EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv Oktober 2013


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Kanone der Queen Anne’s Revenge wird geborgen
(Bild: USCG)   Großbild klick!
US Coastguard im Einsatz bei Bergung von Kanonen der Queen Anne’s Revenge
(31.10.13) Der 30 Meter lange Tender "Smilax" (MMSI-Nr.: 366999640) der US-Küstenwache arbeitete mit Personal des North Carolina Department of Cultural Resources an der Bergung von fünf Kanonen und Fassreifen von der "Queen Anne's Revenge" im Beaufort Inle, die am 28.10. stattgefunden hatte.
Die "Queen Anne's Revenge" war mehr als ein Jahr&xnbsp; lang für den Piraten Edward Teach, bekannter als Blackbeard, auf Kaperfahrt gewesen, als sie 1718 auf den Untiefen scheiterte. Die Crew der "Smilax" arbeitete mit einer Kombination von Hebesäcken und dem Bordkran, um die 3000 Pfund schweren Kanonen zu heben.
Nach dem Verlust des Schiffes floh der Pirat auf einem anderen Schiff seiner Flotte und setzte seine Tätigkeit ein weiteres halbes Jahr fort, ehe Truppen, die der Gouverneur von &xnbsp;Virginia zusammengestellt hatte, ihn töteten. Um den Tod zu beweisen, hatte der Royal Navy-Leutnant Robert Maynard, der die Attacke leitete, den abgeschlagenen Kopf am Schiffsbug hängend zurück nach Virginia gebracht.
Seit das Wrack 1996 entdeckt wurde, hat ein Archäologenteam &xnbsp;Gold, Münzen, Glasperlen und eine Zinnspritze an die Oberfläche gebracht. Insgesamt wurden bisher 22 Kanonen und 280,000 Artefakte geborgen. Alle kamen in ein Labor in Greenville zur Reinigung und Analyse. Mit den jetzt gehobenen Kanonen endete die Bergungskampagne 2013, die gesamte Grabung wird 2014 beendet. Eine Ausstellung von Funden, darunter ein &xnbsp;11 Fuß langer Anker von fast 3000 Pfund Gewicht, der 2011 gefunden wurde, befindet sich Beauforts North Carolina Maritime Museum.
Quelle:Tim Schwabedissen



Unter Deck der Sierra Madre
(Bild: Jeff Himmelman)   Großbild klick!
Altes Wrack dient als Horchposten der Philippinen gegen den chinesischen Goliath
(31.10.13) Die Ayungin Shoal ist ein einsames Riffplateau, es liegt 105 Meilen von den Philippinen entfernt. Dort befindet sich seit nunmehr 14 Jahren die “Sierra Madre”, ein einstiges Landungsschiff, auf der Riffplatte. Das rostige Wrack, das die philippinische Regierung dort absichtlich auf Grund setzte, ist aber nicht so verlassen, wie es aussieht.
Seit der Strandung haben eine Reihe philippinischer Soldaten auf ihr Quartier genommen, die dort unter extremen physischen und psychischen Bedingungen ausharren. Ihre Mission wird mit den Interessen von China begründet, denn in dem Seegebiet liegen große Gas- und Ölreserven.
Der geopolitische Kampf um die Region kann die Zukunft der südchinesischen See entscheiden. Zwei chinesische Coast Guard-Schiffe sind entsprechend dauerhaft zu beiden Seiten des Riffs stationiert. Chinesische Kriegsschiffe zeigen hier eine hohe Präsenz und behindern teilweise die Schifffahrt. Ayungin ist in der westlichen Welt besser als Second Thomas Shoal bekannt.
Sie liegt innerhalb der Spratly Islands, die sich über160.000 Quadratmeilen erstrecken und auf die die Philippinen, Malaysia, Brunei, Taiwan und China Ansprüche erheben. China liegt darüber im Streit mit mehreren seiner Nachbarn.
Auch die USA haben dort ihre Interessen – im Juli 2010 erklärte der damalige Präsident Bill Clinton, dass die Freiheit der Navigation in der Südchinesischen See im nationalen Interesse der Vereinigten Staten liege. Der jetzige US-Präsident Barack Obama liegt auf derselben Linie. Entsprechend werden die chinesischen Muskelspiele, die Kontrolle über dieses Seegebiet zu Erlangen, mit Misstrauen beäugt.
Ein Ausgucksplatz dafür ist das rostige Deck der “Sierra Madre”. Die Soldaten haben einmal pro Woche Kontakt mit ihren Familien, es gibt zwei Satellitentelefone an Bord. Viel Zeit wird mit Fischerei verbracht, um die Ernährung zu sichern. Essen zubereiten ist eine weitere Hauptbeschäftigung. Als die “Sierra Madre” 1999 auf das Riff gesetzt wurde, gab es noch mehr Möglichkeiten an Bord.
Man konnte unter Deck Basketball spielen, während dort inzwischen Wasser steht und der Innenraum als Müllhalde missbraucht wird. Und nur wenige Räume sind noch nutzbar, ansonsten lauern überall Gefahren, die Tankbereiche sind geflutet, Decken und Wände korrodiert und offen für die Elemente. Notdürftig wurden Platten als absturzsichere Pfade durch den Schiffsbauch ausgelegt. Bei schlechtem Wetter muss sich die Crew im Funkraum auf Deck 2 drängen, wo es auch einen DVD-Spieler und Computer gibt. Hier kann man Filme anschauen oder Karaoke singen.
Bei gutem Wetter halten sich die Männer draußen auf, unter Wellpappen und einem Blechdach, dass die kleine Kombüse und den Wohnbereich schützt. Die Wände bestehen aus Planen, umgenutzten Türen , alten Blechen und Schränken, der Boden aus zwei großen gekippten Metallplatten. Ein Schrank in der Mitte, der trockenste Ort an Deck, birgt zueist defekte elektronische Geräte und einen kleinen Fernseher.
Begonnen hat die Laufbahn der “Sierra Madre” als U.S.S. “Harnett County” im 2. Weltkrieg als Landungsschiff. Dann wurde sie zu einer schwimmenden Hubschrauberplattform und Mutterschiff für kleinere Schnellboote in den Flüssen von Vietnam. 1970 übergab die U.S. Navy das Schiff an die Marine von Südvietnam, 1976 ging es an die Philippinen. Seit 1999 werden von hier die Schiffbewegungen um das Riff herum beobachtet und dem Festland übermittelt.
Bei auffälligen Bewegungen der Chinesen steigt dann eine P-3C Orion der US-Marine auf und überfliegt das Seegebiet. Für die Philippinen ist klar – die Chinesen wollen das Seegebiet mit ihrer Fischereiflotte dominieren, dahinter steckt aber das Streben nach den Rohstoffen. In der Vergangenheit hat die physische Präsenz von philippinischen Truppen auf der “ Sierra Madre” die Chinesen von einer kompletten Übernahme abgehalten.
Umgekehrt war es 1994 auf Mischief, einem Riff ähnlich dem von Ayungin und rund 20 Meilen westlich gelegen, gelaufen. Als ein Taifun die philippinische Marinepräsenz dort unterbrach, nutzten die Chinesen die Chance und errichteten dort einen kleinen Bau, der in der Folge zu einem militärischen Vorposten ausgebaut wurde.
Mittlerweile ist es ein Hafen für die chinesischen Schiffe, die vor Ayungin patroullieren. Es ist Teil einer Salamitaktik, einer langfristigen Strategie zu einer vollständigen Kontrolle, ein Kampf von David gegen Goliath – ausgefochten unter anderem auf einem abgelegenen, verfallenden Wrack auf einem einsamen Riff durch eine Handvoll philippinischer Soldaten.
Quelle:Tim Schwabedissen



800 Rinder in Cuxhaven gestrandet
(31.10.13) Das weitere Schicksal des unter Panama-Flagge laufenden Tiertransporters "Express 1", 7087 BRZ (IMO-Nr.: 8200565), der mit 800 Zuchtrindern an Bord seit dem 26.10. mit Maschinenschaden am Steubenhöft in Cuxhaven liegt, war derzeit unklar. Den Zuchtrindern der Rasse Angus schwarz ging es soweit gut, stellte ein Veterinär inzwischen fest.
Als Begleiter war ein russischer Tierarzt an Bord, der sich um die Rinder kümmerte.Futter in Form von Heu und Kraftfutter war ebenso wie Trinkwasser ausreichend an Bord vorhanden. Die Wassertanks wurden gefüllt, während nach Absprache mit der Unteren Wasserbehörde das Wasser aus den Ballasttanks in die Elbe abgelassen wurde, um darin die Fäkalien der Tiere sammeln zu können. Das Schiff war von Wilmington, North Carolina, nach Ustluga unterwegs gewesen.
Nach der 14-tägigen Reise über den Atlantik kam es aber in der Elbmündung zu einem Kolbenfresser, der einen Totalausfall der Maschine zur Folge hatte. Schlepper bugsierten das Schiff in den Hafen, und Reederei, Kapitän, Versicherer und NPorts suchten seither nach einem Ausweg, da es kaum möglich schien, den Maschinenschaden kurzfristig zu beheben.
Überlegt wurde, den Havaristen von einem Schlepper zum Zielhafen zu bringen. Da kam allerdings die unbefristete Sperrung des Nord-Ostsee-Kanals nach der nach Havarie der „Siderfly“ dazwischen. Der 400 Meilen weite Weg rund Skagen wäre für die Rinder nicht zuletzt wegen des stürmischen Wetters eine unzumutbare Tortur.
Ein Umladen der Tiere auf ein Ersatzschiff wäre eine logistische wie juristische Herausforderung. Die Zuchtrinder müssten nach einem Ausladen in einem deutschen Hafen wegen der Importgesetze erneut untersucht und mit einem Gesundheitszertifikat ausgestattet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Vier Mann von sinkender Schweizer Yacht gerettet
(31.10.13) Am 30.10. kam der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker "Yenisei River", 100236 BRZ (IMO-Nr.: 9629586), auf der Fahrt von Fos-sur-Mer nach Port Said der Schweizer Yacht "Caprea" zu Hilfe, die 300 Kilometer südlich von Toulon mit einer vierköpfigen Crew an Bord in Seenot geraten war.
Die 13 Meter lange Yacht hatte Wassereinbruch erlitten und Notrufe gefunkt. Die "Yenisei River", die sich in der Nähe befand, wurde zunächst gebeten, die genaue Position zu ermitteln und den direkten Funkkontakt herzustellen. Ein Cougar-Helikopter der französischen Luftwaffenbasis in Solenzara wurde alarmiert und wurde gegen 20 Uhr vor Ort erwartet, unterstützt durch einen Dauphin-Helikopter der Marinebasis in Hyères, der als Relaisstation für den Funkverkehr fungieren sollte.
Wegen des steigenden Wasserstandes an Bord musste die Crew der "Caprea" unterdessen ihr Boot aufgeben, als sich die "Yenisei River" annäherte. Der Tanker barg die Schiffbrüchigen aus der See, und dann wurden sie von dem Cougar aufgewinscht. Sie wurden um 21.30 Uhr in Ajaccio abgesetzt und auf der Marinebasis Aspretto versorgt. Die "Caprea" sank in einer Wassertiefe von 2600 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbargen mit zwei Millionen Gallonen Rohöl an Bord nach zwei Tagen geborgen
(31.10.13) Die beiden Tankbargen “Gonsoulin 205” und “Gonsoulin 533” aus Houma, die mit rund 200.000.0 Gallonen Öl an Bord nahe der Galveston Causeway Bridge am 27.10. auf Grund gelaufen waren, konnten am 29.10. nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen am Vortag geborgen werden. Die Coast Guard hatte nach den erfolglosen Bemühungen von Schleppern einem Plan zum Leichtern eines Teils der Rohölladung zugestimmt.
Die Marine Safety Unit Texas City überwachte die Arbeiten, bei denen 756.000 Gallonen abgepumpt wurden. Das Unglück hatte sich ereignet, als der Propeller des 22 Meter langen Schleppers „Richard Gonsoulin 11“ (MMSI-Nr.: 367301310), der die Bargen bugsierte, &xnbsp;bei Meile 355 auf dem Gulf Intracoastal Waterway von einem Hindernis blockiert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Bootsfahrer vor Ytre Sula vermisst
(31.10.13) Vor Ytre Sula in Sogn bei Fjordane funkte am 30.10. um 20.02 Uhr ein 29 Fuß langes Motorboot Notrufe, nachdem es nördlich von Olderøyna auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Es hatte sich mit einer zweiköpfigen Crew auf dem Weg von Lågøyna nach Ytre Sula befunden. Die Küstenwache leitete eine Suchaktion ein.
Um 20:30 Uhr gab es noch einen weiteren telefonischen Kontakt, und es wurde mitgeteilt, dass das Boot zu sinken drohe. Bei einem weiteren Versuch, zu telefonieren, gab es 10 Minuten später keine Verbindung mehr zum Boot. Die Hoffnung, die beiden lebend zu finden, schwand mit den Stunden, zumal im Seegebiet stürmisches Wetter herrschte. Am Morgen des 31.10. wurde auch eine Strandsuche in Værlandet begonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulldozer sollen Siderfly halten – Disput um Vorgänge nach der Kollision, Kritik am Krisenmanagement – temporäre Kanalöffnung am Nachmittag geplant
(31.10.13) Am Vormittag des 30.10. wurde die Backbordseite des unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Frachters “Siderfly”, 2882 BRZ (IMO-Nr: 8 412405) mit einer Drohne durch die Berger untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass das größere der beiden Lecks im Vorschiff erheblich umfangreicher ist als der Kapitän angenommen hatte, es hat einen Umfang von 5x8 Metern. Dies heißt, dass der betroffene Laderaum gelöscht werden muss, um das Schiff stabil zu halten. Im Tagesverlauf wurde unterdessen Wasser aus dem zu 80 % gefluteten Laderaum &xnbsp;gepumpt und das Lenzen von Öl-Wasser-Gemisch aus dem Schiffsinnern vorbereitet.
Weitere Leinen und bis zu 4,8 Zentimeter starke Drähte wurden zum Ufer hin ausgebracht und an eigens auf Deck des Frachters festgeschweißten Pollern belegt. Sie sollten von drei Bulldozern und Raupenfahrzeugen landseitig gehalten werden und so den Einsatz der Schlepper überflüssig machen, die das Schiff ununterbrochen aufs Ufer drücken, durch ihre Propeller aber den Einsatz von Tauchern unmöglich machen. Die dazu notwendigen Tests sollten am 31.10. stattfinden. Außerdem wurden noch die Füllstände der Tanks, die noch s 30-40 Tonnen Gasöl enthalten dürften, untersucht.
Dass es am Nord-Ostsee-Kanal kein schweres Gerät mehr für derlei Bergungsarbeiten gibt, führte zu Kritik am Krisenmanagement durch die maritime Wirtschaft führte. Das vorrangige Ziel müsse sein, den Verkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal wieder zum Laufen zu bekommen, hieß es bei der Maklerfirma Sartori & Berger aus Kiel.
Das Wasser- und Schifffahrtsamt müsse die Ausrüstung haben, die sie brauchen, um eine solche Lage in den Griff zu bekommen. Bei früheren Havarien am Nord-Ostsee-Kanal, selbst bei Untergängen, sei mit den damals zur Verfügung stehenden Geräten der Kanal innerhalb kurzer Zeit wieder für Schiffe passierbar gemacht worden. Warum das in diesem Fall nicht ging, war auch der Lotsenbrüderschaft nicht klar. Über eine mögliche Freigabe des Nord-Ostsee-Kanals sollte frühesten im Laufe des Vormittags des 31.10. entschieden werden.
Bis zum frühen Morgen waren zwei von vier Landdrähten in Position. Wenn die Arbeiten zur Wracksicherung voraussichtlich im Laufe des Vormittags abgeschlossen würden, galt es noch die Ölsperre in Kudensee zu entfernen. Gegen Mittag könnte dann begonnen werden, Schlepperdruck zu verringern bei gleichzeitiger Lastaufnahme an Land. Von 13-15 Uhr sollte der Kanal erstmals wieder für Fahrzeuge der Verkehrsgruppe 3 freigegeben werden.
Derweil gab es eine Diskussion über die Vorgänge auf der „Siderfly“ nach der Kollision. Ein Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamts Brunsbüttel sagte, Crew und Lotse hätten das Schiff unmittelbar nach der Kollision verlassen. Die GPS-Positionsdaten zeigten, dass sich die „Siderfly“ nach dem Zusammenstoß rund 40 Minuten entgegen ihrer ursprünglichen Fahrtrichtung 600 Meter weit ostwärts bewegte.
Direkt hinter der „Siderfly“ war der Frachter „Mittelplate“ unterwegs, doch eine weitere Kollision konnte verhindert werden, weil der Lotse an Bord der „Mittelplate“ das Schiff rechtzeitig aufstoppen konnte. Die Lotsenbrüderschaft NOK I Brunsbüttel wies die Darstellung des Wasser- und Schifffahrtsamts zurück.
Die „Siderfly“ sei zu keiner Zeit führerlos gewesen. Nach der Kollision habe der Kapitän ein Rückwärtsmanöver eingeleitet und den Steuerbordanker geworfen. Innerhalb von zwei Minuten bekam das Schiff dann starke Schlagseite. Es wurde die Hilfe von Schleppern in der Nähe angefordert. Gleichzeitig hätten das Lotsenversetzboot „Kiebitz“ und das Rettungsboot eines weiteren Schiffes die Crew an Bord genommen.
Verursacht hat den Zusammenstoß nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Itzehoe der niederländische Gastanker „Coral Ivory“, der aus dem Landeshafen Ostermoor bei Brunsbüttel auslief und, als er auf Westkurs ging, wahrscheinlich die Kurve zu weitläufig nahm, sodass ihm die „Siderfly“ vor den Bug geriet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Schiffsbrände auf Mallorca
(31.10.13) Am Abend des 30.10. brach auf der rund 20 Meter langen Yacht „Sanity“ an der alten Mole in Palma de Mallorca ein Feuer aus. Eine Rauchsäule war weithin sichtbar. Drei Löschzüge der Feuerwehr bekämpften den Brand, doch das Ausflugsboot brannte völlig aus. Einem weiteren Feuer fiel am selben Abend die 20 Meter lange "Princess" in einem Trockendock an der alten Mole gegenüber der Kathedrale zum Opfer. Bei Reparatur- und Malerarbeiten brach auf ihr kurz nach 20:00 Uhr ein Feuer aus. Ein Großaufgebot aus Polizei, Feuerwehr, Guardia Civil und Hafenpolizei brauchte über eine Stunde, um der Flammen Herr zu werden. Die Rettungskräfte konnten verhindern, dass sich das Feuer auf andere Schiffe ausbreitete. Menschen kamen auch bei diesem Feuer nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiff stieß Kran aus den Schienen
(31.10.13) Am 31.10. um 09.30 Uhr kollidierte ein Schiff mit einem Kaikran in Finnfjord in der Lenvik Kommune. Das Schiff wollte gerade anlegen, als sich das Unglück ereignete. Der Kran wurde von den Schienen gestoßen. Der Kranführer wurde ins Krankenhaus gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker versenkte Frachter in Chittagong
(31.10.13) Der Frachter “Blue Pacific” sank am 31.10. um 9:30 Uhr nach einer Kollision mit dem unter Singapur-Flagge laufenden Tanker “Golden Blessings”, 9127 BRZ (IMO-Nr.: 9539016), in Chittagong. Das Leichterschiff hatte 1,800 Tonnen Weizen an Bord, als es im Zufahrtskanal nach Chittagong auf dem Karnaphuli-Fluss zu dem Zusammenstoß kam, der es kentern ließ. Die 13-köpfige Besatzung konnte sich schwimmend an Land retten. Der Schiffsverkehr wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Island auf Grund gelaufen
(31.10.13) Am 27.10. lief der isländische Ringwadenfänger "Lundey" 1339 BRZ (IMO-Nr.: 5247316), nachdem er um 5.30 Uhr aus Grundarfjorour ausgelaufen war, vor Hofsstadavogur in Breidafjördur, westlich von Island, auf Grund. Die "Lundey" wollte vor den Purk Islands direkt vor Kóngsbakki die Netze auswerfen, wo das Wasser zu beiden Seiten schnell flach wird. Die Crew bereitete gerade das Aussetzen der Netze vor, als sich die Havarie ereignete. Das Geschirr war glücklicherweise noch an Bord. Das Schiff konnte nach dem Auspumpen von Wasser aus den Bodentanks wieder flottgemacht werden. Es hatte die Havarie glimpflich überstanden, zwei Sonarwandler wurden beschädigt, der Rumpf eingebeult. Als Nothafen wurde &xnbsp;Akranes angesteuert, wo die „Lundey“ am 28.10. um 5.30 Uhr festmachte und wo &xnbsp;auf Teile für die Reparatur gewartet wurde. Die "Lundey" sollte bis zum nächsten Wochenende wieder einsatzklar sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ro_Ro-Frachter brennt vor Island
(31.10.13) Die isländische Coast Guard kam am 30.10. dem unter der Flagge der Dominikanischen Republik laufenden Roro-Frachter "Fernanda" 2576 BRZ (IMO-Nr.: 7806025), zu Hilfe, auf dem ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen war. Die 11-köpfige Crew wurde von dem brennenden Schiff per Helikopter abgeborgen. Die “Fernanda” war auf der Fahrt von Thyborön nach Hafnarfjodur gewesen. Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht über an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermissten Fischern dauert an
(31.10.13) Sieben Mann eines chinesischen Kutters wurden weiterhin vermisst, nachdem ihr Schiff am 30.10. um 3.40 Uhr mit dem südkoreanischen Tanker "Ky Venus", 8562 BRZ (IMO-Nr.: 9478107) unweit der ostchinesischen Provinz Shandong kollidiert war. Die neunköpfige Crew war nach dem Zusammenstoß im Wasser gelandet, nur zwei von ihnen konnten von einem passierenden Schiff gerettet werden. Neun Patroullienboote und Helikopter suchten nach den Vermissten. Der Tanker machte um 7.30 Uhr am Yantai No.3 Basin Container Terminal fest. Er war aus Mailiao gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Am Ende der Tauchsaison historisches Wrack entdeckt
(31.10.13) Jim Kennard und seine Tauchpartner machten am Ende der Suche nach historischen Wracks auf dem Lake Ontario am Ostende bei einer letzten Untersuchung mit Snar eine weitere Entdeckung. Sie fanden die „Roberval“, einen 128 Fuß langen, 1907 erbauten kanadischen Dampfer, der vor fast 100 Jahren sank. Sieben der neun Mann Besatzung überlebten. Die Forscher hatten bereits zwei Jahre nach dem in Ottawa beheimateten Frachter gesucht, der in der Holzfahrt nach Oswego tätig war. Ende September 1916 geriet er in einen Sturm, bei 30 Meilen Windgeschwindigkeit riss sich die Decksladung los, ging über und brachte das Schiff zum Kentern. Einige Holzbalken wurden in die Aufbauten des sinkenden Schiffes geschmettert, wobei ein Besatzungsmitglied über Bord ging. Ein weiterer Mann wurde unter rutschendem Holz eingeklemmt. Drei Mann konnten sich in einem lecken Rettungsboot binnen neun Stunden rudernd nach Oswego retten. Der Kapitän, die Köchin und zwei weitere Männer konnten sich aus Treibholz ein Floß bauen und wurden 22 Stunden nach dem Untergang von der US Coast Guard gerettet. Das Wrack liegt seither 300 Fuß tief 16 Meilen vor dem Zielhafen. Kennard &xnbsp;und seine Forscherkollegen Roger Pawlowski und Roland Stevens dokumentierten das Wrack mit einem ROV. Da die „Roberval“ das einzige hier gesunkene Stahlschiff ist, konnte es eindeutig identifiziert werden. Zuvor hatten die Forscher zwei Schonerwracks vor Oswego gefunden, die im 19. Jahrhundert sanken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuer Anlauf zur Räumung der Miner
(31.10.13) Der Transportminister von Nova Scotia will die Provinzregierung bitten, eine Ausschreibung zur Räumung der vor zwei Jahren vor Cape Breton gestrandeten „Miner“ zu starten. Am 30.10. sagte Geoff MacLellan, dass die Regierung ihre Arbeit beginnen sollte, das seit September 2011 vor Scatarie Island liegende Wrack zu beseitigen. Die Provinzregierung will nur mit Ottawa zusammen einen Plan zur Kostenteilung erarbeiten. Alleine könne sie dies nicht&xnbsp; leisten. Die Kosten wurden zwischen fünf und 25 Millionen Dollar geschätzt. Eine Ausschreibung könnte noch in diesem Jahr Resultate bringen. Der frührere Premier Darrell Dexter hatte die Bundesregierung aufgefordert, tätig zu werden, doch Ottawa sagte, dies sei die Verantwortlichkeit des Bergers. Dieser aber hatte die Arbeit wegen bürokratischer Hürden abgebrochen und von der Provinzregierung einen Kostenausgleich verlangt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eine Verletzte nach Kaikollision norwegischer Fähre
(31.10.13) Am Morgen des 30.10. kollidierte die norwegische Fähre "Alsten", 694 BRZ (IMO-Nr.: 8411009), mit einer Befenderung am Kai in Søvik. Eine Passagierin kam beim Aufprall auf dem Autodeck zu Fall und erlitt leichte Verletzungen. Sie wurde medizinisch betreut. Die Fähre wurde aus dem Dienst &xnbsp;Søvik-Austbø-Herøy-Brasøy genommen, die "Vefsna" als Ersatzfähre eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Österreichische Polizisten konnten nach Untergang ihres Bootes in Wien noch nicht vernommen werden
(31.10.13) Es war kein Alkohol im Spiel, als am Abend des 29.10. um 20.20 Ujhr der deutsche Binnentanker "Stadt Wörth" 2042 ts (EU-Nr.: 04302860), auf der Donau mit dem österreichischen Polizeiboot "Fischa" bei Wien-Brigittenau kollidierte. Beide Schiffe liefen auf Parallelkurs, als sie zusammenstießen. Die beiden Polizeibeamten landeten im Wasser und konnten sich schwimmend ans Ufer unweit der Brigittenauer Brücke retten. Sie wurden mit starken Unterkühlungen und leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wo sie intensivmedizinisch betreut wurden. Es bestand aber keine Lebensgefahr. Vernommen werden konnten die beiden noch nicht. Der Tanker, der seine Fahrt fortgesetzt hatte, wurde bei der Schleuse Freudenau zum Stoppen gebracht und dort kriminaltechnisch untersucht. Die Wiener Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung gegen den Schiffsführer ein. Das Polizeiboot, eines der ältesten der Flotte der Staatspolizei, konnte noch nicht vom Flussgrund geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Obelix sitzt auf Kiesbank fest
(31.10.13) Am 28.10. lief das deutsche Binnenschiff "Obelix", 749 ts (EU-Nr.: 04007070) auf der Donau in Ruckasing auf eine Kiesbank am Ufer. Schuld war offenbar ein Navigationsfehler, die Polizei in Deggendorf leitete eine Untersuchung ein. Der Schiffsverkehr wurde nicht behindert, da der Havarist außerhalb des Fahrwassers lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper durch Brandstiftung zerstört
(31.10.13) Der Schlepper „K.C. Campbell“ wurde in der Nacht zum 30.10. in Port Adelaide durch ein Feuer zerstört. Gegen 2.30 Uhr wurde die Polizei alarmiert, und die Feuerwehr eilte zu dem Liegeplatz im Dock 2 des Port River System. Der Einsatz dreier Löschfahrzeuge konnte aber nicht mehr abwenden, dass der Schlepper schwer beschädigt wurde. Die ursprünglich angenommene Schadenshöhe von 250,000 Dollar wurde inzwischen auf 90,000 reduziert. Der Schlepper war bereits ausgeschlachtet, weil er zum Abwracken verkauft werden sollte. Die Ursache des Feuers war Brandstiftung.
Quelle:Tim Schwabedissen



