EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Dezember 2011


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"Hyundai Confidence" beschädigt (Bild: Andrey)   Großbild klick!
Schwere Kollision von Bulkcarrier und Containerfrachter
(31.12.11) Am 14.12. kollidierte der Containerfrachter "Hyundai Confidence" mit dem Bulkcarrier "Pacific Carrier" vor Kwangyang. Die "Pacific Carrier" war mit einer Ladung Kohle auf der Fahrt von Indonesien nach Südkorea, die "Hyundai Confidence" im Rahmen des CM4 Service von Asien in den Mittleren Osten. Der Bug der "Hyundai Confidence" wurde meterweit eingedrückt, und die " Pacific Carrier" wurde im Bereich der Laderäume 4 und 5 aufgerissen, es kam zu Wassereinbruch. Die "Hyundai Confidence", 68020 tdw (IMO-Nr.: 9254848) hat eine Containerkapazität von 5605 TEU und wurde 2003 unter der Flagge von Panama in Dienst gestellt. Manager ist die Hyundai Merchant Marine. Der Bulkcarrier "Pacific Carrier", 146939 tdw (IMO-Nr.: 8417637) wurde 1986 erbaut, führt die Flagge Südkoreas und hat als Manager das Sinokor Thome Ship Management. Quelle: Tim Schwabedissen



Rena: Risse erweitert (Bild: Maritime New Zealand)
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Lage der "Rena" über Nacht verändert
(31.12.11) Maritime New Zealand hat Radioberichten widersprochen, nach denen die "Rena" nun zerbrochen sei. Beide Schiffsteile lägen noch auf dem Riff. Doch die Risse haben sich erweitert, und man kann in den Rumpf hineinsehen und dort Container ausmachen. Die Schlagseite, die bisher 20 Grad betrug, und auch die Lage des Achterschiffes haben sich aber in der Nacht zum 31.12. verändert. Vor Ort waren 4-5 Meter Wellenhöhe. Ein weiterer Container ging über Bord. Aus dem Kielbereich lief weiteres Öl aus und wurde an den umliegenden Stränden erwartet. Ein Ölfilm erstreckte sich 2.5 Kilometer $weit. Reinigungsteams wurden nach es Papamoa und Mount Maunganui geschickt. Sie bargen auch angetriebenes Fleisch aus aufgebrochenen Containern. Die Kranbarge "Smit Borneo" liegt derzeit wegen schlechten Wetters im Hafen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf der Ems sinkend auf Grund gesetzt
(31.12.11) Am Abend des 29.12. kurz nach 19 Uhr havarierte auf der Ems bei Gandersum das deutsche Binnenschiff "Adriana", 1130 ts (EU-Nr.: 04000090). Bei Böen mit Windstärken von bis zu zehn Beaufort kollidierte das Schiff, das auf dem Weg von Herbrum nach Emden war, mit einem Wartedalben der Liegestelle bei Gandersum. Dabei wurde das 80 Meter lange Schiff im Bugbereich aufgerissen. Obwohl schon Wasser bis zum ersten Laderaum lief, konnte der Kapitän die mit Containern beladene "Adriana" noch durch das Gandersumer Sperrwerk manövrieren. Am Nordufer setzte er es dann auf Grund, um ein weiteres Sinken zu verhindern. Die Wasserschutzpolizei in Emden sicherte gemeinsam mit dem Zollboot "Emden" die Unfallstelle. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung schickte die "Lütje Hörn" und "Friesland". Auch die Emder Feuerwehr wurde mit Pumpen von der Verkehrszentrale "Ems" des Wasser- und Schifffahrtsamtes angefordert.
Eingreifen mussten die 25 Feuerwehrleute der Hauptberuflichen Wachbereitschaft und der Ortsfeuerwehr Widdelswehr/Petkum, die mit sieben Fahrzeugen vor Ort waren, jedoch nicht mehr. Es gelang, das Schiff schwimmfähig zu halten. Um aber die "Adriana" wieder aus dem Schlick freizubekommen, reichte die Maschinenkraft von "Lütje Hörn" und "Friesland" nicht aus. Deshalb wurde der Schlepper "Radbod" aus Emden gerufen, der das Duisburger Binnenschiff zum Emder Nordkai im Neuen Binnenhafen bugsierte. Dort endete um 5 Uhr morgens der erste Einsatz. Am 30.12. kam die Emder Feuerwehr nochmals mit 24 Einsatzkräfte der Hauptberuflichen Wachbereitschaft und der Gefahrgutgruppe der Freiwilligen Feuerwehr zum Einsatz, die Ölsperren um das Schiff herum auslegten. Dann wurde die Container-Ladung der "Adriana" gelöscht. Vor der Weiterfahrt muss die "Adriana" zuerst repariert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote und zwei Vermisste bei Explosion
(31.12.11) 105 Mann waren an Bord des Tankers "Prem Divya", als dieser am 29.12. im Hafen von Fujairah bei Schweißarbeiten explodierte. Dabei wurden drei Personen getötet, einer wurde verletzt, zwei weitere vermisst. Die Hälfte der 24-köpfigen Crew wurde in Hotelsuntergebracht. Der Tanker war am 27.12. zu 10-tägigen Reparaturarbeiten in Fujairah eingetroffen. Die Rohre sollten geprüft und Schweiß- und Instandhaltungsarbeiten an der Maschine durchgeführt werden. Die indische "Prem Divya", 109227 tdw (IMO-Nr.: 9138599) wurde 1998 erbaut und hat als Manager die Anglo-Eastern, Indien. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuerwerk in Eschebrygge verboten - havarierter Tanker blockiert Festplatz
(31.12.11) Am 30.11. um drei Uhr wurde das Rettungsboot "Peter Henry von Koss" zu dem Tanker "Frigg" gerufen, der rund 20 Meilen südwestlich von Lista Maschinenausfall erlitten hatte. Das Schiff war bei sechs Meter Wellenhöhen auf Drift. Binnen zwei Stunden war das Rettungsboot vor Ort, bei dem herrschenden Sturm dauerte es eine weitere Stunde, eine Schlepptrosse zu übergeben. Mit drei Knoten Fahrt wurde der Tanker dann in den Flekkefjord geschleppt und an den Kai im kleinen Hafen Eschebrygga gelegt, wo das Schiff abgesperrt wurde. Das traditionell auf dem Hafenkai stattfindende Feuerwerk wurde wegen der Feuergefahr verboten. Das Schiff hat geringe Mengen Rapsöl an Bord. Die maltesische "Frigg", 2959 tdw (IMO -Nr.:8015881) wurde 1982 erbaut und läuft für die Fjord Shipping AS in Maloy. Quelle: Tim Schwabedissen



Überlebender der "Vinalines Queen" nach fünf Tagen gerettet
(31.12.11) Fünf Tage lang überlebte ein Besatzungsmitglied des vietnamesischen Bulkcarriers "Vinalines Queen" in einer Schwimmweste in der See treibend, ehe er am 30.12. von dem britischen Frachter "London Courage", der das Seegebiet auf dem Weg nach Singapur passierte, entdeckt und gerettet wurde. Er wurde gegen 10.30 Uhr an Bord genommen. Er berichtete dem Vietnam Maritime Rescue Center, dass sein Schiff am 25.12. gegen sieben Uhr gesunken sei. Es sei plötzlich gekenert und dann rasch versunken. Als einziger habe er ein Rettungsboot erreichen können. Von den weiteren 22 Mann fehlte weiter jede Spur. Die Einsatzkräfte der Philippinen, Japans und Taiwans, die an der Suche teilgenommen hatten, wurden informiert. Die "Vinalines Queen" wurde als vermisst erklärt auf der Position 25 20-00 N; 123-47.1 O. Der Bulker mit einer Tragfähigkeit von 56040 Tonnen war 2005 erbaut worden und lief für die Vinalines Haiphong. Quelle: Tim Schwabedissen



90-jähriger Schlepper trieb auf Grund
(31.12.11) Der 96 Fuß lange Schlepper "Delanco" lief eine halbe Meile nördlich des Kingston Fährterminals in der Nacht zum 30.12. auf Grund. Am nächsten Morgen konnte der 90 Jahre alte Schlepper wieder flottgemacht werden. Das Schiff hatte jahrelang in Tacomas Hylebos Waterway gelegen und war unterwegs nach Port Townsend, als er gegen 21 Uhr Maschinenausfall hatte und im Admiralty Inlet zwischen Marrowstone und Whidbey auf Grund trieb. Dort blieb er 11 Stunden und setzte dann im Schlepp des Küstenwachbootes "Sea Lion" die Fahrt nach Port Townsend fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Kühlschiff bei Tromsö gestrandet
(31.12.11) Der unter Cayman Islands-Flagge laufende Frachter "Ice Bird", 3625 BRZ (IMO-Nr.: 8915524), lief am 29.12. in Rya nach Maschinenausfall auf Grund. Nachdem das Schiff wieder flott war, lief es nach Tromsø ein. Es hatte zuvor am Troms Fryse Terminal gelegen und setzte inzwischen die Reise nach Ceuta fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Aufgelegter Frachter auf Strand getrieben
(31.12.11) Der in der Kette liegende südkoreanische Frachter "OSM Arena", der mit 14 Mann Crew aus Burma vor Chennai Port ankerte, trieb am 30.12. in stürmischer See auf den nahen Strand. Er hatte seit 22 Monaten nach einem Gerichtsbeschluss des Kolkata High Court festgelegen. Der Frachter kam 600 Meter vor dem Strand zwischen der Mündung des Cooum River und dem Kohlehafen bei Adyar fest. Da die Maschine versagte, war es nicht möglich, nach Beginn der Drift den Anker zu lichten. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Atom-U-Boot gelöscht
(31.12.11) Das Feuer auf dem russischen Atom-U-Boot "Yekaterinburg", 11740 ts, konnte am Nachmittag des 30.12. gelöscht werden. Das Boot war bei Murmansk gedockt gewesen. Feuerwehren bespritzten den Rumpf zum Abkühlen weiter mit Wasser. Sieben Mann der Crew kamen mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Giftige Gase waren bis nach Roslyakovo getrieben. Möglicherweise ist das Schiff irreparabel. Quelle: Tim Schwabedissen



Gekenterter Frachter vor Aprarri verliert kein Öl
(31.12.11) Die philippinische Coastguard in Aparri hat sichergestellt, dass der chinesische Frachter "Chang Da 216" keine Umweltgefahr ausgeht. Das Schiff war dort am 10.12. gekentert, weil der Frachter trotz Sturmwarnung ausgelaufen war. Er war mit 19 Mann Crew nach China bestimmt. Ein Chinese kam ums Leben, einer wurde vermisst. Quelle: Tim Schwabedissen



Leichtern gerissenen Tankers verzögert sich
(31.12.11) Der vor County Down liegende Tanker Genmar Companion, der unweit desBelfast Lough bei Donaghadee seit über zwei Wochen vor Anker liegt und fast 54,000 Tonnen Gasöl an Bord hat, wird noch länger dort verbleiben. Der 228 Meter lange Tanker hatte am 16.12. auf der Reise Rotterdam - New York einen Riss erlitten. Der Hafen von Cork war zu klein für eine Reparatur des Tankers. Am 18.12. wurde er nach Belfast geschickt. Der Leichtertanker "BW Seine" wird aber wetterbedingt noch zwei bis drei Tage brauchen. Der Transfer des Öls wird dann rund 36 Stunden dauern. Quelle: Tim Schwabedissen



Stelze von Barge in Kadetrinne entdeckt
(31.12.11) In der Kadetrinne südlich von Gedser wurde am 28.12. die Hälfte der 36 Meter langen Stelze gefunden, die die Jack-Up-Barge "Aarsleff Jack 3" (MMSI-No.: 219013857) verloren hatte und die den Bug des Frachters "Johanna" durchbohrte. Der Gegenstand konnte mit Sonar ausfindig gemacht werden. Er ist auf 20 Metern Tiefe gesunken und stellt keine Gefährdung für die Schifffahrt mehr dar. Quelle: Tim Schwabedissen



Sterrsman im Schlepp (Bild: Harm Fokkes)   Großbild klick!
Notankerung eines Tankers vor Antwerpen
(30.12.11) Am Spätnachmittag des 28.11. musste der liberianische Tanker "Steersman", 4847 BRZ (IMO-Nr.: 9050682), auf der Reise von Antwerpen nach Milford Haven wegen Maschinenproblemen nahe der Zeedorp-Tonne 37 notankern. Gegen 18 Uhr wurde er von den beiden Schleppern "Multratug 4" und "Multratug 11" auf den Haken genommen und nach Hansweert gezogen. Inzwischen konnte der Schaden behoben werden, und das Schiff wird nun am 31.12. gegen fünf Uhr in Milford Haven erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutscher Binnentanker rasiert
(30.12.11) Am Abend des 29.12. kollidierte der deutsche Binnentanker "Anton", 2031 ts (EU-Nr.: 04804460) mit der Botlek-Brücke in Rotterdam. Dabei wurde das Ruderhaus komplett zerstört und das auf Deck gestaute Auto des Kapitäns ins Wasser gefegt. Nachdem der Tanker Richtung Ufer gedriftet war, konnte er dort mit dem Bug solange gehalten werden, bis zwei Schlepper den Havaristen auf den Haken nahmen und in den Merwehafen in Rotterdam bugsierten. Das Auto wurde später geborgen, der Kapitän kam mit leichten Verletzungen davon. Die Schadenshöhe an der Brücke war noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Frachter kamen im Nord-Ostsee-Kanal vom rechten Weg ab
(30.12.11) Gleich zwei Havarien gab es am 29.12. im Nord-Ostse-Kanal. Erst lief der deutsche Frachter "Hein", 861 BRZ (IMO-Nr: 6702284), auf der Fahrt von Brake nach Falkenberg unweit von Schülp am Nachmittag in die Böschung. Er war um 13.30 Uhr in den Kanal eingelaufen. Nachdem das Schiff wieder flott war, machte es um23.300 Uhr im Rendsburger Kreishafen fest.
Gegen 23 Uhr erwischte es den holländischen Frachter "Nordic Erika", 2663 BRZ (IMO-Nr.: 9528495), der unweit der Fährstelle Burg in die Böschung lief. Er befand sich auf der Fahrt von Gdingen nach Cork, wo er am 2.1.2012 erwartet wird. Er hatte gegen 17 Uhr von der Kieler Bunkerstation der Bominflot losgeworfen und war westwärts im Kanal unterwegs, als sich die Havarie ereignete. Der Schlepper "Bugsier 15" wurde zu der Unglücksstelle gerufen und bugsierte den Frachter nach Brunsbüttel, wo er am 30.12. um 00.45 festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Russisches Atom-U-Boot nach Großbrand teilweise geflutet
(30.12.11) Neun Seeleute wurden vermisst, sieben kamen mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus nachdem am 29.12. das russische Atom-U-Boot "Yekaterinburg", 11740 ts, während Reparaturarbeiten in Murmansk in Brand geriet. Wegen der Überholungsarbeiten in der Roslyakovo Werft befanden sich keine Waffen an Bord, und es gab auch kein Risiko eines Nuklearunfalls. Die beiden Reaktoren waren abgeschaltet. Das Feuer entstand gegen 13 Uhr und führte zu massive Rauchentwicklung. Gegen 21.40 Uhr wurde das Feuer unter Kontrolle gebracht. Dazu wurde das Boot teilweise geflutet. An der Brandbekämpfung waren neben Löschbooten und 11 Löschzügen auch mehrere Helikopter beteiligt, der Wasser über dem Brandherd abwarf. Die Flammen, die von einem Holzgerüst im Dock auf das Schiff übergegriffen hatten, schlugen zeitweilig 10 Meter hoch. Am Morgen des 30.11. wurden noch Schwelbrände registriert. Das U-Boot gehört zur Delta IV-Klasse und wurde 1985 in Dienst gestellt. Es kann bis zu 16 Interkontinentalraketen an Bord nehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kümo rammte Schleusenleitwerk
(30.12.11) Am 28.12. kollidierte gegen 10 Uhr der unter Cook Islands-Flagge laufende Frachter "Union Topaz", 1543 BRZ (IMO-Nr.:8502133), mit dem Leitwerk der Seeschleuse in Terneuzen. Das Unglück ereignete sich beim Verlassen der Schleuse auf der Fahrt nach Boston wegen eines Navigationsfehlers. Der Frachter war um 20.10 Uhr aus Ghent ausgelaufen. Er wurde am Steuerbordbug beschädigt und machte um 21.15 Uhr wieder in Terneuzen fest. Auch die Schleuseninstallation wurde in Mitleidenschaft gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Verhängnisvoller Wattausflug - Familie von Wrack der "Pionier" vor Norderney gerettet
(30.12.11) Ein Ausflug zum Wrack des Muschelbaggers "Pionier" wurde einer Familie aus Nordrhein-Westfalen am 29.11. fast zum Verhängnis. Sie war mit ihren zwei Kindern zu dem vor Norderney gestrandeten Schiff aufgebrochen. Die Eltern und ihre 11- und 12-jährigen Söhne wurden dort von der Flut überrascht.
Weil ihnen das Wasser den Rückweg zur Insel versperrte, rettete sie sich auf eine nahegelegene Sandbank. Zeugen hatten die Eingeschlossenen beobachtet und alarmierten die Polizei. Mit einem Rettungshubschrauber wurden zunächst die beiden Jungen zum Festland gebracht, danach auch der Vater. Die Mutter hatte sich geweigert, die beiden Hunde, die sich ebenfalls bei der Familie befanden, zu verlassen. Sie watete mit den beiden Hunden unterstütz durch einen Rettungsschwimmers der DLRG durch einen 1,50 Meter tiefen Priel zum Festland. Die beiden Kinder kamen mit Verdacht auf Unterkühlung ins Krankenhaus. An der Rettungsaktion waren insgesamt fast 30 Einsatzkräfte beteiligt.
Der Schillsauger "Pionier" liegt seit 1968 an der Ostspitze der Insel und ist seither fast so etwas wie ein Wahrzeichen geworden. Er fand seinen letzten Liegeplatz im Frühjahr 1968 bei der Rettungsaktion für ein anderes Strandungsopfer. In den Weihnachtstagen des Jahres 1967 war der Heringslogger "Ministerialrat Streil" auf dem Weg von Glückstadt nach Emden auf der Othello-Plate fest gekommen. Diese trägt ihren Namen wiederum nach einem dort im 19. Jahrhundert gescheiterten Segler.
Die Notsignale des Loggers wurden auf der Insel Baltrum bemerkt. Dort war damals aber keine Rettungsstation, und das Norderneyer Boot war gerade in der Werft. Deswegen sprang der Langeooger Rettungskreuzer ein und kam der Besatzung, deren Schiff in starkem Sturm leck zu schlagen drohte, in höchster Not zu Hilfe. Mit Hilfe des Sprungnetzes gelang es, alle Männer wohlbehalten zu übernehmen.
Der Havarist selbst trieb weiter auf die Sandbank hinauf. Mit der Hoffnung auf eine gute Bergungsprämie machte sich im Januar 1968 die Crew des Muschelbaggers "Pionier" aus Bensersiel daran, dem auf dem äußersten Zipfel Norderneys festsitzenden Logger einen Kanal ins tiefere Wasser auszuheben. Doch an dem Unternehmen ging etwas schief - auf einmal war den Bergern selbst der Weg in die Freiheit verlegt: Die Strömung hatte die Rinne, in der sich das Schiff voran arbeitete, zugeschüttet.
Zunächst bemerkte niemand das Malheur - auf Baltrum wähnte man den Bagger bei der Erntearbeit auf den Muschelbänken. Ein Nordoststurm besiegelte das Schicksal der "Pionier" - hilflos trieb sie über Nacht so weit auf den Sand, dass sie nach Ablaufen des Wassers vollkommen auf dem Trockenen saß. Kapitän und Maschinist, denen der Proviant mittlerweile ausgegangen war, machten sich zu Fuß auf den Weg zum Norderneyer Leuchtturm, wo sie als erstes ihre knurrenden Mägen füllten. Starke Schlepper rückten an und befreiten im März 1968 den weiter seewärts liegenden Heringslogger.
Die "Pionier" aber saß hoffnungslos fest. Sie blieb weitab vom rettenden Fahrwasser in einer Wasserkuhle liegen und verrostet seither, mal mehr, mal weniger versandet und inzwischen stark korrodiert. Die Aufbauten brachen komplett zusammen, im Rumpf klaffen Löcher, aber für ein Wrack präsentiert der als Bergungsschiff so glücklose Schillsauger bis in heutige Zeit ein verblüffend buntes Farbkleid.
Touristen haben es sich in den vergangenen Jahren zum Hobby gemacht, schwer bepackt mit Farbeimern über die Dünen hinweg zum rostigen Rumpf auf dem Vorstrand zu wandern und sich auf dem mürben Stahl künstlerisch auszutoben. So präsentiert sich die "Pionier" jetzt wie ein alter Clown - erkennbar traurig und verfallen, aber stets grell geschminkt. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Erzfrachter abgebrochen
(30.12.11) Nach drei Tagen wurde die Suche nach dem Bulkcarrier "Vinalines Queen" durch Hubschrauber der philippinischen und japanischen Rettungskräfte am 29.12. ergebnislos abgebrochen. Die Vietnam Shipping Lines Group (Vinalines) und das Vietnam Maritime Search and Rescue Co-ordination Centre hatten auch Kontakt mit Schiffen in dem Seegebiet aufgenommen, nachdem der Bulker am 25.12. verschwunden war. Es wurden jedoch lediglich Ölstreifen gesichtet, keine Spuren von dem Schiff. Es könnte schnell versunken sein, weil das Eisenerz, von dem sich 54000 Tonnen in den Laderäumen befanden, große Mengen Seewasser absorbieren und dadurch die Schiffsstabilität gefährden kann. Es gibt nur wenig Hoffnung für das Schiff und seine 23-köpfige Besatzung. Das Meer ist in dem Suchgebiet 5000 Meter tief. Der Kontakt war abgebrochen, nachdem der Frachter die philippinische Insel Luzon auf der Fahrt von Morowali nach Ningde passiert hatte und Schlagseite meldete. Nach wie vor herrscht Sturm in dem Seegebiet. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge vor Philippinen gestrandet
(30.12.11) Eine indonesische Barge lief am 27.12. vor Puerto Princesa auf Grund. Korallenriffe nahmen Schaden, nachdem die Barge bei Barangay Bancao-Bancao mit 8000 Tonnen Holzkohle auf dem Weg nach Manila auf Grund trieb. 15 Mann wurden von der Coastguard und der philippinischen Marine gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



109 Jahre altes Schiff soll nach Feuer repariert werden
(30.12.11) Der Eigner des ausgebrannten schwimmenden Restaurants "Tokyo Joe's" will das 121 Fuß lange Schiff, wenn möglich, wieder herstellen. Ein Ingenieur soll das Wrack in der kommenden Woche untersuchen. Es war am Morgen des 28.12. in Port Dalhousie ausgebrannt, der Schaden beträgt 500,000 Dollar. Vermutlich wurde der Brand gelegt. Das 109 Jahre alte Schiff, das 1902 bei der Jenks Shipbuilding Company in Port Huron, Michigan, entstand, begann seine Karriere als Schlepper "James R. Elliot" in Detroit begann, diente später als Fähre "Normac" zwischen Tobermory und Manitoulin Island. 1930 wurde die "Normac" von der Owen Sound Transportation Comapny erworben und von Dampf- auf Dieselbetrieb umgerüstet. 1969 wurde der Veteran zum Captain John's Harbour Boat Restaurant in Toronto. 1981 sank es an seinem Liegeplatz und blieb ein halbes Jahrzehnt unter Wasser. In Dalhousie liegt es jetzt ohnehin auf dem Hafengrund, ein Untergang ist von daher nicht zu befürchten. Doch die enorme Hitze hat dem Stahl zugesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Saudischer Tanker rettete 32 Fischer
(30.12.11) 32 ägyptische Fischer wurden am 29.12. nach dem Untergang ihrer "Baraka Al-Haj Muhammad" von einem saudischen Tanker der Saudi Aramco gerettet. Der Trawler hatte in schwerer See Maschinenschaden erlitten. Die Grenzschützer auf Farasan Island wurden von dem SOS ebenfalls alarmiert und erfuhren, dass der Tanker acht Meilen dichter vor Ort war. Nachdem er die Männer gerettet hatte, wurden sie von den Grenzschützern nach Saudi-Arabien gebracht. Der Trawler hatte zwei Wochen zuvor Ataka verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre von Ankertrosse beschädigt
(30.12.11) Auf dem Weg nach Bacolod City kollidierte die Schnellfähre "Weesam" mit der Ankertrosse eines Baggers der Philippine Ports Authority nahe der Iloilo Wharf am späten Nachmittag des 29.12. Die Fähre konnte später die Fahrt fortsetzen. Das für 252 Passagiere ausgelegte Schiff war um 16.45 Uhr aus Iloilo ausgelaufen, eine Viertelstunde später kam es zu dem Unfall, der eine fünf Inch große Beule im Ruderhaus verursachte. Die Fähre durfte nach Abschluss der Untersuchungen gegen 18 Uhr nach Bacolod City in Negros Occidental auslaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Vor drei Jahren gestrandetes Boot auf Ibiza nach Feuer geräumt
(30.12.11) Auf Ibiza wurde das Wrack des Motorbootes "Key West" in den Weihnachtstagen auf dem San Antonio-Strand von einem Brand zerstört. Es war im Januar 2009 wie 30 andere Boote durch einen Sturm in der San Antonio Bucht auf Strand getrieben. Die "Drass" und die "Key West" wurden als einzige nicht geborgen. Die "Drass" wurde 2010 verschrottet, weil sie zu fragil für eine Bergung war. Die "Key West" wurde von der Polizei in Neapel und Barcelona als Beweismittel wegen Drogenschmuggels beschlagnahmt und durfte nicht angerührt werden. Nachdem das Wrack aber von den Flammen zerstört worden war, wurde es mit schwerer Ausrüstung auf einen Laster gebracht und der Strand danach gereinigt. . Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderhaus rasiert (Bild: Polizei Duisburg)   Großbild klick!
Binnenschiff rammte Brücke - Ruderhaus demoliert
(29.12.11) Am 28.12. um 09.50 Uhr, stieß das deutsche Binnenschiff "Sternberg", 1057 ts (EU-Nr.: 4004970), mit seinem Ruderhaus gegen die Unterkonstruktion der Bergstraßenbrücke auf dem Datteln-Hamm-Kanal bei Kilometer 12,56. Das Ruderhaus wurde dabei komplett zerstört, der Sachschaden betrug ca. 7500 Euro. Die Besatzung blieb unverletzt. An der Brücke gab es keine Schäden. Das unbeladene, 80 Meter lange Schiff war auf dem Weg von Bergkamen nach Orsoy. Quelle: Tim Schwabedissen



Wassertaxi saß bei Schiermonnikoog fest
(29.12.11) In den Mittagsstunden des 28.12. lief das holländische Wassertaxi "Kluut" (MMSI-No.: 246139000) bei Schiermonnikoog unweit von Glinder mit einer zweiköpfigen Crew auf Grund. Das Festrumpfschlauchboot "Edzard Jacob" der KNRM-Station Schiermonnikoog in versuchte ohne Erfolg, das 12-Meter-Boot freizuschleppen. Daraufhin wurde das Rettungsboot "Koning Willem I" der KNRM-Station Schiermonnikoog zu Hilfe gerufen, das mehr Erfolg hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Frachter an einem Tag vor Dänemark auf Grund gelaufen
(29.12.11) Auf der Reise Liepaja-Aalborg lief der unter Antigua-Barbuda Flagge laufende Frachter "Marion K", 1127 BRZ (IMO-Nr.: 8026282), nordöstlich von Løgstør auf Grund. Das Schiff konnte sich mit steigendem Wasserstand zwar selbst befreien, kam aber nur bis zur Aggersund Brücke, bevor sich das nächste Missgeschick ereignete. Während der Passage kollidierte der Frachter mit der Brücke, woraufhin das Marine-Kommando die Polizei anwies, Alkoholtests bei der Crew vorzunehmen. Diese verliefen aber ergebnislos, es waren wohl eher kräftige Winde oder ein durch die Strandung hervorgerufener Ruderschaden, der zu dem zweiten Unfall führte. Der Frachter machte gegen 20 Uhr in Aalborg fest, wo Taucher sich an die Untersuchung des Rumpfes machten.
Am selben Tag gegen 18 Uhr lief der schwedische Frachter "Sterno", 1300 BRZ (IMO-Nr.: 7035420), vor dem Industriehafen von Vordingborg auf Grund. Das Schiff war aus Kolding gekommen und hatte in Vording gelöscht. Taucher von Søfartsstyrrelsen untersuchten den Rumpf des Frachters, dessen Bergungstermin noch unsicher war. Auch hier könnte starker Wind eine Rolle gespielt haben. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in St. Petersburg
(29.12.11) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Gadwall" kollidierte am 28.12. gegen 14 Uhr mit dem unter Bahamas-Flagge laufenden Frachter "CEC Faith", der in St. Petersburg am Kai lag. Die "Gadweel" hatte einen Lotsen an Bord und lief den Kanal hinab, die "CEC Faith" war an Liegeplatz 32 fest. Während die "Gadweel" mit Kratzern davon kam, wurden Deck und Schanzkleid der "CEC Faith" stärker in Mitleidenschaft gezogen. Beide Schiffe waren in Ballast und befanden sich am 29.12. noch im Hafen. Die "Gadwall", 37400 tdw ( IMO-Nr.: 9358369), wurde 2006 erbaut, die "CEC Faith", 7121 tdw (IMO-Nr.: 9076337), wurde 1994 erbaut und hat als Manager die Clipper Group (Management) Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Rätsel um Loch in der "Johanna" scheint gelöst
(28.12.11) Das Rätsel um die Beschädigung des Frachters "Johanna" am 18.12. 2 um 23.30 Uhr südlich von Gedser könnte gelöst sein. Die Crew hatte auf der Fahrt nach Karlskrona eine heftige Erschütterung wahrgenommen. Am nächsten Morgen stellte sie fest, dass sich im Bereich des Bugs an Deck und auch außenbords an Steuerbordseite ein großes Loch befand. Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt hat im Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen und auf Ersuchen den zuständigen britischen Behörden die Ergebnisse an diese übergeben.
Nach einer ersten Auswertung war davon auszugehen, dass die Beschädigung der "Johanna" von einer Kollision mit einem schweren Gegenstand herrührte. Spuren von Explosivstoffen konnten nicht nachgewiesen werden.
Im Vorfeld war es in stürmischer See im betreffenden Seegebiet zu Problemen auf der geschleppten dänischen Arbeitsplattform "Aarsleff Jack 3" (MMSI-Nr.: 219013857) gekommen, die sich am Haken des ebenfalls dänischen Schleppers "Westsund" (IMO-Nr.: 7822421) auf dem Weg nach Kopenhagen befand. Dabei ging eine der vier Stützen des Rigs verloren. Die Stahlstütze mit einer Länge von 36 m Länge trieb wahrscheinlich noch unbestimmte Zeit im Meer umher, das hier eine Wassertiefe von 20 Metern hat.
Die Ermittler der Bundespolizei gingen nun davon aus, dass die verloren gegangene Stütze schräg aus dem Wasser ragend die "Johanna" von unten her durchbohrte, als sie wenig später diesen Bereich passierte. Mit Radar war das Hindernis nicht zu orten. Eine nachfolgende Absuche des Seegebietes durch ein Schiff und einen Hubschrauber der Bundespolizei verlief ohne Ergebnis.
Vermutlich war die Stütze durch die Havarie beschädigt worden und lag nun auf dem Meeresgrund. Das 1,1 Meter große Loch im Bug der "Johanna" hatte zunächst für Spekulationen gesorgt, das Schiff sei in internationalen Gewässern irrtümlich beschossen worden. Das Schiff war nach dem Einlaufen in den Hafen von Karlskrona provisorisch repariert worden und soll im Januar 2012 bei der Kieler Lindenau-Werft endgültig wieder instand gesetzt werden. Die "Aarslef Jack 3" liegt seit dem 20.12. in Kopenhagen im Süd-Refshal-Becken. Das Rig hatte am 18.12. Gedser verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Glückliche Rettung von Lucky Dog
(29.12.11) Am 27.12. sank der 33 Fuß lange Kutter "Lucky Dog" vor Key West. Die beiden Besatzungsmitglieder aktivierten das EPIRB und gingen in eine Rettungsinsel. Die US Coast Guard rettete die beiden zehn Stunden später rund 170 Meilen vor der Küste. Sie wurden dann zur Myers Beach Coast Guard Station gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Brigitte Bardot schwer beschädigt
(29.12.11) Bei der Verfolgung japanischer Walfängern ist der südafrikanische Trimaran "Brigitte Bardot" (MMSI-Nr.: 601073600) der Tierschutzprganisation Sea Shepherd-Gruppe am 28.12. südwestlich von Australien von einer Riesenwelle schwer beschädigt worden. Der Rumpf wurde aufgerissen, und die "Steve Irvin" aus der Verfolgerflotte musste zu Hilfe gerufen worden. Vor zwei Jahren war der ähnlich konstruierte Sea Shepherd-Trimaran "Ady Gil" von einem japanischen Walfangboot gerammt worden und gesunken. Daraufhin wurde die "Brigitte Bardot" erbaut. Die Welle traf sie rund 2400 Kilometer südwestlich Australiens. Der 35 Meter lange Trimaran war bei der Verfolgung des japanischen Walfangmutterschiffes "Nisshin Maru" im Bereich des Hauptrumpfes an Steuerbordseite aufgerissen worden, auch einer der Ausleger wurde beschädigt. Bei sechs Meter hohem Seegang erweiterte sich der Riss, doch die 10-köpfige Crew konnte das Schiff halten. 18 Stunden lang kämpfte sich die "Steve Irwin" durch schwere See, dann war die 1,500 Meilen südwestlich von Fremantle dümpelnde "Brigitte Bardot" erreicht. Mit 7,5 Knoten nahm sie, eskortiert von der "Steve Irwin", Kurs auf Fremantle, wo sie in fünf Tagen erwartet wird. Die Crew kommt aus England, Amerika, Australien, Kanada, Belgien und Südafrika. Die "Steve Irwin" wollte nach dem Erreichen von Fremantle die Jagd auf die Waljäger wieder aufnehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucher sollen Krasnoselsk untersuchen
(29.12.11) Der russische Trawler "Krasnoselsk", 1388 BRZ (IMO-Nr.:7643916), wird wahrscheinlich ein Totalverlust sein, muss dennoch aber geborgen werden. Taucher aus Ørsta wurden gerufen, um Wrack und Grundbeschaffenheit zu untersuchen sowie mögliche Ölleckagen abzudichten. Der Trawler liegt 30 Meter vor dem Kai der Fish Tec, wo er am 14.12. von Kirkenes kommend zum Einbau neuer Kühlanlagen festgemacht hatte, in 30 Metern Wassertiefe in Hundeidvåg. An Bord sind 80 Tonnen Diesel. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölsperren nach Untergang vor Shaw Island ausgelegt
(29.12.11) Das Washington Department of Ecology (Ecology), die U.S. Coast Guard und die Islands' Oil Spill Association (IOSA) arbeiten gemeinsam, um eine Ölverschmutzung in der Blind Bay auf Shaw Island südwestlich von Bellingham zu bekämpfen. Die "Sea Goose" des IOSA hat das Wrack der 72 Fuß langen "St. Mary" mit 700 Fuß Ölsperren umgeben. Das Schiff lag 200 Yards vor dem Südweststrand der Bucht. An Bord waren beim Untergang 50 Gallonen Diesel. Nachdem am 27.12. der Untergang gemeldet wurde, hatten Helikopter des IOSA und der Coast Guard die Position überflogen und zunächst kein Öl gesichtet. Am folgenden Morgen wurde ein dünner Film nahe des Shaw Island Fährterminals in einer knappen Meile Entfernung gesichtet. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker mit Riss wird geleichtert
(29.12.11) 54,304 Tonnen Ladung Gasöl sollen aus dem havarierten Tanker "Genmar Companion", 41589 BRZ (IMO-Nr.: 9255933), ab dem 31.12. geleichtert werden, wenn das Wetter dies zulässt. Das Schiff liegt seit dem 16.12. im Schutz der Copeland Islands an der Einfahrt zum Belfast Lough. Es hatte 40 Meilen westlich von Tory Island, County Donegal, auf der Fahrt von Rotterdam nach New York, im Oberdeck einen Riss erlitten. Dieser erstreckte sich zwar nicht auf den Tankbereich, doch der Kapitän entschied sich, vorsorglich Schutz zu suchen. Der unter Bermuda-Flagge laufende Produktentanker lief das Lough an, wo eine Inspektion durch Eigner und das American Bureau of Shipping sowie der Maritime & Coastguard Agency am 18.12. stattfand. Danach wurde entschieden, die Ladung vor einer Reparatur zu löschen. Da es aber keine entsprechenden Anlagen in Belfast gibt, soll sie auf die "BW Seine" umgepumpt werden, ehe die "'Genmar Companion" nach Belfast einläuft. Der Schiff-Schiff-Transfer wird durch die Fendercare Marine durchgeführt und 24-36 Stunden dauern. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter bei Verschleppung gesunken
(29.12.11) Der einstige Thunfisch-Kutter "Orao" sorgte am 23.12. in Port Lincoln für Kopfzerbrechen, nachdem er bei der Verschleppung zur Boston Bay zu sinken begann. Er befand sich am Haken eines Bootes der Adventure Bay Charters und wurde in flaches Wasser unweit des Port Lincoln Hotel gezogen, wo er sich auf die Seite legte. Am 26.12. sollte er ausgepumpt und zum geplanten Ankerplatz gezogen werden, wo er für die Adventure Bay Charters werben soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Amanda Girl wieder flott
(29.12.11) Der Kutter "My Yot" ex "Amanda Girl" strandete am 27.12. vor der Commerical Street in Cape Cod, konnte aber im Tagesverlauf wieder flottgemacht werden. Die zwei Kutter "Patience Two" und "Macara" aus Provincetown nutzten das Nachmittagshochwasser, um einen Schleppversuch zu starten, doch zunächst brachen die Trossen zwei Mal. Im dritten Anlauf gelang es aber, das knapp 60 Fuß lange Schiff vom Strand zu ziehen, ehe Tiden und Wind es höher auf den Strand drücken konnten. Es hatte sich gegen 23 Uhr des 26.12. und ein Uhr des Folgemorgens bei starkem Wind von seinem Liegeplatz eine halbe Meile vor dem Ufer losgerissen. Der Kutter, der keinen funktionsfähigen Motor mehr hat, ist bei einer Aquakulturfarm als Arbeitsplattform verankert. Quelle: Tim Schwabedissen



Restaurantschiff von Brand zerstört
(29.12.11) In Port Dalhousie brannte am Morgen des 27.12. ein 109 Jahre altes schwimmendes Restaurant aus, das als Tokyo Joe's Marina Bar & Grill am Ende der Lighthouse Rd. Lag. Die Feuerwehr von St. Catharines brauchte 40 Minuten, des um sechs Uhr ausgebrochenen Brandes Herr zu werden. Der Schaden betrug rund 500,000 Dollar. Die 1902 erbaute Schwimmbar war zunächst ein Feuerlöschschlepper in Michigan, ehe sie an die Owen Sound Transportation ging, die das Schiff zu einer Passagier- und Frachtfähre umbauten und sie bis 1968 betrieben. Danach wurde es zu einem Restaurant in Toronto, sank dort aber 1981 nach einem Rammstoß einer Fähre nach Toronto Island. Fünf Jahre später wurde es gehoben und wieder zum Restaurant. Nun ist es wieder zerstört. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter fast vom Regen versenkt
(29.12.11) Der Hummerkutter "Bad Obsession" konnte durch die U.S. Coast Guard vorm Untergang bewahrt werden. Am 28.12. um neun Uhr ging ein Boot der Küstenwache längsseits an dem in Rockland beheimateten 30-Fuß-Kutter. Schwere Regenfälle hatten ihn fast versenkt, und die Pumpen arbeiteten nicht. Das Schiff wurde vor der Rockland Fish Pier verankert. Mit einer Pumpe lenzte die The Coast Guard den Kutter, der dann von der "Jill Cayden" zur Journey's End Marina geschleppt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter hatte es zu eilig
(29.12.11) Der Frachter "Katama" wurde am 21.12. um 15.45 Uhr bei einem Stopp-Manöver von dem 36 Fuß langen Hummerkutter "Mirage" aus Vineyard Haven rund 1.5 Meilen nördlich von Martha's Vineyard gerammt. Die " Katama" war unterwegs von Vineyard Haven nach Woods Hole und lief Westkurs, als sie bei Tonne 26 vor Nobska Point den Kutter in Sicht bekam. Er kam auf Südkkurs mit hoher Geschwindigkeit den Vineyard Sound hinab. Als er von Steuerbord herannahte, sah es so aus, als würde er vor dem Bug passieren. Die "Katama" verlangsamte die Fahrt, bis sie aufgestippt war und gab Zurück-Signal, als der Kutter sie in die Seite rammte. Danach lief er weiter in den Vineyard Sound, ohne auf Funksprüche zu reagieren. Die Coast Guard Southeastern New England schickte von der Air Station Cape Cod einen MH-60 Helikopter, der in der Nähe auf Patroullie war. Die "Mirage" war leicht beschädigt, auch die Funkanlage ausgefallen. Beide Schiffe liefen nach Vineyard Haven Harbor ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Sparta in offenem Wasser angelangt
(29.12.11) Der Eisbrecher "Araon" eskortierte den russischen Trawler rund 200 Kilometer vom antarktischen Eis-Schelf ins offene Wasser und beendete seinen Rettungseinsatz in der Nacht zum 29.12. Die Fahrt war problemlos verlaufen. Nach Lyttelton an der Südküste Neuseelands werden weitere sechs Tage veranschlagt. Dabei wird die "Sparta" von der bauähnlichen "Chiyo Maru No. 3," begleitet, die sie zunächst dafür mit Diesel und Ausrüstung versorgte. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler "Sparta" und Eisbrecher "Aaron" (Bild: Sparta Crew)   Großbild klick!
Schlacht um "Sparta" im ewigen Eis gewonnen
(28.12.11) Die Reparatur des48 Meter langen russischen Trawlers "Sparta" konnte am 27.12. abgeschlossen werden. Nach einer 12-tägigen Schlacht gegen den Untergang in der Antarktis endete damit die Rettungsmission erfolgreich. Geleitet vom Eisbrecher "Aaron" ging die "Sparta" auf Nordkurs, um in offenem Wasser die 100 Meilen entfernte "Chiyo Maru No. 3" zu treffen. Für das Erreichen eisfreien Wassers wurden 12 Stunden Dauer erwartet. Der Erfolg gelang nicht zuletzt durch wiederholte Abwürfe von Pumpen und sonstigem Material durch eine Hercules der New Zealand Air Force. Später soll die "Sparta" Kurs auf das 2200 Meilen entfernte LYttelton in Neuseeland nehmen, um dort in einem Trockendock endgültig repariert zu werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Durchschlag auf der "Johanna" gibt weiter Rätsel auf
(28.12.11) Der 110 Meter lange Frachter "Johanna" (IMO-Nr.: 9197521), der Stader Reederei Voge wird derzeit in Kokkola repariert. Im Bug klafft ein Loch von 1,10 Metern mit nach innen gebogener Kante. Ebenso groß ist das Gegenstück auf der Back, hier ist die Kante nach außen gestülpt.
Die Reederei Heinz Georg Voge in Stade redet von einem glatten Durchschuss - nur von was? Die Bundespolizei See geht davon aus, dass der Schaden am 18.12. entstand. Der Reeder meldete sich zwei Tage später. Sie tippte auf einen militärischen Unfall. Doch die Kadet-Rinne ist aus gutem Grunde für Schießübungen tabu. Ein versehentlicher Treffer auf einem beladenen Tanker könnte verheerende Folgen haben.
Die deutsche Marine sagt, dass sie nicht über Raketenkaliber, die1,10 Meter große Löcher reißen könnten, verfüge. Sie tippt auf einen Baumstamm oder verlorenen Container. Wie der allerdings zwei Schiffswände durchbohren kann, vermochte sie nicht zu erklären.
Der Durchschlag erfolgte zwischen dem Fischland-Darß in Mecklenburg-Vorpommern und dem süddänischen Falster in der zu Deutschland gerechneten Außenwirtschaftszone. Deshalb hat das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund die Leitung der Untersuchungen die gemeinsam mit finnischen Behörden angelaufen sind.
Die Polizei hält es für denkbar, dass sich der Stamm eines Windrades gelöst hat und dann gegen die "Johanna" schlug. Auch die Stelze einer Ölplattform wurde in die Diskussion gebracht. Die ermittelnden Behörden haben zumindest keine Schmauchspuren gefunden. Die 10 Besatzungsmitglieder der "Johanna" blieben bei dem Unglück unversehrt.Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutter in Nord- und Ostsee eingeschleppt
(28.12.11) Der Seenotkreuzer "Theodor Storm" der Station Büsum lief am Nachmittag des 27.12. nach einem Notruf des Krabbenkutters "Marschenland", 64 BRZ (MMSI-Nr.: 211563000) aus. Das in Friedrichskoog beheimatete Schiff trieb mit Maschinenausfall bei südwestlichen Winden um fünf Beaufort im Süderpiep-Fahrwasser vor der Dithmarscher Küste. Da sich die Hydraulik nicht mehr bedienen ließ, mussten Seenotretter und Fischer mit vereinten Kräften noch ausgebrachte Fanggeschirr des Kutters einholen und sichern. Der Seenotkreuzer nahm die "Marschenland" dann auf den Haken und brachte Schiff und Besatzung unversehrt nach Büsum. Bereits in den frühen Morgenstunden desselben Tages war der Seenotkreuzer "Nis Randers" der Station Maasholm am Ausgang der Eckernförder Bucht in der Ostsee im Einsatz. Der Kapitän des knapp zehn Meter langen Kutters "Gotland II - Ecke 22" mit Heimathafen Eckernförde hatte die Seenotretter um Hilfe gebeten, nachdem sich sein Schiff bei südwestlichen Winden um sechs Beaufort rund 700 Meter vor der Küste von Bookniseck das Netz in den eigenen Propeller gezogen hatte. Das Tochterboot "Onkel Willi" des Seenotkreuzers nahm den Kutter auf den Haken und schleppte ihn sicher nach Damp. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer nach über acht Stunden gelöscht
(28.12.11) An Bord des moldawischen Frachters "Credo" brach am 27.12. um 4.25 Uhr im Kherson River Port in der Ukraine ein Feuer aus. Fünf Löschzüge und ein Feuerlöschboot wurden gerufen. Um 8.45 Uhr war der Brand unter Kontrolle, um 12.50 Uhr gelöscht. Er war in der Kajüte eines Ingenieurs ausgebrochen und hatte sich auf weitere Kajüten und Aufbautenbereiche ausgedehnt. Die " Credo" (ex "Devyataya Pyatiletka"), 3134 tdw (IMO-Nr.: 7115957), wurde 1971 erbaut und läuft für die Fabiola Shipping, Ukraine. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Frachteruntergang vor Cesme
(28.12.11) Der türkische Frachter "Dogu Haslaman" erlitt am 27.12. 25 Meilen vor Cesme Wassereinbruch. Der Frachter war unterwegs von Istanbul nach Ashdod mit einer Ladung des Düngemittels Ammoniumnitrat. Die 11-köpfige Crew flüchtete zum Teil durch einen Sprung in die See. Rettungsboote und andere Schiffe kamen den Seeleuten zu Hilfe. Die "Pirireis" konnte alle aus dem Wasser retten, zwei erlitten jedoch Herzschläge. Sie wurden vom Sahl Güvenlik-Helikopter ins Krankenhaus geflogen, wo ihr Tod festgestellt wurde. Der Frachter sank um 10.30 Uhr. Die "Dogu Haslaman", 1300 tdw (IMO-Nr.: 8880157), wurde 1993 erbaut und lief für die Elba Denizcilik Ticaret Ltd. in Istanbul. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Bulkcarrier vor Philippinen abgebrochen
(28.12.11) Der vietnamesische Bulkcarrier "Vinalines Queen" 31247 BRZ (IMO-Nr.: 9290907) wird weiterhin vor den Philippinen vermisst, auch wenn Flugzeuge der Rettungskräfte aus Japan intensiv nach dem Schiff und seiner Crew Ausschau hielten. Das Vietnam Maritime Rescue Cooperation Center (VN MRRC) berichtete, dass am 27.12. auch ein Rettungshubschrauber der Philippinen vor Ort war. Ein gegen neun Uhr eingetroffenes japanisches Flugzeug sichtet Ölflecken, und gegen 14 Uhr wurde die Suche eingestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor Oahu vermisst
(28.12.11) Die Coast Guard und US Navy suchten nach der seit dem 18.12. überfälligen 36-Fuß-Yacht "Arcturus", die am 17.12. Kauai verlassen hatte und tags darauf in Oahu erwartet wurde. Am 24.12. um 15.15 Uhr wurde die Coast Guard Honolulu von der Ehefrau des Einhandseglers alarmiert, und eine HC-130 Hercules der Air Station Barbers Point sowie eine P-3 Orion des Marine Corps Air Station Kaneohe Bay wurden in Marsch gesetzt. Am 25.12. wurden die Häfen entlang der Südküste von Oahu ohne Ergebnis geprüft. Die Orion flog rund 178,000 Quadratmeilen ab. Ursprünglich war der Segler von American Samoa nach Oahu unterwegs gewesen, doch kam versehentlich nach Port Allen, Kauai. Hier ankerte er bis zum 17.12., um dann erneut Oahu anzusteuern. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rammte im Sturm Anleger
(28.12.11) Die auf der Route Søvik-Herøy verkehrende norwegische Fähre "Alsten", 694 BRZ (IMO-Nr.: 8411009), rammte am Nachmittag des 27.12. bei starkem Wind den Fähranleger in Søvik. Die 18 Passagiere blieben unversehrt. Zwei Schlepper machten sich daran, den Havaristen wieder ins Fahrwasser zu ziehen. Die Boreal Transport Nord musstee Reisende auf die Route Sandnessjøen-Dønna umdirigieren. Die Sovik-Austbø-Herøy-Brasøy-Route wurde seit 5.50 Uhr des 28.12. von der Ersatzfähre "Løkta" bedient. Quelle: Tim Schwabedissen



