EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juni 2013


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Holländer festgefahren
(Bild: Polizei Aschaffenburg) Großbild klick!
Holländisches Passagierschiff bei Aschaffenburg aufgelaufen
(30.06.2013) Am Donnerstag 27.6., wurde mitgeteilt, dass sich an der Einfahrt zum Floßhafen ein holländisches Passagierschiff aufgefahren war und festsaß. Der 63-jährige Schiffsführer war mit dem Schiff an der falschen Seite der Fahrwassertonne vorbeigefahren und auf Grund gelaufen. Da wiederholte Versuche das Schiff aus eigener Kraft wieder frei zu bekommen fehlschlugen, musste ein Schlepper angefordert werden, der das Schiff drei Stunden später aus dem seichten Wasser zog. Die gesamte Bergeaktion wurde von vielen Schaulustigen beobachtet.
Die Kompetenz des Schiffsführers fand ihren Höhepunkt in einem Befreiungsversuch während das Polizeiboot längsseits lag: Er ließ die Maschinen an. Durch den Schraubensog wurde das Polizeiboot gegen das Personenschiff gedrückt. Dadurch wurde die Reling des Polizeibootes eingedrückt.
Quelle: Peter Walter



Einhandsegler gestrandet
(Bild: RNLI) Großbild klick!
Yacht vor Skerries auf Grund gelaufen
(28.06.13) Das RNLI-Boot aus Skerries wurde am 27.6. gegen 19 Uhr alarmiert, nachdem ein Einhandsegler mit seiner 11 Meter langen Yacht nördlich von Rush Harbour gestrandet war. Zwei Kayaker hatten das Boot gesehen und die Dublin Coast Guard alarmiert. Vor Ort war ruhige See. Das Rettungsboot war mit vier Mann an Bord 10 Minuten später vor Ort. Zu der Zeit lag das Boot allerdings bereits schon oberhalb der Flutlinie. Zwei Seenotretter prüften die Lage und fanden den Skipper ebenso wie sein Boot unversehrt vor. Sie brachten einen Anker aus, damit das Boot nicht auf die nahen Felsen treiben konnte. Ein Helikopter der Irish Coast Guard war auch kurzzeitig vor Ort, drehte aber wegen der sicheren Lage wieder ab. Auch das Rettungsboot lief wieder ab, weil das Wasser noch weiter fiel. Um 22.20 Uhr kehrte es mit der Flut wieder zurück. Es hatte eine Lenzpumpe dabei. Dann wurde eine Leinenverbindung hergestellt und Zug darauf gebracht. Um 23.45 Uhr schwamm die Yacht auf und wurde zurück nach Skerries geleitet. Sie hatte nur geringe Schäden erlitten. Quelle: Tim Schwabedissen



Container gehen über Bord
(Bild: Karar) Großbild klick!
Containerfracht treibt nach Untergang der halben "MOL Comfort" in der See
(28.06.13) Zahlreiche Container trieben in der See, nachdem das Achterschiff des Containerfrachters "MOL Comfort" am 27.6. unweit der Position 14'26" N 66'26" O um 16.48 Uhr Ortszeit auf Tiefe gegangen war. Insgesamt waren rund 1,700 Container in dem Schiffsteil. Etliche Stacks brachen los, als die Schiffshälfte mit dem Heck in die Höhe stieg, nachdem Ladeluke VII aufgerissen worden war, und stürzten ins Wasser. Danach hatte die Sektion binnen weniger Minuten starke Steuerbordschlagseite entwickelt und hatte sich nach vorne geneigt. Helle lila-gelbe und schwarze Wolken entstiegen Laderaum VII, und vorsorglich gingen die Rettungsschiffe, darunter die "Katar", auf eine sichere Distanz und überwachten das weitere Geschehen. Nur sieben Minuten nach Beginn des Untergangs verschwand das Achterschiff in der Tiefe. Unzählige Boxen trieben dann in der rauen See auf. Es wurden aber nur geringe Ölmengen beobachtet. Beim Untergang auf 4000 Meter Tiefe dürfte die in Schiff und Wrack eingeschlossene Luft aber erhebliche Schäden am Rumpf verursacht haben. Das Vorschiff der "MOL Comfort" wurde derweil mit 1,2 Knoten Fahrt in Richtung Persischen Golf gezogen. Die indischen Behörden schickten ein Patroullienboot, um Ölverschmutzungen und Container zu überwachen. MOL wollte nun die Schwesterschiffe verstärken. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Zaandam
(28.06.13) Am Morgen des 28.6. brach im Maschinenraum des holländischen Binnenschiffes "Mira Anvema", 1648 ts (EU-Nr.: 02318361), das bei der Brouwer Werft in Zaandam lag, ein Feuer aus. Die Feuerwehr wurde um 9.45 Uhr alarmiert, nachdem Isolationsmaterial bei Überholungsarbeiten in Brand geraten war. Es breitete sich rasch starke Hitze und dichter Rauch aus. Drei Löschfahrzeuge und ein Löschboot brachten den Brand rasch unter Kontrolle, sodass nur der Maschinenraum und ein kleiner Teil des Wohnbereiches des Schiffes, das am Vortag an der Werft festgemacht hatte, in Mitleidenschaft gezogen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Crew und Hund nach Schiffbruch wohlbehalten
(28.06.13) Die Crew des gesunkenen, 76 Fuß langen Kutters "Ocean Viking" (MMSI-Nr.: 367577760) dankte, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten, ihren Rettern, die sie nach ihrem Schiffbruch aufgefischt hatten. Die Coast Guard hatte am 26.6. einen MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Kodiak in Marsch gesetzt, der die vier Männer in einer Rettungsinsel 190 Meilen südwestlich von Kodiak in der Dunkelheit entdeckte. Sie hatten ihren Kutter aus Shoreline aufgeben müssen, nachdem es zu einem Wassereinbruch gekommen war, der sich nicht kontrollieren ließ. Als die Retter vor Ort eintrafen, trieb das Schiff noch kieloben in der See. Der Techniker Jason Bunch wies die Fischer ein, wie sie den Rettungskorb zu nutzen hätten, dann wurden sie samt ihrem Hund an Bord des Hubschraubers gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff vor Aschaffenburg aufgelaufen
(28.06.13) Am 27.6. gegen 16.30 Uhr lief in der Floßhafeneinfahrt von Aschaffenburg ein holländisches Fahrgastschiff auf Grund. Die Wasserschutzpolizei wurde festgestellt, dass der Kapitän an der falschen Seite der Tonne, die das Fahrwasser kennzeichnet, vorbeigefahren und dann auf Grund gelaufen war. Mehrere Versuche das Schiff aus eigener Kraft wieder frei zu bekommen, scheiterten. Nachdem die Polizei mit ihrem Boot angelegt hatte und mit dem Kapitän gerade die weitere Bergeaktion besprach, unternahm dieser plötzlich einen weiteren Befreiungsversuch und ließ die Maschinen an. Durch die dabei entstandene Sogwirkung wurde das Polizeiboot an das Personenschiff gedrückt, wodurch ein Schaden von ca. 200 Euro an der Reling entstand. Ein Schlepper zog es nach drei Stunden schließlich wieder in tieferes Wasser. An dem Fahrgastschiff war durch das Auflaufen sowie durch den Kontakt mit dem Polizeiboot kein Schaden entstanden. Quelle: Tim Schwabedissen



205 Menschen auf Amazonas gerettet
(28.06.13) Die peruanische Coast Guard rettete am Morgen des 28.6. 205 Passagiere von der "Carlos Antonio" auf dem Amazonas in der Nordostregion von Loreto. Das Schiff, das eine Fahrgastkapazität von 245 Passagieren hat, hatte nach dem Verlassen des Hafens von Iquitos (Enapu) nach Islandia Wassereinbruch erlitten. Ein Patroullienboot der Küstenwache sowie ein weiteres Schiff waren rechtzeitig vor Ort, um alle Menschen zu retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlechter Tag für Taucher - Aufbauten der "Rena" sollen verschrottet werden
(28.06.13) Der vierstöckige Aufbautenblock der "Rena" soll von dem übrigen auf dem Astrolabe Reef liegenden Rumpf abgetrennt und geborgen werden. Dieser Schritt wurde am 28.6. unabhängig von weiteren Überlegungen zum Umgang mit dem Wrack bekanntgegeben. Grund war die Sorge, die Aufbauten könnten unter dem Einfluss von Wellen und Strömung zusammenbrechen und weitere Trümmer freigeben, die die Küste verschmutzen könnten. Umweltexperten hatten nach Angaben des Versicherers Swedish Club zwar keine umweltgefährdenden Stoffe dort ausgemacht, doch man sei den Küstenbewohnern entgegen gekommen. Jedwelche Trümmer, die bei der Bergung abtrieben, würden eingesammelt werden. Zwar wären die Aufbauten für Sporttaucher ein gutes Ziel gewesen, doch es sei unsicher gewesen, wie lange sich die Aufbauten am Rumpf halten würden und wann eine Sicherheitsgefährdung einträte. Die Berger von Resolve werden den Block parallel zum Hauptdeck in zwei Teile schneiden. Die Operation wird rund 80 Tage dauern, mit einem 40-Tage-Puffer wegen möglichen schlechten Wetters, und im Oktober begonnen, wenn aus Singapur eine weitere Kranbarge eingetroffen ist. Jede abgeschnittene Sektion wird auf eine andere Barge gehoben und zum Verschrotten nach Tauranga gebracht. Die Vorbereitungsarbeiten sollen im August und September stattfinden. Gleichzeitig wurde weiter an dem Abbruch der Bugsektion bis einen Meter unter die Niedrigwasserlinie gearbeitet. Resolve barg auch weitere Containertrümmer und andere Fracht aus dem Trümmerfeld zwischen den Rumpfhälften. Bislang haben sie 650 Tonnen geborgen. Trümmer aus Laderaum IV wurden entfernt, um Zugang zu zwei Container mit Plastikperlen zu bekommen. Einer von ihnen wurde bereits komplett geleert, der andere teilweise. Als nächstes standen Tauchuntersuchungen in den Laderäumen V und VI an, in denen sich vier Container von Interesse befanden. Quelle: Tim Schwabedissen



Acht Fischer vor China vermisst
(28.06.13) Schiffe und Helikopters suchten am 28.6. nach acht Personen, deren Kutter an der Küste der ostchinesischen Shandong Provinz gekentert war. Das Schiff aus der Hebei Provinz war am frühen Morgen Dongying verunglückt. Drei Mann wurden gerettet und im Krankenhaus behandelt. Quelle: Tim Schwabedissen



85 Jahre alter Schoner wahrscheinlich gesunken
(28.06.13) Die Retter, die auf der Suche nach dem vermissten amerikanischen Schoner "Nina" und dessen siebenköpfiger Crew waren, nahmen an, dass das Schiff gesunken ist. Am dritten Tag der Suche fanden sie am 28.6. weiter keine Spur des 85 Jahre alten Schiffes, das am 29.5. von Opua Neuseeland nach Australien aufgebrochen war. Der letzte Kontakt hatte am 4.6. 370 Meilen westnordwestlich von Cape Reinga bestanden, 10 Tage darauf wurde die "Nina" vermisst gemeldet. Allerdings war kein Notsender aktiviert worden. An Bord waren sechs Amerikaner, darunter der Skipper Blyche mit Frau und Sohn, deren Freundin, zwei weitere Mitsegler sowie ein Brite. Der Skipper war ein erfahrener Seemann und hatte weltweit schon viele Jahre gesegelt. Das New Zealand's Rescue Coordination Centre sagte, es sei logisch anzunehmen, dass deren Boot im Sturm gesunken sei, doch könnten Besatzungsmitglieder auf einer mitgeführten Rettungsinsel überlebt haben. Wahrscheinlich sank die "Nina" so schnell, dass weder Notsender aktiviert noch das Satellitentelefon und andere Ortungsanlagen genutzt werden konnten. Der Notsender der "Nina" würde aber auch nicht bei einem bestimmten Wasserdruck angehen. Die Suche war am 28.6. auf die nördliche Küstenlinie Neuseelands fokussiert, darunter die Three Kings Islands. Retter suchten nach Wrackteilen oder der Rettungsinsel. Anhand von Driftdaten wurde die Küstenlinie von Tauroa Point, entlang Ninety Mile Beach, bis nördlich von Northland unter die Lupe genommen. Dazu stieg in Hamilton eine Piper Chieftain des Phillips Search and Rescue Trust mit vierköpfiger Crew auf, die um 10.45 Uhr in Tauroa Point begann und bis 17 Uhr in der Luft blieb. Auf See wurden bislang rund 500,000 Quadratmeilen abgesucht. Quelle: Tim Schwabedissen



MOL Comfort
(Bild: MRCC Mumbai) Großbild klick!
Achterschiff der "MOL Comfort" gesunken
(27.06.13) Das Achterschiff der "MOL Comfort" am 27.6. um 16.48 Uhr nahe der Position 14'26" N 66'26"O auf einer Wassertiefe von 4000 Metern. Es nahm rund 1,700 Container mit sich. Etliche von ihnen trieben an der Ujntergangsstelle in der See. An Bord befanden sich auch rund 1500 Tonnen Bunkeröl. Am 26.6. befand sich das Vorschiff der "MOL Comfort" unweit der Position 15'52" N 68'53" O, das Achterschiff trieb zu der Zeit bei 14'13" N 66'04" O in ostnordöstlicher Richtung und rollte stark in der weiterhin stürmischen See, Wasser drang in den Laderaum ein, und es gingen bereits vermehrt Container über Bord. Um das Wrackteil war ein geringer Ölverlust sichtbar. Das Vorschiff befand sich seit dem 25.6. am Haken eines Schleppers auf dem Weg in Richtung Persischer Golf. Es hat noch den größten Teil der Ladung an Bord. Der Kapitän des norwegischen Produktentankers "Torm Thyra", 30058 BRZ (IMO-Nr.: 9250488), der am 25.6. das Vorschiff passierte, konnte einige Fotos des vorlastigen Vorschiffs während des Beginns der Bergungsaktion schießen. Quelle: Tim Schwabedissen



Longliner nach Feuer aufgegeben
(27.06.13) Der taiwanesische Longliner "Chun Ying" geriet im Indischen Ozean auf Position 01 13 N 055 24 O rund 350 Meilen nördlich der Seychellen bzw. 470 Meilen vor Somalia am 26.6. in Brand. Die 31-köpfige Crew ging in zwei Rettungsinseln, das Schiff wurde durch das Feuer zerstört. Die "Chun Ying", 525 BRZ (IMO-Nr.: 8651764) wurde 2000 erbaut und läuft für die Chyan Maan Oceanic, Taiwan. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Fraserburgh in Seenot
(27.06.13) Das RNLI-Boot aus Fraserburgh, die "Willie and May Gall", wurde am 24.6. alarmiert, weil der 20 Meter lange, britische Kutter "BF 101 - Sunlight Ray" (MMSI-Nr.: 235004290) rund 17 Meilen östlich von Fraserburgh Wassereinbruch erlitten und die Aberdeen Coastguard um Hilfe gebeten hatte. Die eigenen Lenzpumpen waren ausgefallen. Das RNLI-Boot kämpfte sich durch rund zwei Meter hohe Wellen bei Windgeschwindigkeiten von 20-25 Knoten und erreichte die "Sunlight Ray" gegen Mittag. Der Vormann brachte das Boot längsseits und übergab zwei Pumpen. Doch die Crew der "Sunlight Ray" konnte sie nicht in Betrieb nehmen, so mussten zwei Rettungsmänner übergesetzt werden und sie unterstützen. Nachdem die Pumpen arbeiteten, konnte der Kutter eskortiert von dem Rettungsboot nach Fraserburgh einlaufen, wo er gegen 15 Uhr festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Fischer aus Rettungsinsel geborgen
(27.06.13) Die US Coast Guard rettete am 26.6. die vierköpfige Crew des 76 Fuß langen Kutters "Ocean Viking" (MMSI-Nr.: 367577760), der 190 Meilen südwestlich von Kodiak nach Wassereinbruch gesunken war. Von der Coast Guard Air Station Kodiak hob ein MH-60 Jayhawk Helikopter ab und barg die Schiffbrüchigen gegen 22.30 Uhr. Sie wurden nach Kodiak geflogen. Alle vier wie auch der Bordhund waren wohlauf. Der Kutter hatte um 20.30 Uhr Mayday gefunkt. Der Notruf war von Trident Seafoods in Chignik aufgefangen worden. Die "Ocean Viking" war in Shoreline, Washington, beheimatet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision durch nachlässigen Ausguck
(27.06.13) Der MAIB veröffentlichte einen Untersuchungsbericht zur Kollision der Frachter "Timor Stream" und "Seagate" vor der Dominikanischen Republik, die sich am 10.3.2012 ereignet hatte. Der Bulkcarrier "Seagate" war mit dem Kühlfrachter bei guter Sicht Meilen nördlich der Küste zusammengestoßen, beide Schiffe wurden schwer beschädigt. Die "Timor Stream" war drei Stunden zuvor ausgelaufen nach England, die "Seagate" war zur afrikanischen Westküste unterwegs. Der 1. Offizier der "Seagate" hatte die "Timor Stream" zwar gesehen, nahm aber an, sie würde klar von ihm sein. Der Kapitän der "Timor Stream", war allein auf der Brücke seines Schiffes und hielt nicht ordnungsgemäß Ausguck. Erst eine Minute vor dem Unglück wurde die Annäherung bemerkt. So war es auch diese Nachlässigkeit, die der MAIB kritisierte. Beide Offiziere seien nachlässig gewesen und hätten keine geeigneten Maßnahmen zur Abwendung der Kollision ergriffen. Quelle: Tim Schwabedissen



Crew gesunkenen Frachters vor China gerettet
(27.06.13) Fünf Vietnamesen wurden gerettet, nachdem die "Hong An 08" vor Südchinas Guangxi Zhuang-Region sank. Das vietnamesische Schiff hatte am 26.6. um 17:45 Uhr Mayday gefunkt, ehe es gegen 19 Uhr vor dem Hafen von Qinzhou unterging. Alle fünf Mann wurden nach zwei Stunden von den SAR-Einsatzkräften entdeckt und geborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Baggerschiff gesunken - fünf Tote befürchtet
(27.06.13) Drei Menschen kamen ums Leben und zwei wurden vermisst, nachdem am Abend des 26.6. um 22.50 Uhr das Baggerschiff "Hairun 18" vor Chinas Guangxi Zhuang Region sank. Insgesamt waren 10 Personen an Bord des Schiffes, das sich vor Beihai City befand. Fünf von ihnen wurden am 27.6. gegen ein Uhr gerettet, drei Tote trieben in der See. Die Suche nach den beiden Vermissten dauerte an. Das Unglück ereignete sich im Taifun Bebinca, der seit dem 24.6. über die Region fegte. Quelle: Tim Schwabedissen



Historischer Schoner in Tasmanischer See vermisst
(27.06.13) Ein Meteorologe aus Neuseeland fing den letzten bekannten Funkspruch des 21 Meter langen, 84 Jahre alten amerikanischen Schoners "Nina" auf: "The weather's turned nasty, how do we get away from it?" Er gab dem 370 Meilen westlich Neuseelands segelnden Schiff den Rat, auf Südkurs zu gehen Dies war am 4.6. Am nächsten Tag gab es noch eine Textbotschaft: "Any update 4 Nina?", und seither gab es keine Lebenszeichen des Schiffes mehr. Es war über die Bahamas, Jamaika, Kolumbien, Panama, Costa Rica und Französisch-Polynesien nach Australien unterwegs. Am 29.5. war es aus Opua in der Bay of Islands in Neuseeland nach Newcastle ausgelaufen, wo es Mitte Juni hätte eintreffen sollen. Versuche, Kontakt zu bekommen, verliefen ergebnislos. An Bord waren sechs Amerikaner und ein Brite. Am 14.6. alarmierten Angehörige die Behörden. Das Maritime New Zealand Rescue Coordination Centre war mangels Notruf zunächst noch nicht sehr besorgt und versuchte Kontakt aufzunehmen. Am 25.6.aber stieg ein Suchflugzeug der Air Force auf und suchte zwei Tage lang über 484000 Quadratkilometer das Seegebiet ab. Als das Schiff verschwand, wehte ein Wind von 110 Kilometern, und die Wellen gingen acht Meter hoch. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht nach Feuer abgeschleppt
(27.06.13) Die US Coast Guard wurde am 25.6. um 13.55 Uhr alarmiert, nachdem am 25.6. die 80 Fuß lange Motoryacht "Different Drummer II", 100 BRZ, aus Fort Lauderdale in der Delaware Bay in Brand geriet. Das Feuer brach auf dem Transit von Annapolis, Md., nach Boston unweit des The Miah Maull Shoal Light, eines Leuchtfeuers auf der Nordseite des Fahrwassers der Bucht, aus. An Bord befanden sich drei Personen. Im Maschinenraum hatte sich dichter Rauch ausgebreitet, und die Crew aktivierte das Halon-System. Das Boot trieb aber manövrierunfähig im Fahrwasser. Ein 25-Fuß-Boot der Station Small Fortesque war um 14:20 Uhr vor Ort, 10 Minuten später gefolgt von einem 45-Fuß-Boot der Station Cape May. Dieses schleppte den Havaristen binnen 2,5 Stunden acht Meilen weit, ehe er von einem Boot von TowBoat U.S. übernommen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Motoryacht am Kranhaken
(Bild: Walter Abrahamse) Großbild klick!
Geistesgegenwärtiger Binnenschiffer nahm sinkende Yacht auf den Haken
(26.06.13) Das holländische Binnenschiff "Laborieux", 2482 ts (EU-Nr.: 02327713), rammte am 25.6. auf dem Princess Margriet Kanal nahe Yn'e Lijte bei Grou am Nachmittag eine Motoryacht. Der Rudergänger des nachfolgenden Zementtankers "Lijnbaansgracht" sah das Unglück kommen und versuchte unmittelbar nach dem Zusammenstoß um 14.45 Uhr der zweiköpfigen Crew des Sportbootes zu Hilfe zu kommen.
Er sah die Yacht kieloben neben der unbeladenen "Laborieux" auftauchen und sicherte sie sofort mit dem Bordkran. Eines der Besatzungsmitglieder konnte sich selbst aus der Yacht retten und wurde aus dem Wasser gezogen. Rettungstaucher konnten die zweite Person nach 10 Minuten retten. Beide kamen in kritischem Zustand ins Krankenhaus. Um 17.45 Uhr meldete die Polizei, der Zustand beider sei stabil. Es handelte sich um ein Ehepaar aus Lottum. Das Wrack der Yacht blieb am Kran der "Lijnbaangracht" hängen, bis um 19 Uhr ein Kranschiff es hob. Quelle: Tim Schwabedissen



Berger haben MOL Comfort erreicht
(26.06.13) Am 24.6. waren erstmals Schlepper an den Wrackteilen der "MOL Comfort", deren Vorschiff auf Position 15'43" N 69'07" O trieb und dessen Achterschiff nahe 14'03" N 65'30" O. Nach Einschätzung des Teamleiters Marius Bakker des Schadensregulierers Cunningham Lindsey in Rotterdam könnten beide Teile geborgen werden. Smit Salvage und Nippon Salvage nahmen von dem in Sri Lanka registrierten Schlepper "Capricorn" das Vorschiff in Augenschein, dessen Bug rund drei Meter abgesunken ist, aber dessen Laderäume soweit intakt waren. Der Schlepper "Pacific Terrier" war am Achterschiff. Der Maschinenraum, der maßgeblich für Auftrieb sorgt, war ebenfalls intakt. Ein Ölfilm wurde am Achterschiff festgestellt. Auch der Schlepper "Karar" und Patroullienboote waren im Anmarsch, sodass in Kürze fünf Schiffe vor Ort sein sollten. Die Distanz zwischen beiden Schiffsteilen wuchs aber, das Vorschiff könnte binnen einer Woche vor Goa sein, und während am vergangenen Wochenende die Entfernung zwischen Vor- und Achterschiff 170 Kilometer betrug, war sie am 24.6. auf s 360 Kilometer angewachsen. Fraglich war weiter, welcher Hafen willens und in der Lage wäre, die Wrackteile im Fall einer Bergung aufzunehmen. Gemeinsam mit dem Schiffbauer Mitsubishi Heavy Industries und der Klassifizierungsgesellschaft Nippon Kaiji Kyokai hat Mol eine Inspektion aller sechs Schwesterschiffe anberaumt, die so schnell wie möglich stattfinden sollte und zwischenzeitlich Maßnahmen angeordnet, um den Druck auf die Rümpfe zu reduzieren. Es handelt sich um die "MOL Creation", "MOL Charisma", "MOL Celebration", "MOL Courage", "MOL Competence" und "MOL Commitment". Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier auf Saginaw River gestrandet
(26.06.13) Auf dem Saginaw River in Downtown Bay City lief am 25.6. gegen fünf Uhr der Bulkcarrier "Algorail", 23320 tdw (IMO-Nr.: 6805531), auf Grund. Ein Schlepper der Busch Marine Inc. wurde nach der Havarie um 9.15 Uhr gerufen, ihn zu befreien. Der Selbstentlader war auf der Fahrt zur Sargent Docks & Terminal Inc. in Zilwaukee. Eine mögliche Ursache der Havarie könnte Überladung sein. Ob der Frachter auf eine Barge aus Carrollton geleichtert werden musste, war noch unklar. Die "Algorail" ist 640Fuß lang und hat eine Ladekapazität von 23,750 Tonnen. Sie läuft für die in St. Catharines ansässige Algoma Central Corporation und wurde 1968 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Kreuzfahrer vor Venedig
(26.06.13) Am Morgen des 25.6. brach im Maschinenraum des unter Malta-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes "Zenith", 47413 BRZ (IMO-Nr.: 8918136), das mehr als 2200 Menschen an Bord hatte, vor der italienischen Küste bei Venedig gegen vier Uhr ein Feuer aus. Zwar konnte es schnell gelöscht werden doch war das Schiff danach manövrierunfähig und wurde am 26.6. um 7.35 Uhr nach Venedig eingeschleppt. Es hatte 1670 Passagiere und eine Crew von 600 Personen an Bord. Der Kreuzfahrer der spanischen Reederei Pullmantur, einer Tochterfirma der US-Gruppe Royal Caribbean Cruises, ankerte zunächst 32 Kilometer vor Chioggia, südlich von Venedig. Er kam von Ravenna und hätte planmäßig um 8.00 Uhr in Venedig festmachen sollen. Der Schaden soll binnen 24 Stunden behoben werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollisionsspuren am Bug der NOCC Oceanic entdeckt
(26.06.13) Nachdem der Autofrachter "NOCC Oceanic", der am 22.6. aus Yokohama nach Nordamerika ausgelaufen war und am Morgen des 23.6. rund 200 Meilen nordöstlich von Tokio im Pazifik den japanischen Trawler "Yujin Maru No. 7" gerammt haben könnte, am 24.6. auf Sendai-Shiogama Reede ankerte, wurden am 25.6. im Bugbereich Schäden gefunden. Sie könnten von einer Kollision herrühren. Die Untersuchung durch die japanische Küstenwache dauerte an. Die Norwegian Car Carriers ASA ist ebenfalls mit einem Team präsent in Sendai-Shiogama vor Ort. Die "NOCC Oceanic", 58520 BRZ (IMO-Nr.: 9624029), wurde 2012 erbaut und führt die Flagge der Marshall Islands. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter abgedichtet, gelenzt und abgeschleppt
(26.06.13) Die US Coast Guard fing am 25.6. den Mayday-Ruf des 58 Fuß langen Kutters "Arial" auf, der in der Clarence Strait 30 Meilen südwestlich von Ketchikan leckgeschlagen war. Die Kutter "Secure" und "Tlingit Lady" sowie ein 25-Fuß-Boot der Station Ketchikan kamen der sechsköpfigen Crew zu Hilfe. Es gelang, das Leck zu lokalisieren und abzudichten. Nachdem das eingedrungene Wasser gelenzt war, wurde der Havarist in die Gardner Bay eingeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Lisa zurück in Lübeck
(26.06.13) Die bei der Kollision mit der Viermastbark "Sedov" beschädigte Lübecker Kraweel "Lisa von Lübeck" passierte am Morgen des 26.6. die Travemünder Nordermole und lief gleich weiter Richtung Lübeck. Es machte im Lauf des Vormittags dort fest. Am Abend des 25.6. hatte sie von Den Helder kommend Fehmarn erreicht und dann in der Neustädter Bucht den Morgen abgewartet. In Lübeck sollten die Schäden noch einmal genau begutachtet und binnen zweier Tage erste Reparaturen durchgeführt werden, ehe das Schiff am 28.6. am Travemünder Shanty-Festival teilnimmt. Quelle: Tim Schwabedissen



Einstige Schiffsführung der "Condor Vitesse" nach Kollision angeklagt
(26.06.13) Der einstige Kapitän der französischen Fähre "Condor Vitesse" und sein 1. Offizier standen am 25.6. vor Gericht in Coutanzes, wo die Kollision des Schiffes mit dem Kutter "Les Marquises" zwischen Saint Malo und Jersey am 28.3. 2011 verhandelt wird, bei der der Skipper starb. Der Katamaran hatte den Kutter mit 45 Knoten gerammt. Der 42-jährige Philippe Lesaulnier fiel der Unaufmerksamkeit der Schiffsführung der Fähre zum Opfer, die über einen Film mit Halle Berry und Drogentests sprach, während sie mit 200 Passagieren an Bord nach Jersey unterwegs war. Der 58-jährige Paul Le Romancer und der einstige 1. Offizier Yves Tournon, 48, sind der Tötung beschuldigt und könnten bis zu fünf Jahre Gefängnis bekommen. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt sie, dem Radar trotz Nebels nicht genügend Beachtung geschenkt zu haben, das Nebelhorn nicht betätigt und das Anti-Kollisionssystem deaktiviert zu haben. Außerdem hätten sie fast ununterbrochen nicht-dienstliche Gespräche geführt, die der notwendigen Konzentration in der Führung eines schnellen Schiffes im Nebel abträglich waren. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Shapinsay eingeschleppt
(26.06.13) Das RNLI-Boot aus Kirkwall schleppte am 25.6. den Kutter "Mary Jean" aus Shapinsay ein, der vor der Ostküste der Insel eine gebrochene Propellerwelle erlitten hatte. Das Boot lief gegen 17 Uhr aus, nachdem es von der Shetland Coastguard alarmiert worden war. Binnen 20 Minuten war die "Mary Jean" erreicht und wurde in Schlepp genommen. Der Skipper wurde an Bord des Rettungsbootes genommen, und um 18.10 Uhr hatte der Schleppzug die Shapinsay Pier erreicht. Quelle: Tim Schwabedissen



Frisch erworbene Yacht gestrandet
(26.06.13) Die 25 Fuß lange Yacht "Gulf Trio" strandete auf ihrer ersten Fahrt für einen neuen Eigner auf Felsen vor Pascagoula. Skipper Jay Jackson aus Gulfport hatte die 1972 erbaute Columbia auf Craig's List entdeckt und vor zwei Monaten für weniger als 2,000 Dollar gekauft. Sie hatte seit längerem in Pascagoula zu Verkauf gestanden. Der neue Eigner hatte einen neuen Motor und Segel gekauft und war mit seiner Frau auf dem ersten Törn, als der Wind das Boot auf Legerwall trieb. Es setzte auf, und nach Ausbringen des Ankers gingen die beiden mit einem Beiboot an Land. Dann brach die Ankerleine, und die Yacht trieb auf Felsen. Am 23.6. war es aufgerissen, und eine Bergung würde 2500 Dollar kosten. Quelle: Tim Schwabedissen



Leichter in Chittagong gekentert
(26.06.13) In Chittagong kenterte auf dem Karnaphuli River am Morgen des 25.6. der Leichter "Hang Gang 2" mit 1,475 Tonnen Stahl an Bord. Es sollte den Stahl, der von der "Torm Dynamic" auf der Außenreede übernommen wurde, in Karnaphuli löschen. Das Fahrzeug sank gegen 8.30 Uhr nahe der Mole der Karnaphuli Fertiliser Company. Die Chittagong Port Authority (CPA) markierte die Gefahrenstelle. Der Eigner, die Queen Marine Ltd, wurde aufgefordert, das Schiff zu bergen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwaardlelie vor Hitdorf auf Buhne gelaufen
(26.06.13) Das holländische Sportboot "Zwaardlelie" lief am 24.6. beim Versuch, in den Hitdorfer Hafen einzulaufen, am späten Nachmittag auf eine Buhne. Die Feuerwehr Leverkusen rückte an und hob das Boot mit einem Kran aus dem Rhein. Das holländische Paar war von Süden her gekommen und wollte in Hitdorf übernachten, ehe es zurück in die Niederlande gehen sollte. Wegen eines Navigationsfehler und wegen des hohen Wasserstandes kam es zu der Havarie. Die "Zwaardlelie" muss nun erst repariert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision zweier Ausflugsschiffe in Löfberg
(26.06.13) Am 21.6. rammte der schwedische Dampfer "Polstjärnan", 250 ts, gegen 15 Uhr erst den Kai in Löfberg und danach das Fahrgastschiff "Stella Polaris", 142 BRZ, das im Binnenhafen lag. Die "Polstjärnan" stoppte nicht genügend auf und hatte noch 3,6 Knoten Fahrt. Die "Stella Polaris" riss sich los und trieb ins Hafenbecken, nur von den Bugleinen noch gehalten. Deck und Poller wurden beschädigt, die Kurbelwelle verbogen, und es drang Wasser in den Maschinenraum ein. Die "Polstjärnan" setzte ihre Fahrgäste ab und lief wieder aus. Die Küstenwache stoppte sie bei Sättersholmarna, und sie musste nach Karlstad einlaufen. Der 1. Ingenieur gab eine Fehleinschätzung zu. Der 1929 erbaute Dampfer wurde nicht nennenswert beschädigt, aber die "Stella Polaris" wird mehrere Wochen ausfallen. Sie wurde 1961 als "Eckwarden" auf der Jade-Werft Wilhelmshaven erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawlwe Vanquish brennt
(Bild: Brandweer Urk) Großbild klick!
Trawler geriet bei Reparaturarbeiten in Brand
(25.06.13) Am 24.6. brach bei Schweißarbeiten in der Fischluke des irischen Trawlers "Vanquish - B 74", 219 BRZ (IMO-Nr.: 8997572), ein Feuer in der Fischluke aus. Der Trawler lag im Hafen von Urk zu Reparaturarbeiten, nachdem es in der Vorwoche im Laderaum zu einer Leckage vor Irland gekommen war. Er hatte daraufhin von Holyhead aus die Fahrt nach Holland angetreten, wo neben der Reparatur auch Überholungsarbeiten stattfinden sollten. Die Arbeiter konnten sich unversehrt retten, und die Feuerwehr von Urk löschte den Brand, der von erheblicher Rauchentwicklung begleitet war und einigen Schaden verursachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei chinesische Kohlefrachter gesunken
(25.06.13) Die beiden chinesischen Frachter "Chang Xin Shun 888" und "Jin Ma 788" sanken am Morgen des 23.6. vor Hainan Island im Gulf von Tonkin auf Position 19 09 N 108 37 O. Sie waren in den Sturm geraten, als sie vor Anker lagen. Beide Schiffe waren mit Kohle beladen und hatten eine je sechsköpfige Crew an Bord. Um 6.20 Uhr fing die Hainan Maritime Authority einen Notruf auf. Alle 12 Mann wurden gerettet. Von der "Chang Xin Shun 888" ragte noch die Brücke aus dem Wasser. Die "Chang Xin Shun 888", 498 BRZ (MMSI-Nr.: 413352320), ist 53 Meter lang, ebenso wie die "Jin Ma 788", 495 BRZ (MMSI-Nr.: 413353560). Quelle: Tim Schwabedissen



MSC-Containerfrachter erlitt im Mittelmeer Wassereinbruch
(25.06.13) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Eugenia" erlitt auf der Fahrt von Gioia nach to Livorno am 22.6. Wassereinbruch. Das Schiff dockte am 24.6. um 15.15 Uhr in La Spezia. Die "MSC Eugenia",65535 tdw (IMO-Nr.: 9000493), hat eine Containerkapazität von 4469 TEU, wurde 1992 erbaut und läuft für die MSC Mediterranean Shipping Company. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandneuer Frachter treibt vor Vietnam
(25.06.13) Der unter Sierra Leone-Flagge laufende Frachter "Momentum 25001" erlitt am 212.6. auf Position 14 18 N 110 00 O, rund 45 Meilen östlich der vietnamesischen Binh Dinh Provinz, Maschinenausfall und geriet gegen 11 Uhr ins Treiben. Die " Momentum 25001", 2400 tdw (IMO-Nr.: 9695054), wurde 2013 erbaut und hat als Manager die Momentum Indonesie Investama, Indonesien. Quelle: Tim Schwabedissen



Losgerissene Bargen rammten Brücke
(25.06.13) Am 24.6. rissen sich zwei je 260 Fuß lange mit Getreide beladene Bargen von ihrer Pier los und trieben gegen die Jordan Bridge auf dem Elizabeth River in Chesapeake. Die Coast Guard Hampton Roads wurde um 00:30 Uhr vom Chesapeake Police Department alarmiert. Von der Coast Guard Station Portsmouth lief ein 25-Fuß-Boot zur Erkundung aus. Um 2:30 Uhr konnten die Schlepper "Sea Coast" und "Eleen MaCalister" die Bargen zur Perdue Farms Grain Wharf bugsieren. Die Coast Guard Hampton schickte im Tagesverlauf Inspektoren zur Untersuchung. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Versorger vor Holland
(25.06.13) Am 25.6. gegen 10 Uhr meldete der britische Versorgungskatamaran "Offshore Phantom" (MMSI-Nr.: 235083747) vor Egmond aan Zee ein Feuer an Bord. Nach Angaben des Küstenwachzentrums in Den Helder konnte es sich aber auch um Rauchentwicklung an einem Generator handeln. Die "Offshore Phantom" befand sich mit einer zweiköpfigen Crew 25 Kilometer vor der Küste beim Windpark Amalia. KNRM-Rettungsboote aus Wijk aan Zee und IJmuiden sowie ein Feuerlöschboot aus Velsen liefen aus. Der 16 Meter lange Versorger nahm derweil Kurs auf IJmuiden.Quelle: Tim Schwabedissen



Versenkte Autofrachter einen Trawler vor Japan?
(25.06.13) Die Norwegian Car Carriers (NOCC) wurden von der japanischen Coast Guard am 23.6. um 10:15 Uhr informiert, dass der japanische Kutter "Yujin Maru No. 7" 300 km Kilometer vor der Küste südöstlich von Ishinomaki City in der Miyagi Präfektur von einem anderen Schiff gerammt wurde und zerbrochen war. Die Küstenwache nahm an, dass der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Autotransporter "NOCC Oceanic", 58250 BRZ (IMO-Nr.: 9624029), an der Kollision beteiligt sein könnte, und wies ihn an, den nächstgelegenen Hafen,, Sendai-Shiogama, zur Untersuchung anzulaufen. Die achtköpfige Kuttercrew war von dem Schwesterschiff "Yoshi Maru No.55" um 13:50 Uhr gerettet worden. Von der "Yujin Maru No. 7" fehlte jede Spur. Die Crew der "NOCC Oceanic" hatte keine Kollision wahrgenommen. Sie nahm Kurs auf Sendai-Shiogama und ging am 24.6. gegen 22 Uhr auf Shiogama Reede vor Anker. Vertreter von NOCC, der Versicherung und Techniker machten sich auf den Weg nach Sendai-Shiogama. Quelle: Tim Schwabedissen



Wieder Maschinenprobleme auf "Saga Sapphire"
(25.06.13) Das maltesische Kreuzfahrtschiff "Saga Sapphire", 37049 BRZ (IMO-Nr.:7822457), machte am 24.6. um 20.45 Uhr von Stavanger zum Isafjord bestimmt in Molde ein, nachdem es zu einem Schaden an einer Hauptmaschine gekommen war. Saga Cruises organisierten Landausflügen, während auf Ersatzteile gewartet wurde. Bereits die erste Fahrt für Saga Cruises im April 2012 hatte wegen eines Maschinenschadens abgebrochen werden müssen. Im Juni 2012 gab es auf einer Norwegen-Kreuzfahrt neuerliche Maschinenprobleme, zwei Hafenanläufe fielen aus. Bei der "Saga Sapphire handelt es sich um die 1981 auf der Bremer Vulkan-Werft für Hapag-Lloyd als "Europa" spätere "Bleu de France" der Star Cruises. Quelle: Tim Schwabedissen



14 Fischer retteten sich schwimmend an Land
(25.06.13) 14 Fischer wurden am Morgen des 25.6. gerettet, nachdem ihre "Zenobia" vor Liseras im Végueta Distrikt in der Huaura Provinz nach Maschinenschaden ins Treiben geraten war. Der 120-Tonnen-Kutter hatte 30 Tonnen Fang an Bord. Die Crew sprang über Bord und schwamm an Land, wo Hafenpersonal von Huacho ihnen zu Hilfe kam und ins Regionalhospital brachte. Acht hatten leichte Unterkühlungen. Das Schiff hatte am 22.6. gegen 14 Uhr trotz stürmischer See Chimbote verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wachhabender der "Queen of the North" muss vier Jahre ins Gefängnis
(25.06.13) Der B.C. Supreme Court hat Karl Lilgert, der wegen des Untergangs der kanadischen Fähre "Queen of the North" verschuldet hat, zu vier Jahren Haft verurteilt. Er habe es versäumt, eine routinemäßige Kurskorrektur durchzuführen, sodass das Schiff die Insel Gil Island rammte. Es war die erste Wache alleine mit seiner früheren Affäre Karen Briker, wobei das Gericht nichts dazu sagte, was genau zwischen den beiden am 22.3.2006 geschah. Während man dies nicht wisse, wisse man genau, was er nicht tat, nämlich seinen Job auszuführen. Er sei von seinen persönlichen Dingen abgelenkt gewesen. Der 59-jährige wurde des Todes zweier Passagiere, Gerald Foisy und Shirley Rosette, schuldig gesprochen. Lilgert und Briker hatten abgestritten, dass irgendetwas Ungewöhnliches auf der Brücke geschehen sei. Als sie allein auf der Brücke waren, lief die "Queen of the North" 14 Minuten lang mit voller Fahrt auf Gil Island zu. Es sei nichts unternommen worden, den Kurs zu korrigieren. Lilgert hatte ausgesagt, von einer Windbö und anderen Schiffen in Anspruch genommen worden zu sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Strandphantom trat wieder zutage
(25.06.13) Küstenerosion durch Sprintiden hat Teile des Frachters "Cherry Venture" an der Sunshine Coast wieder zutage treten lassen. Das 1600-Tonnen-Schiff war am 6.7. 1973 im Sturm unterwegs von Auckland nach Brisbane auf dem Teewah Beach in Südost- Queensland gestrandet. 1977 scheiterte der erste von mehreren Bergungsversuchen durch Peter Vagellas, der einen Luxusliner aus dem Schiff hatte machen wollen. Es war dort 34 Jahre lang eine Attraktion auf dem Strand, bis es 2007 zum größten Teil abgewrackt wurde. Viele fotografierten es auf der Reise nach Noosa und Fraser Island. Viele kletterten auch hinauf, sodass 2006 wegen der Rostschäden der Abbruch samt des Asbests im Maschinenraum verfügt wurde. Am 13.2.2007 begann die Arbeit. Doch das Schiff verschwand nicht ganz. Die Reste sollen auch bleiben - bis der Sand sie wieder bedeckt hat, soll der Strand vorsichtig befahren werden. Die "Cherry Venture" wurde 1944 von der Lindholmens Varv, Göteborg, erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre in Wellington von Sturm beschädigt
(25.06.13) Die unter britischer Flagge laufende Fähre "Kaitaki" 22365 BRZ (IMO-Nr.: 9107942), erlitt Schäden am Dach des Atriums, als sie sich in einem Sturm am 20.6. in Wellington losriss und nicht mehr an den Kai zurückgebracht werden konnte. Bei 160 km/h Wind musste sie mit Schlepperhilfe den Sturm in der Cook Strait abreiten. Am 24.6. sollte der Schaden untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Spindrift gekentert
(Bild: RNLI) Großbild klick!
Gekenterter Trimaran in Dun Laoghaire an Land gebracht
(24.06.13) Der 70 Fuß lange Trimaran "Spindrift" des französischen Skippers Yann Guichard, der am 22.6. kurz nach Start des Route des Princes Grand Prix gekentert war, wurde kieloben nach Dun Laoghaire eingebracht und dort von einem Mobilkran aus dem Wasser gehoben.
Auf der Etappe von Lissabon nach Dun Laoghaire war er am 19.6. noch der erste gewesen. Doch als er am 22.6. von einer Bö gepackt und auf die Seite geworfen wurde, hatte die 10-köpifge Crew keine Chance. Das RNLI-Boot aus Dun Laoghaire war rasch vor Ort, und der Bruder des Skippers kam mit Beckenbruch auf dem Luftweg ins Tallaght Hospital, wo er stationär aufgenommen wurde. Die übrigen Segler kamen mit leichten Blessuren davon. Das RNLI-Boot blieb bei der Bergung des Trimarans und dessen Verschleppen nach Dun Laoghaire vor Ort. Die Rennetappe wurde nach dem Unfall abgebrochen. Quelle: Tim Schwabedissen



