EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv April 2012


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Radom-Mast geknickt (Bild: Antonio Arbelo)   Großbild klick!
Radom mit starker Schlagseite
(30.04.12) Der britische Containerfrachter "MSC Colombia", 51931 BRZ (IMO-Nr.: 9103685), lag am 28.4. im Hafen von Valencia am Nosferatum Container Terminal mit einem Radom-Mast, der auf dem Peildeck 45 Grad nach Backbord abgeknickt war. Offenbar hatte ein Containerkran den Mast verbogen. Am 30.4. machte der Frachter in Gioia Tauro fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Monitor wird nicht höher gelegt
(30.04.12) Die Pläne, das Wrack des Monitors HMVS "Cerberus" zu Bergen, wurden von der Regierung jetzt versenkt, die den Bau einer stabiliiserenden Plattform als zu riskant einschätzt. Das einst größte Kriegsschiff Australiens wurde 1926 als Wellenbrecher in der Half Moon Bay vor Black Rock versenkt und steht unter dem Schutz des Victorian Heritage Act. Nach einem Zusammenbruch im Rumpfbereich 1993 sinkt das Schiff stetig tiefer. 2008 wurde ein Projekt zur Stabilisierung ins Leben gerufen. Eine Freiwilligengruppe, die "Friends of the Cerberus", bekam aber nicht genug Geld zusammen. Stattdessen wurden 2005 die Geschütztürme geborgen und auf dem Meeresgrund daneben abgelegt. Doch das Vorhaben, das Schiff auf eine Plattform zu heben, für das die BMT Design and Technology einen Plan entworfen hatte, wurde nun vom Department of Sustainability and Environment zunichte gemacht, das erklärte, es habe seine Meinung geändert, da die erforderlichen Gelder von 6,5 Millionen Dollar nicht zusammen gebracht wurden und die geplanten Eingriffe das Schiff zu stark beeinträchtigen würden. Statt dessen solle weiterhin die Korrosion überwacht und der Verfall überwacht werden. Dies sei die beste Form des Schutzes. Quelle: Tim Schwabedissen



Dhau zum zweiten Mal von Feuer zerstört
(30.04.12) Die indische Dhau "Bakhti Sagar", die bereits am 18.2. in Dubai in Flammen gestanden hatte, fing am 28.4. gegen 16 Uhr unweit der Rolex Towers erneut Feuer. Neun Löschfahrzeuge bekämpften den Brand und brachten ihn nach zwei Stunden unter Kontrolle. An Bord der Dhau waren 17 Personen, vier waren gerade dabei, die ausgebrannte Maschine zu reparieren, die übrigen bereiteten das Schiff auf eine in drei Tagen geplante Verschleppung nach Indien vor. Alle konnten sich unversehrt retten, indem sie in ein in der Nähe ankerndes Boot sprangen. 15 Barrel Diesel gingen ebenfalls in Flammen auf und sorgten für starke Rauchentwicklung in Deira und Karama. Außerdem wurden Frachtgüter, die auf dem Kai lagerten, zerstört. Ein Kurzschluss in der Maschine könnte das Feuer verursacht haben. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre trieb durch Hafen von Rønne
(30.04.12) Am Morgen des 29.4. wurde der dänische Hafenschlepper "Ursus" (MMSI-Nr.:219000896) im Hafen von Rønne manövrierunfähig, nachdem ihm eine Trosse in den Propeller geraten war. Er musste an den Kai des Lotsenbootes gezogen werden. Damit nicht genug - um, 14.45 Uhr wurde die dänische Fähre "Hammerodde", 14551 BRZ (IMO-Nr: 9323699), von ihrem Liegeplatz am Kreuzfahrtkai des Hafens bei starkem Wind losgerissen, trieb gegen den Rettungskreuzer "Mads Jakobsen" (IMO:9256080), dem sie ein Loch in den Rumpf riss, und driftete dann gegen den steinernen Kai der Rettungsstation. Wegen des anhaltenden Sturms dauerte es einige Zeit, bis die Fähre an einem Kai vertäut werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Halbtaucher nach Wassereinbruch teilweise evakuiert
(30.04.12) Der Halbtaucher "GSF Arctic 1" entwickelte während Überholungsarbeiten im Hafen von Rio de Janeiro am Abend des 28.4. drei Grad Schlagseite. Es hatte einen Wassereinbruch in ein Bein der Bohrinsel gegeben. Das Personal wurde teilweise evakuiert, konnte aber wieder an Bord zurück, nachdem die Lage unter Kontolle war. Das Wasser wurde dann ausgepumpt. Die " GSF Arctic 1", 12072 BRZ (IMO-Nr.: 8751320), wurde 1980 erbaut und führt die Flagge von Vanuatu. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf Wannsee
(30.04.12) Am 29.4. um kurz nach 13 Uhr kollidierte auf dem Wannsee die mit mehr als 300 Personen besetzte Fähre "Lichterfelde" der Stern- und Kreisschifffahrt ein Segelboot. Deren Skipper rette sich durch einen Sprung ins Wasser. Die Fähre läuft zwischen Wannsee und Kladow und hatte zehn Minuten zuvor abgelegt. Auf Höhe des Strandbads gab der Kapitän Typhonsignal, und ging voll zurück, doch einen Zusammenstoß mit dem still liegenden Boot konnte er nicht mehr abwenden. Mehrere Boote eilten zur Unglückstelle, von denen den Segler aus dem Wasser barg. Aus Wannsee eilten DLRG-Rettungsboote herbei, auch die Wasserschutzpolizei war vor Ort. Das Boot wurde von den Rettungskräften an Land gezogen. Die Passagiere der Fähre kamen mit knapp einer halben Stunde Verspätung in Kladow an. Nach einer Stunde nahm die nur geringfügig beschädigte Fähre den Betrieb wieder auf, und auch der Schiffsführer blieb am Ruder. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der "Costa Concordia" dauert an
(30.04.12) Regen und raue See vermochten den Fortgang der Arbeiten an der "Costa Concordia" nicht zu beeinträchtigen. Smit Salvage und Neri setzten das Räumen von Gegenständen, die aus dem Schiff gefallen waren, fort. Die Suche nach den letzten zwei Vermissten soll in den kommenden Tagen auch weiter gehen. Bis zum 28.4. wurden Balkone auf den Decks 6, 7 und 8 untersucht, nun wollen Taucher der Coast Guard, der Feuerwehr und Polizei einige Kabinen inspizieren, deren Balkone nicht zugänglich sind, weil sie sich nahe des Felsgrundes befinden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei schwedische Segler vor Borkum in Not
(30.04.12) Am 28.4. fing das Cuxhavener Bundespolizeischiff "Bad Bramstedt" gegen 11.35 Uhr über UKW-Funk einen "Mayday"-Ruf der Yacht "Eenzaat" mit. Die Segler, zwei schwedische Männer, meldeten einen Totalausfall der Maschine und benötigten dringend Hilfe. Die "Bad Bramstedt" nahm sofort Kurs auf die etwa zehn Seemeilen entfernte Yacht; zeitgleich flog ein Bundespolizeihubschrauber in Richtung der "Eenzaat" und war bereits wenige Minuten später vor Ort. Er nahm Verbindung zur "Bad Bramstedt" auf und teilte die genaue Position mit. Als das Schiff die Position etwa acht Seemeilen nordwestlich von Borkum erreichte, herrschte ein Seegang von zwei bis drei Metern Höhe. Ein Beiboot wurde ausgesetzt und zwei Polizeibeamte setzten unter Mühen auf die Yacht über. Da einer der beiden Segler inzwischen zusehends seekrank wurde, klarten die Beamten unter schwierigen Wetterbedingungen das Oberdeck auf, um dort eine Schleppverbindung für den herannahenden Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp" vorzubereiten. Dieser brachte das Boot in ruhigere Gewässer. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote und ein Vermisster bei Regatta vor Coronado Islands
(29.04.12) Neuerliches Yachtdrama bei einer Regatta vor der US-Küste: Drei Segler der 37 Fuß langen "Aegean", die am Newport Beach-Ensenda-Race teilgenommen hatte, wurden am 28.4. nahe der Coronado Islands, vier kleinen, fast unbewohnten Inseln 15 Meilen südlich von San Diego, tot aufgefunden. Eine vierte wurde vermisst. Die Yacht war gegen Mittag vermisst gemeldet worden. Am Nachmittag fand ein Coast Guard-Helikopter zunächst einen Toten, dann entdeckte ein Zivilboot zwei weitere Leichen an einer Stelle, an der Trümmer gemeldet worden waren. Alle wurden zur Autopsie nach San Diego gebracht. An der Suchaktion nahmen die US Coast Guard u.a. mit der "Sea Otter", einem Jayhawk-Helikopter, eine C 130-Hercules und einem 45-Fuß-Boot, die mexikanische Marine mit einem Schiff und zivile Fahrzeuge teil. Alle SAR-Einheiten bis auf die "Sea Otter" und das mexikanische Schiff kehrten mit Einbruch der Dunkelheit in den Hafen zurück. Es wurde vermutet, dass die "Aegean" mit einem größeren Schiff kollidiert war. Die Scuhe nach dem vierten Mann wurde am 29.4. um 16.15 Uhr ergebnislos eingestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Charterboot auf Grund - Skipper verletzt
(29.04.12) Am 28.4. assistierte die US Coast Guard dem 46 Fuß langen Charterboot "Nancy K", das mit acht Personen an Bord um 6.45 Uhr im Hatteras Inlet auf Grund gelaufen war. Von der Station North Carolina lief ein 25-Fuß-Boot aus, ein anderes Charterboot übernahm den Skipper der "Nancy K", der mit Gesichtsverletzungen in das Outer Banks Hospital in Nags Head gebracht wurde. Das Rettungsboot übernahm die sechs Fahrgäste und brachte sie zur Station zurück. Dann zog das Charterboot "Sea Bear" die "Nancy K" von der Untiefe, und sie konnte mit eigener Kraft die Scott Boatyard and Marina in Buxton erreichen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gaza-Hilfsschiff bereits in Finnland auf Strand getrieben
(29.04.12) Am Nachmittag des 28.4. geriet der finnische Dreimaster "Estelle", 247 BRZ (IMO-Nr.: 5108883) westlich von Nagu in Seenot. Kurz nach Mittag war die Hauptmaschine mangels Brennstoff ausgefallen. Der Versuch, das Schiff mit dem Anker zu stoppen, scheiterte an der zu großen Wassertiefe. Dann trieb es auf den Strand von Lydarudd. Ein Boot der Küstenwache in Nagu war nur wenige Fahrminuten entfernt und kam zu Hilfe. Bei ruhiger See konnte es den Havaristen vom Strand ziehen und in einer Werft in Retais abliefern. 17 Personen waren auf der "Estelle" unterwegs von Turku über Retais in den Gaza-Streifen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Sportbootunfall
(29.04.12) Zwei der drei Personen auf dem Sportboot "Feeding Frenzy" wurden verletzt, als dieses am 28.4. um 14.10 im Marshelder Channel auf Grund lief. Die U.S. Coast Station Barnegat Light sowie TowboatUS aus Beach Haven assistierten. Ein 25-Fuß-Boot sowie das Tuckerton Fire and Rescue Department mit einem 21-Fuß-Boot liefen zu der Unglücksstelle. Sie stabilisierten die Verletzten, die dann von einem South Star Helikopter aufgewinscht wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Achterschiff der "Bareli" auf Reede gelegt
(29.04.12) Die Bergungsarbeiten an dem zerbrochenen Containerfrachter "Bareli" vor Fuquing sind gut vorangekommen. Vor- und Achterschiff wurden durch die Shanghai Salvage Company am 24.4. voneinander getrennt. Das Achterschiff wurde schwimmfähig gemacht und zu einem sicheren Ankerplatz auf Tanguy Anchorage gebracht. Das Vorschiff lag weiter stabil auf Grund. Etwa 1000 Containers und 830 Tonnen Öl wurden aus dem Schiff entfernt. 300 Tonnen Öl werden noch im Achterschiff vermutet, und in den Laderäumen des Vorschiffes befinden sich noch etwa 200 Container. 165 Container werden noch vermisst und sind vermutlich gesunken. Die "Bareli" wurde unterdessen von den Eignern zum Totalverlust erklärt. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter in Deutscher Bucht auf Haken genommen
(28.04.02) Kurz nach dem Ablegen vom Stromkai in Bremerhaven am frühen Morgen des 27.4. erlitt der deutsche Containerfrachter "MSC Alessia", 75590 BRZ (IMO-Nr.: 9225653), Ruderschaden in der Deutschen Bucht. Er wurde von den beiden Schleppern "Bugsier 5" und "Bugsier 10" auf den Haken genommen und unbeladen nach Hamburg gezogen, wo das Schiff bei Dock 11 von Blohm & Voss trockengelegt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision im Nebel vor Tuapse
(28.04.12) Der Sovcomflot-Tanker "Tomsk" kollidierte am Morgen des 28.4. mit dem moldawischen RoRo-Frachter "Melissa K" vor Tuapse im Schwarzen Meer. Zum Unglückszeitpunkt herrschte dichter Nebel. Die "Melissa K" war gerade aus Tuapse nach Samsun ausgelaufen. Nach der Kollision kehrte sie mit Schäden in den Hafen zurück. Die "Tomsk" warf auf der Reede von Tuapse Anker. Die "Melissa K", 4977 BRZ (IMO-Nr: 7030987) wurde 1971 erbaut und läuft für die türkische Kalyoncu RoRo Denizcilik auf der Route Samsun - Tuapse. Der Chemikalientanker "Tomsk", 40703 tdw (IMO-Nr.: 9112131) entstand 1997, führt die Flagge Liberias und hat als Manager die SCF Novoship JSC. Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppzug vor Borneo vermisst
(28.04.12) Der malayische Schlepper "Wantas VI" (MMSI-Nr.: 533004900) mit der Barge "Wantas V11" auf dem Haken wurde am 27.4. auf der Fahrt von Pulau Langkawi nach Tawau, Borneo, überfällig gemeldet. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbekämpfung nach Sportbootbrand
(28.04.12) Die Coast Guard Delawaree bekämpfte am 27.4. weiterhin eine Ölverschmutzung am Philadelphia Marine Center, nachdem dort am Vortag das 40 Fuß lange Sportboot "Sod Father" gegen 11 Uhr in Flammen aufgegangen war. Das Feuer wurde vom Philadelphia Fire Department bekämpft, wegen auslaufenden Öls wurde auch die Miller Environmental Group gerufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker leckte Öl
(28.04.12) Am Morgen des 28.4. gab es Umwelt-Alarm auf der Elbe, nachdem bei der Schleusung des 80 Meter langen deutschen Binnentankers "Dettmer Tank 95" 1228 ts (EU-Nr.: 05101460), gegen 7 Uhr in der Geesthachter Schleusenkammer ein massiver Ölfilm entdeckt wurde. Die Feuerwehren aus Geesthacht und Lauenburg samt Ölwehr wurden alarmiert. Der Tanker wurde mit Ölsperren eingeschlängelt. Das Schiff hatte mittlerweile am Oberen Schleusenkanal festgemacht. Elbabwärts reichte der Ölfilm bis weit in die Vier- und Marschlande. Insgesamt wurde eine Fläche von mehreren Zehntausend Quadratmetern verschmutzt. Das Schiff war mit gut 1200 Tonnen Diesel und Biodiesel beladen und war nach Magdeburg unterwegs. Die Weiterfahrtwurde durch die Behörden vorerst untersagt, bis geklärt war, woher der Austritt der Ladung genau stammte. Es wurde eine Leckage in einem Tank vermutet, dessen Inhalt daraufhin umgehend in einen anderen Tank umgepumpt wurde. Das Wasser- und Schifffahrtsamt, die Wasserbehörde, die Wasserschutzpolizei und ein Versicherungsexperte waren vor Ort, um das weitere Vorgehen zu beraten. Während des etwa dreistündigen Einsatzes wurde die Schifffahrt auf der Elbe unterbrochen. Quelle: Tim Schwabedissen



Achillesferse der "Panta Rhei" getroffen
(28.04.12) Auf der Werft in Wollishofen wurde festgestellt, dass der Stahlrumpf des Seenschiffes "Panta Rhei" bei der Grundberührung auf dem Zürichsee nicht beschädigt wurde. An Steuerbord achtern ist aber ein drei Meter lange Riss in einem aufgeschraubten Auftriebstank aus Carbon entstanden. Deshalb fällt die "Panta Rhei" drei Wochen aus. Bis dahin wird der Lufttank provisorisch repariert, bei der nächsten Werftüberholung soll er komplett ersetzt werden. Zu der Havarie am Abend des 24.4. hat wohl auch die sehr große seitliche Windangriffsfläche beigetragen. Trotz nachträglich eingebautem Bugstrahlruder ist das Schiff bei Seitenwind schwer zu manövrieren. Gleichzeitig sind der seitliche Carbon-Schwimmring und der Heckspoiler die Achillesferse des Schiffs. Der Riss liegt rund einen Meter unter Wasser. Das zeigt, dass die "Panta Rhei" durch eine Windböe sehr dicht auf Land gedrückt wurde. Schwimmring und Heckspoiler waren für 1,2 Millionen Franken eingebaut worden, weil die "Panta Rhei" nach der Fertigstellung 40 Tonnen zu schwer war und zu tief im Wasser lag. Der Schwimmring besteht aus je neun Tanks auf beiden Seiten. Der vorderste und achterste sind aus Sicherheitsgründen ausgeschäumt, der beschädigte ist hohl und deshalb mit Wasser vollgelaufen. Damit fehlten gut zwei Tonnen Auftrieb. Unklar war noch, ob achterlich der Kühlwassergitter auch Leitungen beschädigt wurden. Die Havarie ist seit 2007 mindestens der sechste Zwischenfall bei mit der "Panta Rhei". Zuerst fiel sie wegen des Umbaus die ganze Saison aus, dann waren mehrere Schwimmtanks leck. Einmal lief sie am Bürkliplatz in die Hafenmauer, nach einem Sturm musste die Propellerwelle ausgebaut und wegen Vibrationen gerichtet werden, und einmal fiel ein Motor wegen Getriebeschadens aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölleichterung vor Vung Tau vor Abschluss
(28.04.12) Die Viet Nam Salvage Company hat bislang 40 Tonnen Öl aus dem Wrack der "Truong Hai Star" vor Vung Tau abgepumpt. Der 3,500-Tonner hatte 40 Tonnen Brennstoff, 10 Tonnen Diesel und eine Tonne Motoröl an Bord, als er nach der Kollision mit der thailändischen "Krairatch Dignity" am 9.4. unterging. Bis zum 29.4. sollten alle 50 Tonnen Öl geleichtert sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung gestrandeten Frachters zieht sich
(28.04.12) Die Bergung des Frachters "Ever Transport III", der halb gesunken vor Dumaguete City in Negros Oriental liegt, wurde unterbrochen, nachdem in einer Abteilung ein Leck entdeckt wurde. Taucher der Steel Ray Salvaging Services Inc. stiegen ab, um die Stelle, an der der Wassereinbruch festgestellt wurde, abzudichten. Wenn der Frachter gelenzt ist, soll er zu einer Werft in Cebu geschleppt werden. Die Bergung dauert schon jetzt doppelt so lange wie erwartet. Der Frachter war in einem Ausläufer des Tropensturm Sendong im Dezember 2011 gestrandet. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegian Star gegen Museumspier getrieben
(28.04.12) Die Pier 86, an der der außer Dienst gestellte Flugzeugträger USS "Intrepid" in New York als Museumsschiff vertäut ist, wurde am Morgen des 27.4. von dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Norwegian Star", 91740 BRZ (IMO-Nr.: 9195157), gerammt. Um 8:30 Uhr war das Schiff in einem Drehmanöver, um an Pier 88 festzumachen. Starker Wind und kräftige Strömung brachten das Schiff aber vom Kurs ab, sodass es mittschiffs mit der Steuerbordseite gegen die Pier schlug. Der Schaden war gering, Menschen kamen nicht zu Schaden. Quelle: Tim Schwabedissen



Abbruch der Carrier der Zeit voraus
(28.04.12) Der Abbruch des gestrandeten Frachters "Carrier" durch 25 Vertragsarbeiter am Strand von Llanddulas nahe der Colwyn Bay geht gut voran. Der Schrott geht auf dem Landweg nach Liverpool zum Recycling. Die Arbeiter haben wegen der Tiden immer nur ein begrenztes Zeitfenster, sind aber dem Zeitplan bislang voraus. Die Wrackräumung soll binnen der kommenden 2-3 Wochen abgeschlossen sein. Am 28.4. war rund ein Drittel des Wracks übrig, nachdem Laderäume und Mannschaftsunterkünfte zerlegt worden waren. Um die Strandungsstelle ist weiterhin eine 100 Meter umfassende Sicherheitszone eingerichtet. Eine Untersuchung der Strandung am 3.4. wurde durch den Department of Transport's Marine Accident Investigation Branch inzwischen eingeleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



Marine kam gestrandetem Kutter zu Hilfe
(28.04.12) Die Marine von Sri Lanka rettete in der Nacht zum 23.4. die dreiköpfige Crew des Kutters "Wallam", der auf Felsen am Rocky Point in Trincomalee gestrandet war. Der Unfall war von Wachpersonal am Rocky Point und der Coral Cove wahrgenommen wurden. Ein Rettungsteam brachte die Schiffbrüchigen an Land, danach wurden sie bei der Bergung von Schiff und Ausrüstung unterstützt. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyachtr durch Großbrand zerstört
(28.04.12) Am 27.4. gegen ein Uhr brach am Fishermen's Terminal in Seattle ein Feuer auf der 105 Fuß langen Luxusyacht "Safari Spirit" aus. Der Kapitän hörte einen Knall, dann breitete sich Rauch aus. An Bord waren nur zwei Mann der Besatzung, die sich an Land retteten. Die übrigen sechs waren nicht an Bord. Als die Feuerwehr eintraf, stand die Yacht bereits in Vollbrand. Die enorme Hitze gefährdete auch andere Boote, die von der Polizei weggeschleppt wurden. Die Feuerwehr versuchte, das Feuer mit Schaum zu ersticken, doch dies misslang. Daraufhin wurde mit Löschwasser gearbeitet, woraufhin die Yacht Schlagseite entwickelte. Deshalb musste gleichzeitig auch Wasser abgepumpt werden. Um 8.30 Uhr war das Feuer immer noch nicht gelöscht. Die Yacht wurde vollkommen zerstört. Die Coast Guard legte eine Ölsperre aus. Das Schiff konnte auf Charterfahrten bis zu 12 Fahrgäste aufnehmen und war in Juneau, Alaska, stationiert.Quelle: Tim Schwabedissen



Tjalk mit 13 Personen vor Stavoren gekentert
(28.04.12) Am 27.4. um 12.45 Uhr kenterte die Tjalk "Vertrouwen" aus Gaastmeer vor Stavoren. Das Rettungsboot "Valentijn" war in unmittelbarer Nähe und kam den 13 Personen an Bord sofort zu Hilfe, außerdem wurde das Boot der Station Hindeloopen alarmiert. Die 13 Schiffbrüchigen wurden an Bord der "Valentijn" nach Stavoren gebracht. Zwei von ihnen wurden wegen leichter Unterkühlung im Krankenhaus behandelt. Eine Bergungsfahrzeug machte sich zum Wrack auf, und die "Nieuwe Diep" der Küstenwache legte eine Wracktonne aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Kanadische Küstenwache zieht Konsequenzen aus arktischer Havarie
(27.04.12) Das Transportation Safety Board of Canada hat am 26.4. einen Report über die Strandung des unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes "Clipper Adventurer", 4376 BRZ (IMO-Nr.: 7391422), im Coronation Gulf am 14. August 2010 herausgegeben. Es hatte sich herausgestellt, dass es Probleme mit der Reiseplanung gegeben hat. Das Schiff war aus Kangerlussuaq nach Kugluktuk in West-Nunavut ausgelaufen und dann in nicht kartierten Gewässern auf eine Untiefe gelaufen. Alle 128 Passagiere wurden zwei Tage später mit einem Eisbrecher in Sicherheit gebracht, das Schiff selbst am 14.9. abgebracht. Die Untiefe war bereits 2007 bei einer Untersuchung von der "Sir Wilfried Laurier" der Canadian Coast Guard festgestellt, aber nicht in die Seekarten eingetragen worden. Als die "Clipper Adventurer" in die arktischen Gewässer einfuhr, gab es keine Hinweise auf die Untiefe. Als Resultat der Untersuchung hat die Coast Guard zugesagt, alle sicherheitsrelevanten Informationen ab Juni über das NORDREG Vessel Reporting System zu verbreiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einsammeln von "Rena"-Fracht geht weiter
(27.04.12) Die Berger von Svitzer haben weiteren Fortschritt beim Abbergen von Containern von der "Rena" gemacht. Taucher entfernten kleinere Teile und Trümmer. Sie schnitten auch Löcher in das versunkene Achterschiff, um dort Zugang zu Containern zu bekommen. Die Wellenhöhe am Astrolabe Reef betrug derzeit zwei bis drei Meter. Das Braemar Team ging Hinweisen auf Treibgut am Great Barrier Island nach. Die Reinigungsarbeiten auf Coromandel wurden fortgesetzt. Auch auf Matakana Island wurden Trümmer eingesammelt und für den Abtransport per Helikopter vorbereitet. Nunmehr wurden 762 Container geborgen, davon 661 von den Decks und Laderäumen des Schiffes sowie 101 um das Wrack und von der Küste. Allein in der vergangenen Woche wurden durch die Berger von Braemar/Unimar über 30 Container oder deren Trümmer sowie einige Fracht geborgen. 40 weitere sind lokalisiert. Nur geringe Restölmengen wurden zwischen Mount Maunganui und Papamoa gesichtet, die keine Reinigungsmaßnahmen erforderten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mastbruch vor Formentor
(27.04.12) 61 Meilen nordöstlich des Formentor-Kaps erlitt die Yacht "Spigao" am 26.4. zu einem Mastbruch. Dem Skipper kamen nach einem Notruf ein Hubschrauber und ein Rettungsschiff zu Hilfe. Die "Spigao" wurde 20 Stunden später samt dem unverletzten, aber erschöpften Skipper in den Hafen von Alcúdia eingeschleppt. Die "Spigao" war am 22.4. aus Sète an der Cote d'Azur in Frankreich nach Port de Sóller ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerriese treibt im Atlantik
(27.04.12) Der dänische Containerfrachter "Gerd Maersk" erlitt am 26.4. einen Maschinenausfall auf dem Atlantik auf Position 4128 N 009 19 O, etwa 45 Meilen nordwestlich von Porto, Portugal. Das Schiff war auf der Fahrt von Port Said nach Bremerhaven. Der Schlepper "Castelo de Obidos" wurde zu dem Havaristen geschickt und zog ihn in westlicher Richtung von der Küste weg, während die Crew des Frachters versuchte, die Maschine wieder in Gang zu bekommen. Am 27.4. um ein Uhr befanden sich beide Schiffe auf Position 41 32 N 009 26 O und liefen 1,5 Knoten Geschwindigkeit. Aus Sicherheitsgründen wurden noch zwei weitere Schlepper in Marsch gesetzt. Die Reparaturarbeiten sollten binnen 24 Stunden abgeschlossen werden. Die "Gerd Maersk", 115700 tdw (IMO-Nr.: IMO 9320245) hat eine Containerkapazität von 6600 TEU und wurde 2006 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



In Foggy Bay vom Weg abgekommen
(27.04.12) Ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Ketchikan barg das 30 Fuß lange Sportboot "Tailfeather" am 26.4. und eskortierte es nach Ketchikan. Um 12.50 Uhr hatte die Coast Guard Juneau einen Funkspruch des Skippers aufgefangen, dass er in der Foggy Bay 35 Meilen südöstlich von Ketchikan auf Grund gelaufen sei. Es befanden sich zwei Personen auf dem Sportboot. Das Rettungsboot war um 14.41 Uhr vor Ort und machte es wieder flott. Um 17.50 Uhr erreichten beide Fahrzeuge den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht saß auf St. Marys River auf Schiet
(27.04.12) Die Coast Guard Sault Ste. Marie in Michigan assistierte einer 37 Fuß langen Yacht, die am 26.4. auf dem St. Marys River nahe Johnson's Point auf Grund gelaufen war und kurz nach Mitternacht einen Notruf abgesetzt hatte. Von Sault Ste. Marie lief ein 45-Fuß-Boot aus, das um 2.53 Uhr die Yacht wieder flott machte und in tieferes Wasser eskortierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kranarm zu schwach für Früchte
(27.04.12) Kurz nach dem Einlaufen in den chilenischen Hafen Valparaiso am 25.4. gegn 20 Uhr kam es zu einem Unfall auf dem unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Kühlschiff "Baltic Strait", 12167 BRZ (IMO-Nr.: 8002963). Bein Verladen von frischen Früchten, die nach St. Petersburg bestimmt waren, brach der Ausleger eines Deckskrans. Der geknickte Kranarm hing danach über die Schiffsseite herab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenraumbrand im Solent
(27.04.12) Am 26.4. brach um 13.20 Uhr im Maschinenraum der unter Bahamas-Flagge laufenden Fähre "Commodore Clipper", 14400 BRZ (IMO-Nr.: 9201750 ), im Solent ein Feuer aus. Das Schiff hatte mit 220 Passagieren und einer 39-köpfigen Crew den Hafen von Portsmouth wetterbedingt mit Verspätung mit Kurs Guernsey verlassen, als das Feuer in einer Hilfsmaschine im Ölerhitzungssystem entstand. Es wurde rasch entdeckt und von der Crew unter Kontrolle gebracht. Die Fähre kehrte in den Abgangshafen zurück, wo sie um 18.20 Uhr festmachte Condor Ferries schickte ein Team zum Portsmouth International Ferry Port, um den Passagieren bei der weiteren Reise zur Seite zu stehen. Eine Untersuchung des Brandes wurde eingeleitet. Bereits im Juni 2010 war es zu einem Brand auf dem unteren Wagendeck des Schiff gekommen, bei dem etliche Lkw und ein Teil des Rudersystems beschädigt worden waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelschulyacht in Hummerfalle gefangen
(27.04.12) Das Rettungsboot "Elizabeth Fairlie Ramsey" aus Tobermory auf der Isle of Mull wurde am 26.4. um 9.51 Uhr Uhr alarmiert, nachdem die 20 Meter lange Yacht "Alba Venturer" (MMSI-Nr.: 232003696) in rauer See vor der Isle of Iona in Schwierigkeiten geraten war. Ruder und Propeller des Segelschulschiffes hatten sich in den Leinen von Hummerfallen verfangen. Um 10.10 Uhr lief das Rettungsboot zu der manövrierunfähigen Yacht aus. Die auf einem Manöver befindliche "Friesland" der holländischen Marine sowie der Trawler "Pioneer" kamen ebenfalls zu Hilfe und blieben auf Standby, bis die Seenotretter eingetroffen waren. Das RNLI-Boot aus Tobermory konnte die 58-Tonnen-Yacht dann auf den Haken nehmen, in den Wind drehen und dann die Leinen losschneiden. Das Boot mit 11 Schülern und einer Stammbesatzung von fünf Mann an Bord wurde binnen 10 Stunden in zwei Meter hohen Seen zu der 30 Meilen entfernten Marina auf der Isle of Kerrera nahe Oban geschleppt. Als die "Elizabeth Fairlie Ramsey" schließlich nach Tobermory zurückkehrte, hatte sie bei der Rundung der Isle of Mull fast 100 Meilen zurückgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wachgänger schlief nach Alkoholgenuss ein - Frachter lief auf
(27.04.12) Der Rudergänger des 52 Meter langen, neuseeländischen Frachters "Anatoki" (MMSI-Nr.: 512000390) hatte in der Nacht vor der Strandung des 560-Tonners östlich von Ranghihaeata Head im Mai 2010 getrunken und die Havarie 10 Minuten, nachdem er das Schiff in der Golden Bay auf Grund gesetzt hatte, immer noch nicht bemerkt. Dies geht aus einem Untersuchungsbericht der Transport Accident Investigation Commission hervor. Der Frachter war auf der Fahrt von Nelson nach Port Tarakohe, als er am frühen Morgen auf Grund lief. Der Wachgänger hatte den Kurs des Schiffes nicht überwacht, vermutlich war er eingeschlafen. Er hatte, nachdem er das Missgeschick bemerkt hatte, noch versucht, das Schiff aus eigener Kraft wieder abzubringen, ehe er den Kapitän verständigte. Später machte ein Kutter de nFrachter wieder flott. Die Kommission mahnte in ihrem Bericht, dass die Wachhabenden ausreichend Schlaf haben müssten und mit Restalkohol keinesfalls kritische Aufgaben übernehmen dürften. Die " Anatoki" läuft für die Coastal Bulk Shipping Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wird Wrack aus amerikanischem Bürgerkrieg geborgen?
(27.04.12) Überlegungen, das Wrack von CSS "Georgia" vom Grund des Hafens von from the bottom of Savannah zu heben, sorgen derzeit für Diskussionen. Das 1862 erbaute Schiff war eine schwimmende Batterie und lag zwei Jahre lang nahe Old Fort Jackson, ehe es im Dezember 1864 versenkt wurde, um nicht den Unionisten in die Hände zu fallen. Nun könnte das Schiff im Rahmen der Finanzierung einer Hafenerweiterung durch das Army Corps of Engineers für 14.2 Millionen Dollar gehoben werden. Von dem Wrack ist nur noch ein Teil intakt, und in vorangegangenen Bergungsaktionen wurden bereits Artefakte geborgen. Der untere Teil des Rumpfes ist nicht mehr vorhanden, auf Grund liegen noch zwei große Sektionen der eisernen Kasematte und eine kleinere dritte Sektion zusammen mit der Maschine, den Dampfzylindern und mindestens einem Propeller samt Schaft, drei Kanonen, einem Kessel und andere kleinere Teile.
Quelle:Tim Schwabedissen



