EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Oktober 2012


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"John B. Cadell" (Bild: Michelle Charlesworth)   Großbild klick!
Sandy fegte Tanker auf Straße in New York
(31.10.12) Während der Hurrikan Sandy Milliardenschäden anrichtete und über 40 Menschen in den Tod riss, kam es auch an den Marinas der Westküste zu erheblichen Verwüstungen. Ein ungewöhnliches Strandgut spülte der Sturm in Staten Island aufs Ufer. Es handelte sich um den betagten Wassertanker "John B. Cadell", 712 BRZ (IMO-Nr.: 5173204), der in der Nacht mit einem Drittel seiner Länge dort auf der Front Street landete. Das unbeladene Schiff hatte etwa eine Meile entfernt in der Sea Knight Marina gelegen. Es hatte sich niemand an Bord befunden, als es dort losgerissen wurde und zuletzt auf der Straße landete. Die „John B. Caddell“ wurde 1941 erbaut und hat eine Tragfähigkeit von 1077 Tonnen. Sie läuft für die Poling & Cutler Marine Trans.
Quelle: Tim Schwabedissen



“Two Brothers” (Bild: USCG)   Großbild klick!
Schiffbrüchige trieben zwei Tage auf ausgebranntem Frachter durch die Karibik
(31.10.12)&xnbsp;Die Crew des 210 Fuß langen Küstenwachbootes “Decisive” aus Pascagoula sowie ein Flugzeug der Customs and Border Protection lokalisierten und retteten am 27.10. die vierköpfige Crew des 87 Fuß langen Küstenfrachters “Two Brothers”, der zwei Tage zuvor in der Karibik, etwa75 Meilen südlich von Cabo Rojo, Puerto Rico, in Brand geraten und von den Flammen großenteils zerstört worden war.
Die Coast Guard San Juan war am Morgen von einem der Eigner der “Two Brothers” informiert worden, dass das Schiff überfällig sei, nachdem es nicht wie geplant in der Nacht zum 26.10. in Tortola auf den British Virgin Islands eingetroffen war. Das Schiff war am 22.10. von Aruba ausgelaufen. Die “Decisive” wurde auf die Suche geschickt, ebenso eine DHC-8 des Caribbean Air and Marine Branch. Diese lokalisierte den Havaristen am Morgen des 27.10. und dirigierte die “Decisive” zu dessen Position. Die Crew, die an Bord ausgeharrt hatte, wurde an Bord des Schiffes gebracht und dort medizinisch betreut sowie mit Nahrung versorgt.
Die “Two Brothers” wurde in Schlepp genommen, später übernahm das 110 Fuß lange Patroullienboot “Key Largo” aus San Juan und schließlich der Schlepper „Midnight Express“, der den Frachter nach Tortola, British Virgin Islands, brachte. &xnbsp;
Quelle: Tim Schwabedissen



Treibendes Rig im Taifun evakuiert
(31.10.12) Nach fast eintägiger Drift wurden 35 Arbeiter am 29.10. von dem Ölrig “GSF Key Hawaii” per Helikopter abgeborgen. Am 28.10. um 17.35 Uhr hatte sich das Rig mit 21 Vietnamesen und 14 Technikern anderer Nationalitäten im Taifun Son Tinh von einem Schlepper losgerissen. Drei Schlepper folgten dem Rig in den folgenden fast 24 Stunden. Am 29.10. um 4.30 Uhr trieb es vier Meilen vor Ha Mai Island, Haiphong. Eine Stunde darauf hob ein Helikopter von Hanois Gia Lam Airport nach Haiphong ab. Ein weiterer Helikopter mit vier Bergungsexperten aus Singapur an Bord startete vom Cat Bi Airport, Hai Phong. Zuerst war geplant, neun Personen, darunter die vier Berger aus Singapur, an Bord abzusetzen, um es wieder am Schlepper festzumachen. Doch die Vietnam Oil and Gas Group (PetroVietnam) bat stattdessen um Evakuierung aller an Bord befindlichen Menschen. Sie wurden gegen Mittag zum Cat Bi Airport gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Vermisste nach Untergang der „Saigon Queen“ vor Sri Lanka
(31.10.12) Der 103 Meter lange, vietnamesische Frachter “Saigon Queen” 4074 BRZ (IMO-Nr.: 9364046) sank am 30.10. vor Sri Lanka. Von der 22-köpfigen Crew wurden 18 gerettet. Vier weitere, darunter der Kapitän, wurden vermisst. Das Vietnam Maritime Search and Rescue Coordination Center (MRCC) hatte um 12:12 Uhr Notrufe der “Saigon Queen” aufgefangen, die mit einer Ladung Holz von Myanmar nach Indien unterwegs gewesen war. Als das Schiff stark rollte, war die Ladung übergegangen. Versuche, sie wieder zu stauen, waren in schwerer See gescheitert, und wenig später riss der Kontakt ab. Das MRCC koordinierte mit der Vietnam Shipping Communications und Electronics Company (Vishipel) eine Rettungsaktion, an der sich SAR-Kräfte aus Sri Lanka, die US Coast Guard, das MRCC Chennai beteiligten.
Um 21.20 Uhr rettete der unter zyprischer Flagge laufende Frachter “Pacific Skipper” zunächst drei Besatzungsmitglieder und hielt Kontakt zu 15 weiteren, die auf einer Rettungsinsel trieben. Später gelang auch deren Rettung. Vier weitere Männer, darunter der Kapitän, der Chefingenieur, ein Maschinist und ein Decksmann, wurden vermisst gemeldet. Bis zum Einbruch der Nacht fehlte aber jede Spur von ihnen. Der Frachter war 103 Meter lang und 17 Meter breit. Er hatte eine Tragfähigkeit von 6500 Tonnen und war das erste Schiff, das die Saigon Shipping Joint Stock Company 2006 bei der Saigon Shipbuilding Industry Co., die zur Vietnam Shipbuilding Industry Corporation (Vinashin) gehört, gebaut wurde. Es war zugleich das größte bis dahin in Südvietnam erbaute Schiff. Im Oktober 2008, nachdem eine 2.5-jährige Charter durch eine dänische Firma endete, wurde der Frachter von der Saigon Shipping JSC eingesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker ohne Ruderhaus zur Reparatur nach Duisburg unterwegs
(31.10.12) Das deutsche Binnenschiff "Eljo“, 1253 ts (EU-Nr.: 04601590), durfte am 29.10. von seinem Liegeplatz in Groß-Gleidingen die Reise zu einer Reparaturwerft in Duisburg antreten, wo der Schaden in Höhe von rund 150000 Euro ausgebessert werden soll. Das Schiff war am 26.10. um 18.10 Uhr gegen die E 605-Brücke zwischen Üfingen und Groß Gleidingen gelaufen. Der in den Trümmern des Ruderhauses am Kopf schwer verletzte Kapitän lag weiterhin in der Intensivstation des Krankenhauses in Lebenstedt, war aber nicht in Lebensgefahr. Einen Citroen, der ebenfalls vom Schiff gerissen worden war, hatten Taucher der Werksfeuerwehr der Salzgitter AG gemeinsam mit der DLRG noch am Abend des 26.10. geborgen, sodass der Schiffsverkehr um 22.15 Uhr hatte wieder freigegeben werden können. Insgesamt waren nach der Kollision 50 Einsatzkräfte vor Ort gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter mit Maschinenschaden nach Emden eingeschleppt
(31.10.12) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Ems", 3995 BRZ (IMO-Nr.: 8602828), wurde am 31.10. um 00.45 Uhr im Neptundock eingedockt. Das Schiff hatte am 27.10. gegen 17 Uhr den Hafen von Vierow mit einer nach Newport bestimmten Weizenladung verlassen. Nachdem es am 28.10. den Nord-Ostsee-Kanal passiert hatte und Kurs auf die Nordsee nahm, kam es zu einem Maschinenschaden. Der Havarist wurde in Schlepp genommen und machte am 30.10. gegen Mitternacht zunächst im Binnenhafen von Emden fest, ehe es in den Dockhafen weiter ging.
Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter mit Maschinenschaden auf der Schelde abgeschleppt
(31.10.12) Am 29.10. gegen 18 Uhr erlitt der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter “Brilliante", 3782 BRZ (IMO-Nr.: 9142643), auf der Schelde bei Walsoorden Maschinenschaden. Das Schiff war von Antwerpen to nach Dünkirchen ausgelaufen, als kurz nach Verlassen der Boudewijn-Schleuse in Antwerpen bei Tonne 55 der Antrieb ausfiel. Nach etwa einer Stunde trafen die zu Hilfe gerufenen Schlepper "Union Eagle", "Union Panda" und "Fairplay XIV" von Antwerpen kommend am Havaristen ein und zogen ihn zu einem Ankerplatz in Terneuzen zur Inspektion. Der Schlepper "Evergem" ging zusätzlich längsseits. Von 22 Uhr bis um 4.45 Uhr des folgenden Morgens blieb die “Brilliante” vor Anker, ehe sie gegen 18 Uhr nach Vlissingen einlief.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisste Container als Trümmerhaufen in „Rena“ entdeckt
(31.10.12) Taucher haben bis zur vergangenen Woche 365 bislang vermisste Container der "Rena" im Innern des Wracks in 30 – 35 Metern Wassertiefe entdeckt. 200 Container befanden sich im Innern des Schiffes, zumeist auseinandergebrochen und fragmentiert. Die übrigen noch vermissten Container waren wohl in einem Sturm im Januar verloren gegangen. Der Rumpf des Frachters ist nach Innen gedrückt und liegt mit 60 Grad auf der Seite. Die Container in den Racks wurden dadurch zu Metallhaufen zusammen gepresst. Die Inhalte der Boxen sollen nun auf mögliche Gefahrgüter untersucht werden. Es ist noch ungewiss, ob sich solche darunter befanden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler saß bei Olahomen fest
(31.10.12) Am 30.10. gegen 19 uhr lief der isländische 15-Meter-Trawler "Leithe" (MMSI-Nr.: 251520640) nördlich von Olaholmen in Finnsnesrenna auf Felsen. Die Polizei wurde informiert und beabsichtigte, nach der Bergung routinemäßig eine Drogenkontrolle durchzuführen. Die Besatzung hoffte, mit steigendem Wasserstand ohne Fremdhilfe wieder freizukommen. Dies bestätigte sich auch, gegen 22 Uhr kam das Schiff ab und steuerte nordwärts gen Gisundet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Selbstmörder jagte Kutter in die Luft
(31.10.12) Ein Mann aus Homer erlitt am Morgen des 30.10. schwere Verbrennungen, als er beim Versuch, sich umzubringen, den Kutter “Slava II” in Brand steckte. Der 58-jährige war gegen 20 Uhr am 29.10. an Bord des bei dem Northern Enterprises Boatyard liegenden Kutters aus und leerte dort brennbare Flüssigkeiten aus. Vier Stunden lang telefonierte die Polizei mit ihm, während das Homer Volunteer Fire Department auf Standby war. Gegen ein Uhr ereignete sich eine Explosion an Bord, und ein Feuer brach aus. Wenig später floh der Mann von dem Schiff mit verschiedenen Verbrennungen. Er wurde ins South Peninsula Hospital gebracht, während das Kachemak Emergency Services Department gegen den Brand vorging. Die „Slava II” wurde schwer beschädigt, benachbarte Schiffe wurden nur leicht in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach „Bounty“-Kapitän fortgesetzt – Erinnerung an Untergang der „Fantome“
(31.10.12) Die Coast Guard setzte am 30.10. die Suche nach dem vermissten Kapitän der HMS “Bounty” 125 Meilen südöstlich von Hatteras fort. Am Vorabend um 19.15 Uhr war der 225 Fuß lange Tonnenleger „Elm” aus Atlantic Beach in dem Seegebiet eingetroffen. Außerdem waren eine HC-130 Hercules und ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Coast Guard Air Station Elizabeth City bis 19.30 Uhr in der Luft.
Am 30.10. um 12.30 Uhr startete eine HC-144 Ocean Sentry der Coast Guard Air Station Clearwater, Florida, eine vierstündige Suche, und seit 7.15 Uhr war bereits eine Hercules der Air Station Clearwater vpr Ort. Die 378 Fuß lange „Gallatin“ der Coast Guard Cutter in Charleston war noch auf dem Weg in das Suchgebiet, das eine Fläche von 1350 Quadratmeilen umfasste. Die Besitzer der „Bounty“ verteidigten derweil die Entscheidung des Kapitäns, der seit 1995 auf dem Schiff war, auf See den Sturm abzuwettern. Der 63-jährige galt als erfahrener Seemann.
Der Untergang der „BountY“ erinnert auch an den Verlust des Viermasters „Fantome“ am 27.10.1998 vor Honduras, der mit seiner gesamten Crew in 40 Fuß hohen Wellen und 100 Knoten Wind etwa 10 Meilen südlich der Guanaja Island im Hurrikan Mitch samt seiner 31-köpfigen Crew verschwand. Das Schiff hatte am 26.10. seine Passagiere in Belize City abgesetzt und versuchte dann auf See, der Laufbahn des Hurrikans zu entkommen. Nach sechs Tagen wurde die Suche nach dem 282 Fuß langen Schiff, das 1927 für den Duke of Westminster erbaut worden war, eingestellt.
Das Schiff war 1937 an den Engländer A.E. Guiness gegangen, der die vormalige „Flying Cloud“ in „Fantome III“ umbenannte. 1956 erwarb sie der griechische Großreeder Aristoteles Onassis, der sie Gracia von Monaco zur Hochzeit schenken wollte. Da er aber gar nicht zu dem Ereignis eingeladen wurde, fiel die Schenkung aus, und das Schiff wurde jahrelang in Kiel aufgelegt, ehe es nach Spanien geschleppt wurde. Erst 1969 kam es wieder in Fahrt und wurde als Fahrgastschiff für 128 Passagiere hergerichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen



Riesige Stahlplatte auf Riss halbgesunkener Fähre geschweißt
(31.10.12) Die französische "Napoleon Bonaparte", 44307 BRZ (IMO: 9104835), wurde am 30.10. von Tauchern der Firma ECTM aus Marseille abgedichtet. Taucher brachten eine 25 m² grpße Stahlplatte auf den Riss 1,5 Meter unterhalb der Wasseroberfläche auf. Da aber Météo France einen neuerlichen Sturm von Osten her ankündigte, konnten die Lenzarbeiten nicht wie beabsichtigt anlaufen. Das Schiff sollte stattdessen möglichst stabil auf dem 10 Meter tiefen Hafengrund gehalten werden. Es bestand derweil die Sorge, dass sich das im Maschinenraum stehende Wasser durch Leitungen und Durchlässe den Weg in weitere Schiffsbereiche bahnen könnte. Wenn das Schiff am Ende gehoben ist, soll es wahrscheinlich zur CNM geschleppt werden. Die Schadenshöhe war derweil noch nicht absehbar, klar war aber, dass die Reparatur mindestens bis Februar 2013 dauern dürfte. Mangels Nachfrage von Fährüberfahrten nach Korsika in den Wintermonaten wollte SNCM aber keine Ersatzfähre in Fahrt bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Bounty sinkt (Bild: USCG)   Großbild klick!
Untergang der “Bounty” im Hurrikan Sandy – 14 gerettet, eine Tote, Kapitän vermisst
(30.10.12) In einer dramatischen Aktion hat die US Coast Guard am 29.10. 14 Schiffbrüchige der “Bounty” aus zwei Rettungsinseln im tobenden Atlantik 90 Meilen südöstlich von Hatteras gerettet, nachdem das Schiff im HurrikanSOS-Bilder-2012/10-30-Bounty_(Foto USCG)-hq.jpg Sandy auf 33°54' N 073°50' W gesunken war. Am 28.10. um 20.45 Uhr hatte die „Bounty“ erstmals Wasserreinbruch gemeldet, und um 21 Uhr begann das EPIRB Signale zu senden.
Gegen Mitternacht war eine C-130 Hercules vor Ort und konnte Kontakt mit dem noch schwimmenden Schiff herstellen. Doch um 4.30 Uhr am Morgen meldete die Crew der “Bounty”, dass sie in die Rettungsinseln ginge. Die Maschine war ausgefallen, und das Wasser stand drei Meter hoch in dem Dreimaster. Um 6.30 Uhr trafen zwei MH-60 Jayhawk Helikopter ein. Sie sahen im Dunkeln Stroboskop-Lichter.
Von der „Bounty“ ragten nur noch die Masten aus dem Wasser, Brecher fluteten über das Deck. Rettungsschwimmer wurden in die 30 Fuß hohen Wogen herabgelassen und halfen den Schiffbrüchigen in Rettungskörbe, in denen sie an Bord der Hubschrauber gezogen wurden. Teils wurden sie aus der 25 Fuß im Durchmesser großen Insel gepflückt, teils trieben sie in der See. Rettungsschwimmer Randy Haba sagte hinterher, es seien mit die größten Wellen gewesen, auf die er je gestoßen sei. „Altitude, Altitude“, war immer wieder der Alarm im Cockpit der Hubschrauber zu hören, wenn sie allzu tief über der See hoverten. Der erste Hubschrauber barg fünf, der zweite neun Menschen aus dem Wasser. Die Rettungsaktion verlief trotz des Sturms, der mit 40 Meilen Windgeschwindigkeiten über den Atlantik fegte, erfolgreich, und um 10.15 Uhr trafen die 14 Geretteten an der Coast Guard Air Station Elizabeth City, North Carolina, ein, wo medizinisches Personal die in Decken gehüllten Schiffbrüchigen erwartete.
Archivbild Bounty (Bild: Wikipedia)   Großbild klick!
Sie hatten aber keine bedrohlichen Verletzungen. Zwei Besatzungsmitglieder der “Bounty” wurden zu dieser Zeit noch vermisst, die 42-jährige Claudene Christian, sowie der Kapitän, der 63-jährige Robin Walbridge. Sie waren, wie alle anderen mit Überlebensanzügen ausgestattet, beim Verlassen der „Bounty“ von Wellen erfasst und abgetrieben worden. Ein weiteres Besatzungsmitglied, das das gleiche Schicksal ereilt hatte, hatte noch eine Rettungsinsel erreichen können. Die Suche nach den Vermissten wurde den Tag über durch die C-130 Hercules&xnbsp;und einen&xnbsp;MH-60 Jayhawk fortgesetzt. Außerdem waren die Küstenwachboote “Elm”und “Gallatin” auf dem Weg zur Unglücksstelle. Am späten Abend dann wurde Claudene Christian 10 Stunden nach dem Untergang bewusstlos in der See treibend entdeckt. Es gelang noch, sie in kritischem Zustand an Bord des Hubschraubers zu ziehen, wo sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wurde, doch in einem Krankenhaus in Elizabeth City starb sie in der Nacht.
Die „Bounty“ war am 25.10. mit einer Crew von 11 Männern und fünf Frauen im Alter von 20-63 Jahren von Connecticut nach St. Petersburg in Florida ausgelaufen, wo sie am 7. November hätte einlaufen sollen. Die Schiffsführung hatte in stetem Kontakt mit dem National Hurricane Center gestanden, um den Tropensturm Sandy zu umgehen. “This will be a tough voyage for Bounty“, hieß es bereits in einem Posting auf der “Bounty”-Facebook-Seite. Als die Größe von Sandy sich immer mehr abzeichnete, wurde m 27.10. noch mitgeteilt, die Bounty sei sicher und in kompetenten Händen, die Reiseroute sei eine kalkulierbare Entscheidung. Das Schiff sei auf See sicherer als im Hafen. Doch der Sturm nahm weiter an Stärke zu, und am Morgen des 29.10. hieß es: “Please bear with us”. Tracie Simonin, Direktor der HMS Bounty Organization, sagte, er und der Kapitän seien sich der Gefahren bewusst gewesen.
Mit der “Bounty” versank eine Filmlegende. Das Schiff wurde 1960 beim Smith and Ruhland Shipyard in Lunenburg eigens für den Film "Mutiny on the Bounty" erbaut. Sie war eine zwischen 23 und 40% vergrößerte Version des originalen Schiffes der Royal Navy von 1787. 1962 wurde das Schiff fertiggestellt. Es war das erste auf historischer Grundlage eigens für einen Film rekonstruierte Schiff, zuvor waren lediglich umgebaute andere Schiffe genommen worden. Die Original-Baudpläne wurden dazu aus den Archiven der britischen Admiralität herangezogen und der Dreimaster in traditioneller Bauweise konstruiert. Um die Filmcrew beherbergen zu können, wurde Rumpf und Rigg allerdings vergrößert. Der Bau inspirierte auch spätere Repliken wie die „Bluenose II“ oder HMS „Rose“. Am 27.8.1960 lief die „Bounty“ vom Stapel. Sie versegelte von Nova Scotia nach Tahiti durch den Panama-Kanal mit einer Mischung aus Fischern aus Lunenburg und Filmcrew an Bord. Sie sollte eigentlich am Ende verbrannt werden, doch Marlon Brando drohte mit dem Boykott des Films, wenn dies so käme, deswegen blieb die “Bounty” erhalten und ging auf eine weltweite Werbetour.
Danach wurde sie dauerhafte Touristenattraktion in St. Petersburg, Florida, wo sie bis Mitte der 1980er verblieb. 1986 erwarb Ted Turner die Firma MGM samt der “Bounty” und nutzte sie für Promotions- und Entertainment-Zwecke. 1989 diente sie fü r Dreharbeiten für den Film „Treasure Island” mit Charlton Heston. 1993 stiftete Turner das Schiff der Fall River Chamber Foundation, die die Tall Ship Bounty Foundation zum Betrieb der “Bounty” als Ausbildungsschiff einrichtete. Im Februar 2001 erwarb die HMS Bounty Organization LLC den Dreimaster. Nachdem das nicht ausreichend instand gehaltene Schiff die Fahrerlaubnis durch die United States Coast Guard verlor, wurde 2002 die Bodenbeplankung beim Boothbay Harbor Shipyard erneuert.
Danach wurde die “Bounty” von St. Petersburg aus für Chartern, Segeltraining und Exkursionen eingesetzt. In Filmen wie ‚Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest’ und ‘Pirates of the Caribbean: At World's End’ mit Johnny Depp wurde sie wieder zur Filmkulisse. Im April 2006 kam sie für weitere Instandsetzungsarbeiten nach Boothbay Harbor, nun wurden Bug und Decksplanken erneuert, um dann die Originalreise der “Bounty” nachzustellen. Am 9. August 2007 stoppte sie in Derry, Nordirland, nach Abschluss der Überholung für drei Millionen Dollar. Sie tourte sieben Wochen durch britische Häfen, ehe es über Südafrika und Neuseeland nach Pitcairn und Tahiti ging. Die Tour um England begann mit dem Einlaufen in Maryport, wo der Meuterei-Anführer Fletcher Christian geboren wurde, am 14.8. Seit 2010 versuchten die Eigner, die “Bounty” ohne ERfolg zu verkaufen.
2012 wurde sie noch für 4,6 Millionen Dollar angeboten. Im Sommer 2012 war sie in San Juan, Puerto Rico, stationiert und nahm an der OpSail 2012 teil. Von September bis Oktober, 2012 war die “Bounty” zur Überholung im Trockendock in Boothbay Harbor und verließ den Boothbay Harbor Shipyard am 22.10. Am 25.10. lief sie aus New London, Connecticut, zur letzten Reise aus und ging auf einen Ostkurs, der sie eigentlich um den Hurrikan herumführen sollte. Stattdessen endete die Fahrt in einer Katastrophe, die sich abzuzeichnen begann, als am 29.10. um 3.54 Uhr der Eigner der Coast Guard meldete, dass er den Kontakt zum Schiff verloren habe.
Quelle: Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer von Sandy beschädigt
(30.10.12) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Disney Fantasy", 129750 BRZ (IMO-Nr.: 9445590), geriet am 27.10. in die Laufbahn des Hurrikan Sandy und wurde, als es in schwerem Seegang arbeitete, im Bereich von Restaurants, Läden und Bars beschädigt. Geggen zwei Uhr früh legte es sich so stark auf die Seite, dass Möbel umstürzten und Gläser sowie Glasscheiben zu Bruch gingen. Die Passagiere wurden aufgefordert, in ihren Kabinen zu bleiben. Die Restaurants Palo und Remy hatten erhebliche Schäden erlitten. Das Schiff war auf einer einwöchigen Kreuzfahrt in der westlichen Karibik in den Sturm geraten. Die Passagiere sollten als Entschädigung für die erlittene Unbill 25 % des Reisepreises zurück erhallten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter wird nach Sandy geborgen
(30.10.12) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende 700-Tonnen-Frachter “Mega One Triton” lief am 29.10. bei Grand Turk auf den Turk & Caicos Islands auf Grund. Er hatte nur 0,2 Tonnen Kraftstoff sowie 150 Liter Motoröl an Bord. Der Hafendirektor wollte das auf einem Strand unweit des Hafens festsitzende Schiff nach Durchzug des Hurrikans Sandy untersuchen und eine Bergung in die Wege leiten.
Quelle: Tim Schwabedissen



Auspumpen der “Napoleon Bonaparte” ein Wettlauf mit der Zeit
(30.10.12) Die französische Fähre "Napoleon Bonaparte", 44307 BRZ (IMO-Nr.: 9104835), konnte am 29.10. stabilisiert und aufgerichtet werden. Doch sie saß mit dem Achterschiff auf Grund, und der Maschinenraum mit den vier Pielstick-Alsthom-Dieseln von 45360 kW, das Autodeck sowie Teile der Mannschaftskajüten waren geflutet. Am Vormittag wurde der Rumpf mit ROVs untersucht, dann stiegen Taucher ab, um den 12 Meter langen und einen Meter breiten Riss im Rumpf mit aufgeschweißten Stahlplatten abzudichten. Die Arbeiten sollten am 30.10. abgeschlossen und dann mit dem Auspumpen begonnen werden. Dafür wurden weitere 24 bis 30 Stunden veranschlagt. Sorge bereitete eine neuerlich absehbare Wetterverschlechterung, nachdem das dem verheerenden Sturm gefolgte ruhige Wetter die Bergungsarbeiten bislang begünstigt hatte. Öl lief keines aus, da die Tankbereiche unbeschädigt blieben. Allerdings befand sich im Maschinenraum veröltes Wasser, deshalb wurde das Schiff von der Marinebrigade mit Ölsperren umgeben. Die Reparatur wird in jedem Falle sehr kostspielig werden und könnte bis zu 12 Monate. Es wurde auch nicht ausgeschlossen, das die Versicherung das Schiff zum Totalverlust erklären könnte. Die “Napoleon Bonaparte” entstand 1996 bei den Chantiers de l'Atlantique, Saint Nazaire. Am 16.9.1995 ging das Schiff auf Jungfernfahrt, und im April 1996 wurde es an die Société Nationale Maritime Corse-Méditerranée, Ajaccio, abgeliefert. Seit dem 24.4. lief es für die SNCM Ferryterranée auf der Route Marseille - Bastia - Ajaccio - Propriano - Ile Rousse. Es ist 172,00 Meter lang, 30,40 Meter breit, hat 6,60 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3538 Tonnen. Die Passagierkapazität beträgt 2462 Personen, und sie vermag 708 Autos zu transportieren.
Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht drohte in Bergen zu sinken
(30.10.12) Am 30.10. gegen drei Uhr wurde Alarm geschlagen, weil sich die 70 Fuß lange Luxusyacht “Laika” in Bergen an der Zachariasbrücke nach Steuerbord überzulegen begann. Feuerwehr, Rettungsboote und die Polizei kamen zu Hilfe. Das 85-Tonnen-Schiff wurde von der Pier abgestützt, und es gelang, den Havaristen zu lenzen und wieder auf ebenen Kiel zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Glutnester von MSC Flaminia gelöscht
(30.10.12) Im Rahmen der Aufräumarbeiten an Bord des deutschen Containerfrachters „MSC Flaminia“ wurden im Tiefwasserhafen Wilhelmshaven am 23.10. zum ersten Mal Container, in denen sich noch Glutnester befanden, entladen. In den Containern befanden sich stark verdichtete Cellulose sowie Holz und Papier, die nur durch das Entfernen der umschließenden Containerhüllen gelöscht werden konnten. Die Feuerlöschaktion, bei der die Feuerwehr Wilhelmshaven und von der Reederei NSB speziell beauftragte Brandschutzexperten beteiligt waren, verlief planmäßig. Nach Abschluss dieser Arbeiten galten die letzten verbliebenen Glutnester an Bord als gelöscht. Im weiteren Verlauf der Aufräumarbeiten wurden in den folgenden Tagen weitere zerstörte, beschädigte und intakte Container entladen. Die Entladung richtet sich dabei nach dem vorab festgelegten Entsorgungskonzept. Die Löscharbeiten werden mindestens bis Jahresende andauern.
Quelle: Tim Schwabedissen



Longliner brennend bei Hawaii aufgegeben
(30.10.12) Der 150 Fuß lange taiwanesische Longliner “Chin Zuei Yin” funkte am 27.10. Notrufe, nachdem 1400 Meilen nördlich der French Frigate Shoals, Hawaii, an Bord ein Feuer ausgebrochen war. Die US Coast Guard schickte eine HC-130 Hercules der Air Station Barbers Point, die um 22.30 Uhr die Crew des brennenden Schiffes in Rettungsinseln in der See treibend entdeckt und in der Nähe befindliche Schwesterschiffe informierte. Diese retteten alle 28 Mann. Das Rescue Coordination Center Taipei wollte die weiteren Maßnahmen koordinieren. Der Longliner „Chin Zuei Yin“, 480 BRZ (IMO-Nr.: 8746961), wurde 1995 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Golderzfrachter dauert an
(30.10.12) Der russische Frachter “Amurskaya” wurde weiter in der der Ochotischen See vermisst. Vier Schiffe hielten derzeit in dem stürmischen Seegebiet nach dem Frachter Ausschau, doch schwerer Schneefall setzte die Sicht auf Null herab, sodass schon den zweiten Tag nacheinander keine Suchflugzeuge aufstiegen konnten. Immer noch wurde gehofft, das Schiff könnte auch in einer Bucht Schutz gefunden oder das EPIRB über Bord gespült worden sein.
Quelle: Tim Schwabedissen



Nun sieben Tote durch Feuer auf Abbruchtanker
(30.10.12) Die Anzahl der Todesopfer des Brandes auf dem unter Komoren-Flagge registrierten Tanker "Union Brave", 12630 BRZ (IMO-Nr.: 8001115), bei dem am 6.10. sechs Menschen ums Leben kamen, hat sich am 29.10. auf sieben erhöht, nachdem einer der verletzten Arbeiter in einem Krankenhaus in Bhavnagar starb. Das Feuer war im Achterschiff bei Abbrucharbeiten auf dem Tanker, der am 8.8. bei der Kiran Ship Breaking Company eingetroffen war, ausgebrochen. Danach hatte die Polizei die Eigentümer der Werft, Ramkrushna Jain und Vipin Jain festgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf kanadischer Fähre – zwei Verletzte
(30.10.12) Am Halifax Shipyard kam es an Bord der kanadischen Fähre “Atlantic Vision”, 30285 BRZ (IMO-Nr.: 9211509), am Nachmittag des 27.10. zu einem Feuer. Durch einen technischen Fehler war es während des Eindockmanövers in dem Betrieb entstanden. Die Feuerwehr von Halifax traf gegen 15 Uhr ein. Zwei Menschen wurden mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen



Traditionssegler vernachlässigt und gesunken
(30.10.12) Der Zweimaster “Mira” aus Loa sank in der Nacht zum 12.10. im portugiesischen Hafen Sesimbra. Der Holzrumpf war leckgeschlagen und das Schiff dann vollgelaufen. Nur noch die beiden Masten ragten aus dem Wasser. Zur Zeit des Untergangs war niemand an Bord des Traditionsseglers, der seit etlichen Monaten an Pier 1 gelegen hatte. Zwei andere Yachten, die an dem Schiff lagen, konnten, nachdem ein Arbeiter von&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Docapesca Alarm geschlagen hatte, noch in Sicherheit gebracht werden. Polizeitaucher brachen eine Untersuchung des Schiffes ab, das zeitweilig noch von Trossen gehalten wurde, weil das Schiff sich jederzeit losreißen konnte, was später auch geschah, und die „Mira“ legte sich auf die Steuerbordseite. Ihre Eigner hatten nur sporadisch nach dem rechten gesehen.
Quelle: Tim Schwabedissen



Achterschiff der „Leila“ durch Feuer komplett zerstört
(30.10.12) Nach Abschluss der Löscharbeiten auf dem Marktheidenfelder Binnentanker „Leila“, 1442 ts (EU-Nr.: 04800460), hat das Umweltamt des Kreises Minden-Lübbecke den Mittelland-Kanal am Abend des 29.10. wieder freigegeben. Die Wasserschutzpolizei hatte während der Löscharbeiten die Schifffahrt in beiden Richtungen auf der Wasserstraße gesperrt. Feuerwehren aus Espelkamp und Hille waren mit mehr als 80 Einsatzkräften bis etwa 21 Uhr im Einsatz gewesen, ehe sie die Feuerwehr Lübbecke ablöste.
Die „Leila“ war aus Essen, wo sie 1200 Tonnen Heizöl aus einem Bundesvorrat geladen hatte, nach Hannover unterwegs gewesen und hatte die Nacht in Minden verbringen wollen. Dann nahm die zweiköpfige Crew zuerst auf Deck einen leichten Brandgeruch wahr. Als der Decksmann in die Wohnung hinabging, um dem Geruch auf die Spur zu kommen, fand er den Raum verqualmt vor, und es gab kleine Flammen hinter dem Kühlschrank. Mit einem Handfeuerlöscher versuchte er, das Feuer zu löschen, aber es wurde schnell größer und zwang die beiden Männer aufs Vorschiff, wo sie Zeugen wurden, wie die Fenster der Wohnung von der Hitze heraussprangen. Glück im Unglück war, dass Heizöl schwerer entflammbar ist als Öl.
Nachdem das lichterloh in Flammen stehende Achterschiff gelöscht war, wurde der Havarist um 23 Uhr von einem anderen Schiff sowie einem polnischen Schuber von Lübbecke aus zum Hiller Hafen gebracht, wo die Sachverständigen der Wasserschutzpolizei am folgenden Nachmittags mit den Ermittlungsarbeiten zur Brandursache begannen. Beamte der Kriminalpolizei aus Minden vernahmen die Crew, einen Binnenschiffer und seinen Stiefsohn. Sie gingen von einem möglichen Totalverlust aus. Der Schaden dürfte mindestens 600000 bis 700000 Euro betragen.
Wohnung sowie der gesamte Motorraum sind ausgebrannt. Die Maschine treibt sowohl den Propeller wie auch die Pumpen für das Be- und Entladen der Fracht an. Auch die Hydraulik zum Heben und Senken des Ruderhauses wurde zerstört, vom Rettungsboot blieben nur die beiden metallenen Halter für die Riemen. Nach Abschluss der Untersuchungen soll der Tanker nach Hannover geschoben werden und das Heizöl entladen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Dünkirchen-Veteran im zweiten Anlauf geborgen
(30.10.12) Die “Skylark IX”, eine einstige Fähre, die 1940 sechshundert Soldaten in Dünkirchen evakuierte, wurde nach einem ersten gescheiterten Anlauf nun doch nach zwei Jahren unter Wasser aus dem River Leven nahe des Balloch Park geborgen. Am 18.10. gelang es dem Leven Cruising Club und der Royal Navy nach eintägiger Vorbereitung mit 20 Personen, das Wrack zu heben. Am 17.10. um neun Uhr wurde mit Pumpen begonnen, das um 19.30 Uhr unterbrochen und am Folgetag fortgesetzt wurde. Hebesäcke hielten den Rumpf über Wasser. Das 1934 in Poole erbaute und im Juni 2010 gesunkene Schiff, das letzte in Schottland erhaltene Schiff der Dünkirchen-Evakuierung, war noch in relativ gutem Zustand. Die Maschine wäre reparaturfähig.
Quelle: Tim Schwabedissen



79-jähriger Einhandsegler gerettet
(30.10.12) Der französische Einhandsegler Rambaud wurde am vergangenen Wochenende von dem unter Fiji-Flagge laufenden Kutter “Solander 4” gerettet. Er war von Papeete nach Noumea unterwegs, als am 25.10. einer der Rümpfe seines Trimaran „Clind'oeil“ beschädigt wurde und volllief. Am 26.10. funkte der Segler Notrufe, auf die der Kapitän des 40 Meilen entfernten Trawlers reagierte. Die Marine der Fijis assistierte bei der Rettung des 79-jährigen durch Weiterleitung des Notrufes. Der Mann wurde anschließend auf die „Solander 15“ übergesetzt und nach Noumea gebracht. Der Trimaran musste aufgegeben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen



Leckgeschlagener Kutter bei St. Petersburg geborgen
(30.10.12) Der 48 Fuß lange Kutter “Miss Shannon” erlitt am 29.10. 1,5 Meilen vor St. Petersburg Wassereinbruch und bat die Coast Guard um Hilfe. Um 8.49 Uhr wurden die Küstenwächter in St. Petersburg über VHF alarmiert, nachdem der Kutter im Vorschiffsbereich leckgeschlagen war. Es gelang, die Flutung unter Kontrolle zu bekommen, und das Schiff ging vor Anker. Ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Cortez nahm die “Miss Shannon” dort in Schlepp und lieferte sie zur Reparatur bei den Cortez Cove Boatworks ab.
Quelle: Tim Schwabedissen



„Amurskaya": Schon mal im Juni gestendet
(Bild: Savitskiy Igor)   Großbild klick!
Weiter keine Spur vermissten Golderz-Frachters vor Ochotsk
(29.10.02) Vor der russischen Pazifikküste wurde weiterhin der russische Frachter „Amurskaya", 830 BRZ, mit acht Besatzungsmitgliedern an Bord vermisst. Drei weitere Seeleute waren zuvor im Abgangshafen von Bord gegangen. Das Schiff war mit 700 Tonnen Golderz am 27.10. von der Versorgungsbasis einer Goldmine in Kiran ins 370 Meilen nördlich gelegene Ochotsk ausgelaufen, als es offenbar im Bereich der Schantarski-Inseln in schlechtes Wetter geriet. Gegen drei Uhr wurde das EPIRB aktiviert.
Drei Schiffe, darunter der Tanker „Novik“, waren am 28.10. an der dann eingeleiteten Suchaktion beteiligt. Auch standen zwei Hubschrauber sowie eine BE 200 bereit, die jedoch wegen des stürmischen Wetters mit Regen- und Schneefällen derzeit nicht aufsteigen konnten. Vor Ort waren vier Meter Wellenhöhe. Das letzte AIS-Signal wurde am 27.10. um 11.30 Uhr auf Position 54 58 N 135 39 O aufgefangen, als das Schiff mit einer auf die Hälfte der geplanten Geschwindigkeit reduzierten Fahrt von 3,4 Knoten in südöstliche Richtung hielt.
Zu dieser Zeit herrschte Nordostwind mit Geschwindigkeiten von 17-20 Metern pro Sekunde. Gegen 23 Uhr Ortszeit wurde dann auf Position 54 40.38 N 135 50.30 O das EPIRB aktiviert. Möglicherweise war die Ladung verrutscht, auch hatte das Schiff keine starke Maschine. Die in Japan erbaute „Amurskaya“, 611 tdw (IMO-Nr.: 7313614), war 40 Jahre alt. Im Juni war sie in der Mündung des Kukhtui-Flusses auf Grund gelaufen, aber später wieder flottgemacht worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker auf Mittellandkanal in Flammen
(29.10.12) Auf dem Dortmunder Binnentanker „Leila“, 1442 TS (EU-Nr.: 04800460), brach am 28.10. um 15.40 Uhr in der Kapitänskajüte ein Feuer aus. Das Schiff befand sich auf dem Mittellandkanal zwischen Hille und Lübbecke-Gehlenbeck auf der Fahrt von Duisburg nach Minden und hatte 1200 Tonnen Heizöl geladen. Der Brand griff rasch auf den Maschinenraum über. Ein Decksmann erlitt beim Versuch, das Feuer zu löschen, eine Rauchgasvergiftung und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Skipper blieb unversehrt. Der Mittellandkanal musste für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Die Feuerwehr ging von beiden Uferseiten gegen den Brand vor, nachdem das Schiff bei Kanalkilometer 86 auf Grund gelaufen war. Da das Schiff zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im Grenzgebiet zwischen Hille, Lübbecke und Espelkamp unterwegs war, wurde zunächst die Hiller Wehr alarmiert. An der auf Frotheimer Gebiet gelegenen Nordseite des Kanals war es nur schlecht zugänglich. Deshalb wurde es auf Weisung des Wasser- und Schifffahrtsamtes von einem vorbeikommenden Schiff auf die Lübbecker Seite gezogen. Immer wieder mussten die 70-80 Einsatzkräfte aus Espelkamp und Lübbecke dort, unterstützt von der Polizei, aufflammende Glutnester bekämpfen. Auch wurden die Tanks unablässig gekühlt. Bei der Brandbekämpfung wurde auch das neue Teleskopmast-Fahrzeug aus Espelkamp eingesetzt, über das ein Schlauch über die steuerbare Leiter vom Ufer aus nahe an den Brandherd herangeführt werden konnte. Mit 800 Litern Wasser pro Minute war der Brand im Wohnbereich des Schiffs damit rasch gelöscht. Gegen 18 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Kleinere Brandherde wurden in den folgenden Stunden kontinuierlich weiter bekämpft. Ein Sachverständiger für Schiffsunfälle aus Düsseldorf wurde angefordert. Das Schiff musste abgeschleppt werden. Die nächste geeignete Liegestelle befand sich zwei bis drei Kilometer entfernt. Wie lange der Mittellandkanal an der Unglücksstelle gesperrt bleiben musste, war zunächst unklar. Um die „Leila“ wurde vorsorglich eine Ölsperre ausgelegt. Auf dem Wasser war ein leichter Ölfilm zu sehen, der von Schmierstoffen und ähnlichem hergerührt haben dürfte. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach vermisstem Einhandsegler
(29.10.12) Am Abend des 27.10. koordinierte die Solent Coastguard die Suche nach einem Einhandsegler, dessen Yacht „Brigand“ mit laufendem Motor und gesetztem Segel am Strand nahe Brighstone auf der Isle of Wight aufgelaufen war. Sie war um 17.15 Uhr verlassen entdeckt worden. Die Coastguard schickte zwei Helikopters aus Portland und Lee on Solent, Yarmouth sowie die RNLI-Boote aus Mudeford und Freshwater. Rettungsteams aus Lymington, Needles, Southbourne und Swanage suchten die Küste ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Retter geriet selbst in Schwierigkeiten
(29.10.12) An Nachmittag des 26.10. kamen zwei Schiffe auf dem Vossemeer in Schwierigkeiten. Die Ketsch „Sensation“ strandete auf dem Weg zur Roggebotschleuse. Daraufhin kam der Dreimaster „De Vrijheid“, der 35 Chartergäste an Bord hatte, zu Hilfe. Beim Versuch, die „Sensation“ zu befreien, wurde dessen Propeller aber von der Schleppleine blockiert, nachdem diese brach. Nun wurde die Küstenwache um Hilfe gebeten, zumal beide Schiffe sich im Fahrwasser des Vossemeers, der recht engen Verbindung zwischen Ketelmeer und der Veluwe, befanden. Die „Rien Watersport“ der KNRM regelte den Verkehr, dann kam von der Urker Station die „Hendrika Pieternella“ zu Hilfe. Sie barg gemeinsam mit der „Kapitan Hazewinkel“ die „Sensation“. Dann versuchte die Crew der „Hendrika Pieternella“, den Propeller des Dreimasters „De Vrijheid“ zu befreien. Nachdem dies vor Ort nicht gelangt, wurde sie ebenfalls in Schlepp zur Roggebotschleuse genommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rammte Barge
(29.10.12) Die amerikanische Fähre "St. John", 656 BRZ (IMO-Nr.: 7527992), erlitt am 28.10. auf dem Mississippi beim Ansteuern der Pier in Chalmette, Louisiana, Maschinenausfall. Mehrfach versagte der Antrieb, ehe er ganz ausging, und die Fähre rammte eine am Kai liegende Barge. Die "St. John" wurde für eine Untersuchung durch die Coast Guard aus dem Verkehr gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Technisches Versagen Schuld an Brückenkollision in Salzgitter
(29.10.12) Technisches Versagen war vermutlich Schuld an der Kollision des deutschen Binnenschiffes „Eljo“, 1253 ts (EU-Nr,: 04601590), mit einer Brücke über einen Seitenkanal des Mittellandkanals. Das Schiff hatte in Beddingen eine Kohleladung gelöscht und war auf dem Rückweg zum Mittellandkanal, als es bei der Schleuse Üfingen havarierte. Ein 53-jähriges Besatzungsmitglied konnte es erst 500 Meter weiter stoppen. Der Skipper, kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Quelle: Tim Schwabedissen



