausgefallen war. Der Skipper konnte bei schlechter Sicht und ohne GPS keine präzise Position an das CROSS Jobourg durchgeben. Doch mithilfe des Semaphors in Carteret und dem Kutter „Gavroche 2“ konnte nach und nach der Ort ermittelt wreden, und das SNSM-Boot „SNS 143 – Les Trois Grunes“ lief aus Carteret aus.
Um 18.30 Uhr hatte der Kutter das Motorboot östlich von Ecréhou aufgespürt und auf den Haken genommen. Später übernahm das Rettungsboot den Schlepp nach Carteret. Da aber mehrfach die Trosse brach, war der Wasserstand beim Eintreffen dort zu niedrig zum Einlaufen. Vor Portbail wurde bis sieben Uhr abgewartet, ehe das Boot endlich an den Kai gebracht werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



11 Fischer und 15 Tonnen Fisch gerettet
(20.12.13) 11 vietnamesische Fischer wurden am Morgen des 18.12. 60 Meilen südöstlich von Nha Trang City in der Zentralprovinz Khanh Hoa von der „SAR 27-01“ des Maritime Rescue Coordination Centre gerettet, deren Kutter am 17.12. um 21.30 Uhr in rauer See manövrierunfähig geworden war. Die Maschine war ausgefallen, und Wasser drang ein. Das Rettungsschiff lief gegen ein Uhr aus nahm die „KH 98118“ auf den Haken und brachte sie in den Fischereihafen auf Phu Quy Island in der Binh Thuan Provinz ein. Der Havarist war einen Monat bei Truong Sa (Spratly Islands) auf Fang gewesen und nun mit 15 Tonnen Fisch an Bord auf dem Heimweg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Bergung der Kutterwracks im Jarvis Creek in Sicht
(20.12.13) Ein weitere Deadline, die den Eignern der zwei Kutter “Lady Essie” und “Dianie”, die im Jarvis Creek auf Hilton Head Island gestrandet liegen, vom S.C. Department of Health and Environmental Control gestellt wurde, ist verstrichen. Joseph Wright von Hilton Head Island und Essie Lambert aus Savannah hatten bis zum 16.12. Zeit, die Wracks zu räumen, andernfalls wurde eine Strafe von 1,800 Dollar fällig, die sich jeden weiteren Tag um 100 Dollar erhöht.
Nun wollte die Town of Hilton Head Island die Wracks übernehmen und für geschätzte 175,000 Dollar räumen lassen. Am 21.8. waren die beiden Bootseigner aufgefordert worden, die Schiffe binnen eines Monats zu bergen. Am 2.12. wurde eine weitere von 15 Tagen eingeräumt, ohne dass etwas geschah.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährcrew soll vor Untergang betrunken gewesen sein
(20.12.13) Die Passsagiere der gesunkenen Fähre “Francis Gerena” sagten nach ihrer Rettung aus, dass der größere Teil der Crew beim Auslaufen des Schiffes aus Honiara am Morgen des 18.12. betrunken gewesen sei. Das überladene Schiff war acht Meilen nördlich von Anuha Island auf der Fahrt nach Nord-Malaita gesunken. Als das Schiff Florida verließ, begann es ungewöhlich zu rollen, obwohl die See nicht übermäßig bewegt war. Dann wurden die Fahrgäste informiert, dass es einen Wassereinbruch gäbe und man sich auf das schlimmste vorbereiten sollte. Die Fähre hielt auf Malaita zu, bis die Maschine stoppte und sie zu sinken begann. Ein Besatzungsmitglied gab an, die beiden Lenzpumpen seien ausgefallen, woraufhin der Maschinenraum volllief. Daraufhin wurden die Fahrgäste angewiesen, das Schiff zu verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Britisches Landungsboot rammte Personenfähre
(20.12.13) Das Landungsboot HMS “Raleigh” der Royal Navy kollidierte auf dem Weg zu einer Übung im Plymouth Sound am 19.12. gegen 10 Uhr mit der Cremyll Fähre auf dem River Tamar nahe der Mayflower Marina in Stonehouse, Plymouth. Die Fähre, die Cremyll in Cornwall und Stonehouse verbindet, wurde beschädigt und musste aus dem Dienst genommen werden, das Landungsboot kehrte zur Devonport Naval Base zurück. Dessen dreiköpfige Crew blieb ebenso wie die beiden Passagiere der Fähre und deren Crew unverletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Leckage außer Betrieb
(20.12.13) Die Fähre “William Inglis”, die von den Toronto Islands zum Festland verkehrt, musste am 18.12. außer Dienst gestellt werden, nachdem in der Nacht ein Leck entdeckt worden war. Am 20.12. um 6.30 Uhr sollte die Ersatzfähre “Ongiara” den Dienst übernehmen, die noch im Trockendock lag. Bis dahin musste die “Marilyn Bell I”, die den Billy Bishop Airport, den Inselverkehr übernehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Passagiere auf britischer Fähre im Sturm verletzt, Autos beschädigt
(20.12.13) Drei Passagiere der britischen Fähre "Hrossey", 11720 BRZ (IMO-Nr.: 9244960), wurden in der Nacht zum 19.12. verletzt und mehrere Fahrzeuge im Wagendeck beschädigt, als das Schiff auf dem Weg nach Aberdeen in schwere See geriet. Zwei der Verletzten wurden in Kirkwall behandelt. Die Havarie ereignete sich, als das Schiff das Auskerry Lighthouse beim Einlaufen in den Shapinsay Sound gegen 23 Uhr passierte. Es verließ Hatston am Morgen des 19.12. um 8.10 aUhr wieder und setzte die Fahrt nach Aberdeen fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre bei Battery Island freigeschleppt
(20.12.13) Am 19.12. um 8.30 Uhr wurde die Fähre "Adventure", die bei Battery Island nahe Southport. auf einer Sandbank saß, von dem Schlepper "Cape Hatteras" der Moran Towing Company wieder freigeschleppt und über den Cape Fear River zum Wilmington Marine Center gebracht. Die Coast Guard setzte die Untersuchung der Havarie fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Solvåg (Bild: Kent Bandholm)   Großbild klick!
Solvåg aus Glommen in Skagen geborgen
(19.12.13) Die dänische Firma J.A. Rederiet hat am 17.12. am Morgen mit der Bergung des schwedischen Kutters “Solvåg” (MMSI-Nr.: 266251000) vor Skagen begonnen. Der Trawler, der ein Gewicht von 150 Tonnen hatte, wurde von dem Schwimmkran "Sanne A" angehoben, wobei die zum Bergungsschiff umgebaute Fähre “Susanne A" aus Horsens asssistierte. Der Kutter lag in sehr flachem Wasser mit nur 1.5 Metern Wassertiefe am Heck.
Er wurde, nachdem der Kran ihn angehoben hatte, in tieferes Wasser gezogen und am Abend schwimmfähig gemacht und für den Transport nach Frederikshavn vorbereitet. Hier traf er am 18.12. gegen Mittag ein und wurde bei der Abwrackwerft JATOP an Land gesetzt. Nach einer Inspektion durch die schwedische Unfalluntersuchungskommmission soll er abgebrochen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Grenaa Star (Bild: Coastguard)   Großbild klick!
Skipper der Grenaa Star nach Havarie wegen Trunkenheit verhaftet
(19.12.13) Der 53 Jahre alte Skipper des Kutters "Grenaa Star" wurde am 17.12. verhaftet, nachdem sein Schiff gegen die Pier in South Tyneside geprallt war und am Littlehaven Beach auf Grund gesetzt wurde. Er stand unter dem Verdacht, betrunken am Ruder gewesen zu sein. Am 18.12. wurden mehrfach Versuche unternommen, den auf der Backbordseite liegenden und bei Flut weitgehend versunkenen Kutter zu bergen.
Doch wegen der starken Schäden am Unterwasserbereich des Bugs zeitigten sie keinen Erfolg, und es könnte jetzt bis Weihnachten dauern, das Schiff wieder flottzumachen. Dazu sollte es so weit auf den Strand gezogen werden, dass die Lecks abgedichtet werden könnten. Doch das Wasser lief am Nachmittag nicht hoch genug auf.
Nun wurde vorsorglich eine Ölsperre ausgebracht. Der Port of Tyne war in Kontakt mit der Versicherung, der Sunderland Marine Mutual Ltd., um die weiteren Maßnahmen zu koordinieren. Auch der South Tyneside Council, die Polizei und die Coastguard waren dabei involviert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischa ein Totalverlust
(19.12.13) Nach der Bergung des österreichischen Polizeiboots „Fischa“ wurde am 18.12. der Schaden in der Polizeiwerkstatt am Wiener Handelskai inspiziert. Dabei stellte sich heraus, dass das 2008 überholte Boot ein Totalverlust war, allerdings könnte ein Teil der Ausrüstung vielleicht noch in anderen Booten weiter verwendet werden. Eineinhalb Monate lang ist das Boot in neun Meter Tiefe am Grund der Donau gelegen. Einige Schäden am Wrack sind auch durch die Bergung entstanden, weil Beschläge aus dem Rumpf gerissen wurden. Was mit dem Wrack passiert, war noch unklar. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen nach der Kollision sowohl gegen den Kapitän der „Stadt Wörth“ wie auch gegen den Schiffsführer des Polizeiboots eingestellt. Auf die Versicherung des Tankerreeders Wolfgang Kettinger in Wörth am Main kommen aber noch Schadenersatzforderungen zu.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter nach Kühlungsborn eingeschleppt
(19.12.13) Der manövrierunfähige Fischkutter „Anja“ wurde von den freiwilligen Seenotrettern der DGzRS aus Kühlungsborn am Nachmittag des 17.12. in den Hafen von Kühlungsborn geschleppt. Die „Anja“ mit Heimathafen Rerik war zwischen Kühlungsborn und Warnemünde in Höhe des Ostseebades Nienhagen etwa eineinhalb Seemeilen vor der Küste auf Fangreise, als plötzlich die Ruderanlage infolge eines Hydraulikschadens ausfiel.
Sofort alarmierte er die DGzRS, und wenige Minuten später lief die „Konrad Otto“ aus. Als sie kurz darauf beim Havaristen eintraf, hatte der Fischer seinen Kutter bereits mit einem Anker provisorisch gesichert. Bei Windstärken von vier Beaufort aus West und einem Seegang bis zu 0,75 Metern schleppte das Rettungsboot den zehn Meter langen Fischkutter in den Hafen von Kühlungsborn.
Quelle:Tim Schwabedissen



13 Mann nach Kollision in Yangtse-Mündung gerettet
(19.12.13) Nach der Kollision des chinesischen Frachters "Ding Yao Jing Sheng" (MMSI-Nr.: :412753720) mit dem griechischen Containerfrachter “COSCO Ningbo”, 109149 BRZ (IMO-Nr.: 9305582), in der Mündung des Yangtse River am 15.12. um 6.20 Uhr wurden alle 13 Besatzungsmitglieder unversehrt abgeborgen.
Sie wurden gegen 7.30 Uhr von der "Donghaijiu 117" des Donghai Rescue Bureau an Bord genommen. Der 99 Meter lange Bulkcarrier war von Ningbo in der Zhejuan Provinz nach Lianyungang in der Jiangsu Provinz unterwegs gewesen. Er wurde bei der Kollision aufgerissen und entwickelte Schlagseite. Auch die in der Nähe befindliche "Hua Xiang 628" assistierte nach dem Unfall.
Die Schiffbrüchigen wurden dann auf ein Patroullienboot der Shanghai Maritime Safety Administration übergeben. Die „Dojghaijiu 117“ blieb weiter vor Ort, um den beschädigten Frachter zu überwachen. Die “COSCO Ningbo” lag am 18.12. noch in Shanghai, die “Ding Yao Jing Sheng” lag am 18.12. vor der Flussmündung vor Anker. Die “COSCO Ningbo” hat eine Tragfähigkeit von 107492 Tonnen und eine Containerkapazität von 9383 TEU. Sie wurde 2006 erbaut und läuft für die Costamare Shipping Co. SA.
Quelle:Tim Schwabedissen



Colin Archer wird in Hvide Sande repariert
(19.12.13) Die Hvide Sande Skips & Baadebyggeri wurde beauftragt, die norwegische Colin Archer "Wyvern" (MMSI-Nr.: 257563910), die am 11.7. in der Ostsee gesunken war, zu reparieren. Das 116 Jahre alte Schiff Ende Dezember oder Anfang Januar 2014 in Hvide Sande eintreffen, wo die "Wyvern" wieder in den Zustand vor dem Untergang gebracht werden wird. An Rumpf, Ausrüstung, Rigg, Maschine und Elektronik wie Elektrik müssen Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Die Werft arbeitet dabei mit dem Stavanger Maritime Museum zusammen. Im Sommer 2014 soll die "Wyvern" wieder seeklar sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Jäger bei Sitka gerettet
(19.12.13) Die Coast Guard Air Station schickte am 17.12. einen Sitka MH-60 Jayhawk Helikopter zur Rettung zweier verletzter Bootsfahrer, deren 32 Fuß langes Sportboot “Atlantis“ in der Peril Strait nahe des Salisbury Sound 25 Meilen nordöstlich von Sitka mit hoher Fahrt auf Felsen gelaufen war. Beide Männer wurden beim Aufprall vorübergehend bewusstlos, doch gelang es ihnen, das schwer beschädigte Boot noch nach Sitka zu steuern. Ein Coast Guard-Helikopter war rasch vor Ort. Auch die Sitka Mountain Rescue kam zu Hilfe.
Sie fanden im Bootsinnern ein Chaos vor, der Bug war eingedrückt. Die beiden Jäger wurden mit Brüchen und Schnittverletzungen per Helikopter ins Mt. Edgecumbe Hospital in Sitka gebracht, einer zur weiteren Behandlung von dort nach Seattle. Zuvor hatte die “Kiwi” das Boot an einen nahen Strand zwischen Whitestone Cove und High Water Island gezogen, von wo die Crew des Jayhawk einen der beiden Männer aufnahm, der andere wurde direkt von der „Atlantis“ abgeborgen.
Die Sitka Mountain Rescue schleppte das Boot dann nach Sitka. An der Starrigavan Rampe wurde es gegen 18 Uhr auf einen Trailer gesetzt. Der Schaden wurde auf 30,000 Dollar geschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Shem Creek gesunken
(19.12.13) Die Coast Guard Charleston war im Shem Creek in Mount Pleasant, South Carolina, am 18.12. im Einsatz, nachdem der 70 Fuß lange Kutter “Lady Eva” am Kai der Wando Seafood Company Wassereinbruch erlitten hatte und gesunken war. Der Eigner informierte um 2.20 Uhr die Coast Guard, dass sich nur wenig Kraftstoff an Bord befunden hatte. Eine Ölsperre wurde um das Schiff ausgelegt, und SeaTow mit der Bergung beauftragt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsversuch für “Adventure” gescheitert
(19.12.13) Am 18.12. wurde versucht, die auf einer Sandbank festsitzende und bei Ebbe trocken fallende Fähre "Adventure" bei Battery Island nahe Southport, North Carolina, zu bergen. Dazu waren Einsatzkräfte der Bald Head Island Transportation seit 10:30 im Einsatz. Sie versuchten ohne Erfolg, den Hochwasserstand zu nutzen. Nun sollte ein Bergungsplan für die Coast Guard erarbeitet werden, bevor weitere Maßnahmen stattfanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladung ging auf Warnow über
(19.12.13) Der deutsche Frachter “Karina W", 1022 BRZ (IMO-Nr.: 8208062), entwickelte am Nachmittag des 13.12. auf dem Breitling in Rostock bis zu 30 Grad Schlagseite. Schlepper der benachbarten Schlepperstation kamen dem Havaristen zu Hilfe und zogen ihn in ein Hafenbecken zurück. Das Schiff hatte zwei Großmotoren von Caterpillar an Bord. Bei einer Kursänderung verrutschte auf der Wendeplatte nach dem Loswerfen die Ladung.
Mit Hilfe der Schlepperbesatzung wurde am Kai Ballastwasser umgepumpt und der Frachter dadurch wieder auf ebenen Kiel gebracht und stabilisiert. Dann ging es zurück zu Caterpillar. Dort wurden die Motoren mit einem Kran wieder richtig positioniert und überprüft, ob sie Schaden genommen hatten. Am 14.12. lief der Frachter dann zur Peters-Werft in Wewelsfleth aus, um seine Fracht, die unbeschädigt geblieben war, abzuliefern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maritime Coastguard Agency fordert Konsequenzen aus Kutteruntergängen
(19.12.13) Der Skipper des Trawlers "Audacious", der am 10.8.2012 an der schottischen Nordostküste sank, hatte das Ruderhaus in der halben Stunde vor Eintritt des Unglücks mehrfach verlassen, wurde bei einer Untersuchung der Maritime and Coastguard Agency herausgefunden. Die sechsköpfige Crew war gerettet worden, nachdem das in Buckie beheimatete Schiff 45 Meilen östlich von Aberdeen unterging. Sie hatten es aufgeben müssen, nachdem der Maschinenraum geflutet worden war, woran entweder der Hauptseewassereinlass oder das Kühlsystem Schuld war.
Ein Alarm im Ruderhaus wurde nicht bemerkt, bis es zu spät war. Die Untersuchung war parallel zu jener zum Untergang des Kutters "Chloe" 22 Tage später 17 Meilen südwestlich von Bolt Head in Devon durchgeführt. In beiden Fällen stellte sich heraus, dass die Überwachung der Seewasserrohre verbessert werden müsse.
Auch auf der “Chloe” war der Maschinenraum vollgelaufen. Bereits als die „Harvest Hope“ im August 2005 verloren ging, waren bei der Überwachung der Systeme Mängel vom MCA festgestellt worden. Diese empfahl der Scottish Fishermen’s Federation und der National Federation of Fishermen’s Organisations aus den Untergängen die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überladene Solomonen-Fähre gesunken – 400 Menschen gerettet
(19.12.13) Die Passagierfähre “Francis Gerena” sank am 18.12. zwischen Ngella und der Malaita Provinz vor den Florida Islands. Die Solomon Islands Maritime Safety Administration (SIMSA) schickte am späten Nachmittag vier Schiffe und einen Helikopter zu Hilfe. Die Fähre war unterwegs von Honiara nach North Malaita. Es gelang, alle 389 Passagiere zu retten. Das Schiff war offenbar überladen gewesen und hätte nicht auslaufen dürfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterte Atlantikruderer gerettet
(19.12.13) Zwei Atlantikruderer wurden am 17.12. von dem unter Singapur-Flagge laufenden Bulkcarrier “Sunshine Bliss", 40070 BRZ (IMO-Nr.: 9401996), gerettet, nachdem ihr Boot bei dem Talisker Whisky Atlantic Challenge mehrfach gekentert und beschädigt worden war. Ed Curtis aus Conwy und sein Freund Nick Rees wurden gegen 15 Uhr an Bord des Frachters geholt, der sie mit nach Gibraltar nahm.
Die beiden, die unter dem Teamnamen Team Neas Energy unterwegs waren, hatten sich an dem Event beteiligt, um mitzuhelfen, 250000 Dollar zur Bekämpfung von Brustkrebs einzuwerben 16 Teams waren von La Gomera ins 3,000 Meilen entfernte Antigua unterwegs, was bei 24-stündigem Rudern in zwei Schichten sechs Wochen dauern sollte. Die erste Kenterung fand am 15.12. vor Gibraltar statt, doch die beiden machten weiter.
Am 17.12. schlug das Boot erneut um, und die Coastguard konnte das Boot nicht orten, weil der Peilsender schadhaft war. Weil es zu unsicher schien, weiter zu rudern, wurde beschlossen, aufzugeben, und die "Sunshine Bliss", die von Vila do Conde nach Gibraltar unterwegs war, wurde zu dem wenige Meilen entfernten Boot dirigiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Adventure" auf Schlick (Bild: USCG)   Großbild klick!
Fähre mit voller Fahrt auf Sandbank gelaufen – 13 Verletzte
(18.12.13) Die 23 Meter lange Bald Head Island-Fähre "Adventure" (MMSI-Nr.: 367195440) lief am 17.12. vor Battery Island nahe Southport, North Carolina, mit 53 Passagieren und einer dreiköpfigen Crew an Bord auf eine Sandbank. Sie hatte eine Viertelstunde zuvor die Depp Point Marina in Southport mit Kurs auf das 30 Meilen entfernte Inselresort auf Bald Head Island verlassen. Der Aufprall erfolgte mit hoher Geschwindigkeit, Gegenstände und Passagiere flogen durch den Innenraum. 13 Personen wurden verletzt.
Die Military Ocean Termination Sunny Point, das Brunswick County, Towboat US und Southport EMS assistierten der daraufhin alarmierten Coast Guard bei der Behandlung der Verletzten. Die Coast Guard North Carolina schickte ein 47- und ein 25-Fuß-Boot von der Station Oak Island sowie das Patroullienboot „Bayberry“, das ein flach gehendes Beiboot hatte, das für die Evakuierung geeignet war. Das New Hanover Regional Medical Center schickte einen AirLink-Helikopter, der zwei Patienten ins Krankenhaus flog.
Eine Frau wurde in einer Trage von Bord gebracht, doch keine der Verletzungen war lebensbedrohlich. 10 Personen waren leicht und zwei mittelschwer verletzt, nur die Frau ernsthaft. Die verbliebenen Fahrgäste mussten wegen der Lage des Schiffes in extrem flachen Wasser in kleinen Gruppen von drei bis vier von Bord gebracht werden. Sie wurden dann mit den beiden Rettungsbooten zur Deep Point Marina gebracht.
Die passierende Schifffahrt wurde nach der Havarie aufgefordert, die gestrandete Fähre langsam zu passieren, um Schäden durch Wellenschlag zu vermeiden. Der gesamte Deep Point-Fährservice wurde gestoppt, bis die Coastguard sicher gestellt hatte, dass der Havarist ohne Gefährdung passiert werden könnte. Bergungsversuche sollten am 18.12. mit der Flut um 7:50 Uhr angegangen werden. Bald Head Island Limited forderte dazu einen Schlepper an. Inspektoren der Coast Guard Wilmington leiteten eine Untersuchung ein. Das Ergebnis wurde aber erst in mehreren Monaten erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Grenaa Star (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Kutter nach Kollision sinkend auf Strand bei Tynemouth gesetzt
(18.12.13) Der 18 Meter lange Kutter "Grenaa Star", 46 BRZ (MMSI-Nr.: 235000489), aus Hartlepool kollidierte am 17.12. um 6.30 Uhr heftig mit der Südpier in Tynemouth. Dabei erlitt er schwere Schäden am Bug, und Wasser drang ein. Die Humber Coastguard alarmierte um 6.35 Uhr die RNLI-Boote aus Tynemouth. Auch das Lotsenboot “Collingwood” aus Tyne kam zu Hilfe.
Es gelang dem Skipper, sein wegsackendes Schiff dicht vor den Little Haven Beach in South Shields zu manövrieren. Als die Rettungsboote eintrafen, lag es bereits tief im Wasser, und der Kiel berührte den Grund. Zwei Rettungsmänner gingen mit Lenzpumpen an Bord. Der Skipper wurde mit Verletzungen durch ein Polizeiboot abgeborgen und in die Royal Victoria Infirmary in Newcastle gebracht.
Es gelang währenddessen den zwei verbliebenen Besatzungsmitgliedern, die bis 9.30 Uhr an Bord aushielten, die Treibstoffzufuhr abzuschotten. Am Strand war inzwischen auch das Sunderland Coastguard Rescue Team eingetroffen. Bei Ebbe wurde festgestellt, dass weiteres Pumpen sinnlos war, weil das Schiff inzwischen fest auf Grund saß und bei Flut wegen der erheblichen Schäden wohl auch nicht wieder aufschwimmen würde.
Dann wurden die beiden Fischer ebenfalls abgeborgen und an Land gebracht. Die Seenotretter der RNLI brachten den Anker der “Grenaa Star” zum Strand aus, um ein Abtreiben zu verhindern und brachten dann die Fischer zum North Shields Fischereikai, wo sie um 9:30 Uhr eintrafen. Am 18.12. sollte die Bergung des auf der Seite liegenden Kutters angegangen werden. An der Pier in Tynemouth entstand bei der Kollision nur geringer Sachschaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polizeiboot nach sieben Wochen wieder über Wasser
(18.12.13) Sieben Wochen nach der Kollision mit dem deutschen Binnentanker "Stadt Wörth", 2042 ts (EU-Nr.: 04302860), am 29.10. erschien das österreichische Polizeiboot „Fischa“ am Nachmittag des 17.12. zwischen der Brigittenauer- und Reichsbrücke wieder an der Wasseroberfläche der Donau. Zunächst hatte ein Taucher Probleme gehabt, das Wrack bei Null Sicht zu finden, dann rissen zwei Ösen bei der Hebung. Doch nach acht Stunden Arbeit erschien gegen 16 Uhr das äußerlich gut erhaltene Boot mit dem Bug nach oben in den Hebestropps einer Kranbarge hängend am Tageslicht. Die Hebung war nicht nur deshalb notwendig, weil sich in den Tanks noch Treibstoff befand, sondern auch, um weitere Erkenntnisse zum Unfallhergang zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bulkcarrier in Chittagong aufgelaufen
(18.12.13) Der kambodschanische Bulkcarrier “Voyager K” lief beim Ansteuern von Chittagong am 17.12. gegen 13.20 Uhr auf Grund. Das Schiff war mit 22500 Tonnen Weizen aus der Ukraine beladen, von denen 3500 Tonnen auf der Reede von Leichtern übernommen worden waren. Das Schiff war dann zum Silo an der Getreidemole von Chittagong unterwegs, als es bei Niedrigwasser festkam. Es sollte mit der Flut um 22 Uhr wieder freikommen. Die „Voyager K”, 26591 tdw (IMO-Nr.: 8507535), wurde 1985 erbaut und hat als Manager die Trans Marine Co. Ltd. im Libanon.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bargen bei Corpus Christi kollidiert
(18.12.13) Zwei Bargen kollidierten am 17.12. gegen zwei Uhr im Corpus Christi Ship Channel nahe Ingleside. Der Anhang des Schleppers "Yellowfin", 499 BRZ (IMO-Nr.: 9565584) war auslaufend mit einer Barge der entgegenkommenden, 13 Meter langen "Capt. Warren" (MMSI-Nr.: 367009240) zusammengestoßen. Dabei wurde eines der Fahrzeuge aufgerissen. Die Barge der "Yellowfin" hatte 4.2 Millionen Gallonen Gasöl an Bord, die der "Capt. Warren" war unbeladen. Es gab keine Verschmutzung. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge in New York leckgeschlagen
(18.12.13) Am 17.12. schlug eine Barge vor New York leck. Um 12:17 Uhr wurde die Coast Guard New York von dem Skipper des 28 Meter langen Schleppers “Patricia“ (MMSI-Nr.: 367519170) verständigt, dass die Barge, die er schob, Wasser nahm und vorlastig wurde. Ein Rettungsboot der Coast Guard Station New York,&xnbsp;das Patroullienboot “Hawser”&xnbsp;sowie ein Boot der New York Harbor Police kamen zu Hilfe, lenzten die Barge und eskortierten den Verband nach Claremont, New Jersey. Die Barge hatte 400 Tonnen recyceltes Plastik geladen. Es kam zu keiner Gewässerverschmutzung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flying home for Christmas
(18.12.13) Die 11-köpfige Crew des unter Panama-Flagge laufenden Frachters "Navi Wind", 3120 BRZ (IMO-Nr.: 8410380), soll bis zum 20.12. die ausstehende Heuer von insgesamt rund 100000 Dollar erhalten und noch vor Weihnachten heim fliegen. Ihr Schiff hatte am 6.12. in Argentia Schutz gesucht, nachdem es auf dem Atlantik auf der Fahrt in die Türkei mit einer Ladung Altmetall in einen Sturm und schwer beschädigt worden war. Es war zu Wassereinbruch im Maschinenraum gekommen, als bis zu 17 Meter hohe Wellen über das Deck brachen.
Der Kapitän Pero Metkovic sagte hinterher, es sei der schlimmste Sturm gewesen, in den er je geraten sei. Am 13.12. waren das Rote Kreuz, die kanadische Marinepolizei und Anwohner der Crew zu Hilfe gekommen, nachdem diese geklagt hatte, dass es nicht ausreichend Nahrung, warme Kleidung und Decken an Bord gäbe. Die Männer kamen aus Griechenland, Kroatien und Slowenien. Es wurden 200 Liter Wasser, Thermodecken und Winterjacken an Bord gebracht. Eine örtliche Bäckerei spendete Milch und Brot. Die Seemannsgewerkschaft International Transport Workers Federation nahm sich derweil des Problems der ausstehenden Heuern an.
Der Frachter hatte von Anfang 2012 bis vor kurzem als „Lady Remington III“ in St. John’s gelegen und war erst unlängst in “Navi Wind” umbenannt worden. Es war dann von Transport Canada freigegeben worden und hatte in Argentia die Schrottladung an Bord genommen. Wenige Tage darauf geriet es in der Nacht zum 4.12. in der Placentia Bay den Sturm, und es kam zu mehreren Verletzungen an Bord. Die Maschine fiel nach dem Wassereinbruch aus, und die “Navi Wind” konnte mit knapper Not in den Hafen zurück geschleppt werden. Hier stellte Transport Canada über 25 Mängel fest. Was aus dem verlassenen Frachter wird, war noch unbekannt.
Es war am 25.9.2010, damals unter dem Namen “Lugela”, auf Position 0723 N 06449 O rund 900 Meilen vor Eyl bei Somalia gekapert worden, als es mit einer 12-köpfigen ukrainischen Crew und einer Ladung Stahl nach Mauritius unterwegs war. Am 26.9. hatten die Piraten das Schiff schon wieder verlassen, weil es ihnen nicht gelungen war, es unter Kontrolle zu bekommen, und Hilfe heran eilte. Der Frachter steuerte dann zur Untersuchung Mumbai an. Der Frachter wurde 1984 bei der Sietas-Werft in Hamburg als „Albatros“ erbaut.
1985 wurde er zur „Tequila Moonshine“, 1986 zur „Albatros 1“, 1987 zur Amonitas“, bis 1992 lief er als „Frauke“ und „Scott Albatros“, um dann als „Saigon Empress“ und „Zim Saigon“, „Monika“, Thor Sofia“ und bis 2011 als „Lugela“ zu firmieren. Er ist 88 Meter lang, 15,46 Meter breit, hat 6,47 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4281 Tonnen. Management ist die Mermaid International Shipping in Piräus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Bargen in Quebec gestrandet
() Am Abend des 15.12. verlor der kanadische Schlepper “Andre H”, 317 BRZ (IMO-Nr.:5404172), der mit dem Baggerschiff “I.V.8” und den Bargen “I.V. 9” und “I.V.10” von Gaspé zur Île-aux- Coudres unterwegs war, in einem Schneesturm bei zwei Meter hohen Wellen und 30 Knoten Wind die beiden Bargen. Sie trieben dicht bei Anse-Pleureuse in Haute-Gaspésie ab. Eine von ihnen sank in flachem Wasser, die andere strandete am felsigen Ufer. Die Feuerwehr Mont- Louis war als erstes vor Ort, gefolgt von der Sûreté du Québec und der Coast Guard, um die Dieseltanks auszupumpen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Strandung der “Amorella” wird untersucht
(18.12.13) Am 16.12. begann die Untersuchung in die Strandung der finnischen Fähre "Amorella" im Seegebiet der Åland-Inseln. Eine Gruppe von Inspektoren sollte herausfinden, warum der Backup-Generator nicht ansprang, als der Blackout eintrat. Außerdem war zu klären, warum es nicht gelang, das Schiff in ausreichendem Tempo in den flachen Gewässern des Archipels wieder manövrierfähig zu bekommen, nachdem sich die Maschine beim Umschalten durch unzureichende Brennstoffzufuhr abgeschaltet hatte. Zunächst galt es unter Leitung von Risto Haimila der Safety Investigation Authority Informationen zu sammeln, die Crew zu befragen und Kontakt mit der Reederei herzustellen. Die Abläufe auf der "Amorella", die noch in Rauma zur Reparatur lag, die Lage am 14.12. und das Schiff selbst sollten unter die Lupe genommen werden, um Empfehlungen für die Zukunft zu erarbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kapitän wegen Trunkenheit am Ruder verurteilt
(18.12.13) Der russische Kapitän des unter Antigua-Flagge laufenden Frachters "Ran", 1943 BRZ (IMO-Nr.: 8511940), wurde am 17.12. vom Malmöer Distriktsgericht für schuldig gesprochen an der Strandung des Frachters am 23.11. vor Landskrona. Er sei alkoholisiert gewesen und auf Wache eingeschlafen, als er allein auf der Brücke war. Sein Blutalkoholwert war 0,4 Promille gewesen. Er selbst stritt die Schuld ab, räumte aber ein, drei Bier getrunken zu haben. Sein Schiff war am 24.11. geborgen worden, er selbst in Haft gelandet.
Die Verurteilung erfolgte nur einen Tag, nachdem der Kapitän des unter Gibraltar-Flagge laufenden Chemikalientankers "Stenberg", 11395 BRZ (IMO-Nr.: 9283978), am 16.12. verhaftet worden war, nachdem er mit einem Alkoholwert von 1,2 Promille von Ventspils kommend nach Stenungsund einlaufen wollte. Das Schiff hatte 15000 Tonnen Naphta geladen.
Als der Lotse an Bord kam, stellte er fest, dass der Kapitän nicht in der Lage war, zu navigieren, daraufhin ließ er Anker werfen und alarmierte die schwedische Küstenwache, die einen Atemalkoholtest durchführte. Danach kam der Kapitän in die Arrestzelle in Uddevalla. Der Tanker lief gegen 10 Uhr in den Hafen ein und ging am selben Abend mit neuer Schiffsführung auf die Weiterreise nach Brofjorden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Diesmal soll River Princess wirklich verschwinden
(17.12.13) Arihant Ship Breakers werden am 25.12. mit der Bergung der verbliebenen Teile des Wracks des Bulkcarriers “River Princess“ in Goa beginnen. Vertreter der Berger haben eine Präsentation vorgelegt, wie sie die Reste räumen wollen. Die Arbeit soll binnen 70 Tagen abgeschlossen sein und vom Goa Shipyard überwacht werden, um sicher zu stellen, dass diesmal nichts auf dem Meeresgrund vor Candolim zurück bleibt. Arihant Ship Breakers hatten im Mai 2012 angegeben, dass die Räumung abgeschlossen sei, doch bei einer anschließenden Untersuchung stellte sich heraus, dass große Teile des Rumpfes noch im Sand begraben lagen. Danach erarbeitete Arihand neue Pläne.
Quelle:Tim Schwabedissen