Regatten nach "Low Speed Chase"-Desaster untersagt
(27.04.12) Vor der nordkalifornischen Küste wurde am 24.4. m Gebiet von Bodega Head eine Leiche entdeckt, bei der es sich um ein Besatzungsmitglied der "Low Speed Chase" handeln könnte, die am 14.4. nahe der Farallon Islands verunglückt war. Drei Mann hatten überlebt, einer wurde tot geborgen, und vier waren seither vermisst. Der Körper wurde von einem Polizeihelikopter am 25.4. geborgen. Am 27.4. sollte eine Autopsie stattfinden. Ein aus Belvedere stammender Überlebender des Unglücks hat als Konsequenz aus der Strandung nun gefordert, einen höheren Sicherheitsstandard einzuhalten. Er hoffte, es würde eine größere Diskussion um die Sicherheit auf Yachten geben. Er sagte, als die 38 Fuß lange "Low Speed Chase" das mit 40 Booten besetzten Full Crew Farallones Race zu den 27 Meilen westlich der Golden Gate Bridge begann, habe es keine Anzeichen für eine Gefahr gegeben. Die Crew sei entspannt gewesen, und die Bedingungen auf See waren normal, als plötzlich die größte Welle, die er je gesehen habe, auf das Boot zurollte. Sie riss ihn und sechs Kameraden ins kalte Wasser und schmetterte die Yacht auf Felsen, von denen sie am 23.4. per Skycrane-Helikopter geborgen und in die Half Moon Bay in Moss Beach geflogen und dort in einem eigens aus San Diego herangeschafften Rig abgesetzt wurde. Die 15 Minuten im Wasser seien die schlimmsten seines Lebens gewesen, in der Brandungszone sei es wie in einer Waschmaschine gewesen. Er konnte sich schließlich selbst auf Felsen ziehen, wo sich bereits zwei andere Besatzungsmitglieder befanden. Von dort wurden die Schiffbrüchigen durch die U.S. Coast Guard und die Air National Guard gerettet. Keiner der Segler habe den Sicherheitsgurt eingepickt gehabt, was eine schlechte Angewohnheit unter erfahrenen Seglern sei. Man sollte sich, wann immer es geht, sichern. Sobald jemand über Bord gehe, sei die gesamte Crew in Gefahr. Als Konsequenz aus dem Unglück hat die US Coast Guard am 26.4. ein temporäres Regattaverbot über die Bay Area verhängt. Sie betrifft das für den 28.4. geplante Offshore Yacht Racing Association Duxship Race und das für den 12.5. angesetzte Singlehanded Sailing Society Farallones Race. Das Duxship Race wurde in die San Francisco Bay verlegt, und die Coast Guard will auch für das 2. Rennen mit den Organisiatoren einen Alternativkurs finden innerhalb der Linie zwischen Point Bonita in Marin County und Lands End in San Francisco. Die Pause soll zur Erarbeitung von neuen Sicherheitsempfehlungen dienen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bagger bei Entschärfung einer Sandbank vor dem Mooloolah-River selbst beschädigt
(27.04.12) Am 26.4. nahm der kleine Saugbagger "Saibi" wieder Ausbaggerungsarbeiten in der Mündung des Mooloolah-River an der Sunshine Coast auf, nachdem der australische Saugbagger "Port Frederick", 389 BRZ (IMO-Nr.: 8946872), für mehrere Wochen ausfällt. Er war am 17.4. von einer großen Welle auf eine Sandbank gedrückt worden und hatte Schäden an beiden Propellern davon getragen, die jetzt in Brisbane ausgebessert werden. Die "Port Frederick" war von Maritime Safety Queensland zu einem Preis von 400,000 Dollar unter Vertrag genommen worden. Kurz nach dem Ausfall des Baggers war es am 25.4. zu einer neuerlichen Strandung gekommen, als eine Farr 40-Yacht nach Ruderausfall festkam. Das 40-Fuß-Boot war bei einem Überführungstörn von Brisbane nach Airlie Beach in Schwierigkeiten geraten. Nachdem es sich wieder befreit hatte, konnte es unter Assistenz der Mooloolaba Coast Guard gegen drei Uhr morgens in den Hafen von Tangalooma kommen. Bereits am 7.4. war um 10.45 Uhr der 17 Meter lange Trawler "Night Raider" auf die Sandbank gelaufen, bei der Hilfeleistung lief auch ein anderer Trawler kurzzeitig auf Grund. Der Schaden an der "Night Raider" betrug 70,000-80,000 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Panta Rhei auf Zürichsee auf Stein gedrückt
(26.04.12) Am Abend des 24.4. lief das Flaggschiff der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft, die "Panta Rhei", 390 ts, auf der Fahrt nach Zürich um etwa 16 Uhr von Rapperswill kommend kurz nach dem Ablegen in Herrliberg auf dem Zürichsee auf Grund. An der Unfallstelle vor Herrliberg lliegen große Steine dicht unter der Wasseroberfläche. Zum Unfallzeitpunkt herrschte starker Wind, und das Schiff wurde von einer Bö erfasst. Der Pegel des Zürichsees wurde wegen Hochwassergefahr zudem etwa 10 Zentimeter unter Normal gehalten. Die "Panta Rhei" setzte ihre Fahrt fort. Bei einer späteren Taucheruntersuchung in Zürich wurden keine Schäden entdeckt. Dennoch ging das Schiff am 27.4. zur intensiven Untersuchung in die Werft in Wollishofen. In der Zeit übernahm die "Limmat" ihre fahrplanmäßigen Fahrten. Die "Panta Rhei" sorgte bereits direkt nach ihrer Fertigstellung 2007 und 2008 für Aufregung, weil es zu hohen Wellenschlag verursachte. Nur ein paar Wochen nach der Indienststellung im April 2007 musste die "Panta Rhei" darum wieder aus dem Verkehr gezogen werden. Der unerwartet hohe Wellenschlag, der Schäden an Ufer und dort vertäuten Booten verursacht hatte, stellte sich als Folge eines Rechenfehlers heraus, denn der Rumpf war für ein Motorschiff mit nur zwei und nicht drei Decks ausgelegt gewesen. Die "Panta Rhei" war rund 15% zu schwer und stark hecklastig. Daraufhin wurden mit einem Modell mögliche Lösungen ausprobiert und entschieden, den Bugwulst zu vergrößern, seitliche Schwimmer anzubringen sowie das Heck um rund zwei Meter zu verlängern. Von Mai bis November 2007 lag die Panta Rhei am Bürkliplatz und diente als Restaurant. Am 28. Januar 2008 wurde die "Panta Rhei" wieder in Fahrt genommen. Kurze Zeit später wurden aber undichte Nahtstellen an den neu angebrachten Schwimmern entdeckt, was erneute Reparaturen zur Folge hatte. Seit Mitte 2008 verkehrte die "Panta Rhei" ohne weitere Probleme auf dem Zürichsee. Der Rechtsstreit mit den deutschen Planern des Schiffes ist aber immer noch nicht beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlechte Beratung - Apothekenkette soll für Unfall der "Cosco Busan" mit haften
(26.04.12) Die Eigner des damals unter dem Namen "Cosco Busan", 65131 BRZ (IMO-Nr.: 9231743 ), laufenden heutigen Containerfrachters "Hanjin Venecia", der am 7.11.2007 den Delta-Turm der Brücke zwischen San Francisco und Oakland rammte und aus den dabei aufgerissenen Tanks 53,569 Gallonen Öl verlor, wodurch 2400 Seevögel umkamen, haben kalifornische Apotheker für das Unglück verantwortlich gemacht. Bei der nachfolgenden Untersuchung war herausgekommen, dass der Lotse John Cota unter dem Einfluss von Schlafmitteln gestanden hatte, als er das Containerschiff navigierte, wodurch er elektronische Seekarten und das Radar nicht korrekt bedienen konnte. Er war danach 10 Monate ins Gefängnis gekommen. Die Regal Stone Ltd. und die Schiffsbetreiber, die Fleet Management Ltd. warfen den Apothekern in Petaluma am 20.4. Nachlässigkeit bei der Verabreichung der Pillen vor und gaben dies dem San Francisco Superior Court zu Protokoll. Die in Rhode Island ansässige CVS Caremark, der die Apotheken-Kette Longs gehört, wies am 25.4. eine Verantwortlichkeit zurück. Im vergangenen Jahr hatten Regal Stone und Fleet Management sich einverstanden erklärt, 4.4 Millionen Dollar Schadensersatz an Staatliche und örtliche Behörden zu zahlen und weitere 3.6 Millionen an 120 Fischer in der Bay Area. Außerdem musste Fleet Management eine Strafe von 10 Millionen Dollar bezahlen, nachdem sie sich für die Verschmutzung und das Ausfüllen gefälschter Papiere schuldig erklärt hatte. Einige dieser Kosten sollen nun von der Apotheke getragen werden, weil sie Cota nicht vor der Kombination verschiedener Mittel gewarnt habe, seine Ärzte nicht konsultiert und auch die Lotsenbehörden nicht verständigt habe. Nach dem Unfall hatte das National Transportation Safety Board festgestellt, dass Cotas kognitive Fähigkeiten durch die Einnahme der Medikamente herabgesetzt worden war. Er war 27 Jahre als Lotse tätig gewesen. Die "Cosco Busan" havarierte durch falsches Ablesen des Radars und der Seekarten und mangelnde Zusammenarbeit mit dem Kapitän. Der Lotse hatte sich 2009 schuldig bekannt und war dann ins Gefängnis gegangen. Die "Cosco Busan" verließ am 21.12.2007 die San Francisco Bay mit Ziel Busanmit neuer Crew und dem neuen Namen "Hanjin Venezia".
Quelle:Tim Schwabedissen



Treibender Bulker nach Oakland eingeschleppt
(26.04.12) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Pacific Sea" erlitt am 22.4. gegen sechs Uhr 24 Meilen westlich von Bodega Bay, Kalifornien, auf der Fahrt nach Stockton Maschinenausfall. Der Eigner nahm die Starlight Marine Services zu Hilfeleistung unter Vertrag, und zwei Schlepper wurden in Marsch gesetzt, das driftende Schiff auf den Haken zu nehmen. Das Küstenwachboot "Sockeye" nahm ebenfalls Kurs auf den Havaristen, der unbeladen war, aber fast 200,000 Gallonen Brennstoff an Bord hatte. Am 24.4. gegen 23 Uhr machten die beiden Schlepper "Millenium Star" und "Millenium Falcon" am Schiff fest, und am 26.4. gegen ein Uhr stand der Schleppzug 30 Meilen nordwestlich von der San Francisco Bay. Nach dem Festmachen in Oakland sollte der Schaden repariert und eine Inspektion durch die Coast Guard durchgeführt werden. Die "Pacific Sea", 53589 tdw (IMO-Nr.: 9293674) wurde 2004 erbaut und hat als Manager die Pacific Basin Shipping Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper war zu ungeduldig - Binnenschiff rasierte sich Ruderhaus ab
(26.04.12) Das holländische Binnenschiff "Brisani", 1870 ts (EU-Nr.: 02323366), kollidierte am 25.4. um 17.50 Uhr mit der Brielen-Brücke in Tisselt auf dem Brüssel-Schelde-Kanal. Offenbar war der Skipper ungeduldig geworden, als er längere Zeit darauf warten musste, dass die Hebebrücke das unbeladen von Zemst nach Willebroek laufende Schiff passieren ließ, und versuchte, das noch nicht angehobene Bauwerk zu unterqueren. Dabei aber wurden der Mast und das Dach des Ruderhauses abgerissen und fielen vier Meter tief in den Kanal. Wie durch ein Wunder blieben die beiden im Ruderhaus befindlichen Besatzungsmitglieder unverletzt. Das Ruderhaus selbst brach vollständig zusammen. Die Feuerwehr von Willebroek eilte zur Unfallstelle. Taucher lokalisierten die losgerissenen Teile und zogen sie gegen 19.15 Uhr am Westdeich von Alural an Land. Danach konnte der Kanal für den Schiffsverkehr wieder freigegeben werden. Die "enthauptete", 86 Meter lange "Brisani" wurde am Kai des Betonwerks Ready Beton in Brielen festgemacht. Vertreter Waterwegen und Zeekanaal inspizierten die Hebebrücke, ehe sie wieder für den Fahrzeugverkehr freigegeben wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsführung von Tanker nach zwei Explosionen verhaftet
(26.04.12) Die Yellow Gate Police verhaftete Kapitän und 1. Offizier des koreanischen Tankers "Royal Diamond 7", 8539 BRZ (IMO-Nr.: 9367437 ), wegen des Vorwurfs, durch Nachlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht zu haben. Der koreanische Arbeiter Mun Heyon Seak war am 24.3. bei einer Gasexplosion an Bord des immer noch mit 8000 Tonnen Chemikalien 15 Meilen vor Mumbai ankernden Tankers ums Leben gekommen. Das Schiff war am 16.3. nach Mumbai gekommen und sollte weiter nach Kandla in Gujarat und weiter nach Dubai laufen. Am 17.3. kam es erstmals zu einer Explosion an Bord, bei der drei Personen verletzt wurden. Eine Woche darauf, als14 indische und ein halbes Dutzend anderer Arbeiter an Bord tätig waren, kam es zu einer zweiten Explosion. Sechs Arbeiter wurden verletzt, einer getötet. Ein indischer Arbeiter war durch die Druckwelle über Bord geschleudert worden. Der unter Marshall Island-Flagge laufende Tanker wurde unterdessen von der Polizei freigegeben, wartet aber noch auf eine Fahrgenehmigung durch die Schifffahrtsbehörden und den Mumbai Port Trust.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew ausgebrannten Trawlers kehrte nach Taiwan zurück
(26.04.12) Die neun Besatzungsmitglieder des unter Taiwan-Flagge registrierten Kutters "Hsin Man Chun", 60,56 ts, aus Pingtung, der am 2.1.4. nach einem Feuer vor Guam aufgegeben werden musste, wurden am Abend des 26.4. oder dem folgenden Morgen in Qingdao zurück erwartet. Es handelte sich um den taiwanesischen Skipper Huang Ming-Yuan sowie acht indonesische Männer. Zunächst mussten sie eine Ausreisegenehmigung erhalten, um nach Taiwan zurückzukehren. Der Trawler hatte Guam im Januar Thunfisch- und Schwertfischfang verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dreiköpfige Crew gesunkenen Kutters vermisst
(26.04.12) Drei Fischer aus Sarteneja werden seit dem 23.4. vermisst. Sie waren in der vergangenen Woche mit der "Lucerito" ausgelaufen und wurden in der Nacht zum 22.4. gegen Mitternacht in Belize erwartet. Den letzte Kontakt hatte es am 21.4. gegeben. Am Morgen des 23.4. wurde die Belize Coast Guard verständigt, dass das Schiff, das zuletzt zwischen South Water Caye und Twin Caye gesichtet worden war, überfällig sei. Fünf Schiffe und ein Flugzeug der Luftwaffe machten sich auf die Suche. Das gesunkene und nur geringfügig aus dem Wasser ragende Wrack des Kutters wurde am Abend des 2.4. von einem Flugzeug am Nordwestende des Glovers Reef entdeckt, ohne dass Taucher Spuren der Crew fanden. Die Taucher stellten fest, dass die Maschine, Fässer und andere Ausrüstungsgegenstände fehlten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Passagier philippinischer Fähre meldete Schlagseite
(26.04.12) Als die philippinische Fähre "Starcraft 5" am 25.4. um 15.30 Uhr von Cebu nach Getafe, Bohol, auslaufen wollte, wurde die Cebu Coast Guard von einem Passagier per SMS verständigt, dass das Schiff Schlagseite habe. Ein SAR-Schiff der Cebu Coast Guard wurde alarmiert und sollte den Zustand der Fähre überprüfen. Die Küstenwache nahm Kontakt mit Kapitän Welmer Catagcatag auf, der zusicherte, dass das Schiff ausgetrimmt sei. Er nahm eine Zäjhlung der Fahrgäste vor und bestritt, dass es Schlagseite gehabt habe. Er gab an, 177 Passagiere an Bord zu haben, womit die Fähre nicht, wie gemutmaßt, überladen gewesen war. Damit gab es keinen Anlass, die Fahrt zu stoppen, doch sie wurde von der Coast Guard überwacht. Um 16.49 Uhr machte das Schiff ohne weitere besondere Vorkommnisse in Getafe fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf Rhein verlief glimpflich
(25.04.12) Eine Rheinfähre hatte am Morgen des 23.4. um 8.40 Uhr eine Kollision mit einem niederländischen Binnenschiff ereignete. Auf Höhe des Binger Hafens lief sie dem zu Tal fahrenden Niederländer vor den Bug. Dessen Rudergänger reagierte mit einem Ausweichmanöver, wodurch die Unfallbeteiligten glimpflich davonkamen. An beiden Schiffen entstand Sachschaden. Auf der Fähre wurde eine Reling eingedrückt, und es gab eine Beule am Rumpf. Eine Person wurde leicht verletzt. Quelle:Tim Schwabedissen



Murmansk wird nun trocken gelegt
(25.04.12) Der russische Kreuzer "Murmansk", der am 24.12.1994 bei der Verschleppung zum Abbruch vor Sørvær strandete, wird in Kürze trocken gelegt sein. Dann kann der Rumpf verschrottet und abtransportiert werden. Am 23.4. gab die mit der Bergung betraute AF-Gruppe bekannt, dass der Kofferdamm um das Wrack, dessen obere Teile bereits abgeschweißt wurden, fertiggestellt ist. Die Anwohner der Umgebung hatten stets auf eine Räumung des rostigen Riesen gedrängt. Quelle:Tim Schwabedissen



Bordingenieur nach Feuer tot in Toilette entdeckt
(25.04.12) Am 23.4. brach auf einem vietnamesischen Frachter in Abidjan ein Feuer aus, bei dem ein Mann ums Leben kam und vier weitere verletzt wurden. Das Schiff lag an Pier 12, als das Feuer auf dem C-Deck in der Kajüte des Chefingenieurs entstand. Die Flammen griffen auf etliche andere Kabinen über. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen, doch der Chefingenieur wurde tot in der Toilette seiner Kabine aufgefunden, wo er von den Flammen eingeschlossen worden war. Drei weitere Seeleute und ein Feuerwehrmann kamen ins Krankenhaus. Der Sachschaden war erheblich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Cutty Sark fünf Jahre nach verheerendem Großbrand von der Königin wieder eröffnet
(25.04.12) Fünf Jahre nach dem verheerenden Brand auf dem Teeklipper "Cutty Sark" in Greenwich wurde das Schiff in einstiger Pracht wieder hergestellt. Am 25.4. wurde der Dreimaster von Queen Elizabeth II wieder für die Öffentlichkeit freigegeben, nur wenige Wochen bevor die Monarchin im Juni ihr eigenes diamantenes Jubiläum begeht. Die "Cutty Sark" war während laufender Renovierungsarbeiten im Mai 2007.durch einen Großbrand weitgehend zerstört worden. Nun aber dominieren die drei Masten wieder die Skyline von Greenwich südlich von London, wo das Schiff seit 1954 liegt. 50 Millionen Pfund flossen in die Restaurierung des Schiffes. Viele historische Teile blieben erhalten, weil sie wegen der bereits angelaufenen Arbeiten seinerzeit ausgebaut worden waren. Zwischen fünf und 10 Prozent der Originalsubstanz gingen verloren. Die Reparatur wurde von den Royal Museums in Greenwich als eines der komplexesten Konservierungsprojekte, die je auf einem historischen Schiff unternommen wurden, bezeichnet. Die britische Nationallotterie unterstützte die Arbeiten mit 25 Millionen Pfund. Mit Stolz wurde vermerkt, dass sie nicht nur vor dem Kronjubiläum, sondern auch vor der Eröffnung der Olympischen Spiele am 27.7. abgeschlossen werden konnten. Das Schiff wurde dabei auch um rund drei Meter angehoben in seinem Dock, sodass Besucher künftig unter dem Rumpf entlang gehen können und den Eindruck erhalten, das Schiff schwimme in einem Meer aus Glas. Außerdem kann so das innovative Design des Rumpfes besser begutachtet werden, dank dem das Schiff zwischen Sydney und London 1885 einen Rekord von 73 Tagen aufstellte. 1869 war die "Cutty Sark" im schottischen Dumbarton vom Stapel gelaufen und wurde u.a. für den Teetransport von China eingesetzt. Doch auch andere Fracht von Whisky bis zu Bisonhörnern fand ihren Weg in die Laderäume des Dreideckers. Der Klipper wurde ein Symbol der maritimen Stärke Englands und war zu seiner Zeit die avancierteste Technologie, die es gab, eine Concorde ihrer Zeit. 1895 wurde er nach Portugal verkauft und in "Ferreira" umbenannt. 1916 verlor er seine Masten in einem Sturm und wurde als Barkentine wieder aufgeriggt. 1922 erwarb der Engländer Wilfred Dowman das Schiff, das dann in Falmouth präsentiert wurde, bis es 1994 nach Greenwich kam. Bis zur Schließung als Museum im Jahr 2006 für die dringend notwendige Überholung hatte es bereits 16 Millionen Besucher aus aller Welt angezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dampfboot auf der Fahrt zum Kronjubiläum auf Grund gelaufen
(25.04.12) Das britische Dampfboot "President", die am Kronjubiläum auf der Themse teilnehmen soll, ist bei der Passage von Ost-Staffordshire in Fradley am Nachmittag in der Schleuse bei der Fradley Junction am Nachmittag des 22.4. auf Grund gelaufen. Es musste von einem anderen Boot, das dahinter lief, wieder in tieferes Wasser gedrückt werden. Die "President" soll eines von 1000 Booten sein, die am 3.6. auf der Themse paradieren werden. Die sieben Meilen lange Prozession historischer Boote wird in Dünkirchen starten. In ihrer Mitte wird das königliche Boot sein. Die "President" gehört dem Black Country Living Museum in Dudley und wird von einem Freiwilligen-Team betrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach Untergang eines Schleppers im Englischen Kanal eingestellt
(25.04.12) Der Mann aus Derry, der seit dem Untergang des 20 Meter langen Schleppers "Aquarius" vor Ushant vermisst wird, ist wohl tot. Der 66-jährige wurde nach dem Untergang am 23.4. um 6.20 Uhr nicht mehr gesehen. Ein anderes Besatzungsmitglied, Jeremy Lindford, hatte noch versucht, ihm zu helfen, nachdem der Schlepper in schwerer See45 Meilen südöstlich von Lizard Point in Cornwall, übers Heck wegzusacken begann. Doch nachdem es zu einem plötzlichen Wassereinbruch ins Ruderhaus kam, wurde seine Hand weggerissen. Beide wurden unter Wasser gezogen und mussten sich an die Wasseroberfläche kämpfen. Nur Lindford aber erreichte im Dunkeln die Rettungsinsel. Das Drama hatte sich rasch vollzogen, nur 10 Minuten nach dem Wassereinbruch war das Schiff am Sinken. Um 7.30 Uhr war ein Hubschrauber vor Ort und winschte die Überlebenden an Bord. Sie wurden in Brest wegen Unterkühlung und Schock behandelt. Das erste Schiff vor Ort war das Kreuzfahrtschiff "Saga Pearl", das von Southampton nach Alicante unterwegs war, weitere Sucheinheiten waren die "Jo Acer", die ihre Fahrt von Le Havre nach Algericas unterbrach, der Tanker "Liesel Essberger" unterwegs von Dagenham nach Algericas sowie die "Andrea Damato" auf der Reise von Pascagoula nach Hamburg. Sie fuhren die See in festgelegten Suchpatterns mit 4-5 Knoten Fahrt ab. Vor Ort waren Wellenhöhen von 2,5 Metern und rund fünf Beaufort Wind. Die Suchaktion nach dem Mann wurde nach 13 Stunden eingestellt, als das Tageslicht schwand. Am 24.3. wurde sie während der Tageslichtstunden wieder aufgenommen, am Abend aber endgültig abgebrochen. Der Skipper, ein erfahrener Seemann, hatte das Schiff in Gibraltar erworben, und es befand sich nun auf der letzten Etappe der Überführungsfahrt von La Coruna nach Plymouth. Der vermisste Mann aus Derby ist ein Verwandter es Skippers. Quelle:Tim Schwabedissen



Nach Fährkollision Einbau von Warnsystem empfohlen
(25.04.12) Ein fehlerhaftes Ventil hat die Kollision der New Yorker Hafenfähre "Andrew J. Barberi" (MMSI-Nr.: 36700150) am 8.5.2010 mit dem Anleger in Staten Island verursacht. Dies fand das National Transportation Safety Board heraus, dessen Bericht am 24.4. vorgelegt wurde. Durch den Fehler verlor der Kapitän die Kontrolle über einen der beiden Propeller, als sich das 94 Meter lange Schiff Staten Island annäherte. Es rammte, da es nicht aufgestoppt werden konnte, die Pier, und von den 266 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord wurden drei schwer und über 40 leicht verletzt. Als das Schiff 2003 dieselbe Pier rammte, waren 11 Menschen ums Leben gekommen. Seinerzeit war der Kapitän am Ruder stehend gestoben. Das New York City Department of Transportation stellte fest, dass seither die Sicherheitssysteme verbessert worden seien. Doch die Fähre habe ein unerwartetes und ungewöhnliches Antriebsversagen erlitten. Doch die "Andrew J. Barberi" sei nicht mit einem Alarmsystem ausgestattet gewesen, dass die Crew hätte warnen können, dass die Fähre nicht mehr auf Fahrbefehle reagierte. Die Kommission empfahl den Einbau eines solchen Systems auf derartigen Schiffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Besatzungsmitglieder der "Sichem Pandora" hauptschuldig an Untergang der "Klein Familie"
(25.04.12) Zwei Besatzungsmitglieder des Tankers "Breezy Navigator", 6544 BRZ (IMO-Nr.: 9050412 ), der seinerzeit unter Malta-Flagge als als "Sichem Pandora" unterwegs war, wurden teilweise verantwortlich gemacht für unbeabsichtigte Tötung von fünf Menschen, als das Schiff am 5.1.2006 mit dem Trawler "Klein Familie" im Englischen Kanal kollidierte, der danach sank. Bei einer Untersuchung wurde festgestellt, dass der damalige 1. Offizier seiner Verpflichtung, in Not geratenen Schiffen zu helfen und Unfälle zu berichten, nicht nachgekommen sei. Das Transportministerium gab am 24.4. bekannt, dass der Report dem Generalstaatsanwalt zur weiteren Veranlassung übergeben worden sei. Der Untergang der "Klein Familie" sei auf einen nachlässigen Ausguck auf beiden Schiffen zurückzuführen gewesen. Es seien nicht die richtigen Lichter gesetzt gewesen. Auch der schlechte Gesundheitszustand des Skippers des Trawlers sowie das schwache Radarsignal hätten zu dem Verlauf des Unfalls beigetragen. Der Tanker war seinerzeit mit einer Crew von 15 Mann an Bord von Tunesien in die Niederlande unterwegs gewesen, als er den aus Cherbourg kommenden Trawler rammte. Nach dem Unglück war er von der französischen Marinepolizei nach Dünkirchen eskortiert wurden. Farbspuren hatten ihn als das Schiff identifiziert, das mit dem Trawler zusammengestoßen war. Nur ein Mann hatte sich retten können. Die Kollision war auf dem Tanker nicht wahrgenommen worden. Das Wrack des 50 Fuß langen Trawlers wurde seinerzeit auf dem Meeresgrund nahe des Casquets-Riffs entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Whitby eingeschleppt
(25.04.12) Am 23.4. um 19.38 Uhr veranlasste die Humber Coastguard das Auslaufen des RNLI-Bootes "George and Mary Webb" aus Whitby, um dem 10 Meter langen Kutter "Northern Isle" und dessen Skipper zu assistieren. Das Schiff hatte eine halbe Meile nördlich des Whitby High Light Maschinenausfall erlitten. Das mit Freiwilligen besetzte Rettungsboot ging um 19.52 Uhr zu Wasser und nahm nach dem Eintreffen vor Ort den Kutter auf den Haken. Er wurde um 20.25 Uhr sicher am Fischereikai von Whitby festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polnischer Kapitän bekennt sich schuldig an Kollision
(25.04.12) Der polnische Kapitän des Frachters "Union Moon", 1543 BRZ (IMO-Nr.: 8416839 ), der am 7.3. mit der Fähre "Stena Feronia" vor der Küste des County Down kollidiert war, hat sich schuldig bekannt. Gegen den 55-jährigen Miroslaw Pozniak wird durch den Public Prosecution Service un ddie Maritime and Coastguard Agency ermittelt. Er erschien am 24.4. vor dem Downpatrick Crown Court. Er bekannte sich des Alkoholkonsums schuldig, dem Versagen beim sicheren Navigieren und des Verursachens von Schäden an zwei Schiffen. Er könnte dafür bis zu zwei Jahre ins Gefängnis wandern und eine Geldstrafe erhalten. Der Fall ist der erste seine Art in Nordirland. Die Reparaturen allein an der Fähre kosten über eine Million Dollar. Die Schäden an der "Union Moon" bewegen sich in sechsstelliger Höhe. Am 31.5. wird die Verhandlung fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug mit 14000 Tonnen Erz in Terneuzen havariert
(25.04.12) Am Abend des 23.4. lief der belgische Schubschlepper "Teunis", 91 ts (EU-Nr: 2327598), mit vier Bargen, die 14000 Tonnen Erz beladen hatten, gegen einen Molenkopf in Terneuzen. Zwei Bargen kamen fest, zwei weitere gingen auf Drift, nachdem die Trossen brachen. Der Schlepper "Zeebrugge 11" von Multratug nahm sie auf den Haken und brachte sie an Dalben im Westhafen von Terneuzen. Die "Annastrand" und "Braakman" machten die gestrandeten Bargen wieder flott und brachten sie an die Fahrwasserkante zur Inspektion, bevor sie zu den anderen verholt wurden. Nachdem die Untersuchung beendet war, wurde der Schleppzug wieder zusammengestellt, und die "Teunis" setzte die Reise fort. Der Schlepper "Multratug 6" war ebenfalls vor Ort, brauchte aber nicht mehr einzugreifen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leiche von Kutterskipper aus Wrack geborgen
(25.04.12) Die Leiche des bislang vermissten, 67 Jahre alten Skippers des gesunkenen Kutters "Mijana" wurde am Nachmittag des 24.4. von Tauchern aus dem Wrack vor Korshamn geborgen. Dazu war das in rund 85-90 Metern Wassertiefe liegende Schiff auf eine geringe Wassertiefe angehoben. Die Polizei von Agder wird keine weiteren Bergungsmaßnahmen mehr unternehmen. Der Untergang ist hinreichend untersucht, und die Versicherung zeigt ebenfalls keine Neigung, den Krabbenkutter zu bergen, der östlich von Katland im Farsund auf eine Schäre gelaufen und gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Maschinenschaden auf Drift
(25.04.12) Der türkische Frachter "Cedit 4" erlitt am 23.4. im Schwarzen Meer auf der Fahrt von Kherson, Ukraine, nach Samsun Maschinenausfall. In den Mittagsstunden des 24.4. bewegte sich das Schiff mit einem Knoten Fahrt nahe Sevastopol. Später trieb oder ankerte es auf Position 45 08.44 N 032 49.59 O. Die "Cedit 4", 1753 tdw (IMO-Nr.: 7397476) wurde 1975 erbaut und hat als Manager die Aleria Shipping AS. Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre wird nach Kollision in Svendborg repariert
(25.04.12) Die dänische Fähre "Lolland", 4500 BRZ (IMO-Nr.: 9594690), machte am 21.4. um 15.15 Uhr in Svendborg fest, um in der dortigen Werft repariert zu werden. Bei der Kollision mit dem Fähranleger in Tars waren erhebliche Schäden am Heck entstanden. Die "Lolland" soll am 30.4. oder 1.5. wieder in Dienst gehen. Quelle:Tim Schwabedissen



Treibgut könnte Bugstrahlruder der "Aidamar" beschädigt haben
(25.04.12) Das brandneue italienische Kreuzfahrtschiff "Aidamar", 73200 BRZ (IMO-Nr.: 9490052 ), musste am 23.4. um 17.50 Uhr bei Blohm & Voss in Hamburg unplanmäßig ins Dock 17 gehen. Das Schiff hatte Probleme mit einem der beiden Bugstrahlruder. Die 252 Meter lange "Aidamar" hatte Emden in der Nacht zum 23.4. verlassen und Kurs auf Hamburg genommen. Möglicherweise war bei den vorherigen Erprobungsfahrten auf der Nordsee Treibgut in den Bugstrahler geraten. Die Untersuchung im Trockendock sollte nun Klarheit bringen. Die "Aidamar" hatte am 12./13. April ihre Passage von der Meyer-Werft in Papenburg in Richtung Nordsee absolviert. Nach einem kurzen Zwischenstopp wurden auf einer ersten Fahrt notwendige Einstellungsarbeiten vorgenommen. Seit dem 19. April war der Luxusliner der Reederei Aida Cruises bis zum 22.4. am Omya-Kai im Emder Hafen vertäut. Die ursprünglichen Planungen sahen vor, dass der Neubau ununterbrochen bis zur Übergabe an die Reederei in der ersten Maiwoche in Emden liegen bleiben sollte. Ein Team der Werft mit Ersatz-Bugstrahlrudern, von denen jedes einen Durchmesser von 1,80 Meter hat, machte sich auf den Weg nach Hamburg. Ein Austausch kommt aber nur im schlimmsten Fall in Frage. Bei den Ersatzteilen handelt es sich um die Bugstrahlruder für das siebte Aida-Schiff der Meyer Werft, die "Aidastella", die im ersten Quartal 2013 abgeliefert werden soll. Quelle:Tim Schwabedissen



