EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Oktober 2011


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Container umgestürzt (Bild: Augustin Castilla)   Großbild klick!
Container auf "Hansa Riga" demoliert
(31.10.11) Der liberianische Frachter "Hansa Riga", 16915 BRZ (IMO-Nr.: 9060285), lief am Vormittag des 30.10. von Las Palmas kommend, wo er 10 Tage zuvor ausgelaufen war, mit Ladungsschäden in den Hafen von Valencia ein. Miteinander verlaschte Container lagen umgestürzt und beschädigt auf dem Achterdeck, nachdem es im Atlantik zu Seeschlagschäden gekommen war. Ein Kran machte sich daran, wieder Ordnung an Deck zu schaffen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fieberhafte Arbeit an Tanker in 35 Metern Tiefe
(31.10.11) Nach dem Untergang des Tankers "White Whale" vor Umm Al Quwain am 22.10. bestand weiterhin die Furcht vor einer Ölverschmutzung an der Küste durch die 1000 Tonnen Diesel an Bord. Tauchboote und Froschmänner gelang es am 28.10. binnen neun Stunden fieberhafter Arbeit, neue Leckagen in 35 Metern Tiefe zu stoppen. Doch kleinere Mengen Diesel flossen weiterhin aus, und wegen der Strömungen in dem Seegebiet wurde eine zeitweilige Verstärkung der Ölaustritte befürchtet. Tauchern und Experten der National Crisis and Emergency Management Authority, der UAE Coast Guard, der Umm Al Quwain Police, der National Transport Authority sowie der Umm Al Quwain Municipality gelang es unterdessen, die Leckagen bis auf wenige Tropfen zu schließen. In einer zweiten Phase soll das Wrack aufgeschwommen und am Ende abgeschleppt werden. Ölsperren verhinderten derweil ein Abtreiben des ausgetretenen Diesels. Quelle: Tim Schwabedissen



"Island Trader" nicht zum ersten Mal in Schwierigkeiten
(31.10.11) Die Polizei soll die Strandung des australischen Inselversorgers "Island Trader", der in einer Lagune von Lord Howe Island eine Woche lang auf Grund saß, untersuchen, nachdem bekannt wurde, dass das Schiff bereits 2009 Ölverschmutzungen dort verursacht hat. In einem Fall liefen 200 Liter Öl aus. NSW Maritime hat nie einen Bericht hierzu erhalten, obwohl die Strafen für derlei Vorkommnisse im Weltkulturerbe millionenschwer sein können. Die "Island Trader" ist inzwischen wieder in der Versorgungsfahrt tätig. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweite Phase von "Ecolution"-Reparatur angelaufen
(31.10.11) Die "Ecolution", das Segelschiff der Zukunft des einstigen holländischen Astronauten Wubbo Ockels, ist nun auf dem Weg nach Groningen, wo der zweite Teil der Reparaturen an dem Schiff durchgeführt werden soll, das im Dezember vorigen Jahres von Unbekannten versenkt worden war. Die Wasserschäden waren erheblich gewesen. Es war nicht gelungen, die Saboteure zu ermitteln. Die erste Phase der Reparatur hatte der Fahrtüchtigkeit der Yacht gegolten. Nun müssen die elektrischen Komponenten in diesem Winter wiederhergestellt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre nach Grundberührung gedockt
(31.10.11) Bei der Vaagland Båtbyggeri ging am 28.10. die norwegische Fähre "Brandal", 1132 BRZ (IMO-Nr.: 8211899), ins Trockendock. Sie war in der vergangenen Woche in Halsa auf Felsen gelaufen. Dabei war es zu Schäden am Propeller und einer Ölleckage am Propellerschaft gekommen. Um an die beschädigten Bereiche heran zu kommen, musste das Schiff trockengesetzt werden. Nun wird sich die Firma Rolls-Royce Marine, die spezialisiert ist auf Propellersysteme, des Antriebs annehmen. Gleichzeitig soll die Dockzeit für Instandhaltungsarbeiten genutzt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Strandungen an einem Tag
(31.10.11) Am 30.10. um 19.15 Uhr lief der russische Frachter "Samur-8", 1839 BRZ (IMO-Nr.: 9100190) bei Kilometer 126 auf dem Volga - Caspian Sea Canal auf der Reise von Astrakhan nach Enzeli mit einer Ladung Schrott auf Grund. Nachdem Versuche, aus eigener Kraft freizukommen, scheiterten, wurde auf Schlepperhilfe gewartet. Der Kanal musste für den Verkehr gesperrt werden. Bereits um 9.50 Uhr desselben Tages war der Marineschlepper "MB-58", 1452 tdw, der Kaspischen Flotte bei Kilometer 125,8 auf Grund gelaufen. Um 16.10 Uhr kam das Schiff wieder frei. Es gehört zur Sorum-Klasse der kaspischen Marine und wurde 1974 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Übersteht "Rena" auch den dritten Sturm? Auswandererfamilie bangt um Hausstand
(31.10.11) Wegen schlechter Wettervorhersagen mit starkem Nordostwind mussten die Arbeiten an der "Rena" am 30.10. unterbrochen werden, ohne dass der Kofferdamm hätte komplettiert werden können, der Zugang zum Steuerbordtank V mit seinen 358 Tonnen Öl erlauben soll. Seegang von bis zu fünf Metern Höhe wurde für die nächsten 24 bis 48 Stunden vor Ort erwartet. Vor dem Abzug der Berger haben sie noch Tanköffnungen und Ventile abgedichtet, um für den möglichen Fall eines vollständigen Auseinanderbrechens des Frachters den Ölverlust zu begrenzen. Wahrscheinlich werden in der Schlechtwetterphase auch weitere Container über Bord gehen. Svitzer hat versucht, die am stärksten gefährdeten Container mit Ortungshilfen zu versehen. Möglich war auch der Verlust von Öl aus weiteren Bereichen, der Seegang würde aber auch auf See vorhandenes Öl aufbrechen.
Derweil wurde eine Containerbarge mit großen Kränen ausgestattet, um das Löschen der Ladung von Deck zu ermöglichen. Die 85 Meter lange "Sea-Tow 60" traf von Queensland kommend am 27.10. vor Ort ein. Wann die Arbeit, die hunderte an Deck verbliebenen Container abzubergen, aber tatsächlich anlaufen kann, war derzeit noch nicht absehbar. Erst musste ohnehin das verbliebene Öl abgepumpt werden.
Schlechte Aussichten also auch für die Familie Swetman in Matamata auf der Nordinsel Neuseelands. Ihr Haus ist ausgestattet mit Spenden und Geschenke von Freunden, der Familie und auch Fremden. Denn der ganze Besitz der Swetmans befindet sich in einem Container auf der "Rena". Der Neuseeländer Carl Swetman und seine amerikanische Frau Kristina zogen vor zweieinhalb Monaten mit ihren beiden Kindern von San Francisco zurück nach Neuseeland. Ihren Hausstand ließen sie in einem Container verschiffen. Zu seinem Inhalt zählen auch Fotoalben, persönliche Unterlagen und 3000 Bücher im Gesamtwert von mehr als 40.000 Euro. Das Paar hatte drei Häuser nahe San Francisco besessen. Sie wurden von Mietern demolierten, in der Rezession verloren die Immobilien weiter an Wert und mussten abgeschrieben werden. In Neuseeland wollten beide neu anfangen. Nach den Häusern drohen sie nun auch noch den Rest ihrer Habe zu verlieren. Da die Swetmans nach den Schicksalsschlägen in den USA zudem ziemlich pleite waren, hatten sie die Fracht nicht versichert. Ob ihr Container noch auf der "Rena" ist, weiß niemand zu sagen. Bis es Klarheit gibt, versucht die Familie, ein möglichst normales Leben zu führen. Der Vater arbeitet in einer Milchfabrik. Seine Frau sucht eine Arbeit als Lehrerin. Ob und wann sie ihren Hausstand wiedersehen, liegt indes nicht in ihrer Macht. Quelle: Tim Schwabedissen



Havarie der "Schelde Trader" rasch und effizient gehandhabt
(31.10.11) Der Bürgermeister von Tauranga verlangt Antwort auf die Frage, wie es drei Wochen nach der Strandung der "Rena" in der Bay of Plenty zu der Havarie des 133 Meter langen Containerfrachters "Schelde Trader", der zum Bunkern auf der Fahrt von Auckland nach Noumea in Tauranga gestoppt hatte, am 28.10. um 10.35 Uhr vor Mauao kommen konnte. Das Schiff hatte einen Lotsen an Bord, als es nach Maschinenausfall beim Verlassen des Hafens auf Grund lief und nach 20 Minuten von den Felsen gezogen wurde. Wegen der Tidenströmung wurde sie dann bis 15.45 Uhr von Schleppern vor dem Hafen gehalten, ehe sie zur Untersuchung wieder einlaufen konnte. Der Schaden am Schiff blieb aber gering. Ein mechanisches Versagen hat offenbar den Maschinenausfall verursacht, durch den auch das Ruder versagte. Ein Vertreter des Bay of Plenty Regional Council sah die Sache gelassen. Maschinenversager kämen vor, und der Hafen sei im Prinzip leicht zu navigieren. Die Hafenbehörden seien gut trainiert, mit solchen Situationen umzugehen. Es gebe 3000 Schiffsbewegungen pro Jahr in Tauranga und nur wenige Zwischenfälle. Ölsperren seien sofort in Bereitschaft gebracht worden und der Frachter binnen 19 Minuten von den Felsen gezogen gewesen. Es gäbe keine Parallelen und Zusammenhänge mit der "Rena"-Strandung. Maritime New Zealand sammelt noch mehr Informationen, ehe es einen Beschluss über eine mögliche Untersuchung fassen wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper rammte Wellenbrecher und wurde dann von Barge gerammt
(31.10.11) In Warrenton, Oregon, kollidierte am 29.10. der Schlepper "Altair", der die Barge "Deneb" auf dem Haken hatte, mit einem Wellenbrecher nahe des Eben H. Carruthers Memorial Park in Warrenton. Dadurch überholte die "Deneb" den Zugschlepper und rammte ihn dann. Inspektoren der Coast Guard und Vertreter der Marine Safety Unit Portland untersuchten am 30.10. das Schiff und befragten die Crew. Der Schaden an der "Altair" hielt sich aber in Grenzen, und nach dem Abschluss von Erprobungen sollte spätestens am 31.10. die Seetüchtigkeit wieder hergestellt sein. Der Wellenbrecher wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, aber die Schadenshöhe stand noch nicht fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter und eine Vermisste bei Bootsunglück vor Oleron
(31.10.11) Das 6,5 Meter lange Sportboot "Octopussy 7" kenterte mit vier Insassen einen Kilometer vor dem Strand der Stadt La-Bree-les-Bains auf der Insel. Sofort stieg ein Rettungshubschrauber auf und barg zwei Personen von dem gekenterten Boot ab, die unterkühlt und geschockt waren. Taucher, die von dem Hubschrauber abgesetzt wurden, fanden einen dritten Mann unter dem Schiff, der Herzstillstand erlitten hatte. Trotz sofortiger medizinischer Hilfe konnte er nicht wiederbelebt werden. Eine vierte, weibliche Person wurde noch vermisst. Die Suche durch einen Dauphin-Hubschrauber der Marine und ein SNSM-Rettungsboot wurde vor Oleron fortgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Der Sturmritt der "Rodeo"
(31.10.11) Zwei kanadische Segler wurden am 30.10. von einem Boot der U.S. Coast Guard nach Provincetown eingeschleppt. Die 37 Fuß lange "Rodeo" befand sich am 28.10. rund 150 Meilen östlich von Provincetown, als ein HU-25 Falcon Jet der Air Station Cape Cod vor der Küste einen Sturm verfolgte, Wetterwarnungen ausstrahlte und daraufhin von den Seglern kontaktiert wurde. Sie hatten den Sturm nicht kommen sehen und nahmen die Warnung ernst. Das Boot war unterwegs von Halifax, Nova Scotia nach Long Island, New York, nahm nun aber Kurs auf Cape Cod. Am 30.10. um 12:37 Uhr riefen sie die Coast Guard, weil ihre Maschine ausgefallen war und das Boot in bis zu 20 Fuß hohen Wellen sieben Meilen südlich von Provincetown Harbor trieb. Wegen der stürmischen See waren Schlepper nicht in der Lage, dem Boot zu helfen. Daraufhin lief ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Provincetown zur "Rodeo" aus und erreichte sie gegen 1:35 Uhr. Der Wind fegte in Böen mit bis zu 60 Knoten über das Seegebiet, die Sicht betrug durch die Gischt nur 20 Fuß. Dennoch gelang es, die "Rodeo" in Schlepp zu nehmen, und um 5:13 Uhr war Provincetown Harbor erreicht, wo versucht wurde, die Yacht zu verankern und die beiden Segler von Bord zu bekommen. Doch der Anker hielt nicht, und bei dem herrschenden Wetter war ein Abbergen der beiden Segler zu riskant. Wieder nahm das Rettungsboot die Yacht auf den Haken, doch die Schleppleine brach. Nun wurde es an seinem Heck festgemacht, doch wiederum barst die Leine, und jedes Mal trieb die "Rodeo" weiter hinaus auf die See. Erst um 7.07 Uhr gelang es, nach wiederholten Schleppmanövern die "Rodeo" an die MacMillan Wharf in Provincetown zu legen. Der Hafenkapitän versorgte die erschöpften Segler aus St. Catharines, Ontario, die ihren Sturmritt ansonsten aber unbeschadet überstanden hatten. Quelle: Tim Schwabedissen



Passagiere weigerten sich, beschädigte Fähre zu verlassen
(31.10.11) Die algerische Fähre "Tassili 2", 20024 BRZ (IMO-Nr.: 9265419), kollidierte am 29.10. mit einer Kaianlage im Hafen von Oran, als sie mit 2500 Passagieren und 300 Fahrzeugen an Bord nach Marseille auslaufen wollte und im Hafenbecken manövrierte. Nachdem zunächst angenommen worden war, dass die Schäden es zuließen, die Reise fortzusetzen, stellte die Crew dann auf See Wassereinbruch und Schäden am Propeller fest. Die Fähre drehte um und machte wieder in Oran fest. Doch die Passagiere bestanden zunächst darauf, nach Frankreich überzusetzen und weigerten sich, von Bord zu gehen. Erst nach einer Übernachtung an Bord wurden sie am Morgen des 30.10. gezwungen, das havarierte Schiff zu verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl von gestrandeter Yacht beseitigt
(31.10.11) Die 49 Fuß lange Yacht "Quantum Leap" lag nach ihrer wochenlangen Drift als Geisterschiff am 29.10. weiter vor dem Baby Beach in Spreckelsville. Die Coast Guard hatte ein Team aus Oahu entsandt, um Öl und andere umweltgefährdende Stoffe von dem Boot zu beseitigen. Das Department of Land and Natural Resources arbeitete an einem Plan zur Bergung der verlassenen Yacht und versuchte herauszubekommen, wer für die Kosten einer solchen Aktion verantwortlich gemacht werden könnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Geborgener Anker der "Mona Queen" erinnert an Einsatz der Manx-Schiffe
(31.10.11) Am Morgen des 31.10. kehrte die Schraube der "Mona Queen" auf die Isle of Man zurück. Der Dampfer der Steam Packet Company war von den Deutschen während der Evakuierung von Dünkirchen im Mai 1940 versenkt worden. Im Sommer 2010 hatten Taucher den Anker vom Meeresgrund gehoben im Rahmen der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der "Operation Dynamo", Drei der acht Manx-Schiffe, die vor Dünkirchen im Einsatz waren, wurden versenkt. Fünf kehrten zurück, nachdem sie über 24000 Soldaten der britischen Expeditionstruppen gerettet hatten. Am Kallow Point in Port St Mary wird der Anker der "Mona's Queen" nun aufgestellt werden und an die dramatischen Tage erinnern. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge mit Säure auf Mississippi gesunken
(31.10.11) Am 30.10. lief eine Barge mit Natronsäure bei Meile 81 auf dem Mississippi River nahe der Grand Tower-Bootsrampe auf Grund und sank südlich von Chester. Die Barge war voll beladen, doch es gab keine Meldung über ein auslaufen. Die Coast Guard Paducah wurde eingeschaltet. Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaran gesunken - Skipper ruderte Richtung Land
(31.10.11) Der 11 Meter lange Katamaran "Felix" lief am 29.10. gegen zehn Uhr nahe der Percy Island Group auf einen unbekannten Unterwassergegenstand und schlug leck. Das Boot, das sich 15 Meilen vor der nächsten Insel befand, schlug leck. Der Skipper versuchte, das eindringende Wasser zu lenzen. Gegen 15 Uhr wurden die Batterien schwach, und das Boot begann zu sinken. Der Skipper konnte mangels Strom kein Mayday mehr funken, so aktivierte er sein EPIRB. RACQ-CQ Rettungscrews fingen das Signal auf und flogen nach Hannah Rock, rund 80 Meilen südöstlich von Mackay. In der Zwischenzeit brachte der Segler sein Dinghi aus und begann, in Richtung Percy Island zu rudern. Nach zwei Stunden wurde er von den Rettern entdeckt, er hätte sich zu der Zeit noch ungefähr vier Stunden lang in die Riemen legen müssen, um Land zu erreichen. Der Hubschrauber setzte einen Rettungsschwimmer ab und winschte den Schiffbrüchigen dann an Bord. Er wurde dann nach Middle Percy Island geflogen und dort untersucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Mast der "Oriental Sunrise" (Bild: Deng Hang)   Großbild klick!
Suche nach der Crew gesunkenen Frachters vor Qingdao dauert an - Mast des Wracks noch sichtbar
(30.10.11) Nur noch zwei Meter der Mastspitze des unter Panama-Flagge registrierten Frachters "Oriental Sunrise", 2578 BRZ, ragte nach der Kollision mit der ungleich größeren "Hamburg Bridge" 3,2 Meilen vor Qingdao aus dem Wasser, dicht daneben tanzte der Bug eines Rettungsbootes senkrecht hochstehend auf den Wellen, das sich nicht von dem Schiff hatte lösen können, daneben trieb eine Rettungsinsel. Bei Ebbe herrschte hier eine Wassertiefe von 16 Metern. Weiterhin waren nur neun der insgesamt 19 Nordkoreaner, die die Crew des Kümos darstellten, gerettet, nach den übrigen dauerte die Suche am 29.10. durch das China Maritime Search and Rescue Center an. Vor Ort waren das Rettungsboot 195 sowie die Küstenwachboote 11 und 071 mit jeweils 78 Mann Besatzung sowie Flugzeuge. Das Beihai Rescue Bureau schickte Taucher aus Tanmo zur Unterstützung. Insgesamt waren 13 Rettungsschiffe mit 200 Mann vor Ort. Örtliche Fischer und andere Fahrzeuge beteiligten sich an der Suchaktion. Ein 10 Meter breiter und 300 Meter langer Dieselölfilm breitete sich derweil an der Untergangsstelle aus. 800 Meter Ölsperren wurden ausgebracht. Die "Hamburg Bridge" ankerte zur Untersuchung im Qingdao Port II auf Reede. Sie wies keine sichtbaren Kollisionsschäden auf. Sechs der Geretteten befanden sich noch im Krankenhaus, einer war nach der Rettung gestorben, und einer wurde im Hotel untergebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Container stürzten nach Kollision auf Tankerdeck
(30.10.11) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Nederland", 37071 BRZ (IMO-Nr.: 8918954), kollidierte am 29.10. mit dem griechischen Chemikalientanker "Elka Apollon" 59486 BRZ (IMO-Nr.: 9299111), auf der Kreuzung des Bayport Ship Channel und des Houston Ship Channel. Die Coast Guard Sector Houston-Galveston wurde um 9:47 Uhr alarmiert, nachdem der 782 Fuß lange Frachter mit dem 799 Fuß langen Tanker zusammengestoßen war. Drei Container waren auf das Deck der "Elka Apollon" gestürzt, aus einem, der Traktorenausrüstungsteile geladen hatte, liefen geringe Mengen Hydrauliköl aufs Tankerdeck. Die wichtigste Aufgabe der Küstenwache war zunächst, wieder Verkehrssicherheit auf dem Houston Ship Canal herzustellen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer rettete Yacht-Crew im Nordatlantik
(30.10.11) 256 Meilen nordöstlich von Bermuda geriet am 29.10. gegen sieben Uhr die 39 Fuß lange Yacht "Sanctuary" in Seenot. Nachdem mehrere Brecher über den Bug gekommen waren, war die Maschine ausgefallen, und Wasser drang ein. Eine C-130 Hercules der Air Station Elizabeth City stieg auf, um die Yacht zu lokalisieren. Die Crew hatte Rettungswesten angelegt, doch die Rettungsinsel war über Bord gerissen worden. Die Coast Guard bat den zwei Fahrstunden entfernten, unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrer "Norwegian Gem" (IMO-Nr.: 9355733), der gerade von Bermuda kam, zu assistieren. Der Kapitän der "Norwegian Gem" ließ sofort den Kurs ändern und wurde von der C-130-Crew zu der 350 Meilen vor New York im Nordatlantik treibenden "Sanctuary" gelotst. Vor Ort herrschten Windgeschwindigkeiten von 40 Knoten und stürmische See. Dennoch setzte die "Norwegian Gem" ein Rettungsboot aus und nahm die Yachtcrew, vier Männer und eine Frau, sicher auf. Gegen 14 Uhr waren sie an Bord des Kreuzfahrers, der die Fahrt nach New York nun wieder aufnahm und am Morgen des 30.10. mit nur geringer Verspätung dort eintraf. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Safariboot
(30.10.11) Am Aben des 29.10. brach kurz vor 23 Uhr auf der "Blauwe Bever", einem Safariboot von Utrechts Landschap, im Hafen von Wageningen am Pabstsendam ein Feuer aus. Die Feuerwehr konnte es rasch löschen, sodass der Brand nur auf drei Metern Länge äußerlichen Schaden anrichtete. Möglicherweise war Brandstiftung die Ursache. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge zwei Tage vor Stapellauf explodiert - zwei Tote
(30.10.11) Ein Arbeiter der Schiffswerft Waterways kam am Morgen des 29.10. um 10.45 Uhr ums Leben, zwei weitere wurden verletzt, als es bei Schweißarbeiten auf der kurz vor der Fertigstellung befindlichen Barge "Shantam 3884" zu einer Explosion auf dem Betrieb in Chicalim kam. Eines der Opfer, das aus Uttar Pradesh kam, wurde von der Wucht der Detonation auf das Dach der nahen St. Anthony's Kapelle geschleudert, deren Fenster durch den Druck zerbrachen. Die beiden anderen wurden auf eine Straße geworfen. Ein Teil der Barge wurde erheblich beschädigt. Eisenplatten wurden ebenfalls in Richtung Straße und Kapelle geschleudert. Sie hätte am 31.10. vom Stapel laufen sollen. An Bord arbeiteten rund 15 Männer, als es in einem Steuerbordtank zu der Detonation kam. Vorsorglich wurde auch ein Bombenräumungsteam zur Unglücksstelle geschickt, doch scheint die Ursache der Explosion Nachlässigkeit beim Schweißen gewesen zu sein, durch die explosive Gase in die Luft flogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Dhau in Dubai stand in Flammen
(30.10.11) Am 29.10. um 8:30 Uhr brach im Dubai Creek Port auf einer Dhau ein Feuer aus. Sie lag an Berth 1 im Dubai Creek Port nahe des Dubai Chamber of Commerce. Ein Generator, der eine Lenzpumpe betreiben sollte, war in Brand greaten. Nachdem 40 Barrel Diesel ebenfalls Feuer fingen, griff der Brand auch auf ein zweites Schiff über. Um 11.30 Uhr konnten die Flammen gelöscht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Philippinische Küstenwache im Einsatz bei zwei Seenotfällen
(30.10.11) Die Phillippinische Küstenwache wird den Untergang der "Arayat", die in der Nacht zum 29.10. vor Calapan, Oriental Mindoro, mit einer Ladung Salz an Bord sank, untersuchen. Die Crew musste das Schiff nach einem schweren Wassereinbruch binnen kurzer Zeit aufgeben. Küstenwachboote durchkämmen nun das Unglücksgebiet auf der Suche nach den neun noch vermissten Seeleuten.
Währenddessen wurden alle 105 Personen an Bord der Fähre "City of Masbate", die am 25.10. eine Meile vor Bagyan Pula, Aoroay, Maschinenausfall erlitten hatte, in Sicherheit gebracht. Die Küstenwache Masgate kam dem Havaristen zu Hilfe, der für die Montenegro Shipping Lines läuft. Quelle: Tim Schwabedissen



Arbeiten an "Rena" unterbrochen - Schiff arbeitet in der Schwell
30.10.11) Über 1000 Tonnen Schweröl waren am 30.10. von der "Rena" abgepumpt, womit noch rund 360 Tonnen im Steuerbordtank V nachblieben. Die Berger konnten die Arbeiten, den gefluteten Betriebsgang zu dem Mannloch, das Zugang zu dem Tank gewähren soll, abzudichten, fast abschließen. Dann aber begann das Schiff in höher werdendem Seegang so zu arbeiten, dass die Taucher aus Sicherheitsgründen am Nachmittag abgezogen werden mussten. Es war zuvor gehofft worden, den Kofferdamm noch am Nachmittag des 30.10. fertigstellen zu können. Die Arbeit an dem Tank geht in fünf Phasen vonstatten.
Zunächst wird der Kofferdamm installiert und abgedichtet. Dann wird Wasser aus dem abgedämmten Bereich ausgepumpt, sodass in Phase 3 die Berger die Abdeckung des Tanks entfernen und durch das Mannloch in Phase vier Pumpen, Rohre und andere notwendige Ausrüstung in den Tank absenken können, bevor in Phase fünf das eigentliche Auspumpen beginnt. Wegen der Komplexität der Arbeiten und der Abhängigkeit von der Witterung ist es aber nicht möglich, hierfür eine Zeitschiene anzugeben, auch wenn das Wetter die kommenden Tage nicht allzu schlecht werden dürfte.
Während zuletzt die drei Maschinenraumtanks vorrangig geleert wurden, konnten auch Leichtöle aus anderen Tanks, die leichter zugänglich waren, entfernt werden. Es gibt noch erhebliche weitere Ölbestände an Bord, Diesel- und Hydraulik- sowie Ölabfälle. Die Arbeit an diesen Beständen geht auch kontinuierlich weiter. Geringe Ölmengen liefen auch wieder aus dem Kielbereich aus und trieben in einem Radius von sechs Kilometern um die "Rena". Sie wurden aus der Luft überwacht.
In der Bay of Plenty blieben weiterhin Schifffahrtswarnungen in Kraft wegen 58 Containern, die noch nicht gefunden wurden. Sie gehörten zu insgesamt 88 Boxen, die am 11.10. über Bord gingen. 15 wurden bislang geborgen, die Bergungsarbeiten an sieben weiteren, die auf Strand trieben, sind im Gange. Acht Container wurden in bis zu 60 Metern Wassertiefe ni einem Gebiet einen Kilometer um das Wrack identifiziert. Vier von ihnen sind in zwei Zweierpäckchen noch aneinander gelascht. Rund die Hälfte der Container waren leer. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter mit Ruderschaden abgeschleppt
(30.10.11) Der liberianische Frachter "Postojna", 25537 BRZ (IMO-Nr.: 9144031) wurde am 26.10. von dem unter Singapur-Flagge registrierten Bergungsschlepper "Salvanguard" (IMO-Nr.: 9276664), auf der Reede von Santos auf den Haken genommen. Der Bulkcarrier, der mit einer Ladung von 44000 Tonnen Zucker von Lagos nach St. Louis unterwegs war, hatte Ruderschaden erlitten. Er sollte von der aus Rio de Janeiro angerückten "Salvanguard" nun nach Cigading in Indonesien gezogen werden. Bei hohem Seegang gestaltete sich das Manöver, den vor Anker liegenden Frachter in Schlepp zu nehmen, als kompliziert. Quelle: Tim Schwabedissen



Palaemon (Bild: Stefan Sauer)   Großbild klick!
Kutter am Köngisstuhl bricht auseinander
(29.10.11) Der am 12.9. vor den Kreidefelsen Rügens unweit von Sassnitz gestrandete Rostocker Kutter "Palaemon" ist jetzt auseinandergebrochen. Am 28.10. wurde eine halbe Tonne Trümmer vom Strand gesammelt. Neben Planken und anderen Holzteilen bargen die Mitarbeiter des Nationalparks Styroporteile und Elektro-Müll. Auch ein Kühlschrank trieb inzwischen an den Strand. Die Unglücksstelle am Strand der Steilküste ist mit schwerer Technik kaum zu erreichen.
Der Kutter war am 12. September unterhalb des Königsstuhls in der Kernzone des Nationalparks auf Grund gesetzt worden. Kraftstoff und weitere Gefahrenstoffe wurden danach abgepumpt, das Schiff selbst wurde jedoch nicht geborgen. Der Kutter war im Auftrag des Rostocker Vereins "Fisch und Umwelt" e.V. von Sassnitz aus ausgelaufen um die Aalbestände nahe der Küste zu erforschen, als er erst eine Grundberührung hatte, leckschlug und dann rund 30 Meter vor der Küste auf Grund gesetzt wurde. Die Wasserschutzpolizei rettete die drei Männer der Besatzung von Bord des Kutters. Die "Palaemon" wurde 1949 erbaut und in Rostock beheimatet. Sie hatte eine Länge von 15,50 Metern, eine Breite von 5,20 Metern und einen Tiefgang von zwei Metern. An Bord waren acht Kojen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote und zwei Vermisste nach Kollision bei Penghu
(29.10.11) Der liberianische Containerfrachter "Taroko" kollidierte am 28.10. gegen ein Uhr mit dem taiwanesischen Frachter "Teh-hsing (???)" nahe Penghu. Das Kümo wurde mittschiffs getroffen und sank binnen 15 Minuten, und der Chefingenieur sowie ein indonesischer Mechaniker ertranken. Zwei weitere, der Kapitän und ein indonesischer Ingenieur, wurden vermisst. Ein S-70C Seagull-Helikopter der Air Base in Chiayi flog zu der 22 Meilen nordwestlich der Penghu Islands liegenden Unglücksstelle. Er rettete neun Überlebende aus der See. Die "The-hsing" verkehrte regelmäßig zwischen Kaohsiung und Kinmen Island, sie transportierte Material für das taiwanesische Militär. Marineschiffe und Hubschrauber nahmen auch die Suche nach den vermissten Seeleuten auf. Die "Taroko" wurde nach Penghu dirigiert, wo Untersuchungen der Coast Patrol Behörden eingeleitet wurden. Die "Taroko", 43093 tdw (IMO-Nr.: 9275397) wurde 2003 erbaut und hat als Manager die Seachange Maritime LLC, USA. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandneuer Bulker trieb vor Kapstadt
(29.10.11) Der chinesische Bulkcarrier "Magsenger 2" erlitt vor der südafrikanischen Westküste am 26.10. Maschinenausfall. Er wurde von dem Bergungsschlepper "Smit Amandla" vom 27. Auf den 28.10. nach Kapstadt eingebracht. Die "Magsenger 2", 115581 tdw (IMO-Nr.: 9497218) wurde 2011 erbaut und hat als Manager die chinesische CITIC, Beijing. Quelle: Tim Schwabedissen



Kümo nach Wassereinbruch gesunken
(29.10.11) Am 28.10. um 18.00 Uhr meldete die Crew des philippinischen Kümos "Arayat" der Coast Guard, dass das Schiff nach einem außer Kontrolle geratenen Wassereinbruch aufgegeben werden müsse. Mindestens neun Mann der Crew waren anschließend noch vermisst. Quelle: Tim Schwabedissen



Pumparbeiten auf der "Rena" zeitweilig unterbrochen
(29.10.11) Am 29.10. gegen fünf Uhr mussten die Pumparbeiten auf der "Rena" unterbrochen werden, nachdem Wasser statt Öl aus den beiden Maschinenraumtanks gefördert wurde. Nach drei Stunden konnten die Pumparbeiten wieder aufgenommen werden. Ein undichtes Ventil war der Verursacher der Panne gewesen, und es wurde abgedichtet. Bis zu dieser Störung waren 882 Tonnen Öl geleichtert worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischfarbrik heiß gelaufen
(29.10.11) Das Fabrikschiff "Alaskan Leader" (MMSI-Nr.: 303301000) aus Kodiak musste am 28.10. nach Dutch Harbor eskortiert werden, nachdem ein Brand die Steuerbord-Hauptmaschine lahmgelegt hatte. Das Feuer auf dem 150 Fuß langen Schiff war in der Nacht 103 Meilen nordwestlich des Unimak Pass ausgebrochen. Es hatte großen Sachschaden angerichtet. In der Nähe stehende Fischereifahrzeuge leisteten Assistenz. Die Coast Guard schickte die in San Diego -beheimatete "Sherman", die auf Patroullie in der Beringsee war, die um 3.30 Uhr eintraf. Die 23-köpfige Crew der "Alaskan Leader", die 9000 Pfund Tiefkühlfisch an Bord hatte, blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kokain für 180 Millionen Dollar aus versenktem Drogenschmuggelboot sichergestellt
(29.10.11) Der Tonnenleger "Cypress" der Coast Guard in Mobile assistierte der "Mohawk" der Coast Guard Key West, bei der Suche nach einem gesunkenen 10 Tonnen großen Halbtaucher, der zum Drogenschmuggel gebraucht worden war, und am 30.9. in der Westkaribik gesunken war. Die Suche der "Cypress" begann am 17.10., und am 19.10. wurden die Einsatzkräfte der Coast Guard sowie das FBI Laboratory's Technical Dive Team fündig. Sie orteten nach mehreren Suchläufen das Wrack vor Quantico. An Bord befanden sich sieben Tonnen Drogen mit einem Marktwert von fast 180 Millionen Dollar. Das Transportboot gehört zu mehreren, die regelmäßig Betäubungsmittel im Ostpazifik schmuggeln. Ein Überwachungsflugzeug hatte das Boot entdeckt und die "Mohawk" herangeführt. Deren Helikopter brachte das Boot auf und setzte die Besatzung fest, doch das Boot selbst ging samt der Kontrabande unter. Boote dieses Typs entstehen in entlegenen Dschungeln Südamerikas, sind meist unter 100 Fuß lang und haben vier bis fünf Besatzungsmitglieder. Sie können rund 10 Tonnen Ladung bis zu 5000 Meilen weit transportieren. Die Boote sind schwer auszumachen und leicht zu versenken, wenn sie aufgebracht werden. Die Kokainfracht des jetzt lokalisierten Bootes wurde durch Taucher geborgen und zwei Tage später in St. Petersburg angelandet. Quelle: Tim Schwabedissen