626 Passagiere auf philippinischer Fähre gestrandet
(17.12.13) Die philippinische Fähre “Trans-Asia 5” erlitt am 15.12. auf der Fahrt nach Cebu mit 626 Passagieren an Bord gegen 23 Uhr Maschinenausfall. Neun Stunden zuvor war sie aus Cagayan de Oro ausgelaufen. Eine andere Fähre, die „Asia Pacific”, nahm den Havaristen unter Eskorte der Küstenwache in Schlepp zum nächstgelegenen Hafen. Als die Maschine stoppte, befand sich das Schiff sieben bis acht Meilen östlich der Suquijor-Provinz und war bis zum Morgen des 16.12. in südliche Richtung abgetrieben. Es befand sich nun 12 Meilen vor Plaidel am Nordende der Insel Mindanao. Zwei Schlepper übernahmen die letzte Etappe nach Cagayan de Oro City. Die “Trans-Asia 5”, 4790 BRZ (IMO-Nr.: 8817083), wurde1989 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl aus Weltkriegswrack soll abgepumpt werden
(17.12.13) Vor St. Helena island im Südatlantik soll das verbliebene Öl aus dem Wrack der Flottentankers RFA “Darkdale” abgepumpt werden. Das britische Verteidigungsministerium und die Regierung von St. Helena haben entsprechende Vereinbarungen getroffen, nachdem im Mai ein Team der Salvage and Marine Operations in England das Wrack des Tankers, der im Oktober 1941 von einem deutschen U-Boot torpediert wurde, untersucht hatte. Seitdem hatte das Schiff immer wieder kleine Ölmengen verloren, doch als es 2010 zu einem größeren Ölaustritt gekommen war, war die Untersuchung beschlossen werden. Nun wurde empfohlen, das Öl abzupumpen, und das britische Verteidigungsministerium wird dies finanziell unterstützen. Das Schiff liegt in zwei Teilen auf dem Meeresgrund. Das Achterschiff liegt auf seiner Backbordseite und hat schwere Torpedoschäden. Der Bug liegt kieloben und ist in gutem Zustand. Hier werden noch zwischen 2,326 und 4,952 m³ Öl vermutet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter erlitt Wassereinbruch vor Belle Ile
(17.12.13) Am 16.12. um 10:20 Uhr wurde das CROSS Etel alarmiert, nachdem der neun Meter lange Kutter "Scoubidou" (MMSI-Nr.: 227683480) aus Quiberon mit drei Mann an Bord drei Meilen nördlich der Belle-Ile Wassereinbruch erlitten hatte. Das SNSM-Boot aus Crouesty lief aus und setzte ein dreiköpfiges Team mit einer Pumpe an Bord ab. Der Kutter wurde in Schlepp genommen. Ein Dragon 56 Helikopter des Zivilschutzes flog eine weitere Pumpe zum Havaristen, und auch das SNSM-Boot aus Quiberon kam zu Hilfe. Um 11:20 Uhr war die Leckage entdeckt und konnte abgedichtet werden. Der Kutter wurde dann nach Quiberon eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter der Strahlmann-Reederei im Sturm vor Norwegen abgeschleppt
(17.12.13) Am 14.12. erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Rysum", 1662 BRZ (IMO-Nr.: 9015424), der Brunsbütteler Reederei Erwin Strahlmann eK von Glasgow kommend 12 Meilen nördlich von Svinøy-Feuer bei Stad Maschinenausfall. Der norwegische Notfallschlepper "Boa Heimdal" lief aus Måløy aus und erreichte den Havaristen, gegen knapp sechs Meter hohe Wellen ankämpfend, binnen 2,5 Stunden. Nachdem einer Schleppverbindung hergestellt war, gelang es der "Boa Heimdal", den Frachter so lange gegen die See zu halten, bis auch der Schlepper "Max Mammoth" aus Ålesund eingetroffen war. Gemeinsam zogen die beiden Schiffe die 1991 auf der Rosslauer Schiffswerft erbaute "Rysum" samt ihrer achtköpfigen Crew dann in den Schutz des Hafens von Ålesund. Hier machte es am 15.12. um 1.30 Uhr fest und trat am 17.12. um sechs Uhr die Weiterreise nach Ulsteinvik an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshore-Schlepper blind im Sturm
(17.12.13) Am 15.12. um 13.40 Uhr geriet der holländische Offshore-Schlepper “Boulder", 2311 BRZ (IMO-Nr.: 8516988), mit einer 180 Meter langen Barge auf dem Haken von Verdal kommend vor Norwegen in Schwierigkeiten. In einem Sturm mit Wellenhöhen von 15-20 Metern fielen Radar und AIS aus. Die "Boulder" bat über Funk, in ruhigere Gewässer gelotst zu werden. Zwei Stunden später war der Notfallschlepper "Boa Heimdal" vor Ort und leitete den Schleppzug nach Vanylvsgapet. Er blieb die folgenden fünf Stunden auf Standby bei der "Boulder", bis gegen 21 Uhr der Schlepper "Filex“ Übernahm. Nachdem die "Boulder" den Vanylvsfjord in der Seljesanden-Gemeinde von Sogn og Fjordane erreicht hatte, wurde die Barge am Kai vertäut, während die "Boulder" Kurs auf Ålesund zur Reparatur der Navigationsausrüstung nehmen sollte, wenn sich das Wetter beruhigt hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter geborgen und gesunken
(17.12.13) Das norwegische Rettungsboot "Erik Bye" kam am 16.12. einem gestrandeten, rund 10 Meter langen Kutter zu Hilfe, der um 12.45 Uhr bei Hallarøya an der Südseite von Smøla auf eine Schäre gelaufen war. Eine Stunde nach dem Notruf war der Rettungskreuzer vor Ort, auch ein Fischfarmversorger war zu Hilfe gekommen. Der Kutter lag mit starker Schlagseite in stürmischer See auf einer Untiefe. Bei einem Versuch des Versorgers, ihn abzuschleppen, brach die Trosse. Mithilfe einer Lenzpumpe gelang es vorerst, eindringendes Wasser unter Kontrolle zu halten. Das Rettungsboot hatte eine stärkere Trosse, mit der es gegen 14 Uhr auch gelang, den Holzkutter freizuschleppen. Doch dieser hatte offenbar so starke Schäden erlitten, dass er binnen weniger Minuten versank. Der Skipper war vorher abgeborgen und auf den Versorger übergesetzt worden. Auch ein Rettungshubschrauber aus Ørlandet war aufgestiegen, jedoch wieder zurückgekehrt, als sich abgezeichnet hatte, dass die Lage nicht dramatisch war. Nach dem ungeplanten Ende der Aktion kehrte auch die „Erik Bye“ nach Kristiansund zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Massenkarambolage auf der Donau in Kroatien
(17.12.13) Ein österreichisches Schiff kollidierte in der Nacht zum 16.12. um 1.35 Uhr auf der Donau bei Aljmas gegen vier Ankerlieger. Der serbische Rudergänger blieb unverletzt, während drei Männer, die sich auf den ankernden Schiffen befanden, leicht verletzt wurden. Sie kamen in die Universitätsklinik von Osijek. Zum Zeitpunkt des Unfalls bei Flusskilometer 1.375 herrschten dichter Nebel und schwierige Wetterbedingungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Fischa hat begonnen
(17.12.13) Das auf der Donau im Oktober nach der Kollision mit einem Binnentanker gesunkene Wiener Polizeiboot „Fischa“ sollte am Vormittag des 17.12. geborgen werden. Durch kräftigen Wind verursachter Wellenschlag, starke Strömung und niedrige Wassertemperaturen erschwerten den Einsatz der Berger in neun Metern Tiefe. Ein Bergungsschiff war am Morgen über dem Wrack verankert worden, das zwischen der Brigittenauer- und der Reichsbrücke liegt. Strömung und Schneetreiben machten der 20-köpfigen Crew die Arbeit schwer. Ein Taucher soll eine Trosse am eine Tonne schweren Wrack anbringen, die dann an einen Kran angeschlagen wird. Noch offene Fragen zur Unfallursache sollen im Zuge der Untersuchung des Wracks geklärt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack deutschen Minenlegers auf dem Weg nach Vlissingen
(17.12.13) Das Wrack des deutschen Minenlegers “MFPO 920” wurde, nachdem keine Munition an Bord entdeckt wurde, auf einem Ponton nach Ost-Vlissingen transportiert. Allerdings konnte Rijkswaterstaat noch keine komplette Entwarnung geben, da sich noch einen halben Meter hoch stehender Schlamm im Wrack befand. Zwei Schlepper bugsieren das Schiff nun durch den Walcheren-Kanal.
Quelle:Tim Schwabedissen



Großbrand zerstörte Motoryacht in San Diego
(17.12.13) Eine Frau wurde gerettet, nachdem das 57 Fuß lange Motorboot “Sea Siesta” am 16.12. auf Harbor Island in Brand geraten und gesunken war, einen Tag, nachdem es an der San Diego Bay Parade of Lights teilgenommen hatte. Um 12.30 Uhr stellten zwei Arbeiter, die wegen Problemen mit der Elektrik an Bord des Bootes tätig waren, ein Feuer fest. Die Eignerin war unter Deck und wurde durch ein Bulleye gezogen. Sie hatte den Brand noch gar nicht bemerkt. Ihre 1963 er baute Chris-Craft Constellation lag in der Sunroad Resort Marina vor dem Harbor Drive. Als die Feuerwehr eintraf, stand sie bereits komplett in Flammen. Extreme Hitze verhinderte, dass die 40 Einsatzkräfte zum Brandherd vordringen konnten. Zwei Boote der Wasserschutzpolizei San Diego unterstützten sie mit deren Wasserkanonen. Binnen 50 Minuten hatten sie das Feuer aber niedergekämpft. Wenig später begann sich das Wrack auf die Seite zu legen und versank im Hafenbecken. Der Schaden am Boot betrug 70,000 Dollar. Es sollte mit Schwimmkörpern wieder Auftrieb bekommen und zur South Bay Marine Group geschleppt werden. In den Tanks waren noch 1,500 Gallonen Diesel. Die aus Holz und Fiberglas gebaute Yacht konnte als Bed and Breakfast gechartert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kranbarge barg Raddampfer
(17.12.13) Der gesunkene Raddampfer “Spirit of Kelowna” wurde am 16.12. von einer Kranbarge vor dem Kalamoir Park gehoben. Hier hatte er seit dem Frühjahr gelegen. Eine Ölsperre war ausgebracht worden, und ein Taucherteam inspizierte das Schiff vor der Bergung. Polizei und Feuerwehr hatten aber festgestellt, dass nur sehr geringe Ölmengen ausgelaufen waren. Die Arbeiten wurden durch Vertreter des District of West Kelowna und des Regional District of Central Okanagan sowie des Ministry of Environment überwacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler scheiterte vor Barbados
(17.12.13) Ein Einhandsegler musste Mayday funken, nachdem seine Yacht “Tangaroa” im Atlantik leckgeschlagen war. Nachdem das Wasser in der Kajüte immer höher stieg, musste der Londoner das Boot 700 Meilen vor Barbados aufgeben. Die Falmouth Coastguard fing den Notruf auf und alarmierte die Kollegen auf Martinique, die ein Handelsschiff ausmachten, das den Segler aufnehmen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



