EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Februar 2013


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Öl sprudelt (Bild: USCG)   Großbild klick!
Ölfontäne vor Port Sulphur nach Kollision mit einer Förderplattform
(28.02.13) Südwestlich von Port Sulphur rammte am Abend des 26.2. das 42 Fuß lange Versetzboot "Sea Raider" eine stillgelegte Ölförderanlage der Swift Energy, die sich neun Meilen südlich von Port Sulphur in der Lake Grande Ecaille Bay befand. Die Coast Guard New Orleans wurde gegen 20 Uhr alarmiert.
Aus der Plattform, die einst Rohöl und Naturgas gefördert hatte, begann nach dem Rammstoß in einer hohen Fontäne ein Öl-Wasser-Gemisch auszutreten. Die Anlage war seit 2007 stillgelegt. Es wurden sofort umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung und Reinigung eingeleitet. Swift Energy kontraktierte eine Barge, deren Crew den Bohrlochkopf sichern sollte. 1800 Fuß Ölschlängel wurden rund um die Bohrstelle ausgebracht und zwei Schiffe mit Skimmern zum Aufnehmen des Öls eingesetzt. Insgesamt betrug der Ausstoß weniger als 840 Gallonen Öl pro Tag.
Am 1.3. sollte das Bohrloch dichtgesetzt werden. Über 40 Mann waren wegen des Ölunfalls im Einsatz. Einsatzkräfte der Louisiana Oil Spill Coordinators Office, des Louisiana Department of Environmental Quality, des Louisiana Department of Wildlife and Fisheries, des Louisiana Department of Natural Resources und Plaquemines Parish sowie von Swift Energy waren vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gekenterte Barge (Bild: Mavacu)   Großbild klick!
Baggerbarge in Asturias gekentert
(28.02.13) Eine Barge, die zu Baggerarbeiten vor der Werft Astilleros Armon Gijon in Asturias eingesetzt war, ist samt dem auf Deck stehenden Bagger am 27.2. gekentert. Das Fahrzeug lag anschließend kieloben im flachen Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schraubenwelle der “OOCL Brussels” bei Tests schwer beschädigt
(28.02.13) Nach der Flutung des Maschinenraums der „Emma Maersk“ gibt es wieder Probleme mit der Technik eines neuen Riesencontainerschiffes: Die “OOCL Brussels”, 142400 tdw (IMO-Nr: 9622590), sollte der Stolz der Orient Overseas Container Line werden, dies vollzieht sich aber mit erheblicher Verzögerung.
Das erste von zehn Schiffen, die die Orient Overseas (International) für 1,376 Milliarden US-Dollar in Südkorea geordert hatte und die mit einer Kapazität von jeweils 13208 TEU die größten Schiffe der Flotte werden sollen, wurde zwar am 18.1. gemeinsam mit dem Schwesterschiff “NYK Helios” getauft, doch da war bereits bekannt, dass sich die Ablieferung durch die Samsung Heavy Industries erheblich verzögern würde. Ende Februar hätte das Schiff eigentlich fertig werden sollen, doch nun wird daraus nichts vor April. Grund: Die Schraubenwelle wurde bei Erprobungen erheblich beschädigt.
Zwei jeweils 14 Meter lange Sektionen, darunter die direkt am Propeller sitzende, wurden bei den Tests so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie ausgetauscht werden müssen. Bei dem Ausbau der Teile kam es zu einem weiteren Schaden an den Halterungen. Die Schadenshöhe war noch unklar, eindeutig war aber, dass die Werft die Kosten zu tragen hätte. Geschätzt wurden rund 2.25 Millionen Dollar. Die Maschine der “OOCL Brussels” wurde als sehr kompliziert beschrieben. Die Schraubenwellen sind Einzelstücke.
Quelle: Tim Schwabedissen



Mellum Trader unterwegs nach Broom
(28.02.13) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Mellum Trader" war am 28.2. auf dem Weg nach Broome, eskortiert von dem Schlepper "Far Scimitar". Der Kapitän der “Mellum Trader” hatte die Australian Maritime Safety Authority am Abend des 26.2. um Hilfe gebeten, nachdem im Sturm die Ladung 190 Meilen nordwestlich des Hafens übergegangen war. Eine Kursänderung, die die Wellenbewegung zum Aufrichten nutzte, hatte den Erfolg, dass die Schlagseite um 20 Grad abnahm. Die "Far Scimitar" begleitete den noch 15 Grad überliegenden Havaristen inzwischen über 30 Stunden. Die Reederei Buss in Leer nahm inzwischen einen weiteren Schlepper unter Kontrakt, der am 28.2. hinzustoßen sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Aufgegebene Yacht nach vier Monaten angetrieben
(28.02.13) Die 38 Fuß lange Yacht “Windigo” trieb am 24.2. schwer beschädigt nahe Bundagen an, rund vier Monate, nachdem sie in 30 Fuß hohen Seen von ihrer zweiköpfigen Crew zwischen Tonga und Neuseeland aufgegeben worden war. 430 Meilen südwestlich von Tonga hatte ein Brecher eine Luke eingeschlagen, das Bad geflutet und Frischwassertanks aufgerissen. Am 7.11.2011 um 17.30 Uhr aktivierte das Paar den Notsender.
Daraufhin wurde vom New Zealand Rescue Coordination Centre eine P3 Orion aus Whenuapai in Marsch gesetzt. Der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter Chengtu”, der 15 Fahrstunden entfernt auf dem Weg nach Los Angeles war, wurde zu der Yacht dirigiert. Außerdem kamen eine weitere Yacht, die “Adventure Bound”, sowie das Patroullienboot HMNZS “Otago“, das 35 Fahrstunden entfernt im Hauraki Gulf stand, zu Hilfe. Die „Orion“ war am 8.11. um ein Uhr früh über der Yacht. Sie musste wegen eines weiteren Alarms zwischenzeitlich wieder abdrehen, war aber drei Mal über dem Boot. In der Zwischenzeit positionierte sich ein Flugzeug der französischen Marine in Noumea vor Ort. Später traf auch die „Adventure Bound“ ein, doch erst mit dem Eintreffen der „Chengtu“ am 9.11. um 3.40 Uhr konnte eine Rettung der Crew angegangen werden.
Kapitän Norman McKee konnte sein Schiff in einem herausragenden Manöver längsseits der “Windigo” bringen und die beiden Segler um neun Uhr an Bord ziehen. Im Laufe des Tages wurden sie auf die „Otago“ übergeben. Nun fand die Geschichte ihr Ende, als das Boot am vergangenen Wochenende nach monatelanger Drift zwischen Bonville Creek und Bundagen Headland antrieb. Die Eigner flogen am 25.2. nach Australien, um das Boot zu untersuchen und eine Bergung zu prüfen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang eines Schleppers durch menschliches Versagen begünstigt
(28.02.13) Die U.S. Coast Guard hat einen Untersuchungsbericht zu dem Untergang des 19 Meter langen Schleppers „Benjamin Bailey“ bei der Memorial Bridge am 24.10.2012 auf dem Piscataqua River vorgelegt. Zwei Besatzungsmitglieder hatten sich nur Momente vor dem Kentern retten können. Der Schlepper wurde später geborgen und nach Eliot, Maine, gebracht. Rund 225 Gallonen Öl waren bis dahin ausgelaufen.
Die Riverside Marine Construction, Inc. wird sich dafür noch gerichtlich verantworten müssen. Die Analyse der Coast Guard zeigte, dass menschliches Versagen eine Rolle bei dem Unfall spielte, vor allem, dass der Kapitän das Schiff nicht in eine neue Position nach dem Morgenhochwasser jenes Tages manövriert hatte.
Als die Tide kippte, wurde der Schlepper auf die Seite gedrückt. Der eigentliche Kapitän war zu der Zeit nicht an Bord, er war eine halbe Stunde zuvor Essen gegangen. Ein anderer Kapitän der Reederei war an Bord und versuchte, den Schlepper noch durch Vor- und Zurück-Manöver zu retten, doch dadurch hat er das Kentern letzlich mit verursacht. Die Riverside and Pickering Marine Contractors in Eliot, Maine, waren von der Archer Western Contractors für Bauarbeiten an der Memorial Bridge engagiert worden.
Die “Benjamin Bailey” wurde normalerweise von einem Kapitän der Riverside and Pickering geführt. Um sieben Uhr war er mit seinem Decksmann an der Baustelle. Der Schlepper wurde an einer Barge festgemacht. Da es keine Aufträge gab, wurde die Maschine ausgestellt und mit Routinearbeiten begonnen. Dabei wurden u.a. die Abdeckungen beider Propellerwellen entfernt. Da der Decksmann dies allein nicht konnte, kam der Hafenkapitän zu Hilfe und traf gegen 11 Uhr ein. Dann ging der Kapitän essen. Seit neun Uhr lief auf dem Piscataqua River der Ebbstrom, und zwischen 11 und 11.45 Uhr begann sich der Schlepper nach Steuerbord im Tidenstrom überzulegen.
Um 11.16 Uhr ging der Hafenkapitän an Bord und fragte, warum das Schiff genauso wie um 6.50 Uhr festgemacht war. In den nächsten 15 Minuten versuchte er vergeblich, den Ersatzkapitän zu erreichen, der aber sein Mobiltelefon im Ruderhaus gelassen hatte. Zu der Zeit betrug die Schlagseite fünf Grad, und der Hafenkapitän sah die Notwendigkeit, den Schlepper zu verholen. Er wies den Decksmann an, die Maschine zu starten, und brachte eine Trosse zu einer Festmachstelle vor dem Steuerbordbug aus. Die nächsten sieben Minuten brachte er Zug auf die Trosse, doch mit jeder Umdrehung der Winsch drückten sich die Fender dichter an die Barge und verhinderten, dass der Schlepper freikam.
Daraufhin löste der Kapitän, bereits knöcheltief im Wasser, die Verbindung, und versuchte, durch Fahrmanöver den Schlepper zu befreien. Doch dadurch kam noch mehr Wasser auf Deck und in den Maschinenraum. Dadurch wurde die „Benjamin Bailey“ unter Wasser gedrückt. Sekunden zuvor sprangen beide Männer von Bord. Die Coastguard würdigte den Versuch, den Bug von der Barge wegzubekommen, als richtig, doch sei dir Strömung zu stark gewesen. Im Handbuch der Reederei gab es auch keine Prozeduren für den Umgang mit Faktoren wie Strömung, sodass alle Maßnahmen Ermessen des Kapitäns waren. Es wurde als nicht ausreichend angesehen für die Arbeit an der Memorial Bridge. Kritisiert wurde auch die Praxis häufiger Abwesenheit der Kapitäne.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack in South Ballina aufgetaucht
(28.02.13) Rikki Grinberg hat schon eine Menge Dinge in South Ballina gefunden, aber noch niemals ein maritimes Rätsel aufgedeckt. Doch nun fand die Frau aus dem Ballina Beach Village mit ihrem Mann den rostigen Rumpf eines Schiffes, der nach einem Sturm am 22.2. aus der Südbank des Richmond River bei Mobbs Bay aufgetaucht war.
Das Paar legt seit 2009 in South Ballina und macht häufig von dem Caravanpark östlich von South Wall Ausflüge. Das Wrack war von totem Gras bedeckt, und im Rumpf wuchs ein Baum. Der vorherige Besitzer des Caravanparks berichtete von einem Schiff, das im späten 19. Jahrhundert in South Ballina gesunken sei.
Das Wrack ist 20 Meter lang und sieben Meter breit. Es liegt Meter oberhalb der jetzigen Uferlinie. Der Leiter des Ballina Naval and Maritime Museum sagte, die Größe entspräche der einstiger Flussfähren. Der Historiker Cliff Murray erwähnte in seinem Buch Across Three Bridges ein Schiff, das vor über 100 Jahren sank.
Doch auch er nennt keinen Namen. Erst vor kurzem war vor der Küste von Ballina die „Limerick“, die von den Japanern im 2. Weltkrieg versenkt worden war, entdeckt worden. Die Wracks sind geschützt nach dem NSW Heritage Act.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter und mehrere Vermisste nach Untergang vor Minjiang
(28.02.13) Am 27.2. sind der 78 Meter lange chinesische Frachter "Fuhang 89" (MMSI-Nr.: 412443770) und die 66 Meter lange, ebenfalls chinesische "Yong de Sheng 168" (MMSI-Nr.: 413520810) in der Mündung des Minjiang-Flusses Inder ostchinesischen Fujian-Provinz am frühen Morgen nach Kollision gesunken. Insgesamt wurden acht Seeleute von beiden Schiffen, darunter alle fünf Mann der "Fuhang 89" gerettet, drei weitere stammten von der "Yong de Sheng 168". Ein Mann kam ums Leben. Ob es noch weitere Vermisste gab, war noch unklar. Rettungskräfte waren mit Schiffen und Helikoptern vor Ort im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht mit Seniorencrew nach tagelanger Drift auf Ponte Vedra Beach angetrieben
(28.02.13) Die 32 Fuß lange Yacht "Tavarua" aus Honolulu trieb am 25.2. um 23.45 Uhr auf den South Ponte Vedra Beach. Als Anwohner das gestrandete Boot bemerkten, lag es Inder Brandung mit killenden Segeln. Das St. Johns County Sheriff's Office wurde alarmiert.
Die 1976 erbaute Down East-Yacht war unterwegs von Port St. Lucie nach St. Thomas und hatte den 86-jährigen Skipper sowie einen 71-jährigen Mitsegler an Bord. Vor den Bahamas hatte das Boot Motorausfall erlitten und war in schwere See geraten, ehe es nach einer Woche antrieb. Die Segler wurden gerettet und ins Krankenhaus gebracht. Sea Tow wurde mit der Bergung des Bootes, das 70 Gallonen Öl mitführte, beauftragt. Ein erster Bergungsversuch am 27.2. scheiterte, doch hatten zwei Schlepper das Boot bereits mit dem Bug gen See herumgedreht.
Nach der Strandung zeigte sich, dass eine Leine sich um den Propeller gewickelt hatte, was den Motorausfall erklären würde. Die beiden erschöpften Segler konnten am Vormittag aus dem Flagler-Krankenhaus entlassen werden. Der Bordhund, ein vierjähriger Schnauzer, war in der St. Johns County Animal Control betreut worden.
Währenddessen gab es nichts Neues in Sachen des Bootes, von dem 22 Meilen östlich von Jacksonville Wrackteile gefunden worden waren. Der Tote, der dazwischen getrieben hatte, konnte als Venezuelaner, der in Miami wohnte, identifiziert werden. Er war wohl alleine unterwegs. Ein Boot der Küstenwache sollte das Treibgut bergen, die Suchaktion war um 16.30 Uhr eingestellt worden. 3,220 Meilen waren bis dahin abgesucht worden. Auch nach der Yacht "Charm Blow" vor Monterey wird nicht mehr gesucht. Möglicherweise hatte der Anrufer nur einen Notfall vorgetäuscht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter beim Auslaufen aus Ohchilingue auf Grund gelaufen
(28.02.13) Nach dem Löschen von 4350 Tonnen Stahl in Pichilingue lief der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierte Frachter "FM Prosperity", 7460 BRZ (IMO-Nr.:9525417), nur wenige Meter vor dem Ufer auf Grund, als er mit Lotsenassistenz den Hafen am 26.2. um sechs Uhr verlassen wollte. Das Schiff kam außerhalb des Fahrwassers fest und behinderte die Schifffahrt nicht. Der Frachter war am Vortag in den Hafen eingelaufen. Versuche eines Schleppers, ihn wieder flottzubekommen, scheiterten zunächst. Ein weiterer Versuch sollte mit einem stärkeren Schlepper gegen 21 Uhr bei günstigeren Tidebedingungen stattfinden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Langeland-Fähre in dichtem Nebel vom Kurs abgekommen
(28.02.13) Die dänische Fähre "Langeland", 4500 BRZ (IMO-Nr: 9596428), lief, von Spodsbjerg kommend, am 27.2. gegen 16 Uhr in dichtem Nebel im Langelandsbælt vor Tårs auf Grund. Bei extrem schlechter Sicht war sie aus dem Fahrwasser abgekommen. Die 25 Fahrgäste wurden mit Getränken und Sandwiches versorgt, während eine Verbesserung der Verhältnisse abgewartet wurde. Gegen 19 Uhr gelang es der Fähre, sich mit eigener Kraft zu befreien und nach Tårs einzulaufen. Hier wurde in der Nacht zum 28.2. der Rumpf mit Tauchern untersucht, und am folgenden Tag konnte das Schiff wieder in See stechen. Als Ersatzfähre wurde bis dahin die "Lolland" eingebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



RNLI-Boote aus Skegness und Humber an Bergung gestrandeter Yacht beteiligt
(28.02.13) Das RNLI-Boot aus Skegness, die “Lincolnshire Poacher”, wurde am Morgen des 27.2. alarmiert, nachdem eine 27 Fuß lange Yacht beim Offshore-Windpark östlich von Skegness auf Grund gelaufen war. Um 1:50 Uhr wurden die Seenotretter von der Yarmouth Coastguard zur Lynn Windfarm geschickt, um der Yacht mit ihrer zweiköpfigen Crew zu assistieren. Der Skipper wurde aufgefordert, eine Notrakete abzuschießen, um sie lokalisieren zu können. Daraufhin wurde das Boot im flachen Wasser vor dem Südstrand von Skegness entdeckt. Das Rettungsboot manövrierte sich vorsichtig dorthin, und zwei Rettungsmänner bargen die Segel des Bootes und stellten eine Schleppverbindung her. Nachdem das Boot wieder in tieferes Wasser bugsiert war, wurde eine stärkere Trosse ausgebracht und das Boot nach Grimsby gezogen, wo es von dem in Humber stationierten RNLI-Boot „Pride of the Humber“ übernommen und in den Hafen gebracht wurde. Die „Lincolnshire Poacher“ war um 7:20 Uhr zurück an ihrer Station.
Quelle: Tim Schwabedissen



Hydra sinkt (Bild: NSSR)   Großbild klick!
Keine Rettung für Hydra
(27.02.13) Als der 10,5 Meter lange, norwegische Kutter "Hydra" am Nachmittag des 25.2. endgültig zu sinken begann, mussten Skipper Terje Breivik (50) und sein Sohn Torbjørn (18) vor Vikna direkt in die aufgewühlte See springen, aus der ein anderer Kutter sie aufnahm. Das Unglück hatte sich angebahnt, als bei rauer See auf Kabeljaufang das Netz sich verlagerte und den bereits mit drei Tonnen Fisch beladenen Kutter auf die Seite legte.
Der Skipper versuchte noch, ruhigeres Wasser bei Hummelværet, nordwestlich von Vikna, zu erreichen. Doch ehe er den Kutter in Sicherheit bringen konnte, drang Wasser in den Brennstofftank ein, sodass die Maschine ausfiel und das Schiff manövrierunfähig wurde. Dann begann der Kutter übers Heck wegzusacken. Um 15.33 Uhr funkte Breivik Notrufe. Immer weiter legte sich der Kutter nach Backbord über und stellte sich schließlich aufs Heck. Zum Glück für die Fischer war ein anderes Schiff nur 10 Fahrminuten entfernt gewesen.
Als es herangenaht war, sprangen die beiden Männer in Überlebensanzügen ins Wasser. Der andere Kutter fischte sie unversehrt auf und brachte sie nach Rørvik. Ein Sea King, der mit Pumpen und Rettungsausrüstung in Ørlandet aufgestiegen war, kehrte unverrichteter Dinge wieder zurück. Das Rettungsboot "Harald V" aus Vandsøya drehte ebenfalls wieder ab, nachdem es den Kutter, dessen Bug zu der Zeit noch aus dem Wasser ragte, umrundet hatte. Schließlich sank er auf Position 64°57,9' N 010° 35,0' O.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bohrinsel Kulluk im Schlepp (Bild: USCG)   Großbild klick!
Kulluk auf den Weg nach Dutch Harbor gebracht
(27.02.13) Am 26.2. nahmen die drei Schlepper "Corbin Foss", "Ocean Wave" und "Lauren Foss" die Bohrinsel "Kulluk" in der Kiliuda Bay, 48 Meilen südwestlich von Kodiak City, Alaska, auf den Haken, und begannen, sie nach Dutch Harbor zu verholen. Von dort soll sie an Bord eines Schwergutfrachters weiter zu einer Werft in Asien transportiert werden, wo die Strandungsschäden ausgebessert werden, die die „Kulluk“ zu Jahresbeginn erlitten hatte. Auch die Schlepper "Warrior" und "Guardsman" sowie die "Nanuq" und “Aiviq” eskortierten den Schleppzug. Eine Sicherheitszone wurde rund um die Insel eingerichtet, die ein MH 60 Jayhawk Helikopter der Air Station Kodiak überwachte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter Leeraner Reeder mit 35 Grad Schlagseite vor Broome
(27.02.13) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Schwergutfrachter “Mellum Trader”, 4251 BRZ (IMO-Nr.: 9204934), der Leeraner Reederei Buss funkte am 26.12. gegen 08:30 Uhr auf Position 15 32 S 120 08 O auf der Fahrt von Jakarta nach Broome mit einer Ladung von Gehäusen für Ölbohrungen an Bord Mayday.
Offenbar war die Ladung übergegangen. Die Probleme hatten bereits am Vortag begonnen, als das Schiff 320 Kilometer nordwestlich des Zielhafens Schlagseite entwickelte. Bis zu 35 Grad lag der Frachter zeitweilig auf der Seite, und die 13-köpfige Crew bereitete die Aufgabe des Schiffes vor. Die Australian Maritime Safety Authority koordinierte die Rettungsbemühungen. Ein Überwachungsflugzeug stieg in Broome auf und lokalisierte den Havaristen 190 Meilen nordwestlich des Hafens. Der Kapitän hatte das Schiff inzwischen herumgelegt und steuerte direkt in ein Schlechtwettergebiet hinein in einem Versuch, den Frachter zu stabilisieren.
Das Manöver gelang, gegen Mitternacht betrug die Schlagseite nur noch 15 Grad. Die Crew führte einige Ballastarbeiten durch, mit denen das Schiff weiter stabilisiert werden konnte. Die beiden Schlepper "Far Scimitar" und "Allison Tide" hielten sich zur weiteren Assistenz in Bereitschaft. Der Frachter nahm nun wieder Kurs auf Broome. Warum die Ladung überging, war noch unklar. Die „Mellum Trader“ hat eine Tragfähigkeit von 6265 Tonnen und wurde 1999 bei der Peterswerft in Wewelsfleth erbaut. Sie ist 99,92 Meter lang, 17 Meter breit und hat 7,27 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Brandverletzte von Bulkcarrier evakuiert
(27.02.13) Zwei Besatzungsmitglieder des südkoreanischen Capesize-Bulkcarriers “Stella Eagle” mussten am 25.2. mit Verbrennungen von einem Sea Rescue Helikopter Unit aus Kapstadt abgeborgen werden. Sie hatten sich die Verletzungen offenbar bei einem Brand zugezogen. Der Frachter drehte auf Kapstadt zu, nahm aber, nachdem die Evakuierung vollzogen war, wieder Kurs auf den Zielhafen Tubarao in Brasilien. Die “Stella Eagle”, 278258 tdw (IMO-Nr.: 9044229), wurde 1993 erbaut und hat als Manager die Polaris Shipping Co. Ltd.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Grays Harbor vor dem Untergang bewahrt
(27.02.13) Die US Coast Guard rettete am 26.2. die dreiköpfige Crew und den 58 Fuß langen Krabbenkutter “Persistence”, der nahe Grays Harbor, Washington, um 20.50 Uhr Wassereinbruch gemeldet hatte. Das Schiff befand sich fünf Meilen nordwestlich der Grays Harbor Barre und hatte nur noch wenig Treibstoff, um die Lenzpumpe zu betreiben. Die&xnbsp;Coast Guard Station Grays Harbor schickte zwei 47-Fuß-Boote, die jeweils eine Lenzpumpe an Bord hatten, mit deren Hilfe der Kutter stabilisiert und dann nach Grays Harbor eskortiert werden konnte. Vor Ort waren 10-20 Knoten Wind und bis zu 12 Fuß hohe Seen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Letzte Reise der “Queen of the North” fühlte sich wie Mittelmeerkreuzfahrt an
(27.02.13) Das Wetter war relative ruhig, als in British Columbias Inside Passage die “Queen of the North” auf die Felsenküste von Gil Island lief. Dies sagten zwei Passagiere während der Untersuchung am 26.2. aus. Die Verteidiger des 4. Offiziers Karl Lilgert hatten vermutet, dass schlechte Sicht und ebensolches Wetter zu dem Untergang am 22. März 2006 beigetragen hätten.
Doch mehrere Besatzungsmitglieder und Fahrgäste haben sich nur an leichten Wind und Regen, aber auch zeitweilig klaren Himmel erinnert, als sie nach dem Auflaufen auf die Außendecks gingen. So beschrieb Drew Pawley, der von einem Arbeitsauftrag auf den Hadia Gwaii Islands zurückkehrte, wo er für Environment Canada tätig war, das Wetter als ziemlich gut für die Jahreszeit. Der Wind habe weniger als fünf Knoten betragen, die Sicht war gut, und es gab gelegentlich leichte Schauer. Alles in allem sei es ein angenehmes Wetter gewesen.
Im Vergleich zu vorherigen Überfahrten sei es ihm wie eine Mittelmeerkreuzfahrt vorgekommen. Dies bestätigte auch Graham Clarke, der ebenfalls vorherige Fahrten mitgemacht hatte. Es habe früher am Tag eine Sturmwarnung gegeben, und die Fähre sei hohe Fahrt gelaufen, als sie die Überfahrt von Haida Gwaii nahm, um vor der Schlechtwetterfront zu bleiben. Als sie in den Grenville Channel und weiter in den Wright Sound einlief, war sie von großen Landmassen umgeben, sodass dort nur schwacher Wind wehte. Die See sei ungefähr zwei Fuß hoch gewesen.
Sowohl Pawley wie auch Clarke waren zum Zeitpunkt des Unglücks im Schiffsinnern gewesen, was einen der Anwälte von Lilgert zu dem Kommentar veranlasste, dass nur, weil sich die Reise wie eine Kreuzfahrt angefühlt habe, dies nicht bedeute, dass draußen alles gut gewesen sei. Die Verteidigung führt die Havarie auf eine Kombination von unzureichendem Training, nicht verlässlicher Ausrüstung und schlechtem Wetter zurück. Lilgert wird von der Anklage Nachlässigkeit vorgeworfen, durch die er eine Kursänderung verpasste, sodass das Schiff direkt auf Gil Island zuhielt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Generator auf historischem Schlepper brannte
(27.02.13) Am 22.2. um 20.30 Uhr wurde die Feuerwehr von Harlingen alarmiert, nachdem ein Generator auf dem Oberdeck des holländischen Schleppers "Holland", 570 BRZ (IMO-Nr.: 5153462), der am Kai im Hafen lag, in Brand geraten war. Binnen 45 Minuten konnte der Brand gelöscht werden, sodass der Schaden auf dem 1952 erbauten Veteranen überschaubar blieb.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer bei Werftüberholung
(27.02.13) Am Morgen des 25.2. brach im Maschinenraum des holländischen Baggerschiffes "Johanna Josephine", 507 ts (MMSI-Nr.: 244647000), ein Feuer aus. Es entstand bei Schweißarbeiten auf dem bei der Hunfeld Werft an der Südseite des Emskanal in Farmsum aufgeslippten Schiffes. Die Feuerwehr von Delfzijl wurde alarmiert und konnte den Brand wenig später unter Kontrolle bringen, sodass der Schaden begrenzt blieb. Der Maschinenraum wurde durch die Einsatzkräfte anschließend entlüftet, und dann konnten die Werftarbeiter ihre Tätigkeit fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Abbruch der “Guardian” hat begonnen
(27.02.13) Die Philippinen und die USA haben gemeinsam den 23.3. als Deadline für die Räumung der USS "Guardian" vom Tubbataha Reef gesetzt. Am 25.2. hob die Kranbarge "Jascon 25" den Schornstein des Minensuchers ab, der anschließend auf der "Archon Tide" abgesetzt wurde. Von dort wurde er mithilfe der zweiten Kranbarge "SMIT Borneo" auf die Barge "S 7000" weiter transportiert. Als nächstes folgte der Mast des Schiffes. Die Berger werden dann mit Ausrüstung unterhalb des Wetterdecks weiter machen sowie der Entfernung der Sonarwinde vom Bug.
Die USS "Guardian" wird in insgesamt 10 Teile zerlegt, neben Schornstein, Mast das 1. und 2. Deck, Maschine, Rumpf etc. Das Entfernen loser Teile der USS "Guardian" wurde ebenfalls fortgesetzt. Neben der "Jascon 25" und der "Smit Borneo" sind die USNS "Salvor", USNS "Safeguard", USNS "Wally Schirra", die Schlepper "Archon Tide", "Intrepid" und "Trabajador1", die Barge "S 7000" von Malayan Towage und die “Pampanga” der Coast Guard vor Ort.
Die U.S. Navy gab am 26.2. bekannt, dass die USS "Warrior (MCM 10)" zur 7. US-Flotte in Sasebo hinzustoßen soll als Ersatz für die „Guardian“, die formell am 15.2. außer Dienst gestellt worden war. Die Crew wird später noch eine offizielle Zeremonie in Sasebo durchführen.
Quelle: Tim Schwabedissen



My Yogi hatte schwere Konstruktionsmängel
(27.02.13) Die französische „My Yogi“, 1028 BRZ (IMO-Nr.:9544621), zählte mit ihren 60,2 Metern Länge und 9,4 Metern Breite nicht zu den größten Megayachten, war aber 2011 als die Yacht mit den meisten Innovationen ausgezeichnet worden. Um so mehr bestürzte ihr Untergang am 17.2.2012 in der Ägäis die Fachwelt.
Beide Hauptmaschinen waren ausgefallen, und es kam zu Wassereinbruch, schließlich kenterte das Schiff und sank. Die Crew wurde in einer dramatischen Rettungsaktion in letzter Minute von der griechischen Küstenwache mit einem Helikopter evakuiert. Jetzt publizierte das französische Büro für die Untersuchung von Seeunfällen seinen Bericht über den Untergang des Schiffes. Darin wurde der Ansicht von der Bauwerft Proteksan Turkuaz Yat San AS und Eigner widersprochen, dass das brandneue Schiff zum Zeitpunkt des Untergangs baulich einwandfrei gewesen und vor allem seine Crew am Totalverlust schuld gewesen sei. So wurde durch die Kommission bemängelt, dass an Bord größere bauliche Änderungen vorgenommen worden waren, über die die Zulassungsbehörde nicht informiert wurde.
Die Stabilität des Schiffes war anschließend nicht in ausreichendem Umfang nachgeprüft worden. Dass die Crew den verhängnisvollen Wassereinbruch erst bemerkte, als es zu spät war, wurde einem mangelhaften Alarmsystem, aber auch fehlenden Kontrollgängen zugeschrieben.
Durch einen Konstruktionsfehler waren die Rettungsboote nicht mehr erreichbar - bei der starken Schlagseite hatten sich die Türen aufs Bootsdeck verklemmt. Dies sei ein schwerer Mangel. Insgesamt fanden die Unfallexperten eine umfangreiche Liste von technischen und menschlichen Ursachen, die zum Untergang beitrugen. Wetter und Seegang seien nicht das entscheidende Problem gewesen. Wer für den Schaden aufkommen muss, müssen nun die Gerichte entscheiden. Das Schiff war 35 Millionen französischer Franken wert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ausflugsboot in Phuket gesunken
(27.02.13) Das thailändische Ausflugsboot “Darunee” mit 15 Touristen an Bord kollidierte am Nachmittag des 26.2. mit einem Betonklotz beim Anlaufen der Chalong Pier in Phuket und sank. Alle Urlauber und der Skipper wurden gerettet. Das Schiff kam von einem Schnorcheltrip nach Koh Hei (“Coral Island”), zurück und stieß 500 Meter vor der Chalong Pier gegen einen Mooringblock. Als der Skipper das Boot in Rückwärtsfahrt wieder befreite, kam es zu Wassereinbruch, und es sank. Alle Passagiere mussten ohne Rettungswesten ins Wasser springen und wurden von anderen Booten gerettet. Der Betonblock ist einer von 200, die im November 2012 in der Chalong Bay versenkt wurden, um Ankerpositionen zu markieren. Etliche davon liegen unmarkiert im Fahrwasser.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bugschaden Katre (Bild: Bundespolizei)   Großbild klick!
Statengracht gut drei Wochen nach Kollision wieder in Fahrt
(26.02.13) Der Kollisionsgegner der "Statengracht", die unter Malta-Flagge laufende "Katre", 2497 BRZ (IMO-Nr.:9014937), blieb vier Tage nach der Kollision auf der Ostsee. Die Reparatur des holländischen Frachters "Statengracht", 16676 BRZ (IMO-Nr.: 9288045), in Stettin wurde am 25.2. abgeschlossen. Um 8.15 Uhr verließ das Schiff den Hafen wieder und nahm nach einem Stopp auf der Reede von Swinemünde gegen Mittag um 13.20 Uhr Kurs auf Rauma.
Quelle: Tim Schwabedissen



"Sea Blue" auf dem Strand (Bild: Alexander McNabb)   Großbild klick!
Gestrandeter Frachter wird zur Touristenattraktion in Ajman
(26.02.13) Niemand scheint derzeit so recht für den in Nordkorea registrierten Frachter "Sea Blue", 1936 BRZ (IMO-Nr.: 7358638), des Al Sadq Ship Management LLC in Sharjah zuständig zu sein, der seit dem 15.1. am Strand von Ajman Corniche strandete. Noch nie lag in der jüngeren Vergangenheit ein Schiff sol lange auf dem Strand.
Der Zivilschutz von Ajman lehnte eine Verantwortlichkeit ab und verfügt auch über keine Schlepper, die den Havaristen wieder abbringen könnten. Die Küstenwache will mit der Sache auch nichts zu tun haben. Der Frachter war in stürmischer See kurz nach dem Auslaufen aus Dubai nach Ostafrika mit 11 Mann an Bord auf den Strand getrieben.
Kurz danach war bereits spekuliert worden, ob das Schiff vor Ort abgewrackt würde, obwohl es damals wie heute keine nennenswerten Schäden aufweist und auf einem sandigen Küstenabschnitt zu liegen kam. Seither ist der Frachter aber zu einem beliebten Fotoobjekt und zu einer Touristenattraktion in Sharjah geworden.
Das Schiff ist nicht zum ersten Mal in Schwierigkeiten: Am 8.8.2010 hatten mit AK-47-Gewehren bewaffnete Angreifer das Schiff vor dem Ölterminal von Al-Basra geentert. Die irakische Küstenwache hatte die Piraten gestellt und ihr Boot beschlagnahmt. Das 78 Meter lange und 13 Meter breite Schiff wurde 1974 als „Mercandian Exporter“ beim Danyard in Frederikshavn erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Blockierter Propeller mit Hydrauliksäge befreit
(26.0.213) Das Rettungsboot "Det Norske Veritas" aus Ballstad wurde am 21.2. gegen 15 Uhr zur Assistenz des russischen Trawlers "Nerey", 769 BRZ (IMO-Nr.: 8138891), gerufen, der 80 Meilen südwestlich von Røst manövrierunfähig geworden war. Das Schleppnetz hatte sich um den Propeller gewickelt. Bei ruhigem Wetter und einem Meter hohen Wellen wurde das havarierte Schiff die Nacht hindurch gen Bodø geschleppt, wo es am 22.2. eintraf. Rettungstaucher befreiten dort den Propeller. Dabei musste die Firma NorDykk zu Hilfe gerufen werden, die eine hydraulische Säge hatte, mit der das Netz zerlegt werden konnte. Am 23.2. verließ der Trawler samt seiner 27-köpfigen Crew den Hafen wieder mit Kurs Murmansk, wo er am 26.2. erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Rørvik gesunken
(26.02.13) Vor Rørvik erlitt am 25.2. ein norwegischer Kutter mit zwei Mann Besatzung Wassereinbruch. Die Fischer mussten mit Überlebensanzügen in die See springen und wurden von einem anderen Schiff gerettet. Auch ein Sea King-Helikopter aus Orland stieg auf, konnte aber nach vollzogener Rettung wieder zurück gerufen werden. Der 11 Meter lange Kutter sank. Die Ursache des Wassereinbruchs war noch unklar, doch er könnte zuvor auf Grund gelaufen sein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän von Containerfrachter nach Kollision festgenommen
(26.02.13) Der Kapitän des taiwanesischen 1088-TEU-Containerfrachters “Wan Hai 162”,17697 tdw (IMO-Nr.: 9132909), der zwei Kutter in der Bucht von Osaka Bay gerammt hatte, wurde am 26.2. von der japanischen Coastguard wegen des Verdachts der nachlässigen Navigation festgenommen. Der 64-jährige Taiwanese wurde ebenso wie ein Lotse von Vertretern des 5th Regional Coast Guard Headquarters in Kobe festgesetzt.
Noch immer wurde ein Mann der beiden Kutter einer Fischereiorganisation aus der Osaka Präfektur vermisst. Die Suche fünf Kilometer vor der künstlichen Insel, auf der sich der Kansai International Airport befindet, wurde von Kräften der Küstenwache fortgesetzt- Ein 30-jähriger Fischer war bereits am Vortag nach seiner Rettung im Krankenhaus gestorben. Dem Kapitän der „Wan Hai 162“ wurde vorgeworfen, er hätte die beiden 10-Tonnen-Schiffe mit Radar bei ordnungsgemäßer Brückenwache ausmachen müssen und die Fahrt seines Schiffes herabsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach vier Vermissten vor San Francisco dauert an
(26.02.13) Die US Coast Guard setzte die Suche nach den beiden vermissten acht- und vierjährigen Kindern und zwei Erwachsenen der 29 Fuß langen Yacht “Charm Blow” fort, die am Nachmittag des 24.2. Wassereinbruch erlitten hatte. Beteiligt waren die Patroullienboote “Active” und “Pike”, eine HC 130 der Air Station Sacramento, ein MH 65-Helikopter der Air Station San Francisco und ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Monterey sowie der 129th Rescue Wing der California National Guard und eine E2-C Hawkeye der Naval Air Station Point Mugu. Der letzte Funkspruch am 24.2. um 16.20 Uhr hatte gelautet: “This is the Charm Blow, we are abandoning ship.” Eine Stunde zuvor hatte die Yacht Wassereinbruch 65 Meilen vor Pillar Point gemeldet. Danach brach der Kontakt ab. Seitdem wurden die Gewässer vor San Francisco abgesucht. Der Fokus der Operation war 60 bis 65 Meilen vor der Monterey Bay.
Quelle: Tim Schwabedissen



Emma Maersk erreicht Palermo
(26.02.13) Am 25.2. um acht Uhr wurde der dänische Containerfrachter "Emma Maersk", 170794 BRZ (IMO-Nr.: 9321483), in den Hafen von Palermo geschleppt nach einer 1,300 Meilen langen reise von Port Said. Die Verschleppung war von Fairmount Alpine durchgeführt worden. Als nächstes muss langsam der 16 Meter hoch unter Wasser stehende Maschinenraum ausgepumpt werden mit dem Ziel, möglichst viel der Technik retten zu können. Danach geht der Havarist ins Trockendock bei Fincantieri. Erst wenn das Schiff ausgepumpt ist, kann die genaue Ursache des Wassereinbruchs im Bereich der Strahlpropeller ermittelt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Leckgeschlagener Trawler nach Goa eingeschleppt
(26.02.13) Die indische Marine kam der neunköpfigen Crew des havarierten Trawlers “Kadal Matha” zu Hilfe, nachdem dieser am 25.2. gegen 11 Uhr Wassereinbruch in stürmischer See gemeldet hatte. Das Schiff befand sich 240 Meilen nordwestlich von Goa. Das Western Naval Command in Mumbai schickte die in der Nähe befindliche “Nashak” zur Hilfeleistung. Das Schiff des 22. Missile Vessel Squadron lokalisierte den Trawler binnen zwei Stunden und schickte ein Boardingteam, das den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen konnte. Danach wurde der Havarist abgeschleppt, bis die “Samrat” der Küstenwache eintraf und das Schiff nach Goa einbrachte.
Quelle: Tim Schwabedissen



”Mein Leben ist vorbei”, sagte Wachoffizier der Queen of the North nach seiner Rettung
(26.02.13) Karl Lilgert saß nach seiner Rettung von der “Queen of the North” zusammengesunken in einem Boot und sagte, sein Leben sei nun vorbei. Der 4. Offizier hatte die Brückenwache gehabt. Decksmann Robert Burn brachte sein kleines Schlauchboot längsseits und legte seine Hand auf die des Offiziers. Der 1. Offizier hatte Lilgert als sehr aufgeregt beschrieben, nachdem dieser auf ein Schiff der Küstenwache gegangen war.
Der Kapitän hatte ihn als selbstmordgefährdet eingeschätzt. Auch die Quartiermeisterin Karen Bricker, seine einstige Geliebte, die gemeinsam mit ihm die letzte Wache gehabt hatte, war Zeugen als aufgelöst erschienen. Sie lag in fötaler Position am Boden eines Rettungsbootes und reagierte nicht. Wenig später verließ Robert Burn die Flottille von Rettungsbooten, um die sinkende Fähre nochmals zu kontrollieren. Mit zwei anderen Besatzungsmitgliedern umrundete er sie, rief und leuchtete sie mit Taschenlampen ab. Weder an Deck noch hinter Fenstern konnte jemand ausgemacht werden. Sie kamen zu der Überzeugung, dass das Schiff vollständig evakuiert worden sei. Die Verhandlung gegen Lilgert wird noch bis zum Sommer andauern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Öl der Harita Bauxite erreicht Ilocos-Provinz
(26.02.13) Auslaufendes Öl des gesunkenen, unter Myanmar-Flagge laufenden Bulkcarriers "Harita Bauxite" hat in der Nacht zum 26.2. Teile der Ilocos Sur Provinz erreicht. Mindestens sechs Küstenorte waren betroffen. Die philippinische Coast Guard leitete Reinigungsmaßnahmen ein. Teams wurden nahe Pangasinan in Alarmbereitschaft versetzt. Wasserproben wurden genommen und Ölbarrieren ausgebracht. Der Ölfilm war 10 Meilen nordwestlich von Bolinao gesichtet worden unweit der Stelle, an der die "Harita Bauxite" am Morgen des 17.2 rund 12 Meilen vor der Küste gekentert war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kritik und Trauer nach Tod von vier Fischern in Nova Scotia
(26.02.13) Hunderte von Menschen haben sich am 24.2. in Kirchen von Südwest- Nova Scotia versammelt, um des Tod der vier Fischer der “Miss Ally” zu gedenken. „Dies ist eine Zeit der Trauer”, sagte Fischer Sandy Stoddard, einer der letzten, der Funkkontakt mit Katlin Nickerson, dem 21-jährigen Skipper der „Miss Ally“, gehabt hatte. „Ich habe einen Teil von mir verloren“, bekannte er vor den weinenden Angehörigen in der Calvary United Baptist Kirche in Woods Harbour, wo 500 Menschen die Bänke füllten. Pastor Phil Williams appellierte an die Einwohnerschaft, zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen nach einer Woche der zerstörten Hoffnungen und Kritik an den Rettungsarbeiten. Der 17.2., der Tag, an dem der Notsender sich aktivierte, werde ins Gedächtnis von Woods Harbour eingebrannt.
„Das, was wir am meisten fürchten, ist über uns gekommen“, sagte Williams. Gemeinsam werde man es durchstehen können. Viele Lichter brannten an den Türen der Häuser der Gemeinde als Geste der Solidarität. Die Fischer, die zu dem gekenterten Wrack ausgelaufen waren, wurden gepriesen ebenso wie die Taucher, die unter den Rumpf gegangen waren und festgestellt hatten, dass Aufbauten wie Rettungsgerät fehlten.
Sie sollten bei ihrer Rückkehr angemessen begrüßt werden. Kritik blieb bestehen an der kanadischen Coast Guard, deren Rettungskräfte die “Miss Ally” am 20.2. wieder verlassen hatten, nachdem sie erstmals gesichtet worden war. Dieses Verhalten sollte untersucht werden. Erst auf Druck der örtlichen Fischer waren die RCMP und die Marine am 22.2. zurückgekehrt und hatten das Wrack mit einem ROV am 24.2. unter die Lupe genommen. Nachdem die Untersuchung abgeschlossen war, kehrte die HMCS “Glace Bay” nach Halifax zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper rammte Queen Elizabeth in Wellington
(26.02.13) Der neuseeländische Schlepper "Toia" (MMSI-Nr.: 512000070), der vollgestopft war mit 50 Passagieren, rammte am Morgen des 23.2. eine Anlegeplattform des im Hafen von Wellington liegenden, unter Bermudas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes "Queen Elizabeth", 90901 BRZ (IMO-Nr.: 9477438), während des Tags der Offenen Tür des CentrePort in Wellington. Menschen kamen nicht zu Schaden, doch der Schornstein und Mast des 32 Meter langen Schleppers wurden beschädigt, als er gegen die Plattform, die 12 Meter oberhalb der Wasserlinie aus dem Rumpf des Kreuzfahrers geklappt war, stieß. CentrePort leitete eine Untersuchung ein, in die auch Maritime New Zealand eingebunden wurde. Die "Queen Elizabeth" verließ den Hafen in Richtung Papeete am selben Tag um 6.30 Uhr.
Quelle: Tim Schwabedissen