Mindestens 20 Tote vor Madagaskar
(28.12.11) Nach dem Untergang des Frachters "Elisabeth 1" vor der Nordostküste von Madagaskar am Abend des 26.12. wurden mindestens 20 Menschen vermisst. Das Schiff war am Abend unweit der Bucht von Antongil, 220 Kilometer südlich der Vanillestadt Antalaha gesunken, nachdem es eine große Welle getroffen hatte. Nur der Smut wurde bislang gerettet. Eer wurde an einen Rettungsring geklammert am folgenden Morgen auf den Strand von Vinanivao getrieben. An Bord waren auch zwölf Kinder, als das Schiff am Abend des 25.12. von der südlich gelegenen Hafenstadt Tamatave nach Antalaha ausgelaufen war. Die Suche nach weiteren Überlebenden mit drei Booten blieb am 26.12. erfolglos. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rammte Anleger
(28.12.11) Am Abend des 27.12. rammte ein Schiff im Zentrum von Den Bosch ein Schleusentor. Daraufhin musste der Verkehr der Süd-Willemsvaart in der Nacht gesperrt werden, bis ein neuer hydraulischer Arm an der Schleuse installiert war. Das Schiff war bereits ausgelaufen, als die Tore noch nicht offen waren. Durch den Aufprall wurde ein Bügel, der das Tor führte, unter Wasser verbogen. Das Schiff blieb deshalb in der Schleuse gefangen, bis die Reparatur durchgeführt war. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter zerbrochen
(28.12.11) Der kambodschanische Bulkcarrier "Ai Qi Shan" aus Phnom Penh, der am 2.9. in der Avacha Bucht gestrandet war, zerbrach und sank jetzt in einem Sturm vor der Kamtschatka-Halbinsel. Das Bergungsschiff "Rostov the Great" nahm Kurs auf die Strandungsstelle, an der nur noch die Masten des Frachters aus dem Wasser ragten. Es sollte mögliche Gefahren für die Schifffahrt und Umwelt untersuchen. Der Bulker war mit 21Mann Crew aus China beim Versuch, von Pusan kommend nach Petropavlovsk-Kamchatsky einzulaufen, gestrandet und an mehreren Stellen aufgerissen worden. Er hatte 5282 Tonnen Baumaterial beladen. Die "Ai Qi Shun", 7704 tdw (IMO-Nr.: 8403076) , wurde 1984, erbaut. Manager ist die Dalian Tongyuan Shipping, China, Eigner die Tong Yuan Shipping, Agent die LLC Transflot. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausleger von Deckskran abgerissen
(28.12.11) Im Hafen von Onne brach in der Nacht zum 26.12. der Ausleger von Ladekran 3 des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachters "Ems Trader", 2535 BRZ (IMO-Nr.: 9213105), ab, nachdem mehrere Bolzen nachgegeben hatten. Der Ausleger krachte auf den Kai hinab. Das Schiff der Buss-Reederei in Leer war von Lome kommend am 24.12. in dem nigerianischen Hafen eingelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter hatte Heiligabend Maschinenausfall und trieb über Weihnachten im Meer
(28.12.11) Die Marine von Sri Lanka kam am 27.12. dem 38 Fuß langen Kutter "Nethum Putha 01" zu Hilfe, der mit sechs Mann Crew an Bord südwestlich von Galle in Seenot geraten war. Die Maschine war drei Tage zuvor ausgefallen, und der Kutter trieb auf offene See hinaus. Der Kutter war am 5.12. aus Galle ausgelaufen. Die "Pratahaba" der Marine von Sri Lanka nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Frau ertrank in Charterboot
(28.12.11) Eine Touristin kam ums Leben, als 27.12. um 16.30 Uhr das Charterboot "Rapture" vor den Whitsundays in einem Sturm kenterte. Polizeitaucher lokalisierten sie im Rumpf des 10-Meter-Bootes, nachdem es nach Hamilton Island eingeschleppt worden war. 11 Personen waren bereits kurz nach dem Unglück lebend gerettet worden. Die Frau war Indonesierin. Das Charterboot war in der Hamilton Island Marina beheimatet. Es war zur Turtle Bay unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vom Sturm versenkt
(28.12.11) Der einstige Kutter "Ocean Quest" sank am 27.12. gegen 11.30 Uhr in Dundee Harbour, woraufhin es zu einer Dieselverschmutzung auf dem River Tay nahe Marine Parade kam. Der Kutter war zu Reparaturen in den Hafen gekommen und sank bei stürmischem Wind im Camperdown Dock. Nur noch die Aufbauten ragten aus dem Wasser. Es stellte sich heraus, dass nur rund 40 Liter Diesel ausgelaufen waren. Dennoch wurden Ölsperren ausgelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter brachte Brücke zum Einsturz
(28.12.11) Ein 500-Tonnen-Frachter rammte am 26.12. die Qiancun Brücke nördlich von Youdun im Songjiang Distrikt, die daraufhin einstürzte. Der Schiffsverkehr in Songjiang's Youdun Hafen konnte am Nachmittag des 27.12. wieder freigegeben werden, nachdem Teile der Brücke aus dem Wasser gezogen worden waren. Der Rest der ohnehin maroden Brücke sollte nun abgebrochen werden. Das Schiff, das sich nach dem Unfall entfernt hatte, konnte am 27.12. im benachbarten Hafen von Jiaxing City ausfindig gemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



31 Mann von Trawler gerettet
(28.12.11) Der Trawler "Al Baraka" sank am Morgen des 28.12. im Roten Meer zwischen Ägypten und Saudi-Arabien. Alle 31 Mann Crew wurden gerettet und in einen saudischen Hafen gebracht. Das Schiff hatte vor dem Untergang eine Beschädigung gemeldet in Folge einer Kollision. Nach anderen Quellen war die Maschine im Sturm ausgefallen. Ein Tanker nahm die Crew an Bord. Die "Al Baraka" war vor zwei Wochen aus Ataka auf Fang im Roten Meer ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Vågbas SF 20 V" auf den Strand getrieben
(Bild: Kare Saeter)   Großbild klick!
Dagmar trieb Kutter auf Strand - gekenterter Trawler verliert Öl
(27.12.11) Der Kutter "Vågbas SF 20 V", 24 BRZ, aus Valderøy war eines von vielen Schiffen und Booten, die in der Nacht zum 26.12. ein Opfer des Sturms Dagmar wurden, der mit Hurrikan-Stärke über Skandinavien fegte. Das 49,3 Fuß lange Fahrezgu wurde von seinen Moorings losgerissen und trieb in Ytterland, Valderøy, auf den Strand. Dabei wurde der Kutter schwer beschädigt, die genaue Höhe des Schadens war aber noch unklar. Nach dem Kentern des russischen Trawlers "Krasnoselsk" in Hundeidvika kam es zu einem teilweisen Auslaufen der 80 Tonnen Diesel und vier Tonnen und vier Tonnen Schmieröl. Wegen des Sturms war es der Feuerwehr zunächst nicht möglich, Ölsperren auszubringen. Die Wellen schlugen bis zu 12 Meter hoch. Die Polizei war um 21.42 Uhr des 25.12. alarmiert worden, nachdem die Wellen den Trawler gegen den Kai schlugen und Löcher in den Rumpf gerissen wurden. Die Crew, die sich an Land gerettet hatte, als sich das Unglück anbahnte, wurde per Taxi nach Sykkylven gebracht. ,Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter in Kadetrinne beschossen?
(27.12.11) Ein rätselhafter Seeunfall ereignete sich in der nördlichen Kadetrinne in der Nacht zum 22. Dezember. Der unter britischer Flagge laufende Containerfrachter "Johanna", 6363 BRZ (IMO-Nr.: 9197521), der Reederei Heinz-Georg Voge aus Stade wurde auf der Fahrt nach Karlskrona in deutschen Hoheitsgewässern auf Höhe von Stralsund von einem unbekannten Gegenstand getroffen. Am Bug des Schiffes wurde auf der Steuerbordseite unterhalb der Ankertasche oberhalb der Wasserlinie wurde ein kreisrundes Loch von mehr als einem Meter Durchmesser gerissen. Ein Austrittsloch fand sich im Deck auf dem Vorschiff. Offizielle Stellungnahmen zu dem Vorfall lagen bislang nicht vor. Der ehemalige Schnellboot-Kommandant, Fregattenkapitän Wolfgang Henze, vermutet ein Geschoss mit einem stahlummantelten Beton- Übungssprengkopf. Einen Torpedo hielt er für unwahrscheinlich. Eine Kollision mit einem anderen Schiff konnte nach Auswertung von Radaraufzeichnungen durch die Lotsenbrüderschaft Wismar-Rostock-Stralsund ausgeschlossen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwere Kollision vor Istanbul
(27.12.11) Die türkische Schnellfähre "Osman Gazi 1", die zwischen Istanbuls Yenikapi-Hafen und Guzelyali, Bursa, verkehrt, kollidierte am 26.12. um 8.44 Uhr mit der türkischen RoRo-Fähre "UND Ege" im Marmara-Meer und wäre fast gekentert. Als sich der Zusammenstoß anbahnte, blieben die Passagiere in ihren Sitzen und dadurch unversehrt. Die große Fähre traf das Backbord-Vorschiff der Katamaranfähre, die dabei erheblich beschädigt wurde. An Bord waren 830 Passagiere und 150 Fahrzeuge. Nach dem Zusammenstoß brach Panik aus, doch der Kapitän brachte das Schiff sicher nach Yenikapi zurück. Die "Osman Gazi 1" hatte Guzelyali um 7:30 Uhr verlassen. Die "UND Ege" lief von Trieste kommend nach Tuzla ein.
Die "Osman Gazi 1", 6133 BRZ (IMO-Nr.: 9372171), wurde 2007 erbaut und läuft für Istanbul Deniz Otobusleri. Die "UND Ege", 24696 BRZ (IMO-Nr.: 9215476), entstand 2001 bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft und hat als Manager die Bluewater Ship Management Ltd. in England. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweites Leck in "Sparta" entdeckt
(27.12.11) Die Reparatur des russischen Trawlers "Sparta" macht gute Fortschritte. Der interne Schaden konnte mit einem Zementkasten dichtgesetzt werden. Aus Sicherheitsgründen konnte am Rumpf von außen nicht gearbeitet werden. Allerdings wurde, nachdem der Bug angehoben wurde, ein zweites Leck im Wulstbug entdeckt. Dadurch war es zu einem weiteren Wassereinbruch in einem kleinen, abgeschotteten Bereich gekommen. Auch dieses Leck konnte nicht vor Ort repariert werden. Rings um den Bug wurde ein dünner Ölfilm auf dem Wasser entdeckt, es dürfte sich um geringe Mengen von Hydrauliköl handeln. Die "Aaron" blieb längsseits bis zum Abschluss der Reparaturarbeiten und wird dann dem Trawler einen Weg ins offene Wasser bahnen. Dies wird für den 28.12. gegen Mitternacht neuseeländischer Zeit erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Suchaktion nach Crew der "Gingo" unterbrochen
(27.12.11) Die Suchoperation nach den Vermissten des kambodschanischen Frachters "Gingo" in der La-Pérouse-Straße, wurde am 27.12. wegen eines Sturms eingestellt. Die "Gingo" hatte früh am 25.12. Notrufe gefunkt, als er sich sieben Kilometer von der japanischen Küste entfernt in der Nähe vom Kap Crillon befand. Die Crew bestand aus fünf Russen und drei Männern anderer Nationalität. Bislang haben russische und japanische Rettungskräfte drei Tote geborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Philippinen vermisst
(27.12.11) Der vietnamesische Bulkcarrier "Vinalines Queen" 31247 BRZ (IMO-Nr.: 9290907) wird seit dem 25.12. mit einer Crew von 23 Mann vor den Philippinen vermisst. Das Schiff befand sich zuletzt auf Position 20-00N; 123-47.1 O vor Luzon Island. Der Frachter der Vietnam National Shipping Lines hatte 18 Grad Schlagseite gemeldet, dann brach der Kontakt zu ihm ab. Das vietnamesische Rettungszentrum erbat die Hilfe der Seenoteinsatzkräfte von Taiwan und den Philippinen. Wegen des schlechten Wetters konnte das Seegebiet, in dem der Frachter mit 54,400 Tonnen Erz auf der Reise von Morowali in Indonesien nach Ningde City in China noch nicht erreicht. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Schlepperfahrer in Indonesien vermisst
(27.12.11) Die National Search and Rescue Agency in Tanjung Pinang, Riau, suchte am 26.12. nach zwei Mann, die nach dem Untergang eines Schleppers vor Bintan Island vermisst wurden. Er sank in den Gewässern von Bukit Panglong vor Bintan, als er die "Queen 101" zu einer Werft zog. Die beiden Schlepptrossen brachen, woraufhin die große Barge den kleinen Schlepper rammte und versenkte. Sechs Mann konnten sich retten, zwei weitere, ein Maschinist und ein Decksmann, blieben vermisst. Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang in Sturm und Dunkelheit
(27.12.11) Schwere See hat den Trawler "739 Geona", 139 BRZ, mit 14 Mann am Morgen des 26.12. vor Ulsan zum Sinken gebracht. Bei dem Unglück, das sich um 2:02 Uhr 24 Kilometer östlich von Cape Ganjeol nach dem Auslaufen aus Busan Port am 25.12. ereinet hatte, kam ein Mann ums Leben, drei wurden gerettet, weitere 10 trotz einer Suche durch Marine, Coast Guard und Air Force noch vermisst. 2,5 Meter hohe Wellen behinderten die Retter. Einige der Besatzung konnten sich retten, weil sie bei Fangarbeit an Deck waren und das herannahende Unheil bemerkten, doch andere wie der gerettete Chefingenieur wurden erst durch eindringendes Wasser alarmiert. In der Dunkelheit war es kompliziert, sich zu retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Brothers-3 im Bosporus (Bild: Coastalsafety)   Großbild klick!
Tanker im Kampf gegen den Sturm im Bosporus - ein Verletzter
(26.12.11) Der russische Tanker "Brothers-3" geriet beim Versuch, in den Bosporus einzulaufen, am 23.12. in einem schweren Sturm bei Kilyos in Schwierigkeiten. Es gelang ihm nicht, in den Bosporus zu gelangen, und der 1. Offizier stürzte in dem schweren Seegang und erlitt schwere Verletzungen. Vier Versuche, ihn mit einem türkischen Rettungshubschrauber abzubergen, schlugen wegen des Sturms fehl, und er drehte ab. Ein SAR-Boot hatte mehr Erfolg und konnte den Mann an Land bringen. Inzwischen ist er nicht mehr in Lebensgefahr. Die "Brothers-3" kämpfte weiterhin gegen den Sturm mit bis zu 9 Bf an und bat um Schleppassistenz. Das Schiff war mit 13 Mann Besatzung von Aliaga gekommen und hatte 2523 Tonnen Naphtha geladen. Die " Brothers-3", 3397 tdw (IMO-Nr.: 9035369), wurde 1992 erbaut und hat als Manager die Palmali Ship Agency, Rostov-on-Don. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff durch Kanalstauung befreit
(26.12.11) Am 22.12 um 17.15 Uhr kam das tschechische Binnenschiff "Labe 2", 1156 ts (EU-Nr. 08451040) bei einem Wendemanöver auf dem Elbe-Lübeck-Kanal bei Kanalkilomer 5 zwischen Büssau und Berkenthin fest. Das Schiff hatte gedreht, um am Silo in Kronsforde festzumachen. Dafür nutzte der tschechische Skipper die auf dem Kanalabschnitt vorhandene Wendebucht. Plötzlich aber war das Schiff quer zum Fahrwasser auf beiden Uferböschungen fest. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg sperrte um 17.45 Uhr den Kanal und veranlasste eine Aufstauung um 20 Zentimeter durch Schießen des Schleusenwehres in Büssau. Durch das Herstellen einer Leinenverbindung ans Ufer, Maschinenmanövern und durch den Pegelanstieg kam die "Labe 2" aus eigener Kraft wieder frei und konnte schließlich am Silo in Kronsforde festmachen. Die Kanalsperrung wurde um 18.50 Uhr aufgehoben. Die Wasserschutzpolizei Lübeck-Travemünde sprach bis zur Entscheidung der Schiffssicherheitsbehörde ein Weiterfahrverbot aus. Die "Labe 2" ist registriert in Decin, hat eine Länge von 79,95, eine Breite von Breite: 9,36 und einen Tiefgang von2,40 Metern. Sie wurde 1971 erbaut bei der Ceske Lodenice, Melnik. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter mit Maschinenausfall im Mittelmeer
(26.12.11) Der unter St. Vincent-Flagge laufende Containerfrachter "Fairwind" erlitt am 17.12. im Mittelmeer Maschinenausfall auf der Reise von Casablanca nach Samsun. Es gelang dem 856-TEU-Schiff, nach Augusta auf Sizilien einzulaufen, wo es am 25.12. weiterhin lag. Die "Fairwind", 12810 tdw (IMO-Nr: 8411281), wurde 1985 erbaut und hat als Manager die griechische Seamaster International. Quelle: Tim Schwabedissen



Frchter bei Enikale gestrandet
(26.12.11) Der türkische Frachter "Gokay K" lief in der Nacht zum 23.12. in der nördlichen Kertsch-Straße auf der Fahrt von Mariupol nach Iskenderun auf Grund. Das Schiff hatte einen Lotsen an Bord und kam fest, als es aus unbekannter Ursache nach Steuerbord drehte und zwischen den Tonnen 38 und 40 außerhalb des Fahrwassers nahe der Enikale Festung geriet. Mehrere Stunden später konnte sich der Frachter wieder befreien. Die "Gokay K", 7750 tdw (IMO-Nr.: 8604773), wurde1987 erbaut und hat als Manager die Pasifik Gemi Isletmeciligi ve Ticaret AS. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter auf Chittagong Reede gestrandet
(26.12.11) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Hanjin Semarang" lief beim Einlaufen nach Chittagong am 23.12. gegen 13.30 Uhr zwischen den Tonnen 1 und 3 des Karnaphuli River auf Grund. Er war in dichtem Nebel von Port Klang kommend mit 852 Containern beladen vom Kurs abgekommen. Gegen 22.30 Uhr konnte das Schiff mit dem Hochwasser befreit und mit einem Schlepper in den Hafen eingebracht werden. Die "Hanjin Semarang", 12000 tdw (IMO-Nr.: 9385245), wurde 2008 erbaut und hat als Manager die IMECS Japan. Quelle: Tim Schwabedissen



Kran brach in Novorossiysk zusammen
(26.12.11) Am 24.12. um 0330 Uhr stürzte am Novorossiysk Sea Commercial Port der Mobilkran Gottwald No.93 auf den am Kai liegenden, unter Bahamas-Flagge laufenden Bulkcarrier "Maria V. Livanos". Sowohl Kran wie auch Schiff wurden beschädigt, ein Hafenarbeiter schwer verletzt. Die "Maria V. Livanos", 58000 tdw (IMO-Nr.: 9451240), wurde 2010 erbaut und hat als Manager die griechische Trojan Maritime Inc. Quelle: Tim Schwabedissen



Dagmar drohte Tanker stranden zu lassen
(26.12.11) Der unter Singapur-Flagge laufende Produktentanker "BW Thames", 43797 BRZ (IMO: 9393084), geriet in der Nacht zum 26.12. vor der norwegischen Küste in dem schweren Sturm Dagmar nordwestlich von Bergen in Seenot. Das Schiff drohte gegen die Felsen getrieben zu werden. Am späten Abend des 25.12. alarmierte der Kapitän die norwegischen Behörden, dass eine Evakuierung notwendig werden könnte. Doch gegen 1 Uhr des 26.12. schwächte sich der Wind etwas ab, sodass der Tanker wieder unter Kontrolle der 22-köpfigen Crew kam und von der Küste weg gesteuert werden konnte. Die "BW Thames" war am 22.12. aus Fredericia ausgelaufen und zu einer Raffinierie in Mongstad nördlich von Bergen unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Dagmar verwüstete Häfen in Norwegen
(26.12.11) Der Sturm Dagmar fegte am 25. Und 26. 12. über Norwegen und richtete schwere Schäden an. In Molde wurde eine Yacht an Land geschleudert. Das Ausflugsboot "Hjertøy" sank am Kai. Im Sportboothafen Cap Clara riss sich gegen zwei Uhr des 26.12. eine 740 Tonnen schwere und 50 Meter lange Schwimmpier mit rund 10 Booten daran los und ging auf Drift. Der russische Trawler "Krasnoselsk", BRZ (IMO-Nr.:7643916), kenterte am 25.12. am Kai der Fishtek in Hundeidvika, Sykkylven gegen 21.30 Uhr. Er hatte dort Ausrüstung übernehmen sollen, als er gegen den Kai geschlagen wurde und Wassereinbruch erlitt. Die 36-köpfige Crew konnte sich unversehrt retten. Ein alter Kutter sank im Hafenkanal von Moss. Nur noch die Aufbauten ragten aus dem Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter saß bei Eiternestangen fest
(26.12.11Am 25.12. lief der unter Färöer-Flagge laufende Frachter "Hav Sund", 1209 BRZ (IMO-Nr.: 8417259), mit fünf Mann Crew und einer Ladung Mehl an Bord auf der Fahrt von Maloy nach Myre bei Eiternestangen südlich von Dolma in Nærøy auf Grund. Nachdem das Rettungzentrum Sør um 5.13. Uhr alarmiert worden war, lief das Rettungsboot "Harald V" aus und war um 5.50 Uhr vor Ort. Nachdem der Frachter auf Lecks überprüft worden war, konnte er um 7.30 Uhr freigeschleppt werden und ging bei Krigsborgtaren nördlich Lauvøya um 9.30 Uhr vor Anker. Hier sollte er von Tauchern untersucht werden, weil das Wetter zu schlecht war, um nach Rørvik einzulaufen. Die Rede war von Problemen mit dem Propeller und einem möglichen Leck in einem Ballasttank an Steuerbord. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Rekvik gehoben
(26.12.11) Der norwegische Kutter "Bunty", der im Oktober in Rekvik gesunken war, wurde am 20.12. mit einer Kranbarge gehoben. Das 1966 erbaute Schiff hatte im vergangenen Winter in Åtangen gelegen, wurde aber wegen Eisgangs nach Rekvik verlegt. Dort lag es mehrere Monate lang, und im Sommer gab es bereits Sorgen, das alte Schiff könnte sinken. Dies bewahrheitete sich dann im Herbst. Quelle: Tim Schwabedissen



Lion von Tiger weggeschleppt
(26.12.11) Von dem ausgedienten Schlepper "Tiger", der am 11.12. in einem ausgedienten Schwimmdock in Richmond sank, wurden bislang 1,380 Gallonen Ölwassergemisch geborgen. Das Schwesterschiff "Lion", das längsseits des Wracks lag, wurde am 22.12. vorsorglich 100 Fuß von der "Tiger" weggezogen und deren Öltanks leergepumpt. So kommen auch Taucher und Berger besser an den Schlepper heran. Wegen verschiedener Umbauten gibt es keine präzisen Informationen über die Lage der Tanks auf dem alten Schiff. Nach früheren Aufzeichnungen könnten maximal 77,000 Gallonen Öl an Bord genommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Amphibienboot
(26.12.11) Die Coast Guard schickte am24.12. ein 41-Fuß-Boot der Station San Francisco zu einem Amphibienboot, das mit 28 Personen an Bord in der McCovey Cove in Brand geraten war. Das Feuer entstand um 16.06 Uhr, eine Viertelstunde später war das Rettungsboot vor Ort und barg die Ausflügler ab. Sie wurden zur South Beach Marina gebracht. Das Feuerlöschboot "Phoenix" bekämpfte anschließend das Feuer. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote und fünf Vermisste nach Untergang der "Ginga"
(26.12.11) Der indonesische Trawler "Ginga" sank am Morgen des 25.12. in einem schweren Sturm in der La Perfuse Straße zwischen Sakhalin und der japanischen Insel Hokkaido. Drei Mann der Crew wurden tot geborgen, fünf weitere vermisst. Es handelte sich um fünf Russen und drei Indonesier. Zwei der Toten wurden als Russen identifiziert. Das russische Bergungsschiff "Atlas", das Kühlschiff "Ozersk", die Handelsschiffe "Pacific Enterprise" und "Zaliv Vasilyeva" sowie die Boote "Paliya" und "Zaliv", ein Mi-8 Helikopter, das japanische Patroullienboot "Rebun" sowie ein Suchflugzeug waren in dem Seegebiet auf der Suche, nachdem von dem von Wakkanai kommenden Trawler am 24.12. um 18.40 Uhr in Nordweststurm mit 14 Metern Windgeschwindigkeit und bis zu sechs Metern Wellenhöhe pro Sekunde Notsignale des EPIRB aufgefangen wurden. Erst in der vergangenen Woche waren beim Untergang des Rigs "Kolskaya" 17 Menschen ertrunken, weitere 36 blieben trotz einer großen, vor Weihnachten eingestellten Suchaktion vermisst. Quelle: Tim Schwabedissen



Kabinen auf "Disney Fantasy" unter Wasser gesetzt
(26.12.11) Auf dem unter Bahamas-Flagge registrierten Kreuzfahrtschiff "Disney Fantasy", 129690 BRZ (IMO-Nr.: 9445590), der Disney Cruise Line, das sich auf der Papenburger Meyer Werft im Bau befindet, wurde bereits am 9.12. ein Schaden von einer Million Euro durch Unbekannte angerichtet. Mehrfach an diesem Tag wurden Wasserleitungen auf dem Kreuzfahrtschiff aufgedreht, sodass 48 Kabinen Schaden genommen haben. Der Ablieferungstermin des Kreuzfahrtschiffs am 7. Januar wurde aber nicht gefährdet. Zunächst wurde ein Feuerlöschventil auf Deck 12 zwischen halb sechs und sechs Uhr geöffnet. Um viertel vor sieben wurde ein weiterer Wasseraustritt auf Deck 11 entdeckt, und zwischen zehn und elf Uhr wurde das Ventil nochmals geöffnet. Nachmittags wurden Toilettenabfälle durch das Schiff gespült. Ein Motiv sowie Täter sind bislang nicht bekannt, die Staatsanwaltschaft ermittelt noch. Quelle: Tim Schwabedissen



Rettung für "Sparta" ist da
(26.12.11) Der südkoreanische Eisbrecher "Araon" ist am Morgen des 26.12. gegen vier Uhr an dem havarierten Trawler "Sparta" in der Ross-See eingetroffen. Er ging eine Stunde darauf längsseits und begann, Öl auf den Trawler zu pumpen. Dadurch sollte sich der Trimm so verändern, dass der Bug mit dem Leck sich aus dem Wasser hebt. Die 48 Meter lange "Sparta" hat ein 30 Zentimeter großes Leck 1,5 Meter unter der Wassserlinie. Die Crews beider Schiffe wollten dann versuchen, von beiden Seiten eine Stahlplatte aufzuschweißen, die den Havaristen wieder seetüchtig macht. Die Rettungsaktion dauerte nun bereits 10 Tage an. Tags zuvor hatte der Versuch, gemeinsam mit der "Chiyo Maru No 3" die "Sparta" zu erreichen, abgebrochen werden müssen, weil das Eis zu dick für diese war und sie wieder in freies Wasser geleitet werden musste. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler "Success" ohne Erfolg beim Lenzen
(26.12.11) Der Kutter "Success" funkte am 25.12. um 06.30 Uhr Moskauer Zeit auf Position 48 15 N 140 11 O, rund 45 Meilen südlich von Vanino in der Tatarskiy Straße sieben Meilen ovr der Küste Notrufe. Er hatte Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten, gegen den die Pumpen nicht ankamen. Der in der Nähe befindliche russische Frachter "", 23242 tdw (IMO-Nr.: 8311003), erreichte den Havaristen um 07.10 Uhr und assistierte der Crew. Ob diese evakuiert werden musste oder sich das Leck flicken ließ, war noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Sieben Tote vor Quang Nam befürchtet
(26.12.11) Mindestens zwei Personen kamen ums Leben, fünf wurden vermisst, nachdem am Nachmittag des 25.12. ein Militärboot mit 35 Personen, darunter sechs Zivilisten, an Bord vor der Quang Nam Provinz sank. Das Boot gehörte zum Batallion 70 und wurde nur 600 Meter vom Ufer entfernt von großen Wellen versenkt, eine Stunde nach dem es von den 15 Kilometer vor der Küste liegenden Cham Islands ausgelaufen war. 28 Personen kamen in umliegende Krankenhäuser. Die Suche nach den Vermissten dauerte an. Quelle: Tim Schwabedissen



10 Vermisste und ein Toter vor Ulsan
(26.12.11) Der Trawler "Geona 739" sank mit 14 Mann Crew am 26.12. um 2.02 Uhr vor Ulsan in der südkoreanischen Nord-Gyeongsang Provinz. Der Kapitän wurde tot geborgen, 10 wurden vermisst. Das Unglück ereignete sich rund 24 Kilometer östlich von Cape Ganjeol. Der Trawler war am 25.12. um 15.30 Uhr aus Busan ausgelaufen. Marine, Coast Guard und Luftwaffe suchten bei 2,5 Meter hohen Wellen nach den Schiffbrüchigen. Der gerettete Chefingenieur berichtete, es sei plötzlich zu Wassereinbruch im Maschinenraum gekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer vor Delft gerettet
(26.12.11) Die Marine Sri Lankas rettete einen indischen Fischer von dem Kutter "Ratta", der am 24.12. nordöstlich von Delft gestrandet war. Der Kutter war am 22.12. aus dem Fischereihafen Jagathapatnam in Tamil Nadu ausgelaufen und dann dicht vor der Felskküste von Sri Lanka auf Grund geschlagen. Dabei wurde der Propeller beschädigt, und es kam zu Wassereinbruch durch Risse im Bug. Das Wrack wurde unterdessen geborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Versenkung der "Ark Royal" einen Schritt weiter
(26.12.11) Die Pläne, die "Ark Royal" zum künstlichen Riff vor Torbay zu machen, kommen voran. Die drei Millionen Pfund als Sicherheit für den Erwerb sind aufgebracht nur Wochen nachdem Wreck the World, die das einstige Flaggschiff der Royal Navy versenken will, den Aufruf zur Geldsammlung gestartet hatte. Die A&P in Falmouth will es zur Versenkung vorbereiten. Das Projekt soll sowohl den Tourismus an der Westküste ankurbeln wie auch zuvor die Schiffsindustrie. Der Flugzeugträger soll in der Lyme Bay eine der größten Tauchattraktion Europas werden. 500 Personen pro Tag sollen rund 11 Millionen jährlich einbringen. Die BBC wird das Projekt verfolgen und über den Discovery Channel ausführlich dokumentiert werden, bis hin zur Live-Übertragung der Versenkung. Quelle: Tim Schwabedissen



24 Tote auf Pulicat Lake befürchtet
(26.12.11) 24 Personen ertranken oder sind vermisst, nachdem ihr Ausflugsboot am 25.12. auf dem Pulicat Lake in Tamil Nadu kenterte. Die Opfer stammten aus Gummidipoondi in dem Tiruvallur Distrikt , von wo das Boot aufgebrochen war. Fischer retteten drei Teenager, Feuerwehr und Fischer suchten nach den übrigen und bargen bislang 13 Tote. Quelle: Tim Schwabedissen



"Morning Mist" gestrandet (Bild: USCG)   Großbild klick!
Morning Mist hatte nicht genügend Durchblick
(23.12.11) Die 37 Fuß lange Yacht "Morning Mist" strandete in der Nacht zum 22.12. auf einem Riff in Puerto del Manglar an der Ostküste von Culebra Island, Puerto Rico. Am Morgen winschte die US Coast Guard die zweiköpfige Crew an Bord eines MH-65 Dolphin Helikopter.
Die beiden Schiffbrüchigen stammten aus Jacksonville, Florida, und Silverton, Oregon, und sie waren von St. Thomas auf den Virgin Islands nach Puerto Rico unterwegs. Am 21.12 gegen 19 Uhr funkten sie Mayday, nachdem sie zehn Meilen östlich von Vieques Island gestrandet zu sein glaubten.
Die Küstenwache stellte aber fest, dass die gemeldete Position falsch war und ortete das Boot vor Culebra Island. Um 20.10 Uhr meldete der Skipper, dass das Boot wieder frei war und die Reise nach Puerto Rico weiter gehen sollte. Dann aber funkte er, bei Puerto del Manglar erneut festzusitzen und dass die Yacht leckgeschlagen sei Daraufhin schickte die Küstenwache San Juan von der Air Station Borinquenden MH-65 Dolphin Helikopter. Ein Rettungsschwimmer half den Seglern dann an Bord der Maschine. Der Skipper nahm noch am selben Tag Kontakt mit Sea Tow Puerto Rico auf, um die "Morning Mist" zu bergen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rammte Moselbrücke
(23.12.11) Der unbeladene Schweizer Binnentanker "Piz Terri", 2684 ts (EU-Nr.: 6002619), hat am Morgen des 22.12. auf der Mosel die Schweicher Brücke gerammt. Von 5.30 Uhr bis 8.30 Uhr wurde die L-141 gesperrt. Am Nachmittag begrenzte die Straßenverwaltung die Höchstlast für die Brücke vorsichtshalber auf 16 Tonnen. Der hoch aus dem Wasser ragende Tanker rammte mit der Backbordseite gegen den linken Brückenbogen, wobei die Betonkante der Brücke an dem 110 Meter langen Tanker Reling, Seitenwände, Tankabdeckungen und Teile der Tankarmaturen demolierte. Später wurden im oberen Teil des Tankbereiches auch aufgeplatzte Schweißnähte entdeckt. An der Brücke hinterließ der Tanker deutliche Kratzspuren. Da in der Dunkelheit keine genauere Untersuchung möglich war, ließ der Landesbetrieb Mobilität die Brücke zunächst sperren. Die Polizei Schweich leitete den Verkehr über die Longuicher Brücke um. Gegen Mittag trafen Brückenbauexperten am Unfallort ein. Nach einer Besichtigung erließen sie die Anweisung, die Belastungsgrenze des Bauwerks auf 16 Tonnen zu beschränken. Die "Piz Terri", die in Trier am 21.12. 2000 Tonnen Heizöl gelöscht hatte, verholte zur Schleuse Detzem, wo die Feuerwehren aus Schweich und Bekond Schadstoffmessungen vornahmen, ausgelaufene Heizölreste auffingen und Leckagen abdichteten. Danach untersuchten Experten des Wasser- und Schifffahrtsamtes den Tanker.Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für russisches Kühlschiff
(23.12.11) Das russische Kühlschiff "Bereg Nadezhdy" wurde am 21.11. endgültig evakuiert. Von dem Schiff, das seit dem 15.11. auf Position 69 17.57 N 034 23.28 O auf Felsen vor der Ostküste der Kildin Bucht in der Barentssee liegt, wurden die 13 noch an Bord ausharrenden Besatzungsmitglieder von Bord geholt. Ein Schwimmkran soll die Decksladung und Container später noch löschen, ansonsten scheint das Schiff ein Totalverlust zu sein. Der Kühlfrachter war am Morgen des 15.11. auf Grund getrieben, nachdem der Anker sich losgerissen hatte. Es kam zu einem geringfügigen Wassereinbruch in Ballasttank und Maschinenraum. Das Schiff lag genau zwischen zwei Felsen auf Grund. Zwei Schlepper wurden zwar zur Strandungsstelle geschickt, vermochten aber bei anhaltend schlechtem Wetteer nichts auszurichten. Die "Kapitan Martyshkin" pumpte dann das Öl aus den Tanks ab. Die "Bereg Nadezhdy", 13879 tdw (IMO-Nr.: 8218603), wurde 1982 erbaut und gehörte der Rimsko Co., Wladiwostok. Sie hatte eine Crew von ursprünglich 29 Mann. Quelle: Tim Schwabedissen



RoPax-Fähre vor Kavkaz auf Grund gelaufen
(23.12.11) Die kambodschanische RoPax-Fähre "Princess Victoria" geriet beim Einlaufen nach Kavkaz am 21.12. um 15.05 Uhr auf Grund. Das Schiff kam mit der Steuerbordseite bei Tonne 28 fest. Drei Schlepper assistierten der "Princess Victoria" dann, an Liegeplatz 3 zu kommen, wo eine Untersuchung von Rumpf, Propeller und Ruder durchgeführt wurde. Die "Princess Victoria", 4978 BRZ (IMO-Nr.: 7901746) wurde 1980, erbaut und läuft für die Primorye Co. in der Türkei. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Maputo gestrandet
(23.12.11) Der chinesische Bulkcarrier "Jin Fu", 50700 tdw (IMO-Nr.: 9214111), lief am 22.12. vor Maputo auf eine Sandbank. Es handelte sich um eines der ersten chinesischen Schiffe, die dort Kohle für China laden sollten. Die Havarie ereignete sich, als der Lotse bereits von Bord gegangen war, zwischen den Tonnen 5 und 6. Der Frachter behinderte die übrige Schifffahrt nicht. Die Sloane Marine Ltd. Wurde mit dem Flottmachen beauftragt. Bergungsdirektor ist Kapitän Sloane, einstiger Senior-Chef von Svitzer Africa. Über die Weihnachtstage wird eine Springtide erwartet, die den Bergern in die Hände spielen dürfte. Zuvor sollen mehrere tausend Tonnen Kohle geleichtert werden. Die 1991 erbaute "Jin Fu" läuft für die Jinfen Marine Inc. Und wird gemanagt von der Goldbeam International Ltd., beide sind in Hong Kong ansässig. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack alten Landungsbootes porentief rein
(23.12.11) Das 135 Fuß lange Landungsboot "Sound Developer" stellt keine Umweltgefahr mehr dar, und die US Coast Guard übergab die Verantwortung für das Schiff am 17.12. an die City of Cordova, nachdem sie eine gründliche Inspektion des Wracks durchgeführt hatte und sich überzeugte, dass es durch die Global Diving and Salvage Inc. gründlich gereinigt wurde. Es gab keine Ölreste mehr an Bord. Die Küstenwache empfahl, das Wrack selbst nun so rasch wie möglich zu entsorgen. Bis dahin arbeitet die City of Cordova direkt mit der Alaska Marine Response zusammen, um das Wrack bestmöglich zu sichern. Eine Ölsperre blieb ausgelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitäne hatten ein Kommunikationsproblem
(23.12.11) Ein Kommunikationsproblem hat die Kollision der beiden holländischen Binnenschiffe "Nelly" 816 ts (ENI-No.: 03021389), und "Capella" (MMSI-No.: 244020112), an der Verbindung des Nord-Holland-Kanals und dem Alkmaardermeer am 15.12. Beide Schiffe waren auf Nordkurs, die "Nelly" war mit einer Ladung Sand unterwegs nach Alkmaar, die unbeladene "Capella" kam aus Purmerend. Die Kapitäne beider Schiffe standen miteinander in Funkkontakt, doch fehlinterpretierte einer der beiden den anderen, woraufhin die "Capella" der "Nelly" in die Steuerbordseite lief und diese daraufhin zu sinken began. Sie wurde an einen Ponton südlich von Akersloot gebracht, wo die "Capella" längsseits ging und den Havaristen stabilisierte. Die Feuerwehr und der Sandhändler Van Vliet löschten unverzüglich den Sand, während Pumpen das Schiff wieder schwimmfähig machten. Am Morgen des 16.12. war die "Nelly" soweit gesichert, dass sie nach Wormerveer zur Reparatur gebracht werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter entdeckte vermissten Weltumsegler
(23.12.11) Der italienische Frachter "Luisia Colossus" lokalisierte am 22.12. den vermissten Einhandsegler Sergei Morozov, nachdem dieser Notraketen abgeschossen hatte. Er war mit der 35 Fuß langen Yacht "Hikari Dreammaker" auf einer Weltumsegelung und war von seiner Tochter überfällig gemeldet worden, nachdem er nicht in Bermuda eingetroffen war. Daraufhin startete die US Coast Guard eine HC-130 Hercules von der Air Station Elizabeth City, North Carolina, und bat die Schifffahrt um Assistenz, nachdem es zunächst nicht gelang, den Vermissten zu entdecken. Am Morgen des 22.12. dann wurde das Schiff gesichtet, das Maschinenschaden erlitten hatte und dessen Skipper hoffte, Bermuda in 2-3 Tagen unter Segeln zu erreichen. Er wurde von dem Frachter mit Nahrung und Treibstoff versorgt und wollte sich nach Erreichen der Insel nach St George's abschleppen lassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bis April soll "TK Bremen" verschrottet sein
(23.12.11) Der Präfekt von Morbihan hat am 22.12. die türkischen Eigner der "TK Bremen" aufgefordert, das Schiff abzuwracken und die Strandungsstelle wieder in den Urzustand zu versetzen. Zuvor war das letzte Öl aus den Tanks abgepumpt worden. Bis zum 6.4.2012 soll der Frachter vom Strand verschwunden sein. Wenn eine Firma gefunden wird, könnte das Zerlegen bereits am 23.12. beginnen. Bis spätestens zum 29.11. soll ein detaillierter Plan vorgelegt werden. Eine Woche wird veranschlagt, um umweltgefährdende Stoffe zu entsorgen, drei weitere, das Schiff zu zerlegen und den Schrott abzufahren. Zäune von 3,7 Kilometern Länge und 2.5 Metern Höhe sollten die Stelle abschirmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter vor Lugat Point
(23.12.11) Zwei philippinische Marineboote kamen dem brennenden, 60 Meter langen Frachter "Foxbat" aus Manila am 22.12. zu Hilfe, der 550 Yards nordwestlich von Lugat Point, Misamis Oriental am Spätnachmittag in Brand geraten war. Die "Emilio Liwag (PG118)" und "Jose Loor Jr (PG390) aus Iligan City waren rasch vor Ort, und binnen drei Stunden gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Der Zementfrachter hatte 18 Mann Crew und wird von der Loadstar Shipping in Manila bereedert. Das Feuer entstand in der Bordelektrik der Mannschaftsunterkünfte. Es zog Aufbauten, Kajüten, Ruderhaus und Maschinenraum in Mitleidenschaft. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter frisch überholt gesunken
(23.12.11) DAS RNLI-Boot aus New Quay RNLI wurde am Nachmittag des 21.12. zu dem sinkenden 40-Fuß-Kutter "Catherine Arden" gerufen, der erst unlängst gründlich überholt worden war. Das Schiff lag 200 Yards vor dem Hafen. Als das Rettungsboot vor Ort eintraf, ragte nur noch ein Teil des Bugs aus dem Wasser, bevor das Schiff endgültig versank. Die Crew des Rettungsboots überzeugte sich, dass niemand an Bord gewesen war und sammelte aufgetriebene Trümmer ein, bevor es in den Hafen zurückkehrte. Quelle: Tim Schwabedissen



