EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv November 2012


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Trans Agila (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Aufatmen in Kalmar - Trans Agila im ersten Anlauf geborgen
(30.11.12) Aufatmen im Kalmarsund - der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Trans Agila", 2997 BRZ (IMO-Nr.: 9113707), der am 29.11. um 3.05 Uhr westsüdwestlich des Krongrundes und nördlich der Ölandbrücke auf Grund gelaufen war, konnte am 30.11. gegen 10.15 Uhr im ersten Anlauf von der unter Färöer-Flagge laufenden "Freja", 467 BRZ (IMO-Nr.: 9175262), und der schwedischen "Herbert", 181 BRZ (IMO-Nr.: 7407556),&xnbsp;geborgen werden.
Svitzer Salvage war für die Arbeit unter Vertrag genommen worden, die Küstenwachschiffe "KBV 002 - Triton", ein 2009 in Galati erbautes Mehrzweckschiff von 81 Metern Länge und einer Vermessung von 3760 BRZ, sowie die 52 Meter lange „KBV 202“ assistierten.
Mit langsamer Fahrt begann anschließend die Verschleppung des achtern tief im Wasser liegenden Havaristen ins fünf Kilometer entfernte Kalmar. Gegen 10.30 Uhr war die Ölandsbrücke passiert, und um 11.15 Uhr lag das Schiff im Hafen. Während des Transits war es zu keinem Ölaustritt im Hafen. Nachdem das Schiff am Kai lag, übernahm die Rettungsstation Kalmar die Koordination der nun anstehenden Arbeiten. Ölsperren wurden um den Rumpf ausgelegt, und es galt, die an ihm entstandenen Schäden unter die Lupe zu nehmen sowie eine Untersuchung zum Unfall einzuleiten.
Die „Triton“ war während der vorangegangenen Nachtstunden am Frachter längsseits geblieben, hatte ihn gemeinsam mit der „KBV 003“ auf der Strandungsposition gegen Bewegungen, die die Stabilität gefährdet hätten, gesichert und in Zwei-Stunden-Abständen Wasser, das in die Laderäume eindrang, gelenzt.
Über Nacht hatte sich das Wetter auch ein wenig verbessert, nachdem stürmische See am Vortag den Einsatz der Taucher unmöglich gemacht hatte, die den Rumpf hatten untersuchen sollen. Doch bei dem an der Strandungsstelle herrschenden Seegang und dem engen Raum zwischen Felsen und Rumpf war dies als zu riskant erschienen, und die Operation wurde am Nachmittag abgebrochen.
Stattdessen war ein ROV angefordert worden, das sich allerdings im Norden des Landes befand und nicht vor dem 30.11. hätte vor Ort sein können. Auch die Unterstützung durch ein ROV an Bord der „Belos“ der schwedischen Marine war deshalb diskutiert worden. Denn das Öl in den Tanks hatte zusehends Sorgen bereitetet: Wäre die Bergung jetzt nicht so rasch geglückt, hätte zunächst das Öl geleichtert werden müssen.
Doch das dafür zuständige Ventil lag unter Wasser, und das Schweröl in den Bodentanks kühlte mangels Elektrizität an Bord zusehends ab und wurde entsprechend immer zäher. Es muss eine Temperatur von 60 Grad Celsius haben, damit man es pumpen kann. Diese Sorgen wurden durch die erfolgreiche Bergung nun allerdings obsolet.
Quelle: Tim Schwabedissen



“Tundra“ wurde dritter vor Ile du Moine gestrandeter Frachter
(30.11.12) Bei der Ile du Moine lief in der Nacht zum 29.11. der zyprische Bulkcarrier „Tundra", 19814 BRZ (IMO-Nr.: 9415208), wenige Stunden nach dem Verlassen des Hafens von Montreal am Nachmittag des 28.11. auf Grund. Das Schiff hatte eine für Halifax bestimmte Ladung von Sojabohnen an Bord, als es außerhalb des Fahrwassers vor Sorel-Tracy Quebecran auf einer Sandbank im St. Lawrence River in der Monteregie Region von Quebec festkam. Die Transport Canada's Marine Division wurde verständigt und leitete eine Untersuchung ein, weshalb der Frachter aus dem Fahrwasser abgekommen war. Am Morgen des 29.11. wurde die Lage des Schiffes untersucht, um eine Bergung vorzubereiten. Es saß im Schlamm etliche Meter vom Ufer entfernt fest, exakt an derselben Stelle, an der bereits 2001 die „Vaasaborg“ und 2004 der Containerfrachter „Horizon“ auf Grund gelaufen waren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff für 1000 Euro geborgen
(30.11.12) Das deutsche Binnenschiff "Neptun", 1154 ts (EU-Nr.: 02321433), lief am Nachmittag des 28.11. gegen 15 Uhr auf der Weser bei Marklohe auf eine Sandbank. Der Kapitän hatte sie wegen Nebels nicht sehen können. Die "Neptun" drehte sich nach der Havarie durch die Strömung um 180 Grad und blieb dann am Ufer liegen. Die Weser musste nicht gesperrt werden, denn Schiffe konnten den Havaristen mit nur geringfügiger Beeinträchtigung seitlich passieren. Der Frachter hatte 1000 Tonnen Kies geladen. Er konnte von einem Bagger des Wasser- und Schifffahrtsamt Nienburg freigeschleppt werden.&xnbsp;Weil sich bei der anschließenden Untersuchung die Ausrüstung auf dem Schiff als veraltet erwies und der Kapitän, ebenso wie seine Crew polnischer Nationalität, keine Deutschkenntnisse hatte, untersagte ihm die Wasserschutzpolizei die geplante Weiterfahrt bis nach Oldenburg. Der Kapitän musste rund 1000 Euro Bußgeld&xnbsp; zahlen. Auch die Kosten für die Bergung in derselben Höhe hatte er zu tragen. Sein 80 Meter langes, 8,2 Meter breites und 2,5 Meter Tiefgang aufweisendes Schiff wurde 1957 auf der Arminius-Wert in Bodenwerder gebaut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rammte Fähre
(30.11.12) Die norwegische Fähre "Lærdal", 1264 BRZ (IMO-Nr.: 9151565), erlitt beim Anlaufen von Vangsnes am Nachmittag des 29.11. technische Probleme und konnte nicht mehr rechtzeitig aufgestoppt werden, sodass sie der bereits am Kai liegenden Fähre "Sunnfjord", 855 BRZ (IMO-Nr.: 7710501), in die Seite lief. Die "Lærdal" war zu dem Fähranleger an der Südseite des Sognefjord unterwegs gewesen, als sie Probleme mit dem Antrieb erlitt. Die Passagiere blieben bei dem Aufprall unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vibrationen auf der „Kong Harald“ riefen Seenotretter auf den Plan
(30.11.12) Am Abend des 29.11. wurden Vibrationen an Bord der norwegischen Hurtigruten-Fähre "Kong Harald", 11204 BRZ (IMO-Nr.: 9039119), festgestellt, als diese sich auf der Fahrt nach Tromsø befand. Das NSSR-Rettungsboot „Oscar Tybring RS 104" der Station Skjervøy wurde um Assistenz gebeten, die Ursache der Störung zu erkunden. Um 19.45 Uhr machte das Boot am Heck der Fähre fest, und Taucher stiegen ab, um den Steuerbordpropeller, von dem die Vibrationen ausgegangen zu sein schienen, und den Rumpf auf mögliche Schäden hin zu untersuchen. Während eines 20-minütigen Tauchgangs konnte jedoch nichts festgestellt werden, und die Fähre setzte die Reise nach Bergen während der Nachtstunden fort.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ölleck und Missverständnis Ursache einer Kollision in Nanaimo
(30.11.12) Maschinenprobleme und ein Missverständnis haben die Kollision der kanadischen Fähre „Queen of Coquitlam“, 6503 BRZ (IMO-Nr.: 7411155), mit dem Kai des Fährterminals in der Departure Bay am 18.11.2011 verursacht. Dies stellte ein am 28.11. publizierter Untersuchungsbericht des Transportation Safety Board heraus. Auf der „Queen of Coquitlam” hatte auf der Überfahrt von der Horseshoe Bay nach Nanaimo einen mechanischen Schaden erlitten, wegen dem eine Maschine ausgeschaltet werden musste. Auch der Bugpropeller musste aus dem Betrieb genommen werden. Gegen Ende der Fahrt wurde beobachtet, das Öl aus einer Einspritzdüse eines Zylinders in eine Maschine leckte. Versuche, das Leck abzudichten, scheiterten, und deswegen wurde die Maschine abgestellt. Der Kapitän wurde sich der daraus herrührenden Nicht-Verfügbarkeit des Bugpropellers erst beim Anlegemanöver klar. Er entschied aber, auch ohne diesen das Manöver fortzuführen, wie er es zuvor auch schon getan hatte, doch das Schiff hatte weniger Kraft, auf Rückwärtsfahrt zu gehen, weil dazu nur noch der Heckpropeller zur Verfügung stand. Dies war dem Kapitän durch ein Missverständnis mit dem Chefingenieur nicht klar gewesen. Die Fähre fiel danach mehrere Tage wegen Reparaturen aus. Seither haben die B.C. Ferries ihre standardmäßigen Prozeduren verändert und führen nun einen Check auf der Brücke vor dem Einlaufen durch und lassen dieses Manöver mit geringerer Geschwindigkeit fahren, um das Risiko solcher Unfälle zu reduzieren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kein Anspruch verunglückter Passagiere gegen den Staat nach Untergang der „Ethan Allen“
(30. 11.12) Das oberste Gericht von New York hat am 29.11. die Klagen gegen staatliche Inspektoren, die das 40 Fuß lange Ausflugsboot “Ethan Allen” zertifiziert haben, zurückgewiesen. Das für 48 Passagiere ausgelegte Schiff war im Herbst 2005 auf dem Adirondack Lake gesunken, wobei 20 Menschen ertranken. Der Court of Appeals sagte in seiner Urteilsbegründung, der Staat sei nicht verantwortlich für die nachlässige Ausführung von öffentlichen Funktionen. Nach dem Unglück hatten Untersuchungsbeamte festgestellt, dass die Kapazität des Schiffes auf 14 Passagiere hätte begrenzt werden müssen. Als es kenterte, waren 47 Touristen und der Kapitän an Bord. Das National Transportation Safety Board war zu dem Schluss gekommen, dass das Gewicht der Passagiere zu einem Stabilitätsverlust geführt und damit das Unglück ausgelöst habe. Die nach dem Unglück erfolgte Änderung der zu der Zeit gültigen Gesetze für eine sichere Navigation führten zu keinen Rechtsansprüchen Betroffener an die Regierung. Von 1979 bis 2005 war die Passagierkapazität auf 48 Personen festgelegt worden, obwohl 1989 ein Leinwand-Dach durch ein Holzverdeck ersetzt worden war, ohne dass anschließend Stabilitätstests durchgeführt worden. Nach dem Unglück wurde das Durchschnittsgewicht eines Passagiers von 140 auf 174 Pfund heraufgesetzt und damit der entsprechenden Zunahme des Durchschnittsamerikaners Sorge getragen. Dem Kapitän der „Ethan Allen” war nach dem Unglück Nachlässigkeit angelastet worden, weil er sein Schiff in die Heckwelle eines anderen gedreht habe.
Quelle: Tim Schwabedissen



Stammt unbekannter Toter von explodierter Ölplattform?
(30. 11.12) Nachdem ein Versorger im Golf von Mexiko am 26.11. die Leiche eines Mannes geborgen hat, wurde seither versucht herauszufinden, ob es sich bei ihm um einen vermissten Arbeiter von der Ölplattform „West Delta 32“ handelt. Der Körper wurde 2,5 Meilen vor der Grand Isle im Meer treibend entdeckt. Eine Autopsie am 27.11. brachte keine Klarheit über die Identität. Nun sollen die Zähne und die Untersuchung DNA mehr Aufschluss bringen. Bei dem Brand auf der Plattform am 16.11. waren bisher zwei Männer umgekommen, einer trieb nahe der Plattform, ein anderer starb am 23.11. im Baton Rouge Hospital.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter Moormerlander Reeders trieb in der Nordsee
(30. 11.12) Der unter Antigua-Barbuda-Flagged laufende Frachter "Sardinia", 2997 BRZ (IMO-Nr.: 9191278), erlitt nach dem Verlassen des Hafens von Immingham am 24.11. Maschinenprobleme. Der holländische Schlepper “Ginger”, 487 NRZ (IMO-Nr.: 9507063), wurde am Abend des 25.11. aus Harwich zu Hilfe gerufen, nachdem es nicht gelungen war, diese in den Griff zu bekommen, und nahm den Havaristen östlich von Flamborough Head auf den Haken. Am 27.11. um 4.15 Uhr wurde die "Sardinia" im Hafen von Hull sicher festgemacht. Sie wird vom Siegried Bojen Schifffahrtsbetrieb e.K. in Moormerland bereedert. Das 297-TEU-Schiff ist 99,9 Meter lang, 12,8 Meter breit, hat 5,67 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4433 Tonnen. Es wurde 1998 bei der Slovenske Lodenice A.S. in Komarno erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Excelsior (Bild: Wikipedia)   Großbild klick!
Geldstrafe für „Excelsior“-Kapitän in Berufung etwas höher ausgefallen
(29.11.12) In der Berufungsverhandlung um die Havarie des Binnenschiffes „Excelsior“, 2978 ts (EU-Nr.: 04606360), aus Neckarsteinach auf dem Rhein am 25.3.2007 blieb das Kölner Oberlandesgericht am 27.11. bei&xnbsp; einer Geldstrafe für den Kapitän. Es wich nur geringfügig vom Urteil des Amtsgerichts Duisburg von 2009 ab.
Der heutige Rentner wurde der fahrlässigen Gewässerverunreinigung und des fahrlässigen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr für schuldig befunden. Die Geldstrafe wurde von 3200 auf 3900 Euro heraufgesetzt. Allerdings erkannte das Gericht anders als die Staatsanwaltschaft kein vorsätzliches Fehlverhalten. Von einer Bewährungsstrafe sahen die Richter deshalb ab. Nach Ansicht des Gerichts haben zwei Fehler des Kapitäns dazu geführt, dass von der krängenden „Excelsior“ am Unglückstag auf Höhe von Zündorf 32 Container in den Rhein stürzten.
Vor dem Auslaufen aus Mannheim, wo die „Excelsior“ 102 Container geladen hatte, verzichtete der heute 69-jährige damals auf eine besondere Stabilitätsprüfung und nahm stattdessen nur eine Schlängelfahrt vor, um sich Gewissheit über die Stabilität der Ladung zu verschaffen. Der Angeklagte hatte die Auffassung vertreten, eine Berechnung hätte keinen Sinn gemacht, weil das angegebene Gewicht der Container ohnehin selten stimme.
Der Richter bezeichnete die unterlassene Berechnung jedoch als „das Grundübel der gesamten Fahrt“. Eine Addition des Gewichts der einzelnen Container hätte dazu geführt, dass die „Excelsior“ nicht hätte auslaufen dürfen. Als das Schiff bereits deutliche Schlagseite entwickelt hatte, habe der Kapitän durch seine Entscheidung, zum Ausgleich Ballastwasser aufzunehmen, den zweiten entscheidenden Fehler begangen. Die Situation habe sich dadurch verschlechtert, und bei dem Versuch, ein Wendemanöver auf dem Fluss durchzuführen, waren die zum Teil mit Chemikalien beladenen Container dann ins Wasser gefallen. Fünf Tage musste der Rhein für die nach dem Unglück anstehenden Bergungsarbeiten gesperrt werden. Auf den Kapitän kommen nun erhebliche Schadenersatzforderungen zu.
Die entstandenen Vermögensschäden betragen rund zwei Millionen Euro, hinzu kommen weitere 600000 Euro für die beschädigten Güter in den Containern. Die Forderungen wird der Mann jedoch nie erfüllen können. Der Verteidiger hatte Freispruch beantragt. Freigesprochen wurde wiederum der zweite Schiffsführer, weil er sowohl beim Beladen des Schiffs als auch während des Unglücks pausiert hatte. Die „Excelsior“ wurde 1987 bei Ebert & Söhne in Neckarsteinach als „Jean Bossler“ erbaut. Sie ist 105,1 Meter lang, 11,4 Meter breit und hat 3,48 Meter Tiefgang. Die „Excelsior“ war am 24. März 2007 gegen 18 Uhr beladen im Mannheimer Hafen eingetroffen und wurde dort teilweise gelöscht sowie im Anschluss wieder beladen. Die Ladung bestand aus 103 Containern in vier Lagen.
Gegen 0.30 Uhr des 25.3. nahm das Schiff die Fahrt rheinabwärts mit dem Ziel Rotterdam auf. Vor Fahrtantritt überzeugte sich der erste Kapitän durch Fahrversuche von der ausreichend stabilen Beladung des Schiffes. Die Fahrt auf dem Rhein verlief bis kurz vor Köln ohne besondere Vorkommnisse. Doch in Höhe von Köln-Zündorf bei Rheinkilometer 677,4 entwickelte das Schiff um 14.30 Uhr eine starke Schlagseite. Der Kapitän führte daraufhin eine Wende nach Steuerbord in der Erwartung aus, dass die hierbei auftretenden Fliehkräfte entgegenwirken und sich das Schiff in Richtung Backbord aufrichten würde.
Diese an sich richtige Überlegung erwies sich jedoch als kontraproduktiv, weil bei der Wende ein unerwartet starker sogenannter Squat-Effekt auftrat, wodurch sich die Schräglage nach Steuerbord noch erhöhte und die Container über Bord gingen. Die Bergungs- und Hilfeleistungskosten der öffentliche Hand und privaten Leistungsträger beliefen sich auf über € 1.000.000. Bei der Untersuchung kristallisierte sich schon schnell ein Beladungsfehler als Unfallursache heraus. Eine mangelhafte Ladungssicherung konnte allerdings ebenfalls als Ursache ausgeschlossen werden, ebenso die Vermutung, das Schiff sei überladen gewesen.
Die maximale Ladekapazität lag bei 2.867 Tonnen, das tatsächliche Gesamtgewicht der Ladung nur bei 2.377 Tonnen, so dass noch eine Reservetragfähigkeit von rund 490 Tonnen gegeben war. Das Problem wurde schließlich in der unglücklichen Ladungsverteilung erkannt, die anfänglich die sichere Führung des Schiffes noch nicht beeinträchtigt hatte, in Höhe Köln aber zur Instabilität und dadurch zum Unfall führte.
Sie könnte Folge der dann aufgetretenen ungünstigen Windverhältnisse gewesen sein, die zu der ungünstigen Ladungsverteilung noch hinzukamen. Außerdem war durch einen bei einer früheren Havarie entstandenen Riss Wasser in das Schiff eingedrungen und in die Vorpiek gelaufen, was die Stabilität zusätzlich verschlechterte. In dieser Situation ergriff der Kapitän zwei Gegenmaßnahmen, die theoretisch vernünftig waren, sich unter den gegebenen besonderen Umständen aber verhängnisvoll auswirkten.
Er ließ zuerst den Ballastwassertank auf Backbordseite fluten, um das Schiff durch höheres Gewicht backbord wieder in das Gleichgewicht zu bringen. Daraufhin entschloss er sich zu einem sofortigen Wendemanöver über Steuerbord mit der theoretisch richtigen Überlegung, dass die dabei auftretenden Fliehkräfte nach Backbord der Krängung entgegenwirken. Die Ermittlungen ergabeh, dass der Kapitän keinen Stauplan zur korrekten Ladungsverteilung erstellt hatte und die Container falsch geladen waren, teilweise schwere Container oben standen und leichte unten.
Zudem waren etliche Container bis zu fünf Tonnen schwerer als in den Ladepapieren angegeben. Das Differenzgewicht, die Abweichung zwischen den angegebenen und den tatsächlichen Gewichten, betrug insgesamt 236 Tonnen. Computerprogramme zur Stabilitätsberechnung standen auf der „Excelsior“ nicht zur Verfügung und waren damals in der Binnenschifffahrt auch nicht allgemeiner Standard.
Nach dem Gewichtsbezeichnungsgesetz (GewBezG) vom 28. Juni 1933 wäre auf allen Containern vom jeweiligen Absender das exakte Gewicht anzugeben gewesen. Die Einhaltung dieser Vorschrift hätte eine aussagekräftige Stabilitätsberechnung ermöglicht. Erst durch das Unfallereignis wurde aber bekannt, dass das Gewichtsbezeichnungsgesetz bereits seit Jahrzehnten in der Binnenschifffahrt überhaupt nicht mehr beachtet und seitens der zuständigen Behörden auch nicht mehr auf seine Einhaltung hingewirkt, sondern völlig ignoriert wurde und weitgehend in Vergessenheit geraten war. Im Grunde konnte deshalb die Stabilität nur durch Fahrversuche ermittelt werden, die der Schiffsführer in Mannheim auch unternommen hatte, ohne dabei Anzeichen für eine Instabilität festgestellt zu haben.
Quelle: Tim Schwabedissen



Hörster Frachter vor Kalmar sinkend auf Grund gesetzt
(29.11.12) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Trans Agila", 2997 BRZ (IMO-Nr.: 9113707), lief am 29.11. um 3.05 Uhr im Kalmarsund westsüdwestlich des Krongrundes nördlich der Ölandbrücke auf Grund, nachdem er zuvor auf die falsche Seite der Fahrwassertonnen geraten war.
Der Frachter konnte sich selbst wieder befreien und ging von sieben bis acht Uhr auf Südkurs. Er hatte aber starken Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten und musste schließlich wegen der Gefahr des Sinkens nördlich von Kalmar mit Steuerbordschlagseite auf eine Sandbank gesetzt werden. Hier sackte das Achterschiff rund 1,5 Meter weg, und der Maschinenraum lief voll. Das MRCC schickte Helikopter aus Ronneby und Visby. Sechs Mann der neunköpfigen Crew wurden von dem Lotsenboot 790 anschließend abgeborgen, drei Mann, darunter der Kapitän und der Chief sowie der Lotse blieben zur Koordination der weiteren Maßnahmen an Bord.
Die schwedische Küstenwache schickte die "KBV 047", 340 tdw, aus Kalmar sowie die "Triton - KBV 002", 3760 BRZ, aus Visby und the "KBV 202", 490 BRZ, aus Simrishamn zur Unglücksstelle. Um den Havaristen wurde eine Ölsperre ausgelegt und begonnen, veröltes Wasser abzupumpten. Das Schiff hatte 80 Tonnen Schweröl und 23 Tonnen Dieselöl in den Tanks. Aus einem beschädigten Tank lief Öl innerhalb des Schiffes aus, bei einem Überwachungsflug durch die KBV 503 wurde kein auslaufendes Öl festgestellt. Die "Trans Agila" war von Södertälje nach Åhus in Skåne unterwegs, als sie havarierte. Neben anderer Fracht wie Aluminium hatte sie drei mit Ammoniumnitrat, einem als Gefahrgut eingestuften Düngermittel, an Bord.
Die „Trans Agila“ wurde als „Alessandra Lehmann“ 2005 auf der J.J. Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde erbaut, kam dann als „Agila“ in Fahrt und läuft seit 2006 unter dem aktuellen Namen für die Agila Bereederungsgesellschaft im Management der Reederei Speck GbR in Hörsten. Der 304-TEU-Frachter hat eine Tragfähigkeit von 4550 Tonnen, ist 97.53 Meter lang, 15,9 Meter breit und hat 5,93 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter ankert nach Havarie vor Frederikshavn
(29.11.12) Der unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Islay Trader", 1512 BRZ (IMO-Nr: 9030474), der am 26.11. bei Lilla Hasselön zwischen Orust und Uddevalla nach Ruderproblemen auf Grund gelaufen war, nahm Kurs auf Frederikshavn, nachdem er sich am 28.11. befreit hatte. Zunächst hatte es geheißen, er habe nach Göteborg geschleppt werden sollen. Am Vormittag des 28.11. erreichte er die Reede des Hafens und ging dort für die anstehenden Untersuchungen vor Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Whitstable aus Notlage gerettet
(29.11.12) Der 30 Fuß lange englische Kutter “Lisa K” wurde am Nachmittag des 27.11. von den RNLI-Booten aus Sheerness and Whitstable geborgen, nachdem die Maschine des Schiffes eine Viertelmeile östlich der Whitstable Street Buoy ausgefallen war. Bei Nordwestwind von 6-7 Beaufort und zwei Meter hohem Seegang hielt der daraufhin ausgebrachte Anker nicht im Grund, woraufhin der Skipper um Hilfe bat.
Das Boot aus Sheerness lief um 15.15 Uhr aus und war um 15.54 Uhr vor Ort, während das Boot aus Whitstable Lifeboat bereits um 1.24 bei der „Lisa K“ auf Standby gegangen war und das Eintreffen des zweiten Bootes abwartete. Das Boot aus Whitstable setzte einen Rettungsmann über und nahm den Kutter nach Queenborough in Schlepp. Hier traf es um 18.21 Uhr ein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter saß vor Kalmar fest
(29.11.12) Am 28.11. um 16.30 Uhr lief der schwedische Trawler "Vingaland - GE 12", 83 BRZ, in der Hafeneinfahrt von Kalmar auf Grund. Der Seerettungsdienst war rasch vor Ort, und Taucher stiegen ab, um den Rumpf zu untersuchen. Wegen des Risikos einer Wetterverschlechterung wies die schwedische Küstenwache gegen 21 Uhr eine Bergung des Havaristen durch Schlepper an. Der in Gävle beheimatete Kutter wurde 1948 bei der Hällevikstrand-Werft erbaut und lief von 1973 bis 1977 als “Arizona”, dann bis 2005 als “Carina“, ehe er wieder zur „Vingaland“ wurde. Er ist 23,09 Meter lang, 6,32 Meter lang und hat 3,13 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Mann von Kutter im Manasquan Inlet gerettet
(29.11.12) Drei Personen wurden von dem Kutter “Ocean One” am Abend des 27.11. gerettet, nachdem dieser am Point Pleasant Beach im Manasquan Inlet um 22.15 Uhr Maschinenausfall erlitten hatte und auf eine Mole getrieben war. Ein fünfköpfiges Team der Küstenwachstation Manasquan Inlet rettete die drei Männer von dem 75 Fuß langen Kutter. Auch die Polizei Point Beach, das Point Pleasant First Aid and Emergency Squad und ein Taucherteam sowie die Feuerwehr waren im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer vor Cork gerettet
(29.11.12) Der Skipper des 37 Fuß langen Kutters „Peggy M“ wurde am Abend des 28.11. vor der Südküste von Cork gerettet, nachdem sein Schiff bei ruhiger See gesunken war. Der Fischer hatte die Valentia Coastguard um 20.37 Uhr per Telefon alarmiert. Wenig später ging der Kutter unter, doch zuvor hatte er noch eine Rettungsinsel aktivieren können und wartete darin nun auf seine Rettung. Das RNLI-Boot aus Crosshaven barg ihn kurz vor 21 Uhr eine Meile vor Gyleen. In Crosshaven wurde der Schiffbrüchige medizinisch untersucht. Die Ursache des Unglücks war unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter könnte von Hummerfangleinen versenkt worden sein
(29. 11.12) In der Anhörung zum Untergang des Kutters “Lady Cecila” am 10.3. rund 20 Meilen westlich von Leadbetter Point an der Küste von Washington, bei der vier Männer ums Leben kamen, zeichnete sich die Möglichkeit ab, dass sich die Netze des Schiffes in den Leinen von Hummerfallen verfangen haben könnten. Der Kutter sank so schnell, dass die Crew keinen Notruf mehr senden konnte. Eine Bergungsfirma, die das 70 Fuß lange Wrack untersucht hatte, vermutete ein solches Szenario bei dem Hearing in Warrenton, Oregon. Die „Lady Cecilia” war erst im September in einer Wassertiefe von über 300 Fuß entdeckt und von einem ROV inspiziert worden. Die Coast Guard rechnet mit einer Publizierung der Untersuchungsergebnisse im Sommer 2013.
Quelle: Tim Schwabedissen



11 Tote und fünf Vermisste nach Kutterunglück vor Dalian
(29.11.12) Mindestens 11 Menschen kamen ums Leben, und fünf wurden noch vermisst, nachdem am Morgen des 28.11. ein Kutter nahe Dalian in der Liaoning Provinz sank. An Bord waren 17 Personen, als eine große Welle das Boot zwei Meilen vor dem Dorf Houershi zum Kentern brachte. Das Holzboot war 10 Meter lang. Ein Mann wurde lebend, 11 weitere Menschen wurden tot aus dem Wasser gezogen. Der Überlebende wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Kutter war gegen ein Uhr aus dem Hafen von Houershi ausgelaufen und sollte die Fischer auf einem größeren Schiff absetzen. Durch einen Mobilfunkanruf wurde das Unglück gegen fünf Uhr bekannt. 120 Boote, sieben Patroullienboote und ein Helikopter machten sich danach bei acht Beaufort Wind auf die Suche nach den Schiffbrüchigen. Die hohe See erschwerte die Suche bis zum Nachmittag erheblich. &xnbsp;
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Bremerhaven gehumpelt
(29.11.12) Der unter Antigua-Flagge laufende Frachter "Pioneer Bay", 4450 BRZ (IMO-Nr.: 9164550), der am 25.11. auf der Nordsee auf der Fahrt von Kristiansund nach Bremerhaven Maschinenschaden erlitten hatte, erreichte mit herabgesetzter Fahrt am 28.11. endlich den Zielhafen und machte dort gegen 20 Uhr am Stromkai fest.
Quelle: Tim Schwabedissen



Arion (Bild: Hartema)   Großbild klick!
Kollision auf der Weser
(28.11.12) Auf der Fahrt von Bremen nach Emden kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Arion", 1846 BRZ (IMO-Nr.:9177868), auf der Weser vor Brake am Abend des 26.11. mit einem Kutter. Vor &xnbsp;Kirchhammelwarden kam das Kümo westwärts aus dem Fahrwasser ab und rammte den Kutter, dessen steuerbordseitiges Fangnetz abriss und im Fluss versank. Der Schaden am Schiff betrug rund 25000 Euro. Die "Arion" wurde an Backbordseite leicht beschädigt und ging um 18.50 Uhr auf Blexen-Reede vor Anker. Das Polizeiboot "Visura" kam zu einer Untersuchung längsseits. Um 20.50 Uhr ging der Frachter wieder ankerauf und setzte die Fahrt nach Emden fort, wo er am 27.11. um 11.40 Uhr am Emskai festmachte. Hier musste der polnische Kapitän eine Sicherheitsleistung von 223,50 Euro hinterlegen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Minenjäger mit Blessuren in Kiel zurück
(28.11.12) Der Minenjäger „Fulda“ ist am Abend des 25.11. vorzeitig aus seinem NATO-Einsatz nach Kiel zurückgekehrt. Das Boot des 3. MSG war seit dem Sommer Teil des ständigen Minenabwehrverband 1 der NATO in West- und Nordeuropa gewesen. Am 16.11. war es aber mit einer französischen Drehbrücke in Le Havre kollidiert, als es die Seeschleuse passierte und dabei mit der Steuerbordseite an die Brückenkonstruktion kam. Es Beulen und Schrammen in der Bordwand sowie Schäden an den Aufbauten. Treibstoffkanister für die Schlauchboote und die Kabelführung für die Minenjagd-Drohne wurden zerstört.
Das 54 Meter lange Minenjagdboot wurde in Le Havre seither notdürftig repariert, um die Heimreise nach Kiel antreten zu können. Das Einsatzprogramm des NATO-Verbandes hatte zum Unglückszeitpunkt nur noch einige Aufgaben in der Nordsee vorgesehen, bevor die vier beteiligten Boote in ihre Heimatländer zurückkehren sollten. Deshalb wurde die „Fulda“ von dem belgischen Kommandeur der MCM-Gruppe 1 ohne große Not vorzeitig entlassen. Dennoch bleibt die „Fulda“ bis zum 31.12. zumindest offiziell Teil der NATO Response Force, ehe 2013 ein anderes Minenjagdboot ihre Aufgaben übernimmt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vor der großen Überfahrt geriet Yacht ins Treiben
(28.11.12) Als der holländische Schwergutfrachter "Stadiongracht", 16639 BRZ (IMO-Nr.: 9202508), am 24.11. von Eemshaven nach Baltimore in den USA auslief, hatte er auf Deck eine Yacht, die tags zuvor noch die Hilfe der KNRM gebraucht hatte. Die "Blue" sollte von ihrem Skipper von Delfzijl nach Eemshaven überführt werden, wo sie auf den Frachter verladen werden sollte. Doch am 23.11. um 18:23 Uhr rief der Segler die KNRM zu Hilfe, nachdem das Boot zwischen Tonne 34 und 36 vor Eemshaven Maschinenausfall erlitten hatte und vor dem Hafen trieb. Binnen 20 Minuten war das Rettungsboot "Jan en Titia Visser" vor Ort und brachte die „Blue“ in den Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter vor Provincetown mit ROV erforscht
(28. 11.12) Taucher der Staatspolizei, die Coast Guard und staatliche Umweltschutzoffiziere verließen am 26.11. um 10 Uhr an Bord eines Polizeibootes den Hafen Provincetown, um den zwei Meilen nördlich von Race Point gesunkenen Kutter "Twin Lights" mit einem ROV zu untersuchen. Das Schiff liegt 198 Fuß tief. Insgesamt ein Dutzend Forscher steuerte auf drei Schiffen die Untergangsstelle an, um einen Tag lang das Wrack unter die Lupe zu nehmen.
An Bord könnte sich noch der Skipper aus Wellfleet befinden. Der Kutter war am 18.11. gekentert, als sich die Fangvorrichtung am Grund verhakt hatte. Ein Sidescan Sonar hatte das Schiff tags darauf lokalisiert. Doch die starken Strömungen gaben nur ein verzerrtes Bild. Am Vormittag des 27.11. hatte das Teledyne Benthos “MiniRover”-ROV die „Twin Lights“ erreicht und begann, ein Video der Außenseite des Schiffes zu machen.
Die ersten Bilder zeigten das Schiff mit leichter Steuerbordschlagseite. Spuren des Skippers fanden sich nicht, zumal eine zu große Annäherung wegen der Fangausrüstung, die in der Strömung trieb und in der sich das ROV hätte verfangen können, nicht möglich war. Der Hummerkutter „Glutton“, der bereits bei der Rettungsaktion für die „Twin Lights“ beteiligt gewesen war, half, das Fanggeschirr zu entfernen, das das ROV gefährdete.
Quelle: Tim Schwabedissen



Start der Hummersaison vermasselt
(28.11.12) An der Port Maitland Wharf sank in der Nacht zum 27.11. der Hummerkutter "Corey & Tyson" mit rund 200 Fallen und Ausrüstung an Bord. Er war am Vorabend noch in Ordnung gewesen, doch zwei Stunden später, kurz vor der Flut, legte er sich nach Backbord über und kenterte am Liegeplatz.
Während der Ebbe tauchte das Schiff wieder auf. Nun wurde versucht, so viel von der Ausrüstung wie möglich zu retten. Es wurde auch ein Versuch unternommen, das Boot über die Hafeneinfahrt zum Strand zu ziehen, doch er scheiterte. Das gesunkene Schiff gefährdete die Schifffahrt, und so musste der geplante Start der Hummerfangsaison verschoben werden. Am Morgen waren Vertreter von Transport Canada und der Versicherung vor Ort.
Ein Taucher versuchte, einen Ölaustritt durch Abdichten der Ventile zu stoppen. Doch es könnte sein, dass der gesamte Tankinhalt von 400 Gallonen ausgelaufen ist. Mit zwei Baggern und schweren Ketten gelang es im Laufe des Tages, den Kutter aufzurichten und zu stabilisieren. Während des Niedrigwassers wurde begonnen, das Schiff mit Pumpen zu lenzen. Am Nachmittag setzte der Skipper die Bergung seiner Fangausrüstung fort.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Hjelm auf Grund gelaufen
(28.11.12) In der Nacht zum 27.11. lief der unter Panama-Flagge registrierte Frachter "Ala", 1064 BRZ (IMO-Nr.: 6812637) vor der dänischen Insel Hjelm im Kattegat auf der Fahrt Kolding - Varberg auf Grund. Die dänische Marine schickte erst ein Patroullienboot, dann das Ölbekämpfungsschiff "Marie Miljoe" zur Strandungsstelle. Ein Zeitpunkt für eine Bergung war noch nicht bekannt.
Der Sietas-Bau war vor einigen Jahren vor Gotland ebenfalls gestrandet, noch unter dem Namen „Gala“. Nach der Bergung wurde er „as is“ in Visby an neue Eigner in Gotland verkauft, in Falkenberg repariert und unter der Flagge von Panama wieder in Fahrt gebracht. Die einstige „Gala“ wurde 1968 in Dienst gestellt und lief von 1976 bis 1977 als „Tor Normandia“, dann bis 1995 wieder als „Gala“.
Reeder ist die Edvin Svenson Skeppsmakleri AB in Falkenberg. Der Frachter hat eine Tragfähigkeit von 1.205 Tonnen, ist 68.42 Meter lang, 10.5 Meter breit und hat 3,96 Meter Tiefgang. Das Schwesterschiff „Alva“ 1073 BRZ (IMO-Nr.: 6808090), machte am 17.8.2011 Schlagzeilen, als es auf der Fahrt von Stettin nach Göteborg nördlich von Landskrona auf Grund lief und der 63-jährige lettische Skipper mit 1,0 Promille für 10 Tage inhaftiert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Panadura darf geborgen werden
(28.11.12) Ein Gericht in Sri Lanka hat eine Erlaubnis zur Bergung des in Limassol beheimateten Frachters "Thermopylae Sierra", 24779 tdw (IMO-Nr.: 8313075), erteilt, der im August vor Panadura gesunken war. Der Commercial Court in Colombo erlaubt eine Bergung, um ddie Schiffsteile zu verkaufen und damit Schulden zu begleichen. Die Fracht, Stahlrohre und Maschinen für Zementproduktion, würde an einem passenden Platz in Trincomalee gelagert werden sollen. Der zyprische Frachter war vor drei Jahren vor der Küste treibend aufgefunden worden und ankerte seither vor Panadura, während ein Rechtsstreit nicht recht voran kam.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker rammte Schleusentor auf Main
(28.11.12) Am Morgen des 27.11. hat ein unbeladener Binnentanker beim Einlaufen in die Schleuse Wipfeld ein Schleusentor gerammt. Dabei entstand hoher Sachschaden. Offenbar hatte ein Fahrfehler des Kapitäns zu dem Vorfall geführt. Der 110 Meter lange 2000-Tonner war von Schweinfurt gestartet gekommen und nach Amsterdam unterwegs, als er gegen 7.30 Uhr mit dem Bug gegen das geschlossene Tor der Schleusenkammer stieß.
Versuche von zwei Mann der Crew, den Tanker mit Trossen aufzustoppen, waren fehlgeschlagen. Bei der Kollision entstand ein Sachschaden von etwa 150.000 Euro. Der Main musste danach zeitweilig für die Schifffahrt gesperrt werden. Nachdem sich herausgestellte, dass die Schleuse trotz des Schadens funktionsfähig geblieben war, konnte die Schifffahrt wieder freigegeben werden. Die Wasserschutzpolizei Schweinfurt nahm Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Quelle: Tim Schwabedissen



Protest gegen geplante Bergung von deutschem Landungsboot aus dem 2. Weltkrieg
(28.11.12) Wracktaucher in Zeeland haben gegen die Räumung des deutschen Landungsbootes “MFP 920” aus dem 2. Weltkrieg auf dem Grund des Veersemeers protestiert. Rijkswaterstaat hatte am 26.11. mit den Vorbereitungen dazu begonnen. Es könnte sich noch Munition im Wrack befinden, doch dies wurde bezweifelt.
Weil es sich um ein historisches Wrack handelt und es die Schifffahrt nicht behindern würde, wenn die Fahrwassertonne einfach verlegt würde, solle es auf dem Meeresgrund bleiben, heißt es beim Behoud van Onderwaterschatten in Zeeland. Statt es wie angedacht Ende 2013 zu räumen, könnte es in Richtung des Veersedamm gezogen werden. Rijkswaterstaat fürchtet, dies könnte das im Mai 1944 gesunkene Boot in seinem Zustand nicht überstehen und zerbrechen. Die Wrackteile sollten dem Museum Polderhuis in Westkapelle überlassen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Neue Suche nach Wrack der „Walcheren“
(28.11.12) Die holländische Marine will in den kommenden Tagen vor Vlissingen auf ihre Kosten erneut nach dem Admiralitätsschiff “Walcheren” suchen, das vor über 300 Jahren dort sank. Die Operation wird am 3.12. beginnen und fünf Tage dauern. Dabei soll auch tiefer im Sand gesucht werden. Im vergangenen Juli waren etliche Holzteile geborgen und ins 17. Jahrhundert datiert worden, doch blieb unklar, ob es sich um Reste der “Walcheren” handelte. Das Schiff von Admiral Cornelis Evertsen sank 1689 nach der Rückkehr von einer siegreichen Schlacht. Es hatte eine Pier gerammt und war leckgeschlagen. 24 Seeleute starben vor den Augen hunderter Menschen. Seither waren Versuche, das Wrack aufzuspüren, wiederholt fehlgeschlagen.
Quelle: Tim Schwabedissen