Trümmerteil (Bild: USCG)   Großbild klick!
Leiche und 10 Rettungswesten in Trümmerfeld unbekannten Schiffes entdeckt
(25.2.13) Ein Helikopter der&xnbsp;U.S.&xnbsp; Coast Guard lokalisierte am Abend des 24.2. gegen 18 Uhr eine männliche Leiche inmitten eines Trümmerfeldes im Atlantik rund 22 Meilen östlich der Mündung des St. Johns River.
Eine Flugzeugcrew der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission hatte die Trümmer, darunter zwei große Teile eines Schiffes, 10 Rettungswesten, Notraketen sowie einen Ölfilm. Ob sich weitere Menschen an Bord des Fahrzeugs befunden hatten, war derzeit noch unklar, ebenso wie dessen Identität.
Die Suche rund um das Trümmerfeld wurde mit einem 45 Fuß-Boot der Station Mayport in Atlantic Beach und einer C-130 Hercules der Air Station Clearwater, Florida, sowie den Patroullienbooten „Cormorant“ und „Kingfisher“ am 25.2. fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiff sank nach dreijähriger Aufliegezeit
(25.02.13) Das malaysische Fährschiff “Fajar Samudera”, 4476 BRZ,, sank am Morgen des 23.2. auf der Nordreede vor Port Klang auf 12 Metern Wassertiefe. Es hatte hier seit über drei Jahren aufgelegen und war nicht besetzt. Durch die andauernde Vernachlässigung war es nun zu einer Leckage gekommen, die das Schiff kentern ließ. Die Bordwand der Steuerbordseite blieb bei Niedrigwasser noch über Wasser sichtbar. Das Wrack wurde mit einer Warntonne markiert und stellte kein unmittelbares Navigationshindernis dar. Ein dünner Ölfilm, wohl durch Reste von Bilgenöl im Maschinenraum verursacht, war an der Untergangsstelle sichtbar. Das Marine Department of Malaysia wurde mit der Bergung beauftragt. Die „Fajar Samudera, 471 tdw (IMO-Nr.: 8807143), wurde 1989 erbaut und gehörte der PSSB Sdn Bhd. in Kuantan.
Quelle: Tim Schwabedissen



Barge bekam Schlagseite – Autos landeten im Wasser
(25.02.13) Die Coast Guard Puget Sound und das Washington Department of Ecology waren im Einsatz, nachdem in der Commencement Bay nahe Tacoma, Washington, am 24.2. eine 750 Fuß lange Barge der Amix Marine Services aus Kanada, Wassereinbruch erlitten und Schlagseite entwickelt hatte. Auf der Barge gestapelte Schrottautos stürzten zum Teil ins Wasser, wodurch es zu leichten Ölverschmutzungen kam. Die Schnitzer Steel, der die Ladung auf der Barge gehörte, heuerte die Global Salvage and Diving zur Inspektion der Barge an. Taucher fanden einen Riss im Rumpf, den sie abdichten und die Barge stabilisieren konnten. Die Coast Guard Puget Sound schickte ein 25-Fuß-Boot der Station Seattle, auch ein Boot des Tacoma Fire Department war vor Ort. Die Coast Guard richtete eine Sicherheitszone von 250 Yard um die Barge ein. Ein MH 65 Dolphin Helikopter der Coast Guard Air Station Port Angeles überwachte die Lage aus der Luft.
Quelle: Tim Schwabedissen



Havarierter Kutter nach Burry Port eingeschleppt
(25.02.13) Der Kutter “Sarah Rae” wurde am 23.2. vor der Küste von Gower nach Maschinenschaden geborgen. Das in Caerleon beheimatete Schiff war gegen 18 Uhr aus Burry Port auf Fangfahrt in die Rhossili Bay ausgelaufen. Doch um 19.30 Uhr rief die zweiköpfige Crew die Swansea Coastguard, nachdem unweit von Burry Holms Probleme mit der Maschine auftraten. Von der RNLI-Station Burry Port lief eine Atlantic 75 aus und nahm die “Sarah Rae” um 19.40 Uhr bereits auf den Haken. Doch es gelang nicht, den sieben Meter langen Kutter in den Hafen einzubringen, deshalb wurde er zunächst an einer Tonne festgemacht und erst am Morgen des 24.2. in den Hafen gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter und ein Vermisster bei Kollision vor Osaka
(25.02.13) Der taiwanesische Containerfrachter “Wan Hai 162”, 13246 BRZ (IMO-Nr.:9132909), kollidierte am 25.2. mit zwei mit jeweils zwei Mann besetzten japanischen Kuttern in der Bucht von Osaka Bay in West-Japan. Dabei kam ein Fischer ums Leben, ein weiterer wurde vermisst. Die 21-köpfige Crew des 1088-TEU-Frachters der Wan Hai Lines blieb unversehrt. Die Kollision ereignete sich fünf Meilen vor Osaka, beide Kutter kenterten. Drei der insgesamt vier Männer auf den Kuttern, die ins Wasser geschleudert wurden, kamen nach ihrer Rettung ins Krankenhaus, wo aber einer verstarb.
Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht mit vier Personen und ohne Rettungsmittel sank vor San Francisco
(25.0.213) Die US Coast Guard suchte am Abend des 24.2. rund 25 Meilen südlich von San Francisco nach vier Personen, darunter zwei Kindern, deren 29 Fuß lange Yacht offenbar gesunken war. Das Boot hatte sich um 16.20 Uhr rund 65 Meilen vor Pillar Point Harbor in der Half Moon Bay befunden, als es leckschlug und die Elektronik ausfiel. Eine Stunde später meldeten die Segler, dass sie ihr Boot aufgeben müssten. Sie hatten keine Rettungsinsel an Bord und versuchten, eine aus einem Kühler und Rettungsringen zu basteln. Dann ging der Funkontakt verloren. Die Coast Guard machte sich mit mehreren Booten und Helikoptern, unterstützt durch die California Air National Guard sowie ein 210-Fuß-Patroullienboot auf die Suche nach den Vermissten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kohlefrachter vor China in Brand geraten
(25.02.13) 15 der 16 südkoreanischen Besatzungsmitglieder des in Panama registrierten Frachters “Hua Shan”, 3843 BRZ (IMO-Nr.: 8419489), wurden von einem passierenden Schiff aus einem Rettungsboot geborgen, nachdem auf dem Schiff vor der ostchinesischen Küste ein Feuer aus gebrochen war. Ein Mann befand sich noch an Bord. Das Feuer war am 24.2. gegen 20 Uhr rund 30 Kilometer vor Chaolian Island, etwa 31 Kilometer von Qingdao City, entfernt, im Maschinenraum ausgebrochen. Der Frachter hatte 4000 Tonnen Kohle geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Menschen im Wrack der “Miss Ally” – SAR-Operation endgültig eingestellt
(25.02.13) Die Royal Canadian Marine Police hat nun ihre SAR-Operation für die Crew des gekenterten Kutters “Miss Ally” endgültig eingestellt. Das 13,5 Meter lange Schiff war am 17.2. vor Nova Scotia 120 Kilometer südöstlich von Liverpool im Sturm gekentert. Ein ROV der kanadischen Marine hatte am 24.2. das Innere der Rumpfschale, die noch immer in der See treibt, untersucht und damit sichergestellt, dass sich niemand mehr im Wrack befand. Die Bilder zeigten auch, dass das Ruderhaus und die Kajüte der Crew sich nicht mehr am Rumpf befanden. Das Department of National Defence und die Coast Guard kehrten mit ihren Einsatzkräften zu ihrer normalen Arbeit zurück. Ein privates Taucherteam hatte den Kutter bereits am 23.2. durchsucht und war ebenfalls mit leeren Händen zurückgekehrt. In der Nacht traf dann die HMCS “Glace Bay” am Wrack ei, das um 10 Uhr von einem Flugzeug wieder entdeckt worden war. Zuletzt war es zuvor am 19.2. von Kräften der Coast Guard kieloben über 100 Kilometer vor der Küste driftend gesichtet worden. Danach hatten die Angehörigen der vermissten fünfköpfigen Crew massiv eingefordert, dass das Wrack nochmals nach möglicherweise darin eingeschlossenen Personen durchsucht werden müsste. Nun ist klar, dass sich keine Toten im oder am Wrack befinden, und mit einer Trauerfeier soll für die Angehörigen nun ein gewisser Abschluss gefunden werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsarbeiten an der Guardian wieder unterbrochen
(25.02.13) Die Bergungsarbeiten an der USS “Guardian” auf dem Tubbataha Reef mussten am 24.2. erneut wegen stürmischer See unterbrochen werden. Wellen türmten sich bis auf zwei Meter Höhe auf und verurteilten die Arbeiter auf der „Jascon 25” zur Untätigkeit. Die Brecher schlugen seit den Morgenstunden unablässig an der Backbordseite des Minensuchers hoch, wodurch keine hinreichende Stabilität für eine sichere Arbeit gegeben war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Finnarrow (Bild: D_Fullerton)   Großbild klick!
Beschädigte Fähre von Holyhead nach Greenock verschleppt
(24.02.13) Die finnische Fähre "Finnarrow", 25996 BRZ (IMO-Nr.: 9010814), machte am 22.2. gegen 10 Uhr beim Farvel Clyde Shipyard in Greenock fest. Sie war während der Nacht von dem Schlepper „Hellas“ von Holyhead überführt worden. Die Maritime Accident Investigation Bureau wird nun eine Untersuchung einleiten, warum die Fähre dort mit ausgefahrenen Stabilisatoren angelegt hatte, wobei es zu erheblichen Schäden am Backbord-Stabilisator und einem dadurch verursachten Wassereinbruch gekommen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper wurde künstliches Riff
(24.02.13) Am 21.2. wurde der 110 Fuß lange Schlepper „Pocahontas als künstliches Riff vor Miami versenkt. Die Familie eines tauchbegeisterten Teenagers, der bei einem Autounfall starb, spendete ein Drittel der Kosten von 35,000 Dollar, und nach ihm wurde das Schiff nun Danny McCauley Memorial Reef benannt. Das Schiff wurde 1944 für Kriegszwecke erbaut und diente in Kanada. Die vergangenen 35 Jahre lag es auf dem Miami River. Am 20.2. um 16 Uhr begann die letzte Reise zum Ziel in 80 Fuß Tiefe im Atlantik. Vier Löcher waren in die Seiten geschnitten worden, durch die das Seewasser binnen neun Minuten sein Werk verrichtete. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor New Smyrna Beach gesunken
(24.02.13) Am 21.2. um 11.20 Uhr sank die 42 Fuß lange Yacht „Primrose“ auf dem Intracoastal Waterway nahe Ponce Inlet vor dem New Smyrna Beach. Das Boot war zuvor auf Grund gelaufen und leck geschlagen. Die zweiköpfige Crew und ihr Cockerspaniel wurden gerettet. Das 1977 erbaute Boot gehörte einem Eigner aus Green Cove Springs. Quelle: Tim Schwabedissen



Deckshaus der Miss Ally abgerissen
(24.02.13) Nach tagelanger Suche hat die Royal Canadian Mounted Police in Woods Harbour am 23.2. um 9:38 Uhr das Wrack der „Miss Ally“129 Meilen südwestlich von Nova Scotia doch wiederentdeckt. Es trieb weiterhin kieloben in den Wellen im hier 900 Meter tiefen Meer. Die RCMP und die kanadische Coast Guard überwachten es seither kontinuierlich mithilfe der „Sir William Alexander“. Auch ein Kutter mit vier Tauchern war in der Nähe, doch verhinderte das schlechte Wetter deren Einsatz zunächst. Ein anderer Kutter mit vier weiteren Tauchern wurde im Lauf des 23. vor Ort erwartet. Eine erste Inspektion durch Taucher der „Slave Driver“ gegen 18 Uhr zeigte, dass das Schiff schwer beschädigt und das Deckhaus abgerissen war. Die HMCS „Glace Bay“ aus Halifax sollte am Morgen des 24.2. ein ROV zum Einsatz bringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier trieb vor Tarifa
(24.02.13) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier „Yong Tong“ funkte am 212.2. um 12:40 Uhr Notsignale, nachdem er Maschinenausfall erlitten hatte und in Richtung Isla de Tarifa, Gibraltar, trieb. 12 Meilen südsüdöstlich von ihr nahm der spanische Bergungsschlepper „Luz de Mar“, 1780 BRZ, den Havaristen auf den Haken und zog ihn nach Algeciras, wo er am Abend eintraf. Der Frachter war in Ballast nach New Orleans via Gibraltar unterwegs. Die „Yong Tong“, 74382 tdw (IMO-Nr.: 9228019), wurde 2001 erbaut und hat als Manager die Cosco Shipping Co. Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen




(24.02.13) Mit 364 Passagieren und einer Crew von 72 lief die philippinische Fähre „Trans-Asia 9“ am 22.2. gegen sechs Uhr bei Lawes Ledge vor Talisay, Cebu, auf Grund. Bei Hochwasser konnte sie sich gegen 10 Uhr selbst wieder befreien und mit eigener Kraft gegen Mittag nach Cebu einlaufen. Sie war von dort nach Cagayan De Oro City unterwegs gewesen. Die Fahrt wurde wegen der notwendigen Inspektionen des Rumpfes abgesagt.Quelle: Tim Schwabedissen



Monongahela River wegen havarierter Barge gesperrt
(24.02.13) Auf dem Monongahela River lief am 22.2. bei Meile 59,6 eine Barge eines Schleppzuges, der von dem Schlepper „Francis J. Blank“ bugsiert wurde, auf Grund. Das Schiff meldete um 6.45 Uhr, dass die vorderste seiner drei mit Kohle beladenen Bargen Grundberührung gehabt hatte und, um ein Sinken abzuwenden, auf die linke Flussbank geschoben worden sei. Die Schlepper „John Cushner“ und „Kimberly Johnson“ waren zur Assistenz vor Ort. Die River Salvage Company sollte das Fahrzeug mit einer Kranbarge leichtern. Gegen 20 Uhr sollte der Fluss für die Schifffahrt wieder freigegeben werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter trieb im Unimak Pass
(24.02.13) Der 876-Fuß lange, unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Bangkok Bridge", 44234 BRZ (IMO-Nr.: 9463279), driftete am 20.2. nach Ausfall der Hauptmaschinen im Unimak Pass. Das Küstenwachboot "Monroe" hatte bereits Notschleppgeschirr in Unalaska an Bord genommen, als die Crew gegen 23 Uhr meldete, die Maschine wieder am Laufen zu haben. Der Frachter, der nach Long Beach unterwegs war, wurde angewiesen, in Unalaska zu ankern und dort Reparaturen durchzuführen. Das Schiff steuerte dazu die Summer Bay an. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter aus der Werft nach Kollision zurück in die Werft
(24.02.13) Am 22.2. gegen 9.30 Uhr kollidierte der unter Marshall Islands-Flagge laufende Frachter "Ahs St. Georg", 10384 BRZ (IMO-Nr.: 9139634), im Emder Binnenhafen zwei Dalben. Das 149 Meter lange Schiff lief nach erfolgter Reparatur mit eigener Maschine aus dem Trockendock der Emder Werft und Dockbetriebe aus. Zur Assistenz wurden zwei Schlepper, als Kopf- und Heckschlepper, hinzugezogen. Während sich das Schiff noch in der Rückwärtsfahrt befand, fiel aus bislang ungeklärter Ursache die Hauptmaschine aus. Daraufhin trieb der Frachter auf zwei Dalben in Ufernähe. Die Schlepper konnten den Aufprall nicht mehr verhindern. Durch die Kollision kam es zu erheblichen Schäden am Heck des Schiffes, die Dalben wurden ebenfalls beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Eine Weiterfahrt des Schiffes der Carsten Rehder Schiffsmakler und Reederei GmbH & Co. KG wurde durch die BG Verkehr untersagt. Erst nach einer Reparatur und der Besichtigung durch die Klassifikationsgesellschaft wird das Auslaufverbot aufgehoben. Die Wasserschutzpolizei Emden übernahm die weiteren Ermittlungen zur Unfallursache. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Nord-Ostsee-Kanal von Bö auf Grund gedrückt
(24.02.13) Am Nachmittag des 23.2. wurde der belgische Tanker "Kemira Gas", 10018 BRZ (IMO-Nr.: 9045807), der sich in Warteposition in der Weiche Schwartenbek des Nord-Ostsee-Kanals befand, gegen 14 Uhr von einer Windbö erfasst und gegen das Ufer gedrückt. Er hatte wegen des aus Brunsbüttel entgegenkommenden niederländischen Frachters „Flinterdijk“ gestoppt. Ein Versuch, das Schiff per Ankermanöver zu stoppen, schlug fehl, und er rammte eine Dalbengruppe. Erst nach mehreren Versuchen konnte sich die "Kemira Gas" gegen 14.30 Uhr wieder befreien. Nach einer ersten Inspektion, die keine Hinweise auf Schäden ergab, durfte nach Brunsbüttel weiterlaufen, wo es nach dem Festmachen gegen 22 am Südkai Uhr inspiziert wurde. Dort erfolgte den Vorschriften entsprechend eine Taucheruntersuchung des Rumpfes. Die Seeberufsgenossenschaft und die Wasserschutzpolizei leiteten ebenfalls eine Untersuchung ein. Um 2.45 Uhr des 24.2. setzte die „Kemira Gas“ die Reise fort. Der unbeladene Tanker befand sich auf der Fahrt von Rostock nach London. Quelle: Tim Schwabedissen



Notsender der „Lyubov Orlova“ aktiviert
(24.02.13) Ein Notsender der "Lyubov Orlova" hat sich am 23.2. um 12:49 Uhr aktiviert. Unklar war, was dies bedeutete, ob er sich an dem Schiff selbst befand und dieses womöglich nun gesunken ist, oder an einem Rettungsboot, das vielleicht durch Seeschlag über Bord ging. Die irische hatte versucht, mithilfe von Satelliten und spezialisierten Firmen das Schiff zu lokalisieren. Doch die Annahme, sie habe sie in Richtung Island treibend aufgespürt, scheint nun in Zweifel. Am 22.2. publizierte die National Geospatial-Intelligence Agency des US Department of Defense die Nachricht, das Schiff 2,400 Kilometer vor der Westküste von Irland entdeckt zu haben. Die Position wurde mit 49-22.70N 044-51.34 W angebeben. Der Notsender aktivierte sich aber auf 51-46.00 N 035-41.00 W. Quelle: Tim Schwabedissen



(Bild: RNLI)   Großbild klick!
Yacht bei Ramsgate vor dem Untergang bewahrt
(22.02.13) Das RNLI-Boot aus Margate bewahrte am 21.2. eine neun Meter lange Yacht mit drei Personen an Bord nach Wassereinbruch vor dem Untergang. Sie befand sich 11 Meilen vor der Küste von Nordkent auf der Fahrt von Burnham on Crouch nach Dover. Unweit des Fisherman’s Gat Channel begann auf einmal Wasser einzudringen, und die Crew der Yacht funkte einen Mayday-Ruf, der von den Coastguard-Stationen Dover und Walton-on-Naze aufgefangen wurde.
Das RNLI-Boot aus Margate und ein SAR-Helikopter aus Koksijde in Belgien wurden zur Hilfeleistung geschickt. Auch ein Wachboot und ein Versorger, die im Offshore-Windpark London Array im Einsatz waren sowie ein holländischer Kutter reagierten auf den Notruf.
Das Wachboot “Mary Ann 1” war als erstes vor Ort und konnte den Wassereinbruch stoppen. Es blieb auf Standby, bis das Rettungsboot eintraf. Ein Seenotretter ging an Bord der Yacht und prüfte deren Zustand, ehe sie in Schlepp genommen und binnen vier Stunden nach Ramsgate eingebracht wurde. Hier wurde sie von Offizieren der örtlichen Coastguard in Empfang genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän der “Lamma IV” hatte keine Radarlizenz
(22.02.13) Dem Kapitän der Fähre “Lamma IV” blieben rund eineinhalb Minuten, die sich anbahnenden Katastrophe im Hafen von Hongkong, der 39 Menschen zum Opfer fallen sollte, zu vermeiden, nachdem er die entgegenkommende Fähre “Sea Smooth” auf dem Radar erblickte, doch erst nach einer Minute änderte er den Kurs. Er sagte dem Marine Department, dass er nicht aufs Radar geschaut habe, seitdem die Fähre den Taifunschutz auf dem Weg zu den Feuerwerken anlässlich des National Day verlassen hatte, an Bord drei Mann Crew und 124 Betriebsangehörige von Hongkong Electric und deren Angehörige.
Er hatte auch keine Radarlizenz und habe nicht gleichzeitig manövrieren und aufs Radar schauen können. Dazu wäre ein weiteres Besatzungsmitglied vonnöten gewesen. Als er die “Sea Smooth” auf dem Radarschirm ausmachte, war sie noch eine Meile entfernt. Als er endlich eine halbe Minute vor der Kollision einen Dreh einleitete, wurde das Schiff durch Felsen behindert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter bei Leverburgh gesunken
(22.02.13) Drei Fischer von der Isle of Lewis wurden durch einen Helikopter der britischen Coastguard aus Stronoway gerettet, nachdem ihr 10 Meter langer Kutter „Achieve“ am Nachmittag des 21.2 sank. Gegen 15 Uhr hatte das Stornoway Maritime Rescue Coordination Centre ein Mayday aufgefangen. Es wurde aber keine Position gegeben, weshalb das Aufspüren kompliziert war. Das Falmouth Maritime Rescue Coordination Centre fing unterdessen das Signal eines Mann über Bord-Senders auf und schickte das RNLI-Boot aus Leverburgh zu der ermittelten Position.
Als der Helikopter das Seegebiet erreichte, sah seine Crew eine rote Signalrakete, die von einer Rettungsinsel abgefeuert worden war. Alle drei Schiffbrüchigen wurden dann aufgewinscht und in ein Krankenhaus gebracht. Das Rettungsboot barg die treibende Insel und hielt nach Trümmern Ausschau.
Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Frachter musste vor Cuxhaven notankern
(22.02.13) Auf der Fahrt nach Ventspils erlitt der russische Frachter „Kelarvi“, 1596 BRZ (IMO-Nr.:9123295), am 20.2. auf Höhe der Grimmershörnbucht auf der Elbe einen Maschinenblackout. Das Schiff musste mit einer Notankerung außerhalb des Fahrwassers gestoppt werden.
Da das Maschinenpersonal den Schaden mit Bordmitteln nicht vor Ort beheben konnte, orderte der Kapitän am 21.2. die Schlepper „Taucher Wulf 8“ und „Taucher Wulf 3“, die den Havaristen auf den Haken nahmen und ihn am Nachmittag an den Lentzkai im Amerikahafen von Cuxhaven legten. Bei der dortigen Mützelfeldtwerft erfolgte die Reparatur, und am 22.2. um 5.50 Uhr konnte der Stückgutfrachter die Reise fortsetzen und in den Nord-Ostsee-Kanal einschleusen. Am 23.2. um 21 Uhr wurde er in Ventspils erwartet.
Bei dem Schiff handelt es sich um jenen Frachter, der am 1.8.2012. auf dem Neva bei St. Petersburg das Ausflugsboot „Rossi“ mit 13 Fahrgästen und zwei Mann Besatzung rammte, das leckschlug und sank. Alle Unfallbeteiligten hatten sich seinerzeit unversehrt retten können.
Quelle: Tim Schwabedissen



Reparatur von Kollisionsschaden abgeschlossen
(22.02.13) Die Reparaturarbeiten auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter “Coral Ace", 15942 BRZ (IMO-Nr.: 9176266), nach seiner Kollision mit dem zyprischen Containerfrachter ”Lisa Schulte", 35975 BRZ (IMO-Nr.:9309277), auf der Weser wurden am 21.2. bei der Lloyd Werft in Bremerhaven abgeschlossen. Das Schiff verholte in den Kaiserhafen und schleuste am Nachmittag auf die Weser aus. Auf der Neue Weser-Reede ging der Frachter dann unweit der dort seit fast drei Wochen ebenfalls wieder in Wartestellung schwojenden "Lisa Schulte" vor Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote bei Untergang von Frachter
(22.02.13) Der Frachter “Dong Hai No.1”, 296 tdw, sank am Morgen des 21.2. vor der Niigata Präfektur. Hubschrauber der japanischen Marine retteten 12 Mann, doch drei von ihnen, ein Chinese und zwei Koreaner, starben vermutlich an Unterkühlung. Das Schiff war von Aomori nach Südkorea mit mehreren 100 Tonnen Muscheln an Bord unterwegs. Von den 12 Mann Crew waren drei Koreaner und neun Chinesen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Hubschrauber, zwei Flugzeuge und zwei Küstenwachboote halfen leckgeschlagenem Kutter
(22.02.13) Die U.S. Coast Guard assistierte dem 80 Fuß langen Kutter "Megan Marie" aus New Bedford, der am 20.2. gegen 19 Uhr 100 Meilen südöstlich von Nantucket Wassereinbruch erlitten hatte und dessen Lenzpumpen nicht gegen den Wassereinbruch ankamen. Er stand rund 100 Meilen vor der Küste.
Die Coast Guard, die um 18.40 Uhr alarmiert worden war, schickte einen MH 60 T Jayhawk Helikopter der Air Station Cape Code, eine HC 144 Ocean Sentry und eine C 130 Hercules von der Air Station Elizabeth City sowie die zwei Patroullienboote „Seneca“ und „Flying Fish“.
Aus der Luft wurden von der HC 144 zwei Lenzpumpen abgeworfen. Eine dritte Pumpe folgte durch die C 130. Vor Ort waren bis zu 14 Fuß hohe Seen und 25 Knoten Wind. Die mit fünf Mann besetzte "Megan Marie" konnte mit den zusätzlichen Pumpen im Einsatz die Situation so weit unter Kontrolle bringen, dass &xnbsp;sie eskortiert von den Küstenwachbooten Kurs auf New Bedford nahm und am folgenden Morgen 80 Meilen vor Nantucket war. Als Ursache des Wassereinbruchs wurde ein Leck unter dem Maschinenblock ausgemacht, sodass ein Abdichten unmöglich war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter der Steamship Co. in Haren-Ems nach Sydney/CA eingebracht
(22.02.13) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Maple Lea" 9611 BRZ (IMO-Nr.: 9358034), der Maple Rostock Schifffahrt GmbH, der am 17.2. vor Nova Scotia Maschinenausfall erlitten hatte und nördlich von Prince Edward Island trieb, machte am 22.2. um 00.45 Uhr im Sydport in Sydney fest. Er war von den beiden Schleppern "Atlantic Beach" und "Spanish Mist" auf den Haken genommen worden. Nachdem der Frachter am Kai fest, wurden Generatoren und Heizungen von der "Atlantic Beachauf die "Maple Lea" gebracht. Das 139 Meter lange Schiff läuft für die Greenstar Steamship Co. GmbH & Co. KG in Haren/Ems.
Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang der “Emsstrom” wird ein Fall für den Staatsanwalt
(22.02.13) Der Untergang des einstigen Leeraner Ausbildungsschiffes „Emsstrom” am 14. Januar vor der englischen Küste beschäftigt seit mehreren Wochen die Emder Wasserschutzpolizei, die wegen des Verdachts der ”illegalen grenzüberschreitenden Abfallverbringung“, ermittelt.
Die Emder arbeiteten dabei bei ihren Nachforschungen mit der britischen Coastguard und der Marine Accident Investigation zusammen. Das antriebslose Schiff war am 9. Januar von Leer nach Emden gezogen worden und war dort von dem Schlepper „Christos XXII” übernommen worden. Unklar war zunächst, wohin der Schleppverband unterwegs war. Die vorgelegten Papiere besagten, dass das Schiff zur Reparatur nach Harlingen geschleppt werden sollte. Dort aber kam die „Emsstrom“ nie an. Der neue Eigner hatte offenbar etwas anderes vor.
Er nahm Kurs auf die Türkei, wo die „Emsstrom” abgewrackt werden sollte. Das dazu erforderliche sogenannte Notifizierungsverfahren war aber nicht erfolgt. Da sei seitens des Eigners mit falschen Karten gespielt worden, hieß es bei der Wasserschutzpolizei. Die behördlichen Genehmigungspapiere wie die schifffahrtspolizeiliche Bescheinigung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emden lagen zwar vor, jedoch lediglich nach Harlingen. Am 14. Januar verlangsamte der Schleppzug auf Höhe Hope's Nose westlich von Bournemouth die Fahrt, um einem technischen Problem auf den Grund zu gehen. Dabei wurde der Schlepper von der „Emsstrom” gerammt.
Diese schlug ebenso wie der Schlepper leck und sank 2,5 Seemeilen vor der Küste auf 25 Metern Tiefe. Die „Christos XXII“ konnte nur mit Mühe gerettet werden. In Kürze soll der Fall der Staatsanwaltschaft zugeleitet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper der “Kulluk” kollidiert
(22.02.13) Die beiden Schlepper „Ocean Wave", 1258 BRZ (IMO-Nr.: 9554004), und "Corbin Foss", 817 BRZ (IMO-Nr.: 8218926), die das beschädigte Rig "Kulluk" der Royal Dutch Shell PLC nach Kodiak verschleppen sollen, sind beim Manövrieren in einer Bucht vor Kodiak Island am 22.2. kollidiert. Die "Corbin Foss" rammte den anderen Schlepper. Menschen kamen nicht zu Schaden. Routinemäßig wurden Drogentests durchgeführt. Schlechtes Wetter hat bisher das Verschleppen der "Kulluk" bislang verhindert.
Quelle: Tim Schwabedissen



”Bring the Boys home” – Kutterflotte bricht zur “Miss Ally” auf – nur noch Trümmer gesichtet
() Nach Aussage der Royal Canadian Mounted Police sind nur noch Trümmer von dem gekenterten, 13,5 Meter langen Kutter “Miss Ally” über, doch die trauernde Gemeinde von Wood’s Harbour hofft immer noch, dass die Crew heimgebracht werden kann. Drei Patroullienflugzeuge des Department of National Defence haben die Position am Morgen und Nachmittag des 21.2. auf Ersuchen der Angehörigen hin überflogen.
Im Einsatz waren eine CC 130 der Canadian Armed Forces sowie Maschinen von Transport Canada und der Provincial Airlines, die über 1,700 Quadratkilometer überflogen. Es gab inzwischen keine Spur mehr von dem Rumpf des Kutters, der zunächst noch mehrfach kieloben treibend gesichtet worden war durch die Canadian Coast Guard. Ein kleines Trümmerfeld trieb 10 Meilen östlich deren letzter Position. Die “Sir William Alexander” war in dessen Richtung unterwegs. Die Suche nach der Crew war bereits am 19.2. eingestellt worden. Der Vater eines der Besatzungsmitglieder verließ am 22.2. um 11.30 Uhr den Hafen von Ecum Secum mit vier Tauchern an Bord.
Auch andere Boote liefen aus Wood’s Harbour und wollten assistieren, falls die Marine nicht aktiv würde. Der Kutter war am 12.2. von Cape Sable Island ausgelaufen, um Heilbutt zu fangen. Fünf Tage später geriet er in stürmisches Wetter. Die Angehörigen stellten sich vor, dass die Crew im Ruderhaus eingeschlossen wurde, als der Kutter in 10 Meter hohen Wellen kenterte. In der Nacht zum 18.2. wurde ein Notsendersignal aufgefangen auf einer Position 120 Kilometer südöstlich von Liverpool. Es gab keinen Notruf der Crew selbst.
Am Morgen entdeckte ein Jet der US Coast Guard im Dunkeln eine Rettungsinsel, konnte aber nicht feststellen, ob sich Menschen darin befanden oder ob sie tatsächlich von dem Kutter stammte. Die Insel wurde in den folgenden Tagen nicht wiederentdeckt. Die SAR-Opeation wurde am 19.2. um 18 Uhr nach rund 40 Stunden abgebrochen. Nachdem die Canadian Coast Guard das Wrack aufgespürt hatte, forderten die Angehörigen am 20.2. dessen Durchsuchung. Das Joint Rescue Coordination Centre in Halifax bestätigte die letzte Sichtung am 20.2. um 16.26 Uhr durch die “Earl Grey“, doch erlaubten die Wetterbedingungen keine Durchsuchung des Wracks.
Ein Untersuchungsteam des Transportation Safety Board of Canada traf am 20.2. in Wood’s Harbour ein. Sie sollen die Stabilität, die Konstruktion und die Inspektionen auf dem Schiff unter die Kupe nehmen und herausfinden, ob es beschädigt worden sein könnte oder Wassereinbruch erlitt. Die Bedingungen sind allerdings ungleich schwieriger als im Januar 2004, als der 9.7 Meter lange Kutter „Lo-Da-Kash“ aus Maces Bay, N.B., der von Campobello Island kommend mit vier Mann gesunken war, erst im Mai mit Tauchern untersucht und vier Monate darauf gehoben wurde. Die „Miss Ally” aber kenterte 120 Meilen vor der Küste.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fehler im Kontrollcomputer führte zu Blackout auf Schnellfähre
(22.02.13) Am 13.2. erlitt die norwegische Katamaranfähre "Miljødronningen", 425 BRZ (IMO-Nr.: 9419345), auf der Fahrt von Bergen nach Kristiansund in Schwierigkeiten, nachdem Antrieb und Steuerung ausfielen. Die Betreiber Miljøvernforbund baten um Assistenz des Rettungsbootes "Erik Bye". Auch der Kutter "Christina" kam zu Hilfe, und binnen 40 Minuten hatten die Schiffe den Havaristen erreicht. Kurz vor 11 Uhr konnte er in den Hafen gebracht werden. Wie sich herausstellte, hatte ein elektronischer Fehler im Kontrollcomputer den Blackout in der Elektrik verursacht, der das Schiff manövrierunfähig machte. Die "Mijødronningen" war am Abend des 12.2. aus Bergen ausgelaufen, um in Kristiansund 40 Tage lang als Hotel für 20 Offshore-Arbeiter zu dienen.
Quelle: Tim Schwabedissen



”B & E” soll zerschnitten werden
(22.02.13) Der Frachter “B & E”, der mit 23000 Säcken Zement am 1. Juli 2012 Canjulao in Lapu-Lapu City sank, soll aus dem vielbefahrenen Mactan Channel geräumt werden, wo er die Schifffahrt gefährdet. Die Omega Steel and Marine Services wurden von der Uno Transport Corporation beauftragt, das Schiff anders als zunächst geplant nicht als Ganzes zu heben, sondern in Stücke zerschnitten ans Tageslicht zu bringen. Die Arbeiten sollen einen Monat dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kranschiff zurück an USS “Guardian”
(22.02.13) Nach einer Wetterbesserung am 22.2. begann das Kranschiff “Jascon 25”, am Tubbataha Reef auf Position nahe der gestrandeten USS “Guardian” zu gehen. An den beiden vorangegangenen Tagen hatten hoher Seegang und schlechte Sicht kein Arbeiten am riff zugelassen. Wenn das Fahrzeug auf Position liegt, sollen zunächst weitere Analysen vorgenommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bounty segelte direkt ins Verderben hinein
(22.02.13) Ein Vertreter der Coast Guard sagte am 21.2. aus, dass das Marineschiff, das der sinkenden HMS “Bounty” am nächsten stand, 260 Meilen entfernt war. Wegen der Größe des Wirbelsturms Sandy hatten alle versucht, vor ihm davonzukommen. Die Marineschiffe hatten versucht, dem Sturm zu entkommen, die „Bounty“ aber segelte direkt hinein.
Nach übereinstimmenden Aussagen hatte Capt. Robin Walbridge angenommen, dass sein Schiff auf See sicherer sei. Am 25.10. war er aus New London, Connecticut, ausgelaufen und hatte Kurs auf St. Petersburg, Florida, anliegen. Er ging auf Südostkurs, wo er dem Sturm ausweichen wollte. Am folgenden Tag herrschte noch gutes Wetter, doch dann änderten sich die Verhältnisse, und die See wurde immer stürmischer.
Der 1. Offizier John Svendsen wurde dennoch von Walbridge überstimmt, als er vorschlug, einen sicheren Hafen in Bermuda anzusteuern und den Sturm dort abzureiten. Walbridge entschied, auf Westkurs nach Cape Hatteras zu gehen. Das Schiff hatte schon Probleme mit den Bilgenpumpen und lief nun direkt in den Pfad des Sturms. Er hoffte, besseren Wind zu finden und dem Sturm nördlich zu entkommen.
Doch mit dem lecken Schiff, den ausfallenden Generatoren und der versagenden Maschine kam er nicht schnell voran und musste am Ende die Coast Guard informieren, dass das Schiff aufgegeben werden müsse. Die Hoffnung war, dies geordnet bei Tageslicht durchführen zu können, damit Helikopter und Schiffe der Coast Guard sie sicher finden könnten, doch als alle an Deck waren, stieg das Wasser im Schiffsinnern rasch an, eine große Welle traf die „Bounty“ und ließ alles im Chaos versinken. Dennoch konnten die Helikopter der Coast Guard unter schwierigsten Bedingungen 14 Überlebende aus dem Wasser ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Nisshin Maru rammt Sun Laurel (Bild: Sea Shepherd)   Großbild klick!
Amokfahrt in der Arktis – japanische Fischfabrik setzt eigenen Treibstoffnachschub matt
(21.02.13) Nach der Amokfahrt der japanischen Fischfabrik "Nisshin Maru", 8044 BRZ (IMO-Nr.:8705292), am 20.2. eskortierten die Schiffe der Organisation Sea Shepherd den in Panama registrierten Tanker "Sun Laurel", 4067 BRZ (IMO:9405631), der nach einem Rammstoß über keine tauglichen Rettungsmittel mehr verfügte, in nördliche Richtung.
Das Drama hatte begonnen, als sich die 52 Meter lange "Bob Barker" (MMSI-Nr.: 518115000) und die 60 Meter lange "Steve Irwin" (MMSI-Nr.:244943000) der Tierschutzorganisation Sea Shepherd hinter der "Sun Laurel" aufhielten, um die Übergabe von Bunkerkraftstoff an die japanische Fischfabrik und so deren Walfangeinsatz zu behindern. Die "Steve Irwin" befand sich an Backbord, die "Bob Barker" an Steuerbord.
Über Lautsprecher forderte das zur japanischen Flotte gehörende Fangboot "Shonan Maru No. 2", 1015 BRZ (IMO-Nr.: 7225166), die Sea Shepherd-Schiffe zum Rückzug auf. Dann wurden Schockgranaten auf die beiden Fahrzeuge geworfen. Kapitän Peter Hammarstedt funkte der "Nisshin Maru", dass die "Bob Barker" vorhabe, Kurs und Geschwindigkeit zu halten und die "Nisshin Maru" in der Pflicht sei, eine Kollision zu vermeiden. Diese drehte nun aber und kam bedrohlich von Steuerbord heran. Zunächst rammte sie fast die "Bob Barker", ehe sie erneut drehte und nun tatsächlich der "Steve Irwin" ins Heck fuhr. Sie blieb weiter auf ihrem Kollisionskurs und stieß als nächstes gegen deren Backbordseite. Dann nahm sie auch die "Bob Barker" aufs Korn. Die "Steve Irwin" versuchte derweil, mit erhöhter Fahrt zu entkommen. Die "Bob Barker" nahm nun die Position der "Steve Irwin" an der Backbordseite der "Sun Laurel" ein.
Die "Nisshin Maru“ drückte die "Bob Barker" gegen die "Sun Laurel", sodass das Sea Shepherd-Schiff zwischen beiden Fahrzeugen eingeklemmt wurde. Dann fiel die "Nisshin Maru" wieder hinter die "Bob Barker" zurück, rammte bei dem Manöver aber das Backbord-Achterschiff der "Sun Laurel", wobei das dort angebrachte Freifall-Rettungsboot sowie der Davit eines zweiten Bootes zerstört wurden und damit der Tanker seiner Rettungsmittel in der antarktischen See beraubt war.
Damit nicht genug - schließlich rammte die "Nisshin Maru" die "Bob Barker" nochmals von achtern und zerstörte eines der Radargeräte und sämtliche Masten. Auf der "Bob Barker" fiel zudem die Maschine aus, und als die Japaner offenbar versuchten, sie mit Wasserkanonen zu fluten, funkte sie Mayday. Erst als der Notruf in den Äther ging, drehte die "Nisshin Maru" ab und floh in nördliche Richtung. Später konnte die Maschine der „Bob Barker“ wieder angefahren und die Notlage aufgehoben werden. Der australische Co-Campagnen-Leiter, der einstige Senator Bob Brown, informierte die australische Regierung über die Rechtsverstöße der japanischen Schiffe und forderte Japan auf, seine Schiffe zurückzuziehen und die Gesetzte zu beachten. Der Zusammenstoß in der Antarktis ist der ernsthafteste Zwicshenfall seit dem Januar 2010als der Trimaran „Ady Gil“ von Sea Shepherd durch eine Kollision versenkt wurde.
Ein Sprecher des Institute of Cetacean Research in Japan, das die Fangsaison managt, sagte unterdessen, die Bunkeroperation sei nun wegen der gefährlichen Aktivitäten von Sea Shepherd beendet worden. Später wurde der Abbruch der Fangkampagne bekannt gegeben. Japan hat nach einem Übereinkommen mit der International Whaling Commission (IWC) das Recht, für Forschungszwecke eine Anzahl von Walen zu töten, doch endet das Fleisch der Tiere in japanischen Läden. Walfang zu kommerziellen Zwecken ist allerdings verboten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Lyubov Orlova schon 1200 Meilen getrieben
(21.02.13) Am 19.2. wurde das unbemannte Kreuzfahrtschiff “Lyubov Orlova” im Nordatlantik auf Position 49 22.70 N, 44 51.34 W gesichtet. Das heißt, dass das Schiff seit Beginn seiner Geisterfahrt 1200 Meilen in Richtung Europa verdriftet ist.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision zweier Chemietanker vor Houston
(21.02.13) Die beiden nach Houston einlaufenden Chemikalientanker “Chem Sea” und “Bow Kiso” kollidierten am Morgen des 20.2. um 4.30 Uhr rund 70 Meilen südlich von Galveston. Dabei wurde die “Bow Kiso” im Bereich eines Tanks im Maschinenraum beschädigt, und es lief etwas Kraftstoff aus. Die Crew konnte das Leck aber abdichten und den verbliebenen Tankinhalt in einen anderen Tank umpumpen. Beide Schiffe gingen auf der Außenreede vor Anker. Die US Coast Guard schickte einen HU-25 Falcon Jet der Air Station Corpus Christi und von der Air Station Houston einen MH-65 Dolphin Helikopter zur Überwachung der Situation. Die Marine Safety Unit Texas City ging zu Untersuchungen an Bord beider Schiffe. Die „Chem Sea”, 11642 tdw (IMO-Nr.: 9193599), wurde 1999 erbaut, führt die Flagge der Marshall Islands und läuft für die holländische Ace Tankers CV. Die „Bow Kiso”, 33641 tdw (IMO-Nr.: 9379894), wurde 2008 erbaut, führt die Flagge von Panama und hat als Manager die Odjell Tankers A/S.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper verlor erst seinen Kapitän und dann seinen Anhang
(21.02.13) Erst verlor der unter Tansania-Flagge laufende Schlepper „Skua“, 1207 BRZ (IMO:7422271), seinen Kapitän, und dann den Anhang in Gestalt des brasilianischen Bulkcarriers „Frotamerica“, 22174 BRZ (IMO-Nr.: 7433581), der am 15.2. rund 16 Meilen nördlich der Lüderitz Bucht ungefähr 60 Meter vor dem Strand auf Grund trieb.
Am 5.1. hatte der Schleppzug den Hafen von Rio de Janeiro verlassen mit Ziel Alang, wo der Frachter abgebrochen werden sollte. Am 10.2. gingen die Schiffe in der Lüderitz-Bucht vor Anker. Im Hafen sollte der Schlepper einen Besatzungswechsel vornehmen sowie Bunker und Versorgungsgüter an Bord nehmen.
Am 13.2. wurde der indische Kapitän letztmals von seiner sechsköpfigen Crew gesehen. Ob er über Bord ging oder an Land verschwand, war weiter unklar. Jedenfalls kehrte der Schlepper am 15.2. zu seinem Anhang zurück, der die vergangenen zwei Tage durch einen Hafenschlepper von Namport auf Position gehalten worden war, um ihn wieder zu übernehmen. Doch bei stürmischem Südwestwind machte sich dieser gegen 14 Uhr selbstständig und trieb in nördlicher Richtung davon. Unweit des Marshall Reef, südlich der Inseln Ichaboe und Mercury, endete die Reise.
Mittschiffs setzte der Frachter auf und blieb mit Steuerbordschlagseite in der Brandung liegen. Es war zuvor von der Schleppercrew kein Versuch unternommen worden, den 34 Jahre alten, 193 Meter langen 35000-Tonner wieder einzufangen. Vom Bug hängt noch die gebrochene Schlepptrosse herab. Es war von einem Bergungsunternehmen aus Walvis Bay die Rede, dass versuchen sollte, den Schrottfrachter wieder abzubringen.
Quelle: Tim Schwabedissen



12 Vermisste vor Südkorea
(21.02.13) Ein kambodschanischer 296-Tonnen-Trawler sank am 21.2. vor der Küste von Südkorea. Die12-köpfige Crew, drei Koreaner und neun Chinesen, wurden vermisst. Die südkoreanische Coast Guard wurde um 7.04 Uhr alarmiert, nachdem das Schiff 548 Kilometer nordöstlich von Ulleung Island gesunken war. Vier Schiffe und ebenso viele Patroullienflugzeuge wurden in Marsch gesetzt, die japanischen und russischen Behörden um Hilfe gebeten. Aus Japan kamen zwei weitere Patroullienboote und zwei Flugzeuge.
Quelle: Tim Schwabedissen