14 Vermisste vor Capurgana
(17.12.13) Die kolumbianische Coastguard startete am 16.12. die Suche nach 14 Menschen, die nach einem Schiffbruch vor Nordwest-Antigua vermisst wurden. Ein Boot war auf der Fahrt von Turbo zu einem Beachresort auf Capurgana auf einen Felsen gelaufen. Nur ein Überlebender wurde seither gefunden. Er hatte sich binnen einer halben Stunde schwimmend an Land retten können. Zwei Boote waren vor Ort auf der Suche nach den übrigen Bootsfahrern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Boote bei Explosion in Fareham zerstört
(17.12.13) In Fareham, Hampshire, kam es zu einer Explosion, die das 37 Fuß lange Stahlboot “Intrepid” komplett zerstörte und zwei weitere schwer beschädigte. Sie ereignete sich am 15.12. um 10.30 Uhr bei der Werft Portsmouth Marine Engineering (PME) udn wurde durch eine Gasflasche oder einen schadhaften Hochdruckkocher verursacht. Trümmer flogen 50 Meter weit durch die Luft. Ein an Bord der „Intrepid“ befindliches Paar überstand die Explosion wie durch ein Wunder unversehrt. Ein anderer Bootsskipper half ihnen aus den zusammengebrochenen Aufbauten, während giftiger Rauch aufstieg und Flammen um sich griffen. Der Schaden betrug mindestens 20,000 Pfund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot kenterte in Kurve – drei Tote
(17.12.13) Drei Personen kamen ums Leben, als am 15.12. ein Boot mit 15 Fahrgästen auf dem Ranchi kenterte. Ein Dutzend wurden lebend gerettet, drei weitere im Krankenhaus für tot erklärt. Das Boot war in der Mitte des Sees eine scharfe Linkskurve gefahren, dadurch wurden die Menschen, die drinnen saßen, auf die andere Seite geschleudert, und das Boot verlor das Gleichgewicht und schlug um.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Amorella (Bild: Jonas Bergsten)   Großbild klick!
Beschädigte Amorella wird in Rauma repariert
(16.12.13) Nachdem die finnische Fähre „Amorella“, 43384 BRZ (IMO-Nr.: 8601915), am 15.12. kurz nach Mitternacht, eskortiert von dem Patroullienboot „Tursas“ und dem Schlepper „Harald“ in Mariehamn am Stadsgårdskai festgemacht hatte, konnten die Passagiere am Morgen das Schiff verlassen. Sie mussten wegen Probleme mit der Gangway durch das Autodeck an Land gehen. Einige von ihnen hatten aus eigener Initiative den Rückweg von Mariehamn organisiert. Am Nachmittag kehrten die nach Finnland bestimmten Passagiere auf der “Viking Grace”, die von Turku gekommen war, zurück, während die Reisenden von Stockholm bereits am Morgen an Bord der „Rosella“ gingen. Alle 1853 Fahrgäste waren unversehrt geblieben, doch hatten viele, die keine der Kabinen gebucht hatten, die Nacht auf den Decks verbracht.
Das Schiff war am 14.12. um 18.36 Uhr wieder von den Felsen abgekommen und hatte dann geankert, damit die Untersuchungen durch per Hubschrauber eingeflogene Taucher abgeschlossen werden konnten. Diese berichteten um 20.50 Uhr von einem einen Meter langen Riss in einem Ballasttank. Daraufhin wurde der Fähre die Genehmigung zur Weiterfahrt erteilt, und sie ging ankerauf. Gegen 14 Uhr am Folgetag verließ sie den Hafen von Mariehamn wieder und nahm Kurs auf Rauma, wo sie um 22.40 Uhr an der örtlichen Werft festmachte, wo das eingedrungene Wasser gelenzt wurde, ehe die Reparatur begann. Am 17.12. sollte die Arbeit abgeschlossen und das Schiff am 18.12. wieder in Fahrt gebracht werden.
Die Havarie hatte sich wegen Arbeiten an einigen Systemen im Maschinenraum ereignet. Beim Umschalten von einem zu einem anderen startete dieses nicht. Die Treibstoffzufuhr zu den 2-Megawatt-Hilfsdieseln fiel aus, daraufhin schalteten diese ab. Dadurch versagte das Kühlsystem, und eine Minute nach der ersten Havarie fiel auch die Hauptmaschine aus, woraufhin es zu dem Total-Blackout kam.
Es gelang nicht mehr, das System rechtzeitig wieder hochzufahren. Mit zwei Knoten Restfahrt lief das Schiff drei Minuten später auf eine Schäre bei Långnäsvägen.
Die “Amorella” wurde von der Viking Line auf der Route Turku—Mariehamn/Långnäs—Stockholm eingesetzt. Sie wurde 1988 von Brodogradilište Split in Jugoslawien erbaut. Die Fähre wurde 1986 von der SF Line, einem Partner des Viking-Line-Konsortiums, geordert. Das geplante Lieferdatum war März 1988, aber durch Verzögerungen im Bau wurde sie nicht vor September fertiggestellt. Mit Ausnahme kurzer Zeitabschnitte in den Jahren 1997, 1998 und 2002 bediente die “Amorella” durchgehend die Route Turku—Mariehamn/Långnäs—Stockholm. Ursprünglich legte sie nur bei Fahrten tagsüber in Mariehamn an, doch ab Juli 1999 musste sie in beiden Richtungen an den Åland-Inseln anlegen, um den zollfreien Warenverkauf an Bord zu ermöglichen, so dass ein Stopp in Långnäs für die Nachtfahrt eingefügt wurde.
Am 1.2.1993 lief das Schiff nahe Stockholm auf Grund. Es konnte zwar aus eigener Kraft freikommen, aber der Rumpf war beschädigt; Wasser drang ein, und Dieselöl lief aus einem beschädigten Tank. Das Schiff konnte seine Fahrt nach Stockholm fortsetzen, und nachdem alle Passagiere von Bord gegangen und alle Ladung gelöscht waren, ging die die “Amorella” zur Reparatur in die Werft Luonnonmaan Telakka in Naantali.
Am 27.2. 1995 und am 10.10.2001 gab es Brände in Kabinen, die von der Crew gelöscht werden konnten. Am 19.5.2005 gab es ein Feuer in einem auf dem Autodeck geparkten Fahrzeug auf Deck 5, das ebenfalls von der Besatzung gelöscht wurde. Am 4.3. kollidierte das Schiff im Packeis mit der “Finnfellow” und musste von Eisbrechern befreit werden. Das Scijhff ist 169,40 Meter lang, 27,61 Meter breit, hat 6,26 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3690 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf der Donau
(16.12.13) Am 14.12. kollidierte auf der Donau gegen 18.30 Uhr unterhalb des Mühlhammer Kellers das deutsche Binnenschiff. "Carl Presser", 1272 ts (EU-Nr: 4016660“ mit der ebenfalls deutschen "Gau", 1400 ts (EU-Nr.: 04502780). Die talfahrende "Carl Presser" war mit 1.000 Tonnen Sojaschrot von Regensburg nach Österreich unterwegs. Der Schiffsführer vereinbarte mit dem Lotsen der bergfahrenden "Gau", eine Begegnung Steuerbord an Steuerbord. Dazu musste die „Carl Presser“ die tiefe Fahrrinne in der Außenkurve verlassen. Das für den Wasserstand tief abgeladene Schiff kam dabei im Kies fest und drehte sich unmittelbar vor der „Gau“. Deren Lotse versuchte mit einem Voll-zurück-Manöver den Zusammenstoß der Schiffe noch zu verhindern, doch die „Gau“ rammte das Heck der "Carl Presser" an Steuerbord. An beiden Schiffen entstand ein Schaden von jeweils rund 25.000 Euro. Die von Passau kommende "Gau" konnte die Fahrt zum Hafen Deggendorf fortsetzen. Das Schiff war mit etwa 900 Tonnen Eisenrollen beladen. Ein Teil der Ladung wurde im Hafen gelöscht. Noch in der Nacht wurde von Beamten der Wasserschutzpolizei Deggendorf die Havarie aufgenommen. Die "Carl Presser" lag zunächst noch im Kies fest. Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Deggendorf waren bereits in Mühlham vor Ort, als das Schiff plötzlich durch die starke Strömung wieder aufschwamm und mit eigener Kraft weiterfahren konnte. Es fuhr zurück nach Deggendorf. Die Donau blieb derweil unbehindert befahrbar. Für beide Schiffe wurde von der Wasserschutzpolizei ein vorläufiges Weiterfahrverbot erteilt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Athena Seaways rettender Engel für DFDS
(16.12.13) Am 13.12. lief die litauische Fähre "Athena Seaways", 25993 BRZ (IMO-Nr.: 9350680), in Fredericia ein, wo sie die britische Fähre "Corona Seaways", 25609 BRZ (IMO-Nr.: 9357597) auf der Fredericia-Klaipeda-Route bis zum Abschluss der Reparatur des Brandschadens am 19.12. ersetzen sollte. Die "Athena Seaways" war bereits unterwegs vom Mittelmeer zu Einsätzen für die DFDS in der Ostsee gewesen. Die dänische “Britannia Seaways", 24196 BRZ (IMO: 9153032), die seit dem 29.11. in Vigerö liegt, wo Stahlteile auf dem Wetterdeck und am Schanzkleid ersetzt sowie vom Feuer beschädigte Verkabelungen ausgetauscht werden, soll tags darauf, am 20.12., in den Fährdienst zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Shanghai
(16.12.13) Am Morgen des 15.12. um 6.20 Uhr kam es bei Shanghai zu einer Kollision zwischen einem 99 Meter langen und 16 Meter breiten chinesischen Frachter und einem griechischen Containerschiff. Dabei schlug der Frachter leck und erlitt Wassereinbruch. Die 13-köpfige Crew wurde vom Donghai Rescue Bureau um 7:30 Uhr gerettet. Um 8.03 Uhr waren alle an Bord eines Patroullienbootes. Das Schiff war auf der Fahrt von Ningbo in der Zhejuan Provinz nach Lianyungang in der Jiangsu Provincz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fischfabrik
(16.12.13) Auf der russischen Fischfabrik “Planeta” brach am 16.12. im Hafen von Seroglazka Harbor, Petropavlovsk-Kamtschatka ein Feuer aus. Um 03.43 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, und um 0720 Uhr war der Brand gelöscht. Er hatte sich auf 120 Quadratmetern in Verpackungsmaterial ausgebreitet. Es kam zu Schäden an der Elektrik. Die „Planeta“, 2864 tdw (IMO-Nr.: 8883991), wurde 1994 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hapag Lloyd-Frachter Boston Express im Nordpazifik auf den Haken genommen
(16.12.13) Der unter deutscher Flagge laufende Frachter “Boston Express”, 53815 BRZ (IMO-Nr.: 9036909), erlitt im Nordpazifik im Bereich der Position 49 N 173 O am 9.12. südlich der Aleuten auf der Fahrt nach Takoma Maschinenschaden. Am 10.12. lief der japanische Bergungsschlepper “Koyo Maru” aus Kushiro aus und nahm den Frachter am 15.12. auf den Haken. Die “Boston Express”, die im Pacific Atlantic Express Service eingesetzt ist, war am 16.11. aus Tokio nach Takoma ausgelaufen. Container ship Boston Express, Sie hat eine Tragfähigkeit von 67670 Tonnen, eine Containerkapazität von 4639 TEU und wurde 1993 erbaut. Manager ist die Hamburger Hapag-Lloyd-AG. Die „Koyo Maru”, 2474 BRZ (IMO-Nr.: 9162148), wurde 1998 erbaut und hat als Manager die Nippon Salvage Company Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Yaquina Bay gestrandet
(16.12.13) Die Coast Guard Yaquina Bay und Personal der Incident Management Division der USCG Columbia River wurden am 14.12. alarmiert, nachdem der 37 Fuß lange Kutter “Nat” rund 50 Yards südlich der Yaquina Bay auf Grund gelaufen war. Er hatte etwa 700 Gallonen Diesel an Bord. Die Crew hatte um 17.30 Uhr der Coast Guard North Bend den Seenotfall gemeldet. Alle drei schwammen an Land und wurden dort medizinisch betreut.
Ein 47-Fuß-Boot lief von der Station Yaquina Bay aus, stellte aber keinen Ölverlust des halb unter Wasser liegenden Schiffes fest. Über Nacht hämmerte die Brandung weiter auf das Schiff ein und trieb es hundert Fuß weiter. Da es nur noch Schrottwert hatte, sollte es nach Abpumpen des Diesels von einem Bulldozer auf den Strand gezogen und dann ausgeschlachtet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer vor New Jersey vermisst
(16.12.13) Die US Coast Guard suchte bei den Highlands, New Jersey, am 15.12. nach einem vermissten Fischer, nachdem ein Freund ihn gegen 22 Uhr überfällig gemeldet hatte. Der Vermisste war um 18 Uhr auf dem Weg zu Muschelgründen gewesen. Ein Rettungsboot der Station Sandy Hook, ein Helikopter der Air Station Atlantic City und die New Jersey State Police suchten 14 Stunden nach dem Fischer. Sein gesunkenes Schiff wurde unweit der Gründe, die er angesteuert hatte, entdeckt. Das N.J. State Police Sonar and Dive Team wurde in Marsch gesetzt, um das Wrack zu durchsuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Jonesport leckgeschlagen
(16.12.13) Die US Coast Guard kam dem 33 Fuß langen Kutter “Just in Time” zu Hilfe, der bei Jonesport aufgelaufen und unweit des Wellenbrechers der Sawyer Cove leckgeschlagen war. Der Skipper wurde zur Coast Guard Station in Jonesport gebracht. Vier bis fünf Fuß hohe Wellen schlugen über das Heck der „Just In Time“, sodass eine Bergung im Augenblick nicht möglich war. Es lag ungefähr eine Meile von der Coast Guard Station in Jonesport entfernt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier rettete 20 Schiffbrüchige
(16.12.13) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Asia Peace", 4724 BRZ (IMO-Nr.: 9245172), sank in der Straße von Luzon um den 10.12. Er war von Papua Neu Guinea nach China mit einer Holzladung unterwegs. Vor den Nordost-Philippinen geriet die "Asia Peace" in vier bis fünf Meter hohe Wellen, in denen die Ladung überging. Dadurch wurde die Bordwand aufgerissen, es kam zu Wassereinbruch und Schlagseite. Die 20-köpfige Crew funkte Notrufe und gab das Schiff auf. Sie wurde vom Bulkcarrier "Yangtze Eternal", 32573 tdw, gerettet. Die “Asia Peace” war am 5.11. von Davao nach Zhangjiagang ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arklow Field kam Arklow Ruler zu Hilfe
(16.12.13) Der irische Frachter "Arklow Ruler", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9344502), geriet am 15.12. durch Maschinenschaden gegen 23.50 Uhr auf der Reise von Felixstowe nach Newport in Schwierigkeiten. Das Schiff stoppte 2.9 Meilen südwestlich von Bolt Head, Salcombe, und warf Anker. Vor Ort war auflandiger Südwestwind mit 30 Knoten. Der unter derselben Flagge laufende Frachter "Arklow Field" (IMO-Nr.: 9527673) unterbrach seine Reise von Drogheda nach Ipswich und ging 1.2 Meilen entfernt auf Standby, bis am 16.12. gegen acht Uhr der belgische Ankerziehschlepper "Union Boxer" (IMO-Nr.: 9537537), der unterwegs von Zeebrugge nach Luanda in Angola gewesen war, zur Hilfeleistung eintraf. Die "Arklow Field" setzte daraufhin ihre Reise fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegisches Küstenwachschiff bei Havarie schwer beschädigt
(16.12.13) Das norwegische Coastguard-Schiff "Andenes" (MMSI-Nr.: 257021000) wurde bei der Strandung in schwerer See bei Rødbergsodden in der Lenvik-Gemeinde in der Nacht zum 3.12. schwerer beschädigt als zunächst angenommen. Es wurde ihm die Klasse durch Norske Veritas entzogen. Es lag weiterhin in Svolvaer und sollte am 17.12. gedockt werden, um den Schaden exakt festzustellen und eine Reparatur auszuschreiben. Derweil suchte die Küstenwache angesichts des voraussichtlich mehrere Monate dauernden Ausfalls nach einem Ersatzschiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf norwegischer Schnellfähre rasch gelöscht
(16.12.13) Am 14.12. gegen 19 Uhr geriet der Motor eines Pkw, der sich an Bord der norwegischen Fähre "Superpeed 1", 36822 BRZ (IMO-Nr.: 9374519), befand, in Brand. Durch Funkenflug und Rauchentwicklung wurde das Alarmsystem ausgelöst. Es gelang einem von der Brücke aus in Marsch gesetzten Besatzungsmitglied binnen kurzem, den Brand mit einem Feuerlöscher zu ersticken, ehe er sich weiter entwickeln konnte. Das Schiff war auf dem Weg nach Hirtshals. Der Kapitän informierte anschließend die Fahrgäste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Retro-Raddampfer gesunken
(16.12.13) Am Morgen des 15.12. sank der Raddampfer “Spirit of Kelowna” auf dem Okanagan Lake in stürmischer See. Der Untergang wurde gegen acht Uhr entdeckt, als nur noch das Ruderhaus halb aus den Wellen beim Kalamoir Regional Park ragte. Sofort wurden das West Kelowna RCMP und der Bürgermeister von West Kelowna alarmiert.
Aus dem 66 Fuß langen Schiff lief Diesel aus. Es trieb bis hinter den Bereich der Campbell und Casa Loma Roads. Das Schiff, das seit rund einem Jahr nicht mehr in Betrieb gewesen war, lag zu zwei Dritteln unter Wasser. Es war erst im Juni 2012 nach mehreren Jahren Bauzeit fertiggestellt worden. Es war auf dem Rumpf eines Rettungsbootes der U.S. Navy aufgebaut und bot 75 Passagieren Platz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Amorella (Bild: Graensbevakningen)   Großbild klick!
Amorella mit 1945 Passagieren bei Långnäsvägen auf Grund gelaufen
(14.12.13) Die finnische Fähre "Amorella", 43384 BRZ (IMO-Nr.: 8601915), lief auf der Reise von Turku nach Stockholm am 14.12. um 11.40 Uhr auf dem Julgrund östlich der Åland-Inseln auf Grund. Die Havarie ereignete sich vor Föglö unweit von Långnäsvägen.
Dabei wurde ein Ballastwassertank aufgerissen. Der Havarie voran ging ein Blackout, durch den das Schiff manövrierunfähig wurde. Kurz nachdem die 2,014 Menschen an Bord, unter ihnen 1.945 Passagiere, sich im Dunkeln wieder fanden, rumpelte es mehrmals, und das Schiff, das um 7.40 Uhr aus Turku ausgelaufen war, saß fest. Immerhin gab es bald wieder Bordstrom, und Licht wie Lüftung sprangen an.
Einige Menschen griffen zu ihren Rettungswesten und gingen an Deck, wurden aber, als die Passagiere über Bordlautsprecher über die Lage informiert worden waren, wieder zurück beordert. Sie wurden in den öffentlichen Räumen versorgt, die Lage war ruhig. Rettungsboote der Küstenwache Finnlands und der Ålands kamen herbei. Gegen 14 Uhr traf der Schlepper "Harald" (IMO-Nr.: 5412026) der Åland Sea Rescue vor Ort ein, ebenso das Ölbekämpfungsschiff "Svärtan" (MMSI-Nr.: 230992750). Die Fährencrew setzte ein Boot aus, um den Rumpf von außen zu inspizieren.
Ein Taucher stieg ab, um das Unterwasserschiff zu begutachten. Um 16.45 Uhr landete ein Helikopter auf dem Deck der Fähre. Die Untersuchungen zogen sich bis 18.40 Uhr, als der Taucher hochkam, um die Lage zu diskutieren. Auch ein Inspektor war vor Ort. Doch es gab noch keine Hinweise darauf, ob die Fähre mit eigener Kraft flottgemacht würde oder abgeschleppt werden müsste, ebenso unklar war, ob es dann nach Långnäsvägen oder Mariehamn gehen würde.
In Mariehamn könnten die schwedischen Passagiere auf anderen Schiffen nach Schweden zurückgebracht werden, während die finnischen Fahrgäste an Bord blieben könnten. Es sah aber gegen Abend eher nicht so aus, als würde die “Amorella”, wie erhofft, gegen 20 Uhr in Mariehamn liegen. Um 18.45 Uhr schien das Schiff dann in Bewegung zu kommen, und tatsächlich glitt es fünf Minuten darauf von der Schäre. Es nahm dann mit eigener Kraft Kurs auf Mariehamn, wo es zwischen 22 und 23 Uhr erwartet wurde.
Die schwedischen Passagiere sollten dort auf die "Rosella" umsteigen und nach Stockholm gebracht werden. Dazu wurde die 18.30 Uhr-Abfahrt der "Rosella" auf 19:30 Uhr verlegt und dann eine zusätzliche Fahrt nach Stockholm angesetzt. Die finnischen Passagiere sollten bis zum 15.12. an Bord bleiben und um 14.25 Uhr auf der "Viking Grace" nach Turku auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision am Steubenhöft in Cuxhaven
(14.12.13) Am Steubenhöft in Cuxhaven kollidierte am 12.12. um 15.30 Uhr der unter Flagge der Niederländischen Antillen laufende Frachter "Merweborg", 6540 BRZ (IMO-Nr.: 9142552), mit dem unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Roro-Frachter "Caroline Russ", 10488 BRZ (IMO-Nr.: 9197533), als er dort einen Techniker an Bord nehmen wollte. Das Schiff war auf der Fahrt Carteya Guadarranque-Sundsvall. Es entstand erheblicher Sachschaden, die „Caroline Russ“ wurde am Backbord-Vorschiff beschädigt, auch die Aufbauten der „Merweborg“ nahmen Schaden. Aus der Kaikante des Steubenhöfts brachen zudem Betonstücke heraus, als sie vom Steven des Frachters getroffen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen




Vier Schiffbrüchige vor Kinalada gerettet
(14.12.13) Am 13.12. kam die Crew des liberianischen Tankers "BSS Platinum", 9599 BRZ (IMO-Nr.: 9170949), auf der Fahrt Istanbul-Piräus einem Boot mit einer vierköpfigen Crew zu Hilfe, das 2,5 Meilen westlich von Kinaliada im Sinken begriffen war. Der Vessel Traffic Service wurde alarmiert und schickte das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 6" sowie die "Kurtarilan 4". Um 16.55 Uhr wurden die bereits im Wasser schwimmenden Schiffbrüchigen gerettet und um 17:23 Uhr dem Rettungsdienst an Land übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Thomson Celebration mit Maschinenproblemen auf der Elbe in Schlepp genommen
(14.12.13) Das maltesische Kreuzfahrtschiff “Thomson Celebration", 33933 BRZ (IMO-Nr.: 8027298), erlitt kurz nach Verlassen der Werft Blohm & Voss in Hamburg am 13.12. auf der Elbe Antriebsprobleme. Es hatte gegen 10 Uhr vom CTT losgeworfen und machte sich auf die Fahrt nach Teneriffa, wo es am 18.12. erwartet wurde und wieder mit Passagieren in See stechen sollte. Die Fahrt des Schiffes setzte sich zeitweilig auf sieben Knoten herab.
Die beiden Bugsier-Schlepper “Bugsier 9” und “Bugsier 21” wurden zur Assistenz gerufen und nahmen das Schiff auf den Haken. Vor Cuxhaven warfen die beiden Schlepper dann los und liefen, nachdem sie das Schiff noch bis 23 Uhr in die Elbmündung eskortiert hatten, nach Cuxhaven zurück. Ein Brand an Bord während der Überholungsarbeiten hatte die Ablieferung des Schiffes bereits um zwei Tage verzögert. Es gelang der Crew dann, die Maschinenprobleme zu lösen, sodass der Kreuzfahrer am 14.12. mit normaler Fahrtstufe vor Holland unterwegs war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker nach Vietnam abgeschleppt
(14.12.13) Das in Shanghai stationierte Bergungsschiff “De Yong”, 1303 BRZ (IMO-Nr.: 9160073) nahm am 12.12. den unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufenden Chemikalientanker “GS Grand” auf den Haken. Er hatte auf der Fahrt in den vietnamesischen Hafen Ho Chi Minh City von Singapur kommend technische Probleme erlitten. Er wurde am 18.12. in Nordvietnam erwartet. Die “GS Grand”, 13946 tdw (IMO-Nr.: 9020522), wurde 1991 erbaut und hat als Manager die Shipmate Pte. Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Montauk abgeschleppt
(14.12.13) Die Coast Guard nahm am 13.12. den 58 Fuß langen Kutter “Endorphin” 86 Meilen vor der Küste auf den Haken und schleppte ihn nach Montauk, New York. Am Morgen hatte die Coast Guard Long Island Sound Nachricht von dem Wachhabenden in New Haven, Connecticut, erhalten, dass das Schiff mit Maschinenausfall in der See trieb. Das Patroullienboot “Tahoma” aus Kittery erreichte das Schiff in der Nacht, und nach Beginn der Abschleppoperation ging die Wellenhöhe von bis zu 15 auf an die vier Fuß zurück. Ein Rettungsboot der Coast Guard Station Montauk sollte den Schlepp vor dem Montauk Inlet übernehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige vom Bug sinkenden Bootes abgeborgen
(14.12.13) Die Coast Guard rettete am 13.12. zwei Schiffbrüchige, deren 22 Fuß langes Boot 200 Yard vor St. George Island gekentert war. Die Coast Guard Station St. Inigoes wurde um 13:30 Uhr alarmiert und ein 25 Fuß in das Seegebiet entsandt, das gerade in der Gegend trainierte. Es war 10 Minuten später vor Ort und entdeckte die zwei Bootsfahrer auf dem aus dem Wasser ragenden Bug ihres Bootes angeklammert. Die Seenotretter gingen längsseits und bargen die Schiffbrüchigen ab, bevor ihr Boot komplett versank. Sie wurden an der Bootsrampe auf St. George Island zur medizinischen Untersuchung abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladungsverlust vor ‘Ushant
(14.12.13) Am 14.12. um 10:30 Uhr wurde das CROSS von der Crew des italienischen Frachters "Pietro Benedetti", 6351 BRZ (IMO-Nr.: 9580780), informiert, dass in schwerer See mehrere Pakete mit Schnittholz über Bord gegangen waren. Der Verlust ereignete sich 40 Meilen vor Ushant. Die Planken hatten eine Länge von 2-3 Metern und waren vier Zentimeter dick. Sie trieben in nördliche Richtung ab, und das CROSS Corsen kontaktierte alle Schiffe in dem Seegebiet. Die “Pietro Benedetti” hatte am 12.12. vom Nordkai im 5. Hafen von Antwerpen losgeworfen und war unterwegs nach Tunesien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf dem Rhein
(14.12.13) Auf dem Rhein kollidierte bei Mannheim am 13.12. gegen 16.45 Uhr ein Schubverband mit einem Binnentanker unweit der Altriper-Fähre. Der Tanker war unbeladen, und es kam deshalb nur ein begrenztes Aufgebot von Feuerwehr und Polizei zum Einsatz. An den Schiffen entstand ein Sachschaden von rund 58.000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Empörung über Berger an Kriegsgräbern
(14.12.13) Auch bei dem holländischen U-Boot “O 16”, das am 15.12.1941 vor Malaysia sank, handelt es sich um ein Kriegsgrab. Dessen ungeachtet wurde ein Kranschiff mit einer größeren Menge rostigen Eisens an Deck an der Untergangsstelle gesichert. Ob es sich um Teile des Bootes handelte, war nicht eindeutig festzustellen, doch die Nachricht wurde vom holländischen Verteidigungsministerium als bestürzend für die Angehörigen angesehen. Das Boot war durch Minentreffer versenkt worden, nachdem es zuvor mehrere japanische Sschiffe torpediert hatte.
Nur der Bootsmann Cor de Wolf überlebte, 41 Mann, darunter auch Kommandant Anton Bussemaker, kamen ums Leben. 1995 wurde das Wrack von “O -16” wieder entdeckt. In der vergangenen Woche war es bereits in Australien mit Empörung zur Kenntnis genommen worden, dass kommerzielle Berger die HMAS “Perth” offenbar beschädigt hatten, die 1942 sank und das Grab für über 350 Menschen vor Indonesien wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aller geborgenen Teile sind drei
(14.12.13) Der deutsche Minenleger “MFPO 920” wurde am 13.12. endgültig aus dem Veersemeer geborgen. Das 36 Meter lange Schiff wird nun in Vlissingen- Ost gereinigt und auf Munitionsreste untersucht, ehe es ins Befreiungsmuseum in Nieuwdorp transportiert wird. Bei einer ersten Inspektion wurde keine Munition entdeckt, doch wegen der großen Schlammmengen in Schiffsinnern konnte es noch nicht gründlich inspiziert werden. Eigentlich hatte es nicht gehoben werden sollen, doch dann hatte sich die Meinung von Rijkswaterstaat aus Sicherheitsgründen geändert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Sicherheit gebracht
(14.12.13) Die RNLI-Boote aus The Lizard und Penlee bargen gemeinsam den 20 Meter langen Kutter “ Joy of Ladram”. Das Schiff hatte am 13.12. 33 Meilen vor der Küste von Lizard Point Antriebsschaden erlitten und erhielt zunächst um 16.15 Uhr Hilfe durch das Boot aus Lizard, das um 17.45 Uhr an dem Kutter aus Newlyn eintraf und ihn bei sechs bis sieben Beaufort auf den Haken nahm. Das Team der Penlee Station mit der „Ivan Ellen“ lief um 21 Uhr aus und erreichte den Schleppzug eine Stunde später vier Meilen südwestlich von Lizard Point. Es übernahm die Schleppleine, und das Boot aus Newlyn war um ein Uhr zurück im Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Monterey binnen Minuten gesunken
(14.12.13) Ein Architekt aus Carmel könnte eine hohe Strafe erwarten, nachdem sein 36 Fuß langer Kutter “Andrea” am Abend des 12.12. in Monterey sank und 10 bis 15 Gallonen Diesel in das Monterey Bay National Marine Sanctuary ausliefen. Um 22.30 Uhr war entdeckt worden, dass das Schiff Schlagseite hatte. Minuten später war es bereits gesunken. Es hatte vorher Diskussionen mit dem Hafenkapitän über notwendige Instandhaltungen auf dem Boot gegeben. Danach waren nur an den Aufbauten ein paar Arbeiten durchgeführt worden.
Eine Taucherfirma barg das Wrack unterdessen. Erst waren Feuerwehr, Coast Guard und das Department of Fish and Wildlife zur Ölbekämpfung am 13.12. vor Ort. 90 Prozent des Diesels konnte geborgen werden. Gegen Mitternacht trafen die Berger ein und hatten das Boot gegen acht Uhr des 13.12. mit Hebesäcken wieder an der Wasseroberfläche. Wie sich herausstellte, war der Schiffsboden großflächig eingebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



LKWs runtergekracht (Bild: Lugeja)   Großbild klick!
Autorampe auf Tallink-Fähre brach zusammen
(13.12.13) Am 12.12. um 19.30 Uhr brach auf der estnischen Fähre "Star", 36249 BRZ (IMO-Nr: 9364722), die am Jätkäsaari-Kai in Helsinki lag, um 19.30 Uhr bei Beladerarbeiten die Rampe, die vom unteren zum oberen Autodeck führt, zusammen, nachdem es zu einem hydraulischen Versagen gekommen war. Sie riss sich an einer Seite los und krachte samt mehrerer darauf stehender Lkw auf die darunter bereits stehenden Fahrzeuge. Glücklicherweise wurde lediglich einer der 730 Passagiere leicht verletzt und kam ins Krankenhaus.
Die Feuerwehr rückte mit 11 Fahrzeugen an. Es wurde noch in der Nacht versucht, die festsitzenden Passagiere auf die “Superstar”, 36277 BRZ (IMO-Nr.: 9365398), von Tallink umzubuchen, die um 22.30 Uhr nach Tallinn auslaufen sollte. Die Autos blieben aber auf den Wagendecks der “Star” vorerst gefangen, die durch die abgerissene Rampe blockiert wurden. Sie sollten so schnell wie möglich befreit werden. Die "Star" wartete nun auf eine Untersuchung und spätere Freigabe durch die Behörden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lorelei drohte in Vlissingen zu sinken
(13.12.13 ) Das KNRM-Boot „Zeemannshoop“ aus Breskens rückte am frühen Abend des 12.12. aus, um dem leckgeschlagenen Motorboot „Lorelei“ im Außenhafen von Vlissingen zu assistieren, das dorrt zu sinken drohte. Gemeinsam mit der Feuerwehr von Ost-Souburg gelang es, das Boot auszupumpen und am Poseidon-Steiger zu sichern. Die Feuerwehr brachte den Wassereinbruch mit einer elektrischen Tauchpumpe unter Kontrolle. Gemeinsam mit dem Eigner ging es dann auf die Suche nach dem Leck. Dazu musste der Boden teilweise aufgebrochen werden, um es zu finden.
Schließlich wird in der Polyesterhaut des Bootes ein 20 Zentimeter langer Riss gefunden. Da im Außenhafen von Vlissingen kein Kran zur Verfügung stand und es zu riskant schien, die „Lorelei“ auf der Westerschelde zu schleppen, blieb die Feuerwehr mit der Tauchpumpe vor Ort, während die „Zeemanshoop“ zu ihrer Station zurückkehrte. Die Ambtenaar Openbare Veiligheid soll nun gemeinsam mit der Gemeinde Vlissingen die weitere Bergung regeln.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter in Luzon Strait gesunken
(13.12.13) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Asia Peace” sank um den 12.12. in der Luzon Strait. Das Schiff war unterwegs von Davao auf den Philippinen nach China. Die Crew wurde gerettet. Die “Asia Peace”, 7698 tdw (IMO-Nr.: 9245172,), wurde 2001 erbaut und hat als Manager die Hubei Qin Tai Shipping Co. Ltd. in China.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot vor Marquesas Key durch Feuer versenkt
(13.12.13) Ein Feuer, das im Motorraum ausbrach, hat ein Sportboot am 12.12. rund acht Meilen südwestlich von Marquesas Key, Florida, zerstört und zum Sinken gebracht. Die Küstenwache transportierte die Crew unverehrt nach Key West. Sie hatten sich mit ihrem Bordhund auf ein Beiboot gerettet und wurden zunächst von einem anderen Boot aufgenommen, das die Küstenwache alarmierte. Diese schickte das Patroullienboot “Nantucket” sowie ein Boot der Station Key West zu Hilfe. Vor Ort übernahm die „Nantucket” die Schiffbrüchigen, die später von dem Rettungsboot an Land gebracht wurden. Für das Motorboot gab es trotz Löschversuchen keine Rettung mehr, es versank im Meer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Kutter nach Whitby eingeschleppt
(13.12.13) Am 8.12. um 14 Uhr alarmierte die Humber Coastguard das RNLI –Boot “George and Mary Webb” der Station Whitby, nachdem der 10 Meter lange Kutter "Olivia Rose" (MMSI-Nr.: 235098045) acht Meilen südöstlich des Hafens Maschinenausfall erlitten hatte. Das Rettungsboot lief eine Viertelstunde später aus und erreichte den Havaristen um 14.50 Uhr. Es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen, und um 16.45 Uhr war der Hafen von Whitby erreicht, wo die " Olivia Rose" an der Fischereipier festmachte und die "George and Mary Webb" nach dem Bunkern von Treibstoff um 17 Uhr wieder klar auf Station meldete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Achterschiff von Minenlegerwrack wird geborgen
(13.12.13) Der letzte Teil des deutschen Minenlegers „MFPO 920“ hing am 13.12. in den Takeln eines Ersatzkrans auf dem Veersemeer und sollte im Laufe des Tages auf dem Bergungsponton abgesetzt werden. Anschließend galt es zu prüfen, ob sich noch Munition in dem Wrack teil befand. Dazu rückten am Morgen drei Männer der Kampfmittelbeseitigung an. Der Minenleger soll später im Befreiungsmuseum in Nieuwdorp Teil eines Freizeitparks werden. Dazu müssen alle drei Wrackteile erst nach Vlissingen-Ost transportiert und dann durch den Walcheren-Vlissingen-Kanal gebracht werden. Rijkswaterstaat hat für die Bergung der achteren Sektion einen schwereren Kran angefordert, nachdem am 9.12. ein kleinerer Kran zusammengebrochen war. Dessen Ausleger wurde am Morgen des 12.12. geborgen und gereinigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