16 Vermisste vor Dalian
(28.11.12) Ein Mann wurde gerettet, 16 weitere vermisst, nachdem am 28.11. ein Kutter vor Dalian in der Liaoning Provinz sank. Das Schiff war gegen zwei Uhr früh unweit der Küste untergegangen. Eine Suchaktion war im Gange.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kingfisher brennt lichterloh (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Keine Rettung für die Kingfisher
(27. 11.12) Das RNLI-Boot aus Dunmore East kam am 25. November vier Meilen südlich von Hook Head in County Waterford dem mit zwei Mann besetzten Kutter "Kingfisher – C 229" aus Ballycotton zu Hilfe, der 10 Kilometer vor der Küste Mayday gefunkt hatte, nachdem um 7.30 Uhr ein Feuer an Bord ausgebrochen war.
Die Crew ging in eine Rettungsinsel und wurde von einem anderen Schiff gerettet. Neben dem Rettungsboot kamen auch der irische Coast Guard Helikopter Rescue 117 und eine Reihe von Kuttern zu Hilfe. Das Rettungsboot versuchte aus sicherer Distanz, eine weitere Ausbreitung des Feuers durch Kühlung zu verhindern, doch dieses breitete sich über den ganzen Kutter aus.
Nachdem der Kutter ausgebrannt war, sank er beim Versuch des Rettungsbootes, ihn abzuschleppen. Der Kutter war 1979 beim O'Driscoll Boatyard Carrigaline Yard erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster vor Holland geborgen, Suche nach vermisstem Seemann eingestellt
(27.11.12) Der dänische Zweimaster “Andromeda“ (MMSI-Nr.: 219001037), der nach Motorausfall rund 95 Kilometer nordwestlich von Terschelling in Seenot geraten war, wurde am 26.11. von einem Schlepper von Noordgat aus Terschelling auf den Haken genommen, nachdem ein Suchflugzeug der holländischen Küstenwache die verlassen in der Nordsee treibende Yacht gegen Mittag gesichtet hatte. Um 15.30 Uhr gingen zwei Berger an Bord des Schiffes, das sich zu der Zeit 110 Kilometer nördlich der Insel Terschelling befand, und machten eine Schlepptrosse fest. Im Laufe der Nacht zum 27.11. wurde es dann im Hafen erwartet. Die Suche nach dem noch vermissten Seemann des britischen Frachters “Timberland”, 13066 BRZ (IMO-Nr.: 9204790), der am 25.11. um 16.05 Uhr 110 Kilometer nördlich von Terschelling über Bord gegangen war, wurde am Vormittag des 26.11. ergebnislos eingestellt. Nach Tagesanbruch war das Seegebiet nochmals abgesucht worden. Ein Flugzeug der Küstenwache sollte aber weiterhin Ausschau halten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuchte Zementladung über Bord geworfen – Frachter in der Kette
(27.11.12) Die Puntland Maritime Police Force (PMPF) legte den Nordkoreanischen Frachter „Dae San“ in die Kette, nachdem dieser dabei erwischt wordne war, Zement vor Somalia verklappt zu haben, nachdem dieser durch eindringendes Wasser in den Laderaum feucht geworden war. Das Schiff transportierte insgesamt 5000 Tonnen des Baustoffes von Oman nach Mogadischu, doch der Empfänger verweigerte die Annahme wegen des Zustandes. Der Kapitän wurde angewiesen, die Fracht zu entsorgen. Es wurde entschieden, sie über Bord zu werfen. Dabei wurde das Schiff 13 Meilen vor Bossaso ertappt und musste dort auf Reede ankern. Die 33-köpfige Crew wurde arrestiert. Das Schiff stand zudem unter Verdacht, bereits zuvor Abfall verklappt zu haben. Die „Dae San”, 15160 tdw (IMO-Nr.: 7614733), wurde 1979 erbaut und läuft für die Korea Daesan Shipping Co. in Pjöngjang.
Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenschaden - Frachter humpelt nach Bremerhaven
(27.11.12) Der unter Antigua-Flagge laufende Frachter “Pioneer Bay”, 4450 BRZ (IMO-Nr.: 9164550), ist derzeit mit stark reduzierter Geschwindigkeit unterwegs nach Bremerhaven. Nach dem Verlassen von Kristiansund am 21.11. erlitt das Schiff einen Maschinenausfall auf der Nordsee und trieb für einige Zeit in der See. Später gelang es, die Maschine wieder hochzufahren. Am 26.11. gegen 15.30 Uhr befand sich der Havarist auf Position 57 06 N 005 35 O. Die „Pioneer Bay“, die eine Tragfähigkeit von 5580 Tonnen hat, wurde 1999 erbaut und hat als Manager die Quadrant Bereederungs GmbH & Co. KG in Hamburg.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sieben Fischer vor Shanghai vermisst
(27.11.12) Am 26.11. wurde die Suche nach der siebenköpfigen Crew des 17 Meter langen Holzkutters "Hunanyu 400160" fortgesetzt. Das Schiff war um 19 Uhr am 25.11. vor dem Nanhui Distrikt von Shanghai vermisst gemeldet worden. Das Schiff hätte um 18.30 Uhr einlaufen sollen, der letzte Kontakt hatte um 7.30 Uhr bestanden, als es im Fanggebiet eintraf. Patroullienboote, ein Schlepper und Flugzeuge suchten ohne Ergebnis nach dem Kutter.
Quelle: Tim Schwabedissen



Longliner treibt im Pazifik
(27.11.12) Der japanische Longliner “Hoyo Maru No. 18”, 76,8 BRZ, geriet am 25.11. um 23.40 Uhr auf dem Pazifik auf halbem Wege zwischen Tokio und den Midway Islands nach Maschinenausfall ins Treiben. Er befand sich zu der Zeit auf Position 33 29 N 165 55 O. Die „Hoyo Maru No.18“, 76,8 BRZ, wurde 1981 erbaut und läuft für Tokio Takatsuka aus Tsukumi.
Quelle: Tim Schwabedissen



Celia und BSLE Sunrise wieder auf offener See – weiterer Unfall in Valencia
(27.11.12) Drei bzw. Vier Wochen nach ihrer Bergung vom Strand bei Valencia haben der unter Antigua-Flagge laufende Frachter "Celia", 6264 BRZ (IMO-Nr.: 9184237), wie auch der unter Singapur-Flagge registrierte Bulkcarrier "BSLE Sunrise", 5598 BRZ (IMO-Nr.: 9017628) den Hafen von Valencia in der vergangenen Woche verlassen. Die „Celia“ lief am Nachmittag des 20.11. mit Ziel Ceuta aus, wo sie am 27.11. erwartet wurde.
Bereits tags zuvor war die „BSLE Sunrise“ auf die Reise gegangen. Sie erreichte am Morgen des 26.11. Antwerpen und setzte am folgenden Morgen die Fahrt nach Klaipeda fort, wo sie am Abend des 30.11. eintreffen soll. Um die Kosten der Regenerierung des Strandes zu decken, mussten die Eigner der "BSLE Sunrise" eine Banksicherheit von 423,500 Euro hinterlegen, die der "Celia" eine Garantie von 193,600 Euro zugunsten des Dirección General de Costas. Außerdem musste die "BSLE Sunrise" eine Garantie von 100,000 Euro hinterlassen für mögliche Strafzahlungen.
Dem Kapitän wird vorgeworfen, um sein Ankergeschirr nicht zu verlieren, die Maschine gestartet und damit eine Stranderosion bei La Casbah verursacht und gegen die Gesetzte zur Sicherheit auf See verstoßen zu haben. Die Anker liegen immer noch an der Strandungsstelle, und es galt noch, sie zu bergen.
Die Gesamtkosten der Wiederherstellung des Strandes mit mehreren tausend Kubikmetern Sand wurden auf 617000 Euro geschätzt. Die Rinne, die für die „Celia“ gebaggert worden war, wurde von der „Los Olivillos“ bereits wieder zugeschüttet. Dazu wurden auch 6000 Kubkikmeter Sand aus Perellonet abgebaggert. Als nächstes wurde die Strandungsstelle der “BSLE Sunrise” angegangen.
Am 26.11. kam es zu einem weiteren Unfall im Hafen: Beim Verladen eines Kranes auf das Deck des italienischen Schwergutfrachters "Storm", 2934 BRZ (IMO-Nr.: 7607649), riss dieser ab und krachte auf das Schiffsdeck. Das Schiff verlor seine Stabilität, und der Kran rutschte über die Backbordseite ins Hafenbecken. Dabei wurde das Schanzkleid im Bereich des Achterschiffes ebenfalls teilweise abgerissen. Der Frachter war tags zuvor aus Sagunto gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Uddevalla gestrandet
(27.11.12) Der 75 Meter lange, unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Islay Trader", 1512 BRZ (IMO-Nr.: 9030474), lief am Abend des 26.11. bei Lille Hasselön zwischen Orust und Uddevalla auf Grund. Das Schiff kam in Ballast aus Uddevalla und war nach Stettin bestimmt. Am Morgen des 27.11. ankerte es an der Strandungsstelle und wartete auf einen Inspektor, der es auf Schäden untersuchen sollte. Der dänische Schlepper „Frigga“ und das schwedische Küstenwachboot „KBV 430“ waren vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen



Der letzte kanadische Winter der Maud
(27.11.12) Die norwegische Gruppe, die das Wrack der „Maud“ von Roald Amundsen in Kanada bergen will, wird den letzten Winter des Schiffes in Nunavut filmisch dokumentieren. Dazu wurde ein Zelt in der Cambridge Bay errichtet, wo das Entdeckerschiff seit nunmehr 82 Jahren im flachen Wasser gesunken liegt. 2013 soll die Bergungsaktion starten, an deren Ende die „Maud“ nach Norwegen zurückkehren soll. Roald Amundsen hatte auf der “Maud” versucht, den Nordpol zu erreichen. 1918-1920 war er mit ihr in der Nordost-Passage unterwegs, konnte aber nicht weit genug gen Nordven vorstoßen.
1920-1921 versuchte er dasselbe von der Bering Straße aus. 1925 verkaufte er die in Asker erbaute “Maud” an die Hudson’s Bay Company, die sie unter dem Namen „Baymaud“ als Warenlager und Stützpunkt der ersten Radiostation der Region nutzte. 1990 erwarb der Rat von Asker das Wrack für einen Dollar. Anwohner der Cambridge Bay kämpften vergeblich für einen Verbleib des Schiffes, im März 2012 erteilte das kanadische Cultural Property Export Review Board eine Exportgenehmigung. Trotz der langen Zeit unter Wasser ist das Eichenholz des Wracks noch in bemerkenswert gutem Zustand, auch wenn das Schiff insgesamt durch das Eis, das Teile abriss, schwer beschädigt ist.
Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht im Boundary Pass gesunken
(27.11.12) Am Morgen des 225.11. kollidierte eine 10 Meter lange Yacht nahe des Boundary Pass, zwischen Pender Island und Moresby Island, mit einem unbekannten Gegenstand und schlug leck. Ein Hilfsschiff war binnen 10 Minuten vor Ort und barg den Skipper ab. Auch ein Cormorant Helikopter war vor Ort. Während der Skipper das Unglück unbeschadet überstand, sank sein Boot.
Quelle: Tim Schwabedissen



Notnischenabdeckung von Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals gerammt
(27.11.12) Der 170 Meter lange und 27 Meter breite zyprische Containerfrachter "Navi Baltic" 17488 BRZ (IMO: 9386718), rammte am 25.11. gegen 18 Uhr die Notnischenabdeckung im Bereich des Mitteltores in der großen Nordschleuse von Brunsbüttel. Dabei wurde die Abdeckung geringfügig verschoben. Am Schiff entstanden nur leichte Schrammen. Grund für die Havarie war der Sturm, der den Frachter aus dem Kurs drückte. Nach Abschluss der Untersuchungen durch die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel durfte das Schiff gegen 19 Uhr die Reise von Hamburg nach St. Petersburg fortsetzen, wo es am 28.11. erwartet wird. Unterdessen machte der portugiesische Frachter „Angon", 2945 BRZ (IMO-Nr.: 9320635), der tags zuvor auf der Kanalreede von der zyprischen "Katharina Siemer", 2061 BRZ (IMO-Nr.: 8509820), gerammt worden war, am 26.11. bei der Peterswerft Wewelsfleth zur Reparatur fest. Der Kollisionsgegner wird derzeit bei der Mützelfeldtwerft in Cuxhaven wieder hergerichtet. (Info zur Nsvi Baltic von Olaf Kuhnke)
Quelle: Tim Schwabedissen



Biss in Flammen (Bild: USCG)   Großbild klick!
Biss geriet beim Boarden in Brand
(26.11.12) Die US Coast Guard und die Miami-Dade Fire Rescue kamen am Morgen des 24.11. der vor Miami Beach, Florida, in Brand geratenen Motoryacht „Biss“ zu Hilfe. Gegen 10 Uhr war die SAR Miami von dem 110 Fuß langen Patroullienboot “Sitkinak” informiert worden, dass ihre Crew dabei gewesen sei, die 80 Fuß lange Yacht zu boarden, als das Feuer plötzlich ausbrach. Von der Coast Guard Station Miami Beach lief ein Rettungsboot aus. Eion Boot der „Sitkinak“ barg die dreiköpfige Yachtcrew, die ins Wasser gesprungen war. Als die Löschkräfte vor Ort waren, gelang es zwar, den Brand zu bekämpfen, doch sank die „Biss“ dabei zum Teil.
Quelle: Tim Schwabedissen



Valkrie (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Arbeitsboot vor Sheerness in Seenot
(26.11.12) Die RNLI Sheerness kam am Morgen des 25.11. dem 13,5 Meter langen Arbeitsboot „Valkrie“ zu Hilfe. Um 10.16 Uhr waren die Seenotretter alarmiert worden, nachdem das Schiff auf der Fahrt nach Whitstable bei sechs Beaufort Wind vor Sheerness Wassereinbruch erlitten hatte. Auch die „Medway Leader“ der Hafenbehörde lief aus. Um 10.27 Uhr war das Rettungsboot beim Havaristen und setzte zwei Mann samt Lenzpumpe über. Nachdem der Havarist, der zwei Mann Besatzung hatte, gesichert war, wurde er nach Sheerness eskortiert, wo ihn die Sheppey Coastguard bereits erwartete.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote, aufgegebene Schiffe und Bootsunfälle in schwerem Sturm vor Holland
(26.11.12) Berger von Multraship aus Terneuzen und Polderman aus Hansweert kamen am Morgen des 25.11. dem deutschen Binnenschiff "Marina", 1070 ts (ENI-Nr.: 04025850), zu Hilfe, nachdem das Schiff im Sturm mit 1000 Tonnen Koks an Bord auf der Witte Tonnenvlije im Sturm auf Grund gelaufen war und zu sinken drohte. Als erstes war das Rettungsboot "Mistral" vor Ort, das in der Lage war, den Havaristen von der Untiefe herunter zu ziehen. Dann nahmen ihn die beiden Bergungsschlepper "Zephyrus" und "Bravo" auf den Haken und zogen ihn zur Krammer Schleuse, wo eine Schadensinspektion durchgeführt wurde. Auf dem Eemmeer war in demselben Sturm ein Motorboot vion sieben Metern Länge auf den Deich getrieben worden. Das Rettungsboot „Blaricum-1“ fand das Boot mit Schlagseite vor. Nachdem die&xnbsp;„Nikolaas Wijsenbeek“ der KNRM Huizen vor Ort war, wurde die Lage genauer untersucht und das Schiff als nicht zu bergen eingeschätzt.
Um 11 Uhr meldete die Offshoreplattform “GSP Saturn” dem MRCC Den Helder, dass der dänische Zweimaster “Andromeda“ (MMSI-Nr.: 219001037) nach Motorausfall rund 95 Kilometer nordwestlich von Terschelling in Seenot war. Wegen des Sturmes mit 9 Bf aus Südwest und über fünf Metern Wellenhöhe war es auch nicht möglich, Segel zu setzen. Auf der 20 Kilometer entfernten Plattform wurden zwei Boote ausgesetzt, die aber wegen des Sturmes auch nichts ausrichten konnten. Die zweiköpfige Yachtcrew meldete, ihr Schiff aufgeben zu wollen. Um 12.18 Uhr hob ein Rettungshubschrauber der holländischen Küstenwache vom Den Helder Airport ab und winschte sie um 13.50 Uhr auf. Sie wurden unversehrt nach Den Helder geflogen. Die Yacht driftete verlassen in nordöstlicher Richtung davon, und aus Terschelling machte sich ein Bergungsschlepper auf den Weg.
Zwei Seeleute des britischen Frachters “Timberland”, 13066 BRZ (IMO-Nr.: 9204790), der sich auf der Reise Gävle-Alexandria befand, gingen um 16.05 Uhr 110 Kilometer nördlich von Terschelling +ber Bord. Sofort wurde ein Notsignal gesendet, und aus Borkum kam ein deutscher Hubschrauber zum Einsatz, der einen Helikopter aus Holland bei der Suche unterstützte. Der Borkumer Hubschrauber sichtete auch zwei Lichter in der See, musste aber wegen Treibstoffmangels abdrehen, nachdem er eine Rauchboje abgeworfen hatte.
Der Holländer konnte an der Position einen Mann aus dem Wasser ziehen, der aber bereits nicht mehr am Leben war. Er musste dann mangels Treibstoff ebenfalls den Einsatz abbrechen und steuerte die Offshoreplattform "G17a" an. Wegen des Sturms gelang es ihm an diesem Tag nicht mehr, erneut aufzusteigen, nachdem ein passierendes Handelsschiff ein weiteres Licht in der See gesichtet hatte. Zwei Rettungsboote der KNRM aus Terschellling und Schiermonnikoog erreichten den Unfallort ebenfalls nicht, weil das eine Maschinenschaden erlitt und vom anderen bei Wellenhöhen von bis zu 10 Metern zu seiner Station zurück eskortiert wurde. Die Suche wurde nach Einbruch der Nacht unterbrochen und am Morgen des 26.10. wieder fortgesetzt. Überlebenschancen wurden dem Vermissten, der zwar eine Rettungsweste, aber keinen Überlebensanzug trug, bei Wassertemperaturen von acht bis neun Grad nicht eingeräumt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Glasbruch im Ruderhaus – Fischer verletzt
(26.11.12) In der Nacht zum 25.11. musste ein Verletzter von dem französischen „Le Solitaire" (MMSI-Nr.: 227312140) abgeborgen werden, der fünf Kilometer südlich von Hourtin mit fünf Mann an Bord vor Anker gelegen hatte. Um 3:50 Uhr riss sich der Kutter bei 25 Knoten Wind von seiner Verankerung los und wurde so hart von Wellen getroffen, dass sie eine Scheibe im Ruderhaus einschlugen, wobei der Mann verletzt wurde. Ein Dauphin Helikopter der Marinebasis in La Rochelle war um 6:15 Uhr vor Ort und winschte den Fischer auf, der in ein Krankenhaus in Bordeaux geflogen wurde. Ein Rettungsboot der SNSM-Station Cotiniére machte sich um 7:30 Uhr auf den Weg zum Kutter, um ihm zu assistieren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband mit Problemen in der Wachau
(2611.12) Ein ungarischer Schubverband musste am 25.11. bei Schönbühel in der Wachau (Bezirk Melk) vor Anker gehen. Eine Barge war leckgeschlagen. Die Ladung sollte am 26.11. geleichtert werden. Es handelte sich um Eisenschrott, der mit Hilfe eines Krans gelöscht werden sollte. Dann sollte das Wasser gelenzt und anschließend über eine Reparatur oder das Abschleppen in eine Werft entschieden werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Weitere Kollision in Brunsbüttel
(26.11.12) Die Unfallserie riss nicht ab - am Vormittag des 25.11. gegen 11.40 Uhr kollidierte der holländische Gastanker "Coral Leaf" (5441 BRZ (IMO-Nr.: 9404625), beim Einlaufen in den Nord-Ostsee-Kanal auf seiner Reise von Antwerpen nach Porvoo mit dem Leitwerk der Alten Schleuse in Brunsbüttel. Das Schiff verursachte an dem Bauwerk erheblichen Sachschaden. Nach Abschluss der Untersuchungen setzte der Tanker seine Reise um 13.15 Uhr ostwärts fort und passierte die Kieler Schleusen ohne weitere Zwischenfälle neun Stunden später. Währenddessen wurde der zyprische Frachter „Katharina Siemer", 2061 BRZ (IMO: 8509820), nach seiner Kollision mit der portugiesischen "Angon", 2945 BRZ (IMO: 9320635), bei der er an Steuerbordseite auf 3x5 Metern aufgerissen worden war, noch am selben Tag nach Cuxhaven zur Reparatur geschickt. Nachdem er die Nacht über im Amerikahafen lag, machte er am Vormittag des 25.11. bei der Mützelfeldt-Werft fest. Währenddessen blieb die „Angon“ vor Brunsbüttel vor Anker liegen. Sie verholte lediglich am 25.11. gegen 17 Uhr von der Nordwest- zur Südreede. Der holländische Frachter "Lady Anneke", 2544 BRZ (IMO-Nr.: 9624823), der auf der Reise von Ijmuiden nach Riga am 24.11. mit der Außenmole der alten Schleuse in Brunsbüttel kollidiert war und danach an den Bahnhofsdalben des dortigen Kanalhafens gelegen hatte, machte sich am 25.11. um 11.15 Uhr auf den Weg nach Kiel, wo er gegen 19.30 Uhr im Ostuferhafen festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Fähre und Bagger auf der Weser
(26.11.12) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter „Telamon“, 2452 BRZ (IMO-Nr.: 9390147), kollidierte am 24.11. in dichtem Nebel mit der Weserfähre „Nordenham“, 772 BRZ. Diese hatte gerade in Blexen abgelegt, als sie um 13.15 Uhr bei Sichtweiten unter 100 Metern gerammt wurde. Eine Frau an Bord der Fähre kam zu Sturz und wurde in ein Bremerhavener Krankenhaus gebracht, das sie nach ärztlicher Versorgung aber wieder verlassen konnte. Auf der 56 Meter langen und 12,79 Meter breiten „Nordenham“ wurden das Schanzkleid eingedrückt und die Festmachpoller beschädigt. Das 1957 erbaute Schiff ging in eine örtliche Werft zur Reparatur und kehrte am 26.11. in den Dienst Blexen-Bremerhaven zurück. Für die „Telamon“ war das Unglück aber noch nicht zu Ende. Die Wasserschutzpolizei untersagte dem Kapitän der „Telamon“ aus Sicherheitsgründen die Weiterfahrt. Er wurde von der Revierzentrale aufgefordert, zur genauen Überprüfung der Schäden auf Blexen-Reede zu ankern. Beim Ansteuern eines geeigneten Platzes stieß der Frachter im Nebel dort nun auch noch mit dem luxemburgischen Baggerschiff „Taccola“, 6955 BRZ (IMO-Nr.: 9280213), das bereits dort ankerte, zusammen. Dessen siebenköpfige Crew blieb unversehrt. Die „Telamon“ machte schließlich mit erheblichen Schäden an Rumpf, Aufbauten und einem Kran am 25.11. um 21.30 Uhr am Stromkai in Bremerhaven fest. Sie hatte Bauteile für Windkraftanlagen an Bord und war von El Ferrol nach Brake unterwegs. Das 2009 erbaute Schiff hat eine Länge von 88 Metern und 12 Meter Breite bei einer Tragfähigkeit von 3665 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Explosion im Golf von Mexiko fordert weiteres Todesopfer
(26.11.12) Einer der vier philippinischen Arbeiter, die bei der Explosion auf der Plattform „West Delta Block 32“ am 16.11. im Golf von Mexiko 15 Meilen vor Louisiana verletzt worden war, ist seinen Brandverletzungen am 23.11. im Krankenhaus erlegen. Er starb kurz nach Eintreffen seiner Frau und drei Kinder aus Manila. Ein Mann war direkt bei der Explosion ums Leben gekommen, ein weiterer wird seither vermisst. Insgesamt befanden sich 22 Mann an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter mangels Positionsangabe nach Wassereinbruch in schwerer Bedrängnis
(26.11.12) Die Coast Guard sowie der Kutter „Miss Joanna“ retteten am 24.11. die Crew des leckgeschlagenen Kutters „Jessica Ann“ 10 Meilen östlich von after South Padre Ilsand im Golf von Mexiko. Dieser hatte um 4:30 Uhr die Coast Guard Station South Padre Island um Hilfe gebeten. Von der Coast Guard Air Station Corpus Christi stieg ein HU-25 Falcon-Flugzeug auf, um den Havaristen, der keine GPS-Position nennen konnte, zu orten. Um 5.30 Uhr wurde eine von diesem abgeschossene Notrakete gesichtet. Daraufhin war die Crew der Falcon an einem Fallschirm eine Lenzpumpe ab und führte ein 41-Fuß-Rettungsboot der Station South Padre Island zum Kutter. Das Wetter verschlechterte sich derweil rapide, sechs Fuß hohe Seen bauten sich auf, und einsetzender Regen setzte die Sicht auf eine halbe Meile herab. Mit Notfackeln gelang es der Kuttercrew, gesichtet zu werden. Die „Jessica Ann” hatte fünf Grad Schlagseite, und durch den Propellerschaft drang Wasser ein. Die Bilgenpumpen waren ausgefallen. Gegen sieben Uhr war die Lage so weit unter Kontrolle, dass der Kutter in Schlepp genommen werden konnte. Dabei assistierte die “Miss Joanna”, und um 12.20 Uhr traf der Schleppzug in Port Isabel ein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiff nicht seetüchtig - neue Crew der „Pratibha Cauvery“ will schon wieder von Bord
(26.11.12) Die Ersatzcrew, die am 21.11. an Bord des indischen Tankers "Pratibha Cauvery" gegangen war, nachdem dieser am 20.11. endlich nach Chennai hatte einlaufen dürfen und dort an den Jawahar Docks festmachte, will bereits wieder abmustern. Der Kapitän des Schiffes, Hermann Rath, hat am 25.11. einen entsprechenden Brief an mehrere Stellen geschickt. Er ging an die DG Shipping, die Behörden des Chennai Port Trust, die International Transport Workers Federation (ITF) und die Seafarers Port Welfare Association und besagte, dass die Crew sofort ihr Arbeitsverhältnis beenden wollte. Es gäbe nicht ausreichend Treibstoff an Bord, und wichtige Maschinen seien nicht einsatzbereit. Es gäbe keine Rettungsmittel, weder Rettungswesten, Boote oder Inseln auf dem Schiff. Die Funkausrüstung sei defect. Die Nahrungsmittelvorräte seien knapp. Außerdem sei die Crewstärke zu klein, und es gäbe keine Maschineningenieure. Die Eigner hätten auf die Beschwerden nicht reagiert. Die Polizei vor Ort behandele die Ersatzcrew wie Kriminelle und lasse keine Besucher auf den Kai. Der ITF- Inspektor von Chennai sagte, die DG Shipping hätte dem Eigner nicht erlauben sollen, ein neues Team an Bord zu schicken, da der Tanker für nicht seetüchtig erklärt worden war.
Quelle: Tim Schwabedissen



„George E. Billings” (Bild: San Francisco Maritime Historic Park)   Großbild klick!
Versenkter Fünfmaster vor Los Angeles wieder entdeckt
(24.11.12) Der Fünfmastschoner „George E. Billings” wurde nach jahrelanger Suche wieder entdeckt. Das Schiff war am Ende seiner Karriere eine Barge für Angler, so teuer im Unterhalt, dass der Besitzer es auf See schleppte, in Brand setzte und sinken ließ.
In einem Artikel der Los Angeles Times vom 12.2.1941 wurde nur geschrieben, der letzte Liegeplatz sei ein einsames Riff im Norden. Robert Schwemmer, Archäologe der National Oceanic and Atmospheric Administration, der bei den Channel Islands bereits den Dampfer “Winfield Scott“, der 1853 mit 400 Passagieren auf Anacapa Island gestrandet war, wieder entdeckte, hatte sich auf die Spuren des Schoners geheftet.
Er suchte wiederholt das 1,470 Quadratmeilen große Gebiet der Channel Islands National Marine Sanctuary ab, ausgestattet mit einer Kopie eines Fotos aus der Zeitung, das den brennenden Schoner zeigte. Er verglich die Landschaft mit den Hügeln dort und konnte so den letzten Liegeplatz ausfindig machen. Die “George E. Billings” war zu ihrer Zeit das größte und zugleich letzte von 108 Holzschiffen gewesen, die beim Hall Bros. Shipyard in Port Blakely, Washington, entstanden.
Sie war 224 Fuß lang und transportierte nach der Fertigstellung Holz vom Nordwest-Pazifik nach Australien und kehrte manchmal mit Zucker aus Hawaii zurück. Die Besatzung war 13 Mann stark. 1926 wurden die Masten entfernt und das Schiff nach Südkalifornien verschleppt, wo es eine Angelbarge vor Del Mar und Santa Monica war, auf der Tagesausflügler und Übernachtungsgäste sich zwei Meilen vor der Küste die Zeit vertrieben.
Es gab Sonnendecks und Liegestühle, Salons und viel Platz zum Fischen. Doch es wurde auch Glücksspiel auf der „Billings“ getrieben. 1939 wurden die einarmigen Banditen bei einer Polizeirazzia über Bord geworfen, der Anfang vom Ende, das durch eine Kollision vor Los Angeles verursacht wurde. In dichtem Nebel hatte ein japanischer Frachter die Fischereibarge „Olympic II“ gerammt, die mangels Schotten binnen Minuten sank und acht Menschen das Leben kostete. Darafuhin wurden neue Sicherheitsregeln erlassen, die umzusetzen dem Eigner der „Billings“ zu teuer erschien. Am 10.2.1941 zerstörte er das Schiff, um nicht 500 Dollar pro Tag Strafe zahlen zu müssen. Quelle: Tim Schwabedissen



Neuerliche Havarie vor B.C.
(24.11.12) Zum zweiten Mal binnen zweier Tage havarierte ein Frachter vor der Nordküste von British Columbia. Der unter Bahamas-Flagge laufende Frachter “Tern Arrow”, 28349 BRZ (IMO-Nr.: 8316730), erlitt am 22.11. in schwerer See und bei 40 Knoten Wind nahe des Laredo Sound südlich von Kitimat um 14:17 Uhr auf dem Weg nach Portland Maschinenausfall. Der 188 Meter lange Frachter driftete drei Stunden lang in den Wellen, bis gegen 17 Uhr bei McInnes Island die Maschine wieder angefahren werden konnte und er mit drei Knoten aufs offene Meer südlich der Lotsenstation Pine Island nahm. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter sitzt bei Bakbakale fest
(24.11.12) Der unter Komoren-Flagge laufende Frachter “Almostafa” lief am 23.11. rund 7,5 Kilometer nördlich von Babakale an der türkischen Küste auf Position 39 35 N 026 06 O auf der Fahrt von Constanta nach Beirut auf Grund. Das Rettungsboot „Kiyi Emniyeti 8“ kam dem Schiff zu Hilfe. Am Morgen des 24.11. saß es aber noch fest. Die „Almostafa”, 4131 tdw (IMO-Nr.: 7800136), hat eine Containerkapazität von 279 TEU und als Manager die Rania Marina SARL im Libanon. Quelle: Tim Schwabedissen



Unfallserie in Brunsbüttel
(24.11.12) Zu einer wahren Unfallserie kam es bei unsichtigem Wetter am 24.11. in Brunsbüttel. Auf der Fahrt von Ijmuiden nach Riga kollidierte um 9.15 Uhr der holländische Frachter "Lady Anneke", 2544 BRZ (IMO-Nr.: 9624823), mit der Alten Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals. Der Unfall ereignete sich in dichtem Nebel. Der Frachter erlitt geringfügigen Wassereinbruch und wurde angewiesen, an den Bahnhofsdalben im Kanalhafen festzumachen, wo er um 1.30 Uhr eintraf. Um 10:30 Uhr dann rammte der zyprische Frachter "Katharina Siemer", 2061 BRZ (IMO-Nr.: 8509820), mit dem portugiesischen Frachter "Angon", 2945 BRZ (IMO-Nr.: 9320635), der auf der Nordwestreede vor Brunsbüttel ankerte. Die „Katharina Siemer“ war unterwegs von Stettin nach -Le Legue. Die “Angon” wurde an Steuerbordseite auf 3x5 Metern aufgerissen und erlitt Wassereinbruch. Es kam zu Ölaustritt. Beide Schiffe wurden angewiesen, vor Anker liegen zu bleiben. Die "Angon" war von Puerto Marin nach Stettin unterwegs und wartete aufs Einlaufen, als sie gerammt wurde. Gegen 12 Uhr dann rammte der deutsche Frachter "Containerships 6", 9953 BRZ (IMO-Nr.: 9188518), mit der Mauer der neuen Nordschleuse. Er war unterwegs von Terneuzen nach Riga. Das Schiff musste zum Protokollieren für eine Stunde in der Schleuse bleiben. Nachdem klar war, dass das Mauerwerk der Schleuse unbeschädigt geblieben war, durfte es seine Reise gegen 13 Uhr fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Glückliche Rettung in der Fortune Bay
(24.11.12) Zwei Fischer aus Garnish wurden gerettet, nachdem ihr 35 Fuß langer Kutter „Sarah B“ am 22.11 in der Fortune Bay in Brand geraten war. Das Feuer erfasste den Kutter so schnell, dass noch nicht einmal ein Mayday gefunkt werden konnte. Andere, in der Nähe fischende Kutter kamen dem Skipper und seinem Decksmann zu Hilfe. Die “Atlantic Laura”, ebenfalls aus Garnish, barg die beiden Schiffbrüchigen. Die „Sarah B“ brannte bis zur Wasserlinie herunter und war nicht mehr zu bergen. Quelle: Tim Schwabedissen



< Tankbarge rammte Schleusenmauer
(24.11.12) Auf dem Columbia River rammte die Barge "Tri-City Voyager", 3550 tdw (IMO-Nr.: 1234567), die von dem Schlepper "Defiance" (MMSI-Nr.: 367047240), gescoben wurde, die Schleusenzufahrt des The Dalles Damm. Die Doppelhüllenbarge hatte rund 1,770,000 Gallons Diesel an Bord. Die Coast Guard Columbia River wurde um 15:13 Uhr von dem Agenten der Tidewater Tug Company verständigt. Der Schleppzug war auf Nordkurs gewesen. Die Crew des 31 Meter langen Schleppers untersuchte sofort die Barge, fand aber keine Lecks. Daraufhin wurde die Fahrt durch die Dalles Dam Schleuse gegen vier Uhr früh fortgesetzt und anschließend an der nördlichen Kaimauer festgemacht. Die Coast Guard Incident Management Division Columbia River in Astoria, Oregon, schickte Inspektoren des Marine Safety Office Portland, die ebenfalls keine Schäden feststellten. Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsaktion vor Borkum abgebrochen
(24.11.12) Das holländische Fischereifahrzeug "Nestor", 272 BRZ (IMO-Nr.: 5249625), erlitt am 23.11. um 20.35 Uhr 100 Kilometer nördlich von Borkum Wassereinbruch. Der Kapitän nahm Kontakt mit dem MRCC Den Helder auf und bat um eine zusätzliche Lenzpumpe, die daraufhin die Kollegen des MRCC Borkum verständigten. Der Rettungskreuzer "Alfried Krupp” der DGzRS-Station Borkum und ein Rettungshubschrauber wurden in Marsch gesetzt. Nachdem die Retter um 21.50 Uhr mit der „Nestor“ Funkkontakt hatten, wies der Kapitän die Assistenz zurück, weil die Lage unter Kontrolle sei. Er nahm Kurs auf Den Helder, wurde aber sicherheitshalber angewiesen, das nähere Borkum anzulaufen. Doch um 22.20 Uhr meldete der Kapitän, dass das Schiff sicher sei, woraufhin die Rettungsaktion gestoppt wurde. Die Küstenwache Den Helder wies ihn aber an, stündlich die Position durchzugeben, und verständigte die Polizei sowie die Koninklijke Marechaussee (Militärpolizei). Am 24.11. wurde der Havarist gegen 11 Uhr in Den Helder erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter der Intersee-Schifffahrt drohte bei Weymouth zu stranden
(24.11.12) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter “Nadja”, 7769 bRZ (IMO-Nr.: 9294953), drohte am Abend des 23.11. auf Grund zu treiben. Das RNLI-Boot aus Weymouth, die “Ernest & Mable”, wurde alarmiert, nachdem der Anker des in der Weymouth Bay liegenden Schiffes nicht mehr hielt. Um 18.40 Uhr lief es aus und ging in der hoch gehenden See auf Standby unweit des nahe Bowleaze Cove befindlichen Schiffes. Der Wind frischte von 35 Knoten auf 56 Knoten auf, doch es gelang schließlich, die Maschine wieder anzufahren und den Frachter in einer geschützteren Ecke der Bucht wieder zu verankern. Das Rettungsboot kehrte gegen 21 Uhr zu seiner Station zurück. Der 619-TEU-Frachter läuft für die Intersee Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co KG in Haren (Ems). Er hat eine Tragfähigkeit von 10500 Tonnen, ist 145,63 Meter, 18,25 Meter breit und hat 7,3 Meter Tiefgang. Er entstand 2004 bei den Damen Shipyards Hoogezand in Foxhol und lief von 2005 bis 2008 „Hvassafell. Quelle: Tim Schwabedissen



„Banoga“ liegt quer (Bild: Sascha Ditscher)   Großbild klick!
Havariertes Binnenschiff wird in Karden untersucht
(23.11.12) Das französische Binnenschiff „Banoga“ 1235 ts (EU-No.: 01822797), das am Abend des 21.11. auf der Mosel bei Cochem auf Grund gelaufen war, wurde nach seiner Bergung zur Untersuchung nach Karden verbracht. Der deutsche Schubleichter „Mark Hardi II“, 3053 ts (EU-Nr.: 02316772), hatte den Havaristen zuvor längsseits genommen und wieder in Fahrtrichtung gezogen. 14 Schiffe mussten noch bis zum Nachmittag warten, bis die Gewässerbehörden ihre Untersuchungen des Flussgrundes an der Havariestelle abgeschlossen hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Eine Brücke lahmgelegt, andere repariert
(23.11.12) In der Nacht zum 23.11. kollidierte der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter „Cecilia", 4723 BRZ (IMO-Nr.: 9433353), mit der Sluiskil-Brücke auf dem Gent-Terneuzen-Kanal. Er hatte in Terneuzen kurz vor Mitternacht losgeworfen und rammte den Brückenkopf auf der östlichen Seite bei Zaamslag. Dabei wurde das System zum Befestigen der Klappbrücke beschädigt. Bis 7.50 Uhr musste der Fahrzeugverkehr auf der über die Brücke verlaufenden N 61 gesperrt. Autos wurden über die Schleusen in Terneuzen umgeleitet, was dort zu Staus führte.
Die “Cecilia" machte gegen vier Uhr früh in Gent fest. Das 265-TEU-Schiff läuft für die Reederei Erwin Strahlmann in Brunsbüttel. Es ist 116,08 Meter lang, 15,8 Meter breit, hat 6,39 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 7.400 Tonnen. Es wurde 2009 von der Bodewes Shipyard B.V. in Hoogezand abgeliefert. Derweil konnte die Klappbrücke über den Brüssel-Schelde-Seekanal in Humbeek am 23.11. um 13 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden, nachdem Arbeiter seit dem Morgen mehrere beschädigte Trageseile ausgetauscht hatten. Die Brücke war von dem belgischen Binnenschiff "Pegase", 1503 ts (MMSI-Nr.: 205381390), zuvor außer Gefecht gesetzt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Passagiere der „Kriti II“ hatten großes Glück
(23.11.12) 40 der 92 Trucks an Bord der griechischen Fähre "Kriti II" wurden bei dem Feuer vor Patras beschädigt, 27 weitere komplett zerstört. Das Schiff selbst erlitt durch Feuer und die große Hitze auch erhebliche Schäden und liegt derzeit weiter zur Untersuchung im Alten Hafen vertäut. Der Brand, der durch einen Kurzschluss in einem Kühllaster entstanden war, hatte offenbar schon seit Stunden geschmort, sodass es letztlich eine glückliche Fügung war, dass er erst kurz vor Erreichen von Patras nach stürmischer Überfahrt mit 9-10 Beaufort Wind von Venedig offen ausgebrochen war und die Feuerwehr so schnell hatte eingreifen können. Sie hatte die zum Teil brennenden Trucks unter Atemschutz aus dem verrauchten Wagendeck auf den Kai gesteuert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Rettungsboote und ein Hubschrauber halfen 20 Menschen auf zwei havarierten Windpark-Versorgern
(23.11.12) Reichlich Arbeit hatten die Seenotretter der RNLI am 21.11, als gleich zwei Arbeitsboote in Windparks vor Ost-England in kurzem Abstand havarierten.
Um 17.25 Uhr war das RNLI-Boot aus Humber alarmiert worden, nachdem 10 Meilen südöstlich von Spurn Point nahe Donna Nook der Katamaran "Windcat 9", 35 BRZ (MMSI-Nr.: 235062747), mit einer dreiköpfigen Crew und 12 Mitfahrern leckgeschlagen war. Als es um 18 Uhr eintraf, hatte ein anderes Schiff die Männer bereits aufgenommen. Der Havarist lag mit schwerer Backbordschlagseite in der See. Zwei Rettungsmänner stiegen über und setzten sofort eine Lenzpumpe im Maschinenraum an. Ein Helikopter der RAF Leconfield brachte zwei weitere Pumpen.
Das Schiff behielt aber weiter Schlagseite, und es wurde beschlossen, die vorderen Abteilungen ebenfalls zu lenzen, während es in Schlepp genommen würde. So sollte die Schlagseite reduziert werden. Auch das RNLI-Boot aus Cleethorpes wurde zu Hilfe gerufen, um die nunmehr drei Stunden an Bord schuftenden Rettungsmänner zu entlasten. Nachdem der Havarist in Grimsby fest war, konnte eine Pumpe wieder abgezogen werden. Die beiden Pumpen aus Leconfield arbeiteten weiter. Die 18 Meter lange "Windcat 9" des MK-3-Typs wurde 2008 von der A.F. Theriault & Sons, Meteghan River, Nova Scotia, für die Windcat Workboats erbaut.
Das Rettungsboot von Wells-next-the-Sea und die "Lester" der RNLI in Cromer wurden am Abend dann zu der 17 Meter langen "Island Panther" (MMSI-Nr.: 23585036) gerufen, nachdem diese mit dem Turm einer Windturbine der Sheringham Shoal Windfarm kollidiert war. Der Küstenwache wurde ein Verletzter gemeldet. Die "Island Panther" machte sich nach der Havarie auf den Rückweg zur Basis in Wells, während das Rettungsboot aus Cromer mit einem Arzt an Bord ihm entgegenlief. Um 19.24 Uhr machte sich auch das RNLI-Boot aus Wells auf den Weg und erreichte die "Island Panther" an der Ansteuerungstonne von Wells um 19.43 Uhr. Zunächst sollte der Verletzte übergeben werden, doch wegen der rauen See wurde beschlossen, zunächst den Hafen anzulaufen.
Ein in erster Hilfe trainierter Seenotretter wurde auf den Havaristen übergesetzt, und um 20.20 Uhr war auch der Arzt mit der "Lester" vor Ort. Der East of England Ambulance Service nahm den Verletzten um 20.50 Uhr in seine Obhut und brachte ihn ins Queen Elizabeth Hospital in Kings Lynn. Er war an Arm und Kopf verletzt. Die anderen vier Besatzungsmitglieder wurden vor Ort untersucht und machten sich dann selbstständig auf den Weg ins &xnbsp;Queen Elizabeth Hospital. Die “Island Panther” ist, wie auch die “Windcat 9”, ein Katamaran vom Typ Wildcat 53, der von der Safehaven Marine für die Island Shipping als Schwesterschiff der 2010 erbauten „Island Tiger“ abgeliefert wurde. Sie ist 17.3 Meter lang und 6,1 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tauchboot vor Pompano Beach gekentert – eine Frau ertrunken
(23.11.12) Eine Passagierin des 45 Fuß langen Taucherschiffes "Coral Princess" kam ums Leben, als das Boot der South Florida Diving Headquarters in Pompano Beach am 22.11. von einer großen Welle nahe des Hillsborough Inlet in Florida zum Kentern gebracht wurde. Das Doppelrumpfschiff war gegen neun Uhr ausgelaufen und kehrte um 13 Uhr in den Hafen zurück, als eine große Welle übers Heck brach. Obwohl der Skipper mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versuchte, das Boot unter Kontrolle zu bekommen, schlug es um und trieb kieloben in der unruhigen See. Alle 23 Personen landeten zwischen Trümmern im Wasser. Die Coast Guard Fort Lauderdale, die Pompano Beach Ocean Rescue, das Broward Sheriff's Office und das Fort Lauderdale Police Department sowie freiwillige Helfer kamen den 21 Bootsfahrern und der zweiköpfigen Crew zu Hilfe. Vier Verletzte, darunter eine Frau aus New-Mexico, die unter dem Boot eingeschlossen worden war, wurden ins Broward Health North gebracht, wo diese später starb. Die übrigen konnten noch am selben Tag das Krankenhaus verlassen. Das 225-PS-Boot hatte eine Kapazität von 35 Tauchern oder 49 Passagieren ohne Ausrüstung. Es hat noch ein Schwesterschiff, die “Aqua View”. Beide sind mit einem Glasboden ausgestattet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenraum von Fährneubau in Turku geflutet
(23.11.12) Am Abend des 22.11. gegen 23 Uhr bemerkte die Brandwache auf dem Neubau der finnischen Fähre „Viking Grace", 57000 BRZ (IMO-Nr.: 9606900), die am STX Shipyard in Turku derzeit ausgerüstet wird, einen starken Wassereinbruch im Maschinenraum. Die Situation wurde vor Ort sofort als ernst und gefährlich eingeschätzt und die Feuerwehr alarmiert. Als diese eintraf, war der Maschinenraum bereits über einen Meter hoch geflutet, und das Wasser stieg weiter. Binnen einer Stunde gelang es, die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Während der Nachtstunden wurde das eingedrungene Wasser dann abgepumpt. Wie sich herausstellte, war ein defektes Ventil eines Ballastwassertanks Schuld an dem Wassereinbruch. Ab Januar 2013 soll die gasbetriebene Fähre auf der Route Turku-Mariehamn-Stockholm eingesetzt werden. Sie kann dann 880 Passagiere aufnehmen, ist 218 Meter lang und 31,8 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen



Atom-U-Boot tauchte als rettender Engel auf
(23.11.12) Zwei russische Fischer, deren Kutter im Sinken begriffen war, wurden von dem Atom-U-Boot "Daniil Moskovsky" gerettet. Es war das einzige Schiff, das sich in der Nähe des Kutters befunden hatte, als dieser Wassereinbruch erlitten und Notrufe gefunkt hatte. Das Wasser dran in großen Mengen in den Maschinenraum ein, sodass die Lage schnell kritisch wurde. Da tauchte unerwartet das U-Boot auf, das sich auf Patroullie zwischen Liinakhamari und Teriberka befunden hatte, und barg die Männer aus höchster Not.
Quelle: Tim Schwabedissen



"Ocean Wind" und Barge (Bild: USCG)   Großbild klick!
Strandungsstelle bei Cold Bay nach Wintersturm untersucht
(22.11.12) Das Unified Command schickte am 22.11. nach Wetterbesserung Teams zur Untersuchung des Schleppers "Ocean Wind" und seiner Barge, die weiter vor Ukolnoi Island, 40 Meilen östlich von Cold Bay, auf Grund liegen. Taucher sollen den Rumpf des Schleppers untersuchen und mit Sonar soll die Umgebung der Havaristen untersucht werden. Um die „Ocean Wind“ sollte eine Ölsperre ausgelegt und der Inhalt der Tanks gemessen werden.
Damit soll Global Diving and Salvage die notwendigen Informationen zur Bergung erhalten. In King Cove wurde Ausrüstung zusammengestellt. Eine HC-130 Hercules aus Kodiak hatte die Strandungsstelle am 20.11. überflogen und keine Ölaustritte festgestellt.
Zuletzt hatte am 17.11. ein Überflug stattgefunden, ehe ein Wintersturm über das Gebiet zog. Am 16.11. war ein Ölfilm festgestellt worden. Der Schlepper hatte rund 20,500 Gallonen Diesel an Bord, die Barge 1,800 Gallonen Diesel und 90 Container, von denen 30 Gefrierfisch enthielten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Frachter auf der Donau wird geleichtert
(22.11.12) Am 20.11. wurde begonnen, den bulgarischen Frachter "Feri Top 1", 145 BRZ (IMO-Nr.: 8928703), zu leichtern, der am 9.11. bei Russe auf der Donau auf Grund gelaufen, auseinandergebrochen und gesunken war. Das Schiff hat 20 Tonnen Gasöl in den Tanks und liegt bei Flusskilometer 488,8. Es hatte 900 Kubikmeter Holz geladen, die inzwischen gesichert wurden. Achterschiff und Hauptdeck liegen unter Wasser, der Rumpf ist zur Hälfte gesunken. Es läuft für die Gorainvest, die Holz von den bulgarischen Donauinseln und Ufern abtransportiert. Der Havarist wurde eingeschlängelt. Eine kleine Menge Bilgenwasser war aus dem Maschinenraum ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Trifels an bekannter Stelle gestrandet
(22.11.12) Das deutsche Binnenschiff „“Trifels“, 3332 ts (EU-Nr.: 04608390), lief am 20.11. bei Linkenheim-Hochstetten auf dem Rhein bei Flusskilometer 375,4 auf Grund. Durch einen Fahrfehler kam das Schiff zu weit nach Steuerbord ab. Das Schiff war mit 68 Containern beladen und kam außerhalb des Fahrwassers 60 Meter vom Ufer entfernt auf einer Kribbe fest. Die vierköpfige Crew blieb unversehrt. Der Frachter war gegen 19.20 Uhr stromaufwärts laufend vom Hafen Germersheim kommend mit Ziel Rheinhafen Karlsruhe unterwegs gewesen und hatte vor der Havarie in Wörth einige Container geladen. Ein anderer Containerfrachter machte am 21.11. gegen 15.45 Uhr eine Schlepptrosse am Bug fest und bekam den Havaristen gegen 16 Uhr frei. Er setzte die Fahrt nach Karlsruhe anschließend fort. Das Schiff war an derselben Stelle aufgelaufen wie bei einer Havarie an 18.1. 2008. Damals saß das Schiff bei Linkenheim, Rheinkilometer 375, ebenfalls wegen eines Fahrfehlers auf. Damals hatte die niederländische „Fiorano“ die „Trifels“ im 3. Anlauf von einer Buhne gezogen, nachdem zuvor zweimal die Schlepptrosse gebrochen war. Der in Neckargemünd beheimatete Frachter der Reederei Seibert ist 135 Meter lang, 11,45 Meter breit, hat 2,79 Meter Tiefgang und wurde 2000 beim Kiliya Shipyard in Odessa als Kasko erbaut. Ausbauwerft war Smits in Krimpen an der Ijssel.
Quelle: Tim Schwabedissen



Deutscher Containerfrachter vor Prince Rupert gestrandet
(22.11.12) Der deutsche Containerfrachter „Hanjin Geneva“, 65918 BRZ, lief von Shanghai kommend am 20.11. um 22.30 Uhr beim Einlaufen vor Prince Rupert bei Ridley Island auf eine Sandbank, als er einem Kutter ausweichen wollte. Gegen 7.30 Uhr konnte er sich am 21.11. mit steigender Flut aus eigener Kraft wieder befreien und machte mit Schlepperhilfe anschließend am Fairview Terminal fest. Er hatte die Havarie nach ersten Untersuchungen ohne Beschädigung überstanden. Das Transportation Safety Board leitete eine eigene Untersuchung ein. Die “Hanjin Geneva”, 68263 tdw (IMO-Nr.: 9215646), hat eine Containerkapazität von 5621 TEU, wurde 2000 erbaut und hat als Manager die NSB Niederelbe Schifffahrtsgesellschaft in Buxtehude.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandetes Binnenschiff blockierte Mosel
(22.11.12) Das französische Binnenschiff „Banoga“ 1235 ts (EU-No.: 01822797), ist am Abend 21.11. auf der Mosel bei Cochem auf Grund gelaufen. Schuld an der Havarie war ein Fahrfehler des Kapitäns. Der mit 1000 Tonnen Raps beladene Frachter hatte flussabwärts laufend an einer engen Stelle einem Entgegenkommer ausweichen wollen. Dabei kam er zu weit Richtung Ufer und lief mit dem Bug auf Grund. Dann schlug er quer und kam auch achtern fest, sodass der Fluss blockiert wurde. Die vierköpfige Crew blieb unversehrt. Am Vormittag des 22.11. kam das Schiff wieder frei. 14 Schiffe hatten warten müssen, bis der Flussgrund untersucht war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Havarien in Windparks vor Ostengland
(22.11.12)Die Yarmouth Coastguard koordinierte am 21.11. die Hilfeleistung für zwei Schiffe, die an Windparks vor Nordengland arbeiten. Erst hatte die 15 Meter lange britische “Windcat 9” (MMSI-Nr.: 235018872) Mayday vor Humber gefunkt. Das Schiff hatte Wassereinbruch erlitten und drohte zu sinken. Die Yarmouth Coastguard schickte die RNLI-Boote aus Humber und Cleethorpes RNLI sowie einen Hubschrauber der RAF Leconfield. Die 15-köpfige Crew wurde von einem anderen Schiff übernommen. Der Helikopter setzte zwei Lenzpumpen ab, und es gelang, den Wassereinbruch zu stoppen und das Schiff nach Grimsby einzuschleppen.
Das RNLI-Boot aus Wells and Cromer kam der ebenfalls britischen “Island Panther” (MMSI-Nr.: 235085036) zu Hilfe. Das 18 Meter lange Schiff war vor Sheringham mit dem Turm eines Windrades kollidiert. Alle fünf Mann Besatzung hatten Verletzungen erlitten. Die “Island “ konnte zu ihrem Basishafen Wells zurückkehren, wo die Verletzten vom East of England Ambulance Service behandelt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Bergen aufgelaufen
(22.11.12) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Falkbris", 2449 BRZ (IMO-Nr.: 9006291), lief am 21.11. gegen 18 Uhr bei Steinsundholmen südwestlich von Bergen auf Grund. Er war nach Leirvik unterwegs, drehte aber, nachdem er wieder freigekommen war, und steuerte Bergen an. Abends machte er in Vågen fest. Um 21.30 Uhr wurde die Polizei informiert, dass zwei Besatzungsmitglieder Verletzungen erlitten hatten. Der Frachter hatte Schaden am Bug erlitten.
Quelle: Tim Schwabedissen



wäre beinahe gesunken ... (Bild: Kai Nikolaisen)   Großbild klick!
Herrenloser Kutter drohte in Ballstad zu sinken
(21.11.12) Am Nachmittag des 20.11. drohte der betagte Kutter “Skagen”, der bereits seit Jahren an einer Pier bei Gjermesøya in Ballstad lag und keinen bekannten Eigner mehr hat, zu sinken. Mit Lenzpumpen konnte das Holzschiff mit knapper Not aber noch einmal über Wasser gehalten werden. Es stand bis auf Höhe der Back in der Kajüte. Mit zwei kräftigen Pumpen wurde das eingedrungene Wasser wieder einmal zurück in den Hafen befördert. Denn es war nicht das erste Mal, dass die “Skagen” in der vergangenen Zeit Wassereinbruch erlitten hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff setzte Klappbrücke matt
(21.11.12) Der Schiffsverkehr auf dem Brüssel-Schelde-Seekanal musste am 20.11. gestoppt werden, nachdem das belgische Binnenschiff „Pegase" (MMSI-Nr.: 205381390) um 11.45 Uhr auf der Fahrt nach Dendermonde in Humbeek bei Grimbergen eine Klappbrücke gerammt hatte. Auch der Autoverkehr wurde unterbrochen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Klappteil der Brücke nach Bruch eines Kabels nicht mehr in der Balance war. Auch andere Kabel könnten in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Autoverkehr wurde umgeleitet, die Schifffahrt unterbrochen, während die Kanalbehörden die Brücke vorerst mit zwei Kränen stabilisierten, die um 16.30 Uhr angerückt waren. Reparaturen sollten am 22.11. beginnen. Das Binnenschiff selbst wurde nur leicht beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän mit 1,05 Promille rammte Schleuse im Nord-Ostsee-Kanal
(21.11.12) Der liberianische Bulkcarrier "Warnow Jupiter", 22863 BRZ (IMO-Nr.: 9594482), rammte auf der Reise Rotterdam-Wismar am 21.11. beim Einlaufen in den Nord-Ostsee-Kanal um kurz nach Mitternacht eines der Tore der neuen Nordschleuse in Brunsbüttel. Alls die Wasserschutzpolizei einen Atemalkoholtest beim Kapitän vornahm, ergab dieser einen Wert von 1,05 Promille. Gegen 2.30 Uhr nahmen die beiden Schlepper "Wolf" und "Bugsier 15" den nun vom Kanallotsen geführten Havaristen auf den Haken und legten ihn für die weiteren Untersuchungen an die südlichen Marinedalben im Kanalhafen von Brunsbüttel
Quelle: Tim Schwabedissen



Kieler Minenjagdboot rammte Brücke in Le Havre
(21.11.12) Das Kieler Minenjagdboot „Fulda“ (MMSI-Nr.: 211210380) hat am 16.11. beim Einlaufen von Le Havre die Klappbrücke zwischen dem Bassin de la Manche und dem Bassin Bellot gerammt. Obwohl ein Lotse an Bord war, schrammte es mit der Steuerbordseite gegen die geöffnete Klappbrücke eines Schleusentores, wobei sowohl die Back, als auch die Steuerbord- Nock und das Achterdeck in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Slipvorrichtung für den Schlauchbootkraftstoff riss ab, und der Niedergang vom B-Deck zum Hauptdeck an Steuerbordseite wurde verschoben, ebenso der dortige LWL- Kabelausleger. Das Minenjagdboot war damit vorerst außer Gefecht gesetzt und machte zur weiteren Untersuchung am Quay du Cameron im Stadthafen fest. Die Schäden erwiesen sich als so umfangreich, dass die „Fulda“ am 19.11. nicht mehr planmäßig mit dem NATO-Verband auslaufen konnte, zu dem außer dem Führungsschiff „Godeitia“ die Minenjäger „Fulda“, die „Narcis“ aus Belgien und die„Sakala“ aus Estland gehörten. An der Suche hatte sich auch der französische Minenjäger „Eridan“ beteiligt. Der Verband lief nun ohne die „Fulda“ zu weiteren Manövern in die Nordsee. Die „Fulda“ soll nach Abschluss der Reparaturarbeiten dem Verband folgen. Die „Fulda“ war seit August unter NATO-Flagge Teil des Ständigen Minenabwehreinsatzverbandes 1 (SNMCM Goup 1). Der Verband hatte in der Somme-Bucht vor der französischen Küste Minen und Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg geräumt. Nach dem Auslaufen aus Boulogne-sur-Mer hatten sie vom 2. bis 16. November elf deutsche Grundminen, eine britische Grundmine sowie zwei britische Fliegerbomben aufgespürt und unschädlich gemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Kasko bei Leeuwarden geborgen
(21.11.12) Im Van Harinxmakanal bei Leeuwarden wurde am Abend des 20.11. ein 14 Meter lange und sieben Meter breiter Teil eines Schiffsneubaus geborgen, der zuvor auf Höhe der Bucht von Zuiderburen gesunken war. Der Kasko war mit zwei Schleppern nach Harlingen unterwegs gewesen. Beide Seitenöffnungen waren mit Schotten abgedichtet worden für den Transport, doch nachdem sich eines der Schotte löste, war es zu einem Wassereinbruch gekommen, der die Sektion zum Sinken brachte. Taucher brachten nun Hebestropps an ihr an, und am Abend hatte ein Kran sie wieder über Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kurzschluss Schuld an Feuer auf griechischer Fähre vor Patras
(21.11.12) Nachdem die griechische Fähre "Kriti II", 27239 BRZ (IMO-Nr.: 7814058), in den Hafen von Patras eingelaufen war und die 113 Passagiere in Sicherheit gebracht worden waren, rückten am 20.11. um kurz vor zwei Uhr 16 Feuerwehrmänner mit sieben Fahrzeugen an den Brandort vor und versuchten, teilweise unter Lebensgefahr die Flammen zu löschen. Doch die ausgebrannten Trucks machten es schwierig, zum eigentlichen Brandherd vorzudringen. Gegen sieben Uhr brannte weiterhin im Wagendeck. Rund 40 Fahrzeuge waren zu einer formlosen Masse verbrannt. Das Feuerlöschboot "Petrakis" schleuderte Wasser durch die Öffnungen des Decks, auch das automatische Feuerlöschsystem war aktiv. Auch die Küstenwache war mit der "El Ar" im Einsatz. Um 11 Uhr war immer noch offenes Feuer sichtbar, und dichter Rauch erschwerte den Rettern die Arbeit. Gegen Mittag wurde bekannt, dass wohl ein Kurzschluss in einem Kühllaster zu dem Brand im oberen offenen Fahrzeugdeck geführt hatte. Neun schwer beschädigte Trucks konnten zunächst nicht aus diesem entfernt werden. Dazu wird schweres Krangerät vonnöten sein. Erst um 16.30 Uhr wurde gemeldet, dass das Feuer weitgehend unter Kontrolle sei, und bis zum Abend gingen die Bemühungen weiter, Fahrzeugwracks aus dem Deck zu bekommen. Auf dem Kai sammelten sich die traurigen Überreste ausgebrannter und verformter Sattelzüge. Auch die Fähre selbst wird durch die enorme Hitze nicht unerheblichen Schaden erlitten haben.
Quelle: Tim Schwabedissen



ROV soll sich an gesunkenem Kutter umschauen
(21.11.12) Die Coast Guard will mit einem ROV zum Wrack des Kutters „Twin Lights“ aus Provincetown vordringen, der am 17.11. zwei Meilen vor dem Hafen kenterte und sank. Am 18.11. hatten Rettungsschwimmer erfolglos versucht, ins Ruderhaus des noch nicht vollständig gesunkenen Kutters vorzudringen, um den Skipper zu retten. Am 19.11. wurde er auf dem Meeresgrund in 60 Metern Tiefe entdeckt mithilfe eines Sidescan Sonars, das durch ein Küstenwachboot der Station Provincetown geschleppt wurde. An der Untergangsstelle herrschen extrem starke Strömungen, was neben der großen Wassertiefe einen Tauchereinsatz zu gefährlich macht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sloop in Bay of Islands in Seenot
(21.11.12) Am Morgen des 21.11. funkte die 14 Meter lange Sloop „Freedom Hunter” auf dem Weg von Fiji to Opua in der Bay of Islands kurz nach Mitternacht Notrufe, nachdem es zu einem Wassereinbruch gekommen war. Der Versuch eines Northland Rettungshubschraubes, in der rauen See Lenzpumpen und Personal auf dem Boot abzusetzen, scheiterte. Eine andere Yacht und ein französischer Containerfrachter wurden daraufhin zu ihr hin dirigiert. Gegen fünf Uhr lief ein Boot der Coastguard bei zwei Meter hohen Wellen in Richtung der Yacht aus. Nachdem das Boot drei Stunden später vor Ort war und mehrere Versuche, die Crew abzubergen, gescheitert waren, wurde die Yacht zunächst in ruhigeres Wasser eskortiert und dann nach Mangonui Harbour eingeschleppt. Bei Ebbe sollte die Sloop von Mitarbeitern einer Werft dort an der Mole begutachtet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Blitzschlag setzte Tanker in Brand
(21.11.12) In Bandar geriet ein 400-Tonnen-Tanker, der von einem Blitz getroffen wurde, in Brand und wurde vollkommen zerstört. Der Feuerwehr und Rettungsbooten gelang es aber, das Übergreifen auf andere Schiffe in dem iranischen Hafen zu verhindern. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Mike’s Wreck vor Florida als britischer Dampfer identifiziert
(21.11.12) Das Office of National Marine Sanctuaries hat Wrackreste im Florida Keys National Marine Sanctuary als den britischen Dampfer "Hannah M. Bell" identifiziert. Angehörige des Schutzgebietes und Freiwillige der National Association of Black Scuba Divers hatten im September mit arrivierten Marinearchäologen eine Feldforschung durchgeführt, bei der die Dimensionen und Konstruktionscharakteristika des als ‘Mike's Wreck' bekannten Wracks mit historischen Aufzeichnungen abgeglichen wurden. Die Abmessungen waren identisch mit denen der "Hannah M. Bell", auch die Position stimmte. Das 315 Fuß lange Schiff war 1893 bei Ropner and Son in England erbaut worden und am 4.4.1911 auf dem Elbow Reef, sechs Meilen vor Key Largo, auf Grund gelaufen. Sie hatte zwischen Europa, Süd- und Ostamerika und der Golfküste sowie der Karibik mit Wolle, Zucker oder Kohle Handelsfahrt betrieben. Auf der letzten Reise war es mit Kohle nach Vera Cruz, Mexiko, unterwegs. Das Schiff wurde nach der Strandung aufgegeben, als Maschinen- und Laderäume vollliefen. Die "Hannah M. Bell" liegt unweit der Wracks von USS "Arkansas" und der "City of Washington". 1920 lief der amerikanische Dampfer "Quoque" auf die "Hannah M. Bell" und ging ebenfalls verloren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fünftes Boot beim Vendée Globe ausgeschieden
(20.11.12) Jérémie Beyou der Yacht „Maître CoQ“ wurde der fünfte Skipper, der den 2012-13 Vendée Globe aufgeben musste, nachdem er keine Reparaturmöglichkeit für seinen angebrochenen Kiel gefunden hatte. Nun sind noch 15 Boote im Rennen. Beyou erreichte unterdessen den Hafen von Mindelo in Sao Vincente auf den Kapverden, worauf er in der Nacht zum 18.11. unter Motor Kurs genommen hatte. Taucher sollten nun den Kiel untersuchen, der zwar nicht abgebrochen war, aber so stark beschädigt, dass er den Beanspruchungen bei der Regatta nicht standgehalten hätte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zerstörer mit Schräglage
(20.11.12) Der ausrangierte Zerstörer USS “Edson”, 4619 ts, der US Navy geriet am 19.11. auf dem Saginaw River in Schräglage. Das Schiff soll ein Ausstellungsstück des Saginaw Valley Naval Ship Museum werden. Doch stetiger Südwestwind hatte den Wasserstand des Flusses sinken lassen, wodurch der Zerstörer aufsetzte und sich sechs bis sieben Grad nach Steuerbord überlegte. Die Besatzung des Kadettenschiffes „Gray Fox“ der U.S. Navy sollte nun helfen, das im August am Wirt Sand and Stone Dock in Essexville eingetroffene Schiff wieder in aufrechte Lage zu bringen. Es soll an der Independence Bridge Boat Launch das schwimmende Zentrum des Saginaw Valley Naval Ship Museum werden. Die USS „Edson“ (DD-946) war ein Zerstörer der Forrest-Sherman-Klasse. Das Schiff diente von 1958 bis 1988 in der Marine.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchiger in Kiste mit Plastikschaufel unterwegs
(20.11.12) Ein Fischer aus Tignish nutzte die Abdeckhaube der Maschine seines Kutters, um sie als Rettungsboot zu nutzen, nachdem sein Schiff am Morgen des 19.11. vor West Point in Brand geraten war. Der Skipper war allein an Bord gewesen, als er von Murray Corner auslief, wo er Hummerfang betrieb, und war auf dem Weg zum Winterlager. Gegen 4:20 Uhr kontaktierte er die Coast Guard in Halifax und berichtete, sein Kutter, die „Rather Have Ruffles“, sei in Brand geraten. Die Küstenwache setzte sich mit einem Fischer aus Howard’s Cove gegen fünf Uhr in Verbindung, der mit vier Mann der Feuerwehr von O’Leary sowie einem Mann der Coast Guard an Bord mit seiner „Something Different“ die Unglücksstelle ansteuerte. Der Schiffbrüchige war in stetem Mobilfunkkontakt mit den Rettern und trieb eine halbe Meile von seinem Schiff in der Kiste. Außer dem Telefon hatte er zwei Rettungswesten, Notraketen und eine Plastikschaufel dabei, die er als Paddel nutzte. Der Suchscheinwerfer der „Something Different“ erfasste ihn wenig später, und er konnte um 6.06 Uhr unversehrt an Bord gezogen werden. Auch ein Cormorant Helikopter aus Greenwood sowie ein Boot der Coast Guard waren im Einsatz. Der Fischer wurde nach seiner Rettung nach Howards Cove gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker auf Don auf Grund geraten
(20.11.12) Der russische Tanker “Titan” lief am 19.11. gegen sieben Uhr auf dem Don nahe der Manych-Flussmündung beim Ankerlichten auf Grund. Er hatte zuvor wegen dichten Nebels dort seine Fahrt unterbrochen. Der Kapitän bat um Assistenz. Der beladene Tanker war unterwegs von Saratov auf der Wolga nach Kerch. Die „Titan”, 5526 tdw (IMO-Nr.: 9517070) wurde 2009 erbaut und hat als Manager die Prime Shipping, Samara.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter in Azov auf Grund gelaufen
(20.11.12) Der russische Frachter „Circon“ lief am Abend des 18.11. in Azov auf dem Don-Seekanal auf Position 47 05 N 039 06 O auf der Fahrt von Rostov/Don nach Kavkaz mit einer Ladung von 4153 Tonnen Kleie auf Grund. Am Abend des 19.11. konnte der Havarist mithilfe eines Schleppers aus Taganrog wieder flottgemacht werden. Am Morgen des 20.11. lag er in Azov auf der Reede des Don. Die „Circon”, 3775 tdw (IMO-Nr.: 8887519), wurde 1972 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter trieb vor Istanbul
(20.11.12) Der maltesische Frachter „Ambra“ erlitt am 16.11. vor Istanbul auf der Fahrt vom Schwarzen Meer nach Bengasi Maschinenausfall. Schlepper wurden zu Hilfe gerufen und zogen den Havaristen durch den Bosporus nach Istanbul. Nach Reparaturen setzte er seine Fahrt am 17.11. fort. Die „Ambra“, 18500 tdw (IMO-Nr. 9434175), wurde 2007 erbaut und läuft für das italienische Vima Management SRL.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf griechischer Fähre vor Patras
(20.11.12) Auf der griechischen Fähre "Kriti II", 27239 BRZ (IMO-Nr.: 7814058), brach in der Nacht zum 20.11. fünf Meilen vor dem Hafen von Patras ein Feuer im Autodeck aus. Die Fähre hatte am 18.11. kurz nach 13 Uhr in Venedig losgeworfen und war über Igoumenitsa nach Patras unterwegs. An Bord waren 113 Passagiere und 87 Mann Besatzung. Diese versuchten, während der 20 Minuten, die die Fähre noch zum Hafen brauchte, den Brand unter Kontrolle unter Einsatz auch des automatischen Löschsystems zu bekommen.
Das Schiff machte kurz nach Mitternacht an Pier D im neuen Südhafen fest, wo die Passagiere evakuiert wurden. Neben Patroullienbooten der Küstenwache, Booten des Hafenkapitäns und der Feuerwehr kamen auch die Kutter „Amazon – NP 3137“, "Patreas – N 384" und "Eliana – NP 6826" sowie andere Fahrzeuge zu Hilfe. Die Feuerwehr versuchte derweil, so viele der 92 Trucks und 18 Pkw wie möglich aus dem Wagendeck zu bekommen, das weiterhin stark verraucht war. Zwischen 30 und 40 Trucks wurden auf jeden Fall ein Raub der Flammen. Crew und Feuerwehr machten sich gemeinsam daran, den Brandherd ausfindig zu machen, was wegen des Rauchs und des Feuerlöschwassers nicht einfach war. Währenddessen begab sich ein Geschäftsmann, der bereits von Bord gebracht worden war, aus unbekannten Gründen zurück zu seiner Kabine. Unter Atemschutz wurde die Suche nach ihm an Bord aufgenommen.
Die Fähre wurde 1979 als „New Yukari“ bei derKoyo Dockyard Co. Ltd., Mihara, erbaut. Sie ist 191,80 Meter lang, 29,44 Meter breit, hat 6,9 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5398 Tonnen. Die Passagierkapazität beträgt 1600 Personen, und auf 1700 Spurmetern vermag das Schiff 600 Fahrzeuge zu transportieren. Am 26.7.1979 wurde es an die Shin Nihonkai Ferry, Otaru, abgeliefert und auf der Route Otaru – Tsuruga eingesetzt. Im Mai 1995 ging es an die ANEK Line, Chania, und wurde nach einem Umbau auf der Perama Werft seit Mai auf der Route Ancona - Igoumenitsa – Patras eingesetzt. Am 24.4.2001 ging es in den Dienst Trieste - Igoumenitsa – Patras und 2002 auf die Route Piräus - Heraklion. Am 17.7.2006 half die „Kriti II“ in Charter der Svenska UD in Beirut bei der Evakuierung von Schweden aus dem Libanon. Erst am 19.7. durfte sie den Hafen mit Kurs Larnaca verlassen, tags darauf fand eine weitere Fahrt Larnaca - Beirut – Larnaca statt. Seit dem 5.10.2007 läuft sie auf der Route Patras - Korfu - Igoumenitsa – Venedig.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Frachterbrand vor Hongkong
(29.11.12) Zwei Besatzungsmitglieder eines 77 Meter langen nordkoreanischen Frachters wurden am 20.11. durch ein Feuer, das südlich von Tsing Yi Island gegen neun Uhr ausbrach, schwer verletzt. Ein Feuerlöschschiff wurde aus Hongkong in Marsch gesetzt. Der Brand war offenbar durch eine Explosion im Maschinenraum entstanden. Die beiden Verletzten wurden von einem Regierungshubschrauber ins Prince of Wales Hospital in Sha Tin geflogen. Der unbeladene 1400-Tonnen-Frachter hatte insgesamt 13 Mann Besatzung.
Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang auf der Donau bei Ruse
(20.11.12) Auf der Donau sank am Morgen des 20.11. unweit der bulgarischen Stadt Ruse ein Schiff. Es hatte rund 20 Tonnen Öl in den Tanks. Es war mit Holz beladen, das in Ruse hatte gelöscht werden sollen. Die Crew vermutete, mit einem Unterwasserhindernis kollidiert zu sein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gekenterter Kutter vor Race Point entdeckt
(20.11.12) Taucher der Staatspolizei haben mithilfe eines Sidescan Sonar das Wrack der „Twin Lights“ am 19.11. rund zwei Meilen nördlich von Race Point entdeckt. Der 42 Fuß lange Fiberglas-Muschelkutter war am Nachmittag des 18.11. gekentert, nachdem sich sein Fanggerät verfangen hatte. Die Suche nach Skipper Jean Frottier, 69, wurde inzwischen eingestellt. Die Coast Guard in Provincetown setzte aber die Patroullien in dem Seegebiet fort. Die Verdienste von Beau Gribbin und seiner Crew von der “Glutton”, die dem noch mit dem Bug nach oben und kieloben im Wasser treibenden Schiff zu Hilfe kamen und Decksmann Eric Rego retteten, wurden gewürdigt. Ohne sie hätte es zwei Tote gegeben.
Offenbar hatte sich das Unglück ereignet, als der 800-Pfund-Muschelbagger an die Wasseroberfläche gezogen werden sollte. Eine Leine von Hummerfallen hatte sich aber daran verfangen, und das kombinierte Gewicht machte den Kutter beim Anheben topplastig. Der Druck der Leine zog das Heck nach unten, und die “Twin Lights” nahm Wasser über. Wäre die Leine abgeschnitten worden, hätte der Kutter wohl gerettet werden können, doch Frottier wollte wohl die Hummerfallen seines Fischerkollegen retten. Als sich der Kutter auf die Seite legte, versuchte er mit der Maschine noch die Leine aus dem Fanggeschirr zu lösen, doch dabei kenterte die “Twin Lights“ plötzlich. Eric Rego konnte sich vom Heck auf den kieloben treibenden Rumpf retten, doch Frottier war wohl im Ruderhaus gefangen.
Ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Provincetown war 45 Minutes nach dem Alarm um 11:30 Uhr vor Ort. Auch ein Coast Guard-Helikopter und ein Falcon Jet sowie das 270 Fuß lange Patroullienboot “Spencer“ und die 110 Fuß lange „Grand Isle“ eilten herbei. Obwohl der Kutter noch einige Zeit kieloben in der See trieb, lag das Ruderhaus zu tief unter Wasser, um es mit Rettungsschwimmern erreichen zu können. Als die Polizeitaucher schließlich eintrafen, war der Kutter bereits zu tief gesunken und ging dann endgültig unter. Er liegt nun rund 200 Fuß tief vor Race Point. Frottier hatte den Kutter vor mehreren Jahren gekauft und zum Hummer-, Muschel- und Thunfischfang umgerüstet. Seit den 1960ern war er im Hummergeschäft, zunächst als Taucher, bis ein Dekompressionsschaden ihn zur Aufgabe der Tätigkeit in den kalten Gewässern zwang. Wenn jemand die Flucht aus dem Ruderhaus hätte gelingen können, dann ihm, hieß es in Provincetown.
Quelle: Tim
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Tim Schwabedissen



Mysteriöser Yachtuntergang vor Cape Sable Island
(20.11.12) Eine Yacht, die am 16.11. unter mysteriösen Umständen in der East Bay an der Südseite von Cape Sable Island gesunken war, ist größer als gedacht. Das weiße Fiberglasboot ist mindestens 13.5 Meter lang. Es war am Abend des 15.8. in die Bucht eingelaufen. An Bord wurden zwei Mann gesehen. Am folgenden Tag um 11.30 Uhr wurde das Boot in sinkendem Zustand gesichtet, es war zudem entmastet. Ein Mann wurde am Ufer gefunden und zur Barrington Passage gebracht, wo sich seine Spur verlor. Die Polizei beschlagnahmte unterdessen ein kleines Motorboot und einen Außenborder, die am Strand bei Daniel Head gefunden wurden. Taucher untersuchten am 17.11. das in 10 Metern Tiefe liegende Wrack. Weil es sich in der Strömung bewegte, drangen sie aber nicht ins Innere ein. Möglicherweise war das Boot im Drogenschmuggel tätig und wurde von seiner Crew versenkt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Planken der Bessie White (Bild: )   Großbild klick!
Gestrandeter Viermaster von Sandy aus Düne herausgespült – Forscher im Wettlauf gegen die Zeit
(19.11.12) Für viele Menschen war der Hurrikan Sandy eine Katastrophe, die ihnen Hab und Gut nahm, doch andere Verluste, die durch den Wirbelsturm entstanden, lassen Wissenschaftler frohlocken. Die 72 Fuß weit reichende Sanderosion auf Fire Island vor der Küste von Long Island hat nämlich ein jahrzehnte altes Wrack freigelegt.
Bei dem fragmentierten Holzskelett, das aus dem Dünengürtel zutage trat, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um die Überreste des kanadischen Viermastschoners, „Bessie White“, der 1919 oder 1920 dort mit einer Ladung Kohle strandete und verloren ging. Ein anderes Stück von 40 Fuß Länge war in einem Nordoststurm 2006 freigespült worden.
In einem Wettlauf mit der Zeit machten sich Archäologen und Vertreter des Davispark nach der Entdeckung daran, die Wrackreste, die aus dem Sand aufragten, zu dokumentieren und zu untersuchen, bevor sie absehbar wieder unter den Dünen begraben werden. Cheryl Hapke, ein Forscher des United States Geological Survey in Florida, erklärte, dass Sandy erheblich mehr Sand abgetragen habe als vorangegangene Stürme, wodurch das Schiff nun in seiner ganzen Länge freigelegt wurde.
Der Schoner war seinerzeit in dichtem Nebel vier Meilen östlich von Davispark festgekommen. Die Crew flüchtete in zwei Rettungsboote, von denen eines in der Brandung kenterte, wobei es einen Verletzen gab. Alle Mann und auch die Schiffskatze konnten aber letztlich lebend den Strand bei Smith’s Point erreichen. Die nur drei Jahre alte „Bessie White“ indes ging samt ihrer Ladung verloren und verschwand im Schwemmsand, aus dem sie nun dank des Sturms eine temporäre Wiederauferstehung hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kutterunglück vor Provincetown
(19.11.12) Am&xnbsp;18.11. um 11.30 Uhr kenterte der 42 Fuß lange Kutter „Twinlights“ der Ocean Research Inc. aus Provincetown zwei Meilen nördlich seines Heimathafens bzw. 2,5 Meilen nördlich von 2 Race Point, dem nördlichen Zipfel von Cape Cod. Das Muschelfanggeschirr hatte sich am Meeresgrund an Hummerfallen verfangen und das 20-Tonnen-Schiff beim Versuch, sich zu befreien, vollends zum Kentern gebracht. Ein Decksmann konnte von der Crew des in der Nähe befindlichen Hummerkutters „Glutton“ aus dem Wasser gerettet werden. Er hatte Unterkühlungen erlitten und wurde an Bord aufgewärmt. Die Coast Guard Cape Cod schickte zwei Helikopter, einen Falcon-Jet und die Patroullienboote “Spencer “ und “Grand Isle”, die Polizei aus Massachusetts Taucher, die nach dem vermissten Kapitän aus Wellfleet suchen sollten, der vermutlich im sinkenden Schiff eingeschlossen worden war. Um 22.42 Uhr wurde die Suche, die sich bis dahin über 80 Quadratmeilen erstreckt hatte, bis zum folgenden Tag unterbrochen. Auch Vertreter des National Park Service suchten die umliegenden Strände ab. Es war den Tauchern der State Police bis zum Einbruch der Nacht auch noch nicht gelungen, das Wrack des Kutters, das in rund 200 Fuß Wassertiefe vermutet wurde, zu lokalisieren. Die See vor Ort war drei Fuß hoch bei 15 Knoten Wind.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwangspause in Kiel - Sektion der „Norwegian Getaway“ drohte in die Ostsee zu rutschen
(19.11.12) Drei Tage, nachdem der polnische Schlepper "Odyseusz", 329 BRZ (IMO-Nr.: 8102579), die Stocznia Gdansk Spólka Akcyjna mit einer 640-Tonnen-Sektion des norwegischen Kreuzfahrtschiff-Neubaus "Norwegian Getaway", 144.017 BRZ, mit Kurs Meyer-Werft in Papenburg verlassen hatte, musste das Schiff am 11.11. an der Nordmole im Kieler Scheerhafen festmachen. Auf der Überfahrt über die Ostsee war die auf der Barge „Crist“ festgelaschte Hecksektion in Bewegung geraten und war verrutscht. Um kein Risiko einzugehen, dass der Stahlkoloss bei der Passage des Nord-Ostsee-Kanals womöglich über Bord gehen könnte – ähnlich gelagerte Fälle waren aus der Elbmündung und bei Bornholm bekannt -, untersagte die Kieler Wasserschutzpolizei die Weiterfahrt.
Vertreter der Berufsgenossenschaft Verkehr wurden hinzugezogen und untersuchten die Stützen, an denen die Schiffssektion auf Deck der Barge fixiert war. Um den Transport wieder reisefähig zu machen, reisten am 13.11. Schiffbauer der Danziger Werft an. Der Schleppzug verholte in den nahen Ostuferhafen, einst die Schiffbauschmiede von HDW, bevor sich die Werft auf ein Werk in Kiel konzentrierte. Nach jahrzehntelanger Unterbrechung wurden hier nun wieder Werftarbeiter tätig und schweißten zusätzliche Träger auf die Barge, mit der der Block 5, einer von insgesamt 73 Baublöcken, aus denen die "Norwegian Getaway" zusammengesetzt wird, fixiert wurde.
Am 18.11. waren die Arbeiten abgeschlossen, und gegen sieben Uhr schleuste der Schleppzug in den Nord-Ostsee-Kanal ein und hatte am folgenden Morgen die Emsmündung erreicht. Der Bau der 324 Meter langen und 39 Meter breiten "Norwegian Getaway" hatte am 30. Oktober mit der Kiellegung der ersten Sektion begonnen, Mitte Januar 2014 wird das Schiff abgeliefert. Dieser Termin war trotz der Verzögerung mit Sektion 51 nicht gefährdet, weil es entsprechende Zeitpolster für solche Eventualitäten gibt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige nach 16 Tagen Drift vor La Réuion gerettet
(19.11.12) Der unter Hongkong-Flagge laufende Frachter "Saga Enterpise", 29758 BRZ (IMO-Nr.: 9343481), rettete in der Nacht zum 19.11. auf der Fahrt von Shanghai nach La Réunion 15 Schiffbrüchige des indonesischen Kutters „Bahari Nusantara“ südlich von La Réunion. Sie trieben140 Meilen südlich der Insel im Meer, nachdem sie ihr Schiff bereits am 3.11. nach einer Explosion hatten aufgeben müssen. Es handelte sich um Chinesen und Indonesier. Die “Bahari Nusantara” hatte am 3.10. Mauritius verlassen. Nach der Rettungsaktion nahm die "Enterprise Saga" Kurs auf La Réunion, wo die Schiffbrüchigen von der "SNSM2" an Land gebracht werden sollten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Passagiere der „Marion Dufresne“ harren in der Enge eines Forschungscamps auf Rettung
(19.11.12) Die 97 Passagiere des französischen Versorgungsschiffes "Marion Dufresne", 9403 BRZ (IMO-Nr.: 9050814), überwiegend Wissenschaftler des Paul Emile Victor Instituts, müssen noch einige Tage in der eigentlich nur für 50 Personen ausgelegten Forschungsbasis in Crozet ausharren. Am 16.11. verließ der zu ihrer Rettung kurzfristig eingecharterte französische Kabelleger “Leon Thevenin" den Hafen von Kapstadt, wo er zu einem Stopover gelegen hatte. Für die Überfahrt wird er aber rund fünf Tage benötigen.
Wenn er mit den Geretteten nach Kapstadt zurückgekehrt ist, sollen sie von dort aus per Flugzeug die Heimreise antreten. Die Restcrew hat unterdessen die “Marion Dufresne" stabilisiert und die leckgeschlagenen Ballasttanks ausgepumpt. Die Schiffsbetreiber von CMA CGM und Bureau Veritas evaluierten das Ausmaß des Schadens. Der Präfekt der Terres Australes et Antarctiques Françaises (TAAF) bot technische Assistenz an, damit eine Reparatur vor Ort durchgeführt werden kann. Ein zweites Schiff, die "Coral Sea Fos", wurde zu diesem Zweck ebenfalls eingechartert und verließ Kapstadt am 17.11. mit entsprechender Ausrüstung an Bord.
Sie sollte Crozet binnen einer Woche erreichen. Die TAAF werden die Versorgungsaufgaben mit dem Ozeanographischen Forschungsschiff "Curieuse" und dem Fischerei-Überwachungsschiff "Osiris" fortsetzen, um die für die Fortsetzung der Forschungsprogramme der TAAF und des Institut Polaire Français in Kerguelen und Amsterdam fortzusetzen. Seit 1995 war es Aufgabe der "Marion Dufresne", von La Réunion die Basen in Kerguelen, Crozet, Saint-Paul und Amsterdam mit dem Notwendigen zu versorgen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer schwemmte Fährboot gegen Flugzeugträger
(19.11.12) Ein Fährboot wurde am 18.11. im Hafen von Kochi von den Wellen, die das maltesische Kreuzfahrtschiff „Celebrity Solstice“, 121878 BRZ (IMO-Nr.: 9362530), erzeugte, erfasst und gegen den indischen Flugzeugträger INS „Viraat“ geschleudert. Der Zwischenfall ereignete sich um 15.45 Uhr, als das hölzerne Boot von Vypeen nach Ernakulam unterwegs war. Der Träger ankerte nahe der Mole, an der die Fähre anlegen sollte, als sich das mit 30 Personen besetzte Boot überlegte und gegen den Rumpf des Kriegsschiffes schlug. Die Fahrgäste blieben immerhin unversehrt, aber das Dach des Fährbootes wurde beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Amurskaya beim Beladen schon beschädigt?
(19.11.12) Der Rumpf des gesunkenen russischen Frachters "Amurskaya" könnte beim Laden der Fracht von Golderz bereits beschädigt worden sein, glauben die Untersuchungsbehörden. Die Beladung erfolgte durch die Ebbe-Flut-Methode. Unterdessen ging die Suche nach der vermissten Crew weiter. Ein BE-200-Amphibienflugzeug suchte die See vor den Shantar-Inseln ab.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zweites Taucherschiff zur Suche nach vermisstem Werftarbeiter an explodierter Plattform engagiert
(19.11.12) Die Black Elk Energy aus Houston hat ein weiteres Taucherschiff an der beschädigten Ölplattform „West Delta 32-A", die am 16.11. im Golf von Mexiko in Brand geraten war, zum Einsatz gebracht. Es soll die Suche nach dem noch vermissten philippinischen Arbeiter beschleunigen. Die US Coast Guard hatte ihre Suchaktion am 17.11. eingestellt, doch Taucher, die von Black Elk engagiert wurden, waren weiterhin im Umfeld der teilweise zerstörten Plattform tätig. Der von ihnen am 17.11. gefundene Tote wurde am selben Abend noch an Land gebracht und von der Coastguard den örtlichen Behörden übergeben. Die philippinische Botschaft in Washington bestätigte unterdessen, dass alle vermissten und verletzten Arbeiter Philippinos seien. Die vier Verletzten wurden weiter im Baton Rouge Hospital behandelt.
Sie hatten allesamt schwere Verbrennungen erlitten. Einer der beiden am schwersten Verletzten war am 19.11. weiterhin in kritischem Zustand, während ein weiterer inzwischen außer Gefahr war. Alle Arbeiter wurden in einer Spezialabteilung für Brandverletzungen stabilisiert. Sie waren Angestellte des Grand Isle Shipyard in Galliano und möglicherweise mit Schweißarbeiten an einem Rohr beschäftigt gewesen, das sie durchtrennen wollten, als es zu der Explosion auf der zu diesem Zeitpunkt kein Öl fördernden Plattform kam. Das Bureau of Safety and Environmental Enforcement hat ebenso wie die zuständigen Behörden eine Untersuchung eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen



„Deepwater Horizon“ (Bild: unbekannt)   Großbild klick!
Golf von Mexiko: Explosion auf Oilrigg kostet mutmaßlich zwei Philippinos das Leben
(18.11.12) Auf dem Öl-Rig “West Delta 32” der Black Elk Energy kam es am Morgen des 16.11. gegen neun Uhr rund 20 Meilen vor Grand Isle im Golf von Mexiko zu einer Explosion. Vier Arbeiter wurden schwer verletzt und in kritischem Zustand ins Baton Rouge General Medical Center geflogen, zwei weitere Männer wurden zunächst vermisst. 11 Mann wurden leicht verletzt und von Helikoptern in umliegende Krankenhäuser gebracht. Neun Arbeiter wurden unversehrt evakuiert. Es handelte sich um Angestellte des Grand Isle Shipyard, und sie kamen von den Philippinen. Der Versorger "Randi Katherine" (MMSI-Nr.: 367077340) befand sich 17 Meilen von der Plattform entfernt, als diese explodierte. Binnen einer guten Stunde hatte er sie erreicht und ging mit seiner Löschkanone gegen die auf ihr wütenden Flammen vor. Nach einer weiteren Stunde war das Feuer gelöscht. Vertreter der Coast Guard inspizierten die Plattform auf verbliebene Brandnester.
Die Coast Guard stellte die Suche nach den beiden Vermissten am 17.11. um 17.25 Uhr ein. Sie hatte 1400 Quadratmeilen binnen 32 Stunden abgesucht. Beteiligt waren 87 Fuß langen Patroullienboote “Pelican“ und “Razorbill“, Boote der Coast Guard Stationen Grand Isle und Venice, drei HC-144 Ocean Sentry Suchflugzeuge, zwei MH-60 Jayhawk Helikopter des Aviation Training Center Mobile, Alabama sowie zwei MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station New Orleans. Wenig später entdeckten Taucher, die von der Black Elk Energy engagiert worden waren, die Leiche eines Mannes in 30 Fuß Wassertiefe an einem Bein der Plattform unweit der Explosionsstelle. Die Leiche wurde geborgen und der Coast Guard übergeben.
Die Suche nach dem vermissten zweiten Mann dauerte an. Das Bureau of Safety and Environmental Enforcement leitete inzwischen eine Untersuchung des Unfalls ein.
Das Unglück ereignete sich nur zwei Tage, nachdem BP sich schuldig am Untergang der „Deepwater Horizon“, 3258 BRZ (IMO-Nr.: 8764597), im April 2010 sowie dem Tod von 11 Menschen bekannt hatte und eine Rekordsumme von 4,5 Milliarden Dollar als Strafe bezahlen wird. Dessen ungeachtet gingen auch die Ermittlungen gegen zwei Aufsichtskräfte von BP weiter, denen 23 kriminelle Handlungen, darunter die 11-fache Tötung, vorgeworfen werden. Als die „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko explodierte, liefen 4,9 Millionen Barrel öl aus, bis nach 87 Tagen die Bohrstelle abgedichtet werden konnte. Von Texas bis Florida wurden Küstenabschnitte verschmutzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Bohrschiff rasch unter Kontrolle
(18.11.12) Am Morgen des 16.11. brach auf dem liberianischen Bohrschiff “Noble Discoverer”, 13485 BRZ (IMO-Nr.: 6608608), ein Feuer aus. Das Schiff lag in Dutch Harbor auf den Aleuten. Das Unalaska Fire Department wurde durch die U.S. Coast Guard um 10:22 Uhr alarmiert. Über dem Schiff stand eine schwarze Rauchwolke, als die Feuerwehr am Hafen eintraf. Es gab auch Berichte über eine Explosion an Bord. Das Rig hing am Haken mehrere Schlepper und hatte noch nicht festgemacht. Der Kapitän wies die angebotene Hilfe der Feuerwehr zurück, weil das bordeigene Shell-Personal die Flammen bereits unter Kontrolle gebracht hatte. Es war im Abgasrohr eines Motors entstanden, als dort angesammelte Gase sich schlagartig entzündet hatten. Peggy McLaughlin, die Hafenkapitänin von Unalaska, hatte die Druckwelle aber noch in ihrem Büro 200 Yards entfernt gespürt. Im Juli war die “Nobel Discoverer” bereits einmal in Dutch Harbor havariert, als sie auf Grund trieb. Nächstes Ziel des Schiffes ist Seward, wo es am Alaska Railroad Dock festmachen soll. Zuvor hatte es in Chukchi bis zum 31.10. Bohrarbeiten durchgeführt und war auf dem Weg zum Überwinterungsplatz. Quelle: Tim Schwabedissen



An die 20 Verletzte auf Fähre bei Rettungsübung in Tallinn
(18.11.12) Auf der finnischen Fähre „Finland” ,36093 BRZ (IMO-Nr.: 9214379), kam es am 13.11. bei einer Rettungsübung im Hafen von Tallinn beim Test eines neuen Evakuierungssystems zu zahlreichen Verletzen. In einer 14 Meter langen Röhre wurden sie beim Herunterrutschen so schnell, dass sie mit hoher Geschwindigkeit in das Rettungsboot stürzen. Es gab zwischen 16 und 20 Verletzte, davon erlitten mehrere Knochenbrüche, andere Verbrennungen. Das MES (Marine Evacuation System) war von der DBC Marine Safety Systems entworfen und produziert worden. Die RoPax-Fähre „Finlandia“ wurde 2001 erbaut und läuft für die Eckerö AB. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Fähre vor Igoumenitsa schnell gelöscht
(18.11.12) Am Morgen des 15.11. brach in einer Batterieabteilung der italienischen Fähre „Sorrento“ vor Igoumenitsa ein Feuer aus. An Bord waren zu der Zeit 19 Pasagiere. Auch eine Schalttafel geriet in Brand. Die Crew hatte die Flammen aber schnell gelöscht, und die “Sorrento” kehrte nach Igoumenitsa zurück, wo sie untersucht wurde. Die RoPax-Fähre „Sorrento“, 25984 BRZ (IMO-Nr.: 9264312), wurde 2003 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Crew der „Polfoss“ war bei Strandung nüchtern
(18.11.12) Nachdem der antiguanische Frachter "Polfoss", 3538 BRZ (IMO-Nr.: 9393917), am 16.11. gegen 13 Uhr in Sandnessjøen festgemacht hatte, ging eine Polizeipatroullie an Bord des Schiffes, um dessen Führung zur vorangegangenen Havarie zu befragen. Der Kapitän verlangte, dass Blutproben genommen würden, um den Nachweis erbringen zu können, dass niemand Alkohol konsumiert und so die Strandung verursacht habe. Zuvor war eine Aussage des zum Unglückszeitpunkts schlafenden Kapitäns, der wachhabende Offizier habe wohl selbst geschlafen, missinterpretiert worden in dem Sinne, er könnte betrunken gewesen sein. Die Drogentests fielen denn auch durch die Bank negativ aus. Um 21.45 Uhr verließ das Schiff den Hafen wieder und erreichte den Zielhafen Ålesund nach einem weiteren Zwischenstopp in Kristiansund am 18.11. gegen zwei Uhr. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Maløy gestrandet
(18.11.12) Der unter Färöer-Flagge laufende Frachter "Hav Sund", 1209 BRZ (IMO-Nr.: 8417259), lief am 16.11. gegen fünf Uhr südlich von Maløy auf der Fahrt von Husoy nach Myre auf Grund. Er kam mit einer Ladung Sand und Kies westlich von Risøy fest. Die fünfköpfige Crew blieb unversehrt. Der Frachter konnte sich aus eigener Kraft wieder befreien und lief gegen 19 Uhr nach Maløy ein, wo er untersucht und die Crew von der Polizei befragt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Seattle von Feuer schwer beschädigt
(18.11.12) Am 16.11. gegen vier Uhr brach auf dem 58 Fuß langen Kutter „Sierra Mar“ am Fishermen’s Terminal in Seattle ein Feuer aus. Es entstand wohl in der Kombüse an einem Stecker. Ein Autofahrer auf der Ballard Bridge sah Flammen auf dem nicht besetzten Schiff und alarmierte das Seattle Fire Department. Als die Feuerwehr eintraf, schossen Flammen 25 Fuß hoch in die Luft. Mit Schaum gelang es binnen vier Minuten, das offene Feuer niederzudrücken, sodass es sich nicht weiter ausbreiten konnte. Der Schaden wurde auf 100,000 Dollar am Schiff und weiteren 100,000 Dollar an der Ausrüstung geschätzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Boom Boom an Heeia Kea Pier in Kaneohe
(18.11.12) Die 40 Fuß lange Boom Boom” konnte am 17.11. endlich vor Kaneohe geborgen werden. Mehrere Bergungsversuche waren seit der Strandung am 6.11. fehlgeschlagen, ehe es gelang, das Schiff flottzumachen und an der Heeia Kea Pier aus dem Wasser zu holen und auf einen Tieflader zu setzen. Wie groß der Schaden am Korallenriff, auf dem es aufgesessen hatte, war, musste erst noch untersucht werden. Ob das Boot selbst verschrottet wird oder zum Keehi Boat Harbor verbracht würde, war noch ungewiss. Quelle: Tim Schwabedissen



TTS 1 nach Kollision an den Dalben
(18.11.12) Nach der Kollision des holländischen Binnentankers “TTS 1”, 744 ts (EU-Nr.: 4500110), mit der Connexxion-Fähre auf dem Noordzeekanal zwischen Velsen-Nord und Velsen-Süd wurde dieser an Dalben am Kanalufer festgemacht und mit einem vorläufigen Fahrverbot belegt. Bei dem Zusammenstoß war der Bug des 70 Meter langen Tankers erheblich eingedrückt worden. Die ebenfalls beschädigte Fähre war um 12.45 Uhr des 15.11. gegen ein Ersatzschiff ausgetauscht worden. Die Polizei untersuchte den Zusammenstoß. Quelle: Tim Schwabedissen



Wracks auf River Leri werden erforscht
(18.11.12) Die Wracks dreier Schiffe aus dem 19. Jahrhundert auf dem River Leri bei Ynyslas unweit des Dorfes Borth werden derzeit an ihren letzen Liegeplätzen von Archäologen untersucht, nachdem Ufererosion nach schweren Regenfällen sie freigelegt hatte. Die jeweils rund 20 Meter langen Schiffe lagen seit den 1860ern nahe Aberystwyth, nachdem sie zuvor im Abtransport von Schiefer der Corris- und Aberllefenni-Minen in Gwynedd zum weltweiten Export genutzt worden waren. Nach dem Bau einer Eisenbahn wurden sie 1868 überflüssig und dienten zuletzt als Ufermarkierungen. Hochwasser und Regen hatte die Schiffe, Teil der Flotte von Derwenlas, aus ihrem Schlammgrab freigelegt. Die Royal Commission on the Ancient and Historical Monuments of Wales (RCAHMW) nahm eines der Wracks mit Unterstützung der Aberystwyth University unter die Lupe, wobei mit Laserscan ein 3-D-Bild erstellt wurde, mit dem die Konstruktion des Schiffes besser verstanden werden soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der East India Company in Joint Venture erforscht
(18.11.12) Niederländische und australische Wissenschaftler untersuchen derzeit gemeinsam das Wrack der „Zuytdorp“ der East India Company. Das Schiff sank vor 300 Jahren vor der Küste West-Australiens. Die Forscher hoffen, mehr über die Bauweise zu lernen. Die Dutch East India Company war im 17. und 18. Jahrhundert im Indien-Handel aktiv. Die “Zuytdorp” war am 1. August 1711 in Zeeland in See gestochen mit Kurs Batavia, dem heutigen Jakarta. Auf der Reise dorthin verschwand sie mit der gesamten Crew. Erst 1954 wurde die Stelle gefunden, wo die “Zuytdorp“ auf Felsen Schiffbruch erlitten hatte. Nach ihr heißt sie heute Zuytdorp Cliffs. . Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter Jorker Reeder nach rund zwei Wochen wieder flottgemacht
(18.11.12) Der antiguanische Containerfrachter “Conmar Cape”, 6277 BRZ, der am 3.11. gegen 21 Uhr vor Los Prailes Island in der Subic Bay, Philippinen, auf der Fahrt von Manila nach Hong Kong auf Grund gelaufen war, konnte am Wochenende 16./18.11. wieder flottgemacht werden. Das Schiff wurde nach Löschen der Container am Subic Bay International Container Terminal zur Keppel Shipyard verholt, wo die beschädigten Bodenplatten repariert werden sollen. Die „Conmar Cape”, 7968 tdw (IMO-Nr.: 9242572), hat eine Containerkapazität von 735 TEU, wurde erbaut und läuft für die Jorker Conmar Shipping GmbH. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölaustritt von gestrandetem Schlepper in Alaska
(18.11.12) Die Coast Guard, das Alaska Department of Environmental Conservation und die Northland Services gingen am 17.11. gegen eine Ölleckage aus dem gestrandeten Schlepper "Polar Wind" (MMSI-Nr.: 367131980) vor Ukolnoi Island, 40 Meilen östlich von Cold Bay, vor. Sie legten eine Ölsperre um den 32 Meter langen Schlepper aus, nachdem am Vortag ein Überwachungsflug durchgeführt worden war, bei dem ein regenbogenfarbener Film am Schiff entdeckt worden war, das Schäden am Propeller hat und dessen Ruder abgerissen ist. Ob auch Öltanks beschädigt waren, war noch unklar. An Bord waren über 20500 Gallonen Öl. Die unweit des Schleppers auf Grund liegende Barge ist ebenfalls schwer angeschlagen. Mindestens fünf Abteilungen sind geflutet. Die Barge hat 1,800 Gallonen Diesel und 90 Kühlcontainer an Bord, von denen 30 mit Gefrierfisch beladen sind. Northland Services hat die Global Diving and Salvage zur Bergung und die Alaska Chadux zur Ölbeseitigung unter Vertrag genommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Regina kriegt neues Ruderhausdach in Elsfleth
(18.11.12) Nach der Kollision mit der Eisenbahnbrücke in Elsfleth-Ohrt auf der Hunte am 15.11. hat das deutsche Binnenschiff "Regina" (MMSI-Nr.: 211497900), inzwischen an der Elsflether Schiffswerft zur Reparatur festgemacht. Bei dem Zusammenstoß war das Dach des Ruderhauses abgerissen worden. Die Brücke selbst blieb unversehrt. Der polnische Kapitän hatte die Durchfahrthöhe überschätzt und war mit seinem Schiff gegen deren Unterbau gestoßen. Quelle: Tim Schwabedissen



Maria rammte Kai in Brake
(18.11.12) Am 15.11. gegen 21:30 Uhr, kollidierte der unter Belize-Flagge laufende Frachter „Maria“, 2370 BRZ (IMO-Nr.: 8601563), mit dem Braker Südkai. Dabei entstanden Schäden an diesem ebenso wie dem Bug des Schiffes, wo aber lediglich Lackschaden zu beklagen war. Der russische Kapitän hatte sich bei Nebel mit Sichtweiten von etwa 200 Metern offensichtlich in der Entfernung zu dem Kai verschätzt. Die Wasserschutzpolizei Brake leitete eine Ermittlung ein. Am 16.11. um 14.30 Uhr verließ der Frachter den Hafen mit Kurs St. Malo wieder. Quelle: Tim Schwabedissen



"Polfoss" aufgebrummt (Bild: Hilde Landgskjaer)   Großbild klick!
Frachter mit voller Fahrt aufgebrummt
(15.11.12) Auf der Fahrt von Tromsö nach Alesund lief der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter "Polfoss", 3538 BRZ (IMO-Nr.: 9393917), am 16.11. um 6.37 Uhr bei Austbø in Alstahaug mit rund 13 Knoten Fahrt auf Grund. Die neunköpfige Crew des mit 1800 Tonnen Gefrierfisch beladenen Schiffes blieb unversehrt. Um 11.15 Uhr konnte ein Schlepper den auf Sandboden aufsitzenden Havaristen zu befreien, der nach Sandnessjøen zur Untersuchung einlief. Die "Polfoss" war am 15.11. gegen 18 Uhr aus Stamsund ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen



„Antares“ (Bild: DGzRS)   Großbild klick!
Zwischenbilanz der DGzRS – bisher 1126 Menschen aus Seenot gerettet
(16.11.12) Besonders arbeitsreich war das Wochenende vom 22. auf den 23.9 für die Seenotretter. Bei starken Nordwestwinden brachten die DGzRS-Besatzungen insgesamt rund 80 Menschen auf Nord- und Ostsee in Sicherheit. Besonders einsatzreich war der 22.9. für den Seenotkreuzer „Bremen“ der Station Großenborde. Seine Besatzung war rund neun Stunden lang ununterbrochen unterwegs und brachte bei drei Einsätzen insgesamt 48 Menschen in Sicherheit. Zunächst war gegen 11.45 Uhr bei einer Regatta vor der Küste Großenbrodes in nordwestlichen Winden um sieben Beaufort und heftigen Regenschauern der Mast einer Segelyacht gebrochen. Mit dem Tochterboot „Vegesack“ kamen die Seenotretter den vier Seglern an Bord zu Hilfe.
Bei einem bis anderthalb Metern Wellenhöhe brachten sie Schiff und Besatzung sicher nach Großenbrode. Dann meldete der Angelkutter „Antares“ westlich des Flügger Leuchtturms Motorschaden. Manövrierunfähig trieb das Schiff mit 41 Menschen an Bord vor der Südküste Fehmarns in Richtung Fehmarnsund. Die „Bremen“ legte sofort wieder ab und nahm Kurs auf den Havaristen. Ihr Tochterboot „Vegesack“ und das zur Unterstützung angeforderte Seenotrettungsboot „Heiligenhafen“ mit seiner Freiwilligen-Besatzung der gleichnamigen Station brachten den Kutter sicher in den kleinen Hafen von Orth auf Fehmarn.

Der Brand auf dem Krabbenkutter „Sigrid“ aus Tönning westlich der Insel Sylt am frühen Morgen des 22. März, bei dem die beiden Besatzungsmitglieder in Sicherheit gebracht. Wurden, war einer der größeren Einsätze der DGzRS in den ersten zehn Monaten des Jahres 2012, hieß es in einer Zwischenbilanz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. 1.990 Mal sind die Seenotretter zwischen Januar und Oktober im Einsatz gewesen gegenüber 1.958 Einsätzen im Vorjahreszeitrum. Dabei haben die DGzRS-Besatzungen 1.126 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit gegenüber 1.291 von Januar bis Oktober 2011. Es wurden dabei 60 Menschen aus Seenot gerettet, 1.066 Menschen aus drohender Gefahr befreit, 321 Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert, 70 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt, 998 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie 462 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.

&xnbsp; Zudem sind sie 2.599 Mal in ihren Revieren zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten auf Kontrollfahrt gegangen. Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 hat die DGzRS bis Ende Oktober 2012 insgesamt 80.189 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahrensituationen auf See befreit. Zu weiteren herausragenden Einsätzen der ersten zehn Monate des Jahres 2012 gehörte die Rettung zweier Schiffbrüchiger aus der sieben Grad kalten Nordsee nach dem Sinken ihres Bootes vor Norderney am 14. März. Etwa eine Seemeile östlich des Hafens Norderney in Höhe der Tonne D 26 war das etwa sechs Meter lange, offene Motorboot mit einem 135 PS starken Außenbordmotor mit zwei Mann Besatzung auf dem Weg nach Baltrum möglicherweise auf ein Unterwasserhindernis gelaufen.
Das Boot sank nach starkem Wassereinbruch innerhalb kürzester Zeit. Einem der beiden Männer gelang es noch, mit seinem Handy die 112 anzurufen. Der auf Norderney stationierte Seenotkreuzer „Bernhard Gruben“ lief sofort aus. Nur sieben Minuten später fanden die Seenotretter bei einbrechender Dämmerung die beiden Männer an dem abgesunkenen Boot im Wasser. Es war im Ebbstrom inzwischen stark vertrieben.&xnbsp;
Am 21.6. brach im voll belegten Hafen von Laboe während der Kieler Woche an Bord einer 15 Meter langen Segelyacht ein Feuer aus. Die Seenotretter verhinderten, dass die Flammen auf weitere Schiffe übergriffen. Die brennende Yacht wurde vom Tochterboot des Seenotkreuzers „Berlin“ aus dem Hafen von Laboe geschleppt und gelöscht. Auf der „Berlin“ war gegen 10.40 Uhr Rauchentwicklung auf dem Schiff bemerkt worden. Vormann und Besatzung entschieden sich, die Segelyacht schnellstmöglich aus dem Hafen zu entfernen und auf See zu löschen.
Das Tochterboot „Steppke“ wurde sofort zu Wasser gelassen. Die in Brand stehende Yacht wurde vom Steg geschleppt, um ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Fahrzeuge zu verhindern. Die „Steppke“ brachte das brennende Fahrzeug vor den Hafen, wo der Seenotkreuzer „Berlin“ mit den Feuerlöschmonitoren die Brandbekämpfung mit Wasser und Schaum übernahm. Zwei Personen, die im Hafen beim Losmachen der Yacht behilflich waren, zogen sich leichte Verletzungen zu und mussten anschließend medizinisch behandelt werden.

Bisher umfangreichster Einsatz 2012 war die Suche nach einem über Bord gegangenen Seemann des Forschungsschiffes „Heincke“ in der Deutschen Bucht am 8. August. Koordiniert vom MRCC Bremen waren vier Seenotkreuzer, über 20 weitere Schiffe und mehrere Hubschrauber 14 Stunden lang im Einsatz, ohne dass der Schiffbrüchige gefunden werden konnte. Dennoch hat sich gezeigt, dass die Strukturen des maritimen Such- und Rettungsdienstes in Deutschland, für den die DGzRS die Verantwortung trägt, sehr gut funktionierten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief in Leitwerk
(16.11.12) Auf der Reise von Antwerpen nach St. Petersburg kollidierte der zyprische Containerfeeder "Nordic Philip", 10318 BRZ (IMO-Nr.: 9483669), am 16.11. um 5.17 Uhr mit dem Leitwerk der Neuen Nordschleuse in Brunsbüttel, als er ostgehend in den Kanal einlaufen wollte. Der Unfall ereignete sich bei dichtem Nebel. Der Schaden wurde noch in der Schleuse untersucht und protokolliert, und um 6.30 Uhr lief das Schiff in den Kanal ein. Bei der Havarie waren landseitig Schäden am Leitwerk und dem Molenkopf entstanden, der Frachter trug Schiff Beulen und Farbabschürfungen im Bug Bereich&xnbsp;der Steuerbordseite davon.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rammte Fähre auf Noordzeekanaal
(16.11.12) Die Fähre zwischen Velsen-Nord und Velsen-Süd wurde am 15.11.gegen 10.30 Uhr von einem Tanker auf dem Noordzeekanaal gerammt. Die Fähre von Connexxion erreichte den Anleger Velsen-Nord, wo die Passagiere von Bord gingen. Zwei Taucherteams der Feuerwehr waren vorsorglich alarmiert worden. Die KLPD leitete eine Untersuchung ein. Die Fähre verließ den Hafen gegen 12.45 Uhr und wurde von einem anderen Schiff ersetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Jack-Up-Rig mit technischen Problemen am Cuxhavener Steubenhöft
(16.11.12) Wegen technischer Probleme konnte die maltesische Hubschiff "Seajacks Zaratan“, 9704 BRZ (IMO-Nr.: 9596571), am späten Nachmittag des 15.11.2012 nicht an seinem Stammliegeplatz 9.4 festmachen. Das 80 Meter lange Spezialschiff wich stattdessen auf den Liegeplatz am Steubenhöft aus. Wie lange das Spezialschiff den Ausweichliegeplatz benötigt, war am zunächst unklar. Die „Seajacks Zaratan“ ist beteiligt am Bau des ersten Windparks in der Nähe von Helgoland. Cuxhaven ist dafür der Basishafen. Das britische Unternehmen Seajacks UK Ltd. wurde von der WindMW GmbH Bremerhaven beauftragt, insgesamt 80 Windräder auf Monopiles im Windpark Meerwind Ost und West, 23 Kilometer nördlich von Helgoland, aufzubauen. Es handelt sich um Siemens-Anlagen mit einer Leistung von 3,6 MW (gesamt 288 MW). Die Gründung der Einzelanlagen besteht aus jeweils einem 60 Meter langen und rund 600 Tonnen schweren Monopile mit einem Transition Piece, auf den später Turm sowie die Gondel und die Rotorblätter aufgesetzt werden. Monopiles und die etwas kürzeren Transition Pieces werden im Cuxhavener Werk der Ambau GmbH gefertigt. Das Stelzenschiff wird je drei der Gründungsrohre in den 108 Kilometer entfernten Windpark transportieren und dort auf einer Wassertiefe von 22 bis 26 Meter in den Meeresboden rammen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Huntebrücke
(16.11.12) Auf der Seeschifffahrtsstraße Hunte rammte am 15.11. um 13:35 Uhr ein Binnenschiff die Eisenbahnbrücke Elsfleth-Ohrt. Der polnische Schiffsführer des unbeladenen Schiffes hatte die Durchfahrtshöhe der Brücke unterschätzt. Das Ruderhaus stieß gegen die Unterkonstruktion der Brücke, wobei das Dach abgerissen wurde. An der Eisenbahnbrücke selbst entstand kein Schaden, Personen wurden nicht verletzt. Die Beamten der Wasserschutzpolizei Brake leiteten gegen den Schiffsführer ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Gleichzeitig untersagten sie dem Schiffsführer die Weiterfahrt, bis die Binnenschiffsuntersuchungskommission die Schäden am Schiff besichtigt hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Lotsenboot
(16.11.12) Am 16.11. um 6.30Uhr brach auf dem norwegischen Lotsen- und Ambulanzboot „Ambu“ (MMSI-Nr.: 257910900) ein Feuer aus. Das Boot lag zu der Zeit am Kai von Kvamsøya in Sande. Die Feuerwehr hatte den Brand um 7.30 Uhr mit Untersützung des Rettungsbootes “Emmy Dyvi” gelöscht. Die Polizei von Sunnmøre leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen



145 Menschen in der Antarktis gestrandet
(16.11.12) Das französische Versorgungsschiff "Marion Dufresne", 9403 BRZ (IMO-Nr.: 9050814), lief im Indischen Ouean vor dem Crozet Archipel am 14.11. um 8.50 Uhr östlich von Possession Island auf Grund. Es hatte gerade Baumaterial auf der anderen Seite des Archipels abgeliefert, als sich der Unfall in dem wenig befahrenen Gebiet ereignete. Das Vorschiff wurde auf 25-30 Metern Länge beschädigt, zwei Abteilungen und fünf Ballastwassertanks wurden aufgerissen. Nachdem der Frachter abgebracht war, ging er in der Bucht von Marin unweit der Forschungsbasis Alfred Faure in Crozet vor Anker. Die 97 Mitreisenden, überwiegend Wissenschaftler des Paul Emile Victor Instituts, und ein Teil der Crew wurden an Land gebracht. Insgesamt waren 145 Menschen an Bord, darunter 48 Besatzungsmitglieder.und neun Touristen. Der Präfekt der französischen Süd- und Antarctis-Territorien bot technische Unterstützung an. Ein Taucherboot wurde binnen vier Tagen von Afrika kommend am Havaristen erwartet. Ein anderes Schiff sollte die gestrandeten Passagiere von der für nur für 45 Personen ausgelegten Forschungsstation abholen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gefängnis und Geldstrafe nach tödlicher Kollision gefordert
(16.11.12) Fünf bzw. vier Jahre Gefängnis hat die französische Staatsanwaltschaft für den abwesenden aserbaidschanischen Kapitän sowie den 1. Offizier des türkischen Frachters „Ocean Jasper“ vor dem Gericht in Brest verlangt. Sie seien schuldig an der Kollision mit dem Kutter "Socalique" im Jahr 2007 sowie des Todes von dessen Skipper. Ihr Schiff habe keine Hilfeleistung angeboten und versucht, die Kollision durch die Reparatur eines 60x40 Zentimeter großen Loches an Steuerbord durch die Crew zu vertuschen. Die Reederei soll wegen derselben Anschuldigungen 300,000 Euro Strafe zahlen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsinsel der „Amurskaya“ entdeckt?
(16.11.12) Die "Provideniye" machte sich auf den Weg nach Belichiy Island im Shantar Archipel, um dort eine Rettungsinsel zu inspizieren, die am 15.11. von einem EMERCOM Flugzeug gesichtet worden war und die von der “Amurskaya” stammen könnte. Der Bergungsschlepper "Rubin" war ebenfalls zur Fundstelle unterwegs, wurde dort aber erst später erwartet. Die Taucher sollten am 17.11. wieder zum Wrack absteigen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Lotsenboot auf falschem Kurs
(16.11.12) Das brandneue 1.7 Millionen australische Dollar werte Lotsenboot “Lamaroo” ist binnen 24 Stunden nach seiner Indienststellung in Darwin Harbour auf Grund gelaufen. Es kam auf einer Schlammbank, die von Felsen umrundet ist, am Morgen des 16.11. um 11.10 Uhr bei Wickham Point fest. Schuld war ein ungewöhnlich niedriger Wasserstand. Gegen 16 Uhr sollte das Boot mit dem Hochwasser wieder flottgemacht und zur Fort Hill Wharf gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei weitere Ausfälle beim Vendée Globe
(16.11.12) Der französische Segler Louis Burton, dessen Yacht “Bureau Vallee” von einem Trawler gerammt worden war, gab die Vendée Globe am 16.11. auf. Die Windverhältnisse machten es ihm unmöglich, nach Les Sables d'Olonne izurückzukehren, um die Schäden am Rig zu reparieren. Der Unfall hatte sich 400 nautische Meilen vor der portugiesischen Küste ereignet. Das Boot lief nun La Coruna in Nordwest-Spanien an. Am Abend des 15,11, hatte es die einzige Seglerin, die Britin Samantha Davies,bei 40 Knoten Wind 130 nautische Meilen nordöstlich von Madeira erwischt. Um 19.45 Uhr brach der Mast ihres Bootes. Sie schloss bei 3-4 Metern Wellenhöhe die wasserdichten Schotten und legte ihren Überlebensanzug an. Das Boot befand sich auf Position 34 ° 20' N 19 ° 01' W. Das MRCC in Frankreich wurde verständigt, um die Schifffahrt zu alarmieren. Alle Schiffe im Umkreis von 200 Meilen wurden über die Bootsposition informiert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsinsel der „Amurskaya“ entdeckt?
(16.11.12) Eine Leiche und 204 Kilogramm Kokain wurden an Bord der 13 Meter langen Yacht “JeReVe” entdeckt, die auf der Fahrt von Ecuador nach Australien vor Tonga gestrandet war. Die Drogen haben einen Marktwert von 116 Millionen Dollar. Die Yacht war auf der Insel Luatatifo in der nördlichen Vava'u Provinz gestrandet. Die Leiche war schon stark verwest. Die Route der urspünglich mit zwei Mann besetzten, verdächtigen Yacht war längere Zeit verfolgt worden, doch nach dem Verlassen der Cook Islands hatte die Polizei ihre Spur verloren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Boom Boom noch auf Riff fest
(16.11.12) Die 40 Fuß lange „Boom Boom“ sitzt weiter auf einem Korallenriff in der Bucht von Kaneohe, wo sie am 13.11. gestrandet war. Die Berger von Parker Marine Worldwide, LLC hatten versucht, das Boot am 15.11. mit der Flut gegen drei Uhr flottzumachen, doch gab es Probleme mit dem Schutz des Riffs. Ein neuerlicher Anlauf sollte am 16.11. durchgeführt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Artefakte gesunkenen Raddampfers in Saskatchewan geborgen
(16.11.12) Archäologen aus haben die mutmaßlichen Überreste der SS “City of Medicine Hat” tief im Sand des South Saskatchewan River entdeckt. Das Schiff war am 7.6.1908 mit der neu gebauten Eisenbahnbrücke, der Victoria Bridge, kollidiert und auf dem Fluss gesunken. Zuvor hatte es sich in Telegrafendrähten verfangen, die unter Wasser lagen, und war manövrierunfähig geworden. Mit voll zurück sollte das Schiff auf Grund gesetzt werden, rammte dann aber einen Pfeiler der Brücke und wurde gegen eine Pier gedrückt, wo die starke Strömung es kentern ließ. Die Crew hatte sich auf die Brücke retten können. Die “City of Medicine Hat” war das letzte Dampfschiff auf dem South Saskatchewan River gewesen. Teile von ihr wurden nach dem Untergang abgewrackt, der Rest geriet lange Zeit in Vergessenheit. In den vergangenen Monaten wurden 1000 Artefakte geborgen, darunter Keramik, Metallteile, Geschirr und Kleidung. Die Funde wurden getätigt, als im Sommer Erkundungslöcher gebohrt wurden. Dabei kamen zunächst weiß gestrichene Holzteile ans Tageslicht, die acht Meter tief im Sand gesteckt hatten. Bereits im August 2006 war ein 1,5 Meter langer und 68 Kilogramm schwerer Anker des 40 Meter langen Schaufelraddampfers von Tauchern der Feuerwehr entdeckt worden. Weitere Funde folgten 2008. Um 1960 herum war die Untergangsstelle fünf Meter hoch aufgefüllt worden beim Bau des Rotary Park. Seitdem lag das Wrack metertief begraben. Nun müssen die über 100 Jahre nach dem Untergang geborgenen Artefakte getrocknet und konserviert sowie ein Bericht für den Kurator des Royal Saskatchewan Museum erstellt werden, bevor die Funde ausgestellt werden. Ob weitere Teile geborgen werden sollen, war noch nicht entschieden.
Quelle: Tim Schwabedissen



"Polar Wind" (Bild: USCG)   Großbild klick!
Schleppzug in der Cold Bay gestrandet – Schlepper aufgegeben
(15.11.12) Die US Coast Guard rettete am 13.11. gegen 21 Uhr die fünfköpfige Crew des 32 Meter langen amerikanischen Schleppers "Polar Wind" (MMSI-Nr.: 367131980), der 20 Meilen östlich der Cold Bay mit einer Containerbarge auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war.
Ein MH-65 Dolphin Helikopter des Küstenwachbootes "Sherman" traf um 2:14 Uhr in der Frühe des 14.11. an der Strandungsstelle ein und winschte drei der Männer auuf, die er dann in die Cold Bay flog. Die Helikoptercrew ließ einen Rettungsschwimmer der Coast Guard mit den verbliebenen zwei Schlepperfahrern zurück. Auch eine HC-130 Hercules blieb vor Ort, bis ein MH-60 Jayhawk der Air Station Kodiak vor Ort war und auch diese abbarg.
Die "Polar Wind" hat etwa 18,500 Gallonen Öl an Bord, die Barge etwa 5,000 Gallonen. Sie war mit 90 Kühlcontainern beladen. Die Coast Guard und das Alaska Department of Environmental Conservation sowie der Eigner des Schleppzugs, die Northland Services, bildeten einen Krisenstab, um die Situation zu handhaben. Die Northland Services heuerten die Global Diving and Salvage für die Bergungsarbeiten und Alaska Chadux zur Bekämpfung eventueller Verschmutzungen. Eine HC 130 Hercules der Coast Guard aus Kodiak überprüfte die Lage vor Ort bei einem Überflug am 14.11. Zur Zeit der Strandung herrschten in dem Seegebiet sechs bis acht Fuß hohe Wellen und 40 Meilen Windgeschwindigkeit.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän nach Auflaufen auf Barrier Reef zu 25.000 Dollar Strafe verurteilt
(15.11.12) Der damalige Kapitän des chinesischen Massengutfrachters "Shen Neng 1", 36575 BRZ (IMO-Nr.: 9040871), die seit 2011 als "Jia Yong" läuft, wurde zu einer Geldstrafe von 25.000 Dollar verurteilt für die Verschmutzung des Great Barrier Reef vor der Küste von Queensland am 3.4.2010, auf das er seinen Frachter gesetzt hatte.
Jichang Wang wurde vom Gladstone Magistrates Court für schuldig befunden, das Riff beschädigt zu haben. Der 2. Offizier Xuegang Wang wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte am Ruder der “Shen Neng 1" gestanden, als diese auf das Riff lief. Der Capricorn Conservation Council sagte, die Strafe reiche nicht aus für die Kompensation der Reinigungskosten, die die Entfernung des toxischen Rumpfanstriches vom Riff und die weiter andauernde Überwachung verursacht habe. Am 3. April 2010 war der Bulkcarrier mit einer Kohleladung für Bayuquan aus Gladstone ausgelaufen. Gegen 17:05 Uhr Ortszeit lief er kurz vor Niedrigwasser bei ruhigem Wetter mit seinem Tiefgang von 13,4 Metern mit voller Fahrt von Süden kommend auf die Douglas Shoal, die eine Kartentiefe von 8,9 Metern aufweist und etwa 70 Kilometer vor Great Keppel Island bzw. 120 Kilometer östlich von Rockhampton liegt.
Die Strandungsposition befand sich innerhalb einer um die Untiefe ausgewiesenen Habitatschutzzone des Meeresschutzgebietes. Beim Auflaufen wurden Ruder, Maschine und Tanks, darunter ein Treibstofftank, beschädigt, so dass gut drei Tonnen Öl ausliefen und einen Ölfilm bildeten, der mit Dispergator zerstört und zum Absinken gebracht wurde. Die beiden Schlepper „Austral Salvor“ und „Tom Tough“ des Bergungsunternehmens Svitzer stabilisierten den Frachter auf der Position, um weitere Riffschäden durch Verdriftung zu vermeiden. Das Unfallbekämpfungs- und Bergungsschiff „Pacific Responder“ legte eine Ölsperre aus, so dass ab 9. April innerhalb von gut drei Tagen das Öl auf den 1500 Tonnen fassenden Tanker „Larcom“ umgepumpt werden konnte.
Am 12. April gelang es bei Hochwasser, gerade noch rechtzeitig vor einem aufziehenden Südoststurm, den Frachter durch Einblasen von Druckluft in geflutete Tanks wieder schwimmfähig zu machen und von der Untiefe zu ziehen. Die „Wistari“ wurde dabei als dritter Schlepper eingesetzt. Nach kurzer Inspektion wurde er zu einem 35 Seemeilen entfernten Ankerplatz fünf Seemeilen nordöstlich von Great Keppel Island geschleppt. Durch Taucher wurden dort beträchtliche Schäden am Schiffsboden im Bereich um den Maschinenraum am hinteren Teil des Schiffes festgestellt. Danach wurde das Schiff zum Löschen eines Teils der Ladung in die ruhigere, südlich gelegene Hervey Bucht geschleppt. Am 31. Mai 2010 lief der Schlepper „De Da“ mit dem Havaristen in Richtung China aus.
Quelle: Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Trawler nach Myre eingeschleppt
(15.11.12) Das Rettungsboot "Knut Hoem" der NSSR-Station Myre wurde am 9.11. um Assistenz für den norwegischen Trawler "Morten Einar", 1409 BRZ (IMO-Nr.: 8416853 ), gerufen, dessen Propeller von einem darin verfangenen Netz 140 Meilen westlich von Øksnes blockiert worden war. Nach einer Telefonkonferenz zwischen Bodø Radio, HRS-Nord und der norwegischen Coast Guard wurde die "Knut Hoem" beauftragt, den in der See treibenden Havaristen in Schlepp zu nehmen. Um 15.35 Uhr lief das Rettungsboot aus Myre aus und erreichte den Havaristen sieben Stunden später bei Südostwind von 14 M/sek, später zunehmend. Mit dem manövrierunfähigen Anhang am Haken wurde Kurs auf Myre genommen, wo die beiden Schiffe am Morgen des 11.11. eintrafen. Nachdem die "Morten Einar" am Kai lag, machten sich Taucher daran, den Propeller wieder zu befreien, was ihnen drei Stunden später gelungen war. Das darin verfangene Ringnetz von 40x15 Metern war allerdings zerstört und musste ersetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Landungsboot machte sich im Sturm selbstständig
(15.11.12) Der norwegische Viehtransporter "Norøy” der Grieg Seafood, der 300 Meter vom Ufer des Øksfjordbotn in der westlichen Finnmark entfernt vor Anker gelegen hatte, wurde in der Nacht zum 13.11. bei starkem Westwind von seiner Mooring losgerissen und landete wenig später am felsigen Ufer. Hier entdeckten Anwohner tags darauf das auf Grund sitzende, kleine Landungsboot.
Quelle: Tim Schwabedissen