Neue Schlepper als Problembären
(23.12.11) Die beiden brandneuen britischen Schlepper "Solan", 852 BRZ (IMO-Nr.: 9449003), und "Bonxie" des in den Shetlands gelegenen Ölhafens Sullom Voe wurden stillgelegt, nachdem die "Solan2 am Abend des 20.12. mit dem Shuttletanker "Loch Rannoch" (IMO-Nr.: 9160619), der Öl vom Schiehallion Ölfeld westlich der Shetlands transportiert, kollidiert war. Die "Solan" ist einer von zwei für sieben Millionen Pfund in Spanien erbauten Schlepper, die mit 8150 PS und einem Pfahlzug von 90 Tonnen zu den stärksten der Region gehören, aber von Beginn an Probleme bereiteten. Beim jüngsten Zwischenfall hatte die "Loch Rannoch" gerade den Liegeplatz an Mole 4 verlassen, und die "Solan" war noch an dem 76,000-Tonnen-Tanker fest, als es plötzlich zu einem Maschinenausfall kam. Der mit fünf Knoten laufende Tanker rammte den Schlepper daraufhin ins Heck und zog ihn ein Stück neben sich her. Dann ging die Maschine unvermittelt wieder an, und der Schlepper kehrte an seinen Liegeplatz zurück. Die Fender hatten größeren Schaden verhindert, doch aus Sicherheitsgründen wurden dann beide Schwesterschiffe stillgelegt. Sie waren im Febnruar bereits mit Verspätung von der Unión Naval Valencia abgeliefert worden, weil es Probleme mit der Ruderanlage gegeben hatte. Seither gab es damit wie auch den Winschen und Kontrollsystemen wiederholt Schwierigkeiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Weihnachtspause für "Rena"-Berger
(23.12.11) Ein Festessen, Skypen mit Angehörigen und das Öffnen von Geschenken ist die einzige Konzession, die die 78 Berger aus Südafrika, Singapur, Holland, Neuseeland, Australien und Amerika auf der "Smit Borneo" an das Weihnachtsfest machen. Es gilt, das ruhige Wetter mit 10 Knoten Wind, das für die Weihnachtstage beschert wird, zu nutzen, und nicht einen Tag zu vergeuden. Am 22.12. gelang es, eine Rekordzahl von 42 Containern abzubergen. Damit wurden bis dahin insgesamt 294 Stück von der "Rena" geholt, und 985 verblieben. Wenn alles gut läuft, könnte die Ladung im März von Bord sein. Gleichzeitig wurde an einem Ölaustritt aus Laderaum 3 gearbeitet. Braemar Howells nahm 31 Container in Empfang, 15 leer, und 15 Kühlcontainer, die zur Weiterverarbeitung zur Truman's Lane gingen. Braemar Howells arbeitete auch weiter auf Motiti Island, und nahe Whale Island wurden Trümmer gemeldet, doch bei einem Kontrollflug am 22.12. nicht entdeckt.Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Eisbrecher als Weihnachtsgeschenk
(25.12.11) Die Crew des russischen Trawlers "Sparta" könnte ein Weihnachtsgeschenk in Gestalt des südkoreanischen Eisbrechers "Aaron" erhalten. Er wird am Nachmittag des 25.12. am Eisschelf erwartet. Tags zuvor soll er sich mit der "Chiyo Maru No 3" treffen und beiden Schiffen dann einen Weg bahnen. Der Eisbrecher soll bei der weiteren Reparatur assistieren und den beiden Schiffen dann den Weg ins offene Meer frei machen. Da die Lage der "Sparta" nun verbessert ist, wurde der Fall vom Notfall zum Alarmfall heruntergestuft. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackräumung auf dem Petaluma River
(23.12.11) Einige Schifffahrtshindernisse auf dem Petaluma River sind dank des Army Corps of Engineers bald Vergangenheit. Die 1957 erbaute Ketsch "William Garden" war am 3.11. unweit der Lakeville Marina vorsätzlich von ihren Moorings losgeworfen worden und sank in 20 Fuß Wassertiefe in der Mitte des Fahrwassers unweit des Papa's Tavera Restaurants. Für eine Bergung des 75,000 Dollar werten Schiffes hatte der Eigner kein Geld. Erste Versuche, das Wrack mit Hebetauen unter dem Rumpf anzuheben, scheiterten an dessen gerundeter Form. Dann wurde das Boot in flacheres Wasser gezogen und dort zerlegt. Ein weiteres Schiff lag bereits ein halbes Jahr in der Mündung des Petaluma River unweit des Highway 37. Die Coast Guard konnte den Eigner nicht ausfindig machen. Das Boot sank an seinem Ankerplatz. Taucher entfernten Öl und Treibstoff, doch auch dieses Wrack konnte nicht in einem Stück geborgen werden. Das Bergungsschiff "Raccoon" aus Sausalito wurde geholt, um es stückweise zu räumen. Bislang ist ein Drittel der Arbeit getan, die nur während der Niedrigwasserzeiten durchzuführen ist. In mehreren Wochen aber soll auch dieses Wrack Geschichte sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tage, zwei Kutter, zwei Hilfeleistungen
(23.12.11) DAS RNLI-Boot aus Plymouth half in zwei Tagen zwei Kuttern. Beide konnten sicher nach Plymouth eingeschleppt werden. Am 20.12. bat der in Teignmouth beheimatete Kutter "Gerry Ann" um Holfe, nachdem er durch ein Netz in der Schraube manövrierunfähig geworden war. Das Schiff trieb in hohem Seegang. Das Rettungsboot "Sybil Mullen Glover" nahm ihn auf den Haken und brachte ihn in den Hafen von Sutton ein. Am 21.12. war des die "Red Vixen" aus Mevagissey, die Hilfe brauchte, nachdem sie 15 Meilen vor der Küste Maschinenausfall erlitten hatte. Am Nachmittag liefen die Seenotretter aus und zogen den Havaristen nach Plymouth. Quelle: Tim Schwabedissen



(Bild: Juergen Braker)   Großbild klick!
Russischer Frachter saß bei Oldenbüttel in Kanalböschung fest
(22.12.11) Am Nachmittag des 21.12. um 14.40 Uhr lief der ostwärts im Nord-Ostsee-Kanal fahrende russische Frachter "Amur 2537", 3086 BRZ (IMO-Nr.: 8842545) kurz nach dem Verlassen der Kanalweiche Oldenbüttel wegen eines technischen Defekts in die Nordböschung, genau zwischen der Einmündung des Gieselaukanal und der Kanalfähre Oldenbüttel. Das Schiff befand sich auf der Reise von Wilhelmshaven nach Liepaja. Um 15.20 Uhr hatte das Schiff sich durch versch. Manöver wieder befreit und fuhr zur weiteren Untersuchung in die Kanalweiche Breiholz. Später setzte er die Fahrt nach Kiel fort, wo er um 19.45 Uhr im Nordhafen festmachte. Der Frachter wurde 1991 gebaut, hat eine Tragfähigkeit von 3332 Tonnen, ist 116 m lang und 13 m breit.Quelle: Tim Schwabedissen



"Maersk Jennings" zurück in Bremerhaven
(22.12.11) Der Schaden an der Hauptmaschine des Containerschiffes "Maersk Jennings" hat sich als komplizierter erwiesen, als zunächst angenommen. Am Abend des 21.12. wurde das 220 Meter lange Schiff von vier Schleppern auf den Haken genommen, um zurück nach Bremerhaven gebracht zu werden, von wo es am 13.12. eigentlich voll beladen hätte in Richtung Mittelmeer auslaufen sollen. Der Maschinenschaden, der das Schiff auf Höhe Norderney gestoppt hatte, sollte danach am Cuxhavener Steubenhöft repariert werden, da am Bremerhavener Terminal der Platz benötigt wurde. Zwischenzeitlich hatte die Reederei, die NSC Schifffahrtsgesellschaft mbH durch das Schiffsmaklerbüro Peter Hein die Option prüfen lassen, die aus 1100 Containern bestehende Ladung bei Cuxport zu löschen. Dort hatten allerdings die Kapazitäten nicht ausgereicht. Deshalb blieb nur die Rückreise nach Bremerhaven, um die Ladung dort zu löschen und mit einem anderen Schiff auf die Reise zu bringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Odense gestrandet
(22.12.11) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Wilson Mosel", 1589 BRZ (IMO-Nr.:9060687), lief in der Nacht zum 22.12. vor Lammesø Hage zwischen Enebærodde und dem Lindø Terminal im Odense Fjord auf der Fahrt von Porsgrunn nach Odense auf Grund. Das Ölbekämpfungsschiff "Marie Miljø" wurde vorsorglich zur Strandungsstelle entsandt. Der Frachter lag auf sandigem Boden in einer engen Passage nach Odense fest. Am Vormittag des 22.12. gelang es, ihn freizubekommen. Er sollte vor einer Weiterreise von Tauchern untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker trieb vor Arendal
(22.12.11) Am 20.12. um 22.15 Uhr erlitt der dänische Tanker "Bro Gothenburg", 4859 BRZ (IMO-Nr.: 9362140), rund 10 Meilen östlich von Arendal Maschinenausfall. Das Schiff war um 14 Uhr aus Slagen ausgelaufen. Der Schlepper "BB Connector" war gegen fünf Uhr am Schiff und schleppte es nach Kristiansand ab, wo es um neun Uhr festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler bei Kollision vor England schwer beschädigt
(22.12.11) Der belgische Trawler "Calypso - Z 84", 284 BRZ (MMSI-Nr.: 205284000), kollidierte vor der britischen Küste am Morgen des 20.12. mit einem griechischen Tanker. Dabei wurde der Belgier erheblich am Bug beschädigt und hatte Wassereinbruch ins Vorschiff. Die fünfköpfige Crew, die gerade einen Fang einholte, blieb unversehrt. Nachdem sich ihr Schiff wieder aufgerichtet hatte, machte es sich mit langsamer Fahrt auf den Rückmarsch in den Heimathafen Zeebrugge, wo es am European Fish Centre am 21.12. um 18.15 Uhr mit weggetauchtem Bug festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Beinah-Kollision vor Devon wird untersucht
(22.12.11) Am 19.12. kam es zu einer Beinah-Kollision des in Brixham beheimateten, 23 Meter langen Trawlers "Sasha Emiel" mit dem italienischen Tanker "Neverlands Angel", 61248 BRZ (IMO-Nr.: 9413688) 26 Meilen vor Start Point. Der Marine Accident Investigation Branch leitete eine Untersuchung ein. Die beiden Schiffe waren vor der Küste von Süd-Devon gegen 13 Uhr nur 10-20 Meter voneinander entfernt gewesen. Die Brixham Coastguard sowie ein Fischereischutzschiff wurden auf den Vorfall aufmerksam. Nach der Rückkehr in den Hafen am 21.12. sollte die Crew der "Sasha Emiel" einen Bericht abgeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter durch Kappen der Netze vor Kenterung bewahrt
(22.12.11) Am 19.12. funkte der 12 Meter lange Kutter "Betty - G II" aus Newhaven in Ost-Sussex Mayday, nachdem er fast gekentert wäre. Das RNLI-Boot aus Exmouth lief zu der Position 5,5 Meilen vor Straight Point. Bei ihrem Eintreffen hatte die Crew die am Grund verfangenen Netze bereits gekappt und konnten die Maschine wieder starten. Der Kutter wurde dann in Richtung Brixham eskortiert. Auch die "Sarah Jane" war zu Hilfe gekommen. Sie ging längsseits und sammelte dann über Bord gegangene Fangausrüstung ein. Die Crew der "Betty" wollte später versuchen, auch der Netze wieder habhaft zu werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rammte Moselbrücke
(22.12.11) Am Morgen des 22.12. kollidierte ein 110 Meter langer Schweizer Binnentanker mit einem Pfeiler der Moselbrücke in Schweich im Landkreis Trier-Saarburg. Die Brücke wurde zeitweilig gesperrt, das Schiff beim Aufprall beschädigt. EsEEs Es war gegen 5.30 Uhr ohne Ladung vom Trierer Hafen Richtung Koblenz unterwegs, als es gegen die Brücke stieß. Weil in der Dunkelheit nicht erkannt werden konnte, ob die Brücke beim Aufprall beschädigt wurde, sperrte die Polizei sie vorsorglich. Nach einer Untersuchung am Tag stellten Experten aber nur geringe Schäden fest. Am Vormittag wurde die Brücke wieder freigegeben. Das Schiff wurde im Bereich der Aufbauten und des Laderaums beschädigt. Es machte später an der Detzemer Schleuse fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Duke Point Terminal fällt nach Kollision monatelang aus
(22.12.11) Ein Ausfall des elektronischen Kontrollsystems verursachte die Kollision der kanadischen Fähre "Coastal Inspiration", 21777 BRZ (IMO-Nr.: 9332767), mit dem Duke Point Terminal am 20.12. Der Duke Point Terminal wird wegen verschiedener Schäden an Rampe und Fendersystem mehrere Monate lang außer Betrieb bleiben. Die Fähre wurde am Bug beschädigt und lief am 21.12. nach Esquimalt zur Reparatur. Hier muss ein Arm, der die Bugpforten hält, ersetzt werden, das Ersatzteil muss erst in Europa hergestellt werden. Von daher fällt die Fähre einen Monat aus. Insgesamt haben ein Dutzend Passaigere und vier Besatzungsmitglieder leichte Verletzungen erlitten. Bis zur Reparatur des Terminals werden die Fähren nur den Nanaimo's Departure Bay Terminal nutzen. Die "Queen of Coquitlam" ersetzte die "Coastal Inspiration" bis zum Eintrefffen der "Coastal Renaissance" am 22.12. Jährlich kommt es bei B.C. Ferries zu rund einem Dutzend solcher Vorfälle bei einer Gesamtzahl von 185,000 Fährfahrten. Zuletzt am 18.11. war die "Queen of Coquitlam" mit dem Departure Bay Terminal kollidiert und fiel mehrere Tage aus. Am 2.7. lief die "Queen of Nanaimo" gegen den Anleger in Tsawwassen. Am 5.5. war die "Coastal Celebration" mit dem Swartz Bay Terminal kollidiert und musste eine Woche lang repariert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



17. Leiche vor Kamtschatka geborgen
(22.12.11) Der 17. Tote des gesunkenen Rigs "Kolskaya" wurde am 21.12. gefunden. 36 weitere Männer gelten noch als vermisst. Der Eisbrecher "Magadan", der Bergungsschlepper "Atlas" und ein Mi-8 Helikopter waren weiter in dem Seegebiet, wo das Rig in 1050 Metern Tiefe im Sturm versank, im Einsatz. Das Wetter hatte sich vorübergehend beruhigt. Das 1985 in Finnland erbaute Rig war 69 Meter lang und 80 Meter breit. Quelle: Tim Schwabedissen



Kuttercrew sah und hörte nichts
(22.12.11) Die amerikanische Fähre "Katama" (IMO-Nr.: 8213237) kollidierte am 21.12. um 15.45 Uhr mit dem Hummerkutter "Mirage" rund 1.5 Meilen vor Martha's Vineyard. Die Coast Guard schickte einen Helikopter, um den Kutter, der in Vineyard Haven beheimatet ist, zu lokalisieren, konnte aber keinen Kontakt aufnehmen, weil die Funkantenne bei der Kollision abgerissen war. Ansonsten blieben die Schäden an dem Kutter gering. Er hatte im Vineyard Sound getrieben, als sich die "Katama" annäherte und auch Typhonsignal gab, ohne dass die Crew reagierte. Vor Ort waren 20 Meilen Windgeschwindigkeit. Quelle: Tim Schwabedissen



Havarierter Frachter verlor Öl im Kieler Hafen
(22.12.11) Am 17.12. wurde der im Kieler Ostuferhafen zur Reparatur liegende amerikanische Frachter "Transatlantic", 4276 BRZ (IMO-Nr.: 9148520), zum gegenüber liegenden Ostseekai geschleppt. Die Reparaturen an dem schadhaften Wärtsilä-Diesel werden wohl noch bis Februar 2012 andauern. Einige Tage zuvor war es bei einem Probelauf zu einem Ölaustritt gekommen. Da die Monteure das Auslaufen größerer Mengen Öl befürchteten, wurden das THW und die Feuerwehr alarmiert. Das Schiff wurde vorsorglich mit einer Ölsperre eingeschlengelt. Nach ein paar Umdrehungen des Propellers war das Öl aus der Wellenabdichtung vollständig ausgelaufen und konnte vom THW aufgenommen werden. Das Schiff hatte bei der Passage des Nord-Ostsee-Kanals am 28.10. Maschinenausfall erlitten und hatte nach Kiel abgeschleppt werden müssen, wo eine Notreparatur im Nordhafen scheiterte und die Containerladung im Ostuferhafen gelöscht und anderweitig verschifft werden musste. Quelle: Tim Schwabedissen



Wracks am Strand von Somalia zeugen von ungewissen Seemannsschicksalen
(22.12.11) Am Strand der somalischen Küste zeugen mehrere Schiffswracks davon, dass derzeit immer noch 199 Männer und eine Frau Geiseln der örtlichen Piraten sind. Seitdem die EU NAVFOR-Kräfte ihre Antipiraten-Mission im Dezember 2008 starteten, waren 2317 Seeleute als Geiseln regisriert. Die längste Gefangenschaft haben mit 19 Monate die 24 Männer der "Iceberg 1", die immer noch nicht frei sind. Der Kutter "Prantalay 12" wurde am 18.4.2010 gekapert und am 14.7.2011 auf Strand gesetzt. Fünf Mann der Crew starben in Gefangenschaft, einer wird vermisst, und vier sind noch irgendwo in Somalia. Ihr Schiff liegt mit Schlagseite halb unter Wasser in der Brandung.
Die Toten gehören zu rund 60 Seeleuten, die in der Hand der Piraten starben. 49 Geiseln werden festgehalten, ohne dass sie noch zu einem Schiff gehören, weil dieses entweder aufgegeben wurde oder gesunken ist, womit ihr Schicksal unklar ist. Zuletzt haben kriminelle Banden mehrfach eine Freilassung gegen Lösegeld angekündigt, dann aber doch einige der Crew zurück behalten, nachdem das Schiff freigelassen wurde. Derzeit betrifft dies vier Südkoreanier und sieben Inder der "Gemini" und der "Asphalt Venture".
Die am Strand liegenden, drei aufgegebenen Schiffe, die 54 Mann Crew hatten, stellen zu allem Überfluss eine Umweltgefahr dar. Zu ihnen gehört auch die "Shiuh Fu No.1", ein Weihnachten 2010 gekapertes Fischereifahrzeug, das mit rostigem Rumpf am Spülsaum liegt, umgeben von Piratenskiffs. Das Schicksal der Crew, bestehend aus 13 Chinesen, 12 Vietnamesen und einem Taiwanesen ist unbekannt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischfabrik drohte nach Stromausfall zu sinken
(22.12.11) Der amerikanische Trawler "Arica" (MMSI-Nr.: 338137000) erlitt am 21.12. auf dem Lake Union Wassereinbruch. Die Fischfabrik hatte bis vor kurzem mehrere Wochen lang im Trockendock gelegen. Werftarbeiter hatten Wasser auspumpen müssen, nachdem es zu einem Problem mit einem Bodenventil gekommen war. Dabei kam es landseitig zu einem Stromausfall, sodass um 5:15 Uhr die Feuerwehr gerufen wurde. Sie rückte ebenso wie die Polizei und die Coast Guard mit Booten an. Lenzpumpen konnten die Wasserhöhe auf 15 Inch drücken. Später gelang es, die Stromversorgung wieder herzustellen, und die Einsatzkräfte des Seattle Fire Department rückten wieder ab. Die "Arica" sollte im Januar 2012 auf Fangfahrt nach Alaska auslaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Caravans in Seenot (Bild: Kustwacht)   Großbild klick!
Caravans in Seenot
(20.12.11) Am Nachmittag des 20.12. verlor der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Ostsee", 2400 BRZ (IMO-Nr.: 9050620), der am Abend des 19.12. aus Kingston-upon-Hull ausgelaufen war, auf der Fahrt nach Danzig in der Nordsee zwei auf dem Oberdeck verlaschte Caravans über Bord. Die Wohnwagen stürzten 28 Kilometer nordwestlich von Texel in die aufgewühlte See. Der Frachter suchte dann Schutz vor Den Helder, wo die an Deck verbliebenen drei Caravans neu gesichert wurden, ehe die Reise gen Ostsee weiter ging.
Ebenfalls am 20.12. verlor der unter Bahamas-Flagge laufende Frachter "Danica Hav", 1536 BRZ (IMO-Nr.: 8401535), 45 Pakete Schnittholz rund 27 Kilometer nordwestlich von Terschelling. Zum Zeitpunkt des Ladungsverlustes herrschten auf der Nordsee acht Beaufort Wind. Ein Flugzeug der holländischen Küstenwache stieg auf, um die Drift des Holzes zu überwachen. In den Abendstunden trieben erste Hölzer am Strand von Terschelling an, weitere Anlandungen wurden auf Vlieland und Texel erwartet. Der Frachter hatte den schwedischen Hafen Porsgrunn am 1.12. verlassen und war für Aveiro bestimmt. Quelle: Tim Schwabedissen



TK Bremen: Bergen? (Bild: Christian Plague)   Großbild klick!
Zerlegen oder Bergen - Eigner der "TK Bremen" hat die Qual der Wahl
(21.12.11) Der maltesische Frachter "TK Bremen" ist nach Ansicht der Marinepräfektur in Morbihan für eine Bergung zu schwer beschädigt. Er könnte bei einem Abschleppversuch auseinander brechen. Das Schiff war am 16.12. mehrfach gegen Felsen geschlagen, bevor es letztlich auf dem Strand zu liegen kam.
Mehrere Risse entstanden im Rumpf, durch die 60 Tonnen Öl ausliefen. Zweimal täglich liegt das Schiff zudem in der Brandung, wenn die Flut aufläuft. Die letzte Entscheidung liegt aber bei den Eignern, der Blue Atlantic Shipping Ltd., die mit der Versicherung sowohl die Optionen einer Notreparatur mit anschließendem Bergungsversuch wie auch des Abtransports des in Sektionen zerlegten Schiffes durch die Dünen durchzurechnen hat. Das Wrack liegt in einem Naturschutzgebiet, das wieder herzustellen wäre.
Bis Ostern 2012, so ist das Ziel, soll die "TK Bremen" in jedem Fall vom Strand verschwunden sein. Als erstes gilt es nach dem Abpumpen des Öls eine Bestandsaufnahme weiterer umweltgefährdender Stoffe an Bord wie z.B. Asbest vorzunehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Geretteter Fischer starb im Krankenhaus
(21.12.11) Vier Meilen östlich von Falmouth sank am Abend des 20.12. der 40 Jahre alte britische Kutter "Heather Anne" in der Gerrans Bay. Zwei Mann wurden von dem Kutter "Lauren Kate" gerettet, einer von ihnen anschließend schwer verletzt von einem Helikopter der RNAS Culdrose aufgewinscht und ins Treliske Hospital in Truro gebracht, wo er später aber starb. Der zweite wurde von einem RNLI-Boot in dem Heimathafen des gesunkenen Kutters, Mevagissey, gebracht. Die "Lauren Kate" hatte um 22.13 Uhr die Falmouth Coastguard alarmiert, nachdem die Crew Zeugen des Untergangs des 36 Fuß langen Kutters vor der Roseland Peninsula geworden war. Daraufhin rückten die örtlichen Rettungskräfte aus. Das zweite in Falmouth stationierte Rettungsboot suchte die See nach Trümmern ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Sparta wieder auf ebenem Kiel
(21.12.11) Ein weiterer Hilfsflug verließ am 21.12. um neun Uhr Christchurch mit Kurs zur "Sparta" in der Ross Sea. Die Hercules C 130 wurde gegen 16 Uhr dort erwartet. Der Havarist liegt mittlerweile auf ebenem Kiel, und nur gelegentlich müssen die Lenzpumpen noch angeworfen werden. Die norwegische "Seljavaer" bewegte sich derweil von dem Trawler weg in dem Versuch, schweres Packeis zu umgehen, während die "Chiyo Maru No. 3" weiterhin 100 Meilen entfernt nur langsam voran kam. Die Ankunft des Eisbrechers "Araon" wurde für den 26.12. erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Haie sabotierten Containersuche bei der "Rena"
(21.12.11) Maritime New Zealand hat weitere Beschuldigungen gegen den Kapitän und den 2. Offizier des Containerfrachters "Rena" erhoben. Sie sollen Schiffsdokumente nach der Strandung auf dem Astrolabe Reef vor Tauranga am 5. Oktober manipuliert haben. Insgesamt gibt es vier Anklagen gegen den Kapitän und drei gegen den 2. Offizier, jede kann mit bis zu sieben Jahren Haft geahndet werden. Derweil konnten am 20.12. weitere neun Container geborgen werden, womit die Gesamtzahl auf 252 stieg. 89 gingen bislang über Bord, von denen ein mit Fleisch beladener am 19.12. ins Meer stürzte, aber gleich darauf geborgen wurde. Die Suche nach verlorenen Containern musste am 18.12. unterbrochen werden, nachdem Haie die Sonarausrüstung in der Bay of Plenty attackierten. Dabei wurde der Magnetometer beschädigt, und das Kabel musste eingeholt werden. Am 21.12. wurde die "Smit Borneo" zur Steuerbordseite verholt. Auf Motiti Island wurde der Strand von Containertrümmern gereinigt, die fünf Meilen nördlich von Whangamata entdeckt worden waren. Westlich von Motiti war zeitweilig ein dünner Ölfilm gesichtet worden, ein 3000 Meter langes und 20 Meter breites Ölband befand sich auf vier Kilometer nordwestlich des Wracks. Quelle: Tim Schwabedissen



Notsignale im Pazifik
(21.12.11) Der liberianische Bulkcarrier "Sanko Eternal" funkte am 19.12. Notsignale auf Position 48-35 N 150-18 W, 520 Meilen südsüdöstlich von Kodiak Island im Nordpazifik. Das Schiff war auf der Reise von Portland, Oregon, nach Singapur. Weitere Details wurden bislang nicht bekannt. Die "Sanko Eternal", 27917 tdw (IMO-Nr.: 9136785) wurde 1996 erbaut und läuft für das japanische Sanko Ship Management. Quelle: Tim Schwabedissen



Notsignal im Persischen Golf
(21.12.11) Der unter Panama-Flagge laufende Tanker "Oriental Emerald" funkte am 20.12. auf Pposition 28-58 N 050-50 O im Persischen Golf unweit von Bushehr Notsignale. Das Schiff war von Melbourne nach Sikka im indischen Gujarat unterwegs. Weitere Details waren nicht bekannt. Der Produktentanker "Oriental Emerald", 50379 tdw (IMO-Nr.: 9284817) wurde 2005 erbaut und läuft für die Sovcomflot, Moskau. Quelle: Tim Schwabedissen



Massenstrandung auf Delft Island
(21.12.11) Drei Trawler strandeten am 18. und 19.12. auf Delft Island, ein weiterer auf Analative Island. Das erste Schiff strandete mit vier Mann Crew, die gerettet wurden, nachdem sie über Bord gespült worden waren. Am 19.12. rettete die Marine von Sri Lanka weitere 12, deren Schiffe auf Delft Island gescheitert waren. Weitere sechs wurden von einem Trawler auf Analative Island gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach einem Monat in Harburg gehoben
(21.12.11) Der Ende November gesunkene Kutter "Saparua" wurde am 20.12. gegen Mittag im Harburger Binnenhafen gehoben. Die Bergung des Kutters führte die Firma Taucher Knoth aus Hamburg durch, die mit dem Schwimmkran "Lift 100" anrückte. Die Aktion dauerte bis in den späten Abend und gestaltete sich kompliziert. Zunächst spülte ein Taucher zwei Hebestropps unter dem Rumpf hindurch, die dann an den Kran angeschlagen wurden. Anschließend wurde die "Sapura", die direkt neben dem aufgelegten Fahrgastschiff "Glora D" versunken war, angehoben und gelenzt. Gegen 17:35 Uhr war die "Saparua" am Haken.
Wenig später tauchte das Ruderhaus auf. Gegen 18 Uhr konnte das Wrack auf dem Deck des Bergungspontons abgesetzt werden. Dann begann die Wasserschutzpolizei mit einer Untersuchung, um den Grund des Untergangs zu erkunden. Für den zum Taucherschiff umgebauten Kutter war es bereits die zweite Bergung. Vor über zehn Jahren ging das Schiff in der Trave unter. Damals wurde es wieder repariert, diesmal ist dies nicht mehr der Fall. Die "Saparua" wird den Binnenhafen nur zum Verschrotten verlassen. Knoth wird es in der Firmenzentrale in Hamburg zerlegen. Das Holz des Rumpfes muss in speziellen Öfen verbrannt werden.
Zu gebrauchen werden wahrscheinlich nur noch der Propeller und Teile des Motors sein. Für die Bergungskosten in Höhe von rund 50.000 Euro muss die öffentliche Hand aufkommen. Der Eigner der "Saparua" hatte kein Geld, das Wrack heben zu lassen. Der 1957 gebaute, hölzerne 80-Tonnen-Kutter ist 12,5 Meter lang und 4,5 Meter breit. Er war am 20. November im Harburger Überwinterungshafen gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Wer klaute das Kaiserklo vom Grund der Ostsee?
(21.12.11) Raubtaucher haben sich über das Keramik-Urinal von Wilhelm II. aus dem Wrack der untergegangenen SMS "Undine" hergemacht. Erst vor wenigen Monaten hatte der Berliner Unterwasserarchäologe Reinhard Öser in 50 Metern Tiefe 28 Seemeilen vor Rügen das Klosett im Wrack des kleinen Kreuzers von Algen und Schlamm bedeckt gefunden. Der Kaiser hatte das Schiff 1909 auf einer Norwegen-Reise nach Larvik genutzt, und auch bei dessen Jungfernfahrt von Kiel aus war er dabei. 1915 wurde die "Undine" von den Briten versenkt. Öser hielt die Koordinaten des Wracks zwar geheim, doch die Diebe schafften es trotzdem zur "Undine". "Es müssen Profis gewesen sein, mutmaßte der Unterwasserarchäologe. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband prallte gegen Rheinbrücke
(21.12.11) Am 19.12. um 17:27 Uhr, stieß der niederländische Schubverband "Marcona", 2854 ts (EU-Nr.: 02323042), gegen einen Pfeiler der Kennedybrücke in Bonn bei Rheinkilometer 654,8. 00. Offenbar war Treibgut in den Backbordpropeller geraten und hatte den Verband kurzfristig manövrierunfähig gemacht. Der Schubleichter trieb nach Backbord ab und stieß dort kurz gegen den Brückenpfeiler. Dadurch brachen die Verbindungsdrähte zwischen dem angekoppelten Schubleichter "Patrona" und der "Marconi". Die Besatzung verholte den Schubleichter an die Backbordseite. Da weiter kein Schaden an dem Schubleichter entstand, blieb es bei rund 1000 Euro Sachschaden für die gebrochenen Drähte. Der Verband konnte später seine Fahrt gen Schweiz fortsetzen. Die Kennedybrücke hat die Kollision ebenfalls relativ unbeschadet überstanden. Vom einem Boot der Wasserschutzpolizei aus leuchteten Bauexperten am Abend den Strompfeiler aus, gegen den der Schubverband geprallt war. Nach der ersten Begutachtung des Beueler Strompfeilers konnte Entwarnung gegeben werden, und eine weitere Messung durch Fachleute am 20.12. untermauerte diese Einschätzung. Es gab eine Abplatzung im Din-A-3-Format an der Seite des Strompfeilers, der nicht sofort ausgebessert werden musste. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölarbeiter der "Kolskaya" starben offenbar aus Kostenersparnis-Gründen
(21.12.11) Zwei russische Flugzeuge und ein Hubschrauber waren am 20.12. noch auf der Suche nach den Vermissten des gesunkenen Rigs "Kolskaya". Es handelte sich um einen Mi-8 Helikopter der auf Sakhalin operierenden Aviashelf sowie eine An-74 des russischen Notfallministeriums und eine IL-38 der russischen Pacifikflotte. Der Eisbrecher "Magadan" sowie ein Rettungsboot sollten am 21.12. hinzustoßen. Doch Hoffnung auf Überlebende gibt es bei weiterhin stürmischer See eigentlich keine mehr, und alle bisher entdeckten Rettungsinseln und Boote waren beschädigt und leer.
Die Arbeiter an Bord des Rigs hatten kaum eine Chance. In Russland wurden schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen laut. Wie kam es, dass die Plattform überhaupt während eines Sturms durch das Ochotski-Meer bugsiert wurde, und warum waren weit mehr Männer an Bord, als für einen sicheren Transport nötig waren? Warum waren Bohrarbeiter an Bord bei einem Manöver, für das sie gar nicht gebraucht wurden? Nur die Hälfte der Männer waren Seeleute, die direkt mit der Verlegung der Plattform zu tun hatten. Die Arbeiter auf der Plattform hatten seit September Erkundungsbohrungen auf dem Schelf westlich von Kamtschatka durchgeführt. Von dort sollte die Plattform 900 Kilometer weit quer über das Ochotski-Meer nach Sachalin gebracht werden. Sie wurde von der "Neftegaz 55" gezogen und von einem Eisbrecher begleitet.
Die Ölarbeiter hätten auf dem Schlepper oder dem Eisbrecher untergebracht werden müssen, aber dort fehlten vermutlich ausreichend Rettungsgeräte. Die Charter eines zusätzlichen Schiffes für die Arbeiter hatte man sich offenbar gespart. Am Morgen des 18.12. geriet der Konvoi in einen schweren Sturm mit Windstärken von 20 Metern pro Sekunde und Wellen von sechs Metern Höhe. Die Crew versammelte sich im Aufenthaltsraum, und es wurde versprochen, dass ein Hubschrauber sie in Sicherheit bringen werde. Als sich dies als falsch herausstellte, brach Panik aus. Eine der Trossen zum Schlepper riss, Wasser drang in die Messe und in leere Tanks ein, binnen 20 Minuten versank die "Kolskaya" im eiskalten Wasser. Sie war eine von nur zweien von Arktikmorneftegaz, einem Murmansker Explorationsunternehmen, das dem staatlichen Konzern Zarubezhneft gehört.
Die "Kolskaya" war erst im Sommer wurde sie von Murmansk an der norwegischen Grenze durch den Indischen Ozean bis in den Fernen Osten verlegt worden. Für die mehrmonatige Reise hatte man sie damals allerdings auf einen Schwergutfrachter gehoben. Auf dieselbe Weise sollte sie auch von Sachalin an ihren neuen Bestimmungsort vor der vietnamesischen Küste gebracht werden. Für die Querung der Ochotski-See entschied man sich aber für die Schlepp-Variante. Vertreter von Arktikmorneftegaz rechtfertigten sich, dass auch der Versicherer der Plattform über die Reise informiert und offenbar mit ihr einverstanden gewesen sei.
Auch sei die Wetterprognose gut gewesen. Die Plattform sei erst im Februar überholt worden. Die Hinterbliebenen der Opfer, von denen viele aus Murmansk stammen, sollen eine Entschädigung von rund 73 000 Euro erhalten. Der Leiter der russischen Ermittlungsbehörde kündigte eine strenge Untersuchung an. Immerhin - für die Umwelt stellt das Wrack keine Gefahr dar. An Bord der Plattform war während des Transits nur eine geringe Menge Öl. Quelle: Tim Schwabedissen



Fährterminal nach Rammstoß unbrauchbar
(21.12.11) Die kanadische Fähre "Coastal Inspiration", 21777 BRZ (IMO-Nr.: 9332767), rammte am 20.12. den Anleger des Duke Point Terminal, dabei wurde die Rampe so schwer beschädigt, dass der Terminal in Nanaimo auf unbestimmte Zeit gesperrt werden musste. Ein Passagier und ein Besatzungsmitglied wurden bei dem Aufprall, der sich beim Einlaufen von Tsawwassen kommend um 14.50 Uhr ereignete, leicht verletzt. Die Passagiere konnten erst eine Stunde nach dem Festmachen von Bord. Die Fahrzeuge konnten wegen der Schäden an der Rampe erst in der nahe gelegenen Departure Bay entladen werden. Die "Coastal Inspiration" hatte 350 Passagiere und über 100 Autos an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Coastguard wacht über Wrack der "Ever Transport II"
(21.12.11) Die philippinische Coast Guard in Dumaguete City überwacht das Wrack des gesunkenen Frachters "Ever Transport II", 495 BRZ, um eine Ölverschmutzung an der Küste von Sitio Canday-ong in Barangay Calindagan zu verhindern. Das Wrack liegt seit vier Tagen unweit der Mündung des Banica River, nachdem es im Taifun Sendong am Morgen des 17.12. strandete. Am 19.12. entlud der Frachter "Morning Glory" in Canday-ong Ölsperre, die anschließend um die "Ever Transport II" ausgelegt wurden. Das Schiff wird von der Kheri Lines Inc. betrieben. An Bord waren 34 Personen, als es strandete. Sie sind in Calindagan untergebracht und warten auf ihre Rückkehr nach Zamboanga. Quelle: Tim Schwabedissen



Späte Hilfe für 200 Überlebende von Fährunglück
(21.12.11) Mehr als 200 Überlebende wurden nach dem Untergang der "Ville de Bandundu" am 20.12. gerettet. Das Boot war 20 Kilometer von Mbandaka entfernt gesunken. Nachdem die Schiffbrüchigen sich gerettet hatten, hatte sich niemand um sie gekümmert. Die "Ville de Bandundu" war in Binga (Ecuador) in Kinshasa ausgelaufen und am 17.12. rund 80 Kilometer flussabwärts bei Mbandaka gekentert. Wie viele Menschen starben, ist unklar, Überlebende sprachen von 30 Vermissten. Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsaktion (Bild: USCG)   Großbild klick!
Aufgegebener Kutter wird mit EPIRB überwacht
(20.12.11) Nachdem die US Coast Guard am 18.12. drei Fischer von ihrem 33 Fuß langen Kutter "And then Some" gerettet hatte, trieb dieser bei sich verschlechterndem Wetter auf die Felsen des Westzipfels von San Miguel Island, die zu den Channel Islands gehört, zu. Ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Los Angeles hatte das Trio unversehrt nach Santa Barbara gebracht. Vor dem Aufwinschen hatten sie auf Weisung der Coast Guard das EPIRB aktiviert, damit das Schiff weiter überwacht werden konnte. Der Kutter aus Santa Barbara hatte 100 Yards vor der Felsküste Maschinenschaden erlitten. Ein sofort ausgebrachter Anker riss sich los, ein zweiter konnte die Drift auch nicht stoppen, während der Kutter auf die Felsen zutrieb. Zuletzt wurde er 35 Yards vor dem Strand gesichtet. An Bord waren 40 Gallonen Öl. Der Seegang nahm zuletzt bei 20 Knoten Wind auf acht bis 10 Fuß zu mit steigender Tendenz. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwimmkran soll eingestürzte Gangway bergen
(20.12.11) Am 16.12. um 10 Uhr passierte der Schwimmkran "GPS Atlas" die London Tower Bridge zur Bergung der am 29.11. zusammengebrochenen Gangway zu HMS "Belfast". Der Kreuzer, der vom Imperial War Museum betrreut wird, ist seit dem Unfall gesperrt. Die Port of London Authority und das Health and Safety Executive (HSE) haben seit dem Unfall die Pier betreut, um eine Gefährdung durch die Brücke zu verhindern, bis sie geborgen ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Hilfe für "Sparta" unterwegs
(20.12.11) Ein Flugzeug der Royal New Zealand Airforce (RNZAF) soll am 21.12. starten, um Pumpen und andere Ausrüstung wie Leckpatschen und Treibstoff zu dem russischen Trawler "Sparta" zu fliegen. Eine Hercules C130 soll gegen acht Uhr in Christchurch starten. Sie wird sieben Stunden zu dem Havaristen benötigen, der weiterhin gelenzt wird. Die norwegische "Seljavaer" wird derweil durch Eisbarrieren behindert, während die "Chiyo Maru No. 3", die rund 100 Meilen entfernt ist, wegen ihrer mangelnden Eisverstärkung ebenfalls nur langsam voran kommt. Der Eisbrecher "Araon" wird ungefähr sechs Tage benötigen, um vor Ort zu sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Auch der Schlepper der "Kolskaya" in Seenot
(20.12.11) Das Rettungsschiff "Atlas" ist unterwegs, um sich an der Suche nach der vermissten Crew der gesunkenen Ölplattform "Kolskaya" zu beteiligen. Auch der Eisbrecher "Magadan", der Tanker "Georgy Froyer" und der Versorger "Smith Sakhalin" sowie drei Helikopter und zwei Flugzeuge waren in dem Suchgebiet. Bislang wurden 16 Tote geborgen, 11 waren an Bord des Versorgers. Bei stürmischer See gibt es kaum Hoffnung auf weitere Überlebende neben den bislang geretteten 14 Mann, von denen sieben am 20.12. in Sakhalin an Bord eines Schleppers eintrafen. In der See trieben auch vier leere und vollgeschlagene Rettungsinseln. Am morgen des 2012. wurde ein beschädigtes Rettungsboot von einem Containerschiff entdeckt. Das Rig war gesunken, nachdem schwere Seen die Decksausrüstung beschädigten und die Bulleyes der Messe einschlugen, woraufhin das Rig am 18.12. gegen 16 Uhr Ortszeit kenterte und auf 1000 Metern Wassertiefe sank. Die Rettungsboote waren zuvor über Bord gespült worden. Die "Kolskaya" hatte bereits zuvor technische Probleme gehabt und Wasser auspumpen müssen. Sie hatte für Gazflot, die zur Gazprom gehört, eine Erkundung des Schelfs vor der Halbinsel Kamtschatka durchgeführt, und befand sich im Schlepp der "Neftegaz-55". Das Schiff geriet unterdessen selbst in Schwierigkeiten: Um 12.30 Uhr des 18.12. berichtete der Kapitän von Wassereinbruch in den Maschinenraum durch Ventilatoren, die von einer Schlepptrosse gekappt worden waren, und dann durch den Propellerschaft. Die Steuerbordmaschine hatte nach Wassereinbruch in einen Tank mit Hydrauliköl für den Steuerbord-Verstellpropeller abgestellt werden müssen. Sie wurde aus der SAR-Operation zurück gezogen und lief nach Korsakov in Sakhalin ab, wo sie am 20.12. gegen sieben Uhr erwartet wurde. Die "Neftegaz-55", 2723 BRZ (MO-Nr. 8418459) wurde 1987 erbaut und ist in Murmansk beheimatet. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote und sechs Vermisste nach Untergang eines Kohlefrachters
(20.12.11) Der vietnamesische Frachter "Huong Dien 09" sank am 18.12. um 2.30 Uhr auf 20-44 N 107-53 O im Golf von Tonkin vor der Insel Co To in der Südchinesischen See nach Maschinenschaden, der das Schiff außer Kontrolle geraten und kentern ließ. Das Schiff hatte Kohle geladen. Drei Besatzungsmitglieder wurden gegen Mittag des 19.12. tot in der See 40 Meilen südöstlich der Ha Long Bay in der Quang Ninh Provinz entdeckt, sechs Mann wurden vermisst. Der Frachter gehörte der Huong Dien Co Ltd im Thai Thuy Distrikt in der Thai Binh Provinz. Quelle: Tim Schwabedissen



Propeller von Trawler wieder klar
(20.12.11) Am 18.12. gegen 10.00 Uhr gelang es Tauchern des Bergungsschleppers "Rubin", den Propeller des südkoreanischen Trawlers "Joon Sung Ho" von darin verfangenen Mooringleinen zu befreien. Das Schiff war am 16.12. in der Beringsee in Schwierigkeiten geraten, nachdem es diese auf Position 62 15.5 N 177 34.2 O beim Loswerfen von einem Bunkertanker in den Antrieb bekommen hatte. Die "Joon Sung Ho", 2866 BRZ (IMO-Nr.: 7237250) wurde 1972 erbaut und läuft für die Han Sung Enterprise Co., Korea. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper im Schlepp
(20.12.11) Der Schlepper "Le Cheval Rouge" nahm den havarierten Kollegen "Nathan E. Stewart" 22 Meilen südwestlich von Cape Fairweather am 19.12. um 11:32 Uhr samt einer 287 Fuß langen Barge, mit der er am 21.12. in Skagway hatte einlaufen sollen, auf den Haken. Die "Le Cheval Rouge" war am 18.12. aus dem Hawk Inlet ausgelaufen. Die Coast Guard schickte den Tonnenleger "Maple", der den Schleppzug mit 2,2 Millionen Gallonen Dieselöl und 1,000 Gallonen Leichtöl an Bord von Valdez zur Eskorte, nachdem die 95 Fuß lange "Nathan E. Stewart" am 18..12. um 12:45 Uhr den Ausfall einer Maschine gemeldet hatte, infolge dessen er mit zwei Knoten nordwestlich abtrieb. Die "Le Cheval Rouge" war am 19.12. gegen drei Uhr vor Ort, fünf Stunden darauf die "Maple". Das Patroullienboot "Anacapa" wurde daraufhin zurück gerufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper eingeschleppt - Barge gestrandet
(20.12.11) Am 19.12. um 20:30 Uhr bat der 15 Meter lange Schlepper "Sultan" zwischen La Rochelle und Les Sables d'Olonne um Hilfe. Er hatte seinen anhang, eine 8-9 Meter große Barge mit einem Generator, auf der Fahrt nach Sables d'Olonne nach Maschinenschaden verloren. Die "Sultan" wurde eingeschleppt, die Barge strandete vor Péruse südlich der Sables d'Olonne. Quelle: Tim Schwabedissen



RT Leader mit übrig gebliebenen Containerbrücken in Rotterdam
(20.12.11) Am 19.12. erreichte der unter Malta-Flagge laufende Schlepper "RT Leader", 462 BRZ (IMO-Nr.: 9489962), gegen 16 Uhr den Hafen von Rotterdam mit der Barge "H 332" und den darauf verbliebenen beiden 300-Tonnen-Containerbrücken ab udn machte im Waalhafen fest. Ein dritter Kran war gegen vier Uhr bei Noordwijk, 35 Kilometer südöstlich von Ijmuiden über Bord gegangen. Nachdem die Verlaschungen der beiden anderen Brücken kontrolliert worden waren, durfte die "RT Leader" die Fahrt fortsetzen. Der Schlepper "SD Seahorse" bot seine Assistenz an, und auf dem Nieuwe Waterway stieß auch der Schlepper "Buizerd" hinzu. Derweil wurde am Nachmittag die Position des versunkenen Containerkrans mit Wracktonnen gesichert. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband rammte Rheinbrücke
(20.12.11) Die Kennedy-Brücke, die in Bonn den Rhein überspannt, wurde am 19.12. gegen 17.30 Uhr von einem mit Sojabohnen beladenen Schubverband gerammt. Es stieß gegen den Beueler Brückenpfeiler. Er war rheinaufwärts unterwegs, als Treibholz in die Ruderanlage geriet. Dadurch wurde er manövrierunfähig und driftete seitlich gegen den Pfeiler. Der Straßenverkehr auf der Brücke wurde vorsichtshalber eingeschränkt. Untersuchungen ergaben, dass die Kennedybrücke unbeschädigt geblieben war. Auch der Schubverband konnte eine gute halbe Stunde nach dem Unfall die Fahrt fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Leichtern der "TK Bremen" kompliziert
(20.12.11) Das Ölleichtern von der "TK Bremen" gestaltet sich schwieriger als erwartet, von daher war noch unklar, wie lange das Abpumpen dauern wird. Drei Lecks wurden in den Rumpf gerissen. Bei jeder Flut kommt zum Eindringen von Meereswasser in die Tanks, wo es sich mit dem Treibstoff vermischt. Noch etwa 120 Kubikmeter Öl und 40 Tonnen Diesel dürften sich an Bord befinden und gefährden den bei Touristen beliebten Strand in der kleinen Bucht von Etel mit zwei Naturschutzgebieten und vierzig Austernzuchtefarmen. Der Zorn der Bevölkerung war derweil groß: Der türkische Kapitän der "TK Bremen" hatte von seiner türkischen Reederei die Anweisung erhalten, den Hafen von Lorient trotz Sturmwarnung zu verlassen, wohl, weil die Reederei Kosten für den Liegeplatz sparen wollte. Das als wahrscheinlich erscheinende Szenario des aufwändigen Abbruchs des Frachters am Strand legt die Vermutung nahe, dass die "TK Bremen" noch längere Zeit dort festsitzen wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgebrannter Trawler nun auf dem Meeresgrund
(20.12.11) Der französische 22-Meter-Trawler "Fabrice Daniel - CN 713636", 127 BRZ (MMSI-No.: 227932000) sank am 19.12. gegen Mittag. Er war am Abend des 18.12. in Brand geraten, als er sich fünfzig Meilen nordwestlich von Cape Antifer, nahe Fecamp, befunden hatte. Die vierköpfige Crew war von der "Victor Constant" gerettet worden. Das Seenotboot "Vauban" aus Ouistreham war während der Nacht vor Ort geblieben, und am nächsten Morgen gegen sechs Uhr schienen die Flammen auf dem Trawler zu erlöschen. Doch dann flammte das Feuer wieder auf und brannte Löcher in den Polyesterrumpf. Das brennende Öl ließ die Struktur schmelzen, bis das Wrack auf 44 Metern Wassertiefe vor Antifer sank. Eine Bergung ist nicht geplant. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl wird aus gesunkenem Schlepper geleichtert
(20.12.11) Die US Coast Guard und die International Marine LLC sind dabei, den Schlepper "Int'l Hunter" zu sichern und das Dieselöl abzupumpen, nachdem das Schiff am 13.12. rund 25 Meilen südöstlich der Sabine Jetties in Port Arthur mit einem Unterwasserhindernis kollidiert und gekentert war. Die siebenköpfige Crew war rasch gerettet worden. Durch die International Marine LLC wurde eine Untersuchung des Wracks durch Tauchers eingeleitet. Das verbliebene Öl wird auf Lagertanks eines Schwimmkrans vor Ort gepumpt. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste nach Kutteruntergang vor China
(20.12.11) Fünf Personen wurden gerettet, zwei vermisst, nachdem ein Kutter am 18.12. vor der ostchinesischen Zhejiang Provinz sank. Der Kutter aus der Fujian Provinz war gegen 23 Uhr mit einem unbekannten Schiff kollidiert, die siebenköpfige Crew landete im Wasser. Am 19.12. gegen ein Uhr rettete ein andere Kutter fünf Mann aus der See. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Bulkcarrier vor Honduras geborgen
(20.12.11) Der holländische Bergungsschlepper "Fairmount Alpine" assistierte bei der Bergung des unter Singapur-Flagge laufenden Frachters "Ikan Sepat", 17210 BRZ (IMO-Nr.: 8300585), vor Puerto Cortés, Honduras. Die Bergung wurde durch die T&T Bisso Salvage durchgeführt, nachdem der Bulkcarrier in der Einfahrt von Puerto Cortés festgekommen war. Die "Fairmount Alpine" wurde am 6.10. aus Jamaica gerufen und war am 5.12. vor Ort. Sie spülte mit ihrem Propeller einen Kanal aus und unternahm Peilungen am Heck des Havaristen. Am 16.12. wurde die "Ikan Sepat" in den Hafen von Puerto Cortes eingeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Havaristen in Kiel wieder hergestellt
(20.12.11) Zwei Havaristen haben nach Durchführung von Reparaturen den Kieler Hafen wieder verlassen. Am 17.12. lief der britische Tanker "Wolgastern" von der Lindenau-Werft aus, wo mehrere Tage lang Seeschlagschäden, die er von Frankreich kommend auf der Nordsee erlitten hatte, ausgebessert worden waren. Am 20.12. erreichte das Schiff Klaipeda. Am 19.12. gegen 15 Uhr warf auch der Autocarrier "Arabian Breeze" vom Ostuferhafen los, wo er nach der Kollision mit dem Leitwerk der Holtenauer Schleusen festgemacht hatte, sodass der am Vorschiff entstandenen Riss am Kai liegend zugeschweißt werden konnte. Er erreichte in der Nacht zum 20.12. gegen 3.30 Uhr den Zielhafen Malmö. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nakahara Maru" am Haken (Bild: USCG)   Großbild klick!
Einhandsegler vor Cape Blanco abgeschleppt
(19.12.11) Ein 47-Fuß-Rettungsboot der Coast Guard Station Coos Bay, Oregon, kam am 18.12. der Yacht "Nakahara Maru" zu Hilfe, die 11 Meilen nordwestlich von Cape Blanco Ruderausfall erlitten hatte. Die Coast Guard North Bend hatte um 11.06 Uhr einen Notruf des Skippers der 59 Fuß langen Yacht aufgefangen. Von der Air Station North Bend stieg daraufhin zunächst ein HH 65 Dolphin Helikpter auf und erreichte die Yacht gegen 15 Uhr. Wenige Minuten später folgte das Rettungsboot und nahm die "Nakahara Maru" gen Coos Bay in Schlepp. Quelle: Tim Schwabedissen



