EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv April 2013


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Warnow Rettungsaktion (Bild: RNLI) Großbild klick!
Suchaktion nach vermisster Warnow gestartet
(30.04.13) Am 29.4. bat die Coastguard Aberdeen um Informationen über die vermisste holländische "Warnow", die mit einer dreiköpfigen Crew an Bord nicht, wie geplant, am 22.4. von Aberdeenshire kommend in Norwegen eingetroffen war.
Das Schiff war am 15.4. aus Stonehaven ausgelaufen, seitdem gab es keinen Kontakt mehr. Ursprünglich war das einstige deutsche Lotsenboot mit einer achtköpfigen Crew von Holland gekommen und war über Middlesborough, weiter nach Stonehaven gelaufen, wo fünf von ihnen von Bord gingen. Seit dem Auslaufen dort gab es nur noch einmal, am 17.4., telefonischen Kontakt mit den übrigen drei Holländern&xnbsp;an Bord des 15 Meter langen ehemaligen DDR-Lotsen-Schiffes, das mit einem Mast nachgerüstet wurde.
Zu der Zeit befanden sie sich im Draupner-Ölfeld in der Nordsee. Zur fraglichen Zeit herrschte stürmisches Wetter. Die norwegische Küstenwache hat am 30.4. um acht Uhr Suchflugzeuge aufsteigen lassen, die die Küste zwischen Lindesnes und Fedje abfliegen. Auch Verkehrshelikopter und die Schifffahrt wurden gebeten, Ausschau zu halten. Erst im vergangenen Monat war das Boot in einer dramatischen Rettungsaktion durch die RNLI-Boote aus Whitby und Hartlepool bei acht Meter hohen Wellen und 50 Meilen Wind geborgen wurden.
Die "Warnow" war am 23.3. manövrierunfähig geworden und trieb vor Whitby. Das dortige Rettungsboot "George and Mary Webb" konnte es in Schlepp nehmen, musste aber Teesmouth ansteuern, weil die Zufahrt nach Whitby zu gefährlich war. Quelle:Tim Schwabedissen



DGzRS half zwei Kuttern
(30.04.13) Am Vormittag des 28.4. gegen 10.30 Uhr erreichte ein Notruf des Fischkutters „Sirius SC 40“, 86 BRZ (EU-Nr.: 4002020300), aus Büsum den Seenotkreuzer „Theodor Storm“: Ein Netz hatte sich im Propeller verfangen, und der 23,96 Meter lange Kutter trieb manövrierunfähig rund 12 Seemeilen südwestlich von St. Peter Ording in der Nordsee. Sofort eilten die Büsumer Seenotretter dem Havaristen, der eine Crew von zwei Mann hatte, zu Hilfe und nahmen ihn auf den Haken. Um ihn gefahrlos durch die enge Schleuse in den Büsumer Hafen zu schleppen, unterstützte der Seenotkreuzer „Hermann Helms“ das Einlaufmanöver. Gemeinsam gelang es den beiden DGzRS-Booten, die „Sirius“ unbeschädigt an die Pier zu legen.
Am selben Tag gegen 19 Uhr bemerkte die Crew Seenotrettungsbootes „Wuppertal“ während einer Kontrollfahrt auf der Schlei in der Nähe von Schleimünde die Notsignale eines Fischers, der mit Handzeichen auf sich aufmerksam machte. Unverzüglich fuhren die Seenotretter zu dem sieben Meter langen Fischerboot „Alina“ aus Kappeln, der wegen eines Motorschadens manövrierunfähig langsam auf das Ufer zutrieb und dort festzukommen drohte. Die Seenotretter stellten eine Leinenverbindung her und schleppten den Havaristen in den Maasholmer Hafen. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vier Tage nach Flottkommen wieder unterwegs
(30.04.13) Der britische Frachter “Celtic Endevaour” ist nach seiner zweiwöchigen Zwangspause auf einer Sandbank auf dem Humber wieder unterwegs. Am 28.4. verließ das Schiff den Hafen von Gunness wieder. Er hatte an der Blacktoft Jetty Ladung genommen und machte sich auf den Weg nach Figueira da Foz, wo er am 3.5. erwartet wird. Das Schiff war am 13.4. den Humber hinaufgelaufen und kam kurz vor dem Festmachen an der Grove Wharf am Abend des 14.4. bei stürmischem Wetter fest. Ein Versuch, das Schiff mit örtlichen Schleppern wieder freizubekommen, war gescheitert. Da danach die Flut nicht mehr hoch genug auflief, galt es zu warten. Erst am 24.4. war das Hochwasser ausreichend, um dem Frachter zu ermöglichen, freizukommen. Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter von Fenderklammern aufgerissen
(30.04.13) Der britische Containerfrachter “Ever Ethic” kollidierte am 27.4. gegen 21.30 Uhr in Vancouver mit den Fenderhalterungen von Vanterm Berth No. 5. Das Schiff war mit Assistenz zweier Schlepper im Auslaufen begriffen und hatte einen Lotsen an Bord, als das Unglück geschah. Der Rumpf wurde von den Halterungen an drei Stellen im Bereich der Wasserballasttanks aufgerissen. Nachdem die Löcher wieder geflickt waren, konnte der Frachter am 29.4. ein zweites Mal und diesmal erfolgreich den Versuch starten, die Reise nach Tokio zu beginnen. Die “Ever Ethic”, 75898 tdw (IMO-Nr.: 9241293), hat eine Containerkapazität von 6332 TEU, wurde 2003 erbaut und hat als Manager die Evergreen Marine UK Ltd. Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper ging über Bord, Yacht aufgegeben
(30.04.13) Die US Coast Guard und die U.S. Navy setzten am 29.4. die Suche nach dem von der 38 Fuß langen Yacht “Jonetsu” am Morgen des 28.4. über Bord gegangenen Seglers Luke Stinson im Nordpazifik fort. Seine Mitseglerin Laura Beinon, die nicht genug Erfahrung hatte, das Boot alleine zu bedienen, wurde von einem MH 60 Jayhawk Helikopter mithilfe eines Rettungskorbs abgeborgen und auf die „Peleliu“ der Marine geflogen.
Die Coast Guard Honolulu war nach dem Unglück von dem MRCC Falmouth alarmiert worden. Daraufhin wurde das Amphibienschiff “Peleliu (LHA 5)” der Tarawa-Klasse zur Suche geschickt, ebenso wie zwei MH-60 Helikopter und zwei CH-46-Helikoper, die ihre Suche um fünf Uhr des 28.4. begannen. Die Coast Guard setzte inzwischen auch zwei HC-130 Hercules-Suchflugzeuge der Air Station Barbers Point, Oahu, ein, die zwischen Midway Atoll und Wake Island Suchpatterns flogen. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Bréhat
(30.04.13) Am 29.4.um 14.45 Uhr sank der 12 Meter lange Kutter „Jadys“ aus Saint-Brieuc rund 12 Meilen nordöstlich von Bréhat (Plateau de Barnouic). Die zweiköpfige Crew ging in eine Rettungsinsel, und das MRCC Corsen wurde alarmiert. Der Kutter „Eole“ aus Saint-Brieuc, der sich in der Nähe befand, konnte die beiden Schiffbrüchigen nur 10 Minuten nach dem Kentern bergen und brachte sie nach Saint Quay, wo sie von der Feuerwehr erwartet wurden. In dem Seegebiet herrschte stürmisches Wetter mit Windgeschwindigkeiten von 20 km/h. Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre von gebrochener Ölleitung außer Gefecht gesetzt
(30.04.13) Am 29.4. brach eine Ölleitung in der Hauptmaschine der norwegischen Fähre "Ølen", 904 BRZ (IMO-Nr.: 7633698), als sie gegen 17.40 Uhr am Kai in Sand lag. Die Fährverbindung Ropeid-Sand auf dem Sandsfjord musste daraufhin für mehrere Stunden unterbrochen werden. Um 21.30 Uhr war die Leitung wieder geflickt, doch wegen noch ausstehender Restarbeiten blieb die Fähre bis Mitternacht am Kai. Ein Schnellboot wurde zum Passagiertransport eingesetzt, Autos mussten den Weg um Røldal nehmen. Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Segler mit „Lady Domina“ vermisst
(30.04.13) Drei Norweger und zwei weitere Segler aus England und Dänemark werden samt ihrer Yacht "Lady Domina", mit der sie von der Karibik nach Norwegen unterwegs waren, vermisst. Die 75 Fuß lange Yacht war am 31.3. von Saint Martin ausgelaufen. Am 27.4. wurde das Boot als vermisst gemeldet. Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste nach Untergang von Fährboot
(30.04.13) Das Fährboot “Rozina”, das die Insel Sainte-Marie in Madagaskar anläuft, ist am Morgen des 29.4. in schwerer See gekentert, als es von dem Dorf Soaniera Ivongo an der Ostseite der Grande île gegenüber von Sainte-Marie ausgelaufen war. Die Tage zuvor hatte es wegen des stürmischen Wetters am Kai gelegen. Ein anderes Verkehrsboot, die „Melissa“, folgte der „Rozina“ dichtauf und konnte mehrere Schiffbrüchige retten. Zwei Passagiere aber wurden bislang vermisst. Quelle:Tim Schwabedissen



Tote aus Crew vermissten Frachters trieben an japanischer Küste an
(30.04.13) Die stark verwesten Leichen zweier nordkoreanischer Seeleute, die zur Crew des seit Dezember 2012 vermissten Frachters "Tae Gak Bong", 6587 BRZ (IMO-Nr.: 8729884), gehört hatten, wurden am vergangenen Wochenende an der japanischen Küste entdeckt. Der erste Tote trieb am 27.4. bei Itoigawa in der Niigata Präfektur an.
Ein nordkoreanischer Loyalitätsbadge fand sich neben 290 Dollar in seiner Kleidung. Die zweite Leiche wurde am 28.4. unweit der Oga-Halbinsel gefunden. Er hatte ein Metallrohr mit Fotos von Kim Il Sung und Kim Jong Un bbe sich. Die "Tae Gak Bong" hatte am 9.12.2012 rund 50 Meilen vor der koreanischen Küste auf Position 41-29 N 131-02 O kompletten Maschinenausfall erlitten und war manövrierunfähig geworden. Die 24-köpfige Crew ging in die Boote, und die nordkoreanischen Behörden wurden verständigt.
Der Verbleib von Schiff und Crew blieb unbekannt. Bereits im Dezember wurden drei Tote in einem gekenterten Boot von der japanischen Coast Guard entdeckt, ein weiteres mit einer Leiche nahe der Insel Sado und ein drittes Boot mit koreanischer Beschriftung samt fünf Toter wurde von Fischern kieloben in japanischen Gewässern entdeckt. Quelle:Tim Schwabedissen



Pirireis sank in sieben Minuten um sieben Uhr, sieben gerettet, sieben vermisst
(30.04.13) Die griechische Küstenwache setzte am 30.4. ihre Suche nach den sieben vermissten syrischen Besatzungsmitgliedern des Frachters "Pirireis" vor der Insel Sapienza im Mittelmeer fort. Das Schiff war am Vortag gegen sieben Uhr von dem unbeladenen Frachter "Consouth" der Reederei Strahlmann mittschiffs gerammt worden und in nur sieben Minuten gesunken.
Von der Crew konnten nur sieben Mann durch die „Consouth“ lebend gerettet werden, weitere zwei wurden von dessen Besatzung tot aus der See geborgen. Die 16-köpfige Crew der “Consouth” war unversehrt geblieben, ihr Schiff wurde nur leicht beschädigt. Es sollte zur Untersuchung einen griechischen Hafen anlaufen. Quelle:Tim Schwabedissen



Schwere Vorwürfe gegen Marine Department in Hongkong nach „LAmma IV“-Tragödie
(30.04.13) Die Commission of Inquiry, die den Untergang der Fähre “Lamma IV” am 1.10.2012 vor Lamma Island, bei dem 39 Menschen ums Leben gekommen, untersuchte, erhob schwere Kritik gegen das Marine Department. Es habe langfristige Systemfehler in den Regularien zum Betrieb der Fähren gegeben. Eine große Anzahl von Empfehlungen für Verbesserungen wurden erteilt, um eine Wiederholung eines solchen Unglücks zu vermeiden. Teile des Berichts wurden nicht veröffentlicht, weil sie die Kapitäne der „Sea Smooth“ und „Lamma IV“ betreffen, gegen die noch Zivilgerichtsverfahren wegen des Vorwurfs der Tötung anhängig sind. Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter vor Cornwall vollständig zerbrochen
(30.04.13) Nur noch Trümmer lagen nach dem Schiffbruch des umgebauten, 15,2 Meter langen Kutters “Courageous II” am 29.4. an der Küste Nord-Cornwalls auf dem Strand, neben dem am Stück angetriebenen Ruderhaus vor allem viel Kleinholz, in dem der geschockte Skipper Ron Bygott herumkletterte.
Auch die auf der letzten Fahrt mitgeführte Urne mit der Asche eines Freundes fand sich im Sand. Er sagte, er verdanke ohne Zweifel der Crew des Rettungsbootes, das ihm und seiner dreiköpfigen Crew in schwieriger Lage zu Hilfe kamen, das Leben. Der Kutter samt Ruderhaus zerbrach kurz nach der Strandung, und wäre das Ruderhaus nicht mit dem Mast verbunden gewesen, wäre es samt der darin Befindlichen über Bord gerissen worden.
Das Rettungsboot war binnen 15 Minuten vor Ort und barg in meterhohen Seen die Gestrandeten binnen weniger weiterer Minuten unversehrt ab. Der Kutter, der aus den 1940ern stammte und mit einer Besegelung nachgerüstet worden war, befand sich auf der Fahrt von Bristol zum Padstow's Obby Oss Mayday Festival, wie schon in den 26 Jahren zuvor, in denen die “Courageous II” ein regelmäßiger Gast in Padstow war.
Er war am 28.4. aus dem Heimathafen ausgelaufen und geriet dann in sich stetig verschlechterndes Wetter. Der Versuch, bei Stepper Point in der Camel-Mündung zu ankern, scheiterte, nachdem der Antrieb ausfiel, und in kürzester Zeit trieb der Kutter direkt vor Padstow auf Felsen. Um 04.45 Uhr wurde Mayday gefunkt, und nur Stunden später waren 70 Jahre Schifffahrtsgeschichte von der Brandung zertrümmert. Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Rhein-Main-Donau-Kanal geköpft
(30.04.13) Auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal in Nürnberg kollidierte am 29.4. gegen 13 Uhr ein Binnenschiff mit einer Brücke, nachdem wegen eines technischen Defekts sich das Ruderhaus nicht weit genug absenken ließ. Schon nach 30 Zentimetern stoppte der Mechanismus, und das Schiff rammte die Brücke. Dabei wurde das Ruderhaus zerstört und abgerissen, ein achtern auf Deck gestautes Auto wurde beschädigt. Der Schaden am Schiff betrug rund 150.000 Euro. Die Brücke wurde nicht beschädigt. Die Weiterfahrt des Schiffes wurde untersagt, nachdem es sich noch aus eigener Kraft an den Fahrwasserrand manövriert hatte. Die Schiffsführerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Touristen vor Hitra gesucht und gerettet
(30.04.13) n der Nacht zum 28.4. rettete die Crew des NSSR-Bootes "Sundt Flyer" drei Touristen, deren Boot vor Hitra gekentert war.&xnbsp;Das Rettungsboot hatte nach dem Unglück eine Suchaktion mit einem Sea King und mehreren Fischereifahrzeugen koordiniert, nachdem die drei nicht wie geplant nach Kvenvær zurückgekehrt waren.
Die Suchaktion begann am 27.4. gegen 22 Uhr um die äu0ßeren Inseln und Riffe sowie auf der Smøla-Seite des Ramsøyfjordes. Gegen 23 Uhr sichtete der Sea King Helikopter bei Ersholmen weit druaßen im Ramsøyfjord das gekenterte Boot. Die drei Insassen wurden geborgen und sichergestellt, dass keine weiteren Personen im Wasser waren.
Die drei hatten Überlebensanzüge an. Ihre Mobiltelefone waren allerdings bei der Kenterung nass geworden und funktionsuntüchtig. Die Geretteten wurden versorgt und nach Kvenvær gebracht. Danach rückte die ,"Sundt Flyer" wieder aus, um das gekenterte Boot abzuschleppen. Es wurde kieloben nach Ersholmen eingebracht. Quelle:Tim Schwabedissen



"Cs Chamarel“ gestrandet (Bild: Robert Elliot)   Großbild klick!
Gestrandeter Kabelleger wird zerschnitten und filetiert
(29.04.13) Der im August 2012 ausgebrannte, unter der Flagge von Mauritius laufende Kabelleger "Cs Chamarel“, 8575 BRZ (IMO-Nr.: 7347718), der seither auf einer Sandbank unweit der Henties Bay an der Küste Namibias lag, ist unlängst in zwei Teile zerschnitten worden. Diese liegen nun frontal zum Strand, auf dem zwei Mobilkräne stationiert wurden, um das Wrack von dort stückweise zu zerlegen.
Am 9.8. vergangenen Jahres war auf der Brücke des 135 Meter langen Schiffes ein Feuer ausgebrochen, das sich über das ganze Schiff ausgebreitet hatte, das schließlich bei Meile 68 auf eine Sandbank trieb. Am 17.8. war Smit Marine unter Vertrag genommen worden, das ausgeglühte Wrack zu leichtern. Vor einem Dreivierteljahr wurde dann die Bergung angegangen.
Das Schiff der Telecom-Orange-Gruppe in Frankreich wurde seither schrittweise abgewrackt. Zunächst wurde eine Mole aus Sand und Steinen zum Wrack hin in die See gebaut, Das zu der Zeit parallel zum Strand liegende Schiff wurde dann herumgedreht und nun ähnlich der Lage auf einem Abwrackstrand nach und nach zerlegt.. Quelle:Tim Schwabedissen



Belvedere im Schlepp (Bild: Otto)   Großbild klick!
Geköpfter Flusskreuzfahrer nach Linz geschleppt
(29.04.13) Das maltesische Flusskreuzfahrtschiff "Belvedere" wurde nach seiner Brückenkollision am 28.4. von dem Schwesterschiff „Bolero“ längsseits genommen und von Passau nach Linz geschleppt. Bei der Linzer Schiffswerft sollen die bei der Havarie entstandenen Schäden repariert werden. Die Trümmer des zerstörten Ruderhauses lagen während der Passage auf dem Vorschiff der “Belvedere” neben der Ankerwinsch. Am Abend waren die beiden Schiffe in Linz eingetroffen. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb brennend bei Rockport auf Grund
(29.04.13) Der 40 Fuß lange Hummerkutter “Kalyn D” geriet am 27.4. um 13.15 Uhr mit zwei Mann Crew in Rockport Harbor nahe Rockport, Massachusetts, in Brand und lief auf Grund. Der Hafenkapitän von Rockport verständigte die Coast Guard Station Gloucester und das Rockport Fire Department. Der Hafenmeister war als erster vor Ort und rettete die beiden Fischer. Danach löschte das Rockport Fire Department den Brand, nachdem der Kutter auf Grund getrieben war. Ein anderer Kutter lenzte die „Kalyn D.“ und schleppte sie zur Granite Pier in Rockport Harbor, wo sie aus dem Wasser gezogen wurde. Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote und sieben Vermisste nach Frachteruntergang vor Sapienza
(29.04.13) Der unter Cook Islands-Flagge laufende Frachter "Pirireis", 8239 BRZ (IMO-Nr.: 7916727), sank am 29.4. gegen sieben Uhr rund 78 Meilen südwestlich der Halbinsel der Peloponnes, nachdem ihm der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Consouth", 7171 BRZ (IMO-Nr.: 9145255), mittschiffs in die Seite gelaufen war.
Zwei syrische Besatzungsmitglieder der “Pirireis” konnten von der Crew der „Consouth“ nur noch tot aus dem Wasser gezogen werden, acht wurden noch vermisst, weitere sieben lebend gerettet. Das Unglück ereignete sich fünf Meilen vor der griechischen Insel Sapienza. Im Rahmen der am Morgen gestarteten SAR-Operation kamen zwei Boote der griechischen Coastguard, etwa 10 Handelsschiff und eine C-130 Hercules der griechischen Luftwaffe zum Einsatz. Die "Piri Reis" hatte mit einer Ladung Dünger an Bord am 17.4. den Hafen von Casablanca verlassen und war nach Nekolayv in der Ukraine bestimmt. Die "Consouth" war am 26.4. aus Tuzla ausgelaufen und unbeladen nach Istanbul unterwegs. Ihre Crew, die aus 16 Russen, Philippinos und Polen bestand, blieb unversehrt, das Schiff fahrtüchtig.
Bei der „Consouth“ handelt es sich um einen Frachter der Reederei Erwin Strahlmann in Brunsbüttel. Er ist 126.9Meter lang, 20 Meter breit mit 7,9 Metern Tiefgang. .und einer Tragfähigkeit von 8937 Tonnen. Er wurde 1998 bei der Chanjiang National Shipping Group Co. in Nanjing erbaut. Sie lief bis 1998 als “Steamers Progress”, bis 2002 als “Maersk Victoria”, bis 2004 wieder als “Steamers Progress”, bis 2006 als “Amazing F” und bis 2008 als “Amazing D”.
Die “Pirireis” lief für die Emiroglu Deniz Nakliyati in Istanbul. Sie war 133 Meter lang, 20,6 Meter breit, hatte8,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 13206 Tonnen. Das Schiff entstand 1979 bei der Shin Kurushima Dockyard Co. Ltd. in Tokio. Sie lief bis 1985 als “Canopus”, bis 2000 als “Voctorious” und “Aurora Jade”, dann wieder als “Victorious”, und bis 2008 als “Odinbey“. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Strandung nach Høllen eingeschleppt
(29.04.13) Am 29.4. gegen 3.15 Uhr lief der holländische Frachter "Hagland Chief", 2984 BRZ (IMO:9521344), zwischen Hunnsøya und Brennøyane vor Søgne mit einer 10-köpfigen Crew an Bord auf Grund. Der Frachter konnte sich mit eigener Kraft wieder befreien und ging vor der Küste vor Anker, während er darauf wartete, in Schlepp genommen zu werden. In den frühen Morgenstunden wurde er dann von dem Schlepper "BB Connector" auf den Haken genommen und nach Høllen gebracht, wo er weiter untersucht wurde. Das Schiff hatte sich ein kleines Loch in den Bug gerissen, aber keinen Wassereinbruch gemeldet. Auch das Rettungsboot "Kaptein Egil J. Nygård" war zur Assistenz ausgelaufen. Der Frachter kam aus Danzig und war nach Høllen bestimmt, als er havarierte. Er hatte einen Lotsen an Bord gehabt, das Wetter zum Zeitpunkt der Havarie war zwar windig, aber nicht schlecht gewesen. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter drei Wochen nach Überhitzung wieder in Fahrt
(29.04.13) Der schwedische Zementfrachter "Nordanvik", 4075 BRZ (IMO-Nr.: 9037161), lief am 26.4. um 1.15 Uhr in den Hafen von Slite ein und machte sich gegen sieben Uhr auf die Weiterreise nach. Malmö, wo er am 28.4. erstmals nach der wochenlangen Maschinenreparatur festmachte. Die Maschine hatte sich am 5.4. von Danzig kommend überhitzt, danach war der Havarist von den Schleppern "Ajax" und "Iso-Pukki" on nach Pargas eingeschleppt worden, wo er seither instandgesetzt wurde. Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre trieb nach Maschinenausfall eine Stunde vor Ørsnes
(29.04.13) Am 29.4. erlitt die norwegische “Ivar Aasen", 1614 BRZ (IMO-Nr.: 9156943), gegen sieben Uhr zwischen Ørsnes und Magerholm in der Mitte des Fjordes einen Maschinenausfall. Eine Stunde lang trieb das Schiff mit 60 Passagieren auf der See, ehe es gelang, wieder Fahrt aufzunehmen, eine weitere halbe Stunde darauf konnten die Fahrgäste am Kai in Ørsnes an Land gehen. Um 9.30 Uhr wurde die wichtige Fährroute zwischen Møre und Romsdal von Fjord 1 wieder mit zwei Fähren bedient. Quelle:Tim Schwabedissen



Fünftes Opfer von „Victoire“-Untergang geborgen
(29.04.13) Am 24.4. wurde der Leichnam eines Besatzungsmitgliedes des Kutters „Victoire“, der am 28.2. vor Kerkennah gesunken war, von der tunesischen Marinepolizei geborgen. Das Schiff hatte 13 Mann an Bord, als es vor der Insel unterging, insgesamt konnten nun fünf Tote geborgen werden. Quelle:Tim Schwabedissen



SeaTow-Boot gehoben, Skipper weiter vermisst
(29.04.13) Am 28.4. gelang es, das Wrack des 45 Fuß langen Schleppbootes “Cape Hatteras” vor Ocean City zu heben, fünf Tage, nachdem es vor der Küste von Süd-Jersey aus bislang unbekannter Ursache gesunken war. Es wurde im Laufe des Tages zu einer Marina in Longport gebracht, wo es weiter untersucht wird. Vom Kapitän des SeaTow-Schiffes fehlte weiterhin jede Spur. Quelle:Tim Schwabedissen



Leckgeschlagener Trawler in Timaru eingelaufen
(29.04.13) Der südkoreanische Trawler “Sureste 700”, der in der Nacht zum 27.4. vor Stewart Island von Felsen aufgerissen worden war, lief am 28.4. in Timaru ein, wo der Rumpf weiter untersucht werden sollte. Environment Canterbury überwachte das Schiff seit dem Einlaufen, um die Stelle, an der ein Tank aufgerissen worden war, wurde durch den Hafenkapitän eine Ölsperre ausgebracht. Vor dem Einlaufen waren die im Tank noch verbliebenen rund 20 Tonnen Diesel umgepumpt worden. Wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind, soll der Trawler zur Reparatur nach Lyttelton gehen. Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht lag bei Freiheitsstatue auf der Backe
(29.04.13) Die Feuerwehr von Jersey City rettete die zweiköpfige Crew der 35 Fuß langen Yacht “Alegre”, die am 28.4. rund 500 Fuß von der Statue of Liberty im Hafen von New York Harbor auf eine Sandbank gelaufen war. Die beiden Feuerlöschboote „Marine 1“ und „Marine 2“ der Jersey City Fire Brigade kamen gegen 15 Uhr der auf der Seite liegenden Yacht zu Hilfe. Da die Feuerwehrmänner nicht an das Boot herankommen konnten, retteten sie die beiden Segler vom Wasser aus, ehe es freigeschleppt und zur Lincoln Harbor Marina gebracht wurde. Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbruch auf dem Weg zur Maifeier
(29.04.13) Am 28.4. um 4.45 Uhr lief der umgebaute, 16 Meter lange Kutter "Courageous II" (MMSI-Nr.:235018672r) in Cornwall vor dem Hafen von Padstow bei Greenaway auf Felsen. Das Schiff, das rund 900 Liter Brennstoff an Bord hatte, erlitt sofort erhebliche Schäden und lag in gefährlicher Position. Deshalb verlor das RNLI-Boot aus Padstow keine Zeit, längsseits zu gehen und die vierköpfige Crew abzubergen. Wenig später war der Kutter in der Brandung auf den Felsen zerschlagen, und es kam zu einer geringfügigen Ölverschmutzung. Der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) wurde informiert. Die Falmouth Coastguard, örtliche Behörden sowie der Hafenkapitän von Padstow machten sich daran, die Verschmutzung zu beseitigen und Treibgut aufzulesen. Die "Courageous II" war auf der Fahrt nach Padstow, um dort an den Feierlichkeiten zum 1. Mai teilzunehmen. Quelle:Tim Schwabedissen



Umgebauter Trawler in Wyuna Bay gehoben
(29.04.13) Der umgebaute 50-Fuß-Trawler, der in der vergangenen Woche in der Wyuna Bay auf der Coromandel-Halbinsel gesunken war, konnte gehoben werden, ohne dass es zu weiteren Wasserverschmutzungen gekommen wäre. Der Hafenkapitän von Waikato hatte Ölsperren ausgebracht, doch alles blieb sauber, als der Rumpf ausgepumpt wurde. Das Schiff sollte mit der Abendflut zur Coromandel Wharf zur weiteren Untersuchung geschleppt werden. Es war am 23.4. an seinem Liegeplatz gesunken. Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker in Myanmar von Autofrachter gerammt
(29.04.13) Nach der Kollision des Tankers „Myan Aung“ des Myanmar Energy Ministry mit einem von See kommenden Autofrachter am 28.4. gegen 15 Uhr wurde die 17-köpfige Tankercrew durch ein Schiff der Marine Myanmars gerettet. Der Tanker hatte eine Ladung Öl in Mawlamyine gelöscht und war auf der Fahrt zurück nach Yangon, als es auf dem Yangon River nahe Thilawa Port zu dem Zusammenstoß kam. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Atom-U-Boot rasch gelöscht
(29.04.13) Auf dem britischen Atom-U-Boot HMS “Torbay” brach im Trockendock der Marinebase von Devonport in Plymouth, Devon, bei Überholungsarbeiten ein kleines Feuer aus. Ein Besatzungsmitglied konnte den Brand noch vor Eintreffen des Devon Fire and Rescue Service löschen. Es hatte auf Oberdeck Wache gegangen und den Brandausbruch rasch bemerkt. Das Verteidigungsministerium ordnete eine Untersuchung an. Nach bisherigen Ermittlungen entstand das Feuer durch Funkenflug, den ein Werftarbeiter verursacht hatte bei Schweißarbeiten Quelle:Tim Schwabedissen



Freispruch nach 20-fachem Tod auf Atom-U-Boot
(29.04.13) In einem Revisionsverfahren wurden Kommandant Dmitry Lavrentyev und der Ingenieur Dmitry Grobov, wegen des Unfalls auf dem Atom-U-Boot „Nerpa“ am 8.11.2008, dem 20 Menschen zum Opfer fielen, nun freigesprochen. Das Boot der Akula-II Klasse hatte sich vor Japan auf einer Erprobungsfahrt im Pazifik befunden, als sich das Feuerlöschsystem aktivierte und etliche der 208 Personen an Bord umkamen sowie 21 verletzten. Lavrentyev wurde danach seines Kommandos enthoben und verurteilt, Grobov der Tötung durch Nachlässigkeit beschuldigt. Beide Männer wurden am 14. September 2011 verurteilt. Im Mai 2012 wurde der Schuldspruch aufgehoben und eine erneute Verhandlung durch das oberste Gericht anberaumt. Nun wurden die beiden am 26.4. in allen Punkten freigesprochen. Quelle:Tim Schwabedissen



"Corona Seaways" (Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!
Victoria Seaways nach Reparatur des Feuerschadens wieder in Fahrt
(28.04.13) Die Reparatur der Brandschäden auf dem geschlossenen Frachtdeck der litauischen Fähre "Victoria Seaways", 25118 BRZ (IMO-Nr.: 9350721), konnte am 27.4. im Hafen von Klaipeda abgeschlossen werden, und kurz nach Mitternacht brach das wiederhergestellte Schiff wieder nach Kiel auf, um seinen Fährdienst fortzusetzen.
Hier wurde es am 28.4. um 22 Uhr zurück erwartet. Die britische Frachtfähre "Corona Seaways", 25609 BRZ (IMO-Nr.: 9357597), hatte unterdessen am Morgen des 27.4. in Kiel festgemacht, um den Ladungsstau in Richtung Klaipeda abzubauen. Gegen Mittag verließ sie den Ostuferhafen wieder gen Baltikum, wobei es auf der Ostsee zu einem Zusammentreffen der eigentlichen und der Ersatzfähre kam. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Produktionsplattform rasch gelöscht
(28.04.13) In der Nacht zum 25.4. brach auf der Plattform „Snorre B2 von Statoil vor Tampen, Südnorwegen, ein Feuer in einem Abgasrohr aus. Isolation war in Brand geraten. Das Feuer wurde um 19.40 Uhr entdeckt und die Crew alarmiert. 25 Minuten später war es bereits wieder gelöscht. Eine Untersuchung wurde eingeleitet, die Produktion am Abend wieder angefahren. I>Quelle: Tim Schwabedissen



Atlantis auf der letzten Reise
(28.04.13) Am 26.4. machte sich der 21 Meter lange polnische Schubschlepper "Rentranscargo II" mit dem Wrack des zuletzt in Panama registrierten Fahrgastschiffes "Atlantis II", 243 BRZ (IMO-Nr.: 5029740), auf den Weg von Netzelkow zu Abwrackern in Stettin. Seit 17 Jahren hatte das Schiff der Hansa Shipping APS dort an der Pier gelegen und war zweimal, zuerst 1998 und dann im Sommer 2012 gesunken.
Am 23.4. hatte die Rostocker Bergungsfirma Baltic Taucher im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund mit der Hebung der „Atlantis II“ begonnen. Öffnungen wurden abgedichtet und Pumpen angeschlagen, und während sich der rostige und verschlammte Rumpf seit dem 24.4. langsam vom Hafengrund hob, diese immer tiefer angesetzt, bis das Wrack vollständig gelenzt war. Diese Arbeit musste vorsichtig vonstatten gehen, um die Stabilität nicht zu gefährden. Nachdem das Fahrgastschiff wieder schwamm, wurde es nochmals untersucht und dann zur letzten Reise freigegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Ladung gesunkener Bargen auf Illinois River wird geleichtert
(28.04.13) Am 27.4. wurde die Bergung der letzten drei gesunkenen Bargen der "Dale A. Heller", die noch am Marseilles Dam lagen, fortgesetzt. Ein zusätzlich angeforderter Kran traf am Morgen vor Ort ein, um Ladung auf eine andere Barge zu löschen. Am 28.4. sollte mit der eigentlichen Hebung begonnen werden.
Vier der sieben Bargen waren im Laufe der Woche bereits entfernt worden. Das U.S. Army Corps of Engineers überwachte derweil das Sperrwerk und den Flussgrund, um sicherzustellen, dass es keine Kolke gab, die die Standfestigkeit des Baus hätten beeinträchtigen können. Die Coast Guard hat auf dem Illinois River den Schiffsverkehr zwischen der Marseilles Schleuse und Seneca gesperrt. Der Krisenstab besteht aus der Coast Guard Lake Michigan, dem U.S. Army Corps of Engineers Rock Island District und Ingram Barge. Quelle: Tim Schwabedissen



Kein Öl auf The Neck gefunden
(28.04.13) Environment Southland hat die Suche nach Dieselöl, das aus dem südkoreanischen Trawler "Sureste 700" bei dessen Grundberührung vor Stewart Island ausgelaufen war, eingestellt. Am 27.4. wurde kein Öl auf The Neck gefunden. Die Crew des Trawlers hat derweil rund 18 bis 20 Tonnen Diesel aus dem beschädigten in heil gebliebene Nachbartanks umgepumpt. Wegen der geringen Größe und Lage des Lecks gingen nur etwa 23 Tonnen verloren. Die „Sureste 700“ nahm inzwischen mit eigener Kraft Kurs auf Timaru und soll in Lyttelton aufgeslippt werden, um den Schaden genau zu untersuchen. Bei der Ölbekämpfungsoperation hat Environmental mit dem Department of Conservation und dem Rakiura Maori Land Trust zusammen gearbeitet. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der „Cape Hatteras“ hat begonnen – Suche nach Skipper dauert an
(28.04.13) Am 27.4. haben die Bergungsarbeiten am Wrack des in 20 Fuß Wassertiefe eine Meile östlich von Ocean City im Great Egg Harbor Inlet liegenden Schleppers „Cape Hatteras“ begonnen. Es war unweit von Rohren und anderer Ausrüstung, die das U.S. Army Corps of Engineers für die Aufspülung des Strandes von Ocean City genutzt hatte, kieloben liegend entdeckt. Es war noch unbekannt, ob diese eine Rolle beim Untergang gespielt haben könnten.
Die Unglücksposition wurde auch wegen veränderlicher Wassertiefen speziell seit dem Hurrikan Sandy als gefährlich eingeschätzt. Eine Hebetrosse wurde inzwischen am Bug des 27-Tonnen-Schiffes angebracht, und am Morgen des 27.4. waren Berger dabei, auch am Heck eine Trosse anzuschlagen. Die Taucher können aber nur während der Nipptide arbeiten, wenn die Strömung am geringsten ist, sodass sich nur kurze Zeitfenster ergeben. Die U.S. Coast leitete derweil eine Untersuchung des Untergangs ein, während die State Police auf die Suche nach dem vermissten Skipper McAuliffe fokussiert bleibt. Er galt als erfahren und war 10 Jahre im Dienste der Atlantic City Sea Tow Services, zuletzt als Chefkapitän. Quelle: Tim Schwabedissen



Patroullienboot „Confidence“ rettet Schiffbrüchige
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Brennendes Schiff verlassen vor Puerto Plata entdeckt – alle Schiffbrüchigen gerettet
(27.04.13) Das Patroullienboot „Confidence“ der Coast Guard Canaveral rettete am Nachmittag des 24.4. fünf Schiffbrüchige nahe Puerto Plata, Dominikanische Republik. Ihr Schiff war 40 Meilen nördlich in Brand geraten und gesunken. Die Dominikaner hatten sich 15 Stunden lang an Trümmerteilen festgeklammert.
Um 2.46 Uhr hatte die Coast Guard von der Yacht „Wind Dancer“ Nachricht erhalten, dass sie auf ein in vollem Umfang brennendes, 50 Fuß langes Schiff gestoßen sei, das teilweise unter Wasser läge. Es befänden sich keine Menschen an Bord. Sofort wurden Schiffe zur Suche geschickt, darunter die „Tug Navigator“, das 210 Fuß lange Patroullienboot „Confidence“, ein HH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Clearwater, eine HC-144 Ocean Sentry der Air Station Miami, ein Patroullienboot aus der Dominikanischen Republik sowie ein Flugzeug von dort.
Vier Personen wurden um 16.45 Uhr von der Crew der „Confidence“ entdeckt, einen fünften machte rund 45 Minuten darauf die HC-144 aus, er wurde ebenfalls an Bord der „Confidence“ genommen. Alle wurden von dem Jayhawk in die Dominikanische Republik gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Orkney wegen Kurbelwellenschadens vom Festland abgeschnitten
(27.04.13) Der Fährservice zwischen dem englischen Festland und Orkney musste am 25.4. unterbrochen werden, nachdem die britische Fähre "Hamnavoe", 8780 BRZ (IMO-Nr.: 9246061), einen Kurbelwellenschaden an der Steuerbordmaschine erlitt. Der Schaden erwies sich als schwerer als zunächst erhofft. Des halb mussten Serco NorthLink Ferries eine umfangreiche Inspektion am Wochenende anberaumen. Die Fähre blieb seit dem 25.4. um 22 Uhr in Stromness am Kai. . Quelle: Tim Schwabedissen



Festung durch Rammstoß vom Festland abgeschnitten
(27.04.13) Die Festung Olofsborg in Savonlinna musste bis auf weiteres für Besucher geschlossen werden, nachdem der finnische Frachter "Vekara", 1656 BRZ (IMO-Nr.: 8504088), die Pontonbrücke, die sie mit dem Festland verbindet, in der Nacht zum 26.4. rammte und die Öffnungsmechanik auf der Festlandseite beschädigte. Bis mindestens Anfang kommender Woche blieb die Festung nun vom Festland abgeschnitten. . Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Mann nach Kutterschiffbruch gerettet
(27.04.13) Am 25.4. um 22:45 Uhr wurde das MRCC Papeete von der Crew des Kutters „Phoenix“ alarmiert, die ihr Schiff aufgeben musste und in eine Rettungsinsel ging. Die zwei Männer nahmen ihren aktivierten Notsender mit. Das MRCC Papeete nahm Kontakt mit der polynesischen Sea Rescue auf, die den Kutter „Taimeni 2“ und die „Denise 4“ um 23:45, mobilisierte. Diese rettete die Schiffbrüchigen um 0:35 Uhr und brachte sie nach Hiva Oa, wo sie um 2:15 Uhr des 26.4. eintrafen. Quelle: Tim Schwabedissen



Atlantis II zum zweiten Mal in Netzelkow gehoben
(27.04.13) Am 22.2. begannen die Bergungsarbeiten an dem gesunkenen Fahrgastschiff 'Atlantis II' in Netzelkow in der Gemeinde Lütow, auf Usedom, mit dem Eintreffen eines Kranschiffs aus Wolgast. Das Schiff lag zu der Zeit mit erheblicher Backbordschlagseite im Wasser, bis übers Hauptdeck weggesackt, in den Aufbauten klafften zahlreiche eingeschlagene Scheiben.
Das Wasser- und Schifffahrtsamt hatte die Bergung angeordnet, weil das Wrack ins Fahrwasser zu rutschen drohte. Das Rostocker Unternehmen Baltic Taucher musste als nächstes die Öffnungen abdichten, um dann mit mehreren Pumpen das Wasser zu lenzen.
Insgesamt stand dazu eine Pumpleistung von 2000 Kubikmeter pro Stunde zur Verfügung. Die Bergung klappte ohne Probleme, das Schiff löste sich vom Grund, und es folgte eine Untersuchung des Rumpfes und die Sicherung durch Taucher. Bei der Durchsuchung des ehemaligen Fahrgastraumes fand sich sogar noch ein Zettelblock mit der Aufschrift "Indkøbs coupon" aus der Zeit, als das Schiff die Route Apenrade-Langballig als Butterfahrer versah.
Auch Sitzbänke, Tresen und Kassen im Verkaufsraum waren noch erhalten. Als das Schiff Netzelkow anlief, war es eigentlich nur auf Durchreise gewesen. Nun ist von der alten Butterfahrerherrlichkeit nur noch wenig nach - Schlamm war ins Innere eingedrungen, Moder und Dieselgeruch hingen in der Luft. Für die folgende Überführung mit einem Schubschiff zu polnischen Abwrackern mussten nach der Stabilisierung des Schiffes erst die entsprechenden Anschlüsse angeschweißt werden, Masten und die Schornsteinattrappe wurden gekappt, um dem Rudergänger des Schubschiffes freie Sicht nach vorne zu verschaffen.
Am 26.4. war es dann soweit – um sieben Uhr begann die letzte Reise nach Stettin. Dies war auch das eigentliche Ziel der Fahrt gewesen, die 1996 in Netzelkow erst an der Pier und dann auf dem Hafengrund endete. Zur Sicherheit blieben bei der Überführung ein Stromaggregat und mehrere Pumpen an Bord. Statt des vor 17 Jahren geplanten Umbaus warten nun aber nur noch die Schweißbrenner, die dem ehemals stabilen Helgolandfahrer endgültig den Garaus machen. . Quelle: Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrt endete an Luitpoldbrücke in Passau
(27.04.13) Auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal ist am 26.4. um 18.17 Uhr das maltesische Flusskreuzfahrtschiff „Belvedere“ mit der Luitpoldbrücke in Passau kollidiert. An dem Schiff entstand ein Sachschaden von rund 200.000 Euro, die über 100 Jahre alte Brücke wurde nicht nennenswert beschädigt.
Alle 98 Passagiere und 41Besatzungsmitglieder hielten sich zum Unglückszeitpunkt unter Deck auf. Es war Abendessenszeit. Das Schiff hatte hinter der Schanzlbrücke gelegen. Vor der Weiterreise nach Budapest wollte der serbische Kapitän sich mit dem Heck voran von der Strömung die rund 800 Meter flussabwärts treiben lassen, um dann an der breiten Innmündung zu wenden.
Das Schiff verfehlte aber die Flussmitte und kam zu weit auf die Niederhausseite, wo die lichte Höhe der Brücke nicht mehr ausreichte. Beim folgenden Aufprall wurde das Ruderhaus abgerissen und das Schiff so manövrierunfähig. Sofort wurde der Notanker geworfen, doch bis die „Belvedere“ aufstoppte, trieb auf die Ilzstadtseite, rammte dort eine Tonne und schrammte über einen außerhalb des Fahrwassers liegenden Felsen.
Dabei entstand im Heck ein kleines Leck. Der Donau war mit 5,35 Meter normal, sodass unter der Luitpoldbrücke 8,30 Meter Platz gewesen wären. Die „Belvedere“ wurde dann von einem anderen Flussfahrgastschiff, der „Amadolce“, die in Passau gelegen hatte, zu einem Liegeplatz geschleppt. Die Fahrgäste mussten die Fahrt auf einem Ersatzschiff fortsetzen. Es handelte sich nicht um die erste Havarie an der Hängebrücke;
Im Juli 2011 war bei einer Kollision des Flusskreuzfahrers „Serenity“ ein Schaden von 100.000 Euro entstanden, und im März 2006 kollidierte die „Anton Bruckner“ mit dem Bauwerk, das 1910 erbaut und nach Kriegszerstörung 1951 wieder aufgebaut wurde. Die Seile werden am nördlichen Donauufer nicht von einem Pylon getragen, sondern sind im Felsen verankert. Die 126,6 Meter lange „Belvedere“ (EU-Nr.: 09948010) entstand 2005 bei der Nobiskrug-Werft in Rendsburg als "Avalon Poetry“. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach französischer Yacht vor Azoren
(27.04.13) Das MRCC Ponta Delgada startete am 24.4. eine Suchaktion nach der französischen Yacht „Grain de Soleil", deren Notsender rund 600 Meilen südwestlich der Azoren aktiviert wurde. Es handelte sich um ein 10 Meter langes Boot mit einer dreiköpfigen Crew, das zwischen dem 3. und 6.4. von den Französischen Antillen ausgelaufen war. Am 25.4. bat das MRCC um den Einsatz einer Falcon 50 der Marine. Ein portugiesisches Patroullienflugzeug sichtete derweil ein weißes, kieloben treibendes Boot, das aber noch nicht identifiziert werden konnte. Vor Ort war Wind von 50 Knoten. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutterfischer nach Schiffbruch gerettet
(27.04.13) Am 24.4. um 13.00 Uhr wurde der Notruf des Krabbenkutters „La Licorn“ aus Goury vor Joburg aufgefangen. Drei Schiffe nahmen Kurs auf die Position. Wenig später konnte die zweiköpfige Crew von dem Trawler „Fundy“ aus einer Rettungsinsel geborgen werden. Ihr Schiff war bereits gesunken. Das Rettungsboot „Mona Rigolet“ aus Goury übernahm die Schiffbrüchigen und brachte sie an Land. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack vor Easdale Island bei Suche nach vermisstem Kutter entdeckt
(27.04. 13) Bei der Suche nach einem vermissten Fischer wurde am 26.5. ein 26 Fuß langes Wrack auf dem Meeresgrund vor Easdale Island entdeckt. Die Stornoway Coastguard hatte am 25.4. um 13 Uhr einen Notruf mit den letzten Worten, das Boot kentere, aufgefangen. Die Maritime and Coastguard Agency will das jetzt entdeckte Wrack nun mit einer Unterwasserkamera inspizieren. Das RNLI-Boot aus Oban und mehrere Kutter konzentrierten ihre am 26.5. um 6.30 Uhr wieder aufgenommene Suche nach dem Skipper an der Fundstelle, unterstützt durch einen Polizeihubschrauber, einen Marinehubschrauber aus Prestwick, Marineeinheiten, das RNLI-Boot aus Tobermody sowie ein Oban Coastguard Rescue Team an der Küste. Am Nachmittag wurde die Operation nach insgesamt 18 Stunden eingestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Nagelneues Küstenwachboot als Kutterversenker gestellt
(27.04. 13) Die indische Coastguard hat eine Untersuchung eingeleitet nach der mutmaßlichen Kollision ihres brandneuen, 90 Meter langen Patroullienbootes „Vaibhav“ mit dem Kutter „Sea Messiah“ vor Goa, bei der ein Fischer starb und fünf noch vermisst werden. Zwei Marineschiffe suchten an der Unglücksstelle, konnten bislang aber nur einen Leichnam bergen. Die „Sea Messiah'“ war von Cutbona in Südgoa ausgelaufen und wurde am 25.4. um 4.30 Uhr rund 13 Meilen von Agonda Beach in Canacona Taluka entfernt gerammt.
Sie hatte 23 Mann Besatzung, von denen 18 Mann fünf Stunden später von einem anderen Fischereifahrzeug entdeckt wurden. Nachdem die Identität des Kollisionsgegners bekannt wurde, wurde dessen Kommandant in Arrest genommen. Warum es zur Kollision des mit hochmoderner Technik ausgestatteten Patroullienbootes mit dem beleuchtet vor Anker liegenden Kutter kam, ist noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack vor Easdale Island bei Suche nach vermisstem Kutter entdeckt
(27.04. 13) Der britische Frachter "Celtic Carrier", 2565 BRZ (IMO-Nr.: 8516287), wurde am 26.4. von dem unter Antigua-Flagge laufenden Schlepper "UOS Atlantic" (IMO-Nr.: 9417402), nach Cadiz geschleppt und dort auf Reede vor Anker gelegt.
Der Schlepper war um 15.20 Uhr dort alarmiert worden, knapp drei Stunden, nachdem auf dem Frachter, der sich mit einer Ladung Zement auf der Fahrt von Gibraltar nach Belfast befand, ein Feuer in den Aufbauten ausgebrochen war. Um 10.30 Uhr hatte er einen Notruf ausgestrahlt, nachdem der Brand drei Kajüten an Steuerbord erfasst hatte.
Das Schiff stand zu der Zeit 24 Meilen westlich von Cape Trafalgar. Die Schlepper "Salvamar Atria" aus Barbate und "Luz del Mar" aus Algericas, das 22 Meilen entfernte Patroullienboot „Medes“ sowie das hydrographische Forschungsschiff "Malaspina" der spanischen Marine, das sich in fünf Meilen Entfernung befand, nahmen Kurs auf den Havaristen. Die "Malaspina" setzte ein12-köpfiges Schiffsbrandbekämpfungsteam auf die "Celtic Carrier" über.
Gleichzeitig bekämpfte die "Salvamar Atria" den Brand von außen, in dem mithilfe eines von der Marine gestellten Schaumsystems Löschschaum durch die Bullaugen gefeuert wurde. Um 12.45 Uhr war der Brand aus, und der Schlepp Richtung Cadiz konnte beginnen. Hier traf das Schiff im Tagesverlauf ein. Am 27.4. um 4.30 Uhr machte es am Navantia Puerto Real Shipyard fest. Die achtköpfige Crew war bei dem Brand unversehrt geblieben.
Das Unglück ereignete sich nur einen Tag, nachdem der britische Frachter "Celtic Endeavour", 2568 BRZ (IMO-Nr.: 8504234), der wie die „Celtic Carrier“ für die Willie & Co (Shipping) Ltd. in Cardiff läuft, sich nach 11 Tagen auf dem Trent befreit hatte. Beide Schiffe entstanden 1985 auf der J.J. Sietas-Werft in Neuenfelde. Quelle: Tim Schwabedissen



