EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Januar 2013


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Genesis-A (Bild: USCG)   Großbild klick!
Genesis A verlor die Hälfte ihres Treibstoffs
(31.01.13) Das Washington State Department of Ecology (Ecology) und die U.S. Coast Guard überwachten die Bergungsarbeiten am Kutter "Genesis A", der am frühen Morgen des 25.1. nahe Leadbetter Point am Eingang der Willapa Bay gestrandet war und mittlerweile mit Steuerbordschlagseite von der Brandung überspült ist. Das Wrack soll vor Ort durch die Hill and Son Excavating Inc. bis zum 1.2. geräumt sein. An Bord waren ursprünglich 1300 Gallonen Dieselöl, von denen 600-750 Gallonen ausliefen und einen Ölfilm bildeten, der sich auf einer Fläche von etwa 200x600 Meter südlich und nördlich des Kutters ausbreitete. Bei Niedrigwasser wurden alle erreichbaren Ölmengen bis zum Abend des 26.1. abgepumpt, nochmals dieselbe Menge.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkene Nilfähre hatte schlechten Ruf
(31.01.13) Fünf der 122 Fahrgäste des Nil-Kreuzfahrtschiffes "Tag El Nile" wurden bei dessen Untergang in Aswan am 29.1. überwiegend leicht verletzt. Vier wurden vor Ort versoregt, einer kam ins Aswan Educational Hospital. Das Schiff war auf der Fahrt nach Luxor in der El Kathara-Region zwischen Aswan und Kom Ombo bei starkem Wind auf Felsen getrieben, die den altersschwachen Rumpf sofort durchbohrten. Rettungskräfte konnten alle Passagiere, ausschließlich Ägypter, von Bord holen. Sie wurden ins Basma Hotel gebracht und die Rückfahrt nach Kairo abgesagt. Bei deutschen Gästen erfreute sich das Kreuzfahrtschiff keiner großen Beliebtheit. Grund dafür waren unter anderem die unhygienischen Verhältnisse an Bord. Der Pool, bei dem es sich lediglich um ein Sitzbecken mit zwei Löchern handelte, war häufig ohne Wasser oder mit verschmutztem Nilwasser gefüllt. Mängel gab es auch beim Bettwäsche- oder Handtuchwechsel.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter noch auf Strand von Kwaiawata Island
(31.01.13) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Asian Lily", 7355 BRZ (IMO:9196369), sitzt noch immer auf Kwaiawata Island fest. Das Schiff ist frontal auf das Ufer gelaufen, der Bug ragt hoch aus dem Wasser, wo er sich am 24.12.2012 auf den Strand schob. Die Pacific Towing (PNG) Ltd, die zur Svitzer Salvage Group gehört, soll den Havaristen wieder in tieferes Wasser bugsieren. Seit mehreren Wochen ist der Schlepper „Wombi” bereits vor Ort und sollte nun durch die „Vulcan” verstärkt werden, die in Port Moresby Bergungsgerät an Bord genommen hat. Ein Team internationaler Bergungsexperten ist an Bord des Frachters, der einen aufgerissenen Öltank hat. Ein Experte der International Tanker Owners Pollution Federation Ltd (ITOPF) in London berät die National and Provincial Governments im Umgang mit der Ölverschmutzung.
Quelle: Tim Schwabedissen



Mehrere Tanks von Bulkcarrier vor Gijón aufgerissen
(31.03.13) Der unter Singapur-Flagge laufende Bulkcarrier "Cape Baltic", 88541 BRZ (IMO-Nr.: 9311476), wurde am Nachmittag des 29.1. von sechs Schleppern an die Nordpier von Gijón gedrückt. Das Schiff war mit 160000 Tonnen Erz aus Itaqi gekommen und hatte in der Nacht zum 28.1. Rumpfschäden erlitten, als er auf Reede ankern wollte. Entweder hat ein Anker den Rumpf aufgerissen, oder bei stürmischer See schlug das Schiff, das 18 Meter Tiefgang aufwies, auf den hier 20 Meter tiefen Grund. In jedem Falle wurde ein Ballastwassertank aufgerissen.
Nachdem die Hafenbehörden von der Sicherheit des Schiffes überzeugt waren, durfte es in den Hafen kommen, wo es ohnehin 83300 Tonnen Erz löschen sollte, bevor es mit der Restladung weiter nach Hamburg hätte gehen sollen. Nun aber musste zunächst der Schaden untersucht werden. Techniker stellten fest, dass mindestens drei Tanks, einer in der Vorpiek und zwei an Backbord, aufgerissen und geflutet waren. Nun galt es als erstes, die Lecks provisorisch mit Metallplatten zuzuschweißen und dann auszupumpen. Damit sollte der ursprüngliche Tiefgang des Schiffes wiederhergestellt werden, damit dieses anschließend zunächst gelöscht und dann zu einer dauerhaften Reparatur gedockt werden kann. Dies könnte in El Ferrol oder Lissabon geschehen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in der Wesermündung – Havariekommando übernimmt
(31.01.13) In der Nacht zum 31.1. kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Coral Ace", 25942 BRZ (IMO-Nr.: 9176266), mit dem zyprischen Containerfrachter "Lisa Schulte", 35975 BRZ (IM-Nr.: 9309277), westlich des Leuchtturms Roter Sand in der Wesermündung auf der Reede Neue Weser Nord. Die „Coral Ace", die den Hafen von Nordenham am 30.1. um 11.20 Uhr verlassen hatte, wurde dabei an Backbordseite oberhalb der Wasserlinie zwischen den Ladekränen 2 und 3 auf einer Fläche von 3x4 Metern aufgerissen.
Sie wurde daraufhin in den Morgenstunden von dem Ölbekämpfungsschiff „Mellum", das vom Havariekommando, das die Einsatzleitung auf Ersuchen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven übernommen hatte, angefordert worden war, nach Wilhelmshaven eskortiert. Der Massengutfrachter ist im Laufe des Vormittags in die Jade eingelaufen. Gegen Mittag wurde er im Wilhelmshavener Hafen erwartet. Die „Lisa Schulte“ erlitt zwei kleinere Lecks am Bug und Farbabschürfungen bei dem Zusammenstoß. Sie nahm am Morgen einen Lotsen an Bord und machte sich ebenfalls auf den Weg in die Jade. Beide Schiffe waren zum Unglückszeitpunkt unbeladen gewesen. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Hubcshrauber und zwei Schiffe halfen, Kutter über Wasser zu halten
(31.01.13) Die Coast Guard Juneau sowie die “Myra” kamen am 30.1. dem 70 Fuß langen Kutter “Masonic” aus Sitka sowie dessen vierköpfiger Crew zu Hilfe, der am Nachmittag fünf Meilen westlich von Fairweather Ground Wassereinbruch erlitten hatte. Von der Air Station Sitka stieg ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf und transportierte zwei Lenzpumpen zu dem Kutter, die von einem Rettungsschwimmer an Bord abgesetzt wurden.
Die „Liberty“ lief ihm entgegen, um ihn im Cross Sound zur weiteren Assistenz zu treffen, sodass der Havarist am Morgen des 31.1. den Hafen von Honnah erreichen konnte. Auch die ebenfalls in Sitka beheimatete “Myra” unterstützte die Crew, bis diese die Lenzpumpen in Gang hatten. Der MH-60 blieb vor Ort, bis der Wassereinbruch unter Kontrolle war. Dann wurde der Rettungsschwimmer wieder aufgewinscht und Sitka angesteuert. Auch die “Myra” setzte ihre Reise fort, während die “Masonic” die geschützten Gewässer des Cross Sound ansteuerte, wo am Abend ebenfalls die „Liberty” zur Eskorte nach Hoonah eintraf. Vor Ort waren 11 Fuß hohe Seen und Windböen von 25-35 Meilen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Mississippi weiter auf 16 Meilen gesperrt
(31.01.13) Auf dem unteren Mississippi River nahe Meile 436 in Vicksburg ging am 30.3. die Bekämpfung der Ölverschmutzung aus der beschädigten Barge „MOC 12“ weiter. Gegen 14.30 Uhr war ein Schubschiff vor Ort und begann das Öl aus ihr abzupumpen. Danach sollte die in Louisiana aufs Flussufer gedrückte Barge “MOC 12” in die Nähe von Vicksburg verbracht werden. Trotz aller Bemühungen, das Öl innerhalb der ausgebrachten Sperre zu halten, gelangte doch ein Teil in der starken Flussströmung hinaus. Skimmers sollten die Schäden minimieren und nahmen rund 3900 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch auf. Weitere 2800 Fuß Ölsperren wurden ausgebracht.
7000 Gallonen Öl fehlten derzeit, doch ein Teil könnte sich auch noch in Räumen innerhalb der Barge befinden. Der Fluss blieb zwischen den Meilen 425 und 441 nahe Vicksburg gesperrt. Doch die Marine Transportation System Recovery Unit der Coastguard koordinierte den Transit von Fahrzeugen, um deren Effekt auf die laufenden Operationen zu testen. 34 auf Nordkurs festliegende Fahrzeugeinheiten mit insgesamt 532 Bargen sowie 37 auf Südkurs waren von der Sperrung betroffen. Bei Tageslicht sollte der Stau im Wechselverkehr abgebaut werden.
Ein Krisenstab aus Coast Guard, staatlichen Koordinatoren aus Mississippi und Louisiana sowie die Eigner des Schleppers,&xnbsp;die Nature's Way Marine LLC, sowie der Barge, die in Corpus Christi, Texas, ansässige Third Coast Towing LLC, Personal der Coast Guard Lower Mississippi River, das Coast Guard Marine Safety Detachment Vicksburg und die Coast Guard National Strike Force waren im Einsatz, die Folgen der Havarie zu reduzieren. Am 31.1. sollte die Vicksburg Riverfront Boat Ramp wieder freigegeben werden. Die Barge hatte am 27.1. eine Eisenbahnbrücke gerammt und war aufgerissen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Iranische Ölplattform gesunken
(31.03.13) Der Iran verlor am 28.1. eine Offshoreplattform im Wert von 40 Millionen Dollar, die während der Installationsarbeiten auf dem Süd-Pars-Gasfeld,, das sich der Iran und Qatar teilen, im Persischen Golf sank. Die 1850 Tonnen schwere Plattform ging auf 80 Metern Wassertiefe unter. Die Konstruktion durch die Firma Sadra hatte 30 Monate gedauert. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schadensanalyse auf “Kulluk” dauert an
(31.01.13) Der Krisenstab, der mit der Bergung der Ölplattform “Kulluk” der Royal Dutch Shell PLC betraut ist, gab bekannt, dass die Stabilität des Rigs nicht gefährdet sei, doch die Schäden am Rumpf eine Verschleppung kompliziert machen. Deshalb wäre auch ein Abtransport auf einem Schwerlastfrachter eine denkbare Option. Unklar war noch, ob eine Werft in Asien oder mehr im Nordwesten des Pazifiks für eine Reparatur in Frage käme. Die Untersuchungen dauerten noch an. Das Rig liegt seit der Bergung am 6.1. in den geschützten Gewässern der Kiliuda Bay vor Kodiak Island.
Der Krisenstab ist besetzt mit Vertretern von Shell, der Coast Guard, dem Alaska Department of Environmental Conservation und dem Kodiak Island Borough. Smit Salvage sowie die norwegischen Versicherer Det Norske Veritas, die den Zustand des Rigs prüfen, assistierten dessen Arbeit. Schleppgerät wurde unterdessen im 43 Meilen entfernten Kodiak bereit gehalten. Öffnungen auf dem Oberdeck, darunter Fenster und Luken, wurden gesichert. Provisorische Stahlstrukturen wurden aufgeschweißt, um bei einer möglichen Verschleppung zu garantieren, dass sie wasserdicht abgeschlossen sind.
Quelle: Tim Schwabedissen



Lyubov Orlova keine Gefahr für Offshore-Einrichtungen
(31.01.13) Das Kreuzfahrtschiff “Lyubov Orlova” dürfte keine Gefährdung der Hibernia Offshore-Ölplattform vor Neufundland darstellen. Die Hibernia Management and Development Co., die Betreiber der 315 Kilometer östlich von St. John's befindlichen Anlage, überwachten das verlassene Schiff, als es rund 40 Kilometer entfernt durch die See trieb. Die Drift wurde mit Satelliten verfolgt. Transport Canada hat seit dem 29.1. keine Updates mehr geliefert, als sich das Schiff etwa 270 Kilometer südöstlich von St. John's befand. Es bewegte sich weiter auf das offene Meer hinaus.
Quelle: Tim Schwabedissen



El Nino treibt Unwesen im Howe Sound
(31.01.13) Im Howe Sound ist der 15 Meter lange Kutter “El Nino” aus Prince Rupert seit Anfang des Monats nahe Anvil Island, unweit der Porteau Cove, halb gesunken. Nachdem das Schiff erstmals antrieb, entfernten besorgte Anwohner Müll und Trümmer aus dem Wrack, das später nahe der Lions Bay in West Vancouver erneut auf Grund lief. Hier wurde es provisorisch gesichert, doch es befindet sich außerhalb der Zuständigkeit von Coastguard oder anderer Einrichtungen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre vor Calapan City gekentert
(31.01.13) Die philippinische RoRo-Fähre “Baleno 168”, 989 BRZ (IMO-Nr.: 7206536), sank am 31.3., nachdem es Propellerschaden beim Einlaufen nach Calapan City in Oriental Mindoro erlitten hatte. Nach Angaben der Philippine Coast Guard wurden alle 55 Passagiere gerettet, nachdem das 1971 erbaute Schiff der Besta Shipping Lines Inc. nach einem Wassereinbruch Steuerbordschlagseite entwickelte und schließlich kenterte. Das Unglück hatte sich um 9.30 Uhr angebahnt, als das Schiff vor dem Hafen manövrierte und auf einmal ein ungewöhnliches Geräusch von der Maschine ertönte. Der Steuerbordpropeller war ungefähr zwei Meter weit aus dem Schaft gezogen worden.
Eine halbe Stunde später war die Fähre gesunken. An Bord haben sich auch 18 Trucks befunden. Am 4.6.2012 hatte die Fähre bereits einmal nach dem Auslaufen aus Calapan Maschinenschaden erlitten und hatte von der „Baleno 8“, 282 BRZ (IMO-Nr. 8410677), in den Hafen zurück geschleppt werden müssen, wo alle 212 Passagiere auf ein anderes Schiff umstiegen, das sie nach Batangas brachte. Damals hatte eine verstopfte Treibstoffleitung den Schaden verursacht. Am 27.12.2009 war die “Baleno 9” derselben Reederei vor Verde Island, Batangas, gesunken, wobei sechs Menschen starben und 44 vermisst blieben.
Quelle: Tim Schwabedissen



61-Millionen-Dollar-Schiff vor Abbruch auf Tubbataha-Reef
(31.01.13) Bergungsexperten der US Navy formulieren noch die Details, wie der 80 Meilen ostsüdöstlich von Palawan Island in der Sulu-See gestrandete Minensucher USS “Guardian”, 1,312-ts, zerlegt werden soll. Währenddessen wurde das Ausräumen umweltgefährdender Materialien und sonstiger Ausrüstung, die noch in der Marine Verwendung finden könnte, fortgesetzt. Alles, was noch zu retten ist, soll vor dem Zerlegen des Schiffes abgeborgen werden.
Dann wandert es in kleinere Teile zerlegt auf Bargen. Es ist nicht das erste Mal, dass die US Navy eine solche Operation durchführt. Zuletzt war im August 1971 der Versorger USS “Regulus” im Taifun Rose in Hong Kong gestrandet. Er wurde binnen eines Monats vor Ort zerlegt. Als die “Guardian”, eines von 14 Booten der Avenger-Klasse, ihr unerwartetes Ende fand, befand sie sich im 23. von 30 geplanten Dienstjahren. Ihr Bau hatte seinerzeit 61 Millionen Dollar gekostet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank in Walvis Bay
(31.01.13) Am Kai der Merlus Seafood Processors in Walvis Bay sank in der Nacht zum 28.1. der Kutter "Southwest Kingfisher" im Sturm. Das Schiff lag im Päckchen und wurde von den Wellen gegen ein benachbartes geschlagen, bis es lecksprang. Am 29.3. waren Taucher der Walvis Bay Diving vor Ort und bereiteten die Bergung durch einen Kran der Walvis Bay Plant and Tool Hire vor. Doch der Kran erwies sich als zu groß und kam nicht zum Einsatz. Ein Schlepper aus Namport sollte das Wrack an einen besser zugänglichen Kai ziehen. Die Bergung wurde nun frühestens am 1.2. erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schubschleppveteran in Hamburg gesunken
(31.01.13) Der Berliner Schubschlepper "Manfred" (EU-Nr.: 5600780), ist am 30.3. in einer Werft in Hamburg-Billwerder untergegangen, wo es überholt werden sollte. Am Morgen hatte ein Decksmann das Schiff mit Schlagseite und Wasser im Maschinenraum vorgefunden. Er informierte sofort den technischen Inspektor, Polizei und Feuerwehr. Doch bereits vor deren Eintreffen war das Schiff gesunken. Nur noch ein Teil des Ruderhauses und des Bugs ragten aus dem Wasser. Aus den Tanks trat Dieselöl aus und verschmutzte eine Fläche von 50 Quadratmetern. Die Feuerwehr legte einen Ölschlängel aus. Das Schiff sollte voraussichtlich 31.1. gehoben und auf die Ursache für den Wassereinbruch hin untersucht werden. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf.
Die "Manfred" wurde 1908 als "Hermann II" erbaut auf der Gebr. Wiemann-Werft in Brandenburg. Bis 1957 war sie als "Peter August", bis 1970 als "Taifun" und danach als "Schleppko 20" und "Meteor" im Einsatz. Das Schiff hat eine Länge von 15,70 Metern, eine Breite von 4,64 Metern und einen Tiefgang von 1,64 Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Mobilkran stürzte auf Frachterdeck in Ijmuiden
(31.01.13) Am 30.1. um 11.30 Uhr knickte ein Mobilkran am Kutterkai von Ijmuiden ein und stürzte auf das Deck des dort liegenden, unter Bahamas-Flagge laufenden Frachter "Green Ocean", 4091 BRZ (IMO-Nr.:9001916), aus dem er gerade Gefrierfisch entlud. Der Kranausleger stürzte über das gesamte Deck und zerschmetterte die Relings, die ihm im Weg waren. Niemand kam bei dem Unfall zu Schaden. Die Ursache war noch rätselhaft. Der Kran von Peter van Duijvenbode, der von der Reederei Parlevliet en Van der Plas bestellt worden war, war technisch in einwandfreiem Zustand und nicht überlastet, als er zusammenbrach.
Quelle: Tim Schwabedissen



Busse bei stürmischer Überfahrt im Boknafjord demoliert
(31.01.13) Zwei Busse, die auf dem Vorschiff der norwegischen Fähre "Boknajord", 7536 BRZ (IMO-Nr.9599896), standen, als diese über den gleichnamigen Fjord von Mortavika nach Arsvågen unterwegs war, wurden am 30.1. gegen 15 Uhr schwer beschädigt. Bei stürmischer See brachen Wellen über das Wagendeck und schlugen die Frontscheiben der Fahrzeuge von Kystbussen und Bus4You, die nach Bergen unterwegs waren, ein. Durch die folgende Überflutung wurde die Elektrik der beiden Autos außer Gefecht gesetzt. Nachdem die Fähre im Hafen fest war, mussten die Busse von Bord geschleppt und aus Arsvågen abtransportiert werden. Die Fährüberfahrten wurden danach bis auf weiteres eingestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen



„Allegonda“ (Bild: Frans Truyens)   Großbild klick!
Neuer Verlader demolierte altes Binnenschiff
(30.01.13) Eine neue Verladeanlage wurde einem alten Binnenschiff zum Verhängnis: Während diese die holländische „Allegonda L", 274 ts (EU-Nr.: 02202487), im Hafen von Antwerpen belud, geriet sie wegen einer technischen Fehlfunktion des brandneuen Systems außer Kontrolle und zermalmte das Ruderhaus des Frachters. Dieser wurde 1925 bei der Werft Kroezen in Hoogezand erbaut und lief zuvor als „Wuta“ und „Henja“. Zuletzt wurde er von B. van de Wal in Scharsterbrug eingesetzt. Das Schiff ist 39 Meter lang, 5,05 Meter breit und hat 2,2 Meter Tiefgang. Zeitweilig war es mit dem nur sechs Jahre jüngeren Schubleichter „Allegonda“ gemeinsam im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen



Messboot auf der Donau gekentert
(30.01.13) Am Nachmittag des 28.1. kenterte ein Messboot auf der Donau im Bezirk Bruck an der Leitha. Die zwei Besatzungsmitglieder aus Amstetten sprangen über Bord. Sie wurden von einem slowakischen Schubverband aus dem Wasser gerettet und wurden mit Unterkühlungen ins Landesklinikum Hainburg gebracht. Das Messschiff hatte zuvor von dem Schubverband angelegt, der eine Ladung Schotter in die Donau entladen sollte. Als der Schubverband Fahrt aufnahm, schlug das Boot durch den Wellenschlag um. Es driftete zur Mündung der March, bis es durch die Schifffahrtsaufsicht am linken Donauufer gesichert werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen



DGzRS legte Bilanz für 2012 vor
(30.01.13) Die DGzRS hat 2012 insgesamt 1.135 Menschen aus Seenot gerettet oder aus Gefahr befreit gegenüber 1.323 im Jahr 2011. Insgesamt war die Rettungsflotte der DGzRS 2.117 Mal im Einsatz gegenüber 2.106 Einsätzem 2011. 2012 haben die Besatzungen der 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote in Nord- und Ostsee • 60 Menschen aus Seenot gerettet, • 1.075 Menschen aus drohender Gefahr befreit, • 396 Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert, • 72 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt, • 1.017 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie • 492 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert. In vielen Fällen griffen die Seenotretter frühzeitig ein und begrenzten so Schäden bereits im Vorfeld. Das MRCC Bremen war in 200 Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig gegenüber 225 Malen 2011. Einschließlich aller Such- und Rettungsaktionen sowie Kontrollfahrten haben allein die 20 Seenotkreuzer im vergangenen Jahr 71.934 Seemeilen (ca. 133.220 Kilometer) in Nord- und Ostsee zurückgelegt. Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 bis Ende 2012 hat die DGzRS insgesamt 80.198 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahrensituationen auf See befreit. Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote haben bei 621 Einsätzen neun Menschen aus Seenot gerettet und 116 weitere aus Gefahrensituationen befreit. Die Stationen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste registrierten 279 Einsätze. Die dortigen Mannschaften retteten sieben Menschen aus Seenot und befreiten weitere 52 aus Gefahrensituationen. An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins waren die Seenotretter 698 Mal im Einsatz. Sie retteten 26 Menschen aus Seenot und befreiten weitere 441 aus Gefahrensituationen. In Mecklenburg-Vorpommern waren die DGzRS-Rettungseinheiten zu 519 Einsatzfahrten unterwegs. Ihre Besatzungen retteten 18 Menschen aus Seenot und befreiten weitere 466 aus Gefahrensituationen. Zu den herausragenden Einsätzen des Jahres 2012 gehörten die Rettung zweier Schiffbrüchiger aus der sieben Grad kalten Nordsee nach dem Sinken ihres Bootes vor Norderney am 14. März und der brennende Fischkutter „Sigrid“ vor Sylt am 22. März. Am 21. Juni brach im voll besetzten Hafen von Laboe während der Kieler Woche an Bord einer Segelyacht ein Feuer aus. Die Seenotretter verhinderten, dass die Flammen auf weitere Schiffe übergriffen. Besonders arbeitsreich war das Wochenende vom 22. auf den 23. September. Bei starken Nordwestwinden brachten die DGzRS-Besatzungen insgesamt rund 80 Menschen auf Nord- und Ostsee in Sicherheit. Der umfangreichste Einsatz 2012 war die Suche nach einem über Bord gegangenen Seemann des Forschungsschiffes „Heincke“ in der Deutschen Bucht am 8. August. Koordiniert von dem MRCC in Bremen waren vier Seenotkreuzer, über 20 weitere Schiffe und mehrere Hubschrauber 14 Stunden lang im Einsatz, ohne dass der Schiffbrüchige noch lebend hätte gefunden werden können. Dennoch hat sich gezeigt, dass die Strukturen des maritimen Such- und Rettungsdienstes in Deutschland, für den die DGzRS die Verantwortung trägt, reibungslos funktionierten. s
Quelle: Tim Schwabedissen



Russenkapitän betrunken im Öresund gestellt
(30.01.13) In der Nacht zum 29.1. stellte die dänische Polizei im Funkverkehr mit dem russischen Frachter “Amethyst", 3505 BRZ (IMO-Nr.:9549607), der auf der Fahrt von Vlissingen nach Gent den Öresund nordwärts passierte, eine verwaschene Sprache fest, die den Verdacht auf Trunkenheit am Ruder auslöste. Ein Boarding-Team wurde mit einem Boot auf dem Schiff abgesetzt und fand den Skipper tatsächlich betrunken auf der Brücke vor. Er musste einen Atemalkoholtest ablegen, eine Blutprobe wurde genommen und der Alkoholisierte verhaftet. Er wurde am 29.1. einem Richter vorgeführt. Das Schiff musste vor Kopenhagen vor Anker gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kran in Absecon Bay gekentert
(30.01.13) Beim Beladen des Kutters “Michael Junior” kenterte am 29.1. ein Kran in der Absecon Bay. Rund 50 Gallonen Hydrauliköl liefen aus. Zwei Ölsperren wurden ausgebracht. Der Kranbetreiber wurde wegen einer Kopfverletzung ins Krankenhaus transportiert. Das Atlantic City Fire Department, Personal des Atlantic City Police Department sowie die Coast Guard Delaware Bay waren im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän der BVG wegen Kollision zu 25 Tagesssätzen verurteilt
(30.01.13) Der Kapitän der Berliner BVG-Fähre „Lichterfelde“, die im April 2012 ein Segelboot rammte, wurde von dem Berliner Amtsgericht zu 1.000 Euro Strafe verurteilt. Er hatte auf der FormularenFahrt von Wannsee nach Kladow die Jolle, die in einer Flaute dümpelte, zwar gesichtet und Warnsignale abgegeben, doch nicht den Kurs seiner mit mehr als 300 Menschen besetzten Fähre geändert. Im letzten Moment vor der Kollision konnte der Segler von seinem Boot ins Wasser springen und blieb unverletzt. Zwar muss ein Sportboot generell der Berufsschifffahrt ausweichen, doch in diesem Fall war der Segler mangels Wind manövrierunfähig und kam offensichtlich nicht von der Stelle. In einem solchen Fall muss der Kurshalter doch ein Ausweichmanöver einleiten. Dazu wäre auch Raum gewesen. Das Gericht warf dem Kapitän der Fähre fahrlässiges und grob pflichtwidriges Verhalten vor. Er habe damit gegen Vorschriften zur Sicherung des Schiffsverkehrs verstoßen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän der “Shans 101” gestorben
(30.01.13) Vier russische Seeleute, die den Untergang des Trawlers "Shans 101" am 26.1. überlebt haben, wurden am 29.1. nach Plastun in der Primorje-Region in ein Krankenhaus gebracht. Der ebenfalls gerettete Kapitän erlag am selben Tag den Erfrierungen, die er erlitten hatte. Die insgesamt 14 Überlebenden werden in den Krankenhäusern in Primorje und auf Sachalin behandelt. Hoffnung auf weitere Gerettete gab es unterdessen nicht mehr.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre nach einem Tag auf Strand wieder flott
(30.01.13) Die 78 Fuß lange Katamaran-Fähre "Rich Passage 1", die nach Ende ihres Einsatzes zwischen Bremerton und Seattle am Morgen des 28.1. auf der Fahrt nach Port Townsend im Portage Creek Canal auf Grund gelaufen war, konnte am folgenden Tag gegen sechs Uhr früh mit der Flut wieder flott gemacht werden. Hatte sie auch keine ernsthaften sichtbaren Schäden davongetragen, so wurde sie dennoch in den Zielhafen geschleppt wegen des Risikos, dass in dem flachen Wasser Gegenstände in den Wasser-Düsen-Antrieb geraten sein und diesen hätten beschädigen können. Im Überwinterungshafen wurde das Schiff von einem Lift beim Port Townsend Boat Yard aufs Trockene gehoben. In den kommenden Wochen werden die Daten, die in den vergangenen Einsatzmonaten in Hinblick auf den Wellenschlag gewonnen wurden, analysiert. Die Unfallursache könnte in einer ungewöhnlichen Fahrwasserbetonnung gelegen haben, die nicht dem Seefahrtsstandard entsprach und das Schiff auf die linke Fahrwasserseite führte. Die Coast Guard leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Ludington gesunken
(30.01.13) Am 28. und 29.1. wurde an der Bergung des Kutters “Sandy”, der am Wochenende an seiner Mooring in Ludington auf dem Pere Marquette Lake gesunken war, gearbeitet. Zwei Taucher aus Grand Rapids machten Hebestropps an dem Wrack fest, und mit einem Kranlaster wurde versucht, das längsseits der „Judy B” gesunkene Schiff zu heben. Doch zuvor musste diese ebenso wie die „Eagle” erst aus dem Weg geschafft werden, damit der Kran die „Sandy“ erreichen konnte. Doch da die Batterie der „Eagle“ leer war und erst ein Generator herbei geschafft werden musste, konnte die Arbeit nicht fortgesetzt werden. Sobald die „Sandy“ aus dem Wasser gehoben wird, soll angefangen werden, sie zu lenzen. Eine geringe Menge Öl war nach dem Untergang des Kutters ausgelaufen, das von dem Natural Resources Department beseitigt wurde. Das Wrack lag mit leichter Schlagseite auf Grund. Darüber war das Wasser schon wieder zugefroren.
Quelle: Tim Schwabedissen



USS Hunley gibt ihre Geheimnisse preis
(30.01.13). Neue Beweise haben Licht auf die Gründe, die zum Untergang von USS „H.L. Hunley” im Amerikanischen Bürgerkrieg führten, geworfen. Offenbar hat der Torpedo am Ende eines langen Rammsporns, mit dem dieser gegen den Rumpf der „Housatonic“ geschlagen wurde, sich nicht von diesem gelöst. Deshalb wurde die „Hunley“ am 17.2.1864 dichter an das Unionisten-Schiff herangebracht. Zwar gelang es, die USS „Housatonic” zu versenken – der erste erfolgreiche Angriff eines U-Bootes der Geschichte -, doch die „Hunley”, deren Crew noch nach Sullivan’s Island signalisiert hatte, dass die Mission erfolgreich verlaufen sei, ging ebenfalls samt ihrer achtköpfigen Crew verloren. Das Boot war wohl weniger als 20 Fuß von dem Torpedo entfernt gewesen, als dieser explodierte. Reste des zwei Fuß langen Geschosses wurden an dem 16 Fuß langen Sporn noch vorgefunden. Der Torpedo war mit 135 Pfund Schießpulver gefüllt gewesen. Offenbar hatte die Crew des Konföderierten-Bootes angenommen, weit genug entfernt zu sein, als sie ihn zur Detonation brachte. Doch die „Hunley“ wurde beschädigt und die Crew verletzt. Ob sie noch in der Lage war, zu versuchen, das Boot zu kontrollieren, oder ob durch beschädigte Nieten Wasser eindrang, das nicht mehr zu stoppen war, gehärt noch zu den ungelösten Rätseln. Mit Computersimulationen soll versucht werden, auch diese zu lösen. Die „Hunley“ war 1995 vor South Carolinas Charleston Harbor entdeckt und im Jahr 2000 gehoben worden. Seitdem wird das Wrack im Clemson University's Warren Lasch Conservation Center in North Charleston untersucht und konserviert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper der „Lyubov Orlova“ kein unbeschriebenes Blatt
(30.01.13) Während das verlassene Kreuzfahrtschiff “Lyubov Orlova” weiter auf den sturmgepeitschten Atlantik hinaustrieb, wurde der 29 Meter lange Schlepper "Charlene Hunt", (MMSI-Nr.:367025770), der eisverkrustet an der Südseite des Hafens von St. John’s nahe des Prosser’s Rock Bootshafens lag, nach seiner Rückkehr in den Hafen am 28.1. von Vertretern von Transport Canada unter die Lupe genommen. Mehrere Fenster der Brücke waren mit Holz verkleidet. Auf dem Deck lagen Müllsäcke. Wie sich inzwischen herausstellte, hat das Schiff seine eigene Problemgeschichte. Vor einigen Monaten wäre es selbst fast vor der Küste von Halifax gesunken. Es konnte nur mit Lenzpumpen, die aus der Luft abgeworfen wurden, gerettet werden, und die gesamte Crew außer einem Ingenieur und dem Kapitän war von der Coastguard evakuiert worden. Es lag dann einige Zeit im Hafen von Halifax zur Reparatur, ehe es nach St. John’s auslief. Zur Bewältigung dieser Strecke brauchte es ungewöhnlich lang, mehr als eine Woche. Zur Verbringung der “Lyubov Orlova" war das betagte, eigentlich eher für Binnengewässer ausgelegte Schiff auch wenig geeignet. Inzwischen wurde auch die Kompetenz der Crew, den Schleppauftrag zu bewältigen, bezweifelt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Nil-Kreuzfahrer gesunken – 112 Passagiere gerettet
(30.01.13) Das Nilkreuzfahrtschiff “King of the Nile” sank am Abend des 29.1. nahe Luxor auf dem Fluss, nachdem es auf große Felsen gelaufen war. Es hatte 112 ägyptische Passagiere an Bord, als sich das Unglück unweit von Kom Ombo und Aswan ereignete. Alle Fahrgäste konnten unversehrt von Bord gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Piratenschiff in Nelson gesunken
(30.01.13) Ein nachgebautes Piratenschiff ist in Nelson, British Columbia, auf den Grund des Kootenay Lake gesunken. Es war von einem Anwohner Nelsons auf einem alten Holzrumpf mithilfe von alten Möbelteilen und recyceltem Holz aufgebaut und zu einer der meistfotografierten Attraktionen der Stadt geworden. Aus ungeklärter Ursache lief es in flachem Wasser am vergangenen Wochenende voll und blieb dabei überwiegend sichtbar. Der Besitzer will das bei Touristen und Kindern besonders beliebte Schiff wieder reparieren.
Quelle: Tim Schwabedissen



USS "Guardian" (Bild: US Navy)   Großbild klick!
Gestrandeter Minensucher ist ein Totalverlust
(29.01.13) Während der Schlepper mit dem hoffnungsvollen Namen "Salvor – T-ARS 52" am 27.1. die Strandungsstelle des Minensuchers USS "Guardian" erreichte, gab die U.S. Navy am 29.1. bekannt, dass es für diesen keine Rettung geben wird. Die einzige realistische Option, die verblieben sei, sei der Abbruch vor Ort. Dadurch könnte das Bergungsgerät auf tieferem Wasser gehalten und so das Risiko weiterer Schäden am Korallenriff minimiert werden. Der Havarist soll in mehrere Teile zerlegt vom Riff gehoben werden, ohne dass Umweltschäden auftreten. Der Abbruch wird über einen Monat dauern. Das Schiff ist bis zur Wasserlinie geflutet, die Maschinen- und Hilfsmaschinenräume stehen unter Wasser, das Schott zwischen ihnen ist nicht mehr wasserdicht. Die internen Verbände wurden ebenfalls bereits in Mitleidenschaft gezogen und die Stabilität reduziert. In den Holzrumpf haben die Korallen bereits bei dem Auflaufen, das mit rund 13 Knoten Fahrt erfolgte, etliche Löcher gerissen. Die Brandung tat seither ihr übriges und brach den Rumpf an mehreren Stellen auf. Nach dem Leichtern der 15000 Gallonen Diesel, 671 Gallonen Ölgemisch, der Farben und Lösungsmittel sowie der Trockennahrung und persönlicher Habseligkeiten ging der Abbau verschiedener Gerätschaften bereits weiter. Das On-Scene-Command hat der Zerstörer USS „Mustin – DDG 89“, der gecharterte Ankerzieher „Vos Apollo“ blieb auf Standby. Am 1.2. werden der 500-Tonnen-Kran “Smit Borneo” und der 1000-Tonnen-Kran “Smit Cyclone” mit der Barge “Smit Andaman” von Singapur kommend vor Ort erwartet. Weiterhin vor Ort sind das Forschungsschiff USNS “Bowditch – T-AGS 62” und die “Trabajador”. P 3-Flugzeuge der Commander Task Force 72 überliegen täglich die Strandungsstelle. Der Totalverlust der „Guardian“ ist ein herber Schlag für die Minenstreitkräfte der US-Marine, die ihre Operationen im Persischen Golf hatten ausweiten sollen. 12 der 14 Minensucher der 7. US-Flotte sind derzeit in Übersee im Einsatz. Sie stamen aus den späten 1980ern und frühen 1990ern und hätten schon ersetzt werden sollen, doch wegen großer Verzögerungen bei der Konstruktion von Ersatzbauten waren sie bereits wiederholt mit großem Mitteleinsatz modernisiert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuerwehr in Wilmington im Einsatz wegen Verdachts auf Gefahrgutunfall
(29.01.13) Das Wilmington Fire Department wurde am 28.1. gegen 10 Uhr wegen eines möglichen Chemikalienunfalls zu dem norwegischen Frachter “Star Fraser" 25345 BRZ (IMO-Nr.: 8309842), gerufen. Sie fanden zwar keine Hinweise auf ein Leck, doch zwei Besatzungsmitglieder begaben sich nach dem Einlaufen des Frachters in den Hafen in die Obhut des New Hanover Regional Medical Center, weil sie nach einem bereits vor 10 Tagen erfolgten Chemikalienaustritts an Bord unter Beschwerden litten. Zwei weitere hatten bei Schweißarbeiten an Bord eine Rauchvergiftung erlitten und begaben sich ebenfalls in medizinische Betreuung dort. Die Hafenbehörden und die Coast Guard versuchten nun, mehr zu den Stoffen und Vorgängen an Bord herauszufinden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Skipper vermissten Kutters trieb tot in er See
(29.01.13) Vor Torquay startete die Brixham Coastguard am Abend des 28.1. eine Suche nach dem 10 Fuß langen Kutter “J.C.K.” und seinem Skipper. Das Boot war am Nachmittag auf Fang gewesen, wurde gegen 19 Uhr im Hafen zurück erwartet und zuletzt beim Passieren des Thatcher Rock gegen 18.25 Uhr gesichtet. Die Torbay und Berry Head Coastguard Rescue Teams, das RNLI-Boot aus Torbay, Exmouth und Teignmouth RNLI lifeboats, SAR-Hubschrauber der Coastguard Portland und der RNAS Culdrose sowie die britischen Fregatten HMS „Somerset“ und HMS „St. Albans” waren an der Suche beteiligt. Kurz nach Mitternacht wurde ein Toter im Meer entdeckt, bei dem es sich vermutlich um den Skipper handelte. An verschiedenen Küstenabschnitten trieben zudem Trümmerteile an, die von der „J.C.K.“ stammen dürften. In dem Seegebiet im Englischen Kanal hatten Windgeschwindigkeiten von bis zu 60 Meilen geherrscht. Der von seinem Fang schwere Kutter wurde vermutlich ein Opfer des Sturms.
Quelle: Tim Schwabedissen



Noch keine Spur von der vermissten Crew der „Shans 101“
(29.01.13) Von den 30 Russen und Indonesiern an Bord des russischen Trawlers "Shans 101", der vor der russischen Pazifikküste am 27.1. mit 19 Tonnen Hummer, 20 Tonnen Gering und 643 Tonnen Öl an Bord sank, waren am 28.1. weiterhin 15 noch vermisst. 10 Gerettete wurden mit schweren Erfrierungen in Kholms auf Sakhalin an Land gebracht. Die fünf, die am Tag nach dem Kentern des Schiffes während einer Kursänderung in zwei gewaltigen Wellen gerettet wurde, waren auf dem Weg zum russischen Festland. Die Überlebenden sagten, das Schiff habe binnen 10 Minuten verlassen werden müssen, zu wenig, um Überlebensanzüge anzulegen. Die meisten trugen nur Shorts und T-Shirts bei Temperaturen bis -15 Grad. Die schlimmsten Erfrierungen hatten zwei Indonesier. Die Überlebenden sagten, dass acht Mann in ihrer Insel starben und über Bord geworfen wurden, um deren Gewicht zu erleichtern. Inzwischen gibt es Hinweise, dass der Notsender des Trawlers nicht betriebsbereit war. Die Schiffseigner Vostok 1 bestritten, dass an Bord womöglich illegal Beschäftigte waren und publizierte die Namen der Überlebenden 11 Russen und vier Indonesier. Am 28.1. wurde das Büro der Reederei in Wladiwostok durchsucht. Die Staatsanwaltschaft will untersuchen, ob gegen Praxis guter Seemannschaft verstoßen wurde oder es technische Mängel auf dem Schiff gab. Die Suche nach den sieben Mann, über deren Verbleib es keine Hinweise gibt, soll am 29.1. mit 10 Schiffen und fünf Flugzeugen fortgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wieder Probleme mit “Sirius” in Leer
(29.01.13) Am 25.1. gab es einen Wassereinbruch auf dem Friedrichskooger Kutter "Sirius" im Leeraner Hafen, auf dem unter anderem auch ein Fischimbiss betrieben wird. Der Eigner alarmierte um 15:43 Uhr die Leitstelle der Feuerwehr. Die Bordpumpen waren ausgefallen. Die Feuerwehr Leer rückte mit einem Löschfahrzeug an, auch die Polizei und der Hafenbetreiber kamen zum Liegeplatz der "Sirius". Mit zwei Tauchpumpen förderten die Einsatzkräfte dann das Wasser, das durch die maroden Rumpfplanken eingedrungen war, binnen einer dreiviertel Stunde wieder außenbords. Erst im November 2012 hatte eine Ortsbesichtigung auf der „Sirius“ stattgefunden. Vertreter der unteren Wasserbehörde des Landkreises sowie vom Ordnungsamt der Stadt Leer inspizierten das Schiff und waren zu dem Schluss gekommen, dass keine Gefahr von ihm ausginge, wenn Öl und Kraftstoff abgepumpt würden. Die Stadtwerke Leer hatten zuvor eine Räumung des Kutters durchzusetzen versucht, waren aber vor dem Landgericht Aurich gescheitert. Die Zuständigkeit befand sich aber bei der unteren Wasserbehörde, nach deren Ansicht ohne Kraftstoff keine Gefahr vom Schiff ausging. Seit April versucht der Eigner der "Sirius" bislang vergeblich, das Schiff aus dem Wasser zu bekommen, um Klarheit über den fragilen Zustand der „Sirius“ zu erhalten.
Quelle: Tim Schwabedissen



11-stündiger Rettungseinsatz für havarierten Kutter
(29.01.13) Das RNLI-Boot aus Tobermory war am 27.1. 11 Stunden im Einsatz, um einen Kutter bei 60 Meilen Wind und 6-8 Meter hohen Wellen zu bergen. Um 8.30 Uhr hatte der Kutter sieben Meilen westlich der Isle of Coll mit defekter Ruderanlage um Hilfe gebeten. Es gelang, den Havaristen zur Isle of Tiree zu schleppen, wo ein anderes Boot die Leine übernahm. Das Rettungsboot blieb in der Nähe, was sich als Glücksfall erwies. Dicht vor dem Hafen brach die Leine, und der Kutter trieb auf Felsen. Das Rettungsboot konnte sich an den Kutter vorsichtig heranmanövrieren und nahm ihn gen Tobermory in Schlepp. Doch der Poller, an dem die Leine belegt war, brach heraus. Erneut musste das Rettungsboot eine Verbindung herstellen und konnte den Kutter nach einer Fahrt von insgesamt 95 Meilen dort am Abend festmachen. Gegen 20 Uhr war es wieder einsatzklar an seiner Station.
Quelle: Tim Schwabedissen




() Der Kutter "Brier Challenger" aus Digby erlitt am 28.1. Wassereinbruch und sackte rund vier Fuß tief weg. Die Crew entdeckte die Leckage um 8.30 Uhr und rief das Digby Fire Department. Die Feuerwehrleute übergaben eine Lenzpumpe und Schläuche auf den Kutter "Randi & Brianne", dessen Skipper auch in der Feuerwehr ist und angeboten hatte, die Ausrüstung überzusetzen. Nachdem die Pumpe lief, sank der Wasserspiegel im Schiffsinnern so weit, dass die eigene Lenzpumpe gestartet und das restliche Wasser außenbords gepumpt werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Eigner in Tacoma gesunkenen Frachters gefunden
(29.01.13) Die US Coast Guard hat den Eigner der in der Nacht zum 25.1. plötzlich in Tacoma gesunkenen "Helena Star", 498 BRZ (IMO-Nr.: 5120350), identifiziert. Er arbeitete nun gemeinsam mit staatlichen Behörden an einem Bergungsplan. Die Coast Guard, das Department of Ecology sowie die Bergungsfirma Ballard Diving and Salvage überwachten die “Helena Star” seit ihrem Untergang bei der Mason Marine auf dem Hylebos Waterway am 25.1. Die „Golden West” lag weiter mit Schlagseite, aber nicht gesunken, daneben. Am 28.1. bewegten sich beide Schiffe mit der Tidenströmung. Dabei traten rund 20 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch aus der “Helena Star” aus- Die Küstenwache bemühte sich, eine Verschmutzung des Gewässers mit Schadstoffen zu vermeiden. Rund 1500 Gallonen verölten Wassers waren im Laufe des Wochenendes ausgepumpt und ölabsprbierende Pads ausgebracht und nach Bedarf ersetzt worden. Doppelte Ölsperren wurden um die Schiffe ausgelegt. Sowohl der Frachter wie auch der längsseits vertäute, 40 Meter lange Longliner "Golden West" waren schon lange auf einer 230 Einheiten umfassenden Liste zu räumender Schiffe in Wahsington State. Beide Schiffe hatten seit rund zwei Jahren aufgelegen. Im Laderaum der "Helena Star" wuchs bereits ein Baum, im Maschinenraum stand das Wasser zuletzt mehrere Fuß hoch. Im März 2012 waren rund 20,000 Gallonen Öl abgepumpt worden, sodass kein großes Risiko einer Verschmutzung mehr bestand. Die “Helena Star” ist 51.4 Meter lang und acht Meter breit. Sie wurde 1947 bei Westerbroek Scheepswerf, Westerbroek, als “Violette Erica” erbaut. Von 1950 bis 1976 lief sie als “Fraternite” unter schwedischer Flagge, dann ein Jahr als “Monica Star” und wurde 1977 nach einem Intermezzo als “Pacific Star” zur “Helena Star” unter Panama-Flagge. Am 17.4.1978 wurde sie 130 Meilen südwestlich von Cape Flattery mit Drogen im Wert von 74 Millionen Dollar, dem bis dato größten derartigen Fund, aufgebracht und lag seither in der Salmon Bay in Seattle. Am 7. März 2011 verließ sie die Bucht längsseits des Schleppers “West Point” der Western &xnbsp;zu den Mason Marine Services in Tacoma. Hier wurde sie längsseits des Longliners “Golden West”, der einstigen “Chiwoo”, vertäut, wo sie nun ihr Schicksal ereilte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Weiter Ölaustritt aus beschädigter Barge auf Mississippi
(29.01.13) Am 28.1. ging auf dem Mississippi bei Meile 434 in Vicksburg der Kampf gegen Öl, das aus einer Barge auslief, weiter. Tanksoundings ergaben, dass der Austritt noch andauerte. Skimmer wurden eingesetzt, das Öl aufzunehmen. Teams der Coast Guard Lower Mississippi River, des Marine Safety Detachment Vicksburg und des Coast Guard Gulf Strike Team aus Mobile, Alabama, waren vor Ort. Der Füllstand der Tanks wurde kontinuierlich überwacht. In dem beschädigten Tank befanden sich etwa 80.000 Gallonen leichtes Rohöl. Die Barge war eine von zweien, die der Schlepper “Hature’s Way Endeavor” am 27.1. transportierte und die mit der Vicksburg Eisenbahnbrücke kollidierten. Beide Bargen wurden beschädigt, aber nur aus der einen lief Öl aus. Von der Sperrung des Flusses für die Schifffahrt waren am 28.1. 12 nordgehende und 19 südgehende Schiffe auf dem Abschnitt zwischen den Meilen 425 und 441 betroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre auf letzter Fahrt vor Winterpause auf Strand gesetzt
(29.01.13) Die von Kitsap Transit eingesetzte Testfähre “Rich Passage 1” (MMSI-Nr.: 368612000) lief am 28.1. auf der Fahrt nach Port Townsend, wo sie für die Wintermonate aus dem Wasser genommen werden sollte, auf Grund, als sie die Enge des Hadlock Cut zwischen Indian Island und dem Festland von Jefferson County passierte. An Bord waren der Kapitän, ein Vertreter von Kitsap Transit sowie dessen Sohn, die alle unversehrt blieben. Der Skipper hatte den Katamaran auf die falsche Seite der Fahrwassertonnen gebracht. Als er versuchte, wieder freizukommen, war das Wasser bereits so weit abgelaufen, dass dies nicht gelang und die Maschine ausgestellt werden musste wegen des Risikos, dass die Düsen etwas ansaugten. Als Hilfe eintraf, lag die Fähre bereits hoch und trocken. Da das Nachmittagshochwasser niedrig eintrat, musste das Morgenhochwasser des 29.1. abgewartet werden, die “Rich Passage 1” wieder flottzumachen. Derweil inspizierten Experten der Coast Guard den Rumpf, fanden aber nur ein paar Kratzer. Bis zum 2.11. waren Tests mit der Schnellfähre durchgeführt worden, um den Wellenschlag zu erforschen. Nach den bisherigen Ergebnissen ist dieser offenbar gering genug, um einen Schnellfährenverkehr in der Rich Passage durchzuführen. Die wissenschaftlichen Analysen sollten am 1.2. vorgelegt werden. Eigentlich hätte die Fähre schon in Port Townsend zur Überwinterung sein sollen, doch sie war einige Wochen als Ersatzschiff auf der Seattle-Bremerton-Route im Einsatz gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ponton nach Kollision am Ziel in Papenburg, Kollisionsgegner in der Werft in Hamburg
(29.01.13) Nach der Kollision mit dem unter Gibraltar-Flagge laufenden Tanker “Kösterberg" (IMO-Nr.: 9184677), der am 28.1. zur Reparatur des am Bug entstandenen Schadens bei der Norderwerft in Hamburg festgemacht hatte, nachdem er zuvor seine Ladung von 2500 Tonnen Öl in Bremerhaven gelöscht hatte, ging am 28.1. um 9.50 Uhr auch die Reise des "Seeponton 1", 2473 BRZ (IMO-Nr.: 9364497), weiter. die nach Papenburg bestimmte Barge, die seit der Havarie gemeinsam mit ihrem Schlepper "Wal" am Emskai in Emden gelegen und ebenfalls Rumpfschaden erlitten hatte, machte sich assistiert von dem Schlepper „Finn“ der ESB auf die Weiterreise zum Zielhafen, wo sie um 14 Uhr festgemacht wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