Angelkutter sinkt
(Bild: Waterford Police) Großbild klick!
Motoryacht nach Kollision mit Riff gesunken
(24.06.13) Eine 63 Fuß lange Motoryacht sank am 22.6. im Long Island Sound vor dem Harkness Memorial State Park in Waterford. Das Polizeiboot von Waterford-East Lyme übernahm die achtköpfige Crew des Bootes, das zuvor unversehrt von einem anderen Fahrzeug gerettet worden war. Die Yacht hatte sich nach Backbord auf die Seite gelegt, nachdem sie auf das Little Goshen Reef gelaufen war. Am Abend war es zu 3/4 unter Wasser. Die Coast Guard, Die State Environmental Police und das Goshen Fire Department aus Waterford waren vor Ort, und Berger sollten das Wrack wieder aufrichten. Auch ein Boot des Department of Energy and Environmental Protection war vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Eigner gestrandeter Frotamerica abgetaucht
(24.06.13) Der Frachter "Frotamerica", der im Februar nahe des Marshall-Reef in der Lüderitz Bucht gestrandet war, lag vier Monate später trotz der Weisung des Transportministers an den Eigner, das Wrack innerhalb eines Monats zu räumen, in unveränderter Position vor der Küste. Die "Frotamerica" war am Haken des Schleppers "Skua" aus Sansibar auf dem Weg von Rio de Janeiro in Brasilien nach Indien, um dort verschrottet zu werden und hatte sich am 15.2. losgerissen. Die Eigner hatten sich danach bei den namibischen Behörden gemeldet und angegeben sie seien versichert, aber seitden blieben sie verschwunden. Am 24.6. nun sollte ein Unternehmen mit dem Abpumpen von Öl und anderen Schadstoffen, die sich möglicherweise noch an Bord befanden, starten.
Es könnte sich um 30 bis 50 Tonnen handeln. Das Wrack lag stabil auf einer Sandbank auf. Weiterhin unklar war das Verschwinden des 41-jährigen indischen Kapitäns der "Skua" zwei Tage vor dem Verlust der Frotamerica. Er konnte weder lebend noch tot gefunden werden, und es konnte nicht herausgefunden werden, ob er an Land gegangen oder über Bord gefallen war. Die Polizei untersucht den Fall weiter zusammen mit Interpol. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker soll in die Türkei abgeschleppt werden
(24.06.13) Der teilweise ausgebrannte türkische Tanker "Nazo S", 2123 BRZ (IMO-Nr.: 7403055), soll in die Türkei abgeschleppt werden. Dies könnte in der Nacht zum 25.6. geschehen. Die neunköpfige Crew sollte am selben Tag von Bologna nach Istanbul geflogen werden. Der Kapitän und seine zwei Offiziere mussten aber noch in Doric bleiben und die Untersuchung des Maritime Directorate unterstützen. Quelle: Tim Schwabedissen



Berger sollen MOL Comfort erreichen
(24.06.13) Am 24.6. wurden die ersten Bergungsschiffe am Wrack der "MOL Comfort" erwartet. Ein Patroullienboot und drei Schlepper waren im Anmarsch. Die letzte Position wurde von der Reederei mit 15"12N 66'53"Ouand 13'38"N 64'10" O angegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Sirena Seaways wird in Bremerhaven repariert
(24.06.13) Die Überfahrten von Harwich nach Esbjerg wurden nach der Kollision der "Sirena Seaways" bis mindestens 29.6. abgesagt. Der Marine Accident Investigation Branch hat ein Team nach Harwich geschickt. Die Fähre selbst verließ den Trinity Terminal in Felixstowe am 24.6. um 14.15 Uhr zur Reparatur in einem Trockendock in Bremerhaven. Der Rumpf im Vorschiffsbereich und der Wulstburg wurden beschädigt. Der Kundenservice von DFDS versuchte derweil für alle gebuchten Passagiere alternative Reisemöglichkeiten zu organisieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisster Kutter entdeckt
(24.06.13) Der vermisste Kutter "Aisha" wurde am 23.6. bei Labadee, Haiti, in den Abendstunden von der US Coast Guard entdeckt. Die "Irena Express" assistierte nun dem Schiff im Gebiet des Canal de Tortue. An Bord waren nur fünf und nicht neun Mann. Das Schiff wird nun nach Haiti geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsstopp für Expressboot in der Kritik
(24.06.13) Die Bergung des Fährbootes "Kawan Mas" in Belaga wurde auf behördliche Weisung abgebrochen, was auf Kritik von Vertretern möglicher Vermisster stieß. So könnte auch die Gesamtzahl möglicher Opfer nie herausgefunden werden. Taucher einer Firma aus Petronasin Kuala Lumpur wüssten, wo das Wrack liege, also müsse es auch geborgen werden. Die Bergung sei der Regierung nur zu teuer. Diese wollte nur eine Erinnerungsstätte errichten. Quelle: Tim Schwabedissen



11 Schiffbrüchige vor Port Moresby gerettet
(24.06.13) Alle 11 Besatzungsmitglieder einer Barge, die vor Papua Neu Guinea kenterte, wurden am 20.6. von dem unter Singapur-Flagge laufenden Schlepper "Go Rigel", 2446 BRZ (IMO-Nr.: 9540778), aus einer Rettungsinsel geborgen. Sie trieben 80 Meilen nordwestlich von Port Moresby, nachdem sie um 3.30 Uhr den Notsender aktiviert hatten. Die Australian Maritime Safety Authority (AMSA) schickte daraufhin zwei Flugzeuge und einen Helikopter in das Seegebiet und koordinierte sich mit dem Maritime Rescue Co-ordination Centre in Port Moresby. Quelle: Tim Schwabedissen



Bugschaden an der Sirena Seaways
(Bild: RNLI) Großbild klick!
Esbjerg-Fähre rammte Rampe in Harwich
(23.06.13) Die dänische Fähre "Sirena Seaways", 22382 BRZ (IMO-Nr.: 9212163), rammte von Esbjerg nach Harwich einlaufend bei 5-7 Beaufort Wind am 22.6. um 12.10 Uhr den Anleger 3 am Parkeston-Kai. Es traf eine hydraulische RoRo-Rampe und mehrere Dalben. Das Schiff erlitt unterhalb der Wasserlinie ein Leck und Wassereinbruch. Es neigte sich rund 10 Grad nach Steuerbord. Drei Schlepper, das Walton Coastguard Rescue Team und das RNLI-Boot aus Harwich waren schnell vor Ort.
Außerdem waren ein RAF Sea King SAR-Helikopter aus Wattisham Airfield, Suffolk, um 12:30 Uhr vor Ort. Feuerwehren eilten aus Dovercourt, Manningtree, Colchester und Clacton herbei. Als sie die Fähre aus der schwer beschädigten Rampe zogen, stürzte dieses ins Wasser. Es gelang einem Leckabwehrtrupp auf der Fähre, das Leck abzudichten und den Wassereinbruch zu stoppen. Die 489 Passagiere, die unversehrt geblieben waren, wurden in den drei der Kollision folgenden Stunden mit Kaffee und Softdrinks bewirtet und über die Lage auf dem Laufenden gehalten.
Während die Fähre abgeschleppt wurde, blieb der Hubschrauber 125 der RAF Wattisham auf Standby. Um 14.45 Uhr wurde der Havarist an den Liegeplatz IV des Harwich International Port gelegt. Gegen 15 Uhr konnten die Passagiere an Land gehen. Die Fähre dürfte bis zum 29.6. außer Dienst bleiben. Zunächst wurden Taucher gerufen, den Rumpf zu inspizieren. Ein Team des Marine Accident Investigation Branch stellte erste Erkundigungen an. Am 23.6. wurde das Schiff am Nachmittag vom Harwich Int'l nach verlegt und machte am Trinity Terminal fest.
Die Fähre wurde im März 1999 von der Lloyd Sardegna Compangia Di Navigazione, Olbia, für den Dienst Livorno - Sardinien als "Golfo del Deifini" bei der Stocznia Szczecinska, Stettin, geordert und im August 2001 auf Kiel gelegt. Am 21.4. wurde sie aufgeschwommen. Doch im März 2002 stellte die Werft den Betrieb ein und ging im Juli in Konkurs. Am 17.7.2002 wurde das Schiff an die DFDS Tor Line A/S, Kopenhagen verkauft und fertiggestellt.
Am 4.11.2002 ging es auf Probefahrt und wurde am 27. in "Dana Sirena" umgetauft. Tags darauf traf sie in Rönne ein, wo sie wegen der polnischen Exportbestimmungen erst einmal eintreffen musste, um ab dem 29.11. bei dem Remontowa Shiprepair Yard in Danzig für die neuen Aufgaben umgebaut zu werden. Am 11.6.2003 lief sie in Esbjerg ein und ging am 17.6. in den Liniendienst Esbjerg - Harwich.
Am 11.3.2013 wurde sie in "Sirena Seaways" umbenannt. Das Schiff hat eine Länge von 199,40 Metern, eine Breite von 25,00 Metern und einen Tiefgang von 6,32 Metern. Die Tragfähigkeit beträgt 8064 Tonnen und die Passagierkapazität 600 Personen. Quelle: Tim Schwabedissen



Sedov rammt Lisa von Lübeck
(Bild: Jan Staal) Großbild klick!
250000 Euro Schaden auf Lisa von Lübeck
(23.06.13) Bei der Kollision der Lübecker Kraweel mit der "Sedov" am 21.6. ist ein Schaden von rund 250.000 Euro entstanden. Bei dem Zusammenstoß wurde der Klüverbaum der "Lisa von Lübeck" zerstört und muss ausgetauscht werden.
Das Vorderkastell stand nach dem Crash schief und muss vermutlich gänzlich abmontiert und gerade wieder aufgebaut werden. Bei der Kollision wurden auch Decksplatten angehoben und barsten. Ein Stück der Reling am Bug wurde komplett abgerissen. Die "Lisa von Lübeck" verließ ebenso wie die "Sedov" am Nachmittag des 23.6. Den Helder und wurde am 25. oder 26.6. in ihrem Heimathafen Lübeck zurück erwartet.
Da der zerstörte Klüver den Fockmast stützte, konnte auf See dieser Mast nicht zum Segeln benutzt werden. Deshalb dürfte vorwiegend der Motor zum Einsatz kommen. Trotz der Schäden sollte die "Lisa von Lübeck" am Travemünder Shanty-Festival vom 28. bis 30.6. teilnehmen, wobei das Vordeck für die Öffentlichkeit gesperrt würde. Die Reling sollte provisorisch repariert werden. Auch an der "Travemünder Woche" vom 19. bis 28. Juli und der Rostocker Hansesail vom 8. bis 11. August wollte die "Lisa von Lübeck" teilnehmen, bevor es für mehrere Wochen nach Dänemark in die Werft gehen sollte.
Das hing allerdings noch von freien Werft-Terminen ab. Eine endgültige Schadensuntersuchung würde ohnehin erst nach dem Festmachen in Lübeck durchgeführt und das Schiff dabei auch unterhalb der Wasserlinie untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Lenzpumpe - Bitumentransporter gesunken
(23.06.13) Am 23.6. wurde an der Küste von Muscat eine Ölverschmutzung bekämpft, nachdem die zyprische "Nissar 3" mit 816 Tonnen Bitumen rund 1,2 Meilen vor Sultan Qaboos Port nach Wassereinbruch gesunken war, weil es keine Lenzpumpe an Bord gab. Teile der Ladung trieben vor Sifah Beach. Bei dem Untergang kam der iranische Kapitän ums Leben, die übrigen neun indischen Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Die Regional Organisation for the Protection of Marine Environment (ROPME) wurde informiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Antalya gesunken
(23.06.13) Der türkische Frachter "Tayyar Senkaya 1" 1854 BRZ (IMO-Nr.: 7615957), sank am 23.6. gegen vier Uhr im Mittelmeer auf Position 35 59 N 030 24 O, etwa 60 Meilen südlich von Antalya. Das Schiff hatte nach einem Wassereinbruch am frühen Morgen Notsignale gesendet. Daraufhin nahmen die "SG 20", "SG 14" und "Akar" Kurs auf den Havaristen. Wahrscheinlich war die Stahlladung nicht korrekt gestaut gewesen. Der Frachter war von Eregli nach Mersin unterwegs. Die 11-köpfige Crew wurde von dem maltesischen Chemikalientanker "Gobustan" (IMO-Nr.: 9575321) gerettet, der als erstes vor Ort war. Sie wurde dann von der "SG 20" übernommen. Die " Tayyar Senkaya I" hatte eine Tragfähigkeit von 2670 Tonnen und war 1987 erbaut worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter versperrte Wolga-Don-Kanal
(23.06.13) Der russische Frachter "Torik" lief am Morgen des 21.6. bei Kilometer 125,2 auf dem Wolga-Don-Kanal auf Grund, nachdem dessen Wasserstand stark abgesunken war. Der Verkehr zwischen den Kilometern . 125 und 126 musste eingestellt werden, bis Schlepper das Schiff freigeschleppt und zu einem Ankerplatz gebracht hatten. Die "Torik", 6207 tdw (IMO-Nr.: 9082142, ), wurde 1993 erbaut und hat als Manager die Invest Co.Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Ausflugsschiff in Grömitz
(23.06.13) Die Seenotretter der DGzRS-Station Grömitz haben in der Nacht zum 22. Juni die Freiwillige Feuerwehr Grömitz bei der Bekämpfung eines Brandes auf dem Fahrgastschiff "Holstentor I" (MMSI-Nr.: 211226820) im Grömitzer Yachthafen unterstützt. Nach mehrstündigem Einsatz gelang es, den Brand zu löschen. Verletzt wurde niemand. Die 24 Meter lange "Holstentor I", die von Grömitz aus Tagesfahrten unternimmt, war aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten. Menschen waren zu diesem Zeitpunkt nicht an Bord.
Der Rauch war von Wassersportlern, die auf ihren Booten im Grömitzer Yachthafen übernachteten, bemerkt worden. Sie riefen daraufhin die Feuerwehr, die unmittelbar auch die Seenotretter alarmierte. Der Seenotkreuzer "Hans Hackmack" hat zwar direkt neben der "Holstentor I" seinen Liegeplatz, doch seine schlafende Besatzung, die rund um die Uhr an Bord ist, hatte den Geruch des Brandes auf Grund der Windrichtung zu diesem Zeitpunkt noch nicht wahrnehmen können. Die Seenotretter unterstützten die Freiwillige Feuerwehr Grömitz während der Brandbekämpfung mit Löschmittel.
Die Löschausrüstung der Feuerwehr kann direkt an Deck des Seenotkreuzers angeschlossen werden und wird über die Maschinen des Seenotkreuzers mit Wasser bzw. Löschmittel versorgt. Um kurz nach vier Uhr war der Brand an Bord gelöscht. Zur Brandursache und zur Höhe des Schadens lagen noch keine näheren Informationen vor. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Versorger rasch gelöscht
(23.06.13) Schmorende Leitungen verursachten am 20.6. auf dem kanadischen Versorger "Atlantic Raven", 2981 BRZ (IMO-Nr.: 9187942), ein Feuer. Das Schiff transportierte gerade 13 Arbeiter von der Terra Nova Floating Production Storage nach St. John's. Es befand sich 100 Kilometer vor der Küste, als der Brand ausbrach. Ein Besatzungsmitglied konnte die Flammen schnell ersticken, und das Schiff ging wieder auf Kurs nach St. John's. Suncor leitete eine Untersuchung ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Nur kurze Freude an heilem Ambulanzboot
(23.06.13) Nachdem es zwei Fußballteams von Kvamsøya zunächst planmäßig nach Larsnes gebracht hatte, geriet auf der Rückfahrt das norwegische Ambulanzboot "Ambu" (MMSI-Nr.: 257910900), am 22.6. um 15.53 Uhr in Brand, als es sich gerade 100 Meter vom Kai entfernt hatte. Alle 25 Personen an Bord wurden eilends wieder an Land abgesetzt. Ein Löschfahrzeug aus Kvamsøya konnte das Feuer binnen 10-15Minuten löschen. Die Fußballer aber mussten die Heimreise mit einer Fähre antreten. Als das Rettungsboot "Emmy Dyvi" um 16.45 Uhr eintraf, war die Lage bereits unter Kontrolle. Grund des Brandes war das Abbrechen eines Abgasschlauches, sodass heiße Abgase in den Maschinenraum austraten. Das Boot war gerade nach Abschluss der Reparatur eines größeren Brandschadens aus Kvamsøya gekommen, nachdem es fünf Monate ausgefallen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausflug in Sonnenblumenregion endete mit Kollision
(23.06.13) Das holländische Ausflugsboot "Eureka" (EU-Nr.: 02326314) rammte auf einer Fahrt nach Bergen op Zoom am Nachmittag im Theodorushafen eine Kaimauer. Grund war ein technischer Fehler des 55 Meter langen Schiffes, durch den es vom Kurs abgeriet. Die 245 älteren Passagiere und ihre 45 Betreuer blieben unversehrt. Sie wurden von Krankenschwestern untersucht und um 18.30 Uhr an Land gebracht. Die Tholener Abteilung des Roten Kreuzes assistierte. Das Schiff wurde am Bug leicht beschädigt. Sofort wurde eine Reparatur gestartet, und am Morgen des 21.6. war die "Eureka" zurück in Breda. Quelle: Tim Schwabedissen



Neun Fischer vor Haiti vermisst
(23.06.13) Die US Coast Guard suchte nach dem Kutter "Aisha" mit neun Mann Besatzung, der am 21.6. vor Labadee, Haiti, manövrierunfähig geworden war. Das Schiff von den Turks & Caicos Islands war gerade im Fanggebiet von Nord-Haiti eingetroffen. Ein Hubschrauber stieg auf den Bahamas auf, um ein Patroullienboot der Coast Guard zu unterstützen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wieder Rennyacht gekentert - zwei Verletzte
(23.06.13) Das 3,500-Meilen-Inshore Race von Spanien über Irland nach Plymouth und Frankreich erlebte vor Dublin am Nachmittag des 22.6. die Kenterung des 70 Fuß langen Trimaran "Spindrift" des französischen Skippers Yann Guichard. Bei stürmischem Wind schlug er um 14.30 Uhr um. Zwei verletzte Besatzungsmitglieder wurden ins Tallaght Hospital geflogen. Am Start der Etappe waren 22 - 24 Knoten gewesen mit Böen von 30 Knoten. Eine solche Bö wurde dem Boot zum Verhängnis. Der Mast brach bei der Kenterung, der Trimaran wurde in den Hafen geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ostgard auf Irrfahrt
(23.06.13) Am 22.6. um 11:45 Uhr meldete der holländische Frachter "Ostgard", 2869 BRZ (IMO-Nr.: 9196216), der Funkstelle Belle Ile ein technisches Problem mit der Maschine. Das Schiff hatte am 13.6. Södertalje verlassen und wurde am 23.6. um 7.30 Uhr in Rochefort erwartet, um eine Ladung Holz zu löschen. Der Frachter stand 13 Meilen südlich der Belle Isle und 40 Meilen von Saint-Nazaire entfernt.
Er trieb nach Ausfall der Maschine in südöstlicher Richtung bei hohem Seegang. Der französische Notfallschlepper "Abeille Bourbon", 3200 BRZ (IMO-Nr.: 9308687),der um 16.20 Uhr von Brest wegen aufkommenden Sturms zu einem anderen Liegeplatz aufgebrochen war, hielt nun südwärts, um im Bedarfsfall näher an der "Ostgard" zu sein. Deren Kapitän meldete um 13 Uhr, dass der Schaden gefunden worden sei. Doch um 16.35 Uhr bat er um Assistenz. Um 20.30 Uhr nahm der Eigner einen Schlepper aus Saint-Nazaire unter Kontrakt.
Am 23.6. um 1.10 Uhr nahm dieser den Havaristen auf den Haken und nahm Kurs auf Saint-Nazaire. Die "Abeille Bourbon wurde um zwei Uhr nach Brest zurückbeordert. Um 4:30 Uhr aber riss die "Ostgard" vom Schlepper los. Daraufhin drehte die "Abeille Bourbon", die sich nun 37 Meilen nördlich befand, wieder um und war um 6:39 Uhr an der "Ostgard". Diese trieb inzwischen 15 Meilen westlich von Noirmoutier. Nun nahm die "Abeille Bourbon" sie gen Saint Nazaire auf den Haken. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre trieb auf der Weser
(23.06.13) Die Bremer Weserfähre "Pusdorp", 115 tdw, wurde am 23.6. nach einem technischen Defekt manövrierunfähig und drohte ins Fahrwasser zu treiben. Ein Rettungsboot der DLRG und ein Boot der Wasserschutzpolizei schleppten die "Pusdorp", die 20 Passagiere an Bord hatte, zurück in den Hafen. Einige behinderte Fahrgäste wurden dort von dem DLRG-Boot übernommen und zu ihren Fahrzeugen am linken Weserufer gebracht. Die Personenfähre verbindet die Bremer Überseestadt mit dem Stadtteil Woltmershausen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bleibt gestrandeter Trawler als Mahnmal erhalten?
(23.06.13) Der japanische 330-Tonnen-Trawler "Kyotoku Maru No. 18", den der Tsunami im März 2011 mehrere hundert Meter landeinwärts in Kesennuma in der Miyagi Präfektur spülte, soll nun verschrottet werden. Die Eigner haben damit die Nonprofit-Organisation NPO aus Muroran, Hokkaido, beauftragt, nachdem sich viele Anwohner gegen einen Erhalt als Mahnmal gestellt hatten. Wann die Arbeiten beginnen, war noch unklar. Die Stadtverwaltung will das Schiff weiter erhalten und im Juli eine Umfrage in allen Haushalten starten. Quelle: Tim Schwabedissen



(Bild: RNLI) Großbild klick!
RNLI-Boot aus Wicklow barg manövrierunfähigen Kutter
(22.06.13) Ein Kutter mit blockiertem Propeller musste am Morgen des 21.6. vom RNLI-Boot aus Wicklow in Schlepp genommen werden. Gegen 10 Uhr hatte der Kutter um Hilfe gebeten. Seine dreiköpfige Crew war auf Fangfahrt gewesen, als eine Leine sich um den Propeller wickelte und das Schiff manövrierunfähig machte. Die Seenotretter lokalisierten den Havaristen gegen 10.30 Uhr sechs Meilen vor Wicklow Head. Rasch war eine Schleppverbindung hergestellt, und gegen Mittag konnte der Kutter sicher im Hafen festgemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Letzter Colin-Archer-Kutter drohte zu sinken
(22.06.13) Am 21.6. bewahrte Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" der DGzRS-Station Helgoland bei stürmischem Wetter den aus Bremerhaven stammenden Traditionssegler "Rakel", 50 tdw, der am Nachmittag schwerem Wassereinbruch erlitten hatte, vor dem Untergang und brachte ihn in den Hafen ein. Die Besatzung der 19 Meter langen "Rakel", einer Ketsch vom Typ "Colin Archer", hatte gegen 17.30 Uhr auf einer Position etwa zehn Seemeilen südlich von Helgoland starken Wassereinbruch - möglicherweise auf wegen eines Risses im Rumpf - gemeldet. Das MRCC Bremen alarmierte sofort die "Hermann Marwede" Gleichzeitig wurden das im Revier befindliche Marineschiff "Mittelgrund" sowie das Fischereiforschungsschiff "Walter Herwig III" um Unterstützung gebeten, da zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen war, ob die elf Personen an Bord der "Rakel" abgeborgen werden mussten. Die Besatzung einer Motoryacht unterstützte die Operation ebenfalls, indem sie den Funkverkehr des kaum zu verstehenden Havaristen übermittelte. Um 17.57 Uhr war die "Walter Herwig III" vor Ort und ging auf Standby. Zwanzig Minuten später traf die "Hermann Marwede" ein, das Tochterboot "Verena" aussetzte, das beim Havaristen längsseits ging und die Versuche der Besatzung unterstützte, den Wassereinbruch zu stoppen. In langsamer Fahrt konnte der Havarist unter Sicherungsbegleitung der Seenotretter den Hegoländer Hafen anlaufen. Die "Walter Herwig III" und die "Mittelgrund" blieben ebenfalls bis kurz vor dem Hafen vor Ort, wo sie dann von der Seenotleitung aus dem Einsatz entlassen werden konnten. Zwei bei der Havarie verletzte Personen wurden in Helgoland um kurz vor 19 Uhr an einen bereits von den Seenotrettern bestellten Rettungstransportwagen übergeben. Außerdem hatten die Seenotretter die Feuerwehr alarmiert, die im Hafen von Helgoland das Pumpen übernahm. Inzwischen wurde die "Rakel" in einem der Hafenbecken aus Sicherheitsgründen auf Grund gesetzt. Um Helgoland herrschten zur Zeit des Unglücks stürmische Winde mit Böen bis acht Beaufort. Die "Rakel" von Falk Pfau aus Bremen hat eine Länge von 28,00 Metern, eine Breite von 5,50 Metern, einen Tiefgang von 2,60 Metern und eine Segelfläche von 238 m², ergänzt durch einen 112 kW-MWM-Diesel. Das Schiff wurde von Laurits S. Larsen aus Ålesund 1896 beim Schiffsbaumeister Colin Archer in Larvik als Fischereifahrzeugs in Auftrag gegeben, Anfang November 1896 abgeliefert und auf den Namen "Rachel" getauft. Es war als gaffelgetakelte Ketsch mit Großtoppsegel geriggt und fischte auch im Winter im Nordmeer unter extrem harten Witterungsbedingungen. In der Ausführung unterschied es sich nicht von den legendären Rettungskuttern, die Colin Archer im Auftrag der Norwegischen Gesellschaft zur Förderung des Fischfangs seit 1893 gebaut hatte, war jedoch etwas größer. Die "Rakel" war an der norwegischen Küste jahrzehntelang als Fischereifahrzeug im Einsatz. Im Zuge der Rationalisierung wurden jedoch im Laufe der Jahre immer stärkere Motoren eingebaut und die Segelfläche nach und nach verkleinert, bis der Segler nur noch als Motorfrachter in Fahrt war. Nach Alesund war das Schiff noch in Bergen registriert, und die früheren Eigner setzten es zum Robbenfang in arktischen Gewässern ein. Als es nach Korvik verkauft wurde, fand es aber nicht nur als Fracht- und Fischereifahrzeug Verwendung, sondern auch als Eisbrecher im Namsos-Fjord in Nordnorwegen, wofür der schwere Rundgatter offensichtlich auch gut geeignet war. 1977 kaufte Werftchef Petter Kjollberg aus Borhaug die "Rakel" und setzte sie zum Fang von Kabeljau ein, den er als Stockfisch nach Nigeria verkaufte. Mit dem Zusammenbruch dieses westafrikanischen Marktes waren aber auch die Tage dieser Nutzung gezählt, und die "Rakel" wurde aufgelegt. 1980 entdeckte der Bremer Falk Pfau in Farsund, Südnordwegen, das heruntergekommene Schiff und verholte es 1981 zum Liegeplatz der Schiffergilde nach Bremerhaven. Innerhalb von vier Jahren wurde die "Rakel" nach Originalplänen aus dem Osloer Seefahrtsmuseum zum großen Teil in Eigenarbeit restauriert und segelt seit 1984 wieder in alter Schönheit auf der Nord- und Ostsee. Ihre Reisen führten sie bislang nach Norwegen, Schweden und Schottland und 1985-1986 auf einen langen Törn von Bremerhaven in die Karibik und zurück. Die "Rakel" ist höchstwahrscheinlich das letzte noch existierende Fischereifahrzeug aus der Colin-Archer-Werft.Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Unfallflucht gestellt
(22.06.13) Am 19.6. arrestierte die japanische Coast Guard den chinesischen Frachter "Fukukawa" unter dem Verdacht, am 15.6. auf der Fahrt vonNingbo nach Hakata einen Kutter gerammt und zum Sinken gebracht zu haben. Dabei kam dessen Skipper ums Leben. Der Frachter hatte nach der Kollision nicht gestoppt. Jetzt haben die Behörden aber genug Beweise gegen das Schiff gesammelt, um es wegen Unfallflucht in die Kette zu legen. Die "Fukukawa", 1599 tdw (IMO-Nr.: 8808135), wurde 1988 erbaut, führt die Flagge Kambodschas und hat als Manager die Yantai Jinze Intl. Shipg. Mgmt. Co. in China.Quelle: Tim Schwabedissen



Spekulationen um Untergang eines Drogenfrachters
(22.06.13) Nach dem Bericht der holländischen Marine über den Untergang des Frachters "Matthew I", 659 BRZ (IMO-Nr.: 6417011), in der Karibik hat ein russishcer Historiker eine abenteuerliche These aufgestellt. Er hält es für möglich, dass der Frachter durch einen experimentellen Torpedo eines amerikanischen U-Bootes versenkt wurde. Dieser hätte das Schiff manövrierunfähig machen, aber nicht versenken sollen. Der Typ sei eigens entwickelt worden, um von Piraten gekaperte Schiffe zu stoppen. Doch in diesem Fall habe der Einschlag den Maschinenraum geflutet und zu Wassereinbruch in den angrenzenden Räumen geführt. Die Besaztung habe das eindringende Wasser nicht soppen können und habe das Schiff aufgegeben. Auch die Holländer konnten den Untergang nicht mehr abwenden. Die "Zr. Ms. Holland" und die US Coast Guard hatten die "Matthew I" mit Nachtgläsern und Infrarotkameras beschattet, weil sie unter Verdacht stand, Kokain zu schmuggeln. Als die Fregatte den Frachter zum Stoppen aufforderte, hat dieser nach holländischer Darstellung zu fliehen versucht, ehe dann ein Feuer ausbrach und die 10-köpfige Crew in die Boote ging. Der holländische Kommandant hatte keine Zweifel daran, dass sie ihr Schiff versenkte, um die Beweise zu vernichten. Der Frachter wurde 1964 auf der Jadewerft,Wilhelmshaven als "Treuburg" für G. Lubjuhn, Brake, erbaut. 1982 wurde er zur "Sea Odin" von W. Baum & Co, Hamburg, 1994 zur "Viola" der H. Pahl, Grünenthal, Baum & Co. 1997 ging sie als "Astrid af Ornö" an die Rederi AB Evernia, später an die Granström Red. AB, Ornö, und lief sei 2006 als "Polar Breeze". 2008 wurde sie zur "Titan V" der Iversiones Nav Caribenas, Sri Lanka, 2009 zur "Mauritania" der Naviera del Pacific SA, dann zur "Phoenix XXI" von Jose Alberto Rojas & Ruben Macedo, Panama, ehe 2012 die letzte Verwendung als "Matthew I" mit Heimathafen Sansibar folgte. Das Schiff hatte eine Länge von 53.0, eine Breite von neun und einen Tiefgang von drei Metern sowie eine Tragfähigkeit von 760 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre erlitt acht Lecks
(22.06.13) Ein Inspekteur der Maritime Industry Authority hat am 21.6. den Entzug der Sicherheitszeugnisse für die philippinische Fähre "St. Gregory the Great", 19468 BRZ (IMO-Nr.: 9042726), empfohlen, nachdem diese bei der Passage der Siete Pecados Islands in Guimaras am 15.6. auf der Fahrt nach Iloilo auf Grund gelaufen war. Bei Untersuchungen waren acht Löcher im Rumpf gefunden worden, die vor der Wiedererteilung einer Fahrterlaubnis erst repariert werden müssten, wozu das Schiff gedockt werden muss. Das 2GO Management war bei der Untersuchung kooperativ und will dieser Empfehlung folgen. Experten der Marina Manila Enforcement Group leiteten eine Untersuchung der Havarie ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker nach Feuer vor Civita Navese aufgegeben
(22.06.13) Auf dem türkischen Tanker "Nazo S" brach am 21.6. um 18.30 Uhr rund 37 Kilometer vor Civita Navese in der Adria ein Feuer aus. Es entstand offenbar durch einen Kurzschluss. Es griff rasch um sich und zerstörte das Achterschiff. Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachterr "Annamarie" nahm Kurs auf den Havaristen und rettete gegen 19 Uhr die 12-köpfige Crew unversehrt aus einem Rettungsboot. Sie wurde dann an drei Patroullienboote aus Ancona, San Benedetto del Tronto und Civitanova Marche übergeben, die sie in der Nacht nach Ancona brachten. Hier wurden die Geretteten befragt. Ein Überwachungsflugzeug stieg am Morgen des 22.6. in Pescara auf, und das Maritime Directorate in Ancona üübernahm die Koordination der Bergungsoperation. Zwei Schlepper der Ravenna Sers Group liefen aus Ancona aus. Sie konnten den Brand mit ihren Löschmonitoren unter Einsatz von Wasser und Schaum gegen fünf Uhr unter Kontrolle bringen. Der Rumpf wies aber an einigen Stellen noch Temperaturen um 100 Grad auf. Um mögliche Ölverschmutzungen bekämpfen zu können, liefen zudem die "Secomar 4", aus Ravenna und die "Monterosa" aus Giulianova aus. Die "Nazo S" war aus Damietta gekommen, hatte 950 Tonnen Äthanol in Ravenna gelöscht und war dann entgast nach Galati ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Heizgerät verursachte Schiffsbrand
(22.06.13) Ein falsch platziertes Heizgerät, das in einem Lagerraum gestaute Papiertüten entflammte, war Schuld an dem Feuer auf dem amerikanischen Longliner "Blue Pacific", 867 BRZ (IMO-Nr.: 6510746), am 12.6. in Unalaska. Dies fand das Unalaska Department of Public Safety heraus. Die Crew hatte gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Patroullienboot "Stimson", dessen Besatzung auf Bekämpfung von Schiffsbränden spezialisiert ist, den Brand in dem Lagerraum, in dem Gefrierfisch verpackt wird, binnen zwei Stunden löschen können. Das Schiff lag am Coastal Transportation Dock. Quelle: Tim Schwabedissen



Fährboot vor Karachi gekentert
(22.06.13) Das Fährbooot "Al-Rashid" mit rund 35 Passagieren an Bord kenterte am 211.6. nahe der Ölpiers Karachi. Dabei wurden mindestens 19 Menschen verletzt und kamen ins Krankenhaus. Fischer kamen den Schiffbrüchigen rasch zu Hilfe. Das Schiff war von Keamari zu der Insel Baba Island unterwegs, als es verunglückte. Seewasser war durch Lecks am Propellerschaft eingedrungen und hatte es unstabil gemacht. Unklar war, ob es noch Vermisste gab. Die Suchaktion durch Fischer, Küstenwache und Marine dauerte an. Quelle: Tim Schwabedissen



Sedov unter Segeln (Bild: Zeglarz) Großbild klick!
Traditionssegler "Lisa von Lübeck" und "Sedov" vor Texel kollidiert
(21.06.13) Am Nachmittag des 20.6. kam es im Vorfeld der Sail Den Helder zu einer Kollision auf der Reede von Texel, nördlich von Amsterdam. Der russische Großsegler "Sedov" 3432 BRZ (IMO-Nr.: 7946356) rammte die dort vor Anker liegende deutsche Koggenreplik "Lisa von Lübeck", 198 tdw, die erhebliche Schäden erlitt. U.a. wurde der Bugsprit abgebrochen. Die "Sedov" war dabei, Manöver durchzuführen, und ihre Crew hatte trotz gesetzter Ankerbälle möglicherweise nicht wahrgenommen, dass die "Lisa von Lübeck" ankerte und nicht ausweichen konnte. Dafür spricht auch, dass der Viermaster vor der drohenden Kollision zweimal Warnsignale gab, was bei einem Ankerlieger unüblich ist. Ob es Verletzte an Bord der Kogge gab, war zunächst unklar, jedenfalls fuhren Rettungswagen zum Hafen von Den Helder, wo beide Schiffe nach der Kollision einliefen. Die "Lisa von Lübeck", (MMSI-Nr.: 211136000) ist die Rekonstruktion eines Kraweels aus dem 15. Jahrhundert. Die Kiellegung erfolgte am 31. Juli 1999. 350 Mitarbeiter waren an der Rekonstruktion beteiligt, überwiegend ungelernte ABM-Kräfte. Die Initiatorin des Projektes, Lisa Dräger aus Lübeck, hatte die Idee schon 1936 gehabt, als die "Lübecker Kogge", der Nachbau einer Kogge, das Olympische Feuer von Lübeck zu den Segelwettbewerben der Olympischen Spiele nach Kiel gebracht hatte, wo das Schiff allerdings später im Sturm kenterte. 1991 wurde die Rekonstruktion der Kogge "Ubena von Bremen" in Lübeck gezeigt, und Lisa Dräger nahm das Projekt in Angriff. Weil noch nie eine vollständige Kraweel ausgegraben wurde, musste der Bauplan in Teilstücken erstellt werden. Das Schiff wurde eine authentische Rekonstruktion, die allerdings mit einem 347-PS-Diesel zur Fahrt ohne Segel ausgestattet wurde. Am 27. März 2004 wurde das Schiff zu Wasser gelassen; die Jungfernfahrt fand im April 2005 statt. Am 14. April startete die "Lisa von Lübeck" zu ihrem ersten Auslandstörn. Ziel der Reise war die Hansestadt Danzig an der polnischen Ostseeküste, mit Zwischenstopps in Stralsund und Kolberg. Sie hat ihren Stammliegeplatz im Museumshafen von Lübeck. Der Dreimaster ist 35,9 Meter lang und 9,3 Meter breit bei einem Tiefgang von 2,86 Metern. Bei der "Sedov" handelt es sich um die einstige "Magdalene Vinnen II", eine aus Stahl gebaute Viermastbark mit Hilfsmaschine, die nach dem 2. Weltkrieg von der Sowjetunion und heute von Russland als Segelschulschiff genutzt wird. Sie wurde nach dem russischen Marineoffizier und Polarforscher Georgi Jakowlewitsch Sedow benannt. Es handelt sich bei ihr um das größte noch segelnde traditionelle Segelschiff der Welt und das zweitgrößte überhaupt, übertroffen nur vom Neubau "Royal Clipper". Das Schiff lief am 23. März 1921 bei der Kieler Germaniawerft vom Stapel. Es war das zweite nach der Ehefrau des Bremer Reeders Adolf Vinnen benannte Schiff, das für die Reederei F. A. Vinnen in Bremen lief. Sie segelte unter anderem nach 1931 in der australischen Weizenfahrt und bis 1931 in der chilenischen Salpeterfahrt, wobei sie mehrmals Kap Hoorn rundete, womit sie als Schiff auch zu den Kap Hoorniers zählt. 1936 wurde sie vom Norddeutschen Lloyd erworben, der auf der Suche nach einem großen Segelschiff war, um es als frachttragendes Segelschulschiff zu betreiben. Es wurde nach dem Lloyd-Kapitän und Kommodore Nikolaus Johnsen "Kommodore Johnsen" benannt . Anfang März 1937 entging es auf einer Rückreise von Buenos Aires nach Hamburg nur knapp dem Untergang, als in der Nähe der Azoren in einem Sturm, der sich zum Hurrikan entwickelte, das Getreideschott unter Luke III nachgab und sich ihre als Schüttgut geladene Ladung, die aus 4.963 Tonnen Weizen bestand, überging. Trotz der Versuche der Besatzung, die Ladung auf offener See umzutrimmen, krängte das Schiff am Morgen des 3. März 1937 bis zu 56 °. Kapitän Otto Lehmberg funkte SOS, und der niederländische Frachter "Sliedrecht" sowie der deutsche Tanker "Winkler" eilten zu Hilfe. Schließlich ließ der Tanker ab, um die Wellen zu beruhigen. Der Sturm flaute am Abend etwas ab, sodass die Ladung umgetrimmt werden und die "Kommodore Johnsen" aus eigener Kraft weiterfahren konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte das Schiff im Mai 1945 zunächst in britischen Besitz und am 20. Dezember 1945 als Reparationszahlung in die Sowjetunion, die es nach Odessa verlegte. Im Januar 1946 erhielt das Schiff seinen heutigen Namen. Als Segelschulschiff im Besitz des sowjetischen Fischereiministeriums trat die "Sedov" 1951 ihre erste Reise an. Von 1952 bis 1957 diente sie als Schulschiff der sowjetischen Marine. Mehrere Freundschaftsbesuche unter verschiedenen Marinekapitänen führten sie nach Südamerika und Afrika. Von 1957 bis 1966 war sie mit Kadetten an Bord als ozeanographisches Forschungsschiff im Atlantik unterwegs. In dieser Zeit wurde das komplette laufende Gut nach den originalen Takelplänen erneuert. 1966 wechselte sie zu ihrem neuen Eigner, dem sowjetischen Fischereiministerium über. Ihr Liegeplatz wurde die Newa in Leningrad. Nach wenigen Ausbildungsfahrten im finnischen Meerbusen wurde sie in Kronstadt aufgelegt. Gemäß Eintrags im Lloyd's-Register war sie von 1967-1982 nicht als fahrendes Schiff vermerkt. Zwischen 1975 und 1981 lag sie dann in der Marinewerft Kronstadt im Trockendock, wo sie komplett überholt wurde. Der Rumpf wurde entrostet, repariert und mit Rostschutzfarbe versehen, danach erhielt sie ihren weißen Anstrich. 500 Tonnen Ballast in fester Form wurden eingebaut, dazu 1.000 Tonnen Ballast- und Trinkwasser sowie Brennstoff in den Doppelbodentanks. Die ausgebauten einstigen Zwischendeckladeräume wurden für die Aufnahme von mehr als 240 Mann eingerichtet. Zusätzlich verfügt die Viermastbark dort über entsprechende Sport-, Schulungs- und Unterrichtsräume mit Film- und Videoausrüstung. Einmalig auf einem Segler ist der glasüberwölbte Festsaal mit Bühne und einem kleinen angebauten Museum zur Schiffsgeschichte und der seines Namensgebers. Das Schiff wurde seitdem als reines Schulschiff eingesetzt. Im Mai 1982 lief die "Sedov" zum 793. Hamburger Hafengeburtstag in den Hafen der Hansestadt ein. Seit 1991 ist die staatliche Technische Universität Murmansk, vormals Staatliche Akademie der Fischereiflotte, die Eignerin. Im Sommer 2005 diente die "Sedov" als Drehort für den Fernsehfilm Der Untergang der "Pamir". Der vorher weiße Rumpf der "Sedov" wurde dafür eigens schwarz mit rotem Unterwasserschiff und weißem Wasserpass gestrichen, den traditionellen Farben der Schiffe der für ihre Flying P-Liner berühmten Reederei F. Laeisz, zu denen die "Pamir" einst gehörte. Nach Abschluss der Dreharbeiten behielt die "Sedov" ihre neuen Rumpffarben. Das Schiff ist seit Jahren Stammgast beim Hamburger Hafengeburtstag, bei der Kieler Woche sowie beim jährlichen "Wochenende an der Jade" in Wilhelmshaven und kann dort besichtigt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kanonen von Blackbeards Schiff geborgen
(21.06.13) Am 20.6. konnten vor der Küste von Carteret County zwei Kanonen aus dem Wrack der "Queen Anne's Revenge", die 1718 im Beaufort Inlet gesunken war, von dem Forschungsschiff "Dan Moore" geborgen werden, nachdem zuvor schlechtes Wetter die Arbeit der Unterwasserarchäologen verzögert hatte. Das Ziel war gewesen, acht Kanonen zu heben, doch hoher Seegang hatte die Bemühungen bislang zunichte gemacht. Studenten des Cape Fear Community College hatten mit einem speziellen Programm zu dem jetzt erzielten Erfolg beigetragen. Taucher des Underwater Archaeology Branch hatten bereits vor Tagen Hebegeschirr an den Kanonen, die seit rund 300 Jahren auf dem Meeresgrund lagen, festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Patras abgeschleppt
(21.06.13) Der griechische Tanker "Aegean Tiffany", 2747 tdw, erlitt am 19.6. auf der Fahrt von Eleusis nach Patras rund 1.3 Meilen vor der Küste Maschinenausfall. Ein Schlepper brachte den Havaristen nach Patras ein, wo er bis zur Erneuerung der Klasse mit einem Auslaufverbot belegt wurde. Die "Aegean Tiffany" (IMO-Nr.: 9314478) wurde 2004 erbaut und läuft für die Aegean Oil S.A.
Quelle:Tim Schwabedissen