Pannerden-Fähre gerammt
(29.10.12) Die Fähre Doornenburg-Pannerden über den Pannerdenschkanal wurde am 28.10. gegen halb neun von dem Binnenschiff „Anvi“ gerammt. Die Fähre musste zeitweilig außer Betrieb genommen werden. Das Binnenschiff konnte die Reise mit eigener Kraft fortsetzen, und gegen Mittag ging auch die Fähre wieder in Fahrt genommen werden. Andre Schiffe mussten bis dahin mit langsamer Fahrt passieren. Quelle: Tim Schwabedissen



“Costa Allegra“ am Ende der letzten Reise
(29.10.12) Am 24.10. wurde das italienische Kreuzfahrtschiff „Costa Allegra“ in Aliaga zum Verschrotten auf Strand gesetzt. Das Schiff hatte fast exakt acht Monate zuvor, am 27.2., vor den Seychellen einen Maschinenraumbrand erlitten, der es lahmlegte. Im März wurde das Schiff nach Savona überführt, wo es am 24.3. festmachte und nicht wieder in Fahrt gebracht wurde. Erst lag er bei der Werft Fincantieri Sestri auf, später in Genua. Pläne einer türkischen Firma, es wieder in Fahrt zu bringen scheiterten an der Vorbedingung, dass es repariert und mit allen Zertifikaten ausgestattet sein müsste, was 30 Millionen Dollar erfordert hätte. Deshalb fiel im September 2012 der Beschluss, das Schiff für einen Preis zwischen sieben und 10 Millionen Dollar auf Abbruch zu verkaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



SNCM-Flaggschiff liegt mit 15 Grad Schlagseite auf Grund
(29.10.12) In der Nacht zum 29.10. hatte sich die Situation der Fähre „Napoleon Bonaparte“ in Marseille offenbar stabilisiert. Sie hatte sich über Nacht nur noch wenig bewegt, und der Wind ließ in den Frühstunden nach. Das Schiff saß mit 15 Grad Steuerbordschlagseite auf dem 10 Meter tiefen Hafengrund auf. Drei Schlepper hielten es auf Position. Besonders im Achterschiffsbereich war sie in den Nachmittagsstunden des 28.10. weggesackt, nachdem zwei Abteilungen durch ein 30 Meter langes Leck vollgelaufen waren. Taucher müssen den Riss nun erst abdichten, ehe damit begonnen werden kann, die gefluteten Räume auszupumpen. Wie lange dies dauern würde, war noch unklar. Die Fähre hatte vornehmlich die Häfen Bastia und Ajaccio bedient. Sie wurde 1996 in Dienst gestellt, ist 172 Meter lang, 30.4 Meter breit und vermag 2650 Passagiere und 708 Autos zu transportieren. Am 28.10. um 1.30 Uhr waren alle 15 Haltetrossen des Winteraufliegers gebrochen, das Schiff trieb 100 Meter weit ab und drehte sich, ehe es einen Kai rammte und aufgerissen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Fährkollision im Hafen von Calais
(29.10.12) Zwei Kanalfähren sind am 27.10. um 10.30 Uhr bei starkem Wind kollidiert. Die britische P&O-Fähre “Pride of Burgandy”, 28138 BRZ (IMO-Nr.: 9015254), geriet beim Verlassen des Hafens von Calais mit Kurs Dover in einer starken Windbö mit der Steuerbordseite gegen die französische MyFerryLink's-Fähre „Berlioz“, 33940 BRZ (IMO—Nr.: 9305843). Die „Pride of Burgandy” erlitt Schäden an der Steuerbordbrückennock, konnte aber binnen weniger Stunden repariert werden. Die auf die Überfahrt nach Dover wartenden Passagiere hatten eine andere Fähre nehmen müssen. Mindestens zwei Überfahrten musste auch die “Berlioz" absagen, deren Fahrgäste von der "Rodin" übernommen worden. Quelle: Tim Schwabedissen



“Bounty“-Replik im Hurrikan Sandy aufgegeben
(29.10.12) Vor North Carolina's Outer Banks geriet im Hurrikan Sandy in der Nacht zum 29.10. ein Nachbau der HMS „Bounty“ rund 90 Meilen südöstlich von Hatteras in Seenot. An Bord des 1960 in Lunenburg erbauten Schiffes, das 1962 durch den Film "Mutiny on the Bounty" mit Marlon Brando berühmt wurde, waren 16 Menschen. Die Coast Guard schickte zunächst ein Flugzeug aus Elizabeth City, nachdem das Schiff in 5,5 Meter hohen Wellen und bei Windgeschwindigkeiten von 40 Meilen Wassereinbruch erlitten hatte und der Funkkontakt abgebrochen war. Es stellte die Kommunikation wieder her. Gegen fünf Uhr früh ging die Crew in zwei Rettungsinseln, nachdem die “Bounty” zu sinken drohte. Die Position war 160 Meilen vom Auge des Hurrikans entfernt. Gegen sechs Uhr wurden eine C-130 Hercules und zwei HH60-Jayhawk-Helikopter in Marsch gesetzt. Die „Bounty“ hatte neben weiteren Filmrollen auch einen Auftritt in “Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest” mit Johnny Depp. Sie diente ansonsten als Schulschiff und hatte im Juli am Tall Ships Festival in Halifax teilgenommen. Die originale Meuterei auf der „Bounty“ hatte 1789 in Tahiti stattgefunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Flussschiff in Flammen
(29.10.12) Ein Flussschiff ging am Nachmittag des 28.10. auf dem Pampa in Flammen auf, nachdem es kurz nach der Brandentstehung noch 20 Touristen aus Aluva abgesetzt hatte. Zunächst war Rauch aus dem Maschinenraum des unweit der Chackochan Jetty liegenden Schiffes aufgestiegen. Dann explodierte eine Gasflasche, und das gesamte Schiff wurde in Flammen gehüllt. Die Polizei von Nedumudi vermutete einen Kurzschluss als Brandursache. Das mit vier Schlafräumen ausgestattete Hausboot aus Alappuzha war um 11.30 Uhr ausgelaufen und hatte in Chennakary geankert. Kurz nach der Weiterfahrt geschah um 16 Uhr das Unglück. <Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Khar
(29.10.12) Am Morgen des 28.10. sank vor Khar der Kutter “Shivkrupa” gegen 10 Uhr. Eine halbe Stunde später war die vierköpfige Besatzung an Land in Sicherheit. Die Polizei von Khar nahm die Havarie auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepperbergung im Wettlauf mit Sandy
(29.10.12) Am 28.10. wurde der Schlepper "Benjamin Bailey" in Portsmouth aufgerichtet und mithilfe von Hebesäcken schwimmfähig gemacht. Gegen 20 Uhr lag das Schiff wieder auf ebenem Kiel am One Harbour Place in Portsmouth. Eine Zugmaschine des National Wrecker Service mit einem Kran war vor Ort, ebenso die CleanHarbors Environmental Services. Der Schlepper konnte ausgepumpt und zunächst auf Grund gesetzt werden. Mit der Flut schwamm er dann auf. Am 29.10. sollte das Wrack nach Möglichkeit zu einer Mooring in Eliot, Maine, geschleppt werden, ansonsten mit Felsen vor Ort gesichert, bis der Hurrikan Sandy durchgezogen ist. Die Feuerwehr war kurz im Einsatz, um etwas ausgelaufenes Öl einzufangen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre "Napoleon Bonaparte" (Bild: Cyril Sollier)   Großbild klick!
Fähre in Marseille los- und aufgerissen
(28.10.12) Am 28.10. riss sich gegen drei Uhr früh die französische Fähre "Napoleon Bonaparte", 44307 BRZ (IMO-Nr.: 9104835), bei stürmischen Winden von über 100 km/h Geschwindigkeit von ihrem Winter-Aufliegeplatz im Hafen von Marseille los und wurde gegen eine Kaianlage getrieben. Dabei entstand ein 30 Meter langer Riss im Rumpf, und zwei Abteilungen liefen voll. Das Schiff sich 10-12 Grad auf die Steuerbordseite und setzte auf dem Hafengrund auf. Schlepper versuchten, sie zu stabilisieren. Erst wenn das verbliebene Öl abgepumpt war, sollte das Schiff gelenzt werden. Vorher werden Taucher das Leck abdichten müssen. Die 172 Meter lange Kreuzfahrtfähre verkehrt für die SNCF zwischen Korsika, Sardinien und Marseille. Quelle: Tim Schwabedissen



Skipper nach Brückenhavarie von Binnenschiff schwer verletzt
(28.10.12) Bei der Havarie eines Dortmunder Binnenschiffes auf dem Stichkanal Salzgitter nahe der Üfinger Schleuse am 26.10. um 18.15 Uhr wurde der schwer verletzt. Das Schiff hatte in Beddingen Kohle gelöscht. Als es danach unter der Kanalbrücke bei Üfingen hindurchfahren wollte, stieß das Ruderhaus gegen die Brücke und wurde beim Aufprall völlig zerstört. Dabei wurde der Schiffsführer und -eigner in den Trümmern eingeklemmt. Das Schiff trieb steuerlos noch mehr als 500 Meter weit, ehe ein Besatzungsmitglied am Steuerpult unter Deck den Havaristen unter Kontrolle bringen und ans Nordufer manövrieren konnte. Als die Feuerwehr wenig später eintraf, gelangte sie über eine Leiter auf Deck und versorgte als erstes den Kapitän, ehe er mit Spreizer und Schere aus den befreit und ins Krankenhaus nach Lebenstedt gebracht wurde. Eines der zwei auf der Kajüte verzurrten Autos wurde bei der Kollision ebenfalls ins Wasser gerissen. Taucher der Berufs- und der Werkfeuerwehr suchten stundenlang auf dem Grund des Kanals nach ihm. Für die Bergung wurde außerdem ein Schiffshebekran angefordert. Nachdem die Taucher das Autowrack auf dem Grund geortet hatten, konnte gegen 21 Uhr mit der Bergung begonnen werden. Der Salzgitterkanal, der in den Mittellandkanal mündet, war bis zur Bergung des Autos gesperrt. Die Brücke wurde noch am Abend des Unglücks auf Beschädigungen untersucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter drohte vor Büsum zu stranden
(28.10.12) Der manövrierunfähige Krabbenkutter „Wega II – ST 26“ aus Tönning wurde am 27.10. in den Hafen von Büsum geschleppt. Zunächst war der Seenotkreuzer „Theodor Storm“ dem Kutter mit zwei Fischern an Bord zu Hilfe gekommen, der etwa zwölf Seemeilen vor der schleswig-holsteinischen Westküste am Abend des 26.10. mit Maschinenausfall und ausgebrachtem Fanggeschirr manövrierunfähig geworden war. Er trieb bei 5 Beaufort Wind vor der Eideransteuerung in der Norderpiep. Der Rettungskreuzer nahm die 24 Meter lange „Wega II“ etwa eine Stunde später auf den Haken und brachte sie in gut zweistündiger Schleppreise bis vor die Hafeneinfahrt von Büsum. Doch war noch immer das schwere Fanggeschirr des Kutters ausgebracht. Ohne die Maschinenkraft ihrer starken Winde konnten die beiden Fischer an Bord es auch nicht einholen. Die Büsumer Hafeneinfahrt war für den Schleppverband daher zunächst unpassierbar. An einer geschützten Stelle warf die „Wega II“ deshalb ihren Anker. Die beiden Fischer übernachteten an Bord. Am Morgen des 27.10. wollten sie die Hilfe eines zweiten Fischkutters in Anspruch nehmen, um ihr Fanggeschirr einzuholen. Doch im einsetzenden Flutstrom hielt der am Vorabend ausgebrachte Anker nicht: Erneut riefen die Fischer die Seenotretter zu Hilfe. Die „Theodor Storm“ taute erneut an, um das Vertreiben und damit eine drohende Strandung des Kutters zu verhindern. Unterdessen holte der Büsumer Kutter „Damkerort“ das Ankergeschirr der „Wega II“ ein. Anschließend brachten die Seenotretter den Havaristen sicher in den Büsumer Hafen. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler on the Rocks
(28.10.12) Der spanische Trawler "Nuevo Ria Aldan", 212 BRZ (IMO: 9252010), lief am Morgen des 27.10. auf Bere Island auf Felsen unterhalb des Leuchtturms von Ardnakinna an der Zufahrt von Berehaven Harbour. Das RNLI-Boot aus Castletownbere barg die 11-kpfige Crew ab, als sich das 30 Meter lange Schiff mit fallendem Wasser stark nach Steuerbord überlegte. Auch die Küstenwache sowie die „Le Roisin“ der Marine, die vor der Insel geankert hatte, kamen zu Hilfe. Ein Rettungshubschrauber hielt Ausschau nach Ölverschmutzungen. Mit der Flut um 15.30 Uhr konnte der Havarist von einem Schlepper wieder flottgemacht werden. Er wurde anschließend im Hafen von Tauchern untersucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Betagtes Ehepaar saß zwei Tage mit Motorboot fest
(28.10.12) Am 27.10. gegen Mittag hat die KNRM in Blaricum zwei Männer gerettet, die auf dem Gooimeer 48 Stunden lang an Bord des Motorbootes „Nordics“ festgesessen hatten. Gegen 14 Uhr war das Rettungsboot bei Naarden auf die beiden Bootsfahrer gestoßen, einen 82-jährigen aus Amsterdam und eine 75-jährige aus Huizen. Sie waren am Abend des 25.10. aus Muiden nach Huizen ausgelaufen, dann aber auf eine Untiefe gelaufen. Versuche, sich zu befreien, waren seither gescheitert. Auch konnten die Männer nicht auf sich aufmerksam machen. Sie tranken Wasser aus dem Meer. Die Seenotretter brachten sie nach Huizen, wo sie medizinisch betreut wurden. Das dortige KNRM-Boot machte die “Nordics”, die auch noch leckgeschlagen war, unterdessen wieder flott. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht mit flotter Fahrt gestrandet
(28.10.12) Die Yacht “Aquadel” lief am 27.10. auf der Untiefe Hop, vier Meilen nördlich von Andijk, auf Grund und musste von dem Boot der KNRM Medemblik geborgen werden. Das 1,85 Meter tief gehende Boot war unter Segeln aufgelaufen und saß auf nur 1,5 Metern Wassertiefe fest. Das Rettungsboot “DeGooier en 't Span“ konnte die Yacht im ersten Anlauf wieder flottmachen. Es wurde kontrolliert, dass das Boot kein Wasser machte, dann kehrten die eingesetzten Seenotretter zu den Stationen Medemblik und Andijk zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



123 Menschen vor Burias gerettet
(28.10.12) Der mit Erz beladene, russische Frachter “Amurskoye” wurde seit dem 26.10. in der Ochotischen See nahe der Shantar Inseln vermisst. Das MRCC Yuzhno-Sakhalin leitete eine Suchaktion ein, nachdem ein EPIRB-Signal des mit 11 Personen besetzten Schiffes aufgefangen wurde. Es wurde gegen 22 Uhr von der Position 55 00 N 135 23 O in stürmischer . Der Tanker „Novik“, der sich in der Nähe befand, konnte von dem vermissten Schiff keine Spur entdecken. Ein Be-200 Amphibienflugzeug wurde bei Einbruch der Dunkelheit zurück zur Basis in Khabarovsk beordert. Schnee und Regen hatten die Suche behindert. Die “Amurskaya”, 611 tdw (IMO-Nr.: 7313614), wurde 1973 erbaut.. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf dem Don gestrandet
(28.10.12) Der moldavische Frachter “Dolphin” lief in der Mündung des Don nahe Azov mit einer Ladung Gerste am Morgen des 27.10. auf der Fahrt von Rostov-on-Don nach Kerch auf Grund. Die „Dolphin”, 3332 tdw (IMO-Nr.: 8842583), hat als Manager die EMG Diunzcilik Ticaret Ltd. STI i Istanbul. Quelle: Tim Schwabedissen



Kamaro nach viertägiger Odyssee in Sicherheit
(28.10.12) In der Nacht zum 28.10. wurde der norwegische Trawler "Kamaro", 496 BRZ (IMO-Nr.: 8514526), nach Tromsø eingeschleppt. Er befand sich am Haken des Küstenwachbootes "Barentshav", das es am Morgen wieder in Schlepp hatte nehmen können. Gegen 23 Uhr liefen die "Barentshav", "Normand Jarl" und "Lupus”, die dem Havaristen in den Stunden der Drift gefolgt waren, in den Hafen ein. Die "Lupus" assistierte dabei, ihn im Hafen von Breivika festzumachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung bei Valencia gescheitert
(28.10.12) Der Versuch, den unter Singapur-Fagge laufenden Frachter "BSLE Sunrise", 5988 BRZ (IMO-Nr.: 9017628), durch die Schlepper “Punta Mayor” und “Sar Besana” vom Strand von El Saler zu ziehen, wurde am 28.10. um acht Uhr aufgegeben. Das Schiff hatte sich nur rund fünf Fuß gen See bewegt, der Bug war 25 Grad gedreht worden. Die Berger hatten raues Wetter mit 1,5 Meter hohen Wellen nutzen wollen, doch am Morgen ließ der Wind wieder nach. Nun soll der Bagger "Los Ovillos" sich schwerpunktmäßig weiter an der Steuerbordseite zu schaffen machen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper stippte erstmals wieder an die Wasseroberfläche
(28.10.12) Ein Teil des gesunkenen Schleppers "Benjamin Bailey" wurde am 27.10. auf dem Piscataqua River sichtbar, als das Schiff dichter ans Ufer gezogen wurde. Während der Versuch, es unter der Barge hervorzubekommen, erfolgreich verlief, mussten Ölsperren ausgelegt werden, weil etwas Dieselöl dabei ausgelaufen war. Nachdem das Schiff umgelegt war, wurde es von Tauchern gesichert und beschwert, um auch bei einem Durchzug des Hurrikans Sandy am Ort zu bleiben. Außerdem dichteten sie die leckenden Ventile ab. Das verölte Wasser wurde gereinigt. Am Morgen des 28.10. sollte die Bergungsarbeit fortgesetzt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Stinker stänkerte über Rendsburg
(28.10.12) Auf der Motoryacht „Stinker“ brach am 28.10. gegen 10 Uhr ein Feuer am Rendsburger Obereiderhafen aus. Der Brand war in der Elektronik des Steuerstandes entstanden. Der Eigner hatte das Feuer bemerkt und die Feuerwehr gerufen, als er den Brand nicht gelöscht bekam. Zunächst gingen die Einsatzkräfte davon aus, dass sich das brennende Boot auf dem Wasser befand und machten eigene Boote fertig. Die Männer der ersten Löschfahrzeuge stellte jedoch fest, dass das Boot im Winterlager am Ufer aufgebockt war. nicht ausgereicht, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die etwa 35 Feuerwehrleute konnten die Flammen wenig später aber ersticken. Während des Einsatzes stand eine dichte Rauchsäule über der Stadt und war kilometerweit zu sehen. Quelle: Tim Schwabedissen



“Kamaro” in Not (Bild: Kystvakta)   Großbild klick!
Bergung der “Kamaro” wurde zum dramatischen Seenotfall – Gerettete randalierten
(27.10.12) Eine dramatische Entwicklung nahm die Bergung des norwegischen Longliners “"Kamaro", 496 BRZ (IMO-Nr.: 8514526), der sich am Haken des Küstenwachbootes „Harstad“ nach Maschinenausfall im Schlepp von Bjørnøya nach Sørøysundet in Finnmark befand. Der Sturm wurde zum Orkan und baute im Laufe des 26.10. bis zu 15 Meter hohe Wellen auf, und die Schlepptrosse riss ein 80 Zentimeter großes Loch in den Bug der „Kamaro“, die Verbindung drohte zu brechen. Daraufhin wurde beschlossen, das Schiff zu evakuieren. Ein Super-Puma-Hubschrauber stieg auf, um sie an Bord zu nehmen.
Da eine Abbergung von dem in den Seen taumelnden Longliner zu gefährlich gewesen wäre, mussten die Männer in Überlebensanzügen in die kochende See springen. Der jüngste begann um 13.20 Uhr und war wenige Minuten später aufgewinscht, und um 14.45 Uhr waren 11 Mann an Bord des damit ausgelasteten Hubschraubers, der nach Hammerfest abdrehte. Ein weiterer Hubschrauber setzte die Rettungsarbeit fort. Die letzten drei Männer wurden direkt von Bord geholt, wobei einer in die See stürzte. Als noch zwei auf Deck der „Kamaro“ ausharrten, brach die Schlepptrosse endgültig.
Es gelang aber, alle Fischer unversehrt aus der See zu retten und nach Hammerfest zu bringen. Die Schiffe befanden sich 23-24 Meilen nordwestlich von Sørøya in Finnmark. Um 14.45 stieß auch die "Barentshav" zur “Harstad” hinzu. Gegen 21 Uhr trieb die “Kamaro” 12 Meilen nordwestlich von Sørøya, während die "Harstad" und "Barentshav" ihr folgten in der Hoffnung, dass bei abnehmender Wellenhöhe jemand an Bord abgesetzt und der Schlepp wieder aufgenommen werden könnte. Am Morgen des 27.10. sah es so aus, als ob dies der “Barentshav” gelungen sei und Kurs auf Tromsø genommen würde.
Ein Nachspiel gab es in Hammerfest, wo die Männer der „Kamaro“ offenbar vereinzelt zu arg auf ihre Rettung angestoßen hatten. Einer wurde verhaftet, nachdem er sich weigerte, den Club On zu verlassen. Er musste mit Pfefferspray zur Raison gebracht werden, nachdem er einen Türsteher verletzt und Sachbeschädigungen ausgeführt hatte. Ein anderer randalierte mit einer Schaufel herum und musste von Polizeioffizieren zur Blutprobe gebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Møysalen" mit Kurzschluss
(Bild: Astried Tavaer)   Großbild klick!
Kurzschluss legte Fähre lahm
(27.10.12) Auf der norwegischen Fähre "Møysalen", 3638 BRZ (IMO-Nr.: 9035175), kam es am 26.10. um 11 Uhr im Berfjord durch einen Kurzschluss im Maschinenraum zu einer Rauchentwicklung. Die Crew alarmierte das Rettungszentrum in Nord-Norwegen über Bodø Radio und stoppte die Maschine. Die Fähre trieb daraufhin bei starkem Nordost-Wind in der aufgewühlten See. Feuerwehr und Rettungsdienste wurden alarmiert, doch eine Evakuierung der Fähre wurde nicht notwendig. Das Schiff, das von Sandnessjøen kam, driftete zwischen Dønna und Løkta. Um 13.30 Uhr wurde sie von der "Boa Tyr” und einem weiteren Schlepper auf den Haken genommen und nach Sandnessjøen gebracht. Auch die "Helgeland" und "Thorolf Kveldulfson" assistierten. An Bord des Schiffes waren zwei Passagiere, eine siebenköpfige Crew und zwei Pkw als Ladung. Menschen kamen nicht zu Schaden. Fährbetreiber Boreal leitete eine Untersuchung ein und brachte als Ersatz die Fähre "Vefsna" am Nachmittag in Fahrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderhaus von Binnenschiff abgerissen
(27.10.12) Auf dem Stichkanal Salzgitter ist am Abend des 26.10. ein Binnenschiff mit einer Brücke kollidiert und der Kapitän schwer verletzt worden. Das Ruderhaus des Schiffes wurde abgerissen, als es die Kanalbrücke passierte. Auch ein auf der Kajüte verlaschtes Auto fiel dabei ins Wasser. Der Kanal, der in den Mittellandkanal mündet, wurde gesperrt, die Brücke auf Beschädigungen untersucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Ehemalige Kiel-Göteborg-Fähre rammte ehemalige Kiel-Oslo-Fähre in Rosslare
(27.10.12) Zwei ehemals von Kiel aus nach Skandinavien verkehrende Fähren sind am 26.10. gegen 19 Uhr in Rosslare kollidiert. Die als „Kronprinsessan Victoria“ viele Jahre von Kiel nach Göteborg eingesetzte, heute unter britischer Flagge als „Stena Europe“ eingesetzt, rammte von Fishlare kommend die unter Bahamas-Flagge registrierte „Oscar Wilde“ der Irish Ferries, bei der es sich um die einstige Kiel-Oslo-Fähre „Kronprins Harald“ handelt, und die am Kai lag.
Die Stena-Fähre wollte gegen 18 Uhr einlaufen, hatte bei starkem Wind aber Probleme beim Manövrierren und kam um 17.58 Uhr mit dem Backbordbug gegen das Steuerbordvorschiff des Kailiegers. An Bord der Stena waren 454 Passagiere und 71 Besatzungsmitglieder. Die Abfahrt nach Fishguard musste abgesagt werden, die Fahrgäste für diese Überfahrt zu den Irish Ferries transferiert werden. Beide Schiffe wurden nach der Kollision zunächst untersucht. Die „Stena Europe”, 24828 BRZ (IMO-Nr.: 7901760) wurde 1981 erbaut, die „Oscar Wilde“, 31914 BRZ (IMO-Nr.: 8506311) entstand 1987. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter einen Monat nach Feuer im Hafen
(27.10.12) Der griechische Frachter “Everton” machte jetzt am Kai der Dormac Marine in Durban fest, wohin er von dem Schlepper “Teras Hydra” der Subtech Salvage nach dem Großbrand an Bord am 25.9. gezogen worden war. Erst war überlegt worden, den Havaristen nach Beira zu bringen, doch die Wahl fiel wegen besserer Reparaturmöglichkeiten auf Durban. Brücke, Aufbauten und Maschinenraum des Schiffes sind schwer beschädigt, nachdem auf der Fahrt von Pemba, Mosambik, nach Mitsamudu der Brand das Achterschiff des 544-TEU-Schiffes verwüstete. Die „Everton“, 8874 tdw (IMO-Nr.: 9169823), wurde 1997 erbaut und führt die Flagge von Antigua. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper weiter ungeborgen
(2710.12) Bei Stauwasser versuchte am 26.10. die Riverside Marine & Pickering den Schlepper “Benjamin Bailey” zu befreien, der unter einer Barge an der Baustelle der Memorial Bridge in Portsmouth liegt. Dazu wurde das Schwesterschiff "Miss Creole" gerufen, das drei Mal versuchte, das Wrack unter der Barge hervor und an die Wasseroberfläche zu bekommen. Ziel war, es am Ufer oberhalb der Bargen zu verholen, um es dort auszupumpen. Zwei große Hebesäcke waren dazu am Rumpf befestigt worden von Tauchern der Peperrell Cove Marine aus Portsmouth. Gegen 12 Uhr mittags mussten die Berger vor den wieder einsetzenden starken Strömungen kapitulieren. Die „Miss Creole" machte an der Bargepier fest, um bei einem neuerlichen Bergungsanlauf schnell vor Ort zu sein. Auch der Schlepper 2Drum Point" der Moran Towing, die Coast Guard, das Löschboot von Portsmouth und das New Hampshire Department of Environmental Services assistieren bei der Bergung. Quelle: Tim Schwabedissen



Wurde Bulkcarrier vor Goa nur teilweise abgebrochen?
(27.10.12) In einer überraschenden Entwicklung haben die Arihant Ship Breakers, jene Firma, die die gestrandete “River Princess” verschrottete, an die Regierung in Goa geschrieben und um eine Erlaubnis zu einer weiteren Untersuchung der Strandungsstelle vor Candolum gebeten. Der Brief traf ein, als gerade das National Institute of Oceanography (NIO) Dona Paula eine solche Untersuchung mit Magnetometer und bathimetrischen Scans durchführte im Regierungsauftrag, um festzustellen, ob das Wrack als Ganzes entfernt worden ist. Es gibt den Verdacht, dass Teile des Schiffes noch vor Ort sind. Die Berger hatten angegeben, den Seeboden bereits mit Assistenz einer ukrainischen Firma untersucht und einen Bericht darüber im Mai 2012 an die Regierung abgegeben zu haben, nach dem der Grund frei von Metalltrümmern sei. Deswegen führte das neuerliche Ansinnen zu Erstaunen und dem Verdacht, dass die Berger nur die oberhalb der Wasseroberfläche sichtbaren Bereiche abgetragen haben und der untere Schiffsbereich weiterhin vor dem Strand begraben liegt.Quelle: Tim Schwabedissen



123 Menschen vor Burias gerettet
(27.10.12) Die philippinische Marine rettete am Morgen des 27.10. 123 Menschen von dem Fährboot “Brian”, das in schwerer See vor a Burias Island in Masbate Maschinenschaden erlitten hatte. Die Naval Forces Southern Luzon schickten das Patroullienboot “PG 374” nach dem Erhalt des Notrufes um 2.30 Uhr zu dem Havaristen, der vor Cueva Point, Burias Island, in Seenot war. Das Schiff, auf dem 18 Lehrer, 100 Studenten und fünf Mann Crew waren, war von Claveria in Süd-Burias unterwegs zu einer Sportveranstaltung. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote vor Romblon, 62 lebend gerettet
(27.10.12) Vor Romblon kenterte am 26.10. gegen Mittag das Fährboot „El Padre“mit 64 Menschen an Bord. Nach Angaben der Philippine Coast Guard waren davon 55 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder. Zwei Lehrer des Department of Education-Romblon kamen ums Leben. Die Romblon Coast Guard hatte die Schiffbrüchigen um 14.30 Uhr in Sicherheit gebracht. Sie kamen ins Krankenhaus, wo die beiden starben. Die “El Padre” war von Simara Island nach Romblon unterwegs, als sie bei Puyo nahe Calatrava Island um 12:10 Uhr kenterte. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack vor Beach Pum Island identifiziert
(27.10.12) Geologen der University of Delaware haben vor Cape Henlopen im Rahmen der Erprobung von Sidescan-Sonar und anderer Ausrüstung ein Wrack vor Beach Plum Island entdeckt. Die Datenbänke der National Oceanic and Atmospheric Administration ergaben zunächst keine Hinweise auf das große Schiff, doch zwei Jahre später ist es nun gelungen, das 215 Fuß lange und 45 Fuß lange Wrack als den Squarerigger „W.R. Grace“ zu identifizieren. Das Schiff war im 19. Jahrhundert in Maine erbaut worden. Und wie sich herausstellte, war der Dreimaster bereits von der NOAA 2007 untersucht, aber nicht in Karten verzeichnet worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Mulis oder Strafgefangene zur Wrackräumung?
(27.10.12) Mulis könnten helfen, den in der Half Moon Bay gestrandeten Kutter “Fjord Queen II” zu Bergen. Das 45 Fuß lange Schiff liegt seit seiner Strandung auf den Felsen unterhalb der Pillar Point Air Force Tracking Station auf der Seite. Der Besitzer der Packtiere zeigte sich offen für die Idee von deren Co-Eigner, Wrackteile des Schiffes auf ihnen abzutransportieren. Eine andere Überlegung wäre, dazu Strafgefangene abzukommandieren oder einen Hubschrauber einzusetzen. Jedwede Bergungsmethode müsste durch die Gulf of the Farallones Marine Sanctuary, das San Mateo County Parks Department und die U.S. Coast Guard genehmigt werden. Der Strand von Pillar Point ist nur auf einem schmalen, eingewachsenen Pfad erreichbar. Ursprünglich sollten die Parker Diving Services aus Sausalito das Schiff beseitigen, doch deren Einsatz würde 100,000 Dollar kosten und einen Hubschrauber erfordern, Geld, das die Eigner nicht haben. Die „Fjord Queen II” wird derweil von der Brandung weiter zerschlagen, Welllen rissen Teile aus dem Rumpf, die andernorts am Strand wieder antrieben. Auch Wrackräuber waren bereits vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge in Sawmill Bay gesunken
(27.10.12) Eine 140 Fuß lange Barge sank am Morgen des 26.10. in der in Sawmill Bay. Die Coast Guard Sector Juneau wurde um 4:45 Uhr alarmiert, nachdem die Barge der Allen Marine leckgeschlagen und teilweise untergegangen war. Das Sitka Fire Department setzte Pumpen ein, die aber nicht gegen den Wassereinbruch ankamen und wieder von Bord geholt wurden. Behörden, Küstenwache und Allen Marine entwickelten nun einen Berugngsplan für die 15 Fuß tief liegende Barge. Quelle: Tim Schwabedissen



Holy Gral (Bild: DGzRS)   Großbild klick!
Einhandsegler vor Holyhead gerettet
(26.10.12) Das RNLI_Boot aus Holyhead wurde von der Holyhead Coastguard am 24.10. um 23:35 Uhr gebeten, einem Einhandsegler auf einer 24-Fuß_Yacht zu Hilfe zu kommen. Dieser hatte zuvor 15 Meilen nordwestlich von Holyhead auf dem Weg zu den Kanaren Mayday gefunkt. Vor dem Eintreffen des Rettungsbootes ging ein Helikopter der RAF Valley&xnbsp;auf standby, bis die Seenotretter da waren und die Yacht in Schlepp nahmen. Der Skipper wurde an Bord des RNLI-Bootes genommen. Beim Einschleppen nach Holyhead begann die Yacht plötzlich zu sinken. Es gelang aber, sie mithilfe eines weiteren RNLI-Bootes an den Slipp einer Werft zu bringen, wo sie gesichert werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsversuch an gesunkenem Schlepper gescheitert
(26.10.12) Ein erster Bergungsversuch am 19 Meter langen Schlepper "Benjamin Bailey", der auf dem Piscataqua River gekentert war, ist am 25.10. fehlgeschlagen. Berger hatten versucht, einem günstigen Wasserstand um 10.30 Uhr zu nutzen. Nachdem eine geringe Menge Diesel ausgetreten war, wurde eine Ölsperre ausgelegt. Taucher dichteten Ventile ab. Eine Kranbarge wird nun wohl das Wrack heben müssen. Bereits am Nachmittag des 24.10. hatten Berger der Riverside & Pickering Marine sowie Taucher der Peperrell Cove Marine in Kittery, Maine, Hebestropps an der "Benjamin Bailey" festgemacht, doch eine zu starke Strömung vereitelte die zeitnahe Bergung. Quelle: Tim Schwabedissen



Ijssel durch aufgelaufenes deutsches Binnenschiff blockiert
(26.10.12) Auf der IJssel musste der Schiffsverkehr unterbrochen werden, nachdem das deutsche Binnenschiff "Kaiserberg", 2048 ts (EU-Nr.: 4401090), bei Flusskilometer 925 zwischen Bronkhorst und Zutphen, rund 500 Meter oberhalb der Cortenoeverse Brücke, havariert war. Das mit 1200 Tonnen Futtermittelrohstoff beladene Schiff war nach einem Maschinenausfall zunächst zwischen zwei Kribben festgekommen und dann durch die Strömung quergeschlagen. Das herannahende holländische Binnenschiff “Anna”, das mit Salz beladen war, konnte nicht mehr aufstoppen und rammte die "Kaiserberg" im Heckbereich. Dieser wurde ebenso wie der Bug der „Anna“ beschädigt. Während der Holländer nach Zutphen zurückkehren konnte, mussten mittags für die 105 Meter lange “Kaiserberg” zwei Schlepper angefordert werden, die das Schiff am Nachmittag abbrachten und nach Eefde verholten. Nachdem der Flussboden untersucht worden war, konnte das Gewässer um 17.30 Uhr wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden. 14 flussaufwärts und ein halbes Dutzend in Gegenrichtung laufende Schiffe waren von der Sperrung betroffen gewesen, gegen 19 Uhr hatte sich der Verkehr wieder normalisiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Versandung von Darßer Ort führte zu neuerlichen aufwendigen Rettungsaktionen
(26.10.12) Gleich zwei Mal hat die „Zander“ der DGzRS-Station Zingst in dieser Woche vor Darßer Ort jeweils zwei Menschen aus einer gefährlichen Lage befreit. In beiden Fällen benötigte das Seenotrettungsboot aber mehr als eine Stunde, um den Havaristen überhaupt zu erreichen. Da der im Nothafen Darßer Ort stationierte Seenotkreuzer der DGzRS seinen Liegeplatz wegen der erneuten Versandung des Hafens bereits seit Monaten nicht mehr anlaufen kann, gestalteten sich die beiden Einsätze entsprechend aufwendig. Der Kutter „Betty“ war mit geplatztem Ölkühler am Abend des 22. 10. manövrierunfähig geworden, und die „Holy Gral“ am 23.10. östlich der Bernsteininsel, nur gut 1,5 Seemeilen vor der Einfahrt zum Nothafen an der Darßspitze gestrandet. Die Freiwilligen fuhren mit ihrem Gespann aus Unimog und Trailer mit dem Seenotrettungsboot zum Nothafen Darßer Ort. Dort setzten sie mit der „Zander“ ein. Bei nordöstlichen Winden um fünf Beaufort und gut einem Meter Seegang nahmen sie am Abend des 22.10. kaum 80 Meter vor der Küste die „Betty“ auf den Haken und verhinderten damit gerade noch rechtzeitig deren Strandung.
&xnbsp; Schwieriger gestaltete sich die Bergung der bereits festsitzenden „Holy Gral“ tags darauf. Ein erster Versuch am Abend des 23.10. scheiterte, doch das Boot lag so hoch und ruhig, dass die zweiköpfige Besatzung an Bord übernachten konnte. Da für den 24.10. stark zunehmender Wind vorhergesagt war, unternahmen die Seenotretter bereits am frühen Morgen einen zweiten Anlauf. Doch selbst mit der sehr flach gehenden „Zander“ kamen sie nicht nahe genug an den Havaristen heran. Daraufhin übergab ein Seenotretter im Überlebensanzug watend bei einsetzendem Nebel die Schleppleine. Insgesamt mussten die Seenotretter wegen der zahlreichen Flachs vor Darßer Ort 560 Meter Schleppleine ausbringen. Unterstützung leistete in beiden Fällen der Seenotkreuzer „Arkona“ der Station Warnemünde. Er hatte ebenfalls eine gute Stunde Anfahrt ins Revier vor Darßer Ort – die gleiche Zeit, die ein Seenotkreuzer auch vom Ausweichliegeplatz Barhöft benötigt. Die „Arkona“ übernahm die „Betty“ von der „Zander“ und brachte sie sicher in den nächsten Hafen. Sie schleppte auch die „Holy Gral“ frei, nachdem die Besatzung der „Zander“ die Leinenverbindung hergestellt hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



EPIRB bemerkte Notlage schneller als Bootsfahrer
(25.10.12) Die US Coast Guard und Helfer retteten am 25.10. vier Menschen, nachdem das 28 Fuß lange Sportboot „Attitude Adjuster“ um 10.45 Uhr Notrufe gefunkt hatte und später im Atlantik rund 50 Meilen südöstlich des Beaufort Inlet nahe Beaufort, North Carolina, sank. Das EPIRB hatte sich aktiviert, noch ehe die Bootsfahrer eine Notlage festgestellt hatten. Erst als sie dann rückgefragt wurden, entdeckten sie einen Wassereinbruch auf dem Kutter und legten Rettungswesten an. Er war vom Beaufort Inlet zum Fischen ausgelaufen. Eine HC-130 Hercules der Coast Guard Air Station Elizabeth City, und ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Fort Macon wurden in Marsch gesetzt. Noch während sie unterwegs waren, teilte die Crew des Kutters “Sea Lion”, alle vier Personen an Bord gerettet zu haben. Sie wurden dann vom Küstenwachboot übernommen und an Land gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre zerstörte Betonpfeiler
(26.10.02). Am 25.10. um 15.30 Uhr beschädigte die norwegische Fähre "Marstein", 3667 BRZ (IMO-Nr.: 8714360) den Kai des Anlegers in Venjaneset. Ein Betonpfeiler wurde in Mitleidenschaft gezogen, als die Klappe der Fähre abgesenkt wurde. Der Fährverkehr zwischen Hatvik und Venjaneset in Os nahe Bergen war bis um 20.40 Uhr unterbrochen. Quelle: Tim Schwabedissen