Manvörierunfähiges russisches Kühlschiff im Schlepp nach Busan
(15.11.12) Da russische Kühlschiff “Kometa”, 10113 tdw, wurde am Morgen des 15.11. von einem Bergungsschiff der japanischen Coast Guard auf den Haken genommen und zurück in Richtung Busan abgeschleppt. Das Schiff hatte nicht, wie zunächst angenommen, Ruderschaden erlitten, sondern der Propeller war durch ein darin verfangenes Fischernetz am 13.11. blockiert worden. Die „Kometa” (IMO-Nr.: 8422711) wurde 1984 erbaut und läuft für die Peta Chemical Co. Ltd. in Wladiwostok.
Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor Virginia Beach aufgegeben
(15.11.12) Die US Coast Guard rettete am 14.11. die vierköpfige Crew der 56 Fuß langen Yacht “Island Breeze”, die im Atlantik rund 170 Meilen östlich von Virginia Beach um 8.15 Uhr ihren Notsender aktiviert hatte. Eine HC-130 Hercules und ein MH-60 Jayhawk Helikopter stiegen daraufhin von der Coast Guard Air Station Elizabeth City, North Carolina, auf. Auch der griechische Frachter „Eptalofos”, 49973 BRZ (IMO-Nr.: 9343869), der sich auf der Fahrt nach Baltimore befand und im sogenannten AMVER-System registriert ist, nahm gegen 10 Uhr Kurs auf die ermittelte Position. Nachdem er die Yacht erreicht hatte, konnte er diese bestätigen und nahm Kontakt mit der Crew der Yacht auf, die nach Ruderschaden manövrierunfähig war. Die Hercules-Maschine war gegen 11 Uhr vor Ort, nahm ebenfalls Kontakt mit den Seglern auf und erfuhr, dass diese abgeborgen werden wollten. Daraufhin winschte der Jayhawk die vier auf und flog sie zur Air Station Elizabeth City,&xnbsp;wo sie medizinisch betreut wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bennington Group endgültig aus „Miner“-Bergung ausgestiegen
(15.11.12) Die Bennington Group verlangt eine Kostenerstattung von300,000-400,000 Dollar, um die bislang aufgelaufenen Kosten im Rahmen der gescheiterten Bergung des Bulkcarriers “Miner” vor Scatarie Island zu decken. Die Berger haben sich jetzt endgültig von dem Auftrag, das Wrack zu räumen, zurückgezogen. Dies bestätigte inzwischen auch der Natural Resources Minister Charlie Parker der Provinzregierung, wollte jedoch keine Zahlungen leisten. Zuvor war ein letztes Treffen des Department of Natural Resources und Abe Shah, dem Chef der Bennington Group, ergebnislos verlaufen. Hinterher betonte Parker, die Provinz habe nur normale Arbeitsabläufe verlangt mit den hier üblichen Sicherheitsstandards. Jede verantwortungsvolle Person hätte den Kopf geschüttelt angesichts der Dinge, die Shah von sich gab. Die Regierung wie auch Transport Canada und die Coastguard hätten alles getan, die Bergung zu ermöglichen. In der Fischereikommune war man nicht mehr überrascht über den Ausgang der Verhandlungen nach dem vorangegangenen Hin und Her.
Quelle: Tim Schwabedissen



162 Schüler und Lehrer von gestrandetem Fahrgastschiff abgeborgen
(15.11.12) Das japanische 602-Tonnen-Fahrgastschiff „Ginga“ (MMSI-Nr.: 431000461) lief am 14.11. rund 1,4 Kilometer südwestlich der Küste von Suo Oshima in der Yamaguchi Präfektur in Westjapan mit 162 Schülern und Lehrern sowie einer neunköpfigen Crew auf Grund. Die japanische Coastguard schickte mehrere Patroullienboote und einen Helikopter zur Evakuierung des 59 Meter langen Schiffes. Gegen 18 Uhr waren alle an Land gebracht. Die Küstenwache und das Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism untersuchten die Havarie.
Quelle: Tim Schwabedissen



Weitere Kollision beim Vendée Globe – Safran wird nach Kielbruch an Land untersucht
(15.11.12) Die französische Vendée-Globe Yacht “Buereau Vallee” von Louis Burton wurde in der Nacht zum 14.11. um 3.10 Uhr von einem Trawler gerammt. Dessen AIS war ausgeschaltet, als es die Yacht an Backbord rammte. Sie lief mit 18 Knoten bei 32 Knoten Wind und herabgesetzter Sicht.
Louis drehte die Yacht nach Nordosten, sicherte den Mast und stellte fest, dass das Rig 1,9 Meter oberhalb des Decks beschädigt war. Nach Sonnenaufgang sollte der Schaden näher begutachtet werden. Das Unglück ereignete sich 460 Meilen vor Lissabon, der Skipper blieb unversehrt. Erst am Tag zuvor war die „Groupe Bel“ von Kito de Pavant nach einem ähnlichen Zwischenfall 70 Meilen vor Cascais ausgeschieden.
Von den 20 Booten waren noch 18 im Rennen, nachdem auch die „Safran“ durch Kielschaden irreparabel beschädigt war. Am Nachmittag des 14.11. wurde in Saint Philibert deren Mast durch das Marc Guillemot Team gezogen und das Boot aus dem Wasser geholt, um die Ursachen für den Bruch, der sich am 10.11. um 17.45 Uhr mit einem lauten Knall manifestiert hatte, zu erkunden. Nach der Havarie hatte der Skipper das Boot stabilisieren können und war in der Nacht nach Sables d'Olonne zurück gekehrt. Hier hatte sich herausgestellt, dass der Kiel abgerissen war.
Am 11.11. wurde das dergestalt reduzierte Boot zurück nach La Trinité sur Mer geschleppt und drei Tage später ausgekrant. Warum der Kiel nach 20,000 Segelmeilen brach, ist noch rätselhaft. Die Experten der Safran Group werden versuchen, diesem auf die Spur zu kommen und Schlüsse für die Konstruktion eines neuen Kiels ziehen, um 2013 wieder ins Rennen gehen zu können. Abgesehen vom fehlenden Kiel war die “Safran” in perfektem Zustand. Es gibt zwar noch einen gebrauchten Karbonkiel am Lager, aber dieser ist nicht geeignet für die Beanspruchungen beim Vendée Globe.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Abwrackschiff im Sparrows Point
(15.11.12) Bei Abbrucharbeiten auf dem ausrangierten Marineschiff USNS “Range Sentinel” kam es am 10.11. um 11.55 Uhr im Sparrows Point Shipyard zu einem Feuer, das zu einer Einstellung des Betriebes zwang. Die Arbeiter wurden um 12.15 Uhr evakuiert, und eine halbe Stunde später hatte die Feuerwehr, die mit 22 Mann im Einsatz war, das Feuer im Rumpf des Weltkriegs-Veteranen gelöscht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Baggerbarge gestrandet (Bild: USCG)   Großbild klick!
Schleppzug vor Norfolk gestrandet
(14.11.12) Am 13.11. kam die US Coast Guard zu Einsatz, nachdem ein 26 Fuß langer Schlepper und eine 60 Fuß lange Barge der Kobelko Flint Marine Construction mit zwei Mann an Bord nahe Ocean View in Norfolk gestrandet waren. Die Coast Guard Hampton Roads wurde gegen neun Uhr alarmiert. Auch das Virginia Beach und das Norfolk Fire Department war vor Ort und brachte die beiden Männer zu einer Ambulanz. Sie hatten leichte Unterkühlungserscheinungen, nachdem sie noch versucht hatten, Ausrüstung der in der Brandungszone liegenden Barge zu retten. Gemeinsam mit dem Eigner ging es dann daran, einen Plan zu entwickeln, wie die Fahrzeuge vom Strand entfernt werden könnten. Die Barge transportierte Baggerausrüstung.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter trieb auf Reede vor Scheveningen
(14.11.12) In der Nacht zum 13.10. erlitt gegen ein Uhr der holländische Kutter "Adriana Maria - Th 7", 151 BRZ (IMO-Nr.: 9282003), Maschinenschaden auf der Reede rund acht Kilometer vor der Küste von Scheveningen. Das KNRM-Boot "Kitty Roosmale Nepveu" kam zu Hilfe und nahm den 24 Meter langen Havaristen in Schlepp. Nachdem der Hafen von Scheveningen erreicht war, übernahm ein Schleppdienst das Vertäuen des Schiffes im Hafen. Das Rettungsboot war um 3.30 Uhr wieder zurück auf seiner Station.
Quelle: Tim Schwabedissen



Russisches Kühlschiff treibt im Japanischen Meer
(14.11.12) Das russische Kühlschiff „Kometa“ erlitt am 13.11. Maschinenausfall nach dem Auslaufen aus Busan, Korea. Das letzte AIS-Signal zeigte es auf Position 36 32 N 132 00 O rund 60 Meilen westlich von der Insel Dogo mit einer Geschwindigkeit oder Drift von 2.5 Knoten in nordöstlicher Richtung. Die “Kometa“, 10113 tdw (IMO-Nr.: 8422711), wurde 1984, erbaut und hat als Manager die PEta Chemical Co. Ltd. in Wladiwostok.
Quelle: Tim Schwabedissen



Svitzer soll halb gesunkene „Napoleon Bonaparte“ bergen
(14.11.12) Svitzer Salvage hat den Auftrag bekommen, die SNCM-Fähre "Napoleon Bonaparte", die seit nunmehr über zwei Wochen unverändert mit den Propellern tief im Schlamm des dort 9,5 Meter tiefen Hafenbeckens in Marseille steckt, wieder flottzumachen. Der Maschinenraum und die Decks 1, 2, 3 und 4 sind ganz oder teilweise geflutet, rund 30,000 m³ Wasser werden im Schiffsinnern vermutet.
Zwei Taucher der Firma ECPM aus Marseille haben unterdessen eine 36 m² große, fast sieben Tonnen schwere Stahlplatte auf das Loch im Rumpf, das mindestens neun Quadratmeter groß ist, geschweißt. Zunächst waren Arbeiter der Werft DCNS an dem Schiff tätig gewesen, doch angesichts der Komplexität der Operation hatte SNCM entschieden, ausgewiesene Bergungsexperten damit zu betrauen, und Svitzer gewann die Ausschreibung. Ein Problem ist das frei flutende Wasser, das die Stabilität beeinträchtigt und komplizierte Kalkulationen erforderlich macht, wie es am besten zu entfernen ist.
Deshalb arbeiten die vor Ort befindlichen 20 Pumpen, die eine Lenzkapazität von 6000 m³ pro Stunde haben, nur mit einer Kapazität von 500 m³ pro Stunde, um den Wasserstand zu halten. Es gilt herauszufinden, welche Räume genau geflutet sind und welche abgedichtet werden müssen, bevor das Heck angehoben wird und ob hierbei Kräne oder Auftriebskörper zum Einsatz kommen müssen. Derweil haben die Veolia Environmental Services Ölsperren um die Fähre ausgelegt und halten den Tanker "Guyenne" in bereit, falls größere Mengen kontaminiertes Wasser aufgenommen werden müssen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Tote und ein Vermisster nach Schiffbruch eines Katamarans
(14.11.12) Vier Franzosen kamen ums Leben und einer wurde vermisst, nachdem am 13.11. vor Saidia in Nord-Marokko der Katamaran „Love Love“ in den Morgenstunden in stürmischer See sank. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche nach dem Vermissten in dem Grenzgebiet zur Algerien eingestellt. Es blieb aber eine Resthoffnung, da das Rettungsboot nicht am Wrack gefunden wurde. Der 13 Meter lange und sieben Meter breite Katamaran war am 15.10. von Marseille aus nach Brasilien und weiter in die Karibik gestartet, wo er um den 10.7.2013 hätte eintreffen sollen. Die Besatzung kam Alpes-Maritimes, Ardèche und Jura.
Quelle: Tim Schwabedissen



Crew der „Ocean Jasper“ möglicherweise übermüdet
(14.11.12) Vor dem Gericht in Brest wurde am 13.11. weiter die Kollision des unter Kiribati-Flagge laufenden Frachters "Ocean Jasper", 1384 BRZ (IMO-Nr.: 7808346) mit dem französischen Kutter "Sokalique" 2007 vor La Rochelle verhandelt. Mehrere Experten versuchten die Routen beider Schiffe zu rekonstruieren. Sie konstatierten, dass die "Sokalique" ihre Navigationslichter, die anzeigten, dass der Kutter am Fischen war, gesetzt hatte. Die See war rau, aber die Sicht gut gewesen, und der Ausguck der "Ocean Jasper" hätte den Kutter eine Viertelstunde lang gesehen haben müssen. Auf dessen Brücke waren ein Ausguck und der 1. Offizier gewesen. Warum der Kutter letztlich übersehen wurde, konnte wegen der Abwesenheit der Schiffsführung der “Ocean Jasper" nicht geklärt werden. Das Schiff hatte nur sieben Mann Besatzung, was zu langen Einsatzzeiten der einzelnen Seeleute führte mit möglichen entsprechenden Aufmerksamkeitsdefiziten. Auf der "Sokalique" hatte man die herannahende Gefahr offenbar nicht rechtzeitig erkannt. Am 14.11. soll die Unfallflucht der "Ocean Jasper”, die auch nicht auf die Notfackeln der sechs überlebenden Fischer reagiert hatte, untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



10 Jahre nach Untergang der „Prestige“ hat der Prozess gegen die Verantwortlichen begonnen
(14.11.12) Exakt zehn Jahre nach der Havarie des in Liberia registrierten Aframax-Tankers „Prestige“, 42820 BRZ (IMO-Nr.: IMO: 7372141), stand am 13.11. der einstige Kapitän des Schiffes vor dem Landgericht in La Coruña. Dem inzwischen 77-jährigen griechischen Staatsbürger Apostoles Mangouras wurden Umweltvergehen und Missachtung der Anweisungen der Behörden angelastet. Am 13. November 2002 war die „Prestige“ in einem Sturm vor der Nordwestküste Spaniens mit 70 000 Tonnen Schweröl an Bord leckgeschlagen und am 19.11. nach einer sechs Tage andauernden Odyssee 166 Meilen vor der galizischen Küste auseinandergebrochen und gesunken, was zur schwersten Umweltkatastrophe der spanischen Geschichte führte. 1600 Kilometer der spanischen, portugiesischen und französischen Küste wurden mit Öl verschmutzt, besonders betroffen war die Costa da Morte. 250.000 Seevögel starben. Etwa 13.000 Tonnen Öl wurden bis September 2004 mit ROVs aus dem in 3600 Metern Tiefe liegenden Wrack abgepumpt.
Apostoles Mangouras wies bei der ersten Vernehmung durch das spanische Gericht unter Tränen jede Verantwortung an dem Unglück zurück. Er habe zwar bereits Monate zuvor von Korrosionsspuren an den Tanks gewusst, Hinweise auf mögliche Risse habe es aber nicht gegeben. Außerdem sei er kein Techniker und habe daher das Ausmaß der Schäden nicht beurteilen können. An den technischen Inspektionen des Schiffes habe er nicht teilgenommen und sei über den schlechten Zustand des Tankers nicht im Detail unterrichtet gewesen. Der damalige Kapitän ist der Hauptangeklagte in dem Verfahren. Ihm wurden unter anderem Umweltvergehen und die Missachtung von Anweisungen der spanischen Behörden zur Last gelegt. Neben dem Kapitän wurden der ebenfalls griechische Chief, der damalige Chef der spanischen Hafenbehörden sowie der nach wie vor flüchtige, von den Philippinen stammende 1. Offizier angeklagt.
Die Staatsanwaltschaft forderte für den Kapitän als Hauptangeklagten zwölf Jahre Haft. Der Verteidiger des 1. Offiziers hatte bereits zum Prozessauftakt betont, dass die spanischen Behörden nach der Havarie das Kommando über den Tanker übernommen hätten. Das Schiff wäre nicht zerbrochen, hätte man ihm rasch Landschutz gewährt. Auch Umweltverbände kritisierten, dass die eigentlich politischen Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Greenpeace-Aktivisten enthüllten am 13.11. ein Transparent vor dem Gerichtsgebäude. Es zeigte Fotos der damaligen politischen Entscheidungsträger, unter ihnen der jetzige Ministerpräsident Mariano Rajoy, der zum Zeitpunkt des Unglücks Vizeregierungschef war. Die Regierung Aznar hatte angeordnet, den Tanker aufs offene Meer zu schleppen und damit eine noch mögliche Bergung verhindert. Das Gericht hat nun auch darüber zu entscheiden, wer für die immensen Schäden der Umweltkatastrophe aufkommt, die die Staatsanwaltschaft auf 4,4 Milliarden Euro bezifferte. In dem Verfahren sollen 133 Zeugen und 100 Experten befragt werden. Ein Urteilsspruch wird im September 2013 erwartet.
Der unter Bahamas-Flagge laufende Tanker war am 1.12.1975 bei Hitachi in Zosen vom Stapel gelaufen und am 1.3.1076 abgeliefert worden. Das Einhüllen-Schiff war 243,5 Meter lang, hatte eine Breite von 34,4 Metern und einen Tiefgang von 14,05 Metern bei einer Tragfähigkeit von 81.589 Tonnen. Am 13. November 2002 befand sich die „Prestige“ mit 77.000&xnbsp;Tonnen Schweröl beladen von Lettland kommend auf dem Weg nach Singapur, als durch ein Leck Wasser in zwei an Steuerbord gelegene Ballasttanks eindrang. Das Schiff entwickelte daraufhin 24° Schlagseite. Um es zu stabilisieren, wurden zwei Backbord-Ballasttanks geflutet. Dadurch stieg die aber Spannung des Rumpfes, und durch Seeschlag entstand ein am Ende 35&xnbsp;Meter langer Riss. Zum Schutz der Küsten verweigerten es die spanischen Behörden dem Tanker, einen Hafen anzulaufen. Stattdessen sollte es auf hohe See gebracht werden. Am 19. November hielt das angeschlagene Schiff dem Ansturm der Atlantikwellen aber nicht mehr stand, zerbrach in zwei Teile und sank wenig später. Insgesamt 64.000&xnbsp;Tonnen Schweröl liefen in der Folge aus.
Quelle: Tim Schwabedissen



„John B. Caddell“ (Bild: Jim.henderson)   Großbild klick!
Von Sandy an Land gesetzter Tanker liegt noch auf der Straße
(13.11.12) Der amerikanische Wassertanker „John B. Caddell“, 712 BRZ (IMO-Nr.: 5173204), der am 29.10. im Hurrikan Sandy auf die Front Street in Staten Island getrieben wurde, wird wohl noch rund zwei weitere Wochen dort liegen bleiben. Derzeit wird daran gearbeitet, an Bord verbliebenes Öl zu entfernen und mögliche Wasserverschmutzungen zu verhindern.
An Land waren weitere Arbeiter damit beschäftigt, Löcher, durch die Wasser eindringen könnte, zuzuschweißen. Dann soll der betagte Tanker wieder ins tiefere Wasser ab- und zum Abbruch fortgeschleppt werden.
Er entstand unweit von der jetzigen Strandungsstelle 1941 bei der RTC Shipbuilding in Camden, New Jersey für die Chester A. Poling Inc. 1942 wurde er von der US Navy übernommen, der ihn als Flottetanker “YO 140” in Dienst stellte.
1946 kehrte das Schiff in die Handelsschifffahrt als “John B. Caddell” zurück und war zuletzt für die Poling & Cutler Marine Transport Co, New York, registriert. Das Schiff war benannt nach dem Gründer der Caddell Dry Dock and Repair Co., Inc. in New York City von 1903.
Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler sank im Sturm – 14 Mann gerettet
(13.11.12) Der russische Trawler „Jinpo Maru“ aus Holmsk auf Sakhalin sank am 12.11. im Pazifik rund 40 Meilen von der Kurilen-Insel Kunashir entfernt, wo er auf Fangfahrt war. Die 14-köpfige Crew wurde von dem Fischereifahrzeug “Yantai Maru” gerettet, das gerade einen Sturm unweit des Lesser Kuril Ridge abwetterte. Die Schiffbrüchigen wurden danach dem Grenzschutz übergeben. Wahrscheinlich hat ein Wassereinbruch im Maschinenraum zum Untergang geführt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffsunglück mit tödlichem Ausgang vor Gericht
(13.11.12) In Brest begann jetzt die juristische Aufarbeitung des Untergangs des französischen Kutters „Sokalique“ nach Kollision mit dem türkischen Frachter „Ocean Jasper“ 2007 vor Kap Finistère, bei der ein Fischer ums Leben kam. Das Unglück hatte sich in der Nacht zum 17.8. jenes Jahres ereignet rund 60 Meilen nördlich der Insel Ouessant in internationalen Gewässern. Der Skipper des Kutters hatte noch bis zuletzt versucht, das drohende Unglück abzuwenden. Die anderen sechs Besatzungsmitglieder konnten sich in eine Rettungsinsel flüchten. Der Frachter der Reederei Onurhan Denizcilik, der unter der Flagge von Kiribati registriert war, transportierte eine Ladung Stahlplatten im Auftrag der Onurhan Shipping. Beide türkische Firmen als juristische Personen stehen nun vor Gericht wegen nachlässiger Navigation, falschen Manövern und in der Folge der Tötung und Unfallflucht sowie unterlassener Hilfeleistung. Der Kapitän Aziz Mirzoyev sowie sein 2. Offizier Agaev Rafik, beide aus Azerbaidshan, müssten sich wegen desselben Vorwurfs verantworten, seit Mai 2011 besteht ein Haftbefehl gegen sie.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter sank nach Feuer vor Arabien
(13.11.12) 12 Meilen vor den Vereinigten Arabischen Emiraten sank ein Holzfrachter am Morgen des 12.11. Fischer hatten zuvor eine starke Explosion beobachtet, dann ging der Havarist in Flammen auf. Die Crew wurde gerettet. Der Brand wütete vom 11.11. um 20.30 Uhr bis gegen drei Uhr am folgenden Morgen, ehe das unidentifiierte Schiff versank.
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Havarien und zwei Ausfälle beim Vendée Globe
(13.11.12) Schon drei Havarien waren bis zum 12.11. beim Vendée Globe zu beklagen. Letztes Opfer war die "Groupe Bel", die 70 Meilen nördlich von Cascais vor der südportugiesischen Küste mit einem Trawler kollidierte. Der Baum, Bugsprit, Deck und Rumpf wurden in Mitleidenschaft gezogen, Skipper Kito de Pavant blieb unversehrt, sicherte den Mast und nahm Kurs auf Cascais, wo er am Abend erwartet wurde. Tags zuvor hatte dieses Schicksal auch den Skipper der "Safran", Marc Guillemot, ereilt, dessen Kiel 55 Meilen in See abbrach. Ob das Boot mit Treibgut kollidiert oder der Schaden durch Materialermüdung entstanden war, war noch unklar. Bis dahin hatte das Boot 25,000 Meilen unter den Kiel gebracht. Erstes Opfer eines Zwischenfalls war Bertrand de Broc, dessen Boot wenige Minuten nach dem Start in Sables d'Olonne am 10.11. mit einem Zuschauerboot kollidiert war und das zu Reparaturen in den Hafen zurückkehren musste. Zwar verließ die Yacht den Hafen 10 Stunden später wieder, doch ob es wieder ins Rennen gehen würde, war noch nicht sicher.
Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht zwischen Felsen und Frachter eingeklemmt
(13.11.12) Die 40 Fuß lange Yacht "Secret Passion" lief am 12.11. auf Felsen bei einer Mole in der Mündung des St. John’s River vor Atlantic Beach. Die zweiköpfige Crew war seit 24 Stunden unterwegs und wollte gerade einem Frachter ausweichen, als die Yacht zwischen diesem und einer Mole auf Felsen lief. Um 4:40 Uhr schickte die Coastguard ein 25-Fuß-Boot von der Station Mayport in Atlantic Beach, dessen Crew ein kleines Leck feststellte, das Boot aber ansonsten stabil vorfand. Sie wies die Segler an, die "Secret Passion" zu verankern, während auf Berger gewartet wurde. Das Boot der Coastguard beendete den Einsatz, als diese eintrafen und die Yacht zum Sadler Point Marine Center in Jacksonville abschleppten
Quelle: Tim Schwabedissen



Raddampfer nach Havarie im Hurrikan aus Norwalk entfernt
(13.11.12) Der Schaufelraddampfer „Island Belle” (MMSI-Nr.: 367161640), der im Hurrikan Sandy havariert war und die Norwalk Visitors Docks beschädigt hatte, verholte am 10.11. nach Bridgeport. Die Eigner, die Sound Charter Group, waren von der Marine Police am 8.11. aufgefordert worden, das Schiff zu entfernen, da es andernfalls abgeschleppt würde. Die Sound Charter Group schickte die 31 Meter lange “Island Belle” daraufhin zu den einstigen Derecktor Shipyards in Bridgeport. Hier sollte sie bleiben, bis notwendige Routineinspektionen durch die U.S. Coast Guard durchgeführt worden sind. Das Schiff kam zwei Jahre zuvor nach Norwalk, deren Hafenkapitän nun die Entfernung in die Wege leitete, keine zwei Wochen nachdem das Schiff sich von den Norwalk Visitors Docks am 29.10. losgerissen hatte und von Feuerwehr und Polizei unter Lebensgefahr an der Westbank des Hafens, gegenüber der Norwalk Visitors Docks, gesichert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen



Noch kein Hafen für geborgenen Tanker gefunden – Besatzung eingekleidet
(13.11.12) Die Bergungsoperation des indischen Tankers "Prathiba Cauvery" ist noch nicht abgeschlossen, bis das Schiff in einem Hafen liegt und von den Bergern an die Eigner zurückgegeben ist. Derzeit wird der Havarist drei Meilen vor der Küste von Chennai von dem Ankerziehschlepper "Malaviya 21" auf Position gehalten, der noch bis zum Abend des 14.11. verfügbar sein wird. Danach sollte ein anderer Schlepper übernehmen, bis das Ankergeschirr des Tankers repariert ist. Bislang fehlt aber auch ein Ort, wo das Schiff anlagen kann. Der Chennai Port Trust hat keine Genehmigung gegeben, es in Bharthi Dock (BD) 2 zu bringen, da die Blockade des Liegeplatzes in dem Land mit seiner fragilen Energieversorgung zu einer Energiekrise führen könnte. Denn ein anderer Liegeplatz ist weiterhin durch die arrestierte "OSM Arena" blockiert. Eine Alternative wäre, den Tanker zum nahen L&T Kattupalli Port zur Reparatur zu bringen. Doch L&T verfügt nicht über die Rechte, weil der Hafen noch an die staatlichen Behörden zu übergeben ist. Eine Entspannung gab es immerhin für die Crew der "Pratibha Cauvery", der durch das Seafarer’s Port Welfare Committee am 12.11. 29 Paar Jeans, Shirts und Sandalen gespendet wurden. Von den 37 Seeleuten hatten 22 ihre Pässe, sonstige Paoiere, Mobiltelefone und Laptops in den Wirren der Evakuierung verloren. Die Habseligkeiten der 15 Seeleute, die am 2. Tag nach der Strandung abgeborgen wurden, sollen sich noch unversehrt an Bord befinden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenschaden legte Kreuzfahrtveteranen lahm
(13.11.12) Am 9.11. „humpelte“ das maltesische Kreuzfahrtschiff "Saga Ruby", 24992 BRZ (IMO-Nr.: 7214715), nach einem Maschinenschaden in den Hafen von Porto in Portugal. Der Schaden war so groß, dass die geplante Rückreise nach Southampton abgesagt werden musste. Saga Cruises flog ein Team nach Porto ein, um die Rückkehr der gestrandeten Passagiere nach England zu organisieren, die per Flugzeug oder Bus die Weiterreise antreten mussten. Derweil wurden in Porto Notreparaturen durchgeführt, damit das Schiff am 10.11. die Fahrt nach Bremerhaven antreten konnte, wo ohnehin eine Dockung bei der Lloyd-Werft anstand, wo das 1973 als „Vistafjord“ erbaute Schiff für vier Millionen Pfund für die letzten Fahrten bis zur Außerdienststellung im Januar 2014 aufgefrischt werden sollte. Die Abschiedsreise soll am 7.12.2013 in Southampton beginnen und einen Monat lang in die Karibik führen. Auch die nächste Fahrt, die von Southampton in die Ostsee geht, soll planmäßig beginnen. Die Passagiere der abgebrochenen Fahrt erhalten eine Entschädigung.
Quelle: Tim Schwabedissen



Werftarbeiter von brechender Trosse schwer verletzt
(13.11.12) Am Abend des 8.11. um 20 Uhr kam es zu einem Unfall auf dem Gelände der Flensburger Schiffbaugesellschaft. Die türkische Fähre "Ulusoy 14, (35000 BRZ (IMO-Nr.: 9506253), war dabei, nach einer Werftprobefahrt, die auf der Ostsee bis nach Vigerö geführt hatte, wieder an der Ausrüstungspier der Flensburger Werft anzulegen. Vermutlich durch einen technischen Defekt machte das 208 Meter lange Schiff, das bereits teilweise festgemacht war, plötzlich wieder Fahrt voraus in Richtung Hafen auf. Eine Trosse am Bug brach und schnellte mit großer Wucht durch die Luft. Ein Werftmitarbeiter wurde getroffen und schwer verletzt. Der 48-Jährige hatte unmittelbar vor dem Unfall noch die drohende Gefahr erkannt und andere Arbeiter gewarnt. Er selbst versuchte zwar, sich mit einem Sprung auch noch in Sicherheit zu bringen, wurde aber dann schwer getroffen. Der Verunglückte wurde per Rettungswagen in die Diakonie gebracht. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei sowie der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU) dauerten an, wobei auch der Datenrekorder des Neubaus ausgewertet werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen



"Floatel Superor" (Bild: Ake Olsen)   Großbild klick!
Schwingender Anker schmirgelte Smiley in Bein der „Floatel Superior“
(12.11.12) Nachdem die unter Bermudas-Flagge registrierte Unterkunftsplattform "Floatel Superor", 27920 BRZ (IMO-Nr.: 8769896), an der Vestbase in Kristiansund vertäut war, wurden die Schäden an den Ballasstanks sichtbar. Der Anker, der noch am beschädigten Bein herabhing, hat mindestens drei Löcher in den Stahl gerissen, an dem auch starke Spuren von Farbabrieb ironischer Weise in Form eines Smileys erkennbar waren, die beim wiederholten Kontakt des Ankers mit dem Bein entstanden waren. Am Nachmittag des 11.11. war die Aak IRV in Kristiansund mit den Vorbereitungen zur Reparatur beschäftigt. Sie hat ungefähr 30 Arbeiter vor Ort. Die schwedischen Eigner der Plattform, Floatel International, äußerten die Hoffnung, dass die Reparaturen am Rig nur eine Woche dauern könnten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter zerteilte Cuxhavener Mole
(12.11.12) Am Morgen des 10.11. rammte der holländische Frachter „Merwedijk" 6420 BRZ (IMO-Nr.: 9242986), die westliche Außenmole des Cuxhavener Hafens, nachdem er vom Europakai mit Kurs Rotterdam abgelegt hatte. Um 5.13 Uhr kam es zu einem Maschinenblackout, und der Bug des Frachters brach durch die Betonmole, nachdem das Schiff auch mit einem Notankermanöver nicht rechtzeitig hatte aufgestoppt werden können. Nach Abschluss der Untersuchungen setzte das Schiff mit eintägiger Verspätung die Reise am Morgen des 11.11. fort und erreichte den Rotterdamer Amazonehafen am 12.11. um 1.20 Uhr. Seit 8.50. Uhr lag es am Euromax Terminal.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter treibt im Japanischen Meer
(12.11.12) Der russische Frachter „ST Wind“ erlitt am Nachmittag des 11.11. rund 50 Meilen östlich des Hafens von Olga in der Primorskiy Region Maschinenausfall und trieb mit rund zwei Knoten auf die Küste zu. Der Bergungsschlepper “Lazurit” machte sich auf den Weg zum Havaristen und wurde am Morgen des 12.11. dort erwartet. Der Frachter war von Tokio nach Vanino unterwegs. Die „ST Wind“, 4706 tdw (IMO-Nr.: 8900983), wurde 1991 erbaut und läuft für die Shipping Trans Group in Wladiwostok.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffsoffizier muss wegen Fahrerflucht nach tödlicher Kollision in Haft
(12.11.12) Der Russe Vasiliy Ogarkov, ehemaliger 1. Offizier des Tankers „Sichem Pandora“, wurde am 6.11. in Zypern verhaftet. Ihm wird die Verantwortung für die Kollision des Schiffes mit dem 14,4 Meter langen, französischen Kutter „Klein Familie“ und des Todes von fünf seiner sechs Besatzungsmitglieder am 5.1.2006 im Englischen Kanal angelastet. Der Tanker hatte sich anschließend vom Unfallort entfernt. Die französischen Behörden hatten ihn dann zum Einlaufen nach Dünkirchen gezwungen, wo Farbproben am Bug genommen wurden und als Farbe von dem Kutter identifiziert wurden. Da die „Sichem Pandora” zu der Zeit unter Malta-Flagge lief, führten auch die dortigen Behörden eine Untersuchung durch, die am 18.4.2012 abgeschlossen wurde und ebenfalls zu dem Ergebnis kam, dass der Tanker in die Kollision verwickelt war. Beide Schiffe hatten nachlässig navigiert, wobei der Hauptfehler bei den Franzosen lag, die in einer verkehrsreichen Zone ihre Netze ausgeworfen hatten, ohne einen ausreichenden Ausguck zu haben und ohne alle empfohlenen Lichter zu führen. Ogarkov wird nun wohl zum Haftantritt an die maltesischen Behörden überstellt werden. Der Chemikalientanker „Sichem Pandora“, 9215 tdw (IMO-Nr.: 9050412), läuft heute als „Gulf Adeventure“ unter Panama-Flagge im Management der Norwegian Eitzen Group.
Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiffer wegen Trunkenheit am Ruder zu Haft auf Bewährung verurteilt
(12.11.12) Der Kapitän des belgischen Binnenschiffes "Ronita" (MMSI-Nr.: 205497390) wurde am 9.11. in Middelburg zu einer Geldstrafe von 1800 Euro und einer Haftstrafe, die zu zwei Jahren auf Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. So lange darf er auch keine niederländischen Gewässer anlaufen. Er war schuldig befunden worden, mit der "Ronita" am 24.5. den Tanker "Polargas", der mit 10,034 Tonnen Ammoniak beladen war, auf dem Gent-Terneuzen Kanal gerammt zu haben. Außerdem stieß es mit dem Schubschlepper „Henry VII" an der Düngermittelfabrik Yara im Has Hafen zusammen, bevor es auf einer Sandbank zum Stillstand kam. Es stellte sich heraus, dass der Kapitän das fünffache der zulässigen Alkoholmenge im Blut hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vendée-Globe Racer kam nur 60 Meilen weit
(12.11.12) Nach nur 60 Meilen musste am 11.11. die “Safran” von Marc Guillemot das Vendée Globe Race aufgeben, nachdem das Boot mit einem Stück Treibgut kollidiert war und Teile des Kiels verloren hatte. Es wurde gegen drei Uhr früh nach La Trinité-sur-Mer eingeschleppt, wo es erst gegen 14 Uhr des Vortags gestartet war. Der Titankiel soll nun metallurgisch untersucht werden, um die Ursache des Bruchs ausfindig zu machen. Für das 18 Meter lange Boot ist das „härteste Rennen“ der Welt in jedem Fall vorbei – es gibt keinen Ersatzkiel. Es sollte nun in seinem Heimathafen La Trinité-sur-Mer aus dem Wasser geholt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Stranerosion legte Schonerwrack frei
(12.11.12) In Surf City hat der Hurrikan Sandy am Strand von Topsail Island einen Teil des Wracks des Dreimastschoners „William H. Sumner” freigespült. Das Schiff war 1919 gestrandet, der Kapitän kam unter mysteriösen Umständen um. Die Coast Guard hatte das Wrack kurz nach der Strandung gesprengt, weil es ein Navigationshindernis darstellte. Das nun freigelegte Teil ist komplett vom Restwrack des 165 Fuß langen 489-Tonners abgebrochen, der zum größeren Teil am Südende der Insel auf dem Grund des Atlantiks liegt.
Ein Teil des Wracks liegt derzeit in einem Labor in Fort Fisher, wohin es verfrachtet wurde, nachdem eine Gruppe von Fischern vor einem Jahr verbotener Weise versucht hatte, es vom Strand zu entfernen. Erstmals war das Wrack vor 10 Jahren entdeckt worden. Die meisten Schiffe, die an der Küste von North Carolina scheiterten, liegen auf den Außensänden und sind von daher nicht für Strandgänger sichtbar. Der Schoner war im Transport von Holz und Phosphat 30 Jahre lang beschäftigt gewesen, bis er am 7.9.1919 zu dicht unter Land kam und aufsetzte. Wenig später war der 24-jährige Kapitän tot. Er habe sich wegen der Havarie auf seiner ersten Reise als Kapitän selbst erschossen, sagte danach der 1. Offizier aus. Doch später stellte sich anhand von Indizien und Beweisen heraus, dass dieser ihn ermordet hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Vermisste vor chinesischer Küste
(12.11.12) Vor Shanghai schlug am 11.11. um 23.15 Uhr der Kutter „Suqiyu 03349” leck und sank rund 130 Meilen nordöstlich der Mündung des Yangtse Flusses. Von der neunköpfigen Crew wurden vier Mann wenig später von Schiffen in der Nähe gerettet. Fünf wurden vermisst, die Suche durch andere Kutter sowie Rettungskräfte des Shanghai Maritime Search and Rescue Center sowie des East China Sea Rescue Bureau dauerte an.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gekentertes Flussboot nach acht Tagen geborgen
(12.11.12) Das 60 Fuß lange Hausboot „Gurnamore“, das auf dem River Nene am 2.11. gesunken war, konnte am 10.11.endlich geborgen werden. Zuvor waren Versuche, das Schiff, das in Northamptonshire bei starker Strömung in eine Schleuse bei Ditchford unweit von Wellingborough, getrieben und gesunken war, zu heben, gescheitert. Andauerndes schlechtes Wetter mit starkem Regen hatte die Bergung bis dahin vereitelt. Die zweiköpfige Crew, ein Paar aus Swavesey, hatte sich auf eine Flussbank retten können, nachdem der 14-Tonner außer Kontrolle geraten und ins Schleusentor getrieben war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker soll baldmöglichst zur Reparatur
(12.11.12) Der indische Tanker „Pratibha Cauvery“ wird solange am Haken des Schleppers "Malavya 21" bleiben, bis ein Platz zur Reparatur gefunden ist. Dies könnte entweder im Hafen von Chennai oder der Werft im 32 Kilometer nördlich gelegenen Kattupalli sein. Der Tanker erwartet die Freigabe, wenn die Untersuchungen durch Taucher an Schiffsboden und Propellern abgeschlossen sind. Diese könnten ein bis zwei Tage dauern. Es hat beide Anker verloren und immer noch Öl an Bord. Am 11.11. um 18.25 Uhr war es nach mehrfach gescheiterten Versuchen vom Strand freigekommen, nachdem Ballastwasser den Schwerpunkt verändert und der Bug über Steuerbord nach See hin gedreht wreden konnte. Der Bergungsversuch hatte um 17.45 Uhr begonnen und eine Dreiviertelstunde gedauert. Polizei, Schifffahrtsbehörden und das Tamil Nadu Maritime Board haben Untersuchungen eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Redningsselskabet (Bild: Redningsselskabet)   Großbild klick!
Rettungskreuzer schleppte Frachter bei Solværsbåen ab
(11.11.12) Das NSSR-Rettungsboot "Erik Bye” wurde am 11.11. alarmiert, nachdem der norwegische Frachter “Scan Trader", 485 BRZ (IMO-Nr.: 6423888), auf der Fahrt von Bodoe nach Kristiansund südlich von Solværsbåen Maschinenschaden erlitten hatte. Die "Erik Bye" nahm den Havaristen bei ruhiger See auf den Haken und nahm samt dem gewichtigen Anhang Kurs auf Skretting in Kristvik auf Averøya, wo der Schaden behoben werden sollte, während das Schiff seine Ladung löschte. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf russischer Fischfabrik
(11.11.12) In der Nacht zum 10.11. brach an Bord der russischen Fischfabrik “Master” in der Korf-Bucht in der Beringsee ein Feuer aus. Sie war mit Fischprodukten zu der Zeit unterwegs zu einem Kühlschiff. 76 der 84 Crewmitglieder wurden evakuiert, der Rest ging gegen den Brand vor. Gegen 03.00 Uhr früh war der Brand gelöscht, die Crew suchte noch nach verbliebenen Hotspots. Das Schiff wurde dann nach Petropavlovsk-Kamchatskiy abgeschleppt. Wahrscheinlich wurden Maschinenraum und Brücke in Mitleidenschaft gezogen. Die ehemals südkoreanische „Master“, 6195 tdw (IMO-Nr.: 6821573) läuft für die OOO Attika, Sakhalin.Quelle: Tim Schwabedissen