>Globetrotter II (Bild: Stefan Erdmann)   Großbild klick!
Globetrotter II vor Norderney gelandet
(30.10.13) Bedingt durch das durch den Sturm Christian am 29.10. verursachte Hochwasser in Verbindung mit dem ablandigen Wind kam die auf Juist gestrandete Segelyacht „Globetrotter II“ aus Hamburg wieder frei. Das Schiff trieb vom Strand ab, der Wind trieb es dann in tieferes Wasser. Am späten Nachmittag desselben Tages befand es sich nach einer Drift von rund 10 Kilometern als Spielball der Wellen vor dem Weststrand von Norderney, konnte aber wegen des weiterhin herrschenden Sturm nicht geborgen werden und setzte die Geisterfahrt fort, ehe sie ein weiteres Mal strandete, diesmal am Nordstrand auf Höhe des Jugendheims Detmold.
Die Yacht war am 18. Oktober das erste Mal auf Juist gestrandet, der 81jährige Eigner war zuvor über Bord gegangen und ertrunken. Seine Leiche wurde kurz danach am Kalfamer gefunden. Viele Spaziergänger begutachteten nach der neuerlichen Havarie das mit zerfetzten Segeln auf der Seite liegende Boot. Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz fertigten gegen 10:00 Uhr Beweisaufnahmen der Segelyacht an.
Wie es weiter gehen würde, war noch unklar. Die ersten Maßnahmen auf Juist hatte die Polizei übernommen. Danach war die Gemeinde zuständig gewesen. Vermutlich wird dies auch auf Norderney der Fall sein.
Nachdem die Yacht am 18.10. entdeckt worden war, wurde eine Suchaktion unter Beteiligung eines Rettungshubschraubers, des Notfalleinsatzschleppers „Nordic“, der „Bayreuth“ des Bundesgrenzschutz und der DGzRS-Rettungsboote „Bernhard Gruben“ von der Station Norderney, der „Woltera“ aus Juist und der „Cassen Knigge“ aus Norddeich angelaufen. Die Feuerwehr setzte auf Juist außerdem ein geländegängiges Löschgruppenfahrzeug mit Allradantrieb ein und nahm einen leichten Anhänger zum Transport der Unfallwanne mit.
Ein weiteres Fahrzeug blieb am Flugplatz auf Standby. Nach dem Bekanntwerden der Strandung waren das Ordnungsamt der Gemeinde und die Mitarbeiter vom Bauhof vor Ort, um die Yacht auszupumpen und alle losen Gegenstände in Sicherheit zu bringen. Ein Anhänger voller Ausrüstungsgegenstände wurde sichergestellt.
Zur Niedrigwasserzeit lag das Boot hoch und trocken- Das rund zehn Meter lange Boot ist ein sehr stabiles und seegängiges Schiff, so hat der Rumpf bei der Strandung keinen Schaden genommen. Die Wucht der Wellen hat aber auf Deck und an der Tagelage großen Schaden angerichtet, so waren zwei Vorderluken aus den Scharnieren gerissen worden, durch die es zu einem Wassereinbruch gekommen war. Auch waren zwei Lüfter und die Radarantenne abgerissen Der Eigner muss wohl noch versucht haben, das Schiff vor der Strandung zu bewahren, denn der Anker war ausgebracht, hielt aber bei dem Sturm nicht im Grund.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Siderfly“ (Bild: Havariekommando)   Großbild klick!
Berger aus Texas sollen Nord-Ostsee-Kanal freimachen
(30.10.13) Die Bergung des im Nord-Ostsee-Kanal bei Brunsbüttel auf Grund liegenden Frachters „Siderfly“ soll durch die TT Salvage aus Houston/Texas in Zusammenarbeit mit den Firmen Bugsier und Schramm durchgeführt werden.
Bereits am Abend des  29.10. begannen die ersten Vorbereitungen zur Bergung des Schiffes. Pumpen wurden angeliefert, um die an Bord verbliebenen 30-40 Tonnen Gasöl abzupumpen und den zu 80 Prozent gefluteten Maschinenraum zu lenzen. Im Laufe des 30.10. brachten die Berger Gerät für die weitere Stabilisierung und Abdichtung der Lecks an der Backbordseite aus Rotterdam und Hamburg zur Unglücksstelle.
Bereits am Vortag waren die Stabilisierungsarbeiten an dem Schiff weitgehend abgeschlossen worden. Mehre Stahltrossen, Leinen und eine Ankerkette halten den Havaristen an der Böschung. Weitere wurden achtern zur Böschung gelegt. Eine vom Landesbetrieb für Küstenschutz quer über den Kanal gelegt Ölsperre verhinderte die Passage der Unfallstelle durch andere Schiffe. Dann begann das Auspumpen des Maschinenraums, das am Vormittag gut vorankam. Darüber hinaus wurden die Füllstände der Tanks erkundet. Am Nachmittag des 30.10. sollte das Wasser-Diesel-Gemisch aus dem vorderen Bereich der „Siderfly“ gelenzt werden. Der Einsatzleiter vor Ort des Havariekommandos und die Vertreter des Bergungsunternehmens koordinierten das weitere Vorgehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polizeiboot sank auf der Donau
(30.10.13) Das Wiener Polizeiboot "Fischa" kollidierte am Abend des 29.10. gegen 20.20 Uhr auf der Donau mit einem anderen Schiff. Die beiden Beamten an Bord retteten sich mit einem Sprung ins Wasser und wurden mit leichten Verletzungen geborgen. Ihr Boot aber versank im Fluss. Beide Fahrzeuge waren auf Parallelkurs stromabwärts unterwegs gewesen, als sie aus noch ungeklärter Ursache gegeneinander gerieten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kapitän, der sein Schiff mit halber Crew im Stich ließ, in Ghana verhaftet
(30.10.13) Der Kapitän und der Chefingenieur des ehemals holländischen Binnentankers “Valparaiso”, der seit dem 27.10. auf Krisan Beach im ghanaischen Ellembelle-Distrikt sitzt, wurden von der Polizei aufgespürt und verhaftet. Es handelte sich um die Nigerianer Martins Ebou und Christopher Egoenun.
Als das Schiff auf den Strand trieb, befanden sich nur noch der Schmut Jackson Bamba und der Decksmann Kingsley Nzonami an Bord, die danach in die Obhut der National Security kamen. Eine Untersuchung, warum sie ihr Schiff verließen, wurde eingeleitet. Vertreter der Environmental Protection Agency (EPA) und der Ghana Maritime Authority (GMA) begaben sich unterdessen zur Strandungsstelle, um den Zustand des Schiffes zu prüfen und die Gefahr einer Ölverschmutzung. Der Havarist wurde derweil zu einer Attraktion für die Einwohner von Krisan, Ekwei, Aiyinase, Half Assini und anderer naher Ortschaften.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter im Schulpengat
(30.10.13) Am 29.10. wurden die Rettungsboote von Den Helder und Callantsoog alarmiert, nachdem im Maschinenraum des holländischen Kutters "Branding - TX 38", 494 BRZ (IMO-Nr.: 9225639), im Schulpengat ein Feuer ausgebrochen war. Durch den Brand war auch die Maschine ausgefallen. Die belgische Fregatte "Leopold 1", die "P 49" sowie der Schlepper "Hunzepark" kamen ebenfalls zu Hilfe. Als die "Joke Dijkstra" vor Ort eintraf, war die Lage bereits unter Kontrolle und die Maschine am Laufen.
Die "Joke Dijkstra" und die"P 49" eskortierten den Havaristen zum Fischmarkt nach Den Helder. Nach einigen Reparaturen konnte er am selben Nachmittag bereits wieder in See stechen. Die „Branding“ wurde 1999 bei der Stocznia Polnocna in Danzig erbaut, der Kasko bei Maaskant in Stellendam ausgerüstet. Das in Oudeschild, beheimatete Schiff ist 42,21 Meter lang, 8,50 Meter breit und hat 5,15 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm-Nachlese 1: Bergung der Stena Alegra verzögerte Brückenbauarbeiten
(30.10.13) Am 29.10. gegen 17 Uhr gelang es, die vor Karlskrona gestrandete britische Fähre "Stena Alegra", 22152 BRZ (IMO-Nr.: 9147291), wieder flottzumachen. Die beiden Schlepper "Delta" und "Dutch Power" zogen sie in tieferes Wasser, wo sie 200 Meter von der Strandungsstelle entfernt vor Anker ging. Die Assistenz der "KBV 002", die sich bereit zur Hilfe gehalten hatte, war dabei nicht nötig.
Ein Überwachungsflugzeug hielt Ausschau nach eventuellen Ölspuren. Der Plan, den Rumpf durch Taucher der schwedischen Coast Guard zu untersuchen, wurde zunächst durch starke Strömung vereitelt. Am 30.10. sollte ein neuerlicher Anlauf unternommen werden. Die Küstenwache blieb mit der "KBV 502", "KBV 492" und der "KBV 202" als Taucherplattform vor Ort, die "Delta" sicherte die Fähre weiterhin auf ihrer Position.
Die „Dutch Power” konnte entlassen werden, sie war, als sie gerufen wurde, mit einer Sektion der E4-Brücke nach Sundsvall unterwegs gewesen. Der Schlepper war von Karlskrona gekommen. Der Transport nach Sundsvall dauert vier bis fünf Tage, sodass der Lückenschluss wohl erst in der kommenden Woche stattfinden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm-Nachlese 2: Peter Pan liegt wieder am Kai
(30.10.13) Am 29.10. um 18.30 Uhr gelang es, die in Trelleborg zwischen zwei Kaianlagen verkeilte schwedische Fähre "Peter Pan", 36468 BRZ&xnbsp;(IMO-Nr: 9217242), durch den unter Färöer-Flagge laufenden Schlepper "Skuld" (IMO-Nr.: 9114359) aus ihrer misslichen Lage zu befreien und zurück an Liegeplatz 5 zu bringen. Der Schlepper war gegen 14 Uhr aus Malmö kommend eingelaufen. Nach der Bergung galt es den Rumpf und Antrieb auf Schäden zu untersuchen. Es wurde vermutet, dass der Azipod ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden war, als das Heck der Fähre abtrieb und mit dem gegenüber liegenden Kai kollidierte. Am 30.10. machte sich die Fähre um 9.30 Uhr auf den Weg nach Travemünde, wo sie gegen 20 Uhr erwartet wurde. Um 22:00 Uhr sollte sie noch einmal nach Trelleborg auslaufen und von dort aus dann in eine Werft gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm-Nachlese 3: Maersk Salina mit 45 Container weniger in Le Havre fest
(30.10.13) Der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Salina", 92293 BRZ (IMO-Nr.: 9352030 ), erhielt am 29.10. die Einlaufgenehmigung nach Le Havre. Um 17.20 Uhr lief er, assistiert von den Schleppern "VB Gascogne 22", "VB Superenzo 10" und "VB Barfleur 18" und eskortiert von dem französischen Patroullienboot "Leopard", in den Hafen ein. Gegen 20 Uhr war das Schiff fest am Bougainville-Kai. Hier galt es nun, die Ladung zu untersuchen, zu sichern und neu zu stauen. Der Frachter hatte im Sturm vor Cap Finistère 45 Deckscontainer verloren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre blieb in Rohren hängen
(30.10.13) Am 29.10. lief gegen Mittag die norwegische Fähre "Fanafjord", 6904 BRZ (IMO-Nr.: 9344758),&xnbsp; kurz nach dem Verlassen von Halhjem nach Sandviksvåg in einige Rohre, die ein Schlepper transportierte. Die Fähre versuchte der Kollision mit dem Schleppanhang durch einen scharfen Dreh und einen Notstopp noch zu entgehen, blieb aber in den Rohren hängen. Nach einigen Minuten manövrierte sie sich rückwärts aus dem Hindernis, während der Schlepper nach vorne zog, sodass sich die Fähre von dem Transport trennen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Vermisste nach Kollision vor China
(30.10.13) Mindestens sieben Menschen wurden vermisst, nachdem ein chinesischer Kutter am 29.10. mit einem südkoreanischen Frachter kollidierte und sank. Das Unglück ereignete sich um 3.40 Uhr in der Straße von Boai unweit der ostchinesischen Shandong-Provinz. Der Kutter hatte neun Mann Besatzung. Zwei wurden von einem anderen Schiff gerettet. An der Suchaktion nach den übrigen beteiligte sich auch ein Hubschrauber der Regierung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Siderfly (Bild: Havariekommando)   Großbild klick!
Nord-Ostsee-Kanal bleibt nach Kollision weiter gesperrt
(29.10.13) Die Bergung des im Nord-Ostsee-Kanals bei Kudensee auf der Böschung liegenden Frachters „Siderfly“ soll so schnell wie möglich beginnen. Am Morgen des29.10. trafen sich in Brunsbüttel Vertreter des Havariekommandos, des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel, der Versicherer und der Bergungsfirmen, um das weitere Vorgehen zu beraten. Der Kanal blieb jedoch weiter für den Schiffsverkehr voll gesperrt.
Im Laufe des Tages wurde eine Entscheidung erwartet, wie es weitergehen sollte. Im Laufe des Vormittags sollte es mehr Klarheit darüber geben, ob an der Unfallstelle Schiffe mit langsamer Geschwindigkeit einspurig den Havaristen passieren dürfen. Das 100 Meter lange Schiff hatte eine Schlagseite von 24 Grad und lag auf der Nordseite der Kanalböschung bei Kilometer 6,5. Im Laufe des 28.10. hatte sich das sehr instabile Schiff immer wieder bewegt, weshalb sich die Hoffnungen auf eine rasche Aufhebung der Sperrung zerschlugen.
Die Schlepper „Wolf“ und „Luchs“ hatten kurz nach der Kollision das Schiff auf die Böschung gedrückt und so ein Sinken im Fahrwasser des Kanals verhindert. Die „Siderfly“ hat zwei Lecks von jeweils zwischen drei und fünf Metern Länge an der Backbordseite. Das Wasser stand auf dem mit Harnstoff beladenen Frachter zum Teil bis auf die Ladeluken an der Backbordseite, sodass auch weiterhin Wasser in diese eindrang.
Eine Arbeit von Tauchern an der tiefliegenden Seite war somit auch zu riskant. In der Nacht zum 29.10. wurde der Schlepper „Luchs“ gegen die stärkere „Bugsier 20“ ausgetauscht. Zusätzlich wurde auch der Schlepper „Bugsier 15“ zur Unglücksstelle beordert. Die Reederei Bugsier hat außerdem den Schwimmkran „Enak“ in Bremerhaven klar machen lassen. Der Kran kann jedoch erst nach Brunsbüttel kommen, wenn die Wetterverhältnisse die Verlegung von der Weser- zur Elbmündung erlauben. Zusammen mit der Firma Bugsier war auch das Brunsbütteler Unternehmen Hans Schramm mit Bergungsgerät vor Ort. Schramm hatte den Schlepper „Helmut“ sowie Anker und Personal zur Unterstützung der Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel im Einsatz.
Das WSA verlegte das Kranschiff „SG 1353“ sowie das Arbeitsschiff „Mittelgrund“ zum Havaristen. Mit der „SG 1353“ konnte am Nachmittag ein Anker der „Siderfly“ aus dem Kanal gehoben und zur Sicherung ans Ufer gelegt werden. Die Bergungsteams von Schramm und des WSA&xnbsp; spannten bis zum Einbruch der Dunkelheit eine Ankerkette und einen Stahldraht vom Havaristen zum Ufer. Außerdem wurden achtern drei Leinen und am Bug zwei Leinen zur Sicherung der „Siderfly“ zum Ufer gegeben. Sie wurden an dort vorhandenen Pollern sowie speziell gegrabenen Haltepunkten befestigt. Dabei galt es auch, eine Blockade durch eine ausgefallene Spillbremse zu beseitigen.
Unklar war, wie viel Kraftstoff aus den Tanks der „Siderfly“ in den Kanal gelaufen war. Die Feuerwehr Brunsbüttel hatte ein Ausbreiten des Ölfilms durch Ölsperren zu verhindern versucht. Doch das Vorhaben scheiterte am starken Wind am 28.10. und dem dadurch erzeugten Wellengang auf dem Kanal. Die bei der Fährstelle Kudensee ausgebrachte Ölsperre wurde einfach überspült.
Die Zahl der Schiffe, die in Kiel und Brunsbüttel auf die Freigabe des Schiffsverkehrs&xnbsp; warten, stieg unterdessen weiter.
An beiden Seiten des Kanals lagen auf verschiedenen Ankerplätzen rund 40 Schiffe. Im Kanal warteten vier Schiffe auf Weiterfahrt, darunter drei größere Containerschiffe mit Ziel Hamburg und Bremerhaven. Der für die Reederei MSC fahrende Containerfrachter „Sandy Rickmers“ hatte sofort nach der Kollision im Kanal gewendet.
Er schleuste in Kiel wieder aus und trat die Reise nach Antwerpen über Skagen an. In Dückerswisch gingen die Containerschiffe „Pictor J“ und „Reinbek“ an den&xnbsp; Dalben in Warteposition. In Kudensee lag der Küstenfrachter „Mitteplate“ fest und in Rade bei Rendsburg der Containerfrachter „Callisto“. Diese Schiffe sollten bei einer Freigabe der Unfallstelle als erste den Havaristen passieren.
Der 118 Meter lange Gastanker „Coral Ivory“ hatte vor der Kollision aus dem Landeshafen Ostermoor in Brunsbüttel abgelegt, um mit einer Ladung Ammoniak nach Uusikaupunki in Finnland laufen. Er musste nach der Kollision wenden und wurde an die Bahnhofsdalben in Brunsbüttel gelegt. Dort untersuchte die Wasserschutzpolizei das Schiff und befragte die Besatzung. Die 2000 in Korea gebaute „Coral Ivory“ trug bei der Kollision nur zwei Schrammen am Vorschiff sowie Kratzer am Wulstbug davon.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Stena Alegra" (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Sturm Christian wirbelte auch die Schiffahrt durcheinander
(29.10.13) Der Orkan, der vom 27. auf den 28.10. über England, Frankreich, Deutschland und die Niederlande sowie Skandinavien und die Nordsee tobte und der schlimmste Sturm seit 1990 war, hat zu etlichen Havarien und Problemen in der Fährschifffahrt geführt.
Die britische Fähre "Stena Alegra", 22152 BRZ (IMO-Nr: 9147291),&xnbsp;der Stena Line lief unweit von Karlskrona bei Äspeskär nördlich von Tjurkö in den Nachtstunden auf Grund. Er hatte vor dem Hafen geankert, doch die Anker hielten nicht im Grund. An Bord waren 33 Mann Besatzung, aber keine Passagiere. Die schwedische Küstenwache schickte aus Gotland und Simrishamn zwei Boote, aus Karlskrona kam die “KBV 002” zu Hilfe, und die „KBV 290“ harrte während der Nachtstunden vor Ort aus. Der holländische Schlepper „Dutch Power" (IMO-Nr.: 9547879) sicherte den Havaristen. An Bord waren 500 Tonnen Treibstoff, allerdings in Bereichen, in denen der Rumpf nicht auf den Felsen aufsaß.
Die schwedische Fähre “Peter Pan", 36468 BRZ&xnbsp;(IMO-Nr.: 9217242), der TT Line riss sich bei Windgeschwindigkeiten von 38 Metern pro Sekunde in Trelleborg, wo sie um 7.30 Uhr von Travemünde kommend eingelaufen war, von ihrem Liegeplatz los, nachdem die Achterleinen gebrochen waren. Das Heck Schiff trieb diagonal über das Hafenbecken und schlug gegen den gegenüberliegenden Kai, wo der dort liegende schwedische Frachter "Jopi", 473 BRZ&xnbsp;(IMO-Nr.: 8857136), am Heck getroffen wurde. Die Fähre blieb über Nacht in dieser Lage und sollte am 29.10. untersucht und von Schleppern wieder aus dieser befreit werden. Der Fährdienst der 2001 erbauten "Peter Pan" zwischen Travemünde und Trelleborg wurde zunächst von der schwedischen Fähre "Nils Dacke", 26790 BRZ (IMO-Nr.:9087477), die ebenfalls für die TT Line läuft, übernommen.
Bei Windgeschwindigkeiten von 40 Metern pro Sekunde, die über die Küste von Skåne fegten, erlitt der zyprische Frachter "RMS Rotterdam", 2589 BRZ (IMO-Nr.: 9617296),&xnbsp;auf der Reise von Liepaja nach Frederikstad Maschinenausfall und trieb auf die Küste von Kullen zu. Die Crew konnte die Drift mit Ankerwurf stoppen, und die schwedische Küstenwache schickte die "KBV 001 - Poseidon" zur Hilfeleistung, ehe der Schaden behoben werden konnte.
Der Frachter hat eine Tragfähigkeit von 3798 Tonnen, wurde 2011 erbaut und läuft für die Rhein-, Maas- und Seeschiffahrtskontor GmbH. In der Themsemündung strandete das britische Baggerschiff “Arco Axe”, 3498 BRZ (IMO-Nr.: 8803783). Es trieb vor Shoeburyness auf Grund. Es war am 27.10. aus Dagenham ausgelaufen. Die beiden Schlepper „Svitzer Harty“ und „Svitzer Mallaig“ machten den Havaristen wieder flott und brachten ihn nach Sheerness. Am 29.10. verholte das 98 Meter lange Schiff nach Chatham.
"Maersk Salina" (Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!
In der Nacht wurde das CROSS Corsen alarmiert, nachdem der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Salina", 92293 BRZ (IMO-Nr.: 9352030 ), auf der Reise von Tanjung Pelepas nach Le Havre, wo er am 29.10. erwartet wurde, 45 Container zwischen Cap Finistre und der britischen Küste auf großer Wassertiefe verlor.
Da sich keine Gefahrgüter, sondern Spielzeuge, Möbel und Dokumente an Bord befanden, bestand keine Umweltgefährdung. Die Marinepräfektur warnte aber vor dem Treibgut. Ein Cayman-Helikopter der französischen Marine überwachte das Schiff, auf dem weitere Container über die Seiten hingen und auch ins Meer zu stürzen drohten.
Eine Falcon der Marine hielt ohne Erfolg nach den verlorenen Boxen Ausschau. Der Frachter ging gegen Mitternacht vor Le Havre vor Anker. Nach Weisung der Marinepräfektur&xnbsp;Cherbourg galt es die verbliebene Ladung zu sichern. Der Schlepper “Abeille Liberté” wurde zur Sicherheit zu dem Schiff geschickt. Der 9,500-TEU-Frachter läuft im AE1 Service der Maersk Line und hatte in Kobe, Nagoya, Yokohama, Ningbo, Shanghai, Hong Kong, Yantian und Tanjung Pelepas geladen, bevor es nach Europa ging.
Am 28.10. gegen fünf Uhr wurde das CROSS Corsen alarmiert, nachdem sich ein 35 Meter langer Frachter von seinem Liegeplatz vor Lézardrieux losgerissen hatte. Es war niemand an Bord gewesen. Eine Suchaktion wurde gestartet und das Schiff 40 Meter vor den Felsen von Donan um 5.40 Uhr entdeckt. Ein Rettungsboot nahm es auf den Haken und schleppte es gegen 13:30 nach Lézardieux ein.
Vier Ladeluken wurden vom Deck des holländischen Binnenschiffes&xnbsp;"Splendor", 2260 ts (EU-Nr.: 244660902; CS: PI9139), das am Ijsselkai in Zutphen lag, losgerissen und flogen durch das Hafengebiet. Zwei von ihnen landeten auf dort geparkten Autos, ehe sie weiterflogen und an zwei weiteren Fahrzeugen zu liegen kamen. Die anderen beiden konnten auf der Kaifläche mit Leinen gesichert werden. Der Kai wurde für die Öffentlichkeit gesperrt, bis die Feuerwehr die Trümmer geräumt hatte.
Das holländische Rettungsboot „Bert en Anneke Knape” der KNRM-Station Lelystad kam am Nachmittag einem historischen Plattbodensegler, der an der Bataviawerft an einer Mole lag, zu Hilfe, der sich in dem Sturm loszureißen drohte. Durch das schnelle Eingreifen der Seenotretter konnte schlimmeres verhütet werden. Allerdings gab es durch ein kleines Leck einen Wassereinbruch. Nachdem das Schiff im Bataviahafen gesichert war, wurde es gelenzt und sollte nach Abflauen des Sturmes bei der Bataviawerft aus dem Wasser genommen werden zur Reparatur.
Stundenlang mussten die Passagiere der dänischen Fähre „King Seaways, 31788 BRZ (IMO-Nr.:8502406), im Sturm ausharren, nachdem der Wind zu stark war, um den engen Hafen von IJmuiden anlaufen zu können. Bei Windgeschwindigkeiten von 120 km/h und 10 Beaufort konnten selbst die drei Schlepper “Svitzer Marken”, “Svitzer Muiden” und “Thetis” das Schiff, das 1080 Passagiere an Bord hatte, nicht einbringen, und es kehrte auf die Nordsee zurück. Erst gegen 15 Uhr gelang es den Schleppern, die Fähre mit sechsstündiger Verspätung an den Kai zu bringen.
Das holländische Flusskreuzfahrtschiff "Ocean Diva" (MMSI-No.:244700716) riss sich von seinen Moorings an der NDSM Werft im Hafen von Noord/Amsterdam los und trieb im Hafenbecken umher. Das 86 Meter lange Schiff beschädigte dabei mehrere Sportboote.
In Amsterdam stürzte an der Jacob Lennepkade ein Baum auf ein Hausboot, das daraufhin sank. Mehrere weitere Hausbrote gingen auf Drift.
Das unter Marshall-Islands-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Ocean Atlantic", 12798 BRZ (IMO-Nr.: 8325432),&xnbsp;riss sich im Verbindungshafen von Bremerhaven, wo es 10 Tage zuvor festgemacht hatte, los. Der Schlepper "Bremerhaven" drückte es zurück an den Kai.
Bereits am 27.10. um 22:30 Uhr hatte der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter&xnbsp;"Heinz G", 2545 BRZ (IMO-Nr: 9536521),&xnbsp;auf der Fahrt von Bremerhaven, wo er am Vortag ausgelaufen war, nach Marin auf der Nordsee Maschinenausfall erlitten. Die beiden Schlepper "Radbod" und "Finn" liefen aus Emden aus und nahmen den Havaristen hinter Borkum auf den Haken. Der Konvoi erreichte den Emder Hafen am 28.10. um 11.30 Uhr. Da auch die gesamte Bordelektrik ausgefallen war, mussten sämtliche Trossen per Hand gehandhabt werden, als das Schiff dort am Südkai festmachte. Der Frachter, der eine Tragfähigkeit von 3850 Tonnen hat, wurde 2011 erbaut.
In Norderney riss sich das deutsche Plattbodenschiff "Hiskeline von Norderney" (9050 B Rott 1954), von seinem Liegeplatz los und trieb gegen 15.15 Uhr quer durch den Hafen. Dabei kollidierte der Zweimaster mit dem ebenfalls im Hafen liegenden Fahrgastschiff "Wappen von Norderney", 154 BRZ (IMO-Nr.: 7935395).
Das in Strande stationierte Bestattungsschiff “Nordica" (IMO-Nr.: 1048576)&xnbsp;kam beim Versuch, in den Hafen einzulaufen, in Schwierigkeiten. Es gelang dem Kapitän über eine Stunde lang nicht, es an der Ostmole festzumachen. Stattdessen wurden bei den Versuchen zwei Poller beschädigt. An Bord waren 11 Personen, die an einer Seebestattung teilgenommen hatten. Zuvor war das Schiff zum Retter für einen Surfer geworden, der nach Mastbruch auf der Kieler Förde in Seenot geraten war. Ein Frachter hatte ihn entdeckt und die “Nordica” informiert, die den Mann über eine Leiter an Bord nahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer bei Evakuierung eines Passagiers auf Grund getrieben
(29.10.13) Das niederländische Flusskreuzfahrtschiff Serena" (EU-Nr: 02322470) lief am Morgen des 28.10. auf Höhe der Wacht am Rhein auf einer Buhne auf. Die "Serena" wollte anlegen, um einen Notfallpatienten an Land zu bringen. Die Feuerwehr rettete den Mann über einen Behelfssteg. Um kurz vor neun Uhr erreichte die Feuerwehr Leverkusen ein Notruf von einem holländischen Handy: Einer der Passagiere hatte einen Krampfanfall erlitten.
Der Mann wurde dem Rettungsdienst übergeben. Die Leverkusener Feuerwehr holte den Patienten vom Schiff und fuhr ihn ins Krankenhaus. Das Schiff kam bei dem Manöver aber nur einen Meter vom Anleger entfernt fest. Es wurde vom stürmischen Wind auf Grund gedrückt. Der Backbordpropeller und deren Motor wurden bei der Havarie beschädigt.
Das manövrierfähige Fahrgastschiff wurde gegen 14 Uhr von einem holländischen Binnenschiff längsseits genommen und in den Niehler Hafen geschleppt. Dort untersuchte ein Taucher den Schaden. Die übrigen 80 Passagiere, die auf dem Weg nach Königswinter waren, übernachteten auf dem Schiff. Rund 50 von ihnen geistig oder körperlich behindert, deswegen hatte die Feuerwehr Leverkusen vorsorglich eine Holzrampe mit Geländer vorbereitet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kapitän und Ingenieur eines Binnentankers verschwanden von Bord – Schiff strandete bei Krisan
(29.10.13) Der ehemalige holländische Binnentanker “Valparaiso", 1579 ts (EU-Nr.: 02327099),&xnbsp;strandete am 27.10. gegen fünf Uhr an der Küste des Dorfes Krisan nahe Ekwei im westghanaischen Ellembelle Distrikt. Die Polizei fand an Bord nur noch den Schmut und ein Besatzungsmitglied vor, nachdem der Kapitän und der Chief das Schiff auf hoher See verlassen hatten, nachdem der Treibstoff ausgegangen war.
Die Polizei startete eine Suche nach den beiden. Das Marine Police Department des Ghana Police Service und die Marine von Ghana leiteten eine Untersuchung ein. Die beiden Nigerianer hatten am 24.10. festgestellt, dass der Brennstoff ausging, hofften aber, noch den Hafen von Takoradi zu erreichen, bevor die Maschinen ausfielen. Dies war aber am 25.10. der Fall, und der Kapitän rief einen Kutter zu Hilfe, der den Chefingenieur an Land bringen sollte, um Öl zu besorgen, damit die Reise weitergehen könnte.
Er kehrte aber nicht an Bord zurück, und am 26.10. ging auch der Kapitän an Bord eines Fischerbootes. Seitdem hörten die beiden zurückgebliebenen Besatzungsmitglieder nichts mehr von ihnen, und auch deren Handys waren ausgestellt. Mit dem Hochwasser trieb der Tanker dann auf Grund. Ohne Treibstoff war es auch nicht mehr möglich gewesen, die Ankerwinden zu bedienen. Der Tanker hatte bis zum 15.6. in Rotterdam gelegen und sollte dann über Sierra Leone nach Nigeria gebracht werden. Das Schiff, das zuvor als „Majaro“, „Bouquet“, „Armada“, „Youri“ und „Amber“ gelaufen war, gehörte zuletzt der Exho BV in Raamsdonksveer.
Es hat eine Länge von 80,00 Metern, eine Breite von 9,55 Metern und einen Tiefgang von drei Metern. Es entstand 1971 bei den Gebr. Schlömer in Oldersum. Am 3.7.2012 war es gegen Mittag mit einer Ladung von 1260 Tonnen Dieselöl an Bord am Ijsselkop, der Trennung von Ijssel und Rhein bei Huissen, auf der Fahrt von Arnheim nach Emmerich auf Grund gelaufen. Um das querliegende Schiff zu bergen, musste der Fluss für den Verkehr gesperrt werden, ehe der Schlepper "Flumar" und die "Multratug 22", die gerade von Bulgarien nach Terneuzen unterwegs gewesen war, es gegen 14 Uhr übers Heck wieder in tieferes Wasser zurück zogen.
Der Tanker, der die Havarie ohne äußere Schäden überstanden zu haben schien, machte sich anschließend mit eigener Kraft auf den Weg zur Untersuchung nach Arnhem. Warum die "Valparaiso" auf Grund lief, war unklar, möglicherweise war dem Kapitän ein Steuerfehler unterlaufen, als er von der Ijssel aus eindrehen wollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter vor Büsum
(29.10.13) Am 26.10. gegen 7 Uhr funkte der Kutters „Thor“ Notrufe, nachdem ein Brand im Maschinenraum ausgebrochen war. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Schiff rund acht Seemeilen südwestlich der Nordseeinsel Pellworm auf Fangfahrt. Kurz danach gelang es den drei Fischern, das Feuer selbst zu löschen und die Hauptmaschine wieder zu starten. Mit gedrosselter Geschwindigkeit von rund fünf Knoten fuhren sie bei südwestlichen Winden der Stärke 6 in Richtung Büsum. Da der Brand jederzeit hätte wieder aufflammen können und ein erneuter Maschinenausfall drohte, sorgte die Seenotleitung Bremen für eine Sicherungsbegleitung zunächst durch den Seenotkreuzer „Eiswette“ und später durch das Gewässerschutzschiff „Neuwerk“ sowie den Seenotkreuzer „Theodor Storm“ Der 20 Meter lange Kutter erreichte so sicher den Hafen von Büsum.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker legte Internet lahm
(29.10.13) Der maltesische Chemikalientanker “YM Miranda”, 12933 tdw, erlitt am 28.10. gegen 11 Uhr beim Transit des Bosporus auf Nordkurs laufend Maschinenausfall und warf, um eine Strandung zu vermeiden, Anker. Vier Schlepper kamen dem Havaristen zu Hilfe, der dann zur Fatih Sultan Mehmet Brücke verholt wurde und dort wieder Anker warf. Später verholte er auf eine Position vor Istanbul. Beim Ankerlichten zog der Tanker mehrere Fiberglaskabel mit sich, über die Internetverbindungen verliefen. Ein Kabel brach, weitere wurden beschädigt. Der Bosporus wurde zeitweilig für den Schiffsverkehr gesperrt. Die “YM Miranda” (IMO-Nr.: 9554755), wurde erst 2013 erbaut und hat als Manager die Yilmar Denizcilik Nakliyat ve Ticaret Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler sank brennend vor Salalah
(29.10.13) Der Trawler “Baek Yung 29” geriet am 28.10. gegen drei Uhr in Salalah im Oman in Brand. Da die Hafenbehörden trotz Einsatzes von Löschzügen und einem Schlepper mit Löschausrüstung der Flammen nicht Herr wurden und Schäden an den Anlagen und anderen Schiffen vermieden werden sollten, wurde das Schiff auf See gezogen, wo es acht Stunden nach Brandausbruch kenterte und um 11.30 Uhr in Flammen stehend sank. Die Crew hatte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Offenbar hatte ein Fehler in der Elektrik das Feuer verursacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weitere fünf Kanonen der “Queen Anne’s Revenge” geborgen
(29.10.13) Unterwasserarchäologen haben am 28.10. fünf Kanonen und weitere Artefakte aus dem Wrack der “Queen Anne’s Revenge” im Beaufort Inlet geborgen. Sie arbeiteten von der”Smilax” der Coast Guard Fort Macon aus, dem 1944 erbauten ältesten Schiff der Flotte. Die Taucher stiegen von der in der Nähe ankernden&xnbsp;„Jones Bay“ ab und brachten gelbe Hebesäcke an den Kanonen an, die dann auf die&xnbsp;„Smilax“ gehoben wurden.
Die Arbeit war binnen zwei Stunden getan, und nach weiteren zwei Stunden waren zwei weitere große Fundstücke betonhart eingebacken vom Meeresgrund geborgen. Bis Ende 2014 sollen die Arbeiten am Wrack abgeschlossen werden, das 1996 von der Intersal Inc. aus Boca Raton, Floridam entdeckt wurde. Bislang wurden nun 22 Kanonen gehoben, acht liegen noch auf dem Grund. Insgesamt soll die “Queen Anne’s Revenge”&xnbsp; 40 Kanonen gehabt haben. Bei dem Schiff handelt es sich um das einstige französische Sklavenschiff&xnbsp;“La Concorde”, das von Captain Blackbeard gekapert und umbenannt wurde. 1718 lief das Schiff auf Grund und ging verloren. Die Kanonen wurden am 29.10. nach ihrer Bergung ins QAR&xnbsp;Konservierungslabor in Greenville gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer starb bei seinem zweiten Untergang
(29.10.13) Einer der beiden Fischer aus Rockland, deren Kutter “Terra Nova” in der Nacht zum 27.10. drei Meilen vor dem Hafen sank, ist nach seiner Rettung gestorben. Sein Schwiegersohn, der ihm bei der Überführung des Schiffes von Gloucester nach Maine nach einer dreiwöchigen Reparatur assistiert hatte, verdankt ihm allerdings sein Leben. Vor der Küste von Massachusetts hatten die beiden Wassereinbruch festgestellt.
Der Skipper verständigte sofort die Coast Guard und bat um Pumpen. Die Coast Guard fing um 20:30 Uhr den Notruf auf. Das Wasser im Schiff stieg während des Funkverkehrs rasch weiter an, woraufhin die beiden Fischer das Verlassen des Schiffes vorbereiteten. Als der Jüngere von Bord gehen war, stürzte er, doch sein Schwiegervater packte ihn und stieß ihn über Bord, damit er vom Schiff freikam. Das war das letzte Mal, das er ihn lebend sah. Nach zwei Stunden wurde er in den vier bis sechs Fuß hohen Wellen von einem Jayhawk-Helikopter aus Cape Cod entdeckt und vom Boot des Hafenkapitäns von Rockport gerettet.
Er brachte ihn an Land, von wo aus es weiter ins Addison Gilbert Hospital in Gloucester ging, aus dem er in der folgenden Nacht entlassen wurde. Der Skipper wurde um 22.30 Uhr gefunden und ins Massachusetts General Hospital in Boston geflogen. Die 65 Fuß lange „Terra Nova” war 1965 bei der Werft Newbert & Wallace in Thomaston, Maine, erbaut worden und hatte im November 2012 Richard Merrill aus South Wellfleet als Eigner gehabt.
Zuletzt war das Schiff in keinem guten Zustand mehr gewesen, weshalb es zu der Werft in Gloucester ging, wo etliche Plankengänge des Holzrumpfes ersetzt werden. Der Skipper hatte im November 2004 den Untergang der “Canadian Mist” 32 Meilen südwestlich von Nantucket überlebt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Schlepper liegt weiter vor Sitka
(29.10.13) Der 44 Fuß lange Schlepper “Denny M” wird vorerst inSitka bleiben. Das Schiff war vor Eliason Harbor gesunken. Eine Tonne markiert seine Position im Sitka Channel. Das Coast Guard’s Marine Safety Detachment in Sitka hat dem Plan, die “Denny M” auf Japonski Island auf Grund zu setzen, nicht zugestimmt. Es hatte unter Wasser zu einer Rampe gezogen werden sollen. Das Wrack liegt in 35 Fuß Wassertiefe und ragt bis zu 25 Fuß bei Ebbe unter die Wasseroberfläche auf, sodass es die Schifffahrt nicht behindert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Schlepper in Adelaide
(29.10.13) In Port Adelaide richtete ein Feuer auf einem Schlepper einen Schaden von 90,000 Dollar an. Die Feuerwehr wurde um 2.30 Uhr zu Dock One am Port River gerufen. 16 Mann hatten den Brand binnen einer Viertelstunde gelöscht. Es wurde Brandstiftung vermutet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter vor Port Douglas
(29.10.13) Am 28.10. brach im Maschinenraum des 40 Fuß langen Charterkutters „Little Audrey” des Sydney Game Fishing Club bei der Rückfahrt nach Port Douglas ein Feuer aus. An Bord waren sieben Fischer. Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei eilten um 17.30 Uhr zum Dickson Inlet, wo das Schiff an der Port Douglas Sugar Wharf eintraf. Mit einem Boot wurden alle Mann von Bord geholt. Der Kutter wurde nach der Brandbekämpfung mit Löschschaum zur Port Douglas Marina geschleppt durch die “Reel Chase” der Port Douglas Fishing Charter Company, wo der Schaden untersucht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Schlepper bei Welcome Islands entdeckt
(29.10.13) Zwei Wrackjäger aus Thunder Bay haben das erste in Kanada registrierte Schiff entdeckt – es handelt sich um den Schlepper „Mary Ann“, der 1867 eingetragen wurde. In den 1930ern wurde das ausgediente Schiff nahe der Welcome Islands, wenige Kilometer von der Thunder Bay entfernt, versenkt. In Zusammenarbeit mit der Organisation Save Ontario Shipwrecks soll nun ein angemessener Schutz erreicht werden. Eigentlich hatten die beiden Taucher nach einem anderen Schiff gesucht, als sie den Fund machten. Das Wrack ist gut erhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Schlepper in Adelaide
(29.10.13) Der historische Schlepper “Chickamauga,” der am 2.10. an seiner Mooring in der Eagle Harbor Marina sank, wurde von der Global Diving & Salvage im Auftrag der Coast Guard gehoben. Das Schiff war wieder in einem stabilen Schwimmzustand. Da es aber über die Identität des aktuellen Eigners Unsicherheit gibt, existierten darüber hinaus derzeit keine Pläne. Bereits seit April hatte es angesichts des Schiffszustandes Handlungsbedarf gegeben, doch der Eigner tauchte ab und war nicht mehr zu kontaktieren. Die Kosten für die Bergung und Beseitigung von Umweltschäden betrugen 150,000 Dollar, die durch den Oil Spill Liability Trust Fund finanziert wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Siderfly (Bild: Havariekommado)   Großbild klick!
Nord-Ostsee-Kanal nach schwerer Kollision gesperrt
(28.10.13) Am Morgen des 28.10. kam es gegen drei Uhr im Nord-Ostsee-Kanal südlich von Kudensee zu einer schweren Kollision. Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter “Siderfly”, 2882 BRZ (IMO-Nr.: 8412405), wurde, als er den Kanal mit Ziel Antwerpen durchlief, bei Blangenmoor von dem holländischen Tanker “Coral Ivory”, 5831 BRZ (IMO-Nr.: 9207039), der sich auf dem Weg von Terneuzen nach Uusikaupunki befand, in die Backbordseite gerammt.
Dabei riss der Wulstbug des Tankers zwei Löcher von 3x5 Metern ins Vorschiff. Der mit Dünger beladene Frachter erlitt schweren Wassereinbruch und legte sich nach Backbord über. Die Schlepper “Wolf”, “Luchs” und “Parat” drückten die “Siderfly” auf die Böschung, wo sie mit nunmehr 45 Grad Schlagseite und tief weggetauchtem Bug liegen blieb.
Dieselöl lief aus, und Ölsperren wurden ausgebracht. Es wurden weitere Stabilisierungsmaßnahmen vorbereitet. Der Kanal wurde nach dem Zusammenstoß voll gesperrt und die Schleusen in Kiel und Brunsbüttel wurden geschlossen, was zu einer für die Schifffahrt gerade an diesem Tag besonders unangenehmen Lage führte.
Viele Schiffe warteten wegen des herrschenden Sturms auf eine Kanalpassage, um nicht den Weg um Skagen nehmen zu müssen. Möglicherweise würde ein Schwimmkran den Havaristen bergen müssen, doch wegen des starken Windes wäre dies kurzfristig nicht zu bewerkstelligen, sodass der Kanal wohl längerfristig gesperrt bleiben muss.
Die geringer beschädigte “Coral Ivory” machte an der Bunkerstation in Brunsbüttel fest. Das Cuxhavener Havariekommando übernahm die Einsatzleitung vor Ort. Die insgesamt 29-köpfigen Besatzungen beider Schiffe blieben unversehrt. Auf der “Siderfly” befanden sich neun Ukrainer und Russen, auf der „Coral Ivory“ waren ein holländischer Kapitän und 18 Mann aus Russland und der Ukraine.
Die „Costal Ivory“ war nach der 90°-Ausfahrt aus dem Hafenbecken in Ostermoor in den Kanal in Richtung Kiel möglicherweise zu weit auf die Gegenseite des Kanals und damit in den Kurs des entgegen kommenden Frachters Siderfly geraten. Eine Ermittlung wird den genauen Unfallhergang klären müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hamm-Datteln-Kanal wegen Havarie gesperrt
(28.10.13) Am 27.10. gegen 19:45 Uhr, wurden Feuerwehr und Polizei von einem aufmerksamen Schleusenwärter über einen Wassereinbruch auf einem Binnenschiff informiert. Aus zunächst nicht erkennbarem Grund drang Wasser in den Bugbereich des im Hamm-Datteln-Kanal befindlichen Schiffes ein. Mehrere Taucher der Feuerwehr fanden Löcher im Schiffsrumpf. Diese wurden anschließend abgedichtet und das Wasser gelenzt. Das Schiff war mit 800 bis 1000 Tonnen Kohle beladen. Die Wasserschutzpolizei leitete eine Ermittlung ein. Der Schiffsverkehr musste an der Unglücksstelle gesperrt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beauharnois-Kanal nach Kollision gesperrt
(28.10.13) Bei Beauharnois, Quebec, lief am 26.10. gegen acht Uhr der kanadische Bulkcarrier “Algoma Discovery” in den Schiffsstopper von Schleuse IV. Dabei wurde der Rahmen, der die Trossen halt, die Schiffe vor einer Kollision bewahren sollten, zum Einsturz gebracht. Mehrere Schiffe, die den Beauharnois-Kanal passieren wollten, mussten warten, bis die Anlage ersetzt war. Die Schleuse war am 28.10. weiterhin gesperrt. Die „ Algoma Discovery”,34752 tdw (IMO-Nr.: ), wurde 1987 erbaut und läuft für die Algoma Central Corporation.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsschiff in Bughof gehoben
(28.10.13) Das in Bughof auf der Regnitz gesunkene Stelzenschiff wurde am Wochenende geborgen und an der Bughofer Mauer fesgemacht. Das größere Problem blieb, wie der immer noch auf dem Regnitzgrund liegenden Bagger geborgen werden kann. Derzeit war seine Lage lediglich durch eine Markierung in der Flussmitte erkennbar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleusentor klemmte Binnenschiff ein
(28.10.13) Am 26.10.2013 kollidierte gegen 07:20 Uhr ein niederländisches Binnenschiff auf Bergfahrt nach Aschaffenburg mit der Schleuse Eddersheim. Das Obertor der Schleuse schloss sich, bevor es diese komplett passiert hatte, so dass das Schleusentor das Schiff in Höhe des Steuerstandes einklemmte. Am Schleusentor entstand kein Sachschaden. Der Sachschaden am Frachter blieb ebenfalls gering, er konnte nach der Unfallaufnahme seine Fahrt zu Berg fortsetzen. Der Schleusenbetrieb und die übrige Schifffahrt auf dem Main waren nicht beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Bosporus nach vier Wochen geborgen
(28.10.13) Am 26.10. wurde gegen 15.15 Uhr der türkische Frachter "Anafarta", 954 BRZ (IMO-Nr: 6720066), vier Wochen, nachdem er sinkend an der Einfahrt des Bosporus auf Grund gesetzt worden war, wieder flottgemacht. Der Schlepper "Kurtarma 8" nahm den auf Position 410 13’ N, 290 20’ O mit Steuerbordschlagseite sitzenden Frachter auf den Haken, nachdem die vollgelaufenen Laderäume gelenzt worden waren. Er wurde dann auf ebenem Kiel liegend gegen 20:05 Uhr nach Yalova abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier in Hamburg auf Grund gelaufen
(28.10.13) Am 26.10. lief um 07:40 Uhr der chinesische&xnbsp;Bulkcarrier&xnbsp;"Tong Hai", 27176 BRZ (IMO-Nr.: 9166302),&xnbsp;auf der Südelbe im Hamburger Hafen auf Grund. Er sollte gerade von zwei Schleppern von seinem Liegeplatz im Seehafen 2 zum Buss Ross-Terminal im Rosshafen verholt werden.
Als er mit dem Heck voran geschleppt wurde, wurde er von Windböen erfasst und aufs gegenüber liegende Ufer gedrückt. Die beiden Assistenzschlepper konnten ihn rasch wieder flottmachen, und er wurde anschließend im Rosshafen festgemacht und Rumpf wie Ruderanlage von Tauchern untersucht. Am 27.10. gegen 20 Uhr verholte das Schiff zum Steinwerder Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Kai in Danzig
(28.10.13) Der unter Panama-Flagge laufende Autotransporter&xnbsp;"City of St. Petersburg", 21143 BRZ (IMO-Nr.: 9473456),&xnbsp;kollidierte um den 25.10. mit einer Kaianlage im Hafen von Danzig. Dabei entstand ein Loch von 3.8 Metern Länge und 30 Zentimetern Breite. Das Schiff musste vorerst zur Reparatur im Hafen bleiben, Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Notsender rettete zwei Bootsfahrer
(28.10.13) Am 27.10. sank im Atlantik bei Miami ein 22 Fuß langer Katamaran. Um 11:03 Uhr fing das Coast Guard Center in Miami ein Notsignal auf und schickte einen MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Miami zu der gepeilten Position. Die Hubschraubercrew entdeckte zwei Personen im Wasser und winschte sie auf. Sie wurden an der Air Station Miami abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Fischer vor Cape Ann gerettet
(28.10.13) Die US Coast Guard rettete am 25.10. zwei Fischer, nachdem sie ihren 65 Fuß langen Kutter “Terra Nova” drei Meilen östlich von Cape Ann in Rockport hatten aufgeben müssen. Sie waren gerade auf Fangfahrt ausgelaufen, als sie die Coast Guard um 20:30 Uhr informierten, dass in der vorderen Kajüte Wasser einen Fuß hoch stünde.
Sie wollten zum Hafen zurückkehren. Doch auf dem Weg dorthin stieg das Wasser in der folgenden halben Stunde auf sechs Fuß, sodass sie Überlebensanzüge anlegten, Anker warfen und von Bord gingen. Die Coast Guard eilte ihnen mit Booten und einem MH 60-Jayhawk-Helikopter der Air Station Cape Cod zu Hilfe. Nachdem dieser den ersten Mann entdeckt hatte, wurde die Position dem 47-Fuß-Rettungsboot aus Gloucester mitgeteilt, das ihn aus dem Wasser zog.
Er wurde dann vom Helikopter aufgewinscht und ins Massachusetts General Hospital in Boston geflogen. Noch während der Erstversorgung auf dem Boot lokalisierte der Hubschrauber auch den zweiten Mann, der von einem Boot des Hafenkapitäns von Rockport gerettet und ins Addison Gilbert Hospital in Gloucester gebracht wurde. Der Kutter sank gegen 22:30 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband sitzt auf Rhein fest
(28.10.13) Am 24.10.2013, lief gegen 19:30 Uhr ein niederländischer Schubverband, bestehend aus der „Esperanto“, 3285 ts (EU-Nr.: 02324538), und der „Esperanto 2“, 2480 ts (EU-Nr.:02318489), der mit einer Schüttladung Kies auf dem Rhein bei Oestrich Winkel in Talfahrt war, auf Grund. In der Fahrwassermitte war ihm ein Bergfahrer entgegengekommen. Durch den Sog wurde das Wasser unter dem Schiff weggezogen.
Der Schubverband kam fest und trieb durch die Strömung gegen eine Fahrwassertonne, die dadurch abgerissen wurde. Zwei Schlepper versuchten bis 23.45 Uhr, den Schubverband wieder freizubekommen. Dann musste die Arbeit abgebrochen werden. Der Schubverband lag außerhalb des Fahrwassers und behinderte die übrige Schifffahrt nicht. Weitergehende Maßnahmen, den Havaristen freizubekommen, wurden durch die Wasserschutzpolizeistation Rüdesheim koordiniert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Klappbrücke von Tanker gerammt
(28.10.13) Ein Tanker kolldierte in der Nacht zum 25.10. mit einer Brücke in Kootstertille. Der Kollisionsschutz hielt einen Teil der Wucht des Aufpralls ab, doch ein Pfeilfer wurde dennoch getroffen und dadurch der Oberbau 10 Zentimeter verschoben, sodass die Klappbrücke funktionsuntüchtig wurde. Die Schifffahrt konnte mit bis zu 7,40 Meter hohen Fahrzeugen weiter passieren, ein Taucher untersuchte den Bereich unter Wasser auf Schäden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Autocarrier in Antwerpen
(28.10.13) Am 26.10. brach auf dem italienischen Autofrachter "Grande Colonia", 38651 BRZ (IMO-Nr.: 9318527), im Verrebroekdock in Antwerpen ein Feuer aus. Der Frachter war mit Gebrauchtwagen beladen, als der Brand auf Deck 3 entstand. Die Feuerwehr kam zunächst nicht an den tief im Schiffsinnern liegenden Brandherd heran und versuchte, mit der Sprinkleranlage die Flammen zu bekämpfen, während der Rumpf landseitig und von See her mit einem Schlepper der Hafenbehörden gekühlt wurde. Nach zwei Stunden war der Brand so unter Kontrolle gebracht, und ein Teil der Einheiten konnte abrücken. Die Feuerwehr von Beveren blieb vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyachten von Brand zerstört
(28.10.13) Zwei Yachten wurden am 25.10. gegen zwei Uhr in der Landing Marina von Penn durch ein Feuer zerstört. Der Brand entstand auf der 53 Fuß langen Luxusyacht „Viva“, und gegen 2.30 Uhr griffen die vom Wind angefachten Flammen auf ein gegenüber festgemachtes Boot über. Mehrere andere in der Nähe befindliche Boote der Romasco Group mussten in Sicherheit gebracht werden. Die „Viva“ sank auf flachem Wasser. Die Power Boat Charters BVI mussten nun eilends Ersatz für die ausgefallenen Boote finden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter nach 2,5 Jahren geborgen
(28.10.13) Ein Kutter, der 2011 in Österretais sank, wurde jetzt von seinem Eigner Saaristolaivat Oy auf Druck der Stadt hin geborgen. Das Schiff war im Frühjahr 2011 an seinem Liegeplatz nach Wassereinbruch gekentert und hatte seither halb unter Wasser gelegen. Die Bergung wurde durch Henry Kajander aus Kemiönsaari durchgeführt, der das Wrack aufrichtete und auspumpte. Es sollte anschließend zerlegt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Virignia Sea 2 in Boston gesunken
(28.10.13) Die U.S. Coast Guard wurde am 27.10. alarmiert, nachdem in East Boston die 85 Fuß lange “Virginia Sea 2” Wassereinbruch erlitten hatte. Es gelang aber nicht, das Schiff über Wasser zu halten, es sank an seinem Liegeplatz. Es liefen geringe Ölmengen aus, die aufgenommen wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Madonna sank vor Mangalore
(28.10.13) Zwei Mann wurden gerettet, drei vermisst, nachdem am 25.10. um 3.45 Uhr der Küstenfrachter “Madonna” auf der Fahrt nach Lakshadweep sieben Meilen Androth Island in stürmischer See kenterte und sank. Der Frachter hatte den Hafen von Mangalore am 24.10. um 11.30 Uhr mit Zement, Kies und Nahrungsmitteln verlassen. An Bord war eine fünfköpfige Crew aus Thutu Kudi. Nachdem der Frachter nicht wie erwartet in Lakshadweep eintraf, wurde eine Suchaktion gestartet. Fischer von Andrott Island fanden die drei Scihffbrüchigen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Verletzte bei Schiffsbrand in Thilafushi
(28.10.13) Vier Männer, darunter zwei Malediver, erlitten zum Teil schwere Verbrennungen, als ihr Schiff am 26.10. bei der Übernahme von Gaszylindern, von denen einer leckschlug, in Thilafushi in Flammen aufging. Sie wurden ins Indira Gandhi Memorial Hospital (IGMH) gebracht. Das Feuer war im Maschinenraum entstanden und hatte sich rasch ausgebreitet. Der Kapitän erlitt 75 Prozent Hautverbrennungen und wurde ins künstliche Koma versetzt. Der Brand wurde von der Feuerwehr gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seekranker Skipper orientierungslos auf leckender Yacht
(28.10.13) Ein Einhandsegler geriet vor Sheerness am 26.10. in Seenot. Um 12.08 Uhr übermittelte die 22 Fuß lange “Red Sky” mit Mobiltelefon einen Notruf an die Themse-Coastguard, woraufhin das örtliche RNLI-Boot auslief. Der Skipper konnte seine Position nicht angeben. Er war am 24.10. aus Lower Halstow auf dem Medway ausgelaufen.
Die Küstenwache konnte das Telefonsignal einpeilen, und die Sheppey Coastguard sichtete ein in Frage kommendes Boot nahe Warden Point in der Themsemündung. Um 12.40 Uhr hatte das Rettungsboot es bei 5-7 Beaufort Wind erreicht, und der seekranke Skipper wurde an Bord genommen. Beim Versuch, das Boot abzuschleppen, kam es aber zu Wassereinbruch. Ein Rettungsmann wurde mit einer Lenzpumpe übergesetzt, und um 14.40 Uhr erreichte der Schleppzug Queenborough.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband sitzt auf Rhein fest
(28.10.13) Die Forscher des Nationalmuseums für Submarine Archäologie (in Cartagena haben auf dem Grund des dortigen Hafens das Wrack eines römischen Schiffes entdeckt, das dort zwischen dem Ende des 4. und Anfang des 5. Jahrhunderts sank. Es war mit Amphoren mit Wein und Öl aus Afrika sowie Gefäßen mit konserviertem Fisch aus Andalusien und Portugal beladen.
Auch Habseligkeiten der Besatzung fanden sich, einige davon mit aufgeprägten christlichen Symbolen. Das Schiff war wohl von einem andalusischen Hafen nach Cartagena unterwegs gewesen. Bei der Bergung wurde noch ein weiteres Schiff, das Ende des 18. Jahrhunderts gesunken war, gefunden. Planken des Rumpfes, Fischfangausrüstung, Taue und Teile des Ruderwerks wurden entdeckt. Aus der Kombüse des Seglers wurden Küchenutensilien wie Töpfe, Geschirr, Besteck und Flaschen geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre saß auf Schäre
(28.10.13) Die norwegische Fähre&xnbsp;"Helgøy", 874 BRZ (IMO-Nr.:7721184),&xnbsp;lief am 25.10. kurz vor 19 Uhr bei Hestmannøy in Rødøy auf eine Schäre und blieb mit Steuerbordschlagseite liegen. An Bord waren vier Mann Besatzung und zwei Passagiere. Diese wurden von dem Fährboot "Rødøyløva" nach Tonnes an Land gebracht. Das Rettungsboot "Ruth Opsahl" kam aus Sandnes zu Hilfe und traf gegen 22.30 Uhr am Havaristen ein, der in der Zufahrt von Storselsøy lag. Am 26.10. um 5.15 Uhr konnte das Rettungsboot die Fähre von den Felsen ziehen.
Bei Untersuchungen des Rumpfes durch Taucher wurden lediglich Schrammen und Beulen festgestellt, sodass das Schiff mit eigener Kraft Kurs auf Nesna nahm. Es sollte bei Westcon in Nesnastranda gedockt werden. Die weiteren Fahrten nach Jektvik wurden zunächst abgesetzt, nur die "Miss Sibella" konnte unmotorisierte Fahrgäste übersetzen. Für die Ausfallzeit wurde dann die "Røtinn" herbei beordert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Korvette lief auf Grund
(28.10.13) Die indische Korvette “Kamorta” lief bei einer Erprobungsfahrt bei Geonkhali in Westbengaen im Ost-Midnapore-Distrikt auf Grund. Das Schiff war in dem engen Fahrwasser ins Treiben gekommen und geriet außer Kontrolle. Es wurde erwartet, dass es mit steigendem Wasser wieder flott würde. Das von der Garden Reach Shipbuilders & Engineers Limited (GRSE) erbaute Schiff soll Ende des Jahres übergeben werden. Ein Lotse des Kolkata Port Trust war bei der Havarie an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ferox mit zerbrochenem Binnentanker in Ijmuiden
(Bild: Willem Oldenbourg)   Großbild klick!
Schleppzüge mit Binnentankern bereiten Sorgen
(25.10.13) Ein Schleppzug mit zwei ausgedienten Binnentankern machte vor Falmouth Kummer. Am 11.10. um 13:35 Uhr lief in Absprache mit der Falmouth Coastguard das RNLI-Boot aus, um dem unter Vanuatu-Flagge registrierten, 32 Meter langen Schlepper “Ferox”, 224 BRZ (MMSI-Nr.: 576441000), zu helfen, dessen Propeller blockiert war und der auf die Leeküste zu treiben drohte.
Das Rettungsboot warf um 13:45 Uhr los, querte die Falmouth Bay und war um 14:07 Uhr vor Ort. Es stellte sich heraus, dass inzwischen eines der Tankschiffe die Rolle des Schleppers übernommen hatte und der Konvoi mit dem Rettungsboot als Eskorte langsam auf Südkurs nach Coverack und weiter zum Black Head lief.
Um 16 Uhr stand er drei Meilen südlich von Black Head, wo das Rettungsboot entlassen werden konnte, ehe es in die Mounts Bay weiter ging. Im Landschutz von Mullion Island sollte der Propeller wieder einsatzklar gemacht werden. Der Schlepper war mit den beiden Tankern von Immingham nach Nigeria unterwegs gewesen.
Die Schiffe nahmen dann Kurs auf Poole, wo für den weiteren Transit eine Wetterberuhigung abgewartet werden sollte. Gleichzeitig lag östlich von Cherbourg rund 25 Meilen nordwestlich von Fecamp der unter Belize-Flagge laufende Schlepper “More”, 335 BRZ (IMO-Nr.: 7924243), ebenfalls mit zwei am 18.10. aus Rotterdam ausgelaufenen und für Dakar bestimmten Binnentankern auf Warteposition. Er hatte die “Novara” und “Flot 5” auf dem Haken. Es wurde bereits erwartet, dass er vor Maidencombe zu der “Ferox” stoßen würde.
Das Teignmouth NCI&xnbsp; wurde alarmiert, weil für die kommende Zeit stürmisches Wetter erwartet wurde und die Schleppzüge so noch eine Weile vor der Küste verbringen dürften. Tatsächlich gingen beide Schleppzüge unweit voneinander entfernt vor Anker an einer Position unweit der Untergangsstelle der “Emsstrom”, die bei der Verschleppung durch die Bucht vor einigen Monaten sank.&xnbsp;Die “Ferox” ist die ehemalige spanische “Gran Canaria”.
Beide Schlepper sind schon mehrfach mit Binnentankern nach Afrika unterwegs gewesen, die wiederholt den Wetterbedingungen auf hoher See nicht standhielten und zerbrachen, so lief die „Ferox“ am 6.9.2012 mit einem halben Tankerrumpf nach Ijmuiden ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb vor Yeniköy
(25.10.13) Am 24.10. wurde der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Marquise", 15220 BRZ (IMO-Nr.: 8126367), auf der Fahrt vonYuzhny nach Piräus mit einer Ladung von 25667 Tonnen Weizen vor Yeniköy manövrierunfähig. Die beiden Schlepper "Kurtarma 4" und "Kurtarma 9" sowie das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 1" kamen dem Havaristen zu Hilfe. Das Schiff, das 23 Mann Besatzung hat, wurde in der Bucht von Beykoz um 20.52 Uhr verankert.
Quelle:Tim Schwabedissen