MOL Comfort treibt weiter im Sturm
(21.06.13) Am 20.6. gegen 23 Uhr gab die Mitsui O.S.K. Lines, Ltd. bekannt, dass die beiden Teile der "MOL Comfort" um 18 Uhr Dubai-Zeit unweit der Positionen 14'10" N 63'27" O und 13'13" N 62'05" O weiterhin in ostnordöstlicher Richtung trieben. Das Wetter vor Ort war unverändert stürmisch. Der überwiegende Teil der Containerfracht befinde sich noch an Bord. Es sei zu keinen großen Ölverlusten gekommen. Die erwartete Ankunft eines Patroullienbootes war weiterhin am 24.6. Falls das Schiff geborgen und untersucht werden kann, wird sicher auch ein Augenmerk auf der erstmaligen Verwendung von hochfestem YP47-Stahl des Gütegrades "E" (YP460MPa) mit einer Zugfestigkeit von rund 461 N/mm² für den Schiffsrumpf sein. Die neue Stahlsorte wurde von Nippon Steel und Mitsubishi Heavy Industries entwickelt und ihre Verwendung in Zusammenarbeit mit der Klassifikationsgesellschaft Nippon Kaiji Kyokai erprobt. Der Frachter gehörte zu einer Serie baugleicher Schiffe, zu denen weiterhin die "MOL Creation", "MOL Charisma", "MOL Celebration", "MOL Courage", "MOL Competence", alle von den Mitsubishi Heavy Industries, Ltd., Nagasaki, sowie die "MOL Cosmos" und "MOL Coninuity" vom Koyo Dockyard Co, Mihara, für MOL und weiter die "APL Zeebrugge", "APL Ningbo", "APL France" und "APL Poland" wiederum von der Mitsubishi Heavy Industries, Ltd., Nagasaki, gehören. Die "MOL Comfort" hätte in Kürze auch in Hamburg einlaufen sollen, nämlich am 2.7., mit Stopps zuvor in Rotterdam und hinterher in Southampton am 5. Juli und in Le Havre am 7. Juli. Für dortige Ladungsempfänger ist also eine Havarie Grosse zu erwarten. Ladehäfen waren Kobe, Nagoya, Shimizu, Tokyo, Hong Kong, Vung Tau und Singapur.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hapag-Lloyd-Frachter rettete Yachtcrew
(21.06.13) Die US Coastguard nahm am 14.6. Kontakt mit dem unter Bermuda-Flagge laufenden Hapag-Lloyd-Containerfrachter "Altamira Express" 40435 BRZ (IMO-Nr.: 8501426) auf und bat ihn um Assistenz für die Segelyacht "Champis", die sich rund 130 Meilen südöstlich von Bermuda befand. Deren EPIRB-Signal war zuvor aktiviert worden, und das Joint Rescue Coordination Centre [JRCC] Norwegen fing über Satellitenfunk eine Textmitteilung auf, in der die Crew der "Champis" dringend um Hilfe bat. Sie hatte Maschinenausfall und Mastbruch erlitten. Nachdem das MRCC Bermuda verständigt war, nahm dieses Kontakt mit der US Coast Guard auf, die mittels eines SURPIC zwei Schiffe in der Nähe der Yachtposition ausfindig machte, von denen die "Altamira Express" rund 75 Meilen von der Yacht entfernt das nächstgelegene war. Der Frachter nahm Kurs auf die Position und barg die Crew ab. Anschließend wurde die Weiterreise nach Cagliari angetreten, wo Frachter und Schiffbrüchige am 24.6. erwartet wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ursache der Kollision auf der Warnow noch unklar
(21.06.13) Die Ursache der Kollision der Warnemünder Fähre "Warnow" mit dem unter Lotsenberatung fahrenden Tanker "Wisby Verity" war noch unklar. Wasserschutzpolizei und die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU) haben Ermittlungen aufgenommen. Der Rostocker Hafenkapitän Gisbert Ruhnke konnte sich nicht an einen vergleichbaren Unfall im Hafen erinnern. Bei der Kollision wurde der Bugwulst der "Warnow" eingedrückt und ein Loch oberhalb der Wasserlinie in den Rumpf gerissen. Die Fähre sollte nach der Reparatur in einer örtlichen Werft spätestens Ende kommender Woche wieder einsatzbereit sein. In der Zwischenzeit sollte der Takt für die "Breitling", die zweite Fähre auf der Linie Warnemünde-Hohe Düne verdichtet werden. Normalerweise fahren beide Schiffe im 20-Minuten-Takt. Am Tanker entstand nur ein leichter Schaden, am Bug waren Schrammen sichtbar. Er ankerte am 21.6. weiter auf Reede vor Warnemünde. Die Berufsgenossenschaft Verkehr verhängte ein Fahrverbot, bis die Untersuchungen zur Unfallursache abgeschlossen sind. Eine der beiden auf der "Warnow" verletzten Frauen konnte am 20.6. das Krankenhaus wieder verlassen, die andere musste stationär aufgenommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach sechs vermissten Fischern eingestellt
(21.06.13) Am 20.6. wurde die Suche nach sechs vermissten Fischern der "Tiburón XX" vor Huacho eingestellt, zwei Tage nachdem der Kutter am 17.6. vor Punta Salinas gesunken war. Nebel und schlechtes Wetter mit vier Metern Wellenhöhe hatten die Sucharbeit behindert. Von der 13-köpfigen Crew hatten nur sechs Mann lebend, ein weiterer tot geborgen werden können. Drei Boote und ein Helikopter der Marine hatten die Unfallstelle sowie die Strände von Supe in Chancay abgesucht, aber keine Spuren der Vermissten gefunden. Die "Tiburón XX" war vor 10 Tagen aus Santa Rosa in Chiclayo (Lambayeque) ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Griffin hütet ihr Geheimnis weiter
(21.06.13) Am 21.6. lief die Grabungsgenehmigung des Department of Natural Resources an der möglichen Untergangsstelle der "Griffin" aus. Teamleiter Steve Libert gab eine wachsende Frustration zu, nachdem sein vielversprechender Versuch, dem Wrack auf die Spur zu kommen, ergebnislos verlaufen war. Er weiß von keinem anderen 300 Jahre alten Wrack auf den Great Lakes, so ist er nach wie vor überzeugt, dass das Holzstück, bei dem es sich um einen Bugsprit handeln könnte, zur "Griffin" gehören muss. Der Balken war aber nicht mit einem Wrack verbunden, was aber nicht heißt, dass sich keines in der Nähe befinden könnte. Es gab Hinweise, dass bei Sonar-Scan-Untersuchungen unter dem Meeresgrund ein Feld von Objekten ausgemacht wurde, deren Ausmaße denen der "Griffin", gut 40 Fuß lang und 18 Fuß breit, entsprechen könnte. Bisher haben die Untersuchungen rund 80000 Dollar gekostet. Nun soll erreicht werden, dass das Wrackstück gehoben und zu weiteren Studien an Land gebracht werden darf. Eine Bergung wäre zwar kompliziert, aber es vor Ort zu belassen, würde Vandalismus oder Diebstahl herausfordern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fehler der Schiffsführung ließen USS Guardian stranden
(21.06.13) Fehler bei der Schiffsführung haben zur Strandung des Minensuchers USS "Guardian" am 17. Januar auf dem Tubbataha Reef geführt, fand die US Navy heraus, die am 20.6. einen Untersuchungsbericht publizierte. Dadurch kam es zur Vernachlässigung von Alarmsignalen. Ebenso war eine nachlässige Navigation mit Schuld an der Havarie und dem anschließenden Totalverlust. Es wurde sich zu sehr auf die Digital Nautical Charts (DNC) verlassen. Drei Offiziere wurden bereits am 3.4. von ihren Aufgaben entbunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tenneco soll als künstliches Riff versenkt werden
(21.06.13) Im Golf von Mexiko soll vor Okaloosa Island ein neues Taucherriff entstehen. Dazu wird die "Tenneco", ein 125 Fuß langes Schiff, das Eigner Ted Brown spendete, versenkt und zum Shirley J. Brown Memorial Reef in 60 Fuß Wassertiefe werden. Shirley J. Brown betrieb einst die Brown Marine, an der Golfküste. Das Schiff liegt derzeit in Pensacola. Die Kosten von rund 75,000 Dollar sollen aus Steuergeldern bezahlt werden. Damit wäre die Verschleppung der "Tenneco" nach Okaloosa County, das Einholen der notwendigen Genehmigungen, die Vorbereitung des Schiffes und schließlich dessen Versenkung abgedeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



15 Vermisste vor Karachi
(20.06.13) Mindestens 15 Menschen wurden vermisst, nachdem am 21.6. ein Schiff unweit von Karachi vor der Küste von Pakistan kenterte. Das Boot war mit über 50 Menschen überladen, als es bei Kemari umschlug. Retter bargen 35 Menschen und brachten sie ins Krankenhaus. Mindestens acht waren in kritischem Zustand. Drei Boote der Sicherheitskräfte nahmen an der Rettungsaktion teil. Das Boot war mit einer Ladung Kohle und Touristen unterwegs von Kemari nach Minora Island. Es hätte 30 Menschen befördern dürfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband rammte Brücke in Memphis
(21.06.13) Eine Person wurde verletzt, als am 17.6. gegen 22 Uhr eine Barge der Southern Towing Company in Memphis, Tennessee, die der 38 Meter lange, unter US-Flagge laufende Schlepper "Bobby Jones" (MMSI-Nr.: 366919160) flussabwärts bugsierte, mit der Crescent Bridge in Illinois kollidierte. Sie stießen gegen den die Brückenklappe Danach stoppte der Schleppverband unweit der Brücke. Kurz nach dem Unfall beseitigten Einsatzkräfte von Rock Island, Davenport sowie Arsenal Emergency Crews die Trümmer, und der Verband entfernte sich von der Unfallstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Komplizierte Brandbekämpfung im Trockendock
(21.06.13) Auf einem Schlepper aus Moorehead City, der zur Zeit im Trockendock des Colonna Shipyard in Norfolk, Virginia, lag, brach in der Nacht zum 18.6. ein Feuer aus. Versuche der Crew, es zu löschen, mussten wegen der starken Rauchentwicklung abgebrochen werden. Die Feuerwehr hatte Mühe, gegen den aggressiven Brand vorzugehen, zumal das Schiff im Dock schwer zugänglich war. Sie mussten rund 1000 Fuß Schläuche auslegen, um zum nächsten Hydranten zu gelangen. Das Feuer war in der Kombüse bei Schweißarbeiten entstanden. Gegen zwei Uhr war das Feuer unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper wegen Schifffahrtsgefährdung verurteilt
(20.06.13) Der Skipper des 15 Meter langen Kutters "Regent", der fast einen mit der Strandung der "Rena" vergleichbaren Zwischenfall vor Napier heraufbeschworen hätte, wurde zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit sowie der Zahlung der Gerichtskosten von 3898 Dollar verurteilt. Er hatte am 15.2.2012 sein Schiff so dicht unter den Bug des Containerfrachters "MOL Summer" gefahren, dass Lotse und Kapitän dieses nicht mehr sehen könnten und gezwungen waren, die Maschinen vor der Hafeneinfahrt zu stoppen, sodass das Schiff zeitweilig manövrierunfähig und in Gefahr, auf Grund zu laufen war. Der 21-jährige Fischer wurde vom Napier District Court daraufhin am 18.6. der fehlerhaften Führung eines Schiffes für schuldig befunden. Er selbst plädierte auf nicht schuldig, er habe sein Schiff immer mindestens 500 Meter von dem Frachter entfernt gehalten. Doch das Gericht folgte den Zeugenaussagen des Lotsen, eines Schlepperfahrers und anderen, die dies als falsch bezeichneten. Der Verteidiger führte aus, sein Mandant sei für so viel Verantwortung sehr jung gewesen und habe sich zu sehr auf seine Instrumente und das Radar verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tyrusland sorgte für Wirbel am Hafenboden und an Land
(20.06.13) Am 13.6. kam es durch die britische Roro-Fähre "Tyrusland", 20882 BRZ (IMO-Nr.: 7718503), zu einer Grundberührung im Hafen von Marsaxxlok, als sie von Syrien aus kommend Malta ansteuerte. Dabei wurde eine größere Menge Baggergut aufgewirbelt. Der Zwischenfall ereignete sich, als das Schiff am West Quay Terminal im Freihafen festmachte, der noch nicht fertiggestellt und für solche Schiffe ausgelegt ist. Deshalb forderte die Birzebbuga Action Group die Malta Environment and Planning Authority auf, die Betreiber des Freihafens zu bestrafen, doch die Mepa sagte, dass es keine Strafe für derlei Kontaminationen gäbe. Die "Tyrusland" lief am 19.6. wieder nach Tripolis aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Kollision auf der Warnow
(20.06.13) Auf dem Breitling ist am frühen Morgen des 20.6. die Fähre "Warnow" auf der Überfahrt von Warnemünde nach Hohe Düne mit dem auslaufenden holländischen Tanker "Wisby Verity", 4295 BRZ (IMO-Nr.: 9283459) kollidiert. Dabei wurden an Bord der mit einem Auto und sechs Fahrgästen besetzten Fähre zwei Frauen verletzt und in die Boddenklinik Ribnitz-Damgarten eingeliefert. Die "Warnow" hatte eine von See kommende Scandlines-Fähre passieren lassen wollen, die ihr aber die Sicht auf den von Rostock kommenden Tanker nahm, der um kurz nach fünf Uhr von Liegeplatz 4 losgeworfen hatte. Die Fähre erlitt ein großes Leck, während der Tanker offenbar unbeschädigt geblieben war. Er wurde angewiesen, auf Reede vor Warnemünde vor Anker zu gehen, wo die "Warnow" der Wasserschutzpolizei zur Untersuchung des Unfallhergangs längsseits ging. Da die beschädigte Fähre der Weißen Flotte, die 1995 erbaut wurde, 38 Meter lang ist und eine Kapazität von 150 Fahrgästen und 25 Fahrzeugen hat, nach der Kollision fahruntüchtig war und nur das Schwesterschiff "Breitling" im Einsatz auf der Warnow blieb, kam es zwischen Warnemünde und Hohe Düne zu Verzögerungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Mega-Containerliner
(20.06.13) In drei Containern an Bord des dänischen Frachters "Eugen Maersk" brach am 18.6. ein Feuer aus, als dieser sich auf der Fahrt von Jebel Ali nach Port Said im Golf von Aden befand. Die Crew konnte den Brand rasch lokalisieren und eine weitere Ausbreitung verhindern. Das Schiff nahm Kurs auf Djibouti, wo es am 19.6. um 12:40 Uhr ankerte. Ein Feuerlöschboot unterstützte die Löscharbeit, die im Lauf des Tages abgeschlossen werden konnten. Die betroffenen Container waren mit Haushaltsgütern und anderen nichtgiftigen Gütern beladen. Sie wurden in Djibouti entladen, und mit 1-2 Tagen Verzögerung sollte dann die Reise weiter gehen. Die "Eugen Maersk", 158200 tdw (IMO-Nr.: 9321550), hat eine Containerkapazität von 11,000 TEU (13,460 TEU), wurde 2008 erbaut und läuft für die Maersk Line im Service AE10 vom Fernen Osten nach Nordeuropa.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer im Maschinenraum vor Olbia
(20.06.13) Am 19.6. gegen 06:00 Uhr brach im Maschinenraum des italienischen Ro-ro-Frachters "Massimo M" 13 Meilen Olbia, Sardinien, ein Feuer aus. Es gelang der Crew, den Brand mit CO2 zu löschen. Menschen und Ladung kamen nicht zu Schaden. Der Havarist wurde anschließend nach Olbia eingeschleppt. Die "Massimo M", 12494 BRZ (IMO-Nr.: 7411387), wurde 1975 erbaut und läuft für Moby Spa.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drogenmissbrauch - Sportboot rammte Polizeiboot auf der Elbe
(20.06.13) Am Abend des 19.6. kollidierte das Wedeler Sportboot "Maru", das eine Länge von 6.53 Metern und eine Breite von 2.47 Metern hat, auf der Elbe in Höhe Wedel mit dem 29.8 Meter langen und 6,4 Meter breiten Küstenstreifenboot "Bürgermeister Weichmann", 140 BRZ (IMO-Nr.: 9100047), der Hamburger Wasserschutzpolizei. Dabei wurden die drei Insassen der "Maru" zum Teil schwer verletzt. Die "Bürgermeister Weichmann" lief auf der Unterelbe in Richtung See. Dabei wurde sie von dem unter der Flagge Antiguas fahrenden, 152 Meter langen Frachter "Wilma" ebenfalls seewärts laufend überholt. Als die "Bürgermeister Weichmann" die Fahrwassertonne 122 passierte, näherte sich von Backbord kommend das Sportboot, das mit hoher Geschwindigkeit das Fahrwasser hinter dem Frachter querte. Trotz eines Notmanövers der "Bürgermeister Weichmann" konnte eine Kollision nicht mehr verhindert werden. Die "Maru" rammte das Backbord-Vorschiff der "Bürgermeister Weichmann".Die Wasserschutzpolizisten ließen sofort das Tochterboot "WS 62? der "Bürgermeister Weichmann" zu Wasser, um Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Das Polizeiboot schleppte die "Maru" zum Anleger Schulau. Rettungssanitäter versorgten dort die verletzten Männer. Anschließend wurden sie in ein Krankenhaus eingeliefert. Zwei der Bootsinsassen erlitten überwiegend Rückenverletzungen, Prellungen und Abschürfungen. Sie standen unter dem Einfluss alkoholischer Getränke. Der 36-jährige Skipper zog sich Platzwunden zu und verließ das Krankenhaus noch vor Beendigung der ärztlichen Behandlung. Er wurde von der Polizei zunächst nicht angetroffen. Die "Maru" wurde durch die Kollision erheblich beschädigt. Im Sportboot entdeckten die Wasserschutzpolizisten unter anderem diverse leere Bierflaschen, eine leere Flasche Wodka und eine geringe Menge Marihuana. Die Beamten stellten das Sportboot sicher und vertäuten es im Tonnenhof Wedel. An der "Bürgermeister Weichmann" entstand nur Farbabrieb. Die Beamten sicherten Radarbilder über die Verkehrszentrale Brunsbüttel. Der Bootsführer erschien am Vormittag des 20.6. auf dem Wasserschutzpolizeikommissariat 2. Dem Beschuldigten wurde eine Blutprobe entnommen. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitet. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schaden durch Havarie der MOL Comfort wird enorm sein
(20.06.13) Das Achterschiff des auseinander gebrochenen Containerfrachters "MOL Comfort" trieb am 19.6. gegen 23 Uhr unweit der Position 13'00" N 61'29" O in ostnordöstlicher Richtung weiter. Zum 200 Meter langen vorderen Schiffsteil gab es keine weiteren Informationen, da stürmische See und damit einhergehende schlechte Sicht die Observation erschwerten. Das Patroullienboot, das am 19.6. aus Jebel Ali auslief, wurde nicht vor dem 24.6. in dem Seegebiet erwartet. Die beiden Bergungsfirmen Smit Salvage aus Holland und Nippon Salvage schickten ebenfalls Schiffe, die aber auch nicht vor dem kommenden Wochenende vor Ort sein werden. Der Schaden, so viel ist jetzt schon klar, wird enorm sein. Der Versicherungswert der Fracht betrug rund 300 Millionen Dollar. Bergungskosten, falls die Wrackteile abgeschleppt werden können, werden zwischen 30 und 70 % Prozent des Wertes der Fracht betragen. Die "MOL Comfort" war zum Unglückszeitpunkt mit 4382 Container an Bord nach Rotterdam unterwegs, wo sie am 30.6. hätte eintreffen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper "Tug 2" wurde neue Tauchattraktion vor Malta
(20.06.13) Vor der Küste Maltas wurde am 20.6. eine weitere Tauchattraktion geschaffen. Der ausgediente, 30 Meter lange und 8,5 Meter breite Schlepper "Tug 2" wurde gegen 11 Uhr am Ausgang der St. Julians Bay vor Exiles, Sliema auf 21 Metern Tiefe versenkt. Das 250 Meter vor St. Julians und 389 Meter vom Portomaso-Wellenbrecher entfernt liegende Wrack wird fortan für Taucher direkt von der Küste aus erreichbar sein. Wochenlang wurde das 1975 erbaute Schiff in Valletta für die Versenkung vorbereitet und gereinigt. Es hatte zuvor 12 Jahre am Bezzina Shipyard gelegen. Das Projekt wurde von der Professional Diving Schools Association durchgeführt. Die Versenkung hatte wegen schlechten Wetters etwas verspätet stattfinden müssen. Nachdem die Seeventile gegen 9.30 Uhr von Dive Systems geöffnet worden waren, mussten sich die Beobachter noch etwas gedulden, denn eine Stunde lang geschah wenig. Erst nachdem ein Feuerlöschboot den Schlepper "unter Beschuss" genommen hatte, neigte er sich gegen 11 Uhr mit dem Bug voran und verschwand dann unter Applaus binnen weniger Minuten auf Tiefe. Auch der Tourismusminister Karmenu Vella wurde Zeuge der Versenkung des Schiffes, das jährlich rund 80,000 Sporttaucher nach Malta locken soll. Die nächstgelegenen Wrack sind die HMS "Maori", die in relativ großer Wassertiefe vor Valletta versenkt wurde, sowie der Wassertanker "X127" vor Manoel Island. HMS "Maori" ist aber schon stark verfallen, und der weitere Zugang zur "X127" ist wegen der Entwicklungen auf Manoel Island unsicher. Eine Stunde nach der Versenkung sollten Taucher eine erste Inspektion der "Tug 2" vornehmen, die dann in Kürze die ersten Tauchtouristen erwarten kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hunderte von Kilometern Kabel sind auf Napoleon Bonaparte zu ersetzen
(20.06.13) Acht Monate, nachdem die französische Fähre "Napoleon Bonaparte", 44307 BRZ (IMO-Nr.: 9104835), in Marseille sank, haben Experten die Reparaturkosten jetzt auf acht bis 10 Millionen Euro taxiert. Damit wäre das Schiff reparaturwürdig. Seit der Bergung wird es von 10 Sicherheitsleuten im Seehafen von Marseille gewacht, verstärkt durch eine Crew an Bord des Schiffes als Brandwache und zur allgemeinen Sicherheit. In den vergangenen Tagen hat die Reederei SNCM nun die Reparaturspezifikationsdokumente erhalten, in denen alle notwendigen Arbeiten zur Wiederherstellung der Seetüchtigkeit aufgelistet sind. Diese Arbeit wurde in enger Kooperation mit der Bauwerft STX Shipyard in Saint-Nazaire durchgeführt. Nun können die Ausschreibungen vorbereitet werden. Vor allem die Elektrik hat durch das Seewasser gelitten, hunderte von Kilometer Kabel müssen ersetzt werden. Die Reparatur dürfte zwischen acht und 10 Monaten dauern, sodass das einstige Flaggschiff von SNCM frühestens April 2014 in den Dienst zurückkehren könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Fischer nach Kutteruntergang aus dem Wasser gerettet
(20.06.13) Drei Fischer wurden am Nachmittag des 19.6. von ihrem sinkenden, 7,6 Meter langen Kutter "St. Elizabeth" vor Dunaff Head in Inishowen abgeborgen. Sie wurden von einem Hubschrauber vorsorglich ins Letterkenny General Hospital geflogen, nachdem sie an Land gebracht worden waren. Um 13.30 Uhr hatten sie vor Fandad in Dinaff Mayday gefunkt, nachdem der Kutter Wassereinbruch erlitten hatte. Die daraufhin anlaufende Rettungsoperation wurde koordiniert von der Malin Head Coast Guard. Zwei Boote der RNLI Lough Swilly, eines der Mulroy-Coastguard und ein SAR-Hubschrauber in Sligo wurden alarmiert. Ein anderer Kutter, die "Niamh Crone", hatte die drei retten können, nachdem sie bereits mindestens 20 Minuten im Wasser gewesen waren. Ein RNLI-Boot ging nach seinem Eintreffen zur ersten Hilfe längsseits, während der Kutter sie zur Leenan Pier brachte. Einer von ihnen hatte Unterkühlungen erlitten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot war überladen, in schlechtem Zustand und von unqualifiziertem Personal geführt, als es sank
(20.06.13) Das 21 Fuß lange Ausflugsboot "Vixen", das am 19.9. in Loch Lomond mit sechs Passagieren an Bord sank, war bereits mit einem Fahrverbot belegt gewesen, weil die Kapitäne nicht qualifiziert waren, wurde in einem jetzt veröffentlichten Untersuchungsbericht des Marine Accident Investigation Branch (MAIB) herausgestellt. Als die "Vixen" das Loch Lomond an jenem Tag querte, war sie überladen. Fünf der sechs Fahrgäste waren mit Rettungswesten ausgestattet, eine Frau aber nicht. Sie blieb mit dem Skipper an Bord, als das Boot unter ihnen wegsackte und sie unter Wasser zog. Sie konnte sich aber an die Wasseroberfläche retten, wo sie ein anderes Boot aufnahm. Der MAIB sagte, das Boot hätte gar nicht auf dem Wasser sein dürfen. Der Skipper war ein verrenteter Verkaufsmanager der Ardlui Marina und hatte das Ruder ad hoc auf Anfrage übernommen. Obwohl er ein Royal Yachting Association (RYA) National Powerboat Zertifikat hatte, reiche diese Qualifikation nicht zum Personentransport aus. Das Boot brachte Fahrgäste von Ardlui am Westende von Loch Lomond ins eine halbe Meile entfernte Ardleish an der Ostseite. Die fünfminütige Fahrt war beliebt, und von April bis September nutzen sie stets rund 1000 Menschen. Es gab allerdings keine spezifizierte Begrenzung der Personanzahl auf dem Schiff. Dieses wiederum wies Korrosionsschäden auf, sodass Wasser eindringen konnte. Als es zu sinken begann, waren die Rettungswesten nicht alle erreichbar, und keine entsprach den Vorschriften. Die "Vixen" war nicht durch den Argyll and Bute Council lizenziert. Nach dem Unfall wurde die "Vixen" aus der Fahrt genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Acht Vermisste vor Bunduki Island
(20.06.13) Mindestens acht von 19 Personen wurden vermisst, nachdem die "Tabia Zao" am Abend des 16.6. nahe Bunduki Island im Rufiji Distrikt auf dem Indischn Ozean kenterte. Das Boot von Shaaban Mpinga aus Nyamisati Village verunglückte auf der Fahrt nach Bunduki Island und kam aus Nyamisati. Unter den Vermissten war auch der Skipper aus Mhoro Ward. 11 Überlebende wurden ins Nyamisati Health Centre gebracht, am selben Tag aber bereits wieder entlassen. Die Tanzania Meteorological Agency (TMA) hatte zuvor gewarnt, dass ein Tropensturm drohte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alle 19 Fahrgäste der Salve vor Palawan gerettet
(20.06.13) Das Fahrgastboot "Salve" mit 19 Personen an Bord sank am Morgen des 20.6. vor Dumaran in Nord-Palawan in hohem Seegang, den der Tropensturm Fabian verursacht hatte. Die Insassen, Angehörige des Department of Social Welfare and Development, wurden von örtlichen Fischern und Rettern aus Dumaran geborgen. Das Auslegerboot hatte auf der Fahrt von Dumaran nach Santa Teresita Maschinenschaden erlitten und kenterte um 8.49 Uhr. Es gehört dem Vizebürgermeister von Dumaran.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kuttercrew nach Kollision vor Keelung gerettet
(20.06.13) Alle sechs Mann an Bord des taiwanesischen Kutters "Feng Jung No. 106", der am 19.6. vor Keelung von einem unbekannten Tanker gerammt worden war, konnten gerettet werden. Die Coast Guard Administration (CGA) war um 13.24 Uhr informiert worden, und gegen 15 Uhr erreichte ein Patroullienboot den Havaristen 120 Meilen vor der Küste. Die Crew, bestehend aus einem Taiwanesen und fünf Indonesiern, saß ein einem Rettungsboot unweit des mit schwerer Schlagseite treibenden Kutters. Die CGA versuchte, den Unfallgegner ausfindig zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rätsel um Griffin bleibt vorerst ungelöst
(20.06.13) Die Herkunft eines hölzernen Wrackteils am Grund des nördlichen Lake Michigan bleibt weiterhin unklar, das Alter beträgt aber nach Angaben der an der Grabung beteiligten Unterwasserarchäologen mehrere hundert Jahre. Sie hatten gehofft, die Überreste der "Griffin" des Entdeckers La Salle zu finden, die im 17. Jahrhundert vor der Green Bay verloren ging, zu finden. Michel L'Hour, Direktor des französischen Department of Underwater Archaeological Research, hielt das Holzstück für einen Bugsprit. Er schien auch mit einer harten Fläche unter dem Meeresgrund verbunden zu sein. Er inspizierte ihn am 17.6. mit zwei französischen Kollegen. In der vergangenen Woche hatten Grabungen begonnen, doch außer dem 3,2 Meter langen Holzfragment konnten keine weiteren Schiffsteile ausfindig gemacht werden. Allerdings machten sie am 18.6. eine harte Fläche rund 5,5 bis sechs Meter unter dem Meeresgrund aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote Taucher am Wrack der "Brummer" entdeckt
(19.06.13) Zwei Leichen, die unweit des Wracks von SMS "Brummer" in Scapa Flow gefunden wurden, könnten seit zwei Monaten vermisste holländische Taucher sein. Sie wurden 40 Meter weit vom Schiff entfernt bei Orkney entdeckt. Polizeitaucher machten sich auf den Weg zur Fundstelle. Am 28.5. waren die beiden Männer nach einem Tauchgang an dem Schiff nicht wieder an die Wasseroberfläche zurückgekehrt. Der Skipper des Tauchbootes hatte daraufhin Alarm geschlagen, doch eine SAR-Operation verlief ergebnislos. Der Minenkreuzer SMS "Brummer" der deutschen Kaiserlichen Marine wurde als "Neubau Minendampfer C" in Stettin bei der Vulcan Werft erbaut. Das Schiff lief dort am 11. Dezember 1915 vom Stapel und stellte am 2. April 1916 mit 309 Mann Besatzung in Dienst. SMS "Brummer" nahm bei Vorstößen der IV. Aufklärungsgruppe in der Nordsee teil. Zusammen mit dem Schwesterschiff "Bremse" wurde im Januar 1917 eine Minenunternehmung durchgeführt. Im Oktober 1917 machten die beiden Schiffe erfolgreich Jagd auf die alliierten Konvois zwischen Bergen und den Shetlandinseln. Weitere Angriffe wurden durch überlegene alliierte Marinestreitkräfte verhindert. Ein Vorstoß zur Doggerbank mit dem Kleinen Kreuzer SMS "Stralsund" und Torpedobooten blieb ergebnislos. Im Juni 1918 legte die "Brummer" mit dem Kleinen Kreuzer SMS "Straßburg" Minen in der Deutschen Bucht. Als im November 1918 die Unruhen in der Flotte ausbrachen, wurden die "Brummer" und die "Bremse" in die Ostsee entsandt, zuerst nach Sonderburg, dann nach Swinemünde. Dort wurde das Schiff außer Dienst gestellt. Kurz darauf musste die "Brummer" wieder fahrbereit gemacht und mit dem Rest der deutschen Hochseeflotte nach Scapa Flow überführt werden. Dort wurde sie sieben Monate später, am 21. Juni 1919, auf Befehl von Konteradmiral Ludwig von Reuter, von ihrer Besatzung versenkt. Das Schiff wurde nicht gehoben und liegt in 36 Metern Tiefe auf seiner Steuerbordseite.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wilson Mosel bei Kollision in Papenburg beschädigt
(19.06.13) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Wilson Mosel", 1589 BRZ (IMO-Nr.: 9060687), ist am Abend des 17.6. gegen 19 Uhr im Industriehafen von Papenburg mit der Kaimauer kollidiert. Bei dem Zusammenstoß riss die Außenhaut des mit Splitt beladenen Schiffes auf, wodurch ca. 200 Liter Dieselkraftstoff ins Hafenwasser gelangten. Die Feuerwehr Papenburg begrenzte die Verunreinigung, indem sie Ölsperre errichtete. Am Vormittag des 18.6. hat eine Spezialfirma mit der Absaugung der Verunreinigung begonnen, am frühen Nachmittag dauerten die Arbeiten noch an. Die Wasserschutzpolizei Emden leitete Strafverfahren gegen den russischen Kapitän und seinen ersten Offizier ein. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurden Sicherheitsleistungen in Höhe von jeweils 1000,- Euro wegen Verdachts der Gewässerverunreinigung und der Gefährdung des Schiffsverkehrs entrichtet. Unfallursache war nach ersten Ermittlungen menschliches Fehlverhalten beim Anlegemanöver. Der Frachter durfte am 18.6. den Hafen wieder verlassen und lief gegen 20.15 Uhr nach Rotterdam aus, wo er am 19.6 erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei Peenemünde auf Grund gelaufen und leckgeschlagen
(19.06.13) Eine Segelyacht lief am 18.6. mit einer zweiköpfigen Crew am 18.6. zwischen Freest und Peenemünde auf Grund. Das Boot konnte sich zwar wieder selbst befreien, schlug dabei aber leck. Der Seenotkreuzer "Vormann Jantzen" der Station Greifwalder Oi wurde alarmiert und nahm den Havaristen auf den Haken. Er schleppte ihn in die Marina Kröslin bei Lubmin im Kreis Vorpommern-Greifswald.
Quelle:Tim Schwabedissen



MOL Comfort-Teile driften weiter in stürmischer See
(19.06.13) Die beiden Hälften des unter Bahamas-Flagge registrierten Containerfrachters "MOL Comfort", 86692 BRZ (IMO-Nr.: 9358761), trieben am 19.6. weiter in stürmischer See im Indischen Ozean. Das Achterschiff driftete mit zwei Knoten in ostnordöstlicher Richtung und befand sich zuletzt auf Position 12'57" N 61'10" O. Vor Ort herrschten weiter Monsunstürme mit rund sieben Beaufort Wind und Wellenhöhen von fünf bis sechs Metern. Doch die beiden Schiffssektionen hielten sich trotz der widrigen Bedingungen über Wasser, wie der von Shanghai nach Jeddah laufende, unter Cayman-Islands-Flagge registrierte Autofrachter "Sanderling Ace", 58685 BRZ (IMO-Nr.: 9409481), der ebenfalls für MOL läuft, bei der Passage des Wracks beobachtete. Es wurden weder Feuer noch größere Ölaustritte feststellen. Der deutsche Containerfrachter "Yantian Express", 88493 BRZ (IMO-Nr.: 9229831), der die 26-köpfige Crew an Bord hatte, befand sich mittlerweile eine Tagesetappe vor Colombo, wo er am 20.6. gegen drei Uhr erwartet wurde. Das MOL Shipmanagement hat inzwischen ein Patroullienboot damit beauftragt, ihr Schiff zu überwachen und ein Abschleppen vorzubereiten. Es lief bereits aus Jebel Ali in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus und könnte bei einer reibungslosen Passage am 23.6. vor Ort sein. MOL hat derweil gemeinsam mit der Bauwerft, der Mitsubishi Heavy Industries, Ltd., eine umfasssene Untersuchung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher an den letzten umweltgefährdenden Containern der "Rena" tätig
(19.06.13) Sechs Container der "Rena" mit umweltgefährdenden Stoffen müssen noch von Bergungstauchern geborgen werden, und es galt noch 1200 Tonnen Trümmer vom Riff zu räumen neben weiteren 200 bis 300 Tonnen des Vorschiffs, von dem nur noch wenige Teile aus dem Wasser am Astrolabe Reef ragten. Helikopter können dort nicht mehr landen und haben stattdessen Kufen, auf denen die Berger auf die Wrackreste gelangen. Diese beschränkten sich in der letzten Phase darauf, Schnitte in den Stahl zu brennen und es der Kraft der Wellen zu überlassen, diese dann vollends abzureißen. Die sechs Container befanden sich im versunkenen Achterschiff. Drei enthielten Eisensilizium, zwei kleine Plastikperlen, von denen ein Teil in einem Sturm im April an umliegende Strände trieb, und einer ist mit Kupfer beladen. Die Arbeit, diese Container zu entschärfen, gestaltete sich als kompliziert, da das Achterschiff 55 Grad Schlagseite hat. Die Container mit den Perlen lagen 19 Meter tief in Laderaum IV, und es musste ein Teil des Schiffsrumpfes entfernt werden, um zu ihnen zu gelangen. Die Taucher entfernten die Säcke mit den Perlen, wenn möglich, von Hand. Eine Schwimmsperre an der Wasseroberfläche sollte lose Perlen einfangen. Sie wurden dann mit Netzen abgefischt. Der Container mit dem Kupfer lag 30 Meter unter der Wasseroberfläche. Die Taucher entnahmen auch Proben, um Aluminiumfluorid zu identifizieren, das aus dem Kryolith, das unter etwa 500 Tonnen Trümmern in einem etwa ein Hektar großen Gebiet vermutet wurde, stammen könnte. Insgesamt 279 der 337 noch nicht geborgenen Container befanden sich im hinteren Teil des Wracks oder im Trümmerfeld. Weitere 58 wurden auf dem Meeresgrund lokalisiert oder befanden sic him Vorschiff. Vom Trümmerfeld wurden 6246 Tonnen Stahl geborgen mit weiteren 1000 Tonnen, die noch folgen sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew der Unicorn Logger festgesetzt
(19.06.13) Die 18-köpfige vietnamesische Crew des unter Panama-Flagge laufenden Frachters "Unicorn Logger", 5691 BRZ (IMO-Nr.: 9438810), wurden an Bord ihres Schiffes festgesetzt, nachdem dieses ein Korallenriff vor der kleinen philippinischen Insel Sambawan gerammt hatte, bis der Schaden am Riff genau untersucht ist. Nach einer Schadensfeststellung am Rumpf sollte dann der Frachter in eine Werft nach Cebu zur Reparatur geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl aus Wrack der Baltic Ace ausgelaufen
(18.06.13) Aus dem Wrack des unter Bahamas-Flagge registrierten Autofrachters "Baltic Ace", 23498 BRZ (IMO-Nr.: 9386213), ist Öl ausgelaufen, bestätigte Rijkswaterstaat am 18.6. Das Schiff war am 5.12. 2012 nach einer Kollision mit dem Containerfrachter "Corvus J." rund 65 Kilometers vor Zeeland gesunken, 11 Menschen kamen ums Leben. Die holländische Küstenwache entdeckte den Ölaustritt während eines routinemäßigen Kontrollflugs am 14.6. Wegen starken Windes und hohen Wellengangs war ein Aufnehmen des Öls nicht möglich. Inzwischen hat es sich bis auf rund eine Tonne von selbst aufgelöst. Rijkswaterstaat beauftragte eine Bergungsfirma mit weiteren Untersuchungen und dem Abdichten des Lecks. Die Arbeiten sollten am 19.6. beginnen. Im Januar war das Abpumpen des Öls aus dem Wrack gestoppt worden, nachdem dieses sich im kalten Wasser zu sehr verfestigte. Die Verhandlungen mit den Eignern des Frachters über eine Bergung sind noch nicht abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der "North Tug" muss geborgen werden
(19.06.13) Die norwegische Küstenwache hat eine Bergung des Schleppers "North Tug" (MMSI-Nr.: 257504700) im Hafen von Kirkenes gefordert. Auch wenn das Wrack des 15 Meter langen Schiffes in 75 Metern Tiefe liegt, könnte es doch andere Schiffe beim Navigieren im Hafen behindern, wenn diese dazu ihre Anker nutzen. Deshalb wurden die Eigner der "North Tug", die in Kirkenes ansässige Taucherfirma Dykknor, angewiesen, das Wrack zu räumen. Ein Untersuchungsbericht zum Untergang wird nicht vor dem Spätherbst erwartet. Dazu wurden die Crew des Schleppers, der Lotse auf der "Ocean Princess" und andere Zeugen befragt. Nach dem Untergang ist eine geringe Ölmenge aus dem rund 150 bis 200 Meter vor der Küste liegenden Schiffes ausgetreten. Es hatte rund 200 Liter Hydrauliköl und drei Kubikmeter Diesel an Bord, die aber wegen eines automatischen Verschlusssystems nicht auslaufen können. Die Wrackposition wurde mit zwei Tonnen markiert und die Schifffahrt angewiesen, umsichtig zu manövrieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Tote nach Untergang eines Kutters vor Huacho befürchtet
(19.06.13) Am Morgen des 18.6. ist der 400-Tonnen-Kutter "Tiburón 20' vor Huacho gesunken. Ein Mann kam dabei ums Leben. Sechs weitere konnten gerettet werden, ebenso viele wurden noch vermisst. Die Geretteten wurden in eine Klinik in San Pedro de Huacho gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige nach einer Woche gerettet
(19.06.13) Die sechsköpfige Crew des Landungsbootes "Global Lesterie" wurde am 16.6. um 16.10 Uhr von dem aus Honiara kommenden, unter Hongkong-Flagge registrierten Containerfrachter "Highland Chief", 10357 BRZ (IMO-Nr.: 8809189), aus einer Rettungsinsel 38 Meilen südwestlich der Mary Islands hinter den Russel Islands geborgen, nachdem sie eine Woche in der See getrieben waren. Ihr Schiff war am 9.6. gegen 21 Uhr in stürmischer See zwischen Isabel und Savo gesunken. Zuvor war die aus 98 Baumstämmen bestehende Ladung zwischen San Jorge und Savo übergegangen und hatte einen Wassereinbruch verursacht. Dadurch begann das Landungsboot langsam zu sinken, Zeit genug, dass sich alle Mann in eine Rettungsinsel flüchten konnten. Am 13.6. gingen die Wasservorräte aus, und erst am 15.6. konnten sie Regenwasser auffangen. Versuche, schwimmend an Land zu kommen, waren gescheitert. Am 14.6. lagen alle erschöpft in der Insel, am 15.6. wurden die letzten Biskuits verzehrt. Nachdem es überfällig gemeldet wurde, hatten die Solomon Islands Maritime Safety Administration (SIMSA) und die Australian Maritime Search Authority (AMSA) eine Suchaktion gestartet, konnte aber nichts finden. Am 16.6. wurde die Suche heruntergefahren. Um so größer war die Erleichterung, als dann die Schiffbürchigen entdeckt wurden. Sie wurden nach Honiara gebracht und kamen am Morgen des 18.6. an der Point Cruz Aola Patrol Boat Base an. Sie wurden dann ins National Referral Hospital gebracht, konnten aber schon wieder entlassen werden, da sie außer kleinen Verbrennungen wohlauf waren. Die "Global Lesterie" war eigentlich wegen Sicherheitsmängeln von der SIMSA mit einem Auslaufverbot belegt worden, doch dies hatten die Besitzer ignoriert und das Schiff aus seine letzte Reise geschickt, die 10 Meilen südwestlich der Savo Islands auf dem Meeresgrund endete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter von unbekanntem Schiff gerammt
(19.06.13) Der taiwanesische Kutter "Feng Jung No. 106" wurde am 19.6. von einem unidentifizierten Handelsschiff 120 Meilen vor Keelung gerammt. Das Schiff, das in Suao registriert ist, trieb danach mit seiner Crew aus einem Taiwanesen und fünf Indonesiern manövrierunfähig in der See. Die Coast Guard schickte ein Patroullienboot, das am Nachmittag vor Ort erwartet wurde. Auch ein Helikopter wurde in Marsch gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungstaucher durch Giftgase ums Leben gekommen
(19.06.13) Vier Taucher starben, vier weitere fielen ins Koma, nachdem sie am 18.6. gegen Mittag giftige Gase bei Arbeiten an dem vor der Thua Thien-Hue Provinz liegenden malaysischen Tanker "Onnekas 1" eingeatmet hatten. Die Toten kamen aus der Dong Thap-, der Long An- und der Tien Giang Provinz. Sie hatten im Auftrag der Long An Lifting Co Ltd. gearbeitet, die von der Saigon Lifting One-Member Co. Ltd. mit der Räumung beauftragt worden war. Der erste starb, als er eine Pumpeinrichtung an einem Ballasttank prüfte. Er zeigte Vergiftungserscheinungen und schrie um Hilfe. Ein weiterer Mann kam ihm zu Hilfe, doch ihn ereilte dasselbe Schicksal, ebenso wie zwei Männer, die nun ihren beiden Kollegen helfen wollten. Mehrere andere Arbeiter wurden bei der Bergung der Männer ebenfalls vergiftet und kamen ins Krankenhaus. Die Polizei und lokale Rettungseinheiten bargen die Toten und sperrten das Wrack. Die Toten wurden zum Thuan An Port zur Autopsie gebracht. Die Bergungsarbeiten wurden bis auf weiteres gestoppt. Das tödliche Gas konnte mangels Prüfgerät noch nicht identifiziert werden. Der Tanker war im Dezember 2012 vor der Vinh Thanh Kommune im Phu Vang Distrikt gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