"Menja" übernahm Passagiere und Fährdienst gestrandeter "Fenja" vor Fanö
(29.10.11) Die dänische Fähre "Fenja", 751 BRZ (IMO-Nr.: 9189378), die zwischen Esbjerg und der Insel Fanö pendelt, lief kurz nach dem Verlassen von Esbjerg am 29.10. um 7.50 Uhr in dichtem Nebel auf dem Weg zum Inselhafen Nordby auf eine Sandbank. Die Passagiere wurden von dem Schwesterschiff "Menja" aufgenommen, die in den folgenden Stunden in dauerndem Shuttle-Einsatz war, um den Ausfall zu kompensieren. Die "Fenja" konnte sich mit dem Hochwasser gegen 16 Uhr wieder befreien. Sie kehrte zur Untersuchung auf mögliche Schäden hin nach Esbjerg zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Aller nicht so guten Dinge waren drei in Brunsbüttel
(29.10.11) Reichlich gekracht hat es in den frühen Morgenstunden des 29.10. in den Brunsbütteler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals. Kurz nach Mitternacht lief der britische Frachter "Heinrich Ehler", 17488 BRZ (IMO-Nr: 9372200), auf der Fahrt von Rotterdam nach Helsinki ins Mittelleitwerk der alten Nordschleuse. Das Schiff durfte seine Reise nach Abschluss der Untersuchung fortsetzen und passierte die Kieler Schleusen gegen 10 Uhr. Kurz nach dem Zwischenfall rammte auf der Reise von Grangemouth nach Tunadal auch der holländische Frachter "Nordgard", 2780 BRZ (IMO-Nr.: 9148180), um 1.18 Uhr das Mittelleitwerk der Schleusenkammer. Eine Stunde später durfte auch sie weiterfahren. Al seine unmittelbare Folge dieser Havarien ereignete sich noch eine dritte: Um 2.45 Uhr musste die bereits in die Schleuse eingelaufene, unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende "Hanse Courage", 9701 BRZ (IMO-Nr.: 9318773), auf der Fahrt von Bremerhaven nach Kaliningrad wieder ausschleusen, nachdem die Kammer wegen der beiden vorangegangenen Zusammenstöße zunächst gesperrt war. Beim Einlaufen in die neue Nordschleuse rammte sie nun deren Mittelleitwerk und verursachte erheblichen Schaden. Während die "Hanse Courage" um 5.30 weiterfahren durfte, blieb die Schleusenkammer den ganzen Tag über bis zum Abend für die notwendigen Reparaturarbeiten gesperrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre landete auf Überführungsfahrt auf Felsen
(29.10.11) Am 29.10. um 1.21 Uhr lief die norwegische Fähre "Gudvangen", 663 BRZ (IMO-Nr.: 6924313), die in den Sommermonaten auf der Route Flåm - Gudvange verkehrt, mit 12 Knoten auf einen Felsen im Krakhellesund bei Solund. Das Schiff war mit einer Überführungscrew von vier Mann ohne Passagiere unterwegs von Maloy nach Bergen, wo sie die Wintermonate verbringen sollte. Drei der vier Besatzungsmitglieder wurden verletzt. Eine wurde per Hubschrauber wegen Brustschmerzen ins Zentralhospital in Førde geflogen, ein zweiter kam per Krankenwagen dorthin. Die Fähre kam mit eigener Kraft wieder frei, war aber im Bugbereich aufgerissen und eingebeult. Sie machte um 2.40 Uhr in Soleigbotn nahe Eivindvik fest, bevor es am Morgen mit neuer Crew zu einer Werft in Solund weiterging. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor Marseilles verloren gegangen - Skipper gerettet
(29.10.11) Die 35 Fuß lange Yacht "Wimmera" kenterte in der Nacht zum 28.10. kurz vor Mitternacht vor Marseilles in stürmischer See auf der Fahrt nach Frontignan. Sie hatte zuvor ihren Mast verloren. Ein Rettungsboot und die Feuerwehr wurden alarmiert, nachdem der Skipper Mayday gefunkt hatte. Auch ein Helikopter stieg auf. Der Segler klammerte sich noch an den Rumpf seines kieloben treibenden Bootes, das unerreichbar in der Brandung trieb. Feuerwehrtaucher aus Sète, Agde und Frontignan konnten ihn um 1.30 Uhr retten. Er kam ins Krankenhaus, sein Boot sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Viele Tote und Vermisste nach Frachteruntergang vor Quingdao
(29.10.11) Auf der Fahrt von Longkou nach Quingdao kollidierte am 28.10. der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Oriental Sunrise", 2758 BRZ (IMO-Nr.: 8301436), mit dem ebenfalls in Panama registrierten Containerfrachter "Hamburg Bridge", 98747 BRZ (IMO-Nr.: 9395159), vor Qingdao City und sank. Neun Mann wurden gerettet, drei von ihnen zum Teil schwer verletzt. Einer von ihnen starb später. 10 Mann der nordkoreanischen Crew wurden vermisst. 13 Boote der Küstenwache starteten eine Suchaktion. Die"Hamburg Bridge", die vom Qianwan Container Terminal in Qingdao gegen Mitternacht ausgelaufen war, kehrte am 29.10. um 10.30 Uhr an den CMT Terminal in Quingdao zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter für 70000 Dollar abgewrackt
(29.10.11) Die Beseitigung des 48 Fuß langen Kutters "Tasu" vor Stinson Beach wurde am 28.10. abgeschlossen. Die Global Diving and Salvage Inc. aus Seattle hatte den Plan aufgeben müssen, das Schiff an den Strand zu ziehen und dort abzuwracken, nachdem in den 40 Tonner 60 Tonnen Sand eingespült worden waren. Teile des Wracks wurden auf den Strand gebracht. Die Berger nutzten jeweils die Ebbzeiten, um das Schiff zu zerlegen. Es war am 13.10. nach Maschinenschaden gestrandet. Die Coast Guard hatte bereits Öl, Hydrauliköltanks, die Hauptmaschine und drei große Batterien von Bord geholt. Die gesamte AKtion kostete 70,000 Dollar, von denen die National Oceanic and Atmospheric Administration 40,000 und das Marin County 25,000 Dollar zahlten. Der Eigner aus Scotts Valley und die Sea Drift Community von Stinson Beach steuerten 5,000 Dollar bei. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack vor Rabaul nicht das erste australische U-Boot
(29.10.11) Das U-Boots-Wrack, das vor Rabaul in Papua Neu Guinea entdeckt worden ist, könnte ein japanisches Boot sein. Bilder, die der australische Minensucher HMAS "Gascoyne" in 55 Metern Tiefe in Simpson Harbour aufnahm, zeigen das Wrack teilweise in den Grund eingesunken in aufrechter Position. Spekulationen, es könnte sich um das Wrack von HMAS "AE 1" - Australiens erstem U-Boot, das östlich von Rabaul im September 1914 verloren ging, konnten auf der Basis der Bilder widerlegt werden. Die Royal Australian Navy will nun mit den japanischen Behörden gemeinsam versuchen, die Identität des Bootes zu klären. Quelle: Tim Schwabedissen



Aufgegebene Yacht nach drei Wochen gestrandet
(29.10.11) Die verlassene 48 Fuß lange Yacht "Quantum Leap" strandete nach dreiwöchiger Drift auf einem Riff am Baby Beach in Spreckelsville auf Maui. Die dreiköpfige Crew war am 6.10. von einem Kreuzfahrtschiff nahe der Hauptinsel von Hawai'i nordwestlich von Hilo in Schwierigkeiten geraten war. Am 27.10. wurde das Schiff von einem Fischer gegen 9.30 Uhr entdeckt, als es vor ihm auftauchte. Die Feuerwehr von Paia, Polizei und Coastguard kamen und nahmen das Boot in Augenschein. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter bei Dreharbeiten auf Felsen verloren gegangen
(29.10.11) Der 43 Fuß lange Kutter "Ocean Reporter" aus Cape Ann strandete am 26.10., als er ein Filmteam von National Geographic von Thacher Island zurück brachte. Das Schiff lief während laufender Filmarbeiten auf Felsen nahe Straitsmouth Island. Die "Ocean Reporter" dürfte nicht mehr zu retten sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Wieder Strandung vor Tauranga
(28.10.11) Neuerliche Strandung nur 15 Kilometer von der "Rena" entfernt vor Tauranga: Der holländische Containerfrachter "Schelde Trader", 6704 gt (IMO-Nr.: 9264752), lief am 28.10. um 10.45 Uhr auf Felsen vor dem neuseeländischen Hafen unterhalb des Mount Maunganui, nachdem er zwischen dem North West Rock und dem North Rock gegen 10.35 Uhr Maschinenausfall erlitten hatte. Das Schiff war am Vortag aus Auckland gekommen, hatte gebunkert und sollte nach Noumea, Neu-Kaledonien, weiterfahren. Es stand unter Lotsenberatung und hatte Schleppereskorte. Später wurde der Frachter wieder flottgemacht und befand sich unter der Kontrolle von Schleppern vor der Hafeneinfahrt. Er wurde von der "Te Matua" zurück nach Tauranga gebracht, um auf mögliche Schäden untersucht zu werden. Um 15.45 Uhr machte er an der Mt. Maunganui Wharf fest.
Auf der "Rena" wurde derweil das Abpumpen von Öl aus Tanks im Maschinenraum fortgesetzt. Zwei der fünf Brennstofftanks sind mittlerweile leer, nachdem auch ein Tagestank mit 25 Tonnen Inhalt an der Backbordseite ausgepumpt werden konnte. Damit sind nun 882 Tonnen Öl geleichtert. Die Bergungstaucher kamen auch voran, den Steuerbordtank 5 unter Wasser zu erreichen. Der Kofferdamm ist zur Hälfte fertiggestellt. Wenn er fertig ist, kann das Wasser ausgepumpt und der Tank geöffnet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Tauber" geleichtert und flottgemacht
(28.10.11) Das Leichtern der "Tauber", begann am Morgen des 27.10. vor dem Hafen des Werkes Lülsdorf der Evonik, wo es seit dem Nachmittag des 25.10. 20 Meter vom Kai entfernt auf einer Sandbank lag. Am frühen Morgen gingen ein Bagger- und ein Binnenschiff längsseits und begannen mit dem Entladen der insgesamt 1800 Tonnen Hüttensand. Ziel war es, das Schiff zunächst so leicht zu machen, dass es vom Grund wieder freikommt, nachdem die Feuerwehr vergeblich versucht hatte, den Havaristen mit dem Arbeitsschiff "Bonn", das beim Wasser und Schifffahrtsamt in Mondorf stationiert ist, freizuschleppen. In den Mittagsstunden war es so weit: Die "Tauber" schwamm wieder frei und konnte am Kai des Evonik-Werkes festmachen. Nun konnte der große Landkran der Evonik sie bis zum 28.10. komplett entladen. Dan machten sich Taucher der Berufsfeuerwehr Köln daran, das Leck abzudichten. Außerdem sind die Steuerung des Bugstrahlruders, der Kompressor und die Bordpumpen beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Hafnia Seaways wird in Cuxhaven repariert
(28.10.11) Der Schaden, den das Feuer in der Nacht zum 20. Oktober auf der englischen Fähre "Hafnia Seaways" vor Spiekeroog angerichtet hatte, beträgt mehrere hunderttausend Euro. Auf der Backbordseite des Schiffes wurden Teile der Kammern und Flure zerstört oder durch giftigen Rauch unbewohnbar gemacht. Den Auftrag für die voraussichtlich bis zum 8. November dauernden Reparaturarbeiten hat die Lloydwerft mit Sitz in Bremerhaven erhalten. Das Schiff verbleibt dafür aber am Steubenhöft in Cuxhaven. Die Stammbesatzung wohnt inzwischen wieder auf dem Schiff und sollte in die Arbeiten einbezogen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Beltbrücke
(28.10.11) Auf der Fahrt von Danzig nach Vordingborg hat der unter Bahamas-Flagge laufende Frachter "Pluto", 1998 BRZ (IMO-Nr.: 8518340), am Vormittag des 27.10. einen Pfeiler auf der Nordseite der Storstrøm-Brücke im Großen Belt gerammt. Erst am Nachmittag erfuhrt das Søværnets Operative Kommando von dem Vorfall und verhängte über das inzwischen in Vordingborg liegende Schiff ein Fahrverbot. An dem Brückenpfeiler wurde ein Schaden von zwei Metern Länge und 20 Zentimetern Tiefe festgestellt. Die Brücke ist derzeit für den Verkehr gesperrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Gekaperte Yacht nach 1000 Meilen Drift gesprengt
(28.10.11) Die Yacht "Ing", die im Februar samt ihrer Crew, einer dänischen Segel-Familie, gekapert wurde, fand jetzt ein Ende auf dem Meeresgrund. Das 43 Fuß lange Boot war lange an dem ebenfalls gekaperten Frachter "Dover" festgemacht gewesen, auf dem die Dänen als Geiseln gehalten wurden. Doch als die "Dover" Ende Juli freigelassen wurde und in den Golf von Aden ablief, riss sich die "Ing" in schwerer See los und war zunächst verschollen. Mehr als 1.000 Meilen entfernt wurde sie nun von einem Kriegsschiff entdeckt und in Absprache mit dem Versicherer in die Luft gesprengt. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter trieb nach Maschinenschaden vor Vancouver Island
(28.10.11) Der amerikanische Containerfrachter "Horizon Tacoma", 20965 BRZ (IMO-Nr.: 8419154) erlitt am 27.10. nahe Vancouver Island Maschinenausfall. Das 678 Fuß lange Schiff war unterwegs nach Anchorage, Alaska, als es 11 Meilen westlich von Vancouver Island zu dem Schaden kam. Das Schiff konnte Anker werfen, und nachdem Reparaturen an der Maschine ausgeführt wurden, nahm es Kurs auf Puget Sound, Washington. Die Schlepper "Garth Foss" aus Port Angeles und "Jeffrey Foss" aus Neah Bay liefen ihm entgegen, um im Puget Sound zu assistieren. Inspektoren der Coast Guard Puget Sound wollten dann die Ursache des Ausfalls untersuchen. Quelle: Tim Schwabedissen



Lecker Kutter eingeschleppt
(28.10.11) Die 47 Fuß lange "Orcas" der Coast Guard Graxs Harbor kam am 26.10. dem 50 Fß langen Kutter "Michael Lisa" zu Hilfe, die 24 Meilen westlich von Grays Harbor nach einem Wassereinbruch zu sinken drohte. Das Schiff hatte um 18:08 Uhr Mayday gefunkt, woraufhin d9e Küstenwachboot aus Coos Bay und Grays Harbor sowie ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Astoria alarmiert wurden. Da das Leck im Rumpf der "Michael Lisa" nicht repariert werden konnte, schleppte die "Orcas" den Havaristen, der kontinuierlich gelenzt wurde, nach Grays Harbor ein, wo er im Wesport festgemacht wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Landungsboot auf Land gelandet
(28.10.11) Im Hafen von Anchorage lief am 27.10. das 53 Fuß lange Landungsboot "Sealander" auf Grund. Es kam am Morgen an einer Bootsrampe fest. Die Coast Guard Anchorage wurde um 6.02 Uhr durch das Anchorage Fire Department informiert und schickte ein vierköpfiges Team zur Untersuchung. An Bord des Versorgungsschiffes waren 100 bis 200 Gallonen Diesel. Ein Besatzungsmitglied hatte sich verletzt, als er sich in der Ankerkette verhedderte und wurde ins Providence Hospital gebracht. Der Skipper wurde zu Drogentests in den Gewahrsam desAnchorage Police Department genommen. Er stand unter dem Verdacht der Trunkenheit. Ein Polizeiboot überwachte derweil die "Sealander". Der Eigner wollte es mit dem folgenden Hochwasser wieder flottmachen. <Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegisches Forschungsschiff drohte zu stranden
(28.10.11) Am 28.10. um 4:24 Uhr wurde das südnorwegische Rettungszentrum alarmiert, weil das Forschungsschiff "Johan Hjort", 1851 BRZ (IMO-Nr.: 8915768), mit einer Crew von 25 vor der Insel Alden unweit von Askvoll nach einem vollständigen Maschinenausfall zu stranden drohte. Das Schiff war nur noch 250 Meter vom felsigen Ufer entfernt, als es gelang, die Drift mit einem Ankerwurf zu stoppen. Als rettende Engel erwiesen sich dann die norwegischen Fregatten "Thor Heyerdahl" und "Helge Ingstad," die auf der Fahrt nach Håkonsvern nur eine halbe Stunde entfernt waren und sofort Kurs auf das Forschungsschiff nahmen. Die "Thor Heyerdahl" nahm es in den Morgenstunden auf den Haken und zog es in Richtung Bergen. Quelle: Tim Schwabedissen



Angel 1 um 1500 Tonnen erleichtert
(28.10.11) 1500 Tonnen Reis der insgesamt 32000 Tonnen waren bis zum 24.10. von dem gestrandeten Bulkcarrier "Angel 1" vor Poudre d'Or geleichtert. Der Frachter "River Bee" hat dafür zwei Fahrten zum Havaristen unternommen. Taucher sollten binnen zweier Tage die bislang am Rumpf aufgetretenen Schäden untersuchen, damit das weitere Prozedere geplant werden konnte. 63 Personen waren an den Bergungsarbeiten beteiligt. Quelle: Tim Schwabedissen



Öllecks an "White Whale" abgedichtet
(28.10.11) Am 27.10. um sechs Uhr starteten an dem Versorger "White Whale", der mit 450 Tonnen Diesel am 22.10. rund 35 Meilen vor Umm Al Quwain bzw. 25 Meilen östlich von Port Khalid sank, Bergungsarbeiten. Das Wrack lag in 35 Metern Tiefe. Zunächst galt es, den Rumpf zu untersuchen und mögliche Leckagen abzudichten. Dann muss das Dieselöl geleichtert werden. Am Ende ist geplant, das Schiff zu heben. Das Umweltministerium überwacht die Arbeiten. Polizeitaucher dichteten zunächst Lecks ab, aus denen geringe Mengen Diesel ausgelaufen war. Der Versorger war am 2.7. aus Ajman ausgelaufen. Das Schiff der Arabian Coast Cargo Services in Ajman läuft für die Star Petroleum in Ajman. Die neunköpfige Crew wurde der Staatsanwaltschaft in Umm Al Qaiwain vorgeführt. Möglicherweise hatten sie sogar an die 1000 Tonnen Diesel auf dem Schiff mitgeführt. Quelle: Tim Schwabedissen



Holz versenkten Frachters dient der "Cutty Sark"-Reparatur
(28.10.11) Mit der Holzladung eines im 1. Weltkrieg versenkten Frachters wird der 1869 erbaute Klipper "Cutty Sark" jetzt wieder hergestellt. Der letzte verbliebene Teeklipper liegt in Greenwich und wurde während der Restaurierungsarbeiten im Mai 2007 durch einen Brand schwer beschädigt. 30 Tonnen Holz, überwiegend burmesisches Teakholz, gingen binnen eineinhalb Stunden in Flammen auf. Daraufhin wurde nach entsprechendem Material als Ersatz gesucht. Dabei richtete sich die Aufmerksamkeit auf das Wrack des britischen Dampfers "Pegu", der 1917 auf der Fahrt von Rangoon nach Liverpool 1917 torpediert worden war. Das Schiff lag 86 Meter tief vor Kinsale und hatte eine intakte Ladung von burmesischem Teakholz an Bord. Ein Berger aus Cunningsburgh machte sich mit der "Constructor", der einstigen Whalsay-Fähre "Fylga", gemeinsam mit der norwegischen Firma Ocean Tech AS daran, das Holz ans Tageslicht zu holen. Ein ferngesteuerter Greifer an einem Kran machte sich daran, die zwischen 20 und 30 Fuß langen Holzbalken, die bis zu drei Tonnen wogen, aus der Tiefe zu holen. Das Holz entpuppte sich als praktisch neuwertig, da es im Schlam konserviert worden war. Insgesamt wurden 80 Tonnen Holz binnen zweier Monate aus dem Wrack geborgen, die später gereinigt und getrocknet wurden. 94 Jahre nach der Versenkung kann es nun einem 141 Jahre alten Segler zugute kommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Miner wird ausgeräumt (Bild: Scotia Environment Department)   Großbild klick!
Mammoett räumt Wrack der zerschmetterten "Miner" aus
(27.10.11) Feuerlöscher, Batterien und andere mögliche umweltgefährdende Materialien werden derzeit von Bord des gestrandeten Frachters "Miner" vor Scatarie Island entfernt. Dazu wurde die Bergungsfirma Mammoet geheuert. Primär galt es, chemische Stoffe an Land zu bringen. Am 26.10. erschwerte hoher Seegang die Arbeit, doch am 27.10. sollte sie wieder aufgenommen werden. Nach Abschluss der Räumung will Mammoet alle Schotten und Türen abdichten, um ein Eindringen zu verhindern. Die Canadian Coast Guard überwachte den Einsatz. Die Kosten der Operation belaufen sich zwischen 250,000 und 400,000 Dollar. Eine Räumung des gesamten Wracks würde 24 Millionen Dollar erfordern. Es stellt aber keine Gefahr für die Schifffahrt und in Kürze auch nicht mehr für die Umwelt dar. Seit der Strandung sind große Teile des Rumpfes an Steuerbord herausgebrochen, und man kann vom Wasser aus direkt in die Laderäume blicken. Es sieht so aus, als würde es nicht lange dauern, bis das Schiff vollends zusammenbricht.
Der Bulkcarrier entstand in zwei Teilen, das Vorschiff bei George T. Davie & Sons Ltd., Lauzon, es lief am 12. November 1965 vom Stapel, das Achterschiff bei der Canadian Vickers Shipyards Ltd., Montreal, am 13. November 1965. Beim Champlain Drydock, Lauzon, wurde das Schiff zusammengefügt und am 25.4.1966 in Montreal auf den Namen "Maplecliffe Hall" getauft und der Industrial Acceptance Corp., Ltd. übergeben. In Bareboatcharter der Hall Corp. of Canada Ltd., Westmount (Montreal), der späteren Halco Inc., Toronto, wurde das Schiff mit seiner Tragfähigkeit von 27,853 Tonnen in der Erz- und Getreidefahrt eingesetzt. Im April 1970 lief die "Maplecliffe Hall" im Lake Huron oberhalb von Port Huron im Sturm auf Grund und musste von drei Schiffen der U.S. Coast Guard geborgen werden. Im Oktober 1971 kollidierte die "Maplecliffe Hall" auf dem Detroit River mit einem holländischen Frachter. Am 15.8.1978 lief sie in Montreal auf Grund und musste von der "P.S. Barge No. 1" geleichtert werden. 1984 transportierte sie als Experiment CAST Container von Montreal nach Windsor und Detroit. Nach drei Fahrten wurde der Versuch eingestellt, und die wirtschaftlich niedergehende Halco legte sie 1987 in Montreal auf, ehe sie als Zementlager diente. 1988 stellte die Halco den Betrieb ein, und das Schiff ging an die Canada Steamship Lines, die es als "LeMoyne" einsetzte. Am 11. August 1988 kam es bei Schweißarbeiten in Welland zu einem Maschinenraumbrand. Am 23. Dezember 1992 wurde die "LeMoyne" in Hamilton aufgelegt. Im Oktober 1994 ging sie für die Upper Lakes Shipping Ltd., Toronto, als "Canadian Miner" wieder in Fahrt. Am 5.August 1996 stieß die "Canadian Minor" mit der Barge "Q-354" auf dem St. Charles River in Quebec zusammen, am 22.5.1997 trat ein Riss im Rumpf von 12 Zentimeter auf Höhe von Laderaum 2 auf. Während der Fahrt von Hamilton nach Quebec City rammte er in den Soo Locks am 11. Juli 1999 eine Kaimauer und wurde im Bereich des vorderen Tanks 1 aufgerissen. Die letzte Reise führte das Schiff am 10.12.2008 von der Thunder Bay nach Quebec, ehe es in Toronto aufgelegt wurde. Am 13.6.2011 wurde es aus dem kanadischen Schiffsregister gelöscht. Es ging an die Pella Shipping Co., Thessaloniki, und in "Miner" umbenannt. Die letzte Reise zum Abwracken begann am 20.8. in Toronto am Haken der "Salvor", "Vigilant 1" und "Seahound". Von Montreal ging es am 14.9. in Richtung Aliaga am Haken der "Hellas" und "Vigilant 1". Am 20.9. riss sich der Laker von dem griechischen Schlepper auf und endete auf den Felsen von Scatarie Island an der Ostküste von Cape Breton Island, Nova Scotia. Bis zum 2.10. hatten Berger von Mammoet das Dieselöl abgepumpt. Schwere Stürme besiegelten das Schicksal des Frachters am 6.10., als von 12 Meter hohen Wellen ein 15 Meter großes Loch in den Rumpf gerissen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Eine Gefühl wie Weihnachten - weitere Kanone der "Queen Anne's Revenge" geborgen
(27.10.11) Es sei wie Weihnachten, sagte der Projektdirektor Mark Wilde-Ramsing, nachdem Taucher am 26.10. eine weitere Kanone aus dem vor fast 300 Jahren vor der amerikanischen Küste gesunkenen Flaggschiff des Piraten Blackbeard geborgen hatten. Das etwa 900 Kilogramm schwere und 2,4 Meter lange Artefakt wurde in Beaufort, North Carolina, an Land gebracht. Bevor es zu einer eingehenden Analyse in ein Labor gebracht wurde, konnte es kurzzeitig vor dem Seefahrtsmuseum in der Kleinstadt besichtigt werden. Sie war mit einer zementharten Sandschicht verkrustet. Die 1718 gesunkene "Queen Anne´s Revenge", ein 1717 gekapertes französisches Sklavenschiff, liegt in nur etwa sechs Metern im Beaufort Inlet. Sie sank etwa fünf Monate, bevor Blackbeard, mit richtigem Namen wohl Edward Teach oder Thatch, selbst im November 1718 in einer Schlacht mit den Briten getötet wurde. Das Wrack des Kaperschiffes wurde 1996 von der in Florida ansässigen Intersal Inc. entdeckt. Seither wurden zahlreiche Artefakte von Glasfragmenten bis zu Resten des Riggs, und insgesamt 12 Kanonen geborgen und während eines mehrjährigen Prozesses gereinigt und konserviert. Vier von ihnen waren noch geladen. Auch das nun gehobene Geschütz wird ins Queen Anne's Revenge Conservation Lab an der East Carolina University kommen. Bisher wurden rund 50 % der archäologischen Stätte untersucht und 280,000 Artefakte gefunden. Bis 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vom Stack bei der Lühe geborgen
(27.10.11) Der unterhalb der Lühe-Mündung havarierte Fischkutter "Hecht VI" wurde am 26.10. auf Veranlassung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hamburg geborgen und in den Bauhafen Wedel des Amtes geschleppt. Am Nachmittag des 23.10. war der marode Kutter auf einer Überführungsfahrt in das Buhnenfeld zwischen der Lühe-Mündung und der Lühesander-Süderelbe geraten. Der Eigner hatte versucht, den nicht fahrtüchtigen Fischkutter mit einem ebenfalls nur bedingt seetauglichen Boot von Wischhafen in den Hamburger Hafen zu überführen. In Höhe von Lühe geriet der Transport außer Kontrolle. Beide Fahrzeuge wurden in Richtung Ufer getrieben, und der Kutter strandete an den Buhnen. Zuvor war bereits der Cuxhavener Rettungskreuzer "Hermann Helms" angefordert worden, als sich die "Hecht IV" noch zwischen Altenbruch und Otterndorf befand. Nach der Strandung konnte sie trotz der Bemühungen der herbeigerufenen Hilfskräfte von der DLRG und der Feuerwehr sowie eines Schleppers nicht flottgemacht werden. Mit ablaufendem Wasser legte sich der Kutter dann auf die Seite. Das bei Flut schnell auflaufende Wasser machte den Einsatz von Luftsäcken zum Aufrichten des Kutters unmöglich, der schließlich volllief. Der havarierte Kutter stellte nahe des Hauptfahrwassers der Elbe eine Gefährdung für die Sicherheit des Schiffsverkehres dar. Die "Hecht VI" war bereits vor vier Wochen im Wischhafener Hafen vollgelaufen und gesunken. Die Feuerwehr half seinerzeit bei der Bergung. Dann hatte der Kutter bei der Schiffs & Bootswerft Cuxhaven einen weiteren Einsatz der Feuerwehr hervorgerufen, denn als die Maschine des Schiffes gestartet wurde, entwickelte sich so ein gewaltiger Qualm, dass Anlieger glaubten, dass es brenne und die Feuerwehr benachrichtigten. Warum sich der Schiffseigner auf das gewagte Transportmanöver eingelassen hat, ist noch unklar. Ihm droht nun ein Verfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs. Außerdem müsste er die Kosten der Einsatzkräfte und der Bergung bezahlen. Bei der "Hecht VI" handelt es sich um den ehemaligen Kriegsfischkutter "KFK 94", der bis 1999 als Angelkutter eingesetzt wurde und lange Zeit in Arnis lag. Quelle: Tim Schwabedissen



Backbordtank der "Rena" fast leer
(27.10.11) Nur noch minimale Reste sin dim Backbordtank V der "Rena" vor Tauranga vorhanden. Diese sollten zu einem späteren Zeitpunkt angegangen werden, weil es derzeit wichtigere Aufgaben zu erledigen galt. 808 Tonnen Öl waren von Bord geschafft, an die 600 Tonnen übrig. Das Augenmerk wurde nun auf den Steuerbord-Tanks sowie die Maschinenraumtanks gerichtet, eine extreme schwierige und komplexe Aufgabe. Der Tank liegt unter Wasser, und hier müssen Taucher erst einen trockenen Bereich schaffen, bevor ein Versuch begonnen werden kann, ihn auszupumpen. Die Arbeiten, Pumpen mit den Maschinenraumtanks an Backbord anzuschlagen, um deren Inhalt auf den Schlepper "Go Canopus" zu transferieren, wurden durch die starken Schäden am Rumpf der "Rena" stark verlangsamt. Das Wetter spielte den Bergern immerhin weiter in die Hände, es bleibt frühlingshaft ruhig. Am Wochenende wird eine Springflut erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge rammte Brücke
(27.10.11) Eine mit Zement beladene Barge im Schlepper der "Shannan C" und der 22 Meter langen "Portier I" (MMSI-Nr.: 367383370) kollidierte am 26.10. mit der Chef Menteur Pass Highway 90 Bridge. Die Coast Guard New Orleans wurde vom Louisiana Department of Transportation um 11:12 Uhr informiert, und die Wasserstraße nahe der Brücke gesperrt. Der Schaden wurde auf rund 100,000 Dollar geschätzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlechte Woche für die "Tauber"
(27.10.11) Am 27.10. soll die Ladung des deutschen Binnenschiffes "Tauber" geleichtert werden, damit nach Abdichtung der Lecks im Rumpf der Havarist in eine Werft überführt werden kann. Das im Rheinstrom vor Anker liegende Schiff hatte sich am Abend des 23.10. losgerissen und war am linken Flussufer auf Grund gelaufen. Beim Befreiungsversuch wurde das Bugstrahlruder durch eingedrungenen Flusskies beschädigt, und der Frachter musste am nächsten Tag mit Hilfe eines niederländischen Schiffes freigeschleppt werden. Am 25.10. bemerkte der Skipper der "Tauber" auf der Weiterfahrt stromaufwärts Richtung Basel einen Wassereinbruch. Ein Feuerwehrschiff kam ihm zwischen Köln und Bonn zu Hilfe und pumpte Wasser ab. Kurz vor dem Festmachen an einer Spundwand des Nothafens lief der Frachter dann erneut auf Grund. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Schelde leckgeschlagen
(27.10.11) Auf der Schelde in Bornem ist am 26.10. das belgische Binnenschiff "Flumina", beladen mit rund 280 Tonnen Gerste, zwischen Mariekerke und Weert leckgeschlagen, vermutlich nach Kollision mit einem Stein auf dem Flussgrund. Es gelang, das Schiff noch an eine Pier in Bornem zu bringen. Es war bereits eine erhebliche Menge Wasser eingedrungen. Die örtliche Feuerwehr brachte schwere Pumpen zum Einsatz und konnte so den Havaristen schwimmfähig war. Nachdem das meiste Wasser gelenzt war, wurde das Leck abgedichtet, sodass das Schiff eine Werft ansteuern konnte. Die Ladung blieb unversehrt. Tim Schwabedissen



Sorge um 450 Tonnen Öl auf gesunkenem Versorger aus Iran
(27.10.11) Die neunköpfige, iranische Besatzung der 35 Meilen vor Umm Al Quwain gesunkenen "White Whale" wurde nach dem Untergang des Schiffes am 22.10. verhaftet. Sie hatte an Bord 450 Tonnen Diesel, deutlich mehr als das Schiff hätte überhaupt laden dürfen, und zum Teil wohl Schmuggelgut. Fischer hatten die Schiffbrüchigen aufgenommen. Der iranische Tanker war zuvor von Sicherheitskräften der Vereinigten Arabischen Emirate vom Einlaufen in die Hoheitsgewässer abgehalten worden. Es kam aus dem Iran und befand sich 25 Meilen östlich von Port Khalid in Sharjah. Helikopter wurden entstand, mögliche Ölverluste zu überwachen. Taucher der Al Khaleej Al Arabi Marine Diving Services fanden das 43 Meter lange Wrack des Versorgers am 25.10. gegen 14 Uhr 30 Meter tief auf der Steuerbordseite liegend vor. Geringe Mengen Öl traten aus dem Maschinenraum aus. Vor Ort ist kein Gerät, das Wrack zu bergen. Quelle: Tim Schwabedissen



U-Boot-Wrack in Port Simpson entdeckt
(27.10.11) Ein Wrack, von dem angenommen wurde, dass es sich um ein U-Boot aus dem 2. Weltkrieg handelt, wurde von dem Forschungsschiff HMNZS "Resolution" und der "Gascoyne", einem Minensucher der Royal Australian, am 26.10. vor Papua-Neu-Guinea entdeckt. Es liegt in Simpson Harbour und wurde im Rahmen der Operation Render Safe entdeckt, die im Südwest-Pazifik vom 18. Oktober 18 bis November läuft. Die Identität war unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht im Queen Charlotte Sound geborgen
(27.10.11) Eine Barge versuchte am 26.10., eine gesunkene Yacht, die nur noch an der Reling des Katamarans "Waitohi" festhing, zu sichern. Die 8.5 Meter lange Herreshoff-Yacht war im Queen Charlotte Sound gegen 10 Uhr des 25.10. vor der Südinsel von Neuseeland mit dem Katamaran kollidiert, nur ein Stück des Segels und die Mastspitze blieben sichtbar. Die Barge schleppte die Boote in eine nahe Bucht, wo die Yacht von dem Schiff des New Zealand's Department of Conservation getrennt wurde, das danach mit eigener Kraft weiterfahren konnte. Die Yacht wurde gelenzt und auf die Barge gehoben, die sie nach Picton brachte. Der Skipper war nach dem Unglück mit Unterkühlung ins Wairau Hospital gebracht worden. Vor Ort waren auch ein Boot der Marlborough Coastguard und die Polizei und Feuerwehr von Picton. Die "Tiri Cat" hatte die Skipper beider Boote an Bord genommen. Der Kapitän der "Waitohi" war mit einer Kopfverletzung ins Wairau Hospital in Blenheim gebracht worden. Quelle: Tim Schwabedissen