Serie von Versäumissen ließ Atom-U-Boot stranden
(25.04.12) Eine Reihe von Fehlern hat das Aufgrundlaufen des britischen Atom-U-Bootes HMS "Astute" am 22. Oktober 2010 vor der schottischen Westküste verursacht, bei dem die Ruderanlage beschädigt wurde. Das Boot war auf Probefahrt, als es nahe Skye für mehrere Stunden festkam. Der damalige Kommandant Andy Coles, 47, wurde später seines Postens entbunden. Am 23.4. wurden die Ergebnisse einer Untersuchung des Unfalls publiziert. Ursächlich für die Havarie war das Nicht-Befolgen vorgeschriebener Abläufe bei der Navigation verbunden mit einem nachlässigen Verhalten des Wachoffiziers. Es gab keinen Ablaufplan für den Transit des Bootes im Dunkeln und kein vorheriges Briefing, und auf der Brücke fehlten wichtige Gegenstände wie ein Handfunkgerät und Seekarte. Das 2. Radar war nicht einsatzbereit. Das Fehlen eines Funkgeräts bedeutete, dass keine Kommunikation von der Brücke mit dem Begleitschiff "Omagh" möglich war. Andernfalls hätte das Boot rechtzeitig vor dem gefährlichen Kurs gewarnt werden können. Doch auch die interne Kommunikation war nicht störungsfrei, so dauerte es zwei Minuten, einen wichtigen Befehl weiterzugeben. Um 6.19am hatte der Wachoffizier eine Geschwindigkeitsreduktion und Kursänderung nach Nord befohlen, doch dies war wegen der Position der "Omagh" nicht möglich. Die Option, nach Steuerbord zu drehen, wurde nicht erwogen, und um 6.35 Uhr lief das U-Boot fest. Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsinsel der Aquarius
(Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!
Ein Vermisster nach Untergang eines Schleppers im Englischen Kanal
(24.04.12) Am Morgen des 23.4. wurde das MRCC Corsen alarmiert, nachdem der 20 Meter lange Schlepper "Aquarius" zwischen La Coruna und Plymouth in Seenot geraten war. Er funkte um 7.20 Uhr von einer Position 75 Kilometer nördlich von Aber Wrac'h nach Wassereinbruch Notrufe. Vor Ort herrschten bis zu 40 Knoten Südwestwind. Das MRCC schickte einen Cayman-Helikopter von der Marineflieger-Base Lanvéoc-Poulmic.
Er hob um 8.05 Uhr ab, 25 Minuten, nachdem zwei Mann der "Aquarius" in eine Rettungsinsel gegangen waren. Der dritte Mann erreichte sie nicht mehr. Um 8:28 Uhr winschte der Hubschrauber die beiden Überlebenden auf, die vom Army Medical Service betreut wurden. Vier Handelsschiffe und eine Falcon 50 der Marinebasis Bihoué Lann, die um 10:30 Uhr vor Ort war, hielten nach dem Vermissten Ausschau. Um 10:55 Uhr wurden die beiden Überlebenden in der Marinebasis von Brest abgesetzt und von der Feuerwehr zum Universitätshospital La Cavale Blanche gebracht. Nachdem die Falcon 50 gegen 16 Uhr in der NAS Landivisiau aufgetankt worden war, kehrte sie ins Suchgebiet zurück. Als die Nacht anbrach, wurde die Suche nach dem Vermissten eingestellt.
Bei der “Aquarius” handelt es sich um einen 1965 erbauten Hafenschlepper, der zunächst in Schweden im Einsatz war. Seit 2009 war er als Bergungsschlepper in Gibraltar unter Philip Berriman im Einsatz. Vor zwei Monaten wurde das Schiff über Ebay für 40.000 Euro angeboten. Die letzte Fahrt führte von La Coruna nach Plymouth, wo das Schiff als Taucherboot genutzt werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der "Helle Saj"
(Bild: Marinehjemmeaernet)   Großbild klick!
Wrackräumung vor Thorsminde durch EU-Vorschriften verzögert
(24.04.12) Fünf Monate nach dem Untergang des 42 Meter langen, dänischen Baggerschiffes "Helle Saj" 276 BRZ (IMO-Nr: 8874407), vor Thorsminde nach Kollision mit dem ebenfalls dänischen Sandbagger "Tønne" wurden jetzt die letzten Reste des Wracks aus der Hafenzufahrt entfernt. Die "Helle Saj" hatte so dicht vor dem Hafen gelegen, dass sie den ein- und ausgehenden Schiffsverkehr behinderte. Die Bergung wurde durch die Notwendigkeit einer EU-weiten Ausschreibung in die Länge gezogen. Nachdem die holländische Firma Koole Maritiem den Zuschlag erhalten hatte, rückte sie am 22.3. mit dem Schlepper "Neptune 11" einer großen Barge und dem Assistenzschlepper "Amy" an und begann, das auf der Seite liegende Schiff zu zerlegen.
Die „Helle Saj" war auslaufend Thorsminde am Nachmittag des 21.11.2011 mit dem Sandbagger "Tønne" zusammengestoßen, die gerade den Hafen ansteuerte, und gekentert. Die zweiköpfige Crew war vom Kollisionsgegner gerettet worden. Die "Helle Saj" ragte 200 Meter vor den Hafenmolen des für sein Wrackmuseum bekannten Ortes mit einer Bordwand aus dem Wasser. Eine Sprengung des Schiffes war wegen der geringen Distanz zum Hafen nicht möglich, so musste der Rumpf mit entsprechendem Gerät in Stücke zerlegt werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vom Blitz getroffen – Ruderhaus verwüstet - Wassereinbruch
(24.04.12) Der englische Kutter „Progress“ wurde am 20.4. einige Meilen vor North Foreland von einem Blitz getroffen. Er schlug ins Ruderhaus ein und zerstörte die Fenster, ebenso wie die gesamte elektrische Einrichtung und die Positionslichter. Außerdem wurde ein Wasserrohr beschädigt, sodass es zu einem Ausfall des Kühlwassersystems mit der folge eines Maschinenausfalls und Wassereinbruchs kam. Glücklicherweise waren beide Besatzungsmitglieder an Deck und blieben so unversehrt. Mit einem Mobiltelefon wurde das RNLI-Boot aus Ramsgate zu Hilfe gerufen. Die beiden Besatzungsmitglieder des Rettungsbootes gingen an Bord des Kutters, untersuchten die beiden geschockten Fischer, die im Ruderhaus mit Sicherheit schwer verletzt worden wären, und dichteten die Leckage ab. Nachdem die Bilgenpumpe funktionsfähig vorgefunden wurde, konnte das eingedrungene Wasser gelenzt werden, dann wurde der Kutter in den Hafen geschleppt, wo die Crew von einem Rettungsteam der Coastguard Margate erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler in Not – Mast in Schleigrund gebohrt
(24.04.12) Die Seenotretter der DGzRS-Station Schleswig kamen am Spätnachmittag des 19.4. einem Jollensegler in schwieriger Lage zu Hilfe. Bei Windstärken um fünf Beaufort aus Ost war der Segler mit einer Laser-Jolle auf der Schlei unterwegs, war aber kurz nach 17 Uhr im Stadtgebiet von Schleswig gekentert.
In der Regel ist es für Sportsegler dieser Klasse keine Schwierigkeit, nach einer Kenterung das Boot selbst wieder aufzurichten. Der über fünf Meter lange Mast des Lasers hatte sich jedoch in den Schlick gebohrt, so dass alle Versuche des mit einem Neopren-Anzug bekleideten Seglers, die Jolle wieder aufzurichten, ergebnislos blieben. Passanten, die ihn beobachtet hatten, alarmierten die DGzRS.
Das Seenotrettungsboot „Walter Merz“ der Station Schleswig, das soeben von einer Kontrollfahrt zurückgekehrt war, lief sofort wieder aus und fand den Segler nur wenig später. Die Seenotretter halfen dem erleichterten Mann, die Jolle aus dem Schlick zu befreien und wieder aufzurichten. Sicherheitshalber begleitete das Seenotrettungsboot den Segler in den Hafen zurück. Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Singapur
(24.04.12) Der indische Bulkcarrier „Lok Pratap“ kollidierte von Kakinada kommend am 17.4. in der Verkehrstrennungszone vor Singapur mit dem unter Singapur-Flagge laufenden, auf der Reise von Brisbane nach Qingdao befindlichen Aframax-Tanker „KWK Esteem“, als er auf einen Lotsen wartete. Dabei wurde die „Lok Pratap” schwer beschädigt. Beide Schiffe gingen auf Reede vor Singapur vor Anker. Die „Lok Pratap”, 26718 tdw (IMO-Nr.: 8126783), wurde 1993 erbaut und hat als Manager SCI India. Die “KWK Esteem”, 105342 tdw (IMO-Nr.: 9184603), wurde 2000 erbaut und hat als Manager die Tai Chong Steamship Co. Private Ltd. in Hongkong.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Fischer hatten Glück
(24.04.12) Die Coast Guard Southeastern New England wurde am 21.4. alarmiert, nachdem ein 20 Fuß langer Kutter in der Nasketucket Bay, vier Meilen südöstlich von Fairhaven, Massachusetts, um 19.30 Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Von der Coast Guard Station Woods Hole lief ein 41-Fuß-Rettungsboot aus, und ein MH-60 Jayhawk Helikopter hob von der Air Station Cape Cod ab. Auch der Hafenkapitän von Fairhaven, die Feuerwehr und die New Bedford Marine Police sowie Towboat U.S. assistierten bei der Suche nach dem Kutter. Schließlich entdeckte die Helikoptercrew die beiden Schiffbrüchigen eine Meile von der gemeldeten Position entfernt ohne Rettungswesten im Wasser treibend und winschte sie umgehend auf. Sie wurden dann zur Air Station Cape Cod geflogen und medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erlanger Segler tödlich verunglückt
(24.04.12) Drei Deutsche sind am 22.4. auf dem Gardasee mit einer Yacht verunglückt. Die Bayern waren am frühen Nachmittag vom Westufer des Sees in San Felice del Benaco mit einem sechs Meter langen Boot ausgelaufen. Kurz zuvor hatte es einen heftigen Regensturm gegeben.
Ihr Boot wurde später zwischen Peschiera del Garda und Sirmione teilweise gesunken aufgefunden und von Rettungskräften bislang zweite Tote entdeckt. Die Bergung des Wracks gestaltete sich wegen des anhaltend schlechten Wetters als schwierig. Bei Wassertemperaturen zwischen 11,5 und 13,5 Grad war die Überlebenschance des dritten Vermissten gering. Alle drei kamen aus Erlangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Notwendigkeit zur Bergung der „Easy Rider“
(24.04.12) Das Wrack des Kutters „Easy Rider“, er auf dem Weg nach Big South Cape Island am 15.3. kenterte und sank, muss nicht geborgen werden. Bei dem Untergang waren acht Menschen ums Leben gekommen. Am 16.3. hatte die “Resolution” der Marine das Wrack mit Sonar geortet, und der Trawler “Awesome” aus Bluff hatte nach Überlebenden gesucht. Die Transport-Untersuchungs-Kommission sieht nichts, was nun noch eine Bergung des Wracks nötig machen würde, das mit Video nach seiner Entdeckung dokumentiert wurde. Es gebe die Aussage des einzigen Überlebenden, der nach 18 Stunden an einen leeren Kanister geklammert gerettet wurde, und hinreichend andere Informationen zur letzten Reise. Die Leiche des Skippers, seines Sohnes und zweier anderer Personen wurden bislang nicht entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack dänischer Fregatte vor Island entdeckt
(24.04.12) Der isländische Berufstaucher Erlendur Guðmundsson hat das Wrack der dänischen Fregatte “Tordenskjold” nach fast 90 Jahren auf dem Grund in Siglufjörður in Nordost-Island entdeckt. Er hat bei der Suche nach dem Schiff mit dem örtlichen Herring Era Museum zusammengearbeitet. Die “Tordenskjold” hatte nach dem Ende ihrer Laufbahn als Schlachtschiff als Lagerschiff für Hering in dem Fischereihafen von Siglufjörður gedient. Sie war 1854 erbaut worden, 50.4 Meter lang und 12.4 Meter breit. Bei einer Tragfähigkeit von 1.453 Tonnen war sie mit 44 Kanonen ausgestattet. Das Herring Era Museum will nun Taucher der Archaeological Heritage Agency damit beauftragen, die Überreste des Schiffes zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Yacht aus der Luft geborgen
(24.04.12) Ein Helikopter hat am 23.4. gegen 15.30 Uhr die auf Felsen nahe Farallon Islands liegende 38 Fuß lange Yacht „Low Speed Chase“, die dort am 14.4. gestrandet war, abgeborgen. Das 15000-Pfund-Boot war bei einer Regatta von großen Wellen erfasst und auf die Felsen in einem Vogelschutzgebiet geschmettert worden.
Fünf Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Am Nachmittag des 23.4. wurde ein übergroßes Rig von San Diego herangeschafft, mit dessen Hilfe der Skycrane-Hubschrauber das Boot, das durch Berger von Ballard Diving and Salvage vorbereitet worden war, aufgenommen und auf dem Luftweg gegen 19 Uhr in die Halfmoon Bay transportiert. Wäre die Bergung jetzt nicht gelungen, hätte wegen der Brutzeit bis Oktober gewartet werden müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ankerbarge im Golf von Mexiko gehoben
(24.04.12) Die Berger der Inland Salvage Inc. haben 40 Meilen südwestlich von Eugene Island eine Anker-Barge aus 100 Fuß Tiefe geborgen. Die Barge war in stürmischer See im Golf von Mexiko gesunken. Das ISI-Salvage Management Team hatte rasch einen Bergungsplan entworfen und am Abend des 10.4. mit Personal aus Amelia angerückt. Angesichts einer drohenden Wetterverschlechterung gab es nur ein kurzes Zeitfenster für die Operation. Ein Schwimmkran wurde auf Position über der auf ihrer Steuerbord-Seite liegenden Barge gebracht. Diese wurde dann an einem Schwerlastrahmen hängend nach Bayou Chene gebracht. In einer Werft in Amelia konnte sie dann inspiziert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geborgener Tanker unter dem Hammer
(24.04.12) Der unter Panama-Flagge registrierte Tanker „Pavit“, 999 BRZ (IMO-Nr.: 9013666), der am 31.7.2011 vor Juhu-Versova in Nordwest-Mumbai gestrandet war, soll jetzt unter den Hammer kommen. Das Schiff war binnen zweier Wochen geborgen und abgeschleppt worden und liegt nach einer Zwischenstation in Dighi derzeit vor Dabhol an der Küste von Ratnagiri in der Konkan-Region von Maharashtra auf Strand. Das staatliche Maharashtra Maritime Board (MMB) hat den Tanker nun zur Auktion freigegeben, nachdem die in Dubai ansässigen Eigner und Manager, die Pavit Shipping and Prime Tankers LLC, nicht auf eine Forderung, die entstandenen Kosten zu begleichen, reagiert hatte. Das 11 Jahre alte Schiff soll nun "as is“ zur Versteigerung kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährterminal in Duke Point geht wieder in Betrieb
(24.04.12) Der Duke Point-Fährterminal südlich von Nanaimo soll am 1.5. wieder eröffnet werden. Er hatte geschlossen werden müssen, nachdem die kanadische Fähre „Coastal Inspiration“ der B.C. Ferries am 20.12.2011 den Anleger gerammt und erheblichen Schaden angerichtet hatte. Die Reparatur hat 2.2 Millionen Dolalr gekostet. B.C. Ferries dankte am 23.4. der Stadt Nanaimo und den Anwohnern der Departure Bay für ihre Geduld in den vergangenen vier Monaten.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Nordlake“-Saga dauert an
(24.04.12) Am 21.4. ersuchte die Regierung in Mumbai das Oberste Gericht, gegen die Freilassung des zyprischen Frachters „Nordlake“, 16202 BRZ (IMO-Nr.: 9057173), der Hamburger Reederei Klaus Oldendorff zu intervenieren. Das Schiff war am 30.1.2011 mit der indischen Fregatte "INS Vindhyagiri" kollidiert, die sank und zum Totalverlust wurde. Seitdem ist der Frachter in Mumbai arrestiert. Nun sollte er gegen die Zahlung einer Bankgarantie freigelassen werden. Der Schiffsführung wird leichtfertiges Verhalten vorgeworfen. Die Bankgarantie sollte dem Schiffswert entsprechen. Doch es wurde die Befürchtung geäußert, würde der Frachter auslaufen, gäbe es keine juristische Kontrolle mehr über das Schiff. <Quelle:Tim Schwabedissen



Strukturelle Integrität der „Costa Concordia“ muss höchste Priorität haben
(24.04.12) Bergungsexperten der Resolve Marine Group, Inc., einer der größten Bergungsfirmen der Welt, haben die Hebung der “Costa Concordia" als eines der größten Unterfangen dieser Art bezeichnet.
Die Resolve Marine Group hat mit der Titan Salvage, die damit beauftragt wurde, bei einer Reihe von Operationen zusammen gearbeitet. Die Bergung der "Costa Concordia" werde den Einsatz hunderter von Experten aus aller Welt erfordern, darunter Bergungskapitäne von höchster Erfahrung und eine Reihe verschiedenster Fachleute in technischen wie in Umweltfragen. Titan und Micoperi verfügten über entsprechend qualifizierte Teams für diese Mission.
Die Aufgabe, das Wrack mit Luftkissen aufzurichten und dann langsam in einen Hafen bei Rom zu schleppen, könnte mehr als ein Jahr erfordern. Das Bergungsteam muss wegen der Nähe zu dem Land und dessen Flora und Fauna extrem vorsichtig vorgehen. Das Hauptaugenmerk muss dabei der Aufrechterhaltung der strukturellen Integrität des Rumpfes gelten, sodass er von der Küste weg manövriert werden kann.
Nahc jüngsten Untersuchungen im Schiffssimulator der Hochschule Wismar, den das Maritime Simulationszentrum Warnemünde (MSCW) betreibt, gab es drei große Fehler, die zum Untergang des Kreuzfahrers beitrugen:
Der erste große Fehler des Kapitäns war offensichtlich das zu dichte Heranfahren an die Insel Giglio und die dadurch herbeigeführte Kollision mit den vorgelagerten Felsen.
Der zweite Fehler könnte darin bestanden haben, die Schotten nicht rechtzeitig zu schließen und so die einzelnen Unterwasserabteilungen gegeneinander abzudichten. Die Schotten schließen innerhalb von 60 Sekunden, doch musse dafür natürlich erst einmal der Knopf gedrückt werden.
Der größte Fehler Schettinos bestand darin, nicht sofort nach der Kollision Generalalarm ausgerufen zu haben. Wären die Passagiere bereits in dieser ersten Phase zu ihren Musterstationen und Rettungsbooten gegangen, hätte man mehr Menschen retten können. Wenn ein Schiff erst einmal 20 Grad zur Seite geneigt ist, kann man die Rettungsboote auf der hochliegenden Seite ja nicht mehr zu Wasser lassen. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Mangalore gesunken
(24.04.12) Alle sieben Mann des sinkenden indischen Frachters "Hanavunda" wurden in der Nacht zum 23.4. vor der Küste von Mangalore gerettet. Die "Goodwill" sichtete den mit Zement und Steinen beladenen Frachter, der nach Lakshadweep unterwegs war, 70 Meilen vor dem Hafen und barg die Crew rechtzeitig ab. Der Frachter wurde von Bunder aus eingesetzt und gehörte einem Eigner aus Gujarat. Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf Eldenburger Kanal durch menschliches Versagen verursacht
(24.04.12) Menschliches Versagen könnte die Ursache der Kollision zweier Fahrgastschiffe auf dem Eldenburger Kanal zwischen Müritz und Kölpinsee am 22.4. gewesen sein. Die seitliche Kollision ereignete sich an einer der schmalsten Stellen des Kanals. Die sich entgegenkommenden Schiffe mit je fünf Metern Breite wollten aneinander passieren.
Nach dem Zusammenstoß schlug eines der Ausflugsschiffe mit 110 Passagieren an Bord quer und lief mit dem Heck auf Grund, das andere konnte seine Fahrt mit einer Beule im Bug in Richtung Fleesensee fortsetzen. Die Fahrgäste auf dem fahruntüchtigen Schiff mussten auf ein Ersatzschiff umsteigen. Der Kanal war für etwa eineinhalb Stunden gesperrt. Die beiden Schiffe gehören zur Fahrgastschifffahrt Müritzwind und sind die größten Fahrzeuge, die auf der Müritz verkehren.
Der Kapitän des zeitweise am Ufer festsitzenden Schiffes war erst zwei Mal auf der Tour unterwegs gewesen. Die Schiffe wurden nach der Havarie untersucht und von der Wasserschutzpolizei als fahrtauglich wieder freigegeben. Es gab zunächst Befürchtungen, dass die Schiffe sich größere Schäden an Welle und Motor zugezogen haben könnten, was sich aber nicht bestätigte. Die Fahrgastschiffe sind inzwischen wieder im Einsatz zwischen Müritz, Kölpin- , Fleesen- und Malchower See. Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Ile de Ré gestrandet
(24.04.12) In der Nacht zum 21.4. lief die 10 Meter lange Yacht "Diablesse" im Süden der île de Ré auf Grund. Die sechsköpfige Crew funkte um 00.30 Uhr Notrufe, die vom MRCC Etal aufgefangen wurden. Dieses schickte das Rettungsboot "SNS 144" aus Rochelle und einen Dauphin-Helikopter. Bei ablaufendem Wasser entwickelte das Boot schwere Schlagseite, und die Crew ging in ein Rettungsboot. Mit einer Notrakete konnte die Position der Yacht bei Chassiron auf Oleron ermittelt werden, und um 1:10 Uhr wurden die Segler aufgewinscht und nach La Rochelle geflogen. Das Rettungsboot konnte Yacht samt Beiboot später in Schlepp nehmen. Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf der Wolga auf Grund gelaufen
(24.04.12) Der russische Frachter "Volgo-Don 85" lief am 22.4. um 15.05 Uhr auf der Wolga bei Kilometer 2713 auf Grund und wurde unter der Wasserlinie im Bereich des steuerbordseitigen Ballasttanks aufgerissen. Dabei lief ein Tank voll. Drei Schiffe, darunter der Schlepper "OT-2101", kamen zur Bergung des Frachters, der mit einer Ladung von 4360 Tonnen Schwefel von Busan nach Kavkaz unterwegs war. Die "Volgo-Don 85", 5150 tdw (IMO-Nr.: 8960177), wurde 1967 erbaut und läuft für die Volga Shipping JSC. Quelle:Tim Schwabedissen



Polarlys: Holzsteg plattgemacht
(Bild: Alf Helge Jensen)   Großbild klick!
Holzpier von Hurtigruten-Fähre demoliert
(23.04.12) Am 17.4. kollidierte beim Ablegen die norwegische Fähre "Polarlys", 11341 BRZ (IMO-Nr.: 9107796), mit dem hölzernen Kai in Mehamn und verursachte einen Millionenschaden. Seither kann nur noch die kleine Fähre "Lofoten" dort anlagen, und auch diese kann ihre Achterleinen dort nicht mehr festmachen, da der westliche Teil der Kaianlage total zerstört wurde. Hurtigruten ASA entschied aus Sicherheitsgründen, dass ihre Schiffe nun nur noch im inneren Industriehafen festmachen dürfen. Die Gamvik Nordkyn Port Authority, die die Pier in Mehamn gehört, will bei einer Reparatur möglicherweise nun Beton verwenden.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Hsiin Man Chun“ brennt (Bild: USCG)   Großbild klick!
Chinesische Seeleute dank AMVER-System gerettet
(23.04.12) Die 10-köpfige Crew des 70 Fuß langen chinesischen Trawlers „Hsiin Man Chun“ befand sich am 22.4. an Bord des Frachters „Semirio“ auf dem Weg nach China, wo sie am 26.4. erwartet wurde. Die Coast Guard, U.S. Navy sowie der im AMVER-System gemeldete Bulkcarrier hatten die Männer am 22.4. 700 Meilen westlich von Guam gerettet, nachdem der Trawler am Nachmittag in Flammen aufgegangen war. Ein P3-Langstreckenflugzeug des Patrol Squadron 1 im japanischen Kadena hatte das Schiff und eine Rettungsinsel ausgemacht. Für die noch an Bord befindlichen zwei Seeleute hatte es zwei weitere Inseln abgeworfen und die Position an die „Semirio“ durchgegeben. Ein Rettungsboot des Bulkers nahm die Inseln dann in Schlepp und nahm die 10 Seeleute wohlbehalten an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Phoenix J“ hat wieder Flügel
(23.04.12) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende "Phoenix J", 10585 BRZ (IMO-Nr.: 9504047), wurde am 22.4. um 16.15 Uhr freigeschleppt und zu einem sicheren Ankerplatz verholt. Hier untersuchten Taucher den Rumpf, der die Havarie mit nur geringen Schäden überstanden zu haben schien. Um 17.50 Uhr begann die Verschleppung nach Rauma, wo der Frachter gegen 21 Uhr erwartet wurde. Nach Löschen eines Teils oder der gesamten Ladung sollte er am 24. oder 25.4 .dann ins Trockendock zur gründlichen Untersuchung und Reparatur gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Thessaloniki gestrandet
(22.04.12) Der griechische Tanker „Blue Ocean“ lief am Morgen des 214. kurz nach dem Verlassen des Hafens von Thessaloniki auf Position 40 35 N 022 53 O weniger als drei Meilen vor dem Hafen auf der Fahrt nach Larnaka nach einem Maschinenschaden auf Grund. Er hatte 3000 Tonnen Öl an Bord. Die beiden Schlepper „Panormitis” und “Kerveros” konnten den Havaristen am 22.4. wieder flottmachen. Er wurde zu weiteren Untersuchungen vor Anker gelegt, ehe er im Laufe des Tages die Fahrt fortsetzte. Die “Blue Ocean”, 3580 tdw (IMO-Nr.: 7821738), wurde 1979 erbaut und hat als Manager die Alpha Bunkering III Shipping. Quelle:Tim Schwabedissen



Achterschiff gesunkenen Frachters wird geräumt
(23.04.12) Die Räumung des Wracks des kambodschanischen Frachters "Besiktash", 2162 BRZ (IMO-Nr.: 8841498&xnbsp;), hat jetzt mit einem russischen Schwimmkran begonnen. Der Frachter war am 13.2.2011 vor Sochi auf Grund gelaufen und auseinandergebrochen. Von den 12 Mann an Bord konnten nur 10 Mann aus Aserbaidschan, Georgien und der Türkei gerettet werden. Ein Mazedonier und ein Georgier blieben vermisst. Der Bug des Schiffes war gesunken, das Heck trieb auf die Küste, wo es seither lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegischer Trawler vor Grönland gesunken
(23.04.12) Der grönländische Trawler "Steffen C", 2139 BRZ (IMO-Nr.: 9180346&xnbsp;), rettete am 20.4. die fünfköpfige Crew des norwegischen Trawlers "Bent S" vor Aasiaat. Die "Bent S" war mit Eisschollen kollidiert, leckgeschlagen und gesunken. Die eine Fahrstunde entfernte "Steffen C" nahm Kurs auf die Unglücksstelle. Das Grønlands Command kontaktierte die Polizei, und ein Hubschrauber von Air Greenland's stieg in Ilulissat auf. Als er eintraf, waren die Schiffbrüchigen aber bereits wohlbehalten an Bord der "Steffen C" auf dem Weg nach Aasiaat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiffe im Eldenburger Kanal kollidiert
(23.04.12) Im Eldenburger Kanal kam es am 22.4. zu einer Kollision zweier je 40 Meter langer Fahrgastschiffe im Begegnungsverkehr. Die rund 100 Passagiere eines der Fahrzeuge wurden von einem anderen Schiff aufgenommen, das havarierte Schiff wurde abgeschleppt. Der Eldenburger Kanal, der im Schnitt etwa 20 Meter breit ist, verbindet die Müritz bei Waren mit dem Kölpinsee.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ersatzfähre havarierter Fähre rammte Kai
(23.04.12). Die norwgische Fähre "Bogøy", 622 BRZ (IMO-Nr.: 7325459), rammte am 22.4. mit hoher Geschwindigkeit kurz nach 13 Uhr den Kai des Fährterminals in Søvik, Helgelan. Menschen kamen nicht zu Schaden, aber mehrere Autos an Deck wurden durch den Aufprall beschädigt. Die "Bogøy" selbst erlitt Schäden am Bug, sodass sie erst mit dem Heck an den Kai gehen musste und die Autos rückwärts dann das Schiff verließen. Danach verholte die "Bogøy" zur Werft Slipen Mekaniske in Sandnessjøen zur Schadensinspektion. Die "Bogøy" war von Torghatten an die Fährbetreiber Boreal abgegeben worden, um die Søvik-Herøy-Route zu bedienen, nachdem die Fähre "Petter Dass" am 16.4. vor Levang auf Grund gelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Flusskreuzfahrer hoch und trocken in Duisburg
(23.04.12) Das Flussfahrgastschiff „Bellriva“ liegt derzeit bei der Meidericher Shipyard in Duisburg/Ruhrort auf Slip, wo die Schäden, die sich das Schiff bei seiner Grundberührung auf dem Rhein an 17.3. zugezogen hatte, ausgebessert werden. Bereits am 25.3. soll das Schiff wieder zu seiner nächsten Fahrt aufbrechen.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Allure of the Seas“ wieder ausgelaufen
(23.04.12) Das Kreuzfahrtschiff "Allure of the Seas" lief am Morgen des 22.4. in Fort Lauderdale ein, und bereits am selben Abend startete es zu seiner nächsten Fahrt. Die Untersuchung der Ursache des Feuers in Maschinenraum 2 dauerte noch an. Das Schiff hatte auf seiner Fahrt von St. Maarten nach Fort Lauderdale kurz den Kurs ändern müssen, damit der aus den Schornsteinen aufsteigende Qualm nicht zurück ins Schiffsinnere gedrückt wurde. Nachdem die Lüftung des Raumes abgeschlossen war, nahm das Schiff mit etwa zweistündiger Verspätung wieder Fahrt auf. In die Passagierbereiche war kein Rauch eingedrungen. Da die Generatoren weiter in Betrieb geblieben waren, hatte es auch keine Ausfälle bei Licht, Wasser oder Klimanlage gegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



64 rostige Autowracks wieder über Wasser
(23.04.12) Der letzte Container des gesunken vietnamesischen Frachters „Truong Hai Star, 2264 BRZ (IMO-Nr.: 9375018), wurde am 22.4. aus dem Wrack des Schiffes geborgen. Die Sao Mai Marine Company hat die Bergung der 41 Container damit einen Tag früher als geplant abschließen können. Das Team hatte in zwei Gruppen gearbeitet. Die 64 Autos in den Boxen waren nach fast zwei Wochen unter Wasser korrodiert. Die Container werden an die Eigner, die the Chu Lai Truong Hai Shipping Lines Company Ltd. zurückgegeben. Der Frachter war am 10.4. vor Vung Tau nach Kollision mit dem thailändischen 40,000-Tonnen-Frachter „Krairatch Dignityon” untergegangen. Bevor das Wrack selbst geborgen wird, soll zunächst das Öl abgepumpt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Verletzte bei Kollision einer Schnellfähre mit Wal
(23.04.12) Die Schnellfähre „Toppy“ kollidierte auf der Fahrt von Kagoshima nach Yakushima Island in der Kagoshima Präfektur am 22.4. vermutlich mit einem Wal. Fünf der 190 Menschen an Bord wurden bei dem Aufprall verletzt. Das Schiff hatte den Hafen gegen neun Uhr verlassen und befand sich zum Unglückszeitpunkt zwei Kilometer vor Cape Sata in Südwest-Japan. Die Verletzten, drei Besatzungsmitglieder und zwei Passagiere, wurden per Helikopter an Land geflogen, wo sie medizinisch betreut wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seenotretter rettete sich mit Sprung in Drei-Meter-Wellen von sinkendem Trawler
(23.04.12) Das RNLI-Boot aus Portsmouth, die „Norma T“, kam am Nachmittag des 22.4. dem 11 Meter langen Trawler „Sea Bird – P 283“ aus Portsmouth zu Hilfe, dessen Crew zwei Meilen vor Langstone Harbour in Hampshire Mayday gefunkt hatte. Das Schiff mit 1000 Litern Diesel an Bord drohte in drei Meter hohen Wellen zu sinken. Mit einer Notfackel wies die Crew gegen 15 Uhr den Seenotrettern den Weg. Nachdem der erste Mann abgeborgen war, fiel die Maschine der „Sea Bird“ aus. Nachdem auch der zweite Fischer in Sicherheit war, trieben die Wellen den Havaristen von der „Norma T“ weg. An Bord war noch einer der Seenotretter, der sich mit einem Sprung retten musste. Er schwamm hinter dem Heck des Trawlers. Nur wenige Sekunden nach dem Maschinenausfall begann das Schiff wegzusacken. Der Bug hob sich, das Heck schnitt unter, und die „Sea Bird“ kenterte. Der Rettungsmann wurde aus der rauen See gezogen. Danach blieb den Rettern der RNLI und der Gosport Rescue nur noch das Auffischen von Trümmern und das Markieren des in 13 Fuß Tiefe liegenden Wracks mit einer Boje.
Quelle:Tim Schwabedissen



Straum im Schlepp (Bild: Esdorf)   Großbild klick!
Tanker trieb nach Feuer im Julsund
(21.04.12) Am Morgen des 20.4. brach um 7.20 Uhr auf dem norwegischen Tanker "Straum"(IMO-Nr.: 9406726), im Julsund ein Maschinenraumbrand aus, als er sich zwischen Hollings und Aukra auf Höhe der Aker Yards befand. Er kam von Hustad Marmor in Fræna und war nach Elnesvagen unterwegs. Das Feuer konnte zwar rasch unter Kontrolle gebracht werden. Doch die Maschine ließ sich nicht mehr anfahren, und das Rettungsboot “Mærsk” wurde zu Hilfe gerufen. Gegen 12.30 in Uhr traf der Schlepper “BB Ocean” ein, der das Schiff gen Moldegård. The tug "BB Ocean" brachte den Havaristen nach Molde, wo der Schaden und die Reparaturmöglichkeit untersucht werden sollten. Quelle: Tim Schwabedissen



'Allure of the Seas' (Archivbild)
  (Bild: Zache)   Großbild klick!
Brand auf größtem Kreuzfahrer der Welt
(21.04.12) Die Passagiere des unter Bahamas-Flagge laufenden größten Passagierschiffes der Welt, der "Allure of the Seas", 225282 BRZ (IMO-Nr.: 9383948), wurden am 20.4. um 19.45 Uhr durch einen Knall im Schiff aufgeschreckt, danach breitete sich Rauch aus. Wenig später gab es eine Durchsage der Schiffsführung an die Besatzung, die eine Brandbekämpfung durchführen sollte.
Dann informierte der Kapitän die Fahrgäste, dass es zu einem Zwischenfall in der Maschine gekommen war, und dass alle wasserdichten Schotten geschlossen worden seien. Die gesamte Abteilung 6, in der sich auch die Viking Crown Lounge befindet, wurde evakuiert. Das Schiff wurde aus dem Wind gedreht, damit der Rauch vom Schiff weggetrieben wurde. Einige Passagiere reagierten panisch und geschockt, doch der Brand im Maschinenraum konnte rasch erstickt werden. Mit der verbliebenen intakten Maschine nahm das Schiff, das von St. Maarten kam, wieder Kurs auf Port Everglades, wo es am 22.4. festmachen sollte. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Die „Allure of the Seas” wurde 2010 an die Royal Caribbean International abgeliefert. Zusammen mit dem Schwesterschiff “Oasis of the Seas” halt sie den Rekord für das größte Passagierschiff der Welt, wobei sie 50 Millimeter länger als das Vorgängerschiff ist. Sie wurde unter dem Projektnamen “Genesis" im Februar 2006 bei den Aker Finnyards in Auftrag gegeben. Die Konstruktion begann auf der Perno Werft in Turku im Februar 2008. Im Mai 2008 wurde der Name festgelegt, und am 2.12.2008 der Kiel gelegt, kurz nachdem die Werft von STX Europe erworben worden war. Am 29.10.2010 verließ sie die Werft in Turku und nahm direkt Kurs auf den künftigen Basishafen Port Everglades nahe Fort Lauderdale, Florida.
Dank ihrer beiden Teleskop-Schornsteine war sie dabei am 30.10. in der Lage, die Storebælt-Brücke zu unterqueren. Am 11.11.2010 machte das Schiff erstmals im Heimathafen vor den Augen tausender Schaulustiger fest. Am 28.11. wurde es von Princess Fiona getauft. Die „Allure oft he Seas“ hat eine Tragfähigkeit von 19750 Tonnen, verdrängt etwa 100000 Tonnen, ist 360 Meter lang, zwischen 47 Metern in der Wasserlinie und 60,5 Meter breit, über Wasser 72 Meter hoch und hat 9,3 Meter Tiefgang. Der Antrieb erfolgt über Wärtsilä-Diesel, die Geschwindigkeit beträgt 22,6 Knoten. Die 6300 Passagiere werden von einer Crew von 2,384 Personen betreut. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsauftrag für Costa Concordia vergeben
(21.04.02) Der Auftrag zur Bergung des Wracks der "Costa Concordia" ist am 21.4. an ein Joint Venture aus Titan Salvage aus Florida und der italianischen Micoperi ergangen. Alle sechs Firmen, die mitgeboten hatten, hatten Pläne von hoher Qualität vorgelegt, doch die Gewinner haben den Anforderungen wie dem Schutz der Umwelt und der Rücksicht auf den Tourismus am besten entsprochen. Wenn die italienische Regierung zustimmt, können die auf ein Jahr anberaumten Arbeiten im Mai beginnen. Die Berger werden nicht von Giglio aus arbeiten, sondern ihre Ausrüstung auf dem Festland in Civitavecchia vorhalten. Das Wrack soll schwimmfähig gemacht werden und dann nach Livorno, Palermo oder Genua zum Abbruch geschleppt werden. Danach soll der Meeresgrund vor Giglio gereinigt und das Pflanzenleben wieder hergestellt werden. Die Ingenieure von Costa Crociere wurden bei ihrer Entscheidung von unabhängigen Experten beraten. Quelle: Tim Schwabedissen



Starker Wind stoppte Bergung der „Phoenix J“
(21.04.02) Am 20.4. begannen die Schlepper "Tursas" und "Hylje"mit der Bergung des Frachters “Phoenix J” vor Rauma, nachdem das Ballastwasser ausgepumpt war. Winde von bis zu 20 Metern pro Sekunde machten den Bergern aber das Leben schwer, und am m 21.4. wurde der Versuch um 10.55 Uhr abgebrochen. Am Morgen des 22.4. soll es weiter gehen. Die Arbeiten werden durch Alfons Håkans durchgeführt. Wenn der Frachter wieder flott ist, soll er nach Rauma zur Schadensuntersuchung und zum Löschen geschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Dänische Fähre rammte Anleger
(21.04.12) Am Abend des 19.4. rammte die dänische Fähre "Lolland", 4500 BRZ (IMO-Nr.: 9594690), von Spodsbjerg kommend, den Fähranleger in Tars. Dabei wurde die dortige Rampe so beschädigt, dass das Schiff nicht mehr festmachen konnte und nach Spodsbjerg zurückkehren musste. Die Passagiere gingen später an Bord der älteren Fähre „Frigg", und die "Odin" wurde zur Verstärkung gerufen, während die "Lolland" in Spodsbjerg verblieb. Quelle: Tim Schwabedissen