Genesis A (Bild: USCG)   Großbild klick!
Crew gerettet – Genesis A verloren
(28. 01.13) Bergungscrews haben am Wochenende allen Brennstoff und ölhaltige Stoffe aus dem Wrack des vor der Long Beach Peninsula am Leadbetter Point vor der Willapa Bay, Washington, gestrandeten, 61 Fuß langen Krabbenkutters „Genesis A“ abgepumpt. Der Eigner aus Warrenton hatte ein Bergungsteam geheuert, um die 100 Gallonen veröltes Wasser und 10 Gallonen Öl an Land zu bringen. Dabei kam es zu keiner Gewässerverschmutzung. Keine Rettung hingegen gab es für das auf dem Strand in der Brandung liegende Wrack. Die Ballard Diving & Salvage begann am 28.1. mit den Abwrackarbeiten, die nur bei Ebbe stattfinden können. Sie sollen rund fünf Tage dauern. Der Kutter war am 25.1. auf eine Sandbank gelaufen, nachdem der Rudergänger auf Wache eingeschlafen war. Die vierköpfige Crew und der Bordhund wurden per Helikopter abgeborgen. Sie blieben unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker rammte Brücke bei Rozenburg
(28. 01.13) Der deutsche Binnentanker "Eiltank 20", 1557 ts (ENI-Nr.: 05501610), kollidierte am Abend des 26.1. mit einer Brücke über den Calandkanal bei Rozenburg. Dabei wurde das Ruderhaus des Tankers komplett zerstört. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Hafendienst und die Polizei nahmen Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff von Eis aufgerissen
(28. 01.13) Die Feuerwehren aus Bad Bodenteich, Wieren und Schafwedel sowie Einsatzkräften des DRK, THW und des Wasser- und Schifffahrtsamt waren am Nachmittag des 26.1. auf dem Elbe-Seiten-Kanal im Einsatz, nachdem dort ein Hamburger Binnenschiff leckgeschlagen war. Etwa 30 Zentimeter unterhalb der Wasseroberfläche hatten Eisschollen den Rumpf des 1947 erbauten Schiffes aufgerissen. Es hatte gegen 16 Uhr am Bad Bodenteicher Anleger festgemacht. Wenig später wurde die Leckage entdeckt. Mit einem Ruderboot suchten die Feuerwehrkräfte nach dem Leck und pumpten den Maschinenraum aus. Gegen 20 Uhr übernahmen die Feuerwehren Wieren und Schafwedel und lösten die Wehr Bad Bodenteich ab. Gegen ein Uhr am 27.1. war der Einsatz beendet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter brennend auf Sandbank gesetzt
(28. 01.13) Der 11 Meter lange Kutter “Hunter” geriet am 27.1. um 18.50 Uhr vor Saltfleet Haven nahe Mablethorpe in Brand. Die zweiköpfige Crew flüchtete in eine Rettungsinsel und alarmierte das Yarmouth Maritime Rescue Coordination Centre. Die Coastguard schickte das RNLI-Boot aus Mablethorpe and sowie Coastguard Rescue Teams aus Mablethorpe und Donna Nook. Das Rettungsboot barg die zwei Schiffbrüchigen und brachte sie zur medizinischen Versorgung an Land. Sie waren wohlauf. Die „Hunter“ fiel bei ablaufendem Wasser weiter brennend auf einer Sandbank trocken. Sie hatte sich eine Meile vor Saltfleet auf Auslaufkurs befunden, als Maschinenprobleme auftraten. Daraufhin schickte sich die Crew an, in den Hafen zurückzukehren. Als dann das Feuer entstand, setzte die Crew den Kutter auf die Sandbank und ging von Bord. Die Ursache des Feuers lag wohl im Brennstoffsystem. Die „Hunter“ war erst kürzlich von Grimsby kommend in Saltfleet stationiert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sechs Tote und neun Vermisste nach Kentern von russischem Fischereifahrzeug
(28. 01.13) Das russische Krabbenverarbeitungsschiff “Shans 101”, 690 BRZ, der Reederei Vostok-1 wurde am 27.1. um 15:30 Uhr von einer Welle vor der Nordküste von Primorskiy von einer großen Welle zum Kentern gebracht. Es gab keinen Notruf des Schiffes, das eine 30-köpfige Crew an Bord hatte. Die „Shans 101“ trieb auf 46 10 N 138 49 O Um 22.30 Uhr meldete die „Talan“ (IMO-Nr. 8323317), die ebenfalls für Vostok-1 läuft, das kieloben driftende Schiff entdeckt zu haben. Zehn Minuten später funkte der Frachter „Anatoliy Torchinov” (IMO-Nr.: 4793201), dass er 10 Besatzungsmitglieder aus einer Insel gerettet habe. Am Morgen des 28.1. lief er mit den Überlebenden nach Kholmsk ein. Die “Talan” hielt ebenfalls nach Schiffbrüchigen Ausschau und konnte aus einer weiteren Rettungsinsel nochmals fünf Mann leben retten. Diese sagten, an Bord der Insel hätten sich weitere sechs Mann befunden, die aber gestorben und ins Wasser geworfen worden seien. Es handelte sich bei ihnen um zwei Russen und vier Indonesier. Am Morgen des 28.1. waren mindestens vier Schiffe im Suchgebiet sowie fünf Suchflugzeuge. Aus Korsakov lief der Bergungsschlepper „Atlas“ aus. Neun Mann galten nun noch als verimsst. An Bord der „Shans 101” hatten sich 19 Russen und 11 Indonesier befunden. Unter den Geretteten befanden sich 11 Russen und vier Indonesier.. Vor Ort herrschte schwerer Sturm mit Wellenhöhen bis 2,5 Metern und Windgeschwindigkeiten von 10-20 Knoten aus Norden. Die Temperaturen lagen bei -6-8 C. Die 56 Meter lange “Shans 101”, ehemals die “Jisung No .7“, 1009 tdw (IMO-Nr.: 8714097), wurde 1988 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang der „Lyubov Orlova“ erwartet
(28. 01.13) Wenig Hoffnung gab es, dass das St. John’s. Cook Islands-Flagge registrierte Kreuzfahrtschiff "Lyubov Orlova", 4251 BRZ (IMO-Nr.: 7391434), den Sturm, in dem es seit dem 24.1. im Nordatlantik treibt, überstehen könnte, nachdem es sich vom 29 Metre langen Schlepper „Charlene Hunt“ vor Cape Race losgerissen hatte. Die Schleppercrew versuchte mehrere Tage, wieder eine Schleppverbindung herzustellen, scheiterte aber am immer schlechter werdenden Wetter. Es wurden mittlerweile dort Wellenhöhen von 20 Metern erwartet, weswegen die kanadischen Behörden die „Charlene Hunt“ in den Hafen zurück beorderten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf finnischer Fähre
(28. 01.13) Am Abend des 27.1. brach im MAschinenraum der 1987 erbauten finnischen Pendlerfähre "Nordep", 91 BRZ, der JS Ferryway Oy Ltd. in Houtskär, ein Feuer aus. Das Schiff war auf der Fahrt von Iniö nach Naguoff und befand sich vor Taivassalo, als das Feuer um 18:36 Uhr entstand. Der Kapitän und sein Maschinist flüchteten sich auf das umliegende Eis und wartete dort auf die Küstenwache. Helikopters, das Patroullienboot "Tursas", zwei Hovercraft der Coastguard und ein SAR-Spezialkommando wurden alarmiert. Die beiden Besatzungsmitglieder wurden wohlbehalten nach Löpö gebracht. Der Brand wurde gegen 20 Uhr gelöscht. Er hatte sich vom Maschinenraum nicht weiter ausgebreitet. Das 24 Meter lange Schiff, das 24 Fahrgäste und vier Autos zu transportieren vermag, sollte am Haken der “Tursas” entweder nach Pärnäs oder Retais geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



USS Guardian mit Seewasser stabilisiert
(28. 01.13) Der größte Teil des Öls und sonstiger giftiger Materialien ist von dem gestrandeten Minensucher USS “Guardian” auf dem Tubbataha Reef entsorgt worden. Dabei handelte es sich um Farben, Lösungsmittel und Ölreste. Nichts lief seit der Strandung aus. Außerdem wurden die leeren Treibstofftanks mit Wasser gefüllt, um das Schiff auf dem Riff zu stabilisieren. Die Schiffsstrukturen sollen vor der Bergung verstärkt werden, um besser der Welleneinwirkung zu widerstehen, bevor die Bergungskräne am 1.2. eintreffen. Am 28.1. wurde USNS „Rappahannock“ vor Ort erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fliegender Holländer vor Vietnam
(28. 01.13). Fischer aus Hoang Hoa, die vor der Quang Binh Provinz in Zentral-Vietnam auf Fang waren, entdeckten am 25.1. um 13.30 Uhr den vietnamesischen Frachter "Hai Dong 27", 1599 BRZ (IMO-Nr.:9532226), mit tief weggesacktem Achterschiff verlassen in der See treibend. Einige Männer der „TH 90 425“ gingen an Bord des Schiffes, fanden aber niemanden an Bord. Der Maschinenraum stand allerdings voll Wasser, und in den Räumen fanden sich Spuren von Verwüstung. Mehr als ein Dutzend Kutter versammelten sich um den auf 18.07 N, 107.07 O treibenden Havaristen und begannen, ihn in Richtung der 140 Meilen entfernten Küste zu ziehen. Jeweils sieben Boote schleppten den schweren Anhang, die anderen pausierten, und mit fünf Knoten Fahrt gelang es, den “fliegenden Holländer” in die Gewässer der Hoang Truong Kommune in der Thanh Hoa Provinz zu bringen. Polizei und Küstenwache nahmen sich der Sache an. Es stellte sich heraus, dass das Schiff in der Nacht zum 20.1. mit mehr als 3000 Tonnen Fracht an Bord auf der Fahrt von Cu Lao Cham nacj Hai Phong Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte und aufgegeben worden war. Die 13-köpfige Crew war von der "Phu Son 26“ gerettet worden, das Schiff blieb auf hoher See zurück, sank aber nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter von Unbekannten losgeworfen und auf Felsen getrieben
(28. 01.13) Der 55-Tonnen-Kutter „A.B. Venture“ wurde am Morgen des 27.1. im Hafen von Currie Harbour King Island von Unbekannten losgeworfen. Der 400, 000 Dollar werte Hummerkutter strandete am Devil's Gap und wurde von der Brandung dort zerstört. Er wurde gegen vier Uhr früh entdeckt. Das auf den Felsen liegende Wrack konnte nur noch abgebrochen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Hohes Tempo verursachte zweites Leck bei Fährunglück
(28. 01.13) Durch die hohe Geschwindigkeit, mit der die Fähre “Sea Smooth” im Hafen von Hongkong unterwegs war, wurden bei der Kollision mit der “Lamma IV” gleich zwei Löcher in deren Rumpf gerissen, stellte sich bei der Anhörung am 28.1. heraus. Die kinetische Energie verhält sich direkt proportional zur Quadratur der Geschwindigkeit. Wäre die Fähre mit weniger als 15 Knoten unterwegs gewesen, hatte sie weniger als 2,5 Megajoule betragen, nicht genug, um ein zweites Loch zu reißen. Doch bei den 22 Knoten, mit denen sie auf das Schiff der Hong Kong Electric in einem Winkel von 41.6 Grad stieß, trat ein diagonaler Riss auf, der erst durch das Abbrechen eines Bugteils der „Sea Smooth“ gestoppt wurde. Doch der Kiel fraß sich weiter in Richtung des Hecks der „Lamma IV“, bis er dort durch ein Schott gestoppt wurde. Doch es war noch genug Schwung, dass der Bug die „Lamma IV“ ein weiteres Mal traf und diesmal das Schott durchbrach.
Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht in San Francisco Bay versenkt
(28. 01.13) Am 26.1. gegen 15 Uhr rammte ein Schlepper, der mit einer Barge vor der Golden Gate Bridge unterwegs war, eine 20-30 Fuß lange Yacht, deren zweiköpfige Crew ins Wasser geschleudert wurde. Die Coastguard rettete einen der Segler, das San Francisco Fire Department den zweiten. Sie waren unversehrt geblieben. Ihr Boot sank allerdings. Der Schleppzug musste zur Untersuchung zurück in den Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Hohes Tempo verursachte zweites Leck bei Fährunglück
(28. 01.13) Am 27.1. wurden zwei Tankbargen, die der Schlepper „Nature’s Way Endeavor“ (MMSI-Nr.: 367482080) auf dem unteren Mississippi bei Meile 434 in Vicksburg bugsierte, um 1.30 Uhr auf Grund gesetzt. Sie waren zuvor mit der Vicksburg Railroad Bridge kollidiert und beschädigt worden. Aus einer lief ein Teil der Rohölladung aus. Die Coast Guard Marine Safety Unit Vicksburg schickte ein Team zur Untersuchung des Schadens. Die Leckage konnte abgedichtet und ein weiteres Auslaufen von Öl verhindert werden. In dem beschädigten Tank waren etwa 80000 Gallonen Öl gewesen. Der Fluss wurde zwischen den Meilen 425 bis 441 für den Schiffsverkehr gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper nach 18 Tagen freigeschleppt
(28. 01.13) Nach 18 Tagen wurde am 27.1. der 162-Tonnen-Schlepper von Titagarh, der in Pamban auf Grund gelaufen war, von Kuttern der Shifa Marine aus Tuticorin geborgen. Mit der Flut um 00.30 Uhr wurde begonnen, anzuziehen, und gegen zwei Uhr lag das Schiff drei Meilen vor der Küste vor Anker. Er war mit einer Barge bei der Cantilever Brücke am 10.1. in rauer See gestrandet. Die Barge hatte die Brücke gerammt und beschädigt. Erste Versuche, den Schlepper mithilfe von Kuttern aus Rameswaram freizubekommen, waren gescheitert. Daraufhin wurde er mit weiteren Ankern gesichert, bis starke Kutter von 500 PS ihn auf den Haken nehmen konnten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Mangalore gesunken
(28. 01.13) Am 26.1. sank der Frachter “Mathin” auf der Fahrt von Lakshadweep nach Mangalore. Die fünfköpfige Crew, einer aus Mangalore und vier aus Gujarat, wurden gerettet. Der Frachter hatte auf Kiltan Island Zement und Kalkstein gelöscht und war gegen vier Uhr wieder ausgelaufen. 12 Meilen von der Insel entfernt kam es plötzlich zu Wassereinbruch im Maschinenraum. Schiffe der Regierung und von Al Mathuris retteten die Schiffbrüchigen gegen 11 Uhr.
Quelle: Tim Schwabedissen



Philippinische Fähre trieb mit Ruderschaden in der See
(28. 01.13) Die Fähre “Super Shuttel 5” der Asian Marine Transport Co. trieb am 26.1. 15 Stunden lang in der See, nachdem auf der Fahrt von Cebu nach Camiguin Island vor Bien Unido in Bohol das Ruder ausgefallen war. Einige der 90 Passagiere gerieten in Panik. Gegen acht Uhr erreichte die „Super Shuttel Ferry 17“ den Havaristen und eskortierte ihn in den Hafen von Mandaue City. Die Coast Guard Station Cebu leitete eine Untersuchung ein. Der Schaden war nur an der Ruder- nicht der Hauptmaschine aufgetreten. Im August 2006 war die “Super Shuttle Ferry 5” vor Bohol auf Grund gelaufen, als sie nach Camiguin unterwegs war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandete Sloop vor Magic Island zerlegt
(28. 01.13) Am 27.1. wurde begonnen, die 36 Fuß lange Sloop “Makani”, die in der Nacht zum 26.1. auf Felsen vor Magic Island am Ala Moana Beach Park gestrandet und gekentert war, durch die Parker Marine zu beseitigen. Das Wrack wurde im Tagesverlauf zum Keehi Small Boat Harbor zur Entsorgung gebracht. Es war dazu in mehrere Stücke zerlegt worden. Mast und Rigg blieben noch zurück und sollten, sobald das Wetter es erlaubte, abgeräumt werden. Die zweiköpfige Crew war von der Coast Guard gerettet worden, nachdem am 25.1. die Maschine ausgefallen und das Boot gestrandet war. Das Wrack wurde danach so verankert, dass es nicht weiter auf den Strand treiben konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter Harener Reeder rettete polnische Yachtcrew
(28. 01.13) Die US Coast Guard sowie der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Winona", 6361 BRZ (IMO-Nr.:9255622), der Intersee Shipping in Haren/Ems retteten am 26.1. die dreiköpfige Crew der Yacht “Sytiburan 6” aus Polen rund 920 Meilen östlich von Cape Cod, Massachusetts. Zwei von ihnen wurden um 7.57 Uhr von der Yacht, die einem Mast verloren hatte, in stürmischer See an Bord des Frachters geholt. Einen barg die Frachtercrew aus dem Wasser. Die Küstenwache hatte am 25.1. um 17.30 IUhr einen Notruf der Yacht erhalten. Um 18 Uhr war ein polnischer Übersetzer zur Hand, und das Boot konnte identifiziert werden. Die Coast Guard Atlantic Area in Norfolk, Virginia, schickte eine C 130 J der Coast Guard Air Station Elizabeth City, North Carolina, zur Position der Yacht. Dann wurde die im AMVER-System laufende “Winona” um Hilfe gebeten. Diese konnte die Yacht lokalisieren und die Schiffbrüchigen mit Fallreeps, Rettungsringen und Leinen an Bord ziehen. Vor Ort waren 28-34 Meilen Wind und 15-20 Fuß hohe Seen. Die Geretteten fuhren auf der Winona, die von New Orleans kam, weiter nach Finnsnes.
Quelle: Tim Schwabedissen



Q-Schiff vor Plymouth auf dem Meeresgrund entdeckt
(28. 01.13) Eines der geheimnisvollsten Wracks aus dem 1. Weltkrieg wurde jetzt gefunden und identifiziert. Die HMS “Stock Force” war eines der Q-Schiffe der Royal Navy, die mit verdeckten Kanonen ausgerüstet waren, die U-Boote als vermeintliche Handelsfahrer an die Oberfläche locken und dann unter Beschuss nehmen sollten. Ein solches Duell wurde der “Stock Force” allerdings zum Verhängnis. Am 30.7.1918 wurde sie von einem U-Boot, der „UB 80“, vor Devon versenkt. Erst war sie von einem Torpedo getroffen worden und hatte langsam zu sinken begonnen. Das U-Boot tauchte auf und wollte dem einstigen Kohlefrachter mit Geschützfeuer den Rest geben. Die Geschützcrews harrten an ihren Stellungen aus. Eine sogenannte Panik-Gruppe verließ hastig den Frachter. Als das U-Boot dicht genug heran war, fielen die Geschützklappen, und Granaten fegten das Periskop weg, zerstörten den Turm und schlugen in den Rumpf ein. Das U-Boot verschwand von der Wasseroberfläche. Es konnte sich aber in die Heimat schleppen. Für die „Stock Force“ gab es keine Rettung mehr. Zweieinhalb Stunden nach Aufschlag des Torpedos sank sie. Die offiziellen Seekarten wiesen sie seither auf einer falschen Position aus, doch über 90 Jahre später soll nun der Fund auf der International Shipwreck Conference in Plymouth präsentiert werden. Ein früherer Banker aus Bristol hatte ein Forscherteam geleitet und vier Jahre damit verbracht, ehe in 200 Fuß Tiefe 14 Meilen vor Plymouth das Wrack des 160 Fuß langen Schiffes aufgespürt wurde. Heute gibt es nur noch ein ehemaliges Q-Schiff in England, HMS „President“, die auf der Themse verankert liegt.
Quelle: Tim Schwabedissen



“Helena Star” (Bild: USCG)   Großbild klick!
Aufgegebener Frachter vor Puget Sound gekentert
(26.01.13) Vor Puget Sound waren die US Coast Guard, das Ecology Department und das Tacoma Fire Department an der Mason Marina auf dem Hylebos Waterway im Einsatz, nachdem am 24.1.dort gegen Mitternacht der 167 Fuß lange Frachter “Helena Star” gesunken war und die längsseits vertäute, 130 Fuß lange “Golden West” ebenfalls zum Kentern zu bringen drohte. Von der auf der Seite liegenden “Helena Star” ragte nur noch das Heck aus dem Wasser.
Beide Schiffe hatten seit mehreren Jahren dort gelegen. Im März 2012 waren rund 20,000 Gallonen Öl abgepumpt warden, sodass kein großes Risiko einer Verschmutzung bestand. Dennoch traten einige Restölmengen aus, sodass die Feuerwehr Ölsperren auslegte. Die “Helena Star” war ehemals ein hollländischer Frachter, der 1978 wegen Marihuana-Schmuggels mit 37 Tonnen Pot an Bord aufgebracht wurde, später durch mehrere Hände ging und nun in Tacoma abgewrackt werden sollte. Der letzte bekannte Besitzer war die Mason Marine, die im vergangenen Jahr bankrott ging. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision im Emsnebel
(26.01.13) Der unter Gibraltar-Flagge laufende Tanker "Kösterberg", 1943 BRZ (IMO-Nr.: 9184677), kollidierte am Morgen des 25.6. nahe Eemshaven mit dem "Seeponton 1", 2473 BRZ (IMO-Nr.: 9364497), der von dem deutschen Schlepper „Wal", 368 BRZ (IMO-Nr.: 9036258), nach Papenburg gezogen werden. Das Unglück ereignete sich bei dichtem Nebel mit Sichtweiten unter 1000 Meter auf der Außenems, als der nach Emden bestimmte Tanker, der dort die Ladung von 2500 Tonnen Schweröl löschen sollte und unter Lotsenberatung stand, den Schleppzug überholen wollte. Bei dem Zusammenstoß wurde die Bordwand des Tankers an Backbordseite auf einer Länge von rund fünf Metern eingedrückt. Einen vergleichbaren Schaden gab es an der Steuerbordseite des Pontons. Gegen den 58-jährigen polnischen Kapitän des Tankers wurde Strafverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitet und eine Sicherheitsleistung in Höhe von rund 7000 Euro einbehalten. Die Wasserschutzpolizei schaltete Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg ein. Beide Schiffe liefen nach der Kollision Emden an. Am 26.1. verholte die „Kösterberg“ um 5.20 Uhr nach Bremerhaven zum Löschen der Ladung, ehe es in eine Hamburger Werft zur Reparatur geht. Gegen 18 Uhr traf er dort ein, während die „Wal“ noch am Emder Emskai verblieb. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter legte Schleuse in Kiel lahm
(26.01.13) Der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter „Nordica", 2446 gt (IMO: 9171101), kollidierte am Morgen des 26.1. um 6.35 Uhr mit zwei Toren der kleinen Nordschleuse in Kiel-Holtenau, die erst im November 2012 nach mehrmonatiger Reparatur wieder für den Verkehr freigegeben wurde. Eines der Tore wurde schwer beschädigt. Das Schiff war von Stettin kommend auf der Fahrt nach Boston in die Schleuse eingelaufen, als es zu einem Maschinenversager kam. Mit dem Bug prallte die „Nordica“ daraufhin gegen die kanalseitigen Schleusentore der Kammer. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass bei einem Tor die oberen Bereiche der Stahlkonstruktion erheblich deformiert wurden. Ein Übergang wurde völlig zerstört. Der Schaden betrug nach ersten Begutachtungen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau einen hohen fünfstelligen Betrag. Die Wasserschutzpolizei Kiel verhängte ein Weiterfahrverbot gegen die „Nordica“ und ging zur Untersuchung an Bord. Die genaue Ursache des Ausfalls musste vor der Erlaubnis zur Weiterfahrt durch Experten untersucht werden. Dazu verholte der Havarist an den Voithkai im Kieler Nordhafen, wobei er gegen 9.30 Uhr von dem zur Sicherheit angeforderten Kieler Schlepper „Kiel“ in den Nordhafen eskortiert wurde. Die kleine Nordschleuse musste nach dem Unfall stillgelegt werden. Damit stehen der Schifffahrt in Kiel-Holtenau derzeit nur die beiden großen Schleusen zur Verfügung, da die zweite kleine Schleuse wegen Sanierungsarbeiten ebenfalls außer Betrieb ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker auf Main auf Grund gelaufen
(26.01.13) Am 25.1.lief der mit Dieselöl beladene Schweizer Binnentanker "Piz Cambrena", 2695 ts (EU-Nr.: 07001488, auf dem Main auf Grund. Das Schiff war gegen 16 Uhr von Raunheim aus in Talfahrt nach Birsfelden unterwegs. Auf Höhe Main-Kilometer 8,2 passierte es steuerbordseitig in einem Abstand von 30 Metern eine Fahrwassertonne. Zum gleichen Zeitpunkt befand sich Entgegenkommer in Bergfahrt auf Höhe Main-Kilometer 7. Um dem Bergfahrer ausreichend Platz für die Passage zu lassen, drehte die „Piz Cambrena“ aufs rechte Ufer zu und kam dabei etwa 10 - 15 Meter außerhalb des Fahrwassers bei Flusskilometer 7,9 rund 55 Meter vom rechten Mainufer entfernt fest. Durch die zuständige Wasserschutzpolizeistation Wiesbaden wurde ein Weiterfahrverbot des Tanker veranlasst. Nach Hebung des Wasserspiegels durch die Schleuse Kostheim und Aufhebung des Fahrverbotes konnte er gegen 21.30 Uhr wieder weiterfahren. Quelle: Tim Schwabedissen



Baggerschiff in Bos geborgen
(26.01.13) Die Bergung eines Baggerschiffes im Rietveldhafen von Bos verlief am 25.1. erfolgreich. Es war am 23.1. gegen fünf Uhr eingelaufen und am folgenden Tag vollgelaufen. Die Bergung dauerte bis zum Abend des 25.1., dann ging das Schiff in die Werft. Quelle: Tim Schwabedissen



“Napoleon Bonaparte“ schwimmt wieder
(26.01.13) Die französische Fähre "Napoleon Bonaparte", 44307 BRZ (IMO-Nr.: 9104835), wurde am 24.10. um 8.45 Uhr von zwei Schleppern der Firma Boluda aus Dock 8 an Liegeplatz 10 in Marseille verholt. Zuvor waren der Rumpf abgedichtet und Arbeiten an inneren Strukturteilen durch Chantiers Navals durchgeführt worden. Nun sollen Arbeiter von Sud Moeteurs Maschinen und Generatoren im Vorfeld der Ausschreibung der Reparatur zerlegen. Für diese kommen STX-Werften, Meyer in Papenburg, FSG in Flensburg oder Fincantieri in Frage. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge kieloben nach Lorient geschleppt
(26.01.13) Der französische Austernkutter „Galaad – VA 900126”, 80 ts (MMSI-Nr.: 227315480), wurde in der Nacht zum 26.1. in den Handelshafen von Lorient eingeschleppt. Hier wurde das kieloben liegende Wrack von einem großen Kran aufgerichtet. Danach wurde es von der Polizei inspiziert, ohne dass sich Hinweise auf das noch vermisste zweite Besatzungsmitglied fanden. Das Ruderhaus befand sich allerdings nicht mehr am Schiff, es hatte sich von der Barge gelöst. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf Don auf Grund
(26.01.13) Das moldawische Kümo “Nikolay L” lief mit einer Ladung Manganerz am 26.1. um 1.20 Uhr kurz nach dem Auslaufen aus Rostov-on-Donin die Türkei auf dem Don auf Grund, entweder durch Eis verdriftet oder wegen Eisschäden am Rumpf. Es hatte Risse im Rumpf und Wassereinbruch gemeldet. Die “Nikolay L”, 4624 tdw (IMO-Nr.: 7945704), wurde 1981 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter treibt vor Haiphong
(26.01.13) Der unter vietnamesischer Flagge laufende Frachter “Truong Minh Victory” ging am 25.1. im Golf von Tonkin auf Drift und befand sich am 26.1. auf Position 19 36 N 107 04 O, rund 75 Meilen südlich von Haiphong. Von dort war er am 23.1. nach Palembang ausgelaufen. Die “Truong Minh Victory”, 4373 tdw (IMO-Nr.: 9490284), wurde 2008 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Piräus
(26.01.13) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter “Regina 1” brach am 25.1. im Hafen von Drapetsona in Piräus ein Feuer aus. Es konnte schnell gelöscht werden, der Frachter wurde zur Untersuchung aber mit einem Auslaufverbot belegt. Die “Regina 1”, 4766 tdw (IMO-Nr.: 9071064), wurde 1994 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre vor Lavrio auf Grund gelaufen
(26.01.13) Am 25.1. kollidierte die griechische Ropax-Fähre “Aqua Maria” beim Verlassen von Lavrio auf dem Weg zur jährlichen Werftinspektion in Piräus auf Grund. Das Schiff kam rasch wieder frei, war aber leicht beschädigt und musste zur Untersuchung wieder in Lavrio festmachen. Die “Aqua Maria”, 3484 BRZ (IMO-Nr.: 7419626), wurde 1975 erbaut und läuft für die Nel Lines. Quelle: Tim Schwabedissen



Rudergänger schlief - Genesis A in Willapa Bay gestrandet und aufgeben
(26.01.13) Die US Coast Guard rettete die vierköpfige Crew und den Bordhund des 61 Fuß langen Kutters “Genesis A” aus Warrenton, der am 25.1. nahe Leadbetter Point vor der Willapa Bay, Washington, auf Grund gelaufen war. Um 2:39 Uhr hatte die Coast Guard ein Mayday aufgefangen und schickte einen MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Astoria, Oregon, sowie ein 47-Fuß-Rettungsboot der Station Grays Harbor. Auch die Coast Guard Station Cape Disappointment mobilisierte Personal zur Strandungsstelle. Um 3:37 Uhr began der Hubschruaber mit dem Aufwinschen der Schiffbrüchigen, die zur Station Columbia River geflogen wurden. Das Washington Department of Ecology machte sich wegen der 1200 Gallonen Öl, die die “Genesis A” in den Tanks gehabt haben könnte, auf den Weg zur Strandungsstelle. Bei Niedrigwasser wurde mit dem Abpumpen begonnen. Grund der Strandung war, dass der Rudergänger eingeschlafen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Rauch, aber kein Feuer auf Fähre
(26.01.13) Am Morgen des 26.1. um 07.30 Uhr gab es Feueralarm auf der dänischen Schnellfähre "Villum Clausen", 6402 BRZ (IMO-Nr.: 9216250), die im Hafen von Rønne lag. Die Feuerwehr von Bornholm rückte aus, fand aber lediglich Rauch vor, der von einem Heizungssystem herrührte, weswegen die Sensoren angeschlagen hatten, aber kein Feuer.Quelle: Tim Schwabedissen



Minensucher von Öl geleichtert
(26.01.13) Am 25.1. konnte die Arbeit, von der USS "Guardian" auf dem Tubbataha Reef die 15,000 Gallonen Diesel zu leichtern, abgeschlossen. Die "Vos Apollo" war damit zwei Tage beschäftigt gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Propeller von Trümmerteilen blockiert, als Fähre Kai in Manhattan rammte
(26.01.13) Der Steuerbordpropeller der New Yorker Pendlerfähre "Seastreak Wallstreat" war von darin steckenden Trümmerteilen blockiert, als sie am 9.1. einen Kai rammte. Dies ging aus dem am 25.1. veröffentlichten vorläufigen Unfallbericht über die Havarie, bei der 83 Menschen verletzt wurden, des National Transportation Safety Board hervor. Der Kapitän hatte die Fahrt von 30 auf 12 Knoten reduziert und wollte mit Steuerbordseite in Manhattan anlegen. Er ging dafür auf die Anlegeseite und wollte über die dortige Steuerkonsole das Manöver durchführen. Doch die Bugstrahlruder reagierten nicht. Auch von der Centerconsole aus konnten sie nicht aktiviert weden. Weitere Versuche, das Schiff unter Kontrolle zu bekommen, scheiterten, sodass die Fähre gegen den Kai lief. Dabei wurde ein Fenster am Ende eines Niedergangs ebenso zerbrochen wie die Scheiben zweier Türen vom oberen Passagierdeck zum Achterschiff. Die Untersuchungen dauern an. Quelle: Tim Schwabedissen



“Galaad – VA 900126” (Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!
Austerbarge vor Quiberon gekentert – ein Toter und ein Vermisster
(25. 01.13) Die französische Austerbarge “Galaad – VA 900126”, 80 ts (MMSI-Nr.: 227315480&xnbsp;) der Seafast in St. Philibert kenterte am 23.1. um 16.30 Uhr zwischen Belle-Ile-en-Mer und Quiberon. Das MRCC Etel wurde durch die Aktivierung des EPIRB alarmiert. Das Schiff konnte dann durch den Semaphor Saint-Julien an der südlichen Zufahrt von Teignouse lokalisiert werden. Es trieb kieloben in der See.
Zwei Zollboote und ein Polizeiboot, das Forschungsschiff “Lapérouse” der Marine, das Rettungsboot der SNSM Quiberon, ein Zivilschutzhubschrauber vom Typ Dragon 56 mit einem Taucherteam an Bord, ein Cayman-Helikopter of der Marine mit einem Ärzteteam an Bord, ein Falcon 50-Überwachungsflugzeug der Marine und eine Cessna des Zoll eilten zur Unglücksstelle. Um 17.30 Uhr bargen Taucher der “Lapérouse” einen Tote naus dem Wrack. Während die meisten Sucheinheiten gegen Mitternacht ihre Arbeit unterbrachen, hielt die „Lapérouse” über Nacht die Stellung.
Das SNSM-Boot aus Belle-Ile-en-Mer nahm die gekenterte Barge in Richtung seines Heimathafens in Schlepp und verankerte das Wrack vor dem Strand von Ramonette. Hier untersuchten Polizeitaucher das Schiffsinnere ein weiteres Mal. Die Suche nach dem zweiten Mann wurde am 24.1. gegen neun Uhr mit Unterstützung des SNSM-Bootes aus Crouesty fortgesetzt. Um 14.30 Uhr wurde sie ergebnislos abgebrochen. Die „Galaad“ hat eine Länge von 24,16 Metern und eine Breite von 8,06 Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Baggerschiff in Den Bosch weggesackt
(25. 01.13) Ein Baggerschiff drohte am Morgen des 24.1. im Rietveldenhafen in Den Bosch zu sinken. Es wurde gegen neun Uhr von Hafenarbeitern mit einer Seite drei Meter tief unter Wasser liegend entdeckt. Mithilfe von Kränen wurde der Havarist wieder ganz an die Wasseroberfläche gezogen. Auch die Feuerwehr war im Einsatz. Warum der Bagger Wassereinbruch erlitten hatte, war unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Donau auf Grund gelaufen
(25. 01.13) Das deutsche Binnenschiff „Orca“ 1103 ts (EU-Nr.: 02313933), lief am 24.1. gegen 9 Uhr in Höhe der Gemeinde Winzer im Landkreis Deggendorf, unterhalb der Mühlhamer Schleife, aus ungeklärter Ursache am rechten Donauufer auf Grund. Das Wasser-und Schifffahrtsamt Regensburg und die Wasserschutzpolizei nahmen Vorort den Schaden auf. Das Schiff war zum Unfallzeitpunkt stromaufwärts unterwegs. Da der Wasserstand der Donau sank, musste die Ladung der „Orca“, rund 810 Tonnen Futtermittel, auf ein anderes Schiff geleichtert werden. Wann sie würde weiterfahren können, war noch unklar; daher wurde der Havarist nicht nur mit Ankern, sondern auch mit Seilen gesichert. Die "Orca" lag außerhalb des Fahrwassers, daher musste die Donau nicht gesperrt werden. Der Abschnitt in Niederbayern gilt als besonders schwierig für die Schifffahrt: Zum einen ändert sich die Höhe des Wasserspiegels oft kurzfristig, zum anderen ist er dort besonders unfallträchtig.
Quelle: Tim Schwabedissen



Stena-Fähre nach Feuer wieder aus Varberg ausgelaufen
(25. 01.13) Am 25.1. um neun Uhr lief die schwedisch Fähre "Stena Nautica, 19504 BRZ (IMO-Nr.: 8317954), wieder aus Varberg nach Grenå aus. In den Stunden zuvor war das Autodeck 5 von Ruß und Rauchschäden gereinigt worden, die der Brand hinterlassen hatte. Er war um 4.40 Uhr am Vortag in dem Führerhaus eines Lkw ausgebrochen und von einem Wachgänger rasch bemerkt worden, der sofort mit einem Feuerlöscher erste Versuche startete, das Feuer zu löschen. Außerdem wurden Kapitän Lars Kostehed und Chefingenieur Melker Nelson geweckt.
Die Passagiere wurden über Lautsprecher informiert und wurden zur Sammelstation B geschickt. Sie verbrachten die Zeit im Folgenden im Restaurant. Überwiegend handelte es sich um Frachtbegleiter, die während des Alarms allesamt ruhig blieben, auch wenn in Gängen Brandgeruch und Rauch wahrnehmbar war. Ein neunköpfiges Brandbekämpfungsteam war 10 Minuten nach dem Alarm im Einsatz, außerdem hatte sich das Sprinklersystem auf dem Ladedeck aktiviert. Der Brand konnte auf den einen Laster begrenzt werden und war um 5.30 Uhr gelöscht.
Andere Fahrzeuge hatten lediglich Rußspuren davongetragen. Eskortiert von Rettungsbooten, mit einem Hubschrauber darüber kreisend, erreichte die Fähre den Hafen von Varberg, wo die Feuerwehr bereits mit vier Fahrzeugen bereit stand. Speziell trainierte Einsatzkräfte aus Göteborg waren ebenfalls abkommandiert worden. Alle Passagiere wurden von der Polizei nochmals routinemäßig im Rahmen der Sicherheitsprozeduren registriert. Die Fahrzeuge wurden von dem Wagendeck geholt, um an den vom Feuer beschädigten Lkw heranzukommen, der schließlich auch an Land gezogen wurde. Techniker der Polizei begannen ihre Untersuchung, und das Wagendeck wurde wieder gereinigt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Forschungsschiff lief in Montevideo auf Grund
(25. 01.13) Das russische Forschungsschiff “Akademik Tryoshnikov” lief am 23.1. beim Verholen von einem zu einem anderen Liegeplatz trotz Lotsenberatung in Montevideo auf Grund. Es gelang, den Havaristen wenig später wieder flott zu machen, und am 24.1. um 12:00 Uhr ging der Bunkertanker „OW Baltic“ längsseits. Das Schiff soll auf eine Reise in die Antarktis gehen. Die „Akademik Tryoshnikov”, 12711 BRZ (IMO-Nr.: 9548536), wurde 2012 erbaut und läuft für das Arctic and Antarctic Research Institute, St. Petersburg.
Quelle: Tim Schwabedissen



Verlassener Kreuzfahrer treibt im Sturm vor Neufundland
(25. 01.13) Das unter Cook Islands-Flagge registrierte Kreuzfahrtschiff "Lyubov Orlova", 4251 BRZ (IMO-Nr.: 7391434), hat sich am 24.1. von dem Schlepper „Charlene Hunt“ losgerissen und trieb 12 Kilometer östlich von Cape Race in fünf bis sechs Meter hohen Wellen. Am Vortag hatte der Schleppzug um 12.30 Uhr nach mehrwöchigen Vorbereitungen St. John's mit Kurs auf die Dominikanische Republik verlassen, wo das rostbraune Schiff abgewrackt werden sollte. An Bord befanden sich keine umweltgefährdenden Stoffe mehr, ebenso wenig waren Menschen auf dem Schiff.
Die Coast Guard schickte die "Cape Roger" zur Überwachung der Lage, während die Schleppercrew versuchte, wieder eine Trosse festzubekommen. Die „Lyubov Orlova” war 1976 für die sowjetische Far East Shipping Company erbaut worden und war in den letzten Jahren als Expeditionsschiff in arktischen Gewässern eingesetzt worden. Am 27.11.2006 lief sie vor Deception Island auf Grund und musste von dem spanischen Eisbrecher „Las Palmas“ wieder abgebracht werden. Im September 2010 wurde sie in St. John’s in die Kette gelegt, weil die Eigner dem Charterer Cruise North Expeditions 251000 Dollar schuldeten. Außerdem waren die 51 Besatzungsmitglieder seit fünf Monaten nicht mehr bezahlt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandete Guardian teilweise geleichtert
(25. 01.13) Der Schlepper "VOS Apollo" hat am 24.1. einen Teil des Treibstoffs von dem gestrandeten Minensucher USS "Guardian" auf dem Tubbataha Reef mit 80 Gallonen pro Minute abgepumpt. Insgesamt sind drei Tanks zu leichtern. Derweil setzte die SMIT Singapore Pte Ltd. zwei weitere Schiffe in Marsch, die "SMIT Cyclone" Und "SMIT Borneo", die am 30.1. an der Strandungsstelle sein sollen.
Die US Navy, die philippinische Marine und die Berger von SMIT aus Singapur haben Teile aus den oberen Schiffsbereichen zu demotieren begonnen, entfernten alle Kleinteile von Deck und sicherten andere Ausrüstung. Außerdem wurde am Vormittag damit begonnen, persönliche Gegenstände der Crew von Bord zu holen und an Bord der USNS "Mustin" zu bringen. Die Bergungspläne sollen am 26.1. fertiggestellt werden. Eine Bergung wird nicht vor dem 30.1. erwartet, wenn alle dafür notwendigen Einheiten vor Ort sein sollen, darunter ein Kran, der den Minensucher vertikal vom Riff hebt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rena-Umgebung ein Quadratkilometer großes Trümmerfeld
(25. 01.13) Die amerikanische Bergungsfirma Resolve Marine hat in den kommenden Monaten ein 10,000 Quadratmeter großes Trümmerfeld rund um das Wrack des Containerfrachters “Rena” auf dem Astrolabe-Riff vor Tauranga zu säubern. Zerbrochene Container und Trümmerteile sind so weit verstreut und zerfallen, dass kein Zeitplan dafür erstellt werden konnte. Die Berger zeigten sich auch überrascht von den schwierigen Wetterbedingungen und Brandungswellen vor Ort. Das Trümmerfeld erstreckt sich von Bereichen dicht unter der Wasseroberfläche bis in Tiefen von 30 bis 40 Metern.
An einigen Stellen war das Riff gar nicht mehr erkennbar. Die Container liegen in Teile zerrissen in Trümmerbergen übereinander. Die Berger versuchten anhand ihrer Kartierungen abzuschätzen, wie viele Boxen dort liegen oder wo sie in der Ladungsliste erwähnt waren. Zwar ist dort jeder Container aufgeführt, doch da die Behälter in kleine Stücke zerbrochen sind, können sie praktisch nicht mehr zugeordnet werden.
Der Inhalt wurde durch den sogenannten Waschmaschinen-Effekt am Riff komplett fortgespült. Gleichzeitig gaben Wissenschaftler bekannt, dass rund um das Wrack erhöhte Schadstoffwerte im Meer gemessen wurden. Das Wrack selbst ist inzwischen zusehends bewachsen und weist starken Fischbesatz auf. Die Fischschwärme sind teilweise so dicht, dass Taucher Probleme hatten, durch sie hindurch ins Wrack zu kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Beweise für Versenkung der „Bugaled Breizh“ durch U-Boot
(25. 01.13) Zwei Experten, deren Erkenntnisse am 25.1. publiziert wurden bei der Staatsanwaltschaft in Nantes, haben die Theorie, dass ein U-Boot am Untergang des Trawlers “Bugaled Breizh“ am 15.1. 2004 vor der britischen Küste Schuld sein könnte, zurückgewiesen. Die Spuren von Titan, die an Trossen des Trawlers entdeckt wurden, legten keine Beteiligung eines U-Bootes nahe. Das unter Verdacht geratene britische Boot HMS „Turbulent“ sei zudem zur fraglichen Zeit im Hafen gewesen. Damit wiedersprachen die Ankläger den Familien der ums Leben gekommenen Crew, die überzeugt waren, dass ein zu dieser Zeit in einem NATO-Manöver befindliches U-Boot den Kutter gerammt hat.
Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach havariertem Kutter vor Port Alma
(25. 01.13) Am 24.1. um 23.20 Uhr meldete ein 38 Fuß langer Kutter vor Port Alma Wassereinbruch. An Bord waren zwei Mann. Das Schiff befand sich in der Casuarina Passage. Rettungsschiffe und Suchflugzeuge konnten wegen stürmischen Wetters in der Nacht nicht eingesetzt werden, machten sich aber am Morgen auf. Ihre Arbeit wurde durch schwere Regenfälle und weiterhin starken Wind erschwert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Emsstrom darf noch nicht betaucht werden
(25. 01.13) Eine Navigationswarnung wurde im Zusammenhang mit dem Wrack der „Emsstrom“ herausgegeben. Rund um das Wrack, das auf Position 50 28.12 N 033 24.88 W liegt, wurde eine zeitweilige Sperrzone von 500 Metern eine Meile vor Hope's Nose in Torquay eingerichtet. Über dem in 25 Metern Tiefe aufrecht liegenden Schiff ist eine geringste Wassertiefe von neun Metern. Die „Emsstrom” hatte bereits 25 Grad Backbordschlagseite gehabt, als sie von der “Christos XXII“ in einem Versuch, sie zu retten, in die Bucht gezogen wurde.
Der Schlepperkapitän hatte die Brixham Coastguard angefragt, ob er dort einlaufen dürfte, weil sein Anhang fünf Grad Schlagseite habe. Danach kam es zur Kollision der beiden Schiffe, der fast auch der Schlepper zum Opfer gefallen wäre, als der Schleppdraht aufgekürzt wurde. Dabei erhielt auch die „Emsstrom“ ein Leck und sank am 14.1. Der Eigner des Taucherbootes „Jennifer Ann” hat bereits Anfragen interessierter Taucher erhalten, doch durch Torbay Harbours erging eine Warnung, sich vom Wrack fernzuhalten. Es liegt ziemlich genau da, wo er ein ideales Tauchwrack hinlegen würde. Die „Emsstrom“ könnte als Tauchwrack den Tourismus in Torbay voran bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Dhau kollidierte mit Fahrwassertonne
(25. 01.13) Vor Umm Al Quwain kollidierte am 23.1. um 7.30 Uhr ein hölzerner Frachter mit einer Tonne im Nebel und schlug leck. Die achtköpfige Crew wurde von der Coastguard der Vereinigten Arabischen Emirate gerettet. Das Unglück ereignete sich vier Meilen vor der Küste des Emirats. Der Frachter war mit Nahrungsmitteln beladen und hielt auf die offene See zu.
Quelle: Tim Schwabedissen



Minensucher USS “Guardian” (Bild: 7th US Fleet)   Großbild klick!
Gestrandeter Minensucher wird vom Korallenriff abgehoben
(24. 01.13) Der Minensucher USS “Guardian” wird wohl noch rund zwei Wochen auf dem Tubbataha Reef liegen bleiben. Zwei von der Marine unter Vertrag genommene Schwergutschiffe, die sich von Singapur aus auf den Weg machten, werden am 30. oder 31.1. vor Ort erwartet. Bevor der Havarist auf eine Barge oder einen Frachter gehievt wird, muss er zunächst von schwerem Gerät erleichtert werden.
Der Fortgang der Arbeiten hängt aber stark vom Wetter ab. Im Rumpf der „Guardian“ klafften inzwischen mehrere Lecks, und im Schiffsinnern befanden sich erhebliche Menge Wasser. Rumpf und Propeller waren erheblich beschädigt, und das Boot hatte 10 Grad Schlagseite. Ein Abschleppen wurde unter diesen Umständen als nicht mehr möglich eingeschätzt, zumal dabei weitere Schäden am Korallenriff entstehen würden.
Deshalb muss es von einem Kran abgehoben werden. Derweil wird das Bergungsschiff USNS “Salvor” des Military Sealift Command am Abend 24.1. an der Unglücksstelle erwartet. Sie hat Taucher und Bergungsausrüstung sowie Gerät für Ölbekämpfung an Bord. Der malaysische Schlepper “VOS Apollo” hat am 23.1. begonnen, Schläuche zum Leichtern der Bunkertanks aufzuriggen, konnte mit dem Abpumpen der 56 Tonnen Öl aber wegen zu hoch gehenden Seen bislang noch nicht beginnen.
Es wurde gehofft, damit am 24.1. starten zu können. In den vergangenen zwei Tagen hatten bereits Boardingteams der US Navy gemeinsam mit Bergungstauchern versucht, sich ein Bild der Lage an Bord der ”Guardian” zu machen und einzuschätzen, wie viel Wasser sich im Schiffsinnern befindet sowie damit begonnen, verschiedene Leckagen abzudichten. Die Arbeiten werden gemeinsam durch die Philippine Coast Guarg, die US Navy, die philippinische Marine und Umweltexperten durchgeführt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zu geringe Fahrwasserbreite wurde Frachter im Nord-Ostsee-Kanal zum Verhängnis
(24. 01.13) Der unbeladene, unter Singapur-Flagge laufende Massengutfrachter "Isoldana" 33448 BRZ (IMO-Nr.: 9186235), lief am Morgen des 23.1. um 8.12 Uhr auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Schinkel bei Kanalkilometer 82,5 in die Böschung. Er wurde im Laufe des Vormittags von dem aus Kiel herbeigerufenen SFK-Schlepper „Kiel“ freigeschleppt und anschließend von diesem bis nach Kiel eskortiert. Dort machte er um 10.30 Uhr am Voith-Kai fest, wo die Wasserschutzpolizei eine Untersuchung der Havarie einleitete. Durch die BG-Verkehr, Abteilung Schiffsicherheit, wurde bis zu Bestätigung der Klasse ein Weiterfahrverbot ausgesprochen. Die "Isoldana" gehört zur größten Kategorie von Schiffen, die den Kanal passieren können. Wahrscheinlich wurde ihr bei der Havarie die durch den durch das Bundesverkehrsministerium wiederholt verzögerten Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals allzu geringe Breite des Fahrwassers zwischen Königsförde und Schwartenbek zum Verhängnis, als sie einem Entgegenkommer dort ausweichen musste. Die „Isoldana“ ist 198,5 Meter lang, 31,03 Meter breit und hat 12,05 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 43.867 Tonnen. Das 1.880-TEU-Schiff der Masterbulk Pte. Ltd. in Singapur wurde 2000 auf der Stocznia Szcecinska S.A. in Stettin als „Star Isoldana“ erbaut und lief unter diesem Namen bis 2009. <
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf „Stena Nautica“ in der Ostsee
(24. 01.13) Auf der Fahrt vom dänischen Grenå nach Varberg in Schweden brach auf der schwedischen Fähre "Stena Nautica, 19504 BRZ (IMO-Nr.: 8317954), am frühen Morgen des 24.1. im Kattegat ein Feuer aus. Es entstand aus bislang ungeklärter Ursache auf einem Truck im geschlossenen Wagendeck. An Bord waren zu der Zeit 77 Passagiere und eine 40-köpfige Crew. Der schwedische Seerettungsdienst wurde um 04:55 Uhr alarmiert. Zu dieser Zeit befand sich das Schiff noch 10 Meilen vor dem Zielhafen. Schiffe in der Nähe wurden verständigt, und Helikopter und Rettungskreuzer steuerten den Havaristen an. Das dänische Søværnets Operative Kommando (SOK) assistierte den schwedischen Kollegen bei der Rettungsoperation. Alle Passagiere wurden derweil gemustert, niemand war zu Schaden gekommen. Es gelang, das Feuer, das von starker Rauchentwicklung begleitet war, binnen einer halben Stunde zu löschen. Alle Sicherheitsrollen haben gut funktioniert. Die Fähre setzte ihre Fahrt fort und erreichte, eskortiert von Rettungsbooten und Hubschraubern, gegen 6.30 Uhr den Hafen von Varberg, wo bereits die dortige Feuerwehr bereitstand. Sofort wurde mit der Entladung des betroffenen Decks und der Belüftung des Schiffes begonnen, und gegen sieben Uhr waren alle unversehrt gebliebenen Fahrzeuge auf dem Kai. Dadurch, dass der Brand auf den Truck begrenzt werden konnte, blieb der Schaden begrenzt, allerdings haben Rauch und Ruß das Wagendeck in Mitleidenschaft gezogen. Die Stena Line sagte die nächsten Überfahrten der "Stena Nautica" um 8:50 Uhr aus Varberg und am Nachmittag von Grenå ab, während die Untersuchungen zum Feuer liefen. Die „Stena Nautica“ wurde im September 1983 von der DSB als einer von zwei Neubauten für die Route Århus—Kalundborg bei der Nakskov Skibsværft in Nakskov bestellt. Das erste der Schiffe wurde 1985 als „Peder Paars“ abgeliefert, ein Jahr darauf folgte die „Niels Klim“. Beide Schiffe wurden 1991 von der Stena Line übernommen, die „Peder Paas” kam als „Stena Invicta“ auf der Route Dover - Calais zum Einsatz, die „Niels Klim“ wurde in „Stena Nautica“ umbenannt, blieb aber den überwiegenden Teil des Jahres in Århus aufgelegt, ehe sie 1992 in eine Charter der B&I Line ging, die sie als „Isle Of Innisfree“ auf der Linie Pembroke Dock - Rosslare und später Holyhead – Dublin einsetzte. 1995 ging sie an die Stena Line zurück, die sie auf der Route Varberg-Grenå einsetzte, wo sie seither, unterbrochen von einigen Chartern, verblieb. Von 1995 bis 1996 lief sie dabei als „Lion King“ und „Lion King II“ für die später in der Reederei ganz aufgegangene Untergruppe Lion Ferries. 2002 wurde das untere Passagierdeck zum Frachtdeck umgebaut und die Passagierkapazität reduzierte sich dadurch von 2000 auf 653, während die Frachtkapazität von 604 auf 1.235 Spurmeter anwuchs. Am 16.2.2004 kollidierte die “Stena Nautica” mit dem polnischen Frachter „Joanna“ in dichtem Nebel vor Varberg. Sie wurde im Bereich des Maschinenraums aufgerissen und erlitt starken Wassereinbruch. Alle Passagiere konnten sicher auf die “Stena Germanica“ übergesetzt werden. Der schwer angeschlagene Havarist wurde mit Schlagseite nach Varberg eingeschleppt und in Göteborg und Danzig binnen vier Monaten repariert. Bei der späteren Seeunfalluntersuchung stellte sich heraus, dass drei wasserdichte Schotts im Bereich der vier Maschinenräume offen standen, sodass diese volllaufen konnten. Die „Stena Nautica“ ist 135,47 Meter lang, 24,61 Meter breit, hat 5,65 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.676 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter mit Maschinenschaden durfte nicht nach Newcastle einlaufen
(24. 01.13) Der chinesische Bulkcarrier “Yue Dian 81” erhielt am 22.1. keine Einlaufgenehmigung nach Newcastle, weil er einen Maschinenschaden hatte, und musste sich auf eine Seeposition begeben. Es war bereits mit einem Lotsen an Bord am Einlaufen gewesen, als der Schaden auftrat. Der Lotse der Newcastle Port Corporation drehte das Schiff daraufhin nach See herum, um die Sicherheit weiter gewährleisten zu können. Nachdem der Schaden repariert war, durfte der Frachter am Morgen des 23.1. in den Hafen kommen. Die “Yue Dian 81“, 69091 tdw (IMO-Nr.: 9161041), wurde 1997 erbaut, führt die Flagge von Hongkong und hat als Manager die Uhi Oriental Energy Trans Ltd. in China.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker treibt vor Singapur
(24. 01.13) Am Nachmittag des 22.1. trieb der unter Panama-Flagge laufende Chemikalientanker „Aspam Samrat“ auf Position 06-21.5 N 091-53.5 O rund 200 Meilen nordnordwestlich der Nordspitze von Sumatra. Die „Aspam Samrat“, 6690 tdw (IMO-Nr.: 9184055), wurde 1999 erbaut und hat als Manager die Pan Union Agencies Pte. Ltd. in Singapur.
Quelle: Tim Schwabedissen