MSC Napoli (Bild: Arpingstone)   Großbild klick!
Trümmer der "MSC Napoli"-Ladung angespült
(26.10.11) Stürmisches Wetter hat Trümmer der Ladung des Containerfrachters "MSC Napoli", 53409 BRZ, an die Strände nahe der einstigen Strandungsstelle vor Branscombe Das RNLI-Boot aus Sidmouth zog am Nachmittag des 25.10. Überreste eines Containers an Land. Bergungscrews wurden gegen 15 Uhr angefordert, den Küstenstreifen zwischen Beer Head und Branscombe abzusuchen, nachdem Strandgänger schwarze Plastikteile, die von Autos stammen könnten, entdeckt hatten. Die "MSC Napoli" war am 18. Januar 2007 in Folge des Orkans Kyrill im Ärmelkanal in Seenot geraten auf dem Weg von Le Havre nach Sines. 80 km südlich von The Lizard kam es zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum. Die 26-köpfige Besatzung konnte von Hubschraubern der Royal Navy gerettet werden. Aus Sicherheitsgründen und um ein Auseinanderbrechen des Schiffes zu verhindern, entschied die britische Küstenwache, das Schiff bei Branscombe kontrolliert auf Grund zu setzen.
Nachdem am 17. Mai 2007 der letzte Container aus dem Schiff entladen und der Rumpf an den zugänglichen Stellen provisorisch repariert worden war, hob die beauftragte holländische Bergungsfirma Smit International das Schiff am 9. Juli 2007 und schleppte es für eine weitere Inspektion des Rumpfzustands 500 Meter vom Strandungspunkt in tieferes Wasser. Im Zuge der Inspektion wurde ein drei Meter breiter Riss im Rumpf entdeckt und ein Schleppen in diesem Zustand wegen der Gefahr eines unkontrollierten Auseinanderbrechens für zu gefährlich befunden. Das Schiff wurde daher erneut auf Grund gesetzt und nach zwei erfolglosen Versuchen am 20. Juli 2007 durch Präzisionssprengungen an der Bruchstelle vor der Brücke in zwei Sektionen zerteilt. Am 9. August 2007 begann die Bugsektion am Haken eines Schleppers ihre Reise zum Abwracken nach Belfast. Die Hecksektion wurde vor Ort zerlegt und die Bergung im Juli 2009 abgeschlossen.
Die "MSC Napoli" wurde 1991 auf der südkoreanischen Werft Samsung Heavy Industries in Koje erbaut. Unter dem Namen "CMA-CGM Normandie" lief sie im Jahr 2001 in der Malakkastraße von Port Klang kommend auf ein Riff gelaufen und wurde beschädigt. Es wurde damals in Vietnam repariert. Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Rhein gestrandet
(26.10.11) Ein Binnenschiff aus Würzburg geriet am 23.10. gegen 22.15 Uhr auf dem Rhein bei Düsseldorf ins Treiben, nachdem der Anker nicht im Grund gehalten hatte. Dadurch kam das Schiff, das gegen 20 Uhr bei Flusskilometer 748 geankert hatte, am linken Rheinufer fest. Beim Versuch, sich mit Hilfe des Bugstrahlruders selbst zu befreien, geriet Kies in den Schiffsantrieb, der daraufhin ausfiel. Der Havarist wurde am 24.10. gegen 12 Uhr von einem holländischen Schiff freigeschleppt. Von einer kurzen Flusssperrung während der Bergungsphase waren drei Berg- und zwei Talfahrer betroffen. Quelle: Tim Schwabedissen



Holländische Fähre saß im Wattenmeer fest
(26.10.11) Am 25.10. gegen acht Uhr wurde die holländische Inselfähre "Monnik", 1121 BRZ (IMO-Nr.: 8408961) bei hartem Ostwind und extremem Niedrigwasser vom Kurs abgebracht und kam mit rund 150 Passagieren an Bord auf der Fahrt nach Schiermonnikoog auf einer Sandbank fest. Die KNRM-Rettungsboote "Annie Jacoba Visser" aus Lauwersoog und "Koning Willem I" aus Schiermonnikoog machten den Havaristen wieder flott. Die "Monnik" konnte danach mit halbstündiger Verspätung mit eigener Kraft die Fahrt zu der kleinen Insel fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kampf um leckes Binnenschiff auf Rhein
(26.10.11) Auf dem Rhein: In Höhe Niederkassel-Lülsdorf lief am Nachmittag des 25.10. das deutsche Binnenschiff "Tauber", 2131 ts (EU-Nr.: 04701430) auf Grund und schlug leck. Der Kapitän schaffte es aber, den mit Sand beladenen Frachter in den Evonik-Betriebshafen bei Lülsdorf zu manövrieren. Rund 50 Feuerwehrleute aus Niederkassel, Königswinter und aus Köln versuchten, das Schiff zu stabilisieren und das Leck abzudichten. Zwei Lenzpumpen sollten das eingedrungene Wasser aus einem der Laderäume lenzen, anschließend sollten Taucher der Kölner Berufsfeuerwehr das Leck abdichten. Doch da die Strömung an der Stelle für einen Tauchereinsatz zu stark war, versuchte die "Tauber" gegen 17.30 Uhr, unterstützt vom dem aus Mondorf herbeigerufenen Arbeitsschiff "Bonn" des Wasser- und Schifffahrtsamtes, rückwärts an eine ruhigere Flussstelle an der Mole zu kommen. Dabei setzte das Binnenschiff allerdings mit dem Bug auf einer Sandbank auf. Versuche der "Bonn", die "Tauber" wieder freizuschleppen, scheiterten. Derweil gelang es der Feuerwehr immerhin, so viel Wasser abzupumpen, wie durch das Leck nachfloss. Die in Würzburg beheimatete "Tauber" lief in der Vergangenheit unter den Namen "Malm 11", "Haniel 94" und "Freienstein". Es hat eine Länge von 105 Metern, eine Breite von 11 und einen Tiefgang von 2,79 Metern und wurde 1959 bei der Ruhrorter Schiffswerft, Duisburg, erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision der "Amazon" und "Florence" durch nachlässigen Ausguck verursacht?
(26.10.11) Die Kollision des unter Bahamas-Flagge registrierten Frachters "Amazon" mit dem 23 Meter langen finnischen Kutter "Florence" (IMO-Nr.: 5398165) wird nun untersucht, und es gibt den Verdacht, dass auf einem der Schiffe der Ausguck nicht ordnungsgemäß gegangen wurde. Derzeit betreffen die Ermittlungen den Kutter. Maßnahmen gegen die "Amazon" müssten durch den Flaggenstaat Bahamas ergriffen werden. Deren Crew hatte, wie sich bei den polizeilichen Vernehmungen in Hankö herausstellte, einen Aufprall wahrgenommen, doch war von einem Zusammenstoß mit Treibgut ausgegangen. Danach war das Seegebiet visuell überprüft worden, und man hatte in der Nähe ein anderes Schiff wahrgenommen, das sich jedoch nicht in einer Notlage zu befinden schien. Es war unklar, ob es sich dabei um die "Florence" gehandelt hat oder ein anderes Fahrzeug. Nachdem der Schaden am Rumpf dokumentiert worden war, durfte der Frachter mit seiner 24-köpfigen Crew die Reise von St. Petersburg nach Chittagong fortsetzen. Am 23.10. wurde auch das Wrack der "Florence" mit einer Unterwasserkamera in 70 Metern Tiefe dokumentiert. Auf einer Seite des Rumpfes wurden starke Einbeulungen entdeckt. Quelle: Tim Schwabedissen



Rena (Bild: Maritimenewzealand)   Großbild klick!
2. Halbzeit an der "Rena" eingeläutet
(26.10.11) Bis zum 25.10. wurde nunmehr über die Hälfte des Öls von der "Rena" abgepumpt, exakt 737 Tonnen. Rund 650 Tonnen Öl sind noch in dem unter Wasser liegenden Steuerbordtank V sowie drei Tanks im Maschinenraum nach. Am Nachmittag wurde das Abpumpen aus Backbordtank 5 unterbrochen, um die Pumpe tiefer in den Tank zu bugsieren. Das meiste Öl ist aus dem Tank entfernt, sodass sich der Pumpprozess verlangsamt. Gleichzeitig wurde begonnen, Öl aus den Maschinenraumtanks in diesen Tank umzupumpen, doch erwies sich dies als nicht effektiv. Daraufhin begannen die Berger, ein Pumpensystem to zu installieren, mit dem das Öl durch einen 10 Zentimeter dicken Schlauch direkt auf den Ankerziehschlepper "Go Canopus" gepumpt werden kann, der längsseits der "Rena" liegt. Ein Taucherteam setzte die Arbeit fort, ein Transfersystem für den Steuerbordtank V zu installieren, was eine herausfordernde Aufgabe ist. Es galt zunächst, einen wasserdichten Raum zur Arbeit der Berger zu schaffen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker im Persischen Golf gesunken
(26.10.11) Der Tanker "White Whale" mit 450 Tonnen Diesel an Bord sank am Abend des 25.10. elf Meilen vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate. Das Wrack lag 35 Meter tief vor Umm Al Qaiwain im Persischen Golf. Die Crew wurde gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht nach Kollision fast gesunken
(26.10.11) Zwischen Snake Point und Bull Head im Queen Charlotte Sound kollidierte am 25.10. gegen zehn Uhr der 8,5 Meter lange Katamaran "Waitohi" des neuseeländischen Department of Conservation mit einer Yacht. Mast und Rigg der Yacht verfingen sich am Rumpf der "Waitohi", als sie sank und an dem Kollisionsgegner unter Wasser hängen blieb. Eine Barge mit Hydraulikkran wurde zu der Unglücksstelle geschickt, um sie wieder übers Wasser zu holen. Der Skipper der "Waitohi" wurde bei dem Zusammenstoß am Kopf verletzt und bewusstlos. Er wurde ins Wairau Hospital gebracht. Der Skipper der Yacht wurde mit leichter Unterkühlung gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre sank vor Santa Monica
(26.10.11) Rund 40 Menschen wurden gerettet, nachdem am 25.10. bei Surigao del Norte die Fähre "Maricris" drei Kilometer von der Küste von San Benito entfernt gegen 17 Uhr sank. Die Polizei von Santa Monica und San Benito wurde alarmiert, alle Fahrgäste nach Santa Monica zurück gebracht. I>Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack gestrandeten Kutters wird verklappt
(26.10.11) Die Bergung des Kutters "Tasu" vor Stinson Beach könnte bis zum Ende der Woche beendet sein. Der 48 Fuß lange Kutter war am 13.10. zu dicht unter Land geraten und gestrandet. Für die rund 70,000 Dollar teure Räumung wurde die in Seattle ansässige Global Diving and Salvage Inc., die in Richmond ein Büro hat, engagiert. Die National Oceanic and Atmospheric Administration finanziert 40,000 Dollar, der Eigner steuert 5,000 Dollar und das Land 25,000 Dollar bei. Eigentlich sollte das Boot an Land gezogen und dort zerlegt werden, doch nach über einer Woche wiegt der 40-Tonner mit Sand und Wasser gefüllt nun über 100 Tonnen. Deswegen soll er vor Ort bei Ebbe stückweise zerlegt und dann an einer Verklappungsstelle entsorgt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter vor Rügen geleichtert
(25.10.11) Zwei Fischer wurden gerettet, zwei vermisst, nachdem ihr in Putian in Fujian beheimateter Kutter in der Straße von Taiwan am 25.10. um 7.35 Uhr sank. Das Unglück ereignete sich nahe Wuqiu Island im Sturm. Die beiden Geretteten wurden ins Krankenhaus gebracht. In Quanzhou wurde eine Suchaktion mit Schiffen und Hubschraubern organisiert, auch Retter aus Taiwan waren im Seegebiet, in dem Sturm herrschte. Quelle: Tim Schwabedissen



Schaden am Wulstbug (Bild: Manuel Hernandez Lafuente)   Großbild klick!
Tanker hatte zweite Kollision binnen zwei Monaten
(25.10.11) Am 23.10. kollidierte der maltesische Bunkertanker "Besiktas Pera", 2974 BRZ (IMO-Nr.: 9517458), mit der Llovera-Pier in Valencia, nachdem er Maschinenausfall erlitten hatte und nicht mehr rechtzeitig aufstoppen konnte. Dabei wurde der Wulstbug beschädigt. Das Schiff machte anschließend im Xità Dock in Valencia Port fest. Es war erst am 1.9. bei einer Kollision mit der Fähre "Superfast Baleares" am 1.9. in Valencia während einer Bunkeroperation an den Aufbauten beschädigt worden. Tim Schwabedissen



Kutter zum zweiten Mal im Pech
(25.10.11) Ein betagter, rund 30 Meter langer Kutter, der vor drei Wochen im Hafen von Wischhafen leckgeschlagen und von der Feuerwehr über Wasser gehalten wurde, havarierte am Abend des 23.10. ein weiteres Mal. Das Schiff wurde gerade auf der Elbe verschleppt, als es in Höhe der Lühe auf ein Stack lief. Als die Ebbe einsetzte, schlug der Kutter nach Steuerbord um. An Bord befanden sich noch 200 Liter Öl. Die ganze Nacht waren Feuerwehr und DLRG im Einsatz um den Kutter zu sichern. Am 24.10. sollte ein Schwimmkran versuchen, das Schiff wieder aufzurichten und zurück ins Wasser zu bugsieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutscher Tanker rammte holländisches Binnenschiff
(25.10.11) Der deutsche Binnentanker "Therese Straub", 2377 ts (EU-Nr.: 04017960), kollidierte in der Nacht zum 25.10. gegen 22 Uhr mit dem holländischen Binnenschiff ""Batouwe", 801 ts (EU-Nr.: 03290231), auf dem Amsterdam-Rhein-Kanal bei Marssen. Wahrscheinlich durch einen Ruderausfall eines der beiden Schiffe stießen die beiden Fahrzeuge frontal zusammen. Der Bug der "Batouwe", die mit Kies beladen war, riss auf, und das Schiff drohte zeitweilig mit starkem Wassereinbruch zu sinken. Es konnte mithilfe des holländischen Binnenschiffes "Uniqueship" (MMSI-Nr.: 244660545). Stabilisiert werden, die Feuerwehr setzte eine Lenzpumpe mit einer Kapazität von 50 Litern pro minute an. Die "Therese Straub", die mit 750 Tonnen Kerosin beladen war, hatte ein kleineres Leck im Bug, konnte aber die Fahrt nach Amsterdam fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bremer Frachter erhält am Kai in Valletta neuen Wulstbug
(25.10.11) Der unter Liberia-Flagge registrierte Containerfrachter "Bonavia", 23691 BRZ (IMO-Nr.: 9064334), der Reederei Herm. Dauelsberg GmbH & Co. KG in Bremen, wurde am 14.10. zur Reparatur seines eingedrückten Wulstbugs von Marsaxklokk kommend in das Chinese Dock Nr. 6 in den Großen Hafen von Valletta auf Malta eingeschleppt und wird derzeit dort am Kai repariert. Dazu wurde der eingedrückte Wulstbug des im Wasser verbleibenden Schiffes von Arbeitsbooten aus abgetrennt. Quelle: Tim Schwabedissen



Übersah BulkcarrierBulker/Bulkcarrier: Massengutfrachter finnischen Kutter?
(25.10.11) Der unter Bahamas-Flagge registrierte Frachter "Amazon" ist verdächtig, den 23 Meter langen finnischen Kutter "Florence" (IMO-Nr.: 5398165) am Morgen des 23.10. 23. im finnischen Meerbusen auf halber Strecke zwischen der Porkkala Halbinsel und Tallinn versenkt zu haben. Der 1962 erbaute Kutter sank binnen einer Minute auf 60 Metern Tiefe. Um 5.30 Uhr fing die finnische Küstenwache das EPIRB-Signal auf, und Patroullienboote aus Finnland und Estland sowie ein SAR-Helikopter aus Tallinn wurden alarmiert. Die vierköpfige estnische Crew des Kutters trieb derweil in einer Rettungsinsel und hatte keine Ahnung, ob ein Notruf aufgefangen worden war. Ein Handelsschiff in der Nähe sichtete zunächst Öl und Trümmer der "Florence", und dann hörte die Crew die Trillerpfeifen der Schiffbrüchigen. Um 9:07 Uhr fand ein finnisches Patroullienboot die Rettungsinsel und barg die Insassen nach fast vier Stunden. Sie waren in guter Verfassung und hatten lediglich kleinere Abschürfungen zu beklagen. Sie wurden nach Tallinn gebracht. Die "Amazon" ging vor Hanko vor Anker, während die Untersuchungen im Gange waren, eher er zur Weiterreise nach Indien freigegeben wurde. Möglicherweise war die Kollision auf dem 172 Meter langen Schiff gar nicht wahrgenommen worden. Der Bulkcarrier "Amazon", 25096 tdw (IMO-Nr.: 9138616) wurde 1997 erbaut und hat als Manager die griechische Tide Line. Quelle: Tim Schwabedissen



Fast die Hälfte des Öls der "Rena" geleichtert - dazu etwas Statistik
(25.10.11) Bis zum 25.10. konnte nunmehr fast die Hälfte des Öls der "Rena" vor Tauranga in die Tanks der "Awanuia" gepumpt werden. Binnen 24 Stunden gelang es, weitere 164 Tonnen abzupumpen, womit insgesamt 645 Tonnen von Bord sind und noch rund 700 Tonnen verbleiben. Das gesamte bislang geleichterte Öl stammt aus dem Backbordtank V. Am Nachmittag begann das Leeren dreier Tanks im Maschinenraum, die insgesamt 250 Tonnen enthalten. Der Inhalt wird zunächst in den Backbordtank V umgepumpt und dann auf die "Awanuia" geleitet. Kopfzerbrechen bereiten aber weiterhin die 358 Tonnen Öl im Steuerrbordtank V. Derweil lösten sich die 5-10 Tonnen Öl, die in der Nacht zum 23.10. aus unteren Schiffsbereichen ausgelaufen waren, in der See auf. 1.673 Tonnen Schweröl und Schiffsdiesel waren zum Zeitpunkt der Havarie an Bord der "Rena".
Rund 350 Tonnen Schweröl und Schiffsdiesel sind aus dem Schiff ausgelaufen.
Ungefähr 600 bis 800 Einsatzkräfte umfasst das Ölbekämpfungsteam einschließlich der Mitarbeiter des Havariekommandos und der Einsatzkräfte vor Ort an den Stränden, die diese reinigen und sich um die verölten Vögel und Tiere kümmern. Darunter ist Personal von Maritime New Zealand, dem National Response Team, Regional- and Lokalbehörden, der Massey University, des Department of Conservation, der Forest and Bird Waikato University, des WWF und des New Zealand Fire Service. Weitere 140 Einsatzkräfte sind beim Vogel- und Tierschutz tätig, 60 Reinigungskräfte an den Stränden. Über 370 Soldaten der "New Zealand Defence Force", stellen Personal für Luft- und Seeaufklärung im Zusammenhang mit der Ölbekämpfung. Technische Unterstützung kommt aus Australien, Großbritannien, den Niederlanden und Singapore. Mehr als 6.000 freiwillige Helfer haben sich nach einem Internet-Aufruf für die Reinigung der Strände als Helfer eintragen lassen. An den Stränden wurden 848 Tonnen giftige Ölrückstände eingesammelt und entsorgt. 500 Vögel wurden in einer Tierschutz-Station in Te Maunga behandelt und betreut. Ausserdem gingen dort 357 Meeressäuger in Behandlung. 60 seltene "New Zealand Dotterels" wurden vorsorglich in Obhut genommen. Weitere 100 "Dotterels" wurden im Bereich der Plenty-Bucht unter Schutz genommen. An den verölten Stränden wurden 1.370 tote Seevögel geborgen.
Das Bergungsteam von Svitzer umfasst 35 Einsatzkräfte, die von örtlichen Kollegen und ausländischen Kollegen von Australien, Singepore und den Niederlanden unterstützt werden.
1.368 Container befanden sich an Bord der "Rena", davon 121 Container mit verderblichen Lebensmitteln und 11 Container mit Gefahrgut. 88 Container sind über Bord gegangen. Von 36 Containern ist der Standort bekannt, 27 Container werden noch vermisst. 12 Container wurden angespült, davon sechs bei Mount Maunganui, zwei auf Motiti Island und vier auf Pancaldo. Schife im Einsatz waren der Doppelhüllen-Küstentanker "Awanuia", und die "Manavanui", "Rotoiti", "Pukaki" und "Endevour" der Marine sowie Seasprite- und Iroquois Helikopter zur Luftaufklärung. Ein Squirrel Helikopter transporiert die Bergungsmannschaften an und von Bord des Frachters. Eine C172 Maschine der Luftwaffe unternimmt großflächige Überwachungsflüge. Zwei Ölbekämpfungsschiffe von Maritime New Zealand, die "Kuaka" aus Auckland und "Tukuperu" sind von Picton aus im Einsatz. Von Auckland kamen die Schlepper "Maui" und "Waka Kume" sowie die Barge "Paponui". Ferner sind der Ankerziehschlepper "Swiber Torunn" und der Bergungsschlepper "Go Canopus" für den Einsatz bei schlechtem Wetter vor Ort.
Drei Hochsee-Bargen und die in Wolgast gebaute "Pancaldo" sollen später die Container von Bord holen und wurden bereits nach Tauranga überführt. 1.200 Meter schwimmende Ölbarrieren wurden von Taranaki und Australien herangeschafft. Ein Bell 214 Helikopter transportiert Luftkompressoren, Generatoren, Ketten, Schäkel, Seile, Werkzeug usw. zur "Rena". Quelle: Tim Schwabedissen



Skipper sprang auf der Flucht vorm Feuer über Bord
(25.10.11) Der Frachter "Silver Lake" kam einem Fischer aus Byrknesøy am 24.10. zu Hilfe, dessen 31 Fuß langer Kutter "Henkabuen - SF0040G" gegen 13 Uhr 13 Kilometer südwestlich von Utvær im Sognefjord in Brand geraten war. Er war morgens ausgelaufen, und kurz vor Beendigung des Fangs drang Rauch aus dem Maschinenraum, der binnen kurzem das Ruderhaus füllte. Sofort legte der Fischer seinen Überlebensanzug an und funkte Mayday. Die "Silver Lake" auf Nordkurs von Klaipeda nach Vaeroy laufend, wo sie eine Ladung Fisch aufnehmen konnte, sah den brennenden Kutter und setzte ein Boot aus. Der Skipper der "Henkabuen" war unterdessen gezwungen gewesen, auf der Flucht vor den Flammen über Bord zu springen. Die "Silver Lake" barg ihn nach 20 Minuten wohlbehalten aus der 3-4 Meter hohen See. Er wurde dann auf das Lotsenboot "Los 116" übergesetzt und nach Byrknesøy gebracht. Derweil beobachteten die beiden Rettungskreuzer "Ragni Berg" und "Utvær", wie der 1993 erbaute Fiberglas-Kutter bis zur Wasserlinie niederbrannte und schließlich sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Australisches Patroullienboot rettete deutschen Frachter
(25.10.11) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Vega Fynen", 9957 BRZ (IMO-Nr.: 9336359) erlitt auf der Fahrt von Jakarta nach Tanjung am 23.10. auf Position 10-26 S 148-36 O, etwa 100 Meilen südöstlich von Port Moresby, Papua Neu Guinea, Maschinenausfall und trieb nordwärts in der See. Er drohte auf das Regelapra-Riff zu treiben. Die Crew australischen des Patroullienbootes HMAS "Broome" wurde am 24.10. um 9.20 Uhr beauftragt, dem Frachter zu Hilfe zu komme, als das Schiff gerade in Alotau festmachen wollte. Mit höchster Geschwindigkeit machte es sich auf den Weg zu der 146 Meilen entfernten "Vega Fynen" und setzte sich mit deren Schiffsführung in Verbindung. Währenddessen wurde die Drift des Havaristen berechnet, der in höchster Strandungsgefahr war. Es wurde geplant, übers Heck eine Schleppverbindung herzustellen, um ihn wenigstens so lange auf der Stelle zu halten, bis ein professioneller Bergungsschlepper vor Ort war. Nur 700 Meter von den Untiefen entfernt konnte der Frachter bei Sonnenuntergang aufgestoppt werden. Es gelang dem Boot der Armidale-Klasse sogar, den 13000-Tonner etwas südwärts zu bugsieren, bis nach sechs Stunden ein Schlepper vor Ort war und die Trosse übergeben wurde. Danach kehrte die "Broome" nach Alotau zurück. Der Frachter läuft für die Vega-Reederei Friedrich Dauber GmbH & Co in Hamburg. Die "Vega Fynen", 13742 tdw (IMO-Nr.: 9336359), wurde 2006 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter bei Hadsel gehoben
(25.10.11) Am Morgen des 24.10. barg das Arbeitsschiff "Maximus" in Børøya das Wrack eines dort gesunkenen Kutters. Die .Taucherfirma Subsea Nor aus Stokmarknes hatte den Auftrag erhalten, das vor dem Wellenbrecher nahe der Hadsel Brücke in flachem Wasser liegende Schiff zu räumen. Gegen 13 Uhr war der Kutter wieder über Wasser und konnte nach Børøya eingeschleppt werden. Er war im September gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Nikaraguanisches Marineschiff mit 27 Mann im Hurrikan vermisst
(25.10.11) Im Vorfeld des Durchzugs von Hurrikan Rina wurde seit dem 24.10. vor Nicaragua ein Marineschiff mit 27 Menschen an Bord vermisst. Zuvor hatten die vier Besatzungsmitglieder 23 Fischer an Bord genommen, um sie vor dem Wirbelsturm in Sicherheit zu bringen. Der Tropensturm Rina hatte an diesem Tag Hurrikanstärke erreicht und bewegte sich auf die Touristengebiete von Mexiko und Belize zu. Das Schiff gehörte zu einer Flotte von drei Booten, die Bewohner der Küstenstadt Sandy Bay vor dem herannahenden Hurrikan in Sicherheit bringen sollte. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter vor Rügen geleichtert
(25.10.11) Am vergangenen Wochenende ist es endlich gelungen, den Treibstoff von dem am 12. September in der Ostsee vor Stubbenkammer auf Grund gelaufenen Kutter "Palaemon" abzupumpen. Nachdem das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern bereits am 13. September eine entsprechende Anordnung gegenüber dem Eigner des Schiffes erlassen hatte, gestaltete sich die Arbeit wegen der Lage des gesunkenen Schiffes als sehr schwierig. Zwischen dem 21. und dem 23.10 war die Firma Baltic-Taucher, die vonder Firma Ostsee Kontor für den Eigner und den Versicherer der "Palaemon" beauftragt worden waren, beschäftigt, den Dieselkraftstoff und Hydrauliköl aus den Tanks und Rohren der "Palaemon" abzupumpen. Die Mitarbeiter der Firma Baltic-Taucher aus Rostock konnten 470 Liter Dieselkraftstoff und geringe Mengen Hydrauliköl mit Hilfe eines Schlauchbootes in 20- bis 30-Liter-Kanistern entsorgen. Angesichts des schlechten Zustandes des Kutters war es höchste Zeit gewesen, das Öl von Bord zu holen. Quelle: Tim Schwabedissen



New York versandet
(25.10.11) Die US Coast Guard hat die Reinigungsarbeiten nach der Strandung des Kutters "New York" am North Spit erfolgreich beendet. Am 24.10. um 13.30 Uhr war das Wrack des 50 Fuß langen Kutters vollständig eingesandet. Er war am Vortag um 5.30 Uhr leckgeschlagen und musste von der dreiköpfigen Crew aufgegeben werden, die sich schwimmend an den Strand rettete. Danach barg die Coast Guard umweltgefährdende Stoffe. Eine Firma aus Roseburg leerte die Brennstofftanks und entsorgte 70 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch sowie Ölreste von Deck. Es kam zu keiner Wasserverschmutzung. Nach 24 Stunden war der Einsatz abgeschlossen, und das Schiff stellte keine Gefährdung mehr da. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Cape Breton ausgebrannt
(24.10.11) Der Kutter "Humdinger" aus Glace Bay geriet am Morgen des 24.10. um 8.20 Uhr vor der Lingan Bay in Brand. Die beiden Besatzungsmitglieder wurden von einem anderen Fischer aus Glace Bay, der in der Nähe auf Fang war, unversehrt gerettet und gegen 14 Uhr an Land gebracht. Der Kutter brannte aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Französischer Rennsegler gerettet
(25.10.11) Der Skipper Mathieu Claveu, der mit seiner Yacht "Mini 405 Okoume Les chevaux du Beal" am der Charente-Maritime/Bahia Mini Transat 6.50 teilnahm, wurde von dem Begleitschiff "Edulis" aufgenommen, nachdem seine Yacht bei 10 Knoten Fahrt mit einem unbekannten Driftobjekt kollidiert war, das mehrere Lecks in den Rumpf gerissen hatte, und binnen einer Stunde erhebliche Wassermengen aufgenommen hatte. Der Segler löste Seenotalarm aus. Ein 45 Meilen entferntes Handelsschiff eilte zu der ausgesandten Position, und die "Edulis" wurde von der Rennleitung in Marsch gesetzt. Der Frachter blieb vor Ort, bis der Skipper aus seiner Rettungsinsel geborgen war. Er wird nun nach Bahia gebracht. Das Boot sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Inselversorger hat wieder Wasser unterm Kiel
(25.10.11) Nach über einer Woche wurde der 485-Tonnen-Versorger "Island Trader" in einer Lagune nahe Lord Howe Island am 24.10. gegen 18.15 Uhr wieder flott gemacht, kurz vor dem höchsten Wasserstand. Er wurde danach an einer Pier auf Lord Howe Island festgemacht. Die "Nemesis" der Marinepolizei stand bereit, das Schiff in Schlepp zu nehmen, wurde aber letztlich nicht benötigt. Am Nachmittag des 27.10. wurde der Frachter in Port Macquarie erwartet, nachdem er in Anschluss an die notwendigen Untersuchungen wieder freigegeben war. Er hatte gerade seine Ladung gelöscht, als er am 17.10. gestrandet war. Quelle: Tim Schwabedissen



"Renown" treibend (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Vierstündiger Einsatz für seekranke Crew auf treibendem Motorboot
(24.10.11) Am 22.10. erlitt das 32 Fuß lange Motorboot "Renown" Motorausfall und funkte Mayday vor Beachy Head. Das hilflose Schiff trieb mit dem Ebbstrom bei starkem Südostwind rasch westwärts ab. An Bord waren vier Personen, von denen drei unter starker Seekrankheit litten. Der Skipper war allein nicht in der Lage, den Anker auszubrechen. Das RNLI-Boot aus Eastbourne wurde durch die Dover Coastguard alarmiert und übergab zunächst einen Dregganker, um dann eine Schleppverbindung herstellen zu können. Die "Renown" befand sich drei Meilen südlich von Beachy Head. Wegen des Zustands der Crew wurde beschlossen, den nächstgelegenen Hafen Newhaven anzusteuern. Beim Annähern an den Hafen nahm das RNLI-Boot den Kabinenkreuzer längsseits und manövrierte ihn an einen Ponton, wo ein Krankenwagen bereitstand. Vier Stunden nach dem Notruf war der Seenotfall beendet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kleine Ursache - großes Loch
(24.10.11) Der Skipper des britischen Trawler "Filadelfia" (IMO-Nr.: 8136001/) hatte wenig Glück, als er am 23.10. wegen einer defekten Winsch den Hafen von Den Oever zur Reparatur anlaufen wollte. Wohl wegen zu hoher Geschwindigkeit beim Einlaufen konnte er sein Schiff nicht mehr rechtzeitig aufstoppen, und es rammte in einen in den Hafen ragenden Dalben. Dieser durchbohrte den Bug des Kutters und verursachte ein großes Loch, in dem der abgebrochene hölzerne Dalben steckenblieb. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutsches Containerbinnenschiff rammte Holländer in Dordrecht
(24.10.11) Das deutsche Binnenschiff "Öhringen", 2520 ts (MMSI-Nr.: 211501630) rammte am 23.10. das holländische Binnenschiff "Linquenda" das auf der Maas bei Zwijndrecht vertäut war. Gegen 22:30 Uhr wurde das Rettungsboot "DRB 49" aus Dordrecht alarmiert. Die von Rotterdam kommende "Öhringen" war mit hoher Geschwindigkeit in das am Hooikai liegende Binnenschiff gelaufen, dessen Trossen durch die Wucht des Aufpralls brachen, sodass es abtrieb. Ein Boot von Rijkswaterstraat war rasch vor Ort und bugsierte die "Linquenda" zurück an den Kai. Rumpf und Kajptbereich waren schwer beschädigt. Da es aber keine Verletzten auf diesem Schiff gab, machte sich das Rettungsboot sofort auf die Suche nach dem deutschen Containerschiff, das die Kollision verursacht hatte. Dieses hatte inzwischen am Merwekai festgemacht und war am Bug oberhalb der Wasserlinie sowie ebenfalls im Kajütbereich erheblich beschädigt. Container hatten sich an Deck verschoben. An Bord fanden die Retter den verwirrt wirkenden, 78-jöhrigen Kapitän mit einigen kleineren Verletzungen an Armen und Beinen vor. Er wurde vor Ort versorgt. Drei weitere Besatzungsmitglieder, die zum Zeitpunkt des Unfalls geschlafen hatten, blieben unversehrt. Gegen Mitternacht kehrte die "DRB 49" zu ihrer Station zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Stöhnende Rena mutet Berger wie ein sterbendes Urtier an
(24.10.11) Fast ein Drittel des Öls der "Rena" war bis zum 24.10. abgepumpt. Gegen 15 Uhr waren 481 Tonnen geleichtert. Zwei Booster-Pumpen vermochten die Geschwindigkeit der Operation zu erhöhen, doch das 12-köpfige Bergungsteam an Bord plante weitere Verbesserungen. Sie wollen nun aus zwei Tanks im Maschinenraum 220 Tonnen Öl herausbekommen. Die Treibstoffpumpe dort ist in gutem Zustand, so muss sie nun verkabelt werden, um mit Energie versorgt werden zu können. Die größte Herausforderung stellt aber Steuerbordtank V dar, der unter Wasser liegt und 358 Tonnen Öl enthält. Taucher arbeiten dort unter riskanten Bedingungen. Der Korridor, in dem sie tätig sind, ist voller Wasser und Öl. Der Tank selbst ist intakt. Hier gilt es, einen Kofferdamm zu bauen und ein Pumpsystem zu installieren, was einige Zeit brauchen wird. Die Arbeitsbedingungen fünf Decks tief im Schiffsbauch sind haarsträubend, die Wände und Böden sind schräg und ölverschmiert. Nur einige Generator-betriebene Leuchten geben etwas Licht. Es stinkt nach Ölgasen, verrottenden Nahrungsmitteln aus den Containern und Salz. Die Geräusche zerren an den Nerven. Die Geräusche von Wellen, die sich am Rumpf brechen, in die Schiffsräume fluten und den Riss im 18 Millimeter dicken Stahl stetig weiten, gemischt mit dem Stöhnen und Krachen des geschundenen Stahls, das Geräusch eines sterbenden Schiffes. Über den Bergern thronen in gefährlicher Lage etliche Lagen von Containern, bei einer Neigung von 21 Grad stets bedroht, endgültig umzustürzen. Die Decks sind schmierig durch Öl, und das Schiff arbeitet unter dem Anprall der Brandung. Bei Flut kommen die Wellen über die Steuerbordseite, und dann kann dort nicht gearbeitet werden. Die Berger arbeiten dort, wo das Risiko abschätzbar ist. Im Maschinenraum sind sie aus Sicherheitsgründen nur paarweise im Einsatz. Es handelt sich um den härtesten Job, mit dem sie je zu tun hatten, doch sie lieben auch die Herausforderung. Die Männer beschreiben die Geräuschkulisse des Stöhnens und Krachens als Anmutung von Jurassic Park. Es sei, als versuche das Schiff zu sagen, helft mir hier heraus. Immerhin profitieren die Berger von einer mehrtägigen Phase ruhigen Wetters, während der in der Nacht zum 23.10. ausgetretene Ölfilm langsam nordwärts abtreibt und Tuhua/Mayor Island erreichen könnte. Vorsorglich wurde bereits ein Team dorthin in Marsch gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter bewahrte Frachter vor Strandung
(24.10.11) Auf der Fahrt von Maloy nach Sarpsborg geriet der norwegische Frachter "Molo Trader", 1392 BRZ (IMO-Nr.: 8616099), in höchste Bedrängnis, als er nach Maschinenausfall südlich von Buholmen in der Nacht zum 23.10. auf Felsen zu treiben drohte. Glücklicherweise befand sich der Kutter "Knester" in unmittelbarer Nähe und konnte, nachdem der Frachter nur 180 Meter von den Küstenfelsen entfernt in rauer See und bei kräftigem Wind auf Drift gegangen war, eine Schleppverbindung herzustellen. Zwei Stunden lang hielt er den Havaristen von den Felsen ab, bis das Rettungsboot "Emmy Dyvi" und der Schlepper "BB Ocean" eintrafen, die gemeinsam den Frachter in den Borgundfjord schleppten, wo er am Nachmittag in Humla festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Luftrettung scheiterte - Fischer schwammen an den Strand
(24.10.11) Der amerikanische, 50 Fuß lange Kutter "New York" lief am 23.10. nördlich des Eingangs der Coos Bay nahe North Bend, Oregon, auf Grund. Das Schiff war kurz zuvor, um 5.30 Uhr, leckgeschlagen und hatte Notrufe gefunkt. Die Coast Guard Station Coos Bay in Charleston, Oregon, setzte ein 47-Fuß-Boot in Marsch, und von der Air Station North Bend stieg ein HH-65 Dolphin Helikopter auf. Er versuchte, die dreiköpfige Crew abzubergen, doch weil der Kutter in der Brandung allzu stark arbeitete, misslang dieses Manöver. Die Fischer konnten sich aber schwimmend auf den nahen Strand retten. Hier ging der Hubschrauber dann ebenfalls nieder, nahm die Männer auf und brachte sie zur medizinischen Betreuung zur Air Station North Bend. Der Kapitän berichtete, dass sich rund 300 Gallonen Diesel und 15 Gallonen Hydrauliköl an Bord befanden. In der Brandung trieben in den folgenden Stunden Trümmer des Kutters auf den Strand. Die Coast Guard Columbia River beauftragte eine Firma mit der Ölentsorgung. Quelle: Tim Schwabedissen