Schnellboot rammte Kutter – ein Toter
(21.04.12) Die Behörden der Philippinen haben eine Untersuchung zur Kollision des Schnellbootes “Mark V” der Marine mit einem Kutter eingeleitet, bei der am 18.4. ein Fischer ums Leben kam. Das Unglück ereignete sich nahe Basilan. Die 82 Fuß lange “Mark V” operierte mit den Joint Special Operations Task Force-Philippines in Zamboanga. Der Kutter hatte keine Positionslichter gesetzt, als er von dem Boot gerammt wurde. Ein zweiter Mann an Bord, der Sohn des Skippers, wurde leicht verletzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier rettete Crew brennenden Trawlers
(21.04.12) Eine P-3 Orion des Patrol Squadron 1 rettete am21.4. 10 taiwanesische Fischer 700 Meilen vor der Westküste von Guam. Gegen 16.30 Uhr hatte die Coast Guard Guam ein EPIRB-Signal der 70 Fuß langen „Hsin Man Chun“ , the 70-foot Taiwanese aufgefangen. Die daraufhin aufgestiegene P-3 lokalisierte die Crew des in Brand geratenen Trawlers. Acht waren in einer Rettungsinsel, zwei noch auf der Brücke. Das Flugzeug warf zwei weitere Rettungsinseln ab. Der 980 Fuß lange, unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier “Semirio”, 88955 BRZ (IMO-Nr.: 9406893), der 40 Meilen entfernt war, kam ebenfalls zu Hilfe, setzte ein Boot aus und nahm die 10 Mann an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter im Sapelo Sound auf Grund gelaufen
(21.04.12) Die Coast Guard Charleston rettete am Morgen des 20.4. die dreiköpfige Crew des Kutters “Canyon Runner”, der im Sapelo Sound, Galveston, auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Die Coast Guard Miami fing ein EPIRB-Signal auf, nachdem die Crew in eine Rettungsinsel gegangen war. Von der Coast Guard Station Brunswick lief ein Rettungsboot aus, und ein Helikopter hob von der Air Station Savannah ab. Die “Warhorse” kam ebenfalls zu Hilfe und blieb vor Ort, bis die Coast Guard vor Ort war und die drei Fischer an Land brachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Solus im Schlepp (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Erst Frau und Kinder, dann Yacht im Solent gerettet
(20.04.12) Das RNLI-Boot von Cowes RNLI kam einer Mutter und ihren zwei Töchtern zu Hilfe, nachdem am 19.4. deren 41 Fuß lange Yacht „Solus“ nahe der Mündung des Southampton Water im Slent auf Grund gelaufen war. Um 15.30 Uhr hatte der Skipper die Coastguard alarmiert, nachdem das Boot bei 5 Bf Wind auf der Bramble Bank festgekommen war. Sie hatte zuvor vom Shamrock Quay auf dem River Itchen mit Kurs auf die Newtown Estuary auf der Isle of Wight verlassen. Ein Tonnenleger des Trinity House, die „Galatea“, kam wegen des flachen Wassers nicht an das Boot heran. Das Atlantic 85 RIB “Tabby Cat” setzte daraufhin einen Rettungsmann auf der “Solus” ab und versuchte selbst erfolglos, diese von der Sandbank zu ziehen. Daraufhin wurde beschlossen, die Frau und ihre zwei und fünfjährigen Kinder abzubergen und nach Cowes zu bringen. Nachdem sie in der Rettungsbootstation untergebracht waren, querte dieses den Solent erneut. Beim nächsten Bergungsversuch wurden die Segel der „Solus” gesetzt, um diese zu krängen und damit vom Grund zu lösen. Auf diese Weise verlief der nächste Schleppversuch erfolgreich. Die Yacht lief dann gemeinsam mit dem Rettungsboot zurück zur Shepards Wharf in Cowes. Nach deri Stunden war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Phoenix J“-Bergung angelaufen
(20.04.12) Am 20.4. soll die Bergung des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachters "Phoenix J", 10585 BRZ (IMO-Nr.: 9504047), beginnen, der am 18.4. gegen 13 Uhr vor Rauma auf Grund gelaufen war. Die „Turkas“ der Rauma Coast Guard Station war vor Ort ein, um gegen mögliche Gewässerverschmutzungen vorgehen zu können. Am Morgen sollte begonnen werden, Ballastwasser abzupumpen, am Nachmittag ein Abschleppversuch unternommen werden. Die Ladung des Frachters sollte an Bord verbleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuerliche Havarie auf dem Rhein
(20.04.12) Ein Schaden von 50.000 Euro enstand bei der Kollision zweier Schiffe auf dem Rhein in der Nacht zum 20.4. Das Unglück ereignete sich beim Apothekergrund auf Höhe von Dettenheim. Um 0.20 Uhr waren sich ein zu Berg fahrendes, mit Containern beladenes Binnenschiff sowie ein unbeladener Binnentanker, der talwärts unterwegs war, begegnet. Der Tanker geriet mit dem Heck zu weit in den Kurs des Entgegenkommers und wurde von dessen Bug getroffen. Der Tanker trug eine etwa vier Meter lange Beule davon, das Containerschiff wurde nur geringfügig beschädigt. Bei den Ermittlungen wurde festgestellt, dass der Führer des Containerschiffes nicht im Besitz des erforderlichen Patents war. Gegen beide Schiffsführer wurde wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs ermittelt. Quelle:Tim Schwabedissen



Holländischer Frachter in Gemlik leckgeschlagen
(20.04.12) Der holländische Frachter „Amstelborg“ riss sich am 18.4. bei starkem Wind im türkischen Hafen Gemlik los und schlug gegen den Kai. Dabei wurden Treibstofftanks aufgerissen, und 25-30 Tonnen der insgesamt 155 Tonnen Bunkeröl liefen in das Hafenbecken aus. Eine Ölbekämpfungsoperation wurde unverzüglich eingeleitet. Der Ölaustritt konnte unterdessen gestoppt werden. Die „Amstelborg“, 17356 tdw (IMO-Nr.: 9333527) wurde 2006 erbaut und läuft für die Wagenborg Shipping BV.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter auf St. Mary’s River gestrandet
(20.04.12) Die US Coast Guard assistierte am Morgen der zweiköpfigen Crew eines 48 Fuß langen Kutters, der an der Nordseite von Neebish Island auf dem St. Marys River gestrandet war. Die Coast Guard Sault Ste. Marie, Michigan, wurde um 054.38 Uhr alarmiert, nachdem das Schiff gestrandet war. Während ein 45-Fuß-Rettungsboot auslief, blieben die Fischer in stetem Funkkontakt. Wegen flachen Wassers kam das Boot aber nicht an den Kutter heran, so wurde auch ein 25-Fuß-Boot eingesetzt, das um 8.02 Uhr eintraf. Dessen Crew kontrollierte den Kutter auf Wassereinbruch. Um 9.53 Uhr wurden die Fischer an Land gebracht, während der Eigner eine Bergungsaktion organisierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeiten an „Rena“ gehen weiter – Diskussion um verpasste Bergungschance
(20.04.12) Am 19.4. gelang es einem Schwerlasthubschrauber, vier leere 40-Fuß-Container von der „Rena“ auf die „Pohonui“ zu bringen. Ein anderes Schiff wurde mit Trümmern von 14 verschiedenen Containern beladen. Am 20.4. sollten die Ladeluke von Laderaum 3C sowie die Laschings der darunter befindlichen Container zerschnitten werden. Von der „Smit Borneo“ aus sollten Taucher in Laderaum 5 absteigen, um weitere Container zu befreien, die dann später geborgen werden sollten. Die Wellenhöhe vor Ort betrug nunmehr einen halben bis einen Meter.
Inzwischen ist auch schon das erste Buch über das Schiffsunglück erschienen. Ein Kapitän, Ian Tew, schreibt darin, dass nach der Strandung am 5.10.2011 möglicherweise eine Chance, das Schiff zu bergen, ausgelassen wurde. Ein energischer Abschleppversuch hätte den Havaristen vom Riff reißen können. Dem widersprachen Vertreter von Maritime NZ, London Offshore Consultants und Svitzer Salvage, die in einer schriftlichen Antwort sagten, kein Schlepper der Welt sei stark genug gewesen, die “Rena” freizuschleppen. Selbst wenn dies physisch machbar gewesen wäre, hätte der Versuch, die „Rena“ rasch vom Riff zu ziehen, den Rumpf so schwer beschädigen können, dass erheblich mehr Öl ausgelaufen und mehr Container über Bord gegangen wären. Ein solcher Versuch wäre mit enormen unwägbaren Risiken verbunden gewesen. Der Schiffsboden sei zerstört worden, als der Frachter aufs Riff lief, und Schlepper hätten 11000 Tonnen Bodendruck überwinden müssen. Der modernste Schlepper in Tauranga, die “Sir Robert”, hat einen Pfahlzug von 50 Tonnen, der Bergungschlepper „Go Canopus” 149 Tonnen, die „Singapore“, die die Barge „Smit Borneo“ nach Tauranga brachte, 189 Tonnen. Bergungsexperten waren noch am Tag der Strandung an Bord geganen und hatten das Schiff fest auf Grund und mit substantiellen Strukturschäden vorgefunden wegen der hohen Geschwindigkeit, mit der es aufgelaufen war. Die meisten unteren Abteilungen im Vorschiffsbereich waren aufgerissen und geflutet, ebenso zwei Laderäume. In einem dritten Laderaum war zudem Wassereinbruch festgestellt worden. Der durchlaufende Kielraum, der sich über die gesamte Schiffslänge erstreckt und Treibstoffleitungen und andere Rohre beherbergt, war ebenfalls aufgerissen, und Öl lief aus. Angesichts des fragilen Zustandes sei es weder ratsam noch sicher gewesen, das Schiff vom Riff abzubringen. In den folgenden Tagen nahmen die Berger es sorgfältig unter die Lupe. Danach wurde spezielles Bergungsgerät angefordert und Svitzer mit den folgenden Arbeiten betraut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eingeschlafener Wachoffizier verschuldete Strandung
(20.04.12) Erschöpfung scheint der Grund zu sein, warum der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter „Tera“, 1861 BRZ (IMO-Nr.: 8411566), am 18.4. am Nordende von Öland auf Grund lief. Der wachhabende 1. Offizier war auf der Brücke eingeschlafen. Dies ist das Ergebnis einer ersten Untersuchung des Maritimen Inspektors der zuständigen Transportkommission.
Quelle:Tim Schwabedissen



Titan Maritime und Micoperi bei Bergung der „Costa Concordia“ in Pole Position
(20.04.12) Der Bergungsauftrag für die "Costa Concordia" soll am 23.4. vergeben werden, und der mutmaßliche Vertragsnehmer ist das amerikanisch-italienische Joint Venture Titan Maritime-Micoperi. Italianische Admiräle und Regierungsvertreter trafen sich am 19.4. in London mit den Versicherern London Offshore Consultants, um zu einer Entscheidung zu gelangen. Die Operation wird zwischen 250 und 280 Millionen € kosten und ein Jahr dauern. Der Plan von Titan Salvage-Micoperi sieht den Bau einer Unterwasser-Plattform vor, die das Wrack stützen soll, nachdem es aufgerichtet und teilweise mit Hilfe von Tanks aufgeschwommen wurde. Wenn der Rumpf dann abgedichtet ist, soll er schwimmfähig gemacht werden. Inzwischen setzten die Berger von Smit Salvage und Neri das sogenannte Caretaking am Wrack fort und bargen Dinge vom Meeresgrund um das Schiff herum. Schlechtes Wetter behinderte aber den Einsatz der "Talamone Marzocco", die zu deren Transport eingesetzt wird. Am 13.4. hatten Polizeitaucher die Markierungen auf dem Bug des Wracks überprüft und eine weitere Bewegung von 5 Zentimetern festgestellt gegenüber zwei Zentimetern in den Vortagen. Dies wurde wohl durch die stürmische See verursacht. Hafenarbeiter überprüften die richtige Lage von Ölsperren um das Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rund ein Drittel der Containerladung der „Bareli“ bislang geborgen
(20.04.12) Die Bergungsarbeiten an dem Wrack des Frachters "Bareli" sind auch über die Osterfeiertage weiter gegangen, wurden aber durch schlechtes Wetter beeinträchtigt. Bislang wurden 650 der insgesamt 1,913 Container abgeborgen sowie 580 Kubikmeter Schweröl abgepumpt. Die Berger erwarten, dass sich das Achterschiff komplett vom vorderen Schiffsteil trennen wird. Die Tiden und Strömungen haben erheblichen Druck auf den Doppelboden ausgeübt, der Ermüdungserscheinungen zeigt, sodass sich die Integrität der Struktur des vor Fuquing liegenden Schiffes weiter geschwächt hat. Mit der Bergungsarbeit ist die Shanghai Salvage Company betraut. 15 der 21 Crewmitglieder durften unterdessen in ihre Heimat ausreisen. Die Maritime and Port Authority in Singapore begann am 9.4. mit einer Befragung der Besatzung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Heißes Öl sorgte für Feuerwehreinsatz auf Minenjäger in Kiel
(20.04.12) Ein Unfall beim Betanken des Minenjagdbootes „Grömitz“ hat am 19.4. zu einem Großeinsatz der Feuerwehr im Kieler Marinestützpunkt geführt. Gegen 16 Uhr war nach der Rückkehr von einer Ausbildungsfahrt beim Bunkern des 54 Meter langen Schiffes im Tirpitzhafen in der Wik eine Kraftstoffleitung geplatzt, aus der Öl über heiße Teile der Maschinenanlage spritzte und fzu einer starken Verqualmung des Maschinenraums führte. Zwei der insgesamt 40 Besatzungsmitglieder der „Grömitz“ erlitten bei den Sofortmaßnahmen an Bord Rauchvergiftungen. Sie wurden nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst zur Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert. Da zunächst von einem Brand im Maschinenraum des Minenjägers ausgegangen worden war, rückte neben der Stützpunktfeuerwehr des MFG 5 in Holtenau auch ein Löschzug der Kieler Berufsfeuerwehr an. Nach einer Stunde war der Einsatz mit dem Belüften des Maschinenraums der „Grömitz“ beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abbruch der „Carrier“ begann mit Entsorgung nassen Brotes und Toiletteninhalten
(20.04.12) Anker, Trossen, eine Sektion des Bugs und andere Dinge wurden jetzt von den Arbeitern der PCG Demolition von der gestrandeten „Carrier“ vor Llandulas an Land gebracht. Binnen 10 Wochen soll das am 3.4. gestrandete deutsche Schiff mit gewaltigen Schrottscheren zerlegt und die Reste per Laster zum Recyceln nach Liverpool gebracht werden. Die Berger sind im Zeitplan, wenn nicht sogar voraus. 30-40% der Fracht von 1,680 Tonnen gebrochenen Kalksteins wurden bislang geleichtert, ebenso hat das 22-köpfige Team die 24 Tonnen Gasöl sowie unterschiedlichste Dinge, begonnen bei aufgeweichtem Brot bis hin zu den Inhalten der von Seewasser überfluteten Toiletten entsorgt. Nachdem die meisten der 18 Ballasttanks ohnehin bei der Strandung aufgerissen wurden, haben sie sechs weitere vorsätzlich geöffnet, damit diese geflutet werden und das Wrack stabil am Grund halten. Sauerstofflanzen und Schrottscheren werden den Rest besorgen und die Metallteile, die jeweils ungefähr die Größe eines Ford Transit und ein Gewicht von 20 Tonnen haben werden, zum European Metal Recycling Ltd’s Centre im Alexandra Dock des Mersey-Hafens bringen. Während der Arbeiten bleibt eine Sperrzone um das Schiff eingerichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verlassene Yacht auf Silver Strand State Beach angetrieben
(20.04.12) Bei starkem Sturm ist am Morgen des 14.3. auf dem Silver Strand State Beach die Yacht „Moonstone“ aus San Diego unweit der Coronado Cays gestrandet. Die 35 Fuuß lange Fiberglas-Sloop hatte keine Crew an Bord. Das Boot machte den Eindruck, vor Anker gelegen zu haben. Das Hauptsegel waren eingerollt, und der Bewuchs des Rumpfes ließ darauf schließen, dass das Schiff erst kurze Zeit im Wasser gewesen war. Im vergangenen Jahr war es zu drei vergleichbaren Strandungen auf dem Coronado Beach gekommen, meist hatten die Eigner ihre Boote vernachlässigt, und die Mooring-Leinen waren gerissen. Mit schwerem Gerät wurde begonnen, die „Moonstone“ auf einen Parkplatz zu ziehen, wo sie zerlegt werden sollte. Die Suche nach dem Eigner dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Japanischer Trawler nach Brand gesunken
(20.04.12) Der japanische Trawler “Siu Maru-18” geriet am Morgen des 19.4. in der La Perouse Strait in Brand und sank. Die zweiköpfige Crew wurde von einem Patroullienboot der japanischen Coast Guard gerettet. Die Unglücksstelle befand sich zwischen Sakhalin und der japanischen Insel Hokkaido.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kapitän der „Oyang 70“ ging offenbar mit Absicht mit seinem Schiff unter
(20.04.12) Der Kapitän des Trawlers „Amaltal Atlantis“, Greg Lyall aus Nelson, sagte bei der Untersuchung zum Untergang der koreanischen Fischfabrik „Oyang 70“ am 19.4. vor dem Coroner's Court in Wellington aus, deren Kapitän sei mit dem Schiff untergegangen, weil er um sein Fehlverhalten gewusst habe. Das in Talley beheimatete Schiff war dem anderen Trawler vor Otago zu Hilfe gekommen, das beim Versuch, einen 120-Tonnen-Fang an Bord zu bekommen, gekentert war. Neben dem Kapitän ertranken auch fünf Indonesier. Lyall sagte, nachdem er einen englisch sprechenden Filipino gerettet habe, habe dieser ihm berichtet, dass die Decksbesatzung noch gewarnt habe, das Netz nicht hochzuziehen, weil die “Oyang 70” bereits schwer beladen war. Die Kommunikation sei schwierig gewesen, weil die koreanischen Offiziere kein Englisch sprachen. Sie hätten faktisch nicht mit der restlichen Crew geredet. Der Kapitän habe zuletzt ohne Rettungsweste im Ruderhaus gestanden, die Arme verschränkt und ohne Anstalten zu machen, sich retten zu wollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge in St. Augustine nach zwei Tagen gehoben
(20.04.12) Eine Baggerbarge, die in der St. Augustine Municipal Marina gesunken war, wurde am 19.4. gehoben, nachdem Berger zwei Tage lang Wasser ausgepumpt hatten. Um 16.30 Uhr war die Barge wieder schwimmfähig, und ein Schlepper zog sie zum St. Augustine Marine Center zur Reparatur. Stahlplatten über dem Leck, die die Barge am 17.4. hatten sinken lassen, verhinderten ein weiteres Eindringen von Wasser. Am 23.4. soll die Barge wieder arbeiten können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Spendenfinanzierte Rettungswesten im ersten Bewährungstest
(20.04.12) Die Freiwilligen-Crew der RNLI in Tenby testete am 18.4. um 13.45 Uhr erstmals die brandneuen Rettungswesten, die durch die Lifejackets for Lifesavers-Kampagne finanziert worden waren, nachdem wegen einer driftenden Yacht Alarm geschlagen worden war. Das Rettungsboot der Tamar-Klasse wurde von der Milford Haven Coastguard angefordert, die die Yacht drei Meilen südlich von St. Govans gesichtet hatte. Nachdem herausgefunden worden war, dass das Boot in Dale gelegen hatte und sich in der Nacht wohl losgerissen hatte, wurde ein Seenotretter an Bord abgesetzt, um eine Schleppverbindung herzustellen. Die Yacht wurde dann nach Tenby eingeschleppt. Die Seenotretter waren danach voll des Lobes über die bequemen Rettungswesten.
Quelle:Tim Schwabedissen



'Phoenix J' auf Grund (Bild: Finnish Coastguard)   Großbild klick!
“Phoenix J“ kam nicht weit
(19.04.12) Am Nachmittag des 18.2. lief die unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende "Phoenix J", 10585 BRZ (IMO-Nr.: 9504047), kurz nachdem er gegen 11 Uhr aus dem Hafen von Rauma ausgelaufen war, auf Grund. Das Schiff hatte dort Container geladen und war ins schwedische Gävle unterwegs.
Der Lotse war kurz vor der Strandung 10 Meilen vor dem Abgangshafen von Bord gegangen. Zu dieser Zeit deutete nichts auf Unregelmäßigkeiten hin. Bei der Havarie wurden Ballasttanks des Frachters aufgerissen. Auch in den Laderaum drang Wasser ein, konnte aber durch die bordeigenen Lenzpumpen gehalten werden. Der Frachter saß auf ebenem Kiel fest. Die Crew von 15 Mann war nicht in Gefahr.
Das Maritime Rescue Centre Turku alarmierte ein Dornier-Überwachungsflugzeug, einen SAR Super Puma Helikopter und ein Patroullienboot der Rauma Tursaksen Coast Guard Station. Die Dornier war 10 Minuten nach ihrer Alarmierung bereits in der Luft, konnte aber zu ihrer Base in Turku zurückkehren, nachdem sich keine Anzeichen einer Verschmutzung fanden.
Ein Team der Rauma Coast Guard Station ging an Bord der „Phoenix J“, ein weiteres Patroullienboot, die „Oktopus“, traf von Turku kommend gegen 22 Uhr vor Ort ein. Der Super Puma wurde am Turku Airport in Bereitschaft gehalten, falls sich die Lage des Frachters verschlechtern sollte. Der Bergungsschlepper "Tursas" wurde von den Eignern mobilisiert, und Taucher begannen mit Untersuchungen der Schäden am Rumpf. Wann die eigentliche Bergung beginnen sollte, war aber noch unbekannt.
Die „Phoenix J“ läuft für die Jungerhans Maritime Services GmbH & Co. KG in Haren-Ems. Sie hat eine Tragfähigkeit von 13.200 Tonnen, ist 151.72 Meter lang, 23.4 Meter breit und hat 8.0 Meter Tiefgang. Das Schiff wurde 2010 vom CSC Jiangdong Shipyard in Wuhu erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Motorboot vor Sarayburnu
(19.04.12) Die Maschine des 18,8 Meter langen und 5,5 Meter breiten Motorbootes „Den Den 4“ geriet am 18.4. um 13.45 Uhr vor der Außenmole von Sarayburnu in Brand. Das türkische Rettungsboot “Kiyem 4” barg die 10 Personen an Bord um 13.55 Uhr ab, und der Schlepper “Söndüren 6” kam mit einem Brandbekämpfungsteam zu Hilfe. Um 14.05 Uhr waren die Rettungsteams vor Ort, und um 14.30 Uhr war der Brand, der sich auf Maschinenraum und Deck erstreckt hatte, unter Kontrolle gebracht. Das schwer beschädigte Boot wurde dann von der „Söndüren 6“ nach Haydarpasa gezogen. Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler nach 80 Tagen gerettet
(19.04.12) Der griechische Frachter "Proteus" rettete am 17.4. den schwedischen Einhandsegler Stig Lundvall, der 80 Tage lang im Indischen Ozean getrieben hatte. Ein Sturm hatte den Mast seiner Yacht brechen lassen und ließ das Boot antriebslos zurück. Der Segler hatte nur noch eine Notrakete, als der Frachter eine Meile von der Yacht entfernt auftauchte. Er brannte sie ab, und der Ausguck des Frachters nahm sie auch war. Sie brannte lange genug, um die Position der Yacht in der Dunkelheit zu ermitteln, und der Frachter nahm Kurs auf die Yacht, die 400 Kilometer vor der Richard’s Bay trieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sensation war zu hoch beladen
(19.04.12) Fünf der sechs leeren Containers, die das holländische Binnencontainerschiff "Sensation" 5008 ts (EU-Nr.: 2326239) bei der Kollision mit der Willems Brücke in Rotterdam verloren hatte, konnten mit einem Kran geborgen werden, nachdem sie binnen einer halben Stunde an den Kai gezogen worden waren. Ein weiterer Container war gesunken. Die Neue Maas konnte dann für den Schiffsverkehr wieder freigegeben werden. Die Bergungsarbeit war durch die Firmen Diving & Salvage W. Smit Rotterdam in Waalhaven und den Hebo Maritime Service aus Zwartsluis durchgeführt worden, wobei auch das brandneue Bergungsschiff „Hebo Cat 7" zum Einsatz kam. Die "Sensation" konnte ihre Fahrt nach Deutschland fortsetzen, nachdem weitere auf dem Oberdeck losgerissene Container wieder gesichert waren. Das Schiff läuft für die Alcotrans Container Line in Zwijndrecht. Die vorsorglich gesperrte Maas-Brücke konnte nach Abschluss der Untersuchungen am 18.4. um 11.15 Uhr wieder für den Fahrzeugverkehr freigegeben werden. Hebo Service erwartete, dass die Bergung des gesunkenen Containers noch etwas andauern könnte, weil die Taucher von Smit erst Hebeschlingen anbringen mussten. Es sei aber keine übermäßig schwierige Arbeit, hieß es, aber bestimmte Standardprozeduren müssten eingehalten werden. Offenbar war die „Sensation“ zu hoch beladen bzw. zu wenig beballastet gewesen. Sie hatte bereits ein Stück der Brücke unterquert, als die oberste Containerlage mit dem Brückenunterbau ins Gehege kam. Die Polizei vernahm den Kapitän zu dem Unfallhergang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Passagiere der „Plancius“ auf dem Heimweg
(19.04.12) Das argentinische Fahrgastschiff "Ushuaia" hat am 18.4. die 79 Passagiere des mit Maschinenausfall vor Grytviken ankernden Kreuzfahrtschiffes "Plancius" an Bord genommen. Sie werden nun nach Montevideo in Uruguay gebracht, wo sie in etwa fünf Tagen eintreffen und von dort per Flugzeug die Heimreise antreten sollten. An Bord waren außerdem 43 Besatzungsmitglieder. Die „Plancius“ vermag nur noch vier Knoten Fahrt zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



ROV soll vermissten Kutterskipper suchen
(19.04.12) In der kommenden Woche will die norwegische Polizei ein ROV zum Einsatz bringen, um nach dem vermissten Skipper des gesunkenen Kutters „Mijana“ zu suchen, der vor Korshamn in rund 85-90 Metern Wassertiefe liegt. Wenn es dem Mini-U-Boot nicht geling, die Leiche zu bergen, sollen Taucher zum Einsatz kommen. In diesem Fall würde das Wrack bis auf rund fünf Meter unter die Wasseroberfläche angehoben werden, um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Die Operation soll zwei bis drei Tage dauern. Der Kutter war am 13.4. auf Felsen gelaufen und gesunken, zwei ebenfalls an Bord befindliche deutsche Angler hatten sich retten können. Nach ihrer Wahrnehmung hatte sich der vermisste Skipper beim Untergang im Ruderhaus befunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermeintliche Abkürzung führe auf Schäre
(18.04.12) Nach der ersten Fahrt für die neuen Eigner musste auch die zweite Kreuzfahrt des unter Malta-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes "Saga Sapphire", 37301 BRZ (IMO-Nr.: 7822457 ), der ehemaligen „Europa“ von Hapag-Lloyd, abgesagt werden. Die meisten der 444 britischen Passagiere wurden am 16.4. von Saga Cruises zurück nach London geflogen, nur einige bevorzugten eine Heimreise per Bus. Die „Saga Sapphire“ liegt derzeit in Valencia, nachdem das Kühlwassersystem versagte. Nach der Reparatur soll das Schiff nach Marseille verlegen, und die nächste Kreuzfahrt wird von 11 auf neun Tage verkürzt, wobei die Anläufe von El Ferrol und Oporto entfallen. Die erste Fahrt für Saga Cruises hätte am 18.4., in Southampton enden und von dort auch die nächste Fahrt starten sollen. Deren Passagiere werden nun am 25.4. nach Marseille geflogen. Die ausgefallene Willkommens-Gala in Lissabon wurde auf den 3.5 verschoben, an dem das Schiff auf die „Saga Pearl 2“ und „Saga Ruby“ treffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter stauchte Schlepper in Brunsbüttel
(19.04.12). Der holländische Containerfrachter "Sirrah", 6386 BRZ (IMO-Nr.: 9255402), rammte am Abend des 18.4. den 20 Meter langen deutschen Schlepper "Vorwärts" (MMSI-Nr.: 211173930) im Binnenhafen von Brunsbüttel. Der 132 Meter lange Frachter war kurz nach 20.00 Uhr aus der Großen Nordschleuse Brunsbüttel von Vlissingen kommend auf der Fahrt nach St. Petersburg ostwärts in den Nord-Ostsee-Kanal eingelaufen, als in Höhe der Brunsbütteler Fähre plötzlich die Hauptmaschine ausfiel. Das manövrierunfähige Schiff driftete in Richtung des Südufers und lief schließlich mit einer Restgeschwindigkeit von etwa 1,5 Knoten in den am Anleger der Firma Schramm festgemachten Brunsbütteler Schlepper. Nach Auch eine noch durchgeführte Notankerung vermochte die Kollision nicht zu verhindern. Der Wulstbug des Frachters drückte den Rumpf des Schleppers rund 50 Zentimeter tief ein, wodurch ein Hilfsdiesel aus seinem Fundament gerissen wurde und mehrere Rohrleitungen brachen. Der Containerfrachter wurde nicht nennenswert beschädigt. Nach der Kollision konnte die „Sirrah“ von zufällig vor Ort auf eine Schleusung wartenden Schleppern zunächst auf Position gehalten werden. Nach Austausch eines Schmieröldoppelfilters konnte die Maschine wieder angefahren werden, und der Containerfrachter verlegte an die Bahnhofsdalben in Brunsbüttel, wo Beamte des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel an Bord die Unfallermittlungen aufnahmen. Als Ursache für den Maschinenausfall wurde ein Defekt im Schmierölsystem des Hauptmaschine angenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Flusskreuzfahrer nach Köln abgeschleppt
(19.04.12) Am Nachmittag des 18.4. nahm das Motorschiff „Marte Meo“ die havarierte „Bellriva“ in Karlsruhe längsseits, um sie nach Köln zu verholen. Hier hatte die Reederei bereits einen Werftplatz reserviert, an dem das Schiff bis zum 25.4. repariert werden soll. Am 18.4. hat sich auch der Lotse erstmals zu dem Unfall geäußert. Im Zusammenhang mit der Aussage des 78-Jährigen blieben nach Angaben der Polizei aber noch viele Fragen offen. Der Mann hatte das Schiff am frühen Morgen des 17.3. auf drei Buhnen gesetzt, gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Gefährdung des Schiffsverkehrs ermittelt. Er war an Bord gewesen, weil er im Gegensatz zum Kapitän das für die Strecke notwendige Streckenpatent hatte. Ein solches Patent ist für besonders schwierige Flussabschnitte notwendig, an denen die Strömung besonders stark oder die Fahrrinne eher eng ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei deutsche Segler in Calvi gerettet
(19.04.12) In der Nacht zum 18.4. riss sich gegen 1.20 Uhr die Yacht „Lady Mour“ von ihrer Mooring in Toulon vom Anker los und strandete bei 7-8 Bf Südwest-Wind in der Bucht von Calvi. An Bord der 11-Meter-Yacht waren zwei Deutsche. Ein neben der Yacht liegendes Sportboot meldete den Notfall, und ein Rettungsboot lief aus. Rasch lokalisierte es die inzwischen bei Punta Caldanu auf der Seite liegende Yacht, deren Insassen sich auf die Felsen geflüchtet hatten. Da das Boot sich nicht annähern konnte, wurde die Feuerwehr von Calvi alarmiert. Sechs Mann konnten die beiden Segler mit Unterkühlungen retten. Sie wurden ins Krankenhaus von Calvi gebracht. Am 18.4. wurden alle Wertsachen von dem Boot geborgen, das immer noch in schwerer See lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Waren über 450 Menschen auf letzter Fahrt an Bord der „Rabaul Queen“?
(19.04.12) Im Rahmen der Untersuchung zum Untergang des Fahrgastschiffes „Rabaul Queen“ vor Papua Neu Guinea stellte sich heraus, dass möglicherweise mehr als 450 Menschen an Bord waren, als es sank. Die Fähre war für 295 Passagiere und 15 Mann Besatzung zugelassen. Nach Angaben des Eigners waren beim Untergang im Februar mindestens 360 Passagiere an Bord. Bei der Rettungsaktion wurden 230 Überlebende geborgen. Als Angehörige die Namen von Vermissten angaben, hatten sich erhebliche Abweichungen von der Passagierliste gezeigt. 219 Personen wurden noch als vermisst gemeldet, was hieße, dass 453 Passagiere an Bord waren. Zeugen hatten ausgesagt, dass das Schiff bereits beim Auslaufen aus Kimbe Schlagseite gehabt habe. Die Schwimmwesten, die in einem verschlossenen Raum gelagert worden seien, waren nicht ausgegeben worden, als die überladene Fähre zu sinken begann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fairplay: Marine von Sri Lanka half bei Bergung nach Molotow-Bomben-Attacke
(19.04.12) Die Marine von Sri Lanka Navy assistierte am 16.4. einem indischen Bergungsteam bei der Bergung des indischen Trawlers „TN/10/MFB/604“ in der See vor Iranatheevu in Nordwest-Sri Lanka. Die Inder waren mit vier Schiffen und 22 Mann vor Ort, eskortiert von der “Rajshree” der Indian Coast Guard sowie der “Ranawickrama” der Marine Sri Lankas und den Patroullienbooten „P 175“ und „P 148“. Am 17.4. war die Bergung des Kutters aus Rameswaram, der am 14.3. nach einer Attacke von Fischern aus Sri Lanka gesunken war, abgeschlossen, und das Schiff am 18.3. im Hafen. Der Kutter war mit vier Mann Besatzung auf Fang gewesen, als ein Molotow-Cocktail auf das Schiff geworfen wurde, die es so schwer beschädigt hatte, dass es am in der Nacht zum 15.3. sank. In Rameswaram soll es nun repariert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach tödlicher Kollision identifiziert – zwei Mann verhaftet
(19.04.12) Die japanische Coast Guard arrestierte am 19.4. zwei chinesische Besatzungsmitglieder des unter St. Vincent-Grendines-Flagge laufenden Frachters “Yong Cai“, 9810 BRZ (IM-Nr.: 9164859), der am 15.4. vor Japan den Kutter “Shinyo Maru No. 2” gerammt hatte. Dabei war dessen Skipper ums Leben gekommen, sein Sohn wird seither vermisst. Farbspuren auf dem Rumpf des Frachters hatten ihn als Unfallverursacher überführt. Den beiden Männern wird nachlässige Navigation vorgeworfen. Sie wurden in eine Einrichtung der Coastguard in der Ishikawa Präfektur, 300 Kilometer nordwestlich von Tokio, gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ende eines Zweimasters in der Batemans Bay
(19.04.12) Der in der Batemans Bay gesunkene Zweimaster „Vale de Moura“ wird nicht mehr die Gewässer von Eurobodalla befahren. Bei einer Inspektion des Wracks durch die Roads and Maritime Services stellte sich heraus, dass das Schiff irreparable beschädigt ist. Die Verschrottung des Wracks begann am 17.3. mit dem Entfernen der beiden Masten. In der kommenden Woche sollen die Arbeiten beendet sein. Drei Angebote wurden dafür abgegeben, und die Bay Mooring and Barge Service mit dem Abwracken des in flachem Wasser auf Grund gesetzten Schiffes beauftragt. Die „Vale de Moura” war am 14.2. auf dem Clyde River gesunken und nach einer langwierigen Bergungsaktion Anfang April in die Batemans Bay Marina gezogen. Dem Eigner war dann eine Frist bis zum 11.4. gesetzt worden, einen Plan zum weiteren Vorgehen vorzulegen, auf den er aber nicht reagierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Widersprüche in Untersuchung des Untergangs der „Oyang 70“
(19.04.12) Der Untergang der koreanischen Fischfabrik „Oyang 70“ im August 2010, bei dem sechs Seeleute starben, wird derzeit auf der Basis eines Reports der Transport Accident Investigation Commission (TAIC) in Wellington untersucht. Das Schiff war beim Einholen eines Netzes untergegangen. Zeugen haben ausgesagt, dass das Fahrzeug sich in schlechtem Zustand befunden und das Rettungsboot keinen Motor hatte. Speigatten waren blockiert, sodass Wasser nicht von Deck abfließen konnte. Auch habe Wasser in tiefere Decks eindringen können. Gegen Sicherheitsregeln an Bord sei verstoßen worden. Der Skipper sei ein unberechenbarer, aggressiver Mann gewesen, der den Untergang verschuldet habe. Doch nun wurde durch den Agenten von Oyang, Pete Dawson der Lyttelton's Fisheries Consultancy, ausgesagt, dass sich die „Oyang 70“ beim Auslaufen zur letzten Fahrt in ordnungsgemäßem Zustand befunden habe. Ihm seien auch keine Klagen über den Kapitän bekannt gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter, der an verhängnisvoller Fährkollision beteiligt war, arrestiert
(19.04.12) 34 Tage nach der Kollision mit der Fähre "Shariatpur 1" auf dem Meghna wurde der Kollisionsgegner "City-1" am 16.4. auf dem Fluss im Rajrajeshwar Gebiet von Chandpur Sadar Upazila samt der 12-köpfigen Crew durch Vertreter der Chandpur Coastguard-Station arrestiert. Er war nach Chittagong unterwegs. Als die "Shariatpur 1" im Gebiet von Gazaria am 13.3. sank, kamen 147 Personen ums Leben. Die Besatzung der "City 1" wurde in die Narayanganj Sadar Police Station gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hovercraft gekentert – sieben Verletzte
(19.04.12) Ein russisches Passagier-Hovercraft ist am 16.4. in Kamtschatka gekentert, nachdem es ein gerammt hatte. Sieben der 14 Passagiere wurden verletzt. Fünf Personen verweigerten medizinische Betreuung. Zwei andere wurden mit Frakturen ins Krankenhaus gebracht. Das Hovercraft verunglückte bei einer Probefahrt vor einem geplanten Verkauf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bellariva nach dem Auflaufen
(Bild: Frank Behrends)   Großbild klick!
Es fühlte sich an wie im Sturm – jähes Ende einer Flusskreuzfahrt
(18.04.12) Am Nachmittag des 18.4. sollte der havarierte Flusskreuzfahrer "Bellriva", 174 tdw (EU-Nr.: 07001702), von einem anderen Binnenschiff nach Köln geschleppt und dort in eine Werft gebracht werden.
Im Laufe des 17.4. war es Tauchern einer Firma aus Mainz gelungen, drei jeweils rund 15 Zentimeter lange Risse sowie einen Haarriss im Rumpf provisorisch mit Stahlplatten abzudichten, sodass die Wasser- und Schifffahrtsbehörde in Mannheim einen Transit genehmigte.
Unterdessen wurde deutlich, dass das Schiff nur knapp dem Untergang entkommen war, nachdem es gegen 3.30 Uhr auf drei überflutete Buhnen aufgelaufen und aufgerissen worden war. Warum der 78-jährige Lotse, der das Schiff selbst steuerte, das Schiff bei Kilometer 393 auf die rechte Flussseite aus dem 90 Meter breiten Fahrwasser heraus und in den Bereich der in den Seekarten verzeichneten Buhnen brachte, war Gegenstand von Untersuchungen.
Das Schiff hätte sich nach Erkenntnissen der Polizei definitiv nicht aufhalten sollen. Die Dunkelheit und Nebel können zu dem Unfall beigetragen haben. Ein Knall riss die Passagiere der "Bellriva" aus dem Schlaf, und es fühlte sich nach ihren Aussagen wie in einem Sturm auf See an.
Damit endete die Flusskreuzfahrt "Rhein Romantik" einen Tag vor der offiziell geplanten Rückkehr jählings. Wasser flutete in die Crewkabinen, und Dieselgeruch breitete sich im Schiff aus. Wer noch schlief, wurde mit Klopfen geweckt und dann nach oben gebracht. Mit Lenzpumpen auf voller Leistung nahm der Kapitän Kurs auf Karlsruhe, wo die Polizei mehrere Liegeplätze nahe der Hafeneinfahrt räumte.
Das Wasser stand bereits kurz unter den Fenstern des unteren Decks und im Schiffsinnern bis zu 1,7 Meter hoch, als der Anleger 75 Minuten nach der Havarie erreicht war. Während es weiter ins Schiffsinnere strömte, wurden Passagiere wie Besatzung in Reih und Glied an Land gebracht.
Das Schiff bekam derweil Schlagseite, konnte aber durch Umpumpen von Treibstoff wieder auf ebenen Kiel gebracht werden. Die Feuerwehr mit ihren Lenzpumpen, die minütlich sechs Tonnen Wasser förderten, bewahrte die „Bellriva“ vor dem endgültigen Sinken.
Die meist älteren Passagiere wurden von Hilfsdiensten wie den Johannitern und dem Roten Kreuz an Bord des Fahrgastschiffes „Karlsruhe“ inzwischen versorgt und betreut. Zwei von ihnen mussten wegen Kreislaufbeschwerden und anderer Vorerkrankungen ins Krankenhaus gebracht werden. Dem umsichtigen Handeln der Besatzung und aller beteiligten Einsatzkräfte bei der Evakuierung ist es letztlich zu verdanken, dass bei dem Unfall keine weiteren Personenschäden entstanden sind.
Die „Bellriva“ ist 104,64 Meter lang, 11,61 Meter breit und hat 1,4 Meter Tiefgang. Sie entstand 1971 als „Holland Emerald“ für die Holland River Line NV in Rotterdam bei der Bodewes-Werft in Millingen. 1976 wurde sie zur „Italia “der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG in Köln. Ging ohne Namensänderung im Jahr 2000 an die West KD Schiff-Invest AG in Basel, 2004 an Viking Croisieres in Luxemburg und erhielt 2001 den Namen „Bonaventura Emerald“, nachdem die Bonaventura Cruising in 's-Gravendeel sie erworben hatte. Von 2003 an lief sie als „Rhine Emerald“ für die Rhine Danube Line AG in Basel, ehe sie 2007 zur „Bellriva“ im Besitz der Klaus Sahr GmbH in Oberwesel wurde. Seit 2008 ist sie in Heesch registriert.
Nur wenige Stunden nach der Havarie des Flusskreuzfahrers kam es auf dem Rhein in Höhe des Rheinstrandbades bei Flusskilometer 357 zu einem weiteren Unfall, als ein Gütermotorschiff und einem Binnentanker gegen 6.50 Uhr kollidierten. Dabei wurden beide Schiffe im Bereich der Backbordseite beschädigt, ohne dass jedoch Wasser eindrang. Das zu Berg fahrende Schiff machte an der Schleuse Iffezheim fest und wurde dort auf Schäden untersucht. Der zu Tal fahrende Havarist wurde von Beamten der Wasserschutzpolizei Mannheim inspiziert und der Schiffsführer zum Sachverhalt vernommen. Der Sachschaden an beiden Schiffen wurde auf insgesamt rund 100.000 Euro geschätzt. Nach Abschluss der Untersuchungen konnten beide Schiffe ihre Fahrt fortsetzen. Gegen beide Schiffsführer wurde aber wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs ermittelt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ramnfjord schwer beschädigt (Bild: Bjoern A Hansen)   Großbild klick!
Gestrandeter Trawler schwer mitgenommen
(18.04.12) Der norwegische Trawler "Ramnfjord", 295 BRZ (MMSI-Nr.: 258284000),, der weiterhin auf Felsen vor Averøy liegt, hat nach letzten Untersuchungen sehr schwere Schäden genommen. Das Schiff wurde im Heckbereich aufgerissen, der Maschinenraum wurde geflutet, als sich ein Felsen hinein bohrte. Auch einer der Treibstofftanks an Steuerbord wurde aufgerissen, der Inhalt lief aus. Die Fabrikations- und Frachträume standen unter Wasser. Das Achterschiff bewegte sich weiterhin auf und ab, doch hat sich der Zustand des Havaristen in den vergangenen Tagen nicht so schnell verschlechtert wie befürchtet. Er liegt stabil auf den Felsen aufgespießt und droht so nicht zu sinken.
Quelle:Tim Schwabedissen