Funkenflug zeugte von eindringendem Wasser in die “Bounty”
(21.02.13) Anna Sprague, ein Besatzungsmitglied von HMS “Bounty”, hörte durch das Heilen des Sturmes am 29.10. den Schrei einer Frau: “Help me, I’m caught,” rief sie. Sie wüsste aber nicht, wer es gewesen sei, sagte sie im Hearing der U.S. Coast Guard am 20.2. Sie sei auch zu weit weg gewesen, um helfen zu können. Es habe sich angehört, als sei die Stimme mitten aus der Trümmermasse an Deck des gekenterten Schiffes gekommen. Sie fragte später andere gerettete Frauen, ob sie es gewesen seien, und alle erwiderten, sie hätten gerufen und geschrien. So ließ sich nicht mehr herausfinden, ob es sich womöglich um Claudene Christian, die neben dem Kapitän ums Leben kam, gehandelt haben könnte. Sprague war mit 20 das jüngste Crewmitglied an Bord und war nie zuvor auf einem Großsegler gefahren.
Jessica Black war 34, als sie am 25.10. in New London an Bord der “Bounty” ging. Zwei neue Ofen waren kurz zuvor im Boothbay Harbor Shipyard in Maine installiert worden. Am 28.10. kam Rauch aus einem der beiden, obwohl er ausgestellt war. Es stellte sich heraus, dass ein schadhafter Schalter die Ursache war. Kapitän Walbridge drehte die Sicherung heraus und sagte, dass wahrscheinlich Wasser vom Dunstabzug heruntergelaufen sei. Er wies Black an, eine große Plastiktasche über den Ofen zu ziehen, um ihn zu schätzen und mit Tape zu fixieren. Etwas später wollte sie Erbsen kochen, doch aus der Mikrowelle schlugen Funken. Ein Funkenbogen schoss aus der Dunstabzugshaube. Sie betätigte den Schutzschalter und nahm an, dass wiederum eindringendes Wasser Schuld gewesen war.
Als am Morgen des 29.10. der Ruf zum Verlassen des Schiffes kam, begab sich Black nach Backbordseite zu ihrer Bootsstation. Es fand eine Zählung statt, eine Viertelstunde darauf rief jemand, das Schiff kentere. Black hielt sich an der Reling, die sich nun über ihrem Kopf befand, fest, und sah in den Ozean unter ihr. Sie entschied, sich fallen zu lassen, um dann von dem herumtreibenden Rigg klar zu kommen.
Doch als sie auftauchte, war ein Netz aus Tauen über ihrem Kopf. Sie konnte nicht atmen, so musste sie trotz des Auftriebs ihres Überlebensanzuges darunter heraustauchen und konnte sich befreien. Sie schwamm dann vom sinkenden Schiff weg, sah weder andere noch eine Rettungsinsel, bis eine hohe Welle ihr einen besseren Blick ermöglichte und sie eine Rettungsinsel erspähte. Sie surfte die Welle herab und fand Faunt, das mit 66 Jahren älteste Besatzungsmitglied, an dessen Außenseite hängend vor. Beide schafften es nicht, hineinzukommen, doch dann sahen sie, dass andere bereits im Innern waren und wurden hineingezogen. In den schweren Anzügen und der turbulenten See dauerte dies aber nochmals 20 Minuten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter Leeraner Reeder vor Fremantle in Mole gelaufen
(21.02.13) Der unter Antigua-Flagge laufende Frachter “Princess Mary”, 4251 BRZ (IMO-Nr.: 9225093), erlitt am Morgen des 21.2. um 4.30 Uhr beim Auslaufen aus Fremantle einen Maschinenausfall. Das Schiff rammte daraufhin die Nordmole und lief anschließend auf Grund. Nachdem der Havarist abgeschleppt war, ging er einen Kilometer vor der Küste bei der Südmole vor Anker, um dort von der Australian Maritime Safety Authority untersucht zu werden. Die „Princess Mary” läuft für die Westlink Shipping und war zum Zeitpunkt der Havarie voll beladen unterwegs nach Christmas Island. Der 100 Meter lange Frachter wird bereedert von der Hermann Buss GmbH & Cie. KG in Leer.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gewerkschaft kritisierte Bergungsversuch wie bei “MacGyver”
(21.02.13) Der australische Longliner “Challenge” konnte am 21.2. nach zwei Tagen von den Felsen vor Cronulla abgeborgen und nach Sydney Harbour eingeschleppt werden. Während der Nacht waren 15 Tonnen Wasser aus dem 15 Meter langen Schiff gepumpt worden. Um 4.15 Uhr, etwas früher als erwartet, gelang dann die Bergung, unterstützt durch ein höher als am Vortag auflaufendes Hochwasser. Gegen neun Uhr traf der Havarist bei der Sydney Marine nahe der Anzac Bridge ein. Roads and Maritime Services leiteten eine Untersuchung ein.
Die gelungene Bergung folgte einem fehlgeschlagenen Versuch am Morgen des 20.2., die “Challenge” abzubringen, der von der Maritime Union of Australia wegen der Unprofessionalität kritisiert worden war. Ein Mann war mit einer Leine und einem Messer zwischen den Zähnen wie in einer Episode der amerikanischen TV-Serie MacGyver, in der ein Geheimagent komplexe Probleme mit minimalem Einsatz löst, zu dem Kutter hinausgeschwommen. Dann hatte ein Schlepper von nur sechs Tonnen Pfahlzug versucht, den 100-Tonner flottzumachen. Der Longliner war mit einer vierköpfigen indonesischen Crew am 18.2. aus Sydney ausgelaufen und am folgenden Tag um 00.45 Uhr auf die Felsen gelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wellen von Emotion nach Schiffbruch der “Queen of the North”
(21.02.13) Der 1. Offizier Richard St. Pierre war fünf Stunden lang mit den beiden Offizieren der B.C. Ferries zusammen, die die “Queen of the North” versenkt hatten. Am 20.2. sagte er bei dem Hearing vor dem B.C. Supreme Court aus, er habe die beiden, Karl Lilgert und Karen Bricker, auf dem Rettungsschiff „Sir Wilfried Laurier“ in den Stunden nach dem Desaster am 22.3.2006 beruhigt. Er sagte ihnen, sie müssten nichts zu ihm sagen. Sie seien sehr aufgeregt gewesen. Es habe Wellen starker Emotion und starken Stress gegeben.
St. Pierre sagte aus, dass es nicht gelungen sei, eine ordnungsgemäße Zählung durchzuführen. Als die Coastguard in der Unglücksnacht über Funk fragte, ob alle Menschen an Bord kontrolliert seien, antwortete er, man habe noch keine Zahl.
Quelle: Tim Schwabedissen



Appell zur Bergung gekenterten Kutters und seiner Crew
(21.02.13) Der Vater zweier Fischer aus Nova Scotia, die wie drei weitere beim Schiffbruch der “Miss Ally” ertranken, hat an die kanadische Regierung appelliert, das Schiff zu bergen und damit vielleicht auch die Körper seiner Söhne. Das 13 Meter lange Boot war am 18.2. kieloben treibend südwestlich von Nova Scotia gesichtet worden. Je mehr Zeit vergeht, desto wahrscheinlicher ist aber ein endgültiger Untergang des Kutters, der am 17.2. kurz nach 23 Uhr kenterte. Das Joint Rescue Co-ordination Centre in Halifax bestätigte eine Sichtung des Wracks am 20.2. um 16.26 Uhr durch die Crew des kanadischen Coastguardschiffes „Earl Grey“. Die Wetterbedingungen erlaubten aber keine Durchsuchung des Rumpfes. Die RCMP plante weitere Untersuchungen, ob eine Bergung durchgeführt werden könnte. Es gäbe aber noch keine Entscheidung.
Quelle: Tim Schwabedissen



(Bild: Tiggywinkle)   Großbild klick!
Gestrandeter Kutter wird zur Touristenattraktion in Sydney
(20.02.13) Ein Versuch, den 23,5 Meter langen 100-Tonnen-Trawler “Challenge” aus Queensland von den Felsen bei Shark Island nahe Cronulla abzubergen, ist am 20.2. um 12.45 Uhr fehlgeschlagen. Die Flut war hoch genug aufgelaufen, um den Bug aufschwimmen zu lassen, doch das Heck blieb auf Grund sitzen. Nun sollten erst die 10 Tonnen Bunkeröl geleichtert werden. Ein neuerlicher Anlauf soll am 21.2. gegen sechs Uhr früh durch die Firma Polaris beginnen. Am Heck wurden Schlepptrossen vorbereitet.
Die vierköpfige indonesische Crew des Longliners hatte sich mit einem Aluminiumboot von Bord gerettet und wurde beim Marine Area Command in Sans Souci betreut und befragt. Am Nachmittag nach der Strandung in der Frühe des 19.2. gingen Behördenvertreter an Bord des Longliners und fanden den Rumpf in gutem Zustand vor.
In der Bilge war etwas Wasser, was auf ein kleines Leck hindeutete. Der State Emergency Service bewachte den Kutter über Nacht, um Schwimmer von ihm abzuhalten. Er hat sich bereits zu einer Art Touristenattraktion entwickelt. Warum der Kutter aber auf den Felsen südlich von Sydney landete, war weiterhin ein Rätsel.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer in Winschenraum von Bulkcarrier
(20.02.13) Am 19.2. brach auf dem im Alten Hafen von Montreal liegenden, kanadischen Great-Lake-Frachter “Baie St. Paul", 24430 BRZ (IMO-Nr.: 9601027), ein Feuer aus. Der Frachter lag direkt unterhalb der Jacques Cartier Bridge. Der Brand entstand bei Schweißarbeiten in einem Winschenraum. Es gelang, diesen abzudichten und die Flammen rasch zu ersticken.&xnbsp;
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer im Wattenmeer
(20.02.13) „Feuer im Maschinenraum“ meldete am 19.2. um 15.18 Uhr das deutsche Fahrgastschiff „Harle Kurier“, 218 BRZ (IMO-Nr.: 7114587). Es befand sich zu der zeit rund eine halbe Seemeile nördlich von Norderney. Der Kapitän der „Harle Kurier“ stellte daraufhin den Verschlusszustand her.
Mit dem Verschließen der Öffnungen zum Maschinenraum gelang es, dem Feuer die Sauerstoffzufuhr zu entziehen und so eine Ausdehnung des Brandes zu unterbinden. Die „Harle Kurier“ trieb aber nun antriebslos zwischen den Sandbänken vor Norderney im Fahrwasser Dovetief. Der Seenotkreuzer „Bernhard Gruben“ der DGzRS-Station Norderney lief bereits zwei Minuten nach der Alarmierung aus und konnte gegen 15.30 Uhr eine Schleppverbindung mit der „Harle Kurier“ herstellen. Bei auflaufendem Wasser und 1,50 Meter Seegang konnte durch das rasche Eingreifen eine Strandung des Havaristen vermieden werden. Zeitgleich alarmierte die Seenotleitung Bremen der DGzRS die Freiwillige Feuerwehr Norderney.
Um 16.17 Uhr erreichte die „Bernhard Gruben“ mit der „Harle Kurier“ aam Haken den dortigen Hafen. Die Feuerwehr sicherte das Schif, nachdem es am Kai fest war. Die 35 Meter lange und sieben Meter breite „Harle Kurier“ der Reederei Warrings in Carolinensiel hatte sich auf einer Überführungsfahrt befunden. Die drei Besatzungsmitglieder an Bord blieben unverletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen



MSC Flaminia wird ausgepumpt
(20.02.13) Am Abend des 18.2. traf der dänische Tanker "OW Atlantic", 4341 BRZ (IMO-Nr.: 9268186), im Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven ein und machte um 18.30 Uhr längsseits des dort immer noch liegenden, deutschen Containerfrachters „MSC Flaminia", 75590 BRZ (IMO-Nr.: 9225615), fest. Er sollte 5000 der insgesamt immer noch 37.000 Tonnen kontaminierten Löschwassers aus dem Schiffsbauch übernehmen.
Eine entsprechende Transportgenehmigung war kurzfristig durch das niedersächsische Transportministerium erteilt worden. Das Wasser soll dann in Nyborg bei der Spezialfirma Kommunekemi entsorgt werden, die darauf spezialisiert ist, toxische Stoffe mit hohen Temperaturen unschädlich zu machen. Das Entsorgen des Löschwassers von der „MSC Flaminia“ ist eine von mehreren Auflagen für das Auslaufen des Schiffes, das auf einer rumänischen Werft repariert werden soll. In den nächsten Tagen wird aus Rotterdam ein weiterer Tanker, die „Mainland“, erwartet, um eine weitere Charge zu übernehmen.
Wenn beide Schiffe das Abpumpen des Löschwassers beendet haben, müssen die geleerten Tanks des Containerschiffes auf Rückstände wie verschmutzte Schlämme untersucht werden. Vor dem endgültigen Auslaufen der „MSC Flaminia“ nach Osteuropa müssen am Ende mehrere Behörden ihre Zustimmung geben.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper vor Hongkong vermisst
(20.02.13) Der unter Singapur-Flagge registrierte Schlepper “Nelson II” wird seit dem 14.2. in der Südchinesischen See vermisst. Die letzte bekannte Position war 22 05.104 N 114 50.434 O vor Hongkong. Der Schlepper war zu der Zeit von Shanghai nach Singapur unterwegs. Die „Nelson II“, 479 BRZ (IMO-Nr.: 9596442), wurde 2011 erbaut und hat als Manager die Mep Systems Pte. Ltd. e
Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter treibt in der Biskaya
(20.02.13) Am Morgen des 20.2. trieb der französische Containerfrachter “CMA CGM Fort St Marie” weiterhin in der Biskaya, rund 200 Meilen südwestlich von Saint Nazaire. Das Schiff hatte am 17.2. Maschinenschaden erlitten. Aus Brest lief nun ein Schlepper aus, der den Frachter auf den Haken nehmen soll. Er war auf der Fahrt von Saint Nazaire nach Pointe a Pitre in Guadeloupe. Die “CMA CGM Fort St Marie”, 30804 tdw (IMO-Nr.: 9261906), hat eine Containerkapazität von 2260 TEU und wurde 2003 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter treibt in Südchinesischer See
(20.02.13) Der vietnamesische Frachter “Dai Duong Sea” erlitt am 14.2. in der Südchinesischen See Maschinenschaden und trieb zuletzt auf Position 09 52.04 N 113 20.34 O südwestlich der Spratly Islands. Die “Dai Duong Sea”, 4376 tdw (IMO-Nr.: 9579963), wurde 2010 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter deutscher Reederei treibt im St. Lawrence-Golf
(20.02.13) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter “Maple Lea”, 9611 BRZ, erlitt am 17.2. vor Nova Scotia Maschinenschaden und driftete nördlich von Prince Edward Island im Atlantik. Das Schiff war nach Skaw auf den Shetlands unterwegs. Die “Maple Lea“, 12720 tdw (IMO-Nr.: 9358034), wurde 2007 als „Beluga Flirtation“ erbaut und läuft für die Greenstar Steamship Co. in Haren/Ems.
Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach fünf vermissten Fischern abgebrochen
(20.02.13) Suchflugzeuge haben den Rumpf des vermissten, 14 Meter langen Kutters “Miss Ally” aus Woods Harbour am Morgen des 19.2. erneut unter Wasser treibend entdeckt. Es handelte sich um die zweite Sichtung des gekenterten Schiffes, seit am Abend des 17.2. die Suchaktion begann. Eine von einem Flugzeug der U.S. Coast Guard am 18.2. gegen drei Uhr gesichtete Rettungsinsel hingegen konnte nicht wiederentdeckt werden.
Der HU 25 Falcon Jet aus Cape Cod hatte nach dem Kontakt eine Markierungsboje abgeworfen. Das immer schwächer werdende Notsignal des EPIRB wurde von Satelliten aus verfolgt. Es wurde angenommen, dass der Notsender sich nicht mehr am Schiff, aber in dessen Nähe befand. Vor Ort waren weiterhin sechs Meter hohe Wellen. Der Notsender war am 17.2. um 23.06 Uhr rund 120 Kilometer südöstlich von Liverpool, N.S. aktiviert worden, als der Kutter in 10 Meter hohen Wellen umschlug. Eine halbe Stunde zuvor hatte es den letzten Funkkontakt zum Schiff gegeben.
Seither wurden 18130 Quadratkilometer Seegebiet abgesucht. Vor Ort waren die “Sir William Alexander” und “Earl Grey” der kanadischen Küstenwache, eine Hercules C-130 des 14. Wing Greenwood und ein von dem Dept. of Fisheries and Oceans gechartertes Suchflugzeug. Ein Cormorant der Royal Canadian Air Force ging nach dem Auftanken am 19.2. wieder auf dem Rückmarsch ins Suchgebiet, und eine Ocean Sentry der U.S. Coast Guard aus Cape Cod war ebenfalls vor Ort. Nach 40 Stunden Suche aber gab es keine Hoffnung mehr für die Crew des Kutters.
Die Marine Forces Atlantic entschied am Abend des 19.2., die Suche einzustellen. Alle fünf Männer an Bord der „Miss Ally“ kamen aus Barrington. Sie waren auf dem Rückweg in den Hafen gewesen, als das Schicksal sie ereilte. Nach dem Bekanntwerden des Endes der Suchaktion wurde ein Gedenkgottesdienst in der Woods Harbour Wesleyan Church abgehalten. Die Kutter blieben an diesem Tag im Hafen. Die “Miss Ally” wurde 2004 bei der Hubbie’s Boat Builders Ltd. in Clark’s Harbour aus verstärktem Kunststoff erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Eskalation in der Arktis - Japanische Fischfabrik rammte Walschuützer und eigenen Tanker
(20.02.13) Die japanische Fischfabrik "Nisshin Maru", 8044 BRZ (IMO-Nr.: 8705292), ist am 20.2. in antarktischen Gewässern in eine Kollision mit der "Steve Irwin" (MMSI-Nr.: 244943000), sowie der „Bob Barker“, 488 BRZ (IMO:5280540), der Organisation Sea Shepherd verwickelt gewesen.
Beteiligt war auch der Tanker “Sun Laurel”, 4067 BRZ (IMO:9405631), der gerade zu Bebunkern längsseits gehen wollte, als die Walschützer versuchten, das Manöver zu behindern. Die “Steve Irwin" wurde von der Nisshin Maru gerammt, als sie mit der mit 35 Personen besetzten “Bob Barker“ die „ Sun Laurel“ in die Zange nehmen wollte. Sie kam von Steuerbord heran und hätte fast die „Bob Barker” gerammt, ehe sie auf die “Steve Irwin” zudrehte und diese ins Heck rammte. Dann stieß sie gegen deren Backbordseite und nahm dann die „Bob Barker“ aufs Korn. Sie wurde mehrfach getroffen und gegen den Tanker gedrückt. Danach geriet die Fischfabrik außer Kontrolle und rammte ihrerseits den Tanker. Dabei wurde u.a. ein Rettungsboot zerstört. Die “Steve Irwin” brachte sich mit erhöhter Fahrt in Sicherheit.
Die “Bob Barker” erlitt strukturelle Schäden oberhalb der Wasserlinie und verlor einen Teil der Kommunikationsausrüstung, das der Anker der „Nisshin Maru“ abriss. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Walfangflotte setzte nach dem Zwischenfall ihre Fahrt in nördliche Richtung fort. Der Kapitän der “Steve Irwin” forderte die australische Regierung auf, zu intervenieren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wahrnehmung des 2. Offiziers der „Queen of the North“ im Widerspruch zu jener des 4.
(20.02.13) Karl Lilgert, der Wachoffizier der “Queen of the North” machte schlechte Sicht und ein Fahrmanöver zum Ausweichen eines anderen Schiffes für die Kollision mit Gil Island am 22.3.2006 verantwortlich, sagte sein Kollege, der 2. Offizier Keven Hilton, am 19.2. vor dem B.C. Supreme Court aus. Dies hatte er in den Stunden nach seiner Rettung notiert. Er konnte aber nicht bestätigen, dass dies seinen eigenen Wahrnehmungen entsprochen hätte. Es habe auch nichts als den üblichen Regen zu der Zeit gegeben.
In der Umgebung sei ihm lediglich ein Kutter aufgefallen, der in der selben Richtung wie die Fähre lief, aber in großer Entfernung und mit geringerer Fahrt. Hilton hatte so keine Bedenken gehabt, die Brücke für eine Mahlzeit zu verlassen. Dies habe den üblichen Abläufen entsprochen, und die Reise sei routinemäßig unter Nutzung des Autopiloten vonstatten gegangen. Auch in Karen Bricker habe er volles Vertrauen gehabt.
Quelle: Tim Schwabedissen




(20.02.13) Mehrere Besatzungsmitglieder der HMS “Bounty” haben in den vergangenen Tagen die letzten Stunden des Schiffes aus ihrer Sicht Revue oassieren lassen vor den Vertretern der Coast Guard und des National Transportation Safety Board. Ingenieur Christopher Barksdale sagte am 18.2., das seine Reihe von Systemen vor dem Untergang ausgefallen waren. Die Backbordmaschine sei kaputt gegangen, ein Segel abgerissen, und die Crew sei beschäftigt gewesen, die Schäden zu beheben. Walbridge und ein anderer Ingenieur reparierten den Generator.
Matthew Sanders, der2. Offizier, sagt aus, die Hydraulikpumpe habe zweimal gestoppt, weil sie verstopft gewesen sei, und das steigende Wasser habe zu einem Kurzschluss im Steuerbord-Generator geführt. Sanders konnte die Backbordmaschine für 3-4 Stunden wieder in Gang bekommen.
Laura Groves sagte aus, dass Kapitän Walbridge die Crew zusammengerufen hatte, um die Lage, in die sie geraten waren, zu analysieren, bevor das Schiff aufgegeben werden musste. Dann aber rollte es auf die Seite, bevor eine organisierte Evakuierung durchgeführt werden konnte. Der 1. Offizier Sven Scendsen hatte ausgesagt, Walbridge habe einen Reparaturversuch der Maschine und ein Auspumpen des eindringenden Wassers einem Verlassen des Schiffes vorgezogen. Die Untersuchung in Portsmouth, Virgninia, wird noch bis zum 21.2. dauern.
Quelle: Tim a Schwabedissen



Kapitän der “Lamma IV” machte seine Aussagen
(20.02.13) Der Kapitän der “Lamma IV” sagte bei der Untersuchung des Untergangs der Fähre am 1.10.2012 aus, er habe einen kurzen Signalton gegeben, bevor es zur verhängnisvollen Kollision vor Lamma Island kam. Passagiere der „Lamma IV”, “Lamma II” und “Sea Smooth” hatten zuvor unisono ausgesagt, keinen gehört zu haben.
Er habe ein gelbes Licht vor der “Lamma IV” gesichtet, als das Schiff mit 12 Knoten Fahrt unterwegs war. Er habe außerdem Hart Steuerbord gegeben, was den Regeln zur Unfallverhütung entspricht. Warum er die “Sea Smooth” nicht früher gesehen habe, beantwortete er damit, allein auf Wache gewesen zu sein. Die „Sea Smooth“ sei nicht rechtzeitig auf dem Radarschirm gewesen, und das Licht der Lamma-Reede habe ihn geblendet.
Quelle: Tim Schwabedissen



“Cimarron” im Schlepp (Bild: USCG)   Großbild klick!
Drei Schiffe für einen Katamaran im Rettungseinsatz
(19.02.13) Die US Coast Guard rettete am 17.2. zwei Mann des 17 Meilen östlich des Oregon Inlet, North Carolina, manövrierunfähig gewordenen 43-Fuß-Katamarans “Cimarron”. Er hatte am Vorabend gegen 20 Uhr gefunkt, das ser sein Rigg verloren habe. Die Coastguard North Carolina schickte das 110 Fuß lange Patroullienboot “Block Island” aus Atlantic Beach sowie ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Oregon Inlet zu Hilfe.
Das Rettungsboot war um 1.30 Uhr vor Ort und nahm die „Cimarron“ in Schlepp. Um 14.45 Uhr traf auch die „Block Island” ein und übernahm bei stürmischer See den Schlepp in Richtung Chesapeake Bay Bridge Tunnel nahe Virginia Beach. Hier wartete ein Schlepper von Towboat U.S. und übernahm am 18.2. gegen 15 Uhr das Boot. Die „Block Island” machte nach Abschluss des Rettungseinsatzes an der Coast Guard Base Portsmouth fest.
Quelle: Tim Schwabedissen



US-Coastguard bei der Inspektion (Bild: USCG)   Großbild klick!
Gebrochene Brennstoffleitung Schuld an Feuer auf „Carnival Triumph“
(19.02.13) Die Ermittler der US Coastguard, die an Bord des Kreuzfahrtschiffes “Carnival Triumph” die Ursachen des Brandes im Golf von Mexiko untersuchen, haben jetzt den Entstehungsort des Feuers eingrenzen können. Ein Leck in einer Brennstoffrückführungsleitung, die von Maschine 6 zu einem Brennstofftank führte, hatte Öl austreten lassen, das dann auf einer heißen Oberfläche Feuer fing.
Die Leitung befindet sich in einem Raum mit drei Generatoren innerhalb des Maschinenraums. Nun gilt es zu klären, warum der isolierte Brand zu einem so flächenhaften Versagen des gesamten Antriebssystems führen konnte. Da das Schiff bereits im Januar Probleme mit dem Antrieb hatte, galt es auch herauszufinden, ob es einen Zusammenhang geben könnte. Bis Ende kommender Woche soll klar sein, ob es sich um denselben Generator handeln könnte.
Da die „Carnival Triumph“ unter der Flagge der Bahamas registriert ist, leiten die dortigen Behörden die Untersuchung des Unglücks. Doch die Küstenwache und das US-Amt für Transportsicherheit vertreten die Interessen der Vereinigten Staaten. Die Schiffseigner Carnival Cruises haben ihren Sitz in&xnbsp;Miami.
Die Untersuchungen an Bord des Schiffes sollen noch in dieser Woche abgeschlossen werden, doch bis die Ermittlungen endgültig abgeschlossen sind, wird es noch mindestens sechs Monate dauern. Es gilt auch, die Aufzeichnungen der Crew sowie die automatischen Datenmitschnitte und den Funkverkehr intensiv zu analysieren. Immerhin ist nach bisherigem Ermittlungsstand klar, das die Besatzung gut und vorbildlich gehandelt hat. Das Schiff selbst soll am 18. April wieder in Fahrt gehen. Carnival Cruises schätzte die bis dahin aufgelaufenen Verluste auf bis zu 80 Millionen&xnbsp;Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen



Nortrader nahm Tonne mit
(19.02.13) In der Nacht zum 18.1. kollidierte auf der Außenweser der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter “Nortrader“ (MMSI-Nr.: 305928000) mit einer Fahrwassertonne und riss diese mit sich. Die Tonne verkeilte sich samt Kette und Grundgewicht an dem Schiff, das sich auf der Fahrt von Ramsgate nach Brake befand. Es konnte aus eigener Kraft einen Ankerplatz bei Blexen auf der Unterweser anlaufen, wo die Tonne geborgen und der Rumpf untersucht werden sollte. Am 19.2. ging das Schiff ankerauf Kurs Brake.
Quelle: Tim Schwabedissen



Versorger rammte Fundament von Bard 1-Windpark
(19.02.13) Der deutsche Windpark-Versorger "Natalia Bekker", 222 gt (MMSI-Nr.: 211471230; CS: DCMS), kollidierte in der Nacht zum 18.2. im Offshore-Windpark „Bard I“ (MMSI-Nr.: 992111813) in der Deutschen Bucht mit einem Standfundament der Windkraftanlage. Dabei wurde der Bugfender des 24 Meter langen Doppelrumpfschiffes beschädigt, das als Servicefahrzeug dient und in diesem Zusammenhang gerade zum Windpark unterwegs war.
Die Seetüchtigkeit des Versorgers wurde nicht beeinträchtigt. Die sechs Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Das SWATH-Schiff lief in der Nacht zunächst den Schutzhafen von Borkum an. Später wurde es in Emden von Mitarbeitern des German Lloyd untersucht, ehe es zur Reparatur in eine Werft an der Weser verholte. Die Höhe des Schadens war noch nicht klar. Die Wasserschutzpolizei Emden nahm gemeinsam mit der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung vor Ort Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler bei Sydney gestrandet
(19.02.13) Die vierköpfige Crew des 50 Fuß langen Trawlers “Challenge” musste von Bord ihres Schiffes gerettet werden, nachdem dieser am 19.2. um 00.45 Uhr bei Cronulla Point südlich von Sydney auf Felsen gelaufen war. Die vier Indonesier hatten in rauer See versucht, mit einem kleinen Boot an Land zu kommen. Die von einem Zeugen verständigte Polizei brachte sie zum Marine Area Command in Sans Souci. Ein Westpac Rescue Helikopter setzte im Tagesverlauf einen Inspektor an Bord ab. Bislang lief kein Öl aus, und wenn das Schiff nicht leckschlägt, könnte es rasch von den Felsen gezogen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenraum von Kutter in Gloucester durch Seeventil vollgelaufen
(19.02.13) Der 75 Fuß lange Kutter “Aaron & Melissa” schlug am Morgen des 18.2. in Gloucester beim Intershell Dock leck. Die Feuerwehr von Gloucester, die Coastguard und der Hafenkapitän waren vor Ort. Der Kutter lag längsseits der “Miss Trish II” in der Harbor Cove. Deren Crew hatte als erstes bemerkt, dass die „Aaron & Melissa“ eines Eigners aus Westbrook, Maine, tief im Wasser lag. Als die Feuerwehr mit einem Boot vor Ort eintraf, stellte sie fest, dass der Havarist bei Ebbe auf Grund saß. Der Maschinenraum stand unter Wasser. Eine Ölsperre wurde ausgebracht und der Kutter dann gelenzt. Offenbar war ein Rohr unter der Wasserlinie gebrochen, und nachdem es abgedichtet war, lief kein Wasser mehr nach.
Quelle: Tim Schwabedissen



Suchaktion nach fünfköpfiger Kuttercrew in zehn Meter hohen Wellen
(19.02.13) Am 18.2. wurde eine Suchaktion für die fünfköpfige Crew des 13 Meter langen Kutters „Miss Ally“ gestartet, der vor der Südwestküste von Nova Scotia in 10 Meter hohen Wellen am Abend des 17.2. gesunken war. Das Schiff aus Woods Harbour hatte am 17.2. um 23.06 Uhr Notsignale gefunkt, die vom Joint Rescue Coordination Centre in Halifax aufgefangen wurden. Vor Ort waren hurrikan-artige Winde.
Ein Cormorant-Helikopter und zwei Eisbrecher der kanadischen Coast Guard, die “Earl Grey” und “Sir William Alexander” wurden zur Unglücksstelle rund 120 Kilometer südöstlich von Liverpool in Marsch gesetzt. Am Morgen des 18.2. war der Hubschrauber vier Stunden vor Ort, ehe er den 12 Wing Shearwater nahe Halifax zum Auftanken ansteuern musste. Die Crew eines Falcon-Jet der U.S. Coast Guard in Cape Cod hatte am morgen eine Rettungsinsel gesichtet. Ob sie aber besetzt war, war unklar. Die Wetterverhältnisse erschwerten die Rettungsaktion. Am Morgen des 19.2. sollten die Wellen auf drei bis fünf und später auf zwei Meter Höhe abnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker erlitt Maschinenausfall vor Great Yarmouth
(19.02.13) Am 18.2. wurde der holländische Tanker “Cliffwater", 2144 BRZ (IMO-Nr.: 9229532), in den Chemiehafen von Rotterdam eingeschleppt, nachdem er auf der Fahrt von Immingham nach Le Havre vor Great Yarmouth Maschinenschaden erlitten hatte. Der Schlepper "RT Magic" hatte den Havaristen auf den Haken genommen, assistiert von der „SD Rebel" seit der Passage von Hoek van Holland. Auch das Poliuzeiboot "RPA 16" eskortierte den Tanker in den Hafen hinein, wo er gegen 10 Uhr festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Motorbootkollision mit “San Francisco” fordert ein Menschenleben
(19.02.13) Ein Mann aus Tigard, Oregon, der zur Crew des Motorbootes gehörte, das am 16.2. die Golden Gate-Fähre “San Francisco” gerammt hatte, starb am 18.2. an seinen schweren Verletzungen. Der zweite blieb im Marin General Hospital. Der Tote sollte am 19.2. obduziert werden. Das Motorboot war mit hoher Fahrt gegen die “San Francisco” gelaufen, 10 Minuten nachdem diese zu ihrem halbstündigen Trip Sausalito zum Ferry Building in San Francisco ausgelaufen war. Die "San Francisco" hatte dann die Fahrt nach San Francisco fortgesetzt und war um 17.45 Uhr nach Sausalito zurückgekehrt, um für den Rest des Tages durch die "Sonoma" ersetzt zu werden. Coast Guard und Marin County Sheriff's Office untersuchten den Unfall.
Quelle: Tim Schwabedissen



Longliner trieb gegen Brücke
(19.02.13) Am 17.2. wurde die Grayden Paul Bridge von dem Longliner "Alex Marie" (MMSI-Nr.:367451380) gerammt, der sich bei starkem Wind und kräftiger Strömung von seiner Mooring losgerissen und gegen den südlichen Brückenteil getrieben war. Dabei brachen Betonteile aus dem Bau heraus. Die Polizei sperrte die Brücke vorsorglich, bis das N.C. Department of Transportation aus Swansboro eine erste Inspektion durchgeführt und keine strukturellen Schäden festgestellt hatte. Die "Alex Marie” hatte auf Schwertfischfang bei Sea Mounds in den Bahamas gehen wollen. Die Crew hatte sie an den Smith Docks am Ostende des Beaufort-Morhead City Causeway. Festgemacht. Doch die Dalben gaben nach, und der Longliner trieb gegen 22 Uhr vom Wind getrieben davon und gegen die Brücke. Er konnte, nachdem die Tide umgeschlagen war, von dort befreit und in der Nähe festgemacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchiger der “Harita Bauxite” durch Fischbiss umgekommen
(19.02.13) Die philippinische Navy hat die Patroullienfregatte “Gregorio del Pilar" zur Teilnahme an der SAR-Operation für die vermissten 14 Mann des gesunkenen Bulkcarriers "Harita Bauxite" in Marsch gesetzt. Auch ein Taucherteam soll die Suche unterstützen. Dazu schickte die Coast Guard die "Edsa" nach, die ihnen als Basis dazu dienen sollte. Die Überlebenden sagten unterdessen aus, dass ihr mit Nickelerz beladenes Schiff binnen sieben Minuten, nachdem der Kapitän es aufgeben ließ, sank. Eine Stunde später wurden sie gerettet. Ein Schiffbrüchiger starb durch einen Fischbiss.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vorläufiger Ersatz für Finnarrow geht in Fahrt
(19.02.13) Während die finnische Fähre "Finnarrow" nach ihrer Kollision am 18.2. weiter in Holyhead lag, wurden vorläufige Arrangements in Kraft gesetzt, um den Fährdienst nach Dublin aufrecht zu erhalten. Die "HSS Explorer" sollte am 19.2. um 10.30 Uhr erstmals aus Holyhead auslaufen und um 12.50 Uhr in Dun Laoghaire festmachen. Die "Stena Nordica" sollte am 3.3. vom Werftaufenthalt zurückkehren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Filter verstopft – treibender Bulkcarrier auf der Weser vor Strandung bewahrt
(19.02.13) Am 18.2. um 6.18 Uhr erlitt der norwegische Bulkcarrier "Star Fuji", 25345 BRZ (IMO-Nr.: 8309830), auf der Weser von Brake kommend in Höhe Kleinensiel einen Ausfall der Hauptmaschine. Das 11 Meter tief gehende Schiff trieb aus dem Fahrwasser heraus in Richtung des westlichen Ufers. Die Schlepper “Blumentahl” und “Bugsier 17?, die der“Star Fuji” zuvor im Braker Hafen beim Ablegemanöver assistiert hatten und gerade zurück nach Bremerhaven liefen, konnten mit dem Schiff wieder eine Schleppverbindung herstellen und es zurück ins Fahrwasser ziehen.
Die Verkehrszentrale der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung verfügte ein Fahrverbot und ließ das Schiff am Stromkai in Bremerhaven festmachen. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Brake an Bord ergaben, dass offensichtlich Wartungsmängel im Kraftstoffsystem zur Verschmutzung beider Kraftstofffilter und letztlich zu deren Verschluss geführt hatten. Dadurch kam es dann zum Ausfall der Hauptmaschine. Gegen den philippinischen Chief wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, und er musste eine Sicherheitsleistung von 173,50 Euro hinterlegen. Das Schiff konnte Bremerhaven gegen 18.15 Uhr wieder in Richtung Baltimore/USA verlassen, wo es am 28.2. eintreffen soll.
Die ebenfalls auf der Weser in jeweils separaten Fällen havarierten Frachter „Wittenbergen“ und „Neuland“ lagen am 18.2. derweil noch in Brake. Die „Wittenbergen“ wurde noch repariert, auf der „Neuland“ erfolgte nachmittags eine Reparatur bei MWB,Bremerhaven, ehe es nach Rostock weiterging. Die.“Neuland“ hatte achtern an Backbord eine Beule im Schanzkleid davongetragen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Riss im Rumpf eines Museumsschiffes mit Milch aufgespürt
(19.02.13) Am Morgen des 18.2. lief das Museumsschiff “Schorpioen” in Den Helder voll Wasser. Angehörige des Marinemuseums sahen bei Arbeitsbeginn um 6.30 Uhr, dass das 1868 erbaute Rammschiff starke Backbordschlagseite aufwies, und stellten erhebliche Wassermengen im Schiffsinnern fest. Es reichte bereits bis zum ersten Deck. Die Marine und die Feuerwehr waren rasch vor Ort und begannen mit dem Lenzen. Binnen fünf Stunden wurden 90 Kubikmeter Wasser ausgepumpt. Um 13.13 Uhr fanden Marinetaucher ein Leck fünf Fuß unterhalb der Wasserlinie. Dazu hatten sie einen simplen Trick verwendet, indem sie mit einem Karton Milch um den Rumpf schwammen und dort, wo die Milch hingesaugt wurde, auf den Wassereinbruch stießen. Es handelte sich um einen schmalen Riss von einem Meter Länge. Sie setzten eine Platte auf den Riss. Am Morgen des 19.2. war die “Schorpioen” vollständig trockengelegt. Bis sie wieder für Besucher offensteht, werden aber einige Tage vergehen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei heftigem Aufprall
(19.02.13) Zwei Personen wurden leicht verletzt, als die norwegische Fähre "Tomma", 560 BRZ (IMO-Nr.: 7393638), am 18.2. um 17.45 Uhr die Pier von Vikholmen in Nesna rammte. Sie waren bei dem heftigen Aufprall gestürzt. Die Fähre wurde aus dem Verkehr gezogen und vorläufig durch die "Vefsna" am 19.2. ersetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rammte Kutter vor Le Havre
(19.02.13) Am 18.2. gegen fünf Uhr wurde der 11,3 Meter lange Trawler "L'Eclipse - CN914388" aus Trouville von dem ebenfalls französischen Tanker "Chantaco", 11793 BRZ (IMO-Nr.: 9333802), der auf der Fahrt von St. Nazaire nach Le Havre war, in der Seine-Bucht vor Cape Hève gerammt. Der Trawler war mit einer dreiköpfigen Crew auf Fang, als er im Bereich der Reede von Le Havre von dem Tanker angefahren wurde. Er konnte mit Schäden oberhalb der Wasserlinie von dem Unglücksort 10 Meilen westlich des Hafens mit eigener Kraft nach Port en Bessin zur Reparatur ablaufen. Währenddessen hielt er regelmäßigen Funkkontakt mit dem Cross Jobourg. Der Tanker, der 17000 Tonnen Öl an Bord hatte, erlitt nur leichte Schrammen und Beschädigungen an Backbord. Die "Chantaco" warf um 6.15 Uhr vor Le Havre Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen



Komm schnell – etwas Schreckliches ist geschehen – 2. Offizier der „Queen of the North“ sagt aus
(19.02.13) Erst gab es einen ungewohnten lauten Krach, dann ruckte das Schiff, als der 2. Offizier der “Queen of the North”, Kevin Hilton, am 22.3.2006 gegen Mitternacht von seiner Mahlzeit in der Lounge aufsprang und zur Brücke eilte. Er konnte viel rote Farbe auf dem Radarschirm sehen, rot stand für Land. Direkt davor war das Schiff. Er hörte Quartiermeisterin Karen Bricker rufen "Come quickly, something terrible has happened”, komm schnell, etwas Schreckliches ist geschehen. Er sah auch den 4. Offizier Lilgert, der offenbar sehr zeitig von einer Pause auf die Brücke zurückgekehrt war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenpersonal der “Bounty” kämpfte hüfttief im Wasser
(19.02.13) Im Rahmen des Hearings der U.S. Coast Guard zum Untergang von HMS “Bounty” wurde am 18.2. der 2. Offizier Matthew Sanders gehört, der sich im Maschinenraum befand und versuchte, den Diesel wieder in Gang zu bekommen. Er war einer der letzten da unten, als der Wassereinbruch immer stärker wurde, und stand hüfttief darin, ehe er nach oben ging. Captain Rob Jones wollte von Sanders wissen, warum der 1. Ingenieur Christpher Barksdale nicht vor Ort war. Das wusste Sanders nicht. Barksdale hatte am 18.2. ausgesagt, dass er keine offiziellen Ingenieursgrad innehatte. Er habe mehrere Fahrten an den Generatoren und der Hauptmaschine gearbeitet. Er hatte in den letzten Stunden mit Seekrankheit zu kämpfen gehabt und war, als Sanders unten war, oben gewesen, um etwas Wasser zu trinken und Atem zu holen. Trotz aller Bemühungen sei währenddessen das Wasser immer höher gestiegen, ehe Brecher den Dreimaster auf die Seite legten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän der “Lamma IV” verließ als letzter Überlebender das sinkende Schiff
(19.02.13) Der Kapitän der “Lamma IV” sagte bei der Untersuchung von deren Untergang aus, er sei die letzte Person gewesen, die das Schiff verließ. Als Retter ins Ruderhaus kamen, habe er drei Frauen und einen Mann mitgenommen. Nur zwei der Frauen hätten Rettungswesten gehabt. Er habe noch gerufen, ob sich jemand im Schiffsinnern befände. Zu der Zeit habe das Schiff fast senkrecht im Wasser gestanden, mit dem Bug nach oben, und das Ruderhaus habe sich nur noch knapp oberhalb der Wasseroberfläche befunden. Er habe es dann durch ein zerbrochenes Fenster mit Hilfe von Rettern verlassen und dann auf den Aufbauten gestanden. Feuerwehrkräfte hätten ihn ermutigt, in eine Rettungsinsel zu gehen, doch er habe immer noch Menschen im Wasser gesehen und dies deshalb verweigert. Er sah, wie sein Ingenieur einigen Passagieren in Rettungsinseln half, und als niemand mehr zu sehen war, sei er zwischen 21.10 und 21.15 Uhr an Bord eines Polizeibootes gegangen, eine Dreiviertelstunde nach der Kollision. Er wurde dann ins Queen Mary’s Hospital gebracht, das er am 6.10. verlassen konnte,, fünf Tage nach dem Unglück, das 39 Menschen das Leben kostete. Viele der Opfer waren direkt hinter dem Ruderhaus eingeschlossen worden, verkeilt in losgerissenen Sitzen des Oberdecks, die sich bei der Kollision losgerissen hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Merle am Strand (Bild: J_Dap)   Großbild klick!
Gestrandeter Frachter von der Crew verlassen einsam im Sand bei Aveiro
(18.02.13) Wenig sichtbares getan hat sich seit deren Strandung am 19.1. vier Meilen nördlich der Hafeineinfahrt von Aveiro an dem Frachter „Merle“. Verlassen liegt das Schiff im Sand des Strandes, rund 1,2 – 1,5 Meter tief in den Dünensand eingesunken fast auf ebenem Kiel, mit nur geringer Neigung nach Steuerbord.
Das Ruder ist 15 Grad aus seiner vertikalen Achse gebogen. Der Frachter liegt bei Ebbe völlig trocken. Der Tidenhub beträgt rund drei Meter. Es wurde bislang noch kein Bergungsplan durch die Eigner vorgelegt, wie von den örtlichen Behörden verlangt. Sie haben noch einen Monat Zeit dafür.
Es dürfte einiges an Sandbewegung vonnöten sein, um das Schiff wieder ins Wasser zu bekommen. Der Rumpf selbst müsste freigelegt und eine Fahrrinne ins tiefere Wasser ausgebaggert werden. Derzeit aber deutet nichts auf einen baldigen Beginn solcher Arbeiten hin. Auch auf dem Schiff befindet sich niemand mehr – irgendwann nach ihrer Strandung wurde die „Merle“ verlassen.
Ein Fallreep hängt noch auf halbe Rumpfhöhe an Backbord herab. Der Frachter hatte sich auf seiner ersten Fahrt befunden, nachdem er durch die britischen Behörden freigegeben worden war. Er hatte zuvor mehrere Monate in Hull in der Kette gelegen wegen Bankrotts der Eigner. Als er strandete, war er mit wenig Treibstoff an Bord – er hatte erst in Lissabon bunkern sollen – unterwegs gewesen. An Bord befanden sich bei der Strandung so lediglich 10 Tonnen potentiell umweltgefährdender Stoffe. Ölsperren, die nach der Havarie ausgebracht wurden, sind mittlerweile verschwunden. Es bleibt abzuwarten, wie lange der Frachter weiter einsam in seinem Strandbett liegen bleibt.
Die “Merle”, 1548 BRZ (MMSI-Nr.: 518701000) ist 80 Meter lang, 11 Meter breit, hat vier Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1548 Tonnen. Sie wurde 1991 bei Vervako in Heusden erbaut und läuft für das Pro Nyki Shipmanagment in Rhoon. Bis 2007 war sie als „Freya“ gelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Meldung versäumt - Kapitän der “Fortuna” musste Strafe zahlen
(18.02.13) Der russische Kapitän des unter Bahamas-Flagge laufenden Frachters “Fortuna”, der am 12.2. vor Bandholm auf Grund gelaufen war, wurde zu einer Strafe von 10000 dänischen Kronen verurteilt, weil er den Unfall erst mit 1,5-stündiger Verzögerung an die dänische Admiralität gemeldet hat. Der Mann war am 14.2. vernommen worden. Die Strafe wurde unverzüglich gezahlt, und am Morgen des 15.2. konnte der Frachter den Hafen mit Lotsenassistenz wieder verlassen. Taucher hatten zuvor am Rumpf keine Schäden festgestellt. Am 16.2. machte die “Fortuna” in Malmö fest.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ölfilm an Untergangsstelle der “Harita Bauxite” gesichtet
(18.02.13) Die philippinische Coast Guard hat die neun Überlebenden des gesunkenen Frachters "Harita Bauxite" am 17.2. an Land gebracht. Sieben von ihnen trafen an Bord eines Schnellbootes um 21.30 in Sual ein. Der Leichnam des Kochs, der nach der Rettung gestorben war, wurde zu einem Bestatter in Sual gebracht. Zwei Verletzte waren mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in San Fernando City, La Union, geflogen worden. 14 Mann, darunter der Kapitän, wurden noch vermisst. Die Küstenwache war am 17.2. um 09:20 Uhr von dem chinesischen Bulkcarrier "Jin Cheng" (IMO-Nr.: 9244271), alarmiert worden, nachdem dieser 10 Schiffbrüchige rund 22 Meilen vor Cape Bolinao, nordwestlich von Luzon, aus zwei Rettungsinseln in der südchinesischen See geborgen hatte. Die Küstenwachstation in Sual erhielt den Bericht um 3.30 Uhr, und organisierte eine Suchaktion, an der sich auch Personal der Station Bolinao beteiligte. Am Nachmittag des 16.2. bereits hatte ein Fischer die Behörden in Bolinao informiert, dass er ein langsame Fahrt machendes, offenbar in Schwierigkeiten steckendes Schiff mit der Aufschrift “Myanmar” am Rumpf dort gesichtet habe, wo um 23.30 Uhr der Untergang sich vollzog. Der Fischer war daraufhin angewiesen worden, die Küstenwache zu informieren, weil nur diese SAR-Operationen auf hoher See durchführen konnte. Die in der Nähe befindliche “Jin Cheng" hatte dann eine Notrakete gesichtet und Kurs auf die Unglücksstelle genommen. Nach der Rettung gingen Vertreter der Küstenwache an Bord des Frachters, um medizinische Hilfe und sonstige Assistenz zu bieten. Die "Harita Bauxite" war auf der Fahrt von Obi, Indonesien, nach Ningbo, China, als sie Maschinenschaden erlitt und in rauer See stark ins Rollen kam. Wahrscheinlich ging dabei die Kohleladung über und brachte sie zum Kentern. Am 18.2. wurde ein Ölfilm von beträchtlicher Größe an der Untergangsstelle gesichtet. Er befand sich 10 Kilometer vor der Küste von Bolinao. Ein Ölbekämpfungsprogramm wurde aktiviert. Die „ Harita Bauxite“, 48891 tdw (IMO-Nr.: 8103664),, wurde 1983 erbaut, führte die Flagge Panamas und hatte als Manager das Ocean Sentinels Shipmanagement in Singapur.
Quelle: Tim Schwabedissen



