EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv September 2013


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“Cleopatra” (Bild: Barcroft)   Großbild klick!
30 Personen auf Flucht vor Feuer in die Themse gesprungen
(30.09.13) Dramatische Szenen gab es am 29.9. auf der Themse, nachdem das sogenannte Duckboat “Cleopatra”, ein Amphibienbus für Ausflugsfahrten, mit 28 Passagieren und zwei Mann Besatzung an Bord bei der Lambeth Bridge in Brand geraten war. Um 11.56 Uhr wurde die Port of London Authority alarmiert und schickte das Löschboot der London Fire Brigade.
Auch die Coastguard sowie die RNLI-Boote der Stationen Tower und Chiswick eilten zum Brandort. Die Passagiere hatten sich inzwischen über Bord in das dank der herrschenden Ebbe nur hüfttiefe Wasser des Flusses zwischen Lambeth Bridge und Westminster Bridge geflüchtet, nachdem offene Flammen und dichter Rauch aus der “Cleopatra” geschlag waren. Einige von ihnen beklagten hinterher, es sei schwierig gewesen, an Rettungswesten zu gelangen, deshalb sei man ohne Rettungsmittel auf der Flucht vor Hitze und Qualm über Bord gesprungen.
Augenblicke später waren drei Festrumpfschlauchboote vor Ort und brachten sie zu einem in der Nähe befindlichen Schwimmponton. Die Rettungsboote sowie ein Helikopter der Polizei suchten die Umgebung ab, um sicherzustellen, dass sich niemand mehr unentdeckt im Fluss befand. Drei der Geretteten kamen vorsorglich ins Krankenhaus, alle anderen hatten das Unglück unversehrt überstanden. Die Ausflügler kamen aus England,, Brasilien, Russland, Australien und Schweden. Unter ihnen befand sich ein halbes Dutzend Kinder.
Die Feuerwehr löschte den Brand nach der Evakuierung ab. Die “Cleopatra” wurde dann am Lacks Dock aus dem Wasser gezogen, und der Marine Accident Investigation Branch nahm Ermittlungen auf. Alle Fahrten von amphibischen Touristenbooten der London Duck Tours wurden zunächst eingestellt. Der Betreiber betonte aber, dass das Unglück keinerlei Ähnlichkeiten mit dem Untergang zweier Amphibienbusse der Yellow Duckmarines, ehemaliger Amphibienboote aus dem 2. Weltkrieg, in März und Juni im Albert Dock in Liverpool habe, da die Sicherheitsprozeduren seiner Firma einen höheren Standard erfüllten.
London Duck Tours betreibe eine Flotte von neun modernen Fahrzeugen, die alle zwischen 2002 und 2012 überholt wurden. Dabei wurden neue Rümpfe und Maschinen, computerisierte Systeme und Navigationsausrüstung eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper saß auf Cape George Beach fest
(30.09.13) Der Schlepper “Shannon”, 141 BRZ (MMSI-Nr.: 366740920), der Maritime Works Corp. aus Seattle lief am Morgen des 26.9. vor Cape George Beach um 00.30 Uhr auf Grund. Das Schiff war von Port Angeles nach Seattle unterwegs und hatte eine Barge mit Papierprodukten auf dem Haken, die nicht festkam. Anwohner wurden von lauten Motorgeräuschen geweckt und alarmierten die Küstenwache, die noch keine Meldung erhalten hatte. Der 29 Meter lange Schlepper konnte am selben Morgen gegen sieben Uhr wieder befreit werden und wurde hinter der Mühle der Port Townsend Paper Corp. vertäut. Die Coast Guard leitete eine Untersuchung ein und stellte keine Schäden am Rumpf fest.
Quelle:Tim Schwabedissen




Werftdirektor nach Brand auf Atom-U-Boot entlassen
(30.09.13) Der Direktor der Zvezda-Werft, Vladimir Averin, wurde vom stellvertretenden russischen Premierminister Dmitry Rogozin am 27.9. von seinem Dienst entbunden. Der Vollzug sollte bis zum 30.9. erfolgen und war eine Konsequenz aus dem Feuer auf dem Atom-U-Boot “Tomsk – K 150” am 16.9. Isolationsmaterial aus Kunststoff und alte Farben hatten in den Hauptballasttanks bei Schweißarbeiten Feuer gefangen und hatten zu einer Verqualmung der Innenräume geführt. 15 Arbeiter erlitten Rauchvergiftungen. Bereits am 29.12.2011 hatte ein vergleichbares Feuer die “Ekaterinburg – K 83“ bei Reparaturarbeiten im Dock der Roslyakovo Werft vor Murmansk außer Gefecht gesetzt. Holzstellagen waren in Brand geraten, und die Flammen hatten auf das Atom-U-Boot übergegriffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Spekulationen über Abtransport der „Costa Concordia“ durch neuen Halbtaucher
(30.09.13) Im Frühjahr 2014 könnte ein besonderer Neubau auf eine außergewöhnliche erste Reise gehen. Das bisher größte Halbtaucher- Transportschiff, die „Dockwise Vanguard“, 117000 tdw, die derzeit auf der Hyundai Heavy Industries Werft fertig gestellt wird, wäre prinzipiell imstande, den Abtransport der „Costa Concordia“ zu übernehmen. Entsprechende Spekulationen wurden in den vergangenen Tagen laut. Seit dem Aufrichten wurden auf dem Kreuzfahrtschiff die notwendigen Untersuchungs- und Stabilisierungsarbeiten fortgesetzt.
Erst nach einer genauen Untersuchung des kompletten Schiffs kann der genaue Transportzeitpunkt ermittelt werden. Für den Abtransport käme das mit 275 Metern Läneg und 70 Metern Breite größte Transportschiff der Welt in Frage. Es ist vorne offen und könnte so die 290 Meter lange „Costa Concordia“ prinzipiell aufnehmen. Da das in Willemstad beheimatete Schiff jedoch einen Tiefgang von 15,5 Metern hat, kommen nur wenige Zielhäfen für den Schwertransport in Frage.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kapitän nach Kollision vor Japan verhaftet
(30.09.13) Die japanische Coastguard gab am 30.9. bekannt, dass der Kapitän des Frachters “Jia Hui” tags zuvor in Arrest genommen wurden, weil er für die Kollision seines Schiffes mit der “ Eifuku Maru No. 18“ am 27.9. verantwortlich sein soll. Hong-bo wurde der Nachlässigkeit beschuldigt. Er selbst sagte, er habe trotz aller Bemühungen die Kollision nicht vermeiden können. Ein 61-jähriger Ingenieur des gesunkenen Kollisionsgegners wurde weiterhin vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Big Bad legte Fahrgastschiff auf Weser lahm
(30.09.13) Ein sogenannter “Big Bag”, der in der Weser trieb und sich in Propeller und Welle&xnbsp;verfangen hatte, führte dazu, dass das Hamelner Fahrgastschiff „Brissago“ am 28.9. auf der Weser notankern musste. Das Schiff hatte 35 Passagiere sowie 30 Hunde an Bord und war unterwegs von Bodenwerder nach Rühle. Auf Höhe des Campingplatzes Rühler Schweiz gab es einen kräftigen Schlag. und das Steuerrad begann zu vibrieren.
Das Fahrgastschiff ließ sich kaum noch manövrieren. Die Unwucht war dermaßen groß, dass das Steuerrad auf den letzten 500 Metern von zwei Leuten, der Eignerin Warnecke sowie dem Schiffsführer Carolus Wetter, gehalten werden musste.&xnbsp;Dann wurde der Anker geworfen, wegen der Unklarheit über die Ursache der Schwierigkeiten dann aber entschieden, die nächste Schwimmpier anzulaufen, wo die Fahrgäste an Land gesetzt wurden und sich zu Fuß auf den Rückweg nach Bodenwerder machten. Um 11.30 Uhr wurde dann technische Hilfe angefordert.
Wenig später rückten Taucher des THW in Klein-Berkel an. Sie waren eine Stunde lang damit beschäftigt, einen großen Sack), der sich um Propeller und Schraubenwelle gewickelt hatte, mit einem scharfen Messer zu entfernen.&xnbsp;Am frühen Nachmittag war die „Brissago“ wieder fahrbereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige nach sechs Tagen gerettet
(30.09.13) Neun indische Seeleute, deren Dhau “Tajudin Baba” zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman gesunken war, wurden am 27.9. gerettet und nach Salalah gebracht. Die Männer aus Gujarat berichteten, die “Tajudin Baba sei am 18.9. aus Shariqa nach Bossaso in Nordost-Somalia mit Nahrungsmitteln, Autos, Baumaterial und anderen Gütern, die für Empfänger in Puntland bestimmt waren. ausgelaufen und am 21.9. bei hohem Seegang gekentert. Die Schiffbrüchigen klammerten sich fast sechs Tage langa n Planken, ehe sie von der Dhau “Al Sultana Madina“ gerettet wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Longliner eine Woche nach Maschinenschaden eingeschleppt
(30.09.13) Am 26.9. wurde der taiwanesische Longliner "Jin Tsai Fu 888" (MMSI-Nr.: 416220800) in den Hafen von Papeete eingeschleppt, nachdem er eine Woche zuvor Maschinenschaden erlitten hatte. Das 32 Meter lange Fischereifahrzeug war von einem anderen Kutter auf den Haken genommen und zur Küste geschleppt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrackfund vor Texel kein britisches U-Boot
(30.09.13) Bei einem vor Texel bei Razing Bol entdeckten Wrack handelt es sich, anders als zunächst auf der Basis von Sonarbildern vermutet, doch nicht um das 1915 mitsamt seiner 30-köpfigen Crew versenkte britische U-Boot “E 36”, sondern um ein Handelsschiff aus der Zeit um 1880. Dies ergaben Tauchuntersuchungen der Propellerwelle. Auch dies sei für das Forschungsteam der Nordseetaucher ein interessantes Objekt. Die Wrackteile lagen über 220 Meter verstreut. Die Taucher fanden einen aus Stahl gegossenen Ersatzpropeller, diverse Holzklötze und Takelagereste auf dem Meeresgrund.
Quelle:Tim Schwabedissen



74 Vermisste nach Untergang dreier Kutter im Taifun Wutip
(30.09.13) Nach dem Durchzug des Taifuns Wutip nahe der Xisha-Inseln wurden am Abend des 29.9. noch 74 Besatzungsmitglieder dreier gesunkener Kutter vermisst. Streitkräfte und Rettungsdienste aus Hainan suchten nach den Vermissten. Insgesamt waren fünf Kutter aus der südchinesischen Guangdong-Provinz mit 171 Mann an Bord im Wirbelsturm in Seenot geraten. Von den drei am Nachmittag gesunkenen Schiffen konnten bislang 14 Überlebende gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker sitzt weiter vor Grand Bahama fest
(30.09.13) Am 28.9. ist der bislang dritte Versuch, den Tanker "Formosa Falcon", der am 26.9. vor Grand Bahama auf Grund gelaufen war, zu bergen, gescheitert. Ein Bergungsteam unternahm mit einem Schlepper mehrere Anläufe, den Havaristen wieder flottzumachen, jedoch ohne Erfolg. Vorsorglich wurden Ölsperren ausgelegt, falls der Tanker leckschlagen sollte. Er ist mit 12796 Tonnen Alkalyt beladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tanker vor Umm Al Quwain auf Grund gelaufen
(30.09.13) Am 26.9. lief auf der Fahrt von Ajman nach Abu Dhabi vor Umm Al Quwain der mit 160 Tonnen Öl beladene Tanker “Sunshine” auf Grund, nachdem die Maschine ausgefallen war. Die Polizei machte sich am 29.9. nach einer Krisensitzung daran, die drei Tanks des leckgeschlagenen Havaristen auszupumpen. Nur zwei Tage später, am 28.9., lief auch der Tanker “Rawdha” auf Grund. Es trieb in stürmischem Wetter auf Strand und wurde bereits ausgepumpt. Im Umm Al Quwain Hospital wurde die Klimaanlage abgestellt, nachdem Dieseldampf angesaugt worden war. Ein Schwimmer erlitt am 27.9. Verbrennungen auf der Haut durch Dieselöl, und es wurden auch schon tote Fische gesichtet. Beide Schiffe wurden von Polizei und Coastguard überwacht. Ein Versuch, die „Rawdha“ am 29.9. mit eigner Kraft vom Strand zu bekommen, schlug fehl. Deshalb wurde die „Tak“ gerufen, die sie wieder in tieferes Wasser bugsieren soll. Mechaniker waren vor Ort, um die Maschine wieder zum Laufen zu bekommen. Wenn der Tanker befreit ist, soll er nach Ajman zurück gebracht werden. Bereits kurz nach Verlassen des Hafens hatte es Probleme mit der Maschine gegeben, und auch der ausgebrachte Anker, der das Schiff halten sollte, ging verloren. Der Wind drückte es dann auf die Küste. Die siebenköpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Französische Yacht vor Jervis Bay gesunken
(30.09.13) Zwei fraznösische Segler hatten viel Glück, als sie bei starkem Wind versuchten, die Tasmanische See zu befahren und ihr Boot 360 Meilen östlich der Jervis Bay sank: Die australische Marine führte in dem Seegebiet gerade Manöver durch, als die Notmeldung auflief. Ein Seahawk der Marine Nowra winschte die beiden Männer unter Einsatz von Nachtsichtgeräten von einem Beiboot, nachdem sie ihre Yacht am 29.9. hatten aufgeben müssen, und brachte sie auf die Fregatte HMAS “Perth“. An Bord des Marineschiffes sollten sie am 30.9. die Jervis Bay erreichen. Sie hatten leichte Unterkühlungen erlitten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach der Rettung (Bild: USCG)   Großbild klick!
Yacht im ersten Herbststurm vor Oregon aufgegeben
(29.09.13) Die US Coast Guard rettete am 28.9. einen Einhandsegler, der 14 Meilen vor Tillamook Harbor in Seenot geraten war. Skipper Duane Jones aus Oak Harbor, Washington, war vor der Küste Oregons mit seiner 40 Fuß langen Yacht „The Rock“ im Sturm in Schwierigkeiten geraten. Er bat bei Einbruch der Dunkelheit darum, abgeborgen zu werden. Ein MH-60 Jayhawk-Helikopter winschte den Skipper auf und brachte ihn Air Station Astoria. Am 29.9. sollte nach der aufgegebenen Yacht aus der Luft Ausschau gehalten werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



42 Tote und 100 Vermisste beim Untergang nigerianischer Fähre
(29.09.13) Beim Untergang einer überladenen Fähre in Nigeria kamen am 28.9. mindestens 42 Menschen ums Leben, rund 100 wurden noch vermisst. Das Schiff zerbrach in stürmischer See gegen 14 Uhr unweit des Dorfes Malilli in Borgu. Bis 22.30 Uhr wurden 42 Tote geborgen. An Bord sollen rund 150 Menschen gewesen sein, zugelassen war das Schiff für 60 Fahrgäste.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ein Toter und sieben Vermisste bei Kutterunglück vor China
(29.09.13) Schiffe und Helikopter suchten am 28.9. nach dem Kentern eines Kutters nach sieben Vermissten vor der Küste der nordostchinesischen Liaoning Provinz. Um zwei Uhr war das Schiff fünf Meilen vor Changxing Island mit 10 Mann an Bord verunglückt. Ein Mann wurde tot von Rettern geborgen, zwei wurden lebend aus dem Wasser gezogen, die Suche nach den übrigen dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Führung der Sima Sapphire erwartet nach Kollision Anklage
(29.09.13) Die Offiziere des unter Singapur-Flagge laufenden Frachters "Sima Sapphire", 15995 BRZ ( IMO-Nr.: 9330903), der am 16.9. mit einem vietnamesischen Kutter kollidierte, wobei drei Menschen tot geborgen wurden und weitere fünf vermisst blieben, erwartet eine Anklage.
Dies zeichnete sich ab, nachdem die Hafenverwaltung von Vung Tau die Black Box des Frachters ausgelesen hat. Gegen den Kapitän und zwei seiner Offiziere fand sich offenbar belastendes Material. Die "Sima Sapphire“ war auf der Fahrt von Ho Chi Minh City nach Malaysia, als sie das Schiff aus der Mekong Delta Provinz Tien Giang rammte, das mit seiner 16-köpfigen Crew auf der Heimfahrt war.
Die Suchaktion nach den Vermissten wurde unterdessen eingestellt, aber die Küstenwache hat Kutter in dem Seegebiet aufgefordert, weiter Ausschau zu halten. Die Eigner des 2006 bei den P & S-Werften in Wolgast erbauten Frachters müssen die Familien der Toten nun mit 4000 Dollar pro Kopf entschädigen und die der Vermissten mit jeweils 500 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht in York in Flammen aufgegangen
(29.09.13) 35 Feuerwehrleute und sieben Löschfahrzeuge waren im Einsatz, nachdem in York die 57 Fuß lange Luxusyacht „Silver C“, die unweit von King's Staith auf dem Ouse-River vertäut war, in Flammen aufging. Gegen 19 Uhr war der Brand entdeckt worden. Der von Zeugen alarmierte Eigner hatte noch vergeblich versucht, das Feuer in der Entstehung zu löschen. Es breitete sich dann rasch aus und brannte über drei Stunden lang.
Die Feuerwehr aus North Yorkshire Fire schickte zwei Männer unter Atemschutz an Bord, um zu prüfen, ob jemand an Bord sei. Dies war aber nicht der Fall. Keine guten Nachrichten hatte aber der Bootseigner, der angab, die Tanks seien gerade erst mit Diesel gefüllt worden. Entsprechend groß war die Explosionsgefahr.
Der Versuch, Ölschlängel auszubringen, scheiterte deswegen auch. Zur Verstärkung wurden Löschzüge aus York, Acomb, Tadcaster und Huntington gerufen. Inzwischen hatten sich zahlreiche Schaulustige auf der Ouse Bridge eingefunden und sahen, wie Flammen meterhoch aus den Aufbauten schossen. Dichter Rauch verqualmte die Umgebung, darum mussten Bars und Restaurants am Flussufer geräumt werden. Gegen 21.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Das Boot war aber weitgehend gesunken und zerstört.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mehrere Boote in Port Townsend bei Brand beschädigt
(28.09.13) Am Morgen des 27.9. brach um 8.50 Uhr auf der „Tresaure Hunter“, einem 1942 erbauten einstigen Lotsenboot der Marine von 50 Fuß Länge, ein Feuer aus. Der Eigner aus Brinnon war kurz vor dem Abschluss von dreijährigen Reparaturarbeiten in einer Bootswerft in Port Townsend, als der Brand entstand. Auch mehrere Holzboote in der Nähe wurden durch die Hitze und den Rauch in Mitleidenschaft gezogen, darunter die „Alma A“, „Del Norte“ und „Sea Gypsy.“ Auch ein Teil des Rumpfes der aus Aluminium gefertigten „Amarosa“, die direkt neben der „Treasure Hunter“ lag, schmolz. Die Feuerwehr East Jefferson löschte die Flammen binnen einer knappen halben Stunde, danach nahm das Port Townsend Police Department Untersuchungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Versorger in Lowestoft
(29.09.13) Auf dem unter britischer Flagge laufenden Versorger "Vos Raasay", 1328 BRZ (IMO-Nr.: 8216021), brach in einem Lagerraum am 26.9. um 12.40 Uhr in Lowestoft ein Feuer aus. Acht Feuerwehreinheiten aus Lowestoft South, eine aus North Lowestoft, zwei aus Great Yarmouth, zwei aus Beccles und eine aus Southwold wurden alarmiert, nachdem die Hafenverwaltung den Brand, der bei Schweißarbeiten im Rahmen einer laufenden Reparatur entstanden war, bemerkt hatte. Das Schiff lag zu der Zeit am Nordkai. Als die Feuerwehren eintrafen, hatte die Crew das Feuer aber bereits gelöscht. Nach einer Inspektion des Schiffes wurde ein Besatzungsmitglied wegen einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Mit Wärmebildkameras wurde das Schiff noch auf verborgene Brandnester kontrolliert, ehe die Feuerwehr um 13.30 Uhr wieder abrückte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladungsbrand auf Containerfrachter in Tafelbucht
(29.09.13) Am 28.9. um 04.16 Uhr wurde die NSRI Table Bay alarmiert, nachdem auf dem unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachter „Lilac“, der 2,1 Meilen vor dem Hafen in der Tafelbucht mit 21 Mann an Bord an Ankerplatz 2 lag, ein Feuer im Laderaum ausgebrochen war. Die Crew ging gegen den Brand in Luke 2 vor. Ein Helikopter flog einen Lotsen an Bord, und der Frachter lief dann in den Hafen ein, wo die Feuerwehr von Kapstadt schon bereitstand. Die „Lilac“, 39295 tdw (IMO-Nr.: 9314923), hat eine Containerkapazität von 2824 TEU, wurde 2005 erbaut und läuft für die CMA CGM S/A .
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion Fjord Mist (Bild: USCG)   Großbild klick!
Kutter vor James Island gesunken
(28.09.13) Die Coast Guard Station Quillayute River, Washington, rettete am 27.9. die dreiköpfige Crew des zwei Meilen westlich von James Island sinkenden, 50 Fuß langen Kutters “Fjord Mist”. Sie wurden von einem der beiden eingesetzten 47-Fuß-Rettungsboote zur Station gebracht, während das zweite bei dem Kutter blieb, bis dieser um 11:23 Uhr auf 103 Fuß Wassertiefe sank. Knapp drei Stunden zuvor hatte die Coast Guard einen Notruf aufgefangen, in dem es hieß, dass der Kutter Wassereinbruch erlitten habe.
Neben den beiden Booten der Station Quillayute River wurde auch ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Port Angeles alarmiert. Eine noch an Bord abgesetzte Lenzpumpe konnte gegen den Wassereinbruch nicht ankommen, deshalb wurden die drei Fischer abgeborgen. Der in La Push beheimatete Kutter hatte 150 Gallonen Öl an Bord, nach dem Untergang wurde ein Ölfilm gesichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Grand Bahama auf Grund gelaufen
(28.09.13) Der liberianische Tanker “Formosa Falcon”, 39307 BRZ (IMO-Nr.: 9266762), lief am 26.9. gegen 14.30 Uhr vor Grand Bahama auf Grund. Das Schiff wollte wegen der Nähe zu einem anderen seine Ankerposition auf Freeport Reede ändern. Bei 15 Knoten Westwind geriet er dabei ins Treiben und in flaches Wasser. Er war mit 12,796 Tonnen Alkalyt beladen. Ein Inspektor der Hafenverwaltung und Vertreter der Freeport Harbour Company sowie des Schiffseigners kamen zur Unfallstelle, wo der Tanker mit dem Bug auf Grund saß. Mithilfe von Schleppern und der Maschine wurde mit der 2-Uhr-Flut am 27.9. mehrfach vergeblich versucht, das Schiff wieder flottzumachen. Zwischenzeitlich war es durch Schlepper stabilisiert worden. Das National Oil Spill Advisory Committee wurde alarmiert. Das Ministry of Transport and Aviation und die Hafenverwaltung leiteten eine Untersuchung ein. Die 228 Meter lange und 32 Meter breite “Formosa Falcon” hat eine Tragfähigkeit von 70426 Tonnen, wurde 2005 erbaut und läuft für die Formosa Plastics Corporation in Taiwan.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rettungseinsatz unter Lebensgefahr blieb ohne Erfolg
(28.09.13) Die sechsköpfige Crew des japanischen Frachters "Eifuku Maru No 18", 498 BRZ (IMO-Nr.: 9597953), hat dessen Kollision mit der unter Sierra Leone-Flagge laufenden “Jia Hui”, 2962 BRZ (IMO-Nr.: 8660911), nicht überlebt. Dramatische Szenen hatten sich nach dem Unfall sieben Meilen westlich von Izushima am 26.9. um 1.23 Uhr abgespielt.
Japanische Seenotretter bestiegen unter Lebensgefahr den von großen Wellen überspülten, mit Schlagseite kieloben treibenden Rumpf des Frachters und versuchten, mit Klopfsignalen Lebenszeichen festzustellen. Nachdem sich das Wetter beruhigt hatte, drangen sie am späten Nachmittag in das Wrack vor und konnten fünf Mann bergen.
Auf Deck eines japanischen Patroullienschiffes wurde sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen, doch alle Mühen waren vergebens. Als es abends in den Hafen von Shimoda einlief, wurden die Männer in Tüchern gehüllt auf Bahren von Bord gerollt. Es war nicht gelungen, ihre Herzen wieder zum Schlagen zu bekommen. Auch der Versuch, das Wrack abzuschleppen, schlug fehl. Der mit Stahl beladene Frachter sank schließlich vor Shimoda.
Die "Eifuku Maru No 18" war mit einer Ladung Stahl von Nagoya in Zentral-Japan nach Ichikawa östlich von Tokio unterwegs. Die "Jia Hui" warf im Tagesverlauf vor Shimoda Anker. Ihre 13-köpfige Crew war bei dem Zusammenstoß, bei dem beide Schiffe mit dem Backbordbug aufeinander prallten, unversehrt geblieben. Sie war mit einer Ladung Schrott von Kawasaki, Japan, nach Busan in Südkorea unterwegs gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Knochen vor Giglio nicht von vermissten Passagieren
(28.09.13) Die beim Wrack der “Costa Concordia” am 26.9. gefundenen Knochen stammen offenbar doch nicht von den beiden Vermissten, der sizilianischen Passagierin Maria Grazia Tricarichi und dem indische Kellner Ruben Rebello. Aus ersten Analysen, die im Krankenhaus der toskanischen Stadt Grosseto stattfanden, ging hervor, dass es sich nicht um deren Überreste handelt, sondern möglicherweise um die von Tieren. Weitere DNA-Tests sollen Aufschluss über die Funde geben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebener Frachter in Guanabary Bay ausgepumpt
(28.09.13) Am Nachmittag des 27.9. waren die Arbeiten zur Stabilisierung des brasilianischen Frachters "Angra Star", 8801 BRZ (IMO-Nr.: 9051026) in der Guanabary Bay abgeschlossen. Sie kosteten über drei Millionen Dollar. Eingesetzt waren 60 Mann, die rund um die Uhr mit Lenzpumpen im Einsatz waren, hunderte Meter Ölsperren ausbrachten, in denen ausgelaufenes Öl aufgefangen wurde, und am Ende 150 Tonnen veröltes Wasser sowie weitere sechs Tonnen Salzwasser aus dem Maschinenraum lenzten. Das Instituto Estadual do Ambiente (INEA) informierte die Eigner, die Frota Oceânica e Amazônica S/A, über den Ablauf und wies sie an, Umwelt- sowie Sicherheitsgesetze zu beachten. Im Falle einer Zuwiderhandlung drohten Strafen von täglich bis zu vier Millionen Dollar sowie weitere 50 Millionen, wenn das Schiff verloren ginge. Es war seit Februar ohne Crew aufgelegt gewesen, zwischenzeitlich verschwanden Ölfässer und Navigationsinstrumente von Bord, schließlich führten Kupferdiebstähle im Maschinenraum zum Wassereinbruch. Die Frota Oceânica und Amazônica S/A haben drei weitere Schiffe in der Guanabara Bay, die "Rio", "Recife" und "Jari", alle in ähnlichen Verhältnissen. Die Eigner haben sie wegen eines Disputs mit der Banco Nacional de Desenvolvimento (BNDES) sich selbst überlassen. Die Hafenbehörde inspizierte auch die gestrandete "Rio", stellte aber kein unmittelbares Risiko fest, während die "Jari" und "Recife" sicher verankert waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Frachterexplosion
(28.09.13) Am 27.9. wurden zwei philippinische Seeleute bei einer Explosion auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "Kurobe", 20069 BRZ (IMO-Nr.: 9392171) rund 400 Meilen vor Mumbai verletzt. Das Schiff war von Abu Dhabi nach Singapur unterwegs. Auf seinen Notruf hin veranlasste die Coast Guard in Mumbai eine Rettungsoperation gemeinsam mit dem Maritime Rescue Coordination Centre, Mumbai. Der Frachter nahm Kurs auf Mumbai, und über Funk wurde medizinischer Rat zur Stabilisierung der Verletzten gegeben.
Trotz schlechten Wetters gelang dann einem Helikopter die Landung auf der "Kurobe". Einer der Verletzten konnte wiederbelebt werden, der andere wurde für weitere Maßnahmen ins Krankenhaus in Mumbai geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brücke in Jacksonville bei Kollision fast eingestürzt
(28.09.13) Das Florida Department of Transportation stellte am 27.9. fest, dass bei der Kollision des Frachters “Harry L. Martin” am Nachmittag des 26.9. mit der Mathew Bridge in Jacksonville diese fast zum Einsturz gebracht worden wäre. Die Reparatur wird mehrere Millionen Dollar kosten. Bis in die Nacht hinein arbeiteten Inspektoren am Unglückstag an der Untersuchung des Bauwerks und setzten diese am frühen Morgen mithilfe von Brückenkletterern fort, die sich die Struktur von allen Seiten ansahen. Der Schaden entstand am höchsten Punkt der über den St. Johns River führenden Brücke. Zunächst müssen Notreparaturen durchgeführt werden, damit Arbeitsfahrzeuge überhaupt an die Schadensstelle gelangen. Diese werden von Schiffen aus gemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rettete schiffbrüchige Segler im Pamlico Sound
(28.09.13) Die Fähre “Cedar Island” kam nach dem Ablegen von Ocracoke nach Cedar Island am 26.9. um 20 Uhr der zweiköpfigen Crew der Yacht “Exit Strategy” im Pamlico Sound zu Hilfe. Die beiden Segler aus Raleigh waren im Big Foot Slough vor Ocracoke unterwegs, als der Wind plötzlich zunahm und die Yacht unvermittelt zum Kentern brachte.
Beide wurden ins Wasser geschleudert. Glücklicherweise war die “Cedar Island” in der Nähe, und der Kapitän manövrierte sie an die beiden heran und brachte das 16-Fuß-Rettungsboot aus, das von zwei Besatzungsmitgliedern bei 30 Knoten Wind zu den in bis zu fünf Fuß hohen Wellen Treibenden gefahren wurde. Unter Lebensgefahr zogen sie die beiden an Bord, und die 15 Passagiere der Fähre zollten stürmischen Beifall. Die “Cedar Island” kehret dann nach Ocracoke zurück, wo die Segler mit trockener Kleidung ausgestattet wurden. Das Boot wurde ein Totalverlust.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lone Star sträubt sich weiter gegen Bergung
(28.09.13) Die Bergung des 72 Fuß langen Kutters “Lone Star”, der im Einsatz als Tender für die Trident Seafoods am 30.6. auf dem Igushik River sank, wird immer komplizierter. Am 27.9. teilte die US Coast Guard mit, dass die Berger zwar eine Kette um das Achterschiff des Wracks legen konnten, dies aber am Bug nicht gelang. Er liegt so tief im Schlamm, dass ein Tunnel darin ausgespült werden muss, um eine Kette hindurch zu ziehen. Dann soll ein Teil des Rumpfes mit Schaum aufgefüllt werden, der ihn leicht genug macht, um ihn mit einem Kran zu heben. Nach ersten Reparaturen soll das Schiff dann nach gebracht werden. Die Bergung wird durch die Resolve Marine Services durchgeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter manövrierunfähig vor Whitby abgeschleppt
(28.09.13) Am 21.9. um 11.20 Uhr wurde die Humber Coastguard von dem acht Meter langen Kutter “Box-A-Day” um Hilfe gebeten, dessen Propeller zwei Meilen nördlich von Whitby blockiert war. Sie schickte das RNLI-Boot aus zu Hilfe, das um 11.32 Uhr auslief und sich auf den Weg zu dem mit zwei Mann besetzten Kutter machte. Beim Eintreffen stellte sich heraus, dass sich der Propeller möglicherweise an Leinen auf dem Grund verhakt hatte. Das Boot passierte das Heck mehrfach und versuchte, sie zu fassen zu bekommen. Doch es fand sich nichts, und so wurde entschieden, den Kutter in Schlepp zu nehmen. Beide Schiffe liefen um 12.20 Uhr nach Whitby Harbour ein, und das Rettungsboot “George and Mary Webb” kehrte zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölfilm der Sea Braker hat sich aufgelöst
(28.09.13) Der Kutter “Sea Breaker” aus Bellingham sank bereits am 5.9. auf 200 Fuß Wassertiefe vor Point Roberts. Um 15.30 Uhr jenen Tages hatte die U.S. Coast Guard einen Notruf des zwei Meilen südöstlich davon befindlichen Schiffes aufgefangen, das dann kenterte und sank. Die fünfköpfige Crew wurde von einem anderen Kutter gerettet. Danach wurde ein Ölfilm von einer Meile Länge und 10 Fuß Breite gesichtet. Am 6.9. brachte das Department of Ecology (DOE) Ölsperren aus, doch der Versuch, Öl aufzufangen, war erfolglos. Am 10.9. wurde kein Öl mehr gesichtet. Wegen der großen Wassertiefe sollten auch keine Bergungsversuche unternommen werden. Warum der Kutter sank, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Jolene (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Kutter saß in Brandung vor Skegness
(27.09.13) Beide RNLI-Boote aus Skegness waren am Morgen des 26.9. im Einsatz, nachdem der 11,92 Meter lange Kutter “Jolene – LN 468” aus King’s Lynn Maschinenschaden erlitten hatte und bei starkem Nordostwind auf den Strand von Skegness getrieben war. Mit noch ausgebrachtem Fanggeschirr hatte die Crew versucht, den Havaristen notzuankern, doch war er bereits in zu flaches Wasser gedriftet und kam südlich des Lincolnshire Resort fest.
Die Rettungsboote “Peterborough Beer Festival IV” und “Lincolnshire Poacher” liefen gegen acht Uhr aus und hatten binnen kurzer Zeit die nur eine Meile südlich ihrer Station befindliche Strandungsstelle erreicht. Die kleinere “Peterborough Beer Festival IV” stellte eine Schleppverbindung her, wobei eine Kollision mit dem Fang- und dem Ankergeschirr vermieden werden musste.
Die Brandung schleuderte das Boot umher, sodass die Übergabe nicht ungefährlich war. Nachdem die Verbindung zur “Lincolnshire Poacher” hergestellt war, begann diese den Kutter in tieferes Wasser und südwärts in Richtung von The Wash zu ziehen. Nachdem es gelungen war, die Maschine auch wieder zu starten, machte sich der 2002 erbaute Kutter, eskortiert von dem Schwesterschiff „Audrina“, auf den Rückweg nach King's Lynn, während die Rettungsboote nach Skegness einliefen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bonaventure wieder am Liegeplatz
(Bild: RNLI)   Großbild klick!
Kutter hatte Wassereinbruch in Blyth
(27.09.13) Die Humber Coastguard alarmierte am 27.9. um 6.20 Uhr das RNLI-Boot aus Newbiggin zum 10 Meter langen britischen Kutter "Bonaventure – BH 453", der an seinem Liegeplatz in Blyth Harbour Wassereinbruch erlitten hatte. Die Atlantic 85 "Richard Wake Burdon" lief kurz darauf mit ihrer vierköpfigen Crew zum südlich gelegenen Einsatzort und setzte zwei Rettungsmänner auf den Havaristen zur Erkundung über. Dann wurde das eingedrungene Wasser mit einer Lenzpumpe wieder außenbords gefördert. Die Feuerwehr kam mit einer noch stärkeren Pumpe ebenfalls zu Hilfe, und nachdem der Kutter wieder gelenzt war, kehrten die Seenotretter zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff vor Schiermonnikoog aufgelaufen
(27.09.13) Am 26.9. lief das 24 Meter lange holländische Ausflugsschiff "Boschwad" (MMSI-Nr: 244710285) im Westgat zwischen der Engelsmanplate und Schiermonnikoog mit 15 Fahrgästen an Bord auf Grund. Das KNRM-Rettungsboot "King William I" der Station Schiermonnikoog wurde zu Hilfe gerufen, und da der Havarist angesichts ablaufenden Wassers vorerst nicht freikommen würde, beschloss man, die Passagiere an Land zu bringen. Dazu übernahm die flacher gehende "Edzard Jacob" die Gestrandeten und setzte sie zur "Koning William I", die sie dann nach Lauwersoog brachte, während die Crew der "Boschwad" auf steigendes Wasser wartete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eifuku Maru No. 18 kieloben
(Bild: Coastguard Japan)   Großbild klick!
Sechs Vermisste nach Kollision vor japanischer Küste
(27.09.13) Der 76 Meter lange japanische Frachter "Eifuku Maru No. 18", 498 BRZ (MMSI-Nr.: 431002296), kollidierte am Morgen des 27.9. mit dem unter Sierra Leone-Flagge laufenden Frachter "Jia Hui", 2962 BRZ (IMO-Nr.: 8660911), und kenterte. Das Unglück ereignete sich sieben Meilen westlich von der Insel Izushima entfernt.
Die sechsköpfige japanische Crew wurde danach vermisst, und die japanische Coastguard startete eine Suchaktion mit Patroullienbooten und Hubschraubern. Das Wrack des Frachters trieb kieloben rund Kilometer südlich von Tokio in der See. Die "Eifuku Maru No. 18" war mit einer Ladung Stahl von Chiba nach Nagoya unterwegs gewesen. Die 13-köpfige Crew der "Jia Hui", 12 Chinesen und ein Malaysier, blieben unversehrt. Ihr Schiff, das von Kawasaki nach Busan untewegs war, erlitt Schäden am Bug.
Quelle:Tim Schwabedissen



Helfer von Scharhörn brauchte vor Neuwerk nun selbst Hilfe
(27.06.13) Der Cuxhavener Rettungskreuzer „Vormann Jantzen“ war am 26.7. zwei Mal im Einsatz, um einer Motoryacht und einem Kutter zu assistieren. Um 8.25 Uhr hatte sich der Eigner einer etwa sieben Meter langen Motoryacht über Funk bei der DGzRS um Schlepphilfe gebeten, nachdem auf Höhe der Tonne 23 querab der Insel Neuwerk der ausgefallen war. Die Besatzung des Rettungskreuzers machte das Tochterboot „Butscher“ klar, mit dem der Havarist nach Cuxhaven geschleppt wurde. Nur eine Stunde später brauchte die Besatzung des 24 Meter langen Heiligenhafener Kutters „Marie Louise – SH 16“ (MMSI-Nr.: 211588480) die Hilfe der Seenotretter.
#Nachdem der Kutter in der Elbmündung wegen eines Getriebeschadens manövrierunfähig geworden war, hatte zunächst der holländische Kutter „Morgenstern“ die Kollegen bis zur Medem-Reede geschleppt. Dort übernahm die „Vormann Jantzen“ den Havaristen und bugsierte ihn in den Alten Fischereihafen von Cuxhaven. Erst vor drei Tagen hatte die Crew der „Marie Louise“ selbst Hilfe bei einem Seenotfall geleistet, als die Yacht „Ladys and Gentlemen“ auf Scharhörn-Riff gestrandet war, und hatte den Havaristen ausgeleuchtet.
Quelle:Tim Schwabedissen