River Princess-Sage noch nicht beendet
(19.06.13) Weiterhin gibt es Konfusion über den Umfang der Wrackreste, die von dem Bulkcarrier "River Princess" unter Wasser vor Candolim Beach verblieben sind. Die Regierung in Goa startete eine Anfrage an den Generalmanager, die Nippon Kaiji Kyokai (ClassNK), Japan, um an die originalen Konstruktionspläne des Schiffes zu kommen, das jahrelang vor der Küste von Candolim auf Grund lag. Die Hitachi Shipbuilding & Engg, Innoshima, leitete sie an die Goa Shipyard Ltd., Vasco, weiter. Binnen einer Woche soll nun anhand der Baupläne Licht ins Dunkel gebracht werden. Inzwischen begann auch eine Ausschreibung zur Entladung des Schrotts der "River Princess" aus den Bargen, in dem er seither lagert, und zu dessen endgültigem Recycling. Das Gewicht des Frachters hatte nach den Daten im Permanent Certificate Registry 18,729 Tonnen betragen. Bei Untersuchungen im November 2000 und September 2005 wurde es mit 19,361 Tonnen beziffert. Die Coast Guard und das Director General of Shipping schätzten es auf 19,380 Tonnen und Ericson and Richards im Februar 2010 auf 11,325 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrackräumung vor Ijmuiden beginnt in Kürze
(19.06.13) Wegen einer Wrackräumung vor IJmuiden wurden am 17.6. drei vorläufige neue Ankerplätze bis zum 14.7. ausgewiesen. Ab dem 1.7. sollen im Auftrag von Rijkswaterstaat Teile des sogenannten Vaderdagswracks geräumt werden, das 55 Kilometer vor der holländischen Küste in der Ansteuerung der Ij liegt und ein Ankergebiet beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwimmkran rammte Rundebrua
(19.06.13) Am 18.6. um 12.15 Uhr hat ein Schleppzug die Rundebrua zwischen Remøya und Runde gerammt. Ein Schwimmkran stieß mit seinem Ausleger gegen das Bauwerk. Um 14.40 Uhr begann die Polizei mit einer Untersuchung des Schadens. Erst wurde er mit einem Helikopter begutachtet, dann gingen die Experten unter die Brücke, die bis 15.45 Uhr für den Verkehr gesperrt wurde. Sie war aber mit nur leichten Schäden davongekommen. Der Schleppzug drehte um und lief den Hafen von Ulsteinvik an, wo die Crew befragt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht unter dramatischen Umständen nach Newlyn eingeschleppt
(19.06.13) Die britische Fähre "Scillonianan III", 1346 BRZ (MO:7527796), auf der Fahrt zwischen Penzance und den Isles of Scilly kam am 14.6. einer in Seenot geratenen Yacht zu Hilfe. Sie drehte so lange Runden um das Boot, bis die "Ivan Ellen" der RNLI-Station Penlee eingetroffen war, um den Seglern zu signalisieren, dass Hilfe unterwegs war. Die Yacht hatte in stürmischer See vor West-Cornwall Maschinenschaden erlitten. Ein Besatzungsmitglied erlitt in den hochgehenden Wellen eine Armverletzung. Die "Ivan Ellen" lief aus und nahm Kurs auf die Position vier Meilen südlich von Pemberth, nachdem die Crew gefunkt hatte, dass sie nicht in der Lage sei, ihr Boot in den herrschenden Wetterbedingungen zu segeln. Als die Seenotretter an der angegebenen Position eintrafen, fanden sie aber kein Boot vor. Es war inzwischen vier Meilen weiter westlich vertrieben. Bei 35 bis 40 Knoten Wind und vier Meter hohen Wellen konnte kein Rettungsmann übergesetzt werden, so wurde die Yacht in Schlepp genommen, Da der Sturm weiter zunahm, war das Einschleppen nach Newlyn eine mühselige Angelegenheit, die Yacht rollte heftig in den Wellen. Der Zustand des Verletzten hatte sich währenddessen auch weiter verschlechtert, und er zeigte Anzeichen von Unterkühlung. Deshalb wurde die Yacht, sobald es möglich war, längsseits genommen und dem Verletzten erste Hilfe geleistet. Er wurde nach dem Festmachen sofort in ärztliche Obhut übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht ohne Motor und Wind hilflos vor Holland
(19.06.13) Kein Wind und ein ausgefallener Motor - da musste die Yacht "Flying Fish" am 18.6. gegen ein Uhr die holländische Küstenwache um Hilfe bitten. Diese schickte die Seenotretter der KNRM-Station Egmond aan Zee, die mit ihrer "Adriaan Hendrik" eine halbe Stunde später die manövrierunfähige Yacht erreicht hatten, die hinter dem Offshore-Windpark Amalia trieb. Vor Ort wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Weg ins fünf Meilen entfernte Ijmuiden angetreten, wo die beiden Boote gegen fünf Uhr in der Seaport Marina eintrafen. Eine Stunde später war die "Adriann Hendrik" auf ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deichabdichtung in Fischbeck gelang dank navigatorischer Meisterleistung
(18.06.13) Im Deichbruch in Fischbeck auf der Elbe wurden am 15. und 16.6. der Deckprahm des WSA, die "DSP 2941" (ENI-Nr.: 05029410) geflutet und der ehemalige CSPLO-Leichter mit der DBR-Kennung 4406 (ENI-Nr.: 04801080) durch Sprengung versenkt. Der dritte Leichter war der DBR-Prahm 7071 (ENI-Nr.: 05606570). Bei diesem ebenso wie dem Arbeitsschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes handelte es sich um Fahrzeuge, die in der DDR erbaut wurden. Der CSPLO-Leichter war vom Typ TC 1000 und wurde von der DBR im Jahre 1998 angekauft. Sie wurden alle kurzfristig vom Land Sachsen-Anhalt erworben. Das Schubboot "SCH 2638" hatte dann in einer navigatorischen Meisterleistung die Fahrzeuge in die Bruchstelle bugsiert, stets in der Gefahr, selbst Schäden am Schiffsboden oder im Schraubenbereich zu erleiden. Anfänglich war geplant, die beiden zuerst versenkten Leicher in Linie vor die Deichbruchstelle zu navigieren und dann durch die Eigenströmung als Stöpsel querzulegen. Dafür sollte ein weiteres Schubboot eingesetzt werden und beide Schubschlepper dann die Leichter wie ein Schleusentor einschwimmen. Doch die Verantwortlichen vom Wasserbauamt befürchteten bei einem solchen Verlauf zu große Probleme bei der Wiederherstellung der Deichkrone durch die quer davor liegenden Leichter. Deshalb wurden sie in einer Art Zickzack-Linie versenkt. Nach der Wiederherstellung ist geplant, die Wracks der Schubleichter wieder zu entfernen und nicht als Bestandteil des Elbdeiches zu verbauen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Sariçay auf Grund gelaufen
(18.06.13) Am 17.6. um 16.35 Uhr lief der türkische Frachter "Kazime Ana", 4998 BRZ (IMO-Nr.:: 8420359), auf der Fahrt von Izmit nach Akcansa bei der Passage der Dardanellen in Nordsüd-Richtung bei Sariçay auf Grund. Die Çanakkale Verkehrsüberwachung rief den türkischen Schlepper "Söndüren 7" (IMO-Nr.:: 7531656) zur Assistenz für den Havaristen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Atlantic Cartier bald repariert
(18.06.13) Zwei Monate nach dem Brand auf dem ACL-Roro-Containerfrachter "Atlantic Cartier" ist dieser am O'swald-Kai in Hamburg fast wiederhergestellt. Anfang Juli soll das Schiff wieder auf die Nordatlantikroute von ACL gehen. Zwischenzeitlich war das Schiff durch die "CSAV Rungue" ersetzt worden, die die zur Grimaldi Napoli Gruppe gehörende ASV eingechartert hatte. Der 3,426-TEU-Frachter hat aber keine RoRo-Kapazität, sodass zwar Container, aber keine RoRo- und Projektfracht angenommen werden konnte. Dennoch sind die Tage der "Atlantic Cartier" gezählt, da die rund 30 Jahre alten Schiffe ab 2015 von 296 Meter langen Einheiten, die im August bei Hudong Zhenhua in China geordert wurden, ersetzt werden sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter zerstörte jahrhundertealte Korallenriffe
(18.06.13) Etwa 270 Quadratmeter Korallenriff wurden beschädigt, als der Frachter "Unicorn Logger" in der vergangenen Woche vor Sambawan Island in Maripipi, Biliran, auf Grund lief. Nach einer ersten Untersuchung zeigte sich, dass einige der Korallen, die zerstört waren, ein Alter von über 300 Jahren hatten. Der Frachter war mit 806 Tonnen Holz von Sandakan, Malaysia, nach Japan unterwegs gewesen, als er festkam und bei Ebbe vier Grad Schlagseite entwickelte. Am 14.6. um 14.19 Uhr kam er aber wieder frei und wurde von seiner 18-köpfigen vietnamesischen Crew zum Marinehafen gebracht, wo die Küstenwache Untersuchungen vornahm, bevor es weiter zur Reparatur nach Cebu ging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter im Indischen Ozean auseinandergebrochen - alle 26 Mann gerettet
(18.06.13) Der unter Bahamas-Flagge laaufende Containerfrachter "MOL Comfort", 86692 BRZ (IMO-Nr.: 9358761), geriet am 17.6. etwa 430 Seemeilen südöstlich von Salala in einem Schlechtwettergebiet. In hohem Seegang kam es Mittschiffsbereich zunächst zu starken Einbeulungen. Dann knickte das Schiff, das auf der Fahrt von Singapur nach Jeddah war, auf Position 12'30" N 60' O rund 840 Meilen westlich von Mumbai gegen sieben Uhr Ortszeit mittschiffs ein, erlitt Wassereinbruch und begann, in Wellenhöhen von sechs Meter auseinanderzubrechen. Container stürzten über Bord und trieben in der stürmischen See. Die 26-köpfige Crew, 14 Philippinos, 11 Russen und ein Ukrainer, ging wenig später in zwei Rettungsinseln und ein Boot. Die indische Coastguard übernahm die Leitung der Rettungsoperation und schickte die in der Nähe befindlichen Frachter "Hanjin Beijing", "Zim India" und die "Yantian Express" zur Unglücksstelle. Letztere war das erste Schiff vor Ort und nahm die gesamte Crew unversehrt an Bord. Sie sollte weiter nach Colombo, Sri Lanka, gebracht werden. Die "MOL Comfort" brach unterdessen vollständig auseinander, und auf dem Achterschiff entstand ein Feuer. Öl trieb auf der Wasseroberfläche, rund 200 Meilen von der nächstgelegenen Küste des Jemen entfernt. Der 8110-TEU-Frachter war mit 7,041 TEU in 4,500 Containern fast voll beladen. Er verkehrte im North Europe Express 1 Service vom Ferne Osten nach Nordeuropa. Am 18.6. gegen Mittag driftete das Vorschiff auf 13'00" N 60'40" O, das Achterschiff hatte sich bereits 19 Meilen in südwestlicher Richtung entfernt, Rauchwolken stiegen auf. Beide Teile trieben in ostnordöstlicher Richtung. Die Mitsui O.S.K. Lines beauftragten Schlepper, sie auf den Haken zu nehmen. Die Ursache des Auseinanderbrechens war derzeit noch vollkommen unklar. Bei der "MOL Comfort" handelte es sich noch um ein relative junges Containerschiff. Es entstand 2008 bei den Mhi Nagasaki Shipyard & Engine Works - Nagasak als "APL Russia" im Rahmen einer größeren Baureihe typgleicher Schiffe, die in den Jahren 2007 und 2008 für die Tokioter Reederei Mitsui O.S.K. Lines gebaut wurden. Nach Ablieferung im Juli 2008 wurde das Schiff in Charter der US-amerikanischen Reederei American President Lines in Fahrt gebracht. Am 1. Juni 2012 übernahm MOL das Schiff wieder und benannte es in "MOL Comfort" um. Der Frachter hat eine Tragfähigkeit von 90613 Tonnen, ist 316 Meter lang und 46 Meter breit. Eigner sind die Mitsui Osk Lines in Tokio, Manager das Mol Shipmanagement Singapore.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gewitterfront bescherte Seenotrettern über 40 Einsätze
(18.06.13) In durchziehenden Starkwind- und Gewitterfronten mit zum Teil kräftigen Schauerböen gab es am 15. und 16.6. viel Arbeit für die DGzRS-Einheiten auf der Ostsee, bei denen sie oft stundenlang im Einsatz waren. In über 40 Einsätzen wurden mehr als 70 Menschen aus Gefahrenlagen befreit. Der Schwerpunkt lag in der westlichen Ostsee. Schnelle Hilfe brachten die Seenotretter der Station Damp vier schiffbrüchigen Katamaranseglern am Nachmittag des 16.6. In einer Bö von acht Beaufort war ihr etwa zehn Meter langes Boot vor Damp gekentert. Die Crew einer in der Nähe fahrenden Segelyacht alarmierte die DGzRS. Bereits etwa 20 Minuten später traf das in Damp stationierte Seenotrettungsboot "Karl van Well" am Unglücksort ein. Die vier Segler hatten sich in gut zwei Meter hohen Wellen zunächst auf die beiden Rümpfe des Katamarans gerettet. Die Seenotretter nahmen sie an Bord und brachten sie an Land. Im Stationsgebäude versorgten sie die Erschöpften mit trockener Kleidung, Essen und Getränken. Bis auf einen leichten Schock und Hautabschürfungen blieben die Segler unverletzt. Ein Elternpaar mit zwei fünf und acht Jahre alten Kindern verdankte die Befreiung aus einer gefährlichen Lage der Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes "Werner Kuntze" der Station Landballigau. Auf der Flensburger Förde bei Holnis hatte am 15.6. ihre elf Meter lange Segelyacht Mastbruch erlitten. Das große Rigg hatte sich unter dem Schiff verfangen und am Grund verhakt. Gerade noch rechtzeitig vor der nächsten Gewitterfront gelang es den Seenotrettern, mit einer Drahtseilschere das Rigg abzutrennen und damit größere Gefahr für die vierköpfige Crew zu verhindern. Die Yacht konnte aus eigener Kraft unter Motor Langballigau anlaufen. Besonders viel Arbeit innerhalb weniger Stunden gab es am selben Nachmittag für die Travemünder Seenotretter: Gleich drei Mal hintereinander war die Besatzung des Seenotrettungsbootes "Hans Ingwersen" in der Lübecker Bucht unterwegs. Vor Niendorf hatte eine Frau das Abtreiben eines Schlauchboots mit ihrem volljährigen Sohn und zwei gleichaltrigen Freunden an Bord gemeldet. Kurz bevor eine durchziehende Gewitterfront das Schlauchboot traf, erreichte die Retter die drei leicht unter Schock stehenden jungen Männer. Die Seenotretter nahmen sie bei starken west-südwestlichen Winden an Bord und brachten sie nach Niendorf. Ein Schlauchboot der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft schleppte das Schlauchboot der drei Heranwachsenden zurück an die Küste. Kurz darauf war die Besatzung der "Hans Ingwersen" für zwei gekenterte Katamarane vor Scharbeutz und Haffkrug im Einsatz. Die Segler blieben jeweils unverletzt. Auf der Kieler Förde rettete die Besatzung des Seenotrettungsbootes "Walter Rose der Station Schilksee am Nachmittag des 15.6. zwei Segler. Deren Jolle war in der durchziehenden Gewitterfront gekentert. Die Seenotretter nahmen sie an Bord, richteten auch die Jolle wieder auf und brachten Boot und Crew sicher in den nächsten Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper setzte sein Boot mit 2,36 Promille gegen Dalben
(18.06.13) Ein betrunkener Skipper kollidierte am Abend des 16.6. beim Ablegen in Kappeln mit seiner Segelyacht mit mehreren Dalben. Andere Wassersportler alarmierten die Wasserschutzpolizei, die die 12 Meter lange Yacht auf der Schlei in Höhe Maasholm stoppen konnte. Beim Skipper wurde mit einem Atemalkoholmessgerät ein Wert von 2,36 Prozent gemessen. Die Beamten brachten das Segelboot in den Hafen von Maasholm. Gegen den Skipper wurde ein Verfahren wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Die Suche nach der "Griffin" hat begonnen
(18.06.13) Im nördlichen Lake Michigan wurde am 18.6. mit der Suche nach der "The Griffin" des französischen Entdeckers Robert de La Salle fortgesetzt, die dort 1679 sank. Französische und amerikanische Archäologen hoffen, dass es sich bei einem freigelegten, 20 Fuß langen Stück Holz am Seegrund um den Bugsprit handelt. Die Konstruktionsmerkmale waren typisch für Kolonialschiffe. Der Fund wurde bereits 2001 getan, doch erst jetzt hat die Great Lakes Exploration Group die Grabungserlaubnis erhalten. Die "Griffin" war ein Symbol für die französischen Ambitionen in Nordamerika. Louis XIV hatte La Salle beauftragt, in der Mündung des Mississippi River ein Fort zu bauen, um die Briten von dort fernhalten zu können. Doch die "Griffin" sank bereits auf der ersten Fahrt, und das Fort wurde nie gebaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



10 Tote nach Fährunglück auf Ganges
(18.06.13) Nachdem eine weitere Leiche im Malda-Distrikt in der Nacht zum 16.6. gefunden wurde, ist die Suchaktion nach dem Kentern eines Fährbootes mit 50 Arbeitern und Farmern auf dem Ganges am 14.6. jetzt eingestellt worden. Es waren 35 Einsatzkräfte aus Kolkata daran beteiligt gewesen. Bislang wurden 10 Tote entdeckt, und niemand war mehr vermisst gemeldet. Das Boot war von Dharampur gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yellow Duckmarine auf Tauchgang
(18.06.13) Anders als bei einem Unglück vor drei Jahren in Philadelphia, bei dem zwei Touristen ertranken, kamen bei dem Untergang des Amphibienbusses "Wacker Quacker 1" der Yellow Duckmarine in Liverpool am 15.6. keine Menschen ernsthaft zu Schaden. Das Fahrzeug war mit 31 Passagieren kurz nach dem Wassern gegen 16 Uhr vollgelaufen und binnen weniger Minuten gesunken. Das Fahrgastschiff "Predator 3" war wenig später vor Ort gewesen und hatte sich neben der Feuerwehr und anderen Booten maßgeblich an der Rettungsaktion beteiligt. 18 Fahrgäste wurden im Royal Liverpool Hospital wegen leichter Verletzungen und Schock behandelt. An Bord waren auch mehrere Kinder, darunter ein Kleinkind von 18 Monaten, gewesen. Es hatte im vergangenen Jahr Königen Elizabeth durch die Stadt transportiert. Im März dieses Jahres war ein anderer Amphibienbus derselben Firma ohne Fahrgäste gesunken. Danach war die ganze Flotte zeitweilig auf dem trockenen geblieben. Die "Wacker Quacker 1" hatte ihre letzte Lizenz am 24.5. erhalten und musste sie monatlich erneuern. Das mit dem Heck noch aus dem Wasser ragende Fahrzeug wurde später aus den Fluten des Mersey die nahe Rampe hinauf gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Sorgen um Tanker der Pratibha Shipping Company
(18.06.13) Der in die Kette gelegte, indische Tanker "Pratibha Tapi", 23926 BRZ (IMO-Nr.: 8700400), ist mit noch fünf Besatzungsmitgliedern an Bord am 16.6. in stürmischer See rund zwei bis drei Kilometer abgetrieben. Das Schiff der Pratibha Shipping Company Limited hatte vor dem Dorf Bhati auf Madh Island gelegen, doch der Anker hielt nicht mehr im Grund. Die Brihanmumbai Municipal Corporation (BMC) schlug Alarm. Coastguard und Marine sicherten den Tanker daraufhin. Er sollte davor bewahrt werden, zu stranden oder den Bandra Worli Sea Link zu gefährden. Auch die "Pratibha Indrayani" ist vor der indischen Küste aufgelegt. Beide Schiffe haben 200 Tonnen Öl an Bord. Die anstehende Monsunzeit ließ die Sorge wachsen, dass sie ein Opfer der zu erwartenden Stürme werden könnten. Sie waren vom High Court of Mumbai wegen ausstehender Forderungen arrestiert worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Sorgen um Tanker der Pratibha Shipping Company
(18.06.13) Das amerikanische Fahrgastschiff "Victoria Clipper III", das am Abend des 14.6. in Seattle in Brand geraten war, soll am 20.6. wieder in Fahrt gehen. Es hatte nach einem Maschinenraumbrand an der Shilshole Bay Marina festgemacht. Die Fährverbindung von Victoria nach Seattle war nicht beeinträchtigt durch den Ausfall. Der Schaden an der Isolierung der Steuerbordmaschine war nur gering, sodass nach Reinigung, Reparatur und Inspektion einer Wiederaufnahme der Fähr- und Ausflugsfahrten nichts im Wege stehen dürfte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger ging Heck voran auf Tiefe
(17.06.13) Der 5 Meter lange amerikanische Versorger "Celeste Ann" sank mit dem Heck voran am 14.6. nach der Kollision mit einer Ölplattform im Golf von Mexiko, rund 15 Meilen westlich des Southwest Pass um 9:18 Uhr. Alle 20 Mann an Bord, darunter die vierköpfige Crew, wurden gerettet. Ein Flugzeug der US Coast Guard sichtete einen Ölfilm von einer halben Meile Länge und 150 Fuß Breite an der Untergansstelle. Die "Celeste Ann" war einer von drei Versorgern der B&J Martin of Galliano. Das 200-Tonnen-Schiff wurde 1979 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Leichter zum Verschließen eines Deichbruchs versenkt
(14.06.13) Mit einer einzigartigen Aktion haben die zur Bekämpfung der Flutkatastrophe in Sachen-Anhalt beteiligten Einsatzkräfte an der Elbe am 15. und 16.6. einen Deichbruch verschlossen. Vor dem Deich bei Fischbeck versenkten sie drei Schiffe, um den etwa 90 Meter langen Durchbruch zu schließen. Die Schubschlepper 2638 und 2305 waren mit dem 70,95 Meter langen ehemaligen CSPLO-Leichter "BR 4406 A" sowie einem weiteren Leichter von 32,5 Metern Länge, die beide mit Sandsäcken und Sprengladungen versehen worden waren, zur Bruchstelle gebracht worden. Die Leichter wurden vor dem Loch mit Ankern gesichert. Im Vorfeld hatten Hubschrauber der Bundeswehr Panzersperren an die Enden des Durchbruchs geworfen, um dessen Abbruchkanten zu stabilisieren. Neun große Hubschrauber wurden mit Sandsäcken in Bereitschaft gehalten. Auch ein Arbeitsboot des Wasser- und Schifffahrtsamt war mit einem Prahm vor Ort. Nachdem die beiden Leichter auf ihre Position gebracht worden waren, zogen sich die Schubboote zurück. Eine große Sprengwolke kündete wenig später von der Versenkungsoperation. Durch die Löcher in den Seitenwänden fluteten die Fahrzeuge und sanken vor dem Deich ab. Danach warfen Hubschrauber Sandsäcke in die Leichter hinein, um diese zu beschweren. Nach der Sprengung zeigte sich, dass die beiden Wracks nicht ganz so wie gewünscht lagen und noch Wasser unter den Leichtern hindurchfloss. Deshalb wurde am 16.6. ein weiterer Leichter diesmal ohne Sprengmittel versenkt. Die Überflutungsfläche hatte sich binnen 24 Stunden bereits erheblich reduziert, und die Bruchstelle konnte nun erstmals per Schlauchboot gefahrlos inspiziert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht in Wismarer Bucht verfranzt
(17.06.13) Am Nachmittag des 15.6. lief eine Segelyacht in der Wohlenberger Wiek in der Wismarer Bucht auf Grund. Der Skipper hatte zwar vorschriftsmäßige Navigationsausrüstung an Bord gehabt, kannte sich aber in dem Seegebiet nicht aus, sodass er vom Kurs abkam. Die Yacht wurde von der "Günter Schöps" der DGzRS frei geschleppt und konnte dann den Hafen Tarnewitz in der Boltenhagener Bucht anlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff in Kiel losgerissen
(17.06.13) In Kiel riss sich am Nachmittag des 15.6. das unter Panama-Flagge registrierte, 290 Meter lange Kreuzfahrtschiff "MSC Poesia", 92627 BRZ (IMO-Nr.: 9387073), in einer Gewitterbö vom seinem Liegeplatz am Ostseekai los und trieb quer auf die Förde. Sämtliche sieben Achterleinen waren gebrochen, die Trossen am Vorschiff allerdings hielten. Das Schiff hatte glücklicherweise während der Liegezeit einen Teil der Maschinen einsatzbereit. So konnte der Kapitän noch während die Sturmfront durchzog, sofort reagieren und das Schiff, das quer im Hafen und mit dem Heck dicht vor den Ausrüstungskai von HDW gedriftet war, binnen 20 Minuten mit Propellern und Querstrahlruder abfangen und wieder zurück an den Kai bringen. Die Gangway des Schiffes, auf dem das Boarden gerade im Gang gewesen war, hatte rechtzeitig vor dem Abtreiben geräumt werden können. Die "Aidamar", die am zweiten Liegeplatz festgemacht hatte, lag während des Durchzugs der Front in Lee der größeren "MSC Poesia". Schäden am Schiff entstanden nicht. Die Untersuchung der gebrochenen Leinen durch die Wasserschutzpolizei ergab keine Hinweise auf Mängel. Gegen 18 Uhr durfte das Schiff planmäßig zum nächsten Zielhafen Kopenhagen auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht im Pamlico Sound aus Seenot gerettet
(17.06.13) Die US Coast Guard und ein Hilfsschiff kamen am 15.6. der 22 Fuß langen Yacht "Sea-Ya", die im Pamlico Sound nahe Ocracoke, North Carolina, leckgeschlagen war, zu Hilfe. Um 13.10 Uhr hatte dreiköpfige Crew die Coast Guard North Carolina um Assistenz gebeten. Daraufhin liefen zwei 25-Fuß-Boote von der Coast Guard Station Ocracoke und ein 47-Fuß-Boot von der Coast Guard Station Hatteras Inlet zur Hilfeleistung aus. Ein anderes Schiff war aber noch schneller vor Ort und barg zwei der Segler von ihrem Boot ab. Dieses wurde dann von einem der 25-Fuß-Küstenwachboote gesichert, bis das größere Rettungsboot eintraf und es auslenzte. Danach wurde es in Schlepp nach Ocracoke genommen. Der an Bord verbliebene Segler und ein übergestiegener Mann der Coast Guard stiegen derweil ebenfalls auf das Boot aus Hatteras Inlet aus. Im Hafen von Ocracoke sollte TowBoat U.S. übernehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



BBC Arizona durfte Valdez über zwei Wochen nach Ölzwischenfall wieder verlassen
(17.06.13) Die 15-tägige Operation zur Reinigung der Container der "BBC Arizona" endete am 14.5., und der Coast Guard-Kapitän für den Prince William Sound gab das Schiff wieder frei. Am 14.6. war der letzte der Ölcontainer dekontaminiert und dann auf das Schiff zurück verladen worden. Auch die Reinigung des gesamten Decks durch die Emerald Alaska Inc. wurde abgeschlossen. Die eingesetzten Flexitanks wurden mit Hochdruckreinigern gesäubert und in Säcke verpackt. Diese Hebesäcke wurden dann in sauberen Containern gelagert. Acht Tanks waren mit 130.489 Gallonen sauberem Trafoöl aus den Schiffscontainern gefüllt worden. Sie verblieben am Valdez Container Terminal. Sie sollen meistbietend verkauft werden. Nachmittag war es noch einer Inspektion unterzogen worden, um sicherzustellen, dass alle Voraussetzungen darüf nun gegeben waren, und das Schiff konnte am Abend auslaufen. Es nahm dann Kurs auf den Golf von Alaska, den es am folgenden Tag erreichte, um am 24.6. den Hafen von Mazatlan, Mexiko, zu erreichen. Am selben Tag wurde mit der Demobilisierung der Ausrüstung der Coast Guard, des State of Alaska, der City of Valdez, der Gallagher Marine Systems, der LLC, Emerald Alaska Inc., der Alaska Chadux sowie der North Star Terminal and Stevedore Company begonnen. Die Coast Guard hatte zuvor noch über die Eigner der "BBC Arizona" eine Strafe von 5000 Dollar verhängt, weil sie die Zustände an Bord nicht rechtzeitig gemeldet hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Pillar Point - sechs Personen gerettet
(17.06.13) Am 16.6. um 7.30 Uhr kollidierte im Westfjord die norwegische Fähre "Landegode", 5695 BRZ (IMO-Nr.: 9607370), mit dem unter derselben Flagge laufenden Kutter "Nesholmen", 282 BRZ (IMO-Nr.: 8822387). Die Fähre erlitt leichte Schäden an Backbordseite. Sie machte um 9.30 Uhr in Bodø fest. Die "Nesholmen" konnte ihre Fahrt fortsezten. Am Nachmittag gingen Inspektoren an Bord der Fähre, bis dahin war das Schwesterschiff "Værøy" auf der Route nach Moskenes eingesprungen. Um 17.45 Uhr konnte die "Landegode" wieder übernehmen. Die "Nesholmen" machte um 23.15 Uhr in Sandnessjøn fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untergang vor Samoa
(13.06.13) Zwei Amerikaner und ein Kanadier wurden am Morgen des 17.6. von dem 31 Meter langen, unter dder Flagge der Cayman Islands-Flagge laufenden Fischereiversorger "Horizons" (MMSI-Nr.: 31945200) gerettet, die 150 Meilen südwestlich von American Samoa Wassereinbruch erlitten hatte. Um 4.30 Uhr fing das Rescue Coordination Centre (RCC) Honolulu einen Notruf auf. Ein EPIRB-Signal wurde gegen acht Uhr vom Rescue Coordination Centre New Zealand (RCCNZ) empfangen. Die Crew der "Horizons" war über Satellitentelefon und Email mit Tonga in Kontakt und berichtete, dass ihr Schiff wohl sinken würde, und sie brachten Rettungsinseln längsseits aus. Drei Schiffe nahmen Kurs auf den Havaristen, und gegen Mittag nahm der Kutter "Last Stall", der unterwegs nach Tonga zu einer Reparatur am Propeller war, die Schiffbrüchigen auf. Daraufhin wurde eine RNZAF P3 Orion, die gegen 14 Uhr hätte vor Ort sein sollen, wieder zurückbeordert. Die "Horizons" trieb noch in der See, doch wurde ihr Untergang erwartet. Die "Last Stall" wurde in zwei Tagen in Tonga erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Hoffnung mehr auf Überlebende philippinischer Fähre
(17.06.13) Pam 17.6. gaben die philippinischen Behörden bekannt, dass sie die Hoffnung, noch Überlebende der Fähre "Our Lady of Mount Carmel" zu finden, aufgegeben habe. Es wurden noch sieben Personen vermisst. Zwei Menschen wurden seit dem Untergang am 14.6. 300 Kilometer südöstlich von Manila tot und 61 lebend gerettet. Taucher können nicht zu dem in knapp 400 Metern Wassertiefe liegenden Wrack vordringen, sodass möglicherweise darin befindliche Leichen nicht geborgen werden können. Die meisten Suchfahrzeuge wurden zurückbeordert und die Küsten nur im Fall von konkreten Sichtungen weiter abgesucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fri Ocean (Bild: RNLI) Großbild klick!
Rekordeinsatz für Seenotretter nach Frachterstrandung vor Tobermory
(15.06.13) Der unter Bahamas-Flagge registrierte Frachter „Fri Ocean“ lief mit einer Ladung Holz rund 2.5 Meilen südlich von Tobermory im Sound of Mull am 14.6. gegen drei Uhr auf der Fahrt von Belfast nach Varberg auf Grund. Die Stornoway Coastguard alarmierte das RNLI-Boot aus Tobermory sowie das Tobermory Coastguard Rescue Team.
Die siebenköpfige Crew war unversehrt geblieben, doch der Frachter hatte Wassereinbruch erlitten, der mit den bordeigenen Lenzpumpen unter Kontrolle gehalten werden konnte. Die Seenotretter gingen unverzüglich längsseits. Von der "Elizabeth Fairlie Ramsey" gingen mehrere Besatzungsmitglieder an Bord des Frachters und unterstützten die Crew bei ihrer Arbeit und dichteten die Leckage ab. Am 15.6. gegen sechs Uhr gelang es, den Havaristen wieder flottzumachen.
Die RNLI-Boote aus Oban und Tobermory schleppten ihn in den Hafen von Oban, wo er vor Anker ging, um einer weiteren Inspektion unterzogen zu werden. Das Schiff lag nun vor der Isle of Kerrera, wo die Vertreter des MAIB erwartet wurden. Die Seenotretter kehrten um 12.45 Uhr nach Tobermory zurück und hatten es um 14 Uhr klar an der Station, 31 Stunden nach dem Auslaufen. Damit war ein neuer Rekord in Sachen Einsatzdauer aufgestellt. Die „Fri Ocean“, 3640 tdw (IMO-Nr.: 9195690), wurde 2000 erbaut und hat als Manager die norwegische Kopervik Ship Management AS. Quelle: Tim Schwabedissen



Querliegendes Binnenschiff blockierte Main
(15.06.13) Kurz unterhalb der Dettelbacher Schleuse havarierte am 14.6. gegen 16 Uhr das slowakische Binnenschiff „Christiane“, 1202 ts (EU-No.: 02318485). Es befand sich mit rund 900 Tonnen Stahlrollen auf der Fahrt von Wipfeld nach Mannheim, als 50 Meter unterhalb der Dettelbacher Autofähre wegen eines technischen Defekts die Maschine ausfiel und von der weiterhin starken Strömung auf dem Main zwischen den Ufern in Dettelbach und Mainsondheim querschlug und mit Bug und Heck an beiden Flussufern festkam. Die Fähre entkam dem Havaristen nur knapp. Die Sorge war, dass er, vorn und achtern aufliegend, bei fallendem Wasserstand durchbrechen könnte. Gegen 19.40 Uhr gelang es dem unbeladenen Binnenschiff „Poseidon“ aus Magdeburg und dem Schubschiff „Domarin15“ aus Vilshofen, den Havaristen im ersten Versuch wieder flottzumachen. Da die Maschine der „Christiane weiterhin unrund lief, eskortierte die „Domarin15“ das Schiff nach Kitzingen, wo es bis zum 17.6. im Vorkanal der Schleuse Hohenfeld festmachte. Eine Weiterfahrt sollte erst genehmigt werden, wenn der Motorschaden behoben und sichergestellt war, dass Ruder und Propeller unbeschädigt blieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Segler vor Lohme und Glowe von DGzRS gerettet
(15.06.13) Für zwei Segler endete ein Törn auf der Ostsee am 14. 6. an Bord des Seenotkreuzers „Harro Koebke“. Nachdem ihr Boot im Nordwestwind gekentert war, nahmen die Seenotretter der Station Sassnitz die unterkühlten Männer vor der Nordküste der Insel Rügen an Bord. Die beiden Segler waren am späten Vormittag mit ihrem etwa acht Meter langen Boot im kleinen Hafen von Lohme an der Nordküste der Halbinsel Jasmund in östliche Richtung aufgebrochen. Der Vater und sein erwachsener Sohn wollten Sassnitz ansteuern. Etwa auf halber Strecke zwischen Lohme und Stubbenkammer brachte bei nordwestlichen Winden von sechs bis sieben Beaufort eine Bö ihr Boot zum Kentern. Ein Spaziergänger wurde Zeuge der Kenterung und alarmierte die DGzRS, die ihren Seenotkreuzer von der Station Sassnitz in Marsch setzt Die Seenotretter waren in weniger als einer halben Stunde am Unglücksort an der Nordküste. Das MRCC Bremen bezog zur Sicherheit das nördlich der Insel laufende Zollboot „Rügen“ und den Rettungshubschrauber Christoph 47 der DRF Luftrettung aus Greifswald in die Suche nach den Schiffbrüchigen mit ein. Doch die „Harro Koebke“ fand den Havaristen schnell selbst: Etwa eine halbe Seemeile vor der Küste war die Jolle gekentert. Die beiden Segler hatten sich auf den Rumpf des kieloben treibenden Bootes gerettet. Mit dem Tochterboot „Notarius“ übernahmen die Seenotretter die unterkühlten Schiffbrüchigen bei etwa zwei Metern Wellenhöhe. Anschließend versorgten sie die beiden Männer im Bordhospital des Seenotkreuzers. In Sassnitz übergaben sie sie an den Landrettungsdienst. In einem zweiten Anlauf bemühten sich die Seenotretter mit Unterstützung des Zollbootes, auch die Jolle zu bergen. Der Zoll hatte sie zunächst provisorisch mit einem Fender markiert und die Verkehrszentrale Sassnitz über das Schifffahrtshindernis informiert. Nahezu zeitgleich waren die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Nachbarstation Glowe im Einsatz. Das Seenotrettungsboot „Kurt Hoffmann“ schleppte ein etwa sechs Meter langes Segelboot sicher nach Glowe ein. Der allein segelnde Skipper aus Schweden war ohne Motor unterwegs und der Küste recht nahe gekommen. Ein Angelkutter beobachtete die gefährliche Lage und alarmierte über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 die Seenotleitung der DGzRS. Quelle: Tim Schwabedissen



Erneut philippinische Fähre in Not
(15.06.13) Die philippinische Fähre „St. Gregory the Great“, 19468 BRZ (IMO-Nr.: 9042726), lief am 15.6. gegen drei Uhr vermutlich auf einen Felsen in flachem Wasser sieben Meilen vor dem Hafen von Iloilo auf Panay Island. Dabei entstand ein Leck im Maschinenraum, der Wassereinbruch erlitt. An Bord des Schiffes waren über 360 Passagiere und eine 100-köpfige Crew. Als die Crew Rettungswesten ausgab, kam es zu einer kurzen Panik. Das Schiff erreichte den Hafen von Fort San Pedro, Iloilo City, als der Maschinenraum fast unter Wasser stand. Es hatte eine Höhe von zwei Metern erreicht. Die Crew rief die Coast Guard zu Hilfe, und zwei Schlepper brachten den Havaristen in den Iloilo Arrastre Port. Die „St. Gregory The Great „ kam aus Metro Manila und hatte den BREDCO Port in Bacolod City angesteuert, bevor es weiter nach Cagayan De Oro ging. Taucher sollten im Hafen nun den Rumpf untersuchen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief auf philippinisches Korallenriff
(15.06.13) Der taiwanesische Frachter "Unicorn Logger" lief am Abend des 13.6. mit einer Ladung von 836 Tonnen Holz vor Maripipi Island beim Sambawan Islet in der Biliran Provinz auf dem Weg von Sandakan in Malaysia nach Japan auf Grund, als er versuchte, einem Kutter auszuweichen. Stattdessen kam er um 19.10 vor der Insel fest. Rund 270 Quadratmeter Korallenriff wurden beschädigt. Die Strandungsstelle befand sich 50 bis 60 Meter vor einem Strandresort von Maripipi. Die Philippine Coast Guard schickte ein Team aus Tacloban City. Der Frachter hatte eine vietnamesische Crew von 18 Mann, die an Bord blieben. Die „Unicorn Logger“, 8725 tdw (IMO-Nr.: 9438810), wurde 2008 erbaut und führt die Flagge von Panama. Quelle: Tim Schwabedissen



Tödlicher Unfall auf Gasplattform
(15.06.13) Zwei Personen kamen am 14.6. ums Leben, eine dritte wurde schwer verletzt, als es zu einem Unfall auf der mit 78 Mann besetzten Gasplattform ‘L5FA1' von GDF Suez in der Nordsee kam. Es handelte sich um einen Mann aus Capelle an der IJssel und einen Rotterdamer. Der Verwundete kam aus Alphen am Rhein. Um 09.50 Uhr wurde die holländische Küstenwache über den Unfall beim Drucktest an einer Apparatur auf der Plattform „L5FA1“ rund 100 Kilometer nordwestlich von Den Helder informiert. Die Produktion stand zu der Zeit still. Das Küstenwachzentrum alarmierte einen Offshore-Rettungshubschrauber, der um 10.45 Uhr auf der Plattform landete. Nach einer Untersuchung wurde der Verletzte an Bord des Helikopters gebracht, der ihn um 11.40 Uhr zur Fliegerbasis Leeuwarden flog, von wo es weiter ins Medizinische Zentrum Leeuwarden ging. Offenbar war ein Rohr beim Test eines Gaskühlers auf Leckagen losgerissen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Fähre vor Samos
(15.06.13) Am 14.6. brach auf der griechischen Fähre "Nissos Mykonos", die mit 173 Passagieren und einer 74-köpfigen Crew in der Ostägäis eine Meile vor Karlovassi auf Samos stand, im Maschinenraum ein Feuer aus. Das Schiff befand sich zwischen Samos und der Insel Ikaria. Vier Frauen und ein Mann mussten anschließend wegen Rauchvergiftung evakuiert werden, nachdem sie zuvor an Bord behandelt wurden. Dann nahm sie ein Boot der griechischen Küstenwache an Land. Die übrigen Passagiere wurden von der Fähre „Panagia Theotokos" (IMO-Nr.: 8745735).übernommen und nach Karlovasi gebracht. In der Nähe der "Nissos Mykonos" waren weiterhin drei Frachter, ein Passagierschiff und ein Boot der Hafenbehörde von Samos.
Die Crew der Fähre konnte den Brand löschen. Ein Schlepper wurde zu dem Havaristen geschickt, der am Abend ins zwei Meilen entfernte Karlovasi eingebracht wurde. Er war gegen Mittag aus Piräus ausgelaufen und war mit Stopps in Syros, Mykonos und Ikaria nach Samos unterwegs. An Bord befanden sich 32 Pkw und 13 Trucks. Es war die erste Fahrt der Saison. Die „Nissos Mykonos“, 7882 BRZ (IMO-Nr.: 9208679), wurde 2005 erbaut und hat als Manager die Hellenic Seaways Maritime SA. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Eday auf Felsen gelaufen
(15.06.13) Die britische Fähre "Earl Sigurd", 771 BRZ (IMO-Nr.: 8902711) rettete am 14.6. die dreiköpfige Crew des Kutters "Lady K". Auch der neue Rettungshubschrauber der Sumburgh- Coastguard stieg auf, nachdem der Kutter auf Felsen vor der Orkney-Insel Eday gelaufen war. Die Fischer verständigten die Coastguard um 8.25 Uhr, dass sie die "Lady K", einen 8.5 Meter langen Cygnus Cyclone-Kutter, aufgäben und in eine Rettungsinsel gingen. Der Helikopter traf um 9.10 Uhr zeitgleich mit der "Earl Sigurd" ein, die die Schiffbrüchigen an Bord nahm. Sie brachte sie nach Westray. Währenddessen kam die „Lady K" wieder von den Felsen ab und trieb, nur noch mit dem Bug aus dem Wasser ragend, im Eday Sound, bis sie später unter Wasser nach Eday eingeschleppt wurde. Hier wurde sie vom Multikcat „Sea Salvor“ gehoben. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker saß vor Harlingen auf Untiefe
(15.06.13) In der Nacht zum 15.6. lief der deutsche Binnentanker "Elize V", 2150 ts (EU-Nr.: 04808700), mit 1800 Tonnen Gasöl von Lelystad kommend auf eine Sandbank in Boontjes vor der Hafeneinfahrt von Harlingen. Der Bunkertanker "Jacqueline" ging längsseits und leichterte einen Teil der Ladung. Um 13.15 Uhr konnte er den Havaristen dann in tieferes Wasser ziehen. In der Zwischenzeit war vorsorglich ein Ölschlängel um die Schiffe ausgelegt worden. Die See war bei 7-8 Beaufort Wind rau. Auch Rijkwaterstraat und die Bergungsfirma BSDS aus Harlingen waren vor Ort. Um 13.45 Uhr machte der Tanker im Hafen fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Pannenserie norwegischer Fähren
(15.06.13) Von einer Pannenserie wurde die norwegische Fährschifffahrt heimgesucht. Am 13.6. kollidierte erst die "Gulen", 1587 BRZ (IMO-Nr.: 8816027), von Bruravik kommend mit dem Kai von Brimnes in Hardanger. Die "Gulen” musste zunächst aus dem Betrieb genommen werden. Am 14.6. reduzierte sich die Anzahl der Fähren auf der Linie Lavik - Oppedal auf zwei, nachdem die "Svanøy", 2631 BRZ (IMO-Nr.: 9035163), ein technisches Problem erlitt und Maschinenausfall hatte, kurz bevor sie Oppedal erreichte.
Deshalb konnte sie nicht rechtzeitig aufgestoppt werden und rammte den Anleger. Da auch die Schutzpforte in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste das Schiff drehen, und die Autos fuhren rückwärts von Deck. Wann die "Svanøy" repariert sein würde, war noch unklar. Die Wartezeit in Lavik war 30 Minuten und in Oppedal eine Stunde. Am selben Tag erwischte es die "Brandal", 1132 BRZ (IMO: 8211899), die den Kai in Halsa rammte, weil sie aus ungeklärter Ursache mit zu hoher Fahrt einlief.
Die Fährkapazität zwischen Halsa und Kanestraum wurde ebenfalls durch den Ausfall eingeschränkt. Der Beton neben dem Fährterminal war beschädigt. Auch hier mussten die Autos rückwärts das Schiff verlassen, nachdem es mit der unversehrten Seite angelegt hatte. Am 15.6. dann wurde der Fährverkehr zwischen Langevåg und Buvågen unterbrochen, weil die "Utstein", 827 BRZ (IMO-Nr.: 7434676), mit Problemen im Kühlwassersystem am Morgen am Kai in Langevåg bleiben musste. Erst gegen Mittag konnte sie wieder in Betrieb genommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre mit 159 Passagieren vor Seattle in Brand
(15.06.13) Auf der amerikanischen Fähre "Victoria Clipper 3", 235 BRZ (MMSI-Nr.: 366902890), die mit 159 Passagieren auf der Rückfahrt von den San Juan Islands war, brach am Abend des 14.6. ein Feuer im Maschinenraum aus. Es gelang der Crew, den Brand mit Chemikalien zu löschen. Die Fähre befand sich zu der Zeit vor Edmonds, nördlich von Seattle. Isolation um eine der Turbinen hatte Feuer gefangen. Die Passagiere wurden an der Shilshole Marina abgesetzt. Die Reederei Clipper Vacations schickte Busse, um sie zurück zur Seattle Waterfront Pier zu bringen. Die "Victoria Clipper" verständigte die Coast Guard und das Seattle Fire Department. Die Coastguard schickte ein 45-Fuß-Boot zum Liegeplatz des Katamarans. Quelle: Tim Schwabedissen