Philippinische Fähre nach Maschinenschaden durch Küstenwache evakuiert
(24. 01.13) 108 Passagiere wurden am 19.1. durch Personal der Coast Guard Station Iloilo von der Fähre “Trans Asia”, die in Navalas Point, Buenavista, Guimaras, nach einem Maschinenschaden vor Anker gehen musste, heruntergeholt. Die Steuerbordmaschine war bei Baliguian Island in Concepcion, Iloilo, ausgefallen, woraufhin die Trans Asia Shipping Lines Inc. Iloilo die Küstenwache verständigte. Die Fähre erreichte auf einer Maschine Navalas Point, wo der Kapitän entschied, Anker zu werfen und um Schlepperhilfe zu bitten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter nach einer Woche gehoben
(24. 01.13) Nach einer Woche Arbeit konnte am 23.1. der in der Nacht zum 16.1. in Oriental gesunkene Krabbenkutter “Lady Barbara” gehoben und abgedichtet werden. Das 35 Jahre alte Schiff wurde mithilfe eines Tauchers und einer Pumpe wieder schwimmfähig gemacht. Es soll nun von dem Kutter „Miss Melissa“ zur Reparatur in die Jarrett Bay geschleppt werden. Eine schadhafte Pumpe könnte den Untergang verursacht haben.
Quelle: Tim Schwabedissen



Inhalt von Gefahrgutcontainern der „Rena“ überwiegend verloren
(24. 01.13) Die Versicherung der „Rena“ sagte am 24.1., dass sich bei einer Tauchuntersuchung und einer von außen vorgenommenen Inaugenscheinnahme des Achterschiffs des Frachters herausgestellt hat, dass von den 36 dort verbliebenen Containern, von denen bekannt war, dass sie Gefahrstoffe enthielten, die meisten zerbrochen sind und ihr Inhalt ausgetreten ist. Drei Container mit intakter Fracht wurden geborgen, vier weitere wurden leer aus dem Wasser gezogen, sieben wurden in Stücken geborgen, und der Inhalt der verbliebenen 22 war verloren gegangen. Insgesamt wurden von den 1.368 Containern, die der Frachter an Bord hatte, als er auf dem Astrolabe Reef verloren ging, 1.007 nach der Strandung geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach 14 Monaten auf dem Meeresgrund entdeckt
(24. 01.13) Der seit 14 Monaten vermisste Kutter "Journeyman" aus Timaru wurde am 22.1. von Polizeitauchern in 27 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund vor Timaru entdeckt. Das Boot war im November 2011 nicht mehr in den Hafen zurückgekehrt. Die Leiche des Skippers aus Pleasant Point wurde wenig später 2.5 Meilen von der jetzigen Fundposition entfernt gefunden. Ende Dezember hatte ein Schiff, das den Meeresgrund untersuchte, Maritime New Zealand über ein mögliches Wrack dort informiert. Daraufhin wurde die Mid-South Canterbury-Polizei eingeschaltet, die jetzt erstmals die Möglichkeit hatte, die Verdachtsstelle zu untersuchen.
Ein Lotsenboot brachte das Tauchteam, Vertreter von Maritime New Zealand und PrimePort dorthin. Trotz einer Sicht von nur einem Meter gelang es, an der ausgewiesenen Stelle die "Journeyman" zu finden. Sie war äußerlich unbeschädigt, doch es gab Hinweise, dass sie durch Übergehen des Fangs gekentert war. Das Schiff war offenbar immer noch am Fischen gewesen, als es sank. Damit wurde der Verdacht zerstreut, ein Holzfrachter könnte sie überlaufen haben. Maritime New Zealand war nicht zuletzt deshalb an einer Untersuchung interessiert, weil das Schiff dieselbe Bauweise hatte wie die "Easy Rider", die im März in der Foveaux Strait sank, wobei acht Menschen starben.
Die Entdeckung der "Journeyman" ist eine mittelbare Folge des Schiffbruchs der "Rena", nach dem Maritime New Zealand eine Firma mit der Untersuchung der Schifffahrtsrouten rund um die Küste beauftragte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang argentinischen Zerstörers wirft Schlaglicht auf Zustand der Marine
(24. 01.13) Der argentinische Verteidigungsminister zeigte sich am 23.1. beschämt darüber, dass der historische Zerstörer “ARA Trinidad” an seinem Liegeplatz kentern konnte und damit ein Licht auf den aktuellen Zustand der Marine warf. Die “ARA Trinidad” leitete 1982 Argentiniens Krieg gegen die Briten, war aber schon lange Jahre eingemottet und diente als schwimmendes Ersatzteillager für die Überreste der Marine. Nachdem ein Rohr brach, wurden die unteren Decks geflutet, und das Schiff legte sich auf die Backbordseite.
Der argentinische Verteidigungsminister sprach von Sabotage und verlangte eine umfassende Untersuchung. Allerdings war das Schiff seit 10 Jahren nicht mehr instandgesetzt worden. Argentiniens 3.100 Meilen lange Küstenlinie wird von einer nur noch drei Zerstörer, zwei weitere Marineschiffe und einer Reihe von Patroullienbooten umfassenden Marine geschützt. Weiterhin gibt es noch zwei Forschungsschiffe, einen Eisbrecher und das Segelschulschiff “Libertad”, das unlängst monatelang in Afrika in der Kette lag wegen unbezahlter Geldforderungen. Von den insgesamt 70 Einheiten sind derzeit 16halbwegs fahrbereit.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffsführung der „Ocean Jasper“ wegen Unfallflucht und Tötung schuldig gesprochen
(24. 01.13) Ein fünfköpfiges Taucherteam der Global Diving an Salvage sowie die US Coast Guard haben am 20. und 22.1. die Wracks der beiden jeweils gut 50 Fuß langen Kutter “Kupreanof” und “Leading Lady” vom Grund der Jakolof Bay geholt, vier Wochen, nachdem sie in den Weihnachtstagen unter einer Schneelast gesunken waren. Wegen der Ölverschmutzung naher Austerfarmen durch auslaufenden Treibstoff hat das Alaska Department of Natural Resources am 23.1. den Verkauf von Austern aus dem Gebiet verboten.
50 Gallonen Diesel und 35 Gallonen Hydraulikflüssigkeit waren nach dem Untergang ausgelaufen. 12 Container mit Öl waren von der „Leading Lady“ vor der Bergung entfernt worden. Die “Kupreanof” konnte am 20.1. kurz vor Einbruch der Dunkelheit gehoben, die “Leading Lady” am Nachmittag des 22.1. mit einem Kran auf einer Barge und Auftriebsörpern. Der Eigner wollte die erheblich beschädigten Kutter, die nach Homer Harbor geschleppt wurden, reparieren. Zunächst wurden sie vom Alaska Department of Natural Resources beschlagnahmt und untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter durch eigenes Netz gefangen
(24. 01.13) Das RNLI-Boot aus Eastbourne wurde am 23.1. um 10 Uhr alarmiert, nachdem der in Newhaven beheimatete Kutter “Spirit of Navan” durch Netze im Propeller manövrierunfähig geworden war. Da eines der Netze auf dem Meeresboden verankert war und Wind wie Tide gegen ihn arbeiteten, bat der Skipper um Hilfe. Sein Boot war praktisch gefangen. Das Rettungsboot übergab eine Schleppleine, und der Kutter wurde dann in eine solche Position manövriert, dass Netze und Anker aufgeholt werden konnten. Mit den weiterhin um den Propeller gewickelten, aber nun schwimmenden Netzen konnte der Kutter in die Sicherheit des Hafens von Sovereign geschleppt werden, wo der Schaden inspiziert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



Viel Rauch, aber kein Feuer auf Taucherschiff
(24. 01.13) Dichter Rauch in der Kajüte des Taucherschiffes "ASI Clipper" im Welland Canal rief am 23.2. die Feuerwehr des St. Catharines Fire Department mit vier Einsatzfahrzeugen auf den Plan. Das Schiff lag nördlich von Schleuse 1. Die Feuerwehr fand den Innenraum mit Rauch angefüllt vor, konnte aber keinen Ursprung erkennen. Erst als der Raum gelüftet war, stellte sich heraus, dass ein defekter Lüfter die Ursache war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Viel Arbeit für Seenotkreuzer aus Myre
(24. 01.13) Am 22.1. um 7.40 Uhr geriet der norwegische Kutter "Svendsen Senior" (MMSI-Nr.: 257404120) in Seenot, nachdem bei Nordvoren die Schraube durch eine Leine blockiert wurde. Der Rettungskreuzer "Knut Hoem" der Station Myre in der Øksnes Kommune fing den Notruf des Kutters auf, der bei 17 m/s Wind aus Nordwest im Schneetreiben zu stranden drohte. Es gelang dem Skipper, die Drift 70-80 Meter vor dem Ufer zu stoppen. Gegen acht Uhr nahm die "Knut Hoem" den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn nach Myre, wo ein Taucher der NSSR den Propeller befreite.
Bereits am Morgen des 23.1. wurde die "Knut Hoem" wieder alarmiert. Diesmal war es der 15 Meter lange norwegische Kutter "Ranita" (MMSI-Nr.: 257660500), der Maschinenschaden erlitten hatte und nur noch 30 Meter von den Felsen von Gåsøya vor Stø driftete, als die "Knut Hoem" es in Schlepp nahm und vor der Strandung bewahrte.
Quelle: Tim Schwabedissen



USS “Guardian” (Bild: Wescom)   Großbild klick!
Immer mehr Schiffe an gestrandeter „Guardian“ versammelt
(23. 01.13) Am 24.1. wird der Bergungsschlepper USS “Salvor” des Military Sealift Command an der gestrandeten USS “Guardian” erwartet. Das 255 Fuß lange Schiff hat bereits 2009 den gestrandeten Lenkwaffenkreuzer USS „Port Royal“ vor Honolulu von einer Untiefe geborgen. Auch der malaysische Schlepper “VOS Apollo” ist unterwegs zum Tubbataha Riff.
Außerdem waren die USS „Mustin“, die „C-Champion“, das ozeanografische Forschungsschiff USNS „Bowditch“ und die „Trabajador“ sowie Fahrzeuge der philippinischen Marine und Küstenwache vor Ort. Der Bergungsplan war indes noch nicht fertig, und es ab auch noch keine Zeitschiene für die Arbeiten.
Ein Teil der Crew der „Guardian“ kehrte inzwischen zur Sasebo Naval Base zurück. Der Schaden am Riff ist Gegenstand laufender Untersuchungen, rund 1000 Quadratmeter Korallen könnten in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die Verwaltung des Naturreservats hat inzwischen gesagt, das Schiff hätte nicht in dem Schutzgebiet sein sollen und habe sie nach der Havarie nicht informiert.
Funkanfragen seien ignoriert worden, nachdem das gestrandete Schiff gegen drei Uhr früh entdeckt wurde. Als Parkranger in einem 30 Fuß langen Patroullienboot versuchten, an Bord zu kommen, sei die Besatzung in Gefechtsposition gegangen und habe sie angewiesen, die Botschaft der USA zu kontaktieren, woraufhin die Ranger wieder abdrehten. Die Marine erklärte unterdessen, die Crew habe lediglich die Regeln zum Schutz des Schiffes befolgt.
Weiterhin liegt der Minensucher in schwerer Brandung und rutscht jeden Tag auf dem Riffdach herum. Zunächst hatte nur der Bug festgesessen, jetzt hat sich das Schiff um 90 Grad gedreht und sitzt auf ganzer Länge auf. Es hat begonnen, Schlagseite zu entwickeln und Wassereinbruch erlitten. Öl lief bislang aber nicht aus.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Lotsenboot
(23. 01.13) Am Morgen des 22.1. brach im Maschinenraum des 23 Meter langen holländischen Lotsenversetzbootes “Aquila“ (MMSI-Nr.: MMSI:246656002), das zu der Zeit am Kai im Berghaven in Hoek van Holland lag, ein Feuer aus. Die örtliche Feuerwehr gemeinsam mit den Booten "RPA 15" und "RPA 16" der Polizei kamen zu Hilfe und löschten den Brand.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker auf der Elbe auf Grund gelaufen
(23. 01.13) Im Magdeburger Hafen schlug am 22.1. der deutsche Binnentanker „Beate“, 1228 ts (EU-No.: 05101460), leck, als er auf der Elbe an der Uferböschung des Hafenbeckens 2 auf Grund lief. Einer der 10 Ladetanks wurde dabei aufgerissen, und es lief eine Tonne Dieselöl ins Wasser aus. Die Feuerwehr wurde alarmiert und legte Ölsperren um das 80 Meter lange und neun Meter breite Schiff aus. Das Öl wurde gebunden und von einer Spezialfirma abgesaugt. Die Feuerwehr dichtete das Leck provisorisch ab. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ausrangierter argentinischer Zerstörer sank nach Rohrbruch
(23. 01.13) Der 12 5Meter lange argentinische Zerstörer "Holy Trinity," der 2004 außer Dienst gestellt worden war, sank am 22.1. an seinem Liegeplatz in der Marinebasis Puerto Belgrano, nachdem ein sechs Inch starkes Rohr geborsten war. Pumpen kamen nicht gegen das eindringende Wasser an.
Das Schiff hatte in ein Museum umgebaut werden sollen. Es ist historisch bedeutsam, weil es ein Team von Tauchern am 1.4.1982 in Port Harriet absetzte, einen Tag, bevor argentinische Truppen auf den Falkland Inseln landeten und damit ein Krieg mit England verursacht wurde, der binnen 74 Tagen vom 2.4. bis zum 14.6. das Leben von 649 Argentiniern und 255 Briten kostete. Der Verteidigungsminister zeigte sich überrascht über den Untergang und ordnete eine Untersuchung an.
Quelle: Tim Schwabedissen



Motoryacht in Gandersum ausgebrannt
(23. 01.13) In Gandersum brannte am 19.1. eine dort am Steg liegende Motoryacht aus. Trotz des Einsatzes von 15 Mann der Feuerwehr Oldersum, die rasch an der Brandstelle am Ems-Seitenkanal eintrafen, entstand ein Schaden von etwa 150000 Euro. Die Feuerwehr war um 12.30 Uhr alarmiert worden. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen Flammen bereits aus dem Schiff. Zunächst wurde das Feuer vom Ufer aus bekämpft. Anschließend gingen Männer unter Atemschutz an Bord. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera suchten sie nach verbliebenen Glutnestern, zu deren Beseitigung die Wandverkleidungen abgerissen werden mussten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wachoffizier nach Strandung schlafend aufgefunden – 5000 Pfund Strafe
(23. 01.13) Am 22.1. wurde der 1. Offizier Izmir des unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Frachters “Coastal Isle” zu einer Strafe von 5000 Pfund verurteilt. Das Schiff war am 2.7.2012 auf der Fahrt von Belfast nach Greenock am Garroch Point an der Südostküste von Bute auf Grund gelaufen. Es konnte noch am selben Tag wieder flottgemacht und nach Greenock eingebracht werden, wo Taucher schwere Schäden auf einem Drittel der Schiffslänge und einen aufgerissenen Tank in der Vorpiek feststellten. Die 10-köpfige Crew war unversehrt geblieben.
Der 1. Offizier räumte ein, am Unglücksmorgen gegen drei Uhr die Brücke verlassen zu haben, um auf Toilette zu gehen. Danach habe er keine Erinnerung mehr. Nach der Strandung war er vom 2. Offizier, der ausgeschickt worden war, ihn zu suchen, in seiner Kabine schlafend entdeckt worden. Dies bestätigte auch der deutsche Kapitän Bernd Radel. Izmir hatte sich vor dem Sheriff Court in Greenock am 23.11.2012 bereits schuldig bekannt, das Schiff nicht sicher navigiert zu haben.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre kollidierte mit Anleger in Sassnitz
(23. 01.13) Beim Anlegemanöver kollidierte am Abend des 18.1. im Hafen von Sassnitz das von Ust-Luga kommende, russische Fährschiff „Petersburg“, 25353 BRZ (IMO-Nr.: 8311883) mit der RoRo-Rampe des Anlegers. Dabei wurde die Heckklappe des 1986 in Wismar erbauten Schiffes stark beschädigt. Der Schaden wurde auf 110.000 Euro geschätzt. Gegen den russischen Kapitän wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
Außerdem musste die Moskauer Black Ferry-Reederei eine Sicherheitsleistung aufbringen. Das Schiff lag am 23.1. weiterhin in Mukran am Kai, während noch geprüft wurde, ob eine sofortige Werftreparatur erforderlich ist. Die 190,8 Meter lange, 26 Meter breite und 7,1 Meter tief gehende „Petersburg“, die 1986 als „Mukran“ in Wismar erbaut wurde, verkehrt im Liniendienst zwischen Mukran, Ust-Luga und Baltijsk.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Eisfahrt leckgeschlagen
(23. 01.13) Der russische Fluss-See-Frachter “Letniy Bereg” schlug bei der Eisfahrt am 21.1. in der Dyinskiy Bucht im Maschinenraum leck und meldete Wassereinbruch. Das Schiff wurde von dem Eisbrecher “Kapitan Chaadayev” in Schlepp genommen. Es war mit 2220 Tonnen Schnittholz auf der Reise von Arkhangel nach Gull gewesen. Der Kapitän entschied, nach Arkhangel zurückzukehren. Am Abend machte der Frachter bei der Werft Krasnaya Kuznitsa zur Reparatur fest. Die “Letniy Bereg”, 2781 tdw (IMO-Nr.: 8870839), wurde 1992 erbaut und läuft für die Belomorskaya Fraghtovaya Co., Arkhangelsk.&xnbsp;
Quelle: Tim Schwabedissen



Holzladung ging in der Nordsee über
(23. 01.13) Der 172 Meter lange, 28355 Tonnen verdrängende kroatische Bulkcarrier "Molat" 17928 BRZ (IMO-Nr.: 9211559), entwickelte am 22.1. auf der Nordsee rund 40 Meilen vor Seaburn Schlagseite. Das Schiff hatte am 21.1. Norrköping verlassen und war mit einer Ladung Holz nach Alexandria unterwegs. Gegen 10 Uhr ging ein Teil der Ladung über. Das mit 20 Mann besetzte Schiff änderte den Kurs und steuerte Seaburn an, wo um 15.30 Uhr Anker geworfen wurde. Hier wurde der Frachter auf mögliche Schäden untersucht, ehe es am 23.1. nach Sunderland weiter gehen sollte, um die Ladung umzustauen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffsführung der „Ocean Jasper“ wegen Unfallflucht und Tötung schuldig gesprochen
(23. 01.13) Vor dem Gericht in Brest wurde am 22.1. das Urteil zum Fall des Untergangs des Trawlers "Sokalique" 2007 vor der Küste von Finistère nach Kollision mit dem Frachter "Ocean Jasper" gesprochen. Der Kapitän des Frachters, Rafik Agaev, 63, und der 2. Offizier Mirzoyev Aziz, 42, beide aus Aserbaidschan, wurden in Abwesenheit zu vier bzw. drei Jahren Gefängnis wegen Tötung und unterlassener Hilfeleistung sowie Unfallflucht verurteilt. Außerdem wurde ihnen lebenslänglich die Führung von Schiffen untersagt. Zwar sah das Gericht auch eine Teilverantwortung beim Ausguck auf dem Trawler, doch der Anteil der „Ocean Jasper“ an dem Unglück wurde mit 75% festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiff rammte Mississippi-Schleuse
(23. 01.13) Auf dem Mississippi nördlich von St. Louis kollidierte am 22.1. ein Schiff mit einem Tor von Schleuse 27 nahe Granite City, Illinois. Der Unfall ereignete sich in der Nebenkammer, die als einzige betriebsbereit war, weil die Hauptkammer bis März repariert wird. Das U.S. Army Corps of Engineers untersuchte den Schaden, konnte aber noch nicht sagen, wie lange die Schleuse außer Betrieb bleiben würde. Neun Schiffe, die flussaufwärts unterwegs waren, und fünf in Gegenrichtung warteten gegen Mittag auf die Passage.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Verletzter bei Kollision vor Manila
(23. 01.13) Ein Fischer wurde verletzt, als der 891-Tonnen-Tanker „Pulilan“ der Herma Shipping and Transport Inc. den Kutter „Lala Boom B“ vor Sangley Point in Cavite City am Morgen des 22.1. gegen fünf Uhr rammte. Insgesamt befanden sich 21 Mann auf dem Fischereifahrzeug, das schwer beschädigt wurde. Der steuerbordseitige Ausleger wurde abgerissen. An Bord des mit Kerosin beladenen Tankers waren 14 Mann.
Das Schiff war zum Pasig River unterwegs, die “Lala Boom-B” war eine Stunde vor der Kollision aus Navotas auf Fangfahrt in die Manila Bay ausgelaufen, als es 4,7 Meilen vor dem Südhafen von Manila zu dem Unglück kam. Die „BA 485“ der philippinischen Marine rettete die 21 Mann der „Lala Boom B“. Beide Schiffe wurden zum Manila International Container Port geschleppt. Offenbar hatte der Kutter versucht, den Kurs des herannahenden Tankers zu kreuzen. In demselben Seegebiet waren bereits am 1.4.2011 zwei Fischer auf der „Lady Aleah“ ums Leben gekommen, als sie von dem Tanker „Hagonoy” gerammt wurde, einer blieb vermisst. An Bord der “Lady Aleah”, die ebenfalls aus Navotas, war zu der Zeit eine Crew von 71 Mann.
Quelle: Tim Schwabedissen



Verteidigung bezeichnet elektronische Seekarte der „Queen of the North“ als Lügenbox
(23. 01.13) Ein fehlerhaftes Navigationsinstrument an Bord der kanadischen Fähre „Queen of the North“, 8806 BRZ, der einstigen „Stena Danica“ der schwedischen Stena-Line, sei von der Crew als „Lügenbox” bezeichnet worden, sagte am 22.1 eine Verteidigerin bei der Untersuchung des Untergangs vor sieben Jahren. Nancy Adams beschrieb eine Serie von Pannen mit der Ausrüstung und dem Training an Bord des Schiffes, um die Linie von Karl Lilgert's zu unterstützten, dass er nicht ausreichend ausgebildet war und nicht verlässliche Ausrüstung nutzte.
Die elektronische Seekarte, die die Schiffsposition auf digitalen Seekarten darstellt, wurde als nicht verlässlich dargestellt. Der Senioroffizier Ross Bowen, der seit 30 Jahren für BC Ferries tätig war, hatte allerdings den Begriff Lügenbox nach eigener Aussage nie gehört.
Adams sagte außerdem, die Crew habe die Darstellung speziell in der Nacht als zu hell empfunden, sodass man nichts anderes in der Dunkelheit hätte sehen können. Deshalb sei die Helligkeit so weit abgedimmt worden, dass man nichts mehr habe lesen können auf ihr. Bowen bestätigte, dass die Helligkeit ein Problem gewesen sei, weswegen BC Ferries einen neuen Bildschirm bestellt habe sowie eine Abdeckfolie.
Das elektronische Kartensystem wird auch eine zentrale Rolle für die Anklage spielen, weil die geborgenen Daten zeigen, dass Lilgert kurz nach Mitternacht am 22.3.2006 eine Kurskorrektur ausließ mit der Folge, dass das Schiff direkt auf Gil Island zulief. Inzwischen nutzen BC Ferries auf den Nordrouten ein neueres System. Nachdem die “Queen of the North” von der Überholung zurückgekehrt war, hatte es kein formelles Training der Crew am neuen Radarsystem und dem veränderten System zum Aktivieren und Deaktivieren des Autopilotsystems gegeben. Ältere Offiziere haben nach Aussage von Bowen die Besatzung im Betrieb damit vertraut gemacht. Ein Memo mit Details der neuen Autopilot-Prozeduren hing auf der Brücke. Sie hätten sich nicht viel vom Vorgängersystem unterschieden.
Quelle: Tim Schwabedissen



RNLI Arklow barg Kutter und Seekranken
(23. 01.13) Das RNLI-Boot aus Arklow kam vor Wicklow am Morgen des 22.1. zwei Schiffen zu Hilfe. Um 8.17 Uhr lief die&xnbsp;“Ger Tigchleaar” aus, nachdem der Kutter “Angel Emer”, der eine Crew von zwei Mann hatte, nördlich von Courtown Harbour Maschinenprobleme gemeldet hatte. Er wurde in Schlepp genommen und nach Arklow eingebracht. Als das Rettungsboot an seinen Mooringponton zurückkehrte, wurde es wegen eines in Not geratenen kleinen Bootes mit wiederum zwei Mann an Bord am Ende der Nordpier vor Arklow Harbour alarmiert. Vor Ort stießen die Seenotretter auf die “Husky”, die ebenfalls von Freiwilligen der RNLI der Wicklow Rettungsstation besetzt war, die die winkenden Männer entdeckt hatten. Einer von ihnen war seekrank und wurde nach medizinischer Erstversorgung vom Rettungsboot sicher zur Arklow Station gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Yorkshire Bell (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Losgerissene Yacht unter Blizzard-Bedingungen in Bridlington gesichert
(22. 01.13) Die RNLI aus Bridlington, die Humber-Coastguard, Fischer und Hafenarbeiter kämpften am 18.1. im Sturm darum, die “Yorkshire Bell”, einen als Yacht genutzten ehemaligen Minensucher, zu sichern.
Eine der Mooring-Leinen hatte sich losgerissen, und das Schiff machte sich um 21.50 Uhr selbstständig. Als die Retter am Hafen eintrafen, hatte es sich herumgelegt und wurde gegen andere in der Nähe liegende Fahrzeuge, darunter die benachbarte „Heidi J.“, getrieben.
Die Bootseigner und Hafenarbeiter taten ihr bestes, Schaden abzuwenden. Brecher schlugen derweil über die Hafenmolen, und der Sturm trieb Schnee über das Wasser, sodass fast Blizzard-Bedingungen herrschten. Dessen ungeachtet wurde das Rettungsboot “Windsor Spirit” zu Wasser gebracht, um beim Übergeben von neuen Trossen zu assistieren. Unter Aufbietung aller Kräfte gelang es, die beschädigte „Yorkshire Bell“ an einen neuen Liegeplatz zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Triple-Kollision in Novorossiysk
(22. 01.13) Der unter Bangladesh-Flagge laufende Bulkcarrrier “Jahan Moni” kollidierte am 20.1. beim Einlaufen in den Hafen von Novorossiysk mit dem dort am Kai liegenden, unter Panama-Flagge registrierten Frachter „Blue Image“, 15899 BRZ (IMO-Nr.: 9136565), der am selben Morgen aus Sevastopol gekommen war, sowie dem drei Tage zuvor aus Alexandria gekommenen zyprischen Frachter „UBC Stavanger“, 19748 BRZ (IMO-Nr.:9287340).
Das Unglück ereignete sich nach einem Maschinenversager. Alle drei Schiffe erlitten Schäden, die allerdings nicht gravierend waren. Die „Jahan Moni” hat eine Tragfähigkeit von 44377 Tonnen, wurde 1996 erbaut und hat als Manager das zyprische Brave Royal Ship Management. Die „Blue Image” hat eine Tragfähigkeit von 24228 Tonnen, wurde 1996 erbaut und hat als Manager das griechische Stavros Roussos Management, und die „UBC Stavanger“ hat eine Tragfähigkeit von 31751 Tonnen, wurde 2004 erbaut und läuft für das Mastermind Shipmanagement.
Quelle: Tim Schwabedissen



Blackjack rettete vier Schiffbrüchige
(22. 01.13) Die Crew des Kutters “Blackjack” aus Galveston rettete am 21.1. vier Personen 100 Meilen südwestlich des Heimathafens. Deren Kutter hatte um 6.21 Uhr die Coast Guard Galveston alarmiert, nachdem das 31 Fuß lange Fahrzeug Wassereinbruch erlitten hatte. Die “Blackjack” konnte mithilfe der weitergeleiteten Koordinaten das gekenterte Schiff ausfindig machen und die Schiffbrüchigen nach 40 Minuten an Bord ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Französischer Einhandsegler in Hobart an Land – Vendée-Globe-Teilnehmer aus Nizza verlor Mast
(22. 01.13) Das Kreuzfahrtschiff “Orion” mit dem geretteten Einhandsegler Alain Delord an Bord machte am 22.1. kurz vor neun an Hobarts Macquarie Wharf fest, wo der Franzose erstmals seit Oktober 2012 wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Er beschrieb seine Rettung als zweite Chance im Leben. Er hatte seine 11 Meter lange, unversicherte 150000-Dollar-Yacht „Tchouk Tchouk Nougat“ am 18.1. 500 Meilen vor Tasmanien aufgeben müssen und wurde nach 53 Stunden unter dramatischen Umständen aus seiner Rettungsinsel, in die er sich nur ein Messer und Thermounterwäsche ausgestattet geflüchtet hatte, gezogen. Mehrmals hatte er die Insel durch Gewichtsverlagerung vor dem Kentern bewahren müssen.
Es sei ein Wunder gewesen, dass er gefunden wurde. Delord dankte Orion Expedition Cruises und den beteiligten Schifffahrtsbehörden für die Hilfe und sagte, der Schiffbruch sei sein Fehler gewesen, weil er, auf der Route des Vendée Globe segelnd, zu nah an den Ausläufern eines Taifuns geraten sei. Aus Frankreich flog nun seine Familie nach Australien. Ein Vertreter der französischen Botschaft sollte ihn am 23.1. nach Canberra begleiten. Unmut äußerten indes einige der Passagiere, dass wegen der Operation der Stopp in Macquarie Island ausfallen musste. Deren Kapitän Mike Taylor betonte, die Rettung wäre ohne die Unterstützung aus der Luft nicht möglich gewesen.
Am 21.1. um 23.45 Uhr erwischte es den Drittplatzierten des Vendée Globe rund 500 Meilen nordwestlich der Kapverden. Skipper Jean-Pierre Dick informierte sein Team, dass seine Yacht “Virbac-Paprec 3” um 22.45 Uhr den Kiel verloren hat. Der Skipper konnte das Boot aber stabilisieren, indem er es voll beballastete und steuerte nun mit acht Knoten die Azoren an. Das Unglück ereignete sich, als das Boot bei 20 Knoten Wind mit einem Reff im Hauptsegel und dem Solent unterwegs war und der Wind plötzlich zunahm. Als Dick die Segelfläche reduzieren wollte, gab es plötzlich einen lauten Knall, und das Boot legte sich auf die Seite. Dick navigierte es aus dem Wind und brachte es in eine Position, in der er Ballast aufnehmen konnte. Eine Gefahr des Kenterns sah er nicht mehr, ebenso wenig aber eine Siegchance.
Quelle: Tim Schwabedissen



Barge in Kallo zerbrochen
(22. 01.13) Anfang Januar brach eine Barge im Vrasendock in Kallo bei Löscharbeiten längsseits eines Seeschiffes auseinander. Das Fahrzeug sackte mittschiffs an der Bruchstelle weg, und Bug und Heck richteten sich auf. Die Arbeiter auf der Barge stürzten ins Wasser, konnten sich aber alleine an Land retten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Merle soll binnen eines Monats geborgen werden
(22. 01.13) Am 21.1. wurde der Eigner des unter Cook Islands-Flagge registrierten Frachters „Merle", 1548 BRZ (IMO-Nr.: 8918306), von den Hafenbehörden in Aveiro aufgefordert, binnen 30 Tagen einen Bergungsplan vorzulegen. Eine Bergung wurde angesichts der Lage des Schiffes und seines Gewichtes als lösbare Aufgabe angesehen.
Derzeit gab es auch keine Befürchtungen, dass die 10 Tonnen Bunkeröl und sonstige ölhaltige Flüssigkeiten an Bord eine kurzfristige Gefährdung darstellte, da das Schiff stabil im Sand lag. Es war mittlerweile 1,5 Meter tief in den Grund eingesunken, ebenso die noch seewärts ausliegenden Anker. Allerdings wurde wieder ein Schlechtwettergebiet erwartet. Deshalb wurde vorsorglich Personal mit Ölbekämpfungsausrüstung in Bereitschaft versetzt. Derweil setzte die Polizei die Untersuchung des Unfalls fort und befragte die sechsköpfige Crew dazu.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zeitfenster für „Guardian“-Bergung schließt sich
(22. 01.13) Das Zeitfenster für eine sichere Bergung des gestrandeten Minensuchers USS “Guardian” vom Tubbataha Reef schließt sich nach Ansicht örtlicher Meteorologen schnell, weil die Wetterbedingungen, die mit dem Aufzug des Amihan-Monsuns von Nordosten in den kommenden Tagen sich verschlechtern werden. Der starke Nordostwind wird hohe Wellen mit sich bringen, die Arbeiten am Schiff unmöglich machen.
Eine mögliche Methode, das Fahrzeug vom Riff zu bekommen, wäre, es auf ein größeres Schiff zu heben. Dazu muss das Wetter aber ruhig sein. Am Morgen des 22.1. herrschten am Riff Wellenhöhen von einem Meter. Diese könnten sich kurzfristig aber auf zwei Meter erhöhen. Die Behörden der Philippinen und der USA haben derweil zwei Teams gebildet, die vor einer Bergungsoperation zunächst den Zustand der “Guardian” untersuchen sollen. Die philippinische Coast Guard und Taucher der US Navy sollen dazu tätig werden. Erst wenn dann eine Methode gefunden ist, werden konkrete Bergungsmaßnahmen beginnen können.
Quelle: Tim Schwabedissen



”Queen of the North” war beim Untergang in Top-Zustand
(22. 01.13) Die kanadische Fähre “Queen of the North”, die vor sieben Jahren vor der Küste von British Columbia sank, war erst kurz zuvor von einer fünfmonatigen Überholung zurückgekehrt und möglicherweise in dem besten Zustand ihrer ganzen Laufbahn, hieß es im Rahmen des Gerichtsverfahrens gegen Navigationsoffizier Karl Lilgert am 21.1. Er muss sich wegen des Todes der Fahrgäste Gerald Foisy und Shirley Rosette verantworten.
Die „Queen of the North” war im Oktober 2005 für eine planmäßige Modernisierung in die Werft gegangen, wozu auch ein neues Radar-System und ein Kompass gehörten. Ross Bowen, der die Arbeiten sowie die folgenden Erprobungen begleitete, sagte aus, das Schiff habe gut funktioniert.
Es habe keine gravierenden Beanstandungen gegeben. Es fehlte laut Verteidigung ein schriftlicher Evakuierungsplan und eine Karte der Rettungsausrüstung sowie ein Alarmsystem für die Außendecks. Er war Senioroffizier auf der “Queen of the North”, war aber in einer anderen Wache als Lilgert eingeteilt gewesen. Die “Queen of the North” kehrte Anfang März 2006 in den Dienst zurück, und der zweiwöchige Wachtörn von Lilgert begann am 15.3. Während der zwei Wochen zuvor hatte Bowen das Schiff in exzellentem Zustand erlebt.
Die Verteidigung hatte vermutet, dass nicht verlässliche Navigationsausrüstung gemeinsam mit schlechtem Wetter das Unglück verursacht hatte. Auf die Hinweise der Verteidigung hin sagte Bowen, das Schiff habe einen Musterungsplan gehabt, und die Anforderung, einen schriftlichen Evakuierungsplan zu haben, sei neu gewesen, weswegen Transport Canada eine Fahrterlaubnis gab. Dies galt ebenso für den Sicherheitsplan und den Außenalarm, die später ergänzt werden sollten. Bowen beschrieb den Angeklagten dann als kompetenten Seemann. Er war eigentlich Decksmann, doch war als 4. Offizier eingesprungen, was hieß, dass er verantwortlich für die Navigation war.
Mit auf der Brücke war Karen Bricker, die am Ruder stand oder, wenn die Fähre auf Autopilot lief, Ausguck halten sollte. Beide hatten vor dem Unglück eine Affäre gehabt, die zwei Wochen zuvor zu Ende gegangen war. Zum Unglückszeitpunkt hatten sie erstmals seitdem alleine zusammengearbeitet. Die Fähre war, nachdem eine Kursänderung unterblieben war, am 22.3.2006 um kurz nach Mitternacht Gil Island gerammt. Mehrere Stunden zuvor hatte sie Prince Rupert mit Ziel Port Hardy am Nordende von Vancouver Island verlassen. Örtliche Fischer und Anwohner retteten 99 Personen. Foisy and Rosette wurden nie wieder gesehen. Liligert hat sich nicht schuldig erklärt. Das Verfahren wird ein halbes Jahr dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisster Kutter gefunden – Kapitän tot
(22. 01.13) Der Skipper des taiwanesischen Kutters “Yow Hsu Man”, der nach der Entdeckung des zeitweilig vermissten Schiffes durch einen Marinehubschrauber am 21.1. aufgewinscht wurde, ist wenig später gestorben. Er wurde im Marinehospital auf Guam um 17.41 Uhr für tot erklärt. Die Crew des Schiffes hatte die U.S. Coast Guard am vorvergangenen Wochenende kontaktiert und um Hilfe gebeten.
Am 21.1. wurde eine Rettungsoperation ausgelöst, nachdem der Kontakt zu dem Schiff am Vortag verloren gegangen war. Für das Seegebiet um die Mariana Islands galt eine Sturmwarnung mit über 40 Knoten Wind und Wellen über 20 Fuß Höhe. Am 21.1. gegen 17 Uhr konnte eine HSC 25 der Marine das Schiff 80 Meilen westlich von Rota orten. Wenig später wurde der Patient von einem Helikopter des Sea Combat Squadron aufgewinscht. Er war bereits nicht mehr ansprechbar. An Bord des Kutters waren noch neun Mann, und am 23.1. sollte ein Coast Guard-Team der Station Apra Harbor versuchen, einen neuen Kapitän an Bord zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bodendicke von Unglücksfähre war halb so stark wie notwendig
(22. 01.13) Die Stärke der Bodenplatten der “Lamma IV” war halb so dick wie nötig, um die darauf angebrachten Sitze sicher zu halten, sagte ein Zeuge bei der Untersuchung des Untergangs der Fähre, der 39 Menschenleben kostete, am 1.10.2012 in Hongkong aus. Als das Schiff mit der “Sea Smooth” kollidierte, rissen sich Sitze los und zerquetschten einige der Fahrgäste. Die harte Oberfläche hätte mindestens 5 Millimeter dick sein sollen, war aber nur 2,1 Millimeter stark. Als ein Inspektor des Marine Department befragt wurde, warum ihm dies zuvor nicht aufgefallen sei, antwortete er, er habe dies getestet, indem er sich auf einen der Sitze gesetzt habe und diesen für sicher befunden.
Ihm war auch nicht aufgefallen, dass die vorgeschriebenen wasserdichten Abteilungen fehlten. Er hielt dagegen, dass dies nicht auf seiner Checkliste gestanden habe. Ihm wurde entgegen gehalten, warum er sich auf diese und nicht auf sein eigenes Wissen unabhängig davon verlassen habe. Daraufhin zog er sich darauf zurück, dies müsse er erst mit Kollegen besprechen, weil er nicht verstünde, was das Gericht von ihm wissen wolle.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rettung Alain Delord (Bild: Orion Crew)   Großbild klick!
Begeisterung auf Arktis-Expeditionsschiff nach Rettung französischen Einhandseglers
(21. 01.13) Um 21.23 Uhr des 20.1. endete die Odyssee des französischen Weltumseglers Alain Delord, al ser 380 Meilen südwestlich von Hobart an Bord des des unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes „Orion“, 3984 BRZ (IMO-Nr.: 9273076), gebracht wurde. Er war sehr hungrig, aber ansonsten im Wesentlichen wohlauf. Bei der medizinischen Untersuchung war der Bordarzt überrascht, in welch guter Verfassung er sich nach der Tortur und drei Monaten allein auf See nicht nur körperlich, sondern auch psychisch befand. Er stärkte sich nach dem Aufwärmen mit französischer Zwiebelsuppe, Lamm, Salat und einer Flasche australischem Cabernet-Rotwein. Von der Crew wurde er mit Kleidung und Lebensnotwendigem versorgt, und seine Augen wurden groß, als er die luxuriöse Suite erblickte, in der er nun mit nach Hobart reist. Zweifellos wird er nun zum Star der Passagiere avancieren.
Am 18.1. hatte Delord sein EPIRB aktiviert, nachdem im Sturm eine große Welle sein Schiff getroffen hatte, der Mast in vier Stücke zerbrochen war und am Rumpf weitere Schäden aufgetreten waren. Als das Boot in den meterhohen Wellen zu kentern drohte, entschied er, es aufzugeben. Nach dem Auffangen des Notsignals hatte die „Orion“, die 170 Personen an Bord hatte, mit einer Maximalgeschwindigkeit von 13,5 Knoten auf die Position zugehalten, bis Wellenhöhen von bis zu vier Metern am Abend des 20.1. dazu zwangen, sie herabzusetzen.
Der Segler in der Rettungsinsel kommunizierte einmal pro Stunde mit einem Rettungsflugzeug, das über ihm kreiste, während die „Orion“ in einem Rennen gegen Zeit und Tageslicht auf ihn zuhielt. Eine australische C-130 Hercules der Airforce war ebenfalls unterwegs, um Vorräte abwerfen zu können. Um 18.35 Uhr nahm der Wachoffizier auf der Brücke ein sich schnell bewegendes Objekt wahr, dass auf die „Orion“ zuhielt. Es war die Hercules Rescue 212, die in nur 300 Fuß Höhe unter den Wolken hinzustieß. 22 Meilen waren es noch zum Ziel, und das Flugzeug teilte mit, dass vor Ort die Sicht besser sei als an der aktuellen Position.
Dann überflog es die „Orion“ nochmals in 250 Fuß Höhe. Die Außentemperatur betrug zu der Zeit neun Grad, die Wassertemperatur acht Grad. Die Wellen gingen drei Meter hoch. Die Zodiac-Crew bereitete sich nach einer Mahlzeit auf ihren Einsatz vor. Als sie eine Meile entfernt war, kam die Insel in Sicht. Die Hercules hatte zuvor eine Rauchfackel abgeworfen. Die „Orion“ manövrierte so dicht wie möglich an die Insel heran, dann schaltete Kapitän Mike Taylor ihre Stabilisatoren aus, und sofort begann das Passagierschiff 30 Grad nach Backbord und Steuerbord zu rollen. Aus einem Spalt in der Luke der Rettungsinsel konnte man Delord winken sehen, doch es war ihm offensichtlich nicht möglich, eine Leine anzunehmen. Die Insel trieb bei 30 Knoten Wind nun zum Bug der „Orion“.
Deshalb kam jetzt der Befehl, das Zodiac zum Einsatz zu bringen. Sobald aber eine Seitentür auf Deck 6 geöffnet wurde, schlug eine große Welle hinein und überflutete die Crew, die dort bereit stand, ein Zodiac auszusetzen, hüfthoch. Damit niemand fortgerissen wurde, musste die Pforte rasch geschlossen werden. Nachdem der Kapitän die „Orion“ in eine andere Position versetzt hatte, wurde sie erneut geöffnet und das Kommando gegeben, nun das Zodiac auszubringen. Mit zwei Mann besetzt raste es zu der 20 Meter entfernt in Lee treibenden Insel, sie griffen Delord, und binnen 60 Sekunden wurde der Einhandsegler an Bord des Passagierschiffes geholt.
Der Freibord der Pforte schwankte dabei zwischen zwei Metern und 30 Zentimetern. Eine Leine wurde eingepickt und der Segler in die Luke gezogen. Danach galt es rasch das Zodiac wieder aufzunehmen und die Seitentür zu schließen, bevor weitere Wellen hineinfluteten. Die Rettung war geglückt, nur Minuten bevor die Dunkelheit sich über das aufgewühlte Meer senkte und Alain Delord die dritte Nacht in seiner Rettungsinsel bevorgestanden hätte. Die 91 Passagiere, die das Manöver verfolgt hatten, applaudierten begeistert, auch wenn ihre Arktisreise sich dadurch verkürzte, da der planmäßige Anlauf von Macquarie Island nun entfiel. Am 21.8. gegen acht Uhr sollte die „Orion“ in Hobart einlaufen, von wo aus dann Ausflüge in die Umgebung angeboten werden sollen.
Ein Problem im Vorfeld der Rettungsaktion war die Sprachbarriere gewesen. Die Dornier, die nach dem Auffangen der EPIRB-Signale am 18.1. gegen 13 Uhr im Laufe des 19.1. Kontakt mit Delord hatte, konnte weder von ihm, der kein Englisch sprach, alle notwendigen Informationen zur Lage erhalten – der AMSA wurde keine akute Notlage mitgeteilt - noch aus demselben Grund Kontakt mit anderen Schiffen, die sich 100 Meilen westlich der Insel befanden, aufnehmen. Zunächst wurde lediglich eine zweite Rettungsinsel mit Funkausrüstung abgeworfen und Anweisung gegeben, Hobart anzulaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Trailer auf spanischer Fähre übergegangen
(21. 01.13) Am 20.1. geriet die spanische Fähre "Volcano Tijarafe", 19976 BRZ (IMO-Nr.: 9398890), auf der Fahrt Teneriffa-Huelva-Gran Canaria im Sturm in Schwierigkeiten. Mehrere Trailer gerieten in stürmischer See auf dem Ladedeck ins Rutschen und fielen auf dort gestaute Pkw. Das Schiff setzte seine Fahrt herab und erreichte den Hafen von Las Palmas am 21.1. gegen acht Uhr.
Quelle: Tim Schwabedissen



Merle weiter im Sandsturm
(21. 01.13) Die Hafenbehörde in Aveiro forderte den Eigner des unter Cook Islands-Flagge laufenden Frachters "Merle", 1548 BRZ (IMO-Nr.: 8918306), die türkische Grand Island Shipping Co. Ltd., auf, das gestrandete Schiff aus dem Sand zu befreien. Es sitzt weiterhin zwischen Torreira und San Jacinto auf dem Strand. Die Stelle ist schwer zugänglich, weil sie sich Kilometer von der nächsten Straße entfernt befindet. Die Wetterbedingungen vor Ort waren aber weiterhin so schlecht, dass an ein Einleiten der Bergung nicht zu denken war. Unweit dieser Stelle ist vor Jahren bei San Jacinto auch die “Courage” auf dem Strand gelandet, die seinerzeit auseinanderbrach.
Quelle: Tim Schwabedissen