Militärfrachter legte Brücke lahm
(27.09.13) Der amerikanische Marinefrachter USS “1st Lt. Harry L. Martin – T--AK 3015, ”, 48626 BRZ, (IMO-Nr.: 7720415), des Military Sealift Command (MSC) kollidierte am 26.9. gegen 14 Uhr mit der Mathew Bridge auf dem St. Johns River in Jacksonville, Florida. Drei Schlepper hatten ihn auf dem Haken, als die hoch aufragende RoRo-Rampe am Heck gegen den Unterbau der Brücke krachte, die Downtown Jacksonville mit Arlington verbindet.
Die Brücke, über die täglich 109000 Autos fahren, wurde bis mindestens Monatsende für den Verkehr gesperrt. Der Verkehr wurde auf die Hart Bridge umgeleitet. Der Frachter erlitt keinen großen Schaden, machte unterdessen am Northern Florida Shipyard fest. Die USNS “1st Lt. Harry L. Martin” war ohnehin unterwegs von Jacksonville zu Überholungsarbeiten am North Florida Ship Yard. Boote der Coast Guard Station Mayport richteten eine 200 Yard große Sicherheitszone um die Brücke ein, während der Schaden durch Inspektoren des Florida Department of Transportation untersucht wurde. Die “Harry L. Martin” wurde 1979 erbaut, ist 754 Fuß lang und hat eine Verdrängung von 51,531 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch ein deutscher Traditionssegler gesunken
(27.09.13) Bereits in der Nacht zum 4.9., nur wenige Wochen nach dem Totalverlust der Brigantine “Falado von Rhodos” vor Island, ist der historische Haikutter “Olga von Skagen”, 15,9 BRZ (MMSI-Nr.: :211331070), des Museumshafens Flensburg kurz vor Mitternacht im Skagerrak gesunken. An Bord befanden sich zwei Mann Besatzung und ein Hund. Gegen 23 Uhr funkte sie Notrufe, woraufhin das Søværnets Operative Kommando einen Hubschrauber schickte.
Als der Kutter zu sinken begann, flüchteten sie in eine Rettungsinsel. Sie wurden unversehrt von einem Bulkcarrier gerettet und nach Hirtshals gebracht. Das ehemalige Fischereifahrzeug befand sich auf der Fahrt von Skagen nach Larvik. Es sank auf 350 Metern Wassertiefe, jenseits einer Bergungschance. Die “Olga von Skagen” wurde 1919 als Haikutter “Ligouban” auf der Werft von Jens Peter Nipper in Skagen erbaut und in den 1980-ern zu einem Freizeitfahrzeug umgerüstet. 2008 wurde sie zu einem Traditionssegler umgebaut.
Der 94 Jahre alte Holzkutter, der vom Fördervereins Olga von Skagen” e.V zu Trainingszwecken und zur Teamentwicklung betrieben wurde, war offenbar mit einem Unterwasser-Hindernis kollidiert sein. Die “Olga von Skagen2 war 19,8 Meter lang, 4,24 Meter breit und hatte 1,79 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichenteile an Wrack der “Costa Concordia” entdeckt
(27.09.13) Taucher haben zwei Tage nach Beginn der Suche nach den Vermissten der "Costa Concordia" am 26.6. im Wrack Leichenteile entdeckt, die möglicherweise zu den gesuchten Personen gehören. Die Taucher fanden die Knochen im Mittschiffsbereich auf Deck 4. Dort hatten die Bergungsteams die Leichen auch vermutet, die Lage des Schiffs hatte eine Suche bis zu dessen Aufrichten jedoch unmöglich gemacht. Nachdem die "Costa Concordia" wieder in der Horizontalen und gesichert war, konnten Taucher nun zu diesem Teil des Schiffes vordringen.
Die endgültige Identifizierung wird jedoch erst nach einem DNA-Test möglich sein, der mehrere Tage dauern dürfte. Es handelte sich um den Inder Rebello, der zuletzt gesehen wurde, wie er Passagieren bei der Evakuierung half, sowie die italieneische Passagierin Trecarichi, die ihren 50. Geburtstag an Bord hatte feiern wollen. Am 25.9. hatte ein Gericht dem Antrag von Kapitän Schettino stattgegeben, das Schiff einer technischen Untersuchung zu unterziehen. Auf derBrücke sollen die Ereignisse der Nacht des Untergangs rekonstruiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Corcubión gestrandet
(27.09.13) Die zweiköpfige Crew eines spanischen Kutters, der am 26.9. vor Corcubión strandete, wurde unversehrt gerettet. Das Schiff war um 3.15 Uhr zwischen Cabo Cee und Cabo Nasa aufgelaufen. Die Fischer wurden von einem passierenden Schiff aufgenommen und nach Corcubión gebracht, wo sie medizinisch betreut wurden. Salvamente Maritimo schickte den Schlepper “Salvamar Regulus” zur Inspektion des Havaristen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb mit 13 Mann brennend in stürmischer See
(27.09.13) Am Morgen des 26.9. brach um 2.16 Uhr ein Feuer auf einem chinesischen Fischereifahrzeug aus, das sich 30 Meilen vor der Mündung des Yangtse befand. Das Schiff aus der Zhejiang-Provinz hatte 13 Mann Besatzung. Ein Rettungsschiff brauchte bei stürmischer See zwei Stunden, es zu erreichen. Der Brand hatte sich inzwischen auf die Brücke ausgeweitet und auch die Sicherheitsausrüstung zerstört. Wegen des Maschinenausfalls drohte der Havarist in der hochgehenden See zu sinken. Es gelang den Seenotrettern, den Anker fallen zu lassen und mit Löscharbeiten zu beginnen. Um 7.13 Uhr war der Brand gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Protctor (Bild: Wikipedia)   Großbild klick!
Wrack der Protector soll virtuell geschützt werden
(26.09.13) Ein Team australischer Marinearchäologen trifft sich in dieser Woche in Gladstone, um ein Forschungsprojekt zur HMCS “Protector” auf den Weg zu bringen. Das vor Heron Island auf Grund gesetzte Schiff soll dauerhaft virtuell bewahrt werden, um dem massiven Verfall des Originals zu begegnen. Dabei sollen moderne Technik und traditionelle Methoden zur Anwendung kommen. Leiter des Projekts ist Dr. James Hunter III vom South Australian Maritime Museum.
Die Karriere des Schiffes hat aus seiner Sicht nie geendet, es sei ein lebendiges Wrack, das heute noch als Wellenbrecher diene. Es soll nun aber ermittelt werden, wann es voraussichtlich komplett zerstört ist. Nach Aussage von Emily Jateff, Kuratorin des South Australian Maritime Museum, stellt die “Protector“ einen wichtigen teil der australischen Marinegeschichte dar. An ihrem Museum gibt es eine umfangreiche Datensammlung zu ihr, samt den Nachfahren von jenen, die an Bord der südaustralischen Kolonialflotten arbeiteten.
Die „Protector” war ein Kanonenboot, das 1882 bei William Armstrong & Co, Newcastle-on-Tyne, entstand als leichter Kreuzer mit Schonerrigg. Sie war für ihre Größe schwer bewaffnet. Die südaustralische Regierung wollte zu der Zeit mit einer eigenen Marine um die Küste zu schützen. Sie wurde im Mai 1884 fertiggestellt und am 16.6. in Dienst gestellt. Am 27.6. verließ das Schiff den Tyne und traf am 30.9. in Adelaide ein. Die nächsten 15 Jahre verliefen ereignisarm. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam sie beim Boxeraufstand zum Einsatz. Am 6.8.1900 verließ sie Adelaide und erreichte Hongkong am 11.9.
Eine Woche darauf ging es weiter nach Shanghai, wurde aber überwiegend für Forschungstätigkeiten eingesetzt und kehrte im November nach Adelaide zurück. und in beiden Weltkriegen. 1901 kam sie unter das Kommando des Australian Commonwealth Government und wurde danach in Sydney stationiert. 1914 wurde sie Versorger für die U-Boote „AE 1“ und „AE 2“, die sie in die deutschen Kolonien in Neu-Guinea eskortierte. Nachdem diese sich am 17.9. ergaben, blieb sie als Wachschiff zunächst in Rabaul. Im Oktober 1915 machte sie sich zu den Cocos Islands auf, um das Wrack des deutschen Kreuzers „Emden“ zu untersuchen, das dort im Gefecht mit HMAS „Sydney“ am 9.11.1814 auf die Korallenriffe gesetzt worden war.
Nach der Rückkehr nach Australien im Dezember 1915 blieb sie für die restliche Zeit des Ersten Weltkriegs Tender der HMAS „Cerberus“ und versah Minensuchaufgaben vor Victoria. Am 1.4.1921 wurde die “Protector” selbst in HMAS “Cerberus” umbenannt, während ihre Vorgängerin zur „Platypus I” wurde. Im Juni 1924 endete die 40-jährige Marinekarriere, und für 677 Pfund ging sie an Mr. J. Hill aus Melbourne. Waffen, Maschinen und bewegliche Teile wurden auktioniert und der Rumpf in einen Leichter umgebaut.
Diese Arbeit wurde im November 1929 abgeschlossen. Die alten Munitionsmagazine dienten als 300-Tonnen-Tank. 1931 ging sie an die Victorian Lighterage Co und hieß fortan “Sidney”. Im Juli 1943 wurde die einstige “Protector” von der US-Marine requiriert. Auf der Fahrt nach Neuguinea kollidierte sie aber vor Gladstone mit einem Schlepper und wurde aufgegeben. Der Rumpf wurde nach Heron Island geschleppt und später dort als Wellenbrecher auf Position 23.4428° S 151.909° O versenkt. Er kann bei Ebbe zu Fuß erreicht werden, bei Flut bietet das Riff, auf dem er liegt, gute Tauchmöglichkeiten.
Das Heckgeschütz befindet sich heute im Birkenhead Naval Depot in Birkenhead, ein weiteres im Elizabeth and Salisbury Navy Club in Elizabethh. Das Ruder ist im Royal Australian Navy Heritage Centre in Sydney, weitere Artefakte der “Protector” sind im Gladstone Maritime Museum ausgestellt, darunter ein restaurierter Salonstuhl, Decksplanken und ein Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dusty Dawn brennt aus (Bild: Scott Gardner)   Großbild klick!
Yacht in Hamilton Port ausgebrannt
(26.09.13) Im Hafen von Hamilton fing am 25.9. nahe Carol’s Point die 30 Fuß lange Yacht „Dusty Dawn“, eine Hughes 31, Feuer. Sie war in so flachem Wasser verankert – die Wassertiefe betrug nur drei Fuß-, dass es von einem Boot der Polizei nicht erreicht werden konnte. Der Brand entstand um 16.30 Uhr durch einen Kurzschluss in der Bordelektrik.
Die zweiköpfige Crew konnte sich noch in Sicherheit bringen. Die beiden, der Skipper und ein Freund, wurden von der Polizei zum Macassa Bay Yacht Club, zu dem die Yacht seit fast 30 Jahren gehörte, gebracht. Da einem der beiden die angebrannte Kleidung am Körper klebte, wurde ihm geraten, sich ins Krankenhaus zu begeben. Die Yacht brannte bis in die Abendstunden hinein und wurde vom Feuer völlig zerstört. Sie hatte einen Wert zwischen 25000 und 30000 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lorelely lockte mal wieder
(26.09.13) Am 25.9. schrammte ein Flusskreuzfahrtschiff über den Fuß des Schieferfelsens der Loreley auf dem Rhein. Gegen 5:26 Uhr hatte der niederländische Schiffsführer des deutschen Schiffes seine Bergfahrt verlangsamt, um einem entgegenkommenden Verband den nötigen Platz für die Passage zu lassen. Doch ein falsches Manöver ließ das Flusskreuzfahrtschiff auf Höhe der Lützelsteine in Richtung Loreleyfelsen vertreiben, wo es bei Kilometer 554,2 mit dem Bug fest kam. Nur mit einem Notstopp konnte der zu Tal fahrende Schubverband eine Kollision mit dem fast quer im Strom liegenden Fahrgastschiff vermeiden. Das Schiff konnte sich aus eigener Kraft wieder befreien. Da kein Wassereinbruch zu verzeichnen war, konnte es seine Fahrt von Amsterdam nach Rüdesheim fortsetzen. Es wurde angenommen, dass es im Unterwasserbereich des Bugs beschädigt wurde. Die 127 Passagiere blieben unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen




Kutter von Nylonhüllen blockiert
(26.09.13) Am 25.9. wurde der 16 Meter lange französische Kutter “Alizé 3“ (MMSI-Nr.: 227936000) vor Ecrehous, Ost-Cotentin, manövrierunfähig. Nylonabdeckungen, mit denen üblicher Weise Container abgedeckt werden, hatten sich um den Propeller gewickelt und diesen blockiert. Das Patroullienboot “Glaive” der Marinepolizei wurde zur Assistenz geschickt. Zwei Taucher stiegen ab und befreiten den Propeller vom Unrat, sodass das Schiff gegen 16 Uhr wieder fahrtüchtig war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach Strandung auf Scharhörn-Riff in Cuxhaven aufgepallt
(26.09.13) Die dreiköpfige polnische Crew der Yacht „Ladys and Gentlemen“, zwei Männer und eine Frau, waren nach der Strandung ihres Bootes in der Nacht zum 25.9. auf dem Scharhörn-Riff in der Elbmündung wieder wohlauf. Sie hatten sich in einem Hotel einquartiert, nachdem sie von dem Helgoländer SAR- Hubschrauber gerettet worden waren.
Noch während der Nacht gelang es dem Mehrzweckschiff „Mellum“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mithilfe eines Arbeitsbootes, die Yacht zu bergen, die mittlerweile bereits den Hauptmast verloren hatte. Vor Cuxhaven hatte das Tochterboot des Rettungskreuzers „Vormann Jantzen“ den 15-Tonner übernommen und schleppte ihn zur Boots- und Schiffswerft am Schleusenpriel. Dort wurden Schäden an Mast, Ruder und Kiel festgestellt.
Der Rumpf, der besonders stark gebaut und gut gepflegt war, blieb weitgehend unbeschädigt.&xnbsp; Nach Rücksprache mit der Versicherung sollte sich nun entscheiden, ob die Yacht auch in Cuxhaven repariert wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter manövrierunfähig vor Vågsvåg
(26.09.13) Am 24.9. barg das NSSR-Boot “Simrad Buholmen” den norwegischen Kutter “Samas Jr.”, dessen Propeller blockiert war. Der Havarist wurde längsseits genommen und nach Vågsvåg eingeschleppt. Dort machten sich Taucher daran, den Propeller wieder frei zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havariertes Fahrgastschiff wird in Solothurn inspiziert
(26.09.13) Das am 24.9. bei Altreu in die Böschung der Aare gelaufene Fahrgastschiff „Rousseau“ lief, nachdem es wieder flott war, nach Solothurn und wurde dort an der Ländte vertäut. Dort Experten sollten versuchen, die Ursache des Maschinenversagers zu klären. Taucher untersuchten inzwischen den Rumpf, stellten aber keine grösseren Schäden fest. Am Bug hatte die „Rousseau“ einige Schrammen davon getragen. Die 148 Fahrgäste waren nach der Havarie in sieben Partien von der Altreu und Leuzingen verbindenden Fähre an Land gebracht worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarie deckte haarsträubende Mängel im Fährbetrieb auf
(26.09.13) Das kanadische Transportation Safety Board hat seinen Bericht zur Kollision der Bell Island-Fähre “Beaumont Hamel”, 821 BRZ (MMSI-Nr.: 316003380), mit dem Anleger in Portugal Cove am 30.5.2012 publiziert. Danach waren Probleme mit der Elektrik maßgeblich für die Havarie, bei der es zu einem Versagen von Maschine und Ruder gekommen war.
Als die „Beaumont Hamel” daraufhin den Anleger rammte, war bereits ein Elektriker an Bord gewesen, um das bekannte Problem mit einem Generator zu lösen. Bereits zuvor hatte es wiederholt Probleme mit Blackouts gegeben. Die Fähre sollte aber fahrplanmäßig weiterlaufen. Daraus wurde nun nichts – das Schiff hatte Schäden am Bugvisier, und auch der Anleger wurde in Mitleidenschaft gezogen. Doch es gab auch Kritik an dem Fährbetrieb im Allgemeinen, Erschöpfungszuständen bei der Crew, die binnen 48 Stunden zum Teil nur 16 Stunden unter zudem widrigen Bedingungen schlafen durften, dem Verschweigen von Zwischenfällen bis zu Mängeln bei internen Sicherheitsuntersuchungen. Es war bereits in der Vergangenheit zu Blackouts gekommen, und die alternde Fährflotte war nicht hinreichend instand gehalten.
Zum Unfallzeitpunkt war auch der Datenschreiber der Fähre ausgefallen. Die „Beaumont Hamel” wurde 1985 erbaut und näherte sich bereits dem Ende ihrer Laufbahn. Die Betreiber, das Department of Transportation and Works, hätten, so wurde kritisiert, nach der Havarie nur nach einem Schuldigen gesucht, aber keine Konsequenzen gezogen, künftige derartige Vorfälle zu vermeiden. Seit dem Unfall hat das DTW ein computerisiertes Instandhaltungsmanagementsystem auf der „Beaumont Hamel“ und im Betriebsbüro installiert.
Es überwacht die Instandhaltung und weist auf anstehende Arbeiten hin. Außerdem wurden in den 51 Tagen, die die Fähre außer Dienst blieb, die Treibstoffpumpen des Generators überholt und kalibriert. Die “Beaumont Hamel” hatte bereits bei ihrer Ablieferung und danach immer wieder Blackouts erlitten, alleine drei seit 2009. Diese waren bis dato aber nicht aufgezeichnet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion (Bild: USCG)   Großbild klick!
Küstenwachboot geriet bei Rettungsaktion in Brand
(25.09.13) Nach der Rettung der zweiköpfigen Crew eines 31 Fuß langen Kutters aus Brielle vor Barnegat Light am 23.9. geriet eines der beiden eingesetzten 47-Fuß-Boote der Coast Guard in Brand. Es wurde zur Küstenwachstation geschleppt, nachdem die zwei Schiffbrüchigen von dem anderen der beiden Boote an Land gebracht worden waren. Ihr Fountain-Powerboot war in rauer See gekentert. An der Rettungsaktion hatte sich auch die “Jamaica II” aus New Jersey beteiligt. Sie war als erstes vor Ort gewesen, hatte den im Wasser treibenden Männern Rettungsringe zugeworfen und sie an Bord gezogen. Beide wurden dann von der Küstenwache übernommen und zur Barnegat Light Coast Guard Station gebracht und medizinisch betreut. Sie waren unterkühlt und erschöpft, aber ansonsten wohlbehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rousseau saß auf der Aare in der Böschung
(25.09.13) Auf der Aare bei Altreu lief das 48 Meter lange schweizerische Fahrgastschiff „Roussee“ der Bielersee Schifffahrtsgesellschaft am Nachmittag des 24.9. auf Grund. Das Schiff war mit 148 Personen besetzt, als es wegen eines technischen Problems aus dem Ruder und dann in die Böschung lief. Die Passagiere wurden mit einer kleinen Fähre, die sonst in Altreu über die Aare setzt, ans Ufer gebracht und von dort mit Bussen weitertransportiert. Gegen 16 Uhr gelang es, den Havaristen wieder flott zu machen. Er lief mit eigener Kraft nach Solothurn und sollte dort am 25.9. untersucht werden. Die 38 Meter lange und 9,5 Meter breite Schiff ist für 300 Passagiere zugelassen. Es wurde 2012 auf der Öswag-Werft in Linz erbaut und ist damit das jüngste Schiff der Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft. Sie verkehrt im Sommer hauptsächlich auf der Aare zwischen Biel und Solothurn. Im Winter wird sie für Dreiseen-Fahrten genutzt. Schon kurz nach der Indienststellung im Frühling 2012 musste sie wegen eines Defekts für drei Wochen außer Dienst gestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Viking Forseti zum dritten Mal binnen eines Monats havariert
(25.09.13) Am Vormittag des 24.9. konnte das Schweizer Flussfahrgastschiff “Viking Forseti” (EU-Nr.: 07001965), mit seinen 180 Passagieren Fahrt von Budapest nach Amsterdam nach Abschluss der Untersuchungen in Forchheim fortsetzen.
Der Schaden an der Oberleitung betrug rund 40.000 Euro und war so gravierend, dass mehrere Leitungen ausgetauscht werden mussten. Sowohl der Main-Donau-Kanal als auch die A 73 blieben bis gegen 13 Uhr gesperrt. Der beschädigte Kranausleger des Flusskreuzfahrtschiffes war vor der Weiterreise abmontiert worden. Er war bei der Kanalpassage am 23.9. nicht rechtzeitig niedergelegt worden und hatte gegen 19 Uhr die in 10 Metern Höhe über das Gewässer verlaufende Strom-Oberleitung berührt, sodass es zu einem Kurzschluss und zu einer automatischen Stromabschaltung kam. Da die Standsicherheit der Strommasten nach dem Unfall laut Polizei nicht mehr gewährleistet werden konnte, wurden sowohl der Main-Donau-Kanal als auch die Autobahn vorsorglich gesperrt.
Nach Tagesanbruch hatten sich dann Techniker an die Reparatur gemacht. Bei der 135 Meter langen und 11 Meter breiten „Viking Forseti“ handelt es sich um ein erst in diesem Jahr in Dienst gestelltes Schiff der neuen Longship-Baureihe von Viking Cruises, die nicht in Deutschland vermarktet wird. Sie war bereits Anfang des Monats in zwei Unfälle verwickelt gewesen, in beiden Fällen war es zu Kollisionen mit anderen Schiffen gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Werra mit Maschinenausfall
(25.09.13) Am 24.9. um 16.47 Uhr erlitt der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter "Werra", 2997 BRZ (IMO-Nr.: 9192636), beim Transit des Bosporus Maschinenausfall. Die türkische Verkehrsleitung schickte den Schlepper "Kurtarma 1" und das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 2" zur Assistenz. Der Frachter des Siegfried Bojen Schiffahrtsbetrieb eK in Neermoor mit seiner achtköpfigen Crew wurde gesichert und um 17.40 Uhr Büyükdere festgemacht. Die 2001 in Komarno erbaute "Werra" hatte gerade die Werft in Tuzla verlassen und war auf dem Weg nach Constanta.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Hiawah Island gestrandet
(25.09.13) Am 23.9. lief in der Mündung des Stono River nahe Hiawah Island, South Carolina, eine 27 Fuß lange Yacht auf Grund. Die dreiköpfige Crew wurde von der Coast Guard und dem North Charleston Fire Department gerettet. Das Schiff lag in der Brandung an der Nordseite von Kiawah Island. Ein MH-65 Dolphin Helikopter der Coast Guard Charleston stieg um 18:58 Uhr auf und war wenige Minuten später vor Ort. Boote der Coast Guard Station Charleston und der North Charleston Fire and Rescue trafen um 19:30 Uhr ein, konnten aber wegen des flachen Wassers nicht an die Yacht herankommen. Deshalb wurde ein Rettungsschwimmer auf dem Boot abgesetzt und half, alle drei Segler unversehrt auf das Boot der North Charleston Fire and Rescue zu bringen. Sie wurden dann zum Anlegeplatz der Wappoo Cut Boat gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker auf Lek auf Grund gelaufen
(25.09.13) Am 25.9. erlitt der holländische Binnentanker On "Volta", 1403 ts (EU-Nr.: 02314149), auf der Lek zwischen Vianen und Nieuwegein Maschinenausfall und lief außerhalb des Fahrwassers auf einer Untiefe auf Grund. Die Havarie ereignete sich am Zusammenfluss mit dem Amsterdam-Rhein-Kanal. Es wurde erwartet, dass der Tanker nach erfolgter Maschinenreparatur mit eigener Kraft wieder flott würde. Er musste allerdings das Hochwasser abwarten, ehe er die Fahrt nach Antwerpen fortsetzen könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Niedersachsen 12 von Niedersachsen 22 nach Lauenburg bugsiert
(25.09.13) Am 23.9. wurde der deutsche Binnentanker "Niedersachsen 22", 1615 ts (EU-Nr.: 0402009),bei der Hitzler-Werft in Lauenburg aufgeslippt. Am 21.9. hatte ihn das Binnenschiff "Niedersachsen 11", das ebenfalls für die NVG läuft, dorthin bugsiert. Ein schadhaftes Ventil wurde für den Wassereinbruch auf der Elbe verantwortlich gemacht, der das Schiff in die Gefahr des Sinkens gebracht hatte. Der Tanker "Beate" hatte dann den Havaristen gesichert und das verölte Wasser beim Lenzen übernommen. Ein Teil der Ladung war von dem Bagger “Stove” auf die "Niedersachsen 22" geleichtert worden, sodass das Schiff wieder aufgeschwommen und nach Geesthacht verholt werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Regierungsboot vor Hinatuan Island gesunken
(25.09.13) Ein Motorboot mit 14 Persone an Bord sank am 23.9. auf der Fahrt von Siargao Island in Surigao del Norte nach Dapa vor Hinatuan Island. Das Regierungsboot war gegen 7:50 Uhr bei hohem Seegang geraten und vollgelaufen. Es wurden Notraketen abgefeuert, und ein anderes Schiff auf derselben Route rettete die Insassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polnische Yacht auf Großem Vogelsand gestrandet
(25.09.13) Eine polnische Segelyacht strandete am 23.9. auf dem Großen Vogelsand in der Elbmündung. Ein SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine barg die dreiköpfige Crew ab und flog sie nach Cuxhaven. Gegen 19.30 Uhr hatten die Polen über den internationalen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 einen „Mayday“-Ruf abgesetzt.
Wenige Minuten später strandete ihre etwa 15 Meter lange Holzyacht bei Nordwestwind von fünf bis sechs Beaufort und ablaufendem Wasser auf der berüchtigten Untiefe. Die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS fing den Notruf ebenso wie der derzeit in Cuxhaven stationierte Seenotkreuzer “Vormann Jantzen” auf. Während die Seenotretter bereits die Leinen loswarfen, alarmierte die Seenotleitung zusätzlich den Helgoländer SAR-Hubschrauber. Außerdem bat sie den in der Nähe fahrenden deutschen Fischkutter „Marie Louise“ um Unterstützung. Gegen 20.05 Uhr erreichte die „Marie Louise“ als erstes Schiff den Havaristen, konnte sich aufgrund des eigenen Tiefgangs aber nicht soweit nähern, dass sie hätte helfen können.
Die Fischer bemühten sich, die Szenerie auszuleuchten. Eine Viertelstunde später traf der SAR-Hubschrauber ein, kurz darauf erreichte auch der Seenotkreuzer die Unglücksstelle. Die Yacht saß mit ihrer Backbordseite auf dem Großen Vogelsand fest. Die Besatzung hatte sich auf die Bordwand der Steuerbordseite geflüchtet.
Der SAR-Hubschrauber begann unmittelbar nach seinem Eintreffen damit, die Polen nacheinander aufzuwinschen. Der Seenotkreuzer blieb in der Nähe auf Standby. In der Nacht gelang dem Mehrzweckschiff „Mellum“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die Bergung der Segelyacht. Das Tochterboot “Buttscher” des Seenotkreuzers schleppte den Havaristen am frühen Morgen nach Cuxhaven ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leckgeschlagene Yacht auf dem Luftweg nach Wyk gebracht
(25.09.13) Um zu verhindern, dass eine im Wattenmeer leckgeschlagene LM-28-Yacht sinkt, wurde das neun Meter lange Boot am 15.9. von dem Wyker Muschelkutter „Wattenläufer - Wyk 8“ (IMO-Nr.: 8826656) mit seinem Fanggeschirr kurzerhand aus dem Wasser gehoben und auf dem Luftweg in den Hörnumer Hafen transportiert. Bei Ebbe war der Sylter Skipper mit seiner Yacht auf eine Sandbank etwa eine Seemeile nordöstlich des Hörnumer Hafens aufgelaufen und dort trockengefallen. Dann stellte sich heraus, dass sie im Kielbereich leck geschlagen war.
Zunächst eilte ein Sylter Katamaran zu Hilfe, um mit dem Skipper gemeinsam die Leckage abzudichten. Als das aber nicht funktionierte, rief er mit Handy den Vormannn des DGzRS-Rettungsbootes „Horst-Heiner-Kneten“ an, der sofort mit seinem Boot auslief.
Weil das Wasser für das Rettungsboot aber zu flach war, watete ein Seenotretter im Überlebensanzug durchs hüfttiefe und langsam ansteigende Wasser zum Havaristen hinüber, um eine Leinenverbindung herzustellen und die Yacht auf Position zu sichern. Mittlerweile hatten sich, durch den Funkverkehr aufmerksam geworden, auch ein Zollboot und der 42 Meter lange Muschelkutter „Wattenläufer - Wyk 8“ (IMO-Nr.: 8826656) auf den Weg vom Hafen zur Sandbank gemacht, um zu helfen. Während das Zollboot sein Tochterboot aussetzte und mit einer Pumpe zum Havaristen schickte, nutzte Skipper Adrian Leuschel den mit nur 80 Zentimetern sehr geringen Tiefgang seines Kutters, um bei der Yacht längsseits zu gehen.
Mithilfe des Kranauslegers wurde die Yacht, in die schon eine erhebliche Wassermenge eingedrungen war, über die Wasserlinie. Nachdem das bis zum Niedergang stehende Wasser wieder abgelaufen oder gelenzt worden war, nahm der Kutter das Boot mit dem Kran längsseits und brachte es, eskortiert von den Seenotrettern, am Kran neben seinem Schiff an Steuerbord in der Luft hängend in den Hörnumer Hafen, wo er es direkt auf der Pier absetzte. Am Ende der dreieinhalbstündigen Rettungsaktion wurde deutlich, dass der Skipper wirklich Glück gehabt hatte: Der Kiel war fast komplett vom Rumpf getrennt, nur wenige Bolzen hielten ihn noch in Position. Bei auflaufendem Wasser und zunehmendem Wind hätte sich die Yacht nicht lange gehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Blue Reaction” gekentert (Bild: USCG)   Großbild klick!
Motorboot vor Key West gekentert
(24.09.13) Am Nachmittag des 23.9. kenterte das Motorboot “Blue Reaction” nach einem Wassereinbruch vor Key West. Die zweiköpfige Crew wurde von einem Boot der Coast Guard Station Key West bei Marquesas gerettet. Sie hatten eine Notmeldung des Bootes erhalten. Als sie vor Ort eintrafen, trieben die beiden Schiffbrüchigen im Wasser. Das kieloben treibende Boot sollte von Bergern eingeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hapag-Lloyd-Containerfrachter saß vor der Ostemündung fest
(24.09.13) An Morgen des 22.9. lief um 10.43 Uhr das vollbeladene, unter Bermuda-Flagge laufende Containerschiff „Dresden Express", 53833 BRZ (IMO-Nr.: 8902553), auf der Elbe in Höhe der Ostemündung auf Grund. Das 294 Meter lange Containerschiff hatte um 6.30 Uhr vom Container-Terminal Altenwerder in Hamburg abgelegt und war auf dem Weg nach Rotterdam elbabwärts gen Nordsee unterwegs, als es das ebenfalls vollbeladen elbaufwärts laufende, zyprische Baggerschiff „Barent Zanen“, 9773 BRZ (IMO-Nr.: 8315504), passierte.
Dabei trat ein sogenannter Böschungseffekt ein, bei dem die Bugwellen beider Schiffe diese sich voneinander abstoßen ließen mit der Folge, dass der Hapag-Lloyd-Frachter aus dem Ruder lief und mit seinen 11,6 Metern Tiefgang kurz vor Niedrigwasser festkam. Der indische Kapitän und der Lotse versuchten noch, die Havarie durch eine Notankerung abzuwenden, doch bis zum Wiedereinsetzen der Flut saß der Frachter fest.
Drei Schlepper wurden zum Havaristen beordert, um ihn kontrolliert loszudrehen, die „Wolf“ und „Bugsier 21“ aus Brunsbüttel und die „TOW 5“ aus Cuxhaven. Nachdem der Frachter wieder flott war, leisteten die Schlepper Sicherungsassistenz beim Verholen zur Südost-Reede vor Brunsbüttel. Dort gingen um 15.10 Uhr Beamte der Wasserschutzpolizei Cuxhaven, die mit der „Bürgermeister Brauer“ angerückt waren, an Bord, um den Unfallhergang zu klären. Nach Abschluss der Untersuchung wurde das vorläufige Auslaufverbot aufgehoben. Das Schiff durfte seine Reise nach Rotterdam fortsetzen, wo es am 23.9. um 16.40 Uhr am APM Terminal festmachte. Hier wurde der Rumpf von Tauchern genauer untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen




Jugendsegler Greif von Ueckermünde rettete zwei Seglern das Leben
(24.09.13) Für zwei Jollensegler aus dem brandenburgischen Ludwigsfelde endete ihr Törn auf dem Stettiner Haff am Nachmittag des 22.9. an Bord des Seenotrettungsbootes „Gerhard ten Doornkaat“. Gegen Mittag kenterte ihre etwa fünf Meter lange Jolle bei Windstärken um fünf Beaufort rund zwei Seemeilen vor Dargen.
Die beiden Segler, ein Mann und eine Frau, retteten sich auf zwar auf den Rumpf ihres Bootes, hatten jedoch keine Möglichkeit, jemanden über ihre Notlage zu informieren. Da dieser Bereich am Nordufer des Haffs normalerweise kaum befahren ist, versuchte der Mann nach einiger Zeit, bei 15 Grad Wassertemperatur schwimmend an Land zu gelangen.
Nach wenigen Metern musste er jedoch aufgeben und kehrte um. Gegen 13.30 Uhr bemerkte der im Revier befindliche Jugendsegler „Greif von Ueckermünde“, 37,25 ts, ein 20 Meter langer Seekreuzer, bei dem es sich um das ehemalige Pioniersegelschulschiff „Immer Bereit“ handelt, das 1960 von der VEB Yachtwerft Berlin-Köpenick für die SED-Bezirksleitung und der Rat des Bezirkes Neubrandenburg erbaut wurde, die Schiffbrüchigen, die winkend auf sich aufmerksam machten.
Sie waren als dunkle Punkte in dem Grau aus Wasser und Himmel kaum auszumachen. Das Paar trug zudem dunkle normale Kleidung und keine Rettungswesten. Die Bermudaketsch aus Ückermünde hielt auf die unterkühlten Schiffbrüchigen zu, nahm sie an Bord und alarmierte die Seenotretter. Der Mann war zu der Zeit bereits orientierungslos, die Frau stand regelrecht unter Schock und hatte bereits erste Muskelkrämpfe. Die Besatzung des Jugendseglers teilte notdürftig eigene Kleidung mit den Geretteten und versorgte sie mit warmen Getränken.
Kurz darauf traf das Seenotrettungsboot „Gerhard ten Doornkaat“ der DGzRS-Station Ückermünde am Unglücksort ein. Die Seenotretter übernahmen die Schiffbrüchigen, versorgten sie, statteten sie mit trockener, wärmender Kleidung aus und brachten sie nach Dargen. Die Seenotretter versuchten außerdem, die gekenterte Jolle wieder aufzurichten. Deren Mast steckte jedoch auf dem Grund des Haffs fest. Sie schleppten das Boot deshalb kieloben nach Dargen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Arktisversorger binnen zwei Tagen mit technischen Schäden ausgefallen
(24.09.13) Am 19.9. erlitt der unter dominikanischer Flagge laufende Frachter “Vestlandia", 9113 BRZ (IMO-Nr.: 8211100), der in Charter der Royal Arctic Line in der Arktis Versorgungsfahrten unternimmt, Ruderschaden in der Davis Strait und musste zur Reparatur nach Nuuk geschickt werden. Daraufhin mussten die Royal Arctic Line und der Royal Arctic Bygdeservice den Zeitplan der Versorgung der Distrikte von Uummannaq und Upernavik ändern. Als Ersatz wurde der dänische Frachter "Paajuttaat", 1171 BRZ (IMO-Nr.: 7724540), in Fahrt gebracht. Doch nur zwei Tage später, am 21.9., erlitt dieser auf der Fahrt von Aasiaat nach Uummannaq einen irreparablen Schaden am Turbolader. Erst am 23.9. war ein Ersatzteil unterwegs nach Asiaat, und am 24.9. sollte das Schiff wieder in Fahrt gehen. Durch die Ausfälle hatten sich die Verspätungen aber inzwischen auf eine Woche aufsummiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Royal Princess erreichte Neapel – weitere Kreuzfahrt abgesagt
(24.09.13) Nachdem die Versorgung der Bordenergie wieder hergestellt war, erreichte das unter Bermuda-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff “Royal Princess“, 142714 BRZ (IMO-Nr.: 9584712), am Nachmittag des 23.9. den Hafen von Neapel. Die restlichen Tage der Kreuzfahrt mussten aber abgesagt werden, und die Passagiere wurden von der italienischen Hafenstadt aus nach Hause geflogen. Princess Cruise schickte ein Team zur Betreuung dorthin. Die “Royal Princess” wurde nach Barcelona geschickt, wo am 25.9. die Reparatur beginnen sollte.
Ob die nächste Fahrt, die dort am 27.9. beginnen sollte, würde durchgeführt werden können, war noch unklar. Am 22.9. war es zu einem 4,5-stündigen Ausfall der Bordenergieversorgung gekommen, als sich das Schiff von Mykonos kommend den 7. Tag auf einer 12-tägigen Mittelmeerkreuzfahrt befand, die am 15.9. in Venedig begonnen hatte. Ein Backup-Generator hatte die Versorgung von essentiellen Einrichtungen wie Toiletten gesichert, während das Schiff Neapel ansteuerte. An Bord befanden sich zum Zeitpunkt der Havarie 3594 Passagiere und 1336 Besatzungsmitglieder. Ihre Sicherheit war zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Frachteruntergang vor Borneo
(24.09.13) Der Frachterl “Jung Soon” sank mit einer Ladung Schnittholz am Morgen des 23.9. vor Tanjung Manis, Malaysia. Das Schiff hatte vor der Küste von Borneo Wassereinbruch erlittenm. 11 Mann der Crew wurden gerettet, ein weiterer noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief vor Korfu auf Grund
(24.09.13) Der unter Vanuatu-Flagge registrierte Frachter “Guler” lief am Morgen des 23.9. vor Korfu im Bereich von Katavolos zwischen der Insel und dem griechischen Festland auf Grund. Er war unterwegs von Thessaloniki nach Marghera mit einer Ladung Erz. Am Nachmittag kam er mit eigener Kraft wieder frei und wurde zur Inspektion nach Korfu beordert. Er hatte einen Riss erlitten, durch den es zu einem Wassereinbruch kam. Am 24.9. lag das Schiff weiterhin vor der Insel auf Reede. Die „Guler“, 1570 tdw (IMO-Nr.: 7924334), wurde 1980 erbaut und läuft für die türkische Deniz Feneri Uluslararasi Gemi.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach vermisster Crew leer angetriebener Yacht
(24.09.13) Am 23.9. um 9:30 trieb die britische Yacht “Palomina” nahe Veulettes auf den Strand. Das Schiff war von England gekommen. An Bord fand sich niemand, und das CROSS Gris-Nez startete eine Suchaktion, an der sich ein Falcon 50 der Marine, ein Dragon 76-Helikopter des Zivilschutzes, ein Dauphin-Helikopter aus Le Touquet, die “Cap Fagnet” der SNSM Fécamp sowie die “Notre-Dame” der Bonsecours aus Dieppe, zwei Zodiacs der Rettungsboote aus Veulettes und Fécamp sowie zwei Feuerlöschboote beteiligten. Auch die britischen Behörden starteten eine Suche. Das Patroullienboot „Cormoran” der Marine fuhr die mutmaßliche Route des Bootes ab. Nachdem es keine weiteren Hinweise gab, wurde die Suchaktion von französischer Seite aus im Laufe des Nachmittags ergebnislos eingestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Bootsfahrer vor Barnegat Light gerettet
(24.09.13) Die US Coast Guard und ein zu Hilfe kommendes weiteres Schiff kamen am 23.9. der zweiköpfigen Crew eines Motorbootes, das acht Meilen östlich von Barnegat Light gekentert war, zu Hilfe. Dessen Skipper hatte um acht Uhr Notrufe gefunkt, nachdem es von einer Reihe von Wellen getroffen und so stark geflutet worden war, dass die Bilgenpumpen nicht mehr dagegen ankamen Zwei 47-Fuß-Boote liefen daraufhin von der Station Barnegat Light aus, und ein MH-65 Dolphin-Helikopter hob von der Air Station Atlantic City ab. Als erstes war die “ Jamaica II” vor Ort, die zwei Personen mit Rettungsringen in der See treibend sichtete. Einer wurde an Bord gezogen, der andere von der Küstenwache gerettet. Zurück an der Coast Guard Station wurden die Schiffbrüchigen medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer legte Autobahn A 73 lahm
(24.09.13) Auf dem Main-Donau-Kanal bei Forchheim-Buckenhofen blieb ein Flussfahrgaststschiff mit seinem Kranausleger am Abend des 23.9. an einer Stromleitung hängen. Daraufhin musste die A73 ist zwischen Forcheim-Nord und Forchheim Süd gesperrt werden. Das Fahrgastschiff war mit 180 Passagieren von Budapest nach Amsterdam unterwegs, als kurz nach 19 Uhr gegen die Stromoberleitung kam, die in etwa zehn Metern Höhe sowohl über den Kanal als auch über die Autobahn 73 führt. Dadurch kam es zu einem Kurzschluss und einer Stromabschaltung. Auch der Main-Donau-Kanal war nicht mehr nicht befahrbar. Die Techniker konnten aus Sicherheitsgründen erst bei Tageslicht mit der Reparatur beginnen. Der Sachschaden lag bei etwa 30.000 Euro. Die Wasserschutzpolizei Bamberg nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schettino macht seinen Rudergänger für Havarie der “Costa Concordia” verantwortlich
(24.09.13) Rund eine Woche nach dem Aufrichten der "Costa Concordia" wurde am 23.9. in Grosseto in der Toskana der Prozess gegen Kapitän Francesco Schettino fortgesetzt.
Die Verteidigung forderte, dass Experten das Wrack auf mögliche technische Probleme hin untersuchen sollten. Eine Reihe von technischen Einrichtungen sollten einer Inspektion unterzogen werden, darunter die Notfallgeneratoren, die Schotts und die Vorrichtungen zum Abfieren der Rettungsboote. Schettino machte derweil seinen indonesischen Rudergänger Rusli Bin für das Unglück verantwortlich. Er habe die Fahrt des Schiffes verlangsamen wollen, doch der Rudergänger habe seine Befehle nicht korrekt befolgt.
Er habe wegen der Sprachbarriere die auf Englisch gegebenen Anweisungen nicht richtig verstanden und sei nach Steuerbord statt, wie befohlen nach Backbord gedreht, als die "Costa Concordia" bei ihrer ”Verbeugung” zu dicht an Giglio herangeraten war. 13 Sekunden später lief das Schiff auf die Felsen und wurde aufgerissen. Doch nach Ansicht der Anwälte von Costa Crociere wäre es auf jeden Fall aufgelaufen. Schettino drohen bis zu 20 Jahre Haft. Seit Juli muss er sich wegen fahrlässiger Tötung, Verursachung von Umweltschäden und Verlassen eines Schiffes in Seenot vor dem Gericht verantworten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flussschlamm hat “Lone Star” festgesaugt
(24.09.13) Knapp drei Monate nach seinem Untergang liegt das Wrack des 78 Fuß langen Fischtenders “Lone Star” (MMSI-Nr.: 366116000) weiterhin gekentert in den lachsreichen Gewässern des Igushik River in Südwest- Alaska, während die Berger mit estreme Tidenhub, starken Strömungen und schlechtem Wetter kämpften.
Als sie am 23.9. versuchten, das Schiff dem Schlamm zu entreißen, blieb es im Grund stecken. Nun soll Schaum in den Rumpf gepumpt werden, um dessen Auftrieb zu erhöhen und die Zugkräfte des Schlamms zu überwinden. Die „Lone Star” war am 30.6. gekentert, als der Tidenstrom sie in ihre eigene Ankerkette drückte, die Kühlleitungen und einen Stromumwandler losrissen und ein Loch im Rumpf verursachten. Die Resolve Marine und die Magone Marine pumpten im Juli 14,000 Gallonen Diesel, 150 Gallonen Schmieröl, 150 Gallonen Hydraulikflüssigkeiten und 250 Gallonen Gasöl aus dem Schiff. Im August wurde versucht, die „Lone Star“ mit einer Kranbarge zu heben, doch der Sog auf dem Flussgrund vereitelte diesen Plan.
Der Schlamm saugte das Wrack förmlich hinab. Einen Monat später haben die Berger nun einen neuen Plan entwickelt. Die vordere Abteilung soll mit Luft vollgepumpt werden und das ganze Schiff damit leichter machen. Eine 140 Fuß lange Barge mit einem 450-Tonnen-Kran an Deck, die aus Alabama geholt wurde, traf inzwischen in der Bristol Bay ein. Taucher sollen Ketten unter den Rumpf der „Lone Star“ hindurchziehen, an denen das Schiff vom Flussgrund losgerissen werden und dann in flacheres Wasser gezogen werden soll.
Hier soll sie weiter gelenzt und die Überreste der Ladung von 35000 Pfund Lachs gelöscht werden. Dies wird eine weitere Woche dauern. Die Berger sind zuversichtlich, dass es diesmal klappen wird, doch die Witterungsverhältnisse in Alaska sind schwierig, und die stark schwankende Wassertiefe, die je nach Tidenhub zwischen fünf und 30 Fuß beträgt, tut ein übriges. Der Schlamm, den die starke Strömung von bis zu acht Meilen Geschwindigkeit aufwirbelt, führt zu einer Null-Sicht für die Taucher, die blind arbeiten müssen, und auch dies nur während des Stauwassers. Das heißt, jede Arbeitsschicht ist auf die 50 Minuten während des Kenterns der Tide beschränkt, dann wird die Strömung wieder zu stark.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chaos muss weiteren Sturm überstehen
(24.09.13) Nachdem die Crew des 54 Fuß langen Longliners “Chaos” aus Homer in Sicherheit war, wandte sich die Aufmerksamkeit der Coastguar dem immer noch gestrandet in der Unalaska Bay liegenden Schiff zu. An Bord befanden sich lediglich zwischen 50 und 100 Gallonen Öl, und bislang gab es keine Hinweise auf ein Auslaufen. Doch eine Bergung wird kaum noch zu schaffen sein, bevor der nächste Sturm über Unalaska fegt.
Für den Nachmittag des 24.9. sagte der National Weather Service Windgeschwindigkeiten von 85 Meilen voraus, mehr als an jenem Tag, als die “Chaos” auf der Fahrt in den Heimathafen in der Nacht zum 21.9. strandete.
Nachdem sie es nicht geschafft hatte, noch vor jenem Sturm einzulaufen, hatte sie Schutz in der Unalaska Bay gesucht, doch bei dem starken Wind brach die Ankerkette. Die Coast Guard war dann mit einem MH-65 Dolphin Helikopter aus Cold Bay, und einem MH-60 Jayhawk aus Kodiak zu Hilfe gekommen, hatte die Gestrandeten aber wegen des allzu starken Windes nicht abbergen können. Diese hatten sich dann gegen Mitternacht selbst geholfen, weil sie fürchteten, ihr Schiff könnte kentern. Sie schwammen an Land und warteten den Tagesanbruch ab. Dann flaute der Wind hinreichend ab, dass der MH-60 Jayhawk die vier aufwinschen konnte und nach Dutch Harbor brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor Caldey Island aus der Brandung gerettet
(24.09.13) Am Morgen des 23.9. funkte die Yacht “Maddi Daddi” um 4.35 einen Pan Pan-Ruf, der von der Milford Haven Coastguard aufgefangen wurde. Der Anker des Bootes war ins Treiben geraten, und es drohte in der Brandung der Sandtop Bay auf Caldey Island zu stranden. Aus Tenby wurde das RNLI-Boot “Haydn Miller” zu Hilfe geschickt, dessen Tochterboot einen Rettungsmann auf die Yacht übersetzte, deren Skipper in der rauen See die Lage nicht alleine unter Kontrolle bringen konnte. Ein weiterer Seenotretter wurde dann mit einer Schleppleine übergesetzt, und es gelang, die Yacht aus der Brandungszone zu ziehen. Dann wurde sie zu einem sicheren Ankerplatz in der Tenby North Bay geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker sollte von betrunkenem Skipper aus Schweden entführt werden
(24.09.13) Der spanische Kapitän des Bunkertankers "Zebron", 391 BRZ (IMO-Nr.: 6806236), wurde in Stockholm in Polizeigewahrsam genommen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass er bei dessen Strandung über 1.0 Promille Alkohol im Blut gehabt hatte. Dafür droht ihm ein Monat Gefängnis. Außerdem wurde er mehrerer Verstöße gegen den Maritime Safety Act beschuldigt. Er habe die Arrestierung des Schiffes ignoriert, verteidigte sich aber damit, er habe nur eine Probefahrt nach der Reparatur unternehmen wollen.
Doch es gibt eine Vorgeschichte: Bereits am 11.8. war die "Zebron" in den Schären von Stockholm auf Grund gelaufen, und auch in jenem Fall war der Kapitän alkoholisiert gewesen, wenn auch nur mit 0,2 Promille, was die Grenze für Straffreiheit in Schweden ist. Danach wurde das Schiff in die Kette gelegt, weil gemutmaßt wurde, dass es die Werft, auf der es nach dem Verkauf von der schwedischen Skärmarö Rederi AB an neue Eigner in Togo überholt worden war, ohne Bezahlen der Rechnung hatte verlassen wollen.
Als das Schiff nun möglicherweise ein weiteres Mal entführt werden sollte, wurde wegen sich abzeichnender Wetterverschlechterung am 20.9. behördlicherseits eine Bergung angeordnet und der Tanker danach erneut in die Kette gelegt. Das Schiff verfügte anscheinend auch nur über zeitlich begrenzte Fahrerlaubnisse aus Togo. Dies wurde aber noch geprüft, ebenso wie die Frage, ob der inhaftierte Kapitän überhaupt im Besitz der notwendigen Patente war.
Quelle:Tim Schwabedissen