Havarie im Bosporus
(19.12.11) Der 270 Meter lange südkoreanische Capesize-Bulker "C. Queen" erlitt beim Passieren des Bosporus am Vormittag des 15.12. um 07.45 Uhr beladen mit 148823 Tonnen Eisenerz Maschinenschaden und musste notankern. Das Schiff war unterwegs von Port Said nach Quingdao. Es wurde von Schleppern gesichert, bis es am Abend wieder Fahrt aufnehmen konnte. In China wird es am 16.1. erwartet. Die "C. Queen", 151330 tdw (IMO-Nr.: 9040857) wurde 1994 erbaut und läuft für die Chang Myung Shipping Co. Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturmbö drückte Autocarrier in Kieler Kanalschleuse
(19.12.11) Der unter Singapur-Flagge laufende Autotransporter "Arabian Breeze" wurde am 16.12. gegen 18.30 Uhr auf der Fahrt von Bremerhaven nach Malmö beim Auslaufen aus den Kieler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals von einer starken Windbö erfasst. Das Schiff wurde heftig gegen das aus Dalben und Reibhölzern bestehende Leitwerk der Holtenauer Schleuse gedrückt. Dabei entstand ein Riss im Vorschiffsbereich. An der neuen Leitwerkskonstruktion entstand hingegen nur geringer Schaden. Die "Arabian Breeze" durfte ihre Reise erst fortsetzen, wenn der Riss im Vorschiff repariert ist. Für die Untersuchung des Schadens machte der 1983 in Japan erbaute, 164 Meter lange Frachter im Kieler Ostuferhafen fest. Vor Ort wurde auch mit Schweißarbeiten begonnen. Ein Reparaturplatz bei der nahegelegenen Lindenau Werft in Kiel-Friedrichsort war nicht zu bekommen. Dort lag neben der "Gorch Fock" u.a. auch der britische Tanker "Wolgastern", 14400 BRZ (IMO-Nr.: 9183817), der nach dem Verlassen von Lorient am 13.12. in der Nordsee im Sturm schwere Seeschlagschäden an den Aufbau erlitten hatte. Die "Arabian Breeze", 29874 BRZ (IMO-Nr.: 8202355) läuft für die Wallenius Marine Singapore Pte. Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Bulkcarrier in Quebec freigeschleppt
(19.12.11) Der Bulkcarrier "Orsula", der einige Meilen östlich von Trois Rivieres, Quebec, nach einem Ausfall der Bordelektrik am 15.12. um 13.30 Uhr gestrandet war, konnte am 17.12. gegen 15 Uhr wieder flottgemacht werden. Beteiligt waren die Schlepper "Ocean Bravo", "Ocean Charlie", "Ocean Jupiter" und "Duga" der Ocean Group. Sie hatten das Hochwasser abgewartet, ehe sie, dirigiert von dem Lotsenboot "Cote Nord" und einem Helikopter der Canadian Coast Guard, den Havaristen von der Untiefe und weiter in den Hafen von Bécancour zogen, wo der Rumpf auf Schäden untersucht werden sollte. Die "Orsula" war unbeladen flussabwärts laufend von Contrecouer, Quebec, nach Baie Comeau unterwegs, als sie havarierte. Der Bulkcarrier "Orsula", 34168 tdw (IMO-Nr.: 9110901) wurde 1996 erbaut, führt die Flagge der Marshall Islands und hat als Manager die Fednav, Canada. Quelle: Tim Schwabedissen



53 Tote nach Untergang von Jack Up-Rig befürchtet
(19.12.11) Bislang wurden 16 Tote nach dem Untergang des russischen Jack-up Rig "Kolskaya" vor Sibirien gefunden. Das Bohrschiff hatte am 18.12. um 2.24 Uhr in schwerer See auf Position 49 31N 148 14 O, 153 Meilen nordöstlich von Kap Terpeniya Wassereinbruch in die Tanks 35 und 37 erlitten. Die Schlepptrosse zur "Magadan" wurde beschädigt, und es wurde um sofortige Hilfe gebeten. Trotz massiven Pumpeinsatzes war sie nur 20 Minuten nach dem ersten Mayday gegen sechs Uhr Moskauer Zeit gesunken. Um 6.40 Uhr hoben Hubschrauber vom Flughafen Nogliki auf Sachalin ab, doch nur 14 Arbeiter konnten bis gegen 11 Uhr lebend gerettet werden, 37 Menschen galten als vermisst. Ihre Überlebenschancen in der eisigen See war gering. Schiffe und Hubschrauber setzten die Suche bei fünf Meter hohen Wellen 200 Kilometer vor der Insel Sachalin fort. Kurz nach dem Unglück waren vier Tote entdeckt worden, in der Nacht zum 19.12. entdeckten Suchmannschaften dann zwölf weitere Opfer. Außerdem wurden am 19.12. zwei Rettungsboote gefunden, die jedoch leer waren. Die Generalstaatsanwaltschaft leitete derweil Ermittlungen gegen den Kapitän des Eisbrechers "Magadan" ein, der gemeinsam mit dem Ankerzieher "Neftegaz 55" die Bohrinsel trotz Sturmwarnung vom Westteil der Halbinsel Kamtschatka zur Zyryanskaya Bucht nach Sachalin zu schleppen versucht hatte. Während der Fahrt hatten Eis und Seeschlag die Luken der Plattform beschädigt und damit den Untergang ausgelöst. Der Crew war keine Zeit für eine koordinierte Rettungsaktion geblieben. Unklar war, warum sie während der Überführung auf dem Schiff geblieben waren. Das Jack-up-Rig "Kolskaya" wurde 1985 bei Rauma Repola in Finnland erbaut. Es hatte eine Länge von 70 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölschleppzug in Bedrängnis
(19.12.11) Die US Coast Guard kam am 18.12. dem Schlepper "Nathan E. Stewart" 302 BRZ (IMO-Nr.: 8968210) zu Hilfe, der mit einer mit 2.5 Millionen Gallonen Öl beladenen 287-Fuß-Barge 24 Meilen südwestlich von Cape Fairweather Schaden an der Steuerbordmaschine erlitten hatte und bei 45 Meilen Wind und bis zu 16 Fuß hohen Seen samt seinem Anhang nun auf Nordwest-Drift war. Das 110 Fuß lange Patroullienboot "Anacapa" sowie der 225 Fuß lange Tonnenleger "Maple" wurden zu dem Schleppzug geschickt. Außerdem lief der Bergungsschlepper "Le Cheval Rouge" aus dem Hawk Inlet aus und sollte am 19.12. gegen vier Uhr den Schleppzug erreicht haben, der von Valdez nach Skagway unterwegs war. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Mann von Kutter abgeborgen
(19.12.11) Die US Coast Guard kam drei Fischern zu Hilfe, deren 33 Fuß langer Hummerkutter Motorausfall erlitten hatte und am 18.12. gegen 16 Uhr auf die Felsen des Westzipfels von San Miguel Island zutrieb, nachdem eine Ankerleine gebrochen war und der zweite Anker nicht im Grund hielt. Zuvor hatte das Schiff gegen 14.30 Uhr in einer Entfernung von 100 Yards von der Küste Motorschaden erlitten. Ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Los Angeles barg die Männer ab und brachte sie nach Santa Barbara, dem Heimathafen des Kutters. Er hatte 40 Gallonen Öl an Bord gehabt und könnte in einem ökologisch sensiblen Gebiet stranden. Ein Helikopter sollte die Lage am frühen Morgen des 19.12. kontrollieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Fischer vor Neuseeland gerettet
(19.12.11) Der neuseeländische Frachter "Spirit of Resolution" war in die Rettung dreier Fischer beteiligt, deren Kutter "South Seas" am Morgen des 17.12. rund 14 Kilometer vor Patea in Süd-Taranaki gesunken war. Das Rescue Co-ordination Centre New Zealand hatte um 4.10 Uhr einen Notruf des 17 Meter langen Schiffes aufgefangen, nach dem es am Sinken sei und die Crew in eine Rettungsinsel gehe. Danach brach der Kontakt ab, und ein EPIRB wurde aktiviert, dessen Signal aber nach kurzer Zeit ebenfalls verloren ging. Die "Spirit of Resolution" und die "Torea" wurden zur Hilfeleistung herbei gerufen. Der Rettungshubschrauber aus Taranaki war gegen sechs Uhr vor Ort und sichtete gegen 6.15 Uhr erst einen Ölfleck und 1,8 Kilometer entfernt dann die Insel. Alle drei Insassen wurden aufgewinscht und ins Taranaki Base Hospital geflogen. Die "Spirit of Resolution" traf gegen 6.30 Uhr ein und blieb vor Ort, bis die Rettungsaktion abgeschlossen war. Quelle: Tim Schwabedissen



"Sparta" an Eiskante festgemacht
(19.12.11) Der Zustand des russischen Trawlers "Sparta" blieb in der Nacht zum 19.12. unverändert. Die Crew war in der Lage, mit zwei Pumpen gegen das eindringende Wasser anzukommen. Der Agent des Schiffes versuchte, Material zur Reparatur aufzutreiben. Das RCCNZ wollte den Transport der benötigten Dinge in den kommenden Tagen organisieren. Die "Chiyo Maru No. 3" war nun 100 Meilen entfernt, die norwegische "Seljevaer" 18 Meilen, aber in dickem Eis. Sie setzten ihre Versuche, das Schiff zu erreichen, fort. Der südkoreanische Eisbrecher "Araon" war noch in einer Distanz von 1600 Meilen und würde rund sechs Tage brauchen. Der Wind vor Ort sollte zunehmen, doch die "Sparta" war von der Crew am Eis vertäut worden, um ihr größere Stabilität zu verleihen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kran vor Ijmuiden gesunken
(19.12.11) Am Morgen des 19.12. verlor gegen vier Uhr der maltesische Schlepper "RT Leader", 462 BRZ (IMO-Nr.: 9489962), der kurz vor Mitternacht mit drei 300-Tonnen-Kränen von je 52 Metern Höhe und 33 Metern Breite aus Amsterdam ausgelaufen war und sie nach Rotterdam bringen sollte, einen der Kräne 35 Kilometer südwestlich von Ijmuiden. Der Kran sank auf 19 Metern Wassertiefe und ragte noch geringfügig aus dem Wasser. Er gefährdete die Schifffahrt auf der Südwestroute. Deswegen wurde von der holländischen Küstenwache die "Ievoli Black" zur Untergangsstelle geschickt. Sie war gegen neun Uhr vor Ort. Auch ein Flugzeug überwachte die Position, die im Tagesverlauf ausgetonnt werden sollte. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Mann von brennendem Kutter gerettet
(19.12.11) Am 18.12. um 22.21 Uhr brach auf dem 22 Meter langen französischen Trawler "Fabrice Daniel - CN 713636", 127 BRZ (MMSI-No.: 227932000) ein Feuer 28 Meilen nordwestlich des Kap Antifer aus. Die vierköpfige Crew ging in eine Rettungsinsel, aus der sie rasch von einem anderen Kutter, der "Victor Constant", die ebenfalls in Caen beheimatet war, gerettet wurde. Später barg der holländische Kutter "Simplon" die Insel. Für den in Vollbrand stehenden Kutter schien es indes keine Rettung zu geben. Nachdem gegen sechs Uhr die Flammen geringer wurden, kam es an Bord zu einer Explosion, die die Aufbauten schwer beschädigte. Es wurde vermutet, dass der Untergang nicht mehr weit war. Die Crew wurde vom CROSS-Rettungsdienst aus Jobourg mit einem Dauphin-Helikopter der Marinebase in Maupertus aufgewinscht und nach Port-en-Bessin geflogen, von wo aus sie ins Krankenhaus in Bayeux gebracht wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbergung von "TK Bremen" hat begonnen
(19.12.11) Mehr als 48 Stunden nach der Strandung des maltesischen Frachters "TK Bremen" am Strand von Erdeven starteten Pumpen am 18.12. mit dem Absaugen der ursprünglich 190 Tonnen Öl und 40 Tonnen Diesel. Bis dahin hatten die Arbeiten wegen verschiedener technischer Probleme gestockt. Die Pumpe war nicht richtig positioniert, und es musste erst eine zweite Pumpe zur Verstärkung an Deck des Frachters abgesetzt werden, ehe es der Firma Ceppol gelang, zunächst etwas Öl-Wasser-Gemisch aus den unteren Räumen zu pumpen. Sie sollte bis zum Eintreffen der Berger von Smit Salvage die Arbeiten fortsetzen, die damit beauftragt wurden, die Tanks bis zum 26.12. zu leeren, wenn höher auflaufendes Wasser erwartet wird. Fünf der insgesamt 36 Austerfarmen von Ria d'Etel wurden derweil von ausgelaufenem Öl beeinträchtigt. Drei verölte Vögel wurden ins Wildlife Center in Languidic gebracht. In der Diskussion, warum die "TK Bremen" vor Groix Schutz vor dem Sturm suchte, nachdem sie aus Lorient ausgelaufen war, hieß es, die Entscheidung des Kapitäns sei rechtlich in Ordnung, aber womöglich nicht weise gewesen, da das unbeladene Schiff dem Wind viel Fläche bot und Groix nicht ideal zum Schutz geeignet war. Quelle: Tim Schwabedissen



Großbrand in Marina in Miami
(19.12.11) Zwei Personen wurden verletzt, als am Morgen des 17.12. vier Yachten in der Coconut Grove Marina in Flammen aufgingen, wobei ein Schaden von sieben Millionen Dollar entstand. 40 Feuerwehrleute waren 2,5 Stunden im Einsatz,. Zwei Sicherheitsoffiziere der Marina hatten das Feuer um 6.30 Uhr unweit des Bayshore Drive entdeckt. Zwei Personen wurden beobachtet, wie sie von der 65-Fuß-Yacht "Frieda Spirit" rannten. Sie wurden am Abend vernommen. Auf der Yacht waren drei Personen, darunter ein Junge. Das Eignerpaar wurde leicht verletzt ins Mercy Hospital gebracht. Als die Feuerwehr eintraf, hatte sich das Feuer bereits auf die 72 Fuß lange "Zaza" und die "The Parranda" ausgebreitet. Ein viertes Boot, die 75 Fuß lange "The Splendour", war ebenfalls gefährdet, konnte aber von einem Schlepper aus der Gefahrenzone gebracht werden. Ein weiteres Boot erlitt Hitzeschäden. Sea Tow machte sich am 18.12. in der Grove Harbor Marina an die Arbeit, ausgelaufenes Öl zu skimmen. Am 19.12. sollte die Bergung der Yachten und deren Verbringung auf den Miami River starten. Zwei Boote waren noch schwimmfähig, eines gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Eine Tote bei Tauchbootunglück
(19.12.11) Eine Frau ertrank, als am 18.12. das 30 Fuß lange Tauchboot "Get Wet" Wassereinbruch nahe Islamorada am Molasses Reef erlitt und kenterte. Zwei Fahrgäste wurden im Rumpf eingeschlossen. Es gelang, sieben der insgesamt acht Personen von Bord des Charterbootes lebend zu retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Grabungen an Heiligem Gral der Great Lakes geplant
(19.12.11) Auf dem Lake Michigan soll versucht werden, durch Ausgrabungen dem ersten bekannten Wrack auf dem See, der "Griffon", auf die Spur zu kommen. Die Operation wird geleitet durch das Center for Maritime and Underwater Resource Management in Laingsburg. Scans des Grundes weisen daraufhin, dass es sich bei der Verdachtstelle um das Schiff handeln könnte. Der State of Michigan, der für alles auf den Great Lakes zuständig ist, Frankreich, weil die "Griffon" von hier kam, und die Great Lakes Exploration müssen sich nun für die Grabungsgenehmigung zusammentun. Der Gründer von Great Lakes Exploration fand die Verdachtsstelle vor sieben Jahren udn brauchte sechs Jahre, um vom Staat eine Genehmigung zu erhalten, sie ohne sie zu verändern, zu untersuchen mittels Sonarscans und Erstellung eines Bodenprofils. Die "Griffon", das erste europäische Segelschiff auf den Great Lakes, verschwand 1679 mit einer Ladung Pelzen, durch die die Expedition von René-Robert Cavalier, Sieur de La Salle, finanziert werden sollte. La Salle erforschte den Mississippi River und etliche Gebiete in Louisiana Purchase. Die "Griffon" ist heute eine Ikone von Wrackjägern, die sie als den Heiligen Gral der Wracks der Great Lakes bezeichnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Altes Wrack auf Mississippi Nobody's Baby
(19.12.11) Ein 110 Fuß langer einstiger U-Bootsjäger aus dem 2. Weltkrieg liegt seit nunmehr vier Jahren halbgesunken auf dem Mississippi River oberhalb von Prescott, Wisconsin zwischen dem Denmark Township und Hastings. Seither wird debattiert, wer für den 200-Tonner zuständig ist. Öl und Petroleum wurden seither entfernt, und das Wrack gefährdet nicht die Schifffahrt. Der derzeitige Eigner ist nicht bekannt. Eine Firma machte ein Bergungsangebot von 140,000 Dollar, die niemand aufbringen kann oder mag. Der umgebaute Minensucher, der beim D-Day im Einsatz war und Logbücher der Invasion der Normandie an Bord hatte, war 30 Jahre lang als Wohnschiff genutzt gewesen, als er im Dezember 2007 sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Mann von gestrandetem Kutter gerettet
(19.12.11) Die "Wasamba" der Marine Sri Lankas rettete am 18.12. vier indische Fischer, deren Kutter vor Delft Island in rauer See gestrandet war. Das Boot war bereits halb gesunken, als die Retter eintrafen und die Schiffbrüchigen abbargen, die an Bord der "Wasamba" versorgt wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht mit sechs Personen von Flussbank gezogen
(19.12.11) Das RNLI-Boot aus Harwich kam am 16.12. um 16.30 Uhr der Yacht "Kestrel" zu Hilfe, die auf dem River Stour auf Grund gelaufen war. Das Boot mit einer Crew von sechs Personen steckte im Schlamm auf der Shotleyer Seite des Flusses fest, nachdem sie bei kräftigem Wind aufgelaufen war. Es gelang, eine Schleppleine zu übergeben, und die "Kestrel" wurde von den Seenotrettern wieder in tieferes Wasser gezogen. Nachdem sie auf Schäden untersucht worden war, setzte sie ihre Fahrt flussaufwärts fort, und das Rettungsboot kehrte um 17.10 Uhr zu seiner Station zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



"TK Bremen" gestrandet (Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!
Kampf gegen Öl der "TK Bremen" mit Schaufeln und Eimern
(17.12.11) Der maltesische Frachter "TK Bremen", 6605 tdw (IMO-Nr.: 8113487), der am 16.12. bei Morhiban strandete, wird möglicherweise vor Ort abgebrochen werden müssen. Der Rumpf des Schiffes, das bei Niedrigwasser hoch und trocken lag, ist so stark beschädigt, dass er bei Bergungsversuchen nicht standhalten könnte. Er hat Risse auf beiden Seiten.
Währenddessen waren 200 Feuerwehrleute am 17.12. mit Eimern und Schaufeln mit der Reinigung der Strand beschäftigt. In der Nacht hatte der Versuch, das verbliebene Öl in den Bunkertanks zu leichtern, aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden müssen. In der Nacht hat jemand auf eine Seite des Schiffes geschrieben: "Zu Weihnachten wollte ich Schnee, nicht das Öl."
Am Morgen kletterten die ersten Techniker über eine lange Leiter an Bord, und am Vormittag wurde eine Pumpe am Strand installiert. Sie ist mit den beschädigten Tanks verbunden durch ein großes Rohr, und auch hinter der Düne wurde ein Tank aufgestellt, aus dem dann Lkw den geleichterten Kraftstoff abtransportieren können. Die Justiz in Brest leitete derweil eine Untersuchung ein über die Umstände des Unfalls, d.h., warum das Schiff den Hafen von Lorient verließ und vor Anker ging, als der Sturm Joachim bereits im Anmarsch war. Alle Präfekturen hatten empfohlen, nicht auszulaufen. Das Schiff selbst war zuletzt im Juli überprüft und als vollkommen in Ordnung befunden worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Sturm zerbrochen
(17.12.11) 34 Personen, darunter drei Ehefrauen von Besatzungsmitgliedern und ein Kind, wurden von dem Frachter "Ever Transport III", 495 BRZ, gerettet, der am 17.12. im Tropensturm Washi, der über Negros Oriental hinwegfegte, zwischen Barangay Tinago und Sitio Canday-ong nahe der Banica River-Mündung in Dumaguete strandete und zerbrach. Das Schiff war gegen vier Uhr auf der Reise von Dumaguete nach Cagayan de "TK Bremen" gestrandetOro auf Grund gelaufen. Es hatte am 15.12. im Abgangshafen eine Ladung Bier aufgenommen. In der Dämmerung versuchte er am 16.12. auf hoher See Schutz vor dem Sturm zu finden, nachdem die Pier im Hafen von schweren Wellen getroffen wurde. Die philippinische Coast Guard und die Negros Oriental Search and Rescue, Teams es Bureau of Fire Protection und die 204. Und 211. Coast Guard Auxiliary Squadrons waren im Einsatz und konnten bei Niedrigwasser Leinen zu dem Schiff bringen, an denen die Passagiere und Besatzungsmitglieder an Land wateten. Sie wurden in der Calindagan Barangay Hall untergebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



"Sparta" in der Antarktis etwas stabilisiert
(17.12.11) Eine C 130 Hercules der Royal New Zealand Defence Force (RNZDF) sollte am Morgen des 17.12. in Christchurch starten, um Treibstoff und Ausrüstung wie Rohre und Pumpen zu dem leckgeschlagenen Trawler "Sparta" zu bringen. Danach sollte sie an der McMurdo-Station landen, um für den Heimflug aufzutanken. Es war der Crew in der Nacht gelungen, das Schiff zu stabilisieren, eine Leckpatsche zu befestigen und den Wassereinbruch so weit zu reduzieren, so dass er kontrollierbar war. Die in Rettungsinseln gestiegene Crew, allesamt Indonesier, die offenbar in Panik geraten waren, konnte von der verbliebenen russischen Crew nun wieder an Bord genommen werden. Drei Schiffe, die russische "Chiyo Maru No. 3", die neuseeländische "San Aspiring" und die norwegische "Sel Jevaer" waren allesamt noch mehrere Tagereisen von der "Sparta" entfernt. Auch der südkoreanische Eisbrecher "Araon" sollte am 17.12 .aus Christchurch auslaufen. Acht Tage wird es dauern, die 3,000 Kilometer zu überwinden. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker mit Riss auf dem Weg nach Belfast
(17.12.11Am Morgen des 16.12. bat der Tanker "Genmar Companion" gegen neun Uhr bei der Malin Head Coast Guard um Assistenz, nachdem Risse in dem Deck des mit 54,000 Tonnen Öl rund Meilen vor Tory Island, County Donegal, stehenden Schiffes aufgetreten waren. Der Tanker war unterwegs von Rotterdam nach New York. Er nahm Kurs auf Belfast zu einer Notreparatur. Ein Flugzeug überwachte das mit 23 Mann besetzte Schiff. Die unter Bermudas-Flagge laufende "Genmar Companion", 72768 tdw (IMO-Nr.: 9255933), wurde 2004 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff rammte Hafenmole in Arth
(17.12.11) Die "Rigi" der Zugersee Schifffahrt ist am Nachmittag des 17.12. um 14.45 Uhr gegen die Hafenmole von Arth gelaufen. Viele der 91 Fahrgäste wurden zu Boden geschleudert. Es gab fünf Verletzte. Das Unglück ereignete sich um 14.45 Uhr. Der Kapitän hatte in Arth anlegen wollen, doch das Schiff stoppte nicht rechtzeitig auf. Es gelang, das beschädigte Schiff 400 Meter weiter an anzulegen. Dort wurden die meisten Passagiere mit Bussen abtransportiert. Zwei Passagiere und drei Besatzungsmitglieder hatten sich beim Aufprall Verletzungen zugezogen und wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Bug der "Rigi" wurde eingedrückt, an der Mole wurden mehrere Betonelemente in Mitleidenschaft gezogen. Um die beschädigte Hafenmole zu stabilisieren, waren zwei Pionierboote der Freiwilligen Feuerwehr Zug und Taucher der Kantonspolizei Schwyz gerufen. Der Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Notankerung auf der Weser
(17.12.11) Am 16.12. um 8:35 musste der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Esmeralda" 2844 BRZ (IMO-Nr.: 9141364), auf der Weser bei Nordenham notankern. Das Schiff war mit Getreide von Rumänien nach Brake unterwegs und hatte bereits unterwegs mehrfach Maschinenprobleme gehabt und deswegen auch bereits am 8.12. nach Eemshaven eingeschleppt werden müssen, wo es bis zum 15.12. blieb. Kontaminierter Brennstoff wurde als Ursache der Probleme ausgemacht, es hatte Filter verstopft. Eine Stunde nach dem Ankern konnte die Maschine wieder angefahren werden, und das Schiff erreichte um 00.45 Uhr des 17.12. Brake. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler nahe ausgebrannter Fischfabrik havariert
(17.12.11) Am 16.12. blockierte ein Netz den Propeller der südkoreanischen "Joon Sung Ho1", 2866 BRZ (IMO-Nr.: 7237250), nachdem er von einem Bunkertanker auf Position 62 15.5N 177 34.2 O in der Beringsee südlich der Anadyr Bucht losgeworfen hatte. Der Bergungsschlepper "Rubin", der in der Nähe an dem Wrack der ausgebrannten, ebenfalls südkoreanischen Fischfabrik "Oriental Angel" tätig war, nahm die "Joon Sung Ho 1" in Schlepp und brachte sie auf die Position 62 23.9N 178 11.8O, wo das Schiff verankert wurde und Taucher Ruder und Propeller von den Netzen befreiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Greetsieler Kutter manövrierunfähig eingeschleppt
(17.12.11) Einen manövrierunfähigen Fischkutter wurde in der Nacht zum 16. Dezember 2011 vor Wangerooge in Schlepp genommen und nach Hooksiel gebracht. Das Seenotrettungsboot "Wilma Sikorski" aus Wangerooge und der Seenotkreuzer "Vormann Steffens" der Station Hooksiel waren gemeinsam im Einsatz. Der Kapitän hatte die Seenotretter kurz vor Mitternacht um Hilfe gebeten, nachdem sich der Kutter in Höhe der Ansteuerung Wangerooge vermutlich das Netz in den Propeller gezogen hatte. Die "Wilma Sikorski" konnte den etwa acht Seemeilen entfernten Havaristen auf den Haken nehmen und zunächst sichern. Da das Einschleppen nach Wangerooge durch das Seegatt aufgrund des Tiefgangs des Fischkutters bei Windstärken mit fünf bis sechs Beaufort nicht möglich war, kam der Seenotkreuzer "Vormann Steffens" zu Hilfe und brachte den Greetsieler Fischkutter sicher nach Hooksiel. Quelle: Tim Schwabedissen



"Tiger" ölt weiter
(17.12.11) Der gesunkene Schlepper "Tiger" verlor am 16.12. weiterhin Öl, auch wenn das Tempo des Ölaustritts nachließ. Die Coast Guard weiß nicht, wieviel Öl noch in den Tanks der einstigen USS "Quapaw" ist. Es könnte sich maximal um 50,000 Gallonen handeln. Die USS "Quapaw" wurde 1942 in Alameda erbaut und war mi 2. Weltkrieg, im Korea- und im Vietnam-Krieg aktiv. Die neuen Eigner tauften ihn "Tiger", bauten die Maschine aus und schleppten ihn nach Richmond, wo er am 11.12. sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter nicht zu kontrollieren
(17.12.11) Der Hummerkutter "Sea Buzzard" geriet am 17.12. auf dem Little River in Brand. Die Feuerwehr aus Digby Neck konnte das Feuer auf dem Fiberglas-Schiff nicht unter Kontrolle bringen, und es wurde vom Kai weggeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Ramsgate in Flammen
(17.12.11) Das RNLI-Boot "Esme Anderson" wurde am 15.12. um 19.48 Uhr zu dem Kutter "D 48" gerufen, der in Ramsgate brannte. Das Schiff war am 11.12. wegen eines blockierten Propellers erst dorthin eingeschleppt worden. Die Feuerwehr löschte den Brand, dann wurde das Boot aus dem Hafen geschleppt, weil das Löschwasser nicht vor Ort abgepumpt werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutsches U-Boot vor Damp gesunken
(17.12.11) Das deutsche "U 25" ist bei einem Ansprengtest vor Damp gesunken. Die Trimmzellen des 500-Tonnen-Bootes sind kaputt. Das 1974 in Emden erbaute Schiff der Klasse 206 war von der WTU zu einem Fernlenkboot umgerüstet worden und einer Versuchsreihe unterzogen worden. Beim fünften Sprengversuch sank das Boot. Tauchern gelang es nicht, es provisorisch schwimmfähig zu bekommen. Die Luft, die in die Trimmzellen gepumpt wurde, entwich durch die am Rumpf entstandenen Schäden sofort wieder. Mit Luftsäcken soll "U 25" nun geborgen werden, doch dies wird erst im Januar 2012 der Fall sein. Das Boot liegt bis dahin in einem Sperrgebiet. Quelle: Tim Schwabedissen



"Svealand" auf Grund (Bild: NSSR)   Großbild klick!
Frachter im Mausund gestrandet
(16.12.11) Am 16.12. um 4.49 Uhr lief der norwegische Frachter "Svealand", 2140 BRZ (IMO-Nr.: 9390276) auf der Fahrt von Tromsö nach Bodö vor der Insel Teistholmen nördlich von Frøya im Mausund auf Grund. Die siebenköpfige Crew blieb unversehrt, es kam aber zu einem geringfügigen Wassereinbruch. Das Rettungsboot "Sundt Flyer" lief aus Fillan aus und erreichte den einige hundert Meter von der Måsøval Wasserkultur aufsitzenden Havaristen gegen sechs Uhr.
Eine Stunde darauf war auch das Rettungsboot "Erik Bye" unterwegs. Die Schlepper "Øyvåg" und "Øykraft" der Kvernhusvik-Werft in Hirsak sollten mit 40 Tonen Pfahlzug mit der Flut ab 13 Uhr versuchen, den 62 Meter langen Frachter der Eidshaug Rederi AS in Nærøy wieder flottzumachen, der mit leichter Steuerbordschlagseite aufsaß.
Vier Taucher untersuchten inzwischen den Rumpf und stellten keine schwerwiegenden Schäden fest. Die "Svealand" war mit einer Ladung Fisch zur Biomat unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff blieb unter Brücke stecken
(16.12.11) Auf der Leie zwischen Wevelgem und Lauwe blieb am Abend des 15.12. ein Binnenschiff unter einer Brücke stecken. Es war bereits halb unter dem Bauwerk hindurch, als es nicht mehr weiter ging. Es hatte vier Container an Deck und war unterwegs von Ghent nach Frankreich. Die Feuerwehr konnte den Havaristen auch nicht befreien. Nach einiger Zeit konnte er sich mit eigener Kraft losmanövrieren und die Reise fortsetzen. An der Brücke entstand leichter Schaden. Ursache der Havarie war ein durch Regen angestiegener Wasserpegel. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff bei Akersloot gesunken
(16.12.11) In der Nacht zum 16.12. sank das holländische Binnenschiff "Nelly", 816 ts (ENI-Nr.: 03021389auf dem Noordhollands-Kanal nahe der Fährstelle Akersloot nach einer Kollision mit einem anderen Binnenschiff. Das 63,45 Meter lange Schiff sackte mit Steuerbordschlagseite weg. Die Feuerwehr versuchte, es während der Nachtstunden wieder schwimmfähig zu machen. Quelle: Tim Schwabedissen



Joachim drückte Frachter auf bretonischen Strand
(14.12.11) Im Sturmtief Joachim ist in der Nacht zum 16.12. vor der Küste der Süd-Bretagne der unter Malta-Flagge laufende Frachter "TK Bremen", 3992 BRZ (IMO-Nr.: 8113487), der Kiran-Gruppe in Istanbul gestrandet. Alle 19 Besatzungsmitglieder wurden per Hubschrauber gerettet. Aus einem aufgerissenen Bunkertank lief Öl aus, der Ölfilm war einen Kilometer lang und fünf Meter breit. Vorrangig galt es nun also, die Tanks des Schiffes auszupumpen.
Es lag breitseits auf dem Strand in der Brandung. Die Polizei richtete eine Sperrzone um das Schiff ein. Es war am 15.12. aus dem Hafen von Lorient ausgelaufen, um nördlich der Insel Groix vor der Weiterfahrt nach Großbritannien auf bessere Wetterbedingungen zu warten. Es war unbeladen, hatte aber 220 Tonnen Treibstoff, davon 40 Tonnen Diesel, an Bord. In den orkanartigen Winden mit Böen von bis zu 115 km/h hatte der hoch aufragende Frachter Probleme, sich zu halten und begann schließlich zu treiben. Um 00.40 Uhr wurde um Hilfe gebeten. Der Schlepper "Abeille Bourbon" vermochte wegen des Wetters nicht aus Lorient auszulaufen. Stattdessen stieg ein NH 90 Helikopter von der Marinebasis Lanvéoc-Poulmic auf, um die Crew zu retten. Um zwei Uhr saß der Frachter südlich des Etel-Flusses 100 Meter vor dem Strand von Erdeven zwischen Lorient und der Halbinsel Quiberon auf. Eine Stunde darauf begann die Rettung der Crew. In zwei Anläufen wurden alle Mann evakuiert und nach Lann-Bihoué geflogen.
Der Frachter hat eine Tragfähigkeit von 7000 Tonnen, ist 109.05 Meter lang, 16.41 Meter breit und hat 6.74 Meter Tiefgang. Es wurde 1982 von der Dae Sun Shipbuilding in Pusan als "Elm" erbaut und lief bis 1995 als "Melinau" und bbis 1998 als "Melinau Satu". Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Trawler in der Antarktis in Seenot
(16.12.11) Der 55 Meter lange russische Trawler "Sparta" funkte am Morgen des 16.12. gegen drei Uhr morgens Notsignale von der Position 74 59.27 N 156 36.43 O im Ross-Meer in der Antarktis. Das mit 700 Tonnen Öl befüllte Schiff mit einer Crew von 32 Mann, davon 15 Russen, 16 Indonesier und ein Ukrainer, hatte an der Eiskante, aber in offenem Wasser befindlich Wassereinbruch erlitten und 13 Grad Schlagseite. Der Notruf wurde in Norwegen aufgefangen und ins 2000 Meilen entfernte Neuseeland weitergeleitet. Um 4.20 Uhr bestätigte die russische "Chiyo Maru No. 3" die Notlage. Im Rumpf klaffte ein Loch von 30 Zentimetern Durchmesser 1,5 Meter unterhalb der Wasserlinie.
Die Crew der "Sparta" versuchte, das eindringende Wasser zu lenzen. Nicht benötigte Crew ging in die Boote. Auch wurde Ladung von Bord genommen, um den Havaristen zu erleichtern und so das Leck zwecks Abdichtung über Wasser zu bekommen. Mit einem Lecksegel wurde zudem die Menge des eindringenden Wassers reduziert, und so konnte eine relative Stabilisierung hergestellt werden. Externe Hilfe für das Schiff war wegen des 1,5 Meter dicken Eises in der Umgebung schwierig. Auch lag es außerhalb der Reichweite von Helikoptern. Das am nächsten stehende Schiff war die "Chiyo Maru No. 3", die sich 290 Meilen entfernt befand, aber keine Eisklasse hat. Die neuseeländische "San Aspiring" hat Eisklasse, war aber 470 Meilen entfernt, was eine Anreisezeit von 4-5 Tagen bedeutete. Zwei russische Forschungsschiffe, die "Professor Khromov" und "Akademik Shokalskiy", hätten eine dreitägige Anreise zur "Sparta". Ein amerikanisches SAR-Team der 530 Meilen nordöstlich gelegenen McMurdo Station bereitete eine Hercules zum Flug zur "Sparta" vor. Sie sollte gegen Mittag vor Ort sein. Das Wetter war derzeit ruhig.
Die "Sparta", 876 tdw (IMO-Nr.: 8809361) wurde 1988 in Japan erbaut und läuft für die , Sea Raven Co., Petropavlovsk-Kamtschatka. Die "Chiyo Maru No.3", 1051 tdw (IMO-Nr.: 8717207) wurde 1987 erbaut und läuft für die Antey Co., Sakhalin, Nevelsk. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote als Bilanz des Feuers auf Atom-Eisbrecher
(16.12.11) Bei dem Feuer auf dem Atom-Eisbrecher "Vaygach" sind nach letzten Erkenntnissen drei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen, ein weiterer Mann wurde verletzt in ein Krankenhaus auf der Halbinsel Taimir in der Region Krasnojarsk gebracht. Insgesamt drei Kajüten waren am 14.12. in Brand geraten, als sich das Schiff nahe Karaul im Taimyr-Distrikt auf dem Weg durch die Barentssee nach Murmansk befand.
Das Feuer wurde unterdessen vollständig gelöscht, eine Untersuchung eingeleitet. Brandermittler vermuteten einen Kurzschluss als Brandursache. Der zweite Maschinist hatte vermutlich zu viele elektrische Geräte gleichzeitig betrieben. Er hatte Fernseher, Computer, Kühlschrank und Mobiltelefon gleichzeitig angeschlossen, sodass um 5.24 Uhr Ortszeit eine Überlastung des Stromnetzes entstand und ausgelöst durch einen Kurzschluss dann ein Feuer in dessen Kajüte ausbrach. Es breitete sich auf 200 Quadratmetern aus. Zwei weitere Kajüten wurden dabei von den Flammen erfasst, und es kam zu zwei Explosionen, durch die Türen und Schotte aus den Angeln gerissen wurden. Nach einer eingehenden Inspektion sollte der Eisbrecher seine Fahrt fortsetzen. Es wurde 1990 in Finnland erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier auf St. Lawrence River aufgelaufen
(16.12.11) Am 15.12 lief der unter Marshall Islands-Flagge registrierte Bulkcarrier "Orsula", 20837 BRZ (IMO-Nr.: 9110901), auf dem St. Lawrence River nahe Bécancour im Centre-du-Québec auf Grund. Er kam von Trois Rivières und warn nach Baie-Comeau unterwegs, als er um 9.20 Uhr festkam. Das Bureau of Transportation Safety of Canada sandte zwei Vertreter zur Untersuchung. Um 13.30 Uhr war der Frachter wieder frei. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Container der "Rena" gingen über Bord
(16.12.11) Zwei Container gingen in der Nacht zum 16.12. von der "Rena" im Sturm über Bord. Einer von ihnen, der mit Aluminiumstühlen beladen war, sank. Der andere enthielt 18 Pakete Holz und war mit einem Transponder ausgerüstet. Er wurde überwacht. Der gesunkene Container lag in der Sperrzone. Er soll geborgen und auf die Barge "ST 60" gebracht werden. Die Sensoren an Bord der "Rena" haben einige Bewegungen des Schiffes registriert, jedoch hat sich der Gesamtzustand nicht entscheidend geändert. Derweil wurde eine beschädigte Trosse der Kranbarge "Smit Borneo" ersetzt. Einige Vermoorungen zur "Rena" waren aber in der bis zu sechs Meter hohen See zerrissen, und die Barge rollte 5-6 Grad. Gegen 22 Uhr hatte der Sturm seinen Höhepunkt erreicht. Ein Überflug am folgenden Morgen zweigte zwei Ölfilme von 30-50 Metern Breite, die sich bis zu zwei Kilometer weit vom Schiff erstreckten. Das stürmische Wetter sollte mit Nordostwind von 40 Knoten bis zum 17.12 .andauern und sich am 18.12. beruhigen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Versorger entdeckt
(16.12.11) Das Wrack des Versorgers "Int'l Hunter" wurde am Morgen des 15.12. lokalisiert, und erste Bergungsarbeiten eingeleitet, darunter die Suche nach Trümmern. Die "Int'l Hunter" war von ihrem Schwesterschiff "Int'l Navigator", gegen11:30 Uhr 24 Meilen südöstlich der Sabine Pass Jetties entdeckt worden. Sowohl die International Marine wie auch die U.S. Coast Guard bestätigten die Entdeckung und richteten ein Sperrgebiet ein. Ölbekämpfungsausrüstung wurde in Marsch gesetzt, International Marine hatte auch ein Schiff zu diesem Zweck vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Rückschlag für Plan zur Bergung von Amundsen-Entdeckerschiff
(16.12.11) Der Plan einer norwegischen Gruppe, das in der Cambridge Bay in Nunavut liegende Wrack des Entdeckerschiffes "Maud" zurück nach Norwegen zu bringen, hat einen Rückschlag erlitten. Die Regionalregierung verweigerte die Exportgenehmigung des einst von Roald Amundsen genutzten Schiffes, der vergeblich versucht hatte, mit ihr die Nordost-Passage zu bezwingen und dann auf ihr im Eis eingeschlossen gen Nordpol trieb. Das halb aus dem Wasser ragende Wrack sollte mit Hebeballons angehoben, dann mit einer Barge 7000 Kilometer weit nach Norwegen verschleppt und dort in einem futuristischen Museum in Asker, einem Vorort von Oslo, ausgestellt werden.
Die Begründung für die Verweigerung der Exportgenehmigung war jetzt, dass zunächst eine umfassende archäologische Studie durchgeführt werden müsse. Dies hatte das Projekt "Maud Returns Home" nicht erwartet, weil das Wrack bislang nicht als archäologische Stätte gegolten hatte. Eine solche Studie könnte den Zeitplan, der eine Bergung für Sommer 2012 vorsieht, gefährden. Die ungelegene Nachricht kam am 15.12., einen Tag nachdem Norwegen die 100. Wiederkehr der Südpolentdeckung durch Amundsen gefeiert hatte. Eine Gruppe von Anwohnern der Cambridge Bay möchte die Hulk ohnehin lieber belassen wo sie ist.
Sie hatte zuletzt als "Baymaud" der Hudson's Bay Co. gedient. 1930 war das Schiff schließlich gesunken, nachdem es noch als Funkstation und Lagerstätte gedient hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler nach zwei Monaten auf dem Weg zurück ins Wasser
(16.12.11) Neben dem Pineda Causeway lag seit einem Sturm im Oktober der 52 Fuß lange Trawler "Joysea" direkt neben der 27 Fuß langen Yacht "Tequesta" aus Palm Shores auf Grund. Der Trawler sollte wieder in tieferes Wasser gezogen werden, die Yacht auf einen Trailer gesetzt und dort ein Leck im Rumpf abgedichtet werden. Am 10.12. gelang es mit einer Springtide, die "Joyesa" wieder flott zu machen. Erst am 9.1. wäre ein weiteres Hochwasser zu erwarten gewesen. Der Eigner hatte am 14.12. einen Gerichtstermin wegen der Räumung der Schiffe. Nun wurde ihm angesichts des Bergungsfortschrittes Zeit bis zu 2.2. gegeben, die Bergung abzuschließen.
Im November hatte die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission das Verfahren in Gang gesetzt, nachdem sich wochenlang nichts an den Schiffen getan hatte. Ein weiteres Verfahren läuft gegen einen Bootseigner aus Pinellas County, dessen Katamaran ebenfalls am Pineda Causeway auf Grund liegt. Der Skipper der "Joysea" diente in den 60er Jahren in der Coast Guard und lebt seit 48 Jahren auf dem Wasser. Doch als sein Schiff kein Wasser mehr unter dem Kiel hatte, fehlten zunächst Geld und Kreditgeber für eine Bergung. Während der unfreiwilligen Liegezeit unter Land machten sich Diebe und Vandalen über das Schiff her und stahlen Propeller, Anker, Trossen und Ruderrad sowie Batterien und andere Ausrüstungsgegenstände. Quelle: Tim Schwabedissen



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Öl gesunkenen Marineschleppers wird dekantiert
(15.12.11) Am 14.12. war die Ölbergung von dem gesunkenen einstigen Marineschlepper "Tiger" in Richmond in vollem Gang. Das Schiff war am 11.12. gesunken, nur noch die Aufbauten ragten seither aus dem Wasser. Die US Coast Guard, das California Department of Fish and Game und der Port of Richmond waren seither im Einsatz und konnten bislang mit zwei Skimmern und 55 Einsatzkräften u.a. auch von Global Salvage and Diving 590 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch abschöpfen. Beteiligt waren auch Vertreter der East Bay Regional Parks und des Regional Water Quality Control Board. Nach dem Skimmen muss das Gemisch in einem Baker-Tank dekantiert werden, damit die tatsächlich geborgene Ölmenge abschätzbar ist. Jeden Tag überfliegt ein USCG-Helikopter die Untergangsstelle. 1250 Fuß Ölsperren wurden rund um das Wrack ausgelegt, weitere 3350 Fuß Ölsperren schützen Brook's Island südlich von Richmond Inner Harbor gemäß dem San Francisco Area Contingency Plan. Quelle: Tim Schwabedissen