100 Passagiere zweier philippinischer Fähren saßen nach Maschinenschäden fest
(13.12.13) 52 Passagiere der Fähre “Ciara Joie” mussten am Abend des 11.12. von Bord des Schiffes der Alleson Shipping gebracht werden. Sie waren in Siquijor an Bord gegangen, doch musste es eineinhalb Stunden nach dem Auslaufen um 19 Uhr nach Maschinenschaden vor der Küste von Barangay Mangnao in Dumaguete City Anker werfen.
Es lag neun Meilen von Dumaguete vor Ihalason Beach. Nach einem Notruf um 21 Uhr brauchte die philippinische Coast Guard zwei Stunden, um ein Schiff zu finden, das die Passagiere übernehmen konnte. Ab 22 Uhr wurden sie von Bord geholt und bis Mitternacht nach Dumaguete gebracht. Zwei Fahrgastschiffe der Cokaliong Shipping und Montenegro Shipping hatten wegen der hohen Wellen vor Ort die Hilfeleistung als zu riskant angesehen.
Schließlich bat die Coast Guard die Regierung von Dumaguete um den Einsatz zweier Schlauchboote der Rescue 348. Die Fahrgäste, darunter 17 Frauen, 13 Männer und fünf Kinder, waren von Dumaguete nach Cebu unterwegs. Erst zwei Tage davor hatte es von der Maritime Industry Authority wieder eine Fahrtgenehmigung erhalten, nachdem am 5.12. sechs Meilen vor Siquijor ein Maschinenschaden aufgetreten war.
Am selben Abend mussten die 48 Passagiere der Fähre “Georich” in Cebu wieder verlassen, bevor diese nach Dumaguete City auslaufen konnte. Auch sie hatte ein Maschinenproblem. Sie wurden von der Reederei versorgt, nachdem ihre 22-Uhr-Fahrt abgesagt war. Die „Georich“ verbindet für die George and Shipping Lines Cebu mit Dumaguete und Dipolog. Die Passagiere wurden an Bord der „GP Ferry 2” gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skandal um Bergungsarbeiten an Kriegsgrab in Indonesien
(13.12.13) Überlebende, Historkier und das australische Verteidigungsministerium reagierten entsetzt, nachdem bekannt wurde, dass das Wrack von HMAS “Perth”, das 1942 von den Japanern verseknt wurde, von kommerziellen Bergern in indonesischen Gewässern zerstört wird. Die australischen Behörden hatten versucht, den Skandal geheim zu halten, damit die diplomatischen Spannungen zwischen den beiden Ländern nicht weiteren Schaden nehmen.
Die HMAS Perth National Association wurde entsprechend um Stillschweigen gebeten. Das Schiff, das eine Crew von 686 Mann hatte, sank nach mehreren Torpedotreffern in der Sunda Strait zwischen Sumatra und Java und wurde das Grab von 355 australischen Seeleuten. Allerdings wurde es nie offiziell zum Kriegsgrab erklärt.
Sowohl Australien wie auch Indonesien müssen noch die UNESCO Convention on Underwater Cultural Heritage ratifizieren, die beide Länder zum Schutz solcher Stätten verpflichten würde. Seit letztem September haben Taucher mehrfach Bericht erstattet über große Schäden, die ein Schwimmkran mit einem Schrottgreifer angerichtet hat. Der überwiegende Teil der Aufbauten samt der Brücke, der Katapulte und Kräne sowie die A1- und A2-Geschütze des A-Turms fehlten.
Würde die hochragende Steuerbordseite beschädigt, könnte dies die Stabilität des gesamten Rumpfes gefährden. Bereits jetzt schien es Tauchern zu riskant, noch in das Wrack einzudringen. Es wurden offenbar auch Sprengungen vorgenommen, die die Buggeschütze beschädigten. Reste der Sprengladungen lagen auf dem Meeresgrund herum. Der Bug selbst war bereits kollabiert. Teile eines Decks wurden auf einer Barge liegend entdeckt.
Mehrere Bergungsbargen befanden sich in der Nähe, und es wurde fotografiert, wie ein Kran den Rumpf des holländischen U-Boots „O 16“, das vor Malaysia sank, aus dem Wasser zog. Die Berichte wurden der australischen Botschaft in Jakarta und Vertretern des Department of Environment and Heritage und des Department of Defence zugeleitet. Das Verteidigungsministerium hat sich noch nicht geäußert. Die Marine sagte, der Situation bewusst zu sein, aber wenig machen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Briten auf Weltumsegelung verloren alles
(13.12.13) Am Morgen des 12.12. sank die 16 Meter lange Yacht “Aqua Luna”, die im Marlborough Sound vor der Bay of Many Coves vor Anker gelegen hatte, nachdem um 1.30 Uhr an Bord ein Feuer ausgebrochen war. Die freiwillige Feuerwehr von Picton sowie die Marlborough Coast Guard rückten mit Booten an und fanden die Luxusyacht in Vollbrand stehend vor. Flammen schlugen schon aus Öffnungen im Bereich der Wasserlinie in der Bordwand. Zwei Stunden kämpften die Wehrmänner gegen den Brand.
Das Boot trieb derweil lichterloh brennend in nördlicher Richtung in Chaucer Bay, wo es schließlich von der Küstenwache geflutet wurde, um ein Antreiben am Strand zu verhindern. Die zweiköpfige Crew, ein britisches Paar in den 60ern auf Weltumsegelung, hatte sich nach dem Ausbruch des Feuers, von den Rauch- und Gasmeldern gewarnt, im letzten Moment auf ein Schlauchboot flüchten können. Eine Tasche mit den Pässen war dabei am Bug hängen geblieben und hatte zurückgelassen werden müssen. Die beiden erreichten die Bay of Many Coves Resort und schlugen Alarm.
Sie wurden von einem Mediziner aus St. John an Bord des Küstenwachbootes mit Rauchvergiftungserscheinungen medizinisch betreut. Der Skipper wurde nach Picton gebracht und dann ins Wairau Hospital in Blenheim eingeliefert. Die beiden waren seit einem halben Jahr unterwegs. Sie hatten einige Tage vorher von Fiji kommend in Nelson 1000 Liter Diesel gebunkert, außerdem waren drei Gaszylinder an Bord. Die beiden verloren alles, außer der Notfalltasche – sie war von der Feuerwehr noch vom Bug gerettet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter saß auf Wrack in Kirkwall Bay fest
(13.12.13) Der Kutter “Ailsa Jane” lief am Morgen des 12.12. auf den Wrackresten des Drifters “Busy Bee” in der Kirkwall Bay vor Hatston auf. Das Lotsenboot “John Rae” kam, von der Shetland Coastguard alarmiert, zu Hilfe. Auch das RNLI-Boot aus Kirkwall wurde von der zweiköpfigen Crew alarmiert, doch brauchte es nicht mehr einzugreifen, nachdem die “Ailsa Jane” von den Dampfkesseln der “Busy Bee”, die noch vom Schiffbruch vor Crowness Pont übrig sind und bei Ebbe gelegentlich sichtbar werden, gezogen werden konnte.
Sie hatte keinen größeren Schaden genommen. Die „Busy Bee” war am 29.9.1924 verloren gegangen, als sie am Wrack der s Kathleen Annie“ arbeitete. Die aus Alkohol bestehende Fracht fing Feuer, und das Schiff sank sank an den Green Holms. Die „Busy Bee“ war 26,3 Meter lang, 5,6 Meter breit und hatte 2,7 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Kollision in die Kette gelegt
(13.12.13) Die Behörden von Kolkata legten den unter Singapur-Flagge laufenden Containerfrachter "OEL Freedom", 10676 BRZ (IMO-Nr.: 8510362), am 12.12. auf Anweisung des Madras High Court in die Kette, weil er von Port Klang kommend einen Kutter 11 Meilen vor Kochi gerammt haben sollte. Nachdem eine Sicherheit hinterlegt wwr, wurde er aber wieder freigegeben. Das Mercantile Marine Department in Kolkata sollte aber eine Hafenstaatskontrolle und eine Inspektion gemäß des Merchant Shipping Aktes von 1958 vornehmen. Gegen den Kapitän der "OEL Freedom" wurden Ermittlungen eingeleitet wegen der Beschuldigung, den Unfall verursacht und keine Hilfe geleistet zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Nour M“ (Bild: Malonis Kalimnidis)   Großbild klick!
In die Kette gelegter Frachter im Sturm in Rhodosgesunken
(12.12.13) Erst wurde das Schiff wegen Waffenschmuggels aufgebracht, nun fand der unter Sierra-Leone-Flagge laufende Frachter „Nour M“, 1432 BRZ (IMO-Nr.:7226627), sein mutmaßliches Ende im Hafen von Rhodos, nachdem er sich in einem Sturm am 11.12. gegen 10 Uhr von seinen Moorings losriss und sank. Das Schiff lag an einem gegen die offene See hin ungeschützten Platz, und es wurde vom Sturm gegen den immer stärker überfluteten Kai gedrückt.
Mit ansteigendem Wasserstand rissen sich Teile des Schanzkleids achtern los, während das Heck unablässig gegen die Mauer prallte. Es wurde noch versucht, den Frachter mit neu ausgebrachten Trossen zu sichern, dazu kletterten zwei Mutige noch auf die Back des taumelnden Schiffes, doch diese Bemühungen konnten es letztlich nicht von der andauernden Kollision mit der Kaimauer abhalten, sodass es schließlich leckschlug und sich immer weiter nach Backbord überlegte. Die Ladebäume landeten auf der Kaifläche, brachen aber unter dem Gewicht des Rumpfes ab, und die „Nour M“ kenterte endgültig und sank auf den Hafengrund. Über die hochliegende Steuerbordseite gingen weiter die Brecher und schüttelten das zum Wrack gewordene Schiff durch.
Der mit einer türkischen Crew besetzte Frachter war am 11.11. vor Symi von Booten der griechischen Küstenwache und des Zolls aufgebracht worden. Das AIS-Signal hatte den griechischen Behörden angezeigt, dass der Kapitän Syrien als Fahrtziel eingegeben hatte, dann aber den Kurs in Richtung des Hafens Tripolis änderte.
Daraufhin wurde er von der Küstenwache gestoppt wegen des Verdachts, dass er zum sogenannten “Odessa Network” gehörte, einem losen Verbund von Händlern, die für die russischen und ukrainischen Regierungen tätig sind, um ausländische Regierungen, darunter Bashar Al Assad in Srien, mit Waffen zu versorgen. Nachdem das Schiff in den Hafen dirigiert worden war, wurde am 13.11. damit begonnen, die 65 Container zu löschen, die teilweise mit Waffen und Munition beladen waren. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass Ladungsmanifest und der Inhalt der Laderäume nicht übereinstimmten. Der ukrainische Rüstungskonzern Ukrspezexport erklärte, dass es sich um eine erlaubte Ladung von Erzeugnissen militärischer Zweckbestimmung für Libyen handelte.
Darunter waren 20.000 AK-47-MPs und Sprengstoff. Der Frachter war am 25.10. aus Nikolaev in der Ukraine ausgelaufen und hatte dann vom 30.10. bis 3.11. in Istanbul gelegen. Offen war die Frage, wo das Schiff in der zeit vom 25.10. bis 30.10. gesteckt hatte, und was während der mehrtägigen Liegezeit in Istanbul geschah. Die Fahrtzeit von Nikolaev nach Istanbul beträgt selbst bei langsamer Fahrt nur 30 bis 40 Stunden.
Die “Nour M” hat eine Länge von 75,00 Metern, eine Breite von 12.93 Metern und einen Tiefgang von 4.6 Metern bei einer Tragfähigkeit von 2.176 Tonnen. Manager war die Unimarine Management Co. in Tripolis, Eigner die libanesische Alsaker Shipping Co. SA. Das Schiff entstand 1972 auf der Svendborg Skibsværft, Svendborg, als “Anne Mette“ für die dänische Johannes K.Sorensen P/R. 1983 wurde es zur „Silvana“, 1991 zur „Sea Trader“, 1994 zur „Vasilis“, 1996 zur „Agnes“, 2001 zur „Athos“, 2004 zur „Sea Hope 3“, 2005 zur „Mr. Lulu“ und lief seit 2007 als „Nour M“.
Quelle:Tim Schwabedissen




Gekenterte Fischer hatten großes Glück
(12.12.13) Der 5,5 Meter lange Kutter “Luna” sank am 11.12. vor Calais. Das Unglück ereignete sich bei ruhiger See, als der Anker gelichtet wurde, sich aber wohl an einer Boje verfin und das Boot umriss. Die zweiköpfige Crew, darunter der Eigner aus Ardrésis, landete unvermittelt im Wasser, wurde aber von einem anderen Kutter, der „Julie“ aus Gravelines, gerettet. Dessen Skipper war gerade mit dem Fang beschäftigt gewesen, als er plötzlich Schreie hörte, sich umdrehte und einen gekenterten Rumpf eine knappe Meile entfernt in der See entdeckte. Ein Mann hatte sich auf den Rumpf ziehen können, ein anderer trieb in der See.
Es gelang dem Fischer, die beiden unterkühlten Schiffbrüchigen an Bord zu ziehen. Dann nahm er Kontakt mit Cross Gris-Nez auf und lief in den Hafen zurück, wo die Feuerwehr die Geretteten in Empfang nahm. Der Skipper, ein Diabetiker, stand kurz vor einem Herzinfarkt und war sehr geschwächt. Er kam ins Krankenhaus. Bei unruhigerem Wasser wäre die Rettung der beiden in der kalten See wohl weniger glimpflich ausgegangen. Am Abend schleppte das SNSM-Boot aus Notre-Dame-du-Risban den kieloben treibenden Kutter in den Westhafen von Calais ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper nach Bergung unterwegs nach St. Louis
(12.12.13) Die US Coast Guard hat am 11.12. den Transitplan für den 154 Fuß langen Schlepper "Stephen L. Colby" genehmigt. Zuvor musste das Schiff aber noch dekontaminiert werden. Am 12.12. begann die Überführung ins 350 Meilen entfernte St. Louis, wo es binnen eineinhalb Wochen am Haken der „Penny Eckstein“ eintreffen sollte. In einer Werft auf dem Wood River sollte das Schiff gedockt und repariert werden, um dann wieder in den Bargentransport auf dem Mississippi eingefädelt werden zu können. Vor Beginn des Transits waren das eine große sowie zwei kleinere Lecks im Schiffsboden abgedichtet worden. Währenddessen hatte das Schiff weiter in den Trossen zweier großer Kranbargen gehangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Lanzarote aus Seenot gerettet
(12.12.13) Die fünfköpfige Crew der Yacht “Sabir”, die auf der Fahrt von Ibiza in die Karibik war, wurde 37 Meilen nördlich von Lanzarote am 11.12. gerettet. Das Boot, das am 28.11. den Hafen mit Kurs Cartagena und weiter nach Gibraltar verlassen hatte, trieb nach anfänglich ruhigen Segeltagen nun mit ausgefallener Maschine und zerrissenen Segeln in mehrere Meter hohen Wellen auf dem Atlantik. Wasser drang ein, und es war nicht mehr möglich, zu steuern. Daraufhin war ein Notruf ausgestrahlt worden. Das auf Lanzarote stationierte Rettungsboot von Salvamar Marittimo verließ um 17.08 Uhr den Fischereihafen von Naos in Arrecife. Es war bereits dunkel geworden, als die Suchscheinwerfer der Seenotretter das Boot erfassten. Die “Sabir” wurde in Schlepp genommen und binnen 16 Stunden nach Arrecife eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sandtransporter auf Paraguay River gekentert – ein Toter
(12.12.13) Am 10.12. um 18.30 Uhr sank auf dem Paraguay River der Sandfrachter "Yrendague " bei Piquete Cué. Dabei kam ein Mann ums Leben, der tags darauf gegen 18 Uhr einen halben Kilometer von der Unglücksstelle entfernt gefunden wurde, die sich 100 Meter vom San Francisco Creek entfernt befand. Das 12-Tonnen-Schiff, das eine dreiköpfige Crew hatte, war vermutlich wegen Überladung gekentert. Zwei Mann konnten gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Besatzung unter Stress – Frachter aufgelaufen
(12.12.13) Ein Navigationsfehler war ursächlich für die Strandung des irischen Frachters "Huelin Dispatch", 2597 BRZ (IMO-Nr.: 9518218), auf seiner Jungfernfahrt am 24.9.2012 zwischen den Kanalinseln und der britischen Küste. Das Schiff war auf einen Felsen bei Alderney gelaufen, als er von St. Peter Port über Alderney nach Southampton unterwegs war. Am 10.12. wurde ein Untersuchungsbericht publiziert, aus dem hervorgeht, dass die Tidenströmung an der Westseite der Insel nicht hinreichend berücksichtigt wurde.
Dabei könnte die Erschöpfung des Kapitäns eine Rolle gespielt haben, der um 3.30 Uhr auf Wache gegangen war und sich 13 Stunden später immer noch auf der Brücke befand. Das Marine Casualty Investigation Board kam zu dem Schluss, dass Kapitän und Crew unter starkem Stress gestanden hatten auf der ersten Reise des Schiffes, zumal ein Computer auf der Brücke ausgefallen war. Sie hätten eine andere Ansteuerung nach Alderney wählen müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorbootwrack wird nach tödlichem Crash nicht geborgen
(12.12.13) Die Vertreter der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission haben keine Pläne, das Wrack einer 336 Cobalt aus der Choctawhatchee Bay bei der Mid-Bay Bridge zu bergen. Das Boot war in der Nacht zum 6.12. gegen den Westpfeiler der Brücke geprallt, wobei die drei Insassen aus Niceville ums Leben kamen. Eine Bergung würde 20,000 Dollar kosten. Die Coastguard sieht das Wrack nicht als Navigationshindernis an, und der Fall ist hinreichend aufgeklärt. Wenn im Rahmen der laufenden Untersuchung noch ein Blick aufs Boot notwendig wäre, würden Taucher eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Propeller der Aratere aus 123 Metern Tiefe geborgen – Stena Alegra unterwegs nach Wellington
(12.12.13) Der 200.000 Dollar werte Propeller der neuseeländischen Fähre "Aratere", 17816 BRZ (IMO-Nr.: 9174828), wurde am 10.12. vom Grund der Cook Strait aus 123 Metern Wassertiefe geborgen. Er hatte samt Schaft zwei Meilen vom Tory Channel gelegen, nachdem er sich am 5.11. von dem Schiff gelöst hatte. Vier Hebestropps waren mithilfe eines ROV um die Propellerblätter geschlungen worden, ehe das 6,5 Tonnen schwere Teil von der "Brandywine", einem ehemaligen amerikanischen Landungsboot angehoben und am Morgen des 11.12. nach Wellington gebracht wurde.
Am Gelände der Seaview nahm es die Transport Accident Investigation Commission in Empfang, um die Ursache des Bruchs zu untersuchen. Während des Transits des Queen Charlotte Sound hatte der Propeller rund acht Meter unter der “Brandywine” gehangen, erst gegen sechs Uhr wurde er nach Erreichen von Picton durch einen Kran bei perfekten Wetterbedingungen gehoben. Während die "Brandywine" gerade Picton ansteuerte, beendete die "Aratere" ihre erste Fahrt mit einem Propeller von Picoton nach Wellington, wo sie gegen 15 Uhr festmachte.
Sie hatte die Erlaubnis erhalten, unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen einen reinen Frachtverkehr durchzuführen, um die „Kaitaki“ und die britische Fähre „Stena Alegra“, (IMO-Nr.: 9147291) die nach der Reparatur der am 28.10. im Sturm Christian vor Äspekär in Schweden erlittenen Strandungsschäden in Gdingen von Kiwirail gechartert wurde. Sie war am 27.11. von dort ausgelaufen und hat inzwischen Colon erreicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter konnte sich selbst wieder befreien
(12.12.13) Eine gute halbe Stunde vor dem berechneten Hochwasser konnte sich am 11.12. um 17.23 Uhr der norwegische Frachter "Havgløtt" , 811 BRZ (IMO-Nr.: 6903034), von den Felsen bei Hustadneset südwestlich der Hustadbucht, befreien. Hier hatte das Schiff seit dem Morgen mit Steuerbordschlagseite auf einer Schäre aufgesessen. Während die Crew auf das Steigen des Wassers wartete, hatte sie mit der bordeigenen Baggerausrüstung einen Teil der Sandladung über Bord geworfen, um den Havaristen zu erleichtern und ihn umzutrimmen. Nachdem er wieder flott war, ging er auf Westkurs in Richtung des Hafens von Molde, aus dem er bei der Strandung gerade gekommen war. Der 56 Meter lange Frachter läuft für die Torhus Shipping in Molde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack „UB 122“ (Bild: Gavin Ate)   Großbild klick!
Einziges sichtbares U-Bootswrack vor England
(11.12.13) Auf dem Medway-River ist das Wrack eines alten deutschen U-Bootes im Schlamm wieder aufgetaucht, dass dort seit fast hundert Jahren liegt. Es dürfte sich um „UB 122“ handeln, das das einzige sichtbare U-Bootwrack vor der englischen Küste ist.
Es wurde 1918 von der AG Weser abgeliefert und unter Oberleutnant zur See Alexander Magnus zu Patroullienzwecken eingesetzt. Nach der Übergabe an die Briten am Ende des 1. Weltkriegs wurde es an den Zementfabrikanten Albert Batchelor übergeben, der es gemeinsam mit “UB 76” sowie „UB 93“ ausschlachten wollte. Um die Rochester Bridge passieren zu können, wurden die Türme abgebaut, dann ging es weiter zur Zementfabrik in Halling.
Hier wurden Maschinen und Generatoren ausgebaut, zwei der MAN-Diesel ersetzten die alte Dampfmaschine des Werkes. Dann wurden die Boote wieder flussabwärts gezogen, um verschrottet zu werden. Entweder in einem Sturm oder vorsätzlich gerieten die Boote dann auf Grund. Zwei lagen jahrzehntelang bei Stoke Saltings, das dritte bei Humble Bee Creek. Eine Bergung war nicht ökonomisch, erst der Bedarf am Stahl im 2. Weltkrieg führte dazu, dass die beiden Boote bei Stoke Saltings in Slede Ooze von 1940 bis 1941 abgebrochen wurden. Nur die Bodenplatten blieben vor Ort. Das dritte Boot im Humble Bee Creek wurde aus unbekannten Gründen nicht angegangen und geriet in Vergessenheit.
Quelle:Tim Schwabedissen




Stephen L. Colby (Bild: USCG)   Großbild klick!
Schlepper hatte drei Löcher im Rumpf
(11.12.13) Auf dem Schubschlepper "Stephen L. Colby" gingen die Schadensuntersuchungen durch das U.S. Coast Guard Marine Safety Detachment Quad Cities am10.12. auf dem Mississippi nahe LeClaire weiter. Berger pumpten Wasser aus dem Rumpf, um ihn vor dem Abtransport leichter zu machen. Im Schiffsboden waren insgesamt drei Löcher gefunden und abgedichtet worden. Die Berger kämpften dabei weiter mit eisigen Temperaturen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Hustadneset auf Grund gelaufen
(11.12.13) Der norwegische Frachter "Havgløtt" , 811 BRZ (IMO-Nr.: 6903034), lief am Morgen des 11.12. mit einer Ladung Sand und einer dreiköpfigen Crew an Bord bei Hustadneset auf Grund. Das MRCC wurde um 09.26 Uhr informiert. Die Besatzung machte sich daran, die Ladung mit dem bordeigenen Bagger so umzutrimmen, dass der Frachter mit steigendem Wasser wieder flott werden könnte. Er war auf der Fahrt vom Heimathafen Molde nach Kristiansund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger rammte Ölrig
(11.12.13) Ein Versorger kollidierte am 10.12. gegen 15 Uhr mit dem dänischen Ölrig "Maersk Innovator", 24455 BRZ (IMO-Nr.: 8767288), im Ekofisk-Feld in der Nordsee. Sowohl der Versorger wie auch die Insel sollten von ConocoPhillips untersucht werden. Ein Hubschrauber, der sich gerade mit Ölarbeitern auf dem Weg zum Rig befand, musste deshalb aufs Festland zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubchlepper in Harburg gesunken
(11.12.13) Am 10.12. gegen sieben Uhr sank der deutsche Schubschlepper „Marc“ (EU-Nr.: 04803120) im Harburger Binnenhafen am Lotsestieg. Von dem Schiff, das eine Länge von 24.90 Metern und eine Breite von 9.12 Metern hat, ragte nur noch ein Teil des Ruderhauses aus dem Wasser. Es war längsseits eines Binnenschiffes vertäut gewesen, und während der Steven unter Wasser auf Grund lag, hing das Heck hängt noch mit einer Festmacherleine an dem Binnenschiff. Es traten geringe Mengen an Betriebsstoffen aus, und von der Feuerwehr wurden Ölsperren wurden ausgebracht. Das 1972 erbaute Schubboot kann nicht mit einem Schwimmkran gehoben werden, da die Harburger Schleuse wegen Arbeiten zum Hochwasserschutz bis Mitte Januar zum Harburger Binnenhafen hin gesperrt ist. Die Ursache für den Untergang des war unklar. Die „Marc“ gehörte zu einer Insolvenzmasse.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf brandneuem Arbeitsschiff
(11.12.13) Auf dem holländischen Arbeitsschiff "Coastal Chariot", 425 BRZ (IMO-Nr.: 9704946)., brach am 10.11. nur vier Tage nach dem Stapellauf in Grou am 10.12. ein Feuer aus. Es entstand in Abfall bei Schweißarbeiten. Die Feuerwehr von Grou wurde um 19:23 Uhr alarmiert und löschte den Brand mit einer Hochdruck-Wasserdüse. Danach musste das stark verrauchte Schiff zunächst belüftet werden. Es lag am Kai der Wartena-Werft am Midsbuorren zur Ausrüstung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Kherson auf Grund gelaufen
(11.12.13) Der unter Vanuatu-Flagge laufende Frachter “Zelek Star” lief am 6.12. um 22.30 Uhr beim Auslaufen aus dem ukrainischen Hafen Kherson nahe der Insel Karantinniy auf Grund. Ein Schlepper wurde zur Assistenz geschickt, und am 9.12. lag der Frachter unweit der Unglücksposition vor Anker. Die „Zelek Star”, 4500 tdw (IMO-Nr.: 9379117), wurde 2005 erbaut und hat als Manager die türkische Fuden Denizcilik Ticaret.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker schleppte Kutter ab
(11.12.13) Der französische Tanker “Atria" 23248 BRZ (IMO-Nr.: 9595137), assistierte am 10.12. dem in Kochi beheimateten Kutter "Arokiya Matha" in schwerer See vor New Mangalore. Um 8.40 Uhr hatte das Maritime Rescue Coordination Centre in Mumbai einen Notruf des Schiffes erhalten, dessen Maschine ausgefallen war und das ein erkranktes Crewmitglied an Bord hatte. Das MRCC leitete den Funkspruch an die "Atria" weiter, die sich auf der Fahrt nach Singapur in der Nähe befand. Sie änderte ihren Kurs und hielt auf den Kutter zu.
Dieser wurde in Schlepp genommen und der Crew Medikamente übergeben. Nachdem der Schleppzug vor Mangalore in eingetroffen war, wurde der Havarist an einen anderen Kutter übergeben und Funkkontakt mit der “Abheek” der indischen Coastguard hergestellt. Diese setzte ein Boardingteam auf der "Arokiya Matha" ab, das erste Hilfe leistete und die Maschine reparierte. Ein Polizeiboot brachte den Kutter dann in den Hafen von Bunder.
Quelle:Tim Schwabedissen