Küstenwächter retteten in der Freizeit brennenden Kutter
(24.10.11) Zwei Küstenwachmänner aus Boston haben in ihrer Freizeit den 50 Fuß langen Kutter "Elizabeth Ann" gerettet, auf dem am 23.10. um 9.06 Uhr rund 20 Meilen ostnordöstlich von Gloucester ein Feuer ausgebrochen war. Kurz nachdem die Coast Guard Boston den Notruf aufgefangen hatte, brach der Kontakt ab. Rauch hatte das Ruderhaus gefüllt und die beiden Besatzungsmitglieder gezwungen, das Funkgerät zu verlassen. Zwei Boote in der Nähe hörten den Notruf ebenfalls. Es handelte sich u.a. um das Sportboot "Mad Money" mit zwei Küstenwächtern an Bord. Sie sichteten den in Rauch gehüllten Kutter in einer halben Meile Entfernung. Die Crew des Havaristen befand sich an Deck. Die Männer übergaben zwei Feuerlöscher an Bord, mit deren Hilfe es gelang, Zugang zu den bordeigenen Feuerlöschern der "Elizabeth Ann" im Ruderhaus zu bekommen. Das zweite Boot, das den Notruf empfangen hatte, war der Kutter "Lily Jean". Er bot weitere Feuerlöscher an. Die "Mad Money" lief dem 800 Yards entfernten Schiff, manövrierte um das ausgebrachte Fanggeschirr und übernahm das Gerät. Mit allen Feuerlöschern gelang es, den Maschinenraumbrand zu löschen. Danach nahm ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Gloucester die "Elizabeth Ann" in Richtung Gloucester in Schlepp. Quelle: Tim Schwabedissen



Vorletztes vermisstes Weltkriegs-U-Boot aus Holland entdeckt
(24.10.11) (21.10.11) In der südchinesischen See ist das Wrack des im 2. Weltkrieg versenkten, holländischen U-Boots "K XVI" von einem Sporttaucherteam aus Australien und Singapur Anfang des Monats entdeckt worden. Die Taucher hatten von einem Fischer auf Borneo den Tipp erhalten. Anhang der Fotos, die sie machten, konnten Experten der Marine das Wrack identifizieren. Die Angehörigen wurden in Kenntnis gesetzt. Der 1000-Tonner war mit einer Crew von 36, davon sechs Indonesiern, Teil der alliierten Truppen, die die japanische Invasion bekämpfen sollten. Nach der Versenkung des japanischen U-Boot-Jägers "Sagiri" in der Nacht zum 25.12.1941 wurde die "K XVI" am folgenden Morgen selbst das Opfer eines Torpedos des japanischen U-Bootes "I-66". Im 2. Weltkrieg gingen sieben holländische U-Boote verloren, eines davon wurde im Hafen von Surabaya bombardiert. Sechs Boote wurden lange vermisst, seit 1982 gelang es, vier von ihnen zu lokalisieren. Nun konnte ein weiteres der Reihe hinzugefügt werden. Nur " HMS O 13" ist weiterhin in der Nordsee verschollen. "K XVI" gilt als Grabstätte. Deswegen wird die genaue Position weiterhin geheim gehalten. Tim Schwabedissen



Eine Tote bei Feuer vor Maroantsetra
(24.10.11) Am Nachmittag des 22.10. brach gegen 17 Uhr auf der "Trucha" vor Maroantsetra ein Feuer aus. An Bord waren 14 Personen, davon sechs Besatzungsmitglieder. Das Feuer griff binnen 10 Minuten um sich, und Löschversuche scheiterten. Eine Frau kam ums Leben, das Boot sank im Nordosten von Madagaskar. Es war einige Stunden zuvor aus Maroantsetra mit Kurs Toamasina und einer Ladung von Gewürznelken ausgelaufen. Als auf die Notrufe hin die "Tonga Tsara" als erstes Rettungsschiff eintraf, stand die "Trucha" in hellen Flammen, und die Überlebenden befanden sich in einem Zustand der Panik an Deck. Quelle: Tim Schwabedissen



Bestes australisches Tauchwrack wieder zugänglich
(24.10.11) Das Wrack von HMAS "Canberra" wurde am 23.10. wieder für Taucher freigegeben. Es war im Juli gesperrt worden, nachdem Teile begonnen hatten, sich vom Rumpf zu lösen und sich das Schiff auf die Seite legte. Doch es gelang Parks Victoria, das Wrack wieder betauchbar zu machen. Das vor zwei Jahren als künstliches Riff versenkte Schiff wurde gründlich untersucht, und es wurde festgestellt, dass es relativ stabil und nicht in der Gefahr des vollständigen Umschlagens war. Nun kann die "Canberra" wieder zur Stärkung des Rufs von Victoria als großartiger Tauchgegend beitragen. Taucher sollten sich in Acht nehmen vor allen losgerissenen Teilen, und einige Räume sind teilweise blockiert von Trümmern oder Sand. Doch noch nie sei ein Schiff mit so vielem belassenem Interieur versenkt worden, und nun können Taucher wieder daran teilhaben, wie sich das Wrack in ein Habitat marinen Lebens wandelt. Es sei das beste versenkte Wrack in Australien. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in Eisk
(24.10.11) Der unter Komoren-Flagge laufende Frachter "Aleksa", 2576 BRZ (IMO-Nr.: 8867428) kollidierte am 23.10. um 0610 Uhr mit dem im Hafen von Eisk vertäuten Bunkertanker "Poet V.Olefirenko" im Binnenhafen. Der Tanker wurde leicht beschädigt, Reling verbogen. Die "Aleksa" kam ohne Schäden davon. Quelle: Tim Schwabedissen



Unbeleuchteter Dalben für Fährkollision in Hongkong verantwortlich gemacht
(24.10.11) Ein unbeleuchteter Dalben soll Schuld an der Kollision der "First Ferry IX" der New World First Ferry vor Hong Kong gewesen sein, bei der drei Passagiere zwischen 70 und 82 Jahren schwer verletzt wurden und einer auf Intensivstation kam. Sie hatten sich an metallenen Relingläufen der Ausgänge, in deren Nähe sie saßen, verletzt. Die Fähre war am 21.10. um 5:15 Uhr, eine Stunde vor Sonnenaufgang, mit 145 Passagieren an Bord von Cheung Chau nach Hong Kong Central unterwegs gewesen. Die meisten Passagiere schliefen, als mit einem lauten Krachen die Fähre nur 400 Meter vom Kai entfernt innerhalb des Taifun-Schutzes gegen die Festmachereinrichtung krachte. Der Steuerbordbug wurde aufgerissen, doch es kam zu keinem Wassereinbruch. Im Schiffsinnern aber brach Chaos aus. Menschen stürzten, viele erlitten Kopfverletzungen, etliche bluteten. Erst nach einer halben Stunde waren Retter da. Ein Helikopter flog neun Schwerverletzte in ein Krankenhaus nach Hongkong Island, zwei von ihnen auf Liegen. Es gab Beschwerden, dass die Fährcrew sich nicht ausreichend um die Verletzten gekümmert habe. Die Passagiere hätten sich gegenseitig geholfen.
Der Kapitän sagte aus, er habe einer Schwimmboje an Backbord ausweichen wollen, und als er den unbeleuchteten Dalben an Steuerbord wahrnahm, sei es zu spat zum Ausweichen gewesen. Er hat zehn Jahre Berufserfahrung. Der Mann wurde von der Reederei vom Dienst suspendiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Gemeinsamer Kraftakt zur Bergung wracken Kutters
(24.10.11) Taucher begannen am 22.10. das Wrack des Kutters "Tasu", der seit dem 13.10. auf Stinson Beach liegt, zu bergen. Sie sicherten die Steuerbordseite und bereiteten den Kutter vor, auf den Strand gezogen zu werden. Die Operation wird etwa zwei Wochen dauern. Am 23.10. wurde schweres Gerät gebracht, und am 6.10. sollte weitere Ausrüstung über den Highway 1 herangeschafft werden. Weil der 48 Fuß lange Kutter nicht versichert war, haben die National Oceanic and Atmospheric Administration, der Schiffseigner und die Stinson Beach Community sich zusammengetan, die Bergung mit zu finanzieren. Marin County wird den Rest der 50,000 Dollar aufbringen. Die Bergung soll durch Global Diving & Salvage durchgeführt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter versenkte Kutter vor Finnland
(24.10.11) Ein 172 Meter langer, unter Bahamas-Flagge laufender Frachter ist verdächtig, am Morgen des 23.10. gegen 5.20 Uhr den 23 Meter langen finnischen Kutter "Florence" im Finnischen Meerbusen, 13 Meilen nördlich von Aegna, gerammt und versenkt zu haben. Ein litauischer Frachter barg die vierköpfige Crew aus Estland, die sich in eine Rettungsinsel geflüchtet hatte, gegen neun Uhr. Beide beteiligten Schiffsbesatzungen sollen nachlässig Ausguck geführt haben. Die Sicht sei zwar schlecht gewesen, doch sie hätten über Navigationshilfen verfügt. Der Frachter wurde nach Hanko beordert. Quelle: Tim Schwabedissen



Lachstransporter trieb vor Scalloway
(24.10.11) Das RNLI-Boot aus Aith RNLI wurde am 21.10. um 6.26 Uhr alarmiert, weil der norwegische Lachstender "Gerda Seale", 445 BRZ (IMO-Nr.: 9231884) in der Zufahrt von. Scalloway Maschinenausfall erlitten hatte. Beim Eintreffen der Retter hatte aber bereits ein anderer Lachstransporter die "Gerda Seale" in Richtung Scalloway auf den Haken genommen. Um 7.45 Uhr wurde das Rettungsboot zurück beordert und erreichte seine Station um 9.15 Uhr. Quelle: Tim Schwabedissen



Auf die Straße gesetzt ... (Bild: Tipser)   Großbild klick!
Speedboot auf Straße gesetzt
(23.10.11) Allzu stürmisch war ein Motorbootfahrer am 22.10. gegen 14 Uhr in Tennskjær. Er setzte seinen 36 Fuß langen Kabinenkreuzer auf eine Straße, und der Bug ragte einen Meter weit in die Fahrbahn hinein. Die vierköpfige Crew des Speedbootes blieb unversehrt, stand aber wohl unter Alkoholeinfluss. In Finnsnes wurde ihnen eine Blutprobe entnommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Neuerlicher Ölverlust auf der "Rena"
(23.10.11) Die Berger auf der "Rena" kommen weiter langsam, aber stetig, mit dem Leichtern von Öl voran und hatten bis zum 23.10. um 13 Uhr 337 Tonnen abgepumpt aus dem Backbordtank V, der ursprünglich 772 Tonnen enthielt. In einen Bodentank mit 220 Tonnen Inhalt wurden Pumpen installiert, die nun mit Energie versorgt und in Gang gesetzt werden müssen. Weitere schwere Ausrüstung wurde an Bord gebracht, um ein zweites Pumpsystem zu installieren mit einem größeren Rohr. Taucher haben festgestellt, dass der Steuerbordtank V mit 320 Tonnen Öl ist noch intakt. Aus dem Wrack sind während der Nacht rund fünf bis 10 Tonnen Öl aus einem durchlaufenden Gang im Kielbereich ausgelaufen. Wahrscheinlich hat sich der Trim verändert, nachdem der Auftrieb durch ausgepumptes Öl sich verringerte und so das Öl aus dem Gang gedrückt. Vier Schiffe machten sich daran, das Öl aufzufangen. Die "Pancaldo" hat unterdessen am 23.10. vier Container vom Meeresgrund gehoben, alle beschädigt und leer. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutscher Angler kam bei Untergang in Farsund ums Leben
(23.10.11) Ein deutscher Urlauber aus Büchold ertrank in Norwegen bereits am 14.10., nachdem ihr für sechs Personen zugelassener Angelkutter innen Minuten sank. Nur drei überlebten den Angelausflug. Durch einen technischen Defekt war Wasser in das Boot eingedrungen, und es ging unter. Als die vier Männer aus dem Wasser gezogen wurden, hatte einer von ihnen regungslos im Wasser getrieben. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Überlebenden wurden in Norwegen seelsorgerisch betreut worden und trafen am Abend des 18.10. in Büchold ein.
Der Kutter war am 14.10. um 8.15 Uhr seien bei Farsund zum Angeln ausgelaufen. Die Rodman 620 war gegen neun Uhr auf der geplanten Position angekommen. Nach einer Weile stellten die Insassen fest, dass sich im hinteren Bereich des Boots etwas Wasser ansammelte. Der Bootseigner wurde per Handy um Rat gebeten und sagte, die Männer sollten den Motorraum öffnen. Beim Blick in den Motorschacht sahen sie, dass sich dieser mit Wasser gefüllt hatte. Unverzüglich gaben sie Gas und fuhren auf die Küste zu. Doch das Boot sackte rasch nach achtern weg, der Motor fiel aus. Wasser flutete durch eine Heckpforte. Binnen zwei Minuten war das Boot vollgelaufen, stellte sich senkrecht mit dem Bug nach oben und versank auf 33 Metern Tiefe. Die Schiffbrüchigen versuchten, vom Boot wegzukommen. Um 10.45 Uhr begannen sie Richtung Osten zu schwimmen, wo in einiger Entfernung Felsen aus dem Meer ragten.
Um 10.48 Uhr wurde in Farsund Großalarm ausgelöst. Ein Rettungskreuzer lief aus, und sämtliche Boote in der Nähe werden zur Hilfe aufgerufen. Zwei Hubschrauber - einer aus Schweden - stiegen auf. Etwa eine Viertelstunde war der Rettungskreuzer vor Ort, entdeckte die im Wasser treibenden aber nicht. Doch die Heckwelle des Kreuzers hob einen Mann empor, der von einem Kutter entdeckt wurde, der ebenfalls Richtung Unglücksort unterwegs war. Der Gerettete lotste den Fischer nun zu den übrigen Männern, die zwischen als Fischwannen genutzten Mörtelkübel auf dem Wasser trieben. Zwei Mann barg der Rettungskreuzer. Einer war leblos, und sofort begann auf dem Schiff die Reanimation des Regungslosen, bevor er von eimem Hubschrauber aufgewinscht wurde, der allerdings nicht mehr bis zum Krankenhaus nach Bergen flog, sondern in Stavanger landete: Der Bücholder war tot. Ein Mann wurde in die Intensivstation des Krankenhauses in Flekkefjord gebracht, die beiden übrigen wurden von der örtlichen Polizei versorgt. Quelle: Tim Schwabedissen



Traditionsschiff drohte in Lübeck zu sinken
(23.10.11) Der Zweimaster "Johanne" schlug am 22.10. im Lübecker Museumshafen an der Untertrave und musste von der Lübecker Feuerwehr ausgepumpt werden. Gegen Mittag hatte ein Zeuge bemerkt, dass die "Johanne" Schlagseite hatte. Das 1905 erbaute Schiff war leckgeschlagen, unter Deck standen 50 Zentimeter Wasser. Die herbeigerufene Feuerwehr pumpte die "Johanne" gegen 14.30 Uhr aus. Das Schiff gehört der AWO und ist Teil eines Beschäftigungsprojekts für Arbeitslose, um ihnen beim Einstieg ins Erwerbsleben zu helfen. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für die gefangenen Taucher der "Kousha 1"
(23.10.11) Kein Happy Ende nach dem Untergang der "Kousha 1" im Persischen Golf. Sechs indische Taucher, die vor der iranischen Küste zwei Tage in der Druckkammer eines untergegangenen Schiffes gefangen gewesen waren, konnten am 22.10. nur noch tot geborgen werden. Der Versorger "Kousha 1" war am 20.10. in stürmischer See gesunken. Sieben Menschen ertranken, und in einer Druckkammer an Deck befanden sich die sechs Taucher und hatten noch Sauerstoff für 48 Stunden. An Bord der "Kousha 1" waren iranische, indische und ukrainische Taucher gewesen, die vor der südiranischen Küste im Persischen Golf am Meeresboden Pipelines überprüft hatten. Das Schiff sank auf eine Tiefe von rund 70 Metern. Die Retter mussten die Druckkammer mit einer speziellen Säge vom Schiff lösen und an Land bringen. Dort fanden sie allerdings nur noch die Leichen der Taucher. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrerflucht nach Rheinkollision
(23.10.11) Ein Binnentanker rammte am Morgen des 22.10. gegen sieben Uhr einen Anleger bei Rheinkilometer 726 in Porz gefahren. Der Kapitän flüchtete zunächst mit dem Schiff, am Nachmittag fand die Polizei den Verursacher bei Dormagen. Das Schiff kam aus Basel. Anwohner hatten den Aufprall gehört und die Polizei gerufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tjalk in Workum hatte zu heißen Ofen
(23.10.11) In der Kajüte der Tjalk "Seaftinghe2 ist am 21.10. gegen Mittag ein Brand ausgebrochen. Der Eigner aus Makkum entdeckte das Feuer im Ofen und rief sofort die Feuerwehr. Die Wehr aus Workum belüftete und überprüfte das Schiff. Im Wohnbereich gab es neben dem Ofen hat es einige Schäden, einschließlich der Schäden durch Rauch gegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



SOS Charterboot
(23.10.11) Am 22.10. kam die US Coast Guard einem 28 Fuß langen Charterboot mit sieben Personen an Bord 29 Meilen westlich des Chassahowitzka River zu Hilfe. Die Coast Guard St. Petersburg erhielt von einem anderen Schiff, der "Job Side", den weiter geleiteten Notruf, dass das Boot Wassereinbruch hatte. Von der Coast Guard Air Station Clearwater stieg ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf und setzte zwei Lenzpumpen sowie einen Rettungsschwimmer ab. Von der Coast Guard Station Yankeetown kam ein 27-Fuß-Boot zu Hilfe und nahm die Bootsfahrer an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht bei Überführung nach Russland gestrandet
(23.10.11) Am 20.10. um 16.50 Uhr wurde die KNRM in Hoek alarmiert, nachdem die Yacht "Libertas" eine Meile nördlich der Noorderhoofd gestrandet war und in der Brandung lag. Zusätzlich wurde die KNRM-Station Ter Heijde um Assistenz gebeten. Die "George Dijkstra" zog die Yacht vom Strand und brachte sie nach Berghaven ein. Die "Jeanine Parqui" eskortierte den Schlepp, bis das Boot um 19.30 Uhr fest war. Die Besatzung bestand aus einer russischen Familie, die das Boot in Vinkeveen erworben hatte und nach Russland überführen wollte. Die Yacht hatte in der Maasmündung Ruderbruch erlitten, und bei Nordwestwind strandete das Stahlschiff 100 Meter nördlich der Anlegestelle. Die Polizei fand die russische Familie am Strand vor und betreute sie. Quelle: Tim Schwabedissen



Drohende Ölpest im Kaspischen Meer abgewendet
(23.10.11) Am 23.10. wurde der gesunkene russische Tanker "Grigoriy Bugrov", der im Kaspischen Meer mit 6000 Tonnen Schweröl gesunken war, gehoben, nachdem zuvor fünf große Lecks an Backbord im Bereich zwischen Bug und Maschinenraum abgedichtet worden waren. Das Schiff konnte auf ebenen Kiel gebracht werden, und das Leichtern begann. Der Tanker war am 13.10. um 14.20 Uhr 37 Meilen nordöstlich von Cechen Island auf ein unter Wasser liegendes Wrack von 50 Metern Länge auf 44 29 N 48 12 O aufgelaufen und binnen kurzer Zeit gesunken. Bei acht Metern Wassertiefe ragte er noch teilweise aus dem Wasser. Die 14-köpfige Crew wurde gerettet. Der Tanker war vom empfohlenen Kurs abgewichen in ein Schießgebiet der russischen Marine. Ob die Oil Marine Group Co. die Bergung finanzieren kann, war noch unklar. Die "Grigoriy Bugrov" (ex Volgoneft-244), 6611 tdw (IMO-Nr.: 8848628) wurde 1974 als Doppelhüllenschiff erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



"günstig" gestrandet ... (Bild: Lisa Crowell)   Großbild klick!
Claire Marie hatte günstige Strandungsstelle
(21.10.11) Am 16.10. strandete bei Sandy Point in Shelburne County der Kutter "Claire Marie" auf Felsen, nachdem er sich von seinen Moorings losgerissen hatte. Die Strandungsstelle war jedoch entlang der rauen Küste rund um Shelburne Harbour einer der günstigeren für eine solche Havarie, und so gelang es, den Kutter während der Nachtflut mit nur wenigen Kratzern wieder flottzumachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Verlorenes Rettungsboot vor Holland gestrandet
(21.10.11Auf dem Weg von Hornsea nach Ijmuiden geriet die unter Bahamas-Flagge registrierte Jackupbarge "JB 114", 3621 BRZ (IMO-Nr.: 8770728) rund 34 Kilometer nordwestlich Katwijk am Haken des belgischen Schleppers "Union Sapphire" (IMO-Nr.: 9220550) in schwere See und verlor ein geschlossenes Rettungsboot. Es strandete am Morgen des 19.10. beschädigt bei Noordwijk aan Zee. Die KNRM wurde informiert und kam mit einem Strandlaster, um das Boot zu bergen. Die "JB-114" erreichte Ijmuiden am 18.10. gegen Mittag und wurde weiter nach Amsterdam geschleppt, wo sie im Laufe des Tages im Haringhafen festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Gut trainierte Crew verhinderte Neuauflage des "Lisco Gloria"-Unglücks vor Spiekeroog
(21.10.11) Nach dem Feuer auf der britischen Nordseefähre "Hafnia Seaways", 11235 tdw (IMO-Nr.: 9357602), hatten Brandermittler ihre Arbeit am 20.10. bis zur Mittagszeit noch nicht aufnehmen können. Sie mussten noch abwarten, bis der betroffene Bereich weiter abgekühlt und durchlüftet war. Nachdem die Ermittlungen, an denen neben der Wasserschutzpolizei Cuxhaven und Wilhelmshaven auch ein Experte der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung teilnahm, aufgenommen waren, stellte sich heraus, dass das Feuer durch einen technischen Defekt des Saunaofens ausgelöst worden sein könnte, möglicherweise aber auch durch eine fahrlässige Brandstiftung durch Fehlbedienung. Die "Hafnia Seaways" lag seit kurz nach Mitternacht in Cuxhaven am Europakai 1 von Cuxport. Die DFDS-Fähre "Ark Futura", die ohnehin am Lübbertkai lag, wurde von der Reederei als Ersatzschiff eingesetzt und machte sich im Laufe des Tages auf die erste Fahrt nach Immingham. DFDS als Betreiber der von der schwedischen EE-Shipping gecharterten Fähre hoffte, dass sich der Schaden in zwei Wochen beheben ließe. Mit einem spektakulären Einsatz hatten Feuerwehrleute aus Brunsbüttel während der Nachtstunden geholfen, den Brand auf der "Hafnia Seaways" zu löschen. Sechs Männer seilten sich von einem Seaking der Marine auf die Fähre ab. Sie hatten um 18.55 Uhr die Meldung bekommen, dass nördlich von Spiekeroog ein Schiff brennt und sofort ein Team zusammengestellt. In Brunsbüttel und zehn weiteren Orten in Schleswig-Holstein gibt es Feuerwehrleute, die speziell für die Brandbekämpfung auf Schiffen ausgebildet sind. Nach der "Pallas"-Havarie 1998 vor Amrum hatten sich die norddeutschen Küstenländer zur Einrichtung von speziellen Brandbekämpfungstrupps auf See verpflichtet. Ein Problem war allerdings, dass kein Hubschrauber bereit stand, um sie zum Havaristen zu fliegen. Der SAR-Seaking der Marine war in Rostock im Einsatz. Zehn Feuerwehrmänner machten sich deshalb mit dem Schlepper "Parat" auf den Weg dorthin, doch dann wurde beim Marinefliegergeschwader 5 in Kiel-Holtenau ein Reservehubschrauber einsatzklar gemacht und eine Crew für ihn zusammengetrommelt. Der Seaking landete um 20.25 Uhr vor der Feuerwache Brunsbüttel. Um 20.35 Uhr waren die Feuerwehrmänner mit 250 Kilogramm Ausrüstung auf dem Weg zur "Hafnia Seaways", die auf ihrer Seeposition in den Wind gedreht worden war. Nur 25 Minuten später hoverte der Hubschrauber über der Fähre. Bei Windstärke sieben wurden die Feuerwehrmänner abgewinscht, und der schwedische Kapitän wies sie unverzüglich in die Lage ein. Das Feuer war in der Sauna des Wellness-Bereichs ausgebrochen, zwei Decks unterhalb der Brücke. Die Brücke war bereits so stark verraucht, dass sich die Instrumente kaum noch ablesen ließen. Doch der 20-köpfigen Crew der Fähre war es bereits gelungen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Die sieben Passagiere, Begleiter von Lastzügen, waren im Achterschiff im Maschinenkontrollraum in Sicherheit gebracht worden. Das Brunsbütteler Feuerwehrteam suchte mit einer Wärmebildkamera nach verbliebenen Brandnestern, die sich auch an etlichen Stellen fanden. Das 2008 gebaute Schiff hat zwar gute feuerhemmende Verkleidungen, doch die Flammen hatten sich durch die Kabelschächte gefressen. Im Wellness-Bereich war bei vermuteten Temperaturen von über 800 Grad alles zusammengeschmolzen. Ein Lob zollte die Feuerwehr der Crew aus Schweden, Estland, Lettland und Litauen. Wäre sie nicht so gut trainiert gewesen, hätte es schnell zu einem Brand wie vor rund einem Jahr auf der "Lisco Gloria" kommen können. Um 22.25 Uhr wurde "Feuer aus" gemeldet. Das Havariekommando in Cuxhaven, das den Einsatz koordinierte, hatte den SAR-Hubschrauber zwischenzeitlich zurück nach Kiel befohlen, dort wurden Notärzte an Bord genommen, denn vier der Trucker und zwei Besatzungsmitglieder der Fähre hatten Rauchvergiftungen erlitten. Die Brunsbütteler Feuerwehrexperten gingen, nachdem die Fähre in Cuxhaven fest war, um 0.15 Uhr von Bord. Auch in Wilhelmshaven waren 38 Minuten nach der Alarmierung zehn Feuerwehrleute an Bord des zum Unglückszeitpunkt in der Nähe auf See befindlichen und dann an die Ostmole zurückgerufenen Mehrzweckschiffes "Mellum" zusammengekommen, dazu wurde ein Container mit Spezialausrüstung an Bord genommen. Nachdem sich die Lage auf der Fähre zeitweilig zuzuspitzen schien, sollten vier Feuerwehrmänner sowie Ausrüstung als Vorabteam durch einen Hubschrauber von der "Mellum" übergesetzt werden, die um 23 Uhr nämlich noch eineinhalb Stunden Fahrt vor sich hatte. Nach Eintreffen des Hubschraubers an dem Mehrzweckschiff brach man aber angesichts des bei drei bis vier Meter hohen Wellen schwankenden Schiffes und des damit verbundenen Risikos sowie dem zwischenzeitlichen Eintreffen der Brunsbütteler Feuerwehr auf der "Hafnia Seaways" den Winschversuch ab und vereinbarte, einen neuen Versuch nach Passieren der Elbmündung in ruhigerem Wasser zu unternehmen. Kurz darauf kam bereits die Meldung, das Feuer sei gelöscht. Die "Mellum" konnte abdrehen und wieder den Marinestützpunkt ansteuern. Gegen 1.30 Uhr erreichte sie Wilhelmshaven. Hier hatte für die vergangenen Stunden die Freiwillige Feuerwehr Rüstringen zusammen mit der Berufsfeuerwehr den Brandschutz für den Stadtnorden übernommen, nachdem das Löschfahrzeug aus dem Stadtnorden zur Hauptwache beordert worden war. Auf den Weg zur "Hafnia Seaways" hatten sich ebenfalls der Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede", der Notschlepper "Nordic" und das Fischereischutzschiff "Seefalke" aufgemacht. Insgesamt waren rund 70 Helfer bei Windstärken von 6 bis 7 im Einsatz. Sie machten sich auf den Rückweg, nachdem die Lage unter Kontrolle war, nur die "Hermann Marwede" blieb als On-Scene-Command vor Ort und eskortierte die Fähre nach Cuxhaven. Quelle: Tim Schwabedissen



Rena hatte Astrolabe-Wein geladen
(21.10.11) Die Ölbergung von dem Containerschiff "Rena" geht langsam, aber stetig voran, begünstigt durch eine ruhige Wetterphase. Bis zum 21.10. waren 171 Tonnen abgepumpt. Der Backbordtank V enthielt ursprünglich 772 Tonnen. Der Fokus der Berger richtete sich zunächst darauf, ein kontinuierliches Leichtern hinzubekommen, danach sollte versucht werden, den Ölfluss zu beschleunigen. Dazu werden während der kommenden 24-48 Stunden eine Reihe von Tests durchgeführt. Am Nachmittag konnte derweil der Mount Maunganui Beach auf drei Kilometern Länge wieder freigegeben werden. Eine Ironie der Geschichte ist übrigens, dass sich an Bord der "Rena" auch drei Container mit 50.000 Flaschen besten Weißwein der Rebsorte: Marlborough's Premium Sauvignon Blanc befinden. Das Etikett der Weinflaschen trägt den Namen des Riffs: Astrolabe. Das Riff ist benannt nach der gleichnamigen französischen Fregatte, die unter dem Kommando von Jules Sébastien César Dumont d'Urville am 16. Februar 1827 auf das Riff auflief. Am 7 April 1828 näherte sich der Schoner "Herald", ein christliches Missionsschiff, dem Riff. Reverend Henry Williams machte darüber Aufzeichnungen. Britische Kartographen erforschten 1852 mit HMS "Pandora" die Bay of Plenty und dokumentierten das Riff das erste Mal in einer Seekarte. Im Januar 1878 ging der Schoner "Nellie" auf dem Riff verloren. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Schlepper in drei Stunden gelöscht
(21.10.11) In der Nacht zum 20.10. brach auf dem indischen Schlepper "Dr Narendra Singh", 1310 BRZ (IMO-Nr.: 8308525) im Tiefwasserhafen von Kakinada ein Feuer aus. Die Feuerwehr brauchte drei Stunden, die flammen unter Kontrolle zu bekommen. Die Shipping Corporation of India (SCI) hat das Schiff an die Eastern Offshore Asset (EOA) of Oil and Natural Gas Corporation (ONGC) geleast. Es kam in den Hafen, um Material zu transportieren. Ein Teil davon wurde beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



12 Vermisste nach Untergang eines Versorgers
(21.10.11) Der iranische Versorger "Koosha1" sank am 20.10. binnen weniger Minuten im Persischen Golf. An Bord waren 72 Personen, von denen 12 vermisst wurden. Eine Suchaktion durch Marine und andere Schiffe lief an. Die "Koosha 1", 980 tdw (IMO-Nr.: 8019992) wurde 1982 erbaut und wurde von der Darya Koosh Co., Teheran, bereedert. Sie transportierte Material für die Pars Oil and Gas Company, die Ölplattformen im Golf betreibt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief vor Temryuk auf Grund
(21.10.11) Am 20.10. gegen 03.30 Uhr lief der ukrainische Frachter "Volodymyr Bondar" beim Einlaufen nach Temryuk trotz Lotsenberatung auf Grund. Das Schiff konnte mithilfe eines Hafenschleppers rasch wieder flottgemacht werden. Die "Volodymyr Bondar", 6355 tdw (IMO-Nr.: 9363974) wurde 2006 erbaut und hat als Manager die Ukrrechflot Co. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölladung der Montebello verschwunden
(21.10.11) Die Untersuchung des im 2. Weltkrieg versenkten Tankers S.S. "Montebello" sind vor der Küste von Cambria nahezu abgeschlossen, und offenbar kann in Sachen Ölgefahr Entwarnung gegeben werden. Während der vergangenen 11 Tage hat ein Team aus Coast Guard und California Department of Fish and Game's Office of Spill Prevention and Response die Lade- und Brennstofftanks unter die Lupe genommen und mithilfe eines ROV auch vom Meeresgrund Sedimentproben gezogen. Dabei wurde kein Vorhandensein von Öl festgestellt. Wo das Öl geblieben ist, ist unklar. Es könnte bereits kurz nach dem Untergang ausgelaufen und an menschenleeren Stränden angetrieben sein oder sich aufgelöst haben. Der Oil Spill Liability Trust Fund hat die Operation mit fünf Millionen Dollar finanziert. Als letzte Arbeit bleibt noch, Rumpfproben zu sammeln, um den Korrosionsstatus feststellen zu können. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennstoffpumpe Schuld an Feuer auf "Nordlys"
(21.10.11) Inspektoren der Unfalluntersuchungskommission haben bei ihrer Arbeit an Bord der Hurtigruten-Fähre "Nordlys" festgestellt, dass eine nicht hinreichend fest montierte Treibstoffpumpe das Feuer vor Ålesund verursacht haben könnte. Durch nicht angezogene Schrauben war es möglich, dass Öl auslief und sich an der schlecht isolierten Maschine bei 270 Grad entzündete. Die Pumpe war am 3.9. eingebaut worden und 12 Tage in Dienst gewesen, als der Brand ausbrach. Warum die Verschraubung fehlerhaft war, konnte die Reederei nicht erklären, ebenso wenig die mangelhafte Isolation der Maschinenoberflächen. Sie will ihre Fähren jetzt auf diesen Sachverhalt hin untersuchen. Weiterhin wurde festgestellt, dass sich die Lage auf der Fähre so schnell verschlechterte, weil der Notgenerator binnen kurzem ausfiel. Seine Luftversorgung und Kühlung hatte wegen geschlossener Regulatoren versagt. Deswegen überhitzte sich auch die Hauptmaschine in kürzester Zeit und stoppte. Die "Nordlys" liegt derzeit an der Fiskerstrand Werft, hat inzwischen das Schwimmdock nach ersten Reparaturen am Rumpf wieder verlassen und soll nach einer kompletten Instandsetzung, die derzeit in der Ausschreibung ist, planmäßig am 20.3.2010 in Fahrt gehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Geplapper auf Brücke verursachte tödliche Kollision im Englischen Kanal
(21.10.11) Nachlässigkeit hat nach einer Untersuchung der französischen BEAmer zur Kollision der Schnellfähre "Condor Votesse" mit dem französischen Kutter "Les Marquises" geführt. Das Unglück ereignete sich am 28. März, und der Skipper kam dabei ums Leben. Die Fähre war von St Helier, Jersey, nach St Malo in Frankreich mit 194 Passagieren und einer Crew von 27 Personen unterwegs. Sie lief 37 Knoten und hatte trotz dichten Nebels den Ausguck nicht verstärkt. Die Brückenoffiziere nahmen den Kutter auf dem Radar nicht wahr. Stattdessen wurde auf der Brücke fast pausenlos über nicht dienstliche Dinge wie den Film Catwoman und Hall Berry geredet, während das Schiff mit hoher Fahrt durch die unsichtige Nacht pflügte. Als sich die "Condor Vitesse" den Minquiers näherte, nahmen beide Offiziere die Echos zweier Schiffe auf dem Radar an Steuerbord nicht wahr. Das erste Schiff passierte wenige hundert Meter entfernt, das zweite war die "Les Marquises". Das Radar des Kutters war an, er gab aber keine Nebelsignale. Der französische Kapitän der Schnellfähre sowie der 1. Offizier waren sofort nach dem Unglück von ihren Aufgaben entbunden worden. Quelle: Tim Schwabedissen