Aufmerksamer Frachterkapitän verhinderte Yacht-Untergang
(18.02.13) Am Abend des 12.2. wurde gegen 22 Uhr die Feuerwehr Wewelsfleth alarmiert, nachdem im Sportboothafen der Gemeinde eine Yacht zu sinken drohte. Der Kapitän eines Frachters auf der Stör hatte beim Passieren der Wewelsflether Sportbootanlage bemerkt, dass die Yacht tief im Wasser lag, und daraufhin die Leitstelle der Feuerwehr informiert. Beim Eintreffen am Einsatzort stellte sich heraus, dass das 20 Meter langes Schiff an der Schlengelanlage vollgelaufen war. Die Wasserschutzpolizei und die Brokdorfer Wehr mit einem Einsatzboot waren ebenfalls vor Ort. Beide Feuerwehren setzten ihre Lenzpumpen ein, um das eingedrungene Wasser auszupumpen. Der herbeigerufene Hafenmeister verständigte den Eigner, der aus dem Kreis Pinneberg an die Einsatzstelle kam. Als Ursache des Wassereinbruchs wurde eine defekte Leitung im Kühlwassersystem vermutet, über die wahrscheinlich schon seit längerer Zeit Wasser in das Schiff eingedrungen war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Verletzter Skipper setzte sein Boot auf Strand
(18.02.13) Vor Tauranga wurde am 16.2. um 19.45 Uhr die Barkasse “Little Princess” in der Princess Bay auf Grund gesetzt. Der Skipper war zuvor durch eine Scheibe gestürzt und musste mit Schnittwunden im Krankenhaus versorgt werden. Ein Rettungshubschrauber der TrustPower TECT hatte nach dem Unglück 1,5 Stunden nach dem Boot gesucht in einem Bereich zwischen Mayor Island bis Bowentown und Rabbit- und Motiti Island.Auch das Tauranga TECT-Rettungsboot wurde um Hilfe gebeten. Nahe der Pilot Bay gelang es dem Skipper, sein Boot auf den Strand zu setzen, wo ein Rettungsmediziner abgesetzt wurde. Dann brachte ihn ein Krankenwagen zur weiteren Behandlung der tiefen Schnittwunden ins Tauranga Hospital.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rena-Räumung würde Riff gefährden
(18.02.13) Der Swedish Club, der Versicherer des vor Tauranga zerbrochenen Containerfrachters "Rena", plädiert für einen Verbleib der Wrackreste auf dem Astrolabe Reef in einer für die Öffentlichkeit nicht gefährdenden Weise. Eine komplette Wrackräumung würde weiteren Schaden am Riff und der Umwelt anrichten und technisch extreme schwierig sein. Die Sperrzone am Riff müsste auch entsprechend länger eingerichtet bleiben. Der Vorschlag soll Ende des Monats bei den nächsten Beratungen der Gemeinde diskutiert werden. Die bisherigen Bergungskosten an der "Rena" haben inzwischen 275 Millionen Dollar überschritten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Widersprüche zu Rettungsmitteln an Bord der “Lamma IV”
(18.02.13) Ein Inspektor des Marine Department sagte am 18.2. bei der Anhörung zum Untergang der “Lamma IV” in Honkong, diese habe im Mai 2012 die vorschriftsmäßige Anzahl von 232 Rettungswesten an Bord gehabt. Er habe sie persönlich gezählt. Auch habe es 12 Kinderwesten gegeben, was der Vorschrift eines 5%igen Anteils entspräche. Dies widerspricht vorhergegangen beeideten Aussagen von zwei Angehörigen von Hongkong Electric, den Eignern des Schiffes. Diese sagten auch, es habe niemals Kinderrettungswesten gegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen



Thomson Majesty wieder freigegeben
(18.02.13) Nachdem die Untersuchungen zum Absturz des Rettungsbootes Nr. 9 von der “Thomson Majesty” am 10.2., in deren Rahmen auch Belastungstests der Bootsdavits und Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt worden waren, abgeschlossen wurden, konnte der Kreuzfahrer am 15.2. den Hafen von Santa Cruz de La Palma fünf Tage nach dem Unglück wieder verlassen. Zuvor mussten die Rettungsmittel auch wieder vervollständigt werden. Nach bisherigen Erkenntnissen war die vordere Trosse des Bootes gerissen, als dieses schon wieder fast in seine Ruheposition eingefahren war. Dann hinge s einzig an der Hecktrosse, bis diese unter der Überlastung ebenfalls riss und das Boot 20 Meter in die Tiefe stürzte, wo es kieloben liegenblieb. Am 16.2. startete planmäßig die nächste Fahrt von Santa Criz de Tenerife mit einer vollen Ladung Passagiere.
Quelle: Tim Schwabedissen



Emma Maersk (Bild: Maersk Line)   Großbild klick!
Emma Maersk auf dem Haken unterwegs nach Europa
(17.01.13) Der gewaltige holländische Schlepper „Fairmount Alpine“, 3239 BRZ (IMO-Nr.: 9344784), hat am Morgen des 17.2. den noch gewaltigeren dänischen Containerfrachter „Emma Maersk“ im Hafen von Port Said am Kai des SCCT-Containerterminals auf den Haken genommen, dessen Maschinenraum am 2.2. geflutet worden war. Er wird ihn in den kommenden Wochen in europäische Gewässer zur Reparatur bringen.Mit der Überführung wurde Svitzer Salvage beauftragt. Sämtliche Container waren zuvor von dem Frachter gelöscht und einige Reparatur- und Abdichtungsarbeiten ausgeführt worden. Nun geht es in eine Werft, in der der volle Schadensumfang an den Maschinen untersucht und das Schiff wieder fahrtüchtig gemacht werden soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Pier in Brake
(17.01.13) Der mit Futtermitteln aus Rostock beladene, deutsche Frachter „Neuland“, 2271 BRZ (IMO-Nr.: 9117959), kollidierte am 17.2. gegen ein Uhr beim Anlegemanöver mit der Holzpier im Braker Hafen. Dabei entstanden am Schiff geringfügige Schäden oberhalb der Wasserlinie. Außerdem wurde ein Bootskran beschädigt. Die genaue Schadenshöhe war noch nicht bekannt. Offenbar hatte die Leistung des Bugstrahlruders beim Anlegemanöver und dem herrschenden starken Flutstrom nicht ausgereicht, um die Kollision des Hecks mit der Pier zu verhindern. Bis zur Klärung der genauen Unfallursache erteilte die Verkehrszentrale des Wasser-und Schifffahrtsamtes Bremerhaven ein Auslaufverbot. Die 2Neuland“ machte an der Südpier in Brake fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter und 14 Vermisste nach Schiffbruch vor Bolinao
(17.01.13) Mindestens ein Mann kam ums Leben, sieben wurden verletzt und 14 weitere vermisst, als am 17.2. der unter Myanmar-Flagge laufende Frachter "Harita Bauxite" 30228 BRZ (IMO-Nr.: 8103664), vor der philippinischen Pangasinan Provinz sank. Nach den Vermissten wurde eine Suchaktion eingeleitet. Die Coast Guard hatte um neun Uhr von dem Schiffbruch vor Bolinao erfahren. Erste Meldungen hatten von einem Maschinenschaden berichtet, doch das manövrierunfähige Schiff wurde dann von großen Wellen getroffen und begann zu sinken. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter vor Canakkale
(17.01.13) Auf dem türkischen Frachter „Boca", 1923 BRZ (IMO-Nr.: 8127335), brach am 17.1. um 08:25 Uhr vor Canakkale ein Feuer aus. Die 14-köpfige Crew wurde evakuiert. Gegen 13 Uhr war der Brand unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. Vor Ort waren die "Kiyi Emniyeti 7" und "Hizli 6" attended. Die "Boca" war mit einer Ladung von 2798 Tonnen Weizen von Varna nach Psacla unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Nicht lange Freude an Maschinenreparatur
(17.01.13) Der russische Tanker „Marine Alliance“ hat wenige Tage nach einem ersten Maschinenschaden vor Okushiri Island am 7.2. nach Reparaturarbeiten am 16.2. ungefähr auf Position vor der Tsugaru Straße erneut Maschinenausfall erlitten. Er hatte Hakodaet in Hokkaido verlassen und war unterwegs nach Nakhodka, als wieder ein Schaden auftrat. Die Reederei schickte ihren Tanker „Geogriy Froier“ zur Assistenz. Er hatte Vostochniy am 15.2. mit Ziel Busan verlassen, wurde dann aber umdirigiert und wurde am 17.2. gegen 16 Uhr vor Ort erwartet. Die „Georgiy Froier“, 4999 tdw (IMO-Nr.: 9102813), wurde 1995 erbaut. Die „Marine Alliance“, 4999 tdw (IMO-Nr.: 9102801), entstand 1994, beide Schiffe laufen für die Delta Joint Stock Navigation in Wladiwostok. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Eiskonvoi auf Grund gelaufen
(17.01.13) Der russische Frachter „Petrozavodsk“ ist am 4.2. in einem Eiskonvoi in der Taganrog Bucht auf dem Azov-Don Kanal auf der Fahrt von Rostov in die Türkei mit 3600 Tonnen Schrott an Bord auf Grund gelaufen. Er kam außerhalb des Fahrwassers fest, nachdem er eine Biegung zu spät genommen hatte. Alle Versuche, den Havaristen mit Eisbrechern und Schleppern wieder flottzumachen, scheiterten zunächst. Am 6.2. wurde begonnen, den Havaristen zu leichtern, doch am 16.2. lag er immer noch fest. Die „Petrozavodsk“, 4178 tdw (IMO-Nr.: 8933746), wurde 1990 erbaut und läuft für die Onegoship CJSC, Petrozavodsk. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker legte Rheinschleuse lahm
(17.01.13) Die Rheinschleuse bei Vogelgrun in der Nähe von Breisach wurde am 16.2. gegen Mittag durch eine Kollision schwer beschädigt. Weil die Schleuse bis in die Nacht unpassierbar blieb, wurde die gesamte Rheinschifffahrt bei Flusskilometer 224,54 komplett unterbrochen. Der unbeladene holländische Binnentanker "Ireen", 2870 ts (EU-Nr.: 02332901), der von Birsfelden kommend nordwärts unterwegs war, hatte um 12.10 Uhr zunächst die beiden Tore und dann das Mauerwerk der Schleuse gerammt. Schiff und Schleuse wurden dabei erheblich beschädigt. Grund der Havarie war, dass an dem erst drei Jahre alten Tanker das Bugstrahlruder ausgefallen war, so dass das Schiff in der schwierig zu navigierenden Schleuseneinfahrt manövrierunfähig wurde. Weil die zweite, größere Schleusenkammer derzeit wegen Reparaturarbeiten gesperrt ist, musste die gesamte Schifffahrt bis auf weiteres unterbrochen werden. In der Nacht zum 17.2. gelang es Mitarbeitern der französischen Eigentümerin der Anlage, der Edf, die Schleuse provisorisch soweit wieder in Gang zu setzen, dass der Schiffsverkehr wieder aufgenommen werden konnte. In etwa zwei Wochen sollen die Arbeiten an der großen Schleusenkammer abgeschlossen sein. Anschließend soll dann die jetzt beschädigte Schleuse repariert werden. Angaben über die genaue Höhe des Schadens an Schiff und Schleuse lagen zunächst nicht vor. Quelle: Tim Schwabedissen



Opfer von Hurrikan Irene zum Recyceln gebracht
(17.01.13) Das 31 Fuß lange Wrack des 1968 erbauten, einstigen Trainingsbootes der US Coastguard, die „Riverwatch“, wurde am 17.2. unter der Brücke der Route 7 in Belleville aus dem Passaic River geräumt, wo es im August 2011 von Hurrikan Irene gestrandet worden war. Die Arbeit dauerte sechs Stunden, ein Dutzend Männer der Passaic Valley Sewage Commission bargen das Wrack mit Bagger und Kran, ehe es auf einen Tieflader verfrachtet und zum Recyceln nach Newark gebracht wurde. Als das Boot verloren ging, war es in Charter der Montclair State University für eine Fischstudie auf dem Passaic River. Es hatte sich nicht in Sicherheit bringen können, weil die Brücken nicht geöffnet wurden, und landete auf Grund. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Mann von brennendem Kutter gerettet
(17.01.13) Nahe Liguanea Island, rund 50 Kilometer südwestlich von Port Lincoln, geriet am 16.2. der 18 Meter lange Kutter „Wyama“ kurz vor Mitternacht in Brand. Die Polizei und andere Kutter kamen der zweiköpfigen Crew zu Hilfe, die um 4.30 Uhr gerettet wurde. Das Schiff brannte weiter. Quelle: Tim Schwabedissen



Maltesischer Tanker verklappte Chemikalie in der Deutschen Bucht
(16.01.13) Die amerikanische Fähre "San Franciso" (MMSI-Nr.: 366963980) kollidierte am 16.2. um 16.30 Uhr in der San Francisco Bay mit einem Sportboot, dessen zweiköpfige Crew dabei schwer verletzt wurde. Die Coast Guard fand heraus, dass ein Traumamediziner und eine Krankenschwester auf der mit 500 Personen besetzten Fähre waren und brachte mit ihnen gemeinsam die beiden Bootsfahrer an Land. Hier flog ein Helikopter sie ins Krankenhaus. Das demolierte kleine Boot wurde von Rettern der Coast Guard ans Ufer gefahren. Es war offenbar mit hoher Geschwindigkeit gegen Golden Gate Ferry gekracht, die zur Pier 1 Embarcadero in San Francisco unterwegs war. Sie wurde nach der Kollision für den Rest des Tages aus dem Betrieb genommen und durch eine andere Fähre ersetzt. Die fünfköpfige Crew wurde routinemäßig auf Drogen und Alkohol untersucht. Das 51 Meter lange Schiff war von Sausalito nach San Francisco unterwegs gewesen, als sich die Kollision in der Raccoon Strait nahe Tiburon ereignete. Quelle: Tim Schwabedissen



Stürmische See zwingt Kranbargen zum Rückzug vom Tubbataha Reef
(17.01.13) Die Kranbarge "Smit Borneo" sollte nach dem Eintreffen der größeren „Jascon-25" Bergungsgerät für die Räumung der USS "Guardian" vom Tubbataha Reef auf diese übergeben. Die „Jascon 25“ war am 16.1. in Puerto Princesa eingetroffen und zollrechtlich abgefertigt worden. Danach war sie zum Roiff gefahren, doch dann verschlechterte sich das Wetter so, dass beide Bargen sich in die Princesa Bay zurückzogen, wo unter geschützteren Bedingungen der Transfer stattfinden sollte. Wann sie zum Riff zurückkehren können, war noch unklar. Eigentlich hatte die Räumung am 18.2. beginnen sollen. . Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgefahrene Stabilisatoren Schuld an Havarie der Finnarrow
(17.01.13) Am 16.2. um 6.13 Uhr erlitt die finnische Fähre "Finnarrow", 25996 BRZ (IMO-Nr.:9010814), Wassereinbruch in Holyhead. Das Schiff hatte wohl beim Einlaufen aus Dublin die Stabilisatoren nicht eingefahren und war damit gegen den Kai gestoßen, sodass der Rumpf aufgerissen wurde. Die "Finnarrow" war eingechartert worden, um die "Stena Nordica" zu ersetzen, die wiederum als Ersatz für die "Stena Europe" diente, als diese zur Überholung ins Dock ging. Die "Finnarrow" machte am Liegeplatz der Irish Ferries fest, wo die 77 Passagiere und 43 Mann Besatzung von Bord gingen. Danach wurde der Havarist untersucht. Er wird auf unabsehbare Zeit außer Betrieb bleiben. Quelle: Tim Schwabedissen



Zeltstadt an Deck (Bild: Kalin Hill)   Großbild klick!
Carnival Triumph-Passagiere im Bademantel an Land
(16.01.13) Am 15.2. verließen die letzten Passagiere der „Carnival Triumph“ New Orleans über den Louis-Armstrong-Flughafen. Etliche waren bereits tags zuvor per Bus dorthin gereist oder nach Galveston. Während der zweistündigen Fahrt von Mobile nach New Orleans brach ein Bus der leidgeprüften Passagiere zusammen.
Reisende eines anderen Busses beklagten verlorenes Gepäck. Damit ist eine Reise zu Ende, die von den einen als Alptraum bezeichnet wurde, von anderen als eine Art schmutziges Camping. Manche Eltern junger Mitreisender waren verzweifelt, ihre Kinder nicht über Handy erreichen zu können, einige der Urlauber küssten wie der Papst den Boden, als sie die Gangway überschritten hatten.
Als „Souvenir“ waren die Reisenden zuvor mit weißen Bademänteln ausgestattet worden. Eine warme Dusche und eine gute Mahlzeit waren die Wünsche vieler nach dem Landgang. So unterschiedlich aber wie die Charaktere von tausenden Reisenden, sind ohne Zweifel auch die Wahrnehmungen.
Sicher ist, diese Reise werden sie in Erinnerung behalten. Und sie wurde so gut dokumentiert wie kaum eine andere Kreuzfahrer-Havarie. So warf der Sender CNN alles in die Schlacht, was mobilisierbar war, und wurde angesichts dieses medialen Overkills mit anfänglich verschwommenen Bildern der Schiffssilhouette am Horizont unter Kollegen auch kritisiert. Allein die Quote rechtfertigte offenbar den Einsatz – der Sender kam dicht an die Konkurrenten von Foxnews heran. Derweil wurde die geräumte „Carnival Triumph“ vom Kreuzfahrerterminal zu einem nahen Werftplatz verschleppt. Hier gibt es, gleich ob das Schiff nun ein Höllenplatz oder einfach ein stinkender Ort war, eine Menge neben der Maschinenreparatur zu tun. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Kutter – drei Verletzte
(16.01.13) Der türkische Frachter „Lady Farhan“ kollidierte 22 Meilen vor Ezhimala in Kannur am 15.2. um 17.30 Uhr mit dem Kutter „Sania“. Drei der acht Mann Crew an Bord des Kutters wurden verletzt. Die „Lady Farhan“ war auf der Reise von Ezhimala nach Karwar in Karnataka. Der Kutter blieb fahrtüchtig. Quelle: Tim Schwabedissen



Kranbarge trifft am Tubbataha Reef ein
(16.01.13) Der Abbruch des gestrandeten Minensuchers USS „Guardian“ soll nun am 18.1. beginnen. Die Kranbarge „Jascon 25“ wurde am 16.2. um 23 Uhr am Tubbataha Reef erwartet- Der Minensucher wurde in der Zwischenzeit bestmöglich zum Verschrotten vorbereitet. Alles, was entfernt werden konnte, wurde von Bord geholt. Darunter befanden sich Maschinengewehre, kleine Geschütze und Munition. Auch die“ Trabajador 1“ der Malayan Towage and Salvaging Corp und die „Vos Apollo“ aus Malaysia sowie die USNS „Salvor“ und die „Romblon“ der philippinischen Küstenwache sind vor Ort. Die abgeschnittenen Teile sollen zunächst auf der „Vos Apollo“ gelagert und dann mit einer Barge aus Subic Bay abtransportiert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Geborgener Bulker am Kai in Tripolis
(16.01.13) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier „Tasman Sea“, der am 26.1. in Tripolis gestrandet war, wurde, nachdem Bergungsversuche durch Hafenschlepper fehlschlugen, durch die. Smit Salvage wieder flottgemacht. Am 16.2. lag das Schiff am Kai in Tripolis. Die „Tasman Sea“, 28456 tdw (IMO-Nr.: 9218064), wurde 2001 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Containerfrachter wieder in Fahrt
(16.01.13) Der liberianische Containerfrachter „Deva“, der beim Auslaufen aus Alexandria am 3.2. auf Grund gelaufen war und bei Tonne 4 festsaß, verließ nach seiner Bergung den Hafen erst am 14.2. wieder. Die „Deva“, 50828 tdw (IMO-Nr.: 9278105), hat eine Containerkapazität von 4300 TEU und wurde 2004 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Rheinbrücke
(16.01.13) Nach dem Ausfall der Ruderanlage hat ein Binnenschiff am 15.2. auf dem Rhein bei Mannheim und Ludwigshafen eine Brücke gerammt. Der unbeladene Frachter schlug leck, die Crew konnte das Wasser aber abpumpen und das Schiff am Rheinufer vertäuen. Der Schaden am Schiff belief sich auf rund 40 000 Euro, der an der Brücke auf 20 000 Euro. Die Statik der Brücke, die Mannheim und Ludwigshafen verbindet, wurde nicht beeinträchtigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf Unterweser
(16.01.13) Bei dichtem Nebel kollidierte am 15.1. gegen 13 Uhr der unter Antigua-Flagge laufende Frachter "Helga", 1472 BRZ (IMO-Nr.: 8402577), mit dem ebenfalls unter Antigua-Flagge registrierten Frachter "Wittenbergen", 2381 BRZ (IMO-Nr.: 9014676), auf der Unterweser. Die "Wittenbergen" verholte vom Anleger SB III in Brake an die Nordpier des Hafens und fuhr dabei dicht unter Land Richtung Norden. Da der Kapitän die Strömungsgeschwindigkeit der auflaufenden Tide unterschätzte, drehte das Schiff nach Steuerbord und geriet dabei ins Fahrwasser. Die dort in Richtung Bremen fahrende „Helga“ konnte nicht mehr ausweichen, beide Schiffe wurden leicht beschädigt. Die Wasserschutzpolizei Brake nahm die Unfallermittlungen auf. Da die „Helga“ aber weiter nach Bremen gefahren war, übernahm die Wasserschutzpolizei Bremen einen Teil der Ermittlungen. Der Kapitän der „Wittenbergen“ musste eine Sicherheitsleistung für die zu erwartende Geldbuße hinterlegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Eiltank demolierte Huntepegel
(16.01.13) Am 15.1. um 7.30 Uhr rammte der deutsche Binnentanker "Eiltank 6", 1685 ts (EU-Nr.: 04806410, CS: DJ2770), die Pegelanlage einer Huntebrücke. Der Schaden an der technischen Anlage bewegte sich im fünfstelligen Eurobereich. Der Steg, an dessen Ende sich ein gewässerkundlicher Pegel befindet, wurde um fast 45 Grad abgeknickt. Die genaue Schadenshöhe wurde noch durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen ermittelt. Ursache der Kollision war ein Manövrierfehler des Kapitäns des flussabwärts fahrenden Schiffes. Bei dem Zusammenstoß wurden die Reling sowie ein Positionslicht an Backbordseite beschädigt. Der Unfall wurde bei einem anschließenden Stopp in Elsfleth aufgenommen. Nachdem das Schiff mit einer neuen Positionslampe auf der Backbordseite ausgestattet wurde, durfte es Fahrt nach Bremen fortsetzen können. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Brake dauerten noch an. Quelle: Tim Schwabedissen



Maltesischer Tanker verklappte Chemikalie in der Deutschen Bucht
(16.01.13) Am 15.02. wurde durch Beamte der Wasserschutzpolizei Stade der unter Malta-Flagge laufende Chemikalientanker "Cevdet A", 7244 BRZ (IMO-Nr.: 9474450), in Bützfleth auf die Einhaltung von internationalen Meeresumweltschutzvorschriften hin kontrolliert.
Bei den Ermittlungen an Bord des Schiffes wurde festgestellt, dass es vom 13. auf den14.02. eine Verklappungsfahrt in der Deutschen Bucht durchgeführt hat. Zunächst hatte es in dem Seehafen von Stade einen Teil seiner Ladung erhalten, dann aber stellte der Versender der Ladung fest, dass diese von Tankrückständen des Schiffes verunreinigt wurde. Das Beladen wurde daraufhin gestoppt, und das Schiff musste nun die verunreinigte Ladung an Bord zwischenlagern.
Bei der anschließenden Reinigung der Tanks fielen 429 Liter Rückstände reiner Natronlauge an, die von dem Schiff unerlaubt in einem Bereich von 30 bis 40 Seemeilen nordwestlich von Helgoland in die Nordsee eingeleitet wurden. Die Chemikalie hat in Tidegewässern eine toxische Wirkung und gilt als wassergefährdender Stoff. Zur Sicherung des Strafverfahrens musste von dem türkischen Kapitän und dessen Leitenden Offizier eine Gesamtsicherheit in Höhe von 8800 EUR erbracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Finnarrow in Dublin leckgeschlagen
(16.01.13) Am Vormittag des 16.2. kollidierte die finnische Fähre "Finnarrow", 25996 BRZ (IMO-Nr.:9010814), als sie von Holyhead kommend nach Dublin einlaufen wollte, mit dem Kai des Fährterminals. Das Schiff wurde unterhalb der Wasserlinie aufgerissen und erlitt Wassereinbruch. Auch kam es wohl zu einem Feuer im Maschinenraum. Es kam zu Beeinträchtigungen des Fährverkehrs im Hafen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Carnival Triumph" wird in den Hafen eingeschleppt
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”Sweet Home Alabama” – Odyssee der “Carnival Triumph” beendet
(15.02.13) “Sweet Home Alabama”, erscholl es am Abend des 14.2. von den Decks der "Carnival Triumph", als diese endlich in den Hafen von Mobile einlief, und auch das Schiffstyphon war in der Lage, das Ende der Odyssee im Golf von Mexiko mehr als 100 Stiunden nach dem Auslaufen aus Cozumel lautstark zu untermalen. Erleichterung machte sich bei den wartenden Angehörigen am Kreuzfahrt-Terminal breit, und auch bei den Passagieren stieg die Laune mit jedem Meter, den es näher zum Ziel ging. Zuvor hatten Besatzungsmitglieder bereits die Decks aufgeklart und die Matratzen und Behelfszelte, in denen viele die vergangenen Nächte an Deck verbracht hatten, abgeräumt, und auch unter Deck so gut wie möglich Klarschiff gemacht.
Auch eine verbesserte Ernährungslage hatte die letzten Stunden auf dem Schiff etwas erleichtert, nachdem ein von der US Coastguard per Helikopter an Bord gebrachter Generator seinen Dienst aufgenommen hatte. Die Küstenwache war seit dem 10.2. erst mit der 87 Fuß langen "Vigorous” aus Cape May, dann mit einem MH 60 des Coast Guard Aviation Training Center Mobile, dem 87 Fuß langen Patroullienboot "Stingray" , drei 45-Fuß-Booten der Station Dauphin Island, einem Boot der Coast Guard Station Pascagoula sowie dem Coast Guard Gulf Strike Team vor Ort gewesen.
Die Crew der „Vigorous“ hatte einen Dialyse-Patienten auf die "Carnival Legend" übergesetzt und den Havaristen dann bis zum Hafen eskortiert. Am Nachmittag des 14.2. war noch eine Evakuierung von Nöten, eine Frau hatte einen Herzanfall erlitten und musste nach Dauphin Island zur medizinischen Versorgung gebracht werden. Dabei hatten die letzten 30 Meilen sich nochmals mehrere Stunden hingezogen.
Bereits in Sichtweite der Küste war um 12.30 Uhr die Schlepptrosse der “Resolve Pioneer" am Bug gebrochen, als sich das Schiff mit fünf Knoten dem Hafen näherte. Daraufhin musste der Schleppzug stoppen, bis das Geschirr wieder aufgeriggt und der Standby-Schlepper „Roland A. Falgout“ den Havaristen am Haken hatte, während die "Dabhol" als Heckschlepper fungierte. Doch kaum war wieder Fahrt aufgenommen worden, brach die Trosse erneut, und erst gegen 14 Uhr konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Um den nicht unkomplizierten Zufahrtskanal hinein nach Mobile zu bewältigen, wurden von dort noch zwei weitere Assistenzschlepper zugeordnet. Hubschrauber kreisten über dem Schleppzug und filmten an der Reling aufgehängte Laken, auf denen Passagiere "Help", „SOS“ oder "I love you" aufgemalt hatten.
Um 21.30 Uhr brachte die „Roland Falgout" den Havaristen mit Unterstützung der vier weiteren Schlepper an den Kai Alabama Cruise Terminal, was ohne die Unterstützung durch den Antrieb der „Carnival Triumph“ nochmals ein mühseliges Unterfangen war. Sobald das Schiff fest war, ging Gary Cahill, Präsident von Carnival Cruises, an Bord, um sich persönlich bei den Passagieren für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.
Um 10.15 Uhr ging dann der erste Fahrgast über die Gangway an Land, wo Boardingteams der Küstenwache nochmals bei der Passkontrolle und Einreise assistierten, ehe Heerscharen von Reportern sich begierig auf die Passagiere stürzten, um neue Unappetitlichkeiten über das, was sie zuvor bereits als Höllenfahrt“ oder „Alptraumreise“ eingeordnet hatten, in die Welt zu verbreiten. Am Ende der langen, beschwerlichen Reise hieß es dann schon wieder: „Happy V(alentine) Day“. Inzwischen ist das Schiff geräumt, und der Transfer nach New Orleans hat begonnen, soweit die Gestrandeten nicht gleich von Verwandten oder Freunden in Empfang genommen wurden. Die Crew der „Carnival Triumph“ wird während der nun anstehenden Reparaturarbeiten in Hotels in Mobile untergebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



"Niledutch Cape Town" (Bild: Aad Norland)   Großbild klick!
Niledutch Cape Town wird in Kapstadt repariert
(15.02.13) Am 14.2. gegen 11 Uhr wurde der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Niledutch Cape Town", 25624 BRZ (IMO-Nr.: 9158513), in den Hafen jener Stadt bugsiert, nachdem er benannt ist. Der ebenfalls unter Antigua-Flagge laufende Schlepper “Fairplay 30" bugsierte ihn zur örtlichen Werft, wo ein Brandschaden repariert werden soll. Auf der "Niledutch Cape Town" war am 5.1. auf Reede von Luanda ein Feuer ausgebrochen. Die Crew konnte es löschen, danach wurde das Schiff in Lunada entladen und die "Fairplay 30" gerufen, um den Havaristen am 12.2. auf den Haken zu nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision bei Dorsten
(15.02.13) Auf dem Wesel-Datteln-Kanal bei Dorsten ist am Abend des 13.2. der deutsche Binnentanker "Schloss Schönbrunn", 1663 ts (EU-Nr.: 04807250), mit dem holländischen Binnenschiff "Julien", 2821 ts (EU-Nr.: 02320761), kollidiert. Der unbeladene Tanker war unterwegs zum Rhein, als er gegen 18.50 Uhr bei Kanalkilometer 28 über die Fahrwassermitte hinaus geriet und mit dem Entgegenkommer, der gerade erst einen Werftaufenthalt von mehr als einem Monat beendet hatte und sich auf der ersten Reise befand, zusammenstieß.
Dem frontalen Aufprall folgte auch noch ein Zusammenstoß mit den Achterschiffen. Die „Schloss Schönrunn" schlug leck und verlor eine geringe Menge Dieselöl. Beide Schiffe wurden am Ufer festgemacht, während die Feuerwehr von Dorsten sie sicherte. Die „Julien“ durfte nach einer Reparatur ihre Fahrt am Vormittag des 14.2. fortsetzen. Der Rudergänger der „Schloss Schönbrunn“ erklärte zum Unfallablauf, wegen eines technischen Defekts am Bugstrahlruder nicht mehr ins Fahrwasser zurück gekommen zu sein. Das Schiff wurde bis zur Reparatur mit einem Fahrverbot belegt. Der Sachschaden betrug rund 40000 Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen



Arbeiter bei Kentern eines Arbeitsbootes in Kiel-Holtenau unter Rumpf geraten
(15.02.13) Am 13.2. um 09:47 Uhr kenterte beim Auslaufen aus der Großen Nordschleuse Kiel-Holtenau ein an einem Schleppverband angehängtes offenes Arbeitsboot. An Bord befand sich ein Arbeiter, der bei dem Unfall unter das Boot geriet. Er konnte sich aus eigener Kraft auf die Reibhölzer retten. Sicherheitshalber wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, konnte dieses aber schon nach kurzer Zeit wieder verlassen. Ursache für den Unfall war nach ersten Erkenntnissen vermutlich ein zu starkes Anziehen des Schleppers, wodurch das Arbeitsboot über das Heck voll Wasser lief und sank. Das Boot wurde unmittelbar nach dem Unfall geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kulluk kann die Kiliuda Bay verlassen
(15.02.13) Der amerikanische Ankerziehschlepper "Nanuq", 3575 BRZ (IMO-Nr.: 9382841), wird in Kürze das beschädigte Rig “Kulluk" aus der Kiliuda Bay auf Kodiak Island nach Dutch Harbor eskortieren. Dies wird der erste Schritt sein, es in eine asiatische Werft zu bekommen, wo die Schäden der STrandung am 31.12. repariert werden sollen. Diese Entscheidung fiel, nachdem Det Norske Veritas (DNV) festgestellt hat, dass die “Kulluk" strukturell intakt und stabil genug für eine Verschleppung ist. Shell erhielt eine DNV Class Certification und die Genehmigung des Flaggenstaats für die Operation. Damit wurde am 13.2. auch die Arbeit des Unified Command beendet, und das Personal von Coast Guard und Shell kehrte zu seiner normalen Tätigkeit zurück.
Die Coast Guard wird aber aauch das weitere Vorgehen überwachen, wenn die “Kulluk” endgültig freigegeben ist. Nach Wochen intensiver Begutachtung und Analyse ist klar, dass der innere Rumpf des Rig intakt geblieben ist, und nur die äußere Hülle bei der Strandung Schäden genommen hat. Außerdem gab es Seeschlagschäden an Aufbauten, durch die es zu Wassereinbrüchen und daraus resultierend Schäden an technischen Einrichtungen kam. Fenster und Luken wurden von Brechern eingeschlagen. Drei Schlepper sollen binnen 10 Tagen die “Kulluk” nach Dutch Harbor bringen, wo sie zum weiteren Transport auf einem Schwerlastschiff vorbereitet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter geleichtert und flott
(15.02.13) Der unter Bahamas-Flagge laufende Frachter "Fortuna" konnte mit der Mittagsflut des 14.2. von der Untiefe am Fahrwasser zwischen Bandholm und Askø befreit werden. Der Schlepper „Sontinja" zog ihn gegen Mittag herunter, und um 12.15 Uhr machte der Havarist in Bandholm fest, wo er nun von Tauchern untersucht wird. Das Ölbekämpfungsschiff „Marie Miljø" blieb ebenfalls auf standby in Bandholm.
Quelle: Tim Schwabedissen



”Emma Maersk” wird in Europa repariert
(15.02.13) Der dänische Containerfrachter "Emma Maersk" soll in Kürze vom Suez Canal Container Terminal in Port Said zu einer europäischen Reparaturwerft geschleppt werden. Am 11.2. wurde der letzte der 6,425 Frachtcontainer gelöscht. Andere Schiffe der Maersk-Reederei übernahmen den Weitertransport, darunter die "Maersk Kotka" und "CC Medea".
Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter von Hafengemeinschaft geborgen
(15.02.13) Der am 24.1. in einem Sturm in der Whisper Bay losgerissene und gestrandete Kutter “Echo” wurde in Abwesenheit des Besitzers von Anwohnern wieder flottgemacht. 20 Menschen zogen das Schiff in der vergangenen Woche mit vereinter Kraft von den Felsen. Zuvor hatten sie in einer wetterbedingten Zwangspause alles dafür vorbereitet, bis der Wasserstand endlich passte. Am 7.2. gab es das “Go”, und nach mehreren Fehlversuchen gelang es, das Boot wieder freizubekommen und zum Edges Boat Yard zu bringen. Am 25.2. soll der Kutter wieder fahrbereit sein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Holländischem Binnenschiff droht nach Kollision der Totalverlust
(15.02.13) Das holländische Binnenschiff “Bever", 575 ts (ENI-Nr.: 02322555), droht nach seiner Kollision mit einer Containerbarge auf Höhe der Brienenoord Brücke auf der Neuen Maas am 12.2. ein konstruktiver Totalverlust zu werden. Es war auf der Fahrt von Mol nach Schiedam mit einer Ladung Sand mit dem Containerfrachter, der von Rotterdam nach Alphen am Rhein unterwegs war, am frühen Morgen zusammengestoßen. Dabei wurde das Ruderhaus der „Bever“ komplett zerlegt, und es kam zu Wassereinbruch im Achterschiff. Eine halbe Tonne Dieselöl lief aus dem Havaristen aus. Die Schiffsversicherung untersucht den Schaden zwar noch, doch die Chancen auf eine Reparatur des betagten Binnenschiffes stehen wohl nicht allzu gut. Der Containerfrachter wurde nur geringfügig beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Strömung und falsche Beladung wurden “Waldhof” zum Verhängnis
(15.02.13) Der deutsche Binnentanker "Waldhof" war falsch beladen und zu schnell in einer Rheinkurve unterwegs, als er am 13.1.2011 bei St. Goar kenterte. Dies besagt der Abschlussbericht der Bundesanstalt für Wasserbau, der am 14.2. publiziert wurde. Wochenlang hatten mehrere hundert Einsatzkräfte gegen eine drohende Umweltkatastrophe gekämpft, die durch die Schwefelsäureladung drohte.
Ein Teil der Säure floss bereits kurz nach der Havarie in den Rhein, während der 32-tägigen Bergung wurden zusätzlich etwa 1500 Tonnen Schwefelsäure kontrolliert in den Fluss geleitet. Ein Besatzungsmitglied wurde nach dem Aufrichten des Schiffes tot im innern gefunden, ein zweites blieb trotz groß angelegter Suchaktionen bis heute vermisst. Noch während die Bergung des Tankers hatte das Bundesverkehrsministerium die Kommission eingesetzt.
Zentrales Ergebnis deren Arbeit war, dass die Stabilitätskriterien für die Ladung der "Waldhof" zum Ladezeitpunkt nicht eingehalten wurden. In den nur halb gefüllten sieben Tanks des 110 Meter langen Schiffes befanden sich insgesamt 2400 Tonnen Schwefelsäure, die in Bewegung geraten konnten.
Für die Analyse des Unfallgeschehens war der Schiffführungssimulator der Bundesanstalt für Wasserbau in Karlsruhe entscheidend, der die Fahrt der "Waldhof" rekonstruierte. Auslöser der Kenterung war am Ende die Begegnung mit einem Entgegenkommender und das daraus resultierende Ausweichmanöver mit hoher Fahrt in einer Kurve bei Hochwasser. Die "Waldhof", die in der rechten Fahrrinne bleiben musste, hatte eine hohe Geschwindigkeit als Folge der starken Strömung. In der Kurve mit ihrem engen Radius wirkten nun deutlich höhere Querkräfte und Querbeschleunigung auf das Schiff. Das 22 Meter tiefe Wasser wollte dort weiter geradeaus fließen und wirbelte dann auf.
Die Kombination aus falscher Beladung und einem individuellen Fahrfehler sah die Untersuchungskommission als Ursache der dann erfolgten Kenterung und von daher keine Notwendigkeit, die grundsätzliche Bauart von Tankschiffen wie der "Waldhof" infrage zu stellen. Allerdings sollten Situationen wie das Unglück an der Loreley künftig in die die Schiffsführerausbildung einfließen. Die "Waldhof" ist heute als „Auriga“ auf dem Rhein unterwegs für die Duisburger Reederei Lehnkering. Um weitere derartige Unglücke zu verhindern, ist seit 2013 für jedes Schiff ein Ladungsrechner an Bord Pflicht. Er zeigt an, welche Wirkungen die Ladung für die Stabilität des Frachters oder Tankers haben könnte. Mit diesem Instrument ist inzwischen auch die „Waldhof“ ausgestattet.
Eine weitere Forderung ist, dass alle Rheinschiffe mit AIS ausgerüstet werden sollten. Dann können sich Schiffsführer vor allem in Kurven besser auf kritische Situationen einstellen. Der Bericht der Kommission stellt auch eine Grundlage für die rechtliche Bewertung des Unglücks dar. Die Staatsanwaltschaft Koblenz sucht noch nach Verantwortlichen für den Tod zweier Crewmitglieder sowie die gewaltigen Schaden für Umwelt und Wirtschaft.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän der “Queen of the North” wegen unbotmäßigen Verhaltens gefeuert
(15.02.13) Beim Hearing zum Untergang der Fähre “Queen of the North” sagte Kapitän Colin Henthorne aus, er sei nicht wegen des Untergangs von B.C. Ferries gefeuert worden, sondern wegen dem, was er in der Untersuchung nach dem Schiffbruch äußerte. Darin war ihm die Frage gestellt worden, ob er jemals zuvor Sicherheitsbedenken gehabt habe. Und seine Antwort war, ja, die letzten 17 Jahre, eine lange Liste.
Er habe aber nie befriedigende Antworten erhalten. Die Reederei sagte danach aber, kein Vertrauen mehr in ihn zu haben. Das Navigationssystem der Fähre hatte wohl gravierende Mängel, so gab es Probleme mit der elektronischen Seekarte, deren Akuratesse immer wieder in Frage stand und die zu Diskussionen an Bord führte. Als das Schiff einmal in Prince Rupert lag, zeigte die Karte es drei Meilen entfernt. Auch das neue digitale Radarsystem hatte Probleme. Das alte analoge System sei zuverlässiger gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bounty war grunsätzlich stabil, als sie sank
(15.02.13) Der Manager des Boothbay Harbor Shipyard in Maine, der auf der “Bounty” Wochen vor ihrem Untergang gearbeitet hatte, sagte, er wäre mit ihr niemals in einen Hurrikan gefahren. Wenn die “Bounty” in vertretbaren Wetterbedingungen unterwegs gewesen wäre, würde sie heute in St. Petersburg, Florida, sicher vertäut liegen. Die „Bounty” war seit 2001 insgesamt für drei Millionen Dollar wiederholt repariert worden und sei nach monatelanger Überholung im vorangegangenen Herbst eigentlich in einem guten Zustand gewesen.
Da aber vieles noch im Original erhalten gewesen sei, habe es sich strukturell natürlich um ein 50 Jahre altes Schiff gehandelt, dessen Kiel z.B. rund 20 Zentimeter Spiel hatte. Dies sei aber kein Sicherheitsrisiko gewesen. Als Jackomovicz erstmals 2001 an Bord war, sei er erstaunt gewesen, wie viel Wasser die „Bounty“ machte. Sie habe geleckt wie ein Sieb. Als der neue Besitzer Robert Hansen aus New York dies sah, sei seine Kinnlade heruntergefallen. Jackomovicz bestätigte, dass Captain Robin Walbridge von 114 Litern Wasser pro Stunde gesprochen habe.
Als die “Bounty” aus dem Wasser gezogen wurde, seien unglaubliche Wassermengen ausgelaufen. Der Schiffsboden sei total verwurmt gewesen nach einer Serie von Wintern in Florida. Doch Hansen war einverstanden, das Notwendige zu tun, und die Werft ersetzte alle Planken unterhalb der Wasserlinie mit weißer Eiche. Die Spanten seien in Ordnung gewesen und blieben zu 90 Prozent unbearbeitet. Die nächste Überholung im Mai 2006 dauerte rund ein Jahr. Damals wurde die Beplankung über der Wasserlinie ausgetauscht und 25-30 Tonnen Ballast in den Kiel eingebracht.
Im September 2011 war Jackomovicz geschockt vom Zustand des Holzes oberhalb der Wasserlinie, das erst fünf Jahre zuvor eingebaut worden war. Doch auch aus der Sicht von Jackomovicz wäre es grundsätzlich vertretbar gewesen, es bei der nächsten planmäßigen Überholung 2013 auszutauschen. Die „Bounty“ sei massiv gebaut gewesen und habe einen gewissen Verrottungsgrad aushalten können. Die Bilder des sinkenden Schiffes zeigen ebenfalls, dass sie in einem Stück war, als sie unterging, was für ihre strukturelle Integrität sprach.
Quelle: Tim Schwabedissen