Finntide von eigenem Anker gefangen
(11.12.13) Die finnische Fähre "Finnsky", 28002 BRZ (IMO: 9468906), war nach dem Sturm Xaver bis zum 9.12. vor Warnemünde gefangen. Das Schiff hatte am 6.12. von Lübeck kommend vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns Anker geworfen, um den Sturm abzuwettern. Doch als es Anker lichten wollte, stellte es sich heraus, dass es im eigenen Ankergeschirr vertörnt war. Am 9.1.2. machten sich Taucher der Baltic Diving Company daran, die Ankerkette abzuschweißen. Vor Ort waren neben dem Arbeitsschiff „Baltic Taucher II“ auch die Schlepper “Bugsier 15" und "Bugsier 16". Nachdem die Fähre befreit war, machte sie gegen 22 Uhr an Liegeplatz 60 fest und verließ den Hafen am 10.12. um 9.45 Uhr mit Kurs Aarhus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Visnes gesunken
(11.12.13)&xnbsp;Am 10.12. entdeckte die Polizei Haugaland einen gesunkenen Kutter im Bootshafen in Visnes. Nur noch der obere Teil des Ruderhauses ragte aus dem Wasser. Das Schiff hatte die Registrierungsnummer LAN 960. Auch die Schwimmpier, an der es festgemacht gewesen war, wurde in Mitleidenschaft gezogen. Nun suchte die Polizei den Eigner.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stephen L. Colby (Bild: USCG)   Großbild klick!
Schlepper auf Mississippi angehoben
(10.12.13) Am Morgen des 9.12. begann das Lenzen des Schleppers "Stephen L. Colby" durch die Berger der Okie Moore Diving & Salvage. Der Schwimmkran “Big River” und zwei weitere Kräne hoben das Schiff auf dem Mississippi an, während Wasser aus dem Schiffsinnern gepumpt wurde. Während ein Leck abgedichtet war, wurde noch ein weiteres im Schiffsboden vermutet, das die weitere Bergung verzögern könnte.
Auch die niedrigen Temperaturen und Eisgang machten den Bergern zu schaffen. Sie arbeiteten in Zweistundenschichten und wärmten sich zwischendurch in einem beheizten Zelt auf. Eine Barge wurde so vor die Bergungsschiffe gelegt, das Eisbildung an den Absperrungen verhindert werden sollte. Immer wieder musste Eis von den Schläuchen beseitigt werden. Am 12.12., so die Hoffnung, sollte der Schlepper von der Unglücksstelle in LeClaire weggeschafft und in eine Werft verholt werden können. Rund 39,900 Gallonen Ölwasser-Gemisch wurden aus dem Fluss gepumpt, weitere 89,000 Gallonen aus dem Schiff selbst, außerdem 6,800 Kubikfuß Ölabfall.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer rammte Schleuse
(10.12.13) Am 9.12. um 22.30 Uhr kollidierte das holländische Flussfahrgastschiff „River Queen“ (MMSI-Nr.: 244010349) auf dem Main-Donau-Kanal beim Einlaufen in die Schleuse Nürnberg auf der Fahrt nach Bamberg mit der Unterkante des Schleusentores. Nach ordnungsgemäßer Schleusung öffnete sich das zu Tal liegende Schleusentor, um das Auslaufen des 110 Meter langen Schiffes zu ermöglichen. Der Schiffsführer hatte offenbar aber das Ruderhaus nicht weit genug eingefahren, so dass es gegen die Unterkante des Schleusentores kam und dabei deformiert und zusammengedrückt wurde. An Bord befanden sich 140 Passagiere auf der Fahrt nach Bamberg.
Es gelang, das Schiff noch an der Kaimauer im Unterwasser der Schleuse Nürnberg festzumachen. Die Wasserschutzpolizei hat ein Weiterfahrverbot angeordnet. Der Notdienst der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung war vor Ort und begutachtete das Schleusentor. An ihm schien nur geringer Sachschaden entstanden zu sein, während der Schaden am Fahrgastschiff auf mindestens 100.000 Euro geschätzt wurde. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Nürnberg dauern noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband bei Wesel aufgelaufen
(10.12.13) Der holländische Schubverband "Rhenus Hanau", 2765 ts&xnbsp;(EU-Nr.: 02326109) und "Rhenus Hanau II", 2665 ts&xnbsp;(EU-Nr.: 02326260) lief in Wesel am 9.12. gegen 13 Uhr auf der Fahrt von Amsterdam nach Duisburg rund 400 Meter hinter der Weseler Rheinbrücke am linken Rheinufer auf Grund. Die Wasserschutzpolizei vermutete eine Unachtsamkeit des Kapitäns vermutet. Der Schubverband war mit 5000 Tonnen Kohle beladen. Teile davon wurden geleichtert, um ihn wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Xaver alias Bodil wütete auch unter dänischen Fischkuttern
(10.12.13) Nach dem Sturm Xaver, der an der dänischen Westküste unter dem Namen Bodil bei Windgeschwindigkeiten von 37 Metern pro Sekunde aus Westnordwest mit Böen bis zu 46 Metern zu einem Hochwasserstand von bis zu 3,6 Metern führte, begannen in den betroffenen Häfen die Aufräumungsarbeiten. In Thorsminde hatten sich zwei Kutter losgerissen und waren im Hefenbecken gesunken. Bei dem einen handelte es sich den einen alten Holzkutter, beim anderen um ein Fiberglas-Boot, von dem noch ein Teil des Ruderhauses sichtbar blieb. Außerdem wurden mehrere kleinere Boote und Kutter auf die umliegenden Kaianlagen und die Steinschutzmolen vor dem Hafen geworfen. Am Morgen des 9.12. wurde die 9,52 Meter lange, aus Fiberglas gefertigte „Alpa – L 41“, 5,81 BRZ, des Fischers Kurt Søndergaard Madsen gelenzt und mithilfe eines am Kai aufgestellten Mobilkrans gehoben und auf einem Tieflader abtransportiert.
In Hvide Sande war der 9,99 Meter lange, 1981 erbaute Kutter “Elsa Årøsund – HV 14“, 7,7 BRZ, von Bjarne Hansen aus Hadersleben im Südhafen gesunken, nachdem er sich von seinem Liegeplatz losgerissen hatte, gegen eine Betonmole getrieben und leckgeschlagen war. Er war mit dem Heck voran auf Tiefe gegangen, nur der Bug ragte noch aus dem Wasser. Auch zahlreiche Fischkisten und andere Ausrüstungsgegenstände waren vom Wind erfasst und in den Hafen geworfen worden, wo nach der Sturmflut nun die Aufräumungsarbeiten im Gange waren.
In Lemvig sanken fünf Schiffe, darunter der betagte Holzkutter „Bilbo Baggins“, der einst von Hull aus auf Fang gegangen war und nun zum Privatschiff umgebaut worden war, und von dem nur noch die Masten aus dem Wasser ragten, sowie die „Frøken Søs“, die mit dem Heck auf Tiefe ging, während sich in Thyborøn zwar auch Schiffe losrissen, aber keines von ihnen unterging.
In Hadersleben ging der 12 Meter lange Holzkutter “Birthe” am Morgen des 6.12. unter. Hier war der Wasserstand um 1,7 Meter gesunken, doch es wurde vermutet, dass der Rumpf ohne Grundberührung aufgerissen war. Der Kutter, bei dem es sich um den letzten alten Holzkutter im Hafen handelte, gehörte einem Eigner aus Ølgod, der ihn restaurieren und anschließend nach Bork bringen wollte. Währenddessen wurde bekannt, dass der schwedische Kutter „Solvåg - FG 72”, 71 BRZ, aus Glommen, der am 8.12. bei Skagen strandete, bereits vor neun Monaten in einen schweren Unfall verwickelt gewesen war, bei dem ein Mann der Crew ums Leben gekommen war.
Am 9.3. hatte er im Hafen von Hanstholm festgemacht, nachdem ein 47-jähriger Mann über Bord gegangen war. Er war zwar noch geborgen und von einem Helikopter ins Universitätskrankenhaus in Aalborg geflogen worden, wo er aber verstarb. Nachdem der Kutter nun aus bislang unbekannter Ursache im Kattegat zu dicht ans Ufer geraten war, liegt er halb unter Wasser rund 20 Meter vom Ufer entfernt, während losgerissene Ausrüstungsteile an den Strand trieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eisenerzladung ging vor Philippinen über
(12.10.13) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier “Anna Bo”, der mit 40000 Tonen Eisenerz von Indonesien nach of China unterwegs war, entwickelte östlich von Luzon am 4.12. Schlagseite. Vermutlich hatte sich die Ladung verflüssigt und war übergegangen. Das Schiff suchte Schutz in der Lamon Bay, wo begonnen wurde, die Ladung zu löschen. Die “Anna Bo”, 56720 tdw (IMO-Nr.: 9545716), wurde 2010 erbaut und hat als Manager die griechische Golden Union Shipping Co. SA.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Wassereinbruch vor Norwegen geborgen
(10.12.13) In der Nacht zum 3.12. geriet der norwegische Frachter "Martin H", 1550 BRZ (IMO-Nr.: 9639115), der am Vortag Narvik verlassen hatte, in Seenot. Er hatte einen Wassereinbruch, und die Maschine fiel aus.
An Bord war eine fünfköpfige Crew. Ein Rettungshubschrauber, ein Rettungsboot und der Schlepper "Norman Earl" aus Reine kamen dem Havaristen zu Hilfe. Der Schlepper hielt mit über 14 Knoten auf dessen Position zu und hatte ihn binnen 2,5 Stunden erreicht. Es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen, und es wurde Kurs auf Bodø genommen. Wegen des starken Seitendrucks durch den mit 53 Knoten wehenden Wind musste die "Martin H", die an die Steuerbordseite der “Norman Earl” getrieben wurde, dabei mit Bugstrahlruder und Ruder assistieren.
Das letzte Wegstück wurde mit zusätzlicher Hilfe des Rettungsbootes zurückgelegt. Nachdem noch eine Stunde abgewartet werden musste, bis die Wetterbedingungen günstiger wurden, konnte die „Martin H“ um 10.30 Uhr in den Hafen gebracht werden, wo sie derzeit weiterhin liegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Theaterschiff soll in dieser Woche gehoben werden
(10.12.13) Das im Sturm Xaver im Olsofjord gesunkene Theaterschiff “Innvik” soll nach seiner Bergung von den derzeitigen Eignern Rune Borknes und seiner Frau Eldrid Lorentzen Forsland, denen das Schiff in den letzten drei Jahren gehörte, verkauft werden. Die einstige Fähre “Innvik” war 1982 zu Norwegens erstem Theaterschiff umgebaut worden und war in Hordaland , Sogn, Fjordane und Rogaland unterwegs.
2001 erwarb es das Nordic Black Theatre in Oslo, die es bis 2010 nutzte. Im Sommer jenes Jahres wurde es nach dem neuerlichen Verkauf an die Svestad-Brücke in Nesodden verholt, wo es weiter überholt werden sollte aus Mitteln zur Förderung des Kulturerbes. Doch am 5.12. kam dann die Hiobsbotschaft, dass das Schiff leckgeschlagen sei, nachdem das Heck auf Grund aufgekommen war. Normalerweise hätte das eindringende Wasser gelenzt werden können, doch bei dem stürmischen Wetter schlugen die Versuche fehl, und als die Feuerwehr eintraf, war es zu spät.
Wasser drang bereits durch die Seitenluken, und dann sackte die „Innvik“ rasch weg. Am 9.12. stiegen Taucher ab, um die Lecks abzudichten, und im Laufe der Woche soll das Schiff gehoben werden. Doch die Reparatur ist dem Eignerpaar zu viel. Immerhin sollen aber die Theaterbühne, ein Amphitheater, die Caféteria und die Kombüse intakt geblieben sein. So könnten sie sich vorstellen, dass eine örtliche Theatergruppe sich des Schiffes annimmt. Das wichtigste sei, dass es nicht abgewrackt würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwimmkran brach bei Bergung zusammen
(10.12.13) Bei der Bergung des deutschen Minenlegers “MFP 920” brach im Veersemeer am Morgen des 10.12. der Ausleger des eingesetzten Schwimmkran zusammen. Er war dabei, die dritte und letzte Sektion zu heben, das bereits im Hebegeschirr hing und auf einen Ponton am Gatdamm abgesetzt werden sollte. Doch da es nicht gelang, das Wasser gleichzeitig zu lenzen und so das Gewicht zu verringern, knickte der Kranausleger schließlich an mehreren Stellen und hing nun am Veersedamm über der Kante des Kranrumpf ins Wasser hinab. Versuche, Löcher in das Wrack zu schneiden, damit das Wasser schneller ablaufen könnte, hatten keinen Erfolg mehr gehabt. Rijkswaterstaat beriet gemeinsam mit dem Vertragsnehmer über die nächsten Schritte. Am 9.12. war die Mittschiffssektion erfolgreich geborgen worden. Das Wrack soll am Ende in einem Themenpark im Befreiungsmuseum in Nieuwdorp ausgestellt werden. Nun wurde die Arbeit vorerst abgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historisches Wrack auf Grund des Lake Huron entdeckt
(10.12.13) Das Wrack des Raddampfers “Keystone State” wurde nach über 150 Jahren auf dem Grund des Lake Huron entdeckt. Das Schiff aus dem amerikanischen Bürgerkrieg war im November 1861 mit 33 Mann an Bord verschwunden. Am 9.12. wurde bekanntgegeben, dass David Trotter, ein 72-jähriger Wrackjäger der Undersea Research Associates, es bereits im Juli lokalisieren konnte. Er hat damit in den vergangenen 35 Jahren fast 100 Wracks gefunden.
Die “Keystone State” war ein 288 Fuß langer Seitenraddampfer, der auf der Fahrt von Detroit nach Milwaukee, Wisconsin, verschwand. Er war 1849 als Luxusdampfer erbaut worden mit Bleiglasfenstern, Mahgoniholz und Schnitzereien, die an ein feines Hotel erinnern sollten. Doch wegen hoher Betriebskosten wurde er 1857 stillgelegt und verrottete bis zum Beginn des Bürgerkriegs, in dem er als Handelsschiff in Fahrt gebracht wurde.
Doch bereits auf der ersten Fahrt, nachdem er in Detroit Kriegsnachschub geladen hatte, verschwand er um den 9.11.1861 herum mit der gesamten Crew. Erst als ein anderes Schiff Trümmer entdeckte, wurde der Untergang offenbar. Später trieben Teile am Strand von Lexington an. Das Wrack wurde in 175 Fuß Wassertiefe entdeckt. Das Heck war schwer beschädigt, der Rumpf mit Zebramuscheln entdeckt. Maschine und Kessel waren gut erhalten und saßen aufrecht auf dem Grund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Leichtertanker
(10.12.13) Drei Menschen wurden verletzt, als am Morgen des 10.12. auf dem Karnafuli River in Chittagong der Tanker „Kingfisher“ in Brand geriet. Das Feuer entstand um 9.10 Uhr durch einen Kurzschluss im Maschinenraum des mit Öl beladenen Leichterschiffes, das vor dem Flussufer ankerte. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportangler aus Solent gerettet
(10.12.13) Am Morgen des 9.12. rettete das RNLI-Boot aus Cowes zwei Sportangler, deren 12 Fuß lange “Min Eve” gekentert war. Das Unglück war von Zeugen beobachtet worden, und um 10 Uhr lief das RNLI-Boot aus. Als erstes Fahrzeug war aber die Barkassse „HM 1“ der Cowes Harbour Commission an dem nahe der West Bramble Buoy im Solent treibenden Kutter. Ein Mann hielt sich am Rumpf fest, ein andere an einer Leine. Beide wurden eine halbe Stunde nach dem Unglück an Bord gezogen und auf das Rettungsboot übergeben. Sie wurden am Town Quay in Cowes von einem Rettungsteam der Needles Coastguard medizinisch versorgt und dann ins St Mary’s Hospital, Newport, gebracht. Das gekenterte Boot wurde von der Barkasse derweil eingeschleppt, aufgerichtet und von den Seenotrettern gelenzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Kollision vor Batam
(10.12.13) Ein Passagier und ein Besatzungsmitglied wurden bei der Kollision der beiden Fähren “Miko Natalia” und der “Batam Jet 2” am Nachmittag des 9.12. vor Batam bei den Riau Islands verletzt. Die “Miko Natalia” war um 14 Uhr aus Sekupang in Batam mit Kurs auf das eine Meile entfernte Tanjungbalai Karimun ausgelaufen. Die “Batam Jet 2” war von dort nach Batam mit 75 Passagieren an Bord unterwegs, als sie die mit 20 Fahrgästen besetzte “Miko Natalia” rammte. Dabei wurde deren vorderer Bereich aufgerissen. Die Kabine füllte sich rasch mit Wasser, und die Passagiere versuchten in Panik, ins Freie zu kommen. Ein anderes Boot nahm sie auf. Eine Frau sowie ein Crewmitglied wurden anschließend ins Batam Free Trade Zone Management Agency Hospital gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor Husavik auf Grund gelaufen
(10.12.13) Die norwegische Fähre "Marstein", 3667 BRZ (IMO-Nr.: 8714360)&xnbsp;mit 13 Personen an Bord lief am 9.12. um 17.28 Uhr von Sandvikvåg kommend eine Meile vor Husavik auf Grund. Sie hatte sieben Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord, die unversehrt blieben. Das Expressboot "Tedno" nahm die Fahrgäste an Bord und brachte sie nach Husavik. Die havarierte Fähre konnte sich mit eigener Kraft wieder befreien und machte um 18.45 Uhr im dortigen Hafen fest. Wenige Minuten darauf konnten auch die mitgeführten Fahrzeuge entladen werden. Warum die Fähre vom Kurs abkam, war noch unklar und Gegenstand einer polizeilichen Untersuchung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter wird nach Strandung in Tykö repariert
(10.12.13) Der finnische Frachter "Riona", 910 BRZ (IMO-Nr.: 8806072), lief am 9.12. die Western Ship Yards in Tykö (Teijo) zur Reparatur der Rumpfschäden an, die er bei seiner Strandung in der vergangenen Woche erlitten hatte. In den vergangenen Tagen war die Ladung, die aus 970 Tonnen Feldspat bestanden hatte, im Hafen von Fröjdböle in Kemiö gelöscht worden. Das Schiff hat zwei Einbeulungen am Backbordbug und Risse von rund einem Meter Länge davongetragen, durch die es auch zu Wassereinbruch in den Ballasttanks gekommen war. Die Reederei Parga Ronja Carrier Marine Ltd. schätzte, dass die Reparatur rund eine Woche in Anspruch nehmen würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Solvåg af Glommen (Bild: Christian Jensen)   Großbild klick!
Dramatische Rettungsaktion vor Skagen
(09.12.13) Zu einem dramatischen Seenotfall entwickelte sich die Strandung des schwedischen Kutters “Solvåg af Glommen – FG 72”, 70,81 BRZ (MMSI-Nr.: 266251000), am östlichen Leuchtturm von Skagen am Morgen des 8.12. Um 6.30 Uhr hatte die zweiköpfige Crew Notsignale gesendet, nachdem ihr Schiff dicht vor dem Strand aufgelaufen und leckgeschlagen war.
Es legte sich immer weiter nach Steuerbord über, und die Brandung wusch über das schräg liegende Deck. Das Rettungsboot aus Skagen lief aus, um mit einer Lenzpumpe zu assistieren. Doch vor Ort angekommen, stellten die Seenotretter fest, dass die Fischer in einer so bedrängten Lage waren, dass sie evakuiert werden mussten. Einer der beiden wurde aber über Bord gespült, konnte sich indes auf den nahen Strand retten.
Doch beim Versuch, den zweiten zu retten, gingen sowohl dieser als auch ein Rettungsmann über Bord. Es gelang ihnen aber, sich wieder auf den Kutter zu flüchten. Um 9.30 Uhr traf ein Rettungshubschrauber der Air Station Aalborg ein und winschte die beiden auf. Der Fischer musste mit Schrammen und Unterkühlung ins Universtitätskrankenhaus in Aalborg geflogen werden. Der zweite wurde unterdessen von der dänischen Polizei zur Havarie befragt. Die “Solvåg” wurde 1958 als dänischer Kutter “Else Kjeld – S 230“ von V. Nissen in Den Helder erbaut und war zunächst in Skagen, wo er nun strandete, beheimatet. Er hat eine Länge von 23,11 Metern und eine Breite von 5,63 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ausgediente Fähre machte sich im Sturm Xaver in Svendborg selbstständig
(09.12.13) Am Morgen des 6.12. riss sich die außer Dienst gestellte dänische Fähre "Ærøsund", 873 BRZ (IMO-Nr.: 7034713), im Sturm Xaver von ihrem Liegeplatz bei Frederiksøen im Hafen von Svenborg los. Das Schiff trieb mit sechs bis sieben Knoten durch den Fahrten und krachte schließlich gegen das Schwimmdock der Werft Petersen & Sørensen, wo es&xnbsp; sichmit dem Ruderhaus&xnbsp;verkeilte. Der dänische Schlepper "Egesund", 136 BRZ (IMO-Nr.: 9059248), sicherte die Fähre längsseits des Docks, bis der Wind nachgelassen hatte. Die "Ærøsund" wurde erheblich beschädigt. Sie ist derzeit Mittelpunkt einer Diskussion, ob sie als Tauchwrack im Svendborgsund versenkt werden soll. Das dänische Transportministerium hatte diesem Vorhaben unlängst eine Absage erteilt, obwohl das Schiff gereinigt und frei von Giftstoffen ist. Möglicherweise wird die Diskussion nun noch einmal neu aufgerollt, denn die Entscheidung des Ministeriums erfolgte an Naturschutzverbänden und Tourismusindustrie vorbei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Fährkollision in Hareid
(09.12.13) Am 8.11. kollidierte die norwegische Fähre&xnbsp;"Tidevind", 176 BRZ (IMO-Nr.: 9473494),&xnbsp;mit dem Anleger in Hareid, als sie an diesem festmachen wollte. Durch einen technischen Fehler konnte sie nicht mehr rechtzeitig aufstoppen und prallte gegen den Kai. Dabei wurde der Backbordbug erheblich beschädigt. Im Salon ging eine Scheibe zu Bruch.
Ein Besatzungsmitglied und einer der insgesamt sieben Passagiere, die auf der Überfahrt von Ålesund an Bord waren, wurden bei der Kollision leicht verletzt und anschließend zur Versorgung ins Krankenhaus gebracht. Wegen der Schäden, die die 24 Meter lange Fähre bei der Havarie davongetragen hatte, musste sie zunächst durch ein Expressboot auf der Route Ålesund - Sulesund ersetzt werden, das um 11:55 Uhr ablegte. Eine Ersatzfähre für den Betrieb auf der Linie Hareid-Valderøya-Ålesund war um 14.55 Uhr einsatzbereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief in Böschung des Nord-Ostsee-Kanals
(09.12.13) Der unter Malta-Flagge registrierte&xnbsp;Containerfrachter "3 Oak", 7112 BRZ (IMO-Nr.: 9360972),&xnbsp;erlitt am Nachmittag des 7.12. auf&xnbsp; dem Nord-Ostsee-Kanal während des westgehenden Transits auf der Reise Stettin-Rotterdam Maschinenausfall. Das Schiff lief daraufhin bei Kanalkilometer 43 zwischen den Fährstellen Breiholz und Oldenbüttel in die südliche Böschung. Die Schifffahrt wurde gestoppt, bis das Schiff wieder frei war und die Reise fortsetzen konnte. Es machte um 23.15 Uhr in Brunsbüttel fest und ging am 8.12. gegen Mittag nach Abschluss der Untersuchungen in die Schleuse.
Quelle:Tim Schwabedissen