Maschine der „American Dynasty“ machte sich selbstständig
(27.04. 13) Ein Blackout auf der "American Dynasty" hat die Kollision mit der Fregatte HMCS "Winnipeg“ beim CFB Esquimalt verursacht, hat das Transportation Safety Board of Canada jetzt herausgefunden. Sie haben die meisten Crewmitglieder, darunter auch den 1. und 2. Ingenieur, die sich zum Unglückszeitpunkt beide im Maschinenraum befanden, befragt.
Durch den Blackout wurden einige Systeme zum Absturz gebracht, doch selbst mit den Backup-Möglichkeiten gab es auf der Brücke praktisch keine Möglichkeit, noch zu reagieren. Denn der Trawler befand sich nur 350 Meter von der Fregatte entfernt, als plötzlich die Schiffsgeschwindigkeit unkontrolliert von zwei auf acht Knoten ging und gleichzeitig eine Steuerborddrehung erfolgte, die im Aufprall auf dem Bug der Fregatte endete. Die Zeit bis dahin betrug nicht einmal eine Minute, zu wenig zum Handeln.
Ein Notankern war auch nicht mehr möglich, weil die Anker verlascht waren, was eine zwingende Voraussetzung für das Docken von Schiffen, wie es geplant war, ist. Die "American Dynasty" hatte am Morgen des 24.4. den Hafen von Seattle mit neun Mann an Bord verlassen, um bei den Victoria Shipyards überholt zu werden.
Vor Victoria war ein Lotse an Bord gekommen, und in der Zufahrt des Esquimalt Harbour kam ein Hafenlotse der Werft hinzu. Zwei Schlepper waren an Bug und Heck fest. Die Kontrolle des Manövers wurde dann dem Hafenlotsen übergeben. Das Schiff hatte nur noch 1,5 Knoten Fahrt, als es auf die CFB Esquimalt zulief.
Die Maschinen sollten abgeschaltet werden, um Schaden am Trockendock abzuwenden. Der Kapitän übergab die Kontrolle dem Maschinenraum, sodass dies ausgeführt werden konnte. Statt sich dann aber wie geplant abzuschalten, begann die Maschine durch den Blackout Fahrt zu erzeugen. Am 25.4. starteten Maschinenexperten eine Analyse des Antriebs und der damit verbundenen Computersysteme, um herauszufinden, was die unvermittelte Veränderung von Fahrtstufe und Fahrtrichtung verursacht hat. Eigentlich hätte es auch nach einem Verlust von Elektrizitätsversorgung Backupsysteme geben müssen, mit denen das Schiff hätte kontrolliert werden können.
Ob die Wurzel des Übels technische Ursachen hatte oder menschliches Versagen war, war noch ebenso wenig klar wie die Höhe des angerichteten Schadens. Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisster Schlepper kieloben vor Great Egg Harbor entdeckt
(27.04. 13) Das Wrack des vermissten, 49 Fuß langen Schleppers „Cape Hatteras“ wurde mit Sonar am 26.4. in 20 Fuß Wassertiefe kieloben und teilweise versandet vor Ocean City, wo auch der Notruf ausgestrahlt wurde, nahe des Great Egg Harbor Inlet auf dem Meeresgrund entdeckt. Von Skipper David C. McAuliffe, der seit dem 23.4. vermisst wird, fehlte aber weiter jede Spur. Er verunglückte auf der kurzen Fahrt von Atlantic City zu einer Routineinspektion nach Somers Point. Am Wrack wurden Bergungsarbeiten eingeleitet, die Suche nach dem Sea Tow-Kapitän war bereits zuvor eingestellt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Versetzboot vor Corbyn Head auf Felsen gelaufen
(27.04. 13) Das in Paignton stationierte Versetzboot „Liberty Lass“ (MMSI: 235008009) lief am 26.4. gegen Mittag auf Felsen vor Torquay's Corbyn Head. Die Crew war gerade dabei, Tonnen in dem Seegebiet auszubringen, als ihr Schiff in flachem Wasser festkam. Die Brixham Coastguard wurde verständigt, doch es wurde davon ausgegangen, dass die „Liberty Lass“ mit dem Nachmittagshochwasser wieder freikommen würde. Quelle: Tim Schwabedissen



Rena beschert weiter Strandgut – Bergungsboot auf der Straße gekentert
(27.04.13) Stürmisches Wetter mit vier Meter hohen Wellen hat am vergangenen Wochenende wieder zum Antreiben von Ladungsresten aus der „Rena“ geführt. Es handelte sich um Plastikperlen aus einem beschädigten Container aus der achteren Schiffshälfte. Sie treiben an Strände in Mount Maunganui und Papamoa an. Die 2,5 Millimeter im Durchmesser großen Kugeln stellen keine Gesundheitsgefährdung dar, sind aber schwierig von den Stränden zu entfernen.
Arbeitsteams machten sich mit Spezialgerät daran, und aus der Luft wurden die Bemühungen unterstützt. Nachdem eine große Menge Fracht und Containertrümmer aus Laderaum IV geborgen worden waren, hatte Resolve Marine einen der zwei mit Perlen beladenen Container am Boden der Luke lokalisiert in rund 30 Metern Wassertiefe.
Eine Untersuchung zeigte, dass die Container beschädigt, der Inhalt aber noch vorhanden war. Bevor dieser aber geborgen werden konnte, mussten die Arbeiten wegen des heraufziehenden Sturms unterbrochen werden. Der Container wurde durch Resolve Fire & Salvage mit Planen abgedeckt, die von Magneten fixiert wurden, außerdem 12 Tonnen Sand in Säcken, die mit Stahlplatten abgedeckt wurden. Diese Befestigungen wurden aber durch die Wucht des Sturms offenbar in Mitleidenschaft gezogen. Die Taucher wollten die Lage inspizieren, sobald das Wetter dies zulässt.
Am 21.4. verunglückte ein 20 Fuß langes Boot der Resolve Salvage, das an der Arbeit an der "Rena" beteiligt war, als es auf der Fahrt nach Whakatane nahe der Pukehina Abfahrt ins Schlingern geriet und von seinem Anhänger stürzte und auf der Straße auf der Seite zu liegen kam. Die Polizei musste Zugfahrzeuge rufen, um das Boot, das mitten auf der Straße lag, zu räumen. Bergungsmeister Frank Leckey sagte, an dem Boot seien einige Reparaturen ausgeführt worden, weil die Maschine des Festrumpfschlauchbootes nicht einwandfrei gelaufen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler suchte Schutz – Tank aufgerissen
(27.04.13) Der 57 Meter lange südkoreanische Trawler "Sureste 700" (IMO-Nr.: 8217506) lief am 26.4. gegen 22.50 Uhr auf Felsen vor Stewart Island, als er bei 30 Knoten Wind Schutz suchte. Ein Tank wurde aufgerissen, und 23 Tonnen Diesel liefen aus. Dem Schiff war „The Neck" im Paterson Inlet zum Verhängnis geworden. Nach der Havarie verholte es 30 Meilen vor die Küste, wo nach Tagesanbruch der Schaden untersucht werden sollte.
Offenbar beschränkte sich der Rumpfschaden aber auf diesen einen Tank. Environment Southland wollte mit dem ersten Tageslicht einen Überwachungsflug durchführen, doch wurde erwartet, dass bei dem Seegang sich der Diesel schnell auflöste. Die "Sureste 700" sollte in Timaru durch Taucher inspiziert werden und dann am 30.4. oder 1.5. nach Lyttelton zur Reparatur laufen. Bei einem Überwachungsflug fanden sich an den Küsten um The Neck keine Spuren von Dieselöl, das sich in der schweren See wohl weitgehend auflöste und verdunstete.
Das Ölbekämpfungsteam von Environment Southland wurde zwar am 27.4. alarmiert, doch es gab keinen Handlungsbedarf mehr. Bootseigner auf Stewart Island sollten im Tagesverlauf darauf achten, ob ihnen Ölanlandungen um The Neck auffielen oder es nach Diesel riecht. Die „Surreste 700“ ist in Timaru stationiert und läuft in Charter der South East Resources. Quelle: Tim Schwabedissen



"Inmaculada Segunda" gekentert (Bild: Prieto)   Großbild klick!
Kutter bei Ausweichmanöver für Surfer gestrandet und gekentert
(26.04.13) In der Nacht zum 20.4. kenterte der spanische Trawler "Inmaculada Segunda", 94 BRZ (MMSI-Nr.: 224084730), aus Cedeira Coruña beim Auslaufen aus dem Hafen von Santoña zu Fanggründen vor Frankreich. Das Schiff musste ein scharfes Ausweichmanöver fahren, um nicht einige Surfpaddler zu überlaufen. Dabei kam es auf einer Sandbank fest. Die Hoffnung, dass es mit der Flut wieder freikommen würde, erfüllte sich nicht. Stattdessen legte es sich immer weiter nach Steuerbord über, bis es vollends umschlug. Die neunköpfige Crew konnte sich retten und wurde im Hostel Santoña untergebracht. Am 22.4. wurde der Treibstoff abgepumpt, nachdem Taucher die Ventile abgedichtet hatten. Die Kutter „Nuevo Salvador Padre” und „Monte Cueto“ kamen längsseits und bargen Netze und Fanggeschirr des auf der Seite liegenden Kutters. Am 24.4. wurde begonnen, ihn aufzurichten, Dabei kam der Schlepper "Vehintitres" aus Santander zum Einsatz, der das Wrack in Richtung eines nahen Kais drückte. Hier wurde es um 15.30 Uhr mit Hebesäcken, die zuvor Taucher der Índico Buceo Industrial angebracht hatten, aufgerichtet und am Kai ausgepumpt. Quelle:Tim Schwabedissen



Großfeuer auf Mobile River nach sieben Explosionen nun aus
(26.04.13) Ein Funke, der beim Reinigen einer Gasbarge der Kirby Inland Marine aus Houston bei den Mobile Fuel Systems nahe Austal entstand, hat wohl zu der Explosion in Mobile Bay am 24.4. um 20.40 Uhr geführt. Um 6.30 Uhr am 25.4. konnte der Brand zwischen dem George Wallace Tunnel und dem Bankhead Tunnel nach insgesamt sieben Explosionen, von denen sich die letzte am 25.4. gegen 2.30 Uhr ereignete, gelöscht werden. Beteiligt war auch das Feuerlöschboot „Phoenix“ des Mobile Fire-Rescue Department. Um 12.30 Uhr wurde der Schiffsverkehr wieder freigegeben. Der ersten Explosion war um 21 Uhr eine meilenweit spürbare zweite gefolgt. Nach den 3. und 4. Detonationen um 21.30 und 21.51 Uhr wurden Teile von Austal geräumt und das Fahrwasser für den Verkehr gesperrt. Nach den Explosionen Nr. 5 um 22.37 Uhr und 6 um 22.30 Uhr wurde auch die „Carnival Triumph“ geräumt. In der Nähe befanden sich auch Getreidesilos, die zwar nicht in Brand geraten konnten, aber von Metallsplittern wie Schrapnellen durchsiebt wurden. Einer der bei dem Unglück insgesamt drei Verletzten befand sich noch in kritischem Zustand im USA Medical Center. Der Hafen von Mobile war wieder offen, die Sperrzone konnte aufgehoben werden. Die Coast Guard is entwickelte gemeinsam mit T & T Salvage einen Bergungsplan und führte ihre Untersuchungen in dem Trümmerfeld aus verbogenem Stahl fort. Auch ein Schlepper, der zwischen den Bargen lag, wurde schwer beschädigt. Auswirkungen könnte das Unglück auch auf den engen Zeitplan der Reparatur der „Carnival Triumph" haben. Ob Schäden auch hier entstanden, war noch unbekannt, in jedem Fall aber gingen durch die Evakuierung von rund 1000 Personen unzählige Arbeitsstunden verloren. Die Arbeiter verbrachten die Nacht im Civic Center, wo die Heilsarmee sie mit Decken und Nahrung versorgte. Am 25.4. gegen sieben Uhr konnten sie wieder zu ihrem Schiff zurückkehren und dort eingecheckt werden. Doch es bleiben nur fünf Tage, um es wieder wie geplant bis zu 30.4. so weit fahrbereit zu haben, dass es am 12.5. nach Freeport, Bahamas, laufen kann. Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermisstem Fischer vor Oban
(26.04.13) Die britische Fähre "Hebridean Princess", die RNLI-Boote aus Oban und Tobermory sowie der Versorger "Kingdom of Fife" und ein Helikopter der Royal Navy suchten am 25.4. westlich von Easdale Island nach einem vermissten Fischer. Um 13.08 Uhr war als erstes das Boot aus Oban alarmiert worden, nachdem gegen 13 Uhr ein Mayday bei der Stornoway Coastguard aufgelaufen war, nach dem der Kutter des Mannes leckgeschlagen sei und kentere. Die Suchaktion an der Spitze der Isle of Seil wurde mit schwindendem Licht um 22.15 Uhr eingestellt und am folgenden Morgen fortgesetzt. Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote und vier Vermisste nach Kollision vor Goa
(26.04.13) Der indische Trawler “Sea Messiah” wurde am 25.4. um fünf Uhr vor Goa, 37 Meilen von Canacona entfernt, von einem unbekannten Schiff gerammt und brach in zwei Teile. Das Schiff lag vor Anker. Es sank so schnell, dass es keinen Notruf mehr funken konnte. Das andere Schiff stoppte nur kurz und setzte dann die Fahrt fort. Von den 29 Mann an Bord wurden 23 erst fünf Stunden später durch einen Kutter aus Panjim gerettet und zwei tot geborgen. Die Toten und Vermissten hatten sich im Vorschiff befunden und wurden ins Wasser geschleudert. Die Geretteten wurden nach Cutbona gebracht, 11 von ihnen kamen ins Krankenhaus. Vier Mann wurden noch vermisst. Die Fischer sagten, es sei ein Schiff der indischen Marine gewesen, das sie gerammt hätte, was diese bestritt. Die indische Coast Guard mit der „Suvarna“ und „Koswari“ sowie Hubschraubern und Einheiten der Marine starteten derweil eine Suchaktion nach den Vermissten. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor geplanter Bergung von selbst wieder freigekommen
(26.04.13) Eigentlich hatte der britische Frachter "Celtic Endeavour", 2568 BRZ (IMO-Nr.: 8504234), der seit dem 13.4. auf dem Trent auf einer Sandbank festsaß, am Abend des 24.4. freigeschleppt werden sollen. An der Bergung beteiligt waren die Willie Group, die Association of British Ports, Groveport und Schlepperfirmen.
Der Plan war, den Havaristen mit der auflaufenden Flut ins tiefere Wasser zu ziehen, ohne dass das Ruder Schaden nimmt. Das Wasser stieg dann aber so schnell und stark, dass der Frachter von selbst aufschwamm. Der bereits an Bord befindliche Lotse konnte ihn dann zu einem sicheren Ankerplatz vor Gunness bringen. Der Frachter, dessen achtköpfige Crew an Bord geblieben war, hat die Auszeit schadlos überstanden. Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper der Deborah nach Kollision zu Geldstrafe verurteilt
(26.04.13) Der Skipper des belgischen Trawlers "Deborah", der am 18.1.2012 mit dem Tanker "Sea Transport" kollidiert war, muss eine Strafe von 2,345 Pfund zahlen wegen Verstoßes gegen die International Regulations for Preventing Collisions at Sea (Colregs). Jeffry Demeester, der Skipper der "Deborah", war am Morgen des 25.4. vor dem West Hampshire Magistrates Court erschienen, um das Urteil entgegenzunehmen.
Am Unglückstag hatte die "Sea Transport" im Bristol Channel auf die Einlaufgenehmigung nach Milford Haven gewartet. Sie hatte 90,000 Tonnen Rohöl an Bord. Die "Deborah" war bei schlechter Sicht und Regen aus Milford Haven nach Belgien ausgelaufen. Der Skipper war alleine auf der Brücke. Er hatte den Tanker per AIS und Radar wahrgenommen, kam aber zu einer falschen Einschätzung bezüglich seines Kurses. Kurz nach ein Uhr rammte er 14 Meilen von Milford Haven entfernt die Backbordseite des Tankers. Das Gericht wertete zu seinen Gunsten seine Kooperation und die zuvor makellose Laufbahn sowie sein Schuldeingeständnis. Quelle:Tim Schwabedissen



Fortschritte bei Bargenbergung am Marseille’s Dam
(26.04.13) Die Operationen an den gestrandeten Bargen nahe des Marseille’s Dam wurden am 25.4. fortgesetzt und drei weitere Bargen geborgen. Eine zweite gesunkene Barge konnte entfernt werden, nachdem der große Schwimmkran „Hercules“, den das Army Corps of Engineers am Vortag herangeschafft hatte, die restliche Ladung aus Stahlrollen gelöscht hatte. Am späten Nachmittag wurden zwei weitere Bargen fortgeschleppt, sodass nur noch drei übrig blieben.
Das Leichtern dieser sollte am Wochenende starten. Durch die erfolgreiche Bergung konnten Steuerungsoperationen am Sperrwerk aktiviert werden, um den Wasserverlust zu verlangsamen. Zwei weitere Tore wurden in Betrieb genommen, sodass das Wasserlevel länger auf dem für die Schifffahrt notwendigen Niveau von neun Fuß gehalten werden kann. Erst Mitte kommender Woche dürfte es auf dem Teil des Illinois River kritisch werden. Die Tore steuern die Wasserhöhe zwischen der Marseilles Schleuse und dem Sperrwerk sowie dem Dresden Dam und dessen Schleuse. Quelle:Tim Schwabedissen



35 Tonnen Krabben vor Oregon gerettet
(26.04.13) Die US Coast Guard assistierte am 24.4. zwei Kuttern und konnte damit deren gesamten Fang von 35 Tonnen Krabben retten. Die Coast Guard Columbia River kam der 22 Meter langen “Granada“ (MMSI-Nr.: 367156340) sowie der “Cap Elza” nahe Tillamook Bay, Oregon bzw. der Depoe Bay zu Hilfe, nachdem auf beiden Schiffen die Maschine ausgefallen war. Boote der Stationen Tillamook Bay und Depoe Bay nahmen die Havaristen auf den Haken. Die “Granada” wurde mit ihren 10 Tonnen Fang nach Garibaldi, die “Cap Elza” mit 25 Tonnen Fang nach Newport geschleppt, wo ein Schiff der Coast Guard Station Yaquina Bay den restlichen Weg übernahm. Quelle:Tim Schwabedissen



Glückliche Rettung von vier Schiffbrüchigen
(26.04.13) Vor St. Lucia fiel am 21.4. auf einem Charterkutter der Reel Irie vier Stunden nach dem Auslaufen die Bordelektrik aus. Ein Sportangler kämpfte gerade noch mit einem 200-Pfund-Schwertfisch, als plötzlich Wasser in die Kajüte und dann den Maschinenraum flutete, woraufhin der Skipper Mayday funkte. Der Skipper gab Schwimmwesten aus und befahl den beiden Sportanglern, über Bord zu springen, ehe er mit seinem Decksmann folgte.
Nur fünf Minuten später sank der Kutter 13 Kilometer vor der Küste. Die Schiffbrüchigen versuchten, beisammen zu bleiben. Als nach einer Stunde noch keine Hilfe in Sicht war, versuchten die beiden Chartergäste an Land zu schwimmen. Ein Hubschrauber und ein Suchflugzeug entdeckten sie in der rauen See nicht.
14 Stunden später waren sie vor der Küste, doch konnten nicht an Land gelangen – denn sie bestand aus schieren Klippen, an denen sie zerschmettert worden wären. Dann entdeckten sie ein sandiges Stück Küste, wo sie nach Mitternacht erschöpft an Land kamen. Sie deckten sich notdürftig mit Gras ab, um nicht noch mehr auszukühlen.
Bei Sonnenaufgang kämpften sie sich durch Gebüsch und stärkten sich mit Bananen am Wegesrand. Drei Stunden später stießen sie auf einen Landarbeiter, der ihnen Cracker und Wasser gab und die Polizei alarmierte. Die beiden kamen dann ins Krankenhaus, wo sie erfuhren, dass auch die Besatzung nach fast 23 Stunden im Wasser gerettet worden war. Quelle:Tim Schwabedissen



Nilkreuzfahrer durch Brand zerstört
(26.04.13) Das britische Flusschiff “Nile Festival” wurde am 24.4. durch ein Feuer nahe Aswan auf dem Nil zerstört. Die 84 Passagiere und 79 Besatzungsmitglieder blieben unversehrt. Das Luxusschiff hatte bei Edfu gelegen, als ein Kurzschluss die Küche in Brand setzte. Die Fahrgäste waren gerade auf einem Ausflug zu den dortigen Tempeln. Sie wurden auf anderen Flusskreuzfahrern untergebracht. Die Feuerwehr konnte ihre Habseligkeiten noch von Bord retten, ehe sich das Feuer in die Kabinen ausbreitete. Quelle:Tim Schwabedissen



„Flyer“ entmastet (Bild: KNRM)   Großbild klick!
Havarierte Yacht und Kutter vor Holland geborgen
(25.04.13) Das Rettungsboot der KNRM-Station Medemblik wurden am 23.4. alarmiert, nachdem die Yacht „Flyer“ ihren Mast verloren hatte. Die Seenotretter bargen den Mast, und das acht Meter lange Boot konnte die Fahrt mit eigener Fahrt fortsetzen. Das Missgeschick hatte sich ereignet, als es von Hindeloopen nach Oude Zeug unterwegs war und in schweres Wetter geriet. Bei einem Manöver an der KR-A Tonne brach der Mast und ging über Bord.
Die beiden Crewmitglieder versuchten, ihn wieder an Bord zu bekommen, doch nach einer Stunde vergeblicher Arbeit, während der auch noch der Motor ausfiel, baten sie über Funk um Unterstützung der Küstenwache. Die Yacht war inzwischen fünf Meilen vertrieben. Das Rettungsboot setzte zwei Besatzungsmitglieder auf die „Flyer“ über und half, Segel und den Mast an Bord zu ziehen, dort festzumachen und den Motor wieder zu starten. Der Crew der „Flyer“ wurde aber geraten, den nächsten Hafen anzulaufen.
Am 24.4. wurde das Rettungsboot „Donateur“ der KNRM.Station Wijk aan Zee alarmiert, nachdem der Kutter „Zeewolf“ Motorausfall erlitten hatte. Er war in Richtung Castricum unterwegs. Die Sicht war schlecht und der Wind nahm zu, sodass die Crew beschloss, um Hilfe der Küstenwache zu bitten. Der Kutter wurde inzwischen südlich der Mole von IJmuiden lokalisiert, wo er Anker geworfen hatte. Die Seenotretter fanden ihn weniger als hundert Meter von der Küste entfernt liegend vor. Rasch wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Havarist in Richtung der Marina IJmuiden abgeschleppt. Hier wurde er an der Bunkerstelle der Seaport Marina festgemacht. Quelle:Tim Schwabedissen



Reparatur der „Victoria Seaways“ in vollem Gange
(25.04.13) Während Brandexperten ihre Ermittlungen zum Feuer auf der lettischen Fähre "Victoria Seaways", 25118 BRZ (IMO-Nr.: 9350721), fortsetzen, wurde in Klaipeda bereits mit der Instandsetzung der vom Feuer am 23.4. betroffenen Bereiche begonnen. Am 28.4. sollte die Fähre in den Dienst Kiel-Klaipeda zurückkehren, wodurch nur zwei Rundfahrten auf der Route ausfielen. Während mehrere Trucks durch das Feuer beschädigt wurde, blieb ein Lkw der Litauenhilfe der Gemeinde Heilig-Kreuz in Rheine mit Hilfsgütern für ein Kinderheim in Pakroujis unversehrt. Er konnte unmittelbar nach dem Einlaufen vom Oberdeck entladen werden. Sieben Stunden mussten die Helfer allerdings auf einen Bulli warten, der im unteren Ladedeck gestaut war. Um die in Kiel anfallende Fracht zwischenzeitlich abzutransportieren, wird die britische Frachtfähre "Corona Seaways", 25609 BRZ (IMO-Nr.: 9357597), eingesetzt. Quelle:Tim Schwabedissen



Carnival Triumph nach Explosionen auf Bargen in Mobile evakuiert
(25.04.13) Das Kreuzfahrtschiff "Carnival Triumph" musste am Abend des 24.4. in Mobile evakuiert werden, nachdem auf dem Fluss zwei Ölbargen in Brand geraten und explodiert werden. 800 Besatzungsmitglieder und Werftarbeiter drängten sich durch die umliegenden Straßen, nachdem die Behörden die Evakuierung des Werftgeländes angeordnet hatten. Die Arbeiter von Austal wurden heimgeschickt, Beschäftigte der BAE wurden im Civic Center untergebracht, wo sie die Heilsarmee versorgte. Die Feuerwehr beschloss, die Bargen ausbrennen zu lassen, um eine Gefährdung von Menschen zu vermeiden.
Die erste Explosion hatte um 20.40 Uhr zwischen dem George Wallace Tunnel, durch den die Interstate 10 den Mobile River quert, und dem Bankhead Tunnel auf einer leeren Gasbarge, die gereinigt werden sollte, stattgefunden. Der Fluss verläuft südlich hinter Mobile in die Mobile Bay und weiter in den Golf von Mexiko. Die Feuerwehr aus Mobile und die U.S. Coast Guard wurden zu der Unglücksstelle östlich von Downtown Mobile gerufen.
Wenig später, um 21.10 Uhr, kam es zu einer zweiten Explosion. Um 21.30 Uhr erfolgte eine dritte, weitere folgten in den Nachtstunden. Die Coast Guard richtete eine Sicherheitszone von einer Meile um die Barge nein. Drei Arbeiter der Oil Recovery Company mussten mit schweren Brandverletzungen in das University of South Alabama Medical Center gebracht werden und befanden sich 25.4. noch in kritischem Zustand. Das Küstenwachboot “Stingray” der Station Dauphin Island, ein 45- und ein 25-Fuß-Rettungsboot und weitere Einsatzkräfte waren vor Ort im Einsatz. Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach vermisstem Schlepper beendet
(25.04.13) Am 25.4. beendete die US Coast Guard die Suche nach dem Kapitän des Schleppers “Cape Hatteras”, der seit dem Morgen des 23.4. vermusst wurde. Die Coast Guard suchte über 400 Quadratmeilen während 65 Einsatzstunden ab, ohne mehr als auf Überbleibsel des 45 Fuß langen Schleppers zu stoßen, der um 7.45 Uhr aus Absecon Inlet nach Great Egg Harbor ausgelaufen war. Drei Stunden später hatte die Wache der Coast Guard ein EPIRB-Signal aufgefangen, aber keinen Kontakt zum Skipper herstellen können.
Fünf MH 65-Dolphi-Helikopter der Air Station Atlantic City, vier 45-Fuß-Boote der Station Cape May, zwei 47-Fuß-Boote der Station Atlantic City, das Patroullienboot „Finback” aus Cape May, das New Jersey State Police Department, die örtliche Polizei, Sea Tow und Hilfsschiffe hatten sich an der Suchaktion beteiligt. Quelle:Tim Schwabedissen



Nur Karl Lilgert wusste von einem kleinen Boot nahe der „Queen of the North“
(25.04.13) Der damalige Wachoffizier Karl Lilgert sagte am 24.4. bei der Anhörung zum Untergang der “Queen of the North” aus, dass er eine Kursänderung vorgenommen habe, um einem kleinen Boot in der Nähe auszuweichen, konnte sich aber nicht erinnern, ob er dies jemand anderem auf der Brücke mitgeteilt habe. Zuvor habe Kurskorrektur unmittelbar nach dem Einlaufen in den Wright Sound stattgefunden.
Dann sah er ein kleines Boot an Backbord auf dem Radar, das sich von der Fähre entfernte und konnte auch dessen Positionslaterne in der Dunkelheit ausmachen. Daraufhin führte er eine zweite Kursänderung durch, um von dem Boot klar zu bleiben, ging aber davon aus, eine Drittel Meile von Gil Island entfernt zu sein.
Unmittelbar vor dem Aufprall auf die Felsen der Insel verlor er diese in einer Regenbö vom Radarschirm. Zuvor war vor dem Supreme Court festgestellt worden, dass es weder Logbucheinträge noch elektronische Aufzeichnungen über eine solche zweite Kursänderung gibt. Quelle:Tim Schwabedissen



Boot einer Diamantmine im Sturm gesunken
(25.04.13) Die vierköpfige Crew des Diamantminen-Bootes „Misty Model“ wurde gerettet, nachdem dessen Propeller sich in einer Leine verfing und das manvörierunfähige Schiff daraufhin vor Oranjemund in stürmischer See sank. Der erste Notruf wurde am 18.4. gegen Mitternacht aufgefangen, als die „Misty Model“ Schlagseite entwickelte und Wellen über sie brachen. Ein Rettungsteam konnte wegen der stürmischen See nicht sofort ausrücken.
Schließlich verließ die Crew ihr Boot, band sich aneinander fest und überstand die Nacht, bis ein Rettungshubschrauber aus Namdeb sie am Morgen des 19.4. lokalisierte aufwinschte. Die Schiffbrüchigen wurden ins Krankenhaus gebracht und kehrte nach medizinischer Betreuung nach Südafrika zurück. Das Boot gehört der Minenfirma High Lander in der Alexander Bay. Es konnte später geborgen und nach Lüderitz zur Reparatur gebracht werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Untersuchung von Kollision in Esquimault angelaufen
(25.04.13) Experten leiteten eine Untersuchung der Kollision des amerikanischen Trawlers "American Dynasty" mit der Fregatte HMCS "Winnipeg" am Morgen des 23.4. in Esquimalt Harbour bei der CFB Esquimalt ein. Die anstehenden Arbeiten an der Werft werden sich daher auf unbestimmte Zeit verzögern. An der Untersuchung des Transportation Safety Board sind auch das Department of National Defence, Seaspan und die American Seafoods Company beteiligt.
Vertreter des Transportation Safety Board of Canada befragte am 24.4. die Besatzung des Trawlers, der sich von seinen Schleppern losgerissen hatte, als er in den Hafen gezogen wurde. Er lag inzwischen mit einem meterlangen Loch im Bug am Kai der Victoria Shipyards. Der Schaden an der Fregatte, die gerade einer umfangreichen Überholung und Systemupgrades unterzogen worden war und im April hätte wieder in Dienst gestellt werden sollen, war weniger schwer.
Der Rumpf wurde an Backbordseite etwas eingedrückt. Es lagen aber in beiden Fällen noch keine Kostenschätzungen vor. Sechs zivile Beschäftigte der Victoria Shipyards wurden mit Schrammen und Stoßverletzungen mit Krankenwagen ins Victoria General Hospital gebracht, waren aber auf dem Weg der Besserung. Quelle:Tim Schwabedissen



Fallender Wasserpegel könnte Bergungsaktion auf Illionois River erschweren
(25.04.13) Die Bergungsarbeiten am Marseilles Dam gingen am 25.4. weiter. Am 23.4. hatten drei Schlepper die erste der Bargen, die die „Dale A. Heller" verloren hatte, wieder schwimmfähig gemacht und von dem Sperrwerk entfernt.
Das Lenzen der zweiten gesunkenen Barge begann am 25.4. Das Army Corps of Engineers stellte einen großen Kran bereit, um, wenn nötig, deren Ladung zu löschen. Aus der Luft verschafften sich Mitglieder des Krisenstabes mit einem Hubschrauber der Coast Guard einen Überblick über die Schäden am Marseilles Dam, und ein Wasserverlust aus dem Marseilles Pool war nicht zu übersehen. Frühestens an diesem Wochenende könnte der fallende Pegel auch die Schifffahrt beeinträchtigen. Dies würde auch auf die Bergungsaktion Auswirkungen haben.
Deshalb galt es den Wasserverlust möglichst zu minimieren. Die U.S. Coast Guard entwarf bereits einen Verkehrsplan für den Bereich zwischen dem Marseilles Dam und der Dresden Schleuse. Die LaSalle County Emergency Management Agency sperrte die Zufahrt zum Illini State Park aus Sicherheitsgründen, nur mit den Operationen befasste Fahrzeuge durften passieren. Quelle:Tim Schwabedissen



Weltkriegswrack vor Australien unter Schutz gestellt
(25.04.13) Das Wrack des Frachters “Limerick”, der 1943 von einem japanischen U-Boot vor New South Wales torpediert und versenkt wurde, ist jetzt unter den Schutz der Regierung als historisches Monument gestellt worden. Das Schiff, dessen Untergang zwei Mann der Crew zum Opfer fielen, war fast 70 Jahre lang verschollen, ehe es Ende 2012 unweit von Ballina von Fischern entdeckt wurde. Am 25.4. erklärte Minister Tony Burke die “Limerick” zur historischen Stätte, die zu beschädigen oder zu beeinträchtigen illegal wäre. Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung historischen U-Bootes angeregt
(25.04.13) Das National Maritime Museum in Sydney hat die Bergung des U-Bootes “AE2” und die Verbringung nach Australien angeregt. Das Wrack liegt vor der türkischen Küste bei Gallipoli in 73 Metern Tiefe und ist gut erhalten. Bereits 2008 war das Projekt von australischen und türkischen Experten geprüft, aber als nicht praktikabel erklärt worden. Doch nun hat die Regierung 2,5 Millionen Dollar zur Erhaltung der „AE2“ bereit gestellt. Die „AE 2“ war 1915 in die Dardanellen eingedrungen und hatte einen türkischen Kreuzer versenkt.
Es folgten erfolglose Attacken auf weitere türkische Kriegsschiffe. Als es dann von einem türkischen Marineschiff beschädigt wurde, ordnete der Kommandant die Selbstversenkung des 800-Tonnen-Bootes an. 1998 wurde es wieder entdeckt. Rechtzeitig zur 100-jährigen Wiederkehr der Ereignisse in den Dardanellen will das Museum einen neuen Pavillon mit einer Ausstellung zur „AE2“ errichtet haben. Das Boot wurde ebenso wie das Schwesterschiff „AE 1“ 1913 in England erbaut für die neue australische Marine. „AE 1“ ist seit dem 14.9.1914 vor Papua New Guinea mit der gesamten Besatzung verschollen. Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI leistete zwei havarierten Kuttern Hilfe
(25.04.13) Der Kutter „Katie Claire – PZ 87“, 31 BRZ, aus Penzance mit einer vierköpfigen Crew an Bord erlitt am 19.4. Maschinenausfall auf Fangfahrt drei Meilen nördlich von Cemaes Head, unweit von Cardigan, wegen hydraulischer Probleme. Der Skipper kontraktierte die Coastguard, die kurz nach 13 Uhr das Rettungsboot der RNLI-Fishguard alarmierte.
Bei gutem Wetter mit 2-3 Beaufort Wind aus Südwest war es rasch am Havaristen, nahm ihn auf den Haken und schleppte ihn langsam nach Fishguard zurück. Das Fanggeschirr war weiterhin ausgebracht und konnte auch nicht eingeholt werden. Nachdem der 1996 erbaute Kutter sicher im Hafen war, kehrte das Rettungsboot um 16.20 Uhr zu seiner Station zurück.
Auch die Crew des RNL-Bootes aus Oban Lifeboat schleppte einen havarierten Kutter ein. Sie war am selben Tag um 8.24 Uhr alarmiert worden, nachdem die „Kyrene“ südlich von Kerrera mit Ruderschaden um Assistenz gebeten hatte. 20 Minuten später war der Havarist bereits auf den Haken genommen und um 9.40 Uhr im Hafen von Oban sicher festgemacht. Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: Chad Hipolito)   Großbild klick!
US-Fabriktrawler rammte frisch überholte kanadische Fregatte in Esquimault
(24.04.13) Der Fabriktrawler „American Dynasty“, 5111 BRZ (IMO-Nr.: 7390428),&xnbsp;aus Seattle rammte am 23.4. gegen acht Uhr die kanadische Fregatte HMCS „Winnipeg“ in den Steuerbordbug, die am Ende einer Überholungszeit an der C-Mole der Canadian Forces Base Esquimalt nahe Victoria auf Vancouver Island lag. Die „American Dynasty“ wurde von zwei Schleppern assistiert und wollte zu Überholungsarbeiten in den Hafen einlaufen.
Einer der Schlepper war am Backbordbug fest, als er plötzlich mit hoher Rückwärtsfahrt zurück zog, und nur 15-20 Sekunden später ertönte ein lauter Knall, der von der Kollision zeugte. Der Bug des Trawlers der&xnbsp;American Seafoods Company blieb im Rumpf des Marineschiffes stecken, nachdem eine viele Meter hohe Welle sich aufgetürmt und über Fregatte und Mole gebrochen war. Die „Winnipeg“ wurde durch die Wucht des Aufpralls rund 20 Fuß zurückgedrückt wurde, obwohl sie am Kai festgemacht war. Sirenen begannen zu heulen.
Sechs Zivilisten wurden bei dem Zusammenstoß verletzt. Insgesamt hatten 65 Mann auf der Fregatte gearbeitet. Erst nach Stunden konnte der Trawler aus dem Bug der „Winnipeg“ herausgezogen werden. Dabei wurde ein metertiefer Riss im Bug der „American Dynasty“ sichtbar, der auf Höhe des Fregattendecks in den Stahl geschlitzt worden war. Die Ursache des Zusammenstoßes war noch unklar und Gegenstand einer Untersuchung. Quelle:Tim Schwabedissen



Erinnerung an Lisco Gloria – Fast-Schwester Victoria Seaways brannte vor Bornholm
(24.04.13) Erneuter Feueralarm auf einer Baltikumfähre - am 23.4. brach auf der lettischen Fähre „Victoria Seaways“, 25518 BRZ (IMO-Nr.: 9350721), nordöstlich von Bornholm ein Feuer aus, als sich das Schiff auf der Fahrt von Kiel, wo es am Vortag um 14.15 Uhr abgelegt hatte, nach Klaipeda befand. Es handelte sich um ein Beinah-Schwesterschiff der auf derselben Route ausgebrannten „Lisco Gloria“, die vormalige „Lisco Maxima“.
Sie war mit 20 Knoten unterwegs und hatte kurz zuvor Bornholm passiert, als das Feuer auf dem Hauptdeck um 0:52 Uhr von der Crew entdeckt wurde. Die Fähre befand sich zu der Zeit 22 Meilen von Nexø entfernt. Der Brand war von einem dort abgestellten Lkws ausgegangen und griff rasch auf weitere Fahrzeuge über, die dort dicht an dicht gestaut waren. Das Feuerlöschsystem wurde aktiviert und Generalalarm gegeben.
Die Fahrgäste, die durch einen Signalton alarmiert worden waren, wurden aus ihren Kabinen geholt und begaben sich an die Sammelstationen, von wo sie im Bedarfsfall hätten evakuieren werden können. Es gelang der Crew aber, den Brand binnen einer Stunde unter Kontrolle zu bekommen. Der Kapitän hatte auch den dänischen Rettungsdienst alarmiert. Ein dänischer Rettungshubschrauber, der sich nach der Evakuierung eines Passagiers der von Kiel nach Göteborg laufenden Fähre „Stena Germanica“ gerade in der Nähe befand, kam daraufhin zu Hilfe. Als die Lage unter Kontrolle gebracht war, konnte der Alarm wieder aufgehoben werden.
Nachdem das verrauchte Deck entlüftet war, setzte die Fähre um 2.50 Uhr die Fahrt nach Klaipeda fort, wo sie um 12:20 Uhr festmachte.&xnbsp;Die 301 Passagiere und 37&xnbsp;Besatzungsmitglieder waren allesamt unversehrt geblieben. In der Ladung, die aus&xnbsp;160 Trailern, Containern, Trucks, 48 Pkw und zwei Bussen bestand, kam es aber zu Schäden. Sie entstanden im Bereich des geschlossenen Autodecks, wo das Feuer gewütet hatte. Nach dem Anlegen wurde die gesamte Ladung an Land geschafft, um mit der Schadensuntersuchung durch beginnen zu können. Die Rückfahrt nach Kiel musste von DFDS sofort abgesagt werden, und es war unklar, wann die Fähre wieder in den Dienst zurückkehren könnte. Zunächst gingen Behördenvertreter an Bord und nahmen ihre Ermittlungen auf.
In der Nacht zum 9.10.2010 war die 2001 erbaute „Lisco Gloria“, 17.150 BRZ (IMO-Nr.: 9212151), eine Reederei-Schwester der „Victoria Seaways“, auf derselben Route laufend zwei Stunden nach dem Verlassen des Kieler Hafens unweit von Fehmarn in Brand geraten. Auslöser war damals ein brennendes Kühlaggregat an einem Lkw auf dem offenen Cardeck gewesen. Alle Versuche, den Brand zu löschen, scheiterten. Die 140 Passagiere und die Crew wurden zum Teil in letzter Minute u.a. durch das Marinefliegergeschwader 5, das damals noch in Kiel und nicht im fernen Nordholz angesiedelt war, gerettet. Es gab aber 20 Verletzte.
Die Fähre selbst brannte wochenlang vor Langeland weiter, bis das Wrack endgültig abgelöscht und am 22.10. nach Odense eingeschleppt werden konnte. Es wurde zum Totalverlust erklärt und schließlich ab Februar 2012 in Klaipeda abgewrackt. Die “Victoria Seaways” entstand bei der Nuovi Canterie Apuani, Marina di Carrara, Italien im Rahmen einer Serie von insgesamt sieben baugleichen Schiffen, die die Grimaldi Holding S.p.A. Palermo, in Auftrag gegeben hatte. Sie wurde jedoch schon zuvor an die DFDS A/S in Kopenhangen verkauft und am 8.4.2009 an die Lisco Maxima Shipping, Nikosia, mit Heimathafen Klaipeda als „Lisco Maxima“ abgeliefert.
Am 11.5. ging sie in den Liniendienst Kiel - Klaipeda. Am 28.3. wurde sie für die Lisco Maxima Shipping Ltd. in Klaipeda registriert im Management der DFDS Seaways AB, Litauen, und in „Victoria Seaways“ umbenannt. Das Schiff ist 199,14 Meter lang. 26,60 Meter breit und hat 6,40 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 8.500 Tonnen. Es vermag bis zu 600 Passagiere zu befördern und verfügt über 2.623 Spurmeter. Quelle:Tim Schwabedissen