74 Verletzte bei Fährkollision in Hongkong
(21.10.11) 74 Personen wurden am 21.10. verletzt, al seine Katamaranfähre von First Ferry in Hongkong gegen einen Dalben krachte. Neun von ihnen mussten mit schweren, eine 70-jährige mit kritischen Verletzungen aus der Luft abgeborgen und ins Krankenhaus geflogen werden. Gegen fünf Uhr war das 29 Meter lange Schiff mit 140 Fahrgästen gegen die Betonanlage gelaufen, kurz nachdem sie Cheung Chau verlassen hatte. Menschen wurden aus ihren Sitzen auf den Boden geschleudert, erlitten Schnitt- und Platzwunden, Chaos brach aus. Das Schiff erlitt erhebliche Schäden am Steuerbord-Bug. Es verkehrte zwischen der kleinen Insel Cheung Chau und der Hauptinsel von Hongkong. Der Rudergänger sagte aus, er habe versucht, einer Fahrwassertonne auszuweichen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderhaus 'Rasiert' ... (Bild: Feuerwehr Huenxe)   Großbild klick!
Binnenschiff auf Weser-Datteln-Kanal rasiert
(20.10.11) Auf dem Wesel-Datteln-Kanal kollidierte am 19.10. um 8.20 Uhr bei Kilometer 8,3 an der Bucholter Brücke in Höhe des ehemaligen BP-Tanklagers in Hünxe das mit Flugasche beladene, holländische Binnenschiff "Saron K" 1228 ts (EU-Nr.: 02104805), mit einem unterhalb der Brücke hängenden Gerüst. Dabei wurde das Ruderhaus abgerissen. Der Kapitän erlitt schwere Gesichtsverletzungen. Der Rettungsdienst Dinslaken brachte den Mann in die Spezialklinik nach Duisburg-Huckingen. Seiner Frau, die sich zum Zeitpunkt der Havarie unter Deck in der Wohnung befunden hatte, gelang es, die "Saron K" ans Hünxer Ufer zu bugsieren. Sie kam mit dem Schrecken davon. Die Besatzung des Weseler Löschboots sicherte für Stunden die Unfallstelle. Feuerwehrleute vertäuten den Havaristen zunächst an Bäumen im Uferbereich. Der Kanal wurde vollständig gesperrt, um 10.30 Uhr wurde er für die langsame Vorbeifahrt an der Unfallstelle wieder freigegeben. Während der Dinslakener Rettungsdienst, die Feuerwehr Hünxe und die Wasserschutzpolizei Dorsten wieder abgerückt waren, blieb das Weseler Löschboot noch zur Sicherheit bei der "Saron K", die später nach Friedrichsfeld bugsiert wurde. Während an der seit Mai in der Sanierung befindlichen Brücke keine Schäden entstanden, war die Verwüstung auf dem Binnenschiff groß. Das Dach des nicht hydraulisch abgesenkten Ruderhauses wurde beinahe komplett abrasiert. Erstaunlicherweise blieb die Funkanalage inmitten der Trümmer intakt. Die "Saron-K" aus Maasbracht hat 80 Meter Länge und neun Meter Breite. Quelle: Tim Schwabedissen



Asphalttanker von Konsortium vor Indonesien gehoben
(20.10.11) Der mit einer Ladung von 1200 Tonnen Asphalt am 27.1.2011 vor der Ostküste von Pulau Bintan gekenterte Asphalttanker "AB 9" wurde am 18.10. algen-. und muschelverkrustet im Hafen von Kijang durch die Berger von Mammoett an seine Eigner zurückgegeben. Ein Joint Venture von Mammoet Salvage Singapore und T&T Bisso Salvage Asia war im Juni beauftragt worden, das Wrack zu heben. Der Bergungsschlepper "TTB Salvor" und der von Mammoet gerade akquirierte Schwimmkran "Schiedam" wurden aus Singapur geholt, nachdem alle Vorbereitungen wie das Abdichten von Rohrleitungen abgeschlossen waren. Das mit der Ladung rund 2000 Tonnen schwere Wrack wurde in aufrechte Position gedreht, und nachdem zusätzlich der Schwimmkran "L-1501" vor Ort war, konnte es angehoben, gelenzt und nach Kijang eingebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Großalaram vor Spiekeroog - Brand auf englischer Fähre
(20.10.11) Auf dem englischen Ro-Ro-Schiff "Hafnia Seaways" 11235 tdw (IMO-Nr.: 9357602) ist auf der Fahrt von Immingham nach Cuxhaven am Abend des 19.10. in der Bordsauna ein Feuer ausgebrochen, das zunächst nicht unter Kontrolle zu bekommen war. Um 19.30 Uhr übernahm das Havariekommando die Gesamteinsatzleitung. Das Schiff mit einer Crew von 20 Personen aus Schweden, Estland, Lettland und Litauen sowie sieben Passagieren, Lkw-Fahrern aus Polen und England an Bord stand nördlich von Spiekeroog. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede, der Notschlepper "Nordic" und das Fischereischutzschiff "Seefalke" sowie der Schlepper "Parat" waren rasch vor Ort. Eine Brandbekämpfungseinheit der Feuerwehr Brunsbüttel wurde mit einem Seaking-Hubschrauber der Deutschen Marine zum Havaristen geflogen.
Eine weitere BBE aus Brunsbüttel war ebenfalls auf dem weg zum Unglücksort. Zusätzlich machte sich eine BBE an Bord des Mehrzweckschiffes "Mellum" von Wilhelmshaven aus auf den Weg. Die Brandbekämpfer aus Brunsbüttel unterstützten, nachdem sie auf Deck abgewinscht worden waren, die Löscharbeiten der Crew. Die "Hafnia Seaways" nahm im Lauf des Abends wieder mit 12 Knoten Kurs auf Cuxhaven. Vor Ort waren zwei Meter Wellenhöhe und 6-7 Bf Wind aus NW. Der Seenotkreuzer "Hermann Marwede" als On-Scene Coordinator eskortierte das Schiff, bis es am 20.10. um 00.22 Uhr am Europakai in Cuxhaven festmachte. Alle Glutnester waren unterdessen gelöscht. Die Feuerwehr ging jedoch weiterhin Brandwache. Notärzte des Havariekommandos haben die Besatzung und die Passagiere untersucht. Sechs Personen auf der Fähre, davon vier Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder, erlitten eine leichte Rauchgasinhalation und wurden im Krankenhaus untersucht. Seelsorger der Psychosozialen Notfallversorgung des Havariekommandos gingen an Bord und boten ihre Hilfe an.
Alle seeseitigen Einsatzkräfte wurden entlassen. Das Havariekommando gab am 20.10. um 1.30 Uhr die Gesamteinsatzleitung ab. Bevor die Brandermittler und die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung an Bord gehen konnten, musste am 20.10. zunächst der vom Feuer betroffene Bereich ausreichend abgekühlt und entlüftet sein. Erste Ergebnisse wurden frühestens am Nachmittag erwartet. Der Schaden betraf nur die Sauna und den Passagierbereich und soll günstigenfalls binnen ein oder zwei Wochen behoben sein. Während der Reparaturzeit sollte ein anderes Schiff die Strecke vom englischen Immingham nach Cuxhaven bedienen.
Die 187 Meter lange "Hafnia Seaways" wurde 2006 auf der Jinling Werft der China Chang Jiang National Shipping Group Corporation auf Kiel gelegt, die Ablieferung an die britische Gesellschaft Snowdon Leasing erfolgte am 24. April 2008. Betrieben wird das Schiff, das für die dänische DFDS Tor Line fährt, von dem Stockholmer Reederei Ellingsen Ship Management. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölleichterung auf "Rena" wieder angelaufen
(20.10.11) Ein Team von neun Bergern begann am 20.10. um 12.09 Uhr, wieder Öl von Bord der "Rena" zu pumpen, nachdem zuvor Sicherheitschecks durchgeführt worden waren. Zuvor waren die Verbindungen zum Bunkertanker "Awanuia" wieer hergestellt worden. Doch ein Blowout legte die Boosterpumpe zunächst lahm, weswegen eine andere installiert werden musste. Taucher drangen durch einen unter Wasser liegenden Korridor in das Schiff ein, um die Abdichtungen der Mannlöcher des steuerbordseitigen Maschinenraums zu untersuchen. Dies diente der Vorbereitung des Baus eines Kofferdamms, um zu den dort liegenden Tanks vordringen zu können. Von den bislang 88 Containern, die über Bord gingen, sind noch 29 nicht aufgespürt worden. Die Braemar Howells Ltd. soll sie mithilfe eines Side-Scan-Sonars suchen. Die Oiled Wildlife Response Unit in Te Maunga hat jetzt 288 Vögel in Behandlung. 1323 wurden insgesamt tot aufgefunden. Die Reinigung der Strände ging weiter voran, und rund um Maketu Spit haben Armee und Freiwillige 800 Säcke mit Ölabfall gefüllt. Am 21.10. sollte es am Hauptstrand von Mt. Maunganui und in Papamoa sowie Maketu und Waihau Bay weitergehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Motoryacht in Sperrgebiet um "Rena" verloren gegangen
(20.10.11) Die am Morgen des 9.10. vor Motiti Island gestrandete, 45 Fuß lange Motoryacht "Excalibur" ist ein Totalverlust. Sie war gegen Mitternacht auf Felsen gelaufen, und die Tauranga Volunteer Coastguard musste die sechsköpfige Crew der Pelin-Yacht abbergen. Das Unglück hatte sich nach der Strandung der "Rena", aber vor dem Ausrufen von Motiti Island als Sperrgebiet ereignet, was erst am 12.10. erging. Schwere Seen verhinderten nach der Havarie ein Abschleppen des Bootes, und am Nachmittag des 17.10. hatte die Brandung das Boot zerstört. Quelle: Tim Schwabedissen



"Westwind II" geborgen und mängelbehaftet
(20.10.11) Der vor Portland gestrandete Frachter "Westwind II" wurde am 19.10. von zwei Schleppern wieder flottgemacht und in den Hafen gezogen. Die Maritime Coast Guard Agency leitete eine Untersuchung ein. Das Schiff war bereits Anfang Oktober nach Portland gekommen, um zu bunkern, doch wurde es wegen festgestellter Mängel seinerzeit durch die Maritime Coastguard Agency arrestiert. Bereits am 14.1.2010 war dasselbe in Durban geschehen, nachdem 21 Mängel festgestellt wurden. Das Schiff wurde erst 57 Tage später wieder freigegeben. Am 17.5.2011 wurden bei einer Kontrolle in Bayonne 36 Mängel festgestellt, die das Schiff 45 Tage lang lahmlegten. U.a. wurden ein defektes Echolot, mangelnde Leistung der Hauptmaschine, unzureichender Löschwasserdruck und funktionsunfähige Maschinenalarme sowie ein schadhafter Notdiesel bemängelt. Ende August wurde der Frachter in Husum erneut mit Mängeln im Maschinenraum festgehalten. Quelle: Tim Schwabedissen



Norvind erneut überhitzt
(20.10.11) Die Verkehrszentrale Kvitsøy wurde am 19.10. um 11.57 Uhr verständigt, dass es zu mechanischen Problemen an Bord des unter Gibralttar-Flagge laufenden Frachters "Norvind" unweit von Sletta nördlich von Haugesund gekommen war. Die "Norvind" war mit einer Ladung Steinen von Oslo nach Tyssedal unterwegs, als sich die Maschine überhitzte und ausfiel. 10 Minuten später scheiterte ein Ankermanöver, und da das Schiff bei starkem auflandigem Nordwestwind nur eine Meile vor der Küste trieb, war schnelle Hilfe geboten. Der Schlepper "BB Coaster" und das Rettungsboot "Bergen Kreds" eilten zu Hilfe. Gegen 13 Uhr hatte der Schlepper den Havaristen, auf dem es zu einem kompletten Blackout gekommen war, auf dem Haken und zog ihn 40 Minuten später in den Hafen von Haugesund. Bereits am 7.10. hatte das Schiff auf der Reise von Gdingen nach Tyssedal Maschinenschaden erlitten und wurde von der "BB Connector" 30 Meilen südlich von Kristiansand auf den Haken genommen. Schuld war damals ebenfalls eine Überhitzung. Die "Norvind", 5916 tdw (IMO-Nr.: 9247118) wurde 2002 erbaut und hat als Manager die Karmoy Shipconsult Management AS. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote und fünf Vermisste nach Kollision in der Adria
(20.10.11) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Reina 1", 2345 BRZ (IMO-Nr.: 8802478), kollidierte in der Adria rund 30 Kilometer vor Durres am 20.10. gegen ein Uhr früh mit der türkischen Fähre "Ankara", 10870 BRZ (IMO-Nr.: 7615672). Der Frachter sank binnen zwei Minuten. Nur zwei Mann der 10-köpfigen türkischen Crew konnten lebend an Bord der Fähre genommen und später in ein Krankenhaus in Durres gebracht werden. Ein Mann wurde tot geborgen, zwei trieben leblos in der See, konnten aber bei starkem Wellengang zunächst nicht geborgen werden. Fünf weitere Seeleute wurden noch vermisst. Die "Reina 1" war mit einer Getreideladung von Novorossiysk nach Bar in Montenegro unterwegs. Die "Ankara" war auf der Reise Durres-Bari. Ihre 200 Passagiere blieben unversehrt. Marine und die albanische Polizei beteiligten sich an der Suchaktion nach den Vermissten. Quelle: Tim Schwabedissen



Zeefakkel fackelte wegen Brandstiftung ab
(20.10.11) Das Feuer auf dem holländischen Seekadetten-Ausbildungsschiff "Zeefakkel" am 17.10. in Hellevoetsluis war offenbar Brandstiftung. Die Feuerwehr fand entsprechende Hinweise, und die Hafenpolizei führte weitere Untersuchungen durch. Der Brand war gegen 7.15 Uhr im unteren Aufbautenbereich entstanden. Die Feuerwehr hatte ein Loch in den Rumpf reißen müssen, um an den Brandherd heran zu kommen. Der Schadensumfang und die Reparaturwürdigkeit sind noch unklar, doch sammeln Mitglieder des Seekadettencorps bereits Spenden. Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenausfall nach Werftaufenthalt
(20.10.11) Der unter italienische Flagge laufende Autocarrier "Grande Angola", 47115 BRZ (IMO-Nr.: 9343156) erlitt kurz nach Verlassen des Palumbo Malta Shipyard Ltd. am 17.10. auf der Fahrt nach Casablanca Maschinenausfall. Um 12. 29 Uhr hatte er Dock 4 in Valletta verlassen, nur um 12.55 Uhr östlich des Wellenbrechers auf Position 035*53.722 N and 014*33.336 O nach Maschinenversager notankern zu müssen. Doch der Anker hielt nicht, und um 13.19 Uhr wurde der Schlepper "Mari", der auf Standby für den Tanker "Watford" beim Anlaufen der Flagstone Wharf gewesen war, wurde zur Assistenz gerufen. Um 123.37 Uhr gelang es, die Maschine der "Grande Angola" wieder anzufahren und den Anker zu lichten, und um 14.50 Uhr warf der Schlepper wieder los. Nachdem um 15.15 Uhr auch der Lotse von Bord war, lief das Schiff vor der Weiterreise die Bunkerzone 6 an, bevor die Reise nach Marokko weiterging. Quelle: Tim Schwabedissen



Inselversorger sitzt in Lagune fest
(20.10.11) Der Versorger "Island Trader" lief am 17.10. vor Lord Howe Island auf Grund. In den Tanks hat er 20 Tonnen Diesel. Das Schiff, das Nahrungsmittel und Brennstoff von Port Macquarie zu der Insel transportiert, lief nach Löschen der Ladung auf eine Sandbank. In der Nacht zum 19.10. wurde eine Ölsperre um en Havaristen ausgelegt. Dieser lag auf flachem Sandboden und war unbeschädigt. Mit einem hoch auflaufenden Wasser soll er am 23.10. wieder flott gemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Eine Verletzte bei Fährkollision in Auckland
(20.10.11) In Auckland Harbour kollidierte am 19.10. um 17.30 Uhr eine Fuller-Fähre auf der Fahrt nach Devonport mit einer kleineren Fähre. Passagiere gerieten in Panik, bevor das schnell laufende Fullers-Schiff auf das andere aufprallte. Es erlitt dabei einen Ruderschaden. Eine ältere Frau wurde verletzt und kam in die St Johns Ambulanz. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Hilfe für die "Tasu"
(20.10.11) Der 48 Fuß lange Kutter "Tasu" lief am 13.10. vor Stinson Beach auf Grund und liegt seither auf seiner Steuerbordseite in der Brandung. Das in Santa Cruz beheimatete Schiff droht zum Totalverlust zu werden. 'Keep off' steht aufs Heck gepinselt, und dies tat auch die Coast Guard Horseshoe Cove, weil keine Menschenleben in Gefahr waren und die Gewässer zu flach für das 47-Fuß-Rettungsboot der Station sind. Vessel Assist wollte eine Sicherheit von 10000 Dollar, um ein Team zu schicken, doch der Skipper konnte nur ein Fünftel der Summer aufbringen, und so blieb auch diese Hilfe aus. Die Räumung des Wracks dürfte rund 70,000 Dollar kosten. Die in Virginia ansässige Muttergesellschaft von Vessel Assist, die Boat Owners Association of the United States, prüft nun die Lage. .Am morgen des 19.10. wurden derweil zwei Plünderer, die sich über die "Tasu" hergemacht hatten, vom Hilfssheriff festgenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Enko" und "Kumdas 2" (Bild: Coastalsafety Turkey)
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Sturm verwüstet Hafen von Istanbul
(19.10.11) In der Nacht zum 18.10. verwüstete ein Südsüdweststurm mit 7-8 Bf den Hafen von Istanbul. Mehrere Frachter, darunter die türkischen "Kumdas 2" und die "Ismet Atasoy", wurden erheblich beschädigt, nachdem sie sich losrissen und durch den Hafen trieben. Die "Kumdas 2" lief gegen ein Uhr früh auf Grund. Unmittelbar daneben kam die "Enko" zu liegen. Der Schlepper "Kiyi Emniyeti 4" sowie die Rettungsboote "Kurtarma 2" und "Kurtarma 3" versuchten, der Lage Herr zu werden. Um 5.03 Uhr lief die "Pearl" auf Grund. Weitere beteiligte Schiffe waren die ebenfalls türkischen Frachter "Bilgili Biraderler" und "Ismet Atasoy". Die "Kumdas 2", 2008 tdw (IMO-Nr.: 7364390) wurde 1974 erbaut und hat als Manager Akarlar Tasimacilik in Istanbul. Die "Enko", 3850 tdw (IMO-Nr.: 8212324), wurde 1983 erbaut und hat als Manager die En-Ko Denizcilik in Istanbul. Die "Bilgili Biraderler", 1503 tdw (IMO-Nr.: 7821087) entstand 1980, die "Ismet Atasoy", 1387 tdw (IMO-Nr.: 5357757), 1955, und die unter Malta-Flagge laufende "Pearl", 7509 tdw (IMO-Nr.: 7390026), im Jahr 1983. Sie hat als Manager die HM Denizcilik Ticaret in Istanbul.
Zu einem weiteren Unglück unter Beteiligung eines türkischen Schiffes kam es, als ebenfalls am 18.10. die "Recep Kuru" um 10.35 Uhr beim Auslaufen aus Temryuk, Azov See, trotz Lotsenassistenz auf eine Schlammbank lief. Der Bug hob sich 30 Zentimeter. Um 15.10 Uhr kam der Havarist mithilfe dreier Hafenschlepper wieder los und machte zu einer Untersuchung des Rumpfes durch Taucher an Liegeplatz 51 fest. Das Schiff hatte 3000 Tonnen Weizen geladen. Die "Recep Kuru", 5048 tdw (IMO-Nr.: 9040948), wurde 1994 erbaut und hat als Manager die Kuruoglu Denizcilik Insaat Sanayi ve Ticaret Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Berger zurück auf der "Rena"
(19.10.11) Die Berger von Svitzer Salvage kehrten am Morgen des 19.10. zurück auf die gestrandete "Rena" vor Tauranga und untersuchten das Schiff mit drei Mann auf Veränderungen durch den hohen Seegang der vorangegangenen Stunden. Die weiterhin hohe Dünung ließ aber bislang neuerliches Leichtern nicht zu. Ein geringer Ölfilm wurde aus der Luft gesichtet, der vom Schiff wegtrieb. Der Bug saß weiter fest auf dem Riff, doch während der Nacht wurde das Achterschiff von dem Seegang etwas weiter nach Backbord gedrückt und sich der Riss nochmals erweitert. Weitere Booster-Pumpen sollen das Ölleichtern beschleunigen, sobald das Wetter dies zulässt. Taucherteams erarbeiten Pläne, um Steuerbordtank V zu erreichen, doch Priorität hat derzeit Backbordtank V. Ölverschmierte Containerreste trieben am Morgen in Te Kaha und Te Araroa an. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster riss sich von Mooring-Tonne los
(19.10.11) Ein Zweimaster strandete am 18.10. vor Snarøya. Er hatte an einer Tonne vor Snarøykilen gelegen, sich aber losgerissen. Ein Versuch des norwegischen Rettungsbootes "Stormbull", ihn noch vor der Strandung zu bewahren, scheiterte am stürmischen Wind. Er befand sich bereits zu dicht unter Land. Rund 10 Tonnen Wasser drangen nach der Havarie durch offen stehende Ventile in das auf der Backbordseite auf dem Strand nahe der Halden-Brücke liegende Schiff ein. Es hat sich mit Dieselöl vermischt. Deswegen wurde ein Tankwagen zur Strandungsstelle geschickt, um den Diesel abzupumpen, bevor versucht wird, das Schiff wieder flottzumachen, Quelle: Tim Schwabedissen



Ölleichterung aus "Bittern" verzögert
(19.10.11) Die norwegische Küstenwache und die Frank Mohn AS mussten Verzögerungen beim Abpumpen alten Öls aus dem Wrack der HMS "Bittern" hinnehmen. Die Operation wird rund zwei Wochen länger als geplant brauchen. Bislang wurde Tank VIII geleert, und Tank VI zum Leichtern vorbereitet. Das Basisschiff "Crusader". "Crusader" musste wegen technischer Probleme zur Reparatur nach Rørvik einlaufen. Es wird Anfang kommender Woche zurück vor Namsos erwartet, dann soll das Ölabpumpen binnen sechs bis sieben Tagen abgeschlossen sein. Danach geht es ans Ölleichtern aus vier Wracks in Ofotfjord und Vesterålen, das bis Dezember 2011 abgeschlossen sein soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutscher Binnentanker auf Schelde gestrandet
(19.10.11) Der deutsche Binnentanker "Celina", 2141 ts (EU-Nr.: 04805460), lief am 18.10. um 9.40 Uhr auf eine Sandbank in der Westerschelde zwischen Hoedekenskerke in Süd-Beveland and Zeedorp in Ost-Zeeuws-Flandern. Obwohl die "Multratug 15" von Multraship aus Terneuzen und die "Bravo" von Polderman sowie das Kommunikationsboot "Patrol" rasch vor Ort waren, gelang es im ersten Anlauf nicht, den zwischen den Tonnen 38 und 40 festsitzenden Tanker von der Untiefe zu ziehen. Bei ablaufendem Wasser fiel das auf ebenem Kiel sitzende Schiff weitgehend trocken. Mit dem auflaufender Flut konnten die Schlepper es aber gegen 17 Uhr wieder in tieferes Wasser ziehen. Danach wurde es auf der Weiterfahrt nach Vlissingen vorsorglich eskortiert. Die "Multratug 15" begleitete die "Celina" anschließend nach Terneuzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schnellfähre rammte Rampe
(19.10.11) Die dänische Schnellfähre "Leonore Christina" (IMO: 9557848) rammte am Morgen des 18.10. einen der zwei Türme, an denen die RoRo-Rampe am Kai in Rønne eingehängt ist. Dabei entstand am Bug der Fähre ein leichter Schaden, der aber mit einer aufgeschweißten Platte bis zu einem planmäßigen Werftaufenthalt im November provisorisch abgedichtet wurde. Der Schaden an der RoRo-Anlage war aber erheblich, doch es blieb möglich, Fahrzeuge in der derzeitigen Höhe der Rampe zu laden und zu löschen. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht fiel Brand zum Opfer
(19.10.11) Am 11.10. wurde die unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Luxusyacht "Sun Chaser" (MMSI-Nr.: 375681000/built 1991) durch ein Feuer während Überholungsarbeiten an der Werft Boustead Yachts in Langkawi in Bukit Malut zerstört. 53 Feuerwehrleute waren im Einsatz, nachdem das Feuer gegen 20 Uhr im oder beim Maschinenraum des 38 Meter langen Fahrzeugs ausgebrochen war. Sie mühten sich, ein Übergreifen der Flammen auf andere Schiffe abzuwenden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Miner" wird vor unbefugtem Betreten geschützt
(19.10.11) Die Regierung von Nova Scotia Mammoett Salvage beauftragt, lose Teile von Bord des gestrandeten Frachters "Miner" vor Cape Breton zu entfernen. Die Berger sollen außerdem alle Schotten und Ladeluken des Frachters verschließen, um ein Eindringen unbefugter Personen ins Schiffsinnere zu verhindern. Mammoet Salvage hat zuvor bereits 10 Tonnen Öl und Benzin von dem Schiff herunter geholt. Die aktuelle Operation wird zwischen 250,000 und $400,000 Dollar kosten und zwischen sieben und 10 Tagen dauern. Sie soll am 20.10. beginnen. Am 17.10. war ein dünner Ölfilm auf dem Wasser entdeckt, der wohl vom Maschinenraum des schwer beschädigten Bulkcarriers herrührt. Transport Canada schätzte die Menge auf fünf Liter, die mit Bindemitteln aufgefangen werden sollten. Die "Miner" ist durch Sturmschäden inzwischen schwer beschädigt, der Schiffsboden aufgerissen und der Frachter nicht mehr schwimmfähig. Quelle: Tim Schwabedissen



25 Fischerboote nach Kollisionsschaden des Mutterschiffs abgeschleppt
(19.10.11) Das philippinische Patroullienboot "Rizal - PS 74" kollidierte am 18.10. gegen sechs Uhr mit einem chinesischen Fischerei-Mutterschiff in der Westphilippinischen See. 25 Boote, die das Schiff im Schlepp hatte, mussten zurückgelassen werden, nachdem das Mutterschiff bei dem Zwischenfall auf der Recto Bank erheblich beschädigt worden war. Das Marineschiff hatte zuvor Probleme mit der Ruderanlage erlitten, als es routinemäßig auf die Fangflotte zulief. Bei hohem Seegang geriet es außer Kontrolle und wurde auf das Mutterschiff getrieben, dass nach der Kollision rasch die Schleppleinen zu den Fangbooten kappte und ablief. Nachdem die "Rizal" die Probleme mit dem Ruder im Griff hatte, wurden die kleinen Fangboote nach Hulugan Bay in Palawan abgeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Riss in der Bordwand der Rena (Bild: Maritimenewzealand)   Großbild klick!
Neuer Sturm zieht auf Rena zu
(18.10.11) Am Morgen des 18-10. lief eine weitere, geringe Menge Öl aus dem abbrechenden Bug des Containerfrachters "Rena" aus. Trotz auffrischenden Windes wurden bislang keine weiteren als die bisher verlorenen 88 Container über Bord gespült. 55 der verlorenen Container wurden aufgespürt. Wegen des sich verschlechternden Wetters mussten die Pumparbeiten am 17.10. gegen 22.30 Uhr unterbrochen werden. Bis dahin waren 90 Tonnen Öl von dem Bunkertanker "Awanuia" übernommen worden. Alle verbliebenen Berger wurden sicherheitshalber von Bord des 22 Grad auf der Seite liegenden Containerschiffes abgeborgen, nachdem die Tanks abgedichtet und die wasserdichten Schotten zuvor geschlossen worden waren. Die Verbindung von der "Rena" zur "Awanuia" wurde eingeholt. Der Zustand der "Rena" hat sich vorerst nicht weiter verändert, die Risse an beiden Seiten reichen über den gesamten Rumpf, doch ist das Schiff noch in einem Stück durch seine interne Struktur. Für die nächsten Stunden wurden 30 Knoten Wind von Nordwest sowie 2 bis 4 Meter hohe Dünung vorhergesagt. Svitzer verfolgt aber weiterhin den Plan, die Container von Bord zu holen und schließlich auch den Rumpf vom Riff zu bergen. Sie arbeiten auf der Basis "No cure, no pay". Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter binnen 48 Stunden zweimal in Kollisionen verwickelt
(18.10.11) Binnen zweier Tage kam es auf der Reede von Istanbul zu zwei Kollisionen, an denen eines der Schiffe mehrfach beteiligt war. Auf der Psition 40 58N 28 56 O kollidierte der voll beladene BulkcarrierBulker/Bulkcarrier: Massengutfrachter "Maya Land" am 15.10. um 00.32 Uhr mit dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "Akar Pazar". Dabei entstanden nur leichte Schäden. Um 09.40 des 17.10. kollidierte wiederum die "Akar Pazar" auf derselben Position mit dem syrischen Frachter "Lady Nour", wobei wiederum beide Schiffe Schäden davon trugen. Die "Akar Pazar, 8500 tdw (IMO-Nr.: 9472713) wurde 2008 erbnaut und läuft für die türkische AK Gemi Tasimaciligi Sanayi. Die unter Belize-Flagge laufende "Maya Land", 14550 tdw (IMO-Nr.: 7645134) wurde 1977 erbaut und läuft für die ebenfalls türkische International Shipping Group. Die "Lady Nour", 9600 tdw (IMO-Nr.: 8002822) entstand 1984, führt die Flagge Panamas und hat als Manager die Marmari Shipping Company in Syrien. Quelle: Tim Schwabedissen



Tidenstrom zu stark - Fähre gestrandet
(18.10.11) Die Fähre " W. Stanford White" lief am Nachmittag des 16.10. im Hatteras Inlet mit 40 Passagieren und einer Crew von sechs auf der Fahrt nach Ocracoke auf eine Untiefe. Das Schiff war von der Ebbströmung erfasst worden, und mehrfache Versuche, gegen sie anzukommen, waren gescheitert. Als die Flut wieder auflief, konnte es drei Stunden nach der Havarie wieder flott gemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf russischem Trawler
(18.10.11) Am 12.10. brach auf dem 94 Meter langen Trawler "Kokand", 1796 tdw, im Fischverarbeitungsbereich ein Feuer aus, als das Schiff in Petropavlovsk-Kamchatsky lag. Die örtliche Feuerwehr konnte den Brand löschen. Die fünfköpfige Crew wurde sicherheitshalber evakuiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweites Schatzschiff am Wegesrand vor Irland entdeckt
(18.10.11) Nur wenige Wochen nach dem Fund des Wracks der "Gairsoppa" teilten die Schatzsucher Odyssey Marine Exploration mit, ein weiteres, mit Silber beladenes Wrack auf dem Grund des Atlantiks entdeckt zu haben. Es handelt sich um die im Jahr 1917 von einem deutschen U-Boot versenkte "Mantola". Sie war am 4.2.1917 mit Kurs Indien ausgelaufen, an Bord waren 18 Passagiere und eine Besatzung von 165 Mann. Am 8. Februar torpedierte ein deutsches U-Boot den Dampfer, wobei sieben Menschen starben, als ein Rettungsboot kenterte. Die Fracht der "Mantola" könnte bis zu 12 Millionen Pfund (wert sein, teilte die Odyssey Marine Exploration aus Florida mit. Das Wrack liegt 2500 Meter tief vor der Südwestküste Irlands. Nur 160 Kilometer entfernt war die "Gairsoppa" gesunken. Sie war im Sommer lokalisiert worden, Ende September hatte Odyssey Marine Exploration bekanntgegeben, dass ein Silberschatz im Wert von schätzungsweise bis zu 170 Millionen Euro an Bord sein könnte. Die "Gairsoppa" war 1941 von einem deutschen U-Boot versenkt worden und liegt in 4700 Metern Tiefe. Die "Mantola" wurde während der Sucharbeiten für die "Gairsoppa" gefunden. Im Frühjahr soll versucht werden, die Ladung beider Schiffe zu heben. Nach einem Vertrag, den Odyssey Marine Exploration mit dem britischen Transportministerium hat, stehen dem Unternehmen nach eigenen Angaben 80 Prozent des Wertes der Schiffsladung zu. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der "Victoria Cruziana" verließ Passau
(18.10.11) Fast ein Jahr dem Untergang des Flusskreuzfahrers "Victoria Cruziana" unter mysteriösen Umständen unmittelbar vor einer Zwangsversteigerung ist die Bayernhafen-Gesellschaft das Wrack losgeworden. Am Nachmittag des 11.10. hat das Schiff die Stadt donauabwärts verlassen. Es wurde ausgelöst, und im Gegenzug verzichtete die Bayernhafen GmbH & Co. KG auf das Pfandrecht. Nachdem eine gütliche Einigung mit dem serbischen Schiffseigentümer zunächst nicht zustande kam, war die Bayernhafen GmbH & Co. KG gezwungen gewesen, Pfandklage einzureichen. Eine mit einem langwierigen Verfahren verbundene Zwangsversteigerung konnte nun vermieden werden. Das Flusskreuzfahrtschiff wurde derweil an ein amerikanisches Unternehmen veräußert. Die Verfahren in Sachen Schadenersatz werden weiter betrieben. Fast ein ganzes Jahr lang hatte das Kreuzfahrtschiff den Kai im Bayernhafen Passau blockiert, nachdem es ausgerechnet am Tag der Zwangsversteigerung im November 2010 gesunken war. Die Bergung kostete rund 400.000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot vor Fehmarn gekentert
(26.09.11) Am 9.10. wurden der Wasserschutzpolizei Heiligenhafen in der Hohwachter Bucht zwei Sportboote mit zehn Personen in Seenot gemeldet. Den Booten war auf einer Angeltour der Treibstoff ausgegangen. Während eines mit Reservebenzin aus eigener Kraft nach Heiligenhafen zurückkehren konnte, sprang der Motor der "Isis" nicht mehr an, und sie musste um 19.15 Uhr westlich von Fehmarn vom Seenotrettungsboot "Heiligenhafen" auf den Haken genommen werden. Das Boot schleppte es bei 1,5 bis 2 Meter Seegang Richtung Heiligenhafen. Eine dramatische Zuspitzung erfuhr die Situation, als das Boot gegen 20.30 Uhr kurz vor Heiligenhafen vor dem Graswarder bei bereits ruhigem Seegang plötzlich aus ungeklärter Ursache kenterte. Den Seenotrettern gelang es, die drei Personen sofort aus dem Wasser zu bergen. Zwei von ihnen wurden vorsorglich in die Sana-Klinik nach Oldenburg gebracht. Gegen den Bootsführer, der unzureichend Treibstoff an Bord hatte, wird nun wegen eines Verstoßes gegen Grundregeln der Seeschifffahrtsstraßenordnung ermittelt. Das Boot trieb zwischenzeitlich bei Flüggesand auf den Strand und wurde durch das Wasser- und Schifffahrtsamt geborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Brand auf Museums-Seenotkreuzer
(18.10.11) Am 17.10. gegen Mittag brach ein Feuer auf dem im Deutschen Museum in München aufgestellten Rettungskreuzer "Theodor Heuss" ex "H.H. Meier" aus. Ein Elektroheizgerät im Innenraum des Schiffes hatte sich offenbar entzündet und der Rauch die automatische Brandmeldeanlage im Museum aktiviert. Mit Atemschutzgeräten drang die Feuerwehr in den Rumpf des Schiffes vor und konnte unter Deck die Flammen schnell löschen. Da das Feuer in seiner Entstehungsphase entdeckt wurde, hielt sich der Sachschaden in Grenzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Leichtern der "Angel 1" wetterbedingt verzögert
(18.10.11) Die Bergung der "Angel 1" vor Poudre d'Or verzögert sich weiter, da schlechtes Wetter das Leichtern der Reisladung nicht wie geplant vorankommen ließ. Ursprünglich hatte das Schiff am 9.10. vom Riff gezogen werden sollen, doch ein starker Zyklon im Indischen Ozean machte einen Strich durch die Rechnung. Seit dem 7.10. hatte die "River Bee" beschädigte Ladung übernommen, insgesamt 607 Tonnen. Am 10.10. wurde diese Teilladung im 35 Meilen entfernten Port-Louis gelöscht. Die "Thor Gitta" aus Dänemark hatte bis dahin 5594 Tonnen unbeschädigten Reis geleichtert. Insgesamt waren 32,000 Tonnen an Bord, als das Schiff am 8.8. 2,7 Meilen vor der Küste auf Grund lief. Wann ein Bergungsversuch unternommen werden könnte, war noch nicht absehbar. Quelle: Tim Schwabedissen