Kurzschluss schmolz Fährenmotor
(11.11.12) Die amerikanische Fähre "Walla Walla" (MMSI-Nr.: 366710810) könnte möglicherweise für Jahre außer Gefecht gesetzt worden sein. Bei Überholungsarbeiten wurde einer der vier Antriebsmotoren durch einen Kurzschluss an der WSF Werft in Eagle Harbor auf Bainbridge Island schwer beschädigt. Stahl und Kupfer schmolzen, der Schaden mutete wie nach einer Explosion an. Das 134 Meter lange Schiff wird mindestens für mehrere Monate repariert werden müssen, je nach Austauschbedarf sogar bis zu zwei Jahre. Quelle: Tim Schwabedissen



Floatel erreichte Kristiansund
(11.11.12) Die unter Bermudas-Flagge laufende Unterkunftsplattfrom "Floatel Superior", 27920 BRZ (IMO-Nr: 8769896), erreichte in der Nacht zum 10.11. Kristiansund. Sie hatte die 70 Meilen vom Njord-Feld zur Öl-Basis mit eigener Kraft und 38 Mann an Bord zurück gelegt. Im Laufe des 10.11. wurde sie in den Hafen geschleppt und an Kai 6 von Vestbase gelegt. Unter deren Leitung begann die Aak IRV am 11.11. mit allen verfügbaren Arbeitern mit den Schweißarbeiten. Mindestens zwei Löcher wurden in den Ballasttanks festgestellt. Die Arbeiten werden ein bis zwei Wochen dauern. Eigner, Statoil und PTIL (Petroleumstilsynet) sowie die Polizei begannen mit Untersuchungen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Skjerjehamn auf Grund gelaufen
(11.11.12) Am 9.11. um 17.40 Uhr lief bei Skjerjehamn in Gulen ein 30 Meter langer Frachter mit zwei Mann Besatzung auf Grund. Es lief für die Vestfrakt A/S. Ein NSSR-Rettungsboot kam zu Hilfe und befreite den Havaristen mit der folgenden Flut. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank in Haugesund
(11.11.12) In Haugesund sank am 10.11. ein 37 Fuß langer Kutter an der Vico Pier nördlich von Smedasundet unweit der Brücke über den Bakarøynå (Hasseløy). Die Feuerwehr wurde alarmiert, als ein Wassereinbruch festgestellt worden war, konnte das Schiff aber nicht mehr halten, und es ging unter. Ein Mobilkran wurde gerufen, und drei Feuerwehrtaucher brachten Hebegurte an. Am Abend konnte der Kran das Schiff in diesen an Land heben. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker vor Chennai geborgen
(11.11.12) am 11.11. gelang des, den gestrandeten indischen Tanker "Pratibha Cauvery" mithilfe des Schleppers “Malvya 21” vom Basant Nagar Beach zu bergen und auf die Außenreede von Chennai zu schleppen, wo Taucher den Rumpf auf Schäden untersuchen sollten. Am Vortag war Wasserballast abgepumpt und der Bug zunächst 10, später 60 Grad herumgezogen worden. Das Hohe Gericht von Madras hat das Schiff derweil arrestiert, bis an die ertrunkenen Seeleute Kompensationen gezahlt wurden. Außerdem sei das Schiff nicht seetüchtig, habe zu wenig Treibstoff an Bord gehabt und nicht ausreichend Nahrung. Bereits im Juli waren in Visakapatnam etliche Verstöße gegen Sicherheitsstandards moniert worden. Es habe ein Ölleck im Maschinenraum gegeben, und das Satellitenkommunikationssystem habe keine Stromversorgung gehabt. Die Berger von Smit International, die mit einem neunköpfigen Team vor Ort waren, sagten, Maschine und Generatoren hätten ebenso wie das VHF funktioniert, das bei der Bergung genutzt worden sei. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter auf Geisterfahrt durch Massachusetts Bucht
(11.11.12) Aus Magnolia Harbor trieb in der Nacht zum 7.11. ein 40 Fuß langer Kutter, die „David & Jenna”, ab und fand sich tags darauf 30 Meilen südöstlich in Cohasset auf einem felsigen Strand wieder. Die im Uhrzeigersinn sich bewegenden Strömungen hatten den Kutter vor einem Nordost-Sturm her über die Massachusetts-Bay auf den entlegenen Strand gedriftet. Hier wurde er am Morgen des 8.11. entdeckt und der Eigner aus Worcester verständigt. Die f 3A Towing and Recovery wurde mit der Bergung des Fiberglas-Bootes beauftragt. Im Laufe des Tages halfen Fischer aus Cohasset, es aufzurichten. Die U.S. Coast Guard und die Feuerwehr und Polizei von Cohasset halfen den Männern nach Kräften. Quelle: Tim Schwabedissen



Tauchgänge zur „Amurskaya“ unterbrochen
(11.11.12) Am 10.11. mussten die Tauchuntersuchungen am Wrack der "Amurskaya" für etwas vier Tage wegen herannahenden schlechten Wetters unterbrochen werden. Zuvor waren das Ruderhaus, die Kapitänskajüte und einige andere Innenräume des Wracks, das 25 Meter tief unter Wasser liegt, untersucht worden. Von acht Seeleuten fehlte weiter jede Spur. Quelle: Tim Schwabedissen



Segler der „Windigo“ hatten noch nie so viel Angst
(11.11.12) “Wir hatten noch nie so viel Angst gehabt”, sagten die beiden Segler der 38 Fuß langen Yacht „Windigo“, Stephen Jones und Tania Davies, nach ihrer glücklichen Rettung im Pazifik. Der 52-jährige Skipper, der 20 Jahre in Perth gelebt hatte und seit 25 Jahren segelt, war seit drei Jahren von der Karibik nach Neuseeland unterwegs gewesen, seine Freundin war vor 18 Monaten hinzugestoßen. Als sie von Tonga nach Auckland ausliefen, hatte perfektes Wetter geherrscht. Doch auf halbem Wege zwischen Tonga und Fiji erreichte sie drei Tage später ein Sturm. Eine Welle drückte das Schiff unter Wasser, als es durchkenterte, wurden beide Segler bewusstlos und am Kopf verletzt. Wie kleine Bälle wurden die Segler herumgeschleudert, alles krachte. Die Yacht wurde von 46 Meilen schnellem Wind umhergeworfen. Das Paar funkte Mayday und aktivierte das EPIRB, ehe es sich in der Kajüte verbarrikadierte. Drei Tage lang war ihr Boot ein Spielball der Wellen und nahm zusehends Schaden. Das Ruder brach, die Maschine und die Luken wurden beschädigt. Am Morgen des 8.11. dann kam die Rettung in Gestalt des Frachters “Chengtu“, der 15 Stunden lang auf die Position zugeeilt war, so schnell es die 10Meter hohen Wellen erlaubten. Die Dunkelheit zwang zu einer weiteren Nacht des Abwartens, bis am folgenden Morgen die Rettung gewagt wurde. Der Frachter manövrierte sich parallel zur angeschlagenen Yacht und gab ihr Lee. Mit einer Schlinge wurden die Segler dann auf Deck gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsarbeiten an Booten vor Oahu
(11.11.12) Die 40 Fuß lange „Boom Boom”, die am 6.11. gegen Mitternacht auf einem Korallenriff nahe der Ahu O Laka Sandbank vor der Kaneohe Bay festkam, und ein am 5.11. gestrandetes 36-Fuß-Boot vor dem Waianae Beach gelaufen auf Oahu sollen in Kürze geborgen werden. Am Morgen des 9.11. wurde die „Boom Boom“ in staatlichen Besitz genommen, nachdem der Eigner nicht in der Lage war, Schritte zur Bergung einzuleiten. Diese wird 30,000 Dollar kosten, für die es einen Spezialfonds gibt. Ein Berger wurde geheuert, das Schiff um den 12.11. freizuschleppen. Am 9.11. wurden giftige Materialien und Öl von Bord geholt. Der Eigner des 36-Fuß-Bootes, das unweit der Makaha Surfside Apartments liegt, versuchte sein Boot selbst zu räumen. Es musste dazu in Stücke zerschnitten und auf einem Tieflader abtransportiert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank in Nexø
(11.11.12) In der Nacht zum 11.11. sank ein 27 Meter langer, alter Kutter in Nexø. Der Eigner hatte an Bord geschlafen, ein Anwohner hatte die Schlagseite bemerkt und die Polizei alarmiert. Das Berdeskabscentret leget Ölsperren aus. Der Kutter gehörte einem Engländer. Als er aufwachte, stand das Hauptdeck bereits unter Wasser. Als die Polizei von Bornholm vor Ort eintraf, hing der Kutter in seinen Trossen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter während Überfahrt nach Kristiansund aufgerissen
(11.11.12) Der norwegische Frachter "Torvang", 998 BRZ (IMO-Nr: 6902808), erlitt am 9.11. auf der Fahrt von Sunndalsøra nach Kristiansund Wassereinbruch im Vorschiff. In den Laderaum drang Wasser ein. Dies wurde erst entdeckt, nachdem der Frachter an der Husøya Industrial Area in Bolga in Kristiansund gegen 16 Uhr festgemacht hatte. Im Rumpf klaffte ein Riss von 50 Zentimetern Länge und und fünf Zentimetern Breite an Steuerbord, rund einen Meter unter der Wasserlinie. Die Feuerwehr wurde zum Lenzen gerufen, ein Rettungsboot mit Tauchern half, den Riss abzudichten, und die Firma Hage & Bergsli löschte die Fracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker drohte in Hamburg zu sinken
(11.11.12) Am 9.11. um 5.26 Uhr rief der Kapitän des deutschen Binnentankers "Dresden 2”, 2003 ts (EU-Nr.: 04806640), die Feuerwehr in Hamburg, nachdem in seinem Schiff, das im Köhlfleet-Hafen lag, ein 20 Kubikmeter großer Raum im Vorschiff vollgelaufen war. Die Feuerwehr setzte Tauchpumpen ein, ihn zu lenzen, und pumpte 20 Tonnen Wasser-Öl-Gemisch in einen benachbarten Tank, um so eine Ölverschmutzung im Hafen zu vermeiden. Der Tanker hatte Schweröl geladen. Um 10.18 Uhr war der Einsatz beendet, und eine Spezialfirma machte sich daran, das kontaminierte Wasser zu entsorgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter saß nach Maschinenausfall fest
(11.11.12) Der unter Färöer-Flagge laufende Frachter "Mokosica", 1653 BRZ (IMO-Nr.: 9340738), erlitt am 9.11. zwischen Kjeholmen und Valderøya Maschinenausfall. Das Schiff drohte zu stranden und konnte per Notankerung an einer Pier gestoppt werden. Das Rettungsboot "Emmy Dyvi" wurde zu Hilfe gerufen. Der Frachter war mit sechs Mann auf der Fahrt nach Kristiansund gewesen, alss er nach dem Maschinenausfall im Valderhaugfjord bei Valderøya zwischen Mulelid und Valderhaug havarierte. UUm 9.55 Uhr lief die "Emmy Dyvi" aus Ålesund aus und nahm um 10.20 Uhr den Frachter gen Ålesund auf den Haken. Quelle: Tim Schwabedissen



"Pratibha Cauvery"
(Bild: Vijayamurthy Saudagapala)   Großbild klick!
Trosse gebrochen – Tanker weiter auf Strand bei Chennai
(09.11.12) Der erste Versuch, den indischen Tanker "Pratibha Cauvery" vom Strand bei Chennai zu bekommen, ist am Nachmittag des 8.11. gescheitert. Vor Beginn der Arbeiten war mithilfe eines transportablen Diesels Ballastwasser aus dem Achterschiff abgepumpt worden, um dieses leichter zu machen.
Gegen 14 Uhr begann dann die "Malaviya 21", den Havaristen an einer 400 Meter weit ausgefahrenen Trosse zu ziehen. Beim höchsten Wasserstand konnte der Bug ein wenig herumgebracht werden, während das Heck sich nicht bewegte. Um 15.40 Uhr brach die Trosse, und um 115.52 Uhr fiel das Wasser wieder, sodass der Versuch abgebrochen werden musste. Die nächste Flut wurde am 9.11. um 3 Uhr erwartet. Die "Malaviya 21" wird nur bis zu dem Abend dieses Tages verfügbar sein.
Deshalb sollte der nächste Anlauf gemeinsam mit der „SCI Ratna", die bisher auf standby war, durchgeführt werden. Ein Bericht zur Strandung sollte durch die örtlichen Schifffahrtsbehörden bis zum 1.12. fertiggestellt sein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Taucherschiff auf Riff
(09.11.12) Am 3.11. lief das Taucherschiff „Heaven Harmony“ vor Berenice auf ein Riff. Alle Fahrgäste und Crewmitglieder konnten das Schiff unverletzt mit Zodiacs verlassen. Sie wurden in Begleitung des Diveguides auf eine Insel gebracht. Hier wurden sie in Hotels einquartiert. Die Schadensuntersuchung und Bergungsmaßnahmen am Schiff wurden in die Wege geleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kampf um gestrandete Brigg in Marbella
(09.11.12) Vor Puerto de la Bajadilla in Marbella sind derzeit verzweifelte Versuche im Gange, die im vergangenen Monat auf Grund gelaufene tschechische Brigg „La Grace“ zu retten. Dazu wurde das Schiff inzwischen um schwere Ausrüstungsgegenständen erleichtert. Es musste auch rund um die Uhr bewacht werden, um Plünderer abzuhalten. Entweder könnte es von großen Mobilkränen an den nur einen Steinwurf entfernten Strand gehievt oder mit Kranpontons zu einer Werft gebracht werden. Der Nachbau eines Schiffes aus dem 17. Jahrhundert, dessen gleichnamiges Vorbild (1621-1686) von dem Tschechen Augustine Herman befehligt wurde, war in einem Sturm in der Nacht zum 26.10. vom Anker losgerissen, und dann fiel die Maschine aus. Mit dem Heck voran trieb die „La Grace“ auf Grund, und das Ruder brach ab.
Die achtköpfige Crew konnte sich unversehrt an Land retten. Das Schiff aber blieb mit 20 Grad Backbord-Schlagseite auf 8711519 ° W, 36.5072692 ° N in nur 1,5 Metern Wassertiefe liegen und schlug leck. Das Innere wurde durch eingedrungenes Wasser zerstört, auch der Rumpf hat bereits erheblichen Schaden genommen und der Kiel abgerissen. Eine Baggerfirma wurde mittlerweile gefunden, die es aus dem Sand befreien und nach Algericas soll, bevor die Wellen es weiter zerschlagen. Die Versicherung hat zugesagt, für Reparaturen, aber nicht für die Bergung, die mindestens 90000 Euro kosten wird, aufzukommen.
Die “La Grace” war erst am 5. Dezember 2010 in Suez vom Stapel gelaufen, nachdem sie zwei Jahre zuvor auf Kiel gelegt und in traditioneller Bauweise fertiggestellt worden war. Die Konstruktionspläne waren von dem schwedischen Schiffsbauer Fredrik Henrik af Chapman 1768 entworfen worden. Das Vorbild war in Europa, Amerika und der Karibik unterwegs und eroberte als Kaperschiff zwei spanische Segler mit Zucker, Wein und Tabak bei Guatemala. Masten und Rigg wie auch die Kanonen entstanden bei Vilém Pavlica in Valašské Mezirící.
Dutzende von Freiwilligen waren seit Juni 2009 an der Fertigstellung beteiligt. Am 1.5.2011 wurde die „La Grace“ in Piräus getauft und danach vornehmlich im Mittelmeer, aber auch in Afrika und der Karibik für Touristen angeboten. Der in Prag beheimatete 126-Tonner ist 32,3 Meter lang und hat 364 Quadratmeter Segelfläche.
Quelle: Tim Schwabedissen



Entfernter Flansch führte zum Tod von fünf Seeleuten
(09.11.12) Eine erste Untersuchung des Todes von fünf Besatzungsmitgliedern des indischen Flüssiggastankers “Mahrshi Krishnatreya”, 23878 BRZ (IMO-Nr.: 8821682), am 5.11. hat herausgefunden, dass das Team einen Flansch entfernt hat, ohne zuvor die Inertgasversorgung zu stoppen, wodurch sie in Ohnmacht fielen und erstickten. Der Flansch sollte das Eindringen von Gas in das Rohrsystem verhindern. Das Unglück hatte sich im Kompressor-Raum ereignet, als das Schiff war 120 Meilen vor Gujarat war. Die Varun Shipping Company übermittelte diese Erkenntnisse am 8.11. an den Bombay Stock Exchange.
Quelle: Tim Schwabedissen



Happy End in Seglerdrama vor Neuseeland
(09.11.12) Die beiden Segler der leckgeschlagenen Yacht “Windigo” wurden am Morgen des 9.11. gegen neun Uhr erschöpft, aber ohne gefährliche Verletzungen an Bord des unter Hongkong-Flagge laufenden Frachters “Chengtu“, 18391 BRZ (IMO-Nr.: 9007362), genommen. Leinen waren über Bord gehängt worden, an denen der 52-jährige Brite und seine 43-jährige Mitseglerin aus Auckland an Bord gezogen wurden. Beide hatten leichtere Kopfverletzungen davongetragen, als ihre Yacht zwei Tage nach dem Verlassen der Gewässer von Tonga gekentert war. Der Mann hatte auch eine Rückenverletzung davongetragen. Beide sollten an Bord des Frachters untersucht werden, während dieser auf Südkurs ging, um am späten Nachmittag mit der HMNZS “Otago“ der neuseeländischen Marine zusammen zu treffen. Anerkennung wurde neben der Frachtercrew auch der Yacht “Adventure Bound”, die über Nacht auf Standby gewesen war, sowie der P-3 Orion der Royal New Zealand Air Force, die drei Mal zur Yacht geflogen war, um die Kommunikation zu sichern, sowie einer französischen Maschine, die zweimal von Noumea gekommen war, gezollt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Havarie in den Dardanellen
(09.11.12) Der türkische Frachter “Denizkonak”, 3350 tdw, erlitt am Morgen des 8.11. beim Transit der Dardanellen auf der Fahrt von Istanbul nach Psachna Maschinenausfall. Ein Schlepper nahm den Havaristen auf den Haken, und gegen neun Uhr war er vor Lapseki in den nördlichen Dardanellen Anker. Die „Denizkonak“ wurde 2004 erbaut und hat als Manager die Selmar Denizcilik Sanayi ve Ticaret A.S.
Quelle: Tim Schwabedissen



Amsterdam Bridge ging zwei Monate nach Feuer ankerauf
(09.11.12) Der Containerfrachter „Amsterdam Bridge“, 42112 BRZ (IMO-Nr.: 9450911), verließ am 8.11. die Außenreede von Mumbai, wo er nach einem Feuer und einer Explosion in der Ladung am 9.9. fast genau zwei Monate geankert hatte. Das Schiff lief mit reduzierter Geschwindigkeit westwärts, vermutlich zu einem Reparaturhafen. Vor wenigen Tagen erst war verlautbart worden, das Feuer sei aus und alles unter Kontrolle. Der 260 Meter lange und 32,2 Meter breite Frachter der Stadt Marburg GmbH wurde 2009 erbaut und läuft im Management der Thien & Heyenga Bereederungs- und Befrachtungs GmbH in Hamburg.
Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter Jorker Reeder vor Philippinen auf Grund gelaufen
(09.11.12) Der unter Antigua-Flagge laufende Containerfrachter „Conmar Cape“, 6277 BRZ, lief am 3.11. vor der Subic Bay in den Philippinen auf der Fahrt von Manila nach Hongkong auf Grund. Am 9.11. lag das Schiff offenbar weiter fest, das AIS war abgeschaltet. Die “Conmar Cape” (IMO-Nr.: 9242572) hat eine Tragfähigkeit von 7968 Tonnen und eine Containerkapazität von 735 TEU. Sie wurde 2002 auf der J.J. Sietas Werft in Hamburg-Neuenfelde erbaut und hat als Manager die Conmar Shipping GmbH in Jork.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wohnplattform mit 2,1 Knoten unterwegs nach Kristiansund
(09.11.12) Die unter Bermudas-Flagge laufende Wohnplattform "Floatel Superor", 27920 BRZ (IMO-Nr.: 8769896), war in der Nacht zum 9.11. mit eigener Kraft, aber eskortiert von zwei Versorgern, mit 2,1 Knoten Fahrt auf dem Weg nach Kristiansund und stand gegen 10 Uhr früh westlich von Smøla. Am 10.11. sollte das Rig, auf dem sich 38 Mann Besatzung befanden, den Ölhafen erreicht haben, wo der Schaden untersucht werden soll. Das Wetter hatte sich unterdessen im Vergleich zu den drei Vortagen gebessert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter bei Saint Marcouf gehoben
(09.11.12) Der französische Kutter “P'tit Jaune", der Anfang September südlich der Îles Saint-Marcouf nach einem Feuer gesunken war, wurde am 8.11. gegen neun Uhr durch die Berger von Neptune Services aus Cherbourg gehoben. Drei Taucher waren an der Bergung aus 12 Metern Tiefe beteiligt, die vier Hebesäcke anbrachten. Danach wurde das Schiff zur weiteren Untersuchung nach Saint-Vaast-la-Hougue gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Patroullienboot
(09.11.12) Das Überwachungsschiff „MCS 3002“der philippinischen Coast Guard wurde am 9.11. von dem Frachter “John Oliver” vor Palawan gerammt und beschädigt, als dieser nach Puerto Princesa City einlaufen wollte. Die “MSC 3002” hatte vor dem Hafen geankert und wurde am Bug getroffen. Es dient der Fischereiüberwachung vor Palawan.
Quelle: Tim Schwabedissen



Toter in Wrack der „Amurskaya“ entdeckt
(09.11.12) Russische Taucher haben am 9.11. einen Toten im Wrack des gesunkenen Frachters "Amurskaya" entdeckt und aus 25 Metern Tiefe geborgen. Er soll nun auf seine Todesursache hin untersucht werden. Der Fund fand beim vierten Tauchgang am Wrack statt. Bei ruhigeren Wetterbedingungen konnten die Taucher in alle Abteilungen vordringen. Zuvor war festgestellt worden, dass die Rettungsinseln des Schiffes fehlten, was Hoffnungen auf eine Nutzung durch die Crew genährt hatte. Am Vortag war eine beschädigte, leere 20-Personen-Rettungsinsel nahe der Insel Feklistov entdecckt worden. Weiterhin wurde die Küstenliie der Shantar-Inseln abgesucht. Derweil sagten Experten, dass die Ladung 4.2 Kilogramm Gold mit einem derzeitigen Marktwert von 230,000 Dollar enthielt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter mit Pfanne gelenzt
(09.11.12) Am Morgen des 8.8. strandete bei Taieri Mouth der 10 Meter lange Kutter “Impact” auf dem Weg von Bluff zur Deborah Bay. Erst war er während der Überführung bei Pounawea auf Grund gelaufen. Der Skipper, ein ehemaliger Lasterfahrer, wollte daraufhin bei Taieri Mouth Schutz suchen, doch auf dem Weg dorthin kam es zu einem Motorbrand. Wenig später kam er bei der südlichen Taieri Mouth Bar ein weiteres Mal fest. Notraketen wurden vom Skipper abgefeuert, dem es aber nicht gelang, damit Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen oder per VHF Funkkontakt zu Rettungsdiensten herzustellen und dessen Mobiltelefon keinen Strom mehr hatte. Schließlich wurde er von zwei Mitgliedern der Brighton Surf Life Saving gerettet. Am nächsten Tag kehrte der Skipper mit einem Freund zurück und versuchte u.a. mithilfe einer Pfanne, den Kutter zu lenzen, um ihn mit der Flut freizubekommen, vergebens. Schließlich wurde er gegen 21.30 Uhr freigeschleppt und von der „Schemer and Mantaray“ zur Taieri Mouth Wharf gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Miner-Wrack hat eher positive Auswirkungen auf Umwelt
(09.11.12) Transport Canada hat eine Verantwortung für eine Räumung des Wracks des Frachters “Miner” von Scatarie Island von sich gewiesen, weil er keine Schifffahrtsgefährdung darstellt. Die Bennington Group hat die Bergung am 6.11. aufgegeben. Die Frage ist nun, wie das Schiff den Winter übersteht, und ob es gesichert werden kann. Derweil hat ein Professor der Cape Breton University die befürchteten Unweltschäden herabgespielt. Bruce Hatcher, der die Forschung über marine Ökosysteme am CBU’s Bras d’Or Institute leitet, hat das Wrack unlängst betaucht und keine Zeichen einer Verschmutzung entdeckt. Alles war voller Algen und den darin lebenden Tieren, Das zerfallende Wrack hat eine Menge Strukturen auf dem Meeresgrund erzeugt, die besiedelt werden. Es gebe keine toxischen Stoffe, und der Verbleib sei umwelttechnisch neutral, wenn nicht positiv zu bewerten.
Quelle: Tim Schwabedissen



12 Schiffbrüchige vor Muara Baru gerettet
(09.11.12) Die “Maju Setia”, 30 BRZ, sank am 8.11. vier Meilen vor dem Muara Baru Port, Penjaringan in Nord-Jakarta unweit von Ayer Island. Die 12-köpfige Besatzung wurde von der Polizei gerettet. Die Patroullienboote “VII-1017”, das als erstes vor Ort war, sowie die “VII 1016” und “VII-1015” brachten sie unversehrt zum Jakarta Police Water Police Directorate Headquarter in Pondok Dayung, Tanjungpriok zur Befragung. Die „Maju Setia“ war von Muara Baru gekommen, als sie bei ruhigem Wetter leckschlug.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm verwüstete New Bedford Harbor
(09.11.12) In New Bedford Harbor lief am 8.11. der Kutter “Lori Ann” (MMSI-Nr.: 367426770) der Atlantic Capes Fisheries auf Grund, nachdem er sich am Morgen im Süd-Terminal im Sturm losgerissen hatte. Das 29 Meter lange Schiff strandete nahe der Hurrikan-Barriere hinter dem Shuster Corporation Building. Genauso übel erging es der 32 Fuß langen Yacht „Defiance“, die direkt daneben strandete, der Mast hing danach über Bord. Ein weiteres Segelboot sank an der Barriere, nur noch der Mast ragt eaus dem Wasser. Versuche, die „Lori Ann“ Nachmittag mit dem Schlepper „Janice” der Tucker-Roy Marine Towing and Salvage zu bergen, scheiterten bei weiterhin 35 Meilen Nordwind, der den Rumpf aufs Ufer drückte. Nachdem der Höchststand der Flut überschritten war und die Schlepptrosse brach, wurde der Versuch eingestellt. Zunächst sollte nun der Treibstoff abgepumpt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!
Havariekommando beendet Einsatz in Wilhelmshaven – „MSC Flaminia“ keine Gefahr mehr
(08.11.12) Am 9.11. wird das Cuxhavener Havariekommando seine Arbeit an der „MSC Flaminia“ in Wilhelmshaven beenden. Zeitweise waren auch bis zu 100 Versicherungsvertreter und Sachverständige vor Ort, da jeder einzelne Container geöffnet und begutachtet werden musste.
Bis vor kurzem waren Mitarbeiter von 30 bis 40 Behörden, Institutionen und Fachfirmen täglich anwesend, um im Zusammenwirken mit dem Havariekommando die Ablaufprozesse zu planen. Zuletzt traf man sich zweimal pro Woche, künftig sollte dies noch einmal wöchentlich erforderlich sein. Alle Container, in denen Glutnester schwelten wurden inzwischen von Bord geholt. Gut ein Drittel der Ladung, 975 Container waren am 7.11. entladen.
814 Container, unter ihnen 46 mit Gefahrgut, wurden gereinigt und für den Weitertransport vorbereitet. 161 Container waren so stark beschädigt, dass sie sofort entsorgt wurden. Für nicht mehr transportfähige Container war eine spezielle Stahlwanne konstruiert und direkt neben dem Schiff aufgestellt worden. In ihr konnten Container gleich verschrottet werden, ohne Schadstoffe auf das Hafengelände gelangen zu lassen. Intakte, aber verrußte Container wurden in einer Waschanlage gereinigt.
Die Waschanlage säuberte jeden intakten Container. Anschließend wurde er vorsichtig geöffnet. Der Inhalt war zu dieser Zeit kein Geheimnis war, denn das Havariekommando hatte von Anfang an die Ladelisten von der Reederei gehabt. Mehr als 800 der entladenen Container wurden inzwischen überprüft und für den Weitertransport freigegeben. Arbeiter der Bremerhavener Lloyd Werft kämpften sich unterdessen weiter durch die teilweise zusammengeschmolzenen, deformierten Metallteile und schweißten sie auseinander. Doch das Schlimmste war inzwischen geschafft.
Von dem Schiff ging nach Ansicht des Havariekommandos nun keine Gefahr mehr aus. Die Löscharbeiten werden dessen ungeachtet noch Wochen andauern. Für die großenteils nicht mehr vorhandenen Hebevorrichtungen an den Containern mussten neue angebracht und Analysen für die Container mit gefährlichem Inhalt erstellt werden. Tag für Tag berechnete der Germanische Lloyd die Vorgehensweise und legte nachmittags die Entladung für den Folgetag fest, einschließlich des zu Schrott gewordenen Materials und des Umgangs mit dem Ballastwasser.
Um die Stabilität des Schiffes zu sichern, galt es jeden Tag neu zu berechnen, an welcher Stelle im Schiff entladen werden konnte. Noch immer sind die 20000 Tonnen Löschwasser an Bord, sie dienen als Stabilisator. Immerhin war der überwiegende Teil nicht so stark kontaminiert wie zunächst befürchtet. Entsorgungsanlagen in ganz Norddeutschland seien in die Aktion eingebunden. In dieser Woche kann nun zu einem normalen Löschvorgang übergegangen werden. Bislang waren 14.000 Quadratmeter des Hafengeländes des Jade-Weser-Port speziell für die „MSC Flaminia“ abgetrennt und als Sperrbereich mit eigenen Zufahrten und Sicherheitskontrollen ausgewiesen gewesen. Ein kleines Containerdorf war entstanden, in dem die Entsorgungsfirmen ihre Büros haben.
Quelle: Tim Schwabedissen



Motoryacht sank in Bucht von Portocolom
(08.11.12) In der Bucht von Portocolom im Osten von Mallorca sank in der Nacht zum 6.11. die 23 Meter lange, britische Motoryacht "Calimero", die 300 Meter vor der dortigen Marina an einer Mooring festgemacht gewesen war. Nur noch Teile der Kajüte ragten aus dem Wasser, nachdem das Schiff auf 3,80 Metern Wassertiefe untergegangen war. Taucher der alarmierten Polizei suchten das Wrack auf möglicherweise darin befindliche Menschen ab, fanden aber niemanden. Ölsperren wurden ausgelegt, um eine mögliche Wasserverschmutzung durch die 400 Liter Kraftstoff an Bord zu verhindern. Es waren aber nur geringe Mengen Diesel ausgelaufen. Die "Calimero" war erst vor kurzem in Alcúdia überholt worden und hatte war dann nach Portocolom gekommen. Nun soll das Wrack mit Hebesäcken wieder an die Wasseroberfläche gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter stand nach Explosion in Flammen
(07.11.12) Fünf Kilometer vor Ferryland geriet am Nachmittag des 7.11. der 65 Fuß lange Kutter „Golf Harvester“ eines Fischers aus aus Witless Bay in Brand. Ein anderer Kutter, die „Amanda and Brothers“, barg die zweiköpfige Crew nahe Goose Island aus einer Rettungsinsel. Ein Cormorant-Helikopter des 103. Rescue Squadron in Gander drehte wieder ab, nachdem die Männer in Sicherheit waren. Die beiden, Vater und Sohn, berichteten von einem Knall und einer Explosion. Es ging so schnell, dass sie keine Chance hatten, Mayday zu funken. Einer hatte Brandverletzungen am rücken erlitten. Am Abend trieb der Kutter lichterloh in Flammen stehend weiterhin südlich des Hafens von Ferryland.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter in den Dardanellen abgeschleppt
(08.11.12) Am 7.11. um 5.50 Uhr erlitt der türkische Frachter „Osman Doguyol", 1587 BRZ (IMO-Nr.: 9357078), Maschinenschaden, als er die Straße von Çanakkale auf der Fahrt Gebze-Sagunto südwärts laufend passierte. Die Verkehrsüberwachungszentrale schickte sofort die "Söndüren 7" zur Assistenz, und gegen sieben Uhr lag der Havarist vor Çanakkale vor Anker. Am 8.11. konnte er die Fahrt fortsetzen und wurde am 14.11. in Sagunto erwartet. Die “Osman Dogruyol” hat eine Tragfähigkeit von 2600 Tonnen und wurde 2005 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Floatel Superior wird abgeschleppt – Kritik von Umweltschützern
(07.11.12) Am Nachmittag des 7.11. waren 336 Mann von der havarierten Wohnplattform ”Floatel Superior" abgeborgen und nach einem Zwischenstopp auf der zuvor bereits abgedockten Plattform „Njord A“ an Land gebracht. Sie waren mit sechs Helikoptern, fünf von Statoil und einem Sea King aus Trondheim, nach Kvernbergodden und Rica in Kristiansund geflogen worden, wo sie von Vertretern von Statoil empfangen und dann in Hotels untergebracht wurden.
43 Mann blieben auf der Plattform, um sie stabil zu halten. Sie wurde als nächstes von der benachbarten Förderplattform „Njord A“ weggeschleppt und befand sich am Nachmittag auf dem Weg nach Kristiansund, wo sie binnen ein bis zwei Wochen repariert werden soll. Die norwegische Küstenwache war mit der "Bergen", Sortland" und "Thor Heyerdahl" vor Ort. In 15 Meter hohen Wellen hatte in der Nacht zum 7.11. um 3.40 Uhr ein Anker, der in Bewegung geraten war, ein Leck in einen Ballasttank gerissen, woraufhin die Plattform 3-4 Grad Schlagseite entwickelte. Diese konnte mittlerweile durch Gegenfluten ausgeglichen werden. Die schlafende Besatzung war nach der Havarie zunächst nicht geweckt worden.
Inzwischen wurde bekannt, dass auf der “Floatel Superior” 2010 isngesamt 19 Mängel festgestellt worden waren, die wasserdichte Luken, Stabilität, Ballasttanks und Anker betrafen. Diese Mängel wurden durch das Sjøfartsdirektoratet und Petroleumstilsynet aufgedeckt, als die schwedischen Betreiber die Genehmigung zum Betrieb auf dem norwegischen Kontinentalschelf erhalten wollten. Die Umweltorganisation Bellona zeigte sich geschockt, dass es dennoch grünes Licht von de n Behörden gab. Erst Anfang September hatte es Probleme mit Stabilität und Ballast auf dem Rig “Scarabeo 8“ in der Barentssee gegeben, doch auch diese erhielt eine Betriebsgenehmigung. Das Überwachungssystem in Norwegen basiere überwiegend auf Vertrauen, kritisierte Bellona.
Quelle: Tim Schwabedissen



Aufgegebener Kutter sank in der Nacht
(08.11.12) Am Morgen des 6.11. wurde die Polizei von Forsøl in Kvaløya verständigt, nachdem in der Nacht der alte Kutter „Arne“ im Hafen gesunken war. Nur noch die Masten ragten mit Schlagseite aus dem Wasser. Um auslaufendes Dieselöl einzufangen, wurden Ölsperren ausgelegt. Der Eigner des Kutters ist bankrott. Das Schiff lag an einer Privatpier, als es sank. Die Bergung könnte einige Zeit in Anspruch nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsaktion für zwei Segler vor Neuseeland
(08.11.12) 700 Kilometer südwestlich von Tonga bzw. 1260 Kilometer nordöstlich von Neuseeland trieb am 8.11. die leckgeschlagene, 11,6 Meter lange Yacht „Windigo“ mit ihrer zweiköpfigen Crew weiter bei 40 Knoten Wind in der See. Das Boot war im Sturm in 10 Meter hohen Wellen gekentert und war beschädigt worden. An Bord befanden sich ein Brite und eine Frau aus Auckland, die beide leichte Kopfverletzungen erlitten hatten und am 7.11. um 18.30 Uhr ihren Notsender aktivierten. Eine Orion RNZAF P3- stieg daraufhin auf, um die beiden zu retten.
Sie war gegen ein Uhr früh vor Ort und warf zunächst eine Rettungsinsel ab. Danach musste sie zum Auftanken wieder abdrehen. Eine andere Yacht, die “Adventure Bound”, hielt mit 3-4 Knoten auf die 70 Kilometer entfernte „Windigo“ zu, und eine Guardian der französischen Marine in Noumea traf gegen 14 Uhr ebenfalls vor Ort ein. Sie hielt Funkkontakt mit den beiden Seglern. Auch das Patroullienboot HMNZS “Otago”, das auf Manöver im Hauraki Gulf war, nahm Kurs auf die WWindigo”. Sie würde 35 Stunden zu ihrer Position benötigen. Die beiden Segler haben im Heck der Yacht Zuflucht gefunden und eine Rettungsinsel bei sich, hielten es aber für sicherer, vorerst an Bord auszuharren.
Ein weiterer Notfall ereignete sich am Morgen gegen fünf Uhr rund 230 Kilometer vor Tonga, wo der Kutter “Lesila” mit einer dreiköpfigen Crew Maschinenausfall erlitten hatte und um Schlepphilfe bat.
Quelle: Tim Schwabedissen



Überraschende Entdeckungen rings um die „Costa Concordia“
(08.11.12) Überraschung unter dem Wrack der „Costa Concordia“: Ein Meeresbiologe, der dort ein Seegrasfeld untersuchte, entdeckte eine Kolonie von Großen Steckmuscheln (Pinna Nobilis), die in Europa unter Naturschutz steht. Um die Muscheln durch die Bergungsarbeiten nicht zu gefährden, musste die Kolonie umgesetzt werden. Danach sollen die Muscheln wieder an ihren ursprünglichen Standort zurück kommen.
Eine weitere Überraschung gab es auf der Insel Elba: Dort trieb der Koffer eines Tiroler Paares, das auf der „Costa Concordia“ gereist war, auf den Strand. Das Paar aus St. Jodok am Brenner hatte den Untergang überlebt. Ihre Habe wurde von Strandgängern bei der Ortschaft Rio Marina im Südosten Elbas gefunden. An dem Koffer hing ein Schild mit einem Namen samt Telefonnummer. Der Fund wurde den Behörden in Porto Ferraio übergeben. Diese stellten fest, dass der Name auf dem Etikett auch auf der Liste der Passagiere des Kreuzfahrers stand. Nun sollen Koffer und Besitzer wieder zusammen gebracht werden. Elba liegt 28 Seemeilen von Giglio entfernt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Schwimmbagger rammte Eisenbahnbrücke in Brandenburg
(08.11.12) Auf der Havel rammte ein Arbeitsschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes, der 24 Meter lange Schwimmbagger „Luchs“, in Brandenburg am 6.11. eine Eisenbahnbrücke. Dabei wurde der vorgelagerte Unterbau, der deren Bürgersteig und Kabelkanal trägt, an den Hauptträger gedrückt. Der Schaden betrug etwa 12 000 Euro. Der Zugverkehr zwischen Hauptbahnhof und Altstadt musste von 13.40 bis 15.30 Uhr unterbrochen werden. Das Schiff hatte seine Haltepylonen, die zur Verankerung im Untergrund dienen, nicht umgelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen



ENERCOM-Taucher sollen in „Amurskaya“-Wrack eindringen
(08.11.12) Rettungsteams hielten weiterhin an den Küsten des Khabarovsk-Territoriums Ausschau nach der vermissten Crew des Frachters "Amurskaya", auch nachdem Taucher vom Schlepper "Rubin" aus zu dem in 25 Metern Tiefe auf seiner Backbordseite liegenden Wrack vorgestoßen waren. Bei 5,5 Metern Sichtweite unter Wasser fanden sie keine Spuren der Besatzung oder Hinweise, dass sie vom Schiff sich hätten gerettet haben können.
Zwei Mi-8 Helikopter starteten am 8.11. in Khabarovsk mit neun EMERCOM-Tauchern an Bord, die sie zur "Rubin" bringen sollten. Sie hatten auch Schweißgerät dabei, um nötigenfalls den Rumpf aufzubrechen. Im Wrack ist es in dessen engen Gängen sehr gefährlich, zu arbeiten, zumal die starke Strömung eine Arbeit nur bei Stauwasser zulässt. Die Hubschrauber landeten zunächst zum Auftanken in Polina Osipenko, der weitere Fortgang hing auch vom Wetter ab. Bei Windgeschwindigkeiten von12-14 Metern pro Sekunde waren derzeit keine weiteren Tauchgänge durch die Froschmänner der „Rubin“ geplant. In den vergangenen Tagen waren 20000 Quadratkilometer rings um die Shantar Inseln zu Wasser und aus der Luft abgesucht worden, an den Küsten bestreiften Suchteams bislang mehr als 160 Kilometer des Khabarovsk Territororiums.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Strandungen in zwei Tagen vor Oahu
(08.11.12) Vor Oahu sind am binnen zwei Tagen zwei Boote gestrandet. Eines von ihnen, die 40 Fuß lange „Boom Boom”, kam am 6.11. gegen Mitternacht auf einem Korallenriff nahe der Ahu O Laka Sandbank vor der Kaneohe Bay fest. Sie kam von der Ko Olina Marina. Nach der Havarie legte sich das Schiff auf die Seite und lief voll. An Bord waren 30 Gallonen Diesel. Bereits am 5.11. war ein 36-Fuß-Boot auf Felsen vor dem Waianae Beach gelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Öko-Segler ehemaligen von holländischem Ex-Astronauten von RNLI eingeschleppt
(08.11.12) Am zweiten Tag seiner Fahrt von Holland über die Kanarischen Inseln nach Aruba ist die “Ecolution”, 80 ts (MMSI-Nr.: 244780281), der 26 Meter lange ökologische Hightech-Zweimaster des ehemaligen holländischen ESA-Astronauten Ockels, am 6.11. um 17 Uhr in Schwierigkeiten geraten.
Wegen Wassers, das in die Öltanks eingedrungen war, hatten beide Motoren in rauer See sieben Meilen südlich von Newhaven abgestellt werden müssen. Der Skipper bat die Coastguard um Hilfe. Aus Newhaven lief daraufhin das Rettungsboot “David and Elizabeth Acland” aus, das um 17:37 Uhr vor Ort war. 30 Minuten später hatte es den Zweimaster auf dem Haken und brachte ihn um 20.30 Uhr in den Hafen ein. Wubbo Johannes Ockels, der 1985 als erster Holländer mit einem Spaceshuttle im All war, sagte, das Wetter sei anders als vorhergesagt gewesen. Insgesamt zeigte er sich aber zufrieden mit den Eigenschaften seines „Öko-Seglers“. Die Reise hatte mit zweijähriger Verspätung begonnen, nachdem während des Baus Unbekannte sein Schiff versenkt hatten, wodurch die gesamte aufwändige Steuerungselektronik zerstört worden war.
Quelle: Tim Schwabedissen