Longliner trieb vor Norwegen
(26.10.12) Der norwegische Kutter "Kamaro", 496 BRZ (IMO-Nr.: 8514526), wurde von dem Küstenwachboot "Harstad" bei starkem Wind und acht Fuß hohen Wellen in Schlepp genommen, nachdem er am 24.10. Maschinenschaden erlitten hatte. Der Longliner war zunächst von einem anderen Kutter auf den Haken genommen worden, als er mit 13 Mann an Bord 70 Meilen südlich von Bjørnøya trieb. Dann übernahm die „Harstad“ und machte sich mit 4,2 Knoten auf den Weg nach Hammerfest. Am 25.10. um 16 Uhr stand der Schleppzug noch 85 Meilen nordwestlich des Hafens, in dem er am 26.10. gen Morgen erwartet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Weitere Untersuchung an Wrack von U 864
(26.10.12) Die norwegische Küstenwache hat einen Vertrag mit der DOF Subsea Norway AS über eine neuerliche Untersuchung von “U-864” vor der Küste geschlossen. Es geht um eine mögliche Kontamination des Meeres mit Mercurium. Die DOF Subsea aus Bergen hat vielfältige Erfahrungen aus Unterwasserarbeiten für die Offshore-Industrie. Die Daten sollen Anfang Dezember 2012 stattfinden. Im Frühjahr 2013 soll das Öl aus dem Wrack abgepumpt werden. Im Herbst soll über den weiteren Umgang mit dem Boot entschieden werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Begräbnis mit Hindernissen wegen verlorenen Propellers
(26.10.12) Das norwegische Fährboot „Nordic Lady" (MMSI-Nr.: 257011800), das am 25.10. als Ersatz für die wegen eines technischen Schadens ausgefallene Fähre "Kvaløy", 987 BRZ (IMO-Nr.: 9588794), und in Kristiansund aufgeslippt lag, eingesetzt worden war, verlor nach Kollision mit einem Unterwasserhindernis in rauer See einen Propeller. Es wurde am Kai in Finnøya von Tauchern untersucht. Daraufhin wurde die "Fjord Ålesund" aus Ålesund gerufen, nicht zuletzt, um auf Ona die Beerdigung einer 89-jährigen Frau zu ermöglichen, deren Sarg von Finnøya nach Ona transportiert werden musste. Quelle: Tim Schwabedissen



Philippinisches Frachtschiff am Kai gesunken
(26.10.12) Das hölzerne Frachtboot „Lady RP-II” sank am 24.10. gegen 8:30 Uhr an der Wee-Bin Wharf in Barangay Baliwasan. Die Crew berichtete von einem Leck im Schiffsboden, durch das Wasser eingedrungen sei, dem sie trotz Einsatzes zweier Pumpen nicht Herr geworden seien. Das Schiff war am Nachmittag des 23.10. eingelaufen und war von &xnbsp;Sibutu in Tawi-Tawi über Pangutaran in Sulu gekommen. Es hatte 1,166 Säcke Kopra und 900 leere Kartons von Softdrinks geladen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung bei Valencia entdeckt
(26.10.12) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Celia", 6264 BRZ (IMO-Nr.: 9184237), liegt seit dem 25.10. im Hafen von Valencia am Costa Containerterminal, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind. Unweit der Strandungsstelle hat der Helimer-Helikopter derweil eine leichte Ölverschmutzung ausgemacht, deren Herkunft aber unklar war. Es wurden Wasserproben gezogen. Zwei Bagger arbeiteten weiter an dem Frachter "BSLE Sunrise", 5988 BRZ (IMO-Nr.: 9017628), der weiterhin im Sand vor dem Hotel Sidi Saler festsaß. Ein Bergungsversuch wurde für den 27.10. angepeilt. Quelle: Tim Schwabedissen



Sparta soll nach halbem Jahr Reparatur wieder ins Eis
(26.10.12) Der russische Trawler "Sparta", 708 BRZ (IMO-Nr.: 8809361), der seit dem 3.4. in Port Nelson liegt, ist während seiner Reparatur an Rumpf, Maschine und Generatoren auch zusätzlich eisverstärkt worden und wird allen Anforderungen der Antarktis entsprechen, wenn er voraussichtlich am 15.11. wieder auf Fangfahrt im Ross-Meer geht. Die 32-köpfige Crew aus Russen und Indonesiern war im Frühjahr 12 Tage lang im Eis gefangen gewesen, nachdem der Longliner bei der Kollision mit einem Eisberg aufgerissen worden war. Der südkoreanische Eisbrecher "Araon" hatte sich dann zu der Unglücksstelle durchgekämpft und der „Sparta“ einen Weg ins freie Wasser gebahnt. Die Reparatur wurde von der Aimex Service Group durchgeführt. Mehrere Monate lang lag das Schiff an der Amaltal Base, bevor es auf den Calwell Slip ging und dann am Kingsford Quay festmachte. Eine 10-köpfige Rumpfcrew hatte seit April an Bord gelebt und war von den Anwohnern von Nelson betreut worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Celia (Bild: Vicente Sala)   Großbild klick!
“BSLE Sunrise“ allein am Strand - “Celia“ nach fast zwei Monaten geborgen
(25.10.12) Am 24.10. um 23.45 Uhr wurde der am 28.9. gestrandete, unter Antigua-Barbud-Flagge laufende Containerfrachter „Celia", 6264 BRZ (IMO-Nr.: 9184237), von dem Schlepper „Punta Mayor“ geborgen. Um 1.20 Uhr befand sich das Schiff eine Meile auf See und erreichte am 25.10. um 3.30 Uhr den Hafen von Valencia, wo der Frachter sowie die Strandungsursache nun untersucht werden.
Die Bergung hatte um 16.30 Uhr begonnen. Ein Bordkran mit zwei großen Containern daran wurde hin und her geschwungen, um das Schiff aus dem Sandbett zu bekommen, während die "Punta Mayor" auf See hin und her schwang. Doch obwohl der Havarist auf den Zug reagierte, steckte er lange noch in einer Sandbarriere fest, sodass die Bergung bereits kurz vor dem Abbruch stand. Doch in einem letzten Anlauf gelang es dem Schlepper, den Bug 30 Grad zu drehen und dann das Hindernis doch noch zu überwinden.
Der unter Singapur-Flagge laufende Frachter "BSLE Sunrise", 5988 BRZ (IMO-Nr.: 9017628), blieb somit allein auf dem Strand zurück, wo zwei Bagger die Arbeit, einen Kanal seewärts auszuheben, fortsetzen. Bis dato hatten sie 11000 Kubikmeter der insgesamt wolh notwendigen 17000 Kubikmeter Sand fortgeschafft. Am 27.10. werden ausreichend günstige Bedingungen erwartet, um auch hier einen Bergungsversuch zu unternehmen. Sollte er scheitern, bliebe als Option noch das Leichtern von 780 Tonnen Stahlrohren, was aber einen Zeitverlust von neun bis zehn Tagen bedeuten würde. Quelle: Tim Schwabedissen



Vermeintliche Fischer eröffneten Feuer – Piratendhau in Brand geschossen
(25.10.12) Am 24.10. sichtete das holländische Amphibienschiff HNMLS „Rotterdam“, 12750 tdw (IMO-Nr.: 9109756), eine Dhau dicht unter der Küste von Somalia. Ein Boarding-Team wurde routinemäßig zur Inspektion des vermeindlichen Fischereifahrzeugs geschickt. Doch bei der Annäherung wurden die Soldaten sowohl von der Dhau wie auch von der Küste aus unter Feuer genommen. Sie erwiderten das Feuer, und binnen kurzem stand die Dhau in Flammen. Die Besatzung sprang auf der Flucht vor dem Brand ins Wasser. Ein Mann kam dabei ums Leben. Die Crew der „Rotterdam“ rettete 25 weitere, wobei sie in Lebensgefahr war, weil der Beschuss vom Strand her andauerte. Das Festrumpf-Boot der Holländer wurde dadurch auch beschädigt, doch die Soldaten blieben unverletzt. Die Piraten wurden an Bord der Fregatte medizinisch betreut, acht hatten Verletzungen erlitten. Sie wurden dann arrestiert an Bord des Flaggschiffes der NATO-Taskforce, die dort im Rahmen der Operation "Ocean Shield" im Einsatz ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Indonesische Fähre schuld an Kollision mit Tanker
(25.10.12) Ein Navigationsfehler an Bord der malaysischen Ro/Ro-Fähre „Bahuga Jaya“ war der Grund, warum die Fähre im vergangenen Monat mit dem Tanker „Norgas Cathinka“ kollidierte und sank, wobei bis zu 50 Menschen ums Leben kamen. Das indonesische Transportministerium hat einen vorläufigen Untersuchungsbericht publiziert, nach dem die „Norgas Cathinka“ in Übereinstimmung mit den üblichen Verfahren durch ein Abdrehen nach Steuerbord reagierte, als klar wurde, dass die beiden Schiffe auf Kollisionskurs waren. Das indonesische Schiff hingegen drehte nach Backbord und geriet so vor den Bug des herannahenden Tankers. Quelle: Tim Schwabedissen



Wilson-Frachter vor Agios Georgios nach drei Tagen geborgen
(25.10.12) Der maltesische Frachter “Wilson Newport”, 6118 BRZ, wurde am 24.10. geborgen, nachdem er am drei Tage zuvor auf der Fahrt von Gemlik nach Piräus bei Agios Georgios Hydras 18 Meilen südöstlich von Hydra auf Grund gelaufen war. Das Schiff wurde dann auf die Reede in der Bucht von Legrena südlich von Lavrio verholt, wo es gegen 19 Uhr Anker warf und untersucht werden sollte. Es war gestrandet, weil die Brückenwache eingeschlafen war. Die „Wilson Newport”, 8321 tdw (IMO-Nr.: 9430985) wurde 2011 von der norwegischen Eurocarriers A/S in Dienst gestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Steinbarge in Haddalvika gesunken
(25.10.02). Am Nachmittag des 24.10. sank eine 60 Meter lange und 20 Meter breite Barge auf 30 Meter Tiefe in Haddalvika, Ulstein. Die Barge war bei der Ulstein Concrete Industry mit 700 Tonnen Steinen beladen worden. Versuche der Crew, die plötzlich absinkende Barge zu sichern, scheiterten. Die beiden Männer wurden von einem in der Nähe befindlichen Schiff unversehrt übernommen. Taucher stiegen am Nachmittag desselben Tages ab und untersuchten den Rumpf. Am 25.10. sollte das Fahrzeug mithilfe eingepresster Luft wieder an die Wasseroberfläche gebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper von Strömung umgerissen – Crew flüchtete durch Bulleye
(25.10.12) Der 19 Meter lange Schlepper "Benjamin Bailey" wurde am 124.10. um 11.45 Uhr gegen eine Barge an der Baustelle der a Memorial Bridge über den Piscataqua River in Portsmouth, New Hapshire, gedrückt und kenterte binnen zwei Minuten, nachdem sie von der Strömung erfasst worden war. Die zweiköpfige Crew konnte sich durch ein Bulleye auf die Barge retten, bevor der Schlepper endgültig sank. Die U.S. Coast Guard, die New Hampshire Marine Patrol und das Portsmouth Fire Department wurden gerufen. An der Untergangsstelle breitete sich ein dünner Dieselfilm auf, der mit Ölsperren eingegrenzt wurde. Ein Bergungsversuch am Nachmittag scheiterte, und über Nacht wurde das auf dem Flussgrund liegende Wrack an der Barge gesichert. Die Archer Western Construction, Vertragsnehmer an der Baustelle, wollte es nun am 25.10. möglicherweise mit Hebesäcken hochholen. Der 1,200-PS-Schlepper läuft für die Riverside Marine in Eliot, Maine, und war erst vor sechs Wochen von der Coast Guard inspiziert worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Haarsträubende Mängel führten zum Kentern von Walbeobachtungsschiff
(25.10.12) Nicht funktionale Modifizierungen, ausgefallene Technik und falsche Entscheidungen führten zum Kentern des mit drei Mann Crew und 35 Fahrgästen besetzten Charterbootes „Miroshga“ am 13.10. nahe der Hout Bay, bei der zwei Menschen, darunter ein Passagier, starben. Dies geht aus einem Unfallbericht der SA Maritime Safety Authority (Samsa) hervor.
Das Schiff wurde 2010 umgebaut, wobei der eingebaute Diesel durch zwei 205-PS-Außenborder ersetzt wurde. Die Stabilität war danach nicht mehr überprüft worden. 2003 hatte die AMFI Craft in Port Elizabeth die “Miroshga” erbaut. Der Auftrieb des Schiffes basierte auf speziellen Verhältnissen von Länge, Breite und Gewicht. Durch das Entfernen der eine Tonne schweren Maschine wurde dieses Verhältnis aus der Balance gebracht. Wenn das Gewicht ausgeglichen worden wäre, hätte auch das Eindringen von Wasser in den leeren Maschinenraum nicht zu einem Kentern geführt.
Dieses kam durch Änderungen in der Konfiguration der Abteilungen zustande. Das Problem war den Eignern bekannt, und routinemäßig liefen Bilgenpumpen, um das sich ansammelnde Wasser zu entfernen. Eine dieser Pumpen, die nicht für das Pumpen größerer Wassermengen ausgelegt waren, war zudem falsch verdrahtet. Als das Wasser im Schiffsinnern stieg, wurde sie kurzgeschlossen. Das Alarmsystem, das die Crew hätte warnen sollen, war ebenfalls nicht angeschlossen. Nachdem das Wasser so stark gestiegen war, dass die Maschinen ausfielen, trieb das Boot in flaches Wasser und kenterte.
Eine für 50 Insassen ausgelegte Rettungsinsel trieb, ohne sich aufzublasen, davon, nachdem Passagiere sie losgeschnitten hatten. Ein Crewmitglied versuchte noch, sie zu bergen, trieb aber mit der Insel im Wind davon. Es kam erschwerend hinzu, dass der Skipper nicht ausreichend befähigt war, ein Fahrgastschiff zu führen. Wenn sich diese Erkenntnisse im abschließenden SAMSA-Bericht bestätigen, können Angehörige auf dieser Basis gegen die Schiffseigner klagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kommunikationsfehler führte zu Kollision auf Ijsselmeer
(25.10.12) Am 22.10. kollidierte auf dem IJsselmeer ein leeres Binnenschiff mit einem Kutter. Das Unglück ereignete sich gegen Mittag bei dichtem Nebel. Die Schiffe stießen frontal zusammen. Das Binnenschiff war von Enkhuizen nach Kornwerd en unterwegs, der Kutter in umgekehrter Richtung. Beide Schiffe hatten sich auf dem Radarschirm gesichtet und die Passage abgesprochen, doch dabei war es offenbar zu Missverständnissen gekommen. Das Binnenschiff wurde am Backbordvorschiff oberhalb der Wasserlinie beschädigt, der Kutter am Steven. Beide liefen mit eigener Kraft nach Enkhuizen ein, wo sie durch Wasserschutzpolizei und KLPD untersucht wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Seenotretter in Not
(25.10.12) Am 24.10. um 16:42 Uhr brach im Maschinenraum des 11 Meter langen, schwedischen Rettungskreuzers "Österskär" (MMSI-Nr.: 265581920) ein Feuer aus. Der Brand war so intensiv, dass die dreiköpfige Crew von einem in der Nähe befindlichen Wassertaxi gerettet werden musste, dass die „Österskär" anschließend in den Hafen von Resarö schleppte. Hier wurde das Feuer gelöscht. Quelle: Tim Schwabedissen



Hummerkutter gesunken (Bild: Richard Dionne)   Großbild klick!
Blue Bill Cove fordert neues Opfer
(24.10.12) Ein 35 Fuß langer Hummerkutter ist am 18.10. an seiner Mooring in der Blue Bill Cove in Portsmouth gesunken. Nur noch das Dach der Kajüte ragte an der Untergangsstelle aus dem Wasser. Ein Zeuge hatte tags zuvor einen Mann an Bord gesehen und festgestellt, dass eine Pumpe in Betrieb war. Das Boot hatte bereits seit einigen Monaten in der bucht gelegen. Das Schiff sank einige hundert Yards westlich von einem großen Motorboot, das im Tropensturm Irene 2011 unterging und von dem seither mitunter Wrackteile abbrechen und an den Strand treiben. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige Fischer aus dem Wasser gezogen
(24.10.12) Die zweiköpfige Crew des irischen Kutters „Snowdonia“ konnte gerettet werden, nachdem das Schiff am 23.10. nach Wassereinbruch rund 12 Meilen östlich von Kilkeel Harbour im County Down sank. Die Belfast Coastguard wurde um 10.30 Uhr von dem Kutter “Tribute” informiert, dass dieser die beiden wenige Minuten nach dem Untergang mit Unterkühlungen aus dem Wasser gezogen habe. Das RNLI-Boot aus Kilkeel und ein SAR-Hubschrauber der Irish Coast Guard in Dublin wurden daraufhin in Marsch gesetzt. Die Crew des RNLI-Bootes aus Kilkeel setzte einen Rettungsmann über, der erste Hilfe leistete und die beiden Schiffbrüchigen mit Sauerstoffgaben versorgte, bis der Helikopter eintraf, die beiden aufwinschte und ins ins Daisy Hill Hospital in Newry flog. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler trieb vor Shetlands
(24.10.12) Der Shetlands-Trawler „Antarctic II“ wurde in der Nacht zum 21.10. an der Collafirth Pier festgemacht, nachdem der Propeller drei Meilen nordwestlich der Inseln blockiert worden war. Der Kutter „Fairway“ aus Skerries war als erstes Schiff vor Ort, nachdem die Shetland Coastguard um Assistenz gebeten hatte. Die „Serene” nahm den Havaristen am 20.10. gegen 20 Uhr auf den Haken und schleppte ihn nach Collafirth ab, wo er kurz nach Mitternacht eintraf. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackteile alten Kutters vor Exmouth entdeckt
(24.10.12) Das RNLI-Boot aus Exmouth wurde am 22.10. alarmiert, nachdem vor den Maer Rocks gegen neun Uhr Wrackteile von einem Fischer entdeckt worden waren. Sie befanden sich in der Mündung des Exe-River. Die Rettungsboots-Crew konnte feststellen, dass es sich um das Wrack eines alten Kutters, der auf See hinaus getrieben war, handelte. Jemand hatte leere Fässer daran festgemacht, um es zu retten, doch es war von seiner Mooring auf den Fluss hinaus getrieben, wo es auseinander brach. Quelle: Tim Schwabedissen



“Celia“ könnte als erstes Schiff vom Strand bei Valencia verschwinden
(24.10.12) 20 Tage nach der Strandung vor El Saler könnte am 25.10. gegen Mittag ein erster Bergungsversuch an der 70 Meter vor dem Strand liegenden „Celia“ unternommen werden. Dies hängt vom Fortschritt der Baggerarbeiten ab. In den vergangenen 24 Stunden konnten 4.700 Kubikmeter an dem Schiff abgeräumt werden, an der „BSLE Sunrise“ wurden 2.400 Kubikmeter Sand abgebaggert. Insgesamt wurden bislang 30.000 Kubikmeter Sand an der Strandungsstelle weggeräumt. Die Wettervorhersage war überwiegend gut. Die drei Bagger hatten in den letzten Stunden keine Ausfälle, nachdem die Härte des Materials in den letzten Tagen mehrfach zu Schäden an großen Schaufeln und anderen Einrichtungen verursacht hatte. In einem Meter Tiefe unter dem Sand war ein Gemisch aus Kies und Sedimenten angetroffen worden, das ein schwierig zu beseitigendes Konglomerat darstellte. Für die „BSLE Sunrise" gab es daher noch keinen konkreten Termin für einen neuerlichen Bergungsanlauf, angepeilt wurde aber ein Termin in etwa fünf Tagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Geborgenes Baggerschiff wird zu letztem Liegeplatz der „Lisco Gloria“ geschleppt
(24.10.02).Das dänische Baggerschiff "B.G. Stone 1", 369 BRZ (IMO-Nr.:7236311), wurde am Nachmittag des 23.10. durch den Schwimmkran “Samson" bei Tørresø im Kattegat aufgerichtet und aus 15 Metern Wassertiefe gehoben. Die Bergung verlief ohne Zwischenfälle und Ölaustritte. Das Wrack sollte zur Reparatur zur Fayard Werft in Lindø geschleppt werden, wo seinerzeit auch die „Lisco Gloria“ nach ihrer Bergung gelegen hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderanlage grönländischer Fähre bei Strandung beschädigt
(24.10.12) Der Schaden an dem grönländischen Fahrgastschiff "Sarfaq Ittuk", 2118 BRZ (IMO-Nr.: 8913899&xnbsp;), nach seiner Havarie in Qaqortoq ist schwerer als zunächst angenommen. Unter anderem wurden Ruder und Ruderschaft in Mitleidenschaft gezogen und müssen repariert werden, sodass die Arctic Umiaq Line mit einer Rückkehr in den Fährdienst nicht vor dem 20.11. rechnet. Bis dahin wurden die Abfahrten abgesagt, und die Reederei organisiert ein neues Programm für die betroffenen Siedlungen, die von der "Sarfaq Ittuk" angelaufen wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf B.C.-Ferries-Schiff vor Tsawassen
(24.10.12) Auf der kanadischen Fähre „Queen of New Westminster“, 8785 BRZ (IMO-Nr.: 6413663) brach auf der Morgenfahrt von Tsawwassen nach Nanaimo am 23.10. ein Feuer aus. Das Schiff hatte gegen 10 Uhr den Terminal mit Ziel Duke Point verlassen. 10 Minuten später wurde der Brand im Bugstrahlruderraum entdeckt. Der Feueralarm ging an, und alle Passagiere wurden in die Cafeteria gerufen. Der Kapitän legte das 1964 erbaute Schiff sofort herum und machte wieder in Tsawwassen fest, wo es evakuiert wurde. Das Sprinklersystem löschte das Feuer, und die Delta Feuerwehr untersuchte den Brandort am Terminal. Zwei Besatzungsmitglieder kamen vorsorglich mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Die Fähre wurde am 24.10. um 5.15 Uhr wieder in Betrieb genommen, nachdem Reparaturen an der Isolation und dem Feuermelder ausgeführt und Sicherheitstests und Inspektionen durchgeführt waren. Quelle: Tim Schwabedissen



Bennington Group zieht sich aus Räumung der „Miner“ zurück
(24.10.12) Die New Yorker Bergungsfirma Bennington Group hat sich aus der Bergung der “Miner” vor Scatarie Island bei Cape Breton zurück gezogen. Der Leiter Abe Shah machte immer neue Steine, die die Regierung in den Weg gelegt habe, dafür verantwortlich. Am 12.10. hatte das Nova Scotia Department of Labour die Arbeiten stoppen lassen und neue Sicherheitsüberprüfungen eingefordert. Dies war die letzte einer Reihe von Verzögerungen, die seit dem geplanten Beginn der Arbeiten am 10.7. aufgetreten war. In der vergangenen Woche hatte Labour Minister Marilyn More die strukturelle Stabilität des 230 Meter langen Great Lakers in Frage gestellt, der vor über einem Jahr auf dem Weg zu Abbrechern in der Türkei gestrandet war. Quelle: Tim Schwabedissen



Wohnschiff-Paar unsanft aus dem Schlaf geweckt
(24.10.12) In der Tin Can Bay an Queenslands Cooloola Coast hat sich die ehemalige Sydneyer Hafenfähre “Lady Woodward”, die 1998 außer Dienst gestellt und vor zwei Jahren in die Bucht gebracht wurde, am Morgen des 23.10. bei Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h vom Anker losgerissen und trieb um 4.30 Uhr gegen den umgebauten Trawler “Dauntless”, der als Wohnschiff sein Dasein fristet. Das auf ihm lebende Paar wurde von starken Erschütterungen geweckt, als die Fähre es rammte.
Es gelang, das Schiff binnen einer Viertelstunde zu lösen. Es soll nun in einem Trockendock repariert werden. Die „Lady Woodward” trieb nach ihrer Geisterfahrt auf eine Sandbank am Norman Point in der Mündung des Snapper Creek. Die Coast Guard schiuckte die “ Cooloola Rescue III”, die eintraf, nachdem sich die “Dauntless” bereits hatte befreien können. Gegen 15 Uhr gelang es, auch die “Lady Woodward” mit steigendem Wasserstand wieder flottzumachen und in der Bucht neu zu verankern. Das Schiff soll in ein Backpacker-Charterboot umgebaut werden. Es hatte sich bereits fünf Mal in der Vergangenheit losgerissen, war aber bislang noch nie mit einem anderen Schiff kollidiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Schädel in altem Wrack entdeckt
(24.10.12) Ein gesunkenes Schiff mit drei menschlichen Schädeln an Bord wurde vor der Stadt Sam Son in der Zentralprovinz Thanh Hoa entdeckt. Fischer fanden das unbekannte Unterwasser-Objekt beim Fang. Taucher versuchten, das Schiffswrack in den vergangenen Tagen zu heben und konnten es am Morgen des 23.10. zwei Meter unter die Wasseroberfläche bringen, ehe es bei starkem Wind und Wellengang erneut absank. Es war bereits vor vielen Jahren versunken und hat seinen Bug verloren. Der verbliebene Rumpf des Schiffes ist etwa 10 Meter lang und stark verrostet. Zwischen den Trümmern auf dem Schiff fanden die Taucher drei menschliche Schädel. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf philippinischem Schulschiff
(24.10.12) Auf dem philippinischen Schul- und Forschungsschiff „TRV Sardinella“ brach am 23.10. gegen 11 Uhr bei Überholungsarbeiten im Hafen von Iloilo ein Feuer aus. Bodenbeläge waren in Brand geraten. Es gelang der Crew rasch, die Flammen zu ersticken, bevor größerer Schaden entstand. Nach Ermittlungen der Coast Guard war das Feuer durch Schweißfunken entfacht worden. Das Schiff läuft &xnbsp;für die Philippine Association of State Universities and Colleges (Pasuc) Quelle: Tim Schwabedissen



Philippinisches Fährboot auf Grund gelaufen
(24.10.12) Die philippinische Coast Guard rettete rund zwei Dutzend Personen von der “Sulna Express”, die vor der Tawi-Tawi Provinz am 23.10. auf Grund gelaufen war. Das Fährboot war nach Bongao unterwegs, als starke Strömungen und Wind den 16-Tonner vor der Stadt Panglima Sugala auf Grund drückten und den Propeller beschädigten. Die Coast Guard gemeinsam mit der Crew der “Sea Dayang” barg Passagiere und Crew der “Sulna Express“ ab. Die Fahrgäste wurden nach Bongao gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Zerstörer rettete philippinische Fischer
(24.10.12) Die USS “McCampbell” der US Navy hat in der Nacht zum 24.10. fünf philippinische Fischer gerettet, nachdem die Piloten eines Bordhubschraubers gegen Mitternacht Lichtsignale ausgemacht hatten. Sie standen zu der Zeit auf der Kajüte ihres sinkenden Kutters, der am Vortag leckgeschlagen war. Der Zerstörer USS “McCampbell” setzte daraufhin zwei Boote aus und rettete die Schiffbrüchigen, die nach dem Einlaufen des Kriegsschiffes nach Manila am 24.10. an Land gebracht wurdenQuelle: Tim Schwabedissen



Wird verschrottet: "Anne Birthe" (Bild: Lars Brunkman)   Großbild klick!
Viel Arbeit für Samson vor Dänemark
(23.10.12) Der lukrative Schrottpreis machte es möglich: Die dänische Bjærgning & Bugsering hat am 20.10. mit dem Schwimmkran "Samson" aus Aarhus das ausgediente Kümo "Anne Birthe", 296 BRZ (IMO-Nr.: IMO-Nr.: 5389396), das im Kattegat nahe Hesselø am 8.9. gesunken war, als es von Kopenhagen zu Abbrechern in Grenå im Schlepp der "Svendborg" war.
Das Wrack hatte in 22 Metern Wassertiefe gelegen. In den Hebestropps des Kranes wurde das Wrack dann mit eineinhalbmonatiger Verspätung nach Grenå gebracht, wo es bei Fornæs verschrottet werden soll. Die Ursache des Untergangs war der schlechte Zustand des Rumpfes nach 20-jähriger Liegezeit als Partyschiff in der dänischen Hauptstadt.
Als die Berger noch tätig waren, näherten sich zeitweilig drei Boote mit Tauchern an, die das Schiff wohl plündern wollten. Unmittelbar nach dieser Bergungsaktion machte sich der „Samson“ auf den Weg zum gesunkenen Sandsauger „B.G. Stone 1“ im Kattegat, wo die Arbeit am 23.10. begann.
Taucher waren bereits vor Ort. Nach der Hebung soll das Wrack zu Fayard, der vormaligen Lindøværftet in Odense gebracht werden. Warum das Baggerschiff sank, ist noch unklar. Offenbar war die Ladung aus dem Gleichgewicht gekommen, ob es dabei Probleme mit den Ballasttanks gab, muss nach der Bergung untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



45 Vietnamesen und drei Philippinos binnen 48 Stunden gerettet
(23.10.12) 45 vietnamesische Fischer und drei philippinische Seeleute wurden zwischen dem 20. und 22.10. gerettet. Am 21.10. sank der Kutter “BTR TS 93285” vor der Insel Hon Khoai in der südvietnamesischen Ca Mau Provinz. An Bord waren sechs Vietnamesen. Am selben Tag um 21.20 Uhr wurden sie von der “TG TS 92662“ gerettet. Bereits am 20.10. war die “QNA 91468 TS” mit 39 Vietnamesen an Bord 108 Meilen von Quy Nhon in Seenot geraten. Am 22.10. gegen 20 Uhr wurde sie in den Hafen von Tam Giang, Quang Nam geschleppt. Außerdem wurden drei Philippinos aus drei Kanus vor der Insel Truong Sa im Spratly Archipel von der „BDJ 95724“ gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot stand in Flammen
(23.10.02). Am 21.10. gegen 14 Uhr wurde die Feuerwehr von Marblehead alarmiert, nachdem vor Glover’s Landing das 24 Fuß lange Fiberglasboot „Hat Trick“ in Flammen aufgegangen war. Feuerwehr und Hafenkapitän versuchten, den Brand zu löschen, kämpften jedoch mit Problemen mit der Wasserpumpe. Nachdem der Brand mit Feuerlöschern schließlich niedergekämpft war, wurde der Hafenkapitän von Beverly zum Nachlöschen gerufen, der dies mit dem neuen Löschboot des Hafens ausführte. Der Brand entstand wohl am Außenborder im Zusammenhang mit einer Brennstoffleitung. Das Wrack wurde auf einem Trailer am Riverhead Beach aus dem Wasser gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Historisches Wrack identifiziert
(23.10.12) 70 Jahre nach seiner Versenkung vor Los Angeles haben Unterwasserarchäologen den Pazifik-Schoner „George E. Billings“ wieder entdeckt, der in der Holzfahrt Anfang des 19. Jahrhunderts beschäftigt gewesen war. Am 22.10. bestätigte vor dem California Islands Symposium in Ventura der Archäologe Robert Schwemme vom NOAA Office of National Marine Sanctuaries die Identität des Wracks. Der Fünfmaster wurde 1903 bei Halls Bros. in Port Blakeley, Washington erbaut und war eines von sechs Schwesterschiffen für den Handel zwischen Nordwestamerika und Hawaii, Mexiko, Süd-Amerika, Australien und Süd-Kalifornien sowie das größte und letzte Schiff dieser Werft. Später wurde das Schiff zu einer Sportfischer-Barge umgebaut. 1941 entschieden die Eigner, diese vor Santa Barbara Island zu versenken in einem gebiet, das jetzt Teil des Channel Islands National Marine Sanctuary ist. Fast 20 Jahre hatten nun Archäologen und Historiker zusammen mit der Channel Islands National Marine Sanctuary und dem Channel Islands National Park nach dem Wrack gesucht und lokalisierten ein Objekt im Februar 2011. Es ist eines von 150 historischen Wracks in Schutzgebieten und eines von nun 30, die geortet und erforscht wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Schiffe brauchten im Nord-Ostsee-Kanal Schlepperhilfe
(23.10.12) Der zyprische Containerfrachter "Iris Bolten", 8273 BRZ (IMO-Nr.: 9369007), erlitt nach einer Explosion in der Maschine am 22.10. um 17.20 Uhr einen Blackout während der ostgehenden Passage des Nord-Ostsee-Kanals. Das Schiff hatte gegen 14 Uhr auf der Fahrt von Hamburg nach Helsingborg die Brunsbütteler Schleusen passiert. Von dort wurden auch zwei Schlepper angefordert, den Havaristen auf den Haken zu nehmen. Dieser wurde auf Höhe der Weiche Breiholz parallel zu den Dalben auf der Nordseite notgeankert. Die übrige Schifffahrt durfte den Havaristen mit langsamer Fahrt passieren.
Zu einem weiteren Schleppereinsatz auf dem Nord-Ostsee-Kanal kam es, als der deutsche Tanker "Seahake", 21329 BRZ (IMO-Nr.: 9255488 ), auf der Fahrt von Wilhelmshaven nach Vysotsk um 23:25 Uhr, nachdem er um 22:30 Uhr in den Kanal eingelaufen war, Probleme mit dem Kühlwassersystem hatte und kurz vor der Hochbrücke in Brunsbüttel Maschinenausfall erlitt. Der Kapitän orderte den Schlepper „Bugsier 17“, der ihn in die Weiche Kudensee bugsierte, wo die nötigen Reparaturen an dem Kühlwassersystem ausgeführt wurden. Gegen 6.20 Uhr erreichte das Schiff nach Fortsetzen der Reise die Schleusen Kiel-Holtenau. Quelle: Tim Schwabedissen



Versenkter Flottentanker vor St. Helena untersucht
(23.10.12) Die britische HMS "Protector" hat das Wrack des Flottentankers "RFA Darkdale" untersucht, der im Atlantik auf Grund liegt, seit er von deutschen Torpedos im Oktober 1941 versenkt wurde. Das Schiff liegt in der James Bay vor St. Helena und wurde jetzt mit moderner Sonartechnologie unter die Lupe genommen, mit der der Zustand des Schiffes erkundet wurde. Es könnte als Flottenversorger der Royal Navy noch erhebliche Ölmengen enthalten. Taucher drapierten einen Union Jack am Wrack.Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf dem Rhein
(23.10.12) Am 21.10. kollidierte auf dem Rhein um 10.23 Uhr in Höhe von St. Goarshausen in dichtem Nebel ein talfahrender Schubverband und einem bergfahrenden Binnenschiff. Ein Abweichen des Talfahrers vom Rechtsfahrgebot schien die Ursache für den Unfall gewesen zu sein.
Beim Umfahren der Loreley kam der mit Sand beladene Schubverband mit dem Achterschiff zu weit über die Strommitte hinaus zum linksrheinischen Ufer und stieß mit seinem backbordseitigen Heck gegen den backbordseitigen Mitschiffsbereich des Entgegenkommers. Die Höhe des Sachschadens an den Schiffen war noch unklar. Beide Schiffe setzten ihre Fahrt fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der Crew (Bild: Marinehjemmevaernet)   Großbild klick!
Baggerschiff im Kattegat gesunken - Crew geborgen
(22.10.12) Das dänische Baggerschiff “B.G. Stone 1", 369 BRZ (IMO-Nr.: 7236311), ist am 20.10. nach Übergehen der Sandlandung vor Tørresø Strand unweit von Fyens Hoved gegen 17 Uhr gekentert und gesunken. Die vierköpfige Besatzung wurde von einem dänischen Militärhubschrauber, der sich acht Meilen entfernt befunden hatte, aus einer Rettungsinsel geborgen.
Die "Ringen - MHV 910" der Flotille 137 in Aabenrå, die sich südlich von Kolby Kås auf Samsø befunden hatte, machte sich mit ihrer 10-köpfigen Crew auf den Weg zur Untergangsstelle, nachdem sie um 17.04 Uhr alarmiert worden war, und war binnen 45 Minuten vor Ort. Das Schiff der Marinehjemmeværns barg die leere Rettungsinsel.
Aus dem Wrack des teilweise noch aus dem Wasser ragenden Sandsaugers lief Öl aus. Die „Ringen“ wurde durch das Søværnets Operative Kommando beauftragt, eine Ölsperre auszubringen und legte dazu einen 360 Meter langen Schlängel aus. Danach blieb sie auf Standby, während das Ölbekämpfungsschiff „Marie Miljø” aus Korsør in Marsch gesetzt wurde und gegen 22.00 Uhr vor Ort war. Quelle: Tim Schwabedissen



64 Mann von brennendem chinesischem Kühlschiff gerettet
(22.10.12) Die chinesische Fischfabrik „Ming Yang“, 12703 BRZ (IMO-Nr.: 8131544), geriet am 19.10. 150 Meilen südöstlich von Okinawa in Brand. Der Chefingenieur hatte zunächst ein explosionsartiges Geräusch wahrgenommen, dann brach im Maschinenraum ein Feuer aus, das sich auf die Aufbauten ausdehnte. Die japanische Küstenwache eilte herbei, nachdem sie am Abend von den taiwanesischen Behörden alarmiert worden war. Es gelang, die 64-köpfige Crew zu retten. Um 02:30 Uhr des 20.10. wurden 21 Schiffbrüchige in einem Rettungsboot aufgefunden, 43 Menschen befanden sich noch an Bord des Havaristen. Sie hatten sich auf den Bug geflüchtet. Um 3.47 Uhr waren alle in Sicherheit, drei von ihnen hatten sich leichte Verletzungen zugezogen. Aus China machte sich die "East China Rescue 111" auf den Weg, die am 22.10. um sieben Uhr vor Ort war und um 9:46 Uhr die Schiffbrüchigen an Bord nahm. Danach sollte sie versuchen, die Fischfabrik zu bergen. Sie befand sich zu der Zeit 450 Meilen südlich der Insel Dachen in derZhejiang Provinz. Die “Mingyang” ist 144 Meter lang und 13.6 Meter breit. Sie wurde 1981 auf der Mathias Thesen Werft in Wismar erbaut und führt die Flagge von St. Vincent-Grenadines. Manager ist die Zhoushan Haibao Trnasport Co. Bis 2001 lief sie unter sowjetischer Flagge als “Vostochniy Bereg”. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach zweistündigem Blindflug auf Gios Georgios gestrandet
(22.10.02). Der unter Malta-Flagge laufende Frachter “Wilson Newport”, 8321 tdw (IMO-Nr.: 9430985), lief am 21.10. um 04:30 Uhr vor der Küste von Gios Georgios auf Position 37 28 N 023 56 O auf Grund. Das Schiff war zuvor zwei Stunden lang mit unverändertem Kurs auf die Adria-Insel zugelaufen, was darauf hindeutet, dass der Rudergänger eingeschlafen sein könnte. Der Frachter hat eine 10-köpfige russische Crew. Am Morgen des 22.10. saß er weiterhin fest, und das Ölbekämpungsschiff “Aegis 1” sowie der Schlepper “Megas Alexandros“ waren auf standby. Die “Wilson Newport” war auf der Fahrt vom türkischen Hafen Gemlik nach Antwerpen. Das 2011 erbaute Schiff läuft für die norwegischen Wilson Eurocarriers. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor dem Untergang bewahrt
(22.10.12) Die US&xnbsp;Coast Guard rettete am 20.10. den 84 Fuß langen Kutter „Luzitano“, der mit acht Mann Crew an Bord um 4.18 Uhr&xnbsp; 40 Meilen südöstlich von Nantucket Notrufe gefunkt hatte. Der Kutter hatte Wassereinbruch erlitten, und die drei bordeigenen Lenzpumpen kamen nicht gegen das eindringende Wasser an. Von der Coast Guard&xnbsp;Air Station Cape Cod&xnbsp;stiegen ein&xnbsp;MH-60T Jayhawk Helikopter&xnbsp;sowie ein HU-25 Falcon Jet&xnbsp;auf, der zwei weitere Pumpen abwarf. Damit gelang es, den Wassereinbruch zu kontrollieren und im Maschinenraum ein vier Inch großes Leck auszumachen. Der Kutter nahm Kurs auf Woods Hole, Massachussetts, von woe in Küstenwachboot zur Eskorte in Marsch gesetzt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Wasser stand hüfthoch in Traditionssegler auf der Trave
(22.10.12) An der Untertrave kam es am Nachmittag des 20.10. zu einem Wassereinbruch auf dem 26,5 Meter langen Traditionssegler „Sirius“ des Lübecker Museumshafens. Der Kapitän der „Trave Sun“ der City Schifffahrt hatte das Absinken des Hecks gegen 15 Uhr bemerkt und den Hafenmeister benachrichtigt, der sofort an Bord ging. Um 16.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Das Wasser stand von vorn bis achtern schon 60 Zentimeter hoch im Schiff. Die Feuerwehr rückte mit einem Löschzug und zwölf Einsatzkräften an, die das eingedrungene Wasser mit 1,5 Kubikmetern pro Minute zurück in die Trave beförderten. Danach konnte das Leck an der Ruderanlage der „Sirius“ geortet und abgedichtet werden. Die „Sirius“ wurde 1942 als Kriegsfischkutter „KFK 124“ bei der Brödersa Larsson Werft in Simrishamn erbaut. Seit Dezember 1943 war sie der Hafenschutzflottille Stavanger unterstellt. Im Januar 1946 wurde der Heimathafen Kiel und das Schiff zum Motorfischkutter „Heimat – HELI 26“ mit Heimathafen Heiligenhafen umgebaut. Später lief es als „Ingrid“ mit den Kennungen TIM 11, KIE 743, SO 34, NC 429 und schließlich „Sirius – SE 2“. Bis Ende der 70er Jahre war es zum Fischfang eingesetzt. Nach der Außerdienststellung erwarb es der Hamburger Zimmermann, der sie in sechsjähriger Arbeit restaurierte. Seit 1987 war das zur Ketsch umgetakelte Schiff auf Segeltörns in der Nord- und Ostsee im Einsatz. 1996 ging es an die Jensen Betriebsgesellschaft Lübeck, die das Rigg und die Sicherheitsausrüstungen generalüberholte. Seither war der Zweimaster auf Chartertörns eingesetzt entlang der östlichen Ostseeküste und in die dänische Südsee und regelmäßiger Gast auf der Kieler Woche oder Segelveranstaltungen in Lübeck und Rostock. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsversuch vor Valencia gescheitert
(22.10.12) In den kommenden drei Tagen sollen die Baggerarbeiten rund um die gestrandeten Frachter "BSLE Sunrise" und „Celia“ fortgesetzt werden, ohne dass bis dahin weitere Bergungsversuche unternommen werden. Zuvor war ein Abschleppversuch durch die Schlepper "SAR Mesana" und "Punta Mayor" gescheitert, die am 21.10. gegen Mitternacht begonnen hatten, an der „BSLE Sunrise“ zu ziehen, aber gegen 3.30 Uhr den Versuch hatten abbrechen müssen. Sorgen bereitete Sedimentaufbau im Mittschiffsbereich, der am 18.10. von der Crew des Baggers "Antignano" festgestellt worden war. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach verunglücktem Schleppmanöver vor Annaba
(22.10.12) Ein Sardinenkutter ist am 20.10. vor Annaba gesunken. Der Kutter war beim Schleppen eines anderen Kutters verunglückt. Vier Fischer wurden am Morgen gerettet, einer vermisst. Die Küstenwache suchte nach dem Fischer. Zwei Schnellboote, zwei Schlauchboote, ein Helikopter und Taucher waren vor Annaba im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



