<> Seenotfälle Mai 2013

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Georg Büchner (Bild: Wikipedia)   Großbild klick!
Skandal um Georg Büchner findet Ende auf dem Meeresgrund
(31.05.13) Die umstrittene Reise des polnischen Schleppers "Ajaks", 335 BRZ (IMO-Nr.: 7514658), mit dem historischen Rostocker Kombischiff „Georg Büchner“, 11090 BRZ (IMO-Nr.: 5060863), angeblich zu einer weiteren Verwendung in Klaipeda nahm ein spektakuläres Ende. Beobachtern war am 30.5. aufgefallen, dass der mit 4,5 Knoten gen Osten laufende Schleppzug, der mit 4,5 Knoten unterwegs war, auf einmal Kreise zu drehen begann.
Dann wurde das AIS-Signal des Schleppers abgestellt, und gegen 199.50 Uhr nahm der Schlepper mit nun fast 10 Knoten Fahrt Kurs auf Danzig, wo er am 31.5. um 1.50 Uhr eintraf – ohne die „Georg Büchner“. Wie sich inzwischen herausstellte, war das Schiff gegen 18 Uhr auf Position 54-55.8N 018-31.3E nordöstlich von Rozewie gesunken. Am Morgen gab der polnische Hydrografische Dienst eine Warnung heraus, dass ein das Objekt mit einer Länge von 154 Metern in der Ostsee westlich von Danzig gesunken sei. Wegen unbekannter Tiefe wurde zu Wachsamkeit und Vorsicht aufgerufen. Mittlerweile bestätigte auch der Rostocker Hafenkapitän Gisbert Ruhnke, dass die „Georg Büchner“ auf dem Meeresgrund liegt. Die Stelle befindet sich im polnischen Hoheitsgewässer innerhalb eines Hauptschifffahrtsgebiets Richtung Danzig und Dänemark.
Das Schicksal des seit Jahrzehnten als maritimes Wahrzeichen im Rostocker Hafen liegenden Kombifrachters hatte sich in den vergangenen Monaten zu einem Possenspiel mit undurchsichtigen Rollen verschiedener Akteure entwickelt. Erstmals im Dezember 2012 wurden Gerüchte laut, dass das historische Schiff wegen seines heruntergekommenen Zustandes nicht mehr zu halten und von dem Betreiberverein für 750.000 Euro an Abbrecher in Klaipeda verkauft worden sei. Der Trägerverein könne das Schiff nicht länger unterhalten.
Zunehmender Rostfraß, steigende Ölpreise und eine bevorstehende TÜV-Prüfung für den Heizkessel seien für den Trägerverein "Traditionsschiff Rostock", der das Kombischiff lange Jahre als Hotel betrieb, zu teuer geworden. Rund fünf Millionen Euro, so wurde geschätzt, seien notwendig, um die „Georg Büchner“ zu reparieren. Die Bürgerschaft verzichtete auf ihr Vorkaufsrecht. Das Geld aus der Verschrottung wollte der Verein in ein neues Hostel in der Rostocker Innenstadt investieren. Ein offenbar gutes Geschäft für den Verein, der das Schiff im Jahr 2001 selbst für eine symbolische Mark von der Stadt übernommen hatte.
Die Stadt, die über die Jahre selbst Millionen in Liegeplatz und Instandhaltung investiert hatte, wäre bei diesem Deal leer ausgegangen, weil der zwölf Jahre alte Vertrag keine Beteiligungs-Klausel enthielt. Der Förderverein Traditionsschiff wandte sich an das zuständige Denkmalpflegeamt im Rostocker Rathaus in der Erwartung, dass dem Antrag auf Verschrottung problemlos stattgegeben werde. Neuer Besitzer war seit dem 13.12. eine ungenannte Briefkastenfirma mit Sitz auf den Seychellen, die das denkmalgeschützte Schiff auf dem Western Shipyard in Klaipeda, auf der auch die „Lisco Gloria“, 20.140 BRZ (IMO-Nr.: 9212151), zerlegt worden war, verschrotten lassen wollte. Nun aber wurden Seefahrtshistoriker in Belgien, wo in den vergangenen Jahren schon mehrere letztlich erfolglose Versuche gestartet worden waren, das Schiff in seine einstige Heimat zu holen, wieder auf den Veteranen aufmerksam und reisten Anfang 2013 an mit dem Ziel vor dem Verschrotten retten.
Eric van Hooydonk, auf Seerecht spezialisierter Anwalt und Vorsitzender des flämischen Dachverbands für das maritime Erbe „Watererfgoed Vlaanderen“, suchte bereits seit 2008 nach Partnern und vor allem Finanziers, die das Schiff zurück an seinen Entstehungsort holen könnten. Seitens der belgischen Regierung hatte kein Interesse, sich finanziell an dem mit der Kolonialgeschichte des Landes eng verbundenen Schiff zu beteiligen, um es im Hafen von Antwerpen als Museumsschiff zu nutzen.
Der Zustand der „Georg Büchner“ erwies sich als insgesamt besser als von der Delegation befürchtet. Fünf Millionen Euro würde eine Instandsetzung wohl dennoch kosten. Das Schiff könnte aber, wenn es auch in Belgien als Denkmal anerkannt würde, durch den Staat zu 80 Prozent gefördert werden. Um in den Genuss dieser Unterstützung zu gelangen, müsste der ein belgischer Eigentümer entsprechende Nachweise darüber bringen, dass das Schiff original sei sowie eine Bewertung des Zustands liefern. Ungeachtet dessen liefen im Rostocker Stadthafen die Vorbereitungsarbeiten für die Verschrottung der „Georg Büchner“ an“.
Es wurde begonnen, sie für die Überführung nach Litauen seefest zu machen. Doch der ursprünglich für den 10.1. anvisierte Auslauftermin konnte nicht gehalten werden. Erst wenn das Schiff gegen Seeschlag gesichert war, durfte es auf die Ostsee hinaus geschleppt werden. Mit den Arbeiten wurde eine örtliche Marinetechnik-Firma betraut. Schweißer mussten die 60 Bullaugen direkt über der Wasserlinie verschließen, damit kein Wasser eindringen konnte. Froschmänner der Baltic Taucher vermaßen die Wandstärke des Unterwasserschiffs und prüften die Nieten auf Festigkeit. Bewegliches Gut musste gesichert werden. Mitte des Monats hieß es dann plötzlich, es gebe eine völlig neue Situation: Die Stadt Rostock sei bereit, das Schiff für einen Euro an die belgische Organisation Watererfgoed Vlaanderen abzugeben, wenn diese die Erhaltung des Schiffes garantiert Der Kaufvertrag mit dem Abwracker, so hieß es, sei aus Denkmalschutzgründen widerrufen worden. Denn bevor das Schiff Rostock verlassen dürfte, müsste es erst von der Denkmalsliste gestrichen werden, und über die beantragte Streichung sei noch gar nicht entschieden worden. Das in letzter Instanz zuständige Landesamt für Kultur und Denkmalpflege teilte mit, dass bislang keine Anträge zur Zukunft des Schiffes vorlägen.
Der Rostocker Förderverein Traditionsschiff als Betreiber hatte nur bei der Stadt einen nicht bearbeitungsfähigen Antrag eingereicht, das Schiff von der Denkmalliste zu streichen. Der Antrag wurde zur Überarbeitung zurückgeschickt, weil er in sich widersprüchlich war. Sollte die untere Denkmalschutzbehörde der Stadt dem Antrag folgen, müsste dann auch noch das Landesamt zustimmen. Im Falle einer Zuwiderhandlung drohte eine Konventionalstrafe von 1,5 Millionen Euro. Die belgische Botschaft bat nach Bekanntwerden dieser Information die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern um Amtshilfe. Am 16. Januar gab es eine ausführliche Debatte über den Fall der „Georg Büchner“ im flämischen Parlament. Dabei berichtete Geert Bourgeois, verantwortlicher Minister für Denkmalschutz, über die Gespräche zwischen der flämischen Regierung und den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern. Es wurde deutlich, dass die „Georg Büchner“ tatsächlich noch unter Denkmalschutz stand und keine Genehmigung vorlag, das Schiff abzuschleppen und zu verschrotten.
Daher wurde auch die geplante Verbringung des Schiffes nach Litauen durch die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern vorerst untersagt. Unbeirrt ließ aber der Förderverein die Arbeiten fortsetzen. Am 21.1. wurde Wasser in die Ballasttanks gepumpt und das Ladegeschirr gesichert, außerdem wurde die erste Gangway demontiert. Der in Wolgast stationierte, Cuxhavener Schlepper Taucher „Wulf 5“, 154 BRZ (IMO-Nr.: IMO:6907169), machte einen ersten Probeanlauf. Keine Änderung der Lage sah auch der Rostocker Hafenkapitän, der den Namen des Käufers erst preisgeben wollte, wenn das Schiff die Warnemünder Molenköpfe passiert hat. Offenbar war auch ein Teil des Geldes bereits gezahlt worden, und der Rest sollte mit Ablegen des Schiffes fließen. Michael Bednorz, Leiter des Landesamts für Kultur und Denkmalpflege, hielt dies aber für ausgeschlossen. Es könne noch kein Eigentümerwechsel stattgefunden haben: „Wenn der Eigentümer eines Denkmals nicht in der Lage ist, ein Denkmal zu erhalten, muss er das der Denkmalschutzbehörde anzeigen. Wir prüfen, ob das stimmt, mit einer Wirtschaftlichkeitsprüfung.
Wenn ja, prüfen wir – im Dialog mit dem Eigentümer –, ob ein potenzieller Eigentümer gefunden werden kann, der es erhalten will und kann. Für die „Georg Büchner“ liegt uns kein solcher Antrag vor.“ Ohne dieses Prozedere sei es unmöglich, ein Denkmal zu verkaufen. In den Akten der Behörde fand sich auch kein einziges Schriftstück über eine Zusage, des Denkmalpflegeamtes. Offenbar hatte es nur eine mündliche Zusage eines Mitarbeiters gegeben, und es wurde versäumt, wie vorgeschrieben, das Landesamt zu dem Antrag anzuhören. Der am 14. Januar vom Verein gestellte Antrag über die Streichung aus der Denkmalliste war nicht ebenfalls irrelevant: Ein Denkmal wird erst aus der Liste gestrichen, wenn es nicht mehr existiert.
Eric Van Hooydonk hatte inzwischen auch Kontakt mit dem Landesamt für Denkmalpflege aufgenommen und um zwei Wochen Zeit gebeten, um eine Lösung zu finden. Wenn er einen Käufer mit einem tragfähigen Konzept für den Erhalt der „Georg Büchner“ präsentiere, würde dieser das Schiff für einen Euro bekommen, sagte die Behörde zu. Die städtische Denkmalpflegerin Uta Jahnke ordnete an, dass das Schiff nicht zu bewegen sei, bis das alles geklärt ist. Für den 23.1. wurde ein erstes Treffen von Stadt- und Landesdenkmalpflegern mit der Vereinsführung anberaumt, bei dem geklärt werden sollte, ob die Begründung für Verkauf und Verschrottung stichhaltig war und welche Auf- und Einbauten des Schiffes schon ohne Erlaubnis der Denkmalpfleger entfernt wurden.
Am 23.1. gingen die Denkmalschützer und Stadtvertreter an Bord. Es nahmen Dr. Michael Bednorz, Direktor des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, Annette Krug, Referentin Technische Denkmale des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Werner, kommissarischer Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalpflege der Hansestadt Rostock, Uta Jahnke, Stadtkonservatorin im Amt für Kultur und Denkmalpflege, Berthold Brinkmann und Christian Plothe als externer Sachverständige, Reinhard Schwarz, Vorsitzender Fördervereins Traditionsschiff Rostock e.V. sowie Klaus Janßen, Geschäftsführer des Vereins teil. Nach der Begehung berieten Vertreter des Fördervereins Traditionsschiff Rostock e.V. und der Denkmalpflege über den Antrag des Vereins auf Erteilung einer Denkmalschutzrechtlichen Genehmigung nach § 7 Abs. 1 Denkmalschutzgesetz Mecklenburg-Vorpommern.
Das Fazit war, dass die denkmalrelevanten Teile gut erhalten seien und einer Verschiffung ins Ausland und einer eventuellen Verschrottung daher auf Grundlage der vorliegenden Unterlagen nicht zugestimmt würde. Nach § 6 Denkmalschutzgesetz Mecklenburg-Vorpommern wurde der Eigentümer verpflichtet, das Schiff im Rahmen des Zumutbaren zu erhalten.
Eine weitere interessante Facette wurde wenig später publik, als durchsickerte, dass es womöglich einen Interessenkonflikt zwischen dem Vorstand des Fördervereins Traditionsschiffe e.V. und der Rostocker Denkmalpflege geben könnte. Denn der Denkmalpfleger Peter Writschan des Denkmalpflegeamts Rostock war laut Amtsgerichtseintrag vom Juni 2011 auch stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Traditionsschiff Rostock e.V. Geschäftsführer Klaus Jantzen hat zudem seine Familie hinter sich, die allein fünf der elf Vorstandsmitglieder des Vereins stellt. Peter Writschan hatte in einem Interview am 11.12.2012 geäußert, dass Schiffe ein Denkmal auf Zeit seinen und es schön war, dass der Trägerverein es zehn Jahre lang im Stadthafen halten konnte.
Er erwartete in dem Interview, dass dem Antrag auf Verschrottung sicherlich stattgegeben werde. Nach Darstellung des Fördervereins sei alles rechtens gelaufen:&xnbsp;Das Schiff wurde zuerst der Stadt zum Kauf angeboten, die aber habe mit Beschluss der Bürgerschaft vom 05.12.2012 auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet, wodurch der Förderverein das Schiff Dritten zum Kauf anbieten durfte. Auch das Innenministerium hätte den Vertrag zu diesem Vorgang damals geprüft und genehmigt. Fraglich war aber, ob der Verkauf auch die Erlaubnis zu einer Verschrottung des Denkmals beinhaltete oder nicht. Ein Denkmal kann auch an Dritte verkauft werden, wenn der Käufer sich dann weiterhin um die Pflege des Denkmals kümmert.
Dies wäre bei einem Verkauf an die belgischen Interessenten wohl gegeben, insbesondere wenn der belgische Staat dieses Vorhaben unterstützen würde. „Rettet Schorsch“ hieß es dann am 25.1. im Rahmen einer Demonstration Rostocker Bürger, deren mit Taschenlampen ausgestattete Teilnehmer symbolisch Licht ins Dunkel um die Vorgänge bringen wollten. Die Vorwürfe der Demonstranten richteten sich vor allem gegen die Stadt und den Förderverein. Nachdem alle Versuche, die „Georg Büchner“ noch zu retten, aus letztlich noch zu klärenden Gründen gescheitert bzw. abgelehnt worden waren, hat die Stadtverwaltung Rostock die „Georg Büchner“ am 14. Mai zur Verschrottung bzw. angeblich nur zu einer anderen Verwendung in Klaipeda freigegeben.
Etwa 300 Menschen, darunter auch Seeleute, die auf dem Schiff ausgebildet worden waren oder dort gearbeitet hatten, mussten sich von der „Georg Büchner“ verabschieden. Nach vorbereitenden Arbeiten wurde das Schiff am 28.5. assistiert von dem Schlepper „Bugsier 16“ und „Axel“ von den Polen auf die Ostsee gezogen – wie man nun weiß, in der Tat zu seiner letzten Reise. Ob es sich um einen Versicherungsbetrug handelt, wer von dem Deal mit der Briefkastenfirma, die Eigentümer war, profitierte, warum der Rostocker Oberbürgermeister Methling nichts als Krokodilstränen vergoss, aber die Belgier abblitzen ließ, die das Schiff für einen symbolischen Euro hätten erhalten wollen, wie die Rolle des Insolvenzverwalters ist und warum der Denkmalschutz einknickte, dies alles wird ebenso wie der Grund, warum die „Georg Büchner“ nun versank, zu klären sein.
Die „Georg Büchner“ lief 1950 bei der J. Cockerill S. A. in Hoboken als „Charlesville“ vom Stapel und wurde am 15.2.1951 abgeliefert. Das kombinierte Fracht- und Passagierschiff war letztes von fünf Schiffen der Albertville-Klasse und wurde von der Reederei Compagnie Maritime Belge (Lloyd Royal) S. A., Antwerpen, im Liniendienst zwischen Belgien und Belgisch-Kongo und Angola eingesetzt. Die „Charlesville“ konnte 248 Fahrgäste in einer Klasse befördern und hatte 140 Mann Besatzung. Da es zwischen Belgien und seiner damaligen Kolonie Belgisch-Kongo pendelte, ist es seither eng mit der Kolonialgeschichte des Landes verbunden. Zu Kolonialzeiten waren viele Missionare und Nonnen mit dem Schiff nach Afrika gereist, deshalb gab es sogar eine kleine Kapelle an Bord. Auch mit einem kleinen Swimmingpool, einer kompletten Krankenstation und Kühllagerräumen war das Schiff ausgestattet.
Am 5. Juli 1967 wurde es in Antwerpen an den VEB Deutsche Seereederei Rostock übergeben. Nach einigen Umbauten in der Mercantile Werft Antwerpen wurde es im September 1967 als Fracht-und Ausbildungsschiff „Georg Büchner“ in Dienst gestellt. Es konnte bis zu 150 Matrosenlehrlinge und 20 Ausbilder aufnehmen. Zur Stammbesatzung gehörten 50 Mann. Seit dem 1. Januar 1974 lief sie für die VEB Deutfracht/Seereederei und blieb bis 1977 im Liniendienst Cubalco nach Kuba und Mexiko. Mit der Außerdienststellung am 7.6.1977 wurde die „Georg Büchner“ an die „Betriebsschule Flotte“ der DSR übergeben. Am 25.6. ging das Schiff nach Stettin zur Werft Stocznia Remontowa Gryfia, wo der Umbau zu einem stationären Schulschiff erfolgte.
Am 31.8. machte es am neuen Liegeplatz in Rostock-Schmarl fest und wurde am 5.11. offiziell als stationäres Ausbildungsschiff für die Reederei in Dienst gestellt. Die Übertragung an die Deutsche Seereederei Rostock GmbH erfolgte am 18.6.1990. Die Hansestadt Rostock übernahm das Schiff am 15.3.1991 für den symbolischen Preis von einer D-Mark, um es schon damals vor der drohenden Abwrackung zu bewahren.
Anschließend wurde es in Rostock-Schmarl als stationäres Ausbildungsschiff und Internat der Betriebsberufsschule August Lütgens genutzt. 1991 wurde die „Georg Büchner“ an die Stadt Rostock übertragen, 2003 in den Rostocker Stadthafen verholt, und nach umfangreichen Umbauarbeiten diente sie bis 2012 als Hotelschiff und Jugendherberge. Auch Schulungen und Feiern fanden an Bord statt. Die „Georg Büchner“ hat eine Länge von 153,66 Metern, eine Breite von 19,60 Metern, einen Tiefgang von 8,40 Metern und eine Tragfähigkeit von 10.901 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker auf Kaiserleyfelsen gelaufen
(31.05.13) Beim Einlaufen in den Frankfurter Osthafen 2 kam am 30.5. der mit 1900 Tonnen Heizöl beladene deutsche Binnentanker "Pilator", 3228 ts (EU-Nr.: 02327515), auf dem Kaiserleyfelsen fest. Schuld war ein missglückten Wendemanöver, als das Schiff rückwärts in den Osthafen 2 manövrieren wollte, wo die Ladung gelöscht werden sollte. Das Schiff kam, vielleicht auch wegen starker Strömung, aus dem Fahrwasser und geriet auf die Felsen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt fordere einen Schlepper aus Bingen an. Die Bergung gelang binnen weniger Minuten und verlief problemlos. Während dieser Zeit musste das Fahrwasser für die Schifffahrt gesperrt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiffe auf Neckar kollidiert
(31.05.13) Zwei Binnenschiffe sind am Morgen des 28.5. auf Höhe der Neckarmündung kollidiert. Ein Besatzungsmitglied erlitt dabei leichte Verletzungen. Eines der beiden Schiffe wollte aus dem Neckar kommend seine Fahrt bergwärts auf dem Rhein fortsetzen. Als das Bugstrahlruder ausfiel, trieb das unbeladene Schiff gegen ein mit Düngermittel beladenes Binnenschiff, das in Höhe der BASF an den Dalben lag. Durch die Wucht des Aufpralls entstand erheblicher Sachschaden an beiden Fahrzeugen sowie an den Dalben. Nachdem die Schiffe von Experten begutachtet waren, konnten sie ihre Fahrt fortsetzen. Der Sachschaden belief sich auf rund 200 000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölrig in Hanøytangen nach Wassereinbruch evakuiert
(31.05.13) Das norwegische Rig "Island Innovator", 29351 BRZ (IMO-Nr.: 8769731), erlitt am Morgen des 31.5. gegen 4.200 Uhr Wassereinbruch. Es lag zu Ausrüstungsarbeiten in Hanøytangen in Askøy, Hordaland. An Bord waren rund 100 Personen. Bis auf 37 wurden alle evakuiert, ein Mann leicht verletzt. Die Plattform legte sich bis zu vier Grad auf die Seite, nachdem bei Taucherarbeiten es zu Wassereinbruch in einem Tank gekommen war.
Die Plattform kann aber bis zu 17 Grad widerstehen. Allerdings gerieten die Ankerketten, die sie hielten, unter starken Zug. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste eilten zum Hafen. Die Odfjell Drilling, die die Insel betreiben wird, orderte einen Ankerziehschlepper zur Stabilisierung. Das an Bord verbliebene Personal begann die Insel mit Gegenfluten wieder aufzurichten, und Taucher sollten die Leckage in einem Rohr abdichten. Die Lenzpumpen hatten die Lage gegen sechs Uhr unter Kontrolle. Vorsorglich wurden seit 5.30 Uhr Ölsperren ausgebracht. Das in China erbaute Rig war am 1.2. in Hanøytangen einetroffen und soll ab Sommer für die Bergen Group in der Nordsee tätig werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker bei Kollision vor Galveston beschädigt
(31.05.13) Der unter Malta Flagge laufende Tanker "Profit", 83850 BRZ (IMO-Nr.:9408683), kollidierte auf der Fahrt von Rotterdam nach Houston am 30.5. mit dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "Imperial Spirit", 29996 BRZ (IMO-Nr.:9364801), der von Houston nach Lagos unterwegs war. Der Zusammenstoß ereignete sich 30 Meilen vor Galveston gegen 5:50 Uhr. Die Coast Guard Marine Safety Unit Texas City wurde über die Havarie des mit 19 Millionen Gallonen Rohöl beladenen Tankers informiert, der am Rumpf Schäden davongetragen hatte ebenso wie die mit Weizen beladene "Imperial Spirit". Von der Air Station Houston stieg ein Helikopter auf, und auch das Patroullienboot "Skipjack" wurde mit Inspektoren an Bord in Marshc gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weltumruderer musste sein Boot aufgeben
(31.05.13) In der Nacht zum 31.5. rettete der unter Bermudas-Flagge laufende Flüssiggastanker "LNG Sokoto" 114354 BRZ (IMO-Nr.: 9216303), den holländischen Welumruderer Ralph Tuijn von seinem gekenterten Boot "Me Inc" rund 1900 Kilometer westlich der Cocos Island zwischen Australien und Afrika. Er hatte seinen Notsender aktiviert, nachdem sein Boot mit einem passierenden Tanker kollidiert und umgeschlagen war. Er selbst hatte Verletzungen erlitten und sich auf den Rumpf retten müssen. Es gelang ihm dort, weder Rettungsinsel noch Rettungsweste zu aktivieren. Das Notsignal wurde aber von der Küstenwache aufgefangen, die daraufhin Kontakt mit dem von Singapur nach Nigeria laufenden Tanker aufnahm. Der Ruderer, der die Welt hatte umrunden wollen, wurde mit leichter Unterkühlung aus dem Wasser gezogen. Sein Boot konnte nicht gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sperrwerk soll für Bergung der „Kawan Mas“ geschlossen werden
(31.05.13) Auch am 3. Tag nach der Kenterung gelang es nicht, das gekenterte Expressboot “Kawan Mas” bei Giam Bungan auf Rajang River zu bergen. Bislang wurden ein Toter und 197 Überlebende gerettet. Fünf Passagiere dürften ertrunken sein. Hochwasser erschwerte die Arbeit der Berger. Ein Sperrwerk in Bakun sollte geschlossen werden und so der Wasserpegel reduziert werden. Eine Gruppe von 33 Passagieren wurde am 30.5. nach Kapit gebracht. Sie waren einen Kilometer von der Unglücksstelle entfernt in einem Langhaus in Long Buyan untergebracht gewesen. Sie kamen aus Kapit, Song und Kanowit. Am 28.5. hatte der Frachter “Warisan Bintang” über 50 Schiffbrüchige aufgenommen, und die “Tuai Rumah Bujah Ejau“ hatte 11 weitere gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sinkendes Motorboot (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Alle behielten die Nerven – zügige Rettung von sinkendem Motorboot bei Athlone
(30.05.13) Erleichterung herrschte in Lough Ree am 28.5. nach der erfolgreichen Rettung der sechsköpfigen Crew eines sinkenden Motorbootes durch das örtliche RNLI-Boot. Südlich von Athlone hatte das Boot ein Unterwasserobjekt gerammt und war leckgeschlagen. Es kam sofort zu einem starken Wassereinbruch. Das Rettungsboot barg zunächst drei der Männer, die alle um die 20 waren, ab, und brachte sie nach Athlone, um dann zurückzukehren und die verbliebenen drei zu retten. Die Rettung gelang ohne Probleme, weil trotz des in das Boot rauschende Wasser alle an Bord ruhig blieben und den Instruktionen folgten.
Als alle in Sicherheit waren, eilten die Seenotretter zum dritten Mal zum Havaristen und sahen mit an, wie er versank. Nur Bug und ein Teil der Kajüte blieben sichtbar. Sie verständigten daraufhin die Coast Guard und Waterways Ireland, damit diese die Schifffahrt warnen konnten. Dann kehrte das offene Rettungsboot zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



“CS Crane” (Bild: V_Blaf)   Großbild klick!
Tanker kehrte zur Reparatur von Kollisionsschaden an Geburtsstätte zurück
(30.05.13) Am 29.5. machte der unter Panama-Flagge laufende Tanker “CS Crane”, 7675 BRZ (IMO-Nr.: 9366926), von Kaoshiung kommend bei Dadae in Busan zur Reparatur eines Kollisionsschadens fest. Im backbordseitigen Achterschiff klaffte oberhalb der Wasserlinie ein meterlanger Riss. Knapp unter Hauptdeckshöhe erstreckte er sich bis zum Heckspiegel.
Der Tanker war bereits am 16.10.2010 in eine schwere Kollision verwickelt gewesen, als er mit dem chinesischen Frachter "Fu Ping Yuan", 245 BRZ (IMO-Nr.: 8834976), zusammenstieß, der anschließend sank. Die „CS Crane“ hat eine Tragfähigkeit von 11,347 Tonnen, ist 117 Meter lang, 20 Meter breit und hat 7,8 Meter Tiefgang. Er wurde 2007 bei der Stx Shipbuilding in Busan erbaut und läuft für die Doriko in Seoul.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffskoch nach vier Tagen im Innern gekenterten Schleppers gefunden
(30.05.13) Vier Tage nach dem Kentern des unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierten Schleppers "Jascon 4", 471 BRZ (IMO-Nr.: 9316256), am 26.5. vor der Küste von Escravos wurde der nigerianische Smut von Tauchern lebend im Schiffsinnern aufgefunden und gerettet. Die Suche nach den übrigen 11 Besatzungsmitgliedern dauerte am 30.5. an. Der Schlepper zwar umgeschlagen, aber nicht gesunken und ragte teilweise aus dem Wasser. Der gerettete Okene Harrison war in stabiler Verfassung. Die “Jascon 4” war bei Schleppoperationen an einem Tanker bei hohem Seegang gekentert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Vermisste auf Frischwassersee
(30.05.13) Ein Mann wurde gerettet, vier weitere aber waren noch vermisst, nachdem der chinesische Sandfrachter “Jinghai 1886”, 4200 BRZ, am 29.5. um 7.20 Uhr auf dem Dongting-See in der zentralchinesischen Hubei Provinz sank. Es handelt sich um Chinas zweitgrößten Frischwassersee. Der Frachter aus Huanggang City ging in stürmischer See bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 km/h unter. Retter suchten weiter nach den Vermissten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiter Verwirrung um Anzahl Vermisster nach Fährunglück in Borneo
(30.05.13) Die malaysischen Behörden haben die Anzahl der Überlebenden des Untergangs der Fähre „Kawan Mas” in Borneo auf 192 korrigiert, nachdem 11 weitere Personen lebend in der Nacht ausfindig gemacht worden waren. Sie wurden von einem anderen Boot entdeckt und zu einer Schutzhütte, die unweit der Unglücksstelle nahe Belaga in der Sarawak-Provinz errichtet worden war, gebracht. Bislang hatte die Polizei aber immer noch keine Passagierliste erhalten. Es gab nur eine Kalkulation auf der Basis von Aussagen der Fährbetreiber und von Passagieren. Unterdessen barg sie eine erste Leiche aus dem Fluss. Die Suchaktion wurde bis zu drei Kilometer oberhalb der Unglücksstelle fortgesetzt. Rund 10 Menschen wurden noch vermisst .Starke Strömung erschwerte die Arbeit der Taucher der Feuerwehr, die mit 27 Mann und 14 Froschmännern aus Sibu, Bintulu und Miri vor Ort war. Ein Schlepper wurde aus Belaga angefordert und versuchte vergeblich, das gekenterte Fährboot aufzurichten. Um 13.30 Uhr wurde das Unterfangen abgebrochen, und der Schlepper kehrte mit 33 ÜBerlebenden, die sich in Rumah Tevok befunden hatten, nach Kapit zurück. Der Minister Tan Sri James Jemut Masing wurde aus Kuching gemeinsam mit Dahim Nadot, dem Vorsitzenden des Kapit Division Disaster and Relief Committee eingeflogen. Ein stärkerer Schlepper mit Kran soll die „Kawan Mas“ nun bergen. Offenbar war nicht nur die Überladung, sondern auch ein Maschinenausfall nach der Kollision mit einem im Fluss treibenden Baum mit ursächlich für das Kentern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sprengung riss Tank der „Seli 1“ auf
(30.05.13) Aus dem Wrack des unter Panama-Flagge registrierten Frachters "Seli 1", 19031 BRZ (IMO-Nr.: 7814149), der vor Bloubergstrand gestrandet war, ist am 29.5. am Nachmittag wieder Öl ausgelaufen. Schuld daran war eine Sprengung durch die südafrikanische Marine, die am 27.5. wieder begonnen hatte, die Schiffsstruktur mit kontrollierten Explosionen weiter zu schwächen. Dabei wurde einer der unter Wasser liegenden Tanks aufgerissen, und es kam zu einer Ölverschmutzung, die aber weder Küste noch Tierwelt unmittelbar bedrohte. Rettungsteams behielten die Küste von Robben Island, Dassen Island und am AKW Koeberg im Auge. Die Vogelschutzorganisation Sanccob war bereit zur Assistenz. An der Unglücksstelle wurde eine Sperrzone von 1000 Metern eingerichtet. Zuletzt war es im September 2012 zu einem Ölaustritt gekommen, nachdem das Schiff in drei Teile zerbrochen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Coast Guard-Kommandant berichtet über Kampf um die „Kulluk“
(30.05.13) Der Coast Guard-Kommandant, der die Versuche, das treibende Rig “Kulluk” nahe Kodiak Island im Dezember 2012 zu stoppen, leitete, Cmdr. Paul Mehler aus Anchorage, schilderte am 29.5. vor der Untersuchungskommission den Kampf um die Insel. In einer gemeinsamen Kommandostruktur wollen Shell, ein Vertreter des Kodiak Island Borough und die Coast Guard binnen 10 Tagen Licht in das Unglück bringen. Der Leiter der Kommission, Cmdr. Joshua McTaggart, befragte Mehler zu der Entscheidung, ein vierköpfiges Team auf der “Kulluk” abzusetzen, nachdem diese unbemannt im Golf von Alaska auf Drift gegangen war. Am 31.12. hatte Mehler befohlen, die „Kulluk“ loszuwerfen von dem letzten noch angeschirrten Schlepper, der „Alert“ der Crowley Marine Service. Deren Kapitän hätte nicht aufgeben wollen, doch das VTS zeigte, dass sein Schiff von der „Kulluk“ gezogen wurde und nicht umgekehrt. Die Entscheidung sei vielen wie eine Niederlage vorgekommen nach dem harten Kampf um die Insel, aber die Sicherheit der Menschen sei vorgegangen. Bezogen auf die wiederholten Versuche, das Rig wieder unter Kontrolle zu bekommen, sagte Mehler, dem Kommandoteam sei bekannt gewesen, dass zwar mehrere gebrochene Schlepptrossen von der “Kulluk” herab hingen, aber man habe nicht gewusst, welche am besten funktionieren würde. Deshalb sei das Team übergesetzt worden, um dies zu untersuchen. Das Team bestand aus je zwei Männern von Smit Salvage und Global Diving & Salvage. Sie hatten zuvor die Geretteten der “Kulluk” über deren Layout befragt und Diagramme sowie Videoaufnahmen der Coast Guard studiert. Dann setzte sie ein Helikopter der Coast Guard auf der “Kulluk” ab, ehe er Ausrüstung zur „Aiviq“ flog. Doch selbst für erfahrene Berger war die „Kulluk“ kein guter Ort. Sie konnten sich auf dem in den Wellen taumelnden Rig nicht fortbewegen und beschlossen, es wieder u verlassen. Doch inzwischen hatte der Hubschrauber selbst Probleme. Sein Winschkabel brach, und er musste zu seiner Basis zurückkehren. Ein anderer Hubschrauber musste einspringen. Gefragt, ob die Küstenwache über die Abfahrt der “Kulluk” und der “Aiviq” von Dutch Harboar am 21.12. informiert gewesen sei, sagte Mehler, dass die Coast Guard nie einen Schleppplan von Shell abgezeichnet habe und dies auch nicht notwendig gewesen sei, aber einige seiner Männer über die Überführung nach Seattle gebrieft worden waren. Über einen Ausfall der Elektrik der „Aiviq“ während des vorangegangenen Transits von Beaufort nach Dutch Harbor am 10.11. war er nicht informiert gewesen. Durch sie war auch Diesel 4 ausgefallen. Die Coast Guard hatte zwar die “Kulluk”, aber nicht die “Aiviq” inspiziert. Sie hätte im Rückblick beides tun sollen. Beide Schiffe hatten aber gültige Zertifizierungen der Coast Guard.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutscher Truppentransporter aus 2. Weltkrieg vor Sevastopol entdeckt?
(30.05.13) Vor der Schwarzmeerküste von Sevastopol haben ukrainische Taucher ein Wrack entdeckt, bei dem es sich . um den im zweiten Weltkrieg gesunkenen deutschen Frachter "Totila" handeln könnte. Die Taucher untersuchten den gesamten Laderaum untersucht und dokumentierten den Tauchgang auf Video. Größe, Form und andere Details des Wracks deuten darauf hin, dass es sich um die "Totila" handelt, was auch mit den vorhandenen Informationen über das Schiff und Fotos von ihm korreliert. Vor dem Tauchgang hatten die Experten bereits ein 3D-Modell des Fundortes erstellt. Beim Untergang der "Totila" am 10. Mai 1944 hatten sich mehrere tausend Menschen an Bord befunden, überwiegend rumänische und deutsche Soldaten, die aus dem von Roten Armee eingekesselten Sevastopol flüchteten. Auf dem Weg aufs offene Meer wurde der Frachter von Flugzeugen bombardiert und sank vier Meilen vor der Küste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölaustritt von „Manolis L“ erfolgreich gestoppt
(30.05.13) Die Bemühungen der kanadischen Coast Guard, Risse im Wrack des Frachters “Manolis L“ vor Neufundland abzudichten, waren erfolgreich und sind nun abgeschlossen. Der Bulkcarrier war 1985 zwischen Fogo Island und Change Island in der Notre Dame Bay auf Grund gelaufen und gesunken. Mit einer Neopren-Dichtung waren ein Riss von 12 und ein weiterer von 22 Inch Länge überdeckt worden. Sie wurde mit einem eine Tonnen schweren Sack in Position gebracht. Nach 24 Stunden war kein Öl mehr auf der Wasseroberfläche zu sehen gewesen, und ein ROV konnte keine Leckage mehr ausmachen. Diese Beobachtungen bestätigte ein Überwachungsflug von Transport Canada am Abend des 28.5. Diese Kontrollflüge sollen alle 2-3 Tage fortgesetzt werden, und Ende Juni wird abermals ein ROV die Dichtigkeit prüfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach einer Woche in Walvis Bay geborgen
(30.05.13) Am Abend des 23.3. konnte der Kutter “Senor du Mundo” eine Woche nach seiner Strandung in der Walvis Bay geborgen werden. Dazu kam der Trawler „Noro“ zum Einsatz. Das Schiff wurde dann zum Fischereikai der Freddie Fish Processors geschleppt. Zuvor waren rund ¾ der 50-Tonnen-Fischladung an Land gebracht und das gesamte Öl durch Subtech geleichtert worden. Das Schiff war am Morgen des 17.5. auf eine Sandbank gelaufen. Nach stundenlangen Versuchen, mit eigener Kraft wieder freizukommen, brach die Maschine zusammen, und der Kutter ging auf Drift. Als die Ankerkette schließlich brach, war das Schicksal des Schiffes besiegelt. Mit einer Leine konnten Angehörige und Freunde der Crew diese nach Tagesanbruch von Bord holen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Grandeur of the Seas fällt sechs Wochen aus
(30.05.13) Royal Caribbean Cruises Ltd. (RCL), schätzte am 29.5., dass die Reparatur der “Grandeur of the Seas” rund sechs Wochen dauern wird. Das Schiff soll am 12.7. wieder in Fahrt gehen. Echs Fahrten mussten abgesagt werden. Der Schaden auch durch die Ausfälle wird rund 22 Millionen Dollar betragen. Die Passagiere werden dafür voll entschädigt. Inzwischen war auch die letzte Gruppe von Fahrgästen auf dem Heimflug von Grand Bahama nach Baltimore.
Am Morgen des 28.5. hatte der Rücktransport der rund 2200 Personen begonnen. Etwa 25 Passagiere wollte nicht fliegen und wurden per Fähre von Grand Bahama nach Fort Lauderdale gebracht, von wo aus sie mit Zug oder Bus zurück nach Baltimore konnten. Deas Schiff sollte zur Reparatur am Grand Bahama Shipyard festmachen. Das National Transportation Safety Board wird sich an der Untersuchung des Feuers durch die U.S. Coast Guard beteiligen. Quelle:Tim Schwabedissen