40 Mann nach Kollision von Gasplattform vor Cromer evakuiert
(24.09.13) 40 Arbeiter einer Gasplattform vor der Küste von Norfolk wurden am 22.9. vorsorglich von Bord evakuiert, nachdem der britische Versorger "Vos Raasay", 1328 BRZ (IMO-Nr.: 8216021), um 9.30 Uhr mit ihr kollidiert war. Die Masten des Schiffes stießen gegen eine Brücke der rund 19 Meilen vor Cromer stationierten Plattform. Ein Helikopter barg alle Arbeiter unversehrt ab. Der Versorger selbst war geringfügig beschädigt worden und lief um 16.45 Uhr zur Reparatur in Lowestoft ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lagoda (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Ladoga 8 von zwei Schleppern flottgemacht
(23.09.13) Am 22.9. um 17.30 Uhr gelang es den beiden Schleppern “Herbert” aus Oskarshamn und “Oskar”, den vor Västervik aufgelaufenen, unter Belize-Flagge registrierten Frachter „Ladoga 8“ 1511 BRZ (IMO-Nr.: 7347483),wieder flottzumachen. Das 81 Meter lange und 11,95 Meter breite Schiff nahm dann mit eigener Kraft und langsamer Fahrt Kurs auf den Abgangshafen und machte dort um 20.30 Uhr, rund 30 Stunden nach dem Auslaufen gen Wismar, wieder fest. Das Küstenwachboot „KBV 003“ überwachte die Operation, die mit dem Einlaufen in Västervik abgeschlossen wurde. Die 1974 in Pori erbaute „Ladoga 8“, die eine Tragfähigkeit von 2180 Tonnen hat, läuft für das Aquarius Shippmanagement in Riga.
Quelle:Tim Schwabedissen



Longliner in Unalaska Bay gestrandet
(23.09.13) Ein in Kodiak stationierter Coast Guard-Helikopter rettete am 21.9. die vierköpfige Crew des 54 Fuß langen Longliners „Chaos“ aus Homer vom Strand in der Unalaska Bay nahe Dutch Harbor. Der MH-60 Jayhawk winschte sie auf und flog sie nach Dutch Harbor, nachdem sich ihr Schiff am Vorabend vom Anker losgerissen hatte und auf den Strand getrieben war.
Da es dort stabil gelegen ahtte, war die Crew zunächst angewiesen worden, bis auf weiteres an Bord zu bleiben. Ein dann zu ihrer Rettung aufgestiegener Dolphin Helikopter aus Cold Bay hatte aber wegen des starken Windes seinen Einsatz abbrechen müssen. Gegen Mitternacht meldete die „Chaos“-Crew dann per SMS, dass sie das Schiff doch verlassen und sich auf den Strand gerettet hätte und nun südwärts in geschützteres Gebiet liefe.
Sie nähme Signalfackeln mit, um beim ersten Tageslicht Signale an die Hubschrauber zu geben. Gegen neun Uhr hatte der Wind soweit nachgelasssen, dass der Jayhawk aufsteigen konnte. Die Dolphin-Crew inspizierte unterdessen die Lage des gestrandeten Kutters. Als er strandete, wehte der Wind mit in Böen 83 Meilen. Die „Chaos“ hatte 1,000 Gallonen Diesel an Bord. Die Magone Marine wurde mit der Bergung beauftragt. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandneuer Kreuzfahrer auf Grund gelaufen
(23.09.13) Der brandneue französische Luxusliner „ Le Soleal“, 10992 BRZ (IMO-Nr.: 9641675), lief am 20.9. gegen 21 Uhr 90 Meilen vor der Küste am Eingang der Beringstraße bei der Halbinsel von Chukotka auf Grund. Er kam 26 Meilen nordnordöstlich von Privideniya mit dem Vorschiff 30-40 Meter weit auf einer nicht in den Seekarten eingetragenen Sandbank fest. Das Schiff hatte 143 Passagiere an Bord. Nach Angaben des MRCC Moskau gab es keine Notsignale und keine Hilfsanfragen. Der Kapitän versuchte, sein Schiff mit eigener Kraft wieder freibekommen.
Die Company Pacific – Network aus Petropavlovsk-Kamchatskiy koordinierte die Operation und mögliche Assistenz aus dem Hafen von Porvideniya, Chukotka. Am Rumpf wurden Unterwasserinspektionen vorgenommen, die zeigten, dass kein Risiko bestand. Am 21.9. gelang es dann, das Schiff wieder loszubekommen, das danach mit eigener Kraft die Fahrt fortsetzte.
Die „Le Soleal“ wurde im Sommer 2013 an die Compagnie des Iles du Ponant abgeliefert und ist für 264 Fahrgäste zugelassen, um die sich 140 Besatzungsmitglieder kümmern. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandneues Kreuzfahrtschiff trieb nach Kurzschluss im Mittelmeer
(23.09.13) Das unter Bermudas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff „Royal Princess“, 142714 BRZ (IMO-Nr.: 9584712), erlitt am 22.9. um 13.30 Uhr auf der Fahrt von Mykonos nach Neapel südlich der Straße von Otranto einen Ausfall der Bordenergie. Er wurde möglicherweise durch einen Kurzschluss im Bereich der Hauptschalttafel hervorgerufen, der die Stromversorgung für die beiden Elektromotoren, die das Schiff antreiben, unterbrach.
Die „Royal Princess“ verfügt über vier Wärtsilä-Dieselmotoren, die über Generatoren den Strom für den Bordbetrieb sowie die beiden 18-Megawatt-Fahrmotoren von SAM Electronics liefern. Die wesentlichen Einrichtungen im Passagierbereich konnten über Notstromaggregate funktionstüchtig gehalten werden, die die Toiletten und Wasserversorgung speisten. Erst in der Nacht zum 23.9. gelang es der Crew, nach 4,5 Stunden die Stromversorgung für die beiden Maschinen wieder herzustellen. Nun wurde versucht, die Bordversorgung wieder hochzufahren. Der geplante Stopp in Neapel am 23.9. verzögerte sich oder würde ganz ausfallen.
Ob von Malta aus einer der dort liegenden Offshore-Versorger als Schlepper zu dem Schiff geschickt werden musste, war noch unklar. An Bord befanden sich 3594 Passagiere und 1336 Besatzungsmitglieder. Bereits wiederholt waren Klagen über technische Probleme mit der Klimaanlage und der Elektrik an Bord laut geworden. Bereits das Auslaufen aus Mykonos hatte sich wegen Schwierigkeiten, den Anker zu lichten, verzögert.
Die „Royal Princess“ hatte am 15.9. Venedig zu einer 12-tägigen Mittelmeerkreuzfahrt verlassen. Das 329 Meter lange und für 3600 Passagiere zugelassene Schiff der Princess Cruises war erst im Mai von der Fincantieri-Werft in Monfalcone abgeliefert und im Juni in Southampton von Kate Middleton getauft worden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Frachter auf der Fahrt nach Somalia gesunken
(23.09.13) Der Frachter „Tajudin Baba“ kenterte auf dem Weg nach Puntland am 21.9. zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Sultanat Oman. Der 1200-Tonner war auf der Fahrt von Shariqa, wo er am 18.9. ausgelaufen war, nach Bossaso in Nordost-Somalia in mit Nahrungsmitteln, Autos, Baumaterial und anderen Gütern in schwere See geraten. Alle Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



&xnbsp; Zwei Yachten auf Deben Barre gelaufen
(23.09.13) Auf der Deben-Barre bei Felixstowe Ferry lief am 21.9. um 8.30 Uhr die Yacht „Calyce“ mit einem Mann an Bord auf Grund. Die „Ragamuffin“ des Hafenkapitäns von Deben schleppte das Boot aus der Mündung in den River Deben. Gegen 18 Uhr kam der Motorsegler „Bandicote“ an derselben Stelle fest, konnte sich aber selbst befreien und nach Ramsholt einlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Koffer und Säcke aus Wrack der “Costa Concordia” geschwemmt
(23.09.13) Nach dem Aufrichten der "Costa Concordia" waren in den vergangenen Tagen Boote am Wrack damit beschäftigt, unzählige Gegenstände, die im Zuge der Operation aus dem Schiffsinnern geschwemmt worden waren, wieder einzusammeln. Beim Treibgut handelte es sich vorwiegend um Koffer, Rucksäcke und Spielsachen.
Um das Schiff wurden Plastikbarrieren ausgebracht, um zu verhindern, dass die Habseligkeiten aufs Meer abgetrieben wurden. In dieser Woche sollte nun auch die Suche nach den zwei Vermissten, der sizilianischen Passagierin Maria Grazia Tricarichi und dem indischen Kellner Ruben Rebello, wieder aufgenommen werden. Am 23.9. wurde unterdessen in der toskanischen Stadt Grosseto der Prozess gegen den Kapitän Francesco Schettino, wieder aufgenommen. Ihm drohen wegen des Todes von 32 Menschen bis zu 20 Jahre Haft. Mit einem Urteil ist im Frühjahr 2014zu rechnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Motorbootfahrer im Nebel gerettet
(23.09.13) Die englische Coastguard schickte einen Helikopter sowie das RNLI-Boot aus Swanage, nachdem am Nachmittag des 22.9. das 42 Fuß lange Motorboot “Fam Fam” im Nebel auf Felsen westlich von St. Albans Head gelaufen war. Das Rettungsboot barg die beiden Bootsfahrer ab, und die „Fam Fam“ wurde von den Felsen gezogen und nach Poole geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Driftendes Motorboot nach Montauk eingeschleppt
(23.09.13) Die US Coast Guard kam am 21.5. dem 43 Meilen vor dem Shinnecock Inlet havarierten, 31 Fuß langen Motorboot „Triena“ zu Hilfe. Gegen 14 Uhr hatte die Coast Guard Long Island Sound in Connecticut einen Notruf des Bootes aufgefangen, dessen Maschine ausgefallen war. Das 87 Fuß lange Patroullienboot “Ridley” lief aus Montauk aus, da es in der Coast Guard Station Shinnecock Inlet kein adäquates Schiff zur Hilfeleistung gab.
Nachdem der Havarist erreicht war, wurde eine Schleppverbindung hergestellt und das Boot bei bis zu fünf Fuß hohen Wellen zur Küste geschleppt. Nachdem Landschutz erreicht war, wurde die Schlepptrosse am Morgen des 22.9. auf ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Montauk übergeben. Gegen sechs Uhr wurde die „Triena“ im Montauk Marine Basin vertäut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Opfern des Untergangs der ”St. Thomas auf Aquinas” eingestellt
(23.09.13) Die Suche nach den Vermissten der Fähre "St. Thomas of Aquinas" wurde am 21.9. eingestellt. Noch 21 Passagiere waren bis dahin noch nicht gefunden worden, doch da seit geraumer Zeit keine weiteren Leichen mehr entdeckt worden waren, wurde die Operation nun beendet. Nachdem die Taucher auch in zusammengebrochene Bereiche des Wracks hatten vordringen können, gab es keine Hoffnung mehr, noch Opfer im Schiff zu finden.
Wenn in dem Seegebiet fahrende Schiffe aber verdächtige Sichtungen machen, sollte dies der philippinischen Admiralität berichtet werden. Das Abpumpen von Öl aus dem Schiff wurde am 22.9. wegen starken Wellengang, den der Südwest-Monsun hervorrief, unterbrochen. Die Berger der Malayan Towage und der Nippon Salvage Co. schleppten die dazu eingesetzte Barge aus den Gewässern vor Lawis Ledge in Sicherheit. Sie hatten bis dahin bereits 90 Prozent der Leichterarbeiten abgeschlossen und insgesamt vier Tonnen Bunkeröl und 140 Liter Schmieröl abgepumpt. Binnen zwei bis drei Tagen hätte die Arbeit abgeschlossen werden sollen. Rund 50 Tonnen waren nach dem Untergang ausgelaufen und hatten 328 Hektar Mangroven in Cordova und Teilen von Lapu-Lapu City verschmutzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lynn Catherine im Schlepp (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Manövrierunfähiger Kutter abgeschleppt
(21.09.13) Am 20.9. um 13.47 Uhr wurde das RNLI-Boot „Norah Wortley“ aus St Davids alarmiert, nachdem der Propeller des 33 Fuß langen Kutters „Lynn Catherine“ nahe des Shoe Rock blockiert worden war. Das Schiff trieb mit zwei Personen an Bord von Ramsey Island. Die Seenotretter waren binnen 10 Minuten vor Ort und nahmen den Havaristen in Schlepp. Um 14.40 Uhr wurde er in Porthstinian vertäut. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Vysotsk auf Grund gelaufen und leck geschlagen
(21.09.13) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier „Miraero Brave“ lief mit einer Ladung von 57050 Tonnen für New Orleans bestimmter Kohle beim Verlassen des Hafens von Vysotsk am 19.9. außerhalb des Fahrwassers bei Tonne 3 auf Grund. Das Schiff erlitt Wassereinbruch im Vorschiff. Versuche, sich aus eigener Kraft zu befreien, schlugen fehl. Am Morgen des 21.9. saß der Frachter weiterhin fest. Die „Miraero Brave“, 81375 tdw (IMO-Nr.: 9607162), wurde 2012 erbaut und hat als Manager die KCH Shipping Co. Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff sinkend am Elbufer auf Grund gesetzt
(21.09.13) Das deutsche Binnenschiff „Niedersachsen 12“, 1615 ts (EU-Nr.: 0402009) lief am 20.9. kurz vor 19 Uhr am Nordufer der Elbe in Höhe Altengammer Hauptdeich/Altengammer Hausdeich auf Grund. Es erlitt massiven Wassereinbruch im Maschinenraum und ging mit Backbordschlagseite mit dem Heck auf Grund, sodass auch der Wohnbereich volllief. Ein anderes Binnenschiff aus Grieth ging längsseits und stabilisierte den Havaristen. Der Bagger „Stove“ wurde gerufen, um einen Teil der Ladung von 1400 Tonnen Kohle zu leichtern. Die Feuerwehr legte Ölschlängel aus, um eine Ölverschmutzung auf der Elbe zu vermeiden. Auch das Wasserschutzpolizeiboot „WS 31“ sowie die DLRG waren vor Ort. Der Bagger „Stove“ leichterte einen Teil der Ladung, sodass das Schiff in den Nachtstunden ausgepumpt und am Vormittag des 21.9. wieder aufgeschwommen und nach Geesthacht geschleppt werden konnte. Hier wurde die restliche Ladung gelöscht, und auf einer Werft in Lauenburg sollte der 82 Meter lange und 10 Meter breite Havarist abgedichtet werden.. Auch wurde untersucht, ob ein technischer Defekt vorlag. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker bewahrte Yacht vor Untergang
(21.09.13) Der holländische Binnentanker „Blikplaat", 1733 ts (EU-Nr.: 02332821), bewahrte am 19.9. eine 10 Meter lange Yacht vor dem Untergang auf dem Rhein bei Dormagen und nahm die vierköpfige Crew sowie den Bordhund an Bord. Die Yacht war bei Flusskilometer 716 auf eine Buhne gelaufen und hatte Wassereinbruch erlitten. Der Tanker ging längsseits, drückte das Boot aufs Ufer und alarmierte die Feuerwehr in Monheim. Einsatzkräfte aus Keulen, Dormagen, Düsseldorf und Mettman kamen mit mehreren Einsatzfahrzeugen sowie einem Helikopter zu Hilfe. Der Rhein wurde während der zwei Stunden währenden Bergungsarbeiten zwischen Düsseldorf-Urdenbach und Baumberg für den Schiffsverkehr gesperrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Rätselraten um Stange in Frachterrumpf
(21.09.13) Polizei und Hafenbehörden in Trondheim haben noch keine Erklärung gefunden, wieso ein Metallobjekt am 16.9. den Laderaum des unter Barbados-Flagge laufenden Frachters "Scan Fjord", 2876 BRZ (IMO-Nr.: 8015879), durchbohren konnte. Das Schiff hatte starken Wassereinbruch erlitten und drohte eine Zeitlang zu kentern, bevor die Feuerwehr mit starken Einsatzkräften binnen vier Stunden den Laderaum lenzen konnte. Bei der Untersuchung fand sich eine Eisenstange, die den Rumpf durchbohrt und ein Loch von rund 10 Zentimetern Durchmesser gerissen hatte. Der Eigner vermutete, dass sich das Unglück bei den Ladearbeiten ereignet hatte. Nachdem das Leck zugeschweißt war, verließ der Frachter den Hafen am 18.9. gegen ein Uhr in Richtung Bodö. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter verlor Öl durch Riss in Ballasttank
(21.09.13) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Containerfrachter "Ursula", 16801 BRZ (IMO-Nr.: 9134672), verursachte am 20.9. um 13.30 Uhr am Super Port Terminal in Colônia Oliveira Machado, Manaus, eine Ölverschmutzung auf dem Rio Negro, rund eine Meile von Feira da Panair entfernt. Das Öl lief aus einem Riss in einem Ballasttank. Die Crew konnte den weiteren Ölverlust rasch stoppen. Der Frachter wurde bis zum Nachweis der Seetüchtigkeit arrestiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenraumbrand mit Gartenschlauch bekämpft
(21.09.13) Die Feuerwehr in Seattle wurde zu einem Feuer auf einem 40 Fuß langen Trawler am Fishermen’s Terminal gerufen, das gegen 23 Uhr durch einen Kurzschluss entstanden war. Rauch drang aus dem Maschinenraum. Ein benachbarter Bootseigner hatte den Brand bereits mit einem Gartenschlauch bekämpft, als die Feuerwehr eintraf und binnen 15 Minuten die Restlöscharbeiten erledigte. Quelle: Tim Schwabedissen



Kein Geld für die Bergung der Roamer
(21.09.13) Über zwei Jahre, nachdem er auf dem Penobscot River auf Grund ging, liegt der 57 Fuß lange Kutter “Roamer” immer noch im flachen Wasser halb gesunken auf der Seite. Er war im Januar 2012 aufgegeben worden. Die Stadt Hampden, die Waterfront Marina und die staatlichen Behörden wollen das Wrack beseitigt wissen, doch es gibt keinen Titel zur Finanzierung einer Bergung. Das Unglück hatte seinen Lauf genommen, als der damalige Eigner Josh Mizrachi die Kontrolle über den von ihm in „Eastern Star“ umbenannten, 1964 erbauten Kutter am 20.7.2011 bei einer Probefahrt auf dem Penobscot River nahe der Waterfront Marine in Hampden verlor. Beim Versuch, anzulegen, war eine Leine in den Propeller geraten, und der Kutter trieb auf Grund. Versuche, das Schiff am 22.7. nach Auspumpen von Wasser mit Luftsäcken wieder flottzumachen, scheiterten. Es legte sich wieder auf die Seite und lief erneut voll. Seit Oktober galt der Kutter als aufgegeben. Aus Sicht der Coast Guard stellte die „Roamer“ aber kein Navigationshindernis dar, und für das Maine Department of Environmental Protection gibt es nach dem Auslaufen einer geringen Menge von 20 Gallonen Öl direkt nach der Havarie aus umwelttechnischer Sicht auch keine Bedenken. Erst wenn das Schiff zerbrechen und seine Trümmer eine Gefährdung darstellen würde, gäbe es staatliche Mittel zur Wrackräumung. Sechs Monate zuvor, am 15.1.2011, war er bereits an einer Pier in Rockland gesunken, während sein Eigner das heruntergekommene Schiff gerade instand setzte. Es wurde dann gehoben und nach Bangor auf dem Penobscot River geschleppt. Sechs Monate zuvor war er bereits an einer Pier in Rockland gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenraumbrand mit Gartenschlauch bekämpft
(21.09.13) Das RNLI-Boot von Achill Island kehrte nach einem Marathoneinsatz für einen Kutter 54 Meilen westlich von Achill Island vor der Küste des County Mayo am Morgen des 20.9. zu seiner Station zurück. 17 Stunden lang hatten die Seenotretter den Havaristen mit seiner fünfköpfigen Crew gegen die raue See geschleppt. Am 19.9. um 11 Uhr hatte der 22 Meter lange Trawler um Hilfe gebeten, nachdem Netze beim Aufholen in die Propeller geraten waren, sodass dieser manövrierunfähig wurde. Vor Ort waren 7-8 Beaufort Wind und bis zu sechs Meter hohe Wellen. Binnen drei Stunden hatte das Rettungsboot den Havaristen erreicht und machte sich daran, eine Schleppverbindung herzustellen. Dann ging es mit langsamer Fahrt Richtung Küste, doch die beschädigten Propeller stellten beim Manövrieren ein großes Problem dar, sodass zweimal die Trosse brach und die Schleppverbindung wieder aufgebaut werden musste. Gegen vier Uhr früh am folgenden Morgen war Achill Island erreicht, doch wegen des Tidenstroms war es nicht möglich, einzulaufen. Deshalb wurde vor dem Hafen gewartet, bis gegen sieben ein sicheres Einlaufen möglich war. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht in Destin gesunken
(21.09.13) Die 1929 erbaute, 73 Fuß lange Klassik-Yacht „Ersa“ sank am 19.9. in Destin. Das Heck lag am Liegeplatz unter Wasser. Die Aufbauten des Schiffes sind aus Mahagoni aus Honduras, die Decks aus Teak. Die Kajüte ist mit Couchen, einer Bar und großen Fenstern ausgestattet. Das Boot gehörte einst dem Architekten Eugene R. Smith III, der sie 1983 in New York kaufte und bis zu seinem Tod 2010 darauf lebte. Danach sollte sie auktioniert werden, doch niemand nahm das Eröffnungsgebot von 275,000 Dollar an. Am 20.9. wurde das Schiff ausgepumpt und abgedichtet. Es sollte auf einer Werft in Bayou La Batre repariert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Schiff vor Schweden freigeschleppt, ein anderes auf Grund gelaufen
(21.09.13) Nur wenige Stunden, nachdem am Nachmittag des 20.9. der unter Togo-Flagge laufende Bunkertanker "Zebron", 391 BRZ (IMO-Nr.: 6806236), vor Akers Runö in Stockholms Zentralarchipel zwischen Resarö und Åkersberga flottgemacht und nach Trälhavet geschleppt wurde, kam es am 21.9. um 1.30 Uhr erneut zu einer Strandung in schwedischen Gewässern: Der unter Belize-Flagge laufende Frachter "Ladoga 8", 1511 BRZ (IMO-Nr.: 7347483), kam vor Västervik fest, nur eine Stunde, nachdem er mit einer Ladung Schnittholz von dort nach Wismar ausgelaufen war. Die schwedische Coast Guard untersuchte mit Tauchern den Rumpf, um herauszufinden, ob eine Bergung ohne das Risiko einer Ölverschmutzung möglich wäre. Das Patroullienboot "KBV 476" traf am frühen Morgen von Oskarshamn kommend an der Untergangsstelle ein, und um 11.30 wurde ein Überwachungsflug durchgeführt. Eines der größten Schiffe der Küstenwache, die "KBV 003, nahm ebenfalls Kurs auf den Havaristen. Quelle: Tim Schwabedissen



“Angra Star” (Bild: Edson Lucas)   Großbild klick!
Diebe stahlen Kupferkappen – Frachter begann zu sinken
(20.09.13) Der unter brasilianischer Flagge registrierte Frachter “Angra Star”, der von seinen Eignern aufgegeben seit dem 10.2.2012 in der Guanabara Bay vor Rio de Janeiro ankerte, begann am 17.9. übers Heck zu sinken, nachdem Diebe auf das unbewachte Schiff gekommen und Kupferkappen von Tanks gestohlen hatten.
Dadurch konnte Wasser in den Maschinenraum eindringen, der daraufhin volllief. Das Schiff wurde stark achterlastig und mit Backbordschlagseite in der Bucht liegen vorgefunden. Es handelt sich um eines von insgesamt 21 Schiffen der bankrott gegangenen Frota Oceânica e Amazônica S.A., die im Gebiet von Guanabara ankern. An Bord des Frachters befanden sich rund 150 Tonnen Öl-Wasser-Gemisch und ein abgeschlossener Tank von 90 Tonnen Kapazität.
Am 18.8. wurde bekanntgegeben, dass das Öl abgepumpt und der Frachter gehoben werden sollte. Zunächst wurde eine Ölsperre um den Havaristen ausgebracht. Die Leichterarbeiten würden mehrere Tage in Anspruch nehmen. Transpetro, das Instituto Estadual do Ambiente (INEA), und die Camorim Serviços Marítimos waren vor Ort im Einsatz. Die 133 Meter lange und 23 Meter lange “Angra Star“ (IMO-Nr.: 9051026), hat eine Tragfähigkeit von 11274 Tonnen und wurde 1994 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Zebron" aufgelaufen (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Betrunkener Kapitän lief in falsche Richtung und auf Grund
(20.09.13) Der Kapitän des unlängst von Schweden nach Togo umgeflaggten Bunkertankers "Zebron", 391 BRZ (IMO-Nr.: 6806236), der weiterhin bei Akers Runö in Stockholms Zentralarchipel zwischen Resarö und Åkersberga auf Grund saß, war betrunken, als das Schiff auf das Riff lief. Außerdem lag der Tanker eigentlich wegen zahlreicher Mängel in der Kette und hätte gar nicht fahren dürfen. Deshalb beantragte die Polizei bei der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl.
Derweil haben die Eigner Kontakt mit einer Bergungsfirma aufgenommen. Es wurde erwartet, dass zunächst Tauchinspektionen am Rumpf vorgenommen werden und dann ein Bergungsplan durch das schwedische Schifffahrtsdirektorat geprüft würde. Bereits im März 2011 war das Schiff in Loudden im Stockholmer Hafen leckgesprungen, als es unbeladen am Kai lag. Die Feuerwehr konnte den Tanker damals auspumpen.
Im aktuellen Havariefall gibt es ebenfalls eine Vorgeschichte: Nach dem Verkauf an afrikanische Interessenten wurde der Tanker zunächst bei der Kummelnäs-Werft überholt. Beim Versuch, ohne Bezahlung der Rechnung abzulegen, kam er erstmals bei Sandö Sugga fest. Der dabei entstandene Schaden wurde bei der Tenö-Werft ausgebessert. Beim nächsten Anlauf, in Richtung der südlichen Hemisphäre aufzubrechen, lief das Einhüllen-Schiff allerdings in die genau entgegengesetzte Richtung – nämlich in Richtung Åkersberga.
Quelle:Tim Schwabedissen




Trawler treibt vor Polynesien
(20.09.13) Der taiwanesische Trawler “Jin Tsai Fu 888” erlitt am 19.9. mit einer 20-köpfigen Crew an Bord Maschinenschaden und trieb auf Position 18 52 S 134 19 W rund 115 Meilen östlich des Reao Atolls im östlichen Ausläufer der Tuamotu-Gruppe von Französisch-Polynesien. Die „Jin Tsai Fu 888“, 246 BRZ (IMO-Nr.: 8649498), ist 32 Meter lang und wurde 2008 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Verletzte bei Feuer auf Ölrig in Rotterdam
(20.09.13) Am Morgen des 20.9. brach auf dem norwegischen Ölrig "Scarabeo 5", 28719 BRZ (IMO-Nr.: 8754970), das zu Überholungsarbeiten bei der Keppel Verolme-Werft im Botlek in Rotterdam lag, ein Feuer aus. Möglicherweise entstand es durch ein Gasleck. Meterhohe Flammen schossen in die Höhe, und es kam zu starker Rauchentwicklung.
Bei der Evakuierung wurde ein Mann zunächst vermisst, später jedoch Vollzähligkeit festgestellt. Drei Arbeiter erlitten Verletzungen, zwei wurden wegen leichter Rauchvergiftung vor Ort behanldet, ein Mann wurde mit Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht. Der Brand konnte von der Feuerwehr im Laufe des Vormittags unter Kontrolle gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Corigliano aus 12 Metern Tiefe geborgen
(20.09.13) Am Abend des 19.9. wurde ein Kutter, der in Hafenbecken 3 von Corigliano in Kalabrien gesunken war, aus 12 Metern Tiefe gehoben. Das Wrack wurde an Land gesetzt, nachdem es mit großen Hebesäcken wieder ans Tageslicht gebracht worden war. Ein Kran hob das Holschiff am Kaiende an Land, wo es nun ausgepumpt und untersucht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre trieb vor Chittagong
(20.09.13) Am 7.9. erlitt die Fähre “Manirul Haque” nach dem Verlassen des Hafens von Hatia in Richtung Sandwip und Chittagong Maschinenausfall. An Bord waren 237 Passagiere, als das Schiff gegen 14 Uhr vier Meilen vor Sandwip auf Drift ging. 90 Passagiere wurden an Land gebracht, 40 mit Trawlern und 50 auf einem Kümo. Ein Schlepper nahm den Havaristen in der Bucht auf den Haken und zog ihn nach Sadarghat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alle drei Schiffe vom Kammer Beach Reef geborgen
(20.09.13) Der Kutter “Il Sin Ho”, der auf einem Riff vor Tinian saß, konnte in der Nacht zum 19.9. geborgen und an eine Pier in Tinian geschleppt werden. Hier sollte verbliebenes Öl-Wasser-Gemisch abgepumpt werden. Es handelte sich um eines von drei Schiffen, die am vergangenen Wochenende auf dem Kammer Beach Reef gestrandet waren, nachdem sie sich im Sturm losgerissen hatten. Die beiden anderen waren bereits vorher geborgen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Forschertrio entdeckte weiteres Wrack im Lake Ontario
(20.09.13) Unterwasserforscher haben das Wrack des kanadischen Schoners “Ocean Wave” entdeckt, der im Lake Ontario im November 1890 in einer plötzlich einfallenden Bö gesunken war. Die Amerikaner Jim Kennard, Roger Pawlowski und Roland Stevens waren auf der Suche nach historischen Wracks vor Oswego, als sie auf die 25 Meter lange “Ocean Wave” stießen, die in der Holzfahrt von Trenton, Ontario, nach Oswego eingesetzt war.
Die gesamte fünfköpfige Crew war bei deren Untergang umgekommen, Teile des Wracks trieben noch eine Zeitlang am Ostende des Sees, bevor sie in 90 Metern Wassertiefe versanken. Die Forscher waren dem Wrack bereits 2012 bei Untersuchungen des Seebodens mit Side-Scan-Sonar auf die Spur gekommen und kehrten jetzt mit einem ROV zurück, das Videos aufnahm.
Die „Ocean Wave” war der einzige Schoner, der in diesem Bereich des Lake Ontario verloren ging. Im Juli hatte das Trio bereits einen 16 Meter langen Schoner, der 1839 gesunken war, entdeckt, und Jim Kennard gehörte bereits zu dem Team, das das britische Kriegsschiff HMS „Ontario“ fand, das 1780 untergegangen war und damit das älteste je auf den Großen Seen entdeckte Wrack ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot leck (Bild: USCG)   Großbild klick!
Drei Personen von sinkendem Motorboot vor Portland abgeborgen
(19.09.13) Die U.S. Coast Guard rettete am 18.9. die dreiköpfige Crew eines 43 Fuß langen Motorbootes, das nahe North Portland Harbor in Portland, Oregon, leckgeschlagen war. Die Küstenwache Columbia River fing um 16.30 Uhr einen Notruf aus. Zwei 25-Fuß-Boote des Marine Safety and Security Team Seattle kamen zu Hilfe und bargen die Bootsfahrer ab. Sie wurden unversehrt zum Jantzen Beach gebracht. Das Schiff aber sank unweit von Hayden Island auf rund acht Fuß Wassertiefe. Es hatte rund 200 Gallonen Öl an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Costa Concordia (Bild: Frank Behling)   Großbild klick!
Kampf um Abwracken der Costa Concordia
() Während das Wrack der “Costa Concordia” weiter auf der 150 Meter langen Stahlplattform, auf der es nun aufliegt, stabilisiert wurde, um die Herbst- und Winterstürme zu überstehen, wurde auf den Einsatz von Tauchern in bislang nicht zugänglichen Bereichen gewartet, die nach den letzten beiden Vermissten suchen sollten.
Deren Angehörige wurden am 18.9. zum Schiff gefahren und warfen Blumen ins Meer. Der Zivilschutz soll in den folgenden Wochen unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft die Safes der 1500 Kabinen durchsuchen und zurückgelassene Wertsachen der 3216 Fahrgäste bergen. Es wurde geschätzt, dass sich im Schiff noch Geld und Schmuck im Wert von zehn Millionen Euro befinden könnte. Weiterer Schmuck blieb in den Juwelierläden und der Bank des Schiffes zurück. An Bord befanden sich außerdem Gemälde von namhaften Künstlern wie Arnaldo Pomodoro und Emilio Tadini sowie japanischer Maler, die einen beträchtlichen Wert hatten.
Außerdem gilt es einen Plan zu entwickeln, wie die Sponsons an der stark eingedrückten Steuerbordseite befestigt werden können. Allerdings wurde nicht ausgeschlossen, dass die tragende Konstruktion hinter den Kabinen stabil geblieben sein könnte. Um das Abwracken, bei dem es um hunderte Millionen Euro und viele Arbeitsplätze geht, haben sich unterdessen mehrere Häfen beworben. Es würde jahrelang für Arbeit sorgen. Medien berichteten von einem regelrechten Krieg zwischen den Häfen Piombino in der Toskana, Palermo auf Sizilien, Genua in Ligurien, Livorno mit der Fincantieria-Werft, auf der das Schiff erbaut wurde, in der Toskana, Civitavecchia in der Provinz Rom und Neapel.
Die endgültige Entscheidung dürfte aber noch auf sich warten lassen. Kritierien dafür werden Wassertiefe, technische Voraussetzungen und Expertise vor Ort sein. Für das fachgerechte Entfernen von Schweröl, Klärschlamm, Kühlmittel aus Klimaanlagen und Schwermetallen braucht es speziell ausgebildete Arbeiter ebenso wie Notfallpläne für Unfälle. Die Toskana würde das Großprojekt als eine Art Kompensation für die Schiffskatastrophe vor ihrer Küste gerne in der Region behalten Umfangreiche Vorarbeiten und Investitionen werden in jedem Fall zu leisten sein. Genua könnte den Hafen bis auf 20 Meter vertiefen, und Civitavecchia sei ebenfalls bereit, sagte der Chef der dortigen Hafenbehörde. Die Entscheidung soll in jedem Fall ausschließlich nach technischen und nicht nach politischen Gesichtspunkten gefällt werden. Darüber zu befinden haben die Reederei Costa Crociere und die Versicherungen.
Der letzte Akt wird schließlich die Wiederherstellung der Küstenlandschaft vor Giglio sein. Die Reederei Costa will die Insel wieder so übergeben, wie sie vor dem Unfall war. Fünf Jahre lang soll die Badeküste dann noch auf mögliche Umweltschäden überwacht werden. Wie es auf Giglio weiter geht, wird sich ohnehin zeigen müssen – ein Teil der Anwohner möchte, das alles wieder seinen Gang geht wie vor dem Unglück, doch ein anderer Teil, der die Veränderungen durch Tagestouristen wahrnahm, möchte die durch das Unglück weltweit bekannt gewordene Insel durchaus neu erfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf U-Boot forderte 15 Verletzte
(19.09.13) Insgesamt 15 Besatzungsmitglieder des russischen Atom-U-Bootes “Tomsk” kamen in ein Militärhospital, nachdem am 16.9. ein Feuer an Bord ausgebrochen war. Auch das Schiff wurde erheblich beschädigt. Das russische Verteidigungsministerium leitete eine Ursache des Brandes ein, der offenbar bei Schweißarbeiten auf der Zvezda-Werft bei Wladiwostok am Morgen im Schiffsinnern entstand. Es lag seit 2012 im Dock.
Quelle:Tim Schwabedissen




Fischer nach Untergang seines Kutters gerettet
(19.09.13) Ein 7,1 Meter langer Kutter sank am 19.9. vor der Küste des County Down. Das RNLI-Boot aus Portaferry fing um 12.30 Uhr einen Mayday-Ruf des Fischers auf dem Boot auf, der starken Wassereinbruch meldete. Dann brach der Kontakt ab. Die „Blue Peter V” lief um 12.40 Uhr aus zu der Position drei Meilen östlich von Strangford Bar, unweit von Butter Pladdy vor Kearney. Um 13.04 Uhr waren die Seenotretter vor Ort und begannen die Suche bei rauer See und 5-6 Beaufort Wind. Um 13.15 Uhr sichteten sie den Schiffbrüchigen im Wasser, und ein Rettungsmann sprang ins Wasser, um ihm an Bord zu helfen. Auch ein Boot der RNLI-Station Donaghadee sowie ein Helikopter der Irish Coast Guard waren inzwischen eingetroffen, und der Mann wurde vom Rettungsboot aufgewinscht und ins Musgrave Park Hospital in Belfast geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkertanker sitzt vor Stockholm auf Schäre fest
(19.09.13) Der schwedische Bunkertanker "Zebron", 391 BRZ (IMO-Nr.: 6806236),lief am 18.9. um 12.30 Uhr bei Akers Runö im Stockholmer Zentralarchipel zwischen Resarö und Åkersberga auf Felsen auf. Die schwedische Küstenwache war mit der “KBV 311” binnen 10 Minuten vor Ort. Auch ein Überwachungsflugzeug stieg auf. Das Schiff war zwar unbeladen, hatte aber 32 Tonnen Treibstoff an Bord. Die Küstenwache vermutete Trunkenheit am Ruder als Unglücksursache. Der Tanker war unlängst an afrikanische Eigner verkauft und bei der Kummelnäs Varv überholt worden. Danach sollte er nach Afrika überführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hagen mit Maschinenschaden vor den Azoren
(19.09.13) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Hagen”, 11927 BRZ, erlitt auf der Fahrt von Peru nach Deutschland am 17.9. Maschinenschaden und nahm Kurs auf die Azoren zur Reparatur. Am Morgen des 17.9. betrug die Fahrt zwei Knoten, das Schiff stand 800 Meilen westsüdwestlich von Ponta Delgada bei der Position 32 58 N 040 54 W. Die „Hagen“ (IMO-Nr.: 9516868) hat eine Tragfähigkeit von 16800 Tonnen, wurde 2009 erbaut und hat als Manager die britische Naviera Mantinea AIE, Eigner ist die bulgarische Hagen Shipping Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lag vor Dalian auf der Backe
(19.09.13) Der kambodschanische Frachter “Guang Yuan” entwickelte am Abend des 12.9. starke Backbordschlagseite, als er vor der Dayao Bucht in Dalian ankerte. Das Bergungsschiff „Rescue 101” wurde zur Assistenz geschickt. Es gelang, den Bulkcarrier wieder umzutrimmen, und am 18.9. lief es auf Südkurs mit rund fünf Knoten durchs Gelbe Meer. Die “Guang Yuan”, 2470 BRZ (IMO-Nr.: 8840054), wurde 1989 erbaut und läuft für die Yun Xing Shipping Co. Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