Kulluk schwimmt im Hafen von Singapur
(24.04.13) Das beschädigte Shell-Rig „Kulluk“ wurde im Hafen von Singapur auf der West-Jurong-Reede vom Deck des Schwergutfrachters „Xiang Rui Kou“ entladen, nachdem dieser am 20.4. dort eingetroffen war und sich im Hafengebiet abgesenkt hatte. Bei dem Verholen der „Kulluk“, deren vor Alaska erlittene Strandungsschäden nun in Singapur repariert werden sollen, assistierten die Schlepper „Maju 510“, „Maju 511“, „Maju 512“ und „KST Zodiac“. Am 23.4. verließ der Transportfrachter den Hafen wieder mit Kurs Hian Jin, wo er am 2.5. zurück erwartet wird. Quelle:Tim Schwabedissen



Erste Barge am Marseilles Dam geborgen
(24.04.13) Die erste von sieben Bargen, die der Schlepper „Dale A. Heller“ unweit des Marseilles Dam verloren hatte, wurde am Morgen des 23.4. gegen 10.30 Uhr geborgen. Sie war mit Eisenerz beladen. Zwei von der Ingram Barge Company kontraktierte Schlepper zogen die Barge in einer komplexen Operation vom Sperrwerk fort. Der Schlepper „Lloyd Murphy“ der American Commercial Lines im Betreib des Inland Marine Service assistierte.
Bergungscrews von Ingram pumpten derweil Wasser aus einer weiteren Barge, um deren Stahlladung anschließend teilweise löschen zu können, bevor auch diese am 24.4. abgeschleppt wird. Vertreter des US Corps of Engineers wollten parallel die Fluttore inspizieren und den Schaden daran feststellen. Zwischen dem Marseilles Lock und dem Dresden Lock wurde eine Sicherheitszone aufrecht erhalten. Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre mit Gefahrgut an Bord trieb vor Holmestrand
(24.04.13) Die norwegische Fähre „Hurumferja“, 310 BRZ (IMO-Nr.: 7325681),&xnbsp;erlitt am 23.4. auf der Fahrt nach Langøya Maschinenschaden und trieb in der See. Der Logistikmanager Hans Hansen aus Noah hatte einen schwedischen Trailer mit Gefahrgut an Bord. Als die Fähre sich zwischen Holmestrand und Langøya befand, streikte plötzlich die Hauptmaschine. Retter in der Not wurde der Schlepper „Tofte II“, der sich zufällig in der Nähe befand und den Hilferuf der Fähre auffing.
Er nahm den Havaristen längsseits und schleppte ihn ab. Auch das Transportschiff „Hørtte“ stand zur weiteren Assistenz bereit. Gegen 18 Uhr wurde die „Hurumferja“ nach Holmestrand eingebracht. Nachdem der Trailer mit dem Abfall an Land gefahren war, machten sich Ingenieure an die Reparatur des Schadens. Am 24.4. verholte das Schiff vormittags nach Kristiansand, wo es um 10.20 Uhr festmachte. Quelle:Tim Schwabedissen



Wachoffizier der Queen of the North brach bei Anhörung mehrfach zusammen
(24.04.13) Bei der Anhörung zum Untergang der „Queen of the North“ ist Wachoffizier Karl Lilgert am 23.4. mehrfach im B.C. Supreme Court weinend zusammengebrochen, als er sich an die dramatischen Ereignisse beim Untergang erinnerte. Im Rettungsboot sitzend sah er sein Schiff sinken und wurde Ohrenzeuge mehrfacher Zählungen der Schiffbrüchigen, die darauf hindeuteten, dass zu seiner Erleichterung alle gerettet zu sein schienen.
Zuvor hatte er berichtet, wie er seiner einstigen Liebschaft Karen Briker nach dem unvermuteten Erblicken&xnbsp;von Gil Island hektisch befahl, den Autopilot abzuschalten um die Fähre von ihrem verhängnisvollen Kurs abzubringen. Sie antwortete aber, sie wisse nicht wie, woraufhin sein Herz in die&xnbsp;Hose sank. Er erklärte es ihr schnell, und als er am Ende das Ruder selbst in der Hand hielt und drehte, sah er bereits die Bäume&xnbsp;der Insel vor den Brückenfenstern erscheinen.&xnbsp;Er habe nicht genug getan, sagte er nun, er hätte auch eine der zwei Steuerungsanlagen ohne Abschalten des Autopiloten bedienen können.
Die Insel sei für ihn völlig überraschend aus dem Dunkel aufgetaucht, er habe sie einen halben Kilometer entfernt gewähnt. Sein Leben sei nach dem Unglück zerstört gewesen, B.C. Ferries habe ihn gefeuert, seine Frau verlassen und Freunde sich von ihm abgewendet. Quelle:Tim Schwabedissen



Ölunfall im Nord-Ostsee-Kanal
(24.04.13) Am 22.4 kam es zu einem Ölunfall im Nord-Ostsee-Kanal: Die defekte Abdichtung der Propellerwelle sorgte dafür, dass der 82 Meter lange finnische Frachter „Frida“ 1587 BRZ (IMO-Nr.: 8417235), gegen 22 Uhr beim Auslaufen aus der Schleuse in den Kanal eine Ölspur hinter sich her zog. Er war von Wismar nach Rotterdam unterwegs. Das Schiff wurde angewiesen, am Voith-Kai festzumachen, wo er gegen 23 Uhr eintraf.
Die Berufsfeuerwehr Kiel musste anrücken und eine Ölsperre um das Schiff legen. Eine Bekämpfung des Öls war ist nicht möglich, da es sich nur um geringe Mengen handelte. Die Wasserschutzpolizei Kiel erteilte ein Weiterfahrverbot und zog von der Schiffsführung eine Sicherheitsleistung in Höhe von 4250 Euro für das zu erwartende Verfahren ein. Wann das Schiff seine Weiterfahrt fortsetzen durfte, stand noch nicht fest. Quelle:Tim Schwabedissen



Eigner der Harbour Feature sollen Schadensersatz zahlen
(24.04.13) Die US-Bundesstaaten Staaten New Hampshire und Maine haben die Eigner des portugiesischen Tankers „Harbour Feature“, 11880 BRZ (IMO-Nr.: 9473092), auf einen millionenschweren Schadensersatz wegen dessen Kollision mit der&xnbsp;Sarah Mildred Long Bridge am 1.4. verklagt. Die Crew habe nachlässig die Festmacherleinen gehandhabt, sodass sich das Schiff vom Liegeplatz lösen und breitseits in die Brücke krachen konnte. Weil es nicht ordnungsgemäß gesichert war, konnten die Haltetrossen brechen.
Der Schaden an der Brücke, die Portsmouth und Kittery, Maine verbindet, betrug rund 2,474,250 Dollar, die die Staaten wiederhaben möchten.&xnbsp;Sie soll am 25.5. spätestens wieder eröffnet werden. U.a. mussten vertikale und diagonale Verspannungen ersetzt werden. Eine Arrestierung des Tankers der&xnbsp;TB Marine Shipmanagement GmbH & Co. aus Hamburg konnte gegen eine Zahlung von 2.4 Millionen Dollar abgewendet werden, und am 11.4. durfte er nach einer Sicherheitsinspektion die Granite State Minerals Pier in Portsmouth wieder verlassen und machte am 24.4. um 6.30 Uhr in Immingham in England fest. Die Klage wurde vor dem U.S. District Court of New Hampshire erhoben. Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Sorge vor Ölverschmutzung nach Untergang der „Kai Xin“
(24.04.13) Die Ursache des Brandes auf der 104 Meter langen, chinesischen Fischfabrik „Kai Xin“, der zu deren Untergang führte, wird noch von deren Eignern untersucht. Die Sorge um eine größere Ölverschmutzung gab es nicht, da davon ausgegangen wurde, dass das Öl an Bord im Wesentlichen verbrannt ist. Derweil setzte der Schlepper „Laurato“ die Suche nach Trümmern des Trawlers oder möglichen Verschmutzungen an der Untergangsstelle fort und könnte, wenn nötig, sofort eingreifen. Quelle:Tim Schwabedissen



Leeres Rettungsfloß bei der Suche nach vermisstem Seatow-Schlepper und dessen Skipper entdeckt
(24.04.13) Die US Coastguard suchte am 23.4. nach der 45 Fuß langen „Cape Hatteras“ von Sea Tow, nachdem der EPIRB aktiviert worden war. Das Schiff war um 7.45 Uhr mit einem Mann an Bord aus Absecon Island nach Great Egg Harbor ausgelaufen. Drei Stunden darauf kam das Notsignal. Der Skipper reagierte aber nicht auf Versuche, ihn über Funk oder Mobiltelefon zu erreichen. Ein MH 65 Dolphin-Helikopter der Air Station Atlantic City und ein 47-Fuß-Rettungsboot der Station Atlantic City sowie das 87 Fuß lange Patroullienboot „Finback“ aus Cape May wurden zur Position des Notrufs geschickt. Der Hubschrauber war binnen sieben Minuten vor Ort. Er kam gerade von einem Übungsflug zurück, als das Notsignal aufgefangen wurde, und machte sich sofort daran, Suchpatterns abzufliegen. Er kehrte zur Base zurück, als der Treibstoff knapp wurde, doch zu der Zeit war bereits ein zweiter Helikopter im Anmarsch, um die Suche fortzuführen. Bislang wurde vor der Küste von New Jersey nahe des Great Egg Harbor Inlet aber lediglich ein in der See treibendes leeres Rettungsfloß, dass dem vermissten Schiff zugeordnet werden konnte, entdeckt. Quelle:Tim Schwabedissen



"Kai Xin" (Bild: Chilean Air Force)   Großbild klick!
Chinesischer Fabriktrawler vier Tage nach Feuer gesunken
(23.04.13) Die chinesische Fischfabrik "Kai Xin", 4407 BRZ (IMO 8836027), die am 17.3. um 8.30 Uhr in der Bransfield-Straße in der Antarktis in Brand geraten war, ist offenbar am 21.4.&xnbsp;auf rund 1000 Metern Wassertiefe gesunken. Das unter Panama-Flagge laufende Versorgungsschiff "Skyfrost" hatte das treibende Wrack in der Bransfield-Straße westlich von der Antarktis-Halbinsel so lange begleitet, bis es im Laufe des Tages von einem anderen Schiff Treibstoff bunkern musste. Während dieses Manövers musste die Crew der „Skyfrost“ die "Kai Xin" aus den Augen lassen. Sie wurde zuletzt rund 60 Kilometer nordöstlich von der Shetland-Insel King George gesichtet. Eine Suchaktion blieb danach erfolglos. An ihr beteiligte sich seit dem Abend auch der&xnbsp;chilenische Hochseeschlepper "Lautaro", der den Trawler hatte abschleppen sollen. Der chinesische Trawler "Fu Rong Hai" bestätigte unterdessen, die "Kai Xin" am 21.4. vom Radarschirm verloren zu haben. Um&xnbsp;13.15&xnbsp;Uhr wurde er von der&xnbsp;chilenischen Navy Marine angewiesen, bis zum Eintreffen der "Lautaro" der 3. Naval Zone auf der Position 120 Kilometer östlich der Marinebasis Arturo Prat um 20.30 Uhr zu verweilen. Der Trawler fand aufgetriebene Rettungsinseln und Netze im Wasser. Die "Laurato" hatte Personal der Gobernación Marítima in Punta Arenas an Bord und kann Ölverschmutzungen bekämpfen. Das schlechte Wetter verhinderte am 22.4. den Start von Suchflugzeugen von dem chilenischen Antarktis-Stützpunkt Presidente Frei. Quelle:Tim Schwabedissen



Britische Yacht half norwegischem Einhandsegler in der Biscaya
(23.04.13) Im Golf von Biscaya aktivierte der Einhandsegler an Bord der norwegischen Yacht „Ghost“ am 22.3. um 22 Uhr das EPIRB, dessen Signal die Falmouth Coastguard 220 Meilen südwestlich der Isles of Scilly auffing.
Mehrere Schiffe reagierten auf den Notruf, und auch die französischen und spanischen Rettungszentren wurden in die anlaufende Operation involviert. Ein Suchflugzeug stieg in Frankreich auf, konnte aber keinen Funkkontakt herstellen. Stattdessen entdeckte es die Yacht “Mariette” aus Falmouth und bat sie um Assistenz.
Die „Mariette” ging längsseits der “Ghost” und übergab ein Handfunkgerät, mit dessen Hilfe nun kommuniziert werden konnte. Zwei Segler stiegen zudem auf die „Ghost“ über und stellten fest, dass sie Wassereinbruch hatte. Es gelang aber, das Wasser auszupumpen. Die “Mariette” blieb längsseits, und der Skipper der “Ghost” konnte sich ausruhen, bevor es am 23.4. nach La Coruna weiter ging. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit Ruderschaden nach Lauwersoog eskortiert
(23.04.13) Der holländische Kutter "Marretje Jacoba – UK 247", 67 BRZ (EU-Nr. NLD197499195), erlitt am 21.4. auf der Fahrt nach Lauwersoog auf der Nordsee Ruderschaden. Das Rettungsboot "Koning Willem 1" der KNRM-Station Schiermonnikoog wurde zur Assistenz geschickt und eskortierte den Havaristen gen Lauwersoog. Vor dem Hafen stieß auch das Rettungsboot "Annie Jacoba Visser" hinzu und half, den 1974 erbauten Kutter im Fischereihafen sicher festzumachen. Quelle:Tim Schwabedissen



Versenktes U-Boot nach mehrjähriger Suche vor Durban entdeckt
(23.04.13) Ein Team von Tiefseetauchern aus Durban hat nach 10-jähriger Suche das britische U-Boot HMS „Otus“, 1475 tdw, entdeckt, das nach Ende des 2. Weltkriegs vor Durban versenkt worden war. Das Boot der Odin-Klasse war 1928 erbaut und am Ende des Krieges, als es sich zu Trainingszwecken in Simon’s Town befand, von der Royal Navy in Durban außer Dienst gestellt worden. 1946 wurde es acht Meilen auf See hinaus geschickt und auf seither unbekannter Position versenkt. Das Taucherteam hat im vergangenen Jahr fünf Wracks vor Durban ausfindig gemacht, darunter den 19232 gesunkenen Frachter „Namaqua“ und ein unbekanntes, 80 Meter langes Schiff. Die „Otus“ wurde in 105 Metern Tiefe südöstlich der Hafeneinfahrt von Durban entdeckt. Sie lag aufrecht und war gut erhalten. Das Boot hatte acht Torpedorohre und ein Mk XII-Geschütz. Quelle:Tim Schwabedissen



Netze setzten Kreuzfahrtschiff außer Gefecht
(23.04.13) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff „Superstar Gemini“, 50764 BRZ (IMO-Nr.: 9008419), der Star Cruises musste am 22.4. gegen ein Uhr mit 437 Passagieren und einer Crew von 1,011 nach Shanghai in den Wusong-Hafen eingeschleppt werden, nachdem sich die Propeller in Fischernetzen verfangen und das Schiff manövierunfähig gemacht hatten. Das Missgeschick ereignete sich am 20.4. auf dem Yangtse-Fluss auf der Fahrt nach Südkorea. Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gestrandeter Bargen läuft an
(23.04.13) Am 22.4. inspizierten Vertreter des Krisenstabes das Marseilles-Sperrwerk näher, nachdem er am 18.4. von sieben Bargen, die sich vom Schlepper "Dale A. Heller" losgerissen hatten, gerammt worden war. Beteiligt waren die U.S. Coast Guard, das U.S. Army Corps of Engineers und der Bargeneigner Ingram Barge Company. Bereits am 21.4. hatte das Army Corps of Engineers nach Sinken des Wasserpegels festgestellt, dass die Verankerungen der Fluttore II und III zerbrochen und nicht mehr betriebsfähig waren. Die Tore IV, V und VI wurden wegen der davor liegenden Bargen blickiert, und die Tore I, VII und VIII waren betriebsfähig geblieben und konnten zur Regulierung des Wasserstandes eingesetzt werden. Berger des Atlantic Strike Team der Coastguard und die Ingram Barge Company entwickelten nach Begutachtung der Lage einen Bergungsplan. Die Arbeiten könnten frühestens am 23.4. starten. Dazu wurde umfangreiches Gerät zur Unglücksstelle transportiert. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Torsken nach drei Wochen gehoben
(23.04.13) Der norwegische 47-Tonnen-Kutter „Sjøglimt“ wurde am Nachmittag des 22.4. in Torsken durch ein Bergungsschiff der Finnsnes Dykk og Anleggsservice AS binnen drei Stunden gehoben. Das Wrack wurde dann weiter den Fjord hinauf trnasportiert und soll unterhalb von Torskenkrogen verschrottet werden. Der Grund für die Verzögerung bei der Bergung war, dass die&xnbsp;Finnsnes Dykk og Anleggsservice AS zuvor keine Zeit gehab hatte. Als nächstes muss nun die beim Untergang des Kutters schwer beschädigte Pier abgeräumt werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Angeklagter Wachoffizier: Alles war gut auf der Queen of the North, bis die Bäume voraus auftauchten
(23.04.13) Als die kanadische Fähre “Queen of the North” vor gut sieben Jahren, am 22.3.2006, in die Inside Passage einlief, gab es nichts, was dem Navigationsoffizier Karl Lilgert Sorgen bereitet hätte. Starker Regen schlug gegen die Scheiben, und Windböen heulten um die Brücke, doch dies war nichts Ungewöhnliches.
Minuten zuvor hatte er eine planmäßige Kursänderung verzögert, weil er wusste, dass sich ein Schlepper in der Nähe befand, sagte er am 22.4 vor dem Supreme Court British Columbia aus. Dies sei aber ein Routinemanöver gewesen, und er sei zuversichtlich gewesen, dass ihm ein Kutter, der sich unweit der Fähre befand, nicht in die Quere kommen würde. Doch es gab durchaus Anlass zur Besorgnis, denn die Fähre war nicht beim Verlassen des Grenville Channel in den Wright Sound wie vorgeschrieben abgedreht und lief nun direkt auf eine entlegene Insel zu. Dies war eine Tatsache, die Lilgert nicht wahrnahm, und jenseits der Brückenscheiben war nur Finsternis. Das erste, was er aus den Augenwinkeln wahrnahm, was seine Routine störte, waren Bäume.
Er konnte es nicht glauben, doch Augenblicke darauf rammte die Fähre Gil Island. Lilgert bestand darauf, dass er die Kursänderung nicht versäumt, sondern nur verzögert habe, nachdem ihm über Funk von dem Schlepper auf seinem Kurs berichtet worden war, dem er ausreichend Raum geben wollte. Gleichzeitig achtete er auf das Radarecho eines kleinen Bootes voraus der Fähre, doch er ging davon aus, dass dieses wegen des sich verschlechternden Wetters die gegenüberliegende Küste zum Schutz anlaufen würde.
Er ordnete Karen Briker mindestens zwei Kursänderungen an und habe die Position der Fähre auf Radar und elektronischer Seekarte überwacht, um Gil Island in einem halben Kilometer an Steuerbord zu passieren. Alles sei normal gewesen, auf dem Radar sei eine Wind- und Regenfront sichtbar gewesen, die sich rasch vorwärts bewegte und deshalb auch schnell durchgezogen sein würde. Als sie auf die Fähre traf, sei es zu Interferenzen auf dem Radar gekommen, weshalb er die Kontrollen nachjustierte, bis er die Bäume sah.
Auch Karen Briker hatte in der halben Stunde, die sie am Ruder war, nichts ungewöhnliches wahrgenommen. Sie bestätigte, zweimal zu Rudermanövern aufgefordert worden zu sein, und beim zweiten habe auch sie die Bäume gesehen. Die GPS-Daten hingegen zeigen, wie die Fähre ohne Kursänderungen in gerader Linie vom Grenville Channel kommend auf Gil Island zulief. Quelle:Tim Schwabedissen



Umgebauter Trawler sank in Wyuna Bay
(23.04.13) In Wyuna Bay auf Coromandel schlug ein umgebauter 50-Fuß-Trawler an seinem Liegeplatz leck und wurde am Morgen des 22.4. halb gesunken vorgefunden. Taucher konnten den Austritt von Diesel aus Lüftungsrohren am Nachmittag stoppen. Der Hafenkapitän des Waikato Regional Council ließ eine Ölsperre ausbringen, bevor Ölbekämpfungskräfte vor Ort waren. Die Ölschlängel sollten vorerst um das Wrack verbleiben, bis es geborgen ist. Nur geringe Dieselmengen trieben ans Ufer. Zwei Bargen sollen das Schiff Anfang kommender Woche heben. Quelle:Tim Schwabedissen



Gekentertes Rettungsboot in Ballina abtransportiert
(23.04.13) Am 20.4. wurde das schwer beschädigte Ballina Marine Rescue Boot “BA 30” vom Strand von Süd-Ballina geborgen, fast eine Woche, nachdem es am 15.4. bei der Rettungsaktion für ein 36 Fuß langes Motorboot auf der Ballina Barre gekentert war. Ein Bagger und ein Trailer waren vor Ort, um das schwer beschädigte Boot vom Strand zu bekommen, wo es kieloben angetrieben war. Da noch versicherungsrechtliche Fragen zu klären gilt, kann es noch einige Zeit dauern, bis es wieder ein Rettungsboot in Ballina gibt. Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper will sich nach Kollision der Polizei stellen
(23.04.13) Der untergetauchte Skipper des Speedbootes „Sor Kemthong“, das am 21.4. vor Pattaya mit dem Speedboot „Kor Nongmai 7“ kollidiert war, wobei etliche der an Bord befindlichen südkoreanischen Touristen und ein thailändischer Guide an Bordzum Teil schwer verletzt wurden, hat Kontakt mit der Polizei aufgenommen, um sich zu stellen. Das Boot der Sea Dream Co Ltd. wurde bereits von Kriminaltechnikern unter die Lupe genommen. Es wurde bei dem Unglück bei Chon Buri's Koh Lan schwer beschädigt, in der Backbordseite klafft ein großes Loch. Die „Sor Khemthong” erlitt geringere Schäden am Bug. Nach bisherigen Ermittlungen krachte die „Sor Khemthong” in die “Kor Nongmai 7“. Zeugen hatten ausgesagt, dass die „Kor Nongmai 7” mit der “Sor Khemthong“ kollidierte, als sie auftankte und stillag. Der Skippper der “Kor Nongmai 7” war nach der Kollision ebenfalls verschwunden. Die 18 Verletzten wurden in zwei Krankenhäuser in Chon Buri gebracht. Quelle:Tim Schwabedissen



Svitzer und Clydeport erwartet Bestrafung nach tödlichem Schlepperunglück
(23.04.13) Die dänische Firma Svitzer Marine Ltd. und Hafenbetreiber Clydeport Operations Ltd. erwartet eine Bestrafung wegen des Untergangs des Schleppers „Flying Phantom“ am 19.12.2007 auf dem Clyde, bei der der Kapitän und zwei Decksleute starben. Die Firmen werden nach dem Health and Safety at Work Act 1974 zur Rechenschaft gezogen.
Die „Flying Phantom”, die in Greenock stationiert war, hatte am Unglückstag einem Frachter um 18.10 Uhr gegenüber des Clydebank College in West Dunbartonshire beim Anlegen assistieren wollen. Nur ein Mann aus Coldingham hatte sich seinerzeit aus dem Ruderhaus retten können, der Kapitän aus Greenock in Inverclyde sowie die Decksleute aus Houston in Renfrewshire und Gourock, Inverclyde, wurden erst später tot im Fluss entdeckt.
Das Wrack des Schleppers wurde im Januar 2008 geborgen. Der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) fand später heraus, dass die Winsch nicht schnell genug gelöst werden konnte, als seitlicher Zug auf die Trosse kam, sodass der Schlepper umgerissen wurde. Es gab Fehler bei den Abläufen beim Arbeiten im Nebel. Das Schott des Maschinenraums war nicht geschlossen worden und die Crew nicht darin trainiert, bei unsichtigem Wetter effektiv zu arbeiten.
Lloyd's Register sollte danach einen Standard entwickeln, wie Trossen im Notfall schnell geslippt werden können. Doch auch die Kontrollmechanismen von Clydeport wurden als uneffektiv kritisiert. Es gab mangels Verantwortlichem kein Sicherheitsmanagementsystem im Rahmen des Port Marine Safety Code. Quelle:Tim Schwabedissen



Bass Strait wurde Weltumsegler zum Verhängnis
(23.04.13) Der russische Einhandseglers Sergey Zhukov wurde am 19.4. aus haushohen Seen in der Bass Strait von seiner leckgeschlagenen 24-Fuß-Yacht gerettet. Zwei Nächte lang hatte der Russe gegen den Sturm gekämpft, doch als der Mast von oben gekommen war und Wasser immer höher im Bootsinnern stand, gab es keine andere Chance mehr, als das EPIRB zu aktivieren Ein Hubschrauber der Victoria Police wurde alarmiert und kämpfte sich gegen den Sturm zu der in neun Meter hohen Wellen treibenden Yacht 220 Kilometer südlich von Mallacoota durch. Er hatte ein Zeitfenster von 20 Minuten, um vor Ort zu bleiben und zurück zu kommen, ohne dass der Treibstoff ausging. Nachdem der Versuch, das Leck abzudichten, nach einer Stunde fehlgeschlagen war, hatte Zhukov seinen Notsender aktiviert, der den Hubschrauber auf den Plan brachte.
Dicht über den Wellen gelang es, den Russen an Bord zu ziehen. Eine Minute bevor die Aktion hätte abgebrochen werden müssen, war die Rettung abgeschlossen. Als der Helikopter wieder landete, hatte er noch für fünf Minuten Treibstoff im Tank über.
Der Russe war in seiner selbst gebauten Yacht bereits zwei Mal über den Atlantik gesegelt, bevor diese nun ihr Schicksal ereilte. Zu der Reise, die eine Weltumsegelung hatte werden sollen, war er im Oktober in&xnbsp;Portugal gestartet. Die Etappe, die die letzte wurde, sollte über Portland in Victoria nach Neuseeland gehen. Doch der erfahrene Segler hatte wohl die Gefahren in der relativ flachen Bass Strait unterschätzt, wo sich extrem hohe Wellen aufbauen können. Quelle:Tim Schwabedissen



AIDACara kollidierte mit Kai in Oslo
(23.04.13) Das italienische Kreuzfahrtschiff "AIDAcara", 38557 BRZ (IMO-Nr.: 9112789),&xnbsp;&xnbsp;wurde beim Ablegen vom Vippetangen Cruise Terminal in Oslo on Apr 22.4. um 14.15 Uhr von einer Windbö erfasst und gegen den Kai gedrückt. Das Schiff drehte auf Höhe von Flaskebekk in Nesodden wieder um und machte am südlichen&xnbsp;Akershus-Kai in Oslo gegen 16 Uhr wieder fest. Hier wurde der Schaden am Steuerbordheck untersucht, es war oberhalb der Wasserlinie eingebeult. Auch der Kai war leicht beschädigt worden. Um 18.45 Uhr begann die Reise nach&xnbsp;Kopenhagen ein zweites Mal, wo sie am 23.4. um 11 Uhr eintraf. Quelle:Tim Schwabedissen



Da wurde doch die Pfanne heiß
(23.04.13) Am Morgen des 22.4. fing Fett in der Kombüse der norwegischen Fähre "Boknafjord", 7536 BRZ (IMO-Nr.: 9599896),&xnbsp;die sich auf der Fahrt von Mortavika nach Arsvågen befand, Feuer. Große Flammen schossen empor, und Rauch drang in den Kantinenbereich, doch dank schnellen, beherzten Eingreifens konnte der kleine Brand mit einer Löschdecke rasch erstickt werden, sodass kein Generalalarm ausgelöst werden musste.&xnbsp;Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter wartet auf Hochwasser
(23.04.13) Der britische Frachter"Celtic Endevour", 2568 BRZ (IMO-Nr.: 8504234), saß einer Woche nach seiner Strandung weiter bei Gunness auf dem River Trent dort fest, wo er von Lissabon kommend&xnbsp;beim Einlaufen am 13.4. aufgelaufen war. Das Schiff wartete auf einen steigenden Flusspegel, um den unfreiwilligen Liegeplatz nahe Groveport wieder verlassen zu können. Die Eigner der Willie Group hofften, das Schiff am 24.4. wieder flottmachen zu können. Der Sietas-Bau sollte in Gunness Kleie für Spanien laden. Quelle:Tim Schwabedissen



Betrunken aufgelaufen (Bild: Ole Rasmussen)   Großbild klick!
Alkoholisierter Skipper setzte Kutter auf Schäre
(22.04.13) Ein Kutter lief am 21.4. direkt vor der Einfahrt von Sørvær in Hasvik auf Grund und sank zwischen den Felsen vor dem Ufer. Die Polizei wurde um 6.30 Uhr verständigt, nachdem der Kutter festsaß und starken Wassereinbruch im Vorschiff&xnbsp;hatte. Das Rettungsboot "Ulabrand" nahm den Skipper an Bord, konnte den Kutter aber nicht mehr retten.&xnbsp;Er versank bis auf Deckshöhe. Vom Skipper wurde eine Blutprobe genommen, weil er alkoholisiert zu sein schien. Möglicherweise war er am Ruder eingeschlafen und hatte sein Schiff auf die Schären gesetzt. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf chinesischer Fischfabrik erloschen
(22.04.13) Das Feuer auf der chinesischen Fischfabrik "Kai Xin", 4407 BRZ (IMO 8836027), die am 17.3. um 8.30 Uhr in der Bransfield-Straße in der Antarktis in Brand geraten war, ist am 21.4. zwar erloschen, doch das ausgebrannte Wrack driftete weiter verlassen in nordöstlicher Richtung gen offener See. Am 20.4. hatte sie sich&xnbsp; 32 Meilen vor der Fildes Bay bzw. 22 Meilen vor King George Island auf Position 62 ° 35.880 S 58 ° 08 468' W befunden. Die chilenische Marine, unterstützt von der Luftwaffe, überwachte die Drift mit einer Twin Otter der Antarctic Exploration Group der IV. Air Brigade sowie Satellitensystemen des Servicio de Búsqueda y Salvamento Marítimo. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Reparaturfrachter in Tuzla
(22.04.13) Am Tuzla Shipyard brach am 21.4. um 15.45 Uhr ein Feuer im Maschinenraum des dort festgemachten türkischen Bulkcarriers "Yildizlar", 38716 BRZ (IMO-Nr.: 9002544),&xnbsp;aus, der dort zu Überholungsarbeiten seit dem 8.4. festgemacht war. Die Schlepper "Kurtama 5" und "Kurtama 7" sowie das Rettungsboot "Kiyj Emniyeti 2" wurden alarmiert. Sie unterstützten die Landfeuerwehr, die den Brand um 16.45 Uhr unter Kontrolle hatte. Die “Yildizlar“ hat eine Tragfähigkeit von 46826, wurde 1991 erbaut und hat als Manager die Pasifik Lojistik Grubu Ve. Quelle:Tim Schwabedissen



Noch mehr Bargen auf Freigang – Mississippi teilweise gesperrt, Entwarnung in Marseilles
(22.04.13) Am 20.4. um 22:55 Uhr wurde die Coast Guard Lower Mississippi alarmiert, nachdem sich eine halbe Stunde zuvor 114 mit Getreide und Kohle beladene Bargen bei Hochwasser und starker Strömung vom ihren Moorings losgerissen hatten.
Die Coast Guard in St. Louis sperrte den Mississippi zwischen den Flussmeilen 170 und 155. 11 Bargen sanken im Fluss, eine unweit des Fahrwassers bei Meile 166 nahe Cliff Cave Park. Alle Gefahrgutbargen konnten geborgen werden. Mindestens vier Mal wurde die Jefferson Barracks Bridge von treibenden Bargen gerammt. Es wurde befürchtet, dass sich weitere Teile von gesunkenen Bargen lösen und die Sicherheit der Brücke gefährden konnte. Deshalb wurde die Brücke gesperrt, während die Bargen unter ihr hindurch drifteten. Am 21.4. gegen zwei Uhr wurde die Jefferson Barracks Bridge zu einer Inspektion abgeriegelt und gegen acht Uhr wieder freigegeben. Schlepper sammelten derweil die Bargen wieder ein.
Am 20.4. bereits hatte ein Krisenstab von U.S. Coast Guard und der Ingram Barge Company bekanntgegeben, dass der Marseilles Dam strukturell intakt blieb, nachdem dort in der Nacht zum 19.4. sieben losgerissene Bargen angetrieben waren. Das U.S. Army Corps of Engineers hatte das Sperrwerk untersucht und keine Schäden festgestellt, woraufhin die Main Street Bridge in Marseilles, die sich 400 Fuß unterhalb befindet, am 21.4. um 10.45 Uhr wieder freigegeben wurde. Die Bergung der Bargen wurde aber durch die weiterhin starker Strömung erschwert. Vier von ihnen waren gesunken, nachdem sie sich vom Schlepper “Dale A. Heller”, der auf dem Illinois River flussabwärts in Richtung des Marseilles Lock Canal unterwegs war, losgerissen hatten, den die Strömung gegen das Bauwerk gedrückt hatte. Quelle:Tim Schwabedissen



Gasalarm auf Rhein-Herne-Kanal
(22.04.13) Am Abend des 20.4. kam es, nachdem sich gegen 21.50 Uhr zwei Schiffe unterhalb der Brücke an der Grothusstraße in Gelsenkirchen auf dem Rhein-Herne-Kanal passiert hatten, zu einer durch Wellenschlag verursachten Kollision eines Binnentankers mit der Brücke. Ein Be- und Entlüftungsrohr stieß gegen das Bauwerk, nachdem sich das Schiff durch den Wellenschlag offenbar aufgeschaukelt hatte. Das Rohr wurde dadurch abgerissen.
Der Tanker legte anschließend am Amphitheater an, wo die Feuerwehr das gesamte Schiff, das Gefahrgut geladen hatte, kontrollierte und Messungen durchführte. Außerdem wurde die Brücke kontrolliert, da unter ihr Leitungen verliefen, die Schaden hätten nehmen können. Nach einer Stunde konnte die Feuerwehr Entarnung gegen und abrücken, da es zu keinem Gasaustritt gekommen war. Quelle:Tim Schwabedissen



Vormann Jantzen pflückte schiffbrüchige Fischer aus Mast
(22.04.13) In letzter Minute hat die "Vormann&xnbsp;Jantzen" der&xnbsp;DGzRS-Station Großenbrode&xnbsp;am 21.4. zwei Fischer von ihrem sinkenden Kutter vor Fehmarn gerettet. Sie waren mit dem etwa 13 Meter langen Boot auf einer Überführungsfahrt von Freest in Mecklenburg-Vorpommern nach Großenbrode im Kreis Ostholstein und hatten den Zielhafen in der Nacht schon fast erreicht, als ein plötzlicher Wassereinbruch den Kutter rasch zum Sinken brachte.
Nur noch knapp gelang es einem der beiden Männer, über Funk einen Notruf abzusetzen, bevor er sich auf das Ruderhaus des Kutters flüchtete.&xnbsp;Die "Vormann Jantzen"&xnbsp;lief sofort aus. Die Seenotretter wussten zu diesem Zeitpunkt lediglich, dass der Unglücksort sich in Hafennähe befinden musste. Die windstille, sternenklare Nacht erleichterte die Suche; zudem gab einer der beiden Fischer mit einer kleinen Taschenlampe Lichtzeichen, die von den Seenotrettern bereits zehn Minuten nach dem Auslaufen gesichtet wurden.&xnbsp;
Mit dem Tochterboot gelang es, die beiden Fischer an Bord zu ziehen. Der Kutter lag zu diesem Zeitpunkt bereits auf Grund – lediglich die Masten ragten noch aus dem Wasser. An Bord des Seenotkreuzers wurden die beiden Fischer zunächst durch einen Seenotretter versorgt, der beruflich als Rettungsassistent tätig ist und als Freiwilliger die Besatzung verstärkte. Die beiden Schiffbrüchigen wurden mit trockener Kleidung und heißem Tee versorgt und später von Verwandten abgeholt.&xnbsp;Zur Ursache des Unglücks liegen keine Informationen vor. Das Wrack liegt etwa hundert Meter östlich der Großenbroder Mole auf Grund.
Bereits um 9.38 Uhr lief die "Vormann Jantzen" zum nächsten Einsatz aus und schleppte eine Segelyacht in der Orther Bucht nach Grundberührung frei. Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vier vermissten Fischern eingestellt – Freakwelle versenkte Kutter in zwei Minuten
(22.04.13) Die Coast Guard hat am 21.4. um 12.30 Uhr die Suche nach den vier vermissten Besatzungsmitgliedern des Kutters „Nite Owl“ vor Galveston eingestellt. Die Rettungskräfte hatten rund 5400 Quadratmeilen, eine Fläche, die der des Staates Connecticut entspricht, abgesucht. Am 19.4. um 3.30 Uhr war auf 406 Mhz das EPIRB-Signal des 50 Fuß langen Schiffes aufgefangen worden. Daraufhin stieg zunächst von der Air Station Corpus Christi in HU-25 Falcon Jet auf, der einen Mann in einer Rettungsinsel entdeckte. Er wurde von einem MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Houston aufgewinscht.
Zur Suche nach den übrigen vier Mann an Bord des Kutters wurden MH-65 Dolphin Helikopter aus Houston und New Orleans, HU-25 Falcon Jets der Air Station Corpus Christi, das Patroullienboot “Thetis“ aus Key West und eine HC-144 Ocean Sentry des Aviation Training Center Mobile eingesetzt. Vor Ort waren 10-15 Fuß hohe Wellen und 33-40 Meilen Wind. Der einzige Überlebende berichtete, dass am 18.4. Gewitterstürme vor der texanischen Golfküste eine Rückkehr in den Hafen verhindert hätten. So wurde die “Nite Owl” an einem Ölrig für die Nacht festgemacht. Die Crew machte sich keine großen Sorgen, sie hatte schon schlimmeres erlebt.
Doch am Morgen des 19.4. krachte eine Freakwelle gegen den Rumpf, der Skipper wurde über Bord gerissen, und binnen zwei Minuten war der Kutter gesunken. Ein Mann versuchte noch, den Skipper zu erreichen, während der Überlebende sowie zwei andere eine Rettungsinsel in den Wellen treiben sahen. Doch nur einer der Männer erreichte sie. Quelle:Tim Schwabedissen



Rudergänger auf Rheinschiff bei Brandbekämpfung schwer verletzt
(22.04.13) Ein Binnenschiff geriet auf der Fahrt nach Ludwigshafen auf dem Rhein bei Mainz am Morgen des 21.4. in Brand. Der Kapitän des Schiffs alarmierte um 8.15 Uhr die Mainzer Feuerwehr, nachdem er Rauch im Vorschiffsbereich hatte aufsteigen sehe. Dämmmaterial hatte sich am Aggregat des Bugstrahlruders entzündet. Der Kapitän legte das Schiff an den Kai der Heidelberger Cement AG. Der Rudergänger hatte schon vor dem Festmachen versucht, die Flammen mit einem Handfeuerlöscher zu ersticken. Dabei zog er sich aber schwere Verletzungen zu. Die Rettungskräfte, die bereits am Rheinufer warteten, transportierten ihn ins Krankenhaus. Die Feuerwehr mit 43 Einsatzkräften, darunter die Freiwillige Feuerwehr Weisenau vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Mombach stellte während dieser Zeit die Bereitschaft in der Wache 2 der Berufsfeuerwehr sicher. Am Schiff blieben die Schäden begrenzt, sodass es seine Fahrt nach Ende der Löscharbeiten flussaufwärts fortsetzen konnte. Quelle:Tim Schwabedissen



Ende der Atlantis II nach 17 Jahren in Netzelkow
(22.04.13) Nach fast 17 Jahren, die das deutsche Fahrgastschiff "Atlantis II", 348 BRZ (IMO-Nr.: 5029740), zunächst schwimmend und dann halb gesunken im Hafen von Netzelkow liegt, sollte am 22.4. die Rostocker Bergungsfirma Baltic Taucher damit beginnen, das Wrack im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund zu heben.
Voraussichtlich am 29.4. soll es ein Schubboot dann nach Stettin bringen, wo es verschrottet wird. Da kein Eigentümer mehr ermittelbar war, wird die Bundesbehörde die Bergungskosten, die sich in sechsstelliger Höhe bewegen dürften, tragen müssen. 1996 hatte die Hansa Shipping APS im Auftrag der Lichtensteiner Ostseereederei Valduz die "Atlantis II" in den Hafen bringen lassen. Eigentlich sollte sie dort nur zwei Wochen bleiben, bis das Eis geschmolzen war, um dann in Stettin umgebaut zu werden. Doch das Schiff blieb, und die beiden Firmen lösten sich auf.
Das Schiff schlug 1998 erstmals im Sturm leck und sank bis auf Oberdeckshöhe am Brückenkopf des örtlichen Yachthafens. Das Schiff wurde im Jahr 2000 notdürftig abgedichtet und wieder schwimmfähig gemacht. Der Hafenbetreiber stellte Strafanzeige gegen den Eigner und warf ihm vor, die „Atlantis II“ absichtlich vor seinem Anlieger verrotten zu lassen. Das Gericht sprach den Eigentümer jedoch frei.
Am 23.8.2012 sank das Schiff erneut. Die im Achterschiff gelegenen Bullaugen, die zehn Jahre lang verschlossen gewesen waren, hatten plötzlich offen gestanden. Das THW Stralsund und die Fachgruppe Wassergefahren des THW-Ortsverbandes Wolgast waren im Einsatz, um eine Gefährdung durch das noch an Bord befindliche Öl abzuwenden, denn ein Naturschutzgebiet liegt direkt vor der Halbinsel Gnitz. 4m³ Öl-Wasser-Gemisch wurden aus dem Maschinenraum abgepumpt, die Tanks und Hydraulikanlagen wurden geprüft und Öl-absorbierende Textilmaterialien eingebracht.
Mithilfe der Ölfirma Central European Petroleum, die in Pudagla Probebohrungen vornahm, legte der Hafenbetreiber Ölsperren aus. Mit der Bergung endet die Karriere eines altgedienten und ausgesprochen robusten Seebäderschiffes, das am 2.6.1956 von der Jadewerft Wilhelmshaven an Cassen Eils & L. Visser, Cuxhaven, als „Atlantis“ abgeliefert und dann auf der Route Cuxhaven - Helgoland bzw. Büsum – Helgoland eingesetzt wurde. Von Januar bis April 1960 wurde es auf der Mützelfeldtwerft in Cuxhaven von 32 auf 49,8 Meter verlängert und dann wieder zwischen Büsum und Helgoland in Fahrt gebracht. Im März 1964 erfolgte eine neuerliche Verlängerung auf nun 52,86 Meter wiederum auf der Mützelfeldwerft. Im Juli 1970 ging die „Atlantis“ in Charter der Hansa-Linien GmbH, Kappeln, und lief zwischen Kappeln und Sønderborg. 1972 erfolgte der Verkauf an O.W. Rasmussen , Sønderborg.
Das Schiff wurde für die Ostsee Reederei Anstalt, Valduz, Liechtenstein, registriert, erhielt Panama als Heimathafen und den neuen Namen „Atlantis II“. Ab 1972 lief es für die Hansa-Linien GmbH weiter zwischen Kappeln und Sønderborg und 1974 in Charter der Förde-Reederei GmbH Flensburg auf der Linie Kappeln – Sønderborg als Butterfahrer. 1996 meldete die Hansa-Linie Konkurs an. 1997 dann wurde die „Atlantis II“ in Netzelkow auf Usedom aufgelegt. Quelle:Tim Schwabedissen



Kai über gesunkenem Kutter eingestürzt
(22.04.13) Drei Wochen nach dem Untergang des norwegischen 47-Tonnen-Kutters „Sjøglimt“ an seinem Liegeplatz in Torsken, der durch Schneelast und den sechsstündigen Ausfall einer automatischen Lenzpumpe verursacht wurde, hat sich noch nichts in Sachen Bergung getan. Auch die heruntergekommene Pier, an der es vertäut lag, wurde bei dem Untergang in Mitleidenschaft gezogen. Sie hielt inzwischen dem andauernden Zug der Trossen nicht stand und stürzte inzwischen über dem Kutter zusammen. Zahlreiche Bretter waren danach in der Bucht auf Drift. Der Eigner Svenn Arne Skogstrøm war bereits vor Ostern in Gesprächen mit der Versicherung, doch diese veranlasste nichts. Der Finnsnes Dykk og Anleggsservice AS soll das Wrack heben und an Land absetzen. Danach wird es verschrottet. Quelle:Tim Schwabedissen



Boot sank nach Brand in Sulvågen
(22.04.13) Am 21.4. um 9:08 Uhr wurde ein Feuer auf einem Boot in Sulvågen gemeldet. Das Boot konnte nicht gerettet werden und sank. Die Eigner waren an Bord und hatten zuvor Probleme mit der Heizung. Der Kai wurde leicht beschädigt, die Gefahr des Auslaufens von Öl bestand nicht. Quelle:Tim Schwabedissen



18 Touristen bei Kollision in Pattaya verletzt
(22.04.13) Am 21.4. kollidierte die Schnellfähre „Sea Dream“ mit 30 koreanischen Touristen an Bord vor Laan Island in Pattaya mit der Schnellfähre „Khem Thong“, die rund 800 Meter vom Ufer entfernt unterwegs war. 18 Koreaner gingen über Bord und wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Ein Schiffspropeller trennte einem von ihnen ein Bein ganz, dem anderen fast vollständig ab. Alle Verunglückten wurden von Booten in der Umgebung von Bord geholt. Die Skipper beider Schiffe flohen nach dem Zusammenstoß, die Polizei leitete eine Fahndung ein. Gegen sie wurde wegen nachlässiger Navigation ermittelt. Quelle:Tim Schwabedissen