Zerstörungen auf dem Oberdeck
(Bild: Polizei Deggendorf)   Großbild klick!
Flusskreuzfahrer rammte binnen sieben Stunden zwei Donaubrücken
(29.05.13) Nur wenige Stunden nach der Kollision mit einer Brücke in Bogen auf der Donau auf der Fahrt nach Regensburg rammte ein Flusskreuzfahrer am Morgen des 28.5. eine zweite Brücke in Regensburg. Die Eisenbahnbrücke bei Bogen, die zu den niedrigsten Brücken auf der bayerischen Donau gehört, war dem flussaufwärts laufenden Schiff gegen 2.40 Uhr bei Flusskilometer 2311 ins Gehege geraten.
Das Kreuzfahrtschiff hatte 149 Passagiere an Bord. Der Kapitän hatte wegen des erhöhten Flusspegels zwar bereits alle Geländer am Oberdeck abbauen lassen, doch die Durchfahrtshöhe falsch berechnet. Das Schiff rammte mit dem Oberdeck die Unterseite der Brücke. Dabei wurden die Aufbauten sowie drei Zelte und rund 60 Stühle beschädigt.
Die Wasserschutzpolizei schätzte den Schaden am Schiff auf rund 20000 Euro, an der Brücke entstand kein Schaden. Der Unfall wurde in der Schleuse Straubing von der Polizei aufgenommen. Anschließend durfte das Schiff die Fahrt fortsetzen.
Gegen 10 Uhr rammte es dann in Regensburg die Nibelungenbrücke. Das Schiff hatte seinen Kran bereits ausgefahren, mit dessen Hilfe die Gangway in Position gebracht werden sollte. Der hochragende Kran stieß dann gegen die Nibelungenbrücke. Die rund sechs Meter lange Gangway fiel über Bord.
Daraufhin musste der Donauabschnitt zwischen 11 und 15 Uhr gesperrt werden. Ein Peilschiff konnte die Gangway acht Meter vom rechten Ufer entfernt in vier Metern Tiefe orten. Da er die Schifffahrt nicht behinderte, wurde der Südarm des Flusses kurz vor 14 Uhr wieder freigegeben. Die Gangway sollte am 29.5. geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Passagiere der Grandeur of the Seas
(Bild: Marc Bell)   Großbild klick!
Lob für Besatzung der Grandeur of the Seas
(29.05.13) Am 28.5. hatte die Reederei Royal Carribean International 11 Flüge gechartert, um die Passagiere des unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes “Grandeur of the Seas", 73817 BRZ (IMO-Nr.: 9102978), nach dem Feuer auf mehreren Decks des Schiffes zurück von Freeport nach Baltimore zu bringen.
Die Fahrgäste erhielten eine volle Rückerstattung der Reisekosten sowie einen Gutschein für eine neue Reise. Ende der Woche sollte sich abzeichnen, wann das Schiff wieder in Fahrt geht. Die Reparatur sollte nach einer genauen Schadensaufnahme in den kommenden Tagen beim Grand Bahama Shipyard erfolgen.
Die Passagiere lobten derweil die Besatzung nach dem Ausbruch des Feuers, das erhebliche Teile des Hecks in Mitleidenschaft gezogen hat. Sie habe die Lage stets unter Kontrolle gehabt und dafür gesorgt, dass es entgegen mancher Medienberichte kein Chaos gegeben habe. Sie hatte die Passagiere um 2.50 Uhr am 27.5. geweckt und zu den Sammelstationen gebracht, wo sie mit angelegten Schwimmwesten vier Stunden lang ausharren mussten, bis sie in ihre Kabinen zurückkehren konnten. Durchsagen hielten sie auf dem Stand der Dinge.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter trieb mit Highend-Neuwagen im Pazifik
(29.05.13) Der südkoreanische Autocarrier "Morning Spruce" erlitt am 27.5. im Pazifik Maschinenausfall. Das Schiff befand sich vor dem Hafen von Petropavlovsk-Kamchatskiy. Am 29.5. hatte es wieder Fahrt aufgenommen und war auf dem Weg nach San Diego. An Bord waren 61 Fahrzeuge von Hyundais High-End-Serie Sedan Equus, die dringend zur Vorstellung erwartet wurden. Die “Morning Spruce”, 50681 BRZ (IMO-Nr.: 7917563), wurde 1981 erbaut und hat als Manager die Eukor Car Carriers Inc. in Seoul.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegian Breakaway erlitt Sturmschäden
(29.05.13) Nur wenige Wochen nach seiner Ablieferung wurde das neueste Kreuzfahrtschiff der Norwegian Cruise Line, die unter Bahamas-Flagge laufende „Norwegian Breakaway“, 144017 BRZ (IMO-Nr.: 9606912), in schwerer See am 26.5. beschädigt. Auf der Rückfahrt von Bermuda nach New York geriet es in einen Sturm mit Windgeschwindigkeiten von über 50 Knoten. Einige Teile der Balkonteiler auf dem vorderen Bereich von Deck 8 wurden losgerissen. Gegen 22 Uhr machte das Schiff in New York fest. Die betroffenen Balkone sollten vor der nächsten Fahrt repariert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



115 Passagiere vor Phuket gerettet
(28.05.13) 115 Menschen wurden gerettet, nachdem am Nachmittag des 28.5. die Fähre “Puean Foong 2” rund 15 Meilen von Phuket entfernt in rauer See mit zwei Meter hohen Wellen Wassereinbruch erlitt und nahe Chicken Island (Koh Kai), zu sinken drohte. Der hölzerne Rumpf war durch Seeschlag aufgerissen worden. Um 16.10 Uhr kam die Marinepolizei mit einem Boot zu Hilfe. Da hatte ein anderes Ausflugsschiff, die “Pichamon”, die mit 60 Passgieren von Phuket nach Phi Phi unterwegs gewesen war, die Fahrgäste aber bereits binnen 20 Minuten übernommen.
Sie lief dann nach Phi Phi ab. Hier wurden die 60 regulären Fahrgäste abgesetzt und dann die anderen zur Rassaa Pier gebracht. Hier war auch die “Peuan Foong 2” gegen 15 Uhr zur Rassada Pier in Phuket ausgelaufen. Das beschädigte Schiff hielt auf Koh Kiew zu, wo es von der sechsköpfigen Crew auf Grund gesetzt wurde. Das halb unter Wasser liegende Fahrzeug sollte nun mit 80 Hebesäcken wieder schwimmfähig gemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer saß bei Hößgang auf der Donau fest
(28.05.13) Das Schweizer Flussfahrgastschiff "Viking Legend“, 2500 ts (EU-Nr.: 07001911; CS: HE7308), lief am 29.5. gegen 3 Uhr in der Flussenge bei Hößgang im Bezirk Amstetten auf der Donau auf Grund. Der Fluss musste während der folgenden Stunden für die Schifffahrt gesperrt werden. Gegen 6 Uhr begann das deutsche Schubschiff „Aries“ damit, den Havaristen wieder flott zu machen. Es gelang zunächst aber nicht, das Heck wieder in Fahrtrichtung Wien zu bekommen. Erst als die „Aries“ die Insel Wörth umrundet hatte, um in eine bessere Position zu kommen, von der aus sie die „Viking Legend“ seitlich schieben konnte, gelang die Bergung.
Das Fahrgastschiff konnte dann seine Fahrt flussabwärts fortsetzen. Es war von Passau nach Budapest unterwegs. Während der Sperrzeit rammte zudem ein Schubverband einen Brückenpfeiler bei Mauthausen. Ob die Havarie mit dem Unfall im Nibelungengau zusammenhing, war noch unklar. Die Mauthausener Bahnbrücke musste nach der Kollision zeitweilig für den Verkehr gesperrt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Reparaturarbeiten auf Atlantic Cartier in Hamburg
(29.05.13) Vier Wochen nach dem Brand des schwedischen RoRo-Carriers „Atlantic Cartier“, 58358 BRZ (IMO-Nr.: 8215481), am Hamburger O’swald-Kai wurden zwei Elektriker bei Reparaturarbeiten am Abend des 27.5. verletzt worden. Die Mitarbeiter einer britischen Firma waren für die Kabelentsorgung an Bord des immer noch dort am Kai liegenden Schiffes zuständig. Die Arbeiter, die beide die vorgeschriebene Schutzkleidung getragen hatten, litten unter Hautreizungen und Blasen an den Unterarmen auf.
Beim Löschen der verbrannten Kabel hatte sich Salzsäure gebildet. Die beiden Arbeiter hatten offenbar kopfüber Kabelstränge aus einem Kabelschacht gezogen als sie damit in Kontakt kamen. Der Kapitän des Schiffes informierte den Hafenärztlichen Dienst und die Hamburg Port Authority. Die beiden Arbeiter begaben sich in ärztliche Behandlung, sie mussten jedoch nicht ins Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutsches Landungsboot aus 2. Weltkrieg soll geborgen werden
(29.05.13) Das Wrack des deutschen Landungsboots „MFP DM 920“ im Veerse Meer könnte geborgen und zum Befreiungsmuseum in Nieuwdorp gebracht werden. Rijkswaterstraat hat eine solche Operation genehmigt. Ob sie indes gelingt, ist abhängig von dem Zustand des Wracks nach fast 70 Jahren im Salzwasser. Die Bergung könnte im September starten. Eine Reihe von Ausrüstungsgegenständen einschließlich der Anker wurde bereits demontiert und gesichert.
Im November soll versucht werden, das Wrack durch die Wrakduikstichting in Roompot in vier große Stücke zu schneiden und zu heben. Die Stiftung hat bereits umfangreiche Forschungen zur Geschichte des Wracks auf ihrer Website veröffentlicht. Der 50 Meter lange, als Minenleger eingesetzte Marineprahm war am 12.6.1944 gesunken, nachdem eine seiner eigenen Minen explodierte. Beim Versuch, das auf Grund gesetzte Schiff abzuschleppen, ging es bei Veeresgat unter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete finnische Pendlerfähre nach zwei Tagen geborgen
(29.05.13) Das finnische Fahrgastschiff „Nordep", 91 BRZ, das am 26.5. um 15.33 Uhr mit 16 Passagieren vor Nagu in Lökholm auf Grund gelaufen war, wurde am Nachmittag des 28.5. geborgen. Nach einer ersten Inaugenscheinnahme durch Taucher nahm es mit eigener Kraft Kurs auf Keson Telakka in Nagu, wo es genauer inspiziert werden sollte. Auf der Fahrt wurde es von einem Schlepper eskortiert. Der Rumpf wurde nur leicht beschädigt, doch der Propeller erheblich deformiert, sodass eine Dockung zur Reparatur unvermeidlich sein wird. Zunächst mussten aber die 10 Tonnen Kraftstoff abgepumpt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nun noch ein Dutzend Vermisste nach Fährunglück in Borneo
(29.05.13) Die Anzahl von Todesopfern beim Untergang der Expressfähre “Kawan Mas” bei Tanjung Tukok Punyang Gian, Belaga, wurde am 28.5. auf 12 korrigiert, nachdem mehrere Vermisste aufgespürt werden konnten. Taucher der Polizei erreichten die Unglücksstelle um 12.15 Uhr. Es gelang bislang nicht, das gekenterte Boot von den Felsen zu befreien, auf denen es lag. Der Versuch, ins Wrack einzudringen, wurde um 13.30 Uhr ebenfalls abgebrochen.
Die „Kawan Mas” war um 8.45 Uhr nach dem Verlassen von Belage mit Kurs Kapit wegen Überladung auf dem Dschungelfluss Rajang, dem mit 560 Kilometern längsten Fluss Malaysias, gekentert, nachdem sie zunächst beim Versuch, einem Baumstamm auszuweichen, außer Kontrolle geraten und mit dem Heck gegen Felsen geschlagen war. Bis in die Mittagsstunden des 29.5. wurden noch keine Toten gefunden. Zeitweilig waren 23 Menschen als vermisst gemeldet worden.
Nachdem zunächst 181 Gerettete gemeldet wurden, konnten später weitere 11 und dann nochmals drei Personen ausfindig gemacht werden, die sich auf der Fähre befunden hatten. Eine Passagierliste gab es nicht. An Bord waren über 200 Menschen gewesen, die zum Gawai Festival, einem jährlichen Religionsfest, unterwegs waren. Dutzende von ihnen hatten auf dem Kabinendach gesessen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hausboot auf Mississippi in ein Wehr gezogen
(29.05.13) 11 Personen landeten am 27.5. im Mississippi, als ihr 58 Fuß langes Sunstar-Hausboot Maschinenausfall erlitt und über die Tore von Schleuse und Wehr Nr. 7 nahe Desbach gezogen wurde. Sechs von ihnen wurden ins Gundersen Lutheran Medical Center in La Crosse gebracht, die übrigen blieben unversehrt.
Sie alle waren bereits an Land, als um 17.30 Uhr die Rettungsdienste eintrafen. Vom Boot ragte nur noch das Dach aus dem Wasser. Der Kutter „Best Dam Fishing Float” war durch treibende Trümmer am Wehr auf das Unglück aufmerksam geworden und zog fünf Menschen aus dem Wasser, die sich an ein gekentertes Rettungsboot klammerten. Das Hausboot gehörte der Mississippi River Rental Company und war von der verunglückten Familie gemietet worden.
Vor dem Motorausfall hatte es keine Probleme gegeben. Die Familie kehrte gerade von einem Ausflug nach La Crosse zurück und wollte durch die Schleuse. Als sie davor auf die Passage wartete, versagte die Maschine ihren Dienst. Der Versuch, es vom Wehr wegzumanövrieren, scheiterte an der starken Flussströmung.
Daraufhin legten alle die Rettungswesten an und schickten sich an, das Rettungsboot zu besteigen, während sich ihr Hausboot mit Wasser füllte. Doch dieses kenterte binnen kürzester Zeit, und die Urlauber stürzten ins Wasser. Nur einer konnte sich aufs Wehr retten. Er half, die übrigen auf ein Boot des U.S. Army Corps of Engineers zu ziehen. Die Rettung aller wurde hinterher als ein Wunder bezeichnet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot bei Athlone gesunken
(29.05.13) Das RNLI-Boot aus Lough Ree kam am 28.5. um 12.08 Uhr einem sinkenden Motorboot zu Hilfe, das südlich von Athlone mit sechs Personen an Bord ein Unterwasserobjekt gerammt hatte und leckgeschlagen war. Die Seenotretter übernahmen die Bootsfahrer. Zunächst drei wurden an das nahe Ufer von Athlone gebracht, dann die verbliebenen drei abgeborgen. Vom Motorboot ragte danach nur noch der Bug aus dem Wasser. Die RNLI verständigte Coast Guard und Waterways Ireland nach dem Untergang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Charterboot trieb mit 13 Personen an Bord vor Vementry
(29.05.13) Das RNLI-Boot aus Aith kam am 27.5. einem Charterboot zu Hilfe, das mit 13 Personen an Bord Motorausfall erlitten und die Shetland Coastguard alarmiert hatte. Die 38 Fuß lange “Sceptre” trieb in stürmischer See vor der Insel Vementry an der Westküste von Shetland. Es gelang dem Skipper dann, den Schaden zu reparieren und wieder Fahrt aufzunehmen, und das Rettungsboot konnte zu seiner Station zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



18 Mann von brennendem Trawler gerettet
(29.05.13) Alle 18 Besatzungsmitglieder des japanischen Fischereifahrzeugs “Kenyo Maru 18” wurden am 28.5. von der peruanischen Marine gerettet, nachdem es in Brand geraten war. Es gelang, gemeinsam mit Patroullien der Armee und der Feuerwehr das Feuer zu löschen. Es war 18.5 Kilometer von Callao westlich von Lima ausgebrochen. Der Havarist wurde an einen sicherren Liegeplatz geschleppt, wo er mit Ölsperren umgeben wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Grandeur of the Seas (Bild: RCCL)   Großbild klick!
Passagiere der „Grandeur of the Seas“ nach Brand vier Stunden auf Rettungsstationen
(28.05.13) Am 27.5. gegen 2.50 Uhr brach auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff “Grandeur of the Seas", 73817 BRZ (IMO-Nr.: 9102978), vor der Küste der Bahamas ein Feuer aus. Das Schiff befand sich 38 Meilen vor Freeport, als ein Brand der Kategorie A gemeldet wurde. Alle 2,224 Passagiere und die 796-köpfige Crew wurden auf die Rettungsstationen befohlen und gemustert. Die Rettungsboote wurden klargemacht und ausgeschwungen.
Niemand wurde bei dem Vorfall verletzt, lediglich zwei Passagiere litten unter Bluthochdruck und Schwäche. Andere entwickelten allerdings während der vierstündigen Wartezeit auf den Musterstationen Anzeichen von Seekrankheit und Erschöpfung. Sie wurden aber permanent von Kapitän Espen auf dem Laufenden gehalten.
Matratzen wurden für Kinder und ausgekühlte Fahrgäste ausgelegt und sie im Bedarfsfall zu den Sanitärräumen begleitet. Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Carnival Sensation", 70538 BRZ (IMO-Nr.:8711356), das sich auf der Fahrt von Port Canaveral nach Nassau befand, ging auf Standby für den Fall, das seine Evakuierung notwendig erscheinen würde. Die Coast Guard Miami strahlte einen Urgent Marine Information Broadcast (UMIB) aus und schickte ihre Patroullienboote "Cormorant" aus Fort Pierce sowie "Sitkinak" und"Robert Yered" aus Miami. Auch er im AMVER-System registrierte, unter Panama-Flagge laufende Frachter "Hagen", 11927 BRZ (IMO-Nr.: 9516868), nahm Kurs auf den Havaristen.
Von der Air Station Miami stieg eine HC-144 Ocean Sentry auf. Die „Grandeur of the Seas“ hatte am 27.5. Port Canaveral verlassen und war unterwegs nach CocoCay, einer Privatinsel der Reederei Royal Caribbean. Das Feuer war im achteren Mooringbereich von Deck III ausgebrochen, wo sich viele Trossen befinden, und breitete sich weiter auf den Loungebereich der Crew auf Deck IV aus. Unter der Hitze zersprangen Scheiben bis hinauf nach Deck VI, wo sich die South Pacific Lounge befindet. Um 4.58 Uhr war das Feuer gelöscht.
Einige Kabinen waren durch Löschwasser überflutet. Die Passagiere durften um 6.56 Uhr wieder die Rettungsstationen verlassen. Alle relevanten Systeme an Bord waren betriebsbereit. Lediglich die Aufenthaltsräume der Passagiere im achteren Bereich der Decks 2, 3, 7 und 8, die sich jenseits der Haupttreppe befanden, blieben unzugänglich. Die beschädigten Bereiche wurden abgesperrt. Bei ruhiger See nahm der Kreuzfahrer Kurs auf Freeport. Die "Cormorant" und "Yered" eskortierten die "Grandeur of the Seas" in den Hafen, wo sie um 10.15 Uhr festmachte. Einige Passagiere blieben an Bord, andere verbrachten die folgenden Stunden in Freeport.
Rasch zeichnete sich ab, dass die Fahrt hier auch zu Ende sein würde. Mit rauchgeschwärztem Heck zog das Schiff zahlreiche Blicke auf sich. Auch die folgende Fahrt wurde nach wenigen Stunden abgesagt. Der Präsident Adam Goldstein von Royal Caribbean und andere Reedereivertreter trafen in Freeport mit Crew und Passagieren zusammen.
Die U.S. Coast Guard und das National Transportation Safety Board (NTSB) begannen mit dem Flaggenstaat eine gemeinsame Untersuchung des Brandes. Die "Grandeur of the Seas" befand sich auf einer auf eine Woche ausgelegten Fahrt, die am 24.5. in Baltimore, Maryland, begonnen hatte und über Port Canaveral, Florida; CocoCay weiter nach Nassau, Bahamas, hätte führen sollen. Die Passagiere der nun so jäh beendeten Fahrt erhalten eine volle Rückzahlung des Fahrpreises und einen Gutschein für eine weitere Reise.
Erst am 3.5. war die “Grandeur of the Seas” im Anschluss an eine Überholung für 48 Millionen Dollar nach Baltimore zurückgekehrt, wo sie die “Enchantment of the Seas” ersetzte. Alle Aufenthaltsräume waren dabei mit neuen Teppichen und Möbeln ausgestattet worden.
Die „Grandeur of the Seas” gehört zur Vision-Klasse der Royal Caribbean International. Sie wurde 1995 bei der Kværner Masa-Yards Hietalahti Werft in Helsinki auf Kiel gelegt. Am 20.111996 erfolgte die Ablieferung. Sie war von 1996 bis 2000 auf einwöchigen Kreuzfahrten von Miami, Florida, in die östliche Karibik eingesetzt worden, bis die „Explorer of the Seas“ diese Rolle einnahm. Seither war sie in Europa wie auch in der Karibik im Einsatz und operierte von Tampa, Ft. Lauderdale, und New Orleans aus.
In den Sommermonaten fuhr sie von Norfolk, Virginia, Baltimore, Maryland und Philadelphia, Pennsylvania, in die Karibik, zu den Bermudas und die Nordost-USA sowie nach Kanada. Im Winter 2010/2011 ersetzte sie das Schwesterschiff „Enchantment of the Seas“ in Panama. Im Mai 2012 lief sie die Navantia Werft in Cadiz zur Grundüberholung an, und 2013 übernahm sie die Fahrten von Baltimore, als die „Enchantment of the Seas“ nach Port Canaveral verlegte.
Am 31.10.2000 kam es auf der „Gandeur of the Seas” zu einem 5,5 Stunden andauernden Maschinenausfall. Um 10.45 Uhr konnten Licht, Sanitärräume und Klimaanlage wieder in Betrieb genommen warden, das Schiff wurde zur Reparatur dann nach Willemstad, Curaçao, geschleppt. Am 20.4.2005 kollidierte das Schiff beim Anlegen mit dem Kai in Costa Maya, Mexiko. Dabei entstand ein 13 Meter langer und bis zu 1,5 Meter breiter Riss auf Höhe von Deck I rund 1,5 Meter oberhalb der Wasserlinie. Der Unfall war durch starken Wind von 28 km/h und einer Strömung von drei Knoten verursacht worden. Die folgenden zwei Tage hatte das Schiff in Costa Maya verbleiben müssen, während auf Material zur Notreparatur gewartet wurde. Später wurde der Schaden im Trockendock ausgebessert.
Die „Grandeur of the Seas“ hat eine Tragfähigkeit von 7000 Tonnen, ist 279 Meter lang, 32,2 Meter breit und hat 7,8 Meter Tiefgang. Angetrieben wird sie von vier Burmeister & Wain 12V48/60-Dieseln, die auf zwei Festpropeller wirken und eine Fahrt von 22 Knoten erzielen. Die Passagierkapazität liegt bei 2,446 Personen, die Crewstärke beträgt 760 Personen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper gekentert – 12 Vermisste
(28.05.13) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Schlepper “Jascon-4”, 471 BRZ, der Chevron Nigeria Limited (CNL), kenterte und sank am Morgen des 26.5. im Chevron-Ölfeld an der Single Buoy Mooring (SBM) 3, einer Ladestation 30 Kilometer vor Escravos in Nigeria. Der Schlepper unterstützte einen Tanker, der dort Öl laden sollte, bei einer Mooring-Operation. Zu der Zeit herrschte hoher Seegang, und wahrscheinlich geriet die Schlepptrosse rechtwinklig übers Deck, sodass der Schlepper umgerissen wurde. An Bord befanden sich 12 Personen, die seither vermisst wurden. Eine Suchaktion wurde mit Schiffen und Hubschraubern eingeleitet. Die “Jascon-4” (IMO-Nr.: 93162569 wurde 2004 erbaut und hatte als Manager die Walvis Nigeria Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutscher Flottentanker rettete Seglerin
(28.05.13) Am 27.5. kam der deutsche Flottenversorger "Frankfurt am Main" einer rund 30-jährigen Einhandseglerin zu Hilfe, die mit ihrer 6,5-Meter-Yacht "Pogo 2" um 16:10 Uhr bei stürmischer See in Schwierigkeiten gekommen war und das CROSS Corsen alarmiert hatte. Das Boot stand 30 Meilen nordwestlich der Insel Ouessant. Der Flottentanker befand sich in der Nähe und wurde informiert, konnte das Boot aber zunächst nicht finden. Daraufhin wurde ein Falcon 50M Jet der französischen Marine, der sich in der Nähe auf einem Überwachungsflug befand, umgeroutet und war um 17.08 Uhr vor Ort. Er lokalisierte die Yacht und stellte eine Funkverbindung her. Die "Frankfurt am Main" erreichte die Einhandseglerin um 17:50 Uhr. Die Crew setzte bei schwierigen Wetterbedingungen ein Zodiac aus und barg die Seglerin ab. Bei sich stetig weiter verschlechterndem Wetter war an ein Abschleppen ihres Bootes aber nicht zu denken. Um 18.40 Uhr wurde die Frau an Bord genommen, und am 28.5. gegen zwei Uhr machte die "Frankfurt am Main" in Brest fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Malaysische Fähre wegen Überladung gekentert
(28.05.13) Die für 67 Passagiere zugelassene Expressfähre “ Bakun Mas” ist in Borneo am 28.5. gegen neun Uhr auf der Fahrt nach Kapit und Sibu unweit von Tanjong Giam Bungan gekentert und gesunken, nachdem sie auf einen Felsen lief. Das Schiff befand sich eine Fahrtstunde von Belaga entfernt. An Bord waren 181 Menschen, darunter viele Holzarbeiter aus Bakun, die nach Kapit wollten. Das Schiff hatte wegen Überfüllung bereits Belaga ohne Anlegen passieren müssen. Es stoppte lediglich kurz in der Flussmitte, damit die Crew Nahrungsmittel für die Weiterfahrt kaufen konnte. Viele Fahrgäste saßen auf dem Dach. Rund 160 Menschen konnten sich mit Hilfe von Anwohnern retten. 21 Menschen wurden vermisst. Aus Bintulu wurde ein Taucherteam angefordert, weitere Polizeieinheiten aus Kapit wurden gegen 19 Uhr in Belaga erwartet. Die Fähre lag kieloben im Fluss, ein kleines Stück des Bugs ragte noch aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deck von Flusskreuzfahrer in Bogen bei Brückenpassage leergefegt
(28.05.13) In der Nacht zum 28.05. hat ein Flusskreuzfahrtschiff die Eisenbahnbrücke über die Donau bei Bogen gerammt. Gegen 02.40 Uhr wollte das mit 149 Passagieren an Bord Richtung Regensburg laufende Fahrgastschiff die Brücke passieren. Der Kapitän hatte wegen des erhöhten Flusspegels bereits alle Relings auf dem Oberdeck abbauen lassen, aber die Durchfahrtshöhe falsch berechnet. Das Schiff rammte deshalb mit dem Oberdeck die Brücke. Dabei wurden die Aufbauten sowie drei Zelte und etwa 60 Stühle beschädigt. Die Wasserschutzpolizei schätzte den Schaden am Schiff auf rund 20.000 Euro, an der Brücke entstand kein Schaden. Der Unfall wurde in der Schleuse Straubing aufgenommen, anschließend konnte das Schiff die Fahrt bergwärts fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Abwrackschiff in Walu Bay
(28.05.13) Am 27.5. wurde die Feuerwehr zu einem Brand auf einem teilweise abgebrochenen Schiff in der Walu Bay gerufen. Die NFA Suva wurde um 9.46 Uhr alarmiert und war um 9.55 Uhr vor Ort. Zu der Zeit stieg dichter Rauch aus dem Abwrackschiff am Government Shipyard auf. Es gelang, eine weitere Ausbreitung auf andere Schiffe zu verhindern und das Feuer zu löschen. Wahrscheinlich waren Schweißarbeiten Schuld an dem Brand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker rammte Schleusentor
(28.05.13) Am frühen Morgen des 25.5. kollidierte auf dem Main-Donau-Kanal in der Schleuse Erlangen-Kriegenbrunn ein Binnentanker gegen 4.45 Uhr beim Auslaufen aus der Schleuse mit der Maske des unteren Tores. Dabei wurde das Ruderhaus des Schiffs nach achtern weggerissen. Der Kapitän konnte das Schiff im Unterwasser festmachen. Schuld an der Havarie war wohl ein nicht vollständig abgesenktes Ruderhaus. Am unbeladenen Tankschiff entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 10.000 Euro. Ob die Schleuse ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste noch geprüft werden, die Schifffahrt warfür mehrere Stunden gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Yokamu" wird versenkt
(Bild: „Yokamu")   Großbild klick!
Wet Willie Band musizierte zur Versenkung der einstigen „Ingeborg“
(27.05.13) Vor der eindrucksvollen Kulisse von rund 200 Booten ging am 26.5. der zuletzt unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierte Frachter „Yokamu" 1388 BRZ (IMO-Nr.: 7217054), fünf Meilen südlich von Perdido Pass im Golf von Mexiko auf seine letzte Reise gen Meeresgrund.
Er wird 17 Meilen vor Orange Beach fortan auf der Position +29° 59' 50"/-87° 33' 00" als künstliches Riff dienen. Vince Lucido, Präsident der Alabama Gulf Coast Reef and Restoration Foundation, reckte seine Arme in Siegergeste nach oben, nachdem das Schiff mit dem Heck voran unter der Wasseroberfläche verschwand, einen letzten Luftschwall nach oben schickend. Die Wet Willie Band hatte den Untergang von einem 100 Fuß langen Boot, das neben der „Yokamu“ auf Position gegangen war, musikalisch untermalt.
Crews der Walter Marine, die die letzte Fahrt des Schiffes durchgeführt hatte, hatte zuvor die Holzstöpsel aus den vorbereiteten Löchern im Rumpf gezogen und das Schiff dann ebenso wie ein Kameramann, der sich bis zuletzt an Bord aufgehalten hatte, verlassen. In weniger als 20 Minuten war der 76 Meter lange und 12 Meter breite Frachter dann versunken.
Er kam in aufrechter Position auf dem Meeresgrund zu liegen mit dem Ruderhaus 60 Fuß unter der Wasseroberfläche. Am Abend gegen 19 Uhr wurde das Wrack nach einer Untersuchung für Taucher freigegeben. Die Alabama Gulf Coast Reef & Restoration Foundation hat damit in weniger als einem Jahr ihr erstes Projekt erfolgreich zum Abschluss gebracht. Zwei weitere Schiffe sollen folgen, um den Tauchtourismus in Florida anzukurbeln.
Unterstützt wurde das Projekt von der Baldwin County Commission und den Städten Gulf Shores und Orange Beach sowie Mac McAleer, dem Besitzter der Homeport Marina, der 250,000 Dollar spendete. Die „Yokamu“ war 1972 beim Bodewes Shipyard in Hoogezand auf deutsche Rechnung als „Ingeborg“ entstanden und als „Tor Avon“ in Fahrt gegangen. 1975 wurde sie zur „Ingeborg“, 1981 zur „Myrberg“, 1989 zur „Mer Sun“, 1991 zur „Saga Sun“ und „Mer Sun“ und 1995 zur „Scorpio 1“. Als Tauchriff trägt sie nun den Namen „Lulu“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer rettete zwei im Meer gestrandete Bootsfahrer
(27.05.13) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Carnival Dream" kam am 25.5. dem manövrierunfähig gewordenen Motorboot "Tera Bite" aus Niceville, Florida, zu Hilfe. Das Fahrzeug war nicht, wie geplant, am Morgen in West End, Bahamas, eingelaufen. Daraufhin hatte der Eigner die Coast Guard Miami verständigt, die wiederum von der Air Station Miami eine HC-144 Ocean Sentry aufsteigen ließ.
Diese entdeckte das Boot rund 28 Meilen östlich von Sebastian Inlet in der See treibend. Es gelang der Ocean Sentry nicht, Funkkontakt herzustellen. Daraufhin wurde die "Carnival Dream" um Hilfe gebeten, die die zweiköpfige Crew abbarg, die später auf das 87 Fuß lange Patroullienboot "Cormorant" übergesetzt wurde, die sie nach Fort Pierce brachte. Der Eigner der “Tera Bite” organisierte derweil eine Bergung des verlassenenen Schiffes.
Quelle:Tim Schwabedissen



48 Personen von gestrandetem Ausflugsboot abgeborgen
(27.05.13) Am 25.5. um 12.55 Uhr fing die Milford Haven Coastguard einen Mayday-Ruf des Ausflugsschiffes “Lady Helen” (MMSI-Nr.: 235087431) auf, das mit 48 Menschen an Bord nahe Skomer Island im Little Sound auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Es war auf der Fahrt von Martin's Haven nach Skomer auf Felsen zwischen den Inseln geraten, krachend aufgelaufen, hatte sich anschließend um seine Achse gedreht und auf die Seite gelegt. Mehrere Fahrzeuge, darunter das Schwesterschiff "Dale Princess", kamen zu Hilfe.
Die 48 Passagiere wurden von dem Taucherboot "Over Dale" übernommen und an Land gebracht. Hier wurden sie von den Broadhaven- und Dale Coastguard Rescue Teams in Empfang genommen. Die "Dale Princess" zog die "Lady Helen" derweil von den Felsen und begann, sie abzuschleppen. Wegen des Wassereinbruchs musste sie bei Martin's Haven auf Grund gesetzt werden. Die RNLI-Boote aus Angle und St David's kamen ebenso zu Hilfe wie ein RIB der Dyfed-Powys Police und ein RAF-Helikopter aus Chivenor in Devon. Mit drei Lenzpumpen wurde das eingedrungene Wasser ausgepumpt und das Boot wieder flottgemacht. Es wurde, während es weiter gelenzt wurde, nach Martin’s Haven abgeschleppt. Der Marine Accident Investigation Branch leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



16 Passagiere von gestrandeter finnischer Fähre abgeborgen
(27.05.13) Die finnische Fähre "Nordep", 91 BRZ, lief am 26.5. um 15.33 Uhr vor Nagu in Lölholm auf Grund. An Bord waren 16 Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder, die unversehrt blieben. Fünf von ihnen wurden von der „Fulmar“ aus Lökholm übernommen, die weitere von dem Küstenwachboot „Uisko" abgeborgen und nach Kirjais Nagu gebracht.
Taucher untersuchten den Rumpf, der unversehrt geblieben zu sein schien. Am 27.5. gegen 18 Uhr wurde ein Schlepper erwartet, um die Fähre flottzumachen. Der Verkehr auf der Nagu-Südroute wurde von der Pendlerfähre "Myrskylintu" übernommen. Auch die Nagu Coastguard Station, eine Patroullie der Coastguard-Station in Hitis und ein Super Puma Helikopter waren alarmiert worden. Warum die Fähre auf Grund lief, war noch unklar.
Das Schiff der JS Ferryway Ltd. Oy in Houtskär war erst Anfang Mai nach monatelanger Reparatur wieder in Fahrt gekommen, nachdem am Abend des 27.1. um 18.36 Uhr im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen war. Das Schiff hatte sich zu der Zeit auf der Fahrt von Iniö nach Naguoff vor Taivassalo befunden. Kapitän und sein Maschinist hatten sich auf das umliegende Eis flüchten müssen, wo sie auf das Eintreffen der Küstenwache warteten.
Helikopter, das Patroullienboot "Tursas", zwei Hovercraft und ein SAR-Spezialkommando wurden kamen den beiden Besatzungsmitgliedern zu Hilfe und brachten sie wohlbehalten nach Löpö. Der Brand, der sich vom Maschinenraum nicht weiter ausgebreitet hatte, wurde gegen 20 Uhr gelöscht. Das 24 Meter lange Schiff, das 90 Fahrgäste und vier Autos zu transportieren vermag, wurde seinerzeit von der “Tursas” auf den Haken genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dieb legte Feuer auf Luxusyacht
(27.05.13) Am Nachmittag des 24.5. legte ein 34-jähriger Mann Feuer auf der Luxusyacht “Lacerne”. Das Boot lag an Slip 7 in Burnham Harbor. Nachdem der Brand entdeckt worden war, fand die Feuerwehr von Chicago den Mann an Bord des Schiffes und übergab ihn der Polizei. Er wurde wegen Diebstahls und Brandstiftung verhaftet. Die Kajüte der Yacht, die einen Werft von rund einer Million Dollar hat, wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