100-jähriges Ausflugsschiff saß auf Untiefe fest
(19.09.13) Am 18.9. lief das holländische Ausflugsschiff "Wending" (ENI-Nr.: 03051185), auf der Oranjeplate vor Veerse mit 22 Fahrgästen an Bord auf Grund. Es war durch einen Fahrfehler aus dem ausgetonnten Fahrwasser abgekommen. Das KNRM-Rettungsboot "Oranje" aus Heeg wurde um 11.Uhr alarmiert und versuchte, das Schiff freizuschleppen. Da dies mißlang, wurden Küstenwache und Rijkswaterstaat verständigt. Ein Schlepper kam herbei und zog den Havaristen um 15 Uhr wieder von der Untiefe. Er setzte die Fahrt anschließend fort. Die „Wending“ wurde 1913 als Schlepper „Elsje” auf der Werft Appelo in Zwartsluis erbaut. Später lief sie als „Dijana“, „Jan Hendrik“ und „Johan“. Eigner ist A.J. de Waard in Heeg. Das für 40 Passagiere zugelassene Schiff hat eine Länge von 41,37 Metern, eine Breite von 6,26 Metern und einen Tiefgang von 1,5 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Losgerissener Truck rutschte vor Palam de Mallorca über Wetterdeck
(19.09.13) Am 18.9. riss sich wohl wegen einer nicht angezogenen Handbremse gegen vier Uhr ein Truck auf dem Wetterdeck der italienischen Fähre "Albayzin", 26302 BRZ (IMO-Nr.: 9304631), los, als sie von Valencia ach Palma de Mallorca unterwegs war. Der Truck rutschte über Deck und krachte gegen die Bordwand, wobei er schwer beschädigt wurde. Da er die Laderampe zudem blockierte, musste er nach dem Festmachen in Palma am Morgen mit einem großen Mobilkran zunächst geborgen werden, ehe die übrigen Fahrzeuge gelöscht werden konnten. Die Arbeit dauerte über eine Stunde. Dadurch kam es auch zu einem verspäteten Auslaufen zurück nach Valencia.
Quelle:Tim Schwabedissen



Costa Concordia wieder aufrecht (Bild: Roberto Vongher)   Großbild klick!
Nach dem Aufrichten – Wunden zählen auf der „Costa Concordia“
(18.09.13) "Bravissimi, auguri, auguri!", schallte es am Morgen des 17.9. auf Giglio. "Glückwünsche, ihr seid die Besten!" Diese Freude der Gigliesen galt den Ingenieure, Technikern und Helfern, die am Aufrichten der „Costa Concordia“ beteiligt waren. Als erster kam Admiral Stefano Tortora an Land, wo er bereits von einem Pulk Journalisten erwartet wurde. Der Admiral äußerte vor den Medien seine größte Zufriedenheit mit der Operation. Das Team sei außerordentlich, es habe ein fabelhaftes Ergebnis erzielt. Es werde aber noch enorme Probleme bereiten, die Sponsons auf der Steuerbordseite anzubringen. Sie sei auf 20 bis 30 Meter Länge drei Meter tief eingedrückt und kaputt bis zum obersten Deck. Nun hieße es erst mal die Wunden zählen.
Die Insulaner feierten derweil mit weiteren „Bravi“-Rufen ihre neuen Helden, die Berger, die kurz nach Abschluss des Aufrichtens um 4.05 Uhr auf kleinen Booten im Hafen von Giglio eintrafen, an der Spitze ihr Chef, der südafrikanische Schiffsbergungsexperte Nick Sloane. Die Anstrengungen der vergangenen Tage hatten sich in sein Gesicht eingegraben, aber seine gute Laune war ungebrochen. "Zeit für ein Bier", scherzte er und suchte dann als erstes seine Frau in der Menge. Natürlich sei er glücklich und zufrieden über den Ausgang der Aktion.
"Das ist überwältigend", sagte er, doch man habe noch eine Menge zu tun. Es werde mit Sicherheit Wochen dauern, bis man einen Plan erstellt habe für das Abschleppen. Aber: "Sie war stark genug, um aufgerichtet zu werden, dann ist sie auch stark genug fürs Abschleppen." Bevor er sich zur Feier des Erfolgs mit seinen Mitarbeitern in eine Bar begab, schwenkte Sloane, ganz Patriot, noch eine südafrikanische Flagge.
Als dann die Sonne an diesem sehr warmen, schwülen Tag über Giglio aufging, gab es vor dem Hafen einen neuen, gespenstischen Anblick: Nur noch rund 25 Meter hoch ragte die „Costa Concordia“ aus dem Wasser, die Hälfte von ihrer einstigen Höhe. 30 Meter tief ruht der Rumpf auf dem 150 Meter langen Stahlbett, das in den vergangenen Monaten in die Felsen getrieben wurde. Deutlich zu sehen waren auf der algenbewachsenen, braunen Steuerbordseite die Druckstellen der zwei Granitfelsen, auf die sich das Schiff beim Kentern gelegt hatte. Noch immer hingen weinrote Vorhänge an etlichen Kabinenfenstern der verformten Bordwand.
Nachdem die letzten Biere und Grappas getrunken waren und die Berger nach einer zweiten langen Nacht endlich Schlaf fanden, begann um 14 Uhr der große Abbau. Fernsehteams, Sicherheitskräfte und Reedereimitarbeiter brachen ihre Zelte auf Giglio ab. Vier Überfahrten mit der Fähre waren zum Abtransport tagsüber angesetzt. Auf einer letzten Pressekonferenz zog Bergungsinspektor Nick Sloane eine positive Bilanz und bedankte sich für die Unterstützung.
Ein Wermutstropfen war, dass die Bergung der "Costa Concordia" noch erheblich teurer werden wird als bislang kalkuliert. Der bereits mehr auf jetzt 600 Millionen Euro erweiterte Kostenrahmen würde nicht zu halten sein, stellte Michael Thamm, der seit 15 Monaten Präsident von Costa ist, klar. Besonders die Kosten für die Anbringung der Sponsons an der Steuerbordseite werden um einiges höher ausfallen als bislang erwartet, da die Schiffsseite vollkommen deformiert ist.
Die Schäden auf der Steuerbordseite seien schwer, und nun müssten die Ingenieure einen Weg finden, dass an dieser Seite auch Sponsons befestigt werden können. Das werde nicht leicht, allerdings könnte die tragende Konstruktion dahint
er stabil geblieben sein. Immerhin hat das Schiff bislang auch eine große Stabilität gezeigt. Gesamteinsatzleiter Franco Gabrielli vom Zivilschutz gab bekannt, dass zunächst nach den beiden vermissten Passagieren an Bord gesucht werden sollte. Die Suche sollte in den nächsten Tagen die Bereiche erreichen, die bislang für Taucher nicht zugänglich waren. Außerdem sollten in den kommenden Wochen die Safes der 3216 Passagiere inspiziert und das Wrack für die Wintermonate gesichert werden.
Das Schiff soll bis Ostern schleppklar gemacht werden. Den Bewohnern von Giglio soll die Insel so wieder zurückgeben werden, wie sie vor dem Unglück war. Mehrere zum Abwracken in Frage kommenden Häfen haben sich um den auf Jahre für Arbeit sorgenden Auftrag gerissen, das Schiff dann zu zerlegen. Offenbar scheint aber nur Palermo groß genug zu sein, um den Konvoi aus Schiff, Containern und Schleppern aufzunehmen, wenn er die Überfahrt von Giglio geschafft hat, ohne dass es zu einer Wiederholung der „Oklahoma“-Geschichte gekommen ist: Das beim Angriff auf Perarl Harbour versenkte US-Schlachtschiff wurde auch per „Parbuckling“ aufgerichtet, sank dann aber bei der Überführung zu Abwrackern.
Quelle:Tim Schwabedissen




Patricia sinkt (Bild: Mayr Josef)   Großbild klick!
Touristenboot sank vor La Maddalena
(11.09.13) Die 18 Meter lange Motoryacht "Patricia" kollidierte am Nachmittag des 10.9. um 14.30 Uhr mit einem Riff vor dem Archipel von La Maddalena. Das Schiff, das zum Inselhopping genutzt wurde, hatte 16 Touristen und eine vierköpfige Crew an Bord, als sie nahe Santa Maria Cove leckschlug, kenterte und sank. Bei den Urlaubern handelte es sich um 12 Spanier, zwei Deutsche und zwei Italiener. Es gelang noch, einen Mayday-Ruf abzusetzen, Ein anderes Touristenboot, die „Maggior Leggero“, konnte die Schiffbrüchigen an Bord nehmen, bevor die „Patricia“ auf fünf Metern Wassertiefe sank.
Bild 1   Bild 2   Bild 3  
Quelle: Mayr Josef, Skipper Segelyacht MAKALINE




Frachter vor Iloilo auf Grund gelaufen
(18.09.13) Am 15.9. um 10.20 Uhr lief der mit Zement beladene, unter Philippinen-Flagge laufende Frachter “Mihara 1” in der Flussmündung von Iloilo auf Grund. Das Schiff war unterwegs von Naga nach Iloilo Panay Island. Da es bei Ebbe festkam, war die Chance gut, mit der Flut wieder loszukommen. Die „Mihara 1”, 665 tdw (IMO-Nr.: 8951023), wurde 1977 erbaut und läuft für die Mihara East Ventures.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Longliner in Seattle
(18.09.13) An Pier 91 in Magnolia, Seattle, brach am 17.9. gegen drei Uhr ein Feuer auf dem 167 Fuß langen Longliner “Bristol Leader” (MMSI-Nr.: 366820000) aus. Es entstand hinter einem Herd in der Kombüe des 167 Fuß langen Schiffes. Die rund zwei Dutzend Besatzungsmitglieder konnten sich unversehrt in Sicherheit bringen. Nach einer halben Stunde hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Der Schaden betrug rund 35000 Dollar. Die „Bristol Leader” ist in Kodiak, Alaska, stationiert, und war 1998 der größte in den USA erbaute Longliner. Eigner ist die Alaskan Leader Fisheries LLC.
Quelle:Tim Schwabedissen



100 Jahre alter Tender trieb vor Alaska
(18.09.13) Die Crew des Küstenwachbootes “Anacapa” assistierte am 17.9. dem Fischtender “Express”, der Maschinenschaden im Golf von Alaska rund 70 Meilen westlich von Hoonah erlitten hatte. Das 110 Fuß lange Schiff nahm den 125 Fuß langen Tender, der eine zweiköpfige Crew hatte, in Schlepp nach Hoonah. Bereits am 15.9. hatte der Kapitän der Coast Guard Juneau gemeldet, dass sein Schiff in der See treibe, woraufhin die “Anacapa” zu dem Havaristen geschickt wurde. Die in Chignik beheimatete “Express” wurde 1913 als Feuerlöschboot in Portland erbaut und 1973 umgebaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Finnischer Transporter auf Grund gelaufen
(18.09.13) Das Transportschiff “Jurmo” des Küstenbataillons in Kotka lief am 17.9 um 18 Uhr nördlich von Berghamn in Nagu auf Grund. Das Schiff war an dem Manöver Janette beteiligt und auf dem Weg von Gyltö nach Orö war. An Bord des Schiffes waren zwei Besatzungsmitglieder. Es gelang, die „Jurmo“ abzuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Socoa gestrandet
(18.09.13) Am 17.9. wurde in Socoa gegen 21 Uhr eine Notrakete gesichtet. Sie stammte von dem sieben Meter langen Kutter “Imanol”, dessen Skipper ins Meer springen musste, nachdem sein Schiff bei vier Beaufort Wind beim Fang von Seeigeln und Abalonen auf Felsen trieb. Zwei Kutter wurden in Richtung der Raketen geschickt, außerdem liefen die SNSM-Rettungsboote aus Saint Jean de Luz und Hendaye aus. Ein Polizeihubschrauber stieg in Biarritz auf. Der Schiffbrüchige wurde dann von einem der Kutter geborgen, der ihn, eskortiert von einem Rettungsboot, nach St Jean de Luz brachte. Die “Imanol” wurde derweil auf die Felsen geworfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlechtes Wetter behindert Suche nach acht vermissten Fischern
(18.09.13) Die acht geretteten Besatzungsmitglieder des vietnamesischen Kutters "TG TS 92819" aus der Tien Giang-Provinz, die von dem unter Singapur-Flagge laufenden Frachter "Sima Sapphire" (IMO-Nr.:9330903) gerettet worden waren, sind wieder an Land. Die erste Gruppe von vier Mann traf am 17.9. in Ba Ria-Vung Tau ein, die zweite am Morgen des 18.9. Sie war noch auf dem Frachter geblieben, der die Suche nach den übrigen acht Mann fortsetzte, die seit dessen Rammstoß am 16.9. gegen drei Uhr vermisst wurden.
Das Unglück hatte sich rund 50 Meilen südlich des Kaps von Vung Tau ereignet, als der Frachter auf dem Weg von Ho Chi Minh City, wo er am 15.9. ausgelaufen war, nach Malaysia das mit 16 Mann besetzte Fischereifahrzeug gerammt hatte. Das Coordination Centre for Research and Sea Rescue beteiligte sich an der Suche nach den vermissten acht Mann, allerdings behinderte schlechtes Wetter die Einsatzkräfte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Holzschiff in Willow Grove gehoben
(18.09.13) Das 75 Fuß langes Holzboot „Granby“, das am 27.8. vor Willow Grove gesunken war, wurde am 16.9. gehoben. Die Cowlitz Clean Sweep Inc. und Ballard Diving & Salvage hatten die Reinigungs- und Bergungsarbeiten durchgeführt. Nach dem Untergang waren rund 250 Gallonen Öl abgepumpt worden, weitere 50 bis 100 Gallonen Gasöl liefen ins Fisher Island Slough. Der Untergang hatte sich ereignet, nachdem ein Abgasrohr der 84 Jahre alten Maschine gebrochen und ein zwei Inch großes Leck unterhalb der Wasserlinie verursacht hatte. Das Leck wurde inzwischen abgedichtet. Eine Ölsperre blieb um das Boot ausgelegt. Das im Stil eines Trawlers gebaute Fahrzeug von Mark Bader aus Vader war zum Transport von Arbeitern einer Minenfirma zum Alaska Panhandle genutzt worden. Der Schaden betrug mehrere 10000 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter wird geleichtert
(18.09.13) Die Coast Guard Guam, die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), und Agenturen des Commonwealth of the Northern Mariana Islands (CNMI) überwachten am 17.9. die Arbeiten an dem gestrandeten Kutter “Il Sin Ho” östlich von Tinian. Ein Plan zum Abpumpen verölten Wassers wurde dem Unified Command zur Prüfung vorgelegt, dann zunächst die 2,800 Gallonen Öl aus den Tanks entfernt. Dann sollte das kontaminierte Wasser aus dem auf dem Kammer Beach Reef sitzenden Schiff abgepumpt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Über 100-jähriges Wrack wurde Naturreservat
(18.09.13) Die Indiana Natural Resource Commission hat am 17.9. das Wrack der “J.D. Marshall” in Porter County unter Naturschutz gestellt, das erste Reservat seiner Art in Indiana. Das Schiff liegt im Lake Michigan, 600 Fuß vor dem Indiana Dunes State Park. Es sank am 11.6.1911.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer retteten sich aus sinkendem Kutter
(18.09.13) Das RNLI-Boot “Eric and Susan Hiscock (Wanderer)” aus Yarmouth wurde am Morgen des 17.9. alarmiert, nachdem ein Kutter im Solent gekentert war. Die Solent Coastguard hatte die Seenotretter um 8.12 Uhr verständigt, dass rote Notraketen am Himmel westlich der Isle of Wight gesichtet worden waren. Wie sich herausstellte, waren sie von den beiden Besatzungsmitgliedern des Kutters abgefeuert worden, der Stunden zuvor westlich der Needles gekentert war.
Das Rettungsboot stach um 8.23 Uhr in See und wurde von den Offizieren der Küstenwache informiert, dass sie von der Küste aus eine Rettungsinsel und eine weitere Rakete in der Mitte der Totland Bay gesichtet hatten. Wenig später hatten die Seenotretter die beiden Fischer erreicht und brachten sie in Sicherheit.
Sie berichteten, dass sie vor dem Christchurch Ledge auf Schleppnetzfang gewesen waren, als ihr 14 Meter langes Schiff binnen Sekunden überrollte. Einer der beiden hatte gerade im Schlafsack auf einer Bank gelegen. „Get out bed“, rief der andere, da wurde er schon gegen den Boden gedrückt, der nun zur Wand wurde. Wasser drang durch ein Fenster an Backbord ein, und der Versuch, zur Tür zu kommen, schlug zunächst fehl.
Erst unter Wasser gelang es, sie im dritten Anlauf zu öffnen. Beide Fischer mussten in Windeseile aus dem Ruderhaus schwimmen und an die Wasseroberfläche tauchen. Sie konnten dann die umgeschlagene Rettungsinsel aufrichten und hineinklettern, in der sie dann 2,5 Stunden ausharrten, bis ihre Signale gesichtet wurden. Die Fischer wurden mit leichter Unterkühlung im St. Mary’s Hospital auf der Isle of Wight medizinisch betreut. Ein Coastguard-Helikopter stieg auf, um nach dem Kutter Ausschau zu halten, doch fand sich keine Spur.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot in Bay Point Marina ausgebrannt
(18.09.13) Die “Nip Tuck”, ein 35 Fuß langes Meridian-Motorboot, brannte in der Nacht zum 17.9. in der Bay Point Marina aus. Flammen schlugen 40 Fuß hoch in die Luft. Die Feuerwehr der Thomas Drive Station in Bay County konnte das in Vollbrand stehende Boot nicht mehr retten. Die Coast Guard and Florida Fish und die Wildlife Conservation Commission wurden gerufen wegen möglicher Wasserverschmutzungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot in Bay Point Marina ausgebrannt
(18.09.13) Zwei Fischer wurden am 17.9. gerettet, nachdem ihr neun Meter langer Kutter “Nikki Lou” vor der Küste von Gwynedd auf Felsen gelaufen war. Die RNLI-Boote aus Aberdovey und Barmouth liefen aus, nachdem die Crew der „Nikki Lou“ dem Hafenmeister von Aberdovey von der Havarie berichtet hatten. Der Kutter war auf Felsen, bekannt als „The Reef“, die sich nördlich von Tywyn drei Meilen westwärts erstrecken, gelaufen.
Als die Seenotretter eintrafen, war der Kutter bereits aufgebrochen und gesunken, und die beiden Fischer, Vater und Sohn, trieben im Wasser. Sie wurden nach ihrer Rettung an der RNLI Station von Aberdovey gecheckt. Ihr aus Holz konstruierter Hummer- und Garnelenkutter war in der Mündung des Dovey stationiert gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Costa Concordia hebt sich. Deutlich ist die ehemalige Wasserlinie zu sehen. (Bild: Gianfranco Pisa)   Großbild klick!
Parbuckliung geglückt – Costa Concordia ruht auf ebenem Kiel
(17.09.13) Es hätte wohhl kaum besser laufen können – in der Nacht zum 17.9. wurde das Wrack der "Costa Concordia" erfolgreich aufgerichtet. Das Schiff hat 0 Grad erreicht, meldete Einsatzleiter Franco Gabrielli kurz nach 4 Uhr im Pressezentrum am Hafen von Giglio. Gleichzeitig ertönten die Typhone der versammelten Schiffsflotte rund um das Wrack. Nachdem das Schiff auf ebenem Kiel lag, wurde aber deutlich, dass noch sehr viel Arbeit vor den Bergern liegt.
Die Steuerbordseite war schwerer beschädigt als erwartet, die zum Teil zusammengebrochenen Decks wirkten wie Häuser, die von einem Erdbeben angeschlagen wurden. In den nächsten Tagen sollten die Untersuchungen und Berechnungen beginnen, die notwendig sind, damit das Schiff letztlich geborgen werden kann. Die Bergungsmannschaft zeigte sich überrascht, wie schwer die Schäden waren. Am 16.9. um 13.49 Uhr hatte das Drehen begonnen.
Schon bald hob sich ein rostbrauner Streifen über das Wasser, der zeigte, wie weit sich das Wrack gehoben hatte. Um 16.20 Uhr wurde bekanntgegeben, dass sich das Aufrichten bis zu 15 Stunden hinziehen könnte. Die Operation liefe aber normal, sagte Sergio Girotto, einer der Ingenieure aus dem Bergungs-Team. Unterwasserdrohnen nahmen derweil erste Untersuchungen der vom Fels gelösten Bordwand vor.
Auch die Schäden an dem Rumpf waren größer als befürchtet. Wieweit dies einen Einfluss auf den weiteren Bergungsplan und den Abtransport des Wracks haben werde, wird aber erst im Rahmen weiterer Untersuchungen geklärt werden können. Die Pumpen und Zugvorrichtungen arbeiteten unermüdlich weiter, und die Schlagseite wurde gradweise verringert. Knapp zehn Stunden nach dem Start der Bergungsoperation war etwa die Hälfte geschafft.
Um 19 Uhr informierte der Einsatzleiter Franco Gabrielli die Medien, dass es Probleme mit den Zugdrähten gab. Ein Team musste sich auf das Wrack begeben und die Probleme mit den Stahldrähten beheben. Binnen einer Stunde konnten sie wieder klariert werden. Während die Bergungsmannschaften das Schiff mit Scheinwerfern ausleuchteten, die auf dem Schwimmkran "Micoperi 30" sowie dem Ponton mit dem Kontrollraum positioniert waren, bewegte sich das Schiff seit 19.30 Uhr wieder. Bevor die Aufrichtbewegung beginnen konnte, mussten die Zugvorrichtungen mit den Ketten das Schiff noch um weitere elf Grad drehen.
Am 17.2. um 2.05 Uhr gab Einsatzleiter Franco Gabrielli bekannt, dass der Rumpf nun den optimalen Punkt zum Aufrichten erreicht hatte. Das Schiff hatte Kontakt mit der Plattform und musste noch 30 Grad gedreht werden. Um 3,12 Uhr war die Kommandobrücke ist erstmals wieder komplett über der Wasserlinie. An der Steuerbordseite wurden riesige Löcher sichtbar, das Heck war teilweise eingeknickt.
Um vier Uhr war das gigantische Projekt geschafft. Im Vorfeld waren mehr als 30.000 Tonnen Stahl für die Konstruktion aller benötigten Teile herbeigeschafft worden. Um die Lücken zwischen den Felsen unter dem Rumpf zu schließen und somit das Wrack nach der Aufrichtung zu stabilisieren, waren 1.180 Sand-und Zementsäcke auf dem derart eingeebneten Meeresboden verteilt worden. Das Wrack ruhte nun auf sechs Plattformen, die mit 21 Pfeilern im Boden verankert worden waren. Nun geht aber auch die Suche weiter nach zwei Leichen, die noch nicht gefunden wurden, eine Italienerin und ein indisches Crewmitglieds.
Nach Abschluss der jetzt anstehenden Untersuchungen werden weitere 15 Sponsons an der Steuerbordseite angebracht. Danach wird die "Costa Concordia" verankert bis zum Abtransport, der für das erste Halbjahr 2014 vorgesehen ist. Der letzte Hafen des Schiffes soll dann Piombino werden. Dann werden mindestens 600 Millionen Euro für die Bergung ausgegeben worden sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Smart (Bild: Brian Spurr)   Großbild klick!
Smart wird vom Meer gefressen
(17.09.13) Nur noch die beiden vorderen Laderäume des Vorschiffs des gestrandeten Bulkcarriers “Smart” ragen inzwischen aus dem Wasser vor Richards Bay. Laderaum 3 steht zur See hin offen, der übrige Teil ist unter den Wellen verschwunden. Vor Ort waren derzeit der Schlepper “Reier” von Subtech Salvage sowie die "Armada Condor” von Bumi Armada, die sich zufällig zu Überholungsarbeiten in der Gegend befunden hatte und zur Assistenz bei den Bergungsarbeiten geschickt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot sinkt (Bild: USCG)   Großbild klick!
Motorboot trieb sinkend auf Columbia River
(17.09.13) Ein 26 Fuß langes Motoroboot mit einer unbekannten Menge Treibstoff an Bord sank am 16.9. nördlich des Kelley Point auf dem Columbia River. Die Coast Station Portland wurde durch einen Telefonanruf von dem Notfall informiert und schickte ein 25-Fuß-Boot, nachdem das Motorboot leckgeschlagen war. Als sie eintraf, war der Kabinenkreuzer bereits teilweise unter Wasser und niemand mehr an Bord.
Der Skipper wurde in North Portland Harbor aufgespürt und über seine Verantwortlichkeit informiert. Derweil beauftragte die Coast Guard die Fred Devine Diving and Salvage mit der Beseitigung von Treibstoff. Das Boot trieb nordwärts auf dem Columbia River, ehe es auf der Seite von Oregon außerhalb des Fahrwassers festkam. Ein dünner Ölfilm war danach am Wrack sichtbar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rübezahl darf vorerst weiter fahren
(17.0913) Am 17.9. erhielt das teilweise ausgebrannte Binnenschiff „Rübezahl“, 1081 ts (EU-Nr.: 04403040), eine begrenzte Fahrterlaubnis: Es darf bis Ende September im Rahmen eines Kontrakts zur Verschiffung von Sand zwischen Flaesheim und Hiddingsel pendeln. Bis dahin, so hoffte Eignerin Renate Rindke, wird sie auch genauer wissen, wie es mit dem 56 Jahre alten Schiff weiter geht. Der Wohntrakt des Schiffes war komplett ausgebrannt, doch das Ruderhaus blieben weitestgehend unversehrt. Deshalb genehmigten die Schifffahrtsbehörden den Betrieb bis Ende September. Mittlerweile stand für die Wasserschutzpolizei Duisburg auch zweifelsfrei fest, dass der Brand durch einen technischen Defekt im Bereich des Badezimmers verursacht wurde. Wenn klar ist, ob das Schiff reparaturwürdig ist, gilt es eine Werft zu finden. Enstprechende Kapazitäten gäbe es in Duisburg, Haren oder Holland. Vorerst wird die Crew im Logis im Vorschiff untergebracht. Die „Rübezahl“ entstand 1957 als „Else 1“ für die Krupp Binnenschifffahrt auf der Ruhrorter Schiffswerft, Duisburg. Sie ist 80 Meter lang, 8,2 Meter breit und hat 2,52 Meter Tiefgang. Seit 1978 läuft sie für Renate Rindke in Olfen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Binnenschiff auf Rhein wieder frei
(17.09.13) Das am 14.9. vor Wiesbaden im Rhein aufgelaufene Binnenschiff "La Fosca", 1257 ts (EU-Nr.: 06002483), konnte am 16.9. wieder flottgemacht werden. Das Schiff war am 14.9. bei Flusskilometer 502 auf der Fahrt von Schweinfurt nach Mainz auf dem Rhein festgekommen. Es war beim Ansteuern des Mainzer Industriehafen vom Kurs abgekommen, als er in den Mombacher Strom zwischen Mainz und Wiesbaden einlaufen wollte. Um die Kollision mit einer Fahrwassertonne zu verhindern, reduzierte der Schiffsführer die Geschwindigkeit, wodurch aber sein Schiff von der Strömung erfasst wurde und auf den Kies der Rettbergsaue trieb. Das Baggerschiff „Niklas“ aus Walluf leichterte nun einen Teil der 1100 Tonnen Raps auf ein anderes Binnenschiff, sodass die „La Fosca“ wieder freikam. Der übrige Schiffsverkehr auf dem Rhein war durch den Havaristen nicht beeinträchtigt worden. . Nach der Bergung wurde der Frachter in den Mainzer Industriehafen gebracht. Das Schiff entstand 1947 bei Jonker & Stans in Hendrik Ido Ambacht als „Glarus 1“ für die Basler Rheinschiffahrt AG in Basel. Sie ist 73,55 Meter lang, 8,15 Meter breit und hat 2,6 Meter Tiefgang. Seit 2001 läuft sie für Vincent Miot in Thuin.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer harrten acht Tage auf ihrem gekenterten Boot aus
(17.09.13) Zwei Fischer von den Bahamas wurden am 14.9. vor Florida von ihrem gekenterten 20-Fuß-Kutter gerettet. Sie hatten acht Tage in der See getrieben und sich an den kieloben treibenden Rumpf ihres Bootes geklammert, ohne etwas zu Trinken oder Nahrung zu haben. Die Besatzung eines zufällig vorbeikommenden Frachters entdeckte die beiden Fischer 30 Meilen vor der Küste zwischen Boca Raton und West Palm Beach, verständigte die Küstenwache und rettet ihnen damit zweifellos das Leben. Ein Hubschrauber der Coast Guard Air Station Miami winschte die stark dehydrierten und sonnenverbrannten Männer, die unter Zitterkrämpfen litten, auf. Sie hatten in ihrer Not Seewasser getrunken. Die beiden erschöpften Fischer wurden umgehend ins Delray Medical Centre geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Trondheim leckgeschlagen
(17.09.13) Am 16.9. kam es im Hafen von Trondheim auf dem unter Barbados-Flagge laufenden Frachter "Scan Fjord", 2876 BRZ (IMO-Nr.: 8015879), der aus Sandnes gekommen war, zu einem Wassereinbruch. Das Schiff hatte 52,5 Tonnen Stahlarmierungen geladen und wollte sich anschicken, auszulaufen, als die Crew das eindringende Wasser um 22.30 Uhr bemerkte und die Feuerwehr alarmierte. Gegen 23.45 Uhr hatte sich der Frachter bereits 15 Grad nach Steuerbord übergelegt.
Mit einem Radlader wurde Fracht entfernt, um an die Ladeluke heran zu kommen. Eine halbe Stunde darauf waren Einsatzkräfte des Zivilschutzes vor Ort, die mit zwei Pumpen mehr Wasser fördern konnten als nachlief.
Etwa 150 Liter pro Minute liefen in den Laderaum und etwa 1.000 Liter konnten abgepumpt werden. Die Feuerwehr versuchte derweil, das Leck abzudichten, und es wurde versucht , den Frachter umzutrimmen, um die Schlagseite zu reduzieren. Auch das Feuerlöschboot „Anne Kathrine“ war vor Ort. Wie das Schiff leckschlug, war noch unklar. Es hatte aber offenbar ein Eisenteil die Rumpfwandung durchschlagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Bagger vor Seljestad
(17.09.13) Polizei und Feuerwehr waren am Nachmittag des 16.9. kurz nach 13.00 Uhr im Hafen von Seljestad in Harstad im Einsatz, nachdem auf einem Bagger, der an Deck eines Binnenschiffes stand, ein Brand ausgebrochen war. Hydraulikschläuche mit Öl hatten Feuer gefangen. Es gelang den Einsatzkräften, die Flammen, die zu starker Rauchentwicklung geführt hatten, rasch zu löschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Tote bei Kenterung von Fährboot
(17.09.13) Neun Menschen kamen ums Leben, nachdem ein überladenes Fährboot auf der Überfahrt von Zude nach Mayo-Kam in Bali kenterte. Es handelte sich um fünf Kinder und vier Frauen. An Bord des Bootes waren über 50 Personen gewesen, außerdem hatte es Säcke mit Mais und Hirse geladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährkapitän nach Kollision vom Dienst suspendiert
(17.09.13) Die Reederei Washington State Ferries hat nach der Kollision der Fähre "Hyak", 2704 BRZ (MMSI-Nr.: 366773030), am 13.9. gegen 14 Uhr kurz nach dem Auslaufen aus Lopez mit der 28 Fuß langen Yacht "Norma Rae” vor den San Juan Islands, den Kapitän und den 2. Offizier suspendiert. Sie hatten sich auf der Brücke befunden, als die "Hyak" von San Juan Island nach Orcas Island laufend die Yacht rammte.
Der Skipper konnte sich und seinen Hund in letzter Sekunde aus der eingedrückten Kajüte retten, sein Boot wurde eine Meile vor Lopez zwar noch von einem Boot des Fish and Wildlife Service auf den Haken genommen worden, sank aber wegen der schweren Schäden letztlich auf 250 Fuß Wassertiefe.
Ein Board of Inquiry sowie die U.S. Coast Guard leiteten Untersuchungen zum Unfallhergang ein. Der geschickte Skipper der “Norma Brae”, der von der Olympic Peninsula stammte, war noch am Wochenende wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, in das er eingeliefert wurde wegen Unterkühlung und Schmerzen in der Brust. Die "Hyak" war noch am Unglückstag wieder in den Fährdienst zu den San Juan Islands gegangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Ballydavid in erheblichen Schwierigkeiten
(17.09.13) Am 15.9. um ein Uhr wurde das RNLI-Boot aus Fenit von der Valentia Coast Guard alarmiert, nachdem eine Yacht nördlich des Ballydavid in Seenot geraten wird. Das Rettungsboot „Robert Hywell Jones Williams” lief sofort aus. Die 47 Fuß lange Yacht mit zwei Personen an Bord war auf dem Weg von Baltimore nach Kilrush gewesen, als sie mit einem Gegenstand kollidierte und der Bugsprit schwer beschädigt wurde. Deshalb schlugen die Segel im Wind, und es gelang dem Skipper bei schlechter werdendem Wind trotz zweistündiger Bemühungen nicht, sie zu bergen. Es wehte mit bis zu acht Beaufort von West.
Der Skipper nahm dann unter Motor Kurs auf Fenit, wobei er von dem Rettungsboot eskortiert wurde. Dann aber fiel auch noch bei einer Kursänderung der Motor aus, als der Propeller durch eine im Wasser hängende Leine blockiert wurde. Daraufhin bat der Skipper darum, in Schlepp genommen zu werden, was bei der hoch gehenden See kein einfaches Manöver war. Gegen sieben Uhr wurde die Yacht am folgenden Morgen in den Hafen gebracht. Doch das Einlaufen war wegen des durch den Wind verursachten Niedrigwassers und eines großen Schiffes in der Marina von Fenit auch nicht so einfach, deshalb wurde das Rettungsboot „Bradley and Sonya“ zur Assistenz gerufen, das beim Festmachen half.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nordvik wird aus Karasee in den Heimathafen eskortiert
(17.09.13) Rund 1800 Tonnen Diesel wurden am 11.9. von dem russischen Tanker “Nordvik” auf die "Boris Vilkitsky" umgepumpt. Die beiden Atomeisbrecher "Taymyr" und "Vaigach" eskortierten beide Tanker nun mit 3,1 Knoten Fahrt aus der Matisen-Straße in Richtung des Heimathafens Khatanga. Die „Boris Vilkitsky“ sollte das geleichterte Öl nach Murmansk bringen. Die “Nordvik” hatte 4988 Tonnen Diesel geladen, als sie am 4.9. nördlich der Taimyr-Halbinsel mit einer Eisscholle kollidierte und leckschlug. Das Rettungszentrum in Dikson koordinierte die Rettungsaktion. Die “Nordvik” wurde 1985 in Bulgarien erbaut, ist 138 Meter lang und hat eine Tragfähigkeit von 6.403 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Rübezahl” brennt (Bild: Andre Braune)   Großbild klick!
Großbrand auf Binnenschiff in Lüdinghausen
(16.09.13) Das mit Sand beladene, deutsche Binnenschiff “Rübezahl” 1104 ts (EU-Nr.: 211513650), geriet am Morgen des 15.9. auf dem Dortmund-Ems-Kanal in Brand. Das Feuer entstand aus unbekannten Gründen im Wohnbereich des Schiffes.
Die Feuerwehr Lüdinghausen rückte um 5.15 Uhr mit zwei Löschzügen und rund 40 Wehrleuten aus. Dichter Qualm und heller Feuerschein waren bereits aus der Ferne erkennbar. Meterhoch loderten Flammen aus den zerborstenen Fenstern der Aufbauten des Achterschiffes. Der Kombüsen- und Wohnbereich waren in Vollbrand. Die Feuerwehr flutete das Schiff zunächst mit Schaum und startete dann einen Innenangriff zur Brandbekämpfung.
Eine Person, die sich als Nachtwache auf dem Schiff befunden hatte, wurde von der Feuerwehr evakuiert und mit einem Rettungswagen mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus transportiert. Ein in unmittelbarer Nähe zum Schiff an der Anlegestelle geparktes Auto wurde durch die Hitze stark beschädigt. Das Schiff hatte am Nachmittag des 14.9. in Lüdinghausen festgemacht. Nach Ende der Löscharbeiten wurde das teilweise ausgebrannte Schiff von Brandsachverständigen der Polizei untersucht. Sie stellten einen technischen Defekt im Badezimmer als Brandursache fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Arizona" (Bild: KNRM)   Großbild klick!
Containerbarge saß auf Schelde fest
(16.09.13) Am 15.9. gegen 16:10 Uhr lief das holländische 208-TEU-Containerbinnenschiff "Arizona", 2625 ts (EU-Nr.: 07001635), auf der Ostschelde bei Niedrigwasserstand auf Grund. Das KNRM-Rettungsboot aus Hansweert, das gerade aus Wemeldinge kam, war rasch vor Ort, nachdem es von der Havarie aus dem Radio erfahren hatte. Auch die "RWS 75" hatte sich zu dem mit Containern beladenen Schiff aufgemacht. Um 17.30 Uhr kam es mit steigendem Wasser ohne Fremdhilfe wieder frei, und das Rettungsboot lief nach Hansweert ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Festsitzendes Binnenschiff auf Rhein muss geleichtert werden
(16.09.13) Das Binnenschiff, das am 14.9. mit 1100 Tonnen Raps auf dem Rhein an der Rettbergsaue zwischen Wiesbaden und Mainz auf Grund lief, konnte am 15.9. nicht freigeschleppt werden. Nun sollte die Ladung teilweise geleichtert werden. Die Wasserschutzpolizei vermutete einen Fahrfehler des Schiffsführers als Grund der Havarie ein. Er habe die örtlichen Begebenheiten falsch eingeschätzt, hieß es. Das Schiff kam aus Schweinfurt und wollte in den Mainzer Industriehafen einlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen





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Quelle:Tim Schwabedissen



Feur auf Atom-U-Boot in Primorsk
(16.09.13) Am Morgen des 16.9. brach auf dem russischen Atom-U-Boot “Tomsk” im Trockendock der Marinewerft in Bolshoy Kamen, Primorsk, ein Feuer aus. Es entstand bei Schweißarbeiten und konnte auf den Hauptballasttank beschränkt werden. 13 Feuerwehrleute gingen gegen das Feuer vor, das zu starker Rauchentwicklung führte. Alte Farbreste, Kunststoff und Kabelumhüllungen waren in Brand geraten. Alle Waffen waren vor Beginn der Werftarbeiten von Bord geholt worden und der Reaktor stillgelegt. Das Boot hat eine Verdrängung von 19400 Tonnen, ist 155 Meter lang, 18.2 Meter breit und wurde 1996 in Dienst gestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Riyadh-Fähre in Kollision, fünf Vermisste
(16.09.13) Am Morgen des 15.9. kam es zu einer Kollision nahe Hurghada im Roten Meer. Die Katamaranfähre “Alriyadh”, 5637 BRZ, die 1200 Passagiere und 40 Autos an Bord hatte, stieß mit der “Jasmine“ zusammen, die daraufhin sank. Drei Mann wurden gerettet, fünf vermisst. Die Schiffbrüchigen wurden ins Hurghada Public Hospital gebracht. Die „Alriyadh” (IMO-Nr.: 9441776), war am Abend des 14.9. aus Hurghada ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Newlyn leckgeschlagen
(16.09.13) Am 13.9. gegen 17 Uhr fing die Falmouth Coastguard einen Notruf eines leckgeschlagenen Kutters auf. Die Pumpen waren ausgefallen, und das RNLI-Boot aus Penlee wurde zu der Position des Havaristen südsüdöstlich des Tater du Lighthouse geschickt. Ein Fischereischutzschiff lief ebenfalls zum Havaristen. Die Rettungsmänner der RNLI konnten den Wassereinbruch mit Lenzpumpen unter Kontrolle bringen und die geflutete Fischluke trockenlegen. Dann konnte sich der Kutter mit eigener Kraft auf den Rückmarsch nach Newlyn begeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker bei Eisgang leckgeschlagen
(16.09.13) Am 5.9. wurde der russische Chemikalientanker "Nordvik", 4408 BRZ (IMO-Nr.: 8845523) auf der Fahrt nach Yurunghay in der Matisen-Straße bei der Kollision mit Eis nördlich von Sibirien leckgeschlagen. Im Ballasttank an Backbordseite entstand ein Leck von 40x4 Inch Größe. Mit einer Zementkiste konnte die Crew den Wassereinbruch stoppen. Danach trieb der Tanker in der Laptev-See und wartete auf einen Leichtertanker. Das Schiff war nicht für Eisfahrt zugelassen. Es sollte nach Leichtern der Ladung von einem Eisbrecher nach Hatanga gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Englisches U-Bootswrack vor Holland entdeckt?
(16.09.13) An der Westkante der Razende Bol wurde am 8.9. in acht Metern Wassertiefe das Wrack eines U-Bootes entdeckt, bei dem es sich um die im 1. Weltkrieg eingesetzte „E 36“ handeln könnte. Auf Sonaraufnahmen wurde ein 55 Meter langer Rumpf ausgemacht, dessen Größe dem des seit 1917 vermissten Schiffes entsprechend könnte. Das Boot war mit fünf Torpedos ausgerüstet und hatte 30 Mann Besatzung. Das Wrack soll nun näher untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Vermisste und ein Toter nach Kollision vor Vung Tau
(16.09.13) Am Morgen des 16.9. kollidierte gegen drei Uhr der unter Singapur-Flagge laufende Frachter “Sima Sapphire”, 15996 BRZ (IMO-Nr.: 9330903), mit einem vietnamesischen Kutter vor Vung Tau. Von dessen 16-köpfiger Crew wurden danach acht Mann gerettet, ein weoterer tot geborgen und sieben weitere vermisst.
Die “Sima Sapphire” kam aus Ho Chi Minh City und war nach Malaysia unterwegs, als es mit dem aus der Tien Giang Provinz commende Kutter rund 50 Meilen südlich von Vung Tau rammte. Das Vietnam Maritime Rescue Coordination Center schickte zwei Rettungsboote zur Suche nach den Vermissten. Auch ein Helikopter stieg um 8.30 Uhr auf. Er fand gegen neun Uhr den toten Fischer in der See. Die „Sima Sapphire“ war 2006 von der P &S S Werft in Wolgast für Eigner in Dubai erbaut worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler sitzt weiter auf Kammer Beach Reef
(16.09.13) Auf dem Kammer Beach Reef, östlich des Hafens von Tinian, saß weiterhin der Kutter „Il Sin Ho“ fest. Bei Untersuchugnen der Coast Guard Guam am 14.9. wurde festgestellt, dass sich das Schiff etwas bewegt hatte während der vorangegangenen Nachtstunden. Am 15.9. wurde mit einer Bergungsfirma ein Kontrakt über das Leichtern der rund 6200 Gallonen verölten Wassers aus dem Schiff abgeschlossen.
Im Maschinenraum der “Il Sin Ho” stand das Wasser zwei Fuß hoch. Sie hatte rund 50 Gallonen Öl an Bord. An den Operationen rund um das Schiff ist ein Krisenstab, bestehend aus dem Eigner, dem CNMI Department of Public Safety (DPS), der CNMI Port Authority, dem CNMI Department of Environmental Quality, dem Coastal Resource Management, dem Department of Lands and Natural Resources (Fish and Wildlife Division), dem Tinian’s Mayors Office und der U.S. Coast Guard beteiligt. Ein Tropensturm hatte am Morgen drei Schiffe auf das Riff getrieben.
Die „CM 2090 CF“ konnte noch am selben Tag um 6.29 Uhr durch das Department of Public Safety und die Commonwealth Ports Authority gesichert werden, das zweite Schiff, die “Sonic Queen“, um 14.30 Uhr. Versuche der Coast Guard, auch das dritte Schiff zu bergen, waren zur selben Zeit erfolglos abgebrochen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sea Braker bleibt auf dem Meeresgrund
(16.09.13) Der 50 Fuß lange Kutter „Sea Braker“, der 2,5 Meilen südöstlich von Point Roberts am 5.9. um 15.35 Uhr kenterte und sank, soll nicht geborgen werden. Die .Coastguard hatte die fünfköpfige Crew gerettet und die Untergangsstelle kontrolliert. Es hatte rund 800 Gallonen Diesel und 50 Gallonen sonstiges Öl an Bord, von denen ein Teil auslief. Seit dem 10.9. wurde kein Ölaustritt mehr beobachtet. Das Wrack liegt rund 200 Fuß tief. Der Kutter entstand 1951 bei der Harold Hanson Boat Co. in Washington und wurde von Steven W. Christensen bereedert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwimmdock schwimmt nicht mehr
(16.09.13) Am King Fahd Ship Repair Yard im Jeddah Islamic Port (JIP) sank ein Dock kurz nach Abschluss von Reparaturarbeiten an einem Schiff. Die Werft hat zwei große Docks, eines ist 215 Meter lang und hat eine Kapazität von 19000 Tonnen, das zweite 165 Meter mit einer Kapazität von 11000 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufrichten der Costa Concordia begann mit mehrstündiger Verspätung
(16.09.13) Am Morgen des 16.9. begann mit rund dreistündiger Verspätung das Aufrichten der “Costa Concordia” vor Giglio. Die Operation startete gegen neun Uhr, nachdem ein Sturm, der in der Nacht über die Insel gezogen war, die Positionierung der Barge mit dem Kommandozentrum verzögert hatte. Sie hatte wegen des Starkwinds vom Wrack gelöst werden müssen.
Von ihr aus steuern ein Dutzend Ingenieure das synchronisierte System der Züge und Gegengewichte. Bereits am 15.9. war es probehalber aktiviert worden und hatte das Wrack 0,15 Grad angehoben. Um 7.10 Uhr wurde die Barge mit dem Kontrollraum wieder angeschlossen. Um 8.15 Uhr gingen Bergungsleiter Nick Sloane und sein Team an Bord des schwimmenden Kontrollzentrums und führten die letzten Checks der Technik durch.
Pumpen, Hydraulik und Tauchroboter wurden einsatzbereit gemacht. Um 8.30 Uhr wurden die Ölsperren rund um das Wrack wieder geschlossen. Vorsorglich waren im Vorfeld bereits größere Mengen von Ölabwehrgerät im Hafen und auf mehreren Schiffen gelagert worden. Um 9.28 Uhr gab es kein Zurück mehr: Die Aufrichtung des havarierten Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ hatte begonnen. 30 Schiffe und Boote, darunter auch Küstenwache und Marine, waren rund um das Sperrgebiet herum im Einsatz.
Ein Flugzeug der Küstenwache führte Überflüge durch, um mögliche Verschmutzungen schnell zu entdecken. Um 11.20 Uhr war es eindeutig zu sehen - das Schiff bewegte sich. Die Sponsons tauchten langsam ein. An Steuerbord war ein rund 30 Zentimeter langer Roststreifen zu sehen, der sich zuvor unter Wasser befunden hatte. Rund zwei Stunden nach Beginn der Operation hatte sich die „Costa Concordia“ erkennbar von den Felsen gelöst und um rund einen Meter aufgerichtet. Insgesamt sollte das „Parbuckling“ 10 bis 12 Stunden dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Pasha” (Bild: NSSR)   Großbild klick!
Frachter kenterte vor den Augen einer Hochzeitsgesellschaft
(15.09.13) Der unter Tansania-Flagge laufende Frachter “Pasha” funkte am 12.9. um 15.19 Uhr im Marmara-Meer vor den Dardanellen Mayday, nachdem er starke Steuerbordschlagseite erlitten hatte. Er befand sich auf der Fahrt von der Türkei in den Libanon. Das Schiff hatte Container an Deck und Schnittholz im Laderaum. Ein Schlepper und das Rettungsboot “Kiyi Emniyeti 6” kamen zu Hilfe, bargen die neunköpfige Crew ab und schleppten den 50 Grad auf der Seite liegenden Havaristen nach Narli. Nachdem die Ladung weiter verrutscht war, kenterte das 63 Meter lange Schiff gegen 21 Uhr am Kai der Ortschaft Pomegranate vor den Augen einer Hochzeitsgesellschaft. Um das Wrack wurde eine Ölsperre ausgelegt. Die “Pasha”, 1150 tdw (IMO-Nr.: 7117979), wurde 1971 erbaut und hat als Manager die türkische Aleria Shipping AS.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zementfrachter durch Überladung gesunken
(15.09.13) Der Zementfrachter “Linthiha Maung” kenterte am Abend des 12.9. nahe Dala auf dem Yangon-Fluss, als 10000 Säcke Zement von dem thailändischen Frachter "Truoung Ming Star" übergeladen wurden. Die Ladung war nach Pathein in der Ayeyawaddy Region bestimmt und kam von Yangon Sule. Durch Überladung brach das Schiff auseinander und sank.
Quelle:Tim Schwabedissen




Malaysische Rettungsbehörde rettete 30 Schiffbrüchige
(15.09.13) Die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) hat die 30 Besatzungsmitglieder des taiwanesischen Fischereifahrzeugs “Jin Shan Mai” am 12.9. vor Pulau Jarak an der Grenze zwischen Malaysia und Indonesien in Sicherheit gebracht. Das Schiff war 18 Meilen südwestlich der Insel um 12.05 Uhr gesunken. Das Patroullienboot “Tugau” war zu der Unglücksstelle geeilt und war um drei Uhr früh vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen




Binnenschiff auf Rhein aufgelaufen
(15.09.13) Beim Versuch, am 14.9. gegen 16:15 Uhr achteraus in den Mombacher Stromarm einzulaufen, kam auf dem Rhein bei Flusskilometer 502,00 ein Binnenschiff vom Kurs ab. Um eine Kollision mit dem dort ausgelegten Tonnenpaar (zu vermeiden, stoppte der Schiffsführer das Schiff auf. Durch die starke Strömung driftete der Bug aber nach Backbord, und das Schiff wurde quer vor die Oberstromspitze der Rettbergsaue gedrückt. Es kam mit dem Heck rund 15 Zentimeter weit auf dem Kiesbett fest. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen kam zur Unfallstelle, und ein Schlepper der Firma Loh wurde zu Hilfe gerufen. Da das Schiff außerhalb des Fahrwassers lag, musste der Rheinabschnitt für die Schifffahrt nicht gesperrt werden
Quelle:Tim Schwabedissen



Trailer verrutschten auf der Suecia Seaways
(15.9.13) In der Nacht zum 13.9. rissen sich auf der dänischen Fähre “Suecia Seaways”, 24196 BRZ (IMO:9153020) auf der Fahrt von Rotterdam nach Felixstowe in stürmischer See auf dem Wetterdeck mehrere Trailer los und rutschten über das Deck. Die Fähre war um 21.20 Uhr des Vortags ausgelaufen. Kapitän Ole Nielsen legte das Schiff sofort so gegen die See, das weiteres Ungemach verhindert wurde. Es machte um 4.20 Uhr in Felixstowe fest. Da einige Trailer nach dem Verrutschen den Zugang zum Oberdeck blockierten, mussten sie von einem Mobilkran am Dooley Roro Terminal von Deck gehoben werden. Um 20.40 Uhr lief die Fähre wieder nach Rotterdam aus. Die “Suecia Seaways” der DFDS wurde 1990 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter hatte im Bosporus Maschinenausfall
(15.09.13) Der unter Togo-Flagge laufende Frachter “Captain Omar” erlitt am 14.9. beim Transit des Bosporus gegen 3.30 Uhr Maschinenausfall. Das Schiff war auf der Fahrt von Constantia nach Damietta. Der Schlepper "Kurtama 4" und das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 9" kamen zu Hilfe und brachten den Havaristen auf einen sicheren Ankerplatz bei Beykoz. Die “Captain Omar”, 3739 tdw (IMO-Nr.: 7396654), wurde 1975 erbaut und hat als Manager die rumänische Bia Shipping Company.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Kos auf Grund gelaufen
(15.09.13) Der unter moldawischer Flagge laufende Frachter “Merkur 1” lief am 13.9. bei Kos auf Grund. Das Schiff kam 0,6 Meilen vor der Insel mit einer Ladung Schnittholz, die von Istanbul nach Tripolis bestimmt war, fest. Die “Merkur 1”, 2330 tdw (IMO-Nr.: 7413634) wurde 1974 erbaut und wird bereedert von der Mangue Shipholding Inc. auf den Marshall Islands.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre versenkte Yacht vor Lopez
(15.09.13) Die amerikanische Fähre "Hyat", 2704 BRZ (MMSI-Nr.: 366773030), kollidierte am 13.9. gegen 14 Uhr kurz nach dem Auslaufen aus Lopez mit der 28 Fuß langen Yacht "Norma Rae” vor den San Juan Islands. Die "Hyak" war von San Juan Island nach Orcas Island unterwegs, als ihr die Yacht, die unter Motor lief, vor den Bug kam. Der Skipper konnte gerettet werden und kam ins Peace Island Hospital auf San Juan Island. Die Yacht wurde eine Meile vor Lopez noch von einem Polizeiboot auf den Haken genommen, sank aber wegen der schweren Schäden nach einiger Zeit auf 250 Fuß Wassertiefe. Die Fahrt der “Hyat” von Orcas nach Anacortes musste abgesagt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chartersegler in Den Oever leckgeschlagen
(15.09.13) Auf der Charteryacht “Esperanza”, die mit 25 Personen an Bord im Fischereihafen von Den Oever lag, kam es in der Nacht zum 13.9. zu einem Wassereinbruch. Nachdem der Skipper das Wasser bemerkt hatte, alarmierte e rum 6.17 Uhr die Feuerwehr von Den Oever. Um 06.25 Uhr wurde auch das KNRM-Boot “Johanna Margareta” gerufen, das mit einer Motorpumpe das eingedrungene Wasser lenzte. Dann wurde der Havarist zu einem Ponton der Fischereikooperative CIV Den Oever geschleppt und endgültig stabilisiert. Danach ging es zu einem Dick der Werft von Luyt zum Abdichten des Lecks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in ostchinesischer See
(15.09.13) Am 12.9. kollidierte der taiwanesische 30-Tonnen-Kutter “Ming Ching Tsai No. 12” aus Donggang vor der Nordostküste von Taiwan mit einem japanischen Kutter. Das Unglück ereignete sich 153 Meilen vor Sandiaojiao und führte nur zu kleineren Schäden. Das Schiff lief am 14.9. in den Fischereihafen von Nanfangao ein. Der indonesische Rudergänger hatte den Zusammenstoß durch Unachtsamkeit verursacht.
Quelle:Tim Schwabedissen




() Der Bergungsschlepper “Resolve Pioneer” (IMO-Nr.:7528843) soll in der kommenden Woche die Bristol Bay ansteuern mit der Kranbarge “RMG 300” am Haken, auf die der gesunkene Kutter “Lone Star” gehoben werden soll. Der 207 Fuß lange Schlepper wird mit dem 450-Tonnen-Kran vom Hafen von Unalaska 2,5 Tage brauchen, um in der Nushagak Bay einzutreffen, wo die “Impala”, die nur 10 Fuß Tiefgang hat, die Barge übernehmen wird, während die “Resolve Pioneer” mit ihren 17 Fuß Tiefgang acht Meilen vor der Küste als Unterkunft für die Bergungstaucher dienen soll. Die 140 Fuß lange Barge wird mit vier Ankern fixiert.
Wenn die “Lone Star” gehoben ist, sollen Taucher das große Loch m Rumpf abdichten. Dann wird der Lachstender gelenzt und ins 300 Meilen südlich gelegene Unalaska gebracht. Die Bergung ist schwierig, weil vor Ort Strömungen von bis zu sieben Knoten und ein Tidenhub von rund 20 Fuß herrschen. Die 78 Fuß lange “Lone Star” sank am 30.6. auf 18 Fuß Wassertiefe bei der Arbeit für Trident Seafoods nahe Manokotak und Dillingham.
Quelle:Tim Schwabedissen



Costa Concordia (Bild: Titan Salvage)   Großbild klick!
Costa Concordia: Countdown läuft vor Giglio
(13.09.13) Am 16.9. um sechs Uhr morgens könnte es Ernst werden für die Berger von Titan und Microperi. Die mächtigen Stahltrossen an der „Costa Concordia“ werden dann schon vorgespannt sein, ebenso die 56 Ketten, von denen jedes einzelne Glied vier Zentner wiegt.
Wenn das Wetter mitspielt, könnte der wenige Meter vom Bug der „Costa Concordia“ entfernt stationierte Bergungsleiter Nick Sloane dann den Befehl zum Ziehen geben. Wenn einmal angefangen wurde, gibt es kein Zurück mehr. Bei ungünstigem Wetter wird der Start verschoben und jeden Tag erneut geprüft.
Entschieden wird jeweils so spät wie technisch möglich am Vortag jeweils um 14 Uhr. Sobald Nick Sloane den entscheidenden Befehl erteilt, werden landseitig und von den Stahlplattformen in dreißig Metern Meerestiefe aus die Hydraulik-Züge arbeiten, und das Wrack soll sich von den beiden Granitspornen losreißen, die sich in seine Flanke gebohrt haben. Wenn die Schlagseite von 65 auf 45 Grad reduziert ist, sollen die Sponsons auf der Backbordseite mit Wasser gefüllt werden und den Zug der Trossen durch ihr Gewicht unterstützen.
Nach zehn oder zwölf Stunden könnte die „Costa Concordia“ in aufrechter Lage auf ihrem künstlichen Beton- und Stahlbett sitzen, dessen Verankerung im harten, porösen Fels in der Vergangenheit viel Kopfzerbrechen bereitet hat. Die Berger wollen vor Herbsteinbruch, der Scirocco-Zeit, in der der Wind ungebremst aus Südosten auf die Insel weht und hohen Wellengang erzeugt, das Wrack augerichtet haben. Gelingt dies nicht, dann wird es womöglich gar nicht mehr als Ganzes zu heben sein.
Die Sorge, dass der Rumpf könne unter dem starken seitlichen Zug aufreißen könnte, wurde von Sloane als ein sehr entferntes Risiko eingeschätzt. Sicher hingegen ist, dass beim Aufrichten des Schiffs ein Teil des verdreckten und organisch verseuchten Wassers aus dem Rumpf herauslaufen wird, doch die Berger werden alles tun, um so viel wie möglich aufzufangen. Ob es soweit kommt, werden die kommenden Tage zeigen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion vor Rügen (Bild: DGzRS)   Großbild klick!
Polnische Yacht vor Rügen vor dem Untergang bewahrt
(13.09.13) Durch ein schnelles Eingreifen haben das Seenotrettungsboot „Kurt Hoffmann“ und der Seenotkreuzer „Harro Koebke“ am 11.9. den Untergang einer 12 Meter langen polnischen Segelyacht vor Rügens Nordküste verhindert.
Gegen 18 Uhr alarmierte der Skipper des Bootes über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio, nachdem dieses querab Arkona, gut fünf Seemeilen von Glowe entfernt, starken Wassereinbruch erlitten hatte. Nach Bekanntwerden des Notfalls nahm das Fahrgastschiff „Alexander“ Kurs auf den Havaristen, um notfalls eingreifen zu können. Das MRCC alarmierte zudem die Crew der Station Glowe.
Das dortige Seenotrettungsboot „Kurt Hoffmann“ traf kurz nach der „Alexander“ ein, ebenso wie die „Neustrelitz“ der Bundespolizei. Die Seenotretter setzten eine Lenzpumpe ein. Das Tochterboot „Notarius“ des Seenotkreuzers „Harro Koebke“ der Station Sassnitz, der kurz darauf ebenfalls die Unglücksstelle erreicht hatte, unterstützte die Arbeit. Die Yacht war zeitweilig mehr als zur Hälfte vollgelaufen.
Eine Viertelstunde später wäre sie womöglich nicht mehr zu retten gewesen. Eine Seenotretterin der „Kurt Hoffmann“, die ausgebildete Krankenschwester war, stieg auf die Yacht über und betreute den polnischen Skipper, der über starke gesundheitliche Beschwerden klagte. Die Seenotretter entschieden, den Mann schnellstmöglich an Land zu bringen. Die „Harro Koebke“ forderte über die Landrettungsleitstelle einen Rettungswagen nach Glowe an.
Weil die beiden kleineren Fahrzeuge der DGzRS mit ihren Pumpen im Einsatz gebunden waren, baten die Seenotretter die „Neustrelitz“, den Skipper mit ihrem kleinen Festrumpfschlauchboot an Land zu bringen. In Glowe übernahm der Landrettungsdienst die weitere Versorgung des Mannes.
Unterdessen nahm die „Kurt Hoffmann“ die Segelyacht in Schlepp, während die Pumpen der „Notarius“ weiterhin ununterbrochen liefen. Während der Schleppfahrt nach Glowe gelang es den Seenotrettern, den Wassereinbruch zu stoppen und die Yacht zu lenzen. Sie brachten das Boot dann sicher in den kleinen Hafen, den die Freiwillige Feuerwehr bei einsetzender Dunkelheit ausgeleuchtete. Zur Unfallzeit herrschten im Revier an Rügens Nordküste östliche Winde um vier Beaufort.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ausgebrannter Drogenfrachter nach Toulon eingeschleppt
(13.09.13) Am 12.9. traf der zwischen der Südostküste Sardiniens und der Nordküste Algeriens von der französischen Marine aufgebrachte, unter Tansania-Flagge laufende Frachter “Luna S”, 1990 BRZ (IMO-Nr.: 7361491), am Haken des französischen Bergungsschleppers "Abeille Flandre" gegen Mittag in Toulon ein und wurde dort, assistiert von dem Marineschlepper “Tallat”, im Marinehafen vertäut. Die Aufbauten des Schiffes waren zum großen Teil ausgebrannt, nachdem die achtköpfige Crew Feuer gelegt hatte, um den Drogenschmuggel, den sie betrieben hatte, zu vertuschen.
Ihr droht nun bis zu 10 Jahren Haft. An Bord wurde rund 20 Tonnen Cannabis entdeckt, von denen die Hälfte von den Flammen verschont worden war. Mittlerweile ist der Frachter, der ohne weitere Ladung von Marokko gen Ägypten und Lybien unterwegs gewesen war, komplett durchsucht worden.
Er war den Zollbehörden aufgefallen, weil er sich abseits üblicher Routen bewegt hatte und in den Wochen zuvor keine schifffahrtsbezogenen Aktivitäten aufgewiesen hatte. Nun wurde geprüft, ob es gemeinsame Hintermänner in den Fällen der Frachter „Gold Star“ und „Luna S“ gab, die beide unter tansanischer Flagge liefen und nach der Aufbringung von ihren Crews in Brand gesteckt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Superfast-Fähre rammte Mein Schiff 2 in Bari
(13.09.13) Die griechische Fähre "Superfast II", 25518 BRZ (IMO-Nr.: 9458511), kollidierte am 12.9. gegen 15 Uhr im Hafen von Bari mit dem unter Malta-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 2", 77302 BRZ (IMO-Nr.: 910630). Windböen von bis zu 40 Knoten hatten dazu geführt, dass die Bugtrossen der Fähre brachen und diese gegen die Steuerbordseite der direkt daneben festgemachten „Mein Schiff 2“ trieb.
Der Wulstbug der aus Patras gekommenen Fähre hinterließ eine tiefe Delle in der Steuerbordseite des Kreuzfahrtschiffes oberhalb der Wasserlinie. Sofort wurde der betroffene Bereich geräumt und eine Reparatur des Schadens eingeleitet. Menschen waren nicht zu Schaden gekommen. Mit vierstündiger Verspätung konnte der von TUI betriebene Kreuzfahrer den Hafen gegen 21 Uhr in Richtung Korfu verlassen und traf dort am Morgen des 13.9. gegen sechs Uhr ein.
Der Fähranleger für die Superfast-Fähren von Bari nach Patras, Igoumenitsa und Korfu liegt unmittelbar neben dem Kreuzfahrt-Kai. Auch die an der äußeren Mole des Hafens vertäute griechische Fähre „Ionis“, 2963 BRZ (IMO-Nr.: 7350325), riss sich in den starken Windböen los, die Besatzung konnte das Schiff aber sofort wieder unter Kontrolle bringen und eine Kollision mit der Mole oder einem anderen Schiff vermeiden. Die örtlichen Behörden leiteten eine Untersuchung ein. Die „Mein Schiff 2“ befand sich auf einer einwöchigen Kreuzfahrt im östlichen Mittelmeer mit Basishafen Valletta auf Malta.
Quelle:Tim Schwabedissen



Algensammler lief vor Morgat auf Grund
(13.09.13) Die “Amadeus”, ein 12 Meter langes französisches Amphibienschiff, das vor dem Hafen von Morgat am Strand von Porzic Algen sammelte, lief bei einem Drehmanöver bei ablaufendem Wasser am 10.9. auf Grund. Nachdem es mit der Morgenflut des 11.9. wieder flottgemacht werden konnte, wurden die Arbeiten fortgesetzt. Das Fahrzeug hatte zuvor Rot- und Grünalgen vor Loire-Atlantique und Vendée gesammelt, die erst mit Sonar aufgespürt und dann mit einer Vakuumpumpe aufgesaugt und in einem Netz gesammelt werden. Die „Amadeus“ kann bis zu sechs Tonnen Algen ernten, die dann gewaschen und weiter verarbeitet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Trawler in Tinian gestrandet
(13.09.13) Am morgen des 13.9. rissen sich die beiden Trawler “Sonic Queen” und “Il Sin Ho” von ihren Moorings in Tinian los und trieben auf das Kammer Beach Reef östlich des Hafens. Der Rumpf der “Il Sin Ho” wurde aufgerissen, im Maschinenraum stand das Wasser zwei Fuß hoch. Sie hatte rund 50 Gallonen Brennstoff an Bord. Mit Lenzpumpen und Ölbindemitteln gingen Berger an Bord. Das Department of Public Safety, das Tinian Fire Department, das Tinian Police Department, die Port Authority, das Department of Environmental Quality und die U.S. Coast Guard Guam bildeten ein gemeinsames Einsatzkommando.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rudergänger der “Blue Puttees” legte Ruder zur falschen Seite
(13.09.13) Die Reederei Marine Atlantic hat den Mann entlassen, der am 31.7. am Ruder der kanadischen Fähre “Blue Puttees” gestanden hatte, als sie in Port aux Basques auf Grund lief. In einer Untersuchung der Federal Crown Agency war festgestellt worden, dass die Havarie auf menschliches Versagen zurückzuführen gewesen war.
Der Quartiersmeister, der von dem Kapitän ans Ruder gerufen worden war, hatte das Schiff nach Backbord drehen sollen, stattdessen aber das Ruder bei halber Fahrt voraus 10 Grad nach Steuerbord gelegt. Nach 42 Sekunden hatte der Kapitän festgestellt, dass die Leitlinie am Steuerbordradar nach rechts auswanderte und realisiert, dass der Befehl genau umgekehrt ausgeführt worden war. Für eine Korrektur war es zu spät – die Fähre lief auf den nahen Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsführung der “Condor Vitesse” zu Bewährungsstrafe verurteilt
(13.09.13) Der Kapitän und der 1. Offizier der französischen Schnellfähre "Condor Vitesse" die am 28.3.2011 den Kutter “Les Marquises” in dichtem Nebel zwischen St. Malo und Jersey mit hoher Fahrt gerammt hatte, wobei dessen Skipper ums Leben kam, wurden von einem Gericht in Coutanzes der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen.
Paul Le Romancer, 59, wurde zu einer auf 18 Monate Bewährung ausgesetzten Gefängnisstrafe verurteilt, sein 1. Offizier Yves Tournon, 48, zu 12 Monaten. Die Verhandlung hatte am 26.6. begonnen. Die beiden waren auf Wache abgelenkt gewesen und hatten sich fortwährend über nicht den Schiffsbetrieb betreffende Dinge unterhalten, obwohl ihr Schiff mit hoher Fahrt unterwegs war. Sie hatten das Radar trotz des Nebels nicht beachtet, deaktivierten das Antikollisionssystem und hatten das Nebelhorn nicht betätigt. Die Reederei Condor Ferries erwartete keine Strafe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Amalia (Bild: Multraship)   Großbild klick!
Amalia nach Wassereinbruch zurück in Terneuzen
(12.09.13) Das holländische Binnenschiff “Amalia”, 3225 ts, verließ nach Reparaturen am 11.9. um 15.10 Uhr den Hafen von Hansweert und kehrte in den Abgangshafen Terneuzen zurück, den es um 15.10 Uhr erreichte. Das mit Erz beladene, 110 Meter lange Schiff hatte am 10.9. gegen 20.15 Uhr nach Wassereinbruch im Wohnbereich einen Notruf gefunkt und war dann auf Grund gesetzt worden. Sofort nach dem Alarm machten sich der Schlepper “Zephyrus”, die “P 86” und die “RWS 75” von Rijkswaterstaat auf den Weg zum Havaristen, der in meterhohen Wellen und starkem Regen westlich von Stavenisse auf der Ost-Schelde aufsaß.
Der Wind hatte in Spitzen 7-8 Beaufort. Die Seenotretter aus Hansweert teilten dem Skipper der „Amalia“ über Funk mit, dass sie eine Pumpe an Bord hätten. Als sie vor Ort eintrafen, war bereits die „Zephyrus“ längsseits gegangen. Es bestand keine Gefahr für die Besatzung der „Amalia“. Da die Pumpe des KRNM-Bootes nicht mehr benötigt wurde, blieben die Seenotretter einige Zeit noch auf Standby und waren um 23:30 Uhr wieder in Hansweert.
Währenddessen machten sich die Berger von Multraship und Polderman daran, einen großen Teil der Ladung der „Amalia“ zu entladen, sodass sie wieder flott gemacht werden konnte. Die “Amalia” (ENI-Nr.: 02333547) wurde beim Jialong Shipyard, Nanjing, als Kasko erbaut und bei den Gebr. Jooren, Werkendam endausgerüstet. Eigner ist die Seolto CV in Werkendam. Das Schiff hat eine Containerkapazität von 208 TEU, ist 110 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,66 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliger Kutter sank in Cuxhaven
(12.09.13) Am Vormittag des 10.9. sank am Anleger der Liegegemeinschaft Cuxhaven-Fährhafen der etwa 50 Jahre alte ehemalige Kutter "King". Aus noch ungeklärter Ursache lief der hölzerne Rumpf der „King“ voll Wasser, sodass das Schiff binnen Minuten sank. Nur das Dach des Ruderhauses ragte noch aus dem Wasser des Hafenbeckens. nach dem Untergang traten kleine Mengen von Kraftstoff aus. Seenotretter legten eine Ölsperre hinter dem Havaristen, anschließend wurde unter Leitung der Berufsfeuerwehr und zweier Taucher er DLRG-Ortsgruppe Cuxhaven mit der Bergung des heute als Sportboot registrierten Kutters begonnen. Nach fünf Stunden hatte die „King“ wieder Oberwasser.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf der Fredensborg
(12.09.13) Am Nachmittag des 11.9. brach in einem Laderaum auf dem thailändischen Frachter “Fredensborg”, 9627 BRZ, im Hafen von Jeddah ein Feuer aus. Dichte Rauchwolken stiegen vom Schiff auf. Der Zivilschutz schickte Brandbekämpfer, die versuchten, den Brand mit Carbondioxid zu bekämpfen und kein Wasser einzusetzen, um die Schiffsstabilität nicht zu gefährden. Die “Fredensborg” war am 30.8. aus Golcuk ausgelaufen und hatte am 10.9. in Jeddah festgemacht. Die „Fredensborg”, 12667 tdw (IMO-Nr.: 9465394), wurde 2011 erbaut und läuft für die Jutha Maritime Public Co. Ltd. in Bangkok.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Saudi Arabien auf Grund gelaufen
(12.09.13) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier “SSI Victory” lief am 10.11. im Roten Meer auf Position 17 15 N 041 33 O, etwa 60 Meilen nordwestlich von Jazan, Saudi Arabien, auf Grund. Das Schiff war auf dem Weg nach Jazan und kam aus Zhanjiang in China mit 50000 Tonnen Klinker an Bord. Die “SSI Victory”, 56871 tdw (IMO-Nr.: 9595943), wurde 2012 erbaut und hat als Manager die Densay Shipping & Trading JÖT in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenraum nach Grundberührung vollgelaufen
(12.09.13) Das russische Kühlschiff “Amyrskiy Liman” lief am Abend des 10.9. auf Felsen beim Ansteuern des De-Kastri Lotsen in der Tatarskiy-Straße. Das Schiff kam mit eigener Kraft wieder frei und ankerte auf der Reede von De-Kastri. Es hatte mehrere risse in Brennstofftanks und im Bereich des Maschinenraums erlitten und Wassereinbruch und Austritt von Öl. In der Nacht zum 11.9. kam es durch den Anstieg des Wassers zu einem Maschinenblackout. Der Maschinenraum wurde geflutet. Schlepper nahmen den Havaristen auf den Haken und brachten ihn in den Hafen, wo er gesichert wurde. Die “Amyrskiy Liman”, 1553 tdw (IMO-Nr.: 8858568), wurde 1992 erbaut und hat als Manager OOO Vladkristall.
Quelle:Tim Schwabedissen



Parbuckling Project in finaler Phase
(12.09.13) Das Wrack des Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ könnte ab dem 16.9., dem ersten möglichen Zeitfenster, aufgerichtet werden, fast 20 Monate nach dem Untergang vor Giglio. Derzeit ist der Bergungsplan zu 77% abgearbeitet. Damit steht nun der wohl schwierigste Moment der komplexen Bergungsaktion bevor.
Das Testen des Stabilisierungssystems hat begonnen. Das genaue Datum für die Aktion soll erst kurz vorher festgelegt werden, das eigentliche Aufrichten dann zehn bis zwölf Stunden dauern. Während dieser Zeit muss der Schiffsverkehr rund um die Insel unterbrochen werden.
Rund 500 Experten aus 21 Ländern arbeiteten, assistiert von einer Flotte von 30 Schiffen, in den vergangenen Monaten rund um die Uhr an der Vorbereitung der Bergung, die mehr als eine halbe Milliarde Euro kostet.
100 Taucher waren täglich im Wasser, 55 Schweißer mit dem Abdichten des Rumpfes und dem Befestigen der Sponsons beschäftigt. Wenn alles gut geht, soll das bis auf 18 Meter verbliebenen Tiefgang angehobene Wrack Anfang 2014 abgeschleppt und verschrottet werden. Sollte das sogenannte Parbuckling scheitern, gibt es offenbar auch einen Plan B: Das Schiff würde ein paar hundert Meter weiter ins offene Meer geschleppt und dort versenkt werden. Der Rumpf ist an einigen Stellen bereits bis zu acht Meter eingesunken, da er nicht auf die Last ausgerichtet ist, die durch die lange Zeit auf der Seite auf ihn einwirkte, und Wind und Wellen, die Strömung und der Verfall ihr übriges tun.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter gereinigt
(12.09.13) Während ein Bergungstermin für den am 21.8. nahe der Mündung des Kenai River gekenterten, 40 Fuß langen Aluminium-Kutters “Six” im Cook Inlet noch unklar ist, hat ein Team unter Leitung der U.S. Coast Guard am 10.9. binnen fünf Stunden das restliche Öl aus dem Schiff entfernt. Die Tanks waren zuvor bereits ausgelaufen.
Der Kutter war seit dem Untergang von der Strömung mehr als zwei Meilen über den Grund zwischen Kenai und Kalifornsky Beach getrieben worden. Zwei Tage nach dem Untergang hatte das 176 Air Wing Rescue Command Center ein EPIRB-Signal nahe Meile 13 der Kalifornsky Beach Road aufgefangen, doch das Schiff lag tatsächlich im Schlamm vor dem North Beach nahe des Forest Drive.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaran der Pacific Whale Foundaten wieder flott
(12.09.13) Am Morgen des 11.9. gelang es noch vor dem für 10.13 Uhr erwarteten Hochwasser, den am 10.9. gestrandeten, 64 Fuß langen Katamaran “Ocean Odyssey” der Pacific Whale Foundation bereits um 8:30 Uhr von den Felsen nahe Papawai Point zu befreien. Das Schiff wurde nach Honolulu, wo es ohnehin der Jahresinspektion sollte, geschleppt, nachdem die Genehmigung der U.S. Coast Guard und der Division of Aquatic Resources of the Department of Land and Natural Resources vorlag. Das Schiff war am 10.9. um 4.30 Uhr von Ma’alaea nach Honolulu ausgelaufen und dann auf einen unter Wasser liegenden Felsen gelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgefallene Bilgenpumpe ließ Dreimaster sinken
(12.09.13) Der Untergang des Dreimasters “Marseillois” im Hafen von Marseille, wo er seit 1977 lag, dürfte auf den Ausfall einer Lenzpumpe, die kontinuierlich eindringendes Wasser förderte, in der Nacht zum 11.9. zurückzuführen sein.
Das Schiff hätte im Januar 2014 überholt werden sollen. Nun ist seine Zukunft unsicher, wobei die Versicherungen das letzte Wort haben werden. Ein Arbeiter hatte am 11.9. um 7:40 Uhr die Rettungsdienste alarmiert, nachdem er Wasser im Laderaum stehend entdeckt hatte. Als die Feuerwehr mit 25 Einsatzkräften eintrafen, war der Dreimaster bereits zu 80 % gesunken. Um 8:10 Uhr setzte er auf dem Hafengrund auf, nur noch die Masten und Teile der Kajütdächer ragten aus dem Wasser.
Auch 12 Rettungstaucher waren vor Ort. Das Risiko einer Wasserverschmutzung bestand inzwischen nicht mehr. Treibgut wurde ebenfalls entfernt. Eine 70 Meter lange Ölsperre sollte austretende Flüssigkeiten einfangen. Das 1920 in Valencia als „Cala Virgili“ erbaute Schiff war ein Wahrzeichen des Alten Hafens.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter am Cape Point gestrandet
(12.09.13) Mitarbeiter der National Park Service’s Turtle Patrol fanden am Morgen des 11.9. den 30 Fuß lange Angelkutter “Dagsy Leigh” aus Brielle, New Jersey, auf dem Strand bei Cape Point. Das Boot hatte in der Nacht einen Maschinenschaden erlitten und war dann auf den Strand getrieben, die zweiköpfige Crew blieb unversehrt.
Es gehört einem Eigner aus New Jersey und war geleast an einen Skipper South Carolina. Der Liegeplatz war in Teach’s Lair. TowboatUS aus Hatteras wurde gerufen, um die Bergungsmöglichkeiten zu untersuchen. Wegen der Brandung sollte aber versucht werden, das Boot auf einen Trailer zu laden und abzutransportieren, statt es gegen die Wellen zu ziehen. Die U.S. Coast Guard North Carolina war mit Personal der Station Hatteras Inlet vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote und zwei Vermisste bei Mbegani
(12.09.13) Zwei Menschen kamen ums Leben, zwei weitere wurden vermisst, nachdem bei Mbegani im Bagamoyo Distrikt, am Abend des 10.9. gegen 19 Uhr die „Gogo Water Boat“ mit sechs Personen an Bord auf dem Weg von Mbegani nach Las Lagon Island in schwerer See sank. Die Polizei startete eine Suchaktion nach den Vermissten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mooringblock verrutschte – Taucher getötet
(12.09.13) Am 6.9. kenterte ein Taucherschiff von Subtech in der Walvis Bay, wobei ein Taucher ums Leben kam. Ein zweiter überlebte das Unglück. Die beiden sollten Mooringblöcke für das 3. Schwimmdock von Elgin Brown Hamer versenken. Das Boot wurde unstabil, al seiner der fast 25 Tonnen schweren Betonblöcke verrutschte. Es kenterte, und der Taucher wurde unter Wasser gefangen. Als seine Kollegen ihn bargen, war er bewusstlos. Er wurde in den Welwitschia MediPark gebracht und dort um 13:00 Uhr für tot erklärt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geborgenes Hausboot wird zur Bauwerft geschleppt
(12.09.13) Das 65 Fuß lange Hausboot “Find Time” der Fine Time LLC sollte nach seiner Bergung aus dm St. Croix River von der Firma Jarvis & Sons nach Prescott auf dem Mississippi geschleppt werden. Die Kosten der gesamten Operation betrugen über 100,000 Dollar. Ein Schlepper aus St. Paul sollte den Dreidecker dann nach La Crosse bringen, wo die Bauwerft SkipperLiner ansässig ist. Sie soll das Hausboot wieder herstellen.
Es war am 5.9. um 4.45 Uhr durch einen großen Baukran gehoben worden, nachdem es sechs Tage zuvor gesunken war. Der zweite Bergungsversuch – beim ersten am 2.9. waren ein Verbindungsstück zu den Hebetrossen gebrochen - hatte am Morgen des 4.9. begonnen, als Taucher von Tjader & Highstrom aus New Richmond Kanäle unter dem Rumpf bohrten, durch die die Hebestropps gezogen wurden. Doch die Bohrung kam 150 Fuß vom Schiff entfernt wieder an die Oberfläche. Deshalb zog ein anderes Schiff die Trossen unter dem Rumpf hindurch.
Dann kam der Kran von Edward Kraemer & Sons um 17.30 Uhr an, die Trossen wurden binnen 1,5 Stunden angeschlagen und sechs in Afton geleaste Pumpen in Gang gebracht. Als das Wasser im Innern sank, verursachte der Wasserdruck von außen weitere Risse, die zunächst repariert werden mussten. Dabei verlagerte sich das Fahrzeug in den Hebetrossen, und Möbel und Kühlschränke stürzten um. Zweimal mussten die Taucher deshalb sicherheitshalber das Schiffsinnere verlassen.
Nachdem die „Fine Time“ über Wasser war, stellte sich heraus, dass ein Plastikschlauch am Schiffsboden sich gelöst hatte, und die kleinen Bilgenpumpen gegen den Wassereinbruch nicht ankamen. Als das Boot 15 Grad Schlagseite hatte, verstärkte sich dieser noch durch zwei offene Fenster an Steuerbord und durch Lufteinlässe am Bug und im Maschinenraum. Nachdem die Hauptabteilung vollgelaufen war, sank das Boot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre auf Padma aufgelaufen
(12.09.13) Am 10.9. stellten die Mawa-Kawrakandi Ghat Tterminal-Behörden den Fährdienst über den Padma ein, nachdem die “Taplo” auf der Fahrt nach Mawa mit 26 Fahrzeugen von Kawrakandi Ghat kommend im Lauhajang Canal gegen 12:45 Uhr in starker Strömung auf Grund getrieben war. Zwei Fähren curde aus Mawa in Marsch gesetzt, die die Passagiere aufnahmen und sie nach 18 Stunden in Sicherheit brachten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drogenfrachter Luna S (Bild: Marine Nationale)   Großbild klick!
Zweiter Drogenfrachter im Mittelmeer von Crew in Brand gesteckt
(11.09.13) Nur zwei Tage, nachdem der unter Tansania-Flagge laufende Frachter “Gold Star”, 2438 BRZ (IMO-Nr. 7393860), von seiner Crew im Mittelmeer zwischen Sizilien und Malta in Brand gesteckt worden war, nachdem er wegen Drogenschmuggels von den italienischen Behörden aufgebracht worden war, wiederholte sich dieser Vorgang im südlichen Mittelmeer bei dem unter derselben Flagge laufenden Frachter „Luna S“, 1990 BRZ (IMO-Nr.: 7361491). Das Schiff war am 8.9. von einem Schiff der französischen Marine gemeinsam mit dem Zoll für eine Inspektion gestoppt worden, nachdem es Hinweise auf Drogenschmuggel gegeben hatte.
Die achtköpfige Crew setzte bei der Annäherung die Aufbauten in Brand und floh von Bord. Sie wurden gerettet und auf Weisung der Staatsanwaltschaft in Toulon arrestiert. Die Aktion wurde von dem algerischen Rettungsdienst unterstützt. Der Bergungsschlepper “Abeille Flandre” (IMO-Nr.: 7710513) wurde gerufen und erreichte den brennenden Frachter in der Nacht zum 9.9. An Bord wurden inzwischen größere Mengen Cannabis entdeckt. Dabei wurden die Arbeit der Einsatzkräfte durch die große Hitze und den Rauch an Bord erschwert. Die “Luna S” konnte am Morgen des 9.9. auf den Haken genommen und in Richtung der französischen Küste abgeschleppt werden.
Die “Luna S” lief im Management der syrischen Zain Shipping Co. SA und wurde on der Luna Marine auf den Marshall Islands bereedert. Sie entstand 1974 als „Lindaunis“ bei der Peters-Werft in Wewelsfleth. 1980 wurde sie zur „Isle of Man“ lief von 1981 bis 1983 wieder als „Lindaunis“, dann bis 1984 als „Hispania“ und bis 1985 erneut als „Lindaunis“, ehe sie bis 2004 zur „Seebrise“ wurde. Bis 2007 lief sie als „Lady Hesen“, bis 2008 als „Lady Nemat“ und bis 2011 als „Lady Mary“. Das Schiff hat eine Tragfähigkeit von 1530 Tonnen, ist 83 Meter lang, 12 Meter breit und hat 5,8 Meter Tiefgang.
Derweil lag die “Gold Star” mit ausgeglühten Aufbauten und leichter Steuerbordschlagseite hinter der „Osman Hasretler“ weiter im Hafen von Pozzallo, wo sie durchsucht wurde. Gabelstapler lagerten die Reste der 30 Tonnen umfassenden Drogenladung auf dem Kai. Die neunköpfige Crew war in Haft. Die „Gold Star“ war 1975 bei deer Astilleros de Mallorca auf Palma de Mallorca als „Suecia“ erbaut worden. 1985 wurde sie zur „Puerto Suances“, 1988 zur „Inezgane“, 1996 zur „Estela de Mar“ und im selben Jahr zur „Breogan“, 2002 zur „Breogan 1“ und lief von 2006 bis 2011 als „Ibrahim Junior“. Sie hat eine Tragfähigkeit von 2105 Tonnen, ist 82 Meter lang, 13 Meter breit und hat 6,2 Meter Tiefgang. Eigner und Manager war die Gold Star Shipping auf den Marshall Islands.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sinkendes Binnenschiff auf Grund gesetzt
(11.09.13) Am 10.9. erlitt das holländische Binnenschiff "Amalia", 3225 ts (EU-Nr. 02333547), Wassereinbruch im Wohnbereich auf der Ostschelde, als es sich auf der Fahrt von Terneuzen nach Werkendam befand. Der Schlepper "Zephyrus" und das KNRM-Rettungsboot "Jan van Engelenburg" kamen ihm zu Hilfe. Es wurde, um den drohenden Untergang abzuwenden, auf eine Sandbank bei Stavenisse gesetzt. Während der Nachtstunden machten sich die Berger von Multraship daran, die Ladung zu leichtern. Gleichzeitig wurde das eingedrungene Wasser gelenzt, und mit steigendem Wasser konnte der Havarist am Morgen des 11.9. wieder flottgemacht werden. Er wurde nach Hansweert eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen




DGzRS kam drei Yachten zu Hilfe
(11.09.13) Am 9.9. konnte die DGzRS in der Pommerschen Bucht bei drei Einsätzen insgesamt elf Menschen aus gefährlichen Situationen befreien. Bei Starkwind waren die Segler fast zeitgleich mit ihren Yachten in akute Notlagen geraten. An den Rettungsaktionen waren die Seenotkreuzer „Harro Koebke“ der Station Sassnitz und die „Eugen“ der /Station Greifswalder Oie sowie das Seenotrettungsboot „Heinz Orth“ der Station Freest beteiligt. Um 17.30 hatte die Yacht „Charlotte“ etwa 18 Seemeilen östlich der Greifswalder Oie Notrufe gefunkt: Da die Segel teils zerrissen und teils beschädigt waren, ließ sich das Boot nur noch mit Maschinenhilfe steuern. Bei westlichen Winden der Stärke sieben bis acht Beaufort genügte deren Leistung jedoch nicht, um das zwölf Meter lange Boot mit drei Besatzungsmitgliedern auf Kurs zu halten. Die Yacht trieb immer weiter nach Osten in Richtung eines Großschifffahrtsweges ab. Das MRCC der DGzRS alarmierte umgehend den Seenokreuzer „Eugen“. Gegen 18.30 Uhr trafen die Seenotretter vor Ort ein. Sie stellten trotz rauer See schnell eine Leinenverbindung her, um das Boot mit Heimathafen Kröslin auf den Haken zu nehmen und zur Insel Ruden zu schleppen. Die Besatzung der „Eugen“ versorgte die drei Segler. Vor allem der Skipper war leicht unterkühlt: Die Segler wollten am 10.9. Tag bei besseren Wetterverhältnissen von der Insel Ruden unter Motor zum Hafen Freest fahren.
Fast zeitgleich wurde die „Heinz Ohrt“ alarmiert: Die polnische Segelyacht „Gowod“ war nach einem Motorschaden zwischen den Inseln Ruden und Greifswalder Oie von einem kleinen Fischerboot gesichert worden. Dieses konnte den Havaristen allerdings bei den herrschenden Windstärken von sechs bis sieben Beaufort nicht alleine schleppen. Deshalb übernahmen die Seenotretter die manövrierunfähige Yacht und brachten sie sicher in den Hafen von Freest. Die Besatzung versorgte die beiden stark unterkühlten Segler.
Der Seenotkreuzer „Harro Koebke“ war am Abend für die 15 Meter lange Segelyacht „Aglaia“ im Einsatz. Die sechs Besatzungsmitglieder konnten rund fünf Seemeilen östlich der Ostseeinsel Rügen in Höhe Sassnitz nach einem Motorschaden und bei südwestlichen Winden der Stärke fünf bis sechs Beaufort nicht mehr alleine den Hafen ansteuern. Deshalb hatten sie die Seenotretter um Hilfe gerufen. Die „Harro Koebke“ schleppte den Havaristen nach Sassnitz ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht landete auf Brouwersdamm
(11.09.13) Am 10.9. trieb eine Yacht am Abend bei stürmischem Wind auf den Brouwersdamm. Die Seenotretter der KNRM-Station Ouddorp kamen mit der „Baron van Lynden“ zu Hilfe. Das Boot war bei Wellen von drei Metern Höhe und neun Beaufort Wind auf den Steinblöcken des Damms gelandet. Die Yacht konnte trotz des stürmischen Wetters gesichert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hummerkutter bei zweitem Brand binnen einer Woche zerstört
(11.09.13) Am späten Abend des 8.9. geriet der 42 Fuß lange Hummerkutter “Aries II” auf dem North River in Brand. Um 23.15 Uhr wurde der Brand am Damon’s Point gemeldet. Die Feuerwehren von Marshfield und Scituate waren über sechs Stunden im Einsatz, konnten aber die komplette Zerstörung nicht mehr abwenden. Die Leinen aus Kunststoff schmolzen, und das im Volbrand stehende Schiff trieb auf den Fluss. Es wurde versucht, es ins flache Wasser zu bugsieren, und es kam an der Ostseite der Hafenmole fest.
Es handelte sich um das zweite Feuer an Bord binnen einer Woche. Das Massachusetts Department of Environmental Protection legte eine Ölsperre um das Wrack aus. Am 9.9. hob ein Kran die Reste des Kutters aus dem Wasser. Erst am2.9. war Isolationsmaterial am Abgasrohr in Brand geraten, dabei war nur geringer Schaden entstanden, der binnen weniger Tage behoben war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler hatte Wassereinbruch am Kai
(11.09.13) Der norwegische Trawler "Vendla", 2995 BRZ (IMO-Nr.: 9646091), erlitt am 10.9. Wassereinbruch im Maschinenraum durch ein Leck in einem Kühlwasserrohr. Das Schiff lag am Kai in Torangsvåg, Austevoll. Das NSSR-Rettungsboot "Bjarne Kyrkjebø" kam zu Hilfe und übergab Lenzpumpen, mit denen der Wasserpegel so weit abgesenkt wurde, dass unterstützt von der Feuerwehr das Leck geortet und abgedichtet werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Dreimaster sank in Marseille
(11.09.13) In Marseille sank am Alten Hafen im Bouches-du-Rhône der als Restaurantschiff genutzte Dreimaster “Le Merseillois” am Morgen des 11.9. Das Schiff, das vor dem Rathaus seinen Liegeplatz hatte, sank gegen acht Uhr binnen 10 Minuten. Gegen sieben Uhr war entdeckt worden, dass im Schiffsinnern Wasser 15-20 Zentimeter hoch stand. Der Versuch, es zu lenzen, scheiterte. Die Feuerwehr legte einen Ölschlängel aus, falls aus der Küche umweltgefährdende Stoffe austreten sollten. Das Wrack lag bis zum Hauptdeck unter Wasser auf ebenem Kiel.
Die “Marseillois” entstand in den 1920ern in Valencia als Zweimaster „Cala Virgili“ und war 30 Jahre zwischen Barcelona, Marseille, den Balearen und Valencia als Frachtfahrer im Einsatz. Nachdem sie außer Dienst gestellt worden war, saß sie auf einem Strand vor Mallorca auf Grund, ehe die ASCANFE, eine Gesellschaft zum Schutz und der Konservierung alter Schiffe in Marseille ,sie in den 1970ern instand setzte und im Stil der mallorquinischen Segler des späten 19. Jahrhunderts herrichtete und nach einem Marineschiff aus der Zeit Ludwigs des 14. benannte.
Seit der Nutzung als Restaurant, die 1999 begann, waren viele Prominente wie Tom Cruise und George Clooney Gäste an Bord gewesen. Während das Restaurant aber glänzte, war der Rumpf selbst über die Jahre heruntergekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Capverden vermisst
(11.09.13) Die Behörden der Kapverden suchten am 10.9. nach dem vermissten Frachter “Roterdão”, der mit einer sechsköpfigen Crew am 8.9. von Praia to nach Boavista ausgelaufen war. Das ehemalige Fischereifahrzeug hätte am 9.9. in Sal Rei einlaufen sollen. Seit 11 Uhr lief die Suche durch ein Schiff der Coast Guard. In dem Seegebiet hatte in den vergangenen Tagen der Tropensturm Humberto gewütet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboot sank vor La Maddalena
(11.09.13) Die 18 Meter lange Motoryacht "Patricia" kollidierte am Nachmittag des 10.9. um 14.30 Uhr mit einem Riff vor dem Archipel von La Maddalena. Das Schiff, das zum Inselhopping genutzt wurde, hatte 16 Touristen und eine vierköpfige Crew an Bord, als sie nahe Santa Maria Cove leckschlug, kenterte und sank. Bei den Urlaubern handelte es sich um 12 Spanier, zwei Deutsche und zwei Italiener. Es gelang noch, einen Mayday-Ruf abzusetzen, Ein anderes Touristenboot, die „Maggior Leggero“, konnte die Schiffbrüchigen an Bord nehmen, bevor die „Patricia“ auf fünf Metern Wassertiefe sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der “Astrid” auf Barge abgesetzt
(11.09.13) Am 10.9. wurde das Wrack des holländischen Tallship "Astrid" vor den Augen zahlreicher Schaulustiger in den Hebestropps des Schwimmkrans "GPS Atlas" langsam in den Hafen von Kinsale bugsiert. Das Deck lag noch weitgehend unter Wasser, und das Schiff lag nach Backbord über. Dann wurde es weiter in den Stropps hängend vorsichtig aufgerichtet und schließlich am Hummerkai auf einer Barge abgesetzt. Dabei zeigte sich, dass es nach Wochen, die es auf den Felsen vor den Sovereign Islands bei Ballymacus Point gelegen hatte, doch erstaunlich intakt geblieben war. Dort, wo es auf die Felsen geschlagen war, war der Rumpf aufgerissen, doch sowohl Masten wie auch Decksaufbauten waren vollständig geblieben. Nun sollte das Öl aus dem Schiff abgepumpt und es dann an einem Liegeplatz des Marine Casualty Investigation Board (MCIB) sorgfältig untersucht werden, um herauszufinden, warum die Maschine am 24.7. ausgefallen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier riss sich vom Ankerplatz los
(11.09.13) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier “Kwela”, 19872 BRZ (IMO-Nr.: 9250701), konnte sich am Morgen des 10.9. nicht mehr an seinen Ankern in Wellington halten und geriet gegen sieben Uhr dicht unter die Felsen von Khandallah. Der 176 Meter lange Frachter hatte während der Nachtstunden unweit der Aotea Wharf gelegen. Doch gegen sechs Uhr war der Wind so aufgefrischt, dass der Anker nicht mehr hielt. Es geriet allerdings nicht ins Treiben, weil die Maschine noch lief, und mithilfe eines Lotsen wurde es zu einem sicheren Ankerplatz in Lee der Berge nahe der Ngauranga Gorge gebracht. Am Vortag hatte sich eine Yacht in der Evans Bay losgerissen und war auf einen Wellenbrecher getrieben, wo sie leckschlug. Das Polizeiboot „Lady Elizabeth IV” kam ihr ebenso wie ein anderes Boot, das die Yacht freischleppte, zu Hilfe. Sie wurde dann zur Evans Bay Marina geschleppt und von der Feuerwehr gelenzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaran der Whale Foundation auf Grund gelaufen
(11.09.13) Der 64 Fuß lange Katamaran “Ocean Odyssey” der Pacific Whale Foundation lief am Morgen des 10.9. auf der Fahrt von Ma?alaea nach Ko’olina auf O’ahu auf Grund, wohin er um 4.30 Uhr ausgelaufen zur Jahresüberholung war. Die Feuerwehr von Maui und US Coast Guard kamen dem vor Ma’alaea Harbor havarierten Boot zu Hilfe. Es saß auf einem Riff eine Viertelmeile östlich von Mcgregor’s Point und hatte einen Rumpf beschädigt. Die Feuerwehr brachte die vierköpfige Crew über Leitern vom Ufer in Sicherheit, während der Kapitän des an der Felsenküste aufsitzenden Schiffes an Bord ausharrte und auf Berger wartete. Ein Schlepper sollte am Nachmittag in O’ahu eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer legte südkoreanisches Landungsschiff lahm
(11.09.13) Am Morgen des 10.9. brach im Maschinenraum des südkoreanischen Amphibienschiffes “Dokdo” ein Feuer in einem Generator aus. Das Schiff war an der koreanischen Westküste unterwegs. Ein Offizier erlitt Verbrennungen zweiten Grades. Der zweite Generator fiel aus, nachdem bei Löscharbeiten Seewasser eindrang. Während der ganzen Nacht wurde vergeblich versucht, die Bordenergie wieder herzustellen. Am 11.9. beschloss die Marineführung, den 14000-Tonner in die Marinebasis von Jinhae, rund 410 Kilometer südlich von Seoul zu schleppen. Dazu wurde ein 2600-Tonnen-Bergungsschif aus Gunsan in Marsch gesetzt. Die Verschleppung sollte drei Tage dauern. Das Landungsschiff war bei den Hanjin Heavy Industries erbaut worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historische Colin Archer fällt bis 2015 aus
(11.09.13) Nach der Sturmfahrt am 21.6., auf der es auf der deutschen Gaffelketsch „Rakel“ zu einem Wassereinbruch vor Helgoland gekommen war, wurde das Sicherheitszeugnis des knapp 117 Jahre alten Zweimasters eingezogen. Das Schiff soll nun zur Reparatur im Bremerhavener Fischereihafen an Land gesetzt werden. Bislang war die 28 Meter lange, 5,5 Meter breite und 50 Tonnen schwere Colin Archer an einem Liegeplatz neben dem Comfort-Hotel im Schaufenster Fischereihafen vertäut gewesen. Wahrscheinlich müssen mehrere Spanten ausgewechselt werden. Auch das Achterdeck sowie die Ruder- und Wellenanlage sollen im Zuge der Arbeiten überholt werden. Das Großsegel wird ein Jahr lang beim Segelmacher wieder hergestellt. Wenn alles klappt, soll die Gaffelketsch in der Saison 2015 wieder für Gästefahrten auslaufen.
Bei ihrer verhängnisvollen Fahrt hatte die „Rakel“ bei Windstärke 7–8 plötzlich stark Wasser gemacht, wohl durch eine Kollision mit Treibholz. Eine Quernaht an Backbord war kurz unter der Wasserlinie aufgerissen. Beim Versuch, das Wasser zu lenzen, waren dann die beiden Pumpen des Seglers ausgefallen. Die 10-köpfige Crew bildete daraufhin eine Eimerkette, sodass die „Rakel“ mit eigener Kraft und in Begleitung des Rettungskreuzers „Hermann Marwede“, der „Walter Herwig III“ und der „Mittelgrund“ Helgoland erreichen und dort auf Grund gesetzt werden konnte. Nach Notreparaturen dort und später in Cuxhaven wurde das Schiff nach Bremerhaven überführt.
Der Wassereinbruch wurde von der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft als schwerer Seeunfall gewertet.
Die „Rakel“ lief im November 1896 für Lauritz S. Larsen, Ålesund, vom Stapel. Sie wurde von Colin Archer konstruiert und auf seiner Werft in Larvik als Fischereifahrzeug ohne Motor, Typ III 135, gebaut. Laurits S. Larsen hatte den Schiffsbaumeister Colin Archer in Larvik mit dem Bau eines segelnden Fischereifahrzeugs aus Holz und ohne Motor beauftragt. Es wurde Anfang November 1896 abgeliefert und auf den Namen „Rakel“ getauft.
Das 19 Meter lange, robuste Schiff war als gaffelgetakelte Ketsch mit Großtoppsegel geriggt und fischte auch im Winter im Nordmeer unter extrem harten Witterungsbedingungen. Die „Rakel“ war an der rauhen norwegischen Küste jahrzehntelang als Fischereifahrzeug im Einsatz. Im Zuge der Rationalisierung wurden jedoch im Laufe der Jahre immer stärkere Motoren eingebaut und die Segelfläche nach und nach verkleinert, bis der Segler nur noch als Motorfrachter in Fahrt war. Später wurde das Schiff in Bergen registriert, und die früheren Eigner setzten es zum Robbenfang in arktischen Gewässern ein.
Als es nach Korvik verkauft wurde, fand es aber nicht nur als Fracht- und Fischereifahrzeug Verwendung, sondern auch als Eisbrecher im Namsos-Fjord in Nordnorwegen, wofür der schwere Rundgatter offensichtlich auch gut geeignet war. Der jetzige Eigner Falk Pfau kaufte die „Rakel“ am 13.02.1981. Ostern 1981wurde sie aus Farsund/Norwegen über Helgoland nach Bremerhaven überführt. Bei der „Rakel“ handelt es sich höchstwahrscheinlich das letzte noch existierende Fischereifahrzeug aus der Colin-Archer-Werft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Astrid Bergung 1 (Bild: Irish Coastguard)   Großbild klick!
Astrid dem Felsengrab vor Cork entrissen
(10.09.13) Die Morgensonne schickte glühend rote Strahlen über die Felsen bei Cork, als das holländische Tallship “Astrid”, 170 BRZ (IMO-Nr.: 5027792), in den Hebestropps des Schwimmkrans "GPS Atlas", 904 BRZ (IMO-Nr.: 6725212), am frühen Morgen des 10.9. wieder ans Tageslicht gehoben wurde.
Während der Nachtstunden war der bereits algenbewachsene Rumpf im Scheinwerferlicht des aus Chatham herbeigerufenen Krans, der 1967 als “Magnus V” bei den Kieler Howaldtswerken entstand, von den Felsen gehoben worden. Er war am 9.9. an der Unglücksstelle eingetroffen. Das Wrack der “Astrid” wurde im Anschluss an die Bergung auf eine Barge gehoben, auf der es in den Hafen von Kinsale gebracht werden sollte.
Hier wollen Experten des Marine Casualty Investigation Board (MCIB) herausfinden, wie es zu dem Maschinenausfall und der anschließenden Strandung am 24.7. kommen konnte. Dazu hatte die Versicherung die Berger der Atlantic Towage an Marine aus West-Cork nach einer Ausschreibung, an der sich mehrere Firmen beteiligt hatten, damit beauftragt, den Stahlrumpf, die Masten und das Rigg zu bergen.
Die Arbeit wurde assistiert von dem 33 Meter langen, italienischen Schlepper "Ocean Bank", (MMSI-Nr.: 250001795), der bereits seit mehreren Tagen die Bergung vorbereitet hatte. Die 42 Meter lange “Astrid” war 1918 in Scheveningen als Logger „Wacht Uw Tijd” erbaut worden, ehe sie bis 1975 unter dem jetzigen Namen in der Ostsee eingesetzt wurde. Unter libanesischer Flagge wurde sie dann zum Drogenschmuggeln eingesetzt, brannte Anfang der 80er Jahre aus und erlebte 1984 eine Auferstehung als Segelschulschiff in England.
Astrid Bergung 2 (Bild: Irish Coastguard)   Großbild klick!
Danach querte sie 16 Mal den Atlantik und wurde 1997 zu einem Charterschiff umgebaut. Seither konnte sie 45 Passagiere oder 24 Trainees an Bord nehmen. 2006 erwarben Ineke and Pieter de Kam den Squarerigger, der seither mit Basishafen Weymouth regelmäßiger Teilnehmer an.Tall Ship Races und Regatten war.
Am 24.7. lief er beim Versuch, nach Kinsale im County Cork einlaufen, bei den Sovereign Islands auf Grund. Er war am 14.8. aus Southampton ausgelaufen mit Zielhafen Cherbourg, wo er am 28.7. eines von 50 Schiffen war, die am Gathering Cruise zwischen Oysterhaven und Kinsale teilnahmen. Nach einem Maschinenausfall kam das Schiff nicht mehr von den Felsen frei. An Bord waren. 23 Teenagers und sieben Erwachsene. 18 wurden von einem Boot der RNLI, die anderen 12 von einem anderen Segler gerettet.
Insgesamt waren vier RNLI-Boote und zwei Helikopter der Irish Coast Guard im Einsatz. Nachdem die „Astrid“ gesunken war, überwachte deren „LÉ&xnbsp;Róisín“ eine 200 Meter weite Sperrzone. Am 26.7. wurde das Wrack erstmals von Tauchern untersucht. Wenig später hieß es, die Schiffsglocke, der Kompass und das Ruderrad seien gestohlen worden, doch wie sich herausstellte, hatte die See sie beim Untergang abgerissen, und alle drei Gegenstände wurden vom Meeresgrund geborgen und dem Eigner zurückgegeben.
Den Rumpf selbst fanden die Taucher schwer beschädigt vor, sodass eine Reparaturwürdigkeit kaum anzunehmen ist und die „Astrid“ am Ende ein konstruktiver Totalverlust wird.
Quelle:Tim Schwabedissen




Slashbacks zertrümmert (Bild: USCG)   Großbild klick!
Verhängnisvoller Schlepp – zwei Motorboote gingen im Manasquan Inlet verloren
(10.09.13) Am 9.9. strandeten auf der Außenmole des Manasquan Inlet gleich zwei Boote und gingen verloren. Der Skipper der 32 Fuß langen Cris Craft “Slashbacks” hatte um 22.30 Uhr die Coast Guard Delaware Bay alarmiert und einen Maschinenausfall gemeldet.
Er war gerade dabei, die 31 Fuß lange “Lady Jane“ durch das Manasquan Inlet zu schleppen. Durch den Motorausfall brach die Schleppverbindung, und beide Boote trieben auf die Südmole. Ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Manasquan Inlet rettete den Skipper der “Slashbacks”, und das Point Pleasant Police Department barg drei weitere Schiffbrüchige, die sich auf die Mole gerettet hatten, von dieser ab. Alle vier wurden zur Coast Guard-Station gebracht.
Ein Ölbekämpfungsteam der Coast Guard und Vertreter der New Jersey Department of Environmental Protection waren vor Ort. Die Miller Environmental versuchte, die Öltanks zu bergen. Schaulustige wurden am 9.9. dann vom Point Pleasant Beach aus Zeuge, wie große Wellen die “Slashbacks” zerschlugen. Die Aufbauten rissen ab und stürzten in die See, der Rest des Rumpfes wurde von der Brandung immer wieder gegen die Steinblöcke der Mole geschlagen und zerbrach.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kohle der Smart wird über Bord geworfen
(10.09.13) Das South African Department of Environmental Affairs (DEA) hat die Erlaubnis zu geben, 10,000 Tonnen Kohle aus den Laderäumen des vor Richards Bay gestrandeten Bulkcarriers “Smart” über Bord zu werfen. Am 9.9. wurde die Genehmigung auf Anfrage der South African Maritime Safety Authority (SAMSA) und des Bergungsteams erteilt, da es so gut wie unmöglich war, andere Lösungen zum Löschen der Ladung zu finden.
50000 Tonnen sind bereits seit der Strandung am 19.8. über Bord gegangen. Die Erlaubnis ging konform zum Integrated Coastal Management (IMC) Act und dem London Convention and Protocol, das sagt, das eine solche Entsorgung dann erlaubt ist, wenn die negativen Folgen für das Meer dabei minimiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Kran in Brake
(10.09.13) Vermutlich wegen technischer Probleme kollidierte der zypriotische Frachters „Amurdiep“, 2984 BRZ (IMO-Nr.: 9472036) am frühen Morgen des 5.9. mit einem Ladekran an der Getreidepier des Braker Seehafens.
Dabei entstand ein Sachschaden von rund 3.000 Euro. Der Unfall war mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen kurzfristigen Ausfall der Schiffsgeneratoren beim Anlegen am Südkai zurückzuführen. Diese Vermutung der ermittelnden Wasserschutzpolizei stützte sich sowohl auf die Aussage des Kapitäns als auch auf eine Untersuchung von technischen Sachverständigen.
Der Kapitän hatte noch versucht, mit einem Notankermanöver die Kollision des manövrierunfähigen Schiffs mit dem Kran zu verhindern.
Ein verbotswidriges Verhalten, das die Einleitung eines Straf- oder Ordnungswidrigkeitsverfahrens begründet hätte, war entsprechend nicht erkennbar. Am Nachmittag lief der Frachter gegen 15 Uhr wieder aus Brake aus und machte sich auf den Weg nach Vyborg, wo er am 10.9. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiterer Valemax-Bulker havariert
(10.09.13) Der Bulkcarrier “Vale Indonesia”, 199959 BRZ, lief am 7.9. auf Position 01 54 S 044 06 W rund 40 Meilen nördlich von Sao Luis an der brasiliansichen Küste auf Grund. Das mit Eisenerz beladene Schiff war am 6.9. aus Ponta da Madeira mit Kurs Subic Bay auf den Philippinen ausgelaufen. Zwei Tanks wurden bei der Havarie aufgerissen, und es kam zu einem Wassereinbruch. Am 9.9. saß der Frachter weiterhin fest.
Bei der “Vale Indonesia” handelt es sich um einen Bulkcarrier der Valemax Serie, die die weltweit größten Schiffe ihrer Art sind. Das erste Schiff der Serie, die “Vale Beijing”, hatte bei der ersten Beladung am 5.12.2011 schwere strukturelle Schäden erlitten und war in Ponta da Madeira vom Untergang bedroht.
Langwierige Reparaturen folgten, nachdem sie stabilisiert werden konnte. Die 361 Meter lange “Vale Indonesia”, 403727 tdw (IMO-Nr.: 9575474), wurde 2012 von der STX Dalian Shipbuilding Co. Ltd. abgeliefert. Das unter der Flagge der Marshall Islands laufende Schiff hat als Manager die STX Pan Ocean Co. Ltd. in Südkorea.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Johnstone Street auf Grund gelaufen
(10.09.13) Der 58 Fuß lange Kutter “Arline” lief am 2.9. südlich der Kelsey Bay in der Johnstone Strait auf Südkurs laufend um 4.20 Uhr auf Grund. Das Schiff kam vermutlich wegen Nebels fest. Der Skipper und ein Decksmann wurden gerettet, der Kutter geborgen und in den Campbell River in British Columbia geschleppt. Hier wurde er aufgeslippt. Ein weiteres Besatzungsmitglied war bereits in der Nacht vor der Havarie wegen einer Erkrankung in Port Hardy von Bord gegangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Holzboot in Nøstet in Brand geraten
(10.09.13) In Nøstet geriet in der Nacht zum 10.9. ein 34 Fuß langes Holzboot in Brand. Die Polizei wurde um 22.30 Uhr von einem Zeugen alarmiert und sperrte die Umgebung ab. Die Feuerwehr Sandviken hatte das Feuer um 23.45 Uhr mit 16 Mann gelöscht. Zunächst war unklar gewesen, ob sich Personen an Bord befanden, doch es wurde durch Einsatzkräfte, die unter Atemschutz ins Innere vordrangen, niemand gefunden. Vor dem Feuer musste es eine Explosion durch Propangas gegeben haben. Die Kajüte wurde von dem Brand beschädigt. Das alte Holzboot wurde gerade überholt. Es war im August nach Nøstet gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



”Alles in Ordnung”, meldete Crew dreifach aufgerissenen Trawlers vor Finnland
(10.09.13) Am späten Abend des 9.9. lief der finnische Trawler"Amazon", 403 BRZ (IMO-Nr.:7340978), vor Gustavs mit einer vierköpfigen Crew an Bord auf Grund. Es gelang ihr, das Scihff mit eigener Kraft wieder flottzumachen, und es nahm Kurs auf Naantali, wo es erst am Nachmittag gegen 17 Uhr von der dortigen Turku Repair Yard Ltd. losgeworfen hatte. Das finnische Küstenwachboot "Uisko" nahm Kurs auf den Havaristen.
Die Crew hatte erklärt, alles sei in Ordnung. Doch die Grenzschützer stellten fest, dass der sieben Tonnen fassende Brennstofftank der “Amazon” leckgeschlagen und größtenteils ausgelaufen war. Außerdem war der Rumpf an drei Stellen aufgerissen. Das finnische Räddningsverket wurde gerufen, um die Ölverschmutzung zu behandeln, und dem Schiff eine Weiterfahrt untersagt. Dies erledigte sich ohnehin, da kurz darauf die Maschine ausfiel und noch nicht einmal mehr Anker geworfen werden konnte. Nun wurde ein Schlepper angefordert, während die "Uisko" auf Standby blieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwere Kollision vor Chittagong
(10.09.13) Am 9.9. gegen Mitternacht kollidierte der unter Bangladesh-Flagge laufende Bulkcarrier "Abdullah", 26070 BRZ (IMO-Nr.: 9132923), auf der Außenreede von Chittagong mit dem unter Panama-Flagge registrierten Bulkcarrier "Fortuna Cloud", 20432 BRZ (IMO-Nr.: 8103846). Dabei wurde der Rumpf der “Fortuna Cloud” aufgerissen, der Maschinenraum wurde geflutet, und das Schiff setzte auf dem Meeresgrund bei Ankerplatz Alpha auf. Auch die "Abdullah" wurde erheblich beschädigt. Die Besatzungen beider Schiffe blieben unversehrt und auch die Schifffahrt unbeeinträchtigt. Ein Schlepper und ein Schiff der Marine waren vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote der “Hope” im Krankenhaus in Malaysia entdeckt
(10.09.13) Die Körper zweier Besatzungsmitglieder des unter Bangladesh-Flagge registrierten Frachters “Hope” wurden über zwei Monate, nachdem sie vermisst gemeldet wurden, in einem Krankenhaus in Malaysia aufgespürt.
Die Eigner des Frachters, die Trade Breeze Shipping Ltd, schickte am 9.9. eine Bitte um Übersendung von DNA-Proben an die Regierung, um die Identität zu klären. Die „Hope“ war am Morgen des 4.7. mit 5000 Tonnen Kleie an Bord auf dem Weg nach Chittagong Port in Seenot geraten. Alle 17 Besatzungsmitglieder gingen aus Sorge, sie würde kentern, in die Boote. Neun Mann wurden lebend gerettet. zwei Tote am 20.7. von Fischern in der See treibend gefunden und seit dem 28.7. im Bahia Hospital in Malaysia aufbewahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kyotoku Maru (Bild: Pablo Diez)   Großbild klick!
Abbruch von Tsunami-Opfer hat begonnen
(09.09.13) Am 9.9. begann das Abwracken des 60 Meter langen, japanischen Trawlers “Kyotoku Maru No. 18 – FSI 655”, der in dem Tsunami am 11.3.2011 in Kesennuma auf Grund gesetzt worden war. Zuvor hatten sich rund 70 % der dortigen Bevölkerung für den Abbruch des Relikts ausgesprochen. Am 19.10. sollten die Arbeiten abgeschlossen werden. Das Schiff lag seit dem Tsunami 500 Meter landeinwärts und hatte auch ein Feuer, das die Stadt nach der Flutwelle erfasste, überstanden. Vor Beginn der Arbeiten zur Zerlegung wurde noch eine Zeremonie am Schiff abgehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Casa del Mar (Bild: USCG)   Großbild klick!
Kutter vor Montauk vor dem Untergang bewahrt
(09.09.13) Nahe dem Montauk Point Light in Montauk, New York, erlitt der Kutter “Casa del Mar” am 8.9. Wassereinbruch. Die Coast Guard Long Island Sound in New Haven, Connecticut, fing einen Notruf des Schiffes auf, dessen Maschinenraum binnen kurzem komplett vollgelaufen war. Der Skipper wurde angewiesen, seine Rettungsweste anzulegen, und ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Montauk sowie ein Patroullienboot der East Hampton Marine wurden alarmiert.
Das Rettungsboot barg nach dem Eintreffen den Skipper ab und setzte zwei Rettungsleute auf die „Casa Del Mar” über, die sich daran machten, das eingedrungene Wasser zu lenzen und die Ursache des Wassereinbruchs herauszufinden. Es gelang, das drei Fuß hoch stehende Wasser auszupumpen und den Havaristen in die Gone Fishing Marina in Montauk zu schleppen, wo er aus dem Wasser gezogen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stärkster Ankerziehschlepper der chinesischen Ocean Engineering nach Untergang im Taifun im Dock
(09.09.13) Der schwer beschädigte, in Hongkong registrierte Ankerziehschlepper “Hai Yang Shi You 699”, 2264 BRZ (IMO-Nr.: 9193678), der chinesischen CNOOC Engineering (CNOOEC) wird derzeit im Trockendock der Yiu Liabn Werft in Shekou repariert. Das Schiff war im Taifun Vycente am 25. Juli 2012 gesunken. Es hatte an der Ostküste Hongkongs Maschinenausfall erlitten und ging beim Versuch, es zurück zur Werft zu schleppen, unter. Es handelte sich um den stärksten Schlepper der CNOOEC und war 2008 für 43 Millionen Dollar angekauft worden. Es handelt sich um die 1999 auf dem Atlantis Shipyard in Singapur erbaute einstige „Ocean King“ und spätere „Sagitario“.
Quelle:Tim Schwabedissen




Skipper der “Scuderia” setzte sein Schiff trotz und unter Codein-Tabletten auf Grund
(09.09.13) Der Skipper des französischen Trawlers “Scuderia” hat sich schuldig bekannt, Schiff und Crew in Gefahr gebracht zu haben, indem er auf Wache eingeschlafen war. Er wurde deshalb am 6.9. vom Truro Magistrates' Court zu einer Strafe von 11,155 Pfund verurteilt. Das Schiff war am 28.8. um 22.30 Uhr auf dem Weg von Roscoff zu Fischgründen vor der Lizard Peninsula bei Lankidden Cove zwischen Cadgwith und Coverack gestrandet.
Um 23 Uhr war die Falmouth Coastguard alarmiert worden, die das RNLI-Boot aus Lizard sowie das Porthoustock Coastguard Rescue Team in Marsch setzte. Während die fünfköpfige Crew unversehrt geblieben war, liefen aus einem aufgerissenen Tank rund 10 Tonnen Diesel aus. Am 2.9. wurde der Havarist geborgen.
Der 38-jährige Skipper hatte sich zum Zeitpunkt des Auflaufens allein auf der Brücke befunden. Er hatte auch auf Freiwache wenig Schlaf bekommen und gegen die Müdigkeit Codein-Tabletten eingenommen. Dass er sich geständig zeigte, wurde zu seinen Gunsten gewertet, dennoch sei es, so die Maritime and Coastguard Agency (MCA), unentschuldbar, beim Navigieren eines Schiffes einzuschlafen, zumal unter Einfluss von selbst verordneten Medikamenten.
Der Skipper hätte stattdessen eines der anderen Besatzungsmitglieder rufen müssen, als er die Erschöpfung merkte, um sich ablösen zu lassen. Die Havarie hätte auch erheblich schlimmer ausgehen können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassertaxi rammte Motorboot in Portland – Kongressabgeordnete unter den Verletzten
(09.09.13) Am 7.9. kollidierte im Portland Harbor in Portland, Maine, gegen 22.30 Uhr das Wassertaxi „Bay Express” mit dem 20 Fuß langen Sportboot “Miss M”. Der Zusammenstoß ereignete sich vor Fort&xnbsp;Gorges.
Von der Coast Guard Station Portland lief ein 25-Fuß-Boot aus, auch das Portland Fire Department schickte ein Boot, das nach einer Viertelstunde vor Ort war und einen Verletzten von der “Miss M” und zwei weitere von der „Bay Express“ an Land brachte, wo sie medizinisch versorgt wurden. Die „Bay Express” machte dann an der Dimillo's Marina in Portland fest, die „Miss M“ mit aufgerissenem Steuerbord-Bug bei den Portland Yacht Services.
An Bord des Wassertaxis hatte sich auch eine republikanische Kongressabgeordnete befunden, Chellie Pingree, die mit Kopfverletzungen ins Maine Medical Center kam, aber nach der Behandlung ebenso wie ihr Ehemann wieder entlassen wurde. Der verletzte Mitfahrer der „Miss M“ war am Nachmittag des 8.9. noch stationär im Maine Medical Center.
Die „Bay Express” der Portland Express Water Taxi kam von einer Hochzeit auf Great Chebeague Island, als sich der Zusammenstoß ereignete. Drogentests der beteiligten Besatzungen verliefen negativ. Die Küstenwache untersuchte nun, mit welcher Geschwindigkeit die Schiffe unterwegs und ob sie korrekt ausgerüstet waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanks vor Cebu gesunkener Fähre werden angebohrt
(09.09.13) Am 9.9. sollte begonnen werden, das Öl aus der vor Cebu in 50 Metern Wassertiefe liegenden Fähre "St. Thomas of Aquinas" abzupumpen. Die Operation sollte rund 12 Tage dauern, je nachdem, wie viel Diesel noch in den Tanks war. Die Taucher mussten dazu Löcher in die Tanks bohren und Pumpen ansetzen. Am 8.9. checkte ein Taucherteam die Ausrüstung. Die Malayan Towage und das Nippon Salvage Team waren mit 10 Tauchern aus Japan und den Philippinen vor Ort und würden die Arbeiten leiten. Die Arbeiten zur Bergung von Opfern wurde unterbrochen. Bisher waren 115 Tote geborgen, 22 Menschen galten noch als vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Torshälle drohte zwei Mal zu sinken
(09.09.13) Am 7.9. drohte im Hafen von Torshälla ein alter Kutter zu sinken. Um 15.30 Uhr wurden Rettungskräfte zu dem 20 Meter langen und fünf Meter breiten Schiff gerufen, das sich auf die Steuerbordseite legte. Es war rund 200 Meter unterhalb des Hafens von Torshälla verankert Um Ölverschmutzungen zu vermeiden, wurde eine Ölsperre ausgelegt. Nachdem das Wasser ausgepumpt war, rückten die Einsatzkräfte wieder ab.
Doch bereits am Morgen des 8.9. wurden sie gegen acht Uhr erneut gerufen. Das Schiff war trotz weiteren Pumpens durch die Eigner erneut weggesunken und eine Seite nun so weit unter Wasser, dass sich auch der Wassereinbruch massiv verstärkte. Nun musste ein Boot aus Eskilstuna angefordert werden, das mit seinen Lenzpumpen die Lage wieder unter Kontrolle brachte. Um 14 Uhr wurde das Schiff wieder in die Obhut der Eigner übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drogenfahnder entdeckten Tonnen von Schmuggelgut in ausgebrannten Aufbauten
(09.09.13) Der in Tansania registrierte Frachter "Gold Star", 2438 BRZ (IMO-Nr.: 7393860) hatte Haschisch und Marihuana in einem Wert von 50 Millionen Pfund an Bord, als er am 6.9. von seiner neunköpfigen syrischen und ägyptischen Crew in Brand gesteckt wurde. Zuvor hatte ein Helikopter der italienischen Küstenwache das Schiff vor der sizilianischen Küste zum Stoppen aufgefordert. Die Behörde hatte einen Tipp bekommen, dass sich eine große Drogenlieferung an Bord befinden sollte und das Schiff mehrere Tage lang beschattet.
Nachdem das Feuer gelöscht und das teilweise ausgebrannte Wrack nach Syrakus eingeschleppt worden war, fanden die Fahnder, die es unter Atemschutz durchsuchten, zu ihrer Überraschung eine noch erheblich größere Menge an Drogen als erwartet, die wohl in der Türkei an Bord genommen worden waren. Von den rund 30 Tonnen waren zwar nur ein Teil unversehrt geblieben, doch selbst dies war ein Paket von 4x2x1,5 Metern Umfang.
Die Drogen befanden sich dicht gepackt in den zerstörten Aufbauten, die 24 Stunden lang in Flammen gestanden hatten. Der Laderaum war leer gewesen, vielleicht, um einen möglichen Schmuggelverdacht zu zerstreuen. Die Crew befand sich weiter in Haft. Der 1975 in Spanien erbaute Frachter war am 15.10.2011 im Tanzania Zanzibar International Register of Shipping eingetragen worden und gehörte einer südafrikanischen Firma.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Vermisste nach Kollision überladener Fährboote
(09.09.13) Zwei Touristenboote kollidierten am 8.9. auf dem Lake Toba vor Tomok, Nord-Sumatra. Vier Passagiere aus Medan, Susiono und Deli Serdang wurden nach dem Zusammenstoß um 10.30 Uhr vermisst, sie waren über Bord geschleudert worden, etliche weitere wurden verletzt. Das Unglück ereignete sich kurz vor dem Lake Toba Festival auf der Insel Samosir. Beteiligt waren die „Tao Toba I” und “Yola”. Die “Tao Toba I” war auf der Fahrt von Tomok nach Parapat, die “Yola” war in umgekehrter Richtung unterwegs. Beide Boote waren offenbar überladen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit Wassereinbruch und Maschinenausfall vor irischer Küste geborgen
(09.09.13) Das RNLI-Boot aus Baltimore kam am 7.9. um 18.05 Uhr einem 20 Meter langen Kutter aus Kinsale zu Hilfe, der auf dem Weg von Castletownbere nach Kinsale im County Cork durch Seeventile Wassereinbruch erlitten hatte.
Das Rettungsboot war binnen Minuten unterwegs zu dem zwei Meilen südlich von Brow Head nahe Crookhaven stehenden Schiff, das eine Crew von zwei Mann hatte. Es gelang, den Wassereinbruch mit einer weiteren Lenzpumpe unter Kontrolle zu bekommen. Dann wurde der Havarist auf den Haken genommen, während sich die Crew daran machte, die Maschine wieder zum Laufen zu bekommen. Dies gelang auch, aber nachdem der Kutter ein Stück mit eigener Kraft gefahren war, fielen sie erneut aus, und die Schleppverbindung musste wieder hergestellt werden. Die Seenotretter schleppten den Kutter nun nach Baltimore Harbour ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Adrianna auf Grund gelaufen
(Bild: )   Großbild klick!
Rudergänger schlief auf Wache - Kutter auf Strand gelaufen
(07.09.13) Die U.S. Coast Guard kam am Morgen des 7.9. dem Kutter "Adrianna" zu Hilfe, der um 3.20 Uhr eine halbe Meile südlich der Zufahrt von Grays Harbor, Washington, auf Grund gelaufen war. Ein 47-Fuß-Boot der Station Grays Harbor und ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Astoria kamen dem 44 Fuß langen Havaristen zu Hilfe und assistierten dessen dreiköpfiger Crew beim Lenzen von eindringendem Wasser.
Dazu setzte der Helikopter eine Pumpe ab und landete dann auf dem nahen Strand. Die Bootscrew kam wegen des flachen Wassers nicht an die Strandungsstelle heran. Die Retter der Station Grays Harbor erreichten den Kutter dann über den Strand. Der Kapitän hatte Anker ausgebracht. Das Washington Department of Ecology wurde eingeschaltet, um das Umweltrisiko einzuschätzen. Die "Adrianna" hatte 1,200 Gallonen Diesel an Bord.
Mit steigendem Wasser konnte sich der Havarist um 12:50 Uhr mit eigener Kraft befreien und wurde dann von dem 47-Fiß-Boot aus Grays Harbor in Empfang genommen. Die Strandung hatte sich ereignet, weil der Rudergänger eingeschlafen war. Quelle: Tim Schwabedissen



assistierten dessen dreiköpfiger Crew beim Lenzen von eindringendem Wasser.
Dazu setzte der Helikopter eine Pumpe ab und landete dann auf dem nahen Strand. Die Bootscrew kam wegen des flachen Wassers nicht an die Strandungsstelle heran. Die Retter der Station Grays Harbor erreichten den Kutter dann über den Strand. Der Kapitän hatte Anker ausgebracht. Das Washington Department of Ecology wurde eingeschaltet, um das Umweltrisiko einzuschätzen. Die "Adrianna" hatte 1,200 Gallonen Diesel an Bord.
Mit steigendem Wasser konnte sich der Havarist um 12:50 Uhr mit eigener Kraft befreien und wurde dann von dem 47-Fiß-Boot aus Grays Harbor in Empfang genommen. Die Strandung hatte sich ereignet, weil der Rudergänger eingeschlafen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Rasender Flusskreuzfahrer riss Binnentanker los
(07.09.13) Am 06.09.lief gegen 07.10 Uhr der maltesische Flusskreuzfahrer "Scenic Crystal" (EU-Nr.: 02334159 ) aus der Südkammer der Schleuse Kostheim auf dem Main zu Tal. Bei der Talfahrt passierte er den an der Spundwand im Unterwasser der Schleuse liegende und mit 864 Tonnen Natronlauge beladenen holländischen Binnentanker "Vecht" 1290 ts (EU-Nr.: 02204071). Das Fahrgastschiff verursachte offenbar durch überhöhte Geschwindigkeit im Vorkanal starken Sog- und Wellenschlag. Dabei kam die "Vecht" so stark in Bewegung, dass drei der insgesamt vier Mooringleinen brachen. Ein Besatzungsmitglied des Schiffes konnte durch beherztes Eingreifen noch rechtzeitig die Maschinen starten. Dadurch konnte ein Auflaufen des Tankers auf eine Steinaufschüttung und weiterer Sachschaden verhindert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Doppelfehler führte zu Kollisionen
(07.09.13) Am Vormittag des 6.9. kollidierte auf dem Main unmittelbar nach dem Auslaufen aus der Schleuse Würzburg ein Fahrgastschiff mit einem Binnenschiff. Dabei entstand an den Schiffen zwar hoher Sachschaden, allerdings konnten beide ihre Fahrt fortsetzen.
Auch an der Schleusenanlage hatte das Flussfahrgastschiff zuvor einen größeren Schaden verursacht. Das mit 182 Passagieren und 50 Besatzungsmitgliedern besetzte Schiff und der Kollisionsgegner waren beide gegen 09.10 Uhr aus der Schleuse in Würzburg ausgelaufen. Dabei missachtere der bulgarische Kapitän des Fahrgastschiffs ein rotes Licht und blieb am Stoßschutz, einem starken Stahlseil zum Schutz des Schleusentores, hängen. Dabei entstand an der Schleuseneinrichtung ein Schaden in Höhe von mindestens 10.000 Euro.
Dann kam es zu der Kollision der beiden Schiffe. Der Kapitän des Fahrgastschiffes wollte am Mainkai in Würzburg anlegen. Er stoppte deshalb auf, ohne dieses Fahrmanöver über Funk dem Schiffsführer des nachfolgenden Frachters anzukündigen. Als diesrs bereits dabei war, an dem Hotelschiff vorbei zu fahren, drehte dieses nach Backbord ab und rammte das passierende Schiff, das mit 1650 Tonnen Gips vom Neckar nach Regensburg unterwegs war Dieses legte anschließend in Randersacker an, wo die Wasserschutzpolizei Würzburg den Schaden begutachtete.
Es stellte sich heraus, dass der Schiffsrumpf an zwei Stellen oberhalb der Wasserlinie eingedrückt war. Der Schaden betrug etwa 30.000 Euro belaufen. Nach einigen Schweißarbeiten konnte das Schiff seine Fahrt fortsetzen. Nach einer Untersuchung am Mainufer konnte auch das Fahrgastschiff die Fahrt in Richtung Budapest fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Drogenschmuggler setzten ihr Schiff in Brand
(07.09.13) Der unter der Flagge Tansanias laufende Frachter "Gold Star" wurde am Abend des 6.9. rund 30 Meilen nördlich von Malta von seiner Crew in Brand gesetzt, nachdem es wegen Drogenschmuggels aufgebracht worden war. Die Aufbauten gingen in Flammen auf. Patroullienboote, Handelsschiffe wie die "Nos Taurus", die "Garibaldi" des Zivilschutzes und ein Alouette-Hubschrauber eilten zu dem Frachter.
Die italienische Coast Guard rettete die neunköpfige Crew. Sie hatte das Schiff vorher beschattet und wollte es nun durchsuchen. Daraufhin legten die Syrer und Ägypter an Bord Feuer und sprangen über Bord. Sie wurden sofort verhaftet, während die Löscharbeiten starteten. Auf dem Schiff wurden 30 Tonnen Cannabis gefunden. Am Morgen des 7.9. konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und der Frachter gen Syrakus in Schlepp genommen werden. Die "Gold Star", 2105 tdw (IMO-Nr.: 7393860), wurde 1975 erbaut und hat als Manager die Gold Star Shipping Co. auf den Marshall Islands. Quelle: Tim Schwabedissen