War die Brücke besetzt? Minensucher soll Wrack gesunkenen Kutters untersuchen
(18.04.12) Der französische Minensucher „Eridan“ aus Lorient soll, sobald es das Wetter erlaubt, das Wrack des am 9.4. vor Morhiban gesunkenen Trawlers "Père Milo" untersuchen, um festzustellen, ob das Schiff, wie von dem einzigen Überlebenden angegeben, auf Fang war, als es von dem türkischen Tanker „Lady Özge" gerammt wurde. Dann wäre es vorfahrtsberechtigt gewesen. Die Besatzung des Tankers hatte ausgesagt, es habe sich niemand auf der Brücke befunden, und der Trawler sei in Fahrt gewesen. Demgegenüber war der ums Leben gekommene Skipper nach Aussage seines Decksmanns mit Arbeiten im Zusammenhang mit der Fangtätigkeit beschäftigt gewesen. Frühestens am Wochenende soll der 50 Meter lange Minensucher mit seiner Arbeit beginnen und untersuchen, ob das Schleppnetz zu Wasser war. Er ist mit einem mit Kameras ausgerüsteten Mini-U-Boot ausgestattet, das zu dem in über 100 Metern Wassertiefe liegenden Wrack vordringen kann. Dabei soll auch nach dem vermissten Skipper Ausschau gehalten werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Kühles Handeln hielt Feuershitze begrenzt
(18.04.12) Der Rettungskreuzer „Sundt Flyer“ aus Hitra löschte am 17.4. ein Feuer auf dem 31 Fuß langen Motorboot „Madonna“, das um 8.10 Uhr an Bord im Hafen von Süd-Leksa östlich von Hestvika ausgebrochen war. Das Boot sofort nach Brandausbruch aus dem Hafen gebracht worden, damit sich die Flammen nicht auf andere Schiffe ausbreiten konnten, ehe die Löscharbeiten begannen. Als die Retter 20 Minuten nach ihrer Alarmierung vor Ort eintrafen, hatte der Skipper bereits alle Öffnungen verschlossen, sodass das Feuer nur noch glühte. Im Innern herrschte aber eine hohe Temperatur. Die Seenotretter öffneten vorsichtig eine kleine Luke in der Schiffsseite, nachdem das Boot von außen gekühlt worden war, und setzen Schaum ein, um den Brand endgültig zu ersticken. Der Bootseigner war selbst Mitglied der Rettungsgesellschaft NSSR.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Gaschem-Tanker mit Maschinenproblemen
(18.04.12) Der unter Liberia-Flagge laufende Tanker "Gaschem Werra" erlitt am 9.4.2012 Maschinenprobleme auf der Fahrt von Ilyichevsk, Ukraine, ins französische Lavera. Der Tanker wurde in Richtung des Zielhafens auf den Haken genommen und sollte dort am 29.4. eintreffen. Am Abend des 16.4. stand das Schiff mit reduzierter Geschwindigkeit nördlich von Kreta im Mittelmeer. Die "Gaschem Werra", 7341 tdw (IMO-Nr.: 9560170) wurde 2011 erbaut und hat als Manager die Gaschem Services GmbH & Co. KG in Hamburg.
Zur selben Zeit erlitt der Tanker "Gaschem Pazifik" nach dem Auslaufen aus Bützfleth am 16.4. gegen ein Uhr auf der Elbe Maschinenprobleme und machte gegen sechs Uhr am Steubenhöft in Cuxhaven fest, wo Experten des Maschinenherstellers Wärtsilä sich des Problems annahmen. Die unter deutscher Flagge laufende "Gaschem Pacific", 18110 tdw (IMO-Nr.: 9402574) wurde 2009 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerschiff rammte Rotterdamer Brücke – Container trieben auf der Maas
(18.04.12) Das holländische Binnencontainerschiff "Sensation" 5008 ts (EU-Nr.: 2326239) rammte am 18.4. um 7.45 Uhr die Willemsbrücke auf der Neuen Maas in Rotterdam. Offenbar waren die Deckscontainer zu hoch gestaut, um unter der Brücke hindurch zu passen. Sechs Boxen wurden beim Aufprall über Bord geschleudert und trieben im Fluss. Sofort wurden Taucher- und Rettungsteams zur Unglücksstelle geschickt, an der der Frachter mitten im Fahrwasser lag, umgeben von treibenden Containern.
Es gelang, sie mit Seilen ans Ufer zu ziehen und dort zu sichern, sodass sie nicht im Fahrwasser sinken konnten. Die meisten oder sogar alle waren leer, doch zunächst gab es Unsicherheit über ihren möglichen Inhalt. Die Willemsbrücke wurde für den Fahrzeugverkehr gesperrt, während Untersuchungen begannen, ob sie Schaden genommen hatte. Sie verbindet Nord- und Süd-Rotterdam. Fußgänger und Fahrräder durften sie aber weiterhin passieren. Die Schifffahrt zwischen der Willems- und der Erasmus-Brücke musste die Unfallstelle mit langsamer Fahrt auf der Südseite passieren.
Der Kasko der “Sensation” wurde 2003 bei dem Rybinsk Shipyard, Rybinsk, erbaut und bei Olthof, Capelle a/d IJssel ausgerüstet. Das 502-TEU-Schiff wurde als “Alexandra” in Dienst gestellt und läuft seit 2006 als “Sensation” für Vof. Seal (A.H.J. Durinck / R. Wagter) in Rotterdam. Es ist 124,87 Meter lang, 17,1 Meter breit und hat 3,35 Meter Tiefgang.
Bereits in der Nacht zum 17.1.2012 war die “Sensation" in eine Havarie verwickelt, als sie mit einem deutschen Binnenschiff kollidierte und einen 10 Meter langen Riss erlitt, der binnen zwei Wochen im Trockendock von Damen Shiprepair Rotterdam ausgebessert wurde, wo eine komplette neue Sektion eingebaut wurde. Ein 10 Meter langes Teil von 17 Tonnen Gewicht wurde entfernt und binnen 13 Tagen ersetzt. Am 15.2. verließ die "Sensation" das Dock wieder und wurde eine Woche darauf zurückgeliefert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermeintliche Abkürzung führe auf Schäre
(18.04.12) Am Morgen des 18.4. gegen vier Uhr lief der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter „Tera“, 1861 BRZ (IMO-Nr.: 8411566), am Nordende von Öland auf Grund. Er wollte wohl eine Abkürzung nehmen und kam dabei im Schärengarten bei Ängjärnsudden vor Öland fest. Das Schiff konnte sich aber aus eigener Kraft wenig später wieder befreien und verholte dann nach Flivik, zwischen Oskarshamn und Västervik, dem eigentlichen Zielhafen. Die Polizei von Kalmar nahm Ermittlungen auf. Bei einem Überwachungsflug wurde keine Gewässerverschmutzung festgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überließ Besatzung eines Carnival-Kreuzfahrers schiffbrüchige Fischer dem Tod?
(18.04.12). Die Carnival Corporation hat eine interne Untersuchung eingeleitet, nachdem Passagiere die Schiffsführung der “Star Princess" der unterlassenen Hilfeleistung bezichtigten, die der dreiköpfigen Besatzung des im Pazifik treibenden Kutters "Fifty Cents" nicht zu Hilfe gekommen sei.
Nur ein Hotelarbeiter aus Panama hatte die 28-tägige Drift überlebt, als er schließlich nahe der Galapagos-Inseln gerettet wurde, seine beiden Freunde waren bis dahin verdurstet.
Das Kreuzfahrtschiff war am 10.3. von Ecuador nach Costa Rica unterwegs, als drei Passagiere, die Vögel beobachteten, das offenbar in Notlage befindliche kleine Fischerboot sichteten. Die drei waren auf dem Promenadendeck und beobachteten die See mit starken Ferngläsern, al seiner von ihnen den Kutter aus Panama entdeckte, der in der See trieb. Dessen Insassen winkten verzweifelt. Die Passagiere alarmierten die Besatzung, doch die "Star Princess" blieb auf Kurs. Dies war für zwei der Schiffbrüchigen das Todesurteil – ein 24-jähriger starb noch in der folgenden Nacht, der jüngste, ein 16-jähriger, überlebte noch bis zum 15.3., ehe er an Austrocknung, Sonnenbrand und Hitzeschlag starb.
Erst neun Tage danach endete die Odyssee für den einzigen Überlebenden, einen 18-jährigen, der seine beiden Mitfahrer der See übergeben hatte. Er berichtete, er habe das Kreuzfahrtschiff gesehen und mit seinem roten T-Shirt und der orangenen Rettungsweste gewinkt. Die Passagiere waren schockiert, als sie Wochen nach ihrer Entdeckung von dem Schicksal der "Fifty Cents" erfuhren. Satellitendaten bestätigen diese Aussagen.
Am 18.4. sagte ein Vertreter der Reederei, man sei sich der Beschuldigungen bewusst. Eine Untersuchung sei eingeleitet, und man bedaure den Tod zweier Menschen. Der Kapitän der "Star Princess", der Brite Edward Perrin, stand nicht für einen Kommentar zur Verfügung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Piraten versenkten Kutter
(18.04.12) Der Kutter „Dereck“ aus Corentyne wurde am 14.4. von Piraten versenkt, die das Schiff gegen 20 Uhr bei einem Versuch, es auszurauben, rammten und zum Untergang brachten. Die Angreifer waren mit einem Maschinengewehr bewaffnet gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seenotfall war zuviel der Aufregung für britischen Skipper
(18.04.12) Am 18.4. geriet der britische Frachter "Francisca Prior" (MMSI-Nr.: 235052227) in Seenot, als er in stürmischer See sechs Meilen vor der Küste von Clacton Maschinenausfall erlitt. Ein anderes Schiff der in Colchester ansässigen Reederei J.J. Priors versuchte, ihn in Schlepp zu nehmen, doch die Schlepptrosse brach. Der Versuch, einen Anker auszubringen, scheiterte ebenfalls, und das Schiff trieb hilflos mit zwei Mann an Bord in der See.
Das RNLI-Boot aus Walton sicherte es, bis ein Schlepper zu Hilfe kam. Die Aufregung war aber wohl zuviel für den Kapitän des 29 Meter langen Schiffes – er erlitt einen Asthma-Anfall und musste von einem Hubschrauber der Royal Ari Force abgeborgen werden, der ihn ins Colchester General Hospital flog.
Am 26.5.2011 war bereits das RNLI-Boot aus Gravesend der "Francesca Prior" zu Hilfe gekommen, die vor Higham auf der Fahrt nach London mit einer Ladung Sand in Brand geraten war. Während sich das Ruderhaus mit Rauch füllte, geriet das Schiff in eine Regenfront mit sieben Beaufort Wind. Es gelang, den Havaristen zum PLA Marine Services Depot an der Denton Wharf zu bringen, wo Rettungskräfte des Kent Fire Service bereits warteten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Rennyacht nach tödlicher Regatta Wettlauf gegen die Zeit
(18.04.12) Die Bergung der 38 Fuß langen Fiberglas-Yacht „Low Speed Chase“ von den Farallon Islands wird ein Wettlauf gegen der Zeit, weil die Brutsaison in dem Vogelschutzgebiet in Kürze beginnt und dann die Arbeiten für Monate verhindern würde. Die 38 Fuß lange Yacht liegt hoch auf Felsen, und wenn die Bergung nicht am 18.4. beginnt, könnte es schwierig werden für die Berger des Parker Diving Service. Diese haben allerdings noch nichts von der Versicherung gehört. In der kommenden Woche beginnt die Brutsaison, und dann wäre vor Oktober nichts mehr zu machen. Die eigentliche Bergung soll fünf Tage dauern. Von den vier vermissten Seglern fehlte derweil weiter jede Spur. Die Überlebenden sagten, dass eine außergewöhnlich hohe Welle das Boot hatte querschlagen lassen und zwei Segler über Bord riss. Sekunden später krachte eine zweite Welle auf das boot und riss weitere fünf ins Wasser. Nur ein einziger konnte sich an Bord halten, während das boot auf die Felsen trieb. Die Coastguard konnte danach nur zwei Segler, die sich auf die Felsen geflüchtet hatten, sowie den an Bord verbliebenen retten. Ein Toter wurde am selben Tag aus der See gezogen. Am 15.4. wurde die Suche eingestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tycoon zerbrochen (Bild: AMSA)   Großbild klick!
Bergungsauftrag regierungsseitig vergeben
(16.04.12) Die australische Regierung wird das Wrack des auseinander gebrochenen Frachters „Tycoon“ auf Christmas Island räumen lassen, da der Eigner keine entsprechenden Anstalten unternahm. Die Australian Maritime Safety Authority (AMSA) und das Department of Regional Australia sowie das Local Government, Arts and Sport beauftragten die Titan Maritime (Australia) Pty. Ltd. mit der Bergung. Taucher sollen in Kürze das Wrack inspizieren, ehe ein Bergungsplan erarbeitet wird. Die Bergung soll den Hafenbetrieb möglichst wenig stören. Die Arbeiten werden mehrere Monate dauern. Die Kosten der Bergung sollen dann von Tycoon Navigation SA in Singapur wieder eingetrieben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flussfahrgastschiff drohte auf dem Rhein zu sinken
(17.04.12) Das holländische Kreuzfahrtschiff „Bellriva“, 174 tdw (EU-No.: 07001702), lief mit 157 Personen an Bord gegen 4 Uhr morgens bei Elchesheim-Illingen auf der Fahrt von Basel nach Köln an einer Buhne auf Grund und schlug leck. Es gelang noch, den sechs Kilometer entfernten Hafen Karlsruhe anzulaufen. Hier wurden alle 114 Passagiere und 43 Besatzungsmitglieder gegen fünf Uhr unverletzt evakuiert und auf dem ebenfalls im Hafen liegenden Flusskreuzfahrer „Karlsruhe“ versorgt. Die Feuerwehr brachte sechs Lenzpumpen ein, um das 105 Meter lange Schiff zu stabilisieren.
Zwischenzeitlich stand das Wasser 1,50 Meter hoch im Schiffsinneren gestanden. Spezialtaucher aus Mannheim machten sich auf dem Weg nach Karlsruhe, um das Leck zu lokalisieren und abzudichten. Bei der Havarie wurde auch ein Kraftstofftank beschädigt, dessen Inhalt ins Schiffinnere auslief. Die Passagiere wurden im Laufe des Vormittags auf dem Landweg nach Köln gebracht. Einige Besatzungsmitglieder gingen wieder an Bord, um die Habseligkeiten der Passagiere zusammen zu sammeln. Für das Schiff bestand am Morgen keine unmittelbare Gefahr mehr. Eine mögliche Gewässerverunreinigung durch geringe Mengen auslaufenden Treibstoffes sollte erforderlichenfalls durch eine Ölsperre aufgefangen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seaking rettete drei Bootsfahrer
(17.04.12) Das norwegische Motorboot „West 580“ aus Aure funkte am 16.4. um 13.15 Uhr Mayday, nachdem es vor Bjugn an der Küste von Süd-Trøndelag zu sinken drohte. An Bord waren drei Personen, die von einem Seaking-Hubschrauber aus dem Wasser aufgewinscht wurden. Zu der Zeit ragte nur noch der Bug des Bootes aus dem Wasser. Auch das Rettungsboot „Sundt Flyer“ war nach 50 Minuten an dem 23 Fuß langen Boot. Ein Fischfarmversroger, der in der Nähe war, machte ein Seil an dem Motorboot fest und sicherte es. Gegen 16 Uhr war es gehoben. Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vier Seglern abgebrochen
(17.04.12) Am 15.4. um 20.04 Uhr wurde die Suchaktion der US Coast Guard nach den vier vermissten Seglern der Yacht „ Low Speed Chase“, die nahe der Farallon Islands auf Felsen getrieben war, abgebrochen. Eine C-130 der Air Station Sacramento, ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station San Francisco und zwei Pave Hawk Helikopter des 129th Air National Guard Rescue Wing in Moffett Field nahe Sunnyvale, das 225 Fuß lange Küstenwachboot “Aspen”, die 87 Fuß langen Wachboote “Pike” und “Sockeye” sowie ein 47-Fuß-Rettungsboot hatten ein über 5000 Quadratmeilen großes Gebiet vor der San Francisco Bay mehrfach abgesucht. Drei Überlebende und ein Toter hatten kurz nach der Havarie der Rennyacht aus dem Wasser gezogen werden können, die von mehreren großen Wellen getroffen worden war. Hierbei wurde die Crew über Bord gerissen und das Boot auf Felsen gedrückt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit Ruderschaden abgeschleppt
(17.04.12) Ein Boot der Coast Guard Station Shinnecock, New York, kam am 16.4. der 37 Fuß langen Yacht „Joy“ zu Hilfe, die sieben Meilen südlich von Smith Point, Long Island, Ruderschaden erlitten hatte. Das Küstenwachboot nahm das Boot auf den Haken und schleppte es nach Long Island ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre verpasste Anleger
(17.04.12) Die norwegische Fähre „Petter Dass", 2167 BRZ (IMO-Nr.: 9165334 ), lief am 16.4. um 21.56 Uhr vor Levang auf Grund, nachdem sie von Nesna kommend Maschinenprobleme erlitten hatte. Das Schiff konnte sich zwar mit eigener Kraft befreien und dann festmachen, wurde aber zur Untersuchung aus dem Fährdienst genommen und sollte in Sandnessjøen aufgeslippt werden. Am Morgen des 17.4. machte sich die Ersatzfähre "Vefsna" auf den Weg nach Levang und sollte um 8:45 Uhr den eingestellten Fährdienst wieder aufnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker nach Kollision in Dünkirchen arrestiert
(17.04.12) Die Frau von Christopher Rio, dem ums Leben gekommenen Skipper des französischen 12-Meter-Trawlers "Père Milo", der am 9.4. in der Bucht von Biscaya nahe der Belle-Ile von dem türkischen Tanker "Lady Özge", 4225 BRZ (IMO-Nr.:: 9393620 ), gerammt worden war, hat am 12.4. beim Gericht in Lorient eine Klage gegen die wachhabende Mannschaft eingereicht. Der Tanker hatte nach ersten Untersuchungen seine Reise am 180.4. nach Dünkirchen fortsetzen dürften, wo er seine Ladung von Sonnenblumenöl löschte. Auf Verlangen des dortigen Gerichtes wurde er am 13.4. dann in die Kette gelegt für weitere forensische Untersuchungen, die am 17.4. starten sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei zwei eins, mein Boot ist gestrandet
(17.04.12) Zwei untrainierte Segler, die ihre 24-Fuß-Yacht „Ardel“ gerade für 3000 Pfund bei Ebay ersteigert hatten, setzten das Boot am 14.4. nur 400 Meter vom Kai entfernt auf Felsen nahe der Einfahrt von St Peter Port in Guernsey. Sie hatten nur geringe bis gar keine Segelkenntnisse und wollten die Yacht von der Queen Elizabeth II Marina in einen 700 Meter entfernten Sportboothafen bringen, als sie mit ihr im Dunkeln auf das Goubeau Riff liefen. Sie funkten ein Mayday und wurden von einem Boot des Hafenkapitäns an Land gebracht, weil ein Rettungsboot nicht an die Strandungsstelle herankam. Am Morgen des 15.4. gelang es, das Boot wieder flott zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geringe Ölmengen auf gesunkenem Fährenwrack gefunden
(17.04.12). Vor Newburgh wurden am 16.4. rund 25 Gallonen Maschinenöl aus dem Wrack der am 3.3. halb gesunkenen Staten Island Fähre “Gov. Herbert H. Lehman” am Steelways Shipyard in Newburgh entfernt. Das Öl war dort am Vortag im Rahmen der Bergungsarbeiten entdeckt worden. Die in Long Island ansässige Miller Environmental Group wurde mit der Beseitigung von dem Restöl beauftragt. Das Öl befand sich auf dem Deck und wurde entfernt. Kurz nach dem Untergang auf dem Hudson waren 60 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch aus dem Fluss aufgenommen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Miner noch in einem Stück – Berger überrascht
(17.04.12) Die Regierung von Nova Scotia hofft, in wenigen Wochen einen Bergungsplan für den Bulkcarrier „Miner“ vor Scatarie Island, Cape Breton, zu erhalten. Experten der Bergungsfirma Bennington Group aus New York nahmen das Wrack am 16.4. mit einem Flugzeug in Augenschein, begleitet von Regierungsvertretern. Sie waren überrascht, den Rumpf noch in einem Stück vorzufinden. Ein bereits seit Herbst existierendes Loch hat sich zwar vergrößert, und es gibt eine Reihe weiterer Lecks in der Seite, doch das Wrack ist nicht auseinandergebrochen. Die Bennington Group und die türkische Armada Offshore sind ein Joint Venture mit den Eignern des Schiffes, der Arivina Navigation SA, eingegangen mit dem Ziel, das seit dem 20.9.2011 auf Felsen liegende Wrack zu räumen. Ein Bergungsplan müsste von dem Department of Natural Resources und Vertretern des Nova Scotia Environment Department sowie Environment Canada, Transport Canada, Fisheries and Oceans Canada und der Canadian Coast Guard geprüft werden. Das einzige umweltgefährdende Material an Bord ist noch Asbest, andere Stoffe wurden bereits kurz nach der Strandung entfernt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ablaufendes Wasser ließ keine Bergungschance
(17.04.12) Am 15.4. um 10:42 Uhr alarmierte die Clyde Coastguard das RNLI-Boot aus Helensburgh, weil der fünf Meter lange Kutter „Dobhran Mara“ im Cove in Loch Long auf Grund gelaufen war. Fünf Minuten später war das Boot zu Wasser und lief zu der Unglücksstelle unweit des Knockderry Hotel. Da die Ebbe eingesetzt hatte, wurde der Havarist zunächst mit einem Anker gesichert und auf Schäden untersucht. Bis zur nächsten Flut kehrte das Rettungsboot zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Teile gestrandeten Trawlers mit Hebeballons ans Ufer gebracht
(17.04.12) am 5.4. begann ein Team von Mat Force, Cherbourg, mit der Arbeit, die Überreste des Trawlers "Trec'Her" von den Felsen vor Penn-ar-Vein, nördlich der Insel Batz, zu entfernen. Bei Ebbe brachten sie Hebeballons an einzelnen Wrackteilen ein, die dann mit einem Schlauchboot bei Flut ans Ufer geschleppt wurden. Am Nachmittag des 6.4. wurden Teile des Bugs mit einem Gewicht von fünf, zwei und einer Tonne so an Land gebracht. Das Unterfangen gelang trotz drei Metern Wellenhöhe. Mit vier Hebeballons mit einer Kapazität von 20 Tonnen sollte dem 70 Tonnen schweren Hauptteil zuleibe gerückt werden. An Land sollten die Wrackteile weiter zerlegt und dann abtransportiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ramnfjord auf den Felsen (Bild: Kystverket)   Großbild klick!
Lob für Schiffscrew nach Rettung der “Ramnfjord”-Besatzung
(16.04.12) Drei Tage nach der Strandung des norwegischen Trawlers "Ramnfjord", 295 BRZ (MMSI-Nr.: 258284000), vor Hustadvika gelang es Bergern von Bukser og Berging am 15.4., das in den Tanks verbliebene Öl auszupumpen. Die Berger fanden indes nur noch vier Tonnen Diesel und 600 Gallonen Schmieröl vor, als es ihnen per Hubschrauber gelungen war, auf das Wrack zu gelangen. An den beiden Tagen zuvor hatte schwere See ein Anbordgehen verhindert, doch bei niedrigerem Wasserstand lag es am 15.4. ruhiger auf den Felsen. Rund 46 Tonnen Diesel waren offenbar inzwischen ausgelaufen, das leichte Öl hatte sich aber bereits weitgehend aufgelöst. Ob das Schiff selbst auch geborgen wird, ist noch unklar. Derweil wurde die Crew des Versorgers "Acergy Viking" gelobt für ihre Bemühungen bei der Rettung der siebenköpfigen Crew des Schiffes am Morgen des 12.4. Zwei von ihnen hatten in der drei Meter hoch gehenden See getrieben und waren von einem kleinen Rettungsboot, das der Versorger ausgesetzt hatte, geborgen worden. Danach hatte sie ein Bordarzt untersucht. Der Vormann des Rettungskreuzers "Sundt Flyer" sagte, die Rettungsopeation der "Acergy Viking" sei angesichts der Wetterbedingungen fantastisch gewesen. Quelle:Tim Schwabedissen



Rauchwolke über Burriana
(16.04.12) Am 15.4. fing der spanische Schlepper "Mediterraneo V" im Hafen von Burriana Feuer. Flammen schossen fünf Meter hoch in die Luft, es kam zu starker Rauchentwicklung. Eine hohe Rauchwolke war weithin über Burriana sichtbar. Anwohner alarmierten die Feuerwehr von Nules. Auf dem Deck des Arbeitsschiffes hatten Plastikmaterialien Feuer gefangen. Um 16.35 hr war der Brand auf dem zwischen dem Schlepper "ZP Chandon" und der "Mediterraneo IV" liegenden Schiffes gelöscht, und die Einsatzkräfte konnten wieder abrücken. Es entstand erheblicher Sachschaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Fähre vor Formentera soll auf Barge verladen werden
(16.04.12) Die Reederei Balearia hat am 10.4. einen Bergungsplan für die immer noch gestrandete spanische Katamaranfähre "Maverick Dos", 424 BRZ (IMO-Nr.: 8921937), vorgelegt, die seit Februar auf Felsen vor Formentera gestrandet liegt. Ein 600-Tonnen-Kran soll sie anheben und auf eine Barge verfrachten, auf deren Deck sie in den Hafen von Dénia geschleppt wreden soll. Sobald die Umweltbehörde und die Hafenbehörde von Ibiza zustimmen, soll die Operation beginnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fehlende Ausbaggerung ließ Schleppzug stranden
(16.04.12) Der gestrandete Frachter “McKee Sons”, 13500 BRZ (IMO-Nr.: 5216458&xnbsp;), wurde am 14.4. um 22.40 Uhr nach 18 Stunden von einer Untiefe bei Manistee gezogen, wo er am Morgen gemeinsam mit dem Schlepper “Invincible” festgekommen und leckgeschlagen war. Taucher, die US Coast Guard und Schweißer hatten hart gearbeitet, um die Bergung auf den Weg zu bekommen. Zwei Schlepper zogen den Havaristen dann von der Strandungsstelle 600 Fuß nördlich der Außenmole. Mangelnde Baggerarbeiten sollen die Havarie verursacht haben, eine Kartierung des Army Corps of Engineers hatte 2011 noch eine ausreichende Wassertiefe ausgewiesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Charteryacht auf Riff gelaufen
(16.04.12) Am 13.4. ist die Motoryacht “Royal Manta Maldives” gegen 16:30 Uhr auf ein Riff bei Fushidhiggaru aufgelaufen. Fahrgäste und Besatzung der Charteryacht blieben unversehrt, das Schiff aber erlitt größeren Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flammendes Inferno in Waren
(16.04.12) Am 13.4. explodierte gegen 17.45 Uhr im Yachthafen von Waren/Müritz im Kreis Mecklenburgische Seenplatte eine Charteryacht. Kurz darauf stand das Boot in Vollbrand. Andere Bootsfahrer versuchten noch, den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Die Freiwilligen Feuerwehr Waren/ Müritz rückte an, außerdem Kräfte der DRK-Wasserwacht und der Wasserschutzpolizei. Das brennende Schiff hatte sich mittlerweile vom Steg gelöst und trieb auf weitere Yachten zu. Im letzten Moment konnten Polizei und Wasserwacht drei Schiffe in Sicherheit bringen. Die Flammen breiteten sich jedoch auf eine weitere Yacht aus. Die Feuerwehr bekämpfte mit mehreren Strahlrohren die Flammen. Ein Angriffstrupp ging unter Atemschutz auf das zweite Schiff vor, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. Das ausgebrannte Wrack des Sportbootes sank während der Löschmaßnahmen im Stadthafen. An dem zweiten Schiff entstand erheblicher Schaden. Die Feuerwehr Alt-Schwerin legte Ölsperren um die Untergangsstelle. Ein 17-jähriges Mädchen von einem Nachbarlieger musste mit leichten Verletzungen in eine Klinik gebracht werden. Die Charterer des Unglücksbootes hatten dieses erst kurz vor der Explosion verlassen. Der Schaden wurde auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Das Wrack wurde am Folgetag gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter auf Sapelo Island gestrandet
(16.04.12) Der 49 Fuß lange Kutter “L&M” lief am 15.4. auf Sapelo Island auf Grund. Ein HH 65-Dolphin-Hubschrauber der Coast Guard Air Station Savannah, Galveston, barg die beiden Männer ab, nachdem die Coast Guard Charleston um 4:30 Uhr Notrufe des Kutters aufgefangen hatte, der nach einem Ankermanöver auf Grund getrieben war. Auch ein Boot der Coast Guard Station Brunswick lief zur Hilfeleistung aus. Der Hubschrauber sichtete den Kutter auf seiner Steuerbordseite liegend und winschte die Crew um 5:45 Uhr auf. Sie wurde zum St. Simon's Island Airport geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Französische Segler von Trawler auf Tanker übergesetzt
(16.04.12).Eine HC 130 Super Hercules der US Coastguard setzte am 14.4. drei schiffbrüchige französische Segler auf dem spanischen Trawler “Generoso Tercero” ab, deren Yacht „UBU 7“ etwa 1,300 Meilen östlich von Boston leckgeschlagen war. Die Coast Guard war um 7:30 Uhr von dem Rescue Coordination Center Gris Nez in der Normandie verständigt worden, dass die 40 Fuß lange Yacht Wassereinbruch am Ruder hatte, aber noch nicht gesunken war. Die “Generoso Tercero” wurde von der Hercules bei ihrem Transit von St. John's, Neufundland, zur Yacht ausgemacht und um Kursänderung zur Rettung der Segler gebeten worden. Die Männer wurden unversehrt auf dem Trawler abgesetzt. Der amerikanische Tanker “Moscow Sea” sollte sie später an Bord nehmen. Die „UBU 7“ trieb verlassen weiter in der See.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verhinderte Berger retteten Souvenirs von japanischem Geisterschiff
(16.04.12) Eine kanadische Crew, die sich aufgemacht hatte, den Trawler „Ryuo Un Maru“ zu bergen und 11 Tage lang ein Wettrennen gegen die Versenkung geliefert hatte, nachdem das verlassen im Golf von Alaska treibende Wrack als Schifffahrtshindernis von der Küstenwache versenkt werden sollte, ist am 16.4. nach Steveston in Richmond zurückgekehrt, an Bord einige Souvenirs des Geisterschiffes. Die Berger hatten die Genehmigung erhalten, an Bord zu gehen und das Wrack zu untersuchen. Sie fanden das Schiffsinnere verwüstet vor, alle Schränke standen offen, die Inhalte waren über den Boden verstreit. Sie fanden einen Shrino-Schrein, Rettungsringe und einen ungeöffneten Umschlag vor. Im Maschinenraum schwappten Diesel und Wasser. Nach einer Stunde verließen die Männer die “Ryou-Un Maru” wieder, und kurz darauf wurde sie von Geschützfeuer leckgeschossen und sank mit dem Heck voran auf über 6000 Fuß Tiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zustand der „Miner“ weiter verschlechtert
(16.04.12) Der Bulkcarrier “Miner”, der vor Cape Breton gestrandet war, hat über den Winter weiteren Schaden genommen. In der vergangenen Woche wurde das Wrack auf Scatarie Island erneut untersucht. Die Löcher im Schiffsrumpf haben sich erweitert. Die Bennington Group aus New York und Armada Offshore aus der Türkei arbeiten an einem Bergungsvertrag mit den zuständigen Regierungsbehörden. Örtliche Fischer befürchten, das seine Bergung mit ihrer von Mitte Mai bis Mitte Juli laufenden Fangsaison kollidieren könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