Einstiges US-Landungsschiff wurde künstliches Riff
(22.10.12) Die “Mattapone”, ein einstiges Kriegsschiff der U.S. Navy, das 1953 nach Thailand verkauft worden war, wurde am 21.10., dem 60. Geburtstag des Kronprinzen Maha Vajiralongkorn als Tauchattraktion vor Koh Larn versenkt. An Deck der “Bangpakong” wurde zuvor unter Leitung von Vizeadmiral Rungsuk Rungsak Sereesawas eine Zeremonie abgehalten. Dann ging die „Mattapone” an der Ostseite der Insel Koh Larn nach über 61 Jahren Dienst auf die letzte Reise. Die US-Marine hatte nach dem Ende des Einsatzes im 2. Weltkrieg der thailändischen Marine das nun überschüssige Schiff angeboten. Es wurde dann durch die Thai Royal Marines erworben und in die Subic Bay auf den Philippinen überführt. Im September 1953 wurde es übergeben und kam am 20.11. in Ta Rachaworadit, Bangkok, an. Das Landungsschiff war 35,25 Meter lang und 9.76 Meter breit. Es hatte 35 Mann Besatzung. 2008 wurde es außer Diesnt gestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenschaden auf letzter Reise
(22.10.12) Das lettische Kühlschiff „Frio Gaspar“ erlitt am 18.10. vor Kapstadt im Atlantik vor Kapstadt Maschinenschaden. Am 20.10. gegen zwei Uhr befand es sich auf Position 33 38 S 017 48 O, rund 35 Meilen nordwestlich des Hafens, auf den es mit zwei Knoten Fahrt zuhielt. Das Schiff war nach Alang zum Abwracken unterwegs. Die “Frio Gaspar”, 4229 tdw (IMO-Nr.: 7508348), führt die Flagge der Komoren und läuft für die Atlanta Fishing Shipping and Trading. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach missglücktem Passiermanöver gestrandet
(22.10.12) Der unter St. Kitts-Flagge registrierte Frachter „Volgo-Balt 206“ lief in der Nacht zum 20.10. auf dem Don zwischen den Tonnen 129 und 130 beim Passieren eines anderen Schiffes außerhalb des Fahrwassers auf Grund. Nach Wetterbesserung sollte es wieder flottgemacht werden. Der Frachter war von Rostov am Don nach Poti, Georgien, unterwegs. Die „Volgo-Balt 206”, 3492 tdw (IMO-Nr.: 8230340), wurde 1977 erbaut und hat als Manager die russische Navicor Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Küstenwachboot nach Kenterung vor Jeju Island am Kranhaken
(22.10.12) Die südkoreanische Coast Guard hat am 20.10. mit der Bergung ihres gekenterten Schnellbootes vor Jeju Island begonnen, das nach der Rettung der Crew des sinkenden malaysischen Frachters "Shinline 8" gekentert war und danach kieloben in der See trieb. Mit einem Kran wurde das Boot aus dem Wasser gezogen und sollte anschließend untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Hansa Berlin geborgen und in Havanna
(22.10.12) Der liberianische Frachter “Hansa Berlin”, 9609 BRZ (IMO: 8910081), der im Trompensturm Isaac vor Kuba am 26.8. gestrandet war, konnte von den amerikanischen Bergungsfirmen Titan Salvage und T & T Bisso gemeinsam mit der kubanischen Antilliana De Salvemente wieder flottgemacht werden. Das Schiff wurde dann von der „Coean Wave“ auf den Haken genommen mit Kurs Havanna. Am 17.10. erreichte der Schleppzug das Havana Bay Inlet. In dem kubanischen Hafen soll der Leonhardt & Blumberg-Frachter komplett entladen werden, bevor es an die Reparatur geht. Quelle: Tim Schwabedissen



Philippinisches Fährboot gestrandet
(22.10.12) 42 Passagiere der “BritPhil Express” wurden am 19.10. von der Philippine Coast Guard gerettet, nachdem das Boot bei Bucas Grande Islands und Hinatuan Passage in Surigao del Norte gestrandet war. Das Schiff hatte zuvor Maschinenschaden erlitten. Es wurde später ans Ufer geschleppt. Die Passagiere setzten ihre Fahrt mit einem anderen Fährboot fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Pressluftvorhang soll Wale und Delfine vor Giglio schützen
(22.10.12) In einem Hotel auf Giglio waren Einsatzteams in der vergangenen Woche damit beschäftigt, die Ankunft von 66 Tauchern zu koordinieren, die insgesamt 17500 Tonnen Zement in Säcken in einen 50 Meter langen Spalt zwischen dem Wrack der „Costa Concordia" und dem Meeresgrund schütten sollen. Die Sorge ist, dass der Mittschiffsbereich, der frei hängt, nachgeben könnte und das Schiff womöglich in Winterstürmen zerbricht. Je mehr der Rumpf abgestützt ist, desto geringer ist diese Gefahr. Die gesamte Bergung, die mindestens 400 Millionen Euro kosten wird, hinkt derzeit mehrere Monate hinter dem Zeitplan her, derzeit wird Juni 2013 angepeilt. Ein Problem ist die Härte des Granitfelsens, auf dem der Luxusliner kenterte. Die Löcher für die Bohrpfähle, die ihn stützen sollen, müssen in einem Winkel von 35-40 Grad eingebracht werden, und die Bohrkerne rutschen auf dem Felsengrund ab. In der vergangenen Woche gelang es erst, das erste Loch zu bohren. Derwil überwacht Giandomenico Ardizzone, Professor der Umweltbiologie an der Sapienza Universität in Rom mit einem 15-Mann-Team das Schicksal seltener Muschelarten unter dem Wrack. Außerdem wird zweimal pro Tag mit einem Boot kontrolliert, ob sich Wale oder Delfine in der Nähe befinden. Dann müssten die Bohrarbeiten unterbrochen werden, weil deren Gehör geschädigt werden könnte. Er macht auch Pläne zur Einrichtung eines Sauerstoffvorhangs um das Schiff, wenn es gehoben wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Chabira muschelbewachsen (Bild: Gena Anfimov)   Großbild klick!
Mehrtägige Bergung der „Chabira“ abgeschlossen
(19.10.12) Nach langwieriger Bergungsarbeit konnte das muschelbewachsene Wrack des Baggerschiffes “Chabira”, 259 BRZ (IMO-Nr.: 5142384), am 18.10. endgültig an die Wasseroberfläche gebracht und längsseits eines anderen Schiffes im Hafen von Klaipeda vertäut werden. Der im Februar gesunkene Bagger war 1961 auf der Marstal Vaerft als „Hansia“ entstanden und nach langjährigem Einsatz in Dänemark 1979 nach Osteuropa verkauft worden. Kurz vor dem geplanten Abbruch ereilte ihn dann aus unbekannter Ursache etwas vorzeitig sein Schicksal, nur noch die Aufbauten hatten auf einmal aus dem Hafenwasser geragt. Quelle: Tim Schwabedissen



Tragödie bei Rettungsaktion vor Jeju Island
(19.10.12) Zu einer Tragödie wurde die Rettungsaktion für den malaysischen Frachter „Shinline 8“, 5436 BRZ, der am 18.10. um 7.15 Uhr Wassereinbruch im Maschinenraum auf einer Position 27,7 Kilometer westlich von Jeju Island in der ostchinesischen See gemeldet hatte. Nachdem das Wasser die Maschine beschädigte, kam es zu einem Blackout an Bord. Ein Schiff der koreanischen Coast Guard wurde zum Havaristen beordert, und nachdem Versuche, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, gescheitert waren, wurde beschlossen, die Besatzung zu evakuieren. Mit hoher Geschwindigkeit nahmen zwei Boote der Küstenwache Kurs auf den Havaristen. Eines der Boote, das ein Fassungsvermögen von 11 Personen hat, musste angesichts der bedrohlichen Lage auf dem Frachter 15 Mann aufnehmen zusätzlich zu der eigenen zweiköpfigen Crew. Als es sich auf den Weg zurück zur Küste machte, kenterte es in den vier Meter hohen Wellen. Fünf der Schiffbrüchigen wurden im Innern des kieloben treibenden Bootes eingeschlossen und ertranken. Zwei kamen von den Philippinen, die beiden anderen waren Chinesen. Drei wurden von anderen Küstenwacheinheiten, darunter auch ein Helikopter, tot aus dem Wasser gezogen, zwei weitere starben trotz der Bemühungen, sie wieder zu beleben. Ein Offizier der Küstenwache wurde bewusstlos gerettet, erwachte aber nach Behandlung in einem Krankenhaus in Jeju wieder. Insgesamt waren 13 Chinesen und sechs Filipinos auf dem Frachter. Ein Bergungsinspektor und der Kapitän harrten zunächst noch an Bord des stark achterlastigen Schiffes aus, mussten es dann aber auch aufgeben, bevor es um 15.50 Uhr mit dem Heck voran versank. Der 99 Meter lange Frachter war von Busan nach Singapur unterwegs. Die “Shinline 8”, 7025 tdw (IMO-Nr.: 8920749), wurde 1990 erbaut und lief für die Shinline Sdn. Bhd. Quelle: Tim Schwabedissen



Riss auf Kreuzfahrer in der Biskaya
(19.10.12) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff “Ventura”, 116017 BRZ (IMO-Nr.: 9333175), wurde in der Biskaya auf der Fahrt von Gibraltar nach Southampton schwer beschädigt. Es war in der Nacht zum 19.10. in schwere See geraten, woraufhin auf Deck 14 ein Riss auftrat. Er war wie Inch breit und ging über die gesamte Deckslänge, wobei auch Schäden an einer Scheibe auf dem Deck darunter auftraten. Der Riss verlief sowohl vertikal wie auch horizontal. Das betroffene Areal wurde abgesperrt und die Passagiere mit Balkonkabinen auf Deck 14 angewiesen, die Austritte nicht zu nutzen. Der Riss schien sich um eine Schweißnaht herum zu bewegen. Gegen sieben Uhr früh machte der Kreuzfahrer in Southampton fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Dank an deutschen Kapitän nach Hilfeleistung für Einhandsegler
(19.10.12) In Sidney wurde der aus höchster Seenot gerettete Einhandsegler Glenn Ey von seinen erleichterten Eltern empfangen. Der glückliche Segler bedankte sich bei der Besatzung des Frachters „ANL Benalla“, 28270 BRZ (IMO-Nr.: 9334519), und den Passagieren der zur Suche nach seiner Yacht von ihrem Kurs abgegangenen Flugzeuge sowie den Seenotrettern der „Nemesis“ für seine erfolgreiche Rettung. Seine abenteuerliche Rettung hat der Skipper auch der Besatzung des Hamburger Containerschiffs zu verdanken:
Bereits zwei Tage war Kapitän Hans Radloff aus Thüringen unterwegs auf der vormaligen "Pontremoli" der Reederei Laeisz, als ihn am 16.10. gegen 11 Uhr ein Telex erreichte. Es stammte von der AMSA, der australischen Behörde für Seenotrettung, die das Notsignal der "Streaker" aufgefangen hatte. Noch während der Frachter unterwegs zu der Yacht war, sichten Piloten einer Boeing 777 der Air Canada sie in der aufgewühlten See. Die Maschine war mit mehr als 270 Passagieren an Bord auf dem Weg von Vancouver nach Sydney gewesen, als sie von dem Notfall erfuhr. Der Pilot ging herunter auf 1800 Meter Flughöhe.
Ein Passagier gab ihm ein Fernglas, das er zufällig dabei hatte und mit dem es ihm gelang, die Yacht als winzigen Punkt in der stürmischen See auszumachen. Er gab die Position an die australische Leitstelle weiter. Gegen 15 Uhr erreichte ein weiteres Telex die "ANL Benalla". Einem Rettungsflugzeug war es zuvor gelungen, ein Satellitentelefon auf der Yacht abzusetzen, woraufhin es mehr Informationen zu dem Notfall gab: "Alle elektronischen Systeme an Bord des Schiffes sind ausgefallen. Polizeiboot 'Nemesis' nimmt Kurs auf die Yacht. Bitte bleiben sie auf Kurs und nehmen sie die Yacht zum Schutz in Lee", funkte die AMSA. Gegen drei Meter hohe Wellen hielt der Frachter bei sechs Beaufort Wind weiter Kurs und erreichte die angegebene Position nach acht Stunden Fahrt am gegen19 Uhr, also noch bei Tageslicht. Mit viel Glück gelang es, die Yacht 18 Seemeilen von der angegebenen Position entfernt auszumachen.
Entgegen der ersten Meldung, in der von drei Mann Besatzung die Rede gewesen war, befand sich nur ein Mann, der 44-Jährige Glenn Ey, an Bord. Die Mannschaft der „ANL Benalla“ hatte sich in der Zwischenzeit auf alles vorbereitet, einschließlich des Aussetzens des Rettungsbootes. Yacht und Skipper befanden sich aber trotz neuntägigen Kampfes gegen die Elemente in unerwartet gutem Zustand, die Wetterverhältnisse sollten sich in den nächsten Stunden nicht verschlechtern, das Polizeiboot von Sydney war unterwegs, und so bestand nach Einschätzung des Kapitäns keine Notwendigkeit für eine sofortige Rettungsaktion. Gegen 23.30 Uhr erreicht ihn ein neues Telex. "Polizeischiff 'Nemesis' wird gegen 0.30 Uhr eintreffen. Entscheidung über Rettungsmaßnahmen abhängig von Wetterbedingungen. Falls Bedingungen zu rau, wird aus Sicherheitsgründen Tageslicht abgewartet." Der Frachter blieb die Nacht über dicht an der Yacht, was nicht ganz einfach war, denn sie trieb trotz ausgebrachtem Treibanker mit 2,5 Knoten, der hoch aufragende Frachter hingegen mit 3,2 Knoten.
Ohne Mast und Radarreflektor war die Yacht im Radar bei dem herrschenden Seegang kaum auszumachen. Für das Rettungsschiff aus Sydney wäre eine Ortung der Yacht in der Nacht relativ aussichtslos gewesen. Als es schließlich eintraf, ging alles weitere ganz schnell. Die Seenotretter nahmen den erschöpften Skipper an Bord und drehten nach Sydney.
Kurz darauf folgte ein viertes Telex: "Polizeischiff 'Nemesis' bestätigt, dass Skipper der 'Streaker' in Sicherheit. Herzlichen Dank für ihre Hilfe und beste Wünsche an die Mannschaft." Der Frachter wurde aus dem Einsatz entlassen und konnte die Reise fortsetzen. Die Yacht wurde aufgegeben. “Vielleicht findet sie ja mal ein Kiribati-Fischer am Strand und freut sich", sagte Kapitän Radloff nach der erfolgreichen Aktion. Quelle: Tim Schwabedissen



“Celia“-Bug gen See gedreht
(19.10.12) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter “Celia", 6264 BRZ (IMO-Nr.: 9184237), konnte am 19.10. von dem Schlepper “Punta Mayor” um 55 Grad gedreht werden. Das Schiff lag jetzt fast rechtwinklig zur Küstenlinie von El Saler, und die Schlepptrosse wurde weiter unter Zug gehalten. Die Berger hatten in den vergangenen Stunden in einem Wettlauf gegen die Zeit die Baggerarbeiten fortgesetzt, da nach dem 19.10. eine Wetterverschlechterung erwartet wurde und lediglich dieser Tag ein Zeitfenster bot, vorher eine Bergung anzugehen. Am 18.10. hatten die Bagger die Arbeit an der "BSLE Sunrise und der “Celia” bereits zwischen ein und acht Uhr einstellen müssen, um selbst nicht in hohem Seegang auf Grund zu schlagen. Bis 20 Uhr hatten sie insgesamt 25,500 Kubikmeter Sand entfernt von den für eine Bergung notwendigen 39,000 Kubikmetern, davon 20000 an der "Celia" und 5500 um die "BSLE Sunrise". Quelle: Tim Schwabedissen



Leeraner Frachter liegt in Jakobstad fest
(19.10.12) Der unter Zypern-Flagge laufende Frachter "Solymar", 2820 BRZ (IMO-Nr.: 9167344), erlitt am 17.10. in der Hafeneinfahrt von Jakobstad Maschinenausfall. Die Maschine des Schiffes der Held Bereederungs GmbH in Leer, das am 9.10. aus Sunderland ausgelaufen war, konnte auch während der folgenden zwei Tage nicht wieder in Gang gebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fjord Queen droht Totalverlust
(19.10.12) Der 45 Fuß lange Kutter “Fjord Queen II” liegt weiterhin auf einem Riff in Ross’ Cove nahe Mavericks fest. Das Schiff war mit Albacore-Thunfisch beladen, als es am Pillar Point strandete. Die US Coast Guard, das Department of Fish and Game sowie San Mateo County Park Rangers haben mittlerweile 240 Gallonen Diesel abgepumpt. Dem Boot, das nicht versichert war, droht ein Totalverlust. Quelle: Tim Schwabedissen



Rennyacht vor Shanghai beschädigt
(19.10.12) Ein siebenköpfiges Segelteam auf dem Weg zum China Cup in Shenzhen musste in der ostchinesischen See am 17.10. gerettet werden. Seine 13-Meter Yacht “Qinhuangdao” war 50 Meilen vor dem Yangtse-Fluss manövrierunfähig geworden, nachdem das Ruder von einem Fischernetz blockiert worden war. Die Segler baten das Shanghai Maritime SAR Center um Hilfe, das zwei Patroullienboote und einen Schlepper schickte. Starke Winde beschädigten auf dem Schlepp nach Shanghai auch noch den Mast der Yacht. Am 18.10. suchte die Crew nach einer Werft, um den Schaden vor dem China Cup der vom 216.-29. Oktober stattfinden, zu beheben. Eigentlich hatte sie am 24.10. Shenzhen erreichen wollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Binnenschiff in Aschaffenburg
(19.10.02). Im Aschaffenburger Hafen ist am Nachmittag des 17.10. das deutsche Binnenschiff „Klipper" 1127 ts (EU-Nr.: 04027690), leckschlagen. Feuerwehr, Rettungsdienst, Wasserwacht und Wasserschutzpolizei waren im Einsatz. Nach dem Eintreffen der Kräfte konnte jedoch bald Entwarnung gegeben und ein Teil der Einsatzkräfte wieder aus dem Einsatz entlassen werden.
Während das deutsche Schiff gegen 14.20 Uhr mit Schrott beladen wurde, hatte ein Arbeiter festgestellt, dass ein Ventil der Entlüftung des Seekastens, der zur Stabilisierung der Lage des Schiffes geflutet oder leergepumpt werden kann, gerissen war und ein mittschiffs gelegener Herft, ein wasserdicht abgetrennter Raum zwischen den Laderäumen des Schiffes, unter Wasser stand. Das Entlüftungsventil, das den Über- oder Unterdruck ausgleichen soll, war aus nicht bekannten Gründen undicht geworden, so dass Wasser aus dem Seekasten in den Herft eindrang und dort das Stromaggregat und damit die Stromversorgung des Schiffes außer Gefecht setzte. Die Feuerwehr pumpte das leicht ölverschmutzte Wasser in den Ölabscheider des Recyclingunternehmens und dichtete das Ventil notdürftig ab.
Für den Fall, dass bis zur Reparatur des Ventils, die für den 18.10. geplant war, erneut Wasser eindringen sollte, beließ die Feuerwehr Pumpe und Schläuche vor Ort. Das Wasser- und Schifffahrtsamt verhängte gegenüber dem Schiffsführer bis zur Reparatur des Schadens ein Fahrverbot. Ob an dem überfluteten Generator oder der Schiffselektrik ein Schaden entstanden war, stand noch nicht fest. . Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaran vor Antipaxoi nach Feuer gesunken
(19.10.12) Am Morgen des 18.10. geriet ein Katamaran um kurz nach neun Uhr nördlich von Paxos in Brand. Die zweiköpfige Crew rettete sich in ein Beiboot und wurde vorsorglich ins Krankenhaus von Parga gebracht. Das in Flammen stehende Boot sank sieben Meilen vor Antipaxoi. Die Qualmwolke war 50 Kilometer weit zu sehen gewesen. Der Katamaran war von Korfu nach Preveza unterwegs gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennende Yacht in West Harbour
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Motoryacht vor West Harbor in Brand
(18.10.12) Die US Coast Guard rettete die zweiköpfige Besatzung einer 38 Fuß langen Motoryacht, die am Nachmittag des 17.10. auf dem Lake Erie vor West Harbor, Ohio, in Brand geraten war. Um 15:27 Uhr fing die Coast Guard Detroit einen Notruf auf, woraufhin ein Boot der Coast Guard Port Security Unit 309 in Port Clinton, das sich auf einem Routinetraining in der Nähe befand, zu dem Schiff dirigiert wurde und fünf Minuten später vor Ort war. Die beiden Bootsfahrer wurden abgeborgen und unversehrt an Land gebracht. Zwei 33-Fuß-Boot der Coast Guard Station Marblehead erreichten wenig später ebenfalls die Position, doch da war das Feuer bereits niedergebrannt. Vier Männer des Catawba Fire Department wurden auf die Yacht übergesetzt und kontrollierten den Brandherd, ehe ein Schlepper sie zur Gem Beach Marina zog, wobei sie von einem Boot der Station Marblehead eskortiert wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht drohte vor Fehmarn zu sinken
(18.10.12) In der Nacht zum 17.10. geriet die 13 Meter lange hölzerne Yacht „Sunte Mareiken“ auf einer Überführungsfahrt von Eckernförde nach Greifswald in Seenot.
Auf Höhe von Puttgarden versagte nach einem Wassereinbruch die Stromversorgung, was zum Ausfall von Maschine und Lenzpumpe führte. Bei bis zu sieben Beaufort Wind trieb die Segelyacht nahezu manövrierunfähig im Schifffahrtsweg. Sofort alarmierte die Besatzung, ein Vater mit seinem Sohn, über Funk die DGzRS. Das Seenotrettungsboot „Emil Zimmermann“ lief aus Puttgarden zur Hilfeleistung aus. Auch das Fährschiff „Deutschland“ und das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung boten ihre Unterstützung an und liefen zur Position des etwa vier Seemeilen von Puttgarden entfernten Havaristen.
Dessen Crew versuchte weiterhin, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Eine zusätzlich an Bord befindliche Hand-Lenzpumpe reichte jedoch nicht aus. Vor Ort machte die Vogelfluglinien-Fähre Lee und setzte sein Fast-Rescue-Boot aus, um im Notfall sofort die Besatzung abbergen zu können. Die „Scharhörn“ ging bis zum Eintreffen des Seenotrettungsbootes in der Nähe auf Standby.
Gemeinsam mit der Besatzung des Fast-Rescue-Boots der „Deutschland“ gelang es den Seenotrettern dank ihrer leistungsstarken Lenzpumpen, den Wassereinbruch soweit unter Kontrolle zu bringen, dass die Yacht gegen Wind und starken Seegang in langsamer Fahrt eingeschleppt werden konnte. Gegen 6.30 Uhr traf die „Emil Zimmermann“ mit der „Sunte Mareiken“ und ihrer Besatzung im Hafen von Puttgarden ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Verletzte durch Materialbruch bei Versorgungsmanöver
(18.10.12) Vier Seeleute wurden verletzt, als das Versorgungsmanöver zweier Schiffe der US-Marine am Nachmittag des 16.10. misslang. Unweit von Jacksonville sollte der Flugzeugträger „Harry S. Truman” durch den Flottentanker „Patuxent“ versorgt werden. Der in Norfolk stationierte Träger befand sich auf einer Trainingsoperation, als eine Metallschiene, die den Versorgungsschlauch stützen sollte, brach. Zwei der Verletzten wurden zur Jacksonville Naval Air Station geflogen, wo sie medizinisch versorgt wurden. Ein weiterer kam zur Beobachtung zur Norfolk Naval Station, der vierte wurde an Bord der „Truman“ behandelt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige Seeleute bei Kentern von Rettungsschiff umgekommen
(18.10.12) Am 18.10. kamen drei Seeleute um, nachdem ein Boot der Coast Guard in schwerer See südlich von Jeju bei der Rettungsoperation für ein malaysisches Schiff kenterte. Das Unglück ereignete sich um 12.16 Uhr 27,7 Kilometer vor der Westküste von Jeju Island, als 15 Seeleute des in Seenot geratenen Frachters zu einem Rettungsschiff gebracht wurden. Die Verunglückten wurden in ein nahes Krankenhaus gebracht, aber dort für tot erklärt. Zwei weitere Männer wurden bewusstlos eingeliefert. Der Frachter hatte auf dem Weg nach Singapur Wassereinbruch erlitten und um Hilfe gebeten. An Bord des Küstenwachbootes befanden sich auch vier südkoreanische Offiziere. Quelle: Tim Schwabedissen



“Oracle Racing“ nach etlichen Stunden geborgen
(18.10.12) Der 72 Fuß lange Katamaran „Oracle Racing“, der am Nachmittag des 16.10. in der San Francisco Bay gekentert war, wurde am Morgen des 17.10. um 00.43 Uhr an die Pier 80 in San Francisco gebracht. Die U.S. Coast Guard war vorsorglich auf Standby, während das Schiff, das bei dem Training für den 34. America's Cup, der 2013 stattfindet, mit dem Bug in eine Welle gerast war und sich dann überschlagen hatte, geborgen wurde. Sicherheitsboote hatten versucht, es aufzurichten, doch Wind und die starke Ebbströmung hatten das Flügelsegel beschädigt, und das Boot begann zur See hin abzutreiben.
Es befand sich schließlich vier Meilen hinter der Golden Gate Bridge. Die 11-köpfige Crew, ein an Bord mitfahrender Designer und zwei zusätzliche Besatzungsmitglieder, die alle mit Schutzhelmen und Rettungswesten ausgestattet waren, blieben unversehrt. Die meisten überstanden die Kenterung im Cockpit, doch zwei klammerten sich ans Netz wischen den beiden Rümpfen. Der Crash hatte sich ereignet, als die „Oracle Racing“ bei 25 Knoten Windgeschwindigkeit aus dem Wind drehen wollte. Dasselbe Manöver war zuvor bereits mehrfach ohne Zwischenfälle durchgeführt worden. Nachdem das Boot umgeschlagen war, mussten letztlich alle ins Wasser, um von dem Katamaran wegzukommen.
Am Nachmittag des 17.10. wurde er schließlich aus dem Wasser gehoben. Er schien die Kenterung relativ glimpflich überstanden zu haben, allerdings wurde das 131 Fuß lange Flügelsegel schwer beschädigt. Das Syndikat war weiter damit beschäftigt, Teile des Flügels im Laufe des Tages aus dem Wasser zu bergen. Das Boot hat einen Wert zwischen acht und 10 Millionen Dollar. Quelle: Tim Schwabedissen



Laeisz-Frachter an Rettung von Segler im Sturm beteiligt
(18.10.12) Der Brisbaner Einhandsegler Glenn Ey traf am frühen Morgen des 18.10. in Sydney ein, nachdem er tags zuvor von seiner 11 Meter langen Yacht “Streaker” gerettet worden war. Er hatte mehrere Tage gegen einen Sturm angekämpft, als das Boot schließlich am 12.10. von einer enormen Welle überrollt wurde, die den Mast in drei Teile brechen ließ.
Das angeschlagene Schiff trieb dann 120 Meilen vor Wollongong. Wasser war ins Innere gedrungen, und an Deck war Chaos. Zunächst musste Ey den Mast loswerden, der den Rumpf hätte zerlöchern können. Dies dauerte 36 Stunden, ehe es ans Lenzen des Bootes ging. Am Morgen des 16.10. dann musste Ey um acht Uhr den Notsender aktivieren, nachdem der Treibstoff zur Neige ging. Aus dem Maststumpf hatte er zuvor ein Notrigg gebaut und versucht, auf Sydney zuzuhalten.
Er wähnte sich rund 60 Meilen vor der Küste. Eine Boeing 777 der Air Canada auf dem Flug von Vancouver ging auf 1524 Meter Flughöhe herunter und reduzierte die Geschwindigkeit. Crew und Passagiere hielten mit Ferngläsern Ausschau. Der 1. Offizier sichtete ihn wenig später tatsächlich ganze 270 Meilen von der Küste von New South Wales entfernt, nachdem der Sturm ihn weiter in die offene See getrieben hatte, und eine A 320 der Air New Zealand auf dem Flug von Auckland bestätigte diese Position kurz darauf. Gegen Mittag traf eine Dornier der AMSA über dem Boot ein.
Der liberianische Frachter „ANL Benalla“, 28270 BRZ (IMO-Nr.: 9334519), der Rostocker Reederei Ferdinand Laeisz GmbH unterbrach seine Reise von Port Kembla nach Nelson und gab dem in den Wellen taumelnden Boot Windschutz, bis das Polizeirettungsboot “Nemesis” mit neun Polizisten an Bord am Morgen des 17.10. an der Yacht eintraf. Der Versuch, die „Streaker“ in Schlepp zu nehmen, scheiterte an den widrigen Wetterbedingungen. Nachdem Ey gerettet war, musste die „Nemesis“ 24 Stunden lang gegen fünf Meter hohe Wellen nach Sydney laufen und machte 43 Stunden nach Beginn der Rettungsaktion dort fest. Er hatte am 4.10. Pittwater verlassen mit Kurs Eden an der Südküste. Er wollte von der Broken Bay weiter nach Neuseeland segeln. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung von Dünkirchen-Veteran vorerst gescheitert
(18.10.12) Der Versuch von Tauchern der Royal Navy und Bergungsexperten, die „Skylark XI” zu heben, ist am 17.10. gescheitert. Das Schiff rettete 1940 in Dünkirchen 600 alliierte Soldaten im Rahmen der Operation Dynamo. In den vergangenen zwei Jahren, seit der 70-Jahres-Feier der Rettungsmission, lag sie auf dem Grund des River Leven bei Balloch, West Dunbartonshire. Gegen 17 Uhr des gestrigen Tages, nach siebenstündigem Einsatz mit kostenlos zur Verfügung gestelltem Spezialgerät der Bergungsfirma Seaflex, war das Schiff schon zu einem Drittel über Wasser. Doch das dauernde Nachfließen von Wasser durch Löcher führte zu einem Rückschlag, sodass die Bergung abgebrochen wurde.
Nun sollte am 8.10. versucht werden, das Wrack in flacheres Wasser zu ziehen und die Operation dort fortzusetzen, die der Leven Cruising Club organisiert hatte. Das Schiff stellt ein wichtiges Stück britischer Militärgeschichte dar. Es gehörte zu den kleinsten Einheiten der Flottille, die 1940 die Truppen aus Dünkirchen evakuierte. Sie konnte eigentlich 90 Menschen fassen, doch auf vier Fahrten nahm sie jeweils 150 erschöpfte und verwundete Soldaten auf.
Das 50 Fuß lange Boot war 1927 als Ausflugsboot in Dorset erbaut worden und war in den darauffolgenden Jahren um Brighton im Einsatz. Im 2. Weltkrieg wurde es zum Minensucher umgebaut und legte Invasionshindernisse um Poole herum aus. Nach dem Krieg ging es durch mehrere Hände, bis es auf den Loch Lomond kam. Sweeney's Cruises kauften es 1972 und setzten es seither dort ein. Über die Jahre spielte es eine zentrale Rolle in den jährlichen Feiern der Glasgower und westschottischen Zweige der Dunkirk Veterans' Association. Quelle: Tim Schwabedissen



Crewmitglied seekrank – Yacht gestrandet
(18.10.02). Das RNLI-Boot aus Penlee kam am Morgen des 17.10. der 30 Fuß langen Yacht “Penzance” zu Hilfe, die in meterhohen Wellen in der Einfahrt von Penzance aufgelaufen war. Trotz Ausfalls einer Maschine gelang es dem Rettungsboot, nach mehreren vergeblichen Anläufen eine Leine am Bug des Bootes festzumachen und es mit seiner dreiköpfigen Crew zu bergen. Die “Penzance” war am Morgen nach Weston-super-Mare ausgelaufen, hatte aber gedreht, als einer der Segler seekrank wurde. Doch die hohe Dünung in der Hafeneinfahrt schob das Boot auf Grund und legte es auf die Seite. Nachdem es freigeschleppt war, wurde es nach Newlyn gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Leichte Kollision in Brunsbüttel
(18.10.12) Am 17.10. gegen 22 Uhr kollidierte der zyprische Tanker "Amber 1", 3159 BRZ (IMO-Nr.: 9174713), mit dem deutschen Schwimmbagger "Wilhelm Krüger", 2994 BRZ (IMO-Nr.: 8650124), als er auf Ostkurs aus der neuen Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel auslief. Am Baggerschiff entstanden dabei Schrammen, der Tanker blieb unversehrt und setzte angesichts des glimpflichen Ausgangs der Havarie, ohne dass der Unfall protokolliert worden war, seine Reise von Antwerpen nach Stettin um 00.40 Uhr fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Oracle-Katamaran gekentert
Oracle-Katamaran gekentert (Bild: Valencia Sailing)   Großbild klick!
Oracle-Katamaran gekentert
(17.10.12) Der 72 Fuß lange Katamaran des Oracle Team USA ist am 16.10. in San Francisco Bay gekentert. Das Unglück ereignete sich unweit des San Francisco Yacht Club. Der Schaden an der Oracle AC72 scheint erheblich zu sein. Mehrere Besatzungsmitglieder stürzten ins Wasser, aber es kam niemand zu Schaden. Das Boot sollte zurück zur Pier 80 gebracht werden, jedoch zog starke Strömung es zunächst seewärts.
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Quelle: Tim Schwabedissen



Zweite Havarie: "Sarfaq Ittuk"
(Bild: Leiff Josefsen)   Großbild klick!
Zweite Havarie binnen einer Woche glimflich verlaufen
(17.10.12) Die grönländische Fähre "Sarfaq Ittuk", 2118 BRZ (IMO-Nr.: 8913899), hat ihre Havarie am 15.10. ohne Lecks überstanden. Es gab keinen Wassereinbruch und keine Ölaustritte, obwohl das Schiff zeitweilig mit 30 Grad Schlagseite überhing. Nachdem die Bergungsversuche durch den Trawler "Polar Nattoralik" gegen 13 Uhr eingestellt worden waren, verhalf ein hoher Wasserstand gegen 17.50 Uhr dem Schiff wieder zu ausreichend Wasser unter dem Kiel. Taucher sollten nun feststellen, ob es wie vor der Havarie geplant wieder am 20.10. in den Fährdienst zurückkehren kann oder eine ausreichend große Werft aufsuchen muss. Diese gäbe es in Nuuk nicht, sodass, wenn Rumpfschäden festgestellt würden, diese in Island ausgebessert werden müssten. Quelle: Tim Schwabedissen



Miroshga wird abgeschleppt (Bild: NSRI)   Großbild klick!
Untersuchung der Miroshga wird Wochen dauern
(17.10.12) Die Untersuchung des Kenterns der „Miroshga“ in der Hout Bay am 13.10. wird ein bis zwei Wochen dauern. Zuvor muss das Wrack aus dem Wasser geholt und untersucht werden. Nach Angaben der SA Maritime Safety Authority (Samsa) hatte das Schiff eine gültige Fahrterlaubnis und durfte 42 Menschen befördern. Als sie nahe Duiker Island verunglückte, waren 30 an Bord, von denen zwei starben. Eine Frau ist noch mit schwerer Unterkühlung im Krankenhaus. Die schnelle Reaktion anderer Schiffsbesatzungen hat ein noch schwereres Unglück verhindert. Quelle: Tim Schwabedissen



Sternö geleichtert und geborgen
(17.10.12) Der schwedische Frachter "Sternö", 1300 BRZ (IMO: 7035420), konnte am Morgen des 17.10. um 7.45 Uhr von seiner Strandungsstelle südlich von Mörkö abgebracht werden und sollte nach ersten Untersuchungen um 11.30 Uhr Södertalje erreichen. Die schwedische Küstenwache hatte am Vortag den Rumpf mit Tauchern untersucht. Rund 500 Tonnen der vom Mälar-See kommenden Fracht von Cerealien war geleichtert worden, um das Schiff wieder flottmachen zu können. Warum der Frachter auf Grund gelaufen war, war noch unklar. Er hatte offenbar nicht rechtzeitig eine notwendige Kursänderung vorgenommen. Die schwedische Küstenwache hielt die "KBV 046" und "KBV 302 mit Ölbekämpfungsgerät bereit. Bereits Ende März war das Schiff auf einer Sandbank bei Lödöse auf Grund gelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkenes Baggerschiff nach über einem Dreivierteljahr wieder an der Wasseroberfläche
(17.10.12) Das Wrack des lettischen Baggerschiffes "Chabira", 288 tdw (IMO: 5142384), das am 27.2. um 1.30 Uhr in Klaipeda gesunken war, wurde am 15.10. von einem Kranschiff wieder gehoben. Der Bagger war seit 2011 aufgelegt gewesen, als er aus unbekannter Ursache sank. Er sollte zuletzt wohl auf den Abbrecher gewartet haben, als es zu einer Leckage kam, die ihn auf den Hafengrund schickte. Die „Chabira” war1961 erbaut worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Bugklappe eingeschlagen – Landungsboot drohte zu sinken
(17.10.12) Das finnische Gewässerschutzschiff “Roope"(MMSI-Nr.: 230998890) wäre östlich von Jurmo am 16.10. fast gesunken, nachdem kurz nach 17 Uhr die Bugrampe des 16 Meter langen und vier Meter breiten Landungsbootes bei starkem Seegang aufging und es zu Wassereinbruch kam. Um 17.30 Uhr wurde die Küstenwache Schwedens alarmiert, nachdem die Lage immer bedrohlicher wurde. Die dreiköpfige Crew machte sich bereits zum Aufgeben des Schiffes bereit, als es ihr im letzten Moment gelang, den schützenden Hafen von Nötö zu erreichen. Die "Roope" war auf ihrer letzten Rundreise des Jahres, um die Stationen in Sopsälle winterklar zu machen. Quelle: Tim Schwabedissen



Prozess zum Untergang der „Prestige“ hat begonnen
(17.10.12) Im galizischen La Coruña hat am 15.10. der Prozess um den Untergang des Tankers „Prestige“, 42480 BRZ (IMO: 7372141), begonnen, der am 19. November 2001 zerbrach und zur schlimmsten Umweltkatastrophe an der Küste Spaniens führte. Die mündliche Verhandlung beginnt am 13. November.
Angeklagt sind vier Personen, denen vier bis zwölf Jahre Haft drohen. Die Hauptangeklagten sind der Kapitän, der Chefingenieur, der 1. Offizier, der sich an einem unbekannten Ort aufhält sowie ein einstiger Beamter, der seinerzeit angeordnet hatte, den Tanker seewärts zu bringen. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Gefängnisstrafe von zwölf Jahren für den Kapitän.
Die übrigen 55 Sammelklagen von Geschädigten verlangen Gefängnisstrafen zwischen vier und neun Jahren. Außerdem wurden die Versicherung The London Steam-Ship Owners Mutual Insurance Association Limited, der Internatioale Entschädigungsfonds, die Reederei The London Steam-Ship Owners Mutual Insurance Association Ltd. und der spanische Staat angeklagt.
133 Zeugen werden aussagen und 98 Gutachter ihre Bewertung abgeben. Die Schadenssumme wurde auf über 2 Milliarden Euro angesetzt, wobei eine Expertin der Universität von Santiago de Compostela den ökologischen und wirtschaftlichen Schaden auf fast 4 Milliarden Euro bezifferte. Der Xunta de Galicia kostet die Vorbereitung und Durchführung des Prozesses beinahe 1,5 Millionen Euro. Das Urteil wird für den Sommer 2013 erwartet.
Am 13. November 2002 hatte ein starker Sturm die galizische Küste heimgesucht. Die unter Bahamas-Flagge laufende „Prestige“ war circa 30 Meilen vor dem Kap von Finisterre mit über 70.000 Tonnen Öl an Bord unterwegs. Der Sturm hatte den Rumpf des Schiffes aufgerissen.
Auf staatlicher Anordnung hin irrte das Schiff auf dem Meer Richtung Cabo Verde herum, bis es sechs Tage später zerbrach. Über 60.000 Tonnen Öl liefen aus und verschmutzten Meer und Küste. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der „Costa Concordia“ verzögert sich – Beweissicherung eröffnet
(17.10.12) Die Bergung des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" vor der toskanischen Insel Giglio verzögert sich. Bei der Bergung wird es zu einer zweimonatigen Verspätung gegenüber den ursprünglichen Bergungsplänen kommen. Dies ist u.a. auf die schwierigen Wetterbedingungen der vergangenen Wochen zurückzuführen. 400 Fachleute und 20 Schiffe arbeiten rund um die Uhr um das Wrack.
Sie sind derzeit dabei, 30 Meter lange Pfähle im Meeresboden zu verankern. Sie werden die Unterwasser-Plattform tragen, die das Wrack stützen soll, nachdem es wieder in eine senkrechte Position gebracht worden ist. Innerhalb der nächsten zehn Tage soll die Stabilisierungsphase des Schiffes abgeschlossen werden. Die Bohrungsarbeiten für die Positionierung der Plattform haben bereits begonnen. Die 30 Caissons, die am Rumpf angebracht werden sollen, werden zurzeit in vier Werken des italienischen Schiffbauers Fincantieri erbaut und zwischen Ende Oktober und Januar 2013 abgeliefert werden.
Am 16.10. fand der zweite Beweissicherungstag zum Untergang der "Costa Concordia" statt. Er stand ganz im Zeichen eines Gutachtens, das die Reederei entlasten dürfte. Kapitän Francesco Schettino beharrte indessen weiterhin darauf, dass er durch seine Taten zahlreichen Passagieren das Leben gerettet habe.
Der 52-jährige Unglückskapitän, dem für jedes einzelne Todesopfer 15 Jahre Haft wegen fahrlässiger Tötung drohen, beteuerte, dass er mithilfe eines Manövers nach der Kollision mit einem Felsen vor der Küste der toskanischen Insel Giglio weitere Todesopfer verhindern konnte.
Auch die Anwälte einiger Opfer halten an der These fest, dass das Unternehmen aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen für das Ausmaß der Katastrophe verantwortlich zu machen sei. In einem am 16.10. dem Gericht vorgelegten Gutachten hieß es, dass das Schiff in der Unglücksnacht so schnell mit Wasser vollgelaufen und gekentert sei, dass die Kriseneinheit von Carnival dem Schiff keinerlei sinnvolle technische Hilfe geben konnte. 50 Sekunden nach der Havarie sei das Schiff unkontrollierbar gewesen.
Auf Grundlage der Daten aus der Black Box und nach Anhörung von Gutachtern soll entschieden werden, ob ein Strafverfahren eröffnet wird. Eine Entscheidung, wer wegen der Havarie angeklagt werden soll, soll in den nächsten Tagen fallen. Quelle: Tim Schwabedissen