Nordsee wurde zum Grab der Warnow und ihrer Crew
(15.06.13) Nach fast zwei Monaten gibt es weiterhin keine Spur der „Warnow“ und ihrer Crew. Das 15 Meter lange Schiff war am 15.4 mit drei Holländern an Bord aus Stonehaven nach Norwegen aufgebrochen. Am 29.4. wurde die Maritime and Coastguard Agency in Aberdeen von einem Holländer alarmiert. Ursprünglich war das Schiff mit acht Personen von Holland nach Middlesborough und dann weiter am 9.4. nach Montrose und Stonehaven gelaufen, wo fünf von Bord gingen.
Das Schiff wurde am 22.4. in Norwegen erwartet. Die Untersuchung wurde den Norwegern übergeben, nachdem ein Mobilephon-Mast auf einem Ölrig in der Nordsee anzeigte, dass eines der Mobiltelefone der Crew in norwegischen Gewässern war.
Die Nachforschungen wurden inzwischen eingestellt. Flugzeuge und Helikopter hatten die umliegenden Küsten abgesucht, und Schiffe hatten auf der Nordsee Ausschau gehalten. Die Küstenstriche von Lista bis Maaloey wurden durchkämmt und versucht, Mobiltelefon-Signale der Crew zu orten. Die schottischen, holländischen und isländischen Behörden wurden ebenfalls einbezogen. Angehörige suchten mit Flugblättern und über Facebook auch auf den Shetlands, doch die Nordsee scheint die letzte Ruhestätte des Rotterdamer Bootes für sich behalten zu wollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten gesunkener philippinischer Fähre fortgesetzt
(15.06.13) Am 15.6. wurde die Suche nach den bis zu 15 Vermissten der Fähre „Our Lady of Mount Carmel“, 2103 BRZ (IMO-Nr.: 7212896), der Medallion Shipping Lines fortgesetzt. Zwei weibliche Passagiere waren nach dem Untergang vor Masbate tags zuvor tot geborgen worden. Sie kamen aus Santolan, Pasay City; und Pasig City.
70 Passagiere und 22 Besatzungsmitglieder sollen an Bord gewesen sein. Nicht alle Passagiere waren in Listen der für 212 Fahrgäste zugelassenen, 1980 erbauten Fähre verzeichnet. Sie wiesen nur 35 Passagiere aus. 31 Fahrgäste, 22 Mann Crew und fünf Busfahrer wurden gerettet.
Retter der Philippine Coast Guard, der Marine und der Sea Watchmen nahmen ihre Suche um sechs Uhr wieder auf und durchkämmten die Gewässer vor Burias sowie die Küstenlinien von Aroroy und Masbate. Das Patroullienboot „DF-321“ wurde von der Marine Süd-Luzon in Legaspi, Albay mit einem Team von SEA-Tauchern in Marsch geschickt, das Suchflugzeug PNI311 hielt aus der Luft Ausschau, und die Armed Forces schichten die 505th Search and Rescue Group der Air Force zum Sucheinsatz.
Wenn bis zum 16.6. keine weiteren Funde gemacht werden, sollte die Suche eingestellt werden. Das Board of Marine Inquiry sollte den Untergang untersuchen. Die Coast Guard hat bereits mit Befragungen der Schiffbrüchigen begonnen. Einige sagten, die Fähre, die um zwei Uhr Pio Duran Port in Alby mit Kurs Aroroy, Masbate, verlassen hatte, legte sich drei Stunden nach dem Auslaufen plötzlich nach Steuerbord über und kenterte zwischen 5.30 Uhr und 6.15 Uhr. Sie sank auf einer Wassertiefe zwischen 700 und 1700 Fuß vor Burias Pass, sodass sie für Taucher nicht erreichbar war.
An Bord waren zwei Busse und ein sechsachsiger Truck mit einem Gastank. Nach Aussage des Kapitäns soll sich der Bus von seinen Ketten und Nylon-Seilen losgerissen haben. Allerdings war die See in der Nacht ruhig. Mehrere Überlebende konnten so die Küste von Burias schwimmend erreichen, andere wurden von Fischern in kleinen Motorbooten aufgelesen. Sie wurden ins Krankenhaus von Aroroy gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff von Brand zerstört
(15.06.13) Das Ausflugsschiff „Flagship Texas“ wurde am Nachmittag des 15.5. auf dem Lake Travis durch ein Feuer zerstört. Die Feuerwehr wurde um 16.15 Uhr alarmiert, nachdem in der Kombüse des am Ufer ankernden Schiffes ein Brand entstanden war. Zwar kamen alle unversehrt von Bord, doch binnen 45 Minuten stand das Schiff in Vollbrand. Feuerwehreinsatzkräfte der ESD 6–Lake Travis Fire-Rescue versuchten sie, von Land aus und mit einem Löschboot zu attackieren, doch sie konnten den Totalverlust nicht verhindern. Der Travis County Fire Marshal leitete eine Untersuchung ein. Die „ Flagship Texas“ war seit 1982 im Einsatz und konnte bis zu 250 Personen aufnehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter wird nach Kollision in Singapur repariert
(15.06.13) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Mino", 9766 BRZ (IMO-Nr.: 9354246), machte am 12.6. um 5.45 Uhr am Keppel Benoi Yard in Singapur fest, wo der Bug repariert werden sollte. Er war durch eine Kollision unweit von Horsburgh Lt. eingedrückt und schwer beschädigt worden. Der Frachter war am 5.5. aus Tanjung Perak ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Expressfähre im Rajang River verschwunden
(15.06.13) 19 Taucher sollen helfen, das gesunkene Expressboot "Kawan Mas", das am 28.5. auf dem Rajang River nahe Giam Bungan sank, wiederzufinden. Unter ihnen sind 13 Froschmänner der Marine Police. Sie begannen ihre Arbeit vor vier Tagen. Weitere sechs wurden von Peninsular Malaysia erwartet. Offenbar ist das Boot von seiner ursprünglichen Position weggetrieben worden durch die Unterströmungen einer nahen Stromschnelle. Die Taucher sind täglich von 7.30 Uhr bis gegen 16.15 Uhr im Einsatz. Bislang wurden sie am Flussgrund nicht fündig. Im Wrack wurden noch zwei ertrunkene Frauen vermutet. Die für nur 75 Personen zugelassene "Kawan Mas" hatte über 200 Arbeiter an Bord, die zum Gawai Dayak Festival heimfuhren, als sie nach Kollision mit einem Baumstamm kenterte. 213 Überlebende wurden danach gerettet, ein Toter drei Tage später. Quelle: Tim Schwabedissen



Versetzboot beim Southwest Pass gesunken
(15.06.13) Ein Boot mit 20 Insassen kollidierte am Morgen des 14.6. mit einem Ölrig 15 Meilen westlich des Southwest Pass. Zum Unfallzeitpunkt um 9.18 Uhr hatte es 16 Offshore-Arbeiter an Bord. Alle Insassen wurden von einem anderen Schiff aufgenommen, bevor ihr Boot sank. Mit einem Ölschlängel wurde eine geringe Dieselmenge an der Untergangsstelle eingegrenzt. Das Boot wurde von der B&J Martin Inc. aus Galliano betrieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandstiftung auf Fähre vor Savusavu
(15.06.13) Ein Brand auf der Fiji-Fähre „Lomaiviti Princess“, der vor Savusavu entstand, als sie mit 255 Passagieren in der Nacht zum 11.6. von Suva nach Savusavu und Taveuni unterwegs war, könnte durch Brandstiftung ausgelöst worden sein. Ein zehnachsiger Laster mit Alkohol, Reis und Kartons mit Streichhölzern war sechs Stunden nach dem Auslaufen in Flammen aufgegangen. Die Crew konnte das Feuer löschen und die Fähre ihre Reise fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderschiff von Themsekorso steckte unter Brücke fest
(15.06.13) Am Nachmittag des 13.6. wurde das RNLI-Boot aus Chiswick alarmiert, weil bei Kew das Ruderschiff „Gloriana“, das im vergangenen Jahr den Korso zum Thronjubiläum von Königin Elizabeth angeführt hatte, unter einem Bogen der Straßenbrücke der Kew Road feststeckte. Die „Gloriana“ war mit Maschine unterwegs, als beide Motoren beim Passieren von Strand-on-the-Green ausfielen. Die auflaufende Flut vertrieb das Boot dann stromaufwärts auf der Themse, bis es unter dem zentralen Bogen der Brücke steckte. Während noch über Bergungsmöglichkeiten nachgedacht wurde, kam die „Gloriana“ wieder frei, nur um vom böigen Wind auf die andere Seite des Brückenbogens getrieben u werden. Das Rettungsboot versuchte, sich dazwischen zu setzen, erreichte das Boot aber nicht rechtzeitig. Erst als an Steuerbord eine Leine festgemacht war, konnte die „Gloriana“ durch die Brücke geschleppt, dann längsseits genommen und an die Kew Pier gelegt werden. Dabei kollidierte das Rettungsboot mit dem Ruderschiff, das leicht beschädigt wurde, ebenso wie der Antennenmast des RNLI-Bootes, als es an der Brücke manövrierte. Quelle: Tim Schwabedissen



Hunter (Bild: USCG) Großbild klick!
Leeraner Frachter half marodem haitianischen Kutter
(14.06.13) Die US Coast Guard schickte am 11.6. das 270 Fuß lange Patroullienboot „Northland“ aus Portsmouth, Virginia, zur Assistenz der haitianischen Crew auf dem 50 Fuß langen Kutter „Hunter“, der nordwestlich von Haiti mit Maschinenausfall in der See trieb. Die 15 Mann wurden abgeborgen und nach Cap Haitien gebracht.
Am Morgen hatte der liberianische Frachter "Seaboard Ranger", 9948 BRZ (IMO: 9383297), der Hartmann Schifffahrt GmbH & Co. in Leer die Küstenwache verständigt und war am Kutter geblieben, bis das Patroullienboot "Northland " eingetroffen war und die Crew von dem strukturell unsicheren Fahrzeug abbarg. Dieses wurde später von dem 225 Fuß langen Patroullienboot „Oak“ aus Charleston, South Carolina, auf den Haken genommen und am 13.6. zurück nach Haiti geschleppt. Die „Seaboard Ranger“ setzte ihre Fahrt von Puerto Plata nach Miami fort, wo sie am 13.6. gegen sechs Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anita II (Bild: KNRM) Großbild klick!
Drei Rettungseinsätze für freiwillige Seenotretter aus Elburg
(14.06.13) Am 8.6. wurde das KNRM-Boot „Evert Floor“ aus Elburg alarmiert, nachdem die 12 Meter lange Yacht „Buach“ auf dem Veluwemeer auf Grund gelaufen war. Beim Anlaufen der Insel Pierland war sie auf einer Untiefe gelandet. Mit einer Schleppleine konnte das Boot in tieferes Wasser gezogen werden.
Am 9.6. wurde die „Evert Floor“ angefordert, nachdem eine vier Meter lange Segelyacht bei Pierland gesunken war. Die zweiköpfige Crew wurde auf dem Wasser gerettet und von Passanten versorgt, damit sie keine Unterkühlungen erlitten.
Die „Evert Floor“ barg das Boot und schleppte es an Land. Am 12.6. um 16.15 Uhr wurden die Seenotretter ein weiteres Mal alarmiert, nachdem der 20 Meter lange Schlepper „Anita II“ mit sechs Mann an Bord durch einen Navigationsfehler auf eine Untiefe geraten war. Der 60-Tonner lag bei Ebbe hoch und trocken. Mit dem Propeller spülte das Rettungsboot den Sand rund um das Schiff weg, und nach mehreren Anläufen konnte das Schiff wieder in ausreichend tiefes Wasser geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliger DSR-Frachter gesunken
(14.06.13) Der maledivische Frachter “Asian Express”, 5955 BRZ (IMO-Nr.: 7627728), der am 12.6. rund 50 Meilen nördlich von Minicoy Island in Lakshadweep aufgegeben wurde, nachdem er auf der Fahrt von Port Bin Qasim, Pakistan, nach Male auf den Maldeiven mit einer Ladung Sand und Zement erst Maschinenschaden und dann strukturelle Schäden erlitten hatte, sank am Abend des 13.6. in stürmischer See rund 300 Kilometer westlich des indischen Hafens Kochi.
Der Maschinenschaden war 50 Meilen nördlich von Minicoy Island, bzw. 194 Meilen westlich von Kochi aufgetreten. Dann setzte der Südwestmonsun dem Schiff weiter zu mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten und Wellenhöhen von drei bis fünf Metern. Durch einen drei bis vier Meter langen Riss an Steuerbordseite unterhalb der Wasserlinie kam es zu einem nicht mehr kontrollierbaren Wassereinbruch.
Nach Kochi wurde nach ihrer Rettung in den Abendstunden des Vortags auch die 22-köpfige Crew, vier Inder und 18 Malediver, von dem indischen Küstenwachboot „Viruna“ am 13.6. gebracht. Die „Asian Express“ wurde 1977 als „Schönwalde“ für die Deutsche Seereederei Rostock erbaut bei der Neptun-Werft in Rostock. 1993 wurde sie zur „Mico“, 1997 zur „Kuraka“, 2000 zur „Ocean Venture I“, 2006 zur „Ocea Venture“ und 2007 zur „Asian Express“ der Lily Shipping & Trading PVT auf den Malediven. Der Frachter, der eine Tragfähigkeit von 7,085 Tonnen hatte, war 120,25 Meter lang, 17,64 Meter breit und hatte 7, 84 Meter Tiefgang.
Er gehörte zur Serie der „Poseidon“-Frachter der Neptun-Werft, einem vielseitig einsetzbaren Stückgutschiffstyp dar, mit dem außer herkömmlichen Stück- und Schüttgütern auch Container, Früchte und Kühlladungen transportiert werden konnten. Zwischen 1975 bis 1980 entstanden 19 Einheiten für die Levantefahrt.
Verwendung fanden die Frachter auch in der weltweiten Trampfahrt. Die acht nach dem Typschiff „Rudolf Diesel“ erbauten Frachter erhielten Namen von Ortschaften in der DDR, die mit "-walde" endeten, die weiteren zehn Schiffe wurden nach Seen in der DDR benannt. Mit der „Schönwalde“ ging das zweite Schiff dieser Serie verloren, nachdem die „Arendsee“ (IMO-Nr.: 7723091), am 30. Juli 1984 im Hafen von Luanda durch eine Haftmine versenkt, später gehoben und am 5. September 1984 vor der angolanischen Küste versenkt wurde. Mehrere Schiffe der Baureihe wurden nach 25 bis 30 Dienstjahren an Abbrecher verkauft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erste gereinigte Container zurück auf BBC Arizona
(14.06.13) Das Personal von Emerald Alaska Inc. war am 13.6. mit einem Saug-und Spülwagen beschäftigt, Öl von den Blasen in den Containern des antiguanischen Frachters "BBC Arizona" in Valdez zu entfernen. Im Anschluss wurden die Blasen entfernt, untersucht und die Behälter von allen Spuren des Öls gereinigt. Danach wurde begonnen, die ersten Container wieder auf das Vorschiff der “BBC Arizona" zu verladen. Zuvor hatte die Emerald Alaska Inc. sichergestellt, dass auch das Deck des Frachters ölfrei war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler bei Regatta ums Leben gekommen
(14.06.13) Am 13.6. wurde das MRCC Etel von den Organisatoren der Einhandsegler-Regatta "Course des Isles" verständigt, dass ein Boot, die neun Meter lange First.30-Yacht „Firsty“, vermisst wurde. Sie befand sich zwischen Ile de Croix und der Belle-Ile, als der Kontakt verloren ging. Das CROSS Etel leitete sofort eine Suchaktion ein.
Eine Cessna des Zolls in Lorient sowie ein Dragon-Rettungshubschrauber und eine Atlantique 2 der Marine in Bihoué-Lann stiegen auf, vier SNSM-Rettungsboote aus Lorient, Groix Etel und Quiberon liefen ebenso wie ein Patroullienboot von der Belle-Ile aus. Gegen 11.10 Uhr sichtete der Helikopter des Zivilschutzes das zerbrochene Boot bei Baguenères südwestlich der Belle-Ile. Taucher untersuchten das Wrack, fanden aber keine Spur des Skippers. Um 13.20 Uhr wurde die Leiche eines Mannes in der See entdeckt. Das Rettungsboot „Iris“ machte sich auf die von Flugzeugen markierte Position auf, um sie zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot auf der Geeste gesunken
(14.06.13) Auf der Geeste in Bremerhaven kolldierte am Nachmittag des 12.6. eine Arbeitsplattform mit einem sechs Meter langen Sportboot. Dieses wurde dabei so schwer beschädigt wurde, dass es innerhalb weniger Minuten sank. Feuerwehrtaucher befestigten Hebegurte an dem Wrack, das dann von dem Kran der Arbeitsplattform gehoben und an Land abgesetzt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Cape Breton – vier Mann gerettet
(14.06.13) Vor Cape Breton sank am Nachmittag des 13.6. der Kutter “Lady Angele”. Das Joint Rescue Coordination Centre in Halifax fing um 14.40 Uhr einen Notruf der vierköpfigen Crew auf, nachdem das Schiff 15 Kilometer südwestlich von Cheticamp leckgeschlagen war. Es stellte sich schließlich auf den Bug und ging auf Tiefe. Die Fischer konnten zuvor in eine Rettungsinsel gehen, aus der sie knapp eine Stunde später geborgen wurden von dem Patroullienboot „Pointe Claveau”, das sie nach Cheticamp brachte. Auch ein Cormorant Helicopter des 14 Wing Greenwood war vorsorglich alarmiert worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Pillar Point – sechs Personen gerettet
(14.06.13) Die Pillar Point Harbor Patrol rettete am 13.6. sechs Personen aus Central Valley, nachdem am Morgen der 26 Fuß lange Kutter “Thunderbird” gesunken war. Unter ihnen befand sich auch ein 11-jähriger Junge. Der Kutter war gegen neun Uhr zu einer Angeltour ausgelaufen und zwei Meilen vor Pillar Point südlich von Mavericks an der Küste von San Mateo gegen 9:30 Uhr leckgeschlagen. Eine vierköpfige Rettungscrew war mit einem Boot binnen sieben Minuten vor Ort. Sie zogen die Bootsfahrer an Bord, während sie gleichzeitig versuchten, die „Thunderbird“ zu lenzen. Doch das Wasser drang zu schnell ein, deshalb wurde der Kutter geräumt und ging dann übers Heck auf 60 Fuß Wassertiefe unter. Ein Teil der Ausrüstung konnte noch gerettet werden, und einige Gastanks wurden vor dem Untergang geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viele Vermisste nach Bootskenterung auf Ganges
(13.06.13) Ein Fährboot mit 70 Passagieren, das am 14.6. den Ganga querte, kenterte um 7.45 Uhr im bengalischen Malda-Distrikt. 15 Menschen retteten sich schwimmend an Land, der Verbleib der übrigen war zunächst unklar. Das überladene Boot war bei starkem Wind in Turbulenzen auf dem Fluss geraten. Die meisten Fahrgäste waren Bauern auf dem Weg zur Arbeit, auch einige Schafe befanden sich an Bord. Der Unfall ereignete sich bei Manikchak, das 400 Kilometer nördlich von Kolkata liegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Longliner in Alaska
(14.06.13) Am Morgen des 12.6. brach gegen 8.30 Uhr auf dem amerikanischen Longliner „Blue Pacific“ ein Feuer aus, als er am Coastal Transportation Dock in Unalaska, Alaska, lag. Ein Heizgerät im Laderaum, das nahe von entflammbarem Material gestanden hatte, war Auslöser des Brandes. Drei Paletten gingen in Flammen auf.
Die Feuerwehr von Unalaska gemeinsam mit der Crew, der Coast Guard und dem Truppentransporter „Stimson“ kämpften das Feuer binnen zwei Stunden nieder. Es gab erheblichen Schaden, Verkabelungen verschmorten. Die Hitzeentwicklung war so stark gewesen, dass die Farbe am Rumpf abgeplatzt war. Um die „Blue Pacific“ wurde eine Ölsperre ausgelegt, während die Bilge ausgepumpt wurde. Die „Blue Pacific“, 867 BRZ (IMO-Nr.: 6510746) wurde 1944 erbaut. Das Schiff läuft für die Blue North Fisheries in Seattle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dänisches Patrullienboot auf arktische Schäre gelaufen
(14.06.13) Während einer Routinepatroullie ist am 11.6. die "Ejnar Mikkelsen" (MMSI-Nr.: 220429000) der dänischen Marine auf einen unkartierten Felsen in Grönland gelaufen. Die "Ejnar Mikkelsen" war im äußeren Julianehåbford unterwegs und war einem Eisberg ausgewichen Das Schiff war unterwegs von Nanortalik nach Grønnedal. Es erlitt Schäden am Rumpf, die in einer Werft ausgebessert werden müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre rammte Kai
(14.06.13) Am Nachmittag des 13.6. um 15.40 Uhr rammte die norwegische Fähre "Sogn", 2528 BRZ (IMO-Nr.: 8110980), den Anleger in Brimnes, als sie von Bruravik kam. Die 43 Passagiere und die neunköpfige Crew blieben unversehrt, doch der Rumpf der Fähre nahm ebenso Schaden wie die Fährbrücke. Fährbetreiber Fjord1 leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf USS Nimitz
(14.06.13) Am 7.6. brach auf dem US-Flugzeugträger „ Nimitz“ ein Feuer aus. Es entstand in elektrischen Einrichtungen, als das Schiff im Indischen Ozean unterwegs war. Es gelang der Bordfeuerwehr, den Brand zu isolieren und zu löschen. Vom Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington, wurde ein Team in Marsch gesetzt, den Schaden zu begutachten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegischer Frachter assistierte Crew sinkender Yacht
(14.06.13) Das MRCC Valencia fing in der Nacht zum 13.6. den Mayday-Ruf einer Yacht auf, die 30 Meilen vor der spanischen Küste am Sinken war. Die Crew ging in eine Rettungsinsel, und ein Helikopter wurde alarmiert. Der in der Nähe befindliche norwegische Frachter "Fonneland", 2416 BRZ (IMO-Nr.: 9041306), wurde zu der Position dirigiert. Er war gerade aus Castello de la Plana ausgelaufen und nahm die Schiffbrüchigen unversehrt auf. Diese wurden dann vom Hubschrauber aufgewinscht und zum Manises Airport geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überladung Schuld an tödlichem Kutterunglück vor Devon
(14.06.13) Als der englische Kutter "Sarah Jayne - BM 249" am 11.9.2012 sank, war er überladen, und es sollte gerade noch mehr Fang an Bord gezogen werden, als ihn zwei große Welle trafen und den offenen Laderaum fluteten, fand ein Untersuchungskommission des MAIB heraus. Der aus Exmouth stammende Skipper Geoff Ingram kam beim Untergang vor Berry Head ums Leben, der Leichnam wurde neun Tage später am 20.9. aus dem Wrack geborgen.
Zwei weitere Besatzungsmitglieder, die ebenfalls aus der Stadt in Davon stammten, wurden 20 Minuten nach dem Unglück von einem anderen Kutter gerettet. Nach dem Bericht des Marine Accident Investigation Branch (MAIB) hatte der Kutter bereits 20 Tonnen Fisch geladen bei einer Aufnahmefähigkeit von 17 Tonnen.
Als die Crew gerade noch mehr Hol an Deck ziehen wollte, brach eine Welle über den Steuerbordbug. Die Männer versuchten, den Laderaum wieder auszupumpen, doch da kam eine weitere Welle über, und das Schiff kenterte nach Steuerbord. Die "Sarah Jayne" hatte keine Stabilitätsreserve mehr gehabt, als das Wasser im Laderaum umherschwappte. Wäre die Luke abgedeckt gewesen, was in der Fischerei nicht üblich ist, wäre der Wassereinbruch nicht so stark gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Jolly Nero aus Genua ausgelaufen
(14.06.13) Am 10.6. um 18.30 Uhr verließ der italienische Roro-Frachter "Jolly Nero", 40594 BRZ (IMO-Nr .: 7361233), den Hafen von Genua erstmals wieder nach der Kollision mit dem Verkehrskontrollturm am 7.5., bei der neun Menschen ums Leben gekommen waren. Das Schiffnahm nach einem Stopp in Neapel Kurs auf Port Said im Roten Meer, wo es am 16.6. erwartet wurde. Am 11.6. war der 1. Ofifzier des Schiffes, Lorenzo Repetto, vor dem Ankläger Walter Cotugno erschienen, hatte aber noch keine Aussage gemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Joseph M" wird vom Riff gezogen (Bild: AMSA) Großbild klick!
Trawler nach einer Woche vom Great Barrier Reef geborgen
(13.06.13) In der Nacht zum 13.6. konnte der australische Trawler "Joseph M" (MMSI-Nr.: 503648300), der eine Woche zuvor bei Lady Elliot Island nahe Gladstone vor Zentral-Queensland gestrandet war, vom Riff gezogen werden.
Bergungsexperten von Maritime Safety Queensland (MSQ), der Great Barrier Reef Marine Park Authority (GBRMPA), der Australian Maritime Safety Agency (AMSA) sowie des Queensland Parks and Wildlife Service waren seit dem 7.6., dem Tag nach der Strandung, vor Ort im Einsatz gewesen, um die komplexe Operation vorzubereiten. Nach zwei Fehlversuchen gelang es dem Schlepper „PT Monto“ binnen zwei Stunden, das 20 Meter lange und neun Meter breite Schiff nach dem Abpumpen des zur Stabilisierung aufgenommenen Ballastwassers vom Great Barrier Reef zu ziehen und nach Bundaberg einzuschleppen, wo es repariert werden soll.
Während der Bergung überwachten Offiziere von MSQ die Arbeit, und Dornier der AMSA war im Luftraum über der Strandungsstelle eingesetzt. Es stellte sich heraus, dass die Havarie glimpflich verlaufen war – sowohl am Riff wie auch dem Trawler waren nur geringe Schäden entstanden. Lediglich am Strandungstag war eine geringe Dieselmenge ausgelaufen, die aber rasch verdunstet war. Durch Maritime Safety Queensland und die Great Barrier Reef Marine Park Authority wurde nach dem glücklichen Ende nun eine Untersuchung zu der Havarie am 6.6. eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: RNLI) Großbild klick!
Feuer auf Tanker Bremer Reeder
(12.06.13) Am 11.6. um 12.30 Uhr brach auf dem unter Malta-Flagge laufenden Tanker "Mississippi Star", 8581 BRZ (IMO-Nr.: 9527623), zwei Stunden nach dem Verlassen von Teesport zum Aufnehmen einer Ladung in Antwerpen ein Feuer aus. Dabei wurde ein 65-jähriger philippinischer Seemann durch eine Stichflamme schwer verletzt.
Das Schiff befand sich zu der Zeit rund sechs Meilen nordöstlich von Whitby. Die Humber Coastguard fing einen Mayday-Ruf des mit 18 Mann besetzten Tankers auf und alarmierte die RNLI-Boote aus Whitby und Scarborough sowie den Rettungshubschrauber der RAF Leconfield. Dieser winschte den Verletzten auf und flog ihn ins James Cook University Hospital in Middlesbrough. Die Crew konnte derweil das Feuer isolieren und löschen. Während dieser Zeit trieb der Tanker mehrere Meilen weit. Als das RNLI-Boot aus Whitby eintraf, war der Brand schon gelöscht.
Während das Boot aus Scarborough daraufhin zu seiner Station zurückkehrte, blieb das Boot aus Whitby auf Standby, bis die Schlepper “Svitzer Hutton“ (IMO-Nr.: 9547855) und „Svitzer Castle“ (IMO-Nr.: 9316397) eingetroffen waren und den Havaristen in den Tees zurückzogen. Hier traf er am 12.6. um 00.45 auf Reede ein und machte um 4.30 Uhr zur weiteren Untersuchung wieder in Teesport fest. Der Chemikalientanker „Mississippi Star“ hat eine Tragfähigkeit von 13054 Tonnen, wurde 2010 erbaut und läuft für die Rigel Schiffahrts GmbH & Co KG in Bremen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maledivischer Frachter im Sturm aufgegeben
(13.06.13) Der maledivische Frachter “Asian Express” musste am 12.6. rund 50 Meilen nördlich von Minicoy Island in Lakshadweep evakuiert werden. Die Probleme hatten am 10.6. begonnen, als das Schiff auf der Fahrt von Port Bin Qasim, Pakistan, nach Male auf den Maldeiven mit einer Ladung Sand und Zement Maschinenschaden erlitt.
Auf Position 09 04 N 072 55 O funkte der Kapitän am folgenden Morgen Mayday. Daraufhin schickte die indische Coast Guard die “Varuna” zur Assistenz. Gegen 15 Uhr erreichte das Patroullienboot den Havaristen. Deren Crew versuchte, den Schaden zu beheben, doch dies musste in immer stürmischer werdender See aufgegeben werden. Als im Rumpf mittschiffs dann noch ein vertikaler Riss unterhalb der Wasserlinie auftrat und einen nicht kontrollierbaren Wassereinbruch verursachte, wurde um 18.30 Uhr beschlossen, die 22 Mann an Bord, vier Inder und 18 Malediver, abzubergen.
Alle Schiffbrüchigen wurden mit Rettungsbooten unversehrt auf die „Viruna“ gebracht. Das verlassene Schiff trieb zuletzt mit Schlagseite im Meer. Die „Asian Express“, 7085 tdw (IMO-Nr.: 7627728), wurde 1977 erbaut und hat als Manager die Lily Shipping & Trading PVT auf den Malediven.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Onezhskoye-See auf Grund gelaufen
(13.06.13) Der russische Frachter “Maykop” lief am 11.6. auf dem Onezhskoye-See auf Position 62 29.9 N 35 28.7 O auf Grund. Das Schiff war mit 2934 Tonnen Splitt beladen. Es musste teilweise geleichtert werden, um wieder flottgemacht werden zu können. Die „Maykop“, 3506 tdw (IMO-Nr.: 8230065), wurde 1973 erbaut und hat als Manager die Transmetall, N-Novgorod.
Quelle:Tim Schwabedissen



Cotnainer der BBC Arizona im Reinigungsgang
(13.06.13) Die Reinigungsarbeiten in Valdez wurden auch am 12.6. fortgesetzt. Von der "BBC Arizona" wurden mit Mineralöl beladene Container abgehoben und mithilfe eines Krans auf einem speziellen Rack im Sicherheitsbereich an Land abgesetzt, anschließend untersucht und dekontaminiert. Das Öl aus den Containern wurde in Lagertanks gepumpt. Arbeiter des North Star Terminal und der Stevedore Company reinigten die Unterseiten der Boxen, bevor die Coast Guard sie inspizierte, um sicherzustellen, dass alle Ölrückstände beseitigt waren. Wenn alle betroffenen Container diese Prozedur durchlaufen haben, können sie wieder auf den Frachter zurück verladen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband nach Kollision in Datteln abgedichtet und auf Weiterreise
(13.06.13) Der deutsche Schubschlepper „Rhenus Datteln“ 40 ts (EU-Nr.: 02321727), der mit zwei je 75 Metern langen, mit Kohle beladenen Leichtern am 10.6. gegen 17 Uhr die Großschleuse Datteln zwischen dem Wesel-Datteln- und dem Dortmund-Ems-Kanal gerammt hatte, konnte mit seinem Anhang die Fahrt in Richtung Lünen am 11.6. gegen Mittag fortsetzen. Nachdem der Verband rückwärts aus der Schleusenkammer bugsiert worden und im Unterwasser an der Spundwand festgemacht worden war, hatte die Feuerwehr den Wassereinbruch im vorderen Leichter mit einer leistungsstarken Tauchpumpe unter Kontrolle bringen können.
Am Abend stiegen Taucher im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes in die Schleusenkammer ab, um sie auf mögliche Beschädigungen hin zu untersuchen. Wie die Inspektion ergab, hatte die Schleuse aber keinen Schaden davon getragen. Anschließend wurde das vier bis fünf Zentimeter große Leck am Bug des Leichters von außen mit einer Metallplatte abgedichtet, sodass die Fahrt fortgesetzt werden durfte. Zur Ursache der Havarie dauerten die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Main außer Rand und Band
(13.06.13) Auf dem Main zwischen Kitzingen und Ochsenfurt havarierte am Abend des 12.6. ein deutsches Binnenschiff auf der Fahrt nach Rotterdam und schlug um 19.15 Uhr vor dem Hafen Ochsenfurt quer, sodass dessen Einfahrt sowie die gesamte Schifffahrt blockiert wurden. Die ersten Manövrierprobleme traten vor der Schleuse Kitzingen auf, doch durch mehrere Manöver konnte der rumänische Kapitän das Schiff wieder auf Kurs bringen und in die Schleuse einlaufen. Dennoch verständigte der Schleusenmeister die Wasserschutzpolizei Würzburg, während das Schiff bereits seine Talfahrt fortsetzte.
Im Oberwasser der Schleuse Goßmannsdorf wurde der Frachter dann kurz vor 21 Uhr von der Wasserschutzpolizei gestoppt. Vor den Augen der Beamten lief das Schiff dort mit dem Bug auf einen Trenndamm, weil der Kapitän beim Aufstoppen offenbar die starke Strömung unterschätzt hatte. Das Schiff drehte sich dann um 180 Grad, konnte aber entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung liegend wieder unter Kontrolle gebracht werden.
Nun versuchte der Kapitän den Hafen Ochsenfurt anzulaufen, wo der Frachter auf mögliche Schäden hin untersucht werden. Dabei kam das mit über 1000 Tonnen Weizen beladene Schiff wieder vom Kurs ab, geriet mit dem Bug ein weiteres Mal gegen das Ufer und kam dort fest. Über zwei Stunden lag der Havarist vor dem Hafen und blockierte die Schifffahrt auf dem Main bis gegen 23.30 Uhr. Mit Trossen und Winschen sowie durch einen von der Staustufe Goßmannsdorf kurzzeitig erhöhten Wasserstand konnte er endlich an die Kaimauer gedrückt und dort vertäut werden.
Den Kapitän erwartete nun eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen schifffahrtrechtliche Vorschriften. In Absprache mit dem Wasserschifffahrtsamt musste das Binnenschiff zunächst im Hafen von Ochsenfurt bleiben. Auch die Schleuse Goßmannsdorf und die Strandungsstelle vor Ochsenfurt sollten bei Tageslicht begutachtet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher nach Kollision auf der Suche nach Trümmerteilen im Hafen von Santos
(13.06.13) Ein Taucherteam wurde beauftragt, nach den versunkenen Teilen des Getreideverladers im Hafen von Santos zu suchen, die bei der Kollision des brasilianischen Bulkcarriers "Norsul Camocim", 26911 BRZ (IMO-Nr.: 9056387), abgerissen worden waren. Sie haben einen ungefähren Wert von 700,000 Dollar.
Die Arbeit begann am 11.6. Bevor die Trümmer geborgen sind, kann der Liegeplatz auch nicht benutzt werden. Deshalb wurden alle Frachttransporte dorthin bis auf weiteres abgesagt. Ursache des Unfalls war ein Maschinenausfall auf dem Frachter, als er den Kohleterminal Usiminas in Cubatão unweit von Liegeplatz 38 ansteuerte.
Die Ursache wird derzeit von den Behörden untersucht, die binnen 90 Tagen einen Bericht abliefern muss. Die „Norsul Camocim” wurde nach der Havarie zum Liegeplatz 34 geschleppt, wo sie auf Anweisung des Hafenkapitäns von São Paulo mit einem Auslaufverbot belegt wurde und den Hafenbehörden für die notwendigen Untersuchungen zugänglich ist.
Die "Norsul Camocim" hatte nach dem Maschinenverlust auch den unter Hongkong-Flagge laufenden Bulkcarrier "Hanjin Odessa", 63993 BRZ (IMO-Nr.: 9539729), in die Backbordseite gerammt, die auf mehreren Metern Länge aufgerissen wurde und aus der dann Ballastwasser auslief. Beide Schiffe dürfen den Hafen erst nach den notwendigen Reparaturen wieder verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geretteter Schiffskoch berichtet vom Alptraum in 30 Meter tief gesunkenem Schlepper
(13.06.13) Der aus dem Wrack des 30 Meter tief gesunkenen, unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierten Schleppers “Jascon 4”, 471 BRZ (MO-Nr.: 9316256), nach zwei Tagen gerettete Schiffskoch Harrison Okene, 29, hat jetzt über sein Martyrium am Meeresgrund berichtet. Das Schiff war am 26.5. in starker Atlantikschwell rund 30 Kilometer vor der Küste von Escravos in Nigeria beim Stabilisieren eines Tankers, der an einer Chevron-Plattform Öl aufnahm, gekentert und mit allen 12 Mann an Bord gesunken.
Sofort nach Bekanntwerden des Unfalls hatte der utner Panama-Flagge laufende Versorger "Lewek Toucan", 4654 BRZ (IMO-Nr.: 9374246), der in Charter der West African Ventures 17 Fahrstunden entfernt mit einem DCN-Global-Taucherteam Okpoho Okono-16 Pipeline-Projekt arbeitete, seine Hilfe angeboten. Nach einer Rücksprache mit dem Auftraggeber und dem Management von DCN Global wurde die laufende Arbeit abgebrochen. Während des Transits zur Unglücksstelle mussten die Taucher, die in 70 Metern Tiefe gearbeitet hatten, einen Druckausgleich vornehmen, um in nur 30 Metern Tiefe an der „Jascon 4" tätig werden zu können.
Sie fanden nach abgeschlossener Dekompression das Wrack kieloben liegend am Meeresgrund vor. In einer Abteilung hatte sich eine Luftblase gebildet, in der der Koch lebend entdeckt wurde. Er wollte am 26.5. um 4.50 Uhr gerade aus einer Bordtoilette kommen, als das Schiff sich zu drehen begann. Er öffnete die Metalltür mit Gewalt. Dann versuchte er, einen Notausstieg zu erreichen. Bei ihm waren noch drei andere Besatzungsmitglieder, als das Wasser mit voller Wucht hereinschoss. Einer nach dem anderen vor ihm wurde von dem Druck weggerissen, und ihm war klar, dass sie ums Leben gekommen waren.
Okene drehte sich von dem einzigen Ausweg weg und wurde durch einen engen Gang gespült, das ihn in eine weitere Toilette bei einer Offizierskabine spülte. Dann schlug das Schiff auf den Meeresgrund auf. Inzwischen herrschte im Innern vollkommene Finsternis. Zu seiner Überraschung stellte Okene fest, dass er immer noch atmete. Er trug nur seine Unterwäsche und verbrachte die nächsten 24 Stunden in der engen Toilette, wobei er seinen Kopf an dem über Kopf stehenden Waschbecken über Wasser hielt.
Dann nahm er allen Mut zusammen und schwamm in die Kajüte des Offiziers, wo er Wandverkleidungen abriss, um sich daraus ein kleines Floß zu bauen, auf dem er dem kalten Wasser entkommen konnte. Er fühlte dabei die Leichen der Crewkameraden in der Nähe. Fische kamen und begannen, sie anzunagen. Er konnte die Toten riechen und hörte in der Finsternis die Fressgeräusche. Es sei der blanke Horror gewesen. Langsam stieg auch das Wasser weiter an, am Ende war die Luftblase noch vier Fuß hoch. Während er in der vermeintlich hoffnungslosen Lage auf den Tod wartete, war die Rettung aber unterwegs. Die Chevron-Taucher begannen am Nachmittag des 28.6., den Rumpf mit einem Hammer zu bearbeiten.
Okene suchte nach einem Gegenstand, um antworten zu können. Er tauchte ins Wasser, fand einen Wasserspender, zog den Filter heraus und schlug damit gegen die Schiffsseite in der Hoffnung, gehört zu werden. Und tatsächlich nahmen die Taucher das Geräusch war, bahnten sich einen Weg ins Schiffsinnere, und nach 60 Stunden im eisernen Sarg erblickte Okene das Licht einer Kopflampe eines Tauchers, der durch den Gang schwamm. Er sprang ins Wasser und stieß ihn an, woraufhin es am Taucher war, geschockt zu sein.
Das Taucherteam stattete Okene dann mit einer Sauerstoffmaske und Taucheranzug sowie einem Helm aus, und um 19.32 Uhr durchbrach er die Wasseroberfläche. Nun musste er sofort in eine Dekompressionskammer, wo er die folgenden 60 Stunden verbrachte, bis der Druckausgleich vollzogen und seine Körpertemperatur wieder normal war. Der Koch beschrieb seine Rettung als ein Wunder, doch die Erinnerungen an die Stunden am Meeresgrund verfolgen ihn noch, nachts wacht er mitunter schreiend auf, weil er denkt, wieder im Wasser zu sein, und er will auch nicht auf See zurück. Die Suche nach den übrigen Männern wurde, wie man inzwischen weiß, zu einer reinen Leichenbergung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Isle of Wight in Not
(13.06.13) Die RNLI Lymington RNLI kam am 8..6. um 18.15 Uhr einer 38 Fuß langen Yacht zu Hilfe, die am Nachmittag bei 3-5 Beaufort Wind auf die Leeküste vor Hampstead Ledge an der Westseite der Newtown Bay auf der Isle auf Wight gestrandet war. Als die Ebbe einsetzte, legte sich die Yacht zunehmend auf die Backbordseite, und als das Wasser aufs Deck leckte, alarmierte die fünfköpfige Crew die Coastguard.
Es bestand die Sorge, dass die Felsen die Yacht bei auflaufendem Wasser nicht wieder freigeben würden, zumal nun Wasser eindrang und der böige Wind sie aufstoßen ließ. Die RNLI schickte die “Victor ‘Danny’ Lovelock”, die die Yacht fast komplett auf der Seite liegend vorfand. Mit Echosounder wurde die Strandungsstelle untersucht, um den besten Weg in tieferes Wasser zu finden. Dann wurde eine Leine festgemacht und die Yacht stabilisiert, bis das Wasser hoch genug aufgelaufen war, um sie wieder flottzumachen. Nach einer Untersuchung konnte sie ihre Fahrt nach Gosport fortsetzen. Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: DGzRS) Großbild klick!
Zwei 66-jährige Skipper nach Feuer auf zwei Sportbooten am 11.6. gerettet
(12.06.13) Neben jener in der Hohwachter Bucht ist am 10.6. auch auf der Ems eine Yacht in Flammen aufgegangen. Die Besatzungen beider Boote konnten unversehrt gerettet werden im Gegensatz zu ihren Schiffe. Am 10.6. gegen 13 Uhr hörte die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS auf dem internationalen Sprechfunknot- und Anrufkanal 16 den Notruf einer elfeinhalb Meter langen Yacht, die etwa zehn Seemeilen westlich des Flügger Leuchtturms in Brand geraten war.
Der Skipper hatte seine Rettungsinsel bestiegen und machte sich offenbar mit einem Handfunkgerät bemerkbar. Eine zweite Yacht in der Nähe hörte den Notruf mit. Sie nahm den Schiffbrüchigen aus der Rettungsinsel zunächst auf. Weitere Menschen waren nicht an Bord des Havaristen. Die Seenotleitung alarmierte unverzüglich die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes „Heiligenhafen“ &xnbsp;der gleichnamigen Station und den Seenotkreuzer „Berlin“ der Station Laboe. Ganz in der Nähe des Unglücksortes befand sich ein Schießgebiet-Sicherungsboot der Marine. Es traf als erstes beim Havaristen ein und begann mit der Brandbekämpfung.
Kurze Zeit später war die „Heiligenhafen“ &xnbsp; vor Ort. Die freiwilligen Seenotretter nahmen den Skipper der brennenden Yacht an Bord. Ein Besatzungsmitglied, selbst ausgebildeter Rettungssanitäter, versorgte den 66-Jährigen. Die Seenotretter brachten den Mann nach Heiligenhafen und übergaben ihn an einen Rettungstransportwagen, der ihn zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus fuhr.
Unterdessen übernahm die „Berlin“ &xnbsp;mittels ihrer mobilen Löschmonitore auf dem Vorschiff die Brandbekämpfung. Vor Ort waren ferner noch ein Zoll- und ein Wasserschutzpolizeiboot sowie ein Tonnenleger der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Das Tochterboot „Steppke“ der „Berlin“ &xnbsp;nahm die Segelyacht zunächst auf den Haken, musste den Schlepp aber unterbrechen, weil der Brand an Bord wieder aufflammte. Der Versuch, das Schiff lenz zu halten, war vergeblich, danach war das Sinken der Yacht nicht mehr zu vermeiden. Zur Unfallzeit herrschten in der Hohwachter Bucht schwache nordwestliche Winde um drei Beaufort und gute Sicht.
Nahezu zeitgleich brach aus bisher ebenfalls noch ungeklärter Ursache auf der Ems ein Feuer auf einer zwölf Meter langen Yacht in der Nähe von Weener aus. Das Feuer wurde zunächst mit bordeigenen Mitteln bekämpft, konnte aber erst am Emsufer durch die Feuerwehr Weener vollständig gelöscht werden. Anschließend wurde der Havarist in den Hafen von Weener geschleppt. Der wie im Falle des Feuers vor Hohwacht 66-jährige Skipper und die 70-jährige mitfahrende Eignerin des Bootes blieben beim Brand unverletzt. An dem GFK-Boot entstand jedoch erheblicher Sachschaden, und es muss vermutlich zu einem Totalverlust erklärt werden. Quelle:Tim Schwabedissen