No Ship Action Goup stänkert weiter
(16.04.12) Während Central Coast Tourism und CARP die Versenkung der HMAS “Adelaide” als Erfolg bezeichnen, widerspricht dem die No Ship Action Group, die am 12.4. behauptete, weitere Trümmer seien in Avoca Beach angetrieben. Ein Fischer habe Aluminiumteile gefunden. Das Trümmerfeld rund um die Fregatte sei groß, und im Schiff trieben eine Menge loser Gegenstände, die ebenfalls auf die Strände driften könnten. Auch die Effekte auf die Region in Sachen Tauchtourismus seien geringer als erhofft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weindiebstahl aus „Rena“ kam Taucher teuer zu stehen
(16.04.12) Zwei holländische Taucher aus dem Bergungsteam an der “Rena“ wurden gefeuert, nachdem bekannt wurde, dass sie einige Flaschen Wein aus einem Container gestohlen hatten. Svitzer Salvage entließ sie sofort, denn alles auf der “Rena” sei Privatbesitz. Der Wein soll ersetzt oder den Besitzern zurückgegeben werden. Er könnte den neuseeländischen Weinproduzenten Astrolabe gehört haben, die 4000 Packungen an Bord hatten. Die Taucher hatten bis dahin 2300 neuseeländische Dollar pro Tag verdient. Derweil wurden am 13.3. weitere Schäden an den Schotten zwischen den Laderäumen 2 und 3 festgestellt, wo an Steuerbord die Schotten weggebrochen waren und den Laderaum zur See hin öffneten. Ein leichter Ölfilm erstreckte sich vom Heck einen Kilometer weit in südöstliche Richtung, ehe er sich auflöste. Die „Go Canopus“ verholte von der Home Bay zu einem geschützteren Liegeplatz nördlich von Motiti Island in der Tumu Bay. Svitzer brachte weiterhin Bergungstrupps per Helikopter auf das Vorschiff. Sie zerschnitten die Lukensülls in Vorbereitung des Abtransport durch den Schwerlasthubschrauber. 24 Teile wurden auf die „Pohonui” verfrachtet. Am 11.4. war der Backbordanker geborgen worden. Eine Teil der Kette wurde belassen, um als Mooring für die “Smit Borneo”, die derzeit in Tauranga liegt, dienen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht nur Minuten vor Explosion verlassen
(16.04.12) Die Yacht “Wild Blue Wonder”, die am Nachmittag des 12.4. in Charleston explodierte und sank, ist wieder über Wasser. Die Firma Salmon's Dredging of Charleston hob das stark zerstörte Boot. Vier Personen waren nur Minuten vor der Explosion von Bord gegangen. Es fing nach der Explosion Feuer und sank 35 Fuß tief. Das Forschungsschiff „Evans“ ortete das Wrack im Federal Channel, und das Army Corps of Engineers, die US Coast Guard, die SC Port Authority und die Harbor Pilots Association organisierten die Sicherung und Bergung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuer Versuch, Tanker zu heben
(16.04.12) Das Ministry of Environment and Water in Dubai will in diesem Monat die Bemühungen zur Bergung des Tankers “White Whale“, der seit Oktober 2011 35 Kilometer vor Sharjah liegt, wieder aufleben lassen. Das Schiff hat 1,000 Tonnen Öl an Bord. Die auf 4-5 Tage angesetzte Hebung könnte am 16.4. beginnen. In den vergangenen Monaten hatten meterhohe Wellen die Arbeiten vereitelt, und die 400-Tonnen-Kranbarge „Al Emlaq“ musste die Bergung abbrechen. Nun soll die Dubai Ship Building and Engineering das Wrack heben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker im Yangtse in Brand
(16.04.12) 15 Mann eines mit 2874 Tonnen Gasöl beladenen Tankers wurden am 12.4. in der Mündung des Yangtse River gerettet. Das Feuer auf dem 90 Meter langen Schiff war gegen 23 Uhr im Kabinenbereich entstanden, und der Tanker drohte zu explodieren. Die Crew ging in ein Rettungsboot, aus dem sie bei stürmischem Wetter am 13.4. geborgen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht brasilianischer Filmcrew gesunken
(16.04.12) Am 7.4. ist die brasilianische Yacht „Mar Sem Fin“ in der Maxwell Bay gesunken, die vierköpfige Crew wurde nach Punta Arenas gebracht. Eisdruck hat wohl den Rumpf eingedrückt. Am 6.4. zuvor hatte die chilenische Marine die Männer mit der „Frei“ gerettet, nachdem auf der Arktis-Basis in Bahia Fildes ein Notruf eingegangen war. Vor Ort waren 120 Kilometer Windgeschwindigkeit und 1,5 Meter hohe Wellen. Die 20 Meter lange Yacht gehörte dem brasilianischen Journalisten João Lara Mesquita. Er drehte einen Dokumentarfilm in der Region. Die Männer waren noch in der Marinebase geblieben in der Hoffnung, ihr Boot noch retten zu können, doch es sank gegen acht Uhr. Nur noch der Bug ragte aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Schlepper wird kompliziert
(16.04.12) Der Schlepper „Altro Donna”, der am Commodore Dock in Marrero sank, liegt auf 75 Fuß Wassertiefe. Er hatte 11,500 Gallonen Diesel und 52 Gallonen Schmieröl an Bord. Ein Überflug am 14.4. zeigte eine Abnahme des Ölfilms, der am Vortag 3,5 Meilen lang gewesen war, auf eine Meile. Der Eigner der „Altro Donna”, die Octopus Towing in Jefferson, beauftragte eine Bergungsfirma in Baton Rouge mit der Hebung. Starke Strömungen, die große Wassertiefe und schlechte Sicht machen den Tauchereinsatz anspruchsvoll.
Quelle:Tim Schwabedissen



An der ”Costa Condordia” wird aufgeräumt
(16.04.12) Auch an Ostern wurden die Aufräumarbeiten am Meeresgrund um die "Costa Concordia" vor Giglio fortgesetzt. Die Taucher von Smit und Neri waren am Heck im Einsatz. Sie räumen Gegenstände, die aus dem Wrack fielen, unter Assistenz der "Acqua Azzurra". Im Mai soll die eigentliche Bergung beginnen. Ende April soll ein Kontrakt unterzeichnet werden. Zwei Konsortien sind noch übrig, die Firmen, die auch jetzt am Wrack tätig sind, sowie Titan Salvage mit der griechischen Micoperi.
Quelle:Tim Schwabedissen



'Alteland' auf den Schären (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Deutscher Frachter auf schwedischer Schäre
(15.04.02) Am späten Nachmittag des 8.4. lief der in St. John’s registrierte und mit Papier beladene Frachter „Alteland“, 5.999 BRZ (IMO-Nr.: 8922010), auf der Fahrt nach Lübeck mit 10 Mann Besatzung an Bord nördlich des Abgangshafens Hallstavik auf Position 60 08 N 018 33 O auf Grund. Die schwedische Küstenwache schickte sofort ein Überwachungsflugzeug, und in den Abendstunden erreichten weitere Einheiten den Unglücksort und leiteten erste Untersuchungen ein. Vom herbeigerufenen Gewässerschutzschiff „KBV 010“, 413 BRZ (IMO-Nr.: 8325509), stiegen Taucher ab, um den Rumpf auf Schäden hin unter die Lupe zu nehmen. Vor der Bergung galt es die 55 Tonnen Bunkeröl zu leichtern. Bis zum 10.4. wurde das Öl von der KBV 010, die an Backbordseite dazu längsseits gegangen war, übernommen. Am folgenden Morgen gelang es einem Schlepper, die „Alteland“ von der Untiefe zu ziehen. Danach konnte der Frachter mit den Hafen von Hargshamn mit eigener Kraft anlaufen. Dort galt es den Rumpf vor der Weiterreise einer gründlichen Inspektion zu unterziehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Deutsche nach Untergang von Krabbenkutter gerettet – Skipper vermisst
(15.04.02) Am 13.4. sank gegen 22 Uhr ein Krabbenschleppnetzfänger zwischen Ullerøy und Katland Leuchtturm im Farsund auf rund 90 Metern Wassertiefe, nachdem er auf einen Felsen gelaufen war. An Bord waren zwei deutsche Sportfischer und ein Norweger. Das Schiff war am Bug aufgerissen worden und machte Wasser. Der Kapitän schoss Notraketen ab und funkte vom Ruderhaus aus Mayday, bis der Garnelenkutter sank. Versuche der Mitfahrer, ihn noch aus dem Ruderhaus zu ziehen, scheiterten. Das Rettungsboot "Ægir" barg die beiden Deutschen. Der Versuch, den Kutter mit einer Leine zu halten, scheiterte, er sackte mit dem Bug voran ab. Der Skipper aus Korshavn blieb vermisst, die Suche wurde am 14.4. um 1.30 Uhr eingestellt. Frühestens am 17.4. sollen Spezialtaucher zu dem Wrack vordringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter saß vor Karachi fest
(13.04.12) Der taiwanesische Containerfrachter “YM North” lief am 13.4. beim Anlaufen von Karachi gegen 16 Uhr vor Manora Island, rund 2,5 Meilen vor dem Hafen, nach einem Maschinenausfall auf Grund. Der Frachter kam aus Singapur mit 1746 Containern an Bord. Vier Schlepper kamen zu Hilfe und konnten den Havaristen gegen Mitternacht mit der Flut wieder flottmachen und nach Karachi einbringen. Hier sollten 1553 Container entladen werden. Die “YM North“, 45995 tdw (IMO-Nr.: 9001215) hat eine Containerkapazität von 3725 TEU, wurde 1995 erbaut und läuft für die Yang Ming Marine Transport. Quelle: Tim Schwabedissen



Sieben Mann von gestrandetem Trawler gerettet
(15.04.12) Der 49 Meter lange norwegische Trawler "Ramnfjord" lief am Morgen des 12.4. auf Felsen in Hustadvika vor Kristiansund und schlug in stürmischer See leck. Aus dem Havaristen begann Öl auszulaufen. Vor Ort herrschten starke Strömungen und zwei bis drei Meter hoher Seegang, und der Kutter legte sich auf die Seite. Der Schlepper „BB Ocean“ traf gegen 12 Uhr ein, konnte aber nichts ausrichten. An Bord waren 50 Tonnen Diesel. Die siebenköpfige Crew wurde unversehrt gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter brennend vor Stromness gesunken
(15.04.12) Am 11.4. brach auf dem 48 Meter langen britischen Trawler “Onward” (IMO-Nr.: 4234984) aus Buckie gegen Mittag 50 Meilen nordwestlich von Stromness auf den Orkneys ein Feuer aus. Das Signal des EPIRB wurde um 13.30 Uhr durch die Shetland Coastguard empfangen. Ein Helikopter fand den Kutter in Flammen stehend vor. Die fünfköpfige Crew war in zwei Rettungsinseln geflüchtet, aus denen sie von zwei Hubschraubern aus Kinloss geborgen und ins Balfour Hospital in Kirkwall, Orkney, geflogen wurde, wo sie wegen Unterkühlung behandelt wurde. Der Kutter sank. Auch die "Nautica” und ein Coastguard-Hubschrauber aus Submurgh sowie das dortige RNLI-Boot waren zu Hilfe gekommen, nachdem die Shetland Coastguard ein Mayday ausgestrahlt hatte. Die Schiffbrüchigen wurden in der Seemannsmission mit trockenen Sachen ausgestattet und fuhren an Bord einer Northlink-Fähre am Abend des 11.4. zurück nach Aberdeen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter sank nach Kollision vor Vietnam
(15.04.12) Der vietnamesische Frachter “ Truong Hai Star”, 3582 BRZ, kollidierte am 9.4. um 23.30 Uhr mit dem thailändischen Bulkcarrier „Krairatch Dignity“ auf Position 10-26.16N 107-03.17 O vor Vung Tau in Vietnam. Die „Truong Hai Star” sank nach vergeblichen Bemühungen, sie nach Baj Truoc abzuschleppen, die 16-köpfige Crew wurde gerettet.
Die „Truong Hai Star” war nach Ho Chi Minh Stadt unterwegs gewesen. 64 der insgesamt 66 Container trieben auf, von denen bis zum folgenden Abend 30 geborgen wurden. Bis zum folgenden Vormittag waren fast alle Container entdeckt, nur noch drei wurden vermisst.
10 Schiffe hielten weiter Ausschau. Die meisten Container enthielten Autos oder Fahrzeugteile. Der Schifffahrtsweg von Vung Tau ins einstige Saigon wurde während der Bergungsarbeiten zeitweilig gesperrt. Die “Truong Hai Star” der Chu Lai-Truong Hai Shipping Co., Ltd. It ist 85.5 Meter lang und 12.98 Meter breit.
Taucher dichteten nach dem Untergang die Ventile ab, eine Ölsperre wurde ausgelegt. Die „Truong Hai Star”, 3582 tdw (IMO-Nr.: 9375018) wurde 2006 erbaut, der Bulkcarrier „Krairatch Dignity“, 41213 tdw (IMO-Nr.: 8307739), entstand 1984 und hat als Manager die Advance Marine Corp. Ltd. in Bangkok. Quelle: Tim Schwabedissen



Verlassener Frachter gesunken
(15.04.12) Der russische Frachter “Tikhon Syomushkin” sank in der Nacht zum 12.4. in Petropavlovsk-Kamchatskiy. Er hatte im Hafen von Nazrybresurs an Liegeplatz 11 festgemacht und war unbewacht gewesen. Er war bereits in der Vergangenheit ausgeschlachtet worden und der Maschinenraum vollgelaufen. Das Heck liegt auf dem Hafenboden, Sorge bereiteten rund 100 Tonnen Öl an Bord. Die “Tikhon Syomushkin”, 5485 tdw (IMO-Nr.: 8038273), wurde 1982 erbaut und gehört der Flot-4 Company, Petropavlovsk-Kamchatskiy. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank nach Kollision – ein Vermisster
(15.04.12) Am 9.4. gegen 13.30 Uhr kollidierte der türkische Tanker “Lady Ozge” mit dem französischen Trawler „Père Milo“ aus Lorient etwa 20 Meilen westlich der Belle-Ile im Golf von Biscaya. Der Trawler sank, ein Besatzungsmitglied wurde von der Tankercrew gerettet und ins Bodélio Lorient-Krankenhaus gebracht, ein zweiter blieb vermisst. Eine Suchaktion wurde mit Hubschraubern, sieben Kuttern und Rettungsbooten gestartet. Eine Falcon 50 der Marine, die auf die Seeüberwachung spezialisiert ist, unterstützte die Suche am 10.4. Der Tanker lief nur leicht beschädigt nach Dünkirchen ein. Die „Lady Ozge“, 6267 tdw (IMO-Nr.: 9499553), wurde 2011 erbaut und hat als Manager die Net Denizcilik Teknik Hizmet. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Explosion auf Flüssiggastanker
(15.04.12) Auf dem mit Butan beladenen holländischen Tanker “Coral Favia” ereignete sich am Morgen des 9.4. eine Maschinenraumexplosion 30 Meilen nördlich von Barfleur im Englischen Kanal auf der Fahrt von Bilbao nach Teesport. Die Besatzung konnte den Brand löschen, doch zwei Mann wurden verletzt, einer davon schwer. Er wurde von einem französischen Rettungshubschrauber abgeborgen. Der Tanker konnte seine Fahrt mit langsamer Geschwindigkeit fortsetzen. Die “Coral Favia”, 4314 tdw (IMO-Nr.: 9237890), wurde 2001 erbaut und hat als Manager die Veder Chartering BV. Quelle: Tim Schwabedissen



Filmcrew in Antarktis gescheitert
(15.04.12) Vier Brasilianer, die einen Dokumentarfilm in der Antarktis drehten, wurden von der chilenischen Marine gerettet, nachdem ihr Boot im Eis eingeschlossen wurde. Die “Mar Sem Fim” war am 7.4. nahe der chilenischen Marinebasis bei Winden von 100 km/h gekentert. Es soll bis zum Sommer beobachtet und dann möglicherweise geborgen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter und vier Vermisste bei Regatta
(15.04.12) Am 14.4. kamen die US Coast Guard und die Air National Guard vor den Farallon Islands der verunglückten 38-Fuß-Yacht “Low Speed Chase” mit acht Personen an Bord zu Hilfe. Gegen 15 Uhr hatte das Coast Guard Rescue Coordination Center in Alameda das EPIRB-Signal des Bootes, das an einer Regatta um die Farallon Islands teilnahm, aufgefangen. Zur selben Zeit find die Coast Guard San Francisco ein Mayday auf. Ein MH-65 Helikopter der Air Station San Francisco, das 87 Fuß lange Küstenwachboot “Sockeye” und ein 47-Fuß-Boot der Station Golden Gate sowie zwei Blackhawk Helikopter der 129th Air National Guard-Einheit in Moffett Field wurden alarmiert. Vor Ort wurden drei Überlebende und ein Toter entdeckt. Die Sucheinheiten der Coast Guard und Air National Guard setzten die Suche nach den übrigen vier Seglern fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppzug auf Lake Michigan gestrandet
(15.04.12) Am 14.4. gegen 05.45 Uhr lief ein 579 Fuß langer Schleppzug bestehend aus dem 1979 erbauten Schlepper “Invincible”, 686 tdw (IMO-Nr.: 7723819), und der Barge “McKee Sons” auf dem Lake Michigan etwa 600 Fuß nördlich des North Manistee Breakwall auf Grund. Dabei kam es zu einem Schaden an der Schraubenwelle und nachfolgend einem Wassereinbruch von zwei Gallonen pro Minute. Die Coast Guard Grand Haven, Michigan, schickte von der Station Manistee, Michigan, ein Boot, das eine Sicherheitszone einrichtete. Zwei Schlepper wurden aus Sturgeon Bay, Wisconsin, gerufen, um den Schleppzug dorthin zu bringen. Personal der Station Manistee assistierte bei den Lenzarbeiten, die von der 17-köpfigen Crew mit drei Pumpen angegangen wurden, und Taucher untersuchten den Schaden am Rumpf. Am beschädigten Schaft begannen Schweißarbeiten, um den Maschinenraum abzudichten. Das Schiff hatte 49,000 Gallonen Diesel an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



New Yorker Kapitän wieder als rettender Engel
(15.04.12) Die Coast Guard Station New York und das New York Police Department waren im Einsatz, nachdem der Schlepper „Katherine G“ am 6.4. in Liberty Island in New York gekentert war. Das Wrack ragte auf der Seite liegend noch halb aus dem Wasser. Der 18 Meter lange Schlepper war mit dabei, einen 60-Tonnen- Kran zu übernehmen, als er sich nach Backbord überlegte. Die dreiköpfige Crew konnte sich retten. Zwei wurden aus dem Wasser gezogen und mit leichten Verletzungen ins Jersey City Medical Center gebracht. Ein Park Police-Offizier, der auch an Bord war, konnte unversehrt von einem Sightseeing-Boot der New York Waterways gerettet werden. Der Kapitän des Bootes, Mohamed Gouda, war im Jahr 2009 bereits an der Rettung von 143 Passagieren des in den Hudson gestürzten USAirways Flight 1549 beteiligt gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Multinationale Rettungsaktion für sinkende Yacht
(15.04.12) Eine HC 130 J der U.S. Coast Guard wurde von ihrem Titanic-Erinnerungsflug abgezogen, um der sinkenden französischen 40-Fuß-Yacht „UBU 7“ 1300 Meilen östlich von Boston am 14.4. zu Hilfe zu kommen. Das Flugzeug der Air Station Elizabeth City war in St. Johns, Neufundland, gewesen, um fünf Kräne über der Untergangsstelle der “Titanic” abzuwerfen. Die Coast Guard in Boston wurde um 7:30 Uhr alarmiert, nachdem in Frankreich Notrufe der Yacht, die mit drei Personen an Bord unterwegs war, aufgefangen worden waren. Die HC 130 warf Lenzpumpe und Funkgerät ab. Derweil nahm auch der 547 Fuß lange Tanker “Moscow Sea” Kurs auf die Yacht, die bei 40 Knoten Wind in 12 Fuß hohen Wellen trieb. Die Coast Guard koordinierte die gemeinsame amerikanisch-kanadisch-französische Rettungsaktion. Quelle: Tim Schwabedissen



Passagierschiff mit Maschinenschaden vor verlassener Walfangstation im Südatlantik
(15.04.12) Das 89 Meter lange Passagierschiff “Plancius”, 700 tdw, erlitt vor Grytviken, Süd-Georgien, am 11.4. Maschinenausfall. An Bord waren 70 überweigend holländische und amerikanische Passagiere. Das Schiff ankerte vor einer Pier bei der King Edward Point Forschungsstation auf der Insel unweit der einstigen Walfängerstation, die jetzt ein beliebter Anlaufort für Kreuzfahrtschiffe ist. Die „Plancius“ hatte Ushuaia am 29.3. verlassen und war unterwegs zu den Kapverden. Das unter Panama-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff “Ushuaia” wurde in Marsch gesetzt, um den 114 Personen an Bord zu Hilfe zu kommen, wo es am 18. April gegen 12 Uhr erwartet wurde. Es sollte alle Passagiere und die Expeditions- und Hotelangestellten an Bord nehmen. Sie wurden am 24.4. in Montevideo, Uruguay, erwartet. Hierhin sollte auch die “Plancius”, die einstige „Tromp“ der holländischen Marine, folgen, um dort untersucht zu werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Neubau nach Stapellauf gestrandet
(15.04.12) Der in Limassol beheimatete Versorger “En-One” lief am 7.4. auf dem Gurupur River in Mangalore auf Grund. Das Schiff war gerade beim Bharati Shipyard vom Stapel gelaufen, als es auf einer Sandbank strandete. Schuld war Niedrigwasser auf dem Fluss. Das Fahrwasser muss dringend ausgebaggert werden. Am selben Tag konnte der Neubau in tieferes Wasser gezogen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppzug auf Lake Michigan gestrandet
(15.04.12) Am 6.4. sank kurz nach Mitternacht der Schlepper „Atro Donna“ auf dem Mississippi nahe New Orleans bei Meile 100, nachdem er beim Versuch, in dem Vorort Marrero anzulegen, mit einem Dalben kollidiert war. Die dreiköpfige Crew konnte sich unversehrt retten. Der Schlepper war mit acht leeren Bargen unterwegs gewesen, in denen Treibstoff geladen werden kann. Sie blieben unversehrt. Der Schlepper hatte 11,500 Gallonen Diesel und 52 Gallonen Schmieröl an Bord. Um das Wrack breitete sich ein Ölfilm aus. Die Firma ES&H begann unter Überwachung durch das Louisiana Department of Environmental Quality mit dessen Beseitigung. Die Bergung des Wracks sollte frühestens am 11.4. beginnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Weizenverladeband entfachte Frachterbrand
(15.04.12) Die Feuerwehr von Cowlitz County löschte gemeinsam mit der Crew des unter Panama-Flagge laufenden Frachters “Navios Gemini S”, 36074 BRZ (IMO-Nr.: 9072173), ein Feuer, das durch ein herabstürzendes Stück von einem Transportband des EGT Weizenterminals in Longview am Morgen des 14.3. entstanden war. Der Brand entstand gegen neun Uhr, als der Frachter mit Weizen beladen wurde und ein brennendes Trümmerteil in den Laderaum stürzte. Die Feuerwehr musste über 100 Fuß aufsteigen, um an den Brandherd zu gelangen. Gegen 14 Uhr hatten die 40 Einsatzkräfte die Lage im Griff. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff nach Strandung auf Elbe geleichtert
(15.04.12) Am 12.4. wurde das tschechische Binnenschiff "Weserkrone“, 892 ts (EU-Nr.: 04201120), zur Laubegaster Werft geschleppt, wo der Ruderschaden inspiziert und repariert werden sollte, der enstanden war, als das Schiff am 7.4. auf der Elbe im Einfahrt des Albert-Hafens in Dresden auf Grund gelaufen war. Nachdem mehrere Versuche, den Havaristen freizuschleppen, gescheitert waren, wurde die Ladung von über 800 Tonnen Kaolin, die von Usti nad Labem in Tschechien nach Hamburg bestimmt war, seit dem 10.4. von der "MN 7304" geleichtert. Am 12.4. wurde die "Weserkrone" wieder flottgemacht. Quelle: Tim Schwabedissen



Explosion auf Fähre im Oslo-Fjord
(15.04.12) Auf der schwedischen Fähre "Stena Saga", 33967 BRZ (IMO-Nr.: 7911545 ), kam es am Abend des 7.4. zu einer Explosion im Maschinenraum, durch den auch ein Feuer entstand. Es konnte rasch eingedämmt werden. Anwohner von Siedlungen südlich von Drøbak hatten die Notdienste alarmiert, als sie Rauch aus dem Schiff aufsteigen ashen, das von seinem Kurs im inneren Oslo-Fjord abgekommen war. Nachdem die Lage unter Kontrolle war, konnte die Fahrt nach Oslo mit halbstündiger Verzögerung fortgesetzt werden. Die Fähre war mit 1,392 Passagieren und einer Crew von 180 aus Frederikshavn gekommen, wohin sie in derselben Nacht noch zurückkehren konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier rammte Kutter und verschwand
(15.04.12) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Red Sea", 38267 BRZ (IMO-Nr.: 9052604), kollidierte in der Nacht zum 8.4. gegen drei Uhr mit dem schwedischen Kutter "Isabella - SIN 177" 20 Meilen nordwestlich von Hanstholm. Nachdem der Kollisionsgegner des Kutters mithilfe von AIS-Daten ausfindig gemacht werden konnte, wurde er nach dem Einlaufen in Hamburg am 11.4. untersucht, ohne dass sich Spuren fanden. Die deutsche Polizei verhörte auch die Besatzung. Die vierköpfige Crew der "Isabella" aus Simrishamn hatte den Unfall am 8.4. um 3.22 Uhr gemeldet. Der Kutter hatte Schäden am Bug erlitten und Wassereinbruch. Er erreichte aber mit eigener Kraft den Hafen von Hanstholm. Am 15.4. sollte er zu weiteren Untersuchungen auf Slip genommen werden.Quelle: Tim Schwabedissen



"Carrier": Totalverlust (Bild: MCA)   Großbild klick!
Strahlmann-Frachter zum Totalverlust erklärt
(06.04.12) Am 5.4. begann das Auspumpen der rund 24 Tonnen Öl aus dem gestrandeten Frachter "Carrier" vor Llanddulos. Der Auftrag dazu war zuvor an die PGC Demolition ergangen, die eines von insgesamt fünf Angeboten abgegeben hatte und sofort mit dem notwendigen Spezialgerät anrückte. Die Arbeit wird mindestens bis zum 7.4. andauern. Danach kann es an das Entfernen des Schiffes von den Betonblöcken gehen.
Falls es zu einem weiteren Ölaustritt käme, bliebe dieser auf das Gebiet zwischen Colwyn Bay und Rhyl begrenzt. Offiziere kontrollierten am 5.5. den Strandabschnitt von Rhos on Sea bis Rhyl, ohne Verschmutzungen zu entdecken. Die Reederei Strahlmann hat den Frachter inzwischen zum konstruktiven Totalverlust erklärt, sodass es um eine Wrackräumung geht. Die zeitweilig gesperrte A55 wurde mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 Meilen unterdessen wieder freigegeben.
Sie war am 3.4. gesperrt worden, nachdem auslaufendes Öl auf die Fahrbahn geweht worden und die Straße zudem als Rettungsweg genutzt worden war. Etwa 7-10 Tonnen Öl waren ausgelaufen und hatten für einen schmierigen Belag gesorgt. Am 5.5. beschloss die North Wales Police, die Strecke wieder in beiden Richtungen freizugeben. Um den Frachter blieb eine 100-Meter-Sperrzone in Kraft.
Die See hat sich inzwischen beruhigt, und das beim Beladen mit Kalkstein an einer nahegelegenen Mole abgetriebene Schiff konnte nochmals inspiziert werden. Der Department of Transport's Maritime Accident Investigation Branch leitete eine Untersuchung der Havarie ein. Quelle: Tim Schwabedissen



"Ryuou Un Maru" wird beschossen
(Bild: US Coastguard)   Großbild klick!
Die lange Odyssee des Geisterschiffes "Ryuou Un Maru" endete auf dem Meeresgrund
(06.04.02) Die lange Fahrt der "Ryou-Un-Maru" fand am 5.4. um 18.15 Uhr ihr Ende. Die Crew des Küstenwachbootes "Anacapa" versenkte den Kutter 180 Meilen westlich der Südostküste Alaskas auf 1850 Metern Wassertiefe. Danach schwammen einige Trümmer und etwas Öl auf, das sich aber rasch verteilte. Die Operation hatte 13 Uhr begonnen. Eine C-130 Hercules sollte den Untergang dokumentieren, doch nach einer unerwarteten Verzögerung musste sie aus Benzinmangel abdrehen, während bereits eine hohe Rauchsäule über dem nach Steuerbord krängenden Wrack aufstieg. Denn in letzter Minute hatte der kanadische Kutter "Bernice C" Bergungsrechte an der "Ryou-Un-Maru" für sich reklamiert. Die Küstenwache gab der Crew Zeit, das Geisterschiff in Schlepp zu nehmen. Doch es gelang dem 20 Meter langen Kutter nicht, das rostige Geisterschiff auf den Haken zu nehmen. Als er sich dann in einer sicheren Entfernung von sechs Meilen befand, wurde mit größerem Kaliber das Feuer wieder aufgenommen. Mit der Versenkung endete die ohnehin beschlossene Laufbahn der "Ryou-un Maru" mit einem Jahr Verspätung - sie hatte ohnehin auf der Insel Hokkaido verschrottet werden sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Theodor Storm bewahrte Kutter vor Untergang
(06.04.02) In der Nacht zum 5. April geriet vor der Dithmarscher Küste der 20 Meter lange Tönninger Kutter "Godewind" in Seenot. Gegen 0.30 Uhr hatten sich die beiden zwischen Fischer nach Wassereinbruch im Maschinenraum bei der DGzRS gemeldet. Eine eigene Lenzpumpe war ausgefallen, die Leistung einer zweiten, kleineren Pumpe genügte allein nicht, um der Lage Herr zu werden. Der Seenotkreuzer "Theodor Storm" der Station Büsum nahm Kurs auf den Havaristen. Bei nordöstlichen Winden um vier Beaufort benötigten die Seenotretter etwa eine Stunde Fahrt bis zu dem rund 20 Seemeilen entfernten Kutter westlich der Ansteuerung des Süderpiep-Fahrwassers nach Büsum. Unterdessen meldete die Besatzung des hölzernen Krabbenkutters, der sich zu Überholungsarbeiten auf der Reise nach Zoutkamp befand, dass das eindringende Wasser bereits über die Flurplatten im Maschineraum angestiegen war. Die Seenotretter übergaben ihre eigene leistungsstarke Lenzpumpe auf den Kutter und begleiteten ihn zurück nach Büsum. Während der mehr als vierstündigen Fahrt musste die Pumpe ständig laufen, vom Seenotkreuzer über ein Kabel mit Strom versorgt. Quelle: Tim Schwabedissen



40 Container über Bord gegangen
(06.04.02) Der unter englischer Flagge laufende Containerfrachter "Hyundai Singapore" verlor am 5. April 40 Container in rauer See auf 45-47.2 N 150-46.5 O nahe der südlichen Inseln des Kurilen-Archipels im Pazifik. Ursprüngliche Meldungen, nachdem auch ein Container in Brand geraten war, wurden durch das MRCC Sakhalin nicht bestätigt. Das Schiff war unterwegs von Oakland nach Busan, als sich die Fracht 40 Meilen östlich von Urup löste. Die japanische Coast Guard schickte ein Überwachungsflugzeug. Das MRCC Otaru, Japan, und das MRCC Sakhalin koordinierten ihre Bemühungen, dem Schiff zu assistieren, wenn nötig. Die "Hyundai Singapore", 85250 tdw (IMO-Nr.: 9305685), hat eine Containerkapazität von 6763 TEU, wurde 2006 erbaut und hat als Manager die Zodiac Maritime Agencies Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Werftneuer Frachter im Sturm gesunken
(06.04.12) Die japanische Coast Guard rettete am 5.4. elf Mann des Frachters "New Lucky VII", der am 3.4. auf Position 28-05.8 N 128-06.8 O gegen 23 Uhr gesunken war. Am 5.5. um 16.30 Uhr sichtete ein Patroullienflugzeug 37 Meilen von der Position entfernt, an der der Kontakt mit dem Schiff verloren ging, eine Rettungsinsel mit neun Insassen. Sie wurden eine Stunde darauf gerettet. Noch während der Aktion lokalisierte ein Flugzeug der japanischen Coast Guard eine zweite Rettungsinsel mit weiteren zwei Insassen. Sechs Indoneser waren damit noch vermisst. Die Suche dauerte an. "New Lucky VII" hatte 17 Mann an Bord, als sie am 3.4. in der Ostchinesischen See, rund 60 Kilometer von der japanischen Insel Amami Oshima entfernt, unterging. Sie war mit einer Ladung Holz auf der Reise von Papua Neu Guinea nach China in einen Sturm geraten. Zwei Schiffe und Suchflugzeuge der japanischen Coast Guard waren danach in das Seegebiet geschickt worden. Die "New Lucky VII", 6388 tdw (IMO-Nr.: 93410299), war erst 2011 erbaut worden, führte die Flagge von Hong Kong und hatte als Manager die Franbo Lines Corp., Taiwan. Quelle: Tim Schwabedissen