Mutmaßliches Koggenwrack bei Kampen wird untersucht
(17.10.12) Auf dem Grund der IJssel bei Kampen wurde am 16.10. mit der Untersuchung eines Wracks begonnen, bei dem es sich um eine mittelalterliche Kogge handeln könnte. Das Schiff war im April 2011 entdeckt worden und ist 20 Meter lang und acht Meter breit. Es befindet sich direkt vor einer Werft, auf der von 1994 bis 1998 eine Replik einer solchen Kogge erbaut wurde und muss geborgen werden, weil in den kommenden Jahren hier eine Fahrwasservertiefung durchgeführt werden soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper bei St. Michael gestrandet
(17.10.02). Zwei Meilen westlich von St. Michael ist am 12.10. ein Schlepper auf einem Unterwasserriff gestrandet. Er war von Nome nach St. Michael unterwegs, als er bei niedrigem Wasserstand festkam und seither von hohen Wellen weiter auf die Felsen gedrückt wurde. Die zweiköpfige Crew hatte sich in eine Rettungsinsel geflüchtet und war von Anwohnern gerettet worden. Die Coast Guard und die Polizei von St. Michael Village überwachten die Strandungsstelle. Das Schiff sollte vor der Bergung zunächst geleichtert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



U-Boot und Kreuzer nach Kollision untersucht
(17.10.12) Taucher haben am 5.10. die Schäden an der USS „Montpellier“ und USS „San Jacinto“ untersucht, die am 13.10. gegen 15.30 Uhr kollidiert waren. Das U.S. Fleet Forces Command beauftragte Vizeadmiral Ann Phillips mit der Leitung der Untersuchung. Beide Schiffe waren am 14.10. mit eigener Kraft eingelaufen. Die “Montpelier” machte in Kings Bay, Georgia, einem U-Boots-Stützpunkt in Jacksonville, Florida, fest. Die „San Jacinto” kehrte nach Mayport, Florida, zuück. Die Ursache der Kollision, die sich bei einem Routinemanöver ereignete, war noch unklar. Der Ausguck der „San Jacinto” hatte ein Periskop rund 100-200 Meter vor dem Bug gesichtet, daraufhin ging der Kreuzer voll zurück, konnte aber den Zusammenstoß nicht mehr abwenden. Der Sonardom wurde schwer beschädigt und der Bugwulst unterhalb der Wasserlinie in Mitleidenschaft gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor Sydney gerettet
(17.10.12) Ein Einhandsegler, der vor zwei Wochen von Pittwater nach Eden ausgelaufen war und am 17. Oder 18.10. zurück in Sydney erwartet worden war, wurde am 16.10. aus stürmischer See gerettet, nachdem er am Morgen rund 320 Meilen östlich des Hafens seinen Notsender aktiviert hatte. Der Segler aus Queensland trieb mit der 11-Meter-Yacht immer weiter auf See hinaus, woraufhin die Australian Maritime Safety Authority (AMSA) um 8.15 Uhr eine SAR-Operation einleitete. Eine Air Canada Boeing 777 auf dem Flug von Vancouver ach Sydney und eine Air New Zealand A320 auf dem Flug von Auckland nach Sydney konnten die Position der Yacht bestätigen, und die AMSA schickte aus Essendon ein Dornier-SAR-Flugzeug, das gegen Mittag eintraf. Dessen Crew konnte mit dem Segler Kontakt aufnehmen, der berichtete, das Boot habe Mastbruch erlitten und habe wenig Treibstoff. Der Containerfrachter "ANL Benalla" auf der Fahrt von Port Kembla nach Nelson gab der Yacht am späten Nachmittag Lee, bis das Polizeiboot "Nemesis" gegenMitternacht aus Sydney eintraf. Der Segler musste bei drei bis vier Meter hohen Wellen sein Boot aufgeben. Die "Nemesis" kehrte mit ihm nach Sydney zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Great Laker aufgelaufen
(17.10.12) Der kanadische ‚Frachter "Phoenix Star", 17801 BRZ (IMO: 6821937), lief am Morgen des 16.10. auf dem St. Lawrence Seaway bei der Alexandria Bay auf eine Untiefe. Nach der Havarie ging er bei Clayton zur Untersuchung durch die Coast Guard, Seaway Inspektoren und ein Taucherteam vor Anker. Das unbeladene Schiff war gegen drei Uhr auf der Sunken Rock Shoal an einer schwierig zu navigierenden Enge festgekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor England entmastet
(17.10.12) Am 15.10. gegen 17 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Yarmouth, die “Eric and Susan Hiscock” zur Hilfeleistung für die 32 Fuß lange Yacht “Avalon” gerufen, die zwei Meilen westlich der Needles entmastet worden war. Die traditionelle Holzyacht war von Poole kommend in einen Sturm geraten. Der Mast brach in Windböen von 35 Knoten auf Deckshohe fest. Die zweiköpfige Crew wurde vom Rettungsbooot übernommen, die Yacht in ruhigeres Wasser bei Fort Victoria geschleppt, wo das Rigg gesichert wurde, ehe es weiter nach Yarmouth ging. Quelle: Tim Schwabedissen



Flussschiff auf Kiesbank gestrandet
(17.10.12) Das 100-Tonnen-Schaufelraddampfer „Pride of the Susquehanna“ lief am 14.10. gegen 19 Uhr auf eine Kiesbank in Harrisburg, Pennsylvania. Die rund 50 Passagiere wurden evakuiert, das Schiff selbst am 15.10. mithilfe einer Kranbarge wieder befreit. . Quelle: Tim Schwabedissen



Sloop auf Treibgut gestrandet
(17.10.12) Die Sloop “Clearwater” lief am Nachmittag des 15.10. in der Mündung des Saw Mill River auf Grund. Möglicherweise hatte in den Hudson River gepültes Treibgut die Wassertiefe verringert. Die unversehrt gebliebenen Mitsegler wurden zwei Stunden später von der Polizei übernommen und beim Schwimmdock der City of Yonkers an Land gesetzt. Das Boot sollte im Laufe des Tages wieder flottgemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



“Tara” sinkt (Bild: USCG)   Großbild klick!
Kein langes Glück mit neuem Boot
(16.10.12) Am 14.10. rettete die US Coast Guard vor dem Point Lookout State Park zwei Bootsfahrer, nachdem die 55 Fuß lange “Tara” leckgeschlagen war. Die Coast Guard Station Saint Inigoes schickte ein 41-Fuß-Boot zu Hilfe. Der Havarist hatte starke Steuerbordschlagseite. Die Retter kamen längsseits und brachten eine Lenzpumpe zum Einsatz. Die beiden Bootsinsassen wurden übernommen, während versucht wurde, das Leck zu finden. Als die „Tara“ 25 Fuß überlag, wurde entschieden, die Bergung abzubrechen, und binnen 20-25 Minuten war sie gesunken. Die Eigner hatten sie erst tags zuvor erworben. Quelle: Tim Schwabedissen



Monaco in Stornoway gesunken
(16.10.12) In Stornoway ist die “Monaco”, die in den vergangenen Jahren zusehends herunterkam, am 9.10. gesunken. Das Wrack liegt am Cromwell Street Quay, wohin das Schiff im September 2012 geschleppt worden war, weil es zusehends leckte. Alle umweltgefährdenden Stoffe waren bereits von Bord geholt worden. Am Nachmittag des 9.10. trat dann bei Flut das befürchtete Szenario ein, das marode Schiff ging unter. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter endete auf Lobsterville Beach
(16.10.12) Am 5.10. strandete der 46 Fuß lange Kutter “Betty B” aus Hyannis, auf dem Lobsterville Beach in Aquinnah, westlich der Einfahrt von Menemsha Harbor, nachdem sie sich morgens bei starkem Wind von einer Mooringboje losgerissen hatte. Das Schiff war in der Vorwoche von Falmouth nach Hyannis geschleppt worden. Der Kapitän der schleppenden “Artemis” hatte sich dann entschlossen, den 1943 erbauten Anhang an der Mooring festzumachen. Wind und Wellen richteten an der Steuerbordseite des Kutters schwere Schäden an. Die “Betty B.” wird vor Ort abgebrochen werden müssen. Quelle: Tim Schwabedissen



20000 Tonnen Granit in der Nordsee gelandet
(16.10.12) Vor Harwich kenterte am 7.10. gegen zwei Uhr eine Barge und verlor ihre Ladung von mehr als 20,000 Tonnen Granitsteinen. Sie befand sich im Schlepp der britischen „Hibernia”, die daraufhin die Thames Coastguard um Hilfe bat, nachdem der 122 Meter lange Anhang umgeschlagen war. Das Coastguard Duty Counter Pollution wurde in Kenntnis gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Mastbruch besiegelte Schicksal dreier Dänen
(16.10.12) Die drei Dänen an Bord des Trimarans “Jonathan Livingston” kamen um, nachdem im Sturm der Mast des Schiffes gebrochen war, das daraufhin auseinanderbrach. Alle drei kamen aus Odense. Die Analyse der Wrackteile wurde inzwischen abgeschlossen. Teile des Rumpfes waren Ende September vor Brest entdeckt worden. Die Dänen waren am 22.9. aus Brest ausgelaufen, ohne ein Fahrtziel anzugeben. Am 29-9- wurden Trümmer dann 130 Kilometer südwestlich des Hafens gefunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler von Schleppnetz lahmgelegt
(16.10.12) Am 9.10. havarierte der schwedische Trawler "Clinton" (MMSI-Nr.: 266246000), nachdem ihm Teile des Schleppnetzes in die Propeller gerieten. Ein anderer Trawler, die "Kennedy", kam ihm in den Nachtstunden im Skagerrak zu Hilfe. Die "Clinton" kam aus Hönö in Schweden. Der Versuch der "Kennedy", die "Clinton" nach Risør abzuschleppen, brach mehrfach die Schlepptrosse, Am 10.10. um 15.30 Uhr kam das Rettungsboot "Inge Steensland" der Station Arendal u Hilfe. Ein Taucher befreite den Antrieb, und nach drei Stunden war das Schiff wieder fahrklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennender Kutter gestrandet
(16.10.12) Am 8.10. brach in Buholmråsa ein Feuer auf einem norwegischen Kutter aus. Um 8.10 Uhr, rund 20 Minuten spatter, funkte die zweiköpfige Crew Notrufe, die von Florö Radio aufgefangen wurden. Eine halbe Stunde später wurden sie gerettet. Der Kutter trieb derweil auf Grund. Der Rettungskreuzer “Harald V” wurde aus gerufen, um den Havaristen wieder flott zu machen. Quelle: Tim Schwabedissen



Auto ging bei Kollision über Bord
(16.10.12) Ein unbeladenes Binnenschiff ist am 9.10. auf dem Rhein-Herne-Kanal gegen eine Eisenbahnbrücke geprallt. Bei dem Zusammenstoß gingen ein auf dem Deck abgestelltes Auto sowie das Beiboot über Bord. Auch das Führerhaus wurde durch den Aufprall zerstört. Der Sachschaden betrug 50 000 Euro. Die Besatzung, ein niederländisches Ehepaar, blieb unverletzt. Damit das Auto, das Beiboot und lose Schiffsteile aus dem Wasser geborgen werden konnten, sperrte die Polizei die Unfallstelle für vier Stunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schweizer Fahrgastschiff rammte Brücke bei Weil
(16.10.12) Morgen des 10.10. kollidierte ein aus Basel kommendes Fahrgastschiff bei Weil am Rhein mit einem Brückenpfeiler. Das Schweizer Schiff hatte in Basel abgelegt und wollte stromabwärts die Palmrainbrücke passieren. Dabei geriet es u dicht an das badische Ufer. Das Heck schlug darauf gegen einen Brückenpfeiler. Von den 42 Passagieren wurde niemand verletzt. Am Rumpf entstand eine Delle von etwa zwei Metern. Die Schadenssumme betrug rund 5000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrgastschlepper auf Kieler Förde auf Schiet gelaufen
(16.10.02). Der Kieler Kombischlepper „Falckenstein“ 194 BRZ (IMO: 8917704), lief am 15.10. im Fördefahrgastdienst gegen 18 Uhr vor dem Anleger Reventloubrücke auf Grund. Es ist eines von zwei Kombischiffen der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel, die als Schlepper gebaut sind und die Erlaubnis für den Passagiertransport auf der Förde besitzen. Das Schiff lief mit geringer Geschwindigkeit in den Schlick, nachdem der Kapitän Maschinenprobleme feststellte, wegen denen er nicht stoppen konnte und am Anleger vorbei fuhr, um kurz vor der Kaimauer des Hindenburgufers auf Grund zu laufen. Der Schlepper „Holtenau“ derselben wurde gerufen, um die „Falckenstein“ freizuschleppen und sie dann an die Reventloubrücke zu legen. Dort konnten die Passagiere aussteigen. Der Havarist wurde anschließend zum SFK-Ponton am Kieler Hauptbahnhof geschleppt. Dort gingen dann Beamte der Polizei an Bord, um die Ursache des Maschinenschadens und der nachfolgenden Strandung zu untersuchen. Quelle: Tim Schwabedissen



Seglerin vor Cornwall vermisst
(16.10.12) Die Falmouth Coastguard leitete am 15.10. eine Suchaktion nach der 31 Fjuß langen Yacht „Seagair“ und ihrer 65-jährigen Skipperin ein, die sich nicht, wie verabredet, in der Nacht bei Verwandten gemeldet hatte. Sie war am 13.10. um 18.30 Uhr von Mousehole nach Bideford ausgelaufen. Die RNLI-Boote aus Penlee, Sennen Cove und St Ives sowie Helikopter der RNAS Culdrose und RAF Chivenor sowie die Coastguard North Cornwall und North Devon nahmen die Suche auf. Um 12.30 Uhr wurde Wrackteile bei Sennen Cove in Cornwall entdeckt, doch von der Frau fehlte jede Spur. Sie hatte das Boot am 11.10. von den Falmouth Yacht Brokers erworben und Schlechtwetterwarnungen in den Wind geschlagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre im Pech – Strandung vor der Werft, die Strandungsschaden beheben sollte
(16.10.12) Das grönländische Fährschiff "Sarfaq Ittuk", 2118 BRZ (IMO: 8913899 ), havarierte am 15.10. zum zweiten Mal binnen einer Woche. Das Unglück ereignete sich, als es um 9.20 Uhr in Nuuk zur Reparatur der Schäden, die am 10.10. bei dem Auflaufen vor Qaqortoqa.entstanden waren, aus Slip gehen sollte. Doch ein oder mehrere Bolzen brachen dabei, und das Schiff rutschte zurück ins Wasser. Danach trieb es auf einen unweit des Nuuk Shipyard aus dem Wasser ragenden Felsen. Versuche des Trawlers "Polar Nattoralik", das Schiff wieder freizuschleppen, scheiterten. Bei fallendem Wasserstand legte es sich zeitweilig bis zu 30 Grad nach Backbord über. Gegen 13 Uhr wurden die Arbeiten eingestellt, und mit der Flut gelang es gegen 17.25 Uhr, mit eigener Kraft freizukommen. Gegen 18.15 Uhr drückten Schlepper die Fähre dann an den Kai. Quelle: Tim Schwabedissen



Retter selbst gestrandet
(16.10.12) Das norwegische Rettungsboot "Hvaler" (MMSI-Nr.: 257728670) strandete in der Nacht zum 16.10., als es einer um 20.10 Uhr des Vortages vor Mandal auf Grund gelaufenen, 37 Fuß langen Yacht zu Hilfe kommen wollte. Zwei Wellen drückten es aufs Ufer von Sjøsanden, nachdem die Schleppleine zu der Yacht gebrochen war. Die beiden Rettungsmänner konnten von dort aufs Trockene waten. Um 21.45 Uhr machte sich ein Kutter daran, das Rettungsboot freizuschleppen, doch angesichts der stürmischen See wurde entschieden, dafür auf das Eintreffen der "Ægir" aus Farsund zu warten, die um 23.30 Uhr in Sjøsanden eintraf. Quelle: Tim Schwabedissen



Eigener Anker beschädigte Bug
(16.10.12) Am Morgen des 15.10. wurde der moldavische Tiertransporter “Lady Azza” beim Einlaufen nach Heraklion beschädigt. Der Backbordanker, der bis zur Wasserlinie herabhing, wurde zwischen Pier und Bug eingeklemmt und beschädigte beide. Einen Meter oberhalb der Wasserlinie wurde ein Loch in den Bug gerissen. Die „Lady Azza”, 1265 tdw (IMO: 6518425), wurde 1965 erbaut und hat als Manager die syrische Mina Shipping Co. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter sitzt auf St. Lawrence Seaway fest
(16.10.12) Der kanadische Frachter “Sedna Desgagnes” lief am 14.10. auf dem St. Lawrence Seaway nahe Prescott, Ontario, am Morgen auf der Fahrt nach Chicago auf Grund. Der Verkehr wurde nicht behindert. Die ”Sedna Desgagnes“, 12612 tdw (IMO: 9402093), wurde 2009 erbaut und hat als Manager die Desgagnes Transport Inc. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter verlor nach Strandung südlich von Stockholm Öl
(16.10.12) Der schwedische Frachter "Sternö", 1300 BRZ (IMO: 7035420), lief am 14.10. gegen 23 Uhr auf der Fahrt von Norrköping vor der Insel Fifång südlich von Mörkö auf Grund. Die fünfköpfige Crew des Schiffes, das vor 14 Jahren mit der Kvicksund Brücke auf dem Mälar kollidiert war, blieb unversehrt. Die schwedische Küstewache schickte am 15.10. Taucher zur Untersuchung des Rumpfes. Der mit Getreide beladene Havarist lag auf halbem Wege zwischen Trosa und Nynäshamn südlich von Stockholm fest. Aus einem aufgerissenen Öltank liefen 12 Tonnen aus. Das Ölbekämpfungsschiff „KBV 046” wurde zur Unglücksstelle geschickt. Am 16.10. machte sich der Schlepper „Tug“ auf den Weg zur „Sternö“. Das Schiff hat eine Tragfähigkeit von 1350 Tonnen, wurde 1970 erbaut und hat als Manager die Fiducia Rederi AB. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter trieb vor Oxelösund
(16.10.12) Am 14.10. erlitt der holländische Frachter „Nordgard", 2780 BRZ (IMO: 9148180), Maschinenausfall vor Arkösund. Das Schiff war von Le Havre nach Oxelösund unterwegs, als aus unbekannter Ursache die Maschinen um 21 Uhr stoppten. Der Schlepper “Freya" erreichte den Havaristen gegen 23 Uhr und schleppte ihn nach Oxelösund ein, wo er am 15.10. um 4.30 Uhr vertäut wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Waschmaschine brachte Ausflugsboot zum Kentern
(16.10.12) Der südafrikanische Schlepper "Smit Amandla" hat das Wrack des Walbeobachtungsschiffes "Miroshga" kieloben in den Hafen von Kapstadt eingeschleppt, nachdem es am 13.10. in der Hout Bay gekentert war. Der 10 Meter lange Katamaran war nahe Duiker Island mit 39 Menschen an Bord, darunter 35 Fahrgästen, umgeschlagen, nachdem in rauer See eine Welle übers Heck gebrochen und erst der Backbord- und dann der Steuerbordmotor ausgefallen war.
Zwei Menschen kamen ums Leben. Es handelte sich um ein Besatzungsmitglied und Tourguide, der von Tauchern am Morgen des 14.10. geborgen wurde, sowie einen Briten, der bereits am 13.10. aus dem Wasser gezogen wurde. 24 Menschen kamen in Krankenhäuser, sie hatten überwiegend Unterkühlungen erlitten. Die Rettungsaktion hatte um 19.30 Uhr abgeschlossen werden, in der Zeit war das Wrack 1,5 Meilen vertrieben.
Drei Frauen waren erst nach Stunden aus dem Wrack gerettet worden. Eine hatte sich in einen kleinen Schrank geflüchtet, in dem sich die noch ausgehändigten Rettungswesten befunden hatten und in dem sich eine Luftblase gebildet hatte. Sie wurde in die Intensivstation des Vincent Pallotti Krankenhauses gebracht.
Fünf Taucher waren zu den Lebensrettern der Eingeschlossenen geworden. Sie hatten in dem kieloben in den Wellen schlingernden, mit Trümmern angefüllten Wrack zu ihnen vordringen müssen. Sie bliesen zunächst Luft ins Schiffsinnere, dann gaben sie Atemgeräte an die Frauen, wiesen sie an, die Rettungswesten abzulegen und zogen sie dann an den Beinen ins Freie, um sie dann unter dem Boot heraus zu begleiten. Zwei der Frauen konnten am 14.10. wieder entlassen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter wird geleichtert
(16.10.12) Am 13.10. begann das Abpumpen von Öl aus dem gestrandeten, unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter "Terry Tres", 2691 BRZ (IMO: 8411188), vorSanta Luzia auf dem Francisca-Strand, wo das Schiff am 9.10. gegen 23 Uhr auf Grund gelaufen war. Die Operation wurde mit zwei Behältern von je einer Tonne Fassungsvermögen durchgeführt. Insgesamt galt es bis zum 14.10 60 Tonnen zu leichtern. Es wurde von einem Boot auf den vor Ort ankernden Frachter "Santo Antao" gebracht. Die philippinische Crew der “Terry Tres" unterstützte die Arbeiten, die von der Maritime Police an Bord der "Ilhéu dos Pássaros" überwacht wurden. Der Frachter war mit Containern und Maschinen zum Bau eines Hafens in Santo Antão unterwegs, als er havarierte. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrfehler des Kapitäns verursachte Kollision der „AidacaraAIDAcara.html
(16.10.12) Ein Fahrfehler des Kapitäns verursachte die Kollision des italienischen Kreuzfahrtschiffes "Aida Cara" mit der Kaimauer des Edgar-Engelhardt-Kai in Hamburg-Altona am 13.10., wie die Polizei ermittelte. Nach ihren Erkenntnissen hatte der Kapitän beim Zurücksetzen die Kollision, bei der die Außenhaut des Schiffes auf einer Länge von etwa 20 Zentimetern aufgerissen und eingebeult wurde, verursacht. Die 1111 Passagiere und 371 Besatzungsmitglieder an Bord waren unverletzt geblieben. Die Hamburger Wasserschutzpolizei und die Schiffsprüfer des Germanischen Lloyd bewerteten die Situation, und es wurden in der Hafencity Reparaturmaßnahmen durchgeführt. Das Auslaufen nach Dover verzögerte sich dadurch um neun Stunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schilder sollen Wrackräuberei in der Ostsee bekämpfen
(16.10.12) Mit einer Aufklärungskampagne wollen Unterwasserarchäologen aus Mecklenburg-Vorpommern die Plünderung und Zerstörung historisch wertvoller Schiffswracks in der Ostsee stoppen. Dazu werden in den kommenden Monaten unmittelbar neben wertvollen Wracks spezielle Hinweisschilder am Meeresgrund verankert.
Sie sollen Sporttaucher über den Fund informieren und vor Beschädigungen warnen. Eine erste Tafel haben Forschungstaucher vor wenigen Tagen vor Warnemünde installiert. In neun Metern Tiefe verankerten sie im Meeresboden unmittelbar neben einem besonders gefährdeten Schlepperwrack ein Plastikschild mit Daten zum Schiff und seiner Geschichte. Der etwa 100 Jahre alte Schlepper war vermutlich im oder kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gesunken und wurde erst vor drei Jahren von Sonar-Scannern geortet.
Seitdem hatten Schatztaucher und Souvenirjäger das Wrack geplündert und sein Vorschiff zerstört. Auf den seewasserfesten Tafeln werden die Schiffe mit Grundrisszeichnungen vorgestellt und als archäologisches Denkmal ausgewiesen. Zudem sollen Kurztexte über das Schicksal der Wracks informieren.
Die Hoffnung ist, dadurch die Taucher über die Bedeutung dieser Funde zu sensibilisieren und von etwaigen Eingriffen abzuhalten. Beratungsresistente Plünderer werde man wohl nur mit dem Strafrecht bekommen. Allen anderen Tauchern könne aber über die Schilder vermittelt werden, dass sie sich an wertvollen und fragilen Objekten aufhalten und sich entsprechend unter Wasser verhalten müssen.
Geplant seien außerdem auch Lehrgänge und Workshops zur angemessenen Erkundung geschützter Unterwasserfunde. Vor Mecklenburg-Vorpommerns Küste liegen mindestens 1.500 Wracks auf dem Meeresgrund. Nur etwa 350 von ihnen sind bisher von Forschungstauchern wissenschaftlich untersucht und vermessen worden. Nach Angaben des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern haben in den vergangenen Jahren Beschädigungen durch Souvenirjäger drastisch zugenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Neue Bagger für gestrandete Frachter
(16.10.12) Vor El Saler bei Valencia kommen zwei weitere Baggerschiffe um Einsatz. Zu der "Los Olivillos", die an der dort gestrandeten "Celia" arbeitet, wird sich die "La Isleta“ aus Tarragona gesellen. Im Kanal zur "BSLE Sunrise", in dem bislang die "Ardensa" tätig war, wird aus Almeria die "Antignano" hinzustoßen. Nach einer Pause am 13.10. ließ ruhigeres Wetter am 14.10. wieder Baggerarbeiten zu. Quelle: Tim Schwabedissen



Weiterer Rückschlag für „Miner“-Berger
(16.10.12) Das Department of Labour hat am 12.10. der Bennington Group aus New York untersagt, Bergungsarbeiten an dem Bulkcarrier “Miner” vor Scatarie Island zu beginnen. Das Schiff war dort am 20.9.2011 gestrandet, der Beginn des Abbruchs wurde aber von zahlreichen Rückschlägen bislang vereitelt. Nun wurde verlangt, einen unabhängigen Ingenieur mit einer Prüfung der strukturellen Integrität des Wracks zu beauftragen, um keine Menschenleben zu gefährden. Erst wenn nachgewiesen ist, dass die Arbeit sicher ist, ist mit einer Genehmigung zu rechnen. Andernfalls wird das Environment and Natural Resources Department der Bennington Group die Bergungsrechte entziehen. Die Arbeiten sollten eigentlich Mitte Juli beginnen und bis zum 1.12 abgeschlossen sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgebrannter Trawler verlor Öl
(16.10.12) Am 7.10. kam es auf dem ausgebrannten neuseeländischen Trawler „Ocan Breeze“ in Lyttelton zu einem Ölaustritt. Aus einem Tank lief am Morgen Brennstoff aus. Eine Ölsperre wurde ausgelegt, und mit einem Skimmer sollte das ausgelaufene Öl aufgenommen werden. Das Schiff war im August im Trockendock ausgebrannt. Quelle: Tim Schwabedissen



Allzu feuchte Weinprobe
(16.10.12) Am 13.10. wurden 22 Passagiere, die einer Weinverkostung auf der „Neptune“ beigewohnt hatten, in San Francisco von der U.S. Coast Guard gerettet. Nahe Alcatraz Island war das 45 Fuß lange Schiff nur 20 Minuten nach dem Ablegen um 20.42 Uhr auf eine Untiefe gelaufen und hatte zu sinken begonnen. Durch einen Riss von einem Fuß Länge war es zu einem Wassereinbruch gekommen. Der Kapitän versuchte, das Boot zurück an die Pier 39 zu bekommen, doch es sank 90 Meter davor. Drei Boote der Küstenwache übernahmen die Bootsinsassen und brachten sie an Land. Quelle: Tim Schwabedissen



Heckrampe sackte in Rostock weg
(16.10.12) Am 8.10. um 1.5 Uhr kollabierte die Heckrampe der schwedischen Fähre "Finneagle", 29841 BRZ (IMO: 9138006), im Hafen von Rostock unter dem Gewicht eines darüber fahrenden Trucks. Dieser konnte erst Stunden später mit einem Mobilkran geborgen werden. Das Schiff verließ den Hafen um 20 Uhr gen Helsinki wieder. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutsche Fregatte „Hamburg“ (Bild: KNRM)   Großbild klick!
Deutsche Fregatte assistierte bei Kutterbrand vor Goeree
(15.10.12) Unweit von Stellendam brach am 10. Oktober gegen 10 Uhr auf dem Kutter „Trendsetter – VLI 1“ rund 30 Meilen vor Goeree ein Feuer aus. Die dreiköpfige Crew musste in eine Rettungsinsel flüchten, aus der sie von dem Harlinger Containerfrachter „Endurance“ gerettet wurden. Das 10 Meter lange Polyesterboot stand in Vollbrand.
Vor dem Verlassen des Schiffes konnten die Fischer noch ein Notsignal über das Global Maritime Distress and Safety System abgeben.
Daraufhin wurde das Rettungsboot von Neeltje Jans, die „Koopmansdank“, alarmiert, gefolgt von der „Antoinette“ aus Stellendam. Da war aber bereits die „Endurance“ vor Ort und hatte die Fischer an Bord geholt. Sowohl die „Koopmansdank“ wie auch die „Antoinette“ setzten je ein Besatzungsmitglied an Bord ab, um medizinische Hilfe zu leisten. Die Fischer waren durchnässt, und einer hatte enie Rauchvergiftung erlitten.
Ein Helikopter der Küstenwache setzte einen Mediziner auf dem Frachterdeck ab, der die Schiffbrüchigen gemeinsam mit den Rettungsmännern mit Sauerstoff versorgte und transportklar machte. Sie wurden dann aufgewinscht und in ein Krankenhaus in Rotterdam geflogen. Unterdessen war die deutsche Fregatte „Hamburg“ ebenfalls vor Ort und versuchte, den lichterloh brenndenen Kutter zu löschen. Dabei wurde sie von der „Antoinette“ unterstützt, die die letzten Flammen erstickte. Das Schiff war aber so weit heruntergebrannt, dass es um 11.40 Uhr sank. Der Containerfrachter nahm Kurs auf Stellendam. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß bei Tangermünde fest
(15.10.12) Am Abend des 10.10. lief bei Tangermünde (Landkreis Stendal) auf der Elbe ein Binnenschiff auf Grund und sorgte für stundenlange Behinderungen auf dem Fluss, da die Schifffahrt zeitweise unterbrochen werden musste Das mit 553 Tonnen Holz beladene Schiff wurde erst am Abend des 11.10. wieder flottgemacht Das Schiff setzte seine Fahrt mit Genehmigung des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Begleitung der Wasserschutzpolizei die Fahrt bis Tangermünde fort. Das WSA erteilte ein Weiterfahrverbot, bis es auf eventuelle Schäden überprüft worden war. Die Strandungsstelle wurde mit Tonnen gekennzeichnet. Die Einschränkungen für die Schifffahrt wurden wieder aufgehoben.Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter drohte nach Wassereinbruch vor Sylt zu stranden
(15.10.12) Am 10. Oktober verhinderte der Seenotkreuzer „Minden“ der DGzRS-Station List auf Sylt nach einem Wassereinbruch auf dem Tönninger Krabbenkutter „Maria“ eine drohende Strandung des Schiffs an der Westküste der Insel. Gegen 12 Uhr hatten die beiden niederländischen Fischer an Bord der „Maria“ Wassereinbruch im Maschinenraum gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt befanden sie sich nördlich von Wenningstedt eine knappe Seemeile vor der Küste. Sofort warfen die Seenotretter die Leinen los und nahmen Kurs auf den knapp 22 Meter langen Havaristen. Auch zwei weitere Fischkutter und ein dänisches Messschiff steuerten die „Maria“ an. Kurz vor dem Eintreffen der „Minden“ gelang es den Fischern der „Maria“, den Wassereinbruch mit Bordmitteln zu stoppen. Allerdings mussten sie die Maschine aus Sicherheitsgründen abstellen. Ihr damit manövrierunfähiger Kutter war bereits bedrohlich nah unter Land geraten. Die „Minden“ stellte deshalb eine Leinenverbindung her und nahm den Havaristen auf den Haken, um ihn zunächst aus der unmittelbaren Gefahrenzone zu schleppen. Da der Wassereinbruch bereits gestoppt war, mussten sie ihre Fremdlenzpumpen nicht einsetzen, hielten sie jedoch während der anschließenden Schleppreise in den Hafen von Havneby auf der dänischen Insel Rømø an Deck der „Minden“ klar, um im Notfall sofort eingreifen zu können. In Havneby übergaben die Seenotretter den Kapitän des Kutters, der sich zwei Finger gequetscht hatte, zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst. Zur Unfallzeit herrschten im Revier westlich Sylt westnordwestliche Winde um fünf Beaufort und ein bis anderthalb Meter Seegang.Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter bei Grömitz gestrandet
(15.10.12) Aus einer akuten Notlage befreiten die Seenotretter der DGzRS-Station Grömitz am 12. Oktober einen Fischer vor Lensterstrand. Mit seinem 8,5 Meter langen Kutter war er am Morgen beim Arbeiten mit seinen Netzen in die Brandungszone geraten. Um 7.40 Uhr gab er über Funk einen „Mayday“-Ruf ab Bei Windstärken um vier Beaufort hatte der Kutter zunächst Grundberührung gehabt und war dann in der Brandung durch den stark auflandigen Wind immer weiter auf den Strand gedrückt worden. Die Besatzung des Seenotkreuzers „Hans Hackmack“ der DGzRS-Station Grömitz ließ sofort ihr Tochterboot „Emmi“ zu Wasser, das eine Viertelstunde später vor Ort war. Die Übergabe einer Schleppleine klappte trotz kurzer steiler See in der Brandung sofort, so dass es rechtzeitig gelang, den Kutter unbeschädigt aus der Gefahrenzone zu schleppen.Nachdem der Fischer sein Boot eingehend inspiziert hatte, konnte er seine Fangreise fortsetzen.Quelle: Tim Schwabedissen



Atom-U-Boot mit Kreuzer kollidiert
(15.10.02). Das atombetriebene U-Boot „Montpellier“ der US-Navy ist am 14.10. während eines Manövers vor Florida mit dem Lenkwaffenkreuzer „San Jacinto“ kollidiert. Es wurde niemand verletzt, das Ausmaß der Schäden war noch unklar. Das 110 Meter lange U-Boot mit 110 Besatzungsmitgliedern war direkt vor dem Lenkwaffenkreuzer auf Periskoptiefe aufgetaucht. Die „San Jacinto" ging noch volle Kraft zurück, konnte aber den Zusammenstoß nicht mehr vermeiden. Dabei wurde die Sonar-Nase des 173 Meter langen Schiffes beschädigt worden. Der Vorbau, der unter der Wasserlinie lag, erlitt einen Druckverlust. Quelle: Tim Schwabedissen



AIDACara rammte Kai in Hamburg
(15.10.12) Die 13 wurde für das italienische Kreuzfahrtschiff „AIDAcara“, 38557 BRZ (IMO: 9112789), zur Unglückszahl. Als es am 13.10. das letzte Mal für dieses Jahr den Hafen gegen 18 Uhr verlassenn wollte, kollidierte es in Altona mit einem Pierfender und dessen Eisenbefestigung. Dabei entstand eine deutliche Beule am Heck. Schlepper zogen das Clubschiff von AIDA Cruises daraufhin an den Grasbrook in der Hafencity. Dort wurde die Beule wurde repariert und von der Germanischen Lloyd abgenommen. Die Aida Cara hat den Hamburger Hafen am 14.10. um 3.30 Uhr mit Kurs Dover verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrgäste gestrandeten Ausflugsschiffes vor Schiermonnikoog erreichten watend ihr Ziel
(15.10.12) Am 14.10. lief das 25 Meter lange, holländische Ausflugsschiff “Boschwad" (MMSI-Nr.: 244710285) mit 70 Personen an Bord beim Anlaufen des Yachthafens von Schiermonnikoog auf Grund. Das Rettungsboot. "Koning Willem I" der KNRM-Station Schiermonnikoog wurde zu Hilfe gerufen. Die Fahrgäste erreichten derweil die Insel zu Fuß durchs flache Wasser watend. Mit steigendem Wasserstand konnte die “Koning Willem I" die "Boschwad", einen umgebauten Inselfrachter, der dann mit eigener Kraft nach Lauwersoog weiterlief. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Menschen aus gekentertem Ausflugsschiff gerettet
(15.10.12) Das Charterboot „Miroshga“ kenterte am 13.10. gegen zwei Uhr bei Bakleiplaas wischen Duiker Island und Duiker Point nahe der Hout Bay mit 38 Personen an Bord. Rettungsdienste, darunter der Cape Town Rescue Service, die Polizei mit Tauchern und andere Retter waren vor Ort. Marine und Luftwaffe wurden alarmiert. Die meisten Insassen hatten bereits von den Charterbooten „Nauticat“ und „Extravagant“ gerettet werden können. Andere klammerten sich noch an den kieloben treibenden Rumpf. Sie wurden von Booten der NSRI in Sicherheit gebracht. 24 kamen in Krankenhäuser bei Kapstadt. 34 Menschen wurden so gerettet, von denen ein Brite aber bei der Hout Bay NSRI Seerettungsstation für tot erklärt wurde. Drei Frauen, die zunächst vermisst wurden, konnten von Tauchern aus dem Innern des Wracks gerettet werden. Sie hatten in einer Luftblase überlebt und hatten sich mit Klopfzeichen bemerkbar gemacht. Die Taucher schwammen unter den Rumpf und brachten sie nach zwei Stunden um 16.15 Uhr in Sicherheit. Ein Polizeitaucher gab seine Sauerstoffflasche an eine an Asthma leidende Frau und schwamm ohne Atemgerät aus dem Schiff heraus. Die zwei weitere konnten erst befreit werden, nachdem sie ihre Rettungswesten abgelegt hatten. Erst am 14.10. wurde die Leiche eines vermissten Mannes aus Hout Bay vor Bakleiplaas geborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf der Wolga gestrandet
(15.10.12) Der russische Frachter “Linda” lief am 13.10. gegen 1.30 Uhr bei Kilometer 153 auf dem Volga-Caspian Sea Canal auf Grund. Das Schiff war mit 1300 Tonnen Ladung auf der Fahrt nach Amirabad, Iran. Zwischen den Kilometern 117 und 170 wude der Fluss gesperrt. Das Schiff saß auf Sandboden auf. Die „Linda”, 2818 tdw (IMO: 8956580) wurde 1986 erbaut und läuft für die Volga-Trans Service Broker. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf Santa Luzia gestrandet
(15.10.12) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Terry Tres” life am 10.10. auf Position 16 44 N 024 43 W an der Südküste der Insel Santa Luzia auf Capo Verde auf Grund und saß am 11-10. Dort weiter fest. Er war auf der Fahrt von Lissabon nach Porto Novo, Capo Verde. Die “Terry Tres”, 3036 tdw (IMO: 8411188) wurde 1985 erbaut und hat als Manager die PM Sipping Int. SA, Spanien. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Chile aufgegeben
(15.10.12) Die Eigner des unter Hongkong-Flagge laufenden Bulkcarriers „Ocean Breeze“, der seit dem 16.8. auf Llolleo Beach, Chile, festsitzt, haben das Schiff aufgegeben, da eine Bergung und Reparatur den Schiffswert übersteigen würde. Die Versicherer sollen nun die Räumung des Wracks samt seiner 30000 Tonnen Ladung aus Weizen und Sojabohnen ausschreiben. Die „Ocean Breeze”, 52289 tdw (IMO: 9309667) wurde 2006 erbaut und hat als Manager die Fednav Ltd., Canada. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter deutscher Reeder vor Port Klang kollidiert
(15.10.12) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier “Double Progress” kollidierte am 4.10. mit dem auf der Außenreede von Port Klang ankernden liberianischen Containerfeeder “E.R. Turku” durch einen Fehler des Frachterkapitäns. Der Bulkcarrier hatte die Lotsenstation Port Klang mit 30,000 Tonnen Kohle ansteuern wollen. Am 9.10. lag die „E.R. Turku” in Singapur, die „Double Progress“ weiterhin in Port Klang. Die “E.R. Turku”, 14292 tdw (IMO-Nr.: 9448683) hat eine Containerkapazität von 1085 TEU, wurde 2011 erbaut und läuft für die ER Schifffahrt GmbH & Cie. in Hamburg. Die “Double Progress”, 88266 tdw (IMO: 9381201), wurde 2007 erbaut und läuft für die Bernhard Schulte Shipmanagemnt Ltd. in Hongkong. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Ölpier
(15.10.12) Der iranische Frachter “Parmis” kollidierte am .10. um 23.40 Uhr mit einer Ölpier in Baku, Aserbaidschan, im Kaspischen Meer. Das Schiff wurde zur Untersuchung nach Baku geschickt und mit einem Fahrverbot belegt. Die „Parmis“, 3839 tdw (IMO: 9245316), wurde 2005 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker brannte vor Phuket
(15.10.12) Am 7.10. gegen 08:00 Uhr brach auf der Brücke des vor Phuket ankernden thailändischen Flüssiggastankers “Kanthicha” ein Feuer aus. Das Schiff lag dort seit zwei Monaten auf, und es waren nur vier ‘Mann Crew an Bord. Drei von ihnen waren seit dem frühen Morgen an Land gewesen. Der Brand entstand wohl wegen fehlerhafter Verdrahtungen im Funkraum. Die Hilferufe des einzigen Mannes an Bord wurden von dem amerikanischen Flugzeugträger USS „John C. Stennis“, der in der Nähe ankerte, wahrgenommen. Ein Polizeiboot und ein Schlepper wurden alarmiert, und gegen 11 Uhr war das Feuer gelöscht. Der Tanker hatte lediglich fünf Tonnen Öl in den Bunkertanks. Die „Kathincha”, 2876 tdw (IMO: 8029753) wurde 1971, erbaut und hat als Manager die Siam Maritime Co. Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Hit and Run vor den Philippinen
(15.10.12) Der südkoreanische Frachter „Rainbow Joy“ kolldierte am 6.10. von Davao kommend mit dem Kutter „Raisa“, der mit 11 Mann Crew an Bord am Netzaufholen war. Der Kutter sank sofort, der Frachter verlangsamte nur kurz seine Fahrt und setzte dann die Reise ohne Hilfe zu leisten fort. Die Schiffbrüchigen wuden von anderen Fischern an Land gebracht. Die “Rainbow Joy”, 8161 tdw (IMO: 9108738), wurde 1995 erbaut und hat als Manager die Dong Nam Shipping Co. Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Maverick gestrandet und aufgegeben
(15.10.12) Vor Maverick bei Pillar Point lief am Morgen des 13.10. der 45 Fuß lange Kutter “Fjord Queen II“ um 3:10 Uhr auf Grund. Die Coast Guard schickte ein 47-Fuß-Rettungsboot von der Station Golden Gate, das 87 Fuß lange Patroullienboot “Tern” aus Yerba Buena Island und einen Helikopter der Air Station San Francisco. Der Skipper des Kutters wurde vom Hafenkapitän von Pillar Point Harbor gerettet. Die Coast Guard beauftragte den Parker Diving Service mit dem Abpumpen der 240 Gallonen Öl. Quelle: Tim Schwabedissen