Motorboot vor Strandung bewahrt
(25.10.13) Das Patroullienboot “Long Island” kam am 24.10. dem 37 Fuß langen Motorboot “Mystery Lady” zu Hilfe, das eine Meile vor der Resurrection Bay Maschinenausfall erlitten hatte und zu stranden drohte, zu Hilfe. Es nahm den Havaristen in Schlepp, al ser nur noch 300 Yards vom Ufer entfernt war, und schleppte ihn in die Nähe von Seward, wo das Seward Fire Department übernahm. Von der Air Station Kodiak stieg zuvor ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf und lotste die „Long Island“, die auf Patroullie im Prince William Sound war, zu dem Boot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alter Kutter drohte in Seattle zu sinken
(25.10.13) Die Coast Guard Puget Sound in Seattle wurde alarmiert, nachdem am 23.10. gegen 15 Uhr der 133 Fuß lange, von seinem Eigner aufgegebene Kutter “Crest” nach Wassereinbruch zu sinken drohte. Sie beauftragte die Global Diving and Salvage damit, das im Maschinenraum 12 Fuß hoch stehende, verölte Wasser zu lenzen. Der Kutter lag an der Ballard Oil Company Marina. Über 7200 Gallonen Wasser wurden am selben Tag, weitere 2500 am 24.10. ausgepumpt. Taucher konnten kein Leck finden, so wurde das Lenzen fortgesetzt. Möglicherweise war das Wasser auch durch Regen und Schnee über die Jahre eingedrungen. Die Kosten für die Operation wurden aus dem Oil Pollution Liability Trust Fund finanziert. Das Washington State Department of Ecology und das Department of Natural Resources wurden informiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge und RNLI retteten gestrandeten Trawler
(25.10.13) Der in Dunbar stationierte Trawlers “Scorpion” wurde samt seiner zweiköpfigen Crew von Booten der RNLI gerettet, nachdem der Propeller von Leinen blockiert worden war und das Schiff auf eine Insel im Firth of Forth getrieben wurde. Starke Winde hatten es auf Craigleith Island vor Nord-Berwick gedrückt. Die Barge “Coastal Discovery”, 396 BRZ (IMO-Nr.: 9563861), kam dem Havaristen ebenfalls zu Hilfe. Der Rumpf der “Scorpion” war beschädigt worden, und Wasser drang ein. Die beiden RNLI-Boote aus Dunbar setzten drei Rettungsleute an Bord ab sowie eine Lenzpumpe, mit der der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Dann wurde der Kutter von der “Coastal Discovery” nach Dunbar geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container auf Maersk Dellys leckte
(25.10.13) Chemikalien liefen aus einem Container an Bord des unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Containerfrachter "Maersk Dellys", 54193 BRZ (IMO-Nr.: 9301330) aus, der in der Port Phillip Bay vor Anker gegangen war, und das Schiff sollte durch die Port of Melbourne Corporation kontrolliert werden, bevor es eine Einlaufgenehmigung erhielt. Der Kapitän versicherte, dass der Austritt der harzigen Flüssigkeit gestoppt sei. Am 25.10. sollte durch die Hafenbehörden nach Abschluss der Reinigungsarbeiten eine Inspektion durchgeführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leiche auf Deck 3 der “Costa Concordia” war italienische Passagierin
(25.10.13) Durch DNA-Tests wurde jetzt Gewissheit geschaffen, dass es sich bei den am 8.10. an Bord der "Costa Concordia" aufgefundenen menschlichen Überreste um die italienische Passagierin Maria Grazia Trecarichi handelt. Es war zunächst vermutet worden, dass es sich um den Kellner Russel Rebello gehandelt hatte, dessen Leiche immer noch vermisst wird. Die Überreste von Trecarichi waren von Tauchern auf Deck III nebst Schuhen und einer Halskette&xnbsp;gefunden worden. Die Suche nach den Überresten der beiden Vermissten konzentrierte sich eigentlich auf das vierte Deck, auf dem sie am Abend des Unglücks zuletzt gesehen worden waren. Dieses lag ebenso wie die darunter liegenden Decks auch nach der Aufrichtung des Wracks unter&xnbsp;Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawlerwrack nach fast 100 Jahren identifiziert
(25.10.13) Vor Dieppe wurde jetzt durch Taucher der Grieme Association das Wrack des Kutters “L’Esperance” identifiziert, der mit seiner gesamten Besatzung am 17.8.1917 durch Minentreffer sank. Fast hundert Jahre nach dem Untergang vor Berneval -le-Grand konnte die Identität des Wracks durch Archivstudien belegt werden. Den Untergang hatte nur einer von 11 Mann überlebt. Der Rudergänger Alfred Feron wurde von dem Bordhund, einem Neufundländer, damals über Wasser gehalten und von zwei weiteren Kuttern in der Nähe, der „Pierre- François“ und „Henriette“, gerettet. Am 12.11. soll die Familie eines der Toten mit einem Rettungsboot zur Untergangsstelle gebracht werden. Am Schiff wird an diesem Tag eine Plakette, die an Levallois und seine neun Crewkameraden erinnert, angebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot kenterte auf Mang River- sieben Tote befürchtet
(25.10.13) Am 23.10. kenterte ein Motorboot in der Provinz Binh Phuoc. An Bord waren 40 Einwohner der Loc An Commune im Loc Ninh Distrikt auf dem Weg nach Kambodscha. 50 Meter vom Ufer entfernt schlug es auf dem Mang River in starker Strömung um und sank. 33 Insassen konnten sich retten, sechs kamen ums Leben, einer wurde noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Vermisste nach Kutterkollision vor Quang Ngai
(25.10.13) Am 24.10. kam es gegen 4.30 Uhr zu einer Kollision zwei Meilen nordöstlich der Küste von Quang Ngai. Beteiligt waren die Kutter “Dai Loc” und die “BD 96 443” aus der Binh Dinh Provinz. Drei Fischer wurden gerettet, vier vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter soll nach Kollision in die Kette kommen
(25.10.13) Die Eigner des Containerfrachters "OEL Freedom", 10676 BRZ (IMO-Nr.: 8510362), die Orient Express Lines (Singapore) Pte Ltd., der vor zwei Wochen den in Kanyakumari beheimateten Kutter "St Mary" rund 12 Meilen vor Kochi gerammt haben soll, haben eine Petition verfasst, um eine Beschlagnahmung des Schwesterschiffes "OEL Dubai" zu vermeiden wegen Forderungen der Unfallgeschädigten. Während die "OEL Freedom" kein regelmäßiger Besucher von Kochi ist, ist die "OEL Dubai" hier häufig zu Gast.
Am 24.10. versuchte der Eigner des Kutters vor dem Tamil Nadu High Court zu verhindern, dass die "OEL Freedom" von Colombo nach Tamil Nadu ausläuft. Das Schiff änderte unterdessen den Kurs und steuerte Gujarat oder Karachi n. Die Coast Guard und das Mercantile Marine Department waren auch zwei Wochen nach dem Zusammenstoß nicht aktiv geworden. Die Versicherung des Frachters hatte aber bereits Unterstützung bei der Reparatur des Kutters angeboten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tiertransporter nach Cuxhaven eingeschleppt
(25.10.13) Der unter Panama-Flagge laufende Tierfrachter “Express 1”, 7087 BRZ ( IMO-Nr.: 8200565), die ehemalige „Autoline“ von UECC, wurde am 24.10. auf der Außenelbe manövrierunfähig und trieb bei Tonne 10. Er befand sich auf der Fahrt von Philadelphia nach Ust-Luga. In der Nacht wurde das Schiff von den Schleppern „Wulf 7“ und „Taucher O. Wulf 8“ nach Cuxhaven eingeschleppt., wo es am Morgen des 25.10. gegen ein Uhr am Südende des Steubenhöfts festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper auf der Elbe gehoben
(25.10.13) Auf der Elbe kurz vor Rissen wurde durch den Schwimmkran „Wal“der Firma Taucher Knoth am Morgen des 25.10. der gesunkene Schlepper „Heinrich Hübbe“ gehoben. Mit dem Abendhochwasser am 24.10. war begonnen worden, ihn aus 15 Metern Tiefe hochzuholen. Taucher hatten zuvor drei Hebestropps angeschlagen, ein vierter folgte am Morgen. Nachdem das 21,8 Meter lange Schiff wieder über Wasser war, wurde begonnen, es auszupumpen.
Falls die "Heinrich Hübbe" wieder von alleine schwimmfähig wird, sollte sie nach Finkenwerder in eine Werft geschleppt werden. Hier sollte sie gereinigt und festgestellt werden, ob sie noch reparaturwürdig ist. Das 1973 auch in Finkenwerder erbaute 600-PS-Schiff der Strom- und Hafenbau Hamburg hatte sich in den letzten Tagen durch die Strömung gut zehn Meter in Richtung Elbfahrwasser bewegt und lag nicht mehr senkrecht im Schlick, sondern hatte nun starke Schlagseite.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vom Kutter entmastet (Bild: KNRM)   Großbild klick!
Yacht vor De Cocksdorp entmastet
(24.10.13) Der holländische Kutter “TX 42 - Res Nova “, 67 BRZ (MMSI-Nr.: 246226000) kollidierte am Nachmittag des 22.10. rund 3,5 Meilen vor De Cocksdorp mit einer Yacht. Diese verfing sich bei einem missglückten Manöver, den Kutter, der seine Netze ausgebracht hatte, mit dessen Geschirr und verlor ihren Mast. Das KNRM-Boot “Beursplein 5” der Station De Cocksdorp wurde zu Hilfe gerufen. Vier Rettungsleute wurden übergesetzt, um den im Wasser hängenden Mast und das Rigg zu bergen. Danach assistierte die “Beursplein 5” der Yacht nach Den Helder, während der Kutter, der von Oudeschild kam, seine Fangfahrt fortsetzen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zeldenrust (Bild: Marcel Koster)   Großbild klick!
Angeschlagene Zeldenrust verließ IÜjmuiden – havarierte Jupiter lief ein
(24.10.13) Am Nachmittag des 23.10. gegen 16 Uhr wurde der holländische Schubschlepper "Joop 1" (MMSI:244700917), der aus Amsterdam gerufen war, im Hafen von Ijmuiden an dem belgischen Kutter "Zeldenrust Z-75" (MMSI-Nr.: 205282000) angekoppelt. Hier hatte er längsseits des Schleppers “Brent” gelegen, der ihn von Petten dorthin gezogen hatte. Von Ijmuiden ging es durch die Binnenschleuse weiter nach Schiedam, wo am Kai der Berger von Mammoet der Schaden, der bei der Strandung entstanden war, untersucht werden sollte. Der Umweg über die Binnenwasserstraßen war mit dem notdürftig geflickten Havaristen sicherer erschienen als die direkte Verschleppung entlang der holländischen Nordseeküste.
Derweil geriet der unter britischer Flagge registrierte Kutter “LT 34 – Jupiter”, 150 BRZ (IMO-Nr.: 9187203), am 23.10. ebenfalls vor Ijmuiden in Schwierigkeiten .Während der Fangfahrt, die in Oudeschild begonnen hatte, stellte die Crew fest, dass sie die Netze nicht einholen konnte. In Absprache mit der Hafenverwaltung ging der Kutter auf eine Position nördlich der Nordmole des Hafens, um in deren Schutz an der Lösung des Problems zu arbeiten. Einlaufen konnte der Kutter mit ausgebrachtem Fanggeschirr nicht.
Der Tenderservice IJmuiden schickte dann ihre “Arpa” zu dem Havaristen, um frische Batterien zu übergeben. Gegen 19 Uhr konnten die Netze dann endlich aufgeholt werden, und eine Stunde darauf erhielt die „Jupiter“ Einlaufgenehmigung. Am Kai im Hafen konnte die Crew das Problem selbstständig lösen. Der 24 Meter lange und 6,8 Meter breite Kutter entstand 1998 auf der Werft van der Werff & Visser in Irnsum als „Aaltje Visser“ der Seefischereibetrieb Ork GmbH.in Emden. 2009 wurde er zur „Jupiter“ der Kafish B.V. aus Katwijk aan Zee.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinburch auf US-Landungsschiff
(24.10.13) Am 20.10. kam es zu einem Wassereinbruch in der Bilge des Landungsbootes USS “LCS 41- Freedom” an der Changi Naval Base in Singapur. Das Wasser stand drei Fuß hoch im unteren Schiffsbereich, als es entdeckt wurde. Die Crew brachte die Lage unter Kontrolle und lenzte das Wasser. In einem Seewasserrohr zur Kühlung des Schmieröls von Gasturbine 1 war ein Riss von einem halben Inch Länge entstanden. Der Schaden blieb gering. Die USS “Freedom” lag seit mehreren Wochen im Hafen und hätte am 21.10. auslaufen sollen. Seit dem Verlassen von San Diego am 1.3. war es zu mehreren Antriebsproblemen gekommen, bei denen Wasser in Kühlsysteme eindrang. Im Juli wurde der Einsatz abgebrochen und Changi angelaufen zur Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tanker sank mit 5000 Tonnen Diesel vor Taiwan
(24.10.13) Der unter Honduras-Flagge laufende Tanker “Yong Win 3”, 7913 BRZ, sank am Abend des 15.10. rund 35 Meilen südwestlich von Little Liouchiou, einer Insel vor Südwest-Taiwan. Der 135 Meter lange und 20 Meter breite Tanker hatte zuvor schwerer Schlagseite entwickelt und kenterte dann. Er war mit über 5000 Tonnen Diesel beladen. Die taiwanesische Coast Guard konnte bislang keine Ölverschmutzung an der Untergangsstelle ausmachen. Die „Yong Win 3“, 11628 tdw (IMO-Nr.: 8903947), wurde 1993 erbaut und hatte als Manager die Argo Sytems FZE in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Trawler nach Rörvik eingeschleppt
(24.10.13) Der Propeller des norwegischen Trawlers&xnbsp;"Skulbaren", 498 BRZ (IMO-Nr.: 9379090),&xnbsp;wurde 200 Meilen vor der nächsten Küste zwischen Norwegen und Island durch ein Netz blockiert. Das Schiff war am 20.10. aus Kristiansund ausgelaufen. Es wurde von dem norwegischen Patroullienboot "Sortland" auf den Haken genommen und in Richtung der norwegischen Küste gezogen. Dort übernahm das Rettungsboot "Erik Bye" den Schlepp. Am 23.10. um 23.15 Uhr lief der Konvoi nach Rörvik ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkenes US-Transportschiff wird geleichtert
(24.10.13) Die Berger von Mammoet sollen an der Westküste Kanadas das Öl aus dem amerikanischen Transportschiff „Zalinski 67“ abpumpen, das 1946 nahe Prince Rupert auf Felsen gelaufen und gesunken war. Das Schiff ist inzwischen so korrodiert, dass die Tanks, die noch 600 Tonnen Öl enthalten, durchrosteten. Fischer eines nahen Dorfes hatten bereits vor geraumer Zeit Öl auf dem Wasser entdeckt. Solange die genaue Position des Marineschiffes unbekannt war, konnte aber nichts unternommen werden.
Erst 2003 wurde das Wrack lokalisiert. Jetzt wurde auch die Finanzierung der 35 Millionen Dollar teuren Operation sichergestellt. Wenn die Tanks ausgepumpt werden, sollen sie mit Wasser gefüllt werden, um eine Verformung durch den Wasserdruck zu vermeiden. Das Öl selbst wird zur Verflüssigung zunächst erwärmt und wird, wenn es an der Wasseroberfläche ist, auf einen Tanker gepumpt. Mehrere hundert Menschen werden in dem Projekt beschäftigt sein, das bis Dezember abgeschlossen sein soll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachterwrack verlor nach Erdbeben Öl
(24.10.13) Der 1994 vor Barangay Tangnan in Panglao gesunkene Frachter “Wilcon” hat jetzt vor Panglao, Bohol, zu einer Ölverschmutzung geführt. Die philippinische Coast Guard stellte einen Ölfleck von 50x25 Metern Umfang fest. Schuld am Ölaustritt könnte ein unlängst erfolgtes Erdbeben sein. Personal der PCG Marine Environmental Protection wurden zur Bekämpfung der Verschmutzung entsandt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker auf dem Rhein wegen Explosionsgefahr gestoppt
(24.10.13) Wegen Explosionsgefahr wurde am Abend des 23.10. ein Binnentanker auf dem Rhein bei Worms von der Polizei Gernsheim gestoppt und durfte nicht mehr weiterfahren. Er musste zuvor vollständig entladen werden. Die Wasserschutzpolizei hatte bei einer Kontrolle des Schiffes einen stechenden Geruch festgestellt. Durch eine undichte Stelle in den Ladetanks war das leicht entzündliche Lösungsmittel Aceton ausgetreten. Es habe eine sehr konkrete Explosionsgefahr gegeben. Das Schiff machte im Hafen in Worms fest, wo es bis zum 25.10. gelöscht werden sollte. Danach muss der Tanker zur Reparatur in eine Werft gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper gekenterten Arbeitsbootes in Kajüte eingesperrt
(24.10.13) Eine von zwei Bargen, mit denen der Schubschlepper “Johanna” am Morgen des 23.10. unweit der Lewis Bridge auf dem Missouri River unterwegs war, rammte ein Arbeitsboot, dessen Skipper, der für die St. Louis Bridge Company unterwegs war, kurz unter Wasser eingeschlossen wurde, ehe es gelang, ihn zu bergen und ins Krankenhaus zu bringen. Das St. Charles County (Mo.) Sheriff’s Department wurde um 9:33 Uhr alarmiert.
Der Lotse der “Johanna”, einem Schubboot der W.A. Ellis Construction Co. sah, wie unweit der Central Stone Co. North Quarry Dock Port Facility das Boot vor den Bug lief und gab noch ein Typhonsignal, das aber nicht wahrgenommen wurde. Dann kenterte das Arbeitsboot und verschwand unter dem Bug der Barge. Dann kam es noch einmal zurück an die Wasseroberfläche. Der Skipper war aber in der Kajüte eingeschlossen.
Die Crew der „Johanna“ ebenso wie die eines zweiten Schleppers der St. Louis Bridge Company zog ihn heraus und begann mit Wiederbelebung, bis die Feuerwehr des North St. Louis County eintraf und der Verunglückte ins Christian Hospital in North County gebracht wurde. Es handelte sich um einen 51-jährigen aus Rolla. Sein Boot wurde wenig später aus dem Fluss gezogen. Die U.S. Coast Guard leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler im Sturm vor Ilfracombe wollte keine Hilfe
(24.10.13) In sehr rauer See und strömendem Regen kam die “Deborah Brown II” der RNLI Ilfracombe am Morgen des 22.10. der Yacht “Kenja” zu Hilfe, die nördlich der Ilfracombe Pier ankerte. Die Seenotretter hatten die Yacht bereits am Vorabend dort liegen sehen und waren wegen der bevorstehenden Wetterverschlechterung besorgt um deren Sicherheit. Der Vormann Andrew Bengey ging deshalb bei Tagesanbruch gleich zur Pier.
Als er niemanden auf der Yacht ausmachen konnte, verständigte er die Coastguard aus Sorge, dass die Besatzung von den über das Boot brechenden Wellen über Bord gespült worden sein könnte. Die Küstenwache veranlasste daraufhin das Auslaufen des kleineren D-Bootes, das bei dem herrschenden Wetter mit sieben Baufort Wind an sein Limit gebracht wurde. Das größere Rettungsboot ging auf Standby. Gegen vier Meter hohe Wellen ankämpfend erreichte das Boot die Yacht binnen weniger Minuten.
Sie fand die „Kenja“ mit einem Mann besetzt vor, so wurde entschieden, zwei Rettungsleute überzusetzen und Hilfe anzubieten. Das Rettungsboot lief derweil in den Hafen zurück, um ein weiteres Crewmitglied aufzunehmen. Der Segler gab an, auf der Fahrt nach Cardiff zu sein und den Sturm vor Anker liegend abwettern zu wollen. Er war mit dem Seegebiet bei Ilfracombe nicht vertraut und hoffte auf Wetterberuhigung.
Stattdessen aber wurde der Sturm immer stärker, und die Seenotretter überzeugten ihn, dass sein Liegeplatz gefährlich sei und er besten den Binnenhafen anlaufen sollte. Er entschied aber, stattdessen mit raumem Wind lieber ankerauf zu gehen und die Reise nach Cardiff fortzusetzen und nicht im Hafen zu warten. Die beiden Seenotretter boten an, ihm beim Ankerlichten zu helfen. Die Hilfe stellte sich als wertvoll heraus, da sich die Ankerleine in einer anderen Leine verfangen hatte.
Alleine wäre es lebensgefährlich gewesen, zu versuchen, den Anker unter den herrschenden Umständen aufzuholen. Selbst zu dritt war es eine kritische Situation. Doch schließlich war der Anker an Deck, und die Seenotretter überzeugten sich, dass der Segler sich wirklich sicher war über seine Pläne, ehe sie in den Hafen zurückkehrten.
Quelle:Tim Schwabedissen



HMAS "Melbourne" bringt Piratenboot auf
(Bild: Combined Maritime Forces)   Großbild klick!
Zwei Piratenboote vor Somalia versenkt
(23.10.13) Am 21.10. versenkte die australische Fregatte HMAS "Melbourne" zwei Piratenboote und nahm neun mutmaßliche somalische Piraten gefangen. Ein Seahawk-Helikopter hatte die beiden Boote aufgespürt und das Kriegsschiff 500 Meilen vor der somalischen Küste herangeführt. Bewaffnete Bordingteams brachten sie auf und durchsuchten sie. Der Hubschrauber nahm die Boote dann unter Beschuss und zerstörte sie samt ihrer Ausrüstung.
.. und versekt es (Bild: Combined Maritime Forces)   Großbild klick!
Die Taskforce hatte die Piraten nach einer Attacke auf den unter Hongkong-Flagge laufenden Supertanker "Island Splendor", 156151 BRZ (IMO-Nr.:9508861), am 18.10. gejagt. Sie hatten außerdem ein spanisches Fischereifahrzeug angegriffen. Der Flottentanker "Fort Victoria" koordinierte die Jagd, die gemeinsam mit dem südkoreanischen Zerstörer ROKS "Wang Geon", der holländischen HNLMS "Johan de Witt" und einem auf den Seychellem stationierten Patroullienflugzeug aus Luxemburg zu einem erfolgreichen Absch(l)uss gebracht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kranschiff vor Vun Tau gelöscht
(23.10.13) Es dauerte mehr als einen Tag, bis das Feuer auf dem 196 Meter langen und 50 Meter breiten, unter Vanuatu-Flagge gelaufenen Kranschiff “Global Wealth” vor dem Südstrand von Vung Tau am Nachmittag des 21.10. gelöscht war.
Der Brand war am 20.10. gegen 14 Uhr bei Abbrucharbeiten entstanden und hatte sich rasch ausgebreitet. Der Brand auf dem 25,000-Tonner, einst einem der größten Kranschiffe der Welt, war in einer Kajüte ausgebrochen. Die Ursache wurde nun untersucht. Das Rettungsboot „SAR 413“ hatte das Schiff erst fünf Stunden nach Ausbruch des Feuers erreicht, denn es lag in einem schwierig zugänglichen Gebiet inmitten von Riffen.
Starker Wind, Sauerstofftanks und 80 Azetylenzylinder sowie sechs bis acht Tonnen Diesel stellten eine große Herausforderung dar. Zunächst galt es auch die 31 Mann an Bord abzubergen. Dann wurden 3000 Liter Diesel und 30 der Azetylenflaschen mit Powerbooten von Bord geholt. Hoher Seegang machte es schwierig für Feuerwehrkräfte, an Bord zu gehen. Wegen der Explosionsgefahr räumten sie das Schiff gegen 20 Uhr.
Gegen 22 Uhr wurden weitere Löschboote in Marsch gesetzt. Gegen Mitternacht begannen sie mit der Arbeit, und gegen 15 Uhr, als der Aufbautenblock nur noch ein glühendes Stahlgerüst war, konnten die Flammen niedergekämpft werden.
Das Kranschiff hatte seit dem 15. Juli 2010 vor Vung Tau gelegen, nachdem es sich von seinem Ankerplatz nahe Ho Chi Minh City losgerissen hatte. Die Asian Giant Limited war 2012 aufgefordert worden, das Wrack bis Jahresende zu räumen. Im März 2012 war eine Strafe von 720 Millionen US-Dollar verhängt worden, weil das Schiff unverändert vor dem Front Beach saß. Später war die Frist um ein Jahr bis Dezember 2013 verlängert worden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Bergung von Baggerschiff auf Rednitz langwierig
(23.10.13) Die Bergung des gekenterten Baggerschiffs auf der Regnitz wurde am 23.10. mit einem Tauchereinsatz begonnen. Zunächst hatte ein Bergungsplan entwickelt werden müssen. Wahrscheinlich wird das auf der Seite liegende Fahrzeug zunächst mit Seilen näher ans Ufer gezogen, wo ein Kran es aufrichten soll.
Das Schiff war am 21.10. auf der Regnitz im Stadtteil Bug bei Arbeiten an der Böschung, wo das Hochwasser das Ufer unterspült hatte, beschäftigt. Es war mit Steinen beladen, die ein an Deck stehender Bagger in die Kolke einbringen sollte. Aus noch unbekannter Ursache entwickelte das Schiff unvermittelt Schlagseite und kenterte. Der Baggerführer und ein Arbeiter hatten sich mit einem Sprung ins Wasser retten können, einer der beiden wurde dabei leicht verletzt. Die Feuerwehr legte danach Ölsperren um das Wrack, dessen Bordwand noch aus dem Wasser ragte, aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollisionsschaden in Langeoog wird jetzt beseitigt
(23.10.13) Das Arbeitsschiff „Seelöwe“ von N-Ports machte sich am 19.10. im Langeooger Hafen daran, die Folgen der Kollision der „Langeoog IV“ mit dem Anleger im Mai zu beseitigen. Nach Abfahrt der Fähre ab Langeoog um 8.20 Uhr setzte es im Bereich der Zufahrt des Hauptanlegerplatzes vor dem hinteren Festmacher neue Dalben. Dann galt es den hinteren Festmacherdalben und den Backbord-Federdalben mit der Anlegevorrichtung an der Containerbrücke zu tauschen, der seinerzeit schwer beschädigt worden war.
Seither hatten die Fähren nur mit Steuerbordseite festgemacht werden können. Die Kollision der „Langeoog IV“ war durch das Versagen der Umsteuerung auf Rückwärtsfahrt verursacht worden, sodass das Fahrgastschiff auf die Federdalben der Anlegevorrichtung prallte. Die Fahrgäste waren bei der Kollision mit dem Schrecken davon gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im dritten Anlauf vom Strand in Petten abgeborgen
(23.10.13) Aller guten Dinge sind drei – im dritten Anlauf wurde am 22.10. gegen 18 Uhr der belgische Kutter "Zeldenrust Z-75" (MMSI-Nr.: 205282000) vom Strand bei Petten gezogen. Beteiligt waren die Schlepper "Hercules", 256 BRZ (IMO-Nr.: 7612620) und&xnbsp;"Brent", 387 BRZ (IMO-Nr.: 9507051), der Iskes Towage & Salvage in Ijmuiden. Dorthin ging, entgegen der Annahme, der Havarist würde zu Mammoet nach Schiedam gebracht, auch die anschließende Reise.
Doch zunächst hatte sich der Kutter in der Dämmerung vom Grund gelöst und war mit dem Heck voran gegen die Brandung in tieferes Wasser gezogen worden. Nach längerer Untersuchung ging es dann mit langsamer Fahrt gen Ijmuiden, wo der Schleppzug um 1.30 Uhr des 23.10. festmachte. Bei der Bergung hatte auch die Crew des KNRM-Bootes “Dolfijn” und ein Boot aus Peten assistiert.
Die “Zeldenrust” war am 17.10. manövrierunfähig auf den Strand getrieben und nach Wassereinbruch gegen 16 Uhr aus der Luft evakuiert worden. Die dreiköpfige Crew wurde nach De Kooy geflogen. Der von der Küstenwache nach Bekanntwerden der Havarie geschickte Schlepper “Ievoli Amaranth” konnte bei niedrigem Wasserstand und stürmischer See zunächst nichts ausrichten.
Auch die “Coastal Warrier” der Acta Marine aus Den Helder kam nicht zum Zuge, nachdem ein Leck im Maschinenraum entstanden war und damit die Gefahr einer Ölverschmutzung aufkam. Nachdem die Eigner in der Folge keinen Bergungsplan vorlegten, war am Wochenende Mammoet damit durch Rijkswaterstaat beauftragt worden. Abschleppversuche am 19., 20. und 21.10. waren fehlgeschlagen. Beim ersten Versuch, den die „Triton Iskes“ aus Ijmuiden am 20.10. mit Hochwasser startete, brach die Schlepptrosse, und der Poller riss aus seinem Fundament.
Auch der zweite Anlauf am 20.10. gegen 21 Uhr scheiterte, der Kutter bewegte sich zwar diagonal auf der Buhne, auf der er aufsaß, legte sich aber am Ende lediglich von Backbord nach Steuerbord über. Erst der dritte Versuch verlief nun erfolgreich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Almeria auf dem Weg nach Afrika
(23.10.13) Der liberianische Bulkcarrier "Almeria", 33044 BRZ (IMO-Nr.: 9592721), der seit seiner Bergung am 18.10. in der Kadetrinne vor Skagen geankert hatte, wo der Rumpf durch Taucher untersucht und die Ladung wieder zurecht gestaut wurde, hat seine Reise nun fortgesetzt und wird am 22.11. in Daressalam erwartet. Die „Brent“ der Iskes Towage & Salvage und die “Bugsier 16” aus Hamburg hatten den Havaristen nach mehreren gescheiterten Anläufen mit gestiegenem Wasserstand flottmachen können, nachdem ein Teil der Ladung auf eine Barge umgeladen und der Rest umgestaut worden war. Außerdem musste das Wasser ebenso hoch auflaufen wie zum Zeitpunkt der Strandung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Bosporus havariert
(23.10.13) Der unter St Kitts-Flagge laufende Frachter “Volgo-Balt 193” erlitt beim Transit des Bosporus am 22.10. um 20.45 Uhr im Bereich des Maiden’s Tower Maschinenschaden. Das Schiff wurde zu einem Ankerplatz im Marmara-Meer verbracht. Die „Volgo-Balt 193” war auf der Fahrt von Azov nach Damietta. Die „Volgo-Balt 193”, 3509 tdw (IMO-Nr.: 8230302), wurde 1976 erbaut und hat als Manager die Valship PE, Ukraine.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper auf dem Mississippi gekentert
(23.10.13) Der 65 Fuß lange Schlepper “Kristin Alexis” kenterte am 22.10. gegen 9.30 Uhr bei Meile 98 auf dem unteren Mississippi gegenüber der 150 Fuß entfernten Louisiana Avenue Wharf. Die fünfköpfige Crew wurde unversehrt von anderen Schiffen aus dem Fluss gerettet. Ein anderer Schlepper nahm vier von ihnen auf, ein Boot, das an der Wharf gelegen hatte, den fünften. Das Wrack lag in 60 Fuß Wassertiefe außerhalb des Fahrwassers und behinderte die Schifffahrt nicht. Nur ein Teil der Aufbauten blieb sichtbar- Eine Bergungsfirma sicherte es auf seiner Position. Taucher dichteten die Ventile ab.
Die Bergung sollte am Morgen des 23.10. anlaufen. Ein Ölfilm zog sich eine Meile weit hin, und Ölsperren wurden von der Coast Guard New Orleans ausgebracht. Der Schlepper wird von der Marquette Transportation Company bereedert.&xnbsp;
Quelle:Tim Schwabedissen