"Demetrios II" zu rostig, um künstliches Riff zu werden
(18.10.11) Pläne, den unter Honduras-Flagge gelaufenen Frachter "Demetrios II" als künstliches Riff zu versenken, lassen sich nicht realisieren. Das in einem Sturm 1998 vor dem Dorf Paphos auf Chlorakas gestrandete Schiff hat bereits zu starke Korrosionsschäden. Das Schiff könnte, wenn es auf dem Riff bewegt wird, in mehrere Teile zerbrechen. In einer Studie sollte geprüft werden, ob es möglich wäre, den Rumpf in zwei Teile zu zerlegen und dann vor Paphos als Tauchattraktion zu versenken. Der 60 Meter lange Frachter wurde 1964 in Hamburg erbaut. Er war im März 1998 von Halkida nach Limassol in unterwegs, als er mit acht Mann Crew, davon die Hälfte Griechen, zwei Pakistanis und zwei Syriern, auf Grund lief. Die Besatzung wurde von einem britischen Militärhubschrauber abgeborgen, das Schiff blieb als Touristenattraktion und Landmark vor der Küste zurück. Auch wenn es sich nicht als Tauchziel eignet, bleibt es ein Ziel der Tourismusagenturen und der Bezirksregierung, ein anderes Objekt als künstliches Riff vor Paphos zu schaffen. Quelle: Tim Schwabedissen



Angeln gehoben und versenkt
(18.10.11) Nach einer Übereinkunft der St.Lucia Air & Seaports Authority und der Resolve Salvage & Fire (Americas), Inc., wurde der gesunkene Containerfrachter "Angeln", 6704 BRZ (IMO-Nr.: 9298600), am 14.9. vor Vieux Fort aus 110 Fuß Tiefe kieloben liegend gehoben und mittlerweile auf tiefem Wasser versenkt. Das 435 Fuß lange Schiff war im Januar 2010 at vor St. Lucia gekentert. Mithilfe des Bergungsschiffes "Resolve Pioneer" und der Schlepper "Resolve Suhaili" und "Lana Rose" sowie der Kranbarge "RMG 400" gelang es, erst das Trümmerfeld um den Frachter herum aufzuklaren und das Deckshaus zu räumen. Danach konnte das Wrack kieloben gedreht und mit Pressluft in allen intakten Abteilungen und Tanks gefüllt werden. So schwamm es auf und konnte so weit stabilisiert werden, dass es möglich war, es auf eine Tiefwasserposition zu verschleppen. Währenddessen galt es Ölverschmutzungen zu vermeiden und mit Öl gefüllte Container zu bergen. Starke Strömungen und hohe Dünung sowie Tropenstürme machten den Bergern das Leben schwer. Quelle: Tim Schwabedissen



Wer bezahlt die Verschrottung der "Miner"?
(18.10.11) Der Bulkcarrier "Miner", der vor Cape Breton strandete, wird mindestens bis zum kommenden Frühjahr vor Ort verbleiben. In den Wintermonaten ist in der Abgeschiedenheit von Scatarie Island keine Bergungsarbeit realistisch. Die an Bord verbliebenen Ölreste zum Betrieb von Generatoren wurden unterdessen vollständig abgepumpt. Das Schiff ist nicht mehr schwimmfähig. Eine Beseitigung ist nur in Stücken denkbar. Wer diese millionenteure Operation finanziert, ist derzeit aber rätselhaft. An Bord befinden sich noch Materialien mit Asbest und ein Trafo mit PCB. Transport Canada und die Coastguard sagten, sie hätten ihre Aufgaben erfüllt, es gebe keine Verschmutzungsgefahr, und das Schiff stelle kein Navigationsrisiko dar. Derweil hat die Provinzregierung den in die Kette gelegten Schlepper "Hellas", von dem sich der Laker am 20.9. losgerissen hatte, am 13.10. wieder freigegeben, nachdem eine Sicherheit bezahlt worden war in Höhe von über einer Million Dollar. Die Kosten für eine Räumung der "Miner" könnten sich indes auf 24 Millionen summieren. So stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie zu einem weiteren Wrack der wilden Küste wird. Quelle: Tim Schwabedissen



" Westwind II" auf Grund gelaufen
(18.10.11) Im Hafen von Portland lief am 17.10. um 23.10 Uhr der unter Panama-Flagge registrierte Frachter " Westwind II", 3539 BRZ (IMO-Nr.: 8515635) mit 11 Mann Crew an Bord auf Grund, nachdem der Anker ins Treiben geraten war. Das Schiff kam auf den nordöstlichen Wellenbrecher fest. Wegen mehrerer in der Nähe ausliegender Tonnen und Mooringleinen mussten die Bergungsarbeiten während der Nachtstunden unterbrochen werden, bis der Morgen graute. Coastguard und Portland Port Authority überwachten die Situation. Der Frachter läuft für die Baase-Reederei in Nubbel Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Schrott-U-Boot
(18.10.11) Auf dem Abbruch-U-Boot "Olympos" brach bei der Port Maitland's Marine Recycling Corp. am Nachmittag des 12.10. ein feuer aus. Das Boot musste evakuiert werden, und die Ontario Provincial Police sowie die Haldimand Firefighters aus Byng, Moulton und Jarvis wurden gegen 12:30 Uhr alarmiert. Der Brand war durch Schweißfunken entstanden, die Holz entzündet hatten. Versuche, den Brand mit Feuerlöschern unter Kontrolle zu bekommen, waren gescheitert. Mit 12 Einsatzfahrzeugen gelang es binnen mehrerer Stunden, das Feuer zu löschen. Quelle: Tim Schwabedissen



Die 'Flamenco auf der Donau in der Wachau
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Veglühte Semmeln sorgten für Feuerwehreinsatz auf Flussschiff
(17.10.11) Auf dem maltesischen Flusskreuzfahrer "Flamenco" brach in der Nacht zum 16.10. ein Feuer in der Kombüse aus. Das Schiff befand sich unterwegs auf der Donau bei Zwentendorf. 140 Reisende wurden geweckt und mussten bei Minusgraden in Sicherheit gebracht werden. Die Hälfte der Touristen musste sich auf dem Oberdeck versammeln. Nach Absprache mit der Notrufzentrale legte das Schiff am Kai der Donau-Chemie in Pichelsdorf an. Nach zwei Stunden hatten die Feuerwehren die Lage unter Kontrolle, und der stark verrauchte Schiffskörper wurde gelüftet. Doch die Kombüse wurde zerstört, die Räume mussten gelüftet werden. Die Brandursache waren offenbar verglühte Semmeln, die im Backofen vergessen worden waren.
Bereits am 2. Oktober 2007, früh um 0.15 Uhr hatte die Flamenco einen Unfall: In der Schleuse des Kraftwerks Abwinden/Asten (Oberösterreich) streifte sie ein Stoppseil, daraufhin löste sich eine 170 Tonnen schwere Kranbrücke aus der Verankerung und stürzte auf den Bug. Zwei deutsche Frauen erlitten einen Schock. Eine Schweizerin trug eine Platzwunde am Kopf davon. Radar, Ankerwinsch, Decksaufbauten und die Panoramafenster des großen Salons waren bei der Havarie zerstört worden. Das Schiff kam zur Reparatur in eine Werft nach Linz.
Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang nach Stapellauf
(17.10.11) Ein Luxusflusskreuzfahrer im Wert von 2,68 Millionen Dollar sank auf dem Gelben Fluss, unmittelbar nachdem er feierlich in Lanzhou in Nordwest-China zu Wasser gelassen worden war. Das Schiff wurde am 29.9. über Luftkissen ins Wasser geschoben, lief dann aber über das Heck sofort voll. Der Bug ragte in einem 30-Grad-Winkel in die Höhe. Am 2.10. wurde es wieder gehoben. Das Schiff ist 32.4 Meter lang und soll 80 Fahrgäste fassen. Grund des Missgeschicks: Der Wasserstand im Fluss war falsch eingeschätzt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausbildungsschiff in Brand
(17.10.11) Am Morgen des 17.10. geriet gegen acht Uhr in der Hellevoetschleuse das ehemalige holländische Marineschiff "De Zeefakkel" (MMSI-Nr.: 244620454), in Brand. Es kam zu starker Rauchentwicklung. Mit hohem Druck wurde ein Loch in das Oberdeck geschnitten, um den Brandherd zu erreichen, der sich in den Offiziersquartieren darunter befand. Gegen Mittag war der Brand gelöscht, der Schaden war erheblich. Das ungefähr 45 Meter lange Schiff wurde von Seekadetten in Hellevoetsluis zur Ausbildung im Koopvaardijhaven genutzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Routineeinsatz nahm dramatische Wendung
(17.10.11) Das glückliche Ende ihrer Fangreise haben zwei Krabbenfischer aus Tönning der DGzRS zu verdanken. Am Vormittag des 10. Oktober verhinderten die Seenotretter mit ihren Lenzpumpen den Untergang des Krabbenkutters "Korona" aus Tönning vor der Halbinsel Eiderstedt. Der Seenotfall begann als scheinbarer Routineeinsatz für die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes "Paul Neisse" der Station Eiderdamm. Am Vormittag hatten die Fischer mit Netz im Propeller ihres 17-Meter-Kutters um Hilfe gebeten. Der steife Westwind mit Stärke 7 und über 60 km/h Windgeschwindigkeit spitzte die Situation jedoch zu: Der manövrierunfähige Holzkutter kam etwa 1,5 Seemeilen südlich des Leuchtturms St. Peter-Böhl im Watt fest. Nachdem die "Paul Neisse" die "Korona" befreit hatte, meldeten die beiden Fischer plötzlich Wassereinbruch im Maschinenraum. Die Seenotretter gaben über das Heck des Havaristen eine Lenzpumpe an Bord des Kutters. Das Längsseitsgehen war ihnen unmöglich, da die Fischer aufgrund der ausgefallenen Elektrik der "Korona" das zu beiden Seiten ausgebrachte Fanggeschirr nicht mehr einholen konnten. Um die Lenzarbeiten zu unterstützen, fuhr der Seenotkreuzer "Theodor Storm" von seiner Station Büsum aus dem Schleppverband entgegen. Unterdessen bekam die "Korona" bei gut einem Meter Seegang etwa fünf Grad Schlagseite nach Backbord. Gegen 12.50 Uhr erreichte die "Theodor Storm" etwa sieben Seemeilen westlich des Eidersperrwerks den Kutter und begann sofort ebenfalls mit dem Lenzen, während die "Paul Neisse" den Havaristen weiterhin im Schlepp behielt. Die Seenotretter brachten den Krabbenkutter in den Außenhafen des Eidersperrwerks, den sie gegen 14 Uhr erreichten. Dorthin hatte die Seenotleitung Bremen zwischenzeitlich auch Feuerwehrkräfte bestellt. Gemeinsam gelang es, den Kutter schwimmfähig zu halten. Die beiden Krabbenfischer blieben unverletzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Motoryacht vor Breskens in Brand
(17.10.11) Am 16.10. wurden die Rettungsstationen Cadzand, Westkapelle und Breskens alarmiert, nachdem es auf der Motoryacht "Pastime" im Ankergebiet Weilingen-Noord zu einem Brand gekommen war. Das Rettungsboot "Zeemanshoop" lief aus, doch noch während des Anmarsches wurde gemeldet, dass der Skipper von einer anderen Yacht gerettet worden war. Die Boote von Cadzand und Westkapelle liefen weiter auf die "Pastime" zu, während das Boot aus Breskens im Außenhafen von Vlissingen Personal der Feuerwehr an Bord nahm. Neben den Rettungsbooten "Winifred" aus Cadzand und "Uly" aus Westkapelle waren auch das Polizeiboot "P48" und die "Multrasalvor" von Multraship vor Ort. Die "Zeemanshoop" ging bei der "Multrasalvor" längsseits, sodass die Feuerwehr übersteigen konnte. Es wurde beschlossen, die Yacht nach Breskens zu schleppen und sie dort an Land zu setzen. Die "Zeemanshoop" und die " Multrasalvor" nahmen die Yacht in die Mitte und brachten sie zur Krananlage, wo sie eine halbe Stunde darauf auf dem Trockenen stand. Quelle: Tim Schwabedissen



Wellen schlugen Ruderhaus ein
(17.10.11) Am 10.10. wurde das Rettungsboot "Antoinette" zu dem holländischen Kutter "Deo Volente", 130 BRZ (MMSI-Nr.: 246327000), gerufen, der um 5:45 Uhr Wassereinbruch gemeldet hatte. Vor Ort waren bei sieben Beaufort Wind drei Meter Wellenhöhe. Mehrere Brecher hatten das Ruderhaus eingeschlagen und geflutet, was zu einem teilweisen Ausfall der Ausrüstung führte. Der Bordfunk blieb aber unbeschadet, und das Schiff ließ sich auch noch kontrollieren. Die "Antoinette" eskortierte den Havaristen nach Stellendam. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter landete auf Leitdamm
(17.10.11) Am 11.10. geriet der holländische Kutter "Pieter van Aris - TX 21" (IMO-Nr.: 8431657) im Wattenmeer vor Kornwerdersand in Seenot, nachdem eine Trosse, mit der die Ladebäume des Fanggeschirrs kontrolliert wurden, gebrochen war. Das Schiff kam außer Kontrolle und lief auf einen Steindamm vor Damen. Die Besatzung alarmierte die holländische Küstenwache um 6.30 Uhr, woraufhin das KNRM-Boot "Dorus Rijkers", das sich in der Nähe befand, Kurs auf den Havaristen nahm. Ein erster Versuch, ihn abzuschleppen, scheiterte an den starken Strömungen am Damm. Die Schleppverbindung musste gekappt werden. Inzwischen trafen auch die Rettungsboote "Wiecher", "Jap Visser-Politiek" und "Veronica" ein. Die "Wiecher" und die "Dorus Rijkers" stellten wieder eine Schleppverbindung her und befreiten den Kutter. Er war zwar erheblich beschädigt, aber in der Lage, mit eigener Kraft nach Oudeschild zu laufen, wobei ein Teil des Fanggeschirrs zurückgelassen werden musste. Um 8.30 Uhr war der Rettungseinsatz beendet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kostete Untergang der "Spica Islander" tausende Menschen das Leben?
(17.10.11) Die Behörden von Tansania halten es für möglich, dass nicht 800, sondern 3,600 Menschen an Bord der 44 Jahre alten Fähre "Spica Islander" gewesen waren, als diese zwischen Sansibar und Pemba Island unterging. Das Schiff war für 645 Fahrgäste und 45 Mann Crew zugelassen und aus ungeklärter Ursache gekentert. Danach wurden 203 Tote und 619 Überlebende gerettet. Doch nun wird es für möglich gehalten, dass sich 2,764 Menschen an Bord befanden, womit der Untergang zu einer der schwersten Schiffskatastrophen der Geschichte würde. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nach fast drei Monaten wieder in Fahrt
(17.10.11) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Navios Sagittarius", 38849 BRZ (IMO-Nr.: 9316866), verließ am 14.10. nach fast drei Monaten die Aarhus-Bucht und nahm Kurs auf China, von wo er mit Eisenerz gekommen war, als er am 24.7. vor Læsø gestrandet war, als er zum Bunkern nach Skagen Red unterwegs war. Dabei hatte die "Navios Sagittarius" erheblichen Bodenschaden erlitten. Nach ihrer Bergung wurde sie zunächst nach Frederikshavn Red geschleppt, wo Taucher den Schaden ausbessern. Für die verbliebenen Arbeiten wurden dann erneut die ruhigeren Gewässer der Aarhus Bucht aufgesucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Blockiertes Bugstrahlruder drohte Trawler stranden zu lassen
(17.10.11) Der norwegische Trawler "Ringbas", 499 BRZ (MMSI-Nr.: 257445000), drohte in der Nacht zum 17.10. zu stranden, nachdem Netze die Schraube im Solheim-Fjord südlich von Florø blockiert hatten. Das Rettungsboot "Kristian Gerhard Jebsen" wurde um 18.55 Uhr in Maloy alarmiert und war um 20.15 Uhr am Havaristen. at 6:55 p.m. Zu dieser Zeit befand sich der Havarist dicht vor Østre Furusund. Das Rettungsboot nahm ihn auf den Haken und nahm Kurs auf Florø, doch wegen des starken Windes wurde er in Richtung Gunhildsvågen geändert. Hier stieg ein Taucher des Rettungsbootes ab und fand den Bugstrahler voller Netzreste, die er binnen sechs Stunden entfernte. Quelle: Tim Schwabedissen



Stena Navigator trieb vor Schottland
(17.10.11) Die britische Fähre "Stena Navigator" erlitt vor der schottischen Küste am 15.10. mit über 100 Personen an Bord Maschinenausfall auf der Fahrt nach Nordirland. Um12.50 Uhr wurde die Clyde Coastguard alarmiert, dass das von Stranraer, Dumfries und Galloway nach Belfast mit 70 Fahrgästen und einer Crew von 47 vier Meilen westlich von Corsewall Point Leuchtfeuer am Nordende der Rhinns im Mull of Galloway trieb. Die beiden Svitzer-Bergungsschlepper "Norton Cross" und "Willowgarth" wurden in Marsch gesetzt, doch dann gelang es auf der Fähre, eine Maschine wieder in Gang zu setzen, und mit halber Kraft setzte sie die Fahrt unter Eskorte der Schlepper fort. Um 4.30 Uhr erreichte sie am 16.10. den Zielhafen. Die "Stena Navigator", 15229 BRZ (IMO-Nr.: 8208763) wurde 1984 erbaut und läuft im Management der Stena Group, Schweden. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Tanker gesunken
(17.10.11) Der russische Tanker "Grigoriy Bugrov" sank am 13.10. mit 6000 Tonnen Schweröl an Bord im Kaspischen Meer. Das Schiff war um 14.20 Uhr Moskauer Zeit mit einem nicht kartierten Unterwasserhindernis auf Position 44 28N 48 12 O, 37 Meilen nordöstlich der Insel Chechen, kollidiert. Der Maschinenraum wurde aufgerissen, und binnen kurzer Zeit kenterte der Tanker und sank mit 27 Grad Backbordschlagseite auf acht Metern Tiefe. Die achtköpfige Crew wurde gerettet. Das Wrack blieb halb über Wasser. Taucher fanden im Rumpf keine Lecks, und das Loch im Schiffsboden wurde durch den Meeresgrund abgedichtet. Alle verfügbaren Bergungsschiffe wurden in Marsch gesetzt, und die Chancen, das Schiff zu heben, galten als gut. Die "Grigoriy Bugrov", 6611 tdw (IMO-Nr.: 8848628), wurde als Fluss-Seen-Tanker "Volgoneft-244" im Jahr 1974 erbaut und lief für die Oil Marine Group. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Tanker gestrandet
(17.10.11) Der russische Tanker "Lenaneft-2066" lief auf dem Fluss Amur mit 2130 Tonnen Öl bei 573 am 14.10. auf Grund. Das Schiff kam mit der Backbordseite auf einer Sandbank außerhalb des Fahrwassers fest und hob sich 60 Zentimeter aus der Last. Der Fluss-Seen-Tanker "Lenaneft-2066", 3100 tdw (IMO-Nr.: 8711928), wurde 1988 erbaut und wird durch die Amur Shipping Company bereedert. Quelle: Tim Schwabedissen



Hamburger Frachter auf Grund gelaufen
(17.10.11) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Courier" lief am Nachmittag des 13.10. in Chittagong nahe der grünen Tonne 1 in der Kamaphuli-Mündung beim Auslaufen auf Grund. Der Havarist behinderte außerhalb des Fahrwassers liegend die Schifffahrt nicht. Die "Courier", 20150 tdw (IMO-Nr.: 9101481) wurde 1995 erbaut und läuft für die Hamburger Heino-Winter Reederei. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf russischem Forschungsschiff
(17.10.11) An Bord des russischen Forschungsschiffes "Akademik Lazarev" brach am 9.10. rund 70 Meilen nordwestlich von Trøndelag am 9.10. um 22.40 Uhr ein Feuer aus. Am Morgen des 10.10. war das Feuer gelöscht, die 30-köpfige Crew blieb unversehrt. Mehrere Schiffe wurden zur Assistenz in Marsch gesetzt, Hubschrauber gingen auf Standby. Am 11.10. wurde der Havarist mit äußerlich gut sichtbaren Hitzeschäden an den Aufbauten von dem Schlepper "Waterman" nach Kristiansund gezogen und um 11:18 Uhr vertäut. Die "Akademik Lazarev", 2833 BRZ (IMO-Nr.: 8408985) wurde 1987 erbaut und läuft für die Sevmorneftegeofizika, Murmansk. Quelle: Tim Schwabedissen



Ankermanöver endete mit Strandung
(17.10.11) Der russische Frachter "Volgo-Don 205" ankerte am 10.10. um 5.45 Uhr im Tsimlyanskiy Basin wegen schlechter Sicht aus Sicherheitsgründen. Als um sieben Uhr der Anker gelichtet werden sollte, fand sich das Schiff auf Grund liegend wieder. Die Eigner leiteten eine Bergungsaktion ein. Die " Volgo-Don 205", 4019 tdw (IMO-Nr.: 8959166), wurde 1977 erbaut und läuft für die Donrechflot. Quelle: Tim Schwabedissen



Landungsboot ging auf Tiefe
(17.10.11) Am 14.10. um 7.30 Uhr sank vor Alki Beach, eine Meile südlich von Alki Point, in Seattle das 73 Fuß lange Arbeitsschiff "Justin". Die Coast Guard, das Washington Dept. of Ecology und das Seattle Fire Dept. wurden alarmiert. Gegen acht Uhr wurde ein Ölfilm von 600x300 Fuß beobachtet. Zwei 25-Fuß-Boote der Coast Guard Station Seattle und die "LeschiI der Feuerwehr Seattles sowie das Küstenwachboot "Swordfish" waren vor Ort. An Bord waren rund 300 Gallonen Diesel und 50 Gallonen Motoröl. Die National Response Corp. Environmental Services wurden beauftragt, die Ölverschmutzuung mit Ölsperren, Skimmer und ölaufsaugenden Mitteln zu bekämpfen. Die Ballard Diving Company und die Global Diving & Salvage setzten Taucher zum Schließen der Ventile ein. Außerdem wurden die 32 Fuß lange "Bristol Bay" sowie die 28 Fuß lange "Kvichak" und weitere Arbeitsboote alarmiert. Eine 500 Yard große Sperrzone wurde eingerichtet. Am folgendem Morgen wurde festgestellt, dass sich das Öl verflüchtigte. Eine 150-Tonnen-Kranbarge wurde gerufen, das Wrack zu bergen. Gegen 17 Uhr begann die Hebung, und um 21.30 Uhr war die "Justin" aus dem Wasser und wurde auf einer Barge abgesetzt, die sie nach Tacoma transportierte. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Freude auf "Odes of Joy"
(17.10.11) Die US Coast Guard rettete vier Personen von der 38 Fuß langen Yacht "Odes of Joy", die in Barnegat Light eine unter Wasser liegende Mole am 13.10. gerammt hatte und gesunken war. Um 19.20 Uhr hatte die Crew von Wassereinbruch berichtet und um Hilfe gebeten. Ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Barnegat Light barg die Schiffbrüchigen unversehrt ab. Die Yacht sank, nur die Masten blieben sichtbar. Quelle: Tim Schwabedissen



Marathonschwimmen vor Marathon
(17.10.11) Ein Boot der Coast Guard Station Marathon, Florida, rettete am Morgen des 8.10. vier Bootsfahrer nahe Marathon nach fast 20 Stunden aus dem Wasser. Darunter befand sich ein vierjähriges Mädchen. Insgesamt waren acht Personen an Bord gewesen, als das Boot am Vortag gegen Mittag kenterte. Die Geretteten wurden zur Captain Hook's Marina und dem Dive Center in Marathon gebracht, wo sie medizinisch betreut wurden. Drei weitere Schiffbrüchige wurden von einem anderen Boot aus dem Wasser geborgen, eine 80-jährige Frau versank und wurde nicht wieder gefunden. Nicht alle Insassen hatten Rettungswesten getragen. An der Rettungsaktion war auch die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission beteiligt, ebenso SeaTow Marathon und TowBoat Marathon. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in Rotterdam setzte Containerriesen matt
(17.10.11) Der liberianische Containerfrachter "CMA CGM Alaska", 140259 BRZ (IMO-Nr.: 9469572), kollidierte am 11.10. gegen 2.30 Uhr nahe der Edison Bucht in Maasvlake mit dem Containerfrachter "Pantonio". Dieser war aus Eemhaven ausgelaufen mit Kurs Lissabon, als er einen Maschinenausfall erlitt und dem anderen Frachter in die Steuerbordseite lief. Während auf der "Pantonio" der Bug eingedrückt wurde, wurde der Rumpf der "CMA CGM Alaska", die vom Amazonehafen in Rotterdam nach Hamburg unterwegs war, an Steuerbord ober- und unterhalb der Wasserlinie aufgerissen. Beide Schiffe wurden zunächst im Caland-Kanal an die Dalben gelegt. Am 14.10. wurde die "CMA CGM Alaska" am Delta Terminal Rotterdam großenteils gelöscht, wodurch die Lecks höher aus dem Wasser kamen. Am 16.10. wurde sie von den Schleppern "Fairplay 1", "Fairplay 26" und "Fairplay 27" über die Maas zur Keppel Verolme Werft im Botlek gezogen und im Werfthafen 2 festgemacht. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff blockierte Main
(17.10.11) Am Nachmittag des 14.10. lief das holländische Binnenschiff "Odeon", 2801 ts (EU-Nr.: 02326629), auf dem Main bei Thüngersheim auf Grund. Zuvor war während der Passage eines Entgegenkommers die Ruderhydraulik ausgefallen. Es gelang dem Kapitän, den Havaristen aber mithilfe des Bugstrahlruders zu stabilisieren. Dann wurde er von einem anderen Binnenschiff längsseits genommen und zur Schleuse Erlabrunn zur Reparatur geschleppt. Der Flussboden wurde nach möglichen Hindernissen abgesucht, ehe der Main am 15.10. gegen ein Uhr wieder für den Schiffsverkehr freigegeben wurde. Der Schaden an dem 205-TEU-Frachter betrug rund 5000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



Arthur W. Radford sinkt (Bild: Gary Cooke)   Großbild klick!
Arthur W. Radford nach drei Wochen zerbrochen
(08.10.11) Der Hurrikan Irene hat, wie Taucher jetzt feststellten, auch das Wrack des als künstliches Riff versenkten Zerstörers "Arthur W. Radford" vor New Jersey in Mitleidenschaft gezogen und auseinander brechen lassen. Alle Decks sind nun zugänglich. Damit wurde es für Taucher aber noch interessanter. Erst am 10.8. war es 29 Meilen vor Cape May Point und Ocean City versenkt worden. Der Bereich von Brücke bis Heck liegt noch aufrecht, wurde aber 200 Fuß versetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank vor irischer Küste
(08.10.11) Am 7.10. um 09.45 Uhr fing die Belfast Coastguard einen Mayday-Ruf des Kutters "Amy Jane - SO 876" aus Sligo auf, der Wassereinbruch erlitten hatte und zu sinken drohte. Die sechsköpfige Crew ging in eine Rettungsinsel und aktivierte das EPIRB. Die Malin Head Coastguard hatte Funkkontakt mit den Männer. Ein Hubschrbauber der Irish Coastguard in Sligo sowie einer aus Stornoway stiegen auf, die RNLI-Boote aus Portrush und Lough Swilly liefen um 10.05 Uhr aus. Nachdem die Männer aufgewinscht waren, wurden sie von einem Coleraine Coastguard Rettungsteam am City of Derry Airport erwartet. Der Trawler sank bei 6 Bf aus Nordwest. Warum das 60 Fuß lange, 20 Jahre alte Schiff so schnell unterging, war noch unklar. Die Crew kam aus Donegal und Litauen, der erfahrene Skipper aus Downings. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennende Saunastützen setzten Schiff in Brand
(08.10.11) Am 7.10. kam es auf einem Saunaschiff auf dem Tegernsee zu einem Brand, bei dem drei Personen leicht verletzt wurden und erheblicher Sachschaden entstand. Das 17 Meter lange und 15 Tonnen schwere Schiff gehört zu einem Badebetrieb und wurde nach einem Umbau als schwimmende Sauna genutzt. Um kurz vor 10 Uhr schlugen die Rauchmelder an Bord Alarm. Schnell wurde festgestellt, dass im Heck des Schiffes in dem sich die Sauna befindet, ein Brand ausgebrochen war. Die Beamten der Kriminalpolizei Miesbach stellten fest, dass der Brand vom Saunaofen ausgegangen war. Bei Reinigungsarbeiten waren zwei Holznackenstützen auf dem Ofen abgelegt worden, und diese fingen nach dem Einschalten der Anlage Feuer. Offenbar war vergessen worden, die Saunaanlage vor dem Betrieb ordnungsgemäß zu überprüfen. Die brennenden Nackenstützen entzündeten die Holzvertäfelung der Saunakabine, was zu einem Sachschaden von etwa 30.000 Euro führte. Ein Mann erlitt leichte Verbrennungen, als er die brennenden Nackenstützen von Bord warf, zwei andere Mitarbeiter erlitten leichte Rauchvergiftungen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Limfjord drohte nach Bergung mit Brücke zu kollidieren
(08.10.11) Der russische Frachter "Volgo Balt 244", 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8230584), wurde am Morgen des 7.10. zwar im Limfjord freigeschleppt, drohte aber wenig später mit der Aggersund-Brücke zu kollidieren, als er in Richtung Thisted eindrehte. Arbeiter auf der Brücke verließen ihren Arbeitsplatz panisch, doch letztlich wurde der Havarist nur 100 Meter von der Brücke entfernt unter Kontrolle gebracht und in Richtung Hafen geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Timmendorf auf Poel gesunken
(08.10.11) Der am Morgen des 6.10. gesunkene Fischkutter "Kirchdorf" wurde in Timmendorf auf Poel am 7.10. geborgen. Die Aktion dauerte mehrere Stunden. Bergungsversuche am Vortag hatten abgebrochen werden müssen. Der Eigner hatte den Kutter am 4.10. gegen 9 Uhr am Liegeplatz im Hafen an der Backbordseite mit einer Vorleine und zwei Achterleinen festgemacht. Anschließend belud er sein Schiff mit Fischereigeschirr in Fässern an der Steuerbordseite. Wegen stark schwankender Pegelstände im Hafen sowie der einseitigne Beladung riss der hintere Holzpoller an Backbordseite heraus. Dadurch wurden die Beplankung und die Außenhaut des Bootes beschädigt, und es kam zu Wassereinbruch. Die Wasserschutzpolizeiinspektion Wismar leitete Ermittlungen zur Unfallursache ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Wieringer Kutter saß auf Leitdamm fest
(08.10.11) Am 4.10. lief der holländische Kutter 4 "WR 106 - Celeste Karlijn", 73 BRZ (MMSI-Nr.: 244358000) in der Ballumer Bucht auf einen Leitdamm. Das Rettungsboot "Anna Margaretha" wurde aus Ameland gerufen. Die "Celeste Karlijn"saß nur wenige hundert Meter von der Station fest. Ein lokaler Berger hatte vergeblich versucht, den Kutter zu bergen, doch die "Anna Margaretha" hatte das 21 Meter lange Schiff rasch wieder flottgemacht, das nach einer Inspoektion die Reise forsetzen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Untergang vor Haugesund
(08.10.11) Der norwegische Frachter "Finnøyglimt", 437 BRZ (IMO-Nr.: 5341849) sank am Abend des 7.10. auf der Fahrt Askoy-Husoey vor Haugesund. Dabei ist der polnische Kapitän wahrscheinlich mit in die Tiefe gerissen worden. Er wurde zuletzt ohne Rettungsweste, mit einem Überlebensanzug in der Hand, auf der Brücke gesehen. Zwei Küstenwachboote, ein Rettungsboot und mehrere Handelsschiffe hielten nach ihm Ausschau.. Ein Seaking-Helikopter aus Stavanger beteiligte sich bis zum Morgen des 8.10. ebenfalls an der Suche. Der Unfall ereignete sich zwischen den Inseln Slettå und Rams nahe der Gemeindegrenzen von Bergen und Stavanger. Um 23.38 Uhr war festgestellt worden, dass das Schiff in Richtung Haugesund zu drehen versuchte. Die Funkstelle Rogaland versuchte, Kontakt aufzunehmen, doch es gab keine Antwort. Um 23.40 Uhr wurde das EPIRB aktiviert, und das Schiff sank dann 700 Meter vom Ufer entfernt auf 370 Metern Tiefe. Die beiden anderen polnischen Besatzungsmitglieder vermochten sich in eine Rettungsinsel zu flüchten und wurden um 23.55 Uhr von einem Schiff gerettet. Der Frachter der Ryfylke Shipping hatte am 7.10. bis 15 Uhr bei Helle, Forsand in Ryfylke Felsen und Kies geladen. Er hatte rund 30 Tonnen Diesel in den Tanks. Bereits am 12.12.2007 und 11.8.2009 war das Schiff auf Grund gelaufen, zuletzt unter der E-39-Brücke zwischen Austre und West Bokn mit einer Ladung Asphalt für Årdal. Im Dezember 2007 lief es ebenfalls mit 400 Tonnen Asphal vor der Insel Reksteren bei Tysnes auf Grund und schlug leck. Die Untergangsstelle liegt unweit der Position, wo am 26.11. die Katamaranfähre "Sleipner" sank, wobei 16 Personen ertranken und 69 gerettet wurden. Am 3.9.1967 sank dort die "Dux" auf der Fahrt vom Glomfjord nach Oslo, wobei 14 Menschen ertranken. Quelle: Tim Schwabedissen