100 Jahre nach Untergang - Titanic unter UNESCO-Schutz
(06.04.12) Das Wrack der "Titanic" soll nun Teil des UNESO-Kulturerbes werden und so verhindert werden, dass weitere Fundstücke aus dem Wrack entfernt werden. Das Schiff liegt in internationalen Gewässern. Vor kurzem wurden in New York Tausende von Artefakten der "Titanic" versteigert. Ab dem 15. April steht das Wrack unter der UNESCO-Konvention zum Schutz des kulturellen Erbes unter Wasser. Eine Unterschutzstellung ist erst möglich, wenn ein Wrack 100 Jahre unter Wasser liegt, was folglich für die "Titanic" ab dem 15. April 2012 gilt. Weil der Untergang der Titanic im Gedächtnis der Menschheit verankert sei, so die Chefin der Uno-Kulturorganisation, Generalsekretärin Irina Bokova, am 5.4. in Paris, dürfe das Wrack deshalb nicht zum Ziel von als "unwissenschaftlich oder unmoralisch" eingestuften Erkundungsfahrten werden. Das Schiff liegt in internationalen Gewässern und kann damit nicht von einzelnen Staaten exklusiv beansprucht werden. Die 41 Vertragsstaaten des UNESO-Abkommens können den Verkauf von geraubten Gegenständen verbieten sowie das Einlaufen in ihre Häfen versagen. Laut Bokova gebe es Tausende weiterer Wracks, die es zu schützen gelte, weil sie archäologische Stätten seien, die einen wissenschaftlichen Wert darstellen und zugleich die Erinnerung an menschliche Tragödien darstellten, die mit dem ihnen zustehenden Respekt zu behandeln seien. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwierige Versenkung eines Piratenschiffes
(06.04.12) Im Kankakee Valley Park District schlug am 4.4. der erste Versuch, ein ausgedientes Fiberglas-Motorboot im Bird Park Quarry zu versenken, fehl. Das Schiff war zu einem Piratenschiff umgebaut worden und führte den Jolly Roger, als wurde von einem Kran des Douglas Crane Service um 10 Uhr ins Wasser gehoben wurde. Es mussten dann mit Kettensägen mehrere Löcher gesägt und Steine und Beton in den Rumpf eingebracht werden, ehe er am 5.4. um 15.30 Uhr endlich auf dem Meeresgrund landete. Hier soll das Wrack eine Tauchattraktion werden. Am 5.5. soll dei Tauchstätte mit Gratis-Hot Dogs, Chips und Drinks eröffnet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Explosion auf Werfttneubau in Istanbul
(06.04.12) Zwei Personen kamen um, zwei wurden verletzt, als es am 5.4. zu einer Explosion auf einer Werft in Istanbuls Tuzla-Distrikt kam. Es handele sich um ein norwegisches Handelsschiff, das auf einer Werft der Ada Shipping Company lag. Offenbar hatte sich Gas gebildet. Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei waren im Einsatz, die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. A Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der "Lady Cheryl" zerbricht
(06.04.12) Bergungsexperten schätzen, dass der gesamte Tankinhalt des neuseeländischen Trawlers "Lady Cheryl" kurz nach dem Untergang des Schiffes vor 13 Tagen bei Point Nepean ausgelaufen ist. Es handelte sich um 30 Tonnen Diesel und 0,8 Tonnen Schmier- und Hydrauliköl. Taucher haben berichtet, dass beide Tanks im Heck schwer beschädigt seien. Nachdem die Ventile kontrolliert geöffnet wurden, zeigte sich, dass nur geringe Reste verblieben waren. Das Wrack begann, wie Untersuchungen am 5.4. zeigten, inzwischen zu zerbrechen. Es liegt mit dem Heck nach unten im Sand und wird von starken Strömungen und Tiden weiter eingespült. Die Taucher entfernten Trümmer im Umfeld des Wracks, bargen den kleinen Bordkran und die beiden Anker des 27-Meter-Schiffes. Über die nächsten Wochen soll es weitere Tauchuntersuchungen am Schiff geben. Der Trawler war am Morgen des 24.3. auslaufend Melbourne zu einer 10-tägigen Fangfahrt auf Unterwasserfelsen gelaufen. Die sechsköpfige Crew wurde unter schwierigen Bedingen von einem Lotsenboot aus Port Phillip gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Boot lief in Schlepptrosse - vier Tote
(06.04.12) Vier Collegestudenten, die Hälfte der Fahrgäste einer Yacht auf dem Taihu Lake in der chinesischen Jiangsu-Provinz, kamen am 4.4. um, nachdem ihr Boot in eine Trosse zwischen zwei Frachtern lief. Ein Student der East China University of Political Science and Law und einer der Shanghai Jiao Tong University wurden am 5.4. für tot erklärt. Die Körper zweier Kommilitonen wurden am 5.4. ebenfalls tot im Wasser entdeckt. Die Trosse, die der Yacht zum Verhängnis wurde, hatte einen Frachter mit einem anderen, der ihn abschleppte, verbunden. Die Yacht rammte sie gegen 13 Uhr. Das Dach der Kajüte wurde abgerissen und stürzte auf die Decksgäste. Neben einem Tourguide hielten sich dort der Skipper und sechs Studenten der Shanghai Jiao Tong University auf. Zwei Studenten wurden in den See gefegt und ihre Leichen am Folgetag um 11:20 bzw. 13:10 Uhr entdeckt. Die Suche hatte zu der Zeit binnen 20 Stunden 10 Quadratkilometer abgedeckt. Die vier Überlebenden waren unterdessen in stabiler Verfassung. Zwei von ihnen waren ins Shanghai Ruijin Hospital gebracht worden. Ein anderer, der nur leicht verletzt wurde, konnte bereits wieder entlassen werden. Die Polizei von Suzhou verhaftete den Skipper. Quelle: Tim Schwabedissen



Französischer Einhandsegler in St. Mary's an Land gesetzt
(06.04.12) Das St. Mary's-Rettungsboot "The Whiteheads" lief am 4.4. um 16.14 Uhr aus, nachdem der französische Einhandsegler der 6,5 Meter langen Transatlantik-Rennyacht "Betelgeuse" um Hilfe gebeten hatte. Sein Boot hatte in einem Sturm mit acht Beaufort 30 Meilen südwestlich von St. Mary's den Mast verloren. Die sieben Freiwilligen des Rettungsbootes erreichten die Yacht um 17.40 Uhr. Das Boot trieb in fünf Meter hohen Wellen. Ein Abschleppen war unter diesen Umständen zu riskant. Der Skipper, Louis Segre, wurde abgeborgen, und um 20 Uhr war er im Hafen von St. Mary`s. Sein Boot wurde in der See zurückgelassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Harter Tag für Seenotretter in Fishguard
(06.04.12) Schwerarbeit für die Seenotretter der RNLI am 4.4.: Drei Kutter und eine Yacht brauchten ihre Hilfe. Zwei der Kutter und die Yacht erhielten Hilfeleistung durch die "Blue Peter VII" der RNLI Fishguard. Der 18 Meter lange Kutter "EuroClydon" aus Teignmouth hatte sich mit drei Letten an Bord von seiner Mooring in Fishguard losgerissen und wurde bei 10 Bf aus Nordost auf die Außenmole getrieben. Das Rettungsboot ware gegen 11 Uhr vor Ort, konnte aber bei ablaufendem Wasser keine Schleppverbindung mehr herstellen. Das Festrumpfschlauchboot "Cariad M" war Retter in der Not und konnte den Kutter in tieferes Wasser ziehen, wo das Rettungsboot ihn übernahm. Inzwischen blies es mit bis zu 12 Bf. Der Kutter hatte auf den Felsen Ruderschaden erlitten und wurde zunächst übers Heck abgeschleppt. Mithilfe der "Cariad M" konnte er längsseits der Multicat-Barge "Megan M" der Garelochhead Support Services gebracht werden. Weil er Wassereinbruch hatte, wurde eine Pumpe vom RNLI-Boot an Bord gebracht. Die "Blue Peter VII" blieb vor Ort, bis klar war, dass die eigenen Pumpen der "EuroClydon" mit dem Wasser fertig wurden.
Bereits um 8.05 Uhr war das Boot dem Muschelkutter "Pisces" zu Hilfe gekommen, der ebenfalls auf die Mole zugetreiben war. Ein freiwilliger Seenotretter, der an Bord der "Megan M", sah die Notlage und war auf das treibende Schiff gesprungen. Es gelang ihm, die Maschine im letzten Moment zum Laufen zu bekommen, bevor das Schiff strandete. Eskortiert vom Rettungsbooot, wurde es zur "Megan M" gebracht und an deren Heck vertäut.
Am selben Morgen hatte sich der Muschelkutter " Jay C" losgerissen und war auf Felsen unterhalb des Convent am Ostende von Goodwick Beach getrieben.
Schließlich riss sich die 40-Fuß-Yacht " Coral Wind" mit drei Mann an Bord von ihrer Mooring hinterm nördlichen Wellenbrecher los, konnte aber mithilfe des RNLI-Bootes und der "Cariad M", die noch in der Nähe war, schnell in Schlepp genommen und gesichert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackrest der "Trec'Her" soll binnen fünf Tagen zerlegt werden
(06.04.12) Am 5.4. begann der Abbruch des 20 Meter langen, französischen Trawlers "Trec'her" (MMSI-Nr.: 228286000), der am 29.2. 800 Meter nordöstlich der Ile de Batz gestrandet und zerbrochen war. Die Bergungsfirma Mat Force aus Cherbourg war seit dem 4.4. mit entsprechendem Gerät vor Ort, um das, was die Brandung von dem Wrack übrig ließ, zu zerlegen. Die Arbeiten sollten am 10.4. enden. Während dieser Zeit war das Gebiet für die Schifffahrt und der Strandzugang von Porz ar Gored gesperrt, um einen sicheren Ablauf der Arbeit zu ermöglichen. Quelle: Tim Schwabedissen



treibt seit gut einem Jahr ...
(Bild: US Coastguard)   Großbild klick!
Japanisches Geisterschiff wird versenkt
(05.04.12) Die U.S. Coast Guard hat entschieden, den verlassen im Pazifik treibenden, 65 Meter langen japanischen Trawler "Ryou-Un Maru" zu versenken, da er die Schifffahrt gefährdet. Das Schiff soll vor Alaska auf dem Meeresgrund landen. In der Nacht zum 5.4. nahm ein Küstenwachboot Kurs auf den Trawler, um ihn am folgenden Morgen mit Maschinengewehren leckzuschießen und auf diese Weise zu versenken. Die "Ryou-Un Maru" trieb zu der Zeit 300 Kilometer südwestlich von Sitka bzw. 164 Meilen westlich von Baranof Island. Niemand sollte zuvor noch an Bord gehen, um keine Menschen zu gefährden. Die Coast Guard Air Station Kodiak schickte am 5.4. eine HC-130 Hercules zu dem Tsunami-Opfer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff von Schleusentor beschädigt
(05.04.12) Am 4.4. gegen 13 Uhr lief das holländische Binnenschiff "Deseo" gegen die Tore der Schleuse von Olen auf dem Albert-Kanal. Die Schleusentore waren gerade dabei, sich zu schließen, dadurch wurde unterhalb der Wasserlinie ein Leck von einem halben Meter Länge und 15 Zentimeter Breite gerissen. Die Feuerwehr von Herentals rückte mit leistungsstarken Pumpen an, um das mit 600 Tonnen Sand beladene Schiff über Wasser zu halten. Außerdem wurde ein Kran gerufen. Nach einer halben Stunde war das Leck oberhalb der Wasserlinie, sodass die "Deseo" nicht länger zu sinken drohte. Allerdings hatte sich in das ins Schiff eingedrungene Wasser Öl gemischt, das mit Chemikalien innerhalb der Schleusenkammer bekämpft wurde. Der Havarist sollte in Olen provisorisch repariert werden. Durch die Havarie wurde ein anderes Binnenschiff, das mit Salz für BASF beladen war, zeitweilig blockiert. Am Abend sollte geprüft werden, ob das Schleusentor ebenfalls Schaden genommen hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm brachte viel Arbeit für Seenotretter
(05.04.12) Die britische Coastguard musste am 4.4. gleich vier Kuttern zu Hilfe kommen, die sich im Sturm losgerissen hatten. Darunter befand sich auch der Kutter "Jay-C" (MMSI-Nr.: 235085777), der unweit des Seaview Hotel, Fishguard, auf Strand trieb. Die "Euroclydon" erlitt Maschinenausfall, als sie auslief, und auf Felsen trieb. Die "Megan M" fing mit ihrem Beiboot die "Euroclydon" ein und hielt sie auf Position, bis das RNLI-Boot aus Fishguard sie in Schlepp nehmen konnte. Dann wurde der Kutter "Helen D" wrackgeschlagen an der Küste entdeckt. Ein französischer Einhandsegler wurde 26 Meilen südlich der Isles of Scilly im Sturm gerettet. Die "Betelgeuse" hatte gegen 16 Uhr die Falmouth Coastguard alarmiert. Dank seines GPS-Transponders konnte die genaue Position rasch ermittelt und eine Bitte um Hilfe an die Schifffahrt herausgegeben werden. Der Autocarrier "Aquamarine Ace" war eine halbe Fahrstunde entfernt und bot seine Hilfe an. Weil die Yacht entmastet war, war die Kommunikation erschwert, doch nachdem der Frachter sie erreicht und Lee gemacht hatte, war es möglich, zwischen Yacht und Küstenwache zu kommunizieren. Die Falmouth Coastguard schickte das RNLI-Boot aus St Marys, das sich durch fünf Meter hohe Wellen herankämpfte. Es gelang den Seenotrettern, den Segler abzubergen und nach St Marys zu bringen. Sein Boot musste aufgegeben werden. Quelle:Tim Schwabedissen



Brandschäden nach 16 Monaten beseitigt
(05.04.12) Der unter Bahamas-Flagge laufende Bulkcarrier "Yeoman Bontrup", 55695 BRZ (IMO-Nr: 8912297) verließ am 3.4. die Remontowa Shipyard mit Ziel Glensandauk. In den vergangenen 16 Monaten hatte das Schiff einen kompletten neuen Aufbautenblock und ein neues Löschsystem erhalten. Der Frachter war am 2.7.2010 in Glensanda von einem Feuer im Entladesystem verwüstet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Schiermonnikoog gestrandet und leckgeschlagen
(05.04.12) Am 4.4. gegen drei Uhr wurde das KNRM-Boot "Koning Willem I" alarmiert, nachdem der holländische Garnelenkutter "Hoop op Zegen - ZK 11", 28 BRZ, östlich der Westgat 10-Tonne westlich von Schiermonnikoog auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Beim Versuch, den Kutter abzubringen, verstärkte sich der Wassereinbruch, sodass der Havarist wieder auf Grund gesetzt und eine Lenzpumpe übergesettzt wurde. Nachdem auch das Rettungsboot "Annie Jacoba" der KNRM Station Lauwersoog eingetroffen war, gelang es mit zwei weiteren Pumpen, den Wassereinbruch zu kontrollieren. Nun wurde der Kutter von der "Annie Jacoba" abgeschleppt, eskortiert von der "Koning Willem I", und nach Lauwersoog zur Reparatur gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Vale Beijing" geht zurück zur Bauwerft
(05.04.12) Der brasilianische Bulkcarrier "Vale Beijing" ist derzeit auf dem Weg nach Korea, wo in seiner Bauwerft die Risse, die beim ersten Ladevorgang in Brasilien in den Ballasttanks entstanden waren, untersucht werden sollen. Es ist weiterhin unklar, ob sie durch unsachgemäßes Beladen oder durch Konstruktionsfehler entstanden. Tests beim STX Shipyard in Jinhae sollen darüber Klarheit bringen. Nach provisorischen Reparaturen hatte die "Vale Beijing" Brasilien am 19.2. mit Kurs Oman verlassen. Nach dem Eintreffen dort am 28.3. wurde die Erzladung gelöscht. Nach einer genauen Untersuchung erlaubte die Klassifizierungsgesellschaft Det Norske Veritas dann, dass das Schiff die Reise nach Südkorea antreten darf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier blockiert Parana River
(05.04.12) Der griechische Bulkcarrier "Samjohn Liberty" lief am 2.4. auf dem Parana River bei Kilometer 290 mit einer Ladung von 48,000 Tonnen Sojabohnen auf dem Weg nach Polen auf Grund. Vom Morgen des 3.4. bis zum 4.4. wurde der Schiffsverkehr unterbrochen, Dutzende Schiffe waren auf dem Weg von und nach Rosario betroffen.Die zwei Schlepper "Argentino" und "Domingo B" machten sich an die Bergung des Frachters. Die "Samjohn Liberty", 74761 tdw (IMO-Nr.: 9149029) wurde 1998 erbaut und hat als Manager die Golden Flame Shipping.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Carrier" an drei Stellen aufgerissen
(05.04.12) Der gestrandete Frachter "Carrier" der Strahlmann-Reederei lag nach Einsetzen der Ebbe hoch und trocken an den Beton-Wellenbrechern an der Raynes Jetty in Llanddulas. Eine geringe Menge Öl ist ausgelaufen, nachdem das mit Steinen beladene Schiff an drei Stellen an Steuerbord aufgerissen wurde. Doch der Haupttreibstofftank an Backbord blieb intakt. Unverzüglich wurde mit den Vorbereitungen, das Öl abzupumpen, begonnen. Der ausgelaufene Dieselkraftstoff wurde von der Brandung schnell verteilt. Ein Team von Bergungsexperten machte sich derweil von dem Hauptquartier der Maritime and Coastguard Agency in Walton-on-the-Naze, Essex, auf den Weg zur Strandungsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer rammte Elbbrücke
(05.04.12) Das Schweizer Flusskreuzfahrtschiff "Swiss Ruby" hat in der Nacht zum 4.4. die Augustusbrücke über die Elbe in Dresden gerammt. Die 85 Meter lange "Swiss Ruby" hatte 58 Passagieren an Bord, als sie beim Passieren des Bauwerks mit den Aufbauten an dessen Brückenbogen geriet. Das Schiff fuhr nach der Kollision bis zur Anlegestelle in Meißen weiter, wo der Unfall aufgenommen wurde. Danach durfte es seine Reise fortsetzen. Der Schaden an der Brücke wurde von Experten begutachtet worden, die Höhe konnte aber noch nicht beziffert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mastbruch auf Volvo Ocean Racer
(05.04.12) Die französische Yacht "Groupama" hat bei der 5. Etappe des Volvo Ocean Race am 4.4. Mastbruch erlitten und musste einen Hafen zur Reparatur anlaufen. Die Spitze des Mastes war bei starkem Wind 650 Meilen vor dem Zielhafen Itajai, Brasilien, abgebrochen. Die Yacht nahm Kurs auf Punta del Este in Uruguay, wo ein neuer Mast eingebaut werden soll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre auf Grund gelaufen
(05.04.12) Die norwegische Fähre "Boknafjord", 7536 BRZ (IMO-Nr.: 9599896), geriet beim Einlaufen in Arsvågen in der Nacht zum 5.4. auf Grund. Menschen kamen nicht zu Schaden, die Besatzung untersuchte das Schiff nach der Havarie auf Schäden. Es kam bei der Grundberührung von Mortavika.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter - keine Hafenfeuerwehr - ein Toter
(05.04.12) Eine Person kam ums Leben, eine weitere wurde verletzt, als am 4.4. in Miragoâne auf dem bolivianischen RoRo-Frachter "Sea Flower", 1817 BRZ (IMO-Nr.: 7053238), ein Feuer ausbrach. Die Ladung aus Gebrauchtwagen und anderen Gütern wurde zerstört. Da es keine örtliche Feuerwehr gab, begann erst eine Stunde nach Ausbruch des Brandes die Feuerwehr von Port-au-Prince mit Löscharbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Megayacht "Octopus" nach dramatischem Seevorfall an Suchaktion vor Palau beteiligt
(05.04.12) Die bei HDW in Kiel erbaute Megayacht "Octopus" des Microsoft Co-Gründers Paul Allen nahm am 4.4. auf dem Pazifik an der Suche nach einem amerikanischen Piloten und zwei Polizeioffizieren aus Palau teil, deren Flugzeug vermisst wurde. Allen war in der Region, um den Regisseur James Cameron nach dessen Rekordtauchfahrt zum tiefesten Meerespunkt, dem Mariannengraben nordöstlich von Palau, zu treffen.
Zuvor war ein Besatzungsmitglied eines chinesischen Kutters, der bei illegalem Fischfang im Ngeruangel Atoll erwischt worden war, am 31.3. bei einem Fluchtversuch getötet worden, als die Maschine des Kutters zerschossen werden sollte. Die fünf anderen Fischer wurden gefangen genommen. An der illegalen Fangoperation war auch ein größeres chinesisches Mutterschiff beteiligt gewesen, das von seiner Crew am Morgen des 1.4. in Brand gesteckt wurde, nachdem es am Nachmittag des 31.1. von einem Patroullienboot entdeckt worden war und aufgebracht werden sollte. Die Crew floh in einem kleineren Boot. Daraufhin wurde ein Flugzeug mit der Dokumentation des Vorgangs beauftragt.
Die Behörden wollten Fotos und Beweismittel von dem Mutterschiff sichern, bevor es sank. Der Amerikaner flog mit zwei Offizieren aus Palau dorthin, meldete später aber, dass sein GPS ausgefallen war. Um 20.15 Uhr funkte er, dass ihm der Treibstoff ausginge. Die "Octopus" verfolgte den Funkverkehr und machte sich gemeinsam mit mehreren anderen Schiffen auf die Suche nach den Vermissten. Dabei stiegen auch die beiden Bordhubschrauber auf. In dem Suchgebiet, das 6,500 Quadrameilen umfasste, wurde aber bislang keine Spur von dem Flugzeug entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter hatte Chemikalienleck
(05.04.12) Auf dem dänischen Containerfrachter "Susan Maersk" kame s am 1.4. im Hafen von Yangshan zum Auslaufen geringer Mengen giftiger Chemikalien. Das Leckwar gegen 21 Uhr entdeckt worden. Die Verschmutzung konnte auf das Hafenbecken begrenzt werden. Nachdem der Frachter am 3.4. ablegte, wurden die Reinigungsarbeiten fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trümmer der "Rena" werden eingesammelt
(05.04.12) Trümmer der "Rena" sind am 5.4. in Tairua angetrieben. Der Thames-Coromandel District Council veranlasste die Räumung des Strandes. Bei einem Überflug des Wracks am Morgen wurde ein dünner Ölfilm, der sich 2-3 Kilometer weit in nordwestlicher Richtung erstreckte, ausgemacht. Vor Ort waren immer noch Südostwinde zwischen 46 und 48 km/h. Am achteren Teil des Vorschiffs wurden neue Seeschlagschäden entdeckt und zerbrochene Container in den Ladeluken. Wenn das Wetter es erlaubte, wollten die Berger am Nachmittag ein Drei-Mann-Team auf dem Voschiff absetzen, um eine visuelle Inspektion vorzunehmen. Braemar Howell-Reinigungsteams waren seit Tagesanbruch entlang der Bay of Plenty im Einsatz, um Treibgut zu suchen und einzusammeln. Ein Trümmerfeld hauptsächlich aus Holz trieb vor Mayor Island in Richtung Coromandel. Ein gelber Container wurde westlich von Mayor Island lokalisert. Ein Dutzend Schiffe, darunter Bargen und Schlepper, war auf Standby und wartete auf Wetterbesserung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Japan gesunken
(05.04.12) Die japanische Coastguard suchte am 5.4. nach dem am Vortag vermutlich gesunkenen, unter Hongkong-Flagge laufenden Frachter "NewLucky VII" 4143 BRZ (IMO-Nr.: 9341029) und seiner 17-köpfigen Crew in der Ostchinesischen See. Das Schiff war mit einer Ladung Holz auf der Fahrt von Papua Neu Guinea nach China in einen Sturm geraten. Die letzte bekannte Position war 100 Kilometer vor der japanischen Insel Amami Oshima gewesen. Das 10th Regional Coast Guard Headquarter wurde vom Rettungszentrum in Hongkong um Hilfe gebeten. Die Küstenwächter schickten zwei Boote und zwei Suchflugzeuge und sichteten zwar Öl in der See, aber keine Spur des Schiffes. An Bord waren 14 Indonesier, zwei Chinesen und ein Taiwanese.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Ara Felixstowe" wird gelöscht
(Bild: Kustwacht)   Großbild klick!
Frachter trieb brennend vor Terschelling
(04.04.12) Im Maschinenraum des unter Gibraltar-Flagge laufenden Frachters "Ara Felixstowe", 3838 BRZ, der mit einer Ladung Stahl auf der Reise von Brake nach Southampton war, brach am 3.4. um 11.15 Uhr 22 Meilen nordnordwestlich von Terschelling ein Feuer aus.
Um 10.45 Uhr hatte der Frachter dem Küstenwachzentrum Den Helder einen Maschinenschaden gemeldet, der repariert werden müsse. Die KNRM-Boote "Arie Visser" und "Frans Hogewind" der Station Terschelling wurden ebenso alarmiert wie der Noschlepper "Ievoli Black" und der Tonnenleger "Terschelling" der Küstenwache sowie der Bergungsschlepper "Hunter" von Noordgat, die "Zifaea" von Rijkswaterstraat, der Versorger "Pool Express" und ein SAR-Helikopter aus Leeuwarden. Nachdem die Crew den Brand nicht unter Kontrolle bekam, retteten sich die neun Männer um 11.20 Uhr über das Freifall-Rettungsboot von Bord des 104 Meter langen und 16 Meter breiten Frachters. Erstes Schiff vor Ort war die "Hurricane", die die Crew an Bord nahm und auf die "Zirfaea" übersetzte.
Inzwischen waren auch die beiden KNRM-Boote eingetroffen, und die "Frans Hogewind" nahm das in der See treibende Rettungsboot auf den Haken, um es zur "Terschelling" zu schleppen, die es mit einem Bordkran auf Deck nahm. Inzwischen waren zwei Berger mit Löschgerät an Bord der "Ara Felixstowe" gegangen, und ein Flugzeug der Küstenwache versuchte, mit einer Wärmebildkamera den Brandherd ausfindig zu machen. Der Maschinenraum wies zwar erhöhte, aber keine extremen Temperaturen auf.
Es wurde beschlossen, alles verschlossen zu lassen, damit kein Sauerstoff den Brand weiter nähren konnte, und den Rumpf von außen zu kühlen. Gegen halb zwei war die Lage soweit unter Kontrolle, dass die "Arie Visser" den Einsatzort verließ, während die "Frans Hogewind" auf stand-by blieb. Gegen 14 Uhr traf die "Hunter" ein und stellte eine Schleppvebindung zum Havaristen her. Es wurde beschlossen, dass Kapitän und 1. Ingenieur des Frachters zurück an Bord gehen sollten, um ihre Expertise nutzbar zu machen.
Dann wurde der Frachter nach Harlingen geschleppt, wo er gegen halb neun festmachte. Hier sollte das Schiff untersucht und der Schaden repariert werden. Die "Ara Felixstowe", 4660 tdw (IMO-Nr.: 8913033) wurde 1991 erbaut und hat als Manager die holländische Ara Ship Management BV.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Chabira" gesunken (Bild: Gena Anfimov)   Großbild klick!
Baggerschiff landete auf Hafengrund in Klaipeda
(04.04.12) Das litauische Baggerschiff "Chabira", 259 BRZ (IMO-Nr.: 5142384) sank im Hafen von Klaipeda in der Nacht zum 1.4. an einem Kai liegend. Nur ein Teil des Ruderhauses ragte danach noch mit Backbordschlagseite aus dem Hafenwasser. Eine Ölsperre wurde um das Wrack ausgelegt, und die Bergung inzwischen in die Wege geleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nur des Vorschiff ist noch sichtbar
(Bild: Maritimenewzealand)   Großbild klick!
Vorschiff der "Rena" nun allein auf Riff - Regatta musste abgesagt werden
(04.04.12) Der schwere Sturm hat das Achterschiff des Containerfrachters "Rena" am 4.4. endgültig auf den Meeresgrund geschickt. Bei einem Überflug gegen 16 Uhr waren die letzten sichtbaren Reste des Schiffsteiles versunken, nachdem meterhohe Wellen auf die geschwächten Strukturen eingehämmert hatten.
Ein dünner Ölfilm erstreckte sich einen Kilometer weiter nordwestlich des Wracks. Es wurde damit gerechnet, dass auch weitere Trümmerteile aufschwimmen könnten. Das Vorschiff hielt sich weiter auf dem Riff, doch Wellen von acht bis neun Metern Höhe richteten auch hier weitere Schäden an. Eine Welle hatte sogar eine gemessene Höhe von 12 Metern. Teams von Maritime Newzealand und Braemar Howells waren in Alarmbereitschaft, ebenso ein Team des Waikato Regional Council für den Fall, dass Öl auf Coromandel angespült würde.
Zwar war der Höhepunkt des Sturmes inzwischen überschritten, doch sollten die Wetterbedingungen vor Ort noch mehrere Tage lang rauh bleiben, sodass eine neuerliche Untersuchung des Wracks erst nach Wetterberuhigung möglich sein wird. Die aktuelle Entwicklung am Astrolabe Riff hat auch zur Absage des Auckland - Tauranga Race, das am 5.4. hätte gestartet werden sollen, gezwungen.
22 Boote, darunter der ORMA60-Trimaran "Team Vodafone Sailing", der im dritten Anlauf den Rekord bei dieser traditionellen Oster-Regatta hatte brechen wollen, waren gemeldet gewesen. Doch das Risiko einer Kollision mit Treibgut der "Rena" erschien den Organisatoren, dem Tauranga Yacht and Powerboat Club, als zu hoch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Brunsbütteler Reeders im Orkan in Wales gestrandet
(04.04.12) Um 20.15. des 3.4. fing die Liverpool Coastguard einen Notruf des unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Frachters "Carrier", 1587 BRZ (IMO-Nr.: 8504959), auf, nachdem dieser mit einer Ladung Kalkstein von Belfast nach Reynes laufend bei der Raynes Jetty, nahe der Colwyn Bay in Llanddulas, auf Grund gelaufen war. Vor Ort hatten Winde von 9 Beaufort die Wellen fünf Meter hoch aufgebaut. Die Holyhead Coastguard koordinierte die Rettungsarbeiten für die neunköpfige polnische Besatzung. Zwei Hubschrauber der RNAS Prestwick und der RAF Leconfield stiegen auf, und die A55, unterhalb der das Schiff auf Wellenbrecher geworfen wurde, wurde gesperrt, um den Rettungskräften freien Zugang zu verschaffen. Die RNLI Boote aus Llandudno and Rhyl liefen um 20.30 Uhr aus und waren gegen neun Uhr vor Ort. Zwischenzeitlich gab es Sorge, dass auch ein Feuer an Bord des Schiffes ausgebrochen sei, doch es stellte sich heraus, dass es sich lediglich um eine Notfackel handelte, die von der Crew entzündet worden war. Bis Mitternacht hatte ein Helikopter unter schwierigsten Bedingungen fünf Mann der Crew aus der Backbord-Brückennock des Frachters abgeborgen, wo sie von Gischt überschüttet ausharrten, während ihr Frachter auf den Felsen arbeitete. Dann musste die Operation abgebrochen werden, weil die Winsch des Helikopters kaputt ging. Der zweite Hubschrauber barg daraufhin die verbliebenen zwei Männer ab. Sie wurden unversehrt ins Hauptquartier der North Wales Police in der Colwyn Bay gebracht. Mit trockener Kleidung ausgestattet wurden sie dann in einem nahen Hotel einquartiert. Sorge galt nun den 40 Tonnen Treibstoff in den Bunkertanks. Vor Ort wurde ein starker Ölgeruch wahrgenommen. Offiziere der Coastguard, Vertreter des North Wales Fire and Rescue Service, der Polizei und der Trunk Road Agency trafen sich am Morgen des 4.4. im Gebäude der North Wales Police, um die weiteren notwendigen Maßnahmen zu koordinieren. Das Schiff lag weiterhin in unstabiler Position, und die A 55 blieb zwischen den Abfahrten 22 und 23 in beiden Richtungen gesperrt. Der Sturm hielt unverändert an. Die "Carrier" ist im Besitz der Reederei Erwin Strahlmann in Brunsbüttel. Sie ist 82,08 Meter lang, 11,3 Meter breit, hat einen Tiefgang von 4,21 Metern und eine Tragfähigkeit von 2379 Tonnen. Das Schiff 1985 entstand als "Inga" auf der Husumer Schiffswerft und läuft seit 2002 als "Carrier". Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker überstand Grundberührung schadlos
(04.04.12) Der unter Singapur-Flagge laufende Tanker "Eagle Kinabalu", 60379 BRZ (IMO-Nr.: 9422196), lief am 3.4. nahe Port Arthur, Texas, beim Verlassen des Hafens infolge eines Ruderversagers auf Grund. Zwei Schlepper waren rasch vor Ort, nachdem das Schiff gegen 18 Uhr auf eine Sandbank bei Sabine-Neches gelaufen war, doch es gelang dem Havaristen, sich selbst zu befreien. Er ging in der Nähe vor Anker, wo der Vorfall untersucht wurde. Offenbar hatte der Doppelhüllentanker die Grundberührung aber schadlos überstanden
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölabpumpen auf "Celina" abgeschlossen
(04.04.12) Alles erreichbare Öl wurde bis zum 3.4. aus dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter "Celina", 6409 BRZ (IMO-Nr.: 9235373), durch die Berger von Buksér og Berging ausgepumpt. Es können sich nach deren Aussage nur noch marginale Reste in den Tanks befinden. Als das Schiff am 9.3. im Djupsund vor Gangsøy strandete, hatten sich 265 Tonnen Schweröl in den Bunkertanks befunden. Der Fracher liegt im Trockendock von Båtbygg in Raudeberg und sollte nach Abschluss der Tankreinigung am Morgen des 4.4. zum Kai der Johansen Slip & Mek. geschleppt werden, wo die Reparaturoptionen geprüft werden sollten. Der Containerfrachter "Apolo" übernahm inzwischen den Dienst der "Celina".
Quelle:Tim Schwabedissen