Longliner nach Feuer wohl gesunken
(23.10.13) Der amerikanische Longliner “Western Venture", 1115 BRZ (IMO-Nr.: 9095008), ist vermutlich von den westlichen Aleuten gesunken. Ein Hubschrauber der Coast Guard fand bei einem Überflug am 21.10. keine Spur des Schiffes. Am Vortag war im Vorschiff ein Feuer ausgebrochen, das sich so schnell ausbreitete, dass die Crew in eine Rettungsinsel hatte flüchten müssen, aus der sie von dem in Seattle stationierten Trawler "Aleutian Beauty" gerettet und am 21.10. nach Adak gebracht wurde.
Am 22.10. flogen sie von dort weiter nach Anchorage. Die 2,000 Gallonen Diesel, die sich auf der "Western Venture" befunden hatten, dürften weitgehend verbrannt sein. Die Helikoptercrew konnte keine Ölverschmutzungen ausmachen. Der Longliner aus Gloucester war 2006 erbaut worden und lief für die Irish Venture Gloucester MA.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper könnte Ende der Woche aus der Elbe geborgen werden
(23.10.13) Der Hamburger Schlepper „Heinrich Hübbe“ wird noch einige Tage auf dem Elbgrund vor Rissen liegen blieben. Vor der Bergung galt es noch versicherungsrechtliche Fragen zu klären. Das Schiff der Hamburg Port Authority hatte am 16.10. eine voll beladene Schute am Schwimmbagger „Odin“ abholen wollen. Doch der Schiffsführer unterschätzte anscheinend die Strömung und lief auf diese auf. Dadurch kam es zu Wassereinbruch im Achterschiff.
Der Kapitän konnte sich mit einem Sprung ins Wasser, der Maschinist auf den Bagger retten. Beide blieben unverletzt. Das Wrack lag seither fast zehn Meter vom Fahrwasser entfernt in zwölf Metern Tiefe und wurde mit Tonnen markiert. Großschiffe mussten den Unfallort mit verringerter Geschwindigkeit passieren.
Der Schlepper hatte 4.800 Liter Diesel und 400 Liter Motorenöl in den Tanks. Weniger als 100 Liter Kraftstoff liefen davon aus und haben sich rasch verflüchtigt. Bei der Bergung, die für Ende der Woche geplant ist, könnte erneut Diesel auslaufen. Deshalb hat die Umweltbehörde am Ufer in der Nähe der Unglücksstelle Ölsperren bereitgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter auf Hongværodde gelaufen und leckgeschlagen
(23.10.13) Vor Hongværan zwischen Straumsnes and Ringstad in Bø lief am Morgen des 21.10. um 6.24 Uhr ein 32 Fuß langer Kutter auf Grund und schlug leck. Der Rettungskreuzer “Knut Hoem” wurde gerufen, und von der “Heimdal” der norwegischen Küstenwache wurde ein Boot ausgesetzt. das eine Lenzpumpe auf den Kutter brachte. Da seit der Havarie der Wasserstand gefallen war, wurde beschlossen, mit der Bergung bis zum nächsten Hochwasser zu warten. Beide Schiffe gingen vor Ramberg auf Standby. Gegen Mittag gelang es dann, den in Stokmarknes beheimateten Kutter wieder von der Hongværodde zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter wird fünf Jahre nach Untergang abgebrochen
(23.10.13) Mit einem Bagger wurde am 22.10. begonnen, den in Fairhaven gesunkenen Kutter “Challenge” zu zerlegen. Er war vom Middle Street Dockyard gemietet worden und zog als erstes einen rostigen Mast, Öltanks und verrottetes Holz aus dem auf der Seite liegenden, halb aus dem Wasser ragenden Wrack.
Der Abbruch soll rund drei Tage dauern. Der Muschelkutter war 1964 in Thomaston, Maine, bei der Newbert and Wallace Yard erbaut worden. Das Schiff hatte 2006 in New Bedford gelegen, als die Harbor Development Commission den Eigner Wayne Frye aus Acushnet zur Räumung des Liegeplatzes aufforderte, nachdem er die Gebühren schuldig geblieben war. Doch die Verlegung zur Linberg Marine Inc. zog sich noch bis Dezember 2008 hin.
Dort wurde das Schiff einige Zeit darauf sich selbst überlassen und sank, nachdem die notwendigen Lenztätigkeiten nicht mehr stattfanden, an seinem 92 Fuß langen Liegeplatz. Im Januar 2012 lief auf einmal Öl aus dem Wrack, obwohl keines mehr an Bord vermutet worden war. Das Department of Environmental Protection legte eine Ölsperre aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht “Badger” unbemannt auf einem Riff
(23.10.13) Am 22.10. wurde gegen 10 Uhr die 25 Fuß lange Yacht “Badger” unbemannt auf einem Riff liegend im Cayman Kai Channel am Nordende von Grand Caymans North Sound entdeckt. Der Skipper, ein 63-jähriger aus Georgetown, hatte am Rum Point fischen wollen und war am 21.10. gegen sieben Uhr mit der "Badger"&xnbsp;aus dem Rackleys Canal ausgelaufen. Ein Polizeihubschrauber und die Joint&xnbsp; Marine Unit starteten eine Suche. Das Boot wurde derweil geborgen und zur Joint Marine Nase in Newlands geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Segler von brennender Yacht gerettet
(23.10.13) Im Golf von Mexiko wurden in der Nacht zum 22.10. fünf Personen gerettet, nachdem ihre 39 Fuß lange Yacht “Afterhours” in Brand geraten und auf tiefem Wasser vor den Florida Keys gesunken war. Ein Boot der Coast Guard Key West, ein Patroullienboot der Coast Guard und zwei C-144 aus Miami wurden um 18:46 alarmiert, nachdem das Feuer 30-50 Meilen nordwestlich von Key West über Satellitentelefon gemeldet worden war. Alle Segler wurde nach Key West gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Segler von gestrandeter Yacht vor Key West gerettet
(23.10.13) Am 22.10. um 14.41 Uhr kollidierte die 70 Fuß lange Yacht “Impact” mit der Steinmole im Northwest Channel, der Key West Harbor mit dem Golf von Mexiko verbindet. Alle vier Mann an Bord konnten von einem Coast Guard-Boot aus Key West gerettet werden. Es begann auch, die Yacht dorthin zu schleppen, ehe Berger übernahmen, sie lenzten und zur Robbie's Marina on Stock Island brachten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hatteras vor Islamorada gesunken
(23.10.13) Am Morgen des 20.10. wurden zwei Personen aus einer Rettungsinsel von der Coast Guard Islamorada sechs Meilen südlich des Hafens geborgen. Ihre 50 Fuß lange Hatteras war um 1:50 Uhr aus unbekannter Ursache gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rätselraten um Wrack an Pointe Vedra Beach
(23.10.13) Es gibt neue Hinweise zu dem unbekannten Wrack, das am 16.10. bei einer Schildkrötenpatroullie im Guana Tolomato Matanzas National Estuarine Research Reservat gefunden worden war. Ein Stück der Spanten hatten am Ponte Vedra Beach aus dem Sand geragt. Chuck Meide, ein Archäologe, der in St. Augustine's Lighthouse Archaeological Maritime Program tätig ist, machte sich zu der Fundstelle auf, die notorisch für Schiffbrüche ist.
Bereits um 1780 sagte ein Besucher, man könne keine 50 Schritt weit gehen, ohne auf die Holzrippen eines Wracks zu stoßen. Meide vermutete, es könnte sich um einen Krabbenkutter aus dem Beginn des 20. Jahrhundert handeln. Nun wird auch spekuliert, die Reste stammten von der 1938 gestrandeten “Fortuna II”.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper der “Globetrotter II” ist in der Nordsee ertrunken – Yacht liegt weiter auf dem Strand von Juist
(23.10.13) Die Polizei hat am 21.10. die Leiche des am 18.10. am Strand von Juist tot aufgefundenen Seglers obduzieren lassen. Bei der Autopsie wurde festgestellt, dass der Mann, bei dem es sich um den 81-jährigen Skipper der 12 Meter langen Yacht „Globetrotter II“ handelte, ertrunken ist. Seine Ketsch war am Morgen des 18.10. bei bis zu 10 Beaufort Wind auf dem Juister Strand, rund 500 Meter vor dem Strandaufgang Wilhelmshöhe getrieben.
Sie wurde mit zerfetzten Segeln und offenem Niedergang bei Tagesanbruch verlassen im Spülsaum auf der Seite liegend entdeckt. Die Seenotleitung Bremen der DGzRS koordinierte sofort einen großangelegten Rettungseinsatz mit einem Marine-Hubschrauber, einem Hubschrauber der Bundespolizei sowie einem Offshore-Versorgungs-Hubschrauber im Seegebiet rund um Juist.
Der Norderneyer Seenotkreuzer „Bernhard Gruben“ war ebenso vor der Insel im Einsatz wie das Seenotrettungsboot „Cassen Knigge“ aus Norddeich sowie der Notfall-Einsatzschlepper „Nordic“, das Seenotrettungsboot „Woltera“ der Station Juist und die „Bayreuth“ der Bundespolizei. Der Einhandsegler aus Wingst-Süderbusch im Landkreis Cuxhaven war mit der Yacht vier Tage zuvor aus Neuhaus ausgelaufen.
Er hatte in der Ostemündung sein Schiff, das einen Liegeplatz in Neuhaus hatte, auf die Reise gen Westen vorbereitet. Er war bereits in den Jahren 1979/80 mit dem Schiff von Cuxhaven aus in die Karibik und zurück gesegelt. Doch diesmal endete der Törn schon nach kurzer Zeit in eine, Desaster- nördlich von Juist geriet die Delta 36 in schweres Wetter, sodass der Skipper am 18.10. offenbar über Bord ging.
Am Vormittag barg der SAR-Hubschrauber unweit des Kalfamer an der Ostseite von Juist, eine leblose Person, bei der es sich um die Leiche des Skippers handelte. Außer ihm war niemand an Bord gewesen. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Das Wasser- und Schifffahrtsamt hatte über die Bergung des Wracks zu entscheiden. Derzeit lag das Segelschiff weiter am Strand. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung auf Juist galt es vor einer Bergung des Zweimasters die Kostenübernahme durch die Versicherung zu klären.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Wealthy Globe” (Bild: Contas)   Großbild klick!
Gestrandetes Kranschiff in Flammen
(22.10.13) Das unter Marshall Islands-Flagge registrierte Kranschiff “Wealthy Globe” der Asian Giant geriet am 20.10. um 17.30 Uhr vor Front Beach in Vung Tau, Vietnam, in Brand. Die Flammen erfassten den Aufbautenbereich und das Hubschrauberdeck. Das Schiff war bereits am 15.7.2010 dort auf Grund gelaufen, nachdem es sich auf der Reede von Ho Chi Minh City vom Anker losgerissen hatte. Im März war beschlossen worden, das Schiff zu bergen.
Zum Zeitpunkt des Brandes waren 31 Menschen an Bord, davon drei Vietnamese, 12 Burmesen, 13 Thais und drei Techniker aus Hongkong. Alle 31 Mann wurden sicher evakuiert. Wellen von fünf bis sechs Metern Höhe sowie das unwegsame Seegebiet mit vielen Riffen machten die Rettungsarbeiten kompliziert.
Der Brand, der bei Schweißarbeiten entstand, war am Abend noch nicht gelöscht. Sorgen bereiteten rund 80 Azetylenflaschen sowie sechs Kubikmeter Dieselöl. Um 19.20 Uhr zogen sich die rund 50 Einsatzkräfte mit ihren acht Booten zurück. Die “Wealthy Globe”, 41011 tdw (IMO-Nr.: 6522646), wurde 1965 bei der Öresundsvarvet in Landskrona erbaut und hatte eine Hebekraft von 5,000 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zwei Vermisste bei Brand auf Baggerschiff
(22.10.13) Vor der südchinesischen Guangxi Zhuang Region geriet am Morgen des 19.10. gegen 10 Uhr ein 60 Meter langes Baggerschiff in Brand. Es befand sich fünf Kilometer von der Pier des Kraftwerks von Beihai entfernt. Neun Mann, die in den Flammen an Bord gefangen waren, konnten gerettet werden, zwei weitere wurden noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter zerschellte auf Wellenbrecher – neun Tote und zwei Vermisste
(22.10.13) Am 15.10. sank der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Cheng Lu 15”, 8641 BRZ, rund 0,5 Meilen vor dem südkoreanischen Hafen Pohang. Dabei kamen neun Besatzungsmitglieder ums Leben, zwei weitere wurden vermisst. Nur acht konnten lebend gerettet werden. Bei der Crew des Frachters handelte es sich um 18 Chinesen und einen Vietnamesen.
Der Frachter hatte vor dem Hafen geankert, doch bei stürmischer See trieb er am Nachmittag gegen die nordöstliche Außenmole und versank. Am Morgen des 16.10. wurden die acht Überlebenden entdeckt, nachdem der Sturm bis dahin Rettungsarbeiten unmöglich gemacht hatte. Sie trieben teils in der See, teils hielten sie sich an dem noch aus dem Wasser ragenden Vorschiff. Im Zuge der Rettungsarbeiten barg die Coastguard von Pohang auch neun Tote.
Die „Cheng Lu 15“ der Lishen International Shipping Group Corp. in der chinesische Zhejiang Provinz hatte ihre Ladung gelöscht und wollte nach Japan auslaufen, als sie auf Reede liegend das Unglück ereilte, als der Anker nicht mehr hielt. Die “Cheng Lu 15”, 13567 tdw (IMO-Nr.: 9507128), wurde 2008 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bingo – vor Sagar gesunkener Frachter entdeckt
(22.10.13) Das Wrack des unter Panama-Flagge registrierten Frachters "Bingo", der rund 22 Meilen südlich von Sagar Island gesunken war, konnte am Abend des 15.10. vom Kolkata Port Trust (KoPT) aufgespürt werden. Da es Schiffsbewegungen aus und in die Häfen von Kolkata und Haldia gefährden könnte, wurden die Eigner zu einer Räumung aufgefordert. Die Versicherer des P&I Club haben bereits entsprechende positive Signale gesendet.
Experten wurden aus Singapur eingeflogen, um die Lage zu sondieren. Eine Bergung könnte im November beginnen. Es handelt sich um die erste derartige Operation in den Gewässern um Sagar Island. An Bord der "Bingo" waren fast 232 Tonnen Öl und 30 Tonnen Diesel, als sie sank. Sie war mit knapp 8,000 Tonnen Eisenerz für China beladen, von denen sie an die 6,000 Tonnen am Haldia Dock Complex (HDC) und den Rest in Sagar aufgenommen hatte.
Aus unbekannter Ursache hatte das Schiff den dortigen Ankerplatz beim Aufziehen des Wirbelsturms Phailin verlassen und versucht, offene See zu erreichen. Nach 22 Meilen Fahrt änderte der Kapitän aber seine Pläne und ging auf Rückkurs nach Sagar. Doch die Ladung ging über, und das Schiff legte sich nach Steuerbord über. So fand die Coast Guard den Frachter am Abend des 12.10. vor. Die 18-köpfige Crew war bereits von Bord gegangen und wurde nahe Digha tags darauf entdeckt. Der Frachter selbst sank im Laufe der Nacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter ohne Strom drohte zu stranden
(22.10.13) Am 15.10. erlitt der norwegische Autoliner "Hercules", 42 BRZ (MMSI-Nr.: 257083340), Probleme mit der Bordelektrik und drohte Vestfjorden. Gegen 15 Uhr gelang es dem Rettungsboot "Storm Bull", den Havaristen in Schlepp zu nehmen. Um 19.30 Uhr wurde er in Bodø vertäut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiterer Bergungsversuch in Petten fehlgeschlagen
(22.10.13) Am 21.10. schlug ein weiterer Versuch der Berger von Mammoet Salvage fehl, den vor Petten auf einer Rampe aufsitzenden Kutter "Zeldenrust" zu bergen. Es gelang zwar, das Schiff zu bewegen, doch nicht, es vom Strand zu bekommen. Am 22.10. sollte ein weiterer Anlauf genommen werden, scheiterte auch dieser, wäre der Abbruch des Kutters vor Ort eine Option. Bereits am 20.10. hatte die "Coastal Warrior" aus Den Helder versucht, die “Zeldenrust” abzubergen, doch dann rissen die Poller, an denen die Schlepptrosse festgemacht war, aus dem Deck.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht von Mr. Las Vegas gesunken
(22.10.13) Die 65 Fuß lange “Rendezvous”, bei der es sich um die Yacht des Las Vegas-Entertainers Wayne Newton sank am 18.10. auf dem Lake Mead. Das Schiff stellte sich in 45 Fuß Wassertiefe an einem Slip in der Temple Bar Marina auf der Arizona-Seite des Colorado River Reservoir, 80 Meilen östlich von Las Vegas, nach einem Wassereinbruch aufs Heck und ging binnen weniger Minuten unter. Es handelte sich um einen 1996 erbauten Skipperliner. Die Lake Havasu City Vessel Assist sollte das Wrack im Lauf der Woche wieder an die Wasseroberfläche bringen. Wayne Newon is ist einer der bekanntesten Entertainers in Las Vegas und erlangte Ruhm als Mr. Las Vegas, The Midnight Idol und Mr. Entertainment.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rennyacht nach Ruderbruch gesunken
(22.10.13) Die Yacht “Walawala 2”, die mit 16 anderen Booten am Audi Hong Kong-Vietnam Race teilnahm, erlitt am Morgen des 18.10. Wassereinbruch. Die 10-köpfige Crew musste in einer dramatischen Operation mit einem Helikopter und einem Flugzeug der Hongkong Government Flying Services gerettet werden. Auf der 673 Meilen langen Etappe von Hong Kong nach Nha Trang hatte sie 130 Meilen vom Start entfernt ihr Ruder verloren.
Skipper Steven Manning setzte um 1.54 Uhr einen Notruf an den Royal Hong Kong Yacht Club ab, dass die Sydney GTS 43 aufgegeben werden müsse. Die Yacht sank dann binnen Minuten, nachdem die Crew in eine Rettungsinsel gegangen war. Vor Ort waren 25 Knoten Windgeschwindigkeit. Die Yacht “Krampus” nahm ebenfalls Kurs auf die Schiffbrüchigen, und war als erstes vor Ort. Sie nahm die Segler gegen vier Uhr unversehrt an Bord.
35 Minuten später traf der Helikopter ein. Wegen der großen Flugdistanz winschte er nur acht Mann auf, bevor er wieder abdrehte, um genug Treibstoff für einen sicheren Rückflug zu haben. Die beiden anderen blieben auf der „Krampus”, die das Rennen abbrach und sich auf den Rückweg nach Hongkong machte. Die Crew der „Walawala 2” stammte aus China, England, Neuseeland, Australien, Singapur und Kanada.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nacht auf Katamaranrumpf überstanden
(22.10.13) Ein Schwimmkörper war alles, was von der “Arc Angel”, einem Experimentalboot mit 26 Fuß hohem Mast, übrig blieb, nachdem Bastler George Reynolds und sein Freund Fred Schaffer damit in Salem Harbor am 18.10. zu einer Testfahrt ausgelaufen waren. Nachdem einer der Schwimmkörper in rauer See brach, kenterte es binnen Sekunden. Beide Männer verloren auch noch ihre Schwimmwesten, und die Nacht zog auf. Sie hielten sich an dem Schwimmkörper fest und verbrachten die Stunden der Dunkelheit darauf. In der Morgendämmerung entdeckte sie die Crew des Kutters “Fishy Business”. Sie wurden auf Unterkühlung untersucht und konnten sich dann zu Hause erholen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lone Star-Verschleppung vom Sturm verzögert
(22.10.13) Die Verschleppung des Kutters "Lone Star" nach Dutch Harbor hat sich verzögert. Auf halbem Wege zwangen stürmische Winde, die noch zu dem Taifun, der über Japan gezogen war, den Schleppzug der Berger der Resolve-Magone Marine Group am 18.10. in den Schutz von Port Moeller. 20 Fuß hohe Wellen wühlten die Beringsee auf und machten die Weiterfahrt unmöglich. Die Reise hatte am 16.10. begonnen, als die "Lone Star" am Haken des 68 Fuß langen Schleppers "Double Eagle" und des 86 Fuß langen Versorgers "Western Viking" nach vier Monaten die Gewässer, in denen er gesunken war, verließ.
Doch in der Nacht zum 17.10. kam Sturm auf, und die drei Schiffe mit 10 Mann an Bord ankerten in der Herendeen Bay unweit von Port Moeller. Auch die Kranbarge, mit der der Kutter gehoben worden war, kam nicht weg. Nebel hatte den Flug einer Crew von Dillingham verzögert. Frühestens am 20.10. wurden nach Durchzug des Tiefdrucksystems auf 10 Fuß abnehmende Wellenhöhen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boot in West Bay Marina über Nacht gesunken
(22.10.13) Das State Department of Ecology und die U.S. Coast Guard gingen gegen eine Ölverschmutzung in der West Bay Marina in Olympia vor, nachdem in der Nacht zum 21.10. die 80 Fuß lange “Ruth Louise” gesunken war. Am Morgen hatten Arbeiter der Nisqually Indian Tribe Marine Division eine Ölsperre ausgebracht. Öl war auf dem Wasser sichtbar und wurde mit absorbierenden Materialien aufgesaugt. Der Untergang war um 8:15 Uhr bemerkt worden. Das Boot lag am Ende des B-Dock der West Bay Marina.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rätsel um gesunkene Walfängerflotte gelöst
(22.10.13) Das Rätsel um einige alte Wracks in Conception Harbour konnte nun gelöst werden. Viele Jahre lang waren einem halb aus dem Wasser ragenden, einstigen Walfänger verschiedene Identitäten angedichtet worden. Doch nun hat die Shipwreck Preservation Society of Newfoundland and Labrador Gewissheit: Bis in die 1960er Jahre waren fünf Walfänger in Conception Harbour stationiert gewesen. Zwei von ihnen, die „Sposa“ und „Soika“, wurden weggeschleppt und sanken auf dem Weg zu Abwrackern, die drei übrigen sanken im Hafen.
Mit detaillierten Unterwasservermessungen und Untersuchungen von schiffbauerischen Details konnte die „Charcot“ identifiziert werden, nachdem viele Jahre das Wrack irrtümlich für die S.S “Sposa“ gehalten worden war. Zwei weitere Schiffe, die in fünf Fuß Tiefe dahinter liegen, wurden als S.S „Southern Foam“ und S.S „Sukha“ erkannt. Alle Schiffe sind zwischen 120 und 130 Fuß lang und wurden weitgehend ausgeschlachtet.
Sie befinden sich aber in recht gutem Zustand und sind gut für Taucher erreichbar. Alle in den 1920er Jahren erbauten Schiffe gehörten der Hawke Harbour Whaling Co. und sollten eigentlich abgebrochen werden. Doch da sich dies nicht realisierte, sanken sie vor dem Ufer und wurden zu Touristenattraktionen. Mit Sonar sollen nun auch die “Sposa” und “Soika” gesucht werden, um zu sehen, ob auch sie als Tauchziele taugen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tod im Tauchwrack
(22.10.13) Taucher haben im Wrack der „Spiegel Grove“ vor Key Largo am 19.10. um 13.30 Uhr die Leiche eines vermissten Tauchers aus Orlando gefunden. Die Leiche sollte nach der Bergung dem Monroe County Medical Examiner’s Office für eine Autopsie überstellt werden. Auch die Tauchausrüstung wurde geborgen und sollte untersucht werden, um Aufschlüsse über den Tod des Tauchers zu liefern. Er war am 17.10. mit einem Freund gemeinsam in einer Tauchergruppe gewesen, die von dem Tauchboot „Scuba-Do“ abstieg.
Sie hatten spontan beschlossen, ohne Tauchguide ins Schiffsinnere einzudringen. Dabei verloren sie sich aber aus den Augen, und die Führungsleinen, die sie ausgelegt hatten, um herauszufinden, hatten sich verfangen und hingen lose. Die Coast Guard und Florida Fish and Wildlife suchten den gesamten Nachmittag und den folgenden Tag in und am Wrack, ohne etwas zu finden. Der Tote war Distriktschef der Lake County Emergency Medical Services.
Quelle:Tim Schwabedissen



Blockschiffe von Scapa Flow werden wissenschaftlich untersucht
(22.10.13) Historic Scotland will die Kriegswracks in Englands größtem Schiffsfriedhof vor der Küste der Orkney untersuchen. Bislang hatten sich solche Untersuchungen auf die 74 Schiffe der Kaiserlichen Flotte in Scapa Flow fokussiert, die dort 1919 selbst versenkt worden waren. Doch nun gilt das Augenmerk den Blockschiffen rund um die Inseln und im Gutter Sound, die die Vorläufer der festen Churchill Barriers waren.
Mit ihnen sollte die britische Flotte geschützt werden. Sie gelten Tauchern als guter Einstieg in die Besuche an den großen Marineschiffen. Die Orca Marine, eine Abteilung der Orkney College and Sula Diving, will mit Side-Scan-Sonar potentiell interessante Stellen begutachten, dann sollen Taucher die Überreste identifizieren. Damit sollen die Voraussetzungen für eine Historic Marine Protected Area geschaffen werden.
2012 hatte Historic Scotland mit Sonar versenkte deutsche Handelsschiffe aus beiden Weltkriegen untersucht und dabei auch ein U-Boot und einen Trawler, der Sperren bedient hatte, identifiziert. Zwischen 2001 und 2006 waren die Überreste der Kreuzer und Schlachtschiffe der deutschen Flotte inspiziert worden, außerdem die Orte von Bergungsarbeiten nördlich und westlich von Cava Island sowie der HMS „Vanguard“. Die aktuell anstehenden Arbeiten sollen zwischen dem 21.10. und 30.11. durchgeführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Beirut
(22.10.13) Am 22.10. brach auf einem Frachter in Beirut ein Feuer aus. Er lag zu der Zeit an Pier 9 zu Überholungsarbeiten. Es gelang, den Brand rasch zu löschen, und er drohte auch nicht auf andere Schiffe überzugreifen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manolis L wieder am lecken
(22.10.13) Erneut ist Öl aus dem 30 Jahre alten Wrack des Frachters „Manolis L“ nahe Change Islands ausgetreten. Die Coast Guard bestätigte entsprechende Berichte und untersuchte die Situation. Bereits im Frühjahr waren zwei Lecks im Rumpf gefunden und mit einem Kofferdamm abgedichtet worden. Die Coast Guard wollte den Rumpf nun erneut untersuchen und die Neoprenabdichtungen unter die Lupe nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubleichter auf der Donau gesunken
(22.10.13) Auf der Donau ist in der Nacht zum 21.10. im Bezirk Bruck an der Leitha ein Leichter gesunken. Das Wrack lag bei Flusskilometer 1910,900 unter der Wasseroberfläche. Eine Umweltgefährdung lag nicht vor. Der von einem Schubschiff über den Fluss bugsierte Leichter war mit Eisenerz beladen. Die Bergung sollte einige Tage dauern, weil schweres Gerät zur Hebung nötig war. Die Donau-Schifffahrt wurde nicht wesentlich behindert, allerdings war das Fahrwasser etwas eingeengt. Die Position wurde für die Schifffahrt markiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsschiff auf Regnitz gekentert
(22.10.13) Am 21.10. gegen zwölf Uhr kenterte ein Arbeitsschiff, von dem aus mit Hilfe eines auf ihm stehenden Baggers Befestigungsarbeiten an beiden Uferseiten der Regnitz ausgeführt wurden. Das Schiff legte sich 90 Grad über und versank samt Bagger im Fluss. Dabei erlitt eine Person leichte Verletzungen am Kopf. Aus Sorge vor auslaufendem Öl brachte die Feuerwehr am Nachmittag Flusssperren auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



On the rocks (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Gesunkene Yacht bei Bullerö aus Naturschutzgebiet entfernt
(21.10.13) Die schwedische Küstenwache barg am 15.10. bei Bullerö, östlich von Nämdö, auf Veranlassung der Stockholmer Verwaltung eine am 23.9. gesunkene Yacht. Sie lag in einem Vogelschutzgebiet auf Felsen. Das Küstenwachboot „KBV 486“ zog es vom Grund. Am 16.10. sammelten Taucher der Küstenwache in Djurö verbliebene losgerissene Stücke und Trümmer vom Grund ein. Die Yacht sollte anschließend abgebrochen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zeldenrust (Bild: Kees von Duyvenvoorde)   Großbild klick!
Drei Mann von gestrandetem Kutter vor Petten abgeborgen
(21.10.13) Der 23,5 Meter lange belgische Kutter "Zeldenrust Z-75" (MMSI-Nr.: 205282000) wurde am 18.10. um 4.30 Uhr vor Petten manövrierunfähig, nachdem ihm ein Netz in den Propeller geraten war. Das Schiff trieb auf eine Buhne und legte sich in der Brandung auf die Backbordseite. Gegen halb fünf wurden die KNRM-Stationen von Den Helder, Petten und Egmond aan Zee von der Küstenwache alarmiert.
In Egmond war die „Adriaan Hendrik“ binnen 15 Minuten seeklar und machte sich auf den Weg zur Strandungsstelle. Der Kutter lag nur 30 Meter vor dem Strand, sodass es wenig ausrichten konnte. Wenig später traf auch die „Joke Dijkstra“ aus Den Helder ein. Der Kutter arbeitete hart in der Brandung, bis das Wasser gegen Mittag so weit gefallen war, dass er fest auf Grund saß. Der Küstenwachschlepper „Ievoli Amaranth“ wurde in Marsch gesetzt, und ein Bergungsinspektor ging an Bord, und Rettungsmänner zogen durch die Brandung eine Trosse zum Land hin, um das in Zeebrugge beheimatete Schiff zu stabilisieren.
Bergungsversuche wurden um 11.30 Uhr eingestellt, weil es leckzuschlagen drohte. Um 15.30 Uhr stieg ein SAR-Helikopter auf und barg die dreiköpfige Besatzung ab. Die "Adriaan Hendrik" wurde auf Strand gesetzt und zurück zu ihrer Station gebracht. Un 17.30 Uhr wurden alle Bergungsarbeiten eingestellt, nachdem eine Trosse gebrochen war.
Am 19.10. begannen Reparaturarbeiten auf dem Havaristen, aus dem durch ein Leck eine geringe Menge Dieselöl ausgelaufen war. Öl und Wasser wurden abgepumpt und Ölsperren an Bord gebracht. Mit der Bergung wurde unterdessen die Firma Mammoet beauftragt, die die „Zeldenrust“ nach Schiedam bringen sollte. Wann dies gelingen könnte, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Mohican Too“ sinkend eingeschleppt
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!
Yacht bei Kollision vor Rügen schwer beschädigt
(21.10.13) Die britische Segelyacht „Mohican Too“ kollidierte nördlich von Rügen in der Nacht zum 18.10. mit dem russischen Frachter „Mikhail Lomonosov“, 2990 BRZ (IMO-Nr.: 9216482), der sich auf der Fahrt von St. Petersburg nach Hamburg befand. Die dreiköpfige Besatzung der Yacht, zwei Briten sowie ein Schwede, blieb unverletzt, ihr Schiff wurde aber schwer beschädigt.
Auf der etwa fünfzehn Meter langen Segelyacht war das gesamte Rigg gebrochen. Durch Leinen im Wasser wurde das Schiff außerdem manövrierunfähig. Der 100 Meter lange russische Frachter blieb in der Nähe, bis die der in Sassnitz stationierte Seenotkreuzer „Harro Koebke“ gegen vier Uhr eintraf. Dessen Crew sicherte die Yacht und schleppte sie ins 15 Meilen entfernte Glowe ein.
Bei Starkwind um sechs Beaufort aus Nordwest traf der Schleppverband erst am Vormittag vor dem Hafen von Glowe ein. Das Seenotrettungsboot „Kurt Hoffmann“ der freiwilligen Seenotretter aus Glowe unterstützte das Tochterboot „Notarius“ des Seenotkreuzers bei der Einfahrt in den engen Hafen. Die Mikhail Lomonosov“ durfte die Reise fortsetzen und ging um 17 Uhr vor Kiel auf Reede vor Anker. Sie lief eine Stunde später in den Nord-Ostsee-Kanal ein und machte am 21.10. um sechs Uhr am Athabaska-Kai in Hamburg fest. Der 2000 erbaute Frachter hat eine Tragfähigkeit von 4801 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Frachter saßen auf dem Suezkanal fest
(21.10.13) Ein unter Panama-Flagge laufender 194,000-tdw-Bulkcarrier lief am 15.10. auf dem Suezkanal bei Kilometer nach Maschinenschaden auf Grund und blockierte zeitweilig die Wasserstraße. Zwei nachfolgende Bulker von 58,500 und 31,600 tdw liefen ebenfalls auf Grund. Ein nordgehender Konvoi wurde gestoppt, bis die Schiffe wieder frei waren. Nach der Bergung aller Schiffe wurde der Kanalverkehr wieder freigegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schlepper in Sadarghat gesunken
(21.10.13) Der Schlepper „BT 235“ der Bangladesh Inland Water Transport Corporation kenterte und sank am 19.10. nach Kollision mit dem Trawler „Usha“ bei Sadarghat auf dem Karnaphuli River. Das Unglück ereignete sich gegen 15 Uhr bei starkem Regen und kräftigem Wind. Die Crew rettete sich schwimmend an Land.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nachbau eines Entdeckerschiffes lief auf Grund
(21.10.13) In der Nacht zum 18.10. lief der 112 Fuß lange Großsegler “Lady Washington” an der Einfahrt zur Westport Marina auf Grund. Nachdem er wieder flottgemacht worden war, lief er im Tagesverlauf nach Port Angeles, wo der Rumpf untersucht wreden sollte, um dann voraussichtlich am 19. oder 20.10. zur Half Moon Bay weiterzulaufen. Die „Lady Washington“ ist ein Nachbau des ersten amerikanischen Schiffes, das die Westküste von Nordamerika 1788 erreichte und gehört der Grays Harbor Historical Seaport Authority.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper auf der Elbe gesunken
(21.10.13) Am 16.10. um 17:10 Uhr sank in Hamburg auf der Elbe in Höhe der Tonnen 125 und 127 der Schlepper „Heinrich Hübbe“ der Hamburg Port Authority. Das Unglück ereignete sich während des Anlegemanövers des Schleppers an einer Schute, die längsseits des Baggers “Odin” lag. Der 1974 erbaute,21,80 Meter lange, 5,70 Meter breite und 3,30 Meter Tiefgang aufweisende Schlepper erlitt über das Heck Wassereinbruch und sank.
Der Schiffsbetriebsmechaniker sprang auf die Schute, der Schiffsführer rettete sich mit einem Sprung ins Wasser. Die beiden Männer wurden dann auf dem Bagger “Odin” von inzwischen eingetroffenen DLRG-Mitarbeitern versorgt. Die “Heinrich Hübbe” hatte etwa 4.800 Liter Diesel und 400 Liter Motorenöl in ihren Kraftstofftanks.
Eine unbekannte Menge an Betriebsstoffen lief aus. Am Vormittag des 17.10. begutachten Experten der Hamburg Port Authority, der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei die Unglücksstelle und berieten über die weiteren Maßnahmen und die Bergung der “Heinrich Hübbe”. Das Schiff lag rund 12 Meter tief und behinderte die übrige Schifffahrt nicht. Die genauen Gründe für den Untergang waren noch nicht bekannt und Gegenstand von wasserschutzpolizeilichen Ermittlungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schweizer Ehepaar kam bei Kollision auf der Maas um
(21.10.13) Am Morgen des 16.10. kollidierte der 110 Meter lange, deutsche Binnentanker "Werner Reich", 2493 ts (EU-Nr.: 02334091), mit der 10 Meter langen Schweizer Motoryacht "Bolero" auf der Neuen Maas. Die Yacht sank sofort. Sie war mit einer Familie aus St. Gallen im Kanton Thurgau auf der Fahrt von Rotterdam nach Dordrecht gewesen.
Während sich eine 20-jährige noch mit einem Sprung über Bord retten konnte, gelang es einer herbei geeilten Schnellfähre nicht mehr, ihren Vater, dem zwar ebenfalls die Flucht aus dem Schiff gelungen war, noch lebend aus dem Wasser zu ziehen. Er ging unter und wurde später 500 Meter weit von der Unglücksstelle entfernt tot geborgen.
Von der Mutter fehlte jede Spur. Taucher durchsuchten das in 11 Metern Tiefe liegende Wrack vergeblich nach ihr. Es konnte am 17.11. von dem Kranschiff “Jumbo” nach einer durch den Bruch einer Hebetrosse verursachten Verzögerung schließlich geborgen und zur Untersuchung zu einem Areal von Rijkswaterstaat in Dordrecht gebracht werden. Die Suche nach der verschwundenen Frau gestaltete sich schwierig wegen der starken Strömung. Ein Messfahrzeug mit Sonar wurde zur Unglücksstelle entsandt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff vor Langeoog auf Grund gelaufen
(21.10.13) Das deutsche Ausflugsschiff “Flinthörn”, 151 BRZ (IMO-Nr.: 8034215), lief am 19.10. mit 28 Personen an Bord am Ostende der Insel Langeoog auf Grund und und konnte sich nicht wieder befreien. Der Kapitän alarmierte die freiwilligen Seenotretter der Station Langeoog, die mit dem Seenotrettungsboot „Casper Otten“ sofort ausliefen. Die Seenotretter stellten eine Schleppverbindung her und hatten innerhalb weniger Minuten das 31 Meter lange Schiff, der frühere Fördedampfer „Gaarden“ der Kieler Verkehrs AG, so in den Wind gedreht, dass es aus eigener Kraft seine Fahrt fortsetzen und wieder nach Langeoog einlaufen konnte.&xnbsp;
Quelle:Tim Schwabedissen



Rigg kam vor der Schlei herunter
(21.10.13) Während des Auslaufens aus der Schlei in die Ostsee hat eine etwa 15 Meter lange Segelyacht mit zwei Personen an Bord am 19.10. Mastbruch erlitten. Das 18 Meter hohe Rigg brach und beschädigte dabei das Deck der Yacht erheblich. Der derzeit in Maasholm stationierte Seenotkreuzer „Hannes Glogner“ lief innerhalb von zwei Minuten nach der Alarmierung aus und erreichte eine Viertelstunde später die treibende Yacht. Die beiden Männer an Bord waren unverletzt geblieben. Ihre Yacht wurde mit der Besatzung an Bord in sehr langsamer Schleppfahrt nach Olpenitz eingebracht. Die Segler hatten an diesem Tag den Überführungstörn der Yacht ins Winterlager durchführen wollen. Aufgrund von Wind- und Seegangsverhältnissen stand vor der Schleimündung eine außergewöhnlich unruhige See.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Harlingen auf Grund gelaufen und leckgeschlagen
(21.10.13) Am 19.10. lief die Yacht „Kalliste II“ auf den Pollendamm bei Harlingen. Die freiwilligen Seenotretter der Harlinger KNRM-Station waren schnell vor Ort. Die Havarie ereignete sich bei dem 20.&xnbsp;Kuiper-Brandarisrace von Harlingen nach Terschelling, an dem 80 Boote teilnahmen. Die Rettungsboote „Wiecher“ und „Jap Visser-Politiek“ sowie die „Veronica“ der KNRM-Station Harlingen waren binnen fünf Minuten an der Strandungsstelle und fanden die 14 Meter lange Yacht auf der ganzen Länge auf dem Steindamm aufsitzend vor. Ein Rettungsmann stellet eine Schleppverbindung her und machte das Boot wieder flott. Dabei wurde eine Leckage festgestellt, die durch einen Schaden am Backbordruder, das verbogen war, verursacht wurde. Mit zwei an Bord gebrachten Pumpen konnte der Wassereinbruch kontrolliert werden. Die „Kalliste II“ wurde nach Harlingen eingeschleppt und dort zur Yachtwerft Atlantic gebracht. Nachdem sie dort aus dem Wasser gehoben worden war, kehrten die Rettungsboote um 12 Uhr zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht in Kolding ausgebrannt
(21.10.13) Das dänische Marineschiff “Hercules – MHV 813” der Flotilla 135 in Kolding assistierte am Morgen des 18.10. der Feuerwehr, nachdem auf einer Luxusyacht im Hafen ein Feuer ausgebrochen war. Die Einheit wurden um 7.30 Uhr alarmiert, nachdem die Feuerwehr bereits seit zwei Uhr gegen den Brand auf der 85 Fuß langen Yacht ankämpfte. Die “Hercules” ging längsseits und diente als Plattform für die Feuerwehr. Es galt auch, den Kraftstofftank zu sichern, erst unmittelbar vor dem Brand hatte die Yacht sechs Tonnen gebunkert. Kurz nach Mittag wurde die Yacht, die großenteils zerstört war, am Haken der “Hercules” abgeschleppt und von einer Ölsperre umgeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter brennend bei Adak aufgegeben
(21.10.13) Am 20.10. brach auf dem 59 Fuß langen Kutter “Western Venture” (IMO-Nr.: 9095008) in der Beringsee, rund 69 Meilen westlich von Adak Island, am Morgen ein Feuer aus. Die Coast Guard 17th in Juneau fing um 9.05 Uhr ein EPIRB-Signal auf und schickte die in der Nähe stehende "Aleutian Beauty" sowie eine Hercules HC 130 zur Unglücksstelle. Es gelang, die fünfköpfige Crew unversehrt aus einer Rettungsinsel zu bergen. Ihr Schiff trieb bei 22 Meilen Windgeschwindigkeit weiter brennend in der vier Fuß hoch gehenden See. Es hatte bis zu 4,300 Gallonen Diesel an Bord. Die Schiffbrüchigen wurden von dem Longliner nach Adak gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Ölbarge
(21.10.13) Der russische Frachter “Polaris” kollidierte am 17.10. mit der Ölbarge “Hanka”, die von dem Schlepper “OT-2126“ auf der Kovzja transportiert wurde. Der Zusammenstoß ereignete sich bei Kilometer 782 gegen 14 Uhr bei der Passage der Schiffe. Der Frachter stieß gegen den Bug der Barge, in den oberhalb der Wasserlinie ein Loch von 150x190 Zentimetern gerissen wurde. Die Barge hatte 4130 Tonnen Gasöl geladen. Sie wurde vor Anker gelegt, der Frachter, der von St. Petersburg nach Astrakhan unterwegs war, ging auf der Reede von Kovzha vor Anker. Die “Polaris”, 2904 tdw (IMO-Nr.: 8223062), wurde 1983 erbaut und läuft für die SK Onego.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Bulkcarrier auf Welland Canal
(21.10.13) Der kanadische Great Laker “Atlantic Erie” erlitt durch einen Riss im Steuerbordbug am 15.10. einen Wassereinbruch im steuerbordseitigen Ballasttank während des Transits des Welland Canal. Nachdem Reparaturen durchgeführt wurden, konnte er seine Reise fortsetzen. Die “Atlantic Erie”, 39860 tdw (IMO-Nr.: 8016639), wurde1985 erbaut und hat als Manager die CSL International Inc.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank bei Sierra Leone
(21.10.13) Der spanische Kutter “Rias Baxias Un” sank am Morgen des 18.10. auf Position 05 46 N 022 01 W rund 550 Meilen westsüdwestlich von Freetown, Sierra Leone. Das EPIRB wurde um 10.55 Uhr aktiviert, und die Crew meldete, in Rettungsinseln zu gehen. Eine große Suchaktion lief an. Ein anderes spanisches Fischereifahrzeug, die “Explorer Tres”, rettete die vier Spanier, einen Portugiesen und fünf Mann von den Kaverden, gegen 18 Uhr. Die „Rias Baxias Un“, 178 BRZ (IMO-Nr.: 9233088), wurde 2000 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter verdächtigt, Kutter gerammt zu haben
(21.10.13) Der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter “OEL Freedom” war der Hauptverdächtige, am 11.10. den Kutter “St. Mary” aus Kanyakumari vor Kochi an der Westküste Indiens gerammt zu haben. Der Kutter wurde 11 Meilen vor der Küste getroffen und wurde schwer beschädigt. Die “OEL Freedom”, 14910 tdw (IMO-Nr.: 8510362), hat eine Containerkapazität von 860 TEU, wurde 1985 erbaut und hat als Manager die Orient Express Lines.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Schwergutfrachter nach Kapstadt eingeschleppt
(21.10.13) Der Schwergutfrachter “Zhen Hua 20” wurde am 16.10. nach Kapstadt eingeschleppt. Er hatte am 4.10. auf der Fahrt von Hong Kong nach La Plata, Argentinien, Maschinenschaden erlitten und wurde von dem chinesischen Bergungsschlepper „De Zhou“ (IMO-Nr.: 9350575) der Shanghai Salvage Co. auf Position 30 45 S 013 16 O auf den Haken genommen. Die “Zhen Hua 20”, 47801 tdw (IMO-Nr.: 7826180), wurde 1983 erbaut und läuft unter der Flagge von St. Vincent für die Shanghai Zhenhua Shipping Co.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Frachter im Taifun auf Grund gesetzt
(21.10.13) Am Morgen des 17.10. strandeten auf den Kurileninseln im Taifun Wipha die beiden russischen Frachter “Livadia”, der in Ballast von Petropavlovsk nach Wladiwostok unterwegs war, sowie die “Varandey”. Die “Livadua” lief auf die Insel Iturup zu, um Schutz zu finden vor dem Wirbelsturm, der das Gebiet am 16.10. erreichte. Das Schiff lief in Dobroye in der Nachalo-Bucht an der Südostküste von Iturup auf Grund. Es lag hoch und trocken, und die Crew blieb an Bord und wartete auf den Bergungsschlepper “Svetlomor-3” (IMO-Nr.: 8606484), der am 18.10. eintreffen sollte. Die „Varandey” wurde auf einer Sandbank an der Küste der Insel Paramushir auf Grund gesetzt. Die “Livadia”, 8037 tdw (IMO-Nr.: 8401248), wurde 1984 erbaut und hat als Manager die Piterflot Co., Wladiwostok, die „Varandey“, 1322 tdw (IMO-Nr.: 8331687), entstand 1985 und hat als Manager JSC Kupets, Wladiwostok.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre brennend aufgegeben
(21.10.13) Die unter Fiji-Flagge laufende Fähre “Spirit of Fiji Islands” geriet an 11,10. um 23.20 Uhr in Brand und wurde von der 19-köpfigen Crew aufgegeben. Die brennende Fähre trieb zuletzt an 12,19, auf Position 19 48 N 121 57 O in der Luzon Strait. Die Fähre „Spirit of Fiji Islands“, 4421 BRZ (IMO-Nr.: 6817675), wurde 1968 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter lief auf Mole in Wychmere
(21.10.13) Die Coast Guard Chatam, Feuerwehr und Polizei waren im Einsatz, nachdem am 18.10. der 37 Fuß lange Kutter “Fair Warning” um 23.45 Uhr in Wychmere Harbor nahe Harwich, Massachussetts, auf Grund gelaufen war. Die dreiköpfige Crew wurde von einem 47-Fuß-Boot gerettet, der Kapitän hatte eine Kopfverletzung erlitten. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Am 19.10. um 11.35 Uhr war alles Öl von dem auf einer Mole sitzenden Schiff abgepumpt, und um 11.50 Uhr zogen Boote von Sea-Tow und US-Tow den Havaristen zu einer Rampe, wo er aufgeslippt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterwrack wird nach Dutch Harbour geschleppt
(21.10.13) Am 16.10. wurde mit dem Verschleppen des Kutters "Lone Star" nahe Dillingham begonnen. Der Schlepper "Double Eagle” sowie der Versorger "Western Viking" sollten das Wrack nach Dutch Harbor bringen. Hier sollte über das weitere Schicksal des Schiffes entschieden werden. Coast Guard, das Alaska Department of Fish and Game, das Department of the Interior sowie das Alaska Department of Environmental Conservation waren gemeinsam mit den Resolve-Magone Marine Services und der Alaska Chadux Corporation an der langwierigen Bergung beteiligt gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Mayport vor dem Untergang bewahrt
(21.10.13) Die Coast Guard Mayport in Atlantic Beach, Florida, kam am 15.10. dem 88 Fuß langen Krabbenkutter “Sea Wolf” zu Hilfe. Der Kutter hatte um 6.12 Uhr über VHF Notrufe geschickt. Er hatte am Morgen zwei Meilen östlich von Ponte Vedra Wassereinbruch erlitten und drohte zu sinken. Die Küstenwache unterstützte die vierköpfige Crew mit einer mobilen Lenzpumpe. Sie konnte den Wassereinbruch unter Kontrolle bekommen. Die Coast Guard schickte auch einen Helikopter aus Atlantic Ocean, östlich von Ponte Vedra. Es gelang, den Havaristen eskortiert von einem Küstenwachboot und unablässig weiter ausgepumpt, am Nachmittag nach Mayport einzubringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot bei Washington geborgen
(21.10.13) Das 46 Fuß lange Sportboot “Estralita” funkte am 15.10. in der Saratoga Passage nahe Whidbey Island, Washington, Mayday, nachdem es Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard Puget Sound fing den Notruf um 16:45 Uhr auf und schickte einen MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Port Angeles sowie ein 45-Fuß-Boot der Station Seattle zu Hilfe. Vom Hubschrauber wurde ein Rettungsschwimmer abgesetzt, um beim Lenzen des Bootes zu helfen. Er konnte die Situation prüfen und die Küstenwache der Station Seattle entsprechend informieren, sodass das Motorboot sicher abgeschleppt werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler brannte in Ijmuiden
(21.10.13) An Bord des holländischen Trawlers "Prins Bernhard", 2610 BRZ (IMO-Nr.: 8224406), brach am 18.10. in einem Laderaum in Ijmuiden ein Feuer aus. Das Schiff lag hier am Makrelenkai. Eine Bordwache entdeckte den Brand, der zu starker Rauchentwicklung führte. Die Feuerwehr von Kemmerland konnte die Flammen binnen kurzem löschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährunglück forderte 72 Tote
(21.10.13) Nach dem Untergang einer Fähre im westafrikanischen Mali sind inzwischen 72 Tote geborgen worden. Das Wrack wurde mittlerweile geborgen, danach entdeckten die Retter weitere Leichen. Zunächst war von 39 Todesopfern gesprochen worden. Außerdem gab es elf Verletzte, 210 Menschen wurden unversehrt gerettet, nachdem das Schiff auf dem Niger auseinandergebrochen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht im Golf von Kalkan in Seenot
(21.10.13) Die 14 Meter lange Yacht “Blue Bay” funkte am 1.10. im Golf von Kalkan Mayday. Die Bavaria 46 war mit einer siebenköpfigen Deggendorfer Besatzung im Sturm kurz vor Mitternacht in Seenot geraten. Am Abend zuvor war der 11-Tonner vor einer vermeintlich schützenden Felswand vor Anker gegangen. Bei Gewitter, Regen und Hagel vertörnten sich beim Versuch, aus dessen Nähe zu entkommen, dann der Anker und die Ankerkette. Außerdem riss die Heckleine und verfing sich im Propeller. Die Bavaria drohte gegen die Felswand zu treiben. Im letzen Moment gelang es, mit gerefften Segeln das offene Meer zu erreichen. Nach 15 Stunden erreichte die „Blue Bay“ die Bucht von Göcek.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zukunft der Seelust ungewiss
(21.10.13) Rund sechs Wochen nach dem Untergang des Kutters „Seelust“ im Fischereihafen von Bremerhaven Anfang September war das Schicksal des früheren Kriegsfischkutters weiter unklar. „Wahrscheinlich aber droht der Abwracker. Das 24 Meter lange, 1942 erbaute Schulschiff des Vereins Deutsche Sportmarine in Bremerhaven, war aus noch ungeklärter Ursache an seinem Liegeplatz untergegangen. Einige Tage später wurde der Kutter vom Schwimmkran „Enak“ geborgen und in der Nähe der früheren Auktionshalle an Land gesetzt. Dort steht die „Seelust“ seither aufgepallt. Die Versicherung des Schiffes hat noch nicht entschieden, wie mit dem Wrack verfahren werden soll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sand gab altes Wrack in Ansdale frei
(21.10.13) In Ansdale wurde ein altes Wrack im Sand des Strandes freigelegt. Die Seftons Coast and Coutryside Rangers entdeckten es bei einem Strandgang. Experten konnten nichts zur Identität sagen. Die Relikte waren zuletzt vor einem runden Vierteljahrhundert sichtbar gewesen. Sie befanden sich zwischen dem bekannten Wrack der “Star of Hope” und den Dünen am Südende des Strandabschnittes. Auch jetzt dürften sie bald wieder im Treibsand verschwinden, ohne ihre Identität preisgegeben zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fundort der gestrandeten Globetrotter II
(Bild: NordNordWest)   Großbild klick!
Jacht auf Juist gestrandet – 81-Jähriger Segler tot aufgefunden
(19.10.2013) Am Freitagmorgen gegen 7.30 Uhr entdeckten Spaziergänger auf der Insel Juist ein gestrandetes und verlassenes Segelboot (Heimathafen Hamburg). Rettungskräfte fanden in der Umgebung des Schiffes die Leiche des Skippers, einem 81-jährigen Einhandsegler aus dem Kreis Cuxhaven.
Ein Polizeisprecher erklärte, dass der Zweimaster beschädigt worden ist. Er muss in der Nacht oder am frühen Morgen bei extremen Windbedingungen mit bis zu zehn Beaufort in Schwierigkeiten gekommen sein. Experten halten es für möglich, dass er sich von der offenen Nordsee in die ruhigere See südlich Juist retten wollte und deshalb die knapp drei Kilometer breite Passage zwische Juist und Norderey befuhr.
Die Ursachen der Strandung sind noch unklar. Die Wetterdienste sprechen von rauer See in der vergangenen Nacht. Zuerst aber wurde nach der Besatzung des Zweimasters „Globetrotter II“ aus gesucht. Im Verlauf der Suche fanden die Sucher , einige Kilometer vom Unglücksort entfernt am Ostufer der Insel, eine Leiche, bei der es sich um den Eigner des Schiffes handelte.
Mit vier Booten von Norderney und Juist sowie drei Hubschraubern wurde den ganzen Vormittag über nach weiteren Crewmitgliegern gesucht. Gegen zwei Uhr am frühen Nachmittag wurde die Suche eingestellt, es habe keine Hinweise dafür gebe, dass noch andere Segler auf dem Zweimaster gewesen seien. Normalerweise sind die Überlebenschancen für Schiffbrüchige bei Wassertemperaturen um elf Grad gering.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bug der "MSC Jordan" (Bild: Godra)   Großbild klick!
Beschädigter Containerfrachter in Bijela zur Reparatur
(15.10.13) Am 13.10. machte der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Jordan", 37071 BRZ (IMO-Nr.: 8918980), beim Adriatic Shipyard in der Boka Bay in Bijela, Montenegro, fest. Ein Schaden am Wulstbug des Frachters musste ausgebessert werden. Vorsorglich wurde das unbeladene, 237 Meter lange Schiff, das aus La Spezia gekommen war, ein Ölschlängel entlang des Liegeplatzes am Werftkai ausgebracht. Die “MSC Jordan” wurde 1993 bei HDW Kiel erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Zare" (Bild: Rijkswaterstaat)   Großbild klick!
Regenwasser drohte Binnenschiff in Rotterdam zu versenken
(15.10.13) Am 14.10. entwickelte das belgische Binnenschiff "Zare" 882 ts (EU-Nr.: 7000539) in der Parkschleuse, die den Park- und den Coolhafen in Rotterdam miteinander verbindet, auf einmal erhebliche Backbordschlagseite. Dadurch kamen zudem an Oberdeck gestaute Container ins Rutschen. Offenbar durch starke Regenfälle war so viel Wasser ins Schiffsinnere eingedrungen, dass es destabilisiert wurde und sich auf die Seite legte.
Rettungsdienste wurden alarmiert, um den Havaristen vor dem Kentern zu bewahren. Es gelang, ihn durch Auspumpen des eingedrungenen Wassers wieder auf ebenen Kiel zu bringen, ehe dann die Container wieder zurecht gestaut wurden. Gegen 18 Uhr verließ der Frachter langsam die Schleuse. Bis dahin war die Kammer für den Schiffsverkehr gesperrt geblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Archangel” sinkt (Bild: USCG)   Großbild klick!
Keine Rettung für Archangel
(15.10.13) Die Coast Guard St. Petersburg kam am 14.10. dem Skipper der 26 Fuß langen Yacht “Archangel” zu Hilfe, die drei Meilen südlich von Sanibel Island Wassereinbruch erlitten hatte. Der 38-jährige hatte die Küstenwache über VHF kontaktiert, während er versuchte, des eindringenden Wassers mit einer Handpumpe Herr zu werden. Ein 29-Fuß-Rettungsboot der Station Fort Myers Beach kam ihm zu Hilfe und versuchte ebenfalls ohne Erfolg, das Wasser zu lenzen. Der Skipper wurde daraufhin von dem Boot der Coast Guard abgeborgen, während die “Archangel” sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kampagne gegen mögliche Verschrottung der „Hansa Brandenburg“ in Südasien
(15.10.13) Die NGO Shipbreaking Platform, die gegen umweltschädliche Abbruchtechniken in Südasien vorgeht, hat die Regierungen Indiens, Pakistans und von Bangladesh aufgefordert, den Import des liberianischen Frachters "Hansa Brandenburg", 183334 BRZ (IMO-Nr.: 9236236), zu verhindern. Der Containerfrachter war im Juli in Brand geraten und wurde später nach Port-Louis auf Mauritius eingeschleppt.
Die Organisation hat den Verdacht, dass die deutschen Eigner, die Leonhardt & Blumberg Gruppe, den schwer beschädigten Frachter wahrscheinlich nach Indien zum Abbruch verkaufen will. Die Behröden von Mauritius bestätigten, dass die “Hansa Brandenburg” den Hafen von Port-Louis in Kürze verlassen könnte, weil Mauritius sich weigert, mit den ausgebrannten Containern umzugehen, die giftige Stoffe wie Schwermetalle oder PCB enthalten könnten. Seit dem Brand wurde die “Hansa Brandenburg” nicht gereinigt.
An Bord des Schiffes war am Morgen des 15.&xnbsp;Juli 2013 in einem vor dem Deckshaus gestauten Container ein Feuer ausgebrochen, das mit Bordmitteln nicht bekämpft werden konnte. Nachdem das Feuer auf weitere Container und Teile des Deckshauses übergriff, verließ die 17-köpfige Besatzung das Schiff und wurde von dem Containerfrachter „Donau Trader“ der Reederei Buss, der sich in der Nähe befand, gerettet und nach Port Louis auf Mauritius gebracht. Mitarbeiter von Five Oceans Salvage und Smit Salvage, die mit der Bergung des Schiffes beauftragt wurden, konnten das Feuer am 19.&xnbsp;Juli unter Kontrolle bringen und schließlich löschen.
Das Schiff wurde anschließend nach Mauritius geschleppt. Die „Hansa Brandenburg“, die in Charter der in Singapur ansässigen Pacific International Lines (PIL) fuhr, befand sich bei Brandausbruch auf dem Weg von Singapur nach Durban etwa 200&xnbsp;Seemeilen nordöstlich der Insel Mauritius im Indischen Ozean.
Quelle:Tim Schwabedissen