Versorger krachte gegen Mole in Peterhead
(15.02.13) Der unter Malta-Flagge laufende Offshore-Versorger “North Sea Giant", 18151 BRZ (IMO-Nr.: 9524073), kollidierte am 6.2. um 12.45 Uhr mit einem Wellenbrecher vor dem Hafen von Peterhead in Schottland. Der Unfall ereignete sich bei stürmischer See und starkem Wind, der das Schiff gegen die Nordmole trieb. Dabei wurde die Steuerbordseite an zwei Stellen jeweils bis zu sechs Metern weit aufgerissen. Danach verblieb das Schiff bis zur Wetterberuhigung vor dem Hafen. Das schlechte Wetter hatte auch die Aufnahme eines Lotsen verhindert. Nachdem das Schiff im Hafen war, wurde mit provisorischen Reparaturen begonnen. Die „North Sea Giant" ist unter Vertrag der Technip Norge.
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote und fünf Vermisste auf Yangtse
(15.02.13) Drei Menschen kamen ums Leben, fünf weitere wurden vermisst, nachdem am 12.2. um 15.15 Uhr eine Fähre mit einem Frachter auf dem Yangtse-Fluss in der Zentralprovinz Hubei kollidierte. Die Fähre kreuzte den Fluss südwärts vom Jianli County in den Yunxi District mit Ziel Yueyang City in der Hunan Provinz. Das Schiff war für 20 Passagiere ausgelegt und hatte 14 Personen, alle aus dem Yunxi Distrikt, an Bord, die nach der Kollision ins Wasser stürzten. Patroullienboote und fünf weitere Schiffe bargen neun von ihnen, allerdings waren drei schon tot.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fortuna (Bild: NSSR)   Großbild klick!
Fortuna wieder mal im Pech
(14.02.13) Am 13.2. um 00.15 Uhr lief der unter Bahamas-Flagge registierte Frachter “Fortuna", 2446 BRZ (IMO-Nr.: 9051210), bei Bandholm Rende zwischen Askø und der Ansteuerung von Bandholm auf Grund. Das dänische Patroullienboot "Nymfen" wurde zur Unglücksstelle geschickt, um mögliche Ölverschmutzungen zu kontrollieren, ebenso vorsorglich das Ölbekämpfungsschiff "Marie Miljø". Es wurden aber keine Verschmutzungen entdeckt.
Ein erster Bergungsversuch mit der Morgenflut des 13.2. schlug fehl, und es wurde beschlossen, die Ladung, die aus 3000 Tonnen Kies bestand und von Rønne nach Bandholm bestimmt war, teilweise zu leichtern. In den Abendstunden wurde begonnen, sie auf die "Sandholm" umzuladen.
Diese Arbeit dauerte aber so lange, dass das Nachthochwasser nicht für einen weiteren Bergungsversuch genutzt werden konnte. Mit der Mittagsflut des 14.2. sollte das Schiff nun flottgemacht werden und dann nach Bandholm einlaufen, wo Taucher den Rumpf auf Schäden untersuchten. Eine vertriebene Fahrwassertonne könnte möglicherweise die Ursache der Havarie sein. Die "Fortuna" war in der Vergangenheit bereits mehrfach in Havarien verwickelt. So kollidierte sie am 20.6.2012 beim Einlaufen in Falkenberg mit einem Sportboot, das Wassereinbruch erlitt.
Gravierender war eine Strandung vor Hellvik im Egernsund in der Nacht zum 30.3.2012. Das Schiff war bei starkem Nordwestwind auf eine Sandbank gedrückt worden und leckgeschlagen. Der Schlepper „Achiilles“ sowie das Rettungsboot „Peter Henry von Koss“ zogen den Havaristen im Tagesverlauf von der Untiefe vor Sauodden. An jenem Tag war das Schiff mit 3200 Tonnen Kies an Bord nach. Kjøge bestimmt gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker trieb mit Maschinenschaden vor Okushiri
(14.02.13) Der russische Tanker “Marine Alliance” erlitt am 7.2. Maschinenausfall vor der japanischen Küste. In rauer See treib das Schiff auf die Insel Okushiri nördlich der Straße von Tsugaru zu. Ein japanischer Bergungsschlepper nahm den Havaristen am 8.2. auf den Haken und brachte ihn am 11.2. nach Hokkaido ein. Die „Marine Alliance“, 4999 tdw (IMO-Nr.: 9102801), wurde 1994 erbaut und läuft für die Delt Joint Stock Navigation in Wladiwostok.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker lief in Ust-Luga auf Grund
(14.02.13) Am 10.2. lief der zyprische Chemikalientanker “Baltic Marshall” während eines Wendemanövers im Hafen von Ust-Luga nach einem Ruderausfall auf Grund. Das Schiff stand unter Lotsenberatung, als der Bodenkontakt erfolgt. Mithilfe von Schleppern wurde der Tanker an den Kai gebracht. Es wurde festgestellt, dass außer dem Ruderschaden keine weiteren Schäden entstanden waren. Die „Baltic Marshall”, 37304 tdw (IMO-Nr.: 9314832), wurde 2006 erbaut und hat als Manager das Scorpio Commercial Management SAM in Monaco.
Quelle: Tim Schwabedissen



Alptraumfahrt der “Carnival Triumph” kurz vor dem Ende
(14.02.13) Ein MH-60-Helikopter des Coast Guard Aviation Training Center Mobile transportierte am Nachmittag des 13.2. rund 1,5 Tonnen Ausrüstung, darunter auch einen Generator und Kabel, von dem amerikanischen Versorger “Lana Rose” (MMSI-Nr.: 367137210) zur “Carnival Triumph“ im Golf von Mexiko.
Das Schiff stand zu der Zeit 108 Meilen südlich von Der Generator sollte die Energieversorgung an Bord unterstützen. Da das vorrangige Interesse der Aufrechterhaltung der Schiffssicherung galt, konnten aber weiterhin keine umfassenden Verbesserungen des Passagierkomforts erreicht werden.
Am 13.2. wurde aus Port Fourchon auch ein dritter Schlepper in Marsch gesetzt, der am Abend am Havaristen eintraf. Während der Nachtstunden musste der Schleppzug rund 50 Meilen vor Dauphin Island warten, um mit Tagesanbruch des 14.2. die letzte Etappe durch die Mobile Bay zu starten. Von Mobile aus sollten die Passagiere per Bus nach New Orleans gebracht werden, wo 1.500 Hotelzimmer reserviert wurden.
Am folgenden Tag begann der Rückflug mit Charterflugzeugen nach Houston. Es bestand auch die Möglichkeit, direkt Busse nach Galveston oder Houston zu nehmen. Carnival Cruises bezeichneten die Bedingungen an Bord als eine große Herausforderung, dementierten aber gleichzeitig Berichte von Fäkalien, die die Wände herunterliefen, oder Auseinandersetzungen ums Essen. Alle 23 öffentlichen Bäder waren inzwischen nutzbar, ebenso etliche Passagierkabinen im Vor- und Mittschiffsbereich, wo auch die Toiletten funktionierten. Alle Fahrten bis zum 13.4., insgesamt 14 Reisen mit über 40.000 Passagieren, wurden derweil bereits abgesagt. Ein Zeitplan für eine Reparatur sollte auf der Basis der Untersuchungen nach dem Einlaufen erarbeitet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Spanten der “Bounty” waren verrottet
(14.02.13) Die Spanten der 1962 erbauten “Bounty” waren in einem unbekannten Umfang verrottet, als sie vor North Carolina im Hurrikan Sandy sank. Dies sagte ein Mitarbeiter des Boothbay Harbor Shipyard in Maine bei der Anhörung zu dem Unglück am 13.2. aus. Er sagte, er habe Robin Walbridge auf den Zustand aufmerksam gemacht, als auf der Werft etliche Planken ausgewechselt wurden. Ihm habe die Entdeckung große Sorgen gemacht. Auch der Kapitän war entsetzt. Die schadhaften Stellen seien aber am Ende einfach übermalt worden.
Das Holz zu ersetzen wäre erheblich teurer und aufwändiger gewesen. Deshalb sei Kosakowski besorgt gewesen, als das Schiff die Werft verließ, und er habe Walbridge empfohlen, stürmisches Wetter zu vermeiden. Von Maine hatte die “Bounty” kurs auf New London, Connecticut genommen, wo eine Fahrt für Seeleute der dortigen U-Boots-Basis durchgeführt wurde und ein Treffen mit einem potentiellen Käufer stattfand, bevor die Reise weiter nach Florida und direkt in die Fänge des Hurrikans ging. Vor dem Auslaufen hatte der Kapitän Kosakowski gesagt, dass er dem Schiffseigner Robert Hansen geraten hatte, das Schiff so schnell wie möglich loszuwerden. Dies geschah dann allerdings auf gänzlich andere Weise als geplant.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gefeuerter B.C.-Ferries-Kapitän rekapituliert Untergang seines Schiffes
(14.02.13)Kapitän Colin Henthorne von der “Queen of the North”, der Freiwache hatte, als sein Schiff verunglückte, wurde nicht von der Havarie selbst, sondern von einem Hämmern an seiner Kabinentür geweckt. Ein Besatzungsmitglied rief ihn auf die Brücke. Er konnte den Grund für dessen Panik nicht herausbekommen, bis er fast angezogen war. Noch bevor er in den Schuhen war, rammte die Fähre die Felsen vor Gil Island. Henthorne eilte auf die Brücke, wo Alarme sich aktiviert hatten und die Offiziere bereits ihre Positionen einnahmen.
Ob Wachoffizier Lilgert auf der Brücke war, erinnerte er nicht. Er kontrollierte als erstes das Radar und sah, dass sein Schiff extrem dicht unter Land war. Ringsum war nur Dunkelheit, nur ein kleines weißes Licht, das wohl von einem Boot stammte, war in einigen Meilen Entfernung zu sehen. Als nächste Maßnahme erfolgte eine Durchsage an alle Passagiere und Besatzungsmitglieder, sich sofort zu den Rettungsstationen zu begeben. Es galt dann herauszufinden, wie das Schiff gerettet oder zumindest Zeit gewonnen werden könnte.
Dazu mussten die beiden Schotten im Unterdeck im Maschinenraum geschlossen werden. Mehrfach versuchte Henthorne die Ingenieure zu kontaktieren, um sich zu vergewissern, dass dies geschehen war und dass niemand dabei verletzt wurde. Es gab aber keine Reaktion von unten. Dann ließ er die Anker fallen, denn die Fähre saß immer noch auf Grund und könnte so von einem Abtreiben in tiefes Wasser bewahrt werden. Dies war allerdings bereits der Fall, das Schiff driftete in den Wright Sound, und die Anker waren nutzlos. Crew und Passagiere waren unterdessen auf dem Weg zu den Rettungsstationen. Die Boote und Inseln wurden beladen und ausgesetzt.
Während die Evakuierung voranschritt, informierte ein Besatzungsmitglied, dass das Schiff bereits bis auf Höhe der Scheuerleiste unter Wasser lag. Hier befand sich das Wagendeck, und von dort an gab es keine wasserdichten Abteilungen mehr. Dies bedeutete, dass es keine Rettung für das Schiff mehr gab. Henthorne rannte auf und ab, um nach Passagieren zu suchen, blickte auch in Kabinen, und sprang schließlich in das letzte Boot, das die Fähre verließ. Während der ganzen Zeit hatte die Crew versucht, Zählungen durchzuführen und gaben diese Zahlen an den Kapitän durch, doch diese variierten zwischen 99 und 103. An Bord waren 101 Menschen gewesen. Am Ende wurden 99 Menschen gerettet. Die Passagiere Gerald Foisy und Shirley Rosette wurden nie wieder gesehen. Henthorne wurde nach dem Untergang von B.C. Ferries entlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Umstände des Auslaufens der “Lyubov Orlova” werden untersucht
(14.02.13) Das Transportation Safety Board of Canada wird eine formelle Untersuchung der Umstände einleiten, unter denen der Schlepper "Charlene Hunt" mit dem Kreuzfahrtschiff “Lyubov Orlova" in der stürmischsten Jahreszeit aus St. John’s auslief und dieses kurz darauf im Nordatlantik verlor. Die "Charlene Hunt" liegt weiterhin dort in der Kette, bis eine lange Mangelliste abgearbeitet ist.
Der Co-Eigner Reza Shoeybi lebt inzwischen an Bord und befürchtet einen Bankrott, nachdem sich der erhoffte Erlös von 700000 bis 800000 Dollar aus der Verschrottung des Kreuzfahrtschiffes nicht realisiert hat. Er hofft jedoch weiterhin, dass es noch geborgen werden kann, und hat dazu einen Kontaktmann in Irland aktiviert. Im April könnte das Schiff bei einer Drift von 4-5 Knoten dort womöglich auftauchen. Der Rumpf des arktisverstärkten Kreuzfahrers ist stabil, und Shoeybi sagte, dass die Ballasttanks gut gesichert und ausbalanciert worden waren für die Verschleppung, sodass das Schiff den Stürmen trotzen könnte. Die Canadian Coast Guard hat seit dem 4.2., als die Transponder verstummten, keine Informationen mehr. Schiffe wurden gebeten, eventuelle Sichtungen zu melden. Die National Geospatial-Intelligence Agency in den USA sandte eine Botschaft an alle Schiffe in einem Umkreis von 1600 Kilometern um die mutmaßlliche Position der "Lyubov Orlova".
Quelle: Tim Schwabedissen



Warten auf das Kranschiff
(14.02.13) In zwei Tagen soll das Kranschiff “Jascon 25” am Tubbataha Reef eintreffen, um die “Guardian” der U.S. Navy dort abzubrechen. Zuvor hatte starker Seegang ein sicheres Verankern der kleineren „Smit Borneo“ verhindert. Deren Tätigkeit wurde vorerst komplett gestoppt. Sofort nach dem Eintreffen der “Jascon 25” soll es ein Briefing geben und die Arbeit dann unverzüglich beginnen. Die Operation wird, wenn alles nach Plan läuft, am 16.2. beginnen und bis in die erste April-Woche andauern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Carnival Triumph im Schlepp (Bild: USCG)   Großbild klick!
Carnival Triumph am Haken der Schlepper – Fäkalien schwappen über
(13.2.13) Am Morgen des 12.2. hing das Kreuzfahrtschiff „Carnival Triumph”, 101509 BRZ (IMO-Nr.: 9138850), am Haken der beiden Schlepper „Resolve Pioneer“, 1.058 BRZ (IMO-Nr.: 7528843), und „Dabhol“, 425 BRZ (IMO-Nr.: 9239393), auf dem Weg ins zu der Zeit noch 270 Kilometer entfernte Mobile.
Carnival Cruises haben für den 14.2. mehr als 1500 Hotelzimmer in Mobile und New reserviert, in denen die Fahrgäste der „Carnival Triumph” nach deren geplanten Eintreffen im Hafen am Nachmittag untergebracht werden sollen. Am 15.2. sollen sie mit Charterflügen zurück nach Houston gebracht.
Zwischen Mobile und New Orleans werden Shuttledienste eingesetzt. Auch das Mobile Infirmary Health Systems, die Feuerwehr von Mobile und Techniker werden bereit stehen. An Bord des Kreuzfahrtschiffes hatten sich zeitweilig die Lebensverhältnisse in kurzer Zeit dramatisch verschlechtert. Notdurft musste in die Duschen und in Eimer verrichtet werden, doch die Fäkalien ergossen sich auf dem ohne Stabilisatoren rollenden Schiff in die Kabinen. Durch den Winddruck hatte es zudem 4,5 Grad Krängung. Der Geruch uringetränkter Teppiche und verrottender Nahrung waberte durch die nur von Notbeleuchtung erhellten, aufgeheizten Gänge.
Die Notdurft musste in Eimer verrichtet werden, denn es gab kein Wasser. Als Ernährung dienten zunächst lediglich mit Gurken und Zwiebeln Hamburger, für die stundenlanges Schlangestehen vonnöten war. Etliche Passagiere schlugen auf den offenen Decks Zelte und Matratzenlager auf, denn der Aufenthalt im Schiffsinnern war ohne Atemschutz eigentlich nicht mehr möglich. Große Sorge bereitete unter diesen schwierigen hygienischen Umständen auch der mögliche Ausbruch von Krankheiten.
Mittlerweile konnten eine Reihe öffentlicher Räume wieder für die Nutzung freigegeben werden. Die U.S. Coast Guard und das National Transportation Safety Board haben am 12.2. bereits mit einer Untersuchung der Umstände des Feuers begonnen. Weil das Schiff unter Bahamas-Flagge läuft, wird auch dort durch die Bahamas Maritime Authority eine Untersuchung eingeleitet. Daran werden sich die USA beteiligen.
Vertreter sowohl des Investigations and Cruise Ship Centers of Expertise und des Coast Guard Marine Safety Center werden die Arbeit von amerikanischer Seite aus leiten, verstärkt durch ein fünfköpfiges Team des NTSB Office of Marine Safety und des Office of Research and Engineering. Sowohl die Gründe für die Brandentstehung wie auch die Reaktion der Besatzung darauf und die Effektivität der Feuerlöschsysteme werden hierbei unter die Lupe genommen. Das U.S. Team wurde am 13.2. in Mobile erwartet, die Ergebnisse sollen vorgelegt werden, wenn die Tätigkeit der Bahamas Maritime Authority ebenfalls abgeschlossen ist.
Quelle: Tim Schwabedissen



Stamsund (Bild: NSSR)   Großbild klick!
Stamsund nach Stamsund eingeschleppt
(13.02.13) Zwei NSSR-Rettungsboote kamen dem manövrierunfähigen norwegischen Trawler „Stamsund“, 698 BRZ (IMO-Nr.: 9167095), zu Hilfe, nachdem dieser am Nachmittag des 10.2. vor den Lofoten Maschinenschaden erlitten hatte. Nachdem es der Crew nicht gelungen war, den Schaden an einem Ventil zu reparieren, baten sie den Rettungsdienst um Hilfe. Um 15 Uhr liefen die beiden Boote aus und hatten den Havaristen bei ruhiger See am 11.2. gegen Mitternacht zurück in Stamsund. Der Trawler hatte 30 Tonnen Fisch an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler sank vor Cap Fréhel
(13.02.13) Am 12.2. um 10:30 Uhr, sank der Trawler „Ty Pierre“ unweit von Cap Fréhel. Das Schiff hatte zwei Mann Besatzung. Das CROSS Corsen fing den Notruf des Schiffes aus und schickte das Rettungsboot der SNSM Saint-Cast und einen Dragon 50-Helikopter. Der Trawler „Kallon Maoez“, der sich in der Nähe von der Position derSchiffsposition befand, nahm Kurs auf die Unglücksstelle. Einer der beiden Fischer trieb im Meer, der andere in einem Rettungsboot. Der Trawler nahm die beiden Männer an Bord und brachte sie nach Saint-Cast, wo sie von der Feuerwehr versorgt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf der Maas
(13.02.13) Rund 500 Liter Gasöl liefen am 12.2. in die Nieuwe Maas, nachdem zwei Binnenschiffe dort kollidiert waren. Eines der beiden, das mit Sand beladen war, drohte zu sinken. Das andere Schiff, das mit Containern beladen war, hatte in die Hollandsche IJssel eingedreht, als plötzlich ein Entgegenkommer in Sicht kam. Ein Versuch, auszuweichen, misslang. Beim Aufprall wurde das Ruderhaus abgerissen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler gelöscht, Schiff wieder eingeschleppt
(13.02.13) Am 12.2. um 14.45 Uhr wurde der norwegische Trawler „Karma -F 0039 BD“, 98 BRZ (MMSI-Nr.: 257494500), nach Vannøya eingeschleppt. Hier stand ein Spezialteam aus Tromsø bereit und drang unter Atemschutz in das weiterhin qualmende Wrack vor, um gegen verbliebene Brandnester vorzugehen.
Das offene Feuer war gegen neun Uhr bereits unter Kontrolle gebracht worden. Sorge hatten bis dahin die sechs Tonnen Treibstoff und 400 Liter Hydrauliköl bereitet. Nachdem das ausgebrannte Schiff am Kai war, wurde das Löschwasser abgepumpt, um die Stabilität zu erhöhen. Die Besatzung, drei Norweger, ein Pole und ein Litauer, hatten an Bord geschlafen. Nachdem das Feuer ausgebrochen war, konnten sie es zunächst ablöschen, doch dann flammte es wieder auf und zwang sie zur Flucht an Land. Sie wurden nach einer medizinischen Untersuchung in Tromsø untergebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zeugen beschreiben die letzten Momente der „Queen of the North“
(13.02.13) Bei der Untersuchung zum Untergang der kanadischen Fähre „Queen of the North” am 22.3.2006 sagte am 12.2. der Ingenieur Roger Tew aus. Er nahm die Kollision mit Gil Island als hellen, fast melodiös wirkenden Klang von etwas Hartem, wie ein Gong, der gegen Metall schlug, war. Das Schiff neigte sich von einer Seite auf die andere, ehe ein anderes, weniger schönes Geräusch ertönte, das von Felsen, die sich durch den Stahl fraßen. Rund neun Sekunden lang schleifte der Rumpf über die Felsen und richtete sich dann wieder auf.
Der 2. Ingenieur stürzte hin, als seiner Wahrnehmung nach jeder Spant des Schiffes gebrochen wurde. Seewasser drang von hoch oben fast sofort in benachbarte Abteilungen ein und erreichte rasch den Maschinenraum. Binnen 90 Sekunden standen er und ein anderes Besatzungsmitglied einen Meter tief im Wasser und versuchten, ein wasserdichtes Schott auf der anderen Seite des Maschinenraums zu schließe. Es gelang ihnen aber nur, die eine Hälfte der Doppeltür zuzubekommen, ehe das steigende Wasser sie vom Erreichen der zweiten abhielt.
So blieb nur noch die Flucht auf die oberen Decks, wo die beiden beim Mustern der Passagiere und dem Klarmachen der Rettungsinseln halfen. Die Quartiersmeisterin Karen Bricker, die das erste Mal seit einer Affäre gemeinsam mit dem Wachoffizier arbeitete und am Ruder gestanden hatte, wurde von einem anderen Besatzungsmitglied, dem Ingenieur Bruce Boughey, in einer Art fötaler Position und fast unansprechbar in einer Rettungsinsel vorgefunden.
Eine andere Zeugin war Lynn Cloutier, 15 Jahre im Dienst von B.C. Ferries, die nach eigener Aussage fast verrückt geworden sei, als sie sich in ihrer Kabine eingesperrt wiederfand. Ein Schrank war vor deren Tür gestürzt und blockierte diese. Zuvor war sie von dem ersten Aufprall wach geworden, hatte aber ein hartes Anlegemanöver vermutet, ehe der nächste Aufprall sie aus dem Bett schleuderte.
Ein Freund fragte von außen, warum die Tür verschlossen war, und sie schilderte ihm die Lage. Er ging, und Cloutier nahm an, er würde Hilfe holen. Das Wasser stieg derweil rasch an. Sie kletterte auf ihr Bett. Al seine Wand einbrach und noch mehr Wasser in ihre Kabine drang, war ihr klar, dass die einzige Chance wäre, den Schrank beiseite zu schieben. Unter Aufbietung aller Kräfte gelang ihr dies auch.
Zu der Zeit stand sie bis zum Mund im Wasser. Im letzten Moment konnte sie die Tür nun öffnen. Wasser kam auch die Treppen herunter, und das Schiff legte sich nach Steuerbord auf die Seite. Barfuß und im Pyjama hastete sie nach oben, als sie einen Mann rufen hörte, der ihr auf Deck 3 vor das Büro des Zahlmeisters half. Nach ihrer Rettung hat Cloutier nicht mehr für die Reederei gearbeitet.
Quelle: Tim Schwabedissen



1. Offizier der „Bounty” sagte über deren Sturmfahrt aus
(13.02.13) Der 1. Offizier der „Bounty”, John Svendsen, die vor North Carolina im Hurrikan Sandy sank, sagte in Portsmouth am 12.2. bei dem Hearing zum Unglück, das im Oktober 2012 zwei Menschenleben forderte, dass der Kapitän zwei Mal seine Aufforderung, das Schiff aufzugeben, verweigert hatte. Im Sturm sah er Wasser durch die Plankengänge eindringen. Erst beim dritten Mal, nur Augenblicke bevor der Dreimaster sich auf die Seite legte und die Besatzung ins Wasser stürzte, gab er den Befehl zum Verlassen des Schiffes.
Svendsen sagte, das Schiff sei leckgeschlagen und ohne Antrieb gewesen, als es sank. Der Kapitän habe die Coast Guard nicht sofort über die sich verschlechternde Lage informiert, als er ihm dieses vorgeschlagen habe. Robin Walbridge habe stattdessen sich auf die Reparatur der ausgefallenen Generatoren konzentrieren wollen. Bereits vor dem Auslaufen aus New London nach St. Petersburg, Florida, hatte es Meinungsunterschiede über die Entscheidung, direkt in den herannahenden Sturm zu laufen, gegeben.
Walbridge wollte auf offener See zu einem Urteil kommen, welcher Kurs die sicherste Passage gewährleisten würden mit Optionen nach Osten oder Westen zu laufen. Walbridge erklärte der Crew diese Entscheidung vor dem Auslaufen aus Connecticut und bot an, dass jeder, der sich damit nicht gut fühle, von Bord gehen könne, was niemand tat. Walbridge glaubte, dass die Winde an der Südostseite des Hurrikans ein leichteres Manövrieren erlauben würde. Der eigentliche Plan hatte eine direktere Route entlang der Osktüste zwischen Florida und den Bahamas vorgesehen.
Auf Nachfrage der Coast Guard sagte Svendsen, er glaube nicht, dass Walbridge den Hurrikan gejagt habe. Walbridge tat dies unwissentlich dennoch, als er auf der Suche nach ruhigeren Gewässern auf Cape Hatteras zuhielt. Svendsen traute Walbridge wegen dessen Erfahrung mit derlei Wetterphänomenen. Bei dem Hearing sollen weitere Überlebende des Untergangs, Kapitäne vergleichbarer Segelschiffe und Vertreter des Maine Shipyard, wo die „Bounty” Wochen vor dem Untergang repariert worden war, zu Worte kommen. Das Hearing soll bis zum 21.2. dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schnee versenkte Kutter
(13.02.13) Der Wintersturm Nemo versenkte den 38 Fuß langen Sportkutter „Mary Suzanne” am Brewer's Yacht Yard in Mystic. Unter Tonnen von Schnee und Eis wurde er auf die Steuerbordseite gedrückt, bis er unter der Last unterging. Ein Team der Gwenmor Marine Contracting barg den Kutter am 12.2. Das Gwenmorer Team nutzte dazu eine Kranbarge, die den auf der Seite liegenden Kutter so weit anhob, bis Pumpen angeschlagen werden konnten. Ein Taucher der Shoreline Diving hatte zuvor Hebestropps angebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kran und Bagger bargen Kutter
(13.02.13) Am 8.2. wurde der 9,2 Meter lange Kutter, der tags zuvor auf Jones Beach gesetzt worden war, von den NSW Roads and Maritime Services geborgen. Das Schiff war manövrierunfähig geworden, nachdem sich eine nicht gesicherte Leine an Deck um den Propeller gewickelt hatte, woraufhin die Maschine ausfiel. Aus dem Kutter wurden bei Ebbe rund 2,5 Tonnen Öl-Wasser-Gemisch ausgepumpt. Dann kamen ein Kran und ein Bagger zum Einsatz und holten das Schiff auf den Strand, von wo es nach Port Kembla transportiert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter durch Haarriss in Bedrängnis
(13.02.13) Angehörige der RNLI Tobermory kamen am 11.2. dem leckgeschlagenen Kutter „Accord” vor dem Hafen zu Hilfe. Der Havarist hatte im Sound of Mull Wassereinbruch erlitten, konnte aber noch die Tobermory Bay erreichen und an der Fisherman's Pier festmachen. Hier wurde ein Haarriss im Rumpf entdeckt, durch den Wasser eindrang. Es gelang mit der bordeigenen Lenzpupme aber nicht, den Wasserstand zu senken. So wurden gegen 21 Uhr die Seenotretter alarmiert, und die starke Pumpe des Rettungsbootes konnte die Lage unter Kontrolle gebracht werden. Nachdem drei Seenotretter noch zwei Stunden die Lage überwacht hatten und der Kutter bei einsetzender Ebbe geflickt werden konnte, rückten sie wieder ab.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper verlor 4000 Gallonen Öl
(13.2.13) Am 13.2. sollte der Schlepper „Penny Marie”, 98 BRZ, der am 11.2. auf dem Tennessee River in Humphreys County in New Johnsonville gesunken war, gehoben werden. Das meiste Öl, das aus dem Wrack ausgelaufen war, konnte inzwischen aufgenommen werden, doch am 12.2. war das Skimmen noch im Gange. Der Schlepper des New Johnsonville Marine Service war am 11.2. um 6.30 Uhr halb gesunken am Ufer entdeckt worden. Das meiste der 4000 Gallonen Öl an Bord lief aus, konnte aber vor Erreichen des Flusses aufgehalten werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper wird zum Taucherriff
(13.02.13) Der ausgediente Schlepper „Tug 2”, ein 30 Meter langes und 9,5 Meter breites Schiff, soll in der Mitte der Exiles Bay in Sliema als Tauchwrack versenkt werden. Das Schiff wird in 20 Metern Tiefe auf Sandgrund zu liegen kommen. Die Versenkung erfolgt auf Betreiben der Professional Diving Schools Association und wurde inzwischen behördlich genehmigt. Es gibt im Umkreis der künftigen Wrackposition keine anderen Schiffe.
Die nächstgelegenen sind HMS „Maori” vor Valletta und der Wassertanker „X 127“ vor Manoel Island. Die „Maori“ aber verfällt immer mehr, und der künftige Zugang uzr „X 127“ ist wegen der Entwicklung auf Manoel Island unsicher. „Tug 2” wird 252 Meter vor dem Wellenbrecher von St. Julian und 380 Meter von dem von Portomaso etwa 500 Meter südöstlich des Merkanti Reef, zu liegen kommen. Sie hatte 12 Jahre bei den Bezzina Shipyards gelegen und wurde inzwischen für die künftige Aufgabe gereinigt. Dabei musste auch Asbest entfernt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Carnival Triumph antriebslos (Bild: USCG)   Großbild klick!
Carnival Triumph soll in zwei Tagen Mobile erreichen
(12.02.13) Das in Nassau beheimatete, seit zwei Tagen manövrierunfähige Kreuzfahrtschiff “Carnival Triumph”, 101509 BRZ (IMO-Nr.: 9138850), wird nun nach Mobile, Alabama, geschleppt und nicht, wie zunächst geplant, nach Progreso in Mexiko. Grund dieser Entscheidung war, dass starke Strömungen den Havaristen von seiner Position vor der Yukatan-Halbinsel 90 Meilen nordwärts vertrieben haben.
Angesichts dieser Strömungen schien es empfehlenswerter, mit der Strömung Mobile anzusteuern statt gegenan zu dampfen. Das Schiff soll den Hafen am 14.2. erreichen. Nach Progreso wäre es ungefähr dieselbe Zeit gewesen, doch das Ausschiffen der Passagiere ist von Mobile aus unkomplizierter. 900 Passagiere haben keine Pässe und können leichter von Mobile aus wieder einreisen als von Mexiko.
Am Abend des 11.2. traf ein erster Schlepper ein und machte seine Trosse fest, der zweite wurde am Morgen des 12.2. vor Ort erwartet. Die „Vigorous“ der US Coastguard war seit dem 11.2. um 00.45 Uhr vor Ort. Derweil konnten Techniker wieder eine begrenzte Energieversorgung an Bord herstellen. Am 11.2. um sechs Uhr lief das Frischwassersystem wieder, und auch das Abwassersystem war im Vorschiff wieder betriebsbereit.
Im Achterschiff wurde daran noch gearbeitet. Einige Hotelfunktionen waren wieder online, und eine begrenzte Anzahl von Fahrstühlen funktionierte ebenfalls wieder. Mit etwas Energie in der Lido Dining Area gab es heißen Kaffee und in begrenztem Umfang auch warme Speisen. Am Nachmittag des 11.2. gingen weitere Techniker und Bedienstete für den Passagierservice per Boot an Bord. Inzwischen durften die 3143 Passagiere auch wieder in ihre Kabinen zurück. Die Brücke und die Kommunikationssysteme wurden seit dem Feuer durch die Notgeneratoren mit Energie gespeist.
Die „Carnival Elation“ versorgte den Havaristen mit vorbereiteten Mahlzeiten und Wasser, die „Carnival Legend“ traf ebenfalls am 11.2. um 15 Uhr vor Ort ein und brachte weiteren Nachschub. Die „Legend“ nahm einen Dialysepatienten an Bord, der auf ihr nach Cozumel gebracht werden sollte. Erst vor einigen Wochen hatte die “Carnival Triumph” Probleme mit ihrem Antrieb gehabt, wodurch es zu Verspätungen bei zwei Kreuzfahrten gab. Da der Grund des Feuers am 10.2. aber noch unbekannt war, konnte nichts zu einem möglichen Zusammenhang gesagt werden. Die nächsten beiden Fahrten, die am 11.2. und 16.2. hätten beginnen sollen, wurden unterdessen bereits abgesagt.
Die „Carnival Triumph“ der amerikanischen Reederei Carnival Cruise Lines in Miami wurde 1999 in Italien fertiggestellt und seither auf unterschiedlichen Routen in der westlichen und östlichen Karibik eingesetzt . Das Schiff wurde von US-Behörden am 30. März 2012 kurzfristig im Hafen von Galveston als Pfand für Schadensersatzforderungen an das Unternehmen beschlagnahmt. Die Forderung basierte auf der Havarie der „Costa Concordia“, die der Carnival Cruise Tochtergesellschaft Costa Crociere gehört. Die „Carnival Triumph“ durfte allerdings, nachdem sich die Parteien geeinigt hatten, kurz darauf den Hafen wieder verlassen. Sie ist 272,85 Meter lang, 35,5 Meter breit und hat 8,3 Meter Tiefgang.
Vor zwei Jahren hatte es bereits den Kreuzfahrer “Carnival Splendor” ähnlich erwischt, der nach einem Feuer im Maschinenraum ebenfalls tagelang vor Mexiko trieb, ohne dass es funktionierende Toiletten, warme Nahrung oder Klimaanlage gegeben hätte. Die Reparatur hatte Monate gedauert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tankcontainer wird geborgen
(Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!
Brisantes Treibgut durch SAR-Schiff vor Ouessant aus der See gezogen
(12.02.13) Am 9.2. barg der französische Notfallschlepper "Argonaute" vor der französischen Küste vier Tankcontainer, die der britische Containerfrachter “UAL Europe", 7767 BRZ (IMO-Nr.: 9321093), am 6.2. vor der britischen Küste verloren hatte uaf der Reise von Las Palmas nach Antwerpen. Das CROSS Corsen war danach alarmiert worden und hatte die britischen Behörden informiert.
Das Operationszentrum der Marine in Brest hatte die Schifffahrt vor dem Treibgut zunächst gewarnt. Am späten Nachmittag des 7.2. gelang es einer Atlantique 2, die Container 90 Meilen westlich von der Insel Ouessant aufzusüüren. Am Morgen des 8.2. flog ein Cayman-Helikopter der französischen Marine sie an. Rettungsschwimmer wurden eingesetzt, um die Container mit Transpondern zu versehen, mit denen das COM Brest die Drift genau verfolgen konnte.
Sie setzte dann die "Argonaute" mit einem Team von Bergungstauchern in Marsch sowie der Marinebrigade der Marine. Am Morgen des 9.2. gelang die Bergung aller vier Container. Während drei leer waren, war der vierte leckgeschlagen und enthielt noch Reste von Propangas. Die „Argonaute" steuerte samt der Fracht an Deck die geschützte Bucht von Douarnenez an, wo die Feuerwehr Gasmessungen durchführte.
Es wurde festgestellt, dass auch der vierte Container praktisch leer war. Am 11.2. durfte die „Argonaut" darum den Hafen von Brest ansteuern, wo die Fracht gelöscht werden sollte. Sie machte dort am Vormittag des 12.2. fest. Am selben Abend sollte die „UAL Europe“ ihren Zielhafen mit leicht reduzierter Fracht erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Vordingborg durch Eisscholle leckgeschlagen
(12.02.13) Ein kleiner Kutter geriet am Abend des 10.2. vor Vordingborg in Seenot, nachdem er durch die Kollision mit einer Eisscholle leckgeschlagen war. Er befand sich auf der Fahrt nach Rødvig. Mithilfe von Lenzpumpen konnte die Lage so weit unter Kontrolle gebracht werden, dass das Schiff den Hafen von Vordingborg erreichte, wo Rettungskräfte bereitstanden, das Wasser weiter auszupumpen. Nach einer Reparatur konnte er die Fahrt nach Rødvig fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen



”Arrluk” rasch gehoben, aber irreparabel
(12.02.13) Die 63 Fuß lange “Arlluk” des U.S. Fish and Wildlife Service, die in Kodiak gesunken war, wurde am Abend des 8.2. wieder gehoben, wird aber wegen der hohen Reparaturkosten wohl nicht wieder in Fahrt kommen. Weniger als 24 Stunden nach dem Kentern in St. Herman’s Harbor schwamm das Schiff wieder und wurde zu einer Werft geschleppt, doch da hatte das Salzwasser schon allzu großen Schaden angerichtet.
Es war vom Alaska Peninsula National Wildlife Refuge und dem Becharof National Wildlife Refuge für Forschungsarbeiten genutzt worden und brachte Wissenschaftler zu entlegenen Plätzen am Ostende der Aleuten. Sein Untergang war am 8.2. um 3.30 Uhr festgestellt worden. Es hing noch an seinen Vertäuungen, und der Umstand, dass die Poller nicht herausrissen, bewahrte es vor dem vollständigen Versinken.
Gegen 21 Uhr schwamm die „Arlluk“ wieder und wurde während der Nachtstunden bewacht, ehe es am 9.2. zum Fuller’s Boat Yard in Kodiak verholt und aus dem Wasser gehoben wurde. Nun sollen umweltgefährdende Stoffe so wie der mit Öl vollgesaugte Teppich herausgeholt werden. An Bord waren auch rund 1500 Gallonen Treibstoff. Anschließend galt es, den Schaden genau zu untersuchen. Der Wassereinbruch erfolgte möglicherweise durch einen Lagerraum im Heck, wo Netze und nasse Kleidung untergebracht wurden. Hier befand sich auch eine Bilgenpumpe.
Die „Arlluk“ wurde 1979 als „Caroline“ erbaut. Die Drug Enforcement Agency beschlagnahmte sie in den späten 199ern und nutzte sie rund ein Jahrzehnt lang als Undercover-Schiff. 2009 wurde sie ausgemustert und dann von der General Services Administration für 100,000 Dollar überholt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Havarierte “Ariki” erhält geleichterte Ladung zurück
(12.02.13) Das deutsche Binnenschiff “Ariki", 1117 ts (EU-Nr.: 06003662), das am 8.2. auf der Ijssel bei der Spoolderschleuse in Zwolle auf Grund gelaufen war, sollte seine Fahrt nach Berlin am Nachmittag des 11.2. fortsetzen. Seit acht Uhr früh wurden rund 100 Tonnen der insgesamt 800 Tonnen Baumstämme, die das Schiff transportiert hatte und die für die Bergung geleichtert worden waren, wieder an Bord genommen. Diese Arbeit sollte bis zum Nachmittag dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Vannvåg in Flammen aufgegangen
(12.02.13) In der Nacht zum 12.2. geriet der norwegische Trawler "Karma -F 0039 BD", 98 BRZ (MMSI-Nr.: 257494500), im Hafen von Vannvåg bei Vannøya in der Karlsøy Kommune in Brand. Die aus Polen, Litauen und Norwegen stammende Crew konnte sich unversehrt an Land retten und wurde in der Cafeteria der örtlichen Fischfabrik untergebracht. Die Polizei war um 2.34 Uhr alarmiert worden. Der Kutter “Marianne” schleppte den in Vollbrand stehenden Havaristen dann aus dem Hafen, sodass das Feuer nicht auf den Kai übergreifen konnte. Wegen der Hitze musste er den Schlepp dann aber aufgeben. Gegen sieben Uhr früh brannte der Kutter immer noch, und der Notfallschlepper "NSO Crysaider”, der gegen sechs Uhr Vannvåg erreicht hatte, machte sich an die Brandbekämpfung. Gegen neun Uhr war das offene Feuer abgelöscht, im Schiffsinnern herrschte aber noch extreme Hitze. Aus Tromsø wurden Spezialeinsatzkräfte in Marsch gesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Schlepper sorgte für Ölverschmutzung auf Tennessee River
(12.02.13) Rund 4.000 Gallonen Diesel liefen aus, nachdem am 11.2. ein Schlepper auf dem Tennessee River sank. Das Schiff der New Johnsonville Marine Service wurde um 6.30 Uhr halb gesunken am Ufer liegend gegenüber des Getreidehebers der Cargill Company entdeckt. Sofort wurden Ölschlängel ausgebracht und der Ölfilm eingegrenzt, bevor er den Hauptfluss erreichen konnte. Ein Gebiet von 300 x 300 Yards wurde kontaminiert. Eine Firma aus Paducah, Kentucky sowie die U.S. Coastguard wurden zur Beseitigung gerufen. Gegen 11 Uhr war das Öl eingeschlängelt und wurde mit einem Skimmer aufgenommen. Der Schlepper wurde zum Transport von Bargen mit Uranerz auf dem Fluss genutzt. Warum er sank und wie er gehoben werden konnte, war noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen



Thomson Majesty liegt weiter in Santa Cruz fest
(12.02.13) Die Behörden von Santa Cruz erlaubten dem Kreuzfahrtschiff "Thomson Majesty" am 11.2. um 15 Uhr, wieder auszulaufen, nachdem die Untersuchungen durch die Küstenwache beendet worden waren zum Absturz eines Steuerbord-Rettungsbootes. Doch das Schiff blieb vorerst weiter im Hafen, weil vom Flaggenstaat Malta noch keine Auslaufgenehmigung erteilt wurde wegen eines nun fehlenden Rettungsbootes. Gegen 17 Uhr wurde den Passagieren die neuerliche Verzögerung mitgeteilt. Die dem abgestürzten Boot zugeteilten Passagiere bekamen andere Bootsplätze für den Fall einer Evakuierung zugewiesen. Unterdessen wurden die Leichen der fünf toten Besatzungsmitglieder obduziert, um festzustellen, ob sie ertranken oder durch den Aufschlag auf dem Wasser aus rund 30 Metern Höhe starben. Die drei Überlebenden des Unglücks, zwei Griechen und ein Indonesier, kehrten am Morgen des 11.2. aus dem Krankenhaus auf ihr Schiff zurück. An Bord der „Thomson Majesty“ befanden sich 1,498 überwiegend britische Passagiere auf einer einwöchigen Kreuzfahrt rund um die kanarischen Inseln mit weiteren Stopps in Funchal und Agadir. Thomson Cruises konnte zum weiteren Fahrtverlauf oder Entschädigungen noch nichts sagen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote und drei Verletzte bei Schiffsunglück auf Qingshui-Fluss
(12.02.13) Ein kleiner Kutter mit 12 Personen an Bord ist am 11.2. auf dem Qingshui-Fluss in der südchinesischen Guizhou-Provinz gekentert. Zwei Menschen kamen ums Leben, drei weitere wurden vermisst. Die Suche nach den Schiffbrüchigen, die in den Fluss gestürzt waren, dauerte an. Sieben Menschen konnten sich retten. Der Kutter war wegen Überladung gekentert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsplan für USS “Guardian” revidiert
(12.02.13) Die US Navy hat den philippinischen Behörden nun einen überarbeiteten Plan zur Bergung des auf dem Tubbataha Reef gestrandeten Minensuchers USS “Guardian“ vorgelegt. Danach soll das Wrack bis zum 23.3. geräumt sein, wenn alles nach Plan läuft. Die Planänderung betrifft auch den Einsatz des Kranschiffes „Jascon 25“, das anstelle der „Smit Borneo“ als das Hauptschiff zur Bergung eingesetzt werden soll. Es soll von Singapur kommend am 16.2. die philippinischen Gewässer erreichen und sofort mit der Arbeit beginnen. Die „Jascon 25“ ist stabiler als die „Smit Borneo“, die Probleme beim Ankern am Riff hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Arktis-Bohrfahrzeuge von Shell werden in Asien repariert
(12.02.13) Shell Oil will ihre zwei Rigs “Kulluk” und “Noble Discoverer” eher nach Asien als nach Seattel zur Reparatur schicken. Die “Kulluk” hatte sich auf dem Weg dorthin am 31.12.2012 vom Schlepper losgerissen und war vor Kodiak Island gestrandet. Die „Noble Discoverer” hatte Probleme mit dem Antriebssystem, wegen dem möglicherweise die Maschine ausgebaut werden muss. Sie war im vergangenen Juli fast an der Küste von Alaska gestrandet, nachdem der Anker nicht mehr gehalten hatte. Vier Monate darauf kam es in einem Hafen der Aleuten zu einer Explosion und einem Feuer. Im November fand die Coastguard bei einer Inspektion Probleme mit den Verschmutzungs-Kontrollsystemen. Eine Reihe asiatischer Werften haben für die anstehenden Reparaturen ausreichende Dockkapazitäten und Expertise. Beide Fahrzeuge sollten auf Schwerguttransportern dorthin gebracht werden. Die beiden Rigs waren im letzten Sommer bei den Vigor Shipyards in Puget Sound für den Einsatz in der Arktis vorbereitet worden und sollten eigentlich für weitere Arbeiten in Washington vorbereitet werden. Ob das Arktis-Bohrprogramm 2013 von Shell wie geplant weiter geführt werden kann, war am 11.2. noch ebenso unklar wie der Zeitpunkt, wann die Bohrfahrzeuge nach Asien verbracht würden. Ein anderes Missgeschick war im August 2012 unterlaufen, als eine Barge zur Ölbekämpfung bei einem Test vor Washington beim Absenken beschädigt wurde. Die „Noble Discoverer” wurde 1966 als Holzfrachter gebaut und 1972 zum Bohrschiff umgerüstet. Die „Kulluk“ entstand 1983 und hatte 17 Jahre vor Kanada gelegen, ehe sie von Shell für über 200 Millionen Dollar modernisiert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