12 Touristen nach Feuer auf Amphibienfahrzeug in Sicherheit gebracht
(27.05.13) Auf dem Amphibienfahrzeug „Penelope Pru“ der Boston Duck Tours brach am 26.5. auf dem Charles River in Boston ein Feuer aus. Das Feuer entstand auf halbem Wege wegen einer Überhitzung des Motors um 17.41 Uhr. An Bord waren 12 Ausflügler. Nachdem der Fahrer eine Flamme gesehen hatte, steuerte er sofort das Ufer ab.
Ein anderes Amphibienfahrzeug, die “Back Bay Bertha”, stoppte an der Flussbank und übernahm die Touristen, nachdem die “Penelope Pru” aufs Trockene gerollt war. Ein Fahrgast klagte anschließend über Rauchvergiftungserscheinungen. Als die Feuerwehr eintraf, war kein Feuer mehr erkennbar. Die “Penelope Pru” wurde zu ihrem Liegeplatz am Museum of Science verbracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lady Joy hat Schlagseite
(27.05.13) Taucher sollten am 27.5. das gesunkene Hausboot “Lady Joy” bergen helfen, das am 26.5. gegen zwei in Newcastle Harbour gesunken war. Das bewohnte Boot hatte die vergangenen 12 Monate an der Fisherman's Co-op Wharf in Wickham gelegen. Als der Eigner nachts aufwachte, stellte er fest, dass sein Boot Schlagseite hatte, rief die Polizei und startete die Lenzpumpe in einem vergeblichen Versuch, es über Wasser zu halten. Um das Boot, dessen Aufbauten noch teilweise aus dem Wasser ragten, wurde durch HAZMAT-Teams eine Ölsperre ausgelegt. Auch die Polizei und Feuerwehr von Newcastle waren vor Ort. Das unversicherte Boot hat einen Wert von rund 60000 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seenotretter halfen Kutter und Yacht
(27.05.13) Das RNLI-Boot “Lester” wurde am 26.5. um 15.20 Uhr alarmiert, nachdem der Kutter “Novantae“ sechs Meilen vor Cromer Maschinenausfall erlitten hatte. Das Rettungsboot war eine Viertelstunde später vor Ort und nahm den Havaristen gen Great Yarmouth auf den Haken. Zuvor hatten die Seenotretter bereits der Yacht „Glayva“ assistiert. Zwei Mann von deren Crew waren bereits zuvor von dem RNLI-Boot aus Sea Palling abgeborgen worden, die beiden verbliebenen waren zu unerfahren, um das Boot selbst zu segeln, und ihr Boot wurde nach Yarmouth geschleppt. Um 23.55 Uhr endete der Arbeitstag der Seenotretter an ihrer Station. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf ägyptischem Flusskreuzfahrtschiff
(27.05.13) Ein Flusskreuzfahrer mit 87 Touristen an Bord geriet in der Nacht zum 27.5. in Luxor in Brand. Das Schiff wurde ans Ufer in Armant gebracht und untersucht. Bei dem Feuer entstand nur geringer Schaden. Im Januar war ein Flussschiff mit 112 Passagieren unweit von Kom Ombo in Aswan auf Felsen gelaufen. Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Segler von gestrandeter Yacht gerettet
(27.05.13) Die US Coast Guard rettete am 24.5. die zweiköpfige Crew der Yacht “Autumn Swell”, die sechs Meilen nördlich des Ocracoke Inlet auf Grund gelaufen war. Die Segler hatten die Coast Guard North Carolina gegen 17 Uhr verständigt, dann ging der Funkkontakt verloren. Ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Ocracoke und ein MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Elizabeth City wurden alarmiert. Nachdem sie die Yacht gefunden hatten, sprangen die beiden Segler über Bord und schwammen hinüber zu dem Rettungsboot, das sie zur Station Ocracoke brachte. Quelle:Tim Schwabedissen



Alice II (Bild: Irish Navy)   Großbild klick!
Dramatische Rettung zweier norwegischer Segler im Atlantik
(24.05.13) Das RNLI-Boot aus Castletownbere, die “Annette Hutton”, lief am Abend des 22.5. aus, um die entmastete, 32 Fuß lange Yacht “Alice II” in den Hafen einzubringen. Das Boot wurde vier Meilen südwestlich des Ardnakinna Feuers übernommen und die Crew auf die „Annette Hutton“ gebracht. Gegen 19 Uhr war die Yacht im Hafen fest, und das erfahrene Seglerpaar Eric (69) and Greta Østberg (67) aus Haugesund, das 1995 eine Weltumsegelung absolviert hatte, wollte sich in West-Cork von der insgesamt 16-tägigen Strapaze erholen, die sich in den vergangenen drei Tagen zu einem Seenotfall entwickelt hatte.
Die Yacht war von den Azoren über die Hebriden nach Haugesund unterwegs, als am 20.5. in schwerer See der Mast 150 Meilen südwestlich von Mizen brach, die VHF-Antenne sowie ein Holm, an dem das Hauptsegel am Bug festgemacht war, verloren gingen. Der Mast drohte weiteren Schaden am Rumpf anzurichten, weshalb der Skipper die verbliebenen Drähte mit einem Beil zu kappen suchte. Sie schossen mangels Funkmöglichkeit Notraketen ab, die der französische Trawler „Bikain“ sichtete und versuchte, eine Schleppverbindung herzustellen.
Doch die Segler waren zu erschöpft, sie wahrzunehmen. Daraufhin ging der Trawler längsseits und setzte ein Besatzungsmitglied über. Der Trawler eskortierte die Yacht dann zu der „LE Aoife“ der irischen Marine. Nun gingen zwei von deren Besatzungsmitgliedern an Bord der angeschlagenen Yacht, die während der folgenden zwei Tage nach Castletownbere geschleppt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Tote auf chinesischem Fluss
(24.05.13) Sechs Menschen kamen ums Leben, als ihr Schiff am Nachmittag des 22.5. in der ostchinesischen Zhejiang Provinz kenterte. Das Unglück ereignete sich um 18.30 Uhr unweit des Dorfes Siduzhuang im Yinzhou Distrikt, Ningbo City. Alle 18 Insassen des Fahrzeugs stürzten ins Wasser, ein Dutzend konnte gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerriese Hamburger Reeder rammte weltgrößte Schleuse
(24.05.13) Der liberianische Containerfrachter “MSC Renée”, 141635 BRZ (IMO-Nr.: 9465306), kollidierte am 22.5. gegen 11.40 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache mit der Berendrecht Schleuse in Antwerpen. Das Schiff, das in Rotterdam Container für den Fernen Osten geladen hatte, war fahrplanmäßig nach Dünkirchen, dem letzten europäischen Anlaufhafen vor der Weiterreise nach Singapur und China, unterwegs.
Bei dem möglicherweise durch eine starke Windbö verursachten Zusammenstoß mit dem Radfendersystem am Schleusenende entstand ein 10-15 Meter langer Riss rund fünf Meter oberhalb der Wasserlinie. Das 13.092-TEU-Schiff machte gegen 15 Uhr am Containerterminal der PSA im Deurganckdock fest. Die weltgrößte Schleuse blieb unbeschädigt. Möglicherweise muss der Frachter erst gelöscht werden, ehe er repariert werden kann. Die 366 Meter lange und 48 Meter breite “MSC Renée“ hat eine Tragfähigkeit von140958Tonnen und wurde 2012 erbaut. Manager ist die ER Schifffahrt GmbH in Hamburg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölsperren um gesunkenes Sportboot in Portsmouth ausgebracht
(24.05.13) Die Coast Guard Hampton Roads wurde am 23.5. alarmiert, nachdem ein 50 Fuß langes Sportboot im Ocean Marine Yacht Center in Portsmouth, Virginia, gesunken war. Der Marine Environmental Response Branch versuchte ohne Erfolg, den Eigner zu kontaktieren. Wegen des Risikos einer Ölverschmutzung wurden das Hampton Roads Maritime Incident Response Team und das Portsmouth Fire Department zur Untergangsstelle geschickt und legten eine Ölsperre um das Wrack aus. Da der Eigner bislang nicht in Regress genommen werden konnte, wurde der Oil Spill Liability Trust Fund in Anspruch genommen. Die Hepaco Environmental Services wurden beauftragt, das Öl zu beseitigen. Auch die Virginia Marine Resources Commission, das Virginia Department of Environmental Quality und das Virginia Department of Transportation wurden informiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufräumarbeiten in Tarpon Springs beendet
(24.05.13) Die Coast Guard St. Peterburg und das Department of Environmental Protection haben am 22.5. die Reinigungsarbeit nach dem Brand und Untergang des Kutters “Skye Marie” in den Sponge Docks in Tarpon Springs am 14.5. abgeschlossen. Während der achttägigen Arbeiten haben die SWS Environmental Services rund vier Tonnen verölte Trümmer und 6,213 Gallonen Öl-Diesel-Gemisch aus dem Gebiet um die „Skye Marie“ entfernt. Das Sector St. Petersburg's Aids to Navigation Team markierte das halb unter Wasser liegende Wrack mit einer rotten Tonne als Schifffahrtshindernis, und über den Safety Marine Information Broadcast wurde die passierende Schifffahrt weiterhin gewarnt. Die Ursache des Brandes wurde weiter untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neopren-Taschen sollen Ölverlust der „Manolis L“ stoppen
(24.05.13) Die “Vladykov” der kanadischen Coast Guard lief am 22.5. aus St. John’s aus, um die Arbeit an dem Ölleck im gesunkenen Bulkcarrier „Manolis L“ fortzusetzen, der 1985 vor Fogo Island und Change Island in Notre Dame Bay auf Grund gelaufen war. Mit Neopren-Taschen sollen die Risse abgedeckt und so weiterer Ölverlust verhindert werden. Solche Säcke werden auch bei Bohr- und Pipeline-Operations in der Offshore-Öl-Industrie verwendet.
Anfang kommender Woche sollte die Arbeit beendet sein. Verölte Eiderenten waren Ende März und Anfang April im Gebiet des Blow Hard Rock zwischen Bacalhau Island und Change Island gesichtet worden, und die Küstenwache konnte die „Manolis L“ als Verursacher ausmachen. Ein ROV entdeckte Lecks am Rumpf. Daraufhin wurde eine Sperrzone eingerichtet, Ölsperren ausgebracht und die Operation des Environmental Response Team in die Wege geleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre und Wassertaxi in Auckland kollidiert
(24.05.13) Am Morgen des 24.5. kollidierten um 8.30 Uhr im Waitemata Harbour vor Aucklands Princes Wharf ein Wassertaxi und die 14 Meter lange West Harbour-Fähre “Serenity” der Belaire Ferries. Dabei wurde der Fahrer des Wassertaxis leicht verletzt und kam ins Krankenhaus. Die 44 Passagiere und die zweiköpfige Crew der Fähre blieben unversehrt.
Sowohl der Bug des Wassertaxis wie auch die Steuerbordseite der „Serenity“ wurden aufgerissen. Beide Schiffe machten an der Princes Wharf fest, wo Maritime New Zealand eine Untersuchung begann. Die Fähre sollte anschließend in der betriebseigenen Werft repariert werden. Bis dahin wurde ein Ersatzschiff eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verschleimte Einspritzdüsen setzten Schlepper der „Kulluk“ matt
(24.05.13) Am 23.5. begann die Untersuchung zur Strandung der Bohrplattform “Kulluk” im Golf von Alaska. Dabei machte der Chief des Schleppers “Aiviq”, der das Rig auf dem Haken hatte, falsche Ölzusätze für den Maschinenausfall, der in der Strandung endete, verantwortlich. Die Öleinspritzdüsen wurden von einer schleimigen Masse verstopft, sodass die Hauptmaschinen in der Nacht zum 28.12.2012 nacheinander ausfielen.
Jede Maschine hat ein Dutzend solcher Einspritzdüsen, und zwischen sechs und 12 von ihnen versagten an allen vier Maschinen. Ein solcher Vorfall war Chief Broekhuis bis dahin noch nie untergekommen. Als ein Filter aus der Maschine gezogen wurde, war dieser mit einem gelblichen Gel überzogen. Das Maschinenpersonal begann daraufhin, die Düsen nacheinander zu ersetzen, und ein Flugzeug brachte vom Hersteller Caterpillar weitere Düsen nach Kodiak, die ein Helikopter der Coastguard am 29.12. auf die „Aiviq“ flog, sodass deren Maschinen nacheinander wieder einsatzklar gemacht werden konnten.
Die Probleme hatten am 27.12. begonnen, als die Schlepptrosse trotz vorherigen Drosselns der Geschwindigkeit auf nur noch zwei Knoten brach und ein Bacup-Schleppsystem klargemacht werden musste. Von da an kämpften die „Aiviq“ und weitere Schiffe um die „Kulluk“, um die Schlacht in immer weiter zunehmendem Sturm am Ende zu verlieren. Am 31.12. trieb sie auf die Felsen von Sitkalidak Island, direkt vor Kodiak Island. Alle 18 Personen an Bord wurden dann durch Helikopter der Coast Guard abgeborgen und das stabile Rig sechs Tage später geborgen. Doch damit war die Bohrsaison für 2013 gelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Serenissima (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Ehemaliges Hurtigruten-Schiff überstand Strandung in Bucht von Oban schadlos
(23.05.13) Am 21.5. verließ der in Kingston registirerte Kreuzfahrer “Serenissima”, 2549 BRZ (IMO:5142657), die Bucht von Oban wieder, nachdem die Untersuchungen des Rumpfes nach seiner Strandung abgeschlossen waren. Nächstes Ziel war Lunga, wo das Schiff am 22.5. gegen 15 Uhr erwartet wurde. Das Schiff hatte von Tauchern inspiziert werden müssen, nachdem es am 20.5. um 18.30 Uhr in der Bucht eingelaufen war, dort aber auf die Corran Ledge geriet, als es einer auslaufenden Fähre ausweichen wollte.
Niemand der 61 Passagiere und 51 Besatzungsmitglieder war zu Schaden gekommen, und nach den Untersuchungen konstatierte die Maritime and Coastguard Agency (MCA), dass auch das Schiff selbst die Havarie unversehrt überstanden hatte. Nachdem es festgekommen war, war das RNLI-Boot „Mora Edith MacDonald” den 112 Personen zu Hilfe gekommen. Die Seenotretter fanden die „Serenissima“ mit dem Bug aufsitzend vor, das Heck befand sich noch auf tiefem Wasser. Eine erster Versuch, mit eigener Kraft und unterstützt durch das RNLI-Boot aus Oban flottzukommen, scheiterte indes, weil starker Wind das Schiff auf die Küste drückte.
Das RNLI-Boot rückte dann wieder ab, um gegen 22 Uhr zurück zu kehren. Gegen Mitternacht war das Wasser schon wieder stark gestiegen. Wiederum wurde eine Schlepptrosse übergeben und am Steuerbordheck belegt. Zunächst wurde dann langsam Zug aufgebaut, ehe wegen veränderter Windverhältnisse die Trosse zum Bug der „Mora Edith MacDonald“ umgelegt wurde, sodass sie besser manövrieren konnte.
Um 00.55 Uhr kam Bewegung in die „Serenissima“, und um 1.05 Uhr war sie frei. Nachdem sie von den Felsen herunter war, eskortierte das Rettungsboot sie zu einem Ankerplatz. Um 1.15 Uhr kehrte es zu seinem Liegeplatz in Port Mor zurück. Die „Serenissima“ führte in der Mitte der Bucht derweil noch mit geringer Fahrt einige Manöver aus, um das Ruder zu testen und einen sicheren Ankerplatz zu finden auf der Kerrera-Seite des Fahrwassers, wo sie nicht die CalMac-Fähren zum Festland behindern konnte.
Das heutge Luxus-Kreuzfahrtschiff wurde 1960 für die norwegischen Hurtigruten erbaut und lief bis 2001 für diese als „Harald Jarl“ im Post- und Passagierdienst. 2003 wurde sie stark umgebaut und in „Andrea“ umgetauft. Sie wurde von den Elegant Cruises und Blue Danube Holidays betrieben, die sie zu Kreuzfahrten in England, Grönland, Norwegen, der Ostsee, dem Mittelmeer und die Arktis einsetzte. Im Frühjahr 2012 ging sie an die Serenissima Cruises, wurde erneut modernisiert und mit neuen Zodiacs, Tenderbooten. Stabilisatoren u.a. ausgestattet. Außerdem wurden eine Lido-Bar, weitere Suiten und Balkone und ein Fitness-Center eingebaut. Das Schiff kann nun in 59 Kabinen bis zu 112 Passagiere befördern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter hat Stunden in der Brandung gut überstanden
(23.05.13) Der in der Nacht zum 21.5. gestrandete Garnelenkutter „Rony – IJM 8“ hat seine Fahrt mit eigener Kraft fortsetzen können, nachdem er von dem dortigen Schlepper „Oceaan 2“ aus der Brandung vor der Kijkduin hatte gezogen werden können. Gegen zwei Uhr waren in jener Nacht die Seenotretter der KNRM-Stationen Scheveningen und Ter Heijde alarmiert worden, nachdem der 23 Meter lange Kutter in der Brandungszone aufgesetzt hatte.
Das Rettungsboot „George Dijkstra“ aus Ter Hijde stellte eine Schleppverbindung zwischen dem Havaristen und der „Kitty Roosmale“ aus Scheveningen her. Danach wurde mehrfach versucht, den Kutter flottzumachen, doch dies endete letztlich mit dem Bruch der Schlepptrosse. Deshalb wurde die „Oceaan 2“ zu Hilfe gerufen.
Gemeinsam mit den Rettungsbooten machte sich diese dann ans Werk. Doch da das Wasser bereits ablief, blieben auch die folgenden Versuche ohne Erfolg. Die „Oceaan 2“ konnte lediglich dafür sorgen, dass der Havarist nicht weiter auf den Strand trieb. Die beiden Rettungsboote kehrten zwischenzeitlich auf ihre Stationen zurück.
Gegen 10 Uhr ging es erneut ans Werk. Die „George Dijstra“ brachte eine weitere Schlepptrosse zu dem Schlepper „Oceaan“, der zur Verstärkung inzwischen eingetroffen war, und gegen 11 Uhr zogen beide Schlepper gemeinsam an. Nun gelang es, den Bug des Havaristen gen See herum zu bekommen und diesen durch die Brandungszone in tieferes Wasser zu bekommen. Er hatte die Schläge der Wellen dank seiner stabilen Bauweise gut überstanden und machte sich auf den Weg in den Heimathafen Ijmuiden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot in Stellnetzen gefangen
(23.05.13) Durch einen technischen Defekt wurde am späten Nachmittag des 20.5. ein mit drei Personen besetztes Motorboot bei Bingum auf der Ems manövrierunfähig. Das Boot war auf dem Weg von Delfzijl zurück zu seinem Liegeplatz auf der Leda bei Loga gewesen, als auf Höhe des Emstunnels der Motor ausfiel, und das Boot in dort installierte Stellnetze driftete. Nachdem es dann noch zu einem Wassereinbruch in den Motorraum kam, setzte die Crew einen Notruf ab. Der Fischer, dem die Stellnetze gehören, eilte mit seiner Jolle herbei und übernahm die beiden Bootsfahrer. Die Feuerwehren aus Leer und Bingum kamen mit zwei Booten zu Hilfe, unterstützt durch die Wasserrettung des Landkreises Leer. In Überlebensanzügen stiegen die Feuerwehrleute ins Wasser und zerschnitten die Fischernetze, sodass das Boot befreit werden konnte. Dann wurde der Maschinenraum ausgepumpt, und das Boot konnte mit eigener Kraft weiter fahren. Die Feuerwehr eskortierte es bis zum Anleger in Loga.
Quelle:Tim Schwabedissen



Strahlmann kritisiert Terminalbetreiber nach Schiffsverlust – polnischer Kapitän verstand Seewetterbericht nicht richtig
(23.05.13) Die Reederei Strahlmann in Brunsbüttel, der der unter Antigua-Flagge laufende Frachter "Carrier", 1587 BRZ (IMO-Nr.:8504959), gehört hatte, der am 3.4.2012 an der Raynes-Mole in Llandulas gestrandet war, kritisierte die Betreiber der Kalkstein-Werke, die Cemex Ltd., ihre Crew nicht gewarnt zu haben, als diese dort mit Verladearbeiten beschäftigt war. Stattdessen seien trotz heraufziehenden Unwetters die Umschlagsarbeiten fortgesetzt worden. Nachdem sich das Schiff im Sturm losgerissen hatte, hatten Helikopter die sieben Polen von Bord geholt. Die Raynes Jetty kann bei bestimmten Wetterbedingungen ein gefährlicher Ort sein. Deshalb brauchen die Crews der dort umschlagenden Schiffe präzise Anweisungen durch die Beschäftigten des Terminal. Dies fehlte nach Feststellungen des MAIB-Berichts.
Strahlmann schickt seit dem Schiffbruch keine Frachter mehr zur Raynes Jetty. Am 21.5. war der Bericht des Marine Accident Investigation Board veröffentlicht worden, der technische Probleme mit den Hubschraubern der RAF Valley in Anglesey publik machte, durch die die Rettung sich verzögert hatte. Statt ihrer hatte ein Hubschrauber der RAF in Yorkshire sich durch Schneestürme zu dem in schwerer Brandung vor Conwy liegenden Frachter kämpfen müssen. Nur zwei der Hubschrauber in Valley waren für SAR-Operationen ausgerüstet, und beide waren in jener Nacht nicht einsatzklar. Die RAF erklärte am 22.5., es sei extrem ungewöhnlich, dass gleich mehrere Hubschrauber so schwere technische Probleme hätten, dass sie nicht aufsteigen könnten. Trotzdem habe es aber Backupo-Pkäne gegeben, um so viel Hilfe wie möglich leisten zu können.
Weiterhin erwogen sowohl das Met Office wie auch die Maritime and Coastal Agency nach der Havarie, Empfehlungen zu Termini in Seewetterberichten zu geben,. Der polnische Kapitän der „Carrier“ hatte offenbar die Bedeutung von Begriffen wie „später“ oder „bald“ nicht richtig verstanden, so wie sie in Berichten des UK Met Office verwendet werden. Sie seien nicht Teil des “International Meteorological Lexicon” und könnten nicht hinreichend englischsprachige Seeleute verwirren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter rammte mit bis zu 20 Knoten eine Pier
(23.05.13) Vier Männer mussten ins Krankenhaus gebracht warden, nachdem ihr Kutter am 22.5. gegen 12.15 Uhr die Pier in Portsea mit hoher Fahrt gerammt hatte. Der Kutter mit seinem Skipper und drei Tauchern lief mit 15-20 Knoten Fahrt dagegen. Alle an Bord wurden zu Boden geschleudert und erlitten Verletzungen an Kopf und Nacken. Die Pier wurde nur leicht beschädigt. Einer der Taucher wurde beim Aufprall schwer verletzt ins Alfred Hospital geflogen, die anderen drei kamen mit leichteren Verletzungen ins Rosebud Hospital. Transport Safety Victoria leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hafen von Christmas Island hatte keine Notfallpläne
(23.05.13) Ein Untersuchungsbericht zur Strandung des unter Panama-Flagge laufenden Frachters “Tycoon", 2638 BRZ (IMO-Nr.: 8304220), der monatelang den Hafen von Christmas Island blockierte, stellte heraus, dass der Hafenbetreiber die Risiken für auslaufende Schiffe bei schlechten Wetterbedingungen nicht ausreichend abgeschätzt hatte.
Das Australian Transport Safety Bureau bezeichnete die Wetterbedingungen rings um Christmas Island als schwer einschätzbar, doch der Hafenbetreiber habe weder eine Risikoabwägung getroffen noch adäquate Pläne für aufkommende Stürme. Die „Tycoon“ krachte im Januar 2012 auf de Klippen der Flying Fish Cove und zerbrach in der Brandung. Der ATSB forderte, dass es einen formalen Ablauf geben müsse, durch den der ungefährdete Verbleib eines Schiffes an seiner Mooring sichergestellt ist. Die "Tycoon" ging verloren, weil eine Trosse brach, weil ein Schäkel der Kraft des Sturms nicht standgehalten hatte. Es waren zwar Inspektionen geplant gewesen, doch nicht zeitnah ausgeführt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Trawler wird mit 50-kg-Körben geleichtert
(23.05.13) Versuche, den gestrandeten Hechtfänger “Senhor du Mundo” in tieferes Wasser zu ziehen, der am Morgen des17.5. südlich der Walvis Bay gestrandet war, sind bisher gescheitert. Das Schiff war mit 50 Tonnen Fang aufgelaufen. Die Bemühungen, diesen von Bord zu holen, um das Gewicht des Schiffes zu reduzieren und die Bergungschancen entsprechend zu erhöhen, waren durch stürmische See und den Umstand, dass der Fisch mühselig in Körben, die nur 50 Kilogramm fassen, an Land gebracht werden konnten, erschwert worden.
Die “Senhor du Mundo” war auf der Rückfahrt in den Hafen der Walvis Bay gewesen, als es zu einem Getriebeschaden kam, durch den die Maschine ausfiel und das Schiff manövrierunfähig wurde. Die Crew warf noch Anker, um die Drift zu stoppen, und verständigte Angehörige, die mit Autos herbei eilten, um Hilfe zu leisten. Auch die Hafenbehörde in Walvis Bay wurde verständigt. Inzwischen traf der Trawler “Boston Wayfarer” auch vor Ort ein, doch ein Bergungsversuch abgelehnt, weil die Rettung der Crew Vorrang haben sollte.
Um fünf Uhr war das Schicksal der “Senhor du Mundo” besiegelt, als die Ankerkette brach und sie auf den Strand trieb. Hier standen bereits Freunde und Familien bereit zu helfen. Die Crew konnte mit einer Rakete eine Leine dorthin schießen, an der eine Ankerleine ausgebracht wurde. An dieser konnten alle 19 Mann sich festhalten, als sie sich durch die Brandung zum Strand kämpften, und gegen sechs Uhr waren alle in Sicherheit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Shark in Seenot
(23.05.13) Der Frachter "Shark" geriet am 15.5. in Seenot, nachdem er mit einer vierköpfigen Crew gegen 11 Uhr Georgetown mit Ziel Port Kaituma verlassen hatte. Um 16.25 Uhr meldete das Schiff 10 Meilen nördlich von Leguan in stürmischer See Maschinenausfall und Wassereinbruch. Als die Ladung überging und zum Teil über Bord stürzte, gab die Crew ihr Schiff auf. Es trieb rund 10 Meilen vor Leguan Island auf dem Essequibo River.
Das Maritime Administration Department (MARAD) leitete eine SAR-Operation ein, die Coast Guard und die Schifffahrt wurden informiert. Das MARAD schickte das Lotsenboot "Kakabelli". Es lief gegen 17 Uhr aus Georgetown aus und leitete eine Suchaktion ein. Am 16.5. um 5.10 Uhr verließ ebenfalls das Lotsenboot "Thompson" und hielt nach der "Shark" Ausschau. Es kehrte um acht Uhr zurück und wurde wieder von der "Kakabelli" ersetzt. Inzwischen berichtete der Eigner der "Shark", dass diese nach Wetterberuhigung auf den Strand vor der Küste von Essequibo bei Anna Regina getrieben sei. Daraufhin wurde die Suchaktion eingestellt. Am 17.5. kam das Schiff mit eigener Kraft wieder frei und lief um 14 Uhr wieder in Georgetown ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Mole – zwei Verletzte
(23.05.13) Am Morgen des 21.5. kollidierte die Schnellfähre "Resolute" in der Cavello Bay auf den Bermudas mit einer Mole. Zwei Personen, ein Besatzungsmitglied und eine Passagierin, wurden bei dem Unfall um 8.30 Uhr leicht verletzt. Die Katamaranfähre wurde beschädigt. Offenbar war der Lotse auf einer Seite des Schiffes, auf der die Kontrollen nicht funktionierten..
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Kaikollision außer Gefecht
(23.05.13) Die Fährverbindung Hundeidvika-Festøya musste am 22.5. unterbrochen werden, nachdem die norwegische Fähre „Kvernes", 698 BRZ (IMO-Nr.: 7618832), den Kai in Festøya am Nachmittag rammte. Die 11 Passagiere an Bord blieben unversehrt, die auf Deck stehenden Autos mussten sie allerdings drehen, um von Bord zu kommen. Der Schaden an der Fähre musste noch untersucht werden, für den 23.5. wurde nach einem Ersatzschiff Ausschau gehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Fischer vor St. John’s gerettet
(23.05.13) Die Gander Search and Rescue war am 22.5. im Einsatz nach der Rettung der vierköpfigen Crew des Kutters "Ocean Negotiator", der gegen zehn Uhr 70 Meilen nordöstlich von St. John's nach Wassereinbruch gekentert war. Die Fischer gingen in Überlebensanzügen in eine Rettungsinsel. Sie wurden von einem anderen Kutter, der "Jennifer Taylor", gerettet. Als ein Cormorant Helikopter des 10.3 Search and Rescue Squadron in Gander um 11:20 Uhr vor Ort war, brauchten von dort nur noch Rettungsleute abgewinscht werden, um den Gesundheitszustand der Schiffbrüchigen zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Potrero del Llano“
(Bild: National Archives College Park)   Großbild klick!
Ölaltlasten vor US-Küste untersucht
(22.05.13) Die NOAA präsentierte der U.S. Coast Guard am 20.5. einen Untersuchungsbericht, nach dem 36 Wracks vor der US-Küste ein Risiko durch Ölverschmutzungen darstellen könnten. Von diesen sollten 17 näher untersucht werden auf eine mögliche Entfernung der verbliebenen Ölmengen in den Tanks.
Dazu zählen eine Bargem die 1936 sank, ebenso wie Schiffe, die bei Kollisionen 1947 und 1952 sanken, ein Tanker, der 1984 explodierte, und 13 Wracks aus dem 2. Weltkrieg, die vor der Atlantikküste und im Golf von Mexiko liegen, wie z.B. der Tanker „Potrero del Llano“, 4400 BRZ, der 1942 vor Florida von „U-564“ versenkt wurde. Im Jahr 2010 hatte der US-Kongress für diese Untersuchung eine Million Dollar zur Verfügung gestellt.
Die NOAA hat eine Datenbank von rund 30000 Stellen mit gesunkenem Material, davon 20000 Wracks, Munitionsversenkungsstellen oder archäologischen Stätten. Nach einem ersten Screening wurden 573 als risikobehaftet herausgefiltert wegen ihres Alters, Typs oder Größe. Es handelte sich um Schiffe, die nach 1891 sanken, weil zuvor kein Öl an Bord war. Untersucht wurden Wracks ab 1000 Tonnen Größe und alle Tanker.
Dann wurden die Umstände des Verlusts unter die Lupe genommen. Übrig blieben nun 107 Wracks, von denen einige bereits geräumt oder zerstört waren. Dann wurden eine Reihe von Risikofaktoren für die Evaluierung erarbeitet wie die Gesamtmenge und die Art des Öls sowie die Umstände des Untergangs, so würde ein torpediertes Schiff weniger Öl als andere enthalten. Dann blieben noch 87 Schiffe, und 17 von denen wurden am Ende als vorrangig behandlungsbedürftig herausdestilliert. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter wird künstliches Riff
(22.05.13) Die Alabama Gulf Coast Reef and Restoration Foundation will am 26.5. den unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Frachter "Yokamu", 1388 BRZ (IMO-Nr.:7217054), rund 20 Meilen südlich des Perdido Pass in Orange Beach als künstliches Riff versenken. Die Walter Marine wurde mit der Versenkung beauftragt, derzeit liefen an Bord die baulichen Vorbereitungen, das Schiff wie geplant zu fluten. Das Wrack soll das marine Leben bereichern und den Tauchtourismus ankurbeln. Wenn es auf dem Meeresgrund liegt, werden Taucher des Down Under Dive Shop es Raum für Raum untersuchen, ob es für Taucher sicher ist, ehe es freigegeben wird. Das Ruderhaus wird rund 60 Fuß unterhalb der Wasseroberfläche liegen. Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisste Bootsfahrer auf Main werden mit Sonar gesucht
(22.05.13) Das Bamberger Binnenschiff "Bavaria 83", 2792 ts (EU-Nr.: 04502760), durfte nach der Kollision mit dem Speedboot “Born 2 Porn” am 20.5. seine Reise nach Obernau fortsetzen. Es hatte 1200 Tonnen Sojaschrot geladen, als es in einer Kurve von dem mit hoher Fahrt entgegenkommenden Motorboot gerammt wurde. Der Bootsfahrer wurde wegen mehrerer Knochenbrüche operiert, die überlebende Beifahrerin konnte unterdessen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Suche nach den beiden Vermissten wurde durch die Aschaffenburger Polizei, unterstützt durch ein Sonar der Wiesbadener Polizei und einem Helikopter am 21.5. fortgesetzt, bislang ohne Erfolg. Quelle:Tim Schwabedissen



11 von 12 vor Mauritius gerettet
(22.03.13) Am 18.5. wurden 12 Mann der philippinischen Crew des taiwanesischen Thunfischfängers “Ruei Yi Hsiang No. 11” vor Mauritius gerettet, ein Mann war bis in die Mittagsstunden des 20.5. noch vermisst. Das Schiff hatte Feuer gefangen und war gesunken. 11 Philippinos und der taiwanesische Skipper wurden von drei anderen Kuttern derselben Reederei aufgenommen. Die Regierung von Mauritius schickte einen Helikopter. Vermutlich hatte eine Überhitzung der Maschine das Feuer auf dem Schiff, das in Donggang in Pingtung County registriert war, ausgelöst. Der 80-Tonner war im April 2010 in den Indischen Ozean gegangen und hatte von einem Fischereihafen in Mauritius aus operiert. Quelle:Tim Schwabedissen



Pumpe machte Rauch
(22.05.13) Auf der norwegischen Fähre "Etne", 1660 BRZ (IMO-Nr.: 7805124), die auf der Route Tørvikbygd-Jondal läuft, kam es am Morgen des 22.5. zu einer Rauchentwicklung durch einen Bruchschaden an einer Pumpe. Es wurde Feueralarm ausgelöst, gab aber keinen offenen Brand. Die Fähre legte in Jondal an, wo sie entladen wurde und am Kai verblieb, während versucht wurde, eine Ersatzpumpe zu besorgen. Je nach Zeitdauer würde es notwendig werden, die kleinere Fähre "Olen" aus Sunde als Ersatz in Fahrt zu bringen. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter der Hamburger Orion Bulkers saß in Maputa fest
(22.05.13) Der unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier “Baltia”, 38849 BRZ (IMO-Nr.: 9286920) lief beim Verlassen des Hafens von Maputo, Mosambik, am 20.5. gegen 11 Uhr auf Grund. Das Schiff blockierte zeitweilig die Zufahrt, bis es noch am selben Tag wieder flottgemacht werden konnte und die Reise in die Richards Bay fortsetzen konnte, wo sie am 22.5. um 10.45 Uhr auf Reede vor Anker ging. Das Schiff der Orion Bulkers GmbH & Co KG in Hamburg hat eine Tragfähigkeit von 75776 und wurde 2005 erbaut. Quelle:Tim Schwabedissen



Evakuierung der „Arctic Storm“ hat begonnen
(22.05.13) Während der Maschinenraumbrand auf dem in Seattle beheimateten Fischfabrikschiff "Arctic Storm" am 21.5. gelöscht war, ging die Evakuierung eines Teils der 120-köpfigen Besatzung weiter. Bis gegen 18 Uhr waren rund 30 Mann auf die "Sea Dawn", "Northern Voyager" und "Golden Alaska" übergesetzt. Ein Helikopter der Coastguard sowie zwei 47-Fuß-Boote der Station Gray’s Harbor blieben auf Standby. Der Maschinenraum war derweil noch extrem heiß, sodass er bis auf weiteres nicht zu betreten war. Der Havarist sollte nach Aberdeen eingeschleppt werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre in Velkua durch Wassereinbruch lahm gelegt
(22.05.13) Die Fähre von Velkua in Nådendal erlitt ein Leck im Maschinenraum, als sieam 21.5. auf Grund lief. Der Rettungsdienst bekämpfte den Wassereinbruch mit Pumpen, dananch musste das Schiff zur Reparatur außer Dienst gestellt werden. Bis zum Abend sollte der Schaden behoben werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Skipbladner verlor Mast vor Start in die 157. Fahrsaison
(22.05.13) Am 21.5. verlor der historische norwegische Raddamper „Skibladner“ in Mjøsas seinen Mast, als er von einem Rettungsboot aus der Wintereinhausung geschleppt wurde. Starke Strömungen ließen das Schiff außer Kontrolle geraten, sodass der Mast anschlug und in mehreren Stücken auf dem Vorschiff landete. Dennoch sollte der Start der 157. Saison in der kommenden Woche planmäßig starten, ob nun mit einem reparierten oder neuen Mast. Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Tote nach Fährunglück in Derji
(22.05.13) Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, als eine Fähre mit 110 Personen an Bord auf dem Lake Tana in Derji, Äthiopien, am 19.5. kenterte. Das Boot war unterwegs zu einem religiösen Fest zu einem Kloster, als es nur 20 Meter vom Ufer entfernt umschlug, als die Insassen auf eine Seite drängten. Zum Unglückszeitpunkt herrschte starker Regen mit Wellengang. Das Boot der Tana Transport Enterprise (TTE), war wohl überladen. Quelle:Tim Schwabedissen



Tankschiff geriet in Hansweert in Brand
(21.05.13) Das belgische Tankschiff "Texas", 4200 BRZ (IMO-Nr.:9295309), geriet am Morgen des 21.5. in Hansweert in Brand. Die Crew des im südlichen Vorhafen festgemachten Schiffes entdeckte das Feuer um 7.05 Uhr und alarmierte die Feuerwehr. Diese rückte mit zwei Löschfahrzeugen an und hatte mithilfe der Crew den Brand um 7.55 Uhr gelöscht. Auch der Schlepper "Bravo" sowie die "RWS 79" von Rijkswaterstraat waren zur Hilfeleistung im Einsatz. Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler sitzt vor Den Haag fest
(21.05.13) Der holländische Trawler "Rony Velsen - IJM 8", 75 BRZ (EU-Nr.: NLD198600031), lief am Morgen des 21.5. vor Den Haag auf Grund. Bergungsversuche durch ein Boot der KNRM und einen Schlepper aus Scheveningen schlugen zunächst fehl. Ein zweiter Schlepper wurde gegen 10 Uhr vor Ort erwartet, ein weiterer Bergungsversuch wurde erfolgreich gegen 11 Uhr durchgeführt und der Kutter wieder auf tieferes Wasser gezogen. Das Schiff war am 2.6.1992 als „Deo Volente – BR 45“ aus Breskens bereits einmal gekentert und gesunken. Der Eigner war ums Leben gekommen. Danach wurde es geborgen und bei der Werft Reimerswaal in Hansweert auf 23,5 Meter verlängert. Seit 2006 lief es als „Rony Velsen“. Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff in Oban Bay auf Grund gelaufen
(20.05.13) Das unter St- Vincent-Grenadines-Flagge laufende Fahrgastschiff “Serenissima”, 2549 BRZ (IMO-Nr.: 5142657), lief in der Oban Bay at am 20.5. um 18.30 Uhr auf Grund. Es hatte 61 Passagiere und 51 Besatzungsmitglieder an Bord. Es war am Corran Ledge auf dem Weg von Irland nach Oban festgekommen. Es hatte wohl der Isle of Mull-Fähre ausweichen wollen und war auf die falsche Seite einer Fahrwassertonne geraten. Ein Bergungsversuch durch ein RNLI-Boot, das am Heck festmachte, scheiterte zunächst. Am 21.5. um 1.10 Uhr, eine Stunde nach Hochwasser, gelang es doch, den Havaristen wieder flottzumachen, der in der Oban Bay zu Taucheruntersuchungen vor Anker ging. Er hätte fahrplanmäßig am selben Tag wieder zu einer Hebridenkreuzfahrt auslaufen sollen. Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsschiff in Seenot
(20.05.13) Das britische SAR-Schiff “Vos Protector”, 673 BRZ (IMO-Nr.: 8215455), lief am 20.5. in Fraserburgh auf Grund. Es hatte mit 12 Personen an Bord auslaufen wollen, als es um 18.10 Uhr auf dem Wellenbrecher festkam. Die Aberdeen Coastguard und das RNLI-Boot aus Fraserburgh machten den Havaristen wieder flott und schleppten ihn in den Hafen. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter vor Norwegen
(20.05.13) Am 20.5. gegen 10 Uhr brach auf einem 35 Fuß langen Kutter vor Lepsøy im Bjørnefjord in Os ein Feuer aus. Der Skipper, der sich auf dem Rückmarsch nach Lepsøy in Hordaland befand, konnte sich in einer Rettungsinsel unverletzt retten. Er hatte bei einer Kontrolle Flammen im Maschinenraum bemerkt. Das Ambulanzboot “Rygervakt“ aus Austevoll, das um 10.16 Uhr mit Brandbekämpfern an Bord ausgerückt war, sowie die „Gnist“- zu Deutsch Funken – der norwegischen Marine bekämpften das Feuer. Der Brand konnte gegen 11.20 Uhr gelöscht werden. Das Boot wurde aber komplett zerstört. Das Wrack wurde mit Ölsperren umgeben. Quelle:Tim Schwabedissen