Morsum (Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!
Frachter hatte Blackout im Nord-Ostsee-Kanal
(07.11.12) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Eckhoff-Frachter „Morsum“, 9983 BRZ (IMO-Nr.: 9429261), machte auf der Fahrt von Rotterdam nach Klaipeda am 6.11. im Nordhafen fest. Das Schiff hatte, nachdem er am 5.11. gegen 21.30 Uhr eingeschleust hatte, am folgenden Morgen kurz vor Beendigung der Passage des Nord-Ostee-Kanals auf Höhe der Levensauer Hochbrücke einen Maschinen-Blackout erlitten. Zwei Schlepper nahmen den Havaristen auf den Haken und brachten ihn in den Nordhafen, wo er gegen acht Uhr vertäut wurde. Gegen 19 Uhr waren die Reparaturen beendet, und eine Stunde später hatte das Schiff die Kieler Förde nach Passage der Holtenauer Schleusen ohne weitere Zwischenfälle erreicht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei DGzRS-Einsätze für Yacht und Hausboot vor Mecklenburg-Vorpommern
(07.11.12) Starke Rauchentwicklung an Bord einer schwedischen Motoryacht hat am Vormittag des 6.11. zu einem Einsatz deutscher und dänischer Seenotretter sowie mehrerer Marine- und Behördenfahrzeuge geführt. Die Yacht befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa zwölf Seemeilen nördlich von Kühlungsborn. Da die Besatzung zunächst „Feuer an Bord“ gemeldet hatte, hatte das MRCC Bremen den mit einer leistungsstarken Feuerlöschanlage ausgestatteten Seenotkreuzer „Arkona“ der DGzRS-Station Warnemünde&xnbsp;„Arkona““ alarmiert und zahlreiche weitere Schiffe sowie einen Hubschrauber der Marine in den Einsatz aufgenommen.
Durch den Ausfall des Funkgerätes der Yacht war der Kontakt zum Havaristen nur über eine schlechte Handyverbindung möglich. Nach dem Eintreffen der ersten Schiffe vor Ort konnte Entwarnung gegeben werden, da sich der Rauch vermutlich aufgrund eines Maschinen- oder Elektrikschadens entwickelt hatte.
Die „Arkona“ schleppte die Yacht daraufhin nach Warnemünde ein. Die beiden Besatzungsmitglieder des Havaristen blieben unverletzt. Ebenfalls vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns war bereits gestern Abend, am Montag, den 5. November 2012, der Seenotkreuzer „Eugen“ der Station Greifswalder Oie mehrere Stunden lang für ein Hausboot vor Greifswald im Einsatz. Dessen dreiköpfige Besatzung hatte auf Überführungsfahrt von Stralsund an die Müritz bei hereinbrechender Dunkelheit Greifswald anlaufen wollen und war dabei mit dem Hausboot auf Grund gelaufen. Die Seenotretter schleppten das rund 13 Meter lange Schiff frei und eskortierten es sicher in den Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Panne nach Aufliegezeit in Emden
(07.11.12) Am 6.11. lief um 15.20 Uhr der zyprische Containerfrachter "BF Fortaleza", 6362 BRZ (IMO-Nr.: 9130432), zunächst auf eine Uferböschung im Emder Hafen, als er nach längerer Aufliegezeit an den Dalben des Nordkai losgeworfen hatte und zum Südkai verholen wollte, um dort für eine neue Aufgabe vorbereitet zu werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der „Amurskaya“ gefunden
(07.11.12) Am 6.11. gelang es Tauchern, die vom russischen Bergungsschlepper “Rubin”, 1170 BRZ, aus abstiegen, das zuvor per Sonar untersuchte Objekt in 75 Metern Wassertiefe als den seit dem 28.10. vermissten russischen Frachter „Amurskaya“, 830 BRZ, zu identifizieren. Von der neunköpfigen Crew fehlte aber weiter jede Spur. Das Objekt war bereits am 4.11. ausfindig gemacht worden, schwere See von drei Metern Höhe und Windgeschwindigkeiten von 18 Metern pro Sekunde hatte aber zunächst einen Tauchereinsatz vereitelt.
Derweil wurde der Generaldirektor des Seehafens Nikolayevsk am Amur, Alexander Shiltsin, der auch Betreiber des Frachters war, verhaftet wegen des Verstoßes gegen navigatorische Sicherheitsregeln, die den Tod von Seeleuten durch Nachlässigkeit zur Folge hatten. Er könnte dafür mit bis zu sieben Jahren Haft verurteilt werden. Nikolai Sukhanov von der russischen Seeleute-Gewerkschaft sagte, der Frachter habe geschweißte Zwischendeckluken und niedrige, klappbare Lukensülls sowie einen geringen Freibord gehabt, sodass die Lukensülls in stürmischer See nachgegeben und ein Übergehen der 700-750 Tonnen Golderzladung zur Folge gehabt haben könnte., die einen Wert von etwas 230,000 Dollar darstellte.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wohin mit gestrandeten Tanker nach der Bergung?
(07.11.12) Die Bergungsvorbereitungen an der "Pratibha Cauvery" laufen auf Hochtouren, doch wohin der Tanker nach seiner Bergung gebracht wird, ist noch ungewiss. Weder der Chennai Port Trust noch der privat betriebene L&T Kattupalli Port wollen das Schiff aufnehmen. Während im ersteren Hafen Liegeplatzknappheit herrscht, will der L&T Port keine Reparaturschiffe. Es gibt nur drei Liegeplätze im Bharati Dock.
Würde im Bharati Dock ein Liegeplatz von der "Pratibha Cauvery" eingenommen, würde dies lange Wartezeiten für andere Tanker bedeuten und Ausfälle bei Liegeplatzgebühren. In Chennai wiederum ist das Jawahar Dock von dem südkoreanischen Bulkcarrier "OSM Arena", 26361 BRZ (IMO-Nr.: 8411334), blockiert, die 2011 gegen die Napier Bridge getrieben war und inzwischen in der Kette liegt, um die Bergungskosten wieder zu bekommen.
Die Metal Scrap Trading Corporation soll den Frachter auktionieren, um die in den vergangenen 10 Monaten aufgelaufenen Kosten einzutreiben. Das Schiff hatte einen seiner Anker im Wirbelsturm Thane am 30.12. verloren und war mit 14 Mann an Bord auf Drift gegangen. Der Eigner, die Ocean Success Maritime Co. Ltd. in Seoul, hat das Schiff bereits seit langem aufgegeben. Am Ende könnte der Hafen von Ennore zum nächsten Ziel der “Pratibha Cauvery” werden.
Smit International Singapur hatte nach Analyse von Daten des Indian Naval Hydrographic Department für den 7.11. gegen 15 Uhr, wenn das Hochwasser 1,1 Meter hoch aufläuft, einen Bergungsversuch avisiert. Danach wäre am 9.11. mit einer Flut von 1.03 Metern Höhe um 16.55 Uhr ein weiteres Zeitfenster. Das Schiff müsste erst mit dem Bug gen See gedreht und dann langsam auf tieferes Wasser gezogen werden, um weitere Schäden an Boden oder Propellern zu vermeiden. Auf See müssten Taucher den Rumpf inspizieren. Vor der Bergung sind noch 10000 Tonnen Ballastwasser abzupumpen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für Island Girl
(07.11.12) Die US Coast Guard rettete am Abend des 6.11. einen Mann von der brennenden, 44 Fuß langen „Island Girl“ fünf Meilen nördlich von Montauk in Block Island Sound, New York. Der Skipper aus Carmel hatte die Coast Guard Long Island Sound über VHF um 17:34 Uhr alarmiert und seine Notlage geschildert. Die Küstenwache ortete das Schiff und schickte von der Station Montauk ein Rettungsboot. Dieses barg den Mann von seinem Schiff ab, bevor dieses in 88 Fuß Wassertiefe sank. Die „Island Girl” war am Nachmittag aus Montauk ausgelaufen und hatte sich bei der Cerebrus Shoal befunden, als im Maschinenraum ein Feuer entstand.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker trieb im Bjugnfjord
(07.11.12) Am 6.11. gegen 18 Uhr wurde das MRCC Südnorwegen von dem norwegischen Tanker "Scan Trans",499 BRZ (IMO-Nr.: 7039426), um Hilfe gebeten, nachdem das Schiff im Sturm Ruderschaden erlitten hatte, in den Bjugnfjord trieb und zwei Versuche, die Drift mit Ankern zu stoppen, fehlgeschlagen waren. Das Rettungsboot "Sundt Flyer" sowie der Kutter "Smaragd" kamen dem zwischen Tønnølsflua und Utstrand treibenden Havaristen und seiner vierköpfigen Crew zu Hilfe. Dieser war es im Laufe des Abends gelungen, ruhigeres Wasser zu erreichen, und gegen 20 Uhr zeichnete sich ab, dass das Schiff nicht mehr in unmittelbarer Gefahr war. Gegen 21.30 Uhr wurde es auf den Haken genommen und nach Hestvika in Hitra abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Plattform vor Norwegen nach Wassereinbruch geräumt
(07.11.12) Die unter Bermudas-Flagge registrierte Wohnplattform „Floatel Superor", 27920 BRZ (IMO-Nr.: 8769896), erlitt auf seiner Position 130 Kilometer nordwestlich von Kristiansund bzw. 30 Kilometers westlich von Draugen in am Morgen des 7.11. gegen vier Uhr Wassereinbruch in einem seiner Schwimmkörper. Sie neigte sich rund vier Grad zur Seite, ehe die Lage mit Gegenfluten stabilisiert werden konnte. Die Betreiberfirma Statoil ordnete dennoch eine Evakuierung der 374 Arbeiter an Bord an. Sie wurden von fünf Hubschraubern auf benachbarte Plattformen gebracht. Statoil richtete im Njord Field A und an Land Krisenzentren ein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Skipper der „Liquid Vortex“ vom Vorwurf der Nachlässigkeit freigesprochen
(07.11.12) Der Skipper und Eigner der Trainingsyacht “Liquid Vortex”, einer Beneteau First 40.7, hat nicht gegen den Merchant Shipping Act verstoßen. Dies stellte am 2.11. der Southampton Crown Court fest. Die Crew des Bootes hatte von der RNLI am frühen Morgen des 3.1. vor Dungeness Point gerettet werden müssen, nachdem es auf dem Weg von Southampton zur London Boat Show in Seenot geraten war.
Skipper Charlie Sturrock, Leiter der Hot Liquid Sailing School, wurde von dem Vorwurf freigesprochen, die Risiken für das Schiff bei der Planung der Reise unterschätzt zu haben. Es gebe nicht genug Beweise, dass Sturrock den nächtlichen Segeltörn ohne ausreichende Ausrüstung angetreten habe oder die Küstenwache zu spät verständigt zu haben. Auch habe er nicht gegen die gängigen Abläufe verstoßen.
Seit dem Seenotfall war Hot Liquid von der Segelausbildung durch das RYA suspendiert. Die Maritime & Coastguard Agency hatte Sturrock Verfehlungen vorgeworfen. Sie wird nun die Kosten des Verfahrens zu tragen haben. Die 40 Fuß lange „Liquid Vortex“ war seinerzeit in einen Sturm mit 11 Beaufort und Windgeschwindigkeiten von 56-63 Knoten geraten. Mit fünf seekranken und einem verletzten Crewmitglied musste um Evakuierung gebeten werden. Ein RAF Helikopter winschte vier Segler auf. Nur ein Mann an Bord war noch kooperationsfähig und assistierte bei der Übergabe einer Schleppleine.
Das Boot wurde dann von der „Pride and Spirit“ der RNLI Dungeness nach Ramsgate eingeschleppt, wobei die Verbindung drei Mal brach. Die Seenotretter hatten sich durch bis zu fünf Meter hohe Wellen an die Yacht, die sich mit Motorausfall und Ruderschaden unweit der St. Margaret's Bay in Kent befand, herangekämpft.
Der Versuch, Dover zu erreichen, scheiterte wegen der üblen Seebedingungen. Die Westeinfahrt des Hafens war geschlossen worden, der Osteingang zu schwierig zu erreichen. Von Dover kam aber ein weiteres RNLI-Boot, die „City of London“ zu Hilfe, und die Coast Guard wurde gleichfalls eingebunden. Es wurde beschlossen, die Downs zu runden und Kurs auf Ramsgate zu nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sorge um Gasladung der „Norgas Cathinka“
(07.11.12) Der Reeder des unter Singapur-Flagge laufendenTankers "Norgas Cathinka", 8331 BRZ (IMO-Nr.: 9370654), der im Hafen von Merak seit seiner Kollision mit der Fähre "Bahuga Jaya" am 26.9., der 43 Menschen zum Opfer fielen, arrestiert ist, hat am 6.11. um eine Freigabe des Schiffes für dringend notwendige Reparaturen ersucht. Die Norgas Carriers sind in Sorge um die Propylenladung von 3,045 Tonnen, die sich immer noch an Bord befindet und hoch explosiv ist. Jeden Tag entweicht davon ein wenig, und in den Ladetanks baut sich Druck auf. Dieser wird mit Kompressoren kontrolliert, die das verbliebene Gas verflüssigen. Diese hätten aber bis zum 14.10. standardmäßig überholt werden müssen, doch dies ist nicht möglich, weil sich die Ladung noch an Bord befindet.
Die Arbeiten wurden als um so dringlicher betrachtet, als das Schiff in eine Kollision verwickelt war mit der Möglichkeit eines Schadens an den Systemen. So ergibt sich ein hohes Gefahrenpotential. Versagen die Sicherheitssysteme, würden Entlastungsventile sofort Gas entlassen, und jedes Versagen der Kompressoren würde die Fähigkeit zur Verflüssigung beeinträchtigen. Gegen den philippinischen Kapitän Ernesto Lat und seinen 1. Offizier werden von der Polizei Ermittlungen durchgeführt, weil das Schiff nach der Havarie die Fahrt fortgesetzt hatte. Dies war laut Reederei aber notwendig, um eine Gefahr durch die Ladung abzuwenden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Spur von Crew der „Governor“
(07.11.12) Taucherteams von Marine und Polizei haben das Wrack des Kutters „The Governor“, der am 15.9. gesunken war, am 6.11. untersucht. Es war nach seinem Verschwinden rund 2.5 Kilometer vom Yates Point, nördlich der Mündung des Milford Sound, auf dem Meeresgrund entdeckt worden. Bei klarem Wasser wurde Inneres und Äußeres mit Video dokumentiert. Das Wrack hatte sich seit seiner Entdeckung rund 200 Meter südwärts bewegt. Weder vom vermissten Skipper noch von seinem Decksmann fand sich aber eine Spur. Es waren keine weiteren Tauchgänge geplant.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tauziehen um „Miner“-Bergung dauert an
(07.11.12) Der New Yorker Bergungsfirma Bennington Group wurde noch eine Hintertür für Arbeiten an dem gestrandeten Bulkcarrier „Miner“ offen gelassen. Am 29.10. war die Sperre für Arbeiten am Wrack aufgehoben worden. Doch am 1.11. war die nächste Hürde aufgebaut worden – eine Barge, die am Rumpf lag, musste auf Geheiß des Department of Labour entfernt werden. Von ihr aus hatten Ingenieure das Schiff inspizieren wollen. Die Barge musste losgeschnitten und auf Strand gesetzt werden. Erst am 5.11. konnte sie wieder auf Position gebracht werden.
Dies war nach Auskunft der Bennington Group die letzte in einer Serie von bürokratischen Hürden, die die Provinzregierung errichtet hatte. Bisher wurden 300,000 Dollar für die Miete von Ausrüstung, die bislang nicht eingesetzt werden konnte, aufgewendet sowie für Unterkunftskosten für die Arbeiter. Der Natural Resources Minister Charlie Parker hoffte, dass die Bennington Group nicht aussteigt, betonte aber die Notwendigkeit der Arbeitssicherheit. Doch die Deadline des 1.12. für den Abschluss der Arbeiten ist nah. Es ist zweifelhaft, ob selbst bei einem sofortigen Arbeitsstart dieser Zeitpunkt zu halten wäre. Wenn die Bennington Group aussteigt, müsste die Regierung in Ottawa initiative werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rig liegt vor Vietnam auf Grund
(07.11.12) Das Rig „GSF Hawaii“ liegt seit dem 29.10. vor der nordvietnamesischen Küste auf Grund. Es hatte sich am Vortag um 17.35 Uhr mit einer Crew von 35 Mann im Taifun Son Tinh losgerissen. Drei Schleppern gelang es nicht, den Ausreißer wieder einzufangen, und um 4.30 Uhr befand er sich nur noch vier Meilen vor Ha Mai Island, Haiphong. Eine Stunde später hob ein Helikopter der Streitkräfte vom Gia Lam Airport in Hanoi mit Kurs Haiphong ab. Ein weiterer mit vier Bergungsexperten aus Singapur startete vom Cat Bi Airport, Hai Phong. Zunächst hatten neun Mann an Bord des Rig bleiben sollen, um bei der Übernahme einer Schlepptrosse zu helfen, doch dann kam es fest, und es wurde beschlossen, alle Mann zu evakuieren. Die Vietnam Oil and Gas Group (PetroVietnam) bat das National Committee for Search and Rescue um Abbergen der Leute, die dann am 29.10. gegen Mittag zum Cat Bi Airport gebracht wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gepiercter Frachter in Antwerpen repariert
(07.11.12) Der holländische Frachter "Fortunagracht", 8620 BRZ (IMO-Nr.: 9507609), konnte das Trockendock der Antwerp Shiprepair am 5.11. um 13.30 Uhr wieder verlassen. Hier war der Schiffsboden geflickt worden, der von einem herabstürzenden Rohr zuvor durchlöchert worden war. Der Frachter passierte die Sandvliet Schleuse in Antwerpen dann am 6.11. um 16.30 Uhr, um dann Kurs auf den nächsten Ladehafen zu nehmen: Am 9.11. wird er gegen Morgen in Bilbao erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bounty-Überlebende – es war wie auf einer Rutsche in einer Waschmaschine während eines Erdbebens
(07.11.12) Nach einer Woche Stille haben die 14 geretteten Crewmitglieder der HMS “Bounty” erstmals von den dramatischen Stunden vor der Küste von North Carolina berichtet. Sie beschrieben das Chaos beim Aufgeben des Dreimasters, der von einer Riesenwelle auf die Seite geworfen wurde. Für den 1. Offizier John Svendsen war der Befehl zum Verlassen des Schiffes einer der Härtesten, den er je geben musste.
Von der Rettung des Schiffes ging es plötzlich hin zum Retten der Menschenleben. Svendsen würdigte die endlosen Drills von Kapitän Wallbridge, dank derer sich die meisten Besatzungsmitglieder retten konnten. Doch die Kontrolle ging endgültig verloren, als eine Welle das Schiff querschlagen ließ und einige Menschen, bereits in ihren Überlebensanzügen, in die See riss. Es sei wie eine Waschmaschine in einem Erdbeben gewesen, während es eine riesige Rutsche hinab geht, beschrieb Laura Groves die Lage.
Winde zerrten mit 70 Meilen an den Menschen im Sturm, und als es dem Ende zuging, war das Wasser bereits 24 Stunden lang im Innern der „Bounty“ gestiegen. Als die Rettungsinseln klargemacht wurden, kenterte das Schiff. Svendsen schwamm zu einem in der See treibenden Sender, den Wallbridge ausgesetzt hatte. Er war der einzige, der sich außerhalb des Schutzes einer Insel befand und gerettet wurde. Stunden später hörten die Schiffbrüchigen die Hubschrauber der Coast Guard knattern. Doch noch waren sie nicht in Sicherheit, eine der riskantesten Rettungsaktionen in der Geschichte der Küstenwache stand noch bevor. Ein Rettungsschwimmer wurde abgefiert und schwamm zur Insel.
Er erschien mit seinem Kopf in der Öffnung, zog sich hinein und fragte, ob jemand einen Flug benötige. &xnbsp;Gerade als alle „Yeah“ riefen, brach eine weitere Welle über die Insel und machte den weiterhin bestehenden Ernst der Lage klar. Dann brachte der Rettungsschwimmer die Schiffbrüchigen einzeln zu dem Rettungskorb, an denen einer nach dem anderen zügig an Bord des Hubschraubers gewinscht wurde.
Jedes Mal brach großer Jubel aus. Noch war nicht klar, dass Claudine Christian, die noch nicht so lange an Bord war und eine Nachfahrin des Meuterers Bligh war, sowie der Kapitän es nicht geschafft hatten. &xnbsp;Ihre letzte Botschaft an ihre Mutter war gewesen: "If I do go down with the ship & the worst happens… just know that I am truly genuinely happy!!" Die Coast Guard fand ihren Körper Stunden später, konnte sie aber nicht wieder beleben. Der Körper von Captain Wallbridge wurde bis heute nicht entdeckt. Die Crew trauert noch um ihn, aber ist auch dankbar, dass er maßgeblich mithalf, ihr Leben zu retten.
Quelle: Tim Schwabedissen



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Tanker sechs Wochen nach Strandung wieder in Fahrt
(06.11.12) Der unter Bahamas-Flagge laufende Tanker "Kyeema Spirit" 62619 BRZ (IMO-Nr.: 9171840), war am 6.11. im Kattegat unterwegs und wurde am 24.11. in Rio de Janeiro erwartet, nachdem der Turku Repair Yard der BLRT-Gruppe die Schäden beseitigt hat, die bei der Strandung des Schiffes am Morgen des 24.9. vor Ulfsö entstanden waren.
Hier war das Schiff von Plaquemine Parish kommend aufgelaufen und konnte erst am 25.9. wieder befreit werden. Die Werft in Turku hatte eine Ausschreibung zur Reparatur gewonnen, und am 29.9. zogen die Schlepper "Håkans Kraft" und "Hector" den Havaristen nach Naantali. Hier wurden zunächst die Restöle entsorgt sowie das Bilgenwasser abgepumpt. Im Trockendock wurden dann die Sturmschäden im Bereich des Maschinenraums unterhalb der Hauptmaschine und im Verlauf des Propellerschaftes beseitigt. Auch die Abteilungen unterhalb des Hauptpumpenraums hatten Schaden genommen. Die Reparatur erfolgte in mehreren Abschnitten.
Es wurden 72 Tonnen Metall ausgetauscht, alle Räume, die durch eingedrungenes Wasser in Mitleidenschaft gezogen worden waren, instandgesetzt und alle Haupt-Ölpumpen untersucht. Nach einer abschließenden Inspektion durch die DNV erhielt das Schiff die Fahrterlaubnis zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen



Grünes Licht für Bergung der „Pratibha Cauvery“ – Reederei sammelt Bewerbungen arbeitsloser Seeleute
(05.11.12) Nachdem ein siebenköpfiges Team von Bergungsexperten am 5.11. den gestrandeten indischen Tanker "Pratibha Cauvery" am Elliot Beach bei Chennai unter die Lupe genommen haben, gab es grünes Licht für den Start von Bergungsarbeiten am 6.11. Die Gruppe, bestehend aus Vertretern der Coast Guard, SMIT Salvage und den Vishwakarma Mecha­nical Works, Mumbai, hat an Bord sowohl die Struktur, den Schiffsboden und den Wasserstand in den Ballasttanks inspiziert. Die Marineoffiziere beschlagnahmten den Voyage Data Recorder und andere Schiffsdokumente, Aufzeichnungen und das Logbuch. Allerdings konnten sie nicht alle Zertifikate sicherstellen, weil einige von ihnen wohl vom Kapitän mitgenommen wurden.
Der Versuch, Ballastwasser zu leichtern, scheiterte unterdessen am Mangel an Dieselkraftstoff zum Pumpenbetrieb. Es wurde beschlossen, eine Dieselpumpe an Bord zu bringen. In den Schiffstanks waren nur 3.5 Tonnen Diesel und 357 Tonnen sonstiger Brennstoff.
Derweil traf der Ankerziehschlepper "Malaviya 21", der 100 Tonnen Pfahlzug hat, am Abend des 5.11. von Kakinada kommend in Chennai ein und machte im Jawahar Dock fest. Er sollte hier ein bis zwei Tage für die bevorstehende Bergungsoperation ausgerüstet werden. Am 7.11. oder dem Morgen des 8.11. wurde hier zusätzlich auch die aus Mumbai angeforderte „SCI Ratna" erwartet. Die „Malaviya 21“ sollte aber ohne Verzug ihre Arbeit beginnen. Schlepper aus Chennai und Ennore mit einer Kapazität von 35-45 Tonnen sollten nicht zum Einsatz kommen.
Eine Gruppe mit Vertretern von Mercantile Marine Department, Chennai Police, Coast Guard, Navy und dem Chennai Port traf am 6.11. zusammen, um die Umstände der Strandung zu untersuchen. Die 31 Überlebenden der Crew wurden in örtlichen Hotels untergebracht. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Kapitän die Maschine am 31.10. gegen 11 Uhr gestartet, doch erreichte das Schiff bei zunächst 60 Umdrehungen nur eine Geschwindigkeit von einem, später fünf Knoten.
Der Kapitän drehte das Schiff nach Backbord, weil es sich parallel zur Küste bewegte, statt offenes Wasser zu gewinnen. Er wurde dann angewiesen, erst den einen, dann den anderen Buganker fallen zu lassen, doch Sturm und Wellen trieben den Tanker auf Strand.
Daraufhin erging die Anweisung, das Ballastwasser auszubalancieren, um ihn auf ebenem Kiel zu halten. Das Schiff legte sich bis 13.30 Uhr sechs Grad über, gegen 16 Uhr nahm die Schlagseite mit einsetzendem Ebbstrom auf 14 Grad zu. Dies war der Zeitpunkt, als Panik an Bord ausbrach und der Kapitän Order gab, von Bord zu gehen. Für längere Zeit ging der Kontakt von Pratibha Shipping und dem Chennai Port dann verloren, und als er wiederhergestellt war, hatte die Tragödie bereits ihren Lauf genommen.
Zwei Schiffe, die 1966 und 1995 bei Chennai strandeten, sind nicht wieder freigekommen. Am 3.11.1966 war der liberiische Frachter “Stamatis” am Marina Beach gestrandet, und alle Bergungsversuche scheiterten. Er wurde vor Ort abgebrochen. Im November 1995 kam ein anderes Schiff nahe Ennore Creek fest. Auch dieses konnte nicht geborgen werden.
Für örtliche Caterer und Fast-Food-Anbieter ergeben sich neue Einnahmequellen am Strand bei Chennai. Sie versorgen die tausenden von Schaulustigen, die sich an der Strandungsstelle in den vergangenen Tagen versammelten. Und auch eine andere Gruppe Interessierter möchte von dem Unglück profitieren – bei der Reederei gingen schon etliche Bewerbungen von Seeleuten ein, die nach einer Bergung auf der „Pratibha Cauvery“ anheuern wollen als Ersatz für die zum Teil durch den Schiffbruch traumatisierten Crewmitglieder, die bis vergangene Woche an Bord waren.
#In Indien ist die Arbeitslosigkeit unter Seeleuten hoch, und so schrecken etliche auch vor den Berichten über ausgebliebene Heuer und Versorgungsmängel an Bord des 31 Jahre alten Schiffes nicht zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Besatzungsmitglieder durch austretendes Gas auf Tanker zu Tode gekommen
(06.11.12) Auf dem indischen Flüssiggastanker "Maharshi Krishnatreya" kam es am 5.11. 140 Meilen südwestlich von Porbandar zu einem für fünf Seeleute tödlichen Gasunfall. Das Schiff befand sich auf der Fahrt von Managlore nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten, als im Kompressorraum ein Gasrohr schadhaft wurde. Der Chief, ein Gasingenieur und vier weitere Seeleute versuchten, das Rohr zu reparieren. Dabei wurden sie durch das Gas vergiftet. Ein sechster Mann wurde in kritischem Zustand mit einem Seaking MK 42C-Helikopter der indischen Marine in Mumbai abgeborgen, mit Sauerstoff versorgt und in eine Krankenhaus nach Porbandar geflogen. Nachdem gegen 10.45 Uhr die Eigner, die indische Varun Shipping Co. Ltd., über das Unglück informiert wurde, alarmierte sie auch die indische Marine und Coast Guard. Der Tanker wurde nach Porbandar in Gujarat umgeleitet. Die "INS Tabar" kam zu Hilfe. Die Küstenwache schickte Boote aus Verawal und Porbandar, um der 20-köpfigen Tankercrew mit medizinischem Personal zu Hilfe zu kommen. Doch bei ihrem Eintreffen war es für fünf Seeleute bereits zu spät. Das Mercantile Marine Department, Kandla, ordnete eine Untersuchung an. Der Tanker war zum Unglückszeitpunkt unbeladen und sollte in Dubai ins Trockendock gehen. Die „Maharshi Krishnatreya“, 36160 tdw (IMO-Nr.: 8821682) wurde 1991 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Rätsel um Todesschiff „Sage Sagittarius“
(06.11.12) Das Todesschiff wird der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier „Sage Sagittarius“, 73427 BRZ (IMO-Nr.: 9233545), der Hesperus Maritime inzwischen genannt. Binnen sechs Wochen starben drei Besatzungsmitglieder bei Unfällen. Ein Mann ging am 31.10. über Bord, einer stürzte am 14.9. einen Niedergang herab, und einer wurde von der Förderanlage zerquetscht. Zwei der Unfälle auf dem Kohlefrachter, der regelmä0ßig zwischen dem australischen Newcastle und Japan verkehrt, werden von der australischen Polizei untersucht, der dritte von den japanischen Behörden, weil der Unfall sich bei Löscharbeiten dort am 6.10. ereignete.
Offiziere der New South Wales und Australian Federal Police befragten die überlebende Crew über die beiden Todesfälle in australischen Gewässern. Doch niemand machte eine verwertbare Aussage. Drei Tote in sechs Wochen sieht die Polizei aber als jenseits des Zufälligen an. Die Untersuchung verfolgt mehrere Stränge. Die International Transport Workers' Federation fordert eine spzielle Task Force zur Aufklärung der Todesserie. Nach ihren Informationen ging zunächst der Chefkoch vor Queensland über Bord.
Das Schiff wurde dann in den Hafen von Port Kembla geordert, von wo es nach einer Untersuchung die Reise fortsetzen durfte. Vier andere philippinische Besatzungsmitglieder hatten dort in der Zwischenzeit gebeten, von Bord gehen zu dürfen, und wurden heim geflogen. Als das Schiff zwei Wochen darauf in Newcastle festmachte, wurde der Chefinginieur Hector Collado schwer verletzt am Fuß eines Niedergangs gefunden und starb kurz darauf. Erneut wurde die Crew verhört, und wieder lief das Schiff danach aus. Wenige Wochen darauf kehrte es zurück, und ein dritter Todesfall hatte sich in der Zwischenzeit ereignet. Dieses Mal betraf es den Superintendenten Hachiuma Steamship,, der wegen der vorangegangenen Todesfälle in Newcastle an Bord gegangen war, um die Sicherheit an Bord zu untersuchen. Er fiel in die Kohle-Förderanlage und wurde dort zu Tode gequetscht. Seit dem 26.10. ist das Schiff wieder von Newcastle nach Port Kembla unterwegs.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Bayern auf dem Weg in die Karibik unweit von Husum gestrandet
(06.11.12) Der Traum vom Segeln in der Karibik endete für ein Paar aus Bayern am 4.11. arg vorzeitig auf einer Sandbank vor der nordfriesischen Küste. Der Seenotkreuzer „Eiswette“ der DGzRS-Station Nordstrand schleppte das gestrandete Schiff nach Husum ein. Um 21.21 Uhr am 3.11. hatte das MRCC in Bremen einen Handy-Anruf des Skippers erhalten.
Nach einem Blackout war die elf Meter lange Stahlyacht auf einer Sandbank gestrandet. Bei schwerem Wetter mit Schauerböen bis neun Beaufort wurde sie immer wieder hart auf den Sand geschlagen. Sofort nach der Alarmierung lief die „Eiswette“ aus. Da die Positionsangabe des Seglers aber nicht korrekt war, gaben die Seenotretter, nachdem sie den Havaristen nicht fanden, dem Skipper die Anweisung, Lichtzeichen zu geben.
Dadurch konnte die Besatzung die Yacht schließlich im Sturm ausmachen und sich dem zwischen mehreren Sandbänken sitzenden Boot annähern. Nachdem auch das Handy des Skippers ausgefallen war, konnten ihm die Seenotretter nur noch über Megaphon Anweisungen geben. Mehrfach hatte auch der Seenotkreuzer beim Versuch, eine Schleppverbindung herzustellen, Grundberührung, schließlich gelang es jedoch, die Yacht auf den Haken zu bekommen. Die „Eiswette“ brachte siie in dreistündiger Schleppreise nach Husum ein. Da dort aber die Schleuse aufgrund des schlechten Wetters geschlossen war, blieb der Seenotkreuzer mit dem Havaristen vor der Schleuse, bis er ihn am Morgen endlich in den Hafen ziehen konnte. Das Paar war von Dedesdorf bei Cuxhaven mit dem Etappenziel Gran Canaria gestartet. Geplant war ein dreijähriger Segeltörn bis in die Karibik. Ihr Glück: Ein weniger stabiles Schiff hätte die Strandung auf keinen Fall überstanden. Dann wäre der Traum von der Karibik bereits vor Nordfriesland geplatzt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter antriebslos nach Dalian eingeschleppt
(06.11.12) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter „King Ace“ erlitt am Morgen des 4.11. kurz nach Verlassen des Hafens von Dalian in China Maschinenausfall. Der Havarist musste in den Hafen zurückgeschleppt werden und lag dort am Morgen des 6.11. vor Anker. Die „King Ace“, 7732 tdw (IMO-Nr.: 9123855), wurde 1995 erbaut und hat als Manager die B & S Enterprise Co. Ltd. in Japan.
Quelle: Tim Schwabedissen



Unfall beim Löschen der „MSC Flaminia“ – ein Verletzter
(06.11.12) Beim Entladen des Containerfrachters "MSC Flaminia" wurde am Morgen des 5.11. ein Lkw-Fahrer auf dem Kaibereich des Tiefwasserhafens Wilhelmshaven schwer verletzt. Er fuhr mit einem Reinigungsfahrzeug verbotswidrig in einen abgesperrten Bereich ein. Dort stieß er mit dem Führerhaus gegen einen Container, der gerade vom Schiff auf den Kai abgesenkt wurde. Der Fahrer wurde dabei im Führerhaus eingeklemmt. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen zur Unfallursache auf.
Quelle: Tim Schwabedissen



Forschungsschiff von eigener Crew lahmgelegt
(06.11.12) Das südafrikanische Forschungsschiff "RS Africana", 2471 BRZ (IMO-Nr.: 7905405), wurde durch die eigene Crew lahmgelegt und musste am 4.11. in die Marinebasis von Simon’s Town eingeschleppt werden. Die Marine-Crew hatte Wasser in die Öltanks gepumpt. Das Schiff war zwei Wochen zuvor zu einer Untersuchung der Fischbestände in der Mündung der False Bay ausgelaufen. Am Abend des Missgeschicks zog ein Marineschiff den Havaristen in den Hafen. Entweder war Seewasser statt in die Ballasttanks in die Brennstofftanks gepumpt worden, oder aus den Frischwassertanks war es dorthin gelang. Die "RS Africana" war am 23.10. ausgelaufen und hatte bereits einen Teil der Aufgaben an der Westküste erledigt. Bereits im Mai hatte das Department of Agriculture, Forestry and Fisheries einen für Mitte April angesetzten 50-Tages-Trup wegen des “schockierenden Zustandes” des knapp 30 Jahre alten Schiffes absagen müssen. Die Probleme betrafen korrodierte Rohrleitungen und Kräne, überalterte Feuerlöscher, schadhafte Ventile und ein Ölleck in einem Hilfs-Generator.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ehemaliges deutsches Forschungsschiff auf Mission an Untergangsstelle der „Deepwater Horizon“
(06.11.12) Das unte rCayman-Islands-Flagge laufende Forschungsschiff „Falkor“, 2471 BRZ (IMO-Nr.: 7928677), des amerikanischen Schmidt Ocean Institute, das einstige deutsche Fischereischutzschiff "Seefalke", lief am 6.11. zu einer wissenschaftlichen Mission aus Pascagoula aus, während der 12 Wissenschaftler die Untergangsstelle der Ölplattform “Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko untersuchen sollen. An Bord sind mehrere ROVs, die 10,000 Fuß tief tauchen können und Sedimente sowie Korallen in der Nähe der Unglücksstelle vergleichen sollen. Ziel ist, die Effekte von Ölaustritten auf die Umwelt in der Tiefsee zu untersuchen in Hinblick auf natürliche Prozesse und zusätzlich durch Ereignisse freigewordene Ölmengen. Dabei wird die „Falkor“ von der "Pelican" unterstützt, die am 10.11. aus Louisiana auslaufen wird. Die Mission wird von der Gulf of Mexico Research Initiative von BP finanziert. Über drei Jahre werden für 110 Millionen Dollar acht Studien ausgeführt. Die aktuelle Studie des Ecosystem Impacts of Oil and Gas Inputs to the Gulf wird von der University of Mississippi geleitet und kostet rund 11 Millionen Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen



„Everton“ in Durban (Bild: Mitchell Cotts Maritime)   Großbild klick!
Odyssee der „Everton“ endete nach über einem Monat in Durban
(05.11.12) Nach über einem Monat Bergungsarbeit wurde der teilweise ausgebrannte, unter Panama-Flagge laufende Frachter "Everton", 6714 BRZ (IMO-Nr.: 9169823), am 29.10. an seine Eigner, die Multibulk Marine SA in Piräus, zurückgeliefert. Das mit Containern voll beladene Schiff war am 26.9. im Mozambique Channel, rund 180 Meilen östlich von Beira, in Brand geraten und manövrierunfähig geworden.
Eine LOF war noch am selben Tag mit der Tsavliris Salvage (International) Ltd. abgeschlossen worden. Diese charterte am 27.9. das Arbeitsschiff „Fleur du Cap“, das solange längsseits auf Standby gehen sollte, bis ein tauglicher Schlepper vor Ort war. Dieser wurde am 28.9. gefunden, es handelte sich um die „Teras Hydra“, die in Durban eingechartert wurde.
Derweil trieb der Havarist mit ausgebrannten Aufbauten mit drei Knoten mit Strömung und Wind südwärts. Ein sechsköpfiges Bergungsteam, das nach Beira eingeflogen worden war, nahm derweil an Bord des Kutters „Vegas 12“ Kurs auf die „Everton“ und ging am 1.10. an Bord.
Das Schiff wurde dann mit Wasser und Nahrung für die an Bord ausharrende Crew versorgt, während sich die Berger daran machten, die Elektrizitätsversorgung wieder in Betrieb zu nehmen. Es gelang, den Notgenerator an Steuerbord wieder zu starten, womit es u.a. auch Licht und Strom für die Positionslaternen an Bord gab. Schlechtes Wetter verzögerte das Eintreffen der „Teras Hydra“ bis zum 4.10.
Nach einer weiteren Versorgung wurde eine Schleppverbindung hergestellt und Kurs auf Beira genommen. Hier traf der Konvoi am 7.10. auf Außenreede ein, wo die „Everton“ Anker warf und die „Teras Hydra“ in der Nähe auf Einlaufgenehmigung wartete. Doch es gab keinen Slot am anvisierten Terminal in dem überfüllten Hafen, und deshalb wurde beschlossen, wieder ankerauf zu gehen und Kurs auf Durban zu nehmen.
Am 14.10. war das Schleppgeschirr wieder hergestellt, und am 20.10. war Durban erreicht. Starke Strömung und hoher Seegang verhinderte aber auch hier vorerst ein Einlaufen. Wieder wurde Anker geworfen, die „Teras Hydra“ ging längsseits des Havaristen. Am 25.10. dann konnte der Frachter bei Dormac festmachen und mit Landstrom versorgt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der „Amurskaya“ entdeckt?
(05.11.12) Am 5.11. sollten Taucher die mutmaßliche Untergansstelle des russischen Frachters „Amurskaya“ untersuchen, die am 4.11. ausgemacht worden war. Ein Be-200-Überwachungsflugzeug hatte Ölspuren im Wasser entdeckt, und mit einem Echo-Tiefensounder konnte ein Verdachtsobjekt in 25 Metern Tiefe ausgemacht werden. Starke Strömungen in dem Gebiet vereitelten einen unmittelbaren Tauchereinsatz. Der Frachter war vor einer Woche mitsamt seiner neunköpfigen Crew verschwunden.
Quelle: Tim Schwabedissen