Atlantikruderer 10 Stunden nach Untergang aus Rettungsinsel geborgen
(14.12.11) Am 13.12. um 19.54 Uhr fing die Falmouth Coastguard das EPIRB-Signal der "PS Vita" auf, einem Ruderboot mit einem Briten und einem Holländer an Bord, das an der Atlantic Challenge teilnahm. Das Signal kam von einer Position 480 Meilen südwestlich der Kanaren.
Die Regatta-Organisatoren bestätigten, dass sie gegen 19 Uhr den Kontakt zu dem Boot verloren hatten. Die Falmouth Coastguard alarmierte daraufhin die Schifffahrt in der Umgebung, und das nächststehende Schiff war der unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrer "Crystal Serenity", der sich in einer Entfernung von120 Meilen befand. Das Schiff drehte um und lief mit hoher Fahrt in das Suchgebiet. Rund sieben Meilen von der Position entfernt wurde einige Stunden darauf ein rotes Notsignal gesichtet.
Gegen sechs Uhr früh am 14.12. wurde eine Rettungsinsel gesichtet, in der sich die beiden Ruderer befanden. Sie wurden unversehrt an Bord des Passagierschiffes gebracht und setzten auf ihm dessen Reise nach St. Maarten fort, wo sie am 18.12. eintreffen sollen.
Das 7,3 Meter lange Boot der beiden, mit denen sie am Woodvale Trans-Atlantic Challenge von den Kanaren nach Barbados teilgenommen hatten, war bei drei Metern Wellenhöhe und Winden von 25 Knoten von einer deutlich höheren Welle zum Kentern gebracht worden und dann gesunken. Die "PS Vita" war vor einer Woche aus Gomera ausgelaufen. Die beiden Männer konnten sich nur noch in die Insel flüchten, aus der sie 10 Stunden später gerettet wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Dänische Fähre durch Sturm verwüstet - Superspeed 1 erneut beschädigt
(15.12.11) Die dänische Fähre "Bergensfjord" fand sich in der Nacht zum 14.12. im Egersund inmitten eines Sturms wieder, dem die Schiffsführung zu entgehen gehofft hatte, und erreichte erst mit 17,5-stündiger Verspätung und heftigen Verwüstungen an Bord den Hafen von Risavika.
Die Fähre war mit 205 Passagieren an Bord am 13.12. aus Hirtshals ausgelaufen und sollte eigentlich um 2.30 Uhr den Hafen in Stavanger erreicht haben. Doch mitten im Skagerrak nahm der Sturm so rasch zu, dass das Erreichen des Hafens stundenlang unmöglich war. Wellen schlugen auf einmal bis auf Höhe von Deck IV. Mobiliar und der Weihnachtsbaum stürzten in den öffentlichen Räumen übereinander, TV-Geräte fielen von den Wänden, und Geschirr krachte aus seinen Behältnissen. Eine Passagierin wurde von einem herunterfallenden Schrank in ihrer Kabine verletzt, während sie dort schlief, mehrere andere erlitten ebenfalls leichte Verletzungen.
Im Restaurant hatte gerade eine Band vor den Passagieren gespielt, als eine große Welle das Schlagzeug von der Bühne poltern ließ. Alle Gläser und Flaschen in der Bar zersplitterten. Im Wagendeck löste sich ein Betonsilo von einem Trailer und begrub einen Van unter sich. Der Kapitän drehte das Schiff gegen die See und lief aufs offene Meer ab, wo der Seegang nicht ganz so heftig war, bis sich die Lage etwas beruhigt hatte. Zwischenzeitlich hieß es auch, es werde ein englischer Hafen angesteuert, ehe es doch wieder in Richtung des ursprünglichen Zielhafens ging.
Erst gegen 20 Uhr des 14.12. gelang es, nach Risavika einzulaufen. Die Reederei hatte zuvor bereits Autovermietungen kontaktiert, falls es zu größeren Schäden im Autodeck gekommen sein sollte. Vertreter der Versicherung untersuchten die Fähre nach dem Festmachen in Risavika. Von hier sollte es am Morgen des 15.12. nach Hirtshals zurückgehen. Die RoPax-Fähre "Bergensfjord", 16794 BRZ (IMO-Nr.: 9058954), wurde 1993 erbaut und läuft für die Fjord Line AS.
Auch die britische Fähre "Ben-my-Chree" wurde auf der Fahrt von Douglas nach Heysham says aufgehalten. Acht Stunden lang musste sie vor dem Hafen ausharren, ehe es gegen 11 Uhr des 14.12. gelang, einzulaufen.
Ein weiteres Mal erwischte es auch die norwegische Fähre "Superspeed 1" am 14.1.2 in den acht bis zehn Meter hohen Wellen im Kattegat. Nur wenige Tage, nachdem eine Welle eine Brückenscheibe eingeschlagen und damit einen Maschinenausfall hervorgerufen hatte, rissen Brecher ein Radargerät ab. Danach beschloss der Kapitän, Schutz zu suchen.
Die Fähre hatte Kristiansand planmäßig gegen acht Uhr verlassen und ungefähr die hälfte der Strecke hinter sich gebracht, als der Seegang ihr so zu schaffen machte, dass der Kapitän ein Ansteuern von Hirtshals als zu riskant einschätzte. Die "Superspeed 1" ging auf Nordkurs in Richtung Grimstad und lief im Küstenschutz zurück nach Kristiansand, wo sie gegen 14 Uhr festmachte. Alle weiteren Überfahrten wurden an diesem Tag abgesagt. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Atom-Eisbrecher - zwei Tote
(15.12.11) Am 15.12. um 01.30 Uhr brach in einer Kajüte auf dem russischen Nukleareisbrecher "Vaygach", der gerade einen Konvoi von Dudinka auf dem Enisey Fluss in Siberien nach Murmansk brachte. Das Schiff war noch auf dem Enisey unweit der Flussmündung. Gegen vier Uhr war der Brand gelöscht. Allerdings waren ihm zwei Besatzungsmitglieder zum Opfer gefallen, ein weiterer Mann wurde schwer verletzt. Wahrscheinlich entstand das Feuer durch Unachtsamkeit. Der Reaktor war nicht in Gefahr. Doch das Schiff wurde nach Dudinka zur Untersuchung befohlen. Die "Vaygach", 21100 tdw (IMO-Nr.: 8417493) wurde 1990 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Landungsbootwrack gehoben und stabilisiert
(15.12.11) Das Wrack des geborgenen Landungsbootes "Sound Developer" wurde am Spätnachmittag des 8.12. von dem Bootshafen in Cordova zum Ocean Dock Yard verholt. Dazu wurde der Schlepper "Oswell Foss" eingesetzt, der das 135 Fuß lange Fahrzeug die 1,25 Meilen lange Strecke unter Nutzung des Hochwassers verholte. Durch die Global Diving and Salvage wurde es am 9.12. weiter gen Ufer gezogen, wobei Stabilisierungsanker und Lenzgerät zum Einsatz kamen. Am 10.12. wurde das Schiff mit dem Hochwasser aufgeschwommen und in eine wettergeschützte Position unweit des Wellenbrechers gebracht. Hier wurde es am frühen Abend mit einem weiteren Anker gesichert, und die Reinigung des Rumpfes begann. Am 11.12. erzwang schlechtes Wetter eine Unterbrechung, am 12.12. dann wurden die zur Bergung genutzten Hebesäcke entfernt. Beteiligt an der Operation waren die Coast Guard, das Alaska Department of Environmental Conservation, die City of Cordova und Global Diving and Salvage. Quelle: Tim Schwabedissen



Versorger nach Kollision mit Hindernis gekentert
(15.12.11) Der amerikanische Versorger "Int'l Hunter" (IMO-Nr.: 558281 kenterte am 13.12. nach Kollision mit einem Unterwasserhindernis 30 Meilen südöstlich der Sabine Jetties in Port Arthur. Der Zusammenstoß hatte einen starken Wassereinbruch verursacht, und die vierköpfige Crew sowie drei weitere Personen an Bord mussten das Schiff aufgeben. Die Coast Guard Houston-Galveston schickte sofort Rettungseinheiten, doch als erstes war die "Gulf Endeavor" vor Ort und barg die Schiffbrüchigen, die vorsorglich in ein Krankenhaus in Cameron gebracht wurden. Die "Int'l Hunter" die 270 Barrel Dieselöl und 50 Gallonen Ölabfall an Bord hatte, trieb noch eine Zeit in der Strömung, ehe sie am 14.12. gänzlich versank. Ein geringfügiger Ölfilm wurde zeitweilig gesichtet. Das Schwesterschiff "Int'l Navigator", ging auf Standby. Die Eigner, die International Marine LLC, die USCG und andere Organisationen machten sich an die Planungen für eine Bergung. Der Versuch, das Wrack mit Sonar zu orten, musste wegen schlechten Wetters und Nebels vorerst abgebrochen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zustand der "Rena" verschlechtert
(15.12.11) Schwere Seen hämmern weiterhin auf die "Rena" auf dem Astrolabe Riff ein. Taucher haben festgestellt, dass sich der Zustand des Rumpfes weiter verschlechtert hat, an Steuerbordseite haben die Verwindungen sich verstärkt. Die Bewegungsmelder haben aber keine signifikanten Veränderungen festgestellt. Wegen eines technischen Defekts des Krans der "Smit Borneo" wird diese in der wetterbedingten Pause repariert. Bislang wurden 206 Container geborgen, 1076 sind noch an Bord. Ein Ölfilm erstreckt sich fünf Kilometer weit vom Wrack weg. Darunter befanden sich auch dickere Ölplacken. Am 17.12. wurde eine Wetterberuhigung erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Ottomanisches Wrack geborgen
(15.12.11) Ein ottomanisches Schiff, das im Roten Meer vor Qunfudah vor über 100 Jahren gesunken war, wurde jetzt geborgen, weil es dem Bau eines Fischereihafens 400 Kilometer südlich von Jeddah im Wege lag. Das Wrack hätte einlaufenden Schiffen im Wege gelegen. Das 60 Meter lange Schiff sank 1909 nach einem Zusammenstoß mit der italienischen Marine gemeinsam mit zwei anderen Schiffen. Sie hatte in Qunfudah gelegen, das der Hafen von Asir während der Regentschaft des Ottomanen Sulaiman Shafiq Pasha Al-Kamali war. Das Wrack soll archäologisch untersucht und in einem Museum ausgestellt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Zhoushan geborgen
(15.12.11) Ein unter Antigua-Barbuda-Flagge laufender Containerfrachter von 7170 BRZ wurde am 14.12. zu einer Werft nahe Zhoushan geschleppt. Das Schiff, das ursprünglich106 Tonnen Bunkeröl in den Tanks hatte, war 15 Tage lang gestrandet gewesen. Die 12-köpfige Crew war unversehrt geblieben, als das Schiff am 30.11. in einem Orkan leckgeschlagen war und Wassereinbruch erlitten hatte. Es war auf der Reise von Busan nach Shanghai gewesen. Nachdem es auf Grund gelaufen war, hatten Rettungskräfte aus Shanghai Ölsperren ausgelegt und das Bunkeröl geleichtert. Nachdem es freigeschleppt war, wurde es zunächst an einem nahegelegenen windgeschützten Ankerplatz untersucht, ehe es weiter in die Werft ging. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Kreuzer rasch gelöscht
(15.12.11) Am 14.12. brach auf dem Lenkwaffenkreuzer "Leyte Gulf" in der BAE Systems Norfolk Ship Repair ein Feuer aus, konnte aber rasch gelöscht werden. Es entstand in der Elektrik an Oberdeck. Die Marine rief um 13.25 Uhr die Feuerwehr zu Hilfe. Quelle: Tim Schwabedissen



Bis zu 30 Tote bei Fährunglück in Nigeria
(15.12.11) Bis zu 30 Personen könnten am Abend des 13.12. ertrunken sein, als in Süd- Nigeria ein Flussboot vor der Chiogbonna Waterfront in Obio-Akpor in Nigeria kenterte. An Bord des überladenen Bootes waren bis zu 50 Personen, überwiegend von einem Markt zurückkehrende Frauen. Die Rettungsbemühungen gestalteten sich schwierig, weil in der Nacht keine Notdienste vor Ort erreichbar waren. 10 Menschen wurden lebend aus dem Wasser gezogen, 11 weitere waren bis zum Morgen des 14.12. tot geborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



30 Tote bei Untergang überladenen Bootes in der Bay of Bengal befürchtet
(15.12.11) Mindestens fünf Personen ertranken, 25 weitere wurden vermisst, als ein Fährboot aus Malaysia mit 130 Personen an Bord nahe Saint Martin's Island in der Bay of Bengal in der Nacht zum 14.12. kenterte. Rund 100 Personen erreichten schwimmend das Land, auch örtliche Fischer kamen zu Hilfe. Fünf Tote wurden nahe der Insel am folgenden Morgen gesichtet. Das Schiff hatte von Cox's Bazar mit 45 Personen an Bord abgelegt, 85 weitere gingen am 13.12. gegen 22 Uhr in Shah Pareer Dwip in Teknaf an Bord. Eine halbe Stunde darauf kenterte das Boot. Einige der Fahrgäste kamen aus Myanmar, andere aus verschiedenen Teilen von Cox's Bazar. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach möglichen Vermissten bei 70 Meilen Wind
(15.12.11) Eine Barge auf dem River Itchen geriet am Morgen des 14.12 in Brand. Zunächst war unklar, ob sich noch Menschen auf dem in hellen Flammen stehenden Fahrzeug befunden hatten. Die Feuerwehr konnte es nicht erreichen, und so ließ man es ausbrennen. Das Calshot RNLI-Boot "Alexander Coutanche" und die " Willett" wurden zum Brandort unweit der Northam Bridge entsandt. Winde von 70 Meilen Geschwindigkeit erschwerten die zweistündige Suche, bei der auch ein Hubschrauber der Solent Coastguard assistierte. Gegen 20 Uhr wurde die Aktion abgebrochen, nachdem klar war, dass die Barge leer gewesen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerbergung (Bild: Doug Shaw)   Großbild klick!
Container hingen über Bord
(14.12.11) Der britische Frachter "Thuringia Express", 39941 BRZ (IMO-Nr.: 9238765), erlitt auf der Reise von Genua nach Tilbury bei stürmischem Wetter Seeschlagschäden. Mehrere Container wurden losgerissen, hingen aber beim Einlaufen nach Tilbury am 9.12. in ihren Laschings über die Backbordseite des Frachters. Der Schwimmkran "GPS Atlas" der GPS Marine Contractors Ltd. wurde gerufen und hob die miteinander noch verbundenen Container von dem Schiff ab. Sie wurden dann auf einer Barge abgesetzt, die der Schlepper "Napier" dann weiter zur West Thurrock Mole zog. Die "Tilbury Express" lief am folgenden Tag nach Hamburg aus. Quelle: Tim Schwabedissen



"Bahamas Celebration", damals noch "Prinsesse Ragnhild"
(Bild: Matthias Schalk)   Großbild klick!
Sechstes Feuer auf einstiger Kiel-Oslo-Fähre vor US-Küste
(14.12.11) Auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Bahamas Celebration", 35855 BRZ, kam es am 12.12. auf der Fahrt von Freeport nach Palm Beach zu einem Brand eines Generators, nachdem zuvor ein Ölleck aufgetreten war. Mit den bordeigenen Brandbekämpfungsmitteln waren die Flammen zwar rasch erstickt, und die übrigen Generatoren waren betriebsbereit geblieben. Doch neben einer starken Verrauchung und Verrußung des Maschinenraums kam es auch zu einem Ausfall der Klimaanlage auf dem mit 707 Passagieren besetzten Schiff.
Deswegen musste die Kreuzfahrt abgebrochen werden, nachdem das Schiff am 13.12. in Palm Springs festgemacht hatte. Die Fahrgäste sollten mit einer Ersatzfahrt entschädigt werden. Die nächsten Fahrten am 15. und 17.12. wurden ebenfalls abgesagt, am 19.12., so die Hoffnung der Reederei, könnte die nächste Fahrt starten. Bei der "Bahamas Celebration" (IMO-Nr.: 7904891) handelt es sich um die 1981 erbaute, langjährige Kiel-Oslo-Fähre "Prinsesse Ragnhild" der Color-Line, die heute für die amerikanische Celebration Cruise Inc. im Einsatz ist.
Das Schiff war seit seiner Ablieferung durch HDW Kiel an die Jahre Line in Sandefjord am 31.1.1981 bereits mehrfach von Bränden betroffen gewesen, die allesamt nach der Verlängerung der Fähre vom 1.11.1991 bis zum 15.6.1992 um 33,5 Meter bei der Astilleros Españoles, Cadiz, entstanden, nach der das Schiff wiederholt auch mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Am 8.7.1999 war auf der Überfahrt Kiel - Oslo vor Göteborg ein Feuer ausgebrochen, das zur Evakuierung der Passagiere zwang.
Nachdem das Schiff nach Göteborg zur Untersuchung eingeschleppt wurde, kam es bis zum 31.8. bei Blohm & Voss, Hamburg, zur Reparatur. Am 1.3.2002 kam es zu einem neuerlichen Maschinenraumbrand, der zwar binnen einer Viertelstunde gelöscht war, das Schiff aber für 12 Tage ausfallen ließ. Vom 6.1. bis 19.2.2003 wurde die Fähre bei Blohm & Voss, Hamburg, umgebaut und die Maschinenanlage überholt. Ein Kurzschluss löste am 24.12.2003 auf der Fahrt Kiel - Oslo ein Feuer aus, zu dessen Bekämpfung das Schiff im Drøbaksund Anker warf. Am 6.3.2004 kam es zu einem Kabinenbrand auf der Fahrt Kiel - Oslo, bei dem die zwei Fahrgäste darin leicht verletzt wurden. Am 10.12.2004 machte das Schiff die letzte Fahrt Kiel - Oslo. Nach dem Einsatz einer größeren Fähre wurde es 2005 auf die Route Kristiansand - Hirtshals und später Bergen - Stavanger - Hirtshals verlegt.
Am 9.12.2006 entstand auf der Fahrt von Hirtshals nach Stavanger vor Farsund ein explosionsartiger Brand in einem der Hilfsmotoren. Er konnte mit bordeigenen Mitteln erstickt werden. Danach wurde versucht, einen kontrollierten Blackout herbeizuführen, doch stattdessen kam es zu einem vollständigen Ausfall der Bordenergie. Gegen ein Uhr konnte die Maschine wieder angefahren und Stavanger erreicht werden. Doch ohne alle Generatoren war nur ein Bugstrahlruder und kein Azimut-Antrieb verfügbar. Danach mussten etliche Hochspannungskabel ausgetauscht werden.
Am 25.12. wurde die Fähre nach Abschluss der Arbeiten wieder in Dienst gestellt. Am 20.1.2007 schlug eine hohe Welle auf der Fahrt von Hirtshals nach Bergen zwei Fenster ein. Nach einem Einsatz auf der Linie Oslo - Hirtshals 2008 wurde das Schiff am 9.5. im Sandefjord aufgelegt und am 1.10. nach Verkauf an die Celebration Cruise Holdings, Nassau, in "Bahamas Celebration" umgetauft. Am selben Tag lief es nach Freeport aus und kam nach einem Umbau bei der dortigen Grand Bahama Shipyard ab März 2009 als Kreuzfahrer betrieben durch die Imperial Majesty Cruise Line in Fahrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fährdienst Hundeidvika - Festøya nach Strandung vorerst eingestellt
(14.12.11) Die norwegische Fähre "Kvernes", 698 BRZ (IMO-Nr.: 7618832), lief am 13.12. gegen 15.30 Uhr vor Hundeidvika auf Grund. 10 Minuten zuvor war das Schiff mit sieben Pkw und deren sieben Fahrern an Bord Festøya ausgelaufen. Nur 200 Meter vom Anleger entfernt kam sie auf Felsgrund fest. Versuche der veriköpfigen Crew, das Schiff mit eigener Kraft zu befreien, mussten erfolglos abgebrochen werden. Dazu waren auch die an Deck stehenden Autos nach vorne gefahren worden, um das Heck zu erleichtern. Die Passagiere wurden nach rund einer Stunde von einem Boot an Land gebracht. Ihre Autos mussten sie an Bord zurück lassen. Am Abend untersuchten Taucher den Rumpf des Havaristen, der mit fallendem Wasserstand teilweise annähernd trocken fiel, fanden aber nur leichte Schäden an zwie Propelelrflügeln vor. Schlepper von Buksér og Berging in Ålesund machten die Fähre mit steigendem Wasserstand wieder flott. Am Morgen des 14.12., so hoffte Fährbetreiber Fjord 1, wäre eine Ersatzfähre für die vorerst eingestellte Linie gefunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre nach Maschinenausfall abgeschleppt
(14.12.11) Auf der norwegischen Fähre "Bømlo", 1206 BRZ (IMO-Nr.: 7228194), kam es am 13.12. gegen 19 Uhr südlich von Huglo zu einem Maschinenausfall. Das Schiff befand sich eine Meile vom Ufer entfernt. An Bord waren keine Passagiere, sondern nur die vierköpfige Crew. Über Rogaland Radio wurde das Rescue Coordination Centre verständigt, und um 19.30 Uhr war Schlepperhilfe vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf norwegischem Trawler
(14.12.11) Am 12.12. kurz vor 20 Uhr brach auf dem norwegischen Trawler "Skarsjø", 210 BRZ (IMO-Nr: 8222343), in Ballstad ein Feuer aus. Ein Besatzungsmitglied, das alleine an Bord gewesen war, hatte den Brand in der Messe bemerkt und schloss noch mehrere Türen, um die Sauerstoffzufuhr zu hemmen. Es wurde danach mit leichter Rauchvergiftung behandelt. Feuerwehr, Polizei und Rettungswagen waren rasch vor Ort. Nach einer halben Stunde war der Brand gelöscht, hatte aber durch Verrauchung und Verrußung bereits beträchtlichen Schaden angerichtet. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturmbedingte Kollision in Brunsbütteler Schleuse
(14.12.11) Starker Süd-Südwest-Wind hat in der Großen Schleuse in Brunsbüttel des Nord-Ostsee-Kanals am Morgen des 13.12. gegen 6.45 Uhr zu einer Kollision geführt. Die unter finnischer Flagge fahrende Fähre "Auto Bay", 19904 BRZ (IMO-Nr.: 9122007), wurde beim Einlaufen in die Schleuse mit dem Backbordheck gegen eine der Notnischen gedrückt. Dabei wurde die Stahlabdeckung der Notnische beschädigt. Am Schiff entstand nur geringer Sachschaden; die Wallschiene wurde leicht beschädigt, darüber hinaus kam es zu Einbeulungen und Abschürfungen. Das Schiff konnte seine Fahrt nach Abschluss der Untersuchungen gegen acht Uhr eskortiert von dem Schlepper "Bugsier 15" gen Kiel-Holtenau, wo es um 15.45 Uhr eintraf, und dann weiter zum Zielhafen Fredericia in Dänemark fortsetzen, wo es am Vormittag des 14.12. eintraf. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturmbedingte Kollision in Emder Schleuse
(14.12.11) Gegen 8.55 Uhr kam es am 13.12. zu einer Havarie in der Großen Emder Seeschleuse. Beim Einlaufen in die Schleuse brach bei starkem Wind die Trosse zu dem Heckschlepper des unter Bahamas-Flagge laufenden Autocarriers "Elbe Highway", 23498 BRZ (IMO-Nr.: 9316282). Wegen des stürmischen Windes hatte er Assistenz eines Bug- und eines Heckschleppers bekommen. Nachdem das Heck frei war, prallte es gegen die Schleusenmauer. An Schiff und Schleusenmauer entstand leichter Sachschaden. Der Schleusenbetrieb wurde nicht beeinträchtigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Polo-Shirts landeten als Strandgut auf Helgoland
(14.12.11) Nachdem der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Eindhoven", 141716 BRZ (IMO-Nr.: 9456771), in der Nacht zum 9.12. 16 Meilen westlich von Helgoland auf der Reise Rotterdam-Hamburg im Orkantief Friedhelm sechs Container verloren hat, in denen sich unter anderem Schuhe und Poloshirts befunden hatte, wurden von diesen am 13.12. Hunderte an den Strand von Helgoland sowie an der dänischen Küste angespült. Die Kleidungsstücke fanden auch schon erste Liebhaber. Doch sie seien kein Strandgut, dass dem Finder gehört, sondern ganz normale Fundstücke, die abgegeben werden müssen, hieß es bei der Wasserschutzpolizei in Husum. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Frachter vor Prezeva gestrandet
(14.12.11) Der russische Frachter "Vuoksa" lief am 13.12. um 8.10 Uhr bei einem Ankermanöver vor Preveza auf Grund. Mit dem Vorschiff kam das Schiff 0,8 Meter aus der Last, und Versuche, mit eigener Kraft freizukommen, scheiterten. Die Ballasttanks 1 und 2 in der Vorpiek liefen voll. Das Schiff hat 3000 Tonnen Weizen geladen. Die Strandungsposition 38 56 N 020 43 O liegt offen zur See. Für eine Bergung muss das Schiff geleichtert werden. Die "Vuoksa", 3174 tdw (IMO-Nr.: 8866709), wurde 1978 erbaut und läuft für die Marship Company in Moskau. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision im Houston Ship Channel
(14.12.11) Der amerikanische Tanker "Charleston" ist in dichtem Nebel am Morgen des 13.12. mit dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier "Harvest Moon" auf dem Houston Ship Channel nördlich von der texanischen Stadt Dike kollidiert. Die in Coast Guard Houston-Galveston wurde um 8:08 Uhr alarmiert. Der Houston Ship Channel wurde zwischen Leuchtfeuer 28 bis 40 vorsorglich für den Schiffsverkehr gesperrt. Der Chemikalientanker "Charleston", 48844 tdw (IMO-Nr.: 8109668) wurde 1983 erbaut und läuft für die USS Vessel Management LLC. Der Bulkcarrier "Harvest Moon", 73040 tdw (IMO-Nr.: 9113410) entstand1996 und hat als Manager die Sicuro SA, Athen. Quelle: Tim Schwabedissen



Boot sank im Golf von Mexiko I
(13.12.11) Die US Coast Guard rettete vier Personen von der 38 Fuß langen "Fountain", die rund 10 Meilen südlich von Fort Morgan, Alabama. Am 10.12. im Golf von Mexiko gesunken war. Das 38 Fuß lange Boot hatte um11:36 Uhr den bevorstehenden Untergang gemeldet. Die Crew ging in eine Rettungsinsel. Der Skipper aktivierte das EPIRB, und mit Notraketen machten die Schiffbrüchigen auf sich aufmerksam. Das Küstenwachboot "Cobia" lokalisierte die Insel mithilfe des EPIRB-Signals, barg die Insassen und brachte sie nach Mobile. Im Einsatz waren auch ein 41-Fuß-Boot der Coast Guard Station Dauphin Island sowie ein MH-65C Dolphin Helikopter der Coast Guard Air Station New Orleans. Quelle: Tim Schwabedissen



Boot sank im Golf von Mexiko II
(14.12.11) Sieben Männer, die in einem Arbeitsboot im Golf von Mexiko unterwegs waren, konnten nach einem Wassereinbruch von einem anderen Schiff geborgen und nach Cameron gebracht werden. Sie hatten sich in ein Rettungsboot geflüchtet. Warum das Arbeitsboot der Männer, die im West Cameron Block 168 30 Meilen südwstlich von Cameron tätig waren, unterging, war nicht bekannt. Quelle: Tim Schwabedissen



Notsignal im Golf von Mexiko
(14.12.11) Der taiwanesische Frachter "Superior Pescadores" funkte am 10.12. auf Position 26-23 N 089-06 W im Golf von Mexiko Notsignale. Seither gab es kein AIS-Signal mehr. Das Schiff war unterwegs von Lake Charles nach Tema. Die "Superior Pescadores", 11987 tdw (IMO-Nr.: 9315484) wurde 2005 erbaut, führt die Flagge von Panama und hat als Manager die Shih Wie Navigatiion Co. Ltd. in Taiwan. Quelle: Tim Schwabedissen



Bohrinsel nach Kollision zur Reparatur in Halifax
(14.12.11) Die Bohrinsel "GSF Grand Banks", die östlich von St. John's im November von dem Versorger "Maersk Detector" gerammt worden warm machte am 11.12. zur Reparatur am Irving Shipyard nahe Halifax fest. In einem der acht Beine des Rigs klafft ein fünf Meter breites Loch, das der Versorger in das im White Rose Field der Husky Energy arbeitenden Insel gerissen hatte. Neben der Ausbesserung des Schadens sollen auch terminmäßige Überholungsarbeiten an der "GSF Grand Banks" ausgeführt werden. Die Insel wurde auf dem Irving Yard in New Brunswick erbaut und wurde bereits vor acht Jahren in Halifax überholt. An Bord sind 90 Mann Besatzung. Die Betreiber der Insel, Transocean, waren auch Besitzer der "Deepwater Horizon" gewesen, die im vergangenen Jahr im Golf von Mexiko explodierte und sank. Auch die Arbeiten vor Neufundland waren nicht frei von Pannen. So musste im Okotber bereits der Betrieb auf der "GSF Grand Banks" unterbrochen werden, nachdem es binnen zweier Monate zum zweiten Mal zu einem Austritt von synthetischem Bohrschlamm gekommen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Neues Boot vor dem Versenken (Bild: Dirk Jan Gjeltema)   Großbild klick!
Zwei neue Tauchwracks im Grevelinger Meer versenkt
(13.12.11) Zwei kleine Wracks wurden am 12.12. im Grevelinger Meer als Tauchziele unweit des 60 Meter langen Betonfrachters "Le Serpent", die seit dem 8. Juli 2011 bei Schelhoek vor Scharendijke auf Grund liegt, versenkt. Die "Le Serpent" war statt auf 12 Metern auf 23 Metern gelandet, was eher erfahrenen Tauchern einen Zugang erlaubt. Dies wurde bei den beiden von einem Kranschiff der Firma Timmerman aus Yerseke nun auf Position gebrachten 14 und neun Meter langen Booten vermieden. Rijkswaterstaat Zeeland, die Provinzregierung Zeeland, die Gemeinde Schouwen-Duiveland, der holländische Tauchsportbund, Naturschützer aus Grevelingen und das Dive-Inn in Kabbelaar bildeten ein Team, das den beiden Stahlschiffe auf 12 Metern Tiefe eine letzte (Un)Ruhestätte verschaffte. Quelle: Tim Schwabedissen



Maersk Jennings fand nach drei Tagen einen Liegeplatz
(13.12.11) Die Irrfahrt des liberianischen Frachter "Maersk Jennings", 32901 BRZ (IMO-Nr.: 9399753), der am Abend des 10.12. vor Norderney nach einem Maschinenschaden hatte ankern müssen und den Notfallschlepper "Nordic" sowie die Schlepper "Bugsier 3", "Bugsier 19" und "Arion" auf den Plan rief, ging am Morgen des 13.12. in Cuxhaven zu Ende. Das auf Position 53°52'4.44" N, 7°35'21.12" O liegende Schiff war am 12.11. mit Ziel Bremerhaven auf den Haken genommen worden. Doch anders als geplant wurde der dort avisierte Liegeplatz am Stromkai nicht frei, weil der für Tananger bestimmte Frachter "Maersk Flensburg", 9990 BRZ (IMO-Nr: 9252773), diesen länger als geplant wegen eigener Probleme mit den Ladeluken belegte. Deswegen drehte der Schleppzug mit der "Maersk Jennings" im Laufe des Vormittags des 12.11. wieder seewärts. Zeitweilig verstärkte auch der Schlepper "Doese" die Flotte, lief aber dann wieder Richtung Elbe ab. Auch die "Nordic" war zwischenzeitlich entlassen worden. Schließlich ging es mit langsamer Fahrt gen Cuxhaven, wo der Havarist um vier Uhr früh am Steubenhöft festmachte. .Quelle: Tim Schwabedissen



Hamburger Frachter wurde Luke eingeschlagen
(13.12.11) Nach dem Auslaufen aus Larvik am 8.12. erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Carat", 9983 BRZ (IMO-Nr.: 9429209), auf der Nordsee in schwerer See Wassereinbruch in Luke 1. Das Schiff der Gebr. Winter GmbH in Hamburg erreichte Bremerhaven am 10.12. gegen 19 Uhr mit bis zum Namenszug abgetauchtem Bug. Wegen des durch die Seeschlagschäden ausgelösten Energieausfalls im Vorschiffbereich gestaltete sich das Festmachen am Stromkai bei starkem Wind auch nochmals als komplizierte Herausforderung. Am 12.12. verholte der Frachter an die Columbuskaje. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungskran muss neu konfiguriert werden
(13.12.11) Nach wetterbedingter Unterbrechung gelang es am 12.12., wieder vier Container von dem Frachter "Rena" abzubergen. Damit wurden nun insgesamt 206 Boxen von dem Schiff geholt. Während der Operation stellte sich aber heraus, dass der Kran der " Smit Borneo" modifiziert werden musste, weswegen für den 13.12. keine weitere Ladungsbergung angesetzt war. Derweil ging das Skimmen von Öl aus dem Steuerbordtank 5 weiter, ebenso wie die internen Arbeiten zur Abdichtung von Schiffsgängen an Backbord zur Sicherung des Auftriebs. Bei Nordostwind von 10-15 Knoten war die See ruhiger als in den Vortagen, doch in den kommenden Tagen bis zum 15.12. wurde ein neuerliches Anschwellen erwartet. Die Braemar Howells erhielt Berichte über Containertrümmer auf Te Kaha und schickte ein Team dorthin. Auch auf Motiti Island wurden Trümmer und Ölabfälle beseitigt. Strandreinigungsteams waren ebenfalls rund um Papamoa und Maketu Spit tätig. Felsenreinigung fand in Mauao und Matakana.statt. Quelle: Tim Schwabedissen



Notsignal von Flüssiggastanker
(13.12.11) Der Flüssiggastanker "Shahamah" funkte am 10.12. um 23.15 Uhr auf Position 19-07 N 119-09 O in der Südchinesischen See Notsignale. Weitere Inforamtionen waren nicht verfügbar. Am 11.12. gegen Mittag stand das Schiff auf Position 22 40 N 121 48 O auf der Fahrt von Fujairah nach Higashi. Die "Shahamah", 110895 BRZ (IMO-Nr.: 9035852), wurde 1994 erbaut, führt die Flagge Liberias und hat als Manager die National Gas Shipping Company Ltd. (NGSCO) der Vereinigten Arabischen Emirate. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kentern eines Kutters
(13.12.11) Die US Coast Guard war am 12.12. in der Coos Bay auf der Suche nach einem vermissten Fischer, nachdem der Kutter "Randi" gekentert war und seine dreiköpfige Crew im Wasser landete. Die Coast Guard North Bend, Oregon, erhielt um 13.15 Uhr eine Mitteilung über das Unglück drei Meilen nordwestlich der Mole. Ein anderes Schiff konnte zwei Mann wenig später retten, doch der dritte Mann tauchte nicht auf. Zwei 47-Fuß-Boote sowie ein 25 Fuß-Boot der Station Coos Bay machten sich gemeinsam mit zwei HH-65 Helikoptern der Air Station North Bend auf die Suche. Ein Hubschrauber brachte einen der geretteten Fischer ins Bay Area Hospital in Coos Bay. Der zweite wurde vom 25-Fuß-Boot zur Station Coos Bay gebracht. Vor Ort waren an die sieben Fuß hohe Wellen und 17 Knoten Wind. Quelle: Tim Schwabedissen



Nach Untergang der Tiger laufen Ölbekämpfungsmaßnahmen an
(13.12.11) Nach dem Untergang des aus dem 2. Weltkrieg stammenden Schleppers "Tiger" in Richmond am 11.12. wurde ein Krisenstab mit Vertretern der Coast Guard, des California Department of Fish and Game und des Port of Richmond gebildet. Involviert waren auch der East Bay Regional Park und das Regional Water Quality Control Board. Vorrangig galt es das Öl aus dem Wrack zu bekommen. Zunächst wurden 1100 Fuß Ölsperren ums Wrack und das Hafenbecken ausgebracht sowie Skimmer eingesetzt. Das aufgefangene Öl wurde in einem Tank vom Wasser separiert. Es war nicht bekannt, wie viel Öl die "Tiger" an Bord hatte. 3200 Fuß Ölsperren wurden bei Brook's Island südlich von Richmond wie im San Francisco Area Contingency Plan vorgesehen vorsorglich ausgelegt. Die Coast Guard forderte Schiffe und Sportboote nördlich von Brook's Island auf, so zu fahren, das der Wellenschlag die Maßnahmen nicht negativ beeinträchtigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachterladung binnen einer Stunde durch Feuer zerstört
(13.12.11) Ein Frachter aus Tansania wurde im Port Khalid in Sharjah am Abend des 12.12. beschädigt. Der Zivilschutz konnte das Ausbreiten auf andere Schiffe und Dhaus verhindern, die in der Nähe ankerten. Das Schiff hatte aber auf voller Länge in Brand gestanden, und die Ladung wurde zerstört. Das Feuer wurde binnen einer Stunde mit großen Schaummengen erstickt. Die Verkehrspolizei hatte während des Einsatzes die Umgebung des Schiffes abgesperrt, was zu starken Verkehrsbehinderungen führte. Der Frachter war vor einigen Tagen in Dubai eingetroffen, um Elektronikgüter zu laden und ankerte später im Khalid Port zur Aufnahme weiterer Fracht. Forensische Experten und die Polizei von Sharjah untersuchten die Brandursache. Quelle: Tim Schwabedissen



Erst Maschinenschaden, dann Strandung
(13.12.11) Am 12.12. um 18.24 Uhr lief der holländische Frachter "Encounter", 7642 BRZ (IMO-Nr.: 9255775) beim Ansteuern von Greenock auf Grund. Das Schiff kam vor der Greenock Esplanade fest. Zwei Schleppern gelang es, den Havaristen aber mit steigendem Wasserstand um 20.30 Uhr wieder flott zu machen. Ohne weitere Zwischenfälle machte er dann am Inverclyde Terminal fest. Damit endete für die 12 Personen an Bord eine Reise mit Hindernissen, denn bereits am Morgen des 11.11. hatte das Schiff südlich der Isle of Man Maschinenschaden erlitten. Die Coastguard und andere Rettungscrews waren in Bereitschaft gehalten worden, bis das Problem gelöst war. Quelle: Tim Schwabedissen