22 Personen von Neptune gerettet
(15.10.12) Die 22 Personen an Bord der 45 Fuß langen “Neptune” wurden gerettet, nachdem das Boot an der Nordseite von Alcatraz Island auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Die Coast Guard wurde um 8.42 Uhr alarmiert. Crews der Station Golden Gate, das Patroullienboot “Tern” und die Air Station San Francisco wurden alarmiert. Auch die Polizei und Feuerwehr waren mit der „Rescue 1” und „Phoenix“ vor Ort. Alle Schiffbrüchigen wurden zur Pier 39 gebracht, das Boot zu den Sausalito Boat Works geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Baggern vor Valencia
(15.10.12) Am 14.10. wurden die Baggerarbeiten an den Frachtern "Celia" und "BSLE Sunrise" vor Valencia nach eintägiger wetterbedingter Unterbrechung wieder aufgenommen. Der Bagger "Los Olivillos" hebt einen 150 Meter langen und 30 Meter breiten Kanal zur “Celia” aus, der 5,5 Meter Tiefe haben wird. Bislang wurden hier 9000 Tonnen Sand weggebaggert, während ein weiterer Bagger, die „Titan IV“, bereits vor dem Auslaufen aus Sagunto, fiel wegen eines nicht kurzfristig zu behebenden Maschinenschadens aus und musste durch die „Ardensa“ des Capitanía Marítima ersetzt werden, die am Morgen des 14.10. eintraf. Hier wurden bislang 1400 Tonnen Sand weggeräumt. Quelle: Tim Schwabedissen



Grönlandfahrer saß vor Qaqortoq fest
(15.10.12) Am 10.10. gegen 10.15 Uhr lief das unter grönländischer Flagge laufende Fährschiff "Sarfaq Ittuk", 2118 BRZ (IMO: 8913899), beim Auslaufen aus Qaqortoq, bei starkem Wind in der Hafeneinfahrt auf Grund. An Bord waren 86 Passagiere und 21 M ann Besatzung. Sie wurden in der Cafeteria zusammengerufen und informiert. Am 11.10. um 1.30 Uhr kam der Havarist mit eigener Kraft wieder frei und kehrte zur Untersuchung in den Hafen zurück. Taucher stellten geringe Bodenschäden fest, die bis zum 19.10. in Nuuk ausgebessert werden sollten. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Cape May gesunken
(15.10.12) Am 7.10. schlug 80 Meilen südöstlich von Cape May der Kutter “Viking II” um 12:Uhr leck. Die dreiköpfige Crew meldete der Küstenwache Delaware Bay, dass die Bilgenpumpe nicht gegen den Wassereinbruch ankam. Die Coast Guard Air Station Atlantic City schickte einen MH-65 Dolphin Helikopter, doch auch dessen Pumpe wurde der Lage nicht Herr. Von der Coast Guard Air Station Elizabeth City stieg eine HC-130 mit einer weiteren Pumpe auf, die die Crew aber nicht an Bord holen konnte. Ein in der Nähe befindlicher Kutter, die „Miss Suzzane”, barg die Männer von der „Viking II“ daraufhin ab. Das 87 Fuß lange Patroullienboot „Ibis” aus Cape May übernahm die Männer, barg die Pumpen und kehrte nach Cape May zurück. Die „Viking II” sank derweil weiter ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper in Norton Sound aufgelaufen
(15.10.12) Der 70 Fuß lange Schlepper “Captain Hendren” lief am 5.10. auf einen Felsen in Alaskas Norton Sound auf einen Felsen und schlug leck. Die zweiköpfige Crew wurde von dem nördlich von St. Michael sitzenden Schiff von Anwohnern gerettet und versorgt. Quelle: Tim Schwabedissen



Räumung der „Jireh“ abgeschlossen
(15.10.12) Die US Coast Guard hat am 8.10. die Räumung des Frachters “Jireh” von Mona Island, Puerto Rico, abgeschlossen. Die letzten Sektionen des Rumpfes wurden per Barge nach Mayaguez gebracht, wo bereits die übrigen Teile lagerten und in den kommenden zwei Wochen endgültig zerlegt werden sollten. Die Natural Resource Trustees führten nun letzte Untersuchungen der Strandungsstelle durch und begannen mit der Restaurierung. Mehr als 1,000 Korallen waren vorsorglich umgesiedelt worden. Die Resolve Marine Group hat etwa 600 Tonnen Stahl entfernt. Quelle: Tim Schwabedissen



Unfreiwillige Übernachtung auf Fähre
(15.10.12) 33 Menschen verbrachten die Nacht zum 13.10. an Bord der Fähre “Jiimaan”, die nahe Kingsville, Ontario, südöstlich von Windsor auf eine Sandbank gelaufen war. Die “Jiimaan”, die nach Pelee Island auf dem Lake Erie verkehrt, war nur 60 Meter vom Ufer entfernt gegen 13.45 Uhr am 12.10. mit 18 Passagieren, 15 Mann Crew und zwei Getreidelastern aufgelaufen. Die Owen Sound Transportation Company machte niedrigen Wasserstand verantwortlich sowie starke Winde, die Sand ins Fahrwasser getrieben hätten. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Tote auf Abbruchtanker in Alang
(15.10.12) Eine Explosion mit nachfolgendem Feuer forderte fünf Menschenleben auf dem Tanker “Union Brave” beim Alang-Sosiya Ship Recycling Yar. Zwei weitere Arbeiter wurden bei dem Unglück am 6.10. verletzt. Das Feuer entstand um 12.45 Uhr auf dem 163-Meter langen Tanker, der unlängst von der in Bhavnagar ansässigen Kiran Ship Breaking Co. erworben und bei Plot 82 auf Strand gesetzt worden waren. Das Feuer entstand, als die Männer mit Schweißgeräten eine Öffnung nahe des Pumpenraums im Achterschiff schnitten. Andere Arbeiter retteten ihre zwei Kollegen durch Schweißen weiterer Löcher. Die anderen waren zu tief im Schiffsinnern eingeschlossen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Sitkinak Island gesunken
(15.10.12) Die Coast Guard Air Station Kodiak schickte einen MH-60 Jayhawk Helikopter nach Sitkinak Island, wo am Morgen des 11.10. der 58 Fuß lange Kutter „Kodiak Isle” leckgeschlagen war. Die fünfköpfige Crew flüchtete in eine Rettungsinsel, die auf den Strand trieb. Von dort wurde sie gegen zwei Uhr aufgewinscht, nachdem die Helikoptercrew eine Notfackel entzündet hatte. Die fünf Männer wurden unversehrt nach Kodiak geflogen. Sie hatten um 12:07 Uhr die Coast Guard Sector Anchorage alarmiert, dass ihr Schiff auf einen Felsen gelaufen und leckgeschlagen sei. An Bord der „Kodiak Isle” waren rund 1,000 Gallonen Dieselöl. Vor Ort waren 10 – 20 Meilen Wind und 10 Fuß hohe Seen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei philippinische Fähren flügelllahm
(15.10.12) Die philippinischen Ro-ro-Fähren “Trans-Asia 5” und “Trans-Asia 3” havarierten vor Cebu. Die 3376 tdw große “Trans-Asia 5” wurde nach Maschinenausfall von zwei Schleppern eingebracht. An Bord waren 531 Personen. Die 110 Meter lange “Trans-Asia 3” geriet ebenfalls bei Cebu City in Schwierigkeiten, nachdem sie aus Ozamis City mit 188 Passagieren und einer 16-köpfigen Crew ausgelaufen war, als ihr der Treibstoff ausging. Als sie wieder aufgetankt war, erreichte sie den Hafen. Beide Schiffe wurden inspiziert, bevor sie wieder in Fahrt gehen konnten. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Queets gesunken
(15.10.12) Vor Queets, Washington, geriet der Kutter “Koprindo” am 13.10. in Seenot. Er war 15 Meilen westlich leckgeschlagen. Die Coast Guard Station Grays Harbor in Westport kam mit zwei 47-Fuß-Booten zu Hilfe, und ein MH-60 Jayhawk Helikopter crew der Air Station Astoria half mit zwei Lenzpumpen aus. Der Wassereinbruch auf der „Koprindo” konnte aber nicht unter Kontrolle gebracht werden, und der Kutter wurde aufgegeben. Die Crew wurde nach Grays Harbor gebracht. An Bord waren 400-500 Gallonen Diesel. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Cannon Beach in Brand geraten
(15.10.12) Der Kutter “Havana” geriet am 12.10. etwa 17 Meilen westlich von Cannon Beach, Oregon, in Brand. Ein MH-65 Dolphin Helikopter der North Bend's Air Facility in Newport rettete die dreiköpfige Crew au seiner Rettungsinsel. Gegen sechs Uhr hatten sie Mayday gefunkt. Neben den Luftrettern kam auch ein 47-Fuß-Boot der Station Tillamook Bay zu Hilfe. Es überwachte den weiterhin brennenden Kutter, der etwa 900 Gallonen Diesel und 50 Gallonen Hydrauliköl an Bord hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung vor Lidingö
(15.10.12) A Am Abend des 8.10. entwickelte die “Store Höggarn” zwischen Lidingö und Nacka Schlagseite. Rund 60 Liter Öl liefen aus. Das alte Schiff hatte insgesamt rund zwei Tonnen an Bord. Das Küstenwachboot „KBV 050” konnte wegen der Kentergefahr die Tanks nicht sichern. Der Eigner wurde aufgefordert, das Schiff zu stabilisieren. Quelle: Tim Schwabedissen



442 Container der „MSC Flaminia“ gelöscht
(15.10.12) Insgesamt wurden aus der „MSC Flaminia“ bisher 442 Container entladen. Dabei handelte es sich sowohl um beschädigte als auch unbeschädigte Container, die gemäß des Entsorgungskonzepts entladen werden. Zur Entladung der beschädigten Container wurde eine speziell für diesen Zweck konstruierte Stahlwanne eingesetzt. Diese erlaubte den sicheren Transfer der Fracht vom Schiff an Land. Nachdem sichergestellt war, dass von der entladenen, beschädigten Fracht keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht, wurden die Inhalte entsorgt und die Container verschrottet. Intakte Container werden in einem abgesperrten Hafenareal bis zur Abwicklung der Havarie Grosse gelagert. Als Dispacheure wurden von der Versicherung der Reederei die Büros Schlimme & Partner (Hamburg) und Rogers Wilkin Ahern (London), die ihrerseits den Dispacheur Groninger Welke Janssen eingebunden haben, beauftragt. Die Aufbauten des Frachters wurden in der vergangenen Woche gereinigt und von behördlicher Seite freigegeben. Seitdem befand sich eine zwölf-köpfige Besatzung der Reederei NSB an Bord, die den weiteren Verlauf der Operation überwachte. Laut des Entsorgungsplans soll diese voraussichtlich zwei bis drei Monate andauern. Die Gesamtleitung hält weiterhin das Havariekommando in Cuxhaven inne. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß bei Tangermünde fest
(15.10.12) Am Abend des 10.10. lief bei Tangermünde (Landkreis Stendal) auf der Elbe ein Binnenschiff auf Grund und sorgte für stundenlange Behinderungen auf dem Fluss, da die Schifffahrt zeitweise unterbrochen werden musste Das mit 553 Tonnen Holz beladene Schiff wurde erst am Abend des 11.10. wieder flottgemacht Das Schiff setzte seine Fahrt mit Genehmigung des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Begleitung der Wasserschutzpolizei die Fahrt bis Tangermünde fort. Das WSA erteilte ein Weiterfahrverbot, bis es auf eventuelle Schäden überprüft worden war. Die Strandungsstelle wurde mit Tonnen gekennzeichnet. Die Einschränkungen für die Schifffahrt wurden wieder aufgehoben.Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter drohte nach Wassereinbruch vor Sylt zu stranden
(15.10.12) Am 10. Oktober verhinderte der Seenotkreuzer „Minden“ der DGzRS-Station List auf Sylt nach einem Wassereinbruch auf dem Tönninger Krabbenkutter „Maria“ eine drohende Strandung des Schiffs an der Westküste der Insel. Gegen 12 Uhr hatten die beiden niederländischen Fischer an Bord der „Maria“ Wassereinbruch im Maschinenraum gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt befanden sie sich nördlich von Wenningstedt eine knappe Seemeile vor der Küste. Sofort warfen die Seenotretter die Leinen los und nahmen Kurs auf den knapp 22 Meter langen Havaristen. Auch zwei weitere Fischkutter und ein dänisches Messschiff steuerten die „Maria“ an. Kurz vor dem Eintreffen der „Minden“ gelang es den Fischern der „Maria“, den Wassereinbruch mit Bordmitteln zu stoppen. Allerdings mussten sie die Maschine aus Sicherheitsgründen abstellen. Ihr damit manövrierunfähiger Kutter war bereits bedrohlich nah unter Land geraten. Die „Minden“ stellte deshalb eine Leinenverbindung her und nahm den Havaristen auf den Haken, um ihn zunächst aus der unmittelbaren Gefahrenzone zu schleppen. Da der Wassereinbruch bereits gestoppt war, mussten sie ihre Fremdlenzpumpen nicht einsetzen, hielten sie jedoch während der anschließenden Schleppreise in den Hafen von Havneby auf der dänischen Insel Rømø an Deck der „Minden“ klar, um im Notfall sofort eingreifen zu können. In Havneby übergaben die Seenotretter den Kapitän des Kutters, der sich zwei Finger gequetscht hatte, zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst. Zur Unfallzeit herrschten im Revier westlich Sylt westnordwestliche Winde um fünf Beaufort und ein bis anderthalb Meter Seegang.Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter bei Grömitz gestrandet
(15.10.12) Aus einer akuten Notlage befreiten die Seenotretter der DGzRS-Station Grömitz am 12. Oktober einen Fischer vor Lensterstrand. Mit seinem 8,5 Meter langen Kutter war er am Morgen beim Arbeiten mit seinen Netzen in die Brandungszone geraten. Um 7.40 Uhr gab er über Funk einen „Mayday“-Ruf ab Bei Windstärken um vier Beaufort hatte der Kutter zunächst Grundberührung gehabt und war dann in der Brandung durch den stark auflandigen Wind immer weiter auf den Strand gedrückt worden. Die Besatzung des Seenotkreuzers „Hans Hackmack“ der DGzRS-Station Grömitz ließ sofort ihr Tochterboot „Emmi“ zu Wasser, das eine Viertelstunde später vor Ort war. Die Übergabe einer Schleppleine klappte trotz kurzer steiler See in der Brandung sofort, so dass es rechtzeitig gelang, den Kutter unbeschädigt aus der Gefahrenzone zu schleppen.Nachdem der Fischer sein Boot eingehend inspiziert hatte, konnte er seine Fangreise fortsetzen.Quelle: Tim Schwabedissen



Atom-U-Boot mit Kreuzer kollidiert
(15.10.02). Das atombetriebene U-Boot „Montpellier“ der US-Navy ist am 14.10. während eines Manövers vor Florida mit dem Lenkwaffenkreuzer „San Jacinto“ kollidiert. Es wurde niemand verletzt, das Ausmaß der Schäden war noch unklar. Das 110 Meter lange U-Boot mit 110 Besatzungsmitgliedern war direkt vor dem Lenkwaffenkreuzer auf Periskoptiefe aufgetaucht. Die „San Jacinto" ging noch volle Kraft zurück, konnte aber den Zusammenstoß nicht mehr vermeiden. Dabei wurde die Sonar-Nase des 173 Meter langen Schiffes beschädigt worden. Der Vorbau, der unter der Wasserlinie lag, erlitt einen Druckverlust. Quelle: Tim Schwabedissen



AIDACara rammte Kai in Hamburg
(15.10.12) Die 13 wurde für das italienische Kreuzfahrtschiff „AIDAcara“, 38557 BRZ (IMO: 9112789), zur Unglückszahl. Als es am 13.10. das letzte Mal für dieses Jahr den Hafen gegen 18 Uhr verlassenn wollte, kollidierte es in Altona mit einem Pierfender und dessen Eisenbefestigung. Dabei entstand eine deutliche Beule am Heck. Schlepper zogen das Clubschiff von AIDA Cruises daraufhin an den Grasbrook in der Hafencity. Dort wurde die Beule wurde repariert und von der Germanischen Lloyd abgenommen. Die Aida Cara hat den Hamburger Hafen am 14.10. um 3.30 Uhr mit Kurs Dover verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrgäste gestrandeten Ausflugsschiffes vor Schiermonnikoog erreichten watend ihr Ziel
(15.10.12) Am 14.10. lief das 25 Meter lange, holländische Ausflugsschiff “Boschwad" (MMSI-Nr.: 244710285) mit 70 Personen an Bord beim Anlaufen des Yachthafens von Schiermonnikoog auf Grund. Das Rettungsboot. "Koning Willem I" der KNRM-Station Schiermonnikoog wurde zu Hilfe gerufen. Die Fahrgäste erreichten derweil die Insel zu Fuß durchs flache Wasser watend. Mit steigendem Wasserstand konnte die “Koning Willem I" die "Boschwad", einen umgebauten Inselfrachter, der dann mit eigener Kraft nach Lauwersoog weiterlief. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutsche Fregatte assistierte bei Kutterbrand vor Goeree
(15.10.12) Unweit von Stellendam brach am 10. Oktober gegen 10 Uhr auf dem Kutter „Trendsetter – VLI 1“ rund 30 Meilen vor Goeree ein Feuer aus. Die dreiköpfige Crew musste in eine Rettungsinsel flüchten, aus der sie von dem Harlinger Containerfrachter „Endurance“ gerettet wurden. Das 10 Meter lange Polyesterboot stand in Vollbrand.
Vor dem Verlassen des Schiffes konnten die Fischer noch ein Notsignal über das Global Maritime Distress and Safety System abgeben. Daraufhin wurde das Rettungsboot von Neeltje Jans, die „Koopmansdank“, alarmiert, gefolgt von der „Antoinette“ aus Stellendam.
Da war aber bereits die „Endurance“ vor Ort und hatte die Fischer an Bord geholt. Sowohl die „Koopmansdank“ wie auch die „Antoinette“ setzten je ein Besatzungsmitglied an Bord ab, um medizinische Hilfe zu leisten. Die Fischer waren durchnässt, und einer hatte enie Rauchvergiftung erlitten. Ein Helikopter der Küstenwache setzte einen Mediziner auf dem Frachterdeck ab, der die Schiffbrüchigen gemeinsam mit den Rettungsmännern mit Sauerstoff versorgte und transportklar machte. Sie wurden dann aufgewinscht und in ein Krankenhaus in Rotterdam geflogen.
Unterdessen war die deutsche Fregatte „Hamburg“ ebenfalls vor Ort und versuchte, den lichterloh brenndenen Kutter zu löschen. Dabei wurde sie von der „Antoinette“ unterstützt, die die letzten Flammen erstickte. Das Schiff war aber so weit heruntergebrannt, dass es um 11.40 Uhr sank. Der Containerfrachter nahm Kurs auf Stellendam. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Menschen aus gekentertem Ausflugsschiff gerettet
(15.10.12) Das Charterboot „Miroshga“ kenterte am 13.10. gegen zwei Uhr bei Bakleiplaas wischen Duiker Island und Duiker Point nahe der Hout Bay mit 38 Personen an Bord. Rettungsdienste, darunter der Cape Town Rescue Service, die Polizei mit Tauchern und andere Retter waren vor Ort. Marine und Luftwaffe wurden alarmiert. Die meisten Insassen hatten bereits von den Charterbooten „Nauticat“ und „Extravagant“ gerettet werden können. Andere klammerten sich noch an den kieloben treibenden Rumpf. Sie wurden von Booten der NSRI in Sicherheit gebracht. 24 kamen in Krankenhäuser bei Kapstadt. 34 Menschen wurden so gerettet, von denen ein Brite aber bei der Hout Bay NSRI Seerettungsstation für tot erklärt wurde. Drei Frauen, die zunächst vermisst wurden, konnten von Tauchern aus dem Innern des Wracks gerettet werden. Sie hatten in einer Luftblase überlebt und hatten sich mit Klopfzeichen bemerkbar gemacht. Die Taucher schwammen unter den Rumpf und brachten sie nach zwei Stunden um 16.15 Uhr in Sicherheit. Ein Polizeitaucher gab seine Sauerstoffflasche an eine an Asthma leidende Frau und schwamm ohne Atemgerät aus dem Schiff heraus. Die zwei weitere konnten erst befreit werden, nachdem sie ihre Rettungswesten abgelegt hatten. Erst am 14.10. wurde die Leiche eines vermissten Mannes aus Hout Bay vor Bakleiplaas geborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf der Wolga gestrandet
(15.10.12) Der russische Frachter “Linda” lief am 13.10. gegen 1.30 Uhr bei Kilometer 153 auf dem Volga-Caspian Sea Canal auf Grund. Das Schiff war mit 1300 Tonnen Ladung auf der Fahrt nach Amirabad, Iran. Zwischen den Kilometern 117 und 170 wude der Fluss gesperrt. Das Schiff saß auf Sandboden auf. Die „Linda”, 2818 tdw (IMO: 8956580) wurde 1986 erbaut und läuft für die Volga-Trans Service Broker. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf Santa Luzia gestrandet
(15.10.12) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Terry Tres” life am 10.10. auf Position 16 44 N 024 43 W an der Südküste der Insel Santa Luzia auf Capo Verde auf Grund und saß am 11-10. Dort weiter fest. Er war auf der Fahrt von Lissabon nach Porto Novo, Capo Verde. Die “Terry Tres”, 3036 tdw (IMO: 8411188) wurde 1985 erbaut und hat als Manager die PM Sipping Int. SA, Spanien. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Chile aufgegeben
(15.10.12) Die Eigner des unter Hongkong-Flagge laufenden Bulkcarriers „Ocean Breeze“, der seit dem 16.8. auf Llolleo Beach, Chile, festsitzt, haben das Schiff aufgegeben, da eine Bergung und Reparatur den Schiffswert übersteigen würde. Die Versicherer sollen nun die Räumung des Wracks samt seiner 30000 Tonnen Ladung aus Weizen und Sojabohnen ausschreiben. Die „Ocean Breeze”, 52289 tdw (IMO: 9309667) wurde 2006 erbaut und hat als Manager die Fednav Ltd., Canada. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter deutscher Reeder vor Port Klang kollidiert
(15.10.12) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier “Double Progress” kollidierte am 4.10. mit dem auf der Außenreede von Port Klang ankernden liberianischen Containerfeeder “E.R. Turku” durch einen Fehler des Frachterkapitäns. Der Bulkcarrier hatte die Lotsenstation Port Klang mit 30,000 Tonnen Kohle ansteuern wollen. Am 9.10. lag die „E.R. Turku” in Singapur, die „Double Progress“ weiterhin in Port Klang. Die “E.R. Turku”, 14292 tdw (IMO-Nr.: 9448683) hat eine Containerkapazität von 1085 TEU, wurde 2011 erbaut und läuft für die ER Schifffahrt GmbH & Cie. in Hamburg. Die “Double Progress”, 88266 tdw (IMO: 9381201), wurde 2007 erbaut und läuft für die Bernhard Schulte Shipmanagemnt Ltd. in Hongkong. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Ölpier
(15.10.12) Der iranische Frachter “Parmis” kollidierte am .10. um 23.40 Uhr mit einer Ölpier in Baku, Aserbaidschan, im Kaspischen Meer. Das Schiff wurde zur Untersuchung nach Baku geschickt und mit einem Fahrverbot belegt. Die „Parmis“, 3839 tdw (IMO: 9245316), wurde 2005 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker brannte vor Phuket
(15.10.12) Am 7.10. gegen 08:00 Uhr brach auf der Brücke des vor Phuket ankernden thailändischen Flüssiggastankers “Kanthicha” ein Feuer aus. Das Schiff lag dort seit zwei Monaten auf, und es waren nur vier ‘Mann Crew an Bord. Drei von ihnen waren seit dem frühen Morgen an Land gewesen. Der Brand entstand wohl wegen fehlerhafter Verdrahtungen im Funkraum. Die Hilferufe des einzigen Mannes an Bord wurden von dem amerikanischen Flugzeugträger USS „John C. Stennis“, der in der Nähe ankerte, wahrgenommen. Ein Polizeiboot und ein Schlepper wurden alarmiert, und gegen 11 Uhr war das Feuer gelöscht. Der Tanker hatte lediglich fünf Tonnen Öl in den Bunkertanks. Die „Kathincha”, 2876 tdw (IMO: 8029753) wurde 1971, erbaut und hat als Manager die Siam Maritime Co. Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Hit and Run vor den Philippinen
(15.10.12) Der südkoreanische Frachter „Rainbow Joy“ kolldierte am 6.10. von Davao kommend mit dem Kutter „Raisa“, der mit 11 Mann Crew an Bord am Netzaufholen war. Der Kutter sank sofort, der Frachter verlangsamte nur kurz seine Fahrt und setzte dann die Reise ohne Hilfe zu leisten fort. Die Schiffbrüchigen wuden von anderen Fischern an Land gebracht. Die “Rainbow Joy”, 8161 tdw (IMO: 9108738), wurde 1995 erbaut und hat als Manager die Dong Nam Shipping Co. Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Maverick gestrandet und aufgegeben
(15.10.12) Vor Maverick bei Pillar Point lief am Morgen des 13.10. der 45 Fuß lange Kutter “Fjord Queen II“ um 3:10 Uhr auf Grund. Die Coast Guard schickte ein 47-Fuß-Rettungsboot von der Station Golden Gate, das 87 Fuß lange Patroullienboot “Tern” aus Yerba Buena Island und einen Helikopter der Air Station San Francisco. Der Skipper des Kutters wurde vom Hafenkapitän von Pillar Point Harbor gerettet. Die Coast Guard beauftragte den Parker Diving Service mit dem Abpumpen der 240 Gallonen Öl. Quelle: Tim Schwabedissen



22 Personen von Neptune gerettet
(15.10.12) Die 22 Personen an Bord der 45 Fuß langen “Neptune” wurden gerettet, nachdem das Boot an der Nordseite von Alcatraz Island auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Die Coast Guard wurde um 8.42 Uhr alarmiert. Crews der Station Golden Gate, das Patroullienboot “Tern” und die Air Station San Francisco wurden alarmiert. Auch die Polizei und Feuerwehr waren mit der „Rescue 1” und „Phoenix“ vor Ort. Alle Schiffbrüchigen wurden zur Pier 39 gebracht, das Boot zu den Sausalito Boat Works geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Baggern vor Valencia
(15.10.12) Am 14.10. wurden die Baggerarbeiten an den Frachtern "Celia" und "BSLE Sunrise" vor Valencia nach eintägiger wetterbedingter Unterbrechung wieder aufgenommen. Der Bagger "Los Olivillos" hebt einen 150 Meter langen und 30 Meter breiten Kanal zur “Celia” aus, der 5,5 Meter Tiefe haben wird. Bislang wurden hier 9000 Tonnen Sand weggebaggert, während ein weiterer Bagger, die „Titan IV“, bereits vor dem Auslaufen aus Sagunto, fiel wegen eines nicht kurzfristig zu behebenden Maschinenschadens aus und musste durch die „Ardensa“ des Capitanía Marítima ersetzt werden, die am Morgen des 14.10. eintraf. Hier wurden bislang 1400 Tonnen Sand weggeräumt. Quelle: Tim Schwabedissen



Grönlandfahrer saß vor Qaqortoq fest
(15.10.12) Am 10.10. gegen 10.15 Uhr lief das unter grönländischer Flagge laufende Fährschiff "Sarfaq Ittuk", 2118 BRZ (IMO: 8913899), beim Auslaufen aus Qaqortoq, bei starkem Wind in der Hafeneinfahrt auf Grund. An Bord waren 86 Passagiere und 21 M ann Besatzung. Sie wurden in der Cafeteria zusammengerufen und informiert. Am 11.10. um 1.30 Uhr kam der Havarist mit eigener Kraft wieder frei und kehrte zur Untersuchung in den Hafen zurück. Taucher stellten geringe Bodenschäden fest, die bis zum 19.10. in Nuuk ausgebessert werden sollten. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Cape May gesunken
(15.10.12) Am 7.10. schlug 80 Meilen südöstlich von Cape May der Kutter “Viking II” um 12:Uhr leck. Die dreiköpfige Crew meldete der Küstenwache Delaware Bay, dass die Bilgenpumpe nicht gegen den Wassereinbruch ankam. Die Coast Guard Air Station Atlantic City schickte einen MH-65 Dolphin Helikopter, doch auch dessen Pumpe wurde der Lage nicht Herr. Von der Coast Guard Air Station Elizabeth City stieg eine HC-130 mit einer weiteren Pumpe auf, die die Crew aber nicht an Bord holen konnte. Ein in der Nähe befindlicher Kutter, die „Miss Suzzane”, barg die Männer von der „Viking II“ daraufhin ab. Das 87 Fuß lange Patroullienboot „Ibis” aus Cape May übernahm die Männer, barg die Pumpen und kehrte nach Cape May zurück. Die „Viking II” sank derweil weiter ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper in Norton Sound aufgelaufen
(15.10.12) Der 70 Fuß lange Schlepper “Captain Hendren” lief am 5.10. auf einen Felsen in Alaskas Norton Sound auf einen Felsen und schlug leck. Die zweiköpfige Crew wurde von dem nördlich von St. Michael sitzenden Schiff von Anwohnern gerettet und versorgt. Quelle: Tim Schwabedissen



Räumung der „Jireh“ abgeschlossen
(15.10.12) Die US Coast Guard hat am 8.10. die Räumung des Frachters “Jireh” von Mona Island, Puerto Rico, abgeschlossen. Die letzten Sektionen des Rumpfes wurden per Barge nach Mayaguez gebracht, wo bereits die übrigen Teile lagerten und in den kommenden zwei Wochen endgültig zerlegt werden sollten. Die Natural Resource Trustees führten nun letzte Untersuchungen der Strandungsstelle durch und begannen mit der Restaurierung. Mehr als 1,000 Korallen waren vorsorglich umgesiedelt worden. Die Resolve Marine Group hat etwa 600 Tonnen Stahl entfernt. Quelle: Tim Schwabedissen



Unfreiwillige Übernachtung auf Fähre
(15.10.12) 33 Menschen verbrachten die Nacht zum 13.10. an Bord der Fähre “Jiimaan”, die nahe Kingsville, Ontario, südöstlich von Windsor auf eine Sandbank gelaufen war. Die “Jiimaan”, die nach Pelee Island auf dem Lake Erie verkehrt, war nur 60 Meter vom Ufer entfernt gegen 13.45 Uhr am 12.10. mit 18 Passagieren, 15 Mann Crew und zwei Getreidelastern aufgelaufen. Die Owen Sound Transportation Company machte niedrigen Wasserstand verantwortlich sowie starke Winde, die Sand ins Fahrwasser getrieben hätten. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Tote auf Abbruchtanker in Alang
(15.10.12) Eine Explosion mit nachfolgendem Feuer forderte fünf Menschenleben auf dem Tanker “Union Brave” beim Alang-Sosiya Ship Recycling Yar. Zwei weitere Arbeiter wurden bei dem Unglück am 6.10. verletzt. Das Feuer entstand um 12.45 Uhr auf dem 163-Meter langen Tanker, der unlängst von der in Bhavnagar ansässigen Kiran Ship Breaking Co. erworben und bei Plot 82 auf Strand gesetzt worden waren. Das Feuer entstand, als die Männer mit Schweißgeräten eine Öffnung nahe des Pumpenraums im Achterschiff schnitten. Andere Arbeiter retteten ihre zwei Kollegen durch Schweißen weiterer Löcher. Die anderen waren zu tief im Schiffsinnern eingeschlossen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Sitkinak Island gesunken
(15.10.12) Die Coast Guard Air Station Kodiak schickte einen MH-60 Jayhawk Helikopter nach Sitkinak Island, wo am Morgen des 11.10. der 58 Fuß lange Kutter „Kodiak Isle” leckgeschlagen war. Die fünfköpfige Crew flüchtete in eine Rettungsinsel, die auf den Strand trieb. Von dort wurde sie gegen zwei Uhr aufgewinscht, nachdem die Helikoptercrew eine Notfackel entzündet hatte. Die fünf Männer wurden unversehrt nach Kodiak geflogen. Sie hatten um 12:07 Uhr die Coast Guard Sector Anchorage alarmiert, dass ihr Schiff auf einen Felsen gelaufen und leckgeschlagen sei. An Bord der „Kodiak Isle” waren rund 1,000 Gallonen Dieselöl. Vor Ort waren 10 – 20 Meilen Wind und 10 Fuß hohe Seen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei philippinische Fähren flügelllahm
(15.10.12) Die philippinischen Ro-ro-Fähren “Trans-Asia 5” und “Trans-Asia 3” havarierten vor Cebu. Die 3376 tdw große “Trans-Asia 5” wurde nach Maschinenausfall von zwei Schleppern eingebracht. An Bord waren 531 Personen. Die 110 Meter lange “Trans-Asia 3” geriet ebenfalls bei Cebu City in Schwierigkeiten, nachdem sie aus Ozamis City mit 188 Passagieren und einer 16-köpfigen Crew ausgelaufen war, als ihr der Treibstoff ausging. Als sie wieder aufgetankt war, erreichte sie den Hafen. Beide Schiffe wurden inspiziert, bevor sie wieder in Fahrt gehen konnten. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Queets gesunken
(15.10.12) Vor Queets, Washington, geriet der Kutter “Koprindo” am 13.10. in Seenot. Er war 15 Meilen westlich leckgeschlagen. Die Coast Guard Station Grays Harbor in Westport kam mit zwei 47-Fuß-Booten zu Hilfe, und ein MH-60 Jayhawk Helikopter crew der Air Station Astoria half mit zwei Lenzpumpen aus. Der Wassereinbruch auf der „Koprindo” konnte aber nicht unter Kontrolle gebracht werden, und der Kutter wurde aufgegeben. Die Crew wurde nach Grays Harbor gebracht. An Bord waren 400-500 Gallonen Diesel. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Cannon Beach in Brand geraten
(15.10.12) Der Kutter “Havana” geriet am 12.10. etwa 17 Meilen westlich von Cannon Beach, Oregon, in Brand. Ein MH-65 Dolphin Helikopter der North Bend's Air Facility in Newport rettete die dreiköpfige Crew au seiner Rettungsinsel. Gegen sechs Uhr hatten sie Mayday gefunkt. Neben den Luftrettern kam auch ein 47-Fuß-Boot der Station Tillamook Bay zu Hilfe. Es überwachte den weiterhin brennenden Kutter, der etwa 900 Gallonen Diesel und 50 Gallonen Hydrauliköl an Bord hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung vor Lidingö
(15.10.12) A Am Abend des 8.10. entwickelte die “Store Höggarn” zwischen Lidingö und Nacka Schlagseite. Rund 60 Liter Öl liefen aus. Das alte Schiff hatte insgesamt rund zwei Tonnen an Bord. Das Küstenwachboot „KBV 050” konnte wegen der Kentergefahr die Tanks nicht sichern. Der Eigner wurde aufgefordert, das Schiff zu stabilisieren. Quelle: Tim Schwabedissen



442 Container der „MSC Flaminia“ gelöscht
(15.10.12) Insgesamt wurden aus der „MSC Flaminia“ bisher 442 Container entladen. Dabei handelte es sich sowohl um beschädigte als auch unbeschädigte Container, die gemäß des Entsorgungskonzepts entladen werden. Zur Entladung der beschädigten Container wurde eine speziell für diesen Zweck konstruierte Stahlwanne eingesetzt. Diese erlaubte den sicheren Transfer der Fracht vom Schiff an Land. Nachdem sichergestellt war, dass von der entladenen, beschädigten Fracht keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht, wurden die Inhalte entsorgt und die Container verschrottet. Intakte Container werden in einem abgesperrten Hafenareal bis zur Abwicklung der Havarie Grosse gelagert. Als Dispacheure wurden von der Versicherung der Reederei die Büros Schlimme & Partner (Hamburg) und Rogers Wilkin Ahern (London), die ihrerseits den Dispacheur Groninger Welke Janssen eingebunden haben, beauftragt. Die Aufbauten des Frachters wurden in der vergangenen Woche gereinigt und von behördlicher Seite freigegeben. Seitdem befand sich eine zwölf-köpfige Besatzung der Reederei NSB an Bord, die den weiteren Verlauf der Operation überwachte. Laut des Entsorgungsplans soll diese voraussichtlich zwei bis drei Monate andauern. Die Gesamtleitung hält weiterhin das Havariekommando in Cuxhaven inne. Quelle: Tim Schwabedissen



Archivbild USS "Montpelier" (Bild: U.S. Navy)   Großbild klick!
Florida: Atom-U-Boot kollidiert mit Lenkwaffenkreuzer
"Volle Kraft zurück" half auch nicht mehr: Das Atom-U-Boot USS "Montpelier" der U.S. amerikanischen Seetstreitkräfte ist am Samstag so dicht vor dem Lenkwaffenkreuzer USS "San Jacinto" aufgetaucht, dass dieser nicht mehr ausweichen konnte - es kam zum Zusammenstoß.

Sowas kommt auf See nur selten vor: Während eines Flottenmanövers sind das Atom-U-Boot USS "Montpelier" und ein Lenkwaffenkreuzer der U.S. Navy am Samstag zusammengestoßen. Bei der Kollision vor der Küste Floridas wurde nach Angaben des Marinesprechers niemand verletzt. Das Ausmaß der Schäden war zunächst nicht bekannt. Beide Schiffe können mit eigener Kraft fahren, der Atomreaktor sei von dem Zwischenfall nicht betroffen.

Die USS "Montpelier", ein rund 110 Meter langes U-Boot der Los-Angeles-Klasse mit 110 Besatzungsmitgliedern, sei direkt vor dem Lenkwaffenkreuzer auf Periskoptiefe aufgetaucht, sagte ein Navy-Sprecher einem Nachrichtensender. Obwohl die Brückenbesatzung der USS "San Jacinto" noch das Kommando "Volle Kraft zurück" gegeben habe, seien Schiff und U-Boot kollidiert.

Ersten Berichten zufolge war die Sonar-Einheit des 173 Meter langen Schiffs, die sich im Bugbereich befindet, dabei beschädigt worden. Der Vorbau, der unter der Wasserlinie liegt, erlitt durch den Unfall einen Druckverlust, wie der Sprechererklärte. Nach dem Zusammenstoß sei das U-Boot zur Gänze aufgetaucht. Die Besatzung eines U-Boots kann beim Auftauchen nicht erkennen, was sich direkt über ihr an der Wasseroberfläche befindet. Deshalb tauchen U-Boote erst auf eine Tiefe hinauf, aus der sie ein Periskop ausfahren können, um sich umzusehen.

3 Schiffe hatten am Samstag im Flottenverband ein Manöver geübt, als Vorbereitung auf einen Einsatz im Kampfverband des Flugzeugträgers USS "Harry S. Truman". Der Flugzeugträger war in der Nähe und leistete den zusammengestoßenen Schiffen sofort Hilfe. Die amerikanische Marine will den Vorfall jetzt untersuchen lassen.
Quelle: Peter Walter



Die Emil-Schulz-Brücke (Bild: Lienhard Schulz)   Großbild klick!
Führerhaus nicht abgesenkt: Schiff rammt Emil-Schulz-Brücke
(10.10.12) Ein Binnenfrachtschiff hat gestern am Dienstagmittag auf dem Teltowkanal in Berlin-Lichterfelde die Emil-Schulz-Brücke gerammt. Wie es aussieht hatte der Kapitän das Führerhaus nicht weit genug abgesenkt, um ohne Kollision die Brücke zu passieren. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit. Menschen kamen nicht zu Schaden. Wie die Untersuchungen des Wasserschifffahrtamtes am Diesnstag ergaben, habe es bis auf einige Schrammen keine größeren Schäden an der Brücke gegeben.

Die Emil-Schulz-Brücke in Berlin-Lichterfelde führt die Königsberger Straße am Kilometer 17,01 der künstlichen Wasserstraße über den Teltowkanal. Gebaut wurde die heutige Brücke in den Jahren 1963 bis 1965 als Balkenbrücke in Stahlverbundbauweise. Das Bauwerk hat eine Gesamtlänge von ca. 65,0 m und eine Breite zwischen den Geländern von 27,61 m. Das eigentliche Brückentragwerk überspannt eine Stützweite von 47,0 m. Sie trägt den Namen von Emil Schulz, Amts- und Gemeindevorsteher von Groß-Lichterfelde und Mitglied der Kreis-Kanalkommission. Im Hintergund, „unter“ der Emil-Schulz-Brücke, ist die nordöstlich folgende Bäkebrücke im Bild.
Quelle: Peter Walter



Lage Mayotte (Bild: TUBS)   Großbild klick!
Mayotte: Drei Tote und 13 Vermisste nach Schiffsunglück
(09.10.12) Bei einem Schiffsunglück vor der französischen Insel Mayotte kamen drei Menschen zu Tode. Dreizehn weitere Passagiere von insgesamt 24 werden vermisst. Acht Menschen konnten gerettet werden. Das Boot war etwa 300 Meter vor der Küste gekentert.

Mayotte ist ein Übersee-Département und eine Region Frankreichs. Die Insel liegt 270 Seemeilen östlich von Afrika und 180 Seemeilen westlich vom Madagaskar. Geografisch gehört es zum Archipel der Komoren.

Auf dem Schiff waren nach Presseinformationen illegale Einwanderer unterwegs, die von den Komoren nach Mayotte reisen wollten.

Hafen der Hauptstadt Mamoudzou
(Bild: Ji-Elle)   Großbild klick!
Vor der Insel Mayotte kommt es immer wieder zu Katastrophen mit maroden Flüchtlingsbooten: Das Unglücksboot kam von Anjouan, das zur verarmtem Republik der Komoren gehört und 36 Seemeilen nordwestlich von Mayotte liegt. Von dieser Insel aus versuchen viele Immigranten illegal ins französische Gebiet zu gelangen, um dort Arbeit zu finden oder sich medizinisch versorgen zu lassen. Von den Inselbewohnern Mayottes sind 40 Prozent illegale Imigranten.
Quelle: Peter Walter



Auf einer Kaike wie dieser stand die Kanone
(Bild: Ani H.)   Großbild klick!
Kos: Kanone explodiert, Kapitän tot
(08.10.12) Bei der Explosion einer Kanonenreplik auf einer Ausflugskaike auf der Insel Kos / Griechenland ist der 51-Jährige Kapitän ums Leben gekommen. Sechs weitere Gäste wurden am Samstag verletzt, darunter zwei Kinder aus Deutschland.