Havarierter Tanker wird nach Setubal geschleppt
(21. 01.13) Die Reederei Sovcomflot UK hat einen Kontrakt mit der Five Oceans Salvage Consultants unterzeichnet, den manövrierunfähigen Aframaxtanker „Petrokrepost“ zu einem Hafen mit Reparaturkapazität zu bringen. Der unter Panama-Flagge laufende Schlepper „Red Sea FOS”, 1958 tdw (IMO-Nr.: 8102529), der Five Oceans Salvage hatte den Tanker in der Nacht zum 20.1. erreicht und ihn auf den Haken genommen. Seither wird er in Richtung des 900 Meilen entfernten Setubal in Portugal gezogen, das am 31.1. erreicht werden könnte. Am Morgen des 21.1. stand der Schleppzug 15 Meilen südlich von Pico Island auf den Azoren und bewegte sich mit 4,5 bis fünf Knoten ostwärts.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rettung sinkender Dhau im Anti-Piraten-Einsatz
(21. 01.13) Am 15.1. hat das französische Patroullienboot FNS “Surcouf” 30 Meilen vor der Küste von Somalia die Crew einer sinkenden indischen Dhau gerettet. Diese hatte Notsignale gefunkt, nachdem die Maschine ausgefallen war und Wasser in den Rumpf eindrang. Die „Surcouf” war 26 Meilen entfernt und eilte zu der angegebenen Position. Die 10-köpfige Crew des Frachters war bereits in eine Rettungsinsel gegangen. Die Schiffbrüchigen wurden auf die „Surcouf“ gebracht und dort aufgewärmt, mit trockener Kleidung ausgestattet und verpflegt. 45 Minuten später konnten sie mit ansehen, wie ihr Schiff im Meer versank. Später wurden sie auf die belgische Fregatte BNS „Louise Marie“ übergesetzt, die sie an Land brachte. Beide Marineschiffe befanden sich im Anti-Pirateneinsatz der EU NAVFOR.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rettete schiffbrüchige Fischer
(21. 01.13) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Tanker “Lamentin", 7292 BRZ (IMO-Nr.:9377054), rettete am 20.1. westlich von Guadeloupe Island vier Männer, die sechs Tage in der See getrieben waren. Ihr Kutter war am 12.1. von der South Leeward Coast auf St. Vincent Island nach Antigua ausgelaufen. Am 14.1. hatte er Maschinenschaden erlitten. Die Coast Guard San Juan, Puerto Rico, erbat Unterstützung der Coast Guard Air Station Clearwater, Florida. Französische, barbadische und holländische Suchflugzeuge stiegen auf. Nach vielen Stunden auf See entdeckte die Crew der C-130 Hercules aus Clearwater den Kutter und warf ein Funkgerät, ein EPIRB und Nahrungsmittel ab. Nun konnte Funkkontakt hergestellt werden. Einer der Fischer litt unter starker Dehydrierung. Die C-130 nahm Kontakt zur “Lamentin" auf, die sich in der Nähe auf der Fahrt von Pointe Lusas nach St. Croix befand und bat um Hilfe. Sie blieb vor Ort, bis der Tanker die vier Fischer an Bord genommen hatte. In St. Croix, Virgin Islands, wurden sie nach dem Einlaufen medizinisch betreut.
Quelle: Tim Schwabedissen



MSC Flaminia weiter in Wilhelmshaven am Kai
(21. 01.13) Der teilweise ausgebrannte deutsche Containerfrachter „MSC Flaminia“ liegt weiterhin in Wilhelmshaven am Kaiu des JadeWeserPort. Die Reederei NSB aus Buxtehude wollte das Schiff nach langwierigen Entsorgungsarbeiten eigentlich längst auf einer Werft in Rumänien reparieren lassen, wobei die endgültige Entscheidung, auf welcher Werft die Arbeiten vorgenommen werden, noch nicht gefallen ist. Derzeit werden noch die notwendigen Unterlagen für das Genehmigungsverfahren vorbereitet und bei den zuständigen Behörden eingereicht. Die Auflagen für das Auslaufen des Frachters wurden bislang noch nicht erfüllt. So das Entsorgungskonzept für den Schrott, der sich nach dem Brand an Bord befindet, noch nicht ausreichend. Unklar war auch, wie stark die 20 000 Tonnen Löschwasser, die ebenfalls noch an Bord sind, kontaminiert sind und wo sie entsorgt werden sollen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Guardian leckgeschlagen und quer zum Riff – Bergungsoperation wird vorbereitete
(21. 01.13) Verschiedene Räume des gestrandeten amerikanischen Minensuchers USS “Guardian” sind mittlerweile geflutet, nachdem das Schiff nun seit vier Tagen auf dem Tubbataha Reef in der Sulu-See liegt, mittlerweile quergeschlagen, sodass Brecher auf ganzer Länge der Backbordseite am Rumpf hochwuchten. Die Steuerbordseite sitzt auf den Korallen auf. Ein Überwachungsflug am 20.1. durch eine P-3C Orion der US Navy ergab aber weiter keine Hinweise auf Ölaustritt.
Tags zuvor war der in Japan stationierte Zerstörer USS „Mustin –DDG 89“ an der Strandungsstelle eingetroffen. Am 20.1. wurden 36 Besatzungsmitglieder der „Guardian“ auf ihn übergesetzt. Er sollte sie nach Puerto Princessa auf Palawan Island bringen und am 21.1. wieder vor Ort sein.
Am Abend des 20.1. waren 35 weitere noch an Bord der „C Champion“ und acht auf der „Bowditch“. An Bord der USS „Bowditch“ befindet sich ein Bergungsteam. Vizeadmiral Thomas Carney, Kommandeur der Task Force 73 und der Kommandeur der U.S. Navy in Singapur werden die Bergungsoperation leiten. 10 amerikanische Taucher sind unterwegs zum Havaristen. Der Ankerzieher „VOS Apollo“ wurde von Singapur kommend am 121.1. in Puerto Princessa erwartet, wo er Ölbergungsgerät an Bord nehmen sollte. Aus Pearl Harbor lief die „Salvor“ aus, die aber erst Ende der Woche vor Ort sein kann. In Puerto Princessa sammelten sich auch amerikanische Bergungsteams der Marine, Techniker des Southwest Regional Maintenance Center sowie ein Chemiker. Die philippinische Marine entsandte die „Ismael Lomibao”, “Rizal” und “Mangyan”, die zwei Ölsperren an Bord hat, zur Assistenz. Ebenfalls vor Ort ist der philippinische Bergungsschlepper „Trabajador“, der mit weiterem Ölbekämpfungsgerät ausgestattet ist. Es soll zum Einsatz kommen, wenn am 22.1. eine Wetterberuhigung eintritt. Für die nächsten 1-2 Tage sind 15-20 Knoten Wind und Wellen von vier bis sechs Fuß Höhe vorhergesagt.
Die “Guardian” war zum Zeitpunkt der Havarie von Olongapo City in der Subic Bay nach Indonesien unterwegs. Vorherige Pläne für einen Bunkerstopp in Puerto Princessa auf Palawan Island waren zuvor verworfen worden. Die „Guardian” ist eines von vier in Japan stationierten Schiffen des Mine Countermeasures Squadron 7. Vier weitere liegen in Bahrain und zwei in San Diego. Die 7. Flotte sagte, wenn die “Guardian” geborgen ist, wird gemeinsam mit der philippinischen Regierung der Schaden am Riff untersucht. Diese werde regelmäßig informiert.
Admiral Scott Swift bedauerte die Strandung in dem unter UNESCO-Schutz stehenden Naturreservat der Tubbataha Reefs. Offenbar waren die fehlerhaften elektronischen Seekarten des Schiffes nicht mit den nach wie vor vorhandenen Papierexpemplaren abgeglichen worden. Es gibt die digitalen Karten in verschiedenen Versionen für Meeres- und Küstenregionen sowie speziellen zum Ein- und Auslaufen aus Häfen. Als die Digitalkarten erstellt wurden, war offenbar eine falsche geografische Einmessung der Satellitenbilder erfolgt. Deshalb werden nun die Karten einer umfassenden Prüfung unterzogen und die Schiffscrews angewiesen, sich nicht nur auf ein System zu verlassen. Bis zum 22.1. sollte die Revision vollzogen sein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Offshore-Schiff auf Felsen gelaufen und gesunken
(21. 01.13) Der unter Marshall-Islands Flagge laufende Versorger "Penrith", 1944 BRZ (IMO-Nr.: 9356397), der für ein Offshore-Öl- und Gasprojekt in Burma im Einsatz war, sank vor dem Dawei Distrikt in der Taninthayi Region nahe Mawgyi Village im Yephyu Township, nachdem er auf einen großen Felsen gelaufen war. Er leitete Verlegungsarbeiten für eine Pipeline für das Zawtika-Naturgas-Projekt. Die 42-köpfige Crew wurde von zwei Booten gerettet. Das Schiff der Hallin Marine Subsea International Ltd. hatte die viermonatige Arbeit im Dezember begonnen. Das Zawtika.Gasfeld liegt im Golf von Martaban, rund 300 Kilometer südlich von Yangon und 290 Kilometer westlich von Dawei. Die Wassertiefe liegt dort zwischen 135 und 160 Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsaktion für taiwanesischen Kutter
(21. 01.13) Die U.S. Coast Guard Station Guam leitete am 21.1. gemeinsam mit der U.S. Navy eine Suchaktion für das taiwanesische Fischereifahrzeug „Yow Hsu Man" ein, das sich 80 Meilen nordwestlich der Insel in Seenot befinden dürfte. Der National Weather Service auf Guam hat eine Sturmwarnung für das Gebiet rund um die Mariana Islands herausgegeben mit Böen von über 20 Knoten und Wellenhöhen über 18 Fuß. Das 54 Fuß lange Schiff war auf dem Weg nach Guam, wo der erkrankte Kapitän behandelt werden sollte. Das Guam Joint Rescue Coordination Center der Küstenwache hatte die Fahrt während der vergangenen zwei Tage überwacht, ehe am Abend des 20.1. der Funkkontakt abriss. Das Patroullienboot "Washington" und der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Tanker "Ardmore Centurion", 19549 BRZ (IMO-Nr.: 9313448), der sich auf der Fahrt von Crockett nach befand, liefen zu der letzten bekannten Position 80 Meilen nordwestlich von Guam. Die US Navy schickte außerdem einen Sea Combat Squadron 25 Chopper. Die Coastguard bat auch Funker auf Mandarin und in Indonesien um Hilfe bei dem Aufspüren von Funksignalen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackrest auf Cumberland Island entdeckt
(21. 01.13) Vor Georgia auf Cumberland wurde ein 80x20Fuß langes Wrackteil im Sand durch Archäologen des National Park Service untersucht, das Strandgänger aus dem Strand hatten hervorragen sehen. Es könnte sich um den Rest eines Schiffes aus der Mitte des 19. Jahrhunderts handeln. Es wurden nach Grabungen nun Proben aus den Spanten, an denen sich noch Plankenreste fanden und die zum Mittschiffsbereich gehörten, genommen, um mehr Erkenntnisse über die Identität zu gewinnen. Zum Schutz vor Unbefugten wurden die Reste wieder im Sand vergraben. Das Schiff könnte Getreide und Reis nach Cumberland Island gebracht haben, ebenso könnte es sich aber um einen Blockadebrecher der Konföderierten aus dem amerikanischen Bürgerkrieg handeln.
Quelle: Tim Schwabedissen



Forschungsschiff vor Mobile gesunken
(21. 01.13) Zwei Flugzeuge der US Coast Guard retteten am 18.1. die 12-köpfige Crew des amerikanischen Forschungsschiffes “Seaprobe”, 818 BRZ (IMO-Nr.: 7366441), das 141 Meilen südlich von Pensacola am Morgen gesunken war, nachdem ein Notsignal des EPIRB aufgefangen wurde. Das 170 Fuß lange Schiff hatte um 2.30 Uhr Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten, gegen den die Pumpen nicht ankamen, und die Crew ging in drei Rettungsinseln. Eine HC-144 Ocean Sentry des Coast Guard Aviation Training Center Mobile, Alabama, war als erstes vor Ort und wartete das Eintreffen von Hubschraubern zwischen 5.30 Uhr und sechs Uhr ab. Der Rumpf des Schiffes ragte noch aus dem Wasser, eine Meile entfernt trieben die drei miteinander verbundenen Inseln in der See. Ein MH-60 Jayhawk des ATC Mobile setzte einen Rettungsschwimmer ab und winschte fünf Mann mit einem Rettungskorb auf, ein weiterer Jayhawk der Coast Guard Air Station Clearwater, Florida, rettete dann die übrigen sieben. Sie waren unterkühlt und dieselölverschmiert. Alle wurden zum ATC Mobile gebracht und medizinisch betreut. Drei kamen von dort ins Providence Hospital in Mobile, die übrigen konnten bald wieder entlassen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Feuer in Richtung Gibraltar unterwegs
(21. 01.13) Nach dem Feuer an Bord am 17.1. nahm der spanische Ro-Ro-Frachter „OPDR Andalucia“ Kurs auf Gibraltar und befand sich am 20.1. um 19.40 Uhr auf Position 34 34 N 008 30 W. Die Geschwindigkeit betrug 4,5 – 5 Knoten. Der Havarist erhielt Assistenz durch den Bergungsschlepper „VB Artico/HP9983“ (IMO-Nr.: 7613014).
Quelle: Tim Schwabedissen



Merle (Bild: Portuguese Navy)   Großbild klick!
Ehemaliger Leeraner Frachter bei Aveiro auf Strand getrieben
(20.01.13) Am Morgen des 19.1. wurde das MRCC Lissabon alarmiert, nachdem der unter Cook Islands-Flagge registrierte Frachter "Merle", 1548 BRZ (IMO-Nr.: 8918306), der sich auf dem Weg von El Ferrol nach Huelva zu einem Bunkerstopp in Lissabon befand, durch einen Wassereinbruch im Maschinenraum in stürmischer See vor Aveiro manövrierunfähig wurde. Die sechsköpfige Crew funkte um 8.27 Uhr Notrufe, woraufhin das MRCC eine Alouette III der portugiesischen Marine in Ovar und einen EH-101 Helikopter der Base in Montijo aufsteigen ließ.
Die Alouette III lokalisierte den unbeladenen Havaristen, der gegen neun Uhr auf den Strand von Torreira zwei Kilometer von der Hafeneinfahrt von Aveiro entfernt trieb. Wegen des schlechten Wetters wurde die Rettung der Crew, fünf Türken und ein Aserbaidschaner, vom Land her durchgeführt durch Einheiten der Marinepolizei, die Hafenbehörde von Aveiro und der dortigen Rettungsstation. Alle Schiffbrüchigen wurden ins Krankenhaus in Aveiro gebracht, fünf am Nachmittag wieder entlassen und einer wegen Brustschmerzen unter Beobachtung gehalten. Das Schiff saß derweil hoch auf dem Strand und war stabil.
Die „Merle“ hat eine Tragfähigkeit von 2412 Tonnen, ist 79,5 Meter lang11 Meter breit und hat drei Meter Tiefgang. Sie wurde 1991 bei der Machinefabriek en Scheepswerf Vervako B.V., Heusden, erbaut als „Freya“ der Pistoor Schiffahrts G.m.b.H. & Co. K.G. m.s. “Freya”, Leer, als die sie bis 2005 lief.
Seit 1999 wurde sie durch die Briese Schiffahrts G.m.b.H. & Co. betrieben und nun in Madeira registriert. 2005 wurde sie an die HS Schiffahrts, Haren/Ems, verkauft und in Gibraltar registriert. Zeitweilig lief sie als „Birch“. 2007 ging die „Freya“ an die VW-NYKI Shipping B.V. in Rhoon. Seit März 2007 läuft sie in Zeitcharter der Rulewave B.V. aus Ridderkerk als „Merle“. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Oxelösund auf Grund gelaufen
(20.01.13) Der unter Marshall –Islands-Flagge registrierte Frachter "Thamesteel 1", 1984 BRZ (IMO-Nr.: 8611221), lief auf der Fahrt von Norrköping, wo er um 14.30 Uhr des 18.1. ausgelaufen war, nach Teignmouth kurz nach 19 Uhr östlich von Oxelösund auf Grund. Dabei wurde ein Ballastwassertank aufgerissen, doch von den 30 Tonnen Bunkeröl lief nichts aus. Das Schiff konnte sich selbst wieder befreien und lief um 21.10 Uhr mit sieben Grad Schlagseite Oxelösund ein. Die schwedische Küstenwache schickte das Überwachungsflugzeug KBV 502 zur Strandungsstelle, um sie auf Verschmutzungen zu kontrollieren. Auch das Küstenwachboot "KBV 002 - Triton" kam zur Assistenz. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderprobleme auf der Nordsee
(20..01.13) Nach dem Auslaufen Lowestoft am 15.1. traten auf dem britischen Frachter "Vedette", 2545 BRZ (IMO-Nr.: 9195729), Ruderprobleme auf. Der Schlepper "Svitzer Keelby" wurde am 18.1. gerufen, um das Schiff nach Swansea zur Reparatur einzuschleppen. Beim Passieren der Seeschleuse kam zusätzlich der Schlepper "Svitzer Brenda" zu Hifel. Die "Vedette" war um.22.20 Uhr sicher vertäut. Quelle: Tim Schwabedissen



Französischer Weltumsegler vor Tasmanien aus großer Gefahr gerettet
(20.01.13) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Orion", 3984 BRZ (IMO-Nr.: 9273076), eilte am 19.1. zur Position des französischen Einhandseglers Alain Dolard, der seine Yacht "Tchouck Tchouk Nougat" bei einer Weltumsegelung bei 75 Meilen Windgeschwindigkeit und sieben Meter hohen Wellen südlich von Tasmanien aufgegeben hatte. Der erfahrene 63-jährige, der bereits 17 Atlantikquerungen absolvierte, hatte am 18.1. den Notsender aktiviert und ging in eine Rettungsinsel. Die "Orion", das einzige Schiff, das sich in einem Umkreis von 100 Meilen befand, während es auf dem 11. Tag einer Antarktiskreuzfahrt war, hoffte, die Position am 20.1. zu erreichen. Es hat 10 Zodiacs an Bord, mit denen eine Rettung durchgeführt werden sollte. Bei weiterhin sieben Meter hohen Wellen und weiterhin bis zu 40 Knoten Wind war der Segler in großer Gefahr in seiner Rettungsinsel. Allein ihn zu finden stellte eine Herausforderung dar. Doch das Wetter war am Ende etwas günstiger als erwartet, und bei damit einhergehender stärkerer Helligkeit gelang es, Alain Delord ausfindig zu machen. Die 100 Passagiere des Kreuzfahrers wurden gewarnt, dass nun die Stabilisatoren ausgestellt werden müssten, um ihn nicht zu gefährden, und das Schiff entsprechend rollen könnte. Gegen 21.30 Uhr war der Schiffbrüchige an Bord und musste so keine dritte Nacht mehr auf See verbringen. Er wurde medizinisch betreut, war aber offenbar wohlauf. Ein Flugzeug der AMSA hatte vor seiner Rettung noch Nahrung, Wasser und einen Überlebensanzug abgeworfen. Der Segler war seit Oktober 2012 auf See gewesen und folgte der Route des Vendee Globe. Quelle: Tim Schwabedissen



Hubschrauber und zwei Rettungsboote im Einsatz für Trawler aus Brixham
(20.01.13) Das RNLI-Boot aus Salcombe lief am 18.1. um 19.48 Uhr aus, um dem britischen Trawler "Danielle" (MMSI-Nr. :232005400) Hilfe zu leisten, der 30 Meilen südlich von Salcombe nach einem Schaden am Wellentunnel Wassereinbruch erlitten hatte. Die "Baltic Exchange III" lief aus, und der Coastguard SAR-Helikopter 106 aus Portland stieg auf. Der Helikopter war als erstes am Havaristen und setzte eine Pumpe sowie einen Rettungsmann ab. Es gelang nun, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, und es wurde beschlossen, dass das Rettungsboot den 23 Meter langen Trawler nach Brixham eskortieren würde mit einer weiteren Lenzpumpe in Bereitschaft. Südlich von Berry Head übernahm das RNLI-Boot aus Torbay die Eskorte in den Heimathafen des Havaristen, und das Boot aus Salcombe machte am 19.1. um 1.Uhr wieder in seiner Station fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Elektronische Seekarte versetzte Riff, auf dem Minensucher strandete, um acht Meilen
(20.01.13) Mit kleinen Booten wurde am 19.1. weiterhin Personal von und zum gestrandeten Minensucher USS "Guardian" und den Marineschiffen "Bowditch – T-AGS 62" und dem Versorger "C-Champion", 2106 BRZ (IMO-Nr.: 9132284), transportiert im Rahmen der Bemühungen, das Boot vom Tubbataha Reef zu bekommen. Am 20.1. scheiterte ein Boardingversuch durch ein Team der „Bowditch“ am stürmischen Wetter vor Ort. Der Havarist wurde in der Brandung 90 Grad herumgedrückt, was weiteren Schaden am Korallenriff verursacht haben könnte.
Am 18.1. waren auch die letzten sieben Mann abgeborgen worden, nachdem bis dahin die Bergungsbemühungen fruchtlos geblieben waren. Mehrere Hilfsschiffe waren unterdessen zur Strandungsstelle unterwegs zu der Position 80 Meilen ostsüdöstlich von Palawan Island. Der Schlepper "Trabajador" hatte den Hafen von Subic bereits am 17.1. mit Kurs Sulu-See verlassen und wurde am 20.1. vor Ort erwartet. Ein Schiff der US Navy sollte am selben Tag in Puerto Princesa City eintreffen, und zwei Schiffe der 7. Flotte der US Navy in Okinawa, Japan, wurden in Marsch gesetzt, auch, um die Crew zu übernehmen. Es handelte sich um den Lenkwaffenzerstörer USS „Mustin – DDG 89“ der Arleigh Burke-Klasse, der in Yokosuka, Japan, stationiert ist, sowie die “USS Salvor (ARS-52),” der Safeguard-Klasse, dessen Basis auf Hawaii ist.
Am 19.1. veröffentlichte die U.S. National Geospatial-Intelligence Agency (NGA) erste Erkenntnisse zur Unglücksursache, nach denen die Digital Nautical Charts (DNC) falsche Daten enthalten können, die den Minensucher vom Kurs abbrachten. Da elektronische Seekarten auch auf anderen Schiffen der US-Marine genutzt werden, ergingen an diese vorsorglich Warnungen. Im konkreten Fall war wohl die Position des Tubbataha Reef auf der digitalen Karte falsch verzeichnet und um acht Meilen versetzt ausgewiesen worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Weitere Vermessungsarbeiten an Emsstrom-Wrack
(20.01.13) Am 19.1. war das britische Vermessungsschiff "Galatea", 3672 BRZ (IMO-Nr.: 9338591), über dem Wrack des gesunkenen Leeraner Schulschiffes "Emsstrom" vor Torbay, um zusätzliche Erkundungsarbeiten durchzuführen, nachdem bei einem Meeting in Torbay seine möglicherweise die Schifffahrt gefährdende Lage zur Sprache gekommen war. Das Wrack liegt dicht an der Tiefwasserreede für Großtanker und der westlichen Zufahrt zur Übernahme der Nordseelotsen an der Brixham Pilot Station sowie der südlichen Zufahrt und Wartezone nach Teignmouth. Quelle: Tim Schwabedissen



Kulluk wird weiter untersucht
(20.01.13) Personal der Coast Guard Anchorage und des National Center of Expertise und ein Salvage Emergency Response Team waren an Bord der Bohrinsel „Kuluk“, um deren Stabilität zu prüfen und weitere Informationen zur anstehenden Untersuchung von deren Strandung zu sammeln. Sie haben den äußeren und inneren Zustand unter die Lupe genommen und eine Videoinspektion des Rumpfes mit einem ROV durchgeführt. Die gewonnenen Daten werden noch analysiert, um die Sicherheit des Rigs abschätzen zu können. Das Rig darf weitrerhin die Kiliuda Bay nicht verlassen. Das eingedrungene Wasser, das durch abgerissene Luken eingedrungen war, wurde in einer Abteilung gesammelt. Eingeschlagene Fenster und Luken wurden abgedichtet. Weitere Schleppverbindungen wurden vorbereitet. 250 Menschen sind derzeit mit den Arbeiten rund um die “Kulluk” beschäftigt. Das 1983 erbaute und 2005 an Shell verkaufte Rig hatte 2012 in Beaufort Sea vor der Nordküste Alaskas gebohrt. Der verstärkte Rumpf ist in der Lage, Eis zu brechen und so jenseits der eisfreien Zeit auch eingesetzt zu werden. Es wird aber nicht vor dem Ende der Hummersaison in Kodiak, die am 16.1. begann, die Bucht verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot bei Motuhie Islands gekentert
(20.01.13) Am 19.1. um 6.37 Uhr kenterte in der Calypso Bay nahe Motuhie Island in Aucklands Hauraki Golf das 4,4 Meter lange Motorboot „.Tantifi“. Es hatte Buckland’s Beach auf dem Tamaki River zuvor mit vier Personen verlassen und geriet beim Passieren des Coruso Rock in Schwierigkeiten. Eine Welle schleuderte einen der Bootsfahrer umher, wodurch das Boot kenterte. Alle vier landeten im Wasser, einer unter dem Boot. Die Coastguard Howick, Waiheke und Auckland konnte alle Gekenterten mit nur geringen Blessuren retten. Das gekenterte Boot wurde nach Buckland’s Beach geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker in Haidong
(20.01.13) Ein 7,000-tdw-Tanker von Brightoil geriet in der vergangenen Woche in einem Dock des Zhejiang Haidong Shipyard in Brand. Das Feuer konnte von Werftarbeitern, die mit Malarbeiten beschäftigt waren, mit einem Wasserschlauch rasch gelöscht werden. Sie hatten starken Rauch und Flammen aus einer Kabine dringen sehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bis zu acht Tote nach Untergang von Longliner
(20.01.13) Vier Fischer kamen ums Leben, weitere vier wurden vermisst, nachdem am 18.1. ein Feuer auf dem südkoreanischen 29-Tonnen-Kutter „Hwang Gum 3005“ ausgebrochen war. Fünf Mann des Longliners wurden in der ostchinesischen See zunächst gefunden, doch vier starben nach der Rettung. Die japanische Küstenwache war mit zwei Schiffen im Einsatz, die um 13.30 Uhr und 14.15 Uhr eintrafen. Auch ein Suchflugzeug war vor Ort. Das Unglück ereignete sich 100 Meilen nördlich von Uotsuri, der größten Insel der Senkaku-Kette. Sieben Mann kamen aus Südkorea, zwei waren Chinesen. Sie waren mit Rettungswesten ins Wasser gesprungen, nachdem ein Feuer ihr Schiff zum Sinken brachte. Vor Ort waren drei Meter hohe Wellen. Quelle: Tim Schwabedissen



Seastreak Wallstreet (Bild: Wescom)   Großbild klick!
Gestrandeter US-Minensucher bis auf Restcrew evakuiert
(18.01.13) Der überwiegende Teil der Crew des auf dem Tubbataha Reef gestrandeten Minensuchers USS „Guardian“, 1367 ts, hat das Schiff am 18.1. aus Sicherheitsgründen verlassen, nachdem erste Bergungsversuche bei Hochwasser gescheitert sind. Es war am 17.1. gegen zwei Uhr von der ehemaligen US Base Subic Bay kommend auf dem Transit durch den Tubbataha National Marine Park, einem Korallenriff in der Sulu Sea, 640 Kilometer südwestlich von Manila, aufgelaufen. Nach Angaben der 7th Fleet der US Navy wurden 72 der 79 Mann auf den Militärtransporter USS „C Champion“ und USNS „Bowditch (T-AGS 62)“ übergesetzt. Die verbleibenden sieben Mann, darunter Kommandant und 1. Offizier sowie Maschinenpersonal, verblieben an Bord, so lange ihre Sicherheit nicht gefährdet schien.
Die USS “Guardian” lag mit dem Bug aufrecht auf dem Riff und hatte bislang keine Lecks. Am 18.1. herrschte vor Ort rauhe See. Die philippinische Coastguard untersuchte den Schaden am Riff. Auf 10 Metern wurde es nach ersten Erkenntnissen in Mitleidenschaft gezogen. Die Naval Forces West schickten das Patroullienboot 383, das am 18.1. gegen 10 Uhr vor Ort eintraf. Bislang hat die US Marine noch keine Hilfe des philippinischen Militärs angefordert.
Die USS “Guardian (MCM-5)” gehört zur Avenger Klasse und wurde am 8.5.198 bei den Peterson Builders, Sturgeon Bay, Wisconsin; auf Kiel gelegt. Stapellauf war am 20. Juni 1987; und am 16. Dezember 1989 erfolgte die Indienststellung. Sie gehört zur 7. US Flotte. Das Schiff ist 68 Meter lang, 12 Meter breit und hat vier Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen



Seastreak Wallstreet (Bild: NTSB)   Großbild klick!
Pendlerfähre hatte Propellerschaden bei Havarie
(18.01.13) Die New Yorker Pendlerfähre "Seastreak Wallstreet" hatte einen beschädigten Propeller, als sie von Highlands in New Jersey kommend am 9.1. mit der Pier 11 am South Street Seaport kollidierte, doch es ist noch nicht bekannt, ob dies ein Faktor war, der zu dem Unfall, bei dem 74 Menschen verletzt wurden, führte. An Bord waren 326 Fahrgäste und fünf Mann Besatzung, als sich die Havarie ereignete. Das National Transport Safety Board hat derzeit 11 Inspektoren vor Ort, die in den vergangenen Tagen die Crew und 13 Passagiere befragten.
Eine Unterwasserinspektion zeigte den Propellerschaden an Backbordseite. Eine detaillierte Untersuchung wird durchgeführt werden, wenn das Schiff zur Reparatur aus dem Wasser kommt. Das Army Corps of Engineers wurde gebeten, eine Untersuchung der Zufahrt zur Pier auf mögliche Unterwasserhindernisse durchzuführen. Am Steuerungssystem wurden bislang keine Fehler entdeckt. Weiterhin werden die Hauptmaschine und die Kontrollsysteme getestet sowie die Maschinenkontrollsystemdaten und die Videos der Bordkameras analysiert. Ein Augenmerk gilt den Umbauten an der Fähre in der Vergangenheit.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuerwehrtaucher dichtete Leck auf der Lek mit Fuß ab
(18.01.13) In der Nacht zum 18.1. schlug auf dem Lek ein mit 65 Containern voller Kaffee beladenes Binnenschiff bei Schoonhoven leck. Der Kapitän hatte den Wassereinbruch entdeckt, der sein Schiff tiefer tauchen ließ, und rief die Feuerwehr. Diese entdeckte, dass das Wasser bereits einen Meter hoch im Maschinenraum stand. Ein Taucher der Feuerwehr konnte die Leckage von 5x2 Zentimetern ausmachen und dichtete sie mit seinen Füßen ab, während das Wasser ausgepumpt wurde und die Einsatzkräfte von innen eine Leckpatsche setzten. Gegen drei Uhr waren rund 150 m3 Wasser gelenzt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rammte Kai in Igoumenitsa
(18.01.13) Die italienische Fähre „Coraggio“ kollidierte am Abend des 17.1. mit einer Pier in Igoumenitsa, als sie von Venedig kommend in den Hafen einlief. Die 114 Passagiere und die Crew blieben unversehrt, aber das Schiff wurde zur Untersuchung mit einem Fahrverbot belegt. Die “Coraggio“, 25993 tdw (IMO-Nr.: 9350680), wurde 2007 erbaut und läuft für Grimaldi.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter treibt brennend im Atlantik
(18.01.13) Auf dem spanischen Ro-Ro-Frachter „OPDR Andalucia“, der bereits seit dem Abend des 16.1. im Atlantik trieb, brach am 17.1. ein Feuer aus. Das Schiff befand sich vor der marokkanischen Küste. Es war von Arrecife nach Sevilla unterwegs gewesen. Gegen Mittag befand sich der Havarist auf Position 31 37 N 011 07 W. Die „OPDR Andalucia“, 11197 BRZ (IMO-Nr.: 9331206) wurde 2007 erbaut und hat als Manager die OPDR Canarias SA.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier saß auf St. Lawrence Revier fest
(18.01.13) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Frachter „Greta Selmer“, 92079 BRZ (IMO-Nr.:9435076) lief am 17.1. auf dem St. Lawrence River nahe Sainte-Pétronille, Quebec, auf Grund. Das Schiff konnte wenig später wieder flottgemacht werden und erhielt durch Transport Canada die Genehmigung zur Weiterfaht zur Sept-Îles, wo es Anker warf und von Inspektoren des Transport Safety Board untersucht wurde. Der 292 meter lange Frachter hat eine Verdrängung von 175181 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Lübecker Barkasse
(18.01.13) Am 17.1. um 9.50 Uhr brach bei Arbeiten an Bord der der für Hafenrundfahrten in Lübeck genutzten Barkasse „Adolf Stühff“ an der Lübecker Obertrave ein Brand im Maschinenraum aus. Zwei Metallschlosser wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in die Uniklinik Lübeck gebracht. Sie hatten Flexarbeiten auf dem Fahrgastschiff durchgeführt. Durch den dabei entstandenen Funkenflug geriet offensichtlich ein Schlauch in Brand.
Das Feuer breitete sich unter den Flurplatten aus und beschädigte Kabelstränge, Batterien und die Persenninge. Die Feuerwehr Lübeck löschte den Brand. Die Schadenshöhe wurde auf ca. 30 000 Euro geschätzt. Die „Adolf Stühff“ ist eine ehemalige Hamburger Hafenbarkasse, die 1964 auf der Wolkau-Werft in Hamburg gebaut wurde. Sie ist 14,87 Meter lang und 4,25 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Wracks vor Holland müssen geräumt werden
(18.01.13) Um die Sicherheit der Fahrwasser zu holländischen Häfen zu verbessern, will Rijkswaterstaat zwischen 2013 und 2016 Teile von vier Wracks räumen lassen. Am 16.1. 2013 hat Rijkswaterstaat Boskalis und Van den Herik Sliedrecht damit beauftragt, dort die notwendige Wassertiefe herzustellen. Drei von den Wracks werden teilweise, eines ganz geräumt. Sie waren zwar bislang mit Tonnen markiert, doch stellen sie für die immer tiefer gehenden Schiffe eine Gefährdung dar.
Zwei Schiffe werden von Boskalis zerlegt. 55 Kilometer vor Ijmuiden liegt ein unbekanntes Wrack, das teilweise in diesem Jahr geräumt wird. Das 1985 gesunkene Fischereifahrzeug „Jan Breydel”, das 70 Kilometer vor Walcheren liegt, wird komplett beseitigt. Herik wird im Fahrwasser zwischen Vlieland und Terschelling ein unbekanntes Wrack und auf der Westerschelde das aus dem Jahr 1952 stammende Wrack des Dampfers “Ariana zwischen Vlissingen und Hansweert zerlegen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Unfallflüchtiger Frachter wird vor Kochi untersucht
(18.01.13) Ein Team des Mercantile Marine Department (MMD) und der Coastal Police ging am 17.1. an Bord des unter Panama-Flagge laufenden Frachters "Izumo", 14162 BRZ (IMO-Nr.: 9414967), der den indischen Kutter "Al-Ameen" 18 Meilen westlich von Beypore am Nachmitag des 16.1. überlaufen und versenkte hatte. Der Datenrekorder und das Logbuch wurden sichergestellt. Das Schiff war von der Coast Guard angewiesen worden, rund sieben Meilen vor Kochi vor Anker zu gehen. Der Datenrekorder war bereits in den Nachtstunden versiegelt worden, um Manipulationen zu verhindern. Am 18.1. sollten die Daten dekodiert werden. Ein Inspektor aus Mangalore wird das Logbuch untersuchen und den chinesischen Kapitän verhören.
Das MMD wurde am Morgen des 17.1. durch das Directorate General of Shipping um Hilfe gebeten. Auch die Coastal Police in Beypore hat eine Untersuchung eingeleitet. Es liegt Fotomaterial vor, nachdem der Kutter “Sheherban" Fotos, die bei der Rettung der Crew der "Al Ameen” mit Mobiltelefonen gemacht wurden, zur Verfügung gestellt wrden. Diese wiederum hatte auf dem Rumpf des Kollisionsgegners die Aufschrift ‘NYK Hinode’ erkennen können, was eine Zuordnung zur Reederei der "Izumo" die mit einer Ladung Sojabohnen von Kandla in Gujarat nach Singapur unterwegs war, ermöglichte.
Die 21-köpfige Crew, darunter 19 Chinesen und zwei Mann aus Taiwan und Myanmar, hatte die Kollision nach eigenen Aussagen nicht bemerkt. Die "Izumo" war von der “Samar” der Coast Guard 15 Meilen vor Kochi gestoppt worden, weil sie den Fotos und dem AIS-Track entsprach. Am Bug wurden Schrammen und Farbspuren entdeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper sank auf Mississippi
(18.01.13) Der amerikanische Schlepper „St Paul“ (MMSI-Nr.: 366808010), der 4000 Gallonen Öl und 100 Gallonen Ölabfall an Bord hatte, sank am 17.1. gegen 17.30 Uhr auf dem Mississippi bei Meile 135 nahe LaPlace. Das Schiff lag 200 Fuß von der Westbank entfernt, als es bei Lenzarbeiten am Heck unterging, nachdem die Pumpen nicht mehr gegen das dort aus unbekannter Ursache eindringende Wasser ankam. Die Coast Guard schickte ein Team, das eine Ölsperre bereit hielt. Wenn die umweltgefährdenden Stoffe von Bord sind, soll die GE Capital Commercial Inc. einen Bergungsplan vorlegen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Strandung bewahrt
(18.01.13) Die Crew der Fregatte HMS “St Albans” rettete den Kutter “Lady Ellen” am 16.1. vor der Strandung auf Felsen vor Rame Head im Plymouth Sound. Das Marineschiff war auf Manöverfahrt vor Plymouth, als es einen Mayday-Ruf des Kutters auffing, der Maschinenausfall erlitten hatte und zu stranden drohte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote und fünf Vermisste bei Kutterbrand
(18.01.13) Auf einem südkoreanischen Kutter brach am 18.1. 100 Meilen nördlich der Senkaku Islands ein Feuer aus. Ein Flugzeug der japanischen Coastguard war um 8.30 Uhr vor Ort. Ein weiteres südkoreanisches Schiff konnte vier Mann bergen, von denen drei allerding schon tot waren. Fünf weitere Besatzungsmitglieder wurden vermisst. Insgesamt waren sieben Koreaner und zwei Chinesen an Bord. Die Suche nach den Vermissten ging weiter. Japanische Patroullieboote unterstützten die Suche.
Quelle: Tim Schwabedissen



Unfallflüchtiger Frachter wird vor Kochi untersucht
(18.01.13) Der chinesische Frachter “Chun Xing” geriet am 18.1. gegen Mitternacht beim Auslaufen aus Kobe mit einer Ladung von 948 Tonnen Schrott an Bord in Brand. Die japanische Coast Guard fing einen Notruf auf und schickte mehrere Patroullienboote. Das Schiff konnte, während die Löscharbeiten bereits durchgeführt wurden, gegen fünf Uhr in Kobe festgemacht werden. Die neunköpfige Crew blieb unversehrt. Die “Chun Xing”, 1552 tdw (IMO-Nr.: 8403741), wurde 1984 erbaut, führt die Flagge von Kambodscha und hat als Manager die Raiser Shipping Co. Ltd. in Dalian.
Quelle: Tim Schwabedissen



Verfahren um Untergang der „Queen of the North“ hat begonnen
(18.01.13) Am 18.1. wurde Karl Lilgert, der am 22.3.2006 auf der Brücke der “Queen of the North” stand, belastet, dass er nicht nach Backbord abdrehte, als die Fähre in den Wright Sound einlief und 20 Minuten lang auf Gil Island zulief. Sein Verteidiger machte schlechtes Wetter, nicht ausreichende Navigationsausrüstung und eine unzureichend besetzte Brücke mit verantwortlich für den Untergang. Lilgert war im März 2010 angeklagt worden, plädiert aber auf nicht schuldig. Das Verfahren wird rund sechs Monate dauern, Dutende von Zeugen sollen befragt werden, ebenso Passagiere und Fischer, die an der Rettung beteiligt waren, sowie die Familien der beiden bis heute vermissten Fahrgäste.
Quelle: Tim Schwabedissen



Amy Harris – CN 35 (Bild: Royal Navy)   Großbild klick!
Rasche Rettung von brennendem Kutter>
(17. 01.13) Am 16.1. geriet der Kutter “Amy Harris – CN 35” aus Campbeltown 1,5 Meilen südwestlich der Isle of Arran im Firth of Clyde in Brand. Die vierköpfige Crew funkte um 15.03 Uhr einen Mayday-Ruf, der von der Belfast Coastguard aufgefangen wurde. Die Fischer hatten dazu ein Mobiltelefon nutzen müssen, weil sie wegen der Brandentwicklung nicht mehr ins Ruderhaus kam. Um 15.08 Uhr wurde ein Hubschrauber von HMS Gannet in Prestwick angefordert, der sich sechs Minuten später in der Luft befand.
Der Havarist befand sich drei Meilen südlich von Kilmory. Bei schwindendem Licht, aber moderatem Wetter erreichte ein Sea King von der Base Ayrshire um 15.25 Uhr das Schiff, auf dem sich das Feuer vom Maschinenraum über das Ruderhaus weiter ausgebreitet hatte. Es war aus der Luft zwar kein offenes Feuer zu sehen, aber eine Menge Rauch. Die Crew hatte sich bereit gemacht, das Schiff zu verlassen und eine Rettungsinsel zu Wasser gebracht. Doch der Hubschrauber von HMS Gannet war so schnell vor Ort, dass sich die Fischer noch auf dem Vorschiff befanden. Da der Kutter in der rauen See stark arbeitete, war das Aufwinschen nicht einfach.
Der Navigator brachte den Hubschrauber auf die richtige Position. Dabei nutzte er die Frachtluke des Hubschraubers, aus der eine bessere Sicht auf das Geschehen möglich war. Dann wurde die Kontrolle wieder den beiden Piloten übergeben, die über dem Havaristen hoverten, während die Crew aufgewinscht wurde. Sie wurde unversehrt nach Campbeltown geflogen. Auch die RNLI-Boote aus Arran und Campbeltown sowie die Coastguard-Rettungsteams aus Arran und Campbeltown waren alarmiert worden. Das Boot aus Campbeltown blieb vor Ort und überwachte das brennende Schiff.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schicksal der „Emsstrom“ diskutiert
(17. 01.13) Der Schlepper "Christos XXII" lag, nachdem er am 15.1. in die Weymouth Bay geschleppt worden war, dort weiter längsseits der „Brent“, während Taucher Reparaturen ausführten, um das Schiff so weit zu stabilisieren, dass es nach Portland einlaufen kann. Am Nachmittag des 15.1. gab es derweil ein Treffen, auf dem die Zukunft der "Emsstrom" diskutiert wurde. Vorsitz hatte Hugh Shaw, Sekretär des State’s Representative for Maritime Salvage and Intervention.
Es habe mehrere interessierte Seiten gegeben, hieß es, doch bevor endgültige Entscheidungen gefällt würden, müssten noch weitere Prüfungen und Untersuchungen stattfinden. So wurde von den einstigen deutschen Eigner ein Bericht darüber angefordert, was exakt sich noch an Bord befunden hatte. Taucherorganisationen haben bereits Interesse angemeldet, das Schiff als Tauchwrack zu nutzen. Zuvor muss aber möglicherweise die Wassertiefe über der „Emsstrom“ zur Sicherheit des Schiffsverkehrs durch Abtrennen von Schiffsteilen erhöht werden.
Shaw dankte bei dem Meeting auch der Coastguard, der Royal Navy, der RNLI, den Maritime and Towage Services Torbay, dem Torbay Council und den Hafenbehörden für die professionelle Weise, mit der die Situation gehandhabt worden war. Um das Wrack herum wurde eine 500 Meter große Sperrzone eingerichtet. Die Trinity House-Tonnenleger "Alert" und "Patricia" haben begonnen, entsprechend Tonnen auszulegen. Taucher wurden gewarnt, zur „Emsstrom“ in den kommenden Tagen abzusteigen. Das Wrack sei gefährlich und noch nicht erforscht. In den kommenden Tagen würde es weitere Informationen durch die Torbay Harbour Authority geben.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker wieder in Fahrt
(17. 01.13) Der liberianische Aframax-Tanker “Petrokrepost”, 105657 tdw (IMO-Nr.: 9174672), hat seine Fahrt wieder aufgenommen und läuft mit eigener Kraft durch raue See in Richtung der Azoren. Am 17.1. befand sich das Schiff auf Position 42 50 N 033 28 W und lief mit fünf Knoten einen Kurs von 163 Grad. Zuvor hatte das Schiff am Abend des 15.1. auf Position 45 05 N 033 54 W im Atlantik getrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Sharjah gestrandet
(17. 01.13) Der nordkoreanische Frachter “Sea Blue” strandete am Morgen des 15.1. vor Sharjah, kurz nachdem er aus Dubai ausgelaufen war, nachdem in stürmischer See die Maschine ausgefallen war. Er war unterwegs zu einer Reihe von Häfen in Ostafrika. Die 11-köpfige Crew blieb an Bord des Schiffes. Örtliche Medien sprachen davon, dass der Frachter schwer beschädigt sei und vor Ort abgebrochen werden müsse, doch dies lässt sich aus vorliegenden Bildern nicht herleiten. Die “Sea Blue”, 3099 tdw (IMO-Nr.: 7358638), wurde 1974 erbaut und hat als Manager die Al Sadiq Ship Management LLC in Sharjah.
Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht bei Struus Baii gestrandet
(17. 01.13) Am 16.1. um zwei Uhr wurde die NSRI Agulhas alarmiert, nachdem die Yacht “Atlantis“ mit einer zweiköpfigen Crew westlich von Struis Baai strandete. Der Skipper aus Kapstadt, der auf dem Boot lebt, war unterwegs von der Richards Bay in den Heimathafen und hatte zuletzt in Port Elizabeth gelegen. Bei 40 Knoten Wind und bis zu drei Meter hohen Wellen suchte er Schutz in der Bucht. Das Rettungsboot „Vodacom Rescuer VII” lief auf den Notruf hin aus und fand die Yacht auf dem Strand vor. 12 Rettungskräfte der NSRI konnten in Nassanzügen das Boot durch die Brandungszone wieder in tieferes Wasser schieben, wo der Motor gestartet wurde.
Zwar hatte das Ruder Schaden genommen, und einer der Motoren fiel aus, aber es gelang dennoch, so weit seewärts zu kommen, dass das Rettungsboot die „Atlantis“ in Schlepp nehmen konnte. Sie wurde an der Marlin Mooring in der Bucht von Struis Baai festgemacht. Wenn der Sturm nachgelassen hatte, sollte die Yacht voraussichtlich am 17.1. in den Hafen von Struis Baai geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Unfallflucht vor Beypore gestellt
(17. 01.13) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Izumo”, 14162 BRZ (IMO-Nr.:9414967), überlief und versenkte am 16.1. um 15.45 Uhr ein Fischerboot rund 18 Meilen vor Beypore unweit von Kozhikode. Die drei Fischer konnten sich nur mit einem Sprung ins Wasser retten, als sie ein Schiff mit der Aufschrift NYK heranrauschen sahen, und wurden wenig später von einem anderen in der Nähe befindlichen Kutter mit leichten Verletzungen aus dem Wasser gezogen. Ein Polizeiboot brachte die drei Männer aus Chalyam später nach Kozhikode, wo sie im Krankenhaus untersucht wurden.
Der Frachter hatte seine Fahrt, ohne zu stoppen, fortgesetzt. Nachdem der Unfall gemeldet wurde, schickte die indische Coast Guard eine Dornier und zwei schnelle Patroullienboote in das Seegebiet vor der Küste von Kerala. Zwei Schiffe, die “Izumo” sowie der indonesische Bulkcarrier “Fenghai”, wurden dort aufgespürt und zu weiteren Untersuchungen in den Hafen von Cochin dirigiert. Die „Izumo”, die von nach Singapur war, hatte sich am dichtesten an der Unfallstelle befunden. Auf der Reede von Kochi wurde der Rumpf untersucht und nach Spuren der Kollision gesucht.
Quelle: Tim Schwabedissen