18 Touristen bei Kollision in Pattaya verletzt
(22.04.13) Die unter Malta-Flagge laufende Fähre "Gaudos", 4893 BRZ (IMO-Nr.: 9176319),&xnbsp;kollidierte am 21.4. um 8.15 Uhr beim Einlaufen in Mgarr mit einem Kai. Das Schiff kam aus Valletta. Es blieb bei Schrammen, und Menschen kamen nicht zu Schaden. Am 22.4. um 7.35 Uhr lief das Schiff wieder aus. Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppercrew tot im Wrack auf der Neva gefunden
(22.04.13) Rettungskräfte fanden am 21.4. die Leichen der zweiköpfigen Crew des Schleppers „RBT 300“, der auf der Neva am 19.4. gesunken war. Sie befanden sich noch im Innern des Wracks. Der Schlepper der Atachi LLC war in der Nacht gegen die Dvortsovy Brücke in St. Petersburg geraten und gekentert. Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: USCG)   Großbild klick!
Zwei Tote und sieben Gerettete bei zwei Bootsunglücken
(21.04.13) Am 20.4. kenterte in der Chesapeake Bay ein 25 Fuß langes Motorboot mit sechs Personen an Bord rund zwei Meilen südlich des Point Lookout State Park in Scotland. Die Coast Guard Baltimore war um 8:30 Uhr vom Skipper eines Charterbootes um Assistenz für das gekenterte Boot gebeten worden. Er hatte zuvor einen Anruf von einem Angehörigen der Bootsinsassen bekommen, der von einem Wassereinbruch erfahren hatte, ehe die Verbindung abriss.
Ein 45-Fuß-Boot wurde von der Coast Guard Station St. Inigoes in Marsch gesetzt, außerdem kamen die Feuerwehr St. Mary’s County, die Maryland Natural Resource Police sowie ein MH 60-Hubschrauber der Naval Air Station Patuxent River sowie der Maryland Police zum Einsatz. Vier Menschen wurden lebend von dem Helikopter gerettet, für zwei kam die Hilfe zu spät.
Wenig später kamen die Coast Guard drei Bootsfahrern drei Meilen nordöstlich von Smith Point in Reedville, Virginia zu Hilfe. Die Coast Guard Baltimore hatte um 13.30 Uhr ein Mayday aufgefangen und schickte dasselbe 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station St. Inigoes, das gerade am Point Lookout State Park im Einsatz gewesen war. Binnen 10 Minuten meldete sich die „Anna C“, die Sichtkontakt zu den drei Bootsfahrern hatte, die auf den Rumpf ihres Bootes geklettert waren. 15 Minuten später trafen die Seenotretter ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Bisher 19 Tote nach Untergang auf Mahakam River gefunden
(21.04.13) Am 3. Tag nach dem Untergang der „Karya Indah“, einem Holzschiff in Charter der PT Kalamur, auf dem Mahakam River in Samarinda, Ost-Kalimantan, wurde am 19.4. der Tod von bislang 96 Menschen bestätigt. 16 Opfer wurden zuvor über einen Kilometer flussabwärts gefunden. Insgesamt waren 44 Personen an Bord, von denen 21 überlebten. Die National Search and Rescue Agency (Basarnas) organisierte die Suchaktion, die bis mindestens zum 22.4. andauern sollte. Das Unglück hatte sich ereignet, weil zu viele Menschen sich auf dem Bug des Bootes drängten, als es am 17.4. um 19.30 Uhr von der PK Kalamur Wharf zu den Unterkünften der Arbeiter von PK Kalamur und PT Melapi im Loa Ilir Distrikt unterwegs war. Es sank dann nur 50 Meter von der Loa Janan Wharf entfernt in starker Strömung. Geborgene Todesopfer wurden ins Abdul Wahab Syahrani General Hospital in Samarinda gebracht. Der Kapitän des Bootes wurde verhaftet. Es hatte nur eine Kapazität von 30 Passagieren. Es war seit 1992 für die Holzwerke im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote nach Kollision vor Hongkong geborgen
(21.04.13) Taucherteams haben in Hong Kong am 19.4. drei Tote geborgen, nachdem zwei Transportschiffe in dichtem Nebel kollidiert waren. Drei weitere Menschen wurden noch vermisst. Die beiden Kapitäne wurden nach dem Unglück in der Nacht zum 18.4. verhaftet. Ein Schiff war mit 11 Mann Crew mit Sand vom Festland gekommen, als es an der Südostseite der Insel mit dem anderen Schiff kollidierte und sank. Fünf Menschen wurden gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Geborgenes Fischereifahrzeug wird auf den Kopf gestellt
(21.04. 13) Nach dem Festmachen der „Ming Long Yu“ in Puerto Princesa am 20.4. um 8.30 Uhr wurde durch die Philippine Coast Guard (PCG) begonnen, die Fracht zu inventarisieren und das Schiff gründlich unter die Lupe zu nehmen auch im Hinblick auf verborgene Abteilungen. Es sei generell in gutem Zustand gewesen, hieß es. Der Kapitän und der 1. Ingenieur sollten bei der Inspektion helfen. Das Palawan Council for Sustainable Development sollte beim Umgang mit der Ladung assistieren. Das Tubbataha Management Office begann mit einer Untersuchung des Schadens am Riff. Quelle: Tim Schwabedissen



19 Tote und vier Vermisste auf Mahakam River
(21.04.13) 19 Tote wurden bislang aus dem Mahakam River in Ost-Kalimantan gezogen, 21 Menschen überlebten die Bootskenterung am 17.4., weitere vier wurden am 20.4. noch vermisst. Insgesamt befanden sich offenbar 44 Passagiere an Bord, fand die indonesische National Disaster Mitigation Agency (BNPB) heraus. Mangels einer Passagierliste war deren Anzahl zuvor auf 50-68 geschätzt worden. Die Suchaktion sollte noch bis eine Woche nach dem Unglück fortgesetzt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Arbeitsreicher Tag für Seenotretter aus Lough Derg
(21.04.13) Das RNLI-Boot aus Lough Derg war am 20.4. zweimal im Einsatz. Erst kam es einem Boot, das mit drei Personen an Bord vor den Corrakeen Islands auf Grund gelaufen war, zu Hilfe, dann rettete es zwei Schiffbrüchige, deren Boot gesunken war, aus einer Rettungsinsel. Um 15.44 Uhr hatte die Valentia Coast Guard das Boot alarmiert, nachdem ein 20 Fuß langes Motorboot Maschinenschaden erlitten hatte und mit zwei Erwachsenen und einem Kind an Bord auf Felsen in der Dromineer Bay getrieben war.
Um 16 Uhr lief das Rettungsboot bei 5 Beaufort Wind aus und war eine Viertelstunde darauf vor Ort. Die gestrandeten Bootsfahrer hatten einen Anker ausgebracht. Ein Seenotretter wurde übergesetzt und untersuchte das Boot auf Schäden. Da es nicht leckgeschlagen war, wurde eine Schleppverbindung hergestellt und das Boot von den Felsen gezogen. Dann ging es nach Dromineer Harbour. Kurz nach der Rückkehr zur Station wurde das Rettungsboot erneut angefordert.
Ein 28 Fuß langes Motorboot war im Sinken, und die beiden Crewmitglieder waren in eine Rettungsinsel gegangen. Die genaue Position der Verunglückten, die mit ihrem Boot aus Terryglass eine halbe Stunde zuvor ausgelaufen waren, war unbekannt. Um 17.50 Uhr war das Rettungsboot wieder unterwegs.
Es lokalisierte Insel und Boot nördlich von Coolbawn bzw. südlich von Gortmore an der Ostseite von Lough Derg und ging um 18.13 Uhr längsseits. Ein 18 Fuß langes Motorboot assistierte bei der Rettung und gab Lee. Das verunglückte Motorboot, das auf einen Felsen gelaufen war, konnte auf Grund gesetzt werden. Es sollte am folgenden Tag geborgen werden. Die Geretteten wurden nach Garrykennedy gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Lange Nacht für Seenotretter
(21.04.13) Die 37 Fuß lange Yacht „Helgi 2“ mit einer fünfköpfigen Crew wurde am 19.4. von dem RNLI-Boot „Andy Peace“ der Station Llandudno binnen fünf Stunden in Sicherheit gebracht. Der Skipper hatte am Abend des 16.4. die Holyhead Coastguard nach dem Auslaufen aus Conwy um Hilfe gebeten, nachdem in der Conwy Bay der Motor ausgefallen war. Das Boot hatte daraufhin geankert, doch in rauer See ging der Hauptanker verloren, und der Reserveanker wurde in flachem Wasser ausgebracht. Hätte dieser nicht gehalten, hätte eine Strandung auf den nahen Sandbänken gedroht. Um 21.25 Uhr lief das RNLI-Boot aus Llandudno aus und war um 22 Uhr vor Ort. Da die herrschende Ebbe ein Anlaufen von Conwy unmöglich machte, wurde die Yacht über die Conwy Bay in die Menai Strait und weiter nach Beaumaris gebracht, wo sie sicher vertäut wurde. Um 2.30 Uhr kehrten die Seenotretter am Morgen des 19.4. zu ihrer Station zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulker machte sich selbstständig
(21.04.13) Der zyprische Bulkcarrier "Sirius", 23456 BRZ (IMO-Nr.: 9541887), riss sich am 19.4. von seinen Moorings im Waalhaven Süd in Rotterdam los. Der Schlepper "Shadow" assistierte dabei, den Frachter wieder an Tonne 29 festzubekommen. Die "Sirus war am 18.4. in Rotterdam eingelaufen und verließ den Hafen mit Kurs Rouen am 19.4. um 14 Uhr. Quelle: Tim Schwabedissen



30 Container bei Bargenbrand zerstört
(21.04.13) Eine Barge der Alaska Marine Lines traf um den 8.4. in Whittier ein mit rund 30 verbrannten und geschmolzenen Containern, die dort von Bord geholt wurden. Vor Digby Island nahe Prince Rupert waren sie an Bord des Fahrzeugs der Alaska Marine Lines in Flammen aufgegangen, nachdem ein Generator, der für die Kühlung sorgen sollte, Feuer gefangen hatte. Insgesamt waren 210 Container an Bord. Der Schlepper, der die Barge transportierte, hatte den Brand löschen können. Die kanadische Coast Guard assistierte dann dabei, die Barge nach Ketchikan zu bringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppercrew bei Untergang auf der Neva ertrunken
(21.04.13) Am 19.4. sank der russische Schlepper „RBT-300" der Atachi LLC an einem Pfeiler der Dvortsovybrücke über die Neva in St. Petersburg. Das Schiff war dort im Auftrag der Pilon JSC mit Reparaturarbeiten beschäftigt, als es gegen die Brücke getrieben wurde und kenterte. Es trieb dann kieloben noch 220 Meter weiter, um dann auf 12 Metern Wassertiefe zu sinken. Luftkissenboote suchten anschließend nach der zweiköpfigen Crew. Ein Krisenstab wurde in St. Petersburg zur Koordination der Rettungsarbeiten eingerichtet. Am 20.4. war ein Schwimmkran vor Ort, um das Wrack des 1959 in Archangelsk erbauten Schleppers zu heben. Quelle: Tim Schwabedissen



(Bild: USCG)   Großbild klick!
Schleppzug auf Illinois River geriet bei Rekordhochwasser außer Kontrolle
(20.04.13) Der amerikanische Schlepper "Dale A. Heller" verlor am Abend des 18.4. auf dem Illinois River am Marseilles Dam die Kontrolle über die von ihm transportierten 14 Bargen in starker Flussströmung nach heftigen Regenfällen.
Sieben Bargen rissen sich los und trieben gegen den Marseilles Dam, der dabei beschädigt wurde. Drei Bargen sanken an dem Damm. Die "Dale A. Heller" war flussabwärts in Anfahrt der Marseilles Schleuse gewesen, als der Schleppzug auf den Damm zuzutreiben begann.
Das Marseilles Police Department sperrte die Main Street Bridge direkt unterhalb des Marseilles Dam vorsorglich. Inspektoren der Marine Safety Unit Chicago Marine befragten die Crew und nahmen routinemäßig Drogentests vor.
In La Quinta Inn in Peru, Illinois, wurde ein Krisenstab gebildet aus Vertretern der Coast Guard, des Army Corps of Engineers, des Marseilles Police Department und den Schiffseignern. Die „Dale A. Heller“, (MMSI-Nr.: 366963050) ist 38 Meter lang und blieb bei dem Unfall unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Min Long Yu auf dem Riff
(Bild: Philippine Coastguard)   Großbild klick!
Chinesischer Kutter wird nach Bergung unter Bewachung durchsucht
(20.04.13) Das 48 Meter lange, chinesische Fischereifahrzeug „Min Long Yu“, das nach 11 Tagen auf dem Riff am 19.4. um 14.20 Uhr durch die „Limay“ der Malayan Towage vom Tubbataha Reef geborgen wurde, traf am 20.4. im Schlepp in Puerto Princesa City ein, wo es gründlich untersucht werden und weiteres Beweismaterial gegen die 12-köpfige Crew gesammelt werden sollte.
An Bord waren nach der Strandung 400 Kisten mit je fünf bis sechs toten Schuppentieren entdeckt worden. Die Crew sitzt im Palawan Provincial Jail ein. Sie erklärten sich als nicht schuldig bei einem Verhör.
Die philippinische Coast Guard sorgte für eine schwere Bewachung der „Min Long Yu“ im Hafen, damit die Inventarisierung der Fracht ungestört vonstattengehen kann. Taucher sollten derweil den angerichteten Schaden am Korallenriff, der sich auf einer Fläche von über 2000 Quadratmeter erstreckt, inspizieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Explosion auf Fischfabrik vereitelt Abschleppversuch
(20.04.13) Am 19.4. kam es zu einer starken Explosion an Bord der weiterhin brennenden chinesischen Fischfabrik „Kai Xin“. Gerade hatte der Fischtransporter „Skyfrost“, der zur Hilfeleistung beordert worden war, ein eigenes Boot ausgesetzt, um eine Schleppverbindung aufzubauen. Daraufhin wurde der Versuch aufgegeben.
Am 20.4. sollte, wenn das Wetter es zulässt, ein neuerlicher Anlauf gestartet werden. Zuvor hatte die chilenische Marine den Kapitän unter Strafandrohung zur Hilfeleistung verpflichtet. Er hatte bereits wieder abgedreht, nachdem die 97-köpfige Crew in Sicherheit war.
Die "Kai Xin" hatte sich, mit rund fünf Knoten mit dem Heck voran in der Bransfield-Straße treibend, zeitweilig bis auf 22 Kilometer der chilenischen Marinebasis Arturo angeliefert, driftete dann aber in nordöstlicher Richtung aus der Bransfield-Straße auf die offenen Gewässer der Drake-Straße zu, wo rauere See herrschen könnte.
Die Distanz des Schiffes zur nächsten Küste, der Fildes-Halbinsel von King George, vergrößerte sich dabei auf 40 Kilometer. Das Meer ist dort um die 1.000 Meter tief, aber es wurde gehofft, dass, wenn das Schiff untergehen sollte, möglicherweise der Treibstoff bereits verbrannt wäre. Am 21.4. sollte gegen Mittag der chilenische Marineschlepper „Lautaro“ den Havaristen erreichen. Er hatte Experten zur Bekämpfung von Meeresverschmutzung an Bord. Die „Skyfrost“ sollte derweil versuchen, mit ihrer Löschausrüstung das Deck der „Kai Xin“ zu kühlen. Quelle: Tim Schwabedissen



Aufbauten zerstörter Yacht werden in Faaborg verladen
(20.04.13) Im Hafen von Faaborg liegt derzeit ein 18 Meter langer und 11 Meter breiter 20-Tonnen-Aufbautenblock aus Fiberglas. Er ist der Rest eines Schiffes, das unlängst in der dortigen Tuco-Werft in Flammen aufging. Der Rumpf wurde komplett zerstört, womit vier Monate Arbeit in Rauch und Feuer aufgingen. Am Morgen des 20.4. sollte der Aufbautenblock auf eine Barge verladen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter sitzt auf Don fest
(20.04.13) Der russische Frachter „Volzskiy 45“ lief am 20.4. kurz nach dem Auslaufen aus Rostov auf dem Don auf Grund. Das Schiff hatte 5000 Tonnen in die Türkei bestimmten Mais geladen. Gegen 17 Uhr lag das Schiff unverändert fest. Die „Volzskiy 45“, 6003 tdw (IMO-Nr.: 8862703), wurde 1991 erbaut und läuft für die OAO Donrechflot in Rostov-on-Don.Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief auf Bystroe Bar
(20.04. 13)Der russische Frachter „Modulus 3“, der mit 3000 Tonnen Raps von Braila, Rumänien, nach Rotterdam unterwegs war, lief bereits am 4.4. auf Bystroe Bar auf Grund. Das Schiff hatte 4.70 Meter Tiefgang. Die „Modulus 3“, 4432 tdw (IMO-Nr.: 9471812), wurde 2010 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Überladene Fähre auf der Fahrt nach Belem gekentert – 13 Tote, weitere Vermisste
(20.04.13) Das brasilianische Fährboot „Leao do Norte“ kenterte in starker Strömung bei einer 10-stündigen Überfahrt von Chaves nach Belem am Morgen des 19.4. nahe der Mündung des Amazonas in einer Biegung des Arari River bei Marajo Island.
Das Schiff trieb noch über zwei Kilometer, bevor es endgültig sank. Dabei kamen 13 Passagiere ums Leben, weitere wurden vermisst. 46 Passagiere konnten sich retten, insgesamt waren wohl um mehr als 60 Personen an Bord des nur für 25 Fahrgäste zugelassenen Schiffes.
Sechs Taucher durchsuchten das Wrack nach weiteren Opfern. Die meisten, die zu einem Markt in Belem unterwegs waren, wurden im Schlaf überrascht. Zwei Helikopter und ein Suchschiff hielten nach den Vermissten Ausschau. Der Kapitän hatte zunächst eine erheblich geringere Passagieranzahl als später festgestellt angegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Danio wird einen Monat nach Strandung nach Swinemünde geschleppt
(20.04.13) Der unter Antigua-Flagge laufende Frachter "Danio", der am 18.3. vor Farne Island gestrandet und am 28.3. geborgen und nach Blyth eingeschleppt worden war, verließ den Hafen am 19.4. um 18.40 Uhr am Haken des polnischen Schleppers "Cyklop", 186 BRZ (IMO-Nr.: 6605448), der dort am 17.4. von Dordrecht kommend eingelaufen war. Der Schleppzug wird am 23.4. um 22 Uhr in Swinemünde erwartet, wo der Frachter repariert werden soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Rheinfähre und Sportboot
(20.04.13) Ein Binnenschiff kam am 17.4. auf dem Rhein bei Wiesbaden vom Kurs ab und rammte eine Fähre. Es entstand dabei ein Schaden von rund 40 000 Euro. Die Fähre hatte am Ufer von Wiesbaden-Biebrich gelegen. Auch ein Sportboot, das an der Fähre festgemacht hatte, wurde beschädigt. Der Kapitän des Binnenschiffes räumte zur Unfallursache gegenüber der Polizei ein, er sei unachtsam gewesen und dabei vom Kurs abgekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der „Lady Anna“ auf Grey River entdeckt
(20.04.13) Der am 16.4. nahe Greymouth gekenterte Kutter „Lady Anna“ sollte am 20.4. geborgen werden. Das Wrack war von Tauchern am Spätnachmittag des 19.4. in der Mündung des Grey River gefunden worden. Sie befestigten dann Bojen daran. Es sollte nun auf den Strand gezogen und abtransportiert werden. Zwei Mann waren nach dem Unglück bei Cobden gerettet worden, der Skipper ertrank. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Vermisste nach Kutteruntergang vor Texas
(20.04.13) Am 19.4. sank der 50 Fuß lange Kutter „Nite Owl“ vor der texanischen Golfküste. Um 3.30 Uhr fing die Coast Guard ein Notsignal auf. Das Schiff war 115 Meilen von Galveston entfernt im Sinken begriffen.
Ein HU 25 Falcon-Jet stieg von der Air Station Corpus Christi auf. Nach fünfstündiger Suche entdeckte dessen Crew einen Mann, der aus einer Rettungsinsel winkte. Er wurde von einem MH 65-Dolphin-Hubschrauber der Air Station Houston gerettet. Der Fischer berichtete, dass vier weitere Personen sich an Bord des Kutters befunden hätten.
Er wurde dann auf einer nahen Bohrinsel abgesetzt, sodass der Hubschrauber sofort die Suche auf über 2000 Quadratmeilen fortsetzen konnte. Neben ihm waren ein weiterer MH-65 Dolphin der Air Station New Orleans, das Patroullienboot „Thetis“ aus Key West und eine HC-144 Ocean Sentry des Aviation Training Center Mobile, Alabama, an der Suche beteiligt.
Der bislang einzige Gerettete wurde nach medizinischer Betreuung nach Galveston zurück gebracht. Er konnte zur Ursache des Untergangs keine Angaben machen. Die Suchaktion dauerte am 20.4. an. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot vor Lummi Island in Seenot
(20.04.13) Die US Coast Guard kam der zweiköpfigen Crew des 38 Fuß langen Sportbootes „White Fox“ zu Hilfe, das südlich von Lummi Island am 19.4. Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard Puget Sound fing um 10:40 Uhr einen Notruf von der Position nahe Vendovi Island, Washington, auf. Ein 45-Fuß-Boot der Station Bellingham und ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Port Angeles wurden zur Hilfeleistung entsandt.
Das Rettungsboot fand die „White Fox“ gegen 11 Uhr 1000 Yards östlich von Vendovi Island und setzte einen Seenotretter über, der als Ursache des Wassereinbruchs ein schadhaftes Ventil ausmachen konnte und es abdichtete. Danach wurde das Boot mit seiner eigenen Pumpe gelenzt und nach Squalicum Harbor in Bellingham geschleppt, wo es um 12:40 Uhr eintraf. Quelle: Tim Schwabedissen



Kulluk erreichte Singapur
(20.04.13) Der unter Panama-Flagge laufende Schwergutfrachter "Xiang Rui Kou", 35568 BRZ (IMO-Nr.: 9483102) erreichte mit dem beschädigten Shell-Rig "Kulluk" an Deck am 20.4. um 11.30 Uhr Singapur. Das 1983 erbaute Rig war am 31.12.2012 vor Sitkalidak Island in Alaska auf Grund getrieben, nachdem es zuvor bis Oktober in der Beaufort Sea eingesetzt gewesen war.
Auf dem Weg ins Winterquartier in Seattle war es in einen Sturm geraten und hatte sich losgerissen. Die US Coast Guard evakuierte die 18-köpfige Crew am 29.12. Danach trieb das verlassene Rig auf Grund. Am 6.1. war die Bergung gelungen. Nachdem die Seetüchtigkeit wieder hergestellt worden war, wurde die „Kulluk“ nach Kodiak Island in die Kiliuda Bay geschleppt und dort zur Überführung in eine Werft verladen. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot drohte auf Weser zu sinken
(20.04.13) Am Morgen des 19.4. drohte eine Segelyacht auf der Weser zu kentern. Die Crew funkte um Hilfe. Das Polizeiboot „Bremen 1“ befand sich gerade auf der Weser in Höhe Kilometer 7, als die Besatzung den Notruf des 75 Jahre alten Skippers und seiner 70-jährige Ehefrau auffing.
Das Boot hatte sich auf Höhe des Flughafens Lemwerder befunden. Es war auf der Fahrt aus dem Winterlager, einem Yachthafen in Hasenbüren, als auf der Überführungsfahrt in Höhe Ochtum ein Rumpeln ertönte, als das Schiff vermutlich mit einem Hindernis kollidierte und erheblichen Wassereinbruch erlitt.
Die Wasserschutzpolizei traf einige Minuten später ein und fand die Yacht am rechten Weserufer vor. Die beiden Insassen hatten sie auf die Uferböschung gesetzt. Das Wasser, das wohl über eine undichte Stopfbuchse ins Boot eindrang, stand bereits 20 Zentimeter über den Flurplatten. Die Crew der „Bremen 1“ setzte sofort die eigene Lenzpumpe ein und verhinderte ein Kentern. Anschließend schleppten sie die sieben Meter lange Yacht zur nächstgelegenen Werft. Die Mitarbeiter wurden vorab informiert und bereiteten das sofortige Aufslippen vor. Quelle: Tim Schwabedissen



18 Tote nach Bootsunglück vor Borneo gefunden
(20.04.13) Die Anzahl der Todesopfer von dem Bootsuntergang vor Borneo am 17.4. stieg bis zum 19.4. auf 18. Fünf Arbeiter wurden noch vermisst. Sie kamen von einem Sägewerk, als eine große Welle ihr Boot auf dem Mahakam River in der Ost-Kalimantan-Provinz zum Kentern brachte. 21 Personen wurden gerettet. Insgesamt waren 44 Menschen an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler trieb in sechs Meter hohen Wellen
(20.04.13) Die RNLI Aran Islands in Galway Bay assistierte am 18.4. dem 24 Meter langen Trawler „Archangel“, der mit sechs Mann Crew an Bord eine Meile nordwestlich von Inishmore Maschinenausfall erlitten hatte und bei 7-8 Beaufort in sechs Meter hohen Wellen trieb. Auch der Rettungshubschrauber Rescue 115 der Irish Coast Guard stieg auf. Es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen und den Havaristen zurück nach Rossaveal in Connemara zu schleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutterfischer im Sturm gerettet
(20.04.13) Die zweiköpfige Crew des Krabbenkutters „"Mary Elizabeth" wurde von der US Coast Guard gerettet, nachdem er am Morgen des 19.4. auf den Shackleford Banks gestrandet war. In stürmischer See war an ein Abschleppen nicht zu denken, deshalb schickte die Coast Guard Elizabeth City einen Helikopter. Beide Fischer wurden unversehrt gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



"Norfolk Express" sitzt auf (Bild: Bundespolizei)   Großbild klick!
Norfolk Express saß auf Leitdamm der Weser fest
(19.04.13) Der unter Bermuda-Flagge registrierte Hapag-Lloyd-Containerfrachter "Norfolk Express" 36.606 BRZ (IMO-Nr.: 9104902), lief am 18.4. um 9.30 Uhr in der Wesermündung rund neun Meilen nordöstlich des Jade Weser Port zwischen Wremen und Dorum auf Grund. Das Schiff hatte um 8.40 Uhr vom Stromkai in Bremerhaven losgeworfen und war auf der Reise nach Le Havre.
Es geriet mit einer Geschwindigkeit von rund 19 Knoten dwars auf einen Leitdamm, der die Fahrrinne dort begrenzt, nachdem es aus bislang unbekannter vom Kurs abgekommen war. Der Frachter saß mit einem Drittel seiner Gesamtlänge von 245 Metern auf. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls ebenfalls erheblich beschädigt. Die 29-köpfige Crew blieb bei der Havarie unversehrt, auch Schadstoffaustritte wurden bei einem Kontrollflug durch einen Hubschrauber der Fliegerstaffel der Bundespolizei aus Fuhlendorf (Schleswig-Holstein) nicht beobachtet.
Um 10.45 Uhr übernahm das Cuxhavener Havariekommando die Einsatzleitung. Zur selben Zeit verließ das Gewässerschutzschiff "Neuwerk" Wilhelmshaven. Die Schlepper "Bugsier 6", "Elbe", "Geeste" und "Ems" wurden zur Assistenz gerufen, auch die "Nordergründe" der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sowie die "Visura" der Polizei stießen hinzu. Drei Schlepper sicherten den Havaristen, der auch seinen Buganker hatte fallen lassen, in den folgenden Stunden auf Position, damit weiter andere Schiffe die Weser passieren konnten.
Gegen Mittag lief der Notfallschlepper "Nordic" aus Cuxhaven aus und machte sich mit 18 Knoten Fahrt auf den Weg in die Wesermündung. Um 16.45 Uhr gelang es mit den vereinten Kräften der "Ems", "Elbe", "Geeste" und "Bugsier 6", den Havaristen im ersten Anlauf vom Leitdamm herab zu ziehen, rund zwei Stunden vor Eintritt des vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie für 19 Uhr angekündigten Hochwassers. Anschließend ging es zur Untersuchung zurück nach Bremerhaven. Der Konvoi wurde dabei von der "Neuwerk" und der "WSP 3" eskortiert. Um 18.30 Uhr war der Frachter zurück am Stromkai.
"Norfolk Express" wird freigeschleppt
(Bild: Bundespolizei)   Großbild klick!
Dort nahmen Ermittler der Wasserschutzpolizei ihre Arbeit auf, um herauszufinden, ob technisches oder menschliches Versagen die Unfallursache war. Die Beamten der Wasserschutzpolizei verschafften sich nach dem Festmachen einen Überblick über die Schäden.. Außerdem galt es, Besatzungsmitglieder zu dem Unfall zu befragen wie auch die Lotsen, die zum Unglückszeitpunkt an Bord waren. Der Bug wurde durch den Aufprall so stark eingebeult, dass die Schäden zunächst auf einer Bremerhavener Werft repariert werden müssen.
Die „Norfolk Express“ war bereits am Morgen des 30.5.2008 im Golf von Suez bei Ras Shukeir auf der Fahrt von Gioia Tauro in Italien nach Jebel Ali mit 1.170 Containern beladen auf Grund gelaufen. Die Havarie ereignete sich seinerzeit bei vier Beaufort Wind und guter Sicht, als das Schiff mit 21 Knoten am südlichen Rand des Verkehrstrennungsgebietes unterwegs war. Der polnische Wachoffizier hatte gegen vier Uhr entgegen der Anweisungen des Schiffssicherheitsmanagementsystems der Reederei den Ausguck für Reinigungsarbeiten in den Aufbauten entlassen.
Das Schiff überholte zwischen 4.30 und 4.49 Uhr zwei Mitläufer und hätte dann eine Kursänderung nach 132 Grad durchführen müssen. Dies unterblieb aber, der Wachoffizier war in der Radiostation durch private Emails und Radarbeobachtungen abgelenkt worden, bis ihn der Schiffsverkehrsdienst zwischen 4.58 Uhr bis 5.06 Uhr immer dringlicher rief und auf die Gefahr einer Strandung wegen nicht erfolgter notwendiger Kursänderungen hinwies. Da sich wegen abnehmender Wassertiefe die Geschwindigkeit des Schiffes bereits verringerte, war es zu spät , noch starke Rudermanöver durchzuführen, legte er den Maschinentelegrafen auf Stopp und setzte das Schiff dann mit noch 15,3 Knoten auf Grund.
Er hatte noch versucht, dem Schiff die Möglichkeit zu eröffnen, in einem spitzen Winkel parallel zur Küste wieder freizukommen. Dabei galt es, ein Ausbrechen des Hecks nach Steuerbord in noch flacheres Wasser zu vermeiden. Der Kapitän wurde durch die Erschütterungen beim Aufsetzen geweckt. Er betrat um 5.09 Uhr die Brücke und fand den Wachoffizier in der Steuerbordnock offenbar unter Schock stehend vor. Er fragte, was passiert sei, und erhielt als Antwort: „No Idea“. Später erholte er sich in seiner Kammer und war erst ab 15 Uhr in der Lage, Rede und Antwort zu stehen. Der Kapitän traf derweil Maßnahmen nach den Verfahrensanweisungen des Sicherheitsmanagementsystems, kontaktierte die VTS Gharib und überprüfte das Schiff auf Schäden.
"Norfolk Express" im Hafen
(Bild: Bundespolizei)   Großbild klick!
Dann informierte er die Reederei. Eine Unterwasserinspektion von Ruder und Propeller ergab ebenfalls keine Hinweise auf Schäden. Bei einer Inspektion wurde festgestellt, dass trotz Verbiegungen von Längsspanten,, Stegen und Rohren sowie gerissenen Schweißnähten die Fahrt zum nächsten Hafen möglich war. Die Stege konnten mit Setzwegern teilweise repariert werden, einige Längsträger und Stahlplatten galt es zu ersetzen.
Zur Bergung waren die Svitzer Salvage BV beauftragt, zuvor galt es aber erforderliche Leichterungsarbeiten und Stabilitätsberechnungen durchzuführen sowie Betauchungen, Inspektionen der technischen Einrichtungen und hydrographische Messungen durchzuführen, ehe am 13.6. zwei Schlepper den Havaristen flottmachten, der seine Reise am 17.6. fortsetze und am 24.6. in Jebel Ali zurück war, wo die Ladung gelöscht werden musste, ehe es nach Singapur zur Reparatur weiterging. Am 31.10. wurde diese mit der Klassebestätigung durch den GL beendet. Wie sich herausstellte, litt der Wachoffizier unter psychischen Problemen und hatte auch Beziehungsschwierigkeiten, die ihn ebenso bedrückten wie die Einsamkeit an Bord, wo es nur einen Landsmann gab.
Am 11.5.2011 rettete die "Norfolk Express" ihrerseits einen New Yorker, der bereits zum dritten Mal versuchte, den Atlantik im Ruderboot zu queren, knapp zwei Wochen nach dessen Start auf seine 5000-Meilen-Reise. Der Ruderer, Victor Mooney aus Queens, wurde 250 Meilen westlich der Kapverdischen Inseln in guter Verfassung geborgen, wo er am 26.2. in einem kleinen, seegängigen Boot aufgebrochen war, um über die Karibik nach Brooklyn zu kommen. Sein erster Anlauf war mit einem Untergang geendet, nachdem er in Senegal mit einem selbstgebauten Boot gestartet war. 2009 dann musste der zweite Anlauf abgebrochen werden, weil das Trinkwassersystem ausfiel.
Die „Norfolk Express“ hat eine Tragfähigkeit von 45.117 Tonnen, ist 244,90 Meter lang , 32,20 Meter breit und hat 19,00 Meter Tiefgang. Das 3.607-TEU-Schiff wurde 1995 bei den Hyundai Heavy Industries in Ulsan, Süd-Korea, als „Northern Majesty“ erbaut. Von 1996 bis 2002 lief es als „Hongkong Express“ und „Norfolk Express“, dann bis 2003 als „OOCL Atlantic“ und seither wieder als „Norfolk Express“ für Hapag Lloyd Hamburg im Management des Anglo Eastern Shipmanagement, Hong Kong, China. Quelle:Tim Schwabedissen



Chielenischer Schlepper soll chinesische Fischfabrik bergen
(19.04.13) Die chinesische Fischfabrik "Kai Xin", 4407 BRZ (IMO 8836027), die am 17.3. um 8.30 Uhr in der Bransfield Straße in der Antarktis in Brand war, trieb auf Zickzackkurzs sehr dicht zwischen den Gletschern umher mit einer Driftgeschwindigkeit von rund fünf Knoten. Die chilenische Marine schickte aus Punta Arenas einen Schlepper, der das Schiff auf den Haken nehmen und in einen Hafen bringen soll. Würde die „Kai Xin“ an der Küste stranden, drohte eine Ölverschmutzung in der ökologisch sensiblen Region. Quelle:Tim Schwabedissen



Klein-U-Boot durch Wellenschlag gesunken
(19.04.13) Drei Menschen wurden vermisst, nachdem ein kleines, ziviles U-Boot am 15.4. vor der Küste der südchinesischen Guangdong-Provinz sank. An Bord des Bootes, das von der Zhuhai Jianyu Shipping Company in Zhuhai entwickelt worden war, befanden sich vier Personen, als es eine Unterwasser-Testfahrt unternahm. Beim Auftauchen geriet es in Algen auf der Wasseroberfläche, wodurch die Maschine ausfiel. Der Kapitän öffnete eine Luke, um der Crew zu ermöglichen, aus dem fünf Meter langen und 1,2 Meter breiten Boot hinaus zu kommen. Eine Welle ließ es dann sinken. Nur ein Mann konnte sich schwimmend an Land retten. Die anderen ertranken in dem bei Ebbe nur zwei Meter tiefen Wasser. Offenbar waren sie in Panik geraten. Sie hätten sich auch auf den Mast des Bootes, der noch aus dem Wasser ragte, flüchten und auf Retter warten können. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Atom-U-Boot rasch gelöscht
(19.04.13) Auf dem amerikanischen U-Boot USS „Topeka“ brach am 16.4. um 11.30 Uhr ein Feuer aus, während es am Portsmouth Naval Shipyard lag. Der Brand auf dem atomgetriebenen Boot konnte rasch gelöscht werden. Er war entstanden, als eine provisorische Schalttafel entfernt wurde und ein Kabel Funken schlug. Dadurch wurde eine in der Nähe befindliche Plastikabdeckung in Brand gesetzt. Die sofort eingeleiteten Löschmaßnahmen hatten umgehend Erfolg. Die USS “Topeka” lag seit Dezember zur Überholung in einem Trockendock des Portsmouth Naval Shipyard. Quelle:Tim Schwabedissen



20-Meter-Motoryacht auf Ijsselmeer in Seenot
(19.04.13) Am Nachmittag des 18.4. wurde die KNRM-Station Enkhuizen durch den Mayday-Ruf einer 20 Meter langen Motoryacht auf dem aufgewühlten IJsselmeer alarmiert. Das Boot war auf der Fahrt von Sneek nach Enkhuizen, als vor Stavoren die zwei Elektromotoren ausfielen. Das Schiff schlug in den fast zwei Meter hohen Wellen quer und begann heftig zu rollen. Deshalb funkte die zweiköpfige Crew Notrufe. Die Küstenwache rief die Seenotretter der Stationen Eenkhuizen und Hindeloopen. Als erstes Rettungsboot war die „Rien Verloop“ vor Ort und erreichte den Havaristen vor den Untiefen des Vrouwenzand unweit von Stavoren. Sofort wurden zwei Rettungsleute an Bord abgesetzt, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Sie fanden an Bord ein Schlachtfeld vor, verursacht durch das starke Rollen der Motoryacht. Wenig später trafen auch die „Watersport“ aus Enkhuizen und die „Alida“ der KNRM Station Hindeloopen ein. Die „Watersport“ stellte umgehend eine Schleppverbindung her, um das Boot mit dem Bug in den Wind zu drehen. Dann wurde beschlossen, es nach Enkhuizen einzuschleppen. Dies dauerte eineinhalb Stunden. Gegen sechs Uhr wurde es im Hafen festgemacht, wo ein Glaser sich wenig später daran machte, die von den Wellen eingeschlagenen Scheiben zu ersetzen. Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Vermisste und sechs Tote bei zwei Unglücken in China
(19.04.13) Am 19.4. suchten Rettungsteams von Feuerwehr und Polizei in Hong Kong weiterhin nach sechs Vermissten, nachdem zwei Schiffe im Nebel zwischen Beaufort Island und Wong Ma Kok kollidiert waren. Die Sicht vor Ort betrug in der Nacht nur eine halbe Meile. Die 11 Mann an Bord eines 96 Meter langen Frachters, der Sand transportierte, waren im Wasser gelandet, nachdem ihr Schiff vor Stanley am Vorabend an der Südostseite von Hong Kong Island mit einem größeren Fahrzeug kollidiert und gesunken war.
Es hatte vor Anker gelegen, als das andere Schiff ihm in die Seite fuhr. Fünf Menschen konnten gerettet werden. Sie wurden zu einer Pier in Aberdeen gebracht und von dort weiter in die Queen Mary oder Ruttonjee-Krankenhäuser. Sie wurden beim Transport mit Sauerstoff versorgt. Die sechs anderen Besatzungsmitglieder wurden in der durch die schlechte Sicht beeinträchtigten Suche zunächst nicht gefunden.
Polizeitaucher und fünf weitere Rettungsboote wurden am Morgen des 19.4. zur Unglücksstelle geschickt, um die bereits vor Ort befindlichen vier Schiffe zu unterstützen. Ein Helikopter konnte wegen der Sichtverhältnisse nicht aufsteigen. Die Polizei vernahm bisher sieben Besatzungsmitglieder der beiden Unfallbeteiligten zu dem Unglück. Der Kollisionsgegner war zwar schwer beschädigt worden, aber schwimmfähig geblieben.
Bereits in der Nacht zum 17.4. war es vor der chinesischen Hunan-Provinz zu einem weiteren Unglück mit sechs Toten gekommen, als ein Boot einer Baufirma auf dem Yuanjiang-Fluss kenterte. 30 Schiffe und 300 Menschen hatten nach den 12 Personen, die ins Wasser gestürzt waren, gesucht, doch nur die Hälfte konnte lebend gerettet werden. Erst am 18.4. wurden die letzten Vermissten tot geborgen. Quelle:Tim Schwabedissen



Arrestierter Tanker in Chennai wird auf Gerichtsweisung verkauft
(19.04.13) Am 18.4. ordnete der Madras High Court den Verkauf des indischen Tankers "Pratibha Cauvery", 16949 BRZ (IMO-Nr.: 7920754), an, der in Chennai arrestiert worden war, nachdem Angehörige eines bei der Strandung des Schiffes am 31.10.2012 in einem Taifun ums Leben gekommenen Besatzungsmitgliedes für eine Entschädigung vor Gericht gegangen waren. Nachdem es zu einer Einigung mit den Hinterbliebenen der sechs Todesopfer sowie den 21 überlebenden Besatzungsmitgliedern gekommen war, wurde um Gebote für das Schiff gebeten. Ein offenes Bieterverfahren sollte Transparenz und einen besseren Erlös bringen als ein privater Verkauf des Schiffes. Bis zum 25.4. können nun Angebote abgegeben werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Patroullienboot in Charleston gehoben
(19.04.13) Ein achtköpfiges Bergungsteam aus Virginia Beach hob am 18.4. das gesunkene Patroullienboot der US-Marine in Charleston. Es war am 13.4. um 21.40 Uhr mit einer Einheit der Navy Reserve in Jacksonville, Florida, von Jacksonville nach Charleston unterwegs, als es mit einer sechsköpfigen Crew an Bord beim Einlaufen auf die Außenmole lief und später sank auf 20 Fuß Wassertiefe. Am 16.4. trafen Taucher der Mobile Diving and Salvage Unit 2 vor Ort ein, um mit der Coast Guard die Bergung einzuleiten. Sie installierten Hebepunkte, fixierten Bergungsgurte und Hebesäcke mit einer Kapazität von 22000 Pfund. Am Morgen des 18.4. gelang es dann, das 34 Fuß lange Boot wieder an die Wasseroberfläche zu bekommen. Das Boot des Coastal Riverine Squadron 10 wurde dann zur U.S. Coast Guard Station an der Tradd Street transportiert. Auch das Feuerlöschboot von Charleston war beschädigt worden, als es das in Not geratene Boot ansteuerte, als es eine Tonne im Hafen rammte, die ein großes Loch in die Seite riss. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Giraffenladung beteiligt an Suchaktion für Segler in Seenot
(19.04.13) Der liberianische Containerfrachter “JPA Scorpius", 27100 BRZ (IMO-Nr.:9307279), der Schifffahrtsgesellschaft Oltmann bmH in Stade beteiligte sich am Morgen des 19.4. an der Suche nach einem russischen Weltumsegler, der 220 Kilometer südlich von Mallacoota seinen Notsender in stürmischer See aktiviert hatte. Der Frachter war auf der Reise von Auckland nach Melbourne und hatte eine 15 Monate alte Giraffe für den dortigen Zoo an Bord.
Wegen der sensiblen Ladung beendete das Schiff nach einer Stunde seinen Einsatz, um bei zunehmendem Sturm seine sensible Ladung nicht zu gefährden, und ging wieder auf Kurs nach Melbourne, wo es am 20.4. einlaufen sollte. Die Australian Maritime Safety Authority hatte seit 1.30 Uhr zwei Flugzeuge im Suchgebiet, während die HMAS "Melbourne" wegen 10 Meter hoher Wellen ebenfalls kapitulieren musste.
Um 12.30 Uhr lokalisierte dann eine C 130 Hercules den Segler, der am 13.4. aus Portland, Victoria, ausgelaufen war und sich auf dem Weg nach Neuseeland befand. Sein Boot hatte den Mast verloren, und ein Helikopter der Victoria Police winschte ihn wohlbehalten am Nachmittag auf., und er wurde in Mallacoota mit leichter Unterkühlung behandelt. Quelle:Tim Schwabedissen



"Ming Lo Yu geborgen
(19.04.13) Das chinesische Fischereifahrzeug “Ming Lo Yu” wurde am 19.4. vom Tubbataha Reef geborgen. Der dazu eingesetzte malaysische Schlepper „Limay“ sollte es anschließend Puerto Princesa City in Palawan bringen, wo die philippinische Coast Guard es weiter inspizieren wollte. Die 12-köpfige Crew blieb weiter im Palawan Provincial Jail inhaftiert. Ihnen drohen wegen des Schmuggels bedrohter Tierarten und illegalen Fischfangs bis zu 12 Jahre Haft. Quelle:Tim Schwabedissen



Gekentertes Rekord-Ruderboot im Atlantik geborgen
(19.04.13) Das 29 Fuß lange Ruderboot “Robert James Hanssen”, das auf dem Atlantik gekentert war, konnte am 17.4. durch einen Schlepper geborgen werden. Damit waren auch große Mengen wissenschaftlicher Daten und Videomaterial gerettet. Zwei der Ruderer, die am 6.4. mit dem Boot gekentert waren, Jordan Hanssen und Markus Pukonen, waren am 14.4. ausgelaufen, um ihr Boot heimzubringen. Es war durch ein gechartertes Flugzeug am 11.4. dann rund 475 Meilen nördlich von San Juan, Puerto Rico, lokalisiert worden. Mit Tauen und einer Winsch konnte das Boot nun auf das Achterdeck des Schleppers gezogen werden, auf dessen Deck es die Fahrt nach Puerto Rico antrat, von wo es dann zurück nach Seattle transportiert werden soll. Die achtere Kajüte des Bootes war nach der Kenterung mit Wasser vollgelaufen, was im Rahmen der Bergung ein Aufrichten des Bootes erschwert hatte. Erst mithilfe von Pressluft konnte das Wasser wieder außenbords gebracht werden. Die Ausrüstung und SD-Karten wurden dann intakt vorgefunden. Sie mussten nun aber zunächst mit entionisiertem Wasser wieder entsalzen werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kutter vor Whitby in Schwierigkeiten
(19.04.13) Am 11.4. erlitt der 16 Meter lange englische Kutter "Sparkling Waters" (MMSI-Nr.: 235006100) vor Whitby Maschinenausfall. Um 16.40 Uhr alarmierte die Humber Coastguard das RNLI –Boot "Forward Birmingham" in Whitby, um dem Kutter zu assistieren, der mit sechs Mann an Bord vor der Küste trieb. Der Kutter “Courage", der unterdessen versuchte, den Havaristen abzuschleppen, erlitt dabei bald selbst Maschinenprobleme und kämpfte mit seinem größeren Anhang, der nach Steuerbord wegscherte. Das Rettungsboot übernahm dann die Schleppverbindung und hatte den Kutter um 17.55 Uhr auf dem Haken. Um 18.15 Uhr wurde die "Sparkling Waters" im Fischereihafen von Whitby festgemacht. Quelle:Tim Schwabedissen