13 Vermisste bei Manöver
(09.12.13) Am 7.11. gegen 21 Uhr kenterte in Klebang Besar in Malakka ein Boot mit 49 Armeeangehörigen an Bord während eines Manövers und sank. Die insgesamt fünf beteiligten Boote, die um 7.16 Uhr aus Pulpak ausgelaufen waren, waren in einen Regensturm geraten. Als nur vier von ihnen gegen Mitternacht auf der Insel Pulau Upih eintrafen, wurde klar, dass ein Unglück geschehen war. An Bord des vermissten Bootes befanden sich 11 Angehörige des Special Warfare Training Centre in Pulpak und zwei Trainer. Das Fire and Rescue Depart­ment schickte fünf Fahrzeuge und Taucher, um die Küstenregion zu durchkämmen. Auch die Armee schickte Einsatzkräfte. Bis zum 8.11. um 21 Uhr gab es aber noch keine Hinweise auf die Vermissten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Tote und drei Vermisste bei Bootsunglück in Indien
(09.12.13) Drei Menschen kamen ums Leben, vier weitere Personen wurden vermisst, nachdem auf Ghaghra River in Sikandarpur im indischen Ballia-Distrikt am 7.12. ein Fährboot kenterte. Es hatte 21 Arbeiter an Bord, die von ihren Arbeitsstätten auf der anderen Flussseite zurück ins Dorf Barhucha wollten. Auf halbem Wege kenterte das überladene Boot. 14 Personen wurden gerettet, bis zum Abend des 8.12. vier Leichen aus dem Fluss gezogen. Die Suche nach den übrigen dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hohe Sachschäden und zwei Vermisste nach mehreren Kollisionen vor China
(09.12.13) Am 5.12. kollidierte in dichtem Nebel der chinesische Frachter "Rong Xiang 11" (MMSI-Nr.: 413491000) auf der Baoshan Route auf dem Yangtse-Fluss mit einem Chemikalientanker. Dabei wurde das Achterschiff des 149 Meter langen Frachters, der eine Ladung von 17000 Tonnen Kohle an Bord hatte, aufgerissen, und es kam zu Wassereinbruch. Eine Kranbarge ging an Steuerborseite längsseits und sicherte den Havaristen.
Derweil konnte der chinesische Bulkcarrier “Jia Li Hai”, 36986 BRZ (IMO-Nr.: 8903349), der COSCO, der am 6.12. von dem 168 Meter langen südkoreanischen Containerfrachter “Xiumei Tianjin”, 15906 BRZ (IMO:9138252), bei Zhejiang Zhoushan auf der Fahrt nach Laotangshan gerammt worden war, von 12 Schleppern gesichert werden. Auch vier Ölbekämpfungsschiffe waren in einer gemeinsamen Rettungsaktion durch die Zhejiang Maritime Rescue Administration und dem East Sea Rescue Bureau eingesetzt worden.
Der Havarist, der Maschinenausfall erlitten hatte, wurde von den Schleppern „Zhu Gang Tuo 10“ und „Zhuo Gang Yin 19“ am 8.12. nach Zhoushan eingebracht und sicher verankert werden. Am 6.12. kollidierten im Bereich von Anqing auf dem Yangtse zwei Sandbargen. Eine sank, zwei Besatzungsmitglieder wurden vermisst.&xnbsp;
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer vor Montauk gerettet
(09.12.13) Die&xnbsp;US Coast Guard rettete am 7.12. einen Fischer vor Montauk, dessen Kutter "Support" sechs Meilen vor der Küste gekentert und gesunken war. Er wurde um 16.15 Uhr von der Crew eines 47-Fuß-Bootes aus einer Rettungsinsel geborgen, nachdem ihn eine Vogelbeobachterin mit einem Fernglas&xnbsp;gesichtet und in einem nahen Restaurant Alarm geschlagen hatte. Dessen Bedienstete verständigten die East Hampton Town Police, und diese die Coast Guard Station in Montauk. Der Fischer wurde nach seiner Rettung, die eine Viertelstunde später erfolgte,&xnbsp;von einem Krankenwagen des Montauk Fire Department mit Unterkühlungen ins Southampton Hospital gebracht und dann auf dem Luftweg weiter ins Stony Book University Hospital.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marietje Andrea (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Tod im Sturm Xaver – philippinische Seeleute gingen bei Ystad über Bord
(07.12.13) Am 7.12. um 2.25 Uhr machte der holländische Frachter "Marietje Andrea", 5418 BRZ (IMO-Nr.: 9361134),von Rotterdam kommend in Riga mit einer um zwei Mann reduzierten Crew fest. Zwei philippinische Seeleute waren im Sturm Xaver am 5.12. um 8.28 Uhr bei Ystad über Bord gegangen und konnten nicht mehr gerettet werden. Bei den 26 und 27 Jahre alten Männern handelte es sich um Cousins. Während der erste auf seiner ersten Fahrt von Vlaardingen nach Riga war, hatte der andere bereits seit Jahren für den Schiffseigner Danser van Gent gearbeitet, der das Schiff als Familienbetrieb am Laufen hat.
Nach dem Frühstück waren im Ruderhaus die Arbeiten verteilt worden, und um acht Uhr machten sich die beiden Männer ohne Rettungswesten oder Überlebensanzüge, nur mit Overalls bekleidet, auf den Weg zum gedeckten Vorschiff, wo der Bereich um die Ankerwinschen gereinigt werden sollte. Um 8.15 Uhr hörte der Wachoffizier plötzlich einen schrecklichen Schrei. Als er aus der geöffneten Tür aufs Backbord-Nock stürzte, sah er zwei Männer in der See treiben. Sofort wurde eine Mann-über-Bord-Boje hinterher geworfen und Alarm gegeben.
Das Schiff drehte sofort herum. Der Wind blies mit 15-20 Metern pro Sekunde von Südsüdost, die Wellenhöhen nahmen mit dem aufziehenden Sturm Xaver zu. Die Wassertemperatur betrug acht Grad. Vier Handelsschiffe, darunter die Schnellfähre “Leonore Christina”, der Helikopter Lifeguard 907, ein dänischer Helikopter, das Überwachungsflugzeug 502, die schwedischen Patroullienboote "KBV 003 Amfitrite" und "KBV 202 "sowie die Rettungsboote "Gad Rausing" und "Elsa Johansson" wurden in das Seegebiet geschickt.
Das schwedische JRCC leitete die Operation mit der "KBV 003" als On Scene Coordinator. Doch lediglich die von der "Marietje Andrea" über Bord geworfene Boje wurde in dem 7,4 x 7,4 Kilometer großen Suchgebiet entdeckt. Bis mittags wurde die Sicht immer schlechter. Der Helikopter R507 mussten nach Rönne zum Auftanken, wurde aber durch die R520 entdeckt. Die Lifeguard 907 drehte zum Tanken nach Sturup ab, die Stingray 338 der schwedischen Luftwaffe musste nach Ronneby und kehrte wegen des immer stürmischer werdenden Wetters nicht mehr ins Einsatzgebiet zurück. Um 13:39 Uhr hob die R907 wieder in Sturup ab.
Um 13.40 Uhr wurden mehrere Handelsschiffe mit Dank aus dem Einsatz entlassen. Es folgten die "Gad Rausing" und "KBV 202", dann drehte die KBV 502 zum Skavsta Airport ab und die R520 nach Rönne. Nur noch die "Marietje Andrea", "KBV 003", "Elsa Johansson" und der Helikopter Lifeguard 907 waren nun noch im Suchgebiet. Um 15.30 Uhr kehrte die "Elsa Johansson" in den Hafen zurück. Nach sechs Stunden erfolgloser wie intensiver Suche senkte sich Dunkelheit über das Meer, und die See wurde immer grober. Um 15.40 Uhr wurde schweren Herzens beschlossen, die Suchaktion zu beenden. Die Polizei in Skåne leitete eine Ermittlung ein. Den verbliebenen Crewmitgliedern des Frachters wurde vom erschütterten Reeder freigestellt, in Riga abzumustern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulker drohte nach Kollision vor China zu sinken
(07.12.13) Der chinesische Bulkcarrier “Jia Li Hai”, 62592 tdw (IMO-Nr.: 8903349), und der koreanische Containerfrachter “Xiumei Tianjin”, 22264 tdw (IMO-Nr.: 9138252), kollidierten am Morgen des 6.12. rund 3.5 Meilen südlich von Zhoushan im Gebiet von Ningbo in der Ostchinesischen See. Die “Xiumei Tianjin” rammte den Bulkcarrier an Backbord auf Höhe eines Laderaums dicht vor den Aufbauten. Er erlitt Wassereinbruch und drohte zu sinken. Schlepper und Rettungsschiffe bugsierten den Havaristen in flacheres Wasser. Vor Tangdun konnte der Frachter stabilisiert werden. Drei Rettungs- und Ölbekämpfungsschiffe waren am 7.12. noch vor Ort. Die “Xiumei Tianjin” machte am Meishan Containerterminal fest. Die “Jia Li Hai” war mit über 60000 Tonnen Kohle unterwegs von Zhoushan nach Shanghai. Sie wurde 1991 erbaut und läuft für die Cosco Bulk Carrier Co. Ltd. Die “Xiumei Tianjin”, die eine Containerkapazität von 1608 TEU hat, wurde 1997 erbaut und hat als Manager die Sinokor Merchant Marine Co. Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler und Hund sicher im Rettungskorb
(07.12.13) Am Abend des 5.12. wurde ein Skipper und sein Bordhund von Bord der 25 Fuß langen Yacht “Margin” in der Nähe des South Santee River rund 10 Meilen südlich von Georgetown, South Carolina, von einem Hubschrauber der Coastguard gerettet. Die Coast Guard Charleston hatte um 16:18 Uhr einen Notruf des Seglers aufgefangen, der mit seinem Boot auf Grund gelaufen war. Ein MH-65 Dolphin Helikopter er Air Station Charleston stieg auf und half ihm samt seinem Hund in einen Rettungskorb. Beide wurden aufgewinscht und nach Georgetown geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Schlepper in Werkendam
(07.12.13) Am Morgen des 6.12. brach in den Aufbauten des 22 Meter langen holländischen Schubschleppers "Lucia" (MMSI-Nr.: 244620396) im Beatrixhafen in Werkendam ein Feuer aus. Das Schiff war bei Brandausbruch unbesetzt gewesen. Die Feuerwehr wurde gegen acht Uhr alarmiert und rückte mit Einsatzkräften aus Made, Werkendam und Drimmelen an. Zu der Zeit stieg dichter Rauch auf, und offenes Feuer schlug aus den Kajüten. Um 9. Uhr war der Brand gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kreuzfahrtschiff bei Blohm & Voss
(07.12.13) Auf dem maltesischen Kreuzfahrtschiff “Thomson Celebration", 33933 BRZ (IMO-Nr.: 8027298), brach am 7.12. in Dock 11 bei Blohm & Voss im Hamburger Hafen ein Feuer aus. Kartonage und Reinigungsmittel hatten bei Schweißarbeiten Feuer gefangen. Die an Bord befindlichen Arbeiter mussten das Schiff für eine Stunde verlassen. Verletzt wurde niemand.
Gegen 13 Uhr hieß es "Feuer aus". Die Feuerwehr war mit drei Löschzüge und 50 Einsatzkräften vor Ort, sechs von ihnen waren unter Atemschutz auf das Schiff vorgedrungen und hatten das Feuer gelöscht. Ein Polizei-Hubschrauber hatte zur Beobachtung über dem Schiff gekreist. Seit dem 12.11. lag das 1984 erbaute Schiff für Reparaturarbeiten in Hamburg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker wieder repariert und vor Anker bei Den Helder
(07.12.13) Der Notfall des griechischen Tankers "Elka Athina", 59486 BRZ (IMO-Nr.: 9249116), konnte am 7.12. aufgehoben werden. Am Vorabend um 18.26 Uhr war es gelungen, die ausgefallene Hauptmaschine zu reparieren. Um 19.10 Uhr wurde der Anker gelichtet, und das Schiff bewegte sich gegen 20 Uhr wieder langsam von der Ölplattform L-7-H fort, an die es im Sturm Xaver dicht herangetrieben war. Zuvor hatte der Kapitän vorsorglich 14 Mann der 26-köpfigen Crew evakuieren lassen, die auf der Plattform übernachtete. Um 22.30 Uhr ankerte er vor Den Helder. Sie sollte so rasch wie möglich an Bord zurückkehren. Der Kapitän wartete nun auf weitere Instruktionen durch den Eigner.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Vlieland vor drohender Strandung bewahrt
(07.12.13) Die Bergung des türkischen Frachters "Burak Bayraktar", 8323 BRZ (IMO-Nr.: 9260536), wurde in der Nacht zum 7.12. weiter zu einer mühseligen Angelenheit. Am Abend des 6.12. war es dem aus Ijmuiden herbeigekommenen holländischen Schlepper "Ginger", 487 BRZ (IMO-Nr.: 9507063), endlich gelungen, eine Trosse an dem Havaristen festzumachen, der in meterhohen Wellen mehr recht als schlecht auf Position gehalten wurde.
Doch dann geriet der “Ginger” in der tobenden See der Schleppdraht in den Propeller und brach. Der Schlepper musste zur Reparatur anschließend nach Den Helder ablaufen. Erst am 7.12. um 10.15 Uhr wurde der finnische Schlepper "Zeus", 1102 BRZ (IMO-Nr.: 9130729), von Den Helder kommend zum Retter in der Not. Die Anker hatten den Frachter glücklicherweise die Nacht über in seiner Lage gehalten.
Es gelang den Finnen dann, eine Schleppverbindung herzustellen und den Frachter in tieferes Wasser zu bugsieren. Dabei wurden sie auch von der “Hunter” unterstützt. Um 13.30 Uhr war die "Burak Bayraktar" im Fahrwasser und konnte mit eigener Kraft die Fahrt ohne weitere Eskorte in Richtung des Zielhafens Bremen fortsetzen, wo sie in der Nacht zum 8.12. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zum mangelnden Glück kam das Pech – Trawler kollidierte mit Treibgut und strandete im Sturm Xaver
(07.12.13) Der französische Trawler "Saint Nicolas - BL 788028", 101,36 BRZ (MMSI-Nr.: 227106700) trieb am 5.12. um 14.30 Uhr unweit Boulogne-sur-Mèr am Pointe de la Crèche auf den Strand. Das CROSS schickte einen Dragon 62-Helikopter des Zivilschutzes, um die fünfköpfige Crew zu evakuieren. Sie wurden um 16 Uhr aufgewinscht und unversehrt am Helipad hinter dem Hafen abgesetzt. Der Havarist hatte sich im Schlepp eines anderen Trawlers, der "Savior de Monde", befunden, nachdem der Propeller durch Treibgut beschädigt worden war. Doch im Sturm Xaver brach die Schleppverbindung, und das Schiff trieb rasch auf die Küste zu, wo er vor den Augen zahlreicher Schaulustiger unweit des Boulevard Sainte-Beuve in der Brandung festkam. Der Schlepper “Abeille” sollte ihn aus seiner misslichen Lage befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Ouistreham in Seenot
(07.12.13) Am 3.12. gegen 17 Uhr funkte der Kutter “Charognard” in der Seine-Bucht nach Wassereinbruch sieben Meilen vor Ouistreham Notrufe. Das CROSS Joburg schickte die “Flamant” zu Hilfe, und es gelang nach dessen Eintreffen eine Stunde darauf, mit deren Lenzpumpe den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen und das Leck abzudichten. Danach wurde der Kutter von der “Te Rev” nach Le Havre eingeschleppt. Auch das SNSM-Boot aus Ouistreham war auf Standby gegangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Dunwich
(07.12.13) Am 7.12. gegen 10 Uhr wurde die Thames Coastguard über VHF von dem englischen Kutter "Southern Star - P 31" (MMSI-Nr.: 235099522) alarmiert, dass das Schiff nach Maschinenschaden durch einen Wassereinbruch im Motorraum zu sinken drohe. Binnen weniger Minuten verschwand das Schiff vier Meilen östlich von Dunwich in Suffolk von der Wasseroberfläche. Die dreiköpfige Crew konnte sich in letzter Minute in eine Rettungsinsel flüchten, aus der sie von dem RNLI-Boot “Mistress Three” aus Aldeburgh RNLI gerettet wurden. Danach wurden sie auf das ebenfalls ausgelaufene Rettungsboot aus Southwold transferiert.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bergung ehemaligen Drogenfrachters gestaltet sich komplizierter als geplant
(07.12.13) Das Wrack der “Helena Star” 498 BRZ (IMO-Nr.: 5120350), wird noch länger auf dem Hylebos Waterway verbleiben müssen. Nachdem eine Kranbarge das Schiff am 5.12. aufgerichtet hatte, sollte es eigentlich gelenzt werden, um dann zum Abbrecher zu gehen, doch am 6.12. wurde dieser Plan gekippt. Es hatte sich herausgestellt, dass sich der Rumpf in so schlechtem Zustand befand, dass er dabei auseinander brechen könnte. Bei der Bergung waren auch geringe Mengen Öl ausgetreten. Nun wollte das Department of Ecology weitere Optionen evaluieren. Dies könnte aber weitere Monate dauern.
Am 24.1. gegen Mitternacht war der Frachter gesunken und hatte auch die längsseits vertäute, 40 Meter lange “Golden West” fast zum Kentern gebracht. Diese hatte nun erst von dem Wrack befreit werden müssen. Die “Helena Star” war ehemals ein holländischer Frachter, der 1978 wegen Marihuana-Schmuggels mit 37 Tonnen Pot an Bord aufgebracht wurde, später durch mehrere Hände ging und nun in Tacoma abgewrackt werden sollte.
Der letzte bekannte Besitzer war die Mason Marine, die im vergangenen Jahr Bankrott ging. Sowohl der Frachter wie auch der längsseits vertäute Longliner "Golden West" waren schon lange auf einer 230 Einheiten umfassenden Liste zu räumender Schiffe in Wahsington State. Beide Schiffe hatten seit rund zwei Jahren aufgelegen. Im Laderaum der "Helena Star" wuchs bereits ein Baum, im Maschinenraum stand das Wasser zuletzt mehrere Fuß hoch.
Die “Helena Star” ist 51,4 Meter lang und acht Meter breit. Sie wurde 1947 bei Westerbroek Scheepswerf, Westerbroek, als “Violette Erica” erbaut. Von 1950 bis 1976 lief sie als “Fraternite” unter schwedischer Flagge, dann ein Jahr als “Monica Star” und wurde 1977 nach einem Intermezzo als “Pacific Star” zur “Helena Star” unter Panama-Flagge. Am 17.4.1978 wurde sie 130 Meilen südwestlich von Cape Flattery mit Drogen im Wert von 74 Millionen Dollar, dem bis dato größten derartigen Fund, aufgebracht und lag danach in der Salmon Bay in Seattle vor Anker. Am 7. März 2011 verließ sie die Bucht längsseits des Schleppers “West Point” mit Kurs auf die Mason Marine Services in Tacoma. Hier wurde sie längsseits des Longliners “Golden West”, der einstigen “Chiwoo”, vertäut und sich selbst überlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Innvik" (Bild: Andreas Sundby)   Großbild klick!
Theaterschiff in Nesodden von Xaver versenkt
(06.12.13) Die ehemalige norwegische Fähre "Innvik", 993 BRZ (IMO-Nr.: 6724294), die jahrelangals Theaterschiff am Opernhaus in Oslo gelegen hatte, sank in der Nacht zum 6.12. um 23.15 Uhr an der Svestad-Pier in Nesodden, Akershus. Sie war im Sturm Xaver leckgeschlagen. Das Feuerlöschboot aus Oslo vermochte nichts mehr auszurichten. Um 1:10 Uhr lag das Schiff mit dem Heck auf Grund. Sorgen bereiteten vier Tonnen Diesel an Bord. Der norwegische König Olav hatte das Theaterschiff, das 150-200 Zuschauern Platz bietet, eingeweiht. Im April 2001 erwarb das Nordic Black Theatre in Oslo das Schiff und brachte es nach Oslo, wo es im Sommer auch als Hotel und Café diente. Am 31.10.2010 wurde es an Svestad Brygge verkauft. Es sollte an der Lehmannpier in Drøbak vertäut werden, was aber ein schlechter Winterhafen ist. Stattdessen lag das Schiff nun seit drei Jahren an Svestad-Brücke.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hurtigruten-Fähre Trollfjord rammte Brücke
(06.12.13) Am 5.12. gegen 19 Uhr kollidierte die norwegische Hurtigruten-Fähre "Trollfjord", 16140 BRZ (IMO-Nr.: 9233258), mit der Tromsø-Brücke, eine halbe Stunde nachdem sie den Hafen verlassen hatte. Einer der 317 Passagiere kam zu Fall und wurde leicht verletzt. Die "Trollfjord" hatte am Backbordheck eine Delle und Schrammen davongetragen. Sie drehte um und kehrte nach Tromsø zurück. Routinemäßig wurden hier vom Wachoffizier Drogentests genommen. Um 22.40 Uhr lief das Schiff dann wieder nach Hammerfest aus, wo es am 6.12. eintraf. Die Brücke wurde nach der Kollision vorsorglich gesperrt, hatte aber auch keinen großen Schaden davon getragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Xaver behinderte Schifffahrt auf der Nordsee
(06.12.13) Der Sturm Xaver hat an der deutschen Küste zu keinen größeren Schiffsunglücken geführt, aber dennoch eine Reihe von Zwischenfällen verursacht. Der liberianische Containerfrachter "Alsterdijk", 17368 BRZ (IMO-Nr.: 9491484), bekam am 6.12. kurz nach Mittag eine Leine in den Propeller kurz nach Verlassen der Schleuse in Brunsbüttel. Weil das Schiff bereits am Haken zweier Schlepper war, konnte sie in Ostermoor mithilfe eines dritten Schleppers an die Dalben gedrückt werden. Die Schleuse war zeitweilig blockiert. Der Frachter war auf der Reise St. Petersburg-Antwerpen.
Am 5.11. gegen 13 Uhr kollidierte die unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Roro-Fähre "Pauline Russ", 10488 BRZ (IMO-Nr.: 9198989), gegen eine Schleusenmauer in Brunsbüttel. Der Frachter war auf der Reise Hankö - Tilbury. Gegen 20 Uhr setzte das Schiff die Reise fort, ging aber vor Otterndorf auf Reede vor Anker.
Der deutsche Notfallschlepper "Nordic" assistierte am Nachmittag des 5.12. dem unter Vanuatu-Flagge laufenden, 24 Meter langen Offshore-Wachschiff "Walvis Guardship", 108 BRZ (IMO-Nr.: 7208649), auf der Nordsee. Mit vier Knoten Fahrt ging es gen Wilhelmshaven. Kurz vor Mitternacht war der Schleppzug im Neuen Vorhafen fest.
Der holländische Frachter "Zillertal", 5602 BRZ (IMO-Nr.: 8918734), wurde auf der Fahrt vom Waalhafen in Rotterdam nach St. Petersburg vor Brunsbüttel am Nachmittag des 5.12. von Böen erfasst und legte sich quer vor die Schleuse. Der zufällig anwesende Schlepper "Wolf" verhütete schlimmeres und konnte den Frachter von den Dalben, gegen die er gedrückt worden war, befreien. Doch nun waren die Kanalschleusen wegen des Hochwassers gesperrt, und erst gegen 21 Uhr konnte die “Zillertal” einschleusen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Xaver sorgte für Seenotfälle vor Holland
(06.12.13) Auch vor Holland brachte der Sturm Xaver die Schifffahrt in Schwierigkeiten. Hier ereigneten sich eine ganze Reihe von zum Teil dramatischen Havarien:
Am 5.12. um 15.45 Uhr lief der holländische Trawler "Maria - GO 20", 405 BRZ (IMO-Nr.: 8811182), bei Tonne 10 im Slijkgat bei Stellendam auf Grund. Er hatte dort vor dem Sturm Schutz suchen wollen. Das KNRM-Boot “Antoinette” kam aus Stellendam zu Hilfe. Ein erster Versuch, den Trawler zu befreien, scheiterte an den stürmischen Bedingungen. Es wurde beschlossen, die Flut um vier Uhr abzuwarten, doch bereits gegen ein Uhr trieb die “Maria” von selbst auf. Sie hatte allerdings Ruderschaden erlitten und konnte sich nicht mit eigener Kraft in Richtung Hafen bewegen. Die "Antoinette" kehrte eilends zurück und versuchte, den Havaristen wieder auf den Haken zu bekommen. Doch bei Wellenhöhen bis vier Metern brach die Trosse mehrfach, während der Kutter hilflos weiter in Richtung des Strandes von Kwade Hoek trieb. Erst nach Stunden gelang es, ihn unter Kontrolle zu bekommen, und unterstützt von seinem Propeller gelang es, die "Maria” in tieferes Wasser zu bekommen. Um sechs Uhr früh des 6.12. war endlich Stellendam erreicht. Neben dem Ruderschaden war auch der Verlust eines Ankers zu beklagen.
Das Forschungsschiff "Kennemer", 172 BRZ (IMO-Nr.: 9104732), von Rijkswaterstaat riss sich am 5.12. an der Pier von Holwerd los und trieb ostwärts davon, bis es am Deichfuß auf Grund trieb. Vier Schlepper konnten das Schiff am 6.12. vom Grund bekommen und es in den Hafen von Harlingen einbringen.
Am Morgen des 6.12. erlitt der türkische Frachter "Burak Bayraktar", 8323 BRZ (IMO-Nr.: 9260536), Maschinenschaden. Er warf fünf Meilen westlich von Vlieland Anker. Das Schiff war mit einer 17-köpfigen Crew von Rotterdam nach Bremen unterwegs. Die holländische Coastguard schickte den Schlepper "Ievoli Amaranth", der um 2:45 Uhr vor Ort eintraf. Um 06.10 Uhr meldete die "Burak Bayraktar", dass der Anker schleife. Der Frachter trieb in Richtung des Eierlandsche Grund, und der Kapitän erbat die Hilfe der "Ievoli Amaranth, die aber vergebens versuchte, das Schiff im tobenden Sturm auf den Haken zu bekommen. Auch der "Hunter" aus Terschelling gelang dies nicht. Währenddessen schleifte der Anker unweit einer Gaspipeline in über Grund. Am frühen Nachmittag stoppte die Drift der "Burak Bayraktar" 4.7 Meilen westlich des Leuchtturms Eierland - Texel. Die "Ievoly Amaranth" kehrte unterdessen nach Den Helder zurück und wurde von der "Ginger" aus Ijmuiden ersetzt, während die "Hunter" auf Standby blieb. Nach Wetterberuhigung sollte ein neuerlicher Abschleppversuch erfolgen.
Am 6.12. um 17:20 Uhr meldete der griechische Tanker "Elka Athina", 59486 BRZ (IMO-Nr.: 9249116), Maschinenprobleme eine Meile von der unbemannten Ölplattform L-7-H entfernt. Das Schiff warf 0.4 Meilen vor der Plattform zwei Anker. Das unbeladenen Schiff hatte eine 2-köpfige Crew an Bord, die versuchte, die Maschine zu reparieren. Die Coastguard alarmierte einen Offshore-Helikopter, der auf der Plattform L7P auf Standby ging. Die Position der "Elka Athina" war 43 Meilen nordwestlich von Den Helder. Sie war auf der Reise Coryton - Ust-Luga.
Am 6.12. um 9.10 Uhr meldete der unter Antigua-Flagge laufende Roro-Frachter "Balticborg", 12460 BRZ (IMO: 9267716), der holländischen Coastguard, dass sich mehrere Trailer losgerissen hätten und über Deck rutschten. Der Kapitän legte das Schiff mit dem Bug in den Wind, während die Crew versuchte, die Fracht wieder zu sichern. Der Frachter befand sich zu der Zeit 13 Meilen nordwestlich von Vlieland. Der Frachter war am 5.12. um 20 Uhr aus Terneuzen ausgelaufen. Als die Trailer eingefangen waren, konnte die Reise nach Södertalje weitergehen.
Am 5.12. gegen 20.30 Uhr verlor das belgische Binnenschiff "Alcedo", 2706 ts (EU-Nr.: 06004262;), fünf Container auf der Westerschelde. Diese wurde zwischen dem Deurganck Dock udn Vlissingen wegen der Kollisionsgefahr für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt. Vier Container waren leer. Alle wurden spatter am Abend gefunden. Sie waren bei Terneuzen ans Ufer getrieben. Die "Alcedo" war auf der Fahrt vom Deurganck Dock in Antwerpen nach Terneuzen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Riona wieder frei
(06.12.13) Der finnische Frachter "Riona", 910 BRZ (IMO-Nr.: 8806072), wurde noch am 5.12. freigeschleppt und steuerte Frojdbole zur Inspektion an. Der Schlepper "Monica Forssell" war aus Yle gekommen, um den Frachter zu befreien. Auch die finnische Coast Guard, das Rescue Department und die Armee waren vor Ort, ebenso das Ölbekämpfungsschiff "Halli",
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Feuerwehr auf Corona Seaways
(06.12.13) Am 5.12. kurz vor elf Uhr wurde ein neuerlicher Schwelbrand auf der britischen Fähre "Corona Seaways", 25609 BRZ (IMO-Nr.: 9357597), gemeldet, die weiter im Hafen von Helsingborg lag. Die Feuerwehr untersuchte die Lage, konnte aber kein offenes Feuer finden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Istanbul manövrierunfähig
(06.12.13) Am 6.12. um 2.50 Uhr erlitt der kambodschanische Frachter "Rimma", 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8874902), vor Istanbul nahe Asiyan Maschinenschaden. Der Istanbul Vessel Traffic Services Centre schickte den Schlepper "Kurtama 4", de rum 3:10 Uhr vor Ort war, gefolgt von der "Kurtama 7" um 04:35 Uhr. Um 05:20 Uhr wurde der Havarist verankert. Er war unbeladen unterwegs von Istanbul nach Yeysk und hatte eine 11-köpfige Crew an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter kenterte vor Bizerte
(06.12.13) Am 5.12. lief ein Kutter auf einen Felsen bei Ras Angela in Bizerte und kenterte. Ein Fischer kam ums Leben, einer wurde vermisst, einer überlebte. Das Schiff hatte zuvor Maschinenschaden erlitten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot drohte zu sinken
(06.12.13) Am Quai-de-Marles in Marles schlug am 4.12. das 10 Meter lange Sportboot “Palmyr” leck. Um 10 Uhr wurde die Feuerwehr von Béthunois alarmiert und fand das Boot mit Schlagseite vor. Drei Personen waren noch an Bord, eine befand sich an Land. Zwei Taucher aus Auchterarder und Saint- Omer und zwei Feuerwehrleute sicherten das Wohnschiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Altes Frachterwrack aufgerichtet
(06.12.13) Der 167 Fuß lange Frachter “Helena Star”, der am 25. Januar in Tacomas Hylebos Waterway sank, wurde am 4.12. von einer Kranbarge aufgerichtet und dann wieder auf Grund abgesetzt. Taucher untersuchten das Wrack. Die Coast Guard überwachte die Bergungsarbeiten. Am 6.12. sollte die Hebung weiter gehen. Das Schiff soll dann Stabbert Yacht and Ship nahe der Ballard Locks zerlegt werden. Im Oktober war zunächst die daneben liegende “Golden West” aus dem Weg geräumt worden. Der aus den 1940ern stammende Frachter war 1978 als Drogenschmuggler vor Washington mit einer Ladung Marihuana im Wert von 74 Millionen Dollar aufgebracht worden. 2011 kam der Frachter nach Tacoma.
Quelle:Tim Schwabedissen