US-Minensucher vor Philippinen auf Riff gelaufen
(17. 01.13) Der Minensucher USS “Guardian – MCM 5” der US Navy ist am 16.1. um 2.25 Uhr in der Sulu Sea vor den Philippinen auf das Tubataha Riff rund 80 Meilen ostsüdöstlich von Palawan Island gelaufen. Die 81-köpfige Crew blieb unversehrt. Das im japanischen Sasebo stationierte Schiff der Avenger-Klasse hatte gerade einen Hafenbesuch in der Subic Bay absolviert. Patroullienboote wurden zur Untersuchung der Lage zur Unfallstelle geschickt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Jakolof Bay soll gehoben werden
(17. 01.13) Die US Coast Guard überwachte die Arbeiten, den am 24.12.2012 in der Jakolof Bay gesunkenen, 53 Fuß langen Kutter “Leading Lady” am 17.1. zu bergen. Er war ebenso wie die „Kupreanof“ durch Schneelast unter Wasser gedrückt worden. Seitdem lief aus der “Leading Lady” Öl aus, das die nahen Austerfarmen gefährdete. Nach Angaben des Eigners aus Valdez waren nur rund 50 Gallonen Öl und 35 Gallonen anderer ölhaltiger Stoffe an Bord. Die „Kupreanof” hatte keine Maschine und auch kein Öl mehr an Bord. Taucher sollten nun Auftriebskörper am Rumpf der “Leading Lady”, deren Masten noch aus dem Wasser ragen, anbringen. Danach sollte ein Kran das Wrack anheben.
Global Salvage and Diving wurde für die Reinigungsarbeiten, die durch den National Pollution Fund finanziert wurden, unter Vertrag genommen. Der aus den1950ern stammende Kutter war am 1.10. von Sand Point kommend eingelaufen. Bei einer Inspektion wurden Rumpf, Elektrik und Batterien in schlechtem Zustand vorgefunden, ebenso die Planken im Bereich des Wassergangs. Mit Kork sollte das Schiff dichtgehalten werden, doch nachdem die Schneelast es vier Fuß hoch bedeckte, geriet dieser unter Wasser, sodass Wasser eindringen konnte. Am 25.12. um 14.47 Uhr wurde der Untergang gemeldet. Danach breitete sich ein Ölfim auf 100x100 Fuß aus.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kenianische Fähre auf Grund gelaufen
(17. 01.13) Am Morgen des 15.1. lief die kenianische Fähre "Likoni" (MMSI-Nr.:634118000), wegen niedrigen Wasserstands am Likoni Crossing Channel auf Grund. Es gab keine technische Ursache für die Havarie. Die Fähren "Nyayo", "Kwale" und "Kilindini" wurden eingesetzt, die sich aufstauenden Fährnutzer überzusetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Havarie von Feuerlöschboot durch Leichtfertigkeit verursacht
(17. 01.13) Über die Havarie des 65 Fuß langen Feuerlöschbootes „City of Portland IV“ aus Portland, Oregon, am 15.10.2011, bei der ein Schaden von über 50000 Dollar entstand, wurde jetzt von der Coastguard ein Untersuchungsbericht fertiggestellt. Das 38-Tonnen-Schiff war mit 14 Knoten durch die Casco Bay gelaufen, als es bei Fort Gorges über ein altes Wrack lief. Es war zwei Stunden vor Niedrigwasser an jenem Abend mit hoher Fahrt durch das mit Hindernissen und Untiefen gespickte Gebiet gefahren.
An Bord waren eine zweiköpfige Crew sowie 12 zivile Fahrgäste, mit denen das Boot gegen 17 Uhr die Maine State Pier zu einer sogenannten Trainingsfahrt verlassen hatte. Die zwei Feuerwehrmänner waren nach dem Unfall suspendiert worden. Diese Maßnahme musste aber später wieder rückgängig gemacht werden. Offenbar hatten beide nicht die notwendige Sorgfalt walten lassen. Das Boot war erst auf dem Fore River und unter der Casco Bay Bridge hindurch gelaufen.
Dann drehte es und passierte das Bug Light und das Spring Point Ledge Lighthouse in Süd-Portland, bevor es Kurs auf die Peaks Island nahm. Diese wurden mit fünf Knoten passiert, dann drehte das Boot auf Fort Gorges zu und hatte die Fahrt auf 14 Knoten erhöht, als es ein flaches Gebiet zwischen Fort Gorges und Little Diamond Island gegen 17:55 Uhr querte. Wenig später kam es zur Kollision mit dem Hindernis, bei der der Backbordpropeller samt Schaft sowie das Ruder beschädigt wurden. Es war direkt über das betonnte alte Wrack gelaufen, das in 8,9 Fuß Wassertiefe lag. Nach der Kollision wurde eine Untersuchung durchgeführt, ob das Boot dicht war und niemand sich verletzt hatte, dann lief es mit sieben Knoten zur Maine State Pier zurück, wo es um 18:18 Uhr festmachte.
Das Gebiet zwischen Fort Gorges und Little Diamond ist dicht befahren. Das Wrack liegt außerhalb des ausgetonnten Fahrwassers, sodass eine sichere Passage gewährleistet ist. Es ist jedoch nicht unüblich, außerhalb des Fahrwassers zu fahren, dann muss aber mit der notwendigen Sorgfalt navigiert werden. Viele Hummerfischer sind am Wrack aktiv. Letztlich handele es sich um nichts als gute Seemannschaft, hieß es. Ein Hafenlotse aus Portland hatte sich überrascht geäußert, wie schnell das Boot indes in dem Bereich mit Unterwasserhindernissen und bei ablaufendem Wasser unterwegs war. Zweifel wurden auch an dem Fahrtzweck Trainingsfahrt geäußert. Es habe sich wohl vielmehr um einen Ausflug gehandelt. Das Feuerlöschboot war bereits im November 2009 verunglückt, als es auf eine Untiefe in der Whitehead Passage gelaufen war zwischen den Peaks und Cushing Islands. Damals betrug der Schaden 90,000 Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vorschriftswidrigen Bauplänen der „Lamma IV“ wurde zugestimmt
(17. 01.13) Der damalige Leiter des Marine Department in Hongkong, der im November 2011 in den Ruhestand ging, hat vor 18 Jahren den Bauplänen der “Lamma IV” zugestimmt, auch wenn diese keine wasserdichten Abteilungen enthielten, wie sie für Fähren, die mehr als 100 Passagiere befördern, Vorschrift sind. Dies sagte er bei der Untersuchung des Untergangs am 1.10.2012 nach der Kollision mit der „Sea Smooth“ vor Lamma Island, dem 39 Menschen zum Opfer fielen, am 16.1. aus. Die Lee Shipyards hätten ihm 1994 die Pläne für die “Lamma IV“ vorgelegt, die er 1995 abzeichnete. Sie enthielten den Rumpf, Maschinen, die Elektrik sowie sonstige Installationen. Nach den Instructions for the Survey of Launches and Ferry Vessels, hätte es auch Abteilungen geben müssen. Vorgeschlagen wurden aber lediglich 15 Änderungen, die die Kalkulationen für Stabilität und flutbare Länge betrafen.
Quelle: Tim Schwabedissen
Costa Concordia (Bild: Parbuckling Project)   Großbild klick!
Leichen der letzten Vermissten der „Costa Concordia“ in Hecktrümmern gefangen?
(16. 01.13) Ein Jahr nach dem Untergang der “Costa Concordia" wird berichtet, dass sich die Leichen der sizilianischen Passagierin Maria Grazia Trecarichi und des indischen Besatzungsmitglieds Russel Rebello, die bisher vermisst sind, im Achterschiff lokalisiert wurden. Sie sollen sich in einem der unzugänglichsten Bereiche unweit des Hecks befinden, sodass eine Bergung erst nach einem Aufrichten des Wracks möglich ist. Der Feuerwehrchef, Ingenieur Ennio Aquilino, bestätigte, dass sie sich mit höchster Wahrscheinlichkeit in einem kollabierten Schiffsbereich nahe des Hecks befinden. Von den Bergungsfirmen Titan Salvage und Micoperi gab es indes keine entsprechende Bestätigung.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rig in Singapur wieder aufgerichtet
(16. 01.13) Am Jurong Shipyard in Singapur wurde am 14.1. das Rig „Noble Regina Ellen“, das am 3.12.2012 dort Schlagseite entwickelt hatte, wieder aufgerichtet. 89 Arbeiter waren bei dem Unfall auf der Bohrinsel der Sembcorp Marine verletzt worden. Nachdem die Insel wieder aufgerichtet war, wurde eine Untersuchung eingeleitet, warum sie sich auf die Seite legte. Reparaturarbeiten bleiben so lange untersagt. Das dreibeinige Rig hätte im ersten Quartal 2013 abgeliefert werden sollen, nun wird es wohl das dritte Quartal werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Reifen mit Kette legte Fähre lahm
(16. 01.13) Die zwischen Haugesund und Utsira verkehrende, norwegische Fähre “Utsira", 1513 BRZ (IMO-Nr.: 9334507), erlitt am 14.1. gegen 20 Uhr kurz nach dem Ablegen in Garpaskjær in Haugesund Maschinenausfall. Es gab einen lauten Knall, dann brach die Maschine zusammen, und das Schiff trieb außer Kontrolle von Risøy in Richtung Hasseløy. Trotz des Versuches, das Schiff mit einer Notankerung zu stoppen, rammte es dort den Kai des Sjøfartdsdirektoratet sowie einen dort liegenden Versorger. Niemand wurde auf der Fähre, auf der sich keine Passagiere befanden, verletzt, doch diese erlitt Schäden am Rumpf, und auch der Kai wurde in Mitleidenschaft gezogen. Das Rettungsboot „Bergen Kreds" nahm die Fähre in Schlepp und legte sie an den Kai, wo eine Inspektion begann. Taucher fanden einen Reifen und eine Kette um den Propellerschaft gewickelt, was zu dem Maschinenausfall geführt hatte. Solche Kombinationen sind im Smedasund an Piers gebräuchlich als Fender. Die Fähre musste in einer Werft repariert werden, doch der Fährdienst von und nach Utsira blieb den 15.1. über unterbrochen. Die als Ersatz gedachte Fähre "Røværfjord" musste erst vorbereitet und für den Winterdienst durch die norwegischen Schifffahrtsbehörden zugelassen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sanderoision legt Wracks auf Süderoog frei
(16. 01.13) Die am 24.12. 1870 bei schwerem Eisgang bei Süderoog gestrandete spanische Bark „Ulpiano" ist durch Sanderosion derzeit weitgehend freigelegt. Zwei Meter hoch ragt der algenbedeckte, rostige Rumpf jetzt aus dem Wattboden. Experten begannen mit einer Untersuchung des Wracks, das auf einer Sandbank westlich der Hallig liegt. Vermessungsspezialisten des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz begaben sich auf den Süderoogsand, um den Eisenrumpf näher zu inspizieren, das wenige Meter von der Bake auf dem größten und südlichsten der drei nordfriesischen Außensände in einem Kolk liegt. Die Sandbank wandert seit 2005 rund 40 Meter jährlich nach Osten. Unweit der „Ulpiano“ trat auf diese Weise jetzt auch ein hölzerner Frachtensegler, der schon mit Eisen verbolzt wurde und deshalb ungefähr um 1700 entstanden sein dürfte, zutage. Sein genaues Alter soll mit dendrologischen Untersuchungen näher eingegrenzt werden. An anderer Stelle ragen die Überreste eines weiteren Stahlschiffes aus dem Sand. Bei dieser Dynamik besteht die Hoffnung, dass noch weitere Schiffe gefunden werden könnten. Seit 1600 wurden in Nordfriesland etwa 800 Schiffsstrandungen urkundlich belegt. Besonders viele Wracks liegen in der Nähe der Bake liegen, weil die Schiffsbesatzungen versuchten, sich bei drohendem Schiffbruch dorthin zu retten. Genau dies tat auch die zwölfköpfige Crew der 44 Meter langen und acht Meter breiten "Ulpiano". Ihr Schiff trieb auf der Jungfernfahrt auf den Sand. Die Männer retteten in die Bake flüchten, von wo sie einige Tage später von den Bewohnern Süderoogs gerettet wurde. Zehn Wochen verbrachten sie auf der Hallig, wo noch heute das nach der Strandung vom Wrack geborgene, reich verzierte Heckschild ihres Schiffes an das Ereignis erinnert, das auch in dem jüngst erschienenen Buch „Das Geheimnis der ‚Ulpiano’“ beschrieben wird. Die Gallionsfigur ist im Inselmuseum auf Föhr zu sehen, wo sie auf den Strand getrieben war. Decksplanken, Niedergänge und Aufbauten wurden als Brennholz geborgen. Übrig blieb der stählerne Rumpf, der bei einer weiteren Wanderung des Sandes in einem vorgelagerten Priel sein endgültiges Grab finden könnte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Disput um Identität von Wrack vor Rügen
(16. 01.13) Nach dem Fund eines Wracks nordöstlich von Hiddensee in 21 Metern Tiefe durch Forschungstaucher geht der Disput weiter, ob es es sich, wie zunächst angenommen, um die „Großfürst Constantin“ handelt. Dieser erste deutsche Schraubendampfer, der 1857 in Rostock erbaut wurde und am 26. Januar 1861 nach einer dramatischen Eisfahrt vor Rügen sank, hatte seither als verschollen gegolten. Die Fähre war mit einer Ladung Esen und Kohlen von Leith nach Rostock unterwegs gewesen und bis auf vier Meilen an Warnemünde herangekommen. Dort aber erwies sich der Eisgang als zu stark zum Einlaufen. Nachdem das Schiff abgedreht hatte, geriet es mit den Eisfeldern ins Treiben. Nahe Lancken auf Wittow schob sich Packeis bis über das Schiffsdeck und riss den Rumpf auf. Im Maschinenraum kam es zu einem Wassereinbruch, und die 17-köpfige Crew musste den Dampfer aufgeben. Sie irrte eine Stunde über das Eisfeld, bis Fackeln, die von Lotsen entzündet wurden, ihnen einen Weg zum rettenden Strand wiesen. Ihr Schiff versank derweil auf Höhe von Schwarbe.
Experten des Landesverbandes für Unterwasserarchäologie Mecklenburg-Vorpommern, die im Herbst das Wrack betauchten, stießen im Maschinenraum auf Objekte, die als Oberflächenkondensatoren, die erst ab 1863 angewendet wurden, identifiziert wurden. Zuvor wurden Einspritzkondensatoren in die Dampfmaschinen eingebaut. Die ungewöhnlich kompakte Dampfmaschine mit ihren zwei kleinen, einzeln stehenden Zylindern wurde erst mit der Entwicklung der Gleichstrom-Dampfmaschine durch den Berliner Ingenieur Johannes Stumpf möglich, der von 1862 bis 1936 lebte.
Dendrologische Untersuchungen von Holzproben ergaben, dass es erst um 1904 geschlagen wurde. Der Stralsunder Unterwasserarchäologe Thomas Förster, der das Wrack zusammen mit Forschern des Rostocker Vereins Archaeomare entdeckte, hielt dagegen, dass vielleicht im Nachhinein fremde Hölzer in das Wrack gespült wurden. Förster überzeugt auch die Identität der Maße vom Wrack mit den Bauunterlagen. Die Länge zwischen Vorschiff und Achterschiff wurde mit 55 Metern und eine Breite von etwa 6,50 Metern eingemessen. Die „Großfürst Constantin“ hatte eine Länge von 55,47 Metern und eine Breite von 6,40 Metern. Zudem stimmten die Stevenform, das Vorschiff mit der Winde, der hölzerne Mast sowie das Kielschwein mit zeitgenössischen Schiffsdarstellungen überein. Im Vorschiff hatten die Taucher zwei eiserne Stockanker gefunden, die etwa ab 1850 in Gebrauch kamen. Größere Schiffe waren ab 1870 mit dem Martinsanker und ab 1891 mit dem noch heute gebräuchlichen Patentanker ausgerüstet. Auffällig sei auch der eckige Kessel mit Schornsteinansatz, mit dem auch die „Großfürst Constantin“&xnbsp; ausgestattet gewesen sei. Dass die Blätter des Propellers fehlten, stütze die These, dass, wie überliefert, im Eis der Propeller verloren gegangen sei. Zudem sei das Ruder abgebrochen, was mit dem Untergangsbericht übereinstimme. Um Gewissheit zu erlangen, müssten wohl die Innenbereiche des Wracks freigelegt und Eichenholzproben von Wrackteilen dendrochronologisch untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Dritte Strandung in zwei Jahren bei Ajman
(16. 01.13) Bei Nordweststurm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 74 km/h ist bei Ajman am Abend des 14.1. ein Schiff gestrandet. Es handelt sich um den dritten Fall in weniger als zwei Jahren, dass ein Fahrzeug vor der Küste ins Treiben kommt und auf den Strand treibt. Die beiden zuvor gestrandeten Schiffe wurden vor Ort abgewrackt, nachdem alle anderen Versuche, sie freizubekommen, gescheitert waren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige gesunkenen Zementfrachters im Sturm verschwunden
(16. 01.13) Die National Search and Rescue Agency (Basarnas) stellte am 15.1. die Suche nach den vermissten 11 Besatzungsmitgliedern der “Emeline” ein, die in der vergangenen Woche nah der Selayar Islands in Süd-Sulawesi gesunken war. Nach einer Woche gab es noch immer keine Hinweise auf deren Verbleib, deshalb wurde die SAR-Operation gestoppt. Die “Emeline” war mit einer Ladung Zement von Makassar nach Banyuwangi in Ost-Java unterwegs, als sie 51 Meilen westlich von Selayar im Sturm unterging. An Bord waren 17 Mann Besatzung, von denen zwei beim Verlassen des Schiffes über Bord gingen.
Am 9.1. wurden sechs Überlebende durch den Frachter „Mahakam River“, der sich auf der Fahrt von Makassar nach Surabaya befand, gerettet. Neun weitere Schiffbrüchige blieben im Sturm zurück. Wegen des starken Sturms war es nicht möglich, sie mit Rettungskräften zu erreichen.
In einem weiteren Fall vor Ost Nusa Tenggara sank in der Waewole See am 14.1. gegen zwei Uhr der Kutter „Cahaya Samudera II“ aus Sumbawa, West Nusa Tenggara, dessen neunköpfige Crew aber gerettet wurde. Das Schiff war seit vier Monaten auf Hummerfang gewesen und auf dem Weg nach Sumbawa, als es verunglückte. Die Crew wurde nach Waewole gebracht und durch die Polizei befragt. Sie sagten, bei Wellenhöhen von drei Metern hätten sich andere Schiffe geweigert, dem Havaristen zu Hilfe zu kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutterwrack bei Cape Arago beseitigt
(16. 01.13) Das Wrack des Kutters “Robert Henry”, der am 2.1. bei Cape Arago gestrandet war, ist verschwunden. Der 39 Fuß lange Krabbenkutter war am 7.1. vom Strand geräumt. Bereits am 3.1. hatte das Schiff begonnen, auseinanderzubrechen. Ein 160 Yard langer Ölfilm bildete sich an der Strandungsstelle, trieb aber auf See hinaus. Die Räumung des Wracks wurde durch die Oregon State Parks und private Berger im Auftrag der Schiffsversicherung durchgeführt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter auf Neuse River gesunken
(15. 01.13) Die U.S. Coast Guard hat Ölsperren ausgelegt, nachdem der 71 Fuß lange Trawler „Lady Barbara“ am 15.1. auf dem Neuse River im Oriental Harbor sank. Er war dort längsseits eines anderen Schiffes festgemacht und hatte seit Monaten nach einem Maschinenschaden im Hafen gelegen. Er hatte nur wenige Brennstoffmengen an Bord. <
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Zwischenfälle kanadischer Fähren
(16. 01.13) Am 14.1. wurde die kanadische Fähre "Chetzemoka" (MMSI-Nr.:367463060) beim routinemäßigen Eindocken bei den Vigor Shipyards beschädigt. Das Schiff, das auf der Route Point Defiance-Tahlequah verkehrt, ging gerade ins Trockendock, als beim Auspumpen der Rumpf beschädigt wurde. Die Höhe des Schadens war noch unklar, die Werft übernahm aber die volle Verantwortung. Trotz des Schadens sollen die anstehenden Arbeiten planmäßig bis zum 8.2. beendet werden, ehe es drei weitere Wochen zur Eagle Harbor Maintenance Facility auf Bainbridge Island geht.
Eine andere kanadische Fähre, die "Queen of Cowichan", geriet am selben Tag in Zeitverzug, als von der Brücke in der Departure Bay ein gekentertes Boot gesichtet wurde. Die Crew setzte ein Boot aus, um das halb gesunkene Fahrzeug unter die Lupe zu nehmen. Um die Verzögerung auszugleichen, wurde die "Queen of Oak Bay", die gerade zu Routinearbeiten nach Vancouver unterwegs war, als Ersatz eingesetzt. Am Nachmittag verkehrte die “Queen of Cowichan" wieder planmäßig.
Die Fähre “Coastal Inspiration" wiederum musste an diesem Tag das Anlaufen des Duke Point am Nachmittag abbrechen, nachdem wegen eines mechanischen Problems eine Kollision mit dem Anleger drohte. Die Passagiere mussten ungläubig miterleben, wie die Fähre sich wieder in offenes Wasser zurück zog. Hier wurde das Eintreffen eines Schleppers abgewartet, der das Schiff dann an den Kai bugsierte. Nun konnten die Fahrgäste an Land, die Fähre aber wurde zur Untersuchung des Problems aus dem Dienst genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Auslegerboot vor Cavite gesunken
(16. 01.13) Am 13.1. sank das Auslegerboot “Sofia” vor Cavite in schwerer See. Stunden spatter wurde die Crew von einem passierenden Kutter nahe Fortune Island gerettet. Alle fünf Fischer kamen aus Rosario in Cavite. Das Motorboot war um 10 Uhr ausgelaufen und ging unter, nachdem die Ausleger im Sturm abbrachen. Retter in der Not war die „Irish Viel”, die die Crew gegen 16 Uhr aus dem Wasser zog.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zu kalt - Ölbergung der „Baltic Ace“ unterbrochen
(16. 01.13) Die holländische Polizei hat eine am 19.12.2012 20 Meilen westlich von IJmuiden in der See gefundene Leiche als den 1. Offizier der "Baltic Ace" identifiziert, einen 31-jährigen Polen. Er ist der sechste identifizierte Tote. Die Bergungsoperationen sind mittlerweile eingestellt worden. Wegen der niedrigen Wassertemperatur ist das Öl in den Tanks zu zähflüssig geworden. Diese Feststellung trafen Experten in dieser Woche. Proben aus den Bunkertanks zeigten, dass die Methode zum Entfernen des Öls verändert werden muss. Dazu gibt es verschiedene Optionen wie das Einführen von Heizspiralen. Die Arbeitsbedingungen sind in jedem Fall schwierig. Hohe Wellen und kurze Arbeitsfenster erschweren das Vorgehen. Von daher könnte es sein, dass für die weiteren Arbeiten eine Jahreszeit mit günstigerem Wetter gewählt wird. Deshalb wurde der Vertrag mit Svitzer in Übereinkunft mit den Versicherern und Eignern beendet. Zunächst müssen neue Untersuchungen durchgeführt werden. Vor der Rückkehr nach IJmuiden haben die Berger noch die Lüftungshutzen abgedichtet, um die Gefahr möglicher Leckagen zu minimieren. Der Versorger "VOS Statisfaction", der als Basisschiff diente, wurde dann von seiner Aufgabe entbunden. Der Kollisionsgegner, die "Corvus J", liegt derweil weiter in Schiedam, wo die am Bug entstandenen Schäden repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rätselhafte Kursänderung des Lotsen der “Overseays Reymar“
(16. 01.13) Bevor die "Overseas Reymar" am 7.1. mit der San Frnacisco Bay Bridge kollidierte, hatte der Lotse Klees, wie am 14.1. bekannt wurde, in einem riskanten Manöver den Kurs geändert, wodurch das Schiff in eine schwierige Drehsituation in den starken Strömungen um die Brücke geriet. Diese Information deutet auf einen Lotsenfehler als Unfallursache hin, auch wenn dichter Nebel, ein ausgefallener Radarreflektor und die Strömungen weitere Faktoren sein dürften, die zu der Kollision führten. Warum der Lotse den Kurs änderte, als sich die "Overseas Reymar" der Brücke annäherte, ist unklar. Er hatte den Tanker um 10.30 Uhr auf Ankerplatz 9 von einem Kollegen, der ihn vom Shell Martinez Dock während der Nacht dorthin gebracht hatte, nach einer 39-stündigen Pause übernommen und nahm zunächst bei stark herabgesetzter Sicht Kurs auf die beiden Pfeiler nahe der Brückenmitte.
Dann aber manövrierte er den Tanker in letzter Minute auf eine andere Öffnung und nicht, wie angekündigt, Charlie-Delta zu. Lotse Kleess, ein vormaliger Tankerkapitän bei Exxon, der 36 Jahre auf See und 1200 Mal in der Bucht unterwegs war, wollte zwischen den C- und D-Türmen die offene See ansteuern. Dann ging er aber auf Ostkurs und versuchte, zwischen den Türmen D und E hindurch zu kommen. Dabei streifte der Tanker um 11.18 Uhr dann den E-Turm. Die Untersuchung von Coast Guard und National Transportation Safety Board wird nun darauf fokussiert sein, warum die Kursänderung vorgenommen wurde. Es könnte auch ein technischer Fehler am Schiff oder am Radar aufgetreten sein oder ein Kommunikationsfehler mit der Crew, deren Kapitän von den Philippinen stammte, oder einfach eine falsche Einschätzung.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot in Brake gesunken
(16. 01.13) In der Nacht zum 15.1. sank auf der Weser ein 15 Meter langes Sportboot im Sportboothafen von Brake. Vom Boot ragte danach nur noch der Bug aus dem Wasser. Das Boot hatte seit längerer Zeit an zwei Stahldalben festgemacht gelegen und war regelmäßig in kurzen Abständen vom Eigentümer kontrolliert wurde. Der noch an Bord befindliche Kraftstoff trat beim Untergang nicht aus. Das Boot sollte schnellstmöglich geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker treibt vor Corvo
(16. 01.13) Der liberianische Aframaxtanker "Petrokrepost" erlitt am 14.1. im Atlantik auf Position 44 48 N 034 02 W, rund 340 Meilen nördlich der Insel Corvo Maschinenschaden. Gegen drei Uhr trieb das Schiff mit 0,7 Knoten in der See. Es befand sich auf der Fahrt von Philadelphia nach La Coruna. Die "Petrokrepost" (IMO-Nr.: 9174672), hat eine Tragfähigkeit von 105657 Tonnen, wurde 1999, erbaut und hat als Manager die Sovcomclot (UK) Ltd.
Quelle: Tim Schwabedissen



Christos XXII jetzt in der Weymouth Bay
(16. 01.13) Am 15.1. wurde der Schlepper "Christos XXII" zunächst in die Weymouth Bay gebracht, wo eine Reparatur des Risses im Maschinenraum durchgeführt werden soll. Das Schiff war in den Nachtstunden nach Portland gebracht worden, durfte aber noch nicht einlaufen. Es blieb längsseits der "Brent" in der Weymouth Bay und sollte weiter von Tauchern untersucht und instandgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Titan Maritime UK räumt gestrandeten Frachter
(16. 01.13) Die Titan Maritime Company (UK) Ltd. hat einen Bergungskontrakt mit der Mark Gold Shipping, Eigner des vor Llolleo Beach in San Antonio im August 2012 gestrandeten Bulkcarriers "Ocean Breeze", abgeschlossen, das Schiff und seine Ladung vom Strand zu räumen. Eine ständige Landverbindung soll dazu zunächst geschaffen werden, um die Fracht zu löschen. Danach soll das Wrack mit schwerem Gerät zerlegt werden. Die Arbeit könnte je nach Wettterbedingungen ungefähr drei Moante dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Strafe für Strandung vor Male
(16. 01.13) Die Maldives Environment Protection Agency hat nach der Strandung der “Auguste Schulte" östlich von Male am 7.1. nach Abschluss der Untersuchungen des Riffs eine Strafe emfohlen. Doch der Agent des Schiffes, die Silver Company, hat noch Gelegenheit, eine Erklärung zum Grund der Havarie abzugeben, die beim Strafmaß in Erwägung gezogen wird. Außerdem kann sie eigene Untersuchungen durchführen zum entstandeenen Schaden. Auch die Umstände der Havarie werden unter die Lupe genommen. Das Schiff war von Sri Lanka gekommen und hatte Kurs auf den Hafen auf Male genommen. Dann aber versuchte es, abzudrehen und kam dabei fest. Die Maldives Ports Ltd. insistierte, dass das Schiff versucht habe, ohne Lotsen in den Hafen zu kommen. Der Frachter liegt noch immer in Male.
Quelle: Tim Schwabedissen



Archivbild “Emsstrom” (Bild: SteKrueBe)   Großbild klick!
Das Ende der “Emsstrom” vor Torbay – Royal Navy rettete ihren Schlepper
(15. 01.13) Keine Rettung für die "Emsstrom" 1716 BRZ (IMO-Nr.: 6922705), - das langjährige Leeraner Ausbildungsschiff, dass bereits beim Verlassen seines Stammhafens Backbord-Krängung aufgewiesen hatte, legte sich am Vormittag des 14.1. nach der Kollision mit dem "Christos XXII", 495 BRZ (IMO-Nr.: 7230135), immer weiter auf die Seite, sodass Bergungscrews es nicht mehr wagten, an Bord zu gehen. Schließlich begann das Wasser übers Oberdeck zu spülen, und gegen 13.30 Uhr des 14.1. versank die „Emsstrom“ auf 23 Metern Wassertiefe rund 2,5 Meilen nordöstlich von Hope’s Nose vor Torquay. Da sie kein Öl und andere Betriebsstoffe an Bord hatte, stellte das Wrack keine Umweltgefährdung dar, ebenso wenig eine Gefährdung der Schifffahrt. Deshalb könnte dem einstigen deutschen Fischereischutzschiff eine ganz andere weitere Karriere bevor stehen – als künstliches Riff und Tauchattraktion in gut erreichbarer Wassertiefe.
Bessere Karten in Hinblick auf eine weitere Überwasser-Karriere hatte derweil die „Christos XXII“, auf der die Lenz- und Abdichtungsarbeiten unvermittelt weiter gingen, sodass das Schiff am 15.1. nach Portland eingebracht werden soll, nachdem es die Nachtstunden längsseits der „Brent“ dicht unter der Küste von Torbay verbracht hatte. Maßgeblichen Anteil an ihrer Rettung hatten indes die Crews der HMS “Lancaster” und HMS “Severn”, deren Boardingteams in Booten zum Havaristen übergesetzt hatten und im dunklen und kalten Maschinenraum stundenlang gegen den Wassereinbruch, der durch ein rund 40 Zentimeter langes Leck verursacht wurde, angekämpft hatten.
Sie hämmerten, bis zur Hüfte im eisigen Wasser stehend, weiche Holzstücke in den Riss, um die Menge des hereinströmenden Wassers zu reduzieren, ehe die Dieselpumpen der “Severn” mit einer Lenzkapazität von 70 Tonnen pro Stunde angeworfen wurden. Die Bergungsteams kehrten schließlich erschöpft und ausgekühlt, aber mit hohem Adrenalinspiegel und breitem Grinsen in den Gesichtern auf ihre Schiffe zurück, nachdem durch ihren hochprofessionellen und vielfach trainierten Einsatz der Schlepper hatte über Wasser gehalten werden können. An der Küste von Torbay hatte es schon Sorge gegeben wegen einer möglichen Umweltgefährdung durch die 200 Tonnen Dieselöl, die der Havarist in seinen großen Tanks hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Navigationsoffizier der „Queen of the North“ vor Gericht
(15. 01.13) Fast sieben Jahre nach dem Untergang der kanadischen Fähre “Queen of the North” am 22.3.2006 läuft nun das Gerichtsverfahren gegen den damaligen Navigationsoffizier Karl Lilgert, dem Nachlässigkeit vorgeworfen wird, durch die das Schiff vier Stunden nach dem Auslaufen aus Prince Rupert auf der Fahrt nach Port Hardy auf die Insel Gil Island an der kanadischen Nordküste lief und binnen einer Stunde unter dem Verlust zweier Menschenleben auf 450 Metern Wassertiefe unterging.
Er war verantwortlich, nachdem der 2. Offizier die Brücke zu einer planmäßigen Essenspause verlassen hatte. Lilgert hat sich bereits in zwei vorangegangenen Verfahren als nicht schuldig am Tod der Passagiere Gerald Foisy und Shirley Rosette bezeichnet, deren Leichen nie gefunden wurden. Ein erster Untersuchungsbericht war von der Polizei bereits im Februar 2008 vorgelegt worden. Eine Untersuchung des Transportation Safety Board war im März 2008 abgeschlossen worden. Am 16.3.2010 wurden Strafen gefordert und eine Vorverhandlung fand im Mai 2011 statt. Die Trial Lawyers Association in British Columbia war nicht glücklich mit dieser langen Dauer, die u.a. durch die Notwendigkeit, zehntausende Seiten von Akten zu studieren und einen Mangel an Richtern begründet ist.
Quelle: Tim Schwabedissen



Geköpftes Binnenschiff erhält hölzernes Ersatzruderhaus
(15. 01.13) Bei der Kollision des holländischen Binnenschiffes “Amandus” 2052 ts (EU-Nr.: 02322992), in der Schleuse Obernau mit der 7,12 Meter darüber verlaufenden Fußgängerbrücke ist ein Schaden von 100000 Euro entstanden. Der holländische Kapitän hatte in Plochingen zwei 30 Meter lange und sechs Meter Durchmesser aufweisende, entsprechend hoch aufragende, nach Wien bestimmte Edelstahltanks zum Bierbrauen geladen und das Ruderhaus während der Fahrt&xnbsp;immer wieder hydraulisch voll ausgefahren, um über sie hinweg sehen zu können.
Am 13.1. um 20.58 Uhr endete dessen Existenz dann in einem gewaltigen Krach, als das aus Aschaffenburg kommende Schiff gegen ihre Unterkante rammte. Der 68-jährige, der die Durchfahrtshöhe überschätzt und sein Ruderhaus zu wenig herunter gefahren hatte, konnte sich, da das Schiff nur Schrittgeschwindigkeit fuhr, noch rechtzeitig wegducken und kam mit dem Schrecken davon, doch das Ruderhaus endete als Trümmerfeld auf dem Dach der Kajüte. Das Schiff musste in solchermaßen „geköpftem Zustand“ vorerst oberhalb der Schleuse zur Reparatur festmachen.
Die Ehefrau, der Sohn und ein Decksmann blieben auch unversehrt. Am Vormittag des 14.1. begannen die Arbeiten, ein provisorisches Ruderhaus aus Holz und Plexiglas aufzusetzen, wozu Experten aus Holland nach Obernau geschickt wurden. Voraussichtlich am 15. oder 16. 1. sollten die Arbeiten abgeschlossen werden. Sobald eine Reparaturbescheinigung vorliegt, wird die „Amandus“ ihre Fahrt über Main, Main-Donau-Kanal und Donau fortsetzen können. An der&xnbsp;Brücke über die Schleuse war kein wesentlicher Schaden, sodas die Statiker grünes Licht gaben, sie wieder freizugeben. Sie hatte lediglich geringen Farbabrieb davon getragen. Die „Amandus“ befand sich seit ihrer Reparatur nach dem Untergang im Markermeer erst auf ihrer vierten Reise.
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei verletzte Besatzungsmitglieder von Hamburger Frachter vor Aarhus evakuiert
(15. 01.13) Am 13.1. wurden auf dem unter liberianischer Flagge laufenden Frachter "Atalanta", 28148 BRZ (IMO-Nr.: 9131266), drei philippinische Seeleute schwer vergiftet. Sie mussten von einem dänischen Rettungshubschrauber in der Bucht von Aarhus evakuiert werden. Sie hatten nach dem Auslaufen vom Multiterminal in Aarhus am 12.1. in einer Ladeluke, die mit Gas gereinigt worden war, gearbeitet. Der Zustand der drei Seeleute war so schlecht, dass der Kapitän es ablehnte, zu ihrer Behandlung nach Aarhus einzulaufen, was zeitaufwändiger gewesen wäre. Daraufhin wurde ein Hubschrauber angefordert, und die “Brigade" der dänischen Marine kam zur Assistenz. Zunächst wurde ein Mediziner auf dem Frachter abgesetzt, der sofort entschied, dass die Verletzten an Land gebracht werden müssten. Daraufhin wurden sie aufgewinscht und in den Hafen geflogen, von wo es mit Krankenwagen zur weiteren Behandlung ging. Sie konnten inzwischen stabilisiert werden. Die "Atalanta" der NSC Schifffahrts GmbH & Cie. KG in Hamburg wurde für die weiteren Untersuchungen in der Bucht ankernd mit einem Fahrverbot belegt. Am 15.1. war sie auf der Weiterfahrt nach Klaipeda, wo sie am 16.1. erwartet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter mit Netz im Propeller auf den Haken genommen
(15. 01.13) Der russische Krabbenfängerr “Altair” verfing sich am Morgen des 14.1. mit seinem Propeller in der Ochotischen See in Netzen auf Position 55 01N 153 31 O. Der Bergungsschlepper “Predanny”, der sich 100 Meilen entfernt befand, machte sich auf den Weg zu dem manövrierunfähigen Schiff und nahm es am selben Tag zu einem geschützten Ankerplatz in Schlepp, wo Taucher den Antrieb wieder klarieren sollten. Die “Altair”, 1220 tdw (IMO-Nr.: 8868020), wurde 1993 erbaut und läuft für die Luntos Co., Petropavlovsk-Kamchatskiy.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Verletzte durch Seeschlag auf Arktis-Kreuzfahrer
(15. 01.13) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff „Silver Explorer", 6130 BRZ (IMO-Nr.: 8806747), geriet nach dem Auslaufen aus Ushuaia am 4.1. im Südpolar-Meer in einen Sturm. Das Schiff hatte 130 Passagiere an Bord. Bei bis zu acht Meter hohem Seegang schlug eine Welle eine Scheibe der Brücke ein. Vier Personen wurden verletzt. Die Kreuzfahrt wurde abgebrochen und das Schiff ging auf Rückkurs in den Abgangshafen. Ein anderes Kreuzfahrtschiff, die „Delphin“, hatte angesichts des herannahenden Sturms eine Route über den Norden gewählt, wo relativ ruhige See herrschte. Zwei weitere Schiffe, darunter die „Silver Explorer“, wurden hingegen auf der Südroute voll erwischt. Auch das zweite Schiff hat die Fahrt auf der Route abgebrochen und ist nach Süd-Georgien zurückgekehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Beschädigter kanadischer Zerstörer wieder unterwegs
(15. 01.13) Der kanadische Zerstörer HMCS “Athabaskan”, der sich auf der Verschleppung von Ontario nach Halifax am 27.12. vor Cape Breton losgerissen und Rumpfschäden erlitten hatte, ist nach einer Untersuchung durch Ingenieure, die zum Schluss kamen, dass die Stabilität nicht gefährdet ist, nun auf der Weiterfahrt nach Halifax, wo er am 15. oder 16.1. erwartet wird. Die 40 Jahre alte “Athabaskan” war geschleppt worden, weil sie sich in Ontario dem ersten Teil einer insgesamt 22 Millionen Dollar teuren Überholung unterzogen hatte und noch nicht alle Systeme wieder online waren. Die Marine wollte das Schiff zurück in Halifax haben, bevor Eis den St. Lawrence Seaway blockiert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fischernetze beschädigten Kreuzfahrer
(15. 01.13) Das unter Panama-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Carnival Splendor", 113323 BRZ (IMO-Nr.: 9333163), wurde von Fischernetzen nahe Puerto Vallarta, Mexico, beschädigt und kehrte deshalb einen Tag später als geplant am 14.1. nach Long Beach zurück. Am 10.1. hatten die Propellerschäfte repariert sein sollen, doch die Arbeiten dauerten länger als erwartet, sodass der Kreuzfahrer erst am Nachmittag des 11.1. aus Puerto Vallarta wieder zurück nach Long Beach auslaufen konnte. Der eigentlich für den 13.1. geplante Start der nächsten Fahrt musste um einen Tag verlegt und der Törn von sechs auf fünf Tage verkürzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Radiergummigroßes Leck versenkte Ausflugsschiff
(15. 01.13) Ein Loch von der Größe eines Radiergummis an einem Austrittsrohr der Steuerbordmaschine hat das Ausflugsschiff “Kearsage” an seinem Winterliegeplatz auf dem Lake Sunapee am 10.1. versenkt. Am 12.1. war es gelungen, das mit dem Heck auf Grund sitzende, eine halbe Million Dollar werte Schiff wieder aufzuschwimmen. An der Bergung waren die Black Dog Divers, Clean Harbors, Dive Winnipesaukee, der National Wrecker Service, das New Hampshire Department of Environmental Services, die S. G. Reed Towing, Tow Boat US, Wrightway Landscaping und Vertreter der Stadt Sunapee samt Polizei, Feuerwehr und Wasserbehörden beteiligt. Der 30 Jahre alte 34-Tonner hatte am 10.1. gegen 16 Uhr noch normal an seinem Platz geschwommen. Drei Stunden später wurden Anlieger vom Knallen brechender Trossen aufgeschreckt, und das Heck lag bereits unter Wasser. Beim Kontakt mit dem Seegrund wurden auch die Ruder beschädigt, sodass das Schiff möglicherweise aus dem Wasser kommen muss, um es zu reparieren. Rechtzeitig zur Saison 2013 soll es wieder auf dem Lake Sunapee unterwegs sein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Steinbeck-Kutter ein zweites Mal gesunken
(15. 01.13) Der 70 Fuß lange Kutter “Western Flyer”, der John Steinbeck auf einer Reise zu dem Buch A Leisurely Journal of Travel and Research inspirierte, soll nach seinem Untergang nahe Anacortes, Washington, am vergangenen Wochenende ein zweites Mal aus 30 Fuß Tiefe gehoben werden. Das Schiff war bereits im Oktober 2012 im Swinomish Channel vor der Skagit Bay, rund 40 Meilen nördlich von Seattle, untergegangen. Damals war es zu einer Ölverschmutzung durch 900 Gallonen Öl gekommen. Die Arbeiten waren erst vor wenigen Wochen abgezahlt worden. Da seither kein Öl mehr an Bord war, bestand ein solches Risiko diesmal nicht. Warum der Kutter schon wieder sank, war noch unklar. Er wird aber nach der Bergung aus dem Wasser kommen müssen und dann repariert werden. Er soll in Salina an Land einen letzten Liegeplatz erhalten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Trümmer gesunkenen Kutters über große Flächen verteilt
(15. 01.13) Nach dem Auffinden des Kutters “Foxy Lady II” analysiert die U.S. Coast Guard nun die Unterwasserfotografien des 45 Fuß langen Schiffes aus Gloucester. Die Wrackteile wurden am 11.1. auf ein größeres Gebiet verteilt zwischen Gloucester und Provincetown entdeckt. Am 12.1. stiegen Taucher der Massachusetts Environmental Police zu dem Wrack ab. Wegen des Zerstörungsgrades war es aber nicht möglich, die Untergangsposition zu ermitteln. Das Schiff war am 17.12.2012, zwei Tage nach dem Verlassen des Heimathafens, mit seiner zweiköpfigen, aus Maine stammenden Crew überfällig gemeldet worden. Das EPIRB hatte sich nicht aktiviert, und ein Überwachungssignal wurde zuletzt in der Nacht zum 15.12. nördlich von Provincetown gesendet. Der Kutter war zu einem Tagestrip zu einer Position 20 Meilen vor der Küste aufgebrochen. Eine ungeöffnete Rettungskapsel trieb am 18.12. bei Saugus an ungefähr zu der Zeit, als die Coast Guard die SAR-Operation im Sturm abgebrochen hatte. Nachdem die Suche wieder aufgenommen worden war, wurden rund 2,800 Quadratmeilen der Massachusetts Bay untersucht. Am 26.12. wurde ein Gedenken für die beiden Besatzungsmitglieder am Fishermen’s Memorial abgehalten. Die Fischer waren die 7. und 8. Fischer, die seit Januar 2009, als die „Patriot“ ebenfalls mit zwei Mann unweit der jetzigen Wrackposition der „Foxy Lady 2“ sank, zu beklagen waren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gedenken an Tote der „Costa Concordia“ – Bergungsarbeiten länger und teurer
(15. 01.13) Der Himmel war grau und regnerisch, die See aufgewühlt, als am 13.1. die Angehörigen der 32 Opfer des Untergangs „Costa Concordia" der Katastrophe vor einem Jahr gedachten. Unter ihnen waren 12 Deutsche, sieben Italiener, sechs Franzosen, zwei Amerikaner White Bear Lake, zwei Besatzungsmitglieder aus Peru, ein Ungar, ein Spanier und ein Inder, der neben einem Italiener zu den beiden noch Vermissten zählt. Zu Ehren der Toten wurde eine Messe in der Kirche von Giglio Porto gehalten, wo die aus der Schiffskapelle gerettete Madonnenstatue ihren neuen Platz gefunden hat, gelesen.
Bei Tagesanbruch war ein großes Stück des Felsens, der in der Bordwand des Schiffes stecken geblieben war, mit dem Bordkran des Schlepper „Yoe Earl" an seinen Ursprungsplatz am Le Scole-Riff zurück gebracht und, mit einer Gedenkplakette versehen, unter dem Heulen von Typhonen und Nebelhörnern auf sechs Metern Wassertiefe wieder versenkt worden. Die Angehörigen, die die Zeremonie an Bord der gecharterten Fähre "Dianium" verfolgt hatten, warfen Blumen in die See. Mit dabei waren auch der Bürgermeister von Giglio und Vertreter der Reederei Costa Crociere.
Am Ende der Mole von Giglio wurde eine Bronzeplakette mit den darauf eingravierten Namen aller Opfer enthüllt. Um 21.45 Uhr versammelten sich die Angehörigen mit Kerzen auf der Mole und hielten eine Schweigeminute exakt zu dem Zeitpunkt, als der Kreuzfahrer das Riff vor Giglio rammte, ab. Die Menschen ließen dann leuchtende Lampions in den Nachthimmel aufsteigen. Auch den Anwohnern von Giglio wurde gedacht, die ihre Türen öffneten, als in den chaotischen Stunden des Untergangs die durchnässten, unterkühlten und traumatisierten Schiffbrüchigen zu ihnen auf die Insel kamen.
Kapitän Schettino verbarrikadierte sich den ganzen Tag in seinem von Medien belagerten Haus, in dem er unter Auflagen bis zu einem Urteil leben darf. Er verteidigte am 13.1. in einer Radiosendung erneut sein Handeln und machte andere auf der Brücke verantwortlich dafür, ihn nicht informiert zu haben und dann seine Orders missachtet zu haben.
Ein Teilnehmer an den Gedenkfeiern war hingegen Kapitän Gregorio De Falco der italienischen Coastguard, der nach Bekanntwerden seines Telefonats mit Schettino während der Evakuierung so etwas wie ein Held geworden war. Er hatte dem Kapitän mehrfach den von ihm ignorierten Befehl gegeben, zurück auf das sinkende Schiff zu gehen.
Nach letzten Planungen könnte es September 2013 werden, bis das Schiff zum Aufrichten vorbereitet ist, bevor es zum Abwracken wohl nach Piombino, den nächstgelegenen toskanischen Hafen, geht. Die Kosten sind von ursprünglich kalkulierten 300 schon auf über 400 Millionen Euro angeschwollen. Über 400 Menschen, darunter 110 Taucher, sind an den Arbeiten beteiligt. Das Szenario vor dem eigentlich beschaulichen Giglio ähnelt derzeit eher einem Industriehafen. Weiße und gelbe Lichter erhellen die Bucht, riesige Schwimmkräne und Pontons mit schweren Maschinen und Containerbauten ragen auf, über allem liegt das Brummen zahlreicher Generatoren. Geradezu winzig nimmt sich dazwischen die „Costa Concordia“ aus.
Die ehemals weißen Bordwände sind an etlichen Stellen inzwischen bereits rostbraun verfärbt. Rund um das Wrack und die Bergungsplattformen ist die See mit Bojen und gelb-roten, schwimmenden Plastikzäunen abgesperrt. Auf den ersten Blick sind oftmals nur wenige Arbeiter zu sehen, einige Schweißer vielleicht, die an der Bordwand hängen und Funken stieben lassen. Aber das Gros der Arbeiten wird von den Tauchern unter Wasser erledigt. Die Männer aus England, Amerika, Holland, Südafrika, Spanien und Italien arbeiten in Schichten rund um die Uhr.
Doch von den insgesamt 450 Männern wurden weniger als die Hälfte auf der Insel einquartiert. Die übrigen sind auf der Wohnplattform „Pioneer“ untergebracht. Gleicht man den Stand der Arbeiten mit der Projektbeschreibung auf der zur Information eigens eingerichteten Website http://www.parbucklingproject.com ab, so scheinen sie nach wie vor in der Anfangsphase zu sein. Erschwert wurden die bislang geleisteten Arbeiten durch die harten Granitfelsen, an denen die Bohrer zum Einbringen der Stützkonstruktionen oft abbrechen. Gerüchteweise sollen bei einem ersten Test, bei dem Zug auf die Trossen, die das Wrack drehen sollen, Teile von ihm herausgerissen sein.
Eine Bestätigung dafür gibt es nicht. Die Berger geben sich bei derlei Fragen schweigsam – sie haben Klauseln in ihren Arbeitsverträgen, die sie zur Verschwiegenheit verpflichten. Die Hafenmole, wo die Schlauchboote anlegen, die Arbeiter zum Wrack bringen, wird von Sicherheitsleuten bewacht. Ein Schild warnt vor Gefahr. Auf dem Wachhäuschen prangen die Logos der beiden Bergungsfirmen Titan Salvage aus Florida und Micoperi aus Ravenna. Die Berger von Titan sind berühmt dafür, auf unkonventionelle Methoden zu setzen, die zuvor mit Hilfe von Computerexperten erarbeitet werden. Auf Giglio haben sich solche Computerexperten in einem Hotel eingerichtet.
Geschredderte Computerausdrucke in großen Säcken zeugen von ihrer eher klandestinen Tätigkeit, ein großes Schild warnt aber auch hier vor unbefugtem Zutritt nur für Befugte. Im Rathaus der Insel befürchtet man, dass die Berger die Komplexität der Aufgabe unterschätzt haben könnten. Eine der Herausforderungen ist z.B., dass beim Auspumpen des Rumpfes kein Wasser aus dem Schiffsinnern ins Meer gelangen soll.
Dazu laufen derzeit noch umfangreiche Testserien. Auch ärgert die Stadtoberhäupter der Einsatz der Wohnplattform „Pioneer“, deren Einsatz pro Tag 100.000 US-Dollar Charter kostet. Ihrer Ansicht nach wäre es billiger gewesen, alle Arbeiter in Hotels auf der Insel unterzubringen, wovon auch Giglio finanziell profitiert hätte. &xnbsp;Immerhin an diesem Gedenkwochenende aber waren alle Unterkünfte ausgebucht, weil zum Jahrestag des Unglücks neben den rund 100 Angehörigen auch mehr als hundert Journalisten und Kamerateams aus aller Welt und Überlebende auf Kosten von Costa Crociere anreisten sowie Überlebende, die im Gegensatz zu den Angehörigen allerdings die Reise selbst hatten bezahlen müssen. Eine Reihe von ihnen hat mit der Reederei auch noch weitere Rechnungen offen – sie befinden sich noch in Rechtsstreitigkeiten über Entschädigungszahlungen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Maasbrücken-Baustelle
(15. 01.13) Am 14.1. rammte das holländische Binnenschiff "Colorado", 1294 ts (EU-Nr.: 02318629), die Botlekbrücke auf der Außenmaas. Beim Aufprall ging auf deren Baustelle Alarm los, und die Arbeiter mussten ihre Tätigkeit unterbrechen. Die "Colorado" war vom Hartelkanal gekommen, als es beim Eindrehen auf den Fluss zu einem Blackout kam. Auch das Werfen des Ankers konnte eine Kollision des Hecks mit der Fenderung nicht abwenden. Nach einer Inspektion konnten die Bauarbeiten fortgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