"Kai Xin" brennt (Bild: Gentileza Fuerza Aérea de Chile)   Großbild klick!
87 Mann von brennender Fischfabrik in der Arktis gerettet
(18.04.13) Die 105 Meter lange chinesische Fischfabrik "Kai Xin", 4407 BRZ (IMO 8836027), geriet am 17.3. um 8.30 Uhr in der Bransfield Straße in der Antarktis in Brand. Die gesamte 97-köpfige Crew wurde wohlbehalten von dem norwegischen Fischereifahrzeug "Juvel", 5500 BRZ (IMO-Nr.: 9256664), rund 34 Meilen von der chilenischen Forschungsstation Bernardo O'Higgins aufgenommen, nachdem ein Mayday-Ruf durch den chilenischen Fischfänger "Betanzos", 1438 BRZ (IMO-Nr.:7310923), der PescaChile Company und auch durch den Servicio de Búsqueda und die Salvamento Marítimo Maritime in Chile aufgefangen worden war.
Die chilenische Marine wurde von den Eignern der Fischfabrikersucht, den Schlepper "Lautaro“ aus Punta Arenas, der Ölbekämpfungsausrüstung an Bord hat, zum Havaristen zu schicken. Ein Flugzeug der Marine sollte die „Kai Xin“ am 18.4. ein weiteres Mal überfliegen. Das Schiff, das im Februar Montevideo verlassen hatte, trieb in Rauch gehüllt in ruhiger See. Es sollte, solange es seetüchtig blieb, möglichst rasch auf den Haken genommen werden. Auch der unter Panama-Flagge laufende Fischtransporter “Skyfrost” nahm Kurs auf das Seegebiet. , 12383 BRZ (IMO-Nr.: 8521830), um die Schiffbrüchigen von der “Juvel” zu übernehmen.
Dieses Schiff entstand 1985 auf der Mathias-Thesen-Werft in Wismar als “Hermann Matern”. Die „Kai Xin“ ist eines von rund 50 für die Antarktis-Fischerei durch die Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources zugelassenen Schiffen. Sie wurde 1990 erbaut und läuft für die Shanghai Kaichuang Deep Sea Fisheries Co. Ltd. Quelle:Tim Schwabedissen



„Costa Concordia“ (Bild: Microperi)   Großbild klick!
Steinkirchener Schwergutfrachter im Einsatz bei der Bergung der „Costa Concordia“
(18.04.13) Am 16.4. wurde der erste von insgesamt 30 Caissons durch den unter Antigua-Flagge registrierten Schwergutfrachter „Svenja“, 15926 BRZ (IMO-Nr.: 9458901) der Steinkirchener SAL-Shipping mit deren Schwerlastkränen auf der Steuerbordseite des vor Giglio liegenden Wracks der „Costa Concordia“ abgesetzt.
Am Vortag hatte der Frachter den Hafen von Livorno mit dem 395 Tonnen schweren Stahlkörper verlassen. Nach Ende des Einsatzes lief er den kleinen Hafen von Giglio an. Die Hälfte der Caissons soll auf der aus dem Wasser liegenden Seite des Kreuzfahrtschiffes fixiert werden. Wenn dies abgeschlossen ist, werden sie mit Wasser gefüllt und der Rumpf dann an Stahltrossen aufgerichtet, sodass er auf dem Bett aus fünf Stahlplattformen, das im Meeresgrund verankert wurde, zu liegen kommt.
Auch die Sektionen des riesigen Stahlgerüstes wurden von der „Svenja“ zur Insel gebracht. Dann werden weitere 15 Caissons an Backbord angebracht. Anschließend sollen alle 30 Körper ausgepumpt werden und die “Costa Concordia” schwimmfähig machen. Die Größe der Caissons variiert, der größte wiegt 500 Tonnen, ist 30 Meter lang, 11 Meter hoch und ebenso breit. Vier Körper sind in Livorno bereits fertiggestellt und warten auf die Überführung, der Rest ist noch im Bau.
Das Aufrichten des Wracks wird mindestens zwei Tage dauern, wobei weitere Schädigungen am geschwächten Rumpf zu vermeiden sind. An Bord des Wracks sind weiterhin etliche Tonnen verrottender Nahrung, Möbel, Gepäck und andere Stoffe, sodass besonderes Augenmerk dem Schutz der Umwelt zu gelten hat. Quelle:Tim Schwabedissen



Brandneuer Bulker lief auf Grund
(18.04.13) Der brandneue, unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier „Kanoura“ lief auf der Fahrt von Sulawesi nach Townsville mit einer Ladung Nickelerz unweit des Abgangshafens vor der Küste von Indonesien am 15.4. auf Grund. Am 16.4. gegen Mitternacht lag er in unveränderter Position. Die „Kanoura“, 61000 tdw (IMO-Nr.: 9642215), ist 199 Meter lang und 32 Meter breit. Quelle:Tim Schwabedissen



Auffahrunfall im Eis vor Finnland
(18.04.13) Am 16.4. um 18.05 Uhr lief der holländische Frachter "Varnebank", 6130 BRZ&xnbsp;(IMO-Nr.: 9213739), in Eisfahrt dem finnischen Tanker&xnbsp;"Neste", 15980 BRZ (IMO-Nr.: 9255294 ), der mit einer Ladung Dieselöl von Tahkoluoto kam, ins Heck. Die Kollision ereignete sich südlich von Kemi im Bottnischen Meerbusen. Beide Schiffe waren dem Eisbrecher "Odin" gefolgt, als die “Neste” im Eis steckenblieb. Daraufhin konnte die "Varnebank" auf ihrer Fahrt von Kaliningrad nach Kaskinen nicht mehr rechtzeitig aufstoppen. Der Eisbrecher "Urho" untersuchte beide Havaristen, die glimpflich davon gekommen zu sein schienen, sodass beide ihre Fahrt fortsetzen konnten, um später im Hafen gründlicher inspiziert zu werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsschlepper am Tubbataha Riff eingetroffen
(18.04.13) Der Schlepper „Limay“ der Malayan Towage Salvaging Corp. soll das am 8.4. auf dem Tubbataha Reef gestrandete chinesische Fischereifahrzeug „Ming Lo Yu“ bergen. Er traf am 18.4. um 14 Uhr vor Ort ein und sollte den Havaristen am 19.4. bergen.
Wegen Maschinenproblemen der „Corregidor“ der philippinischen Küstenwache war die Operation am 14.4. gestoppt worden. Der Rumpf und Propeller des Havaristen schienen weiterhin unversehrt zu sein, auch wenn das Schiff vertrieben ist seit der Strandung. Nach einer Inspektion soll es vom Riff abgebracht und nach Puerto Princesa geschleppt werden. Hier soll auch die Ladung geschützter Tiere näher untersucht werden. Bei der Bergung soll die „Romblon“ der Küstenwache auf Standby bleiben. Quelle:Tim Schwabedissen



Über 30 Vermisste nach Bootsunglück in Indonesien
(18.04.13) Am 17.4. kenterte ein überladenes Boot mit bis zu 68 Arbeitern an Bord auf dem Mahakam River im indonesischen Ost-Kalimantan bei der Flussquerung. Bis zum 18.4. wurde ein Toter geborgen, Dutzende Menschen wurden noch vermisst. Retter kämpften mit starken Strömungen und schlechter Sicht im Wasser. 31 Bootsinsassen wurden gerettet. Mehr als ein Dutzend Boote war vor Ort im Einsatz. Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsboot im Einsatz vor Ballina gekentert
(18.04.13) Das Boot der Ballina Marine Rescue lag zwei Tage nach seiner Kenterung am Morgen des 15.4. weiter kieloben am Strand von Süd-Ballina. Es war bei einer Rettungsaktion für ein Motorboot umgeschlagen. Eine Person war in dem Rumpf in einer Lufttasche eingeschlossen worden, als es zwei Kilometer vor der Küste in bis zu drei Meter hohen Wellen verunglückt war.
Nach einer Stunde wurden alle fünf Menschen von dem Ballina Jet Boat gerettet. Das gekenterte Boot trieb am 16.4. einige Kilometer von South Wall entfernt auf den Strand, gefolgt von den Wracktrümmern des zunächst verunglückten Motorbootes einige Stunden darauf. Der Strand ist von meterhohen Sanddünen umgeben und schwer zugänglich für Bergungsgerät. Die Marine Rescue hat die Bergung unterdessen ausgeschrieben und wartet auf Angebote. Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Fahrgastschiff auf Rursee
(18.04.13) Am 14.4. erlitt das Fahrgastschiff „Aachen“ der Rursee-Schifffahrt Wassereinbruch im Vorschiff. Rund 20 Liter Wasser drangen pro Minute über einen Riss im Schacht des Bugstrahlruders ein und füllten die vordere Abteilung einen halben Meter hoch. Es gelang der Crew, das Wasser zu lenzen. Wie sich herausstellte, war eine Schweißnaht im Tunnel des Bugstrahlers undicht geworden. Deshalb musste die „Aachen“ nach Rurberg einlaufen, wo sie mit Hilfe aufgeslippt wurde. Dann musste der Propeller ausgebaut werden, um an die Leckage heranzukommen.
Arbeiter einer Werft aus Königswinter haben die undichte Schweißnaht dann wieder geschlossen. Ärger mit dem Bugstrahlruder gab es auf einem anderen Schiff der Reederei bereits 2012: Bei Niedrigwasser war es in flachem Wasser auf Grund gelaufen. Dabei wurde Geröll angesogen, und der Propeller musste ausgetauscht werden. Die „Aachen“ hat eine Länge von 37,45 Meter, eine Breite von 6,48 Metern und einen Tiefgang von 82 Zentimetern. Sie wurde 1979 in Dienst gestellt und kann 472 Passagiere befördern. Quelle:Tim Schwabedissen



Altes Wrack im Flensburger Hafen?
(18.04.13) Taucher der Flensburger Feuerwehr entdeckten bei der Inspektion des Rumpfes des Polizeibootes „Glücksburg“ am 17.4. auf der Westseite des Hafens eine rund 10 Meter lange Holzkonstruktion, bei der es sich um ein altes Wrack handeln dürfte.
Am Ende des Routine-Tauchgangs war noch Luft in den Flaschen, und so begab sich ein Taucher bei guter Sicht entlang des Dreimasters "Sunthorice" in Richtung des Salondampfers "Alexandra" an der Fördebrücke. Auf halbem Weg sah er eine schwarze Struktur auf dem Hafengrund, die bei vorangegangenen Tauchgängen nicht sichtbar gewesen war. Es handelte sich um ein parallel zur Kaimauer liegendes Gerippe aus Eichenbohlen und Hölzern, die über etwa zehn Meter Länge sichtbar waren und darunter im Sediment des Hafengrundes verschwanden. Die Konstruktion machte den Eindruck eines von innen beplankten Spantengerippes.
Unweit davon fanden sich zwei Steinschloss-Karabiner, die sich in den kommenden Tagen Experten des Landeskriminalamtes anschauen wollen. Sie lagen zwar in unmittelbarer Nähe des Holzgerippes auf dem Hafengrund, doch war unklar, ob sie auch damit im Zusammenhang standen. Möglicherweise hat der Schraubensog des Hochgeschwindigkeitskatamarans „Dolphin Jet“ am 13.5.2012 das Sediment weggespült. Das Archäologische Landesamt in Schleswig will das Holz nun näher untersuchen lassen, der Leiter, Dr. Martin Segschneider, war sich aber bereits relativ sicher, dass es sich um die Überreste eines Schiffes handeln dürfte.
Ein weiterer Tauchgang durch Forschungstaucher soll klären, ob es für die Archäologen interessant ist, was nur der Fall wäre, wenn es vor 1850 gebaut wurde. Dies kann aber noch dauern. Quelle:Tim Schwabedissen



Carnival Triuph (Bild: USCG)   Großbild klick!
Reparatur der „Carnival Triumph“ bringt wirtschaftlichen Schwung nach Mobile
(17.04.13) 13 Tage nach dem Anlegen der losgerissenen "Carnival Triumph" am Alabama Cruise Terminal in Mobile stand fest, dass das Schiff nicht mehr zum Liegeplatz bei der BAE Werft zurückkehren wird. Stattdessen waren bis zu 23 Firmen, die sich im Lagerhaus des Kreuzfahrtterminals eingerichtet hatten, vor Ort dabei, das Schiff wieder herzurichten.
In der vergangenen Woche war ein Versuch, das manövrierunfähige Schiff zur Werft zurück zu bekommen, gescheitert, nun soll es erst wieder loswerfen, wenn die eigenen Maschinen einsatzklar sind. Bis dahin müssen die Arbeiter von BAE zum Alabama Cruise Terminal gebracht werden. Für die 800 Beschäftigten setzt Carnival Busse ein.
Die Reparatur wird noch rund drei Wochen dauern. Damit werden am Ende Liegeplatzgebühren in sechsstelliger Höhe fällig sein. Auch die Stadt Mobile profitiert von dem unerwarteten Gast, denn nach Feierabend schwärmen viele der Arbeiter in die umliegenden Geschäfte aus. Wenn die „Carnival Triumph“ im Wesentlichen repariert ist, soll sie zunächst nach Freeport, Bahamas, verholen, wo noch kosmetische Arbeiten anstehen. Quelle:Tim Schwabedissen



31 Personen von sinkendem Taucherschiff im Sturm bei Phuket in die See gesprungen
(17.04.13) Das thailändische Tauchboot „Little Princess“ sank in einem schweren Sturm am 16.4. Es war gegen Mittag von Bon Island, südlich von Tachai, ausgelaufen. Gegen 14 Uhr stand es rund vier Meilen vor der Insel, das von Beginn an schlechte Wetter wurde immer schlimmer mit starken Regenfällen und Seegang, der von starkem Westwind aufgebaut immer höher wurde.
Wellen begannen über das Heck zu brechen, durch Lüftungsöffnungen drang Wasser ein. Erst eine, dann zwei Lenzpumpen arbeiteten mit voller Kraft gegenan. Rund 1,6 Meilen vor Koh Tachai bekam das Schiff immer mehr Schlagseite, der Wassereinbruch verstärkte sich dadurch. Der Kapitän funkte Mayday und schoss zwei Notraketen ab.
Die meisten der 25 Fahrgäste und die sechsköpfige Crew sprangen schließlich über Bord und versuchten, schwimmend die Insel zu erreichen. Im letzten Moment wurden vier Passagiere, die unter Deck geblieben waren, bei einer Zählung als fehlend festgestellt und mussten ebenfalls ins Wasser. Das Schiff lag zu dieser Zeit schon sinkend auf der Seite. Zwei Besatzungsmitglieder versuchten, die beiden Rettungsinseln klarzumachen, doch nur eine konnte ausgebracht werden, da die „Island Princess“ aufzubrechen begann und aufgegeben werden musste. Wenig später sank sie auf 70 Metern Tiefe.
Angehörige des Surin National Park, die den Notruf aufgefangen hatten, versuchten die Unglücksstelle mit einem Schlauchboot zu erreichen, fanden in den hohen Wellen die Schwimmer aber nicht. Nach rund 30 Minuten kam ein Kutter, der in Lee von Koh Tachai Schutz vor dem Sturm gesucht hatte, zu Hilfe. Gegen 17 Uhr hatte er alle Schiffbrüchigen an Bord und kehrte zur Insel zurück. Inzwischen war auch das Patroullienboot HTMS “Pattani” der thailändischen Marine zur Hilfeleistung von der Tab Lamu Navy Base ausgelaufen und traf gegen 21 Uhr ein.
Die 31 Schiffbrüchigen wurden ebenso wie 400 auf der Insel vom Festland abgeschnittene Urlauber an Bord genommen und zur Royal Thai Navy 3rd Fleet Base in Tab Lamu gebracht. Hier trafen die Geretteten am 17.4. gegen drei Uhr früh ein. Das Tauchboot gehörte seit acht Jahren einem Eigner in Phuket und war geleast durch die Khao Lak Scuba Adventures in Phang Nga, einer Provinz nördlich von Phuket. Eine Bergung ist nicht möglich. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Malediven auf Riff gelaufen
(17.04.13) Am 15.4. gegen drei Uhr fing das maledivische Northern Area Coast Guard Squadron einen Notruf des Frachters “Koamas” auf, der nahe B. Vandhoo auf der Fahrt von Male nach&xnbsp;R. Alifushi auf ein Riff gelaufen war. Die Fracht wurde entladen, und um 10.30 Uhr konnte das Schiff wieder flottgemacht und beladen werden. An Bord waren fünf Tonnen Holz und eine fünfköpfige Crew. Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsboot kam ehemaligem Rettungsboot zu Hilfe
(16.04.13) Das RNLI-Boot aus Skegness kam am 13.4. der "Elizabeth", einem 42 Fuß langen umgebauten Rettungsboot, zu Hilfe, das in The Wash auf Grund gelaufen war. Die&xnbsp;"Lincolnshire Poacher" lief um 12.45 Uhr zu der Position bei den Wrangle Flats, 12 Meilen südlich von Skegness, aus, wo die&xnbsp;"Elizabeth" auf der Fahrt von&xnbsp;Wisbech nach Grimsby gegen 12 Uhr nordwestlich des Freeman Channel bei ablaufendem Wasser&xnbsp;mit zwei Mann an Bord festgekommen war.
Beim Eintreffen der Seenotretter lag sie bereits&xnbsp;hoch und trocken. Gegen 14 Uhr warf das RNLI-Boot Anker und wartete auf die Flut. Gegen 18 Uhr schwamm die "Elizabeth" wieder, konnte aber nicht die Maschine starten. Deshalb wurde eine Schleppverbindung hergestellt und das Boot auf tieferes Wasser gezogen, wo auch der Propeller wieder arbeiten konnte. Die "Elizabeth" wurde dann nach Bostin eskortiert, gegen 20 Uhr war der Einsatz beendet. Quelle:Tim Schwabedissen



Brücke über den Limfjord mehr als ein Jahr nach Kollision repariert
(17.04.13) Am Abend des 15.4. konnte die Reparatur der Eisenbahnbrücke über den Limfjord endlich beendet werden, über ein Jahr, nachdem der finnische Frachter „Ramona“ sie am 28.3.2012 gerammt und schwer beschädigt hatte.
Der Schwimmkran „Samson“ war zum wiederholten Mal im Einsatz, um das Gegengewicht des Auslegers der Klappbrücke zu montieren. Da aber einige Teile nicht passten, musste ein örtlicher Schmied in aller Eile passende Komponenten fabrizieren. Um 18.10 Uhr setzte sich der riesige Kran in Marsch, und um 18.30 Uhr passierte der die Limfjordbrücke. Eine Stunde später war er in Position, und gegen Mitternacht war die Arbeit abgeschlossen. Quelle:Tim Schwabedissen



Sorge um gestrandetes chinesisches Schiff auf Tubbataha Reef
(17.04.13) Die Ankunft eines Schleppers, der das am 8.4. auf dem Tubbataha Reef gestrandete chinesische Fischereifahrzeug „Ming Lo Yu“ auf den Haken nehmen soll, wird sich verzögern. Damit wuchs die Sorge über Schäden, die der Havarist an dem Korallenriff anrichten könnte. Eigentlich hätte der Schlepper am 17.4. vor Ort sein sollen, doch er lief erst in der Nacht in Subic aus und könnte das Riff in der Nacht zum 19.4. erreichen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass die Schäden, die das 48 Meter lange Schiff anrichtete, bereits denen, die bei der Strandung des US-Minensuchers “Guardian” entstanden, entsprechen. Durch hohen Wellengang hat sich die Lage des Havaristen inzwischen verändert: Die Ankerkette, die das Schiff hielt, war gebrochen, und Seegang und Strömung versetzten die “Ming Lo Yu” in Bewegung. Durch das Arbeiten des Rumpfes auf dem Riffdach wurden auf rund 2300 Quadrametern Fläche Korallen zerstört. Quelle:Tim Schwabedissen



Vorwürfe gegen Küstenwache nach Tod eines Kutterkapitäns vor Greymouth
(17.04.13) Nach dem Untergang des Kutters „Lady Anna“ bei Greymouth wurden Vorwürfe gegen die Coastguard laut: Ihr Boot „Ivan Talley“, das in der Blaketown Lagoon lag, war erst 45 Minuten nach dem Seenotfall am 16.4. vor Ort, zu der Zeit war der Skipper Nicholas Eklund bereits aus dem Wasser gezogen und nach gescheiterten Wiederbelebungsversuchen für tot erklärt worden.
Um 7.35 Uhr hatte Bob McAuliffe aus Cobden, der auf der Spitze von Blaketown Fotos machte und Zeuge des sich anbahnenden Unglücks wurde, die Rettungskräfte alarmiert. Er hatte gesehen, wie in der zuvor ruhigen See eine große Welle das Boot plötzlich von achtern erfasste, den Bug förmlich ins Wasser bohrte und den abrupt aufgestoppten Kutter dann umschlagen ließ. Die Crew war für einige Augenblicke nicht mehr zu sehen, konnte sch dann aber zunächst auf den Rumpf retten, wo sie anscheinend relativ ruhig auf Rettung wartete, ehe weitere Wellen, die darüber brachen, sie in das Wasser des Flusses zurück rissen.
Der Fotograf versuchte sie mit einem Fernglas im Auge zu behalten. Zwei Mann, ein 27-jähriger aus Greymouth und ein 47-jähriger aus Christchurch, die sich aneinander festgehalten hatten, konnten von Rettern, die sich in die Brandung gewagt hatten, wenig später auf der Seite von Cobden an Land gezogen werden, nachdem ihnen zuvor Schwimmbojen von Land aus zugeworfen worden waren. Eklund, der sofort von den beiden Decksleuten getrennt worden war, kam zwar ebenfalls sehr dicht an die Felsen von Cobden heran, hatte aber offenkundig schwere Probleme, und mehrere Rettungsringe, die ihm zugeworfen wurden, trieben ab.
Er wurde dann ebenfalls weggespült und trieb wenig später leblos im Wasser. Ein Surfer brachte seinen Körper an Land. Hier wartete bereits die Polizei an den Spitzen von Blaketown und Cobden, die nach der Alarmierung um 7.30 Uhr binnen fünf Minuten vor Ort gewesen war. Sie hatte auch die Greymouth Coastguard alarmiert, deren mit Freiwilligen besetzte “Ivan Talley“ erst um 8.20 Uhr an der Unglücksstelle eintraf. Polizei und Maritime New Zealand leiteten eine Untersuchung ein. Ein Fischer aus Greymouth attackierte derweil ein Gebäude der Reederei Talley und wurde festgenommen. Der Ertrunkene galt als erfahrener Seemann.
Er wuchs in Dunedin auf und hat 20 Jahre lang vor der Westküste, Timaru und Nelson als Fischer gearbeitet. Er war erst vor kurzem Skipper der “Lady Anna” geworden, die kleiner ist als die zuvor von ihm kommandierten Schiffe. Er sollte am 20.4. in Greymouth bestattet werden. Die Barre im Grey River ist bei Seefahrern berüchtigt, und ihr fielen bereits viele Schiffe und etliche Menschenleben zum Opfer.
Ein Gedenkstein an der Spitze von Blaketown gedenkt u.a. dem Skipper Peter Richard Squires, 54, des 2000 gekenterten Kutters „Koromiko“ aus Te Anau, sowie seinem Decksmann Roy Matthew Conner, 26, aus Nelson, sowie dem Decksmann eines 1993 gesunkenen Schiffes. Der Grey District Council installierte ein blaues Licht, um den Schiffern zu signalisieren, wenn die Barre als unsicher eingeschätzt wurde, doch als die “Lady Anna” scheiterte, war es nicht aktiviert gewesen. Quelle:Tim Schwabedissen



Marine bereitet Bergung ihres Patroullienbootes von der Charleston-Mole vor
(17.04.13) Der Kapitän des Feuerlöschbootes von Charleston wusste am 13.4. sofort, dass er eine Tonne im Hafen gerammt hatte, als er dem Patroullienboot, das auf der Südmole von Charleston gestrandet war, zu Hilfe kommen wollte: “Dispatch, we’re putting out a mayday at this time. We struck a buoy. We’re taking on water on our bow”, funkte er nach der Kollision.
Dann meldete er, dass das am Bug beschädigte Boot manövrierunfähig sei. In der Seite des 850,000 Dollar werten Fahrzeugs war ein knapp drei Fuß langer Riss entstanden, der durch den Aufprall auf die grüne Tonne 25 zwischen Fort Moultrie und Fort Sumter entstanden war.
Derweil begann die Marine mit den Vorbereitungen, das 34 Fuß lange Dauntless-Patroullienboot von der Mole zu bekommen. Es soll mit einem Kran von den Steinen geborgen werden. Die Schadenshöhe am Rumpf war noch unbekannt. Der Treibstofftank blieb aber unversehrt, und er wurde weiter gesichert. Das Boot war auf einer Trainingsfahrt vor der Küste von Florida, als es auf die Mole lief. Sechs Angehörige des Coastal Riverine Squadron 10 aus Jacksonville wurden dabei verletzt. Quelle:Tim Schwabedissen



„Xanthos“ längs (Bild: DGzRS)   Großbild klick!
Skipper bei Feuer auf Yacht vor Heiligenhafen verletzt
(16.04.13) Am Nachmittag des 14.4. brach auf der neun Meter langen Yacht „Xanthos“ rund drei Seemeilen vor Heiligenhafen ein Feuer aus. Dabei zog sich der Skipper leichte Brandverletzungen im Gesicht und an den Händen zu.
Der Brand konnte durch die „Vormann Jantzen“ der DGzRS, die Wasserschutzpolizei und die Freiwillige Feuerwehr Heiligenhafen gelöscht werden. Um 17.14 Uhr war wurde das MRCC Bremen alarmiert und strahlte über Bremen Rescue Radio ein Mayday Relay aus. Außerdem wurde die „Vormann Jantzen“ der DGzRS-Station Großenbrode in Marsch gesetzt.
Da es keine genaue Positionsangabe der Yacht gab und kein direkter Kontakt zum Schiff bestand, ermittelte die Wasserschutzpolizei den ungefähren Unfallort durch Sichtung der Rauchentwicklung von Land aus. Das Polizeiboot „Fehmarn“ war etwa eine halbe Stunde später vor Ort. Mit ihrem Schlauchboot übernahm die Besatzung den verletzten Skipper, der sich allein an Bord der Yacht befunden hatte.
Ein Polizist stieg auf die „Xanthos“ über und versuchte mit einem Feuerlöscher, den Brand in der Achterkajüte unter Kontrolle zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt herrschte enorme Hitzeentwicklung an Bord. Die „Rhön 2 – BP 65“ der Bundespolizei ging in der Nähe auf Standby. Der kurz darauf eintreffende Seenotkreuzer „Vormann Jantzen“ setzte seinen leistungsstarken Feuerlöschmonitor mit Schaum ein, und die Seenotretter übernahmen den verletzten Skipper von der „Fehmarn“. An Bord des Seenotkreuzers wurde er medizinisch betreut.
Derweil nahm die „Vormann Jantzen“ die Yacht in Schlepp und brachte sie nach Heiligenhafen ein. Dort übernahm die Freiwillige Feuerwehr die restlichen Löscharbeiten. Der Skipper wurde von einem Rettungstransportwagen zur Weiterbehandlung ins Krankenhaus gebracht. Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker wollte nicht zum Schrotter
(16.04.13) Am 12.4. erlitt der unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufende Tanker "Sundance" 27997 BRZ (IMO-Nr.: 8613281), beim Antritt seiner letzten Reise von Durban zu Abbrechern nach Gadani gerade beim Verlassen des Zufahrtsweges nach Durban am Vormittag Maschinenausfall. Der Schlepper "Smit Amandla" wurde gerufen, um den Havaristen auf den Haken zu nehmen. Exakt 18 Tage zuvor hatte er dieselbe Übung bereits schon einmal praktiziert, als er den manvörierunfähigen Tanker nach Maschinenschaden nach Durban einschleppte, wo sich dessen Schicksal dann entschied. Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Fischer vor Bréhat gerettet
(16.04.13) Der Trawler „Excalibur“ aus Port Saint-Quay-Portrieux sank am 16.4. kurz nach ein Uhr vor Brehat. Die zweiköpfige Crew wurde von von einem anderen Trawler unmittelbar darauf gerettet. Um 23.30 Uhr des 15.4. war das MRCC Corsen von den beiden Fischern kontaktiert worden, nachdem auf ihrem Schiff 15 Meilen nördlich der Insel Bréhat ein Maschinenschaden und nachfolgend eine Leckage aufgetreten war. Um 23.45 Uhr meldeten sie, dass der Wassereinbruch unter Kontrolle und keine Hilfe vonnöten sei. Doch das MRCC verfolgte weiter den Funkverkehr, und um 1.05 Uhr spitzte sich die Lage auf einmal zu. Das Schiff kenterte und begann rasch zu sinken. Der Kutter „Tristall 2“, der ebenfalls in Saint-Quay-Portrieux beheimatet ist und der „Excalibur“ gefolgt war, meldete um 1.20 Uhr, dass die beiden Fischer gerettet seien. Sie benötigten auch keine sofortige medizinische Versorgung, sodass keine weiteren Rettungsmaßnahmen nötig waren. Um 6.50 Uhr lief die „Tristall 2“ in Saint-Quay-Portrieux ein, wo die Feuerwehr sie bereits erwartete und die Schiffbrüchigen einem medizinischen Check unterzog. Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Kutterunglück vor Grey River
(16.04.13) Der 15 Meter lange neuseeländische Kutter “Lady Anna” kenterte in schwerer See am Morgen des 15.4. beim Einlaufen in der Mündung des Grey River vor Blaketown. Das Rescue Co-ordination Centre New Zealand fing um 7.30 Uhr automatische Notrufe des Kutters auf. Ein Rettungshubschrauber, der Kutter „Galatea“ und die West Coast Küstenwache wurden daraufhin alarmiert. Zunächst gelang es der dreiköpfigen Crew, die über Bord gespült worden war, sich am Wrack anzuklammern, ehe sie wieder ins Wasser gerissen wurden.
Zwei Besatzungsmitglieder aus Greymouth und Christchurch konnten sich an Schwimmhilfen, die ihnen zugeworfen wurden, geklammert retten und wurden mit Unterkühlung ins Grey Base Hospital gebracht. Die Leiche eines dritten Mannes wurde später ans Ufer gespült. Wiederbelebungsversuche wurden nach einer Viertelstunde erfolglos eingestellt.
Das Wrack des Kutters wurde zertrümmert auf Felsen am Ufer des Grey River geworfen, ebenso trieb ein Teil des Fangs an. Die „Galatea“ selbst musste nach Ende der Rettungsaktion auf Wetterbesserung warten, bevor sie es wagen konnte, die Flussbarre zu queren. Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf der Rhône bis zum Deckshaus versunken
(16.04.13) Das französische Binnenschiff "La Tour", 971 ts (ENI-Nr.: 136489 F), das am 13.4. auf der Fahrt von Fos-sur-Mer nach Chalon-sur-Saône um 18.40 Uhr sank, fiel einem Maschinenausfall zum Opfer. Das Schiff hatte am Ufer der Rhône an der Mistral-Brücke anlegen wollen, als es daraufhin manövrierunfähig von der starken Strömung erfasst wurde, mit der Kaimauer kollidierte und sich einen 1,5 Meter langen Riss im Rumpf zuzog.
Binnen einer Stunde ragte nur noch das Ruderhaus aus dem Wasser. Die dreiköpfige Crew hatte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Bevor das Schiff gehoben werden kann, muss die aus 1,142 Tonnen Kohle bestehende Ladung nun erst geleichtert werden. Außerdem befanden sich sieben Tonnen Kraftstoff an Bord, die aber bislang nicht ausliefen. Die Polizei von Valence leitete eine Untersuchung des Unfalls ein. Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot orientierungslos auf Schäre gelandet
(16.04.13) Bei Byøyene strandete am 14.4. ein 24 Fuß langes Motorboot. Es kam im Åmøyfjord auf Schärenfelsen fest, nachdem es bei Kuppholmen nördlich von Langøy auf die falsche Seite geraten war. Bei der Kollision imt Felsen wurde der Propeller beschädigt, und das Boot, das eine zweiköpfige Crew hatte, kam fest.
Um 3.39 Uhr bat sie mit Mobiltelefon um Hilfe. Sie konnten ihre Position nicht angeben, sagten aber, die Lichter von Stavanger sehen zu können. Ihr Boot sitze fest und mache Wasser. Das Feuerlöschboot „Vekteren“ entdeckte es dann südlich von Austre Åmøy nach fast zweistündiger Suche. Um 4.21 Uhr lief daraufhin das Rettungsboot „Ryfylke" aus und war um 5.30 Uhr vor Ort. Die beiden orientierungslosen Bootsfahrer waren ausgekühlt, aber ansonsten unversehrt.
Sie wurden an Bord genommen, was bei der bis dahin ruhigen See kein Problem war. Dann setzte am Morgen eine Wetterverschlechterung ein. Aber die Seenotretter konnten vorher noch eine Schleppverbindung herstellen.
Einer der Rettungsmänner war dazu an Bord gegangen, hatte das Boot untersucht und eine Leine festgemacht. Binnen einer Stunde gelang es, das Motorboot dann wieder flottzumachen, was wenig später wohl nicht mehr gelungen wäre.&xnbsp;Quelle:Tim Schwabedissen



Erste Anhörung zu Verfahren gegen Costa Concordia-Kapitän
(16.04.13) Am 15.4. begann eine erste vorläufige Anhörung zu dem Untergang der „Costa Concordia“ in Gresseto. Die Richter sollten entscheiden, ob es einen Prozess gegen Kapitän Francesco Schettino und fünf weitere Beteiligte geben wird. Schettino selbst erschien begleitet von seinen Anwälten vor dem Gericht.
Mit einer Entscheidung der Richter wird aber erst in einigen Monaten gerechnet. Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte im Februar zum Abschluss ihrer Untersuchungen gefordert, ein Verfahren gegen Schettino sowie fünf weitere Beschuldigte, unter ihnen zwei Offiziere und den Rudergänger des Kreuzfahrtschiffes, zu eröffnen. Sie warf Schettino mehrfache fahrlässige Tötung und Körperverletzung, Havarie und das Verlassen des Schiffs vor. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Hundeskov geborgen
(16.04.13) Das dänische Bergungsschiff „Susanne A“ hat am 16.4. gegen fünf Uhr den gestrandeten russischen Frachter „Ivan Shchepetov” wieder flottgemacht. Dieser warf vor der Küste von Horup Anker, wo er auf eine Einlaufgenehmigung nach Frederiksvaerk wartete, wo die Ladung gelöscht werden sollte. Die “Susanne A” verlegte zurück nach Horsens. Es war bereits ihre zweite erfolgreiche Bergungsaktion für das Schiff, nachdem am 25.3. bereits die „Jago“ vor Aerosköping freigeschleppt worden war. Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer half Küstenwache bei Rettung Schiffbrüchiger
(16.04.13) Am 15.4. assistierte das Kreuzfahrtschiff „SuperStar Aquarius“ der taiwanesischen Coast Guard bei der Rettung von sechs schiffbrüchigen Fischern vor Taiwan. Die „SuperStar Aquarius” gab während der Bergung der Männer Lee, ehe sie ihre Reise nach Yonagumi fortsetzte. Quelle:Tim Schwabedissen



Rettet Nemo
(16.04.13) Das RNLI-Boot aus Ilfracombe schleppte am Nachmittag des 15.4. den Hummerkutter “Nemo” ein, der in hohen Grundseen rund eine Meile vor der Lee Bay in Schwierigkeiten steckte, nachdem er wegen eines Schadens in der Elektrik kurz nach dem Auslaufen aus Ilfracombe gegen 13 Uhr Maschinenausfall erlitten hatte. Die “Spirit of Derbyshire” schleppte den Havaristen zurück in den Hafen, wo er um 14.10 Uhr festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack an Cabahug Wharf wird mit Pressluft geborgen
(16.04.13) Das Wrack der gekenterten philippinischen Fähre “Maria Angelica Grace” soll in dieser Woche an der Cabahug Wharf geborgen werden. Die Gefahr eine Ölverschmutzung war nach dem Untergang durch die philippinische Coast Guard der Cebu Station beseitigt worden, die vier der acht Tonnen Öl aus den Tanks abpumpte. Der Rest war in der Zeit nach dem Untergang vor zwei Monaten ausgelaufen. Eine von der Bergungsfirma Uni Orient Pearl Venture Inc. ausgebrachte Ölsperre konnte inzwischen eingeholt werden. Die Fenster, Türen und Rampen der Fähre wurden abgedichtet. Die Uni Orient Pearl Inc. begann dann damit, das Wrack mit Pressluft zu füllen, bevor es zum 800 Meter entfernten PKS Shipyard geschleppt wird. Ein erster Versuch, es dorthin zu bringen, war gescheitert, als eine Metallkette brach. Nun soll es zunächst aufgerichtet werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Schaden an der "Eurocargo Genova"
(Bild: Agustin Castilla)   Großbild klick!
Fähre rammte Rampe in Barcelona
(15.04.13) Am 12.4. gegen neun Uhr kollidierte die italienische Grimaldi-Fähre "Eurocargo Genova", 32647 BRZ (IMO-Nr.: 9458951),&xnbsp;beim Auslaufen aus Barcelona nach Livorno mit einer Betonrampe. Das Schiff war im Hafen am Manövrieren, als die Maschine ausfiel und es gegen die Anlage stieß. Dabei wurde der Bug oberhalb der Wasserlinie erheblich eingedrückt. Schlepper hatten den Havaristen gegen 15 Uhr zurück im Hafen, wo er in Moll Ponent vertäut wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Meri Tuuli“ (Bild: Policia Maritima)   Großbild klick!
Schock nach Tragödie mit Hamburger Yacht vor Figueira da Foz
(15.04.13) Ein 41-jähriger Retter und ein 47 Jahre altes Besatzungsmitglied der 13,5 Meter langen Hamburger Yacht „Meri Tuuli“ der Segelschule Well Sailing kamen am Nachmittag des 10.4. ums Leben, nachdem die X442 bei Südwestwind von 4-5 Beaufort bei rund vier Meter hohen Welle versuchte, unter Motor die Flussbarre von Figueira da Foz zu queren und in den Hafen einzulaufen. Sie wurde durch eine außergewöhnlich hohe Welle umgeworfen, verlor den Mast und trieb später auf den nahen Strand von Cabedelo Beach. Vier der fünf Besatzungsmitglieder wurden zunächst über Bord gerissen. Dem Skipper gelang es, an Bord zurück zu gelangen und gegen 16:30 Ortszeit eine Notrakete abzufeuern. Eine Jacht in Sichtweite unterstützte die Rettung durch eine Mayday Relay. Einheiten der Policia Maritima aus Figueira da Foz kamen mit dem Rettungsboot “Patrao Macatrao” und einem Festrumpfschlauchboot (RIB) zu Hilfe. Als die Retter eintrafen, trieb die Yacht mit zwei Personen besetzt vor der Hafeneinfahrt, drei weitere in Ihrer Nähe im Wasser. Alle wurden wurden lebend gerettet.
Das Rettungsboot versuchte eine Schleppverbindung zu dem Havaristen herzustellen während das Schlauchboot auf dem Weg zum nahegelegenen Strand war. Eine weitere Riesenwelle rollte heran und warf das Schlauchboot um, wobei die dreiköpfige Crew und zwei gerettete Segler ins Wasser stürzten. Dabei kam einer der Polizisten und einer der Segler ums Leben. Der Abschleppversuch wurde sofort abgebrochen, um bei dem neuen Unfall zu helfen.
Alle Segler sowie zwei Polizeioffiziere kamen ins Krankenhaus. Erst gegen Mitternacht war die Rettungsaktion, an der sich auch die Feuerwehr von Figueira da Foz, das National Institute of Medical Emergency (INEM), das Rote Kreuz und ein Hubschrauber des Zivilschutzes beteiligten, abgeschlossen.
Am 13.4. wurde die Yacht mit einem Kran vom Strand geborgen. Es wurde anschließend von der Bergungsfirma Transgrua untersucht. Ein Besatzungsmitglied befand sich zu der Zeit immer noch im Krankenhaus von Figueira da Foz. Die deutsche Yacht war von Portugal nach England unterwegs und wollte vor dem Ansteuern von Porto, wo ein Crewwechsel geplant war, einen Zwischenstopp in Figueira da Foz einlegen. Als sie in Seenot geriet, könnte direkt vor der Hafeneinfahrt eine Strömung von bis zu sieben Knoten geherrscht haben. Hier addieren sich Ebbstrom und das abfließende Wasser des Flusses Mondego. Dieser Strom stand gegen den Wind und hatte eine offenbar rund acht Meter hohe Welle aufgeworfen, die der Yacht zum Verhängnis wurde.
Der Skipper galt als langjähriger, erfahrener, sicherheitsbewusster Mann, der über mehr Qualifikationen als für die Yacht erforderlich verfügte. Diese war nach den Maßgaben der zuständigen BG Verkehr zugelassen und sicherheitstechnisch mehr als vorschriftsmäßig ausgerüstet für die weltweite Fahrt. Die zuständigen portugiesischen Behörden leiteten eine Untersuchung ein.Quelle:Tim Schwabedissen



Hoher Sachschaden bei zwei Bootsbränden in Norwegen
(15.04.13) Am Nordende Jeløya brach in der Nacht zum 13.4. auf einem Motorboot ein Feuer aus. Die dreiköpfige Crew, zwei Erwachsene und ein 13-jähriges Mädchen, legte Überlebensanzüge an und flüchtete sich in eine Rettungsinsel, aus der sie nur 17 Minuten später das Rettungsboot “Bergesen d.y.” aufnahm. Einer der Bootsfahrer hatte eine leichte Rauchvergiftung erlitten. Er wurde mit Sauerstoff versorgt und später an Land medizinisch weiter betreut. Das Rettungsboot schleppte das brennende Boot nach Son, wo die Feuerwehr den Brand löschte. Auch die “Sundt” aus Moss war im Einsatz.
Zu einem weiteren Motorbootsbrand kam es am 13.4. in Svolvær. Am Kai der Brand Ellingson Seafood stand ein 39 Fuß langes Kajütboot in Flammen. Die Polizei wurde um 14.20 Uhr benachrichtigt, schwarzer Rauch stieg auf. Zunächst hieß es sich zu vergewissern, das niemand an Bord war. Es hatte offenbar eine Explosion im Maschinenraum gegeben. Das Rettungsboot „Storm Bull“ war wenig später vor Ort und ging gegen die Flammen vor. Die Feuerwehr löschte vom Kai aus und verhinderte, dass Kraftstoff in den Hafen geriet. Gegen 15 Uhr war das offene Feuer gelöscht, jedoch sackte das in Skroya beheimatete Boot nach Steuerbord übers Heck weg und kenterte schließlich. Es wurde kieloben von einem Kran aus dem Wasser gehoben. Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug rammte Brücke
(15.04.13) Die US 68/KY 80 Eggners Ferry Bridge wurde am 12.4. von 15-18 Uhr gesperrt, nachdem der Schlepper „Evey T” (MMSI-Nr.: 367060370) mit mehreren Bargen auf der Fahrt zum Tennessee River/Kentucky Lane von einer Bö erfasst und gegen das Bauwerk gedrückt worden war. Die Kentucky State Police and Sheriffs Deputies wurden alarmiert und sperrten vorsorglich die Brücke. Ein Inspektor des Kentucky Transportation Cabinet überprüfte sie dann, ehe sie wieder freigegeben werden konnte. Die “Evey T” der Ingram Barge Company war mit 24 leeren Bargen unterwegs, vor Ort waren Windgeschwindigkeiten bis zu 28 Meilen. Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Fischer nach Schiffsbrand vor Suao gerettet
(15.04.13) Der Kutter „Suao Yungsheng 106“, der im September an einer Protestfahrt zu den umstrittenen Diaoyutais teilgenommen hatte, geriet am 13.4. gegen drei Uhr in Brand. Er befand sich 52 Meilen nordöstlich von Suao. Die sechsköpfige Crew musste von Bord flüchten und wurde von einem Patroullienboot des National Rescue Command Center gegen 5.30 Uhr gerettet. Um neun Uhr wurden alle in Suao Harbour an Land gebracht. Das Boot war Ende September 2012 mit über 70 anderen Kuttern bis auf 2.1 Meilen vor die Dioyutais gekommen, um gegen japanische Territorialansprüche zu demonstrieren. Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Kuttercrew wartete auf die Flut
(15.04.13) Der Muschelkutter „Charles Paul“ lief am 13.4. gegen vier Uhr auf Felsen bei Digby Gut. Er kam südlich von Point Prim fst und legte sich mit ablaufendem Wasser auf die Seite. Ein Patroullienboot der Küstenwache lief aus, kehrte aber zu seiner Station zurück, da vor Einsetzen der Flut keine Hilfe sinnvoll war. Auch das Digby RCMP und das Digby Fire Department waren alarmiert worden. Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Rettung für die Serene
(15.04.13) Am Nachmittag des 13.4. wurde der vor Bridlington auf Grund sitzende Kutter „Serene“ abgebrochen, nachdem am Vortag ein Bergungsversuch gescheitert waren. Bei Ebbe begannen der Skipper und seine Crew, unterstützt von anderen Fischern aus Bridlington, das Wrack auszuschlachten. Mast, Ruderhaus und Schornstein wurden entfernt. Der Rumpf ist in den Sand eingespült, er sollte später vom Strand 150 Meter vor der Südpier des Hafens geräumt werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Wrackfund vor St. Mary’s
(15.04.13) Bei einem Wrack, das im vergangenen Sommer vor den Isles of Scilly entdeckt wurde, könnte es sich um die “Flying Joan” von Sir Walter Raleigh handeln, die auf der Fahrt zu den Westindischen Inseln in einem Sturm 1617 verloren ging. Es war ebenso wie ein weiteres Schiff der 30 Einheiten starken Flotte kurz nach dem Verlassen von Plymouth gesunken. Ein Jahr darauf wurde Sir Walter Raleigh am Palace of Westminster exekutiert.
Der Entdecker des Schiffes, der bereits HMS “Colossus” vor den Isles of Scilly fand, wartet nun auf einen Besuch von Vertretern des English Heritage zur weiteren Identifizierung. Bereits 2008 war die Wrackstelle mit einem Magnetometer gefunden worden, auf dem Meeresgrund lagen Kanonen aus der Tudor-Zeit. 2012 folgte eine Untersuchung mit Sidescan Sonar inmitten der St Mary's Roads. In 14 Metern Tiefe fanden sich Wrackteile, die auf ein 40-50 Fuß langes und 15 Fuß breites Eichenschiff hindeuteten. Es handelt sich um den siebenten Wrackfund um St Mary's in den vergangenen Jahren. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Kattegat auf Grund gelaufen
(15.04.13) Der russische Frachter “Ivan Shchepetov", 3376 BRZ (IMO-Nr.: 9111060),&xnbsp;lief am Morgen des 12.4. im Katttegat südwestlich von Hundested in der Einfahrt des Isefiord auf Grund. Das dänische Bergungsschiff "Susanne A", 348 BRZ (IMO-Nr.: 9099183),&xnbsp;wurde gerufen und war am 14.4. den ganzen Tag damit beschäftigt, den Havaristen wieder flottzumachen. Am späten Nachmittag lief es unverrichteter Dinge nach Hundested ein. Die "Ivan Shchepetov" war unterwegs von Helsingborg nach Frederiksværk, als sie im schmalen Fahrwasser vor Hundested festkam. Am 15.4. war eine Taucheruntersuchung des Rumpfes abgeschlossen, und es wurde auf einen Bergungsplan gewartet. Die „Ivan Shchepetov” hat eine Tragfähigkeit von 3186 Tonnen, wurde 1994 erbaut und hat als Manager die Volga-Neva Ltd. in St. Petersburg. Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper vor Kalifornien gesunken
(15.04.13) Die US Coast Guard rettete am 13.4. vier vierköpfige Crew des Schleppers “Delta Captain” (MMSI-Nr.:366988490), 13 Meilen vor Big Sur nachdem sie um 14.55 Uhr Notrufe gefunkt hatte. Das 47-Fuß-Boot der Station Monterey, das Patroullienboot “Sockeye” aus Bodega Bay und ein HH-65 Dolphin Helikopter der Air Station San Francisco wurden alarmiert.
Dieser lokalisierte die Schiffbrüchigen in einer Rettungsinsel und setzte einen Rettungsschwimmer ab, der ihnen an Bord des Hubschraubers half. Sie wurden dann nach Monterey geflogen. Die 26 Meter lange “Delta Captain” war in schwerer See kurz nach dem Notruf gesunken, könnte aber weiterhin mit einer Trosse an der Barge, die sie bugsiert hatte, gehangen haben. Zwei Schlepper machten sich auf den Weg, diese auf den Haken zu nehmen.
Die Coast Guard und das Department of Fish and Wildlife Office of Spill Prevention and Response bildeten auf Yerba Buena Island in San Juan ein Einsatzkommando. Vor Ort wurden Wellen von 12 Fuß Höhe und 30 Knoten Windgeschwindigkeit gemessen. Quelle:Tim Schwabedissen