Riona auf Grund (Bild: Jarmo Vehkakoski)   Großbild klick!
Frachter bei Hankö auf Grund gelaufen
(05.12.13) Auf der Fahrt von Helsinki nach Vyborg lief der finnische Frachter "Riona", 910 BRZ (IMO-Nr.:&xnbsp; 8806072), am 4.12. gegen Mitternacht vor Kasnäs, südlich der Insel Kimito (Kemiö) auf Grund. Das Schiff kam mit erheblicher Kraft auf den Felsen fest und trug dabei ein Leck im Vorschiff davon, durch das Wasser in einen Ballasttank eindrang. Das Bergungsschiff "Kemiö Vyborg" machte sich auf den Weg zur Unglücksstelle. Die vierköpfige Crew des Havaristen verblieb an Bord. Vom südwestfinnischen Rettungsdienst wurde ein Taucher beauftragt, den Rumpf am Morgen des 5.12. zu untersuchen, damit weitere Maßnahmen geplant werden konnten. Ein erster Bergungsversuch durch die Crew selbst war fehlgeschlagen. Der Schlepper "Kraft" wurde aus Hankö in Marsch gesetzt und gegen Mittag vor Ort erwartet. Er sollte am Nachmittag die Bergung angehen. Ein Inspektor der Maritimen Verwaltung inspizierte inzwischen den Havaristen. Die "Riona" hat 15 Tonnen Bunkeröl an Bord und eine Ladung von 970 Tonnen Feldspat in Säcken. Das 69,06 Metr lange und 9,46 Meter breite Schiff hat eine Tragfähigkeit von 1083 Tonnen. Es wurde 1988 von der Cassens-Werft in Emden als „Triton Elbe“ für holländische Auftraggeber erbaut und ging 2007 an die Ronja Marin Ltd. in Pargas.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lindenau-Werft repariert Frachter nach Schleusenkollision in Brunsbüttel
(05.12.13) Am 2.12. gegen Mitternacht kollidierte der liberianische Containerfrachter "E.R. Visby", 12514 BRZ (IMO-Nr.: 9448695), auf der Fahrt von Rotterdam nach St. Petersburg beim Einlaufen in den Nord-Ostsee-Kanal mit einer Schleuse in Brunsbüttel. Dabei wurde ins Backbord-Vorschiff oberhalb der Wasserlinie ein Loch gerissen, der Rumpf auf mehreren Metern Länge eingedrückt und verschrammt. Das Schiff konnte am 3.12. gegen ein Uhr die Reise gen Osten bis Kiel fortsetzen. Hier machte es an der Nordmole des Scheerhafens fest, wo sich Arbeiter der nahen Lindenau-Werft in Kiel-Friedrichsort mit Hilfe von Gerüsten daran machten, den Schaden während der folgenden Tage vor Ort auszubessern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Berger auf Mississippi im Wettlauf gegen die Zeit
(05.12.13) Die Berger in Le Claire waren in einem Wettlauf gegen die Zeit, am 4.12. die Lecks des auf dem Mississippi gesunkenen Schleppers "Stephen L. Colby" abzudichten und die Schotts und Fenster provisorisch zu verschließen, um ihn vor einem für die Nacht zum 7.12. erwarteten Temperatursturz schwimmfähig zu bekommen. Das Leck im Rumpf war etwa 12x30 Inch groß und befand sich am Schiffsboden unweit des Hecks. Nach Abschluss der Dichtungsarbeiten sollten das Wasser und im Schiffsinnern verbliebene Ölreste abgepumpt und das Schiff aufgeschwommen werden, um es danach zu einer Werft zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölplattform in der Nordsee vorsorglich evakuiert
(05.12.13) Die britische Ralisman Sinopec Energy hat angesichts des herannahenden Sturms Xaver vorsorglich 85 Arbeiter der Ölplattform "Buchan Alpha" (MMSI-Nr.: 232004204) in der Nordsee evakuiert. Die Plattform befindet sich 83 Meilen nordöstlich von Aberdeen. 68 Arbeiter wurden am 4.12. an Land geflogen, die verbliebenen 17 am 5.12. Die Ölproduktion blieb vorerst stillgelegt, bis sich die Wetterverhältnisse wieder gebessert haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bagger brannte auf Bremer Frachter
(05.12.13) Am 4.12. brach um 11.15 Uhr in einem der Laderäume des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachters „Hanseatic Scout“, 2896 BRZ (IMO-Nr.: 9229130), im Hafen von King’s Lynn ein Feuer aus. Der Bagger, mit dem seit zwei Tagen die Ladung Holzschnitzel aus Kolding gelöscht wurde, war in Brand geraten. Glücklicherweise befand sich nur noch wenig Ladung an Bord, und sie wurde von den Flammen nicht erfasst.
Die Feuerwehr von Norfolk rückte mit 10 Einsatzkräften im Bentkink Dock an. Vier Teams drangen unter Atemschutz in den geöffneten Laderaum vor und erstickten das Feuer mit Schaum binnen zwei Stunden. Ein Rettungsboot war derweil auf Standby, ebenso waren Krankenwagen und Polizei sowie Vertreter der Coastguard vor Ort.
Auch die Environment Agency und das West Norfolk Council’s Environmental Health Team rückten wegen des Löschschaums, der verwendet worden war, an. Nachdem der Brand aus war, begann die Feuerwehr mit der Untersuchung des Feuers. Der Bagger blieb dazu vorerst an Bord. Am Schiff entstand bestenfalls geringer Schaden, Menschen wurden nicht verletzt. Die “Hanseatic Scout”, hat eine Tragfähigkeit von 4338 Tonnen, sie ist 89 Meter lang und 13 Meter breit. 2002 wurde sie von der Peters Scheepsbouw B.V. an die Hanseatic Schifffahrt GmbH & Co. in Bremen abgeliefert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Saint-Brieuc
(05.12.13) In der Nacht zum 5.12. um 1:30 Uhr fing das CROSS Corsen ein Notsignal des Kutters “Papilu” auf, der sich in der Bucht von Saint-Brieuc, 2,8 Meilen vor Saint-Quay-Portrieux befand. Wenige Minuten später meldete der Kutter “Diego”, dass er rote Notraketen gesichtet habe. Sofort wurden ein SNSM-Boot der Station Saint-Quay-Portrieux und ein Helickopter der Marine in Marsch gesetzt. Gegen drei Uhr sichtete das Rettungsboot eine Rettungsinsel, aus der die zweiköpfige Crew des Kutters unversehrt geborgen und an Land gebracht wurde. Danach fischte das Rettungsboot den immer noch aktiven Notsender auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm versenkte Kutter in Sørvær
(05.12.13) Die “F 3 – HV” sowie ein weiterer norwegischer Kutter gerieten am 4.12. in der Sørvær Hasvik-Gemeinde im Sturm in Seenot. Sie wurden von der Brandung aufs Ufer geworfen und kenterten. Die Schwimmpier, an der sie lagen, hatte sich zuvor selbstständig gemacht. Auch diese wurde in dem Unwetter mit Schneetreiben beschädigt. Der Wind erreichte in Böen Geschwindigkeiten von 45 Metern pro Sekunde an der Küste von Tromsö und West Finnmark.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf indischem Minenleger – Auftrag zur Bergung gesunkenen U-Boots kurz vor der Vergabe
(05.12.13) Auf dem indischen Minenleger „Konkan“ der in Russland erbauten Pondicherry-Klasse M-72 brach am Abend des 4.12. gegen 17 Uhr im Marine-Trockendock in Visakhapatnam ein Feuer aus. Das Schiff wurde zu der Zeit gerade überholt. Die Kajüten wurden bei dem Brand total zerstört. Neben Einsatzkräften der Marine waren auch örtliche Feuerwehren vor Ort im Einsatz. Es dauerte über eine Stunde, das Feuer zu löschen, das entweder durch einen Kurzschluss im Maschinenraum oder durch Schweißfunken entstanden war. Menschen kamen nicht zu Schaden. Viele Besatzungsmitglieder hatten wegen des Navy Day frei, andere wurden von Bord evakuiert.
Derweil hat die indische Marine die Liste von Bergungsunternehmen, die das am 14. August in Mumbai explodierte U-Boot „Sindhurakshak“ heben sollen, auf drei Unternehmen zusammengestrichen. Die Arbeit soll rund 40 Tage dauern. Fünf Unternehmen, darunter ein indisches, hatten sich beworben und mit Tauchern das Wrack des 16 Jahre alten Bootes untersucht. Die Methoden zweier Firmen wurden als technisch unausgereift angesehen, welche der drei verbliebenen Firmen den Zuschlag erhält, sollte in den kommenden Tagen von der Regierung entschieden werden. Die fünf Bewerber waren Svitzer Ocean Towage, Titan & Gol Consortium, SMIT Salvage, Resolve Salvage & Fire sowie die Arihant Ship Breakers. Der Rumpf muss mit Wasserdüsen geöffnet werden, der Einsatz dieser Technologie kann acht Millionen Dollar kosten.
Der Untersuchungsbericht zum Explosionsunglück auf der „Sindhurakshak“ ist noch nicht fertig. Er kann erst komplettiert werden, wenn das Board of Inquiry Committee das gehobene Wrack inspiziert und eine chemische Analyse vorgenommen hat. Die übrigen 16 U-Boote müssen auch noch Tests durchlaufen, um ihre Sicherheit zu prüfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



143 Passagiere von philippinischer Fähre abgeborgen
(05.12.13) Das 56 Meter lange philippinische Ro-ro-Fahrgastschiff „Georich“, 770 tdw, erlitt am 2.12. Maschinenschaden in der Dapitan Bay auf der Fahrt von Dumaguete nach Cebu. Ein Rettungsschiff sowie das Passagierschiff „ Tresha Krestin“ wurden von der Coast Guard zum Havaristen geschickt, die 143 Passagiere auf die „Tresha Krestin“ übergesetzt und nach Cebu gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Main nach Bergung von Schubverband wieder frei
(05.12.13) Der deutsche Schubverband "Klosterneuburg", 1920 ts (MMSI-Nr.: 211430850), der auf dem Main bei Wörth quergeschlagen war, konnte am 4.12. gegen 15.30 Uhr wieder flottgemacht und abgeschleppt werden.
Gegen Mittag hatten Berger damit begonnen, den 200 Meter langen Verband von den Ufern zu lösen. Zwei Eisbrecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes versuchten zwei Mal vergebens, den Havaristen &xnbsp;frei zu bekommen. Kurz nach 15:00 Uhr traf ein weiteres Schiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes ein. Dann der Main weiter aufgestaut. Doch erst als sie die beiden Bargen vor dem Schubschlepper abkoppelten, konnten die Hälften von der Böschung gezogen werden. Dann kontrollierten die Experten das Fahrwasser.
Um 17.29 Uhr wurde der Main wieder für die Schifffahrt freigegeben. Beamte der Wasserschutzpolizei Aschaffenburg untersuchten die Unfallursache. Dem Verband war ein weiterer Schubverband entgegen gekommen, der in Richtung Linz &xnbsp;unterwegs war. Welcher Schiffsführer bei dem Passieren Fehler gemacht hat, stand noch nicht fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischa gefunden
(05.12.13) Auf der Donau wurde am 4.12. das vor rund einem Monat nach der Kollision mit einem Binnentanker bei der Brigittenauer Insel gesunkene Polizeiboot „Fischa“ auf dem Flussgrund geortet. Bei der Suchaktion war das Vermessungsboot „Alpha“ der Wasserstraßengesellschaft „viaDonau“ im Einsatz. Das Boot wurde zwischen der Brigittenauer Brücke und der &xnbsp;Reichsbrücke vermutet. Rund 80 Meter vom Ufer entfernt entdeckte die Crew der „Alfa“ mit Echolot zwischen den beiden Brücken ein Objekt am Donaugrund. Größe und Lage ließen keinen Zweifel zu, es handelte sich um das Wrack der „Fischa“. Das Boot lag in rund neun Metern Tiefe. Das Wrack wird aber nicht auf Anordnung der Staatsanwaltschaft gehoben. Die Polizei muss sich selbst um die Bergung kümmern und auch die Kosten tragen, um Beweise zu sichern und weil auch noch Treibstoff im Boot sein könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Forscher aus Hawaii entdecken japanisches Weltkriegs-U-Boot
(05.12.13) Ein 1946 versenktes japanisches U-Boot, die „I-400“, wurde an der Südwestküste der Insel O'ahu, die zu Hawaii gehört, wieder entdeckt. Das 400 Fuß lange Schiff der Sen-Toku-Klasse, das größte bis zum Bau der Atom-U-Boote in den 1960ern, war von der US-Marine nach Ende des 2. Weltkriegs versenkt worden, damit die Sowjets keinen Einblick in dessen Technologie erhielten. Hatte eine Reichweite von 37500 Meilen, was bis heute kein dieselelektrisches U-Boot wieder geschafft hat. &xnbsp;Forscher des Hawaii Undersea Research Laboratory an der University of Hawaii fanden das Wrack nun in 2,300 Fuß Toefe vor O‘ahu.
Es war eigentlich weiter draußen auf See vermutet worden. Das Boot war bis zur Niederlage Japans nur begrenzt im Einsatz gewesen. Am 4.6.1946 wurde es mit drei Mark-18-2-Torpedos von USS „Trumpetfish – SS 425“ auf Tiefe geschickt. Dabei wurde ein Mark 10-3 Zünder getestet. Es ging um 12.10 Uhr übers Heck auf Position 21-13 N, 158-07 W. Danach wurde die Lage verschleiert, um den Sowjets den Zugriff auf die fortgeschrittene Technologie zu verwehren. Sie hätten als Alliierte eigentlich die beschlagnahmten Boote untersuchen dürfen. Um dies zu verhindern, wurden die insgesamt fünf High-Tech-Boote sogar vor Abschluss der Untersuchungen durch die Amerikaner auf den Meeresgrund geschickt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Apalachicola gehoben
(05.12.13) Am 2.12. wurde der 43 Fuß lange Garnelenkutter „Irish Town II“, der am Morgen des 24.11. in Apalachicola gekentert und gesunken war, gehoben. Das Schiff war an jenem Tag um 5.30 Uhr ausgelaufen, als vor Caroline’s Dining on the River Restaurant beim Klarmachen der Ausleger eine Windbö von 24 Knoten das 1970 erbaute Schiff erfasste und zum Kentern brachte. &xnbsp;Die zweiköpfige Crew rettete sich schwimmend an Land. Die Kutter „Classy Lady“ und „ Irish Town III“ zogen den Kutter noch am selben Tag aus dem Fahrwasser in eine flachere Zone, doch die eigentliche Bergung zog sich dann tagelang hin. Sie gelang letztlich mit ener Kranbarge. Das Wrack wurde angehoben, ausgepumpt und zu Moorings am Mill Pond geschleppt, wo der Schaden an dem 20,000 Dollar werten, unversicherten Schiff untersucht wurde. Die Wiederherstellung wurde auf ein Jahr Dauer geschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Corona Seaways" (Bild: Mikael Nilsson)   Großbild klick!
Erneut Feuer auf Seaways-Fähre
(04.12.13) Am 4.12. um 2.30 Uhr brach in einem Trailer auf der britischen Fähre "Corona Seaways", 25.609 BRZ (IMO-Nr.: 9357597), ein Feuer aus. Das Schiff war am 2.12. um 20 Uhr aus Kopenhagen nach Oslo ausgelaufen. Nach einem Zwischenstopp in Fredericia war es von dort am 3.12. um 21 Uhr in See gestochen. Es gelang der zehnköpfigen Crew, mit Hilfe der Sprinkleranlage das Feuer zunächst zu läschen, doch dann flammte es wieder auf.
Eine deutsche Fregatte ging auf Standby. Die Fähre hatte auch 19 Passagiere an Bord. Da sie zu groß war, um in den Hafen von Helsingør zu passen, nahm sie Kurs auf Helsingborg, wo sie um sechs Uhr eintraf. Rauch stieg weiter aus den Frachtdecks auf, und das Feuer war weiterhin nicht vollständig gelöscht. Um 10 Uhr wurde die Heckrampe geöffnet, und Feuerwehreinsatzkräfte drangen unter Atemschutz zwischen den eng gestauten und verlaschten Trailern und Containern zum Brandherd vor. Sie waren mit 50 Mann, u.a. auch aus Malmö herbeigerufene Verstärkungen, vor Ort.
Gegen 11 Uhr war der Brandherd abgelöscht, doch es gab noch weitere Glutnester. Die Rauchentwicklung hatte aber nachgelassen. Gefahrgut war nicht von dem Brand betroffen, und es wurden keine giftigen Substanzen in der Luft festgestellt. Mit Infrarotkameras wurden verbliebene Hotspots gesucht. Die Ladung sollte im Laufe des Tages komplett an Land und nach Ende des Löscheinsatzes wieder an Bord gebracht werden.
Bei der “Corona Seaways” handelt es sich um eines von vier Schwesterschiffen, die beim Jinling Shipyard in Nanjing, China, entstanden. Sie wurde im Februar 2008 an die Macoma Shipping in London abgeliefert und ging als “Tor Corona” in eine 10-Jahres-Charter von DFDS, die sie auf der Route Fredericia-Kopenhagen-Klaipeda einsetzte.
Am 13.4. wurde sie in “Corona Seaways” umbenannt. Im Juni 2012 wurde Kiel als Zwischenstopp in die Route eingefügt. Hier hatte die Fähre zuletzt am 2.12. gelegen. Es hat eine Länge von 187.Metern, eine Breite von 26.5 Metern, einen Tiefgang von 6,8 Metern, eine Spurlänge von 3.222 Metern und eine Tragfähigkeit von 11.235 Tonnen.
Erst am 16.11. war auf der dänischen RoRo-Fähre “Britannia Seaways”, 24.196 BRZ (IMO-Nr.: 9153032),&xnbsp;im Sturm Hilde vor der norwegischen Küste ein Feuer ausgebrochen, das erst am 17.11. in Bergen endgültig hatte gelöscht werden können. Das Schiff liegt seit dem 29.11. in Vigerö zur Reparatur der Brandschäden bei der Fayard-Werft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Condor im Schlepp (Bild: Haven van Zeebrugge)   Großbild klick!
Seelenverkäufer auf letzter Reise von Zeebrugge nach Gent
(04.12.13) Der unter Cook Islands-Flagge registrierte Frachter "Condor", 1899 BRZ (IMO-Nr: 7004251), der seit dem 19.4.2010 im Hafen von Zeebrugge in der Kette gelegen hatte, wurde am 3.12. von den Schleppern “Multratug 10” und “Barracuda” zu den Abbrechern von Galloo in Gent geschleppt. Die Reise des Schiffes hatte seinerzeit geendet, als es mit 1200 Tonnen Reis an Bord auf der Fahrt von der Karibik nach Polen einen Zwischenstopp eingelegt hatte.
Bei einer Hafenstaatskontrolle wurden 47 Mängel festgestellt, sodass das Schiff nicht mehr als seetüchtig galt. Es wurden zwar einige provisorische Reparaturen durchgeführt, doch das Schiff erlangte seine Seefähigkeit dadurch nicht zurück. Der größte Teil der Crew, drei Honduraner, ein Jamaikaner und ein Panamaer, wurden von Bord geholt und in ihre Heimat abgeschoben. Der letzte Mann an Bord, der aus Myanmar kam, verschwand 2010, kurz bevor auch er deportiert werden sollte. Im Sommer 2011 pumpte die Hafenbehörde das verbliebene Bunkeröl ab.
Der rostende Frachter erlitt vor kurzem Wassereinbruch, und aus Sorge vor einem drohenden Untergang wurde die Verschrottung beschlossen. Zu der Reederei war jeder Versuch der Kontaktaufnahme zuvor fehlgeschlagen. Für Sicherungsmaßnahmen am Schiff waren zuvor 100000 Euro aufgelaufen, dazu weitere Kosten für Dienstleistungen und Gebühren. Nun verschwand der Seelenverkäufer zur Erleichterung aller Beteiligten ein für alle Mal aus dem Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Stephen L. Colby" (Bild: USCG)   Großbild klick!
Gesunkener Schlepper mit Schwänzchen in der Höh
(04.12.13) Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten am Schlepper "Stephen L. Colby" auf dem Mississippi River nahe LeClaire gingen auch am 3.12. weiter. Ein Krisenstab aus Coast Guard, den Iowa Department of Natural Resources, der Illinois Environmental Protection Agency und örtlichen Firmen war gemeinsam mit dem U.S. Fish and Wildlife Service dabei, die Umwelt vor Schäden zu bewahren. 3,700 Fuß Ölsperren wurden ausgelegt, 3,480 Fuß ölaufsaugende Barrieren, vier Skimmerschiffe und fünf Arbeitsboote waren mit 160 Mann im Einsatz. Rund 61,970 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch wurden aus dem Fluss entfernt, weitere 88,801 Gallonen aus dem Schlepper, und über 1,800 Kubikfuß Ölabfall aus dem Wrack geholt. Eine Sicherheitszone erstreckte sich 1000 Fuß weit von der Ferry Street bis zum eine Meile entfernten Canal Shore Drive. Ein Kran hat das Heck des Schleppers angehoben, der Bug lag noch auf Grund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Schiermonnikoog gestrandet
(04.12.13) Am 2.12. lief der Krabbenkutter “Hercules – ZK 65”, 78 BRZ (MMSI-Nr.: 244157000), vor Schiermonnikoog nach Maschinenschaden auf Grund. Der Tonnenleger “Waddenzee” war als erstes vor Ort, und um 22 Uhr gingen Bergungsschlepper in Stellung. Ein erster Versuch, das Schiff mit der Flut um 22 Uhr flottzumachen, scheiterte. Am 3.12. um 10 Uhr gelang mit dem Morgenhochwasser die Bergung durch die Bos Marine Services und die “Vigilant” im zweiten Anlauf. Der Kutter wurde nach Lauwersoog eskortiert, wo er untersucht werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Ölproduktionsschiff in der Nordsee
(04.12.13) Am 3.12. entstand in einem Generator auf dem britischen Ölproduktionsschiff "Triton FPSO", 59081 BRZ (IMO-Nr.: 9161302), in der Nordsee ein Feuer aus. Rauch und Funken stiegen um 11.40 Uhr aus der Kupplung des Stromerzeugers auf. Es gelang, den Brand mit einem Feuerlöscher zu ersticken. Die Produktion auf der "Triton FPSO", die in Block 21/30 rund 120 Meilen östlich von Aberdeen liegt, war zu der Zeit wegen Überholungsarbeiten eingestellt. Das Schiff verarbeitet Öl und Gas aus den Bittern-, Clapham-, Pict-, Saxon-, Guillemot West- und Nordwest-Ölfeldern. 20 Mann nicht an Bord benötigten Personals wurden an Land geflogen. Dana Petroleum leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb im Schneesturm im Kattfjord auf Grund
(04.12.13) Am 3.12. um fünf Uhr riss sich ein 35 Fuß langer Kutter von seiner Mooring bei Lauklines im Kattfjord vor Tromsø los. Er trieb in Schneetreiben zwischen Synnøvejord und Nordfjord am Nachmittag auf den Strand und legte sich auf die Seite. Bergungsversuche waren zuvor am schlechten Wetter gescheitert. Die Küstenwache war alarmiert worden, kehrte aber wieder um, nachdem klar war, das der Havarist stabil auf Grund lag und sich niemand an Bord befand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Küstenwache in Seenot
(04.12.13) Das norwegische Küstenwachboot "Andenes" (MMSI-Nr.: 257021000) lief am 3.12. um 18.25 Uhr nördlich von Finnsnes bei Rødbergsodden in Lenvik eine Meile vom Ufer entfernt auf Grund. An Bord befand sich eine Crew von 67 Mann. Dabei wurde ein Ballastwassertank aufgerissen, und es kam zu einem Wassereinbruch. Um 18.48 Uhr gelang es dem Schiff, mit eigener Kraft wieder freizukommen. Es nahm danach Kurs auf Tromsø, wo es bei Tagesanbruch von Tauchern und Vertretern von Norske Veritas untersucht werden sollte. Es wurde dabei von dem Küstenwachboot „Sortland“ sowie den Rettungsbooten "Kaptein Skaugen" und „Gideon“ eskortiert. Ein Sea King-Helikopter, der in Bodø aufgestiegen war, konnte wieder zurückkehren, nachdem klar war, dass die Lage unter Kontrolle war. Am 4.12. um 1.30 Uhr machte das Schiff im Hafen fest. Die “Andenes“ wurde 1980 erbaut und gehört zur Nordkapp-Klasse. Sie ist 105.5 Meter lang und 14.6 Meter breit. Vier Diesel von 14,400 PS verleihen ihr eine Geschwindigkeit von 22.5 Knoten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladung auf norwegischer Fähre machte sich selbstständig
(04.12.13) In schwerer See riss sich auf dem Ladedeck der norwegischen Fähre "Åfjord", 2199 BRZ (IMO-Nr.: 9218351), am 3.12. eine Zugmaschine los und rammte einen benachbarten Lastzug. Die Fähre war auf der Fahrt nach Hasvik gewesen, als sich die vorderen Räder in Bewegung setzten und der Laster gegen seinen Nachbarn rutschte. Ein Passagier wurde verletzt. Das Wetter war so schlecht, dass die Fähre danach bis zu einer Besserung am Kai in Hasvik verblieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegische Fregatte im Rettungseinsatz vor Somalia
(04.12.13) Die norwegische Fregatte KNM “Fridtjof Nansen” rettete am 1.12 die Crew einer in Seenot geratenen Dhau. Die Fregatte patroullierte im Rahmen der Operation Ocean Shield an der Nordküste von Somalia, als sie von einem japanischen Aufklärungsflugzeug Mitteilung erhielt, dass die Crew des Frachtseglers mit einer weißen Fahne auf sich aufmerksam gemacht hatte. Die Fregatte, die 70 Meilen entfernt war, nahm sofort Kurs auf die Position und erreichte sie wenige Stunden später. Ein Boardingteam setzte auf die Dhau über und stellte fest, dass das Schiff nach Ruderbruch mehrere Tage in der See getrieben hatte.
Der siebenköpfigen Crew war die Nahrung inzwischen ausgegangen, und sie war erschöpft. Außerdem drang inzwischen Wasser in das Schiff ein. Zwei Mann waren in so schlechter Verfassung, dass sie an Bord der „Fridtjof Nansen“ medizinisch betreut wurden. Es wurde dann versucht, die Dhau vor Treibanker zu legen und den Schaden zu reparieren, doch er war zu schwer. Daraufhin wurden auch die übrigen fünf Männer abgeborgen und versorgt. Ihr Schiff war zwischen dem Jemen und Qaboos im Einsatz. Im Jemen wurde Fisch versorgt und auf der Rückfahrt Öl transportiert. Diese Reise dauert normalerweise einen Tag, und mehr Vorräte waren auch nicht an Bord gewesen. Die „Fridtjof Nansen” schleppte die Dhau nach Qaboos.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter rammte Kai in Perama
(04.12.13) Der britische Containerfrachter "Ever Linking" kollidierte am 3.12. gegen drei Uhr beim Anlaufen des Containerterminals in Perama, Piräus, mit einer Kaianlage. Der Unfall ereignete sich beim Festmachen. Das Schiff kam gerade aus Tanjung Pelepas. Im Rumpf entstanden eine 10-12 Meter lange Einbeulung sowie ein Riss von 1.2 Metern Länge an Steuerbordseite. Der Frachter wurde mit einem Fahrverbot belegt. Die “Ever Linking”, 104409 tdw (IMO-Nr.: 9629043), hat eine Containerkapazität von 9200 TEU, wurde 2013 erbaut und hat als Manager die Evergreen Marine UK Ltd.&xnbsp;
Quelle:Tim Schwabedissen