Fischfabrik nach Brand teilweise evakuiert
(20.05.13) Das amerikanische Fischereifahrzeug “Arctic Storm”, 4068 BRZ (MMSI-Nr. 368555000), geriet am 20.5. um 15.20 Uhr 30 Meilen westlich von Grays Harbor, Aberdeen, in Brand. Im Maschinenraum der mit 120 Mann besetzten Fischfabrik war ein Feuer ausgebrochen. Die Coast Guard Columbia River fing einen Notruf auf, und die Coast Guard Columbia River schickte zwei MH-60 Jayhawk Helikopter crews der Air Station Astoria, ein 47-Fuß-Boot der Station Cape Disappointment und zwei 47-Fuß-Boote der Station Grays Harbor zum Havaristen. Es gelang der Crew, den Brand mit Halon zu bekämpfen. Doch 78 Besatzungsmitglieder wurden von den Fischfabrik-Schiffen "Northern Voyager", "Golden Alaska", "Sea Dawn" und "Excellence", die sich in der Nähe befanden, abgeborgen. Sie sollten nach Westport gebracht werden. Ein Schlepper lief zur Hilfeleistung aus. Die “Arctic Storm” sollte nach Aberdeen geschleppt werden. Sie hatte rund 188,000 Gallonen Diesel an Bord. Das Washington Department of Ecology wurde verständigt. Die “Arctic Storm” der in Seattle ansässigen Arctic Storm Management Group ist 101.8 Meter lang und 14.83 Meter breit. Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenpuzzle in Sizilien
(20.05.13) Die 14-Zylinder-Hauptmaschine des dänischen Containerfrachters "Emma Maersk" 170794 BRZ (IMO-Nr.: 9321483), liegt derzeit in ihre Einzelteile zerlegt in einem Lagerhaus auf Sizilien. Alle Teile werden mit Frischwasser gereinigt und auf Korrosion geprüft. Bis dahin wurden sie in einem Spezialöl konserviert. Die 14RTflex96-Maschinen wurden bereits wieder zurück an Bord gebracht, nachdem der Maschinenraumboden und die Spanten wieder hergerichtet wurden. Alle IT-Anlagen und die Elektrik, die unter Wasser standen, wurden ersetzt. Mitte Juni soll der Frachter, der seit dem 25.2. in Palermo zur Reparatur der Schäden durch die Überflutung des Maschinenraums liegt, nach Hoffnung der Maersk Line wieder fahrbereit sein. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Mole in Bremerhaven
(20.05.13) Der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter "Adrana", 4320 BRZ (IMO-Nr.: 9157143), rammte am 20.5. gegen Mittag von Ceuta kommend nach Bremerhaven einlaufend die Nordmole des Hafens. Dabei wurde die Mole erheblich beschädigt, Steine brachen aus dem Mauerwerk. Die „Adrana“ kam mit leichteren Schäden am Bug davon. Offenbar hatten Kapitän und Lotse die Kraft der Strömung falsch eingeschätzt. Zwei Schlepper nahmen den Havaristen auf den Haken und legten ihn gegen 14 Uhr an den Kai im alten Handelshafen. Quelle:Tim Schwabedissen



Flussfahrgastschiff „Königstein“ kollidierte mit Yacht vor Rügen
(20.05.13) Am 20.5 kollidierte nachmittags das deutsche Flussfahrgastschiff „Königstein“ (ENI-Nr.: 05502420), vor Rügen mit der deutschen 8,5-Meter-Yacht „Wisperwind“. Dabei wurde ein 11-jähriger Junge auf der Yacht verletzt. Gegen 16 Uhr war es in der Prohner Wiek am nördlichen Eingang zum Strelasund zu dem Zusammenstoß gekommen. Ein Geschwisterkind und die Eltern blieben bei der Kollision nahe der Tonne 64 unverletzt. Das Segelboot wurde erheblich beschädigt, der Steven eingedrückt. Das Loch im Vorschiff bedeutete angesichts des guten Wetters jedoch keine Gefahr. Zur Unfallzeit herrschten im Revier eine südöstliche leichte Brise um zwei Beaufort und gute Sicht. An der 67 Meter langen „Königstein“ entstand nur geringer Schaden. Passagiere und Besatzung kamen mit dem Schrecken davon. Der Seenotrettungskreuzer „Theo Fischer“, der in Barhöft stationiert war, erreichte als erster den Unfallort. Er nahm das Segelboot längsseits. Die Besatzung versorgte den Jungen gemeinsam mit dem Vater, der selbst Arzt war. Unterdessen nahmen die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Station Stralsund einen Notarzt an Bord des dort stationierten Seenotrettungsbootes „Hertha Jeep“ und brachten ihn hinaus zur Unfallstelle. Dort übernahmen sie den Elfjährigen mit Hilfe der speziellen Bergungstrage der DGzRS. Begleitet vom Notarzt brachten sie ihn und seine Mutter nach Stralsund und übergaben ihn dort zu weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst. Das Tochterboot der „Theo Fischer“ schleppte das Segelboot mit Vater und Tochter an Bord sicher nach Barhöft. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter der Briese-Schifffahrt vor El Ferrol auf Grund gelaufen
(19.05.13) Der unter Gibraltar-Flagge registrierte Frachter „Anna“, 5044 BRZ (IMO-Nr.: 9566796), lief beim Ansteuern der Bucht von Ferrol bei San Cristovo unweit &xnbsp;des Schlosses von San Carlos am 19.5. gegen 13:30 Uhr auf Felsen. Das Schiff hatte zuvor Maschinenschaden erlitten. Drei Stunden später konnte es bei Hochwasser von zwei Schleppern wieder flottgemacht werden und erreichte gegen 17 Uhr den Hafen von Ferrol. Der Frachter war von Esbjerg nach Ferrol unterwegs gewesen. Die „Anna“ wurde 2011 erbaut, hat eine Tragfähigkeit von 7712 Tonnnen und läuft für die Briese Schifffahrt in Oldersum. Quelle:Tim Schwabedissen



Betrunkene Bootsfahrer rammten Binnenschiff – zwei Tote auf Main
(19.05.13) Auf dem Main bei Aschaffenburg rammte das Motorboot „Born 2 Porn“ am frühen Morgen des 19.5. gegen 3.30 Uhr das mit einer Ladung Sojaschrot nach Obernau laufende Bamberger Binnenschiff „Bavaria 83“, 2792 ts (EU-Nr.: 04502760), etwa einen Kilometer unterhalb der Schleuse Obernau ins Heck. Das Boot war gegen ein Uhr aus Aschaffenburg ausgelaufen in Richtung Obernau. Dort hatte es angelegt, und bis drei Uhr hatte die Crew ein Lagerfeuer gemacht. Dann ging es weiter, aber nur wenige Minuten lang. Durch die Wucht der Kollision wurden die vier Bootsfahrer ins Wasser geschleudert. Ein Mann und eine Frau konnten sich schwimmend retten und kamen ins Krankenhaus. Ein weiteres Pärchen wurde danach vermisst. Rettungsdienste starteten eine Suchaktion, an der sich über zehn Boote und 15 Taucher der Feuerwehr und Wasserwacht, eine Rettungshundestaffel, die Wasserschutzpolizei sowie ein Polizeihubschrauber beteiligten. Das Motorboot, das offenbar schnell unterwegs gewesen war, hatte das 110 Meter lange Binnenschiff in einer Biegung nicht gesehen und fuhr ihm ins Heck. &xnbsp;Das Sportboot, &xnbsp;wurde aus dem Wasser gehoben und sichergestellt, nachdem es zuvor unbesetzt etwa 100 Meter unterhalb der Position des Binnenschiffes aufs Ufer gelaufen war. Sein Skipper war alkoholisiert gewesen. Er lag im Krankenhaus und war noch nicht vernehmungsfähig. An dem Sportboot war nach ersten Erkenntnissen ein Suchscheinwerfer eingeschaltet, was möglicherweise die Sicht des Bootsführers eingeschränkt, hatte so dass er in der Dunkelheit das mit Sojaschrot beladene Gütermotorschiff erst zu spät erkannte und einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern konnte. Die „Bavaria 83“ konnte nach Abschluss der Unfallaufnahme die Fahrt am 19.5. fortsetzen. Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Fischer sprangen von gestrandetem Trawler
(18.05.13) Am Morgen des 18.5. lief gegen sechs Uhr der 70 Fuß lange Trawler „Fugløytind“ der Arnøytind AS vor Gamvik auf Grund. Das Küstenwachboot “Magnus Lagabøte”, das eine Fahrstunde entfernt war und ein Sea King-Helikopter aus Banak wurden alarmiert. Die sechsköpfige Crew sprang mit Überlebensanzügen ins Meer und wurde von zwei Booten der Küstenwache gerettet. Es lief eine kleine Menge Öl aus. Das erheblich beschädigte Schiff wurde von dem Küstenwachboot von den Felsen gezogen und nach Hammerfest geschleppt. Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff trieb drei Tage vor Palawan
(18.05.13) Die philippinische Coast Guard rettete am 18.5. die Fähre “April Joy” mit 78 Personen an Bord, darunter 20 Kindern, vor Palawan. Das Schiff, das auf der Route Zamboanga City-Palawan läuft, hatte Maschinenausfall erlitten und trieb vor Mangsee Island, Balabac. Es war am 15.5. von dort ausgelaufen und trieb drei Tage in der See, nachdem der Antrieb irreparable beschädigt worden war. Das Küstenwachboot „Nueva Vizcaya” nahm es auf den Haken und hatte es am 19.5. am Abend im Hafen. Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Tote bei Strandung von Hummerkutter
(18.05.13) Am 18.5. funkte der Hummerkutter „Marie J“ vor der Ostküste von New Brunswick Mayday. Der Notruf des Bootes aus Tabusintac wurde um 5:30 Uhr aufgefangen. Ein Cormorant-SAR-Helikopter aus Greenwood, ein Kutter und zwei Boote der kanadischen Coast Guard wurden alarmiert. Offenbar hatte das mit drei Mann besetzte Boot eine Sandbank vier Kilometer vor der Küste gerammt und war leckgeschlagen. Die Crew hatte sich auf den Rumpf geflüchtet. &xnbsp;Einer der Fischer wurde acht Stunden nach dem Notruf tot im Wasser entdeckt, die beiden anderen nach Wiederaufnahme der Suche am 19.5. gegen 16 Uhr. Erst vor zwei Wochen, am 5.5., waren fünf Kutter an der Tabusintac Wharf durch einen Brand zerstört worden. Das nun verunglückte Boot war von einem der Fischer, der davon betroffen gewesen war, gechartert worden. &xnbsp;Das Transportation Safety Board leitete eine Untersuchung ein. Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Anleger
(17.05.13) Die amerikanische Fähre "Spirit of America", 5901 BRZ (MMSI-Nr.:366952890), rammte am frühen Abend des 17.5. nach einem Maschinenausfall Dalben am Anleger des St. George Ferry Terminal. Der Unfall ereignete sich bei Slip 6 um 18.22 Uhr. Rund 30 Sekunden vor dem Aufprall kam eine Warnung über Schiffslautsprecher an die 972 Passagiere. Sie sollten sich aufrecht hinsetzen. Niemand kam zu Schaden. Obwohl danach drei der vier Antriebe wieder zum Laufen gebracht werden konnten, wurde die Fähre für die notwendigen Untersuchungen mit einem Fahrverbot belegt. &xnbsp;Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Sulawesi auf Grund gelaufen
(17.05.13) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Frachter „AAL Shanghai“ lief am 17.5. vor Pare Pare, Süd-Sulawesi, auf der Fahrt von Sulawesi nach Hakata in Japan auf Grund. Die „AAL Shanghai“, 32106 tdw (IMO-Nr.: 9498377), wurde 2012 erbaut und läuft für die zyprische Columbia Shipmanagement Ltd. Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Yachten auf Strand geschleudert
(17.05.13) Auf Maui wurden am 17.5. die 32 Fuß lange Yacht „Best Revenge“, die ebenso lange Yacht „Caribou III“ und der 38 Fuß lange Trimaran „Triple Play“ durch groe Wellen von ihren Moorings losgerissen und auf den Strand nahe der Mala Wharf geworfen, wo sie zerbrachen. Am 18.5. machten sich Berger daran, die Trümmer zu räumen. Quelle:Tim Schwabedissen



Schnellfähre kollidierte mit Pier in Heraklion
(17.05.13) Die griechische Schnellfähre „Golden Blaze“ kollidierte am 17.5. mit einer Pier in Heraklion. An Bord waren 395 Passagiere. Sie blieben unversehrt. Das Schiff wurde zu Untersuchungen mit einem Fahrverbot belebt. Die „Golden Blaze“ 2230 BRZ (IMO-Nr.: 8919506), wurde 1992 erbaut und läuft für die Golden Blaze Maritime Company. Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Vermisste auf Yangtse
(17.05.13) Auf dem Yangtse-Fluss bei Wuhu in Ostchina kollidierten am Morgen des 17.5. drei Schiffe, wobei sieben Personen vermisst wurden. 20 Besatzungsmitglieder landeten im Fluss im Fahrwasser von Baimao. 13 konnten gerettet werden. Bei den Unfallbeteiligten handelte es sich um einen Schubverband, der mit Eisenerz aus der zentralchinesischen Henan-Provinz kam, sowie zwei mit Stahl und Kalkstein beladene Frachter, die aus Zhejiang und Jiangsu kamen. Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Bulkcarrier wird zerlegt
(17.05.13) Die Bergungsfirma Mammoet Salvage ist derzeit dabei, die letzten Reste des Wracks des maltesischen Bulkcarriers “B. Oceania”, 38337 BRZ, zu räumen, der in 35-40 Metern Tiefe in der Straße von Malakka lag, zu räumen. Das Wrack gefährdete die Schifffahrt auf dem viel befahrenen Weg. Zunächst hatten die Berger 68000 Tonnen Eisenerz geborgen, die mit Bargen an Land gebracht wurden. Danach wurde mithilfe der entsprechend ausgerüsteten Barge "MSB 3301" das Wrack zerlegt und stückweise abtransportiert. Derzeit sind noch drei Sektionen übrig, die bis Ende Mai auch zum Verschrotten gebracht sein sollen. Im Einsatz war auch die Unterkunftsbarge „MSC 3301“ sowie der Schwimmkran „Schiedam“. Die gesamte Arbeit dauerte rund 1,5 Jahre. Der Bulker war am 29.7.2012 nach Kollision mit der “Xin Tan Tai” kollidiert, nachdem er Maschinenausfall erlitten hatte. Die “Xin Tan Hai” hatte nicht auf Funkwarnungen des manövrierunfähigen Havaristen reagiert und ihn dann auf Höhe der Laderäume 1 und 3 gerammt. Daraufhin zerbrach er und sank. Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler aus Walvis Bay auf Sandbank getrieben
(17.05.13) Am 17.5. lief der südafrikanische Trawler „Senhor du Mundo“ vor dem Strand von Paaltjies auf eine Sandbank. Ein Versuch, das Schiff am selben Tag abzubringen, scheiterte ebenso wie ein weiterer Anlauf am 19.5., als die Schlepptrosse brach. Das Schiff läuft für die Namibia Snoek Supply in Walvis Bay. Die „Senhor du Mundo“ war mit einem Fang Atun auf dem Rückmarsch in den Heimathafen gewesen, als die Maschine ausfiel und sie dann langsam Richtung Strand driftete. Die 19-köpfige Crew rettete sich ans Ufer. Der Trawler lag auf der Steuerbordseite und wurde in der Brandung überflutet. Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht hatte Wassereinbruch in Schiermonnikoog
(17.05.13) Das KNRM-Boot „Edzard Jacob“ aus Schiermonnikoog assistierte am 17.5. gegen Mittag der Feuerwehr der Insel, nachdem die Yacht „Lutina“ Wassereinbruch erlitten hatte und zu sinken drohte. Die Feuerwehr bat erst um Pumpen, dann um Lenzhilfe durch das Rettungsboot. Quelle:Tim Schwabedissen



Cabrio-Flusskreuzfahrer wurde drei Wochen lang repariert
(17.05.13) Das unter Malta-Flagge laufende Flusskreuzfahrtschiff “Belvedere" (EU-Nr.: 09948010) ging am 17.5. wieder in Fahrt. Er war bei der ÖSWAG-Werft in Linz nach seiner Brückenkollision in Passau am 26.4. repariert worden. Danach wurde das Fahrtprogramm wie geplant wieder aufgenommen. Die Passagiere der Fahrt, die durch die Kollision jäh unterbrochen wurde, setzten diese an Bord der “Bolero" fort, die Fahrgäste der folgenden Fahrten wurden u.a. auf die „Dertour Mozart" umgebucht. Quelle:Tim Schwabedissen



Kanadisches Fahrgastschiff saß auf Felsen fest
(16.05.13) Am 16.5. um 14.15 Uhr lief das kanadische Fahrgastschiff „Louis Jolliet”, 2112 BRZ (IMO-Nr.: 5212749), unweit von Quebec City nahe Sainte-Pétronille am Südzipfel der Île d'Orléans auf dem St. Lawrence River auf Grund. Das Schiff hatte vom Chouinard Quay im Alten Hafen von Quebec City abgelegt und war unterwegs zu den Montmorency Falls. An Bord waren 57 Passagiere, darunter 34 Studenten und Lehrer der s High School La Seigneurie de Québec. Sie sagten später, dass die Situation nach einem kurzen Moment der Unsicherheit von der Crew rasch beruhigt wurde. Ein Schlepper brachte sie dann zurück zum Louise Basin Port in Quebec. Eine Person musste wegen eines Schocks ins Krankenhaus. Die 13-köpfige Crew wurde von Lotsenbooten auf den Schlepper übergesetzt, nachdem dieser bei fallendem Wasserstand nicht mehr an die „Louis Jolliet“ herankam. Diese lag mit Steuerbordschlagseite auf den Felsen. Nachdem sie auf Schäden untersucht worden war und sich herausgestellt hatte, dass es nur geringe Schäden am Rumpf gegeben hatte, wurde das Schiff der AML Group, mit der Flut, die um 22.45 Uhr mit 3,8 Metern ihren Höhepunkt erreichte, wieder flottgemacht und kehrte nach Quebec zurück. Das Transportation Safety Board (TSB) of Canada leitete am Morgen des 17.5. eine Untersuchung ein. Quelle:Tim Schwabedissen



Brennender Frachter im Hamburger Hafen hatte radioaktives Gefahrgut an Bord
(16.05.13) Bei dem Brand an Bord des schwedischen RoRo-Carriers "Atlantic Cartier" im Hamburger Hafen am 2.5. befand sich auch radioaktives Material an Bord. Das ging aus der Ladeliste des Schiffes hervor, teilte die Hamburger Innenbehörde am 16.5. mit. Der Frachter hatte rund neun Tonnen Uran-Hexafluorid und insgesamt mehr als 20 Tonnen radioaktive Stoffe sowie rund vier Tonnen Munition an Bord. Unmittelbar vor dem Feuer hatte in Sichtweite des Liegeplatzes am O’Swaldkai, wo das Schiff immer noch liegt, der Eröffnungsgottesdienst des Kirchentags 2013 mit rund 35.000 Teilnehmern am Strandkai in der Hafencity stattgefunden, an der auch Bundespräsident Joachim Gauck teilgenommen hatte. Weil bekannt war, dass das Schiff auch Gefahrgut geladen habe, hatte die Feuerwehr, die mit 200 Einsatzkräften anrückte, sofort reagiert und die betreffenden Container mit Vorrang von Bord geholt. Durch das schnelle Eingreifen konnte so eine Gefahr für den Hafen und die Menschen in der Umgebung abgewendet werden. Es traten keine Gefahrstoffe aus, und alle gelöschten Container konnten unbeschädigt zu einem sicheren Lagerplatz an Land verbracht werden. In dem vom Brand betroffenen Ladedeck waren rund 30 von insgesamt 70 Neuwagen zerstört worden. Beim Feuer hatte sich so große Hitze entwickelt, dass schon die Farbe vom Rumpf abplatzte. Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre barg auf Grund gelaufende Yacht
(16.05.13) Eine Isle of Wight-Fähre barg am Morgen des 16.5. die 45 Fuß lange Yacht “Pindar”, die eine Leine in den Propeller bekommen hatte und manövrierunfähig auf Grund gelaufen war. Das Schiff der Island Harbour stieß auf ihrer 8.30-Uhr-Überfahrt zwischen Cowes und dem Hamble River auf das festsitzende Boot und konnte es abschleppen. Die Yacht, die sich mit einer zweiköpfigen Crew auf dem Weg zur Warsash Maritime Academy befunden hatte, wurde in den Hamble River geschleppt und in die Obhut des Hafenmeisters gegeben. Quelle:Tim Schwabedissen



Wurde die „Bonhomme Richard“ nach sieben Jahren Suche entdeckt?
(16.05.13) Zwischen dem 15. und 20. April hat die Ocean Technology Foundation, die seit sieben Jahren in der Nordsee das Wrack der “Bonhomme Richard“ des Kriegshelden John Paul Jones sucht, bei einer Expedition in 70 Metern Wassertiefe eine vielversprechende Fundstelle ausgemacht. Es handelt sich um ein Trümmerfeld mit einem Anker, versandete Holzplanken und verkrustetem Eisen, möglicherweise Ballast, das mit Sidescan-Sonar, Magnetometer und einem ROV ausfindig gemacht wurde. Von allen seit 2006 untersuchten Verdachtsplätzen brachte bislang keiner so große Hoffnung wie der Fund dieses Holzwracks. In diesem Sommer will die Ocean Technology Foundation mit zwei französischen Marineschiffen zu der Position auslaufen und die Trümmer genauer inspizieren. Die “Bonhomme Richard” sank im September 1779 nach einem Gefecht mit HMS „Serapis“. Die Crew der “Bonhomme Richard” hatte zwar die “Serapis” nach einer verlustreichen dreistündigen Schlacht vor Flamborough gekapert, aber den Untergang ihres eigenen Schiffes nicht verhindern können. Die jetzige Position wurde anhand von Zeugenberichten, den Logbüchern, Berichten über das Gefecht und Informationen über Wind, Wetter, Tiden und Gefechtsschäden, die Hinweise auf die Zeit der Drift des sinkenden Schiffes geben können, rekonstruiert. Derzeit analysieren Experten die bei der jüngsten Expedition gewonnenen Bilder. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter von Schwell eines Temposünders in Brunsbüttel beschädigt
(16.05.13) Auf dem holländischen Frachter "Arklow Rally", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9250414), wurden am 16.5. gegen zwei Uhr vier Relingsstützen abgerissen, als das Schiff wegen zu hoher Geschwindigkeit der den Binnenhafen Brunsbüttel passierenden liberianischen "Thetis D", 17488 BRZ (IMO: 9372274), an seinem Liegeplatz im Brunsbütteler Binnenhafen in Bewegung geriet. Der Containerfrachter war mit Ostkurs auf dem Nord-Ostsee-Kanal auf der Fahrt von Bremerhaven, wo es am 15.5. um 21.45 Uhr vom Stromkai losgeworfen hatte, nach Riga, wo es am 17.5. gegen 22 Uhr erwartet wurde, unterwegs. Beim Passieren der Ladepier der Firma Holcim erzeugte das 168 Meter lange Schiff so viel Sog und Wellenschlag, dass der dort unter Beladung liegende, 90 Meter lange Rotterdamer Frachter stark in Bewegung geriet. Vor- und Achterspring hielten den Zugbelastungen nicht stand und brachen. Da auch der Verladearm der Anlage dabei aus der Verbindung zum Schiff herausgerissen wurde, musste der Ladevorgang vorübergehend eingestellt werden. Die „Thetis D“ setzte ihre Reise Richtung Kiel fort, wo sie gegen 10 Uhr in der Holtenauer Schleuse festmachte. Gegen den Kapitän wurde ein Ordungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Durch Beamte des Wasserschutzpolizeireviers Kiel wurde nach dem Festmachen in Kiel-Holtenau eine Sicherheitsleistung vom Kapitän eingezogen. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Brunsbüttel dauerten derweil an. Die "Arklow Rally", die am 15.5. gegen vier Uhr bei Holcim festgemacht hatte, setzte ihre Reise am 16.4. gegen 10 Uhr gen England fort. Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Tote bei Brand auf Trawler in Wakkanai
(16.05.13) Der kambodschanische Trawler „Taigan“, 497 tdw, geriet in der Nacht zum 16.5. in Wakkanai auf Hokkaido gegen zwei Uhr in Brand. Die Crew bestand aus 23 Mann, 19 Russen und vier Ukrainern. 17 von ihnen gelang rechtzeitig die Flucht von Bord. Zwei russische Besatzungsmitglieder und ein Ukrainer wurden mit Rauchvergiftungen und leichten Verbrennungen in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Weitere sechs russische Seeleute wurden im Schiffsinnern eingeschlossen und kamen ums Leben. Nachdem es Rettungskräften gelungen war, auf das Schiff vorzudringen, fanden sie in den Trümmern deren Leichen. Nach dem Feueralarm hatten die Retter die Aufbauten in hellen Flammen stehend vorgefunden, die meterweit aus der Brücke und den angrenzenden Räumen der Aufbauten schlugen. Sechs Löschzüge und zwei Boote der japanischen Küstenwache waren vor Ort im Einsatz. Sie gingen erst von außen gegen das Feuer vor, weil die große Hitze einen Angriff an Bord zunächst verhinderte. Erst nach 11 Stunden gelang es, den Brand zu löschen. Während der Brandbekämpfung verkomplizierte sich die Lage weiter, als sich das Schiff durch das Löschwasser nach Steuerbord zum Kai hin überzulegen begann. Rund zwei Drittel der Aufbauten waren ausgebrannt. Die „Taigan” war am 14.5. in den Hafen eingelaufen mit einer Ladung Krabben aus Korsakov auf Sachalin an Bord, und hätte am 17.5. wieder auslaufen sollen. Quelle:Tim Schwabedissen



Kronprinz Frederik eröffnet Unterwasserpark mit Schnellbootwrack
(16.05.13) Am 16.5 wurde in Glyngøre der Salling Aqua Park durch Kronprinz Frederik eröffnet. Er durchschnitt eine Kordel aus Seegras. Der Tauchpark wird der größte seiner Art in Nordeuropa sein. Taucher können u.a. einen Leopard 1-Panzer, eine große Betonhöhle, die auf den Meeresgrund abgesenkt wurde, sowie das Wrack des schwedischen Minensuchers "M 25" besichtigen. Dieser war am Nachmittag des 23.3. in 18 Metern Tiefe auf dem Grund des Limfjord wenige 100 Meter vor Glyngøre versenkt worden. Ein Boot der Werft in Skive hatte das 72 Jahre alte Schiff auf seine Versenkungsposition vor dem Hafen geschleppt. Hier waren zuvor bereits vier schwere Betonblöcke abgesenkt worden, an denen das Wrack festgemacht wurde, um es auf Position zu halten. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter von Feuer in Scheveningen zerstört
(16.05.13) In der Nacht zum 16.5. wurde die KNRM-Station Scheveningen gegen halb zwei alarmiert, nachdem der 10 Meter lange 6-Tonnen-Kutter „ Cardo – SCH 100“ in Brand geraten war. Das Schiff trieb im Außenhafen und wurde zunächst von einer Schwimmpier aus gelöscht. Der Brand hatte die Trossen verschmort, und das Schiff trieb in Richtung der Adriaan Maaskade. Das Rettungsboot „De Kitty Roosmale Nepveu“ nahm den Havaristen in Schlepp und drückte es gegen die Pier, sodass die Feuerwehr dort die von den Seenotrettern bereits eingeleitete Brandbekämpfung fortsetzen konnte. Auch die „George Dijkstra“ der KNRM-Station Ter Heijde kam zu Hilfe. Nachdem der Brand ein zweites Mal aufgeflammt war, sollte das unter dem Gewicht des Löschwassers vom Untergang bedrohte Schiff von der „Beluga“ auf den Strand neben der Hafenausfahrt gezogen werden. Nachdem kein offenes Feuer mehr vorhanden war, rückten die Seenotretter wieder ab. Quelle:Tim Schwabedissen



Brechende Trosse kollabierenden Kranarms verletzte Seemann schwer
(15.05.13) Ein philippinisches Besatzungsmitglied des unter britischer Flagge registrierten Holzfrachters "Nordic Visby" 22409 BRZ (IMO-Nr.: 9563380), musste mit schweren Brustverletzungen auf der Intensivstation des Krankenhauses von Tauranga aufgenommen werden, die er bei einem Unfall auf Deck des Schiffes am 15.5. um 5.30 Uhr erlitten hatte. Der 42-jährige arbeitete an einer Winsch, als die Trosse eines Kranarms brach und ihn traf. Der Kranarm knickte und hing über die Backbordseite des Frachters ins Hafenbecken. Helfer der Tauranga and Mount Maunganui St John Ambulance und die Mount Maunganui Police wurden zur Unfallstelle gerufen und der Verletzte gegen sechs Uhr in ernstem Zustand abtransportiert. Maritime New Zealand leitete eine Untersuchung ein. Die "Nordic Visby" hatte von Napier kommend um 2.12 Uhr festgemacht und sollte am 19.5. um 1.30 Uhr nach Lanshan in China auslaufen. Der 179,9 Meter lange und 28,4 Meter breite Frachter, der eine Tragfähigkeit von 35052 Tonnen hat und 2010 bei der Nantoing Jinghua Shipbuilding Co. Ltd. entstand, läuft im Management der Nordic Hamburg Shipping NHS GmbH & Co. KG. in Hamburg. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker vor Sharjah
(15.05.13) Auf dem unter Togo-Flagge laufenden Tanker „Al Kabeer” brach 13 Meilen vor Sharjah am Abend des 15.5. ein Feuer aus. Gegen 20 Uhr funkte das Schiff Notrufe. Zivilschutzkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate kamen mit Löschbooten zu Hilfe. Die 15-köpfige Crew wurde unversehrt evakuiert und der Brand gelöscht. Der Produktentanker “Al Kabeer (Zad 1)”, 5200 tdw (IMO-Nr.: 8989197), wurde 1995 erbaut und hat als Manager die Etiahd Engg & Marine Services U.A.E. Quelle:Tim Schwabedissen



Hummerkutter ausgebrannt
(15.05.13) Der 36 Fuß lange Hummerkutter "Miss Ellie" geriet am 15.5. gegen acht Uhr vor Wells in Brand. Die zweiköpfige Crew schlug über Mobiltelefon Alarm, und die Coast Guard bat die Schifffahrt um Assistenz für das vier Meilen nördlich von Boon Island Light in Flammen stehende Boot. Die Crew ging mit angelegten Überlebensanzügen in eine Rettungsinsel. Die Coast Guard&xnbsp;schickte ein&xnbsp;47-foot Fuß-Boot aus Portsmouth. Das Forschungsschiff "Tioga" war noch schneller vor Ort und rettete die beiden Fischer unversehrt. Um 11.15 Uhr trieb das ausgebrannte Boot weiter in der See, und der Eigner kam mit einem anderen Hummerkutter hinaus, um eine Bergung zu versuchen. Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre wurde zum Feuerwehrtransporter im Stavfjord
(15.05.13) Am 15.5. um 12.15 Uhr wurde im Brufjord ein Schiffsbrand gemeldet. Die Feuerwehr von Flora rückte an Bord der norwegischen Katamaranfähre "Øyservice", 128 BRZ&xnbsp;(IMO-Nr.: 9393591) aus und stieß im Stavfjord auf den rund 15 Meter langen Kutter&xnbsp;"Vestervåg SF-45-F" aus Florø.&xnbsp;Auch der norwegische Tanker "Bergen Star", 3618 BRZ&xnbsp;(IMO-Nr.: 9321603), der auf Südkurs nach&xnbsp;Mongstad&xnbsp;unterwegs war, drehte und ließ sich an den Havaristen, der zwischen Askrova und Svanøy trieb, heranfallen. Die Fähre übernahm die dreiköpfige Kuttercrew, und gegen 13 Uhr ging die Feuerwehr unter Atemschutz an Bord. Sie fand das Schiff ohne offenes Feuer, aber von Rauch erfüllt vor. Der Brand musste in der Maschine begonnen haben. Um 13.30 Uhr wurde gemeldet, dass das Feuer unter Kontrolle sei. Danach&xnbsp;wurde der&xnbsp;Kutter in Richtung Florø von der "Øyservice" abgeschleppt. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Maschinenschaden vor Ponta Delgada vor Anker
(15.05.13) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier „Okialos” erlitt auf der Fahrt von Brasilien nach Aughinish, Irland, um den 10.5. herum Maschinenprobleme. Vor Ponta Delgada musste schließlich um Hilfe ersucht werden. Am 15.5. ging der Frachter auf der dortigen Reede vor Anker. Die „Okialos”, 69149 tdw (IMO-Nr.: 9105243), wurde 1994 erbaut und hat als Manager die griechische Odysea Carriers SA. Quelle:Tim Schwabedissen



Neuseeländische Fähre nach Seeschlagschaden wieder seeklar
(15.05.13) Die neuseeländische Fähre "Aratere" 17816 BRZ (IMO-Nr.: 9174828), kehrte am 15.5. in den fahrplanmäßigen Dienst zurück, nachdem Wasserschäden am Radarsystem sowie der Stabilisator repariert worden waren. Das Schiff war am 10.5. aus dem Dienst genommen worden, nachdem es von Picton kommend in Wellington eingelaufen war. Am 6.5. bereits hatte es durch Wassereinbruch Schäden am Radar gegeben. Danach war die Fähre mit nur einem Radarsystem weitergefahren, doch auch dieses erlitt am 10.5. Sturmschäden. Auch der Steuerbord-Stabilisator war schadhaft geworden, sodass die Fähre nicht mehr seetüchtig war. Seither hatte die kleinere Fähre “Arahura" den Passagier- und Frachtdienst in der Cook Strait übernommen. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter als Kollisionsverdächtiger in Tauranga arrestiert
(15.05.13) Der neuseeländische Kutter “The Commission" wurde am Nachmittag des 15.5. von einem anderen Fischereifahrzeug in den Hafen von Tauranga eskortiert, nachdem er in eine Kollision verwickelt gewesen war. Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Samjin", 24494 BRZ (IMO-Nr.: 9460253), stand unter dem Verdacht, der Verursacher des Zusammenstoßes am 13.5. gegen drei Uhr rund 20 Kilometer vor East Cape gewesen zu sein. Die "The Commission" sollte nach dem Festmachen untersucht werden, die "Samjin" war nach dem Einlaufen in den Hafen am 13.5. um 23.15 Uhr in die Kette gelegt worden, während sie inspiziert wurde. Das Schiffsüberwachungssystem hatte sie zum Unfallzeitpunkt in dem fraglichen Seegebiet ausgemacht. Sie war mit einer Ladung Holz aus Port Chalmers in Dunedin nach Zhangzhou in China unterwegs gewesen. Sie setzte die Reise gegen 22 Uhr fort, nachdem Inspektoren aus Wellington keinen Grund mehr sahen, sie festzuhalten. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte vor Sylt nach Feuer zu stranden
(15.05.13) Der Büsumer Kutter „Anna Catharina - SC 41", 83 BRZ (MMSI-Nr.: 211386440), wurde in der Nacht zum 15.5. nach einem Brand der Lichtmaschine wegen eines dadurch hervorgerufenen Antriebsausfalls vor Sylt manövrierunfähig. Er trieb bei südwestlichen Winden der Stärke vier bis fünf Beaufort (bis 38 Stundenkilometer) auf den Strand südwestlich von Rantum auf Sylt zu. Als das Seenotrettungsboot „Horst Heiner Kneten“ vor Ort eintrafen, war es den beiden Fischern bereits gelungen, sowohl den Brand zu löschen als auch die Maschine vorläufig wieder zum Laufen zu bekommen. Da der Kutter im Falle eines erneuten Maschinenausfalls zu stranden gedroht hätte, begleiteten die Seenotretter die 22 Meter lange „Anna Catharina“ in stundenlanger Sicherungsfahrt in den Hörnumer Hafen. Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI-Vormann segelte havarierte Yacht selbst in den Hafen
(14.05.13) Am 14.5. um 17.55 Uhr wurde die RNLI-Station Criccieth alarmiert, nachdem die 23 Fuß lange Yacht “Water Wisp” im Porthmadog Estuary's Channel auf Grund gelaufen war. Die „Doris Joan” ging zu Wasser und steuerte die bei Tonne 4 in der Brandung liegende Yacht an, auf der sich ein Mann und ein Hund befanden. Vor Ort wurde entschieden, Skipper und Tier abzubergen und an Land zu bringen, doch wegen des niedrigen Wasserstandes kamen die Seenotetter nicht an die Yacht heran. Daraufhin wurde das kleinere Rettungsboot “Margret a Nantw” gerufen, um sie auf die “Doris Jean” überzusetzen. Dann wurde eine Schleppverbindung hergestellt und die Yacht in tieferes Wasser gezogen. Da sie die Havarie glimpflich überstanden hatte, wurde sie vom Vormann nach Porthmadog gesegelt, eskortiert von der „Doris Joan“. Um 22 Uhr waren beide Rettungsboote wieder einsatzklar. , Quelle:Tim Schwabedissen