Zu dem Unglück kam es, als der Nachbau einer Kanone explodierte, wie die Polizei berichtete. Örtliche Quellen sprachen davon, dass der Kapitän die Gewohnheit hatte, das Ziergeschütz vor der Einfahrt in den alten Stadthafen von Kos abzufeuern. Die Kanone explodierte beim Versuch, die Replik in Richtung offene See zu drehen. Es wird vermutet, dass sich der Kapitän auf die kleine Kanone warf, um seine Passagiere zu schützen. Er war sofort tot. Die Polizei erklärte, dass das Abfeuern der Kanone illegal gewesen sei.

Alle Verletzten seien außer Lebensgefahr, wie die Ärzte des Krankenhaus mitteilten. Es habe aber mehrere Knochenfrakturen gegeben. Die griechische Coastguard untersuchte den Vorfall, wollte aber zunächst nicht offiziell Stellung nehmen.
Quelle: Peter Walter



Weltkriegs-Minensucher USS "Inaugural"
(Bild: Dillon Futcher)   Großbild klick!
Mississippi gibt Wrack der "Inaugural" zeitweilig frei
(06.10.12) Das derzeitige Niedrigwasser auf dem Mississippi hat bei Cape Girardeau ein weiteres Wrack zutage gefördert. Der genaue Fundort wurde sicherheitshalber geheim gehalten. Es könnte sich von der Form her um eine alte Barge handeln, doch galt dies noch nicht als gesichert. Der Rumpf ist 35 Fuß lang und 14 Fuß breit. Möglicherweise hat sich auch dieses Schiff losgerissen und sank. Es liegt aufrecht auf Grund und soll nun archäologisch untersucht werden. Auch das Corps of Engineers wurde verständigt.
Erst vor kurzem war auch der Weltkriegs-Minensucher USS "Inaugural", 530 ts, aus den braunen Fluten aufgetaucht. Seit er sich 1993 in reißender Strömung von seiner Mooring losgerissen hatte, gegen die Poplar Street Bridge in St. Louis getrieben war und kenterte, stellt er unweit der MacArther Bridge, eines von rund 700 Wracks auf dem Missisppi zwischen Cairo und Hannibal dar.
Das Schiff gehörte zur Admirable-Klasse und war von der Winslow Marine Railway and Shipbuilding Co. in Winslow, Washington, erbaut und am 30.12.1944 in Dienst gestellt worden. Nach kurzem Einsatz vor Kalifornien traf es am 22.3.1945 in Pearl Harbour ein und versah zwei Monate Patroulliendienst zwischen Hawaii und Inseln im Westpazifik. Vor Okinawa war es wiederholt in Gefechte mit japanischen Flugzeugen verwickelt.
Nach dem 2. Weltkrieg versah sie Minenräumdienste um Japan und Korea u.a. vor Jinsen, Korea, sowie Nagasaki und Sasebo, Japan. Am 7.2.1946 kehrte sie nach San Pedro zurück und wurde am 9.9. in Galveston, Texas, außer Dienst gestellt. 1955 kam das Schiff, nun als "MSF-242", in die Atlantische Reserveflote bis zum Streichen von der Marineliste am 1.3.1967. 1968 wurde sie nach St. Louis geschleppt und wurde zum Museum.
Am 14.1. kam sie auf die Liste der National Historic Landmarks als einer der beiden überlebenden Minensucher dieser Klasse. Doch am 1.8.1993 schlug das Schicksal in Form eines Hochwassers zu. Das Schiff riss sich vom Liegeplatz am Gateway Arch los und wurde aufgerissen. Sie sank dann auf der Missouri-Seite des Flusses, wo sie seither blieb. Pläne zur Bergung realisierten sich nicht, und die Auszeichnung als Landmark wurde am 7.8.2001 gelöscht. Das Schiff war 56,3 Meter lang und 10 Meter breit. Quelle: Tim Schwabedissen



"LAK 481" (Bild: NSSR)   Großbild klick!
Verlassener Kutter auf Felsen gestrandet
(06.10.12) Das Rettungsboot "Bergen Kreds" kam am 5.10. zum Einsatz, nachdem der 26 Fuß lange Kutter "LAK 481" am Morgen auf Felsen bei Blikshavn getrieben war. Die Polizei wurde um 08.30 Uhr alarmiert und bat die "Bergen Kreds" um Assistenz. Rettungsmänner überzeugten sich im Wasser davon, dass auf dem leckgeschlagenen Boot niemand gewesen war. Die Polizei versuchte, den Eigner des nicht in einem Register verzeichneten Kutters, der später sank, zu ermitteln. Quelle: Tim Schwabedissen



Ursache von Brückenkollision auf Neckar weiter unklar
06.10.12) Die Ursache für die Kollision des Freiberger Binnenschiffes "Valet & Ott", 1260 ts (EU-Nr.: 04602610), bei Flusskilometer 50,28 in Höhe der Neckarbrücke bei Hirschhorn war weiter ungeklärt. Der Neckar wurde am 5.10. ab 12 Uhr wieder für den Schiffsverkehr freigegeben, nachdem dieser am 5.10. gegen 6.40 Uhr komplett eingestellt worden war. Etwa zehn Minuten zuvor hatte sich der Schiffsführer gemeldet. Das mit 440 Tonnen Schrott beladene Binnenschiff, unterwegs von Stuttgart nach Straßburg, war bereits gegen 0.30 Uhr seitlich an dem Brückengerüst hängen geblieben, das aufgrund einer aktuellen Brückenprüfung dort aufgestellt war. Das Gerüst wurde stark beschädigt und die Brücke ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Ob ein technischer Defekt des Ruders, wie vom Kapitän der "Valett & Ott" gegenüber Wasserschutzpolizei und Wasser- und Schifffahrtsamt geäußert, Ursache des Unfalls war, oder fahrlässiges Verhalten Mannes vorlag, war Gegenstand der Ermittlungen. Der Sachschaden an Baugerüst und Schiff belief sich nach ersten Schätzungen auf über 300000 Euro. Die "Valet & Ott" lag im Oberwasser der Schleuse Hirschhorn am Kai und wird in den nächsten Tagen durch den Schubschlepper "Kraftruder" nach Mannheim überführt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Eingeklemmte Fähre befreit
(06.10.12) Die norwegische Fähre "Sykkylsfjord" konnte am 5.10. erst gegen 19 Uhr von einem Schlepper von der Fährrampe in Liabygda befreit werden, nachdem der Wasserstand gesunken war. Die Ersatzfähre "Aukra" übernahm den Dienst nach einer Kontolle der Rampe um 19.30 Uhr. Die "Sykkylvfjord" wurde an den Kai geschleppt, wo zwei Autofahrer, die den ganzen Tag über mit ihren Fahrzeugen an Bord ausgeharrt hatten, von Bord konnten. Danach ging das Schiff in eine Werft. Quelle: Tim Schwabedissen



Trosse in Propeller Schuld an Kollision im Nord-Ostsee-Kanal
(06.10.12) Den dänischen Tanker "Orateca" traf kein Verschulden an der Kollision mit dem lettischen Frachter "Nautica" in der Nordschleuse von Brunsbüttel am 2.10. Er hatte bereits festgemacht, als die "Nautica" einlief. Als deren Spring schon fest war, geriet die Achterleine in den Propeller, woraufhin der Frachter nicht mehr aufstoppen konnte und der "Orateca" ins Heck lief. Der dänische Kapitän bat, die Schleuse für die Dauer der Untersuchung geschlossen zu lassen. Der Schaden an beiden Schiffen war aber gering, mit Schrammen konnten sie ihre Fahrt fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zu hohe Geschwindigkeit Schuld an Kollision in Hongkong
(06.10.12) Im Rahmen der Untersuchung der Kollision der Hongkonger Fähre "Sea Smooth" mit der "Lamma IV" zeichnete sich ab, dass zu hohe Geschwindigkeit zu dem Unglück führte. Die Fähre wurde nach Nga Kau Wan in der Nordbucht der Insel Lamma geschleppt. Sie hatte ein 3,04 Meter langes Leck im Vorschiff, Öl lief aus. Eine Ölsperre wurde an der Yung Shue Wan Pier ausgelegt. Die Untersuchung, bei der die Bewegungsdaten der Schiffsüberwachung herangezogen werden, dürfte ein halbes Jahr dauern. Quelle: Tim Schwabedissen



Vermeintlicher Frachterbrand in Bremerhaven entpuppte sich als Dampfaustritt
(06.10.12) Nachdem ein Brand auf dem amerikanischen Containerfrachter "Sealand Mercury", 49985 gt (IMO:9106194), gemeldet wurde, rückten am 5.10. gegen Mittag die Bremerhavener Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Weddewarden zum Containerterminal am Stromkai in Bremerhaven aus. Aus einer geöffneten Ladeluke drang Rauch, ein Feuer an Bord konnten die Helfer jedoch nicht finden. Daraufhin wurden etwa 20 Container an Land geholt und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Einige der Boxen, die etwas höhere Temperaturen aufwiesen, ließ die Feuerwehr öffnen. Aber auch diese von der Feuerwehr als recht umfangreich bezeichneten Maßnahmen führten zu keinem greifbaren Ergebnis. Am Ende wurde festgestellt, dass sich Wasser an den rund 70 Grad Celsius heißen Treibstofftanks des Schiffes erhitzt hatte und beim Öffnen des Laderaums als Wasserdampf ausgetreten war. Die mehr als 30 Einsatzkräfte kehrten daraufhin zu ihren Stationen zurück. Am 6.10. lief der Frachter nach Newark aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Bis zu 12 Tote bei Kollision in China
(06.10.12) 11 Menschen kamen ums Leben, eine weitere Person wurde vermisst, nachdem am Nachmittag des 5.10. zwei Schiffe in der zentralchinesischen Hunan Provinz auf dem Yuanjiang River kollidierten. Ein Fahrgastschiff mit 22 Menschen an Bord war mit einem unbeladenen Frachter nahe Yuanjiang City kollidiert, das daraufhin sank. 21 Menschen wurden aus dem Wasser gezogen, aber 11 von ihnen waren tot. Quelle: Tim Schwabedissen



Kanonenattrappe explodierte auf Ausflugsboot vor Kos - Kapitän tot
(06.10.12) Die Explosion einer Kanonenattrappe auf einem griechischen Ausflugsboot explodierte am 6.10. und tötete vor Kos den Kapitän. Sechs Touristen wurden verletzt. Unter ihnen waren Urlauber aus Deutschland, Belgien, Griechenland und den Niederlanden, darunter zwei Kinder. 20 weitere blieben unverletzt und wurden in Mandraki an Land gebracht. Der Ausmaß des Schadens auf dem Holzschiff war noch ebenso unklar wie die Ursache der Explosion auf dem Ausflugsboot, das einem Piratenschiff ähneln sollte. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsarbeiten vor Valencia unterbrochen
(06.10.12) Die Bergungsarbeiten an den Frachtern "Celia" und "BSLE Sunrise" in Valencia wurden zum Wochenende eingestellt und sollten erst am 8.10. fortgesetzt werden. Zunächst sollten zwei Bagger vor Ort eintreffen, von denen der erste, die "Los Olivillos", am Nachmittag des 6.10. von Almería kommend erwartet wurde. Beide Schiffe sollen nun durch Svitzer geborgen werden. Die Stadt Valencia wird am Wochenende Dünen und Strand durch spezielle Polizeieinheiten und Absperrungen vor dem erwarteten Ansturm von Schaulustigen geschützt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kurzschluss zerstörte Stealth-Boot
(06.10.12) Das verheerende Feuer, das eines der innovativsten Kriegsschiffe, die "Klewang", in Indonesien zerstörte, war wohl durch einen elektrischen Kurzschluss ausgelöst, als der Trimaran an der Banyuwangi Naval Base in Ost-Java lag. Es handelte sich um ein rein technisches Problem auf dem Karbon-Fiberglas-Boot. Der Brand könnte immerhin als wertvolle Erfahrung für den Konstrukteur, die in Banyuwangi ansässige Lundin Industry Invest, dienen. Das 12 Millionen Dollar werte Boot war erst am 31.8. abgeliefert worden und lag zu letzten Arbeiten am Kai der Marinebasis, als am 28.9. das Feuer ausbrach, das wohl den Totalverlust bedeutete. Ein Arbeiter und ein Marineoffizier kamen mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Lundin soll nun ein neues Boot bauen. Quelle: Tim Schwabedissen



Jireh wird abgebaut (Bild: USCG)   Großbild klick!
"Jireh" soll in Kürze von Mona Island verschwunden sein
(05.10.12) Der Abbruch des Frachters "Jireh" ging vor Mona Island, Puerto Rico, weiter. Die Berger wollen an diesem Wochenende oder Anfang kommender Woche fertig werden. Dafür wurden jetzt die letzten Schnitte am Rumpf angesetzt. Das Wetter wird letztlich den Zeitplan bestimmen. Mehr als 300 Tonnen Stahl wurden bislang auf einer Barge nach Mayaguez, Puerto Rico, abtransportiert, wo die Sektionen in kleinere Stücke zerlegt und dann zu Abwrackern gebracht werden. Außerdem wurden rund 20 Tonnen Trümmerteile aus dem Wrack geholt und ebenfalls nach Mayaguez zur Aqua Clean Ships Caribe, Inc. gebracht. Von dort ging es auf eine Müllhalde in Ponce, Puerto Rico. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruine der Rena (Bild: Maritimenewzealand)   Großbild klick!
Ein Jahr nach der "Rena"-Strandung - Bergung fast so teuer wie "Costa Concordia"
(05.10.12) Seit einem Jahr liegt der Containerfrachter "Rena" auf dem Astrolabe-Riff vor Taurange, und immer noch kämpfen die Berger mit seinen Überresten. Die Herausforderungen sind nicht geringer geworden, waren es einst ölschwarze, geflutete Korridore und überhängende Containerstapel, auf denen die Berger arbeiten mussten, so ist es heute ein 36 Grad auf der Seite liegender Rest des Bugs in der Brandung des Riffs, in steter Gefahr, endgültig umgeworfen zu werden. Erst galt es das Öl, dann die Container von Bord zu bekommen.
Die Bedingungen auf der "Rena" waren steter Änderung unterworfen, erst krängte sie, dann riss sie auf und brach später auseinander, und nur der Bug ragt heute noch aus dem Wasser. Es war einer der härtesten Bergungsjobs der Geschichte, und nach der "Costa Concordia" wohl auch der teuerste, und er ist noch nicht abgeschlossen. Jetzt schickt Resolve Salvage and Fire neun handverlesene Taucher ins Wasser, um den Bug von innen nach außen arbeitend bis auf einen Meter unterhalb der Tidelinie zu zerlegen.
Bisher hatten die Berger immerhin noch eine Basis, von der aus sie 25-30 Tonnen schwere Stahlsegmente Stück für Stück abtrennen und per Helikopter abtransportieren konnten. Über 400 Flüge wurden bisher durchgeführt in den vergangenen 45 Tagen. Nun, nachdem 650 Tonnen Stahl abgewrackt wurden, aber ist kaum noch etwas nach, auf dem man ungefährdet arbeiten kann. So mussten unlängst sogar 20 Liter Diesel eigens eingeflogen werden. Nur noch 25 % des ursprünglichen Arbeitstempos sind so zu erzielen.
Wird an der falschen Stelle geschnitten, können Stahlteile unkontrolliert ins Meer stürzen. Eigens angeschweißte, horizontal ausgerichtete Stufen erlauben den Arbeitern ein Fortkommen an Bord. Sie tragen stets Schwimmwesten, und Rettungsinseln befinden sich in der Nähe. Die Wellen spülen durch das Wrack und erzeugen gefährliche Sogwirkungen. Die Bedingungen sind härter als die erfahrenen Berger befürchtet haben. Das Wrackstück bewegt sich um so mehr nach Steuerbord, je mehr von der Backbordseite entfernt wird.
Doch zum Jahresende wollen sie fertig sein. Danach könnten die Reste der "Rena" ins Ökosystem integriert werden. Dies ist eine Option, die durch eine Extrazahlung der Eigner in Höhe von 10.4 Millionen Dollar an die Regierung erzielt wurde und dem Wunsch von Tauchgruppen entspricht, die den Tourismus mit dem Wrack fördern wollen. Resolve-Bergungsinspektor Frank Leckey rechnet mit einer Zunahme des Fischbesatzes am Riff durch das Achterschiff. Quelle: Tim Schwabedissen



Passagiere der "Celebrity Summit" mit Tender gestrandet
(05.10.12) Am Abend des 4.10. lief um 19.45 Uhr ein Tenderboot des maltesischen Kreuzfahrtschiffes "Celebrity Summit", 90280 BRZ (IMO-Nr.: 9192387), auf einer abgelegenen Untiefe vor Bar Harbor. Es transportierte Passagiere von dem Hafen auf die "Celebrity Summit", die davor ankerte. Der Tender kam zwischen Bar Island und Porcupine Island fest. Die Crew eines Walbeobachtungsbootes übernahm die Insassen unversehrt. Das Kreuzfahrtschiff war am Morgen eingetroffen und war nach Bayonne, New Jersey, bestimmt. Die Küstenwache leitete eine Untersuchung ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter vor Japan
(05.10.12) Der kambodschanische Frachter "Haoda 6", 1496 BRZ (IMO-Nr.: 8864282), geriet vor der südwestjapanischen Präfektur Fukuoka am Morgen des 5.10. in Brand. Das Feuer entstand gegen drei Uhr. An Bord des Schiffes waren neun Mann Besatzung, davon sieben Chinesen. Die japanische Coastguard schickte Löschboote. Der Frachter war mit 980 Tonnen Schrott unterwegs von Chiba nach Ningbo. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier quetschte Boot des Sherrifs von Lorain
(05.10.12) Der 730 Fuß lange kanadische Bulkcarrier "John D. Leitch" 22080 BRZ (IMO-Nr: 6714586), rammte eine Pier sowie das Boot des Lorain County Sheriff's Office, als er am Abend des 3.10. um 19.20 Uhr auf dem Black River flussabwärts in Richtung der Charles Bury Bridge unterwegs war. Nach der Havarie machte der Frachter am alten Pellet Terminal Dock fest, wo die Coast Guard Cleveland Harbour eine Untersuchung begann. Die Polizei von Lorain unterzog die Crew um 21.30 Uhr routinemäßig Drogentests mit negativem Ergebnis. Die Pier sowie der Northern Border Initiative Boston Whaler des Lorain Police Department, der nahe der Coast Guard Station Lorain festgemacht gewesen war, wurden beschädigt. Das Boot wurde am 4.10. zur weiteren Untersuchung aus dem Wasser geholt. Die "John D. Leitch" kam mit Schrammen oberhalb der Wasserlinie davon. MSU Cleveland Harbor testete die Ruderanlage, versicherte sich der Betriebsfähigkeit der Maschine und fand auch das Navigationssystem einwandfrei vor. Deshalb wurde durch MSU Cleveland Harbor und die Coast Guard Buffalo eine Weiterfahrt erlaubt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre zum dritten Mal binnen zwei Jahren in Kollision verwickelt
(05.10.02). Die norwegische Fähre "Sykkylvsfjorden", 765 BRZ (IMO-Nr.: 7405924), war zum zweiten Mal binnen acht Tagen in eine Kollision verwickelt. Am Morgen des 5.10. rammte sie den Fähranleger in Liabygda. An Bord waren fünf Passagiere in vier Autos sowie vier Mann Crew. Offenbar war es zu Problemen mit dem Propeller beim Einlaufen in den engen Hafen gekommen, sodass das Schiff nicht rechtzeitig aufstoppen konnte und unter den Anleger lief. Dabei wurde die Rampe der Fähre eingedrückt, sodas sie nicht entladen werden konnte. Das Schiff machte danach am Kai in Liabygda fest. Am 27.9. hatte sie gegen sieben Uhr eine Holzpier in Stranda gerammt, als sie aus Liabygda kam. Am 8.11.2010 wiederum hatte sie den Kai in Liabygda gerammt, wobei vier der 17 Passagiere Verletzungen erlitten hatten. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischfarmboot auf Grund gelaufen
(05.10.12) Am Morgen des 4.10. lief das norwegische Fischfarmboot "Amron" (MMSI-Nr.: 257514500) beim Arbeiten an Netzen nahe Brønnøysund auf Grund. Das Schiff kam um 6.45 Uhr bei Gårdsøya fest, als es auf der Fahrt nach Egersund Net war, um dort Netze aufzunehmen. Da es mit langsamer Fahrt festkam, nahm die Antriebsanlage keinen Schaden. Die Crew wurde angewiesen, auf Hilfe zu warten. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Bergen auf Grund gelaufen
(05.10.12) Der unter Färöer-Flagge laufende Frachter "Mokosica" lief am 3. oder 4.10. auf Position 61.14 N 004.58 O rund 55 Meilen nördlich von Bergen auf der Fahrt nach Kristiansund auf Grund. Am 4.10. um 07:50 Uhr saß er noch fest. Die "Mokosica", 1784 tdw (IMO-Nr.: 9340738), wurde 2006 erbaut und läuft für die Wergeland Shipping A/S in Norwegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Charterboot mit 40 Menschen an Bord in Brand geraten
(05.10.12) An Bord des 75 Fuß langen Charterbootes "West Wind" brach am 4.10. um 17.25 Uhr ein Feuer aus, als es sich mit 40 Menschen an Bord 11 Meilen vor Little River, South Carolina, befand. Es handelte sich um 38 Erwachsene und zwei Kinder. Boote der Coast Guard Stationen Georgetown und Oak Island sowie ein Helikopter der Air Facility Charleston kamen zu Hilfe. Das Feuer konnte aber bereits vor dem Eintreffen der Helfer gelöscht werden. Mit der einen verbliebenen Maschine machte sich die "West Wind" unter Eskorte auf den Rückmarsch in den Heimathafen Calabash. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderhaus von Binnenschiff auf Neckar abgerissen
(04.10.12) Hoher Sachschaden entstand in der Nacht zum 5.10. bei der Kollision eines Binnenschiffes mit der Neckarbrücke Ost bei Hirschhorn. Die deutsche "Freiberg", 827 ts (EU-Nr.: 4031070), lief gegen 0.30 Uhr in ein Hängegerüst der Brückenbaustelle, als sie mit 440 Tonnen Schrott von Eberbach in Richtung Hirschhorn unterwegs war. Aus bislang unbekannten Gründen stieß sie mit dem Ruderhaus gegen das Gerüst der Strombrücke Ost, wobei dieses komplett abgerissen und das Rettungsboot aus seiner Verankerung gehoben wurde. Das schwer beschädigte Schiff konnte etwas unterhalb der Unfallstelle im Oberwasser der Schleuse Hirschhorn festgemacht werden. Die Wasserschutzpolizei sowie das Wasser- und Schifffahrtsamt nahmen dort Ermittlungen auf. Weil noch Teile des Ruderhauses im Neckar vermutet wurden, galt es erst das Flussbett erst mit einem Arbeitsschiff abzusuchen, ehe Gefahren für den Schiffsverkehr auszuschließen waren. Die Schifffahrt auf dem Neckar wurde deshalb seit 6.40 Uhr in beiden Richtungen eingestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung in Valencia kann rund zwei Wochen dauern
(05.10.12) Seit dem Morgen des 4.10. wurde vom Heck der "Celia" vor Valencia Sand weggebaggert. Ein größerer Bagger wurde am 7.10. von Cádiz kommend vor Ort erwartet. Die Hafenbehörde von Valencia genehmigte unterdessen am 4.10. den von den Eignern der "BSLE Sunrise" vorgelegten Bergungsplan, der ebenfalls das Ausbaggern eines Kanals zum tieferen Wasser vorseiht. Die "Marta Mata" kehrte unterdessen in ihre Basis in Palma de Mallorca zurück. Die "Punta Mayor" und "Med Fos" hielten Zug auf ihren Trossen zu den beiden Frachtern. Die Bergungsaktion wird nach derzeitigen Schätzungen 10-15 Tage dauern. Im Mittelmeer ist kein nennenswerter Tidenhub, der die Arbeit der Berger unterstützen würde. Andererseits sind die Schiffe wegen ihrer Lage auf dem flachen Sandstrand nicht sonderlich gefährdet. Es handelt sich nicht um die erste Strandung hier: Am 29.12.1980 trieb der Frachter "Navacerrada" auf die Küste von Pinedo. Quelle: Tim Schwabedissen



Touristenboot vor Pattaya gesunken
(05.10.12) Ein Passagierboot sank am Morgen des 5.10. vor der Bali Hai Pier in Süd-Pattaya. Das Boot verkehrte zwischen Koh Larn und Pattaya. Es war um 10 Uhr ausgelaufen und sank 100 Meter vor der Küste. Alle 27 Insassen konnten gerettet werden, die moisten waren Touristen. Zwei kamen mit leichten Verletzungen ins Pattaya Memorial Hospital. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf vier Schiffen in Xiamen
(05.10.12) Am 3.10. um 8:30 Uhr gerieten vier Fahrzeuge 200 Meter von der Sanqiutian Wharf auf Gulangyu Island in Xiamen in Brand. Das Feuer konnte binnen zwei Stunden gelöscht werden. Nach einer Explosion auf einem Schiff gegen neun Uhr war dichter Rauch aufgestiegen. Das Xiamen Maritime Bureau schickte ein Rettungsteam und untersagte den Schiffsverkehr um Gulangyu Island für zwei Stunden.
Um 10.30 Uhr war der Brand gelöscht, zwei der betroffenen Schiffe waren schwer beschädigt. Es handelte sich um zwei Holz- und zwei Stahlschiffe mit Flüssiggastanks, die "Minquanyu 06807", "Minquanyu06811", "Minxiajiao 0007" und "Minxiahuo 0015". Die "Minxiajiao 0007" und "Minxiahuo 0015" waren zum Transport von LNG nach Gulangyu Island. Eingesetzt. Auf der "Minxiahuo 0015" waren mehr als 20 leere Tanks, als auf ihr das Feuer ausbrach, das von der "Minxiajiao 0007" ausging. Quelle: Tim Schwabedissen



Wildgewordenes Segel rief zwei Rettungsboote auf den Plan
(05.10.12) Die Yacht "Sea Brigand" geriet am 4.10. in Dartmouth Harbour ankernd in Schwierigkeiten. Ein Segel entrollte sich bei stürmischem Wind, und es gelang weder Skipper noch der Crew des Bootes der RNLI Dart, es unter Kontrolle zu bekommen. Bei inzwischen Windstärke 10 kam dann das Torbayer Boot zu Hilfe. Den beiden RNLI-Booten gelang es dann gemeinsam, die Yacht an einen Ponton in Darthaven zu bringen.
Das Boot aus Dart war um 00.40 Uhr alarmiert worden, als Hilfeschreie über den Fluss ertönten. An Bord der "Sea Brigand" hatte sich lediglich der Skipper befunden, der in Gefahr war, über Bord geschleudert zu werden, als er bei 25 Knoten Wind mit dem schlagenden Segel kämpfte. Zwei Rettungsmänner gingen an Bord der Yacht, doch auch sie bekamen das Segel der 45-Fuß-Yacht nicht unter Kontrolle, während das Boot heftig an seiner Ankerkette gierte und mit der Strömung gegen andere Boote zu treiben drohte. Nach einem einstündigen Kampf erreichte dann das Torbayer Boot Dartmouth und nahm die Yacht längsseits. Derselbe Skipper hatte bereits im Oktober 2011 von dem Boot aus Dart gerettet werden müssen. Quelle: Tim Schwabedissen



Niedrigwasser macht Rest einstigen Museumsschiffes sichtbar
(05.10.12) Das Niedrigwasser auf dem Mississippi hat jetzt das Wrack von USS "Inaugural" zutage treten lassen, das 1993 in St. Louis bei einer Flutwelle losgerissen wurde. Das Wrack ragt eine halbe Meile hinter der MacArthur Bridge in St. Louis aus dem Wasser. Die USS "Inaugural" war 1944 als Minensucher vom Stapel gelaufen und 1946 außer Dienst gestellt worden. 1968 wurde er zum Museumsschiff an der Wasserfront von St. Louis. 25 Jahre später führte eine massive Flut zu seinem Ende eine Meile vom einstigen Liegeplatz entfernt, wo das Schiff strandete und sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Plasmaschneider für "Miner"-Wrack gestohlen
(05.10.12) Die Räumung des Wracks der "Miner" auf Scatarie Island hat einen weiteren Rückschlag erlitten -drei Plasmaschneider wurden aus einem Lagerhaus gestohlen, das der Bergungsgesellschaft Bennington Group im Sydport Industrial Park gehört. Sie werden zum Zerschneiden des Metalls gebraucht. Die Bennington Group aus New York hatte eigentlich im Frühjahr ihre Arbeit beginnen wollen, war aber von Pannen verfolgt, sodass sich bislang noch nichts an dem Wrack getan hat. Die anstehenden Wetterverschlechterungen durch die Wintersaison lassen einen zeitnahen Arbeitsbeginn auch immer zweifelhafter erscheinen. Quelle: Tim Schwabedissen



Celia (Bild: Jose Pol)   Großbild klick!
Neue Bergungspläne für Frachter vor Valencia
(04.10.12) Nachdem der Bergungsversuch der "BSLE Sunrise" und der "Celia" vor Valencia gescheitert ist, soll nun ein Graben in tieferes Wasser ausgebaggert werden. Den beiden Bergungsschleppern "Sar Mesana" und "Punta Mayor" war es lediglich gelungen, das Schiff 90 Grad zu drehen und 45 Meter weit zu ziehen, doch seit dem 2.10. gab es keinen weiteren Fortschritt mehr. Am 4.10. sollte ein Bergungsplan genehmigt werden. Um acht Uhr morgens begannen Taucher mit einer Untersuchung des Rumpfes. Die " Punta Mayor" hielt Zug auf einer Schlepptrosse. Am 3.10. wurde ein weiterer Bergungsschlepper, die "Marta Mata", aus Palma de Mallorca gerufen. Sie soll an Steuerbord ziehen, die Sar Mesana" an Backbord und die "Punta Mayor" in der Mitte. Derweil ist die holländische Bergungsfirma Svitzer dabei, die Lage der "Celia" zu prüfen. Die "Med Fos" war am 1.10. aus Gibraltar kommend eingetroffen und ist mit einer Schlepptrosse mit dem Havaristen verbunden. Am Heck wurden vorbereitende Baggerarbeiten begonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Straumvik geborgen (Bild: Paul Schneider)   Großbild klick!
Straumvik geborgen und im Hafen
(04.10.12) Der norwegische Frachter "Straumvik" wurde am Nachmittag des 2.10. von der Schäre in Finnsnesrenna gezogen, auf die er am Morgen gelaufen war. Dabei kam der Schlepper "Polar Bjørn" aus Tromsø zum Einsatz. Die "Heimdal" der norwegischen Küstenwache überwachte die Bergung. Außer dem aufgerissenen Ballasttank wurden keine weiteren Schäden festgestellt. Der Frachter ging auf Südkurs und lief, assistiert von der "Polar Bjørn", nach Harstad zu weiteren Untersuchungen ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Jack Up-Rig vor Brasilien gekentert
(04.10.12) Das Jackup Rig "Sep Orion" ist bei Arbeiten für Odebrecht/Vale in Brasilien gekentert. Das Rig wurde 2010 in Batam erbaut und durch ein Schiff der Firma Dockwise zum Einsatzort in Brasilien gebracht, wo es nun verunglückte. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Neeltje Jans eingeschleppt
(04.10.12) Ein Kutter geriet bei Neeltje Jans am 2.10. in Schwierigkeiten, nachdem ihm der Treibstoff ausgegangen war. Um 14.15 Uhr wurde das Rettungsboot "Koopmansdank" von der Küstenwache Ouddorp alarmiert. Das 1975 erbaute Schiff war in Irland von seinem neuen Eigner gekauft worden und sollte nach Finnland überführt werden, um dort als Wohnschiff zu dienen. Die "Koopmansdank" nahm den Kutter längsseits und brachte ihn sicher in den Binnenhafen eingebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter von Tanker gefangen
(04.10.12) Der norwegische Trawler "Geir Roger", 212 BRZ (MMSI-Nr.: 257895500), verfing sich am 3.10. gegen 10 Uhr mit seinem Netz in einem im Sørøysund vor Hammerfest ankernden Gastanker, der in Melkøya Ladung aufnehmen sollte. Der Kutterkapitän hatte die Strömung unterschätzt, und sein Schiff schlug gegen den Tanker. Ein Rettungsboot und Taucher wurden gerufen, um es zu befreien, wobei das Netz zerschnitten werden musste. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Tote bei Tankerbrand vor Vietnam
(04.10.02). Auf dem vor Anker liegenden Tanker "Shun Cheng" brach am 29.9. auf Position 20-40 N 106-51 O im Golf von Tonkin vor Hai Phong, Vietnam, ein Feuer aus. Fünf Mann der Crew und ein Feuerwehrmann kamen um, zwei weitere Menschen wurden verletzt. Fünf Mann wurden evakuiert. Das Feuer entstand bei Schweißarbeiten im Maschinenraum. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter unter Pier eingeklemmt und gesunken
(04.10.12) Am 2.10. wurde der norwegische Kutter "Fisker'n" (MMSI-Nr.: 257212740), unter einer Pier bei Nic Haug, Ballstad, eingeklemmt. Mit der Flut lief er dann voll. Ein Zeuge alarmierte noch den Skipper, doch als dieser vor Ort war, ragte nur noch der Bug des 10 Meter langen Schiffes aus dem Wasser. Das Rettungsboot ."Det Norske Veritas" versuchte dann, den Kutter zu heben, doch reichte sein Hebegeschirr dazu nicht aus. Erst ein herbeigerufener Mobilkran konnte den Kutter am 3.10. wieder an die Wasseroberfläche bringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker vor Bermuda verlangsamt
(04.10.12) Der britische Flüssiggastanker "Happy Bear" erlitt am 30.9. auf der Fahrt von Houston nach Gibraltar auf Position 32 18 N 064 23 W, gegen 18 Uhr rund 20 Meilen östlich von Hamilton, Bermuda, Maschinenschaden. Er kam noch mit 1.5 Knoten voran. Die "Happy Bear", 7245 tdw (IMO-Nr.: 9131096), wurde 1997 erbaut und läuft unter Panama-Flagge. Er hat als Manager die Bernhard Schulte Shipmanagement (UK) Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker mit Maschinenausfall in den Dardanellen geankert
(04.10.12) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Rising Eagle" erlitt am 1.10. auf der Fahrt von Aqaba in Jordanien nach Bandirma beim Einlaufen in die Dardanellen Maschinenausfall. Das Schiff ankerte vor Intepe, wo es auch am 2.10. noch lag. Die "Rising Eagle", 26758 tdw (IMO-Nr.: 9073672), wurde 1995 erbaut und läuft für die Swedish Management Co. Sa. in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer in der Ladung in Stavanger
(04.10.12) Am Abend des 2.10. brach auf dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter "BBC Emsland", 7878 BRZ (IMO-Nr.: 9511648), vor Dusavika in Stavanger ein Feuer aus. Es entstand in Kunststoffladung unter Deck. Die Feuerwehr hatte den Brand um 19.22 Uhr unter Kontrolle. Es war zu starker Rauchentwicklung gekommen. Nach einer ausführlichen Kontrolle mit Wärmekameras wurde der Einsatz um 20.26 Uhr beendet. Das Schiff verließ den Hafen mit Kurs Kristiansund am 30.10. gegen sechs Uhr. Quelle: Tim Schwabedissen



Sieben Verhaftungen nach Schiffsunglück in Hongkong - am Ende 38 Tote
(04.10.12) Das Wrack des Fahrgastschiffes "Lamma IV", dessen Untergang vor Hongkong 38 Menschen das Leben kostete, wurde am 3.10. an einen Strand geschleppt. Am 2.10. hatten Taucher noch zwei weitere Tote aus dem Wrack gezogen. Im hinteren Teil des Schiffs war ein riesiges Loch zu erkennen, durch welches es nach dem Zusammenstoß mit der "Sea Smooth" zwei Tage zuvor binnen weniger Minuten mit Wasser vollgelaufen war.
Die Polizei nahm unterdessen die Kapitäne der beiden Schiffe sowie insgesamt fünf weitere Besatzungsmitglieder, darunter zwei der "Lamma IV", fest. Die Behörden werfen ihnen die Gefährdung des Lebens anderer vor. Die Schiffe haben möglicherweise unachtsam navigiert. Die Beschuldigten wurden allerdings alle wieder gegen eine Kaution entlassen. Die "Lamma IV" war im Bereich des Maschinenraums aufgerissen worden. Die selbst im Bugbereich aufgerissene "Sea Smooth" lief nach einem kurzen Stopp selbst in den Hafen ab. Der Kapitän kam mit Rippenverletzungen dort ins Krankenhaus.
Überlebende sagten, die Wucht der Kollision habe sie aus ihren Sitzen gerissen. Als die Suche nach Schwimmwesten begann, brach Panik aus. Es waren nur wenige Lampen an, als die "Lamma IV" sich auf die Seite legte und binnen weniger Minuten übers Heck wegsackte.
Die ersten Retter waren 17 Minuten nach dem um 20.23 Uhr gefunkten Notruf vor Ort. Zu dieser Zeit lief noch ein Generator der "Lamma IV", doch das Schiff sank schnell weg. Im Wasser schwammen panische und verletzte Menschen. Helikopter des Government Flying Service und Feuerlöschboote leuchteten die Unglücksstelle aus. Scheiben auf der "Lamma IV" wurden eingeschlagen, um noch Menschen zu retten. Von den101 Personen, die ins Krankenhaus kamen, wurden 66 inzwischen wieder entlassen, vier waren noch in kritischem Zustand. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportfischerboot auf Schäre gelandet
(04.10.12) Eine 26 Fuß lange Scan Dynamic 7600 lief am Vormittag des 2.10. zwischen Flæsa und der H-Schäre an der Bambleküste auf Felsen Die zwei Sportfischer an Bord konnten sich auf die kleine Insel Ytre Stråholmstein retten. Um 11.44 Uhr wurde nach Bekanntwerden der Havarie Alarm geschlagen. Das Boot hatte in rauer See Motorausfall erlitten und war vom kräftigen Wind nach Stråholmstein getrieben worden. Ein Sea King-Helikopter, ein Polizeiboot und das Rettungsboot "Askøybæringen" wurden in Marsch gesetzt. Der Helikopter hatte sich bei Gaustatoppen befunden und winschte die beiden Männer auf, die dann nach Hafsund geflogen wurden. Wo sie um 13 Uhr eintrafen. Versuche der "Askerbæringen", das Motorboot zu bergen, scheiterten. Quelle: Tim Schwabedissen



Weltkriegsveteran saß auf Lake Barkley fest
(04.10.12) Das Landungsboot "LST-325" life auf dem Cumberland River nahe der Lake Barkley Schleuse in Kentucky auf Grund. Das einstige Weltkriegsschiff, das am D-Day in der Normandie im Einsatz gewesen war, war unterwegs zum Heimathafen Evensville, Indiana und kam aus Nashville, Tennessee mit einer 42-köpfigen Crew an Bord. Fast 48 Stunden nach der Havarie konnte es wieder flottgemacht werden. Bevor es auf dem Ohio River weiter nach Evansville ging, musste es zunächst 40 Meilen nach Paducah zum Bunkern laufen. Es war am 15.9. aus Evansville ausgelaufen und machte Besuche in Nashville und Clarksville, ehe es auf dem Cumberland River Channel in den Lake Barkley ging, wo es am 1.10. um 17 Uhr in einem Regensturm festkam. Es saß acht Meilen oberhalb des Barkley Damms nahe Lyon County fest. Am 3.10. um 18.20 Uhr wurde es wieder flottgemacht. Dabei wurde auch der Heckanker eingesetzt. Außerdem war der 4000-PS-Schlepper "Bethany Dawn" aus Cario, Illinois, beteiligt. <Quelle: Tim Schwabedissen



Praktisch keine Hoffnung mehr für drei dänische Segler
(04.10.12) Am 29.9. alarmierte ein Trawler das MRCC Etel, nachdem er 70 Meilen südwestlich von Brest einen Rumpf kieloben in der See treibend entdeckt hatte. Es war einer der Schwimmer eines Trimarans, mit dem drei dänische Segler in der Biscaya unterwegs gewesen waren. Die drei Männer aus Odense waren am 23.9. mit unbekanntem Ziel aus Brest ausgelaufen. In der folgenden Nacht waren Notraketen vor Penmarc'h gesichtet worden. Es herrschte zu der Zeit Sturm. Ein EC 225-Helikopter der Marine untersuchte das Wrackstück. Taucher bargen Schiffspapiere und einen Laptop, mit deren Hilfe es gelang, den Trimaran zu identifizieren. Es gab keine Rettungsinsel an Bord. Eine Falcon 50 war bis zum 30.9. im Einsatz, weitere Suchflüge erfolgten bis zum 2.10. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker mit Maschinenschaden nach Rotterdam geschleppt
(04.10.12) Am 2.10. erlitt der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker "Chem Orion", 5997 BRZ (IMO-Nr.: 9175767), kurz nach Verlassen des Rotterdamer Cargill Terminal gegen Mittag bei Rozenburg Maschinenschaden. Er wurde von den Schleppern "SD Shark" und "Stevn Arctic" auf den Haken genommen und um 14.30 Uhr im Europoort festgemacht. Am 4.10. setzte er die Reise gegen 9.30 Uhr fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Rätselraten über Mastbruch auf "Jacob Meindert"
(04.10.12) Nachdem der holländische Toppsegelschoner "Jacob Meindert" am 29.9. vor Terschelling auf der Fahrt von Kiel nach Harlingen beide Masten verlor, wird er nicht am Race of the Classics am 8.10. in Rotterdam teilnehmen können. Erst war der Bugsprit gebrochen, dann ging das gesamte Rigg über Bord. An Deck herrschte Chaos, als der Havarist nach Harlingen eingeschleppt wurde. Das Unglück hatte sich ereignet, als das Schiff nördlich von Paal 8 mit fünf Mann Crew und fünf deutschen Schülern unterwegs war. Weil die Masten langsam knickten, konnten sihc alle in Sicherheit bringen. Das Rettungsboot "Frans Hogewind" war um 19.40 Uhr als erstes vor Ort und setzte zwei Rettungsmänner über. Dann folgten die "Arie Visser" von West-Terschelling und die Berger von Noordgat mit der "Hurricane". Die Masten wurden gesichert, sodass die "Jacob Meindert" gemeinsam mit dem Schlepper das Schiff nach Harlingen abschleppen konnte. Das letzte Stück absolvierte die "Hurricane" alleine, und die KNRM-Männer wurden von der "Jacob Meindert" auf ihr Boot zurückgeholt. Gegen vier Uhr waren sie wieder auf Station. Die Unglücksursache war unbekannt. Das Schiff war 1986 in Polen umgebaut worden, und es gibt keine Dokumentation über das dort verwendete Material. Als die Masten herunter kamen, wollte die Crew dichter am Wind segeln. Auch die Maschine lief. Es waren sieben Beaufort Wind. Quelle: Tim Schwabedissen