Einsatzreiche Tage für “Vormann Jantzen” und Rätselraten über “Kristina”-Crew
(15.10.13) Nachdem die russische Yacht „Kristina“, eine stählerne Blauwasseryacht vom Typ Reinke Taranga, in der Nacht zum 11.10. westlich von Scharhörn auf Grund gelaufen war, gab es Rätselraten über das seltsame Verhalten ihrer zweiköpfigen Besatzung. Offenbar hatte sich die ortsunkundige Crew bei der Überführung des Schiffes aus dem Mittelmeer während der Etappe von Wilhelmshaven nach Cuxhaven regelrecht in den dort eigentlich gut ausgetonnten Wattenfahrwassern verirrt, obwohl die Wetterbedingungen zu dem Zeitpunkt moderat und die Sicht bestens gewesen war mit nur vereinzeltem Durchzug von Regenfronten mit Böen von bis zu 6 Beaufort.&xnbsp;
Als die Yacht gegen 18 Uhr im Watt festkam, setzte der 49 Jahre alte Skipper telefonisch einen Notruf an die Feuerwehr Cuxhaven ab, ging dann mit seinem 26-jährigen Mitsegler ins Beiboot und nahm Kurs auf die Insel Scharhörn. Ein SAR-Hubschrauber des Marinefliegergeschwaders 5 konnte die beiden Männer unverletzt von der Insel retten und brachte sie nach Cuxhaven. Inzwischen suchten der&xnbsp;Seenotrettungskreuzer „Vormann Jantzen“ und das Küstenstreifenboot "Bürgermeister Brauer" der Wasserschutzpolizei im Bereich westlich der Insel nach der Segelyacht und dem Beiboot. Die Suche musste bei einsetzender Dunkelheit zunächst erfolglos abgebrochen werden.
Tags darauf wurde die „Kristina“ aber an der Wattkante liegend zwischen den Tonnen 7 und 9 gesichtet. Angesichts des Zustandes wurde die Frage laut, warum sie überhaupt aufgegeben wurde. Das Boot war nicht ernsthaft beschädigt und auch nicht leck geschlagen.
Es hatte die ganze Reise über zwar über keinen Großbaum verfügt, und zuletzt hatte sich die Rollfock verklemmt, aber es befand sich auf jeden Fall noch hinreichend Diesel für die weitere Fahrt unter Motor an Bord.
So war der Umstieg ins Beiboot bei einsetzender Dunkelheit und ablaufendem Wasser ein nicht unerhebliches Risiko gewesen. Die Bergung erfolgte am 13.10. durch das Tochterboot „Butscher“ der "Vormann Jantzen" sowie ein Boot des Mehrzweckschiffes "Neuwerk" des WSA Cuxhaven, die eine Schleppverbindung zum Seenotkreuzer herstellten. Dieser zog die Yacht zunächst aus dem Watt zur "Neuwerk", die sie dann längsseits nahm und nach Cuxhaven einbrachte. An der Woltmankaje des Cuxhavener Wasser- und Schifffahrtsamtes wurde sie am 14.10. von Behördenmitarbeitern untersucht und dann am frühen Nachmittag zur Boots- und Schiffswerft Cuxhaven überführt.
In einem weiteren Einsatz hatte die "Vormann Jantzen" am 13.10. das dänische Vermessungsschiff "Opmaleren" (MMSI-Nr.: 219010729) vier Meilen nördlich des Leuchtturms Roter Sand nach Cuxhaven eingeschleppt. Das 15 Meter lange Schiff hatte auf der Elbe einen vollständigen Blackout erlitten und war in den folgenden Stunden von der Weser meilenweit dorthin vertrieben. Nach einer Reparatur des Schadens ebenfalls bei der Boots & Schiffswerft Cuxhaven verließ die „Opmaleren“ am 15.10. gegen acht Uhr Cuxhaven wieder mit Ziel Hooksiel.
Am 14.10. eskortierte die „Vormann Jantzen“ dann den zyprischen Containerfeeder „Rita“, 6701 BRZ (IMO-Nr.: 9318931) zur Cuxhavener Seebäderbrücke. Er hatte auf dem Weg von Hamburg nach Malov gegen 13:10 Uhr auf Höhe Neuwerk nach Erkrankung eines Crewmitglieds gedreht und lief wenig später die Seebäderbrücke an. Vor Ort warteten bereits Feuerwehr sowie Polizei und ein Krankenwagen mit Notarztfahrzeug. Wenig später wurde der Patient mit Hilfe der Drehleiter eines Einsatzfahrzeuges der Feuerwehr abgeborgen und wurde eine Stunde darauf ins Krankenhaus gebracht, während die „Rita“ sich an die Weiterreise machte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brennender Frachter evakuiert und gelöscht
(15.10.13) Alle 23 Mann des unter Panama-Flagge laufenden Frachters "Super Sun", 11256 BRZ (IMO-Nr.:8122969), wurden am 14.10. unweit der Mündung des Yangtse-Flusses in Ost-China gerettet, nachdem im Maschinenraum des Schiffes ein Feuer ausgebrochen war. Während die Aufbauten lichterloh in Flammen standen, stiegen sie auf ein längsseits gegangenes Hilfsschiff des East China Sea Rescue Bureau über. Später gelang es, den Brand zu löschen, ohne dass er auf die Holzladung übergegriffen hatte. Die „Super Sun” wurde 1982 erbaut, hat eine Tragfähigkeit von 18791 Tonnen und als Manager das Jui Zong Ship Management in Taiwan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutscher Trimaran mit erschöpfter Crew nach Harlingen eingeschleppt
(15.10.13) Am 13.10. wurde ein deutscher Trimaran, der von Borkum kommend bei Windstärke 8 Maschinenschaden erlitten hatten, von den Harliner KNRM-Booten in den Hafen gebracht. Die zweiköpfige Crew war bei ruhiger See aufgebrochen, doch dann hatte der Südostwind stetig zugenommen. Nach dem erschöpfenden Segeln entlang des Blauwe Slenk stellten die beiden dann fest, dass der Motor nicht ging, und bat dann um Hilfe.
Die beiden Rettungsboote „Wiecher en Jap Visser Politiek” sowie die “Veronica” liefen aus Harlingen aus und stellten eine Schleppverbindung her. Um 20:30 wurde der Trimaran dann im Noorderhaven festgemacht, und die Crew konnte sich von den Strapazen erholen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Netze legten Tanker lahm
(15.10.13) Am Nachmittag des 13.10. wurde der russische Tanker “Marine Alliance” manövrierunfähig, nachdem Propeller und Ruder sich 45 Meilen südöstlich der Insel Paramushir auf Position 49 26 N 156 03 O in Fischernetzen verfangen hatten. Der Bergungsschlepper “Suvorovets” wurde zu dem im Pazifik treibenden Schiff geschickt und dort am 15.10. erwartet. Die Westsüdwestdrift betrug bis zu 1.5 Knoten. Die “Marine Alliance”, 4999 tdw (IMO-Nr.: 9102801), wurde 1994 erbaut und läuft für die Delta Joint Stock Navigation in Wladiwostok.
Quelle:Tim Schwabedissen



Miss Caroline hat wieder Oberwasser, Wanderer tauchte dafür unter
(15.10.13) Die am 10.10. im Shem Creek nahe Geechie Seafood in Mount Pleasant, South Carolina, gesunkene “Miss Caroline” wurde gehoben und das Öl aus dem 45 Fuß langen Boot abegpumpt. Nachdem ein Bergungsversuch durch den Eigner gescheitert war, hatte die Coast Guard die Eason Diving and Marine and Moran Towing damit beauftragt.
Nachdem das Schiff wieder schwamm, blieb es eingeschlängelt, um jegliches Risiko einer Wasserverschmutzung auszuschließen.
In einem weiteren Fall war die Coast Guard Charleston im Einsatz, nachdem die “Wanderer” dort halb gesunken an einer Pier vorgefunden wurde und Dieselöl auslief. Die Horry County Fire and Rescue und Towboat US bargen sieben Fässer mit 55 Gallonen Inhalt und zwei Öltanks mit je 50 Gallonen Kapazität vom Schiff. Auch hier wurde ein Ölschlängel ausgelegt. Die Coast Guard beauftragte die Intracoastal Environmental mit der Ölbeseitigung. Die Seatow und Towboat sollten das Schiff bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flüchtlingsboot angeblich leckgeschossen
(15.10.13) Palästinensische Überlebende des Flüchtlingsbootes, das am 11.10. vor Lampedusa sank, wobei mindestens 34 Menschen ums Leben kamen, sagten, es sei zuvor von libyschen Soldaten beschossen worden. Kurz nach dem Ablegen am Morgen hätten sie zunächst Schüsse in die Luft abgegeben, beim Erreichen italienischer Gewässer wurde dann gezielt auf die Migranten geschossen. Zwei der Besatzungsmitglieder und eine Frau seien getötet worden. Dann wurde auf das Boot selbst geschossen, dabei wurde der Rumpf durchschlagen und der Maschinenraum aufgerissen, sodass es zu Wassereinbruch und nachfolgend dem Untergang kam. Auf die Notrufe hin war eine Hilfsaktion angelaufen, und 206 Menschen wurden lebend gerettet. Rund 50, so die Schätzung, waren insgesamt ertrunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettung der Bingo-Crew als Wunder gefeiert
(15.10.13) Die Rettung der18 Mann der “Bingo” wurde als ein Wunder gefeiert. Sie hatten in einem Rettungsboot 36 Stunden lang dem Wirbelsturm getrotzt, dem hunderte von Menschen in Orissa zum Opfer fielen. Die 17 Chinesen und ein Myanmarese erreichten schließlich den Strand von Balasore, nachdem ihr Frachter 40 Meilen vor Bengalen aufgegeben worden war.
Sie waren eng in das kleine Boot gequetscht, und Rettungskräfte hatten sie zunächst nicht gefunden. Lediglich mit einem Mobiltelefon konnte Kontakt gehalten werden, während dessen Batterien aber immer schwächer wurden. Aber es gelang, die Behörden in China zu alarmieren, die dabei halfen, sie auf der Insel Bichitrapur aufzuspüren.
Zwischenzeitlich hatten sie gebetet, nicht ans Ufer zu treiben, weil sie im Sturm eine solche Fahrt hatten, dass jeder Felsen das Ende für das Boot bedeutet hätte. Als die Rettung nahte, waren alle wohlauf, und auch ihr Boot nur geringfügig beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Svitzer Marine bekennt sich schuldig am Tod dreier Schlepperfahrer
(15.10.13) Der Eigner des Schleppers “Flying Phantom” (IMO-Nr.: 8011770), der am 19. Dezember 2007 beim Verholen des Frachters “Red Jasmine” auf dem River Clyde nahe Glasgow kenterte, wobei drei Mann ums Leben kamen, hat sich am 14.10. vor dem High Court in Glasgow schuldig bekannt, dass Sicherheitsregeln gebrochen wurden. Die Svitzer Marine Ltd. bekannte, dass es auch nach der Strandung des Schleppers in einem anderen Fall im Dezember 2000 im Nebel keine klaren Sicherheitsregeln an Bord gab.
Der Untergang, dem Stephen Humphreys, 33, aus Greenock, Inverclyde, Eric Blackley, 57, aus Gourock und Bob Cameron, 65, aus Houston, Renfrewshire, zum Opfer fielen, ereignete sich ebenfalls bei dichtem Nebel. Die Crew konnte nicht den Schleppanhang sehen. Dieser überholte auf einmal die „Flying Phanton“, die daraufhin umschlug. Svitzer Marine räumte ein, Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen der Crew nicht sichergestellt zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungspläne für Luxusyacht werden geprüft
(15.10.13) Die Behörden in Queensland beraten noch über die Bergung der gesunkenen, 41 Meter langen Luxusyacht “Seafaris” (MMSI-Nr.: 503497000), die am 3.10. in Flammen aufgegangen und vor der Cow Bay untergegangen war. Maritime Safety Queensland prüfte derzeit zwei Bergungspläne, die die Versicherer vorgelegt hatten. Sie werden in Hinsicht auf Effizienz und Ökonomie durchleuchtet, und auf dieser Basis wird ein Vertragsnehmer ausgewählt.
Der Fokus liegt dabei allerdings auf Sicherheit und Umweltschutz. Dieses Prozedere wird noch einige Zeit dauern. Das Wrack wurde in den vergangenen Wochen weiter überwacht, doch wurden weder Ölaustritte noch Trümmer festgestellt. Es war unbekannt, ob sich überhaupt noch Diesel an Bord befand. br> Quelle:Tim Schwabedissen



Kristina wieder imj Hafen (Bild: Fenski)   Großbild klick!
Segelyacht vom Scharhörn-Riff geborgen
(14.10.13) Am Nachmittag des 10. Oktober ist es den Besatzungen des DGzRS Kreuzers "Vormann Jantzen" und des bundeseigenen, in Cuxhaven stationierten Mehrzweckschiffes "Neuwerk" gelungen, die im Scharhöerner Watt, südlich der Robbenplate gestrandete Segelyacht "Kristina" zu bergen. Die Segler waren bereits abgeborgen worden.
Die Besatzungsmitglieder der "Vormann Jantzen" und der "Neuwerk" haben mit ihren Beibooten bei Hochwasser, trotz der ungünstigen Wind-/ und Seebedingungen im Watt eine Schleppverbindung herstellen können. Der Havarist ist dann von "Vormann Jantzen" zur "Neuwerk" geschleppt worden,
Archivbild Mehrzweckschiff "Neuwerk"
(Bild: Hans-Gerd Tenner)   Großbild klick!
die die weitere Verschleppung nach Cuxhaven (Bild: Kristina längs Neuwerk) übernommen hat. Die Schleppreise nach Cuxhaven war wegen der zum Einlaufen ungünstigen Verhältnisse allerdings erst um 00:54 in der Nacht zum 11.10. beendet. Das havarierte Segelschiff liegt inzwischen, weitestgehend unbeschädigt am Woltmannkai des WSA Cuxhaven und wird noch von Behörden untersucht.
Quelle:WSA Cuxhaven/MZS "Neuwerk"




Eingeklemmt ... (Bild: Eugene Iron)   Großbild klick!
Allzu flotter Dreier in Arkhangelsk unterwegs
(14.10.13) Der russische Tanker "Emba", 3382 BRZ (IMO-Nr.: 6930037), riss sich gemeinsam mit dem ebenfalls russischen Trawler "Mekhanik Kuznetsov", 749 BRZ (IMO-Nr.: 8834548) sowie dem Tanker "Dzhamrat", 1896 BRZ (IMO-Nr.: 8857174), am 13.10. von seinen Moorings los. Die Schiffe trieben im Päckchen quer gegen eine Brücke in Arkhangels, wo sie sich verkeilten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flachbodensegler saß im Flachen fest
(14.10.13) Der holländische Flachbodensegler "Brave Hendrik" (MMSI-Nr.: 244650058) kam am 13.10. im Franse Gaatje ins Treiben, nachdem der Anker bei acht Beaufort Wind nicht mehr im Grund hielt. Die KNRM-Boote "Graaf van Bylandt" und "Huibert Dijkstra" der Station Vlieland wurden um 10:46 Uhr alarmiert. Als sie um 10:55 Uhr eintrafen, saß der Einmaster bereits fest. Die "Graaf van Bylandt" konnte eine Schleppverbindung herstellen und das Schiff durch die Untiefen in sicheres Fahrwasser bringen. Um 11.45 kehrten beide Boote nach Vlieland zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermessungsboot nach Cuxhaven eingeschleppt
(14.10.13) Am13.10. wurde der derzeit in Cuxhaven stationierte Rettungskreuzer "Vormann Jantzen" zur Assistenz des auf der Nordsee in Schwierigkeiten geratenen, dänischen Vermessungsbootes "Opmaleren" (MMSI-Nr.: 219010729) gerufen. Das für die Nautik Nord GmbH arbeitende Schiff befand sich vier Meilen nördlich des Leuchtturms Roter Sand. Um 13.30 Uhr hatten die Seenotretter den Havaristen erreicht und schleppten ihn nach Cuxhaven ab. Bereits auf der Elbe übernahm das Tochterboot "Butscher" den Schlepp und brachte das 15 Meter lange Fahrzeug zur Boots & Schiffswerft Cuxhaven.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sitzt in der Kadetrinne fest
(14.10.13) Wohl wegen eines Navigatiosfehlers ist der liberianische Bulkcarrier "Almeria", 33044 BRZ (IMO-Nr.: 9592721), am 12.10. in der Kadetrinne in dänischen Hoheitsgewässern auf Grund gelaufen. Der 190 Meter lange Frachter, der am 11.10. um 22.20 Uhr mit einer für Daressalam bestimmten Ladung Weizen aus Gdingen ausgelaufen war, saß außerhalb des Fahrwassers fest. Versuche, aus eigener Kraft wieder freizukommen, scheiterten.
Zuvor muss nun wohl die Ladung geleichtert werden, was bis zu zwei Wochen dauern kann. Die dänische Marine schickte das Ölbekämpfungsschiff „Gunnar Seidenfaden“ zur Unglücksstelle, das mit Ölsperren und Gerät zur Seenotrettung ausgestattet ist. Auch die deutschen Behörden in Rostock und Cuxhaven wurden informiert. Die „Almeria“ hatte südlich des Fährhafens Gedser auf dem Weg in den Skagerrak vorzeitig das Fahrwasser verlassen.
Dabei war der 57000-Tonner dann mit seinen elf Metern Tiefgang sofort auf eine Untiefe gefahren. Die Besatzung hatte dabei den eigentlich für Schiffe dieser Größe vorgesehenen Tiefwasserweg gut zwei Meilen weit verlassen. Möglicherweise sollte eine Abkürzung allzu dicht an der Südspitze von Gedser genommen werden. Das 2011 in China gebaute Schiff gehört der Almeria Shipping in London.
Quelle:Tim Schwabedissen



Glückloser Kutter auf Hals Barre gesunken
(14.10.13) In der Nacht zum 13.10. geriet der Kutter “Fanø”,45 BRZ, mit zwei Mann Crew in Seenot. Ein Hubschrauber der dänischen Marine stieg mit Lenzpumpen an Bord auf, außerdem kamen das Rettungsboot der Station Sæby und das Lotsenboot aus Hals zu Hilfe, um der Crew beim Lenzen zu helfen und den Havaristen abzuschleppen. Doch südlich der Hals Barre kamen die Pumpen nicht mehr gegen den Wassereinbruch an, und das Schiff wurde außerhalb des Fahrwassers auf Grund gesetzt. Die beiden Besatzungsmitglieder wurden mit dem Boot der Sæby-Station abgeborgen und an Land medizinisch betreut.
Bereits am 23.4. hatte der Kutter auf dem Weg nach Hadersleben Maschinenschaden erlitten und hatte sich nach Løgstør gerettet. Hier aber kam es bei stürmischem Wetter zu einem Wassereinbruch, und das Schiff sank am Kongekai. Einen Monat später, am 25.5., geschah dasselbe noch einmal, und nur mit Hilfe des Rettungsdienstes Vesthimmerland konnte der Kutter diesmal über Wasser gehalten werden. Der Kutter gehört einem Eigner in Vojens. Er wurde 1949 bei N.P. Jensen in Esbjerg erbaut, ist 19,8 Meter lang, 5,18 Meter breit und hat zwei Meter Tiefgang. Er ist für 30 Übernachtungspassagiere bzw. 48 Tagesgäste ausgestattet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot in Ronne gesunken
(14.10.13) Am 12.10. rückte die Feuerwehr von Bornholm aus, nachdem im Sportboothafen Nørrekås in Rønne ein älteres Motorboot gekentert war. Die Wehr legte Ölsperren aus, um eine Ausbreitung von Dieselöl, das aus dem Boot lief, zu verhindern.
Quelle:Tim Schwabedissen



30 Mann von sinkendem Partyboot gerettet
(14.10.13) Alle 30 Personen an Bord eines 45 Fuß langen Partybootes konnten binnen Minuten von der Coast Guard Station Miami Beach mit einem 45- und einem 33-Fuß-Boot sowie weiteren Helfern gerettet werden, nachdem das Fahrzeug am 13.10. um 17.30 Uhr nahe des Miami Seaquarium vor dem Rickenbacker Causeway plötzlich Wassereinbruch erlitten hatte und gesunken war. Auch ein DH 65 Dolphin-Helikopter war im Einsatz. Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission untersuchte den Vorfall und vermutete, der Katamaran sei überladen gewesen. Es habe sich um eine illegale Charter gehandelt, bei der Menschen zum und vom Nixon Beach für 20 Dollar pro Nase gebracht wurden. Das Fahrzeug ragte nach dem Untergang noch teilweise aus dem acht Fuß tiefen Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



12 Tote bei Prozession in Brasilien
(14.10.13) Mindestens 12 Menschen kamen am 12.10. auf dam Amazonas ums Leben, als ihr Boot bei einer Prozession in Macapa sank. Das 2010 erbaute Fahrzeug durfte 40 Menschen aufnehmen, war aber überladen. 34 Menschen wurden gerettet. An dem religiösen Ritual hatten 50000 Menschen auf 50 großen Schiffen und einer großen Anzahl kleiner Boote teilgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nun 39 Tote und noch weitere Vermisste auf Niger
(14.10.13) Nach dem Fährunglück auf dem Niger in Mali ist die Zahl der Todesopfer bis zum 13.10. auf 39 gestiegen. 13 Kinder kamen ums Leben, als das Schiff am Abend des 11.10. auseinanderbrach. Es hatte sich auf der Fahrt von Mopti nach Timbuktu befunden, als es bei Konna kenterte. Mehrere Passagiere galten noch als vermisst. Etwa 200 Menschen überlebten das Unglück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bingo!! Vermisste Crew der Bingo gefunden
(14.10.13) Die vermisste Crew des gesunkenen Bulkcarriers “Bingo” wurde in der Nacht zu,m 14.10. von einer Dornier der indischen Coast Guard lokalisiert und nach Tagesanbruch in Odishas Balasore Distrikt rund 28 Meilen nordöstlich von Balasore gerettet. Die Dornier hatte bereits am 12.10. ein Boot gesichtet zu haben geglaubt, woraufhin das Patroullienboot „Bajra“ zu der Position lief, aber feststellen musste, dass es sich nicht um ein Boot handelte. Dann wurde die größere „Samudra Prahari2 aus Visakhapatnam gerufen, um ebenfalls an der suche teilzunehmen, während die Dornier nach Kolkata zurückkehrte. Die „Bajra“ wiederum erlitt Seeschlagschäden und musste sich ebenfalls zurückziehen. Die „Bingo“ war am 12.10. vom Haldia Dock-Komplex nach China ausgelaufen, war dann aber auf Südkurs gegangen, nachdem sie Sturmschäden erlitten hatte. Die Schiffbrüchigen wurden nach ihrer Rettung zur örtlichen Polizeistation gebracht. Sie hatten das Schiff in einer Rettungsinsel verlassen, nachdem es 24 Meilen südlich von Sagar Island in Westbengalen um 17.30 Uhr bis zu 50 Grad Schlagseite entwickelt und Wassereinbruch erlitten hatte. Zwei Stunden später waren sie von Bord gegangen und hatten in der folgenden Nacht den Strand von Balasore erreicht, wo ihre Zuflucht zunächst verlassen aufgefunden worden war. Nach medizinischer Betreuung sollten die 18 Seeleute zurück nach Haldia gebracht werden. Der Wirbelsturm Phailin, der ihrem Schiff zum Verhängnis geworden war, machte am Abend des 12.10. gegen 21 Uhr Landfall bei Gopalpur und schwächte sich dann ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kranbarge in Liverpool in Sicherheit gebracht
(14.10.13) Crews der RNLI-Stationen New Brighton und Hoylake hatten gefährliche Bedingungen zu meistern, nachdem am 9.10. die Kranbarge “Scaregee” einen Teil ihrer Ausrüstung versore hatte und in der Einfahrt zu Liverpools Gladstone Dock mit schleifendem Anker auf Drift ging. Aus New Brighton war um 15 Uhr die “B-837 Charles Dibdin” ausgelaufen, um einer Person, die mit ihrem Auto ins Wasser gestürzt war, zu helfen. Die Polizei konnte den Mann jedoch schon vor dem Eintreffen retten, und die Küstenwache dirigierte das Boot zum Gladstone Dock. Aus Hoylake wurde zusätzlich die “12-005 Lady of Hilbre” mobilisiert. Zwei Schlepper kamen ebenfalls zu Hilfe und assistierten dabei, die Barge ins Gladstone Dock einzubringen. Vor Ort waren sieben Beaufort Wind und hohe Wellen, die die Aktion sehr mühselig machte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Le Havre gesunken
(14.10.13) Am 13.10. um 15.30 Uhr wurde das EPIRB des 12 Meter langen französischen Kutters “An Diveliour” aktiviert. Das in Trouville beheimatete Schiff befand sich fünf Meilen südwestlich von Le Havre. Ein EC-225 Rettungshubschrauber der Marine stieg, alarmiert durch das CROSS Jobourg, auf und sichtete im aufgewühlten Meer um 16.30 Uhr Rettungsinseln, in denen sich die dreiköpfige Crew des Kutters befand. Sie wurden gegen 17 Uhr aufgewinscht und mit Unterkühlungserscheinungen ins Krankenhaus Jacques Monod in Le Havre geflogen. Von ihrem Schiff waren nur einige Trümmer auf der Wasseroberfläche geblieben. An der Rettungsaktion hatten sich auch das SNSM-Boot aus Ouistreham sowie das Lotsenboot „Sainte Cécile“ aus Le Havre beteiligt. Vor Ort hatten Windgeschwindigkeiten von bis zu 20 Knoten geherrscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gaswolke von Feuerwehr bekämpft
(14.10.13) Am Nachmittag des 12.10. leckte Ammoniakgas aus Tanks des südkoreanischen Flüssiggastankers “Gas Columbia”, der in Yuzniy in der Ukraine lag. Der Austritt wurde von einem schadhaften Rohr verursacht, nachdem das Schiff die Ladung aufgenommen hatte. 200 Liter liefen aus und verursachten eine große Gaswolke, die von der Hafenfeuerwehr und drei Löschbooten niedergedrückt wurde. Der Hafen wurde zeitweilig teilweise evakuiert. Gegen 18.30 Uhr hatte sich das Gas verflüchtigt. Die “Gas Columbia“, 26897 tdw (IMO-Nr.: 9139696), wurde 1997 erbaut und hat als Manager die KSS Line Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Xu Yang 11“ (Bild: Zhang Peijian)   Großbild klick!
Sieben Tote bei Explosion auf Reparaturtanker in Ningbo
(13.10.13) Auf dem chinesischen 300-Tonnen-Tanker „Xu Yang 11“ (MMSI-Nr.: 412432170) kam es am 12.10. um 8.40 Uhr zu einer Explosion auf dem Yongjiang Fluss. Dabei kamen sieben Mann ums Leben, ein weiterer Arbeiter wurde verletzt. Das Schiff lag zu der Zeit zu Reparaturarbeiten am Kai der Zhangjianqi Werft in Ningbos Zhenhai-Distrikt, als sich das Unglück ereignete. Feuerwehren kämpften bis gegen 11 Uhr gegen den Brand, der der Detonation folgte. Das Schiff legte sich stark nach Steuerbord über, und Öl lief in den Fluss aus. Sechs Schiffe wurden alarmiert, um die Ölverschmutzung auf dem 131 Kilometer langen Fluss, der das Trinkwasser für über sieben Millionen Menschen in Ningbo liefert, zu bekämpfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Solero" (Bild: Frank Behling)   Großbild klick!
Tanker legte Kanalschleuse in Kiel-Holtenau lahm
(13.10.13) Am 11.10. um 17 Uhr rammte der 149 Meter lange schwedische Tanker "Solero", 13472 BRZ (IMO-Nr: 9428085), die letzte verbliebene großen Schleusenkammer in Kiel-Holtenau. Beim Einlaufen in die Kammer erlitt er einen Maschinenblackout und konnte auch durch ein Notankermanöver nicht mehr aufgestoppt werden. Das unbeladen von Hamburg ins russische Svetly unterwegs befindliche Schiff stieß mit seinem Wulstbug gegen eine Führungsschiene des fördeseitigen Tors 6. Diese sogenannte Wallschiene wurde dabei eingedrückt und teilweise aufgerissen.
Dadurch konnte das Schleusentor nicht mehr geöffnet werden. Durch den Ausfall der Schleuse saßen Schiffe mit einer Länge von über 125 Metern danach erst einmal fest, denn sowohl die Nordkammer der neuen Schleuse als auch eine Kammer der kleineren alten Schleuse waren wegen Reparaturen außer Betrieb. Der 180 Meter lange chinesische Massengutfrachter „Taizhou Pioneer“ erhielt deshalb die Anweisung, die Kanalpassage in Rendsburg zu unterbrechen. Der Frachter wurde in der Kanalweiche Schülp gestoppt und vom Begleitschlepper „Bugsier 15“ wegen des starken Windes dort gesichert. Bereits kurz nach der Havarie wurden Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau aus ihrem Feierabend wieder zur Schleuse geholt.
Mit Arbeitsschiffen und Pontons wurde eine Baustelle an dem Tor eingerichtet und die beschädigte Schiene ausgebaut. Das Loch in der Schiene wurde mit einer provisorischen Schiene überbrückt. Keine 24 Stunden später hatte das Dutzend Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau das beschädigte Schleusentor soweit repariert, dass sich um kurz nach 17 Uhr das rund 1000 Tonnen schwere Schleusentor erstmals wieder öffnen ließ. Nach einem Probelauf wurde die Schleusenkammer dann wieder in Betrieb genommen, und um 17.20 Uhr konnte der Tanker sich auf die Weiterfahrt machen und nahm Kurs auf Landskrona.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versuch, treibendes Fahrgastschiff zu retten, endete mit SAR-Operation
(13.10.13) Am Abend des 11.10. riss sich das kleine britische Fahrgastschiff „Sealion“ von seinen Moorings in Hunstanton los. Bei sieben Beaufort Wind gingen zwei Mann an Bord des 35 Fuß langen Katamarans der Searles Seatours und versuchten, ihn in den Windschutz von King’s Lynn zu bringen. Doch das Schiff erlitt Maschinenausfall, trieb auf eine Sandbank und schlug leck.
Die Crew funkte um 22.20 Uhr ein Mayday, das von der Humber Coastguard aufgefangen wurde. Die RNLI in Hunstanton konnte aber wegen des Sturms kein Boot oder Hovercraft zu Wasser bringen. Ein größeres Rettungsboot aus Skegness auf der Lincolnshire-Seite von The Wash war nicht in der Lage, den vor Snettisham liegenden Havaristen zu erreichen.
Deshalb wurde durch die Humber Coastguard ein Sea King der RAF Wattisham alarmiert, der binnen 10 Minuten vor Ort war und die beiden Männer abbarg. Sie wurden ins Queen Elizabeth Hospital in King’s Lynn gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen




Miss Caroline bleibt auf Grund
(13.10.13) Am 12.10. bereitete die US Coast Guard die Entfernung umweltgefährdender Stoffe von der „Miss Caroline“ vor, die am Morgen des 10.10. im Shem Creek nahe Geechie Seafood in Mount Pleasant, South Carolina, gesunken war. Nachdem die Coast Guard Charleston informiert worden war, erkundete sie die Lage und fand das Schiff fast vollständig unter Wasser liegend an seiner Pier vor. Dieselöl lief aus. Ein Versuch des Eigners, das Wrack am 11.10. zu heben, verlief erfolglos. Deshalb wurde eine örtliche Bergungsfirma nun mit den weiteren Arbeiten betraut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kaiser Wilhelm der Große vor Dakhla wieder entdeckt
(13.10.13) Nach Angaben des marokkanischen Ministeriums für Kultur wurden die Überreste des deutschen Passagierschiffes „Kaiser Wilhelm der Große“, 14349 BRT, vor der marokkanischen Küste in Dakhla wieder entdeckt, fast hundert Jahre nach das Schiff sank. Die Organisation 'Salam' fand die Wrackreste, und das Ministerium schickte ein Team von Spezialisten nach Dakhla. Zwischen dem 23. und 29. September wurde das Wrack durch Forschungstaucher erkundet, die sich dann sicher waren, dass es sich um das lange gesuchte Schiff handelte.
So konnte am Namenszug das W von Wilhelm ausfindig gemacht werden. Die runden Fenster, Gängen und Kabinen entsprachen der Beschreibung von offiziellen Dokumenten. Das Wrack liegt auf 23 Metern Wassertiefe.
Die „Kaiser Wilhelm der Große“ wurde 1897 als Doppelschrauben-Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd für die Linienschifffahrt für den Einsatz auf der Transatlantikroute Bremerhaven–New York erbaut. Als erstes deutsches Schiff gewann sie das Blaue Band für die schnellste Nordatlantiküberquerung und war bis 1914 im Liniendienst eingesetzt.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 lag das Schiff in Bremerhaven. Es wurde von der Kaiserlichen Marine requiriert und zum Hilfskreuzer umgerüstet. Dazu erhielt es einen vor dem Horizont verschwimmenden Sichtschutzanstrich und vier 10,5-cm-Schnellladekanonen. Fregattenkapitän Max Reymann gelang es, den noch nicht gänzlich geschlossenen britischen Blockadegürtel der Nordseeblockade zu durchbrechen und das Einsatzgebiet vor der Westküste Afrikas anzusteuern, um dort britische Dampfer abzufangen.
Am 7. August brachte der Hilfskreuzer im Atlantik den britischen Fischdampfer „Tubal Cain“, 227 BRT, auf, der mit Sprengpatronen versenkt wurde. Die Passagierschiffe „Galicean“ und „Atalante“ wurden unbehelligt gelassen, da Frauen und Kinder an Bord waren. Aufgebracht und versenkt wurden hingegen am 16. August die Fracher „Kaipara“, 7392 BRT, und „Nyanga“, 3066 BRT, während der britische Kohlendampfer „Arucas“ mit einer Prisenbesatzung als Begleitschiff benutzt wurde. Am 17. August 1914 wurde die “Kaiser Wilhelm der Große“ knapp zwei Kilometer vor der spanischen Küste von Río de Oro von der „Magdeburg“ und der „Bethania“ mit neuen Kohlenvorräten versorgt, was einige Tage dauerte.
Am 26. August erschien der britische Kreuzer HMS „Highflyer“, der mit sechs 6-Zoll-Geschützen ausgestattet war, und eröffnete unter Missachtung der spanischen Neutralität das Feuer auf den ehemaligen Schnelldampfer. Nach einer halben Stunde hatte das deutsche Schiff seine Munition verschossen. Auf Befehl des Kapitäns wurde die Kaiser Wilhelm der Große im seichten Ufergewässer durch Sprengladungen selbst versenkt. Der Vierschornsteindampfer des Lloyd legte sich auf die Steuerbordseite, die bis 1952 sichtbar blieb, ehe das Schiff in Vergessenheit geriet. Er hatte eine Länge von 198 Metern, eine Breite von 20 und einen Tiefgang von 8,3 Metern bei einer Verdrängung von 24.300 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemalige HSH-Luxusyacht auf Kieler Förde in Seenot
(13.10.13) Das deutsche Fahrgastschiff „Merkur II“, 102 BRZ (IMO-Nr.: 8738108), geriet am Morgen des 12.10. gegen neun Uhr im Kieler Hafen in Seenot. Kurz nach dem Ablegen von seinem Liegeplatz am Hörnkai stellte die Besatzung einen Wassereinbruch in der Bilge fest und alarmierte die Seenotzentrale Bremen Rescue der DGzRS.
Gleichzeitig steuerte der Kapitän die Seegartenbrücke an, wo die zwischenzeitlich verständigte Berufsfeuerwehr bereits wartete und eine Tauchpumpe an Bord gab. Zusammen mit der Besatzung des aus Laboe herbei geeilten Seenotkreuzers „Berlin“ der DGzRS, der beim Havaristen längsseits ging, gelang es, den Wassereinbruch im Maschinenraum unter Kontrolle zu bekommen. Die „Berlin“ schleppte die „Merkur II“ anschließend unter Begleitung des Polizeibootes „Staberhuk“ von der Seegartenbrücke I zur Schiffswerft Gebr. Friedrich nach Friedrichsort.
Dort wurde die „Merkur II“ sofort aufgeslippt zur Untersuchung der Unglücksursache. Die Höhe des Sachschadens stand noch nicht fest. Bei der 28,5 Meter langen „Merkur II“ handelt es sich um die ehemalige Luxusyacht der HSH Nordbank. Seit zwei Jahren gehört sie zur Flotte der Sylter Adler-Schiffe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Herabstürzende Deckenverkleidung verletzte Passagierin
(13.10.13) Am Nachmittag des 12.10. stürzten mehrere Deckenpaneele der norwegischen Fähre "Ullensvang", 2871 BRZ (IMO-Nr.: 8513596), unvermittelt auf ein Deck herab, wo Passagiere sich gerade auf den Weg in den Salon machten. Das Schiff lag zu der Zeit in Stavanger. Eine Frau erlitt eine blutende Verletzung. Die Reederei versprach, sie zu entschädigen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mindestens 30 Tote bei Bootsunglück auf Niger
(13.10.13) Ein stark überladenes Fährboot sank in der Nacht zum 12.10. rund vier Meilen von Konna entfernt auf dem Niger in Mali. Bis zu den Mittagsstunden waren rund 30 Tote geborgen, etliche weitere wurden noch vermisst. Mindestens 400 Menschen hatten sich an Bord befunden, als das Schiff nach Timbuktu unterwegs war. Durch die Überladung brach es in zwei Teile und sank. Anwohner des nahen Dorfes Kouri eilten zur Unglücksstelle. Viele Reisende waren Schulkinder aus Mali gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Deutsche von brennender Sea Ray vor Mallorca gerettet
(13.10.13) Zwei Deutsche wurden am Nachmittag des 11.10 von einer brennenden Yacht vor Mallorca gerettet. Ihr Schiff, eine 12 Meter lange Sea Ray, befand sich rund drei Seemeilen vor Cap Enderrocat in der Bucht von Palma. Nachdem das Feuer ausbrach und nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte, sprangen die beiden Besatzungsmitglieder ins Meer.
Eine Segelyacht, die sich in der Nähe befand, nahm sie auf und übergab sie einem Schiff der Guardia Civil, das sie in den Hafen von Palma de Mallorca brachte. Das Patrouillenboot "Acrux" der Seenotrettung versuchte inzwischen ohne Erfolg, den Brand zu löschen. Das Schiff ging schließlich unter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubschiff auf Rhein wieder frei
(13.10.13) Das seit dem Morgen des im 8.10. auf dem Karlsruher Grund beim Rheinstrandbad Rappenwört auf einer Buhne im Rhein festsitzende, holländische Binnenschiff wurde am 11.10. wieder flottgemacht. Nachdem ein Baggerschiff 600 Tonnen Schrott geleichtert hatte, konnte der Havarist gegen 9.40 Uhr in die Fahrrinne zurückgezogen werden und steuerte der Havarist im Verband mit dem Kranschiff den Karlsruher Stadthafen an.
Nach einer Inspektion durch einen Experten wurde es dann wieder beladen und konnte die Fahrt fortsetzen. Die während der Bergung für die Schifffahrt im Bereich der Unfallstelle bestehende Vollsperrung wurde aufgehoben. Wegen möglicher Untiefen blieb aber weiterhin ein Begegnungs- und Überholverbot in Kraft. Der nach der Havarie vom Schubschiff abgekoppelte Leichter war bereits am Unglückstag nach Iffezheim gebracht worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht trieb hilflos vor Vlissingen
(13.10.13) Das KNRM-Boot „Zeemanshoop“ kam am Nachmittag des 12.10. der Yacht „Stolle’s“ zu Hilfe, die vor Vlissingen in Schwierigkeiten geraten war. Der belgische Skipper war auf der Fahrt von dort nach Breskens, wo sein Boot in einer Werft am 14.10. aus dem Wasser genommen werden sollte. Doch kaum hatte er den Außenhafen von Vlissingen verlassen, stieg Rauch aus der Maschine aus. Sofort schaltete der Skipper sie ab, um den Ausbruch eines offenen Brandes zu verhindern.
Wie sich herausstellte, war sie mangels Kühlwassers überhitzt, weil wohl das Ansaugrohr verstopft war. Nun trieb das Boot vor Vlissingen, und der Segler schilderte die Lage der Verkehrszentrale. Diese konsultierte die Küstenwache, woraufhin das Rettungsboot aus Breskens alarmiert wurde. Bei dessen Eintreffen hatte bereits eine andere Yacht die „Stolle’s“ auf den Haken genommen. Westlich von Tonne SS1 riss sie sich aber los, und ein Rettungsmann wurde von der „Zeemanshoop“ übergesetzt, um eine neue Verbindung herzustellen. Dann konnte die Yacht an der Werft in Breskens abgeliefert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Indien gekentert – Suche nach vermisster Crew
(13.10.13) Im Taifun Phailin ist der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Bingo", 5691 BRZ (IMO-Nr.: 9385520), offenbar am 12.10. bei Windgeschwindigkeiten zwischen 220 und 240 Stundenkilometern östlich von Sagar in West Bengal rund 25 Kilometer vor der Küste gesunken. Das Schiff war am 11.10. aus Sagar nach China ausgelaufen und hatte gegen 18.30 Uhr einen Notruf gesendet, woraufhin die indische Coastguard das Patroullienboot "Vajra" zu der angegebenen Position 19 Meilen südlich von Sagar schickte.
Es fand den Frachter mit 45 Grad Steuerbordschlagseite in Wellen von bis zu acht Metern Höhe ankernd vor. Die 19-köpfige Crew hatte den Havaristen bereits verlassen und sich in eine Rettungsinsel geflüchtet, die auf die Westbank von Sagar zutrieb. Es gelang wegen des Sturms nicht, sie an Bord zu nehmen. Ein Dornier-Suchflugzeug und ein Hovercraft der Coast Guard starteten eine Suche nach den 19 Chinesen und einem Indonesier. Gegen 20 Uhr wurde die Operation abgebrochen und am Morgen des 13.10. fortgesetzt.
Um 17.05 Uhr wurde gemeldet, dass die Männer 45 Kilometer vor der Küste von der Dornier entdeckt wurden und ein Rettungsschiff sie aufnehmen sollte. Nach ihrer Rettung sollten die Schiffbrüchigen nach Haldia gebracht werden. Das Schiff konnte unterdessen nicht mehr an seiner Position ausfindig gemacht werden und war wohl an seinem Ankerplatz bei Sand Head auf einer Wassertiefe zwischen acht und 11 Metern gesunken. Es wurde vermutet, dass die 8000 Tonnen Eisenerz übergegangen waren. Ein Versuch des Kapitäns, zu drehen und noch Landschutz zu erreichen, war fehlgeschlagen. An Bord waren 232 Tonnen Brennstoff und 30 Tonnen Diesel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Schlepper Kitzeberg
(Bild: VollwertBIT)   Großbild klick!
Schlepper lief in Böschung des Nord-Ostsee-Kanals
(11.10.13) Am 10.10. lief der Kieler SFK-Schlepper "Kitzeberg", 201 BRZ (IMO-Nr.: 9041150),&xnbsp;als er im Nord-Ostsee-Kanal von einem Einsatz in Brunsbüttel in seinen Heimathafen auf dem Rückmarsch war, unweit von Hochdonn aus dem Ruder und geriet bei Kanalkilometer 17,5 in die südliche Böschung. Nachdem sich das Schiff befreit hatte, setzte es die Fahrt fort und machte am 11.10. um 2.14 Uhr im Kieler Tirpitzhafen fest. Offenbar hatte es die Havarie ohne Schaden zu nehmen überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre unweit gesunkener “St. Thomas of Aquinas” in Kollision verwickelt
(11.10.13) Die philippinische Fähre “Pope John Paul II” kollidierte am 11.10. gegen 10 Uhr, als sie im Mactan Channel seewärts unterwegs war, mit dem Frachter “RKK II”. Dieser hatte 500 Meter vor der Pier I in Cebu City Anker geworfen. Er wurde an der Reling beschädigt, als ihn “Pope John Paul II”, die ebenso wie die unlängst gesunkene “St. Thomas of Aquinas” von der 2GO Shipping bereedert wird, und die um 9.30 Uhr nach Cagayan de Oro City abgelegt hatte, gerammt wurde.
Sie hatte wegen eines Entgegenkommers die Fahrt reduzieren müssen, kam dadurch in starker Strömung vom Kurs ab und stieß gegen den Ankerlieger. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass keine ernsthaften Schäden entstanden waren, setzte sie ihre Fahrt fort. Dabei passierte sie bei Lawis Ledge auch die Untergangsstelle der “St. Thomas of Aquinas”, wo die “Trabajador I” von Malayan Towage gerade mit dem Abpumpen des Öls aus dem Wrack beschäftigt ist. Dazu stiegen Techtaucher zu dem Schiff hinab und brachten Rohre am Rumpf an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russische Yacht auf Scharhörn-Riff gestrandet
(11.10.13) Am Abend des 9.10. gegen 18 Uhr wurde die Leitstelle der Feuerwehr Cuxhaven. über den Notruf 112 von zwei russischen Seglern per Handy alarmiert, die mit ihrer 10,1 Meter langen Yacht „Kristina“ fünf Kilometer nordwestlich der Insel Scharhörn in die Brandung geraten waren. Die Stahlyacht vom Typ Taranga 34 war dabei leckgeschlagen.
Die Männer hatten sich in ein Schlauchboot gerettet und trieben nun weiter in die Brandung. Nach dem Notruf informierte die Leitstelle das MRCC der DGzRS und dieses wiederum den SAR-Hubschrauber des MFG 5 auf Helgoland. Gleichzeitig lief der derzeit in Cuxhaven stationierte Rettungskreuzer „Vormann Jantzen“ zur 13 Seemeilen entfernten Unglücksstelle aus. Schon 45 Minuten nach der Strandung waren die beiden Segler wohlbehalten vom Hubschrauber aufgewinscht, dessen Besatzung sie dank ihrer genauen Positionsangabe schnell in ihrem Schlauchboot treibend gefunden hatte. Sie wurden zur Sicherheit ins Krankenhaus Cuxhaven eingeliefert.
Beide Männer hatten den Schiffbruch unverletzt überstanden. Die „Vormann Jantzen“ und das Polizeiboot „Bürgermeister Brauer“ suchten den Bereich westlich von Scharhörn erfolglos nach der Yacht ab, mussten aber wegen der Dunkelheit um 19.50 Uhr erfolglos abbrechen. Die beiden Segler erschienen am 10.10. gegen Mittag auf der Cuxhavener Polizeiwache, um zu erklären, wie es zu der Strandung hatte kommen können.
Offensichtlich waren die beiden ortsunkundigen Segler mit der Navigation im schwierigen Wattenfahrwasser zwischen Elbe und Weser vollkommen überfordert gewesen und hatten die Orientierung verloren. Ein plötzlich aufkommender schwerer Regenschauer mit Windböen bis sechs Beaufort, eineinhalb Meter hoher Seegang und schlechte Sicht taten ein Übriges. Die Segler waren innerhalb des Wattenfahrwassers auf dem Weg von Wilhelmshaven nach Cuxhaven gewesen. Am Morgen des 10.10. wurde die „Kristina“ an der Wattkante zwischen den Leuchttonnen sieben und neun gesichtet. Die Bergung der Yacht gestaltete sich dort schwierig.
Sie lag auf einer Sandbank vor Scharhörn. Bei höchstem Wasserstand beträgt die Wassertiefe dort nur 1,20 m, was für das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ des WSA Cuxhaven und andere Behördenfahrzeuge unerreichbar ist. Mit dem Nachmittagshochwasser gegen 17 Uhr wollte die Crew der „Vormann Jantzen“ mit ihrem Tochterboot „Butscher“ versuchen, die Yacht, in deren Tanks sich 70 Liter Diesel befanden, zu erreichen und freizuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Krabbenkutter vor Texel geborgen
(11.10.13) Am 9.10. kam das KNRM-Boot “Beursplein 5” der Station De Cocksdorp – Texel dem Texeler Krabbenkutter “Everdina – TX 25”, 55 BRZ, zu Hilfe, der Propellerprobleme erlitten hatte. Weil der Skipper allein an Bord war, wurden zwei Rettungsmänner auf sein Schiff übergesetzt und halfen beim Herstellen einer Schleppverbindung. Die” Beursplein 5” zog den 20 Meter langen Kutter dann nach Vogelwzin, wo ihn die “Heliomare – TX 24”, 45 BRZ, übernahm. Um 23.30 Uhr war das Rettungsboot zurück an seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verletzter Skipper von gekentertem Trimaran abgeborgen
(11.10.13) Am 10.10. gegen 13 Uhr wurde das CROSS Etel alarmiert, nachdem der Trimaran „Virbac-Paprec 70“ östlich der Poulains, rund sieben Meilen von der Belle-Ile entfernt, mit sechs Mann an Bord gekentert war. Drei Segler waren im Innern des Bootes verblieben, drei weitere in eine Rettungsinsel gegangen.
Das Rettungsboot der SNSM-Station Belle-île-en-Mer kam zu Hilfe. Zwei Zodiacs machten sich daran, die drei Segler von Bord zu bergen und das Boot in Schlepp zu nehmen. Der Skipper klagte über Schmerzen, und nach Rücksprache mit dem medizinischen Zentrum in Toulouse wurde eine ärztliche Behandlung vor Ort beschlossen. Gegen 16 Uhr wurde ein Arzt mit dem Zivilschutzhubschrauber Dragon 56 an Bord des Trimarans abgesetzt und der Skipper dann aufgewinscht und ins Scorff-Krankenhaus in Lorient geflogen. Die „Virbac-Paprec 70” wurde ebenfalls nach Lorient abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Martha’s Vineyard sinkend auf Grund gesetzt
(11.10.13) Nahe Martha’s Vineyard, Massachusetts, geriet der 44 Fuß lange Kutter “Bill II” am 10.10. gegen fünf Uhr in Seenot. Die Coastguard South Eastern New England wurde alarmiert, nachdem das Schiff Wassereinbruch erlitten hatte und von seiner zweiköpfigen Crew, um einen Untergang zu vermeiden, auf Grund gesetzt worden war. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter stieg von der Air Station Cape Cod auf, und von der Station Menemsha wurde ein 47-Fuß-Boot entsandt. Der Helikopter winschte die Crew des Hummerkutters auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Coast Guard Hampton Roads leistete zwei Yachten in Seenot Hilfe
(11.10.13) Am 9.10. kam die US Coast Guard der Yacht “Basta” zu Hilfe, die in der Mündung des Great Wicomico River und einem weiteren Boot 17 Meilen nordöstlich von Cape Charles zu Hilfe. Die Crew der 34 Fuß langen “Basta” hatte gegen 17 Uhr die Coast Guard Hampton Roads kontaktiert, nachdem sie Maschinenschaden erlitten hatte und nicht in der Lage war, Segel zu setzen oder Anker zu werfen. Das Boot befand sich zu der Zeit sechs Meilen südöstlich des Ship Shoal Inlet. Die Coastguard Hampton Roads schickte ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Cape Charles sowie einen MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City, North Carolina, zu Hilfe. Nach einer Stunde wurde wegen 12 Fuß hoher Wellen die Bootscrew zurück beordert.
Der Jayhawk war um 18.45 Uhr über der Yacht, stellte Funkverbindung her und gab ihre Position durch. Wegen Windgeschwindigkeiten von 40 Knoten und der hohen Wellen war er aber nicht in der Lage, die Crew abzubergen. Sowohl ein ebenfalls alarmiertes 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Little Creek, Virginia.,wie auch die Crew des 87 Fuß langen Patroullienbootes “Sea Horse” aus Portsmouth, die beide gegen 21 Uhr eintrafen, waren wegen des Sturms nicht in der Lage, eine Schleppverbindung herzustellen.
Ebenso scheiterte die Crew eines Bootes der Station Little Creek, das gegen 22 Uhr vor Ort war. Ein Besatzungsmitglied der „Basta“ war verletzt, und das zweite nicht in der Lage, eine Schleppleine anzunehmen. Endlich gelang es dem Jayhawk-Helikopter der Air Station Elizabeth City, einen Rettungsschwimmer abzusetzen, der in der Lage war, an Bord der „Basta“ zu gelangen und eine Leine wahrzunehmen. Dann wurde die Yacht zur Joint Expeditionary Base Little Creek geschleppt, wo die beiden Segler medizinisch betreut wurden.
In einem weiteren Fall geriet die 36 Fuß lange Yacht “Silver Mists” in Seenot. Sie kontraktierte die Coast Guard Hampton Roads um 21:45 Uhr, nachdem sie ein Unterwasserhindernis gerammt hatte und in der Chesapeake Bay unweit des Reedville Airport in Reedville Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard Hampton Roads schickte ein 41-Fuß-Boot der Station Milford Haven zur Assistenz. Es nahm die vier Mann an Bord und brachte sie nach Reedsville, wo sie in einem Hotel übernachteten und TowBoat U.S. am 10.10. mit der Bergung ihres Bootes beauftragten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neugeborenes an Nabelschnur der Mutter im Wrack vor Lampedusa gefunden
(11.10.13) Die italienischen Rettungstaucher haben am 10.10. die Suche nach Toten im Wrack des gesunkenen Flüchtlingsschiffes vor Lampedusa beendet. Es befanden sich keine Leichen mehr im Schiff. Bis dahin waren 311 Tote geborgen worden, zuletzt am 10.10. noch neun Personen. Der grausigste Fund war der eines offenbar während des Schiffbruchs Neugeborenen, der noch mit der Nabelschnur mit seiner Mutter im 47 Meter tief liegenden Schiffswrack verbunden gewesen war. Sie sollten als Leichen 288 und 289 in einem gemeinsamen Sarg bestattet werden. Nur 155 Flüchtlinge hatten den Untergang überlebt. 61 Personen galten noch als vermisst. Die Umgebung des Schiffes sollte durch die Küstenwache deshalb weiter abgesucht werden. Dabei sollten ROVs und Videokameras zum Einsatz kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack aus 16. Jahrhundert bei Suche nach Sportboot bei Hasselt entdeckt
(11.10.13) In Hasselt in Zwartewaterland in der Overijssel-Provinz wurde durch Taucher von Rijkswaterstaat bei der Suche nach einem gesunkenen Sportboot ein Wrack aus dem frühen 16. Jahrhundert entdeckt. Nach Aussage des Archäologen Michael Klomp ist nun weitere Forschung nötig, um den exakten historischen Wert des 30 Meter langen Schiffes, das in fünf Metern Tiefe liegt, zu bestimmen.
Es gilt, den Zustand festzustellen, die Ladung und ob das Schiff vorsätzlich versenkt wurde. Auf der Basis der Untersuchungen wird dann über eine mögliche Bergungswürdigkeit durch den Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed entschieden. Nach Einschätzung von Archäologen ist der Fund aber jetzt schon mit dem einer Kogge von 1530, die im vergangenen Jahr bei Kampen im Ijsselmeer entdeckt wurde, zu vergleichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Harte Strafen für Strandung in Schifffahrtsverbotszone
(11.10.13) Am 9.10. wurde die aus Ghana und Spanien kommende, 27-köpfigeCrew des spanischen Thunfischfängers “Almadraba Uno", der am 2.August im National Park derMagdalen Islands gestrandet war, zu sechs Monaten Haft sowie einer Strafe von jeweils fünf Millionen senegalesischer Francs verurteilt, der Eigner zu 100 Millionen CFA.
Das Öl sowie 1500 Meter Netze mit einem Gewicht von 20 Tonnen hatten nach der Havarie geborgen werden können. Die “Almadraba Uno” war auf der Fahrt nach Mauretanien mit 400 Tonnen Diesel, 50 mehr als angegeben, und 100 Tonnen weiteren Öls in den Senegalesischen Gewässern, wo zahlreiche Fischarten beheimatet sind, auf Felsen geraten. Es hatte sich danach herausgestellt, dass sich auch 50 Kilogramm Dynamit an Bord befunden hatten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch 48 Fischer nach Taifun Wutip vermisst
(11.10.13) 48 Fischer wurden weiterhin nach dem Durchzug des Taifuns Wutip in der Südchinesischen See vermisst. Bis zum 8.10. wurden 26 Schiffbrüchige der Schiffe gerettet. Drei Kutter mit insgesamt 88 Mann Besatzung aus der Guangdong-Provinz waren in dem Wirbelsturm gesunken. Die Hainan Maritime Safety Administration hatte den Einsatz von 175 Rettungs- und Marineschiffen sowie 47 Flugzeugen koordiniert, die in einer bis dahin in diesem Umfang in der Region einzigartigen Rettungsaktion 136,100 Quadratkilometer Seefläche rund um die Xisha Islands absuchten. Wutip hat außerdem 33 Kutter und einen Frachter aus Hainan zerstört, vier weitere versenkt und 28 Boote und Schiffe auf Grund gesetzt. 520 Menschen wurden aus unmittelbarer Gefahr gerettet und nach Sanya City gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der “Neptune” zieht sich
(11.10.13) Die Bergung des 76 Fuß langen Fischtenders “Neptune” in Haines Harbor ging langsamer voran als erhofft. Die Coast Guard überwachte die Arbeiten und den Ölaustritt aus dem Wrack, das durch Tidenströmungen etwas ins Rutschen kam. Die Berger aus Juneau konnten den Bug aber wieder in seine ursprüngliche Lage bringen und wollten auch das Heck mit der Flut weiter auf den Felsgrund ziehen, um bei Ebbe daran zu arbeiten.
Am 10.10. konnten die Ölsperren um den Hafen eingeholt werden, sodass der Schiffsverkehr nicht mehr behindert wurde, die um das Wrack blieben aber weiter vor Ort. Weder in Port Chilkoot noch im Lynn Canal wurde Öl festgestellt. Als das Schiff am 5.10. sank, waren 1,600 Gallonen Öl an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



“MSC Regina” (Bild: Danburgaoult)   Großbild klick!
Containerfrachter liegt nach Blackout auf St. Lawrence River fest
(10.10.13) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter “MSC Regina” 40631 gt (IMO:9202651), erlitt, als er den St. Lawrence auf der Fahrt von Montreal nach Sines abwärts lief, zwischen Grondines und Deschambault einen Maschinenblackout.
Das Schiff lag um 10.40 Uhr außerhalb des Fahrwassers bewegungslos fest. Die beiden Schlepper "Ocean Bertrand Jeansonne" und "Henry Bain" wurden herbei gerufen und sollten den Havaristen am 10.10. auf den Haken nehmen.
Die “MSC Regina” hat eine Tragfähigkeit von 56880, Tonnen und eine Containerkapazität von 4056 TEU. Sie wurde 1999 erbaut und hat als Manager die MSC Mediterranean Shipping Company.
Quelle:Tim Schwabedissen



Costa Concordia (Bild: Francesco Bastiani)   Großbild klick!
Dockwise Vanguard soll Costa Concordia schlucken
(10.10.13) Die Konkurrenzfirma von Svitzer Salvage, die ebenfalls holländische Dockwise Shipping B.V., hat den Auftrag bekommen, das Wrack der "Costa Concordia" 2014 von Giglio wegzuschaffen. Der Auftragswert liegt bei rund 30 Millionen Dollar. Bei dem Transport soll die "Dockwise Vanguard", 116173 tdw (IMO-Nr.: 9618783), zum Einsatz kommen, die erst Mitte 2014 bei den Hyundai Heavy Industries fertiggestellt wird und dann der größte Halbtaucher der Welt sein wird.
Um die “Costa Concordia” aufnehmen zu können, müssen noch einige Umbauten an dem 275 Meter langen Schiff vorgenommen werden.
Dockwise gehört zu Boskalis, deren Tochtergesellschaft Smit Salvage bereits das Bunkeröl aus dem Wrack abgepumpt und es bis Mitte März 2012 überwacht hat. Derweil machten sich die Experten des Titan-Micoperi-Konsortiums jetzt daran, die "Costa Concordia" zu stabilisieren, sodass sie die Winterstürme übersteht.
Nach dem Aufrichten hat sich das Schiff bereits auf seiner Plattform leicht zu bewegen begonnen. Um es zu sichern, sollen Mörteltaschen zwischen Rumpf und Felsen eingebracht werden, ein weiteres Haltesystem soll am Bug installiert werden und Röhrenstrukturen zwischen der Unterwasserplattform und den Sponsons motniert werden. Auch die Untersuchung der Schäden an Steuerbordseite in Vorbereitung der Installation von 15 Sponsons auch dort ging in den vergangenen Tagen weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband sitzt auf dem Rhein fest
(10.10.13) Auf dem Rhein bei Rappenwört kam am Morgen des 8.10. ein holländischer Schubverband auf dem Karlsruher Grund beim Rheinstrandbad Rappenwört fest. Weil er teilweise in die Fahrrinne ragte, musste für den Schiffsverkehr ein Überhol- und Begegnungsverbot ausgesprochen werden. Der mit rund 3.600 Tonnen Schrott beladene Schubverband hatte gegen 7.15 Uhr während der Bergfahrt eine rote Fahrwassertonne überfahren.
Anschließend war er in den Buhnenbereich geraten. In der Folge wurde der vorgekoppelte Leichter einige Meter weit auf das Wasserbauwerk geschoben. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, ihn mit Hilfe anderer Schiffe durch wieder freizubekommen, wurde der Schubverband im Laufe des Nachmittags getrennt. Danach konnte der Schubleichter ins Fahrwasser gezogen und von einem anderen Schiff längsseits nach Iffezheim gebracht werden.
Der weiterhin festsitzende Leichter war aber vorest nicht freizubekommen. Ein Kranschiff sollte den Havaristen am 10.10. teilweise löschen. Nach ersten Schätzungen der Polizei könnte ein sechsstelliger Sachschaden entstanden sein.
Quelle:Tim Schwabedissen




Flusskreuzfahrer rammte Schleuse
(10.10.13) In der Nacht zum 9.10. rammte gegen 23 Uhr der maltesische Flusskreuzfahrer "River Navigator" (EU-Nr.: 04804650) das Untertor der Bachhausener Schleuse. Das Unglück ereignete sich kurz nach 23 Uhr beim Auslaufen aus der Schleuse Bachhausen in der Gemeinde Mühlhausen. Dabei wurden das Ruderhaus des 110 Meter langen Fahrgastschiffes und das Untertor der Schleuse beschädigt. Die „River Navigator“ war mit 131 Passagieren überwiegend aus den USA und 39 Crew-Mitgliedern an Bord von Köln nach Budapest unterwegs.
Sie schrammte mit dem Ruderhaus zunächst an der Betontormaske entlang und stieß im weiteren Verlauf gegen die Metallunterkante des hochgezogenen Untertores. Es wurden Antennen abgerissen, Fenster zertrümmert und Aluminiumteile verbogen. Grund der Havarie dürfte laut Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Beilngries das zu hoch ausgefahrene Ruderhaus gewesen sein. Der Schaden am Schiff betrug rund 100.000 Euro.
Der Schaden an der Schleuse konnte noch nicht beziffert werden. Von 0.30 bis 2.30 Uhr wurde eine Schifffahrtsperre angeordnet. Das beschädigte Schiff wurde im Unterwasser der Schleuse festgemacht. Die Passagiere gingen am 9.10. auf einen geplanten Landausflug. Das Fahrgastschiff sollte bis zu deren Rückkehr soweit wieder repariert sein, dass die Weiterfahrt nach Passau stattfinden könnte. Gegen den 48-jährigen ungarischen Schiffsführer wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren nach schifffahrtsrechtlichen Vorschriften eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Palawan auf Riff gelaufen
(10.10.13) Vor Palawan lief am 6.10. der Frachter “Angelica Romasanta”, 68 BRZ, etwa 400 Yards östlich des Mataya Reef auf Grund. An Bord des Holzschiffes waren 10 Mann Besatzung. Erste Versuche, das Schiff freizuschleppen, scheiterten an niedrigem Wasserstand. Der Havarist lag mit fünf Grad Steuerbordschlagseite fest und hatte an Steuerbord auch einen Riss von 25 Zentimetern Länge. Die Fracht wurde auf ein anderes Schiff geleichtert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Abwracktanker in Papenburg
(10.10.13) Der deutsche Binnentanker “Joachim”,1592 ts (EU-Nr.: 04025860), geriet während der Verschrottungsarbeiten am Nachmittag des 7.10 gegen 15.30 in der Halle der Abwrackwerft GA Schiffsverwertung am Industriehafen in Papenburg in Brand.
Das Feuer brach in einem Tank aus, wo sich offenbar. Rückstände von Treib- oder Schmierstoffen entzündet hatten. Die Mitarbeiter der Werft unternahmen Löschversuche, mussten aber vor dem dichten Qualm am Brandort aus der Halle flüchten.
Wegen der starken Rauchentwicklung rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr, die mit den Ortswehren Untenende, Obenende und Aschendorf in einer Stärke von 70 Mann mit 14 Fahrzeugen angerückt waren, unter schwerem Atemschutz zur Brandstelle vor. Mit Löschschaum und Wasser konnten sie die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. Anschließend durchkämmten Feuerwehrleute die etwa 50 Meter lange Schiffssektion auf der Suche nach verbliebenen Glutnestern. Außerdem wurde die Halle belüftet. Das Feuer auf der Abwrackwerft war das zweite innerhalb von gut einem Jahr.
Bereits Anfang September 2012 war bei Abwrackarbeiten im Maschinenraum eines Schiffes vor der Halle ein Feuer ausgebrochen. Die Papenburger Ortsfeuerwehren hatten es mit 100 Mann zur bekämpft, und im Hafenbecken waren Ölsperren angelegt worden, um die Ausbreitung möglicher Giftstoffe auf dem Wasser zu verhindern. Anschließend hatte die Feuerwehr noch rund 1400 Liter Diesel aus einem Tank abgepumpt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote aus “Maria” geborgen
(10.10.13) Am Nachmittag des 9.10. haben Taucher der holländischen Marine zwei Leichen aus dem Wrack des Wachschiffes "Maria" vor Callantsoog geborgen. Sie suchten im und um das Schiff nach den drei Männern, die offenbar beim Untergang nicht rechtzeitig ihr Schiff verließen. Als Basisschiff war bei der Suche die Zr.Ms. "Schiedam" im Einsatz. Gegen 15 Uhr musste die Arbeit wegen einer Wetterverschlechterung vorerst unterbrochen werden. Warum die „Maria“ mit der „Vertrouwen“ kollidierte, war noch Gegenstand einer Untersuchung der Polizei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion für leckgeschlagene Yacht
(10.10.13) Am 4.10. begann die Yacht “Twister” auf der Fahrt von Airlie Beach nach Mackay zu sinken. Skipper Kevin Fogarty von den Whitsundays stellte gegen 15 Uhr bei rauer See mit 25-30 Knoten Wind Wassereinbruch fest. Zuerst füllte sich der Ankerkasten mit Wasser,und dieses bahnte sich den Weg durch das Boot. Binnen kurzem waren 600 mL eingedrungen, und der Abfluss war mit Schlamm verstopft.
Als erstes wurden die Segel heruntergenommen, der Motor gestartet und ein Mayday-Ruf abgesetzt, der von der Volunteer Marine Rescue (VMR) service in Mackay aufgefangen wurde. Die VMR Mackay wies den Skipper an, das EPIRB zu aktivieren, wodurch die Australian Maritime Safety Authority (AMSA) alarmiert wurde.
Diese schickte einen Helikopter, der die Yacht um 14.40 Uhr bei Newry Island erreichte. Auch ein privates Charterboot und ein Rettungsboot trafen wenig später ein. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen und das Boot zu stabilisieren. Es erreichte dann mit eigener Kraft Port Newry nahe Seaforth. Am nächsten Tag ging es nach Airlie Beach zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hafenkapitän wollte Schiff einbringen – vom Dienst suspendiert
(10.10.13) Am 8.10. wurde der Hafenkapitän von Chittagong Port Authority (CPA) vom Dienst suspendiert, weil er den havarierten indonesischen Frachter "Gladys", 17215 BRZ (IMO-Nr.: 8908002), in den Hafen hatte verschleppen wollen und die Instruktionen von Vorgesetzten dabei missachtete. Captain Faridul Alam wurde beschuldigt, das Schiff mit einem zu schwachen Schlepper, der in Singapur gecharterten “Ocean Unity”, verholt zu haben, die dafür keine ausreichende Kapazität hatte. Der Versuch, den Frachter mit diesem Schlepper an die Hafenmole zu bekommen, war gescheitert. Dadurch habe er einen Unfall riskiert, hieß es.
Beide Maschinen der “Gladys” waren nicht einsatzklar, nachdem der Frachter am 1.9. vor Cheduba Island bei einer Grundberührung Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte, als er von Singapur nach Chittagong mit 867 TEU unterwegs war. Seit dem 14.9. lag der Frachter an Ankerplatz C auf Reede und hat weiterhin seine Ladung an Bord. Der indonesische Eigner war in Verhandlungen über den Einsatz eines stärkeren Schleppers. Der Frachter hat durch den gefluteten Maschinenraum derzeit 9,1 Meter Tiefgang und ist nur bei günstigen Tidenverhältnissen zu bewegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nun 302 Tote aus Flüchtlingsschiff geborgen
(10.10.13) Die Anzahl der Opfer des Untergangs eines Kutters vor Lampedusa stieg am 9.10. auf 302, nachdem Taucher weitere Tote aus dem Wrack geholt hatten. Dutzende weitere wurden noch vermisst. Unter den Toten befanden sich 210 Männer,, 83 Frauen und neun Kinder. 155 Überlebende überwiegend aus Somalia und Eritrea waren nach dem Unglück teilweise nach Stunden in der See gerettet worden. Der tunesische Schiffseigner wurde von den italienischen Behörden unterdessen verhaftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nächste Phase der “Smart”-Bergung eingeläutet
(10.10.13) Nachdem die erste Bergungsphase des Bulkcarriers "Smart" mit der Versenkugn des Achterschiffes am 5.10. auf 1000 Metern Tiefe vor Richards Bay abgeschlossen wurde, wandte sich nun die Aufmerksamkeit dem verbliebenen Vorschiff zu. Die SA Maritime Safety Authority (Samsa) gab eine entsprechende Ausschreibung heraus an nationale und internationale Firmen. Die Angebote werden auf Risikoabschätzungen und Methodik geprüft. Fünf Firmen haben bislang Gebote eingereicht. Die SAMSA wollte sich nun mit deren Vertretern treffen und das beste Angebot auswählen. Bislang ist es zu keinen Umweltschäden durch die Havarie gekommen, keine Kohle trieb auf die Strände.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Fischer konnten sich schwimmend retten
(10.10.13) Am 9.10. kenterte der Trawler “Deva Ganga” in Alive Bagilu vor Hejmady Kodi unweit von Padubidri in der Brandung und sank. Starke Strömung hatte beim Ausbringen des Fangnetzes zu dem Unglück geführt. Die fünfköpfige Crew, unter ihr auch der Bootseigner, konnten sich schwimmend in Sicherheit bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chemikalientanker “Danum 165”
(Bild: Chinese Rescue Agency)   Großbild klick!
Treibender Tanker im Taifun gerettet
(09.10.13) Der malyasische Chemikalientanker “Danum 165” funkte am 6.10. in der Zhejiang Sanmen Bay, südlich von Ninbo, Notrufe. Er war in den Taifun Fitow geraten und hatte Maschinenschaden erlitten. Nachdem der ausgebrachte Anker nicht im Grund hielt, drohte das Schiff auf die Küste zu treiben. Die chinesische Rescue Agency schickte den Bergungsschlepper “ East Sea Rescue 111” zu Hilfe, der 30 Stunden lang gegen den Hurrikan anknüppelte, ehe er den Tanker auf den Haken nehmen konnte. Das Schiff wurde zum Longshan Ship Yard gebracht. Die “Danum 165“, 7543 tdw (IMO-Nr.: 9542104), wurde, 2009 erbaut und hat als Manager die Asia Bulkers Sdn Bhd.&xnbsp;
Quelle:Tim Schwabedissen




„Lofoten“ in Florø (Bild: Arne Ristesund)   Großbild klick!
Fischwasser verpestete Kabinen der Lofoten
(09.10.13) 70 Passagiere der norwegischen Hurtigruten-Fähre "Lofoten",2621 BRZ (IMO-Nr.:5424562) mussten am 8.10. das Schiff wegen unerträglichen Fischgestanks das Schiff verlassen. 600 Liter Wasser, mit denen ein Laderaum, in dem gesalzener Fisch gelagert worden war, gereinigt wurde, waren versehentlich durch ein gebrochenes Rohr in ihre Kabinen geflossen. Die Fähre hatte den Fisch in der Nacht zum 7.10. in Ålesund abgeliefert.
Während des standardmäßigen Reinigens des leeren Frachtraums schwappte dann das fischige Wasser in die Unterkünfte. Nachdem die „Lofoten“ in Florø festgemacht hatte, entschied der Kapitän, dass die betroffenen Fahrgäste nicht an Bord blieben könnten. Sie wurden mit einer Schnellfähre nach Bergen, dem Fahrtziel der „Lofoten", weiter befördert.
Diese kehrte dann nach Ålesund zurück, wo sie inspiziert und repariert wurde. Es musste geprüft werden, ob sich noch mehr Wasser irgendwo gesammelt hatte und ob es notwendig war, Kabinenwände herauszureißen. Die am härtesten betroffenen Passagiere sollten eine Entschädigung erhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Treibender Frachter vor Vietnam auf den Haken genommen
(09.10.13) Am Morgen des 8.10. gegen sechs Uhr trieb der aufgegebene panamaische Bulkcarrier "Bright Royal" auf Position 13 01' N 109 36 ' O rund 12 Meilen nordöstlich des Dai Lanh Kaps in der See. Im Laufe des Tages gelang es, ein siebenköpfiges Team, bestehend aus Vertretern der Küstenwache aus Quy Nhon City, Vertretern der Reederei und Versicherung, des Kapitäns und des Chefingenieurs an Bord zu bringen. Es wurde versucht, Reparaturen an der Maschine durchzuführen, doch nachdem sie einmal kurz gestrartet werden konnte, fiel sie endgültig aus. Fünf Meilen vor Phu Yen in der Provinz Khanh Hoa gelang es den vietnamesischen Schleppern "An Hai 27" und "CSB 2009" dann, den Havaristen auf den Haken zu nehmen und zum Hyundai Vinashin Yard in der Ninh Phuoc Kommune in Khanh Hoa zu bringen. Hier sollte das Schiff am 9.10. festmachen. Der Direktor des Environmental Protection Department der Quang Ngai Provinz bat um Assistenz des Oil Spill Rescue Center, um die Verschmutzung, die durch auslaufendes Öl aus zwei Tanks in Quang Ngai entstanden war, zu bekämpfen. Der Frachter war zunächst am 4.10. vor Ly Son, südlich von Da Nang, auf Grund gelaufen, hatte sich dann aber wieder losgerissen. Die “Bright Royal”, 28259 tdw (IMO-Nr.: 8406913), wurde 1985 erbaut und hat als Manager die Vanguard Maritime Ltd. in Bangladesh.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisste Frau nach Strandung der “Ruth” tot geborgen
(09.10.13) Am 7.10. lokalisierte die U.S. Coast Guard die Leiche einer Frau, die nach dem Schiffbruch des Kutters “Ruth” am Vortag in der Coos Bay vermisst geblieben war. Ein 47-Fuß-Boot der Station Coos Bay fand sie um 18.45 Uhr eine Meile südwestlich der Coos Bay Barre und transportierte sie zu den Coos County Sheriff’s Deputies. Sie wurde als die Vermisste identifiziert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marinetaucher stiegen zur “Maria” ab
(09.10.13) Die Untersuchung der Kollision des holländischen Trawlers "Vertrouwen -&xnbsp; TX 68", 438 BRZ (IMO-Nr.: 9065455), und der "Maria", 154 BRZ (IMO-Nr.: 5205435), die südwestlich von Den Helder im Auftrag von Wintershall eine Pipeline bewachte, war am 8.10. in vollem Gang. Die Sicherheitsbehörde schickte zwei Vertreter nach Den Helder, die auch die beteiligten Crews befragen sollte.
Währenddessen untersuchten Marinetaucher der Zr.Ms. “Schiedam" das Wrack, bevor ein aufziehendes Schlechtwettergebiet weitere Tauchgänge vereitelte. Die "Vertrouwen" kehrte unterdessen nach Oudeschild auf Texel zurück. Die 32 Meter lange „Maria“ lief seit 1976 für die Reederei Groen in Scheveningen, zunächst als Angelkutter, später als Offshore-Bewachungsschiff. Sie wurde 1948 als „YM 75“ erbaut und 19660 zur „Katwijk – KW 12“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Toter auf Deck 3 der Costa Concordia entdeckt
(09.10.13) Im Wrack der "Costa Concordia“ haben Taucher am 8.10. eine Leiche gefunden, bei der es sich um den Kellner Russel Rebello aus Mumbai handeln könnte. Die Überreste wurden auf Deck III entdeckt. Die Staatsanwaltschaft ordnete einen DNA-Test an, um die Identität des Toten zweifelsfrei zu klären. Am selben Tag sagte derweil im toskanischen Grosseto der Navigationsoffizier des Schiffes aus.
Wie schon der 1. Offizier am Vortag gab er an, Kapitän Schettino habe den folgenschweren Kurswechsel des Schiffes in unmittelbare Nähe der Insel Giglio selbst angeordnet. Über die Gründe für die Routenänderung sei er nicht informiert worden, habe aber gehört, dass es wegen eines Grußes für einige Bewohner von Giglio oder jemanden, der auf dem Schiff arbeitete, gewesen sei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerbarge klemmte unter Brücke fest
(08.10.13) Am 8.10. gegen 18 Uhr kollidierte das holländische Binnenschiff "Animar", 3332 ts (EU-Nr.: 02332008), das mit einer Ladung leerer Container von Antwerpen zum Containerterminal TCT in Willebroek unterwegs war, mit dem Unterbau der Boulevard Brücke über den Brüssel-Willebroek-Kanal. Dabei wurden einige Container zusammengeschoben und zum Teil aufgerissen.
Eine Leitplanke der Brücke wurde abgerissen und hing zwischen den Containern herab, sodass das Binnenschiff gefangen war. Es musste erst die Feuerwehr anrücken, die das Stahlteil binnen zweier Stunden abschweißte, sodass die “Animar” in der Nähe der Unglücksstelle festmachen konnte. Techniker von Waterwegen und Zeekanaal machten sich daran, den Schaden an der Brücke, über die die N 177 zwischen Willebroek und Boom verläuft, zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



107-jähriger Kutter in Eidkjosen gesunken
(09.10.13) Die "Lyra", ein Kutter, der 1906 erbaut wurde und Munitionstransporte und Kriege überstand, wurde in der Nacht zum 9.10. zum Wrack. Er wurde gesunken an der Pier in Eidkjosen vorgefunden. Nur noch ein Teil des Bugs ragte aus dem Wasser. Das Schiff gehörte der Arctandria - Tromsø Kystlag und begann seine Laufbahn 1906 in Salten als Segelschiff. Nach einer Strandung 1912 erhielt er einen Motor. Im 2. Weltkrieg wurde die “Lyra” als Munitionstransporter und zum Transport russischer Kriegsgefangener durch die Deutschen genutzt. Bis 1985 war sie aktiv im Fischfang tätig und wurde vor 18 Jahren im nordnorwegischen Gratangen zuletzt überholt. Sie war aber wohl in keinem guten Zustand gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



11 Vermisste nach Kutterunglück vor China
(09.10.13) 11 Mann eines chinesischen Kutters wurden vermisst, nachdem dieser am Morgen des 8.10. vor der Jiangsu Provinz kenterte. Das Unglück ereignete sich gegen 10 Uhr rund 25 Meilen von der Küstenstadt Qidong entfernt. Eine Suchaktion wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote und drei Vermisste bei Untergang vor Djerba
(09.10.13) Zwei Fischer kamen ums Leben, drei wurden vermisst, nachdem am 8.10. der 24 Meter lange tunesische Trawler “Mohamed Slim – SF 1101” 45 Meilen vor Gabes sank. Das Unglück ereignete sich in der Borj Jlij-Region von Djerba. Sieben Mann wurden gerettet, nachdem das Schiff um 13.40 Uhr SOS gefunkt hatte, weil es in schwerer See leckgeschlagen war. In Sfax stieg ein Helikopter mit zwei Tauchern an Bord auf, und zwei Patroullienboote des Militärs in Medenine und Sfax liefen aus. Auch andere Fischereifahrzeuge kamen zu Hilfe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturmoddyssee der “Anna Jinky” ohne Happy End
(09.10.13) Der mit 10,517 Säcken Düngermittel beladene Frachter “Anna Jinky” lief am 7.10. gegen 22 Uhr vor Bonbon in Oslob auf der Fahrt von Isabel in Leyte nach Dipolog City auf Grund. An Bord des Schiffes der Lilygene Sea Transport Corporation aus Cebu befanden sich 19 Mann.
Das Schiff hatte wegen schlechten Wetters vor Oslob Schutz gesucht, geriet aber in zu flaches Wasser. Eines der Besatzungsmitglieder rief dann seinen Vater in Dalaguete an, der die Polizei in Oslob alarmierte. Nachdem der Seegang am 8.10. gegen ein Uhr nachgelassen hatte, machten sich zwei Besatzungsmitglieder auf den Weg an Land und wurden in der Polizeistation untergebracht. Die übrigen 17 blieben auf ihrem Schiff.
Bereits am 6.10. gegen 18 Uhr hatte der Frachter vor Naga City bei der Apo Cement Corp. Wetterschutz gesucht. Nachdem der Seegang am 7.10. gegen vier Uhr nicht mehr so stark war, wurde die Reise fortgesetzt, doch nur drei Stunden später frischte der Sturm wieder auf. Nachdem auch die Maschine Probleme bereitete, wurde vor Argao ein weiteres Mal geankert. Gegen 18 Uhr ging es weiter, doch nur vier Stunden später folgte die Strandung in Oslob. Ein Schlepper sollte den Frachter nun wieder flottmachen. <
Quelle:Tim Schwabedissen