“Costa Concordia“ verlor etwas Öl
(05.11.12) Am 3.11. lief etwas Öl aus dem Wrack der "Costa Concordia" aus. Der Ölaustritt konnte aber rasch unter Kontrolle gebracht werden. Er erfolgte in einem Sturm mit vier Meter hohen Wellen. Die gute Nachricht war, dass das Wrack sich währenddessen kaum bewegt hat. Es war erst kurz zuvor mit 16 Stahltrossen auf dem Grund fixiert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Wer ist Schuld an Tragödie vor Chennai?
(05.11.12) Ein neunköpfiges Bergungsteam aus Singapur untersuchte seit dem 4.10. den gestrandeten indischen Tanker "Pratibha Cauvery" vor Chennai machte sich daran, die Maschine wieder zu starten. Das Gewicht des Schiffes wurde durch Abpumpen von Öl und Ballastwasser reduziert. Feste Züge sollten installiert werden, um den Tanker in tieferes Wasser zu hieven. In Kakinada wurde der Schlepper “Malviya" ausgerüstet, um an der Bergung teilzunehmen und sollte am Abend des 5.11. an der Strandungsstelle eintreffen, gefolgt von einem weiteren Schlepper am 7.11. Der Kapitän der “Pratibha Cauvery” und die Hafenbehörden von Chennai machten sich derweil gegenseitig für die Havarie verantwortlich. Das Schiff hatte vor Chennai dicht unter dem Strand auf Außenreede geankert, als der Taifun Nilam sich am 31.10. näherte. Die Hafenbehörden sagen, sie hätten verlangt, dass der Tanker entweder nordwärts oder auf offene See verholt. Gegen 11 Uhr ging er ankerauf, als der Sturm bereits die Küste erreicht hatte, und versuchte, auf offene See zu gelangen. Dies misslang bei nur fünf Knoten Fahrt, und um eine Strandung zu verhindern, wurden beide Anker fallen gelassen. Doch sie hielten nicht, und um 14.20 Uhr wurde das Schiff bei Besant Nagar auf den Strand gedrückt. Danach wurde der Kapitän angewiesen, zu versuchen, das Schiff durch Aufnahme von Ballastwasser zu stabilisieren. Doch offenbar gab es Panik an Bord, und der Kapitän bat um Evakuierung der 37-köpfigen Crew. Dies wurde aber wegen der Wetterbedingungen, die ein Annähern von Rettungskräften vereitelten, abgelehnt. Er sollte die eigenen Rettungsboote nutzen. Eines wurde mit 22 Mann darin abgefiert, kenterte aber unmittelbar nach dem Ausklinken. Nur 17 der Insassen konnten gerettet werden. Fünf ertranken, ein weiterer Mann kam unter unklaren Umständen ums Leben. Wie sich dann zeigte, ware die Crew an Bord sicherer gewesen. Das Schiff sitzt immer noch auf dem Strand und ist weder gekentert noch zerbrochen. Der Chemikalientanker “Pratibha Cauvery”, 29810 tdw (IMO-Nr.: 7920754), wurde 1981 erbaut und läuft für die Pratibha Shipping Co. Ltd.
Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Deutsche vor Taverna gerettet
(05.11.12) Aus bislang unbekannter Ursache, sank eine 16-Meter-Yacht am Abend des 4.11. gegen 20 Uhr vor dem Hafen von Taverna. Die zweiköpfige deutsche Crew wurde von den SNSM-Rettungsbooten aus Bastia und Campoloro gerettet. Um 16.30 Uhr war das MRCC Korsika auf das Boot aufmerksam geworden, das aber erst um 17.45 Uhr, als es in der See trieb, Hilfe anforderte. Das SNSM-Boot aus Bastia war mehr als 25 Meilen entfernt und brauchte zwei Stunden, es zu erreichen. Nachdem die Yacht auf 500 Metern Tiefe sank, gingen die beiden Bootsfahrer in eine Rettungsinsel, aus der sie gerettet und nach Taverna gebracht wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Taucher bei Arbeit unter „Fortunagracht“ am Schiffsboden gefangen
(05.11.12) Nachdem er am 2.11. durch eine 12 Meter tief in den Laderaum gestürzte Röhre von 6,4 Tonnen Gewicht durchschlagen worden war, machte der holländische Frachter "Fortunagracht", 8620 BRZ (IMO-Nr.: 9507609), beim Antwerp Shiprepair fest. Das Unglück hatte sich an Liegeplatz 344 im 6. Hafenbecken am Kai der Nova & Hesse-Noord Natie ereignet. Das 13 Fuß lange Rohr hatte im Sturz den Laderaumboden durchschlagen und war auf dem Hafengrund gelandet. Durch einen großen Riss flutete Wasser in die Ladeluke, und Taucher wurden gegen Mittag gerufen, um ihn mit einer Metallplatte zu flicken. Dies gelang auch, doch verfing sich einer der Taucher unter dem Schiffsboden und musste von Tauchern der Antwerpener Feuerwehr durch Abschneiden seiner Versorgungsschläuche gerettet werden. 12 Hafenarbeiter, die zum Unglückszeitpunkt an Bord tätig gewesen waren, wurden vorsorglich ins medizinische Versorgungszentrum an Liegepaltz 142 gebracht und auch psychologisch betreut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kanalboot von Hochwasser in Schleuse getrieben
(05.11.12) Der Versuch, das 60 Fuß lange Kanalboot „Gurnamore“, das am 2.11. auf dem River Nene in Northamptonshire bei starker Strömung in eine Schleuse bei Ditchford unweit von Wellingborough, getrieben und gesunken war, zu heben, scheiterte im Verlauf des Wochenendes. Schlechtes Wetter mit starkem Regen erschwerte die Pumpoperation. Nach Wetterbesserung sollte die Arbeit wieder aufgenommen werden. Die zweiköpfige Crew hatte sich auf eine Flussbank retten können, nachdem der 14-Tonner außer Kontrolle geraten und ins Schleusentor getrieben war. Die Environment Agency hatte vorher eine Warnung wegen des Hochwassers auf dem Fluss herausgegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen



Nilkreuzfahrer nach Feuer evakuiert
(05.11.12) Durch einen Kurzschluss kam es am 3.11. zu einem Feuer auf einem ägyptischen Nil-Kreuzfahrtschiff. Die 77 Fahrgäste mussten evakuiert werden. Der Brand entstand im Achterschiff, als es zwischen Luxor und Esna war. Nachdem das Feuer gelöscht war, weigerten sich die Passagiere, wieder an Bord zu gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Verletzter bei Kollision vor Japan
(05.11.12) Ein chinesisches Besatzungsmitglied eines in Panama registrierten Frachters wurde leicht verletzt, als das 1990-Tonnen-Schiff am 3.11. um 3.40 Uhr mit einem 360-Tonnen-Tanker vor der japanischen Miyazaki Präfektur kollidierte. Bei dem Unglück wurde der Frachter, der aus Chiba gekommen war, nahe Kuma manövrierunfähig und wurde von einem Schlepper in Richtung japanischer Küste auf den Haken genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Leichter in Haddalvika aus 40 Metern Tiefe geborgen
(05.11.12) Der in Haddalvika gesunkene Leichter ist gehoben und von den Schleppern "Waterman" und "Waterbjørn" abtransportiert worden. Das Schiff war bei Arbeiten an den Ulstein Betongindustri in Haddal eingesetzt worden. Taucher der Subsea Stridh wurden eingesetzt, das Fahrzeug wieder an die Wasseroberfläche zu bekommen. Sie konnten jeweils nur 20 Minuten arbeiten und mussten die insgesamt 15 Abteilungen mit Luft füllen. Danach mussten sie jeweils 6-8 Stunden pausieren. Die Barge lag in rund 40 Metern Wassertiefe nur drei Meter von einer Wasserpipeline entfernt. Der erste Hebeversuch scheiterte, nachdem die Barge schon wieder oben war, aber dann ein Rohr schadhaft wurde und sie wieder wegsackte. Am 3.11. wurde sie inspiziert und fortgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Falsterborev (Bild: Eric Houri)   Großbild klick!
Feuerschiff kehrte scheibchenweise ans Tageslicht zurück
(03.11.12) Am 2.11. war das alte schwedische Feuerschiff “Falsterborev - Fyrskepp Nr. 28“ wieder zurück am Tageslicht, nachdem es ein halbes Jahrzehnt am Quay de Brésil in Le Havre gesunken gelegen hatte und nur Teile der Aufbauten aus dem Wasser geragt hatten. Was eine Kranbarge aber muschelverkrustet den Hafenfluten entriss, hatte mit dem einstigen Anblick nicht mehr viel zu tun: Um das Gewicht des Wracks zu meistern, war es in mehrere Teile zerlegt worden, die einzeln auf dem Deck der Bergungsbarge landeten und nun abgebrochen werden.
Damit endete eine über 100-jährige Schiffsgeschichte, die 1909 begann, als das 26,25 Meter lange, 6,75 Meter breite und 3,01 Meter tief gehende 230-Tonnen-Schiff von der Kockums Mekaniska Verkstad, Malmö, erbaut wurde. 1910 wurde es in Dienst gestellt und diente die ersten 19 Jahre seiner Laufbahn als Reservefeuerschiff. Von 1930-1931 wurde es bei der Lindholmens Verkstäder in Göteborg grundlegen umgebaut und um sechs Meter verlängert.
Nun hatte es eine Verdrängung von 342 Tonnen. Die folgenden gut 40 Jahre ging es am Falserborev südwestlich von Skåne auf Station. 1972 wurde es dort abgezogen, 1976 außer Dienst gestellt und nach Belgien verkauft, wo es in Oostende zu einem schwimmenden Restaurant umgebaut wurde.
Von 1977 bis 1994 diente es als solches in Nieuwpoort, ehe es dort am 26.11. erstmals an seinem Liegeplatz sank. Das Unglück ereignete sich während einer Party an Bord, doch alle Gäste konnten sich retten. Das Schiff wurde gehoben, wiederhergestellt und verbrachte noch weitere acht Jahre bis 2002 in Nieuwpoort. Dann wurde es von dem holländischen Schlepper „Willem B“ nach Le Havre verholt, doch Pläne, es dort als Restaurantschiff einzusetzen, schlugen fehl. Das Schiff verkam über die Jahre am Quai de Brésil, bis es nicht mehr überraschend in der Nacht zum 18.8.2007 zum zweiten Mal in seiner Laufbahn sank, die damit auch ihr Ende fand. Quelle: Tim Schwabedissen



Fortunagracht von fallender Ladung gepierct
(03.11.12) Am 2.11. drohte der holländische Frachter "Fortunagracht", 8620 BRZ (IMO-Nr.: 9507609), an seinem Liegeplatz im Hafen von Antwerpen zu sinken. Das Schiff war aus Hamburg gekommen. Während der Umschlagstätigkeit riss ein Ladungsstück vom Kran los und durchschlug den Schiffsboden, wodurch es zu einem starken Wassereinbruch in den Laderaum kam. Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Einsatzkräften an und war bis zum Abend damit beschäftigt, den Frachter, der sich nach Backbord gegen den Kai lehnte, vor dem Untergang zu bewahren. Zwei Schlepper unterstützten die Rettungsarbeit. Schließlich gelang es, des eindringenden Wassers Herr zu werden und das Leck zuzuschweißen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre in Marseille los- und aufgerissen
(03.11.12) Die chilenische Marine hat unlängst eine Deadline für die Räumung des gestrandeten Frachters "Ocean Breeze" vom Strand von Llolleo bei San Antonio gesetzt. In numehr rund 100 Tagen soll der Frachter, der zum konstruktiven Totalverlust erklärt worden war, verschwunden sein. Die Versicherungen kamen zum Zuge, nachdem die Eigner festgestellt hatten, dass die Bergungskosten den Schiffswert, der auf rund 35 Millionen Dollar taxiert wurde, um 60 % übersteigen würden. Noch immer wohnt eine Gruppe von Arbeitern auf dem angeschlagenen Bulkcarrier, halten die Ausrüstung einsatzfähig und bewachen ihn, und weitere sind mit dem Löschen der Getreideladung beschäftigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweites Schiff für Unterwasserpark versenkt
(03.11.12). Nur wenige Stunden nach der 1999 außer Dienst gestellten, 85 Meter langen portugiesischen Korvette „Oliveira e Carmo” wurde am 30.10. noch ein weiteres Schiff, das kleinere Patroullienboot „Zambeze“ der portugiesischen Marine ebenfalls im Rahmen des Ocean Revial Project 5,5 Kilometer vor Alvor auf den Meeresgrund geschickt. Das Boot wurde 1972 in Mondego erbaut. Die Versenkung fand eine Stunde später als geplant und mit erheblich kleinerem Bahnhof statt. Die erste Explosion auf dem Schiff, das die halbe Größe der Korvette hat, ereignete sich um 16.04 Uhr. Drei Minuten später war auch die „Zambeze“ in einer Wasserfontäne von der Wasseroberfläche verschwunden. Beide Schiffe waren vor der Versenkung gereinigt und dekontaminiert worden, und alle Teile, die Taucher künftig gefährden könnten, hatten Arbeiter entfernt. Das im August vergangenen Jahres angekündigte Ocean Revival Project war das Resultat fünfjähriger Planungen an einem Unterwassermuseum vor der Küste von Portimão, dessen Kosten rund drei Millionen Euro betragen. Das Konzept wurde von y Luís Sá Couto, Besitzer der Tauchfirma Subnauta, der Stadt Portimão, sowie der portugiesischen Marine, die ihre ausgedienten Fahrzeuge zur Verfügung stellte, entwickelt. Es soll der Schaffung einer weltweit populären Tauchdestination dienen. Vier Schiffe der Marine werden künftig in 30 Metern Tiefe rund um die Spitze von Faro herum Flora und Fauna bereichern und Tauchtouristen anziehen. Die höchsten Punkte der Wracks ragen 15 Meter unter die Wasseroberfläche auf. Die Versenkung der beiden weiteren Schiffe, des ozeanographischen Forschungsschiffes “Almeida Carvalho und der Fregatte „Comandante Hermenegildo Capelo“ wird 2013 stattfinden. Ursprünglich hatten die beiden jetzt versenkten Schiffe erst am 1. und 3.11. auf den Grund geschickt werden sollen, doch dann wurde wegen der Wetterbedingungen die Aktion vorgezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Amurskaya eingestellt
(03.11.12) Die Suche nach dem seit dem 28.10. verschollenen russischen Frachter "Amurskaya", um die Shantar Inseln wurde am 2.10. wegen anhaltend schlechten Wetters mit stürmischem Wind, schweren Regen- und Schneefällen sowie der damit einhergehenden schlechten Sicht eingestellt. Nur noch Bodenteams hielten an den Küsten nach den vermissten neun Seeleuten Ausschau. Der Frachter war mit 700 bis 750 Tonnen Golderz um rund 100 Tonnen überladen gewesen, als er verschwand. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Tote rund um Chennai angetrieben – SMIT wird Tanker bergen
(03.11.12) Alle fünf vermissten Seeleute des gestrandeten Tankers “Prathiba Varuna” wurden bis zum 2.11. tot aufgefunden. Vier Leichen wurden am 2.11. bei Adyar und Chennai entdeckt, eine weitere trieb bei Minjur am Morgen des 3.11. an. Alle Toten mussten noch identifiziert werden. Die eingeleiteten Untersuchungen deuteten unterdessen darauf hin, dass der Kapitän Anweisungen, sich vor dem Taifun auf offenem Meer in Sicherheit zu bringen, ignoriert hat. Wegen der Beschuldigung, dass der Tanker nicht mehr seetüchtig gewesen sei und weder Brennstoff noch Nahrung an Bord gehabt habe, wurde er jetzt an Ort und Stelle zudem mit einem Arrest belegt. Ein erster Bergungsschlepper wurde am 6.11. vor Ort erwartet, nachdem mit SMIT ein Lloyds Open Form-Kontrakt abgeschlossen wurde. Ein sechsköpfiges Team ist bereits von den Philippinen und Holland vor Ort eingetroffen, um die Seetüchtigkeit des Havaristen zu prüfen. Der Chennai Port Trust und Ennore Port verfügen über sechs Schlepper von 35 bis 45 Tonnen Pfahlzug, die bei der Bergung auch eingesetzt werden könnten. Die Reederei räumte unterdessen ein, die Crew seit Juli nicht bezahlt zu haben, doch es habe keine Probleme an Bord gegeben. Die Shipping Company wiedersprach auch der Darstellung, es habe keinen Diesel mehr an Bord gegeben. Das stürmische Wetter habe lediglich das Eintreffen von Nachschub aus Dubai verhindert. Er hätte am 11.11. vor Ort sein sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Lage der „Napoleon Bonaparte“ kompliziert
(03.11.12) Bis zum 3.11. war die französische Fähre "Napoleon Bonaparte" im Hafen von Marseille einen weiteren Meter weggesackt. Das Wasser erreichte nun die Höhe von Deck fünf und überflutete die beidseits der Heckrampe angeordneten Operationsbereiche, von denen aus die Crew die Trossen des Schiffes handhabte. Wegen der Komplexität der Lage hat SNCM nun die kompetentesten französischen Experten angeheuert, darunter Ingenieure der Bauwerft STX in Saint Nazaire, um die auf das Schiff wirkenden Kräfte zu kalkulieren. Sie werden dabei von kapazitätsstarken Computern der Firma Orion unterstützt. Möglicherweise wird auch schweres Bergungsgerät vonnöten sein, die halb gesunkene Fähre wieder schwimmfähig zu machen. Quelle: Tim Schwabedissen



Costa Concordia rutschfrei
(03.11.12) Das Wrack des Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ vor Giglio konnte jetzt offenbar so weit gesichert werden, dass keine Gefahr mehr droht, dass es in tieferes Wasser wegrutscht. Für diesen ersten Bergungsschritt benötigten die Berger allerdings zwei Monate mehr als geplant. Als nächstes sollen Taucher unter dem Wrack einen Betonboden verlegen und große Streben für die Plattformen installieren, mit deren Hilfe das Schiff aufgerichtet werden soll. Ob die Bergung bis zum Beginn der Sommersaison 2013 abgeschlossen werden kann, war angesichts der bisherigen Komplikationen weiterhin unsicher. Quelle: Tim Schwabedissen



"BSLE Sunrise" wird freigeschleppt
(Bild: Kuis Sanchez)   Großbild klick!
Strand von El Saler nach über einem Monat wieder frachterfrei
(02.11.12) Der Blick zum Horizont am Strand von El Saler ist wieder frei: Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "BSLE Sunrise", 5988 BRZ, wurde in der Nacht zum 1.11. um 2.45 .Uhr nach über einem Monat Gefangenschaft von den Schleppern "Punta Mayor" und "Sar Mesana" befreit.
Um drei Uhr war das Schiff wieder flott. Bei der Bergung hatten sich die Schlepper den starken Seegang mit zwei Metern Wellenhöhe zunutze gemacht, der die Bagger wiederum zur Einstellung ihrer Arbeit gezwungen hatte. Nach der Bergung wurde der Frachter gegen sechs Uhr zur Nordpier im Hafen von Valencia gezogen, wo auch die nur leicht beschädigte, unter Antigua-Flagge laufende “Celia” noch liegt. Sie soll in den nächsten Tagen nach Cadiz auslaufen, wo sie repariert werden wird. Auch die „BSLE Sunrise” wird nun zunächst gründlich untersucht.
Beide Schiffe waren in einem Sturm am 28.9. gestrandet, wobei auch mechanische Probleme der Maschinen der Frachter eine Rolle spielten. Sie hatten vor Sidi Saler geankert und waren dann ins Treiben geraten. Nun müssen die vor der Küste verbliebenen Ankergeschirre, jeweils 10 Tonnen schwere Anker mit 200 Metern Kette daran, auch noch geborgen werden. Außerdem gilt es, die Baggerrinnen wieder zuzuschütten und die in Mitleidenschaft gezogenen Dünen wieder herzustellen sowie zerstörte Pflanzungen zu ersetzen, was nochmals rund 56000 Euro kosten wird.
Die “BSLE Sunrise”, 9742 tdw (IMO-Nr.: 9017628), hat eine Containerkapazität von 564 TEU. Sie wurde 1992 bei der Miho Zosensho K.K. in Shimizu erbaut und lief im Management der thailändischen Jutha Maritime Public Co. Ltd. Das Schiff ist 113,12 Meter lang, 19,22 Meter breit und hat 8,54 Meter Tiefgang. Es kam als „Socol 7“ in Facht, wurde 1994 zur „Fas Bombay“, 1995 zur „Nahoon“, 1998 zur „CMBT Pangani“, 1999 zur „Capitaine d'Urville“, 2001 zur „Global Mombasa“, 2007 zur „Tigullio Star“ und lief schließlich bis 2009 als „ Nordana Freja“.
Die “Celia“, 8250 tdw (IMO-Nr.: 9184237), hat eine Containerkapazität von 555 TEU, wurde 2005 erbaut und läuft für die Intersee Schifffahrts GmbH in Haren-Ems.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter bei Sylt geborgen
(02.11.12) Am 31.10. gegen kurz vor neun Uhr kam der holländische Kutter „Sandra Petra“, 35 BRZ (MMSI-Nr.: 244446000), auf einer Sandbank etwa zwei Seemeilen nordwestlich von Sylt fest, nachdem während des Fischens eines der Netze in den Propeller geraten war. Die beiden Fischer aus Den Oever riefen daraufhin die DGzRS um Hilfe. Der Kutter saß zu diesem Zeitpunkt in ein Meter hoher Brandung fest auf Grund. Mit nur zwei Meter Tiefgang konnte der Seenotkreuzer „Minden“ der Station List/Sylt aber an den wesentlich tiefer gehenden Kutter heranfahren und eine Schleppleine übergeben. Es gelang ihm, mit den 2000 PS starken Maschinen den Kutter aus der Brandung zu ziehen und sicher in den dänischen Hafen Havneby auf der Insel Römö zu schleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote bei Chennai angetrieben
(02.11.12) Drei Tote, bei denen es sich um Besatzungsmitglieder des bei Chennai gestrandeten Tankers "Pratibha Cauvery" handeln dürfte, trieben am 2.11. an den Stränden von Marina und Napier Bridge an. Sie wurden von Angehörigen der Coast Guard entdeckt und sollten nun identifiziert werden. Zwei weitere Seeleute wurden noch vermisst. Die Marine, die Coast Guard mit vier Schiffen sowie zwei Dornier-Flugzeugen und die Polizei von Tamil Nadu waren auf der Suche nach den Männern, die nach dem Kentern eines mit 22 Personen überladenen Rettungsbootes abgetrieben waren. Unter ihnen befanden sich zwei Kadetten und ein Nachwuchs-Ingenieur. Der 2. Ingenieur war bereits kurz nach dem Unglück tot aus der See gezogen worden. Der Kapitän, der wie die übrige Crew am Tag nach der Strandung auf dem Luftweg von dem Havaristen geholt worden war, wurde von der Küstenwache und der Kapitän in einem örtlichen Krankenhaus verhört. Er sagte aus, dass auf wiederholte Hilfeersuchen nach der Strandung durch Marine und Küstenwache nicht reagiert worden sei. Zudem habe die Agentur, die die Crew geheuert habe, schon seit Wochen für keine Versorgung mehr gesorgt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach „Bounty“-Kapitän eingestellt
(02.11.12) Am Ende des 4. Tages der Suche nach dem vermissten Kapitän der „Bounty“ hat die Küstenwache die Suche am 1.11. ergebnislos eingestellt. Beteiligt gewesen waren HC-130 Hercules-Flugzeuge aus Elizabeth City und Clearwater, MH-60 Jayhawks der Air Station Elizabeth City, HC-144 Ocean Sentry-Maschinen aus Miami, der Tonnenleger "Elm" sowie das Patroullienboot "Gallatin" aus Charlesto. Sie haben binnen 90 Stunden rund 12000 überlappende Quadratmeilen vor Hatteras abgesucht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker erlitt drei Meter langen Riss
(02.11.12) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Key Fighter", 3693 BRZ (IMO-Nr.: 8712166), der am 31.10. mit einem Kai des Fynsværket auf dem Odense-Kanal kollidiert war, hat inzwischen bei der dortigen Fayard Werft zur Reparatur eines drei Meter langen Risses im Rumpf festgemacht, der dabei entstanden war. Die Polizei verhörte derweil Lotsen und Kapitän des Schiffes und führte routinemäßig Drogentests durch.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rammte Kai in Igoumenitsa
(02.11.12) Die italienische Fähre „Florencia“ kollidierte am Morgen des 31.10. mit einer Pier in Igoumenítsa. Dabei wurde das Schiff im Bereich des Steuerbordbugs beschädigt. Es musste zur Untersuchung im Hafen bleiben. Die Fahrt nach Patras wurde abgesagt, und die 264 Passagiere mussten mit ihren Fahrzeugen auf andere Schiffe umsteigen. Die “Florencia”, 26302 BRZ (IMO-Nr.: 9287584), wurde 2004 erbaut und läuft für die Grimaldi Gruppe.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung bei Regelsbrunn hat begonnen
(02.11.12) Bei Regelsbrunn hat auf der Donau nach mehrfachen Verzögerungen nun die Bergung eines dort gesunkenen Binnenschiffes begonnen. Vor 1,5 Jahren sank der 500 Tonnen schwere Kiesfrachter. Mehrere Bergungsversuche scheiterten seither, nun wurden zwei Bagger zur Untergangsstelle beordert, die das Wrack in mehrere Teile zerlegen und heben sollen. Einer wurde dafür mit Schneidvorrichtungen ausgestattet, der zweite verfügt über einen Greifarm mit acht Krallen. Ein Drittel des Wracks wurde inzwischen geborgen. Teile des Schiffes befanden sich bis zu fünf Meter unter der Wasseroberfläche.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sandy legte Schonerwrack frei
(02.11.12) Vor Surf City wurde durch den Hurrikan Sandy das Wrack der “William H. Sumner”, eines Dreimastschoners, der 1891 erbaut wurde, durch Stranderosion freigelegt. Immer wieder bringen Stürme die Reste ans Tageslicht. 1919 war die “William H. Sumner” von Westindia nach New York mit Holz und Phosphat unterwegs. Doch als das Schiff Wrightsville Beach passierte, kam er zu dicht unter die Küste und lief am Topsail Inlet auf Grund. Nachdem einige Teile geborgen waren, sprengte die Coast Guard das Wrack, das die Schifffahrt behinderte, in die Luft. Die Rumpfschale blieb auf dem Strand von Surf City zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Kanada ausgebrannt
(02.11.12) Die Canadian Coast Guard kam am Abend des 30.10. dem in Englee beheimateten Kutter “P.J. Endeavor” zu Hilfe. Das Schiff war 90 Kilometer südlich von St. Anthony auf Fang gewesen, als sich der Maschinenraum mit Rauch füllte und der Antrieb ausfiel. Die zweiköpfige Crew funkte Mayday und ging dann in eine Rettungsinsel. Der Notruf wurde vom Joint Rescue Coordination Centre in Halifax aufgegangen, das eine CC-130 Hercules in Marsch setzte. Deren Crew entdeckte nach einiger Suche zunächst den in Flammen stehenden Kutter und wenig später auch die Insel. Daraufhin wurde das Küstenwachboot „Harp“ zu der Position dirigiert, wo es am Morgen des 31.10. eintraf. Während die Fischer gerettet wurden, war ihr Kutter ein Totalverlust. <
Quelle: Tim Schwabedissen



Schlechtes Training und Verständigungsschwierigkeiten schuld am Tod von 22 Seeleuten
(02.11.12) Am 2.11. wurde durch das koreanische Maritime Safety Tribunal ein Untersuchungsbericht zum Untergang des südkoreanischen Trawlers “Insung 1", 911 BRZ (IMO-Nr.: 7913220), in der Ross Sea am 13.12.2010, bei dem 22 Seeleute ums Leben kamen, publiziert. Danach haben fehlerhaftes Verhalten und Versäumnisse des Kapitäns, der Besatzung wie auch des Management und der Eigner der Fischfabrik zu dem Unglück beigetragen. Die "Insung 1" war ohne Vorwarnung 2700 Kilometer südöstlich von Bluff binnen einer halben Stunde gesunken, nur 20 Menschen wurden gerettet. Die Crew hatte eine Trawling-Pforte sowie eine weitere im Bug offen gelassen, während das Schiff durch raue See lief. Sie kontrollierten nicht, ob diese Öffnungen verschlossen worden waren, dadurch wurde ein Betriebsgang geflutet. Nachdem der Wassereinbruch bemerkt worden war, reagierte die Crew auch nicht wie nötig, sodass der Maschinenraum binnen kurzem ebenfalls geflutet wurde und die Stabilität des Schiffes verloren ging. Aber auch Management und Eigner wurden kritisiert, weil sie keine ausreichenden Sicherheitsinstruktionen und Trainings in den Sprachen der an Bord befindlichen Seeleute durchgeführt hatten, die aus fünf verschiedenen Ländern kamen. Weil auch die Evakuierung nicht in dem notwendigen Tempo vonstatten ging, fielen etliche Männer in das -1 bis 0 Grad Celsius kalte Wasser, wo viele an Unterkühlung starben. Die Insung Corporation muss sofort ihre Sicherheitsstandards verbessern, damit alle Besatzungsmitglieder der Schiffe ihrer Flotte effektiv kommunizieren und Sicherheitsregeln verstehen können.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sorge um Stabilität der „Napoleon Bonaparte“
(02.11.12) Die Situation der französischen Fähre "Napoleon Bonaparte" in Marseille war am 2.11. weiterhin unstabil, und das Risiko eines möglichen Kenterns wurde sehr ernst genommen. Deshalb wurde das Auspumpen des Schiffes nur in sehr reduzierter Form durchgeführt, das vor zwei Tagen begann. Die Pumpen arbeiteten derzeit nur mit 10% ihrer Kapazität. Neben dem Risiko einer plötzlichen Destabilisierung gab es auch Sorgen um die strukturelle Stabilität des Schiffes durch die enormen Kräfte, die durch die rund 80,000 Kubikmeter Wasser im Schiffsinnern wirkten und wegen denen die Lenzarbeiten nur bei Gewährleistung der Stabilität durchgeführt werden können. Dazu mussten zunächst komplexe Kalkulationen zur Risikoreduktion durchgeführt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker "Pratibha Cauvery" auf Grund
(Bild: InJaya Prakash)   Großbild klick!
Schiffsevakuierung vor Chennai wurde zur Tragödie – bis zu sieben Tote vor Chennai
(01.11.12) Bei stürmischem Wind ist im Wirbelsturm Nilam am 31.10. der indische Tanker "Pratibha Cauvery", 16949 BRZ (IMO-Nr.: 7920754), vor Chennai mit einer Crew von 37 Mann an Bord gegen Mittag auf Grund betrieben. Er war ankerauf gegangen, um den Sturm auf See abzuwettern, doch die Maschine kam gegen die Windgeschwindigkeiten von 100 km/h nicht an und wurde um 14.20 Uhr auf den Besant Nagar Beach 3,5 Meilen südlich von Chennai gedrückt. Er war zu m Zeitpunkt der Havarie unbeladen und hatte nur zwei Tonnen leichtes Dieselöl und 355 Tonnen Brennstoff in den Tanks. Nachdem der Kapitän Befehl gegeben hatte, den Tanker zu verlassen, kam es aber zu einem tragischen Verlauf.
Ein ausgesetztes Rettungsboot kenterte wegen Überladung auf dem Weg zum nahen Strand von Besant Nagar mit 22 Mann an Bord. Örtliche Fischer kamen zu Hilfe und bargen 16 der Verunglückten, die sich an dem in der Brandung kieloben treibenden Boot festhielten. Drei kamen in die Intensivstation des Fortis Malar Hospital. Der 2. Ingenieur konnte nur noch tot geborgen werden. Sechs der Schiffbrüchigen wurden vermisst.
Die übrigen 15 Mann harrten die Nacht über an Bord aus, da der starke Sturm eine Abbergung unmöglich machte. Erst am Morgen des 1.11. konnten Hubschrauber der indischen Coast Guard sie retten. Die "Varuna" der Coast Guard wurde zur Unterstützung der SAR Operation herbeigerufen. Der 1981 erbaute Tanker hatte zu einer Überholung in Chennai ins Trockendock gehen sollen und hatte auf der Außenreede geankert. Er war am 25.9. in Chennai eingelaufen und hatte seine Ladung Petroleum gelöscht. Am 29.9. war er noch Mumbai ausgelaufen, doch auf halbem Wege am 8.10. zurück beordert worden durch die in Mumbai ansässige Pratibha Shipping. Seither hatte er 3,56 Meilen vom Hafen entfernt geankert.
Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Kapitän der „Bounty“ dauert an
(01.11.12) Die US Coast Guard setzte auch am 31.10. ihre Suche nach dem vermissten Kapitän der HMS "Bounty" rund 145 Meilen südöstlich von Hatteras fort. Das 378 Fuß lange Küstenwachboot "Gallatin" aus Charleston, South Carolina, war am 30.10. gegen 15 Uhr vor Ort eingetroffen. Eine HC-130 Hercules der Coast Guard Air Station Elizabeth City, stellte am selben Abend um 19:30 Uhr die Suche ein. Der 225 Fuß lange Tonnenleger "Elm" aus Atlantic Beach blieb die Nacht über im Suchgebiet. Eine HC-144 Ocean Sentry der Coast Guard Air Station Miami war am Morgen des 31.10. vier Stunden lang im suchgebiet, eine Hercules der Coast Guard Air Station Clearwater begann um 7:30 Uhr mit der Suche, und eine weitere Hercules der Air Station Elizabeth City sollte die Maschine aus Clearwater ablösen. Nach wie vor galt die Suche einem Vermissten und nicht der Bergung einer Leiche, betonte die Coast Guard. Faktoren wie Fitness des Vermissten, Wetterbedingungen, Überlebensausrüstung und die Ergebnisse vorheriger Suchen spielten eine Rolle bei der Entscheidung darüber, wie lange die Suche andauern sollte. Das Suchgebiet ist ungefähr 1,500 Quadratmeilen groß, die Seen waren nun 12 Fuß hoch und der Wind blies mit 30 Meilen. Derweil erwogen die Besitzer der "Bounty" auch eine Bergung des 52 Jahre alten und 55 Meter langen Schiffes. Falls es gesichtet würde, wollten sie einen Schlepper dafür heuern. Zuletzt war das Schiff am Tag des Unglücks gesichtet worden, die Masten ragten noch aus der aufgewühlten See. Seither gab es aber keine Sichtung mehr, und die Coast Guard vermutete das Schiff eher in 4000 Metern Tiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen



Nambisches Forschungsschiff bei Sardinenforschung auf Sandbank gelandet
(01.11.12) Das namibische Forschungsschiff "Mirabilis", 2131 BRZ (IMO-Nr. 9619725), lief am 27.10. an der Südküste von Angola bei der jährlichen Untersuchung der Sardinenbestände auf einer Sandbank in der Tiger Bay auf Grund. Das Schiff kam wenig später mithilfe von Fischereifahrzeugen aus Namibia und Angola wieder frei und wurde am 31.10. in der Walvis Bay zur Schadensuntersuchung erwartet. Das herbeigerufene Patroullienboot „Anna Kakurukaze“ musste nicht mehr eingreifen. Die 17-köpfige Crew blieb unversehrt. Darunter befanden sich auch sieben Wissenschaftler des National Marine Information and Research Centre (NATMIRC) in Swakopmund.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker kollidierte mit Kai in Odense
(01.11.12) Der maltesische Tanker "Key Figher", 2131 BRZ (IMO-Nr.: 8712166), kollidierte am 31.10. um 7.50 Uhr mit dem Kai der Fynsværket im Odense-Schifffahrtskanal. Das Schiff war von Kaliningrad gekommen. Die Crew blieb unversehrt, die Polizei von Odense wurde informiert. Das Schiff war auf dem Weg in den Hafen von Odense, als es trotz Lotsenassistenz vom Wege abkam. Es durfte die Fahrt fortsetzen, um nicht andere Schiffezu behindern. Am 1.11. setzte es die Fahrt nach Vigeroe fort.
Quelle: Tim Schwabedissen



Weiterer Bergungsversuch an „BSLE Sunrise“ gescheitert
(01.11.12) Am 31.10. scheiterte ein weiterer Versuch, die "BSLE Sunrise" vom Strand von Saler zu bekommen. Nachdem sich bis zu zwei Meter hohe Wellen aufgebaut hatten, hatten die Bagger ihre Arbeit einstellen müssen. Gegen 17 Uhr begannen die Schlepper "Punta Mayor" und "Sar Mesana" ihre Arbeit. Die „Punta Mayor“ war am Heck festgemacht, während die „Sar Mesana“ das Vorschiff herumdrehen sollte. Doch nach mehreren Stunden musste der Versuch, den Sandwall an Steuerbord zu durchbrechen, wieder eingestellt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisster Frachter war überladen und unterbesetzt
(01.11.12) Der vermisste russische Frachter "Amurskaya" war nicht für den Transport von Massengut ausgelegt auf seiner offenbar letzten Reise. Das Schiff wird mit mindestens 700 Tonnen Golderz seit dem 28.10. vermisst. Es hatte nach Ermittlungen der Far East Investigative Committee Transport Division keine Fahrgenehmigung und war auch nicht ausreichend stark besetzt. Es war zudem nicht zertifiziert für den Transport von Rohmaterial. Es hatte eine Transportkapazität von nur 611 metrischen Tonnen, hatte aber 700-750 Tonnen geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Sandy versenkte Barge
(01.11.12) In der Nacht zum 30.10, sank eine 50-Fuß-Barge im Hurrikan Sandy im Bar Harbor in Maine. Die Coast Guard Northern New England in Süd-Portland und das Maine Department of Environmental Protection waren vor Ort zur Gefährdungsbeurteilung. Die Barge sank an ihrer Mooring und behinderte die Navigation im Hafen nicht. Geringe Mengen von Diesel und Hydraulikflüssigkeit liefen aus. Der Sturm in der Frenchman Bay ließ eine zeitnahe Bergung nicht zu, so sollte auf ein Abflauen des Windes abgewartet werden. In Portland, Portsmouth und Rockland rissen sich weitere Boote los, darunter ein 25-Fuß-Sportboot und eine 35-Fuß-Yacht sowie ein Hummerkutter in Rockland, der bei Owls Head strandete.
Quelle: Tim Schwabedissen



Nachlässiger Ausguck Ursache für tödliches Yachtunglück vor Mexiko
(01.11.12) Nachlässiger Ausguck hat wohl eine Schlüsselrolle in der Strandung der 37-Fuß-Yacht „Aegean“ am 28.4.2012 auf North Coronado Island vor der mexikanischen Küste im Newport-to-Ensenada Yacht Race gespielt, bei der die vierköpfige Crew umkam. Zudem konnten zwei Navigationslichter auf der benachbarten South Coronado Island nicht ausgemacht werden, weil sie durch die Inselkette versperrt waren. Wahrscheinlich war das Boot auf Autopilot, als es einen GPS-Wegepunkt verpasste und auf die Insel lief. Dies ergab eine Untersuchung von US Sailing. Die Yacht war mit konstanten 7.1 Knoten Fahrt vier Stunden lang auf Kurs gewesen. An dem Wegepunkt hätte der Skipper entscheiden müssen, an welcher Seite er die Insel passiert. Alkohol, Drogen oder Kohlenmonoxydvergiftung haben keine Rolle gespielt. Das Boot war nach der Strandung in viele Stücke zerbrochen, sodass zunächst die Kollision mit einem größeren Schiff angenommen worden war. In den Trümmern war eine teilweise aufgeblasene Rettungsinsel gefunden worden. Die Crew hatte keine Rettungswesten an, als die Leichen gefunden wurden. Der Report regte an, dass fortan mindestens zwei Personen auf Ausguck sein sollten, und die Boote sollten mit einem Warner ausgestattet sein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre in Hilongos auf Grund gelaufen
(01.11.12) Am 26.10. begann der philippinische Kombifrachter „Theresian Star,“, 926 BRZ, zu krängen, nachdem er an Steuerbord auf Grund gekommen war, während er gerade an der Hilongos Pier in Leyte festmachen wollte. Die 589 Passagiere kamen dennoch unversehrt an Land. Das Schiff hatte die Grundberührung erlitten, als eine Trosse bereits an Land fest war. Die Coast Guard Hilongos schickte ein Team zur Hilfeleistung. Sie brachte die Fahrgäste mit dem Patroullienboot "Bantay Dagat" an Land. Später gelang es, die „Theresian Star“ ganz an die Hilongos Pier zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Portugiesische Korvette als künstliches Riff vor der Algarve auf letzte Reise geschickt
(01.11.12) Mehrere Explosionen erschütterten am 31.10. die portugiesische Korvette "Oliveira e Carmothree" drei Meilen vor Alvor an der Algarve, als das Schiff auf seine letzte Reise ging. Es wurde dort als Tauchspot für Touristen versenkt als eines von vier Schiffen, die dort fortan als künstliche Riffe dienen sollen. Zuvor hatten Ingenieure das Schiff mit 220 Tonnen Beton gefüllt, um sicherzustellen, dass es auf ebenem Kiel absacken würde. Außerdem waren die Aufbauten hergerichtet, der Rumpf gereinigt und an mehreren Stellen mit Löchern versehen worden. Dann rissen ihn vier Schneidsprengsätze, die aus den USA importiert und von der Canadian Artifiial Reef (CAR) installiert worden waren, worden waren, auf, und das Schiff begann langsam tiefer zu sinken. Die Versenkung erfolgte im Rahmen des Ocean Revival Project zur Belebung der Meere mit solchen künstlichen Riffen. Nach rund zwei Minuten hatte das Wasser das Oberdeck erreicht, aus dem Schornstein stieg ein letztes Mal Rauch auf, der Bug hob sich, und in einem Schwall austretender Luft trat das 83 Meter lange Marineschiff die Reise zum Meeresgrund an.
Quelle: Tim Schwabedissen



Ijseelmeerwrack jüngste bislang entdeckte Kogge
(01.11.12) Das Wrack, das auf dem Grund der IJssel nahe Kampen entdeckt wurde, ist eine Kogge aus der 1. Hälfte des 1. Jahrhundert. Sie wurde wohl unbeladen zur Gewässerregulierung versenkt und ist im unteren Bereich weitgehend intakt geblieben. Es handelt sich um die jüngste je gefundene Kogge. In der Hansezeit war das IJsseldelta ein wichtiger Wasserweg nach Kampen. Anfang 2013 soll ein Abschlussbericht über die archäologischen Untersuchungen vorgelegt werden. Rijkswaterstraat arbeitet bei dem Projekt eng mit der Gemeinde Kampen, den ADC ArcheoProjecten und dem Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed zusammen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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