Wein vom Ostseegrund geholt
(04.10.12) Schwedische Taucher haben aus dem Wrack des Dampfschiffes "SS Astrid" vor der schwedischen Küste 100 Jahre alte Flaschen mit Wein geborgen. Die Schatzsucher vom Ocean X-Team hoben die 21 Flaschen bereits im Juli. Der Wein wird nun in London analysiert und soll später eventuell beim Londoner Auktionshaus Christie's versteigert werden. Die "Astrid" war im November 1916 auf dem Weg von Stockholm zur westfinnischen Stadt Rauma von einem deutschen U-Boot versenkt worden. Hauptsächlich bestand die Ladung aus Eisen. Der Wein stammte ursprünglich aus der Champagne in Frankreich und sollte vermutlich über Finnland nach Russland geliefert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Sorge um Öl aus Wrack vor Bornholm
(04.10.12) Nachdem das Wrack des chinesischen Frachters "Fu Shan Hai", der 2003 vor Bornholm sank, auf dem Meeresgrund bewegt hat, wird befürchtet, dass die 250000 Gallonen Öl an Bord auslaufen könnten. Das Schiff hat sich stärker auf die Seite gelegt. Es besteht nach Ansicht der dänischen Küstenwache kein akutes Risiko, aber mit der Zeit wird die Gefahr größer. Das Wrack liegt vier Kilometer nördlich von Hammerodde vor Bornholm. Quelle: Tim Schwabedissen



Weltkriegsveteran saß auf Lake Barkley fest
(04.10.12) Fünf Taiwanesen starben am 3.10. bei der Kollision ihres Tenders mit dem Ausflugsboot "Dong Phong II", das 18 Fahrgäste an Bord hatte, in Ha Long in der Nordprovinz Quang Ninh. Diese kam von der Sung Sot Cave zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Ladeluke explodiert
(04.10.12) Der beschädigte Bulkcarrier "Sea Moon" könnte gezwungen sein, in die USA zurückzukehren, nachdem eine Explosion eine Ladeluke zerschmetterte und einen Seemann verletzte. Das Schiff liegt seit vier Tagen vor St David's. Es war mit Kohle unterwegs von New Orleans nach Pakistan. Der am 30.9. in Bermuda abgesetzte Filippino wurde unterdessen in ein Spezialkrankenhaus in Boston geflogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Jahr nach der "Rena"-Strandung - der größere Teil bleibt wohl unten - Bergungsausrüstung gestohlen
(04.10.12) Piraten haben Ausrüstung im Wert von 20,000 Dollar von der Barge "RNG280" gestohlen, als diese von Singapur nach Tauranga unterwegs war. Sie kamen unbemerkt nachts an Bord und brachen bei der Passage der Straße von Malakka in die Container ein. Es wurden spezielle Schweißaufrüstung, Pumpen und anderes Material entwendet. Resolve muss nun nicht nur neues Gerät besorgen, sondern es auch für weitere 15,000 Dollar aus den USA einfliegen lassen. Kurz zuvor war bereits Bergungsgerät verloren gegangen, als ein Teil der "Rena" abbrach. Die Barge liegt nun noch in Tauranga und wird für die Taucherarbeiten ausgerüstet. Derweil zeichnet sich ab, dass die Eigner weitere 10.4 Millionen Dollar zahlen und dafür der Rest des Wracks auf dem Riff verbleibt, wo es vor fast genau einem Jahr strandete. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 47 Millionen, weitere 27 Millionen Kompensation gehen an Ladungseigner. Der Direktor von Tauranga Marine Charters zeigte sich glücklich über die sich abzeichnende Entwicklung. Über dem Achterschiff stehen an der flachsten Stelle 10 Meter Wasser. Es gäbe nichts mehr, was die Gewässer verschmutzen könnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Trustful mit Trustful im Schlepp in Seenot
(04.10.12) Am 2.10. assistierten die RNLI-Boote aus Tynemouth, Blyth und Cullercoats dem sinkenden Trawler "Trustful". Um 8.5 Uhr liefen die Boote aus Tynemouth und Blyth aus, nachdem der in North Shields beheimatete Trawler Mayday gefunkt hatte. Ein von ihm gezogener Kutter gleichen Namens hatte zwei Meilen östlich von Blyth zu sinken begonnen. Das dortige Rettungsboot war als erstes vor Ort und bekam von der dreiköpfigen Crew des schleppenden Trawlers die Auskunft, dass das andere Fahrzeug menschenleer sei. Um neun Uhr war auch das Boot aus Tynemouth eingetroffen und setzte Rettungsmänner mit Lenzpumpen auf den 10-Tonner über, der schwere Schlagseite hatte und über das Heck Wasser nahm. Es gelang aber nicht, des Wassereinbruchs Herr zu werden, sodass das RNLI-Boot aus Cullercoats hinzugerufen wurde. Nun gelang es, den Wasserpegel im Maschinenraum langsam abzusenken, sodass ein Mann des Bootes aus Tynemouth sich hineinwagen und im hüfthohen öligen Wasser arbeitend die Lecks abdichten konnte. Danach wurde der Havarist vom Rettungsboot aus Tynemouth zum River Tyne abgeschleppt. Um 13.30 Uhr war sein Einsatz beendet. Das Rettungsboot aus Blyth war bei der Aktion durch ein Stück Treibgut leicht beschädigt worden, und kehrte zu seiner Station zurück. Offenbar war die "Trustful" in Folge einer Grundberührung, die vor neun Tagen bei Dunbar in Schottland stattgefunden hatte, so beschädigt worden, dass es bei der Verschleppung zur Reparatur auf dem Tyne zu dem Wassereinbruch kam. Die Versicherer ebenso wie die Maritime & Coastguard Agency hatten gegen die Verschleppung keine Bedenken gehabt. Quelle: Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Kutter pendelte nach Lochinver
(04.10.12) Das RNLI-Boot aus Lochinver war gerade von einer Überholung in Stornoway gekommen, als es am 2.10. vom dortigen Coastguard MRCC gebeten wurde, dem Kutter "Laurel - CY 341" (MMSI-Nr.: 235004129) zu assistieren, der 10 Meilen westlich von Lochinver trieb. Um 14.40 Uhr war es an seiner Station gewesen, der Mechaniker noch im Maschinenraum, als um 15.25 Uhr der Alarm kam. Der Kutter hatte sein Ruder und den Propeller in seinen Netzen verfangen und trieb in frischem Südsüdwestwind mit Böen von 25 Meilen. Um 16.10 Uhr hatte das Rettungsboot den Havaristen erreicht und nahm ihn rasch in Schlepp. Doch wegen des blockierten Ruders konnte der Kutter nicht gerade steuern und pendelte hinter dem Rettungsboot hin und her. Zwei Stunden später war Lochinver erreicht, wo das Boot den Kutter längsseits nahm und an den Kai legte. Um 18.30 Uhr waren die Seenotretter wieder an ihrer Station. Quelle: Tim Schwabedissen



Sorge auf Usedom nach neuerlichem Untergang der "Atlantis II"
(04.10.12) In Usedom herrscht Sorge, nachdem am Yachtanleger auf dem Achterwasser seit dem 23.8. das einstige Seebäderschiff "Atlantis II", 359 BRZ (IMO-Nr.: 5029740), auf Grund liegt. Zwei Ölschlängel wurden um den Havaristen ausgebracht und dafür sorgen, dass kein Öl das Gewässer verunreinigt. Bereits 1999 war das Schiff in Netzelkow gesunken. Damals war es ein Sturm gewesen, der es versenkte, doch in diesem Fall lassen zwei offene Bullaugen vermuten, dass der Untergang vorsätzlich herbei geführt wurde.
Bislang haben die Behörden keine weiteren Maßnahmen eingeleitet. Als das Schiff am 23.8. wegsackte. Wurden das THW Stralsund und Wolgast gerufen, um einen Austritt von Betriebsstoffen in das Hafenbecken zu verhindern. Das Unterdeck war vollgelaufen, und auch das Hauptdeck lag teilweise unter Wasser. Im Motorraum befanden sich rund 500 Liter Öl, die es abzupumpen galt. Mit Hilfe des Wasser- und Schifffahrtsamtes sowie Spezialfirmen wurden erst Ölsperren um das Wrack ausgebracht und dann mit dem Absaugen des Öl-Wassergemischs in Container begonnen. 4m³ Öl-Wasser-Gemisch wurden aus dem Maschinenraum abgepumpt, außerdem wurden die Tanks und Hydraulikanlagen geprüft sowie Öl-absorbierende Textilmaterialien eingebracht.
Bei der "Atlantis II" handelt es sich um ein deutsches Seebäderschiff, das 1956 von der Jadewerft in Wilhelmshaven für die Reederei Cassens Eils erbaut wurde. Es war bis 1970 im Helgolandverkehr eingesetzt und befuhr im Sommer die Strecke Büsum - Helgoland, während es im Winter die Strecke Cuxhaven -Helgoland bediente. Das Schiff wurde zweimal verlängert, 1960 auf der Beckmann-Werft in Cuxhaven von ursprünglich 32 Metern auf zunächst 49,80 Meter, 1964 dann bei der Mützelfeldt-Werft Cuxhaven auf nunmehr 52,86 1970 wurde es an die Reederei Hansa-Linie Flensburg, deren Mitgründer Cassen Eils war, für Butterfahrten auf der Ostsee zwischen Kappeln und Sønderborg verchartert.
1972 wurde das Schiff an O.W. Rasmussen , Sønderborg verkauft und registriert für Ostsee Reederei Anstalt, Valduz (Lichtenstein),verkauft und in Panama registriert. 1996 ging die Reederei Hansa-Linie in Konkurs. Das Schiff wurde in Usedom aufgelegt und später in den Hafen Netzelkow geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Straumvik": Alle Jahre wieder
(Bild: Torgeir Brathen)   Großbild klick!
Frachter zum zweiten Mal binnen eines guten Jahres gestrandet
(02.10.12) Der 50 Meter lange, norwegische Frachter "Straumvik", 712 BRZ (IMO-Nr.: 7042291), lief am 2.10. gegen drei Uhr auf Felsen in Finnsnesrenna, nachdem er zuvor eine Fahrwassertonne auf der falschen Seite passiert hatte. Das Rettungsboot "Ulabrand" wurde um 3.10 Uhr alarmiert und war um 5:20 Uhr vor Ort. Ein Taucher stieg ab und stellte bei der Untersuchung des Rumpfes fest, dass dieser einen Riss von 60-70 Zentimetern Länge im Bereich eines Ballasttanks erlitten hatte. Die "Straumvik" war mit 380 Tonnen Lachs beladen.
Die vierköpfige Crew blieb unversehrt. Der Frachter war bei der Strandung, die sich zur Hochwasserzeit ereignete, auf Südkurs gewesen. Ein Bergungsversuch sollte mit der nächsten Flut um 15 Uhr durchgeführt werden. Das norwegische "Heimdal" löste das Rettungsboot am Morgen ab, und der Küstenwachschlepper "Normann Jarl" wurde gerufen, um den Havaristen am Nachmittag abzuschleppen.
Die "Straumvik" war bereits am 27.9.2011 nördlich von Håøya im Kvernafjord in Nordhordaland unbeladen und mit hoher Fahrt auf einen Felsen gelaufen. Gegen 21 Uhr, fünf Stunden nach der Havarie, hatte die fünfköpfige Crew sie mit dem bordeigenen Bagger wieder herunterhieven können. Danach lief der Frachter den Hafen von Knarvik zu Untersuchungen an. Quelle: Tim Schwabedissen



Lamma IV - A 9153 wird geborgen
(Bild: Lui Siu Wai)   Großbild klick!
Mindestens 37 Tote bei schwerer Kollision in Hongkong
(02.10.02).Am 1.10. um 20.23 Uhr kollidierten zwei Fahrgastschiffe im östlichen Lamma-Fahrwasser südwestlich von Hong Kong. Dabei handelte es sich um die "Lamma IV - A 9153", der Power Assets Holdings Ltd., die von dem Stromriesen Hong Kong Electric gechartert worden war, um mit Betriebsangehörigen und deren Familien die Feuerwerke zum Nationalfeiertag in Victoria Harbour zu besuchen, sowie die 27 Meter lange Hafenfähre "Sea Smooth" (MMSI-Nr.: 477995071) der Hong Kong & Kowloon Ferry Holdings Ltd., die sich auf einer Linienfahrt befand.
Die kleinere "Lamma IV", die erst zehn Minuten zuvor abgelegt hatte, sank binnen kürzester Zeit übers Heck weg, nach weiteren zehn Minuten ragte nur noch der Bug in steilem Winkel aus dem Wasser. An Bord des Schiffes kamen nach letzten Erkenntnissen mindestens 37 Menschen ums Leben.
Acht von ihnen starben nach der Einlieferung ins Krankenhaus. An Bord der "Lamma IV" waren 121 Fahrgäste und eine dreiköpfige Crew gewesen. Rettungsschiffe konnten 123 Menschen aus dem Wasser ziehen. 28 von ihnen wurden vor Ort tot erklärt. Über 100 Personen wurden zum Teil schwer verletzt in fünf umliegende Krankenhäuser gebracht.
Zum Unglückszeitpunkt herrschte vor Hongkong dichter Schiffsverkehr auch wegen des Endes eines Feiertages, des Herbstfestivals, sowie des Nationalfeiertags. An Bord der Fähre waren mehrere 100 Passagiere, die unversehrt blieben, obwohl das mit hoher Fahrt laufende Schiff zu einem abrupten Halt kam, als es sich in das Charterschiff bohrte. Die bis zu 28 Knoten schnelle "Sea Smooth", die 200 Passagiere befördern darf, lief unmittelbar nach der Kollision ab und konnte mit einem Loch im Bug und weiteren Schäden im Vorschiffsbereich einen Kai in Yung Shue Wan auf der Insel Lamma erreichen. Im Laufe des Vormittages des 2.10. wurden sechs Besatzungsmitglieder festgenommen.
Am Morgen des 2.10. wurde das wenige hundert Meter vor Lamma liegende Wrack der "Lamma IV" von einer Kranbarge soweit gesichert, sodass Taucher ins Innere eindringen konnten. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass sie noch weitere Tote finden würden. Die Feuerwehr von Hongkong war mit sieben Booten, darunter einem Taucherschiff vor Ort. Vier Rettungsboote und ein Taucherteam wurden aus Guangdong geschickt.
Das bislang schlimmste Unglück ereignete sich1971, als 88 Menschen ums Leben kamen, nachdem die Fähre "Fat Shan" in einem Taifun zwischen Hong Kong und Macau gekentert war. Im Jahr 2008 starben 18 ukrainische #Seeleute, als ihr Schiff nach der Kollision mit einem chinesischen Frachter sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Rijkswaterstraat will vier Wracks vor Holland räumen
(02.10.12) Die holländische Rijkswaterstaat will wegen der Gefährdung für die Schifffahrt vier alte Wracks ganz oder teilweise aus Schifffahrtsstraßen in der Nordsee räumen lassen. Eines davon ist die "Ariana" in der Westerschelde, ein finnisches Dampfschiff, das am 8. August 1952 im Baarland zwischen Vlissingen und Hansweert sank. Einige dutzend Kilometer vor der Küste von Walcheren liegt die "Jan Breydel", ein Kutter, der 1985 mit einem Containerfrachter sank, ein weiteres Wrack, das etwa 55 Kilometer vor der Küste in der Fahrrinne nach IJmuiden liegt, scheint ein Kohlenfrachter aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen sein, das vierte Schiff ist ein unidentifiziertes Wrack vor Vlieland. Die Bergung der vier Schiffe soll binnen vier Jahren vonstatten gehen. 48 Monate zu gehen abzuschließen. Quelle: Tim Schwabedissen



Altes Torpedoboot vor Primorje soll historisches Denkmal werden
(02.10.12) Auf dem Grund der Peter-der-Große-Bucht in Primorje wurde das Wrack des Torpedoboots "M 208" entdeckt, das vor rund hundert Jahren während des Russisch-Japanischen Krieges gesunken ist. Das Schiff liegt auf einer Tiefe von 30 Metern. Die Untersuchung des Wracks während einer Tauchexpedition ergab, dass der Rumpf stark beschädigt ist. Die Expeditionsteilnehmer tauchten mehrmals ab, um den Fund in Augenschein zu nehmen. Ihr Hauptanliegen war es, alle Schiffsteile auf Fotos und Video festzuhalten und eine topografische Aufnahme durchzuführen. Diese Angaben sollen später dazu dienen, dem versunkenen Schiff den Status eines historischen Denkmals zu verleihen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgebrannter Frachter im Schlepp nach Beira
(02.10.12) Der teilweise ausgebrannte, unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Everton", 6714 BRZ (IMO-Nr.: 9169823), wird derzeit nach Beira, Mosambik, geschleppt. Die Aufbauten sind zerstört, der Rumpf geschwärzt. Die "Everton" war am 25.9. in der Straße von Mosambik in Brand geraten, das Feuer wütete in Maschinenraum, auf der Brücke und in den Aufbauten. Drei Schlepper wurden zur Assistenz geschickt. Der Frachter war von Pemba nach Mitsamudu unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Rhein nach Havarie eines Tankers gesperrt
(02.10.12) Nach der Havarie eines Binnentankers musste der Rhein am 1.10. um 21 Uhr bis in die frühen Morgenstunden des 2.10. für die Schifffahrt gesperrt werden. Der Tanker war am Vormittag vor Nackenheim südlich von Mainz auf Grund gelaufen. Um den Havaristen wieder frei zu bekommen, musste ein Teil der aus etwa 2.000 Tonnen Benzin bestehenden Ladung in ein zweites Tankchiff geleichtert werden. Die Pumparbeiten wurden durch das Löschboot "Franz-Anton-Schneider" der Städte Mainz und Wiesbaden abgesichert. Nach dem Leichtern wurde der Tanker von einem Schlepper vom Grund gezogen und lief dann in den Mainzer Industriehafen ein, wo er von einem Spezialtaucher untersucht wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff verlor Anker - Schleuse gesperrt
(02.10.12) In der Schleuse Jochenstein verlor am 1.10. ein Binnenschiff seinen Anker und blockierte dadurch zeitweilig eine Schleusenkammer. Gegen sechs Uhr wurde die Wasserschutzpolizei gerufen. Das holländische Binnenschiff, das Zement geladen hatte, war auf der Donau talwärts unterwegs und hatte in der Nordkammer der Schleuse Jochenstein eingeschleust. Aus bisher ungeklärter Ursache verlor es dort seinen Heckanker. Dieser verhakte sich im Schleusentor und blockierte es. Gegen 13.30 Uhr war das Schiff wieder frei, der Anker wurde geborgen. In den folgenden Stunden wurde durch Taucher die Schleuse auf Schäden untersucht. Nachdem keine Schäden festgestellt wurden, war gegen 15.00 Uhr die Schleuse Jochenstein und somit die Donau wieder ohne Behinderungen befahrbar. Quelle: Tim Schwabedissen



Museumsschiff drohte in Durban zu kentern
(02.10.12) Beschäftigte des Port Natal Maritime Museum und Freiwillige kämpften das gesamte Wochenende darum, den ehemaligen südafrikanischen Minensucher "SAS Durban" vom Sinken an seiner Mooring längsseits des früheren Hafenschleppers "JR. More" zu bewahren. Das Schiff hatte am Morgen des 28.9. begonnen, sich nach Steuerbord überzulegen, nachdem es einen Tag lang in Durban ohne Unterlass geregnet hatte. Zusätzliche Pumpen wurden herangeschafft, und es gelang in mühevoller Arbeit, das weitere Ansteigen des Wassers einzudämmen. Die "SAS Durban" ist bereits seit einiger Zeit für Besucher gesperrt, weil die Decks verrottet sind. Etliche große Löcher wurden erst unlängst von den Friends of the Museum abgedichtet, um das Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Das 55 Jahre alte Schiff ist eines von dreien der "Ton"-Klasse, die noch existieren. Sie waren von der an Royal Navy Anfang der 1950er entwickelt worden, und die südafrikanische Marine hatte zeitweilig acht von ihnen in ihren Diensten. Zwei wurden eigens für die Marine erbaut, eines war die "SAS Durban", das andere die "SAS Windhoek". 1988 kam sie ins Durban Maritime Museum, wurde aber in den vergangenen Jahren vernachlässigt. Noch am 27.9., 12 Stunden bevor das Schiff fast kenterte, hat der Durban History Museums Trust den Friends of the Museum, einer Freiwilligenorganisation, eine erhebliche Menge Geld zum Ersetzen der Decksplanken zugesichert. Anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung mit Fotografien des Hafens von Durban hatte Professor Brian Kearney, Vorsitzender des Board of Trustees, gewarnt, dass die "JR More" und die "SAS Durban" in so schlechtem Zustand seien, dass sie jederzeit sinken könnten. Am 1.10. war die "SAS Durban" stabilisiert, doch der Zustand der Planken unter Deck kann erst im Rahmen einer gründlichen Inspektion geprüft werden. Um das Schiff zu erhalten, wird es mehr brauchen als das Deck zu ersetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker in Schleuse Brunsbüttel gerammt
(02.10.12) Am 2.10. um 00.45 Uhr rammte der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierte Frachter "Nautica", 1587 BRZ (IMO-Nr.: 9032458 ), beim Einlaufen in die neue Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel den dänischen Tanker "Orateca", 1756 BRZ (IMO-Nr.: 8023527), der bereits in der Schleuse lag. Die "Nautica" war unterwegs von Stettin nach Ostende, die "Orateca" von Helsingborg nach Hamburg. Die Schleuse musste für die Dauer der polizeilichen Untersuchungen gesperrt werden. Die "Orateca" setzte die Reise gegen zwei Uhr fort und machte drei Stunden darauf bei NHG in Hamburg fest, die "Nautica" folgte 10 Minuten später mit Kurs Nordsee. Quelle: Tim Schwabedissen



Über 100 Tonnen Pfahlzug zerren an "BSLE Sunrise"
(02.10.12) Die Bergungsschlepper "Punta Mayor" und "Sar Mesana" haben am 1.10. den Bug des vor Valencia gestrandeten Frachters "BSLE Sunrise", der mit 780 Tonnen Stahlrohren beladen ist und 120 Tonnen Bunkeröl in den Tanks hat, gen See gedreht. Außerdem gelang es der "Punta Mayor", die einen Pfahlzug von 95 Tonnen hat, sowie der "Sar Mesana" mit 66 Tonnen Pfahlzug, den Frachter an acht Inch dicken Stahltrossen, die auf der Poop festgemacht waren, rund 50 Meter gen See zu ziehen. Die Stahltrossen waren 600 Meter weit zu den beiden Schleppern ausgefahren, die in Schwüngen von 2-4 Grad an dem Koloss zogen. Die Lage der "Celia" war vorerst unverändert. Zu ihrer Bergung wurde Smit Salvage unter Vertrag genommen. Sie rief aus Gibraltar dazu den Schlepper "Med Fos", der sich dort gerade wegen eines anderen Schleppauftrages aufhielt und am 1.10. in Valencia eintraf. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung in San Antonio kommt nicht recht voran
(02.10.12) Die Bergung des unter Hongkong-Flagge laufenden Bulkcarriers "Ocean Breeze", 30067 BRZ (IMO-Nr.: 9309667), der seit dem 16.8. auf dem Strand von San Antonio liegt, gestaltet sich kompliziert. Das Leichterschiff kommt nicht mehr richtig an den Havaristen heran, der von Sand eingeschlossen ist. In den Laderäumen sind immer noch 36000 Tonnen Mais und Weizen, erst 1922 Tonnen waren bis zum 1.10. angelandet. Erschwerend kam hinzu, dass die Hafenarbeiter seit dem 24.9. streiken und deshalb das Getreide nicht fortgeschafft wird. An Bord der "Ocean Breeze" sind auch noch gewisse Mengen Öl zum Betrieb der Maschinen, sie sind aber in oberen Schiffsbereichen gelagert. Im Rumpf ist unterdessen ein Riss entstanden, durch den es zu einem Wassereinbruch kam. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer beschädigte Kutter erheblich
(02.10.12) In einem Generator an Bord des 84 Fuß langen Kutters "Legacy" brach am 1.10. in Fairhafen an der Union Wharf ein Feuer aus. Zwei Löschfahrzeuge des Fairhaven Fire Department wurden um 13.20 Uhr alarmiert, und es gelang, den Brand binnen 45 Minuten zu löschen. Der Schaden an der Elektrik und durch Verrauchung war erheblich. Nach zwei Stunden rückte die Feuerwehr wieder ab. Das Löschboot von New Bedford war ebenfalls vor Ort, brauchte aber nicht mehr einzugreifen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Frachter am Strand (Bild: Agustin Celia)   Großbild klick!
Sturm trieb zwei Frachter auf den Strand von Valencia - deutscher Frachter knapp gerettet
(01.10.12) Tausende von Schaulustigen versammelten sich am Wochenende am Strand von El Saler bei Valencia, nachdem am 28.9. dort der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Celia", 6264 BRZ (IMO.Nr.: 9184237), der am 26.9. aus Algier kommend eingetroffen war, sowie der unter Singapur-Flagge registrierte 564-TEU-Frachter "BSL Sunrise", 5988 BRZ (IMO-Nr.: 9017628), in unmittelbarer Nähe voneinander in einem schweren Sturm, der mit 77 km/h über die Region fegte, in nur 1,5 Metern Wassertiefe auf Grund getrieben waren.
Versuche der "BSLE Sunrise", mit eigener Kraft den Bug gen See zu bekommen, scheiterten in der Folge. Bei einem ersten Bergungsversuch brach die Schlepptrosse. Die Bergungsschlepper "Punta Mayor" und "Sar Mesana" waren seit dem 29.9. im Einsatz, zunächst die mit 780 Tonnen Stahl-Rohren aus Mersin beladene "BSLE Sunrise" wieder flottzumachen. Auch die "Salvamar Pollux" und der Helikopter "Helimer 207" waren zur Unterstützung im Einsatz. Der Frachter lag mit sieben Grad Backbordschlagseite 100 Meter vor dem Strand.
Die "Celia", die mit einer Ladung Leercontainern aus Algerien gekommen war, hatte 10 Grad Schlagseite. Die 18- bzw. 12-köpfige Besatzung waren unversehrt geblieben. Beide Schiffe hatten, wie 19 andere auch, vor Valencia geankert, aber ihre Motoren nicht betriebsbereit, als sie ins Treiben gerieten. Die Schifffahrtsbehörde von Valencia verlangte von den Eignern, binnen 48 Stunden einen Bergungsplan vorzulegen.
Die "BSLE Sunrise", die eine Tragfähigkeit von 9742 Tonnen hat, wurde 1992 erbaut und läuft für die thailändische Jutha Maritime Public Co. Ltd. Die "Celia" hat eine Tragfähigkeit von 8250 Tonnen, eine Containerkapazität von 555 TEU, wirde 2005 erbaut und läuft für die Intersee Schifffahrts GmbH in Haren-Ems. Das Schiff wurde 2005 bei der Madenci Gemi Sanyi Ltd. STI in Eregli-Kardeniz erbaut, ist 118,28 Meter lang, 18,4 Meter breit und hat 8,14 Meter Tiefgang. Es hatte bei der Havarie 50 Tonnen Bunkeröl an Bord, die "BSLE Sunrise" mehr als 110 Tonnen. Wegen des sandigen Grundes wurde aber keine Beschädigung der Tanks erwartet.
Am 1.10. war es gelungen, den Bug der "BSLE Sunrise" ein wenig zu drehen und das Schiff 35 Meter weit zu bewegen. Im Fall der "Celia" sind die Dinge komplizierter. Möglicherweise muss erst ein Kanal ausgebaggert werden Ein drittes gefährdetes Schiff, die liberianische 'Merkur Star", 29181 BRZ (IMO-.Nr.: 9102734), konnte noch offenes Wasser erreichen.
Sie hatte sich noch zwei Meilen vom Strand entfernt befunden. Das 2480-TEU-Schiff der F.A. Vinnen & Co. GmbH & Co. KG in Hamburg hat eine Tragfähigkeit von 41553 Tonnen, ist 202.8 Meter lang, 30,6 Meter breit und hat 11,56 Meter Tiefgang. Es wurde 1996 bei der Flensburger Schiffbau GmbH & Co. KG erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Stealth-Schiff ging in Flammen auf
(01.10.12) Das Stealth-Schiff "Klewang 625" der indonesischen Marine, das mit der neuseeländischen Marine gemeinsam konzipiert wurde, ist am 28.9. durch ein Feuer schwer beschädigt worden nur Stunden, bevor es auf die erste Probefahrt gehen sollte. Der10 Millionen US-Dollar teure Trimaran fing bei Innenarbeiten Feuer. Es entstand durch einen Kiruschluss im Maschinenraum. Er lag an der indonesischen Marinebasis in Banyuwangi, Ost Java, und wurde zu zwei Dritteln zerstört. Drei Löschzüge der Werksfeuerwehr waren im Einsatz, die Flammen auf dem 62 Meter langen, aus Karbon bestehenden Schiffes zu löschen. Der Trimaran sollte 2013 als erstes von vier baugleichen Schiffen der PT Lundin-Werft in Dienst gestellt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Seemann bei Explosion im Pazifik über Bord geschleudert
(01.10.12) Auf dem griechischen Bulkcarrier "Sea Moon", 33044 BRZ (IMO-Nr.: 9429053 ) kam es am 28.9. um 15:05 Uhr rund140 Meilen südwestlich von Bermuda, auf der Fahrt von New Orleans nach Karachi, Pakistan, zu einer Explosion. Sie fand in einem der mit Kohle gefüllten Laderäume statt. Ein philippinisches Besatzungsmitglied wurde über Bord geschleudert. Er konnte mit einem sofort ausgesetzten Arbeitsboot mit schweren Verbrennungen gerettet werden und wurde, nachdem das Schiff Kurs auf Bermuda genommen hatte und dort am 29.9. um 2.45 Uhr Anker warf, vom Lotsenboot "St. David" auf einer Trage nach Ordnance Island und weiter ins King Edward VII Memorial Hospital gebracht. Die "Sea Moon" blieb1.5 Meilen östlich des St David's Leuchtturms am Ostende von Bermuda zu weiteren Untersuchungen liegen. Es gab kein Feuer an Bord. Die "Sea Moon" hat eine Tragfäghigkeit von 57012 Tonnen, wurde 2009 erbaut und führt die Flagge der Marshall Islands. Manager ist die Hellenic Star Shipping Co. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kutterkollision vor La Push
(01.10.12) Der 90 Fuß lange Kutter "Viking Storm", 231 tdw (IMO-Nr.: 7919858 ), kollidierte am Morgen des 28.9. gegen 4.30 Uhr mit dem 40 Fuß langen Kutter "Maverick" nahe La Push, Washington, der wenig später sank. Von der vierköpfigen Besatzung wurden drei durch die Crew des Kollisionsgegners gerettet. Die Coast Guard nahm die Suche nach dem vierten Mann auf. Im Einsatz waren das 210 Fuß lange Patroullienboot "Alert" aus Astoria, Oregon, die 110 Fuß0 lange "Chandeleur" aus Ketchikan, Alaska, ein MH-65C Helikopter der Air Station Port Angeles, Washington, und ein 47-Fuß-Rettungsboot der Station Quillayute River. Die drei geretteten Schiffbrüchigen wurden von der "Viking Storm" wohlbehalten auf die "Alert" übergesetzt. Vertreter des Transportation Safety Board trafen am 29.9. in Ucluelet ein, um sie zu befragen. Quelle: Tim Schwabedissen



Beschädigter Tanker nach Naantali geschleppt
(01.10.12) Der unter Bahamas-Flagge laufende Tanker "Kyeema Spirit", 62619 BRZ (IMO-Nr.: 9171840 ), der am 24.9. unweit von Tallinn von Plaquemines Parish kommend auf Grund gelaufen war, wurde am 29.9. von den Schleppern "Håkans Power" und "Hector" nach Naantali geschleppt. Er sollte beim Turku Repair Yard repariert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Reederei der "Norgas Kathinka" verteidigt ihren Kapitän
(01.10.12) Die Reederei IM Skaugen hat die Entscheidung des Kapitäns des Tankers "Norgas Cathinka" verteidigt, nach der Kollision mit der "Jaya Bugha" nicht sofort zu stoppen. Es sei zu riskant gewesen, in der dicht befahrenen und engen Schifffahrtsstraße aufzustoppen und zu ankern. Er musste die Sicherheit seines und anderer Schiffe mit bedenken. Nachdem das Schiff einer Insel und einer Flachwasserzone ausgewichen war, sei es sofort zurückgekehrt. 30 Personen gelten noch als vermisst. Möglicherweise wurden sie in den 78 Fahrzeugen im Wagendeck eingeschlossen. 207 Menschen waren gerettet worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Strandung vor Alderney in Falmouth im Dock
(01.109.12) Der irische Frachter "Huelin Dispatch", 2545 BRZ (IMO-Nr.: 9518218 ), liegt nach seiner Grundberührung am 21.9. vor Alderney seit dem 24.9. bei der A & P Falmouth Shipyard Ltd. I nTrockendock 3. Hier werden die Schäden, die am Heck entstanden waren, repariert. Derweil wurde als Ersatz der Frachter "Verity" (IMO:-Nr. 9229178) eingechartert. Die Reparatur soll rund zwei Wochen dauern. Quelle: Tim Schwabedissen



Überlebenden der "Horiei Maru" in Sendai-Shiogama an Land gebracht
(01.10.12) Die Überlebenden des japanischen Kutters "Horiei Maru", der am Morgen des 24.9. im Pazifik sank, nachdem er mit dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "Nikkei Tiger", 25074 BRZ (IMO-Nr.: 9159438), kollidiert war, trafen am Morgen des 29.9. im Hafen von Sendai-Shiogama ein. Die neun Männer waren gerettet worden, nachdem ihr 119-Tonner aus der Mie Präfektur 900 Kilometer vor der Miyagi Präfektur untergegangen war. Vertreter des 2.Regional Japan Coast Guard Headquarter in Shiogama, Miyagi Präfektur, befragten die vier Indonesier und fünf Japaner. Insgesamt waren 22 Mann an Bord gewesen. Die "Nikkei Tiger" lief am 30.9. in Kashima in der Ishinomaki Bay ein. Die Suche nach den 13 Vermissten war wegen schlechten Wetters unterbrochen worden. Die Überlebenden befanden sich an Bord der "Koei Maru", die sie gerettet und nach den übrigen gesucht hatte, bis ein Taifun zum Abbruch zwang. Die "Horiei Maru" war gemeinsam mit der "Koei Maru" unterwegs gewesen. Sieben Mann der Crew waren auf Deck 1 gewesen, als sich die Kollision ereignete, 11 in Kajüten unter der Brücke. Drei waren auf Wache gewesen. Alle außer diesen hatten geschlafen, als der Kutter binnen kürzester Zeit nach dem Rammstoß versank. Quelle: Tim Schwabedissen



Flutwelle kostete 65 Menschen das Leben
(01.10.12) Mindestens 65 Menschen starben beim Kentern eines Fährbootes auf dem Benue River in Nigeria am Nachmittag des 29.9. Das Boot war nach Lokoja unterwegs gewesen, als es von einer Flutwelle getroffen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Einahndsegler in letzter Minute im Sturm gerettet
(01.10.12) Drei RNLI-Boote der Stationen Blackpool und Lytham lifeboat liefen am 28.9. um 20.30 Uhr aus, nachdem die Yacht "Guillemot" vor Blackpool in schwerer See auf Grund gelaufen war. Der Einhandsegler war von Irland gekommen und hatte die Orientierung verloren. Er glaubte, rechts vom Blackpool Tower zu sein. Als das dortige Rettungsboot da eintraf, sah es aber keine Yacht und kalkulierte, sie könnte sich weiter südlich vor Lytham.befinden. Hierher wurde auf dem Straßenweg eines der weiteren Boote transportiert und zu Wasser gelassen. Es fand die "Guillemot" tatsächlich an der Mündung des River Ribble. Wenig später waren auch die anderen Rettungsboote vor Ort. Ein Rettungsmann wurde auf die "Guillemot" übergesetzt in der Hoffnung, eine Schleppverbindung herstellen zu können. Es stellte sich jedoch heraus, dass erst der unterkühlte Skipper Hilfe brauchte. Der RAF Rescue Helikopter 122 versuchte ihn aufzuwinschen, was aber im Sturm scheiterte. Er wurde dann vom RNLI-Boot aus Lytham abgeborgen und an Land gebracht. Wenig später kenterte die "Guillemot" und sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Chartersegler vor Wilhelmshaven auf Grund gelaufen
(01.10.12) Bei einer Traditionssegler-Regatta lief am 28.9. vor Wilhelmshaven d etwa 90 Schülern an Bord ist der holländische Zweimaster "J.R.Tolkien" (MMSI-Nr.: 244496000) unweit des Jade-Weser-Ports auf Grund. Er musste von zwei anderen Schiffen freigeschleppt werden. Das Schiff konnte seine Fahrt anschließend fortsetzen. Die mitfahrenden Schüler blieben ebenso wie die Stammbesatzung des Windjammers unverletzt. Bei der Regatta handelte es sich um eine Vorveranstaltung der Regatta um den Jade-Weser-Port-Cup, die am 29.9. stattfand. Die "J.R.Tolkien" ist ein etwa 42 Meter langer Toppsegelschoner, der bereits seit zehn Jahren ohne Unterbrechung an der Jade-Weser-Port-Regatta teilgenommen hat. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff per Notankerung auf Donau gestoppt
(01.10.12) Am 28.9. gegen 7.35 Uhr erlitt ein 61 Meter langes Binnenschiff auf der Donau Maschinenausfall und trieb manövrierunfähig zwischen Reichsbrücke und Brigittenauer Brücke stromabwärts. Der Kapitän alarmierte die die Polizeiinspektion Handelskai, die sofort Ankererlaubnis ab. Es gelang, den Havaristen aufzustoppen. Das Polizeiboot "Fischa" lief zu dem Ankerlieger, andere Schiffe wurden via Funk über die Behinderung auf dem Fluss gewarnt. Am Notankerplatz konnte der Maschinenschaden behoben werden und das Schiff setzte wenig später seine Fahrt fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Container leckte auf Transpaper
(01.10.12) in Am Abend des 28.9. kam es zu einer Leckage aus einem Container auf der schwedischen Fähre "Transpaper", 23128 BRZ (IMO-Nr.: 9334959), die im Hafen von Kemi beladen wurde. Hoch entflammbares Pinienöl lief auf das Deck. Der Container wurde an Land gebracht und das Leck dort abgedichtet. Quelle: Tim Schwabedissen



Unimog schleppte einstige Fähre frei
(01.10.12) Der zu geringe Wasserstand der Aller und die Missachtung einer Warnung führte am 27.9. mittags dazu, dass das ehemalige Fahrgastschiff "Niedersachsen" bei Hodenhagen auf Grund lief. Erst nach ein paar Stunden gelang es, das Schiff mit einem Unimog wieder freizubekommen. Der neue Eigner hatte vor, das Schiff von Celle nach Berlin mit einem Zwischenstopp in Verden zu überführen. Der Skipper beachtete jedoch nicht die derzeitigen geringen Wasserstände der Aller und trat die Fahrt an. In Höhe Hodenhagen endete die Überführung zeitweilig. Die Schifffahrt musste für rund drei Stunden gesperrt werden. Die Ermittlungen der zuständigen Wasserschutzpolizei Nienburg ergaben, dass der Eigner und Schiffsführer aus Berlin zudem über kein gültiges Patent verfügte. Es stammte noch aus der DDR. Die 25 Meter lange "Niedersachsen" wurde früher zu Hafenrundfahrten in Celle genutzt. Die vergangenen Jahre hatte sie aber aufgelegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Loch im Rumpf erst nach Tagen entdeckt
(01.10.12) Die norwegische Fähre "Virak", 1532 BRZ (IMO-Nr.: 7805162) kollidierte am 20.9. mit einem Kai in Misten. Das dabei entstandene Loch wurde aber erst etliche Tage später entdeckt. Die Fähre wurde daraufhin aus dem Betrieb genommen. Hochwasser und starke Strömung hatte den Rumpf gegen den Kai statt gegen Fender schlagen lassen, wobei das Loch oberhalb der Wasserlinie entstanden war. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre lief auf Felsen
(01.10.12) Die schwedische Fähre "Gullmaj" (MMSI-Nr.: 265573150), lief am 28.9. auf einen Felsen zwischen Finnsbo und Skår, nachdem die Ruderanlage ausgefallen war. Das 92 Meter lange Schiff saß eine Stunde lang fest, bevor sie sich befreuen konnte. Die Passagiere wurden an Land gebracht und die Fahrzeuge gelöscht, ehe sie eine Werft ansteuerte. Bereits beim Auslaufen aus Gullmaj am Morgen hatte es technische Probleme gegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief in Kanalböschung
(01.10.12) Am 29.9. lief der amerikanische Frachter "Carat", 9983 BRZ (IMO-Nr: 9429209), auf der Passage des Nord-Ostsee-Kanals in die Böschung. Das Schiff war vom Universal Terminal in Riga gekommen und machte nach der Havarie gegen sechs Uhr in Brunsbüttel-Ostermoor fest, ehe es gegen 13 Uhr nach Hamburg weiter gehen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker mit Schrammen wieder in Fahrt
(01.10.12) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker "CT Longford", 6764 BRZ (IMO-Nr.: 9393072), der am Morgen des 27.9. mit der Sasol-Pier in Brunsbüttel in kollidiert war, setzte die Reise nach Porvoo am 28.9. gegen 10 Uhr mit deutlich am Bug erkennbaren Schäden fort. Gegen 17 Uhr passierte der die Schleusen in Kiel und wurde am 1.10. im Zielhafen erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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