BBC Arizona (Bild: USCG) Großbild klick!
BBC Arizona wird entladen
(12.06.13) Personal des North Star Terminal und der Stevedore Company entluden am 10.6. leckgewordene Container der "BBC Arizona" in ein Dekontaminationsareal in Valdez. Dort wurden die Container geöffnet, inspiziert und durch Arbeiter der Emerald Alaska Inc. gereinigt. Währenddessen blieben Kräfte für mögliche Ölbekämpfungsmaßnahmen in Bereitschaft. Ölproben wurden kontinuierlich gezogen und auf PCB getestet. Der Containerinhalt wurde in provisorische Tanks gepumpt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hanseatic fällt nach Feuer bis Mitte Juli aus
(12.06.13) Nachdem am 9.6. ein Feuer an Bord des unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes "Hanseatic", 8378 BRZ (IMO-Nr.: 9000168), bei der Bredo-Werft Bremerhaven im südlichen Fischereihafen ausgebrochen war und zwei Besatzungsmitglieder sowie eine Brandwache verletzt hatte, musste die Hanseatic Cruises GmbH wegen der dabei entstandenen Rauch- und Brandschäden zwei nach der Werftzeit geplante Kreuzfahrten absagen.
Dies betraf die Fahrten am 17. Juni ab Bremerhaven und am 4. Juli ab Tromsö. Die Zeit wird für die Reparatur der Brandschäden benötigt. Erst die am 14. Juli von Spitzbergen aus beginnende Kreuzfahrt nach Grönland kann wie geplant beginnen. Alle Passagiere, die eine der gestrichenen Kreuzfahrten gebucht hatten, bekommen den vollen Reisepreises erstattet sowie einen Rabatt von zehn Prozent auf die nächste Reise mit Hapag-Lloyd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neue Mysterien um Georg Büchner
(12.06.13) Die belgische Vereinigung Watererfgoed Vlaanderen hat jetzt schwere Vorwürfe gegen die deutschen Behörden erhoben, die für die Verschleppung der „Georg Büchner“ verantwortlich sind. Deutschland müsse die Verantwortung für den Betrug tragen, mit dem die Stadt Rostock und das Land Mecklenburg-Vorpommern ein fertiges Projekt zum Denkmalerhalt in Flandern sabotiert hätten, sagte der Vorsitzende des Vereins, Eric van Hooydonk.
Deutsche Behörden hätten das belgische Übernahme-Angebot vorsätzlich ignoriert, Bedingungen und Fristen für den Verkauf des Schiffs willkürlich geändert und den Weg dafür bereitet, dass die "Georg Büchner" einer Scheinfirma auf den Seychellen ausgeliefert werden konnte. Dabei hätten sie nicht einmal einen Nachweis über die belgischen Pläne zum Erhalt des Denkmals sehen wollen. Watererfgoed Flanderen fordert nun eine finanzielle Beteiligung Deutschlands an einer Bergung des früheren Kongoschiffs „Charlesville“, dass sie in ein Wrackmuseum im Museumshafen von Antwerpen holen möchte.
Derweil werden die Eigentumsverhältnisse des Schiffes immer mysteriöser: Der Insolvenzverwaltung des Fördervereins liegen zu der in Medien verbreiteten Angabe, der Eigner sei tatsächlich in Rumänien, keine Informationen vor, sagte eine Anwältin. Der ausgehandelte Kaufpreis liege wie vertraglich vereinbart auf einem Notaranderkonto. Momentan werde noch über die Freigabe verhandelt. Zur Höhe des Kaufpreises, der ab Kaikante fällig werden sollte, gab sie keinen Kommentar. Derweil war die bisher als Eigner angegebene „Argent Ventures Limited" mit Sitz auf den Seychellen aus dem Schiffsregister von Lloyds gelöscht und die Firma auf den Seychellen nicht mehr erreichbar. Eine offizielle Bestätigung war dazu nicht zu bekommen. Auch vom Schiffsmakler Dick van der Kamp in Holland gab es dazu kein Statement.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nächtliche Suche nach gestrandetem Einhandsegler in Wexford
(12.06.13) Das RNLI-Boot aus Rosslare kam am Morgen des 11.6. einem Einhandsegler zu Hilfe, dessen 27 Fuß lange Yacht zwischen Curracloe und Blackwater in Wexford gestrandet war. Das Boot lief um 1.10 Uhr aus und lief in Richtung Maurice Castle, wo der Segler nach seinem Mayday-Ruf vermutet wurde. Doch dort ließ sich keine Yacht entdecken, und die Seenotretter weiteten ihr Suchgebiet aus. Die Rosslare RNLI konnte inzwischen über Funk Kontakt aufnehmen und wies ihn an, über Funk bis 10 zu zählen, sodass das Rettungsboot seine Position ermitteln könne. GEgen drei Uhr gelang es , die Position herauszufinden. Das Boot lag zu der Zeit jenseits jeglicher Bergungsmöglichkeit fest auf Grund. Daraufhin wurde das Tochterboot ausgesetzt und wollte den Mann abbergen. Doch dieses schlug in der Brandung um. Die beiden Seenotretter an Bord wateten daraufhin zu der Yacht und holten den Segler unversehrt von Bord. Zurück an Land wurde er von der Curracloe Coast Guard in Empfang genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Seeleute starben durch Stromschlag auf Frachter der ER Schifffahrt
(12.06.13) Zwei Besatzungsmitglieder des liberianischen Containerfrachters “Adrian", 16799 BRZ (IMO: 9123221), darunter der 3. Ingenieur, kamen durch einen elektrischen Schlag am 3.6. gegen 18 Uhr ums Leben. Sie waren in einem Pumpenraum tätig gewesen, in den Wasser eingedrungen war. Daraufhin kam es zu einem Kurzschluss oder Kontakt mit stromführenden Drähten, was zum Tod der beiden führte. Die Leichen wurden erst am Morgen des 4.6. entdeckt. Der Frachter war mit einer Crew aus Ukrainern und Philippinos am 7.6. von Santana nach Suape ausgelaufen, wo er mit den Toten an Bord am 11.6. kurz vor Mitternacht festmachte. Die „Adrian” hat eine Tragfähigkeit von 22994 Tonnen, eine Containerkapazität von 1698 TEU, wurde 1997 erbaut und hat als Manager die ER Schifffahrts-GmbH in Hamburg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper vor Kirkenes könnte auf Meeresgrund bleiben
(12.06.13) Die norwegische Polizei leitete eine Untersuchung ein, warum 15 Meter lange Schlepper "North Tug" (MMSI-Nr.: 257504700) der am 10.6. vor Kirkenes auf einer Wassertiefe von 60 -70 Metern sank, als er dem unter Bermudas-Flagge laufenden Kreuzfahrer "Ocean Princess" 30277 BRZ (IMO-Nr.: 9187899), assistierte. Mögliche Hintergründe waren menschliches Versagen oder technische Fehler. Keine sichtbaren Spuren erinnerten am 11.6. in Kirkenes mehr an das Drama im Hafen. Das Wrack dürfte in der großen Wassertiefe keine Gefährdung der Schifffahrt darstellen. Es liegt rund 150-200 Meter vom Tiefwasserhafen entfernt, eine Bergung ist von daher nicht unbedingt vonnöten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker treibt nach Feuer in Piratengebiet
(12.06.13) Im Maschinenraum des liberianischen Chemikalíentankers “Perla” brach am 7.6. vor der Küste von Somalia ein Feuer aus. Das Schiff wurde dadurch manövrierunfähig, und der südkoreanische Bergungsschlepper „Melana 69“ (IMO-Nr.: 9317884) nahm Kurs auf den Havaristen. Am 11.6. um 00:25 befand er sich noch 16 Meilen von der „Perla“ entfernt auf Position 05 57 N 056 03 O, rund 400 Meilen südlich von Socotra.
Nach dem Feuer war die , australische Freigatte HMAS “Newcastle” als erstes zu Hilfe gekommen und hatte Mediziner auf dem Tanker abgesetzt, auf dem drei philippinische Seeleute Verletzungen erlitten hatten. Zwei von ihnen wurden per Helikopter auf die “Newcastle” übergesetzt und später der spanischen Fregatte SPS „Numancia“ übergeben, die sie zur Behandlung der Brandverletzungen 2. und 3. Grades am Oberkörper nach Port Victoria auf den Seychellen brachte.
Die Evakuierung war durch schwere See verkompliziert worden, wegen der das australische Ärzteteam mit dem Sea Hawk an Bord gebracht hatte werden müssen. Erst in der Dämmerung des 8.6. erlaubten die Wetterbedingungen, die Verletzten von Bord zu holen, die aber stabil genug waren, bis dahin auf dem Tanker auszuharren. Ein leichter verletzter Mann konnte mit erster Hilfe behandelt werden. Die "Newcastle" sicherte derweil die “Perla”, die in der See trieb, auch vor möglichen Piratenangriffen. Die “Perla”, 48577 tdw (IMO-Nr.: 8405842), wurde 1988 erbaut und läuft für die IMS SA in Griechenland.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kanonen von Blackbeards Schiff sollen gehoben werden
(12.06.13) Ein Team von Archäologen des Department of Cultural Resources will in diesem Sommer acht Kanonen aus dem Wrack des Piraten Blackbeard, der 1718 vor dem Beaufort Inlet gesunkenen „Queen Anne’s Revenge“ bergen. Sie wollen drei bereits in dieser Woche an die Wasseroberfläche holen. Blackbeard, der mit bürgerlichem Namen Edward Teach oder Thatch hieß, diente als Privatier im Krieg von Queen Anne (1701 – 1714) und wurde hinterher Pirat. Die Fundstätte seines Schiffes ist derzeit zu 55 Prozent ausgegraben. Bis 2014 soll die Grabung abgeschlossen sein. Eine Kanone wurde bereits 2011 gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tod von sechs Seeleuten dem Kostendruck geschuldet
(12.06.13) Der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) hat am 12.6. einen Untersuchungsbericht zum Untergang des unter Bermudas-Flagge laufenden Frachters "Swanland", 1978 BRZ (IMO-Nr.: 7607431) am Morgen des 27.11.2011 publiziert. Das tragische und vermeidbare Ereignis habe das Leben von sechs Russen gekostet, darunter das des Kapitäns.
Der Frachter sank 17 Minuten dem Auslaufen aus Llanddulas zur Isle of Wight.nach einem strukturellen Versagen in schwerer See. Der Wachoffizier hatte noch Generalalarm ausgelöst, um die schlafende Crew zu wecken, und der Kapitän verlor keine Zeit, einen Mayday-Ruf abzusetzen. Doc her benutzte zwar den VHF-Kanal 16, aber nicht das Digital Selective Calling (DSC), und der Mayday-Ruf war sehr kurz, sodass die Coastguard mehrere Minuten lang versuchte, mehr Details zu erfahren. Die Crew hatte derweil begonnen, sich auf der Brücke zu versammeln und Thermoanzüge anzulegen, die zwei Decks tiefer gestaut gewesen waren.
Es handelte sich um einen Mix, einige waren mit Rettungswesten ausgestattet, andere nicht. Auch die Evakuierung verlief nicht nach Plan, der Schmut wurde nie gesehen, andere Besatzungsmitglieder kehrten noch einmal in ihre Kabinen zurück, um Wertsachen zu holen, und wurden nie wieder gesehen. Denn das Schiff begann rasch zu sinken, und der Kapitän ordnete an, die Rettungsinseln klarzumachen. Zur selben Zeit nahm der 2. Offizier die beiden SAR-Transponders (SART) an sich. Wegen deren Designs und behindert durch die in seinen Thermoanzug integrierten Handschuhe hatte er aber Probleme, sie zu aktivieren, und musste sich mit den Zähnen behelfen.
Vier Mann der Crew bereiteten derweil eine Rettungsinsel an der steuerbordseitigen Brückennock zum Abwurf vor. Doch dann wurden sie von einer Welle erfasst, und die “Swanland” sackte förmlich unter ihren Füßen weg. Der 2. Offizier und ein weiterer Mann tauchten aus dem Wasser wieder auf und konnten in die Insel klettern, die sich zu ihrem Glück in der Nähe aufgeblasen hatte. Deren Licht aber erlosch binnen kurzem.
Nach einer Stunde wurden die beiden von einem Rettungshubschrauber entdeckt. Sie wurden unterkühlt, aber unversehrt aufgewinscht. Der 1. Offizier wurde Stunden später tot im Meer entdeckt, er hatte zwar einen Thermoanzug an, aber keine Rettungsweste, und war ertrunken. Die übrige Crew blieb verschollen. Der MAIB-Report konstatierte, dass mangelnde Instandhaltung – das Schiff war jahrelang nicht überholt worden - und eine fehlende Übersicht – die Fracht drückte auf den Mittschiffsbereich - maßgeblich zum Untergang der “Swanland” beitrugen. Zudem war das mit 3000 Tonnen Kalksandstein befrachtete Schiff überladen. Es gab bei der Rettungsausrüstung auch eine Fülle von Mängeln. Dies alles sei eine Folge von Kostenreduzierungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Langersehnte Rückkehr der „Carnival Triumph“
(12.06.13) Das unter Bermudas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Carnival Triumph", 101509 BRZ (MO-Nr.: 9138850), kehrte am 11.6. triumphal nach Galveston zurück, nachdem ein Feuer im Februar es monatelang außer Gefecht gesetzt hatte. Die Bevölkerung der Hafenstadt freute sich auf neue Kreuzfahrtgäste, die die Wirtschaft beleben. Am 13.6. sollte die erste Fahrt beginnen, und sie war bereits ausgebucht, ebenso wie die folgende am 17.6. Zuvor waren 14 Abfahrten wegen der notwendigen Reparaturen abgesagt worden. Eigentlich hätte die "Carnival Triumph" bereits 10 Tage eher nach Galveston zurückkehren sollen, doch als sie sich im April von ihrem Reparaturplatz in Mobile losgerissen hatte, war weiterer Schaden entstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier lief auf Mississippi auf Grund
(12.06.13) Der unter Panama-Flagge registrierte Bulkcarrier "Arouzu" 43013 BRZ (IMO-Nr.: 9589138), lief mit einer Ladung Eisen am 12.6. gegen 9.30 Uhr auf dem unteren Mississippi auf Grund und beeinträchtigte den Schiffsverkehr.
Der Bulkcarrier war auf dem Weg von Venice, Louisiana, nach Nola, als er oberhalb von Head of Passes unterwegs nach LaPlace festkam. Zeitweilig war nur Einbahnstraßen-Verkehr an der Strandungsstelle möglich, erst am Nachmittag konnte die Schifffahrt wieder in beiden Richtungen passieren. Die Blue Water Shipping schickte drei Schlepper, um den Frachter wieder flottzumachen. Die 750 Fuß lange “Aruzu” läuft für die Green Spanker Shipping SA und hat als Manager die Kowa Marine Service Co. Ltd. in Imabari,.
Quelle:Tim Schwabedissen



90-jähriger Fischer überlebte Untergang und will bald wieder hinaus
(12.06.13) Ein 90-jährige Hummerfischer Tuttle überlebte am 9.6. den Untergang seines Kutters “Queen Tut” im Golf von Maine. Das Schiff war in unruhiger See auf Felsen gelaufen und leckgeschlagen. Der Skipper musste an die 30 Yards nach Hen Island schwimmen und konnte sich mit Schrammen an Land ziehen. Er wurde dort mit Unterkühlung am Strand entdeckt und in Brunswick ins Krankenhaus gebracht. Von seinem 26 Fuß langen Schiff ragten da nur noch die Antennen und das Abgasrohr aus dem Wasser. Der Kutter wurde unterdessen geborgen und soll von zweien seiner Söhne, die Mechaniker sind, repariert werden. Tuttle will so bald wie möglich wieder auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in letzter Minute abgeschleppt
(12.06.13) Am 11.6. erlitt der Kutter „Atlantic Empress” in der Nacht Maschinenausfall nahe Old Perlican. Das Joint Rescue Co-ordination Centre in Halifax fing ein Mayday auf, das die Crew gefunkt hatte, nachdem ihr Schiff auf Felsen zutrieb. Ein Cormorant-Helikopter des 103 Rescue Squadron stieg auf, und die Crew hatte bereits eine Rettungsinsel ausgebracht. Dann aber traf ein anderes Schiff ein und konnte den Kutter auf den Haken nehmen und ihn so vor der drohenden Strandung bewahren. Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher fanden ihr Boot beim Auftauchen am Abtauchen
(12.06.13) Das 28 Fuß lange Power-Cat-Forschungsboot “Sea Horse” der University of the Virgin Islands schlug am 6.6. am Nachmittag vor St. Thomas leck und musste von Sea Tow geborgen werden. An Bord waren fünf Forscher und ein Student, als das Schiff zu einer Tauchexkursion auslief. Als sie von ihrem Tauchgang wieder hochkamen, fanden sie es halb unter Wasser liegen vor. Sie alarmierten die Coast Guard, die wiederum um 10.45 Uhr Sea Tow.
Das achterlastige Boot wurde wegen unmittelbarer Sinkgefahr erst in das flache Wasser der Jersey Bay, dann in die Krum Bay geschleppt. Das Wasser stand im Cockpit und auf halber Höhe des Steuerbordmotors. Da es sich nicht mehr um einen Schleppauftrag, sondern um eine Bergung handelte, will Sea Tow entsprechend nun einen Bergelohn in Höhe des halben Bootswertes. Das Boot soll noch in dieser Woche repariert sein. Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: Andreas Kalthoff) Großbild klick!
Schubverband bei Schleusenkollision in Datteln leckgeschlagen
(11.06.13) In der Großschleuse Datteln kollidierte am Nachmittag des 10.6. ein 170 Meter langer Schubverband mit der Schleusenmauer. Als er mit dem Backbordbug die Wandung rammte, wurde dieser aufgerissen, und Wasser drang in die Bilge des mit 3500 Tonnen Kohle beladenen Verbandes ein. Er konnte noch achteraus die Schleuse verlassen und machte an der Kanalspundwand fest. Die Feuerwehr, bei der Großalarm ausgelöst wurden war, konnte mit einer Tauchpumpe, die eine Kapazität von 3 000 Litern pro Minute hatte, das Schiff schnell stabilisieren und vor dem Untergang bewahren. Das weitere Vorgehen koordinierten Experten des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Abstimmung mit der Wasserschutzpolizei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Verletzte bei Brand auf Hanseatic
(11.06.13) Am 9.6. brach an Bord des unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes "Hanseatic", 8378 BRZ (IMO-Nr.: 9000168), SSW das seit dem 4.6. bei der Bredo-Werft in Bremerhaven im Alten Fischereihafen im Dock liegt, ein Feuer aus. Es entstand während der Durchführung von Überholungsarbeiten durch Schweißfunken um 14.45 Uhr.
Nachdem die Feuerwehrleitstelle und der Wasserschutzpolizeiinspektion Bremerhaven alarmiert waren, übernahm die Feuerwehr im Fischereihafen unverzüglich die Löscharbeiten, während die Beamten der Wasserschutzpolizei die Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen der 120 Besatzungsmitglieder koordinierten bzw. unterstützten.
Um 15.25 Uhr hatten die Beamten der Feuerwehr den Brand gelöscht. Er war im Separatorenraum des Schiffes entstanden. Die Brandwache der Werft und zwei philippinische Besatzungsmitglieder mussten mit Rauchgasvergiftungen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizeiinspektion Bremerhaven und der Kriminalpolizei dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsaktion am Great Barrier Reef angelaufen
(11.06.13) Die Bergung des gestrandeten australischen Kutters "Joseph M" (MMSI: 503648300), ist angelaufen, und am 12.6. sollte ein Versuch unternommen werden, das auf dem Great Barrier Reef bei Lady Elliot Island am 6.6. beim Fang von Riesengarnelen aufgelaufene Schiff wieder zu befreien. Der Trawler der Australian Ocean King Prawn Company wurde beballastet, um ihn auf dem Riff bis dahin vor einem weiteren Hinauftreiben zu bewahren.
Das Schiff liegt dort auf seiner Steuerbordseite. Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Rumpf strukturell intakt geblieben, könnte aber beim Auflaufen Schäden genommen haben. Ein dünner Dieselölfilm hat sich inzwischen verflüchtigt. Maritime Safety Queensland hat vorsorglich Ausrüstung zur Ölbekämpfung bereit gestellt. Der Trawler liegt in der Great Barrier Reef Marine Park Green Zone, die von Fangschiffen passiert, aber nicht befischt werden darf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seelenverkäufer auf letzter Fahrt
(11.06.13) Nach der Durchführung von Reparaturen ist der indische Tanker “Pratibha Cauvery”, 16949 BRZ (IMO-Nr.: 7920754) am 9.6. aus Chennai ausgelaufen. Zuvor war dr in “Cauvery” umbenannt worden. Ziel ist Chittagong in Bangladesh, wo auf das Schiff wohl nur noch die Abwracker warten, da alle Zulassungen und Versicherungen ausgelaufen sind und der Tanker als “nicht seetüchtig” für den Frachtverkehr erklärt wurde. Am 16.5. hatt der Madras High Court den Verkauf an die Baltanas Shipping Ltd., Charlestown Nevis, bestätigt. Der Tanker war am 31.10. im Taifun Nilam vor Chennai gestrandet, sieben Besatzungsmitglieder waren beim überstürzten Verlassen des Schiffes ertrunken. Am 11.11. wurde der Havarist vom Basant Nagar Beach gezogen, wo er sich schon zur Touristenattraktion entwickelt hatte, und seither in Chennai verblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges somalisches Piratenopfer funkte Notsignale vor Brasilien
(11.06.13) Der thailändische Thunfischfänger “Cap Finistere” mit einer 31-köpfigen Crew an Bord funkte am 9.6. um 11.30 Uhr Notsignale auf Position 02 31 S 027 40 W, rund 500 Meilen östlich der brasilianischen Küste. Weitere Details waren bislang nicht bekannt. Die „Cap Finistere” war zuvor als “Thai Union 3” bekannt geworden, als sie im Herbst 2009 mit einer russischen Crew an Bord von somalischen Piraten gekapert und erst im März 2010 gegen hohes Lösegeld wieder freigelassen wurde. Die „Cap Finistere”, 2109 BRZ (IMO-Nr.: 8919415), wurde 1991 erbaut und hat als Manager die Pioneer Food Cannery, Ghana.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht in Seenot vor Sri Lanka
(11.06.13) Die beiden Patroullienboote "P 4442" und "P 480" der Marine von Sri Lanka kamen der unter der Flagge der Cayman Islands laufenden Luxusyacht "Dynasty 1", 996 BRZ (IMO-Nr.:9503641), am 9.6. rund 18 Meilen vor Trincomalee zu Hilfe. Das Schiff war auf der Fahrt von Singapur nach Galle Harbour in schwerer See in Seenot geraten. Die beiden Marineboote eskortierten die Yacht samit ihrer 14-köpfigen Crew in den Hafen von Trincomalee.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper in Kirkenes bei Kreuzfahrerassistenz gesunken
(11.06.13) Der 15 Meter lange norwegische Schlepper "North Tug" (MMSI-Nr.: 257504700) kenterte und sank vor Kirkenes auf einer Wassertiefe von 60 -70 Metern. Er hatte dem dem unter Bermudas-Flagge laufenden Kreuzfahrer "Ocean Princess" 30277 BRZ (IMO-Nr.: 9187899), assistiert, als sich am 10.6. um 18.15 Uhr das Unglück ereignete. Die zweiköpfige Crew landete im Wasser, aus dem sie durchnässt, aber ansonsten wohlbehalten rasch geborgen werden konnte. Das Spionageschiff „Marjata“ und das Lotsenboot „Pilot 115“ waren kurz nach dem Kentern vor Ort. Die Polizei Østfinnmark leitete eine Untersuchung ein und befragte die Beteiligten in Kirkenes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Restaurantschiff auf der Saale in Schieflage
(11.06.13) In Bernburg geriet am 9.6. gegen 20 Uhr das Restaurantschiff „Gröna“ in Bedrängnis, nachdem sich ein Steg nach dem Saale-Hochwasser aus seiner Schienenführung löste und sich am Schiff verkeilt hatte. Bei fallendem Wasserstandes drückte er gegen das als Café genutzte ehemalige Ausflugsschiff, das dadurch Schlagseite entwickelte. Die Feuerwehr sowie ein rasch angeforderter Tagebau-Frontlader konnten das Schiff aus seiner Lage befreien
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht vor Monastir gesunken
(11.06.13) Am 10.6. sank eine französische Luxusyacht am späten Nachmittag vor dem Strand von Karaîa in Monastir. Das Boot war am Morgen ausgelaufen. Nachdem sie in Seenot geraten war, hatte der Skipper örtliche Fischer um Hilfeleistung gebeten. Das Boot sank aber über Heck ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Amokfahrt in Santos
(11.06.13) Der brasilianische Bulkcarrier "Norsul Camocim", 26911 BRZ (IMO-Nr.: 9056387), der am 7.6. aus Porto de Tubarao nach Santos gekommen war und seither auf der Reede gelegen hatte, rammte beim Einlaufen in den Hafen am 10.6. gegen 13 Uhr den unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Hanjin Odessa", 63993 BRZ (IMO-Nr. :9539729), der mit einer Ladung Sojabohnen an Schuppen 39 lag. Die "Norsul Camocim" sollte mit einer Ladung Kohle den Usiminas-Terminal in Cubatao ansteuern, als sie einen Maschinenausfall erlitt und in die Backbordseite des Kailiegers rammte.
Diese wurde oberhalb der Wasserlinie auf einer Länge von 25 Metern aufgerissen, aus den betroffenen Ballastwassertanks ergossen sich große Wassermengen in das Hafenbecken. Damit nicht genug, rammte die außer Kontrolle geratene "Norsul Camocim" dann noch mit einer Verladeanlage und riss Teile von deren Verkleidung ab, die ins Hafenbecken bei Schuppen 38 stürzte, das daraufhin gesperrt werden musste.
Der Verlader war ebenfalls nicht mehr einsatzfähig. Die "Norsul Camocim" erlitt Schäden am Steuerbordvorschiff, das Schanzkleid wurde eingedrückt und ein Mast geknickt. Sie machte an Schuppen 32 fest und wurde, wie auch die “Hanjin Odessa”, mit einem Auslaufverbot belegt. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrackfund auf den Great Lakes wirtft Licht auf Katastrophe vor 100 Jahren
(11.06.13) Der mutmaßliche Fund des Große-Seen-Frachters „Henry B. Smith“ bei Marquette durch ein Wracksucher-Team aus Wisconsin und Minnesota hat für Aufregung gesorgt. Bilder zeigen das hervorragend erhaltene Steuerrad eines Wracks in 500 Fuß Tiefe auf dem Grund des Lake Superior. Der Frachter war mit einer Ladung Erz am 9.11.1913 auf der Fahrt nach Cleveland in einen schweren Sturm geraten, der mit 70 Meilen Windgeschwindigkeit 30 Fuß hohe Wellen aufbaute. Insgesamt kamen beim Untergang von über einem Dutzend Schiffe rund 250 Seeleute ums Leben, darunter auch die gesamte 25-köpfige Crew der „Henry B. Smith“, von der nur zwei Leichname später gefunden wurde. Nun könnte die Grabstätte der übrigen entdeckt worden sein. Das Schiff liegt mehr oder weniger aufrecht mit dem Bug gen Norden, als ob es in Keweenaw hätte Schutz suchen wollen, den es letztlich nicht mehr erreichte. Im Mittschiffsbereich wurden Schäden dokumentiert, die darauf hindeuteten, dass der Frachter an der Wasseroberfläche zerbrochen sein könnte.
Die “Henry B. Smith” lief 1906vom Stapel und wurde am 2.5. in Lorain, Ohio, getauft. Sie galt als eines der besten Schiffe jener Zeit auf den Seen. Als der Sturm sich in der Nacht zum 8.11. entwickelte, lag sie noch sicher im Hafen von Marquette und wurde beladen. Am Abend des 9.11. war die Beladung abgeschlossen, und Captain James Owen entschied, in See zu stechen, da die Windgeschwindigkeit zu der Zeit auf 32 Meilen abgenommen hatte.
Als der Frachter den Hafen verließ, war die Crew noch dabei, die Luken zu verschalken. Zeugen sahen dann, wie er nach Backbord abdrehte, als ob der Kapitän den Sturm doch gefährlicher einschätzte als im Schutz des Hafens und Kurs auf die Keeweenaw Peninsula abgesetzte. Danach wurde er nie mehr gesehen. Erst Tage später wurde das Schiff vermisst. Dann trieben unidentifizierbare Wrackteile an die Strände um Marquette.
Am 14.11. wurde ein Ruder mit der Aufschrift “Henry B. Smith” entdeckt, weitere Trümmer fanden sich an den Stränden östlich von M arquette. In den folgenden Tagen driftete weiteres Treibgut, das dem Schiff zugeordnet werden konnte, in Richtung Munising an. Am 21.11. dann entdeckte ein Dampfer die Leiche des 2. Kochs mit einem Rettungsring 50 Meilen westlich von Whitefish Point in der See treibend. Der 2. Tote trieb erst im Mai 2014 auf Michipicoten Island an. Es handelte sich um den 3. Ingenieur. Einen Monat darauf wurde eine Flaschenpost entdeckt, in der das Zerbrechen des Schiffes 12 Meilen östlich von Marquette berichtet wurde. Da sie aber auf den 12.11. datiert war und die „Henry B. Smith“ am 9.11. ausgelaufen war, gab es Zweifel an der Authentizität. Wie das Wrack nun aufgespürt wurde, ist nicht eindeutig erklärt, denn Wrackjäger Jerry Eliason will noch weiteren Wracks mit derselben Methode auf die Spur kommen.
Es war aber keine allgemeine Sonarsuche, mit der der Erfolg erzielt wurde. Bereits zuvor war das Ziel so präzise eingegrenzt worden, dass am 24.5. binnen 20 Minuten das Sonar Kontakt hatte. Zuvor hatte er umfangreiche Recherchen angestellt und eine Menge Rohdaten gesammelt, die von seiner Frau Karen, einer Software-Ingenieurin, aufbereitet wurden. Dies führte zu einer Position 30 Meilen nördlich von Marquette.
Dort wurde das von Eliasons Sohn Jaron entwickelte Sonar abgelassen und dann der Fund an diesem und dem folgenden Tag mit einer Unterwasserkamera dokumentiert. Die Aufnahmen überzeugten das Team bei der späteren Analyse davon, die seit fast 100 Jahren vermisste „Henry B. Smith“ vor sich zu haben. Im Sommer wollen die Wracksucher wieder zu der Wrackposition zurückkehren und eine positive Identifikation versuchen.
Aber schon jetzt lässt zum Beispiel die prägnante offene Brücke über dem Ruderhaus wenig Zweifel an der Identität des Frachters aufkommen, es fehlt nur der letzte Beweis. Es sah so aus, als sei das Schiff in der Mitte gebrochen, das Vorschiff weist geringe Neigung auf. Das Achterschiff ist stärker beschädigt, vielleicht infolge einer Kesselexplosion oder durch Implosion eingeschlossener Luft beim Untergang.
Es gibt nur geringen Bewuchs in der großen Tiefe. Das Wrack liegt auf Teilen der Erzladung aus, die beim Untergang herausfiel und als erstes auf Grund landete. Auch die Flaschenpost könnte nun endgültig als Fälschung entlarvt werden, denn in ihr war eine deutlich andere Position angegeben worden. Nun ist die mutmaßliche letzte Ruhestätte der noch vermissten 23 Seeleute des Frachters und damit auch ein Abschluss für die Angehörigen gefunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alkoholisierter Kapitän rammte Rheinbrücke
(11.06.13) Ein Flusskreuzfahrtschiff kollidierte am frühen Morgen des 9.6. mit einem Pfeiler der Hohenzollernbrücke auf dem Rhein. Dabei wurde das Schiff leicht beschädigt. Am Brückenpfeiler wurde ein Schifffahrtszeichen abgerissen. Erst im zweiten Anlauf gelang es gegen fünf Uhr, die&xnbsp; Hohenzollernbrücke zu passieren. Dann machte es an der Deutzer Werft fest. Die von Zeugen alarmierte Wasserschutzpolizei entnahm dem Kapitän dort eine Blutprobe. Eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit per Alkotest war positiv, die Fahrt damit vorerst beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach Feuer vor Heiligenhafen gesunken
(11.06.13) Am 10.6. geriet eine Segelyacht aus bisher ungeklärten Ursachen auf der Ostsee bei Heiligenhafen in Brand. Der 66-Jährige Skipper befand sich in der Hohwachter Bucht zehn Seemeilen westlich des Flügger Leuchtturms befunden, als das Boot Feuer fing. Er konnte sich auf einer Rettungsinsel in Sicherheit bringen und funkte von dort einen Notruf. Mit einem Handfunkgerät machte er sich von dort bemerkbar.
Eine zweite Yacht in der Nähe hörte den Notruf gegen 13 Uhr mit. Sie nahm den Schiffbrüchigen auf. Das Seenotrettungsboot „Heiligenhafen“ sowie die „Berlin“ der DGzRS-Station Laboe liefen zu der Unglücksstelle. Ein Sicherungsboot der Marine war in der Nähe und als erstes vor Ort. Es begann mit der Brandbekämpfung. Die wenig später eingetroffene „Heiligenhafen“ übernahm den Skipper und versorgte ihn.
Er wurde in Heiligenhafen einem Krankenwagen übergeben, der ihn ins Krankenhaus brachte. Die „Berlin“ unterstützte die Löscharbeiten, außerdem waren ein Zoll- und ein Wasserschutzpolizeiboot sowie ein Tonnenleger der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung vor Ort. Die Helfer löschten den Brand und wollten die elf Meter lange Yacht mithilfe des Tochterbootes „Steppke“ der „Berlin“ in Richtung Land schleppen, doch diese war schon zu sehr beschädigt und sank. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zur Unfallzeit herrschten in der Hohwachter Bucht schwache nordwestliche Winde um drei Beaufort und gute Sicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weitere Fragen zur „Georg Büchner“
(11.06.13) Die Ursache des Untergangs des ehemaligen DDR-Traditionssschiffes "Georg Büchner" vor Polen blieb auch nach ersten Untersuchungen durch die polnischen Behörden rätselhaft. Experten haben unterdessen die genaue Lage des Wracks und den Zustand des Rumpfes untersucht. Zwischen den Aufbauten des in 35 Metern Tiefe auf Steuerbordseite liegenden Wracks und der Wasseroberfläche wurde mit Sonar eine geringste Wassertiefe von 14,5 Meter gemessen. Deshalb stellte die "Georg Büchner" nach Ansicht des Seeamts Gdingen eine Gefährdung für die Sicherheit der Seefahrt dar und sollte entsprechend voraussichtlich zur Gefahrenzone erklärt werden. Der Rumpf selbst schien intakt zu sein.
Unklarer blieb hingegen, wer nun der Eigner der "Georg Büchner" war. Bislang war davon ausgegangen worden, dass die Argent Venture Ltd. auf den Seychellen die "Georg Büchner" gekauft hatte. Das Seeamt in Gdingen hat aber mittlerweile aber Hinweise, dass sich der Besitzer in Rumänien befinden soll. Auch die Aussagen zur Versicherung sollen entweder völlig unglaubwürdig sein oder die angegebenen Versicherungen gar nicht existieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Windy 23 brennt (Bild: NSSR) Großbild klick!
Motorboot im Byfjord in Vollbrand
(10.06.13) Eine 25 Fuß lange Windy 23 geriet am Nachmittag des 9.6. im Innenhafen von Grønningen im Byfjord in Brand. Das Feuer wurde vermutlich durch einen Defekt in der Heizung ausgelöst. Das Boot lag an der Pier einer kleinen Insel in der Nähe von Grønningen Feuer. Der dichte Rauch war aus großer Entfernung noch zu sehen. Das Feuer auf dem in Vollbrand stehenden Boot wurde durch Rettungsboot „Kapitän Egil J. Nygård“ binnen 10 Minuten gelöscht. Das Paar, das an Bord gewesen war, hatte sich nach Ausbruch des Feuers unversehrt auf die Insel retten können. Da ihr Boot schwimmfähig geblieben war, wurde es von der Crew des Küstenwachboots „Nornen“ einer technischen Untersuchung unterzogen. Die Seenotretter brachten das gerettete Ehepaar nach Kristiansand.
Quelle:Tim Schwabedissen



BBC Arizona (Bild: USCG) Großbild klick!
Kontaminationsareal in Valdez für Container der BBC Arizona fertiggestellt
(10.06.13) Die Emerald Alaska Inc. konstruierte am 9.6. eine Dekontaminationsstelle auf der Mole, an der die "BBC Arizona" in Valdez lag. Hier sollten die Container mit Ölladung vom 10.6. an gelagert und gereinigt werden.
Dazu wurde am Valdez Container Terminal eine Einfriedung von 100x30 Fuß gebaut. Nach ihrer Fertigstellung konnte die nächste Phase der Operation beginnen, in der alle Container in Plastikfolie eingeschlagen und von Bord gehoben werden sollten, um dann in dem Dekontaminationsareal abgesetzt zu werden.
Für den Fall möglicher Ölverschmutzungen waren wasserseitig Einsatzboote bereit. Die Container wurden einzeln geöffnet, inspiziert und dann durch die Arbeiter der Emerald Alaska Inc. gereinigt. Dabei wurden kontinuierlich Ölproben gezogen, um sicherzustellen, dass sich kein PCB gebildet hat. Die Ölfracht wurde dann in provisorische Lagertanks gesaugt. Das Unified Command der Coast Guard, des Alaska Department of Environmental Conservation, der City of Valdez und der Gallagher Marine Systems, LLC hatte die entsprechenden Planungen am 9.6. abgeschlossen.
Alle 28 Container sollten an Land gereinigt werden. Stauer des Port of Valdez entluden die verbliebene, nach Alaska bestimmte Fracht. Die übrige Ladung sollte auf eine Barge umgeladen werden, die ein Schlepper am 9.6. zum Liegeplatz der "BBC Arizona" brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wird der Rajan River zum Grab der Kawan Mas?
(10.06.13) Das Wrack des Expressbootes “Kawan Mas”, das am 28.5. auf dem Rajan River bei Giam Bungan gekentert war, ist tiefer denn je im schlammigen Flussbett versunken, trotz aller Bemühungen, es dem Wasser zu entreißen. Seitdem am 10.6. ein Loch in den Schiffsboden gemacht wurde und danach der Versuch, das Wrack mit einem Schlepper zu bergen gescheitert war, ist es gänzlich von der Wasseroberfläche verschwunden. Bis zum Eintreffen von schwerem Bergungsgerät wurden weitere Versuche inzwischen eingestellt. Doch nachdem der Wasserpegel gefallen ist, war es wiederum nicht mehr möglich, einen Kran und eine Barge durch die Stromschnellen der Pelagus Rapids zu bekommen. Zwei Bulldozer, die sich ihren Weg aus einem 48 Kilometer entfernten Holzfällercamp bahnten, kamen auch nicht zum Einsatz, da die exakte Position des Wracks nicht mehr bestimmt werden konnte. Taucher wagten sich in der starken Strömung nicht ins Wasser. Mit einem Anker wurden ab und an vergebliche Versuche unternommen, zufällig das Boot zu finden. So konnte auch nicht mehr ausgeschlossen werden, dass der Fluss zum Grab des Bootes und möglicherweise noch darin befindlicher Opfer wird. Inzwischen stieg die Zahl der anerkannten Überlebenden auf 207.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Dordrecht
(10.06.13) Am 7.6. kam es zu einer Kollision an der Kreuzung Dordtse Kil - Hollands Diep, als das Motroboot „Bonito 3“ mit einem Binnenschiff zusammenstieß. Die „RWS 71“ sowie das Rettungsboot „DRB 49“ wurden alarmiert und waren binnen einer Viertelstunde vor Ort. Das Binnenschiff hatte das Sportboot längsseits genommen, und ein Rettungsmann wurde übergesetzt. Nachdem klar war, dass die Lage unter Kontrolle war und es keine Verletzten gab, wurde Rijkswaterstraat die weitere Handhabung überlassen, und das KNRM-Boot kehrte zu seiner Station Dordrecht Nord zurück, wo es um 16 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



DGzRS für Yachten und Kutter im Einsatz
(10.06.13) Die Seenotretter der Station Zingst wurden am 6.6. alarmiert, nachdem eine Motoryacht im Barther Bodden aus ungeklärter Ursache auf Grund gelaufen war. Das Seenotrettungsboot war nach fünf Minuten Seeweg am Havaristen. Doch auch gemeinsam mit einem weiteren Fahrzeug konnte die Yacht mit zwei Männern an Bord nicht freigeschleppt werden. Die Seenotretter übernahmen die beiden Besatzungsmitglieder und brachten sie sicher an Land. Die Motoryacht sollte am7.6. freigeschleppt werden.
Die Seenotretter der Station Stralsund wurden um kurz nach 23 Uhr alarmiert. Nördlich der Marinetechnikschule Parow bei Stralsund war in der Nacht eine Segelyacht auf Grund gelaufen. Helfer an Land signalisierten mit Hilfe von Lampen, auf welcher Höhe sich die Segelyacht in Ufernähe befand. Das Seenotrettungsboot „Hertha Jeep“ lief aus und fand die gestrandete Yacht mit gesetzten Segeln vor.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich niemand mehr auf dem etwa neun Meter langen Boot. Dem Skipper war es selbst gelungen, das Land zu erreichen. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Aufgrund nur leichten Windes und des guten Wetters war es für die Seenotretter problemlos möglich, auf das Boot überzusteigen, die Segel zu bergen und die Yacht im Schlepp nach Stralsund zu bringen, wo sie am 7.6. gegen 1.30 Uhr eintrafen.
Auch in der Nordsee war die DGzRS am Abend des 8.6. im Einsatz. : Der Kapitän eines Fischkutters alarmierte die Seenotretter der Station Büsum, nachdem sein Fischkutter auf See durch eine Elektronikstörung manövrierunfähig geworden war. Der Seenotkreuzer „Theodor Storm“ nahm den Kutter in Schlepp und traf am 9.6. um 1.15 Uhr morgens samt Schleppanhang und den beiden Fischern an Bord sicher in Büsum ein.&xnbsp;
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf erster Fahrt nach Maschinenausfall evakuiert
(10.06.13) Die 10-köpfige Crew des brandneuen indischen Frachters “Shri Jayate” musste am 9.6. abgeborgen werden, nachdem das Schiff vor der Küste von Konkan bei Ratnagiri in Maharashtra Maschinenausfall erlitten hatte und in schwerer See auf Drift gegangen war. Die Havarie ereignete sich fünf Kilometer vor der Küste, und der Frachter trieb bis auf zwei Kilometer heran. Mit Hilfe von Fischern gelang es, alle Mann vom Schiff herunterzubekommen. Der Frachter befand sich auf dem Weg nach Kolkata, wo er an die Eigner übergeben werden sollte, und kam von Vasai in Thane. Er hatte 250 Kilometer geschafft, als die Maschine ausfiel. Nach Wetterberuhigung sollte eine Reparatur durchgeführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Vermisste nach Schiffsunglücken vor Shanghai
(10.06.13) Drei Menschen wurden vermisst, nachdem am 7.6. drei Frachter in Wusongkou in der Mündung des Huangpu River sanken. Insgesamt waren 20 Personen an Bord der Fahrzeuge, die in starkem Sturm bei hohem Seegang untergingen. Das Shanghai Maritime Search and Rescue Center leitete eine Suchaktion ein. In einem anderen Seenotfall sank ein Schiff am selben Tag nahe des Shidongkou Dock in Shanghai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seglerin wird geborgen (Bild: USCG) Großbild klick!
Seglerin bei Strandung durch Sturz verletzt
(09.06.13) Die Coast Guard Station Cape May barg eine Frau von der 42 Fuß langen Yacht „Affinity“ ab, die am 9.9. nahe Cape May auf Grund gelaufen war. Die Frau wurde mit Brustbeklemmungen und Atemnot dem Cape May Fire Department beim Fährterminal übergeben. Der Skipper der Yacht hatte die Coast Guard Delaware Bay über Funk verständigt, dass er festsaß und seine Passagierin einen Rippenbruch durch Sturz auf eine Reling erlitten habe. Ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Cape May barg die Patientin ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Rig in Valletta mit Schlagseite evakuiert
(09.06.13) Das Ölrig „Noble Paul Romano“ der Noble Drilling, das an Dock 6 in Valetta, Malta, lag, entwickelte am 7.6. um 13.15 Uhr während Ballastoperationen Schlagseite. Die Crew wurde gemustert und evakuiert, nachdem sich der Unfall bei den Palumbo Shipyards ereignete, wo das Rig zur Reparatur lag. Der Unfall stand in keinem Zusammenhang mit den Reparaturarbeiten. Die Genel Energy will das Rig im Ölfeld Malta Area 4 im Herbst 2013 einsetzen, dafür werden in Valetta die Klassearbeiten durchgeführt. Am Nachmittag war die Lage unter Kontrolle. Die „Noble Paul Romano“, 14904 BRZ (IMO-Nr.: 8756265), wurde 1981 erbaut und führt die Flagge Liberias. Quelle: Tim Schwabedissen



Piratenschiff auf Donau gesunken
(09.06.13) Das Restaurantschiff "Piratenschiff", das am rechten Donauufer auf Höhe Stromkilometer 2075 in der Gemeinde von Neustadtl an der Donau vermoort war, ist beim Hochwasser am 7.6. gesunken. Es handelte sich um ein einstiges Binnenschiff mit einer Länge von 34,65 und einet Breite von fünf Metern. Wegen des extrem hohen Wasserpegels brach ein Stahlrohr am Bug, das das Schiff hielt, das daraufhin über den Bug wegsackte. Das Heck hing noch an stählernen Ketten. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Frachter lief auf Grund
(09.06.13) Der russische Frachter „Little Ann“ lief auf dem Wolga-Baltischen Kanal am Abend des 3.6. bei Kilometr 682 auf der Fahrt von Podporzhye nach Istanbul mit einer Ladung von 2130 Tonnen Holz auf Grund. Am 7.6. konnte er nach einer Untersuchung die Reise fortsetzen. Die „Little Ann“, 3595 tdw (IMO-Nr.: 8230003), wurde 1972 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Jolly Nero erlitt schon wieder Maschinenausfall
(09.06.13) Am 6.6. gegen 21 Uhr fiel auf dem italienischen Frachter "Jolly Nero". 40594 BRZ (IMO-Nr.: 7361233), als er zurück zum Terminal Messina in Genua geschleppt wurde, bei einem Rückwärtsmanöver von dem Reparaturkai erneut die Maschine aus. Diesmal konnte der Frachter, der den Hafenkontrollturm einen Monat zuvor umgerissen hatte, aber von einem Schlepper vor einer Kollision bewahrt werden. Die Inspektionsbehörde Rina muss untersuchen, ob Ignazio Messina alle Beanstandungen bearbeitet hat, wozu der Maschinentelegraph, Geschwindigkeitsmesser, Stopp-Ventile der Luftkompressoren und die Einrichtungen des Kontrollraums für die Bordelektrik gehören. Quelle: Tim Schwabedissen