Flammen zerfraßen Kutter in Port Hope Simpson
(09.10.13) Der 55 Fuß lange kanadische Kutter "Labrador Current" wurde am 8.10. durch ein Feuer in Port Hope Simpson zerstört. Die örtliche Feuerwehr wurde kurz vor Mitternacht alarmiert. Zu der Zeit war der Krabbenkutter bereits von der Pier losgeworfen worden, um nicht andere Schiffe zu gefährden. In der Nähe befanden sich sieben Fahrzeuge und ein Öltank. Der Kutter trieb in Landnähe weiter, während aus dem Maschinenraum Rauch aufstieg. Offenes Feuer zerfraß dann den hölzernen Rumpf weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leck im Rumpf mit Handschuh gestopft
(09.10.13) Auf dem Datteln-Hamm-Kanal wurde bei Malerarbeiten auf der 41 Jahre alten, 10 Meter langen Yacht „Sabrina II“ vom Eigner eine rostige Stelle und ein kleines Leck entdeckt, durch das Wasser ins Innere des Schiffes strömte, sodass es&xnbsp;zu sinken drohte. Durch die herbeigerufene Feuerwehr wurde das Leck am Nachmittag&xnbsp;des 7.10., mit Hilfe eines Handschuhs zunächst notdürftig abgedichtet. Danach wurde ein Kran in den Herringen Yachthafen beordert, um das Schiff an Land heben und dort untersuchen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Neptune” (Bild: USCG)   Großbild klick!
Kampf gegen Ölverschmutzung in Haines nach Kutteruntergang
(08.10.13) Die Ölverschmutzung im Haines Small Boat Harbor konnte eingedämmt werden, nachdem der 76 Fuß lange Fischtender “Neptune” am 5.10. gegen ein Uhr an seinem Liegeplatz gesunken war. Als der Hafenkapitän das aufziehende Unheil in jener Nacht wahrnahm, war der Maschinenraum bereits geflutet, und das Achterdeck stand unter Wasser.
Es wurde noch versucht, Gaspumpen in Betrieb zu setzen, doch das Schiff neigte sich von seinem Liegeplatz weg nach Steuerbord, und um niemanden zu gefährden, wurde es losgeschnitten und das Dock evakuiert. Binnen einer Dreiviertelstunde waren dann Ölsperren an der Hafeneinfahrt ausgebracht worden. Der Bootseigner informierte die Einsatzkräfte, dass sich 1,600 Gallonen Öl an Bord befanden. Am Morgen wurde der Hafen für den Verkehr gesperrt, um zu verhindern, das Öl sich in den Port Chilkoot und den Lynn Canal ausbreitete.
Dieselgeruch breitete sich bei Haines aus, und als die Ebbe einsetze, war eine schwarze Dieselspur am Wellenbrecher und den grasbewachsenen Strandbereichen zu sehen. Ein örtlicher Taucher untersuchte das Wrack unterdessen, um die Ölventile zu schließen. Die Coast Guard und das Alaska Department of Environmental Conversation trafen gegen Mittag ein und mobilisierten die Ölbeseitigungsfirma Southeast Alaska Petroleum Resource Organization (SEAPRO). Es wurde Kuttern im Tagesverlauf erlaubt, den Hafen zu verlassen.
Vorher aber wurden sie gestoppt und vor dem Festmachen mit Hochdruckreinigern an einer Dekontaminationsstation gesäubert. Danach machte sich ein 15-köpfiges Team daran, ölabsorbierende Pads mit kleinen Booten im Hafen auszulegen. Die aus Holz gebaute „Neptune” gehört der is Ocean Beauty Seafood und wurde 1937 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Robert James” sinkt (Bild: USCG)   Großbild klick!
Kutter sank vor Gardiners Island
(08.10.13) Die US Coast Guard rettete am 7.10. die dreiköpfige Crew des 41 Fuß langen Kutters “Robert James”. Das Schiff war vor Gardiners Island, New York, leckgeschlagen und hatte rasch zu sinken begonnen. Die Crew wurde angewiesen, Rettungswesten anzulegen, während ein 47-Fuß-Boot Coast Guard Station Montauk auslief. Als es am Havaristen eintraf, hatte sich die Besatzung auf den Bug des bereits teilweise überspülten, in Groton, Connecticut, beheimateten Schiffes geflüchtet. Sie konnte abgeborgen werden, ehe der Kutter sank. Wegen der gefährlichen Lage war gar nicht erst versucht worden, ihn zu lenzen. Zum Zeitpunkt des Untergangs herrschten Windgeschwindigkeiten von 20-25 Meilen und Wellenhöhen von einem Meter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schnellfähre rammte Tonne
(08.10.13) Die britische Katmaranfähre "Red Jet", 209 BRZ (IMO-Nr.: 8954415), kollidierte am 3.10. mit der Hythe Knock Tonne. Eine Untersuchung durch die Reederei Red Funnel zeigte, dass menschliches Versagen Schuld an dem Zusammenstoß war. Der Kapitän gab danach sein Kommando auf. Durch den reparaturbedingten Ausfall der Fähre blieb im Dienst vom Festland zur Isle of Wight nur ein Schiff, sodass die planmäßige Überholung der "Red Jet 4" verkürzt wurde und sie in der kommenden Woche in den Dienst zurückkehrt. Am 16.10. sollte der fahrplanmäßige Verkehr wieder laufen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Achterschiff der Smart 1000 Meter tiefer gelegt
(08.10.13) Am 5.10. wurde das Achterschiff des unter Panama-Flagge registrierten Bulkcarriers “Smart" von dem Schlepper “Smit Amandla” von der Strandungsstelle vor Richards Bay abgeschleppt und nach einer letzten Reise von 28 Meilen vor der südafrikanischen Küste auf 1000 Metern Wassertiefe versenkt. Die „Smit Amandla“ hatte am 2.8. Kapstadt verlassen.
Mit Dyneema-Trossen machte sie an der Steuerbordseite des Wrackstücks fest und bekam dieses bei Hochwasser, begünstigt von hoher Dünung, gegen 15 Uhr los, sodass es abgeschleppt werden konnte. Für diese Operation war der Schiffsverkehr nach und aus Richards Bay von 13 bis 18 Uhr gestoppt worden. Vorausgegangen waren sieben Wochen harter Arbeit, in denen das Öl aus den Tanks gepumpt worden war sowie umweltgefährdende und lose Materialien von Bord geholt wurden. Außerdem waren 10 000 Tonnen Kohleladung von Bord befördert worden.
Weitere 50 000 Tonnen waren bereits nach dem Zerbrechen des Frachters am 19.8. rund 250 Meter vom Alkant Strand entfernt über Bord gegangen. Insgesamt waren fast 150000 Tonnen Ladung und 1 900 Tonnen Brennstoff an Bord gewesen.
Das Vorschiff verblieb vorerst noch an der Strandungsstelle. Der mit neun Laderäumen ausgestattete Frachter war zwischen Luke sieben und acht zerbrochen. Danach waren die vorderen drei Laderäume noch über Wasser gewesen, inzwischen ragen nur noch eineinhalb Ladeluken aus der See. Die Kohle im Innern ist zu Schlamm geworden, der mit Unterwasserpumpen von Bord befördert werden muss. Für diese Bergungsphase wurde nun die Ausschreibung fertiggestellt, und in den kommenden Wochen wird die Auftragsvergabe für diese anspruchsvolle Arbeit erwartet.
Die Lage des Vorschiffs hat sich nach der Havarie stets verändert, und das heißt, dass auch die Arbeitsausführung den Bedingungen angepasst werden muss. Was die Kohle auf dem Meeresgrund betrifft, so war die Hoffnung, sie im Zuge der regulären Baggerarbeiten im Hafen beseitigen zu können. Es trieben aber auch schon Kohleklumpen an den Strand. Das Council for Scientific and Industrial Research nahm regelmäßige Wasserproben. Die “Smart”, 151279 tdw (IMO-Nr.: 9137959), wurde 1996 erbaut und hatte als Manager die griechische Unimar Success S.A.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vergebliche Suchaktion auf der Nordsee vor Den Helder
(08.10.13) Gegen 15.30 Uhr des 7.10. wurde die Suche nach den drei vermissten Besatzungsmitglieder des holländischen Wachschiffes “Maria” 154 BRZ (IMO-Nr.: 5205435), vor Den Helder ergebnislos eingestellt. In den Stunden nach dem Untergang war ein 70-80 Quadratmeilen großes Seegebiet mehrfach intensiv durchkämmt worden.
An der Operation waren Boote der KNRM-Stationen Den Helder, Egmond aan Zee, Wijk aan Zee und De Cocksdorp, die ZrMs "Snelliu", ein AB-412-Heilkopter der Air Base Leeuwarden und ein Cougar-Transporthubschrauber des 300 Luft-Geschwaders, mehrere Handelsschiffe und 10 Kutter beteiligt gewesen. Die ZrMs „Snelliu“ sammelte die aufgetriebenen Rettungsinseln der „Maria“ ein. Gegen Mittag war das sechs Mann starke Taucherteam, das mit der ZrMs "Cerberus" aus Den Helder zur Unglücksstelle gebracht worden war, zum Wrack abgestiegen und hatte durch die Scheiben des Ruderhauses ins Innere gespäht.
Ein Eindringen war zu riskant erschienen, ehe die Stabilität des Schiffes geklärt worden war. Die Marine setzte auch ein ROV zur Untersuchung des Wracks und seiner Umgebung ein. Es fand sich aber keine Spur der zwei Philippinos und eines Indonesiers, die wahrscheinlich nicht rechtzeitig aus dem Schiff kamen. Die zwei weiteren Besatzungsmitglieder von den Kapverden, die die „Vertrouwen“ nach der Kollision gerettet hatte, waren wohlauf. Der Kutter lief im Tagesverlauf nach Den Helder ein, wo die Besatzung von der Polizei befragt wurde. Die Wrackposition wurde von der Küstenwache mit Tonnen markiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Bohol Island auf Grund gelaufen
(08.10.13) Der unter philippinischer Flagge laufende Frachter “Jake Vincent Dos” lief am 2.10. bei Mabini vor Bohol Island wegen eines fehlerhaften GPS auf Grund. Das Schiff war mit Getreide und Reis beladen. Bergungsversuche scheiterten. Ein Leck, das in den Rumpf gerissen worden war, konnte abgedichtet werden Ein anderes Schiff der Reederei wurde zum Havaristen geschickt, um die Ladung zu leichtern. Diese Arbeiten waren am 8.10. noch im Gange. Die “Jake Vincent Dos”, 1600 tdw (IMO-Nr.: 7700972), wurde 1977 erbaut und läuft für die Villa Shipping Lines Inc.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker auf Wolga-Kanal auf Grund gelaufen
(08.10.13) Der russische Fluss-See-Tanker “ Optimaflot” lief am 6.10. auf dem Wolga-Kaspisches-Meer-Seekanal bei Kilometer 126 auf der Fahrt von Turkmenbashi in Turkmenistan nach Astrakhan auf der Wolga mit 2783 Tonnen Diesel an Bord auf Grund. Der Verkehr auf dem Kanal wurde um Mitternacht zwischen den Kilometern 125 und 126 gesperrt. Der Eigner rief Schlepper, die nach Ansteigen des Wassers den Havaristen wieder flott machen sollten. Die “Optimaflot”, 3345 tdw (IMO-Nr.: 7942881), wurde 1981 erbaut und hat als Manager die EWL-Transshipping LLCin Moskau.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Gerettete und eine Vermisste nach Kutterstrandung vor Coos River
(08.10.13) Die U.S. Coast Guard rettete am 7.10. zwei Männer und den Bordhund des 30 Fuß langen Kutters “Ruth”, der nahe Coos Bay, Oregon, auf Grund gelaufen war. Die Küstenwache hatte am 6.10. um 22.21 Uhr ein Notsignal aufgefangen und ein Boot geschickt, um die Lage zu klären. Es fand das EPIRB um 4.56 Uhr zwei Meilen vor der Mole inmitten eines kleinen Trümmerfeldes. Ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station North Bend lokalisierte dann die beiden Schiffbrüchigen um 7.12 Uhr am Nordende der Nordmole der Coos Bay, winschte sie auf und flog sie ins Bay Area Hospital in Coos Bay. Sie hatten die Steine erklimmen können, nachdem ihr Kutter auf der Mole gestrandet war. Eine 50-jährige Frau aber wurde vermisst. Eine Dolphin Crew er Air Station North Bend und drei Rettungsboote der Station Coos Bay sowie die Coos County Sheriff's Deputies und das Charleston Fire Department starteten eine Suchaktion. Von Land her wurde entlang des Cape Arago Highway Ausschau gehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Opferzahl nach Untergang vor Lampedusa nun bei 232
(08.10.13) Am 7.10. drangen Taucher erstmals in den Rumpf des vor Lampedusa gesunkenen Trawlers ein und bargen weitere 38 Leichen aus dem Wrack. Sie mussten dabei buchstäblich eine Wand von Toten überwinden. Sie waren dergestalt ineinander verklammert, dass es sehr schieri war, sie zu lösen. Insgesamt wurden nun 232 Tote geborgen. Mit Spezialausrüstung konnten die Taucher jeweils 30 Minuten lang in dem 47 Meter tief liegenden Wrack arbeiten. Es gelang ihnen dabei, auch herumtreibende Trümmer wie Matratzen, Abdeckungen und Niedergänge zu räumen, die das Eindringen ins Schiff behinderten. Die Arbeiten würden noch etwa zwei Tage andauern, hieß es bei der Küstenwache. Die Überlebenden hatten ausgesagt, dass mindestens 500 Menschen sich auf dem 18 Meter langen Trawler gedrängt hätten, als er sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht demolierte Marina
(08.10.13) Ein Boot sank und mehrere weitere wurden beschädigt, als am 5.8. eine Fairline-Luxusyacht in die Mandurah Ocean Marina einlief und dabei gegen 15 Uhr mit einer Yacht kollidierte. Diese ging unter, und nur noch der Mast ragte aus dem Wasser. Auch eine Reihe von Haus- und Motorbooten wurde in Mitleidenschaft gezogen. In der Marina soll vom 11. – 13.10. die Mandurah Boatshow stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht sank im Oberwinterer Hafen
(08.10.13) Eine zehn Meter lange Yacht sank in der Nacht zum 4.10. im Oberwinterer Hafen des Bonner Yacht-Clubs. Am Morgen wurde die Bescherung von Anrainern bemerkt. Warum das Schiff leckschlug, war noch unbekannt. Es lag seit Ende Mai in dem Hafen, nachdem der ungarische Eigner seine Reise aus den Niederlanden nach Budapest wegen eines Getriebeschadens dort hatte unterbrechen musste. Noch am selben Tag wurde ein Zehn-Tonnen-Kran angefordert, um das Wrack zu bergen. Die Yacht, die einen Wert von rund 15000 Euro hatte, dürfte wohl ein Totalverlust sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Toter auf ausgebrannter Yacht könnte Welser sein
(08.10.13) Vor der Küste Venezuelas ging am 2.10. die Yacht „Escape V“, eine First 42, in Flammen auf. Fischer hatten zuvor das brennende Schiff auf See entdeckt, einem Löschboot gelang es dann, die Flammen zu löschen. Danach machten Polizisten bei der Untersuchung eine grausige Entdeckung: Sie fanden die verkohlten Überreste einer Person an Bord. Es handelte sich wahrscheinlich um den österreichischen Skipper, der mit seinem Boot seit Mitte September in venezolanischen Gewässern unterwegs war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige Austernfischer schwammen an Land
(08.10.13) Am Nachmittag des 7.10. sank in schweren Regenfällen der 30 Fuß lange Kutter “Miss Charlotte” im Tangier Sound vor Deal Island. Die zweiköpfige Crew schwamm rund 100 Meter von Haines Point entfernt an Land. Das Unglück war gegen 16 Uhr von dem Maryland Department of Natural Resources bemerkt worden. Die beiden Fischer kamen vom Austernfang zurück. Sie wurden nach ihrer Rettung ins Peninsula Regional Medical Center gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weltumsegler blieben nur angetriebene Fotos und ein GPS
(08.10.13) Mit einem Schiffbruch endete die versuchte Weltumsegelung des ehemaligen Feuerwehrmann Duane Jones aus Oak Harbour am 28.9. Nun ragt nur noch der Mast seiner 40 Fuß langen Yacht „The Rock“ stark geneigt aus der Brandung vor Ocean Shores, wo die See dem Boot ein Grab schaufelt. Der Skipper war am Unglückstag auf dem Weg von Oregon nach Mexiko, als ihn ein Sturm mit 30 Fuß hohen Wellen ereilte.
Er war einen Tag schneller als erwartet heraufgezogen. Der Segler versuchte, von der Küste freizukommen, doch die gewaltige Brandung verhinderte, dass er vorankam. Das gesamte Ruderhaus wurde mehrfach überflutet, und das Wasser im Boot stieg schneller, als Jones es auspumpen konnte. Deshalb rief er die U.S. Coast Guard zu Hilfe. Ihm war klar, dass sein Boot sinken würde. Er zog einen Überlebensanzug und Schwimmflossen an.
Als ein Hubschrauber eintraf und er einen Rettungsschwimmer sah, sprang er von seinem Boot ins aufgewühlte Meer und konnte unversehrt an Bord gezogen werden. Anders als erwartet, ging „The Rock“ aber nicht unter, jedenfalls noch nicht. Das Boot trieb noch 150 Meilen weit durch den Sturm, ehe es vor Ocean Shores strandete und tatsächlich überflutet wurde. Am 7.10. kehrte Jones ein letztes Mal zu seinem Boot zurück und traf sich mit einem Polizeioffizier, der ihm das GPS und einige Fotos, die aus der Yacht an Land getrieben worden waren, übergab. Alle anderen Habseligkeiten verlor er mit dem Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote und zwei Vermisste in Dalian
(08.10.13) In Dalian, in der nordostchinesischen Liaoning Provinz kenterte am Morgen des 8.10. ein Kutter mit einer neunköpfigen Besatzung. Fünf der Fischer konnten gerettet werden, zwei weitere kamen ums Leben, die übrigen beiden wurden noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter vor Vietnam riss sich los und trieb durch stürmische See
(08.10.13) Der schwer angeschlagene, unter Panama-Flagge laufende Frachter "Bright Royal", 16445 BRZ (IMO:8406913), der am 4.10. vor Ly Son gestrandet war, riss sich bei Sturm mit 50 Knoten Windgeschwindigkeit und hoch gehender See am 7.10. von den Korallenriffen, auf denen er aufgesessen hatte, los und trieb 100 Meilen weit in Richtung Quy Nhon in der Binh Dinh Provinz. Er befand sich zuletzt rund 26 Meilen vor der Küste.
Am 5.10. hatte die 24-köpfige Crew das Schiff verlassen. Maschinenraum und zwei Laderäume sowie Öltanks waren aufgerissen worden. Große Sorge galt deshalb weiterhin den 387 Tonnen Öl, von denen ein Teil bereits ausgelaufen war. Die "Bright Royal" war mit über 27,200 Tonnen Klinker von Vung Ang (Ha Tinh) nach Bangladesh gewesen, als sie aus ungeklärter Ursache vom Kurs abkam. Das Quang Ngai Border Guard High Command schickte zwei Boote zur “Bright Royal”, um zu versuchen, sie zu verankern. Aich die Coastal Information Station in Da Nang wurde alarmiert, um Schiffe vor dem Havaristen zu warnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wachschiff "Maria" (Bild: Willem Overduin)   Großbild klick!
Drei Vermisste auf der Nordsee vor Den Helder
(07.10.13) In der Nacht zum 7.10. um 1.30 Uhr kollidierte der von Texel aus operierende, holländische Trawler "Vertrouwen-&xnbsp;TX 68", 438 NRZ (IMO-Nr.: 9065455), mit dem holländischen Wachschiff "Maria", 154 BRZ (IMO-Nr.: 5205435), das eine Bohrplattform 40 Kilometer südwestlich von Den Helder bewachen sollte.
Die "Maria", die 1948 als Trawler „Gorredijk“ erbaut wurde, sank binnen 20 Minuten unweit Plattform "Helm-A" auf rund 25-30 Metern Tiefe. Zwei Mann ihrer fünfköpfigen Crew wurden unmittelbar danach von der “Vertrouwen” aus der Nordsee gerettet, drei weitere wurden vermisst. Sie waren zuletzt in einer Tür am Oberdeck gesehen worden und trugen Rettungswesten. Eine Suchaktion mit drei KNRM-Booten der Stationen Den Helder, Egmond aan Zee, Wijk aan Zee und De Cocksdorp, zwei Marinehubschraubern, der “Snelliu” der Marine, einem Hubschrauber der Küstenwache, 10 Kuttern sowie mehreren Handelsschiffen wurde eingeleitet.
Vor Ort herrschte Südwestwind von 2-3 Beaufort. Taucher der Marine machten sich von Den Helder aus an Bord der “Cerberus” auf den Weg zur Unglücksstelle. Möglicherweise waren die Vermissten beim Untergang im Wrack eingeschlossen worden. Bei einer ersten Inspektion durch die Fenster des Ruderhauses wurde aber niemand entdeckt. Nun galt es zunächst die Stabilität des Wracks zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Glückloser Segler nach neun Havarien verhaftet
(07.10.13) Der Segler Tim Freeman, 24, wurde von der Polizei in Warwickshire verhaftet, nachdem er seine 24 Fuß lange Yacht „Reginald“ am 3.10. vor Studland auf den Strand gesetzt hat. Es war die letzte von insgesamt neun Havarien binnen eines Monats, die die Küstenwache 20000 Pfund kosteten. Allein vor Sussex musste er fünf Mal gerettet werden, und aus Sicherheitsgründen beschlagnahmte die Maritime and Coastguard Agency das 21-Fuß-Boot danach. Doch er kaufte wenig später die „Reginald“ in Plymouth. Das Sidmouth Lifeboat wurde alarmiert, als er damit der Küste auf dem Weg nach Swanage allzu nahe kam.
Dann geriet ihm eine Leine in den Propeller. Schließlich setzte er das Boot auf Grund, nachdem er in einem schmalen Fahrwasser in Poole die Orientierung verloren hatte. Obwohl ihm die Küstenwache riet, nicht wieder auszulaufen, verließ er am 3.10. den dortigen Wareham Quay, um kurz darauf am Knoll Beach, Studland, festzukommen. Die Polizei fand ihn in der Brandung stehend vor, als er versuchte, mit einer Leine Kontrolle über die Yacht zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yachtcrew im Südpazifik gerettet
(07.10.13) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Pacific Islander II", 17134 BRZ (IMO-Nr: 9255921) rettete bereits am 26.9. die dreiköpfige Crew einer Yacht, die im Südpazifik in Seenot geraten war. Die in "Pacific Islander II" war auf der Fahrt vom Hafen Nuku’alofa in Tonga nach Noumea, New Caledonia, als sie von dem MRCC in Neuseeland um Hilfeleistung gebeten wurde. Die "Pacific Islander II" nahm sofort Kurs auf das Boot und barg um 19:13 Uhr dessen Crew wohlbehalten ab. Sie wurde am 28.9. in Noumea abgesetzt. Der Frachter lief am 1.10. wieder aus mit Kurs Kaoshiung, wo er am 12.10. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre mit Maschinenschaden nach Southampton eingeschleppt
(07.10.13) Am 3.10. erlitt die italienische Fähre "Eurocargo Salerno", 29303 BRZ (IMO-Nr.: 9175494), Maschinenschaden vor Selsey Bill auf der Fahrt von Antwerpen nach Lagos. Sie wurde von dem in Southampton stationierten Schlepper “Svitzer Bentley” zur Reede von Nab vor der Isle of Wight geschleppt und von dort am Nachmittag des 4.10. in den Hafen von Southampton von der „Apex“ der Solent Towage, die normalerweise am Fawley Oil Terminal liegt. Die „Svitzer Bentley“ diente als Heckschlepper. Um 13.10 uhr war die Reede von Portsmouth Anchorage erreicht, und um 20 Uhr machte die Fähre am Railway Terminal fest. Bis zum 7.10. sollten nun in Southampton die notwendigen Reparaturen erfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Forschungsschiff in San Diego
(07.10.13) Die Feuerwehr von San Diego bekämpfte am 6.10. ein Feuer im Maschinenraum des britischen Forschungsschiffes “Dorado Discovery”, 5099 BRZ (IMO-Nr.: 8715156), das am 10th Avenue Marine Terminal lag. Der Brand war um 14.26 Uhr gemeldet worden und gegen 15 Uhr unter Kontrolle. Das Schiff der Hays Ships Ltd. war von der Odyssey Marine Exploration, Inc., Tampa, gechartert und ist speziell für die Suche nach Mineralien ausgestattet. Die Reparatur dürfte rund eine Woche dauern. Die Untersuchung durch die Coast Guard könnte das für den 16.10. geplante Auslaufen verzögern. Als Brandursache wurde die Explosion von Sauerstoffcontainern angenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verschleppung von Ölbarge von Holland nach Nigeria unter keinem guten Stern
(07.10.13) Der unter Belize-Flagge laufende Schlepper "More", 335 BRZ (IMO-Nr.: 7924243), der am 1.10. mit dem holländischen Binnentanker “Valletta”, 1062 ts (ENI-Nr.: 02005596), am Haken von Rotterdam aus Kurs auf Nigeria genommen hatte, geriet kurz nach dem Passieren von Hoek van Holland in Schwierigkeiten und steuerte den Landschutz der englischen Küste an. Am 4.10. warf er vor Torquay Anker. Am 6.10. wurde der unter Vanuatu-Flagge laufende Schlepper "Ferox" (MMSI-Nr.: 576441000) beauftragt, den Transport der Ölbarge nach Afrika fortzusetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler in Melbu
(07.10.13) Am 6.10. um 22.40 Uhr brach im Maschinenraum des britischen Trawlers "Norma Mary", 2342 BRZ (IMO-Nr.: 8704808), im Hafen von Melbu ein Feuer aus. Dort war das Schiff gegen 14 Uhr von Cuxhaven kommend eingelaufen. Als die örtliche Feuerwehr, die von der Crew alarmiert worden war, eintraf, hatte diese den Brand bereits gelöscht. Doch ein Mann hatte dabei Rauch eingeatmet und wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Einige Stunden später konnte er aber an Bord zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter von Marineschiff vor Sri Lanka gerammt
(07.10.13) Der indische Kutter “Vatan” kollidierte am 6.10. mit der „TN-10, MM 119” der Marine Sri Lankas. Er gehörte zu einer Flotte mehrerer hundert Boote, die am Vortag in See gestochen waren und von der Marine von dem Seegebiet Sri Lankas ferngehalten werden sollten. Das Schiff mit seiner vierköpfigen Crew konnte sich Richtung Küste in Sicherheit bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Tote bei Trawlerbrand
(07.10.13) Drei Fischer kamen ums Leben, zwei weitere wurden verletzt, als ihr Trawler “Maa Durga” am 5.10. um 23.30 Uhr in der Bay of Bengal, 60 Meilen vor Paradip, in Brand geriet. Sie hatten in ihrer Kajüte geschlafen. Fünf weitere Seeleute konnten von dem Trawler „Babu Halder“ gerettet werden. Der Brand wurde durch Funkenschlag einer Batterie ausgelöst, das Feuer erfasste Behälter mit Diesel. Die indische Coast Guard schickte die “Rajkiran”, die am 6.10. gegen vier Uhr eintraf, um erste Hilfe zu leisten und den Havaristen nach Paradip zu schleppen. Hier wurden die Verletzten ins Hafenkrankenhaus gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Anleger in Sydney
(07.10.13) Die australische Fähre "Marlene Mathews" (MMSI-Nr.: 503376600) kollidierte am 6.10. um 12.30 Uhr mit einem Poller am Circular Quay in Sydney. Sechs Personen wurden verletzt, ein Mann kam ins St. Vincent-Krankenhaus, die übrigen wurden vor Ort versorgt. Das 38 Meter lange Schiff mit 230 Passagieren an Bord war auf dem Parramatta River im Einsatz, als es Wharf 5 rammte. Die Eigner, die Harbor City Ferries, leiteten eine Untersuchung ein, der Havarist wurde zur Reparatur eines geringen Bugschadens zur betriebseigenen Werft verholt.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Favorite Diamond" (Bild: Willi Thiel)   Großbild klick!
Frachter rammte Mole in Brunsbüttel
(06.10.13) Der britische Frachter "Favorite Diamond", 2967 BRZ (IMO-Nr.: 9374727), kollidierte nach einem Maschinen-Blackout in Brunsbüttel am 6.10. um 13.45 Uhr mit der dortigen Mole 3 der Schleusenanlage. Das Schiff wurde durch eine Notankerung auf seiner Position gesichert und um 14.35 Uhr von den beiden Schleppern "Parat" und "Hans" freigebracht und in den Elbehafen zur weiteren Untersuchung gezogen. Der Frachter war auf der Fahrt von Stettin nach Cork.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach treibender Motoryacht auf falscher Position
(06.10.13) Vor der Küste von Devon wurden am 5.10. zwei Männer gerettet, deren Boot “Flying Fox” Motorausfall erlitten hatte und auf See hinaus trieb. Um 13.18 Uhr fing die Brixham Coastguard einen Funkspruch mit den Worten “Hello Hello” auf. Die Männer meldeten dann ihre Lage und sagten, sie glaubten, eine oder zwei Meilen vor den Blackpool Sands zu sein. Wie sich herausstellte, waren sie aber tatsächlich fünf Meilen von dieser Position entfernt. Der Skipper der “Shiraz” war in die angegebene Richtung gelaufen, konnte das Boot aber nicht finden. Daraufhin wurde das Dartmouth Coastguard Rescue Team alarmiert, um von der Küste aus zu suchen, und ein PAN PAN-Ruf ausgestrahlt.
Mit Mobiltelefon wurde Kontakt zur “Flying Fox” gehalten und deren Crew aufgefordert, Notraketen abzuschießen, doch auch diese wurden nicht gesichtet. Nun sollte ein Rauchzeichen gegeben werden und der unter Panama-Flagge registrierte Tanker “NCC Najem”, 29168 BRZ (IMO-Nr.: 9459022), der von Tanger nach Mongstad laufend in der Nähe war, gebeten, Ausschau zu halten. Tatsächlich sichtete dieser das Rauchsignal fünf Meilen achteraus. Nun konnte die “Flying Fox” vom Kutter “William Harvey” in Schlepp genommen und nach Dartmouth gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schwergutfrachter erlitt Maschinenausfall
(06.10.13) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Schwergutfrachter “Zhen Hua 20” erlitt am 4.10. Maschinenausfall auf Position 30 45 S 013 16 O. Er war unterwegs von Hong Kong zum Rio de La Plata. Die “Zhen Hua 20”, 47801 tdw (IMO-Nr.: 7826180), wurde 1983, erbaut und hat als Manager die Shanghai Zhenhua Shipping Co.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Vietnam auf Felsen aufgerissen
(06.10.13) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier “Bright Royal” lief am 4.10. um 3.46 Uhr sechs Meilen nordöstlich der vietnamesischen Insel Ly Son südlich von Da Nang auf Felsen. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen, und es kam zu Wassereinbruch in zwei Laderäumen. Öl lief aus zwei Tanks mit 387 Tonnen Inhalt und verteilte sich über die Wasseroberfläche. Das Quang Ngai Steering Committee for Flood and Storm Prevention and Control wurde alarmiert und organisierte Hilfe für die 24-köpfige Crew, die aber auf Anweisungen der Reederei wartete.
Am Abend des 5.10. wurde sie aber unversehrt abgeborgen und nach Quang Ngai gebracht, während Berger von Hi - Tram (Ðà N?ng) das schwer angeschlagene Schiff ansteuerten. Das Quang Ngai Steering Committee for Flood and Storm Prevention and Control leitete Maßnahmen zur Rettung der Crew und zur Ölbekämpfung an. Die Grenztruppen der Quang Ngai Provinz schickten 60 Helfer. Der Frachter war mit 27250 Tonnen Klinker auf der Fahrt von Vung Ang, Vietnam, nach Bangladesch. Die “Bright Royal”, 228259 tdw (IMO-Nr.: 8406913), wurde 1985 erbaut und hat als Manager die Vanguard Maritime Ltd., Bangladesch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor japanischer Küste
(06.10.13) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter “Safmarine Makutu” kollidierte am 2.10. gegen 21 Uhr mit dem unter Singapur-Flagge registrierten Frachter “Pices” rund neun Meilen östlich der Insel Shikoku in der Tokushima Präfektur. Beide Schiffe wurden leicht beschädigt, konnten aber ihre Reisen fortsetzen. Die “Safmarine Makutu” war von Osaka nach Busan, Südkorea, die “Pices” nach Toyohashi in der Aichi Präfektur unterwegs. Die Besatzungen von 13 bzw. 21 Mann blieben unversehrt. Die “Safmarine Makutu”, 61407 tdw (IMO-Nr.: 9318319), die eine Containerkapazität von 4154 TEU hat, wurde 2007 erbaut und hat als Manager die Möller Singapore Pte. Ltd, die “Pices”, 6572 tdw (IMO-Nr.: 9365439), wurde 2007 erbaut und hat als Manager die Shinsung Shipping Co. Ltd. in Südkorea.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Jahre nach Rena-Strandung wird Bergung der Aufbauten vorbereitet
(06.10.13) Zwei Jahre nach der Strandung des Containerfrachters "Rena" am 5.10.2011 auf Astrolabe Reef haben die Berger den Bug bis unterhalb der Wasserlinie abgebrochen und sind große Schritte im Aufklaren des Trümmerfelds, das sich nach dem Zerbrechen des Frachters im Januar 2012 ausgebreitet hat, vorangekommen.
Nun haben die Vorbereitungen zum Bergen des Aufbautenblocks von dem in 50 Metern Tiefe liegenden Achterschiff begonnen. Die Kranbarge "RMG 500" ist aus Singapur nach Neuseeland gebracht worden, wo sie nach dem letzten Auftrag, der Räumung von Wracks aus dem Bürgerkrieg in Sri Lanka, überholt worden war. Sie wurde von dem Schlepper "Resolve Gladiator" binnen 30 Tagen nach Neuseeland gebracht.
Hier wurde sie nun vorbereitet, die Sektion von je 250 bis 300 Tonnen zu heben. Sie wird von vier schweren Ankern von je 1000 Tonnen Zugkraft beim Zerschneiden der Aufbauten auf Position gehalten. Auf einer zweiten Barge wurden die 76 Millimeter starken Ketten sowie das Hebe- und Schneidegeschirr vorbereitet.
Am 15. oder 16.10. soll die eine Barge zum Aufnehmen der Wrackteile vor Ort eintreffen und mit 15 Tonnen schweren Ankerzügen fixiert werden. Die Taucher, die das Zerlegen vorbereiteten, wurden in den vergangenen Wochen von ruhigem Wetter begünstigt. Sie haben Führungen eingeschnitten, durch die die Sägeketten geführt werden. Bis Weihnachten, so die Hoffnung der Berger von Resolve, soll die Arbeit getan sein. Die Aufbautensektionen sollen dann binnen zweier Monate auf der Barge zerlegt und dann zum Verschrotten gebracht werden. Wo die 90 Meter lange und 30 Meter breite Barge dann liegen wird, war noch nicht beschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegischer Krabbenkutter in großen Schwierigkeiten
(06.10.13) Am 2.10. fing das norwegische MRCC um 1.30 Uhr über eine Funkstelle in den USA weitergeleitete Notsignale des norwegischen Krabbenkutters “"Havnefjell", 121 BRZ (IMO-Nr.: 8962187), aus der Barentssee auf. Über Vardø Radio wurde Funkkontakt hergestellt. Die sechsköpfige Crew war in großen Schwierigkeiten.
Das Schiff hatte Wassereinbruch, und die Pumpen kamen nicht dagegen an. Wegen Maschinenschadens konnten auch große Wassertanks, die seit dem Umbau vom Trawler an Bord waren, nicht gelenzt werden, um das Schiff zu stabilisieren. Die “Havnefjell” war eine Woche zuvor aus dem Kjøllefjord ausgelaufen. Das Patroullienboot "Andenes" setzte zusätzliche Pumpen an Bord ab, mit denen das eindringende Wasser gehalten werden konnte.
Eine Orion des Luftgeschwaders 133 war in Andøya aufgestiegen und hatte die "Andenes" zum Havaristen geführt und zu diesem sechs Stunden lang Kontakt gehalten. Eskortiert vom Küstenwachboot nahm er dann Kurs auf Båtsfjord, doch ging es in schwerer See nur langsam voran. Wegen eines Maschinenschadens wurde er schließlich in Schlepp genommen. Zwar war das Schiff nicht akut bedroht, die Crew aber nach tagelangem Kampf gegen die Probleme übernächtigt und erschöpft. Am 6.10. lief die “Havnefjell” in Hammerfest ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach Untergang von Flüchtlingsschiff “Szene wie im Horrorfilm”
(06.10.13) Nach dem Untergang eines Kutters mit rund 500 Flüchtlingen aus Eritrea und Somalia 500 Meter vor der italienischen Insel Lampedusa wurden bislang 143 Tote geborgen, hunderte weiterer Opfer befürchtet.
Das 20 Meter lange Schiff hatte vor der Nachbarinsel Isola dei Conigli am 3.10. Feuer gefangen, nachdem es zuvor Maschinenausfall erlitten hatte. Flüchtlinge hatten, nachdem drei Schiffe sie nicht beachtet hatten, Decken in Brand gesteckt, das Feuer hatte auslaufenden Treibstoff erfasst. Auf der Flucht vor den Flammen flüchteten viele Menschen auf eine Seite, das Schiff kenterte und sank gegen 6.30 Uhr auf 47 Metern Tiefe.
Dabei wurden unzählige Flüchtlinge im Laderaum eingeschlossen, viele andere konnten nicht schwimmen. Der Kutter war am 1.10. aus Misrata ausgelaufen. Fischer retteten zahlreichen Menschen das Leben, auch die Küstenwache, die 45 Minuten nach dem Bekanntwerden des Unglücks vor Ort eintraf, war fieberhaft im Einsatz. Insgesamt waren offenbar 518 Menschen an Bord, von denen nur 155 gerettet wurden. Vier Flüchtlinge, die sich in besonders kritischem Gesundheitszustand befanden, wurden in ein Krankenhaus nach Palermo geflogen.
Die anderen Überlebenden wurden im Auffanglager von Lampedusa untergebracht, Unter den geborgenen Toten waren auch vier Kinder und zwei schwangere Frauen. Taucher, die zum Wrack abstiegen, schilderten den Anblick, den sie vorfanden "wie in einem Horrorfilm”. Wegen hohen Seegangs durch Schirokko-Winde musste der Einsatz der rund 40 Taucher bis zum 6.10. zeitweilig unterbrochen werden. Dann wurden weitere 16 Tote gefunden.
Vor Ort konnten die Taucherteams nur jeweils 10 Minuten arbeiten. Es wurde darüber nachgedacht, das Schiff komplett zu heben. In jedem Fall war man optimistisch, aus dem Wrack alle Toten bergen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Kaimauer in Koudekerk
(06.10.13) Am 4.10. rammte ein 80 Meter langes ungarisches Binnenschiff einen Steiger in Koudekerk auf dem Alten Rhein. Es war frontal gegen eine Kaimauer gelaufen. Wie es so vom Kurs abkommen konnte, war unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Finnische Fähre lief auf Sandbank
(06.10.13) Am 5.10. lief die finnische Fähre "Nordic Duck", 202 BRZ (IMO-Nr.: 8634508), in den Schären von Pargas nördlich von Pensar auf der Fahrt von dort nach Kuggö am Vormittag auf Grund. Es war möglicherweise wegen eines Navigationsfehlers einer Sandbank zu nahe gekommen. Es gab keine Hinweise auf technisches Versagen. Die vier Passagiere wurden von einem Taxiboot an Land gebracht. Das Schiff konnte von der “Tursas” der Küstenwache sowie einem Patroullienboot aus Hitis wieder flottgemacht werden. In Granvik wurde der Rumpf von Tauchern untersucht, und nahm noch am selben Tag nahm das Schiff den Fährdienst von Granvik nach Pensar wieder auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff nach Maschinenausfall auf Coosa River evakuiert
(06.10.13) Das Fahrgastschiff “Roman Holiday” erlitt am Nachmittag des 5.10. gegen 14.15 Uhr auf dem Coosa River Maschinenausfall. Das Schiff der City of Rome lag manövrierunfähig fest, und andere Schiffe übernahmen die Fahrgäste, es handelte sich um 40 überwiegend ältere Personen. Der Havarist wurde vom Rome-Floyd Fire Department zu Heritage Park abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viele Tote bei Fährunglück auf Niger
(06.10.13) Bei einem Fährunfall kamen mindestens 18 Personen in Kokoli im Borugu-Bezirk von Niger am 5.10. gegen 16 Uhr ums Leben. Das altersschwache Schiff hatte 80 Händler an Bord, die vom Wochenmarkt in Kokoli ins 10 Kilometer entfernte Ulakami unterwegs waren. Es zerbrach und kentert auf halbem Wege auf dem Niger. Erst sechs Wochen zuvor, am 27.9., waren bei einem Unglück auf dem Niger 26 Menschen bei dem Dorf Malali im Borgu-Bezirk ums Leben gekommen, weitere 100 blieben vermisst. An Bord des jetzt verunglückten Schiffes waren 150 Personen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kuttereigner bei Explosion lebensgefährlich verletzt
(06.10.13) Als der Kutter “Andarlin” am 3.10. gegen 18 Uhr in Southampton explodierte, wurde dessen Skipper lebensgefährlich verletzt. Das Dach der Kajüte wurde durch die Wucht der Detonation hochgedruckt. Als die Polizei von Saugeen Shores und die Feuerwehr anrückten, stieg Rauch aus dem Schiffsinnern auf.
Ein Mann war über Bord geschleudert worden und trieb im Wasser. Er konnte nach kurzer Behandlung wieder aus dem Southampton Hospital entlassen werden. Der 63-jährige Eigner wurde schwer verletzt an Bord gefunden und ins Krankenhaus von Toronto geflogen. Das Ontario Fire Marshall’s Office und das Ministry of Labour leiteten eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Brand nach Dun Laoghaire eingeschleppt
(06.10.13) Ein 50 Fuß langer Trawler mit drei Mann an Bord wurde am 4.10. vom RNLI-Boot aus Dun Laoghaire geborgen, nachdem um 10.30 Uhr vor Bray Head ein Feuer an Bord ausgebrochen war. Die Irish Coast Guard in Dublin schickte das Boot zu Hilfe, das eine halbe Stunde darauf vor Ort war. Die Crew hatte den Brand bereits gelöscht, doch trieb ihr Schiff nun antriebslos in der See. Es wurde von dem Rettungsboot binnen zwei Stunden nach Dun Laoghaire eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper könnte von Regen versenkt worden sein
(06.10.13) Starke Regenfälle und die monatelange Abwesenheit des Eigners, der sein Schiff vernachlässigte, könnten den Untergang des historischen Schleppers "Chickamauga" in der Eagle Harbor Marina verursacht haben. Nach den Stürmen lenzte er das angesammelte Wasser nicht, sodass der Schlepper zu schwer wurde und auf Grund ging. Das 70 Fuß lange, 1915 erbaute Schiff war am Morgen des 2.10. an seinem Liegeplatz, an dem es restauriert wurde, gesunken. Die Coast Guard und eine Ölbeseitigungsfirma machten sich danach daran, auslaufendes Öl zu binden und aufzufangen. Taucher versuchten, das Ölleck zu finden und abzudichten.
Ein Team der Coast Guard Puget Sound Incident Management Division sowie die Global Diving & Salvage, Inc. aus Seattle waren dabei erfolgreich im Einsatz. Sie wurden dabei von der Feuerwehr unterstützt. Im Februar war der Schlepper in die Marina gekommen, um dort auf Slip zu gehen. Seitdem wurde der Eigner nicht mehr gesehen. Er hatte für zwei Monate Liegeplatzgebühren bezahlt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tsavliris schloss zwei Bergungen erfolgreich ab
(06.10.13) Nachdem die Ladung des maltesischen Bulkcarriers "Katherine", 17255 BRZ (IMO-Nr.: 9133290), bis zum 28.9. in Syros und Lavrio wieder an Bord genommen war, machte sich das Schiff auf den Weg nach Marghera, wo es am 7.10. erwartet wurde. Am 15.8. war der Frachter von den Bergern von Tsavliris an seine Eigner, die Katherine Navigation Ltd., zurückgegeben worden. Es war am 4.7. mit 26400 Tonnen Eisenbarren an Bord mit dem griechischen Bulkcarrier “Baru Satu”, 9978 BRZ (IMO-Nr.: 9233624), in der Straße von Karifea kollidiert.
Dessen Wulstbug hatten den Laderaum V aufgerissen, der daraufhin volllief. Die Berger von Tsavliris schichten den Schlepper "Megas Alexandros" aus Piräus. Sie fanden die "Baru Satu" mit schwer beschädigtem Bug und gefluteter Vorpiek und Laderaum I in der Seite der “Katherine” steckend vor. Auch die Schlepper "Alexander 5" und "Agios Nektarios" sowie das Ölbekämpfungsschiff “Aegis I” wurden zur Unglücksstelle in Marsch gesetzt.
Am 5.7. wurden Tauchuntersuchungen vorgenommen. Wegen schlechten Wetters wurde beschlossen, die Schiffe ineinander verkeilt in den Windschutz östlich von Kea zu bringen. Sie wurden von der "Megas Alexandros" and "Alexander 5" dorthin gebracht. Am 6.7. scheiterten Versuche, die "Baru Satu" zu befreien. Erst mussten deformierte Platten aus dem Rumpf der “Katherine” geschweißt werden. Am 7.7. gelang die Trennung.
Die "Megas Alexandros" zog, eskortiert von der "Alexander 5" und assistiert von der "Aegis I", die "Katherine" in die Bucht von Thoriko, wo der Havarist mit einem Ankersystem vorn und achteren fixiert wurde, um ihn auf Position zu halten. Zwei Bargen von 800 bzw. 1,500 Tonnen Kapazität sowie eine Kranbarge von 150 Tonnen machten sich dann daran, die Ladung zu löschen. Auch in die Laderäume II und III war Wasser durch die Bilgen vorgedrungen. Da die Ladung mit Seewasser reagieren kann, musste auf das Entstehen von Hitze und explosive Gasen geachtet werden. Ein Chemiker war zur Kontrolle vor Ort.
Am 9.7. begannen die Löscharbeiten. Am selben Tag bereits erhitzte sich die Ladung auf 62 Grad in Laderaum III, und Rauch stieg auf. Daraufhin wurde das Öl aus den Brennstofftanks auf die “ Aegis I” gepumpt und Ölsperren wurden um den Frachter ausgelegt. Am 10.7. wurden alle Schiffe in einer größere Distanz zum felsigen Ufer verholt. Schließlich waren 16000 Tonnen Fracht in Lavrio angelandet. Dazu war eine Fläche von 16000 Quadratmetern angemietet worden, auf denen sie je nach Zustand in separaten Haufen gelagert wurde.
Am 28.7. wurde das Verschleppen nach Syros genehmigt. Am 31.7. waren die Löscharbeiten beendet und wurde die Verschleppung vorbereitet. Doch wegen schlechten Wetters und der griechischen Bürokratie verzögerte sich der Ortswechsel. Am 10.8. erhielt die "Katherine" ihre Auslaufgenehmigung und wurde von der "Megas Alexandros" nach Syros geschleppt, wieder begleitet von der "Alexander 3. Am 11.8. machte der Konvoi bei den dortigen Neorion Shipyards fest, und die "Megas Alexandros" sowie die "Alexander 3" rückten ab. Die 25,625 Tonnen Ladung, die in Lavrio lagen, sowie weitere 800 Tonnen, die erst bei der Werft gelöscht worden waren, wurden von Chemikern überwacht. Besonders der von Seewasser stark beschädigten Fracht aus Laderaum V galt hohe Aufmerksamkeit. Am 21.8. wurden Proben beider Ladungsteile genommen, um deren Zustand zu prüfen.
Als dies beendet und der Rumpf wieder heil war, konnte mit fast dreimonatiger Verspätung die Weiterreise beginnen. Die “Bargu Satu” machte nach dem Zusammenstoß am 11.7. in Eleusis fest, wo sie immer noch liegt.
In einem weiteren Bergungsfall brachte Tsavliris den unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter “Hagen”, IMO-Nr.: 9516868), 11927 BRZ, in den Hafen. Das Schiff hatte auf der Fahrt von Peru nach Deutschland am 17.9. Maschinenschaden erlitten und Kurs auf die Azoren genommen. Am Morgen befand es sich mit zwei Knoten Fahrt oder Drift 800 Meilen westsüdwestlich von Ponta Delgada auf Position 32 58 N 040 54 W.
Am selben Tag schickte Tsavliris den Schlepper “Uranus” aus Las Palmas zu dem mit 14,500 Tonnen getrockneten Fischmehls beladenen Havaristen. Am Abend des 21.9. hatte er den Frachter erreicht. Er trieb in schwerer See, sodass erst am Morgen des 22.9. eine Schleppverbindung hergestellt werden konnte. Am 30.9. traf der Schleppzug vor Cascais ein, wo der Frachter an die Eigner, die Hagen Shipping Ltd., zurückgegeben wurde. Er wurde dann nach Lissabon weitergeschleppt und machte am TPR Terminal fest, wo er aktuell immer noch lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht auf Kieler Förde ausgebrannt
(06.10.13) In letzter Minute hat sich ein Skipper vor Schönberger Strand nordöstlich von Kiel am 5.10. von seiner brennenden Yacht retten können. Nachdem sie aus unbekannter Ursache in Brand geraten war, rettete er sich in sein Beiboot und alarmierte per Handy um 18.15 Uhr die DGzRS. Das MRCC Bremen verständigte den Seenotkreuzer “Berlin” der Station Laboe, der umgehend auslief, sowie die umliegende Schifffahrt. Die Besatzung eines in der Nähe befindlichen Angelkutters nahm den Mann auf. Um 18.45 Uhr übernahmen die Seenotretter den unter Schock stehenden Segler. An Bord wurde er medizinisch versorgt, bis die Retter ihn kurz nach 19 Uhr in Schönberger Strand an Notarzt und Rettungstransportwagen übergeben konnten. Der Mann wurde aufgrund einer Rauchvergiftung sofort ins Krankenhaus auf die Intensivstation eingeliefert. Der Motorsegler brannte vollständig aus. Vor Ort sicherte das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes das Wrack.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Haines gesunken
(06.10.13) Die Coast Guard Juneau war im Einsatz, nachdem am Morgen des 5.10. der Hafenkapitän von Haines den Untergang des 76 Fuß langen Kutters “Neptune” an seiner Schwimmpier festgestellt hatte. Das Schiff hatte 2000 Gallonen Öl an Bord. Nachdem es auszulaufen begann, legte er eine Ölsperre aus. Personal der Küstenwache ebenso wie Vertreter des Alaska Department of Environmental Conservation kamen zur Untergangsstelle und leiteten Maßnahmen zur Beherrschung der Verschmutzung und zur Bergung des Schiffes ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Great Laker stellte neuen Tiefenrekord in Sachen Wrackfund auf
(06.10.13) 60 Jahre nach dem Untergang auf dem Lake Superior in a der Thunder Bay wurde das Wrack des Große-Seen-Frachters “Scotiadoc” das Wrack in über 850 Fuß Wassertiefe entdeckt. Sie hatten bereits im Mai die lange verlorene “Henry B. Smith” vor Marquette, Michigan, lokalisiert. Dies sei das Entrée gewesen, die “Scotiadoc” nun der Dessert,” sagte Jerry Eliason von der Gruppe Cloquet, die seit Jahren nach ihr gesucht hatte.
Die 424 Fuß lange “Scotiadoc” war im Juni 1953 nach Kollision mit einem anderen Frachter gesunken, ein Mann kam ums Leben. Sie war 1904 vom Stapel gelaufen und lange Jahre als “Martin Mullen” gelaufen, ehe sie 1947 in “Scotiadoc” umbenannt wurde. Am 20.6.1953 hatte sie mit 29 Mann Crew und einer Weizenladung Port Arthur in Ontario verlassen. Zur selben Zeit passierte der 451 Fuß lange Frachter “Burlington” in Ballast Passage Island auf dem Weg nach Port Arthur. Zwei Stunden später befanden sich beide Schiffe vor Trowbridge Island.
Sie befanden sich in dichtem Nebel und Regen. Der Kapitän der “Scotiadoc”, George Edgar Morris, entdeckte die “Burlington” auf Radar, als sie fünf Meilen entfernt war, und betätigte das Nebelhorn. Doch es gab keinen Funkkontakt mit dem rasch näher kommenden Schiff. Der 1. Offizier erwartete, dass die “Burlington” parallel an Steuerbord laufend auftauchen würde. Dann tauchte ein Schatten im Nebel auf. Captain George Stephen Ward von der “Burlington” hatte die Fahrt herabgesetzt und am Radar von großer Reichweite, um ein anderes Schiff, die “Secor”, zu beobachten, auf kurze Reichweite gewechselt, wo aber Interferenzen für starke Störungen sorgten. Die “Scotiadoc” wurde ausgemacht, als sie 1,5 Meilen entfernt war.
Als die Gefahr offenkundig wurde, gab er voll zurück. Dann lief ihm das andere Schiff vor den Bug. Ein Versuch der “Scotiadoc”, auszuweichen, war vergeblich geblieben. Die “Burlington” rammte nahe des Hecks in den Steuerbordrumpf, wobei der Bug bis zu acht Fuß eingedrückt wurde. Die “Scotiadoc” entwickelte rasch Schlagseite, während die “Burlington” achteraus im Nebel schon wieder verschwand. Sofort wurden die beiden Rettungsboote klargemacht.
Der größere Teil der Crew ging ins Backbordboot. Als ein halbes Dutzend Männer das Steuerbordboot besetzte, kam es zu einem tödlichen Unfall beim Abfieren. Die hinteren Falls wurden losgelassen, und das Heck des Bootes krachte aufs Deck, ehe es in schwerer See über die Seite des Decks rutschte. Fünf Mann fielen 15 Fuß tief ins eiskalte Wasser.
Vier konnten an Leinen aus dem Wasser gezogen werden, doch für Wallace McDermid, 39, of Sault Ste. Marie, Ontario, kam die Hilfe zu spät. Er verschwand im Nebel und wurde nicht wieder gesehen. Das vollgeschlagene Boot wurde vom sinkenden Frachter weggerudert, und dann wurden die Insassen vom anderen Boot aufgenommen. Nach einer Stunde wurden sie von der “Burlington” gerettet und nach Port Arthur gebracht.
Die “Scotiadoc” verschwand ungesehen in den Tiefen des Lake Superior, bis eine Sonarsuche im Jahr 2000 begann und periodisch wiederholt wurde. Erst im September dieses Jahres konnte dann ein verdächtiges Objekt mit Video dokumentiert werden, und tatsächlich fand sich der Name “Scotiadoc” am 7.9. am Rumpf.
Das Schiff liegt aufrecht und gut erhalten vor Trowbridge Island, rund 20 Meilen südöstlich der Thunder Bay, der Bug befand sich auf 850 Fuß und das Heck auf 870 Fuß Tiefe. Bislang war der Tiefenrekord von der “Isaac Jenkins” im Lake Ontario mit 750 Fuß Tiefe gehalten worden. Das Ruderhaus, das beim Untergang abbrach, liegt neben dem Schiff, das Achterschiff ist eingedrückt, wohl, weil der Frachter übers Heck sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung “Lone Star” (Bild: USCG)   Großbild klick!
Bergung der Lone Star ist großen Schritt vorangekommen
(04.10.13) Den Resolve-Magone Marine Services ist es gelungen, am Wrack der “Lone Star” auf dem Igushik River nahe Dillingham, Alaska, Ketten anzubringen und das Schiff am 30.9. 200 Fuß weit in flacheres Wasser am östlichen Ufer zu ziehen. Mit einem Kranpaar wurden die Ketten vorn und achtern angeschlagen. Als nächstes sollte nun Wasser und Schlamm aus dem Schiffsinnern abgepumpt werden, ehe das Wrack nach Dutch Harbor geschleppt wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Holländischer Frachter durch Notankerung vor Strandung bewahrt
(04.10.13) Der holländische Frachter “Emsborg” erlitt am 1.10. gegen 22 Uhr Maschinenausfall auf dem St. Lawrence River flussaufwärts laufend beim Crossover Range und drohte auf Grund zu laufen. Durch eine Notankerung bei Meile 162 konnte dies aber im letzten Augenblick noch abgewendet werden. Am 2.10. um 14.25 Uhr ging der Frachter ankerauf und verholte zur Bay State Anchorage Area bei Meile 154 für weitere Untersuchungen. Die “Eemsborg”, 10750 tdw (IMO-Nr.: 9423748), wurde 2009 erbaut und läuft für die Wagenborg Shipping BV.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fischkutter im Schlepp (Bild: USCG)   Großbild klick!
Kutter hatte Wassereinbruch, Maschinenüberhitzung und drohte auf Grund zu laufen
(04.10.13) Due US Coast Guard rettete am 2.10. zwei Fischer, nachdem der 41 Fuß lange Kutter “Carolyn Jeanne” Wassereinbruch im Ape Hole Creek unweit der Pocomoke Sound Wildlife Management Area erlitten hatte. Das Schiff drohte zu sinken, und der Skipper kontaktierte zunächst seinen Vater. Dieser eilte zur Coast Guard Station Crisfield und berichtete von der Havarie. Sofort lief ein 25-Fuß-Boot von der Station Crisfield aus und war eine Viertelstunde später vor Ort. Die Crew hatte es bereits zum Broad Creek Gut geschafft.
Sie hatten sich bemüht, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, doch nun war die Maschine überhitzt, und der Kutter drohte zudem auf Grund zu laufen. Zwei Rettungsmänner wurden mit einer weiteren Lenzpumpe an Bord abgesetzt, mit der der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Dann wurde der Havarist auf den Haken genommen und nach Crisfield zurückgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht für High-End-Touristen in Flammen aufgegangen
(04.10.13) Die Australian Maritime and Safety Agency koordinierte am 3.10. die Rettung von 16 Personen an Bord der Luxusyacht “Seafaris” rund 50 Meilen nördlich von Cairns. Die Yacht hatte um 5.55 Uhr in der Cows Bay vor der Küste von Daintry, Queensland, Mayday gefunkt, nachdem im Maschinenraum ein Brand entstanden war und sich rasch ausbreitete.
Ein Containerfrachter auf dem Weg nach Cairns fing das Mayday auf und war um 7.38 Uhr vor Ort. Der Kapitän hörte mindestens zwei Explosionen auf der Yacht. Die acht Passagiere und ebensoviele Besatzungsmitglieder waren zu der Zeit bereits in Rettungsinseln gegangen, aus denen sie geborgen wurden. Eine DONIER wurde vom RCC Australia zur Unglücksstelle geschickt, ebenso ein Helikopter. Der Notschlepper “Pacific Responder”, 1811 BRZ (IMO-Nr.: 9340049), lief aus Cairns aus. Die Yacht stand bereits in Vollbrand, als die Lufteinsatzkräfte eintrafen, und versank nach einer weiteren Explosion wenige Minuten später, insgesamt rund zwei Stunden nach Brandausbruch.
Auf das Deck des Frachters wurden Mediziner abgewinscht, die zwei leicht Verletzte dort behandelten. Der Frachter erreichte gegen Mittag Cairns, wo kleinere Boote die 16 Schiffbrüchigen zur Marina brachten. Die Geretteten, die überwiegend geschlafen hatten, als sie mit den Rufen “Feuer! Feuer!” von der Crew geweckt wurden, waren zum Teil barfuß und in Shorts, weil sie so eilig hatten von Bord gehen müssen.
Die “Seafaris” wurde für Luxuschartern im Segment des High-End-Tourismus eingesetzt, war für 120000 Dillar pro Woche zu haben und gehört der McCloy Group. Jeff McCloy begab sich noch am selben Tag nach Cairns und sprach mit Gästen wie der Crew. Taucher wurden in Marsch gesetzt, das Wrack zu identifizieren und mögliche Öllecks abzudichten.
Boote der Australian Maritime Safety Authority sammelten Trümmer vom Wasser und verteilten einen leichten Dieselölfilm mit Schläuchen. Die „Seafaris” (MMSI-Nr.: 503497000) hatte eine Länge von 41 Metern, war 12 Meter breit und mit fünf Kabinen ausgestattet. Sie verfügte über einen Gymnastikraum, eine Bücherei, ein Kino, ein Spa, eine Cocktail-Bar, Jetskis und zwei Jet-Tender.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper rammte Brückenfender
(04.10.13) Der 23 Meter lange Schlepper "Bill Rodgers" (MMSI-Nr.: 367005170) kollidierte beim Transport von acht leeren Bargen am 3.10. mit dem nördlichen Fendersystem der Interstate 30 Bridge bei Meile 118.5 auf dem Arkansas River. Die Coast Guard Sector Lower Mississippi River wurde um 15.20 Uhr verständigt. Sie schickte sofort ein Team zur Inspektion. Die I-30 wurde zeitweilig für den Verkehr gesperrt, damit die Arkansas State Police und das Arkansas Department of Emergency Management den Schaden unter die Lupe nehmen konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank auf Bainbridge Island
(04.10.13) Das U.S. Coast Guard, Washington Department of Ecology und das Bainbridge Island Fire Department waren im Einsatz, nachdem am 2.10. der 70 Fuß lange Schlepper “Cickamauga” am Slip in der Eagle Harbor Marina auf Bainbridge Island, Washington, sank. Die Coast Guard Sector Puget Sound beauftragte die Global Diving and Salvage mit Reinigungs- und Bergungsarbeiten. Das Bainbridge Island Fire Department war mit einem Trailer des Dept. of Ecology zur Ölbekämpfung vor Ort und legte 400 Fuß Ölsperren aus. Um die Untergangsstelle war ein Ölfilm sichtbar. Mit Aufsaugpads wurde das Öl-Wasser-Gemisch im Wrack aufgenommen. Der Eigner hatte bereits seit März diesen Jahres keine Liegeplatzgebühren mehr bezahlt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger, Hubschrauber und zwei Rettungsboote im Einsatz für gestrandete Yacht
(04.10.13) Der norwegische Versorger "Far Symphony", 3743 BRZ (IMO:9288253), war in die Rettungsoperation für eine Yacht, die am Abend des 2.10. um 22.20 Uhr in der Saltebucht bei Refsnes aufgelaufen war, beteiligt. Auch ein Sea King-Helikopter wurde alarmiert, nachdem die dreiköpfige Crew einen Notruf gesendet hatte. Nachdem er die Yacht entdeckt hatte, wurden zwei Mann aufgewinscht. Der dritte blieb an Bord, während das Rettungsboot "Ryfylke” und die "Far Symphony" herbei eilten. Ein Mann wurde an Bord abgesetzt, und ein Rettungsboot des Versorgers schleppte die Yacht wieder frei. Am 2.10. um 6:10 Uhr wurde sie am Haken des Rettungsbootes "Bergen Kreds" nach Tananger eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Kai in Bremen
(0.10.13) Am Morgen des 1.10. um kurz nach Mitternacht kollidierte der britische Bulkcarrier "Emily Manx", 26234 BRZ (IMO-Nr.: 9238222), von Port Elizabeth kommend mit dem Kai an Terminal 1 im Industriehafen von Bremen. Während am Kai außer ein paar leichten Abschürfungen kein Schaden erkennbar war, wurde am Frachter die Backbord-Bordwand auf einer Länge von rund fünf Metern eingedrückt. Die Schadenshöhe war noch unklar. Die Berufsgenossenschaft für Verkehr erließ bis zur Erneuerung der Klasse durch die Klassifikationsgesellschaft ein Auslaufverbot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter auf Amokfahrt auf der Stör
(04.10.13) In den frühen Morgenstunden des 3.10. entführte ein angetrunkener Beidenflether auf der Stör einen 16 Meter langen Kutter. Er startete die Maschine und fuhr auf den Fluss hinaus. Dann rammte er mehrfach die Beidenflether Fähre, die erheblich beschädigt wurde. Beim Eintreffen der Polizei machte er den Kutter gerade wieder fest. Als er die Polizei bemerkte, versuchte er zu flüchten, was jedoch vereitelt werden konnte. Bei der Festnahme leistete er Widerstand gegen die Beamten. Dem unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehendem Mann wurde eine Blutprobe entnommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ist Wrack bei Razende Bol die “Dagomay”?
(04.10.13) Bei dem bei Razende Bol entdeckten Wrack handelt es sich möglicherweise um den Dampfer “Dagomay”, der dort 1880 auf eine Sandbank lief. Nachforschungen in Archiven durch die Koninklijke Marine führten zu der Vermutung, dass der Wrackfund das 76 Meter lange Schiff ist, das am 20.9.1880 mit einer Ladung Getreide auf der Fahrt von Riga nach Seaham scheiterte. Allerdings wurden vor Ort auch Objekte gefunden, die nicht zu dem Schiff gehören, möglicherweise liegen hier auch Wracks aus verschiedenen Epochen. Die Fundstelle soll nun in Seekarten als gefährlich markiert werden, denn einige Teile ragen bei Ebbe bis dicht unter die Wasseroberfläche oder sogar darüber hinaus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebene Wracks in Norwegen sorgen für Kopfzerbrechen
() Das Wrack eines kleinen Kutters, der seit Herbst 2012 halb gesunken im Skelfjord vor Flakstad liegt, zu räumen und bei der Lofoten Avfallsselskap zu entsorgen, würde die Kommune rund 100,000 Kronen kosten. Auch in Vestvågøy hadert man mit mehreren von ihren Eignern aufgegebenen Wracks. Die Gemeinde hat aber jetzt die Bergung dreier Schiffe vorbereitet: Es handelt sich um die "Helløya", die in Mortsund gesunken ist, die "Skagen" bei Gjermesøya in Ballstad und ein kleineres Wrack in Mortsund. In dieser Woche solle in Bergungskontrakt vergeben werden. Die Rechnungen sollen dann an die Eigner gehen. Ob diese aber zahlen können, ist eine andere Frage.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expressboot auf Sarawat River in Flammen aufgegangen
(04.10.13) Ein leeres Expressboot geriet auf dem Weg zur Überholung am 3.10. gegen 15 Uhr auf dem Sarawak River in Brand. Das Boot, das auf der Sibu-Song-Kapit-Route eingesetzt war, hatte kurz zuvor seine letzten Passagiere abgesetzt, sodass sich nur noch die fünfköpfige Crew an Bord befand. Sie konnte das Boot noch auf eine Flussbank setzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Viking Sun" (Bild: Dominique Gutekunst)   Großbild klick!
Flusskreuzfahrer auf dem Rhein bei Gerstheim bei Kollision aufgerissen
(02.10.13) In der Nacht zum 1.10. kollidierte das deutsche Flusskreuzfahrtschiff "Viking Sun" (EU-Nr.: 4803570)&xnbsp;mit drei Pollern eines Pontons in Gerstheim auf dem Rhein, rund 30 Kilometer südlich von Straßburg,, an dem Bargen zur Kiesverladung vertäut werden. An Bord waren 236 Personen, 47 Besatzungsmitglieder sowie 189 Passagiere, unter ihnen 106 Amerikaner, 73 Briten und 10 Kanadier. Sie blieben alle unversehrt, allerdings stand die 25-jährige Kapitänin, die sich noch in der Ausbildung befand, unter Schock.
Sie war bei ausgeschaltetem Autopilot in einer Flusskurve durch einen Fahrfehler vom Kurs abgekommen und hatte so die Kollision verursacht. Am Backbordbug des Schiffes entstand ein drei Meter langer und 50 Zentimeter breiter Riss oberhalb der Wasserlinie. Durch die Viking River Cruises wurde die deutsche Feuerwehr alarmiert, die wiederum ihre französischen Kollegen verständigten. Sie rückten mit einem Dutzend Einsatzkräften an. Taucher inspizierten nach Tagesanbruch auch das Unterwasserschiff, doch war dieses samt der Brennstofftanks unversehrt geblieben.
Der Sachschaden war dennoch erheblich. Erst durch Abgabe von Ballastwasser konnte sich das von den Pollern aufgespießte Schiff nach Stunden befreien. Aufgrund der Beschädigungen war klar, dass die Kreuzfahrt beendet war. Gegen Mittag wurden die Fahrgäste auf ein anderes Schiff transferiert, das um 13.30 Uhr nach Kehl ablegte. Für die kommende Nacht wurden Hotels in Baden-Baden gebucht. Danach ging es für einige per Bus nach Amsterdam, während andere ihre Reise abbrachen. Der Havarist erhielt eine einmalige Fahrtgenehmigung nach Kehl, wo weitere Untersuchungen anstanden. Gegen 16 Uhr begann die Verschleppung zur Schleuse Gerstheim und um 18.30 Uhr die Fahrt nach Kehl. Auch für die Est Granulats, die von Gerstheim aus Kies verschiffen, ist der Schaden erheblich. Zunächst war angenommen worden, dass neben den Pollern nur eine Reling und eine Brücke in Mitleidenschaft gezogen worden waren, doch die gesamte Verladeeinrichtung war verschoben und der Verlader ebenfalls beschädigt. Der Sachschaden wurde auf mehrere 100000 Euro geschätzt, die Reparaturdauer auf mehrere Wochen.
Die „Viking Sun“ entstand 2005 bei De Merwede in Hardinxveld für die Viking River Cruises in Oberwesel. Sie vermag 198 Passagiere aufzunehmen, ist 132 Meter lang, 11 Meter breit und hat 1,82 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rousseau auf Herz und Nieren getestet
(02.10.13) Nachdem eine Reihe technischer Tests und Probefahrten erfolgreich verliefen, meldete die Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft (BSG) am 1.10. die „Rousseau“ wieder einsatzklar. Das Schiff war mit 148 Personen an Bord am 24.10. bei Altreu auf Grund gelaufen. Durch einen Ausfall der Steuerungselektronik war sie manövrierunfähig geworden.
Der entstandene Schaden wurde in Biel repariert und die Technik des Fahrgastschiffes durch Experten des Herstellers gründlichen Prüfungen unterzogen. Noch in dieser Woche sollen die Drei-Seen-Fahrten nun wieder starten und am 5.10. auch die Aarefahrten. Die 38 Meter lange und 9,5 Meter breite „Rousseau“ ist für 300 Passagiere zugelassen und wurde 2012 erbaut. Im Sommer wird sie überwiegend auf der Aare zwischen Biel und Solothurn eingesetzt und in der Wintersaison auch für Dreiseen-Fahrten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter zum zweiten Mal mit Wassereinbruch auf Grund gesetzt
(02.10.13) Die türkischen Rettungsboote " Kiyem 1" und " Kiyi Emniyeti 9" sowie der Schlepper "Söndüren 4" kamen am 1.10. dem mit Sand beladenenen türkischen Frachter "Anafarta", 954 BRZ (IMO: 6720066), zu Hilfe, der im Bosporus bei Istanbul um 15.41 Uhr Wassereinbruch auf der Fahrt von Kuru Yük nach Kartal gemeldet hatte. Der Havarist wurde, um ein Sinken zu Verhindern, auf Position 410 13 'N, 290 20' O am Ufer auf Grund gesetzt. Die "Kiyi Emniyeti 9" barg gegen 18 Uhr neun der 12 Besatzungsmitglieder ab. Der Kapitän, sein 2. Offizier und der Chefingenieur blieben zunächst noch an Bord, doch um 23.10 Uhr wurden auch sie an Land gebracht. Bereits am 28.10.2010 war die “Anafarta” nahe Çanakkale mit einer Ladung Zement in Seenot geraten, nachdem sie Wassereinbruch erlitten hatte, und I ndem Fall vor der Insel Bozcaada auf Grund gesetzt worden. Der Schlepper “Söndüren 4” war auch damals im Einsatz und hatte den Havaristen abgeborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Dardanellen
(02.10.13) Der kambodschanische Viehtranspoter “Omega Livestock”, 1556 BRZ (IMO-Nr.: 6401218), kollidierte vor den Dardanellen am 1.10. gegen drei Uhr mit dem türkischen Chemikalientanker “Selay S”, 7776 BRZ (IMO-Nr.: 9405320 . Beide Schiffe waren auf Parallelkurs gelaufen, als die “Omega Livestock” bei einem Überholmanöver des Tankers mit neun Knoten Fahrt mit dem 11,4 Knoten laufenden Tanker zusammenstieß. Der Tanker schlug bei der Kollision leck. Beide Schiffe wurden auf sichere Ankerpätze bei Tekirdag gebracht.
Die „Omega Livestock” war auf der Fahrt von Capu Midia nach Tartous, die „Selay” kam aus Istanbul. Die „Omega Livestock” der Union Commercial Co. in Syrien wurde 1964 erbaut, ist 75 Meter lang, 10 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von 1202 Tonnen. Die “Selay S” der Sener Petrol Denizcilik Tic A/S wurde 2008 erbaut, ist 130 Meter lang und 20 Meter breit bei einer Tragfähigkeit von 11796 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Reparatur der Mathews Bridge wird mehrere Millionen Kosten
(02.10.13) Das Florida Department of Transportation hoffte, die Mathews Bridge über den St. John’s River, die von dem Militär-Frachter “Harry S. Martin“ beschädigt wurde, binnen eines Monats repariert zu bekommen.
Drei Firmen haben sich um die Reparatur beworben, und das günstigste Angebot verspricht, den Bau binnen 40 Tagen für 1.07 Millionen Dollar wieder herzustellen. Wenn die Arbeit binnen 30 Tagen erledigt ist, gibt es einen Bonus von 50,000 Dollar pro Tag für jeden eingesparten Tag. Mindestens zwei Wochen werden für reparaturvorbereitende Arbeiten veranschlagt. Mit Untersuchungen und Herrichtung von Verkehrswegen könnten auf die Versicherer des Frachters Erstattungen von 2.87 Millionen Dollar zukommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor Emden aufgelaufen
(02.10.13) Am 30.9. um 21.48 Uhr wurde die KNRM Rettungsstation Eemshaven alarmiert, nachdem eine deutsche Motoryacht mit drei Personen an Bord vor der Hafeneinfahrt von Emden auf Grund gelaufen war. Das Reserveboot „Christien“ machte sich auf den Weg Richtung Emden, um das Boot, das keinen Funk hatte, zu orten. Um 22.55 Uhr wurde der Havarist entdeckt, der inzwischen hoch und trocken lag. Als sichergestellt war, dass es keine Gefahr für die Crew gab, lief das Boot zurück nach Eemshaven. Am folgenden Morgen kurz vor Hochwasser wurde die Lage nochmals geprüft und festgestellt, dass die Yacht schon wieder fast frei war. Eine Stunde darauf war sie unterwegs Richtung Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hummersaison begann mit Feuer
(02.10.13) Das Rettungsboot "Horn Flyer" assistierte einem Hummerfischer, dessen 46 Fuß lange Bahama 35 am Morgen des 1.10. gegen sechs Uhr im Singløyfjord bei Hvaler in Brand geraten war. Der Eigner, der auf der Suche nach einem guten Platz für seine Hummerkörbe gewesen war, versuchte selbst vergebens, das Feuer zu löschen, und als die Retter eintrafen, stieg dichter Rauch aus der Maschine auf.
Der Lufteinlass wurde mit Löschschaum abgedeckt, um keinen Schaden durch Löschwasser zu erzeugen. Die Rauchentwicklung ließ daraufhin nach, doch bevor der Havarist ans Ufer geschleppt wurde, drang ein Mann der Küstenwache unter Atemschutz ins Schiffsinnere vor, um sicherzustellen, dass der Brand vollständig gelöscht war. Der Schaden durch den Rauch war größer als der durch das eigentliche Feuer. Der Skipper wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Azov auf Grund gelaufen
(02.10.13) Der unter Sierra-Leone-Flagge registrierte Fluss-See-Frachter “Pavel Grabovskiy” lief am 1.10. um 20.40 Uhr im Bereich des Hafens von Azov auf Grund. Das Schiff hatte eine Ladung Weizen an Bord und eine Crew von 14 Mann. Die “Pavel Grabovskiy“, 3147 tdw (IMO-Nr.: 7830911), wurde 1979 erbaut und hat als Manager die Ukrrechflot Co. in Kiew.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Dutzend Schiffbrüchiger von der Coast Guard aus dem Meer vor Freeport gefischt
(02.10.13) Ein Boot der Coast Guard Houston-Galveston und ein Helikopter retteten am 1.10. ein Dutzend Segler aus dem Meer, nachdem ihr 60 Fuß langer Katamaran “Reef Man” 14 Meilen vor Freeport gesunken war. Um 9.10 Uhr hatten die Segler über VHF einen Mayday-Ruf abgesetzt, wenig später ging der Kontakt zur Küstenwache verloren. Diese schickte einen MH-65-Dolphin-Helikooter der Airs Station Houston sowie ein 45-Fuß-Rettungsboot der Station Freeport.
Der Hubschrauber traf um 9.45 Uhr an der Unglücksstelle ein. Der Katamaran war zu dem Zeitpunkt bereits vollständig gesunken, und die Schiffbrüchigen trieben mit angelegten Rettungswesten in der See. Ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt, um sie zu unterstützen. Wenige Minuten später war auch das 45-Fuß-Boot der Coastguard vor Ort, und der Rettungsschwimmer half jedem der Schiffbrüchigen an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