"Euroship 1" (Bild: Bela Torniay)   Großbild klick!
Gestrandetes Binnenschiff auf der Donau gekentert
(14. 01.13) Dramatisch verschlechtert hat sich die Lage des Binnenschiffes "Euroship 1", das auf der Donau bei Medvénél auf Grund getrieben war, nachdem das Ruder blockiert worden war. Noch ehe die "Krupina", "Breznik" und "Dunaj", die ihr assistieren sollten, zu Hilfe kommen konnten, fiel der Wasserpegel des Flusses um 1,5 Meter. Dadurch kippte das festsitzende Schiff durch Übergehen der Fracht nach Steuerbord über, und während das Heck aufsaß, lief das restliche Schiff voll und ist nun wohl ein Totalverlust. Die mit Stahl gefüllten Laderäume wurden geflutet, die Lukendeckel rutschten ab. Rund 1700 Gallonen Diesel und Ölschlamm sowie 70 Liter Öl mussten nun abgepumpt werden. Ölsperren wurden ausgelöst.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tui wird abgeschleppt (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Yacht nach Motorbrand nach Sovereign eingeschleppt
(14. 01.13) Beide RNLI-Boote aus Eastbourne waren am 12.1. auf Anfrage der Dover Coastguard im Einsatz, nachdem auf der 26 Fuß langen Yacht „Tui“ ein Feuer ausgebrochen war. Als die zweiköpfige Crew in den Hafen unterwegs war, stieg Rauch aus der Maschine auf, und starker Dieselgeruch war wahrnehmbar. Der Motor wurde sofort gestoppt und die Dover Coastguard gerufen. Binnen 10 Minuten waren die Rettungsboote vor Ort und übernahmen die Crew, während die Yacht untersucht wurde. Da es kein offenes Feuer gab, wurde sie auf den Haken genommen und in die Schleusen des Sovereign Harbour geschleppt, wo sie von dem East Sussex Fire & Rescue Service bereits erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper drohte zu sinken – ehemaliges deutsches Fischereischutzschiff trieb in der Nordsee
(14. 01.13) Der Beginn der Operation war schon mühselig – aber der weitere Verlauf wurde zu einem Albtraum für die Crew des griechischen Schleppers "Christos XXII", 495 BRZ (IMO-Nr.: 7230135). Er hatte den Auftrag, das ausgediente deutsche Ausbildungsschiff „Emsstrom“, 1716 BRZ (IMO-Nr.: 6922705), von Emden nach Aliaga zum Verschrotten zu bringen. Am 9.1. hatte deren letzte Reise begonnen.
Der Wasserstand im Hafen war eigens um 20 Zentimeter erhöht worden, weil die “Emsstrom” fest im Schlick saß. Dabei kippte der Steg des örtlichen Ruderclubs um, als die beiden Hafenschlepper “Ems Pull” und “Ems Tug“ den Veteranen mit einem Ruck aus dem Schlamm befreiten und ihn bis zur Seeschleuse brachten. Die „Emsstrom“ wies dabei kräftige Steuerbordschlagseite auf. Die “Christos XXII” wartete bereits im Emder Außenhafen auf das Eintreffen des Schleppzugs. Am 10.1. ging die Reise dann nach Ausgleichen der Krängung in die Nordsee weiter, zunächst mit Harlingen als erstem Ziel. Vor Hopes Nose in Torbay geriet er aber in schwerer See in Schwierigkeiten und verlangsamte am 13.1. die Fahrt.
Dabei trieb die „Emsstrom“ um 19 Uhr gegen den Schlepper und riss ein 35-40 Zentimeter langes Leck in den Rumpf. Es kam zu einem starken Wassereinbruch, den die achtköpfige Crew nicht abzudichten vermochte, und daraufhin wurde die Brixham Coastguard alarmiert. Das RNLI-Boot aus Torbay übernahm das on-scene command und begann mit der Evakuierung des Schleppers. Zwei Mann wurden von einem Marineschlepper nach Walls Hill in Babbacombe gebracht. Da erwartet wurde, dass der Schlepper, der 200 Tonnen Dieselöl an Bord hatte, sinken könnte, wurde erwogen, ihn vor Torre Abbey oder Broadsands auf Grund zu setzen. Die restliche Crew wurde von dem Torbay-Rettungsboot gegen Mitternacht abgeborgen und nach Brixham zur dortigen RNLI-Station gebracht.
Auch das Boot aus Exmouth sowie ein Schlepper aus Brixham, die HMS "Lancaster" und HMS "Severn" der Royal Navy und ein SAR-Helikopter aus Chivenor sowie das Torbay Coastguard Rescue Team waren im Einsatz. Schließlich gelang es dem holländischen Bergungsschlepper "Brent", der seit 1.30 Uhr vor Ort war, längsseits zu gehen und den Havaristen zu stabilisieren. Kapitän und Chefingenieur der "Christos XXII" kehrten daraufhin zurück, um die Bergung zu unterstützen. Die beiden bordeigenen Lenzpumpen der “Christos XXII" kamen nicht gegen den Wassereinbruch an, deswegen wurden durch das RNLI-Boot aus Torbay weitere Pumpen von der HMS "Lancaster", die sich in der Nähe befunden hatte, übernommen und auf den Schlepper übergesetzt. Doch der Wasserpegel stieg weiter an, und um 23.45 Uhr wurde das Schiff evakuiert.
Im letzten Moment gelang es einem halben Dutzend Männer der „Lancaster", auf dem Leck eine hölzerne Patsche anzubringen, wodurch die Menge des eindringenden Wassers um 60% reduziert werden konnte. Aus Falmouth nahmen zwei weitere Schlepper Kurs auf den Havaristen.
Derweil war die losgeworfene “Emstrom" zunächst unbemannt weiter seewärts getrieben, beobachtet von dem RNLI-Boot aus Exmouth, bis sie von dem Schlepper "MTS Vulcan" unter Kontrolle gebracht werden konnte. Der Helikopter der RNAS Chivenor war derweil ebenso wie das RNLI-Boot aus Exmouth auf Standby. Bei Tagesanbruch wuchs auf der “Brent" die Zuversicht, die "Christos XXII" schwimmfähig halten zu können. Das RNLI-Boot aus Exmouth kehrte gegen vier Uhr zu seiner Station zurück. Um 7.20 Uhr beendete auch die Marine den Einsatz. Die „Christos XXII“ wurde 1972 als „Smit Enterprise“ erbaut und läuft für die Spanopoulos Bros, Piräus. Zuvor war sie als „Banckert“ in Vlissingen und Antwerpen im Einsatz.
Die „Emsstrom“ war lange Jahre als „Frithjof“ ein Fischereischutzschiff gewesen. Eigner und Betreiber war das Bundesamt für Ernährung und Forstwirtschaft, die heutige Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Sie wurde 1968 auf der Schlichting-Werft in Travemünde gebaut. Das Schiff ist 76,76 m lang und 11,79 m breit. Es hatte als Fischereiforschungsschiff 5,14 m Tiefgang und verdrängte 2310 Tonnen. Die „Frithjof“ wurde am 6. September 1968 abgeliefert und diente mit Heimathafen Cuxhaven bis 1997 zur Überwachung und Kontrolle der Fischerei.
Es war dabei in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands in der Nordsee sowie im Rahmen internationaler Abkommen auch außerhalb der deutschen Seegewässer der Nordsee sowie im Nordatlantik eingesetzt. Hauptverwendungszweck war die Überwachung der Einhaltung von Fangverboten sowie die Kontrolle der Mindestmaschenöffnungen der Netze, des Netzzubehörs sowie der Mindestgrößen der gefangenen Fische. 1997 wurde das Schiff außer Dienst gestellt und an die Anfang 1998 von einer Gruppe deutscher Reedereien gegründete Gemeinnützige Gesellschaft Trainingszentrum MS Emsstrom mbH verkauft, die das Schiff in „Emsstrom“ umbenannte und in Leer als Ausbildungsschiff betrieb.
Der Schwerpunkt lag in der systematischen Ausbildung von philippinischen Seeleuten für die Laufbahnen als nautische und technische Schiffsoffiziere (drei Jahre), der Schulung zum Schiffskoch und der Sicherheitsausbildung. Das Ausbildungsangebot der gGmbH auf dem Schiff wurde zeitweise von bis zu neunzig Reedereien aus dem In- und Ausland genutzt. Doch durch die Schifffahrtskrise waren zahlreiche Kunden gezwungen, die Aus- und Weiterbildung zu kürzen oder ganz einzustellen, was wiederum zu Schwierigkeiten der Betreibergesellschaft führte. Diese beschloss daher, den Betrieb Ende 2012 einzustellen und sich aufzulösen. Die fahruntüchtige „Emsstrom“ wurde dann zum Verschrotten verkauft.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter zwei Wochen nach Kollision wieder in Fahrt
(14. 01.13) Am 12.1. verließ der brasilianische Bulkcarrier "Marcos Dias", 25929 BRZ (IMO-Nr.: 9070565), die Reede von Santos mit Kurs Rio de Janeiro, Ilha da Conceicao, wo er am 13.1. um 11.30 uhr festmachte. Er hatte dort gelegen, seit er am 31.12.2012 mit dem türkischen Frachter „ABML Eva" 62273 BRZ (IMO-Nr.: 9070565), nach einem Blackout kollidiert war. Die “Marcos Dias" war aus Usiminas gekommen, um 40,000 Tonnen Eisenerz zu löschen und hatte trotz Fallens zweier Anker nicht mehr aufgestoppt werden können. Sie rammte die “ABML Eva", wobei am Backbordbug Schäden entstanden. Auch ein Containerkran an Schuppen 37 der Libra Terminals wurde von den Schienen gestoßen und beschädigt, die Kaifenderung in Mitleidenschaft gezogen. Für die Untersuchungen wurde die „Marcos Dias" mit einem Fahrverbot belegt. Auch die „ABML Eva" verließ Santos erst am 13.1. wieder. Die “Marcos Dias” hat eine Tragfähigkeit von 44621, wurde 1995 erbaut und hat als Manager die Norsul Companhia de Navegacao S.A. in Rio de Janeiro. Die „ABML Eva” hat eine Tragfähigkeit von106659 Tonnen, wurde 2012 erbaut, führt die Flagge von Malta und hat als Manager die Augustea Atlantica Spa in Neapel.
Quelle: Tim Schwabedissen



Lotsenboot geplättet
(14. 01.13) Die Aufbauten des Lotsenbootes „Orient“ aus East London wurden bei der Kollision mit einem MSC-Frachter komplett demoliert. Das flachgelegte Boot wurde nach Ngqura eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Konstruktionsmängel können zum Tod von 39 Menschen geführt haben
(14. 01.13) Konstruktionsschwächen haben zum schnellen Untergang der “Lamma IV” vor Lamma Island im Oktober 2012, geführt, bei dem 39 Menschen ums Leben kamen. Die Seitenplatten des Rumpfes waren dünner als es Standard ist, die Sitze auf dem Oberdeck waren nicht ausreichend befestigt, und es fehlte ein wasserdichtes Schott im Innern, sodass drei Abteilungen sofort nach der Kollision mit der Fähre „Sea Smooth“ vollliefen.
Vertreter der Cheoy Lee Shipyards, die die “Lamma IV” 1995 erbauten, sollen in der kommenden Woche vor dem Untersuchungsausschuss erscheinen. Die beschriebenen Probleme wurden am 10.1. bekannt im Rahmen eines Berichtes, in dem stand, dass die Rumpfstärke nur 4,5 Millimeter statt der vorgeschriebenen fünf betragen hatte. Dadurch wurde das Sinken beschleunigt ebenso wie durch das Fehlen eines Schotts zwischen dem Achterschiff und dem Tankbereich. Fragen wurden auch laut, ob das Schiff am 1.10. unterbesetzt war. Das Minimum an vorgeschriebener Crew wäre vier Mann gewesen, an Bord waren aber nur der Kapitän, ein Ingenieur und ein Decksmann. Das Hearing wird in dieser Woche fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandete Marinebarge von historischer indischer Brücke weggezogen
(14. 01.13) Eine Barge, die am 10.1. mit der Pamban Rail Bridge nahe Rameswaram in Tamil Nadu kollidiert war, konnte inzwischen geborgen werden. Der Schlepper, von dem sie sich losgerissen hatte, als sie von Kolkata nach Mumbai verholt wurde, saß aber weiterhin 50 Meter von der Brücke entfernt fest. Der Schaden an der Brücke, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, war aber nur gering. Southern Railways hat den Verkehr von und nach Rameswaram aber vorerst eingestellt. Die Brücke wurde 1913 erbaut und ist eine Touristenattraktion.
Quelle: Tim Schwabedissen



Leichter sank vor Chittagong
(14. 01.13) Am 13.1. sank der Leichter “Chisti Shohag” auf der Außenreede von Chittagong. Das Unglück ereignete sich am Morgen auf der Alpha Anchorage beim Löschen einer Stahlladung von der dort ankernden „Ipanema“. Alle 14 Mann konnten gerettet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor Pointe du Raz gesunken
(14. 01.13) Am 11.1. sank die Yacht “Kajmana” vor Pointe du Raz. Um 19:36 Uhr hatte das CROSS Corsen ein Notsignal 75 Meilen westlich davon aufgefangen und einen Cayman Helikopter der Marine in Marsch gesetzt. Um 20.20 Uhr wurde der Notruf von dem Frachter "SCI Chennai” auch an den unter Panama-Flagge laufenden Schlepper "Christos 23", weitergeleitet. Diesem gelang es, Kontakt zu den beiden Briten an Bord der "Kajmana" aufzunehmen, auf der die Bordenergie ausgefallen war.
Der Tanker "Methania" meldete um 20.54 Uhr, dass er zwei Notraketen gesichtet habe, und nahm Kurs auf die Sichtung. Um 21.45 Uhr konnte der Helikopter die beiden Männer in einer Rettungsinsel lokalisieren und winschte sie um 21:20 Uhr auf. Sie hatten geringe Unterkühlungen erlitten. Die Yacht war zuvor aus ungeklärter Ursache gesunken. Um 22.20 landete der Helikopter auf der Luftwaffenbasis Lanvéoc.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker nach Kollision mit San Francisco Bay Bridge wieder in Fahrt
(14. 01.13) Der Tanker "Overseas Reymar" durfte am 11.1. die San Francisco Bay. Verlassen. Die Untersuchungen der Coast Guard, des National Transportation Safety Board und des Eigners hatten ergeben, dass es keinen weiteren Grund gab, das Schiff zu halten. Es ging um 10 Uhr nahe Treasure Island ankerauf. Vor dem Transport von Öl muss es allerdings repariert werden. Inzwischen stellte sich heraus, dass ein Radarsignal auf der Brücke zum Unglückszeitpunkt nicht intakt war, doch die anderen funktionierten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Emsschleuse
(14. 01.13) Am Nachmittag des 13.1 missglückte das Einlaufmanöver des unter Barbados-Flagge laufenden Frachters „Wilson Dover", 2480 BRZ (IMO-Nr.: 9005754), in die Emsschleuse vor Papenburg. Das von Ijmuiden kommende Schiff rammte mit dem Vorschiff die Schleusenanlage und erlitt Beulen, Risse und Kratzer am Backbordbug. Auch das Schleusentor wurde eingedrückt. Der Frachter wurde 1993 erbaut und hat eine Tragfähigkeit von 2480 Tonnen. Er ist 87,42 Meter lang, 13,0 Meter breit und hat 5,08 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kranführer entkam aus gesunkenem Bagger
(14. 01.13) Der dänische Bagger "Jette Saj" (MMSI-Nr.:219001362) kenterte und sank am 10.1. gegen 18 Uhr in Lindø beim Löschen einer Ladung Schlamm. Der Kapitän konnte sich aus dem Ruderhaus auf den Rumpf des sinkenden Schiffes vor dem einstigen Odense Steel Shipyard retten.
Der Kranführer aber war zunächst in seiner Glaskanzel eingesperrt, ehe es ihm gelang, aus dem vollgelaufenen Stand eine Glasscheibe herauszudrücken und an die Wasseroberfläche zu tauchen. Beide Männer kamen ins Odense Hospital. Der Schwimmkran "Samson" wurde aus Aarhus gerufen und barg das Wrack am 11.2. Es hatte acht Tönnen Öl an Bord, von denen ein Teil ausgelaufen war. Ölsperren wurden ausgelegt, um es einzufangen. Der Bagger wurde nahe Nordfyn an die Wasseroberfläche gebracht und sollte zur Lindø-Werft gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack vor Rüge nicht die „Großfürst Constantin“
(14. 01.13) Ein im August 2012 nordöstlich von Hiddensee entdecktes Wrack ist offenbar nicht, wie zunächst angenommen, der 1861 im Packeis gesunkene deutsche Dampfer „Großfürst Constantin“. Der Landesverband für Unterwasserarchäologie Mecklenburg-Vorpommern fand heraus, dass das in 21 Metern Tiefe liegende Schiff mit einer Gleichstrommaschine ausgestattet war, wie sie erst seit den 1920er Jahren konstruiert wurde.
Zudem belegten Laboruntersuchungen, dass das Holz des Rumpfes erst nach 1904 geschlagen wurde. Forschungstaucher des Verbandes hatten im Herbst vergangenen Jahres das Wrack genau untersucht und in mehreren Archiven Dokumente eingesehen. Das Wrack befindet sich in fortgeschrittenem Verfall, sodass eine eindeutige Identifizierung nun wohl nicht mehr möglich ist. Die weiterhin verschwundene „Großfürst Constantin“ war eines der ersten dampfbetriebenen Fährschiffe auf der Ostsee.
Quelle: Tim Schwabedissen



Taifun Narelle fordert weiteres Opfer
(14. 01.13) Der indonesische Tanker “Tirta Samutra XXI” sank am 11.1. gegen drei Uhr auf t Position 06 10.30 N 109 53.3 O in der Java-See rund 180 Meilen ostnordöstlich von Jakarta in einem Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 35 Knoten und fünf Meter hohen Wellen. Die 15-köpfige Crew ging in ein Rettungsboot und wurde um 16.45 Uhr von dem SAR-Boot „Sevia“ gerettet. Zuvor hatte es Probleme gegeben, die Schiffbrüchigen in der tobenden See zu erreichen. Das Schiff fiel dem Tropensturm Narelle zum Opfer, in dem auch schon der Zementcarrier „Emeline“ gesunken war. Die „Tirta Samudra XXI”, 3000 tdw (IMO-Nr.: 9577927) wurde 2010 in China erbaut und lief für die Tirta Cipta Mulya Persada in Jakarta.
Quelle: Tim Schwabedissen



Dinner Cruise Schiff gesunken
(14. 01.13) Das Restaurantschiff “Kearsarge” sank am 10.1. in New Hampshires Sunapee Harbor, nachdem es gegen 19:45 Uhr zu einem Wassereinbruch gekommen war. Die Marine Patrol, das Department of Environmental Services und Clean Harbors wurden alarmiert und legten eine Ölsperre aus. Das Fahrgastschiff war seit über 30 Jahren auf dem Lake Sunapee im Einsatz. Inzwischen konnte es ausgepumpt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff ein gutes halbes Jahr nach Untergang in Kollision verwickelt
(14. 01.13) Das holländische Binnenschiff “Amandus“, 2052 ts (EU-Nr.: 02322992), kollidierte am Abend des 13.1. auf dem Main in Aschaffenburg mit einer Fußgängerbrücke. Das Steuerhaus wurde abgerissen und auf das Kajütdeck geschleudert. Das Schiff hatte gerade die Schleuse passiert, als es die darüber führende Brücke rammte. Der Kapitän kam mit dem Schrecken davon. Der Schaden betrug aber Zehntausende von Euros.
Der Frachter war mit zwei großen Edelstahlsilos beladen, als er kurz nach 20.00 Uhr die Schleuse im Stadtteil Obernau mainaufwärts passierte. Wegen der Höhe der Ladung war das Ruderhaus ausgefahren, um die Sicht vor das Schiff zu wahren. Doch dadurch ragte es so hoch auf, dass es mit der Oberkante an der Brücke hängenblieb. Am 14.1. sollte eine Notreparatur beginnen. Die Mainschifffahrt wurde durch den Unfall nicht beeinträchtigt. Die Brücke wurde nur leicht beschädigt. Die "Amandus" war am 12.5.2012 im Markermeer gesunken, dann aber geborgen und repariert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisster Kutter auf Meeresgrund entdeckt
(14. 01.13) Die Coast Guard Sector Boston hat das Wrack des 45 Fuß langen Kutters “Foxy Lady” am 11.1. gegen 11 Uhr auf dem Meeresgrund entdeckt, nachdem in den Vortagen mehrere Fischer der Massachusetts Marine Environmental Police berichtet hatten, dass sich ihre Netze in Hindernissen zwischen Provincetown und Cape Ann verfangen hätten. Daraufhin begannen die Coast Guard Boston und die Massachusetts Marine Environmental Police mit einer Untersuchung des Seegrundes. Es gelang, mit einer Unterwasserkamera ein Wrack aufzuspüren, dass als die seit dem 17.12. vermisste „Foxy Lady II“ identifiziert wurde. Von der zweiköpfigen Crew fehlte aber weiter jede Spur.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Hammond kollidiert
(14. 01.13) Die Coast Guard Columbia River hat den Kutter “Swell Rider” mit einem Fahrverbot belegt, nachdem er am 10.1. in eine Kollision verwickelt war. Die 73 Fuß lange “Swell Rider” war mit der 67 Fuß langen “Eclipse” in der Hammond Marina in Hammond, Oregon, gegen 23.30 Uhr zusammengestoßen. Ein 47-Fuß-Boot der Station Cape Disappointment kam zu Hilfe. Auf der „Eclipse” wurde eine abgelaufene EPIRB-Registrierung festgestellt, während auf der „Swell Rider“ die Feuerlöschanlage nicht den Vorschriften entsprach. Als sie die „Eclipse“ rammte, war ihre Brücke unbemannt gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Havariertes Offshore-Schiff wird abgewrackt
(14. 01.13) Das unter Bahamas-Flagge laufende Wachschiff "VOS Sailor", 516 BRZ (IMO-Nr: 8104113), dessen Brücke am 15.10.2012 im Balmoral-Ölfeld vor Aberdeen im Sturm eingeschlagen worden war, wobei ein Mann ums Leben kam, wurde jetzt aus Fraserburgh zu den Abwrackern Smedegaarden in Esbjerg geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Costa Concordia (Bild: Webcam Giglio)   Großbild klick!
Letzter Felsbrocken aus „Costa Concordia“ entfernt – Insel bereitet sich auf Gedenken vor
(11.01.13) Der letzte Brocken des insgesamt 80 Tonnen schweren Felsstückes, das im Leck der "Costa Concordia" gesteckt hatte, wurde am 9.1. aus deren Rumpf entfernt. Er soll nun mit einer Plakette versehen als Gedenkstein dienen und wurde auf dem Deck eines schottischen Schleppers in den Hafen von Giglio gebracht. Der Fels soll dorthin zurück kommen, wo er am 13.1.2012 losgerissen wurde.
Derweil gingen die Vorbereitungen zu dem Gedenken an die einjährige Wiederkehr des Untergangs weiter. Hunderte von Menschen werden auf Giglio erwartet, darunter auch Angehörige der 32 Toten. Doch viele der rund 4000 Passagiere der Unglücksfahrt wurden von Costa Cruises abgeraten, nach Giglio zu kommen, weil es logistisch unmöglich sei, alle auf der Insel unterzubringen.
Die Feiern beginnen am Morgen des 13.1. mit der Wiederherstellung des beschädigten Le-Scole-Riffs. Dann wird eine Messe gefeiert, der sich eine Zeremonie für die Retter anschließt. Auch Vertreter der Schifffahrtsgesellschaft Costa Crociere und der italienischen Regierung werden vor Ort erwartet. Die Organisatoren planen, Gedenkplaketten im Hafen zu enthüllen und ein Gedenkkonzert für die Opfer abzuhalten. Um 21.45 Uhr, der Uhrzeit, als die „Costa Concordia“ den Felsen rammte, sollen auf der ganzen Insel die Sirenen heulen, gefolgt von einer Schweigeminute. Am 12.1. soll es eine Pressekonferenz zum letzten Stand der Bergungspläne geben. Derzeit wird der September 2013 für das Aufrichten des Wracks angepeilt, nachdem die 400 Arbeiter von Titan Maritime große Schwierigkeiten beim Einbringen der Stützpfähle in den Meeresgrund hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer nach Unfallflucht gestellt
(11. 01.13) Am 5.1. wurde ein Binnenschiff im Vierether Schleusenvorhafen auf dem Main gerammt und eingebeult. Die Polizei stellte Farbabrieb sicher und kam damit dem mutmaßlichen Verursacher der Kollision auf die Spur, ein 135 Meter langes Fahrgastschiff, das am 9.1. bei Würzburg unterwegs war. Die Polizei stellte an dem Passagierschiff ebenfalls Beschädigungen fest. Die Polizei fand heraus, dass das Schiff beim Einlaufen die Schleusenkammer von Viereth zudem zweimal mit dem Bauwerk kollidiert war. Dabei wurden Leitwerke am Schleusentor erheblich beschädigt. Der Sachschaden wurde von der Polizei auf weit über 10.000 Euro geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Nun zwei gesunkene Kutter in Hadersleben
(11. 01.13) Am 9.1. sank ein Kutter im Hafen von Hadersleben. Aus dem Schiff lief Öl aus und trieb als 150 Meter langer Film in den Fjord hinaus. Die Falck Rettung und die örtliche Feuerwehr bekämpften die Ölverschmutzung mit Sperren. Bereits am 31.12. war im Hafen der alte Kutter „Calypso“ untergegangen und liegt dort noch auf Grund. Er war am 3.1. durch Eisgang leckgeschlagen und gesunken, später gehoben und im September an einen Interessenten aus Seeland versteigert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Randersacker Schleuse wegen Explosionsgefahr auf „Getan“ gesperrt
(11. 01.13) Am 10.1. wurde Explosionsgefahr auf dem havarierten Binnenschiff „Getan“ in der Randersacker Schleuse befürchtet, nachdem Methangas ausgetreten war. Die gefährliche Konzentration wurde bei einer technischen Überprüfung im Vorschiff festgestellt. Die Schifffahrt auf dem Main wurde sofort gestoppt.
Wegen eines Ruderschadens, der aufgetreten war, als sich die „Getan“ am 9.1. vor der Einfahrt zur Schleuse in Randersacker zwischen Spundwand und Trenndamm verkeilt hatte, war sie von der Wasserschutzpolizei mit einem Fahrverbot belegt worden und lag seither im Vorfluter der Randersacker Schleuse. Am 10.1. gingen Experten der Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission an Bord. Als sie in der Kajüte im Vorschiff einen stechenden Geruch wahnahmen, kam das Gasspürgerät der Schiffsprüfer zum Einsatz und gab Alarm wegen Explosionsgefahr und Sauerstoffmangels.
Die Feuerwehr aus Randersacker rückte mit Schutzmasken und Sauerstoffflaschen an und führte eine erneute Messung durch. Um das Schiff wurde sicherheitshalber ein Bannkreis verhängt. Kurze Zeit später wurde aber festgestellt, dass die Messwerte unterhalb der Explosionsgrenzen lagen. Nach einer Stunde durfte die Schifffahrt die Randersacker Schleuse am Nachmittag wieder passieren. Allerdings zeigte das Messgerät der Feuerwehr nun eine gesundheitsgefährdende Ammoniakkonzentration an. Woher diese kam, war zunächst unklar.
Vermutet wurde aber, dass die Quelle im Laderaum des Frachters lag. Die „Getan“ hatte Getreide geladen und war auf dem Weg nach Rotterdam. Vorher hatten sich Düngemittel an Bord befunden, deren Rückstände in ein Ammoniak-Methangemisch übergegangen sein könnten. Ebenso wenig ausgeschlossen wurde aber ein technischer Defekt oder eine undichte Leitung auf dem betagten, 1953 erbauten Schiff. Das von dem Ammoniakaustritt betroffene Vorschiffslogis, das nicht bewohnt war, wurde durch die Wasserschutzpolizei versiegelt und muss einer Reinigung durch eine Fachfirma unterzogen werden. Die „Getan“ muss in Randersacker verbleiben, bis die technischen Mängel beseitigt sind und die Ursache für den Ammoniakaustritt geklärt ist. Dazu wird auch die vom Zoll verplombte Ladung kontrolliert werden. Der rumänische Kapitän musste mit einer Anzeige rechnen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Taifun bringt zwei Frachter mit 37 Mann Besatzung in Seenot
(11. 01.13) Neun der 17 Mann Crew des Zementfrachters “Emeline”, 1497 BRZ (IMO-Nr.: 7920687), der am 9.1. gegen drei Uhr vor der indonesischen Küste auf Position 06-17.74 S 118-52.62 O vor den Selayar Islands in Süd-Sulawesi sank, trieben weiter in zwei Rettungsinseln in der stürmischen See, da Retter sie noch nicht erreichen konnten. Der Frachter war vom Hafen Soekarno-Hatta in Makassar nach Banyuwangi in Ost-Java unterwegs. Als er im Taifun Narelle zu sinken begann, ging die 17-köpfige Besatzung in die Boote, doch zwei stürzten bei der Aktion in die See und sind wohl ertrunken. Am Nachmittag des 9.1. passierte der ebenfalls indonesische Frachter „Mahakam River”, 5523 tdw (IMO-Nr.: 8131166), die Untergangsposition und konnte sechs Mann retten. Sie war von Makassar nach Surabaya unterwegs und geriet in dem Sturm selbst im Gebiet von Bulukumba aber selbst in Schwierigkeiten und musste das Gebiet am 10.1. verlassen, um Schutz zu finden. Basarnas Makassar schickte, nachdem die Information über den Untergang am 9.1. gegen neun Uhr aufgelaufen war, ein Rettungsboot, um die neun noch auf See befindlichen Seeleute zu bergen. Die Marinebasis in Makassar koordinierte den Einsatz. Am Morgen des 10.1. schickte Basarnas Makassar einen Helikopter der Bosowa Group, dem es aber bei Windgeschwindigkeiten von 40-70 Knoten nicht gelang, die Schiffbrüchigen zu lokalisieren. Die letzte bekannte Position war 06-22.75 S 119-15.43 O. Der gesunkene Zementfrachter lief für die Andalas Bahtera Baruna (ABB Carriers), in, Jakarta. In demselben Sturm strandete auch der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Agnes” 3901 BRZ (IMO-Nr.: 8116855), mit einer 20-köpfigen vietnamesischen Crew am Cemara Beach in West Lombok, West Nusa Tenggara. Am 10.1. koordinierte die NTB Water Police gemeinsam mit der Hafenbehörde von Lembar und Basarnas die Hilfe für das Schiff. Es war nach dem Auslaufen am Nachmittag des 7.1. aus Lembar, West Lombok, in den Sturm geraten. Es war zum Zeitpunkt der Strandung unbeladen. Vor einer Woche war es mit einer Ladung Zement im Hafen. Die „Agnes“ hat eine Tragfähigkeit von 6471 Tonnen, wurde 1982 erbaut und hat als Manager die Phuc Toan Viet Co.´Ltd. in Vietnam.
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Schiffe und ein Hubschrauber an Kutterrettung beteiligt
(11. 01.13) Die Coast Guard Air Station Kodiak schickte einen MH-60 Jayhawk Helikopter, nachdem am 10.1. der 50 Fuß lange Kutter „Neptune“ bei Raspberry Island auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Um 1.40 Uhr hatte die Crew die Notlage gemeldet und wurde von dem Hubschrauber mit einer Lenzpumpe versorgt. Auch drei Schiffe, die “Tempest”, “Silver Star” und “Arctic Dawn”, kamen zu Hilfe. Nachdem die erste Lenzpumpe Schwierigkeiten bekam, wurde von dem Hubschrauber eine weitere abgefiert. Es gelang der Crew schließlich, das Leck, das eine Größe von 8x3 Inch hatte, abzudichten. Mit dem Hochwasser schwamm der Kutter wieder auf und wurde von der „Tempest” nach Kodiak eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Untersuchung der “Kulluk”-abgeschlossen – weiter Unklarheit über Öl aus Rettungsbooten
(11.01.13) •Die beiden ROVs, die den Rumpf der Bohrinsel „Kulluk“ untersuchten, haben ihre Arbeit am 10.1. abgeschlossen. Dabei wurden die Anker und deren Ketten unter die Lupe genommen und festgestellt, dass der Anker sicher im Grund sitzt und die Kette daneben auf dem Meeresgrund liegt. Das zweite ROV inspizierte derweil den Rumpf des Rigs. Derweil gab es noch keine Informationen über den Verbleib von ungefähr 316 Gallonen Dieselöl aus den losgerissenen und gestrandeten Rettungsbooten der „Kulluk“. Die Lage sollte noch weiter geprüft werden. Falls Öl ausgelaufen sein sollte, ist das Unified Command vorbereitet, es zu beseitigen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vergebliche Suche nach Vermissten der „Baltic Ace”
(11. 01.13) Taucher der holländischen Marine haben am 9.1. vergebens im und um das Wrack des vor Rotterdam gesunkenen Autofrachters "Baltic Ace" nach den Leichen der sechs noch vermissten Besatzungsmitglieder gesucht. Die "Hr. Ms. Luymes", von der aus die Froschmänner abgestiegen waren, kehrte am 10.1. nach Den Helder zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen



Führte technisches Versagen zu Kollision New Yorker Fähre?
(11.01.13) Bei der Untersuchung der Havarie der New Yorker Pändlerfähre "Seastreak Wallstreet" am 9.1. nahe der Wall Street wird auch nach Hinweisen auf mechanische Fehler gesucht, die eine gemeinsame Ursache der vier Kollisionen des Schiffes sein könnten. Die Inspektoren des National Transportation Safety Board gingen am 10.1. in Highlands, New Jersey, an Bord der "Seastreak Wallstreet", nachdem diese an ihren Stammplatz zurückgebracht worden war. Die fünfköpfige Crew wurde routinemäßig Drogentests unterzogen, nachdem sie zuvor bereits eine Atemalkoholprobe abgelegt hatte. Am Abend des 9.1. war nur noch ein Passagier in kritischem Zustand gemeldet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



U-Boot rammte Schiff in der Straße von Hormus
(11. 01.13) Das amerikanische Atom-U-Boot „Jacksonville“ kollidierte am 10. Januar mit einem unbekannten Schiff nahe der Straße von Hormus kollidiert. Dabei wurde einer der beiden Periskope des U-Boots beschädigt. Der Vorfall wurde auf dem U-Boot nicht bemerkt, so dass es weder den Kurs noch die Geschwindigkeit veränderte. Das Boot war um fünf Uhr auf Periskoptiefe gewesen, als es zu dem Unfall kam. Das verbogene Periskop konnte nicht mehr eingefahren werden. Nach der Kollision hatte eine P-3 Orion das Seegebiet abgesucht, aber kein in Not befindliches Fahrzeug entdeckt.
Wahrscheinlich hatte der Zusammenstoß mit einem Kutter stattgefunden. Die “Jacksonville” wird zur Reparatur nach Pearl Harbor zurückkehren, wo sie am 5.11. auf eine sechsmonatige Mission im Persischen Golf ausgelaufen war. Es ist das sechste Schiff der US-Marine, das seit Mai 2012 in eine Kollision verwickelt war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rauch, aber kein Feuer auf Schnellfähre
(11. 01.13) Am 10.1. um 1:16 Uhr wurde die Poluzei in Follo alarmiert, nachdem es zu einer starken Rauchentwicklung auf der norwegischen Katamaranfähre "Baroness", 228 BRZ (IMO-Nr.: 9473470), die an der Tangen-Pier lag, gekommen war. Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen eilten zum Hafen. Wenig später wurde festgestellt, dass es kein offenes Feuer an Bord kam. Unter Atemschutz wurde das Schiffsinnere kontrolliert. Auch die Feuerwehr Oslo war mit einem Löschboot präsent. Die dreiköpfige Crew wurde auf mögliche Rauchgasvergiftung im Krankenhaus untersucht. Am 11.1. war die Fähre wieder in Fahrt. Die Rauchentwicklung könnte im Zusammenhang mit der Landstromversorgung gestanden haben.
Quelle: Tim Schwabedissen



“Napoleon Bonaparte“ nun bei Chantier Navale auf den Pallen
(11. 12.12) Am 10.1. um 18 Uhr war die französische Fähre "Napoleon Bonaparte", 44307 BRZ (IMO-Nr.: 9104835), im Trockendock der Chantier Navale de Marseille aufgepallt, nachdem sie zuvor von den beiden Schleppern "Mistral 8" und "Mistral 9" der Boluda Gruppe, eskortiert von der französischen Küstenwache, mit zwei Knoten Fahrt die fünf Kilometer vom Liegeplatz 40, wo sie sich seit dem 28.10.2012 befunden hatte, ins Trockendock VIII absolviert hatte.
Nachdem das Schiff sicher vertäut und positioniert war, wurde das Trockendock ausgepumpt und brachte den seit damals unter Wasser gelegenen Schiffsbereich zutage, darunter der Kiel, die beiden Propellerschafte samt den jeweils fünf Meter Durchmesser aufweisenden Propellern, also den Bereich, auf dem seither das ganze Gewicht des Schiffes gelegen hatte, und auf den sich die Untersuchungen konzentrieren werden. Derweil werden die Arbeiter der Chantier Navale de Marseille den Riss im Rumpf abdichten, damit die Fähre zum endgültigen Reparaturort verschleppt werden kann. Deren Dauer wurde auf ein halbes Jahr geschätzt, als einer der Favoriten gilt die Bauwerft STX France in St. Nazaire, die die Fähre am besten kennt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für „Why Knot“
(11. 01.13) Die 36 Fuß lange Yacht “Why Knot”, die weiterhin auf dem Main Beach in Laguna Beach gestrandet liegt, soll bis zum Wochenende abgebrochen und geräumt werden. Zuvor hatte es eine Reihe von Interessenten gegeben, die die Yacht bergen wollten, doch angesichts deren schlechten Zustandes sprangen sie alle wieder ab.
Quelle: Tim Schwabedissen



Treibender Frachter verlor Container vor Ashdod
(11.01.13) Stürmisches Wetter hat dazu geführt, dass sich am 9.1. in Ashdod ein Containerfrachter losriss und ins Treiben geriet. Es gelang einem Lotsen, der dem Frachter hinterher gefahren war und buchstäblich in letzter Sekunde an Bord sprang, bevor Schlimmeres geschah, ihn kurz vor der drohenden Kollision mit einem anderen, vor Anker liegenden Frachter wieder unter Kontrolle zu bekommen, doch stürzten 26 Container , die zum Teil mit Munition beladen waren, aus der insgesamt 4000 Boxen umfassenden Ladung in die See. Fünf der Container trieben auf den nahen Strand.
Quelle:
Quelle: Tim Schwabedissen



Costa Concordia (Bild: Webcam Giglio)   Großbild klick!
Letzter Felsbrocken aus Rumpf der „Costa Concordia“ entfernt – Insel bereitet sich auf Gedenken vor
(11.01.13) Der letzte Brocken des insgesamt 80 Tonnen schweren Felsstückes, das im Leck der "Costa Concordia" gesteckt hatte, wurde am 9.1. aus deren Rumpf entfernt. Er soll nun mit einer Plakette versehen als Gedenkstein dienen und wurde auf dem Deck eines schottischen Schleppers in den Hafen von Giglio gebracht. Der Fels soll dorthin zurück kommen, wo er am 13.1.2012 losgerissen wurde.
Derweil gingen die Vorbereitungen zu dem Gedenken an die einjährige Wiederkehr des Untergangs weiter. Hunderte von Menschen werden auf Giglio erwartet, darunter auch Angehörige der 32 Toten. Doch viele der rund 4000 Passagiere der Unglücksfahrt wurden von Costa Cruises abgeraten, nach Giglio zu kommen, weil es logistisch unmöglich sei, alle auf der Insel unterzubringen.
Die Feiern beginnen am Morgen des 13.1. mit der Wiederherstellung des beschädigten Le-Scole-Riffs. Dann wird eine Messe gefeiert, der sich eine Zeremonie für die Retter anschließt. Auch Vertreter der Schifffahrtsgesellschaft Costa Crociere und der italienischen Regierung werden vor Ort erwartet. Die Organisatoren planen, Gedenkplaketten im Hafen zu enthüllen und ein Gedenkkonzert für die Opfer abzuhalten. Um 21.45 Uhr, der Uhrzeit, als die „Costa Concordia“ den Felsen rammte, sollen auf der ganzen Insel die Sirenen heulen, gefolgt von einer Schweigeminute.
Am 12.1. soll es eine Pressekonferenz zum letzten Stand der Bergungspläne geben. Derzeit wird der September 2013 für das Aufrichten des Wracks angepeilt, nachdem die 400 Arbeiter von Titan Maritime große Schwierigkeiten beim Einbringen der Stützpfähle in den Meeresgrund hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer nach Unfallflucht gestellt
(11. 01.13) Am 5.1. wurde ein Binnenschiff im Vierether Schleusenvorhafen auf dem Main gerammt und eingebeult. Die Polizei stellte Farbabrieb sicher und kam damit dem mutmaßlichen Verursacher der Kollision auf die Spur, ein 135 Meter langes Fahrgastschiff, das am 9.1. bei Würzburg unterwegs war. Die Polizei stellte an dem Passagierschiff ebenfalls Beschädigungen fest. Die Polizei fand heraus, dass das Schiff beim Einlaufen die Schleusenkammer von Viereth zudem zweimal mit dem Bauwerk kollidiert war. Dabei wurden Leitwerke am Schleusentor erheblich beschädigt. Der Sachschaden wurde von der Polizei auf weit über 10.000 Euro geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Nun zwei gesunkene Kutter in Hadersleben
(11. 01.13) Am 9.1. sank ein Kutter im Hafen von Hadersleben. Aus dem Schiff lief Öl aus und trieb als 150 Meter langer Film in den Fjord hinaus. Die Falck Rettung und die örtliche Feuerwehr bekämpften die Ölverschmutzung mit Sperren. Bereits am 31.12. war im Hafen der alte Kutter „Calypso“ untergegangen und liegt dort noch auf Grund. Er war am 3.1. durch Eisgang leckgeschlagen und gesunken, später gehoben und im September an einen Interessenten aus Seeland versteigert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Randersacker Schleuse wegen Explosionsgefahr auf „Getan“ gesperrt
(11. 01.13) Am 10.1. wurde Explosionsgefahr auf dem havarierten Binnenschiff „Getan“ in der Randersacker Schleuse befürchtet, nachdem Methangas ausgetreten war. Die gefährliche Konzentration wurde bei einer technischen Überprüfung im Vorschiff festgestellt. Die Schifffahrt auf dem Main wurde sofort gestoppt.
Wegen eines Ruderschadens, der aufgetreten war, als sich die „Getan“ am 9.1. vor der Einfahrt zur Schleuse in Randersacker zwischen Spundwand und Trenndamm verkeilt hatte, war sie von der Wasserschutzpolizei mit einem Fahrverbot belegt worden und lag seither im Vorfluter der Randersacker Schleuse. Am 10.1. gingen Experten der Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission an Bord. Als sie in der Kajüte im Vorschiff einen stechenden Geruch wahnahmen, kam das Gasspürgerät der Schiffsprüfer zum Einsatz und gab Alarm wegen Explosionsgefahr und Sauerstoffmangels.
Die Feuerwehr aus Randersacker rückte mit Schutzmasken und Sauerstoffflaschen an und führte eine erneute Messung durch. Um das Schiff wurde sicherheitshalber ein Bannkreis verhängt. Kurze Zeit später wurde aber festgestellt, dass die Messwerte unterhalb der Explosionsgrenzen lagen.
Nach einer Stunde durfte die Schifffahrt die Randersacker Schleuse am Nachmittag wieder passieren. Allerdings zeigte das Messgerät der Feuerwehr nun eine gesundheitsgefährdende Ammoniakkonzentration an. Woher diese kam, war zunächst unklar. Vermutet wurde aber, dass die Quelle im Laderaum des Frachters lag. Die „Getan“ hatte Getreide geladen und war auf dem Weg nach Rotterdam. Vorher hatten sich Düngemittel an Bord befunden, deren Rückstände in ein Ammoniak-Methangemisch übergegangen sein könnten.
Ebenso wenig ausgeschlossen wurde aber ein technischer Defekt oder eine undichte Leitung auf dem betagten, 1953 erbauten Schiff. Das von dem Ammoniakaustritt betroffene Vorschiffslogis, das nicht bewohnt war, wurde durch die Wasserschutzpolizei versiegelt und muss einer Reinigung durch eine Fachfirma unterzogen werden. Die „Getan“ muss in Randersacker verbleiben, bis die technischen Mängel beseitigt sind und die Ursache für den Ammoniakaustritt geklärt ist. Dazu wird auch die vom Zoll verplombte Ladung kontrolliert werden. Der rumänische Kapitän musste mit einer Anzeige rechnen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Taifun bringt zwei Frachter mit 37 Mann Besatzung in Seenot
(11. 01.13) Neun der 17 Mann Crew des Zementfrachters “Emeline”, 1497 BRZ (IMO-Nr.: 7920687), der am 9.1. gegen drei Uhr vor der indonesischen Küste auf Position 06-17.74 S 118-52.62 O vor den Selayar Islands in Süd-Sulawesi sank, trieben weiter in zwei Rettungsinseln in der stürmischen See, da Retter sie noch nicht erreichen konnten. Der Frachter war vom Hafen Soekarno-Hatta in Makassar nach Banyuwangi in Ost-Java unterwegs.
Als er im Taifun Narelle zu sinken begann, ging die 17-köpfige Besatzung in die Boote, doch zwei stürzten bei der Aktion in die See und sind wohl ertrunken. Am Nachmittag des 9.1. passierte der ebenfalls indonesische Frachter „Mahakam River”, 5523 tdw (IMO-Nr.: 8131166), die Untergangsposition und konnte sechs Mann retten. Sie war von Makassar nach Surabaya unterwegs und geriet in dem Sturm selbst im Gebiet von Bulukumba aber selbst in Schwierigkeiten und musste das Gebiet am 10.1. verlassen, um Schutz zu finden.
Basarnas Makassar schickte, nachdem die Information über den Untergang am 9.1. gegen neun Uhr aufgelaufen war, ein Rettungsboot, um die neun noch auf See befindlichen Seeleute zu bergen. Die Marinebasis in Makassar koordinierte den Einsatz. Am Morgen des 10.1. schickte Basarnas Makassar einen Helikopter der Bosowa Group, dem es aber bei Windgeschwindigkeiten von 40-70 Knoten nicht gelang, die Schiffbrüchigen zu lokalisieren. Die letzte bekannte Position war 06-22.75 S 119-15.43 O. Der gesunkene Zementfrachter lief für die Andalas Bahtera Baruna (ABB Carriers), in, Jakarta.
In demselben Sturm strandete auch der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Agnes” 3901 BRZ (IMO-Nr.: 8116855), mit einer 20-köpfigen vietnamesischen Crew am Cemara Beach in West Lombok, West Nusa Tenggara. Am 10.1. koordinierte die NTB Water Police gemeinsam mit der Hafenbehörde von Lembar und Basarnas die Hilfe für das Schiff. Es war nach dem Auslaufen am Nachmittag des 7.1. aus Lembar, West Lombok, in den Sturm geraten. Es war zum Zeitpunkt der Strandung unbeladen. Vor einer Woche war es mit einer Ladung Zement im Hafen. Die „Agnes“ hat eine Tragfähigkeit von 6471 Tonnen, wurde 1982 erbaut und hat als Manager die Phuc Toan Viet Co.´Ltd. in Vietnam.
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Schiffe und ein Hubschrauber an Kutterrettung beteiligt
(11. 01.13) Die Coast Guard Air Station Kodiak schickte einen MH-60 Jayhawk Helikopter, nachdem am 10.1. der 50 Fuß lange Kutter „Neptune“ bei Raspberry Island auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Um 1.40 Uhr hatte die Crew die Notlage gemeldet und wurde von dem Hubschrauber mit einer Lenzpumpe versorgt. Auch drei Schiffe, die “Tempest”, “Silver Star” und “Arctic Dawn”, kamen zu Hilfe. Nachdem die erste Lenzpumpe Schwierigkeiten bekam, wurde von dem Hubschrauber eine weitere abgefiert. Es gelang der Crew schließlich, das Leck, das eine Größe von 8x3 Inch hatte, abzudichten. Mit dem Hochwasser schwamm der Kutter wieder auf und wurde von der „Tempest” nach Kodiak eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Untersuchung der “Kulluk”-abgeschlossen – weiter Unklarheit über Öl aus Rettungsbooten
(11.01.13) •Die beiden ROVs, die den Rumpf der Bohrinsel „Kulluk“ untersuchten, haben ihre Arbeit am 10.1. abgeschlossen. Dabei wurden die Anker und deren Ketten unter die Lupe genommen und festgestellt, dass der Anker sicher im Grund sitzt und die Kette daneben auf dem Meeresgrund liegt. Das zweite ROV inspizierte derweil den Rumpf des Rigs. Derweil gab es noch keine Informationen über den Verbleib von ungefähr 316 Gallonen Dieselöl aus den losgerissenen und gestrandeten Rettungsbooten der „Kulluk“. Die Lage sollte noch weiter geprüft werden. Falls Öl ausgelaufen sein sollte, ist das Unified Command vorbereitet, es zu beseitigen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vergebliche Suche nach Vermissten der „Baltic Ace”
(11. 01.13) Taucher der holländischen Marine haben am 9.1. vergebens im und um das Wrack des vor Rotterdam gesunkenen Autofrachters "Baltic Ace" nach den Leichen der sechs noch vermissten Besatzungsmitglieder gesucht. Die "Hr. Ms. Luymes", von der aus die Froschmänner abgestiegen waren, kehrte am 10.1. nach Den Helder zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen



Führte technisches Versagen zu Kollision New Yorker Fähre?
(11.01.13) Bei der Untersuchung der Havarie der New Yorker Pändlerfähre "Seastreak Wallstreet" am 9.1. nahe der Wall Street wird auch nach Hinweisen auf mechanische Fehler gesucht, die eine gemeinsame Ursache der vier Kollisionen des Schiffes sein könnten. Die Inspektoren des National Transportation Safety Board gingen am 10.1. in Highlands, New Jersey, an Bord der "Seastreak Wallstreet", nachdem diese an ihren Stammplatz zurückgebracht worden war. Die fünfköpfige Crew wurde routinemäßig Drogentests unterzogen, nachdem sie zuvor bereits eine Atemalkoholprobe abgelegt hatte. Am Abend des 9.1. war nur noch ein Passagier in kritischem Zustand gemeldet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Letzter Felsbrocken aus Rumpf der „Costa Concordia“ entfernt – Insel bereitet sich auf Gedenken vor
(11.01.13) Der letzte Brocken des insgesamt 80 Tonnen schweren Felsstückes, das im Leck der "Costa Concordia" gesteckt hatte, wurde am 9.1. aus deren Rumpf entfernt. Er soll nun mit einer Plakette versehen als Gedenkstein dienen und wurde auf dem Deck eines schottischen Schleppers in den Hafen von Giglio gebracht. Der Fels soll dorthin zurück kommen, wo er am 13.1.2012 losgerissen wurde.
Derweil gingen die Vorbereitungen zu dem Gedenken an die einjährige Wiederkehr des Untergangs weiter. Hunderte von Menschen werden auf Giglio erwartet, darunter auch Angehörige der 32 Toten. Doch viele der rund 4000 Passagiere der Unglücksfahrt wurden von Costa Cruises abgeraten, nach Giglio zu kommen, weil es logistisch unmöglich sei, alle auf der Insel unterzubringen.
Die Feiern beginnen am Morgen des 13.1. mit der Wiederherstellung des beschädigten Le-Scole-Riffs. Dann wird eine Messe gefeiert, der sich eine Zeremonie für die Retter anschließt. Auch Vertreter der Schifffahrtsgesellschaft Costa Crociere und der italienischen Regierung werden vor Ort erwartet. Die Organisatoren planen, Gedenkplaketten im Hafen zu enthüllen und ein Gedenkkonzert für die Opfer abzuhalten. Um 21.45 Uhr, der Uhrzeit, als die „Costa Concordia“ den Felsen rammte, sollen auf der ganzen Insel die Sirenen heulen, gefolgt von einer Schweigeminute.
Am 12.1. soll es eine Pressekonferenz zum letzten Stand der Bergungspläne geben. Derzeit wird der September 2013 für das Aufrichten des Wracks angepeilt, nachdem die 400 Arbeiter von Titan Maritime große Schwierigkeiten beim Einbringen der Stützpfähle in den Meeresgrund hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen



U-Boot rammte Schiff in der Straße von Hormus
(11. 01.13) Das amerikanische Atom-U-Boot „Jacksonville“ kollidierte am 10. Januar mit einem unbekannten Schiff nahe der Straße von Hormus kollidiert. Dabei wurde einer der beiden Periskope des U-Boots beschädigt. Der Vorfall wurde auf dem U-Boot nicht bemerkt, so dass es weder den Kurs noch die Geschwindigkeit veränderte. Das Boot war um fünf Uhr auf Periskoptiefe gewesen, als es zu dem Unfall kam. Das verbogene Periskop konnte nicht mehr eingefahren werden. Nach der Kollision hatte eine P-3 Orion das Seegebiet abgesucht, aber kein in Not befindliches Fahrzeug entdeckt. Wahrscheinlich hatte der Zusammenstoß mit einem Kutter stattgefunden. Die “Jacksonville” wird zur Reparatur nach Pearl Harbor zurückkehren, wo sie am 5.11. auf eine sechsmonatige Mission im Persischen Golf ausgelaufen war. Es ist das sechste Schiff der US-Marine, das seit Mai 2012 in eine Kollision verwickelt war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rauch, aber kein Feuer auf Schnellfähre
(11. 01.13) Am 10.1. um 1:16 Uhr wurde die Poluzei in Follo alarmiert, nachdem es zu einer starken Rauchentwicklung auf der norwegischen Katamaranfähre "Baroness", 228 BRZ (IMO-Nr.: 9473470), die an der Tangen-Pier lag, gekommen war. Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen eilten zum Hafen. Wenig später wurde festgestellt, dass es kein offenes Feuer an Bord kam. Unter Atemschutz wurde das Schiffsinnere kontrolliert. Auch die Feuerwehr Oslo war mit einem Löschboot präsent. Die dreiköpfige Crew wurde auf mögliche Rauchgasvergiftung im Krankenhaus untersucht. Am 11.1. war die Fähre wieder in Fahrt. Die Rauchentwicklung könnte im Zusammenhang mit der Landstromversorgung gestanden haben.
Quelle: Tim Schwabedissen



“Napoleon Bonaparte“ nun bei Chantier Navale auf den Pallen
(11. 12.12) Am 10.1. um 18 Uhr war die französische Fähre "Napoleon Bonaparte", 44307 BRZ (IMO-Nr.: 9104835), im Trockendock der Chantier Navale de Marseille aufgepallt, nachdem sie zuvor von den beiden Schleppern "Mistral 8" und "Mistral 9" der Boluda Gruppe, eskortiert von der französischen Küstenwache, mit zwei Knoten Fahrt die fünf Kilometer vom Liegeplatz 40, wo sie sich seit dem 28.10.2012 befunden hatte, ins Trockendock VIII absolviert hatte.
Nachdem das Schiff sicher vertäut und positioniert war, wurde das Trockendock ausgepumpt und brachte den seit damals unter Wasser gelegenen Schiffsbereich zutage, darunter der Kiel, die beiden Propellerschafte samt den jeweils fünf Meter Durchmesser aufweisenden Propellern, also den Bereich, auf dem seither das ganze Gewicht des Schiffes gelegen hatte, und auf den sich die Untersuchungen konzentrieren werden.
Derweil werden die Arbeiter der Chantier Navale de Marseille den Riss im Rumpf abdichten, damit die Fähre zum endgültigen Reparaturort verschleppt werden kann. Deren Dauer wurde auf ein halbes Jahr geschätzt, als einer der Favoriten gilt die Bauwerft STX France in St. Nazaire, die die Fähre am besten kennt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für „Why Knot“
(11. 01.13) Die 36 Fuß lange Yacht “Why Knot”, die weiterhin auf dem Main Beach in Laguna Beach gestrandet liegt, soll bis zum Wochenende abgebrochen und geräumt werden. Zuvor hatte es eine Reihe von Interessenten gegeben, die die Yacht bergen wollten, doch angesichts deren schlechten Zustandes sprangen sie alle wieder ab.
Quelle: Tim Schwabedissen



Treibender Frachter verlor Container vor Ashdod
(11.01.13) Stürmisches Wetter hat dazu geführt, dass sich am 9.1. in Ashdod ein Containerfrachter losriss und ins Treiben geriet. Es gelang einem Lotsen, der dem Frachter hinterher gefahren war und buchstäblich in letzter Sekunde an Bord sprang, bevor Schlimmeres geschah, ihn kurz vor der drohenden Kollision mit einem anderen, vor Anker liegenden Frachter wieder unter Kontrolle zu bekommen, doch stürzten 26 Container , die zum Teil mit Munition beladen waren, aus der insgesamt 4000 Boxen umfassenden Ladung in die See. Fünf der Container trieben auf den nahen Strand.
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“Euroship 1” (Bild: Tibor Felvetele)   Großbild klick!
Stahlladung übergegangen – Binnenschiff sitzt auf der Donau fest
(10. 01.13) Am Morgen des 9.1. ging auf dem rumänischen Binnenschiff “Euroship 1”, 999 ts (EU-Nr.: 06002280), die Stahlladung auf der Donau bei Medvénél im slowenischen Flussabschnitt über.
Das Binnenschiff entwickelte Backbordschlagseite und wurde am Ufer auf Grund gesetzt. Dabei nahm der Rumpf Schaden. Da bei der Havarie auch die Bordelektrik ausgefallen war, hatten die Retter zunächst Probleme, das keine Signale mehr aussendende Schiff auf dem Fluss zu lokalisieren.
Die zweiköpfige Crew, die unversehrt geblieben war, blieb an Bord. Ein Schubschlepper sollte nun den Havaristen wieder flottmachen. Die “Euroship 1” entstand 1930 bei Schulte & Bruns in Emden. Sie ist 66,87 Meter lang, 8,22 Meter breit und hat 2,58 Meter Tiefgang. Sie lief als „Marinus“ und „Twins“ für die Kazan BvbA in Antwerpen, ehe sie 2009 nach Rumänien ging.
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Bugachaden „Seastreak Wallstreet“ (Bild: USCG)   Großbild klick!
Rund 80 Verletzte bei Kollision von Pendlerfähre in New York
(10. 01.13) Am 9.1. um 8.45 Uhr kollidierte die 40 Meter lange Pendlerfähre „Seastreak Wallstreet“, 417 BRZ (IMO-Nr.: 8982010), von Atlantic Highlands in New Jersey kommend mit der Pier 11 in Manhattan. Das Schiff prallte mit 10-12 Knoten Fahrt gegen den Kai. Dabei wurden mehr als 80 Menschen verletzt, sieben von ihnen schwer, zwei lebensgefährlich.
Einer von diesen wurde bis zum Abend stabilisiert. Die Angaben über die Opferzahl schwankten zwischen 74 und 85. Zum Unglückszeitpunkt befanden sich 326 Passagiere und eine fünfköpfige Crew an Bord. Die meisten Verletzungen traten auf, weil Fahrgäste, die bereits in Erwartung des Anlegens aus ihren Sitzen aufgestanden waren, beim harten Aufprall fielen oder Niedergänge hinabstürzten.
Der Katamaran selbst wurde am Bug auf Steuerbordseite aufgerissen, mehrere Scheiben zersplitterten. Er konnte aber noch normal anlegen. Zwei Boote der Coastguard Station New York, das FDNY und NYPD eilten zum Unfallort. Die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB leitete sofort eine Untersuchung des Unfalls ein. Routinemäßig wurde der Kapitän auf Alkohol und Rauschgift untersucht. Die Crew und einige der Passagiere sollten von 10.1. an befragt werden. Die Beweisaufnahme sollte fünf bis sieben Tage dauern. Expertenteams werden den Betrieb der Fähre, die Technik, die Arbeitsorganisation an Bord und das Notfallmanagement untersuchen.
Zum Unglückszeitpunkt war die See ruhig und ging weniger als einen Fuß hoch. Die Reederei Seastreak war seit 2007 in 10 Unfälle bei oder in New York City verwickelt, darunter zwei Kollisionen des nun wieder betroffenen Schiffes.
Im August 2009 rammte die “Seastreak Wall Street” das E. 35th St. Dock, wobei ein zwei Fuß langer Riss am Steuerbordbug sechs Fuß oberhalb der Wasserlinie entstanden war. Kontrollsysteme auf der Brücke hatten nicht richtig funktioniert. Menschen kamen nicht zu Schaden. Im Januar 2010 rammte die Fähre die Fender eines Docks in Manhattan und erlitt wiederum oberhalb der Wasserlinie ein Loch. Im August 2010 kam es zu einem Zwischenfall auf einer anderen Seastreak-Fähre, die mit 25 Knoten Fahrt von Martha's Vineyard nach New York City unterwegs war und in schwere See geriet. Zwei Rettungswesten wurden von einer Außenwand losgerissen und durch ein Kabinenfenster geschleudert, wobei zwei Passagiere verletzt wurden. Im Januar 2010 lief eine Seastreak-Fähre mit 50 Passagieren an Bord auf eine Sandbank, als sie zur Pier 11 unterwegs war.
Auch andere Fährlinien in und um New York waren in der Vergangenheit von Unfällen betroffen. So rammte Halloween 2004 eine mit 143 Passagieren besetzte Fähre der Circle Line auf dem Harlem River ein Unterwasserhindernis und erlitt Wassereinbruch. 2006 wurde eine auf dem Weg nach Ellis Island gerammt, 2009 kollidierte eine Governor's Island-Fähre mit einem Dock. Der bislang schwerste Unfall ereignete sich 2003, als eine Staten Island-Fähre eine Pier rammte und 11 Passagiere ums Leben kamen. Der Kapitän war am Ruder des Schiffes bewusstlos geworden.
Die „Seastreak Wallstreet“ wurde 2003 für die Seastreak LLC, die den Barker und Tregurtha Familien, die auch die Interlake Steamship Company, Mormac Marine Group, Inc. und die Moran Towing Company betreiben, erbaut. Sie war erst im August 2012 überholt worden und hatte von Incat Crowther ein neues System von Propellern und Rudern erhalten, um die Brennstoffkosten zu reduzieren und die Abgase zu halbieren, womit die Fähre die „grünste“ in Amerika werden sollte. Nach der Überholung war die Fähre 15 Tonnen leichter als vorher und konnte maximal 35 Knoten Laufen. Doch nach dem Umbau gab es seitens der Kapitäne mehrfach Klagen über eine eingeschränkte Manövrierfähigkeit des Schiffes. Ob dies eine Rolle bei der Kollision spielte, wird das Transportation Safety Board nun zu klären haben.
Quelle: Tim Schwabedissen



Strömung unterschätzt – zwei Binnenschiffe auf Main havariert
(10. 01.13) Das deutsche Binnenschiff "Getan", 1114 ts (EU-Nr.: 4401210), ist am 9.1. mit einer Ladung Getreide auf der Fahrt von Gurgu in Rumänien an der Mainschleuse Randersacker havariert.
Als es auf die Schleusung des mainaufwärts nach Ochsenfurt laufenden, holländischen Binnenschiffes “,"Kilian", 1643 ts (EU-Nr.: 4402340), warten musste, geriet es gegen 13.35 Uhr bei starker Strömung ins Treiben und kollidierte mit der Backbordseite mit einem Trenndamm der Schleuse, woraufhin es querschlug und eingekeilt zwischen Damm und Spundwand liegen blieb. Die auslaufende „Kilian“ wollte Hilfe leisten und an den Havaristen ankoppeln, um ihn aus der misslichen Lage zu befreien. Dabei wurde aber offenbar die eigene Maschine überlastet und fiel aus. Die “Kilian” blieb daraufhin ebenfalls im Vorfluter der Schleuse hängen.
Beide Schiffe wurden von dem Arbeitsboot „Pleichach“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes Schweinfurt befreit, das sich zufällig in der Nähe befand und beide Frachter freischleppte. Nach etwa 20 Minuten war die Schifffahrt auf dem Main wieder frei. Ursächlich für die Havarie der „Getan“ dürfte gewesen sein, dass der Kapitän die Strömung in diesem Bereich unterschätze, die bei Hochwasser noch stärker als ohnehin ist.
Nach einer Reparatur durch ein Werkstattschiff der Mainschifffartsgesellschaft konnte die “Kilian” noch am selben Tag weiterfahren. Die “Getan” hingegen wurde mit einem Fahrverbot belegt, weil die Ruderanlage Schaden genommen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanks von losgerissenen “Kulluk”-Rettungsbooten beschädigt
(10.01.13) Während ROVs die Untersuchung der “Kulluk” in der Kiliuda Bay fortsetzten, wurde die Küstenlinie in Sitkalidak Island inspiziert, um die Bergung von Rettungsbooten und anderen von dem Rig in der Brandung losgerissenen Trümmerteilen und Ausrüstungsgegenständen vorzubereiten. Diese Arbeiten sollen in den kommenden Tagen durchgeführt werden, wenn das Wetter es zulässt. Auch ein örtlicher Archäologe war am 8.1. vor Ort, fand aber keine kulturellen Artefakte, die bei den Aufräumungsarbeiten in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.
Vier Überlebensboote und ein Rettungsboot wurden von der “Kulluk” losgerissen. Jedes der Überlebensboote hat einen Dieseltank mit einer Kapazität von 68 Gallonen. Ein Tank wurde intakt vorgefunden, zwei waren beschädigt und einer nicht zugänglich. Bis zu 272 Gallonen Diesel könnten ausgelaufen sein. Sobald das Unified Command seine Untersuchungsteams auf der Insel hat, sollen die Tanks genau unter die Lupe genommen werden und bei einem Austritt von Diesel die nötigen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Behörden überlegen Tauchverbot an “Jan Heweliusz”
(10. 01.13) 20 Jahren nach dem Untergang der polnischen Fähre "Jan Heweliusz" vor Rügen nagt der Zahn der Zeit an dem Wrack. Vor sieben Jahren noch leuchtete der 126 Meter lange Schiffsrumpf weiß, seither ist der Anstrich komplett schwarz überwuchert. Das Wrack wurde vollständig mit Miesmuscheln und Pflanzen besiedelt. Es ragt bis auf zehn Meter unter die Wasseroberfläche mit seiner Backbordseite auf und liegt auf festem Sand. Das Oberdeck ist zerstört, die Brücke abgetrennt. Ein Lkw mit dem Schriftzug "ERWIN" ist noch als Fahrzeug erkennbar.
Die Heckklappe ist abgerissen und liegt neben dem Wrack. Dahinter gähnt die Öffnung des Wagendecks, auf dem lose herabhängende Wrackteile von Schiffs-, Fahrzeug-, Waggon- und Containerteilen eine Gefährdung für Taucher darstellen. Vom Betauchen des Maschinenraums wird wegen der Gefahr, durch herabstürzende Schrottteile oder der Maschinenanlage, die nur noch an einer rostenden Befestigung hängt, eingeklemmt zu werden, abgeraten. Für Sporttaucher ohne Platzangst gilt die "Jan Heweliusz" als ein ideales Trainingswrack. Doch seit die Fähre am 14. Januar 1993 im Sturm rund 20 Seemeilen nordöstlich von Rügen sank, wobei 55 Menschen ertranken, hat das Wrack weitere Opfer gefordert. Im September 2008 verirrte sich ein polnischer Taucher im Schiffsinnern.
Nach dem Ausfall seiner Lampe fand er, durch keine Leine gesichert, den rettenden Ausgang nicht mehr. Zwei Wochen später entdeckte man seinen Leichnam in einem Raum neben der Schiffswerkstatt. Mehr Glück hatten drei Taucher, denen beim Rückweg der Sauerstoff ausging. Sie mussten dann viel zu schnell und ohne Einhaltung der Dekompressionspausen wieder auftauchen. Sie wurden mit einem Hubschrauber in ein dänisches Krankenhaus geflogen und erlitten keine Folgeschäden. Im Herbst 2006 wiederum starb ein 56-jähriger Taucher aus Polen am Wrack, nachdem er einen Schwächeanfall erlitten hatte. Häufig überschätzen sich Sporttaucher bei Tauchgängen zu der in 25 Metern Tiefe liegenden Fähre. Inzwischen erwägen Behörden ein striktes Tauchverbot in die zunehmend verfallende und verschlammte "Jan Heweliusz".
Quelle: Tim Schwabedissen



”Napoleon Bonaparte” nach über zwei Monaten in der Werft
(10.01.13) Über zwei Monate nach ihrem teilweisen Untergang im Hafen von Marseille verließ die französische Fähre "Napoleon Bonaparte", 44077 BRZ (IMO-Nr.: 9104835), den Liegeplatz 40, an dem sie binnen 47 Tagen ausgepumpt worden war. Mit einer Kapazität von rund 6000 m3 pro Stunde waren zwischen 35000 und 50000 Tonnen Wasser aus den unteren Decks gelenzt worden. Nach einstündiger Vorbereitung wurden am 9.1. gegen neun Uhr die Trossen losgeworfen, und die „Mistral 8“ sowie ein weiterer Schlepper der Reederei Boluda zogen die Fähre, deren eigener Antrieb zerstört ist, mit zwei Knoten in Richtung der 3,4 Kilometer entfernten Werft, die eine weitere Stunde später erreicht war.
In den kommenden Wochen soll dort der Schaden genau untersucht und eine Abdichtung des Rumpfes durchgeführt werden. Denn wo die endgültige Reparatur stattfindet, deren Dauer auf neun Monate geschätzt wird, hängt von einer Ausschreibung im Anschluss an die Ermittlung des Instandsetzungsbedarfs ab. Diese wird zwei Monate in Anspruch nehmen. Das Dock ist zunächst bis zum 24.1. reserviert. Kandidaten für eine Reparatur sind ebenso STX in Saint-Nazaire wie deutsche Werften. SNCM wird als Ersatz die Fähre “Excelsior” der Grandi Navi Veloci chartern, die im Februar2013 ihren Dienst antreten soll.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgebranntes Wrack trieb seit 2011 kieloben im Pazifik
(10.01.13) Am 8.1. sichtete ein Dauphin Helikopter des MRCC Papeete bei einem Einsatz in Rapa 70 Meilen nördlich von Burutu ein kieloben treibendes Wrack in der See. Sofort wurde eine Untersuchung eingeleitet, was für Longliner sich in dem Seegebiet befanden, wobei festgestellt wurde, dass auf keinen von ihnen die Beschreibung zutraf. Auch wurde die Assistenz der Grenzkräfte von Französisch Polynesien erbeten.
Um 9.10 Uhr meldete der Thunfischfänger “Mereana” dem MRCC, dass er 1,5 Fahrstunden von dem Wrack entfernt sei. Er wurde von den Grenzeinheiten zu ihm hingeführt. Als die Fischer eintrafen, stellten sie fest, dass das Schiff bereits seit mehreren Monaten in der See getrieben haben musste. Die Aufbauten waren verschwunden, und die unter Wasser liegenden Bereiche waren mit Algen bewachsen. Soweit die Männer die Aufschrift entziffern konnten, scheint es sich um das Wrack eines 2011 südlich von Rapa ausgebrannten Bootes aus Taiwan handeln zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Fukuoka havariert
(10. 01.13) Ein kambodschanischer Frachter mit einer 14-köpfigen Crew, 13 Chinesen und einem Mann aus Myanmar, ging am 9.1. vor Fukuoka vor Anker, nachdem am Vortag ein Antriebsschaden aufgetreten war. Das Schiff hatte Shanghai am 5.1. mit Kurs auf Osaka mit einer Stahlladung an Bord verlassen. Am 8.1. stellte die Crew fest, dass der Propeller nicht mehr lief, und am folgenden Morgen kam das Schiff in die Gewässer nahe Fukuoka. Es warf Anker und wartete auf Rettungskräfte aus Japan.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppzug bei Pamban gestrandet
(10. 01.13) Ein indisches Marineschiff und ein Schlepper, der es auf dem Haken hatte, strandeten am 10.1. nahe Pamban in stürmischer See. Das Marineschiff war von Mumbai nach Chennai unterwegs, als der Schleppzug unweit der Pamban Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet, außer Kontrolle geriet. Rettungskräfte versuchten die Havaristen zu bergen, doch Hochwasser behinderte ihren Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor West Lombok gestrandet
(10. 12.12) Der 105 Meter lange, vietnamesische Frachter “Agnes”, 3091 BRZ, lief mit 20 Personen an Bord am 7.1. in rauer See vor Cemara Beach in West-Lombok auf Grund. Das Schiff hatte kurz zuvor den Hafen von Lembar in West-Lombok mit Kurs Singapur verlassen, wo es in der vergangenen Woche eine Ladung Zement gelöscht hatte. Die Polizei von West Nusa Tenggara und Rettungsbehörden warteten nun auf eine Wetterbesserung, um den Havaristen wieder freizuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Segler eine Stunde an gekenterte Yacht geklammert
(10. 01.13) Ein Segler aus Sydney musste sich in der vergangenen Woche über eine Stunde an seine Yacht “Jaqueline” anklammern, die auf dem Tuggerah Lake westlich von Pelican Island gekentert war. Er trug eine Rettungsweste, was ihm möglicherweise das Leben rettete. Ein anderes Boot kam schließlich zu Hilfe und zog ihn aus dem Wasser. Die halb gesunkene Yacht konnte ebenfalls geborgen werden. Sie sollte in Chittaway Point repariert werden, bevor es nach Sydney zurückgehen kann.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter war überladen und nach Umbauten zu schwer, als er kenterte
(10.01.13) Am 9.1. wurde ein Report über die Kenterung des Kutters “Heather Anne” in der Gerrans Bay durch den Marine Accident Branch publiziert, bei der im Dezember 2001 ein Fischer aus Cornwall ums Leben gekommen war. Das Schiff war gekentert, weil es instabil war und das Doppelte der vom Konstrukteur geplanten Fangmenge an Bord hatte. Wegen ihrer Länge war die “Heather Anne” von bestimmten Stabilitätsvorschriften entbunden. Seit sie 1971 erbaut worden war, hatten aber eine Reihe von Umbauten ihre Tragfähigkeit erheblich erhöht ebenso wie den Schwerpunkt, den Freibord aber redzuiert. Als sie kenterte, hatte sie 10.5 Tonnen Fisch und Seewasser an Bord. Der Skipper trug keine Rettungsweste.
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Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker in Lagos explodiert
(10.01.13) Am Morgen des 9.1. kam es zu einer starken Explosion und nachfolgendem Feuer auf einem Tankschiff, das gerade bei Tin Can Island im Hafen von Apapa entladen wurde. Das Öl wurde in einen Tank der nigerianischen Firma MRS gepumpt, als es zu der Detonation kam. Vier Menschen wurden verletzt. Gebäude wurden erschüttert, was Anwohner in Panik versetzte. Dichter Rauch stieg auf. Die National Emergency Management Agency versuchte, den Brand einzudämmen, sodass er nicht vom Schiff übergreifen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Overseas Reymar (Bild: USCG)   Großbild klick!
Lotse der „Overseas Reymar“ war bereits mehrfach in Havarien verwickelt
(09. 01.13) Die Coast Guard setzte am 8.1. ihre Untersuchung der Kollision des unter Marshall Islands-Flagge laufenden Tankers "Overseas Reymar" fort, die am 7.1. um 11.20 Uhr mit 11,8 Knoten Fahrt den Kollisionsschutz eines Pylons rammte.
Das Schiff blieb auf Anchorage 7, westlich von Treasure Island, liegen, bis klar ist, ob sofortige Reparaturen notwendig sind, bevor es wieder in Fahrt gehen kann. Das National Transportation Safety Board wird eine eigene Untersuchung durchführen. Vertreter sollten am 9.1. an Bord gehen. Die Coast Guard wird Befragungen, technische Analysen, Inspektionen des Schiffsrumpfes und eine Überprüfung aller Aufzeichnungen durchführen.
Drogentests wurden bereits abgeschlossen mit negativem Ergebnis. Inzwischen wurde bekannt, dass der diensttuende Lotse Guy Kleess bereits mehrfach an Schiffshavarien beteiligt war. Seit 2005 ist er in der San Francisco Bay tätig. Im August 2009 lief auf dem Sacramento River ein von ihm beratenes Schiff auf eine Sandbank. Zwei Tage später beschädigte ein Schiff ein Dock in Stockton. Im Mai 2010 lief ein Schiff im Richmond Inner Harbor auf. In allen Fällen enstand nur geringer Schaden. Nach dem Unfall in Stockton musste Klees vier Trainingsfahrten auf den engen Gewässern durchführen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter der Schulte-Gruppe vor Male auf Grund gelaufen
(09. 01.13) Der unter liberianischer Flagge laufende Containerfrachter "Auguste Schulte", 27093 BRZ (IMO-Nr.: 9231169), lief am Abend des 7.1. kurz nach Sonnenuntergang östlich von Male auf Grund. Das Schiff war gerade aus Sri Lanka gekommen und versuchte, vor dem Eintreffen des Lotsen in den Hafen zu gelangen, als es dann wieder abdrehte beim Manövrieren vor dem Hafen auf ein Riff lief. Ein Team der maledivischen Environment Protection Agency (EPA) sowie die Maldives National Defence Force (MNDF) begannen mit einer Untersuchung des Schadens am Riff. Die Transport Authority befürchtete, dass es erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden sein könnte. Nach drei Stunden brachten Schlepper den Havaristen, der nicht ernsthaft beschädigt worden war, wieder ab. Die "Auguste Schulte" wurde 2002 bei der STX Shipbuilding Co. in Pusan als "Alexandria" erbaut. Im selben Jahr wurde sie zur "CMA CGM Claudel", als die sie bis 2007 lief. Der Frachter wird von der Bernhard Schulte GmbH & Co KG in Hamburg bereedert. Er ist 210 Meter lang, 30,04 Meter breit und hat 11,52 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler nach Feuer gesunken
(09. 01.13) Der unter Equador-Flagge laufendeTrawler “Ljubica M“ funkte am 6.1. rund 67 Meilen von den Isabela Islands, Galapagos Notsignale, nachdem an Bord ein Feuer ausgebrochen war. Die „Robert A” barg die 20-köpfige Crew ab und brachte sie nach Manta, Equador. Das Schiff sank. Die “Ljubica M.”, 324 BRZ (IMO-Nr.: 6920240), wurde 1969 erbaut und lief für die Bow SA.
Quelle: Tim Schwabedissen



Baltic News mit Maschinenschaden auf Schleichfahrt
(09. 01.13) Der unter Bahamas-Flagge laufende Roro-Frachter “Baltic News”, 5603 BRZ, erlitt am 8.1. einen Tag nach dem Auslaufen aus Ardalstangen rund 15 Meilen nördlich von Bergen Maschinenschaden. Mit 1.5-2.5 Knoten Fahrt drehte das Schiff und kehrte in den Hafen zurück. Die “Baltic News“, 5400 tdw (IMO-Nr.: 8808616), wurde 1990 erbaut und hat als Manager die norwegische Seatrans AS.
Quelle: Tim Schwabedissen



Trümmer der Kulluk werden eingesammelt
(09.01.13) Die havarierte Bohrinsel „Kulluk” wurde an ihrem Ankerplatz in der Kiliuda Bay von ROVs auf die erlittenen Schäden am Rumpf untersucht. Wenn nötig, sollten auch Taucher eingesetzt werden. Derweil bereitete das Unified Command die Bergung von Rettungsbooten und anderen Trümmern vor, die in der Brandung von dem Rig losgerissen und an die Küste von Sitkalidak Island gespült worden waren. Die Coast Guard leitete derweil eine formelle Untersuchung der Strandung ein. Sie wird mehrere Monate andauern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Hurtigruten-Fähre brachte Passagierbrücke in Bergen zum Einsturz
(08.01.13) Die norwegische Hurtigruten-Fähre "Vesterålen", 6261 BRZ (IMO-Nr.: 8019368), rammte am 8.1. um 14.20 Uhr den Kai des Passagierterminals in Bergen. Beim Einlaufen hatte es nach einem Computerfehler nicht auf Rückwärtsfahrt gehen können und erfasste die aus Stahl und Glas bestehende Passagierbrücke, die auf den Kai stürzte. Das Terminalgebäude schüttelte sich bei dem Aufprall wie bei einem Erdbeben. Fünf Tanks, die sich unter der Brücke befanden, wurden bei deren Einsturz beschädigt, 5000 Liter Hydrauliköl liefen ins Hafenwasser. Die Feuerwehr machte sich mit Ölsperren daran, das Öl aufzufangen. Die Arbeiten sollten bis zum 9.1. andauern. Die 84 Passagiere und 41 Mann Besatzung blieben bei der Kollision unverletzt. Die Fahrgäste konnten über eine einfache Gangway den Kai erreichen. Die „Vesterålen” durfte am Abend des 8.1. nach einigen Tests im Beisein von Vertretern der Klassifizierungsgesellschaft Veritas die Fahrt fortsetzen. Sie hatte einen rund einen Meter langen Riss am Steuerbordbug oberhalb der Wasserlinie davongetragen. Sie lief um 22.30 Uhr nach Ålesund aus, wo einige kosmetische Reparaturen durchgeführt werden sollten, bevor die Reise weiter gen Norden geht. Am 9.1. gegen 10 Uhr machte sie in Ålesund fest.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frau trieb tot neben gestrandeter Yacht
(09.01.13) Eine Frau wurde leblos im Wasser aufgefunden, nachdem am Nachmittag des 7.1. eine Yacht auf Felsen südlich von Courtenay, British Columbia, gestrandet war. Im Krankenhaus wurde ihr Tod festgestellt. An Bord des 30-Fuß-Bootes hatten sich zwei Personen gefunden. Beide kamen aus Courtenay. Ein Mann kam ins St. Joseph's General Hospital in Comox. Er war von einem Cormorant Helikopter unweit der Frau zwischen Royston und Union Bay gefunden worden. Die Yacht lag mit Steuerbord-Schlagseite in flachem Wasser, nahe des Bootes trieb die Frau. Der Motor der Yacht war noch gelaufen, als die Retter eintrafen. Zuvor war es in Kreisen vor dem Ufer gelaufen. Es herrschte nur schwacher Wind. Möglicherweise war Alkohol im Spiel gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schnellboot überlief Motorboot
(09. 01.13) Ein Mietboot mit vier Personen aus Auckland an Bord wurde am 31.12. von dem 9,5 Meter langen Touristenboot „Eruptor“ auf dem Lake Taupo überlaufen. Die vier kamen mit nur leichten Verletzungen davon. Eine Frau wurde mit gebrochener Hand ins Taupo Hospital gebracht. Die “Eruptor”, die bis zu 95 km/h schnell laufen kann, bringt Urlauber von Taupo zur Mine Bay. Maritime New Zealand leitete eine Untersuchung ein. Bei rauher See hatte der Skipper der “Eruptor” der Huka Falls River Cruises das kleinere Boot zwischen den Wellenkämmen wohl nicht rechtzeitig gesehen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffscrew sitzt nach Havarie seit Juli 2012 in Kochi fest
(09. 01.13) Die Crew des unter Malediven-Flagge laufenden Frachters “Morning Star” sitzt seit über fünf Monaten in Kochi fest. Sie war im Juli festgesetzt worden, nachdem eine indische Behörde eine Untersuchung zum Untergang der von dem Frachter zu Abwrackern geschleppten „Sea Angel“ in der Kannanur Region einleitete. Die Versorgung der Crew gestaltet sich zusehends schwieriger. Ein Agent aus Male sicherte zunächst die Nahrungsversorgung, doch nachdem er nicht mehr zahlte, hat die indische Seite nichts mehr geliefert. Auch gab es seit Monaten keine Heuer mehr für die Seeleute. Ein indisches Gericht hat verfügt, dass die „Morning Star“ nicht auslaufen darf, bis die „Sea Angel“ geborgen ist.
Quelle: Tim Schwabedissen



14 Mann von gesunkenem Trawler gerettet
(09. 12.12) Der in Tunacor beheimatete Trawler “Nicole” sank am 1.1. rund 80 Meilen südwestlich der Walvis Bay. Die 14-köpfige Crew wurde von der “Aldubara”, die ebenfalls in Tunacor registriert ist, gerettet, nachdem sie ein SOS-Signal aufgefangen hatte. Ein Wassereinbruch im Maschinenraum des von den Talaman Fish Processors gemanagten Schiffes hatte den Untergang verursacht. Das Wrack liegt nun 150 Meter tief auf dem Meeresgrund. Es war am 28.12.2012 auf Fangfahrt gegangen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter ging vor Hook Head verloren
(09. 01.13) Der 15 Meter lange Trawler “Coral Strand – S 234” lief am 8.1. vor Hook Head in County Wexford auf Grund. Die vierköpfige Fahrt war von Dunmore East im County Waterford aus auf Fang gegangen, als das Schiff gegen acht Uhr bei Garrylough nahe Duncannon auflief. Nachdem der Holzrumpf aufriss, wurde Mayday gefunkt, und die Fischer gingen in eine Rettungsinsel, aus der sie wenig später von dem Trawler „Boy River“ gerettet wurde. Auch die RNLI-Boote aus Dunmore East und Fethard liefen aus, und das Boot aus Dunmore nahm die Schiffbrüchigen an Bord. Mit Assistenz des Bootes aus Fethard machte es an der „Coral Strand” fest, um den Schaden zu untersuchen. Es war nicht mehr möglich, das Wasser aus dem Havaristen zu lenzen. Der halb gesunkene Kutter wurde als nicht mehr zu bergen angesehen, und es wurde erwartet, dass er in Kürze auseinander bricht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Brennender Kutter vor Sri Lanka geborgen
(09.01.13) Der Maschinenraum des Kutters “Sudu Rawan 2” geriet am 8.1. bei Trincomalee in Brand. Ein Schnellboot der Marine von Sri Lanka nahm den Havaristen in Schlepp und brachte ihn in den Hafen von Trincomalee ein, wo er nach Löschen des Feuers unter Mitwirkung der Crew des Marinebootes “Jagatha” repariert werden sollte. Die “Sudu Ruwan 2" war mit einer siebenköpfigen Crew am 1.1. von dem Ambalangoda Fisheries Harbour aus auf Fang gegangen.
Quelle:
Quelle: Tim Schwabedissen



Brennender Kutter vor Sri Lanka geborgen
(09.01.13) Die 12 Meter lange Ketsch “Sea Wanderer” aus Whangarei , deren dreiköpfige Crew am 6.1. in der Cook Strait von einem Westpac-Helikopter abgeborgen worden war, wurde am Nachmittag des 8.1. in die Picton Marina in Marlborough eingebracht. Die Crew hatte die Yacht 20 Meilen südöstlich von Cape Campbell aufgegeben, nachdem in einem plötzlich aufgekommenen Sturm die Maschine und die Navigationssysteme gegen 18.30 Uhr ausgefallen waren. Das Kreuzfahrtschiff “Seven Seas Voyager”, das aus Wellington kam, hatte der Ketsch bis zum Eintreffen des Hubschraubers gegen 19 Uhr assistiert, konnte sich aber bei sieben Meter hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten von 90 km/h nicht allzu dicht annähern, ohne in Gefahr zu geraten, sie zu rammen. Die Crew war nach ihrer 45 Minuten andauernden Rettung ins Wellington Hospital gebracht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bohrinsel Kulluk (Bild: USCG)   Großbild klick!
Kulluk auf sicherer Position in der Kiliuda Bay verankert
(08.01.13) Am 7.1. warf der Ankerziehschlepper "Aiviq" die Trosse zur "Kulluk" los, nachdem diese eine sichere Position in der Kiliuda Bay erreicht hatte. Er blieb aber auf Standby, ebenso wie die "Warrior", "Ocean Wave", "Perseverance", "Nanuq" und das Patroullienboot "Alex Haley" der US Coastguard.
Außerdem blieben die "Alert", "Lauren Foss" und "Corbin Foss" mit dem Rig verbunden. Gegen 12:15 Uhr Ortszeit war der Anker der "Kulluk" auf den Grund der Bucht gefallen. Am 6.1. um 10 Uhr war sie in der Kiliuda Bay eingetroffen, danach galt es noch den bestmöglichen Ankerplatz zu finden, wo sie nun gründlich untersucht werden kann. Sie hatte zu dieser Zeit binnen 12 Stunden eine Strecke von 45 Meilen zurückgelegt, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 3.5 Knoten entsprach. Die "Nanuq" hatte mit Infrarot-Ausrüstung während des Transits das Rig auf mögliche Ölverluste überwacht. Die Resultate der Soundings der Öltanks blieben konsistent mit den vorangegangenen Untersuchungen durch die Berger.
Überwachungsflüge sicherten den Transit zusätzlich ab. Die Bergungsflotte hat 15,000 Fuß Ölsperren an Bord für den Fall eines Ölverlustes. Weitere Ölsperren waren an verschiedenen Orten der Umgebung in Bereitschaft gebracht worden. Wann das Rig in eine Werft verholt wird, ist derzeit noch unbekannt.
Bereits jetzt aber wurde Bewunderung laut, was für Schläge die „Kulluk“ einstecken konnte, ohne zu zerbrechen. Nach Ansicht der Magone Marine Service in Dutch Harbor, von wo die “Kulluk” am 21.12. nach Seattle auslief, ist die Insel noch relative intakt.
Zwar ist ein Bereich unter Deck geflutet, doch das Rig im Kern seetüchtig. Die Retter der „Kulluk”, die holländische Smit International und Donjon Marine aus New Jersey, zählen indes auch zu den besten ihres Faches. Sie sind z.B. auch in die Bergung der “Costa Concordia” vor Giglio involviert. Auf ein Leichtern der rund 155,000 Gallonen Brennstoff und anderer Ölprodukte an Bord hatten sie verzichtet, weil die langen Schläuche oder Rohre, die dazu benötigt worden wären, ein hohes Beschädigungsrisiko aufgewiesen hätten, weil kein Schiff an der konischen Insel hätte längsseits gehen können. Ein Sicherheitsrisiko stellte auch die “Aiviq” der Edison Chouest aus Louisiana, die eigens zum Bugsieren der “Kulluk” gebaut worden war, dar – sie erlitt einen Ausfall aller ihrer vier Maschinen, was ein entscheidender Faktor war, der zur Strandung der Insel führte.
Die „Aiviq” war der Hauptschlepper, während die “Alert”, ein anderer starker Schlepper der Crowley Maritime, der normalerweise in Valdez stationiert ist, gegen den schweren Sturm am Neujahrstag alleine nicht mehr ankam und schließlich loswerfen musste. Am Ende wird die “Kulluk” vermutlich eine Reparatur wert sein – diese wird aber längere Zeit brauchen, da sowohl die Maschinen wie auch die Elektrik des 21000-Tonners erneuert werden müssen. Dies wird aber die Pläne für Bohrungen in der Antarktis erheblich zurückwerfen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Erna soll geräumt werden
(08.01.13) Seit nunmehr fast drei Jahren liegt im Saarbrücker Osthafen die sogenannte Penische „Erna - SN 951 SA“, 308 ts (EU-Nr.: 04301390), auf Grund. Kaum mehr als die Aufbauten des Binnenschiffes ragten seither noch aus dem Wasser der Saar. Nun aber hat das Saarbrücker Amtsgericht die Räumung des Wracks angeordnet. Der Besitzer des maroden Schiffes hatte sich dagegen in der Vergangeneheit vehement gewehrt. Die Stadt Saarbrücken will zunächst einen Gerichtsvollzieher einsetzen, um ihn zur Bergung zu bewegen. Da er aber mittellos ist, wird sie sich wohl nicht an ihm schadlos halten können. Um die Bergungskosten möglichst gering zu halten, könnten dazu städtische Mitarbeiter eingesetzt werden. Eine Bergung durch private Firmen könnte die Stadt hingegen einen sechsstelligen Betrag kosten. Die Stadt hatte dem Eigner der „Erna“ den Liegeplatz gekündigt, weil sie das Gelände am Osthafen gekauft hat und es sanieren will. Seit über zehn Jahren sorgte die „Erna“ immer wieder für Schlagzeilen. 2001 war sie erstmals in der Diskussion, als das Wasser- und Schifffahrtsamt die „Erna“ als einen Fluchtpunkt für „sozial Schwächergestellte“. verteidigte. Ein Hochwasser im Jahr 2003 setzte sie auf Grund, doch später kam sie wieder frei. Am 26.12. 2006 geriet durch einen überhitzten Ofen die Kajüte in Brand. Der Eigner hatte vergeblich versucht, den Brand zu löschen. Die Feuerwehr war danach viereinhalb Stunden im Einsatz. Am 19.2.2010 war sie gesunken. danach trat Öl aus Wrack aus. Die Wasserschutzpolizei ermittelte danach wegen Umweltgefährdung. Die „Erna“ ist 39 Meter lang und 5,05 Meter breit. Sie wurde 1922 in Mainz-Gustavsburg erbaut und war ein Reparationsschiff nach dem Versailler Vertrag. Die Penische war zunächst als Schleppschiff konzipiert und wurde erst späte rmotorisiert. In den 80er Jahren war die Verschrottung geplant, ehe es zum Wohnschiff wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Kapitän nach Beinah-Strandung zu 30 Tagen Haft verurteilt
(08. 01.13) Der 60-jährige russische Kapitän des unterSt. Kitts-Nevis-Flagge registrierten Frachters "Sunny Maria", 1263 BRZ (IMO-Nr.: 7734545), wurde am 7.1. vom Gericht in Helsingør zu 30 Tagen Haft verurteilt. Außerdem muss er Dänemark verlassen und darf für sechs Jahre nicht mehr einreisen. Ein Jahr lang darf er nicht als Kapitän oder Offizier auf einem Schiff in dänischen Gewässern auftauchen. Er hatte am Abend des 6.1. sein Schiff mit 2,75 Promille, wie ein Bluttest inzwischen ergab, auf Grund zu setzen gedroht. Es war zwar unbeladen, hätte aber bei einer Beschädigung der Brennstofftanks eine Gewässergefährdung verursachen können. Am 8.1. war die "Sunny Maria" wieder ankerauf gegangen und befand sich nördlich von Bornholm mit Kurs Kaliningrad.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler im Trockendock
(08. 01.13) Am Morgen des 7.1. kam es zu einem Feuer in den Kajüten des 100 Fuß langen Trawlers “Sea Ranger”, der zu der Zeit im Fairhaven Shipyard im Trockendock lag. Um 10:45 wurde die Feuerwehr alarmiert, die den Brand binnen 20 Minuten bekämpen konnte. Der Schaden wurde auf 7,000 Dollar geschätzt. Schweißfunken hatten den Brand wohl entfacht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Brückenkollision in San Francisco weckte Erinnerungen an „Cosco Busan“-Havarie
(08.01.13) Erinnerungen an die Havarie der „Cosco Busan“ wurden wachgerufen, als am 7.1. gegen 11.20 Uhr der unter Marshall Islands-Flagge laufende, unbeladene Tanker "Overseas Reymar", 40038 BRZ (IMO-Nr.: 9275749), beim Auslaufen mit Pfeiler VI der Bay Bridge in San Francisco kollidierte.
Er prallte gegen den Aufprallschutz des "Echo Tower", dem ersten Pfeiler bei Treasure Island auf der östlichen Seite des Brückenwestteils. Das Fendersystem wurde dabei beschädigt. Das San Francisco Fire Department wurde um 11:37 Uhr alarmiert. Inspektionsteams des the California Department of Transportation wurden zur Brücke geschickt, um sie unter die Lupe zu nehmen. Der Tanker selbst hatte lediglich Beulen und Schrammen am Achterschiff auf Steuerbordseite davon getragen, es kam zu keinen Leckagen.
Er war von der Shell Raffinerie in Martinez gekommen und hatte auf Südkurs laufend kurz vor dem Unfall Alcatraz passiert. Die US Coast Guard verhängte ein Fahrverbot über den Tanker, der zur Untersuchung westlich von Alcatraz in der Bucht vor Anker gehen musste. Vorsorglich brachte die Coast Guard Ölsperren in Bereitschaft. Mehrere Boote und Schiffe der Coast Guard sowie ein Helikopter waren vor Ort. Rätselraten herrschte derweil über den Kurs des Tankers, der offenbar die Brücke bereits passiert hatte, dann aber drehte und dabei den Fender traf. Die “Overseas Reymar” hat eine Tragfähigkeit von 69636 tonnen, wurde 2004 erbaut und hat als Manager die griechische OSG Ship Management (GR) Ltd.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf letzter Reise in Schwierigkeiten
(08.01.13) Der malaysische Schwergutfrachter „PWP 1“ erlitt am 5.1. Wassereinbruch in einen Brennstofftank und nachfolgend Maschinenausfall in der südchinesischen See unweit des Hafens von Sanya südlich von Hainan Island. Er befand sich auf der Fahrt von Singapur zu Abwrackern in Guangzhou.
Nachdem das Schiff um Hilfe gebeten hatte, wurde durch das chinesische Nanhai Rescue Bureau der Schlepper „Nan Hai Jiu 115“ aus Sanya geschickt, der die „PWP 1“ am Abend des 5.1. erreichte und am 6.1. dorthin einbrachte. Um 15.20 Uhr machte der 30 Jahre alte Frachter im Hafen fest. Die 16-köpfige Crew aus Indonesien, Myanmar, Bangladesh und Malaysia war unversehrt geblieben. Die „PWP 1“, 9800 tdw (IMO-Nr.: 8111790), hat als Manager die Mujur Shipping Sdn. Bhd.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkenes Boot in Durban verschwunden
(08. 01.13) Am 2.1. um 21.55 Uhr wurde das NSRI-Boot aus Durban von der örtlichen Port Control alarmiert, nachdem das Skiboot “Yaallahu”, das in der Bucht gefischt hatte, zu sinken begonnen hatte. Es befand sich unweit des Zuckerterminals auf dem Rückweg zum Point Yacht Club Slip, als eine Welle es überrollte und auf eine Sandbank drückte.
Die „Waterwing“ der SAPS wurde alarmiert, nachdem der Skipper sich über Mobiltelefon bei der Hafenkontrolle gemeldet hatte, und fand das Boot halb unter Wasser liegend auf der Sandbank vor. Es wurde danach in die Mitte des Fahrwassers geschleppt, wo es aber zu sinken begann. Die Crew aus Durban wurde abgeborgen. Um 22.30 Uhr lief das Rettungsboot “Megan II” aus und stieß auf ein anderes Boot vor Ort , das eine Leine an der “Yaallahu” festgemacht hatte.
Diese musste aber geslipt werden, als sie zu sinken begann. Um 00.05 Uhr des3.1. markierten die NSRI-Retter die Untergangsstelle und kehrten um 1.15 Uhr zur Station zurück. Der Hafenkapitän sperrte zeitweilig den Maydon Wharf Channel und schickte beim ersten Tageslicht Taucher von Transnet, die das Wrack räumen sollten. Sie fanden es allerdings nicht mehr an der Position vor, wahrscheinlich war es mit dem Rest seiner Schwimmfähigkeit von Unterwasserströmungen fortgetragen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter über Nacht gesunken
(08. 01.13) Die Coast Guard Boston war im Einsatz, nachdem an der örtlichen Fischereipier am 7.1. gegen fünf Uhr der 55 Fuß lange Kutter „Miss Brielle“ gekentert an seinen Moorings entdeckt worden war. An Bord hatte sich niemand befunden. Ein leichter Ölfilm wurde am Havaristen vorgefunden und eine Ölsperre darum ausgelegt. Auch die Massachusetts State Police, die Massachusetts Environmental Police und MassPort waren vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen



Napoleon Bonaparte ist gelenzt
(08. 12.12) Das Lenzen der in Marseille halb gesunkenen, französischen Fähre "Napoleon Bonaparte", 44077 BRZ (IMO-Nr.: 9104835), konnte über zwei Monate nach der Havarie des Schiffes abgeschlossen werden. Über 50000 Tonnen Wasser hatten aus dem Rumpf entfernt werden müssen, ohne dessen Stabilität zu beeinträchtigen, nachdem das Schiff in der Nacht zum 28.10. in einem Sturm gegen einen Kai geprallt und leckgeschlagen war. Voraussichtlich am 9.1. sollen nun zwei Schlepper die Fähre von Liegeplatz 8 zur Chantier Naval de Marseille bugsieren, die sich fünf Kilometer entfernt befindet. Hier sollen die Schäden im Trockendock untersucht und Reparaturoptionen erarbeitet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Skipper setzte Yacht auf Strand und verweigerte die Rettung
(08. 01.13) Die 28 Fuß lange Catalina-Yacht “Why Knot” strandete am 6.1. vor Laguna Beach. Um 15.38 Uhr wurde die Polizei alarmiert, wenig später setzte das Boot mit laufendem Motor in der Brandungszone auf und legte sich auf die Steuerbordseite. Ein Mann wurde erst am Heck des Bootes gesehen, dann verschwand er in der Kajüte.
Lebensretter gingen an Bord und fanden ihn alkoholisiert vor. Er weigerte sich, von Bord zu gehen, und zeigte sich auch ansonsten nicht kooperativ. Ihn mit Gewalt über das schlüpfrigen Deck von Bord zu holen, erschien ebenso riskant wie der Versuch, die Yacht mit ihm an Bord abzuschleppen. Erst später konnten die Lifeguards den Skipper aus San Diego abbergen, der dann wegen Trunkenheit am Ruder verhaftet wurde.
Versuche der Harbor Patrol, das Boot am 7.1. vom Cleo Street Beach zu ziehen, scheiterten, weil der schwer beschädigte Kiel in Felsen und Sand verkeilt war. Daraufhin wurde begonnen, den Brennstoff aus dem Boot zu pumpen, bevor ein Traktor es zum Main Beach ziehen soll. Auch die Orange County Harbor Patrol und die U.S. Coast Guard waren vor Ort im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gemeinden in Aberdeen wollen vom Schiffbruch mit Tiger profitieren
(08.01.13) Die Anwohner von Inverallochy, Cairnbulg und Aberdeenshire, die jahrelang für eine Räumung des Wracks des Kutters „Sovereign – BF 380“ eingetreten sind, haben nun einen Sinneswandel vollzogen und hoffen, dass das, was sie als Schandfleck ansahen, sich nun in eine Touristenattraktion verwandelt, die den Gemeinden zugute kommt: Denn das seit sieben Jahren auf der Seite liegende Wrack ist nun der Blickfang des Posters, das für den Film „Life of Pi“, zu deutsch „Schiffbruch mit Tiger“, geworden.
Der 75-Millionen-Pfund-Blockbuster von Ang Lee handelt von einem indischen Jungen, der im Pazifik Schiffbruch erleidet und sich mit einem Tiger auf einem Rettungsboot wiederfindet. Die kalifornische Firma The Refinery hat das Wrack der “Sovereign” auf einem Poster in tosende Wellen eingefügt, von denn das Rettungsboot, das beiden danach zur gemeinsamen Fluchtburg wird, forttreibt. Das Plakat wurde bereits mit den IMP Awards ausgezeichnet.
Die „Sovereign“ ist seit je her in der Region wohlbekannt. Es ist meilenweit bis hin nach Fraserburgh, das fünf Meilen entfernt liegt, sichtbar. Stürme haben es kurz vor Weihnachten noch 50 Meter weiter auf den Strand nahe Cairnbulg gedrückt. Der Invercairn Community Council hofft nun, dass das Wrack auf dem Vorstrand Filmfans in die Region zieht, nachdem die jahrelangen Bemühungen um eine Wrackräumung scheiterten, weil es keine Gefährdung der Schifffahrt darstellt. Bereits in der Vergangenheit hat die nahe Ortschaft Pennan von Kinofans profitiert, die eine Telefonzelle aus dem Kultfilm Local Hero an ihrem Originalstandort sehen wollen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kulluk (Bild: USCG)   Großbild klick!
“Kulluk“ schneller als erwartet wieder flott
(07.01.13) Nachdem am 5.1. die letzten Vorbereitungen an Bord der “Kulluk” getroffen wurden, die Insel abzuschleppen, wurde am 6.1. eine Schlepptrosse ausgefahren und auf Spannung gebracht. An Bord des Rigs waren ein 10-köpfiges Bergungsteam und ein Vertreter von Shell. Dank günstigen Wetters gelang es bereits am 6.1. um 20.10 Uhr, sie von ihrer Strandungsposition vor Sitkalidak Island zu befreien, schneller, als manche Skeptiker befürchtet hatten. Der Ankerziehschlepper “Aiviq” hielt die Insel danach auf einer Position vor der Küste, während der Zustand der “Kulluk” geprüft wurde. Die „Perservance“, „Alert“ sowie das Patroullienboot „Alex Haley“ waren auf Standby. Drei weitere Schlepper aus Seattle, die “Ocean Wave”, “Corbin Foss” und „Lauren Foss“, sollten beim anstehenden Transit mit anpacken: Das Rig wird als nächstes in die 30 Meilen entfernte Kiliuda Bay geschleppt, in deren Schutz sie genauer inspiziert werden kann. Dabei wird die „Alex Haley“ eine Sicherheitszone von 500 Yards um die Insel überwachen. Die nächste Bergungsphase wird allerdings erst beginnen, wenn das Unified Command sicher ist, dass die „Kulluk“ sicher transportiert werden kann. Derzeit sind mehr als 730 Menschen in die Bergungsarbeit eingebunden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Kapitän drohte Kümo vor Hornbæk auf Strand zu setzen
(07.01.13) Am Abend des 6.1. drohte der unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufende Frachter "Sunny Maria", 1263 BRZ (IMO-Nr.: 7734545), nördlich von Hornbæk auf der Fahrt von Ijmuiden nach Kaliningrad auf Grund zu laufen.
Das Søværnets Operative Kommando war auf den Frachter, der direkt auf die Küste zulief, aufmerksam geworden und versuchte wiederholt, ihn über Funk zu erreichen. Schließlich gelang es Lyngby Radio, Kontakt herzustellen und den Kapitän dazu zu bringen, den gefährlichen Kurs zu ändern.
Der Frachter warf unter der Küste von Hornbæk Anker. Doch die Sprache des Kapitäns hatte so verwaschen geklungen, dass die Polizei wegen des Verdachts auf Trunkenheit am Ruder an Bord ging. Zwei dänische Polizeioffiziere fanden ihn so betrunken vor, dass er nicht mehr in der Lage war, einen Atemalkoholtest abzugeben. Nach mehreren vergeblichen Versuchen wurde er verhaftet und an Land gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde, dessen Ergebnis am 6.1 erwartet wurde. Das Kümo blieb derweil vor Anker liegen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Dritte Strandung in knapp zwei Jahren
(07. 01.13) Am 6.1. lief der unter Gibraltar-Flagge registrierte Frachter "Vestvind", 1843 BRZ (IMO-Nr.: 8209743), im Svendborg-Sund auf der Fahrt von Mariager nach Svendborg gegen 13 Uhr auf Grund. Ein Schlepper machte den Havaristen wieder flott, der nach dem Festmachen in Svendborg zur Durchführung von Untersuchungen mit einem Fahrverbot belegt wurde. Das Schiff ist ein alter Bekannter auf dänischen Küsten - im April 2011 kam es Meter vor Korsør fest, und im Februar 2012 strandete es bei Thyborøn.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff assistierte bei Rettung dreier Segler
(07.01.13) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Seven Seas Voyager", 42363 BRZ (IMO-Nr.: 9247144), kam am Abend des 5.1. der Crew einer Yacht in der Cook Straße zu Hilfe. Die Ketsch hatte um 18.30 Uhr Maschinenschaden und einen Ausfall der Navigationssysteme 30 Kilometer vor der Clifford Bay in Marlborough in schwerer See gemeldet. Das Kreuzfahrtschiff wurde gebeten, auf Standby zu gehen, während die Rettung der Segler organisiert wurde. Die drei Personen wurden dann von einem Westpac Rettungshubschrauber aus Wellington aufgewinscht. Das aufgegebene Boot trieb in der Mündung der Cook-Straße.
Quelle: Tim Schwabedissen