Schrottfrachter unfreiwillig vor Aliaga gebeacht
(04.12.13) Der bolivianische Frachter "Twins MJ" lief vor Aliaga am 3.12. auf Grund. In stürmischer See hatte sich das Schiff vom Anker losgerissen und wurde auf die Küste gedrückt. Schlepper sollten es wieder flottmachen. Es war im November von Alexandria kommend vor Aliaga eingetroffen, wo es abgebrochen werden soll, war aber noch nicht auf Strand gesetzt worden, sondern hatte mit seiner Crew noch an Bord vor Anker liegend gewartet. Die “Twins MJ”, 2167 tdw (IMO-Nr.: 8416724), wurde 1985 erbaut und hat als Manager die British Marine Services LCC in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Quergeschlagener Schubverband blockiert Main
(04.12.13) Zwischen Wörth und Obernburg wurde der Main am 4.12. gegen sieben Uhr blockiert, als der zu Tal fahrende, 190 Meter lange und 11 Meter breite Schubverband "Kloster Neuburg" 1920 ts (EU-Nr.: 04800020), aus noch ungeklärter Ursache vom Kurs abkam und querschlug. Der Verband, bestehend aus einem Schubschlepper und mehreren angekoppelten Bargen, kam unterhalb der Stadt Wörth fest. Schlepper wurden in Marsch gesetzt, ihn wieder zu befreien. An Bord der Bargen waren 4.000 Tonnen Sojaschrot und Sonnenblumenkerne. Einsatzkräfte des Wasser- und Schifffahrtsamtes Aschaffenburg und der Wasserschutzpolizei waren auf dem Weg, um den Unfall zu untersuchen und die Bergung vorzubereiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank auf Pioneer River
(04.12.13) Der Trawler “Almora” sank am Morgen des 3.12. auf dem Pioneer River. Warum das Schiff, das dort seit einigen Tagen vertäut gelegen hatte, bis zum Oberdeck am Pier versank, war noch unklar. Der Eigner Colin Mitchell konnte es am Nachmittag binnen mehrerer Stunden wieder auspumpen und an der Mackay Wharf hinter dem Mackay Fisch-Markt vertäuen. Hier galt es nun, weitere Sicherungsarbeiten vorzunehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Schlepper nach Holyhead eingeschleppt
(04.12.13) Die Freiwilligen-Crew des RNLI-Bootes aus Holyhead schleppte den aus den 1930er Jahre stammenden, historischen Schlepper “Volunteer” in den Hafen ein. Das 60 Fuß lange Schiff hatte am 3.12. nahe Rhosneigr Maschinenausfall erlitten und hatte den Anker geworfen, bis die Seenotretter aus Holyhead nach Alarmierung durch die Coastguard erschienen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank in Broadford Bay
(04.12.13) Das RNLI-Boot aus Kyle of Lochalsh wurde am 3.12. um 13.13 Uhr alarmiert, weil der Kutter “Laura K” Wassereinbruch erlitten hatte und zu sinken drohte. Die “Spirit of Fred. Olsen” lief keine fünf Minuten nach der Alarmierung durch die Stornoway Coastguard in die Bucht von Broadford aus. Ein anderer Kutter, die “Jamiain”, nahm ebenfalls Kurs auf den Kutter. Das Rettungsboot war binnen drei Minuten vor Ort, doch zu der Zeit war die „Laura K“ bereits untergegangen. Die Crew der “Jamiain” hatte den Skipper kurz vor dem vollständigen Versinken unversehrt von seinem Kutter abbergen können. Nachdem das Rettungsboot aus Kyle die Untergangsstelle nach Trümmern abgesucht hatte, kehrte es um 14 Uhr zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Victoria Clipper IV (Bild: Seattle Police)   Großbild klick!
Obdachloser Sexualstraftäter stahl und beschädigte Fähre in Seattle
(03.12.13) Am 1.12. drang ein vorbestrafter Obdachloser auf die amerikanische Fähre "Victoria Clipper IV", 478 BRZ (IMO-Nr.: 9059999), an deren Liegeplatz an Pier 69 in Seattle ein. Es gelang ihm, das Ruderhaus aufzubrechen und die Maschine zu starten. Als sich das Schiff vom Kai löste, rissen die Poller an Steuerbordseite aus dem Deck. Da der Mann aber die Maschine nicht korrekt handhaben konnte, trieb das Katamaranschiff schließlich 300 Yards vom Ufer entfernt in der Elliott Bay.
Als das Schiff gegen sieben Uhr früh seinen Dienst antreten sollte, meldeten die Clipper Tours, dass die "Victoria Clipper" zwar in See gestochen sei, aber keinen Kapitän und keine Besatzung an Bord habe. In den Tanks befanden sich 1,300 Gallonen Öl. Der Schlepper "Andrew Foss" ging längsseits, doch als ein Mann im Ruderhaus entdeckt wurde, alarmierte die Crew die Seattle Police und die US Coast Guard.
Es gelang zwar, Kontakt zu dem Mann aufzunehmen, einem polizeibekannten Sextäter aus Preston, King County, doch weigerte er sich, aufzugeben. Er hatte mit dem Schiff nach West-Seattle kommen wollen und zuvor einen Loch im Zaun des Hafengeländes durchstiegen. Schlie0lich ging ein Spezialteam an Bord und überwältigte ihn sieben Stunden nach Beginn der Entführung.
Er wurde danach ins King County Jail gebracht und die Fähre zu Untersuchungen zurück an den Kai. Vorsorglich wurde sie auch auf Bomben durchsucht. Die Reederei überarbeitete nun ihre Sicherheitsprozeduren. Gegen den Schiffsentführer wurde wegen Diebstahls, Gefährdung der Schifffahrt und einer unbezahlten Strafe wegen nicht erfolgter Registrierung als Sexualstraftäter eine Kaution von 200000 Dollar festgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgebebener Tanker weiter auf Drift
(03.12.13) Der unter Tuvalu-Flagge laufende Tanker “Theresa Bitung”, der am 27.11. in der südchinesischen See in Brand geraten war, driftete am 2.12. weiter verlassen im Meer. Gegen acht Uhr befand sich der Havarist auf Position 06 17.5 N 109 02.5 O und war seit Brandausbruch rund 250 Meilen vertrieben.
Ein Maschinenraumbrand auf dem Produktentanker hatte sich auf die Aufbauten ausgebreitet, als er sich unbeladen auf der Fahrt von China nach Singapur befand. Südwestlich der Spratly Islands hatte die Crew daraufhin auf Position 09 35 N 111 38 O Notsignale gesendet, ehe die 26 Mann in Rettungsboote gingen. Das MRCC Hainan hatte die Rettungsaktion koordiniert, und der griechische Starbulk-Frachter „Maiden Voyage“, 58722 tdw (IMO-Nr.: 9552343), die Schiffbrüchigen aufgenommen und nach Hongkong gebracht. Die „Theresa Bitung”, 29995 tdw (IMO-Nr.: 8618229), wurde 1989 erbaut und in Singapur gemanagt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schlepper brachte Sportboot zum Kentern
(03.12.13) Am 1.12. kollidierte der 24 Meter lange amerikanische Schlepper "Jude Thaddeus" (MMSI-Nr.: 367170010) auf dem Intracoastal Waterway rund drei Meilen südwestlich von Port O'Connor mit einem 18 Fuß langen Sportboot. Dessen beide Insassen stürzten ins Wasser, als dieses dabei kenterte. Von der zwei Meilen entfernten Coast Guard Station Port O’Connor lief sofort nach Eingang der Unglücksmeldung um 17.50 Uhr ein 25-Fuß-Boot aus, doch die beiden Bootsfahrer waren zuvor bereits von einem anderen Schiff gerettet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unfreiwiliiger Ankerlieger vor Pietarsaari
(03.12.13) Der unter Hongkong-Flagge laufende Holzfrachter "Saga Fram", 37499 BRZ (IMO-Nr.: 9613874), hatte am Wochenende erhebliche Probleme mit seinem Anker vor Uusikaarlepyy. Das Schiff hatte am 29.11. mit einer Ladung Zellulose aus China nach Pietarsaari einlaufen sollen, kam aber wegen eines Sturms nicht in den Hafen.
Als nach Wetterberuhigung Anker gelichtet werden sollte, ließ sich dieser aber nicht aus dem Grund lösen, und zu allem Unglück ging bei diesen Versuchen auch noch die Ankerwinsch kaputt. Das Schiff blieb an seinem Anker gefangen, und es musste erst ein Techniker durch die norwegische Schifffahrtsgesellschaft Saga Forest Carrier Intl. A/S in Notteroy per Flugzeug zum unfreiwilligen Ankerlieger gebracht werden, um die Winsch zu reparieren. Der Anker aber musste geopfert werden, um das Schiff am 2.12. gegen 18 Uhr endlich in den Hafen von Pietarsaari zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollisionsschaden wird in Singapur repariert
(03.12.13) Am 2.12. lief der unter Singapur-Flagge laufende Tanker "Ocean Victory", 23235 BRZ (IMO: 9242481), den Keppel Gul Shipyard in Singapur zur Reparatur eines bereits am 7.11. vor Chittagong erlittenen Kollisionsschadens an. Der Backbordanker fehlte, und das Schanzkleid des vorlastigen Schiffes war nach innen eingedrückt. Gegen 11 Uhr war es am Liegeplatz Pioneer 2 fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Ocean Countess zu 85 Prozent eliminiert
(03.12.13) Am 2.12. hatten die Bergungsexperten von Vernicos-Argonaftis Tugs and Salvage gemeinsam mit Einsatzkräften von Tsavliris Salvage aus Piräus den Brand auf dem portugiesischen Kreuzfahrtschiff “Ocean Countess” zu 85 Prozent gelöscht. Daran war maßgeblich der mit Löschmonitoren ausgestattete Schlepper “Alexander 3”, 545 BRZ (IMO-Nr.: 8903181) beteiligt gewesen. Dennoch hatte das Feuer schwere Schäden an dem Passagierschiff angerichtet.
Es lag mit Steuerbordschlagseite längsseits des aufgelegten, unter Panama-Flagge registrierten Tankers “Hamilton 1”, 3418 BRZ (IMO-Nr.: 7383607). Dessen Löschkanonen wurden ebenfalls genutzt, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Von den oberen Decks über die gesamten Aufbauten bis hinunter in den Rumpf hatte sich das Feuer bis dahin bereits gefressen. Über der Zukunft des betagten Kreuzfahrtschiffes dürfte nun auch ein großes Fragezeichen stehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer “Ocean Countess” (Bild: Vitaly Tsylke)   Großbild klick!
Kreuzfahrer “Ocean Countess” stand vor Halkida in Flammen
(02.12.13) Auf dem portugiesischen Kreuzfahrtschiff "Ocean Countess", 16.795 BRZ (IMO-Nr.: 7358561),&xnbsp;brach am Chalkis Shipyard in Halkida, rund 60 Kilometer nördlich von Athen, am 30.11. gegen 11 Uhr ein Feuer aus. Es entstand in Materialien, die auf den oberen Decks gelagert waren, und breitete sich rasch auf den oberen Decks auf. Die fünfköpfige Wachcrew an Bord konnte sich unversehrt retten. Die Feuerwehr rückte von Land her mit 21 Mann und sechs Einsatzfahrzeugen an.
Zwei Feuerlöschschlepper gingen seeseitig gegen das Feuer vor, ein dritter wurde aus Piräus zur Unterstützung gerufen. Schiffe in der Nähe wurden eilends von dem Passagierschiff weggeschleppt. Eine Ölsperre wurde ausgelegt. Erst im Lauf des 1.12. konnte das Feuer weitgehend unter Kontrolle gebracht werden. Es gab nur noch einige kleinere Brandnester waren noch vorhanden. Die Hitzeentwicklung war aber auch am Nachmittag noch so stark, dass die Brandbekämpfer das Schiff vorerst nicht betreten konnten. Es war seit Oktober 2012 aufgelegt gewesen, sollte aber nach einer Überholung 2014 wieder für einen russischen Veranstalter in Fahrt gebracht werden. Das Schiff gehört der griechischen Reederei Majestic International Cruise. Zuletzt war es 2012 für Cruise & Maritime Voyages (CMV) im Einsatz.
Am 21.9.1974 hatte die Werft Burmeister & Wain in Kopenhagen das Schiff als „Cunard Countess“ an die Cunard Line, Southampton, übergeben. Bei der Navali Mechaniche Affini, La Spezia, waren noch weitere Ausrüstungsarbeiten erfolgt, ehe es im Juli 1976 in der Karibik in Fahrt gebracht wurde. Im Oktober 1982 war es während des Falkland-Krieges als Truppentransporter zwischen Ascension und Port Stanley im Einsatz.
Im April 1983 wurde es nach Abschluss der Charter bei den Malta Drydocks überholt und im Juli wieder in den Kreuzfahrteinsatz gebracht worden. Am 26.10.1996 erfolgte der Verkauf an die Awani Cruise Line, Panama, die es in “Awani Dream II” umbenannte, 1998 kam es als “Olympic Countess” für die Royal Olympic Cruises, Piräus, in Fahrt. Am 12.1.2000 kam es auf der Reise Malaga – Barbados zu einem Maschinenschaden, der in Griechenland repariert wurde. Im April 2002 erfolgte die Umbenennung in „Olympia Countess“.
Wegen finanzieller Probleme der Royal Olympic Cruises wurde es am 8.1.2004 in Durban in die Kette gelegt und ging am 29.1. per Auktion an die Maximus Navigation Ltd, Piräus, die es als “Ocean Countess” einsetzte. Am 3.8. wurde das Schiff unter portugiesische Flagge gebracht. Am 12.11.2005 begann eine Charter als „Lily Marleen“ durch die Holiday Kreuzfahrten, die im September 2006 in Konkurs gingen.
Im Oktober wurde es in Piräus aufgelegt, im November verholte es in die Bucht von Eleusis, ehe es im Dezember wieder zurück nach Piräus ging. Im Mai 2007 begann unter dem Namen „Ruby“ eine Charter der Louis Cruise Lines, für die es deren vor Santorin gesunkene „Sea Diamond“ ersetzte. Im Dezember erfolgte die Rückbenennung in „Ocean Countess“. 2009 starteten Kreuzfahrten von Valencia in Charter der Quail Cruises, von 2010 bis 2012 gab es eine Charter durch die britische Cruise & Maritime Voyages. Im Oktober 2012 erfolgte die neuerliche Auflegung. Ob das Schiff nun, wie geplant, wieder in Fahrt kommen würde, erschien angesichts der umfangreichen Schäden fraglich. Das Schiff hat eine Tragfähigkeit von 3.230 Tonnen, ist 163,56 Meter lang, 22,80 Meter breit und hat 8,30 Meter Tiefgang. Es vermag 950 Passagiere aufzunehmen und hat eine Crewstärke von 350.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Stephen L. Colby" (Bild: USCG)   Großbild klick!
Gesunkener Schlepper wurde erstmals angehoben
(02.12.13) Der auf dem Mississippin in LeClaire gesunkene Schlepper "Stephen L. Colby" wurde am Nachmittag des 1.12. erstmals ein Stück angehoben, um das Hebegeschirr zu testen. Um 16.30 Uhr wurde er sieben Fuß in die Höhe gezogen. Zuvor war das Leichtern des Bunkeröls abgeschlossen worden. Rund 50 Einsatzkräfte waren vor Ort. In den kommenden Tagen sollte das Wrack langsam ganz aus dem Wasser gehoben werden. Ein 2900 Fuß langer Ölschlängel war um das Schiff ausgelegt, drei Skimmer-Schiffe und vier Arbeitsschiffe waren vor Ort. Rund 51,685 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch wurden aus dem Fluss abgepumpt, weitere 88,601 Gallonen aus dem Schlepper selbst. Eine Sicherheitszone wurde auf der Iowa-Flussbank zwischen Ferry Street und Canal Shore Drive S.W. eingerichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Frachter wird von Brest nach Ventspils gebracht
(02.12.13) Der lettische Frachter “Sarma 1", 2219 BRZ (IMO-Nr.: 7510676), der am 5.11. von dem Bergungsschlepper "Abeille Bourbon" eingeschleppt worden war, nachdem er von Laâyoune kommend Maschinenausfall erlitten hatte, wurde am 30.11. von dem Schlepper "MTS Victory", 190 BRZ (IMO-Nr.: 7510626), aus dem Hafen gezogen. Er sollte ihn nach Ventspils bringen, wo er am 10.12. erwartet wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Maschinenschaden nach Rotterdam geschleppt
(02.12.13) Am 26.11. erreichte der holländische Frachter "CFL Perfect", 4106 BRZ (IMO-Nr.: 9371854), am Haken des Schleppers "En Avant 1", 186 BRZ (IMO-Nr.: 9342102), den Hafen von Rotterdam. Beim Einlaufen erhielt der Schleppzug Assistenz durch die "En Avant 7" am Bug und der "En Avant 20" als Steuerschlepper. Der Frachter hatte Maschinenschaden erlitten und wurde am 21.11. aus dem Hafen von Brest gezogen zur Reparatur in Rotterdam. Hier machte er um 17.30 Uhr im nördlichen Waalhafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen




Containerfrachter MSC Flaminia verholte nach Odense
(02.12.13) Am 30.11. um 11.30 Uhr machte der deutsche Containerfrachter"MSC Flaminia", 75590 gt (IMO:9225615),&xnbsp; beim Odense Steel Shipyard fest. In den vergangenen Tagen war ein Teil der kontaminierten Ladung in Aarhus gelöscht worden, wo der Frachter am 29.11. u 22 uhr wieder loswarf. Die Entsorgungsfirma NORD soll nun 25,000 Tonnen Gefahrgut in Zusammenarbeit mit der Fayard-Werft und der H.J. Hansen Geningdvinding von Bord holen. Der auftragswert beträgt 50 Millionen dänische Kronen. Die Fracht soll in den Hochöfen von NORD in Nyborg in den kommenden Monaten verbrannt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Jekyll Island gestrandet
(02.12.13) Der 55 Fuß lange Kutter “Little D” strandete am Morgen des 30.11. um 3.50 Uhr am Südende von Jekyll Island, Galveston, nachdem er Maschinenschaden erlitten hatte. Die Coast Guard Charleston organisierte die Rettung der zweiköpfigen Crew des Krabbenkutters, nachdem dieser in der drei Fuß hohen Brandung Wassereinbruch erlitten hatte. Sie schickte ein Boot der Coast Guard-Station in Brunswick und einen Helikopter der Station Savannah. Wegen des flachen Wassers kam das boot aber nicht heran, sodass der Hubschrauber die Fischer abbarg und zum Jekyll Island Airport brachte.
Am Nachmittag war die Coast Guard Marine Safety Unit auf dem Strand, um sich der 300 Gallonen Diesel anzunehmen. Die Ausleger, Netze und andere Ausrüstungsgegenstände wurden abgebaut, um das Gewicht des Kutters für eine Bergung zu reduzieren. Doch am Morgen des 1.12. wurde festgestellt, dass sich der Zustand des Schiffes erheblich verschlechtert hatte. Es lag auf der Backbordseite, das Heck war inzwischen komplett abgerissen. Daraufhin wurden die drei Brennstofftanks ausgepumpt und Bindemittel im Maschinenraum ausgebracht. Batterien und 150 Gallonen sonstige Flüssigkeitne wurden entfernt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Liverpool aufgegeben
(02.12.13) Vier Fischer mussten am 30.11. ihren Kutter “Shaun and Gary” aufgeben, das 37 Kilometer südwestlich von Liverpool Wassereinbruch erlitten hatte. Das Joint Search and Rescue and Coordination Centre in Halifax hatte um 9:45 Uhr einen Notruf aufgefangen. Daraufhin wurde die „G. Peddle“ der Coastguard zu der Position geschickt. Ein anderer Kutter, die eine halbe Meile entfernte “Pattie and Andy”, rettete aber schon vor deren Eintreffen die Männer, von denen nur zwei eine Rettungsinsel erreicht hatten und die beiden anderen im Atlantik trieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Kinder und zwei Erwachsene von Kutter im Nassau Sound abgeborgen
(02.12.13) Ein Hubschrauber der Coast Guard und ein Boot der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission retteten am 30.11. zwei Erwachsene und fünf Kinder, deren 58 Fuß langer Kutter im Nassau Sound, Florida, in Seenot geraten war. Das schlechte Wetter und die aufragende Fangausrüstung machten eine Abbergung aus der Luft zu riskant, und die Brandung ließ auch ein Längsseitsgehen eines Rettungsbootes als zu kompliziert erscheinen.
Daraufhin gingen ein Boot der Coast Guard-Station Mayport in Atlantic Beach und ein Boot der Nassau County Marine Unit während der Abendstunden auf Standby. Schließlich konnte aber das Boot der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission doch die vier Jüngsten von Bord holen und in die Obhunt der Coast Guard übergeben. Unmittelbar danach kam auch der Hubschrauber zum Einsatz und barg die übrigen ab, die zum Fernandina Beach Municipal Airport geflogen wurden. Die Familie wurde anschließend bei der Coast Guard Jacksonville in Atlantic Beach wieder zusammen gebracht. Das Schiff war zuvor verankert worden und sollte am 1.12. geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mission Impossible in Alligator River in Not
(02.12.13) Die Coast Guard North Carolina rettete am 29.11. die zweiköpfige Crew der 22 Fuß langen Yacht “Permission Impossible”, die in der Mündung des Alligator River nahe Elizabeth City, North Carolina, gestrandet war. Die Segler hatten die Küstenwache um 17.30 Uhr alarmiert, woraufhin ein 25-Fuß-Boot der Station Elizabeth City und ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth in Marsch gesetzt worden. Das Boot der Station Elizabeth City konnte wegen des flachen Wassers keine Schleppverbindung herstellen, deshalb wurde vom Jayhawk ein Rettungsschwimmer abgesetzt, der die beiden Segler rettete. Sie wurden in einem nahen Hotel untergebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hildegard in die Böschung gesetzt
(02.12.13) Auf dem Datteln-Hamm-Kanal lief das Ausflugsschiff „Hildegard“ am 29.11. um 18.34 Uhr mit 15 Gästen einer Weihnachtsfeier auf Grund. Sie waren von der Marina in Rünthe ausgelaufen. Die „Hildegard“ kam bei einem Wendemanöver zwischen der Werner-Straßen-Brücke und der Hellweg-Brücke am Ufer fest. Der Kapitän rief die Feuerwehr, weil sich das Schiff nicht mit eigener Kraft aus der Uferböschung befreien konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Trawler wird stückweise eingesammelt
(02.12.13) Nachdem der 16 Meter lange, französische Trawler "Baie des Anges - BL 750746" (MMSI-Nr.: 227118600) vor Tréport zerbrochen war, wurden Teile des Rumpfes auf die Uferböschung getrieben. Die Behörden von Haute-Normandie rückten am 30.11. mit einem Bagger, einem Trecker und einem Kran an, um die Trümmerteile vom Strand zu beseitigen. Dabei packte der Unterpräfekt von Dieppe, Martine Laquièze, tatkräftig mit an und half auch, eine Menge von Schaulustigen fernzuhalten. Technische Dienste der Somme en Seine Maritime, die Polizei, Marine und andere Einsatzkräfte waren den ganzen Tag im Einsatz, Trümmerteile an den Kran anzuschlagen oder kleinere Stücke einzusammeln.
Die Marine überprüfte die Küstenlinie von Mont Saint-Michel bis zur belgischen Grenze auf Ölverschmutzungen, doch rund 70 % Prozent des Diesels hatten sich bereits aufgelöst, der Rest verdunstete ebenfalls. Die Trümmerstücke sollten von der Versicherung nach ihrer Bergung begutachtet werden. Größere Teile, die noch auf dem Strand lagen, sollten in den kommenden Tagen geräumt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abbruch des “Love Boat” hat begonnen
(02.12.13) Auf dem in Aliaga halb gekentert liegenden Kreuzfahrtschiff “Acif”, 19903 BRZ (IMO. 7018563),dem ehemaligen “Loveboat” Pacific Princess”, haben nun Abbrucharbeiten begonnen, ohne dass das auf der Steuerborseite liegende Schiff zuvor wieder aufgerichtet worden wäre. Der Antennenmast ist bereits von Bord, und an Steuerbordseite wurden die vorderen Teile der Aufbauten in der vergangenen Woche zerlegt. Erste Schnitte wurden auch in den Bug gesetzt. Die “Acif” war am 6.8. bereits mit Schlagseite vor dem Strand eingetroffen und am folgenden Tag wegen des anhaltenden Wassereinbruchs schnell auf diesen geschoben worden.
Bei Arbeiten am 13.8. waren zwei Arbeiter umgekommen und sechs weitere verletzt worden, als Gas aus einem lecken Rohr austrat, während sie den gefluteten Maschinenraum lenzen wollten. Der Kreuzfahrer war 1971 als „Sea Venture“ von den Rheinstahl-Nordsee-Werken für die Norwegian Cruiseships, Oslo, erbaut worden, ehe sie von 1976 bis 1986 als Vorläufer des deutschen Traumschiffs Furore machte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Goldman-Sachs-Fähre rammte Pier auf Hudson
(02.12.13) Sieben Personen auf der Fähre “York” (MMSI-Nr.:367462270), wurden verletzt, als diese bei einem missglückten Anlegemanöver am 29.11. eine Pier in Jersey City rammte. Das Schiff von Goldman Sachs, das für New York Waterway im Einsatz ist, kam vom World Financial Center, als es um 16.30 Uhr mit der Owen Grundy Pier auf dem Hudson River kollidierte. An Bord befanden sich 24 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder.
Fünf Passagiere und zwei Decksleute wurden vor Ort untersucht, vier von ihnen, darunter die beiden Besatzungsmitglieder, kamen ins Krankenhaus. Sie wurden am Abend wieder entlassen. Sie waren durch den Aufprall umgeworfen worden. Die “York” hatte gemeinsam mit einer zweiten Fähre von Goldman Sachs, Jersey, im Februar den Dienst begonnen. Die Crew wurde Alkoholtests unterzogen. Die Ergebnisse sollten am 3.12. vorliegen. Das Schiff hatte offenbar die falsche Pier angelaufen. Das Jersey City Department of Public Safety leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Treibender Kutter vor Suffolk geborgen
(02.12.13) Zwei Boote der RNLI kamen am 1.12. dem 26 Fuß langen Kutter “Tiara” zu Hilfe, der vor Benacre in Suffolk Maschinenausfall erlitten hatte. Die Bootscrews sowie die Coastguard aus Southwold und Lowestoft wurden alarmiert. Aus Southwold lief das RNLI-Boot “Annie Tranmer” aus, und kurz nach 16.30 Uhr verließ die “Spirit of Lowestoft” den Hafen von Lowestoft. Der Kutter trieb mit vier Mann an Bord unweit von Southwold. Dessen Rettungsboot war als erstes vor Ort und nahm den Kutter in Schlepp, bis das zweite Boot eintraf, den Havaristen längsseits nahm und nach Lowestoft einbrachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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