17 Mann von sinkendem Frachter gerettet
(15.04.13) Der 105 Meter lange, unter Panama-Flagge laufende Frachter “Tian Yun”, 3911 BRZ (IMO-Nr.: 8024894) geriet am Nachmittag des 14.4. nahe Busan in Seenot. Südkoreanische Rettungskräfte bargen mit SAR-Hubschraubern und Patroullienbooten die 17-köpfige, chinesische Crew des sich nach Steuerbord überlegenden Schiffes ab. Der Frachter hatte eine Tragfähigkeit von 6436 und wurde 1981 erbaut. Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff sank auf der Rhône
(15.04.13) Ein Binnenschiff mit 1000 Tonnen Kohle an Bord sank am Abend des 13.4. gegen 20 Uhr auf der Rhône bei Valence (Drôme). Im Rumpf war ein Riss von 1.50 Meter Länge entstanden, der den Untergang unterhalb der Brücke von Mistral zwischen Valence und Guilherand-Granges auf der linken Flussseite verursachte. Das Schiff war in Fos-sur-Mer beheimatet. Beim Einsatz am Havaristen wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. , which caused his shipwreck. Only one firefighter was slightly injured. < I>Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf US-Kriegsschiff
(15.04.13) Die USS “Coronado LCs 4”, das 4. Littoral Combat-Schiff (LCS-4) der LCS-2-Independence-Klasse, geriet bei Erprpbungen am 13.4. in Brand. Das Feuer, das rasch gelöscht werden konnte, entstand im Steuerbordantrieb, als die Maschine unter Volllast gefahren wurde. Es kam zu Rauchentwicklung, und das Feuer brach auch auf die Backbordmaschine über, ehe es gelöscht werden konnte. Der Schiffstyp wurde von Austal USA und General Dynamics entwickelt. Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehrboot auf dem Weg zu gestrandetem Marineschiff leckgeschlagen
(15.04.13) Ein Patroullienboot der US Navy lief in Charleston Harbor auf Grund, wobei drei Mann der fünfköpfigen Crew verletzt wurden. Das Boot hatte am 13.4. gegen 22 Uhr eine Mole gerammt. Auf dem Weg zu dem Havaristen kollidierte zudem ein Boot der Feuerwehr, die “Louis Behrens”, mit einem Hindernis und wurde außer Gefecht gesetzt. Um 22:14 Uhr war das 34 Fuß lange Marineboot auf der Südmole gelandet. Ein Hubschrauber der Coast Guard flog einen der Verletzten ins Medical University Hospital, die Coast Guard barg die übrigen ab. Eine halbe Stunde nach dem ersten Alarm kollidierte dann das 36 Fuß lange Feuerlöschboot mit einem Hindernis und schlug leck. Zwei Mann der Crew setzten auf einem anderen Boot ihre Fahrt zum Einsatz fort, der Rest blieb an Bord, während ihr eigenes Boot nach Charleston abgeschleppt wurde. Hier wurde das 850000 Doller werte Boot gegen ein Uhr früh vier Meilen entfernt bei der Charleston Harbor Pilots Association eingedockt und untersucht. Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes Fischereifahrzeug hatte gefrorene Ameisenbären geladen
(15.04.13) Die philippinische Coast Guard barg das 48 Meter lange chinesische Fischereifahrzeug „Ming Lo Yu“ zwar vom Tubbataha Reef, konnte es aber noch nicht abschleppen, weil die „Corregidor (AE-891)” selbst Maschinenprobleme hatte. Vor der Bergung waren 10 Tonnen Frischwasser abgepumpt worden, genug, um es vom Riff zu ziehen. Das Öl blieb daraufhin an Bord. Die Malayan Towage Salvaging Corp. schickte nun den Schlepper “Limay”, um die “Corregidor” zu ersetzen. Er sollte am 17.4. vor Ort eintreffen und den Havaristen nach Puerto Princesa bringen. Hier sollten die Kisten mit gefrorenen Ameisenbären entladen werden, die an Bord entdeckt wurden. Insgesamt befanden sich 400 an Bord, deren Herkunft nun zu klären ist. Diese Tiere stehen unter Schutz, werden aber in China als Delikatesse und Medizin geschätzt. Quelle:Tim Schwabedissen



Kuttrt „A-NN-A“ (Bild: Tore Skadal)   Großbild klick!
Kutter in Harstad gehoben
(13.04.13) Der Taucher Stig Johnsen leitete am 12.4. die Bergung des Kutters „A-NN-A“, der eine Woche zuvor bei Mercur in Harstad gesunken war. Um 13.30 Uhr wurde begonnen, das Wrack zu heben. Seaworks war mit einem Landungsboot zur Unterstützung vor Ort. Binnen zwei Stunden hatte der Kutter wieder Oberwasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Krabbenkutter ausgebrannt
(13.04.13) Am 12.4. geriet der Kutter „Captain Hunter“ vor der Südmole von Galveston auf dem Houston Ship Canal nahe Tonne 11 in Brand. Der Skipper des Kutters „Angel Lady“ alarmierte um 10.04 Uhr die Küstenwache. Zwei Boote der U.S. Coast Guard, darunter das Patroullienboot „Manta“ der Station Galveston, waren binnen 10 Minuten vor Ort. Ein Sportboot hatte da aber die dreiköpfige Crew, Beschäftigte des Hillman's Seafood Market in Dickinson, die sich auf den Bug geflüchtet hatte, bereits gerettet, woraufhin ein ebenfalls alarmierter Hubschrauber wieder zurückkehren konnte. Der Krabbenkutter brannte vollkommen aus. Der Schlepper „Lamar“ war um 11.15 Uhr vor Ort und drückte das Wrack aufs Ufer. Quelle: Tim Schwabedissen



Isartal on the rocks
(13.04.13) Am Spätnachmittag des 11.4. erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Isartal", 2369 BRZ (IMO-Nr.: 8903105), einen Blackout der Hauptmaschine beim Auslaufen aus dem Prøvestenhafen in Kopenhagen und lief auf dort liegende Felsblöcke auf. Nach mehreren Stunden konnte sie sich wieder befreien und verholte an den Sundkai zur Untersuchung auf Schäden am Rumpf. Gegen 23 Uhr startete der Frachter ein weiteres Mal und machte am 12.4. gegen sieben Uhr in Nakskov fest. Die "Isartal" läuft für die Reederei Held in Haren-Ems. Manager ist die Ems-Fracht GmbH.Quelle: Tim Schwabedissen



Verpuffung auf Kieler Forschungsschiff
(13.04. 13) Am 12.4. gegen 13 Uhr wurden Rettungskräfte in den Neustädter Kommunalhafen zu einem vermeintlichen Schiffsbrand auf dem Kieler Forschungsschiff "Haithabu", 142 BRZ (IMO-Nr.: 8862686), gerufen. Es stellte sich aber heraus, dass es kein offenes Feuer auf dem Schiff gab, sondern es zu einer Verpuffung gekommen war. Ein an Bord arbeitender Laborant hatte zunächst den Austritt von Abgasen festgestellt und alarmierte die Rettungskräfte. Die Feuerwehr stellte fest, dass der Maschinenraum des 24,5 Meter langen Schiffs vernebelt war. Offenbar war es zu einer Verpuffung in der Heizungsanlage gekommen. Es war auszuschließen, dass fehlende Wartungsarbeiten an der Schornsteinanlage zu der Verpuffung geführt haben. Die Beamten der Polizeizentralstation Neustadt, Polizisten der Wasserschutzpolizei Travemünde mit der "Greif" und Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt in Holstein waren eine gute halbe Stunde im Einsatz. Die Schadenshöhe war noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Dramatische Kutterstrandung vor Aalbæk
(13.04.13) Der dänische Kutter "Penelope Rasmussen - FN 537", 30 BT lief am 12.4. gegen acht Uhr vor Aalbæk auf Grund. Er war auf der Fahrt zur Werft in Aalbæk, als er vor dem Hafen außer Kontrolle geriet und bei starkem Seegang gegen die Mole zu treiben drohte. Um eine Kollision zu vermeiden, drehte die zweiköpfige Crew das Schiff direkt vor dem Hafen. Dabei geriet es aber in flaches Wasser und lief 50 Meter vom Ufer entfernt auf Grund und schlug leck. Beide Boote der Rettungsstation Skagen kamen zu Hilfe und setzten eine Lenzpumpe ein. Bei dem Versuch, den Kutter abzuschleppen, wurde ein Rettungsmann von seinem Boot gerissen, als eine große Welle darüber schlug. Ein anderer sprang sofort hinterher und brachte ihn an den Strand. Nachdem er sich beim Hafenmeister aufgewärmt hatte, konnte er auf sein Boot zurück. Die Bergungsarbeit war aber ohnehin nicht vom Erfolg gekrönt – auch eine Schlepptrosse eines der Boote brach. Nun sollte ein Svitzer-Schlepper aus Frederikshavn gerufen werden, die "Penelope Rasmussen" wieder flottzumachen. Die Crew blieb derweil an Bord, obwohl sich der Kutter zeitweilig stark nach Backbord auf die Seite legte, sich aber mit steigendem Wasser wieder aufrichtete. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Laderäume von Bulker bei Kollision vor China aufgerissen
(13.04.13) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Chuanhe" kollidierte am 8.4. mit dem griechischen Bulkcarrier „Suerte“ vor Xiamen. Die „Chuanhe“ verlor den Backbordanker und trug Beulen sowie beschädigte Relings davon. Die „Suerte“ erlitt Wassereinbruch in zwei Laderäumen. Die „Suerte“ lief am 9.4. gegen ein Uhr nach Xiamen ein, während die „Chuanhe“ ihre Fahrt nach Hongkong fortsetzen konnte. Die „Chuanhe“, 69285 tdw (IMO-Nr.: 9120798), die eine Containerkapazität von 5250 TEU hat, wurde 1997 erbaut und hat als Manager die COSCO in Shanghai. Die „Suerte“, 72516 tdw (IMO-Nr.: 9081100), wurde 1995 erbaut, führt die Flagge der Marshall Islands und hat als Manager die Athener Alexandria Shipping S.A. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsversuch vor Bridlington gescheitert
(13.04.13) Ein Versuch, den Kutter „Serene“ vor Bridlington zu bergen, ist am 12.4. gescheitert. Das Schiff, das 150 Meter vor der Südpier lag, wurde durch Teams aus Hull mit zwei großen Hebesäcken stabilisiert. Diese hatten Arbeiter von Northern Salvage zuvor an dem bei Niedrigwasser weitgehend trocken gefallenen Schiff zu beiden Seiten angebracht. Nachdem diese das Wrack mit Pressluft angehoben hatten, versuchte der Kutter „Lisa Jane“ gegen 16 Uhr, das nun nur noch mit einem Teil des Ruderhauses aus dem Wasser ragende Schiff in den Hafen zu ziehen. Auch die „Nordstjernen“ stieß hinzu, drehte aber nach 10 Minuten ab. Offenbar gab es Probleme, und zwei Taucher schwammen von der „Lisa Jane“ zur „Serene“ hinüber, um die Lage zu prüfen. Dann drehte der schleppende Kutter in Richtung des Strandes ab, doch auch diesmal kam er nicht weit. Dieser Versuch wurde abgebrochen, nachdem einer der Säcke offenbar von einer scharfen Kante des Ruderhauses zum Platzen gebracht worden war. Die „Lisa Jane“ warf los und kehrte unverrichteter Dinge in den Hafen zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper sank in Gräddö
(13.04.13) Ein 20 Meter langer ehemaliger Schlepper sank am 12.4. vor Gräddö. Er lag dort in einer Marina. Tags zuvor hatte er Schlagseite gehabt, ehe er vollkommen unterging. Nur der Schornstein ragte aus dem vereisten Wasser. Die Küstenwache inspizierte die Untergangsstelle und leitete eine Untersuchung ein. Über die Menge ausgelaufenen Öls war nichts bekannt, weil das Eis eine Annäherung per Boot vereitelte. Der Kutter hatte seit rund einem Jahr in der Marina gelegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwere Kollision auf Yangtse
(13.04.13) Die chinesischen Bulkcarrier „Chang Fu 6“ und“ Tai Hang 118“ kollidierten m 8.4. auf dem Yangtse oberhalb von Shanghai. Die „Chang Fu 6“ wurde schwer beschädigt und gab seither kein AIS-Signal mehr ab, was auf einen Untergang hindeutet. Die Crew wurde evakuiert. Die „Chang Fu 6“ (MMSI-Nr.: 412373740) ist 130 Meter lang, die „Tai Hang 118“ (MMSI-Nr.: 110705142) 119 Meter. Quelle: Tim Schwabedissen



Seelenverkäufer von Chennai soll zum Schrott
(13.04.13) Der seit über drei Jahren vor Chennai arrestierte Frachter „OSM Arena“ wird wohl in den kommenden 10-15 Tagen zu einer Abwrackwerft entweder in Alang, Chittagong oder Mumbai geschleppt. Die ABH Marine Services aus Chennai wurden dazu von der in Kolkata ansässigen LMJ International autorisiert. Sie sollen eine Crew an Bord schicken, sobald das Schiff durch das Mercantile Marine Department (MMD) freigegeben wurde. Es soll sich nur um eine Runnercrew von fünf bis sechs Mann handeln. Außerdem soll für 10 Tage Nahrung und Ausrüstung an Bord gebracht werden, 20 Tonnen Diesel und 100 Tonnen Frischwasser. Die International Transport Workers’ Federation sagte, dass die 14 Mann aus Myanmar erst abmustern können, wenn die neue Crew da ist. Diese hat derzeit bis zum 13.4. gültige Pässe. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Gibraltar gesunken
(13.04.13) Ein spanischer Kutter sank in den Gewässern von Englisch-Gibraltar am 11.4., als er vom spanischen Zoll nach Algeciras geschleppt wurde. Er ging 800 Meter vor der Rosia Bay auf großer Wassertiefe unter. Das Schiff war in La Atunara auf Grund gesetzt worden und hatte Rumpfschäden erlitten. Es wurde dann nach Algericas abgeschleppt. Die dreiköpfige Crew wurde gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Serene (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Auf Grund sitzender Kutter von Wellen überwältigt
(12.04.13) Der gestrandete Kutter “Serene – BM 65” ist wenige Stunden nach dem Abbruch der Bergungsaktion gesunken. Der Skipper aus Bridlington, der das Schiff vor einem Jahr übernommen hatte, und ein Mitglied der Humber Coastguard hatten noch versucht, ihn zu retten.
Wahrscheinlich waren vom Deck gerutschte Netze, die den Propeller blockierten, für den Unfall verantwortlich. Der Kutter war auf eine Untiefe geraten und nahm dann mehrere Wellen über, die ihn überfluteten.
Dabei scheint auch der Rumpf aufgerissen zu sein, denn der Wassereinbruch verstärkte sich, und die Versuche, das Schiff in den Hafen zu schleppen, mussten mangels Lenzerfolgs eingestellt werden. Nur der Mast auf der Kajüte war eine Nacht nach der Strandung noch über Wasser sichtbar. Quelle:Tim Schwabedissen



Öl nach Kollision vor Turbo augelaufen
(12.04.13) Der unter Singapur-Flagge laufende Frachter "Crown Emerald", 10519 BRZ (IMO-Nr,: 9128037),&xnbsp;kollidierte am Morgen des 10.4. mit einem Schlepper nahe der Mündung des Leon River in der Uraba-Region des Nord-Antioquia Department. Dabei liefen rund vier Tonnen Öl aus. Kolumbianische Marineeinheiten wurden entsandt, gegen die Verschmutzung vorzugehen.
Gemeinsam mit der Crew des beschädigten Schiffes wurden Ölsperren ausgebracht und der Frachter auf die Seite gelegt, um einen weiteren Ölaustritt zu verhindern. Vertreter der staatlichen Ölfirma Ecopetrol wurden vor Ort erwartet zur weiteren Unterstützung der Arbeiten. Die "Crown Emerald" war am 7.4. aus Philippsburg gekommen und lag nach der Kollision in der Flussmündung vor Turbo vor Anker.&xnbsp;
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß auf Elbe fest
(12.04.13) Nachmittag des 11.4. lief das 79,9 Meter lange tschechische Binnenschiff „Labe 10“ , 1158 ts (EU-Nr: 08451008), auf der Elbe in Dresden zwischen der Augustusbrücke und der Carolabrücke auf Grund. Die Wasserschutzpolizei sperrte den Fluss an der Unfallstelle, bis das ebenfalls tschechische Schubschiff „TR 14“ den Havaristen ins Fahrwasser zurück geschleppt hatte. Die „Labe 10“ wurde 1975 bei der Ceske Lodenice in Melnik erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Verletzte auf dänischer Fähre in Helsingborg
(12.04.13) Drei Passagiere wurden verletzt, einer von ihnen musste mit Nackenverletzungen ins Krankenhaus, nachdem die dänische Fähre „Pernille", 387 BRZ (IMO-Nr.: 8010532),&xnbsp;am 11.4. kurz vor 16 Uhr gegen eine Pier in Helsingborg lief. Der Aufprall erfolgte mit großer Wucht, Glas ging zu Bruch, Tische stürzten um. Unmittelbar davor waren die rund 30 Fahrgäste angewiesen worden, sich hinzusetzen, was wohl schlimmerers verhütete.
Nach der Kollision kamen Polizei, Krankenwagen und Küstenwache zum Sundsbussarnas Terminal, wo die Fähre, die von Helsingör gekommen war, festmachte. Sie hatte an Backbordseite eine Delle im Bug davongetragen und wurde zunächst aus der Fahrt genommen. Am 12.4. versah sie wieder den Liniendienst im Sund. Wahrscheinlich war sie von Strömungen erfasst worden, als sie einer Scandlines-Fähre auswich und zu weit nach Backbord abdriftete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker 10 Tag nach Kollision wieder freigegeben
(12.04.13) Der portugiesische Tanker "Harbour Feature", 11880 BRZ (IMO-Nr.: 9473092), der am 1.4. mit der Sarah Mildred Long Bridge in Portsmouth kollidiert war, durfte am 11.4. den Hafen wieder verlassen. Um 19.50 Uhr machte er sich auf den Weg nach Immingham, wo er am 22.4. eintreffen soll. Das Schiff hatte seit dem 2.4. an der Granite State Minerals Pier gelegen. Derweil wurde die Firma Cianbro aus Pittsfield, Maine, unter Vertrag genommen, die notwendigen Reparaturen an der Sarah Mildred Long Bridge auszuführen.
Vorbereitende Arbeiten sind bereits angelaufen, in den folgenden Tagen sollen die Arbeiter loslegen. Momentan ist die Brücke gesperrt, und weil die neue Memorial Bridge noch nicht fertiggestellt wurde, verblieb nach der Kollision für den Verkehr zwischen Portsmouth und Kittery nur die Piscataqua River Bridge, über die die Interstate 95 läuft.
Die "Harbour Feature" hatte sich von ihrem Liegeplatz losgerissen und war breitseits von der Strömung gegen die Long Bridge getrieben worden, die so schwer beschädigt wurde, dass sie vier Wochen gesperrt und für rund 2,5 Millionen Dollar repariert werden muss.
Quelle:Tim Schwabedissen




Brennender Kutter sank vor Knights Point
(12.04.13) Der Kutter „Honey Dew“ geriet am 12.4. auf Fangfahrt eine halbe Meile vor Knights Point an der Westküste der neuseeländischen Südinsel in Brand und begann zu sinken. Ein anderer Kutter, die „Grace Mary“, die sich in der Nähe befand, barg die vierköpfige Crew, ab, die um 6.20 Uhr Mayday gefunkt und eine Notrakete abgefeuert hatte, nachdem Wasser in ihr Schiff einzudringen begann und die Maschine ausgefallen war.
Ein Jäger nahe Knigghts Point sah die Rakete und berichtete bei der the Lake Moeraki Wilderness Lodge von seiner Beobachtung, woraufhin die Rettungsdienste um 6.30 Uhr alarmiert wurden. Die Schiffbrüchigen wurden in die Jackson Bay gebracht, wo sie gegen 15 Uhr eintrafen. Die “Honey Dew” trieb etwa 500 Meter vor Knights Point, nördlich von Haast. Gegen Mittag war nur noch der Mast des in Greymouth stationierten Kutters sichtbar, der auf sechs Metern Wassertiefe gesunken war. Er hatte 2,5 Tonnen Diesel an Bord gehabt.
Die West Coast Regional Council Planning and Environment wollte ein Flugzeug zur Überwachung schicken, doch es wurde keine ernsthafte Gefahr durch den leichten Kraftstoff erwartet. Der letzte Skipper hatte das Schiff 26 Jahre gehabt, es war zuletzt im November 2012 überholt worden. Es handelte sich um einen ehemaligen Minensucher der britischen Marine.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bug der „Rena“ in Kürze unsichtbar
(12.04.13) Die Berger der Resolve Salvage brauchen nur noch wenige Gutwettertage, um die letzten sichtbaren Reste des Wracks der "Rena" auf dem Tauranga Reef abzuräumen. Bislang wurden 1006 Tonnen Stahl des Bugs abgebrochen, der bis auf einen Meter unter der Wasserlinie beseitigt werden soll. Die Arbeiten an der Backbordseite sind abgeschlossen, nun arbeiteten Taucher an der Steuerbordseite. Es braucht noch 20 perfekte Tage, denn je dichter die Arbeiter der Brandungszone kamen, desto ruhiger musste die See natürlich aus Sicherheitsgründen sein.
Sie konnten bei bis zu einem Meter Wellenhöhe arbeiten. In der Zeit, als zu hoher Seegang einen Einsatz am Bug verhinderte, haben sie Trümmer der Bug- und Heckteile vom Meeresgrund gehoben, bislang 620 Tonnen Trümmer, bei denen es sich überwiegend um Containerschrott handelte. Zuletzt war an Laderaum IV gearbeitet worden, um zwei Container mit Perlen zu suchen und sie auf den Verbleib ihres Inhalts hin zu kontrollieren. Bisher haben sich die Kosten für die Arbeiten am Wrack auf 275 Millionen Dollar aufsummiert, eine der teuersten Bergungsaktionen der Geschichte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff von treibendem Kreuzfahrer erheblich in Mitleidenschaft gezogen
(12.04.13) Das amerikanische Baggerschiff "Wheeler", 10614 BRZ (IMO-Nr.: 7923184), das durch seinen Einsatz für die Schifffahrt auf dem Mississippi von großer Wichtigkeit ist, erlitt einige strukturelle Schäden, als es am 3.4. in Mobile von dem unter Bahamas-Flagge registrierten Kreuzfahrtschiff "Carnival Triumph", das sich losgerissen hatte, gerammt wurde.
Die meisten Schäden entstanden im Bereich der Aufbauten, der übrige Rumpf schien hingegen unversehrt geblieben zu sein. Spanten, Platten und Relings sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Am 16.4. soll ein Taucherteam eine gründliche Inspektion des Rumpfes durchführen. Die “Wheeler" hatte im Mai auf dem unteren Mississippi arbeiten sollen, doch zunächst muss das Army Corps of Engineers nun die notwendigen Reparaturarbeiten an dem Baggerschiff durchführen lassen, damit es von der U.S. Coast Guard für seetüchtig erklärt wird.
Dies könnte mehrere Wochen dauern. Derweil wurde die “Carnival Triumph” mit weiteren Trossen an ihrem Liegeplatz bei BAE gesichert, damit sie sich nicht wieder selbstständig macht. Außerdem werden nun zwei Schlepper dauerhaft in Bereitschaft gehalten, um sie nötigenfalls sofort unter Kontrolle zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekentertes Rekordruderboot wieder entdeckt
(12.04.13) Ein Forschungsschiff hat das gekenterte Ruderboot “James Robert Hanssen” nach zweistündiger Suche am 11.4. rund 200 Meilen vor San Juan, Puerto Rico, lokalisiert. Bei einer Bergung würden große Menge wichtiger wissenschaftlicher Daten gerettet werden können. OAR Northwest und die Canadian Wildlife Federation hatten dafür die Fahrt des 29 Fuß langen Bootes finanziell unterstützt.
Viele Daten, die bereits übertragen werden konnten, sind ohnehin in Sicherheit, doch einige Aufzeichnungen über Wassersäulen sowie Filmmaterial befanden sich noch an Bord des Bootes. Die Hoffnung war, dass sine in wasserdichten Nischen trocken geblieben sind. Ein großes Kranfahrzeug sollte sich am 11.4. auf dem Weg zum Ruderboot machen. Die Aktion könnte ein bis zwei Tage dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Portland soll Tauchriff bekommen
(12.04.13) Vor Portland in Dorset will die Wreck To Reef Group ein Kriegsschiff versenken und dafür eine Unterstützung von 2.1 Millionen Pfund durch die Regierung erbeten. Sie sollen aus dem Coastal Communities Fund kommen, der zur Entwicklung der Küstenregion beitragen soll. Zuletzt war damit die Hummerzucht und der Tourismus in Bournemouth gefördert worden. Nach dem Vorbild in Australien oder in diesem Juni in Portugal, wo zwei Schiffe versenkt werden, soll auch hier der Tauchtourismus voran gebracht werden. Die notwendigen Genehmigungen lägen vor, ebenso ein Versenkungsgebiet. Das Wrack könnte Millioneneinnahmen für die Wirtschaft in Dorset bringen. 2004 war bereits HMS “Scylla” als Europas erstes künstliches Tauchriff vor der Whitsand Bay in Cornwall versenkt worden. Quelle:Tim Schwabedissen



Schwere Vorwürfe gegen Brückenoffizier der „Queen of the North“
(12.04.13) Die Brückenwache der “Queen of the North” hat mindestens 12 Minuten verloren, um notwendige Kontrollen vorzunehmen und das Schiff auf den richtigen Kurs zurückzubringen. Dies ist die Ansicht von Andrew Flotre, der 23 Jahre Lotsenerfahrung hat und am 11.4. bei der Untersuchung zum Untergang der Fäher aussagte.
Der Wachoffizier Lilgert habe einige der wichtigsten Sicherheitsregeln nicht beachtet. Flotre betonte die Verantwortlichkeit jedes Führungsoffiziers für die Sicherheit und Navigation ungeachtet der persönlichen Erfahrung. Lilgert habe die vorgeschriebene Kursänderung verpasst. Er hätte die Geschwindigkeit herabsetzen und alle zwei Minuten eine Kontrolle des korrekten Kurses durchführen müssen. Die Fähre war mit 17-18 Knoten Fahrt auf falschem Kurs unterwegs, als sie auf Gil Island lief.
Weder starker Wind noch intensiver Regen könne dafür verantwortlich gemacht werden, denn in einem solchen Fall hätte die Fahrt verlangsamt werden müssen. Er selbst sehe aber keine Hinweise auf ungewöhnlichen Wind oder Strömungen. Auf dem Radar wäre der verhängnisvolle Kurs klar erkennbar gewesen. Lilgert habe unverantwortlich gehandelt und sei ausreichend an Radar, GPS und Kompass trainiert gewesen, um sicher navigieren zu können. Quelle:Tim Schwabedissen



Philippinische Küstenwache wartet auf ihre Bergungsschiffe am Tubbataha Reef
(12.04.13) Das chinesische Fischereifahrzeug Min Long Yu” lag am 12.4 weiter stabil auf dem Tubbataha Reef. Die philippinische Coast Guard überwachte die Position, während sie auf das Eintreffen ihrer Schiffe “Corregidor” und “Romblon” am 13.4. wartete. Sie haben Teams der Coast Guard's Special Operations Group und der Marine Environment Protection Group an Bord. Bevor eine Bergung angegangen wird, sollen mehrere Tonnen Öl abgepumpt werden. Das Wetter vor Ort war unverändert ruhig und sollte auch so bleiben. Die 12-köpfige Crew war weiter in Palawan festgesetzt. Quelle:Tim Schwabedissen



Aufwändige Bergung schrottreifer Bohrinsel
(12.04.13) Mitte Dezember 2012 hatte ein ausgedientes Jack-up Drill Rig, das sic him Schlepp von Fourchon nach Texas zur Verschrottung befunden hatte, Wassereinbruch erlitten und zu sinken begonnen.
Unter schwierigen Umständen konnte der Schlepper sie in eine wenig genutzte Region des Vermillion Block im Golf von Mexiko bugsieren, wo das Rig auf Grund ging. Schwere Seen rissen viele Teile von der überspülten Plattform, die zu zerbrechen drohte. Die Inland Salvage Incorporated (ISI), aus Harvey wurde gemeinsam mit der Titan Salvage aus Pompano Beach mit der Bergung beauftragt. Ein 185 Fuß langes Hebeschiff wurde zur Wrackposition geschickt und durch Taucher eine Schadensinspektion durchgeführt.
Ein Tauchteam sollte als nächstes die Schwimmfähigkeit wieder herstellen, ein zweites das Hebesystem funktionstüchtig machen. Die Taucher verbanden ein externes hydraulisches Unterstützungssystem mit dem existierenden System. Zur selben Zeit wurden Pumpen in Tanks der Barge eingebracht und das bordeigene Lenzsystem reaktiviert. Als nach mehreren wetterbedingten Unterbrechungen diese Arbeiten abgeschlossen waren, konnte das Rig langsam mit seinem eigenen Jack-Up-System hochgebracht werden.
Als das Hauptdeck über Wasser war, wurde begonnen, die Innenräume auszupumpen, bis die Barge komplett aus dem Wasser war. Wegen schwerer Korrosionsschäden hätten nun erhebliche Reparaturen durchgeführt werden müssen, um sie wieder seetüchtig zu machen. Es wurde statt dessen beschlossen, sie auf einem Dockschiff abzusetzen, auf dem es die letzte Reise vollenden konnte. Quelle:Tim Schwabedissen



Neuartiges ROV soll Milliardenschatz aus Atlantik bergen
(12.04.13) Die Schatzsucher der Sub Sea Research gemeinsam mit den Howe and Howe Technologies wollen die Fracht der “Port Nicholson“ bergen, die Gold und Platin im Wert von vier Milliarden Dollar an Bord gehabt haben soll, als sie 1942 von einem deutschen U-Boot vor Massachusetts in versenkt wurde. Howe and Howe konstruierten den Lamprey Rover, der speziell ausgelegt ist, auf diesem Schiff zu arbeiten.
Seit 2011 sind die Vorbereitungen am Laufen. Die gesuchte Fracht befindet sich tief im Innern des Wracks und die Arbeitsbedingungen im Nordatlantik sind naturgemäß schwierig. Howe and Howe Technologies glauben, dass ihr Prototyp des Lamprey Rover exakt das ist, womit sich die bisherigen Schwierigkeiten bei der Arbeit am Wrack überwinden lassen. Er hat acht Propeller, extrem starke Elektromagnete und kann auf verschiedene Weisen im Laderaum arbeiten. Der Lamprey soll starken Strömungen und rauer See widerstehen können und kann sich so seinen Weg zur “Port Nicholson“ über 600 Fuß unter der Wasseroberfläche bahnen. Diamantschneider können Hindernisse überwinden. Wenn das ROV an Bord der “Sea Hunter“ ist, sollen zunächst Tests durchgeführt werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Crowdy Harrinton auf Grund gelaufen
(12.04.13) Die Marine Rescue Crowdy Harrington kam am Morgen des 11.4. zum Einsatz, als der Trawler „Henry Lawson“ am Morgen mit drei Mann an Bord gegen fünf Uhr auf den Wellenbrecher von Harrington südlich von Crowdy Head gelaufen war. Die Crew konnte sich selbst an Land retten. Der Kutter sank. Die Marine Rescue sammelte abgetriebene Trümmerteile ein. Als nächstes sollte ein Auslaufen des Diesels verhindert werden. Die NSW Roads and Maritime Services (RMS) leiteten die Arbeit. Quelle:Tim Schwabedissen



“Min Long Yu” (Bild: Philippine Coastguard)   Großbild klick!
Gestrandeter Kutter auf Tubbataha Reef soll vor Bergung geleichtert werden
(11.04.13) Die philippinische Coast Guard hat am 11.4. weitere Einsatzkräfte zu dem chinesischen Kutter “Min Long Yu” geschickt, der seit dem 8.4. auf dem nördlichen Teil des Tubbataha Reef festsaß, um jegliche Umweltschäden abzuwenden. Darunter waren auch Spezialtaucher und Ölbekämpfungseinheiten. Das Fischereifahrzeug lag weiterhin auf ebenem Kiel rund 50 Meter von der Kante des Korallenriffes entfernt.
Die Coast Guard vor der Bergung wollte mindestens acht der rund 40 Tonnen Bunkeröl aus den Tanks pumpen sowie die Netze in den Laderäumen und das Ladegeschirr von Bord entfernen, damit das solchermaßen erleichterte Schiff sich dann im günstigsten Fall aus eigener Kraft wieder befreien kann. Die Maschine schien unbeschädigt geblieben zu sein, sodass der Havarist sie dazu einsetzen kann. Möglicherweise könnte diese am 14.4. angegangen werden, zunächst sollte aber das Eintreffen des Küstenwachbootes “Corregidor“ abgewartet werden, das am 13.4. vor Ort erwartet wurde. Assistenz könnte, wenn nötig, auch die Bergungsfirma Malayan Towage leisten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker auf Rhein freigeschleppt
(11.04.13) Der am Nachmittag des 9.4. mit 1100 Tonnen Gasöl auf Grund gelaufene, deutsche Binnentanker “Marlene” 1119 ts (EU-Nr.: 04008240),&xnbsp;der auf dem Rhein an der Spitze der Insel Nonnenwerth festsaß, konnte in einer aufwändigen Aktion im Laufe des 10.4. wieder flottgemacht werden. Zuvor hatte die Ladung des auf der Rolandsecker Seite auf Höhe des Fähranlegers Siebengebirge festsitzenden Schiffes geleichtert werden müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ende eines Partyschiffes
(11.04.13) Das ausgebrannte Wrack des einstigen Partyschiffs "Buho Verde", das seit einem Jahr auf dem Donaukanal in Wien auf sein Ende wartete, wurde am Morgen des 10.4. von der „Eisvogel“ längsseits genommen und zu einem Abwracker geschleppt. Zwar war der Stadtverwaltung das Fahrzeug seither ein Ärgernis, doch hatte sie rechtlich keine Handhabe, gegen eine Räumung zu verfügen. Erst nachdem der Eigner des Schiffes Insolvenz angemeldet hatte, kam Bewegung in die Sache. Der Insolvenzverwalter erzielte mit der Stadt nach langen Verhandlungen eine Einigung, das Wrack abzutransportieren. Nach längeren Vorbereitungsarbeiten ging es nun auf die letzte Reise.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vorgänge um OSM Arena werden zur Groteske
(11.04.13) Partielle Wende in der Posse um ein von der Welt verlassenes Schiff - der Crew des südkoreanischen Bulkcarriers „OSM Arena“, 26361 BRZ (IMO-Nr: 8411334), die ihr vom Sinken bedrohtes Schiff verlassen hatte, wurde am 10.4. von den indischen Behörden mit den zum Landgang notwendigen Dokumenten ausgestattet. 14 Seeleute hatten das verrottete Schiff mit einem Boot verlassen und waren am 9.4. in den Fischereihafen von Chennai eingelaufen. Wenig später hatte der burmesische Kapitän Yethi Ka den Madras High Court informiert, dass er veranlasst habe, das unsicher gewordene Schiff aufzugeben.
Die ausgestellten Pässe müssen alle 24 Stunden erneuert werden, während eine Untersuchung anberaumt wurde, warum die aus Myanmar stammenden Männer das Schiff verließen. Zunächst war der Kapitän vom Madras High Court angewiesen worden, auf seinen Frachter zurückzukehren. Er hatte erst zwei Monate zuvor mit seiner Crew angemustert. Es gab aber keinen Diesel mehr, um die Generatoren zu betreiben, und seit dem 3.4. war die Bordenergie zusammengebrochen. Zudem gingen die Nahrungsvorräte zur Neige, sodaass seit mehreren Tagen nur noch Trockennahrung auf dem Speiseplan gestanden hatte. Wasser drang in einen Lade- sowie den Maschinenraum ein und konnte nicht mehr gelenzt werden. Weil der Kapitän die Stabilität entsprechend gefährdet sah, befahl er seinen Leuten schließlich, von Bord zu gehen.
Am Abend des 10.4. kehrten drei Männer auf Befehl des Gerichts an Bord zurück. Die Hafenbehörde in Chennai erklärte, der Landgang sei eine Verletzung von Gesetzen, da die Einwanderungsrichtlinien damit gebrochen würden. Außerdem sei es verboten, das Schiff, das vor der Küste ankerte, zu verlassen. Es drohe eine Strafverfolgung. Der Kapitän sagte, er habe keine Wahl mehr gehabt. Selbst sein Laptop, mit dem er die immer dringlicher werdenden Notrufe gesandt habe, sei nicht mehr funktionsfähig, und die Eigner seien abgetaucht, es habe keine Reaktion von irgendeiner Stelle gegeben.
Die „OSM Arena“ war von dem Madras High Court wegen Schulden der Eigner im Februar 2010 arrestiert worden. Am 26.8.2011 starb der Chefingenieur unter ungeklärten Umständen an Bord des zwei Kilometer vor der Küste ankernden Schiffes. Er war erst 10 Tage zuvor an Bord gekommen, nachdem die Vorgängercrew auf Veranlassung des Madras High Court ausgetauscht worden war. Am 30.12.2011 hatte der Frachter bereits im Sturm zu stranden gedroht, nachdem eine Ankerwinsch ausgefallen war. Schlepper hatten den Seelenverkäufer nach Abzug des Wirbelsturms Thane wieder auf Seeposition gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Pechbehafter Bulkcarrier verließ Columbia River
(11.04.13) Der maltesische Frachter „Adfines East“, 24167 BRZ (IMO-Nr.: :9621883), dessen russischer Kapitän am 8.4. von der US Coastguard verhaftet worden war wegen Alkoholkonsums und sich am 9.4. schuldig bekannt hatte und zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden war, während der er nicht in amerikanischen Gewässern Schiffe führen durfte, und das sich dann vom Liegeplatz losgerissen und auf der Davis Bar auf Grund gelaufen war, durfte am 10.4. seine Reise nach Busan antreten. Um 5.30 Uhr verließ er Portland und ging nach einem kurzen Zwischenstopp in Longview nach See.
Quelle:Tim Schwabedissen




Yacht bei Brückenkollision entmastet
(11.04.13) Die 45 Fuß lange Yacht „Pelagic“ aus Bristol kollidierte am Abend des 10.4. mit der Eisenbahnklappbrücke in Morehead City und wurde dabei erheblich beschädigt. Die Brücke war wegen laufender Reparaturarbeiten geschlossen. Der Skipper aus Belhaven sagte, das Bauwerk sei nicht beleuchtet gewesen. Ein Ingenieur des A N.C. Department of Transportation hingegen sagte, die Beleuchtung sei eingeschaltet gewesen und habe funktioniert. Dies bestätigte auch die Coast Guard. Auf die Brückensperrung war auch durch eine Markierung am Fender aufmerksam gemacht worden. Bei der Kollision war der 60 Fuß hohe Mast abgebrochen worden und samt des Rigg auf Deck gestürzt. Dabei wurde die zweiköpfige Crew nur knapp durch die herabkommenden Trümmer verfehlt. Die Brücke selbst blieb unbeschädigt. Die Yacht wurde am folgenden Morgen zur Russell Yachts gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiffskapitäne werden der 39-fachen Tötung angeklagt
(11.04.13) Die Kapitäne der chinesischen Fährschiffe “Lamma IV” und der “Sea Smooth”, die im vergangenen Herbst vor Hongkong kollidierten, sollen beide wegen 39-facher Tötung strafrechtlich belang werden. Die „Lamma IV“ war am 1.10.2012 mit 124 Beschäftigten der Kongkong Electric zu einem Feuerwerk von Lamma Island kommend unterwegs, als sie von der “Sea Smooth”, einer Passagierfähre, gerammt wurde und rasch sank.
Die „Sea Smooth“ setzte ihre Fahrt dann zur Yung Shue Wan Pier auf Lamma Island fort. Fünf weitere Besatzungsmitglieder waren am 2.10. ebenfalls verhaftet worden und sollen Mitte April vor Gericht erscheinen. Neben den 39 Toten, darunter acht Kindern, waren auch 92 Verletzte zu beklagen gewesen. Vor der Untersuchungskommission waren in den vergangenen Wochen über 100 Zeugen gehört worden. Sie soll im Laufe dieses Monats ihre Empfehlungen an die Regierung aussprechen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Bulkcarrier geleichtert und geborgen
(11.04.13) Der türkische Schlepper "Hasan Tural" (MMSI:271010386) hat den am 28.3. bei Zonguldak gestrandeten, liberianischen Bulkcarrier "Aqua Fortune", 91499 BRZ (IMO-Nr:9426427), wieder flottgemacht, nachdem zuvor 3.000 Tonnen der Kohleladung geleichtert worden waren. Das Schiff ging anschließend an die Pier, um den Rest der Ladung zu löschen und dann die Fahrt nach Yuzhny fortzusetzen. Der&xnbsp;Capesize-Bulkcarrier war am 23.2. aus Richards Bay ausgelaufen und war dann im Schwarzen Meer kurz vor Erreichen des Zielhafens festgekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vierköpfige Crew von gestrandeter Yacht gerettet
(11.04.13) Die Coast Guard Atlantic City rettete am Morgen des 10.4. die vierköpfige Crew der 30 Fuß langen Yacht “Fiona”, die nach Verlust des Ruders und Motorausfall eine Meile vor dem Little Egg Inlet auf Grund gelaufen war. Um vier Uhr hatte sie Notrufe gefunkt, nachdem Wasser in das Boot eindrang und die Crew ein rasches Sinken befürchtete.
Ein 25-Fuß-Rettungsboot und ein MH-65 Dolphin Helikopter machten sich auf die Suche nach der “Fiona”, deren Position nicht bekannt war. Der Skipper wurde angewiesen, eine Notrakete abzufeuern, dank derer die Yacht fünf Meilen nordöstlich von Atlantic City ausgemacht wurde. Ein Offizier ging an Bord der Yacht und stellte fest, dass sie kein Leck hatte, doch in der Bilge das Wasser durch übergekommene Wellen acht Inch hoch stand. Das Rettungsboot barg die Crew ab, und Bergungsmaßnahmen wurden eingeleitet. Quelle:Tim Schwabedissen



Drei weitere Schiffswracks in Grand Haven identifiziert
(11.04.13) Forscher haben drei Schiffswracks, die bei niedrigem Wasserstand auf den Great Lakes in West Michigan auftauchten, identifiziert. Nach Erkenntnissen der Michigan Shipwreck Research Association handelt es sich dabei um die „L.L. Barth“, ein 160 Fuß langes Holzschiff, das nahe Grand Havens Harbor Island neben einer Barge und dem 50 Fuß langen Schlepper „Liberty“ liegt. Bereits im Dezember hatte die Gruppe den 290 Fuß langen Holzdampfer „Aurora“ nebst vier weiteren Wracks bei Harbor Island entdeckt.
Die Wracks stammten aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, als hier reger Schiffsverkehr herrschte. In Neopren-Anzügen rückten die Forscher den Holzskeletten zuleibe und erkannten eines als den Kielbereich der “L.L. Barth”. Von Land her sind die auf Privatgrund liegenden Wracks nicht erreichbar. Doch per Boot lassen sich Blicke auf die Relikte an der Westseite der Mündung des Lake erhaschen. Als die „L.L. Barth” in Fahrt war, waren drei Holzmühlen und die Kirby Shipbuilding Company auf Harbor Island aktiv.
Die „L.L. Barth” began ihre Laufbahn als SS “Wilhelm” 1889 in Bay City, wo sie zum Holz- und Kohletransport im Einsatz war. 1890 erwarb sie ein Geschäftsmann aus Chicago und benannte sie um. Jahre später ging sie an die Construction Aggregates, die sie zum Pumpen von Sand vom Grund des Lake Michigan nutzten, bevor das Schiff 1927 vor Harbor Island ausgeschlachtet und dann aufgegeben wurde. Kessel und Maschine wurden ausgebaut, und Teile des Holzrumpfes von Anwohnern in der Wirtschaftskrise abgebaut. Ein Stück weiter haben Construction Aggregates die 60 Fuß lange Barge auf der “L.L. Barth“ abgesetzt.
Construction Aggregates gehört das Land gegenüber von Ferrysburg weiterhin, Eigentümer der Wracks ist aber die Stadt Grand Haven. Die Michigan Shipwreck Research Associates arbeiten weiter mit dem Tri-Cities Historical Museum in Grand Haven an der Dokumentation der Schiffsreste. Zwei weitere Bargen waren wohl namenlos, und andere Segelschiffe harren noch der Identifizierung. Quelle:Tim Schwabedissen