14 Überlebende und zwei Tote von drei gesunkenen Kuttern entdeckt
(02.10.13) Bis zum 1.10 um 14 Uhr wurden weitere 16 Fischer der Kutter, die in dem Wirbelsturm im Südchinesischen Meer in Seenot geraten waren, im Meer entdeckt. 14 von ihnen wurden in Sicherheit gebracht. Zwei Fischer konnten nur noch tot geborgen werden. Weitere 58 galten als vermisst. In der Nacht zum 30.9. waren fünf chinesische Kutter in der Nähe der Shanhu-Insel in Seenot geraten. Drei der Schiffe sanken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beschädigte Fähre „Fromveur II“ bald wieder in Fahrt
(02.10.13) Rund einen Monat, nachdem am 3.9. die französische Fähre "Fromveur II", 774 BRZ (IMO-Nr.: 9588134), auf einen Felsen vor Molène, Finistère, gelaufen war, nähern sich die Reparaturarbeiten dem Abschluss. Beschädigter Stahl war bei der Werft Piriou Concarneau ausgetauscht worden, Beulen wurden beseitigt. Am 1.10. waren die Stahlarbeiten abgeschlossen, und nun mussten noch Farbarbeiten durchgeführt werden. Bis zu 5.10. sollten auch diese bei günstigem Wetter fertig sein, und zwischen dem 10. und 15.10. wurde erwartet, den Fährdienst nach Molène und Ouessant wieder aufzunehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Jarvis Creek zerfallen
(02.10.13) Im Jarvis Creek hat sich die Lage der dort am 14.8. auf Grund gelaufenen Kutter “Lady Essie” aus Port Royal und “Dianie” weiter verschlechtert. Der Kayaktourguide Mark Palmerlee begann inzwischen, von den Schiffen fallende Trümmer mit einem Kanu abzuschleppen. Drei Lasterladungen kamen so bereits zusammen, darunter auch ein kleiner Kühlschrank, Krabbenkörbe, ein großer Tisch, Schränke, Isolationsmaterial und Holz.
Doch die “Lady Essie” fällt inzwischen völlig auseinander, ihr Rumpf zerfällt wie eine Zwiebel. Jeden Tag fallen neue Stücke ins Wasser. Das S.C. Department of Health and Environmental Control hatte am 21.8. den Eigner angewiesen, die Schiffe binnen 30 Tagen zu beseitigen oder zu bergen, doch die Deadline verstrich, ohne dass etwas geschehen war. Am 15.10. soll ein Treffen mit dem Eigner der “Dianie” stattfinden. Der Hilton Head Town Council will derweil prüfen, wie hoch die Kosten einer Wrackräumung wären. Derweil treiben die Trümmer der Schiffe weiter in dem Marschenland.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichtertanker unterwegs zur Formosa Falcon
(02.10.13) Die Eigner der "Formosa Falcon" haben ein Schiff gefunden, mit dem ein Teil der Ladung geleichtert werden kann. Es handelte sich um die unter Marshall Islands-Flagge laufende "Alga", 23297 BRZ (IMO-Nr.: 9636632). Sie verließ inzwischen New York und wurde am 4.10. in Freeport, Grand Bahama, erwartet. Rund 6000-8000 Tonnen Ladung sollen von ihr übernommen werden. Am 1.10. fand ein Treffen des National Oil Spill Advisory Committee statt, um die Arbeiten zu besprechen. Sie sollten mit dem Local Oil Spill Committee in Freeport, koordiniert werden.
Ein technisches Team des Local Oil Spill Committee wurde zum Start der Arbeiten am 4.10. vor Ort erwartet, das bis zur Bergung und Untersuchung des Rumpfes auf tieferem Wasser alles überwachen sollte. Weiterhin blieb ein Schlepper auf Standby, und regelmäßig wurden die Tanks geprüft und der Zustand den Behörden alle sechs Stunden dem Senior Port Officer in Freeport mitgeteilt. Die Klassifizierungsgesellschaft lieferte Daten zur strukturellen Integrität des Tankers unter den gegebenen Umständen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer aus Sturm vor Mousa gerettet
(02.10.13) Das RNLI-Boot aus Lerwick wurde am Abend des 1.10. alarmiert, nachdem der 32 Fuß lange Kutter “Hope” südlich von Mousa bei Winden, die fast Sturmstärke erreichten, Maschinenausfall erlitten hatte und mit seinem Skipper in der See trieb. Die Seenotretter nahmen das Boot auf den Haken und schleppten es um 22.25 Uhr, drei Stunden nach dem ersten Notruf, nach Grutness ein. Auch das Freiwilligenteam aus Sumburgh war alarmiert worden, und die NorthLink-Fähre “Hrossey“, die gerade aus Lerwick zur Nachtfahrt nach Aberdeen ausgelaufen war, hatte ebenso die Situation im Auge behalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mehrere Tote bei Bootskenterung in Lagos
(02.10.13) Bis zu acht Menschen ertranken am 1.10. bei Kentern eines Fährbootes vor Apapa in of Lagos. Es kam überwiegend mit Händlern an Bord aus Sagbokoji Village, wo es mit 19 Fahrgästen um 7.30 Uhr mit Ziel Apapa abgelegt hatte. Auf halbem Wege kam es zu einem Maschinenschaden, und nachdem der Skipper ihn nicht reparieren konnte, ergriff Panik die Mitfahrenden. Einige sprangen ins Wasser, bevor das Boot gegen acht Uhr kenterte. Neun wurden gerettet. Die Marine Police war noch am Nachmittag mit der Rettungsaktion beschäftigt, mehrere Leichen waren bis dahin aus dem Wasser gefischt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper “Iver” (Bild: USCG)   Großbild klick!
Veteranenschlepper sank bei Restaurierungsarbeiten in Seattle
(01.10.13) Am 30.9. sank der 72 Fuß lange ehemalige Schlepper “Iver” an der Pier der Mariner Properties auf dem Lake Union nahe Seattle. Das Schiff, das zu einem Hausboot umgebaut wurde, ging in den Morgenstunden auf etwas 18 Fuß Wassertiefe unter, sodass noch Schornstein und Masten aus dem Wasser ragten. Rund 200 Gallonen Diesel liefen aus.
Die Coast Guard Puget Sound legte eine Ölsperre und ölaufsaugende Pads aus, um die Ausbreitung zu reduzieren, nachdem sie um 7.30 Uhr alarmiert worden war. Die Tanks des Schleppers vermochten insgesamt 1700 Gallonen zu fassen, wieviel aber tatsächlich darin war, war noch unklar. Die Coast Guard Crews koordinierten ihren Einsatz mit Kräften des Washington Department of Ecology und dem Schiffseigner Bill Soderberg, der seit 2009 dabei war, das 1925 erbaute Schiff umzubauen. Es entstand nach einem Entwurf von L.H. Coolidge aus Seattle bei der Port Angeles Sand and Gravel Co. in Port Angeles, Washingon, als „Angeles”.
Nach der Ablieferung im Juli 1925 transportierte sie Bargen mit Geröll und Sand, bis im Mai 1926 die Foss Tug and Barge Co. die Port Angeles Sand and Gravel Co. samt deren Flotte aufkaufte. Der Schlepper wurde dann in “Iver Foss” umbenannt in Gedenken an den Gründer der Foss Co. Für die folgenden 47 Jahre war die „Iver Foss“ auf dem Puget Sound tätig im Transport von Bargen mit Sand, Steinen und Holzprodukten. Sie schleppte auch Bargen zur Port Townsend Papiermühle. 1965 bugsierte sie den Orca Namu in einem schwimmenden Käfig von British Columbia nach Seattle. Namu war der erste sogenannte Killerwal in Gefangenschaft und wurde an der Waterfront von Seattle präsentiert. 1972 erlitt die „Iver“ Maschinenprobleme auf der Fahrt nach Port Townsend. Foss entschied, sie in die Werft zu bringen und als Reserve vorzuhalten.
1974 ging sie an L.H. Clark aus Tenakee und wurde als „Bonney Gal“ für drei Jahre in Alaska eingesetzt, ehe sie in den Puget Sound zurückkehrte als „Marilyn“ für die Lone Star Industries. Sie nutzte den Schlepper zum Transport von Steinen nach Steilacoom. Nächster Besitzer war Gary Duff, der sie nach seiner Frau “Merilyn“ nannte und in Schlepperrennen einsetzte, die sie häufig gewann als eines der schnellsten Schiffe ihrer Klasse. In den späten 1990ern fand Jason Belshe das Schiff aufgegeben an Land, das Deck bereits mit Büschen bewachsen, kaufte es und gab ihm den Ursprungsnamen „Angeles“ zurück.
Die kommenden 10 Jahre lebte er an Bord und restaurierte das Schiff, ehe er es wiederum an Soderberg und Juli Tallino veräußerte. Die beiden brauchten ein Schiff, auf dem sie auch ihre Kayaks auf Fahrten mitnehmen konnten, und verliebten sich in den ausgedienten Schlepper. Das Schiff ist 70 Fuß lang, 16 Fuß breit und hat 8,5 Fuß Tiefgang. Er wurde seit 1954 angetrieben durch einen Enterprise DMG6 Diesel, die dritte Maschine in dessen Laufbahn von der Größe eines Volkswagen-Busses, die eine Geschwindigkeit von bis zu acht Knoten erzeugte. Die Foss Company nutzt den Namen “Iver” bis heute für ihre Schlepper, derzeit hat sie die “Iver Foss III” von Seattle aus im Einsatz. Der Traum von der wieder fahrenden „Iver“ hat indes einen schweren Rückschlag erhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter manövrierunfähig in Apostle Island Marina eingeschleppt
(01.10.13) Die Coast Guard assistierte am Abend des 29.9. auf dem Lake Superior dem 38 Fuß langen Kutter “Cassie K”. Um 20.53 Uhr schickte sie ein 45-Fuß-Boot der Station Bayfield, Wisconsin, nachdem der Skipper des Kutters nahe der Apostle Islands Maschinenausfall gemeldet hatte. Der Kontakt über VHF-FM-Funk riss ab, bevor er die exakte Position durchgeben konnte. Nachdem das Rettungsboot die „Cassie K” lokalisiert hatte, wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Havarist in die Apostle Island Marina eingebracht, wo er am 30.9. gegen ein Uhr eintraf. Bei einer Kontrolle des Schiffes stellte die Coast Guard fest, dass sich an Bord abgelaufene Notraketen, nicht funktionstüchtige Feuerlöscher und keine Müllentsorgungsmöglichkeiten befanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Warnung vor potentiell tödlichem Strandgut
(01.10.13) Strandgänger in der Bay of Plenty wurden vor möglicherweise tödlichen Chemikalien gewarnt, nachdem der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Frachter “Gladiator, 17018 BRZ (IMO-Nr.: 9445033), auf der Fahrt von Napier nach China 14 Behälter mit Aluminiumphosphiden in der Nacht zum 26.9. verloren hatte. Der Frachter hatte sich nach Angaben des Bay of Plenty Regional Council 200 Kilometer vor Opotiki befunden. ALP wird zur Behandlung von Holzprodukten verwendet, und beim Kontakt mit Luft und Feuchtigkeit können toxische Gase entstehen. Es ist auch leicht entflammbar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf Oder-Havel-Kanal
(01.10.13) Auf dem Oder-Havel-Kanal kollidierte am 26.9. ein Sportboot bei Eberswalde mit einem Binnenschiff. Dabei wurden die Reling und Aufbauten auf dem Boot zerstört. Das Boot wurde manövrierunfähig ans Ufer geschleppt. Die Polizei schätzte den Schaden auf 20 000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermisstem Frachter nach drei Wochen eingestellt
(01.10.13) Der Hafenkapitän von Barlavento auf den Kapverden erklärte die Suchaktionen nach dem kleinen Frachter "Roterdão", der seit dem 8.9. vermisst wurde, am 29.9. für beendet. Das Schiff war auf der Fahrt von Cidade da Praia nach Boavista und hatte sechs Mann Besatzung an Bord. Nach 21 Tagen waren alle Möglichkeiten, das Schiff zu finden, ausgeschöpft. Beteiligt waren alle nationalen Such-und Rettungseinheiten auf See, einschließlich der Küstenwache, der Nationalen Polizei, der Flugsicherung und Handelsschiffen. Ein Gebiet von 34.150 Quadratmeilen war dabei abgesucht worden, ohne dass sich Spuren von Schiff und Besatzung fanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Tanker soll geleichtert werden
(01.10.13) Nach dem dritten gescheiterten Anlauf, den vor Grand Bahama gestrandeten, liberianischen Tanker "Formosa Falcon", 39307 BRZ (IMO-Nr.: 9266762), wieder flottzumachen, sollen nun rund 6000 Tonnen der Ladung geleichtert werden. Ein entsprechender Plan wurde dem Ministry of Transport and Aviation und dem Ministry of the Environment and Housing vorgelegt. Die Reederei der "Formosa Falcon", die taiwanesische Formose Brick Marine Corp., suchte nun ein passendes Schiff zur Übernahme der Ladung.
Ein Schlepper blieb derweil längsseits des Havaristen, und Ölsperren wurden um ihn herum ausgelegt. Der Kapitän des Tankers nahm Untersuchungen der Tanks vor, um deren strukturelle Integrität zu sichern. Das National Oil Spill Advisory Committee trat am 30.9. zu einer Diskussion der Lage zusammen. Ein Vertreter des Bureau Veritas war daran beteiligt. Der 228,5 Meter lange, 32,2 Meter breite und 13,62 Meter tief gehende Tanker wurde 2005 in Maizuru erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachtsegler über 100 Jahre nach Untergang unter Schutz gestellt
(01.10.13) Gut 100 Jahre nach dem Untergang der “J.D. Marshall”, die 600 Yards vor dem heutigen Indiana Dunes State Park samt vier Mann ihrer 11-köpfigen Crew am 11.6.1911 verloren ging, wurde das Wrack am 30.9. zum ersten Unterwassernaturschutzgebiet in Indiana State erklärt. Das Schiff gehört zur Geschichte der maritimen Industrie auf den Great Lakes. Auf ihrer lette Reise ankerte die “J.D. Marshall” mit einer Ladung von Sand vor der Küste, um einen Sturm abzuwettern. Doch es erlitt Wassereinbruch und ging in den hoch gehenden Wellen unter.
Im Frühjahr 2013 soll das Schutzgebiet mit Bojen gekennzeichnet werden. Es steht Fischern und Tauchern offen, doch ankern ist in ihm nicht erlaubt. Damit wird nicht nur das Wrack, sondern auch dessen Geschichte geschützt. Das Lake Michigan Coastal Program erhielt 145,000 Dollar von der National Oceanic and Atmospheric Administration zur Einrichtung des Schutzgebietes. Von dem Geld werden 14 Wracks auf dem Lake Michigan mit Sonar und Tauchern untersucht. Das Projekt läuft drei Jahre, und die erste Maßnahme war der Schutz der „J.D. Marshall“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht lief zweimal binnen weniger Stunden auf Grund
(01.10.13) Am 29.9. lief eine 24 Fuß lange Yacht auf einer Sandbank gegenüber des Dumbarton Rock auf dem River Clyde, auf Grund. Die Belfast Coastguard schickte nach einem Notruf das RNLI-Boot aus Helensburgh zu Hilfe. Es lief gegen sechs Uhr auf und fand die Yacht auf der landwärtigen Seite des Dyke außerhalb des Fahrwassers vor, wo sie kurz vor Hochwasser in der Nacht auf dem Weg von Rothesay zum Rothesay Dock in Glasgow festgekommen war.&xnbsp;
Das Rettungsboot blieb bis zur nächsten Flut auf Standby und schleppte das Boot dann von der Untiefe und in die Sandpoint Marina auf dem River Leven. Kurz darauf machte sich die Crew der Yacht an die Weiterreise, lief aber beim Verlassen des River Leven ein weiteres Mal auf Grund. Um 09.15 Uhr hatten die daraufhin zurückgekehrten Seenotretter das Boot wieder flott und zogen es ins Fahrwasser, von wo die Reise nach Glasgow weiter ging, ohne dass das Rettungsboot erneut hätte eingreifen müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fair Fortune hatte Glück
(01.10.13) Das RNLI-Rettungsboot von Longhope Lifeboat kam am Nachmittag des 30.9. gegen 14.30 Uhr dem Muschelkutter “Fair Fortune” zu Hilfe, der östlich von Flotta Wassereinbruch erlitten und die Shetland Coastguard alarmiert hatte. Das Schiff trieb mit zwei Mann an Bord manövrierunfähig in der See. Auch die Fähre “Hoy Head”, die gerade aus Flotta ausgelaufen war, nahm Kurs auf die Fischer. Doch als das Rettungsboot eingetroffen war und den Kutter auf den Haken nahm, ging sie wieder auf ihren Ursprungskurs zurück. Der Wassereinbruch konnte von den Seenotretter gestoppt werden, und die “Fair Fortune” wurde nach St Margaret’s Hope abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf indischem Flugzeugträger
(01.10.13) Auf dem einzigen indischen Flugzeugträger, der “Viraat“, brach in der vergangenen Woche vor Mumbai ein Feuer aus. Es entstand unweit der Offiziersmesse in der Klimaanlage. Menschen kamen nicht zu Schaden, und das Feuer konnte auch rasch gelöscht werden. Die „Viraat“, die ehemalige englische „Hermes“, steht seit 26 Jahren in den Diensten der indischen Marine.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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