Heckwelle schüttelte Fährpassagiere durch
(14.05.13) Eine 10 Fuß hohe Welle brach am 14.5. um 18.30 Uhr&xnbsp;über Passagiere und Autos auf der Fort Fisher-Southport-Fähre. Sie rührte von dem&xnbsp;liberianischen Containerfrachter&xnbsp;"Hanjin Pretoria", 50242 BRZ (IMO-Nr.: 9232113),&xnbsp;her, der die Fähre von New York kommend passiert hatte. Der Kapitän hatte die Fähre mit dem Bug in die Welle gedreht, was das übliche Prozedere ist. Einige Passagiere wurden leicht verletzt, sechs Autos beschädigt und die Fähre im Bereich der Reling in Mitleidenschaft gezogen. Sie blieb aber einsatzbereit und setzte die Fahrt nach Fort Fisher fort, wo alle Autos von Bord fahren konnten. Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff von Schleusentoren verschlankt
(14.05.13) Das deutsche Binnenschiff "Schaumburg", 1078 ts (EU-Nr.: 4010450), kollidierte am 14.5. mit den Toren der Schleuse in Landesbergen auf der Weser. Es wurde von den Schleusentoren getroffen und stark beschädigt. Nach ersten Ermittlungen der Nienburger Wasserschutzpolizei handelt es sich vermutlich um einen Bedienfehler des Schleusenpersonals. Gegen 14.30 Uhr hatte das mit Kies beladene Binnenschiff mit geringer Fahrt auf die Einfahrt der Schleuse Landesbergen zugehalten. Etwa 50 Meter vor dem Erreichen der Schleusenkammer begannen sich die Tore der Schleuse zu schließen.&xnbsp;Der&xnbsp;aus Brake stammende Kapitän versuchte noch die Kollision zu vermeiden, sein 1940 erbautes Schiff wurde jedoch an beiden Seiten getroffen. Die Weser wurde bis 18.45 Uhr gesperrt.&xnbsp;Ein Gutachter erteilte&xnbsp;der "Schaumburg" nach der Havarie die Erlaubnis zur Weiterfahrt, der Schaden wurde auf 20.000 bis 30.000 Euro geschätzt. Der Schaden an der Schleuse war noch unklar. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Kochi gesunken
(14.05.13) Der Kutter „Matha“ kollidierte am 14.5. nach dem Auslaufen aus Thoppumpady mit einem Baggerschiff und sank. Die achtköpfige Crew aus Tamil Nadu wurde durch die „M Sajeev“, die „Bhavajesh“, die „Babu“ und das Patroullienboot „Justin“ gerettet und gegen acht Uhr an Land gebracht worden. Die Schiffbrüchigen hatten sich an dem halb gesunkenen Boot noch festgehalten. Unter den Geretteten war auch der Eigner aus Chinnathara nahe Kanyakumari. Die Kollision war durch einen Maschinenausfall verursacht worden, durch den der Kutter gegen den fünf Meilen vor Kochi ankernden Bagger trieb. Quelle:Tim Schwabedissen



Flammendes Inferno in Tarpon Springs
(14.05.13) In Tarpon Springs brach am 14.5. gegen 19.40 Uhr ein Feuer auf dem 85 Fuß langen Krabbenkutter “Skye Marie” am Dodecanese Boulevard aus. Das unversicherte Schiff, das einen Wert von 150000 Dollar hatte, hatte zuvor rund 5000 Gallonen Öl an der Bunkerstation auf der Südbank des Anclote River getankt, von denen ein Großteil bei den Sponge Docks in Tarpon Springs auslief, ehe die Feuerwehr den Brand am 15.5. gegen fünf Uhr gelöscht hatte. Das Feuer hatte die Ölschläuche verbrannt und den Diesel in Flammen aufgehen lassen. Brennender Dieselkraftstoff lief bis in die Bilge hinab, was die Feuerbekämpfung verkomplizierte. Gegen 22 Uhr griffen die Flammen auch auf einen weiteren, längsseits liegenden Kutter über. Die „Skye Marie“ hatte in einem Dreierpäckchen gelegen. Das äußere Boot, die Captain Eddie“ konnte losgeworfen und im Fluss treibend von einem Schlepper in Sicherheit gebracht werden. Die „Skye Marie“ legte sich gegen 22.30 Uhr unter dem Gewicht des Löschwassers und –schaums auf die Steuerbordseite und sank. Brennender Diesel lief in den Anclote River und breitete sich auf dem Wasser aus, wobei weitere Anlegestellen Feuer fingen. Die Feuerwehr bekämpfte den Großbrand mit allen verfügbaren Kräften und hatte ihn nach über neun Stunden endlich gelöscht. Am Tag nach dem Brand auf der "Skye Marie" ragte nur noch ein Teil des Wracks aus dem Wasser, die hochliegende Seite war stellenweise vollstädngi verbrannt. Ein Teil des Mastes war auf den benachbarten Kutter "Carol Jean" heruntergestürzt. Eine Ölsperre wurde um das Schiff ausgebracht, und weiße Pads sollten darin das Öl aufsaugen. Später setzte die Coast Guard auch Skimmer ein. Es gelang, bis zum 16.5. rund 2000 Gallonen aufzufangen, die Sonne ließ weiteren Diesel verdunsten. Rund 4000 Gallonen waren bei dem Brand ausgelaufen. Taucher machten sich am 17.5. daran, in die unteren Schiffsräume hinabzusteigen, Tanks abzudichten und ein Abpumpen möglicherweise verbliebener Restölmengen vorzubereiten. Die Schifffahrt auf dem Anclote River war nach Abschluss der Löscharbeiten nicht mehr beeinträchtigt. Das Eignerehepaar aber, das auch auf dem Schiff gelebt und gearbeitet hatte, stand vor den Trümmern seiner Existenz. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter in Seattle
(14.05.13) Am Abend des 14.5. brach auf einem 100 Fu0 langen Kutter unweit von Seattles Fisherman's Terminal ein Feuer bei Schweißarbeiten unter Deck aus. Ein Besatzungsmitglied hatte gegen 18 Uhr eine Ölleitung in Brand gesetzt. Es gelang, den Bereich im Heck abzuschotten, dann brachte sich die achtköpfige Crew in Sicherheit. Die Feuerwehr flutete die Abteilung, danach wurden Wasser und Öl von dort wieder abgepumpt. Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff unter Brücke eingeklemmt
(14.05.13) Das Ruderhaus des 1924 erbauten, knappe 50 Meter langen holländischen Binnenschiffes “Gouje", 511 ts (EU-Nr.: 3030032), wurde am 14.5. in der Schleuse von Urk förmlich zerquetscht. Die „Gouje“ lag unter einer Brücke, die sich hätte öffnen sollen, während das gen See laufende Schiff auf die Passage wartete und sich die Schleusenkammer mit Wasser füllte. Da sie dies aber nicht tat, wurde es unter der Brücke eingeklemmt. Auch die Brücke erlitt erhebliche Schäden, als sie den Aufbau demolierte. Die zweiköpfige Crew blieb unversehrt. Das Bauwerk musste für jeglichen Verkehr gesperrt werden. Der rollende Verkehr konnte über einen Serviceweg abgewickelt werden, der Schiffsverkehr war blockiert, während Techniker anreisten, um die Brücke anzuheben und so die „Gouje“ zu befreien. Quelle:Tim Schwabedissen



Karl Lilgert nach Untergang der Queen of the North krimineller Fahrlässigkeit für schuldig befunden
(13.05.13) Karl Lilgert, der 4. Offizier der kanadischen Fähre “Queen of the North” wurde der kriminellen Fahrlässigkeit schuldig gesprochen, durch die es zum Tod der beiden Fahrgäste Gerald Foisy und Shirley Rosette beim Untergang des Schiffes vor Gil Island, British Columbia, am 22.3.2006 kam. Die Jury fällte den Schuldspruch nach sechstägiger Beratung. Die Ankläger argumentierten, dass Lilgert die Navigation des Schiffes vernachlässigt habe, weil er von der Quartiersmeisterin Karen Briker abgelenkt wurde, mit der er zuvor eine sexuelle Affäre gehabt habe, die erst Wochen zuvor geendet hatte. Die beiden einstigen Liebhaber waren danach das erste Mal allein gemeinsam auf Wache, als es zu dem Unglück kam. Das Schiff befand sich auf einer routinemäßig ablaufenden Fahrt von Prince Rupert nach Port Hardy auf Vancouver Island. Lilgert hatte auf nicht schuldig plädiert und ausgesagt, er habe versucht, das Schiff bei starkem Wind und rauer See zu navigieren und dabei mit zwei Drehmanövern versucht, Gil Island zu passieren. Doch die elektronischen Seekarten erzählten eine andere Geschichte. Sie zeichneten einen unveränderten Geradeaus-Kurs seit Erreichen des Wright Sound auf, wo die Fähre nach Backbord hätte gehen müssen, um Gil Island zu umfahren. Die Datenaufzeichnungen, das zentrale Beweisstück der Anklage, waren von einem ROV vom Wrack geborgen worden. Sie bewiesen, dass Lilgert das Schiff nicht navigiert hatte. Die Verteidigung hatte versucht, die Anklage zu erschüttern mit dem Argument, dass viele Crewmitglieder dem System nicht getraut hätten und mindestens ein Mann es eine Lügenbox genannt habe. Auch wurde debattiert, ob Foisy und Rosette überhaupt bei dem Untergang starben. Ihre Leichen wurden nie geborgen, und einige Passagiere sagten aus, sie hätten das Paar nach dem Untergang noch in der Hartley Bay, wohin die Geretteten gebracht wurden, gesehen. Doch Familienangehörige sagten aus, sie hätten von beiden seit dem Untergang nichts mehr gehört. Die Zeugen, so die Anklage, hätten sich wohl getäuscht. Es gab auch keine Zeugen, die sie in den Booten gesehen hätten. Die Verhandlung hat fast vier Monate gedauert, und dutzende von Zeugen wurden gehört, darunter auch Marineexperten und Angehörige der Küstenwache, die an der Rettungsaktion beteiligt waren. Der Richter Judge Sunni Stromberg-Stein hatte die 12-köpfige Jury, bevor sie am 7.5. in die Beratung ging, instruiert, dass auch wenn sie Lilgerts Aktionen für ursächlich für den Fähruntergang hielten, sie erwägen müssten, ob es einfache Nachlässigkeit oder vorsätzliche Missachtung der Sicherheit gewesen sei. Quelle:Tim Schwabedissen



Trümmerfotos sollen Aufschluss über vermisste Yachten bringen
(13.05.13) Das norwegische Rettungszentrum versuchte in den vergangenen Tagen, mehr Fotos und Trümmerteile von der seit 43 Tagen vermissten “Lady Domina” zu bekommen, die am 31.3. von der Karibik mit Ziel Norwegen gestartet war. Am 22.4. hatten Angehörige der fünfköpfigen Crew Alarm geschlagen, nachdem es 22 Tage kein Lebenszeichen mehr gegeben hatte. Am Wochenende gaben die portugiesischen Behörden Fotos von Trümmern, die während der folgenden Suchaktion von den Kapverden bis nach Nordspanien gefunden wurden, weiter. Bislang konnte aber aus ihnen keine Verbindung zur "Lady Domina" hergestellt werden. Im Atlantik, so hieß es, trieben viele Trümmer. Nun sollen Personen, die das Boot besser kennen, die Fotos vorgelegt werden. Zwei Tage nach der nicht mit einem EPIRB ausgestatteten “Lady Domina” wurde auch die französische Yacht "Grain de Soleil” vermisst gemeldet, nachdem sich deren Notpeilsender aktiviert hatte. Das Signal ging nach drei Tagen aus. Im Rahmen der hier gestarteten Suchaktion könnten auch Fotos gemacht worden sein, die für den Fall der “Lady Domina“ Relevanz haben. Da es keine Routenangaben gab und kein Satellitentelefon, sondern nur ein Kurzwellenradio, blieb im Rahmen der Suche nur die Möglichkeit, zu warten und zu hoffen. Die portugiesische Küstenwache stellte ihre Suche nach 45 Tagen ergebnislos ein. Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler sank vor Gold Coast
(13.05.13) Vor der Gold Coast in Queensland geriet am 13.5. um 18.10 Uhr ein 16 Meter langer Trawler in Brand. Das Schiff befand sich vier Meilen vor Mermaid und hatte zwei Mann an Bord, die in ein Beiboot gehen mussten, den Notsender aktivierten, Notraketen abschossen und die Polizei verständigten. Der 63—jährige Skipper musste nach seiner Rettung wegen einer Rauchvergiftung und Schock vom Queensland Ambulance Service ins Gold Coast Hospital gebracht werden, der Decksmann war wohlauf. Der ausgebrannte Trawler sank in tiefem Wasser vor Broadbeach. Die Gold Coast Waterways Authority und Marine Safety Queensland suchten die Untergangsstelle, um sicherzustellen, dass kein Diesel ausläuft. Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler im Pazifik von AMVER-Schiff gerettet
(13.05.13) Juan Dario Zea Restrepo, der Skipper der Yacht "Folly II", wurde am 13.5. gegen 21 Uhr von dem im AMVER-System registrierten, unter Singapur-Flagge laufenden Frachter "Kota Wangi" 16772 BRZ (IMO-Nr.:9123582), gerettet, der sich auf seiner Fahrt von Los Angeles nach Aumel in der Nähe des Bootes im Nordpazifik befunden hatte. Der Segler war in Schwierigkeiten geraten, als er sich auf dem Weg von Kalifornien zu den Christmas Islands befand und der Autopilot ausfiel. Nachdem er sein Boot vier Wochen manuell navigiert hatte, war er zu erschöpft, um die Fahrt fortzusetzen. Er aktivierte am 13.5. um 6.11 Uhr seinen Notsender, dessen Signal vom Coast Guard Center Honolulu aufgefangen wurde. Eine HC-130 Hercules stieg von der Air Station Barbers Point auf und stellte eine Funkverbindung her. Eine zweite Hercules startete gegen 17 Uhr, um die Rettungsaktion abzusichern. Die „Folly II“ wurde aufgegeben. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß auf Wolga fest
(13.05.13) Der russische Fluss-See-Frachter „Maykop” lief am 13.5. bei Kilometer 1853 auf der Wolga auf Grund, nachdem er mit 1609 Tonnen Schrott an Bord den Syzran-Fluss verlassen hatte. Der Kapitän und Eigner des Schiffes machten die Hafenbehörden für die Havarie verantwortlich, weil es zu wenig Navigationshilfen gegeben habe. Ein Schlepper sollte den Havaristen wieder flottmachen. Die „Maykop”, 3506 tdw (IMO-Nr.: 8230065), wurde 1973 erbaut und läuft für die Transmetall, N-Novgorod. Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter nach Maschinenausfall nach Perama eingeschleppt
(13.05.13) Der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter “Franconia” erlitt am 13.5. im Saronischen Golf südlich von Piräus auf der Fahrt von der Türkei nach Griechenland Maschinenschaden. Der Havarist wurde auf den Haken genommen und nach Perama geschleppt. Hier wurde er bis zur Wiedererteilung der Klasse in die Kette gelegt. Die „Franconia“, 36201 BRZ (IMO-Nr.: 8415794), wurde 1985 erbaut und läuft für die Kawasaki Kisen Kaisha Ltd. in Japan. Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter Hamburger Reeders rettete vier Segler vor Cape Cod
(12.05.13) Die US Coast Guard und der liberianische Containerfrachter "MSC Chicago", 107849 BRZ (IMO-Nr.: 9290555), der Claus-Peter Offen GmbH & Co KG in Hamburg waren an der Rettung der vierköpfigen Crew der Yacht “Romarin II” rund 350 Meilen südöstlich von Cape Cod, Massachusetts, beteiligt. Am 12.5. um 21.30 Uhr wurde die Coast Guard Boston über ein Notsignal des Bootes informiert. Die Coast Guard verifizierte die Registrierung mit dem Joint Rescue Coordination Center in Halifax, Nova Scotia, und kontaktierte den Eigner des Bootes. Die "Romarin II" war in einer Charter unterwegs von der Karibik nach Quebec, als sie durch einen Mastbruch manövrierunfähig wurde. Von der Coast Guard Air Station Cape Cod stieg ein HU-25 Falcon Jet auf, der in der Lage war, die Yacht zu lokalisieren. Die Crew warf eine Markierungsboje und ein Funkgerät ab, war aber nicht in der Lage, eine Verständigung herzustellen. Deshalb suchte die Küstenwache über das AMVER-System nach Schiffen in der Nähe und machte die "MSC Chicago" ausfindig, die von Freeport nach Gioia Tauro unterwegs war, Kurs auf den Havaristen nahm und ihn um 21:30 Uhr erreichte. Es gelang, alle vier Segler sicher an Bord zu nehmen. Sie sollten an Bord des Schiffes nun die Reise bis zum nächsten Anlaufhafen Gioia Taruo in Italien fortsetzen, wo das Schiff am 21.5. erwartet wurde. Von dort sollte es auf die Rückreise nach Kanada gehen. Quelle:Tim Schwabedissen



Vorzeitiges Ende eines Angelausflugs
(12.05.13) Das RNLI-Boot aus Lochinver kam am 12.5. gegen 10 Uhr dem Kutter „Nimrod“ zu Hilfe, der in der Mündung des Loch Inchard, westlich von Kinlochbervie, trieb. Das Schiff operiert als Angelkutter aus Kinlochbervie und war mit 10 Gästen aus Aviemore an Bord zu einer Tour unterwegs, als der Öldruck abfiel und der Skipper entschied, die Maschine zu stoppen. Er fand heraus, dass der Ölfilter schadhaft war und es zu Ölverlust kam. Daraufhin alarmierte er die Coastguard in Stornoway, die das Lochinver-Rettungsboot um Assistenz bat. Die Seenotretter waren um10:50 Uhr längsseits an der "Nimrod", der ein kleinerer Kutter bis dahin geholfen hatte und ihn davor bewahrte, bei bis zu 20 Meilen Wind auf Felsen zu treiben. Das RNLI-Boot nahm den Havaristen in Schlepp und brachte ihn um 11:20 Uhr in den Hafen ein. Um13.30 Uhr war es auf seiner Station zurück. Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre von Behörden verbrannt
(12.05.13) Eine indonesische 41-Tonnen-Fähre, auf der eine Gruppe von Flüchtlingen nach Darwin gekommen war, wurde von den örtlichen Behörden am Morgen des 12.5. in Brand gesteckt. Das 26 Meter lange Schiff war zuvor mit Heu gefüllt worden. Dann wurden 40 Liter Öl ausgegossen und es dann an einer Entsorgungseinrichtung der Australian Fisheries Management Authority in Darwin kontrolliert heruntergebrannt. Die Maßnahme war wegen Gesundheitsgefährdung durch Ratten und Insekten ergriffen worden. Der Grenzschutz hatte die Fähre am 3.5. rund 200 Kilometer vor Darwin aufgebracht, die 160 Asylsuchenden wurden nach Wickham Point gebracht. Quelle:Tim Schwabedissen



85-jähriger Fischer starb bei Kutterunglück
(12.05.13) Der 45 Fuß lange Kutter „Pauline IV“ kenterte am 12.5. vor Southampton und kam halb gesunken am Ufer in der Brandung zu liegen. Der Skipper, ein 85-jähriger aus East Quogue, kam ums Leben, ein Decksmann wurde gerettet. Sie waren am Morgen auf Fangfahrt gegangen, bei der Rückkehr in den Hafen brachen große Wellen über das Schiff, das die Mole rammte und zum kentern gebracht wurde. Der Überlebende hatte sich an einer Schwimmhilfe festklammen können und wurde von der U.S. Coast Guard und der Suffolk County Police im Wasser entdeckt. Ein Schiff von SeaTow barg ihn 15 Minuten soäter. Gegen 15 Uhr wurde der Skipper an der Ostseite des Shinnecock Inlet am Strand entdeckt und ins Southampton Hospital gebracht, wo er um 15:40 Uhr für tot erklärt wurde. Das östlich des Shinnecock Inlet liegende Kutterwrack sollte von der U.S. Coast Guard geräumt werden. Neben der U.S. Coast Guard waren das Hampton Bays Dive Team, das Sag Harbor Dive Team, das North Sea Fire Department, das Southampton Fire Department, die Southampton Town Police, die Hampton Bays Volunteer Ambulance und Sea Tow im Einsatz. Quelle:Tim Schwabedissen



Weserkollision beschert Jade-Weser-Port unerwarteten Besuch
(12.05.13) Wegen anhaltender Tiefgangsbeschränkungen nach der Kollision der “Maersk Kalmar” und der “Conmar Avenue” wurde am 12.5. der dänische Containerfrachter „Estelle Maersk“, 170794 BRZ (IMO-Nr.: 9321495), in den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven umgeleitet. Der Frachter, der zur E-Klasse der dänischen Reederei Maersk gehört, ist mit seiner Länge von 397 Meter und 56 Meter Breite das zweitgrößte Containerschiff der Welt und das größte, das bislang den jungen Jade-Weser-Port angelaufen ist. Am 13.5. sollte es Wilhelmshaven wieder verlassen. Der Frachter war eigentlich von Rotterdam nach Bremerhaven bestimmt. Doch wegen der Beschränkungen in der Außenweser dürfen derzeit Schiffe mit großem Tiefgang den Hafen von Bremerhaven nicht ansteuern. Wasserschutzpolizei ermittelt, dass ein Verlust von Containern von Bord der „Conmar Avenue“ der eigentlichen Kollision mit der „Maersk Kalmar“ vorangegangen sein muss. Beim Ausfall der Ruderanlage lief das Feederschiff so hart nach backbord aus dem Ruder, dass er starke Schlagseite bekam &xnbsp;und mehrere Container in die Weser stürzten. &xnbsp;Der Kapitän der „Conmar Avenue“ hatte gerade mit der langsamer in der Fahrwassermitte laufenden „Maersk Kalmar“ abgesprochen, diese auf dem Weg nach Bremerhaven an Steuerbordseite zu überholen. Doch dann lief die „Conmar Avenue“ aus dem Ruder, die Container rutschten ins Meer stürzten und sie fuhr der „Maersk Kalmar“ in die Steuerbordseite. Diese verließ am 12.5. die Columbuskaje in Bremerhaven, an der sie wie auch der Kollisionsgegner seit dem 9.5. gelegen hatte, und lief um 10.20 Uhr nach Rotterdam aus, wo sie 24 Stunden später am PM Terminal festmachte. Am 16.5. um 22 Uhr machte sie am Damen Shiprepair Yard in Schiedam fest. Die „Conmar Avenue“ verholte am Morgen des 15.5. zur Bredo Werft in Bremerhaven fest. Quelle:Tim Schwabedissen



Jolly Nero war zu schnell, als sie Kontrollturm rammte
(12.05.13) Der italienische Frachter „Jolly Nero“ war zu schnell unterwegs, als er in Genua den Hafentower zum Einsturz brachte. Dies ist das Ergebnis der ersten technischen Überprüfungen nach dem Unglück. Doch es gab weitere Vorfälle, die zu der Kollision beitrugen. So wurde auf der Brücke des Schiffes zeitweise angenommen, dass die Maschine ausgefallen war. Der Lotse Antonio Anfossi sah kein Schraubenwasser und schlussfolgerte dies. Erschwerend kam hinzu, dass auf der Brücke die sogenannten „Repeaters”, mit denen die aktuellen Vorgänge im Maschinenraum überwacht werden können, außer Betrieb waren. Die Verständigung erfolgte nur über Walkie Talkie. Die „Jolly Nero“ hatte um 22.20 Uhr losgeworfen. Am Heck war die „Spagna“, am Bug die „Genua“ festgemacht. Binnen drei Minuten hatte der Frachter 2,8 Knoten Fahrt aufgenommen, um 22:37 lief er 3,9 Knoten. Um 22.45 Uhr war er mit 3,3 Knoten unterwegs und begann um 22.52 Uhr mit der Drehung Richtung Hafenausfahrt. Statt aber dazu zu verlangsamen, betrug die Fahrt um 22:59 Uhr immer noch drei Knoten. Der Lotse gab halbe Fahrt voraus, woraufhin die „Spagna“ warnte, voraus sei kein freier Raum mehr. Die Schlepper wurden angewiesen, mit aller Kraft zu ziehen, gleichzeitig wurden die Anker fallen gelassen, doch es war zu spät, mit rund drei Knoten Fahrt traf das Schiff den Kontrollturm. Am 9.5. fand eine von der Apostleship of the Sea in Genua organisierte Trauerfeier für die neun Toten des Unglücks statt. In der Nacht zum 10.5. hatten Rettungstaucher das achte Opfer, einen weiteren Angehörigen der Küstenwache, tot in den Trümmern entdeckt. Ein Mann wurde noch vermisst. Während des Tages waren die Flaggen im Ort auf Halbmast gesetzt. Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier von Zugbrücke getroffen
(12.05.13) In Detroit wurde am 12.5. der 690 Fuß lange amerikanische Great Laker “Herbert C. Jackson”, der mit 23,000 Tonnen Eisenspänen den Rouge River zum Stahlwerk Dearborn’s Severstal North America hinauflief, von einer sich vorzeitig schließenden Zugbrücke beschädigt. Die Polizei nahm die Brückenwächterin in Gewahrsam wegen des Verdachts der Trunkenheit im Dienst. Es wurde ihr zur Last gelegt, die Brücke geschlossen zu haben, während der Frachter die 1922 erbaute Jefferson Avenue Bridge um 2.10 Uhr passierte. Ein Drogentest ergab erhöhte Alkoholwerte. Die 24-köpfige Crew des Frachters blieb bei der Havarie unversehrt. Gegen neun Uhr lag der Frachter noch östlich der Brücke mit einem Loch von 1x6 Inch am Steuerbordbug oberhalb der Wasserlinie. Die Brücke wurde erheblich beschädigt und musste gesperrt werden. Am frühen Nachmittag konnte der Westteil der Brücke geöffnet werden, am Ostteil gingen die Arbeiten weiter, bis auch dieser sich am Abend teilweise öffnete. Der Bulkcarrier “Herbert C. Jackson”, 24525 tdw (IMO-Nr.: 5148417), wurde 1959 erbaut und hat als Manager die Interlake Steamship Comüpany. Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier sank nach Kollision mit Brücke
(11.05.13) Der chinesische Bulkcarrier “Xin Chuan 8” (MMSI-Nr.: 413324360) sank am 12.5. nach Kollision mit einer Brücke auf dem Yangtse-Fluss in Nanjing. Das Schiff war mit 12,500 Tonnen Kalkstein beladen und von Tongling in der ostchinesischen Anhui-Provinz nach Luoyuan in der Provinz Fujian unterwegs gewesen, als es die Brücke um 04:20 Uhr rammte. 40 Minuten später sank es 3.5 Kilometer flussabwärts. Nur noch ein Mast ragte aus dem Wasser. Die 18-köpfige Crew wurde nur fünf Minuten vor dem Untergang um 4.55 Uhr von Patroullienbooten gerettet. Auch die Nanjing Yangtse River Bridge in Nanjing in der Jiangsu Provinz wurde beschädigt. Nach dem Untergang begann Öl aus dem Wrack auszutreten. Es wurden Ölsperren ausgelegt und absorbierende Materialien ausgebracht, um den Kraftstoff zu binden. Von der Ladung wurde keine Gefahr erwartet, da sich Kalkstein im Wasser auflöst. Der Frachter der Rushan Xinchuan Shipping and Transportation Co., Ltd. ist 139 Meter lang. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Sturm gestrandet
(11.05.13) Der russische Frachter “Ussuri” lief am 11.5. um 06.37 Uhr in der Bucht von Dzhigit in Primorje auf Grund. Das Schiff hatte dort vor Anker gelegen und trieb in einem Sturm auf Felsen. Es saß mit leichter Schlagseite auf voller Länge auf und erlitt geringfügigen Wassereinbruch im Maschinenraum. Auch Ballastwassertanks wurden aufgerissen. Am 15.5. um 16.52 Uhr gelang es dem Eisbrecher “Kapitan Khlebnikov“ (IMO-Nr.: 7824417), den Havaristen wieder freizuschleppen, der danach zu Untersuchungen vor Anker gelegt wurde. Die „Ussuri”, 7212 tdw (IMO-Nr.: 91833185) wurde 2002 erbaut und läuft für FESCO. Quelle:Tim Schwabedissen



Mehrere Verletzte nach Explosion auf Containerfrachter
(11.05.13) Auf dem unter der Flagge Saudi-Arabiens laufenden Containerfrachter “Asir” brach am Morgen des 11.5. um 8.35 Uhr vor Abu Elkizan Island auf Position 25-01 N 036-05 O ein Feuer im Maschinenraum aus. Um 2.40 Uhr funkte der Frachter Notrufe. Drei Besatzungsmitglieder erlitten Verletzungen erlitten. Zur Zeit des Brandes stand das Schiff 130 Meilen nordwestlich von Yanbu im Roten Meer. Die Verletzten wurden aus der Luft durch die Air Base of Civil Defense in Makkah abgeborgen und ins Yanbu Hospital geflogen. Auslöser des Brandes war eine Explosion gewesen, als das Schiff sich zwischen Suez-Kanal und Jeddah auf dem Weg von Nordamerika nach Indien befand. Das zwar gelöschte, aber manövrierunfähige Schiff sollte von zwei Schleppern, die vom King Fahd Industrial Port in Yanbu in Marsch gesetzt wurden, nach Jeddah geschleppt und dort entladen werden. Der 13,100-TEU-Frachter “Jebel Ali”, der für die UASC im FAL1 Service von CMA CGM läuft, ging auf Standby, bis die Schlepper den Havaristen unter Kontrolle hatten. Die “Asir”, 49856 tdw (IMO-Nr.: 9154531), hat eine Containerkapazität von 3802 TEU und wurde 1998 erbaut. Manager ist die United Arab Shipping Company. Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff trieb gegen Brücke in Cochi
(11.05.13) Das indische Baggerschiff “Bhagvati Prem”, das von der örtlichen Marine zu Baggerarbeiten beauftragt worden war, rammte am 11.5. gegen Mittag die Venduruthy-Viraat Brücke in Cochin. Das Schiff der Cherian Varkey Construction Company war in starker Strömung außer Kontrolle geraten, als es unweit der Marinepier vor Anker lag. Es trieb langsam in Richtung der 500 Meter entfernten Brücke. Wegen technischer Probleme gelang es nicht mehr, die Maschine zu starten. Die Brücke erlitt keine ernsthaften Schäden, sollte aber eine Woche lang überwacht werden. Während sie für Untersuchungen gesperrt war, wurde der Verkehr über die Tevara-Kundanoor-Thopumpaddy-Route geleitet. Der Havarist wurde von zwei Schleppern des Cochin Port Trust weggezogen. Um 13.20 Uhr gelang es auch, dessen Maschine zu starten. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Strandung zur Reparatur nach Harlingen geschleppt
(11.05.13) Am 11.5. wurde der beschädigte holländische Frachter "Hagland Chief", 2984 BRZ (IMO-Nr.: 9521344), in Kristiansand von dem holländischen Schlepper "Hunter", 373 BRZ (IMO-Nr.: 7224899), gen Harlingen auf den Haken genommen. Hier sollte in einer Werft der eingedrückte Bug repariert werden. Das Schiff war vor Søgne am 29.4. auf der Fahrt von Gdingen nach Høllen auf Grund gelaufen. Seit dem 2.5. hatte es zur Untersuchung in Kristiansand gelegen. Am 13.5. um 17.35 Uhr wurde es an der Werft abgeliefert, zwei Stunden darauf lief die “Hunter” nach Terschelling aus. Quelle:Tim Schwabedissen



Explosion auf Fähre vor Kotka
(11.05.13) Die finnische Rorofähre&xnbsp;"Finnhawk", 11530 BRZ (IMO-Nr.: 9207895), erlitt am Abend des 11.5. eine Explosion im Maschinenraum, kurz nachdem es von Kotka nach Helsinki ausgelaufen war. Das Unglück ereignete sich an der Südseite von Loviisa Tiiskerin unweit des dortigen Leuchtturms. Danach war der Frachter zunächst manövrierunfähig und ankerte für Reparaturarbeiten. Am 12.5. gegen ein Uhr nahm er wieder Fahrt auf und erreichte Helsinki am 13.5., wo er um 5.30 Uhr bei Vuosaari festmachte. Quelle:Tim Schwabedissen



Vermisster Fischer bei gestrandetem Kutter tot aufgefunden
(11.05.13) Ein vermisster Fischer aus Nord-Troms wurde in der Nacht zum 11.5. kurz nach Mitternacht von Tauchern des Rettungsbootes „Skomvær“ unweit der Stelle gefunden, an der sein 28 Fuß lange Kutter gestrandet war. Er lag verlassen auf dem Strand östlich von Lille Haukøya auf Meiland im Kleinen Haukøysund, der sich zwischen dem Reisafjord und dem &xnbsp;Kvænangsfjord befindet. Sein Kutter lag kieloben am Ufer. Der Fischer war zuletzt gesehen worden, als er am 10.5. gegen Mittag aus Skjervøy auslief. Um 19.30 Uhr wurde er vermisst gemeldet, und eine Reihe von Schiffen sowie ein Sea King Helikopter gingen auf die Suche. Quelle:Tim Schwabedissen



Haikutter geriet bei Hilfeleistung für sinkenden Haikutter vor Fehmarn selbst in Not
(11.05.13) In der Nähe der Sagasbank südlich von Fehmarn sank am 11.5. der außer Dienst gestellte, knapp 12 Meter lange Kutter „Anna“ im Schlepp des Traditionsseglers „Hansine“ 36 BRZ (MMSI-Nr.: 218376000). Der Kutter „Anna“ hatte sechs Meilen nordöstlich von Dahme Maschinenausfall erlitten und machte Wasser. Die „Hansine“ versuchte, die „Anna“ in Schlepp zu nehmen. Doch plötzlich verstärkte sich der Wassereinbruch, und der Kutter begann rasch wegzusacken. Daraufhin kappte die vierköpfige Crew der „Hansine“ die Schleppleine und barg die beiden von Bord gesprungenen Besatzungsmitglieder des Kutters aus dem Wasser. Auch der Seenotkreuzer „Vormann Jantzen“ war mittlerweile alarmiert worden und war von seiner Station Großenbrode auf dem Weg zu den beiden Schiffen. Als er eintraf, war zwar der Kutter bereits gesunken, doch nun brauchte auch der 27 Meter lange Traditionssegler „Hansine“ Hilfe: Nachdem er gegen 20.30 Uhr die lose gewordene Schleppleine in den Propeller bekommen hatte, trieb er manövrierunfähig vor der Sagasbank. Der Seenotkreuzer nahm das Schiff längsseits und brachte es sicher in den Hafen von Burgstaaken auf Fehmarn. Die Untergangsstelle wurde von dem Bundespolizeiboot „Neustrelitz“ abgesichert. Wie die „Hansine“ war auch die „Anna“ ein ehemaliger Haikutter, einer Schiffsklasse, die diese Bezeichnung wegen der schnellen Linien bekam. Zwischen 1885 bis 1975 wurden vermutlich insgesamt 8000 dieses Typs auf dänischen Holzschiffswerften erbaut. Die „Anna“ entstand 1922 bei Brdr. Nipper in Skagen gebaut. Bei einer Länge von 11,68 Metern und einer Breite von 4,27 Metern hatte sie einen Tiefgang von 1,82 Meter Metern. Sie wurde als „Anna Elisabeth“ an Niels Christian Mikkelsen abgeliefert, für den sie bis 1975 lief, als sie an Erik Nielsen ging, der sie als „Alice“ zum Hummerfischen in der Nähe von Læsø einsetzte. 1985 ging sie an die Fiskeriskolen in Lemvig, 1991 an Claus Poulsen und 2004 an Gert Sørensen und Troels Nilsson aus Skanderborg. 2011 wurde das nun in „Anna“ umgetaufte Schiff an Heiko Dross, einem festen Besatzungsmitgliede auf dem Haikutter „Hansine“, verkauft. Das Schiff bekam 1991 einen neuen Betonballast auf der Restaurierungswerft für Haikutter in Nysted. Die „Hansine“ entstand 1898 auf der Werft von J.N.Olsen in Frederikshavn. Sie hat eine Länge von 18.90 Metern, eine Breite von 4,96 Metern und einen Tiefgang von 2,01 Metern. Erster Eigner war die A/S Fiskekutteren Cimbria, die das Schiff bis 1909 als „Cimbria“ einsetzte und dann an C.A.P Jakobsen in Bangsbostrand verkaufte. Während des ersten Weltkriegs ging es an die A/S Havfiskeriet, 1918 an Frederik Wormstrup.1922 wurde es in „Eskild“ umbenannt. Statt des Besanmast kam neuer Motor mit 38-64 PS an Bord.1925 verkaufte die inzwischen als Eigentümerin eingetragene Helene Wornstrup die „Eskild“an einen Teilhaber, 1928 hieß der Eigner M.P. Mortensen, der sie bis vor Island einsetzte. 1938 wurde das Schiff nach der dritten Tochter des Eigners „Hansine III“ getauft. 1942 ging die „Hansine III“ an eine Teilefirma verkauft. Sie war während des 2. Weltkriegs als Minensucher im Einsatz. Die Eigner erhielten nach dem Krieg eine Entschädigung und das Schiff zurück. 1951 verkauftem sie sie an H. Willadsen. Unter einem späteren Eigner lief sie in Hirtshals auf Grund, und auf Fangfahrt bei Peters Shotland brach der Mast. 1976 übernahmen die Eheleute Smith die „Hansine III“ in Skagen und bauten sie für ihre privaten Zwecke um. Sie lebten zeitweilig auch auf dem Schiff. 2004 suchte Fr. Smith jemanden der in der Lage war, die inzwischen antriebslose „Hansine“ zu restaurieren. Das Schiff hatte zu der Zeit schon 20 Jahre an der Pier in Saeby gelegen und hatte Schäden durch Vandalismus und Plünderungen erlitten. Durch einen Zufall erfuhren die jetzigen Eigner Lilli und Wolfgang Weis von dem Schiff. Der erste Besuch des Schiffes im März 2004 war zwar eher ernüchternd, doch bei einem zweiten Besichtigungstermin im April 2004 übernahmen sie das Schiff. Die „Hansine“ wurde zur nächsten Werft in Hobro geschleppt und mit einer Maschine ausgestattet. Nach einem großen Sturm im Februar 2005 begann die „Hansine“ Wasser zu machen und musste aufgeslippt werden. Die MAN Marine spendierte eine passende Maschine, und im August 2008 ging es nach Egernsund auf die Werft von Christian Jonsson. Im August 2007 war die „Hansine“ segelfertig, hatte wieder zwei Masten und wird seither zu Charterzwecken eingesetzt. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Wolgabrücke
(11.05.13) Der russische Frachter „Zangan 3“ kollidierte mit einer Brücke über die Wolga in Astrakhan, kurz nachdem er den Hafen in Richtung Iran mit einer Ladung Getreide verlassen hatte. Das Schiff konnte die Reise fortsetzen, nachdem klar war, dass keine Schäden entstanden waren. Die „Zangan-3“, 3135 tdw (IMO-Nr.: 7024897), wurde 1969 erbaut und läuft für die Volga Shipping Ltd. in Astrakhan. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Primorje auf Grund gelaufen
(11.05.13) Der russische Frachter „Ussur“ lief am 11.5. um 6.37 Uhr in der Dzhigit Bucht in Primorje auf Grund. Der Bergungsschlepper „ Lazurit“ (IMO-Nr.: 8832590) wurde in Marsch gesetzt, den Havaristen wieder flottzumachen. Die „Ussuri“, 7212 tdw (IMO-Nr.: &xnbsp;9133185), wurde 2002 erbaut und läuft für die FESCO. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Versorger vor Dusavik
(11.05.13) Im Maschinenraum des norwegischen Versorgers "Siem Sailor", 4601 BRZ (IMO-Nr.: 9370070), brach, als er von Stavanger nach Dusavik unterwegs war, 50 Meilen westlich von Stavanger um 3.36 Uhr am 11.5. ein Feuer aus. Das Schiff, das 16 Mann Crew an Bord hatte, funkte Notrufe, und ein Rettungshubschrauber und mehrere Schiffe kamen zu Hilfe. Unter ihnen war auch die norwegische Fregatte "Roald Amundsen", &xnbsp;die mit Feuerlöschausrüstung die Brandbekämpfung unterstützte. Nachdem das Feuer bereits aus zu sein schien, flammte es am Morgen erneut auf, doch um sechs Uhr war die Lage unter Kontrolle. Der Havarist machte um 14.30 Uhr in Dusavik fest. Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepperfahrer von brechender Trosse getötet
(10.05.13) Ein 47-jähriges Besatzungsmitglied des kanadischen Schleppers “Western Tugger" (MMSI-Nr.: 316002104) wurde am Morgen des 10.5. von einer brechenden Schlepptrosse getötet. Der Schlepper war mit einer mit Stahl beladenen Barge unterwegs von Sorel nach Longpond, als diese rund 70 Kilometer südöstlich von Burgeo kenterte. Dabei brach die Trosse und traf den Schlepperfahrer. Er wurde zwar noch von einem Helikopter des 103. Resque Squadron ins , Krankenhaus von Stephenville geflogen, erlag aber seinen Verletzungen. Das Transportation Safety Board schickte zwei Inspektoren zur Unterstützung der Untersuchung, die durch die Marinepolizei Bay St. George bereits eingeleitet war in Bezug auf die Stabilität der Barge und das Schlepparrangement. Allerdings verzögerte sich die Rückkehr der “Western Tugger" nach Mount Carmel wegen andauernden schlechten Wetters, das den Schlepper zwang, weiter an der Unglücksstelle auszuharren. Quelle:Tim Schwabedissen