„Adfines East“ (Bild: Bill Monroe)   Großbild klick!
Bulkcarrier im Pech – Kapitän alkoholisiert, Schiff losgerissen und gestrandet
(10.04.13) Doppeltes Pech für den maltesischen Frachter „Adfines East“, 24167 BRZ (IMO-Nr.: :9621883). Erst wurde der russische Kapitän am 8.4. von der US Coastguard verhaftet, nachdem er bei einer Routineinspektion in Portland, Oregon, betrunken vorgefunden worden war.
Das Schiff lag zu der Zeit an Terminal 4 auf dem Willamette River und lud Getreide. Er hatte einen Blutalkoholwert von 0,181, mehr als das vierfache des Limits von 0,04 für Schiffsführer. Am 9.4. wurde Valeriy Sharykin vor Gericht zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt, während der er nicht in amerikanischen Gewässern Schiffe führen darf, und musste 1000 Dollar Strafe ans Gericht und weitere 1000 Dollar an eine Einrichtung für Alkoholabhängige zahlen.
Während er noch in Haft saß, wurden die Beladungsarbeiten an dem Schiff abgeschlossen und es auslaufklar gemacht. Doch aus bislang unbekannter Ursache riss es sich dann vom Liegeplatz los und trieb 1,5 Meilen flussabwärts auf dem Willamette River bis zum Columbia River, ehe die Maschine gestartet und Anker geworfen werden konnte.
Der 1. Offizier wollte es dann zurück an den Liegeplatz bringen, doch währenddessen lief es auf der Davis Bar auf 27-30 Fuß Wassertiefe auf Grund. Mehrere Schlepper waren vonnöten, es wieder flottzumachen und es am Morgen des 9.4. zur Upper Anchorage zu bringen, wo die Coast Guard eine Untersuchung einleitete. Die „Afines East“ hat eine Tragfähigkeit von 36941 Tonnen, wurde 2012 in China erbaut und hat als Manager die Schweizer ABC Maritime AG.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker auf Rhein auf Grund gelaufen
(10.04.13) Am Nachmittag des 9.4. lief der mit 1100 Tonnen Gasöl beladene, deutsche Binnentanker “Marlene” 1119 ts (EU-Nr.: 04008240),&xnbsp;auf dem Rhein an der Spitze der Insel Nonnenwerth auf Grund. Stundenlang saß er auf der Rolandsecker Seite auf Höhe des Fähranlegers Siebengebirge fest. Die Wasserschutzpolizei (WSP) Andernach war vor Ort. Ein Schlepper zog den Havaristen schließlich wieder in tieferes Wasser, nachdem Versuche, aus eigener Kraft freizukommen, gescheitert waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiterfahrt der „Inga R“ erst nach Abdichten der Löcher
(10.04.13) Während das deutsche Binnenschiff „St. Michael“, 1059 ts&xnbsp;(EU-Nr.: 04401900), nach der Kollision mit der „Inga R“, 1396 ts (EU-No.:&xnbsp;02321287), am Abend des 5.4. auf dem Mittellandkanal in Höhe Braunschweig-Wenden, seine Reise nach Abschluss der Untersuchungen fortsetzen konnte, musste die „Inga R." im dortigen Hafen zunächst provisorisch repariert werden. Ihr pontonförmig ausgebildeter Bug hatte sich über das Vorschiff des Kollisionsgegners geschoben und war dabei zwar nur oberhalb der Wasserlinie beschädigt worden, doch hätte durch die dort entstandenen Löcher bei einer Weiterfahrt Wasser eindringen können. Deshalb galt es, diese zunächst abzudichten. Die "St. Michael" hingegen, die zwar scheinbar schwerer in Mitleidenschaft gezogen worden war, durfte sich schon schneller wieder auf ihren Weg nach Spelle machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Streit um Liegeplatzgebühren für MSC Flaminia
(10.04.13) Die Buxtehuder Reederei NSB (Niederelbe Schifffahrtsgesellschaft) soll drei Millionen Euro Liegeplatzgebühren für die Zeit, in der ihre „MSC Flaminia“ in Wilhelmshaven lag, entrichten. Nun gibt es aber Verdruss über die Rechnung: Die Summe erschien den Reedern außerordentlich hoch, und offenbar wurde ihnen gedroht, die Betreibergesellschaft in Insolvenz gehen zu lassen. Die Reederei wollte sich zu dem Disput erst äußern, wenn die "MSC Flaminia" in der Reparaturwerft liegt und die Arbeiten begonnen haben. Derzeit befindet sich das Schiff noch in Warteposition auf der Reede von Constanta, wo es am 29.3. Anker warf.
Quelle:Tim Schwabedissen




Schlepper in Guantanamo Bay gesunken
(10.04.13) Der amerikanische Schlepper „Little Debbie“ sank am Wochenende 6./7.4. in der Guantanamo Bay. Er war nicht für die US-Marine, sondern für einen Vertragsnehmer im Einsatz und an einer Instandsetzungsbarge vertäut, als er unterging. Es kam zu einer Ölverschmutzung. Warum der Schlepper sank, war noch unbekannt. Die “Little Debbie” (MMSI-Nr.: 367030250) ist 60 Fuß lang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor Sitka gerettet
(10.04.13) Die Coast Guard Air Station Sitka schickte am 9.4. einen MH-60 Jayhawk Helikopter zur Rettung eines Einhandseglers an Bord der 31 Fuß langen Yacht „Etak“ im Golf von Alaska. Der Helikopter winschte ihn 200 Meilen nördlich von Sitka vom Deck und brachte ihn zu seiner Base. Er war unversehrt davongekommen. Er hatte das EPIRB gegen 11 Uhr aktiviert, nachdem sein Boot am Morgen Motorausfall erlitten hatte. Nachdem es verlassen war, wurde eine Markierungsboje abgeworfen, um die Drift zu verfolgen. Vor Ort waren 30 Meilen Wind und bis zu 10 Fuß hohe Wellen. Die “Etak” war am 1.4. von Valdez nach Sitka ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Cape Beaver sank auf letzter Reise
(10.04.13) Am 5.4. sank der kanadische Trawler "Cape Beaver", 984 BRZ (IMO-Nr.: 7913517), im Atlantik. Er hatte sich an der Trosse des unter derselben Flagge laufenden Trawlers "Cape Ballard" (IMO-Nr.: 8006347) auf der letzten Reise von Kanada nach Belgien zum Verschrotten befunden, als der Schleppzug in einen Südweststurm geriet. Die isländische Runnercrew konnte sich an Bord der "Cape Ballard" in Sicherheit bringen, die selbst eine achtköpfige Besatzung hatte. Am 10.4. hatte das Schiff den Hafen von Hafnarfjörður erreicht. Am 31.7.1980 war die 164 Fuß lange „Cape Beaver“ in eine Kollision vor der Ostküste von Kanada verwickelt gewesen. Sie hatte im Nebel vor Nova Scotia den 120 Fuß langen Trawler „Margaret Jane“ gerammt, der in weniger al seiner Minute sank. Vier Menschen ertranken dabei, 14 wurden gerettet. Die “Margaret Jane” war der “Cape Beaver” vor den Bug gelaufen. Sobald sie sich mit rückwärts laufender Maschine aus dem Rumpf des Kollisionsgegners zog, ging dieser mit dem Heck voran auf Tiefe. Zwar konnten sich noch mehrere Besatzungsmitglieder in eine zu ihnen herab geworfene Rettungsinsel flüchten, doch einige wurden im sinkenden Schiff eingeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter stand in Lødingen in Flammen
(10.04.13) Am 9.4. gegen 21 Uhr geriet ein Kutter an der Pier in Lødingen liegend aus noch unbekannter Ursache in Brand. Feuerwehr und Krankenwagen eilten zur Unglücksstelle. Die Feuerwehr konnte das Feuer zwar unter Kontrolle bringen, doch der 30 Fuß lange Kutter wurde schwer beschädigt. Die zweiköpfige Crew konnte sich unversehrt retten. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arrestierter Frachter vor Chennai nach Wassereinbruch aufgegeben
(10.04.13) Der Kapitän des südkoreanischen Frachters "OSM Arena", 26361 BRZ (IMO-Nr: 8411334), der seit Februar 2012 vor Chennai ankerte, ließ sich am 9.4. von einem passierenden Kutter aufnehmen und an Land bringen. Er sagte dem Madras High Court, dass er das Schiff aufgegeben habe, weil Wasser in den Maschinenraum eindringe und es nicht mehr gelenzt werden könnte. Er fürchtete, der Frachter könnte jederzeit kentern. Mehrere Verfahren sind gegen die Eigner vor den Gerichten von Madras und Kalkutta anhängig. Im September 2012 war es in die Kette gelegt worden, um die Kosten für eine Bergungsaktion im Taifun Thane im Dezember einzutreiben. Es sollte versteigert werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterte Rekordruderer wollen ihr Boot aus dem Atlantik bergen
(10.04.13) Die vier Transatlantik-Ruderer der “James Robert Hansen”, die am Morgen des 6.4. nach dem Kentern ihres Bootes gerettet worden waren, hoffen, es in dieser Woche Bergen zu können. Das Team von Seattles OAR Northwest und dem Canadian Wildlife Federation befindet sich noch in San Juan, Puerto Rico. Sie waren im Januar in Senegal auf die 3500 Meilen lange Reise nach Miami als erstes Ruderboot, das den Südatlantik quert, gegangen. Nach 73 Tagen kenterte ihr Boot. Nun suchten Patrick Fleming, Jordan Hanssen, Adam Kreek und Marcus Pukonen nach Möglichkeiten, wie sie wieder an ihr 20000 Dollar wertes Boot herankommen, in dem wichtige Daten und viele Stunden Videodokumentation gespeichert sind. Es soll nach Seattle zurück transportiert und möglicherweise auch die Reise wieder aufgenommen werden. Die Schwierigkeiten hatten begonnen, nachdem zwei Ruder brachen und der Wingenerator ausfiel. Bis dahin war die Fahrt ruhig vonstatten gegangen, in zwei Schichten hatte die Crew es voran gebracht, doch am 6.4. gegen sechs Uhr früh begannen die Wellen in das neun Meter lange Boot zu schlagen und brachten es zum Kentern. Adam Kreek aus Victoria hatte sich nach dem Kentern unter Wasser aus dem Boot retten müssen, doch der Goldmedaillengewinner im Kanufahren bei den Olympischen Spielen 2008 hat sich rasch erholt. Er hatte sich mit Fleming in der Kajüte befunden, die sich rasch mit Wasser füllte. Er hatte versucht, seinen Kameraden aus der Tür zu schieben. Dann nahm er in der Kajüte einen tiefen Luftzug, sammelte sich und schwamm dann ins Freie. Nach vier Jahren Vorbereitung und 2,5 Monaten auf See war das Team symbiotisch zusammengewachsen. Kreeks Frau Rebecca Sterritt, Mutter eines zweijährigen Sohnes und wieder im 7. Monat schwanger, hatte bange vier Stunden zu durchstehen, bevor mit einem abgeworfenen Funkgerät Kontakt hergestellt werden konnte und klar wurde, dass alle vier Ruderer am Leben waren. Sie wurden dann von der „Beijing“ der japanischen Reederei Nippon Yusen Kaisha gerettet und binnen 27 Stunden nach Puerto Rico gebracht. Adam Kreek will in jedem Fall keinen neuen Anlauf unternehmen, sondern lieber Kanadas Nationalparks im Landrover erforschen. Quelle:Tim Schwabedissen



Untersuchung zweier Kutterverluste hat begonnen
(10.04.13) Bei der gemeinsamen Untersuchung des Untergangs der Kutter “K-Cee” vor Secretary Island im Mai 2012 sowie der „Governor“ im Milford Sound im September 2012 in Otago wurde berichtet, dass der Skipper der „K-Cee“ die Seebedingungen als etwas rauh bezeichnet hatte, bevor das Schiff sank. Alle Besatzungsmitglieder der beiden Schiffe waren ums Leben gekommen. Der “K-Cee“-Skipper Bruce Gordon und sein Decksmann Darren Allen galten als erfahrene Fischer, ihr Boot war zuletzt im September 2011 inspiziert worden und war in gutem Zustand und gut geführt gewesen. Südlich von Secretary Island muss es dann aber zu einem katastrophalen Ereignis am Morgen des 30.4. gekommen sein. Ob die beiden Fischer Schwimmwesten trugen, ist unbekannt. Vor Ort waren bis zu 40 Knoten Wind und fünf Meter hohe Wellen. Der Funkamateur Carol Brown aus Te Anau erhielt am 30.4. um 9.15 Uhr einen Bericht von Gordon, der in der vorangegangenen Nacht von Blanket Bay ausgelaufen war. Er beschrieb die Wellen als hoch und die Sicht als schlecht. Am 29.4. hatte er noch längsseits des Ausflugsschiffes „Southern Secret” gelegen und in guter Stimmung losgeworfen. Der Kutter “Exporta”, der am 29.4. in den Doubtful Sound gelaufen war, hatte ebenso wie die “Zayla Jay” vor dem Wetter kapituliert. Am 1.5. lief er aus, um nach der „K-Cee“ zu suchen, und nahm Kontakt mit einem Hubschrauber in dem Gebiet auf. Er sah dann auf dem Strand von Secretary Island den Bug des vermissten Kutters als letzten Zeugen der Tragödie. Quelle:Tim Schwabedissen



Chinesische Crew von Trawler auf Tubbataha Reef abgeborgen
(10.04.13) Der chinesische Kutter “Min Long Yu” liegt weiter im Nordatoll des Tubbataha Reef in der Sulu Sea auf Grund. Die 12-köpfige Crew wurde von der philippinischen Coast Guard aber am 10.4. nach Puerto Princesa in Palawan gebracht. Am 10.4. um 6.30 Uhr traf die “Romblon” mit den Chinesen an Bord im Hafen ein. Nach einer ersten Vernehmung wurden sie dem Palawan Office of the National Committee on Illegal Entrants übergeben. Die Lage ihres 48 Meter langen Trawlers aus Fujian hat sich seit der Strandung am 8.4. um 23.40 Uhr 1,1 Meilen östlich der Rangerstation nicht verändert. Marine, Küstenwache und Tubbataha Marine Park Rangers überwachten es. Es war noch intakt, und weder Rumpf noch Propeller schienen Schäden davon getragen zu haben. Es sollte soweit geleichtert werden, dass es nach Puerto Princesa gebracht werden kann. Dazu galt es, die 80 Tonnen Öl abzupumpen und Ausrüstung von Bord zu holen. Quelle:Tim Schwabedissen



Mangelnde Kommunikation mit ursächlich an Kollision vor Neufundland
(10.04.13) Das Transportation Safety Board hat einen Bericht über die Kollision des Versorgers "Maersk Detector“,5470 BRZ (IMO-Nr.: 9298911), und der Bohrinsel "Grand Banks" am 24.11.2011 vor Neufundland publiziert. Er hatte ein Bein der Insel gerammt, beide Fahrzeuge wurden beschädigt. Die Untersuchung zeigte, dass die Brückenoffiziere des Versorgers offenbar nicht ausreichend kommuniziert und als Team gearbeitet hatten. Auch wurden nicht alle Daten genutzt, um die Entfernung des Schiffes von der Insel zu kontrollieren. Es erfolgte keine ausreichende Risikoabschätzung, während Ladung an Bord genommen wurde, und es gab keine Verfahren, um relevante Wetterinformationen zu erlangen. So war Kranführer und Schiffscrew nicht die Wellenhöhe bekannt und der Punkt, an dem das Risiko zu groß wurde. Seither hat Maersk Supply Service Canada eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, darunter besseres Training, die Einführung von Triggern zur Arbeitsunterbrechung sowie die Updates der Software von Datenaufzeichnungsgeräten. Husky hat nun direkten Zugang zu den Websites von Wetterdiensten, um kontinuierliche Datenversorgung zu gewährleisten, und jährliche Kompetenzassessments und Trainingsmaßnahmen. Quelle:Tim Schwabedissen



Schweißbarbeiten lösten Maschinenraumbrand aus
(10.04.13) Die norwegische Katamaranfähre "Sylvarnes", 100 BRZ (IMO-Nr.: 9219563), geriet bei Reparaturarbeiten in einer Werft in Solund in Brand. Bei Schweißarbeiten entstand ein Feuer im Maschinenraum. Dabei wurde die Fähre schwer beschädigt. Statt wie vorgeschrieben zwei Personen war nur eine Person vor Ort gewesen. Die "Sylvarnes" hätte am 1.5. von Florabassenget aus eingesetzt worden, doch nun muss die Fähre „Vetlefjord" bis zur Reparatur einspringen. Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsaktion für getrandeten Kutter vor Bridlington abgebrochen
(10.04.13) Beide RNLI-Boote aus Bridlington wurden am Morgen des 9.4. von dr Humber Coastguard alarmiert, nachdem der Kutter Serene” an der Südpier auf Grund gelaufen war. Die „Serene” war um 9.30 Uhr auf dem Rückweg in den Heimathafen gewesen, als eine Welle den Kutter auf die Seite legte, das Fanggeschirr sich im Propeller verfing und das Schiff dann auf Legerwall geriet. Das kleine Rettungsboot „Windsor Spirit“ barg drei der vier Mann an Bord nach der Strandung ab und setzte einen Rettungsmann zur Unterstützung des Skippers an Bord ab.
Um 11 Uhr kam das größere Rettungsboot „Marine Engineer“ zu Hilfe und brachte eine Lenzpumpe. Mit der Flut, so der Plan, sollte der Havarist nach Bridlington geschleppt werden. Doch die “Serene” war durch das Rettungsboot nicht mehr erreichbar. Erst mit einem seefesten Traktor konnte die Pumpe auf den Kutter gebracht werden, und eine Zeitlang sah es auch so aus, als würde es gelingen, ihn zu lenzen. Doch als der Seegang höher wurde, brachen Wellen über das Heck des Kutters und ließen ihn vollschlagen, sodass die Pumpe versagte.
Deshalb mussten sich die beiden an Bord Verbliebenen auf den Bug flüchten und von dort abgeborgen werden. Es wurde zuvor noch eine Schlepptrosse festgemacht, doch die Versuche, den Kutter abzuschleppen, scheiterten. Dabei setzte die „Marine Engineer“ selbst auf, und Wasser drang in den Maschinenraum ein. Daraufhin entschied der Vormann, die Aktion aus Sicherheitsgründen abzubrechen. Quelle:Tim Schwabedissen



„Cythere 1” brennt (Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!
Austernkutter vor La Rochelle in hellen Flammen
(09.04.13) Am 8.4. gegen 10 Uhr wurde das MRCC Etel alarmiert, nachdem ein Feuer auf dem Austerkutter „Cythere 1” aus La Rochelle ausgebrochen war. Der Kutter trieb weniger als 400 Meter vor der Spitze von Digolet und hatte eine dreiköpfige Crew an Bord. Ein Dauphin-Hubschrauber der Marine in La Rochelle stieg auf, außerdem lief das Rettungsboot „SNSM 144“ mit einem Schiffsbrandbekämpfungsteam an Bord von dort aus. Die drei Fischer konnten sich unversehrt retten. Ein Marinetaucher wurde um 10.30 Uhr abgesetzt und sicherte sie. Ein Zodiac der Feuerwehr aus La Rochelle nahm den in hellen Flammen stehenden Kutter in Richtung tieferen Wassers in Schlepp, sodass die „SNSM 144“ mit ihrem größeren Tiefgang ebenfall eingreifen konnte. Gegen Mitternacht war der Brand unter Kontrolle, und die „Cythere 1“ konnte nach La Rochelle abgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährskipper könnte Größe einer von ihm gerammten Barge unterschätzt haben
(09.04.13) Die Crew der chinesischen Katamaranfähre „First Ferry III“, die am 5.4. in dichtem Nebel mit einer Barge kollidierte, wobei 39 Verletzte zu beklagen waren, hat möglicherweise die Länge der Barge unterschätzt.
Die Barge wurde mit langsamer Geschwindigkeit von einem Schlepper nördlich von Cheung von der Kellett Anchorage No. zu einem Verklappungsgebiet bei Cheung Chau gezogen. Die Fähre war von Central nach Cheung Chau unterwegs, als sich das Unglück um 21.30 Uhr ereignete. Der Kapitän hatte ein Objekt auf dem Radar gesehen und versucht, auszuweichen.
Ob er aber die Fahrt herabsetzte oder den Kurs änderte, war noch nicht klar. Er war seit 13 Jahren für die Reederei auf Schnellfähren Central nach Cheung Chau und Mui Wo eingesetzt gewesen. Mittlerweile hat sich der Zustand von drei Schwerverletzten stabilisiert, weitere 16 Verletzte, die in Krankenhäuser gebracht wurden, befanden sich ebenfalls auf dem Weg der Besserung, die übrigen 20 wurden bereits entlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Menschliches Versagen Schuld an Kollision bei Braunschweig
(09.04.13) Menschliches Versagen verursachte die Kollision der deutschen Binnenschiffe „St. Michael“, 1059 ts&xnbsp;(EU-No.: 04401900), und „Inga R“, 1396 ts (EU-No.:&xnbsp;02321287), am Abend des 5.4. auf dem Mittellandkanal in Höhe Braunschweig-Wenden. Das Schiff, das in Richtung Osten lief, war gegen 20 Uhr kurz nach Sonnenuntergang seitlich in das Fahrwasser des Entgegenkommers geraten. Der Sachschaden an beiden Schiffen belief sich auf rund 80.000&xnbsp;Euro.
Weil bei dem Zusammenstoß eine geringe Menge Öl ausgelaufen war, musste der Mittellandkanal drei Stunden lang gesperrt werden, bis das Öl aufgefangen war. Die „Inga R.“, die im Bereich der Aufbauten beschädigt worden war, durfte ihre Reise unterdessen fortsetzen, die an mehreren Stellen oberhalb der Wasserlinie aufgerissene „St. Michael“ hingegen musste im Braunschweiger Containerhafen verbleiben, um repariert zu werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schnelle Bergung – langsamer Schlepp
(09.04.13) Der britische Kutter „Adaptable“ (MMSI-Nr.: 235001823) lief am 5.4. bei Ardtornish Point im Sound of Mull, Argyll, um 2.43 Uhr auf Grund. Das RNLI-Boot aus Oban wurde alarmiert und stellte eine Schleppverbindung zur „Adaptable“ her. Wegen Ruderproblemen erwies sich die Rückfahrt als kompliziert und langsam. Um 6.05 Uhr wurde der Kutter schließlich an der Nordpier festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brielle in Sicherheit gebracht
(09.04.13) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter „Brielle“, 7138 BRZ (IMO-Nr.: 951364), auf dem im Atlantik die Ladung übergegangen war und eine Schlagseite von 20-25 Grad ausgelöst hatte, erreichte am 8.4. Funchal und lief gegen 15 Uhr in den Hafen von Canical ein.&xnbsp;
Quelle:Tim Schwabedissen




Heißgelaufener Zementfrachter wird in Pargas repariert
(09.04.13) Nachdem der finnische Frachter „Nordanvik“,&xnbsp;4075&xnbsp;BRZ (IMO-Nr.: 9037161), den Zementhafen von Pargas am Haken der Schlepper „Ajax“ und „Iso-Pukki“ am 5.4. erreichte, wurde mit Reparaturen an der Maschine, die nach Überhitzung bei Turku ausgefallen war, begonnen, nachdem die Maritime Incident Response Group den Havaristen zuvor gesichert hatte.
Der Plan, die „Nordanvik“ nach einer Rundreise nach Polen zum Verteilen von Zement der Finncements in Pargas in finnischen Küstenhäfen einzusetzen, musste indes auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Bis dahin wird weiter der Zementfrachter „Envik“, den die „Nordanvik“ hatte ersetzen sollen, im Einsatz bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuerliche Strandung auf Tubbataha Reef
(09.04.13) Ein 48 Meter langer chinesischer 500-Tonnen-Kutter mit der Kennzeichnung 63168 lief am 8.4. gegen Mitternacht auf dem Tubbataha Reef in der Sulu See auf Grund, nur wenige Tage, nachdem dort das Wrack des US-Minensuchers „Guardian“ geräumt worden war. An Bord war eine 12-köpfige chinesische Crew. Der Kutter war wohl zum illegalen Fischfang in philippinische Gewässer eingelaufen.
Am 9.4. sollte der Havarist freigeschleppt und nach Palawan gebracht werden, wo er beschlagnahmt und die Crew in Puerto Princesa verhört würde. Zwar werden chinesische Fischer häufig in philippinischen Gewässern entdeckt, doch bislang niemals so weit südlich wie Tubbataha. China beansprucht fast die gesamte südchinesische See für sich. Die „Romblon” der philippinischen Küstenwache traf am 9.4. um 10:55 Uhr vor Ort ein, doch wegen der Sprachbarriere war keine Kommunikation mit den Fischern möglich. Die Laderäume und die Netze wurden untersucht, aber es befand sich kein Fang an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weltumsegelung durch Mastbruch gestoppt
(09.04.13) Am 3.4. um 21.45 Uhr funkte die Yacht „Joanna” ein Mayday, das von der Brixham Coastguard aufgefangen wurde, die daraufhin das RNLI-Boot aus Torbay, die „Alec & Christina Dykes“. Die Yacht, eine 35 Fuß lange&xnbsp;Sloop, war von Holland aus mit einem Einhandsegler unterwegs. Er war im Juni 2012 in Dänemark zu einer Weltumsegelung gestartet und befand sich auf dem 266. Tag seiner Reise, als bei Windstärke 6-8 im Englischen Kanal bei schwerem Seegang der Mast herunterkam. Das Rettungsboot lief um 21.55 Uhr zu der 14 Meilen nordöstlich von Brixham treibenden Yacht aus. Als es eintraf, hatte der Segler bereits den Mast gekappt, konnte aber mangels Treibstoff nicht den Motor starten. Deshalb wurde die Yacht in Schlepp und der Skipepr an Bord genommen. Ein Rettungsmann brachte eine Dragge am Heck aus, dann ging es langsam zurück nach Brixham, wo der Schleppzug am 4.4. um 2:45 Uhr eintraf. Dort wartete der Segler nun auf einen neuen Mast, um seine Weltumrundung fortsetzen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter stand in Nexø in Flammen
(09.04.13) In der Nacht zum 7.4. brach auf einem Kutter in der Bootswerft von Nexø in Brand. Das Feuer war so stark, dass die Dachpfannen der Halle, in der er aufgepallt war, wegzufliegen begannen, als die Feuerwehr um 01.28 Uhr eintraf. Dichter, toxischer Rauch stieg aus der Halle auf, wo das Fiberglas, aus dem das Schiff gebaut war, abbrannte. Nachdem die umliegenden Gebäude gesichert waren, wurde die Brandbekämpfung auf den Kutter konzentriert. Feuerwehr unter Atemschutz barg zahlreiche Gasflaschen aus dem Werftgebäude. Ein Feuerwehrmann kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Am 6.4. um acht Uhr war der Brand gelöscht. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte nach Strandung zu sinken
(09.04.13) im Hafen von Kristiansand wurde am 8.4. um 17.19 Uhr die Polizei alarmiert, weil der Kutter „VA 20 K” am Kai zu sinken begonnen hatte. Durch ein Leck im Bug drang Wasser in den an der Lahelle-Brücke liegenden Kutter ein, der zuvor auf einen Felsen gelaufen war. Die Feuerwehr konnte den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen, und gegen 18 Uhr hob ein Kran den Kutter an Land. Quelle:Tim Schwabedissen



Gerettete Kutterfischer in Dieppe geschockt, aber glücklich, überlebt zu haben
(09.04.13) Nachdem sie am 8.4. um 7.30 Uhr in Dieppe wieder festen Boden unter den Füßen hatten, waren die vier Fischer des Kutters „Loïc Lucas“ zwar unversehrt, aber noch immer geschockt. Kurz nach Mitternacht hatte der 111 Meter lange holländische Frachter „Ambassadeur“ ihr Schiff gerammt, als es sich am Rand der Verkehrstrennungszone von Pas- de-Calais, 70 Kilometer nördlich von Kap Antifer, befand.
Sie hatten ihr Netz ausgebracht, die See war ruhig, als der Frachter auf demselben Kurs aufkam und ihr Schiff an Backbordseite achtern rammte, obwohl es alle Lichter gesetzt hatte. Sofort legten die Fischer ihre Überlebensanzüge an und brachten das Rettungsboot aus. Alles ging sehr schnell, binnen einer halben Stunde war der Trawler untergegangen. Binnen einer Viertelstunde war der Kutter „Rève de Mousse 1“ vor Ort und nahm die Schiffbrüchigen um zwei Uhr an Bord. Nachdem sie in Dieppe eintrafen, wurden sie von der Küstenwache befragt. Alle vier kommen aus Grandcamp-Maisy, Calvados. Kapitän Ludovic Rabasse hat mit dem Kutter alles verloren. Aber das Wichtigste, das Leben, wurde gerettet. Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und ein Vermisster nach Kutteruntergang vor Katubao
(09.04.13) Ein Fischer kam ums Leben, ein weiterer wurde vor Katubao, Kiamba, noch vermisst, nachdem am 5.4. der Kutter „Maria Ellen“ gegen drei Uhr gesunken war. Insgesamt hatte er eine 20-köpfige Crew an Bord, 18 von ihnen wurden von anderen Fischern lebend und einer tot geborgen. Gegen 17.30 Uhr musste die Suche nach dem Vermissten wegen schlechter Sicht und hohen Seegangs unterbrochen werden. Der Kutter war in General Santos City beheimatet gewesen. Quelle:Tim Schwabedissen



Nachlässige Schweißergang Schuld an Feuer auf Fähre
(09.04.13) Heißes Material, das eine Schweißergang zurückgelassen hatte, war wohl Schuld an dem Feuer, das am 7.2.2012 auf der Alaska-Fähre „Maraspina” ausbrach und einen Schaden von 750,000 Dollar verursacht hatte. Sie hatte auch den Schutzvorhang zur Verhinderung von Funkenflug nicht richtig angebracht. Dadurch konnte geschmolzenes Material in den darunter liegenden Raum gelangen, wo entflammbare Stoffe Feuer fingen. Da die Schweißer dann zur Frühstückspause gingen, wurde der Brand in seiner Entstehung nicht bemerkt. Die Arbeiter hatten eine Lüftung in einer Messe reparieren sollen. Dies ergab eine Untersuchung des National Transportation Safety Board. Die Fähre hatte zur Reparatur bei der Alaska Ship and Drydock in Ketchikan gelegen, das Ketchikan Fire Department und die Coast Guard waren danach alarmiert worden. Die Alaska Ship and Drydock zeigte sich einverstanden mit den Ergebnissen der Untersuchung. Inzwischen wurden aus dem Unglück Lehren gezogen, und die Arbeiter müssen vor Ort blieben bis 30 Minuten nach Schweißende oder bis die Schweißpunkte abgekühlt sind. Sie hatte mit zusätzlichem Personal den Brandschaden beseitigen lassen, sodass die Fähre pünktlich zurückgeliefert werden konnte. Die 1962 erbaute „Malaspina” kann 499 Passagiere und 50 Besatzungsmitglieder sowie 88 Fahrzeuge aufnehmen. Quelle:Tim Schwabedissen



Scandinavian Star brennt (Bild: Erik Kragh)   Großbild klick!
Brandkatastrophe auf Scandinavian Star war Versicherungsbetrug
(08.04.13) Unglaubliches geht aus einem am 6.4. in Oslo veröffentlichten Report uanbhängiger internationaler Experten zu dem Brandunglück auf der Fähre „Scandianvian Star“, 12547 BRZ (IMO-Nr.: 7048219), am 7.4.1990 im Skagerrak hervor, dem 158 Menschen zum Opfer fielen. Das Feuer sei nicht ein Unfall, sondern ein Versicherungsbetrug gewesen.
Mehrere Besatzungsmitglieder sollen die Fähre in Brand gesteckt und mindestens vier Brände gelegt haben. Die Eigner hatten die Fähre für rund 24 Millionen Dollar versichert, obwohl das Schiff nur die Hälfte wert gewesen war. 17 Millionen Dollar wurden am Ende ausgezahlt worden, Geld, das mit den Brandstiftern geteilt worden sein dürfte. Die offizielle These der norwegischen Polizei hatte hingegen gelautet, dass ein dänischer Lastwagenfahrer, der bereits wegen Brandstiftung vorbestraft war, in seiner Fahrerkabine ein Feuer verursacht hat, das zur Katastrophe führte. Er selbst war in den Flammen ums Leben gekommen.
2009 wiesen Ingenieure nach, dass aber Feuer mindestens sechs Stellen Feuer ausgebrochen war, und dies, nachdem der verdächtige Lkw-Fahrer bereits tot gewesen sein müsste. Die Ergebnisse der 12-köpfigen Kommission, die 23000 Dokumente überprüfte, ergaben auch konkrete Hinweise auf einen Versicherungsbetrug. n Es wurde auf bis zu neun Besatzungsmitglieder als mögliche Brandstifter verwiesen. Diese hätten nicht nur die Brände entfacht, sondern durch Manipulation des Ventilationssystems, Sabotage der Sprinkleranlage, offen stehede Brandtüren, eingeschlagene Fenster und aktive Behinderung von Löscharbeiten für eine weitere Ausbreitung der Feuer gesorgt. Nachdem die Passagiere in die Rettungsboote gegangen waren, wurden an Bord in den Korridoren aufgetürmte Matratzen angezündet.
Scandinavian Star brennt (Bild: Claus Larsen)   Großbild klick!
Doch die norwegische Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein. Mehrere Versuche zur Wiederaufnahme des Verfahrens scheiterten in der Folgezeit. Die unabhängige Expertengruppe will nun den norwegischen Anwalt Nikolai Tjønnes anzeigen, der als juristischer Vertreter der norwegischen Reichspolizei die weiteren Ermittlungen gestoppt hatte. Dadurch wurden keine anderen Theorien untersucht als die Schuld des dänischen Lastwagenfahrers. Die norwegische Polizei kündigte nun neue Untersuchungen an. Zwar wäre ein Versicherungsbetrug nach norwegischem Recht inzwischen verjährt, doch wegen Mord oder Beihilfe zum Mord könnten noch bis 2015 Rechtmittel genutzt werden.
Die „Scandinavian Star“ war am 5.7.1971 von der Dubigeon Normandie S.A. Prairie-au-Duc, Nantes als „Massalia“ an die Compagnie de Paqueboats, Marseille, abgeliefert worden für die Linendienst Marseille - Malaga – Casablanca sowie Kreuzfahrten im Mittelmeer. Von 1974 – 1975 lief sie auf der Route Marseille – Dakar, 1976. im Dienst Marseille - Sète - Alicante – Casablanca. Im September 1981 erfolgte der Umbau zu einem Kreuzfahrer in Genua.
Denkmal für die Opfer in Oslo
(Bild: Tristan Schmurr)   Großbild klick!
Ab Oktober 1982 verkehrte das Schiff auf der Route Toulon - Ceuta - Tanger - Casablanca - Safi - Agadir - Teneriffa - Funchal – Toulon. 1983 wurde es in Toulon aufgelegt und am 1.10. an die Stena Cargo Line Ltd, Nassau verkauft. In Marseille lag sie weiter auf und wurde lediglich im Januar 1984 in „Stena Baltica“ umbenannt. 1984 wurde sie in Tampa umgebaut und in „Island Fiesta“ umbenannt. Im Dezember begann eine Charter durch Scandinavian World Cruises.( SeaEscape Ltd, Nassau, Bahamas), als „Scandinavian Star“.
1985 wurde das Schiff für Kreuzfahrten von Tampa nach Cozumel eingesetzt. AM 16.3.1988 kam es zu einem Maschinenraumbrand auf der Fahrt von Cozumel nach St. Petersburg (Florida). Der Havarist wurde in Miami repariert. 1990 erfolgte die Registrierung für die Scandinavian Star, Nassau, Bahamas. (SeaEscape Ltd, Nassau, Bahamas), die ihn als Kasinoschiff nutzte. Im März 1990 wurde das Schiff an die Vognmandsruten K/S, A/S, Nassau, verkauft und zwischen Oslo und Frederikshavn eingesetzt. Die „Scandinavian Star“ fuhr für die Reederei DaNo-Line als preiswerte Alternative zu den oft teureren Konkurrenten.
Viele Urlauber nutzten deshalb während der Überfahrt auch ihre Wohnwagen und Wohnmobile auf dem Autodeck als Kabinenersatz. Am 7.4. desselben Jahres kam es auf der Fahrt nach Frederikshavn zu der Brandkatastrophe auf der Ostsee. Gegen zwei Uhr nachts wurde Feueralarm ausgelöst. Die aus verschiedenen Nationalitäten bestehende Besatzung war offensichtlich in der Brandabwehr ungeübt und überfordert. Kaum einer von der Besatzung beherrschte eine skandinavische Sprache, viele nur begrenzt Englisch.
Um 02.26 sendete das Schiff Mayday über Funk. Die Evakuierung in die Rettungsboote wurde eingeleitet und fälschlicherweise bestätigte der Kapitän die vollständige Evakuierung von Passagieren und Besatzung. Gegen 05.30 wurde mit den Löscharbeiten im Schiff durch die schwedische Feuerwehr begonnen, die zu ihrer Überraschung noch Überlebende an Bord antraf. Das Schiff wurde für die Löscharbeiten in den Hafen Lysekil geschleppt. Während der Fahrt nach Lysekil wurde die Löschwasserversorgung für 30 Minuten unterbrochen, um die Pumpen zum Lenzen des Schiffs zu verwenden, wodurch das Feuer aber erneut an Kraft gewann. Am Ende wurden 158 Tote geborgen – die meisten waren durch extrem giftiges Rauchgas gestorben. Am 18.4. wurde das Wrack nach Kopenhagen geschleppt.
Am 11.8. schleppte die „Valkyrian“ es zur Humber Shiprepairs Ltd., Hull. Am Haken der „Maersk Blazer“ ging es am 10.9. weiter nach Southampton, wo die Fähre als „Candi“ aufgelegt wurde und am 2.4.1994 in einer Auktion an die International Shipping Partners, Nassau, ging. Diese ließ sie am 27.8. von der „Inma“ nach La Spezia bringen, wo sie repariert und im Mai 1995 als „Regal Voyager“ wieder in Dienst gestellt wurde. In Charter der Comarit Ferries lief sie dann auf der Route Tanger - Port Vendres. 1997 wurde sie registriert für die St. Thomas Cruises (International Shipping Partners), Nassau, und von der Isabel Cortes Ferry Service Ltd zwischen Port Isabel, Texas - Puerto Cortez, Honduras, in Fahrt gebracht.
Am 6.1.1998 kam es zu einem Maschinenausfall vor Cap Catoche, und das Schiff wurde nach Canbum eingeschleppt und am 9.1. weiter zur Reparatur nach Tampa. Hier wurde es aufgelegt, bis 1999 eine Charter durch die Ferries del Caribe S.A, Inatt begann, die es zwischen Santo Domingo und San Juan einsetzte. 2003 wurde die “Regal Voyager” in Charleston aufgelegt, im Februar 2004 dann an indische Abbrecher verkauft.
Als „Regal V“ verließ das Schiff im März Charleston und erreichte nach einem letzten Bunkerstopp in Gibraltar am 15.4. Alang, wo es am 19.5. auf Strand gesetzt wurde. Das Schiff war 142,14 Meter lang, 22,20 Meter breit, hatte 5,50 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2100, später 2270 Tonnen. Sie vermochte 874 Passagiere, nach Umbau 465 und dann 385 aufzunehmen sowie 250 Fahrzeuge, nach Umbau 1110.
Quelle:Tim Schwabedissen / Wikipedia



Französischer Trawler sank nach Kollision vor Kap Antifer
(08.04.13) In der Nacht zum 8.4. kollidierte der holländische Frachter “Ambassadeur", 3990 BRZ (IMO-Nr.: 9361328),&xnbsp;um kurz nach Mitternacht mit dem 16 Meter langen französischen Trawler "Loïc Lucas - CN 387642" (MMSI-Nr.: 228118000) rund 70 Kilometer nördlich von Kap Antifer (Seine-Maritime). Die "Ambassadeur" war auf der Fahrt von Lübeck nach Moerdijk, wo sie am 9.4. eintreffen soll. Der Trawler schlug leck und funkte Notrufe. Mehrere Handelsschiffe und Kutter nahmen Kurs auf den Havaristen, auch die „Ambassadeur“ drehte zur Assistenz um.
Das MRCC Jobourg in Abstimmung mit dem MRCC Gris-Nez alarmierte den Hubschrauber Belligou Rescue EC 225 der Marine. Inzwischen war die vierköpfige Crew "Loïc Lucas" in eine Rettungsinsel geflüchtet, aus der sie der Trawler "Rève de Mousse 1", der als erstes vor Ort war, aufnahm und um 77.30 Uhr unversehrt in Dieppe absetzte. Erst Mitte Februar war der Trawler „L’Eclipse“ aus Bessin von einem Frachter gerammt worden, am 31.1.2012 sank der Trawler „Algwraste“ und Ende Mai 2012 die „Toirette“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verunglückte Rekordruderer gingen in Puerto Rico an Land
(08.04.13) Am 6.4. um vier Uhr morgens machte der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Heijin”, 47641 BRZ (IMO-Nr.: 8905426 ), in San Juan fest und setzte die vier geretteten Transatlantik-Ruderer an Land, die er auf der Fahrt von New York am Morgen des 6.4. gerettet hatte. Zwei Meter hohe Wellen und ein Südostwind mit 18 Knoten hatte um 3.50 Uhr der „James Robert Hanssen“, mit der sie von Senegal nach Florida unterwegs waren, nach 73 Tagen den Garaus gemacht. Tags zuvor hatte es noch einen schweren Gewittersturm überstanden. Alle konnten in eine Rettungsinsel klettern und aktivierten dann den Notsender. Als ein Suchflugzeug die Insel lokaliserte, entdeckte dessen Crew zunächst nur zwei Personen aus der Luft, was Sorgen auslöste, doch die anderen beiden waren nur im Innern der Insel gewesen.
Ein abgeworfenes Funkgerät funktionierte nicht, und erst nach Abwurf eines weiteren konnte Kontakt hergestellt werden, sodass klar war, dass alle Bootsinsassen sich hatten retten können. 12 Stunden nach dem Unglück wurden sie 650 Kilometer südlich von Puerto Rico an Bord der „Beijin“ genommen. Bei den Ruderern handelte es sich um die Amerikaner Jordan Hanssen und Pat Fleming sowie die Kanadier Markus Pukonen und Adam Kreek, letzterer gewann 2008 Gold im Kanu bei den Olympischen Spielen in Beijing und ist inzwischen Direktor des Canadian Olympic Committee. Sie waren auf einer Expedition, die die Canadian Wildlife Federation und Ocean Adventure, Rowing and Education (OAR Northwest), gesponsort hatte.
Die Ruderer studierten den Zustand des Atlantiks, nachdem sie am 23.1.2013 in Ngore in See gestochen waren auf die 6700 Kilometer weite Überfahrt nach Miami. Das 8,8 Meter lange, offene Boot war eigentlich als Selbstaufrichter konstruiert, doch diese Eigenschaft fehlte beim Kentern, und es ging verloren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettung von sinkender Yacht in Galveston
(08.04.13) Die Polizei von Galveston sowie die US Coast Guard retteten in am Abend des 6.4. zwei Segler von einer sinkenden Yacht. Um 21:45 Uhr hatte das 45 Fuß lange Boot Notrufe gefunkt, nachdem es gegen die Felsen einer Mole geschlagen war und durch den beschädigten Bug Wassereinbruch erlitten hatte. Es befand sich auf der Nordmole von Galveston und legte sich zeitweilig 90 Grad auf die Seite. Ein kleineres Fahrzeug von Seatow barg die beiden Segler unterstützt von einem Rettungsschwimmer der Polizei ab.
Quelle:Tim Schwabedissen




Zwei Tote und ein Vermisster nach Kollision vor Pahang
(08.04.13) Zwei Seeleute aus Singapur kamen ums Leben, einer wurde vermisst, nachdem ihr Schiff am Nachmittag des 7.4. mit einem Trawler vor Pulau Layak in Pahang, Malaysia, kollidiert war. Insgesamt waren acht Mann an Bord, fünf wurden verletzt gerettet und medizinisch versorgt. Die Singapore High Commission in Kuala Lumpur und der Generalkonsul in Johor Bahru assistierten bei der Rückführung der Toten und Verletzten in die Heimat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alter Anker im Treibsand freigelegt
(08.04.13) Ein 12 Fuß hoher Anker, letzter Zeuge eines Schiffbruchs, wurde auf den Cefn Sidan Sands in Pembrey, Carmarthenshire, freigespült. Der Anker wog eine Tonne und wurde auf 170 Jahre Alter geschätzt. Die Küste von Wales ist so etwas wie die afrikanische Skeleton Coast mit über 300 Wracks. Täglich wird der Strand auf Trümmer hin überprüft. Strandgänger hatten nun den Anker in der Carmarthan Bay aus dem Sand ragen sehen, und nach seiner Bergung durch einen Bagger soll jetzt seine Herkunft untersucht werden. Der Strand, Teil des Pembrey Country Park, wurde bereits häufig Ort von Schiffbrüchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Kutter nach Hastinge eingeschleppt
(08.04.13) Das RNLI-Boot von Hastings kam am Morgen des 7.4. dem Kutter „Girl Kayla” zu Hilfe, der mit drei Mann an Bord gegen 11 Uhr Maschinenschaden vier Meilen südlich des Hafens erlitten hatte. Das kleine Rettungsboot war zwar gerade bei einer Übung schon auf See gewesen, doch es brauchte das größere, um den Kutter abschleppen zu können. Nach 40 Minuten war er längsseits, und es stellte sich heraus, dass er Probleme mit der Kühlung hatte. Um 12.30 Uhr wurde der Havarist nach Hastings eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwere Kollision auf Mittellandkanal
(07.04.13) Auf dem Mittellandkanal auf Höhe des Braunschweiger Hafen kam es am 5.4. gegen 20 Uhr zu einer Frontalkollision des deutschen Binnenschiffes „Inga R.“, 1396 ts (EU-No.: 02321287), und der ebenfalls deutschen „Sankt Michael“ ,1059 ts (EU-No.: 04401900). Die unbeladen hoch aufragende „Inga R.“ schob sich dabei auf den Bug des Entgegenkommers, der nach unten gedrückt und schwer beschädigt wurde. Auch die „Inga R.“ blieb nicht ohne Blessuren. Die Feuerwehr wurde mit der Meldung, es drohe ein Untergang, alarmiert. Die Einsatzkräfte konnten beide Schiffe aber sichern, die dann im Braunschweiger Hafen festmachten. Bei dem Zusammenstoß traten geringe Mengen Öl und Diesel aus, Ölsperren verhinderten, dass sich das Öl ausbreiten konnte. Der Mittellandkanal blieb drei Stunden zwischen Watenbüttel und dem Braunschweiger Hafen gesperrt. Die Berufsfeuerwehr, Polizei und der Wasserschutz waren im Einsatz. Es wurden Ermittlungen zu den Gründen der Kollision eingeleitet und ein Fahrverbot über beide Schiffe verhängt. Quelle: Tim Schwabedissen