Holzfrachter in Mundra von Feuer zerstört
(13.12.11) Im alten Mundra-Hafen in Gujarat wurde der Frachter "Kohinoor" am Morgen des 12.12. von einem Brand völlig zerstört. Das Schiff hatte von Sharjah kommend 18 Monate lang dort gelegen. Der Brand brach gegen sechs Uhr aus, doch die Feuerwehr vermochte trotz sechsstündigen Einsatzes auf dem Holzschiff nichts mehr gegen die Feuersbrunst auszurichten. Der Brand war entstanden, als der Wachmann auf dem Schiff die Maschine anwarf, um die Bilgenpumpe starten zu können. Auf einmal stand der Motor in Flammen, und diese breiteten sich binnen kurzer Zeit auf das ganze Schiff aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der "Asia Malaysia" geht voran
(13.12.11) Die Eigner der Fähre "Asia Malaysia", die am 31.7. vor der Küste von Manapla kenterte, hoffen, das Schiff noch vor Weihnachten geborgen zu haben. Die gesamte Düngerladung und das Öl wurden bereits aus dem Wrack entfernt, und 60 % der Arbeit, das Schiff zu heben, sind erledigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Havarierter Kutter zur Reparatur auf Grund gesetzt
(13.12.11) Das RNLI-Boot "Roy Barker II" aus Wick kam am 10.12. dem Kutter "Spindrift" in der Wick Bay zu Hilfe. Auf Fangfahrt war eine Leine in den Propeller geraten, der daraufhin blockiert wurde. Der Kutter wurde samt seiner zweiköpfigen Crew zu dem Flusshafen geschleppt und dort auf Grund gesetzt. Nach Einsetzen der Ebbe war die Besatzung dort in der Lage, den Antrieb wieder zu klarieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweiter Verdächtiger im Prozess um Brandstiftung auf Motoryacht
(13.12.11) Nach dem Untergang der 7,5 Meter langen Motoryacht "Vivien" 25 Seemeilen vor Rügen geriet neben dem Eigner nun auch ein Crewmitglied unter Verdacht, am vorsätzlich herbeigeführten Untergang des Bootes beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft Stralsund leitete Ermittlungen wegen einer möglichen Mittäterschaft ein.
Im Mai 2010 war die "Vivien" rund 25 Seemeilen vor Rügen gesunken. Der Mann, der am 12.12. vor dem Landgericht Stralsund als Zeuge geladen war, verweigerte die Aussage. Der Eigner des Schiffes muss sich seit vergangener Woche vor dem Landgericht Stralsund wegen besonders schwerer Brandstiftung und Versicherungsbetruges verantworten. Um an die Versicherungssumme von 37.000 Euro zu gelangen, soll er auf dem Boot Feuer gelegt haben.
Innerhalb von zwei Stunden war das Schiff dann gesunken. Die beiden Insassen gingen nach dem Abschießen einer Leuchtrakete in die Rettungsinsel, aus der sie von einem Segelboot gerettet und dann auf den Seenotkreuzer "Wilhelm Kaisen" übergeben worden waren. Tags darauf hatte der Eigner den Verlust des Schiffes seiner Versicherung gemeldet.
Als diese nicht zahlte, legte er im Dezember 2010 Zivilklage gegen die Versicherung ein. Das Zivilverfahren vor dem Stralsunder Landgericht ist noch nicht abgeschlossen. Die Versicherung sah jedoch im Gegenzug ausreichend Anhaltspunkte, den Bootseigner anzuzeigen. Daraufhin wurde das Schiff aus 30 Metern Tiefe gehoben. Nachdem sich Anhaltspunkte für eine Straftat ergaben, sitzt der Angeklagte seit nunmehr zwei Monaten in Untersuchungshaft.
Ihn plagten im Mai 2010 wohl Geldsorgen. Er hatte er ein halbes Jahr vor dem Untergang seine Arbeit verloren. Die Raten von monatlich 670 Euro für eine Hypothek über 101 000 Euro konnte er daraufhin nicht mehr bezahlen. Obwohl er seit Dezember 2010 wieder eine Arbeit hatte, waren allein bis zum Sommer 2011 Forderungen von 9100 Euro aufgelaufen, worauf die Bank den Vertrag kündigte. Eigentlich sollte der zweite Mann am 12.12. Licht in das Dunkel bringen.
Als er aber vor wenigen Tagen erfuhr, dass auch gegen ihn ermittelt würde, verweigerte er auf Anraten seines Anwalts die Aussage. Er hatte nach dem Untergang eine Schadensanzeige über seine untergegangenen Wertgegenstände eingereicht. In der Anzeige machte er unter anderem eine Tauchausrüstung, einen Tauchcomputer, ein Netbook, ein Handy, Bargeld und Kleidung im Wert von insgesamt 6809 Euro geltend. Der Anwalt des Boosteigners will nachweisen, dass das Crewmitglied mitschuldig war und damit der Tatvorwurf der besonders schweren Brandstiftung gegen seinen Mandanten nicht zutrifft.
Bei einem Nachweis, dass der Angeklagte seinen Crewkameraden tatsächlich in Lebensgefahr gebracht hat, drohen ihm fünf bis fünfzehn Jahre Haft. Zuvor hatte der Anwalt mit mehreren Beweisanträgen und einem Befangenheitsantrag gegen die Besetzung der Kammer die Verlesung der Anklage verzögert. Am 3. Januar 2012 soll das Urteil gesprochen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige warteten auf dem Bug sitzend auf Retter
(13.12.11) Am 10.12. gegen 18 Uhr lief der norwegische Garnelenkutter "Anita - N 10 R", 19 BRZ (MMSI-Nr.: 257386020) bei Ramvika auf Grund und wurde dabei von einem Felsen im Bereich des Maschinenraums an Backbordseite aufgerissen, dass es zu einem erheblichen Wassereinbruch kam. Die zweiköpfige Crew setzte den vom Sinken bedrohten Havaristen daraufhin östlich von Rødøy auf Grund, wo er sich auf die Seite legte. Nachdem das zwischenzeitlich alarmierte Rettungsboot "Det Norske Veritas - RS 125" eintraf, setzte es angesichts der geringen Wassertiefe ein Schlauchboot aus, um die beiden Männer, die sich auf den hochliegenden Steuerbordbug gesetzt hatten und dort auf die Retter warteten, im Scheinwerferlicht des Mutterschiffes abzubergen. Der 14 Meter lange Kutter wurde mit einer Trosse, die zum Land hin ausgebracht wurde, bestmöglich gesichert, dann kehrte der Rettungskreuzer mit den beiden Schiffbrüchigen an Bord nach Træna zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Kaimauer eingedrückt (Bild: )   Großbild klick!
Tanker und Kai nach Amokfahrt in Hirtshals erheblich beschädigt
(12.12.11) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Skledros", 10321 BRZ (IMO-Nr.: 9169782), hat im Hafen von Hirtshals erhebliche Verwüstungen angerichtet, als er sich im Sturm losriss und erst nach Stunden provisorisch gesichert werden konnte. Zwei große Betonpoller wurden aus dem Kai gerissen, an mehreren Stellen wurde dieser durch den Rumpf eingedrückt. Auch die Ruderanlage und die Backbordseite des Tankers trugen erhebliche Schäden davon, und sowohl Schiff wie auch Kai werden umfangreich repariert werden müssen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker demolierte Steiger samt Booten
(12.12.11) Der deutsche Binnentanker "Renate", 2157 ts (EU-Nr.: 4607960), kam am 10.12. auf dem Rhein bei Remagen gegen 13 Uhr vom Kurs ab. Das mit Heizöl beladene Schiff, das rheinaufwärts in Richtung Koblenz unterwegs war, rammte die Ersatzfähre Kripp-Linz, ein kleineres Arbeitsboot der Fährgesellschaft sowie drei im Wasser liegende Boote der Feuerwehr. Außerdem wurden zwei Steiger samt dazugehörigem Ponton verschoben und erheblich beschädigt. Die Feuerwehr war mehrere Stunden lang mit rund 30 Helfern im Einsatz, ehe nit Hilfe eines Autokrans am späten Nachmittag die beiden beschädigten Anlegerbrücken zurück ins Wasser gehoben wurden. Die Polizei ging von einem technischen Defekt als Unfallursache aus. Der Schaden lag möglicherweise im sechsstelligen Bereich. Die drei Boote der Kripper Feuerwehr müssen in den kommenden Tagen intensiv auf Schäden untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige der Florece in Lissabon
(12.12.11) Am 11.12. trafen vier ukrainische Besatzungsmitglieder des gesunkenen dominikanischen Frachters "Florece" an Bord des Frachters "Ocean Titan" in Lissabon ein, nachdem ihr Schiff zwei Tage zuvor 240 Meilen südwestlich von Lorient nach Kollision mit dem Tanker "Afrodite" bei Windgeschwindigkeiten bis 55 km/h gesunken war. Das 88 Meter lange Schiff liegt nun auf 4700 Metern Wassertiefe. Es hinterließ weder Trümmer noch Ölverschmutzungen. Die Schiffbrüchigen wurden bis zur Heimreise in Hotels in Cascais untergebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer nach einer Woche gelöscht
(12.12.11) Nach einer Woche ist das Feuer auf der südkoreanischen Fischfabrik "Donsang" in Kapstadt gelöscht. Am 9.12. gelang es, Ammoniak und Dieselöl von Bord zu holen, die die 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr tagelang gefährdet hatten. Nun wird das Löschwasser aus Maschinenraum und Laderaum 1 gelenzt. Das Schicksal des Schiffes ist unklar Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Untergang chinesischen Frachters
(12.12.11) Der unter Belize-Flagge registrierte chinesische Frachter "Changda 216" 2993 BRZ (IMO-Nr.: 9366172) kenterte am Morgen des 11.12. vor der philippinischen Provinz Cagayan. Ein Besatzungsmitglied wurde danach vermisst und kam vermutlich ums Leben, 13 weitere 13 wurden gerettet. Bei starkem Regen dauerte die Suche an. Ein Mann kam bis zum 12.12. ins Krankenhaus. Die "Changda 216" war in die ostchinesische Fujian Provinz unterwegs. An Bord waren 13 Chinesen, ein Indonesier und ein Philippino. Der Frachter hatte 2.4 Kilometer vor der Mündung des Cagayan River in stürmischer See gegen 00.30 Uhr nach Übergehen der Ladung im Monsunsturm Wassereinbruch erlitten und versank in der Morgendämmerung. Es hatte Erz aus Aparri geladen 70 Tonnen Diesel in den Bunkertanks. Der Mast ragte noch aus dem Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff fand verlassene Yacht
(12.12.11) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Sun Princess" setzte am 12.12. um 12.30 Uhr ein Rettungsboot aus, nachdem am Nachmittag des 10.12. eine beschädigte Yacht in der Tasmanischen See gesichtet wurde. Das Schiff mit 2000 Passagieren an Bord stoppte, drehte und schickte eine Rettungscrew zu der entmasteten Yacht "Scotch Bonnet". Die Crew durchsuchte die Yacht und fand sie verlassen vor. Nach vorliegenden Daten war sie auf der Fahrt von der neuseeländischen Bay of Islands nach Sydney. Nach Rücksprache mit dem Rescue Co-ordination Centre erhielt der Kapitän der "Sun Princess" nach einer halben Stunde die Erlaubnis, die Fahrt nach Brisbane fortzusetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter leckgeschlagen, Kapitän fiel über Bord
(12.12.11) Der unter kambodschanischer Flagge laufende Frachter "Ryu-Jin" geriet am Abend des 10.12. achtzig Meilen vor Taitung County im Südosten Taiwans in Seenot. Er erlitt Wassereinbruch durch ein Loch im Rumpf, und der Kapitän fiel über Bord. Ein Rettungshubschrauber barg die verbliebene siebenköpfige Crew ab und flog sie zur Taitung Air Force Base. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Kanalschleuse in Kiel
(12.12.11) Am 10.12. gegen 11 Uhr rammte der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Schwergut-Frachter "Palabora", 11473 BRZ (IMO-Nr.: 9501875), auf der Reise von New Orleans nach Hamburg beim Einlaufen von der Ostsee die Holtenauer Schleuse nach einem Maschinenversager. Während des Festmachmanövers fiel die Maschine aus, und das 133 Meter lange Schiff prallte gegen die Mittelmauer der Schleuse. Dabei wurde ein größeres Blech einer Abdeckung von der Schleusenmauer abgerissen und fiel ins Wasser. Für die Überprüfung der Schäden musste die Nordkammer der großen Schleuse gut eine Stunde gesperrt werden. Der Frachter musste anschließend zur Überprüfung der Antriebsanlage im Kieler Nordhafen festmachen, wo Beamte der Wasserschutzpolizei und Vertreter der Klassifikationsgesellschaft an Bord gingen. Nachdem die Ursachenforschung zum Ausfall des Antriebs durch die Klassifikationsgesellschaft abgeschlossen und deren einwandfreien Zustand attestiert war, durfte die "Palabora" gegen 21 Uhr wieder loswerfen und machte am 11.12. um 8.45 in Hamburg an Schuppen 62/63 fest. Der 2010 erbaute Frachter läuft für das Harren & Partner Ship Management in Bremen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlafende Fährcrew von Strandung überrascht
(12.12.11) Die norwegische Fähre "Torgtind", 2384 BRZ (IMO-Nr.: 9189445), die auf der Route Igerøy-Horn läuft, riss sich am 10.12. bei stürmischem Wind gegen zwei Uhr von ihrem Anleger in Igerøy los. Die Fähre trieb samt ihrer fünfköpfigen, im Schlaf überraschten Crew rund 100 Meter, ehe sie auf den Steinen des Wellenbrechers strandete. Es gelang den Rettungsbooten "Harald V" aus Rørvik und "UNI Helgeland", sie mit der Flut um 10.05 Uhr wieder flottzumachen und an den Fähranleger zu schleppen. Taucher, die später in Sandnessjøen den Rumpf untersuchten, stellten aber an der Backbordseite Schäden fest, die in einer Werft repariert werden müssen. Als Ersatzfähre wurde die "Ramtind" gerufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Container blieben unter Brücke stecken
(12.12.11) Das holländische Binnenschiff "Fides", 3275 ts (EU-Nr.: 02331392), das mit über 100 Leercontainern beladen war, blieb mit Teilen der Ladung bei der Passage der Burgum Brücke auf dem Princess Margriet Kanal am Morgen des 11.12. stecken. Offenbar hatte der Skipper die Durchfahrtshöhe falsch eingeschätzt, der Kanal führte zum Unfallzeitpunkt Hochwasser. Nachdem die "Fides" halb unter der Brücke hindurch war, krachten Container aus der obersten Lage gegen diese und wölbten sich durch den Aufprall hoch. Beim Versuch, das Schiff rückwärts aus der misslichen Lage zu ziehen, blieb einer der zerstörten Container unter der Brücke stecken. Auch die Feuerwehr von Burgum, die um 14.30 Uhr alarmiert wurde, vermochte ihn nicht zu lösen. Hilfe kam am Nachmittag von der Abwrackfirma Theo Reitsma. Mit einer Menge Schweißarbeit konnte der Container so weit demontiert werden, dass um 18.10 Uhr die "Fides" frei kam. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Norderney auf den Haken genommen
(12.12.11) Der liberianische Frachter "Maersk Jennings", 32901 BRZ (IMO-Nr.: 9399753), geriet am Abend des 10.12. vor Norderney in Schwierigkeiten, und der Notfallschlepper "Nordic" sowie später die Schlepper "Bugsier 3", "Bugsier 19" und "Arion" wurden zu der Position 53°52'4.44" N, 7°35'21.12" O geschickt, wo das Schiff vor Anker lag. Am 12.11. wurde es zeitweilig in Richtung Bremerhaven zurückgeschleppt, im Laufe des Vormittags aber wieder gedreht und mit vier Knoten seewärts gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gefahrgutcontainer in der Nordsee aufgerissen
(12.12.11) Am Abend des 9.12. wurde in schwerer See ein Gefahrgutcontainer auf dem Deck des unter Bahamas-Flagge laufenden Containerfrachters "MSC Ulsan", 40108 BRZ (IMO-Nr.: 9243306), auf der Fahrt nach Hamburg ein Gefahrgutcontainer beschädigt. In dem hohen Seegang hatten sich mehrere Container gelöst, und einer wurde aufgerissen. Es gelang der Crew aber, die 120 Liter giftiger Flüssigkeiten darin zu sichern. Nachdem das Schiff am Abend des 10.12. am Eurogate festgemacht hatte, entfernte die Feuerwehr den Container in einem Spezialschutzbehälter. Am 11.12. lief der Frachter nach Antwerpen aus. .Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker drohte vor Slagentangen zu stranden
(12.12.11) Der unter Hongkong-Flagge laufende Chemikalientanker "Elizabeth", 3493 BRZ (IMO-Nr.: 9442184), drohte am 10.12. vor Slagentangen in stürmischer See zu stranden. Nach Maschinenausfall hatte der Tanker Anker geworfen. Als ein Anker verloren ging, driftete das Schiff auf den Strand zu und war nur noch 180 Meter von der Småskjæra entfernt, als die Crew, die von der Verkehrszentrale Horten alarmiert worden war, in letzter Minute gelang, die Maschine wieder anzufahren und den Tanker in tieferes Wasser zu bugsieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Ehemaliger Marineschlepper in Richmond gesunken
(12.12.11) Am 11.12. wurden die US Coast Guard und das Department of Fish and Game alarmiert, nachdem der 205 Fuß lange Schlepper "Tiger", ein ausrangiertes ehemaliges Marineschiff, in Richmond sank. Die Coast Guard San Francisco stellte den Austritt schwarzer Flüssigkeit fest und rief die Global Diving and Salvage, die eine Ölsperre auslegte. Auch um Brook's Island, ein Naturrschutzgebiet südlich des inneren Hafens von Richmond wurde ein Ölschlängel ausgebracht. Global Diving and Salvage sollte die ausgelaufene Flüssigkeit skimmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm versenkte Traum vom Boot
(12.12.11) In der Nacht zum 9.12. wurde der 44 Fuß lange Kutter "Glimps" von stürmischer See so heftig gegen die Pier in Husøy geworfen, dass das Heck aufgerissen wurde und das Schiff sank. Der Skipper aus Svarstad hatte sie erst im vergangenen Herbst gekauft und dürfte ein Totalverlust sein. Ein Ölschlängel wurde vorsorglich ausgelegt. Das Wrack soll stückweise geräumt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Eigner kann Tankerbergung nicht zahlen
(12.12.11) Der Versorger "White Whale", der im Oktober vor Umm Al Quwain sank, kann von seinem Eigner nicht geborgen werden, weil dieser die Kosten nicht zu tragen vermag. Das Wrack liegt 35 Meilen vor der Küste, 25 Meilen östlich von Port Khalid in Sharjah in 35 Metern Tiefe. Eine Bergungsfirma will es nur dann heben, wenn der Eigner dies bezahlt. Nun wurden juristische Maßnahmen gegen den Schiffsbesitzer eingeleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



Besatzung gestrandeten Kutters vor Cork gerettet
(12.12.11) Drei Mann wurden vor der Küste von West- Cork am Nachmittag des 11.12. gerettet, nachdem ihr 32 Fuß langer Kutter "Janet Roberto" aus Union Hall nahe Clonakilty gegen 13.30 Uhr Mayday gefunkt hatte. Das Schiff hatte auf der Heimfahrt Maschinenausfall erlitten und war dann in schwerer See auf Felsen getrieben. Ein Coast Guard-Helikopter stieg in Shannon auf, aus lief das dortige RNLI-Boot aus. Doch bereits um 14.50 Uhr war als erstes Schiff der Kutter "Sally Pamela" vor Ort und brachte die aus einer Rettungsinsel aufgepickten Schiffbrüchigen nach Union Hall, unweit von Glandore. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm versenkte Traum vom Boot
(12.12.11) Vier der fünf Mann Besatzung des in Taiwan registrierten Kutters "Chen Fa Tasai" wurden am Morgen des 11.12. vor der Nordwestküste der Philippinen gerettet. Es handelte sich um den taiwanesischen Skipper, seinen Stellvertreter und zwei Indonesier. Sie wurden von einem anderen Kutter aus Taiwan gegen sieben Uhr gerettet, kurz bevor das Schiff sank. Es war gegen 23.50 Uhr des Vorabends von hohen Wellen vor Pangasinan getroffen worden und trieb stundenlang in der See. Ein weiterer Indonesier blieb vermisst, die Küstenwache suchte am Nachmittag noch nach ihm. Die übrigen Männer wurden nach Taiwan gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Strafe für ausbleibende Bergung
(12.12.11) Der Kühlfrachter "Emerald Reefer", 2989 BRZ (IMO-Nr.: 7637565), liegt weiterhin nahe des Shangri-La Villingili Island Resort auf Grund, wo er im November 2011 strandete. Die Eigner, denen eine 25-tägige Frist zur Bergung gesetzt wurde, ließen diese verstreichen, woraufhin sie nun mit einer täglich steigenden Strafe belegt werden sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



RNLI- Boot stundenlang für Kutter im Einsatz
(12.12.11) Das RNLI-Boot aus Skegness RNLI, die "Lincolnshire Poacher", wurde alarmiert, nachdem am Morgen des 11.12. der umgebaute Kutter "Sarah" um 00.36 Uhr Wassereinbruch 17 Meilen nordöstlich von Skegness erlitten hatte. Das Schiff hatte drei Mann Crew an Bord und war nach Wells unterwegs. Zwei Rettungsmänner wurden auf dem Havaristen abgesetzt, und während sie eine Lenzpumpe in Gang setzten, wurde die "Sarah" ins 30 Meilen entfernt gelegene Fosdyke eskortiert. Dann aber fiel das Ruder der "Sarah" aus, sodass sie in Schlepp genommen werden musste. Um7.45 Uhr wurde der Havarist nach einem mühevollen Ritt durch schwere See in der Fosdyke Marina festgemacht, und die Seenotretter kehrten nach Skegness zurück, wo sie um 9:30 Uhr eintrafen. Quelle: Tim Schwabedissen



Edro III sitzt auf (Bild: Robbie Rasa)   Großbild klick!
Kapitän hält sich an Bord der "Edro III"
(10.12.11) Der unter Sierra Leone-Flagge laufende Frachter "Edro III" liegt weiterhin auf Felsen vor Paphos, 15 Meter vom Strand entfernt, und hat Steuerbordschlagseite. Weiterhin waren Kapitän und 1. Ingenieur an Bord, der Rest der Crew wurde in einem Hotel in Limassol untergebracht. Niemand war zu Schaden gekommen. Die Polizei von Peyia bestätigte, dass stürmisches Wetter die Strandung verursacht hatte, vor Ort waren acht Beuafort Wind. Über eine Bergung des 83 Meter langen Schiffes war noch nichts bekannt. Quelle: Tim Schwabedissen



Waldhof bald Auriga
(10.12.11) Der deutsche Binnentanker "Waldhof", der am 13. Januar auf dem Rhein bei St. Goar gekentert war, liegt jetzt in einer Werft im niederländischen Heusden. Dort wird das schwer beschädigte Schiff umfassend repariert. Lange war es unklar gewesen, ob eine Reparatur der Schäden am Säuretanker überhaupt lohnenswert wäre. Beim Kentern waren das Ruderhaus abgerissen, die Maschine und der Rumpf des 110 Meter langen Schiffes schwer beschädigt worden. Die Reparatur der "Waldhof" dürfte weit mehr als eine Millionen Euro kosten. Wann das Schiff mit dem neuen Namen "Auriga" wieder in Fahrt geht, war noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker auf Amokfahrt in Hirtshals
(10.12.11) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Skledros", 10321 BRZ (IMO-Nr.: 9169782), riss sich im Orkan am 9.12. von seinem Liegeplatz im Osthafen von Hirtshals los und ging auf Drift. Da keine Crew an Bord war, konnte die Maschine auch nicht gestartet werden und die Versuche aller verfügbaren Schlepper und Rettungsboote unterstützen, ihn wieder unter Kontrolle zu bekommen. Das Schiff hatte mehrere Poller aus dem Kai gebrochen und dann einen Versorger eingeklemmt. Erst als der Wind abflaute, gelang es, den Tanker wieder festzumachen. Die "Skledros" war einer von zwei Tankern der zyprischen Reedere Ocean Tankers, die wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten der Eigner längere Zeit vor Skagen geankert hatten. Quelle: Tim Schwabedissen



Öllagerschiffe im Orkan losgerissen
(10.12.11) Zwei schwimmende Erdöllager wurden von dem über die Nordsee tobenden Orkan am 9.12. von ihren Moorings im Banff-Ölfeld 190 Kilometer östlich von Aberdeen losgerissen. Die "Petrojarl Banff" mit 4,400 Tonnen Rohöl an Bord, verlor die Spannung auf fünf ihrer 10 Anker und verdriftete 250 Meter. Die "Apollo Spirit" mit 96,300 Tonnen Öl löste sich von einem ihrer acht Anker, blieb aber stabil. Die "Petrojarl Banff" konnte 70 Meter von ihrer Ursprungsposition entfernt gesichert werden. Ein Ankerziehschlepper war vor Ort, vier weitere im Anmarsch. Alle 67 Mann an Bord der Schiffe wurden vollzählig gemustert. Die Ventile zu den Ölleitungen wurden dichtgesetzt. Die "Petrojarl Banff", 20800 tdw (IMO-Nr.: 9184330), wurde 1997 erbaut und läuft unter der Flagge der Isle of Man, die "Apollo Spirit", 126958 tdw (IMO-Nr.: 7390739), wurde 1983 erbaut und führt die Flagge Liberias. Quelle: Tim Schwabedissen



Kühlschiff im Sturm in Not
(10.12.11) Das russische Kühlschiff " West" funkte am 10.12. um 03.58 Uhr Notsignale auf Position 53 35 N 163 22 O - 195 Meilen nordöstlich von Petropavlovsk-Kamchatskiy, 130 Meilen südwestlich der Komandor-Inseln im Nordwest-Pazifik. Das Schiff hatte in stürmischer See wiederholten Ruderausfall, hielt sich aber bei Nordwestwind von bis zu 25 Metern pro Sekunde und sechs Meter hohem Seegang gegen die Wellen. Zwei Kutter und der Containerfrachter "ZIM Chicago" nahmen Kurs auf den Havaristen, zwei Bergungsschiffe verließen um fünf Uhr den Hafen von Petropavlovsk. Die "ZIM Chicago" wurde um 10 Uhr erwartet. , Die "West" war von Tilichiki nach Petropavlovsk unterwegs und hatte eine Crew von 10 Mann. Die "West", 242 tdw (IMO-Nr.: 8826723) wurde 1990 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruder von eingeflogenen Spezialisten repariert
(10.12.11) Technikern gelang die Reparatur des Ruders des unter Singapur-Flagge laufenden Frachters "Morning Cedar", der auf der Reise von Vancouver nach Japan durch ein Hydraulikleck manvörierunfähig geworden war und seit dem 5.12. in der westlichen Beringsee nördlich von Adak getrieben hatte. Weder der Besatzung noch der Coast Guard war eine Reparatur gelungen. Daraufhin ließ die Eukor Car Carrier Specialisten aus Norwegen und Washington einfliegen, die in der Nacht zum 10.12. abgewinscht wurden. Es gelang, das Ruder soweit herzurichten, dass der Frachter zu dauerhaften Reparaturen nach Dutch Harbor laufen kann, eskortiert vom Küstenwachboot "Sherman". Die Schiffe werden dort am 11.12. erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Havarierter Kutter nach New Bedford eingeschleppt
(10.12.11) Der in New Bedford beheimatete, 85 Fuß lange Kutter "Paul & Michelle" erlitt am 8.12. 26 Meilen südlich von Montauk Maschinenausfall und musste von dem 60 Meilen entfernten, 270 Fuß langen Küstenwachboot "Seneca" aus Boston auf den Haken genommen werden. Die Crew hatte die Coast Guard Long Island Sound um 2:30 Uhr um Assistenz gebeten, nachdem der Antrieb auf der Heimfahrt ausgefallen war. Der Schlepp erfolgte bei 25 Knoten Wind und bis zu acht Fuß hohen Wellen bis zu einer Position drei Meilen östlich von Block Island, R.I., wo das Bergungsschiff "Hunts Girls" aus Point Judith den Havaristen um 20.30 Uhr übernahm und nach New Bedford einbrachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Vale Beijing wird durch Svitzer geleichtert
(10.12.11) Der brasilianische Erzfrachter "Vale Beijing" soll möglicherweise nun nach Fortaleza zur Reparatur geschleppt werden. Hier kann er in klarerem Wasser verankert werden, wo Taucher die massiven Risse im Rumpf reparieren können. Die brasilianischen Behörden haben inzwischen Svitzer Salvage mit dem Leichtern des Bunkeröls beauftragt. Offenbar war die "Vale Beijing" anders konstruiert als die Vorgängerbauten auf anderen Werften, was möglicherweise Auswirkungen auf die Struktur hatte. Die STX Pan Ocean Co. will das Schiff reparieren und wieder in Dienst gehen lassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter verlor Container vor Helgoland
(10.12.11) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Eindhoven", 141716 BRZ (IMO-Nr.: 9456771), verlor am 9.12. vor Helgoland auf der Reise Rotterdam-Hamburg im Orkantief Friedhelm fünf Container. Die Ladung ging am Morgen über Bord. Es befand sich kein Gefahrgut in den Containern befunden. Die Schifffahrt in der Region wurde über die Gefahrensituation informiert. Das Gewässerschutzschiff "Neuwerk" und der Bergungsschlepper "Nordic" hielten nach dem Treibgut Ausschau. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Verlust von Kapitän evakuiert
(10.12.11) Sieben Mann der philippinischen Crew des leckgeschlagenen kambodschanischen Frachters "Ryu-Jin" wurde am 9.12. vor Südost-Taiwan gerettet. Gegen acht Uhr war der Kapitän 80 Meilen vor Taitung County über Bord gegangen. Von der Taitung Air Force Base stieg ein Helikopter auf, doch wegen des schlechten Wetters kam stattdessen ein Hubschrauber aus Chiayi. Er fand das Schiff gegen Mittag beschädigt vor und barg die Crew ab. Sie wurde zur Taitung Air Force geflogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack vor Port de Sóller behindert Schifffahrt
(10.12.11) Das im August 2010 in der Bucht von Port de Sóller gesunkenes Segelschiff "Don Pedro" bereitet Kopfzerbrechen. Es behindert die Sportschifffahrt, und der Mast des 15 Meter langen Wracks ragt noch aus dem Meer. Das Wrack liegt nur knapp unterhalb der Wasseroberfläche. Experten rechneten allerdings damit, dass das bereits reich bewachsene Holzschiff während der in den Wintermonaten oft rauen See auseinander brechen wird und dann keine Gefahr mehr darstellt. Die "Don Pedro" war nach einem Wassereinbruchs in der Bucht im Nordwesten von Mallorca, die nur einen engen Durchlass zum offenen Meer hat, untergegangen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kenterung vor China
(10.12.11) Am 9.12. gegen acht Uhr kenterte nahe Zhuhai, in Südchinas Guangdong-Provinz der chinesische Frachter "Yue Ducheng" im Tielu Golf. Drei Mann wurden von alarmierten Seenotrettern geborgen, einer vermisst. Das gekenterte Schiff wurde eingeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Erzfrachter vor San Fernando gestrandet
(10.12.11) Die philippinische Coast Guard in Nord-Luzon (PCG-NL) inspizierte am 7.12. den in Hongkong-registrierten Frachter "Aoli 6", 7988 BRZ (IMO-Nr.: 9546007), der am Vortag auf der Fahrt nach China um 18.30 Uhr 1,5 Meilen vor San Fernando mit 9,097 Tonnen Erz auf Grund gelaufen war. Der gesamte Rumpf liegt auf Sand-Fels-Grund auf, nur Ruder und Propeller waren frei. Die Malayan Salvage Company wurde zur Bergung gerufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Jetzt gleich mehrere aufeinmal ...
(Bild: Maritime New Zealand)   Großbild klick!
Containerbergung von der "Rena" geht mit größerer Barge weiter
(08.12.11) Am Nachmittag des 9.12. begann die Kranbarge "Smit Borneo" mit dem Abbergen von Containern von der "Rena". Dabei gelang es, gleich mehrere miteinander verlaschte Container am Stück vom Deck des Frachters zu heben.
Die 110 Meter lange Kranbarge war am Morgen des 8.12. nach Wetterberuhigung aus Tauranga ausgelaufen und dann an der Backbordseite der "Rena" mit vier massiven Ankern und 800 Metern ausgesteckter Kette vermoort worden. Sie positionierte sich 300 Meter von dem Frachter entfernt und konnte dann durch Einsatz der Ankerwinschen von ihm hin oder von ihm weg gezogen werden, um Container in den unterschiedlichen Bereichen zu erreichen.
Nach einem Test der Kräne und Systeme ging es zunächst mit dem Leichtern von leeren Containern los. Danach sollte es an die schwierigeren Fälle gehen. Die bislang eingesetzte Barge "Sea Tow 60" wird von nun an als Shuttle nach Tauranga fungieren, um die geborgenen Container dort anzulanden. Die Berger haben unterdessen auch in Korridoren unter Deck der "Rena" Leckpatschen angebracht, um beschädigte Bereiche abzutrennen. Unterhalb des Hauptdecks sollten so eine Reihe von Lufttaschen geschaffen und der Auftrieb des Schiffes damit erhöht werden.
Drei große Stahlpatschen, die in Tauranga hergestellt worden waren und jeweils 700 Kilogramm wiegen, wurden an der Backbordseite der "Rena" unter Deck festgeschweißt. Der Wind kam momentan aus Nordost mit 10 Knoten und einer Wellenhöhe von einem bis 1,5 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Polizeiboot dürfte konstruktiver Totalverlust sein
(09.12.11) Das Karlsruher Polizeiboot "WSP 5", das am 28.11um 18.40 Uhr bei Dunkelheit und dichtem Nebel bei Rheinkilometer 356,8 in der Nähe des Strandbads Rappenwört in Karlsruhe mit einem Binnentanker kollidiert und gesunken war, dürfte ein Totalverlust sein. Der Anker des Tankers hatte das Polizeiboot in Höhe der Wasserlinie auf 3,90 Metern Länge aufgerissen, so dass es durch den dadurch hervorgerufenen starken Wassereinbruch schnell sank. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte das rheinaufwärts fahrende Tankschiff wegen des Niedrigwassers per Funk eine Steuerbord-Steuerbord-Passage verlangt. Dennoch geriet das Polizeiboot aus bisher ungeklärter Ursache auf die Backbordseite des Tankers. Ein technischer Fehler scheidet als Unfallursache aus. An beiden Schiffen konnten keine Mängel festgestellt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Reparaturteam aus der Luft auf treibendem Frachter abgesetzt
(09.12.11) Die US Coast Guard hat drei Techniker auf dem seit Tagen mit einer Ladung Schnittholz vor den Aleuten treibenden, 650 Fuß langen Frachter "Morning Cedar" geflogen. Der Reeder hatte die Spezialisten für Rudersysteme engagiert, und ein Coast Guard Kodiak MH-60 Jayhawk Helikopter aus Kodiak transportierte sie am 8.12. zu dem vollbeladenen Frachter, der seit seinem durch ein Hydraulikleck hervorgerufenen Ruderschaden am 5.12. mit einer Crew von 23 Mann derzeit 17 Meilen vor Bobrof Island auf Drift ist. Auch eine HC 130 Hercules stieg in Kodiak auf zu einem Überwachungsflug. Quelle: Tim Schwabedissen



Leonora Christina erlitt Seeschlagschäden
(09.12.11) Am 8.12. musste die dänische Schnellfähre "Leonora Christina", 10371 BRZ (IMO-Nr.: ), zum wiederholten Mal aus dem Fährdienst Ystad-Rönne genommen werden. Seegang hatte zu Schäden am Rumpf des Backbord-Vorschiffes geführt, wo Stahlplatten verformt und eingedrückt wurden. Die Fähre "Povl Anker" wurde als Ersatz gerufen. Seit der Indienststellung vor einem runden halben Jahr ist es immer wieder zu technischen Pannen mit dem Doppelrumpfschiff gekommen, das eigentlich zu weniger Ausfällen als zuvor mit der anfälligen "Villum Clausen" hatte beitragen sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Küstenwachschiff muss nach Strandung auf der Suche nach geheimnisvollen Lichtern ins Trockendock
(09.12.11) Das norwegische Küstenwachschiff "Barentshav", 4025 BRZ (IMO-Nr.: 9389356), wurde nach seiner Strandung im Laufe des 8.12. am Kai in Harstad gründlich untersucht. Dazu lag das Rettungsboot "Skomvær III" an Backbord längsseits, von dem aus Taucher abstiegen und das Unterwasserschiff unter die Lupe nahmen. Sie fanden ein Leck in einem Ballastwassertanks sowie weitere Schäden am Rumpf. Auch Vertreter der norwegischen Seefahrtsbehörden und von Veritas waren an Bord. Nachdem die Untersuchungen abgeschlossen waren, war klar, dass das Küstenwachschiff zur Reparatur gedockt werden muss. Es nahm daraufhin mit eigener Kraft Kurs auf Svolvær, wo es ins Trockendock gehen soll. Wie lange das Schiff ausfallen wird, war noch unklar. Es war vor Andenes auf Felsen gelaufen, als es merkwürdigen Lichtern nachspüren sollte, bei denen es sich, wie sich dann herausstelle, um LEDs handelte, die Fischern den Weg zu ihren Farmen weisen sollten. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter sank nach Kollision im Golf von Biscaya - Crew unbeschadet gerettet
(09.12.11) Der unter Bahamas-Flagge laufende Tanker "Afrodite", 30053 BRZ (IMO-Nr.: 9292620) kollidierte am 9.12. um 3.30 Uhr auf der Fahrt von Amsterdam nach Lome rund 240 Kilometer westsüdwestlich von Land's End im Golf von Biscaya mit dem unter der Flagge der Dominikanische Republik registrierten Frachter "Florece", 1960 BRZ (IMO-Nr.: 8906353), der mit einer Ladung Kleie von Plymouth nach Ghazaouet unterwegs war. Der Frachter begann rasch zu sinken, und die siebenköpfige Crew ging in die Rettungsinseln. Der Chemikalientanker war nur geringfügig beschädigt. Es gelang ihm jedoch wegen starken Seegangs nicht, das eigene schnelle Rettungsboot auszusetzen und den in der See treibenden Schiffbrüchigen aus Russland, Polen und der Ukraine zu Hilfe zu kommen. Die Falmouth Coastguard wurde durch das EPIRB-Signal der "Florece" alarmiert und nahm Kontakt mit dem in unmittelbarer Nähe der Position georteten Tanker auf, nur um zu erfahren, dass dieser der Auslöser des Signals war. In einem Sammelruf wurden nun in der Nähe befindliche Handelsschiffe zur Hilfe aufgerufen, und der amerikanische Containerfrachter "Ocean Titan" (IMO-Nr.: 9213947), der tags zuvor in die Straße von Dover eingelaufen war, meldete sich ebenso wie die "Maersk Kampala". Die "Ocean Titan" konnte die Crew der "Florece" letztlich unbeschadet an Bord nehmen. Sie brauchte keine medizinische Betreuung und wurde nun nach Portugal gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachtercrew vor Zypern von britischem Hubschrauber gerettet
(09.12.11) Der 83 Meter lange Frachter "Edro III", 2345 tdw, lag am 8.12. weiterhin in der Brandung vor dem Strand von Peyia auf Zypern. Das Schiff war nach dem Auslaufen von Limassol nach Rhodos mit einer Ladung Pflasterbrettern erst in schwere See und nach Kollision mit einem Felsen außer Kontrolle geraten. Er strandete schließlich in der Korallenbucht bei Paphos. Sieben Mann der Crew bestehend aus sieben Albanern und zwei Ägyptern wurden auf die Notrufe des Schiffes hin von einem Hubschrauber einer britischen Militärbasis nahe Limassol abgeborgen, der Kapitän und der Chefingenieur blieben vorerst an Bord. Ihre Lage wurde dort vorerst als sicher eingeschätzt. Im Falle einer Bergung sollte der Frachter nach Limassol zurück gebracht werden. Die "Edro III" (IMO-Nr.: 6613316) wurde 1966 erbaut und führt die Flagge von Sierra Leone. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgedienter Frachter in Hammerfest gesunken
(09.12.11) Seit 2006 lag das ausrangierte Kümo "Skogsnes" am Kai in Rypefjord und sollte eigentlich schon längst von dort entfernt worden sein. Doch dies ist nun erheblich komplizierter, da das Schiff am 8.12. an seinem Liegeplatz in Hammerfest sank und nur noch das Ruderhaus teilweise aus dem Wasser lag. Vorsorglich wurde eine Ölsperre ausgebracht, doch bislang wurde kein Austritt von Öl oder Diesel beobachtet. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff sollte in Kleinreifling versenkt werden
(09.12.11) In der Nacht zum 8.12. versuchten bislang unbekannte Täter, ein für Ausflugsfahrten zu einem Wikingerschiff umgerüstetes Fahrgastschiff zu versenken, das in Kleinreifling in der Gemeinde Weyer im Bezirk Steyr-Land lag. Dank des rechtzeitigen Eingreifens der Feuerwehr konnte der Untergang des Schiffes in letzter Minute verhindert werden. Die Täter hatten sechs Dichtungsschrauben im Heckbereich abgeschraubt, wodurch es zu einem Wassereinbruch kam. Am späten Vormittag des 8.12. bemerkten die Eigner zufällig, dass ihr Schiff bereits über die Hälfte geflutet war. Die sofort alarmierte Feuerwehr konnte das Wasser abpumpen. Anschließend dichtete der Besitzer die Wassereintritte wieder ab. Der Sachschaden war aber erheblich. Quelle: Tim Schwabedissen



Künstliches Riff für Collier County gesucht
(09.12.11) Nachdem die Pläne, die Fregatte USS "George Philip" vor Collier County als künstliches Riff zu versenken, scheiterten, werden nun andere Optionen geprüft. Im vergangenen Jahr war die U.S. Navy gefragt worden, ob sie das 455 Fuß lange Schiff für eine Versenkung 30 Meilen westlich von Marco Island spenden würde. Doch die Marine entschied, das Schiff stattdessen abzuwracken. Doch nun haben Taucher und Fischer aus Naples zwei andere Schiffe, die an einer Marinewerft in Philadephia liegen, ins Auge gefasst, USS "Hawes" und USS "Doyle", bei denen es sich um eingemottete Schwesterschiffe der "George Philip" handelt. Eines von ihnen könnte 2012 zum Riff vor Collier County werden. Es würde zur Reinigung und Ausschlachtung nach Tampa geschleppt werden. Dies würde nur rund 120,000 Dollar kosten. Die Verschleppung der USS "George Philip" aus Washington hätte zwei Millionen Dollar erfordert. Die Umweltexperten von Pamela Keyes sind an der Akquise beteiligt. Dies könnte rund neun Monate dauern. Anfang 2012 wird auf einen positiven Vorbescheid gehofft, und binnen eineinhalb Jahren könnte das Wrack auf Grund liegen. Der damit verbundene Tauchtourismus würde die Wirtschaft vor Ort beleben und zu einer Stärkung von Gastronomie, Hotels und Tauchshops führen. Quelle: Tim Schwabedissen



Große-Seen-Frachter auf St. Joseph River wegen ausgebliebener Ausbaggerung gestrandet
(09.12.11) Der Selbstentlader "Manitowac", 9640 BRZ (IMO-Nr.: 7366398) ist am 6.12. mit einer Ladung von 12,500 Tonnen Kalkstein auf dem St. Joseph River auf Grund gelaufen und konnte deshalb seine Ladung nicht abliefern. Das Schiff konnte sich selbst befreien und seine Reise nach einer Inspektion durch die Coast Guard fortsetzen. Viele kleinere Häfen auf den Great Lakes müssten aber, wie die Havarie aufzeigte, wegen Verschlickung ausgebaggert werden. Die "Manitowoc " war auf dem Weg nach Dock 63 auf Marina Island, als sie auf dem Lake Michigan vor den Zwillingspiers festkam. Sie benötigte am Bug 18,6 und am Heck 18,9 Fuß Wassertiefe zum Navigieren. Die Probleme begannen rund 500 Fuß von den Molenköpfen entfernt, wo nur 18 Fuß gemessen wurden. Empfohlen sind 21 Fuß. Im November hatte die St. Joseph River Harbor Authority bereits das Ende des Umschlagsgebietes in den Twin Cities prophezeit, wenn nicht der Staat der Verpflichtung zum Ausbaggern nachkäme. Das Army Corps of Engineers soll nun den Grund untersuchen, sobald es das Wetter zulässt, damit klar ist, was für Schiffe noch einlaufen können. Der starke Nordwestwind in diesem Herbst könnte den Hafen zugespült haben. An den Docks wird Kalkstein, Zement, Sand und Salz umgeschlagen, das beim Bau von Häusern und Straßen Verwendung findet. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffsfriedhof in Baku Bucht aufgeräumt
(09.12.11) Über 60 Wracks ganz oder teilweise gesunkener Schiffe wurden in den vergangenen Monaten in der Baku Bay durch die staatliche Ölfirma SOCAR, das Ministry of Emergency Situations und die Caspian Shipping Company geräumt. Sie stellten eine Gefährdung für die Schifffahrt und die Umwelt dar. Die Marinewerft, die Marinedocks und die Allahverdiyev Reparaturwerft wurden aus der Baku Bay weg umgesetzt. Wenn die Paris Commune Ship Repair Yard in Bayil abgewrackt ist, soll die Promenade an der Seefront westwärts bis zum National Flag Square erweitert werden. Das Kabinett hatte die Arbeiten am 10.8.2011 dekretiert. Nach dem Beginn der Arbeiten ist die Verschmutzung in der Bucht erheblich zurück gegangen. Die "Bulvar 1" ist derzeit dabei, Öl und Abfall von der Wasseroberfläche zu beseitigen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in St. Helena ausgebrannt
(09.12.11) Im St. Helena Sound ist am Morgen des 8.12. der 59 Fuß lange Garnelenkutter "Four Girls" aus Lowcountry in Brand geraten. Feuerwehr des Lady's Island-St. Helena Fire District wurden gegen neun Uhr zu dem Dock am Gay Fish Co. vor dem Sea Island Parkway gerufen, nachdem das Feuer bei Schweißarbeiten ausgebrochen war. Versuche des Eigners, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu ersticken, schlugen fehl, das Feuer breitete sich nur noch weiter aus. Auch die Hilfe anderer Kutter kam zu spät. Als die Feuerwehr eintraf, stand die vordere Schiffshälfte vollständig in Flammen. Es hatte sich auch unter Deck ausgebreitet, sodass die Einsatzkräfte das Oberdeck des Kutters räumen mussten und die Brandbekämpfung von Land aus fortsetzen. Noch Stunde nach Ersticken des offenen Feuers glühte der Rumpf der "Four Girls". Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in drei Meter hohen Wellen geborgen - verletztes Crewmitglied evakuiert
(09.12.11) Der 125-Tonnen-Kutter "George Lauren" lief am Morgen des 7.12. vor Whitehaven auf Grund. Ein Besatzungsmitglied wurde verletzt, und das 47-Fuß-RNLI Boot aus Workington um 7.40 Uhr von der Coastguard alarmiert. Bei 70 Meilen Wind bahnte es sich den Weg durch die aufgewühlte See und war gegen acht Uhr vor Ort. Die "George Lauren" wurde zu dieser Zeit von drei Meter hohen Wellen gegen die Nordpier geworfen, und es war unmöglich, unter diesen Umständen den Verletzten zu übergeben. So musste zunächst der 25 Meter lange Kutter in freies Wasser gezogen werden, und mit erheblichen Mühen gelang es, ihn dann in den Binnenhafen zu schleppen. Nachdem er dort gesichert war, barg das RNLI-Boot den Verletzten ab und brachte ihn an Land, wo bereits ein Krankenwagen wartete. Gegen neun Uhr war der Einsatz beendet, und der Fischer wurde ins West Cumberland Hospital gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Tod zweier Fischer durch schlechten Schiffszustand und mangelhafte Rettungsmittel verursacht
(09.12.11) Der Tod eines Fischers am 28.7.2004 vor Nordschottland hätte vermieden werden können, ergab jetzt eine Untersuchung. Die "Kathryn Jane" war seinerzeit knapp fünf Meilen vor der Westküste von Skye auf 124 Metern Wassertiefe gesunken. Erst nach Tagen spürten Retter das Wrack auf. Einen Monat später trieb die Leiche des Skippers an der Küste von Lochmaddy in North Uist an. Der Decksmann wurde nie gefunden. Beide könnten noch leben, wenn mehr Sicherheitsmaßnahmen ergriffen worden wäre. Die "Kathryn Jane" war in schlechtem Zustand und hatte mehrere Löcher im Rumpf, als sie zu ihrer letzten Fahrt aus Mallaig auslief. Sie war unsicher und nicht seetüchtig. Dennoch hätten die Männer vielleicht eine Chance gehabt, hätten sie Rettungswesten gehabt und wäre ein EPIRB an Bord gewesen. Wahrscheinlich hatte sich das Fanggeschirr am Grund verhakt, und dann geriet das Oberdeck unter Wasser. Zwar hatte der Kutter ein Rettungsboot gehabt, doch auch dieses wurde nie gefunden und hat möglicherweise den Dienst versagt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Vale Beijing" im Schlepp (Bild: Biaman Prado)   Großbild klick!
"Vale Beijing" hat nun 30 Meter Wasser unterm Kiel
(08.12.11) Am 7.12. gegen 10 Uhr bugsierte ein halbes Dutzend Schlepper den gigantischen Erzfrachter "Vale Beijing" von seinem Liegeplatz in Sao Luis zu einem Ankerplatz sieben Meilen vor dem Hafen. Hier ist eine sichere Wassertiefe von 30 Metern.
Nach dem Wassereinbruch in zwei Ballasttanks hatte sich das Achterschiff am Verladeplatz abgesenkt und drohte bei nur einem Meter verbliebener Wassertiefe aufzusetzen, wodurch nicht nur der Liegeplatz blockiert gewesen wäre, sondern auch ein Auseinanderbrechen des Schiffes befürchtet wurde durch die ungleiche Belastung des Rumpfes. Wasser wurde unablässig aus dem Schiffsinnern abgepumpt. Ein Team von acht Technikern machte sich von der Bauwerft STX Pan Ocean in Südkorea auf den Weg zu dem Havaristen, ein Ingenieur war bereits vor Ort, um eine Lageeinschätzung vorzubereiten.
Eine Lösung war bislang nicht in Sicht, und die Lage wurde weiterhin als sehr ernst eingeschätzt. Warum es zu den Schäden am Rumpf kam, wird eine Untersuchung zu klären haben. Mögliche Faktoren sind falsche Beladung, Materialschwäche oder Konstruktionsfehler beim Bau. Quelle: Tim Schwabedissen



Maschine kaputt - Frachter im Golf von Biscaya auf den Haken genommen
(08.12.11) Der holländische Containerfrachter "Elite", 11662 BRZ (IMO-Nr.: 9315018), erlitt am 6.12. auf der Fahrt von Casablanca nach Antwerpen im Golf von Biscaya Maschinenausfall. Da die Crew den Schaden nicht reparieren konnte, wurde ein Schlepper gerufen, der das Schiff nach Frankreich ziehen sollte, wo es den Schaden zu reparieren galt. Dies könnte bis zum 12.12. dauern. Der Frachter hat eine Tragfähigkeit von 13682 Tonnen, wurde 2005 erbaut und hat als Manager das JR Ship Management BV. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrt nach Rhodos endete vor Zypern
(08.12.11) Der unter Sierra Leone-Flagged laufende Frachter "Edro III", 2517 BRZ (IMO-Nr.: 6613316), ist vor den Sea Caves an der zyprischen Küste kurz nach dem Verlassen des Hafens von Limassol gen Rhodos am 7.12. gegen 17 Uhr auf Grund gelaufen. Die Anker konnten das Schiff nicht halten, das auf felsigem Grund direkt vor dem Strand aufsaß. Die "Edro III" hat eine Tragfähigkeit von 2345 Tonnen und wurde 1966 bei der Kaldnes Mekaniske Verkested im norwegischen Tonsberg erbaut, Manager ist die Edroh Shipping im albanischen Vlore. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot bei Finnøya von Felsen abgeborgen
(08.12.11) Bei Finnøya ist am 7.12. der dort gestrandete Kabinenkreuzer "Leon Tina" abgebracht und zur Basis der Berger von der DK Maritime in Harøysund gebracht worden. Das Boot war in der Nacht zum 3.12. mit sechs Männern aus Midsund an Bord auf eine Insel gelaufen. Zwei von ihnen erlitten Bruchverletzungen beim Aufprall, während die übrigen noch zu der Weihnachtsfeier in den Finnøy Sjøhus, zu der sie unterwegs gewesen waren, kamen. Das Rettungsboot "Mærsk" kam während des Wochenendes nicht an den Havaristen heran, doch die Firma DK Maritime AS aus Harøysund, die von der Gjensidige Versicherung damit beauftragt worden war, rückte mit der Flut am 7.12. gegen neun Uhr samt dem Bergungsschiff "Rambo" an. Bei Niedrigwasser waren die Leckagen im Rumpf bereits abgedichtet worden. Mit Rundhölzern wurde dann der Havarist von den Felsen gerollt. Ein Boot zog die "Rambo" samt dem Motorboot der Sealine F33-Klasse in tieferes Wasser. Das Boot wurde mit Lenzpumpen derweil schwimmfähig gehalten. Es wurde schließlich um 17.45 Uhr an den Haken der "Rambo" angeschlagen und auf deren Deck gehoben. Huckepack ging es dann nach Harøysund. Gegen 22 Uhr war der Hafen erreicht. Quelle: Tim Schwabedissen



Pumpe demontiert - Binnenschiff drohte zu sinken
(08.12.11) Das deutsche Binnenschiff "Gloria", 1299 ts (ENI-Nr.: 02008315), erlitt am Abend des 6.12. auf dem Mittelland-Kanal an der Verladestelle in Haldensleben im Börde-Landkreis auf dem Weg nach Rieme in Belgien Wassereinbruch. Das Schiff war gerade mit 1289 Tonnen Zementklinkern beladen worden. Doch kurz vorm Ablegen entwickelte es leichte Schlagseite. Der polnische Kapitän fand den Maschinenraum bauchnabelhoch mit Wasser-Öl-Gemisch gefüllt vor. Gegen 21.15 Uhr wurde die Haldenslebener Feuerwehr alarmiert und war mit 16 Mann im Einsatz. Eigentlich hatte wegen des Öls im Wasser erst das Eintreffen von Vertretern des Umweltamtes abgewartet werden sollen, doch dann musste bereits vorher mit dem Lenzen begonnen werden, weil das Schiff akut vom Sinken bedroht war. Da die Feuerwehrfahrzeuge nicht bis an den Frachter heranfahren konnten, mussten die Pumpen an Bord getragen werden. Die Feuerwehr wurde aus Wolmirstedt und Glindenberg verstärkt, die eine Ölsperre auslegten. Bis 1.30 Uhr nachts waren die Feuerwehrmänner im Einsatz. Durch den Wassereinbruch war die Maschine nicht mehr einsatzbereit, deswegen mussten die Klinker wieder gelöscht und werden und dann die "Gloria" in eine Werft gehen. Sie wurde einstweilen von der längsseits gegangenen "Nawatrans IX" stabilisiert. Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Haldensleben ergaben, dass im Maschinenraum die Pumpe an der Ballastwasserleitung demontiert und die offene Leitung nicht wieder abgedichtet worden war. Dadurch konnte das Wasser in den Maschinenraum eindringen, nachdem eine Öffnung der Wasserleitung durch das Beladen unter Wasser geraten war. Wer für den Eingriff verantwortlich war, musste noch untersucht werden. Das Schiff war erst kurz vor der Havarie in einer Werft gewesen. Weil eine geringe Menge Öls in den Mittelland-Kanal lief, wurde von Amts wegen eine Strafanzeige wegen Gewässerverunreinigung gefertigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Rätselhafte Lichter führten Küstenwachschiff in die Irre
(08.12.11) Das norwegische Küstenwachschiff "Barentshav", 4025 BRZ (IMO-Nr.: 9389356), lief am 7.12. gegen 17.20 Uhr im Andfjord auf Grund. Es hatte vor Andenes rätselhafte Lichter untersuchen sollen. Wie sich herausstellte, handelte es sich um von Fischern zur Orientierung ausgesetzte Leuchten. Nach der Strandung wurden der Versorger "Crusader" und das Rettungsboot "Skomvær III" alarmiert, auch das Patroullienboot "Heimdal" machte sich auf den Weg zur Unglücksstelle und wurde gegen 20.30 Uhr erwartet. Doch bereits gegen 20 Uhr, drei Stunden vor Hochwasser, gelang es der "Crusader" bei ruhiger See, die "Barentshav" von den Felsen wieder herunter zu ziehen. Sie wurde dann in südlicher Richtung zu einem geschützten Ankerplatz im Andfjord gezogen, wo Taucher der "Skomvær III" den Rumpf unter die Lupe nehmen sollten. Quelle: Tim Schwabedissen