Hilfsschiffe unterwegs zur "Rena"
(08.10.11) Am 8.10. traf die "Manawanui" der neuseeländischen Marine an der Strandungsstelle der "Rena" ein. Am Nachmittag folgte die "Rotoiti", und die "Taupo" gegen 19 Uhr, am 10.10. wurde die "Endeavour" erwartet, die rund 3000 Tonnen Öl aufzunehmen vermag. Der Tanker "Awanuia" sollte am 9.10. vor Ort sein, nachdem er seine Ladung Öl in Marden Point gelöscht hatte. Das Öl in den Tanks des Frachters wurde derweil so weit wie es ging von den beschädigten Teilen des Rumpfes weggepumpt. Geringe Mengen Öls liefen auch aus, lösten sich aber auf. Weiterhin wurde Ölbekämpfungsmittel ausgebracht. Matakana Island und die Maketu Estuary wurden in Hinblick auf Ölanlandungen kontrolliert. Rund 200 Experten von Mariteim Newzealand, dem Department of Conservation, Forest & Bird, der Massey und Waikato University und Vertreter der New Zealand Defence Force waren eingebunden. Das Wetter vor Ort war gut, der Wind sollte bis zum 10.10. auf 25 Knoten zunehmen. Nicht notwendige Besatzung wurde von Bord der "Rena" geholt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Tote bei Dockunfall auf philippinischer Werft
(08.10.11) Am 7.10. brach eine 42 Tonnen schwere Rampe zu dem englischen Autotransporter "Tombarra", der im Trockendock von der Keppel Subic Shipyard in Barangay Cawag, Subic, lag, zusammen und stürzte auf Dockarbeiter. Fünf Mann starben, sieben wurden verletzt ins Our Lady of Lourdes International Hospital in Olongapo City gebracht. Die "Tombarra", 61321 RZ (IMO-Nr.: 9319753), wurde 2006 erbaut und hat als Manager die Wilhelmsen Lines Car Carrier. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre trieb gegen Kai in Ancona
(08.10.11) Am 7.10. riss sich die griechische Fähre "Cruise Olympia" von seinem Liegeplatz in Ancona los und wurde von Sturmböen fast gegen das Forschungsschiff "Odin Finder" getrieben. Bevor das Schiff unter Kontrolle war, entstanden an Rumpf und einer Kaianlage einige Schäden. Die "Cruise Olympia", 54310 BRZ (IMO-Nr.: 9351505), wurde 2010 erbaut und hat als Manager die Minoan Lines SA. Die italienische "Odin Finder", 549 tdw (IMO-Nr.: 7031761) wurde 1970 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler gestrandet und aufgegeben
(08.10.11) Der spanische Trawler "La Polar" lief am 7.10. auf Felsen nahe Puerto Vega, Asturias, und musste von der fünfköpfigen Crew aufgegeben werden. Sie wurde von einem Helikopter abgeborgen, ein Mann wurde verletzt. Die "La Polar", 53 BRZ, wurde 2001 erbaut und hat eine Länge von 19 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Autofrachter auf Westerschelde gestrandet
(08.10.11) Der italienische Autocarrier "Repubblica Argentina", 51925 BRZ (IMO-Nr: 9138410), lief bei Nauw van Bath nach einem Maschinenausfall auf der Westerschelde auf der Fahrt Antwerpen-Dakar am 8.10. um 1.30 Uhr auf eine Sandbank. Da das Wasser gerade ablief, bestand keine sofortige Bergungschance. Die nächste Flut wurde 12 Stunden später, um 13.30 Uhr, erwartet. Mehrere holländische und belgische Schlepper sowie ein Polizeiboot und ein Fahrzeug von Rijkswaterstaat versammelten sich in den folgenden Stunden an der Strandungsstelle. Gegen 13 Uhr dann zogen 11 Schlepper von Multraship und URS den Frachter wieder von der Untiefe. Anschließend wurde er in den Schleusenhafen von Vlissingen verholt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schmugglerfrachter nahe Argos gesunken
(08.10.11) Der unter Komoren-Flagge laufende Frachter "Morelia" sank nahe der Bucht von Argos, hinter der Insel Spetses, mit Schmuggelzigaretten in der Nacht zum 7.10. Das Schiff war mit der Konterbande aus Limassol ausgelaufen und unterwegs nach Montenegro. Es wurde von der Küstenwache südlich von Spetses ausgemacht und funkte kurz darauf ein Notsignal. Die Crew, sechs Ukrainer und ein Georgier, berichteten nach ihrer Rettung durch die Coastguard von massivem Wassereinbruch im Maschinenraum. Trotz Bergungsversuchen sank der Frachter. Quelle: Tim Schwabedissen



Marode Barge auf Columbia River gesunken
(08.10.11) Die "Barge 202" sank am Morgen des 7.10. beim Dalles Dam, wie es der Eigner, David Harris aus Lyle, Washinton, befürchtet hatte. Er lebte auf der Barge seit dem August und versuchte, sie über Wasser zu halten. Weder die U.S. Coast Guard noch Washingtons Department of Natural Resources hatten ihm helfen können. In der Nacht nun verschwand in 10 Fuß hohen Wellen die rostige Barge komplett unter Wasser. Harris hatte die Barge abwracken wollen. Die Coast Guard ließ die Barge, bislang ohne Ergebnis, von einem Hubschrauber suchen. Sie hatte sich zuerst im Juli von ihren Moorings in Dallesport losgerissen und war in den Columbia Shipping Channel getrieben. Das Army Corps of Engineers ließ sie sichern und verankern. "Barge 202" war ein umgebautes Schiff aus dem 2. Weltkrieg von 250 Tonnen Gewicht und einer Länge von 200 Fuß. Zuletzt gehörte sie dam Abwracker Bret Simpson aus Ellensburg. Umweltgefahren wurden nicht erwartet, allerdings könnte sich Asbest in Säcken an Bord befunden haben. Am 7.10. trieb ein Sack flussabwärts und wurde aufgefischt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer trieben eine Stunde in der See
(08.10.11) Zwei Fischer trieben eine Stunde in der Irischen See, nachdem ihr 10 Meter langer Kutter "Boy Bayley"am 7.10. gesunken war. Die Liverpool Coastguard wurde um 13.30 Uhr alarmiert, nachdem an Land Hilferufe vor Silloth, Cumbria, gehört worden waren. Coastguard Rescue Teams aus Maryport und Burgh by Sand sowie das RNLI-Boote aus Silloth und Maryport wurden alarmiert. Ein Rettungsboot barg die beiden, die sich an Rettungsringe klammerten und ins Hospital in Carlisle gebracht wurden. Es stellte sich heraus, dass sie bei den Cardurnock Flats, vier Meilen von der Stelle entfernt, an der sie gefunden wurden, gewesen waren. Ihr Netz hatte sich am Grund vergangen, und das Boot sank. Quelle: Tim Schwabedissen



"Miner"-Schlepper arrestiert
(08.10.11) Die Kosten, die aus der Strandung der "Canadian Miner" entstehen, könnten 24 Millionen Dollar betragen, wenn das Schiff auseinander bricht. Deswegen wurde der Schlepper "Hellas" in Sydney arrestiert. Die Bergungskosten für das intakte Schiff betrügen 400,000 bis 600,000 Dollar, doch der Frachter weist nach dem jüngsten Sturm scheunentorgroße Löcher ab. Unklar ist derzeit auch, wieviel Öl-Wasser-Gemisch tatsächlich an Bord ist. Bislang war von ursprünglich neun Tonnen Ölabfall die Rede. Die Regierung von Nova Scotia hat gegen die Eigner der "Hellas" eine Forderung von 15 Millionen Dollar geltend gemacht oder die Summe, die eine Räumung des Wracks erfordert. Würde die Summe nicht aufgebracht, könnte die "Hellas" verkauft werden. Die Schlepper-Crew habe es an der nötigen Sorgfalt fehlen lassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderhaus der "Union Neptune" gehoben
(08.10.11) Das Ruderhaus und die fünf Ladelukendeckel des Frachters "Union Neptune", der am 23.7. vor La Rochelle wohl wegen Ladungsverflüssigung sank, wurden durch das Bergungsschiff "Good Hope" der Friendship Offshore BV Terschelling jetzt geborgen. Die "Good Hope" war von Titan Salvage dazu unter Vertrag genommen worden. Quelle: Tim Schwabedissen



27 Personen von gestrandetem Angelschiff abgeborgen
(08.10.11) Die "M 14", ein schwedischer Angelkutter, einstiges Minensuchboot und Küstenwachboot mit Namen "KBV 114", lief mit 27 Personen, davon zwei Mann Crew, an Bord am Nachmittag des 8.10. vor der Insel Limhamn auf Grund, nachdem gegen 17 Uhr die Maschine ausgefallen war. Das Boot schlug leck. Mit Hilfe eines Krans mit Rettungskorb wurde begonnen, die Bootsfahrer von Land aus abzubergen, nachdem das Boot leckgeschlagen war. Taucher waren bereit, falls jemand ins Wasser fiele. Nachdem zwei Personen auf diese Weise bis 18.30 Uhr an Land gebracht waren, übernahm ein Rettungsboot die Evakuierung der übrigen 25. Drei Helikopter aus Säve und Ronneby in Schweden sowie aus Dänemark waren ebenfalls vor Ort. Die "M 14" lag backbordseitig bis zum Oberdeck geflutet direkt vor dem Ufer. Quelle: Tim Schwabedissen



Katter "Baltic" aufs Ohr gelegt (Bild: Andres Putting)   Großbild klick!
Kutter vor Paldiski gestrandet
(07.10.11) Am 4.10. strandete gegen 23.30 Uhr vor Paldiski der Kutter "Baltic" und legte sich in der Brandung auf die Seite. Polizei und Grenzschutz kamen zu Hilfe, ein Helikopter aus Finnland ebenso. Auch aus Estland wurde Luftunterstützung angeboten. Der finnische Hubschrauber barg die zweiköpfige Crew ab. Sie waren unversehrt. Bei stürmischer See wurde der Havarist von der Brandung in der Folge weiter auf den Strand gedrückt. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff beim AKW Biblis wieder flott
(07.10.11) Das belgische Binnenschiff "Moskitia", 1999 ts (EU-No.: 06003514), das auf dem Rhein bei Biblis gestrandet war, konnte am 6.10. wieder flottgemacht werden, und um 14.00 Uhr wurde die Schifffahrt auf dem Rhein wieder freigegeben. Zuvor hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim etwa 300 Tonnen Salz in ein anderes Schiff umgeladen, so verringerte sich der Tiefgang des Havaristen um die entscheidenden Zentimeter. ein Baggerschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Mannheim und einen Schubleichter sowie ein Motorschiff zur Stabilisierung geleichtert. Nach Beginn der Leichterung gegen 08.00 Uhr kam das Heck des Havaristen um 11.00 Uhr frei, und er wurde etwa 50 Meter zum rechten Ufer in tieferes Wasser verholt. Anschließend wurde aus dem Vorschiff noch weitere Ladung Industriesalz geleichtert, um eine gefahrlose Weiterfahrt bis nach Gernsheim zu ermöglichen. Für die Sicherung des Binnenschiffes war eine komplette Sperrung der Schifffahrt für eine Dauer von drei Stunden erforderlich. Bis dahin warteten insgesamt etwa 30 Schiffe am Unfallort. Der Schiffsstau hat sich um 15.00 Uhr aufgelöst. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim war mit drei Fahrzeugen vor Ort im Einsatz. Polizeiboote aus Gernsheim, Wiesbaden und Ludwigshafen regelten den Schiffsverkehr an der Unfallstelle. Die "Moskitia" konnte nach der Bergung aus eigener Kraft bis zum nächsten sicheren Liegeplatz in Gernsheim weiter fahren. Hier muss es auf höhere Wasserstände warten, um die Fahrt zum Zielhafen Frankfurt am Main fortzusetzen. An der Unfallstelle hat sich durch die Havarie auf der Sohle eine Kiesanlandung gebildet, die auf einer Länge von etwa 50 Metern den schiffbaren Bereich des Rheins einengte. Die Einschränkung wurde vom Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim gekennzeichnet. Die Schifffahrt kann die Stelle in beiden Richtungen passieren, das Überholen ist aber bis auf weiteres verboten. Nachdem das Ausmaß der Kiesanlandung festgestellt ist, wird in den nächsten Tagen über die weiteren Schritte zur Beseitigung entschieden. Die "Moskitia" läuft für P. Albrecht in Gent, hat eine Länge von 105 Metern, eine Breite von 9,50 Metern und einen Tiefgang von 2,99 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwedenfähre machte sich in Malmö selbstständig
(07.10.11) Am Nachmittag des 6.10. riss sich die schwedische Fähre "Finneagle", 29841 BRZ (IMO-Nr.: 9138006), im Nordhafen von Malmö von ihrem Liegeplatz los, nachdem in einer Sturmbö eine Trosse brach. Der Unfall ereignete sich gerade, als die Beladung starten sollte, die Fähre war also leer. Sie konnte weitgehend unbeschadet von Schleppern wieder eingefangen werden, jedoch wurde die hafenseitige Laderampe in Mitleidenschaft gezogen. Um 16.45 Uhr war der Ausreißer wieder am Kai, und am 7.10. wurde er gegen 15 Uhr zurück in Travemünde erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölschäden durch "Rena" bislang überschaubar
(07.10.11) Vier kleine Pinguine und zwei Vögel wurden am Nachmittag des 7.10. verölt auf Motiti Island geborgen. Vier Teams sind auf der Insel im Einsatz, zwei weitere auf dem Festland, die am 8.10. durch weitere 10 Einsatzgruppen verstärkt werden sollen. Bislang sind aber keine wesentlichen Ölanlandungen von der "Rena" fesstgestellt worden. Im Laufe des 7.10. wurde der Einsatz von ölauflösenden Mitteln fortgesetzt. Der Ölteppich blieb in der Größe unverändert. Die höchste Priorität hat für die Berger von Svitzer das Auspumpen der Tanks, was eine komplexe Arbeit darstellt. Maritime New Zealand hat derweil aus ganz Neuseeland und auch weltweit Angebote zur Unterstützung erhalten. Auch die Marine bot einen Tanker an und hält 500 Soldaten auf Standby. Derweil haben die Ports of Auckland ihren stärksten Schlepper, die "Waka Kume", in Marsch gesetzt. Er verließ Auckland am frühen Nachmittag des 7 Oktober und wird am Morgen des 8.10. in erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Limfjord gestrandet
(07.10.11) Der russische Frachter "Volgo Balt 244", 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8230584), lief auf der Fahrt von Gdingen nach Thisted, wo er eine Ladung Malz aufnehmen sollte, am Nachmittag des 6.10. im Kattegat bei Løgstør auf Grund. Wahrscheinlich hatte starker Wind und Strömung das Schiff vom Kurs abkommen lassen, sodass es auf weichem Sandboden im Limfjord landete. Am Morgen des 7.10. sollte ein Schlepper wegen hohen Wasserstandes einen spontanen Bergungsversuch unternehmen. Der 1983 erbaute Frachter läuft für die Western Shipping Co., Kaliningrad. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter versenkte Kutter - ein Vermisster
(07.10.11) Am 5.10. gegen 22 Uhr kollidierte der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Estesky", 1998 BRZ (IMO-Nr.: 9116034), mit 3,200 Tonnen Aluminium an Bord mit dem 12 Meter langen Kutter "Tabar" aus Malpicar vor La Coruna, 400 Meter nördlich des Wellenbrechers Barrié de la Maza. Der Kutter, der nach Linares Rivas unterwegs war, wurde am Heck getroffen und sank. Eine Yacht rettete einen Mann, ein anderes Schiff zwei weitere, ein vierter wurde vermisst. Das Rote Kreuz Gardacostas, ein Helikopter und das Rettungsboot von Mirfak Salvamar waren bei Sichtweiten von 15-20 Metern auf der Suche nach ihm. Die "Estesky" wurde 1995 erbaut und hat als Manager die schweizerische Shipfin SA. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Grönland aufgegeben
(07.10.11) Der griechische Trawler "Aleqa - GR 12-192", 70 tdw (IMO-Nr. 8825406) geriet am 6.10. auf Position 67-43 N 053-50 W, vor der Westküste von Grönland in Brand. Die Crew ging in die Boote. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei russische Tanker vom Weg abgekommen
(07.10.11) Zwei Tanker liefen am 6.10. auf russischen Wasserwegen auf Grund. Die "Volgoneft-143" kam um 11.30 Uhr bei Kilometer 2755.5 im Tsimlyanskoye-Becken auf der Fahrt von Nord-Novgorod nach Kavkaz mit 4161 Tonnen Schweröl an Bord fest. Das Schiff wartete nun auf Schlepper. Die "Volgoneft-143", 4750 tdw (IMO-Nr.: 8864751) wurde 1979 erbaut und läuft für die OOO Volgotrans. Um 21.10 Uhr lief dann die "Volgoneft-69" bei Kilometer 1079.5 auf dem Svir auf Grund. Im Bugstrahlruderraum kam es zu einem Wassereinbruch. Der Tanker war unterwegs von Yaroslavl nach St. Petersburg mitz 4627 Tonnen Schweröl. Die "Volgoneft-69, 4980 tdw, wurde 1965, erbaut und läuft für die Investflotshipping Rostov-on-Don. Quelle: Tim Schwabedissen



Sschwimmdock gesunken
(07.10.11) Das Schwimmdock No 429 von Dubovik sank in der Diomid Bucht, Wladiwostok, am 6.10. um 14.50 Uhr. Quelle: Tim Schwabedissen



Stürme verwüsteten gestrandete "Miner"
(07.10.11) Die Canadian Coast Guard berichtete, dass der schwere Sturm dem auf Sketerie Island gestrandeten Frachter "Miner" erheblich zugesetzt hat. Im Heck klafft ein 15 Meter großes Loch, und der Rumpf wurde auf Höhe von Laderaum zwei aufgerissen. Eine Ladeluke wurde von Deck geweht und der Havarist noch weiter auf die Felsen gedrückt. Die Seen brachen über das gesamte Schiff und fluteten das Deck. Sie erreichten Höhen von 40 Fuß. Vor dem Eintreffen des Sturms hatte Mammoet Salvage noch sechs Tonnen Öl abpumpen können, drei Tonnen wurden noch an Bord vermutet. Am 7.10. wollten die Berger zurückkehren. Derweil wurde am 6.10. der Schlepper "Hellas", der die "Miner" in die Türkei hatte ziehen sollen, in Sydport in die Kette gelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Kutter drohte wegen Sabotage zu sinken
(07.10.11) Am Morgen des 6.10. wurde der norwegische Kutter "Onsøyværing", 106 BRZ (IMO-Nr.: 9089346), mit geflutetem Achterschiff am Kai in Engelsviken vorgefunden. Die Feuerwehr hatte mit Lenzpumpen gegen 11 Uhr die Lage unter Kontrolle, sodass das Schiff nicht mehr zu sinken drohte und mit nur noch geringer Schlagseite am Kai lag. Die Ursache des Wassereinbruchs im Maschinenraum war offenbar Sabotage, die Ventile waren geöffnet worden. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Manövrierunfähige Yacht vor Zingst geborgen
(07.10.11) In den frühen Abendstunden des 6. Oktober wurde durch die Besatzung des Bundespolizeischiffes "Bredstedt" ein Notruf der deutschen Segelyacht "Stella Maris" aufgefangen. Der Skipper meldete einen Motorschaden. Bei Windböen von Stärke 8 und Wellen von zwei Metern Höhe war zudem die zweiköpfige Besatzung nicht in der Lage, das Boot noch unter Segeln zu führen. Es war auf dem Seeweg von Saßnitz nach Rostock unterwegs. Die Yacht trieb sieben Seemeilen nördlich von Zingst in der schweren See, als die "Bredstedt" sie erreichte. Durch die Bundespolizei wurden zwei Beamte zur auf die "Stella Maris" übergesetzt. Bei der Überprüfung des Bootes entdeckten die Bundespolizisten am Bug eine Leine, die straff in das Wasser nach achtern führte. Eventuell war diese Leine ursächlich für den Ausfall des Motors als auch für die teilweise Blockierung des Ruders. Die Segelyacht wurde anschließend von den Beamten unter kleinen Segeln in Richtung Gellen gesegelt, wo die "Stella Maris" vom Seenotrettungsboot "Hertha Jeep" in Schlepp genommen wurde, um sie in den nahegelegenen Hafen von Barhöft zu bringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter treibt mit Maschinenschaden vor Kristiansand
(07.10.11) Auf der Fahrt von Gdingen nach Tyssedal mit einer Ladung von 5000 Tonnen Elektrodenpaste erlitt am Morgen des 7.10. der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter "Norvind", 4185 BRZ (IMO-Nr.: 9247118), vor der südnorwegischen Küste Maschinenschaden. Die Abluftrohre hatten sich zu stark erhitzt. Der Schlepper "BB Connector" wurde aus Kristiansand zu dem rund 30 Meilen südlich des Hafens treibenden Schiff gerufen. Mit 14 Knoten Fahrt wurde er drei Stunden später dort erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf "QM 2" rasch unter Kontrolle
(07.10.11) Im Maschinenraum des Kreuzfahrers "Queen Mary 2" brach am 5.10. um 19.47 Uhr ein Feuer aus. Es entstand in einer der Gasturbinen, war aber rasch gelöscht. Das Schiff war auf der Fahrt nach Quebec, doch wurde erwartet, dass sich die dortige Ankunft wegen Sturms verzögern könnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbeseitigung nach Schiffbruch kommt voran
(07.10.11) Die Ölbeseitigung nach dem Zerbrechen der "Jui Hsing" vor Taiwan kam am 6.10. gut voran. Bei ruhiger See konnte das Tempo der Arbeit an der Küste von Dawulun beschleunigt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge aus Ohio River geborgen
(07.10.11) Auf dem Ohio River konnte nahe der Emsworth Locks der Schiffsverkehr am 6.10. nach Bergung einer Barge wieder freigegeben werden. Der Kapitän des Schleppers "Connie K." hatte größeres Ungemach abgewendet, indem er die sinkende Barge am Vorabend von acht weiteren losgeschnitten hatte. Die in Neville ansässige River Salvage Co. leichterte etliche Tonnen Sand aus der Barge, die in neun Fuß Wassertiefe lag. Die Barge gehört der Campbell Transportation aus Houston. Quelle: Tim Schwabedissen



40 Chinesen vor Japan gerettet
(07.10.11) Ein chinesischer Trawler kenterte nach Kollision mit einem taiwanesischen Kutter am Morgen des 6.10. rund 1000 Kilometer östlich von Nerumo in Japans Hokkaido Präfektur. Alle 40 Mann von dem Trawler wurden von dem anderen Schiff gerettet. Die japanische Coast Guard schickte nach dem Notruf gegen zwei Uhr auch einen Helikopter zur Assistenz. Quelle: Tim Schwabedissen



Great Jade und Nijlpaard (Bild: Willem de Bruin)
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Leiche des Kapitäns der "Jonas" entdeckt
(06.10.11) Am Nachmittag des 5.10. entdeckten Taucher die Leiche des Kapitäns des Binnenschiffes "Jonas", 1162 ts (EU-Nr.: 04403780) aus Haren-Ems im Ruderhaus des gesunkenen Schiffes. Es war zuvor während der Übernahme von Flussspat aus dem unter Hongkong-Flagge laufenden Bulkcarrier "Great Jade", 39005 BRZ (IMO-Nr.: 9129938) mithilfe des Schwimmkrans "Nijlpaard" plötzlich auseinander gebrochen und im Westhafen von Amsterdam am OBA Bulk Terminal auf 14 Metern Wassertiefe gesunken. Zu dieser Zeit hatten sich bereits 700 Tonnen Ladung im längsseits des Frachters festgemachten Binnenschiff befunden. Ein Decksmann hatte sich noch rechtzeitig auf das Kranschiff retten können. Taucher der holländischen Marine und der Feuerwehr waren danach zu dem Wrack abgestiegen. Zur Unglücksursache wurde spekuliert, ob die Tatsache, dass ein Lehrling die Verladearbeiten auf dem Kran durchführte, eine Rolle gespielt haben könnte. Es gab auch Mutmaßungen, nach denen ein zu plötzliches Ausleeren der 45-Tonnen-Baggerschaufel zu einer Überlastung des Rumpfes geführt haben könnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff beim AKW Biblis gestrandet
(06.10.11) Am 5.10. gegen 14.20 Uhr lief auf Höhe Rheinkilometer 455,7 unweit des AKW Biblis ein zu Tal fahrendes Binnenschiff im Bereich des Bergfahrwassers auf Grund. Das mit 1380 Tonnen Salz beladene Schiff war für den derzeitigen Wasserstand mindestens 30 Zentimeter zu tief abgeladen. Durch den Kapitän wurden mehrere erfolglose Versuche unternommen, mit eigener Kraft freizukommen. Das WSA Mannheim ordnete an der Unfallstelle einen Einbahnverkehr mit Begegnungs-und Überholverbot an bis zum Ende der Bergungsarbeiten. Nach Prüfung und Beratung zwischen dem Schiffseigner und den Fachleuten des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamts Mannheim wurde vereinbart, die Ladung des Schiffes (um rund 400 Tonnen zu verringern. Für die Nachtzeit wurde dem Kapitän die Auflage erteilt, eine ständige Wache im Ruderhaus zu stellen und über Funk erreichbar zu sein, sowie im Fall von unsichtigem Wetter eine Auswertung des Radarbildes vorzunehmen und die Schifffahrt an der Unfallstelle über Funk zu warnen. Am 6.10. gegen 07.30 Uhr wurde mit dem Leichtern des Havaristen durch ein Baggerschiff des WSA und ein weiteres Binnenschiff begonnen. Eine Leckage wurde an dem Schiff bisher nicht festgestellt. Damit das havarierte Schiff während der Leichterarbeiten nicht abtreiben konnte, wurde es zusätzlich gesichert. Für die Zeit der Leichterarbeiten behielt sich das Wasser- und Schifffahrtsamt vor, gegebenenfalls eine zeitweilige Schifffahrtssperre für diesen Bereich aussprechen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbekämpfungsmittel an der "Rena" versagte - Sorge um gestrandeten Frachter
(06.10.11) Am 5.10. gegen 16 Uhr wurde Svitzer Salvage als Bergungsfirma für den bei Tauranga gestrandeten liberianischen Containerfrachter "Rena" benannt. Zuvor war bestätigt worden, dass der Havarist auch Gefahrgüter geladen hatte. Er transportierte in vier Containern Siliziumeisen, das mit Wasser reagieren kann und dann leicht entflammbar ist. Um 12.33 Uhr waren unweit des Ölfilms, den das Schiff verursacht hatte, vier tote Vögel entdeckt. In Tauranga wurde daraufhin die Oiled Wildlife Response mobilisiert. Auf Motiti Island und der Maketu Halbinsel sollten Teams die Strände auf verölte Vögel hin kontrollieren. Taucher der New Zealand Salvage and Diving Ltd. begannen derweil mit Untersuchungen des Rumpfes. Am Nachmittag des 6.10. wurde die Situation am Astrolabe Reef ernster, nachdem sich herausstellte, dass die ausgebrachten Mittel zur Ölbekämpfung ineffektiv geblieben waren. Ein Überwachungsflug zeigte, dass weiterhin eine erhebliche Menge Öls verblieben war trotz des Ausbringens von Corexit 9500. Die Tanks mit 1700 Kubikmetern Öl waren aber weiterhin intakt. Das ausgelaufene Öl rührte vermutlich von gebrochenen Rohren her. Die Berger an Bord hatten nun als erste Priorität, das Öl abzupumpen. Es lief auch weiterhin Öl aus und erstreckte sich nun über fünf Kilometer und damit doppelt so weit wie am Vortag. Die 25-köpfige Crew arbeitete daran, den Ölaustritt zu stoppen. Der neuseeländische Transportminister äußerte derweil die Sorge, dass die "Rena", die 1990 als "Zim America" bei HDW Kiel erbaut wurde, zerbrechen könnte. Rätselhaft war auch, wie das Schiff auf dem nur 80 Meter breiten Riff 12 Kilometer vor Tauranga stranden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Dritte Strandung bei Hvaler binnen acht Monaten
(06.10.11) Am 5.10. gegen 22 Uhr lief der unter Malta-Flagge registrierte Frachter d "Noah", 794 BRZ (IMO-Nr.: 8519954), bei Løperen im Hvaler Archipel in Østfold auf Grund. Das Schiff war mit einer Ladung Stahl von Klaipeda nach Frederikstad unterwegs, als es beim Kuskjær Feuer unweit der Zufahrt von Fredrikstad festkam. Die fünfköpfige Crew begann, Ballastwasser abzupumpen, und um 01.05 Uhr des 6.10. kam der Havarist mit eigener Kraft wieder frei und setzte die Fahrt nach Fredrikstad fort. Ein Lotsenboot und das Rettungsboot "Horn Flyer" waren nach der Strandung vor Ort und leuchteten die Unfallstelle aus. Das Schiff war an derselben Stelle gestrandet, an der am 1.9. die "Tananger" ein Leuchtfeuer bei Hvaler gerammt und wo im Februar die "Godafoss" gestrandet war. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler zu gut beladen für Löschhafen
(06.10.11) Am 3.10. lief der norwegische Trawler "Knester", 2263 BRZ (IMO-Nr.: 9378840), im kleinen Hafen Sommarøy unweit des Kais mit 1270 Tonnen Hering an Bord auf Grund. Die "Knester" kam direkt aus einem Fanggebiet in der norwegischen See westlich von Vesterålen, auf halber Strecke nach Island. Mit den prall gefüllten Fischluken hatte sie dann offenbar in dem Hafen mit Sandbänken ein Problem. Es sollte aber durch Abpumpen von Ballastwasser gelöst werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Sechs Verletzte bei Kollision
(06.10.11) Der türkische Chemikalientanker "MRC Hatice Ana" kollidierte am Morgen des 4.10. mit einem ebenfalls Trawler im Marmara-Meer bei Istanbul. Sechs Fischer wurden erheblich verletzt und kamen ins Krankenhaus. Der Tanker setzte seine Reise fort. Die "MRC Hatice Ana", 6138 tdw (IMO-Nr.: 9536935) wurde 2011 erbaut und hat als Manager die MRC Shipping Istanbul. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff in Vlaardingen stabilisiert
(06.10.11) Mithilfe von Lenzpumpen gelang es am 5.10., das tschechische Binnenschiff "Labe 17", 1171 ts (EU-Nr.: 8451044), das im Vulcaanhafen von Vlaardingen Wassereinbruch erlitten hatte, über Wasser zu halten. Einsatzkräfte hatten begonnen, die Sandladung aus dem Schiff zu holen, um die "Labe 17" höher aus dem Wasser zu bekommen und so den Wasserdruck auf das Leck zu reduzieren. Dann gelang es, die Leckage abzudichten. Quelle: Tim Schwabedissen



Austernkutter in hellen Flammen
(06.10.11) Die US Coast Guard kam am 4.10. einem brennenden Austernfischer auf dem Intracoastal Waterway zu Hilfe. Die Station Port Aransas hatte um 16.47 Uhr einen Notruf aufgefangen. Daraufhin lief von der Station Port Aransas ein 45-Fuß-Boot aus, und von der Air Station Corpus Christi startete ein MH-65 Dolphin Helikopter. Das Rettungsboot war um 17.23 Uhr vor Ort. Der Kutter stand in Flammen, und der Skipper hatte sich aufs Ufer des Aransas Pass Wildlife Refuge geflüchtet. Das Rettungsboot sicherte die Brandstelle ab, während der Skipper vom Texas Parks and Wildlife in Obhut genommen wurde. Das Texas General Land Office leitete mit der Coast Guard zusammen eine Untersuchung ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Themsefähre rammte Pier - 14 Verletzte
(06.10.11) Die englische Katamaranfähre "Moon Clipper" (MMSI-Nr.: 235003346) rammte auf der 18.39-Uhr-Fahrt von Blackfriars auf der Themse die Tower Pier. Auf der Nordseite des Flusses undweit der Tower Bridge. Die dortige Rettungsbootcrew wurde gegen 19 Uhr durch die London Coastguard alarmiert. Nach dem Eintreffen fanden die Retter 14 Personen verletzt vor. Nach der Ersten Hilfe wurden sie dem London Ambulance Service überstellt. Vier kamen mit ernsthafteren Verletzungen ins Krankenhaus. Auch die Polizei und die Port of London Authority waren im Einsatz. Um 19.45 Uhr konnte das Tower RNLI Rettungsboot aus dem Einsatz entlassen werden, der durch die London Coastguard koordiniert wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



"Aratere" weiterhin Problem geplagt
(06.10.11) Die neuseeländische Fähre "Aratere", 12596 BRZ (IMO-Nr.: 9174828), die erst unlängst um 30 Meter verlängert worden war, erlitt am 6.10. Maschinenschaden und musste von zwei Schleppern zurück nach Wellington gezogen werden. Das Schiff war auf der Fahrt nach Picton, als der Backbordpropeller Probleme zu bereiten begann, und angesichts ungünstigen Wetters bat der Kapitän um die Hilfe der Centreport Schlepper, zurück zum Wellington Terminal zu kommen, wo das Schiff um 11.30 Uhr fest war. Bis zum Nachmittag sollte der Schaden behoben werden. Die "Aratere" hat bereits eine Reihe von Maschinen- und Ruderschäden gehabt, seit sie 1999 in Dienst gestellt wurde. 1999 entwickelte sie auf einer Überfahrt gar 45 Grad Schlagseite und wurde dadurch erheblich beschädigt. 2003 rammte sie einen Kutter in Wellington Harbour und ware 2004 wegen eines Ruderschadens fast im Tory Channel auf Grund gelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Sechs Vermisste auf Nil
(06.10.11) Am Morgen des 5.10. sank auf dem Nil nahe der Dörfer von Edfu, Aswan, ein Boot. 10 Passagiere wurden vermisst, sechs gerettet. Ein SAR-Team startete eine Suchaktion. Quelle: Tim Schwabedissen



Nun sieben Tote nach "Jui Hsing"-Schiffbruch
(06.10.11) Rettungsteams in Taiwan halten weiter nach den vermissten Besatzungsmitgliedern der "Jui Hsing" Ausschau. Nachdem drei weitere Tote antrieben, ist die Anzahl bestätigter Todesfälle nun auf sieben gestiegen. Drei Mann sind noch vermisst. Schlechtes Wetter beeinträchtigte weiterhin die Suche. Wahrscheinlich sind auch mehrere 100 Tonnen Öl ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



98 Passagiere vor Karragarra Island evakuiert
(06.10.11) Eine von den Southern Bay Islands kommende Fähre des Bay Island Transport Service lief mit 98 Passagieren an Bord nach dem Verlassen von Karragarra Island mit Ziel Weinam Creek am 6.10. um 7.30 Uhr auf Grund. Die Polizei war binnen acht Minuten vor Ort, doch brauchte es zwei Stunden, die Fahrgäste zurück zum Weinam Creek zu bekommen. Sie wurden mit Schlauchbooten auf zwei andere BITS-Fähren übergesetzt. Die auf einer Sandbank sitzende Fähre sollte mit der Flut um 15 Uhr wieder flottgemacht werdenQuelle: Tim Schwabedissen