Angler retteten sich vor Schubverband mit Sprung in die Havel
(07.09.13) Ein Schleppzug mit Kohle, der von dem 21 Meter langen polnischen Schubschlepper "Janko -SZ-01-154 " (EU-Nr.: 8355175) transportiert wurde, rammte am 6.9. gegen 11.50 Uhr auf der Havel bei der Insel Eiswerder in Berlin-Spandau ein Angelboot mit zwei Mann an Bord. Die beiden befanden sich auf Höhe der Eiswerderbrücke, als der polnische Schubverband aus nördlicher Richtung herankam. Offenbar war Schubverband zu dicht am Ufer gefahren und rammte das Boot. Die beiden Männer retteten sich vor dem Zusammenstoß mit einem Sprung ins Wasser und schwammen ans Ufer. Feuerwehrleute versorgten sie anschließend. Quelle: Tim Schwabedissen



37 Mann treiben seit drei Tagen auf Longliner im Meer
(07.09.13) Am 6.9. kam nach Versorgung der Forschungsbasis ,Alfred Faure auf dem Weg vom Crozet Archipel zu den Kerguelen das französische Forschungsschiff "Marion Dufresne" dem südafrikanischen Longliner "El Shaddai" zu Hilfe, der nach Ausfall des Generators seit drei Tagen vor den Marion and Prince Edward Islands trieb. Das Forschungsschiff sollte am 8.9. eintreffen und der 37-köpfigen Crew alle benötigte Hilfe leisten. <Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung auf St. Lawrence River nach Schlepperuntergang
(07.09.13) 10 bis 20 Gallonen Diesel liefen am 7.9. in den St. Lawrence River, als ein 30 Fuß langer Schlepper nahe des James Street Fährdock sank. Das einstige Boot der Coast Guard, das 1954 erbaut wurde, sank gegen acht Uhr aus unbekannter Ursache. Das State Department of Environmental Conservation und die U.S. Coast Guard waren vor Ort, und die Horne's Ferry mehrere Stunden verspätet, während der Ölaustritt aus dem Schiff der Thousand Islands Marine & Island Service Inc. bekämpft wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Fischer aus drei Meter hohen Wellen gerettet
(07.09.13) Drei Menschen trieben im Wasser und hielten sich an Kühlern sowie einem halb aufgeblasenen Boot fest, nachdem der 29 Fuß lange Kutter "Aquaholic" am 6.9. in schwerer See 32 Kilometer vor Ucluelet am Nachmittag sank. Die beiden Männer und eine Frau konnten noch ein Mayday absetzen, nachdem das Schiff um 12.40 Uhr in drei Meter hohen Wellen Wassereinbruch erlitten hatte. Ein Cormorant Helikopter der Comox Airforce Base, ein Flugzeug von Transport Canada, Boote der Coastguard aus Tofino und Bamfield sowie das Kreuzfahrtschiff "Star Princess" eilten zu Hilfe. Nach einer halben Stunde waren die drei Fischer aus Alberta gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl der "St. Thomas of Aquinas" wird abgepumpt
(07.09.13) Experten aus Japan trafen am 7.9. in Cebu ein, um das Abpumpen von rund of 60 Tonnen Bunkeröl aus dem Wrack der Fähre "St. Thomas of "Aquinas" vor Lauis Ledge vorzubereiten. Der Schlepper "Trabajador 1" sollte dazu mit zwei Ankern über der Untergangsstelle vermoort werden. Am 10.9. sollte das Abpumpen durch die Nippon Salvage und Malayan Towage beginnen. Die "Trabajador 1" hatte Spezialausrüstung aus Japan an Bord und die Barge "Maria Bnr Delia 1" mit 12 Tanks für das Öl, die jeweils 16 Tonnen fassen, im Schlepp. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Mann von Kutter vor Punta Gorda gerettet
(07.09.13) 35 Meilen vor Punta Gorda barg ein Rettungsschwimmer die zweiköpfige Crew des Kutters "Kellan A" ab und half ihr in einen Helikopter, nachdem die Coastguard die Quelle eines schwachen Mayday-Rufs, der um 14.38 Uhr gefunkt worden war, geortet hatte. Ein MH-65 Dolphin Helikopter vom Acta Airport Humboldt Bay startete in Richtung des 47 Fuß langen Kutters, der in bis zu 12 Fuß hohen Seen und bei 20 Knoten Wind Wassereinbruch erlitten hatte.
Zwei 47-Fuß-Boote der Stationen Humboldt Bay und Noyo River liefen ebenfalls aus. Um 15.30 Uhr hatte der Helikopter das Signal des EPIRB geortet. Der Kutter war bereits teilweise unter Wasser, und die beiden Fischer befanden sich in einer Rettungsinsel. Sie wurden nach ihrer Rettung zum Arcata Airport geflogen und im Mad River Hospital medizinisch versorgt. Quelle: Tim Schwabedissen



Seelust (Bild: Alexander Bohlen-Janssen)   Großbild klick!
Historischer Kutter in Bremerhaven von Schwimmkran gehoben
(06.09.13) Nach dem Festmacherboot "Smietlos" wurde am 4.9. nun auch der ehemalige KFK-Kutter "Seelust" am Westkai des Fischereihafens von Bremerhaven von einem Schwimmkran gehoben und wurde dann neben dem alten Fähranleger im Fischereihafen II an dessen Ostseite an Land abgesetzt.
Dort begann ein Sachverständiger mit der Untersuchung, warum die "Seelust" in der Nacht zum 1.9. sank. Der Verein "Deutschen Sportmarine" hatte die24 Meter lange "Seelust" in und um Bremerhaven als Museums- und Ausbildungsschiff eingesetzt. Nach der Hebung machte das Schiff einen angeschlagenen Eindruck, u.a. fehlte an Steuerbordseite auf mehreren Metern Länge das Schanzkleid.
Quelle:Tim Schwabedissen



Smart (Bild: SAMSA)   Großbild klick!
Kohle wird von der Smart abgepumpt
(06.09.13) Am 5.9. wurde nach Abschluss der erfolgreichen Leichterungsarbeiten von rund 1900 Tonnen Öl auf dem 250 Meter vor Alkantstrand zerbrochenen Bulkcarrier "Smart" mit den Vorbereitungen zum Löschen der Kohleladung begonnen. Dazu müssen Bergungsplattformen und Schiffe von den Bergern in Stellung gebracht werden. Wenn alles nach Plan lief, sollte das Löschen der fast 150000 Tonnen am 6.9. beginnen.
Dazu wurden sogenannte Dop-Pumpen, spezielle unter Wasser einsetzbare Geräte, benötigt. Die schlammig gewordene Kohle sollte von ihnen in ein anderes Schiff gepumpt werden. Die Operation wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Seit der Havarie waren die South African Marine Safety Authority udn die Berger von Spilltech und Subtech rund um die Uhr im Einsatz, die Folgen der Strandung zu minimieren. Beim Ölabpumpen war nicht ein Tropfen ins Wasser gelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsführer verweigert nach Beinah-Kollision auf Main die Aussage
(06.09.13) Die Wasserschutzpolizei Würzburg vernahm am Abend des 4.9. den Schiffsführer des belgischen Binnenschiffes, das von Holland kommend mit Dünger nach Ochsenfurt unterwegs war und dem135 Meter langen Schweizer Flusskreuzfahrtschiff "Viking Aegir" (EU-Nr.: 07001957) am Nachmittag des 3.9. auf dem Main so in die Quere kam, dass es auf Grund gesetzt werden musste. Der Franzose, der als verantwortlicher Kapitän auf dem belgischen Schiff tätig war, machte dabei von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Gegen den 35-jährigen Mann wurde wegen Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Er hatte nach dem Zwischenfall die Fahrt fortgesetzt und die Havarie angeblich nicht bemerkt. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Aschaffenburg zur Aufklärung des Unfalls dauerten an. Die "Viking Aegir" war unterdessen bereits auf dem Rhein Richtung Holland unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen




Feuer auf Muschelbagger vor Ameland
(06.09.13) Am 5.9. brach gegen Abend im Maschinenraum des holländischen Muschelbaggers "Anna Elizabeth" - YE 42", 267 BRZ (IMO-Nr.: 8706284), nördlich von Amelang vor Nes ein Maschinenraumbrand aus. Die fünfköpfige Crew dichtete alle Öffnungen des Maschinenraums ab, um dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen, und legte ihr Schiff vor Anker. Anschließend begab sie sich auf dem Bug auf größtmögliche Distanz zum Brand.
Die holländische Küstenwache schickte die KNRM-Boote "Maria Hofker" der Station Nes Ameland, die "Anna Margaretha" aus der Ballumerbucht auf Ameland und "Frans Hogewind" aus Terschelling. Als erstes war die "Maria Hofker" vor Ort und barg vier Mann ab, die an Land gebracht wurden.
Ein Rettungsmann unterstützte derweil den Kapitän an Bord. Bei der Rückkehr brachte die "Maria Hofker" fünf Feuerwehrmänner mit, die den Brandherd inspizierten. Inzwischen waren auch die "Anna Margaretha", Frans Hogewind" sowie die Bergungsschlepper "Hurricane" von Noordgat und "Vigiland" eingetroffen und warteten auf das Resultat der Untersuchung.
Nachdem sich herausstellte, dass keine weiteren Löscharbeiten vonnöten waren, kehrten die vier evakuierten Besatzungsmitglieder wieder an Bord zurück, und die "Hurricane" nahm den Havaristen gen Harlingen in Schlepp, wo er am 6.9. gegen sieben Uhr festmachte. Die Feuerwehrleute aus Ameland wurden derweil von der "Anna Margaretha" wieder an Land zurück gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anker der Saga Sapphire gekappt
(06.09.13) Das unter Malta-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Saga Sapphire" 37049 BRZ (IMO-Nr.:7822457), verließ am 1.9. den Hafen von Falmouth mit dreistündiger Verspätung, nachdem es Probleme mit dem Heckanker gegeben hatte. Bein Einlaufen hatte der Kapitän beschlossen, diesen auszubringen, um das Schiff auf Position zu halten, statt es an den beiden Bugankern herumschwingen zu lassen. Doch das Aufholen des Ankers schlug am Abend fehl, sodass dieser samt 400 Fuß Kette gekappt werden musste, damit das Schiff nach Guernsey auslaufen konnte. Die SubMarine Services bargen das zurück gelassene Ankergeschirr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geringe Ölverschmutzung nach Kutterstrandung bei Fjällbacka
(06.09.13) Am 5.9. lief ein 14 Meter langer und vier Meter breiter Kutter im Väderö Archipel bei Fjällbacka auf Grund. Mehrere Liter Öl liefen aus, nachdem er sich auf die Seite legte. Um 14.30 Uhr kam die Küstenwache zu Hilfe und barg den Skipper unversehrt ab. Das Überwachungsflugzeug "KBV 503" stellte fest, dass es sich bei dem Öl um so geringe Mengen handelte, dass sie nicht zu beseitigen waren. Nachdem klar war, dass eine Bergung ohne weitere Risiken möglich war, zog die "KBV 303" den Havaristen wieder von der Untiefe. Er hatte insgesamt zwei Tonnen Diesel in den Tanks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter rettete vier deutsche Sportfischer
(06.09.13) Am Nachmittag des 4.9. rettete der norwegische Kutter "Poseidon" 23 BRZ (MMSI-Nr.: 257538600), vier deutsche Sportfischer, deren Boot bei Wellengang von bis zu fünf MEtern bei Moskenestraumen in Seenot geraten war. Gegen 14 Uhr hatten sie das JRCC alarmiert, das einen Sea King sowie das Rettungsboot "Stormbull" in Marsch setzte und alle Schiffe der Umgebung um Hilfe bat. Es stellte sich heraus, dass der Sportkutter eine falsche Position durchgegeben hatte.
Nach rund einer Stunde funkte die "Poseidon", dass sie ihn an der Westeite von Lofotodden gefunden und die vier Angler an Bord genommen hatte. Ihr Boot hatte sie in Schlepp genommen. Der Sea King kehrte daraufhin nach Bodø zurück, während die "Stormbull" den Schleppzug nach Å eskortierte. Die 15 Meter lange "Poseidon" ist in Søgne in Vest-Agder beheimatet und zum Makrelenfang in den Lofoten eingesetzt. Die vier Deutschen hatten wohl die Wetterlage falsch eingeschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beschädigte Fähre fällt drei Wochen aus
(06.09.13) Die französische Fähre "Fromveur II" wird mindestens drei Wochen lang ausfallen, während sie bei Moros in Concarneau repariert wird. Sie hatte zwei Risse von 45 bzw. 20 Zentimetern Länge und fünf Zentimetern Breite an Steuerbordseite, der Rumpf war auf zwei Metern Länge eingedrückt, und der Backbordstabilisator war beschädigt. Vertreter der Piriou Werft und des Bureau Veritas untersuchten das Schiff auch in Hinblick auf mögliche strukturelle Schäden am Rumpf.
Derweil wurde die "Enez Eussa 3" als Ersatzfähre zwischen Molène und Ouessant in Fahrt gebracht. Warum die Fähre das 120 Meter breite Fahrwasser an der Zufahrt nach Molène verfehlte und die Tonnen an Steuerbord passierte, war noch unklar. Der sehr dichte Nebel könnte eine Rolle gespielt haben. Die Küstenwache befragte die Crew und übergab der Staatsanwaltschaft am 5.9. ihren Bericht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vorbereitungen zur Bergung der Rena-Aufbauten im Gange
(06.09.13) Der Schwimmkran "RMG 500" soll noch im Septempber an der Strandungsstelle des Containerfrachters "Rena" am Tauranga Reef eintreffen, wo die Resolve Salvage & Fire bis zum Dezember den viergeschossigen Aufbautenblock bergen will. Der kleinere Kran "RMG 1000" sowie ein Ankerziehschlepper sollten Anfang Oktober folgen.
Bei der Operation wird der Block mithilfe einer Kettensäge auf einer Barge in zwei Sektionen zerschnitten. Die eigentliche Bergung soll nur wenige Tage dauern, doch die Vorbereitung bracht mehr Zeit. Mit dem Verankern der Kranbargen und den Vorbereitungen der Schneidarbeiten werden 80 Tage kalkuliert. Die Entscheidung, die Aufbauten zum Leidwesen der Sporttaucher in einer kostspieligen Aktion zu bergen, trafen die Eigner der "Rena" und die Versicherung, weil sie leichter gebaut waren und unter dem Einfluss von Brandung und Strömung ohnehin zerbrechen würden. Umweltgefährdungen gingen von den Aufbauten nicht aus. Mit der Räumung sollte aber auch die Unsicherheit genommen werden, ob und wann weitere Trümmer an die umliegenden Küsten getrieben werden könnten.
Vom Riff wurden bislang 743 Tonnen von Material entfernt. Taucher haben die letzten zwei Container mit Plastikperlen in Laderaum vier ausgemacht und warteten auf ein Wetterfenster zur Untersuchung in Hinblick auf verbliebene Inhalte. Die Untersuchungen der Laderäume fünf und sechs wurden abgeschlossen. Es galt vor allem, den Zustand von vier Containern zu prüfen, drei mit Eisensilikon in Luke 5, und einen mit Kupfer in Luke 6. Die Berger mussten die Aufzeichnungen nun zunächst auswerten. Der Abbruch des Bugs bis auf einen Meter unterhalb der Ebbe-Wasserlinie wurde im August beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Schoner darf nicht gehoben werden
(06.09.13) Der Schoner "Caledonia", der im amerikanischen Bürgerkrieg 1812 eine Rolle spielte und jetzt auf dem Grund des Lake Erie liegt, gehört dem Staat New York und nicht den Bergern, die den 2. U.S. Circuit Court of Appeals in Manhattan angerufen hatten. Die in Massachusetts ansässige North East Research LLC wollte den gut erhaltenen Zweimaster bergen und in einem eisgekühlten Frischwasser-Aquarium an der Wasserfront von Buffalo als Touristenattraktion ausstellen. Doch die New York State Parks, Recreation & Historic Preservation sieht das Wrack als kulturelles und historisches Erbe, das vor allem geschützt werden sollte.
2011 hatte ein Gericht in Buffalo das 80 Fuß lange Schiff als aufgegeben angesehen nach mindestens 150 Jahren auf dem Grund des Lake Erie. Doch die Behörde intervenierte auf der Basis des Abandoned Shipwrecks Act von 1987, nachdem Schiffe auf staatlichem Grund auch unter Wasser dessen Eigentum bleiben.
Die "Caledonia" liegt in 170 Fuß Tiefe nahe Dunkirk. Sie wurde 1799 für den Pelzhandel erbaut und von den Briten mit Kanonen ausgestattet, als der Krieg ausbrach. Die "Caledonia" wurde später auf dem Niagara River gekapert und zu einem amerikanischen Kriegsschiff umgebaut, das eine Rolle in der siegreichen Schlacht auf dem Lake Erie spielte. Nach Kriegsende wurde das Schiff verkauft, in "General Wayne" umbenannt und nach 1818 nicht mehr erwähnt. Es sank in den 1830ern in einem Sturm mit einer Ladung Nüssen und Getreide. Es könnte aber auch Sklaven vom Lake Erie nach Kanada geschmuggelt haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack soll Naturschutzgebiet werden
(06.09.13) Die Untergangsstelle der "J.D. Marshall" soll das erste Unterwasser-Naturschutzgebiet in Indiana werden. Das Indiana Department of Natural Resources will auf diese Weise die "J.D. Marshall" eine Viertelmeile vor der Küste des Indiana Dunes State Park schützen. Das 1891 in South Haven, Michigan, erbaute Schiff sank am 11.6.1911 in einem Sturm mit einer Ladung Sand auf 28 Fuß Tiefe. Vier Mann kamen ums Leben. Es wurde. In der Vergangenheit mehrfach von Ankern beschädigt. Es soll nun mit Bojen im Sommer markiert werden, und für Taucher werden Mooringtonnen ausgebracht. Am 30.9. soll über das Vorhaben entschieden werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hebung gelang im zweiten Anlauf
(06.09.13) Im zweiten Versuch gelang es, die 60 Fuß lange Yacht "Find Time" auf dem St. Croix River in Hudson zu heben. Ein Kran von der Baustelle der Stillwater Bridge brachte sie in der Nacht zum 5.9. unterstützt von starken Pumpen zurück an die Wasseroberfläche. Der Edward Kraemer & Sons Kran war am 4.9. um 17.30 Uhr an der Untergangsstelle im Lakefront Park eingetroffen. Vorher hatten Taucher der Tjader & Highstrom aus New Richmond Hebestropps unter dem Rumpf angebracht. Diese wurden dann an einem Hebegeschirr festgemacht. Um 21.30 Uhr war die Yacht vier Fuß angehoben und am 5.9. um 6:45 Uhr an Land abgesetzt. Ein erster Bergungsversuch am 2.9. war gescheitert, weil sich ein Teil vom Hebegeschirr gelöst hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Maschinenausfall eingeschleppt
(06.09.13) 5,5 Meilen vor Selsey Bill erlitt am 5.9. der 31 Fuß lange Angelkutter "Esk Lady" von der Isle of Wight einen Maschinenausfall nach einer Ölleckage. Das RNLI-Boot aus Selsey wurde um 12.29 Uhr zu Hilfe gerufen und lief keine 10 Minuten später aus. Gegen 13 Uhr war es vor Ort und konnte den Kutter auf den Haken nehmen. Er wurde um 14.20 Uhr nach Bembridge Harbour eingeschleppt. Um 15.30 Uhr war das Rettungsboot wieder an seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper nach Rettung verhaftet
(06.09.13) Am 2.9. wurde der amerikanische Skipper des 58 Fuß langen Kutters "Arline" verhaftet, nachdem sein Schiff nahe Kelsey Bay auf Grund gelaufen war. Um 4.20 Uhr war die Campbell River RCMP auf die Havarie südlich der Bucht in der Johnstone Strait aufmerksam geworden. Zwei Mann versuchten gerade von Bord zu kommen, ein dritter war bereits in der Nacht zuvor in Port Hardy wegen Krankheit von Bord gegangen.
Nach dem Mayday-Ruf kamen mehrere Schiffe sowie das Boot der Coast Guard-Station Cape Palmerston zu Hilfe. Die beiden Männer wurden evakuiert, der Kapitän nach Campbell River eskortiert, während die Coast Guard sein Schiff schleppte. Am Kai in Campbell River warteten bereits Mounties, die Canadian Border Services, Vertreter von Transport Canada und der Fisheries and Oceans Canada. Die Polizei verhaftete den Skipper aus Washington State wegen gefährlicher Handhabung eines Schiffes.. Er wurde später entlassen und den Grenzbehörden übergeben. Transport Canada untersuchte die Umstände der Havarie und die Ladung wegen des Verdachts auf illegalen Fang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Beykoz im Bosporus auf Grund gelaufen
(06.09.13) Am 6.9. lief um 04:32 Uhr der türkische Frachter "Erham Araz", 2435 BRZ (IMO-Nr.: 8512059), von Istanbul mit einer Ladung von 3397 Tonnen gerolltem Stahl am Beykoz Strand im Bosporus auf Südkurs laufend auf Grund. Das Schiff hatte zuvor Ruderschaden erlitten und war vierkant auf das steinige Ufer gefahren. Die "Kurtarma 4" der Küstenwache sowie das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 9" wurden ebenso wie ein Schlepper zur Unfallstelle geschickt. Die 11-köpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Fromveur II" aufgelaufen
(Bild: Douane Francais)   Großbild klick!
Beschädigte Fähre in Concarneau aufgeslippt
(05.09.13) Die französische Fähre "Fromveur II", 774 BRZ (IMO-Nr.: 9588134), verließ nach ihrer Havarie vor Molène den Hafen noch am 3.9. wieder und machte um 22.30 Uhr in Concarneau fest. Hier inspizierten der technische Direktor von Penn-ar-bed sowie der Chefinginieur am 4.9. den Schaden am 45 Meter langen Rumpf, nachdem das Schiff am Hafenlift aufgeslippt worden war. Im Bereich des Stabilisators war der Rumpf an Steuerbordseite auf 45 Zentimetern Länge und fünf Zentimetern Breite aufgerissen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gesunkenen U-Bootes komplexe und kostspielige Angelegenheit
(05.09.13) Die Bergung des gesunkenen indischen U-Bootes "Sindhurakshak" wird eine kostspielige und komplizierte Angelegenheit. Fünf Bergungsfirmen sind derzeit damit beschäftigt, Taucher in das Wrack zu schicken, die verschiedene Methoden, das an der Marinewerft in Mumbai liegende Wrack wieder an die Wasseroberfläche zu holen, prüfen sollen.
Der Vorschlag, es mit einem 4000-Tonnen-Kran zu heben, musste verworfen werden, da ein Einsatz in einem Monat vier Millionen Dollar gekostet hätte. Da die indische Marine nicht über derlei Gerät verfügt, hätte es aus Singapur, Korea oder Japan herangeführt werden müssen.
Außerdem hätte es einer Ausbaggerung bedurft, das Fahrzeug in das Hafenbecken zu bekommen, und es wurde befürchtet, dass die dabei erzeugten Erschütterungen zu weiteren Explosionen auf dem Boot führen könnten. Rund 10% der Torpedos waren in der Nacht des 13.8. in die Luft geflogen. Um zu vermeiden, dass weitere folgen, muss extrem vorsichtig vorgegangen werden. Deshalb ist auch der Einsatz von Gasschneidern am Boot nicht möglich.
Die stattdessen denkbare Wasserdüsentechnologie würde rund acht Millionen Dollar kosten. Indien hatte das Boot 1997 für 113 Millionen Dollar erworben und unlängst für weitere 156 Millionen modernisiert. Die Bergungskosten werden wohl rund ein Drittel der Gesamtkosten für das Boot betragen. Dabei gilt es für die Marine auch, die technischen Geheimnisse an Bord nicht unbefugten Augen offenbar werden zu lassen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tanker bei Kollision mit Eisscholle leckgeschlagen
(05.09.13) Der russische Tanker "Nordvik" kollidierte am 4.9. um 15.20 Uhr mit einer Eisscholle in der Matisen Straße auf Position 76 23 N 096 15 O. Der Rumpf wurde aufgerissen, und es kam zu Wassereinbruch auf dem mit Dieselöl beladenen Tanker des Fluss-Seen-Typs. Die "Nordvik", 6403 tdw (IMO-Nr.: 8845523), wurde 1985 erbaut und hat als Manager die Khatanga Maritime Trade Port. Sie verfügt über die Eisklasse L4, die unbegleitete Fahrten in dünnem Eis erlaubt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Maersk Kampala als gelöscht bezeichnet
(05.09.13) Das Feuer an Bord des holländischen Containerfrachters "Maersk Kampala", 80654 BRZ (IMO-Nr.: 9215311), wurde am 4.9. als gelöscht bezeichnet. Zwar stieg weiterhin noch etwas Rauch aus einigen der Container, die in Brand geraten waren, auf, doch auch dies sollte durch kontinuierliches Fluten durch die Feuerlöscheinsatzkräfte und Schlepper ein Ende finden. Als nächstes galt es, einen Anlaufhafen zu finden und eine Kontingenzplanung für die Ladung vorzunehmen wie auch die Rückkehr des 300 Meter langen Schiffes in den Liniendienst zu planen. Der Frachter war am 27.8. aus Jeddah ausgelaufen, tags darauf entstand der Brand in der Ladung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht auf Lake Michigan geborgen
(05.09.13) Die US Coast Guard barg am frühen Morgen des 4.9. die Yacht "Dick and Jane" rund sieben Meilen östlich von Racine, Wisconsin, auf dem Lake Michigan. Die zwei Segler an Bord hatten am 3.9. um 23.550 Uhr einen Notruf abgesetzt, nachdem der Propellerschaft gebrochen war und Wasser in das Schiff eindrang. Ein 45-Fuß-Boot kam von der Küstenwachstation Kenosha zu Hilfe. Es lief um 00.07 Uhr aus und war um 00.30 Uhr am Havaristen. Die Seenotretter stopften sofort einen Holzkeil in das Leck und sicherten ihn mit einer Holzpatsche. Dadurch gelang es, den Wassereinbruch zu verlangsamen und die Menge des Wassers im Schiff so weit zur reduzieren, bis das Boot zur Pugh Marina in Racine abgeschleppt werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision lässt Kanadas Marine geschwächt zurück
(05.09.13) Die Royal Canadian Navy hat zwei Untersuchungen zur Kollision der beiden in Esquimalt stationierten Schiffe HMCS "Algonquin" (MMSI-Nr.::316089000) und HMSC "Protecteur" "MMSI-Nr.: 316146000) bei einem Routinemanöver auf dem Pacifik eingeleitet. Gleichzeitig äußerten Marineexperten Zweifel an der fortdauernden Einsatzfähigkeit der kleinen, alternden Flotte Kanadas. Mit dem Ausfall des einzigen Zerstörers und Versorgers an der Westküste wurde die Fähigkeit zu Operationen massiv beeinträchtigt. Die "Protecteur" ist der einzige Flottentanker der Pazifikflotte.
Deshalb müssten Marineeinheiten nun stets in Küstennähe bleiben. Die beiden Schiffe waren am Nachmittag des 30.8. bei einer Schleppübung auf dem Weg nach Hawaii zusammengestoßen. Die 109 Meter lange "Algonquin" wurde an Backbordseite im Hangarbereich aufgerissen, die 172 Meter lange "Protecteur" am Bug beschädigt. Die jeweils rund 300 Crewmitglieder waren unversehrt geblieben. Die Schiffe sollten eigentlich Anfang Oktober am International Fleet Review in Australien teilnehmen. Stattdessen mussten sie in die Flottenbasis Esquimalt zurückkehren, wo sie am späten Nachmittag des 31.8. festmachten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Kutterbrand vor Almería
(05.09.13) Der spanische Kutter "El Nene" ging am Morgen des 3.9. rund 14 Meilen vor der Küste von Almería in Flammen auf. Gegen sieben Uhr war im Maschinenraum ein Brand entstanden, und das Schiff funkte Mayday. Ein Helimer-205-Rettungshubschrauber sowie ein Boot der Küstenwache und ein Rettungsschiff der spanischen Marine wurden zum Havaristen gesandt. Das Patroullienboot rettete drei Mann aus einer Rettungsinsel, ein Mechaniker wurde zunächst vermisst. Die Überlebenden wurden mit Anzeichen von Unterkühlung nach Alméria gebracht, während die Crew des Kutters "Mi Afriquita" den vierten Mann tot entdeckte. Der Leichnam wurde ebenfalls nach Almería transportiert, wo eine Autopsie durchgeführt wurde. Der Kutter konnte nicht mehr gerettet werden, er sank im Lauf des Tages.
Quelle:Tim Schwabedissen



Landungsboot vor Nevis auf Felsen getrieben
(05.09.13) Auf der Fahrt nach Nevis trieb das Landungsboot "Sea Bridge 1" am Abend des 3.9. gegen 19 Uhr bei starkem Wind und hohem Seegang kurz nach dem Auslaufen nach Nevis auf Felsen vor St. Kitts. Die Coast Guard der Streitkräfte von Kitts-Nevis kamen der Crew und den Fahrgästen zu Hilfe. Auch die "Sea Quest" lief aus Nevis aus, um die Passagiere an Land zu bringen. Die "Sea Bridge 2" schleppte dann die "Sea Bridge 1" frei, die dann in den Hafen von Nevis zurückkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Familie Schmitt fand Schatz vor Miami
(05.09.13) Eine Familie von Schatzsuchern hat in weniger als fünf Metern Tiefe einen Schatz im Wert von rund 300,000 Dollar gefunden. Die Familie Schmitt, die die Bergungsfirma Booty Salvage betreibt, fand dünne Goldketten mit einer Gesamtlänge von fast 20 Metern sowie drei Goldmünzen weniger als 150 Meter von der Küste entfernt. Sie stammten aus der Fracht einer Flotte 11 spanischer Schiffe, die 1715 in einem Hurrikan sanken, wobei über 1000 Seeleute ertranken. Trümmer trieben danach an den seither Treasure Coast genannten Strand nördlich von Miami. Rund 20 % des Schatzwertes müssen an den Staat Florida abgegeben werden, der die Funde in Museen ausstellen wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Attacke auf Cosco Asia wurde von Al Furqan durchgeführt
(05.09.13) Im Internet ist ein Video von der Attacke auf den unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter "Cosco Asia", 114394 BRZ (IMO-Nr. :9345403), der Cosoco Asia Maritime Inc. am 31.8. im Suezkanal aufgetaucht. Der Film zeigt eine Brigade der Gruppe Al Furqan, die zwei Panzerfäuste auf die Backbordseite des 394 Meter langen Schiffes abfeuert. Das Video wurde von der Jihadi Gruppe mit einer Al Qaida-Flagge versehen und dem Namen Al Furqan darüber geschrieben ins Netz gestellt. Al Furqan ist in Syrien und Palästina wohlbekannt. Die amerikanische Sicherheitsfirma Nexus Consulting warnte, dass eindeutig nicht alle Beteiligten an dem Angriff durch das ägyptische Militär gefasst worden seien, wie es dieses behauptet hatte. Mindestens einer wäre in der Lage gewesen, den Video hochzuladen, und man vermute, dass in der Tat alle Angreifer entkommen konnten und die falschen verhaftet wurden. Der Suezkanal ist weiterhin nicht von Versicherungen als Hochrisiko-Gebiet gelistet. Die militärische Präsenz entlang der Ufer hat aber den höchsten Stand seit Jahrzehnten erreicht. Derweil hatte die "Cosco Asia" den Atlantik erreicht und wird am 8.9. in Hamburg erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lonestar (Bild: State of Alaska Gov)   Großbild klick!
Bergung gesunkener Lonestar soll vor der Eisbildung erfolgen
(04.09.13) Die US Coast Guard wartete am 2.9. weiter auf einen Plan zur Bergung des gesunkenen Kutters "Lonestar" der Burrece Fisheries Incorporated auf dem Igushik River in Alaska, nachdem ein Versuch der Magone Marine Services im August gescheitert war. Das Wrack liegt weiter noch im flachen, schlammigen Wasser des Flusses, und die Bergungscrews sind abgezogen. Angesichts des herannahenden Herbstes möchte die Coast Guard nun rasch einen neuen Plan von der Magone Marine bekommen, am besten bevor der Fluss vereist.
Die 78 Fuß lange "Lone Star" war am 30.6. unweit der Mündung des Flusses bei der Kollision ihrer Ankerkette mit einem Wandler gekentert und auf 18 Fuß Wassertiefe gesunken. Die vierköpfige Crew war gerettet und ins 30 Meilen entfernte Dillingham gebracht worden. Die 13750 Gallonen Diesel sowie 300 Gallonen sonstige Öle waren bis zum 9.8. mithilfe der "Western Viking" von Magone abgepumpt worden. Das Alaska Department of Fish and Game hatte bis dahin die Fischerei in dem Bereich unterbunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief vor Moléne auf Riff und schlug leck
(04.09.13) Am 3.9. um 10.Uhr lief die französische Fähre "Fromveur II", 774 BRZ (IMO-Nr.: 9588134), die um 8.30 Uhr aus Brest ausgelaufen war, eine halbe Meile nördlich von Molène mit 365 Passagieren und einer achtköpfigen Crew an Bord auf Grund. Das Schiff lief bei dichtem Nebel mit kaum 20 Metern Sichtweite auf Felsen nahe Trois Pierres am Eingang des Zufahrtskanals des Inselhafens.
Die Crew versuchte noch, das Schiff zu befreien, doch das Wasser lief zu rasch ab. Passagiere gerieten in Panik, weil sie ein Kentern befürchteten, konnten aber von der Besatzung beruhigt werden. Sie gab Rettungswesten aus, während zwei Hubschrauber, ein Dragon 29 des Zivilschutzes und der Tonnerre 29 von Samu um 11.30 Uhr aufstiegen. Dann stellte sich aber heraus, dass das Schiff so stabil lag, dass es auf dem Seeweg mit den SNSM-Rettungsbooten "Jean Cam" und "Docteur Tricardto" sowie zwei Festrumpf-Schlauchbooten aus Oussant und Molène evakuiert werden konnte.
Gegen 12 Uhr waren noch rund 200 Personen an Bord, um 13 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen. Taucher untersuchten den Rumpf auf Schäden. Im Bereich des Maschinenraums fand sich ein Riss von 40 Zentimetern Länge und einigen Zentimetern Breite, doch die bordeigenen Pumpen konnten den daraus herrührenden Wassereinbruch kontrollieren. Kein Öl lief aus. Mit dem Ansteigen des Wassers am Nachmittag konnte die "Fromveur II" sich befreien und, eskortiert von den Rettungsbooten, den Hafen ansteuern. Die Reederei Penn ar Bed charterte die Fähre "Le Terenez" von Morlenn Express, die sosnt zwischen Ile Longue und Brest verkehrt, um die gestrandeten Passagiere abzuholen. Um 13.30 Uhr erreichte sie Molène. Die meisten kamen aus Ouessant.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eigner der "Rabaul Queen" ist Enkel des einstigen "Lancastria"-Kommandanten
(04.09.13) Der Eigner der Fähre "Rabaul Queen", die am 2.2.2012, vor Papua Neu Guinea sank, Peter Sharp aus Schottland, hat bereits in der Vergangenheit mehrere Havarien zu verantworten gehabt. Er muss sich derzeit wegen des Todes von 162 Menschen verantworten und war vor einigen Tagen verhaftet worden. Er kam gegen eine Kaution wieder frei, musste aber seinen Reisepass abgeben und soll am 26.9. vor dem Gericht in Kokopo erscheinen.
Die "Rabaul Queen" war deutlich überladen gewesen, es wurde geschätzt, dass sich mehr als 500 Menschen an Bord befanden, als sie sank, und nicht für so raue See ausgelegt gewesen wie jene, der sie zum Opfer fiel. Bereits im August 1993 war die "Kris", ebenfalls von Sharp betrieben, gekentert und gesunken, wobei die fünfköpfige Crew ums Leben kam. Ebenso wie die "Rabaul Queen" hatte Sharp keine ausreichende und richtig ausgebildete Crew an Bord.
Damals kam er aber ohne Strafe davon. 10 weitere Unfälle wurden mit Schiffen von Sharp zwischen 2002 und 2009 registriert, u.a. Strandungen oder Maschinenausfälle. Da es kein Wohlfahrtssystem in Papua Neu Guinea gibt, ist der Tod der Ernährer von Familien stets katastrophal für diese. Sharp ist übrigens der Enkel des Kapitäns Rudolph Sharp, der den britischen Truppentransporter "Lancastria" befehligte, der am 17.6.1940 in der Biskaya von deutschen Bombern versenkt wurde.
Das Schiff hatte an der Operation Ariel teilgenommen, der Evakuierung britischer Truppen und Bürger aus Frankreich. Es verließ Liverpool am 14. Juni 1940 und erreichte die Loiremündung am 16. Juni. Beim Untergang des einstigen Cunard-Liners tags darauf kamen tausende von Zivilisten Soldaten ums Leben. Bis zum Nachmittag des 17. Juni hatte die "Lancastria" zwischen 4000 und 9000 Flüchtlinge an Bord genommen, die offizielle Kapazität hatte 3000 betragen. Dazu gehörten sowohl britische Zivilisten als auch Soldaten und andere Militärangehörige. Gegen 16.00 Uhr erfolgte ein Angriff von Junkers Ju 88-Bombern des deutschen Kampfgeschwaders 30. Drei direkte Treffer brachten das Schiff zum Kentern und binnen zwanzig Minuten zum Sinken. Über 1400 Tonnen Treibstoff liefen aus und wurden etwas später gezielt durch den Abwurf von Brandbomben in Brand gesetzt.
2477 Überlebende wurden geborgen.
An der Rettung beteiligte sich unter anderem die "Oronsay" der Orient Line, die selbst schwere Treffer abbekommen hatte. Die anderen Passagiere ertranken, erstickten im Öl oder wurden bei dem Beschuss getötet. Es handelt sich dabei um fast ein Drittel aller Toten, die die British Expeditionary Force während des Frankreichfeldzuges erlitt. Überlebende hatten Captain Sharp später vorgeworfen, dass er keinen Fluchtversuch unternommen habe, sondern das Schiff vor Anker liegen ließ. Das Wrack liegt etwa neun Kilometer südlich von Pointe de Chémoulin in der Charpentier Straße, etwa 17 km vor Saint-Nazaire. Bis heute weigert sich die britische Regierung, das Wrack nach dem Protection of Military Remains Act von 1986 zu einem Kriegsgrab zu erklären. Die Französische Regierung hingegen hat den Bereich um das Wrack unter Schutz gestellt.
Zwei Jarhe danach befand sich Captain Rudolf Sharp auf der Brücke von RMS "Laconia", als diese am 12.9.1942 von dem deutschen U-Boot "U 156" torpediert wurde. Mit 2741 Personen an Bord sank das Schiff. Das U-Boot rief auf offener Frequenz weitere Schiffe herbei, um so viele Schiffbrüchige wie möglich aufnehmen zu lassen. Obwohl es sich um eine Rettungsaktion handelte, wurde der U-Boot-Verband von einem US-amerikanischen Bomber angegriffen. Der Befehlshaber der U-Boote Karl Dönitz gab daraufhin den "Laconia-Befehl" heraus, der jegliche Hilfeleistung gegenüber Überlebenden versenkter feindlicher Schiffe untersagte. Insgesamt kamen beim Untergang und der Bombardierung der Rettungsflotte 1658 Menschen ums Leben. Auch Sharp fiel der Attacke zum Opfer.
Quelle:Tim Schwabedissen