Blizzard legte Wrack fast 140 Jahre nach seiner Strandung wieder frei
(12.02.13) Am 13. April 1894 strandete der Schoner “Jennie M. Carter” vor Salisbury Beach mit einer Granitladung in einem der schlimmsten Stürme jener Zeit. Die Fracht wurde geborgen, das Schiff war nicht mehr zu retten. Die Spanten des 130 Fuß langen Dreimasters versanken danach im Sand. Der Blizzard am vergangenen Wochenende hat sie wieder freigelegt. Ansonsten waren sie nur bei extremem Niederigwasser sichtbar, doch durch die Sanderosion ragen sie nun weiter empor. Der 296-Tonner war 1874 in Newton erbaut worden. 40 Meilen südwestlich von Highland Light auf Cape Cod geriet er 20 Jahre später in den Sturm und verlor Ruder und Vormast, der Bugsprit wurde beschädigt. In dieser Verfassung fand der Schoner „Smuggler“ aus Gloucester die “Jennie Carter“ vor. Der Kapitän wollte dennoch versuchen, sie in den Hafen zu bringen, und die „Smuggler“ setzte nach einigen Stunden ihre Fahrt fort. Doch in dem Schneesturm wurde das Schiff 100 Meilen weit um das Kap und in die gefährlichen Gewässer zwischen Portsmouth und Salisbury getrieben. Hier rammte sie eine der Molen, ehe sie auf dem Sand von Salisbury Beach landete. Als Anwohner das Wrack entdeckten, fand sich von der Crew keine Spur mehr. Sie waren wohl bei einem Versuch, sich zu retten, ertrunken. Wären sie an Bord geblieben, wäre es ihnen wohl besser ergangen – die Bordkatze wurde wohlbehalten auf einem Kissen im Kapitänsstuhl vorgefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenraumbrand auf Fähre vor Algerien
(12.02.13) Auf der maltesischen RoRo-Fähre “Setubal Express”, 16925 BRZ (IMO-Nr.: 8858788), brach vor der algerischen Küste um den 7.2. ein Maschinenraumbrand aus. Das Schiff war am 6.2. von Malta kommend in den libyschen Hafen Al Khums eingelaufen. An Bord waren 22 Mann Besatzung, davon 16 Bulgaren und sechs Philippinos. Das Schiff wurde 1992 erbaut und läuft für die Valiant Shipping S.A.
Quelle: Tim Schwabedissen



“Revindell II“ (Bild: USCG)   Großbild klick!
Boot mit 460 Gallonen Diesel an Bord in Valdez gesunken
(11.02.13) Die Coast Guard Marine Safety Unit Valdez, Alaska, kam zum Einsatz, nachdem das 42 Fuß lange Sportboot “Revindell II“ in Valdez am 9.2. gesunken war. Taucher von R&R Diving wurden gerufen, um die Ventile auf dem Schiff abzudichten, dessen Oberteile noch aus dem Wasser des Bootshafens ragten. Gemeinsam mit dem Hafenkapitän sollte eine Ölverschmutzung abgewendet werden. An Bord des Fahrzeugs waren zum Zeitpunkt des Untergangs 460 Gallonen Dieselöl.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung von USS “Guardian” wegen schlechten Wetters verzögert
(11.02.13) Ungünstige Wetterbedingungen haben den Beginn der Räumung von USS "Guardian" verzögert. Die „Smit Borneo“ hatte deshalb am 9.2. Probleme, sich zu verankern. Erst einer der vier Anker konnte bislang sicher ausgebracht werden. Die US Navy wartete nun auf das Eintreffen des größeren Kranschiffes "Jascon 25", das Singapur am 9.2. gegen 16 Uhr verließ und direkt das Tubbataha Reef ansteuern sollte, woe s am 15.1. gegen 21 Uhr eintreffen soll. In der Zwischenzeit sollte der Abbau kleinerer Teile von dem gestrandeten Minensucher fortgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Position der “Lyubov Orlova” seit einer Woche unbekannt
(11.02.13) Die Position des im Atlantik treibenden Kreuzfahrtschiffes "Lyubov Orlova" ist derzeit unbekannt. Der Eigner Reza Shoeybi hat von Transport Canada und der kanadischen Coast Guard seit dem 4.2. keine Updates mehr erhalten. Damals war das Schiff 330 Meilen nordöstlich von St. John’s. Die Transponder, die auf dem Schiff angebracht worden waren, sind mittlerweile ausgefallen, sodass niemand die exakte Lage weiß. Wenn die Coastguard das Schiff ausfindig machen kann, sollten neue Transponder abgeworfen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Ijmuiden in Brand geraten
(11.02.13) Am Morgen des 10.2. brach ein Feuer auf dem holländischen Kutter "Rosemarie - KW 34", 503 BRZ (IMO-Nr.: 9152662), am Halkai in IJmuiden aus. Es wurde von einem Hafenarbeiter entdeckt, der gerade am Salz streuen war. Er sah Rauch aus dem hinter dem Fischmarkt festgemachten Kutter aufsteigen Dichter Rauch stieg aus dem Vorschiff auf. Der Brand entwickelte so starke Hitze, dass die alarmierte Feuerwehr sich zeitweilig zurückziehen musste. Auch ein Polizeihubschrauber und die Polizei IJmuiden waren vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff treibt nach Feuer vor Yukatan
(11.02.13) Am Morgen des 10.2. brach auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff “Carnival Triumph”, 101509 BRZ (IMO-Nr.:9138850), ein Maschinenraumbrand aus. Das Schiff befand sich zu der Zeit ungefähr 150 Meilen vor der Yukatan Peninsula. Die automatischen Löschsysteme wurden aktiviert, und das Feuer konnte im achteren Maschinenraum isoliert und gelöscht werden. Doch der Kreuzfahrer trieb danach antriebslos in der See, nur von Notgeneratoren mit Strom versorgt. Techniker versuchten, die Bordenergie wieder zum Laufen zu bekommen.
Schlepper wurden zu dem Havaristen in Marsch gesetzt. An Bord waren 3,143 Passagiere und eine 1,086-köpfige Crew. Alle Fahrgäste wurden aufgefordert, sich nur in den öffentlichen Bereichen und auf den offenen Decks aufzuhalten. Dort wurden sie mit Essen und Erfrischungen versorgt. Die “Carnival Triumph” befand sich auf einer viertägigen Kreuzfahrt und war am 7.2. aus Galveston, Texas, ausgelaufen. Die US Coast Guard hielt die Kommunikation zu dem Schiff aufrecht. Am 10.2. trieb es 136 Meilen nördlich von Merida. Ein anderes Kreuzfahrtschiff war vor Ort, um es zu versorgen, und das Küstenwachboot "Vigorous" wurde am Morgen des 11.2. am Havaristen erwartet. Er sollte am Nachmittag des 13.2. in den nächstgelegenen Hafen Progreso eingeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Tote bei Absturz eines Rettungsbootes von Thomson Majesty
(11.02.13) Fünf Besatzungsmitglieder des unter Malta-Flagge laufenden Kreuzfahrers “Thomson Majesty”, 40876 BRZ (IMO-Nr.: 8814744), kamen am 10.2. im Hafen von Santa Cruz de la Palma auf den Kanaren bei einer routinemäßigen Sicherheitsübung drei Stunden nach Einlaufen ums Leben, drei weitere wurden verletzt.
Sie konnten durch den Einsatz von Tauchern, Feuerwehrleuten und einem Hubschrauber gerettet werden. Bei den Toten handelte es sich um drei Indonesier, einen Philippino und einen Ghanaer. Offenbar brachen die Haltetrossen einer Winsch, an der das Boot nach Abschluss der Übung wieder an Bord gezogen wurde, brach zunächst eine der Trossen. Kurze Zeit hing das geschlossene Boot senkrecht an der Steuerbordseite.
In diesem Moment konnten sich zwei Mann retten. Dann brach auch die zweite Trosse, es stürzte dann aus rund 30 Metern in die Tiefe und kenterte. Die sechs verbliebenen Insassen wurden in dem kieloben liegenden Boot eingeschlossen. Vier Mann wurden unmittelbar danach tot geborgen, ein weiterer starb nach seiner Rettung. Von den Verletzten, zwei Griechen und einem Philippino, wurde letzterer inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen, die beiden übrigen sollten in Kürze wieder entlassen werden.
An Bord des Schiffes waren 1,498 Passagiere. Ihr Schiff hatte am 9.2. Santa Catalina verlassen und am 10.2. um 9.30 Uhr in Santa Cruz festgemacht. Die Reise sollte nach Funchal, Madeira, weitergehen. Die „Thomson Majesty“ wird von der britischen Reederei Thomson Cruises bereedert und läuft für TUI Cruises. Die Ursache des Unfalls, wegen dem der berühmte Karneval in Santa Cruz abgesagt wurde, war noch unbekannt. Im März 2010 waren an Bord des 21 Jahre alten Schiffes zwei Passagiere ums Leben gekommen, als es unter dem Namen „Louis Majesty“ im Mittelmeer von einer Riesenwelle getroffen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



Restaurantschiff durch Brandstiftung verwüstet
( 11.02.13) Das holländische Restaurantboot “Het Pareltje” ist am Morgen ds 9.2. gegen vier Uhr im Hafen von Katwijk in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr von Cuijk rückte mit starken Einsatzkräften aus, konnte das Schiff aber nicht mehr retten. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Abend an. Vermutlich war Brandstiftung Auslöser des Feuers, an Bord wurden Einbruchsspuren gefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zweiter Bootsuntergang binnen weniger Tage in Bodø
(11.02.13) Ein 27 Fuß langer alter Kutter sank am 9.2. gegen Mittag im Hafen von Bodø. Nur noch die Masten ragten an der Pier, an der er viele Jahre gelegen hatte, aus dem Wasser. Die Hafenbehörde, die von einem Spaziergänger informiert worden war, dass der Kutter tief im Wasser läge, hatte die Feuerwehr gegen 12 Uhr alarmiert. Diese konnte den Untergang aber nicht mehr abwenden und brachte Ölsperren um das Wrack aus, aus dem Öl auslief. Erst in der vergangenen Woche war ein Boot im Hafen gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre rettete Schiffbrüchigen aus eisiger See
(11.02.13) Die Crew der norwegischen Fähre "Fjordveien", 3386 BRZ (IMO-Nr.: 9237993), rettete am 9.2. den Skipper eines Motorbootes, das vor Kvitsøy in Flammen aufgegangen war. Die Passagiere wurden Zeugen des Dramas Randfontein und Kvitsøy in Rogaland. Die Verkehrszentrale Kvitsøy hatte den Brand als erstes bemerkt und die in der Nähe befindliche „Fjordveien" verständigt. Als sie sich dem in hellen Flammen stehenden Boot näherte, ging dessen Skipper gerade über die Heckleiter ins eiskalte Wasser. Ein Boot wurde ausgesetzt und der Schiffbrüchige binnen fünf Minuten aufgenommen. Eine Viertelstunde später machte die Fähre in Mekjarvik fest, von wo ein Krankenwagen den leicht unterkühlten Mann ins Stavanger Universitätskrankenhaus brachte.
Quelle: Tim Schwabedissen



In Kiel erbauter Frachter droht 120 Jahre nach seiner Strandung bei Caloundra zu verfallen
(11.02.13) Das ikonische Wrack der 1893 am Kings Beach an der australischen Sunshine Coast gestrandeten SS “Dicky”, 225 BRT, könnte binnen eines Jahres zum großen Teil verschwunden sein, warnte ein örtlicher Historiker. Paul Seto, der die Geschichte des Wracks studiert und in einem Buch festgehalten hat, sieht keine Rettung für die Überreste und macht die Regierung dafür verantwortlich.
Sie habe es zugelassen, dass ein signifikanter Teil des Rumpfes während eines Versuches, die Sicherheit zu erhöhen, entfernt worden sei. Durch die Veränderungen sei das Schiff nun nicht mehr vor der Brandung geschützt, die durch Löcher im Rumpf nun ins Innere des versandeten Rumpfes schlagen kann. Durch die Stabilisierungsversuche sei der Fluss des Wasser unregelmäßig geworden, was einen zerstörerischen Einfluss hat. Dicky Beach ist der weltweit einzige Strand, der nach einem Schiffswrack benannt wurde. Allerdings liegt die Regierung, die in dem Schiff ein Sicherheitsrisiko sieht, im Streit mit der Tourismusindustrie, in deren Augen es eine wichtige Attraktion darstellt. Be richtiger Behandlung, so Seto, hätte das Schiff noch weitere 100 Jahre erhalten werden können. Es sei aber auch versäumt worden, SS Dicky in die Australian National Ship Wreck Database zu setzen. Jetzt sei der Schaden an der Schiffsstruktur so stark, dass es dafür nicht mehr länger qualifiziert sei.
Das Schiff hatte am 20.1.1893 Brisbane verlassen und erreichte am 26.1. den Fitzroy River, wo sie am Lakes Creek Meat Works in Rockhampton festmachte, um 40 Tonnen Sand zu laden. Danach wollte sie zwischen Fraser Island und dem Festland hindurch laufen, um die Hervey Bay in Richtung der Noosa Heads zu kreuzen, Point Wickham bei Caloundra zu umfahren. Am 28.1. lief sie wieder aus, musste aber in der Mündung des Fitzroy River bis zum 1.2. ankern, um schlechtes Wetter abzuwarten. Doch der Sturm drehte auf die Küste von Queensland zu, und am 2.2. um 3.30 Uhr hatte er Stärke 6 erreicht. Die „Dicky“ versuchte die Hervey Bay zu erreichen und lief unter Segeln fünf Knoten.
Eine Stunde später hatte der Wind Stärke 9 erreicht, das Schiff rollte heftig und war schlecht zu steuern. Es kam zu Wassereinbruch, und der Kapitän war gezwungen, die Laguna Bay zum Lenzen anzusteuern. Am 4.2. gegen vier Uhr ging der Frachter wieder ankerauf und passierte um 4.15 Uhr Noosa. Der Kurs wurde auf Point Cartwright abgesetzt. Inzwischen herrschte Windstärke 11, die Wellen gingen 30 Fuß hoch und brachen über das ganze Schiff. Kapitän Beattie verwechselte in dieser schwierigen Lage Moffat Headland mit dem eine Meile weiter südlich gelegenen Wickham Point, und das Schiff geriet in flachem Wasser auf Grund.
Versuche, sich zu befreien, scheiterten, und um 10.35 Uhr saß der Frachter fest auf Strand. Die 11-köpfige Crew konnte sich retten. Das Schiff wurde zwar zunächst wieder flottgemacht, trieb aber immer wieder auf den Strand zurück, bis er nicht mehr zu bergen war. Der Kapitän verlor sein Patent für drei Monate. Die „Dicky“ war 31 Meter lang und 6,45 Meter breit. Sie wurde 1883 bei G. Howaldt in Kiel erbaut und lief für die Brydon, Jones and Co. in Brisbane. Nach ihrer Strandung blieb sie zunächst intakt und wurde als Umkleideraum und für Veranstaltungen genutzt. Bei einer Tanzveranstaltung an Bord setzte eine Kersosinlampe sie aber in Brand, und die Aufbauten wurden zerstört. Einer der Propeller wurde in einem nahen Park aufgestellt und erinnert an den Schiffbruch. Im Juli 2012 hat der Caloundra Council 10,000 Dollar zum Erhalt des Wracks ausgegeben. Doch möglicherweise lässt sich nur der natürliche Verfall unter dem jahrzehntelangen Einfluss der Elemente nicht dauerhaft stoppen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Erste von zwei Unterwasserplattformen an “Costa Condordia” installiert
(11.02.13) Svitzer Salvage und Micoperi gaben am 9.2. bekannt, dass die Bergungsarbeiten an der “Costa Concordia” vorankämen und die erste von zwei dafür benötigten Unterwasserplattformen in dieser Woche installiert werden sollte. Die zweite sei fertig gebaut und warte auf den Transport nach Giglio. Bei einem Treffen von Costa Cruises, Forschern der Universität La Sapienza in Rom sowie Experten von Titan und Micoperi wurden der Bergungsfortschritt und der Zustand des Wassers im Innern des Wracks erörtert. Mehr als 5000 Proben wurden bislang genommen und analysiert. Die Veränderungen ergaben sich aus dem Verrottungszustand von Nahrung, Einrichtungsgegenständen und der Ausrüstung. Einiges Wasser wird austreten, wenn das Wrack gedreht wird. Die Überwachung wird fortgesetzt, und Ende Februar soll eine Simulation fertiggestellt werden, wieviel Wasser auslaufen wird, um negativen Effekten rechtzeitig vorbeugen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feueralarm auf Barge vor Themse-Ölhafen
(11.02.13) Das RNLI-Boot aus Sheerness wurde am 10.2. alarmiert, nachdem in der Themsemündung auf einer 15,8 Meter langen Barge ein Maschinenraumbrand befürchtet worden war. Das Fahrzeug befand sich unweit von Shell Haven am östlichen Ende von Thurrock, Essex. Auch das Rettungsboot aus Gravesend machte sich auf dem Weg und nahm erst die dreiköpfige Besatzung an Bord und dann die Barg auf den Haken, um sie aus der Nähe des Öllagers von Shell Haven wegzubekommen.
Um 10.42 Uhr war auch das Boot aus Sheerness eingetroffen, und die Crew wurde übergesetzt, damit sich das Boot aus Gravesend auf den Schlepp zur Denton Wharf konzentrieren konnte. Hier stand die Kent Fire and Rescue gemeinsam mit Vertretern der Coastguard bereit. Es stellte sich heraus, dass der Feueralarm in der Maschine durch Überhitzung ausgelöst worden war. Um 13.20 Uhr kehrte das Boot aus Sheerness auf seine Station zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen



Arluk (Bild: USCG)   Großbild klick!
Rätselhafter Untergang eines Forschungsschiffes in Kodiak
(09.02.13) Nach dem Untergang des Forschungsschiffes „Arluk“ waren das Coast Guard Marine Safety Detachment Kodiak und der U.S. Fish and Wildlife Service in response im St. Herman's Harbor, Kodiak, im Einsatz, um eine Ölverschmutzung zu begrenzen. Personal von Lazy Bay LLC wurde von dem FWS unter Vertrag genommen, die Ventile und Öffnungen abzudichten und das gekenterte Schiff zu heben.
Der Hafenkapitän von Kodiak hatte den Untergang um 3030 Uhr bemerkt und ließ sofort einen Ölschlängel ausbringen. 20 Minuten später war Personal des MSD Kodiak vor Ort. An Bord des Schiffes waren etwa 1500 Gallonen Dieselöl. Es waren aber nur etwa 10 Gallonen ausgelaufen. Die Coast Guard leitete eine Untersuchung ein. USCG Die Ursache des Kenterns war noch rätselhaft. Die „Arluk“ wird zum Transport von Personal zu abgelegenen Camps genutzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision vor Istanbul 1
(09.02.13) Am Nachmittag des 8.2. ist um 17.25 Uhr der russische Frachter "Amur 2521", 3086 BRZ (IMO-Nr.: 8721478), mit der türkischen Katmaranfähre „Yeditepe 1" (MMSI-Nr.: 271002471), vor Istanbul kollidiert. Der Frachter hatte am 5.2. Batumi verlassen und war unterwegs nach Ravenna. Er hatte keinen Lotsen an Bord. Neun Passagiere wurden verletzt, als er unweit des Maiden’s Tower der Schnellfähre ins Heck lief, zwei von ihnen schwer. Ein Schlepper des General Directorate of Coastal Safety brachte die Verletzten an Land, und Rettungsboote sicherten die Havaristen. Die „Amur 2521" wurde angewiesen, auf Ahirkapi Reede zu ankern. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision vor Istanbul II
(09.02.13) Am 9.2. kollidierte der unter Jamaica-Flagge laufende Tiertransporter „Alaa 1", 1787 BRZ (IMO-Nr.: 7406772), vor Istanbul auf der Reise von Constanta nach Sete mit dem türkischen Bunkertanker "Ondina" (MMSI-Nr.: 271002201). Das Rettuingsboot "Kiyem 4" und der Schlepper "Söndüren 4" kamen den Havaristen zu Hilfe. Es blieb bei Sachschäden. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot aus der Weser geborgen
(09.02.13) Am 8.2. wurde von dem Hamburger Bugsier-Schwimmkran „Enak“ aus der Weser bei Brake das Wrack eines 15 Meter langen Sportbootes geborgen, das am 15. Januar am Ufer gesunken war. Die Bergung hatte um 11 Uhr begonnen. Taucher legten Hebegurte um das bei Flut vollständig versunkene Boot. Als gegen 14 Uhr die Ebbe einsetzte, musste der Taucher seinen Einsatz abbrechen, weil die Strömung zu stark wurde. Um 16.30 Uhr ging es weiter. Es gelang, einen zweiten Gurt anzulegen. Gegen 18.15 Uhr hob der Kran dann den Rumpf aus dem Fluss. Die Bergung hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven angeordnet. Der Kran transportierte das Boot zur Staatswerft, wo es an Land abgesetzt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Airbus-Carrier nach 10 Tagen von Sandbank vor Mostyn gezogen
(09.02.13) Am 9.2. wurde nach fast eineinhalb Wochen der französische Flugzeugteil-Frachter „Ciudad de Cadiz", 15643 BRZ (IMO-Nr.: 9383560) vor Mostyn freigeschleppt. Um 9.45 Uhr war ein Hochwasser von 9,3 Metern erwartet worden, und zwei Schlepper sowie ein Forschungsschiff gingen in Stellung. Um 9.50 Uhr wurde begonnen, das Heck des Havaristen nach Steuerbord zu drücken. Fünf Minuten darauf schob der kleinere der Schlepper den Bug in tieferes Wasser, und das Schiff wurde von der Untiefe gezogen.
Um 10.15 Uhr war es auf dem Weg in den Hafen von Mostyn, wo die Schlepper es drehten und rückwärts an den Kai brachten. Hier wurde er von Vertretern der Maritime and Coastguard Agency einer ersten Inspektion unterzogen, der im Hafen von Holyhead eine gründliche Untersuchung durch Taucher folgen sollte. Das unbeladene Schiff war am 30.1. um 13.45 Uhr von seinen Moorings losgerissen und bei Sturm mit über 55 Knoten Windgeschwindigkeit auf dem Dee River auf eine Untiefe getrieben worden. Versuche, das bei Ebbe trockenfallende Schiff zu bergen, waren in den Folgetagen fehlgeschlagen, und so war das Eintreten einer besonders hohen Flut abgewartet worden. Die 23-köpfige Crew hatte an Bord des Schiffes bleiben können. Es hatte Flugzeugflügel bei der Airbus-Werft in Broughton laden sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



An die 20 Tote nach Fährunglück in Bangladesh
(09.02.13) 14 Tote und fünf Vermisste sind die vorläufige Bilanz des Untergngs der Fähre „Sarash“ auf dem Meghna River im Süd-Munshiganj-Distrikt von Bangla Desh, etwa 27 Kilometr südöstlich der Hauptstadt Dhaka, am 8.2. Das Kranschiff „Hamza“ hob das Wrack am Morgen des 9.2., und Rettungskräfte zogen ein Dutzend weiterer Toter aus dem Schiffsinnern, nachdem zuvor bereits zwei Tote geborgen worden waren.
Die Fähre war mit etwa 100 Personen an Bord vom Narayang nach Matlab im südöstlichen Chandpur-Distrikt unterwegs gewesen, als sie gegen sieben Uhr früh nach Kollision mit einem Frachter gekentert war. Die Suche nach Vermissten wurde unterdessen eingestellt. Anwohner des Flusses hatten bei Gazaria 30 Menschen gerettet, andere schwammen an Land. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß auf IJssel fest
(09.02.13) Am 9.2. lief gegen 11.30 Uhr das deutsche Binnenschiff "Ariki", 1117 ts (EU-Nr.: 06003662), auf der IJssel bei Zwolle auf Höher der Spooler Schleuse auf Grund. Der polnische Kapitän hatte auf der Fahrt nach Deutschland offenbar die Flussströmung unterschätzt und war mit der Steuerbordseite auf Grund geraten. Der Havarist saß mit Backbordschlagseite auf dem Flussufer, bis ein Teil der aus Baumstämmen bestehenden Ladung gelöscht war und das Schiff somit leicht genug, um von der Untiefe gezogen zu werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier irische Segler von sinkender Yacht gerettet
(09.02.13) Vier irische Seeleute wurden am Morgen des 9.2. von ihrer Swan "Wolfhound" rund 70 Meilen nördlich von Bermuda gerettet. Sie hatten 400 Meilen vor der Küste von Delaware nach der Abreise aus Westbrook, Connecticut, Maschinenschaden und Ausfall der Bordenergie erlitten. Ohne Kommunikationsmittel und Navigationssysteme trieb das Boot acht Tage in de See und wurde zwei Mal auf die Seite gelegt.
Am 8.2. um 17 Uhr wurde das EPIRB aktiviert, dessen Signal vom Bermuda Operations Centre aufgefangen wurde. Nachdem der Versuch, die Herkunft des Signals zu identifizieren, fehlschlug, wurden Schiffe in der Nähe um Assistenz gebeten, und die US Coast Guard schickte eine C-130 aus Elizabeth City zu der Position. Miz dem SURPIC (Surface Picture) wurden die "Eurochampion 2004" 90 Meilen nordöstlich davon und der griechische Frachter "Tetien Trader", 39213 BRZ (IMO-Nr.: 9221437), die von New Orleans kam, 85 Meilen südwestlich ausgemacht. Beide Schiffe waren 5-6 Fahrstunden entfernt. Nachdem die C 130 vor Ort war, gelang es nicht, in Kontakt zu treten.
Am Morgen des 9.2. war die "Tetien Trader" auch vor Ort und konnte die Yacht gegen acht Uhr längsseits nehmen. Die Insassen wurden abgeborgen und setzten an Bord des Schiffes die Reise nach Mersin fort. Einer der Segler war leicht verletzt. Die C 130 kehrte daraufhin zurück, und ein ebenfalls in Marsch gesetzter HH 60-Helikopter sowie eine zweite C 130 landeten in Bermuda. Die "Wolfhound" sank kurz nach Abschluss der Rettung 64 Meilen nördlich von Bermuda. Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang der „Queen of the North“ wie Schiffbruch der „Titanic“
(09.02.13) Der damalige Chefingenieur der "Queen of the North", Erickson, sagte in der Anhörung zu deren Untergang im März 2006 aus, es sei für ihn wie der "Titanic"-Film gewesen. Er hatte sich zum Schlafen gelegt, als die Decksoffizierin Karen Briker an die Tür der Nachbarkabine hämmerte und sagte, es täte ihr so leid.
Derweil schlug die Fähre wieder gegen die Felsen, auf die sie gelaufen war, und jedes Mal gab es ein lautes Krachen und Schrammen. Erickson zog sich an und fand beim Öffnen seiner Tür Briker im Gespräch mit Kapitän Henthorne vor. Der Ingenieur, der seit 1985 für B.C. Ferries arbeitete, eilte auf die Brücke, als er den 3. Offizier über Telefon Mayday geben hörte. Er konnte in einiger Entfernung Navigationslichter und die Küstenlinie sehen.
Die Fähre begann sich nach Steuerbord überzulegen, und er dachte, sie würde kentern. Es gab Berichte über starken Wassereinbruch im Maschinenraum, dessen Personal sich rettete. Der Kapitän fragte Erickson nach seiner Meinung dazu, und er antwortete, es gebe nichts für sie zu tun, also kämen sie heraus. Der Kapitän sagte, lassen Sie uns das Schiff sofort aufgeben, und leitete die notwendigen Maßnahmen ein.
Daraufhin begann Erickson mit anderen Besatzungsmitgliedern die Boote auszusetzen und die Menschen von Bord zu bekommen. Er ging auf das Haupt-Autodeck herunter und sah, dass es zwar noch trocken war, doch das Wasser bereits die Treppen hochstieg. Er kehrte nach draußen zurück, und die verbliebene Crew ging gerade in ein Rettungsboot. Die Boote und Rettungsinseln waren am Heck der Fähre versammelt, und die Insassen sahen das Schiff sinken. Der Bug stieg in die Höhe. Man hörte, wie im Innern die Autos und vieles andere ineinander krachten.
Dann war das Schiff von der Wasseroberfläche verschwunden. Alle schauten sich an und fragten sich, ob das, was sie sahen, real gewesen war. Dann begannen Rettungswesten aufzutreiben. Ein Küstenwachboot kam an und wies die Schiffbrüchigen an, an der Untergangsstelle zu bleiben. Einige von ihnen waren aber bereits auf herbei eilende Kutter übergestiegen, die sie zur Hartley Bay brachten. Die Crew seines Bootes wurde dann von der Küstenwache gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Deva (Bild: Charlie Miller)   Großbild klick!
Containerfrachter sitzt auf Wrackräumungsposition vor Alexandria fest
(08.02.13) Seit dem 3.2. sitzt der liberianische Containerfrachter “Deva”, 40030 BRZ (IMO-Nr.: IMO:9278105), vor Alexandria unweit von Tonne 4 in Al Bushazel Kebie (Great Pass) auf Grund. Die Strandungsstelle befindet sich fast genau an der Position, an der bis zum Abschluss von deren Räumung bis vor kurzem sich das Wrack der “Jolly Amaranto” befunden hatte. Der Frachter hatte am Nachmittag des 1.2. den Hafen von Limassol verlassen und war am 2.2. gegen 15 Uhr auf der Reede von Alexandria eingetroffen.
Die „Jolly Amaranto”, ein Containerfrachter der Ignazio Messina Shipping Co., der 1977 erbaut worden war, war am 13.12.2010 vor dem Hafen gesunken. Das 145 Meter lange Schiff hatte drei Tage 30 Meilen mit schwerer Schlagseite aufgegeben vor der Küste getrieben und war beim Einschleppen durch Bergungsschlepper kurz vor dem sicheren Hafen auf Grund gelaufen, nachdem einer der Schlepper Maschinenschaden erlitten hatte.
Bei stürmischer See legte er sich sofort auf die Seite. Die 21-köpfige Crew musste das Schiff verlassen. Auch der Bordhund Athos wurde zunächst gerettet, doc her sprang von dem Schlepper, auf dessen Deck er sich bereits befand, zurück in die See. Beim Versuch, ihm zu Hilfe zu kommen, geriet ein Besatzungsmitglied der „Jolly Amaranto“ selbst in Lebensgefahr. Der Hund, der jahrelang sein warmes Plätzchen im Maschinenraum gehabt hatte, ertrank. Erst Jahre später begann der Abbruch des halb gesunkenen Frachters.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Ijsselbrücke
(08.02.13) Am 7.1. um 11.55 Uhr rammte das tschechische Binnenschiff „Janeva“ 843 ts (EU-Nr.: 09558004), das mit 663 Tonnen Stahlrollen nach Kampen unterwegs war, die alte Ijssel-Brücke in Zutphen. Der Verkehrt auf dem Fluss und über die Brücke wurde sofort gestoppt. Nach einer Stunde konnten Autos wieder über die Brücke fahren, deren Leitwerke in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Das Schiff selbst wurde am Bug beschädigt und machte unweit der Unfallstelle zur Untersuchung fest. Diese wurde dadurch erschwert, dass der Kapitän nur tschechisch sprach. Deshalb konnte er zunächst nicht durch die Beamten von Rijkswaterstaat befragt werden. Möglicherweise hat der starke Flutstrom bei der Havarie aber eine Rolle gespielt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre lief gegen Kai
(08.02.13) Am Abend des 7.2. rammte die norwegische Fähre “Tidefjord", 2979 BRZ (IMO-Nr.: IMO:9419204), die Kainanlage in Sulesund. Das Schiff kam gerade von Hareid, als es wegen einer technischen Störung nicht rechtzeitig aufgestoppt werden konnte. Der Kai nahm geringfügigen Schaden. Vorsorglich wurde ein Krankenwagen alarmiert, doch es waren keine Menschen verletzt worden. Der Fährverkehr verspätete sich aber für den Rest des Tages.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Mangalore gesunken
(08.02.13) Der mit Baumaterial wie Zement, Eisenstangen und Kies sowie Nahrungsmitteln beladene Küstenfrachter “Al Masoor”, der am 6.2. von Bunder nach Lakshadweep ausgelaufen war, sank am Morgen des 7.2. rund 40 Meilen vor der Küste von Mangalore am Morgen des 7.2. bei stürmischer See. Das Schiff hatte vergeblich versucht, umzukehren, erlitt aber nach 15 Meilen Wassereinbruch im Maschinenraum. Die sechsköpfige Besatzung funkte Notsignale und wurde von der „Karp Muttamma Aniamma”, die sich in der Nähe befand, gerettet. Die Schiffbrüchigen wurden gegen zwei Uhr mithilfe von ausgebrachten Tauen an Deck gezogen. Sie hatten bis zum Eintreffen der Helfer ihr Schiff mit Lenzen noch über Wasser halten können, doch kurz nachdem es aufgegeben war, versank es.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sloop vor Port Townsend auf Felsen getrieben
(08.02.13) Vessel Assist aus Port Hadlock kam am 7.2. der auf Felsen gestrandeten, 27 Fuß langen Sloop “The Halcyon” vor dem Bootshafen von Port Townsend zu Hilfe. Das vor der Küste geankerte Boot war am 6.2. nach Bruch der Ankerleine ins Treiben geraten und auf dem Strand neben dem Larry Scott Memorial Trail auf Grund getrieben. Ein erster Versuch am folgenden Morgen, das Boot zu bergen, scheiterte. Mit der Nachmittagsebbe sollte ein weiterer Versuch unternommen werden, denn zwischenzeitlich war die „Halcyon“ auf die Seite gefallen und vollgelaufen. Der Skipper hatte das Boot vor sechs Wochen für 1,500 Dollar gekauft und noch keinen festen Liegeplatz gefunden. Ob die Neuerwerbung nun ein Totalverlust werden würde, war noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen



Dutzende Vermisster nach Fährunglück in Bangladesh
(08.02.13) Die Fähre “SM Sarash” kenterte am 8.2. mit rund 100 Menschen an Bord nach Kollision mit einem Sandfrachter auf dem Meghna River in Bangladesh. Das Schiff des Bangladesh Inland Water Transport and Passenger Service in Narayanganj war unterwegs von dort nach Chandpur, als es von dem Frachter gerammt wurde. 20 Passagiere konnten sich schwimmend an Land retten. Viele weitere wurden vermisst. Das Bergungsschiff “Rustom” wurde von der Inland Water Transport Authority (IWTA) angefordert. Fährunglücke sind nicht selten in Bangladesh. Im März 2011 waren 147 Menschen auf dem Fluss nach einer Kollision ertrunken, im Dezember 2009 kamen 46 Menschen auf dem Daira River im Kishorganj-Distrikt beim Kentern einer Fähre um.
Quelle: Tim Schwabedissen



Richtiges Manöver des letzten Augenblicks hätte 39 Menschen das Leben retten können
(08.02.13) Ein falsches Manöver der chinesischen Fähre “Sea Smooth” war der entscheidende Grund von deren Kollision mit der “Lamma IV” am 1.10.2012 in Hongkong, bei der 39 Menschen starben. Dies sagte ein Experte im Rahmen der Anhörung am 7.2. der britische Schifffahrtsexperte Captain Nigel Pryke hatte eine Backborddrehung der „Sea Smooth“ um 20.19 Uhr jenen Tages, nur Augenblicke vor dem Zusammenstoß als den zentralen Fehler bezeichnet.
Ohne dieses Manöver hätten sich beide Schiffe knapp verfehlt. Die Crew hätte sich nicht auf die Aussagekraft der sichtbaren Navigationsleuchten der “Lamma IV” verlassen dürfen. Fast immer könnte eine drohende Kollision durch eine Steuerborddrehung vermieden werden, wenn keine Klarheit über die Manöver hergestellt werden kann. Die Hochgeschwindigkeitsfähre „Sea Smooth“ hätte beim Erkennen des Unfallrisikos als erste abdrehen sollen. Im
Rahmen der Anhörung stellte sich auch heraus, dass die Richtlinien der Hong Kong and Kowloon Ferry's zur Reaktion nach Kollisionen sehr verwirrend und widersprüchlich waren. Die Reederei verlangte auch keine regelmäßigen Gesundheitschecks ihrer Crews. Der Kapitän der “Sea Smooth” hatte zuletzt im Jahr 1997 einen Sehtest ablegen müssen, als er sein Patent vom Marine Department bekam, das bis 2023 gültig war. Er war zwischen 2008 und 2010 in drei Seeunfälle mit glimpflichem Ausgang verwickelt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Port Royal gekentert
(08.02.13) Ein Krabbenkutter ist in Port Royal beim Battery Creek gesunken. Teile des gekenterten Schiffes, die Steuerbordseite sowie die Kurrbäume, ragten anschließend noch aus dem Wasser, und es behinderte die Schifffahrt. Der Eigner hat vergeblich versucht, es zu heben. Das S.C. Department of Health and Environmental Control und die U.S. Coast Guard inspizierten die Lage, fanden aber keinen Anlass zum Einschreiten. Unweit von dem Kutter sank bereits vor sieben Jahren ein anderes Schiff, das stark zerfallen weiterhin auf Grund liegt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Versorgungsfrachter auf dem Weg in die Arktis lahmgelegt
(08.02.13) Der argentinische Versorgungsfrachter “Canal Beagle", 5235 BRZ (IMO-Nr.: 7529017), musste seine Reise von La Plata nach Ushuaia unterbrechen und am 5.2. nach einem Maschinenschaden an der Militärbasis in Puerto Belgrano unweit von Bahia Blanca festmachen. Er hatte Treibstoff und Versorgungsgüter geladen. Die antarktische Sommerkampagne 2012/2013 soll aber wie geplant weiterlaufen. Es wurde bereits mit Reparaturarbeiten begonnen, und mit Ersatzteilen, die von der baugleichen “Cape Horn" herangeschafft wurden, sollte der Frachter binnen zwei Wochen wieder fahrtüchtig sein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Smit Borneo 10 Meter von Riff entfernt verankert
(08.02.13) Die Arbeiten zur Räumung von USS “Guardian” vom Tubbataha Reef sollen am 10. oder 11.2. beginnen. Die "Smit Borneo" sollte am 7.2. fertig verankert und ab dem 8.2. für den Beginn der Bergung vorbereitet werden. Das Positionieren erforderte das Ausbringen aller vier Anker, anschließend begann der Aufbau der notwendigen Ausrüstung. Zwei Anker wurden 800 Meter tief auf Sandboden ausgebracht, die beiden anderen in einer Tiefe von 300 Metern. Sie halten die Kranbarge 10 Meter vom Riff entfernt.
Zunächst werden Mast und Brücke der USS "Guardian" abgebaut, ehe das übrige Schiff zerlegt wird. Bei der Räumung assistieren die "Trabajador 1" der Malayan Towage and Salvaging Corp. und der Schlepper "Vos Apollo". Präsident Aquino hat dem Bergungsplan der US Navy ohne Änderungswünsche zugestimmt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper der “Lyubov Orlova” hat lange Mängelliste
(08.02.13) Während der Kreuzfahrer “Lyubov Orlova” weiter auf seiner einsamen Drift fernab jeglicher Küste in Richtung Irland ist, wo er, wenn er sich über Wasser halt, im April auftauchen könnte, wird der Schlepper "Charlene Hunt" auf unabsehbare Zeit weiter im Hafen von St. John’s verbleiben, nachdem bei einer Untersuchung durch Vertreter von Transport Canada etliche Mängel festgestellt wurden.
Die lange Liste muss erst abgearbeitet werden, ehe das Schiff den Hafen wieder verlassen darf. Das Schiff liegt an der Südseite des Hafens, der Liegeplatz kostet erheblich weniger als jener des verlorenen Anhangs, dessen Liegeplatzgebühren sich binnen zweier Jahre auf 100000 Dollar aufsummiert hatten. Die Eigner der „Charlene Hunt” müssen jeden Tag 14 Dollar bezahlen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackteil (Bild: Department of Fish and Wildlife)   Großbild klick!
Wrack japanischen Tsunami-Opfers nach fast zwei Jahren in Oregon angespült
(07.02.13) In Oregon wurde das Wrack eines 27 Fuß langen japanischen Fischerbootes, das am Morgen des 6.2. auf den Gleneden Beach zwischen Lincoln City und der Depoe Bay getrieben war, am Nachmittag 7.2. im Auftrag des Oregon Parks and Recreation Department von einem Kranbagger der Drayton Excavation aus Lincoln City vom Strand geräumt. Es war in den Nachtstunden von der Flut nochmals erfasst und aufgerichtet worden, nachdem es am Vortag kieloben im Stand gelegen hatte.
Das Boot wurde vermutlich von dem Tsunami, der im März 2011 die japanische Küste verwüstete, abgetrieben. Nachdem es am Strand entdeckt worden war, wurden Proben des Bewuchses von Biologen genommen und das bewachsene Wrack gründlich inspiziert. Rund 15-20 Spezies, die nicht in Oregon heimisch sind, wurden festgestellt.
Deshalb galt es das Boot auch so schnell wie möglich vom Strand zu räumen und auf einer Müllkippe nahe der Küste zu begraben. Wo genau das Boot herkam, konnte noch nicht präzise eingegrenzt werden. Das japanische Konsulat wurde um Hilfe gebeten. Eien Nummer zur Identifizierung war nicht entdeckt worden. Es fand sich lediglich ein Schild mit japanischen Schriftzeichen, bei denen es sich um Instruktionen zur Handhabung des Gastanks handelte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zum zweiten Mal binnen dreier Tage legte Binnenschiff Goßmannsdorfer Schleuse lahm
(07.02.13) Als das rumänische Binnenschiff „Orca", 1103 ts (EU-Nr.: 02313933), am Vormittag des 6.2. vor der Schleuse Goßmannsdorf auf dem Main querschlug, handelte es sich nicht nur um die zweite Havarie dieses Schiffes binnen einer Woche, nachdem es auf der donau bei Flusskilometer 2266 bei der Donauwaldbrücke festgekommen war.
Es war auch der zweite Schiffsunfall binnen zweier Tage an der Schleuse im Landkreis, nachdem dort am 4.2. der „Ursel“ dasselbe Ungemach widerfahren war. Jahrzehntelang hatte es hier keine vergleichbaren Unfälle gegeben. Um10.20 Uhr: misslang es nun der 80 Meter langen und 8,15 Meter breiten „Orca“, die mit 1000 Tonnen Getreideladung nach Holland unterwegs war, in die Schleusenkammer einzulaufen.
Wegen des hohen Wasserstandes auf dem Main und der sehr starken Strömung wurde das Heck weggedrückt in Richtung eines Wehrs, während das Schiff mittschiffs gegen einen Trenndamm trieb .Das Arbeitsschiff „Pleichach“ und ein Baggerschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes Schweinfurt konnten gemeinsam das Achterschiff herumdrücken und die „Orca“ wieder in die Strömung bringen. Das Manöver wurde durch das Zufahren der Wehre unterstützt, wodurch die Strömung und entsprechend der Wasserdruck auf das Heck reduziert wurden.
Binnen einer halben Stunde konnte das Schiff ans Mainufer gedrückt und dort gegen 12.30 festgemacht werden. Hier begannen Untersuchungen auf Schäden. Gegen den rumänischen Kapitän wurde derweil ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Offenbar lag ein Fahrfehler des Kapitäns vor, durch den das Schiff außer Kontrolle geraten war.
Dasselbe vermutete die Polizei im Fall der deutschen „Ursel“, gegen deren ukrainischen Kapitän die Polizei Unterfranken ebenfalls ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleitete. Die „Ursel“ lag weiterhin unweit der Schleuse am Ufer. Taucher fanden im Bugbereich einen etwa 40 Zentimeter langen Riss, durch den Wasser eindrang. Wenn dieser abgedichtet war, wollte das Wasser- und Schifffahrtsamt entscheiden, ob und unter welchen Auflagen das Schiff weiterfahren konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sinkende Barge nach Brückenkollision auf Grund gesetzt
(07.02.13) Auf der Hollands Diep nahe Moerdijk kollidierte eine mit Kies beladene Barge, die von dem holländischen Schubschlepper "Lummie", 26 ts (EU-Nr.: 02304721), bugsiert wurde, am Abend des 6.2. mit einer Brücke und schlug leck. Der Schlepper setzte sie auf der Zeehondplate bei Strijensas auf Grund, um ihren Untergang zu verhindern. Rijkswaterstraat kam mit der “RWS 71", zu Hilfe, außerdem eilten das Feuerlöschboot aus Dordrecht und das KNRM-Boot "DRB 49" herbei und unterstützten die zweiköpfige Schleppercrew beim Lenzen der Barge. Die Arbeiten wurden während der Nachtstunden fortgesetzt. Am 7.2. sollten Berger und Versicherer sich des Fahrzeugs annehmen. Der Eisenbahnverkehr über die betroffene Brücke wurde nach der Kollision zunächst eingestellt, aber gegen 23 Uhr wieder freigegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen



14 Hafenarbeiter in Hamburg mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht
(07.02.13) Am Burchard-Kai im Hamburger Hafen wurden am Morgen des 6.2. bei Löscharbeiten auf dem am Vortag aus Rotterdam eingelaufenen liberianischen Containerfrachter "Jonny Ritscher" 17360 BRZ (IMO-Nr.: 9333383), 14 Arbeiter des Hafenbetreibers HHLA durch Gase leicht verletzt.
Sie spürten plötzlich Übelkeit, Augen- und Atemwegreizungen. Es bestand der Verdacht, dass Gefahrgut ausgetreten war, sodass die Feuerwehr alarmiert wurde und eine Sperrzone von 150 Metern einrichtete. Ein Notarzt versorgte die Verletzten, die anschließend mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht wurden. Inzwischen konnten alle Betroffenen die Krankenhäuser verlassen. unterdessen begannen Beamte der Feuerwehr mit Messarbeiten.
Die Messungen der Feuerwehr wurden im Tagesverlauf analysiert, mit einem Ergebnis wurde in den frühen Abendstunden gerechnet . Ersten Ermittlungen zufolge könnten die Verletzungen auf Ausdünstungen von gebunkertem Kraftstoff zurückzuführen sein. Das Schweröl wurde in St. Peterburg, wo das Schiff vom 27. auf den 28.1. lag, gebunkert. Der Lösch- und Ladebetrieb auf der "Jonny Ritscher" wurde zeitweilig eingestellt. Am 7.1. verließ der Frachter den Hafen wieder mit Kurs Rauma.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker trieb in meterhohen Wellen vor Ouessant
(07.02.13) Am 6.2. um 15.40 Uhr erlitt der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker “Gas Cobia", 22978 BRZ (IMO-Nr.: 9451991), vor Ouessant auf der Fahrt nach Antwerpen Maschinenausfall. Der 274 Meter lange Tanker trieb zeitweilig in fünf Meter hohen Wellen rund 50 Kilometer vor Brignogan. Der Notfallschlepper "Abeille Bourbon" wurde gegen 19 Uhr in Marsch gesetzt, ihn auf den Haken zu nehmen, doch dann gelang es der Tankercrew, den Schaden zu reparieren und die Maschine wieder anzufahren, sodass keine Schleppassistenz mehr nötig war und die Fahrt wieder aufgenommen wurde. Am 7.2. um 22 Uhr wurde das Schiff in Antwerpen erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vor Spanien beschädigter Bulker wird in der Türkei repariert
(07.02.13) Das Entladen des unter Singapur-Flagge laufenden Bulkcarriers "Cape Baltic", 88541 BRZ (IMO-Nr: 9311476), in Gijón sollte am 8.2. voraussichtlich beendet werden. Als nächstes wird der Frachter wohl eine türkische Werft zur Reparatur anlaufen, nachdem in den nächstgelegenen Werften in Ferrol, Lissabon und Cadiz keine Kapazitäten dafür frei waren. Wenn die gesamte Ladung Eisenerz von Bord ist, wird der Havarist sich ins Mittelmeer aufmachen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Beschädigter Bulkcarrier binnen zwei Tagen vor Unalaska repariert
(07.02.13) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Shin Onoe" 101953 BRZ (IMO-Nr.:9271597), der nach einem Maschinenschaden vor Unalaska Schutz gesucht hatte, konnten die Reparaturarbeiten schneller als geplant abgeschlossen werden. Am 6.2. absolvierte er noch eine Probefahrt und durchlief eine Inspektion der of Coast Guard, um die Summer Bay dann gegen 15 Uhr zu verlassen. Hier hatte er zwei Tage lang geankert, während der Turbolader instand gesetzt wurde. Das Schiff war, als der Schaden auf der Great Circle-Schifffahrtsroute auftrat, nach Prince Rupert, British Columbia, unterwegs gewesen, um dort eine Ladung aufzunehmen. Ob dies weiterhin der Plan war, war unsicher.
Quelle: Tim Schwabedissen



Smit Borneo geht an USS Guardian vor Anker
(07.02.13) Die Bergungsarbeiten an dem gestrandeten Minensucher USS “Guardian” auf dem Tubbataha Reef haben am 6.2. mit der Verankerung des Kranschiffes „Smit Borneo“ begonnen. Insgesamt vier Anker werden 10 Meter vom Schutzgebiet entfernt ausgebracht. Die beiden Buganker wurden auf 800 Metern Wassertiefe geworfen, die Heckanker auf 300 Metern. Dieses Manöver sollte mindestens einen Tag dauern.
Die eigentliche Bergung soll am 10. oder 11.2. starten und je nach Wetterlage mindestens bis April dauern, nach einer Notiz auf der Website des amerikanischen Verteidigungsministeriums sogar bis Dezember 2013. Die Arbeiten konnten beginnen, nachdem das Tubbataha Protected Areas Management Board (TPAMB), dem von SMIT vorgelegten Bergungsplan zugestimmt hat. Wenn das Wrack des Minensuchers entfernt ist, sollen Taucher eine Schadensaufnahme auf dem Korallenriff durchführen. Bislang sollen nach Schätzungen rund 4000 Quadratmeter Fläche beschädigt sein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter im Sturm auf Strand von Kiama Downs getrieben
(07.02.13) Der in Wollongong beheimatete Kutter “VM 10 N” wurde nach einem Maschinenschaden vor Killalea samt seiner zweiköpfigen Crew am 6.2. bei Kiama Downs&xnbsp;auf den Strand getrieben. Bei stürmischem Südwestwind kam das Boot bei Niedrigwasser um 11.30 Uhr auf einer Sandbank am Jones Beach fest. Polizei und Offiziere vom Lake Illawarra wurden alarmiert, um den beiden Fischern, die vom Wollongong Harbour in die Batemans Bay unterwegs waren, zu helfen. Sie wurden unversehrt gerettet. Sorgen bereiteten die 1600 Liter Diesel an Bord. Deshalb sollte eine Bergungsfirma mit der Flut um 19 Uhr versuchen, den Kutter nach Kiama Harbour zur Reparatur einzuschleppen. Ansonsten müsste das Öl abgepumpt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter in Walvis Bay gehoben
(07.02.13) Der Kutter “Southwest Kingfisher”, der am 27.1. im Fischereihafen der Walvis Bay gesunken war, konnte am 3.2. von den Bergern der Walvis Bay Diving gehoben werden. Der Kutter war in rauer See gegen einen Nachbarlieger geschlagen und hatte Wassereinbruch erlitten, sodass er unterging. Taucher brachten in der vergangenen Woche Hebesäcke an, die dann von starken Pumpen mit Luft gefüllt wurden und das Wrack an die Wasseroberfläche brachten. Als das Ruderhaus und ein Teil des Bugs wieder über Wasser waren, wurde begonnen, den Rumpf zu lenzen. Danach wurde die “Southwest Kingfisher” zum Walvis Bay Syncrolift geschleppt und wurde zur Reparatur an Land gesetzt. Binnen fünf Monaten soll der Kutter wiederhergestellt sein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Dassalan gestrandet
(07.02.13)&xnbsp;Der philippinische Frachter “Ladylin” lief in der Nacht zum 6.3. nach einem Maschinenschaden auf der Insel Dassalan, Basilan, auf Grund. Er war mit 20000 Säcken Zement an Bord nach Tawi-Tawi unterwegs gewesen, als er havarierte. Die philippinische Coast Guard barg die Crew am 6.2. ab. Der Frachter soll nun erst gelöscht werden, um mit möglichst wenig Schadensrisiko abgeschleppt werden zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen



“Edro III” (Bild: Koukou Vagia)   Großbild klick!
Keine Bewegung in Sachen “Edro III”
(06.02.13) Nachdem im zyprischen Parlament Fragen zum Umgang mit dem vor Paphos gestrandeten, unter Sierra Leone-Flagge laufenden Frachter “Edro III", 2517 BRZ (IMO-Nr.: 6613316), aufgetaucht waren, hat das Handelsschifffahrtsministerium bestätigt, dass es derzeit keinen Fortschritt in Sachen Bergung gibt.
Es konnte weder mit Eignern noch den russischen Versicherern eine Übereinkunft erzielt werden, seit das Schiff am 8.12.2011 strandete. Es seien aber alle gesetzlichen Möglichkeiten ausgeschöpft worden. Im April 2012 hatte eine Bergungsfirma einen Vertrag mit den Eignern über eine Räumung abgeschlossen.
Ein Vertragsinhalt war, dass die Firma Versicherungsdeckung erzielen musste. Von staatlicher Seite aus wurden Richtlinien über die sichere Entfernung des Frachters von den Felsen und aus dem Hoheitsgebiet erlassen. Am 24.5. war die Bergungsfirma bereit, mit den Arbeiten zu starten, doch es gab weiter keine Versicherungsdeckung. Diese wurde daraufhin vom Staat eingefordert, was aber außerhalb von dessen Verantwortlichkeit lag und im Gegensatz zu dem stand, was mit dem Eigner vereinbart war.
Die Berger drohten, den Ort zu verlassen, und die Diskussion zog sich bis November 2012 hin, ohne dass sich an der Lage des Schiffes irgendetwas geändert hätte. Es hatte sich allerdings inzwischen zu einer Touristenattraktion gemausert. Die „Edro III“ war Anfang Dezember 2011 von Limassol nach Rhodos ausgelaufen. In schwerer See kam es zu Maschinenschaden, und die Reise endete auf Felsen 15 Meter vor dem Strand von Paphos. Im April 2012 waren dann alle umweltgefährdenden Stoffe von Bord geholt worden. Das Schiff ist nicht mehr zu reparieren, wurde aber bislang auch noch nicht offiziell aufgegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen



"Sandy Rickmers" (Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!
Kollision durch Windbö im Nord-Ostsee-Kanal
(06.02.13) Am Abend des 4.2. drückte eine Windbö den norwegischen Chemikalientanker "Rystraum", 7243 BRZ (IMO-Nr.9391000), im Nord-Ostsee-Kanal auf Höhe der Weiche Breiholz gegen den unter Marshall Islands-Flagge laufenden Containerfrachter Olaf Kuhnke, 14290 BRZ (IMO-Nr.: 9220079).
Die "Sandy Rickmers" hatte in der Weiche Breiholz verkehrsbedingt warten müssen. Sie befand sich mit Leercontainern auf der Reise von St. Petersburg nach Antwerpen. Die "Rystraum" durchlief die Weiche vorfahrtsberechtigt in Richtung Osten. Sie war mit Caustic Soda beladen auf der Fahrt von Rotterdam nach Kokkola. Als die Schiffe sich begegneten, kam es zur seitlichen Kollision.
Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei war der Containerfrachter mit seinem Backbord-Achterschiff durch eine Windböe Richtung Kanalmitte gegen den Chemikalientanker gedrückt worden. An beiden Schiffen waren entstanden dabei im Bereich der Brückenaufbauten und des Achterschiffs leichte Schäden. Am Rumpf der „Sandy Rickmers“ waren Schrammen und Einbeulungen erkennbar. Personen wurden nicht verletzt.
Beide Schiffe konnten bis Brunsbüttel bzw. Kiel weiter fahren. Dort wurde die "Rystraum" zwischen 2.45 und 9.20 Uhr untersucht, ehe die Reise in die Ostsee weiter ging. Die "Sandy Rickmers" machte am 5.2. um zwei Uhr in Brunsbüttel-Ostermoor an den Pfählen fest und verblieb dort bis gegen 22 Uhr, ehe die Reise nach Antwerpen fortgesetzt wurde. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauerten an.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kampf um Ursel dauert an
(06.02.13) Das Würzburger Binnenschiff „Ursel“ wurde bei seiner Havarie auf dem Main am 4.2. schwerer beschädigt als zunächst angenommen. Der Pumpeneinsatz dauerte am 5.2. weiter an. Bei Taucheruntersuchung wurde festgestellt, dass an Backbordseite ein senkrechter Riss im Rumpf klaffte, auch am Vorschiff gab es erhebliche Einbeulungen und sonstige Schäden. Der Wassereinbruch war noch so stark, dass drei Pumpen im Dauerbetrieb waren. Taucher sollten die Lecks nun abdichten. Ob das Schiff die Fahrt danach fortsetzen kann oder die 1000 Tonnen Mais erst im Heimathafen gelöscht werden müssen, sollte danach durch das Wasser- und Schifffahrtsamt entschieden werden. Die „Ursel“ war am 4.2. gegen 21.30 Uhr quergeschlagen, als sie in die Schleuse einlaufen wollte und starke Strömung das Achterschiff in die Flussmitte zog. Mit dem Bug kam sie am Kleinochsenfurter Ufer fest und blieb mittschiffs am Vorbau des Molenkopfes hängen. Ein massiver Wassereinbruch im Vorschiff rief die Feuerwehren aus Frickenhausen, Ochsenfurt, Eibelstadt und Randersacker auf den Plan. Sie brachten mehrere Pumpen in Stellung. Mit Strom aus den Generatoren der Feuerwehrfahrzeuge wurde dann begonnen, den Bugstrahlruder-Maschinenraum zu lenzen, wo das Wasser bereits über den Zylinderköpfen stand. Auch das vollgelaufene Logis wurde ausgepumpt, woraufhin der Bug des Schiffes sich wieder hob. Doch die „Ursel“ saß weiter fest, woraufhin das Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt das Schließen der Wehre anwies. Als dadurch der Wasserpegel um 70 Zentimeter gestiegen war, konnte sich das Binnenschiff vom Grund befreien. Nun galt es die elektrischen Zuleitungen wieder abzubauen, ehe die „Ursel“ einige hundert Meter weiter am rechten Ufer der Schleusenvorkammer festmachen konnte. Inzwischen war aber das Vorschiff aber erneut vollgelaufen, und wieder mussten die Pumpen angeschlagen werden. Gegen ein Uhr nachts war die Lage so weit unter Kontrolle, dass einige der Pumpen abgeschaltet werden konnten. Doch die ganze Nacht hindurch blieb die Feuerwehr vor Ort, um weiter zu lenzen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Neptun trieb vor Borkum
(06.02.13) Am 2.2. gegen ein Uhr früh fiel südwestlich von Borkum auf dem unter der Flagge von Gibraltar fahrenden Frachter "Neptun", 2039 BRZ ( IMO-Nr.: 9167978), die Maschine aus. Das Schiff hatte erst Stunden zuvor am 1.2. um 19 Uhr nach einem 10-tägigen Aufenthalt die EWD - Emder Werft und Dockbetriebe verlassen. Der Havarist begann mit dem Flutstrom zu vertreiben. Daraufhin wurde das Rettungsboot „Hannes Glogner" der DGzRS-Station Borkum alarmiert. Doch noch vor dessen Eintreffen konnte die Maschine kurzzeitig wieder in Betrieb genommen werden. Der „Neptun“ wurde schließlich die Verfügung erteilt, den Hafen Emden mit Schlepperassistenz anzulaufen. Am 2.2. um 23.30 Uhr war der Frachter zurück in Emden und machte zunächst am Emskai fest. Am 4.2. kehrte er zu den Dockbetrieben zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen



Nelson wieder auf ebenem Kiel
(06.02.13) Am Nachmittag des5.2. wurde die “Nelson” auf dem Kootenay Lake aufgerichtet. Gegen 15 Uhr war das Schiff, der Nachbau eines Piratenschiffes, wieder auf ebenem Kiel und wurde mit dem Kran einer Barge aus Ramsbotton gesichert. Der erste Bergungsversuch war eine Woche zuvor fehlgeschlagen. Das 22 Fuß lange Gefährt war am 26.1. leckgeschlagen und hatte sich auf die Seite gelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsboot zerbrochenen Bulkcarriers nach fast zwei Jahren angetrieben
(06.02.13) Ein Rettungsring des unter Malta-Flagge gelaufenen Bulkcarriers "Oliva", 40170 BRZ (IMO-Nr.: 9413705), ist im Wattengebiet von Coorong in Süd-Australien nach einer Drift von rund 8000 Kilometern von Nightingale Island auf Tristan da Cunha im Südatlantik angetrieben. Hier war der Bulker am 16.3.2011 gestrandet und zwei Tage darauf zerbrochen. Die 22-köpfige Crew hatte sich retten können. Das geschlossene Rettungsboot mit 29 Plätzen driftete samt Dieselmaschine algen- und muschelverkrustet auf den Strand nahe der Mündung des Murray. Ein Angler aus Victor Harbor, westlich von Coorong, entdeckte es. Angesichts der langen Reise war es noch in gutem Zustand, auch wenn die Sitze aufgerissen und die Schwimmwesten auf den Strand verstreut waren, was davon zeugte, dass schon andere das Boot entdeckt hatten. Das South Australian Transport Department schickte Personal zum Strand, um das 6,8 Meter lange Boot in Augenschein zu nehmen und zu sichern, damit es nicht erneut abtreiben und die Schifffahrt gefährden könnte. Die Eigner und Versicherer mussten gefragt werden, ob sie das Boot zurück haben wollten, ansonsten wäre ein Verbleib in einem Museum oder Verkauf eine mögliche weitere Handlungsvariante.
Quelle: Tim Schwabedissen



Letzte Reise der “Queen of the North” verlief bis zur Strandung routinemäßig
(06.02.13) Beim Hearing zum Untergang der kanadischen Fähre “Queen of the North” im März 2006 hieß es jetzt, die Datenaufzeichnungen zeigten, dass auf der Fähre alles routinemäßig ablief, bis versäumt wurde, vor einer Insel eine Drehung aufzunehmen. Ein Experte für elektronische Navigationssysteme hatte die Daten analysiert. Die Datenbox, vergleichbar der Blackbox eines Flugzeuges, zeichnete u.a. die GPS-Daten auf. Danach wurde um kurnz nach Mitternacht des 22.3. jenen Jahres versäumt, eine notwendige Backborddrehung durchzuführen. Stattdessen hielt die Fähre direkt auf Gil Island zu. Die elektronische Seekarte war ein zentraler Gegenstand der Untersuchung, weil die Verteidiger des Angeklagten Lilgert nachzuweisen versuchen, dass etliche untaugliche Navigationsausrüstungsgegenstände auf der Brücke des Schiffes waren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Schulschiff in Lowestoft
(06.02.13) Im Lowestoft brach am 6.2. um 5.30 Uhr ein Feuer auf einem 27 Meter langen Schulschiff aus. Die Feuerwehren von Lowestoft Süd und Nord sowie Unterstützung aus Beccles wurden zu dem 97-Tonner, der an der Battery Green Road lag, geschickt. Sie gingen gegen den Brand im Maschinenraum vor und konnten ihn bis 6.50 Uhr unter Kontrolle bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Offizier von Hongkong Electric gibt sich unwissend bei Untersuchung des “Lamma IV”-Schiffbruchs
(06.02.13) Ein Offizier der Hongkong Electric sagte, er habe den Erbauern der “Lamma IV” vollständig vertraut, auch wenn er eine Öffnung anstelle eines wasserdichten Schotts im Heck der Fähre wahrgenommen hatte. Er antwortete am 5.2. auf Fragen des Anwalts des Cheoy Lee Shipyard. Die Werft habe einen guten Ruf gehabt, und das Schiff sei von dem Marine Department abgenommen worden. Von daher habe es keinen Grund zur Annahme gegeben, dass es den Vorschriften nicht genüge. Bei der Untersuchung des Untergangs am 1.10.2012, dem 39 Menschen zum Opfer fielen, hatte sich herausgestellt, dass es keine Schotten gab, wie in den Bauplänen vorgesehen, die das Schiff nach der Kollision mit der „Sea Smooth“ hätten retten können. Außerdem gab es keine Rettungswesten für Kinder an Bord. Auf einem für 232 Menschen zugelassenen Fährschiff wären 12 Westen entsprechend fünf Prozent der Fahrgastkapazität vorgeschrieben gewesen. Der Offizier sagte, dies sei ihm nicht bekannt gewesen, doch es sei bei Inspektionen auch nie erwähnt worden, dass Kinderwesten fehlten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ausbaggerung vor Mumbai könnte Reste britischen Frachters zutage fördern
(06.02.13) Die Ausbaggerung der Zufahrt zum Hafen von Mumbai von jetzt 11,5 auf 14 Meter Tiefe durch Royal Boskalis wird sich um mindestens drei Monate verzögern, weil auf dem Meeresboden eine unbekannte Anzahl von Wracks liegt, die den Baggern im Wege liegen. Dies ist die Folge einer Reihe von Schiffbrüchen vor dem Hafen, u.a. der Katastrophe, die “Great Bombay Explosion” bekannt ist, als am 12.4.1944 der britische Frachter „Fort Stikine“, der 1,395 Tonnen Sprengstoff geladen hatte, in Brand geriet und in die Luft flog. Auch Container und andere Hindernisse werden auf dem Grund vor dem Jawaharlal Nehru Port vermutet, die zuerst entfernt werden müssen. Insgesamt liegen 60 Hindernisse vor dem Hafen. Darunter können sich auch noch Granaten aus der Ladung der „Fort Stikine“ befinden. Nun muss zunächst eine Ausschreibung gestartet werden. Die eigentlichen Arbeiten sollen 75 bis 90 Tage dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Grande Nigeria vor Le Havre auf Grund
(06.02.13) Am 5.2. wurde der italienische RoRo-Frachter "Grande Nigeria", 56738 BRZ (IMO-Nr.: 9246580), beim Auslaufen aus dem Hafen von einer Bö erfasst und auf Grund gedrückt. Das Schiff hatte um 17.30 Uhr vom Ecluse Francois 1 mit Ziel Dakar abgelegt, an Bord Container und Fahrzeuge. Wenig später saß er fest, und erst um 19.20 Uhr gelang es vier Schleppern, den Havaristen wieder flottzumachen und in den Vorhafen zu ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenraum der “Emma Maersk” 18 Meter hoch überflutet
(06.02.13) Der Maschinenraum des dänischen Containerfrachters "Emma Maersk" steht auf absehbare Zeit 18 Meter tief unter Wasser. Untersuchungen von Tauchern haben nun gezeigt, dass der Wassereinbruch durch einen Schaden an einem der Seitenstrahlruder ausgelöst wurde. Mehrere Blätter sind abgebrochen, und an den Befestigungen des Propellers wurden schwere Schäden ausgemacht, die zu einem Bruch im Tunnel führten, durch den es zu dem Wassereinbruch kam. In dem Tunnel fanden die Taucher ein abgerissenes Trümmerteil, das den Wassereinbruch verursachte. Dadurch wurden der 120 Meter lange Wellentunnel und anschließend der Maschinenraum geflutet, wodurch es zu dem Verlust der Hauptmaschine und aller Hilfsmaschinen kam. Menschliches Versagen wurde als Ursache der Havarie inzwischen vollständig ausgeschlossen, die Crew, so die Reederei, habe die Situation sehr gut gehandhabt und tat zu jeder Zeit exakt das, was sie hätte tun sollen. Vorsorglich wies Maersk alle anderen Schiffe der E-Klasse an, die Heckstrahler bis auf weiteres nicht zu nutzen. Ingenieure betonten, dass diese Schiffe auch eine vollständige Flutung des Maschinenraums überstehen würden. Dennoch ist es eine komplizierte und komplexe Angelegenheit, die "Emma Maersk" wieder seetüchtig zu bekommen. Vorrangig war nun die Konservierung der Anlagen, wofür sie zunächst überflutet bleiben müssen, um Korrosionsschäden abzuwenden. Unterwasserschweißer sollten als erstes das Leck abdichten, ehe das Schiff weiter angehoben werden kann. Dann soll die verbliebene Ladung von Bord geholt und das Wasser ausgepumpt werden. Direkt im Anschluss müssen die Maschinenanlagen mit klarem Wasser gespült, auseinandergenommen und konserviert werden. Dabei ist derzeit noch unklar, ob das Schiff dazu in ein Trockendock muss oder in Port Said verbleiben kann. Diese und andere Fragen galt es in den kommenden Tagen und Wochen zu klären. Die gestrandete Fracht sollte so schnell wie möglich auf anderen Schiffen weiter transportiert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper geriet mit zwei Autocarriern aneinander
(06.02.13) Gleich mit zwei Autofrachtern kollidierte der unter Malta-Flagge laufende Schlepper "RT Stephanie", 343 BRZ (IMO-Nr.: 9320829), am 4.2. gegen 14 Uhr im Nordhafen von Bremerhaven. Er war gerade dabei, den liberianischen Autocarrier "Atlas Highway", 45742 BRZ (IMO-Nr.: 8612251), in den Nordhafen zu bugsieren, als er zunächst gegen das Heck des ebenfalls liberianischen Autofrachters "Endurance", 72708 BRZ (IMO-Nr.: 9121273), geriet.
Der Versuch des Kapitäns, die drohende Kollision noch abzuwenden, führte zu dem Zusammenstoß mit der bereits am Kai liegenden "Endurance". Ein Manöver mit fatalen Folgen - durch den zweiten Zusammenstoß wurden alle Brückenfenster des Schleppers zerstört. Nach Abschluss der Ermittlungen durch die Wasserschutzpolizei der Polizei Bremen konnten alle Beteiligten ihre Fahrt fortsetzen.
Der Schlepper fuhr zur Reparatur noch am selben Nachmittag in die Heise-Werft. Die "Endurance" verließ Bremerhaven gegen 16 Uhr mit Kurs Zeebrugge, wo sie am 5.2. festmachte. Die "Atlas Highway" wiederum verließ Bremerhaven am Nachmittag des 5.2. mit Kurs Emden, wo sie um 23.30 Uhr erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



„Abundancia“Wird versnkt. Fake? (Bild: West Coast Fishing Club)   Großbild klick!
Merlin versenkte Charterkutter
(05.02.13) Bereits am 18.1. kam es zu einer Neuauflage von Hemingways legendärem Kampf mit dem Fisch. Schauplatz war der Golf von Panama, wo der neun Meter lange Schwertfischfänger „Abundancia“ im Kampf mit einem Merlin unterlag. Diesmal war es aber kein einsamer Kampf eines Mannes, sondern ein moderner, mit vier Mann besetzter Charterkutter des West Coast Fishing Club, der einen geschätzt fast 220 Kilogramm schweren, Schwarzen Merlin am Haken hatte.
Doch aus der Freude über den Prachtfang wurde binnen einer Minute Entsetzen. Der extrem akrobatische Fisch zog den Kutter auf die Seite, als dieser achteraus ging, um dem flüchtenden Merlin mehr Leine zu geben. Dabei kam es zu einem verhängnisvollen Missgeschick des Skippers:
Er rutschte auf der Brücke aus und gab versehentlich Volle Kraft voraus. Dieses Manöver ließ den Kutter kentern und sinken. Die vierköpfige Crew wurde von einem anderen Kutter aus dem Wasser gerettet. Das Schicksal des Merlins ist unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bugschaden an der"Katre" (Bild: Bundespolizei)   Großbild klick!
Nach Kollision in Kadetrinne wird Lotsenpflicht gefordert
(05.02.13) Nach der Kollision der „Katre“ vor Rügen wurde die "Statengracht" durch Mitarbeiter der Firma Baltic-Taucher aus Rostock im Überseehafen bereits am 2.2. provisorisch wieder abgedichtet. Es gelang, das Loch in der Innenhülle zuzuschweißen, sodass kein Wasser mehr eindringen konnte. Bevor eine Reparaturwerft angesteuert werden kann, musste noch die Zellulose-Ladung gelöscht werden. Die Papierrollen haben den Unfall weitgehend unbeschädigt überstanden. Die Reparatur wird in jedem Falle nicht in Rostock ausgeführt werden, da hier keine entsprechenden Reparaturkapazitäten vorhanden sind. Die „Katre“ lag derweil mit eingedrücktem Bug weiterhin im Fährhafen von Mukran, unweit der ebenfalls beschädigten russischen Fähre „Petersburg“, die seit ihrer Kollision mit dem Fähranleger in Sassnitz vor 16 Tagen dort zur Reparatur der Heckrampe festgemacht ist. Derweil analysieren Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung die Kollision in der Kadetrinne.. Nach ersten Informationen könnte ein Navigationsfehler Grund für die Kollision gewesen sein. Dies führte bereits zu Forderungen aus der Politik, für das vielbefahrene Seegebiet eine Lotspflicht einzuführen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Deutsches Binnenschiff auf Main quergeschlagen und festgekommen
(05.02.13) Das Würzburger Binnenschiff "Ursel", 1295 ts (EU-Nr.: 04014810), schlug am Abend des 4.2. beim Einlaufen in die Schleuse Goßmannsdorf im Kreis Würzburg auf dem Main quer und lief auf Grund. Das mit 1000 Tonnen Mais beladene Schiff war gegen 20.40 Uhr mainabwärts von Erlangen nach Rotterdam unterwegs. Im Vorkanal der Schleuse geriet es außer Kontrolle und kam mit dem Bug am Ufer und achtern an einem Trenndamm fest. Es schlug leck, und es kam zu Wassereinbruch in die Kajüte des Decksmanns. Die alarmierten Feuerwehren aus Randersacker, Eibelstadt, Ochsenfurt und Frickenhausen konnten das Schiff mit Lenzpumpen stabilisieren. Nachdem das Wasser an der Schleuse aufgestaut wurde, konnte sich die „Ursel“ gegen 23.00 Uhr langsam mit eigener Kraft vom Grund lösen. Um 23.30 Uhr wurde sie unweit der Schleuse am Ufer festgemacht. Das Hochwasser und dessen starke Strömung erschwerten den Einsatz der Rettungskräfte, die die ganze Nacht über im Einsatz blieben, um das nachlaufende Wasser auszupumpen. Über das weitere Vorgehen sollte am Morgen des 5.2. entschieden werden. Die Wasserschutzpolizei Würzburg nahm Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Quelle: Tim Schwabedissen



Emma Maersk fällt nach Wassereinbruch monatelang aus
(05.02.13) Bis mindestens Mai dürfte der dänische Containerfrachter „Emma Maersk“ nach seiner Havarie vor dem Suez-Kanal ausfallen. Taucher haben im Auftrag der &xnbsp;Maersk Line den Schaden an dem in Port Said liegenden Schiff untersucht und fanden einen Seitenpropeller beschädigt vor. Durch den Schaden war es zu einem so starken Wassereinbruch gekommen, dass das Schiff einen Blackout erlitt und der Kapitän die Kanalbehörden um Hilfe bitten musste. Der Havarist wurde aus der Kanaleinfahrt in den sicheren Hafen geschleppt.
Wie groß der Schaden, den das Wasser an den 14 Zylindern und der 108920-PS-Maschine sowie den fünf Hilfsdieseln mit zusammen 40000 PS angerichtet hat, ist noch nicht absehbar. Keine dieser Maschinen ist noch einsatzfähig. Dies erschwert auch das Löschen der 13,537 Container, das seit dem 2.2. im Gange ist, denn ohne Maschinen können auch die zum Gewichtsausgleich wichtigen Ballasttanks nicht befüllt werden und das Schiff so stabilisieren. Deshalb wird auch nicht die gesamte Ladung von Bord kommen können. Die Hälfte der Container waren leer, und 1000 Boxen waren Kühlcontainer, die so schnell wie möglich wieder mit Strom versorgt werden mussten. Dann gilt es das Loch im Rumpf abzudichten und Maschinen nach ihrem Kontakt mit Wasser zu sichern. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar, offenbar war es nicht zu einer Kollision mit Unterwasserhindernissen gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutter vor Massaschusetts gerettet
(05.02.13) Zwei Einsätze hatte die US Coast Guard binnen weniger Stunden am 4.2. vor Massachusetts, um havarierte Kutter zu bergen. Gegen fünf Uhr vier Mann rettete sie vier Mann von dem vom Sinken bedrohten 47-Fuß-Kutter „Captain R.M. Chace“ rund acht Meilen südlich von Chatham. Er hatte um &xnbsp;1:21 Uhr Notrufe gesendet, nachdem er Wassereinbruch erlitten hatte. Von der Air Station Cape Cod hob ein MH-60 Jayhawk Helikopter ab, jeweils ein 47-Fuß-Rettungsboot der Station Chatham und Brandt Point liefen aus. Die Fischer hatten Überlebensanzüge angelegt und warteten auf die Retter. Die Crew aus Chatham übergab eine Lenzpumpe, mit der der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden konnte, dann eskortierte das Boot die „Captain R. M. Chace“ nach Hyannis, wo der Fang gelöscht wurde.
35 Meilen südöstlich von Nantucket, Massachusetts, geriet am um 8.40 Uhr der 88 Fuß lange Kutter „Raider“ in Brand. Die Coastguard New England schickte von der Air Station Cape Cod&xnbsp;einen MH-60 Jayhawk Helikopter&xnbsp;und von der&xnbsp;Station Brant Point ein 42-Fuß-Boot. Auch das Patroullienschiff „Seneca“ nahm Kurs auf den Havaristen. Deren achtköpfige Crew hatte bereits alle Löschmittel aufgebraucht, als sie von einem weiteren Hilfsschiff Nachschub erhielt, mit dem es gelang, den Brand zu löschen. Die Maschine war danach aber irreparabel beschädigt. Um 11.40 Uhr war die „Seneca“ vor Ort und stellte eine Schleppverbindung her. Der Eigner heuerte derweil einen Schlepper, der den Havaristen von dem Küstenwachschiff übernahm und es in den Hafen brachte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schnee und Eis versenkten Kutter
(05.02.13) Im Annapolis Basin nahe Annapolis Royal sank am Morgen des 4.2. der 11,5 Meter lange Trawler “Dawn till Dusk” einen Tag, nachdem er Wassereinbruch erlitten hatte. Am Nachmittag des 3.2. war die kanadische Coast Guard alarmiert worden. Freiwillige der Feuerwehr Annapolis Royal waren gegen 17 Uhr vor Ort, konnten aber wenig ausrichten. An Bord des Kutters waren 20 Gallonen Dieselöl, die einen geringfügigen Ölfilm bildeten. Eine erste Untersuchung zeigte, dass der Rumpf des Kutters intakt war, aber es eine starke Eis- und Schneebildung auf dem Holzdeck gegeben hatte, die zu Wassereinbruch auf dem rund 40 Jahre alten Schiff führte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack aus 2. Weltkrieg vor Australien entdeckt
(05.02.13) Das Wrack der 1943 am ANZAC-Day von einem japanischen Torpedo versenkten “Limerick” wurde vor der Nordküste von New South Wales auf dem Meeresgrund entdeckt. Das Schiff war in einem Konvoi von Sydney nach Brisbane unterwegs, als es einem U-Boot zum Opfer fiel. Zwei der 72 Mann an Bord kamen ums Leben. Es war eines der größten Schiffe, das im 2. Weltkrieg vor der australischen Ostküste während der U-Bootsoffensive 1942-43 torpediert wurde. Fast 70 Jahre lang war es danach verschollen, bis ein örtlicher Fischer es Ende 2012 vor Ballina lokalisierte. Forschungen wurden dann durch die Australia's Marine National Facility durchgeführt. Die Angehörigen der beiden Toten sollten unterrichtet und das Wrack unter den Schutz des Historic Shipwrecks Act gestellt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Boot sank über Stromkabel
(05.02.13) Die Stromversorgung von Port Douglas könnte gefährdet sein, nachdem die “Alacrity” direkt dort sank, wo das Hauptstromkabel das Dickson Inlet quert. Nur Mast und Teile des Rumpfes blieben über Wasser sichtbar, wo das Wrack seit vier Tagen eine Meile oberhalb der Port Douglas Marina liegt. Insgesamt liegen in dem Gebiet derzeit nun rund sieben Wracks. Wenn sie in Bewegung geraten, können sie Gefährdungen darstellen. Ergon Energy prüfte den Zustand des Stromkabels am 5.2. Die Coast Guard wurde über den Untergang der “Alacrity” informiert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiff mit Diesel in Yangon explodiert
(05.02.13) Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, vier weitere wurden verletzt, als in Yangon am 4.2. die “Aung Thuka Aya” gegen 17 Uhr mit einem lauten Knall explodierte. Das Schiff war mit Diesel beladen und lag in der Hlaing Township an der Myawaddy Trading Wharf. Auch einige benachbarte Fahrzeuge wurden in Brand gesetzt. Anwohner flohen vor dem Feuer.
Quelle: Tim Schwabedissen



Aufgebenes Rekord-Ruderboot nach einem Jahr in Florida angetrieben
(05.02.13) Die 70000 Pfund werte 336-Fuß-Ruderboot “Sara G” des schottischen Abenteurers Mark Beaumont trieb ein Jahr, nachdem sie bei ihrer Atlantikquerung von der sechsköpfigen britisch-irischen Crew aufgegeben wurde, jetzt kieloben bei Key Largo in Florida an. Das Boot war in einer großen Welle gekentert und die Crew in eine Rettungsinsel gegangen. Beaumont hatte dann noch einige lebenswichtige Dinge aus dem Boot herausgetaucht. Nach drei Stunden wurden die Schiffbrüchigen dann von einem passierenden Schiff gerettet. In den folgenden Monaten war das Boot immer wieder auf Drift in der Karibik durch die US Coastguard gesichtet worden, doch eine Bergung wäre zu kompliziert und aufwändig gewesen. An diesem Wochenende nun trieb das Boot auf den Strand. An Bord waren immer noch hunderte von Dollars und Pfund, die die Crew hatte zurücklassen müssen. Ein Bergungsexperte von TowBoatUS auf Key Largo sagte, das Boot sei zwar durchlöchert von Schüssen, mit denen es versenkt werden sollte, sehe aber immer noch wie eine Yacht aus. Einiges an Bord sei zerstört, anderes aber immer noch intakt gewesen. Die persönlichen Habseligkeiten sollen nun so schnell wie möglich den Seglern zurück gegeben werden. Die “Sara G” hatte den 32-Tage-Rekord einer Westquerung des Atlantik brechen wollen, als es nach über 2000 Meilen, die binnen 27 Tagen zurückgelegt worden waren, von Sturmwellen zum Kentern gebracht wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler rasch gelöscht
(05.02.13) Am 3.2. brach ein Feuer auf dem amerikanische Trawler “Alaskan Lady”, 787 BRZ (IMO-Nr.: 7742358) im Coastal Transportation Dock in Juneau aus. Ein Loch in einem Schlauch eines Schweißgerätes hatte zu dem Brand geführt, der rasch von der Crew gelöscht werden konnte. Die Feuerwehr half dann, die Räume zu lüften. Ein Mann der Besatzung wurde mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Beschädigte Fähre auf Werftkosten repariert
(05.02.13) Die Reparaturarbeiten auf der amerikanischen Fähre "Chetzemoka" (MMSI-Nr.: 367463060), sind fast abgeschlossen, und am 6.2. könnte sie zurück auf dem Puget Sound sein. Die Fähre, die auf der Point Defiance-Tahlequah-Route läuft, war beim Eindocken zur Jahresüberholung am 14.1. bei den Vigor Shipyards von den Pallen beschädigt worden, von denen einige zu hoch gewesen waren. Es kam zu Einbeulungen von 8x8 und 8x14 Fuß am Rumpf zu beiden Seiten. Vigor übernahm die Verantwortung und Reparaturkosten. Spanten, Maschinenfundamente und Rumpfplatten mussten ersetzt werden. Dennoch wollte Vigor die Gesamtarbeiten planmäßig zum 8.2. abschließen. Danach wird die Fähre noch drei Wochen bei der Eagle Harbor Maintenance Facility verbringen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper in Klaipeda gesunken
(05.02.13) Im Hafen von Klaipeda sank am 4.2. der 14 Meter lange und vier Meter breite, russische Schlepper „RVS 125“ der Firma Lokys an Liegeplatz 65a, der von der West Baltic Ships Construction genutzt wird. Danach kam es zu einer leichten Ölverschmutzung.
Quelle: Tim Schwabedissen



Alte Seekarte benutzt – mit neuer Brücke kollidiert
(05.02.13) Am Morgen des 4.2. kollidierte der dänische Trawler "Rockall", 1461 BRZ (IMO-Nr.: &xnbsp;9116058), mit der Storholm-Brücke in Austevoll. Er kam gerade nach Storebø hinein und nutzte vermutlich eine alte Seekarte, auf der die 2007 erbaute Brücke nicht verzeichnet war. Bei der Kollision wurde der Mast des Trawlers samt Radardom, Antennen und Funkanlagen abgebrochen. Die Polizei befragte anschließend den Kapitän.
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Kollisionen binnen eines Tages in Bremerhaven
(05.02.13) Viel zu tun hatte die Wasserschutzpolizei in Bremerhaven, nachdem es binnen 24 Stunden gleich zu drei Kollisionen im Hafen kam:
Am 2.2. um 21.20 Uhr kollidierte zunächst der liberianische Containerfrachter „Flottbek", 16234 BRZ (IMO-Nr.: 9313216), mit dem Stromkai in Bremerhaven, als er von Klaipeda kommend einlief. Dabei wurde der Kai beschädigt, und der Rumpf des Frachters erlitt Risse. Am 3.2. um 18.20 Uhr lief der Frachter wieder aus und traf am 4.2. in Hamburg ein, wo er zunächst um 18.15 Uhr am Athabaska-Kai festmachte.
Am 3.2. um 14.30 Uhr dann streifte um 14.30 Uhr der liberianische Tanker "Nordic Ruth", 23842 BRZ (IMO-Nr.: 9208473), der gerade von der Bredo-Werft in Bremerhaven abgelegt hatte, eine im Fischereihafen vertäute Motoryacht, als er sie passierte. Der Rumpf der Yacht wurde beschädigt, der Tanker erlitt lediglich Schrammen. Er machte um 15.50 Uhr am Stromkai fest und lief am Abend nach Malta aus.
Am 3.2. um 20.45 kollidierte schließlich der japanische Autofrachter „Euphrates Highway", 59447 BRZ (IMO-Nr.: 9604926), mit dem Kai im Vorhafen der Nordschleuse in Bremerhaven, nachdem die Trosse zu einem Assistenzschlepper gebrochen war. Er schlug mit der Backbordseite gegen den Kai, der ebenso wie das Schiff Schaden nahm. Es machte danach im Nordhafen N fest und verließ den Hafen am 4.2. um 11.45 Uhr mit Kurs Zeebrugge, wo er am Morgen des 5.2. eintraf.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kranbarge unterwegs zur Strandungsstelle der “Guardian”
(05.02.13) Die Kranbarge „Smit Borneo", die am 3.2. Palawan erreicht hatte, machte sich am 4.2. auf dem Weg zur gestrandeten USS „Guardian" auf dem Tubbataha Reef. Die Fahrt sollte acht Stunden dauern. Bergungsarbeiten dürften frühestens am 5. oder 6.2. beginnen, wenn das Wetter es zulässt. Dieses wird auch den weiteren Fahrplan bestimmen, wenn die Kranbarge 20-30 Meter vom Wrack entfernt stationiert wird und dann erst den Mast, dann das obere Deck samt Brücke, den Schornstein, dann das zweite und schließlich das untere Deck entfernt. Erst dann kann es an das Zerlegen des Holzrumpfes gehen. An Bord der Kranbarge sind auch Vertreter der philippinischen Küstenwache, Marinebiologen und Angehörige der &xnbsp;Tubbataha Park Foundation. Die „Guardian“ hat bislang rund 1500 Quadratmeter des Korallenriffs beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen



„Lyubov Orlova“ (Bild: Mark Hiscock)   Großbild klick!
Verlassener Kreuzfahrer riss sich von Schlepptrosse los
(04.02.13) Versuche, den maroden Kreuzfahrer “Atlantic Hawk" auf den Haken zu nehmen, hätten unnötig Menschenleben gefährdet. Die „Maersk Challenger“ kehrte nach St. John’s zurück, wo der „Lyubov Orlova“ ohnehin schon ein Einlaufverbot erteilt worden war. Die kanadischen Behörden gingen nicht davon aus, dass er in ihre Hoheitsgewässer zurück treiben könnte, nachdem er diese am 2.2. endgültig verlassen hatte. Dennoch blieb Eigner Hussein Humayuni, der die Neptune International Shipping Inc. betreibt, veranwortlich für das Schiff.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff brannte auf Rhein bei Emmerich
(04.02.13) Am Nachmittag des 2.2. brach auf dem deutschen Binnenschiff „Orava" 1201 ts (EU-Nr.: 02318644), das von Holland aus nach Berlin unterwegs war, gegen 14 Uhr kurz hinter Emmerich auf dem Rhein ein Feuer im Maschinenraum aus. Die Mannschaft versuchte noch, das Feuer selbst zu löschen. Als dies fehlschlug, dichtete sie den Maschinenraum ab, verschloss alle Türen und Fenster und brachte sich auf dem Bug des Schiffes in Sicherheit. Von dort wurde auch die Feuerwehr Emmerich verständigt. Diese rückte mit einem Löschboot an. Die Feuerwehrleute gingen unter Atemschutz an Bord der „Orava“ und löschten das Feuer. Anschließend brachten die Einsatzkräfte einen Hochleistungslüfter in Stellung, um den Rauch zu ventilieren. Sicherheitshalber war auch die Feuerwehr aus Kalkar-Niedermörmter angerückt, die mit ihren Fahrzeugen auf der linken Rheinseite bereit stand, aber nicht mehr einzugreifen brauchte. Der Havarist ankerte außerhalb des Fahrwassers und wurde am späten Abend von einem 135 Meter langen Binnenschiff nach Holland zu einer Werft abgeschleppt werden. Auf der „Orava“ selbst waren Maschine und Ruder nicht mehr funktionsfähig. Zunächst war auch überlegt worden, das havarierte Schiff in den Hafen Emmerich zu schleppen. doch dort war kein Liegeplatz frei gewesen. Die Wasserschutzpolizei begleitete die Aktion.
Quelle: Tim Schwabedissen