Titanic-Wrack ist zur Müllkippe geworden
(04.04.12) Der Meeresgrund um das Wrack der "Titanic" gleicht heutzutage einer Müllkippe. Der überwiegende Teil des Abfalls stammt von Schiffen, die die Untergangsstelle im Nordatlantik passieren. Bierdosen, Plastikbecher, eine Packung Waschmittel und anderer Müll hat sich zu dem Trümmerfeld gesellt. Der Müll wurde im Rahmen einer genauen Kartierung des riesigen Trümmerfelds in knapp 4000 Metern Tiefe durch das russische Tauchboot "Mir" entdeckt. Und auch Privatpersonen, die für 45.000 Euro pro Nase das Wrack besuchen, hinterlassen unerwünschte Spuren wie Plastikblumen, Gedenktafeln oder sonstige Andenken. Der Meeresarchäologe Delgado, Leiter des Programms für Kulturstätten im Meer der US-Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA), setzt sich deshalb dafür ein, den in internationalen Gewässern liegenden Fundort des Wracks zur Gedenkstätte erklären zu lassen. Alle passierenden Schiffe wurden aufgefordert, keinen Müll und keine Abwässer mehr in einer 35 Quadratkilometer großen Zone rund um das Wrack zu entsorgen. Mit dem allgemeinen Zustand des Wracks selbst ist Delgado aber zufrieden. Das Wrack halte sich erstaunlich gut, und der Rost scheine es stärker zu respektieren als seine Besucher. Es sehe so aus, als werde das Schiff noch Jahrzehnte lang strukturell intakt bleiben. Der Rumpf erscheine weiterhin sehr stabil, und im Innern seien immer noch Holzteile und Stoffe erhalten. Einer nicht geringen Anzahl von Teilen des Luxusliners können Rost und Zersetzungsprozesse indes ohnehin nichts mehr anhaben: Rund 5500 Fundstücke - von einem 17 Tonnen schweren Teil des Rumpfes bis zum Porzellan der Erste-Klasse-Passagiere - wurden mithilfe von ROVs aus dem Trümmerfeld geborgen. Zum 100. Jahrestag des Titanic-Dramas sollen etliche von ihnen in New York zur Versteigerung kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Hamburg ließ Hafen ohne Löschboot zurück
(04.04.12) Ursache des Feuers auf dem Briese-Frachter "Anmiro", 2461 BRZ (IMO-Nr.: 9434577), waren vermutlich Schweißarbeiten an einem der Lukendeckel. Dies ergaben die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei. Durch die Hitze konnte sich die Farbe im Inneren des Lukendeckels verflüssigen und tropfte dann brennend auf die darunter gelagerten Zelluloseplatten im Laderaum. Löschversuche der Besatzung mit Kohlendioxid waren danach erfolglos geblieben. Die Löscharbeiten hatten sich auch für die Feuerwehr aus äußerst schwierig gestalte. Um an die Glutnester zu kommen, mussten zunächst die nicht in Brand geratenen Ballen aus dem Laderaum entfernt werden. 80 Feuerwehrleute waren dazu insgesamt rund zwölf Stunden im Einsatz gewesen. Die Seeberufsgenossenschaft sprach nach dem Brand ein Auslaufverbot für die "Anmiro" aus. Sie verholte am Morgen des 4.4. gegen sechs Uhr an den O'swald-Kai im Hansahafen. Während der Brandbekämpfung ging zu allem Überfluss das letzte derzeit verbliebene von insgesamt drei Hamburger Feuerlöschbooten kaputt. Die Besatzung musste den Einsatz wegen Motorprobleme abbrechen, und ein Schlepper brachte das Schiff zu einer Werft. Die beiden anderen Löschboote der Hamburger Feuerwehr waren schon zuvor wegen kleinerer technischer Defekte ausgefallen. Sie werden aber voraussichtlich noch vor Ostern wieder in den Dienst zurückkehren, eines eventuell am 4.4. Bis dahin sollte die Feuerwehr im Hafen bei einem Ernstfall unter anderem vom Havarie-Kommando in Cuxhaven unterstützt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack soll im Rahmen einer Übung gehoben werden
(04.04.12) Eine gemeinsame kanadische und amerikanische Taskforce hofft, das Wrack des gesunkenen, 175 Fuß langen Trawlers "Cape Ann III" in Sydney im Rahmen der militärischen Übung Frontier Sentinel 12 vom 2.9.5.heben zu können. Die kanadischen Einsatzkräfte suchen routinemäßig nach derartigen Trainingsmöglichkeiten. Das Department of National Defence hat das Schiff von der Cape Ann III Artificial Reef Society übernommen. Bei einer Bergung aus dem Sydney River müssen Löcher oberhalb der Wasserlinie abgedichtet und dann das Wasser ausgepumpt werden, bis das Wrack aufschwimmt. Die Joint Task Force Atlantic will die Übung gemeinsam mit den United States Fleet Forces und der United States Coast Guard sowie der Canadian Coast Guard und Marine durchführen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Faktor aufgelaufen
"Faktor" aufgelaufen
(Bild: Ellen Marie Nordtveit)   Großbild klick!
Crew betrunken - Wachoffizier eingeschlafen - Frachter auf Felsen
(03.04.12) Am 2.4. gegen fünf Uhr lief der norwegische Frachter "Faktor", 793 BRZ (IMO-Nr.: 7128485) bei Leira an der Westseite von Huglo in der Stord-Kommune vierkant auf das Felsenufer. Das Schiff war vom Haugesund nach Jondal mit einer Ladung Sand unterwegs. Unmittelbar nach der Havarie begann der bordeigene Bagger, Sand vom Vorschiff nach achtern zu baggern in der Hoffnung, den auf Grund sitzenden Schiffsteil so weit zu erleichtern, dass er sich bei Hochwasser vom Fels lösen würde. Derweil ging die Polizei, die um acht Uhr alarmiert wurde, an Bord und fand den wachhabenden Schiffsoffizier offensichtlich betrunken vor. Er räumte ein, auf Wache eingeschlafen zu sein. Auch die übrigen fünf Besatzungsmitglieder waren alkoholisiert. Vom Wachhabenden wurde eine Blutprobe genommen. Dazu musste er sich ins Stord-Hospital begeben. Der Frachter musste am Ende gegen Mittag von einem Schlepper von den Felsen gezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brecher um die Rena
(Bild: Maritimenewzealand)   Großbild klick!
Brecher rissen weiteren Laderaum der "Rena" auf
(03.04.12) Wie bereits vorhergesagt, lag die gestrandete "Rena" am 3.4. in schwerster Brandung umhüllt von Schaum und Gischt auf dem Tauranga Riff. Dabei kam es zu einem neuerlichen, geringfügigen Ölaustritt aus dem Wrack, aber da sich ohnehin nur noch wenige Tonnen in einigen Winkeln des Rumpfes befinden können, konnte es sich nicht um relevante Mengen handeln.
Über Nacht könnte nach Strömungsberechnungen das Öl an der Küste von Coromandel zwischen Whiritoa und Whitianga antreiben, aber es wurden entsprechend auch keine gravierenden Verschmutzungen erwartet. Das Personal des Waikato Regional Council wurde dennoch vorsorglich in Bereitschaft versetzt und sollte die gefährdeten Küstenabschnitte am 4.4. kontrollieren.
Die sieben Meter hohen Brecher, die über die "Rena" hinweg gingen, haben zudem weitere Container aus einem Laderaum im Vorschiff geschlagen. Die Wellen rissen eine Laderaumabdeckung von Laderaum 3 ab, und etwa 10 Container lösten sich. Einer trieb anschließend nahe des Wracks im Meer, die anderen wurden nicht mehr gesichtet und sind wahrscheinlich schnell gesunken.
Wegen des stürmischen Wetters war aber nicht an Bergungsoperationen zu denken. Die Schifffahrt in der Bay of Plenty wurde entsprechend vor möglichem Treibgut gewarnt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion Geraldton
(Bild: US Coastguard)   Großbild klick!
Verletzte Regattateilnehmer des Clipper 11-12 Round the World Yacht Race in Alameda an Land gebracht
(03.04.12) 48 Stunden, nachdem die 68 Fuß lange britische Yacht "Geraldton" mitten im Pazifik auf dem Weg von China nach San Francisco von einer 30 Fuß hohen Welle beschädigt wurde, haben zwei verletzte Besatzungsmitglieder seit dem 2.4. wieder festen Boden unter den Füßen. Die beiden Engländer Nik Brbora und Dr. Jane Hitchins aus Kent und London wurden am Nachmittag des 2.4. von dem Küstenwachboot "Bertholf" in Alameda an Land gebracht.
Hitchins könnte Rippenbrüche erlitten haben, der Mitsegler hat Beschwerden an der Hüfte. Beide wurden mit Krankenwagen ins Highland General Hospital in Oakland, gebracht. Zwei andere Crewmitglieder aus Worcesterhire und Queensland waren ebenfalls verletzt worden, konnten aber an Bord des Bootes bleiben.
Das Boot war am 31.3. 400 Meilen vor San Francisco havariert. Die verbliebene neunköpfige Crew steuerte es nach Abschluss der Rettungsaktion am 1.4. in Richtung San Francisco Bay. Sie stand zuletzt 50 Meilen vor der Jack London Square Marina, wo sie am 3.4. gegen 9.30 Uhr erwartet wurde.
Die "Geraldton" war eine von 10 Yachten, die am Clipper 11-12 Round the World Yacht Race teilnahmen, das im Juli 2011 in England begonnen hatte und im Juli 2011 in Southampton fünf Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele in London enden soll. Alle 10 Boote sollen am 14.4. vom Jack London Square in Oakland aus zur nächsten Etappe starten. Zuvor werden sie an der 2012 Strictly Sail Pacific Boat Show, die am 12.4. beginnt, teilnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlschiff bei St. Petersburg auf Grund gelaufen
(03.04.12) Das russische Kühlschiff "Akademik Vavilov" lief nach dem Verlassen des Hafens von St. Petersburg am 30.1. gegen 16 Uhr im St, Petersburg Sea Channel zwischen den Fahrwassertonnen 33-34 und 35-36 aus bislang unbekannter Ursache auf Grund. Das Schiff fuhr mit Lotsenberatung. Gegen 21 Uhr konnte es mithilfe zweier Schlepper wieder flottgemacht werden und setzte die Reise nach Kronstadt fot, wo es am 31.3. gegen 15.15 Uhr festmachte. Die "Akademik Vavilov", 7673 tdw (IMO-Nr.: 8402199), wurde 1985 erbaut, führt die Flagge von Belize und läuft für die russische Fairwind Shipmanagement Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geisterschiff aus Hokkaido als Vorbote von fünf Millionen Tonnen Trümmern
(03.04.12) Das von dem Tsunami vor einem Jahr in Japan abgetriebene japanische Fischereifahrzeug "Ryou-Un Maru" driftete am 31.3. gut 125 Meilen von Forrester Island in Südost- Alaska entfernt auf eine Schifffahrtsstraße zu. Personal des Coast Guard District 17 überwacht das herrenlose Schiff, das sich seit dem 31.3. in amerikanischen Hoheitsgewässern befindet. Am 2.4. befand es sich 180 Meilen westlich der kanadisch-amerikanischen Grenze. Eine HC 130 Hercules der Air Station Kodiak überflog zweimal das Schiff und warf in dessen Nähe eine Markerboje ab. Die Position des Trawlers wird nun kontinuierlich der Schifffahrt bekannt gegeben, da er sich in der Nähe der belebten Schifffahrtsstraßen des Dixon Entrance befand und eine Navigationsgefährdung darstellen könnte. Ein Küstenwachboot soll das rostige Wrack des Garnelenfängers näher unter die Suche nehmen. Es trieb langsam weiter in Richtung des 170 Meilen nördlich gelegenen Sitka. Das Wrack aus Hokkaido gilt als Vorbote von insgesamt etwa fünf Millionen Tonnen Trümmer, die von dem Tsunami vor einem Jahr in die See gespült wurden. Ob das Schiff eine Umweltgefährdung darstellt, ist unbekannt, ebenso, ob sich Treibstoff an Bord befindet. Derzeit werden Optionen geprüft, es abzuschleppen oder zu versenken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Passagiere der "Azamara Quest" auf Heimreise - Schiff wird untersucht
(03.04.12) Experten, darunter ein Dutzend Ingenieure, haben sich daran gemacht, den Zustand des nach einem Brand beschädigten maltesischen Kreuzfahrtschiffes "Azamara Quest", 30277BRZ (IMO-Nr.: 9210218), im Karamuntin-Hafen in Sandakan zu untersuchen. Der Präsident von Azamara Club Cruises, Larry Pimentel, erwartete in einem Zeitraum zwischen 24 und 48 Stunden eine Entscheidung darüber, ob eine Reparatur vor Ort möglich sein würde, oder ob eine Werft in Singapur angesteuert werden muss. Je nachdem, was die Untersuchung ergibt, kann die 411-köpfige Crew on Bord bleiben. Das am schwersten verletzte Besatzungsmitglied befand sich weiter auf der Intensivstation des Duchess of Kent Hospital. Wenn es hinreichend stabilisiert ist, sollte es per Flugzeug in eine größere Einrichtung gebracht werden. Ein vorläufiger Bericht zum Schadensumfang auf der "Azamara Quest" sollte am Nachmittag des 4.4. vorliegen. Sandakan war der nächstgelegene Hafen gewesen, der unter den gegebenen Umständen im Interesse der Sicherheit erreichbar war, nachdem das Schiff am 30.3. vor den Philippinen in Brand geraten war. Die Passagiere wurden derweil in sieben verschiedenen Hotels untergebracht und in mehreren Tranchen auf Charterflügen, die vom Sandakan Airport abgingen, gebucht. Eine Maschine der Royal Brunei ging mit 106 Personen am 3.4. um 6.20 Uhr ab, gefolgt von zwei weiteren Flügen derselben Airline um 9.20 und 9.40 Uhr über Bandar Seri Begawan nach Singapur. Die übrigen Passagiere sollten im Laufe des Tages an Bord von Maschinen der Dragon Air und Royal Brunei um 13.20 Uhr und um 16.40 Uhr starten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wild Well Control soll Lage auf havarierter Plattform Elgin kontrollieren
(03.04.12) Der Energiekonzern Total will ein Expertenteam der Firma Wild Well Control, die nach der Explosion der amerikanischen Bohrplattform "Deepwater Horizon" 2010 im Golf vom Mexiko im Einsatz gewesen war, auf die Förderplattform "Elgin" bringen. Sie sollen in den nächsten Tagen auf der seit dem 25.3. verlassenen Plattform eintreffen, deren 238 Arbeiter mit Hubschraubern wegen der Explosionsgefahr evakuiert worden waren. Das Erlöschen einer Flamme, mit der überschüssiges Gas aus den Rohrleitungen der Plattform abgefackelt wurde, hat die Gefahr offenbar nur wenig verkleinert. Total hat jetzt ein Schiff und einen schwimmenden Bohrturm gechartert, von denen aus die leckgeschlagene Bohrung mit Schlamm verfüllt werden soll. Außerdem wurde Bohrausrüstung von zwei anderen Plattformen in der Nordsee geordert, um Entlastungsbohrungen durchführen zu können. Von dem Leck, das etwa 25 Meter über dem Meeresspiegel liegt, strömen täglich weiterhin rund 200 000 Kubikmeter Gas aus. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist mit der gecharterten, unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden "Koningin Juliana", 672 BRZ (IMO-Nr.: 7420974), am 31.3. aus dem Fischereihafen von Cuxhaven zur "Elgin" vor der schottischen Küste ausgelaufen und näherte sich der "Elgin" bis zum Rand der Sperrzone, drei Seemeilen von der Gasplattform entfernt an. Die Wasseroberfläche sei mit Ölflecken übersät, hieß es, die einen kilometerlangen und mehrere hundert Meter breiten Teppich bildeten. Im Wasser schwämmen gelbliche Chemikalienbrocken. Der Nordwind treibe den Ölteppich derzeit weiter aufs Meer hinaus. Auch die Luft sei kontaminiert, es rieche nach Chemie. Das Schiff sollte am südlichen Rand der Sperrzone Aufnahmen mit einer Infrarotkamera machen. So sollten der Methangehalt in der Luft bestimmt und und möglicherweise weitere Lecks aufgespürt werden können. <
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Hamburg
(03.04.12) Auf dem mit Zellulose beladenen, unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Frachter "Anmiro", 2461 BRZ (IMO-Nr.: 9434577), ist im Travehafen in Hamburg-Steinwerder am 2.4. gegen 12 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Das Schiff hatte 1500 Tonnen Zellulose geladen, die in Brand gerieten. Die Löscharbeiten gestalten sich äußerst schwierig. Zunächst mussten die nicht in Brand geratenen Ballen aus dem Laderaum entfernt werden, um an die Glutnester zu kommen. 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz, auch ein Löschboot war an dem qualmenden Schiff in Stellung gegangen. Der 50x5 Meter große Laderaum wurde mit Wasser geflutet, und ein Kran machte sich daran, den Papierstoff aus der Luke zu holen. Der Einsatz dauerte am Abend noch an. Es bestand aber keine Gefahr, dass sich das Feuer auf andere Teile des Schiffes ausbreitete. Der 85 Meter lange Frachter der Briese-Schifffahrts GmbH & Co. KG in Leer hatte am Morgen von Kristiansand kommend am Hansa-Buss-Terminal festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hightech-Ketsch verlor Ballastbombe bei Les Voiles de St. Barth-Race
(03.04.12) Die 67 Meter lange, unter der Flagge der Cayman-Islands laufende Kohlefaser-Ketsch "Hetairos" rammte bei der Karibik-Regatta Les Voiles de St. Barth einen Unterwasserfelsen. Das Unglück ereignete sich am 26.3. beim Runden der Insel Petit Groupers, etwa 20 Minuten vor dem Ziel, als die "Hetairos" vor dem Wind lief. Die "Hetairos" befand sich neben der "Endeavour" auf Innenposition. Unter Verletzung des bei Maxi-Yachten vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes von 40 Metern manövrierte die "Endeavour" zwei Mal nacheinander in unmittelbarer Nähe des Felsens in nur etwa sechs Meter Entfernung vom Heck der "Hetairos". Trotz wiederholter Anrufe über Funk reagierte die "Endeavour" nicht. In dieser gefährlichen Situation kollidierte "Hetairos" mit einem Unterwasserfelsen. Als sie mit einer Geschwindigkeit von etwa 8 Knoten mit der neun Meter tief unter Wasser liegenden Ballastbombe des Hubkiels aufprallte, wurde die 18 Tonnen schwere sogenannte Crashbox des 60-Tonnen-Bleikiels an der Sollbruchstelle abgerissen. Diese ist so konzipiert, dass sie die kinetische Energie eines Aufpralls weitgehend absorbieren kann, so sollen an der Kielfinne, dem Hubmechanismus und am Rumpf strukturelle Schäden vermieden werden. Das System funktionierte: Lediglich der vordere Teil der Kielbombe ging, wie berechnet, verloren. Der Rest des Kiels erlitt ebenso wie die durch den gesamten Rumpf reichende Kielaufhängung keinen nennenswerten Schaden. Die erst im vorigen Jahr zu Wasser gelassene Supermaxi gilt als eines der technisch anspruchsvollsten und schnellsten Segelschiffe der Welt. Die Ketsch konnte das Rennen sogar unter Segeln beenden, verlor aber die Führung und nahm an keiner weiteren Wettfahrt mehr teil. Es lief in die Simpson Bay ein. Jetzt wird eine Werft gesucht, die das Boot kranen und reparieren kann. An einem Ersatz für die abgerissene Crashbox wurde bereits gearbeitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polnische Fähre rammte Kai in Wollin
(03.04.12) Das polnische Fährschiff "Karsibor I", 800 BRZ (IMO-Nr.: 7606750) kollidierte am 31.1. von Swinemünde kommend gegen Mittag mit dem Fähranleger auf der Insel Wollin, nachdem es nicht gelungen war, sie rechtzeitig aufzustoppen. Dabei wurde der Fähranleger beschädigt. Es dauerte fünf Stunden, bis die Fähre an den Kai verholt war und Passagiere und Fahrzeuge von Bord geholt werden konnten. Es kam deshalb zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Lkw mussten mehrere Stunden auf das Übersetzen warten. Ursache der Havarie war Fehler in der Motorsteuerung. Zudem herrschten starker Wind und in der Swine eine kräftige Strömung von der Ostsee her, die wohl mit dazu beitrug, dass das Schiff nach Steuerbord vom Kurs abgedrängt wurde. Nur wenige Stunden später kam es zu einem ähnlichen Zwischenfall, bei dem der Kapitän des zweiten zwischen Swinemünde und Wollin verkehrenden Schiffes in letzter Minute einen ähnlichen Unfall verhindern konnte. Am 1.4. begannen die Reparaturarbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Strandung in Swimming Pool repariert
(03.04.12) Am 1.4. verließ die maltesische Fähre "Feruz", 5786 BRZ (IMO-Nr.: 9411874), nach umfangreichen Reparaturen den Hafen von Samsun mit Kurs Schwarzem Meer. Das Schiff war eines von mehreren, die Mitte Februar in einem schweren Sturm gestrandet waren. Doch der Kapitän hatte große Seemannschaft bewiesen, indem es ihm gelungen war, das vor dem Wind treibende Schiff in einen Meerwasser-Swimmingpool eines Aquaparks zu lenken, der dicht bei Samsun lag. Mammoet Salvage machte sich gemeinsam mit der Firma Iskes Towage & Salvage aus IJmuiden im Rahmen eines LOF daran, die Eisenbahnfähre zu stabilisieren und unter Minimierung von Schäden an Schiff und Aquapark wieder ins offene Wasser zu bugsieren. Dennoch hatte der harte Felsboden am Schiffsboden erhebliche Schäden angerichtet, ebenso wie der Swimming Pool bei den Manövern des Schiffes stark in Mitleidenschaft gezogen worden war. Zunächst wurde der Zustand der Fähre durch Mammoet Salvage geprüft, das Schiff dann stabilisiert, die Wassertiefe der Umgebung geprüft und eine Ölsperre ausgelegt. Diese Arbeit wurde gemeinsam mit einer örtlichen Taucherfirma und Iskes Towage & Salvage durchgeführt. Die Zeit drängte, die Fähre sollte das Schwimmbecken verlassen haben, bevor wieder ein Sturm heraufzog. Zwei Wochen nach der Strandung waren auch bürokratische und sprachliche Hürden vor Ort ausgeräumt, und die Berger von Mammoet konnten die Fähre in den Hafen ovn Samsun schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper von gestrandeter Yacht bei Cape Henry abgeborgen
(03.04.12) Am Morgen des 2.4. lief die 44 Fuß lange Yacht "Full Fillment" aus Pittsburgh, Pennsylvania, nahe des First Landing State Park in Cape Henry auf Grund. Um 7.30 Uhr wurde die U.S. Coast Guard alarmiert. Der Skipper hatte versucht, zu ankern, doch sein Schiff war auf den Strand getrieben. Das Küstenwachboot "Shearwater" sowie ein Rettungsboot aus Little Creek liefen zu der Unglücksstelle, konnten aber wegen zu flachen Wassers nichts ausrichten. Ein Rettungsteam aus Virginia Beach konnte den Segler aber von Bord holen. Nun gilt es, die Yacht wieder vom Strand zu bekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Amerloq wird vom Riff gezogen
"Amerloq" wird vom Riff gezogen
(Bild: Staale Wattoe)   Großbild klick!
Trawler lief nach Maschinenschaden auf Schäre
(02.04.12) Der russische Trawler "Amerloq", 2277 tdw (IMO-Nr.: 7607352), lief am 1.4. um 17.40 Uhr nach einem Maschinenausfall auf der Fahrt nach Tromsø auf ein Riff vor der Insel Rogn, die nördlich von Langevåg im Borgundfjord liegt. An Bord war eine russische Crew von 26 Mann. Binnen kurzer Zeit waren Schlepper, Rettungsboote und ein Seaking-Helikopter aus Florø vor Ort. Das Rettungsboot "Magnus Lagabøter" aus Ålesund hatte bereits um 17.51 Uhr eine Schleppverbindung hergestellt, und nachdem der Trawler wieder von der Schäre herunter gezogen war, übernahm das Rettungsboot "Halfdan Grieg" die weitere Verschleppung zur Fiskerstrand-Werft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge auf dem Mittellandkanal gesunken
(02.04.12) Auf dem Mittellandkanal in Seelze-Gümmer ist am 31.3. eine Barge leckgeschlagen, die zu einem Schubverband mit zwei Schuten, der von dem polnischen Schlepper "Fabico 3" (EU-Nr.: 8351124) bugsiert wurde, gehörte. Die Barge mit 1270 Tonnen Sand an Bord sank auf viereinhalb Metern Tiefe. Der Verband, zu dem noch eine weitere Barge gehörte, war auf dem Weg von Salzgitter zum Dortmund-Ems-Kanal. Am Morgen gegen 8.50 Uhr wurde der Untergang bemerkt. Die Feuerwehr Seelze rückte mit einem Gefahrgutzug, Booten und einer Tauchergruppe an. Es liefen nur geringe Mengen Betriebsstoffe aus. Die Einsatzkräfte brachten eine Ölsperre aus. Die Barge sollte in den kommenden Tagen geleichtert und dann mit einem Mobilkran gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zugseil havarierter Fähre blockierte die Elbe
(02.04.12) Am Nachmittag des 1.4. wurden die Belgeraner und die Arzberger Feuerwehr alarmiert, weil auf der Elbfähre "Belgern" ein Motorbrand entstanden war. Zwar konnte das Feuer schnell gelöscht werden, doch weil das Schiff auf der Belgeraner Seite lag, spannte sich das Zugseil der Fähre über die gesamte Elbe und blockierte den Schiffsverkehr. Mithilfe der früheren Elbfähre "Roland" sowie 15 Einsatzkräften der Belgeraner Wehr konnte die Fähre jedoch auf die ostelbische Seite gezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhelliges Lob für Crew der "Azamara Quest" nach Erreichen von Sandakan
(02.04.12) Am 1.4. gegen 20.40 Uhr Ortszeit erreichte das durch ein Feuer beschädigte maltesische Kreuzfahrtschiff "Azamara Quest" mit rund zweitägiger Verspätung und in anderem Zustand als geplant den nächsten Anlaufhafen Sandakan auf Borneo.
Erleichterung bei den 1,001 Personen an Bord, davon 590 Passagieren überwiegend aus Europa und Amerika, darunter 39 Deutsche, 98 Briten, 89 Australiern und 45 Kanadiern sowie einer Crew von 411 Personen. Unter den fünf bei dem Feuer Verletzten befand sich ein Guatemalteke, der nach dem Einlaufen ins Krankenhaus musste. Einmütiges Lob gab es für den finnischen Kapitän Leif Karlsson und seine Crew, die trotz der schwierigen Situation eine entspannte Atmosphäre zu erzeugen gewusst hatten, nachdem nach Brandausbruch die Fahrgäste sich zunächst mit Rettungswesten im Casino und der Cabaret Lounge hatten versammeln müssen.
Hier waren sie über den Brand im Maschinenraum, dessen Rauchentwicklung auch in anderen Schiffsbereichen zu bemerken gewesen war, und die aktuelle Lage informiert worden. Danach hielt die Crew sie zwei Tage lang mit Barbecues an Deck und Freigetränken bei Laune. Die Kabinen hatten sich mangels Klimatisierung stark erhitzt. Nach dem Verlassen der philippinischen und dem Erreichen der malaysischen Hoheitsgewässer mit einer Fahrt von sechs Knoten hatte ein Patroullienboot der drotigen Marine die weitere Eskorte nach Sandakan übernommen.
Es war den Bordingenieuren nach 24-stündiger Arbeit zunächst gelungen, eine Maschine wieder anzufahren, sodass die Klimaanlage, die Wasserversorgung und Kühlung in Betrieb genommen werden konnten. Bei Erreichen des Hafens warteten dort neben der Polizei und Vertretern verschiedener Botschaften bereits die Busse, um die Fahrgäste in umliegende Hotels zu bringen.
Von dort aus flogen sie weiter nach Hause, denn die Kreuzfahrt musste abgebrochen werden. Der Reiseveranstalter Azamara Club Cruises wird den Passagieren den Fahrtpreis für die entgangene Reise vollständig zurückzahlen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwierige Rettungsaktion für verletzte Regattasegler
(02.04.12) Am 31.3. wurde die Coast Guard California von dem britischen MRCC um Assistenz gebeten, nachdem die 67 Fuß lange britische Yacht "Clipper Venture 6" am Morgen zuvor um 9.45 Uhr mit 13 Mann an Bord 270 Meilen westlich von San Francisco von einer großen Welle getroffen und beschädigt worden war. Das Ruder war ausgefallen, und die Yacht trieb mit drei Verletzten an Bord in der stürmischen See. Die Coast Guard schickte eine HC-130J Hercules der Air Station Sacramento, die Mediziner der California Air National Guard des 129th Rescue Wing mit Fallschirm absetzen sollte. Gegen 19 Uhr war das Langstreckenflugzeug vor Ort. Doch wegen der extrem rauen See musste davon abgesehen werden, und es wurden lediglich medizinische Güter abgeworfen. Das Flugzeug kehrte zur Base in Moffett Field zurück. Das 418 Fuß lange Küstenwachboot "Bertholf" aus Alameda wurde nun zur Hilfeleistung in Marsch gesetzt. Zunächst sollte eine MH-60T aus San Diego, die sich an Bord befand, die Verletzten aufwinschen, doch das Rigg und der Mast hätten den Hubschrauber gefährdet. So wurde eines der Rettungsboote ausgesetzt, das die Verletzten an Bord nahm und auf die "Bertholf" übersetzte, die anschließend Kurs auf San Francisco nahm. Hier wurde sie am 2.4. erwartet. Eine weitere C-130 unterstützte derweil die Kommunikation mit der Yacht. Diese schickte sich anschließend an, mit der Restbesatzung Oakland zu erreichen, wo bereits neun andere Yachten in Jack London Square festgemacht hatten. Sie sind alle Teilnehmer einer Regatta des in Southampton, England, gestarteten Around-the-World-Race. Bei der letzten Etappe ging es von Quingdao nach San Francisco und weiter nach New York City durch den Panama-Kanal. Der Zieleinlauf soll am 22.7. sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vielfältige Rettungsaktion für leckgeschlagenen Kutter
(02.04.12) Die Coast Guard Long Island eskortierte am 31.3. den Kutter "Shamrock" aus Boston, der südöstlich von Montauk, New York, in bis zu 12 Fuß hohen Seen und Windgeschwindigkeiten bis 30 Knoten Wassereinbruch erlitten hatte, nach New Bedford, Massachusetts. Um 10:30 Uhr hatte der Kutter "Ocean Pride" aus in Eliot, Maine, die Notlage des mit vier Mann besetzten Kutters gemeldet. Ein Rettungsjet sowie ein Helikopter der Air Station Cape Cod und die je 87 Fuß langen Küstenwachboote "Tiger Shark" und "Ridley" wurden zu dem Havaristen geschickt. Dessen Crew hatte vorsorglich Überlebensanzüge angelegt und eine Rettungsinsel klargemacht. Das Flugzeug warf gegen Mittag zwei Lenzpumpen ab, und der Helikopter sowie die "Tiger Shark" eskortierten den Havaristen in stürmischer See ins 65 Meilen entfernte Montauk. Währenddessen wurde eine dritte Lenzpumpe auf die "Shamrock" gebracht. Als diese sich Long Island annäherte, stießen Boote der Coast Guard Station Montauk hinzu. Das Patroullienboot "Bainbridge" übernahm die Begleitung ins sieben Fahrstunden entfernte New Bedford, wo der Kutter gegen 13 Uhr festmachte. Die "Bainbridge Island" nahm danach eine Kontrolle des Havaristen vor. Der Kapitän der "Shamrock" berichtete, dass sich auf Fangfahrt eine Planke im Vorschiff gelöst und so einen Wassereinbruch in der vorderen Abteilung verursacht habe, gegen den die bordeigene Lenzpumpe nicht angekommen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flamme auf "Elgin" erloschen
(02.04.12) Die Umweltorganisation Greenpeace hat am 2.4. mit Schadstoff-Messungen nahe der leckgeschlagenen Gasplattform "Elgin" vor Aberdeen begonnen. Von einem Forschungsschiff aus saugten sie Proben der verschmutzten Luft in mehrere fünf Liter große Plastikzylinder. Dabei nutzten sie den Wind aus Nordwest, der das Gas zu ihrem südlich der Plattform liegenden Schiff trieb. Weil dieses aber eine von der Küstenwache errichtete Drei-Meilen-Sperrzone einhalten musste, war die Aussagekraft der Messungen noch unsicher. Ein Hamburger Labor soll die Proben in den kommenden Tagen auswerten. Die Betreiber von Total wollten ein Expertenteam per Hubschrauber auf die "Elgin" fliegen. Die britischen Behörden wollten eventuell schon am 2.4. dem Unternehmen in den kommenden Tagen eine Erlaubnis erteilen, die Schließung des Gaslecks in Angriff zu nehmen. Es soll Gasleck zunächst mit Bohrschlamm verstopft und gleichzeitig mit zwei Entlastungsbohrungen dauerhaft entschärft werden. Das könnte sechs Monate in Anspruch nehmen und Milliarden kosten. Am 31.3. war die Gasfackel auf der Plattform von allein erloschen und damit die Gefahr einer Explosion reduziert worden. Total wusste möglicherweise bereits seit Februar von Problemen auf der Plattform. Arbeiter hatten schon vor Wochen Sorgen wegen des steigenden Gasdrucks geäußert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Felsenküste bei Leiro gesetzt
(02.04.02) Der norwegische Frachter "Faktor", 793 BRZ (IMO-Nr.: 7128485), ist am Morgen des 2.4. bei Leiro in Huglo vom Kurs abgekommen und vierkant auf die felsige Küste aufgelaufen. Das Schiff befand sich mit einer Ladung Sand auf der Fahrt von Haugesund nach Jondal. Nach der Strandung begann der bordeigene Bagger, Ladung zu leichtern, um das Schiff wieder flott zu bekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Fliegen im Dock mit einer Klappe geschlagen
(02.04.02) Die französische Fähre "Piana", 19500 BRZ (IMO-Nr.: 9526289), hat am 31.3. den Fährdienst Marseille - Bastia wieder aufgenommen. Sie war erst am 12.3. von der Chantier Naval Marseille, abgeliefert worden, hatte aber bei einem der ersten Anlegemanöver einen Kai gerammt und Schäden am Wulstbug davon getragen. Während der Reparatur im Trockendock wurden noch weitere Garantiearbeiten durchgeführt. Am 29.3. wurde die "Piana" ausgedockt. Quelle: Tim Schwabedissen



Geisterschiff nahm Kurs auf Alaska
(02.04.02) Der von einem Flugzeug der kanadischen Luftwaffe 260 Kilometer vor dem Südende von Haida Gwaii gesichtete japanische Trawler, der nach dem Tsunami im vergangenen Jahr als Geisterschiff über den Pazifik kreuzt, hat den Kurs geändert. Am Morgen des 30.1. passierte er die Grenze von Kanada und den USA nahe der Dixon Entrance, 35 0 Kilometer vor der Küste von Prince Rupert, British Columbia. Eine Hercules warf am Nachmittag eine Boje auf das Schiff ab, mit der dessen Driftposition kontinuierlich überwacht werden kann. Es treibt derzeit nordwärts und könnte möglicherweise Sitka in Alaska erreichen. Strömung und Wind stellten aber noch Unsicherheitsfaktoren dar. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter mit 22 Mann vor Pakistan vermisst
(02.04.02) Der indische Frachter "Shivam", 1220 BRZ (IMO-Nr.: 8901951), ist vermutlich mit 22 Mann Besatzung, davon 18 aus Jamsalaya und vier aus Porbandar, vor Pakistan gesunken. Es war am 15.3. aus Mumbai ausgelaufen und hätte mit einer Ladung von 2000 Tonnen Zucker am 25.3. Oman erreichen sollen. Am 20.3. funkte das Schiff in stürmischer See Notrufe auf einer Position rund 80 Meilen vor Pashni in Pakistan. Neben der indischen Coast Guard hat auch die Pakistan Maritime Security Agency eine Suchaktion eingeleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



Rauchentwicklung auf norwegischer Fähre
(02.04.02) In der Nacht zum 31.3. kam es zu einer starken Rauchentwicklung im Maschinenraum der norwegischen Fähre "Dryna", 1351 BRZ (IMO-Nr.: 9337884), die sich nach Reparaturen auf einer Probefahrt nach Molde in Julsundet befand. An Bord waren vier Mann Crew und drei Arbeiter. Das Schiff machte mit eigener Kraft kurz vor Mitternacht am Fährterminal fest, wo bereits Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen bereit standen. Die Crew hatte die Lage zu dieser Zeit bereits unter Kontrolle. Die Rauchentwicklung war durch nicht ordnungsgemäß befestigte Keilriemen entstanden. Der Maschinenraum hatte zudem durch die Löscharbeiten Wasserschaden genommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Rauchentwicklung auf Motorboot in Putiki Bay
(02.04.02) Die Coastguard rettete am Nachmittag des 31.3. zwei Personen, nachdem es auf der Barkasse "Tarus" an der Einfahrt der Putiki Bay auf Waiheke Island am Nachmittag zu Rauchentwicklung gekommen war. Gegen 14 Uhr fing die Coastguard einen Notruf auf. Als die Retter eintrafen, war das Boot mit Rauch gefüllt, der aus dem Maschinenbereich zu kommen schien. Eine Person wurde wegen Rauchentwicklung medizinisch behandelt. Der zweite Mann blieb zunächst an Bord, doch als sich der Rauch verstärkte, musste auch er von Bord geholt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler in Port Philip Bay nicht mehr zu bergen
(02.04.02) Der neuseeländische 157-Tonnen-Trawler "Lady Cheryl", der am 24.3. in der Port Phillip Bay nahe Point Nepean auf Felsen lief und sank, dürfte dauerhaft dort verbleiben. Das Schiff hatte 30 Tonnen Diesel, 300 Liter Hydrauliköl und 500 Liter Schmieröl an Bord, die aber inzwischen abgepumpt wurden. Das 27 Meter lange Schiff selbst aber begann inzwischen durch den Einfluss des Seeschlags auf dem Meeresgrund einsinkend auseinander zu brechen. Es ist schwer beschädigt und bereits fünf Meter tief versandet, es könnte von daher nicht mehr zu heben sein. Nach Angaben des Port of Melbourne stellt das Wrack weder für die Schifffahrt noch für die Umwelt eine Gefahr dar. Taucher sollten das Wrack, wenn das Wetter es zulässt, nochmals untersuchen. Starke Strömungen machen dies aber zu einem gefährlichen Unterfangen.Quelle: Tim Schwabedissen



"Costa Concordia" soll im Ganzen geborgen werden
(02.0403.02) Nach zwei Monaten der Spekulation über die Bergungsmethode, die bei der "Costa Concordia" angewandt werden könnte, wurde nun bekannt, dass das Schiff in einem Stück gehoben werden und nach Genua geschleppt werden soll. Die Arbeiten sollen im Mai beginnen und werden auf rund ein Jahr veranschlagt. Die Kosten dürften bei etwa 288 Millionen Dollar liegen. Das Schiff vor Ort abzubrechen, wäre zwar billiger, aber für die Umwelt mit mehr Risiken verbunden. Rund um Giglio sind Delfine, Seehunde und 700 weitere Tier- und Pflanzenarten zu Hause. Quelle: Tim Schwabedissen



Nächster Sturm könnte "Rena" weiter zerlegen
(02.043.02) Die Kranbarge "Smit Borneo" hat am 31.3. von der "Rena" losgeworfen und wird voraussichtlich einige Zeit im Hafen von Tauranga bleiben, da vom 3.-8.4. stürmisches Wetter vorhergesagt wurde mit Wellen bis zu acht Metern Höhe vor allem am 3. und 4.4. Es wurde damit gerechnet, dass die Wellen dem fragilen Wrack weiter zusetzen. Am Wochenende zuvor wurden die Helikopter-Arbeiten fortgesetzt und weitere Trümmer vom Wrack geflogen. Die Zahl geborgener Container von der "Rena" blieb bei 685. Am 30.3. wurden Trümmer auf Whakatane und Ohope entdeckt, die zu einem Kühlcontainer gehörten. Der Isolierschaum wurde oberhalb der Flutlinie gelagert. Ein Team von Braemar Howells war auch in der Orokawa Bay nördlich von Waihi Beach tätig, um Treibholz einzusammeln. Es soll bei ruhigem Wetter von einem Hubschrauber auf eine Barge geflogen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



300 Tonnen Schweröl und 350 Container von "Bareli" abgeborgen
(02.04.02) 300 Tonnen Schweröl und rund 350 Containers wurden bis Ende März vom Wrack des vor China zerbrochenen Containerfrachters "Bareli" geborgen. 30 Tonnen Schweröl, die aus einem aufgerissenen Tank in einen Laderaum gelaufen waren, wurden ebenfalls entsorgt. Durch den Versicherer Gard, ist der Eigner gemeinsam mit der Fujian MSA dabei, einen Bergungskontrakt mit Shanghai Salvage zu erarbeiten. Derweil wurden zwei Mann der Crew inzwischen auf Heimreise geschickt. Die 16 übrigen sollten in Kürze folgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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