Undichte Toilette drohte Motorboot zu versenken
(08.12.11) Die Feuerwehr Rünthe kam mit ihrem Einsatzboot am Morgen des 7.12. dem Motorboot "Tony" in der Marina Rünthe zu Hilfe, das dort unterzugehen drohte. Ursache war vermutlich eine defekte Dichtung im Toilettenbereich gewesen, durch die Wasser eingedrungen war. Der aufmerksamen Besatzung eines Fahrschulbootes war aufgefallen, dass die "Tony" tiefer lag und Schlagseite hatte. Sofort wurde der Hafenmeister informiert, der die Wehr in Rünthe alarmierte. Die Feuerwehrleute lenzten das eingedrungene Wasser, wobei die Rettungsaktion durch stürmisches Gewitterwetter verkompliziert wurde. Die Starkwindböen verhinderten, dass das Boot zur Krananlage des Hafenmeisters geschleppt werden konnte, denn die "Tony" wurde immer wieder gegen die Steganlage gedrückt. Die Rünther Feuerwehrleute zog das Boot daraufhin in Lee des Stegs, um es dort zu stabilisieren. Inzwischen war auch der Eigner erschienen, der die weitere Sicherung seines Boots mit Unterstützung des Hafenmeisters übernahm. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Brückenstörung auf Grund gelaufen
(07.12.11) In der Nacht zum 8.12. ist um kurz nach Mitternacht ein 100 Meter langes und 16 Meter langes Schiff auf der Außenmaas auf Höhe der Voornse-Schleuse auf Grund gelaufen. Schlepper befreiten den Havaristen gegen 00.30 Uhr und schleppten ihn nach Botlek. Es war von Rotterdam nach Moerdijk unterwegs gewesen, als an der Spijkenisser Brücke eine Störung auftrat. Darum wählte der Kapitän eine andere Route, kam daraufhin aber im Schlick fest. Die Störung an der Brücke wurde mittlerweile behoben. Quelle: Tim Schwabedissen



"Superspeed 1" nach vorläufigen Reparaturen wieder in Fahrt
(08.12.11) Am 8.12. um acht Uhr lief die norwegische Schnellfähre "Superspeed 1" erstmals wieder von Kristiansand nach Hirtshals aus. Die eingeschlagene Scheibe war durch ein Aluminiumblech dichtgesetzt, doch es gilt nun zu prüfen, ob alle spezialverstärkten Scheiben ausgetauscht werden müssen. Auch das Kontrollpult an Backbord ist weiterhin außer Betrieb, da erst die Ersatzteile vorhanden sein müssen, es zu reparieren. Doch diese Arbeiten können während des laufenden Fährbetriebes ausgeführt werden. Es gibt noch zwei weitere Kontrollpulte für die Maschine im Ruderhaus. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung Schwimmdock (Bild: Wagenborg)   Großbild klick!
Schwimmdock in Sluiskil durch zwei Bergungsfirmen schwimmfähig gemacht
(07.12.11) Die Berger von der Wagenborg Towage (Delfzijl) und DUC Diving (Urk) haben in Sluiskil ein nach einem technischen Defekt gesunkenes Schwimmdock geborgen. Bereits im November hatten sie bei der Bergung des Binnenschiffes "Jonas", das in Amsterdam gesunken war, zusammen gearbeitet. Nun gelang es ihnen, das Dock, das 96 Meter lang und 16,5 Meter breit war, aus einer Wassertiefe von neun Metern zu heben. Es hatte zwei Lecks von 6 x 2 Metern und weitere Leckagen davongetragen, zu deren Abdichtung das Taucherschiff "Ram" der DUC Diving geholt wurde. Ein von Wagenborg und DUC Diving zusammengestelltes Bergungsteam von 12 Personen, davon fünf Tauchern, hat die Löcher mit Stahlplatten geflickt. Nachdem der Körper verstärkt worden war, wurde er mithilfe mehrerer Lenzpumpen am 5.12. wieder schwimmfähig gemacht. Allerdings soll das Dock wegen schwerer Schäden nun nur noch verschrottet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Große Sorge um sehr großen Erzfrachter
(07.12.11) Die Sorge um den Chinamax-Erzfrachter "Vale Beijing" ist gewachsen, dass das Schiff vor Ponta da Madeira sinken könnte. Am 6.12. wurde der Riesenfrachter von Schleppern samt seiner Ladung von 381,300 Tonnen Eisenerz aus dem Verladehafen bugsiert. Danach konnte immerhin der Umschlagbetrieb in den Erzhafen sich normalisieren, über den 10 % des weltweiten Erzbedarfs verschifft werden. Die 53 Millionen Dollar werte Ladung war für Rotterdam bestimmt.
Die Ursache des Wassereinbruches in zwei Ballasttanks war weiterhin unklar, ebenso, wie es weiter gehen könnte. Denn in dem brasilianischen Hafen besteht weder eine Möglichkeit, die Fracht wieder aus den Laderäumen zu holen, noch gibt es hier Werftkapazität. Weltweit gibt es auch kaum Bergungskapazität für ein Schiff dieser Größe. Die Manager STX Pan Ocean sagten, ein Untergang wäre ein Worst-Case-Szenario, aber sie glaubten nicht, dass die Lage so ernst sei. Ernst ist in jedem Fall der Umstand, dass das brandneue Schiff aus unbekannter Ursache überhaupt Wassereinbruch erlitt.
Da es keine Hinweise auf eine Havarie wie eine Kollision ist, liegt die Vermutung nahe, es könnte sich um einen Konstruktionsfehler dieses ersten einer Serie von VLOCs - Very larg Ore-Carriers - handeln, von denen jeder 110 Millionen Dollar kostet und die von der STX Offshore & Shipbuilding, die zur STX Group gehört, erbaut werden. Der glücklosen " Vale Beijing" war zuvor bereits das Einlaufen in Chinas Häfen verweigert worden. Am 2.12. um 9.28 Uhr hatte sie an Pier 1 in Ponta da Madeira festgemacht.
Am 6.12. hätte sie mit 384300 Tonnen Erz im Bauch wieder loswerfen sollen. Immerhin ist eine Wiederholung des Falles der "Trade Deiring" nun abgewendet. Dieser Erzfrachter war im November 1994 dort beim Beladen in zwei Teile gebrochen und hatte sechs Wochen lang die Verladestelle blockiert, bis die beiden Hälften schwimmfähig gemacht waren und dann vor der Küste Brasiliens versenkt wurden.
Die "Vale Beijing" (IMO-Nr.: 9575448) hat eine Tragfähigkeit von 404389 Tonnen und führt die Flagge der Marshall Islands. Quelle: Tim Schwabedissen



"Tyumen 2" mit neuer Brücke wieder unterwegs
(07.12.11) Nach umfangreichen Reparaturen der Schäden, die er im April bei der Kollision mit der "OOCL Finland" im Nord-Ostsee-Kanal davontrug, hat der russische Frachter "Tyumen 2", 3086 BRZ (IMO-Nr.: 8727848), am Nachmittag des 5.12. den Hafen von Glückstadt wieder verlassen, ausgestattet mit einem komplett neuen Ruderhaus. Das alte war von dem Kollisionsgegner abgerissen worden, wobei Lotse und Kanalsteurer ums Leben gekommen waren. Am frühen Morgen des 6.12. machte der Frachter am Bominflot-Kai in Kiel fest, wo abschließende Taucheruntersuchungen am Unterwasserschiff vorgenommen werden. Gegen 18 Uhr warf der Frachter wieder los und machte sich auf den Weg nach Kaliningrad, wo letzte Arbeiten erledigt werden müssen, ehe das Schiff wieder in Fahrt geht. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter trieb manövrierunfähig im Bosporus
(07.12.11) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Rochester Castle", 27552 BRZ (IMO-Nr.: 9137430), musste am 6.12. gegen 11.05 Uhr vor Istinye im Bosporus nach Maschinenausfall notankern. Die Rettungsboote "Kurtarma 3", "Kurtarma 9", "Kurtarma 5" und der Schlepper "Kiyem 1" wurden von der Verkehrszentrale zur Assistenz geschickt, um das Schiff vor einer Strandung zu bewahren. Gegen 13 Uhr war das Schiff gesichert. Der Verkehr im Bosporus musste bis 13.55 Uhr gesperrt werden. Die "Rochester Castle" war mit einer Ladung von 44000 Tonnen Weizen aus Dschibuti gekommen und hatte eine Crew von 21 Mann. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegischer Kutter auf Grund gelaufen
(07.12.11) Am 7.12. um 00.30 lief ein 50 Fuß langer Kutter vor Namdal auf Grund und schlug leck. An Bord waren zwei Mann aus Maloy. Das Schiff war aus Rørvik gekommen und auf Südkurs nach More gewesen. Nach einiger Suche konnte es bei Sandvikberget von einem Rettungsboot lokalisiert werden. Es gelang, das Wasser auszupumpen und das Schiff nach Sandviberget zu bringen. . Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkenes Landungsboot nach über zwei Jahren geborgen
(07.12.11) Das 117 Fuß lange amerikanische Landungsboot "Sound Developer" wurde am 2.12. in Cordova von der Global Diving and Salvage geborgen und anschließend nordwärts zum Ocean Dock Yard geschleppt. Hier soll das Öl von Bord und das Schiff entsorgt werden. Die Global Diving and Salvage hatte vier je fünf Tonnen schwere Pontons sowie zwei 22-Tonnen-Pontons und 26 Neun-Tonnen-Hebesäcke eingesetzt, um das Schiff nach über zwei Jahren auf dem Hafengrund wieder an die Wasseroberfläche zu bekommen. Seit seinem Untergang hatte das Schiff Öl verloren, und deswegen haben Coast Guard, die City of Cordova und das Alaska Department of Conservation die Beseitigung des Wracks veranlasst. Die Vorbereitungen zur Hebung begannen im November. Das Landungsboot war 2003 außer Dienst gestellt und dann sich selbst überlassen worden, bis es im August 2009 sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Tankerkapitän rammte Schiff in Rotterdam
(07.12.11) Ein Binnentanker ist am 2.12. gegen Mittag im 1.Petroleumhafen in Rotterdam gegen einen dort bereits vertäuten Tanker gefahren. Der Kapitän stand, wie die Seehafenpolizei feststellte, unter dem Einfluss von Alkohol. Der am Kai liegende Tanker erlitt Schäden am Rumpf. Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaran schleppte Yacht frei
(07.12.11) Etwa 400 Yards vor Fort DeRussy geriet am 5.12. um 18:40 Uhr die Yacht "Bolo Bolo" in Seenot. Die zweiköpfige Crew feuerte Notraketen, woraufhin zwei 25-Fuß-Boote des Marine Safety and Security Team Honolulu ausliefen sowie ein Boot des Honolulu Fire Department. Auch der Katamaran "Mai Tai" nahm Kurs auf die Position und fand das 27 Fuß lange Boot gestrandet auf einem Riff. Es gelang der "Mai Tai", es abzubergen. Der Propeller hatte Schaden genommen, und deswegen wurde die "Bolo Bolo" in den Ali Wai Harbor geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge unter Brücke in Newport gehoben
(07.12.11) Die U.S. Coast Guard in Zusammenarbeit mit der Donjon Marine, Clean Harbors hat jetzt die am 31.10. direkt unter der Newort-Pell Bridge gesunkene Barge der Abhe & Svoboda, Inc. an die Wasseroberfläche gehoben. Sie war bei Überholungsarbeiten an der Brücke im Einsatz gewesen. Nach wochenlanger Vorarbeit konnte das Fahrzeug nun wieder an die Wasseroberfläche geholt werden, wo die 1900 Gallonen Diesel, die sich noch darin befanden, entsorgt wurden. In den Bordtanks, die ein Fassungsvermögen von 3,900 Gallonen haben, befanden sich ursprünglich 2,400 Gallonen. Wenn alles glatt geht, soll die Barge noch in dieser Woche endgültig geborgen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung von Rettungsinsel nach Yachtstrandung gescheitert
(07.12.11) Die schwedische Coast Guard versuchte am 4.12. vergeblich, eine Rettungsinsel zu bergen, die nach dem Untergang einer Yacht bei Harstena noch am Wrack hing. Das 16 Meter lange Boot war mit drei Mann Besatzung am 3.12. auf Grund gelaufen. Die "KBV 287" der Küstenwache wurde alarmiert und fungierte als On Scene Coordinator bei der nachfolgenden SAR-Operation zu Wasser und aus der Luft. Der Hubschrauber 908 fand das Boot rund drei Meilen von der angegebenen Position entfernt und holte eine Person aus dem Wasser. Als "KBV 287" eintraf, wurde eine weitere Person von einem ins Wasser gesprungenen Offizier lebend gerettet, eine dritte sowie der Bordhund wurden leblos zwischen den Wrackteilen hervorgezogen. Gegen Mitternacht wurde die Aktion nach drei Stunden abgebrochen. Quelle: Tim Schwabedissen



Skandalöse Zustände auf "Freyfaxi" vorgefunden
(07.12.11) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Freyfaxi", 1133 BRZ (IMO-Nr.: 6603103), wurde am 6.12. um 14 Uhr in die Kette gelegt, nachdem auf dem Schiff, das zuvor bei Grimskär gestrandet war, etliche Mängel festgestellt wurden. Die sechsköpfige Crew aus Polen und Russland hatte keine Heuer erhalten und nicht mehr ausreichend Nahrung an Bord. Die Rettungsgeräte waren mangelhaft, und eine Dokumentation was fehlte. Auch die Zuständigkeiten auf der Brücke, als das Schiff die falsche Seite des Leuchtfeuers passierte, waren unklar. Der Kapitän hat möglicherweise auf Wache geschlafen. Vertreter der International Transport Workers Federation trafen am 5.12. in Kalmar ein, tags darauf ein Ombudsmann aus Göteborg. Die Crew wurde erst einmal mit Nahrung versorgt. In der kommenden Woche sollen Taucher Reparaturarbeiten am Rumpf ausführen, der aufgerissen wurde. Es war dadurch zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum gekommen. Der Frachter war zum Zeitpunkt der Havarie von Wismar nach Oskarshamn unterwegs gewesen, um eine Ladung Steine aufzunehmen. Vor gut einem Jahr war die "Freyfaxi im Ulvesund nahe Bergen gestrandet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision vor Bantolinao Port
(07.12.11) Das Fahrgastschifff "Lite Ferry 8" der Lite Shipping Lines kollidierte am 6.12. gegen drei Uhr vor Bantolinao Point, Lapu-Lapu City, etwa 1.6 Meilen von der Marcelo Fernan Bridge entfernt, mit dem Frachter "Iron Man 1". Alle 221 Passagiere und 44 Besatzungsmitglieder der "Lite Ferry 8" sowie die drei Mann des Frachters blieben unversehrt. Die "Lite Ferry 8" sollte gegen vier Uhr in Cebu festmachen, verspätete sich aber um eine Dreiviertelstunde. Sie war am 5.12. aus Ormoc City in Leyte ausgelaufen. Sie hatte eine kleine Beule am Backbordvorschiff davon getragen. Taucher sollten derweil die "Iron Man 1", die nach der Kollision vor Anker gegangen war, untersuchen. Quelle: Tim Schwabedissen



Hilfe aus der Luft und übers Meer für treibenden Frachter vor Alaska
(07.12.11) Zu dem 40 Meilen nordwestlich von Adak treibenden Frachter "Morning Cedar" sollten Techniker geflogen werden, um das blockierte Ruder zu reparieren. Für den 8.12. war der Flug von Anchorage nach Adak geplant, von dort sollte es dann weiter auf den 650 Fuß langen Frachter gehen, auf dem 23 Mann Besatzung der Dinge harren, nachdem sie nicht in der Lage waren, das Hydraulikleck zu reparieren. Die Eigner des unter Singapur-Flagge laufenden Schiffes haben derweil einen Schlepper unter Vertrag genommen, der am 5.12. aus Seattle auslief, aber neun Tage unterwegs sein wird. Ein Schiff der Küstenwache wurde am Abend des 7.12. am Frachter erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker vor Prampram wird nun gereinigt
(07.12.11) Die Environmental Protection Agency will sicherstellen, das Wasser und Öl aus dem auf dem Strand von Prampram in der Greater Accra Region liegenden Tanker "Sir Michael" abgepumpt wird. Tonnen von Wasser sind in das Schiff eingedrungen, seit es auf den Strand gesetzt wurde. Die ghanaische Marine und die Environmental Protection Agency sollten sicherstellen, dass keine giftigen Substanzen ins Meer eingebracht werden. Das Öl wurde nun manuell abgeschöpft und in Fässern an Land gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischfabrik in Kapstadt brennt weiter
(07.12.11) Die Brandbekämpfung auf der Fischfabrik "Dongsan" ging in den sechsten Tag. Nachdem Wasser einen Laderaum geflutet hat, weist das Schiff Schlagseite auf. Immer noch konnte die Feuerwehr nicht zu dem verbliebenen Brandherd vordringen. Über 20 Einsatzkräfte kühlen den Rumpf weiter von außen, um die Temperatur zumindest zu halten und die Entzündung von Diesel und Ammoniak zu verhindern. An Bord zu gehen war weiterhin zu riskant. Quelle: Tim Schwabedissen



Im Dopper gestrandet ... (Bild: Tom Schermer)   Großbild klick!
Doppelstrandung vor Point Halloran
(06.12.11) Zwei Yachten trieben am Victoria Point bei 40 Knoten Wind am Nachmittag des 2.12. auf Grund. Sie hatten vor dem Strand geankert, und die Crews hatten versucht, sie auf Seeposition zu halten, doch letztlich gerieten sie bei starken Südostwind auf Legerwall und drifteten auf den Strand bei Point Halloran Quelle: Tim Schwabedissen



Notruf vor Haiti
(06.12.11) Der unter Panama-Flagge laufende Ro-Ro-Frachter "Seaboard Spirit" funkte am 4.12. auf Position 19-41.3 N 073-04.6 W, im Golf von Gonav nahe Haiti Notrufe. Weitere Informationen lagen derzeit nicht vor. Die "Seaboard Spirit", 2596 tdw (IMO-Nr. 8408454), wurde 1985 erbaut und läuft für die Seaboard Spirit Ltd. in Florida. Quelle: Tim Schwabedissen



Führten Konstruktionsfehler zu Wassereinbruch in Rekordbulker?
(06.12.11) Der 361 Meter lange Chinamax-Bulker "Vale Beijing", 404,389 tdw, soll von dem Ladeterminal Ponta da Madeira auf Reede verholt werden, nachdem in zwei Ballastwassertanks Risse auftraten und es zu Wassereinbruch im Laderaum VII kam. Ein Untergehen des Frachters wurde von den Betreibern aber derzeit nicht als wahrscheinliches Szenario behandelt, auch wenn die Situation eine ernste ist.
Die "Vale Beijing" sollte nach dem Einlaufen am 2.12. bis zum 5.12. insgesamt 384,000 Tonnen Eisenerz laden, von denen 200,000 Tonnen sich bereits an Bord befanden, als die Arbeiten gestoppt worden. Ob das Erz jetzt wieder gelöscht werden muss, war noch nicht entschieden. Der umstrittene Riesenbulker war erst am 27. September 27 als weltgrößter Erzcarrier in Dienst gestellt worden. Nun gilt es zu prüfen, ob es zu Fehlern bei der Konstruktion des Schiffes gekommen ist. Die "Vale Beijing" wird von der STX Pan Ocean Co. in Rio de Janeiro betrieben. Sie ist das erste einer Serie von acht solcher Schiffe, die beim weltweit größten Erzbezieher China Befürchtungen über Überkapazitäten und daraus resultierend einen Verfall von Frachtraten und der entsprechenden Erlöse auslösten. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter treibt manövrierunfühig vor Anchorage
(06.12.11) Die US Coast Guard kam am 5.12. dem unter Singapur-Flagge laufenden Frachter "Morning Cedar", 50681 BRZ (IMO-Nr.: 8016548), zu Hilfe, der nordöstlich von Tanaga Island südwestlich von Anchorage, um 8:29 Uhr gemeldet hatte, dass das Ruder in Hartruderlage nach Steuerbord blockiert war und die Crew nicht in der Lage war, das Hydraulikleck, das den Schaden verursacht hatte, zu reparieren. Das Schiff hielt sich mit Hilfe des Bugstrahlruders neun Meilen von Tanaga Island entfernt und trieb bei den herrschenden Windbedingungen weiter auf See hinaus. Das Schiff hatte eine Crew von 23 Mann und eine Ladung von Schnittholz.
Die Coast Guard schickte von der Air Station Kodiak einen MH-60 Jayhawk Helikopter und eine HC-130 Hercules, mit denen vorsorglich ein Notschleppsystem aus Adak abgeworfen werden sollte. Das Küstenwachboot "Sherman" wurde auch von seiner Patroullie nahe Unalaska zur "Morning Cedar" geschickt. Sie hat ebenfalls einen MH-65 Dolphin Helikopter an Bord, der SAR-Missionen ausführen kann. Der Eigner der "Morning Cedar" bemühte sich derweil um einen Bergungsschlepper. Vor Ort waren 46 Meilen Windgeschwindigkeit und bis zu 15 Fuß hohe See sowie Regen. Die Winde sollten nachts auf Süd drehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Waal nach Havarie deutschen Binnenschiffes gesperrt
(06.12.11) Das deutsche Binnenschiff "Silke Diane", 2628 ts (EU-Nr.: 04032780) erlitt am 5.12. auf der Waal nahe Kekerdom Wassereinbruch, nachdem es wegen des herrschenden Niedrigwassers auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Es hatte 1700 Tonnen Eisenschrott geladen und war um 21.30 Uhr flussaufwärts unterwegs, als es mit mehr als den hier möglichen 2,2 Metern Tiefgang festkam. Die Feuerwehr und Rijkswaterstaat wurden um 21 Uhr alarmiert und kamen mit Lenzpumpen zu Hilfe. Es gelang, das Schiff zu stabilisieren. Die Schifffahrt auf der Waal wurde währenddessen für Koppelverbände und breite Schiffe gesperrt. Die "Silke Diane!" muss vor einer Weiterfahrt geleichtert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Heute vor 50 Jahren - das Drama um die Ondo
(06.12.11) Wenn man heute die Elbmündung passiert, muss man schon recht genau Ausschau nach den rostbraunen und algengrünen, muschelverkrusteten und von Seevögeln vollgekoteten Schifftorso Ausschau halten, der am Fahrwasserrand liegend den letzten Rest des einst stattlichen britischen Dampfers "Ondo" darstellt, dessen Totalverlust exakt heute vor 50 Jahren führte zu einem der spektakulärsten Einsätze in der fast 150-jährigen Geschichte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger führte. Am 6.12.1961 strandete der Dampfer "Ondo" in einem schweren Orkan auf dem Großen Vogelsand, nachdem das Lotsenversetzboot unweit des einlaufenden Schiffes gekentert war, wie sich später herausstellte, weil die "Ondo" schon allzu weit in die Brandung des Vogelsandes geraten war.
Weil nach Erkennen des Unglücks sofort die Maschine gestoppt wurde, um die im Wasser treibenden Seeleute nicht zu gefährden, drückte der Wind den Frachter wenig später auf die Kante des Sandes, von dem er nicht mehr herunter kommen sollte. Die drei Mann auf dem Lotsenversetzer aber konnten dennoch nicht gerettet werden. Neben einer Flotte von Bergungsschleppern war auch der Seenotkreuzer "Ruhr-Stahl" aus Cuxhaven wenig später vor Ort und unterstützte nach der erfolglosen Suchaktion etlicher Schiffe und Seenotkreuzer auch die Bergungsarbeiten tagelang, ehe am Ende 65 Mann, darunter die 51 Besatzungsmitglieder und 14 deutsche Schauerleute, unter schwierigen Umständen von Bord geholt werden mussten, nachdem es keine Aussicht mehr gab, das Schiff nach Leichtern eines Teils der Kakaoladung noch einmal flottzumachen.
Die Bergungsarbeiten dauerten insgesamt sechs Tage, doch war der Frachter so hoch auf dem Sand und bereits so tief eingesunken, dass keine Schleppkraft der Welt ihn noch hätte herunter bekommen können. In der Februarsturmflut 1962 dann kenterte der Frachter, und die "Ruhr Stahl" musste nochmals ausrücken, um die auf dem Wrack ausharrenden Schauerleute, die halb erfroren in einer Brückennock kauerten, zu retten. Danach bissen sich noch mehrere Berger und Abwracker an dem Schiff die Zähne aus, das auch zum Ziel etlicher Sportbootfahrer wurde, während Wind und Wellen ihm langsam den Garaus machten.
Doch noch jahrzehntelang blieb das Wrack, wohl, weil es auf einem anderen aufsaß, gut sichtbar ein Mahnmal in der Elbmündung. Erst in den neunziger Jahren brach es so weit zusammen, dass heute nur noch Teile der Maschine und des Backbordrumpfes bei Ebbe aus dem Wasser ragen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kleine Fortschritte bei Brandbekämpfung auf Fischfabrik
(06.12.11) Die Feuerwehr von Kapstadt kommt langsam mit der Brandbekämpfung auf der "Don Sang" voran, die ausgeglüht und qualmend am Kai liegt. Über 20 Einsatzkräfte waren nunmehr bereits fünf Tage lang im Einsatz. Retten konnten sie das Schiff, das im September zu Reparaturen eingelaufen war, wohl nicht. Immer noch galt die Sorge einigen Diesel- und Ammoniaktanks an Bord, weil die Hitze an Bord unverändert enorm hoch war. Vom Kai und von der Hafenseite her wurde versucht, sie durch Wasservorhänge langsam herunterzubringen. Einer von zwei Brandherden im Schiffsinnern war aber weiterhin noch nicht gelöscht. Quelle: Tim Schwabedissen



Niedrigwasser ließ Superferry 1 stranden
(06.11.11) Die Crew der mit leichter Schlagseite 19 Meilen vor Coron festsitzenden Fähre "Super Ferry 1" hat mit Hilfe der Philippine Coast Guard den Transfer der 618 Passagiere nach Coron abgeschlossen. Von dort wurden sie durch die "Super Ferry 2", die am 5.12. gegen Mittag vor Ort eintraf, weiter nach Manila transportiert. Taucher fanden an dem Havaristen derweil nur Kratzer am Rumpf. Die "Super Ferry 1" war auf ihrer normalen Route unterwegs gewesen, als sie plötzlich aufsetzte. Wahrscheinlich wurde ihr ein außergewöhnlich starkes Niedrigwasser zum Verhängnis. Die "Super Ferry 1", 9184 BRZ (IMO-Nr.: 7375856) wurde 1975 erbaut und wird durch das WG. & A. Jebsens Shipmanagement betrieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Einstiges Küstenwachboot in Port Orchard gehoben
(06.12.11) In der Railway Marina in Port Orchard im Sinclair Inlet gelang es am Morgen des 5.12., die 85 Fuß lange "Top Notch", ein restauriertes einstiges Boot der Coast Guard aus dem Jahr 1925, durch einen Kran der Ballard Diving and Salvage zu bergen. Das Schiff war am Abend des 3.12. gesunken, und rund 50 Gallonen Dieselöl liefen aus. Die Eigner aus Vashon Island konnten bislang noch nicht erreicht werden. Bereits am vergangenen Wochenende war in der Marina eine 45 Fuß lange hölzerne Chris Craft nach starken Regenfällen gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Vermisste nach Kutteruntergang vor Südkorea
(06.12.11) Die südkoreanische Coast Guard rettete vier Mann von einem 4,7-Tonnen-Kutter, der am 5.12. vor der Südwestküste kurz nach Aussenden eines Notrufes gegen 20 Uhr gekentert war. Das Unglück ereignete sich 7,5 Kilometer nordöstlich von Manje Island, einer kleinen Insel 110 Kilometers von Mokpo in der Süd-Jeolla Provinz entfernt. Drei Patroullienboote liefen aus und zogen vier der insgesamt acht Mann an Bord, darunter den Kapitän, aus dem Wasser. Die Suche nach den vier Vermissten dauerte an. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandete Barge in Esquimault geborgen
(06.12.11) Vor drei Wochen strandete in Esquimalt Harbour die Barge "Capco 200", ein 176 Fuß langer 1000-Tonner, los, auf Felsen an der nördlchen Hafenseite. Sie hatte an drei Ankerbojen im Hafen gelegen, sich aber im rauen Winterwetter losgerissen. Jetzt wurde die Barge von dem Schlepper "Tillicum" wieder flottgemacht. Die Jones Marine, die die Ankerbojen betreut, konnte seit dem Vorfall am 13.11. den Eigner der "Capco 200" nicht erreichen. Quelle: Tim Schwabedissen



Glutra mit Knall schachmatt gesetzt
(06.12.11) Die norwegische Fähre "Glutra", 2268 BRZ (IMO-Nr.: 9208461), musste nach einem technischen Schaden, der auf der Fahrt nach Flakk am Abend des 5.12. eintrat, aus dem Fährdienst Flakk-Rørvik genommen werden. Passagiere hörten einen lauten Knall, kurz nachdem die Fähre aus Rørvik am frühen Abend ausgelaufen war. Sie musste umdrehen und wieder in Rørvik festmachen, während sich die Crew bemühte, herauszufinden, was geschehen war. Quelle: Tim Schwabedissen



"Superspeed 1" am 7.12. wieder zurück im Fährdienst
(06.12.11) Die norwegische Fähre "Superspeed 1", 36822 BRZ (IMO-Nr.: 9374519), wird am Morgen des 7.12. wieder von Kristiansund aus den Färhdienst nach Hirtshals beginnen. Am 5.12. wurde nach dem Austausch schadhafter Teile eine erste Seeerprobung mit zufriedenstellenden Ergebnissen durchgeführt, doch am 6.12. sollte das Schiff weiteren intensiven Tests unterzogen sowie Reinigungsarbeiten und dem Austausch von Isolationsmaterial unterzogen werden, ehe sie am 7.12. um acht Uhr wieder in den rauen Skagerrak auslaufen darf. Mehrere tausend Passagiere wurden durch den Ausfall der Fähre betroffen, den die Color Line durch die "Superspeed 2" zu kompensieren suchte. Quelle: Tim Schwabedissen



Dong San brennt (Bild: Glenn Kasner)   Großbild klick!
Containerhafen in Kapstadt wegen Feuers geschlossen
(05.12.11) Wegen des Feuers auf dem Fabriktrawler "Dongsan" musste nach Austreten von Ammoniakgas der in der Nähe befindliche Cape Town Container Terminal zeitweilig geschlossen werden. Nur Notfallpersonal hat Zutritt zu dem Gebiet. Ein Schlepper kühlte derweil den Rumpf des Schiffes, das im Ben Schoeman Dock an Liegeplatz 501 seit Tagen brennt. Nachdem das Feuer am 2.12. ausgebrochen war, schien es gegen Abend im achterlichen Mittschiffsbereich isoliert worden zu sein. Doch gegen Mitternacht war es plötzlich wieder aufgeflammt und hatte die an Bord arbeitende Feuerwehr zum Rückzug gezwungen. Seither wurde vom Kai her versucht, die hell auflodernden Flammen niederzukämpfen. Am 6.12., so die Hoffnung, könnte sich der Hafenbetrieb wieder normalisieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Riesenbulker
(05.12.11) Die unter Marshall Islands-Flagge laufende "Vale Beijing", 400000 tdw (IMO-Nr.: 9575448), einer der größten Bulkcarrier der Welt, erlitt im brasilianischen Hafen Ponta da Madeira Wassereinbruch durch Risse. Es wurde begonnen, das eingedrungene Wasser zu lenzen. Das 360 Meter lange Schiff wurde erst am 27.9. an die STX Pan Ocean (STX) durch die STX Offshore & Shipbuilding Co. abgeliefert. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot unterwegs zu Weihnachtsfeier auf Felsen gelaufen
(05.12.11) In der Nacht zum 3.11. lief ein 33 Fuß langer Kabinenkreuzer nahe Finnøya auf der Fahrt zu einer Weihnachtsfeier in Finney Havstuer auf eine Schäre. Glücklicherweise herrschte zu der Zeit wenig Wind. An Bord waren sechs Personen aus Midsund. Das Ambulanzboot "Øyvon" brachte zwei verletzte Bootsinsassen in ärztliche Behandlung in Småge. Auch die Autofähre "Midøy" und ein Sea King Helikopter waren im Einsatz. Die vier weiteren Bootsfahrer kamen nach ihrer Rettung sogar noch zu dem Fest. Am 4.12. saß das Boot weiter zwischen Sæterøy und Finney auf den Felsen. Beide Motoren wurden erheblich beschädigt. Am 5.12. sollten weitere Untersuchungen an dem Boot stattfinden. Quelle: Tim Schwabedissen



Doppelter Pumpeinsatz für lecke Yacht
(05.12.11) Die Coast Guard Cape Disappointment in Ilwaco, Washington, rettete die 50 Fuß lange Yacht und ihre zweiköpfige Crew sieben Meilen südwestlich der Mündung des Columbia River, nachdem am 4.12. gegen 12.50 Uhr der Motor ausgefallen und es zu Wassereinbruch gekommen war. Von der Station Cape Disappointment lief ein 47-Fuß-Rettungsboot zu dem Havaristen, von dem ein Rettungsmann samt einer mobilen Lenzpumpe auf die Yacht übergesetzt wurde. Rund 500 Gallonen Wasser wurden ausgepumpt, und die "Flying Dragon" dann in Schlepp genommen. Danach kam es jedoch zu neuerlichem Wassereinbruch, und die Crew auf der Yacht war nicht in der Lage, die Pumpe wieder in Gang zu setzen. Daraufhin wurde wiederum ein Seenotretter auf dem Boot abgesetzt, und es gelang, nunmehr 1000 Gallonen Wasser auszupumpen. Danach ging die Schleppfahrt weiter. Ein zweites Rettungsboot kam von der Station Cape Disappointment zur Assistenz. Es gelang, die Yacht dann nach Ilwaco zu bringen, wo sie um 18.10 Uhr festmachte. Hier wurde sie an Land gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Explosion und Brand stabilisiert
(05.12.11) Die Coast Guard Corpus Christi assistierte am 4.12. dem 65 Fuß langen Kutter "Jennifer C" 30 Meilen östlich von Port Mansfield. Gegen 10 Uhr war das EPIRB aktiviert worden, und es gelang nicht, Funkkontakt herzustellen. Ein HU-25 Falcon Jet der Air Station Corpus Christi startete daraufhin und sichtete Notraketen, die die Crew abschoss. Aus 200 Fuß Höhe wurde ein Funkgerät abgeworfen, und nun gelang es, direkten Kontakt aufzunehmen. Es stellte sich heraus, dass es an Bord des Schiffes zu einer Explosion mit nachfolgendem Feuer gekommen war. Zwar hatte dieses gelöscht werden können, doch das Schiff war nun manövrierunfähig und hatte Wasser in der Bilge. Die vierköpfige Crew war unversehrt geblieben. Der Falcon Jet warf nun eine Lenzpumpe ab, während ein 33-Fuß-Boot die Station South Padre Island verließ und gegen 13 Uhr vor Ort war. Der Kutter war zu dieser Zeit stabilisiert, und er wurde von dem Kutter "Captain Linwood" in Schlepp genommen, noch bevor das 87 Fuß lange Patroullienboot "Steelhead" aus Port Aransas eintraf. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach indischem Frachter eingestellt
(05.12.11) Die Suche nach dem seit dem 27.11. vermissten Frachter "Al Akhter" durch die Coast Guard Lakshadweeo und Polizeiteams wurde am 4.12. eingestellt. Das Schicksal von fünf der sechs Mannn Besatzung ist unbekannt. Das Schiff hatte am 25.11. Bunder verlassen. An Bord war eine Crew aus Kerala und Gujarat. Eine Leiche war am 29.11. nahe Lakshadweep angetrieben worden. Tags zuvor war eine Schwimmweste gefunden worden, außerdem trieben ein Rettungsboot und ein Dieselölfass in der See. Quelle: Tim Schwabedissen



618 Passagiere von "Super Ferry 1" abgeborgen
(05.12.11) Die philippinische Fähre "Super Ferry 1", 9184 BRZ (IMO-Nr.: 7375856), lief auf der Fahrt von Puerto Princesa City nach Coron vor Ditaytayan Island in der Coron-Bucht in Palawan am 4.12. auf Grund. Die Philippine Coast Guard schickte die Küstenwachboote "Banton Pearl" und "Catalyn E" as sowie die "Edsa Dos" zu Hilfe. Außerdem nahmen die Handelsschiffe "Jocel", "Balton" und "Catilen" an der Evakuierung der 618 Passagiere teil, die später mit einer anderen "Super Ferry"-Fähre weiter transportiert werden sollten. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief vor Kalmar auf Grund
(05.12.11) Von Wismar kommend lief der unter Panama-Flagge registrierte Frachter "Freyfaxi", 1133 BRZ (IMO-Nr.: 6603103), am Morgen des 4.12. vor Kalmar auf dem Skansgrund südlich der Öländ-Brücke auf Grund. Mithilfe von Hafenschiffen gelang es, den Havaristen von der Untiefe und in den Hafen von Kalmar zu ziehen. Taucher des schwedischen Rettungsdienstes untersuchten den Rumpf und fanden mehrere Einbeulungen sowie einen kleinen Riss. Der hierdurch verursachte Wassereinbruch konnte aber durch die Lenzpumpen gehalten werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung nach Bootsuntergang
(05.11.11) Am Abend des 3.12. sank die 85 Fuß lange "Top Notch" in Port Orchard in der Railway Marina. Rund 50 Gallonen Öl liefen aus. Am 4.12. wurde eine Ölsperre ausgelegt. Taucher dichteten die Ventile ab und verhinderten so weiteren Ölverlust. Die "Top Notch" hatte 300 Gallonen Diesel an Bord. Am 5.12. sollte das Boot durch das Department of Ecology, die U.S. Coast Guard und Taucherteams geborgen und das verbliebene Öl abgepumpt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht nach einem Tag geborgen
(01.12.11) Am 4.12. um 9.15 Uhr rammte die amerikanische Fähre "Eagle" beim Auslaufen aus Hyannis auf der Fahrt nach Nantucket den Bug der am Nachbaranleger vertäuten Fähre "Sankaty", 351 BRZ (IMO-Nr.: 8108030). Als die "Eagle" der Massachusetts Steamship Authority danach wieder an den Kai gehen wollte, kollidierte sie außerdem mit diesem. Durch die Zusammenstöße entstanden mehrere Einbeulungen und Risse an Backbordseite oberhalb der Wasserlinie. Sie wurden am Kai provisorisch repariert, die Passagiere wurden derweil von der nur geringfügig in Mitleidenschaft gezogenen "Sankaty" übernommen, die sie nach Nantucket brachte. Die "Eagle" konnte um 14:45 Uhr wieder in den Fährdienst gehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ungemütlicher Wellenritt nach Falmouth
(05.12.11) Die RNLI in Falmouth RNLI rettete am 2.12. den Skipper des 21 Fuß langen Fischerbootes "Solitaire", dessen Netze sich im Propeller verfangen hatten. Der Fischer meldete, dass er sich 300 Meter vor dem Strand von Pendower befinde und in schwerer See zu stranden drohte. Zwei Rettungsboote liefen aus und waren gegen 11.30 Uhr vor Ort. Nachdem der Kutter lokalisiert war, wurde er in Schlepp genommen, und ein ungemütlicher Ritt durch die Wellen nach Falmouth begann. Bevor in den Hafen eingedreht wurde, ging ein Seenotretter an Bord der "Solitaire" und brachte einen Treibanker aus, um bei Wind und See von Südsüdwest zu verhindern, dass der Kutter die Schleppleine in den herankommenden Brechern überlaufen könnte. Nachdem das Schiff im ruhigeren Hafenwasser angelangt war, übernahm das kleinere Rettungsboot den weiteren Schlepp zum Grove Place Dinghy Par, wo die "Solitaire" aufgeslippt und der Propeller von den Netzresten befreit werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Von Oldendorff-Frachter versenkte Fregatte wird nicht repariert
(05.12.11) Die indische Fregatte "INS Vindhyagiri", die im Januar 2011 nach Kollision mit dem unter Zypern-Flagge laufenden Oldendorff-Frachter "Nordlake", 16202 BRZ (IMO-Nr.: 9057173) sank, wird nicht wieder in See stechen. Ein Untersuchungsteam der Marine kam zu dem Schluss, dass das Schiff keine Reparatur mehr lohne. Das Western Naval Command gab daraufhin bekannt, dass die Fregatte außer Dienst gestellt würde. Eine Reparatur würde doppelt so teuer wie die Anschaffung einer neuen Fregatte der Shivalik-Klasse, die etwa 650 Millionen Dollar kostet. Die "INS Vindhyagiri" hätte ohnehin 2013 außer Dienst gestellt werden sollen, wenn die Stealth-Fregatten der Shivalik-Klasse zugeliefert werden. Die "Nordlake" liegt derweil weiterhin vor Mumbai in der Kette, weil die Schadensersatzansprüche noch ungeklärt sind. Quelle: Tim Schwabedissen



"Rena" arbeitet in der Brandung
(05.12.11) Der auf dem Astrolabe Reef seit genau zwei Monaten festsitzende Containerfrachter "Rena" war am 5.12. nach tagelangem stürmischem Wasser weiterhin in einem Stück, doch haben die elektronischen Sensoren am Rumpf Bewegungen festgestellt. Svitzer sagte, es handele sich dabei aber um nichts Unerwartetes. Am Morgen begaben sich Berger hinaus zu dem Wrack, um das Anbringen von Stabilisierungen fortzusetzen, mit deren Hilfe die Auftriebskraft erhöht werden sollte. Das Abbergen von Containern wird bis mindestens zum 6.12. ausgesetzt bleiben. Es befinden sich derzeit noch 1114 Boxen an Bord. Gegen 11 Uhr wurde das Eintreffen der Kranbarge "Smit Borneo" in Tauranga erwartet. Sie wird mehrere Tage dort auf ihren Einsatz vorbereitet werden. Auch die kleinere "Sea Tow 60" ist derzeit im Hafen, einzig die "Go Canopus" verblieb am Frachter. Hier wehte der Wind mit 15 Knoten und drehte auf Nordwest mit erwarteten Wellenhöhen von bis zu vier Metern. Eine durchgreifende Wetteränderung wurde während der kommenden Tage nicht erwartet. Eine kleine Menge Öl, die am 3.12. auslief, könnte an den Stränden von Papamoa und Mount Maungaui antreiben. Die Strände sollten entsprechend am 5.12. überwacht werden und Reinigungsteams in Mount Maunganui, Papamoa und auf Matakana Island bereit stehen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Superspeed 1" weiter außer Betrieb
(05.12.11) Die Color Line konnte derzeit keine Auskunft geben, wann die "Superspeed 1" wieder in den Fährdienst zurückkehren würde. Derzeit liegt sie weiter am Kai in Kristiansand. Die Nachmittagsfahrt von Kristiansand nach Hirtshals um 16.30 Uhr sowie die Rückfahrt um 20.45 Uhr des 5.12. wurden abgesagt. Die "Superspeed 2", die zwischen Hirtshals und Larvik läuft, war am 5.12. unterwegs nach Kristiansand, um die dort seit dem Wochenende gestrandeten Passagiere weiter zu transportieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Eingeschlagene Scheiben auf Deck neun (Bild: Frank Salvesen)
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Riesenwelle setzte Schnellfähre der Color Line außer Gefecht - Rettungsaktion vor Hirtshals
(04.12.11) Nach dem Verlassen von Hirtshals in Richtung Kristiansand traf zwei Meilen südöstlich des Oksøy Leuchtfeuers eine Riesenwelle die norwegische Fähre "Superspeed 1", 36822 BRZ (IMO-Nr.: 9374519), am 3.12. um 15.20 Uhr. Sie schlug auf Deck neun eine Scheibe der spezialverstärkten Brückenverglasung ein und flutete eine Steuerkonsole, über die der Maschinenbetrieb lief.
Daraufhin fiel die Maschine der mit 350 Passagieren und 100 Mann Besatzung besetzten Fähre aus. Rettungsboote und ein Seaking-Rettungshubschrauber in Sola wurden alarmiert, und auch in Finnland stieg ein Helikopter auf. Die Fähre trieb in vier bis fünf Meter hohen Wellen, während das Maschinenraumpersonal versuchte, die Maschine manuell anzufahren.
Dies gelang erst nach mehreren Versuchen, und mit einer reduzierten Geschwindigkeit von sieben Knoten drehte die "Superspeed 1" in Richtung des Abgangshafens ab. Hier traf sie mit Schleppereskorte gegen 17.30 Uhr ein. Sofort begannen emsige Arbeiten auf der Brücke, die eingeschlagene Scheibe an Backbord wurde mit einer Metallplatte dichtgesetzt, und die zerstöre Konsole isoliert.
Bis in den Nachmittag des 4.12. hinein war es offen, ob das Schiff an diesem Tag wieder von der norwegischen Seefahrtskommission und dem norwegischen Veritas für seetauglich erklärt würde. Auch ein technischer Sachverständiger aus Aalborg war vor Ort. Doch dann wurden alle Fahrten bis einschließlich 5.12. abgesagt, weil bei den herrschenden stürmischen Wetterbedingungen ein Schiffsbetrieb mit eingeschränkten technischen Möglichkeiten nicht als verantwortbar angesehen wurde.
Dies bedeutete, dass tausende von Reisenden festsaßen. Die Color Line wies die Vermutung zurück, dass die "Super Speed 1" für die herrschenden Seebedingungen zu schnell unterwegs gewesen sei. Eine Welle sei eben höher als andere gewesen. Menschen kamen letztlich nicht zu Schaden. Quelle: Tim Schwabedissen



Entmasteter Volvo Ocean Racer an Deck der "Team Bremen" unterwegs nach Kapstadt
(04.12.11) Am 2.12. um 14.30 Uhr wurde die am 21.11. entmastete Volvo Ocean Race-Yacht "Mar Nostro" auf Deck des unter Malta-Flagge laufenden Containerfrachters "Team Bremen", 8407 BRZ (IMO-Nr.: 9346421) der Team Spirit GmbH in Bremerhaven gehoben, um huckepack zurück nach Kapstadt transportiert zu werden, wo sie am 6.12. eintreffen soll. Die Verladung fand eine Fahrstunde von Tristan da Cunha entfernt auf dem offenen Meer statt, wohin sich die Yacht unter Motor begab. Die Vorbereitung der Verladung dauerte eine weitere Stunde und der Hebevorgang selbst ebenso. Die Puma-Yacht wird das 6. Boot der Regatta sein, das dort eintrifft, nachdem es 750 Meilen nördlich von Tristan da Cunha erst den Mast verlor und dann zunächst mit Brennstoff versorgt werden musste, um die entlegene Südatlantik-Insel mit Motorkraft zu erreichen. Das Ziel ist nun, zum Start des 2. Hafenrennens am 10.12. wieder seeklar zu sein und am folgenden Tag auf die nächste Etappe nach Abu Dhabi gehen zu können. Bereits während der Fahrt nach Kapstadt sollen an Bord des Frachters Reparaturarbeiten ausgeführt werden. Aus den USA wurde derweil ein Ersatzmast an Bord eines Frachtflugzeuges nach Johannesburg geflogen, von wo es weiter nach Kapstadt geht. Er sollte am 3.12. gegen neun Uhr dort landen. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter vor Sharjah auf Grund gelaufen
(04.12.11) Der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "APL Zircon", 47893 BRZ (IMO-Nr.: 8802909), lief am 1.12. beim Anlaufen des Hafens von Sharjah auf Grund. Mehrere örtliche Schlepper kamen dem Havaristen zu Hilfe, und nach mehreren Stunden gelang es, ihn wieder flott zu machen und in den Hafen zu bringen. Am nächsten Tag lief das Schiff weiter nach Jebel Ali. Quelle: Tim Schwabedissen