Mast einer Yacht drohte vor Harlingen zu brechen
(04.02.13)Am 3.2. wurde die KNRM Station Harlingen alarmiert, nachdem eine neun Meter lange Yacht einige Meilen vor dem Hafen in Schwierigkeiten geraten war. Der Einhandsegler an Bord des Bootes hatte die Küstenwache um Hilfe gerufen, nachdem das Vorstag gerissen war, im Wind flatterte und der Skipper befürchtete, dass der Mast über Bord gehen würde. Beide Boote aus Harlingen liefen aus und assistierten ihm auf dem aufgewühlten Wattenmeer. Zwei Rettungsmänner gingen an Bord des Havaristen. Die Yacht wurde in den Hafen von Harlingen eskortiert, den sie unter Motor erreichte. Dann halfen die Rettungsleute dem Segler noch beim Aufklaren und sichern des Mastes.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schweröltank der “Storoe” auf der Ostsee aufgerissen
(04.02.13) Am 1.2. wurde der zyprische Frachter “Storoe", 3183 BRZ (IMO-Nr.: 9325130), der von Pärnu aus auf der Fahrt nach Papenburg war, auf der Ostsee mit Eisschollen. Dabei wurde ein Schweröltank aufgerissen, und rund 20 Liter Öl liefen aus. Der Frachter wurde angewiesen, den Hafen von Rostock anzulaufen, wo er gegen 18 Uhr an Liegeplatz 8 festmachte. Hier wurde ein Ölschlängel um das Achterschiff ausgebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht des Vendée Globe Race vor den Azoren gekentert
(02.04.13) Der spanische Segler Javier Sanso, der mit der „Acciona 100 % EcoPowerd“ am Vendée Globe Race teilnahm, ist am 3.2. gegen Mittag gekentert. Er setzte Notruf ab und ging in seine Rettungsinsel. Er wurde um 23.45 Uhr aus dieser von einem Helikopter geborgen und in eine Militärbasis auf die Insel Terceira gebracht, wo er medizinisch betreut wurde. Sanso befand sich 500 Meilen westlich von Madeira und 360 Meilen südlich von Sao Miguel, als seine EPIRBs aktiviert wurden. Kurz zuvor hatte Sanso bei seinem täglichen Update am Telefon mitgeteilt, dass alles in Ordnung sei. Die Wind- und Wellenbedingungen waren moderat, als das Unglück hereinbrach. Am Abend entdeckte ein Seeaufklärungsflugzeug die treibende Yacht und in der Nähe die Rettungsinsel. Sanso gab Hand- und Rauchzeichen. Um 5 Uhr 30 des 3.2. informierte Sanso die Rennleitung über das Unglück. Es hatte den Schiffbruch gut überstanden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Beschädigter Bulkcarrier auf unter 18 Meter Tiefgang gebracht
(04.02.13) Nachdem der Tiefgang des unter Singapur-Flagge laufenden Bulkcarriers "Cape Baltic", 88541 BRZ (IMO-Nr.: 9311476), bis zum 4.2. vorn und achtern auf weniger als 18 Meter reduziert wurde, konnte er mit dem Morgenhochwasser von der Nordpier bei El Musel zum Bulkterminal der ESHIBA am Marcelino Leon Dock verholen. Während der Verschleppung waren zwei Lotsen an Bord. Wenn die 160000 Tonnen Erz mit den drei Entladern, die eine tägliche Gesamtlöschkapazität von 100000 Tonnen haben, gelöscht sind, kann der Schiffsboden genauer untersucht und eine Entscheidung getroffen werden, unter welchen Voraussetzungen das Schiff zu einer Werft gebracht werden kann.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kümio gesunken – fünf Vermisste vor Agnifondrano
(04.02.13) Das Kümo "Zola" sank am 4.2. vor Nord-Agnifondrano nördlich von Manananara kurz nach Verlassen des Hafens von Vinanivao, der sich 120 Kilometer von Antalaha entfernt befindet. Bei rauer See war es zu Wassereinbruch gekommen. Vier der neun Mann Besatzung konnten sich an aufgetriebene Container geklammert an Land retten, nach den fünf übrigen wurde eine Suchaktion gestartet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Mississippi wieder einspurig befahrbar
(04.02.13) Am 2.2. hat die US Coast Guard den Mississippi bei Vicksburg wieder in beiden Richtungen für den Schiffsverkehr freigegeben, nachdem tausende Gallonen Öl aus der beschädigten Barge “MOC 12” abgepumpt worden waren. Die Sicherheitszone wurde auf eine Meile zu jeder Seite der beiden Bargen, die u.a. von dem Schubschlepper “Mark Shurden” (MMSI-Nr.:366936990) am Flussufer gehalten werden, reduziert. Das Überholen an der Unglücksstelle blieb weiterhin verboten. Die "MOC 15" wurde bereits von der “MOC 12” getrennt und flussaufwärts verholt. 5300 Fuß Ölsperren wurden ausgebracht und rund 8400 Gallonen Öl und Wasser beseitigt, nachdem am 29.1. die beiden Bargen, die von dem Schlepper „Nature's Way Endeavor" bugsiert wurden, mit der Eisenbahnbrücke in Vicksburg kollidiert waren.
Quelle: Tim Schwabedissen



„MSC Fabienne"auf Grund
(04.02.13) Am Morgen des 3.2. lief der unter Panama-Flagge registrierte Containerfrachter „MSC Fabienne", 54774 BRZ (IMO-Nr.: 9279965), vor Cristobal auf der Fahrt nach Bilbao auf Grund. Im Laufe des Nachmittags gelang es vier Schleppern, das 294 Meter lange Schiff wieder flottzumachen. Es ging auf der Reede von Colon vor Anker. Es war am 2.2. aus Sines gekommen
Quelle: Tim Schwabedissen



Milliardenschäden an Schiffen der US-Marine
(04.02.13) Rund 850 Millionen Dollar unvorhergesehene Kosten haben die Havarien verschiedener SChiffe der US-Marine den Staat in den vergangenen Monaten gekostet, sagte Admiral Bill Gortney, Kommandeur der of U.S. Fleet Forces. Sie entstanden bei Vorfällen mit der „Miami“ und „Montpellier“, dem Kreuzer „San Jacinto“ und dem Zerstörer „ Porter“. Die Kosten könnten auch noch auf über eine Milliarde steigen.
Im Mai 2011 war auf dem U-Boot „Miami” auf einer Werft durch Brandstiftung ein Schaden von rund 450 Millionen Dollar entstanden. Diese Summe könnte um 50 Millionen variieren. Der Zerstörer „Porter“ wurde im August in einer Kollision im Persischen Golf beschädigt, Kosten mindestens weitere 125 Millionen. Im Oktober 2011 waren das U-Boot „Montpellier” und der Kreuzer „San Jacinto” kollidiert, die Schadenshöhe beträgt mindestens 41 Millionen Dollar, allein die Reparaturkosten der „San Jacinto” überstiegen bereits 10 Millionen.
Weitere Kosten entstanden im Mai bei einer Kollision des Flottentankers „Essex”, auf dem Amphibienschiff „Kearsage” musste für mindestens 10 Millionen Dollar ein Ruder ersetzt werden. 2013 begann auch nicht gut – am 10.1. wurde das Periskop des U-Bootes „Jacksonville“ bei einer Kollision im Persischen Golf beschädigt, und am 17.1. lief der Minensucher „Guardian“ auf das Tubbataha Reef und ging total verloren.
Das zu dessen Räumung angeforderte Kranschiff „Smit Borneo" traf am 2.2. mit zweitägiger, wetterbedingter Verzögerung im Unglücksgebiet ein und machte zunächst im Puerto Princesa City Port fest. Es muss zunächst die Zollformalitäten durchlaufen und wird nicht vor dem 6.2. seine Arbeit starten können. Ein zweites Kranschiff wurde noch vor Ort erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rumpfschaden "Statengracht" (Bild: Paul)   Großbild klick!
Kollision in Kadet-Rinne durch menschliches Versagen verursacht
(03.02.13) Die Kollision des maltesischen Frachters „Katre“, 4137 BRZ (IMO-Nr.: 9014937), mit der holländischen "Statengracht", 16676 BRZ (IMO-Nr.: 9288045), am 2.2. um kurz nach Mitternacht ereignete sich, als die „Katre“ auf dem Weg vom Öresund nach Stralsund den vielbefahrenen Tiefwasserweg an der nördlichen Zufahrt zur Kadetrinne kreuzen wollte. Die 172 Meter lange „Statengracht“ kam mit Pelletholz und Papier aus Rauma und hatte Kurs auf die Kadetrinne. Sie war gerade dabei, den vorgeschriebenen Sektor im Verkehrstrennungsgebiet anzusteuern und lief erst einen Kurs von etwa 250°, um dann nach Steuerbord auf Kurs 321 zu drehen. Die „Katre“ lief der „Statengracht“ mit etwa zehn Knoten Fahrt in die Backbordseite, die im Bereich der Wasserlinie aufgerissen wurde. Nach der Kollision wurde die „Katre“ durch die deutschen Behörden zum Anlaufen des Hafens Mukran auf Rügen aufgefordert. Die Ermittlungen an Bord hat die Bundespolizei übernommen, die mit dem Einsatzschiff „Bredstedt“ vor Ort war. In Absprache mit dem Havariekommando in Cuxhaven erhielt die „Statengracht“ Rostock als Nothafen zugewiesen. Auf der Fahrt dorthin pumpte die Besatzung das eindringende Wasser kontinuierlich aus dem Rumpf. Dort machten sich Taucher und Spezialisten von Bergungsfirmen daran, die Besatzung bei der Untersuchung der Schäden zu unterstützen. Als Liegeplatz wurde der ehemalige Containerterminal im Überseehafen zugewiesen. Ursache des Unglücks war vermutlich menschliches Versagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Main nach Havarie wieder frei
(03.02.13) Der Main ist nach dem Querschlagen des Binnenschiffes „Marienberg“ nahe des unterfränkischen Dorfprozelten wieder für den Schiffsverkehr freigegeben worden. Ein Bagger hatte am 2.2. den Bug des querliegenden Schiffes freigelegt. Zwei weitere Schiffe schleppten die „Marienberg“ dann frei, die nun repariert werden muss. Bevor der Flussverkehr wieder anlaufen konnte, hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt geprüft, ob das Fahrwasser an der Unfallstelle im Landkreis Miltenberg durch das Unglück in Mitleidenschaft gezogen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot bei Dunedin auf Felsen getrieben
(03.02.13) Zwischen Tunnel Beach und St. Clair trieb am Nachmittag des 2.2. das fünf Meter lange Motorboot „O’Bay“ auf Felsen. Ein verletzter Bootsfahrer musste mit Hubschrauber abgeborgen werden. An Bord waren drei Personen, als das Boot an der jährlichen Brighton Club Fishing Competition Motorausfall erlitt und auf die Klippen trieb. Der Otago Regional Rescue Helicopter winschte den Verletzten auf und flog ihn ins Dunedin Hospital. Das Boot wurde zertrümmert.Quelle: Tim Schwabedissen



Ölplattformen in Brasilien kollidiert
(03.02.13) Die beiden Öl- und Gasproduktionsplattformen „P 58“ und „P 63“, die derzeit bei Honorio Bicalho in Rio Grande im Bau sind, kollidierten am 2.2., nachdem sie sich bei starkem Wind losgerissen hatten. Eigner Petrobras leitete eine Untersuchung ein. Ob der Produktionsstart von „P 58“ im ersten Quartal 2014 sich verzögern wurde, war unklar. Sie soll im Baleia Azul-Ölfeld Öl fördern. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl auf gekenterter philippinischer Fähre ausgelaufen
(03.02.13) An der Calapan Pier in Mindoro trieb nach dem Untergang der RoRo-Fähre "Baleno 168" am 2.2. ein dünner Ölfilm an. Er wurde von der Marine Environmental Protection Unit-Southern Tagalog (MEPU-STL) beseitigt. Die Fähre hatte 24,5 Tonnen Diesel in einem Tagestank und 9,13 Tonnen Schwefelsäure in Seitentanks sowie 0,27 Tonnen Ölabfall und eine halbe Tonne Ölschlamm, als sie kenterte. Außerdem befand sich in den 18 Lkw an Bord Benzin. Das Schiff liegt mit dem Bug auf 60 Fuß, mittschiffs auf 15 Fuß und am Heck auf sechs Fuß Wassertiefe. Das Wrack hat 50 Grad Steuerbordschlagseite. Die Coast Guard Süd-Luzon hat zusätzliches Personal und Ölsperren angefordert. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre im Tropensturm evakuiert
(03.02.13) Der Tanker "Caitlin Rae" lief am 30.1. um 23.30 Uhr mit 950 Tonnen Alkohol an Bord 20 Meter von der DBI Pier in Negros Occidental in stürmischer See auf Grund, als er zu ankern versuchte. Er geriet bei starkem Wind nach dem Ablegen von der Pier ins Treiben und kam dann fest. Die Küstenwache wurde am 31.1. um 18 Uhr alarmiert. Ein Versuch, bei Hochwasser freizukommen, scheiterte. Die Ladung war nach Tabangao, Batangas City, bestimmt. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack nach 87 Jahren aus Schelde geräumt
(03.02.13) Ohne großes Aufsehen wurde im Januar auf der Schelde das Wrack des französischen Dampfers "Henri Durre" aus der Schelde geräumt. Das 82 Meter lange Schiff war 1921 erbaut worden und am 1.2.1926 mit dem Dampfer "Poseidon" kollidiert. Er sank mit 2900 Tonnen Kohle und blieb die folgenden 87 Jahre unangerührt. Dies änderte sich, als die Mole der Chemikalienfirma Ineos in Zwijndrecht für größere Schiffe umgebaut werden sollte. Die Firmen Koole aus Vijfhuizen und Roegiers aus Kruibeke räumten dafür das Schiff aus einer Wassertiefe zwischen neun und fast 20 Metern. Die Arbeit dauerte zwei Wochen. Dazu brachte Koole mehrere Kräne mit einer Kapazität von 300 bis 80 Tonnen zum Einsatz, die das Wrack stückweise aus dem Wasser bargen. Bei sechs Metern Tidenhub war die Arbeit nicht unkompliziert. Am Ende waren etwa 1000 Tonnen Schrott geborgen und wurden auf einem Ponton von Roegiers abtransportiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff nach Strandung auf Harriersand in Bremen
(03.02.13) Das deutsche Binnenschiff "Dione", 1338 ts (EU-Nr.: 04000530), das am 1.2. auf der Fahrt von Bremerhaven nach Minden auf Grund gelaufen war am Nordzipfel des Harriersand auf der Weser, erreichte nach seiner Bergung nachmittags Bremen und machte um 19.30 zu Untersuchungen am Niedersachsenkai fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Airbus-Carrier sitzt noch eine weitere Woche auf Strand
(03.02.13) Die Bergung des französischen Airbus-Carriers "Ciudad de Cadiz" von einer Sandbank im Dee wurde um eine Woche verschoben, nachdem die Flut am 2.2. nicht so hoch wie erhofft aufgelaufen war. Erst am 9.2. erwarteten die Experten wieder ein für neue Versuche ausreichendes Hochwasser und am 11.2. eine Springflut, die zwei Meter höher als das mittlere Hochwasser auflaufen sollte. Das Schiff befand sich weiter auf ebenem Kiel in sicherer Lage, und die 23-köpfige Besatzung harrte derweil an Bord aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Loch in Tank der „Wasa Express“
(03.02.13) Am 3.2. mussten zwei Abfahrten der finnischen Fähre "Wasa Express", 17053 BRZ (IMO-Nr.: 8000226), abgesagt werden, nachdem Wassereinbruch in einem Tank festgestellt worden war. Es handelte sich nicht um einen Brennstofftank. Taucher untersuchten den nicht genutzten Tank am Morgen. Im Laufe des Tages wurde er repariert, und um 21 Uhr sollte die "Wasa Express" wieder von Wasa nach Umeå auslaufen. Erst am 4.1. war die über 30 Jahre alte "Wasa Express" nach technischen Problemen wieder in Dienst gestellt worden und hatte danach auch noch Probleme mit dem Heizsystem erlitten. Quelle: Tim Schwabedissen
Rumpschaden „Coral Ace“ (Bild: Bundespolizei)   Großbild klick!
”Coral Ace” darf nach Bremerhaven auslaufen
(02.02.13) Der Frachter „Coral Ace“ erhielt die Erlaubnis, mit dem 3 mal 4 Meter großen Loch im Rumpf den Wilhelmshavener Verbindungshafen zu einer Werft in Bremerhaven zu verlassen. Die zuständige Schiffssicherheitsbehörde, die Berufsgenossenschaft Verkehr, Abt. Schiffssicherheit, erteilte am 1.2. die Erlaubnis zum Auslaufen. Allerdings musste besseres Wetter abgewartet werden. Gegen den Kapitän und einen Schiffsoffizier der „Coral Ace“ wurden Strafverfahren eingeleitet. Offensichtlich war beim Verdriften des Schiffes die Maschine nicht rechtzeitig gestartet worden. Die Sicherheitsleistungen von 6000 Euro wurden durch die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven eingezogen. Die “Lisa Schulte” kehrte unterdessen auf ihren Ankerplatz auf der Reede vor Wangerooge zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Querliegendes Binnenschiff blockiert Main
(02.02.13) Am 1.2. schlug das deutsche Binnenschiff „Marienberg“, 1113 ts (EU-Nr.: 04017890), auf dem Main bei Dorfprozelten nach dem Ablegen in starker Strömung quer und kam gegen 15.30 Uhr mit Bug und dem Heck auf Grund. Sie blockierte den Fluss am Fähranleger in Dorfprozelten auf ganzer Breite. Der Schlepper „Von Pechmann“ des WSA aus Abz Hassloch, der bergfahrende Tanker „Bayernland“ aus Schweinfurt und die flussaufwärts laufende „Concordia“ versuchten, die „Marienberg“ frei zu schleppen. Wegen des herrschenden Hochwassers, das bei Pegel Faulbach mit 2,90 Metern rund 1,6 Meter über Normal stand, mussten bei Einbruch Dunkelheit die Versuche eingestellt worden. Am 2.1. sollte ein Baggerschiff den Bug des Havaristen freilegen. Da die Ruderanlage bei der Havarie beschädigt wurde, sollte die „Marienberg“ von zwei anderen Schiffen gesichert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Größter Containerfrachter der Welt vor Suez-Kanal leckgeschlagen
(02.02.13) Der zur Zeit seiner Indienststellung weltgrößte Containerfrachter, die dänische „Anna Maersk“, 170794 BRZ (IMO: 9321483), erlitt am 1.2. schweren Wassereinbruch im Maschinenraum, als er sich in der Zufahrt zum Suez Kanal befand. Die Situation konnte mittlerweile unter Kontrolle gebracht und der Havarist in den Hafen von Port Said eingeschleppt werden. Am Suez Canal Container Terminal begannen starke Pumpen mit dem Lenzen des Wassers, gleichzeitig wurde begonnen, das Schiff zu löschen. Die „Emma Maersk“, die 2006 vom Odense Steel Shipyard abgeliefert wurde, war bis November 2011 mit seiner Kapazität von 15,500 TEU der größte Containerfrachter der Welt. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier humpelt nach Unalaska
(02.02.13) Der unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier „Shin Onoe“ 101953 BRZ (IMO:9271597), wird in der kommenden Woche in Unalaska erwartet. Das unbeladene Schiff war auf der Great Circle Schifffahrtsstraße nach Prince William Sound von Fukuyama kommend unterwegs, als ein Turbolader westlich von Attu Island brach und die Geschwindigkeit während der Fahrt durch die Beringsee auf fünf Knoten herabgesetzt werden musste. Am Nachmittag des 1.2. war der Havarist noch 600 Meilen nordwestlich von Unalaska. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler vor St. John’s in Not
(02.02.13) In der Nacht zum 1.2. wurde der Versorger „Maersk Chancellor“ auf der Fahrt nach St. John’s von der kanadischen Coastguard zu dem 40 Meter langen Trawler "Cape Dorset" (MMSI-Nr.: 316021225), geschickt, der 75 Kilometer vor dem Hafen in Schwierigkeiten war. Er konnte sicher auf den Haken genommen und um 21.40 Uhr in St. John’s festgemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper der „Lyubov Orlova“ wechselt
(02.02.13) Transport Canada hat den Versorger "Maersk Challenger" beauftragt, den Schlepper "Lyubocv Orlova" von der "Atlantic Hawk" zu übernehmen. Er verließ St. John’s in der Nacht. Am 1.2. hatte sich die "Lyubov Orlova" rund 180 Kilometer nördlich von St. John’s im Gebiet des Flemish Pass befunden. Die Hafenbehörde von St. John's hat unterdessen klargestellt, dass sie dem Schiff keine neuerliche Einlaufgenehmigung erteilen wird. Während der Liegezeit im Hafen sind binnen 2,5 Jahren bereits 200,000 Dollar Schulden aufgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung vor Mostyn: Wenn nicht heute, wann dann?
(02.02.13) Nachdem ein weiterer Versuch, den vor Mostyn auf einer Sandbank sitzenden Frachter "Ciudad de Cadiz" am 1.2. freizubekommen, scheiterte, soll am 2.2. um 14.35 Uhr mit der Nachmittagsflug ein weiterer Anlauf unternommen werden. Zuvor war es zwar gelungen, den Havaristen in Richtung tieferen Wassers zu ziehen, doch er saß weiterhin auf Grund. Er lag weiter aufrecht auf der Sandbank. Das Department of Transport’s Maritime Salvage und ein Interventionsteam überwachten die Situation, doch es gab keine Hinweise auf drohende Umweltschäden. Allerdings sagte die Liverpool Coastguard, dass, wenn die Bergung am 2.2. erneut scheitert, es mehrere Wochen dauern würde, bis die Flut wieder so hoch aufläuft. Vier Schlepper waren derzeit am Havaristen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Brücke auf Datteln-Hamm-Kanal
(02.02.13) Ein holländisches Binnenschiff kollidierte am 29.1. in Lünen mit einer Kanalbrücke gerammt. Dabei wurde die Unterkonstruktion der Brücke über den Datteln-Hamm-Kanal an der Bergstraße zwar nicht beschädigt, das Ruderhaus des Schiffes aber zerstört. Gegen den Kapitän wurde Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr erstattet.Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff bei Harriersand aufgelaufen
(02.02.13) Ein Binnenschiff ist am 1.2. vor der Weserinsel Harriersand auf Grund gelaufen. Das 85 Meter lange Schiff war mit Containern beladen auf dem Weg von Minden nach Bremerhaven, als es an der Nordspitze der Insel Harriersand festkam. Das Schiff konnte wenig später freigeschleppt werden, musste vor der Weiterfahrt aber eine Besichtigung der Schiffsuntersuchungskommission abwarten. Quelle: Tim Schwabedissen



Havariekommando übernahm Einsatzleitung nach Kollision vor Rügen
(02.02.13) Der mit Papier beladene, holländische Containerfrachter "Statengracht", 16676 BRZ (IMO-Nr: 9288045), ist am 2.2. um 00.10 Uhr auf der Fahrt von Rauma nach Rostock 12 Meilen nördlich von Rügen mit dem unter Malta-Flagge laufenden Containerfrachter "Katre", 2497 BRZ (IMO-Nr.: 9014937) kollidiert. Die “Statengracht” wurde dabei im Vorschiffsbereich an Backbord unterhalb der Wasserlinie aufgerissen, es kam zu Wassereinbruch in einem Laderaum, der jedoch mit bordeignen Pumpen kontrolliert werden konnte.
Das Schiff entwickelte aber 10° Schlagseite. Von Warnemünde aus fuhr der Bergungsschlepper „Baltic“ der „Statengracht“ und ihren Begleitern entgegen. Nördlich Darßer Ort erreichte er den Havaristen und übernahm die Sicherungsbegleitung. Der Havarist machte sich am Morgen eskortiert durch das Gewässerschutzschiff “Arkona” des Wasser- und Schifffahrtsamts Stralsund auf den Weg nach Rostock, wo er um 10.15 Uhr an Liegeplatz 60 festmachte. Die “Katre” steuerte mit eingedrücktem Wulstbug, begleitet von der “Bredstedt” der Bundespolizei, den Hafen Mukran an, wo sie gegen 7.45 Uhr im Fährhafen an Liegeplatz 6 fest war. Auf Ersuchen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund hat das Havariekommando Cuxhaven gegen vier Uhr die Gesamteinsatzleitung übernommen.
Es ordnete einen Hubschrauberflug über das Unglücksgebiet an, um Schadstoffaustritte auszuschließen. Der Seenotkreuzer „Harro Koepke“ der Station Sassnitz kam den insgesamt 24 Seeleute an Bord der zwei Frachter zu Hilfe. An Bord der „Katre“ waren acht Mann, auf dem Holländer 16 MannDie Seenotretter machten sich gegen 5.30 Uhr auf den Rückweg nach Sassnitz. Gegen 7.25 Uhr, nach mehr als sechs Stunden im nächtlichen Einsatz, meldeten sie sich wieder „klar P III“. d.h. einsatzbereit auf Station. Beide an der Kollision beteiligten Schiffe wurden in den jeweiligen Häfen von den zuständigen Behörden untersucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppzug auf Ohio River in Schwierigkeiten
(02.02.13) Nahe Brunot Island risen sich am Nachmittag des 3.1.1. auf dem Ohio River Bargen von dem Schlepper “Bill Stile”, 347 BRZ (MMSI-Nr. 367441040) los, als der Schleppzug flussaufwärts laufend bei der Eisenbahnbrücke von Brunot Island war. Um eine drohende Brückenkollision zu vermeiden, wurde die vorderste Barge um 14.50 Uhr auf Grund gesetzt. Um die Kontrolle zu behalten, legte sich der Schlepper an die Brückenpier. In der starken Strömung rissen sich dann drei der neun Bargen los. Zwei trieben flussabwärts ab, die dritte konnte rasch gesichert werden. Die Küstenwache barg die beiden anderen. Quelle: Tim Schwabedissen



Lenzen aufgerissener Tanks soll am 2.2. beginnen
(02.02.13) Die Inspektionen des unter Singapur-Flagge laufenden Bulkcarrier "Cape Baltic", 88541 BRZ (IMO-Nr.: 9311476), ergaben Wassereinbruch in drei Tanks, aber keine Gefahr weitergehender Flutungen. Einige Lecks wurden unterdessen abgedichtet, und am Wochenende sollte das Lenzen beginnen. Die Taucher mussten bei Sichtweiten von nur 40-50 Zentimetern arbeiten. Wenn der Tiefgang es zuließ, sollte der Frachter an den EBISHA Bulkterminal verholt und komplett entladen werden, um dann eine gründliche Untersuchung des Schiffsbodens vornehmen zu können. Quelle: Tim Schwabedissen



"Cape Baltic" (Bild: Salvamente Maritimo)   Großbild klick!
Mutiger Hafenkapitän von Gijón rettete leckgeschlagenen Bulkcarrier
(01.02.13) Hafenbehörden und Hafenkapitän von Gijón haben am 28.1. hoch gepokert und damit möglicherweise den unter Singapur-Flagge laufenden Bulkcarrier "Cape Baltic" 88541 BRZ (IMO-Nr.: 9311476), gerettet, indem sie dem schwer angeschlagenen Schiff das Einlaufen in extremen Wetterbedingungen erlaubten.
Wegen des großen Tiefgangs, den das Schiff, das neben seiner Ladung von 160.000 Tonnen Erz zusätzlich mit rund 3.000 Tonnen Wasser in den leckgeschlagenen Tanks belastet war, hatte, konnte es auch nicht, wie eigentlich geplant, an den Massengutterminal von EBISHA gehen. Denn der Bug des tief abgeladenen Frachters lag durch den starken Wassereinbruch nochmals vier Meter tiefer als ohnehin schon, sodass das eigentlich bereits 18 Meter tief gehende Schiff nicht mehr an den Liegeplatz mit seiner Wassertiefe von 19,8 Metern passte.
Stattdessen wurde es von einem halben Dutzend Schleppern an die neue Nordpier gedrückt. Dabei kamen die beiden stärksten Schlepper "Veranes" und "Veriña" nicht zum Einsatz, stattdessen mühten sich die kleineren Hafenschlepper, die in einer Entfernung bis zu einer Meile vor dem Hafen arbeiten können, bei Wellenhöhen von über vier Metern, den 289 Meter langen Havaristen an die Pier zu bekommen. Bis in die Mittagsstunden drückten zwei Schlepper den Frachter dort weiter gegen die Dalben. Während am 31.1. die Inspektionen noch im Gange waren, hatten Taucher von Sub Sea Services bereits mit der Reparatur der Risse im Vorschiff begonnen, die voraussichtlich bis zum 1. oder 2.2. andauern sollten.
Es galt, drei Risse von fünf Metern Länge und vier Zentimetern Breite in der Vorpiek und einen von zwei Metern Länge im Tank 1 an Backbord abzudichten. Weitere Wassereinbrüche hatte es in Tank 2 und im Bereich der Vorpiek gegeben. Nach dem Abdichten der Lecks sollte das eingedrungene Wasser ausgepumpt werden, sodass der Tiefgang des Schiff so weit reduziert ist, dass es bei EBISHA die gesamten 160.000 Tonnen Eisenerz löschen kann, von denen rund die Hälfte eigentlich nach Hamburg bestimmt war. Aber eine Fahrtgenehmigung wird die „Cape Baltic" lediglich zur nächstgelegenen Reparaturwerft, möglicherweise in El Ferrol, erhalten. Auch das Achterschiff wurde in Mitleidenschaft gezogen, als der Frachter auf den Meeresgrund aufschlug, hier wurden aber lediglich Einbeulungen festgestellt.
Zwei andere Schiffe, die ebenfalls auf der Reede von West Musel geankert hatten, kamen ohne Schäden davon: Es handelte sich um die “AM Express", die 47.300 Tonnen Eisenerz geladen hatte, sowie den unbeladenen Tanker "Sloman Ariadne". Zur Untersuchung des Unfalls wurden die Daten und Aufzeichnungen sicher gestellt. Der Hafenkapitän von Gijón startete Inspektionen gemeinsam mit der Consignaciones Asturianas, Vertretern der Versicherung Británica und der Klassifikationsgesellschaft NKK. Die „Cape Baltic“ hat eine Tragfähigkeit von 177,536 Tonnen, eine Länge von 289 Metern und eine Breite von 45 Metern. Sie wurde 2005 von der Mitsui Ichihara Engineering & Shipbuilding in Ichihara, Japan, erbaut und läuft für die Sandigan Ship Services in Manila.
Die Küste von Gijón war 1986 bereits Schauplatz eines Schiffbruchs geworden: Damals sank der Bulkcarrier "Castillo de Salas”, dessen Kohleladung sich in der Bucht verstreute. Auch hier hatte der Anker nicht gehalten, und der Frachter lief einen halben Kilometer vor Santa Catalina auf Grund. Ein solches Desaster konnte am 29.1. durch den mutigen Hafenkapitän und die beteiligten Schlepper verhindert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



„MOC 12“ (Bild: USCG)   Großbild klick!
Stau auf Mississippi wird nach Havarie einer Ölbarge langsam abgebaut
(01.02.13) Der Kampf gegen die Ölverschmutzung auf dem unteren Mississippi nahe Meile 436 in Vicksburg dauerte an. Nachdem die Ölpumpausrüstung neu konfiguriert wurde, konnte am Morgen des 31.1. mit dem weiteren Lenzen der Tanks der beschädigten Barge „MOC 12“ begonnen werden.
Wenn alles Öl ausgepumpt ist, soll das Fahrzeug inspiziert und für den Transit nach Vicksburg vorbereitet werden. Zuvor wurde bereits die Barge “MOC 15” von der Einsatzstelle entfernt. 5300 Fuß Ölsperren schützen den Fluss vor einer Ölverschmutzung. 8400 Gallonen ausgelaufenes Öl wurden mit Skimmern abgeschöpft.
Das Coast Guard Marine Transportation koordinierte derweil die Passage von Schiffsverbänden in nördlicher Richtung während der Nachtstunden und den südgehender Fahrzeuge am Tage. Eine Sicherheitszone wurde zwischen den Meilen 425 und 441 eingerichtet. Die Coast Guard arbeitete gemeinsam mit dem Lower Mississippi River Committee an der Koordination der Schiffspassagen durch diese.
Bisher wurden 62 Schiffe und 974 Bargen in beiden Richtungen auf den Weg gebracht. 29 Schiffe mit 439 Bargen auf Nordkurs und 19 Schiffe mit 315 Bargen auf Südkurs stauten sich nach den Verkehrseinschränkungen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schon wieder ein Schleppveteran in Hamburg gesunken
(01.02.13) Im Spreehafen in Hamburg-Wilhelmsburg sank am Nachmittag des 31.1. der ausrangierte Schlepper "Habicht", 84 BRZ, nachdem es zuvor zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum gekommen war. Die Barkasse "Jonas" wollte der "Habicht" noch zu Hilfe eilen, konnte den Untergang aber nicht verhindern. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr rückten an, auch die Umweltbehörde wurde alarmiert. Öl trat aber nicht aus. Die Feuerwehr konnte unterdessen das Leck abdichten. In den kommenden Tagen sollte das Schiff ausgepumpt und gehoben werden. Die "Habicht" hatte schon jahrelang im Spreehafen gelegen. Der 360-PS-Schlepper, der eine Länge von 21,76 Metern und eine Breite von 5,84 Metern hat, entstand 1916 bei den Atlaswerken in Bremen. 1954 wurde er angekauft durch den NDL, 1967 verkauft an Fehner/Lemwerder.
Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter auf Amokfahrt in Lgquara
(01.02.13) Bereits am 11.1. kam es zu einer Havarie des unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachters "MSC Luciana", 131771 BRZ (IMO-Nr.: 9398383), der sich an diesem Tag vom Westkai des Containerterminals in Ngqura, Durban, im Sturm mit Windgeschwindigkeiten von über 155 km/h von seinem Liegeplatz losriss und selbstständig machte, da es nicht gelang, neue Trossen auszubringen. Er war an 22 Trossen am Kai fest, doch unter dem Druck des fast entladenen, hoch aufragenden Schiffes brachen erst die Trossen am Bug, gefolgt von denen achtern.
Ein Schlepper war nicht in der Lage, das Schiff am Kai zu halten. Am Ende waren alle Trossen gebrochen, wobei eine ein Besatzungsmitglied eines anderen Containerfrachters traf, wobei es einen Beinbruch erlitt. Der Frachter trieb dann hinüber zur Fingerpier des gegenüber liegenden Kais und kollidierte dort mit dem Tanker „Marlin“. Dieser hatte vor der südafrikanischen Südküste Maschinenausfall erlitten und war erst in die Algoa Bay und dann nach Ngquara geschleppt worden, wo ihn nun weiterer Schaden ereilte. Danach trieb der Bug der “MSC Luciana” gegen einen Kai, an dem das Lotsenboot “Orient” aus Durban keine Fluchtmöglichkeit hatte.
Während der Rumpf aber dem Druck widerstand, wurden die Aufbauten des Bootes komplett zerquetscht. Der Hafenschlepper wurde derweil gegen den Ostkai gedrückt. Erst dann konnte die "MSC Luciana" wieder unter Kontrolle gebracht werden. Sie verließ Durban wieder am 13.1. und nahm Kurs auf Colombo, wo sie am 22.1. festmachte.
Am 19.9.2011 war das Schiff, das mit 11000 TEZ zu den größten Containerfrachtern der Welt gehört, von Antwerpen kommend auf der Westerschelde nach Maschinenversager auf dem Cadsand auf Grund gelaufen. Ein erster Versuch, die 360 Meter lange und 46 Meter breite "MSC Luciana" flottzumachen, war fehlgeschlagen. Der nahezu voll beladene Frachter saß mit dem gesamten Vorschiff auf Grund. Erst mit der nächsten Flut gelang die Bergung mit zehn Schleppern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff fällte Bäume in Trier
(01.02.13) Am Abend des 31.1. um 20.35 Uhr lief ein Binnenschiff auf der Mosel in Höhe Trier-Quint in die Uferböschung. Das Schiff kam mit seinem Heck auf der Böschung fest und riss dabei mehrere Bäume um. Nachdem es sich wieder befreit hatte, legte es am Ufer von Issel an.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiffsverband blockierte Main
(01.02.13) Am 31.3. musste zwischen Fahr und Obereisenheim ein Binnenschiffsverband wegen eines Maschinenschadens notankern und sorgte damit für eine Blockade des Schiffsverkehrs auf dem Main. Der Havarist wurde zunächst mit drei Ankern im Fluss gesichert. Nach einer ersten Reparatur und einer Probefahrt musste erneut geankert werden. Eskortiert von zwei nach Fahr beorderten Schubbooten erreichte das Schiff schließlich das Oberwasser der Schleuse Wipfeld. Durch den Dichtungsschaden hatte der Frachter nur mit reduzierter Maschinenkraft laufen können, und die beiden Schubboote hätten ihn bei einem neuerlichen Ausfall auf den Haken nehmen sollen. An der Schleuse Wipfeld machte der 186 Meter lange Verband, der mit 2.000 Tonnen Ladung Düngermittel nach Ungarn unterwegs war, zur Reparatur fest. Sieben Frachter und ein Binnentanker mussten bis um 15.30 Uhr auf ihre Weiterfahrt warten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Flügelfrachter auf Sandbank getrieben
(01.02.13) Der französische Frachter "Ciudad de Cadiz", 15643 BRZ (IMO-Nr.:9383560), der für Airbus Flugzeugflügel vom Airbus-Werk in Flintshire nach Toulouse bring, riss sich bei Sturmböen von über 55 Knoten am 30.1. um 13.45 Uhr von seinem Liegeplatz in Mostyn los und strandete auf einer Sandbank in der Dee-Mündung. Die Crew von 23 Mann blieb unversehrt. Der Frachter hatte eine Ladung Flügel an Bord nehmen sollen, als er havarierte. Beim Morgenhochwasser am 31.1. bewegte sich das Schiff etwas, konnte aber noch nicht flottgemacht werden. Am Nachmittag sollte ein weiterer Versuch unternommen werden, das auf der Salisbury Bank direkt vor Mostyn liegende Schiff freizubekommen. Es saß auf ebenem Grund aufrecht fest.
Quelle: Tim Schwabedissen



Offshore-Schlepper nahm herrenlose „Lyubov Orlova“ auf den Haken
(01.02.13) Der kanadische Schlepper "Atlantic Hawk", 3157 BRZ (IMO-Nr.: 9199115), der für die Husky Energy im Einsatz ist, nahm am 30.1. um 18.15 Uhr das herrenlos vor Neufundland treibende Kreuzfahrtschiff "Lyubov Orlova" auf den Haken. Die oberste Priorität war, es zunächst weiter von den Offshore-Einrichtungen in nördlicher Richtung wegzubringen. Das Schiff war zeitweilig bis auf 11 Kilometer an die Hibernia-Plattform herangetrieben. Am 31.1. um 10 Uhr befand sich der Schleppzug 70 Kilometer nördlich von Huskys SeaRose Ölplattform.
Quelle: Tim Schwabedissen



Havariekommando beendet Einsatz nach Kollision in Wesermündung
(01.02.13) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Coral Ace", 25942 BRZ(IMO-Nr.: 9176266), der am 31.3. mit dem zyprischen Containerfrachter "Lisa Schulte", 35975 BRT(IMO-Nr.: 9309277), kollidiert war, machte gegen 11 Uhr im Verbindungshafen von Wilhelmshaven fest, wohin er von dem Mehrzweckschiff "Mellum" eskortiert worden war. Die "Lisa Schulte" ankerte gegen Mittag vor Wilhelmshaven auf Voslapp Reede. Sie war am 25.1. zum Bunkern nach Bremerhaven eingelaufen, nachdem sie zuvor bereits vier Monate vor dem Hafen geankert hatte, um Liegeplatzgebühren zu sparen, während sie auf einen neuen Auftrag gewartet hatte. Die "Coral Ace" hatte vor dem Unfall eine Ladung Kohle aus Nottingham in Nordenham gelöscht. Die Situation hatte sich damit entspannt, und das Havariekommando gab die Gesamteinsatzleitung wieder an die zuständigen Behörden ab. Zum Unglückszeitpunkt am 31.1. um kurz nach Mitternacht hatte die 186 Meter lange „Coral Ace“ auf der Reede vor Anker gelegen. Bei Windstärke acht, in Böen 11, hielt der Anker sie nicht mehr auf Position, und sie vertrieb in Richtung des ebenfalls auf der Reede vor Anker liegenden zypriotischen Containerschiffes „Lisa Schulte“. &xnbsp;Eingeleitete Notmanöver konnten durch die Schiffsbesatzung wegen der Nichtbeachtung schifffahrtsrechtlicher Vorschriften nicht mehr rechtzeitig ergriffen werden. So kam es um 0.45 Uhr zur Kollision mit der 231 Meter langen "Lisa Schulte". Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat die Ermittlungen an Bord der Schiffe in Wilhelmshaven übernommen. Wegen des Schadensausmaßes an Bord des Unfallverursachers ordnete die zuständige Schiffssicherheitsbehörde, BG Verkehr, Abteilung Schiffssicherheit, ein Auslaufverbot an. Gegen den verantwortlichen Kapitän und einen weiteren Schiffsoffizier der "Coral Ace" wurden Strafverfahren eingeleitet, sowie Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 6000 Euro angeordnet und durch die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven eingezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Lange keine verlässlichen Zahlen bei Untergang der „Queen of the North“
(01.02.13) Die Operation zur Rettung von Passagieren und Crew der sinkenden kanadischen Fähre “Queen of the North” vor der Küste von British Columbia wurde erschwert, weil es keine belastbaren Informationen darüber gab, wie viele Menschen sich an Bord und wie viele von ihnen bereits in Sicherheit gebracht hatten, kam beim Hearing zum Untergang am 31.1. zur Sprache. Die Konfusion herrschte mehrere Stunden lang, bis sich abzeichnete, dass zwei Passagiere fehlten. Travis McNeice, ein Funker, der in der Unglücksnacht in Prince Rupert Dienst tat, sagte aus, er und seine Kollegen hätten Stunden gebraucht, die Anzahl der Personen herauszubekommen. Die Crew der Fähre hatte korrekt von 101 Personen berichtet, zeitweilig war von 102 die Rede. Die Rettungsboote und Kutter brachten sie in die nächstgelegene Siedlung First Nations in der Hartley Bay oder auf die “Sir Wilfrid Laurier“ der Coastguard. McNeice und seine Kollegen wurden mehrfach von Hartley Bay und der “Sir Wilfrid Laurier” gerufen, die Zahlen durchgaben, doch diese änderten sich mehrfach. Es begann mit 64 in Hartley Bay, stieg auf 65 und endete mit 63. Die “Sir Wilfred Laurier” startete mit 37, gab dann 38 und schließlich 36 durch. McNeice und seine Kollegen leiteten diese Informationen an die Canadian Forces Base Esquimalt, nahe Victoria, weiter, von wo aus die Rettung koordiniert wurde. Wann die Zahlen korrekt waren, blieb im Dunkeln, doch McNeice sagte, am Ende seiner Schicht um sieben Uhr, über 6,5 Stunden nach der Havarie, bestätigten sie zwei Vermisste. McNeice sagte, er habe zu keiner Zeit Kontakt zu B.C. Ferries gehabt, um zu erfahren, ob es dort eine korrekte Passagierliste gebe. Ob jemand anderes in seinem Büro dies getan hat, wusste er nicht. Die Suche nach den Vermissten dauerte noch den ganzen folgenden Tag an, ehe die beiden Passagiere Gerald Foisy und Shirley Rosette als ertrunken angesehen wurden. Zuvor war auf der Anhörung auch der Funkverkehr abgehört worden, der die ersten zwei Stunden nach der Havarie der „Queen of the North“ abdeckte. Auch hier gab es keine verlässlichen Zählungen, und niemand war sich sicher, ob alle von der Fähre herunter gekommen waren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack aus Noyo River gezogen
(01.02.13) Taucher des U.S. Army Corps of Engineers und Helfer des San Francisco District bargen am 25.1. den gesunkenen 15-Tonner “Jeanne” aus dem Noyo River, der die Schifffahrt behindert hatte. Die “John A. B. Dillard Jr.” war als Basisschiff eingesetzt, um das 50 Fuß lange Wrack aus einer Wassertiefe von 12-15 Fuß zu heben und zur Coast Guard Station zu schleppen, nachdem der Laderaum gelenzt war. Am Morgen des 27.1. wurde das Schiff aus dem Fluss gezogen und in die Zuständigkeit des Noyo Harbor District übergeben.
Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht im Sydney-Hobart-Race auf Grund gelaufen
(01.02.13) Die Yacht “Zen”, die am Sydney - Hobart Race teilnahm, lief vor der Küste von Gippsland im Tamboon Inlet auf Grund. Sie segelte gemeinsam mit der „Wild Oats”, als sie festkam und dabei Schäden an Anker und Kiel davontrug. Die Wasserschutzpolizei von Paynesville war am 31.1. vor Ort und stellte fest, dass die Yacht weit entfernt vom nächsten Hafen havariert war. Das Boot nahm sie in Schlepp und brachte sie binnen zehn Stunden nach Gabo Island. Die Edener Polizei sollte die “Zen” von dort nach Eden und später nach Sydney eskortieren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sieben Tote bei Schiffsunglück vor Sansibar befürchtet
(01.02.13) Sieben Menschen kamen am Nachmittag des 31.1. ums Leben, als die “Sunrise” zwischen Tanga in Tansania und Nungwi in Sansibar gegen fünf Uhr auf dem Indischen Ozean kenterte. An Bord waren 32 Menschen. 25 von ihnen, darunter fünf Frauen, wurden gerettet. Die übrigen waren vermisst, es wurden ihnen aber kaum Überlebenschancen eingeräumt. Es handelte sich um zwei Männer, zwei Frauen und drei Kinder. Die Fähre, die eigentlich nur Fracht transportieren darf, war am 30.1. gegen zwei Uhr aus Pangani in der Tanga-Region mit Kurs Nungwi im Norden von Sansibar ausgelaufen. Gegen Mitternacht geriet es in ein Starkwindgebiet und kenterte. Fischer halfen, 21 Menschen zu retten. Die Suche nach den Vermissten durch die Marine von Sansibar dauerte an.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkene Nilfähre hatte schlechten Ruf
(31.01.13) Der 42 Fuß lange Hummerkutter “Jason James” ist am Morgen des 31.1. um 4.30 Uhr im Hafen von Scituate in Flammen aufgegangen. Er riss sich von seiner Vertäuung los und brannte komplett aus. Starker Wind von 81 Meilen Geschwindigkeit hatte das Feuer zusätzlich angefacht. Die Scituate Fire Brigade nahm eine Untersuchung auf. Die Überreste des Schiffes lagen nach einer Drift von 500 Yards in Trümmern am Ufer nahe des Scituate Maritime Center unterhalb der Edward Foster Road. Das Department of Environmental Protection prüfte, ob Öl ausgelaufen war. Doch der Treibstoff war vollständig aufgebrannt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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