Brennender Versorger rammte Kai
(10.05.13) Am 10.5. brach im Maschinenraum des kanadischen Versorgers "Anticosti", 1075 BRZ (IMO-Nr.: 7314723), in St. John's ein Feuer aus. Da es nicht gelang, den Brand mit Bordmitteln zu löschen, wurde das Schiff an einen Kai gebracht, wo die örtliche Feuerwehr bereitstand. Allerdings geriet das Anlegemanöver so schwungvoll, dass das Schiff dabei den Kai rammte und erheblich beschädigt wurde. Quelle:Tim Schwabedissen



Folkeboot nach Ruderbruch vor Borkum geborgen
(10.05.13) Am 10.5. um 10.30 Uhr brach auf Höhe des Borkumer Nordbads das Ruder eines unter niederländischer Flagge fahrenden Folkebootes. Die zweiköpfige Besatzung – eine Frau und ein Mann – versuchte, ihr Boot mit Großsegel und Motor einigermaßen auf Kurs zu halten, doch auch das Segel riss. Gegen 10.45 Uhr schossen die Segler rote Seenotsignale, die an Land beobachtet wurden. Über andere funktionierende Kommunikationsmöglichkeiten verfügte der gut sieben Meter lange Havarist nicht. Die Polizei informierte den Borkumer Seenotkreuzer "Alfried Krupp" telefonisch über die Sichtungen der Notsignale. Mit dem Tochterboot "Glückauf" liefen die Seenotretter unverzüglich zur Hilfeleistung aus. Unterdessen meldete auch ein vorbeifahrender Schlepper die Sichtung der Seenotsignale. Seine Besatzung behielt das Folkeboot sicherheitshalber im Blick. Das Segelboot driftete bei Windstärken mit Böen bis sieben Beaufort schnell nach Süden ab. Zwischen Möwensteert und der Fischerbalje fanden die Seenotretter kurz darauf den bereits weit vertriebenen Havaristen. Die "Glückauf" nahm das Segelboot auf den Haken und schleppte es samt seiner Besatzung sicher in den Hafen. Quelle:Tim Schwabedissen



Fährkollision dürfte Teilnehmerzahl an Halbmarathon drücken
(10.05.13) Windböen von bis zu 50 Meilen erfassten die neuseeländische Fähre "Kaitaki", 22365 BRZ (IMO-Nr.: 9107942), beim Anlegen an der Picton Wharf am 10.5. um 11.30 Uhr. Dabei wurden die Haltevorrichtungen am Kai beschädigt, sodass ein sicherer Landgang der 260 Passagiere nicht gewährleistet werden konnte. Deshalb musste die Fähre die fünfstündige Sturmfahrt zurück nach Wellington antreten. Es wurden Wellenhöhen von bis zu sechs Metern erwartet. Zusätzlicher Frust für die Passagiere – viele wollten am St. clair-Halbmarathon bei Blenheim teilnehmen. Dass sie rechtzeitig dorthin kommen würden, war wegen der Wetterprognose unwahrscheinlich. Techniker sollten den Schaden, der an der "Kaitaki" entstanden war, in der Nacht zum 11.5. beheben, doch der Lauf startet bereits um neun Uhr. Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Kenterung von America’s Cupper
(10.05.13) Die schwedische America’s Cup-Yacht “Artemis 72” kenterte am 10.5. bei einer Trainingsfahrt gegen 13 Uhr in der San Francisco Bay nahe Treasure Island und brach auseinander. An Bord des AC-72-Katamarans waren 12 Mann Besatzung gewesen, als er sich bei normalen Wetterbedingungen plötzlich in eine Welle bohrte und umschlug. Die Coast Guard Sector San Francisco schickte ein 45-Fuß-Boot der Station Golden Gate und eines aus San Francisco sowie einen MH 65 Dolphin-Helikopter von der dortigen Base. Auch Einheiten der Feuerwehr und Polizei rückten an, weiterhin kam das 87 Fuß lange Patroullienboot „Pike“ zu Hilfe. Für Andrew Simpson, 36, aus Sherborne in Dorset kam aber jede Hilfe zu spät – er wurde unter dem Rumpf gefangen und konnte erst nach 10 Minuten aus dem kieloben liegenden Boot geborgen werden. Er starb trotz sofortigen Transports ins Saint Francis Memorial Hospital. Ein weiterer Segler wurde verletzt. Der Tote war u.a. Goldmedaillengewinner der Starbootregatta bei der Olympiade 2008 in Beijing und Silbermedaillist in London 2012. Das Boot sollte eigentlich im Oktober 2012 in Dienst gestellt worden, doch es gab technische Probleme, und im November ging es ins Wasser. Nachdem es wiederum Schwierigkeiten gab, wurde das Trainingsprogramm im Februar unterbrochen, um weitere Veränderungen am Boot vorzunehmen. Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaran nach Kollision manövrierunfähig eingeschleppt
(09.05.13) Am 9.5. um 15.30 Uhr wurde das KNRM-Boot „Blaricum-1“ alarmiert, nachdem 5der 11 Meter lange Katamaran „Windzang“ manövrierunfähig bei Emmer hatte ankern müssen. Das Ruder des Bootes war bei der Kollision mit einer Yacht gebrochen. Nachdem das Ruder gesichert war, wurde der Katamaran in den Yachthaven von Huizen geschleppt. Quelle:Tim Schwabedissen



Entmastete Yacht vor Ramsgate geborgen
(09.05.13) Das RNLI-Boot aus Ramsgate wurde am 9.5. alarmiert, um in stürmischer See einer 34 Fuß langen Yacht zu assistieren, die mit vier Personen an Bord entmastet vor der Küste trieb. Die „Esme Anderson“ lief um 16.20 Uhr aus, um der 12 Meilen östlich des Hafens treibenden Yacht zu assistieren. Eine halbe Stunde später war sie vor Ort, und es gelang, das Boot in Schlepp zu nehmen. In langsamer Fahrt ging es dann binnen zwei Stunden nach Ramsgate. Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und hoher Schaden bei Schießerei auf See
(09.05.13) Am 9.5. wurde der taiwanesische Kutter “Gunag Ta Hsin-28” von der “MSC 3001” der philippinischen Coast Guard 39 Meilen vor Bantayan Island beschossen, dabei kam ein Besatzungsmitglied ums Leben, und das Schiff wurde erheblich beschädigt. Das Küstenwachboot hatte es zuvor mit einem anderen Kutter aufgebracht. Beide versuchten zu entkommen, wobei eines der Schiffe das 35 Meter lange Küstenwachboot an Steuerbord zu rammen versuchte. Die “MCS-3001” war besetzt von Coast Guard und Personal des Bureau of Fisheries and Aquatic Resources (BFAR), am 8.5. von Batanes aus zu einer Patroullienfahrt in See gestochen. 39 Meilen östlich der Balintang Islands wurden Bojen ausgemacht, die auf taiwanesische Longliner hindeuteten. Diese wurden rasch geortet und der Versuch unternommen, sie mit Warnschüssen und Typhonsignalen zu stoppen. Der Versuch, bei der “Guang Ta Hsin-28” längsseits zu gehen, musste aber abgebrochen werden, weil diese plötzlich auf Vorausfahrt ging und ins Heck der “MSC 3001” zu laufen drohte. Da auch weitere Warnschüsse die Fischer nicht von der Flucht abhalten konnten, kam es zu einer Verfolgungsjagd, in deren Verlauf scharf geschossen wurde, um die Maschine zu beschädigen. Rund 50 Mal wurde der Kutter getroffen. Dabei kam es zum Tod eines Fischers. Das Küstenwachboot sichtete derweil zwei weitere Fischereifahrzeuge und brach die Verfolgung der “Guang Ta Hsin-28” ab, um diese zu stellen. Das National Bureau of Investigation (NBI) leitete eine Untersuchung ein. Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker versenkte Kutter vor Wenzhou
(09.05.13) Der chinesische Chemikalientanker „Hua Jie 17“ kollidierte am 9.5. vor Wenzhou in der Zhejiang Provinz in der südchinesischen See mit einem Kutter. Das Wetter war stürmisch mit Sicht unter 100 Metern. Die fünfköpfige Crew des Kutters ging über Biord und wurde vermisst. Der Tanker ging zur Untersuchung vor Wenzhou vor Anker. Die „Hua Jie 17“, 5667 tdw (IMO-Nr.: 9608269), wurde 2001 erbaut und läuft für die Zhejiang &xnbsp;Ocean Shipping. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Pier in Ayr
(08.05.13) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter „Ufa", 2914 BRZ (IMO-Nr.: 9143611) kollidierte am 8.5. um 13.30 Uhr mit der West Pier in Ayr, als er von Klaipeda kommend einlaufen wollte. Das RNLI-Boot aus &xnbsp;Troon und ein Ayrer Coastguard Rescue Team wurden alarmiert, mussten aber nicht eingreifen. Der Frachter war oberhalb der Wasserlinie am Bug beschädigt worden. Nachdem er zunächst vor der Küste ankerte, lief er am 9.5. die Garvel Clyde Shipyard in Greenock &xnbsp;zur Reparatur an. Quelle:Tim Schwabedissen



Carnival Triumph aus Mobile ausgelaufen
(08.05.13) Das Kreuzfahrtschiff "Carnival Triumph" verließ am 8.5. Mobile mit eigener Kraft. Es legte vom &xnbsp;Alabama Cruise Terminal ab und begann die 29 Meilen lange Reise von der Mobile Bay in den Golf von Mexiko, von wo es ostwärts nach Freeport, Bahamas, ging, wo im Trockendock die Reparatur abgeschlossen werden soll. Hier wurde sie am 11.5. erwartet und sollte am 13.6. die erste Reise nach dem Feuer von &xnbsp;Galveston, Texas, aus starten. Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Tote und noch zwei Vermisste am Tag nach der Kollision in Genua
(08.05.13) Bis zum 8.5. hatten Rettungskräfte in Genua insgesamt sieben Tote gefunden, die sich in dem Kontrollturm aufgehalten hatten, den die „Jolly Nero“ zum Einsturz brachte. Das letzte Opfer fanden Taucher in den Trümmern, ohne es zunächst bergen zu können. Drei Tote hatten sich in einer Fahrstuhlkabine befunden. Vier Überlebende wurden im Schutt gefunden, drei ins Krankenhaus gebracht. Einem hatte ein Fuß amputiert werden müssen. Der letzte Überlebende, Lotse Maurizio Potenza, wurde 22 Stunden nach der Kollision aufgefunden. Zwei Mann wurden noch vermisst. Der Hafen wurde zunächst gesperrt, weil Trümmer die Zufahrt blockierten. &xnbsp;Die "Jolly Nero", die am Vortag um 22.30 Uhr vom Genova Terminal Messina mit Assistenz des Schleppers "Genua" (IMO-Nr.: 91637380) am Heck losgeworfen hatte, machte am 7.5. um 23 Uhr am S.E.C.H. Terminal fest. Kapitän Walter Cotugno wurde von der Polizei verhört, gegen ihn wie auch den Lotsen nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Quelle:Tim Schwabedissen



Deutsche starb nach Kollision
(07.05.13) In Tjerkgaast kollidierte ein mit 14 Düsseldorfer Touristen besetztes Freizeitboot mit einem Binnenschiff, und sank. Drei Personen wurden verletzt, eine 81-jährige Frau musste wiederbelebt werden, starb aber später im Krankenhaus. Die beiden anderen waren Kinder. Es handelte sich um Touristen, die mit einem Charterboot auf dem &xnbsp;Princes Margriet Kanal unterwegs waren, dessen Motor ausfiel, sodass es vor den Bug des Binnenschiffes trieb und gerammt wurde. Quelle:Tim Schwabedissen



Öllecks der Manolis L sollen abgedichtet werden
(07.05.13) Eine Ölleckage aus dem liberianischen Frachter „Manolis L“, der im Januar 1985 aus Botwood auslief und nahe Fogo sank, verursacht derzeit Sorgen. Das Schiff hatte Papier geladen, als es Wassereinbruch hatte und am 17.1. jenes Jahres auf 82 Meter Tiefe sank. Die koreanische Crew wurde gerettet. Am 31.3.2013 nun wurden bei Fogo verölte Vögel entdeckt. Environment Canada, Transport Canada, der Canadian Wildlife Service, DFO und das &xnbsp;Fisheries Habitat untersuchten die Gegend um den Blow Hard Rock. Die Coast Guard unternahm Kontrollflüge gemeinsam mit dem Canadian Hydrographic Service und setzte ein Sonar ein, mit dem ein kieloben liegender Rumpf ausfindig gemacht wurde. Ein ROV wurde zum Wrack geschickt, das zwei Risse darin entdeckte, aus denen Öl aussickerte und zur Wasseroberfläche aufstieg. &xnbsp;Das Öl löste sich dort rasch auf. Dennopch wollte die Coast Guard die zwei Leckagen abdichten. Die „Manolis L“ hatte 464 Tonnen Bunkeröl an Bord gehabt. Quelle:Tim Schwabedissen



Enak barg 14 Container der Conmar Avenue
(07.05.13) Der Schwimmkran „Enak“ und der „Seeponton 1“am Haken des Schleppers „Stier“ wurden in den frühen Abendstunden des 7.5. in die Außenweser geschleppt, um alle dort treibenden Container der „Conmar Avenue“ zu bergen. Sie waren zu der Zeit am Mehrzweckschiff „Neuwerk“ sowie den Schleppern „Wal“ und der „RT Innovation“ befestigt. Es befanden sich keine Container mehr im Priel. Das Mehrzweckschiff und die Schlepper sollten die Container an den Schwimmkran &xnbsp;übergeben und dieser sie anschließend auf den Ponton hieven. Durch eindringendes Wasser waren die einzelnen Container schwerer geworden. Ursprünglich hatten die mit Holz beladenen Container zwischen 22 und 26 Tonnen gewogen. Die Einsatzkräfte begannen um 17.55 Uhr mit der Bergung der Container der „Wal“, dann folgte der Anhang der „RT Innovation“ und dann jener der „Neuwerk“. &xnbsp;Das Ölüberwachungsflugzeug des Havariekommandos, eine Do228, befand sich ebenfalls im Seegebiet, um eventuell frei schwimmende Ladungsreste aufzuspüren. Die Bergung der Container wurde ab 22 Uhr bis zum Morgen des 9.5. unterbrochen. Gründe hierfür waren eine Wetterverschlechterung im Seegebiet und die anbrechende Dunkelheit. Es herrschten am Einsatzort bis zu 6 Windstärken mit vereinzelten Gewittern. Außerdem sollte, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten, nicht in der Dunkelheit gearbeitet werden. Bis dahin waren die drei Container der „Wal“ auf den Ponton gehievt worden. Alle Schiffe blieben auf Position. Wie in der vorangegangenen Nacht galt es zu versuchen, die Container gegen Wind, Wellen und Strömung zu sichern. Nachdem die Arbeiten wieder aufgenommen wurden, konnte der letzte Container der „Neuwerk“ am 9.5. gegen 14 Uhr auf den „Seeponton 1“ gehievt werden. Dort befanden sich schließlich 14 mit Holz beladene Container. Der Ponton am Haken der „Wal“ und “Steinbock“ machte sich in Begleitung des Mehrzweckschiffs dann auf den Weg nach Bremerhaven, wo er um 18.30 Uhr festmaxhte. Laut der dem Havariekommando vorliegenden Ladungslisten waren noch zwei weitere mit Papier beladene Container an Bord. In den vergangen beiden Tagen hatte das Ölüberwachungsflugzeug des Havariekommandos mehrmals das Seegebiet weiträumig abgesucht, konnte jedoch keine weiteren Container entdecken. Das Havariekommando hat diesen Sachverhalt an die ermittelnde Polizeibehörde und das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven übermittelt. Zusätzlich wird das Ölüberwachungsflugzeug des Havariekommandos bei seinen nächsten Routineflügen das Seegebiet erneut prüfen. Aufgrund des hohen Eigengewichts könnten die Container untergegangen sein. Die beiden Frachter wurden am 9.5. vom Bremerhavener Stromkai an die Columbuskaje verlegt. Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Bengasi
(07.05.13) Die britische RoRo-Fähre "Tyrusland", 20882 BRZ (IMO-Nr.: 7718503), lief am 7.5. den Hafen von Marsaxlokk mit einem Riss am Backbordvorschiff an. Das Schiff kam von Bengasi und machte am 8.5. gegen fünf Uhr an der Canteen Wharf in Valletta fest. Es war Anfang Mai mit dem türkischen Frachter "Munevver", 5880 BRZ (IMO-Nr.: 9631929), in dem libyschen Hafen kollidiert. Die „Tyrusland“ lief am 14.5. um 14.50 Uhr wieder aus und nahm Kurs auf Tripolis, wo sie am Folgetag eintraf, während die "Munevver" am 12.5. in Tuzla zur Reparatur festmachte. Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nach Maschinenausfall auf Grund gesetzt
(07.05.13) Der kanadische Bulkcarrier "Spruceglen", 22388 BRZ (IMO-Nr.: 8119261), lief am 7.5. gegen 18 Uhr auf dem Lake St. Clair eine Meile vor Grosse Pointe auf Grund. Er hatte Maschinenschaden erlitten und wurde vom Kapitän, um die Schifffahrt nicht zu gefährden, vorsätzlich aufgesetzt an einer Stelle, wo ein Schlepper ihn leicht wieder flott machen konnte. Die 22-köpfige Crew blieb unversehrt. Die &xnbsp;U.S. Coast Guard war vor Ort, bis zwei Schlepper aus Detroit den Havaristen am 8.5. um 14.30 Uhr auf den Haken nahmen. Quelle:Tim Schwabedissen



Nachlässiger Kutterskippper zu Strafe verurteilt
(07.05.13) Der Kapitän des Kutters “Elegant II” wurde zu einer Strafe von 925 Pfund verurteilt, weil er bei der Strandung seines Schiffe sam 7.6.2012 nicht ordnungsgemäß Ruderwache gegangen war und das Ruderhaus verlassen hatte. Das Schiff war auf der Fahrt von Campbeltown zu Fanggründen vor der Kintyre Peninsula gegen 9.30 Uhr eine Meile südlich von Davaar Island auf Grund gelaufen. Der Skipper, der 58-jährige Ferguson Hughes, hatte zuvor Probleme mit dem Autopiloten gehabt und am Kai in Campbeltown Ersatzteile eingebaut. Doch nach dem Auslaufen traten die Probleme erneut auf, und Hughes ging in den Maschinenraum, um Einstellungsarbeiten durchzuführen. Während er dies tat, lief sein Schiff auf Grund. Er funkte Mayday und erhielt Assistenz von dem Kutter „Argent“, der allerdings bei ablaufendem Wasser ebenfalls festkam. Die „Argent“ schwamm mit der folgenden Flut wieder auf, die „Elegant II” aber nicht. Sie wurde eine Tide darauf von einem RNLI-Boot geborgen. Die Strafe wurde verhängt, weil es keine Entschuldigung für das Verlassen des Ruderhauses gab. Er hätte stoppen und ankern können oder eines der anderen fünf Besatzungsmitglieder, die zu der Zeit schliefen, wecken können. Quelle:Tim Schwabedissen



Amorella sorgte weiter für Verspätungen
(07.05.13) Die finnische Fähre "Amorella" verließ den Westhafen von Turku am 7.5. um 11.40 Uhr wieder, blieb aber bis zum 8.5. verspätet. Sie lief um 15.30 Uhr Långnäsvägen an und erreichte Stockholm um 20.15 Uhr. Das Boarding begann um 21 Uhr, und am folgenden Tag machte das Schiff um 8.10 Uhr wieder in Turku fest. Die beschädigte Roro-Rampe am Viking Line Terminal war am 7.4. provisorisch wiederhergestellt worden und konnte am Nachmittag in Betrieb genommen werden. Auch die finnische Fähre "Viking Grace" (IMO-Nr.: 9606900), konnte aufgrund des Unfalls ihren Fahrplan nicht einhalten und wurde um 20.15 Uhr des 7.5. in Turku erwartete. Die sogenannten Picknickkreuzfahrten wurden für diesen Tag abgesagt. Quelle:Tim Schwabedissen



Zahlreiche Container bei Kollision in der Außenweser über Bord gegagen
(07.05.13) Am 7.5. kollidierten gegen 16 Uhr auf der Außenweser bei Fahrwassertonne 26 das unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerschiff&xnbsp;"Conmar Avenue" 10585 BRZ&xnbsp; (IMO-Nr.: 9483358), und der holländische Containerfrachter "Maersk Kalmar", 80942 BRZ (IMO-Nr.: 9153862). Das Havariekommando in Cuxhaven hat um 18:00 Uhr die Gesamteinsatzleitung übernommen. Bei der Kollision verlor die „Conmar Avenue“, die möglicherweise wegen eines Ruderschadens der „Maersk Kalmar“ in die Steuerbordseite lief und diese auf großer Länge beschädigte, rund 15 Container und lief anschließend auf Grund. Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Rudolf Meyer“ sowie die "Alte Weser", "Ems", RT Pioneer", "RT Darwin", "Elbe", "Bugsier 6", "Nordergründe" und "Lesmona" liefen zur Hilfeleistung aus. Gegen 18:30 Uhr konnte das gestrandete Containerschiff durch die „Elbe“, „Bugsier 6“, „Ems“, RT Darwin“ und „RT Pioneer“ freigeschleppt und nach Bremerhaven gezogen werden. Dort machte sie um 21.30 Uhr am Stromkai fest. Die „Maersk Kalmar“ hatte bereits um 17.20 Uhr dort angelegt. Die über Bord gegangenen Container trieben auf eine Sandbank und wurden von insgesamt 5 Schleppern gegen Wind, Wellen und Strömung gehalten. Mit dem Nachthochwasser stiegen Pegel und Stromgeschwindigkeit der Außenweser. Am frühen Morgen und in der Nacht zum 8. Mai rissen sich insgesamt sechs Container los. Das Mehrzweckschiff „Neuwerk“, das zur Sicherung angefordert worden war, konnte zwei von ihnen bergen. Vier weitere drifteten in einen Priel und wurden dort per Radar überwacht. Keiner der Container befand sich im Fahrwasser und die Weser, die für Schiffe mit bis zu 9,5 Metern Tiefgang wieder freigegeben wurde. Das Peilschiff „Zenit“ des Wasser- und Schifffahrtsamts Bremerhaven hatte zuvor die Außenweser auf unter Wasser treibende Container geprüft. Die Auswertungen führten zu der eingeschränkten Freigabe. Zusätzlich hat das Havariekommando den Notschlepper „Nordic“ in die Außenweser verlegt, um die Einheiten vor Ort zu unterstützen. Der Notschlepper traf am 8. Mai gegen 1 Uhr im Seegebiet ein. Die Bergung der gesicherten Container sollte bei Tageslicht stattfinden. Ein Ölüberwachungsflugzeug stieg auf, um sie auf austretende Stoffe hin zu überwachen, und die Verkehrszentrale Bremerhaven sperrte die Weser für den Schiffsverkehr. Keiner der Container war mit Gefahrgut beladen. Die 15-köpfige Crew der „Conmar Avenue“ war ebenso wie die 21 Mann an Bord der „Maersk Kalmar“ unversehrt geblieben. Die Unfallursache war noch unbekannt. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauerten an. Quelle:Tim Schwabedissen



Tod im Fahrstuhl – Frachter brachte Kontrollturm der Verkehrszentrale in Genua zum Einsturz
(07.05.13) Im Hafen von Genua kamen am Abend des 7.5. gegen 23.30 Uhr mindestens sieben Menschen ums Leben, als der italienische Frachter „Jolly Nero“, 40594 BRZ (IMO-Nr,: 7361233), beim Verlassen des Hafens in Richtung Neapel, Messina und weiter nach Ägypten mit Stopps in Jordanien, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Dschibuti und Libyen den Kontrollturm der Verkehrsleitzentrale rammte. Der über 50 Meter hohe, 1997 fertiggestellte Turm, von dessen in 40 Metern Höhe befindlicher zweistöckiger Kanzel aus der Schiffsverkehr in Hafen und Bucht überwacht wurde, neigte sich zunächst 45 Grad auf die Seite, und dann kollabierte er. Das schlanke, aus Betonringen errichtete Bauwerk sowie&xnbsp;das daneben&xnbsp;befindliche Gebäude der Hafenverwaltung und der Küstenwache stürzten wenig später komplett ein. Nur eine viergeschossige Notfalltreppe blieb mit erheblicher Schräglage in den Himmel aufragend noch stehen. Die Zufahrt zum Kreuzfahrt- und Fährhafen von Genua wurde&xnbsp;nach dem Unglück sofort gesperrt, da der Turm genau in die Zufahrt gestürzt war.&xnbsp;Drei Tote, zwei Angehörige der Küstenwache und ein Lotse, wurden unmittelbar darauf geborgen, weitere vier wurden im Rahmen mehrstündiger Sucharbeiten von Rettungsmannschaften, darunter Taucher der Feuerwehr, der Finanzpolizei, der Carabinieri und der Küstenwache entdeckt. Drei von ihnen befanden sich im Aufzug des Turms, der auf dem Hafengrund gelandet war. Vier Personen retteten Feuerwehrtaucher lebend. Es wurden noch weitere zwei vermisst. Vier Menschen wurden mit zum Teil schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Feuerwehrtaucher setzten die ganze Nacht hindurch die Suche nach den&xnbsp;Vermissten fort. In der Nähe der Unglücksstelle befanden sich mehrere Büros des Hafenamtes und der Küstenwache und es war zunächst unklar, wie viele Angestellte sich in dem Bereich aufhielten, weil gerade Schichtwechsel war. Deshalb hielten sich besonders viele Lotsen dort auf. Hoffnung weckte bei Dämmerung ein klingelndes Mobiltelefon in den Trümmern, doch es verstummte, ehe es geortet werden konnte. Das Schiff, das um 3.30 Uhr von der Unfallstelle weggeschleppt wurde und wieder in Genua festmachte, wurde für die Ermittlungen arrestiert, die Datenträger wurden beschlagnahmt und der Kapitän&xnbsp;wie auch der Lotse Antonio Anfoss vernommen. Das Unglück ereignete sich den bisherigen Erkenntnissen zufolge nach dem Ausfall zweier Maschinen des auf die östliche Hafenausfahrt zustrebenden Frachters, der Schlepperassistenz hatte. Zum Unglückszeitpunkt herrschte ruhiges Wetter, und es war kaum Schiffsverkehr in dem meist belebten Hafen. Das Schiff ging erst achteraus Richtung Kontrollturm, um dann zu drehen und mit Vorausfahrt den Hafen zu verlassen. Das Schiff habe jedoch bei dem Wendemanöver nicht mehr auf Maschinenbefehle reagiert und aufgestoppt werden können. Der Schlepper „Spagna“ funkte: „Was macht ihr, da ist kein Platz mehr!“ Der Kapitän antwortete, die Maschine reagiere nicht und ließe sich nicht auf Vorausfahrt bringen. Er versuchte noch, Anker zu werfen, aber da prallte das Heck bereits gegen den Kontrollturm; und der Frachter rutschte einige Meter die Mole hinauf mit den bekannten Folgen. Die bei Blohm & Voss in Hamburg 1976 als „Adrian Maersk“ erbaute “Jolly Nero”, 40594 BRZ (IMO-Nr. 7361233), hat eine Containerkapazität von 1828 TEU. Der 239 Meter lange Frachter läuft für die Messina Line. Quelle:Tim Schwabedissen



Disput um Versenkung einer Fähre vor Südfünen
(07.05.13) Die Pläne des Naturturisme I/S, die alte dänische Fähre „Ærøsund“ auf den Grund des Øhavet zu schicken, wo sie als Tauchattraktion dienen soll, haben einen Dämpfer erhalten. Das dänische Küstendirektorat erklärte am 6.5., dass es unnatürlich für ein Schiff sei, auf dem Meeresgrund zu liegen. Auch gäbe es bereits Massen an Tauchwracks. Nun will der Naturturisme I/S das Transportministerium um Hilfe ersuchen. Der Bürgermeister von Svendborg und der Vizepräsident der Naturturisme I / S hielten an dem Plan fest, das Schiff westlich von Balle in Südfünen als künstliches Riff zu versenken. Das Wrack würde die Biodiversifizierung verbessern und sowohl Mensch wie Natur dienen. Quelle:Tim Schwabedissen



Unbekanntes Wrack in Haines entdeckt
(07.05.13) In Haines wurde jetzt auf dem Hafengrund das Wrack eines 180 Fuß langen und 30 Fuß breiten Schiffes im Lutak Inlet nördlich der Stadt in Südost-Alaska entdeckt. Es liegt 200 Fuß vor der Küste und konnte nicht identifiziert werden. Sonar-Bilder zeigten, dass die größere Teil der frei liegenden Fläche des Rumpfes eben ist, was vermuten ließ, dass es kieloben liegt, und es weist darauf hin, dass er aus Stahl besteht, weil Holz eher zusammenbrechen würde. Weil keine Materialien neben dem Rumpf sichtbar waren, dürfte das Schiff leer gewesen sein, oder die Fracht trieb seinerzeit ab. Da es teilweise im Sediment versunken ist, liegt der Untergang wohl auch schon längere Zeit zurück. Quelle:Tim Schwabedissen



Hunderte Autos nach Kollision in Fähre gefangen
(07.05.13) Die finnische Fähre “Amorella", 34384 BRZ (IMO-Nr.: 8601915), kollidierte am 7.5. gegen 6.30 Uhr mit dem Anleger in Turku, als sie dort von Stockholm kommend festmachen wollte. Danach ließ sich die Heckrampe nicht mehr öffnen, weil die landseitigen Einrichtungen beschädigt waren. Deshalb musste die Fähre einen anderen Anleger im Westhafen ansteuern, wo die mehreren hundert Pkw an Bord gelöscht werden sollten. Die planmäßige Rückfahrt nach Stockholm um 8:45 Uhr wurde abgesagt, und Busse in Långnäsvägen gechartert, um Passagiere nach Mariehamn zu bringen. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach gutem Fang gesunken
(06.05.13) Der Kutter ""N 32-0" sank in der Nacht zum 6.5. in der Marina von Stø. Am Vortag hatte der SkipperSkjerven&xnbsp; noch einen Fang von 1,2 Tonnen gemacht. Am nächsten Morgen war das Boot gesunken. Das Rettungsboot "Knut HJoem" aus Myre half mit einem Kran aus Ovik, das Schiff zu heben und zu lenzen. Es wurde mit Hebesäcken schwimmfähig gemacht und an einen Kai geschleppt, wo Hebegurte angelegt werden konnten. Nachdem das Wasser ausgepumpt war, konnte auch der wieder in Wasser eingelegte Fang endgültig gelöscht werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Damian nach Huizen eingeschleppt
(06.05.13) Rettungsboote der KNRM-Stationen Blaricum und Huizen kamen am 6.5. gegen 16 Uhr einem Motorboot zu Hilfe, das unter der Stichtse Brug trieb. Die „Blaricum-1“ und „Nikolaas Wijsenbeek“ sowie ein Berger aus Huizen&xnbsp;reagierten auf die Meldung der Küstenwache. Direkt unter der Brücke stießen sie auf die 11 Meter lange „Damian“, deren Getriebe gebrochen war. Dadurch war das Schiff manövrierunfähig geworden. Es wurde beschlossen, den Havaristen auf den Haken zu nehmen. Die „Nikolaas Wijsenbeek“&xnbsp;lief voraus, um zu sehen, ob ein Liegeplatz frei war. Dann wurde das Boot nach Huizen gezogen. Quelle:Tim Schwabedissen



Geplatzter Generator sorgte für Ölverschmutzung
(06.05.13) Auf dem Neckar kam es am 6.5. zu einer Ölverschmutzung, nachdem ein Generator an Bord eines Binnenschiffes in der Schleuse Rockenau platzte. Dadurch kam es zu einem Wassereinbruch. Während der Lenzarbeiten geriet ölkontaminiertes Wasser ins Schleusensbecken. Ein Ölfilm breitete sich auf einer Fläche von ca. 50 Meter x 10 Metern aus und trieb aus der Schleuse. Die Wasserschutzpolizei und Fachkräfte der Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis versuchten vor Ort der Lage Herr zu werden. Die Freiwillige Feuerwehr machte sich daran, das ausgelaufene Öl zu binden. Der Schiffsverkehr wurde in beide Richtungen gesperrt. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Gaafaru Island gesunken
(06.05.13) Die&xnbsp;Maldives National Defence Force Coast Guard rettete die Crew des 45 Fuß langen Kutters "Riveli", der nahe Gaafaru Island im Male’ (Kaafu) Atoll gesunken war. Die&xnbsp;Coast Guard wurde um 17 Uhr alarmiert, nachdem die Maschine in stürmischer See ausgefallen war. Es gelang, den Kutter am Morgen des 6.5. zu lokalisieren, der auf einem Riff gesunken und bereits stark zerstört war. Die fünfköpfige Crew trieb in Rettungswesten innerhalb der Gaafaru&xnbsp;Lagune. Vier von ihnen wurden nach&xnbsp;Male’ gebracht, der fünfte medizinisch betreut.&xnbsp;Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger rammte auf zweitem Einsatz als Fähre Hafenanlagen
(06.05.13) Am 6.5. leitete Transport Canada in der South East Bight eine Untersuchung der Kollision des als Fähre genutzten, kanadischen Versorgers "Norcon Oceanus", 289 BRZ (IMO-Nr.: 8964264), mit mehreren Booten und drei Schwimmpiers im Hafen am 5.5. ein. Auch Vertreter der Norcon Marine Services, der Burry Group in Clarenville und der örtlichen Hafenbehörde beteiligten sich. Das Schiff der Norcon Marine Services hatte als Versorger gedient, ehe es in Charter des Department of Transportation and Works ging und für die Beförderung von eines Dutzends Passagiere zugelassen wurde. Es war dazu bis zum 4.5. in Clarenville ausgerüstet worden und kehrte gerade von der zweiten Fahrt zurück, als es zu dem Unfall kam. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf ausgedientem Forschungsschiff
(06.05.13) Am 6.5. gegen neun Uhr brach auf dem ausgedienten amerikanischen NOAA-Forschungsschiff “Miller Freeman", 1515 BRZ (IMO-Nr.: 6621636), auf dem Lake Washington ein Feuer aus. Das Schiff lag am Magnuson Park in Seattle, als der Brand in dem Lagerraum unter Deck entdeckt wurde. Es gab Sorge, dass giftige Chemikalien betroffen sein könnten, und so wurden 100 Einsatzkräfte alarmiert. Sie pumpten CO2 in den Lagerraum. Der Brand konnte so von ihnen innerhalb dieses Raums isoliert werden und breitete sich nicht auf Bereiche, in denen sich Gefahrstoffe befanden, aus. In dem Lagerraum auf dem zum Abwracken bestimmten Schiff, das im März außer Dienst gestellt wurde, waren am 3.5. Schweißarbeiten durchgeführt worden. Möglicherweise waren seither Materialien am Schwelen gewesen. Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer vor Ballarat in letzter Sekunde gerettet
(06.05.13) Vier Fischer aus Ballarat wurden am 6.5. gerettet, nachdem ihr Kutter bei Horseshoe, rund 25 Meilen vor der Küste von Portland, gekentert war. Sie waren auf Thunfischfang gewesen, als ihr 5,6 Meter langes Aluminiumboot „Tuna Tactics“ um 1.03. Uhr zu sinken begann. Die beiden aktivierten um 10.30 Uhr ihr EPIRB und funkten Notrufe, und ein Charterboot, das in 10 Meilen Entfernung unterwegs war, machte sich auf den Weg zur Unfallstelle. Ein anderes Boot von Red Hot Fishing Charters war aber nur eine Meile entfernt und sichtete eine abgeschossene Notratekte. Ein Fischer war gerade an Bord, als ihr Boot endgültig kenterte, und die übrigen drei landeten im Wasser. Sie wurden unversehrt gerettet. Die Küstenwache barg das gekenterte Boot und deaktivierte das EPIRB. Quelle:Tim Schwabedissen