Forschungsschiff saß auf Untiefe fest
(09.06.13) Am 5.6. um 6.40 Uhr lief das unter Bahamas-Flagge laufende seismische Forschungsschiff d, "Arctic Explorer", 4639 BRZ (IMO-Nr.: 8610667), 30 Meter von der Pier von Devoldholmen in Kristiansund auf Grund. Das 8.5 Meter tief gehende Schiff befand sich auf 7,5 Metern Wassertiefe. Es hatte gerade nach dem Bunkern von Diesel abgelegt. Ein ROV von Abyss untersuchte den Schiffsboden nach der Havarie. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Finnfellow rasch gelöscht
(09.06.13) Am 9.6. gegen acht Uhr brach in den unteren Decks der finnischen Fähre "Finnfellow", 33724 BRZ (IMO: 9145164), in Naantali ein Feuer aus, das zu starker Rauchentwicklung führte. Unter Atemschutz begann die Crew den Brand zu bekämpfen, noch ehe die Feuerwehren aus Naantali, Raisio und Turku eintrafen. Ursache war eine Überhitzung in der Klimaanalge. Nachdem das Feuer aus war, wurden die Decks belüftet, und schon gegen 11 Uhr konnte das Schiff nach Kapellskärs auslaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ladung auf BBC Arizona für Dekontaminationsarbeiten umgestaut
(09.06.13) Auf dem unter Antigua-Flagge laufenden Frachter "BBC Arizona" wurden am 7.6. in Valdez Frachtgüter verlagert, um eine Dekontamination des Decks zu ermöglichen. Das Unified Command aus Vertretern der Coast Guard, des Alaska Department of Environmental Conservation, der City of Valdez und Gallagher Marine Systems, LLC, leitete das Umstauen von Containern, damit Teile einer Brücke darunter verlagert werden konnten. Sie waren für den Bau der Tanana River Bridge bestimmt. Nach Abschluss der Stauarbeiten setzte die Emerald Alaska Inc . die Reinigungsarbeiten fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Illegale Schrotter gestellt
(09.06.13) Das Wrack der „Changda 12“ aus Myanmar, eines Frachters, der am 19.12.2011 in Agno, Pangasinan, auf Grund lief, zieht Schrottsammler an. Doch sechs Männer, die illegal Metall abmontiert hatten, wurden am 4.6. in Alaminos City verhaftet, als sie ihn mit einem Laster abtransportieren wollten. Sie wurden um 20 Uhr von der Polizei gestoppt, als sie 2000 Kilogramm Metall wegfahren wollten. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter in Port Angeles
(09.06.13) A Im Port Angeles Boat Haven wurde die Feuerwehr am 7.6. um 14.40 Uhr zu einem Brand auf der 50 Fuß langen „Orca“ gerufen. Offenbar ein Kurzschluss hatte das Feuer auf dem unbesetzten Holzschiff, das in Port Angeles beheimatet ist, ausgeläst. Der Schaden betrug 15,000 Dollar. Der Rumpf wurde oberhalb der Wasserlinie in Mitleidenschaft gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack nach 100 Jahren wiederentdeckt
(09.06.13) Fast 100 Jahre nach dem Untergang des Great-Lakers „Henry B. Smith“ auf dem Lake Superior in einem Novembersturm hat eine Gruppe von Wrackjägern aus Minnesota und Wisconsin das gut erhaltene Wrack in 535 Fuß Wassertiefe vor Marquette, Michigan, entdeckt. Die „Henry B. Smith“ verschwand mit 25 Mann Besatzung im Jahr 1913. . Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung für Trawler auf Great Barrier Reef angelaufen
(09.06.13) Die Great Barrier Reef Marine Authority (GBRMA) hat einen Bergungsversuch an dem gestrandeten Trawler „Joseph M“ vor Lady Elliot Island gestartet. Dabei arbeitete sie mit Maritime Safety Queensland, der Australian Maritime Safety Authority und dem Eigner zusammen. Am Nachmittag des 7.6. wurden Berger und ein Schlepper in Marsch gesetzt. Das Schiff hatte 36 Tonnen Diesel in den Tanks, als es auf Grund lief. Quelle: Tim Schwabedissen



(Bild: Forsvaret) Großbild klick!
Neuentwickelte Rakete zerreißt norwegische Fregatte
(07.06.13) Die norwegischen Waffenproduzenten Kongsberg haben eine neue 400-Pfund-Rakete entwickelt, die vier Meter lang ist und, wie ein Test am 5.6. bewies, schwerste Schäden anrichten kann. Die Waffe wird von einer Microturbo TRI-40 Turbodüse bis zu 100 Meilen weit gebracht. Sie wurde jetzt auf die ausgediente Fregatte KNM „Trondheim“ abgefeuert. Der 275 Pfund-Sprengkopf ließ sie in einem gewaltigen Feuerball aufgehen, Trümmer stürzten ins Meer vor Andøya in Nordnorwegen. Die „Trondheim“ war 2006 außer Dienst gestellt worden. Nach dem Test waren ihre Mittschiffaufbauten völlig zerfetzt. Das Wrack wurde anschließend in einen Hafen geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



(Bild: Tim Schwabedissen) Großbild klick!
Bulkcarrier rammte Schleusentor im Nord-Ostsee-Kanal
(07.06.13) Der liberianische Bulkcarrier „Long Lucky“, 24150 BRZ (IMO-Nr.: 9471654), geriet am 6.6. gegen 17.30 Uhr beim Einlaufen in die große Südschleuse in Kiel-Holtenau zu nah ans südliche Ufer des Nord-Ostsee-Kanals. Dabei verfehlte er die Kanalfähre „Adler 1“ nur knapp und rammte das daneben liegende Schleusentor. Der Massengutfrachter hatte um 15 Uhr von Tarrragona kommend vor der Weiterreise nach Ust-Luga bei der Bunkerstation von Bominflot festgemacht und kurz nach 17 Uhr wieder abgelegt. Für das Ablegemanöver und das Einlaufen in die Schleuse hatte die Schiffsführung sicherheitshalber den Schlepper „Holtenau“ der SFK geordert. Nachdem die „Long Lucky“ legte abgelegt hatte, kam sie bei der Vorbeifahrt an der gerade angelegten Fähre „Adler 1“ aus noch ungeklärter Ursache vom Kurs ab, drehte nach Steuerbord und rammte dann das am Kai liegende Reserve-Schleusentor. Am Tor entstanden Schäden, und auch der Frachter trug einige Schrammen davon. Der Schlepper zog den Frachter anschließend wieder zurück ins Fahrwasser. Der zweite Anlauf klappte ohne Probleme. Um 18 Uhr lag das Schiff in der Schleuse. Nach der Untersuchung durfte der Frachter um 19.15 Uhr seine Fahrt nach Ust-Luga fortsetzen.Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Skipper rammte mit Schubverband Überseebrücke
(07.06.13) Am 6.6. um 01:15 Uhr fuhr der Schubschlepper “Vincent” (EU-Nr.: 06002741), mit dem Schubleichter “WL 2? die Norderelbe elbaufwärts. An der Überseebrücke wollte er eine Person aufnehmen und legte dazu mit dem Steven des vorausgekoppelten Schubleichters “WL 2? an der Außenkante der Pontonanlage an. Eine Zeugin wurde durch einen lauten Knall auf dieses Anlegemanöver aufmerksam. Offensichtlich war das Anlegemanöver zu hart.
Nach dem Anlegemanöver legte der Schubverband wieder ab und fuhr zunächst in Richtung Hansahafen. Wasserschutzpolizeibeamte überprüften die Besatzung der 25 Meter langen “Vincent” am Togokai im Südwesthafen. Ein Alcotest bei dem Schiffsführer ergab 0,93 Promille. Ein Alcotest bei dem Decksmann der “Vincent” ergab 0,69 Promille. Gegen den Schiffsführer wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet. Diese wird im Institut für Rechtsmedizin untersucht. Die Wasserschutzpolizei stellte das Schifferpatent des Schiffsführers vorläufig sicher. Gegen den Decksmann wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



Sinkende Yacht in letzter Minute vor Travemünde gerettet
(07.06.13) In letzter Minute haben die Seenotretter der DGzRS-Station Travemünde am 5.5. eine Segelyacht vor vor dem Sinken bewahrt. Nach starkem Wassereinbruch hatte das Ehepaar an Bord der etwa zehn Meter langen „Elli Pet“ kurz nach 19 Uhr über Handy die Seenotretter alarmiert. Nachdem die bordeigene Lenzpumpe versagte, fiel durch das steigende Wasser im Boot auch die Maschine aus. Unter Segeln versuchten die beiden nun, den rettenden Hafen zu erreichen. Das MRCC der DGzRS alarmierte umgehend die Seenotretter in Travemünde. Da die Freiwilligen sich um 19 Uhr an diesem Abend zur medizinischen Schulung an der Station getroffen hatten, besetzten sie sofort das Seenotrettungsboot „Hans Ingewersen“ und liefen aus. 20 Minuten später hatten sie die havarierte Yacht erreicht und nahmen die „Elli Pet“ längsseits, verzichteten jedoch auf eine Übernahme von Ehepaar und Bordhund, da der nicht mehr weit entfernte Yachthafen Niendorf in kürzester Zeit sicher erreicht wurde. Die Seenotretter unterstützten die Segler noch so lange mit ihren mobilen Lenzpumpen, bis die Yacht bei einer Niendorfer Werft aus dem Wasser gehoben werden konnte. Wie sich herausstellte, hatte die Segelyacht den Propeller verloren, und über die Wellenanlage war das Wasser ins Boot eingedrungen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wieder Maersk-Containerfrachter im Suezkanal havariert
(07.06.13) Am 6.6. brach um 8.25 Uhr im Maschinenraum des dänischen Containerfrachters "Mathilde Maersk", 98268 BRZ (IMO-Nr.: 9359052), ein Feuer aus. Es konnte zwar rasch gelöscht werden, doch fiel die Hauptmaschine aus, und der Frachter musste manövrierunfähig von einem Schlepper in den Großen Bittersee gezogen werden, wo eine Reparatur eingeleitet wurde. Das Schiff war auf Nordkurs gen Algeciras unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler nach Feuer aufgegeben
(07.06.13) Am 6.6. um 7.44 Uhr fing das MRCC Delgada ein Notsignal des Trawlers „Hemisferio Sul“ auf, auf dem es 700 Meilen westlich von Sao Miguel zu einem Brand gekommen war. Das MRCC dirigierte das spanische Fischereifahrzeug „Mardani“ (IMO-Nr.: 9194244) zu dem Havaristen, von dem es die 12-köpfige Crew gegen neun Uhr abbarg und mit den Geretteten Horta auf Faial ansteuerte. Die „Hemisferio Sul“ dürfte ausgebrannt und gesunken sein. Die „Hemisferio Sul“, 252 BRZ (IMO-Nr.: 8812071), wurde 1990 erbaut und führte die Flagge Portugals. Quelle: Tim Schwabedissen



Bitumentanker nach Maschinenschaden abgeschleppt
(07.06.13) Der Bitumentanker „Asphalt Carrier“ wurde am 5.5. nach Newcastle, Australien, eingeschleppt. Er befand sich am Haken des australischen Svitzer-Schleppers „ Austral Salvor“ (IMO-Nr.: 8501385). Der Tanker hatte vor Neuguinea mechanische Probleme erlitten, sodass beschlossen wurde, ihn zu seinem Zielhafen zu ziehen. Die „Asphalt Carrier“, 9230 tdw (IMO-Nr.: 9293545) wurde 2010 erbaut, führt die Flagge der Marshall Islands und hat als Manager die Sargeant Marine Inv., USA. Quelle: Tim Schwabedissen



Kühlschiff stark erhitzt
(07.06.13) Auf dem Kühlschiff „Heng Sheng Chang 1“, das bei der Ship Yard Fujian Mawei Shipbuilding, Fuzhou, China, gedockt war, brach am 4.6. um 09.45 Uhr ein Feuer aus. Ein Dutzend Besatzungsmitglieder und Arbeiter wurden evakuiert, über 60 Feuerwehreinsatzkräfte gingen gegen den Brand vor. Die Arbeit wurde erschwert durch das Vorhandensein von drei Tonnen Ammoniak und 12 Tonnen Hydrauliköl. Um 19.30 Uhr war das Feuer gelöscht. Die „Heng Sheng Chang 1“, 2300 tdw (IMO-Nr.: 8024935) wurde 1981 erbaut, führt die mongolische Flagge und hat als Manager die HSC HK Shipoing Ltd., Fuzhou. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Nouakchott kollidiert
(07.06.13) Die beiden Bulkcarrier „Free Neptune“ und „Da Zi Yun“ kollidierten in der Nacht zum 5.6. vor dem Hafen von Noukachott, Mauritanien. Die „Free Neptune“ erlitt schwere Schäden und Wassereinbruch. Am Nachmittag des 6.6. war die Lage aber unter Kontrolle. Der Frachter ankerte auf der Reede des westafrikanischen Hafens. Die „Da Zi Yun“ setzte ihre Fahrt fort. Die „Free Neptune“, 30938 tdw (IMO-Nr.: 9146819), wurde 1996 erbaut, führt die Flagge Liberias und hat als Manager die griechische Free Bulkers S.A. Die „Da Zi Yun“, 28451 tdw (IMO-Nr.: 9451305), wurde 2010 erbaut, führt die Flagge von Hong Kong und hat als Manager die Coscol. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker von Bergungsschlepper in der Biskaya auf den Haken genommen
(07.06.13) Der türkische Chemikalientanker „Firdes“ erlitt um den 5.6. Maschinenschaden auf der Fahrt von Ceuta nach Bilbao auf dem Atlantik. Am Abend des 6.6. hatte der spanische Bergungsschlepper „Ria de Vigo“ (IMO-Nr.: 8311417), den Havaristen in der Biskaya gen Bilbao auf den Haken genommen, wo er am 8.6. eintreffen sollte. Die „Firdes“, 4794 tdw (IMO-Nr.: 9317676), wurde 2005 erbaut und hat als Manager Net Denizcilik Teknik Hizmet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter auf Great Barrier Reef gestrandet
(07.06.13) Der australische Kutter "Joseph M" (MMSI-Nr.: 503648300) lief am 6.3. um 3.30 Uhr auf dem Great Barrier Reef nahe Lady Elliot Island auf Grund. Als sich das Schiff auf die Seite legte, kam es zu einer Dieselleckage. Die Gladstone Water Police konstatierte nur einen minimalen Schaden am Riff. Die Crew beseitigte den Diesel. Die Havarie ereignete sich in der Great Barrier Reef Marine Park Green Zone. Ein Schlepper aus Bundaberg sollte den Havaristen wieder vom Riff ziehen.Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff in Wehrendorf leckgeschlagen
(07.06.13) Ein Binnenschiff drohte am 7.6. im Wehrendorfer Schiffshafen in Bad Essen, Kreis Osnabrück)m zu sinken, nachdem es leckgeschlagen war und es zu Wassereinbruch gekommen war. Er konnte aber rasch gestoppt werden. Die Wasserschutzpolizei Minden machte sich auf dem Weg zur Unfallstelle. Quelle: Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der Forth vor Yucatan lokalisiert
(07.06.13) Mexikanische Unterwasserarchäologen haben das Wrack der britischen HMS „Forth“ lokalisiert, die vor 164 Jahren vor der Halbinsel sank. Sie lief für die Royal Mail Steam Packet Company und war am 14.1.1849 auf das Alacranes Riff gelaufen, als es nach Bermuda unterwegs war. Die Crew rettete sich auf eine nahe Insel, von der sie ein Dampfschiff aufnahm und nach Havanna brachte. Nun hat ein Team des National Anthropology and History Institute unter Leitung von Helena Barba Meinecke den nördlichen Bereich des Riffs untersucht und Metallteile auf dem Meeresgrund entdeckt, die einem Postschiff zugeordnet werden konnten. Weitere Wracks in dem Gebiet könnten die von HMS „Tweed“, einem anderen Schiff der Royal Mail Steam Packet Company, das 1847 sank, oder der belgischen „Charlote“, die 1853 verloren ging, sein. Zwischen 2010 und 2012 wurden 25 Wracks untersucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Fyns Hoved gesunken
(07.06.13) Drei Personen mussten in der Nacht zum 6.6. in ein Rettungsboot gehen, nachdem ihr Kutter nördlich von Fyns Hoved im Kattegat Wassereinbruch erlitten hatte. Das Søværnets Operative Kommando schickte einen Helikopter, bei dessen Eintreffen der Kutter bereits gesunken war. Die Schiffbrüchigen wurden unterdessen von einem Schiff in der Nähe aufgenommen. Am Morgen wurde die Untergangsstelle, an der das Meer acht Meter tief ist, markiert. Der Kutter war zu Privatzwecken umgebaut worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter trieb vor Milford Haven
(07.06.13) Die Milford Haven Coastguard alarmierte das RNLI-Boot aus Tenby am 6.6. um 14.40 Uhr, nachdem der Kutter „Crusader“ um Hilfe gebegten hatte. Er befand sich auf einer Position 16 Meilen südlich von Caldey Island und hatte Maschinenausfall erlitten. Er sollte nach Milford Haven eingeschleppt werden. Zwei Meilen südlich von Linney Head übernahm das Rettungsboot von Angle den Havaristen, und das Boot aus Tenby kehrte um 18.40 Ujhr auf seine Station zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Drogenfrachter brennt (Bild: Koninklijke Marine) Großbild klick!
Mutmaßlicher Drogenfrachter von eigener Besatzung versenkt
(06.06.13) Die holländische Fregatte "Zr. Ms. Holland" unter Kommandant Chris van den Berg wurde am Nachmittag des 4.6. in der Karibik vom Verfolger zum Retter. Das Schiff hatte nördlich von Aruba, Bonaire und Curacao.gemeinsam mit einem Dash-8-Patroullienflugzeug einen 55 Meter langen, mit Containern beladenen Frachter beschattet, der unter dem Verdacht stand, Kokain zu schmuggeln. 12 Stunden lang waren sie dem Schiff, auf dem mehrere tausend Pfund Drogen vermutet wurden, mit Nachtsichtgläsern, Videokameras und Infrarotgeräten gefolgt. Plötzlich meldete dessen Kapitän erst Maschinenprobleme.
Dann gab es eine Explosion an Bord, gefolgt von einem Feuer im Maschinenraum. Es breitete sich rasch über das Achterschiff auf, und die 10-köpfige Crew, die hastig in die Boote ging, wurde von der „Holland“ gerettet. Sie wurde dann von der U.S. Coast Guard übernommen. Die „Holland" versuchte derweil, mit ihrer Löschausrüstung die Flammen auf dem Frachter, der Wassereinbruch hatte und zusehends Steuerbordschlagseite entwickelte, zu löschen und den Rumpf mit ihren Wasserkanonen, die bis zu 3000 Liter pro Minute abfeuern können, zu kühlen.
Vom Übersetzen eines Boardingteams musste wegen der zunehmenden Krängung des Frachters abgesehen werden. Es konnte am Ende nicht verhindert werden, dass das Schiff kenterte und auf 3000-4000 Metern Wassertiefe sank. Lediglich die Deckscontainer trieben auf. Für Kommandant van den Berg war klar, dass die Crew ihr eigenes Schiff versenkt hat, um Beweismaterial zu vernichten. In mehreren Kilometern Tiefe ist das Wrack vor jedem Zugriff sicher. Die Marine hat in der Vergangenheit große Mengen von Kokain und Marihuana sicherstellen können. Die 108 Meter lange “Zr. Ms. Holland” hatte vor zwei Wochen die „Zr. Ms. Friesland” auf dieser Mission abgelöst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bürgermeister von Sykkylven kämpft um Report über „Krasnoselsk“-Wrack
(06.06.13) Politischen Wirbel hat ein Dokument, dass im Auftrag der norwegischen Regierung durch die Küstenwache erstellt wurde, verursacht, das sich mit dem gesunkenen russischen Trawler „Krasnoselsk“, 1388 BRZ (IMO-Nr.:7643916), in Hundeidvåg befasst. Die Inhalte sollen vor Bürgermeister Petter Lyshol, aus Sykkylven geheim gehalten werden. Er hatte am 3.6. einen Brief an deren Direktor Kirsti Slotsvik geschrieben mit der Bitte, rasch über den Inhalt des Berichts informiert zu werden.
Daraufhin erhielt er zur Antwort, dass der Zugang zu Fall 2011/6988, Dokument 15“ zur weiteren Handlungen im Fall der „Krasnoselsk“ ihm verweigert werde nach der Sektion 15 Paragaraph 1 des Informationsfreiheitsgesetzes wegen der Notwendigkeit von richtigen Entscheidungen. Der Bürgermeister befürchtet, dass aus dem Bericht hervorgeht, dass lediglich das Öl aus dem Wrack beseitigt werden soll, dieses selbst aber vor Ort verbleiben könnte. Sykkylven würde nur eine Lösung akzeptieren, die eine Wrackräumung beinhaltet. Er fragt sich, warum die Regierung zwar ein Ölüberwachungsflugzeug finanziert, dass die Untergangsstelle überwacht, aber kein Geld für eine Bergung bereit stellen will.
In die Kontroverse um den Trawler in Hundeidvåg hat sich nun Ministerin Lisbeth Berg-Hansen eingeschaltet. Die "Krasnoselsk" war am 25.12.2011 um 21.42 Uhr am Kai der Fishtek in Hundeidvåg, Sykkylven, gekentert, nachdem sie im Sturm Dagmar in bis zu 12 Meter hohen Wellen leckgeschlagen war. Sie sank 30 Meter vom Kai entfernt auf 30 Metern Tiefe und liegt dort bis heute auf ihrer Steuerbordseite. Die 36-köpfige Crew konnte sich retten. Das Schiff hatte 80 Tonnen Diesel und vier Tonnen Butteröl an Bord. Es war am 14.12. von Kirkenes kommend eingelaufen und sollte in Hundeidvåg neue Kühlanlagen erhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weintanker vor Almeria leckgeschlagen
(06.06.13) Der Weintanker “Theodoros”, 980 tdw (IMO-Nr.: 6807333), funkte am 4.6. gegen 22.50 Uhr 32 Meilen südlich von Almeria Notsignale. Das MRCC Almeria schickte den Helikopter Helimer 202, der am Morgen des 5.6. die Crew, die aus zwei Tunesiern und vier Ägyptern bestand, abbarg und zum Almeria Airport flog. Die Schiffbrüchigen berichteten, es hätte im Bereich der Kurbelwelle wegen eines dort aufgetretenen Schadens Wassereinbruch gegeben.
Die „Guardamar Calliope”, “Salvamar Denébola” und die “SAR Mastelero” nahmen Kurs auf den Havaristen, und aus Almeria machte sich ein Bergungsteam auf den Weg, um die Möglichkeit, den Tanker zu lenzen, zu prüfen. Das achterlastige Schiff wurde zunächst stabilisiert, dann um 22.30 Uhr von der „Guardamar Calliope“ auf den Haken genommen und am 6.6. um 10.30 Uhr nach Almeria eingeschleppt. Der 60 Meter lange, 1967 erbaute Tanker war in Ballast unterwegs von Kreta nach Nigeria.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger von UN-Truppen in Liberia gesunken
(07.06.13) Die “Cartagena” von UNMIL (UN Peacekeeping Mission in Liberia) ist unweit des Hafens von Harper, Liberia, gesunken. Das Schiff wurde genutzt, um Nahrung und andere Materialien der UN-Friedenstruppe zu transportieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Krisenstab zur Ölbekämpfung auf BBC Arizona gebildet
(06.06.13) Die US Coast Guard, das Alaska Department of Environmental Conservation, die Verwaltung von Valdez und die Gallagher Marine Services, LLC, haben am 5.6. formell einen Krisenstab gebildet, um gegen die Öllecks in der Ladung der "BBC Arizona" in Valdez vorzugehen. Die Kommandostruktur des Unified Command bringt alle Verantwortlichen der Operation an einen Tisch und regelt die juristischen Zuständigkeiten.
Die Emerald Services Inc. haben am 5.6. Inc. die Bereiche gereinigt, in denen Schweißarbeiten durchgeführt werden müssen, um die I-Träger auf Deck zu lösen. Die I-Träger und Brückenteile, die unter Deck gestaut waren, sind die einzigen Güter, die in Valdez gelöscht werden sollten. Am Abend des 4.6. waren Vertreter des Coast Guard Pacific Area Strike Team in Valdez eingetroffen und überwachten die Arbeiten.
Sie sind auch ausgerüstet, um Ölproben zu testen und Polychlorinatbiphenyl (PCB) zu erkennen. Die Emder Bockstiegel-Reederei hat die Firmen Emerald Services Inc. und Alaska Chadux mit der Reinigung beauftragt. Vertreter der Gallagher Marine Services, LLC, trafen ebenfalls am 4.6. in Valdez ein und werden das Schiff im Krisenstab vertreten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Ijmuiden eingeschleppt
(06.06.13) Am Nachmittag des 5.6. erlitt der britische Trawler "Wiron 1 - PH 110", 1059 BRZ (IMO-Nr.: 9117519), vor Ijmuiden Maschinenschaden und erbat Schlepperassistenz. Der Schlepper "Saturn" nahm den Havaristen gen Ijmuiden auf den Haken. In der Hafenzufahrt stieß die "Pollux" hinzu, um das Schiff durch die Enge bugsieren zu helfen. Gegen 16 Uhr war die „Wiron 1“ fest am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Donau hält Flusskreuzfahrer gefangen
(06.06.13) Das holländische Kreuzfahrtschiff "Filia Rheni" 620 ts (EU-Nr.: 04608050), saß am Anleger Nussdorf auf der Donau mit 120 Passagieren aus Großbritannien und 40 Besatzungsmitgliedern fest. Sie wurden am 1.6. vom steigenden Hochwasser eingeschlossen. Die Passagiere waren bereits an Bord, als die Schifffahrt wegen des Hochwassers auf der Donau eingestellt werden musste. Das Wasser stieg dann zu schnell, um das Schiff über die Gangway noch gefahrlos verlassen zu können. Außerdem überflutete die Donau bereits den Anleger, und die Menschen waren an Bord eingeschlossen. Der Kapitän rechnete damit, dass das Wasser binnen zwei Tagen zurückgehen würde.
Bis dahin sollten die Passagiere an Bord bleiben und eine Evakuierung nicht notwendig werden. Er fürchtete auch nicht, dass möglicherweise Trümmerteile oder anderes Treibgut das Schiff beschädigen könnte. Feuerwehr und Polizei inspizierten am 5.6. die Lage, um im Notfall die Passagiere rasch an Land bringen zu können. Lebensmittelvorräte befanden sich in jedem Fall noch genügend an Bord. Die Feuerwehr versorgte das Schiff zudem mit einem Motorboot mit weiterem Proviant, auch ein Arzt kam auf dem Wasserweg bereits an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Feuer gesunken
(06.06.13) Ein 26 Fuß langer Kutter ging am 6.6. gegen drei Uhr nördlich von Varholmen im Brønnøysund in Flammen auf. Der Skipper flüchtete sich in ein kleines Beiboot, ehe ein anderes Schiff ihm zu Hilfe kam und ihn geschockt, aber unversehrt rettete. Die Küstenwache versuchte erfolgreich, die Flammen auf dem Kutter zu löschen, konnte aber nicht verhindern, dass dieser nach Abschluss der Löscharbeiten im Fjord sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter brennend gesunken
(05.06.13) Der spanische Kutter „Mar Brava“ geriet am Morgen des 5.6. rund 39 Meilen vor Saint Cyprien, Ost-Pyrenäen, in Brand. Ein französischer Kutter sichtete die Flammen und hielt auf die Brandstelle zu. Die dreiköpfige Crew hatte das Schiff bereits aufgeben müssen und war ins Meer gesprungen, aus dem die Franzosen sie retteten. Von dort wurden sie von einem Dragon 66 Hubschrauber aufgewinscht und mit leichten Unterkühlungen ins Krankenhaus in Perpignan geflogen. Ihr schwer beschädigter Kutter sank auf 550 Metern Wassertiefe. Es kam zu geringen Ölaustritten, doch sie verflüchtigten sich rasch. Eine Falcon 50 der Marine überwachte die Untergangsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schrottmafia macht sich über gekenterten Erzfrachter her
(06.06.13) Die Schrottmafia ist über das Wrack des Frachters Black Rose”, 22263 BRZ (IMO-Nr.: 7602455), hergefallen, der 2009 unweit von Paradip kenterte. Knapp vier Jahre später hat es noch keine offiziellen Bergungsarbeiten gegeben, doch Gasschneidegeräte fressen sich in den auf der Seite liegenden Rumpf.
Der 188 Meter lange und 32 Jahre alte mongolische Frachter war mit einer Ladung von 23,847 Tonnen Eisenerz am 9.9.2009 vor Paradip gesunken, die 27-köpfige Crew war gerettet worden. Ein großer Teil des Rumpfes fehlte inzwischen bereits. Die Schrotthändler ignorieren die Sperrzone und verkaufen die abgebrannten Stücke auf dem freien Markt. Nachdem auf die Verfügung des Orissa High Court im November 2010, das Wrack zu räumen, bislang nichts geschah, haben die Schrottdealer freie Hand. Bislang gab es auch noch keine Klagen wegen Schrottdiebstahls.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gelingt endlich die Bergung der „Kawan Mas“?
(06.06.13) Nach neuntägiger fruchtloser Arbeit im Versuch, das Expressboot “Kawan Mas”, das am 28.5. in den Stromschnellen von Bungan auf dem oberen Rajang kenterte, waren die Berger zuversichtlich, am 6.6. den Durchbruch zu erzielen. Dazu müssen Trossen am Wrack angebracht werden, mit denen die beiden bereits seit dem Abend des 4.6. auf der Flussbank stationierten Bulldozer einer Holzfällerfirma es aus dem Wasser ziehen können.
Das SAR-Team bestand aus 40 Personen. Vier Anwohner, die erfahrene Taucher sind, haben freiwillig ihre Expertise angeboten. Die Wasserturbulenzen hatten bislang ein Anbringen von Trossen verhindert. Am 5.6. hatten die eigenen Taucher des Teams dies mehrfach vergeblich versucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: Police Queensland) Großbild klick!
Rätsel um Tod von Einhandsegler vor Badger Island
(05.06.13) Der Skipper der sechs Meter langen Yacht “Aspro II” hat nur Stunden vor seinem Tod über Funk gesagt, dass mit ihm alles in Ordnung sei, dann ertrank er nahe Badger Island in der Bass Strait. Die Polizei versuchte nun, die letzten Bewegungen des Bootes von Donald Joseph Marshall, 78, nachzuvollziehen, dessen Leiche am 4.6. gegen 13 Uhr zwei Kilometer vor der Insel im Wasser treibend entdeckt wurde.
Der Tasmania Police Westpac Rettungshubschrauber fand ihn 12 Stunden, nachdem die von Stanley kommende Yacht gegen ein Uhr auf Felsen gestrandet war, dicht am Ufer. Um 1.27 Uhr wurde der Notsender aktiviert, dessen Signal das Australian Maritime Safety Authority Rescue Co-ordination Centre auffing. Der Skipper hatte dann über Funk der Tamar Coastal Patrol mitgeteilt, an Bord bleiben zu wollen. Nur wenn zu viel Wasser eindränge, wollte er versuchen, auf die nahen Felsen hinüber zu gelangen.
Der letzte Kontakt war gegen drei Uhr. Bis dahin war der Skipper überraschend ruhig erschienen. Als die Polizei mit der „Protector III“ dann von Lady Barron kommend um 5.15 Uhr eintraf, war die „Aspro II“ nur zum Teil gesunken, aber verlassen. Die am Heck angebrachte Rettungsinsel war nicht mehr benutzt worden. Warum und wie der Segler das dicht unter Land sitzende Boot verließ, war unklar. Die Wellenhöhe vor Ort betrug 1,5 Meter. 25 Boote und Taucher machten sich auf die Suche nach dem vermissten Skipper zwischen den Flinders und Badger Islands. Gegen 13 Uhr fanden sie ihn wie Kilometer östlich von Badger Island.
Das Boot war unterdessen komplett gesunken. Bereits 2011, musste der Einhandsegler im Sturm nahe Geraldton, in Westaustralien gerettet werden. Er stammte aus Neuseeland und lebte seit 1983 nacheinander in Hobart, Victoria, Queensland und Darwin. Er galt als erfahrener Segler und war auf seiner letzten Reise auf einer Umrundung Australiens. Am 26.5. war er durch Wellenschlag verletzt worden und hatte um Hilfe bitten müssen. Er befand sich neun Kilometer vor Stanley und erhielt von zwei Fischern Hilfe. Er kam dann ins Krankenhaus, startete aber nach seiner Entlassung einen zweiten Versuch, den Kontinent zu runden. Am 2.6. lief er wieder aus Stanley aus. Seine letzte Fahrt dauerte nur rund einen Tag.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Neahkahnie" sitzt auf (Bild: USCG) Großbild klick!
Lachstrawler saß im Puget Sound fest
(05.06.13) Der amerikanische Trawler "Neahkahnie" (MMSI-Nr.::367399910), lief am 4.6. gegen vier Uhr vor Whidbey Island, Washington, im Puget Sound auf Grund. Das Schiff kam an der Westseite der Insel unweit von Greenbank fest und legte sich mit fallendem Wasserstand auf die Seite. Die Coast Guard wurde um vier Uhr alarmiert und schickte einen Helikopter aus Port Angeles sowie das Patroullienboot "Swordfish" aus Port Townsend. Dieses richtete eine Sicherheitszone von 500 Yard um den 33 Meter langen Havaristen ein.
Der Schlepper „Rosario“ zog die „Neahkahnie“ gegen 15 Uhr vom Grund. Die Global Diving and Salvage nahm anschließend eine Inspektion des Rumpfes vor, die um 16.15 Uhr abgeschlossen war. Der Trawler, der mit Lachs beladen war, hatte die Havarie soweit schadlos überstanden. Er wurde von der „Rosario“ und der "Swordfish" dann auf dem Weg zur Pier 91 in Seattle eskortiert. Die "Neahkahnie" hatte 9500 Gallonen Dieselöl an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß auf Neckarufer fest
(05.06.13) Das deutsche Binnenschiff „Guttenberg“, 2019 ts (EU-Nr.: 04014610), setzte am Nachmittag des 3.6. an der Schiffswerft Walter Schramm am Neckar, wo es seit eineinhalb Wochen wegen des Einbaus eines neuen Motors lag, Grund auf. Das Schiff lag mit der Backbordseite auf den Ufersteinen fest.
Schäden entstanden aber weder am Schiff noch an der Uferböschung. Nach dem Hochwasser auf dem Fluss war in der Nacht zum 3.6. der Pegel ungewöhnlich schnell und stark gefallen, nachdem die Behörden das Ablaufen des Wassers durch das Öffnen von Schleusen beschleunigten. Die "Guttenberg" konnte sich aber selbst befreien, da sie nur mittschiffs aufgesessen hatte. Sie verblieb in Neckarsteinach, bis der Neckar für die Schifffahrt freigegeben wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Van Hooydonk erhebt Vorwürfe wegen Plünderung und mangelnder Seetüchtigkeit der „Georg Büchner“
(05.06.13) Experten des Meeresamtes in Gdingen planten, am 5.6. erste Untersuchungen am Wrack des Rostocker Museumsschiffs "Georg Büchner" durchzuführen, knapp eine Woche, nachdem es vor der polnischen Küste gesunken. Mit Echolot-Untersuchungen sollen Lage und Position des Wracks in etwa 35 Meter Tiefe festgestellt werden.
Bisher hatten die Wetterverhältnisse den Zugang zum Wrack verhindert. Allerdings waren kurz nach dem Untergang die Taucher der Gruppe Alpha Divers bereits abgestiegen und hatten es dokumentiert. Dabei wurden auch weitere Ungereimtheiten offenkundig. Der Antwerpener Professor Eric Van Hooydonk, der sich Monate bemüht hatte, das Schiff zu retten und nach Belgien zu bringen, ist sich sicher, dass Fotos vor dem Verlassen Rostocks im Vergleich mit den Unterwasseraufnahmen beweisen, dass das Schiff kurz vor der Abreise geplündert wurde und viele Wertsachen, Kupfer-und Navigationsgeräte entfernt wurden, obwohl es noch dem deutschen Denkmalschutz unterstand.
Es war auch noch nicht möglich, zu bestimmen, wer der Eigentümer ist. Die Papiere, die sich auf dem polnischen Schlepper „Ajaks“ befanden, wiesen zwei verschiedene Namen aus. Die Behörden in Rostock, dessen Hafenkapitän Ruhnke das Schiff um jeden Preis aus seinem Zuständigkeitsbereich haben wollte, wurde von Hooydonk nur eine geringe Bereitschaft zur Kooperation ausgemacht. Van Hooydonk geht davon aus, dass im Vorfeld der Verschleppung die Bulleyes knapp oberhalb der Wasserlinie allzu nachlässig versiegelt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbeseitigung auf BBC Arizona dauert an – kein PCB gefunden
(05.06.13) Die Coast Guard Valdez überwachte weiter die unter Antiuga-Flagge registrierte "BBC Arizona", 9618 BRZ (IMO-Nr.: 9501253), am Valdez Container Terminal nach dem Austritt von Öl am 31.5. aus verschiedenen Containern. Sie hatte zudem ein erfahrenes Strike Team aus Novato angefordert, das in der Nacht zum 5.6. eintraf. Die Emerald Services Inc. hat um das Schiff einen Ölsschlängel ausgelegt und bis zum Nachmittag des 4.6. rund 3000 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch vom Hauptdeck entfernt.
Die Resultate der Analyse von Ölproben, die in Anchorage ins Labor gebracht worden waren, wurden der Coast Guard zugänglich gemacht. Sie enthielten aber kein PCB, das mitunter noch im Trafoöl enthalten sein kann. Die Firma schätzte, dass 16 der 30 Container mit Trafoöl in Plastikballons beladen waren. Jeder dieser Ballons könnte bis zu 6000 Gallonen enthalten. Die “BBC Arizona” der BBC Chartering and Logistics hatte am 28.5. in Valdez von Qinhuangdao, China, kommend, festgemacht. Während der Überfahrt waren die Ballons teilweise leckgeschlagen.
Am 31.5. war mit dem Entladen begonnen worden, bis die Sägespäne, die die 14-köpfige Crew zum Binden des Öls auf dem Deck verstreut hatte, Feuer fing. Der kleine Brand konnte rasch gelöscht werden, doch als die Coast Guard die Situation erfasste, wurde sofort die Entladung gestoppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug drohte bei Kullen zu stranden
(05.06.13) Ein Schlepper mit einer Arbeitsplattform auf dem Haken geriet am Nachmittag des 4.6. auf der Fahrt nach Höganäs bei Küllenes Feuer nach Motorschaden in Schwierigkeiten. Um kurz nach 14.30 Uhr wurde Sjöfartsverket alarmiert, nachdem der Schleppzug mit drei Mann an Bord von Göteborg kommend eine Meile nördlich von Kullen in Skåne ins Treiben geriet. Als die Seenotretter mit der „Lars Lindfält“ eintrafen, befand sich der Schleppzug nur noch 200 Meter von den Felsen entfernt und trieb in hohem Seegang.
Es gelang, das 60-Tonnen-Rig Süden in langsamem Tempo gen Süden auf offenes Wasser zu ziehen. Nach einer Stunde stieß auch die Küstenwache mit der „KBV 001“ hinzu und übernahm den Havaristen. Ein Schlepper aus Helsingborg sollte es dann nach Höganäs ziehen. An Bord hatten sich rund 1000 Liter Diesel und 150 Liter Hydrauliköl befunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulldozer sollen gekenterte Expressfähre bergen
(05.06.13) Eine Wochen nach dem Untergang der Expressfähre “Kawan Mas” in Tanjong Kokok, Giam Bungan bei Belaga ist das Wrack immer noch nicht geborgen. Stattdessen sank es tiefer ins Wasser, nachdem an ihm befestigte Trossen bei vergeblichen Versuchen, es herauszuziehen, brachen. Es lag inzwischen vollständig unter Wasser.
Der Wasserstand auf dem Belaga River war nach Regenfellen gestiegen. Am Morgen des 4.6. hatte der Chief Minister Pehin Sri Abdul Taib Mahmud bekanntgegeben, dass die Holzverarbeitungsfirma Ta Ann Bhd, zwei Komatsu 68-Bulldozer einsetzen soll, das Boot zu bergen. Dazu musste aber ein fünf Kilometer langer Weg durch den Dschungel gebahnt werden. Auch die CSL Steel and Irons Works Bhd aus Kapit, die Expertise beim Zerlegen von Wracks hat, wurde hinzugezogen. Zwei Mitarbeiter wurden per Boot aus Kapit abgeholt.
Sie sollen neue Trossen am Wrack anbringen. Die „Kawan Mas” sank am 28.5.. Das für 75 Personen zugelassene Schiff war überladen, insgesamt wurden seither 205 Überlebende ausfindig gemacht. Zwei Menschen galten als vermisst, einer wurde bislang tot geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der „Maud“ um ein Jahr verschoben
(05.06.13) Die Bergung der „Maud“ des norwegischen Polarforschers Roald Amundsen wird erst im kommenden Jahr stattfinden können. Das Wrack liegt in der Cambridge Bay in Nunavut , von wo es auf einer Barge 7,000 Kilometer über den Atlantik nach Vollen gebracht werden soll, wo ihm ien Museum errichtet wird.
Eigentlich hätte die Operation in diesem Sommer angegangen werden sollen, doch der für die Bergung notwendige Schlepper wurde noch nicht von den norwegischen Schifffahrtsbehörden inspiziert, und da die Cambridge Bay 10 Monate im Jahr von Eis blockiert ist, kann die Bergungscrew nur ein kurzes Zeitfenster nutzen. Sie soll nun im Juli 2014 auf die Eisschmelze warten und, sobald es möglich ist, in die Cambridge Bay einlaufen, das Wrack binnen dreier Wochen heben und auf der Barge sichern und sie dann nach Grönland bringen, wo sie überwintert.
Im Sommer 2015 dann soll die Überfahrt nach Norwegen starten. Die Firma Tandberg Eiendom finanziert die Operation. Die “Maud” wurde 1916 in Asker für Amundsens Reise durch die Nordostpassage zum Nordpol erbaut. Nachdem die Expedition scheiterte und der Entdecker Pleite ging, verkaufte er das Schiff an die Canadian Hudson's Bay Company, die es bis zu seinem Untergang 1930 als schwimmendes Lager nutzte. 2011 initiierte Tandberg Eiendom das “Maud Returns Home”-Projekt. Seither wurden die notwendigen Genehmigungen zur Ausfuhr des Schiffes eingeholt und die Ausrüstung, die dafür vonnöten ist, akquiriert. Die kalten Gewässer der Arktis haben es so gut konserviert, dass es die Bergungsaktion überstehen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Hebung wieder versenkt
(05.06.13) Wenige Minuten nach seiner Bergung wurde das Wrack des Kutters “Merlin - L.F.B 8775”, das am 1.6. an der Stockton Ferry Wharf gesunken war, am Nachmittag des 4.6. -wieder auf den Grund von Newcastle Harbour versenkt. Vier Taucher der Hunter Allied Diving hatten sieben Stunden daran gearbeitet, ihn wieder schwimmfähig u machen, und nachdem acht Hebesäcke mit Luft gefüllt worden waren, kam er gegen 15 Uhr wieder an die Wasseroberfläche. Er sollte dann nach Stockton geschleppt werden, doch wegen Bedenken, dass er mit einem großen Riss im Bug die Passage des Fahrwassers überstehen wurde, musste er wieder abgesenkt werden. Am folgenden Morgen erfolgte ein neuer Anlauf. Das Wrack wurde zum Midcoast Boatyard and Marine in Wickham gezogen. Hier wurde die Fischladung gelöscht. Der Kutter war am 1.6. um 9.25 Uhr mit dem Fähranleger kollidiert. Der Skipper wurde von einer Fährcrew gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kann der heilige Gral der Great Lakes identifiziert werden?
(05.06.13) Eine Genehmigung wurde nun einer Gruppe von Forschern erteilt, die eines der ältesten Wracks der USA untersuchen wollen. Das Michigan Department of Natural Resources erlaubte der Great Lakes Exploration Group Arbeiten an einem Wrack, be idem es sich um die “Griffin, „ bzw. „Le Griffon“ handeln könnte, die der Entdecker Rene-Robert Sieur de La Salle erbaute und kommandierte im Auftrag von Louis XIV. Auf der Jungfernfahrt im September 1679 lief die “Griffin” aus der heutigen Green Bay, Wisconsin, mit einer Pelzladung aus. Sie wurde nie wieder gesehen. Steve Libert verhandelte jahrelang mit den Behörden in Michigan, denen die Wracks auf den Great Lakes gehören. Die „Griffin“ war das erste Segelschiff auf den Great Lakes, sie gilt als der dortige “Heilige Gral”.
Bei Tauchuntersuchungen wurde 2001 ein Wrackstück, das an der mutmaßlichen Untergangsstelle aus dem Grund ragte, entdeckt. Es hätte ein Bugsprit sein können, der Rest war in Schlamm und Sand versunken. Ein Team von Archäologen und wissenschaftlichen Tauchern aus Frankreich und den USA soll im Juni die Fundstelle untersuchen. Sie hoffen, z.B. auf eine Kanone mit den Insignien von Louis XIV zu stoßen, um das Wrack zu identifizieren. Bei einer Sonaruntersuchung 2006 wurden bereits etliche Artefakte in Sedimenten am Grund ausgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit Heim und Habe verloren
(05.06.13) Skipper Aaron Costello hat sein schwimmendes Heim und seine Habe verloren, als die 12 Meter lange “Inova” auf Felsen vor Great Mercury Island lief und in der Nacht sank. Auch sein Fang ging dem Fischer verloren. Costello lebte auf dem Kutter, der seinen Liegeplatz in der Whitianga Marina hatte. Nun ist er obdachlos.
Das Schiff war mit einer dreiköpfigen Crew am 2.6. mit Kurs Cuvier Island ausgelaufen. Auf der Heimfahrt lief es um 19.40 Uhr bei 25 km/h Windgeschwindigkeit auf ein Riff nördlich der Te Whanga Bay auf Great Mercury Island. Ein Mann sich dabei die Schulter, einer erlitt Verletzungen am Nacken und Costello wurde mit dem Kopf durch ein Fenster geschleudert. Die „Inova” begann rasch vollzulaufen. Das Trio konnte noch über VHF einen Mayday-Ruf absezen und den Scheinwerfer des Kutters auf die nahen Felsen richten.
Mit Notraketen, Mobiltelefonen in Plastik eingeschlagen und Rettungswesten ausgestattet sprangen sie ins Wasser und erreichten das 20 Meter entfernte Ufer. Einer musste die Felsen von seinen Kameraden hochgezogen werden. Ohne Telefonempfang mussten sie zusammengekauert auf Rettung warten. Diese traf in Form der Whitianga Coastguard auch ein, die die durchgefrorenen Schiffbrüchigen nach einer Stunde mit Nachtsichtgläsern ausfindig machte und sie in Sicherheit brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Georg Büchner auf dem Meeresgrund
(Bild: Alpha Divers) Großbild klick!
Taucher dokumentieren Georg Büchner auf dem Meeresgrund
(04.06.13) Gut vier Tage nach dem Untergang des Rostocker Museumsschiffs "Georg Büchner" vor der polnischen Küste haben die ermittelnden polnischen Behörden noch keine neuen Informationen über die Ursache. Es gäbe keine neuen Erkenntnisse, sagte der Direktor des Meeresamtes in Gdingen, Andrzej Królikowksi, am 3.6. Der Schiffsverkehr werde durch das Wrack in etwa 35 Meter Tiefe nicht gefährdet.
Die Untergangsposition wurde bestätigt und Navigationshinweise wurden ausgegeben. Der Schiffsverkehr könne normal weiter laufen. In den kommenden Tagen wollten sich die polnischen Behörden mit den Eignern der "Georg Büchner" in Verbindung setzen, die für eine Bergung des Wracks zuständig seien.
Andernfalls könne man das Wrack entfernen und die Bergung den Eignern in Rechnung stellen. Es handelt sich um eine Briefkastenfirma auf den Seychellen. Unterdessen hat die Vereinigung "Watererfgoed Vlaanderen" auch Kontakt mit polnischen Behörden aufgenommen und sich an Bergungsfirmen gewandt und ihnen Daten übermittelt, um eine Kostenschätzung für eine Bergung zu bekommen.
Nach den Worten des Vereinsvorsitzenden Eric van Hooydonk solle auch die Möglichkeit, nur Teile des Wracks zu bergen, geprüft werden. Die polnischen Behörden haben van Hooydonk zugesagt, eine Bergung zu prüfen, und bis dahin ein Tauchverbot für den Bereich, in dem das Schiff sank, zu verhängen. Dessen ungeachtet wurden aber inzwischen Fotos der Tauchgruppe Alpha Divers veröffentlicht, die nach eigenen Angaben bereits am 1.6. zu dem in 35 Meter tief liegenden Wrack vorgestoßen sind, an dessen Flaggenstock noch die deutsche Fahne hing und auf Deck Lübzer Pils noch Werbung für seine Produkte machte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwelbrand auf Fähre vor Rostock
(04.06.13) Kurz vor Einlaufen in den Rostocker Hafen ist am Nachmittag des 3.6. ein Schwelbrand im Maschinenraum der deutschen Scandlines-Fähre "Prins Joachim" 16071 BRZ (IMO-Nr.: 7803190), gegen 15.30 Uhr ausgebrochen. Das Feuer konnte aber unverzüglich gelöscht worden und die Fähre das Anlaufen des Hafens fortsetzen. Hier konnten alle Passagiere und Fahrzeuge von Bord gebracht werden. Ein Besatzungsmitglied erlitt eine leichte Rauchvergiftung bei der Brandbekämpfung. Es bestand aber zu keiner Zeit Gefahr für die Sicherheit von Passagieren und Fähre. Die zuständigen Behörden wurden informiert und die notwendigen Sicherheitsuntersuchungen durchgeführt. Die Fähre lief gegen 19.30 Uhr wieder nach Gedser aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier kam beim Ankerlichten auf der Elbe fest
(04.06.13) Am 3.6. gegen 13.30 Uhr machte der britische Bulkcarrier "Ghent Max", 38489 BRZ (IMO-Nr.: 9164641), am Hansaport in Hamburg fest, rund 16 Stunden nach seiner Havarie auf der Elbe. Gegen 21.15 Uhr des Vortags war das Schiff elbauwärts laufend bei Flusskilometer 715 auf Höhe der Medem-Mündung am nördlichen Rand des Fahrwassers festgekommen. Er hatte gegen 20.15 Uhr, rund zwei Stunden vor Hochwasser, wegen von Problemen im Kühlwasserkreislauf unweit der Tonne 46 notankern müssen. Da das Schiff direkt am nördlichen Fahrwasserrand ankerte, wurden die Schlepper „Bugsier 16“ und „Bugsier 15“ sowie das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ zur Sicherung angefordert. Nach erfolgreicher Reparatur geriet die „Ghent Max“ dann aber gegen 21.15 Uhr beim Versuch, die Anker aufzunehmen, auf Grund. Am Morgen des 3.6. konnten ihn die Schlepper wieder flottmachen. Danach durfte das Schiff seine Fahrt in Richtung Hamburg mit eigenem Antrieb unter Schleppereskorte fortsetzen. Dazu wurden die "Bugsier 10" und „Bugsier abgeordnet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Angler vor Grömitz ertrunken – zahlreiche Einsätze für DGzRS am Wochenende
(04.06.13) Bei insgesamt 21 Einsätzen haben die Seenotretter der DGzRS am Wochenende vom 1. auf den 2.6. Nord- und Ostsee aus Gefahrensituationen befreit. Der Winde mit sechs bis sieben Beaufort ließen aus Routinesituationen schnell Gefahrensituationen entstehen. Für zwei Angler in der Nähe von Grömitz kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie kamen vermutlich durch die Kenterung ihres Bootes ums Leben. die sich vermutlich bereits am Abend des 31.5. vor Kellenhusen bei Grömitz ereignet hatte. Nachdem einer der beiden Männer am 1.6. von der Besatzung einer Yacht leblos im Meeraufgefunden worden war, hatte das MRCCder DGzRS mit zahlreichen Fahrzeugen und Hubschraubern unter Führung des Seenotkreuzers „Hans Hackmack“ der Station Grömitz eine umfangreiche Suche nach möglicherweise weiteren Verunglückten ausgelöst. Im Laufe des 2.6. bestätigte sich, dass der Mann nicht allein unterwegs gewesen war. Auch der zweite Angler wurde am Abend tot aufgefunden. Eine polizeiliche Untersuchung sollte nun Unglücksursache und -hergang klären. Das Boot wurde noch nicht gefunden. Eine 17 Meter lange Segelyacht mit sieben Personen an Bord verlor am 2. Juni zwei Seemeilen vor Warnemünde den Propeller und musste bei bis zu zwei Meter Seegang notankern. Nur eine knappe Viertelstunde nach der Notmeldung war der Seenotkreuzer „Arkona“ vor Ort. Während des Einschleppens der Yacht in den Warnemünder Hafen riefen die Seenotretter sicherheitshalber den Rettungstransportwagen zum Hafen, da eine 75-jährige an Bord der Yacht unter äußerst schwerer Seekrankheit litt. Ein Transport ins Krankenhaus wurde jedoch nicht erforderlich, da sich der Zustand der Dame nach erster Behandlung an Land maßgeblich besserte. Auf der Kieler Förde geriet der Möltenorter Angelkutter „Wiking“ (MMSI-Nr.: 211220460) mit 17 Personen an Bord ebenfalls am 2.6. in eine gefährliche Lage, als im vielbefahrenen Fahrwasser die Maschine ausfiel und nicht wieder in Betrieb genommen werden konnte. Der Seenotkreuzer „Berlin“ der Station Laboe war in kürzester Zeit vor Ort und nahm das 24 Metter lange Schiff in Schlepp. Um den Kutter durch die schmale Zufahrt des Möltenorter Hafens zu bugsieren, ließen die Seenotretter das Tochterboot zu Wasser und baten die freiwilligen Kollegen der Station Schilksee mit dem Seenotrettungsboot „Walter Rose“ um Unterstützung. Den beiden wendigen Rettungseinheiten gelang es, den Kutter sicher an die Pier zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Explosion bei Schweißarbeiten – zwei Verletzte
(04.06.13) Am 3.6. kam es zu einer Explosion an Bord des russischen Trawlers „MRTK-1051“, der in einer Werft in Svetliy, Kaliningrad, gedockt war. Dieselgase hatten sich bei Schweißarbeiten an Bord entzündet. Zwei Besatzungsmitglieder wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die “MRTK-1051”, 174 tdw (IMO-Nr.: 8878257), wurde 1978 erbaut und läuft für die Marfish Ltd., Kaliningrad.
Quelle:Tim Schwabedissen