Scuderia in Falmouth an Land gesetzt - weiteres Fischereifahrzeug vor Lizard in Seenot
(04.09.13) Der französische Trawler "Scuderia" erreichte am 3.9. die Falmouth Docks, nachdem er zuvor an einer Tonne vor dem Hafen vor Anker gelegen hatte, bis ein Liegeplatz frei wurde. Das Schiff war mit Hebesäcken stabilisiert worden und wurde am Abend aus dem Wasser gehoben zur Untersuchung und Reparatur.
Derweil musste das RNLI-Boot aus Lizard RNLI am Nachmittag des 30.8. ein weiteres Mal einem Trawler zu Hilfe kommen. Der mit fünf Mann besetzte, 25 Meter lange Muschelkutter "Vanquish - B 74", 219 BRZ (IMO-Nr.: 8997572), aus Belfast hatte gegen 16 Uhr einen Maschinenraumbrand zwei Meilen südlich von Lizard Point gemeldet. Das Rettungsboot lief nach der Alarmierung durch die Falmouth Coastguard mit vier Mann an Bord aus und konnte den Havaristen bei ruhiger See rasch lokalisieren. Die Crew hatte alle Öffnungen abgedichtet und die Treibstoffzufuhr gestoppt, sodass das Feuer erstickte. Zwei Rettungsmänner wurden auf dem Schiff abgesetzt und kühlten mit einer Pumpe die Umgebung des Maschinenraums. Dann wurde eine Schleppverbindung hergestellt und die "Vanquish" gegen 20 Uhr nach Newlyn geschleppt.
Allerdings musste der Schleppzug hier noch einige Stunden ausharren, denn die Ausleger waren noch ausgebracht und konnten ohne die Hydraulik nicht angehoben werden. So passte das Schiff aber nicht durch die Hafeneinfahrt. Daraufhin übernahm um 21.30 Uhr das RNLI-Boot aus Penlee RNLI den Havaristen und zog ihn zu einem sicheren Ankerplatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutsches Ehepaar von ihrer Kutterketsch im Atlantik gerettet
(04.09.13) Die DGzRS hat am 30.8. die Rettung eines deutschen Ehepaares im mittleren Atlantik rund 650 Seemeilen südwestlich von Dakar koordiniert. Die beiden Segler waren nach einem schweren Sturm mit ihrer 16 Meter langen Kutterketsch "Nada Brahma", 30 ts, in Seenot geraten und wurden von der Besatzung des Tankers "Helga Spirit", 62929 BRZ (IMO:9292503), gerettet. Das MRCC Bremen wurde gegen 9.30 Uhr per Satellitentelefon alarmiert: Nach einem schweren Sturm war nicht nur der Motor des zweimastigen 30-Tonners "Nada Brahma", der 1973 bei Hattecke & Sohn erbaut und in Hamburg beheimatet war, ausgefallen, sondern auch die Segel waren völlig zerrissen und der Großbaum war beschädigt.
Das Schiff trieb nun manövrierunfähig mitten im Atlantik in Richtung Osten. Sofort informierte das MRCC die zuständige Seenotleitung in Dakar. Gleichzeitig baten die Nautiker der DGzRS per Satelliten-Funk alle in der Nähe befindlichen Schiffe um Hilfe. Umgehend meldeten sich eine Reihe von Schiffen, darunter auch der unter Bahamas-Flagge laufende 200 Tanker "Helga Spirit". Er nahm unverzüglich Kurs auf den Havaristen. Gegen 13.30 Uhr traf der 250 Meter lange Tanker an der Unglücksstelle ein. Die Besatzung übernahm das unverletzte Ehepaar von der "Nada Brahma". Die Ketsch mussten die beiden Deutschen dagegen aufgeben. Die letzte bekannte Position des führerlos treibenden Fahrzeugs leitete das MRCC an die Seenotleitung in Dakar weiter. Nach der Abbergung der beiden Segler setzte die "Helga Spirit" ihre Fahrt ins Mittelmeer zur spanischen Hafenstadt Castellón fort. Dort sollte der Tanker am 7. September 2013 eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiff deutscher Reeder erlitt vor Phuket Maschinenschaden
(04.09.13) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Tiger Cliff" erlitt am 2.9. auf der Fahrt von Kolkata nach Singapur am 2.9. vor Phuket, Thailand, Maschinenschaden. Das Schiff steuerte mit einer reduzierten Fahrt von 4-5 Knoten in Richtung der Straße von Malakka. Die "Tiger Cliff", 10600 tdw (IMO-Nr.: 9353747), hat eine Containerkapazität von 917 TEU, wurde 2009 erbaut und hat als Manager die Unitas Schifffahrts GmbH in Haren-Ems.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Jones Inlet vor dem Untergang bewahrt
(04.09.13) Die Coast Guard Station Jones Beach assistierte am Abend des 2.9. dem 46 Fuß langen Kutter "Terry Lee", der um 21.35 Uhr mit vier Mann an Bord Mayday gefunkt hatte. Das Schiff hatte nach Bruch eines Rohres schweren Wassereinbruch erlitten und trieb manövrierunfähig eine Meile östlich des Jones Inlet, New York. Der Notruf wurde von der Coast Guard Long Island Sound aufgefangen und der Havarist lokalisiert. Ein 47-Fuß-Boot der Station Jones Beach sowie ein Boot der Hampstead Bay Constables und Flugzeuge der Nassau County Police kamen zu Hilfe. Ein Helikopter der Nassau County Police sichtete den Havaristen als erster, bestätigte die Position und lotste die Coast Guard dorthin. Vor Ort gingen sofort zwei Rettungsleute an Bord und assistierten beim Lenzen. Nachdem der Wassereinbruch unter Kontrolle war, wurde der Kutter nach Point Lookout geschleppt. Dort wurde die schadhafte Bilgenpumpe gesichert und die Maschine wieder in Gang gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schweizer Fahrgastschiff bei Ausweichmanöver auf Grund gesetzt
(04.09.13) Das 135 Meter lange Schweizer Flusskreuzfahrtschiff "Viking Aegir" (EU-Nr.: 07001957) lief am Nachmittag des 3.9. auf dem Main bei Collenberg im Landkreis Miltenberg auf Grund, als es an einer Flussenge einem entgegenkommenden, belgischen Binnenschiff ausweichen musste. Die 2012 auf der Neptun-Werft in Rostock erbaute "Viking Aegir" war mit 185 Fahrgästen auf der Fahrt von Budapest nach Amsterdam.
Am 3.9. hatte sie um 13 Uhr in Wertheim mit Kurs Koblenz losgeworfen. Etwa 1,5 Kilometer vor der Schleuse Freudenberg kam an einer ausgewiesenen Engstelle ein Binnenschiff entgegen. Dieses ließ dem Fahrgastschiff zu wenig Platz, sodass es beim Ausweichmanöver auf der Uferböschung landete. Ein 80-Jähriger Passagier aus Florida, der auf dem Sonnendeck gesessen hatte, wurde dabei von Ästen getroffen und verletzt. Er kam nach Erstversorgung ins Krankenhaus Miltenberg, kehrte aber inzwischen wieder an Bord zurück.
Die Steuerbordseite der "Viking Aegir" wurde bei dem Auflaufen im Bugbereich erheblich beschädigt. Auch zahlreiche Scheiben auf der Sonnenterrasse gingen zu Bruch. An dem Rumpf entstanden außerdem größere Lackschäden. Das Schiff konnte die Fahrt in Richtung Koblenz aber kurz nach 19 Uhr fortsetzen. Der Sachschaden wurde von der Polizei auf etwa 50.000 Euro geschätzt. Der Unfallverursacher, der auf dem Weg nach Würzburg war, konnte zwar identifiziert, aber bis 21 Uhr noch nicht ausfindig gemacht werden. Die weiteren Untersuchungen hat die Wasserschutzpolizei Aschaffenburg übernommen. Gegen den Schiffsführer des Frachters wurde wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter zog beim Sinken in Bremerhaven auch ehemaliges Festmacherboot hinab
(04.09.13) Als im Bremerhavener Fischereihafen am 31.8. der Kutter "Seelust" des Vereins Deutsche Sportmarine sank, zog er offenbar auch dessen zweites Schiff, das längsseits liegende Festmacherboot "Smietlos", mit auf den Hafengrund. Wie es zu dem nächtlichen Untergang kommen konnte, war weiterhin unklar. Ein Gutachter aus den Niederlanden wurde in Bremerhaven erwartet. Mit ihm sollte die Bergung der Schiffe geplant werden.
Mit der "Smietlos" wird für den amtlichen S.B.F. See und den amtlichen S.B.F. Binnen ausgebildet. Sie hatte zuvor in Hamburg und Bremen seinen Dienst verrichtet und 1965 in Hamburg-Wilhelmsburg auf der Werft von Herman Zehbe entstanden. Die robust konstruierte "Smietlos" hat einen genieteten Rumpf und wiegt 10 Tonnen. Sie ist 8,30 m lang und hat einen Tiefgang von 1,40 m. Die "Seelust - BX 542" wurde 1942 bei Burmester in Swinemünde als Kriegsfischkutter "KFK 481" erbaut, ist 24 Meter lang, 6,4 Meter breit und hat einen Tiefgang von 2,75 m. Sie tat Dienst in der Fischerei bis 1987 und war zuletzt im Schiffsregister in Bremerhaven eingetragen.
Seit 1989 befand sich das historische Schiff Seelust im Besitz der Deutschen Sportmarine e. V. Sie wurde als Vereinsschiff genutzt und diente der Aus- und Weiterbildung von Sportbootfahrern. Gleichzeitig wurde das Museums-Schiff von der Deutschen Sportmarine gepflegt und in Stand gehalten. Sie verfügt über vier Kabinen mit je zwei Kojen für acht H.Kü. Patent-Anwärter im ehemaligen Laderaum. Hier waren die Kadetten während der mehrtägigen Ausbildungsfahrten auf der Weser über Elsfleth nach Vegesack oder über die Nordergründe nach Helgoland untergebracht. Auch auf der "Ostsee" war die "Seelust" unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Smart soll nach Abschluss der Löscharbeiten versenkt werden
(04.09.13) Alle umweltgefährdenden Stoffe waren am 3.9. vom Wrack des Bulkcarriers "Smart" vor Richards Bay abgepumpt. Fast 80 Tonnen Diesel und das meiste Öl waren von Bord, nur ein kleiner Rest wurde für den Betrieb der Generatoren belassen, die im Zuge der weiteren Bergungsarbeiten noch benötigt werden. Als nächstes soll die Ladung von 147 650 Tonnen Kohle, die sich an Bord befanden, als der Frachter zwischen den Luken VI und VII zerbrach, gelöscht werden. Danach sollen die beiden Rumpfteile schwimmfähig gemacht und zu einer Versenkungsstelle etwa 65 bis 75 Kilometer südöstlich der Richards Bay geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rasche Hilfe für Kutter vor Damon's Point
(04.09.13) Auf dem 42 Fuß langen Hummerkutter "Aries II" brach am 2.9. um 160.10 Uhr vor Damon's Point ein Feuer aus. Zeugen, die auf dem Motorboot "NaKoOi" das Schiff passierten, sahen Rauch aufsteigen und alarmierten die Behörden, und bereits Minuten später war die Feuerwehr vor Ort. Isolationsmaterial rund um das Abgasrohr hatte Feuer gefangen. Die Feuerwehr von Scituate sowie Verterter der Hafenbehörden von Marshfield und Scituate waren vor Ort. Dank der schnellen Hilfe konnte der Schaden begrenzt gehalten werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl der St. Thomas of Aquinas wird abgepumpt
(04.09.13) Am 6.9. wird in Cebu ein Schiff erwartet, mit dem das Öl aus dem Wrack der Fähre "St. Thomas Aquinas" abgepumpt werden soll. Die Malayan Towage and Salvage Corp. Sowie die Nippon Salvage wurden von 2GO Travel mit dieser Arbeit betraut, die bis zum 30.9. abgeschlossen sein soll. Derweil empfahl das Department of Environment and Natural Resources (DENR) eine Bergung des Wracks, das sich durch starke Strömungen auf dem Meeresgrund bewegen und Korallen beschädigen könnte. Die philippinische Coast Guard gab der Bergung der Opfer einstweilen Vorrang. Am 4.9. waren 110 Tote geborgen, 27 Personen noch vermisst und 733 gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verlassene Kochstelle setzte Fähre in Brand
(04.09.13) Die Papua Baru-Fähre ging am 3.9. in Porasko Harbor, Jayapura, in Flammen auf. Der Brand entstand durch eine unbeaufsichtigte Kochstelle in der Kombüse. Die Feuerwehr von Jayapura bekämpfte das Feuer, die siebenköpfige Crew wurde gerettet und von der Poluzzei vernommen. Das 63 Meter lange und 12 Meter breite Schiff war 2008 von der Provinzverwaltung erworben worden. Es konnte 350 Menschen transportieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



17 Tote bei Fährunglück befürchtet
(04.09.13) Am 1.9. kenterte vor Xishuangbanna die Fähre zwischen Mali in Myanmar und Guanleizhen in China auf dem durch Regenfälle angeschwollenen Mekong River. 17 Fahrgäste, darunter mehrere Kinder, wurden vermisst und sind vermutlich ertrunken. Insgesamt waren 25 Menschen an Bord des zudem mit Motorrädern und anderer Fracht überladenen Fahrzeugs, als es den reißenden Fluss querte. Als der Fährmann versuchte, zum chinesischen Ufer zurück zu kehren, wurde das Schiff von der Strömung erfasst und umgerissen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Blue Charm" (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Ausflugsschiff lief im Stockholmer Schärengarten auf Felsen
(03.09.13) Das schwedische Fahrgastschiff "Blue Charm", 276 BRZ (IMO-Nr.: 5285306), lief am Nachmittag des 2.9. bei Överbyfjärden, westlich von Resarö in den Schären vor Stockholm auf Grund. Das Schiff der Charm Charter AB, Nacka, hatte zum Unglückszeitpunkt keine Passagiere an Bord. Die sechsköpfige Crew blieb unversehrt. Das Schiff legte sich nach der Strandung stark nach Steuerbord über.
Es handelt sich die ehemalige "Prinsen", die am 22.5.1955 von der Gravdals Skibsbyggeri A/S an die SundeA/S Nesodden-Bundefjord Dampskipsselskap, Oslo, abgeliefert wurde, die sie bis 1980 auf der Route Oslo - Nesodden einsetzte. Am 10.7. jenen Jahres ging sie an die Rederi AB Sommar & Sol, Stockholm, die sie in "Kung Oscar II" umbenannte und bei der Gåshaga Varv, Lidingö, grundlegend umbaute.
Als "Rex Solaris" wurde sie dann in der Passagierschifffahrt eingesetzt. Im Dezember 1994 erfolgte der Verkauf an die Sölve Perssons Ekonomikonsult Ab, Öregrund, und der Einsatz als "Swedish Islander". 1995 ging sie in Charter der Lindblad Cruises für Ausflugsfahrten im Stockholmer Schärengarten. Am 26.5.2003 erwarb die Djursten Fyr & Rederi AB, Öregrund, das Schiff, die ab 2007 als Rederi Ab Swedish Islander, Stockholm, firmierte und am 26.1.2010 Konkurs anmeldete. Am 1.4.2010 wurde das Schiff an die Charm Charter Ab, Nacka, verkauft und wurde seither unter dem jetzigen Namen wieder für Charter- und Restaurantfahrten genutzt.
Es ist 39,10 Meter lang, 6,71 Meter breit und hat 3,17 Meter Tiefgang bei 181 Tonnen Tragfähigkeit. Die ursprüngliche Passagierkapazität von 366 Personen war durch die Umbauten auf 120 reduziert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Silena im Schlepp
Silena im Schlepp (Bild: KNRM)   Großbild klick!
Yacht vor Huizen leckgeschlagen
(03.09.13) Am 2.9. kamen beide Rettungsboote der KNRM Station in Blaricum zum Einsatz, nachdem die Yacht "Silena" Wassereinbruch erlitten hatte. Die Yacht war um 4.50 Uhr den Seenotrettern aufgefallen, weil sie im Fahrwasser ankerte. Die "Blaricum 1" lief aus, um die Lage zu sondieren. Es stellte sich heraus, dass das Kajütboot nicht nur Ruder- und Motorprobleme hatte, sondern auch Wasser machte. Daraufhin wurde auch die "Anna Jacoba" angefordert und die "Nikolaas Wijsenbeek" der KNRM Huizen alarmiert. Die "Blaricum-1" nahm die Yacht in Richtung Huizen in Schlepp, wo sie an die "Nikolaas Wijsenbeek" übergeben wurde. Diese bugsierte das Boot zu einem Kran im Yachthafen von Huizen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepperkapitän war bei Kollision betrunken
(03.09.13) Der Kapitän des holländischen Schleppers "Maas IV" (EU-Nr: 2308735), der bei der Kollision seines Schiffes mit einer Brücke auf der Trekvliet in Rijswijk am 1.9. erheblich verletzt wurde, war zum Unfallzeitpunkt betrunken. Dies hat die polizeiliche Untersuchugn des 71-jährigen Mannes aus Hagenaar ergeben. Er hatte ungefähr zwei Promille. Nach der Bergung aus dem zerstörten Ruderhaus seines Schiffes befand er sich weiterhin im Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen




Rätselraten über Schadensumfang auf Maersk Kampala
(03.09.13) Nachdem der Brand auf dem holländischen Containerfrachter "Maersk Kampala" nach mehreren Tagen offenbar im Griff war, bereitete sich das Schiff auf die Passage des Suez-Kanal vor. Das Feuer war in einem Container unten in einem Stack ausgebrochen und hatte sich dann zunächst auf einen zweiten Container ausgebreitet. Schlechtes Wetter hatte bis zum 31.8. das Längsseitsgehen von Löschschleppern verhindert, sodass deren Löschausrüstung nicht effektiv eingesetzt werden konnte.
Deshalb breitete sich der Brand weiter aus. Nachdem sich das Wetter beruhigt hatte, konnte die Anzahl brennender Container auf sechs reduziert werden, die alle in denselben Bays gestaut waren. Ein Löschteam ging dann an Bord und schnitt diese Container auf, um die Flammen in ihrem Innern zu bekämpfen.
Gleichzeitig wurden die in der Umgebung stehenden Boxen mit Wasser gekühlt. Der Frachter, dessen AIS-Signal ausgestellt war, ankerte vermutlich im südlichen Golf von Suez in sicherer Distanz zu bevölkerten Gegenden und neugierigen Augen. So bleibt auch Spekulation, wie viele Container letztlich vom Brand betroffen waren, sicherlich weniger als die tausenden, die zwischenzeitlich genannt wurden, aber auch mehr als die sechs, von denen Maersk sprach. Die "Maersk Kampala", 88700 tdw (IMO-Nr.: 9215311), hat eine Containerkapazität von 6802 TEU und wurde 2001 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter geriet beim Einlaufen außer Kontrolle - Sachschaden und ein Verletzter
(03.09.13) Am Abend des 1.9. geriet der unter Bahamas-Flagge laufende Kühlfrachter "Green Karmøy", 5084 BRZ (IMO-Nr.: 8804531), beim Versuch, in den Hafen von Tvøroyri auf den Faröern einzulaufen, außer Kontrolle. Mit dem Backbordheck traf er das Hafengebäude und drückte die Wand ein. Ein Trailer wurde umgeworfen. Ein Mann wurde von einer brechenden Trosse getroffen und kam erst ins örtliche, später ins Krankenhaus von Torshavn.
Quelle:Tim Schwabedissen



Französischer Trawler nach knapp einer Woche wieder flott
(03.09.13) Der 19 Meter lange und sechs Meter breite, französische Trawler "Scuderia" (MMSI-Nr.: 227593000) wurde am 2.9. gegen 15 Uhr kurz vor Hochwasser wieder flottgemacht. An dem erfolgreichen Bergungsversuch waren die Schlepper "Vulcan 2", "Grey Bear", "Viking" und "Pathfinder" beteiligt. Außerdem waren Hebesäcke mit 60 Tonnen Kapazität an dem Schiff angebracht worden. Mehrere Versuche, den am 28.8. bei Lankidden Cove, zwischen Cadgwith und Coverack gestrandeten Trawler flottzumachen, waren zuvor gescheitert. Rund die Hälfte der insgesamt 20 Tonnen Öl an Bord waren aus einem aufgerissenen Tank ausgelaufen. Der Havarist wurde nach der Bergung nach Port Pendennis in Falmouth geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tonnenleger rammte Hafeneinrichtung auf Norderney
(03.09.13) Der deutsche Tonnenleger "Beaufort", 561 BRZ (IMO-Nr.: 8895097) beschädigte am 2.9. die Kaimauer des Norderneyer Hafens. Das Schiff war durch einen technischen Defekt manövrierunfähig geworden. Bei dem Zusammenstoß wurden eine Passagierbrücke, Strom- und Wasseranschluss sowie ein Dalben beschädigt. Am Tonnenleger selbst entstand nur geringer Schaden. Die Höhe des Schadens an der Pier wurde auf rund 20.000 Euro geschätzt. Das Schiff lief tags darauf nach Helgoland aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker nach Feuer gesunken
(03.09.13) Der unter Kiribati-Flagge laufende Tanker "Kit 57", 322 BRZ (IMO-Nr.: 8032217), der am 31.8. um 11.40 Uhr vor Pulau Lima in Brand geraten war, ist sieben Stunden nach Ausbruch des Feuers an seinem Liegeplatz gesunken. Die Malaysia Maritime Enforcement Agency (MMEA) war von der Crew des unter Malaysia-Flagge registrierten Tankers "Success Satria 1", 909 BRZ (IMO-Nr.: 7809431), alarmiert worden, der längsseits gelegen hatte und auf den das Feuer übergesprungen war. Beide Schiffe lagen eine Meile südlich von Pulau Mungging.
Die 18-köpfige Crew der "Kit 57" aus Myanmar hatte sich ebenfalls an Bord des Nachbarliegers befunden. Zwei Mann wurden mit Schnittverletzungen und Beinbruch ins Kota Tinggi Hospital gebracht. Das Feuer war im Maschinenraum der "Kit 57" wohl durch einen Kurzschluss entstanden und wurde, da sich niemand an Bord befand, erst spät bemerkt. Die örtlichen Behörden prüften, ob es illegale Aktivitäten wie einen Schiff-zu-Schiff-Transfer von Ladung gegeben hatte. Beide Schiffe befanden sich aber an einem leglalen Ankerplatz vor der Küste von Johor.
Das Department of Environment überwachte die Untergangsstelle auf Ölverschmutzungen. Offiziere des Johor Environment Department fanden aber keine Hinweise darauf. Die Untergangsstelle wurde mit Tonnen markiert. Die "Kit 57", die eine Tragfähigkeit von 600 Tonnen hat, wurde 1980 bei Honai Jukogyo in Yawatahama als "Kyuho" erbaut. Von1996 bis 2997 lief sie als "Nasa".
Quelle:Tim Schwabedissen



COSCO Asia wurde von Panzerfaust getroffen
(03.09.13) Kevin Doherty, der Leiter der amerikanischen Sicherheitsfirma Nexus Consulting sagte, bezugnehmend auf Aussagen des Kapitäns, der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Cosco Asia", 114394 BRZ (IMO-Nr.: 9345403), sei am 31.8. tatsächlich von einer vom Ufer des Suez-Kanals abgefeuerten Panzerfaust getroffen worden. Das Geschoss traf einen Container auf der obersten Lage und beschädigte eine Luke unweit der Aufbauten. Auch von Maschinengewehrfeuer wurde berichtet. Die Attacke fand an der Ostseite des Kanals bei El-Sharqiya statt, als das Schiff ihn nordgehend passierte. Die "Cosco Asia" machte anschließend in Port Said zur Untersuchung fest. Nexus wies alle Schiffe im Kanal an, uferseitige Interaktion auf ein Minimum zu reduzieren und Lotsen und anderes Kanalpersonal vor dem Boarding sicher zu identifizieren. Lotsenleitern sollten auf nordwärts fahrenden Schiffen nur an Backbord, in Gegenrichtung an Steuerbord ausgebracht werden. Besatzung sollte sich nur wenn nötig an Deck aufhalten und Schutzkleidung auf den Brückennocks tragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelboot vor Ocean City in Flammen aufgegangen
(03.09.13) Am 31.8. geriet gegen 15 Uhr das 46 Fuß lange Motorboot "Sea Witch" eine Viertelmeile vor dem Strand von Ocean City in Brand und sank später. Zunächst waren zwei Mann von einem Angelkutter der Salty Sons abgeborgen worden. Wegen der starken Rauchentwicklung waren der Mann und eine Frau trotz ihrer orangefarbenen Rettungswesten kaum auszumachen gewesen, doch es gelang, sie unversehrt von Bord zu holen. Dann konnte ein Löschboot aus Ocean City den Brand löschen, indem Wasser in die seitlichen Abgasrohre des Maschinenraums gespritzt wurde. Doch beim Versuch, das Wrack dann durch Towboat U.S. einzuschleppen, wurde es von einer großen Welle getroffen und sank wie ein Stein unweit der Hafenzufahrt über das Heck weg. Die Coast Guard wollte es mit einer örtlichen Bergungsfirma wieder an die Wasseroberfläche bringen. Möglicherweise hat ein Fehler in der Elektrik den Brand ausgelöst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kran und Barge unterwegs zur Astrid
(03.09.13) Am 3. oder 4.9. sollten ein Kran und eine Barge an der Untergangsstelle des Dreimasters "Astrid", 140 BRZ, bei Cork eintreffen. Am 1.9. wurden einige herabhängende Takelage in Vorbereitung des Bergungsversuches entfernt. Taucher sicherten die Treibstofftanks mit Keilen, um sicherzustellen, dass während der Bergungsarbeiten kein Diesel auslaufen könnte. Am 2.9. waren weitere Tauchgänge am Wrack geplant, um die Hebung vorzubereiten. Deren Zeitplan hing auch vom Wetter vor Ort ab. Nach einer Bergung sollte das Wrack in einem Trockendock in Vlissingen untersucht werden. Eine Reparatur wurde in jedem Falle nicht erwartet..
Quelle:Tim Schwabedissen



Danio gestrandet (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Strandung der Danio: Fehler in Sicherheitsmanagement und menschliches Versagen
(02.09.13) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Danio", 1499 BR (IMO:9218533), benutzte einen nicht zugelassenen elektronischen Kartenplotter, als er am 16.3. auf dem Weg von Perth in Schottland nach Antwerpen vor Farne Island auf Grund lief. Außerdem, so fand die Maritime and Coastguard Agency (MCA) heraus, war ein Wachgänger auf der Brücke eingeschlafen und das Alarmsystem nicht benutzt worden.
Eigner Frank Dahl sprach von menschlichem Versagen. Das Alarmsystem der "Danio" war abgeschaltet, als der Frachter sich Longstone Lighthouse annäherte. Da der Wachhabende zudem schlief, lief das Schiff mehrere Meilen vom Autopilot geleitet, der aber auf ein nicht zugelassenes Navigationssystem zugriff. Die Crew hatte einen Weg vorgegeben, der dichter als nötig an Farne Island heranführte. So wurde ein gravierendes Versagen des Sicherheitsmanagementsystems an Bord konstatiert.
Kapitän Tadeusz Dudek sagte, die Crew habe vergessen, das Alarmsystem zu nutzen. Das Schiff, das 27 Tonnen Diesel und eine Ladung von 1,500 Tonnen Holz an Bord hatte, konnte erst nach fast zwei Wochen geborgen werden. Es wurde dann in Swinemünde repariert.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Pescana Endurant" (Bild: MRCC Noumea)   Großbild klick!
Schicksal gestrandeten Longliners vor Noumea noch offen
(02.09.13) Fast zwei Monate nach der Strandung des neukaledonischen Longliners "Pescana Endurant", 136 BRZ (MMSI-Nr.: 540003000) auf dem Nguetu-Riff sollen in dieser Woche Experten über das Schicksal des Wracks entscheiden.
Das Schiff war am 13.7. um 22.4 Uhr mit sechs Mann und einer Ladung von sechs Tonnen Fisch an Bord auf Grund gelaufen. Danach wurden der Fang, eine Winch und 10 Kubikmeter Dieselöl von Bord geholt und nach Port Boisé gebracht. Am 29.7. wurde eine Untersuchung der Havarie abgeschlossen und der Bericht an die Staatsanwaltschaft in Noumea weiter geleitet. Die Coastguard leitete Ermittlungen ein.
Zwei Versuche, das Schiff derweil vom Riff zu ziehen, scheiterten. Seither hat sich der Zustand des Schiffes verschlechtert, und das Risiko eines Zerbrechens ist gestiegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Containerfrachter Maersk Kampala weitgehend niedergekämpft
(02.09.13) Am Morgen des 2.9. war das Feuer an Bord des holländischen Containerfrachters "Maersk Kampala", 80654 BRZ (IMO-Nr.: 9215311), weitgehend unter Kontrolle gebracht. Zwischenzeitlich hatte sich der Brand auf bis zu 1000 Tonnen in den insgesamt 4000 Containern an Bord ausgeweitet.
Jetzt erstreckte er sich wohl nur noch auf sechs Container, u denen sich Feuerbekämpfer mit Schneidgerät einen Weg bahnten, um die Flammen in deren Innern zu löschen. Schlechtes Wetter in dem Seegebiet südlich von Suez hatte die Brandbekämpfung in den vorangegangenen Tagen erschwert. Die Schlepper mit Löschausrüstung konnten wegen des hohen Seegangs nicht dicht genug an den Frachter herankommen, um effektive Löscharbeiten durchzuführen, und ein Spezialteam konnte ihn nicht erreichen, weil der Schlepper, auf dem es übersetzen sollte, einen Maschinenschaden hatte.
So konnte sich der Brand in einem Container, der sich im unteren Bereich eines Stack auf dem Vorschiff befand, auf etliche weitere Container in den vorderen beiden Bays ausweiten. Erst in den Mittagsstunden des 31.8. besserte sich die Lage, und die Löschkanonen konnten effektiv zum Einsatz gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ägyptische Behörden verweigern israelischem Containerfrachter nach Brand die Hilfe
(02.09.13) Am 31.8. trieb der liberianische Containerfrachter "Zim Rotterdam", 114044 BRZ (IMO-Nr.:9398450), weiterhin mit einer Drift von rund zwei Knoten im nördlichen Roten Meer. Am 28.8. hatte sich das Schiff einige Zeit vor Sakhna befunden, wo die Schäden durch das Feuer am 23.8. ausgebessert werden sollten. Doch Major General Hassan Fallah, Chef der Hafenbhörden, hatte das Einlaufen in irgendeinen Hafen im Roten Meer oder dem Golf von Suez am 30.8. untersagt. Die Crew des von der Zim Integrated Shipping Services Ltd. bereederten und von dem Matam Scientific Industries Center in Haifa gemanagten Schiffes sei in Häfen des Süd-Sinai oder dem Roten Meer nicht willkommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angriff auf Mega-Containerfrachter im Suez-Kanal
(02.09.13) Drei Personen eröffneten auf den chinesischen Containerfrachter "COSCO Asia", 114394 BRZ (IMO-Nr.: 9345403), bei dessen Passage des Suez-Kanals am 31.8. mit Maschinengewehren und einer Panzerfaust offenbar das Feuer. Militärkräfte und Grenzschutz eilten zum Schiff. Die Angreifer wurden verhaftet. Der Frachter setzte den Transit in Süd-Nord-Richtung auf dem Weg vom Mittelmeer nach Hamburg fort, wo er am 8.9. erwartet wird.
Das Schiff blieb unbeschadet, allerdings wurde von der Explosion eines mit Gas gefüllten Containers bei Kanalkilometer 32 berichtet, der wegen der extremen Hitze unter Druck geraten war. Es kam zu starker Rauchentwicklung. Das Schiff lief in einem Konvoi mit 20 anderen Fahrzeugen, als ein Explosionsknall zu hören war und ein Feuer entstand. Wie diese Vorfälle in Zusammenhang standen, war noch unklar. Die 2007 erbaute "COSCO Asia" hat eine Tragfähigkeit von 109968 Tonnen und eine Containerkapazität von 10061 TEU. Manager ist die Cosco Asia Maritime Inc. in Shanghai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polizei folgte mutmaßlich betrunkenem Schlepperkapitän nach Kollision ins Krankenhaus
(02.09.13) Am 1.9. kollidierte der 13 Meter lange, holländische Schlepper "Maas IV" (EU-Nr: 2308735) der J. Buytelaar & Co. in 's Gravenhage mit der Geestbrücke über die Trekvliet am Cromvliet Kai in Rijswijk. Ruderhaus und Kajüte des 1927 erbauten 6-Tonnen-Schiffes wurden beim Aufprall zerstört. Die Feuerwehr musste den verletzten Kapitän aus den Trümmern befreien. Er wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht. Ihm auf dem Fuß folgte die Polizei zur Entnahme einer Blutprobe, da vermutet wurde, dass er zum Unfallzeitpunkt unter dem Einfluss von Alkohol stand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht auf Genfer See unter Schaufelraddampfer eingeklemmt
(02.09.13) Auf der Fahrt von Nyon nach Yvoire kollidierte einen Kilometer vor dem Zielhafen im Kanton Vaud das Schweizer Fahrgastschiff "Simplon" der General Navigation Compagnie am 1.9. gegen Mittag auf dem Genfer See mit einer Yacht. Zwei Mann von deren fünfköpfiger Crew wurden verletzt, ein Jugendlicher musste ins Krankenhaus. Die Yacht wollte an der Luthi 870 Regatta teilnehmen, die in 15 Minuten angeschossen werden sollte.
Unmittelbar vor der Kollision sprangen die Segler in den See. Der Mast der Yacht brach beim Aufprall, wodurch der 15-jährige am Arm verletzt wurde. Die Crew des Dampfschiffes warf Rettungsringe ins Wasser. Andere Teilnehmer der Regatta zogen die verunglückten Segler aus dem Wasser. Die 78,5 Meter lange "Simplon" setzte ihre Fahrten mit 30-minütiger Verspätung fort. Sie hatte wohl die Geschwindigkeit der Yacht unterschätzt, während deren als erfahren geltender Skipper den herannahenden Dampfer wegen der Sichtbehinderung durch das Segel nicht richtig sehen konnte.
Die Yacht, die vor einem der Schaufelräder der "Simplon" unter dem Rumpf eingeklemmt worden war, wurde nach ihrer Befreiung zu einer Werft in Crans-près-Céligny gebracht. Die "Simplon", die 1920 erbaut wurde und fast 1000 Fahrgäste befördern kann, wurde leicht beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Feuer auf zwei Tankern
(02.09.13) Am Morgen des 31.8. fingen zwei Schiffe in den Gewässern von Pulau Lima Feuer. Die Malaysia Maritime Enforcement Agency (MMEA) fing um 11.40 Uhr einen Notruf der beide in Singapur registrierten Tanker "Sakses Satria 1" und "Kit 57" auf. Aus Tanjung Sedili eilten Rettungskräfte zu den eine Meile südlich von Pulau Mungging liegenden Schiffen und retteten einen Mann, vier weitere wurden von einem Zollboot, das sich in der Nähe befand, aufgenommen. Zwei von ihnen kamen mit Verletzungen ins Kota Tinggi Hospital. Der Brand war im Maschinenraum der "Kit 57" ausgebrochen und hatte dann auf das daneben liegende, unbesetzte Schiff übergesprungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutscher Binnentanker saß auf Buhne fest
(02.09.13) Am 31.8. gegen Mittag lief der deutsche Binnentanker "Ben", 1940 ts (EU-Nr.: 04008530) auf eine Buhne in Sint Philipsland nahe des Hotel Oosterschelde am Zusammenfluss von Mastgat und der Zijpe. Der Schlepper "Delta" und das Rettungsboot "Mistral" waren zwar schnell vor Ort, konnten aber angesichts des fallenden Wasserstandes nichts mehr ausrichten. Bei Ebbe lag der Tanker hoch und trocken mit leichter Steuerbordschlagseite zwischen zwei Buhnen. Gegen 22 Uhr kam er mit auflaufendem Wasser mit eigener Kraft wieder frei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre auf Padma River gestrandet
(02.09.31) Auf der Dhaka-Paturia Road saßen hunderte Fahrzeuge fest, nachdem der Betrieb von 10 Ro-Ro-Fähren auf dem Padma River am 30.8. gegen 21 Uhr durch die Bangladesh Inland Water Transport Corporation (BIWTC) untersagt worden war. Am Nachmittag war die Fähre "Keramat Ali" im Daulatdia Channel auf Grund gelaufen. 500 Laster, 200 Busse und 150 kleinere Autos waren von der Sperrung betroffen. Die Fähre selbst war mit vier Bussen und 19 Pkw beladen gewesen. Die BIWTC leitete Baggerarbeiten ein, um binnen 72 Stunden wieder einen störungsfreien Fährdienst gewährleisten zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf der Hamburger Außenalster
(02.09.13) Bei der Kollision zwischen einem Arbeitsschiff auf der Hamburger Außenalster und einem Fahrgastschiff entstand am 1.9. erheblicher Sachschaden. Das Fahrgastschiff lief aus dem Rondeelkanal kommend auf die Außenalster und wollte auf der rechten Seite des Fahrwassers weiter in Richtung Binnenalster fahren. Mitten im Fahrwasser lag ein Arbeitsfahrzeug vor Anker, das offenbar nicht vorschriftsmäßig beleuchtet war. Der Kapitän des Fahrgastschiffes bemerkte den Ankerlieger zu spät, konnte nicht mehr ausweichen und stieß mit dem Bug gegen das Steuerbord-Vorschiff des Arbeitsschiffes. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Die 72 Fahrgäste und Besatzung des Fahrgastschiffes blieben ebenso unverletzt wie der Schiffsführer und die drei Mann Besatzung an Bord des Arbeitsschiffes. Bis zur Inspektion durch einen Sachverständigen wurde für das Arbeitsschiff ein Fahrverbot ausgesprochen. Der Schiffsführer des Arbeitsschiffes muss sich in einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs verantworten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper von vermissten Kutter mit 2,04 Promille gefunden
(02.09.13) Am späten Nachmittag des 31.8. erhielt die Wasserschutzpolizei Sassnitz von der Seenotleitung Bremen der DGzRS Informationen zu einem vor der Insel Rügen vermissten dänischen Fischkutter. Sofort begann eine Absuche des Seegebietes vor Arkona und der Insel Hiddensee mit Hilfe des Küstenstreifenbootes "Granitz" der Wasserschutzpolizei Sassnitz gemeinsam mit dem Seenotkreuzer "Theo Fischer" der DGzRS-Station Darßer Ort. Im Verlauf der Suche konnte die "Granitz" den Fischkutter nördlich der Insel Hiddensee sichten.
Erste Ermittlungen ergaben, dass der Kutter einen Maschinenschaden erlitten hatte. Das Schiff wurde durch die "Theo Fischer" in Schlepp genommen und auf eine sichere Ankerposition gebracht. Das Küstenstreifenboot "Granitz" begleitete den Schleppverband bis zum Ankerplatz in unmittelbarer Nähe des Libbenfahrwassers und führte erste Ermittlungen an Bord des Kutters durch. Es stellte sich heraus, dass der Schiffsführer unter Alkoholeinfluss stand. Eine durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 2,04 Promille.
Aufgrund des ermittelten Wertes wurde eine Blutprobenentnahme durchgeführt. Die Beamten erstatteten gegen den Schiffsführer Strafanzeige wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr und behielten ca. 1000 EUR Sicherheitsleistung ein. Der Kutter wurde vom Seenotrettungsboot "Nausikaa" der DGzRS-Station Hiddensee zum Südanleger von Wittow geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Kutter in Bremerhaven gesunken
(02.09.13) Im Bremerhavener Fischereihafen sank am Abend des 31.8. der historische Fischkutter "Seelust" an seinem Liegeplatz am Westkai. Nur noch Masten und Schornstein blieben über Wasser sichtbar. Die Bremerhavener Feuerwehr legte eine Ölsperre um das Schiff aus und sammelte Treibgut aus dem Hafenbecken. Größere Verschmutzungen gab es nicht. Die "Seelust" entstand 1942 als Kriegsfischkutter "M 4253" auf der Burmester-Werft Swinemünde-Ost und gehört heute dem Verein Deutschen Sportmarine e.V. Sie wurde zuletzt in Bremerhaven als Museums- und Ausbildungsschiff eingesetzt. Sie ist 24 Meter lang, 6,4 Meter breit und hat einen Tiefgang von 2,75 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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