Überhitzung sorgte für Verqualmung im Maschinenraum
(07.04.13) Eine Überhitzung der Maschine hat zu der Rauchentwicklung auf dem finnischen Frachter "Nordanvik", 4075 BRZ (IMO-Nr.: 9037161), vor Airisto am 4.4. geführt. Die "Nordanvik" war auf der Fahrt von Gdingen, wo sie am 2.4. ausgelaufen war, nach Parainen. Der Lotse war bei Nordanvikillä an Bord gegangen, als es einen Maschinenausfall gab. Dann breitete sich Rauch im Maschinenraum aus. Der Frachter wurde in Schlepp genommen und aus dem Fahrwasser gezogen. Das SAR Center in Turku schickte zwei Helikopters des finnischen Grenzschutzes samt Experten für Schiffsbrandbekämpfung, die an Bord abgesetzt wurden und die Situation unter Kontrolle brachten, sodass mit der Reparatur begonnen werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer verwüstete Zweimaster in Ajaccio
(07.04.13) Der französische Zweimaster ""A tout vent d’Eux", wurde am Abend des 4.4. in seinem Heimathafen Ajaccio durch ein Feuer verwüstet. Das 1945 erbaute Schiff wurde für Ausflugsfahrten genutzt, bis ein Kurzschluss in der Elektrik es wahrscheinlich zu einem Totalverlust machte. Der Skipper war gegen 19 Uhr nur wenige Minuten von Bord gewesen, als er auf Flammen auf seinem Schiff aufmerksam gemacht wurde. Als er zurückeilte, stand es bereits in Brand. Er versuchte noch, das Feuer zu löschen, doch es hatte sich bereits zu stark ausgebreitet. Rasch war die Feuerwehr vor Ort, doch sie konnte nicht verhindern, dass die Kajüte wie auch der Rumpf schwer beschädigt wurden. Einer der Masten des Schiffes stürzte, durch den Brand geschwächt, um, und auch der zweite wurde zerstört, ebenso das gesamte Interieur des Schiffes, das nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch Heimat seines Skippers war. Quelle: Tim Schwabedissen



Catalina nach Strandung gesunken
(07.04. 13) Eine 34 Fuß lange Catalina lief in der Nacht zum 5.4. auf Felsen vor dem Wellenbrecher von Redondo Beach. Die dreiköpfige Crew wurde bei starkem Wind gerettet. Die Feuerwehr schleppte das Boot wieder frei, doch es nahm mehr Wasser über, als die Einsatzkräfte abpumpen konnten, sodass es sinkend zu einer Position vor Joe’s Crab Shack geschleppt wurde. Hier ragte am 5.4. vor dem Hafenkai nur noch der Mast aus dem Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Unterwasserhindernis verursachte tödliches Kutterunglück vor Cape May
(07.04.13) Ein Unterwasserhindernis hat nach bisherigen Erkenntnissen den Untergang des 40 Fuß langen Kutters „Linda Claire“ am Morgen des 4.4. in der Delaware Bay vor Süd-New Jersey verursacht. Was für ein Hindernis sich sechs Meilen westlich von Cape May Point befand, war aber noch nicht klar. Der Kutter war auf Muschel- und Krebsfang gewesen, als er kenterte. Am 7.4. dauerte die Suche nach einem immer noch vermissten Besatzungsmitglied durch die Polizei an. Die „Katherine Brown“ und „Sandra Lee“ hatten den Skipper sowie einen weiteren Mann kurz nach dem Unglück gerettet. Die US Coast hatte ihre Suche nach dem dritten Fischer am Abend des Unglückstages eingestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Autofrachter rettete schiffbrüchige Bootsfahrer
(07.04.13) Der unter Panama-Flagge laufende Autocarrier „Heijin“ und der russische Tanker „Tanais Leader“ waren am 5.4. an der Rettung von vier Schiffbrüchigen aus dem Atlantik rund 380 Meilen nördlich von Puerto Rico beteiligt, deren 29 Fuß lange „James Robert Hanssen“ gekentert waren. Sie waren im Dienst der Canadian Wildlife Foundation auf dem 37. Tag einer 100-Tage-Reise von Dakar, Senegal nach Miami, als sie ihr Ruderboot aufgeben und in eine Rettungsinsel gehen mussten. Die Coast Guard San Juan hatte um 6:30 Uhr ein EPIRB-Signal der „James Robert Hanssen“ aufgefangen und eine HC-144 Ocean Sentry der Air Station Miami und eine C-130 Hercules der Air Station Clearwater aufsteigen lassen und im AMVER-System laufende Schiffe in der Nähe gesucht. Die „Heijin“ und „Tanais Leader“ meldeten sich daraufhin. Die HC-144 Ocean Sentry war um 11 Uhr vor Ort, entdeckte die Rettungsinsel und warf Nahrungsmittel und ein Funkgerät ab. Auch die C-130 versorgte sie nach ihrem Eintreffen und blieb vor Ort, bis die beiden Handelsschiffe eintrafen. Die „Heijin“ nahm sie kurz vor Sonnenuntergang an Bord und brachte sie nach Puerto Rico. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Harstad gesunken
(07.04.13) Um zwei Uhr morgens wurde die Polizei in Harstad alarmiert, weil ein Kutter an seinem Liegeplatz der Car & Zyklen bei Mercur gesunken war. Es stellte sich heraus, dass bereits am Vorabend der Eigner die Feuerwehr wegen Problemen kontaktiert hatte. Nun ragten nur noch die Masten aus dem Hafen. Die Polizei Hålogaland nahm Ermittlungen auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Odd Fellow (Bild: NSSR)   Großbild klick!
Ehemaliger Rettungskreuzer in Not
(06.04.13) Auf dem 14 Meter langen, ehemaligen norwegischen Rettungskreuzer „Odd Fellow II“ (MMSI-Nr.: 257798500) brach am 5.4. um 11.10 Uhr vor Hammarvika ein Feuer im Maschinenraum aus. Die "Mina" von Biotråls nahm das Boot längsseits und schleppte es ans Ufer eines 200 Meter entfernten Industrieparks, wo die Feuerwehr von Frøya den Brand bekämpfen konnte. Auch ein Patrouillenboot der dortigen Polizei war vor Ort. Nachdem der Brand gegen Mittag gelöscht war, brachte das Rettungsboot "Sundt Flyer“ den Havaristen nach Nesset. Die „Odd Fellow II“, die zuletzt Reserveboot gewesen war, war 2012 an Biotrål verkauft worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Barracuda auf Goodwin Sands
(06.04.13) Am 6.4. gegen vier Uhr fing die Dover Coastguard ein Mayday der Yacht „Barraccuda“ auf, die auf den Goodwin Sands vor Ramsgate in Kent gestrandet war. Die Dover Coastguard alarmierte das RNLI-Boot aus Ramsgate sowie einen Rettungshubschrauber, der die dreiköpfige Crew abbarg. Das Margate Coastguard Rescue Team richtete für diesen einen Landeplatz am Government Acre auf der Spitze einer Klippe her, von wo die Schiffbrüchigen zur Rettungsbootstation gebracht wurden. Das RNLI-Boot blieb vor Ort, um die Yacht zu lenzen und abzuschleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Vigo wird mit Zement abgedichtet
(06.04.13) Während die Reparaturarbeiten vonstattengingen, lag am 6.4. das holländische Binnenschiff „Vios“, 1182 ts (EU-Nr. 02319460) weiterhin voll abgeladen am Kai in Herbrum. Am Bug trug es die unverkennbaren Zeichen einer Kollision. An Steuerbordseite war das Schanzkleid eingedrückt. Ein Leck im Bug wurde mit einer Zementpatsche vor Ort abgedichtet. Das Schiff war am Nachmittag des 3.4. auf der Ems mit einem Dalben der Jann-Berghaus-Brücke kollidiert, als es mit Stahlteilen nach Bremen unterwegs war. Es wurde 1957 bei Schmidt, Oberwinter erbaut, ist 81,98 Meter lang, 8,24 Meter breit und hat 2,63 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter deutscher Reeder mit Schlagseite im Atlantik
(06.04.13) Am 5.4. entwickelte der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter „Brielle“, 7138 BRZ (IMO-Nr.: 9513646), eine Schlagseite von 20-25 Grad im Atlantik rund 170 Meilen südlich von Lissabon. Er befand sich auf der Fahrt von Nikolayev, Ukraine, in Richtung Panama-Kanal. Die „Brielle“ nahm Kurs auf den nächstgelegenen portugiesischen Schutzhafen, während die Crew versuchte, sie zu stabilisieren. Der 130 Meter lange und 16 Meter breite Frachter, der eine Tragfähigkeit von 7822 Tonnen hat, wurde 2011 an die Schepers Bereederungs GmbH in Haren-Ems abgeliefert. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter geriet vor Turku in Brand
(06.04.13) Auf dem schwedischen Zementfrachter „Nordanvik“ brach am 4.4. vor Turku, Finnland, auf der Fahrt von Gdingen nach Pargas ein Maschinenraumbrand aus. Es gelang, eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Ein Löschteam wurde per Helikopter an Bord gebracht und die „Nordanvik“ nach Pargas eingeschleppt. Die „Nordanvik“, 5700 tdw (IMO-Nr.: 9037161), wurde 2002 erbaut und läuft für das zyprische SMT Shipmanagement. Quelle: Tim Schwabedissen



Carnival Triumph kam glimpflich davon, Suche nach Wachmann dauert an
(06.04.13) Die Schäden, die an dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff „Carnival Triumph“, 101509 BRZ (IMO-Nr.: 9138850), bei seiner Kollision mit dem amerikanischen Baggerschiff „Wheeler“, 10614 BRZ (IMO-Nr.:7923184), in Mobile entstanden sind, werden sich nicht auf den Termin der Wiederindienststellung auswirken.
Am Steuerbordheck waren auf drei Decks Beschädigungen entstanden. Auch eine Pier der BAE-Werft wurde in Mitleidenschaft gezogen. Währenddessen hat zwar die U.S. Coast Guard am 4.4. nach 15 Stunden die Suche nach einem Wachmann der Werft, dessen Häuschen in dem Sturm in den Hafen geweht wurde, eingestellt.
Ob der Zwischenfall in einem Zusammenhang mit der Havarie des Kreuzfahrtschiffes stand, wurde in den Medien unterschiedlich dargestellt. So hieß es, die Pier samt Häuschen sei beim oder nach dem Aufprall zusammengebrochen. In anderen Berichten wurde gesagt, das Häuschen wurde in Windböen von 66 Meilen ins Wasser geweht.
Ein zweiter Wachmann war mit leichten Unterkühlungen gerettet worden. Die 600 Besatzungsmitglieder und 200 Arbeiter der „Carnival Triumph“ blieben unversehrt. Die Mobile County Sheriff's Flotilla und die Mobile Police suchten weiterhin nach dem vermissten Wachmann. Taucher durchkämmten die Trümmer. Die Suche sollte am Wochenende fortgesetzt werden. Die „Carnival Triumph“ soll am 3.6. wieder in Fahrt gehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Havarierter Frachter wird von Bergungsschlepper auf den Haken genommen
(06.04.13) Der holländische Frachter „Lisa“ erlitt am 4.4. im Nordatlantik rund 500 Meilen nördlich der Azoren Maschinenausfall. Der Bergungsschlepper „VB Artico“, 578 BRZ (IMO-Nr.:7613014), lief am selben Tag aus Ceuta aus, um den Havaristen zu den Azoren zu ziehen. Der Frachter war unterwegs von Dünkirchen nach Norfolk, Virginia. Die „Lisa“, 8047 tdw (IMO-Nr.: 9384174), wurde 2006 erbaut und hat als Manager die Stieglis Shipbrokers BV. Quelle: Tim Schwabedissen



Schäden durch Guardian geringer als befürchtet
(06.04.13) Bei der Strandung der USS „Guardian“ wurde das Tubbataha Reef nicht so schwer in Mitleidenschaft gezogen wie befürchtet. Marinebiologen der Philippinen und Taucher der U.S. Navy fanden rund 2,345 Quadratmeter beschädigt vor. Dafür müssen die USA nun rund 1,4 Millionen Dollar zahlen. Die Bergung der „Guardian“ hat 45 Millionen gekostet. Die Crew wurde nun auf die USS „Warrior“ versetzt, einem anderen Minensucher der Avenger-Klasse, der von Bahrain geholt wurde, um deren Aufgaben zu übernehmen. Der Kommandant der „Guardian“ wurde für die laufenden Untersuchungen seines Postens enthoben. Quelle: Tim Schwabedissen



Lotse soll Kollision in San Francisco verschuldet haben
(06.04.13) Eine Untersuchungskommission hat empfohlen, die Lizenz des Lotsen, der am 7.1. den Tanker „Overseas Reymar“ gegen die San Francisco-Oakland Bay Bridge setzte, einzuziehen. Ein Bericht des California Board of Pilot Commissioners’ Incident Review Committee kam zu dem Schluss, dass er fehlerhaft gehandelt hatte, als er den Kurs kurz vor der Brücke änderte. Ihm wird mangelnde Kommunikation und Umsicht zur Last gelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Untersuchungsbericht zum Untergang der „Tit Bonhomme“ fertig
(06.04.13) Bei der Untersuchung des Untergangs des irischen Trawlers „Tit Bonhomme“ (MMSI: 250147400) im Januar 2012 wurde festgestellt, dass die Crew erschöpft war und das Schiff auf Autopilot lief, als es auf Felsen krachte und mit fünf Mann vor Glandore Harbour in West-Cork sank. 14 Monate lang hatte das Marine Casualty Investigation Board (MCIB) das Unglück untersucht. Es gab keinen Alarm vor dem Aufprall auf die Felsen, die Crew hatte nicht ausreichend Ruhezeiten gehabt. Das Wachsystem war nicht ausreichend, und zwei Mann der Crew hatten kein Sicherheitstraining gehabt. Das Schiff hätte nur fünf und nicht sechs Personen an Bord haben dürfen. Nur ein Mann hatte den Schiffbruch vor Adam Island überlebt. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanks der „Atlantik Confidence“ halten dicht
(06.04.13) Oman hat Überwachungsmaßnahmen gegen mögliche Ölverschmutzungen eingeleitet, falls es zu Ölaustritt aus den mit 150 Tonnen gefüllten Tanks des in Valletta beheimateten Bulkcarriers „Atlantik Confidence“, 16252 BRZ, kommen sollte. Das Wrack liegt 149 Meilen südöstlich von Masirah Islan. Bislang wurden keine Ölspuren entdeckt, nur eine geringe Menge lief direkt nach dem Untergang aus.
Die Royal Navy von Oman bleibt aber wachsam. Auslaufendes Öl könnte bei anhaltend ruhiger See schnell verdunsten. Dennoch könnten schnell Ölsperren in Bereitschaft gebracht werden. Der 196 Meter lange Frachter war am 3.4. um 10.55 Uhr gesunken. Erst war der Maschinenraum überflutet worden, dann der Bug unter Wasser geraten. Zwei Schlepper waren am 2.4. aus Dubai ausgelaufen, um Schiff oder Ladung zu retten. Einer nahm Kurs auf Muscat, um Ausrüstung an Bord zu nehmen, der andere steuerte direkt den Frachter an. Ziel war, ihn vor die Küste Omans zu ziehen und dort zu stabilisieren.
Doch als der Schlepper eintraf, lag der Bug bereits fast vollständig unter Wasser, sodass keine Bergung mehr realistisch war. Aus sicherer Entfernung beobachtete die Schleppercrew dann, wie das Schiff auf einmal rasch zu sinken begann mit dem Bug voran, ehe es in einem gewaltigen Strudel verschwand. Die „Atlantik Confidence“ wurde 1996 als „Hanjin Antwerp“ bei den Hanjin Heavy Industries in Ulsan erbaut. Sie lief für die türkische Kairos Shipping Ltd. in Istanbul. Der Frachter war 167 Meter lang, 26,2 Mter breit, hatte 9,92 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 9969 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



31 Verletzte bei Kollision in Hongkong
(06.04.13) 31 Menschen wurden verletzt, als die 29 Meter lange chinesische Fähre "First Ferry III" (MMSI-Nr.: 477995026) am 5.4. südlich von Hei Ling Chau beim Ansteuern von Cheung um 21.30 Uhr mit einer Barge kollidierte. Sie hatte Central Hongkong um 21 Uhr mit Kurs Cheung Chau verlassen. Durch den heftigen Aufprall wurden die Passagiere auf den vorderen Sitzreihen zu Boden geschleudert, einige fielen Treppen hinab. Drei wurden schwer verletzt und kamen ins Krankenhaus, die anderen kamen mit leichten Verletzungen davon. Die Fähre erlitt Schäden am Bug. Der Kapitän wies die Fahrgäste nach der Kollision an, Rettungswesten anzulegen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Starship" (Bild: USCG)   Großbild klick!
Trimaran vor Portland zerbrochen
(05.04.13) Das Arbeitsboot "Sound Surveyor" assistierte am 3.4. dem 35 Fuß langen Trimaran "Starship", kurz bevor dieser unweit des Wellenbrechers von Portland zerbrach und kenterte. Es war am Nachmittag manövrierunfähig geworden und trieb auf die Molen zu. Die "Sound Surveyor" reagierte auf den Mayday-Ruf der zweiköpfigen Crew und nahm das Boot auf den Haken. Der Schlepper "Maiden Castle" machte Standby. Die Portland Coastguard alarmierte die beiden RNLI-Boote aus Weymouth. Eines übernahm den Schleppanhang von der "Sound Surveyor", nachdem es um 16.36 Uhr eingetroffen war. Die Crew wurde zuvor abgeborgen. Weil das Boot auf Felsen aufgeschlagen war, drang Wasser ein. Bei starkem Westwind begann die „Starship“ in schweren Seen vor Weymouth zu zerbrechen und kenterte unweit von Portland. Die Rettungsboote kehrten um 20.45 Uhr zu ihrer Station zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Eine Schubeinheit wie diese zo den Havaristen von der Buhne
(Bild: de.academic.ru)   Großbild klick!
Tanker saß auf Buhne fest
(05.04.13) Ein unbeladener deutscher Binnentanker lief am Abend des 3.4. in Talfahrt auf dem Rhein auf Höhe des Rheinstrandbades Rappenwört auf einer am badischen Ufer gelegenen Buhne auf Grund. Mit Hilfe eines hinzugerufenen Schubverbandes konnte das Schiff am 4.4 gegen 11.35 Uhr wieder flottgemacht werden. Danach wurde der Havarist längsseits genommen und zunächst in den Karlsruher Stadthafen gebracht. Von dort aus soll es zu einer genauen Inspektion und Reparatur der entstandenen Schäden in eine Werft geschleppt werden. Der Schaden an der Buhne dürfte sich nach ersten Schätzungen auf etwa 5.000 Euro belaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Leeraner Brücke
(05.04.13) Ein holländisches Binnenschiff kollidierte am Nachmittag des 3.4. auf der Ems am Nachmittag mit einem Dalben der Jann-Berghaus-Brücke in Leer. Der mit einem polnischen Schiffsführer besetzte und mit Stahlteilen für Bremen beladene Frachter konnte die Fahrt zunächst bis nach Herbrum fortsetzen. Die Polizei Meppen stellte einen Ausfall der Rudermaschine als wahrscheinliche Ursache fest. Wegen einer schweren Deformierung am Bug des Frachters und des technischen Defekts wurde ein vorläufiges Weiterfahrverbot verhängt. Die weitere Unfallermittlung hat die Wasserschutzpolizei in Emden übernommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Osterbrunchfahrt fiel nach Kollision ins Wasser
(05.04.13) Das mit 160 Personen besetzte holländische Flussfahrgastschiff „Serenity“ (MMSI-Nr.: 244020814) ist am 31.3. um 11.19 Uhr auf dem Rhein-Main-Donaukanal an der Anlegestelle Kelheim mit dem deutschen Fahrgastschiff „Altmühlperle“ (MMSI-Nr.:211517440) kollidiert.
Kurz vor 12 Uhr war es kanalabwärts unterwegs, als es ein entgegenkommenden Binnenschiff passieren lassen wollte. Beim Rückwärtsmanöver driftete das Heck des Schiffes nach rechts und stieß mit der Steuerbordseite gegen das am Kai liegende Kelheimer Fahrgastschiff „Altmühlperle“. Dieses wurde im Bugbereich beschädigt.
An dem Holländer entstanden Schäden im Heckbereich. Nach ersten Schätzungen der Wasserschutzpolizei Beilngries belief sich der Gesamtsachschaden auf rund 35.000 Euro. Gegen den Schiffsführer der „Serenity“ wurden wegen eines Verstoßes nach dem Binnenschifffahrtsrecht Ermittlungen aufgenommen.
Die „Altmühlperle“ wurde einer Länge von 10,5 Metern im Bodenbereich eingebeult, außerdem wurden fünf Stützen der Reling beschädigt, eine davon stark verformt. Die Fahrt nach Riedenburg, zu der bereits 120 Personen sich an Bord befanden, musste abgesagt werden und der Schaden in einer Werft repariert. Das Panoramaschiff wurde 1994 von der Lux Werft in Mondorf am Rhein erbaut. Es ist 50 Meter lang, 10,50 Meter breit und bietet 600 Personen Platz. Quelle: Tim Schwabedissen



Brücke nach Kollision wochenlang gesperrt
(05.04.13) Der mit Talgöl beladene portugiesische Chemikalientanker „Harbour Feature“, 11880 BRZ (IMO-Nr.: 9473092), riss sich am 1.4. von seinem Liegeplatz in Kittery los und kollidierte um 13.30 Uhr auf dem Piscataqua River mit der Sarah Long Bridge in Portsmouth. Ein Versuch, den Tanker durch Fallen beider Anker zu stoppen, war gescheitert.
Nach dem Unfall kamen Einheiten der Coast Guard Station Portsmouth Harbor, New Hampshire, das Coast Guard Marine Safety Detachment Portsmouth Harbor, von der Coast Guard Air Station Cape Cod ein MH-60 Jayhawk Helikopter, die New Hampshire Marine Patrol und das Maine Department of Environmental Protection zum Einsatz., Gegen 18 Uhr konnten Schlepper den Havaristen von der Brücke wegziehen, bis dahin war der Verkehr auf dem Kanal unterbrochen. Taucher untersuchten am 3.4. die Brücke und stellten unter Wasser Beschädigungen am 73 Jahre alten Bauwerk fest, dessen Reparatur vier Wochen dauern wird.
Unter Wasser wurde der Granit in Mitleidenschaft gezogen. Auch vier Traversen wurden verbogen und müssen ersetzt werden. Die Cianbro aus Massachusetts begann umgehend mit der Reparatur. Der Schaden betrug rund 2,5 Millionen Dollar. Der Tanker erlitt einen Riss von 6-x12 Inch oberhalb der Wasserlinie nahe des Ballasttanks an Backbordseite. Die „Harbour Feature“ hat eine Tragfähigkeit von 16909 Tonnen und wurde 2011 erbaut. Sie läuft für die dänische Nordic Tankers AS TB und wird vom Marine Shipmanagement in Hamburg gemanagt. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Containerbarge
(05.04.13) Auf einer Barge, die der Schlepper „Gulf Titan“ (MMSI-Nr.: 369514000) am 30.3. auf dem Prince Rupert Harbour gen Alaska bugsierte, gerieten mehrere Container in Brand. Zwei Schlepper von Smit löschten das Feuer. Die Prince Rupert Port Authority bot einen Liegeplatz im Hafen an, doch der Kapitän versicherte anschließend, die Lage sei unter Kontrolle und die Reise würde fortgesetzt. Ein Dutzend Container wurden beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Flughafenteile des Muscat International Airport landeten in 3000 Metern Tiefe
(05.04.13) Der liberianische Bulkcarrier „Atlantik Confidence“, 16252 BRZ (IMO-Nr.: 9110341), der mit einer Ladung Stahl auf der Fahrt von der Türkei nach Sohar Port unterwegs war, ist nach dem Brand im Maschinenraum am 31.3. um 10.55 Uhr rund 140 Meilen vor der Küste von Wusta auf 20 12, 942 061 26 02 O auf 3000 Metern Wassertiefe gesunken.
Die 30000-Tonnen-Ladung war für die Erweiterung des Muscat International Airport bestimmt. Die 22-köpfige türkische Crew hatte das Schiff am Vortag 149 Meilen südöstlich von Masirah Island aufgegeben. Nach einem Feuer im Maschinenraum hatte sich eine Explosion ereignet und ein Loch in den Rumpf gerissen, sodass der Frachter übers Heck wegzusacken begann. Ein Schlepper von Smit Salvage war noch unterwegs gewesen, um eine Bergungschance auszuloten. Der Tanker „Alpine Marie“ hatte die Schiffbrüchigen aus Rettungsinseln aufgenommen und später an den Tanker „YM Pluto“ übergeben.
Ein Fahrgastschiff lief am 2.4. von Masirah Island aus und brachte die Schiffbrüchigen unversehrt auf die Insel. Am selben Abend verließen sechs von ihnen das Sultanat Oman über den Muscat International Airport, der Rest folgte am nächsten Tag. Ein Umweltgefährdung durch den Frachter wurde nicht erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Plattform vor Giglio auf Position gebracht
(05.04.13) Am 3.4. wurde die erste von insgesamt sechs 1,000-Tonnen-Plattformen, auf denen die „Costa Concordia“ bei der Drehung abgesetzt werden soll, in Position gebracht. Der Schwergutfrachter "Svenja" setzte sie um 8.30 Uhr mit seinen beiden Bordkränen vor Giglio ab. Sie war bei der Rosetti-Werft in Marina di Ravenna erbaut worden und hat einen Umfang von 40 x 33 Metern bei einer Höhe von 22 Metern- Fünf Säulen von je zwei Metern Durchmesser sollen sie im Granitgrund fixieren. Drei kleinere Plattform wurden bereits zur Stabilisierung des Wracks am Heck angebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter treibt vor Nachodka
(05.04.13) Der russische Frachter „Sea Star 1“ erlitt rund 60 Meilen südlich von Nachodka am 31.3. Maschinenschaden. Am 2.4. wurde nach vergeblichen Reparaturversuchen durch die Crew der Bergungsschlepper „ Lazurit“ (IMO-Nr. 8832590) angefordert und sollte den Havaristen gegen 10 Uhr in Schlepp nehmen. Die „Sea Star 1“ war unterwegs von Vanino nach China. Die „Sea Star 1“, 3605 tdw (IMO-Nr.: 7516723), wurde 1978 erbaut und läuft unter der Flagge von Kambodscha im Management der Selet Marine Vanino Co. Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Schwarzen Meer gestrandet
(05.04.13) Der Capesize-Bulkcarrier „Aquafortune“ lief am 28.3 .vor Zonguldak auf der Fahrt von der Richards Bay SAR nach Zonguldak im Schwarzen Meer auf Grund. Am 31.3. lag er weiter drei Kabellängen vor der Küste. Die „Aquafortune“, 174725 tdw (IMO-Nr.: 9426427), wurde 2011 erbaut, führt die Flagge Liberias und hat als Manager die C Transport Maritime Sam (CTM), Monaco. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter manövrierunfähig nach Vigo eingeschleppt
(05.04.13) Der ukrainische Frachter „Sirius“ wurde am 28.3. mit Maschinenschaden nach Vigo eingeschleppt. Er war auf der Fahrt von Mariupilj, Ukraine, nach Brest. Am 2.4. lag er weiter in Vigo. Die „Sirius“, 7567 tdw(MO-Nr.: 9218208), wurde 2001 erbaut und läuft unter der Flagge Antiguas für die Mestex Shipping & Trading Ltd. Odessa. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter saß auf Columbia River fest
(05.04.13) Der Schweizer Bulkcarrier „Corviglia“, 39161 BRZ (IMO-Nr.: 9176747), lief am 31.3 nach Rainier auf dem Columbia River in Oregon auf der Fahrt von Longview nach China mit einer Ladung Sojabohnen auf Grund. Das Unglück ereignete sich kurz vor 17 Uhr, als ein Flusslotse an Bord gehen sollte. Als die Ebbe einsetzte, kam der Frachter fest. Mit der Flut gegen 22 Uhr konnte er sich wieder befreien. Die Coast Guard wies das Schiff an, zu einer Untersuchung bei Kalama zu ankern. Am 2.4. durfte es gegen Mittag die Reise fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Türkische Fähre vor Caddebostan in Brand
(05.04.13) Die 42 Meter lange türkische Fähre „Sabret“ (MMSI-Nr.: 271042610) geriet am 2.4. gegen 17 Uhr auf der Fahrt von Istanbul zu den Prince-Inseln in Marmara mit rund 100 Passagieren an Bord in Brand. Der Schlepper „Kurtarma 8" sowie die Rettungsboote "Kiyem 3", "Kiyi Emniyeti 2" und "Kiyi Emniyeti 4" kamen 10 Minuten später zu Hilfe. Die Fahrgäste wurden nach Caddebostan gebracht, mehrere mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus transportiert. Der Brand konnte um 18:30 Uhr gelöscht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker humpelt nach Italien
(05.04.13) Der türkische Chemikalientanker „Varkan Marmara“ erlitt auf der Fahrt von Ceuta nach Augusta am 30.3. im Mittelmeer Maschinenschaden. Die Fahrt wurde auf sieben Knoten herabgesetzt. Am 4.4. passierte er die sizilianische Küste. Die „Varkan Marmara“, 4865 tdw (IMO-Nr.: 9458145), wurde 2009 erbaut und hat als Manager die Veysel Vardal Gemicilik. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kutteruntergang
(05.04.13) Rund sechs Meilen westlich von Cape May Point kenterte am 4.4. der 40 Fuß lange Kutter „Linda Claire“ auf Krabbenfang in der Delaware Bay. Die Coast Guard suchte stundenlang vergeblich nach einem der drei Besatzungsmitglieder. Die beiden anderen wurden von den Kuttern „Katherine Brown“ und „Sandra Lee“ gerettet und zur Coast Guard Station Cape May gebracht. Der Kutter „Captain Brown“ informierte die Coast Guard Delaware Bay um 8:30 Uhr. Daraufhin wurden Boote der Station Cape May, das Aids to Navigation Team Cape May, ein Helikopter der Coast Guard Air Station Atlantic City und das 87-Fuß lange Küstenwachboot „Finback“ ebenso wie die New Jersey State Police mit Boot und Hubschrauber alarmiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Coast Guard half leckgeschlagenem Katamaran
(05.04.13) Die Coast Guard Hampton Roads assistierte am 4.4. dem 48 Fuß langen Katamaran „Bright Star“, der mit vier Mann an Bord eine Meile westlich des Hampton Roads Bridge Tunnel nahe Hampton leckgeschlagen war. Um 6.30 Uhr funkte die Crew, dass sie auf dem Weg in die Willoughby Bay sei. Ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard Station Little Creek und ein 41-Fuß-Boot der Coast Guard Station Portsmouth waren gegen sieben Uhr am Boot und übergaben zwei Lenzpumpen. Zwei Seenotretter halfen beim Lenzen und führten Abdichtungsarbeiten durch. Das Boot wurde in die Willoughby Bay eskortiert, wo es aus dem Wasser geholt und in der kommenden Woche repariert werden sollte. Quelle: Tim Schwabedissen



Lange Schleppfahrt in Sicherheit
(05.04.13) Die Coast Guard North Carolina assistierte am Morgen des 3.4. dem 54 Fuß langen Kutter „Blue Fin“, der 55 Meilen südlich von Cape Hatteras, North Carolina, manövrierunfähig geworden war. Gegen sieben Uhr bat die fünfköpfige Crew um Hilfe für das 12 Meilen südlich von Cape Hatteras treibende Schiff. Da es zu weit auf See war für schnelle Schlepperhilfe, wurde das 110 Fuß lange Küstenwachboot „Block Island“ beauftrag, den Havaristen nach Wanchese einzuschleppen. Es war um 10.30 Uhr vor Ort und nahm den Kutter in Richtung des Oregon Inlet auf den Haken. Gegen vier Uhr am 4.4. übernahm ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Oregon Inlet den Havaristen, der um 6.30 Uhr am Kai der Willie R. Etheridge Seafood Company festgemacht wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Sechs Fischer vor Maui gerettet
(05.04.13) der 43 Fuß lange Charterkutter „Piper“ schlug am 1.4. zwei Meilen vor Kahoolawe, Maui, leck. Gegen Mittag fing die Coast Guard Honolulu Notrufe der sechsköpfigen Crew auf, die Rettungswesten anlegte und das sinkende Schiff aufgab. Ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Maui lief aus. Auch die „Misti III“ meldete sich und rettete die Schiffbrüchigen. Sie wurden zum Ma'alaea Harbor gebracht. Der Kutter sank auf 1200 Fuß Wassertiefe. Die Coast Guard suchte noch nach Trümmern. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Norwegen gestrandet
(05.04.13) Der unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Scan Fjord", 2876 BRZ (IMO-Nr.: 8015879), lief am 2.4. vor Sørkjosen auf Grund. Das Schiff kam auf sandigem Grund im Reisa-Flussdelta fest. Es war am Morgen mit einer Ladung Holz aus Tromsø ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Sables-d‘Olonne
(05.04.13) Am 2.4. sank der 12 Meter lange französische Kutter „Aphrodite“ in weniger als einer Stunde vor den Sables-d'Olonne (Vendée). Die Crew hatte sich am Morgen um 9.50 Uhr beim MRCC Etel gemeldet, als ihr Schiff 50 Kilometer westlich von Sables-d'Olonne leckgeschlagen war. Ein Helikopter und das Rettungsboot „SNS 061“wurden alarmiert, doch der in der Nähe befindlicher Kutter „Nausicaa“ konnte die beiden Fischer eine halbe Stunde nach dem Notruf um 10.10 Uhr retten. Als der Hubschrauber um 10.40 Uhr eintraf, war die „Aphrodite“ bereits gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutterbergung in Hemnesberget gescheitert
(05.04.13) Am 3.4. wurde versucht, einen am 1.4. in der Marina von Hemnesberget gesunkenen Kutter durch die JR Dykke Service Sandnessjøen zu heben. Doch der Versuch, mit Hebeballons und einem Bergungsschiff das Wrack an die Wasseroberfläche zu holen, scheiterte. Zwar konnte es angehoben werden, doch die dann eingesetzten Lenzpumpen konnten das Wasser nicht aus dem Rumpf bekommen, und der Kutter von Sverre Stålem aus Hemnesberget wurde wieder abgesenkt. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack in Tacoma soll geborgen werden
(05.04.13) Das Ecology Department hat am 1.4. gefordert, den in Tacomas Hylebos Waterway gesunkenen, 167 Fuß langen Frachter „Helena Star“ zu bergen. Ansonsten würde dies staatlicherseits veranlasst. Das Schiff sank am 25.1. Die U.S. Coast Guard hatte seither zwischen 10 und 100 Gallonen Öl vom Wasser abgesaugt. Weiterhin traten geringe Ölmengen aus, die in einer Ölsperre aufgegangen wurden. Die „Helena Star“ liegt neben der 130 Fuß langen „Golden West“ auf dem Hylebos Waterway, die zwar noch schwimmt, aber auch gefährdet ist. Das Grundstück, an dem die Schiffe liegen, gehört den Mason Marine Services, die im Februar 2012 bankrott wurden. Die West East Company hatte die „Helena Star“ dorthin geschleppt. Die Hansan Corporation war als Berger im Gespräch. 2012 sollten bereits auf Order der Coast Guard vom 2.3. alle umweltgefährdenden Stoffe entfernt werden. Dann veranlasste sie das Entfernen von 6,500 Gallonen Ölwassergemisch, Farben, Feuerlöschern u.a. von den Schiffen und dichtete die „Golden West“ ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuerlöschboot unter Pier eingeklemmt und vollgelaufen
(05.04.13) Das 32 Fuß lange Feuerlöschboot „Sentinel“ des Winthrop Fire Department, ein ehemaliges Boot der U.S. Coast Guard sank an seinem Liegeplatz in Winthrop, nachdem es unter einer Pier eingeklemmt wurde, sodass der Maschinenraum geflutet wurde. Extremes Niedrigwasser hatte es in die missliche Lage gebracht. Am Morgen des 4.4. wurde um 7.30 Uhr entdeckt, dass das Schiff auf der Seite lag. Sea Tow aus East Boston pumpte es aus und machte es wieder schwimmfähig. Das Boot diente 10 Jahre lang dem Winthrop Fire Department, davor ebenso lange dem Department of Conservation und 30 Jahre der Coast Guard. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht durch Feuer nach Strandung zerstört
(05.04.13) In dem Vorort Sumner von Christchurch riss sich am 28.4. die 20 Fuß lange Yacht „Kahu Kura“ von ihrer Mooring in der Avon-Heathcote Mündung los und trieb nahe Shag Rock auf den Strand. Das 45 Fuß lange Boot blieb zunächst unbeschädigt, doch nun machte ein Feuer ihm den Garaus, und es sank im flachen Wasser. Das 40,000 Dollar werte Boot war nicht versichert. Die Bergung wird rund 10,000 Dollar kosten. Die Polizei vermutete Brandstiftung. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler vor Farewell Spit auf Sandbank gelaufen
(05.04.13) Am Morgen des 1.4. lief ein 23 Meter langer Trawler bei Farewell Spit um 2.30 Uhr auf Grund. Die Crew blieb an Bord, und mit der Flut um 14 Uhr konnte das Schiff wieder flottgemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler geriet bei Reparatur in Brand
(05.04.13) Der 70 Fuß lange Trawler „La Rata Bastarda“ aus Seattle geriet in einer Werft der - Platypus Marine Inc. nahe des Marine Drive in Port Angeles in Brand. Es entstand dichter Rauch, und das alarmierte Port Angeles Fire Department bat um weitere Hilfe des Clallam County Fire District No. 2. Der Trawler hatte Ruderschaden erlitten und war nach Nelson eingeschleppt worden. Nun sollte der Schaden behoben werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutsches U-Bootswrack soll Kriegsgrab werden
(05.04.13) Vor der irischen Küste haben Souvenirjäger sich am Wrack des deutschen U-Bootes „UC-42“ zu schaffen gemacht, das Ende September 1917 beim Minenlegen vor Cork von einer eigenen Mine versenkt wurde, wobei die 27-köpfige Crew starb. Am 6.11.2010 hatten Taucher das Wrack entdeckt und eine Gedenkplakette angebracht, und der Versuch, die Position geheim zu halten, war gescheitert. Die deutsche Botschaft ist seither in Kontakt mit der irischen Regierung, um das Boot als Kriegswrack schützen zu lassen. . Quelle: Tim Schwabedissen



Angelkutter drohte auf Goodwin Sands zu stranden
(05.04.13) Das RNLI-Boot aus Walmer kam dem französischen Angelkutter „Fundi“ vor den Goodwin Sands am 26.3. zu Hilfe. Die Dover Coastguard alarmierte die Atlantic 85, nachdem das 10 Meter lange Schiff zu stranden drohte. Binnen 10 Minuten war es vor Ort und fand die „Fundi“ mit Maschinenschaden vor. Es gelang aber, sie wieder zu starten, und die „Fundi“ wurde nach Dover eskortiert. Um 19.50 Uhr war der Einsatz beendet. Quelle: Tim Schwabedissen



Baggerschiff in Gulf Shores geborgen
(05.04.13) Zwei Tage lang wurde um ein Baggerschiff im Little Lagoon Pass in Gulf Shores gekämpft. Das 30 Fuß lange Fahrzeug hatte in schwerer See zu kentern gedroht. Es gelang, es am Ufer zu sichern und eine Lenzpumpe anzuschlagen. Am Nachmittag des 4.4. konnte es geborgen werden, zuvor waren aber bis zu 50 Gallonen Öl ausgelaufen. Eine Ölsperre wurde ausgelegt und die Coast Guard verständigt. Der Bagger gehört dem Alabama Dept. of Transportation und ist zwischen dem Golf von Mexiko und der Little Lagoon im Einsatz. Am 5.4. sollte das Schiff wieder repariert sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge mit Guardian-Wrack vor der Abreise nach Japan
(05.04.13) Das Tubbataha Management Office and Philippine Coast Guard hat die 15 Tauchsports vor Tubbataha, wo die USS „Guardian“ strandete, noch nicht wieder freigeben. Noch immer werden Trümmer vom Riff geräumt. Die Coast Guard Palawan und die Task Force Tubbataha kooperieren dabei mit philippinischen Wissenschaftlern und Biologen der US Navy. Die Bergungsbarge „S 7000“ mit den Wrackteilen des Minensuchers soll nach einem Bebunkern in Puerto Princesa in Palawan zur Überfahrt nach Japan vorbereitet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Hapag Lloyd chartert Elsflether Frachter nach tödlichem Brand auf „Hammonia Antofagasta“
(05.04.13) Hapag-Lloyd hat nach dem Brand auf dem liberianischen Containerfrachter „Hammonia Antofagasta“, 32901 BRZ (IMO-Nr.: 9399753), der Hamburger NSC Schifffahrtsgesellschaft am 25.3. den unter Marshall-Islands-Flagge laufenden 2742-TEU-Containerfrachter „Cape Melville“, 27786 BRZ (IMO-Nr.: 9308390), der Gesellschaft für Maritime Dienstleistungen in Elsfleth gechartert für eine Fahrt von Spanien nach Amerika.
Er machte am 2.4. in Las fest und übernahm die Containerladung der „Hammonia Antofagasta“, einem 2008 erbauten 2700-TEU-Frachter. Der Schaden hatte die Fortsetzung der Reise unmöglich gemacht. Zwei Besatzungsmitglieder waren bei dem Feuer im Kesselraum an Rauchvergiftung gestoben. Die „Cape Melville“ verließ Las Palmas am 5.4. um 13.30 Uhr und machte sich auf den Weg nach Cartagena, wo sie am 15.4. eintreffen soll, um dann weiter nach Los Angeles, Oakland, Tacoma, Vancouver und Portland zu fahren. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Baggerschiff niedergeschäumt
(05.04.13) Am 2.4. brach im Maschinenraum des holländischen Baggerschiffes "Lemsterland" (MMSI-Nr.: 244730483) in Farmsum ein Feuer aus. Um 3.20 Uhr wurde die Feuerwehr in Delfzijl zum Industrie-Park in Farmsum gerufen, wo das 52 Meter lange Schiff lag. Der Brand konnte rasch mit Schaum niedergekämpft werden, mit Wärmebildkameras wurde anschließend nach verbliebenen Glutnestern gesucht. Quelle: Tim Schwabedissen





Carnival Triumph in NY (Bild: Drucklumnd)   Großbild klick!
Schon wieder Carnival: „Triumph“ reißt Docksarbeiter in den Hafen
(05.04.13) Neuerliches Ungemach für das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff „Carnival Triumph“, 101509 BRZ (IMO-Nr.: 9138850), – während der Reparaturarbeiten nach dem Brand vor Mexiko am 10. Februar riss es sich am 3.4. von seinem Liegeplatz am BAE-Systems in Mobile los und driftete stundenlang im Hafen.
abei trieb es gegen das amerikanische Baggerschiff „Wheeler“, 10614 BRZ (IMO-Nr.:7923184), des Army Corps of Engineers, das im Mississippi eingesetzt wird. Auf dem Kreuzfahrer entstand ein 20 Fuß langer Riss von bis zu drei Fuß Breite im Rumpf. Relings wurden verbogen und brachen.
Von den 800 Besatzungsmitgliedern und Werftarbeiten kam niemand zu Schaden. Erst gegen 17 Uhr konnten fünf Schlepper, darunter die „New Wednesday“, den Kreuzfahrer am Mobile Cruise Terminal sichern.
Bei einem nicht mit der Havarie in Zusammenhang stehenden weiteren Unfall wurde um 13.45 Uhr ein Arbeiter der Werft in den hurrikanartigen Winden ins Wasser geweht und wurde trotz umfangreicher Suchaktion bislang nicht gefunden. Die Suche wurde am 4.4. nach 15 Stunden ergebnislos eingestellt. Beteiligt waren ein Coast Guard MH-65 Dolphin Helikopter, zwei Boote der Coast Guard Station Dauphin Island, zwei Bootscrews aus Mobile, Alabama Marine Resources, Boote des Mobile County Sheriff's Office, zwei Boote des Mobile Police Department und ein Polizeihubschrauber sowie vier Schlepper.

Weiter Zwischenfälle: Während einer viertägigen Kreuzfahrt im Golf von Mexiko brach am 10. Februar 2013 im hinteren der beiden Maschinenräume der Carnival Triumph ein Feuer aus. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Schiff mit 3.143 Passagieren und 1.086 Besatzungsmitgliedern an Bord etwa 240 Kilometer vor der mexikanischen Yucatán-Halbinsel. Nachdem die sanitären Anlagen und die Stromversorgung teilweise wieder in Betrieb genommen werden konnten, erreichte der Schleppzug erst am Abend des 14. Februar den Hafen von Mobile. Am Morgen des 15. Februar konnten die Passagiere von Bord der Carnival Triumph gehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Carnival Dream   (Bild: Kuloskulos)   Großbild klick!
„Carnival Dream”: Stromgenerator ausgefallen
(01.04.2013) Die „Carnival Dream”, ein Kreuzfahrtschiff der Carnival Cruise Lines kannn wegen eines Schadens nicht auslaufen und liegt im Hafen von Philipsburg in der Karibik. Ein großer Stromgenerator ist defekt. Das hatte zur Folge, dass mehrere Aufzüge ausfielen und Toiletten zeitweise nicht benutzt werden. Die Reederei bringt die 4300 Passagiere mit Flugzeugen zurück in die USA.
Die „Carnival Dream” gehört zur Post-Panamax-Kategorie und war zum Zeitpunkt der Indienststellung das größte Kreuzfahrtschiff der Reederei. Die "Carnival Dream" fährt unter der Flagge Panamas, ihr Heimathafen ist Port Canaveral in Florida.
Am 9. Dezember 2009 kam es zu einem Zwischenfall: Der geplante Stopp auf San Juan musste gestrichen werden, da das Schiff aufgrund seiner Größe nicht am Pier anlegen konnte. Offensichtlich hatte eine große Skulptur, die Jahre zuvor dort errichtet worden war, das Anlegemanöver behindert.
Quelle: Peter Walter



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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