BBC Arizona wird gereinigt
(04.06.13) Die Coast Guard überwachte weiter die in Valdez liegende, unter Antiuga-Flagge registrierte "BBC Arizona", 9618 BRZ (IMO-Nr.: 9501253), am örtlichen Containerterminal. Am 3.6. hatte die Coast Guard das Pacific Area Strike Team mobilisiert, um die Reinigungs- und Löscharbeiten auf dem Frachter zu begleiten. Die Bockstiegel-Reederei in Emden hat mit den Arbeiten die Emerald Services Inc. beauftragt.
Der von ihr erarbeitete Dekontaminationsplan wurde von der Coast Guard genehmigt. Ölaufsaugende Pads und Ölsperren wurden auf dem Deck des Schiffes ausgebracht und das Öl aufgesaugt. Die Emerald Services Inc. öffnete zwei nicht kontaminierte Container zur Ölverschiffung, um ihre Konfiguration in Augenschein zu nehmen und so der Ursache der Leckagen auf die Spur zu kommen.
Jeder Container schien einen aus Kunststoff gefertigten Ölballon über zwei Drittel des Innern zu enthalten. Die Coast Guard Prince William Sound ordnete eine gründliche Untersuchung am Valdez Container Terminal an. Erst nach Ende der Reinigungs- und Löscharbeiten kann die "BBC Arizona" wieder den Hafen verlassen. Sie transportierte Trafos und Zubehör sowie Trafo-Öl, als sie aus China kommend einlief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kunstausstellung auf Schiffswrack eröffnet
(04.06.13) Vor der Küste von Südwest-Florida gibt e seine neue Unterwasserattraktion. Eine Kunstgalerie wurde in 90 Fuß Wassertiefe am Wrack von USS “Mohawk”, die 28 Meilen vor Sanibel Island als künstliches Riff versenkt wurde, eröffnet. In einer Aktion, an der sich 75 Taucher beteiligten, wurden Bilder des österreichischen Künstlers Andreas Franke, der die „Mohawk“ zwei Wochen nach ihrem Untergang photographisch dokumentierte, angebracht. Auf diese Bilder montierte er Models, die so angezogen waren wie zur Zeit des aktiven Dienstes der „Mohawk“ im 2. Weltkrieg. Jedes der 12 Werke wurde unter Plexiglas in Stahlrahmen geschützt, bevor es mit je fünf Magneten am Rumpf befestigt wurde. Die Ausstellung soll vier Monate dauern. Im Oktober werden die Bilder dann im Alliance for the Arts in Fort Myers gezeigt. <
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rutschte von Slip ins Wasser zurück
(04.06.13) Die norwegische Fähre "Lofotferge 1", 455 BRZ (IMO Nr.: 7034189), sollte am 3.6. gerade auf einen Slip bei der Lofoten Sveiseindustri in Svolvær gezogen werden, als eine der Trossen des Slipwagens brach und das Schiff ins Wasser zurück rutschte. Obwohl die Crew noch an Bord war, hatte sie keine Chance, die Maschine zu starten und die Fähre noch unter Kontrolle zu bekommen. Mit dem Heck voran driftete sie über das Fahrwasser und auf die Felsen des gegenüber liegenden Ufers. Dabei verfehlte sie nur knapp eine Privatyacht, bevor sie festkam. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Belgischer Rettungsdienst organisierte Hilfe für Segler im Atlantik
(04.06.13) Ein 50-jähriger Einhandsegler aus Sint-Niklaas wurde am 1.6. im Atlantik gerettet. Das MRCC in Ostende organisierte die Operation. Der Segler war mit der Yacht “Jalini” auf dem Rückweg von Uruguay nach Europa. Nach Passage der Insel Ascensión erlitt der Wassereinbruch. Er informierte einen Partner in Belgien, der das MRCC alarmierte, das wiederum versuchte, mit Stellen in Afrika und Brasilien Kontakt aufzunehmen. Aus Afrika kam keine Reaktion, die Brasilianer konnten keinen verlässlichen Plan vorlegen, deshalb nahmen es die Belgier selbst in die Hand. Sie konnten einen britischen Frachter kontaktieren, der sich in der Nähe der „Jalini“ befand. Er nahm Kurs auf die Yacht und rettete den Segler, dessen Boot wenig später sank. Er wollte am 4.6. von Ascensión aus den Heimflug antreten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rettete sinkenden Kutter vor Alaska
(04.06.13) Am 2.6. kam die amerikanische Fähre "Kennicott", 12635 BRZ (IMO-Nr.: 9145205), dem 43 Fuß langen Kutter “Erica Renee” zu Hilfe, der 20 Meilen südwestlich von Kodiak Island am Nachmittag leckgeschlagen war. Die U.S. Coast Guard fing um kurz nach Mittag einen Notruf des Schwertfischfängers auf. Die Fähre befand sich auf ihrer Fahrt von Sand Point nach Kodiak gerade in der Nähe und fand die "Erica Renee" achterlastig und mit starker Schlagseite vor. Die eigene Lenzpumpe war bereits ausgefallen. Die Crew der "Kennicott" prüfte die Situation und brachte dann einen Generator und eine Pumpe auf den Havaristen. Die Lage konnte unter Kontrolle gebracht werden und der gelenzte Kutter mit eigener Kraft zur Reparatur die nahe Alitak Bay ansteuern. Die "Kennicott" setzte die Fahrt nach Kodiak fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack Jahrzehnte nach Entdeckung als mögliches Schatzschiff identifiziert
(04.06.13) 34 Jahre nach seiner Entdeckung wurde jetzt ein Wrack vor Süd-Carolina als der 1028-Tonner SS “Craigallon” identifiziert. Das 126 Fuß lange Schiff wurde 1881 bei der Ramage and Ferguson's Yard für WP Clyde & Co in Glasgow erbaut.
Auf ihr wurden Gewehre für Aufständische in Haiti geschmuggelt, sie transportierte Geld und war Ort einer Meuterei im Laufe ihrer Karriere. Außerdem schleppte sie 1884 einen der Bagger zum Bau des Panama-Kanals von New York nach Zentralamerika. Auf den Bahamas erlitt sie Schiffbruch, wurde geborgen und in „Ozama“ umbenannt.
In Haiti wurde sie aufgebracht, und der Kommandant eines US-Kriegsschiffes drohte daraufhin, Port-au-Prince unter Feuer zu nehmen, wenn sie nicht freigegeben würde. 1979 entdeckte der Unterwasserarchäologe Dr Lee Spence das Schiff auf der Suche nach einem anderen Wrack. Die “Ozama” lag unweit des Leuchtturms von Cape Romain und hatte seiner Vermutung nach Gold an Bord. 1894 war sie zu ihrer Letzten Reise mit Rüstungsgütern nach Charleston, Süd-Carolina ausgelaufen, als sie ein in flachem Wasser vor der Cape Romain-Sandbank liegendes Wrack rammte, mit Wassereinbruch lostrieb und manövrierunfähig selbst auf 40 Fuß Wassertiefe sank.
11 Mann wurden zunächst vermisst, haben sich aber möglicherweise ebenso wie die übrigen an Land gerettet. Nun hofft der Archäologe, Geld für Bergungsarbeiten sammeln zu können. Ihm gelang jetzt die Identifzierung durch die Maße, den Maschinentyp und andere Konstruktionseigenschaften sowie die Position, die sich mit historischen Überlieferungen deckt.
Spence hatte seinerzeit auch das U-Boot “H.L. Hunley” aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, die SS “Georgiana” und andere historisch bedeutsame Wracks entdeckt. Er fand die aus Eisen gebaute „Ozama“ aufrecht und in überraschend gutem Zustand auf dem Meeresgrund vor. Er erhält für seine Arbeiten bereits Unterstützung durch die britische Firma United Gold Explorations Limited.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brandstifter zerstörten historisches Boot
(04.06.13) Ein Mann aus Thatcham wurde nach jahrelanger Restaurierung eines 44 Fuß langen Holzbootes aus dem 2. Weltkieg am 17.5. Opfer einer Brandstiftung. Das Boot lag am Tyle Mill Lock nahe Sulhamstead auf dem Kennet & Avon Canal, als es in Flammen aufging. Feuerwehren aus Whitley Wood, Wokingham Road, Caversham Road und Tadley kämpften drei Stunden gegen das Feuer auf dem 1939 erbauten einstigen Tender, der zu 90% zerstört wurde. Der Schaden betrug zwischen 30,000 und 60,000 Pfund. Der Bootsbauer war nicht versichert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Australien-Umrundung endete tödlich für 78-jährigen Einhandsegler
(04.06.13) Am Nachmittag des 4.6. wurde ein Einhandsegler aus Queensland zwei Kilometer östlich von Badger Island aus der See gezogen. Die sechs Meter lange Yacht des 78-jährigen war an der Südseite der Insel, die zur Furneaux Group gehört, westlich von Flinders Island gestrandet. Der Skipper hatte um 1.45 Uhr Tamar Sea Rescue über VHF um Hilfe gebeten. Das tasmanische Polizeiboot “Protector III” lief aus Lady Barron aus und fand um 5.45 die Yacht teilweise gesunken vor. Vom Segler fehlte jede Spur. Mit dem Tageslicht beteiligte sich auch ein Hubschrauber an der Suche nach ihm. Die Yacht ging unterdessen vollständig unter, nur noch die Mastspitze mit einem Stück Segel blieb sichtbar. Der Mann war auf einer Umsegelung Australiens.
Quelle:Tim Schwabedissen



Odyssey Marine nimmt Schatzbergung wieder auf
(04.06.13) Die Odyssey Marine Exploration Inc. hat ihre diesjährige Kampagne am Wrack der SS “Gairsoppa” im Nordatlantik mit der "Seabed Worker" begonnen. Im Sommer 2012 hatte die in Tamp ansässige Firma 48 Tonnen Silber aus dem Wrack holen können, bevor die Sturmsaison begann. Sie vermutet aber noch mindestens weitere 1,600 Barren darin. Die "Gairsoppa" wurde 1941 von einem deutschen U-Boot torpediert. Odyssey hat Verträge mit dem britischen Department for Transport für die Arbeiten an der “Gairsoppa” wie auch der SS "Mantola" und darf 80 % des Wertes des Bergungsgut einbehalten. Wenn die Arbeiten an der "Gairsoppa" abgeschlossen sind, will Odyssey sich der "Mantola zuwenden, die 600,000 Unzen Silber enthalten könnte. Sie wurde im 1. Weltkrieg torpediert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mary Rose-Museum in Portsmouth
(Bild: Portsmouth-Historic-Dockyard) Großbild klick!
Mary Rose-Museum in Portsmouth eröffnet
(03.06.13) Am 31.5. wurde im historischen Hafen von Portsmouth das "Mary Rose Museum" eröffnet. Es zeigt das in einer Schlacht gesunkene Kriegsschiff von Heinrich VIII. und rund 19.000 geborgene Artefakte. Das Museum entstand in den vergangenen Jahren direkt neben dem Trockendock, in dem HMS „Victory“, das ältesten im britischen Marinedienst befindliche Schiff, auf dem Lord Nelson während der Schlacht bei Trafalgar tödlich verwundet wurde, präsentiert wird.
Die "Mary Rose wurde 511 erbaut und war das Lieblingsschiff von Heinrich VIII. Nach 34 Jahren kenterte es am 19.7.1545 im Solent und sank binnen 20 Minuten. 700 Männer fanden den Tod, nur 35 überlebten 1971 wurde das Wrack wieder entdeckt, 1982 gehoben und seit 30 Jahren konserviert. Historiker bezeichneten das Wrack wegen der 19000 hervorragend erhaltenen Zeitzeugnisse als "Großbritanniens Pompeji".
31 Jahre lang wurde das Wrack dann konserviert. Noch weitere fünf Jahre wird das mit einer Wasser-Wachs-Mischung stabilisierte Schiff nun noch getrocknet. Das Museum gibt nun den weltweit besten Einblick in das Leben, wie es vor 500 Jahren war. Äußerlich ähnelt das aus dunklen Holzplanken neu errichtete Gebäude einem Walfisch. Besucher hören beim Betreten Wellen und das ächzende Schiff. Er wird, beginnend am Heck, an der gesamten Schiffslänge von 40 Metern entlang geführt. Durch die Fenster der Heißluftbox, in der die Trocknung stattfindet, kann er auf der rechten Seite die vielfach abgestützte offene und 12 Meter hohe Wrackhälfte einsehen. Nur die im Schlamm versunkene Hälfte blieb erhalten.
Links vom Gang sind die Funde, Bronzekanonen, Kugeln, Kajüten, Schiffsseile oder Ziegelsteinöfen, ausgestellt. Die Galerien an den Enden der Gänge auf den insgesamt drei Etagen zeigen die Habe der Crew. Videofilme, Audios und Touchscreens lassen die Tudor-Zeit auch multimedial lebendig werden. Mit Hilfe der Forensik wurden die Gesichter von neun der 179 gefundenen Skelette rekonstruiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Restaurantschiff gegen Brücke getrieben – 45 Gäste evakuiert
(03.06.13) Am Abend des 1.6. hat das Restaurantschiff „Ivoire“ auf der Seine Motorausfall erlitten. Das Schiff geriet ins Treiben und kam quer zu den Pfeilern der Pont de Bercy zu liegen. 45 Gäste wurden von der französischen Polizei gegen Mitternacht evakuiert. Bei der „Ivoire“ handelt es sich um die ehemalige Peniche „Le Compiegne“, „Caboteur“ und „Besancon“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Belgier prüfen, aus Georg Büchner-Wrack Herzstück des Wrakkenmuseums zu machen
(03.06.13) Am Abend des 2.6. verließ die 35 Meter lange "ORP Macko" (MMSI-Nr.: 261225000) der polnischen Marine mit einem Taucherteam an Bord den Hafen von Gdingen mit Kurs auf die Untergangsstelle der „Georg Büchner". Zwei Stunden vor Erreichen der Position wurde das AIS abgestellt, wohl, um ein Ermitteln der genauen Lage zu erschweren und damit auch mögliche Plünderungen des Wracks.
Die polnischen Seeschifffahrtsbehörden hatten zuvor bereits eine Sperrzone um die "Georg Büchner" eingerichtet und das Schiff zum gefährlichen Wrack erklärt. Andere Schiffe müssen die Untergangsstelle entsprechend mit einem Abstand von 500 Metern umfahren laut der am 1.6. gegen 22 Uhr herausgegebenen Navigationswarnung des Hydrografischen Amt in Gdingen. Zuvor hatten die Behörden die genaue Position des Wracks mit 54 Grad, 56,020 Minuten nördlicher Breite und 18 Grad, 31,713 Minuten östlicher Länge vor dem Kap Rozewie angegeben.
Ein Suchflugzeug der polnischen Küstenwache hatte dort einen dunklen Fleck auf dem Wasser ausgemacht. Am Nachmittag des 1.6. hatte die 62 Meter lange "Orp Arctowski" (MMSI-Nr.: 261246000) die Position immer wieder großräumig abgefahren, wohl um die genaue Position der "Büchner" zu vermessen, wo die Wassertiefe 30-40 Meter beträgt. Wie gefährlich die "Büchner" für den laufenden Schiffsverkehr ist, untersuchten die polnischen Behörden entsprechend noch.
Davon wird auch abhängen, ob das Wrack gehoben wird oder für immer auf dem Grund der Ostsee liegen bleibt. Der belgische Verband Watererfgoed Vlaanderen (Wassererbe Flandern) hat die „Georg Büchner“ noch nicht endgültig aufgegeben. Er machte mit der polnischen Regierung aus, dass niemand zum Wrack tauchen darf.
Ihr Traum ist, das Schiff nach Antwerpen ins dortige Wrackmuseum zu bringen. Mit der Hansekogge von Koel aus dem 14. Jahrhundert, der „Belgica“ aus dem 19. Jahrhundert und der einstigen „Charlesville“ aus der Kolonialzeitkönnte dort ein weltweit einzigartiges Museum entstehen. Auf der „Belgica“ wurde die erste wissenschaftliche Südpol-Expedition und zugleich die erste im arktischen Winter durchgeführt.
Das Wrakkenmuseum wäre weltweit in seiner Art einzigartig und hätte das Potenzial, das meistbesuchte belgische Museum zu werden, in dem 700 Jahre internationale maritime Geschichte präsentiert werden. Alle Schiffe weisen einen Zusammenhang mit der Geschichte Belgiens, Flandern und Antwerpens auf. Die Doeer Kogge wurde um das Jahr 1325 erbaut und im Jahr 2000 während der Erdarbeiten für den Bau des neuen Container-Terminal im Hafen von Antwerpen entdeckt. Sie ist älter als die Bremer Kogge, die aus der Zeit um 1380 stammt und spiegelt die Bedeutung der flämischen Häfen, insbesondere Brügge und Antwerpen, im Mittelalter und ihre wichtige Rolle im Handel der Hanse wider.
Die historische Bedeutung wurde von der flämischen und internationalen wissenschaftlichen Forschung bestätigt. Die flämische Regierung investierte erhebliche Mittel in das Projekt, sie zu bergen und zu konservieren, was bis 2024 dauern wird. Die „Belgica“ war ein 39 Meter langer, hölzerne Dreimaster von 263 Tonnen, der 1884 in Svelvik in Oslo gebaut und mit dem Namen „Patria“als Walfänger in den Polarregionen eingesetzt wurde. 1896 wurde das Schiff im vom belgischen Polarforscher Adrien de Gerlache gekauft und zum Expeditionsschiff umgebaut. Im folgenden Jahr lief das Schiff unter dem Namen „Belgica“ zur ersten wissenschaftlichen Südpol-Expedition aus.
Während dieser Reise war der Norweger Roald Amundsen der zweite Steuermann. Die „Belgica“ wurde das erste Schiff, das in der Antarktis überwinterte. Es folgten noch weitere drei Reisen zum Südpol. Im Jahre 1916 kam das Schiff in norwegische Hände und wurde zum Transport von Kohle und als schwimmende Fischfabrik genutzt, ehe sie als schwimmendes Kohlelager endete. 1940 wurde sie von der Royal Navy in Harstad requiriert.
Das Schiff diente dann als schwimmendes Munitionslager, bis es von deutschen Bombern in der Bucht von Brurvik versenkt wurde. Seit einigen Jahren propagiert der Reeder Willy Versluys aus Ostende die Bergung des Wracks und dessen Rückkehr nach Belgien. Die Belgica Genootschap unterstützt dieses Vorhaben und hat den Bau einer Replik gestartet. Die „Charlesville“ wiederum diente der Reederei Compagnie Maritime Belge (CMB) im Fracht-und Personenverkehr zwischen Antwerpen und Matadi in der damaligen Kolonie Belgisch-Kongo.
Nach der Insolvenz des Rostocker Trägervereins erarbeiteten die Belgier ein konkretes Konzept für die Erhaltung des Schiffes samt einem Liegeplatz im Trockendock im alten Hafen von Antwerpen. Ende April bestätigte ein belgisches Experten-Team die Durchführbarkeit des Projekts. Watererfgoed nahm nun Gesprächen mit den polnischen Behörden und internationalen Bergungsunternehmen auf. Für die Präsentation soll das Potenzial der Antwerpener Dockinsel zwischen Schelde und Kattendijkdock genutzt werden.
Dort bereitet die Stadt Antwerpen bereits eine Sanierung der Insel zur Entwicklung eines maritimen historischen Orts mit einem neuen maritimen Museum und einer Werft vor. Die „Charleville“ könnte im Trockendock geschützt 1 aufgestellt werden, nur wenige Gehminuten von neuen touristischen Attraktionen wie dem Museum am dem Fluss und dem Red Star Line Museum entfernt. Der Museumshafen, Yachthafen, das neue Gebäude der Hafenbehörde von Zaha Hadid befinden sich bereits im Zentrum einer der dynamischsten und attraktivsten Gegenden der Stadt. Dies würde durch das Wrakkenmuseum ergänzt werden können nach dem Vorbild des Wasa-Museums in Stockholm, das jährlich 1,2 Millionen Besucher anzieht, das doppelte wie geplant, oder des Titanic-Museums in Belfast, das im ersten Jahr seines Betriebs bereits 807,340 Besucheranlockte. So hofft man, auch in Antwerpen aus dem maritimen Erbe eine Goldgrube machen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier saß auf Elbe fest
(03.06.13) Am Abend des 2.6. ist der britische Bulkcarrier "Ghent Max", 38489 BRZ (IMO-Nr.: 9164641), von Riga commend auf der Fahrt nach Hamburg auf der Elbe vor Otterndorf auf Grund gelaufen. Die Schlepper "Wolf", "Bugsier 10", „Bugsier 21“ und "Neuwerk" sowie das Polizeiboot "Bürgermeister Brauer" kamen zu Hilfe. Am Vormittag des 3.6. wurde der Havarist elbaufwärts geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter wartete nach Maschinenschaden vor Travemünde einen Tag auf Schlepper
(03.06.13) Am 31.5. erlitt die schwedische Roro-Fähre "Birka Exporter", 6620 BRZ (IMO-Nr.: 8820860), auf der Fahrt von Norrköping nach Travemünde Maschinenschaden und musste vor der Travemündung ankern, um von einem Schlepper an den Kai gebracht zu werden. Dieser musste aber erst aus Rostock angefordert werden. Deshalb wurde der Havarist erst am 1.6. an den Lehmann-Kai gezogen und dort gegen 13 Uhr vertäut. Nach 24 Stunden war die Reparatur erledigt, und die „Birka Exporter“ konnte nach Hallstavik auslaufen, wo sie am 4.6. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker bei Kollision im Houston Ship Channel beschädigt
(03.06.13) Der griechische Tanker “Minerva Maya” kollidierte am 2.6. gegen neun Uhr auf dem Houston Ship Channel mit dem amerikanischen Schlepper „M.L. Crochet“, der dort mit fünf Bargen unterwegs war. Der Tanker lief in Ballast und wurde am Backbordbug oberhalb der Wasserlinie aufgerissen. Auch die Bargen erlitten Schäden, konnten aber kurz nach dem Zusammenstoß gesichert werden. Die “Minerva Maya”, (IMO-Nr.: 9233234), hat eine Tragfähigkeit von 105709 Tonnen und wurde 2002 erbaut. Sie hat als Manager die Minerva Marine Inc. Bei der „M.L. Crochet“ (MMSI-Nr.: 367008750), handelt es sich um einen 20 Meter langen Schubschlepper.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölrig "Island Innovator“ (Bild: Sindre Helkheim) Großbild klick!
Ölrig bei Bergen stabilisiert
(02.06.13) Am 31.5. gegen Mittag war die Arbeit zum Abdichten der Leckage an Bord des Ölrigs "Island Innovator“, das bei Taucherarbeiten am Werk der Odfjell Drilling in Hanøytangen vor Bergen entstanden war, noch nicht abgeschlossen. Durch Ballasten war aber die Schlagseite reduziert worden. Ein Ankerzeiher der Farstad Shipping stabilisierte das Rig während der Arbeiten. Die Taucher hatten zwei schadehafte Ventile auswechseln wollen, als in einem Rohr ein Leck entstand. Zwei Magnetmatten wurden darauf platziert. Über das Wochenende sollte das restliche Wasser gelenzt und der entstandene Schaden untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Vilde in Flammen (Bild: Kystvakta) Großbild klick!
Zwei Kutterfischer entkamen nur knapp einem Brand
(02.06.13) Am 31.5. wurde der norwegische Kutter "Vilde - F 160 TN, 10 BRZ, 15 Meilen nördlich von Vardo durch ein Feuer zerstört. Die zweiköpfige Crew flüchtete in eine Rettungsinsel, aus der sie von einem anderen Kutter geborgen wurde. Das Küstenwachboot „Harstad“ assistierte mit seinen zwei Speedbooten bei der Brandbekämpfung und schleppte das Wrack gegen acht Uhr nach Svartnes in den Fischereihafen ein.
Die beiden Fischer, die ihre Fangfahrt fast abgeschlossen hatten, als sie den Brand entdeckten, waren gegen ein Uhr früh an Deck gewesen. Sie konnten nicht mehr ans Funkgerät gelagen und mussten in aller Eile die Insel ausbringen. Auch der Versuch, noch an ein Handy zu gelangen, wurde mit leichten Brandverletzungen bezahlt. Ein anderer Kutter sah aber die Rauchwolke und alarmierte dann die Polizei. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl geriet auf BBC Arizona in Brand
(02.06.13) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "BBC Arizona", 9618 BRZ (IMO-Nr.: 9501253), geriet am 31.5. am Valdez Container Terminal in Brand. Das Valdez Fire Department wurde ebenfalls alarmiert und stellte als Brandursache fest, dass Öl, das aus einer Reihe von Containern gelaufen war, sich bei Arbeiten, bei denen hohe Temperaturen entstanden, entzündet hatte. Die Coast Guard wurde um 11:45 Uhr alarmiert, Sicherheitsteams aus Valdez waren 15 Minuten darauf vor Ort und stellte fest, dass Trafo-Öl ausgelaufen war.
Es konnte auf dem Deck des Frachters gehalten werden. Der Hafenkapitän des Port Prince William Sound arrestierte das Schiff und stoppte die Verladetätigkeiten, bis alle Reiningungsarbeiten abgeschlossen waren. Der Eigner, die W. Bockstiegel Reederei GmbH & Co. KG in Emden, beauftragte damit die Emerald Services Inc. Diese legte ölabsorbierende Pads aus und schloss die Speigatten, damit kein Öl ins Wasser gelangen konnte. Inspektoren der MSU Valdez nahmen am Morgen des 1.6. eine Hafenstaatskontrolle vor. Unter Aufsicht der Coast Guard nahm die Emerald Services Inc. auch Ölproben zur Analyse. Der Frachter kam aus Qinhuangdao in China.Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier treibt im Atlantik
(02.06.13) Der Capesize-Bulkcarrier „UBC Olimbus“ erlitt auf dem Atlantik etwa , 360 Meilen östlich von Florida am 27.5. Maschinenschaden und trieb in der See. Die letzte Position am 31.5. um 07:53 wa 30 22 N 074 02 W. Die „UBC Olimbus“, 1187432 tdw (IMO-Nr.: 9463669), wurde 2011 erbaut, führt die Flagge von Gibraltar, und läuft für die holländischen Feederlines. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Mittelmeer vermisst
(02.06.13) Der kambodschanische Frachter „Batur“ wurde in Zypern am 30.5. überfällig gemeldet. Das letzte AIS-Signal wurde am 5.5. in der Ägäis vor Griechenland empfangen, las das Schiff auf der Fahrt von Istanbul nach Libyen war. Die „Batur“, 3134 tdw (IMO-Nr.: 7436545), wurde 1974 erbaut und ist für die türkische Granat Shipping & Trading Co. eingetragen. Quelle: Tim Schwabedissen



Rätselraten über Untergang der „Georg Büchner“
(02.06.13) Die exakte Wrackposition des Rostocker Kombischiffes „Georg Büchner“ wurde nach Vermessungsarbeiten der polnischen „ORP Arctowski“ (MMSI-Nr.: 261246000) mizt 54-56,020 N 018-31,713 O festgelegt. Die Wassertiefe dürfte dort rund 37 Meter, abfallend bis rund 100 Meter, betragen. Es wurde eine Schifffahrtswarnung vor einem gefährlichen Wrack herausgegeben. Das polnische Ölbekämpfungsschiff „Kapitan Poinc“, 1347 BRZ (IMO-Nr.: 9072290), das ebenfalls vor Ort gewesen war, kehrte unterdessen nach Gdingen zurück.
Das Maritime Office in Gdingen überwachte weiter engmaschig die Situation am Wrack wegen einer möglichen Umweltverschmutzung. Rätselhaft blieben weiterhin die Umstände des Untergangs. Nachdem der Kurs des Schleppzugs nach dem Auslaufen aus Rostock am 28.5. um 10.30 Uhr ohnehin unerklärlich dicht unter der polnischen Küste nach Südosten statt nach Norosten in Richtung des Zielhafens Klaipeda abgesetzt worden war, hatte in der Danziger Bucht der Kapitän des Schleppers „Ajaks“’, 335 BRZ (IMO-Nr.: 7514658), um 18.54 Uhr die Behörden informiert, dass sein Anhang bei nur drei Windstärken starke Schlagseite entwickelt habe und im Sinken begriffen sei. Um 19.35 Uhr wurde der VTS Danziger Bucht informiert, dass das Schiff keinen Auftrieb mehr habe und die Schleppleinen durchtrennt wurden, und um 20.25 Uhr war die "Georg Büchner" etwa 8,6 Seemeilen nordnordöstlich vom Kap von Rozewie gesunken.
Das Seeamt in Gdingen, das für die Sicherheit in der Danziger Bucht zuständig ist, leitete nach dem Einlaufen der „Ajaks“ und dem Festmachen am DCT Gdansk Container Terminal am 31.5. um kurz vor zwei Uhr eine Untersuchung ein. Den Unfallhergang soll die polnische Staatliche Kommission für die Untersuchung von Seeunfällen ermitteln. Für Horst-Günther Tolzien, den Manager der Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Gesellschaft Bugsier in Rostock, stellte der Untergang ein vollkommenes Rätsel dar. Eines seiner Schiffe, die „Bugsier 16“, 239 BRZ (IMO-Nr.: 9021124), hatte die "Georg Büchner" vom Rostocker Stadthafen hinaus auf die Ostsee geschleppt, weil die „Ajaks” plötzlich nicht mehr wendig genug gewesen zu sein schien.
„Die „Georg Büchner“ sei zu der Zeit absolut schwimmfähig gewesen und zuvor auch von mehreren Experten genauestens auf ihre Seetauglichkeit hin untersucht worden. Allerdings hielten Experten eine Undichtigkeit der Kühlwassereinleitungen für möglich, die korrodiert sein könnten. Torsten Vetter von der Rostocker Lotsenbrüderschaft, der mit seinen Kollegen den Schlepper und die Büchner aus dem Rostocker Hafen brachte, brachte das mögliche Lösen von Nieten durchgerostet sein. Dann fliegen ein paar Nieten weg, dann lösen sich Platten - und ins Gespräch, als weitere Schwachstelle galten weiterhin Bulleyes, die zur Zeit der Nutzung als Wohnschiff im Bereich der Wasserlinie in den Rumpf geschweißt worden waren, auch wenn diese akribisch abgedichtet wurden. Zeugen wollten gesehen haben, wie die „Ajaks“ in diesem Bereich beim Auslaufen kräftig gegen den Rumpf gedrückt hatte.
Genauso unerklärlich blieb n der Zick-Zack-Kurs, den die „Ajaks“ am Ort des Untergangs beschrieb. Spekulationen, der Schlepper könne damit absichtlich ein Krängen verursacht und zum Sinken beigetragen haben, hielt der Bugsier-Manager für unrealistisch. Das Verhalten der Schleppercrew sei ihm unerklärlich: Wenn ein Schiff Schlagseite bekomme, würde ein Schlepperkapitän versuchen, es in flaches Wasser zu bekommen und dort aufzusetzen, statt es ganz zu verlieren. Zeit genug dürfte müsste seiner Ansicht nach gewesen sein, denn ein derartiges Schiff entwickle nicht von einem Moment auf den anderen Schlagseite, was auch der erste Bericht der polnischen Hafenbehörden belegte. Rätseln tut auch Andreas Wulf von der Cuxhavener Schlepper-Reederei Otto Wulf, die die polnische „Ajaks” im Auftrag des „Georg-Büchner“-Käufers gechartert hatte.
Doch wohl wegen der laufenden Untersuchungen verweigerte er den Kommentar. Überrasch gab sich Dr. Tobias Schulze, der Insolvenzverwalter des Trägervereins, der das Schiff an die auf den Seychellen registrierte Argent Venture Limited verkauft hatte. Er sah aber keine Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen Versicherungsbetrug handeln würde, auch wenn auf die mögliche Diskrepanz von dem Kaufpreis von 800000 Euro gegenüber einer Versicherungssumme von vier Millionen hingewiesen wurde, dann dann wäre das Schiff ja wohl auf einer größeren Wassertiefe als 40 Metern versenkt worden. Schon wenige Seemeilen weiter wäre die Wassertiefe deutlich höher gewesen. Er ging weiter davon aus, sein Geld zumindest zu bekommen, da der Verkauf mit dem Ablegen von der Kaikante als verkauft galt, und hoffte auf eine zeitnahe Überweisung des Geldes, das noch auf einem Notaranderkonto in Hamburg deponiert war.
Die Stadt Rostock sollte dann wie vertraglich ausgehandelt eine Sume von 400000 Euro bekommen, die vom Kaufpreis nach Abzug aller Kosten aus dem Insolvenzverfahren übrig geblieben waren. Das Schiff sei nicht überversichert gewesen, sodass der Käufer in jedem Fall nicht viel mehr als den Kaufpreis wieder herausbekommen würde. Sicher ist, dass mit dem Untergang vielerlei Debatten, Spekulationen und Verschwörungstheorien Tür und Tor geöffnet wurde und das Thema die Menschen an der Ostseeküste noch länger beschäftigen wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in Wien
(02.06.13) Bei der Kollision zweier Schiffe am Anleger Nußdorf in Wien-Döbling ist am 31.5. gegen Mittag ein Decksmann verletzt woren. Um 12.30 Uhr war ein Schiff gegen ein bereits dort festgemachtes Fahrgastschiff geprallt. Ein 23-jähriger, der direkt an der Gangway gestanden hatte, erlitt Schürfungvereltzungen. Am Fahrgastschiff entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutterfischer entkamen knapp einem Brand
(02.06.13) Am 31.5. versuchte der Schlepper „Grand Line No. 2“ vergeblich, das Expressboot „Kawan Mas“ bei Giam Bungan, Sungai Rajang, zu bergen. Da es ihm nicht gelang, wurden weitere Versuche aufgeschoben, bis ein Kran verfügbar ist.
Dies konnte aber wegen der Gawai Dayak-Feiertage dauern. Am 4. Tag der Arbeiten wurden diese gegen 16 Uhr daraufhin eingestellt. Zuvor hatten die starke Strömung, einer Überhitzung der Schleppermaschine und ein Motorschaden die Arbeiten zusätzlich verkompliziert. Unter Wasser war die Sicht für Taucher gleich null. Sie sicherten das Wrack, ehe sie die Untergangsstelle verließen. Die 185 Überlebenden sollten eine Entschädigung erhalten. Die meisten kamen aus Pelagus. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutterfischer entkamen knapp einem Brand
(02.06.13) Am 31.5. erlitt der Autofrachter „City of Paris“ im Englischen Kanal Maschinenschaden und wurde von dem Schlepper „Morgawr“ (IMO-Nr.: 7800045), nach Falmouth gezogen, wo er am 1.6. gegen 10 Uhr eintraf und repariert werden sollte. Das Schiff war von Newcastle upon Tyne nach Santander unterwegs. Die „City of Paris“, 9950 BRZ (IMO-Nr.: 9174775), wurde 1999 erbaut, führt die Flagge der Isle of Man und hat als Manager die kanadische Fairmont Shipping Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Arbeitsschiff auf Neckar nach Geisterfahrt gesunken
(02.06.13) Auf dem Neckar sank am 31.5. am Nachmittag ein Arbeitsschiff in der Nähe der Obertürkeimer Schleuse. Es hatte sich zuvor in Esslingen losgerissen und war den Neckar abwärts getrieben. Um 14.50 Uhr ging bei der Polizei Esslingen ein Notruf ein, dass das führerlose Boot auf dem Fluss treibe. Nach einer Stunde sank die 20 Meter lange und fünf Meter breite Schute um 15.40 Uhr vor der Obertürkheimer Schleuse. Eine Bergung war wegen hohen Wasserstands des Neckars zunächst nicht möglich. Das Wrack ragte noch teilweise aus dem Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Angelkutter landete auf Felsen
(02.06.13) Der 11 Meter lange Angelkutter „Lone Shark III“ lief am 29.5. mit 12 Personen an Bord auf einen Felsen 1,5 Meilen südöstlich von Alderney. Das Schiff war auf der Rückfahrt von einer Charterfahrt und entwickelte nach der Havarie starke Schlagseite. Es erreichte den Hafen, wo es aus dem Wasser gehoben wurde. Unglücksursache war wohl ein Navigationsfehler. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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