Reise zu Seehundsbänken endete auf Sandbank
(06.05.13) Eine kleine Reise durch eines der interessantesten Seegebiete der Deutschen Nordseeküste sollte es laut Reedereiankündigung werden samt "Fahrt durch das Weltnaturerbe Wattenmeer, Fischen von Meerestieren, Anlaufen der Seehundsbänke mit bis zu 100 Seehunden anschauliche sowie humorvollen Informationen von unserem Gästebetreuer und Diplom-Biologen". Daraus wie aus dem zweistündigen Anlegen an der Alten Liebe in Cuxhaven wurde nichts, weil das deutsche Ausflugsschiff "Lady von Büsum", 493 BRZ (IMO-Nr.: 8009258), am 6.5. schon rund zwei Stunden nach dem Auslaufen aus Büsum gegen 11 Uhr sieben Meilen südwestlich von seinem Heimathafen entfernt auf Grund lief. Es kam unweit der Seehundsbänke im Buschsand-Fahrwasser, etwa drei Seemeilen westlich der Vogelinsel Trischen, fest, als die 136 Fahrgäste gerade Seehunde beobachten wollten. Das&xnbsp;Schiff&xnbsp;geriet auf einen Unterwasserhügel, den die erfahrene Besatzung so nicht kannte. Die Fahrgäste sollten, nachdem Versuche, sich mit eigener Kraft kurzfristig wieder zu befreien, bei ablaufendem Wasser gescheitert waren, durch den Seenotrettungskreuzer "Theodor Storm" von Bord geholt, auf ein zweites Fahrgastsschiff der Reederei H. G. Rahder GmbH, die "Ol Büsum", 147 BRZ (IMO-Nr.: 6618691), gebracht und nach Büsum zurückgebracht werden. Der erste Versuch, die Passagiere überzusetzen, misslang aber, weil die "Lady von Büsum" bereits zu weit trocken gefallen war. Bei Ebbe lag sie auf ebenem Kiel hoch auf dem Sand. Erst gegen 20.30 Uhr war das Wasser hoch genug für ein Längsseitsgehen der "Theodor Storm". Zuvor waren lediglich zwei Fahrgäste von dem Tochterboot "Nis Puk" des Seenotrettungskreuzers abgeborgen worden. Einer der beiden benötigte um 19.00 Uhr seine Medikamente. Begleitet wurde er beim Ausbooten von seiner Frau. Die übrigen blieben zunächst an Bord, bis die "Theodor Storm" an Backbord längsseits ging und in drei Anläufen die Gestrandeten auf die "Ol Büsum" brachte. Nachdem nur noch die Crew an Bord des Havaristen war, lief das zu Hilfe gekommene Fahrgastschiff nach Büsum ab, wo sie gegen 22 Uhr festmachte. Viele der Fahrgäste bedankten sich bei der Ankunft in Büsum bei den Mitarbeitern der Reederei. Die Mannschaft habe sie immer gut informiert und bei bestem Wetter mit Essen und Getränken für einen entspannten Tag auf der Sandbank im Wattenmeer gesorgt. Derweil wartete die Crew der "Lady von Büsum" das Abendhochwasser ab, das um 23.19 Uhr seinen Scheitelpunkt erreichen sollte. Doch bereits um 21.30 Uhr gelang es, das Fahrgastschiff aus eigener Kraft wieder frei zu bekommen, das danach ebenfalls nach Büsum zurücklief und dort um 22.30 Uhr festmachte. Am Morgen des 7.5. untersuchten Taucher und Schiffsunfallexperten das Fahrgastschiff. Quelle:Tim Schwabedissen



Cabrio-Containerbarge nach Brückenanfahrung in Pischelsdorf gelöscht
(06.05.13) Die holländische 268-TEU-Containerbarge "Elly", 3483 ts (EU-Nr.: 02326034), machte am 6.5. von Kachlet kommend in Krems fest. In Pischelsdorf sollte die Ladung des Schiffes gelöscht werden, ehe es zur Reparatur in die Niederlande ging. Das Binnenschiff war am 29.4. auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal mit einer Brücke an der Rothenburger Straße in Nürnberg kollidiert, nachdem sich durch eine mechanische Störung das Ruderhaus nur 30 Zentimeter hatte absenken lassen und dann stehenblieb. Beim folgenden Aufprall wurde das Ruderhaus komplett zerstört, Teile der Aufbauten sowie ein achtern gestautes Auto wurden beschädigt. Die Skipperin kam leicht verletzt davon. Der Schaden betrug rund 150.000 Euro. Die Brücke blieb unbeschädigt. Die “Elly” war nach der Havarie ans Ufer manövriert worden. Später konnte es, provisorisch mit einer Führungseinrichtung ausgestattet, die Fahrt auf der Donau fortsetzen. Quelle:Tim Schwabedissen



Schiff trieb mit 60 Passagieren vor Lakeba
(06.05.13) Einen Tag nach dem Auslaufen aus Suva nach Lau erlitt die liberianische „Lau Trader“, 579 BRZ (IMO-Nr.:7309546), Maschinenausfall. Das Schiff war auf seiner ersten Reise nach einer Reparatur, die ein Feuer vor vier Monaten notwendig gemacht hatte. Der Havarist trieb vor Lakeba, während die Crew an einer Reparatur arbeitete. Nachdem zunächst gemeldet wurde, dass es um 19.30 Uhr gelungen sei, die Maschine wieder zu starten und Kurs auf Lakeba zu nehmen, driftete das Schiff offenbar am Vormittag des 6.5. weiter auf See. Dortige Anwohner standen in Kontakt mit den 48 Fahrgästen an Bord und wollten selbst die Lage in Augenschein nehmen. Bereits kurz nach dem Ablegen von der Suva Wharf in der Nacht zum 4.5. hatte es technische Probleme gegeben. Nicht zum ersten Mal - schon 30 Minuten nach dem Auslaufen aus Vanuavatu waren die Maschinen ausgefallen. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Preparis auf Grund gelaufen
(05.05.13) Der unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier “Rio Gold” lief am 5.5. auf Position 14 49 N 093 36 O vor der Insel Preparis in der Andamanensee auf der Fahrt von Tianjin nach Chittagong auf Grund. Die „Rio Gold”, 39695 tdw (IMO-Nr.: 8408521), wurde 1984 erbaut und hat als Manager die griechische Genesis Seatrading Corp. Quelle:Tim Schwabedissen



Sandfrachter bei Lathum gekentert
(05.05.13) In Rhederlaag bei Lathum kenterte am Abend des 5.5. ein unbemannter Sandtransporter. Weil Treibstoff auslief, wurde die Umweltpolizei alarmiert. Hilfsdienste und Taucher wurden zur Unglücksstelle gerufen. Quelle:Tim Schwabedissen



No Crew auf No Bananas
(05.05.13) Die U.S. Coast Guard barg mit einem Helikopter am Morgen des 5.5. die zweiköpfige, aus Bradenton stammende Crew des 42 Fuß langen Kutters “No Bananas” ab, der 40 Meilen nordwestlich von Cedar Key im Golf von Mexiko Maschinenschaden erlitten hatte. Die beiden hatten bereits am Nachmittag des 4.5. um Hilfe gebeten. Von der Air Station Clearwater wurde nach Tagesanbruch ein Hubschrauber geschickt, der sie in Sicherheit brachte. Da ein Schleppversuch durch ein anderes Schiff in der rauen See scheiterte, trieb der Kutter verlassen davon. Quelle:Tim Schwabedissen



Schnelle Hilfe für Einhandsegler
(05.05.13) Ein MH 60 Jayhawk Helikopter der Coast Guard Air Station Kodiak, der sich auf dem Flug nach Cordova befand, kam ebenso wie das Hilfsschiff „New Wave“ im Prince William Sound rund Meilen westlich von Cordova am 5.5. einem Einhandsegler zu Hilfe, dessen Yacht „Amelia Rose“ Wassereinbruch erlitten hatte. Er hatte um 14.53 Uhr Notrufe gefunkt. Binnen 10 Minuten nach der Alarmierung war der Helikopter vor Ort und winschte eine Lenzpumpe auf die „New Wave“ ab. Diese brachte sie zur „Amelia Rose, und es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, sodass das Boot nach Cordova zurückkehren konnte. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit Maschinenschaden nach Tromsö geschleppt
(05.05.13) Am Nachmittag des 5.5. bat die Crew des 13 Meter langen norwegischen Kutters „Klobuen" (MMSI-Nr.: 257782500) die Crew des Rettungsbootes "Ulabrand 3" um Hilfe. Der Kutter hatte Maschinenschaden und kam nicht mehr voran. Die „Ulabrand" nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn in den Sørøysund und weiter nach Tromsø, was der nächstgelegene Hafen war, wo eine Reparatur ausgeführt werden konnte. Der Schleppzug traf dort um 23.35 Uhr ein. Quelle:Tim Schwabedissen



25-Fuß-Boot barg 30-Fuß-Yacht
(04.05.13) Die US Coast Guard kam der 30 Fuß langen Yacht “South Bound” zu Hilfe, die am 4.5. rund 15 Meilen nordwestlich von Elizabeth City im Albemarle Sound auf Grund gelaufen war. Um 13:30 bat sie um Assistenz, und ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard Station Elizabeth City konnte die Yacht binnen zwei Stunden befreien. Sie wurde dann zu einer Pier in Elizabeth City geschleppt. Quelle:Tim Schwabedissen



Traditionssegler von Rettungsboot freigeschleppt
(04.05.13) Das Seenotrettungsbootes „Hans Ingwersen“ der DGzRS-Station Travemünde kam am 4.5. gleich zwei Mal innerhalb weniger Stunden Segelschiffen zu Hilfe. Am Nachmittag nahm sie im Großschifffahrtsweg der Skandinavienfähren eine manövrierunfähige Yacht mit Motorschaden auf den Haken und schleppte sie sicher in den Passathafen. Ein größerer Brocken wartete am Abend, als der Traditionssegler „Albatros“, 99 BRZ (MMSI-Nr.: 211302570) aus Bremerhaven um Assistenz bat: Der Dreimast-Toppsegelschoner war gegen 21.10 Uhr bei Dunkelheit, aber ruhiger See mit elf Menschen, teils Jugendlichen, an Bord in der Pötenitzer Wiek auf Grund gelaufen. Die 9,5 Meter lange „Hans Ingwersen“ nahm den 120-Tonner mit der Leistung ihrer 320 PS starken Maschine auf den Haken, schleppte ihn in tieferes Wasser und begleitete ihn zu einem sicheren Ankerplatz für die Nacht. Die „Albatros“ wurde 1942 unter dem Namen „Dagmar Larssen“ auf der dänischen Werft K. A. Tommerup in Hobro als Galeasse für Frachtfahrten in Dienst gestellt. Sie diente zunächst als Fischerboot in der Nordsee. 1951 wurde das Schiff verkauft und in Iris Thy umbenannt. 1953 wurden Segel und Masten des Schiffes reduziert und 1957 ging es an neue Eigner nach Marstal.1961 wurde es erneut verkauft und nach der Ehefrau des neuen Eigners in „Esther Lohse“ umgetauft. Vom neuen Heimathafen Bornholm aus diente das Schiff als Steinfischer und transportierte Findlinge. Dazu wurde ein Alpha-Diesel mit 120&xnbsp;PS eingebaut. Anfang der 1970er Jahre kam das Schiff unter britische Flagge.1972 wurde es als Dreimast-Toppsegelschoner getakelt, umfassend überholt und für Erlebnisreisen mit Passagieren ausgestattet. In den folgenden Jahren wurde das Schiff für Charterreisen und als Filmschiff genutzt. So spielt es unter anderem in einigen Folgen der Filmserie „Die Onedin-Linie“ unter seinem damaligen Namen „Esther Lohse“ eine größere Rolle. 1978 kaufte der deutsche Verein Clipper DJS mit Unterstützung der Stadt Bremerhaven die „Esther Lohse“ und taufte sie auf ihren heutigen Namen „Albatros“. 1979 wurde das Schiff umfassend überholt und fährt. macht seither ein- und zweiwöchige Fahrten vor allem in der deutschen und dänischen Ostsee. Das Schiff wird durch Vereinsbeiträge, ehrenamtliche Mitarbeit und die zahlenden Gäste unterhalten. Mehrfach nahm das Schiff in dieser Zeit an Regatten für Großsegler teil. Unmittelbar vor einer solchen Fahrt – der Regatta Tall Ships' Races 1983 verfing sich vor der dänischen Insel Falster ein Granitfindling im Anker der „Albatros“. Da der Anker auch nach dem Hieven nicht von dem Stein befreit werden konnte, segelte sie mit ihm die gesamte vorgesehene Strecke rund Gotland nach Karlskrona. Nach Ende der Regatta wurde der Findling geborgen und mit der eingemeißelten Inschrift „Albatros, Tall Ships' Race 1983“ dem schwedischen König auf dem Marktplatz von Karlskrona öffentlich überreicht. Auf der Rum-Regatta in Flensburg 1994 erwarb das Schiff als langsamster Teilnehmer den Preis „Goldene Schildkröte“. Die „Albatros“ ist 35,7 Meter über alles lang, 6,87 Meter breit und hat 3,18 Meter Tiefgang. Die Segelfläche beträgt bis zu 300&xnbsp;m². Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff rettete Segler von in Not geratener Yacht
(04.05.13) Die US Coast Guard ersuchte das Kreuzfahrtschiff "Nieuw Amsterdam" am 4.5. um Hilfe, nachdem die 44 Fuß lange Yacht “Embla” mit einer zweiköpfigen Crew im Atlantik rund 600 Meilen östlich von Bermuda manövrierunfähig geworden war. Der Skipper hatte die Coast Guard 5th um 16:30 Uhr um Assistenz gebeten, nachdem sein Boot hilflos auf Drift gegangen war. Nachdem das im AMVER-System laufende Kreuzfahrtschiff ausfindig gemacht worden war, wurde Kontakt aufgenommen und um Hilfe gebeten. Die "Nieuw Amsterdam" nahm Kurs auf die “Embla” und erreichte sie gegen 19 Uhr. Die beiden Segler wurden unversehrt an Bord genommen. Quelle:Tim Schwabedissen



Maria Angelica Grace nach zwei Monaten immer noch nicht geborgen
(04.05.13) Die Berger der am 11.3. gekenterten “Maria Angelica Grace” versuchten in den vergangenen Tagen, das Schiff in einen tieferen Bereich des Mactan Channel zu bekommen, um es dort aufzurichten. Die Uni Orient Pearl Venture Inc. hatte versucht, das Wrack von der Cabahug Wharf zu einer 80 Meter entfernten Werft zu bekommen, doch das Wasser war zu flach dafür. Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht erlitt in Westerschelde-Mündung Wassereinbruch
(04.05.13) Am 4.5. wurden die KNRM-Boote aus Breskens und Cadzand gegen Mittag alarmiert, weil eine 18 Meter lange Yacht in der Mündung der Westerschelde leckgeschlagen war. Sie hatte eine achtköpfige Besatzung. Die Bordpumpen kamen nicht gegen den Wassereinbruch an, deshalb wurde ein Notruf gefunkt. Um 14.45 Uhr lief das Rettungsboote „Zeemanshoop“ aus. Außerdem kam die Motoryacht „Grand Slam“ zu Hilfe, die ihre eigene Pumpe zur Verfügung stellte. Als die Seenotretter eintrafen, wurden zwei Rettungsmänner auf die Yacht übergesetzt und auch die Pumpe der „Zeemanshoop“ angeschlagen. Es gelang nun, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Yacht nahm, eskortiert von der „RWS 78“ und der „Grand Slam“, mit eigener Kraft Kurs auf Breskens, wo sie an einer Bootswerft mit einem Kran aus dem Wasser gehoben wurde. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Kajüte mit Schaum erstickt
(04.05.13) Am Morgen des 4.5. kam es in Anchor Point zu einem Brand auf dem Kutter „Sea Voyager II“, den das Straits Fire Department bekämpfte. Die Feuerwehr brachte die Flammen im Schiffsinnern mit Schaum unter Kontrolle. Drei Feuerwehrmänner unter Atemschutz drangen dazu in die Kajüte vor und verhinderten einen Totalverlust des Bootes. Quelle:Tim Schwabedissen



Lone wird für Einsatz an Costa Concordia vorbereitet
(03.05.13) Der deutsche Schwergutfrachter „Lone“, 15199 BRZ (IMO-Nr.: 9458913), der Steinkirchener Reederei SAL machte am 3.5. an der Norderwerft in Hamburg fest, um dort mit einer zusätzlichen Sonde für das DP2-System ausgerüstet zu werden. Er soll in Kürze bei der Bergung der „Costa Concordia“ eingesetzt werden soll. Im Zuge der Arbeiten war auch ein Aufenthalt im Schwimmdock von Blohm & Voss nötig, weil in der Norderwerft kein Dock frei war. Die anschließenden Restarbeiten konnten dort am Kai ausgeführt werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Blockierter Propeller ließ Frachter sinken
(03.05.13) Der 56 Meter lange vietnamesische Frachter “Lam Hong 26” 499 BRZ (IMO-Nr.: 8998992), ging am 3.5. im Golf von Tonkin nahe Hai Phong verloren, weil er manövrierunfähig geworden war. Der Propeller hatte sich in einem Hindernis verfangen, das Schiff begann in der stürmischen See zu treiben und entwickelte immer stärkere Schlagseite. Die achtköpfige Crew funkte daraufhin Notrufe und wurde von einem Rettungsschiff an Bord genommen, bevor die 2002 erbaute „Lam Hong 26” schließlich sank. Sie war mit einer Ladung Eisenerz auf der Fahrt von Fang Cheng Gang nach Nghe an in China gewesen. Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper auf Strand getrieben und gesunken
(03.05.13) Der historische britische Schlepper “Golden Cross”, 132 BRZ (IMO-Nr.: 5133034), wurde am Ufer des Cowal sinkend auf Grund gesetzt. Nur wenig ragte er seither noch aus dem Wasser heraus. Das Schiff hatte bereits am 3.5. an der Mooring des Verteidigungsministeriums am Loch Goil Wassereinbruch erlitten. Danach wurde versucht, es durch Berger am sogenannten Swine’s Hole, südlich von Carrick Castle, auf Grund zu setzten. Das 1955 auf der Clyde erbaute Schiff hatte an einer Tonne vor Ardentinny gelegen, als diese vor drei Wochen ins Treiben geriet und der Schlepper daraufhin dort auf den Strand trieb. Quelle:Tim Schwabedissen



Courage und Seeteufel in Schwierigkeiten
(02.05.13) Am 2.5. um 14.15 Uhr erlitt die Yacht "Courage" direkt vor Scheveningen in rauer See Motorprobleme. Das KNRM-Boot&xnbsp;"Kitty Roosmale Nepveu" wurde vom Traffic Centre Scheveningen informiert und eskortierte das Boot in den Hafen. Am 3.5. um 22.30 wurde das Boot erneut alarmiert, weil der acht Meter lange Kutter "Zeeduivel - SCH 31", 4 BRZ, ebenfalls vor dem Hafen Maschinenprobleme hatte. Das Rettungsboot nahm den Havaristen auf den Haken und brachte ihn am 4.5. gegen ein Uhr in den Hafen ein.&xnbsp;Quelle:Tim Schwabedissen



"Ro Fjord" (Bild: Kristoffer Eggebert)   Großbild klick!
Fischtransporter kam vom rechten Wege ab
(05.05.13) Am Morgen des 4.5. lief der norwegische Fischtransporter "Ro Fjord", 2310 BRZ (IMO-Nr.: 9544542), beiNedre Tveit in Hyllestad auf Grund. Er kam direkt auf der Uferböschung fest, konnte sich aber wenig später selbst wieder befreien, da die Havarie bei langsamer Fahrt erfolgt war. Am Nachmittag untersuchte Eigner Odd Einar Sandøysundet der Rostein AS mit Veritas das Schiff, doch es wurden keine Schäden erwartet, da es auf sandigem Grund aufgelaufen war. Wieso die "Ro Fjord" so vom Kurs abkam, war unbekannt. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandetes Motorboot verlassen aufgefunden
(05.05.13) Das Motorboot „Behr Necessity“ lief am 4.5. bei Big Bear gegen 3.30 Uhr auf Grund. Ein Boot der Water Patrol fand das velassene Fahrzeug bei Meile 1,5. Die Missouri Highway Patrol startete eine Suche nach dem Bootsfahrer. TowBoat U.S. unterstützt durch Taucher machten die 1985 Formula aus Defiance, Montana, wieder flott und zogen sie in die Berger’s Marina. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähren auf Bosporus nach Kollision eingestellt
(05.05.13) Die türkische Fähre "Kalamis", 456 BRZ (MMSI: 271002520), kollidierte am Morgen des 4.5. frontal mit dem ebenfalls türkischen Fahrgastschiff "Erdem Karadeniz", 485 gt (MMSI: 271042486), vor Haydarpasha bei Sarayburnu unweit des Topkapi Palacstes. Der Unfall ereignete sich bei dichtem Nebel. Drei Passagiere wurden verletzt. Die "Kalamis" kreuzte den Bosporus von Kadikoy nach Karakoy, als sie die "Erdem Karadeniz" von Dentur Avrasya rammte, die von Kabatas kam und nach Marmara unterwegs war. Die Verletzten wurden durch die Rettungsboote "Kiyem 3", "Kiyiemniyeti 4" und "Kurtama 5" der türkischen Küstenwache an Land gebracht. Die “Erdem Karadeniz” kehrte nach Kabatas zurück. Nach der Kollision wurden alle Fährdienste eingestellt, bis sich der Nebel wieder lichtete. Quelle: Tim Schwabedissen



Küstenwache sucht Yacht
(05.05.13) Die Coast Guard Honolulu suchte am 4.5. nach der 44 Fuß lange Yacht „Siesta“, nachdem in der Nacht der Kontakt abgerissen war. Das Boot war unterwgs nach Kalifornien, als die alle 12 Stunden erfolgende Meldung des Skippers an Freunde in Honolulu ausblieb. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgebrannter Kutter gesunken
(05.05.13) Der norwegische Kutter "Mari -T-84-K" (MMSI-Nr.: 257600600), der am 2.5. westlich von Loppahavet in Sørøya in Brand geraten war, ist gegen 21 Uhr gesunken. Der Kutter hatte um 18.23 Uhr Rauch an Bord gemeldet, um 18.29 Uhr erfolgte ein Mayday von der Position 70 `25,4` N `020` 58.8 O. Sofort lief das Rettungsboot „Ulabrand“ aus Sørvær aus und machte sich auf den Weg zur 24 Meilen entfernten Unfallstelle.
Bereits um 18.35 Uhr wurde eine Rauchwolke gesichtet. Um 19.20 Uhr wurden der Bristow-Rettungshubschrauber aus Hammerfest und ein Sea-King aus Banak alarmiert. Um 19.34 wurden die beiden isländischen Fischer aus ihrer Rettungsinsel geborgen. Eine Viertelstunde später war der Rettungshubschrauber Bristow mit einem Arzt vor Ort. Nach einer Untersuchung wurde einer der Fischer um 20.20 Uhr aufgewinscht und ins Krankenhaus Hammerfest geflogen. Um 20.40 Uhr begannen die Seenotretter, die inzwischen die Rettungsinsel aus der See gezogen hatten, mit dem Ablöschen der Reste des Kutters.
Um 21:00 ging er auf Position 70 `25.615` N `56` 878 020 O unter. Er hatte rund 800 Liter Diesel an Bord, und die "Normand Jarl" der Küstenwache sollte die See auf mögliche Verunreinigungen hin überwachen. Um 21.05 Uhr machte sich die „Ulabrand“ auf den Weg nach Vannøya, wo der zweite Fischer, der den Brand unversehrt überstanden hatte, an Land gesetzt wurde. Das geborgene Rettungsfloß wurde ebenfalls von Bord gegeben, und um 22.30 Uhr ging es zurück zur Station Sørvær, wo um 00.55 Uhr festgemacht wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



(Bild: USCG)   Großbild klick!
Zwei Segler von beschädigter Yacht im Golf von Mexiko gerettet
(04.05.13) Die US Coast Guard rettete am 3.5. die zweiköpfige Crew der 36 Fuß langen Yacht „Escape Pod“ rund 50 Meilen südwestlich der Terrebone Bay im Golf von Mexiko. Die Coast Guard New Orleans war um 3:21 Uhr von dem Offshore- Versorger „Lady Brandy“ informiert worden, dass ein Mann und eine Frau auf der Yacht um Hilfe gebeten hätten, nachdem Segel und Rigg beschädigt worden war.
Von der Air Station New Orleans stieg ein MH-65 Dolphin Helikopter auf und winschte die beiden auf. Die Frau, die ein Bein gebrochen hatte, erhielt erste Hilfe, dann wurden die Segler zur Air Station New Orleans geflogen, von wo es ins Ocshner Medical Center in New Orleans weiter ging. Der amerikanische Versorger „Paul A. Callais“, 1158 BRZ (IMO-Nr.: 9665334), nahm die verlassene Yacht auf den Haken und machte sich mit ihr auf den Weg nach Port Fourchon. Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsboot half ex-Rettungsboot
(04.05.13) Am 3.5. gegen Mittag ist das Amelander RNLI-Boot „Anna Margaretha“ dem Angelkutter „Elisabeth Rose“ zu Hilfe gekommen, der Motorprobleme erlitten hatte. Bei ihm handelte es sich um das einstige Paardener Rettungsboot, das für die Region Südwest zuständig war. Nun war es selbst in Not – es trieb mit Wind und Strömung auf Untiefen zu. Es gelang der „Anna Margaretha“ aber, die „Elisabeth-Rose“ zuvor noch auf den Haken zu nehmen und nach Nes zu schleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach „Warnow“ eingestellt
(04.05.13) Die vermisste holländische „Warnow“ könnte noch am 20.4. nahe Bergen gesichtet worden sein. Ein Zeuge meint, sie südlich der Stadt Alverstraumen gesehen zu haben, aber erst nach dem Veröffentlichen der Bilder des Schiffes dies in einen Zusammenhang gebracht zu haben. Derweil hat das Joint Rescue Coordination Centre in Südnorwegen in der Nacht zum 2.5. um 21.30 Uhr die Suche nach dem einstigen Rostocker Lotsenboot eingestellt. Nachdem eine Reihe von Gegenständen in der See gefunden worden waren, hatten das Rote Kreuz mit 25 Personen, die Polizei und ein Helikopter Küste und Seegebiet abgekämmt. Doch keiner der Gegenstände konnte der „Warnow“ zugeordnet werden, ebenso wenig ein Ölfleck auf dem Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkenes DLRG-Boot vom THW auf Rurstausee geborgen
(04.05.13) Nach dem Bootsunfall auf dem Rurstausee in Nordrhein-Westfahlen am 29.4. hat das THW gemeinsam mit der DLRG am 2.5. das an jenem Tag gekenterte Boot der Rettungsgesellschaft geborgen und einen Ölaustritt in den See verhindert. Das Boot war mit rund 100 Litern Dieselkraftstoff gesunken. Zur Verhinderung größerer Umweltschäden wurde das THW mit der Suche nach dem Wrack und der anschließenden Bergung beauftragt.
Dabei setzte es ein Mehrzweckarbeitsboot ein. Bei der zwei Tage andauernden Suchaktion suchten Sonarboote das Gebiet ab. Im Anschluss untersuchten Taucher ein Unterwasserplateau, auf dem das Boot schließlich gefunden wurde. Mit Hilfe von Hebesäcken wurde dann es an die Wasseroberfläche zurückgebracht. Dabei trat Kraftstoff aus, der sich dank sofort ausgebrachter Ölsperren aber nicht weiter ausbreitete und aufgenommen werden konnte.
Das Boot wurde auf einen Trailer gehoben, vom THW dann gemeinsam mit der Feuerwehr ausgepumpt und gesichert. Weitere THW-Kräfte leuchteten die Wasserfläche und den Uferbereich während des Einsatzes aus. Das Motorrettungsboot der DLRG war aus noch ungeklärter Ursache rund 200 Meter vom Ufer entfernt gesunken. Die zehn Personen an Bord wurden von einem zufällig vor Ort befindlichen Fahrgastschiff sowie einem Boot des örtlichen Yachtclubs aufgenommen. Sie blieben unverletzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Geborgener Frachter vor San Antonio versenkt
(04.05.13) Am 3.5. machte sich der unter Hongkong –Flagge laufende Bulkcarrier "Ocean Breeze", 30067 BRZ (IMO-Nr: 9309667), auf seine letzte Reise – sie ging 46 Meilen vor San Antonio auf eine Wassertiefe von 2000 Metern. Die Versenkung fand nach viertägiger Arbeit und Inspektoren an Bord statt, nachdem der Frachter am 26.4. durch die Titan Maritime Ltd. (UK) geborgen worden war.
Während dieser Zeit hatte sich herausgestellt, dass der Rumpf schwere strukturelle Schäden erlitten hatte, die ein sicheres Verbringen in einen Hafen unmöglich machten, ebenso wie eine Reparatur vor Ort. Deshalb fiel die Entscheidung zur Versenkung, die wegen der vorangegangenen Leichterung des Schiffes auch kein Umweltrisiko darstellte. Die chilenische Marine überwachte die Versenkung und das Versenkungsgebiet, um sicherzustellen, dass keine Risiken für Schifffahrt und Umwelt mehr existierten. Die „Ocean Breeze“ war im August 2012 auf Llolleo Beach gestrandet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kommunikationsfehler verursachten Frachterstrandung
(04.05.13) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter „Hanjin Bombay“, 16252 BRZ (IMO-Nr.: 9110315), war am 21.6.2010 vor Tauranga gestrandet, weil Maschinenprobleme nicht auf die Brücke kommuniziert worden war, fand eine Untersuchungskommission heraus, deren Bericht jetzt publiziert wurde. Das vollbeladene Schiff wollte an jenem Tag den Hafen gen Korea verlassen, als es zu einem Überhitzungsproblem in der Maschine kam wegen eines schadhaften Ventils. Die Maschinencrew versuchte ad hoc, den Schaden zu reparieren.
Da man auf der Brücke des Problems nicht gewahr war, wurde das Auslaufmanöver fortgesetzt und die Fahrtstufe erhöht, um die Drehung vom Cutter Channel in die Ausfahrt mit verbesserter Ruderkraft ausführen zu können. Die Temperatur des Kühlwassers in der Maschine erhöhte sich dadurch, und das Kontrollsystem verlangsamte daraufhin automatisch die Fahrt, ehe die Maschine komplett ausgeschaltet wurde, um größeren Schaden zu vermeiden.
Die „Hanjin Bombay“ drehte gerade aus dem Cutter Channel nach Steuerbord. Durch den Fahrtverlust wurde die Ruderwirkung reduziert, und das Schiff kam aus dem Fahrwasser und landete auf dem Oststrand nahe des North West Rock. Als der Brückenalarm ausgelöst wurde, informierte der Kapitän den Lotsen nicht, was dies bedeutete, und es gab auch keine Übersetzung der auf Koreanisch geführten Kommunikation mit den Ingenieuren.
Als der Lotse fragte, warum das Schiff langsamer würde statt schneller, gab der Kapitän ihm keine Auskunft. Stattdessen befahl er dem Offizier auf dem Vorschiff, sich auf ein Ankermanöver vorzubereiten. Da der Lotse vom Kapitän nichts erfuhr, rief er die Schlepper, die bereits entlassen worden waren, schnellstmöglich zurück. Um 19.58 Uhr stoppte die Maschine, zwei Minuten darauf näherte sich der Frachter dem steuerbord voraus liegenden North West Rock mit 2.6 Knoten. Um 20.04 Uhr saß der Frachter fest.
Direkt danach waren die Schlepper vor Ort und verhinderten, dass der Frachter weiter herumschwang mit dem Ebbstrom und hielten ihn auch bei Eintreten der Flut auf Position, bis er zwei Stunden später wieder aufschwamm. Die „Hanjin Bombay“ hatte sich einen Ballastwassertank aufgerissen und den Bug eingedrückt. Nach temporären Reparaturen konnte die Fahrt fortgesetzt werden, ehe es in China ins Trockendock ging.
Die Transport Accident Investigation Commission sagte, dass die Havarie hätte vermieden werden können, wenn die Abschaltautomatik lange genug hätte aufgehalten werden können, oder wenn die Schlepper noch vor Ort gewesen seien. Beides hätte geschehen können mit besserer Kenntnis der Lage in der Maschine, besserer Kommunikation zwischen Brücke und Maschine sowie zwischen Brückencrew und Hafenlotsen. Auch seien die Port of Tauranga Ltd. wie auch das Harbour Safety Management System nicht ausreichend auf das Risiko eines und eine Sprache genutzt werden, die alle verstehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schmorende Kabel ließen brennenden Trawler auf Volle Fahrt voraus gehen
(04.05.13) Als am 2.5. Rauch aus dem Longliner „Kim Ocean“ ausstieg, riefen Zeugen sofort die Rettungsdienste an. Direkt hinter ihm lagen die 48 Fuß lange Yacht „Owl“ und die „Pussycat“ in Coffs Harbour Fishermen's Co-op. Der Yachtskipper hatte das Boot gerade in Sydney gekauft und war auf der ersten Fahrt nach Tweed s. Ein starker Südwind hatte ihn gezwungen, im Hafen Schutz zu suchen. Doch es gab keinen Schutz gegen den brennenden Trawler, als dieser sich während der Löscharbeiten losriss und durch den Hafen und gegen die Yacht trieb. Deren Skipper rettete sich mit einem Sprung über Bord, und der Trawler schob das Boot mit weiter laufender Maschine quer durch die Marina, ehe sie sank. Die Maschine war angesprungen, nachdem die Flammen die Verkabelung beschädigten und dadurch die Maschine auf Volle Fahrt ging. Glück im Unglück war, dass die in Flammen stehenden Wracks nicht gegen die Millionärs-Yachten in der Marine trieben, sondern am Südende zu liegen kamen, wo sie ausbrannten. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter zog gegen Kaimauer in Port Said den Kürzeren
(04.05.13) Der türkische Bulkcarrier „Yasa H. Mulla“, 44367 BRZ (IMO-Nr.: 9442512), kollidierte am 28.4. von Yanbu kommend beim Transit des Suezkanals in Port Said mit einer Kaimauer. Diese hinterließ einen mehrere Meter langen Abdruck auf der Steuerbordseite des Bugs oberhalb der Wasserlinie. Am 30.4. machte das Schiff gegen Mittag in Ermoupolis fest, wo am Kai des Syros Ship Yard damit begonnen wurde, die beschädigten Stahlsektionen herauszuschneiden und zu ersetzen. Die 229 Meter lange und 32 Meter breite „Yasa H. Mulla“, 83482 tdw, wurde 2011 erbaut und hat als Manager die Yasa Shipmanagement & Trading S.A. in Istanbul. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Hai Phong gesunken
(04.05.13) Der vietnamesische Frachter „Lam Hong 26“ sank am 3.5. im Golf von Tonkin vor Hai Phong. Die Crew wurde gerettet. Die „Lam Hong 26“, 1024 tdw (IMO-Nr. 8998992), wurde 2002 erbaut und lief für die Lam Hong Construction & Trading Joint Stock Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkene Barge blockierte Cuyahoga River
(04.05.13) Am 3.5. wurde die Bergung einer gesunkenen Barge im Cuyahoga River in fortgesetzt, die am Vortag untergegangen war und einen Teil des Fahrwassers blockierte. Inzwischen ist die Barge aus dem Wasser und am Ufer vertäut, wo sie ausgepumpt wird, bevor sie an Deck einer größeren Barge abtransportiert werden soll. Am 2.5. um drei Uhr war die Coast Guard Buffalo verständigt worden, dass die 18 Fuß breite Barge östlich der Columbus Road Bridge gesunken war und die Schifffahrt gefährdete. Ein Boot der Coast Guard Station Cleveland Harbor mit einem Vertreter des Bargeneigners American Bridge inspizierte die Lage. Die Barge war unbeladen, als sie sank, und es kam zu keiner Verschmutzung. Der Hafenkapitän von Buffalo richtete auf dem Cuyahoga River eine Sicherheitszone ein, und am Morgen begannen Taucher der Underwater Marine Construction ein Loch in die kieloben liegende Barge zu schneiden, um Pressluft in den Rumpf pumpen zu können. Am Morgen gelang es dann, sie soweit hochzubekommen, dass sie ans Ufer gebracht werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Plattform “Matagorda Island 629L” (Bild: USCG)   Großbild klick!
Leckender Öltank auf Plattform vor Texas ausgepumpt
(03.05.13) Die Sabco Operating Company hat die Entfernung aller umweltgefährdenden Stoffe aus dem Lagertank der Plattform “Matagorda Island 629L” am 2.5. abgeschlossen. Die Barge “Andrea 2604” traf um 6.30 Uhr ein und hatte um 13.50 Uhr die Löscharbeiten fünf Meilen vor Matagorda Island vollendet. Die Coast Guard war mit dem Patroullienboot “Amberjack” und MH-65 Dolphin Helikoptern während der gesamten Operation vor Ort.
In dem betroffenen Tank waren mehr als 300,000 Gallonen Rohlöl, die auf gut 150,000 Gallonen Wasser, das als Puffer diente, schwammen. Die Ölplattform verfügte über drei Pumpen, die den Wasserverlust ausgleichen konnten, der drei Gallonen pro Minute betragen hatte. Die Coast Guard, das Texas General Land Office und die Sabco Operating Company werden bei der anstehenden Reparatur des Lecks gemeinsam vorgehen.
Das nach Entdeckung der Leckage gebildete Management Team bestand aus Coast Guard, Sabco Operating Company, Texas General Land Office, Texas Parks and Wildlife Department, Texas Commission on Environmental Quality, Texas Railroad Commission, U.S. Fish and Wildlife Service, National Oceanographic and Atmospheric Administration und dem National Park ServiceQuelle:Tim Schwabedissen