"Rena" verlor wieder Öl in hohem Seegang
(04.12.11) In den kommenden Tagen dürfte wieder Öl aus dem Containerfrachter "Rena" an den Stränden der Bay of Plenty antreiben, nachdem in schwerer See neuerlich rund eine halbe Tonne Öl aus dem Kielkanal, einem Rohrsystem, das entlang des Schiffsbodens verläuft, ausgetreten war, nachdem es einige Zeit dem Seewasser ausgesetzt war. Die Berger an Bord des Schiffes sahen Ölblasen aus dem Wrack aufsteigen. Bei zwei Observationsflügen wurde die Drift des Öls verfolgt. Aus Singapur kommend wird derweil am 5.12. eine weitere Kranbarge in Tauranga erwartet, die "Smit Borneo", die eine größere Reichweite als die zuletzt eingesetzte " Sea Tow 60" hat, die derzeit im Windschutz nahe Motiti Island auf Wetterbesserung wartet. Das Vorbereiten der "Smit Borneo" wird rund eine Woche dauern. Winde von 30-35 Knoten und Wellenhöhen um drei Meter werden aber bis Mitte kommender Woche ohnehin ein weiteres Abbergen von Containern unmöglich machen. Die am Rumpf angebrachten Sensoren registrierten derweil keine Änderung an der Lage der "Rena" auf dem Riff. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter sank vor China - zwei Vermisste
(04.12.11) Nachdem ein Containerfrachter am Morgen des 4.12. vor Chinas Südostküste gesunken ist, wurden bislang 19 Menschen gerettet. An Bord waren 22 Personen, als das Schiff gegen drei Uhr nahe Pingtan in der Fujian-Provinz in einen Sturm geriet. Ein Toter wurde bislang gefunden. Um 15 Uhr dauerte die Suche nach den zwei Vermissten noch an. Die Fujian Maritime Authority leitete eine Untersuchung des Seeunfalls ein. Quelle: Tim Schwabedissen



U-Boots-Wrack aus dem 1. Weltkrieg entdeckt
(04.12.11) Ein Team von Tauchern hat nach 93 Jahren an der englischen Nordküste das britische U-Boot "J 6" 40 Meilen vor der Küste von Seahouses, Northumberland, entdeckt. Das Darkstar Team, das von den Royal Quays in North Shields aus operiert, fand das Wrack mithilfe von Sonardaten des Hydrographic Office. Das 80 Meter lange Boot liegt aufrecht und befand sich in überraschend gutem Zustand. Die "J 6" wurde durch das "Friendly Fire" eines anderen britischen U-Bootes am 15.10.1918 vernichtet, nur einen Monat vor Ende des 1. Weltkriegs. Es hatte zuvor den Hafen von Blyth verlassen und wurde dann von einem Hilfskreuzer, der "Cymric", entdeckt, der es für ein deutsches Boot hielt und das Feuer eröffnete. Als die "J 6" sank, kamen 15 Mann ums Leben. Im kommenden Frühjahr soll das Wrack, bei dem es sich um ein Kriegsgrab handeln dürfte, mit dem gebotenen Respekt näher untersucht und ein Kranz abgelegt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler durch Brandstiftung in Flammen aufgegangen?
(04.12.11) Am 4.12. brach auf einem 34 Meter langen Trawler in Fremantle ein Feuer aus. Die Feuerwehr bekämpfte mit 12 Mann aus Belmont, Success, Claremont, Fremantle und Osborne Park stundenlang den Brand im Freo-Fischereihafen, der gegen vier Uhr gemeldet worden war. Am folgenden Morgen wurde ein Mann aus dem Perther Vorort Wattlupp unter dem Verdacht der Brandstiftung verhaftet, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Feuerbekämpfung wurde von einem Experten des Department of Environment and Conservation überwacht. Eine Ölsperre wurde um das Schiff ausgelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler nach 72-tägiger Drift geborgen
(04.12.11) Die Marine von Sri Lanka assistierte dem Trawler "Aradana", der nach Maschinenschaden monatelang auf See getrieben hatte, und half, ihn am 1.12. in den Hafen von Kankesanthurai einzubringen, wo er repariert werden sollte. Das Schiff war von Ambalangoda auf Fang gegangen und war 72 Tage auf Drift gewesen, ehe er von einem anderem Trawler aus Sri Lanka, der "'Yasa Isuru 10", etwa 47 Meilen von Kankesanthurai entfernt entdeckt wurde. Die fünfköpfige Crew war wohlauf. Quelle: Tim Schwabedissen



Eine Tote bei Yachtunglück vor Harstena
(04.12.11) Am Abend des 3.12. sank eine Yacht vor Harstena im Gryt Archipel in Westschweden. Zwei Personen wurden gerettet und in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht, eine Frau starb. Das Göteborger See-Rettungszentrum hatte gegen 21 Uhr einen Notruf aufgefangen, nach dem die Yacht auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. An Bord war ein Ehepaar mit Tochter und Bordhund. Rettungsboote und Hubschrauber wurden alarmiert und waren gegen 22 Uhr vor Ort. Das Boot war zu der Zeit bereits weitgehend unter Wasser, zwei Schiffbrüchige wurden wenig später mit Unterkühlungen in der Nähe aus der See gezogen. Erst um 22.30 Uhr wurde die zweite Frau entdeckt. Sie starb nach der Einlieferung ins Nyköpings Hospital, wo auch eine weitere Person der Yacht in Behandlung war, während die dritte ins Vrinnevi Hospital kam. Quelle: Tim Schwabedissen



Fehlende Navigationslichter ließen Kutter stranden
(04.12.11) Das Timing der Entfernung von Navigationsleuchten wird kritisch beleuchtet, nachdem am 30.11. im Golf von St. Lawrence der Kutter "Atlantic Endeavour" auf Grund lief und verloren ging. Das Schiff war mit zwei Mann Besatzung nahe des Cow Head vor der Nordhalbinsel von Neufundland, als es gegen 20.30 Uhr nach Ausfall von Navigationsinstrumenten samt GPS auf einer Untiefe landete. Die beiden Fischer alarmierten mit Mobiltelefon das Maritime Rescue Sub-Centre in St. John's, bevor sie sich in eine Rettungsinsel flüchteten, aus der sie ein Cormorant Helikopter abbarg, der gegen Mitternacht vor Ort eintraf. Mit Navigationslichtern, so sagten die beiden, hätten sie sich noch orientieren können, doch diese waren einen Monat zuvor abgebaut worden. Das einzige Licht, das sie sahen, war das am Ende des Kais des Hafens, aber dies reichte nicht, den Weg dorthin zu finden. Transport Canada bestätigte, dass die Lichter wie jeden Herbst entfernt worden waren und die Schifffahrt entsprechend gewarnt wurde. Es sollte nun geprüft werden, ob sie länger verbleiben könnten. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischfabrik steht schon drei Tage in Flammen
(04.12.11) Der Großbrand auf der südkoreanischen Fischfabrik "Dongsan", 4462 BRZ (IMO-Nr.: 7410242), war auch am Nachmittag des 4.12. noch nicht gelöscht. Das Schiff lag mit Schlagseite am Kai in Kapstadt. Feuerwehren kamen wegen der großen Hitze und der von Löschwasser verursachten Krängung nicht mehr auf das 1985 erbaute Schiff hinauf. Erst am 17.11. war eine Fischfabrik desselben Typs und annähernd derselben Größe, die "Oriental Angel" in der Anadyr Bucht in der Beringsee ausgebrannt. Dabei kam der 1. Offizier ums Leben. Quelle: Tim Schwabedissen



Notsignale vom Atlantik
(04.12.11) Der englische Trawler "Patricia Marta" funkte am 2.12. auf Position 48-15.00 N 010-58.13 W, im Atlantik, rund 210 Meilen südwestlich der Islands of Scilly, Notsignale. Näheres war zunächst nicht bekannt. Die "Patricia Marta", 294 BRZ (IMO-Nr.: 91202299 wurde 1995 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Dongsan brennt (Bild: Glenn Kasner)   Großbild klick!
Fischfabrik in Kapstadt in Flammen
(03.12.11) In der Nacht zum 2.12. brach auf der südkoreanischen Fischfabrik "Dongsan", 4462 BRZ (IMO-Nr.: 7410242), das seit dem 27.9. zu Reparaturarbeiten am Duncan Dock in Kapstadt lag, gegen Mitternacht ein Feuer im Fabrikationsdeck aus. Sechs Löschzüge eilten zu dem Liegeplatz. Verpackungsmaterial und Netze hatten Feuer gefangen. Die Crew wurde evakuiert. Die Löscharbeiten dauerten den ganzen Tag über an, doch in der Nacht zum 3.12. wurde der Brand erneut entfacht, und am Morgen stand das Schiff von vorn bis achtern in Flammen und hatte Backbordschlagseite. Vor Ort herrschte extreme Hitze, und auch Öl hatte Feuer gefangen. Ein Mann wurde wegen Rauchvergiftung behandelt. Quelle: Tim Schwabedissen



Coastguard barg Paar und Hund
(03.12.11) Ein Coast Guard MH-60 Jayhawk Helikopter rettete ein älteres Paar und dessen Hund am Nachmittag des 1.12, 50 Meilen westlich von Cedar Key, Florida. Die Coast Guard St. Petersburg hatte um 7:20 Uhr einen Notruf des 59 Fuß langen Sportbootes "Splash of Lime" aufgefangen, das leckgeschlagen war. Von der Coast Guard Air Station Clearwater stieg ein Jayhawk mit Rettungsschwimmer und Lenzpumpe auf. Während der Lenzarbeiten musste er aber zum Auftanken zurück zur Base, in der Zwischenzeit geriet der Wassereinbruch erneut außer Kontrolle. Der Helikopter kehrte zurück und winschte nun die Besatzung auf und brachte sie zur Air Station Clearwater. Das Küstenwachboot "Marlin" nahm Kurs auf die "Splash of Lime", um die Bergungschance auszuloten. Das Paar lebte auf dem Boot. Quelle: Tim Schwabedissen



Boot in Valdez gekentert
(03.12.11) Die Coast Guard Valdez wurde alarmiert, nachdem die 47 Fuß lange "Janice Ruth II" am Abend des 30.11. im Bootshafen von Valdez zu sinken drohte. Als sie vor Ort war, hatte das Schiff bereits Steuerbordschlagseite und lag zu 75 Prozent unter Wasser. Das Boot konnte maximal 500 Gallonen Diesel und 25 Gallonen Hydrauliköl fassen. Ein dünner Ölfilm war um das Wrack sichtbar. Am 1.12. um 1.30 Uhr war Personal von R&R Diving vor Ort und legte eine Ölsperre aus. Am Nachmittag erklärte sich die International Bank of Texas für verantwortlich und nahm die R&R Diving offiziell unter Vertrag. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderloser Kutter eingeschleppt
(03.12.11) Das 52 Fuß lange Rettungsboot "Triumph" der Station Cape Disappointment in Ilwaco, Washington, kam gegen 13 Uhr am 30.11. dem havarierten Kutter "Steve C" zu Hilfe, der am Morgen nahe der Mündung des Columbia River sein Ruder verloren hatte. Von der Position 21 Meilen nordwestlich von Clatsop Spit wurde er nach Astoria, Oregon, eingeschleppt. Der Anmarsch dauerte bei 10-14 Fuß hohen Wellen rund eineinhalb Stunden. Der Kutter hatte 22 Tonnen Fang an Bord. Es gelang, den Havaristen einzuschleppen und am 1.12. gegen ein Uhr früh an der Station Cape Disappointment festzumachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler sank vor Portugal
(03.12.11) Der portugiesische Trawler "Virgem Do Sameiro (VC 246-C) sank am 29.12. unweit von Figueira da Fo. Die sechsköpfige Crew wurde zunächst vermisst. Am 2.12. wurde sie von einem Helikopter der portugiesischen Luftwaffe unversehrt entdeckt und gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Bootswrack, Anker und Moorleichen im Rhein entdeckt
(03.12.11) Das extreme Niedrigwasser des Rheins hat es jetzt ermöglicht, ein Boot der Alliierten zu bergen, mit dem 1945 auf dem Fluss übergesetzt wurde. Als die Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wesel mit Kollegen ein neues Messgerät ausprobierte, wurde es bei Bislich nahe des Stummen Deichs geortet und anschließend mit einem Kran an Land gehievt. Jetzt ist das etwa sechs Meter lange Boot vorläufig erst einmal im Heimatmuseum Bislich untergebracht. Museumschef Peter von Bein ist dort nun zusammen mit anderen Fachleuten mit der genauen Bestimmung des verbeulten Fahrzeugs beschäftigt. Das Boot aus dem Zweiten Weltkrieg war nicht das Einzige, was aus dem Rheinwasser befördert wurde. Anker und alte Mooreichen gehörten ebenfalls zu den Funden. Quelle: Tim Schwabedissen



Rennyacht auf Derwent gesunken
(03.12.11) Die dreiköpfige Crew der Yacht "Freycinet" der Dragon-Klasse wurde rasch von einem anderen Boot sowie einem Patroullienbboot gerettet, nachdem die 9,8 Meter lange Yacht bei der Barry Calvert Memorial Regatta auf dem Derwent River in Hobart binnen Sekunden unterging, nachdem eine einfallende Windbö sie auf die Seite gelegt hatte. Der Skipper wurde von der "Robert Nettlefold", einem Boot des Royal Yacht Club of Tasmania, aus dem Wasser gezogen, während die übrigen von der Yacht "Karabos IX" gerettet wurden. Nun soll das Boot rasch geortet und gehoben werden, um noch am Prince Philip Cup auf dem Derwent Anfang Januar 2012 teilnehmen zu können. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster in Ormond gestrandet
(03.12.11) Eine 33 Fuß lange Zweimastketsch strandete am 2.12. nördlich des Granada Boulevard Beach in Ormond. Die Volusia County Beach Patrol rettete den Skipper aus Metter, Galveston, nachdem das Boot in hohe Brandung geraten war. Die Versicherung beauftragte eine Kranfirma mit der Bergung, die während Niedrigwasser erfolgen soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutscher Binnentanker auf Ijssel gestrandet
(03.12.11) Der deutsche Binnentanker "Landegge", 1489 ts (EU-Nr.: 04801260) lief am 1.12. kurz vor Mitternacht auf der Ijssel nahe Olst mit einer Ladung von 1000 Tonnen Benzin auf Grund. Das Schiff hatte 2,26 Meter Tiefgang, der Fluss aber war nur zwei Meter tief. Er musste für den Schiffsverkehr gesperrt werden, während ein Leichtertanker längsseits ging. Ab dem 2.12. gegen neun Uhr wurden Schiffe wechselseitig an dem Havaristen vorbei geführt. Gegen halb 10 gelang es einem Schlepper, den Tanker vom Grund zu ziehen und an die Flussseite zu bugsieren, wo das Leichtern fortgesetzt wurde. Die Ijssel wurde dann für den Schiffsverkehr wieder komplett freigegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Beide Beteiligte der Kollision im Bergenfjord reparaturbedürftig
(03.12.11) Der norwegische Lachstransporter "Robas", 682 BRZ (IMO-Nr.:9165487), machte am 2.12. gegen Mittag am Kai einer Werft der Bergen Gruppe in Laksevåg fest, nachdem zuvor hastig die 100 Tonnen Lachs gelöscht worden waren in der Hoffnung, den größten Teil noch gebrauchen zu können. Nun galt es, das Leck an Backbordseite zu flicken, das dem Transporter auf der Fahrt von Haugesund nach Florø gerissen worden war. Auch die "Rana Frakt", 1156 BRZ (IMO-Nr.: 8616075), die dem Schiff in die Seite gelaufen war, hatte ein Loch im Backbordbug, das es vor der Weiterreise nach Sandnes zu flicken galt. Eine Untersuchung durch die norwegischen Behörden ergab, dass die beiden Schiffe vor ihrer Kollision in dem engen Gewässer keinen Funkkontakt hatten. Der Bericht wird nun im Hauptquartier in Haugesund ausgewertet. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler in Nakhodka in Brand
(03.12.11) Am 1.12. gegen fünf Uhr brach auf dem russischen Fabrikations-Trawler "Mekhanik Bryzgalin" im Fischereihafen von Nakhodka ein Feuer aus. Holzkisten waren in Brand geraten. Die örtliche Feuerwehr löschte den Brand binnen zwei Stunden, die 18-köpfige Crew wurde vorsorglich evakuiert. Die "Mekhanik Bryzgalin", 5500 tdw (IMO-Nr. 8225515), wurde 1982 erbaut und ist in Nakhodka beheimatet. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter drohte im Roten Meer zu sinken
(03.12.11) Die ägyptische Armee kam am Morgen des 3.12. dem libanesischen Frachter "Amina" 2675 BRZ (IMO-Nr.: 7702944), mit 14 Mann Crew im Roten Meer zu Hilfe. Er war von Suez nach Somalia unterwegs und drohte 56 Kilometer vor der Südküste von Safaga City zu sinken. Ein Helikopter wurde vom SAR-Center in Kairo zu dem Havaristen geschickt. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der WSP 5 (Bild: Frank Behrends)   Großbild klick!
Gesunkenes Polizeiboot aus dem Rhein geborgen
(02.12.11) Das am Abend des 28.11. auf dem Rhein bei Karlsruhe-Rappenwört gesunkene Polizeiboot "WSP 5" wurde am Nachmittag des 1.12. mit Hilfe des 47 Meter langen Mannheimer Kranschiffes "Achilles", 547 ts (ENI-Nr.: 5055950), geborgen. Das Schiff mit einer Hebekraft von 100 Tonnen setzte es gegen 14.30 Uhr auf dem 40 Meter langen 207-Tonnen-Ponton "DB 1876" (ENI-Nr.: 5018760), in einem dort eigens angelegten Kiesbett ab. Für die Bergung hatte die Wasserschutzpolizei Karlsruhe das Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim beauftragt. Dieses sicherte zuerst das gesunkene Polizeiboot vor dem Abtreiben mithilfe des Baggerschiffes "Zander", 198 ts (ENI-Nr.: 5015000). Parallel dazu wurden die Bergungsfahrzeuge an die Havariestelle gebracht. Dann wurden Seile unter das havarierte Polizeiboot gezogen. Im zweiten Schritt erfolgte das Anheben des Havaristen. Das stark beschädigte Boot wurde im Beisein von Mitarbeitern der Braun-Werft in den Hafen Karlsruhe gebracht. Dazu wurde der Mannheimer 46-Tonnen-Schubschlepper " Wisent" (ENI-Nr..: 05018750) eingesetzt. Währenddessen sicherte die "Speyer" den Transport zu Tal, das Polizeiboot Nr. 4 sicherte zu Berg, vor Ort war auch Polizeiboot Nr. 32, und die "Maxau" lag längsseits der "Achilles". Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in der Außenelbe
(02.12.11) Auf dem 133 Meter langen ägyptischen Frachter "Abu Drees", 10022 BRZ (IMO-Nr.: 7721380) ist am Morgen des 1. Dezember 2011 gegen 8.30 Uhr auf der Außenelbe in Höhe der Tonne 13/14 ein Feuer ausgebrochen. Der Brand entstand im Deckshaus der "Abu Rdees", die in Ballast von Klaipeda nach Bremen unterwegs war. An Bord des Frachters waren 37 Mann Besatzung. Der Seenotkreuzer "Hermann Helms" der DGzRS-Station Cuxhaven hörte den Notruf der Frachterbesatzung über Funk und eilte dem Havaristen sofort zu Hilfe. An Bord waren auch sechs speziell ausgebildete Feuerwehrleute und einen Notarzt aus Cuxhaven. Mit dem Havaristen vereinbarte die Seenotleitung Bremen einen Treffpunkt auf Neuwerk Reede, wo der Frachter vor Anker ging. Von der Station Helgoland aus machte sich der Seenotkreuzer "Hermann Marwede" ebenfalls auf den Weg zum Havaristen. Der Besatzung des Frachters gelang es derweil mit Bordmitteln, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Bei fünf Besatzungsmitgliedern bestand der Verdacht auf Rauchgasinhalation. Die "Hermann Marwede" hat die fünf Seeleute übernommen und brachte sie - betreut von dem Notarzt - zur weiteren Versorgung durch den Landrettungsdienst nach Cuxhaven. Der Seenotkreuzer "Hermann Helms" übergab unterdessen die Feuerwehrleute an die "Abu Rdees". Sie überprüften, ob der Brand tatsächlich gelöscht war. Zur Unfallzeit herrschten südwestliche Winde um fünf Beaufort und etwa ein Meter Seegang. Am Nachmittag ging die "Abu Drees" ankerauf und erreichte in den Abendstunden Bremen, wo sie an Schuppen 22 festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Eisdruck ließ Frachter auf Grund laufen
(02.12.11) Der russische Frachter "Begey", 1649 tdw (IMO-Nr.: 8943210) lief am 30.11. um 10.30 Uhr mit einer Ladung von 1587 Tonnen bei Kilometer 153,5 auf dem Volga - Caspian Sea-Canal wegen Eisdrucks auf Grund. Um 15.40 Uhr kam er assistiert vom Eisbrecher "Kapitan Bukaev" wieder frei und lief nach Olya zur Inspektion ein. Der Fluss-See-Frachter wurde 1986 erbaut und läuft für die DF VTC Broker, Astrakhan. Quelle: Tim Schwabedissen



Lachstransporter sinkend auf Grund gesetzt
(02.12.11) Auf dem Weg von Haugesund nach Florø wurde der norwegische Lachstransporter "Robas", 682 BRZ (IMO-Nr.:9165487), bei Kobbeleia zwischen Bjorøy und Sotra am 1.12. um 18.54 Uhr von dem auf Nordkurs entgegen kommenden norwegischen Frachter "Rana Frakt", 1156 BRZ (IMO-Nr.: 8616075), gerammt. Dabei entstand im Backbordvorschiff des Fischcarriers ein Leck unterhalb der Wasserlinie, und es kam zu einem starken Wassereinbruch, durch den sich Schlagseite entwickelte. Deswegen wurde er von seinem Kapitän vorsorglich auf Grund gesetzt. Die fünfköpfige Crew blieb unversehrt. Das Rettungsboot "Kristian Gerhard Jebsen" sowie die "Bjarne Kyrkjebø" wurden alarmiert und waren binnen weniger Minuten zur Unglücksstelle unterwegs. Taucher stiegen ab und machten sich daran, das Leck abzudichten, während starke Lenzpumpen gegen das eindringende Wasser eingesetzt wurden . Nachdem der Wassereinbruch unter Kontrolle war, konnte sich die "Robas" um 22.15 Uhr von den Felsen ziehen und steuerte Skogsvågen an, wo die 100 Tonnen Lachs abgepumpt wurden in der Hoffnung, den größeren Teil von ihnen retten zu können. Währenddessen machte sich die "Rana Frakt" mit ihrer Stahlladung auf den Weg nach Laksevåg in Bergen, wo die Besatzung nach dem Festmachen gegen 21.30 Uhr routinemäßig drogengetestet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



"Princess of the South" in Cebu in Schwierigkeiten
(02.12.11) 274 Passagiere und die 66-köpfige Crew der philippinischen Fähre "Princes of the South" der Sulpicio Lines Inc. wurden von der Philippine Coast Guard gerettet, nachdem das Schiff am 1.12. gegen 20 Uhr kurz nach dem Ablegen von Pier IV vor Cebu in Schwierigkeiten geraten war. Es hatte plötzlich in der Mitte von Cebu Sea unvermittelt gestoppt, nachdem es zu Antriebsproblemen gekommen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter auf Yangtse gestrandet
(02.12.11) Ein Containerfrachter lief am 1.12. in der Mündung des Yangtse-Fluss gegen 18 Uhr auf Grund. Die 12-köpfige Crew, die aus Deutschland, der Ukraine, Rumänien, Myanmar und den Philippinen kam, wurde bei starkem Wind unversehrt abgeborgen. Der Frachter saß mit Schlagseite in flachem Wasser fest, und die Bergung wurde durch die örtlichen Behörden vorbereitet. Wahrscheinlich war es auch der stürmische Wind, der das ankernde Schiff ins Treiben hatte kommen lassen. Es war unbeladen von Südkorea nach Shanghai unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter in Tafelbucht
(02.12.11) Am Morgen des 1.12. brach auf einem chinesischen Kutter in der Tafelbucht ein Feuer aus. Ein Mann wurde wegen Rauchvergiftung in Kapstadt medizinisch betreut. Der Brand war in einem Lagerraum mit Netzen und Fanggerät entstanden, als dort Reparaturen durchgeführt wurden. Gegen acht Uhr war er unter Kontrolle. Quelle: Tim Schwabedissen



Treibender Frachter rammte zwei Kutter
(02.11.11) Der Frachter "Bradrick" rammte bei starkem Wind am 30.11. in Zamboanga City die Kutter "Sherman" und "ZAM - 2DO", die vor der Küste von Barangay Cawit ankerten. Die "Bradrick" hatte einige Kilometer entfernt zu Reparaturarbeiten gelegen, als eine Sturmbö sie erfasste und ins Treiben kommen ließ. Die beiden Kutter wurden an Rumpf und Ankergeschirr leicht beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Thunfischfänger nach Kollision evakuiert
(02.12.11) Am Morgen des 1.12. kollidierte der Thunfischfänger "TS 0ß965 PY" 300 Meilen vor der Küste der Zentral Phu Yen Provinz unweit von Tuy Hoa City mit einem anderen Schiff. Die gesamte Crew wurde von einem dritten, in dem Seegebiet stehenden Fahrzeug gerettet. Der beschädigte Kutter sollte in Richtung der Küste abgeschleppt werden, wozu die Da Rang Border Guard Station andere Schiffe um Assistenz bat. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter mit 11 Mann vermisst
(01.12.11) Ein 94-Tonnen-Kutter aus Hai'an in der chinesischen Jiangsu-Provinz wurde am 1.12. mit einer 11-köpfigen Crew vermisst. Das Schiff hatte gegen sieben Uhr an der Ostküste von Jiangsu den Kontakt verloren. Es hatte dort vor Anker gelegen, nachdem es vor einem Sturm, der am Morgen des 29.11. ausbrach, Schutz gesucht hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Abwracker auf Schrotttanker verhaftet
(02.12.11) Fünf Personen wurden im Zusammenhang mit dem Tanker, der vor Prampram in Accra auf Grund gesetzt wurde, verhaftet. Anwohner hatten Befürchtungen wegen Ölrückständen und anderen giftigen Substanzen, die im Meer gelandet waren, geäußert. Daraufhin haben Vertreter der Environmental Protection Agency das Schiff inspiziert und die Sorgen geteilt. Die National Security fand am 30.11. fünf Personen auf dem Schrottschiff vor und verhaftete sie. Bei dem Schiff dürfte es sich um den Tanker "Sir Michael", einen 8900-Tonner, der einst für die Zenon Petroleum lief, handeln. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwierige Bergungsoperation in der Narrangansett Bay
(02.12.11) Eine Bergungscrew traf jetzt aus New Jersey an der Newport Pell Bridge ein, wo eine 350-Tonnen-Barge am 29.10. im Sturm gestrandet war. Die Bergungsbarge "Chesapeake 1000" war fast 30 Stunden von Newark Bay in die Narragansett Bay bei Jamestown unterwegs. Sie hat einen 265 Fuß langen Kran auf Deck, der die Barge aus 100 Fuß Wassertiefe heben soll. Abhe & Svoboda soll derweil Umweltschäden abwenden. Die Barge liegt kieloben und hat noch rund 2,400 Gallonen Öl in drei Tanks. Deswegen bat Abhe & Svoboda die Donjon Marine, eine Bergungsfirma, die überwiegend vor New York und New Jersey tätig ist, um Hilfe. Derzeit sind Taucher dabei, die Barge zur Hebung vorzubereiten. Sie können jeweils 60-70 Minuten vor Ort sein, ehe es für zwei Stunden in eine Dekompressionskammer geht. Sie müssen an Bug und Heck der Barge Kanäle für die Hebestropps anlegen, wobei sie Hochdruckdüsen verwenden, um den Sand zu wegzuspülen. Am 1.12. sollte die Barge unter Wasser gedreht und dann an die Wasseroberfläche geholt werden, falls sie dabei keine strukturellen Schäden erlitten hat. Danach sollte sie in flaches Wasser unweit des Naval War College verholt und dort erneut abgesenkt werden. Dann stand das Auspumpen des Öls auf dem Programm. Falls beim Drehen Schäden festgestellt werden, soll das Öl vor dem Verbringen in flaches Wasser abgepumpt werden. Dabei gilt es auch, eine Kollision der Kranbarge mit der unmittelbar benachbarten Brücke zu vermeiden. Quelle: Tim Schwabedissen



Beschädigter Lotsentender zurück in der Bauwerft
(02.12.11) Nachdem der Lotsentender "Duhnen" nach der Kollision mit der "Ever Strong" im Dock der Empting-Werft in Cuxhaven notrepariert war, verholte er am 1.12. zur Bauwerft Abeking & Rasmussen-Werft in Bremen-Lemwerder zur endgültigen Reparatur, die bis Anfang Januar 2012 abgeschlossen sein soll. Ein Glücksfall nach dem Ausfall war, dass bei Abeking & Rasmussen an demselben Tag der Tender-Neubau "Groden" (MMSI-Nr.: 211545300) getauft und abgeliefert wurde. Durch den neuen Versetzer war der Lotsenbetriebsverein in der Lage, den Ausfall der "DUHNEN" kurzfristig zu kompensieren. Das Schiff ging sofort in den Versetzdienst in der Elbemündung. Quelle: Tim Schwabedissen



"Sea Side" wird verschrottet (Bild: Holger Elgaard)   Großbild klick!
Ende einer Hurtigruten-Fähre
(01.12.11) Die frühere Hurtigruten-Fähre "Seaside", 483 BRZ, wurde am 30.11. 2011 ins kleine Trockendock der Beckholmen-Werft gezogen. Am 29.11. war es nach der Bergung von zwei Schleppern in den Essingesund abgeschleppt worden. Bei Beckholmen sollen in der kommenden Zeit einige provisorische Reparaturen durchgeführt werden, damit das Schiff sicher zum Abwracken nach Frederikshavn überführt werden kann. Die gesamte Aktion, das Schiff auf dem Mälar-See aufzurichten und noch einmal seeklar zu machen, wird knapp 5.8 Millionen Kronen kosten. Damit enden auch die Bemühungen, es in Norwegen der Nachwelt zu erhalten. Der Freundeskreis aus Narvik konnte die Restaurierungskosten von geschätzt 20 Millionen Kronen nicht aufbringen.
Am 23.9.2009 war das Schiff im Tappströmskanal gekentert. Die Ekerö Rederi AB, die sich lange um das Schiff bemüht hatte, entsorgte dann noch eine geringe Menge von Schadstoffen von Bord. Seit dem 12.6. war eine zunehmende Schlagseite beobachtet worden, und niemand war am Ende in der Lage gewesen, das Kentern durch den Wassereintritt abzuwenden. Die Ekerö Rederi AB hatte sich u.a. wegen der geringen Wassertiefe an der Untergangsstelle nicht in der Lage gesehen, das Wrack dann zu bergen, und es blieb bei der Umweltbehörde, eine Bergung einzuleiten, die im Oktober begann. Dabei wurde die nur 40 Zentimeter tief gehende Kranbarge "Berta" eingesetzt.
Damit endete die Karriere der Fähre, die 1953 bei der Bauwerft Drammens Slip & Verksted als "Skogøy" begann. Das Schiff lief jahrzehntelang auf der Route Narvik-Svolvær und in der sonntäglichen Touristenfahrt nach Sørskjomen und rund Hinnøya. 1977 lief die Fähre bei Risvær in den Lofoten auf Grund, 1980 brach am Kai in Narvik ein Brand aus. Das Kombischiff ist 50 Meter lang, 8,11 Meter breit und hat 4,5 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Jahre nach Strandung wird Tanker abgewrackt
(01.12.11) Der 1959 als "Brotank" erbaute, maltesische Bunkertanker "Golden Bay" wird fünf Jahre nach einer Havarie, nach der er nicht mehr in Fahrt kam, nun im Grand Harbour auf Malta abgewrackt. Das Schiff war unter dem Namen "Eldaren" 2003 auf Malta eingetroffen, als die es der schwedischen Marine seit 1981 gedient hatte und nach der Außerdienststellung durch die Island Bunkers Ltd. erworben worden war. Am 10.10.2006 war es auf der Fahrt zum Grand Harbour vor Marsascala auf ein Riff gelaufen. Die Schlepper "Pawlina" und "Wenzina" sowie der Schwimmkran "Seawolf II" hatten den Tanker dann geborgen und zur Church Wharf des Cassar Ship Repair Yard zur Untersuchung gebracht. Der Tanker war seither aufgelegt. Ein halbes Jahrzehnt darauf begann das letzte Kapitel seiner Laufbahn, als die Schneidbrenner sich daran machten, ihn zu zerlegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Anwohner von Kpoete erbost über Schrottschiff auf Strand
(01.12.11) Die Anwohner von Kpoete, einer Gemeinde nahe Prampram in der Accra Region, sind erbost, nachdem ihnen ein über 200 Meter langes Schiff zum Abwracken auf den Strand gesetzt wurde und damit bereits zum dritten Mal ein Abbruchschiff auf dem Küstenabschnitt landete. Die Abwracker stehen im Verdacht, Öl und Abfall während des Abbrechens ins Meer zu verklappen. Asbeststücke verschmutzten den Strand, und Schiffsteile ragen aus dem Wasser, die wohl zu schwer zum Heben sind und dort verbleiben. Ein dünner Ölfilm trieb großflächig in dem Seegebiet, es riecht nach Gas. Die Environmental Protection Agency (EPA) hat bislang nicht reagiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Tapferes altes Mädchen widersteht der Brandung vor Tauranga
(01.12.11) Während drei Meter hohe Wellen am 30.11. weiterhin ein Abbergen von Containern von der "Rena" verhinderten, waren Berger an Bord damit beschäftigt, Riggs zu installieren, mit deren Hilfe Container vom Schiff geborgen werden sollen. Von den insgesamt 1368 Containern, die das Schiff geladen hatte, hatten sich bei der Strandung 554 auf Deck gestaut befunden. Außerdem wurde das Skimmen von Restölbeständen fortgesetzt. Taucher untersuchten das Riff rund um die "Rena" in Vorbereitung einer neuen Ankerposition für die "Sea Tow 60", wenn alle derzeit von ihrer Lage aus erreichbaren Container abgeborgen sind. An Land wurden 160 Container, die im Hafen angelandet wurden, durch Braemar Howells behandelt. Experten von Braemar Howells waren auch auf White Island und Motiti Island aktiv, um Containertrümmer zu finden. Von den 87 über Bord geschlagenen Containern waren viele dort gestrandet und hinterließen Blöcke von Buttern, Frikadellen, Würstchen, Hausrat, Tierhäuten und anderen Exportprodukten. Die ranzige Butter und das faulende Öl verursachten einen fast unbeschreiblichen Gestank auf der paradiesischen Insel. Es hätte schlimmer kommen können, da 32 Container an Bord der "Rena" Chemikalien und Gefahrgüter enthielten. Einige waren mit Ferrosilizium beladen, das brennbare Gase bei Kontakt mit Wasser entwickelt, und 21 enthielten Kryolith, ein giftiges Nebenprodukt aus der Aluminiumverhüttung. Der Zustand des Schiffes selbst war auch knapp zwei Monate nach der Strandung im Großen und Ganzen unverändert. Der Stahl knirscht und kreischt weiterhin, wenn der Rumpf in den Wellen arbeitet, doch das 21 Grad überliegende Wrack brach allen anderslautenden Prophezeiungen zum Trotz noch nicht vollständig auseinander. Der Job des 40-köpfigen Bergungsteams von Svitzer ist nichtsdestotrotz riskant. Über 1100 Container sind noch an Bord nach, zwischen denen die Berger herumklettern. Sie werden noch Monate zu tun haben, falls die Schiffsteile überhaupt so lange zusammen halten, was nicht als wahrscheinlich gilt. Dennoch bezeichnen sie die "Rena" als tapferes, stoisches altes Mädchen. Für ihre Arbeit fordern die Berger aber auch einen hohen Preis. Sie beanspruchen einen hohen Prozentsatz von der geborgenen Fracht als Garantie. Die Rede ist von 80 Prozent, wobei 50-60 Prozent als realistisch erachtet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Entölung von Weltkriegswracks unterbrochen
(01.12.11) Das Abpumpen von Öl aus Wracks aus dem 2. Weltkrieg wurde durch die norwegischen Seefahrtsbehörden vorläufig unterbrochen. Rund 100 Kubikmeter Öl wurden im Herbst aus Schiffen im Ofotfjord und Vesterålen beseitigt. Es handelte sich um HMS "Bittern" und den deutschen Frachter "Neuenfels" in Narvik, deren Tanks nun nahezu leer sind. Das Projekt hatte eigentlich im August 2011 starten sollen, doch wegen eines akuten Ölaustritts aus der "Bittern" im Namsfjord kam es zu Verzögerungen. Weitere Schiffe, deren Tanks entölt werden sollen, sind der deutsche Zerstörer "Erich Giese", der am 13.4.1940 vor dem Hafen von Narvik ebenso wie die an der Pier liegende "Diether von Roeder" zerstört wurde, die "Boardale" in Vesterålen. Im April 2012 sollen mit Eintritt günstigerer Witterungsbedingungen diese Arbeiten fortgesetzt und bis Ende Mai abgeschlossen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Nach " Mol Efficiency" nun auch "Splittnes" bei Lloyd-Werft eingetroffen
(01.12.11) Der bei der Kollision mit der "Mol Efficiency" auf der Außenweser schwer beschädigte Frachter "Splittnes" wurde am 30.11. im kleinen Reparaturdock der Rickmers-Lloyd-Werft in Bremerhaven gedockt. Dort sollen zunächst die Schäden näher untersucht werden, zuvor konnte nicht genau gesagt werden, wie teuer die Reparatur und wie lange diese dauern wird. Der mit 17.000 Tonnen Schotter und Kies beladene Frachter war am Abend des 22.11. bei dichtem Nebel vor Bremerhaven auf "MOL Efficiency" aufgefahren. Dabei war die Steuerbordseite aufgerissen worden. Es gelang, die "Splittnes" trotz ihrer Schlagseite schließlich stabilisieren und an die Columbuskaje zu ziehen, wo sie stabilisiert wurde, ehe die Ladung dann gelöscht wurde. Die "MOL Efficiency" wurde bei dem Unfall am Heck beschädigt. Sie liegt ebenfalls bei der Lloyd-Werft und wurde zum Bug hin umgetrimmt, um die Schäden an der Ruderanlage ohne Dockung ausbessern zu können. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Fischer von Kutter gerettet
(01.12.11) Die zweiköpfige Crew des Kutters "Atlantic Endeavor" wurde am 30.11. von einem Cormorant-Helikopter gerettet, nachdem das Schiff an der Westküste von Neufundland gestrandet war. Der Kutter lief nahe Cow Head, rund 30 Kilometer nördlich des Grosmorne National Park, auf Grund. Die beiden Männer gingen in eine Hartschalen-Rettungsinsel und hielten sich an ihrem Schiff, das leckgeschlagen war und in den Wellen arbeitete. Der Cormorant Helikopter und eine Hercules starteten in Gander, auch zwei Boote der Coast machten sich auf den Weg. Die Fischer wurden kurz nach Mitternacht aufgewinscht. Vor Ort war bis zu drei Meter hoher Seegang. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter hatte bei fünf Meter Wellenhöhe Wassereinbruch in der Irischen See
(02.11.11) Ein Coast Guard Helikopter und ein Rettungsboot kamen in der Nacht zum 1.12. dem 17 Meter langen Kutter "Pau Stephen" (MMSI-Nr. 250397000) zu Hilfe, der mit vier Personen an Bord 18 Meilen südöstlich von Cork Harbour leckgeschlagen war. Vor Ort waren acht Bf Wind und fünf Meter hohe Wellen. Ein Hubschrauber stieg in Waterford auf, und das Rettungsboot aus Ballycotton machte sich auf den Weg zu dem Trawler. Er wurde dann nach Ballycotton eskortiert, während die Crew mit Eimern das eindringende Wasser ausschöpfte. Gegen 23 Uhr war das Schiff im Hafen fest, und nun konnte eine Lenzpumpe angeschlagen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht nach einem Tag geborgen
(01.12.11) Am 30.11. gegen 14 Uhr ergab sich bei Hochwasser ein Zeitfenster, die mehrere Millionen Dollar teure Luxusyacht "San Lorenzo", die nördlich von Mackay Harbour gestrandet war, zu bergen. Dem Mackay Marine Services gelang es, das 71 Fuß lange Boot um 14.10 Uhr mithilfe eines 400 Meter seewärts liegenden Schleppers zu drehen und dann in tieferes Wasser zu ziehen. Die "San Lorenzo" war in der Nacht zum 29.11. nach einem Fehler in der Elektrik auf der Fahrt nach Hamilton Island gestrandet. Nun soll es aus dem Wasser genommen und gründlich inspiziert werden. . Quelle: Tim Schwabedissen



Achilles soll Polizeiboot bergen
(01.12.11) Das Karlsruher Polizeitboot "WSP No. 5", das nach einer Kollision mit der 110 Meter langen holländischen Tankbarge "Chemgas 22", 1808 tdw (ENI-Nr.: 02332001), auf dem Rhein nahe Rappenwört sank, soll am 1.12. durch den Schwimmkran "Achilles" gehoben werden. Am 30.11. waren die "Maxau" und "Speyer" mit dem Kran auf dem Rhein zur Unglücksstelle unterwegs, wo das Baggerschiff "Zander" das mit den Aufbauten aus dem Wasser ragende Boot derweil mit Trossen gesichert hatte. Derweil durfte der Schubschlepper "Hekla", 110 ts (EU-Nr.: 2312331) mit der Tankbarge die Reise nach Straßburg nach Abschluss der Untersuchungen fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre in Schwierigkeiten I
(01.12.11) Die norwegische Fähre "Gulen", 1587 BRZ (IMO-Nr.: 8816027), lief am 30.11. um 8.30 Uhr an der Ostseite von Amlabukta auf Grund. Das Schiff war in der Nacht in Kaupanger eingetroffen auf der Fahrt nach Mannheller, wo es den Fährdienst Mannheller-Fodnes übernehmen sollte. Während der Überführungsfahrt war nur eine sechsköpfige Crew an Bord. Beim Verlassen von Amlabukta kam das Schiff auf Felsen fest. Taucher untersuchten seit 16 Uhr den Schaden an Rumpf und Propeller, nachdem die Fähre "Fjærlandfjord" die "Gulen" aus ihrer Lage befreit hatte. Bis auf weiteres musste nun die Fähre "Årdal" alleine die Route Manheller-Fodnes befahren, doch bemühte sich die Reederei Fjord1, die Autofähre "Stryn" so schnell wie möglich von Maloy nach Sogn zu verlegen, was aber witterungsabhängig frühestens am 1.12. der Fall sein konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre in Schwierigkeiten II
(01.12.11) Die norwegische Fähre "Naus", 150 BRZ (IMO-Nr.: 7113741,) erlitt in der Nacht zum 30.11. bei Schweigaardsholmen Maschinenausfall und trieb bei starkem Wind in flachem Wasser auf Grund. Das Schiff kam gerade aus Jomfruland. Taucher wurden geschickt, das Vorschiff auf mögliche Schäden zu untersuchen. Nicht bestätigt wurden Schäden an zwei Spanten. Ein Elektriker machte sich daran, die ausgefallene Elektrik wieder herzurichten, damit das Schiff mit eigener Kraft anlagen konnte. Die "Naus' verblieb danach in Kragerø, bis sie durch Vertreter der norwegischen Seefahrtsbehörden in Augenschein genommen worden war. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre in Schwierigkeiten III
(01.12.11) Fjord1 musste die norwegische Fähre "Rauma". 1393 BRZ (IMO-Nr.: 8704054) nur Stunden nach ihrer Rückkehr auf die Route Åfarnes - Sølsnes wieder aus dem Dienst nehmen, nachdem es am 30.11. an Bord zu technischen Problemen gekommen war. Das Schiff war gerade von der Aas-Werft zurückgekehrt, die die bei einer Grundberührung einige Tage zuvor erlittenen Schäden ausgebessert hatte, als in den Kontrollsystemen Alarm ausgelöst wurde. Die Fähre "Solnør" musste aus Molde to gerufen werden und übernahm um 19.30 den Dienst. Allerdings ist die "Solnør" mit einer Kapazität von 35 Pkw nicht einmal halb so groß wie die "Rauma", die eine Kapazität von 87 Pkw hat. Quelle: Tim Schwabedissen



Kühlschiff verursachte Ölverschmutzung auf der Außenelbe
(01.12.11) Zu einer Gewässerverunreinigung durch Schweröl kam es am 25.11. auf der Außenelbe-Reede. Bei einem Umpumpvorgang brach gegen 21.20 Uhr die Dichtung einer Oberdecksleitung an Bord des 140 Meter langen, unter Bermuda-Flagge laufenden Kühlschiffes "Nelson Star", 8665 BRZ (IMO: 8917558). Dadurch traten rund 700 bis 800 Liter Schweröl an Oberdeck des Schiffes aus. Eine unbekannte Menge davon lief an der Bordwand runter und gelangte in die Nordsee. Der Vorfall wurde durch die Schiffsführung selbst gemeldet. Das Schiff lief Cuxhaven an und machte gegen 20 Uhr an der Seebäderbrücke fest, um dort die Reinigung vornehmen zu lassen. Dort wurden auch erste Ermittlungen durch die Wasserschutzpolizei Hamburg durchgeführt. Bei einer Kontrolle des Seegebietes am 26.11. durch das Mehrzweckschiff "Neuwerk" wurde keine Gewässerverunreinigung mehr festgestellt. Die Staatsanwaltschaft Flensburg setzte gegen die Verantwortlichen an Bord eine Sicherheitsleistung von 15.000 Euro fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Mackay gekentert
(01.12.11) Am 30.11. wurde versucht, Öl aus dem Trawler "Cimmaron" aus Mackay, der am Morgen des 28.11. auf dem Pioneer River unweit des Mackay Fischmarktes gekentert und gesunken war, abzupumpen. Damit wurde die David Edge Marine Contracting von Maritime Safety Queensland beauftragt. Es galt, den Tank vor Eintreten des Hochwassers zu leeren. Erst am 27.11. war das Schiff betankt worden, nachdem es nachmittags mit einer Ladung Garnelen eingelaufen war. Möglicherweise hatte ein extremes Niedrigwasser das Schiff nach Steuerbord umschlagen lassen, oder eine Leitung war geborsten. I>Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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