Deutsche Touristen auf Fotojagd an Costa Concordia in Seenot
(07. 01.13) Fünf leichtsinnige deutsche Touristen, darunter zwei Kinder, gerieten am 5.1. mit einem Schlauchboot in Seenot, als sie Fotos vom Wrack der “Costa Concordia" vor Giglio machen wollten. Sie hatten sich an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Costa Magica" auf einer Mittelmeerkreuzfahrt befunden.
Nachdem es in Civitavecchia festgemacht hatte, fuhren sie mit einem Mietauto nach Porto Santo Stefano, von wo aus sie sich mit dem offenen Boot auf die 10 Meilen lange Strecke zur "Costa Concordia" aufmachten. Auf dem Rückweg gerieten sie nach einer Wetterverschlechterung in stürmische See und waren bei eisigen Temperaturen rasch durchnässt und unterkühlt. Sie wurden in diesem Zustand vor Porto Santo Stefano erschöpft aufgefunden und durch die Küstenwache eingeschleppt. Sie wurden dann durch Ärzte betreut und versorgt, ehe sie nach Civitavecchia zurück gebracht wurden. Die Küstenwache kritisierte das Verhalten der Katastrophentouristen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tank gestrandeten Frachters vor Kwaiawata Island aufgerissen
(07.01.13) Die Eigner des am Heligabend von Lyttelton kommend gestrandeten, unter Panama-Flagge registrierten Frachters "Asian Lily", 7355 BRZ (IMO-Nr.: 9196369), haben die Pacific Towing (PNG) Ltd. zur Bergung unter Vertrag genommen. Sie gehört zur Svitzer Salvage Group. Der PNG-Schlepper “Wombi” befand sich seit dem 27.12. vor Ort und sollte in Kürze durch die “Vulcan” verstärkt werden, die derzeit noch Bergungsgerät in Port Moresby an Bord nahm.
Ein Bergungsteam war bereits an Bord des Frachters, der aus einem aufgerissenen Tank unterdessen etwas Öl verlor. Ein Vertreter der International Tanker Owners Pollution Federation Ltd (ITOPF) in London wurde in Marsch gesetzt, um bei der Beseitigung der Ölverschmutzung zu beraten. Er traf inzwischen in der Milne Bay Provinz mit den Manager des Marine Environment Protection Department zusammen, um die Lage vor Kwaiawata Island zu untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Losgerissene Barge auf Lake Superior eingefangen
(07. 01.13) Die US Coast Guard koordinierte die Bergung einer losgerissenen Barge auf dem Lake Superior bei Manitou Island am frühen Nachmittag des 5.1. Gegen 1.45 Uhr hatte die Coast Guard Sault Ste. Marie ein Mayday des Schleppzugs “James L. Kuber” mit dem Schlepper "Victory", 14763 BRZ (IMO-Nr.: 5293341), aufgefangen, nachdem sich die Barge 27 Meilen östlich von Manitou Island mit einer Ladung Eisenerz an Bord losgerissen hatte.
An Bord der "Victory" war eine 15-köpfige Crew, die unversehrt blieb. Vor Ort waren bis zu 12 Fuß hohe Seen und 20 Meilen Wind. Ein MH-65 Dolphin Helikopter hob von der Air Station Traverse City ab, außerdem machte sich der Schlepper "Thunder Bay” aus Rockland, Maine, auf den Weg, der für die Küstenwache mit Eisbrechdiensten im Einsatz war. Die "Victory" wartete auf Wetterbesserung, verlor dabei aber die treibende Barge außer Sicht.
Das Patroullienboot "Saginaw" gab der "Victory" Lee. Der Hubschrauber traf um 12.30 Uhr ein, und die "Thunder Bay" konnte wieder zurück gerufen werden. Die Eigner der "James L. Kuber, die Black Creek Shipping Company, engagierte die "Anglian Lady" zur Assistenz für die "Victory". Die "Anglian Lady" traf gegen 13:30 Uhr vor Ort ein und nahm die Barge auf den Haken. Sie wurde zur Esser Steel in Sault Ste Marie, Ontario, gebracht, wo die Coast Guard eine Untersuchung einleitete.
Quelle: Tim Schwabedissen



Eisenbahnfähre lief in Tanker
(07. 01.13) Die Eisenbahnfähre “Conro Trader” kollidierte am 3.1. gegen 13 Uhr mit dem im Hafen von Kavkaz festgemachten Tanker „SVL Pride“. Die Fähre wurde oberhalb der Wasserlinie aufgerissen, der Tanker erlitt Schäden an der Reling, außerdem wurde ein Ballasttank aufgerissen. Die Fähre hatte beim Einlaufmanöver einen Lotsen an Bord gehabt, der die Kollision darauf zurückführte, dass die Maschine nicht von Voraus- auf Zurückfahrt umgesprungen war.
Die „Conro Trader”, 4532 tdw (IMO-Nr.: 7711763), wurde 1978 erbaut und führt die Flagge von St. Kitts-Nevis. Sie hat als Manager die Marine Standard Ltd. in der Ukraine. 2010 war sie auf dem Kherson Shipyard vom RoRo-Schiff zur Eisenbahnfähre umgebaut worden. Der unter Malta-Flagge laufende Tanker “SVL Pride”, 7111 tdw (IMO-Nr.: 9599341), wurde 2010 erbaut und hat als Manager die Prime Shipping Ltd., Samara.
Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler verursachte Ölverschmutzung in Gloucester
(07. 12.12) Der 108 Fuß lange Trawler “Osprey”, 171 tdw, lief in der Nacht zum 3.1. nahe Ten Pound Island, Massachusetts, auf Grund. Er hatte gerade den Hafen von Gloucester verlassen, als er den Grund berührte und sich einen der Brennstofftanks beschädigte. Rund 150 Gallonen Öl liefen vor Sumac Lane beim Rocky Neck aus.
Der Trawler kehrte um 1.30 Uhr nach Gloucester zurück, wo er an der Pier vor dem Harbor Loop von einer Ölsperre umgeben wurde, während das verbliebene Öl abgepumpt wurde. Mit der Reinigung der Ölverschmutzung wurde die Enpro aus Newburyport beauftragt. Gegen 13.30 Uhr waren deren Arbeiter vor Ort und begannen, das Öl aufzunehmen. Die “Osprey” der Irish Ventures Inc. ist für die Padraic Dirrane aus Braintree im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen



200 Jahre altes Wrack wird in Kuakata geborgen
(07. 01.13) Ein Team von Archäologen und anderen Experten begann am 5.1. mit der Bergung eines 200 Jahre alten Bootes, das im vergangenen Jahr am Strand von Kuakata entdeckt worden war. Das Team unter Leitung von Yves Marre aus Bangladesh hat seine Zelte nahe der Position zwei Kilometer östlich von Kuakata aufgeschlagen. Kräfte des Department of Archaeology entfernten den Sand von dem 72 Fuß langen und 22.5 Fuß breiten Wrack, das den ersten Sieglern in Rakhine, die von Myanmars Arakan-Provinz vor über 200 Jahren gekommen waren, gehört haben dürfte. Es war am 29.6.2012 entdeckt und am 11.7. von einem Archäologenteam aus Khulna untersucht worden. Es soll nach der Bergung nach Kuakata gebracht und dort ausgestellt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fiscbfabrik verursachte Ölverschmutzung in Kodiak
(07.01.13) Rund150 Gallonen Dieselöl sind am 5.1. aus der amerikanischen Fischfabrik „Pacific Producer“ (MMSI-Nr.: 366761170), in den Hafen von Kodiak ausgelaufen. Die Coast Guard war im Einsatz, um das Leck, das sich im Schiffsinnern befand, abzudichten. Nachdem 500 Gallonen Öl in die Bilge des 51 Meter langen Schiffes gelaufen waren, wurde ein Teil davon in den Hafen gepumpt. Die Feuerwehr testete die Luft auf möglichen Ammoniakaustritt, doch es wurde nichts festgestellt. Das Fabrikationsschiff liegt seit rund zwei Monaten im Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht steckte unter Themsebrücke fest
(07. 01.13) Eine 40 Fuß lange Luxusyacht im Wert von 500,000 Pfund blieb am Nachmittag 5.1. unter der Chertsey Bridge in Surrey auf der Themse stecken. Der Skipper hatte die Durchfahrtshöhe überschätzt. Der Flusspegel war aber so angestiegen, dass das Boot in einem Brückenbogen hängenblieb.
Rettungsdienste sperrten die Brücke für den Verkehr zwischen Chertsey und Laleham, um zunächst mit Leinen die beiden Besatzungsmitglieder zu retten. Später gelang es, die Yacht mit einem Rettungsboot sowie dem Arbeitsboot einer nahen Werft aus der Klemme zu befreien und zur Untersuchung in eine nahe Schleuse zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre vor Dumaguete unter Wasser aufgerissen
(07. 01.13) Die philippinische Fähre “Zamboanga Ferry” konnte noch nicht nach&xnbsp;Cebu City abgeschleppt werden. Bei einer Unterwasserinspektion durch die in Cebu ansässige Bergungsfirma Uni-Orient Pearl Ventures Inc. wurde am 5.1. ein Leck im Bodenbereich entdeckt. Es hat eine Größe von 4x ¾ Inch. Die Fähre lag weiter einige Meter von der Dumaguete Pier entfernt. Es muss nun zunächst unter Wasser abgedichtet und dann im Trockendock repariert werden, ehe das Schiff durch die Küstenwache wieder für seetüchtig erklärt werden kann.
Dies kann geraume Zeit dauern. Das Schiff war am 3.1. im Tropensturm Auring ins Treiben gekommen und hatte unweit der Dumaguete Pier aufgesetzt. Die 228 Passagiere waren binnen sieben Stunden unter dramatischen Umständen ans nahe Land gebracht worden. Derzeit werden zunächst das Gepäck und die Fracht geborgen. Die erste Ladung von Passagieren erreichte am Morgen des 4.1. Cebu an Bord der “Georich”, einem Schwesterschiff der havarierten Fähre. Die weiteren Fahrgäste wurden am 5.1. mit der „GP Ferry 2“ dorthin gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kanalboot in Leicester gesunken
(07. 01.13) Bei Hochwasser sank das Kanalboot "The Merlot" in der Thurmaston Marina in Leicester. Als das Eignerpaar von einer Beerdigung in Wales zurückkehrte, ragte nur noch der Bug aus dem Wasser. Das Boot war am Kai festgemacht gewesen, dann von einem Hochwasser aber auf diesen gehoben worden, sodass der Bug beim Ablaufen des Wassers darauf liegen blieb, das Heck aber unter Wasser geriet und so das Boot vollaufen konnte. Am 5.1. wurde das Boot ausgepumpt, das Interieur jedoch war zerstört.
Quelle: Tim Schwabedissen



Berger auf der Kulluk (Bild: USCG)   Großbild klick!
Wetterfenster erlaubt Vorbereitungsarbeiten für „Kulluk“-Bergung
(05.01.13) Das Ölbekämpfunsschiff "Perseverance" machte am 3.1. in Kodiak fest, um an der Bewältigung der "Kulluk"-Strandung teilzunehmen. Es ist eines von einer ganzen Flotte von 15 Schiffen, die derzeit die Unglücksstelle ansteuern und an diesem Wochenende dort erwartet werden oder bereits vor Ort sind.
Einige kommen sogar aus Seattle. Außerdem wurden fünf Hubschrauermissionen erfolgreich abgeschlossen. Bergungsgerät wurde aus vielen Teilen der Welt, so auch aus Deutschland, zusammengeführt. Das Department of Defense unterstützte die Arbeiten mit zwei U.S. Army Chinook CH-47 Helikoptern aus Fort Wainwright, Alaska, die Teil der 16th Combat Aviation Brigade sind. Die Chinooks wurden in Kodiak stationiert.
Das Alaska Department of Natural Resources hat Shell authorisiert, die „Kulluk“ zu bergen. Bereits am 2.1. war eine Notschleppeinrichtung auf der Insel abgesetzt worden. Binnen drei Tagen waren die Berger nun drei Mal an Bord des Rigs, um dessen strukturelle Integrität zu prüfen und einen Plan zum Abschleppen zu entwerfen.
Bei einem dieser Besuche wurde auf dem Oberdeck der Insel Seeschlagschaden entdeckt. Wasserdichte Türen waren eingedrückt worden, wodurch es zu Wassereinbruch in Raum 3S7C kam.
Die Berger hörten auch Geräusche, die an Atmen erinnerten, aus einem Rohr im Innern, was auf einen Riss hindeutete. Durch den Wassereinbruch wurden auch die Notfallgeneratoren unbrauchbar, was die Bergung erschwert. Am 4.1. landete erstmals seit der Strandung ein Hubschrauber auf dem Helideck.
Es wurde dabei auch ein Generator abgesetzt. Biologen des US Fish and Wildlife Service und der LGL Alaska Research Associates Inc. durften sich vor Ort inzwischen ein Bild der Lage machen, während ansonsten das Patroullienschiff „Alex Haley“ weiter die Einhaltung der Sperrzone überwacht. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter sitzt vor Kwaiawata fest
(05.01.13) Der Kühlfrachter „Asian Lily“ lief bereits am 24.12. auf der Fahrt von Neuseeland zu den Philippines in der Solomonischen See auf Grund und saß am 3.1. weiter vor Kwaiawata Island auf Position 08 54 S 151 55 O fest. Das Schiff war am 17.12. aus Lyttelton ausgelaufen. Die „Asian Lily“, 8746 tdw (IMO-Nr.: 9196369) wurde 1998 erbaut, führte die Flagge von Panama und hat als Manager die Faith Marine Ltd. in Japan. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutsches Containerschiff beging Unfallflucht
(05.01.13) Ein deutsches Containerbinnenschiff ist in der Nacht zum 5.1. auf dem Rijn-Scheldekanal auf Höhe der Tholensebrücke mit einem holländischen Binnentanker kollidiert und weiter gefahren. Auf Höhe des Hollands Diep wurde es durch Rikswaterstaat gestoppt. Der Frachter hatte einen Riss von 2,2 Metern oberhalb der Wasserlinie an Backbord erlitten, als er um 1.30 Uhr frontal in den Entgegenkommer lief. Er war aus Antwerpen nach Deutschland unterwegs, der Tanker war nach Antwerpen auf der Reise gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Rund 30 Tote und Vermisste bei Fährunglück
(05.01.13) Mindestens acht Menschen ertranken, 20 wurden vermisst, nachdem am 4.1. eine Fähre mit 90 Personen an Bord auf dem Tanganyika-See an der Grenze zwischen Tansania und Burundi kenterte und sank. Das Unglück ereignete sich in stürmischer See. 60 Personen konnten sich retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Tauchboot getaucht
(05.01.13) Das 32 Fuß lange Tauchboot „Gweduc 1“ sank am 2.1. im Hafen von Townsend. Eigner Carl Sheats wurde per Telefon alarmiert, dass sein Boot am Sinken war. Die ganze Nacht über dichtete er mit Helfern die Ölventile ab, ehe es an die Bergung ging. Am 3.1. konnte das Schiff um 3.30 Uhr aus dem Bootshafen geborgen und zum Townsend Shipyard gebracht werden. Zuvor hatten Ölbarrieren auslaufenden Diesel aufgefangen. 60 Gallonen konnten abgeschöpft werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Vergebliche Suche nach Einhandsegler
(05.01.13) VorElliot Key trieb am 2.1. die Yacht „Galilean“ auf Felsen. Die Coast Guard startete eine Suche nach dem 62-jährigen Skipper aus Bay City, der zuletzt zu Weihnachten Kontakt mit seiner Familie gehabt hatte. Ein Helikopter und ein Patroullienboot suchten die Umgebung an. Auch die Miami-Dade Police und die Feuerwehr assistierten. Boote der Coast Guard Station Islamorada und Marathon suchten die Küste zwischen Elliot Key und Marathon ergebnislos ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl läuft aus gestrandetem Kutter aus
(05.01.13) Vor Cape Arago trat aus dem gestrandeten Kutter „Robert Henry“ aus Newport am 3.1. ein 160 Yard langer Ölfilm aus, nachdem das Schiff in der Brandung zu zerbrechen begann. Es war am Vortag auf dem Simpson Reef gestrandet und hatte 300 Gallonen Öl an Bord. Um 16.15 Uhr trieb er nördlich des Schiffes seewärts. Trümmer des 39 Fuß langen Krabbenkutters wurden ans Ufer getrieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster in Kehii gestrandet
(05.01.13) Der 53 Fuß lange Zweimaster „Pairadice“ lief am 4.1. nahe des Keehi Lagoon Park auf Grund. Die Parker Marine wurde mit der Bergung beauftragt. Das Schiff hatte ein Leck erlitten und lag halb unter Wasser. Es sollte nach dem Aufschwimmen zum Keehi Small Boat Harbor gebracht werden. Ob es in einem Stück geräumt werden kann, war noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler vor Südafrika gesunken
(05.01.13) Der Trawler „Harvest Gardenia“ sank am Nachmittag 1.1. 60 Meilen südlich von Kap Agulhas. Andere Schiffe, die zu Hilfe gekommen waren, retteten die Crew. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß eine Nacht auf der Ijssel fest
(05.01.13) Am 3.1. lief das holländische Binnenschiff "Gratias", 3238 ts (EU-Nr.: 02329233), das mit einer Ladung von 2300 Tonnen Mais von Deutschland nach Zwolle unterwegs war, auf eine Kribbe auf der Ijssel bei Brummen. Zunächst scheiterten Bergungsversuche, sodass am 4.1. das Kranschiff "Misti 2" gerufen wurde, das einen Teil der Ladung auf ein anderes Schiff leichterte. Um 15.30 Uhr schwamm die "Gratias" wieder auf. Bis dahin war der Schiffsverkehr einseitig an dem Havaristen vorbei geführt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



„Zamboanga Ferry” wird evakuiert (Bild: Connie Fernandez)   Großbild klick!
Fähre im Tropensturm evakuiert
(03.01.13) Die philippinische Roro-Fähre „Zamboanga Ferry”, 851 BRZ (IMO-Nr.: 7377660), lief in Dumaguete auf Leyte Island am 3.1. gegen 10 Uhr in stürmischer See auf Grund , die von dem Tropensturm Auring verursacht wurde. Das Schiff war auf der Fahrt von Zamboanga nach Dumaguete mit 228 Passagieren an Bord. Sie konnten mit Rettungsinseln abgeborgen werden. Der Sturm hatte Davao Oriental gegen Mitternacht erreicht. Die Fähre der in Cebu ansässigen George & Peter Lines hatte gegen neun Uhr in Dumaguete festmachen wollen, strandete aber direkt vor dem Rizal Boulevard, nur 15 Meter vom Ufer entfernt. Versuche, das Schiff in tieferes Wasser zu ziehen, scheiterten. Sieben Stunden lang wurden die 194 Erwachsenen, 11 Jugendlichen und 23 Kinder dann durch die Seitenluken an Land gebracht. Um 16 Uhr waren alle in Sicherheit. Viele waren Studenten der vier Universitäten von Dumaguete. Alle Geretteten wurden auf dem Rizal Boulevard versorgt und dann in den Fährterminal gebracht. Die 14-köpfige Crew sicherte das Schiff mit Ankern an Pier 6, bis der Sturm nachließ. Quelle: Tim Schwabedissen



Erkundungsteam drei Stunden auf Kulluk
(03.01.13) Am 3.1. gelang es während einer zwischenzeitlichen Wetterberuhigung, ein sechsköpfiges Erkundungsteam mit einem Hubschrauber der US Coastguard auf der gestrandeten Bohrinsel „Kulluk“ abzusetzen. Es war zwischen 10.30 Uurh und 13.30 Uhr rund drei Stunden an Bord der Insel und brachte ein Not-Schlepp-System an Bord. Mit der Bergung wurde Smit Salvage beauftragt. Quelle: Tim Schwabedissen



Napoleon Bonaparte kurz vor Verschleppung
(03.01.13) In den kommenden Tagen soll in Marseille die havarierte Fähre "Napoleon Bonaparte” ins Trockendock gebracht werden. Sie hat nur noch eine Steuerbordschlagseite von 1.8 ° Grad und ist 50 Zentimeter aus dem Trimm. Die Schlagseite soll kurzfristig weiter korrigiert werden. Nach einem letzten Koordinationstreffen soll dann die Verschleppung beginnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zerstörer bei Drift vor Cape Breton beschädigt
(03.01.13) Die HMCS “Athabaskan” der Royal Canadian Navy wurde an mehreren Stellen am Rumpf beschädigt, als sie sich in der vergangenen Woche vor Scatarie Island losriss. Sieben Löcher wurden in den Zerstörer der Iroquois-Klasse geschlagen, außerdem entstanden Beulen und Schrammen. Möglicherweise wurden auch Spanten beschädigt. Derzeit liegt er in North Sydney. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kollisionen und ein Untergang vor Male
(03.01.13) Binnen 24 Stunden wurden drei Boote vor Male beschädigt, eines sank. Fünf Menschen wurden bei zwei Kollisionen am 3.1. leicht verletzt. Der erste Unfall ereignete sich bei der T-Mole, der zweite beim Airport Ferry Terminal. In beiden Fällen waren Schiffe der Maldives Transport and Contracting beteiligt. Die Hulhumale-Fähre, die beim Flughafen verunglückte, hatte sich regelgerecht verhalten, als sie mit einem Flughafenzubringerboot zusammenstieß. Zuvor war eine Fähre der MTCC von Villingili mit dem Frachtboot „Mihiri“ kollidiert, das an der T-Mole sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter mit vier Mann geborgen
(03.01.13) Der 40 Fuß lange Kutter “Jayden Ray” lief am 3.1. drei Meilen nördlich der Mündung des Quillayute River nahe La Push, Washington, auf Grund. Die Coast Guard fing um 2.20 Uhr ein Mayday der vierköpfigen Crew auf, nachdem der Kutter auf Felsen trieb und kein Anker ausgebracht werden konnte. Ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Port Angeles und ein 47-Fuß-Boot der Station Quillayute River in La Push wurden alarmiert. Das Boot konnte durch die Felsen navigieren und um 3.30 Uhr im Scheinwerferlicht des Helikopters eine Schleppverbindung herstellen. Der Havarist wurde nach La Push gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



„Pallas“ (Bild: USCG)   Großbild klick!
Brückenkollision durch technisches Versagen
(03.01.13) Der Skipper des belgischen Binnentankers „Pallas“, der am 1.1. in Hasselt, Overijssel, eine Brücke rammte, stand zum Unfallzeitpunkt nicht unter Drogeneinfluss, ergaben Untersuchungen. Während das Ruderhaus komplett demoliert und der Schornstein von dessen Trümmern abgerissen wurde, blieb der Tankbereich unversehrt. Der 110 Meter lange 2996-Tonner war gegen 14 Uhr auf dem Zwarte Water auf der Fahrt von Zwartsluis nach Zwolle und krachte in die Brücke am Hasselterweg. Nach Aussage des unverletzt gebliebenen Kapitäns hatte das System, das das Ruderhaus absenken sollte, versagt. Es handelte sich wohl um ein technisches Versagen. Ein Schubschlepper von Hebo Maritiem bugsierte den Havaristen von der Unfallstelle weg. Während dieser Zeit war der Schiffsverkehr gesperrt. Hilfsdienste aus Zwartewaterland und die Feuerlöschboote aus Zwartsluis und Kampen wurden angefordert. Quelle: Tim Schwabedissen



Schnee versenkte zwei Kutter
(03.01.13) Nachdem um den 24.12. herum zwei Kutter in der Jakolof Bay sanken, breitete sich in den Austernzuchtfarm-Gebieten ein Ölfilm aus. Die 53 Fuß lange “Leading Lady” und “Kupreanof” waren irgendwann am 24. oder 25. untergegangen. Am 25.12. um 14.45 Uhr wurde das Unglück bemerkt und die Coast Guard alarmiert. Wahrscheinlich hatte nach starkem Schneefall das Gewicht des Schnees die Kutter in einem starken Sturm versenkt. Die „Leading Lady“ hatte 50 Gallonen Diesel und 35 Gallonen Hydrauliköl sowie Ölabfall an Bord. Die “Kupreanof” hatte kein Öl an Bord. Der Ölfilm erstreckte sich über eine Meile. “Quelle: Tim Schwabedissen



Unbekannte Wracks in Dubai entdeckt
(03.01.13) Die British Royal Navy hat zwei rund 20 Meter lange Dhaus im Hafen von Dubai auf dem Grund entdeckt. Sie ragten rund fünf Meter über den Hafenboden hinaus. Die Daten wurden an die Hafenbehörden weitergeleitet. Die Entdeckung wurde durch HMS „Enterprise” und ihr neues Untersuchungsboot „Spitfire“ gemacht, das ein zweitägiges Training dort durchführte zur Seebodenuntersuchung mit Sonar. Quelle: Tim Schwabedissen



Noch keine Berger zur „Kulluk“ vorgedrungen
(03.01.13) Die "Alex Haley" überwachte am 2.1. eine Sperrzone rund um die gestrandete Bohrinsel “Kulluk”. Ein Flugzeug der U.S. Coast Guard überflog die Insel, die soweit stabil war und kein Öl verlor. Am Morgen des 1.1. hatten bereits eine C 130 aus Kodiak sowie ein Jayhawk Helikopter Überwachungsflüge durchgeführt. Die Hoffnung war, bei einer kurzzeitigen Wetterberuhigung am 3.1. ein Team auf der Insel absetzen zu können. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderblatt auf der Fahrt nach Riga verloren
(03.01.13) Der russische Frachter "Narva", 1926 BRZ (IMO-Nr.: 7612436), lag am 3.1. weiterhin im Winterhafen von Riga. Mit 2,400 Tonnen Asphalt beladen, hatte er am 27.12. das Steuerbordruder verloren, als er von Rotterdam nach Riga unterwegs war. Es gelang der Crew, die "Narva" trotzdem nach Riga zu bringen, wo sie am Morgen des 28.12. im Mangalsalas Bassin festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre gestrandet und evakuiert
(03.01.13) Die norwegische Fähre "Sveio", 662 BRZ (IMO-Nr.: 7407776), lief in der Kvinnherad Gemeinde in Hordaland am 1.1. gegen 21 Uhr auf Grund. Zuvor war es zu einem Blackout an Bord gekommen, als sich das Schiff im Fjellbergøy-Sund in Kvinnherad befand. An Bord waren drei Fahrgäste und eine ebenso starke Crew. Alle wurden evakuiert und das Schiff gegen 23 Uhr freigeschleppt. Es wurde zur Untersuchung in Borgundøy festgemacht und am Morgen des 2.2. die "Fitjar" als Ersatz eingesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Datenschreiber der „Baltic Ace“ geborgen
(03.01.13) Die Totem Plus aus Israel barg jetzt die Kapsel mit dem Datenrekorder des westlich von Rotterdam gesunkenen Autofrachters „Baltic Ace“. Raue See hatte bislang eine Bergung verhindert. Die Kapsel soll intakt gewesen sein und soll nun untersucht werden. Sie wird in den Untersuchungen eine wichtige Rolle spielenQuelle: Tim Schwabedissen



Tanker sank in Malaysia
(03.01.13) Der Tanker “Ramai Dua” sank in rauer See am 24.12. zwischen Labuan und Menumbok in Sabah. Das Schiff hatte 14 Tonnen Diesel an Bord. Nur noch ein Teil des Kiels ragte aus dem Wasser. Bislang liefen nur geringe Ölmengen aus dem Maschinenraum aus. Der Tanker lag auf Felsen bei Pulau Lambisan. Die siebenköpfige Crew wurde von der Malaysian Maritime Enforcement Agency gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Unfälle mit Bargen
(04.01.13) Am 26.12. rammte eine Barge die Townsend Inlet Bridge nahe Avalon, Florida. Sie hatte sich in der Strömung losgerissen und wurde nur leicht beschädigt. Auf der Brücke wurden Fender und eine Leuchte beschädigt. Der Schaden lag bei mehr als 100,000 Dollar. Am 30.12. wiederum rammte um 21.45 Uhr eine andere Barge die Ironton-Russell Bridge in Greenup County. Der Verkehr wurde über Ashland umgeleitet. Die unbeladene Kohlebarge gehört der Superior Marine aus South Point, Ohio. Am 29.12. lief eine mit 400 Tonnen Steinen beladene Barge vor Hampton Bays, New York. Sie befand sich im Schlepp zu einer Baustelle. Schlepper sollten sie auch wieder flottmachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Mann von Kutter gerettet
(03.01.13) Die US Coast Guard rettete am 2.1. die dreiköpfige Crew des 39 Fuß langen Krabbenkutters “Robert Henry”, der 400 Yards vor Cape Arago nahe Coos Bay, Oregon, auf Grund gelaufen war. Nachdem das EPIRB aktiviert worden war, lief ein 47 Fuß-Boot aus Coos Bay aus, ein MH-65 Dolphin Helikopter startete von der Air Station North Bend und die Feuerwehr aus Charleston rückte aus. Um 3.30 Uhr waren alle drei Mann aufgewinscht und wurden an Land geflogen. Der Kutter lag so ungünstig zwischen Felsen, dass er von See her unerreichbar war. Er hat rund 4000 Pfund Fang und 400 Gallonen Öl an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Türkischer Frachter trieb vor KArtal
(03.01.13) Der türkische Frachter "Sinan Naiboglu" geriet am 1.1. gegen 8.30 Uhr auf der Reede von Kartal im Marmara-Meer am Anker ins Treiben. Er befand sich bei Kartal Demir Yerinde nahe Istanbul auf der Fahrt nach Berdyansky. Das Vessel Traffic Center Istanbul schickte die Rettungsboote "Kiyi Emniyeti 4" und "Kiyem 4" sowie den Schlepper "Söndüren 7", und der Frachter wurde nach Maltepe gezogen und dort gegen 16 Uhr festgemacht. Die „Sinan Naiboglu“, 1535 tdw (IMO-Nr.: 7721976), wurde 1979 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Einstiger Lehmann-Frachter nach Valletta eingeschleppt
(03.01.13) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter “Botnia” erlitt am 29.12. vor Malta Ruderprobleme und musste in den Großen Hafen von Valletta eingeschleppt werden. Die „Botnia” ist die einstige “ Lehmann Timber”, die 2008 gekapert worden war. Die “Botnia „, 8300 tdw (IMO-Nr.: 9418286), wurde 2008 erbaut und hat als Manager die zyprische Uniteam Marine Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre war erheblich zu schwungvoll
(03.01.13) Ein betrunkener Binnenschiffer hat in der Nacht zum 1.1. auf dem Rhein bei Düsseldorf-Flehe eine Kollision verursacht. Kurz vor ein Uhr wollte er mit seinem Tanker den Ankerplatz auf der linken Rheinseite verlassen und auf die andere Seite des Stroms wechseln. Offensichtlich setzte er dabei nicht das vorgeschriebene Signallicht und stieß mit einem talfahrenden Tanker von 86 Metern Länge zusammen, dessen Poller Schaden nahmen. Der 110 Meter lange, unbeladene Kollisionsgegner zog sich einen Riss oberhalb der Wasserlinie zu. Die Wasserschutzpolizei stoppte den Unfallverursacher erst in Neuss. Bei der Unfallaufnahme bemerkten die Polizisten, dass der Kapitän unter Alkoholeinfluss stand, weshalb er zur Blutprobe musste. Quelle: Tim Schwabedissen



Kalluk gestrandet (Bild: USCG)   Großbild klick!
Kampf um Kulluk ging verloren
(02.01.13) Am 1.1. um 20.48 Uhr ging der Kampf um die Bohrinsel "Kulluk" an der Südostküste der unbewohnten Insel Sitkalidak Island zwischen dem Nordende der Ocean Bay und der Partition Cove verloren. Die Insel setzte rund 500 Fuß vor der Felsenküste auf, nachdem sie sich um 16.40 Uhr von der "Aiviq" losgerissen hatte. Noch bis 20.15 Uhr blieb der Schlepper "Alert", 895 BRZ (IMO-Nr.: 9214381), swe normalerweise für die Crowley Marine im Auftrag des Alyeska Pipeline Service Co. im Prince Willian Sound für Notfälle bereit liegt, mit ihr verbunden und brachte sie in eine möglichst günstige Lage zum Aufsetzen, wurde dann aber wegen der Strandungsgefahr angewiesen, zur Sicherheit ihrer neunköpfigen Crew auch loszuwerfen.
Die Schiffe waren noch vier Meilen von der späteren Strandungsstelle entfernt. An Bord waren 138,000 Gallonen Diesel, 1,000 Gallonen Kerosin und 12,000 Gallonen Ölschlamm. Das Öl befindet sich in eigens verstärkten Innenbereichen der Insel von drei Inch Wandstärke.
Die Strandungsposition war 57.01.900 N 153.06.700 W. Brandung ging über das Rig hinweg. Es hat einen Tiefgang von 35-40 Fuß, die Wassertiefe vor Ort betrug 32-48 Fuß. Es gelang seit der Strandung nicht, die Lage zu erforschen. Das Wetter um Kodiak Island blieb stürmisch mit 36-45 Fuß Wellenhöhe und 60-70 Meilen Windgeschwindigkeit. Mit Tagesanbruch des 2.1. sollte ein Hubschrauber die Strandungsstelle überfliegen.
Die "Kulluk" hatte bis zuletzt in Sicherheit bei Kodiak Island gebracht werden sollen, doch der Sturm war zu stark gewesen. Nachdem sich das Rig am 31.12. erstmals losgerissen hatte, konnten die Schlepptrossen am Morgen des 1.1. nochmals festgemacht werden. Dabei wurde eine herabhängende Trosse mit einem Greifhaken aufgenommen. Eine andere Trosse schwamm an einer Tonne als Backup am anderen Ende des Rig. Die "Alert" und "Aiviq" versuchten, an der Nordküste von Kodiak Island dem schlimmsten Wetter zu entkommen. Doch als sich das Wetter weiter verschlechterte, die Windgeschwindigkeit 30 m/sek erreichte und die "Kulluk" sich 10-15 Meilen vor der Küste wieder losriss, war klar, dass eine Strandung nicht mehr zu vermeiden war.
Die "Kulluk" hatte Dutch Harbor am Nachmittag des 21.12. im Schlepp der "Aiviq" mit Kurs Seattle verlassen. Der Wetterbericht war eher günstig für die Jahreszeit mit Windgeschwindigkeiten von 17 bis 35 Meilen. Doch am Nachmittag des 25.12. hatte sich die Vorhersage geändert mit Windgeschwindigkeiten von 50 Meilen, und das Drama begann seinen Lauf zu nehmen.
Die 290 Millionen Dollar werte "Kulluk" hat einen Durchmesser von 266 Fuß. Sie hatte 2012 eine Erkundungsbohrung in der Beaufort Sea niedergebracht.
Die 360 Fuß lange "Aiviq" hat einen Wert von 200 Millionen Dollar und war erst unlängst von Shell in Dienst gestellt worden. Sie wird erbaut und betrieben von der Edison Chouest Offshore in Louisiane. Der Ankerzieher hat 24 Mann Besatzung, Die zwei im Sturm an Bord verletzten Crewmitglieder waren inzwischen wieder dienstfähig. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier trieb auf Chennai zu
(02.01.13) Der von seinen Eignern aufgegebene südkoreanische Bulkcarrier "OSM Arena" wurde am 30.12. von dem Taifun Thane bei Windgeschwindigkeiten von 140 km/h samt der 14 an Bord verbliebenen Besatzungsmitglieder auf die Küste von Chennai zugetrieben. Der Hurrikan hatte am Morgen Landfall zwischen Cuddalore und Puducherry. Der Frachter hat noch 400 Tonnen Bunkeröl an Bord. Er befand sich gegenüber der Marinestation INS Adayar südlich des Hafens von Chennai. Die Ankerwinsch war ausgefallen, sodass das Schiff nicht mehr am Anker gehalten werden konnte. Aus dem Hafen wurde ein Ingenieur zur Reparatur geschickt. Außerdem sollten zwei Schlepper den Frachter wieder weiter auf See bringen, Bei INS Adayar waren noch acht Meter Wassertiefe, sodass das Schiff noch Wasser unter dem Kiel hatte.. Die "OSM Arena" ankerte vor Chennai, nachdem sie vom Madras High Court wegen ausgebliebener Zahlungen in die Kette gelegt worden war. Die "OSM Arena", 45345 tdw (IMO-Nr.: 8411334), wurde 1985 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Mindestens sieben Tote bei Fährunglück in Kenia
(02.01.13) Eine kenianische Fähre kenterte nach Kollision mit einem anderen Schiff am Abend des 1.1. vor Lamu Island. 20 Überlebende wurden gerettet und sieben Tote aus der See gezogen. Wie viele Menschen an Bord waren, war unklar. Die Fähre konnte bis zu 80 Menschen aufnehmen. Sie war von Lamu zum Festland unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker rammte Brücke
(02.01.13) Der belgische Binnentanker "Pallas", 2996 ts (EU-Nr.: B06004160), kollidierte am Nachmittag des 1.1. bei Hasselt auf dem Zwarte Water mit einer Brücke. Die Hydraulik des Ruderhauses hatte versagt, sodass es nicht mehr heruntergefahren werden konnte und aufs Achterdeck geschoben und total zerstört wurde. Ein Versuch, das Schiff noch zu verlangsamen, war zuvor gescheitert. Der Rudergänger konnte sich noch vor dem Aufprall in Sicherheit bringen, die anderen beiden Besatzungsmitglieder blieben ebenfalls unverletzt. Der Tanker hatte 2300 Tonnen Dieselöl an Bord. Nach der Kollision kam es zu starkem Rauchaustritt, aber keinem Feuer. Ein Schubschlepper bugsierte das manövrierunfähige Schiff ans Ufer, sodass der Schiffsverkehr passieren konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Schlepper vor Afrika
(02.01.13) Nach einem Feuer im Maschinenraum, das nach dem Auslaufen aus Pointe Noire am 8.12. auf dem unter Panama-Flagge laufenden Schlepper "Fairmount Fuji", 998 BRZ (IMO-Nr.:: 9156618), ausgebrochen war, erreichte dieser am 19.12. die Walvis Bay in Namibia. Er liegt seither zur Reparatur bei Namdock. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte auf Multicat
(02.01.13) Zwei Besatzungsmitglieder des holländischen Arbeitsbootes"Yogi", 295 BRZ (IMO-Nr.: 9479785) wurden verletzt, als am 1.1.1 um 4.35 Uhr ein Verbindungsstück einer Ankerkette sich löste und diese sie traf. Einer erlitt Frakturen am Fuß, der andere einen doppelten Beinbruch. Ein dritter Mann blieb unverletzt. Das KNRM-Boot "Koopmansdank" der Station Neeltje Jans war binnen 30 Minuten am Multicat längsseits. Nach medizinischer Behandlung wurden die Verletzten bei zwei Metern Wellenhöhe an Bord genommen und nach Neeltje Jans gebracht, wo sie mit Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Ocean Legacy" (Bild: Custom Cab)   Großbild klick!
Ölleckage aus gesunkenem Frachter gestoppt
(01.01.13) Die philippinische Coast Guard hat den Ölaustritt aus der in Ormoc auf der Insel Leyte bei Löscharbeiten gesunkenen Frachter "Ocean Legacy" am 31.12. gestoppt. Eine Ölsperre wurde auf das bis auf Oberdeckshöhe versunkene Wrack ausgebracht, damit kein Öl in die Ormoc Bay gelangt. Taucher dichteten ein Ventil ab und saugten 0,8 Tonnen Öl ab. Auch treibende Trümmer wurden geborgen. Der Frachter der Oceanic Container Lines war am 29.12. gegen sieben Uhr rund 30 Minuten nach dem Festmachen in Ormoc in Schräglage gekommen und dann gesunken. Er hatte rund 110 Container an Bord. Die 29-köpfige Crew konnte sich retten. Wahrscheinlich war das Schiff schon beim Einlaufen instabil gewesen und verlor dann die Balanze, als einer der schwer beladenen Container von einem Bordkran angehoben wurde. An Bord können noch zwischen 20 und 28 Tonen Bunkeröl sein. Die "Ocean Legacy", 3910 tdw '(IMO-Nr.: 8505123), wurde 1985 erbaut und ist in Manila beheimatet. Quelle: Tim Schwabedissen



Jeandine geleichtert, Havarist weiter in Bingen
(01.01.13) Am 30.12. wurden rund 2000 Tonnen Kerosin von der havarierten "Jeandine" auf ein anderes Schiff umgepumpt. Die Aktion im Binger Hafen dauerte rund acht Stunden und war am Abend abgeschlossen. Der Leichtertanker machte sich über den Rhein auf den Main nach Kelsterbach bei Frankfurt auf den Weg. Die "Jeandine" wird voraussichtlich am 2.1. zu einer Werft geschleppt. Ein treibender Baumstamm hatte die Schraube beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker vor La Coruna zerbrochen
(01.01.13) Der unter Belize-Flagge laufende Schlepper "Sun Essex", 277 BRZ (IMO-Nr.: 7529067), der zwei holländische Binnentanker nach Lagos überführen sollte, musste am 17.12. La Coruna als Nothafen anlaufen, nachdem der Schleppzug in einen Sturm geraten war. Es war allerdings bereits zu spät für einen der Anhänge, den Tanker "Frisius", 2686 ts (EU-Nr: 6000401), der in zwei Teile brach. Wähernd das Achterschiff sank, konnte das Vorschiff noch in den Hafen eingeschleppt werden. Der Schleppzug wurde unterstützt von dem Bergungsschlepper "Salvamar Mirfak" sowie den Schleppern "Sar Gavia", "Sertosa 28" und "Sertosa 32", die dabei assistierten, den zweiten Tanker "Sapphire" und das Vorschiff der "Frisius" an den Kai zu bringen. Am 27.12. setzte die "Sun Essex" die Reise nach Afrika fort und sollte dort am 10.1.2013 eintreffen. Die "Frisius" war 1975 bei van Langerbrugge, Gent als "Yvonne" erbaut worden und lief die vergangenen 20 Jahre für die Westhinder Transport NV in Gent. Sie war 97 Meter lang, 11,4 Meter breit und hatte 3,55 Meter Tiefgang. Schon wiederholt waren Binnentanker auf der Überführungsfahrt nach Nigeria in Seenot geraten.. Quelle: Tim Schwabedissen



Miner drohte Gesellschaft zu bekommen
(01.01.13) Am 28.12. riss sich die kanadische Fregatte HMCS "Athabaskan" vir Scatarie Island in Cape Breton von ihrem Schlepper los und drohte unweit der Strandungsstelle des Bulkcarriers "Miner" ebenfalls auf die Küste zu treiben. An Bord befand sich keine Runnercrew. Retter in der Not war ein Cormorant Helikopter aus Greenwood, der ein Besatzungsmitglied des Schleppers auf die "Athabaskan" abwinschte. Die Fregatte war in St. Catharines, Ontario, überholt worden und sollte zur Überwinterung nach Halifax gebracht werden, als sie sich selbstständig machte. Stattdessen wurde nach Wiederherstellung der Schlepptrosse Sydney angesteuert, um den Sturm dort abzuwettern. Im Januar 2013 will die Cape Breton Kommune derweil ein Treffen abhalten zur Zukunft der "Miner". Quelle: Tim Schwabedissen



Deutscher Einhandsegler im Atlantik gerettet
(01.01.13) Am 27.12. rettete der holländische Schoner "'Tres Hombres" auf dem Atlantik auf Position 14 º 48 º 42'53N 00'03W den 70-jährigen Skipper der 12 Meter langen Ketch "Fidel". Die "Tres Hombres" war im Oktober aus Den Helder in die Karibik ausgelaufen. Am 26.12. fing sie einen Pan Pan-Ruf auf, nachdem die "Fidel" Ruderschaden erlitten hatte. Die "Tres Hombres" stand 100 Meilen nördlich der Ketsch, hatte aber keinen eigenen Motor und war deswegen vom Wind abhängig. So dauerte es mehr als einen Tag, die Position zu erreichen, wo aber keine Sichtung stattfand. Kurz bevor die Reise wieder aufgenommen wurde, gelang es, den erschöpften Einhandsegler über Satellitentelefon zu erreichen und die Koordinaten zu präzisieren. Eine weitere halbe Stunde später kam die "Fidel" in Sicht und wurde auf den Haken genommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter 40 Jahre nach Untergang entdeckt
(01.01.13) Über 40 Jahre nach dem Untergang des Frachters "Hystein" wurde das Wrack in 200 Metern Tiefe gefunden. Möglicherweise sind noch die Leichen zweier vermisster Seeleute in ihren Kajüten an Bord. Die "Hystein" war 1972 im Hjeltefjord gesunken, nachdem die Hurtigruten-Fähre "Vesterålen" sie gerammt hatte. Fünf Schiffbrüchige hatte die "Vesterålen" aufnehmen können. Das Wrack wurde jetzt durch die BKK Nett (Bergen Municipal Power Company) entdeckt, die den Seegrund im Vorfeld der Verlegung eines Kabels zwischen Mongstad und Kollsnes untersuchte. Es handelte sich um eines von insgesamt vier Wracks, die mit einem ROV dokumentiert wurden. Bei den anderen handelt es sich um zwei im 2. Weltkrieg versenkte Bargen sowie das Kümo "Sverre Sigurdsson", das einer Mine zum Opfer fielQuelle: Tim Schwabedissen



Kulluk losgerissen
(01.01.13) Am 31.12 .riss sich das Rig "Kulluk" wieder von den Schleppern"Aiviq" und "Nanuq" rund 19 Meilen vor Kodiak Island los. Die Schlepper folgten dem driftenden, unbemannten Rig, während die "Alert" zu ihnen hinzustieß. Dieser gelang es, die 400 Fuß lange Schlepptrosse der "Aiviq" aufzunehmen und unter Spannung zu setzen. Dann konnte auch diese wieder eine Trosse festmachen. Die "Alex Haley" der Coastguard war auch wieder auf dem Weg zurück zu den Schiffen. Sie kämpfte gegen den Sturm mit bis zu 70 Meilen Windgeschwindigkeit und 22 Fuß hohen Seen an. Die "Aiviq" setzte nur zwei ihrer Maschinen ein mit zwei weiteren auf Standby. Zwei ihrer Besatzungsmitglieder hatten im Sturm inzwischen Verletzungen erlittenDer Sturm sollte die kommenden Tage anhalten. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter 40 Jahre nach Untergang entdeckt
(01.01.13) Vor der Quang Binh Provinz sank am 30.12. ein Trawler mit 14 Mann in stürmiischer See. Rettungseinheiten wurden von der Cua Lach Control Station der Gianh Port Border Guard Station auf dem Gianh River in Marsch gesetzt. Die beiden Schiffe fanden bislang nur Trümmer und Netzbojen. Der Trawler hatte am 25.12. Quang Trach verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Schiffbrüchige vor Dubai gerettet
(01.01.13) Zwei Seeleute eines am 23.12. vor den Vereinigten Arabischen Emiraten gesunkenen Frachters, der auf der Fahrt von Ajman in den Iran untergegangen war, wurden lebend gerettet, ein weiterer tot aufgefunden. Drei wurden noch vermisst. Der Frachter hatte versucht, im ‚Sturm Ajman zu erreichen, das Schiff in Malaysia registriert. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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