„Atlantic Cartier“ (Bild: Eckhard Uhrbrock)   Großbild klick!
Kritik an Löschgerät nach Großbrand auf „Atlantic Cartier“ im Hamburger Hafen
(03.05.13) Abgeplatze Farbe und Rußspuren zeugten an der zum Hafen gewandeten Backbordseite noch von den vorangegangenen dramatischen Stunden, nachdem am 2.5. gegen 14.30 Uhr das Feuer auf dem schwedischen RoRo-Frachter "Atlantic Cartier", 58358 BRZ (IMO-Nr.: 8215481), am O’swald-Kai in Hamburg gelöscht war.
Nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht worden war, hatte es noch gegolten, verbliebene Glutnester aufzuspüren und die Decks zu belüften. Die Feuerwehr konnte daraufhin bis auf 50 Mann abrücken. Am 3.5. sollte die Arbeit der Brandsachverständigen beginnen, sobald die betroffenen Decks genügend abgekühlt waren.
30 Volvos waren bei dem Brand total zerstört, etwa 40 weitere wurden schwer beschädigt. Auch der Frachter selbst wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Nach der Entwarnung gab es aber auch Kritik an dem Einsatz: Von der Einsatzleitung als Löschmittel angeforderte 25 Tonnen Kohlendioxid waren in ganz Norddeutschland nicht zu beschaffen gewesen, und die Wasserkanonen der beiden Hamburger Löschboote, die beide rund 30 Jahre alt sind, waren zu schwach, um wirksam eingreifen zu können.
Die "Atlantic Cartier" ist seit einer Verlängerung 292,01 Meter statt zuvor 249,00 Meter lang, 32,39 Meter breit, hat 11,60 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 21176 Tonnen. Sie gehört zu einer Klasse von insgesamt fünf Schiffen und wurde im April 1984 bei der Chantiers du Nord in Dünkirchen aufgeschwommen. Im Mai 1985 erfolgte die Ablieferung an die Compagnie Générale Maritime (CGM), Le Havre. 1987 ging sie zur Verlängerung zum Hyundai Mipo Dockyard, Ulsan. Im Mai 1994 erlitt das Schiff beim Einlaufen nach Le Havre einen Blackout und kollidierte mit einem Gantry-Kran sowie einem griechischen Frachter.
Dabei entstand Schaden am achteren Ladedeck. Der Siren Shipyard führte eine provisorische Reparatur durch, ehe es zur endgültigen Instandsetzung zur Cityvarvet in Göteborg ging. Im Mai desselben Jahres wurde der Frachter ins Register der Bahamas überführt. Im Oktober 1995 ging er an die Atlantic Container Line (Bahamas) Inc. in Nassau im Management der Transocean Shipping, Göteborg. Am 12.5.2003 kam er unter schwedische Flagge und war fortan in Göteborg beheimatet. Quelle:Tim Schwabedissen



Brücke vermutlich von Bulkcarrier schwer beschädigt
(03.05.13) Der amerikanische Selbstenlader “Manitowoc” stand im Verdacht, am 30.3. die Brücke über den Fox River in der Green Bay auf den Great Lakes gerammt und sie dabei erheblich beschädigt zu haben. Der Bulkcarrier befand sich zu der Zeit mit einer Ladung Kohle auf der Fahrt von Sandusky, Ohio, nach Georgia Pacific. Die Brücke war zu Reparaturarbeiten, die bis zum 1.5. hatten andauern sollen, gesperrt. Die Coast Guard leitete eine Untersuchung ein. Die “Manitowoc”, 19335 tdw (IMO-Nr.: 7366398) der Grand River Navigation in Ohio wurde 1973 erbaut. Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte nach Blackout Kai in Misten
(03.05.13) Am 2.5. um 15.45 Uhr erlitt die norwegische Fähre "Virak", 1532 BRZ (IMO-Nr.: 7805162), einen Blackout und rammte trotz eines sofort eingeleiteten Notankermanövers den Fährkai in Misten. Bei dem kräftigen Aufprall entstand ein Riss im Rumpf. Der Kapitän hatte die Fahrgäste noch über Lautsprecher gewarnt, bevor es zum Zusammenstoß kam.
Das NSSR-Rettungsboot "Ruth Opsahl" nahm den manövrierunfähigen Havaristen um 16.25 Uhr auf den Haken und wollte ihn nach Festvåg abschleppen. Doch zuvor gab es noch Probleme beim Hieven des Ankers. Die 10 Fahrgäste und die fünfköpfige Crew waren bei der Havarie unversehrt geblieben. Der Fährdienst musste bis auf weiteres eingestellt werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Fischer nach Kutterbrand aus dem Meer gerettet
(03.05.13) Am 2.5. geriet der norwegische Kutter "Mari - T-84-K" (MMSI-Nr.: 257600600) westlich von Loppahavet in Sørøya in Brand. Die zwei Fischer, die sich an Bord befanden, mussten ins Meer zu springen, nachdem das Feuer, das um 18.30 Uhr auf dem 10 Meter langen Kutter entstanden war, rasch um sich griff. Das Rettungsboot „Ulabrand“, ein Sea King-Helikopter aus Banak, ein Helikopter aus Hammerfest und ein Ambulanzboot eilten zu Hilfe.
Die Schiffbrüchigen wurden um 19.37 Uhr von der "Ulabrand" geborgen, auf der ein Seaking-Rettungshubschrauber aus Hammerfest dann einen Arzt absetzte, der den Zustand der beiden überprüfte. Einer der beiden wurde dann von dem Rettungshubschrauber wegen des Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus Hammerfest geflogen. Der andere wurde in den Heimathafen des Kutters, Vannvåg in Troms gebracht. Das Glasfiberboot selbst wurde von dem Feuer völlig zerstört, und es wurde erwartet, dass es sank. Quelle:Tim Schwabedissen



Gefundenes Treibgut stammte nicht von der „Warnow“
(03.05.13) Die norwegische Küstenwache suchte den gesamten 2.5. über mit einem Sea King-Helikopter aus Florø, einem Polizeiboot, dem Ambulanzboot „Øyvakt“ aus Røde Kors und einem Feuerwehrboot westlich von Langøyna nach Spuren der vermissten „Warnow“. Dabei wurden gegen 13 Uhr mehrere Gegenstände gefunden, u.a eine Chemietoilette, ein Kissen, Ruder, Äpfel, Orangen, Seile, Schuhe und ein Dokument in holländischer Sprache nordwestlich von Øygarden zwischen Alvheim und Nautnes in Hordaland gefunden.
Die Polizei begann mit einer Untersuchung der Herkunft der Funde. Nachdem Bilder von ihnen nach Holland übermittelt worden waren, konnte aber ausgeschlossen werden, dass sie zu der „Warnow“ gehörten. Denn sie hatte eine feste Toilette an Bord gehabt und keinen Sessel, zu dem das Kissen gepasst hätte, bestätigten die einstigen Crewmitglieder, nachdem ihnen die Fotos vorgelegt wurden. Die internationale Schifffahrt und Plattformcrews wurde weiterhin darum ersucht, Ausschau nach dem vermissten Schiff zu halten.
Die "Warnow" war am 15.4. aus Aberdeen ausgelaufen mit unbekanntem Ziel in Norwegen. Die letzte Sichtung fand am 17.4. statt, die einzige Kontaktmöglichkeit war per I-Phone gewesen. An jenem Tag wurde auch eine digitale Seekarte auf das I-Phone von Skipper Brinkman heruntergeladen. Die Hoffnung, dass die drei Abenteurer auf dem Einmaster, dessen Mast ein ehemaliger Kranarm war, in einem norwegischen Fjord am Fischen und wohlauf seien, schwand trotz der Entwarnung in Bezug auf die aktuellen Funde aber mit jeder Stunde weiter. Quelle:Tim Schwabedissen



In Flammen stehender Longliner lief als Brander durch Coffs Harbour
(03.05.13) Dramatische Szenen spielten sich in einer Marina in New South Wales ab, nachdem ein 40 Meter langer Fischtrawler aus Queensland in der Coffs Harbour Fishermen's Co-operative Wharf am 2.5. gegen 12:15 Uhr vermutlich durch Brandstiftung in Flammen aufging. Während der laufenden Löscharbeiten ging die Maschine plötzlich an, und das Feuer speiende Schiff lief ohne Besatzung durch die Marina und rammte eine etwa 15 Meter lange Yacht, die später sank. Zwei weitere Boote wurden beschädigt. Der Longliner wurde bei dem Brand weitgehend zerstört. Der Schaden betrug rund 500,000 DollarQuelle:Tim Schwabedissen



Skipper der „Cape Hatteras“ tot angetrieben
(02.05.13) Ein Untersuchungsbericht zum Untergang des Kutters "Easy Rider", dem im vergangenen Jahr acht Menschen zum Opfer fielen, kam zu dem Ergebnis, dass das Schiff überladen und der Skipper unqualifiziert gewesen war. Zudem hatte es weder genug Rettungswesten noch eine ausreichend große Rettungsinsel für alle an Bord des Kutters gegeben.
Für die neun Personen, darunter ein siebenjähriges Kind, waren an Bord des Schiffes nur vier Rettungswesten vorhanden. Die Transport Accident Investigation Commission stellte zudem fest, dass die vierköpfige Crew und auch die Fahrgäste Cannabis und Alkohol konsumiert hatte und teilweise unter Deck einen Rausch ausschlief, als das Schiff im Sturm kenterte. Die übrigen, die sich im Ruderhaus befanden, trugen keine Rettungswesten.
Doch die unzureichende Stabilität war der Hauptfaktor bei dem Unglück gewesen. Der nur als Decksmann qualifizierte Skipper habe nicht verstanden, wie die fünf unzulässiger Weise mit an Bord genommenen Personen und die Lagerung der Fangausrüstung die Stabilität negativ beeinflusst hatten. Außerdem hatte er einen Inspektor von Maritime Newzealand von einer Untersuchung des Schiffes vor dem Auslaufen abgehalten, indem er sie auf einen Termin nach dem Auslaufen legte. Als das Schiff gegen 20 Uhr am Unglückstag den Hafen verließ, war bereits Sturm angesagt. Es war zu schwer zu beladen gewesen und die Ausrüstung zu hoch gestaut, sodass der Kutter rank war.
Die "Easy Rider" sank dann am 15.März 2012 in der Foveaux Strait auf der Fahrt zu den TiTi Islands südlich von Stewart Island. Der manuell zu aktivierende Notsender blieb unangetastet im Ruderhaus. Auch die Rettungsmittel kamen nicht mehr zum Einsatz. Es gab nur einen Überlebenden, der nach 18 Stunden, in denen er sich an einen Ölkanister geklammert hatte, gerettet wurde. Vier der Toten fand man später, der Rest blieb verschwunden. Quelle:Tim Schwabedissen



"Atlantic Cartier" brennt (Bild: Timo Jann)   Großbild klick!
Großbrand auf Frachter in Hamburger Hafen
(02.05.13) Am 1.5. brach gegen 20.00 Uhr auf dem schwedischen RoRo-Frachter "Atlantic Cartier", 58358 BRZ (IMO-Nr.: 8215481), am Oswald-Kai im Hansaport von Hamburg ein Feuer aus. Über 200 Feuerwehr- und Spezialkräfte wurden alarmiert, nachdem aus noch unbekannter Ursache im Mitteldeck rund 80 Neuwagen in Flammen, die für den US-Markt bestimmt waren, in Flammen aufgingen.
Um eine weitere Brandausbreitung abzuwenden, wurden als erstes die Schotten geschlossen. Die Schlepper "RT Zoe", "Hunte" und "Bugsier 9“ sowie zwei Löschboote kühlten den Rumpf von außen, denn innen kam es zu einer extremen Hitze- und Rauchentwicklung, die einen direkten Löschangriff unmöglich machten.
Um zusätzlichen Schaden abzuwenden, wurde eilends begonnen, Container vom Oberdeck mit Kränen abzuladen. Diverse Container, die mit verschiedenen Gefahrstoffen beladen waren wurden vom Terminalpersonal auf das Betriebsgelände gebracht. Die Wehren gingen über die Heckrampe und eine Drehleiter gegen den Brand zu.
Sie setzten außerdem einen ferngelenkten Löschroboter, der speziell für Fälle, bei denen Feuerwehrleute nicht direkt ans Feuer gelangen, entwickelt worden ist, ein. Zusätzlich zu den fünf Löschzügen, zwei separat nachgeforderten Hamburger Löschfahrzeugen, den Führungsdiensten inklusive Amtsleiter und Sonderfahrzeugen, den beiden Löschboote, AB-Schaum, Befehlswagen, Pressestelle, Teleskopmastfahrzeug 53, Löschunterstützungsfahrzeug LUF rückten u.a. die fünf Freiwilligen Feuerwehren Harburg, Kirchdorf, Wilhelmsburg, Warwisch und Eissendorf aus.
Die Freiwillige Feuerwehr Warwisch ist für den Einsatz bei besonderen technischen Anforderungen ausgerüstet. Es galt zeitweise Alarmstufe 5 (Feuer auf dem Wasser -auf einem Schiff - 5. Alarm), die zuletzt vor mehr als einem Jahr ausgelöst worden war und bei der eben auch zahlreiche Sondereinheiten zum Einsatz kommen. Auch das THW Hamburg wurde als Fachberater hinzugezogen. Insgesamt wurden 10 Freiwillige Feuerwehren eingesetzt. Die Brandbekämpfung dauerte die ganze Nacht an.
Es wurden ständig weitere Kräfte nachalarmiert und eine Brandbekämpfung mit CO2 vorbereitet. Gegen vier Uhr war das offene Feuer so weit gelöscht, dass es keine offen sichtbaren Flammen mehr gab, und es galt als nächstes betroffenen Bereich rauchfrei bekommen, um die Nachlöschabeiten starten zu können. Damit die Einsatzkräfte dabei nicht in Gefahr gerieten, sollte bei Tageslicht gearbeitet werden. Es wurde davon ausgegangen, dass die Wehren den ganzen 2. Mai über mit Nachlöscharbeiten beschäftigt sein würden. Der Brandherd selbst konnte zunächst nur grob lokalisiert werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Ölplattform vor Texas leckt Wasser aus Öltank
(02.05.13) Auf der Plattform “Matagorda Island 629L” kam es am 1.5. zu einer Leckage in einem Lagertank rund fünf Meilen vor Matagorda Island, Texas. Die Coast Guard Corpus Christi und andere Einsatzkräfte wurden alarmiert, um einen Austritt von Rohöl zu verhindern. Die Sabco Operating Company hatte sie infiormiert, nachdem festgestellt wurde, dass ein Teil der 150000 Gallonen Wasser, die als Puffer in dem Tank, in dem über 300,000 Gallonen Rohöl gelagert werden, auslief. Daraufhin wurde begonnen, Wasser in einem Umfang nachzupumpen, der den Austritt kompensierte, bis das Leck, das einen halben Inch Durchmesser hat, abgedichtet werden kann.
Die Sabco Operating Company mobilisierte die Barge “Andrea 2604”, die am Nachmittag des 3.5. vor Ort eintreffen sollte und den Tankinhalt aufnehmen. Ein Krisenstab, bestehend aus Coast Guard, Texas General Land Office, Sabco Operating Company, Texas Parks and Wildlife Department, Texas Commission on Environmental Quality, U.S Fish and Wildlife Service, National Oceanographic and Atmospheric Administration sowie dem National Park Service, wurde gebildet.
Die Arbeit auf der Plattform wurde eingestellt, und mit Ultraschall soll das Material rund um die Leckstelle vor Beginn der Reparatur geprüft werden. Das Patroullienboot “Amberjack” und MH-65 Dolphin-Helikopter überwachten die Plattform, um die eine Sicherheitszone von einer halben Meile ausgerufen wurde. Quelle:Tim Schwabedissen



Aktive Suche nach vermisster Yacht eingestellt
(02.05.13) Am 30.4. wurde die Suche nach der Yacht “Grain de Solies” 600 Meilen südwestlich der Azoren eingestellt. Das MRCC Ponta Delgada hatte die Operation seit dem 26.4. koordiniert. Die 10-Meter-Yacht hatte mit einer dreiköpfigen Crew am 6.4. St. Martin verlassen. Das Wetter vor Ort war sehr schlecht. Am 25.4. hatten eine P 3 Orion und eine Casa 295 das Seegebiet abgeflogen, weitere folgten am 26. und 27.4. Am 26.4. startete eine Falcon 50 der Marine und suchte fünf Stunden nach dem Boot. Sie fand zwar weiße Trümmerteile, die aber nicht eindeutig zugeordnet werden konnten. Am selben Tag beteiligten sich auch ein Frachter und eine weitere Yacht an der Suche. Die französische Marine griff am 29.4. mit der „Monge“ und deren Bordhubschrauber ein und suchte auch am 30.4. bis in die Nacht hinein. Dann verließ sie das Seegebiet. Die Schifffahrt wurde weiter gebeten, Ausschau zu halten. Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach der „Warnow“ gleicht der nach der Stecknadel im Heuhaufen
(02.05.13) Die Suche nach dem vermissten ehemaligen Lotsenboot „Warnow“ dauerte auch am 1.5. an. Nahe Bergen hielt die "Øyvakt” Ausschau. Ein Suchflugzeug hatte die Küste von Lista bis Fedje und 12 Meilen weit hinaus auf See am Vortag abgeflogen. Vor Ort waren vier bis fünf Meter hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten von 12 Metern pro Sekunde.
Bis zum Abend hatte sich weiterhin keine Spur gefunden. Die Suche glich aber auch der nach der Nadel im Heuhaufen, da es keine genaue Positionsangabe gab. Der letzte Kontakt zu dem 15 Meter langen Schiff rührte vom 17.4. her, als es sich im Draupner-Ölfeld südwestlich von Stavanger befand. Über Mobilfunk wurde gemeldet, dass alles in Ordnung sei.
Deshalb gab es auch keinen Anlass zur sorge bis zum 22.4., als die „Warnow“ nicht, wie geplant, den nächsten Hafen erreichte. In den vergangenen 13 Tagen gab es dann keinerlei Kontakt mehr zu den zwei Männern und der einen Frau an Bord, dem Skipper Arnoud Brinkman (46) aus Schiedam, der eine Reparaturwerft betreibt und das einstige Lotsenboot, das mit einem Mast und dem großen braunen Segel eines historischen Seglers ausgerüstet wurde, gestellt hatte, seiner Freundin Tirza Smit, sowie Peter van Liere (50) aus Middelburg, dem Sänger und Schlagzeuger der Band The Old Firm Zeeland, die sich 2012 auflöste.
Es war auch die Musik, durch die dieser in Kontakt kam mit Brinkman, der Baritonsaxophon spielt. Beide waren auch in einer Band mit Smit und ihrer Zwillingsschwester Dana, insgesamt bestand die Gruppe aus acht Personen. Im Sommer vergangenen Jahres brachten die Freunde die „Warnow“ nach Terschelling. Hier traten sie beim Oerol Festival auf, und am Lagerfeuer kam Arnoud die Idee, in diesem Sommer nordwärts zu reisen.
Mitte März 2013 begann die Fahrt ins Nordlicht. Es war Nahrung für zwei Monate an Bord, der Wassertank mit 1,5 Tonnen gut gefüllt, und es gab Rettungsausrüstung für alle und sogar Holz für den Ofen. Allerdings gab es weder EPIRB, PGPS oder Satellitentelefon an Bord. Und die ersten Probleme tauchten bereits vor Hoek van Holland auf, als drei Frauen der zu jener Zeit noch achtköpfigen Crew seekrank wurden.
Doch die Fahrt ging weiter, ohne dass es besser wurde- vor der Ostküste Schottlands geriet die „Warnow“ in einen Sturm mit Wellenhöhen von neun bis 15 Metern. Zu allem Überfluss fiel die Maschine aus, sodass über VHF die Hilfe der RNLI gerufen wurde. Die Rettungsleute nahm mit Stirnrunzeln die unzulängliche Sicherheitsausrüstung zur Kenntnis, nachdem das Boot unter schwierigen Umständen nach Whitby eingebracht worden war. Zwei Wochen dauerte die Reparatur der Sturmschäden.
Abends spielten die Musiker in örtlichen Pubs und erhielten im Gegenzug Freibier. Dies entsprach der Philospohie der Crew, mit wenig Geld langzukommen. Eine größere Herausforderung war die Seekrankheit. Deshalb musterten fünf der acht Musiker vor der Passage nach Norwegen ab. Am 15.4. verließ die „Warnow“ nach Abschluss der Reparatur am Ruder die schottische Stadt Kincardinshire und hätte am 22.4. in Norwegen sein sollen. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter verlassen vor Vanvikan gestrandet
(02.05.13) Ein verlassener Kutter lief am 1.5. gegen 13 Uhr bei Vanvikan im Trondheim Fjord auf eine Schäre. Der Skipper wurde danach leblos im Wasser gefunden und nach Wiederbelebungsmaßnahmen per Helikopter ins St. Olav's Hospital in Trondheim gebracht, wo er aber für tot erklärt wurde. Er war wohl die einzige Person an Bord. Ein Dorfbewohner hattte Alarm geschlagen, als er das Schiff mit noch laufendem Motor auf den Felsen sitzend entdeckt hatte.
Daraufhin startete ein Sea King Helikopter aus Ørlandet, ein Ambulanzflugzeug aus Trondheim, Boote der Küstenwache und eine Fregatte Marine, die Rettungsboote „Sundt Flyer“ aus Trondheim und „RS Uni“ aus Skansen sowie andere Rettungseinheiten machten sich vor Vanvikan auf die Suche. Der nahe Trondheim beheimatete Kutter war aus östlicher Richtung kommend mit hoher Fahrt gen Vanvikan laufend gesehen worden. Er wurde später geborgen und an den Kai gelegt. Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter wird am Starnd von Ajman zerlegt
(02.05.13) Der in Nordkorea registrierte Frachter "Sea Blue" 1936 BRZ (IMO-Nr.:7358638), der am 15.1. auf der Fahrt von Hamriya in Dubai bei Ajman Corniche mit 11 Mann an Bord in sechs Meter hohen Wellen nach Maschinenausfall gestrandet war, wird jetzt mit Schweißbrennern zerlegt. Der Strandbereich um das Schiff wurde abgeriegelt, nachdem das Entfernen großer Rumpfplatten begonnen hat. Mit der Wrackräumung wurde die Diving Contractors International Salvage and Marine beauftragt, die seit März einen Drei-Phasen-Plan abarbeitet.
In Phase 1 wurden alles Öl und entflammbare Flüssigkeiten von Bord geholt. Phase 2 schließt Abbruch und Unterwasserschneidarbeiten ein, wobei Sektionen des Wracks mit Winschen über den Strand gezogen werden. In der letzten Phase werden verbliebene Wrackreste geräumt und der Strand wieder in Ordnung gebracht.
Die Arbeiten sollen Mitte Mai abgeschlossen sein. Der Eigner des Schiffes, Adnan Essa, musste zwischen 120,000 und 150,000 Dollar für den Abbruch investieren. Der Schrottstahl wurde zur Al Nawras Metal and Scrap in Sharjah, die ebenfalls Essa gehört, gebracht. Der Abbruch war empfohlen worden, weil das Schiff für eine sichere Bergung zu schwer beschädigt worden war. Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper der „Cape Hatteras“ tot angetrieben
(02.05.13) Die New Jersey State Police bestätigte, dass es sich bei dem Körper eines am 1.5. am Strand von Ocean City gefundenen Toten um den Skipper der “Cape Hatteras” handelte. Der Körper von Dave McAuliffe trieb an der Flutgrenze unweit 25th Street in Ocean City und wurde um 6:07 Uhr von Arbeitern, die den Strand reinigten, entdeckt und zwei Stunden darauf abtransportiert. Sein Schiff war am 23.4. gesunken und am 28.4. geborgen worden. Zu der Zeit hatte sich McAuliffe nicht mehr an Bord befunden. Nach dem Ergebnis einer ersten Autopsie ist er ertrunken. Derzeit laufen die Untersuchungen weiter am Cape May County Medical Examiner's Office. McAuliffe war zehn Jahre für das Sea Tow Atlantic City Team im Einsatz gewesen. Quelle:Tim Schwabedissen



Massive Sicherheitsmängel führten zum Tod dreier Fischer
(02.05.13) Die Crew des 11,6 Meter langen Kutters “Purbeck Isle” starb, weil die Rettungsinsel so festgebunden war, dass sie sich beim Untergang des Kutters aus Weymouth am 17.5.2012 neun Meilen südlich von Portland nicht vom Schiff lösen konnte.
Weil der Container der Insel nicht in die vorhandene Halterung passte, hatte der Skipper sie mit weiteren Laschings auf dem Dach des Ruderhauses festgebunden, damit er nicht über Bord gehen könnte in schwerer See. Außerdem war die Insel falsch herum gestaut, was ohnehin weitere Komplikationen gegeben hätte.
Dies ist das Ergebnis eines Untersuchungsberichtes, den der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) am 2.5. veröffentlichte. Das Schiff war schwer beladen und in extrem schlechtem Zustand auf seiner letzten Fahrt, sodass er nur geringe Auftriebsreserven hatte. Es hatte keinen Notsender, sodass über sieben Stunden nach dem Untergang vergingen, ehe Alarm geschlagen wurde. Ursache des Verlustes war wohl ein massiver Wassereinbruch, nachdem Rumpfplanken nachgegeben hatten. Skipper David McFarlane hatte offenbar von zahlreichen vorherigen Zwischenfällen nichts gelernt und nichts getan, die Sicherheit der Crew zu verbessern.
Keiner der Männer trug Rettungswesten, die ihre Überlebenschance erhöht hätten auf der letzten Reise. Das Schiff war am Morgen des 17.5. auf Fangfahrt ausgelaufen und wurde im Rahmen einer Suchaktion auf dem 50 Meter tiefen Meeresgrund entdeckt. Am 18.5. wurde die Leiche von David McFarlane, 35, gefunden, der Decksmann Jack Craig, 21, am 9.8. vor Devon. Robert Prowse, 20, blieb vermisst. Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Tote und ein Vermisster nach Explosion eines Tankers
(02.05.13) Bei der Explosion des Tankers “Sahoya 3” in einem Hafen der Kohleverladungsfirma PT Kaltim Prima Coal (KPC) in Sangatta, East Kalimantan, kamen vier Arbeiter ums Leben. Die „Sahoya 3” explodierte unmittelbar nachdem 3,200 Tonnen Öl am Abend des 30.4. gelöscht worden waren. Die Flammen griffen auf den längsseits liegenden Schlepper „Arya Candara“ über, der binnen Sekunden ebenfalls explodierte. Dessen fünfköpfige Crew wurde verletzt, ein Mitfahrer war noch vermisst. Die East Kalimatan Police, Kutai Timur Police und die National Search and Rescue Agency (Basarnas) starteten eine Suche nach ihm. Quelle:Tim Schwabedissen



Tote aus Crew vermissten Frachters trieben an japanischer Küste an
(30.04.13) Der südkoreanische Trawler "Sureste 700" erhielt die Erlaubnis, den Hafen von Timaru am kommenden Wochenende zur Reparatur in einem Trockendock in Lyttelton zu verlassen. Im Laufe der vergangenen Woche wurden die Schäden untersucht, damit die Grundlage für eine sichere Passage gen Norden gegen war. Environment Canterbury hat das Schiff seit dem Einlaufen überwacht. Die Kosten zur Beseitigung einer leichten Dieselverschmutzung nahe Stewart Island wurden auf mehrere Tausend Dollar geschätzt. Die Operation begann am Morgen des 27.4., nachdem der 58 Meter lange Trawler sich einen Tank an Felsen bei The Neck im Paterson Inlet aufgerissen hatte. Quelle:Tim Schwabedissen



"Ocean Breeze" im Schlepp
(Bild: Aleejandro de la Maza)   Großbild klick!
Ocean Breeze nach acht Monaten in San Antonio geborgen
(01.05.13) Am 26.3. wurde der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Ocean Breeze", 30067 BRZ (IMO-Nr.: 9309667), nach acht Monaten vom Strand von San Antonio abgeborgen. Die beiden Schlepper "Rhea" und "Puelo", die von der "Caballo de Trabajo" unterstützt wurden, waren von der Titan Maritime geheuert worden, den Frachter wieder flottzumachen.
Unter Aufsicht der Gobernación Marítima de San Antonio begann sich das Schiff um fünf Uhr früh gen See zu drehen, nachdem zuvor die 48000 Tonnen Seewasser, mit denen es nach Leichtern der Getreideladung stabilisiert worden war, abgepumpt worden waren. Fünf einen knappen Kilometer westlich des Bugs ausgebrachte Anker halfen, den Havaristen herumzuhieven, ehe er dann auf eine Position 1000 Meter vor dem Strand von Llolleo gezogen wurde.
Die Bergung hatte am 25.4. gegen 21 Uhr begonnen. Am 27.4. um 19.30 Uhr wurde der Frachter bei ruhigem Wetter weiter auf eine Position sechs Meilen südwestlich von San Antonio verholt. Hier sollte er nun untersucht und eine Entscheidung gefunden werden, ob er zur Verschrottung einen Hafen anlaufen darf oder versenkt wird.
Das Schiff war von Arica kommend am Morgen des 16.8.2012 auf den Strand von San Antonio getrieben, nachdem es zwei Tage vor der KJüste geankert hatte. Die 24-köpfige Crew des in schwerster Brandung liegenden Havaristen war aus der Luft in einer dramatischen Aktion von der chilenischen Marine gerettet worden. Im September begann das Leichtern der Getreideladung, und im Dezember wurde Titan Maritime mit der Bergung des inzwischen von den Eignern aufgegebenen Frachters beauftragt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegische Küstenwache schickt Hubschrauber auf Suche nach der „Warnow“
(01.05.13) Die norwegische Küstenwache hat jetzt die Suche nach dem ehemaligen holländischen Lotsenboot „Warnow“ samt seiner dreiköpfigen Crew, zu der auch der einstige Drummer der seeländischen Band The Old Firm, Peter van Liere, aus Middelburg gehört. Die Crew machte in den jeweiligen Anlaufhäfen auch Straßenmusik. Am 30.4. wurde ein Hubschrauber mit Spezialsensoren auf die Nordsee geschickt, um das Schiff ausfindig zu machen. Es wurde auch nach Telefon- und Internetsignalen der Crew gefahndet. Die Küstenwachen in Schweden, Holland, Dänemark und Deutschland wurden um Unterstützung ersucht. Bislang fehlte aber jede Spur des Bootes. Die „Warnow“ war am 15.4. aus dem kleinen schottischen Hafen Montfort ausgelaufen und hätte am 22.4. in Norwegen eintreffen sollen. Am 29.4. wurde die britische Coastguard von Angehörigen alarmiert. Nach der Rettung aus Seenot am 23.3. war das Schiff von Whitby nach Stonehaven gelaufen, wo fünf Mann von Bord gingen. Die „Warnow“ hat kein Satellitentelefon an Bord und kann nur über VHF kontaktiert werden. Es entstand 1959 bei der VEB Schiffswerft 'Neptun' Rostock und wurde am 12.10. an den Rat des Bezirkes Rostock abgeliefert. Am 1.1.1964 ging es an den VEB Lotsen-Bugsier-und Bergungsdienst Warnemünde, am 1.1.1970 an die VEB Bagger-, Bugsier und Bergungsreederei Rostock. Im Januar 1990 erfolgte der Verkauf an die HANSA Rohstoff GmbH Hamburg, 1991 an die Libreport Shipping Co. in Kingstown, ehe holländische Eigner das Boot übernahmen und zum Segelschiff umrüsteten. Die aktuelle Reise wurde unter „The Warnow Experience Aurora“ auf Facebook dokumentiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Nachlässigkeit Schuld am Tod von acht Menschen
(01.05.13) Die U.S. Coast Guard bestätigte am 30.4. einen Untersuchungsbericht, dass Nachlässigkeit von Eigner und der Crew der „Erik“ zum Untergang des Kutters in der Sea of Cortez geführt hat, wobei acht Kalifornier ums Leben kamen. Mexikanische Untersuchungen, die im März abgeschlossen worden waren, hatten zuvor gravierende Umbauten ausgemacht, die das Schiff unstabil gemacht hätten. Auch habe der Kapitän versäumt, das Schiff zu evakuieren, als es zu sinken begann.
An Bord waren 27 amerikanische Angler und 16 mexikanische Besatzungsmitglieder, als das Schiff am 4.7.2011 in einen schweren Sturm vor Baja California geriet, kenterte und sank. Von den acht ertrunkenen Fahrgästen wurde nur eine Leiche gefunden. Fehler wurden auch dem Hafenkapitän von San Felipe vorgeworfen, der die „Erik“ vor Antritt der letzten Reise nicht inspiziert und kein Auslaufverbot verhängt hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Havarierte Yacht nach Le Havre eingeschleppt
(01.05.13) Am 30.4. wurde das MRCC Jobourg um 21.30 Uhr alarmiert, nachdem die Yacht „Genesis“ aus Cherbourg drei Meilen vor dem Zufahrtskanal nach Le Havre mit einer fünfköpfigen Crew havariert war. Sie hatte zwei Notraketen abgeschossen. Ein Lotsenboot wurde aus der Seine zu der Yacht geschickt und schleppte sie um 22.30 Uhr in die Marina Le Havre eingeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Altes Frachterwrack vor Neufundland verliert Öl
(01.05.13) Das Wrack des liberianischen Frachters „Manolis L“ ist der Urheber von kleinen Ölverschmutzungen, die vor der Küste von Nordost-Neufundland gesichtet wurden, bestätigte die Canadian Coast Guard am 30.4. Sonarbilder und Fotos eines ROV bewiesen, dass das Öl aus dem aufgerissenen Rumpf des am 17.1.1985 in der Notre Dame Bay gesunkenen Schiffes aussickert. Über 3200 Barrel Öl waren bereits direkt nach dem Untergang nahe des Blow Hard Rock ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Seatow-Boot hatte schwere Schäden am Propeller
(01.05.13) Die US Coast Guard hat eine Untersuchung zum Untergang des Seatow-Bootes „Cape Hatteras" vor Great Egg Harbor in der vergangenen Woche eingeleitet. Währenddessen dauerte die Suche nach dem vermissten Skipper David McAuliffe an. Offenbar waren die Propeller des Schiffes verbogen und stark beschädigt, sodass das Schiff manövrierunfähig wurde. Die Witwe des Skippers bat Schiffscrews, in der Gegend, in der die „Cape Hatteras“ sank, sehr aufmerksam zu sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach drei vermissten Seeleuten im Iran
(01.05.13) Drei indische Seeleute, die seit dem Untergang des Tankers „Dheema“ am 27.12.2012 vor Ajman in den Vereinigten Arabischen Emiraten vermisst wurden, könnten von Iranern gerettet worden sein. Das indische Konsulat in Bandar Abbas nahm Kontakt mit den iranischen Behörden auf, um mehr zu erfahren. Zwei weitere Seeleute waren von der Hafenpolizei in Dubai gerettet, ein weiterer tot geborgen worden. Drei weitere wurden seither vermisst. Die unter malaysischer Flagge laufende „Dheema“ war auf der Fahrt vom Iran nach Ajman gewesen, um Rohöl zu laden, als sie sank und die Crew mit Rettungsringen über Bord sprang. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker nach Kollision auf Yangon River gesunken
(01.05.13) Der unter Myanmar-Flagge laufende Tanker „Myan-Aung“ kollidierte am 28.4. gegen 15 Uhr mit dem unter Panama-Flagge registrierten Autofrachter „Malacca Highway“ auf dem Yangon River nahe Thilawa. Die „Myan-Aung“ war unterwegs nach Yangon, nachdem sie in Mawlamyine Öl gelöscht hatte. Der Tanker wurde an Backbordseite gerammt und kenterte.
Die 17-köpfige Crew wurde von einem Schiff der Marine Myanmars gerettet. Der Autofrachter wurde nach Yangon zur Untersuchung beordert, durfte am 1.5. aber weiterreisen. Die „Malacca Highway“, 17735 BRZ (IMO-Nr.: 9235414), wurde 2001 erbaut und hat als Manager die Taiyo Nippon Kisen Co. Ltd. in Japan. Die „Myan-Aung“, 1118 tdw (IMO-Nr.: 6505698), wurde 1965 erbaut und lief für das Myanmar Energy Ministry. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Schleusenbrücke
(01.05.13) Am Vormittag des 30.4. kollidierte das Hamburger Binnenschiff "Taurus", 1397 ts (EU-No.: 02323446), mit einer Brücke über die Hollager Schleuse in Wallenhorts. Dabei wurde das Ruderhaus schwer beschädigt und nach hinten gedrückt, der Skipper blieb unversehrt. Der Frachter hatte zuvor seine Ladung in Osnabrück gelöscht und der Kapitän offenbar die Brücke nicht ausreichend heruntergefahren. Auch ein Kabelkanal der Brücke wurde beschädigt. Das Schiff wurde bis auf weiteres mit einem Fahrverbot belegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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