Themsefähre rammte Pier - 14 Verletzte
(06.10.11) Rund 30,000 Säcke Reis wurden beschädigt, als im Taifun Pedring die "Martham" in Sablayan, Occidental Mindoro, in stürmischer See strandete und leckschlug. Der Reis war für das NFA Office in Coron, Palawan, bestimmt. Quelle: Tim Schwabedissen



Themsefähre rammte Pier - 14 Verletzte
(06.10.11) Der Coochie-Barge-Service musste unterbrochen werden, nachdem es am 4.10. auf der "Megamia" zu einer Explosion im Getriebegehäuse kam. Die Fähre kann sieben Fahrzeuge aufnehmen und macht rund ein Dutzend Überfahrten am Tag. Sie machte zur Reparatur an der Victoria Point Mole fest und musste dann durch Maritime Safety Queensland wieder freigegeben werden. Das Schwesterschiff "Sirenia" lag derweil auf Lamb Island fest, nachdem Sicherheitsüberprüfungen Mängel ergeben hatten. Quelle: Tim Schwabedissen



Berger wegen Sturms von "Canadian Miner" abgezogen
(06.10.11) Die Arbeiten an dem gestrandeten Great Laker "Canadian Miner" auf Scaterie Island mussten am 5.10. unterbrochen werden, weil vor Ort raue See und starke Winde herrschten. Zuvor waren rund zwei Tonnen Maschinenöl und Diesel von Mammoet Salvage abgepumpt worden. Angesichts des heraufziehenden schlechten Wetters gingen die Berger dann von Bord. Da der Bulker aber fest auf Felsen sitzt, gab es nur geringe Sorge, dass er sich durch den Seegang in Bewegung setzen könnte. Environment Canada sagte Nordoststurm von 100 Kilometern und starke Regenfälle auf Cape Breton voraus. Quelle: Tim Schwabedissen



"Rena" auf dem Riff (Bild: Maritime New Zealand)
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Containerfrachter sitzt hoch auf Riff vor Tauranga
(05.10.11) Am 5.10. gegen 2.20 Uhr lief der liberianische Containerfrachter "Rena", 47320 tdw (IMO-Nr.: 8806802) auf der Fahrt von Napier nach Tauranga auf das Astrolabe Reef (Position). Zwei Laderäume wurden dabei geflutet, nachdem der Rumpf an mehreren Stellen aufgerissen wurde. Ein Ölfilm wurde um den Havaristen herum gesichtet, der wahrscheinlich von Hydrauliköl aus dem Maschinenraum herrührte. Das Schiff lag nach der Strandung mit 14 Grad Backbordschlagseite, aber stabil, auf dem Riff. Vorsorglich wurde Öl aus den tiefliegenden Tanks auf die Steuerbordseite umgepumpt. Bislang waren die Treibstofftanks intakt geblieben. Gleichzeitig förderten die Lenzpumpen Wasser aus den Laderäumen. Ein Inspektor von Maritime New Zealand ging am frühen Morgen an Bord der "Rena". Der Marine Pollution Response Service mobilisierte ein 60-köpfiges Ölbekämpfungsteam, Ölbekämpfungsexperten wurden nach Tauranga geschickt. Aus Singapur machten sich Schiffsberger auf den Weg. Die Bergung des Frachters könnte längere Zeit andauern. Das Astrolabe Reef liegt vier Meilen nördlich von Motiti Island rund 12 Meilen vor der neuseeländischen Küste. Vor Ort waren 15-20 Knoten Wind und moderate See mit abnehmender Tendenz. Die "Rena" ist ein 32 Jahre alter 3029-TEU-Frachter von 236 Metern Länge im Management der griechischen Ciel Shipmanagement SA. An Bord waren 25 Mann Crew sowie eine Fracht von Holz, Milchpulver, Fleisch und Fisch in 2100 Containern und rund 1700 Tonnen Bunkeröl. Im August war das Schiff einen Tag lang in Fremantle wegen ernsthafter Mängel durch die Australian Maritime Safety Authority festgehalten worden. Die Sicherungen der Ladeluken waren defekt und die Container nicht ordnungsgemäß gestaut und gesichert gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Autotransporter rammt zwei Frachter vor Kolkata
(05.10.11) Drei Frachter sind am Netaji Subhas Dock im Hafen von Kolkata am 3.10. kollidiert. Der Autotransporter "Asian Leader" stieß dabei mit vor Anker liegenden Schiffen zusammen, deren Namen mit " Mandana" und "Syphon Voyager" übermittelt wurde. Er lief gerade nach Mongla, Bangladesh, aus. Dabei erlitt er Schäden am Rumpf, während ein Bordkran der in Malaysia registrierten "Mandana" sowie einige Container auf der in Antigua-Barbuda registrierten "Syphon Voyager" in Mitleidenschaft gezogen wurden. Alle drei Schiffe wurden in den Hafen geschleppt. Die "Asian Leader", 16201 BRZ (IMO-Nr.: 9087764) wurde 1995 erbaut, führt die Flagge von Panama und hat als Manager die Kilimanjaro Maritima SA. Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppzug vor Singapur vermisst
(05.10.11) Der unter Singapur-Flagge laufende Schlepper "Bina Marine 35" samt der Barge "Bina Marine 36" wurde auf der Fahrt von Nyeik nach Singapur als überfällig gemeldet. Die letzte bekannte Position war am 3.10. um 17 Uhr 07-21.73N 098-38.46 O. Die "Bina Marine 35", 112 tdw (IMO-Nr.: 9508598) wurde 2009 erbaut und läuft für die Marco Polo Shipping Co., Singapur. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffsbrand vor Callao
(05.10.11) Auf der Reede von Callao geriet am 4.10. ein asiatisches Fischereifahrzeug in Brand. Schlepper und andere Fahrzeuge kamen dem in dichte Rauchschwaden gehüllten Schiff zu Hilfe, um den Brand zu ersticken. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Binnenschiffe in Holland in Not - ein Vermisster
(05.10.11) Im Hafen von Amsterdam brach am OBA Bulk-Terminal am Westerhavenweg am Morgen des 5.10. um 3.30 Uhr das deutsche Binnenschiff "Jonas", 1162 ts (EU-No.: 04403780), beim Verladen von Flussspaat auseinander und sank auf 14 Metern Wassertiefe. Der Kapitän wurde vermisst, ein zweiter Mann konnte sich retten. Nach dem Vermissten wurde eine Suchaktion eingeleitet. Taucher von Feuerwehr und Marine stiegen zum Wrack ab, mit Sonar suchte ein Boot von Rijkswaterstraat den Hafengrund ab. Warum das Schiff zerbrach, war noch unklar.
Die "Jonas" ist in Haren/Ems registriert und lief zuvor als "Wannsee", "Jörg" und "Levana". Sie ist 86 Meter lang, 8,2 Meter breit und hat 2,47 Meter Tiefgang. Erbaut wurde sie 1956 auf der Rheinwerft, Mainz.
Im Vulcaanhafen in Vlaardingen drohte zur selben Zeit ein 80 Meter langes Binnenschiff zu sinken. Es hatte Wassereinbruch erlitten, und mit Lenzpumpen wurde versucht, es über Wasser zu halten. Quelle: Tim Schwabedissen



Wieder Hubschiff in Seenot
(04.10.11) Am 4.10. sank der 14 Meter lange Trawler "Noelene", 20 BRZ, in Port Taranaki. Er ging binnen weniger Minuten gegen acht Uhr an seinem Liegeplatz unter. Trümmer trieben auf umliegende Strände. An Bord waren 300 Liter Diesel und einige Liter Maschinenöl. Aufgetriebene Teile wie die Rettungsinsel und ein Wassertank wurden aus dem Wasser geborgen, anderes trieb auf den Strand. Quelle: Tim Schwabedissen



Hubschiff wird geborgen
(05.10.11) An dem am Abend des 30.9. beim Ship Shoal Block 116 gekenterten, 140 Fuß langen Hubschiff "Starfish" von Hercules Offshore begannen am 4.10. Bergungsarbeiten. Mehrere Wasserhosen hatten das Schiff 30 Meilen südwestlich von Port Fourchon, Louisiana, kentern lassen. Die fünfköpfige Crew wurde gerettet und mittlerweile aus dem Hospital in Houma, Louisiana, entlassen. Die Bergung wird durch die in Alabama ansässige Inland Salvage durchgeführt. Taucher untersuchten das Ausmaß der Schäden. Ob Öl ausgelaufen ist, war noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Zerbrochener Frachter weiter in stürmischer See
(05.10.11) Vor Taiwan hat anhaltend schlechtes Wetter bislang eine Untersuchung des Wracks der "Jui Hsing" verhindert. An Bord des Frachters waren insgesamt 312,5 Tonnen Öl und Ölprodukte, teilte die taiwanesische Environmental Protection Administration am 5.10. mit. Der starke Wind verhinderte auch eine Überwachung durch ferngesteuerte Hubschrauber. Das unbeladene Schiff war am frühen Morgen des 3.10. im Taifun Nalgae 90 Minuten nach dem Verlassen von Keelung auf Felsen 185 Meter vor dem Dawulun Beach getrieben worden und auseinander gebrochen. Es hatte in Fujian Kies für Taiwan laden sollen. Um das Wrack wurde eine einen Kilometer lange Sperrzone eingerichtet. Am Abend des 4.10. fehlte von den noch vermissten vier der insgesamt 21 Besatzungsmitglieder noch jede Spur. Fünf waren von Hubschraubern aus dem Wasser gerettet worden, andere an Land geschwommen und sechs tot aufgefunden worden. Die Küstenwache, das Ministry of National Defense, das National Rescue Command und die Feuerwehren von Keelung und New Taipei waren in Einsatz. Öl trieb bislang zwischen dem Fischereihafen Wanli in New Taipei City und Keelungs Fischereihafen Waimushan an, es erstreckte sich auf fünf Kilometern Länge und 50 Metern Breite. Quelle: Tim Schwabedissen



Alkohol im Spiel bei tödlicher Kollision auf der Maas
(05.10.11) Das Speedboot, das nach einer frontalen Kollision mit dem Binnentanker "Lindengracht" bei Gennep sank, befand sich mit sieben Jugendlichen auf der Saisonabschlussfahrt. Es sollte eigentlich bereits letzte Woche aus dem Wasser genommen werden, doch dann kam das gute Wetter dazwischen. Inzwischen wurden alle vier Toten geborgen und identifiziert. Die Überlebenden sagten aus, dass sie plötzlich jemanden in Panik 'Boot, Boot' rufen hörten. Danach wurde alles schwarz. Sie befanden sich weiterhin im Krankenhaus. Ein Toter war in der Nacht aus dem Wrack geborgen worden, ein zweiter am Morgen des 4.10. aus der Maas, und die beiden übrigen wurden am Nachmittag gefunden. Klar ist schon, dass bei der Kollision Alkohol im Spiel war. Ob auch der Bootsfahrer alkoholisiert war, war noch nicht bekannt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Jui Hsing" aufgelaufen (Bild: Simon Lee)   Großbild klick!
Sechs Tote und vier Vermisste nach Schiffbruch im Taifun
(04.10.11) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Jui Hsing", 11500 BRZ, lief mit einer Ladung Kies in stürmischer See am 3.10 auf Felsen vor Keelung, Taiwan. Es handelte sich um Ausläufer des Taifuns Nalgae. Auf einen Notruf hin wurden 11 Mann der Crew von der taiwanesischen Coastguard gerettet. Sechs, darunter auch der Kapitän, kamen ums Leben, vier weitere wurden vermisst. Die Suche dauerte mit fünf Patroullienbooten an. An Bord waren 200 Tonnen Öl und 80 Tonnen Diesel. Der Zustand der Tanks war unklar, nachdem das Schiff auseinander gebrochen war. Die Küstenlinie wurde mit Ölsperren geschützt. Die "Jui Hsing", 18955 tdw (IMO-Nr.: 7400041) lief für das Jui Zong Management, Taiwan. Quelle: Tim Schwabedissen



Neuerliche Zwangspause der "Adler IV" im Wattenmeer
(04.10.11) Das Ausflugsschiff "Adler IV" 186 BRZ (IMO-Nr.:7636963), mit 160 Fahrgästen ist am Abend des 2.10. auf der Fahrt von Amrum nach Sylt auf Grund gelaufen. Es war auf der Fahrt von Wittdün nach Hörnum. Bei ablaufendem Wasser hatte das Schiff keine Chance mehr, sich aus eigener Kraft zu befreien. Das in der Nähe auf Streife befindliche Zollboot "Kniepsand" begann als erstes Schiff, mit Hilfe seines Tochterbootes "Odde", die Passagiere von der "Adler IV" zu evakuieren. Hinzu kamen das Seenotrettungsboot "Horst Heiner Kneten" der DGzRS-Station Hörnum und das Tochterboot "Japsand" des Amrumer Seenotrettungskreuzers "Vormann Leiss". Zudem unterstützte der Hörnumer Katamaranclub die Bergungsaktion mit einem Schlauchboot. Dieses war in der Schlussphase der Aktion angesichts des niedrigen Wasserstandes das einzige Fahrzeug, das den Havaristen noch erreichen konnte. Um 20.30 Uhr waren alle Fahrgäste von Bord und wurden mit der "Adler IV" zurück gebracht. Die "Adler IV" selbst kam am 3.10. gegen 4 Uhr morgens bei auflaufendem Wasser frei. Erst am 2.9. hatten 89 Passagiere auf ihr eine Nacht festgesessen, nachdem sie aufgelaufen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker aus der Kurve getragen
(04.10.11) Am 2.10. wurde das holländische Rettungsboot "DRB 49" zum Alblasserdamm auf dem Noord bei Flusskilometer 982 gerufen. In einer scharfen Biegung war dort der holländische Tanker "Youri", 2985 ts (IMO-Nr: 3932160), in den Flussdeich gelaufen. Auch das Feuerlöschboot "Zuid-Holland" und die "RWS 71" von Rijkwaterstraat waren im Einsatz. Der Tanker machte mit schlammbedecktem Bug an einem Anleger fest. Quelle: Tim Schwabedissen



"Pacific Express" schwer beschädigt im Hafen
(04.10.11) Der Frachter "Pacific Express" erreichte am 30.9. seinen Zielhafen Mombasa. Das Schiff war stark zerstört, die Aufbauten waren ausgebrannt und Teile der Ladung, unter der sich auch Busse befanden, ebenfalls beschädigt. Die "Pacific Express" war am 21.9. auf 0424 S 04220 O von der Crew aufgegeben worden, nachdem es tags zuvor bei einer Piratenattacke in Brand gesteckt worden war. Das aufgegebene Schiff trieb nach der Rettung der 26 Seeleute durch die italienische Fregatte "Andrea Doria" zunächst in der See und galt zeitweilig schon als gesunken. Die "Pacific Express", 22597 tdw (IMO-Nr.: 8009454) wurde 1981 erbaut und läuft für die Cyprus Maritime Co., Athen. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler mit fliegender Lenzpumpe vor Cape Ann geholfen
(04.10.11) Die U.S. Coast Guard assistierte am 3.10. dem 81 Fuß langen Hecktrawler "Captain Joe" und dessen vierköpfiger Crew, der 40 Meilen ostsüdöstlich von Cape Ann Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard Boston fing um 8.53 Uhr einen Mayday-Ruf auf und schickte ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Gloucester und einen MH-60 Jayhawk Helikopter sowie einen HU-25 Falcon Jet der Air Station Cape Cod. Der Helikopter setzte eine Lenzpumpe ab, und das Rettungsboot eskortierte den Havaristen zurück nach Gloucester. , wo er gegen 14 Uhr an der State Fish Pier festmachte und dort weiter untersucht wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Wieder Hubschiff in Seenot
(04.10.11) Das 74 Fuß lange Stelzenschiff "Starfish", 99 BRZ, kenterte im Golf von Mexiko nahe Port Fourchon, Louisiana. Die "Starfish" war von mehreren Wasserhosen erfasst worden. Die fünfköpfige Crew verließ das Schiff und kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Ein anderes Stelzenschiff wurde von der Reederei ausgeschickt, um der "Starfish" zu Hilfe zu kommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fährbarge gestrandet
(04.10.11) Die Landungsboot-Fähre nach Coochiemudlo Island strandete beim Anlaufen der Laderampe auf der Insel, Sie war von starkem Wind erfasst worden, als sie die Fährstelle anlief, und wurde breitseits auf den Strand gedrückt. An Bord waren 20 Passagiere und sieben Fahrzeuge. Coochiemudlo Island liegt unweit von Brisbane in Queensland. Quelle: Tim Schwabedissen



Kühlfrachter von Felsen demoliert
(04.10.11) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Kühlfrachter "Porsøy", 1980 BRZ (IMO-Nr.: 7521936), lief in der Nacht zum 2.10. im Raftsund auf Grund. Sie lief Nordkurs Richtung Bø, als sie bei Braksetholmen südlich von Brakøya um 00.30 Uhr auf Felsen krachte, kurz nachdem sie Digermulen nördlich passiert hatte. Der Wulstbug wurde deformiert, und ein im Vorschiff liegender Ballasttank aufgerissen, in dem es zu Wassereinbruch kam. Nachdem der Schaden untersucht war, lief der Frachter den Hafen von Steinesjøen an, wo 300 Tonnen Gefrierfisch gelöscht wurden. Taucher machten sich dann daran, den Schadensumfang zu. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter und drei Vermisste nach Kollision auf Maas
(04.10.11) Der holländische Zementtanker "Lindengracht", 901 ts (EU-Nr.: 2325743), rammte in der Nacht zum 3.10. um 20.45 Uhr auf der Maas bei Cuijk ein Speedboot. Durch den frontalen Aufprall wurden sieben Personen von diesem ins Wasser geschleudert. Drei von ihnen konnten sich an Bord des Tankers retten und wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Drei weitere wurden zeitweilig vermisst, einer tot im Wrack aufgefunden. Das Boot war aus Gennep in Limburg gekommen. Da ein Tauchereinsatz an der Unfallstelle zeitweilig zu gefährlich war, wurde ein Sonarboot gerufen, mit dessen Hilfe die ganze Nacht nach den Verunglückten gesucht wurde. Mithilfe eines Dutzend Tauchern gelang es, die Toten am 4.10. zu orten und zu bergen. Das Wrack wurde gegen Mitternacht an Land gezogen. Die Geretteten kamen aus Gennep, Winterswijk und Nijmegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Besuch der "Mein Schiff 2" in Cadiz nach Kollision mit Kran in Cadiz abgebrochen
(04.10.11) Ein starke Windbö hat am Morgen des 1.10. das unter Malta-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 2", 76522 BRZ (IMO-Nr.: 9106302), im Hafen von Cadiz gegen einen Containerkran gedrückt. Dabei wurden Teile der Reling sowie die Brüstungen einiger Balkonkabinen eingedrückt. Passagiere oder Crew-Mitglieder wurden nicht verletzt. Die Passagiere der beschädigten Kabinen wurden in andere, freie Kabinen umquartiert. Der Kapitän brach nach dem Unfall das Anlegemanöver bei starkem Seegang und schlechten Wetterverhältnissen ab und strich den Hafenstopp in der spanischen Stadt. Die "Mein Schiff 2" verbrachte den Tag ungeplant auf See und lief am 2.10. planmäßig Malaga an. In Cadiz hätte die "Mein Schiff 2" am 2.10. von 10 Uhr vormittags bis 20 Uhr Aufenthalt haben sollen. Das Schiff war auf einer 12-Nächte-Kreuzfahrt "Rund um Westeuropa Süd", die am 22.9. in Hamburg begann, mit Zwischenstopps in Zeebrügge, Le Havre, Southampton, La Coruna, Lissabon und Malaga gefahren und beendete die Fahrt am 4.10. in Palma de Mallorca. Quelle: Tim Schwabedissen



Plattbodensegler mit Zwangspause
(04.10.11) Am 2.10. lief bei Texel das Plattbodenschiff "HA 2" aus Harlingen auf Grund. Es kam bei Pfahl 14 auf einem Streckdamm fest. Zwei Stunden vor der folgenden Flut kam es wieder frei. Quelle: Tim Schwabedissen



"Job Site 2" leckgeschlagen (Bild: USCG)   Großbild klick!
Ein Toter bei Bootsunfall
(01.10.11) Das 24 Fuß lange Sportboot "Job Site 2" sprang am 30.9. fünf Meilen östlich von Cape Porpoise, Maine, leck. Um 15.10 Uhr empfing die Coast Guard New England einen Notruf des Skippers, der von dem Wassereinbruch berichtete, der mit der Handpumpe nicht zu bewältigen war. Ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard Station South Portland, ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Portsmouth Harbor, die 210 Fuß lange "Dependable" und ein HU 25 Falcon-Jet sowie ein MH 60 Jayhawk Helikopter der Coast Guard Air Station Cape Cod wurden alarmiert. Die vier Bootsfahrer konnten noch berichten, dass sie Überlebensanzüge anlegten, ehe ihr Boot kenterte. Die 48 Fuß lange Yacht "Lady Erica" rettete wenig später drei Bootsfahrer, von denen zwei leicht unterkühlt und der dritte bewusstlos war. Die Crew begann, ihn wiederzubeleben. Die "Dependable" setzte ein Boot aus und assistierte bei den Bemühungen, doch der Mann verstarb. Der Skipper der "Job Site 2" wurde schließlich von einem Kutter vom kieloben treibenden Boot abgeborgen und mit dem Rettungsboot der " Dependable" nach Kennebunkport gebracht. Auch die "Lady Erica" lief den Hafen dann an, wo die veunglückten Bootsfahrer medizinisch betreut wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Osmanisches Wrack vor Qunfudah wird Ausstellungsstück
(01.10.11) Die Saudi Commission for Tourism and Antiquities hat mit der Bergung eines 56 Meter langen osmanischen Wracks aus dem 1. Weltkieg im Hafen von Qunfudah begonnen. Es soll in mehrere Teile zerlegt und nach der Bergung ausgestellt werden. Das Schiff behinderte Hafenausbauarbeiten in Qunfudah. Das Schiff wurde seinerzeit von italienischen Kampfbombern versenkt, wie auch mehrere andere Fahrzeuge. Zur Bergung wurde eine Sandmole parallel zum Wrack errichtet, von der aus ein Kran die Teile birgt. Auch ein unter diesem Wrack liegendes, 28 Meter langes Schiff soll gehoben und ausgestellt werden. Weitere in der Nähe liegende Wracks im Hafen von Qunfudah sollen in ein Unterwassermuseum mit Glas tunnel integriert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Miner" vor heraufziehendem Hurrikan geleichtert
(01.10.11) Bis zum Abend des 1.10. sollte aller Diesel von Bord des gestrandeten Große-Seen-Frachters "Miner" abgepumpt sein. Die mit dieser Arbeit betrautte, holländische Bergungsfirma Mammoet hatte zuvor alle benötigten Rohre, Schläuche und Pumpen installiert und am Morgen begonnen, die 6-13 Tonnen zu leichtern. Taucher der RMI Marine Ltd. aus Dartmouth inspizierten den Rumpf und sollten am 2.10. einen Bericht vorlegen. Was als nächstes geschieht, hängt vom Zustand des Schiffes ab. Zunächst galt es den Hurrikan Ophelia abzuwarten, der am 2. und 3.10. über Cape Breton nach Neufundland und den Nordatlantik zieht. Am 1.10. war es zwar verregnet, aber noch ruhig auf Scaterie Island. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Makah Bay gestrandet
(01.10.11) Auf Felsen in der Makah Bay lief am 30.9. der 37 Fuß lange Kutter "Western Nomad" auf Grund. Das 13th Coast Guard District Command Center fing um 23.30 Uhr ein Signal des EPIRB auf. Der Kutter war morgens ausgelaufen. Rettungsboote aus Neah Bay und Quillayute River sowie auf der Air Station Port Angeles ein MH-65 Dolphin Helikopter wurden alarmiert. Der Hubschrauber lokalisierte das Schiff südlich von Cape Flattery. Die beiden Besatzungsmitglieder wurden aufgewinscht und zur Coast Guard Station Neah Baygeflogen. Die "Western Nomad" hatte nur rund 200 Gallonen Öl an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Columbia River zerbrochen
(01.10.11) Auf der Flussbarre des Columbia River lief am 30.9. um 21.57 Uhr der Kutter "Elsie" aus Hammond, Oregon, auf Grund, und die Crew kontaktierte die Coast Guard in Warrenton. Der Kutter brach auf der Südmole der Flussmündung auseinander. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Astoria und zwei 47-Fuß-Boote der Station Cape Disappointment in Ilwaco wurden alarmiert. Der Hubschrauber winschte die beiden Besatzungsmitglieder von der Mole, auf die sie sich hatten flüchten können, nachdem sie ins Wasser geschleudert wurden, auf und flog sie zur Air Station Astoria. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Yacht auf Kieler Förde rasch gelöscht
(01.10.11) Am 1.10. gegen 11 Uhr brach auf der Kieler Förde zwischen Laboe und Schilksee ein Feuer im Maschinenraum einer Motoryacht aus. Zu dem Zeitpunkt befanden sich das Polizeiboot "Neumühlen" sowie ein Boot der DGzRS in der Nähe. Der Eigner löste sofort die bordeigene Feuerlöschanlage aus, und die Seenotretter konnten den Brand wenig später unter Kontrolle bekommen. Zwischenzeitlich waren der Rettungskreuzer "Berlin", dessen Tochterboot "Steppke" sowie die Rettungsboote "Bottsand", "Asmus Bremer" und "Marie Luise Rendte" zum Havaristen geeilt. Die Yacht wurde nach dem Ablöschen der Flammen von den Booten der DGzRS in den Hafen von Schilksee geschleppt. Dort übernahmen Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Schilksee das Löschen der letzten Glutnester. Vermutlich war ein Kabelbrand Auslöser des Feuers gewesen. Die Yacht wurde nach dem Ende der Löscharbeiten von den Rettungsbooten "Marie Luise Rendte" und "Asmus Bremer" nach Laboe verholt, wo der Schaden bei der Laboer Schiffswerft begutachtet werden sollte. Wie hoch der Schaden an dem etwa 450000 Euro werten und 13 Meter langen Boot war, sollte im Rahmen der Untersuchung in der Werft festgestellt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Verschlickter Hafen Schuld an Motorschaden?
(01.10.11) Auf der Weser hat es am 30.9. das zweite Fährunglück innerhalb von zwei Monaten gegeben, und wieder schien zu hohes Tempo eines passierenden Schiffes die Ursache gewesen zu sein. Bei dem Unfall wurde die "Berne-Farge" der Fähren Bremen-Stedingen (FBS) am Berner Fähranleger stark beschädigt. Gegen 12.25 Uhr war die Weser-Fähre gerade im Begriff abzulegen, als die österreichische Luxusyacht "Carinthia VII", 3643 BRZ (IMO-Nr.: 8994001), passierte und eine zwei Meter hohe Welle aufwarf. Die Woge brach über die Reling, das Ladedeck wurde überspült, und das Schiff krachte gegen die Spundwand. Ein Lkw an Bord wäre beinahe umgestürzt. Ein Radfahrer konnte sein Gleichgewicht nicht halten und stürzte gegen das Ruderhaus. Der Mann wurde mit einer Beinverletzung zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Ein Gutachter stellte am Nachmittag fest, dass sich die Decksaufbauten leicht verschoben haben. Ob die "Berne-Farge" auch unter der Wasserlinie beschädigt wurde, soll in der kommenden Woche festgestellt werden, vermutlich auf der Fassmer-Werft. Die Wasserschutzpolizei ermittelte als Unfallverursacher die bei der Lürssen-Werft liegende "Carinthia VII". Die Polizei ging davon aus, dass die stark motorisierte Yacht mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Das Schiff fuhr mit eigener Besatzung fuhr und hatte einen Lotsen an Bord. Bereits in den späten Abendstunden des 5. August war ein französischer Frachter zu schnell gefahren, sodass die entstandene Welle die Fähre "Lemwerder II" vom Vegesacker Anleger losriss. Sie driftete zur Hafeneinfahrt und stieß dort mit einem Kutter zusammen. Auch der französische Frachter hatte einen Lotsen an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Fregatte Köln versenkte Piratenboote
(01.10.11) Ein verdächtiger Kutter und ein Skiff wurden von der deutschen Fregatte "Köln" am 29.8. 70 Meilen südwestlich von Mogadischu 30 Meilen vor der Küste geortet. Als ein Helikopter aufstieg, begannen die 12 Insassen Leitern und Waffen über Bord zu werfen, stoppten aber nach Aufforderungen nicht. Erst ein Warnschuss brachte die mutmaßlichen Piraten zur Besinnung. Da keine unmittelbare Straftat nachweisbar war, wurden die Männer nahe der Küste ausgesetzt und ihre Schiffe zerstört. Quelle: Tim Schwabedissen



Bunkertanker lief auf Grund
(01.10.11) Der russische Bunkertanker "Salnyy" lief in der Svyatonosskiy Bucht in der Barentsee am Abend des 28.9. beim Ankerhieven nach Maschinenausfall auf Grund. Felsen rissen den Rumpf im Maschinenraum zwei Meter unterhalb der Wasserlinie auf 25x10 Zentimetern auf. Gegen Mitternacht konnte die Crew die Maschine wieder starten, und das Schiff befreite sich und lief Ostrovnoy an. Am frühen Morgen des 29.9 machte der Tanker dort fest, der Maschinenraum wurde ausgeopumpt, das Leck abgedichtet und ein Schlepper nach Murmansk erwartet. Das Schiff lief in Ballast. Die " Salnyy", 264 tdw (IMO-Nr.: 8725711), wurde 1986 erbaut und läuft für die Ecosoyuz Co. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in Plastun
(01.10.11) Am 29.9. rammte im Hafen von Plastun, Primorye, der kambodschanische Frachter "Owner" beim Ablegen den russischen Frachter "Terney". Dieser wurde im Bereich des Rumpfes, mehrerer Spanten und Ballasttanks beschädigt. No spill reported. Die "Owner", 10860 tdw (IMO-Nr.: 9449388) wurde 2007 erbaut und läuft für die SK Lam, Nakhodka. Die " Terney", 3197 tdw (IMO-Nr.: 8943480), entstand 1982 und läuft für die OOO Ardis, Wladiwostok. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter ohne Energie in arktischen Gewässern
(01.10.11) Am 28.9. geriet der russische Frachter "Ajaks-1" nach totalem Blackout in der See von Karskoye ins Treiben. Beide Generatoren und dann auch der Notgenerator versagten nacheinander ihren Dienst. Das Schiff driftete 30 Meilen nordöstlich von Beliy Point vor der Insel Beliy. Die Kommunikation war instabil wegen der schwach gewordenen Batterien. Der Schlepper "MB-1208" befand sich in der Nähe, hatte aber zwei Bargen mit Ziel Malygina Straße auf dem Haken. Diese mussten erst vor Anker gelegt werden, ehe voraussichtlich am 30.9. gegen 17 Uhr der Havarist erreicht werden könnte. Die "Ajaks-1", 1649 tdw (IMO-Nr.: 8620064) wurde 1987 erbaut und hat als Manager die Multiveda Co., Rostov-on-Don. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter saß auf Weser fest
(01.10.11) Am 30.9. ist gegen Mittag auf der Weser in Höhe der Fähre Golzwarden bei Brake der unter Singapur-Flagge laufende Frachter "BSLE Venus", 5988 BRZ (IMO-Nr.:9017630), de von Schuppen 20 in Nremerhaven kam, in die Uferböschung gelaufen. Aufgrund eines Maschinenausfalles konnte das Schiff nicht mehr manövrieren. Um ein weiteres Abtreiben zu verhindern, wurde versucht, ihn per Nptankerung aufzustoppen. Doch der Anker verfing sich an einer Fahrwassertonne und musste erst geborgen werden. Mit steigendem Wasser kam das 113 Meter breite und 18 Meter lange Schiff wieder frei und wurde dann von zwei vor Ort befindlichen Schleppern nach Bremerhaven zur Columbus-Kaje geschleppt, wo er gegen 16 Uhr vertäut wurde. In Nordenham oder Brake hatten keine Liegeplätze zur Verfügung gestanden. Am 1.10. gegen Mittag warf der Frachter wieder los. Quelle: Tim Schwabedissen



Viel Rauch um Bunkerboot
(01.1011) Am 29.9. um 12.10 Uhr wurde die Feuerwehr von Terneuzen wegen Rauchentwicklung auf dem Bunkertanker "Avontuur", 115 ts (EU-Nr: 2319539) am Frankrijkweg in Terneuzen gerufen. Sie rückte mit großem Gerät an. Nach einer Inspektion des Maschinenraums konnte aber kein offener Brand festgestellt werden, sondern Kunststoff zwischen dem Motor und der Kupplung hatte sich erhitzt. Der Bereich wurde gekühlt und der Maschinenraum gelüftet, dann wurde ein Techniker gerufen, den schadhaften Kunststoff zu entfernen. Das Schiff wird vom Ölhandel Bondewel betrieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper in New Orelans gesunken
(01.10.11) Die US Coast Guard wurde alarmiert, nachdem der 14 Meter lange Schlepper "Elwood Jones" (MMSI-Nr: 367468920) auf dem Mississippi unweit der Huey P. Long Bridge nach einem Wassereinbruch am 30.9. gegen 15.30 Uhr teilweise sank. Das Schiff befand sich bei Meile 106, rund eine halbe Meile oberhalb der Brücke. Die 2000 Gallonen Öl in den Tanks liefen nicht aus. Eine Firma wurde gerufen, es abzupumpen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung nach Kollision vor Vietnam
(01.10.11) Über 343 Kubikmeter Öl liefen in die See vor Vung Tau, nachdem der vietnamesische Tanker "Petrolimex 02", 4409 BRZ (IMO-Nr. : 8419350), von dem unter 2007 erbauten, unter Singapur-Flagge laufenden Versorger "Lewek Penguin", 2521 BRZ (IMO-Nr. 9371567), der Lewek Shipping Pte Ltd Hougang, am Morgen des 30.9. gegen vier Uhr gerammt wurde. Einer der Steuerbordtanks des Tankers wurde bei dem Zusammenstoß 16 Meilen südöstlich von Vung Tau aufgerissen. Aus einem vier Meter langen Leck lief Öl aus dem Schiff aus, das von der Dung Quat Raffinerie in der zentralen Quang Ngai Provinz kam und nach Ho Chi Minh City unterwegs war. In Ria-Vung Tau wurde die Coast Guard alarmiert und schickte Boote und Einsatzkräfte des Militärs. Die Küsten von Vung Tau bis Xuyen Moc sollten nach Ölanlandungen kontrolliert werden. Die Vung Tau Port Authority erlaubte der "Petrolimex 02", die 6,538 Tonnen Öl geladen hatte, nach Nha Be in den Ölhafen einzulaufen und dort die Fracht zu löschen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwimmendes Restaurant wurde künstliches Riff
(01.10.11) Das einstige schwimmende Restaurant "Baby J" ist nun ein künstliches Riff. Das 75 Fuß lange, zwei Decks hohe Gefährt war einst ein populärer Treffpunkt in Destin. Doch nun gab es Streitigkeiten wegen verschärfter Sicherheitsbestimmungen, die die Eigner sich nicht leisten konnten. Der Ponton wurde zu Joe's Bayou geschleppt und von der Emerald Coast Reef Association ausgeschlachtet. Dann wurde er 10 Meilen weit in den Golf von Mexiko geschleppt und geflutet. Die genaue Position soll erst zum 2012 Destin Fishing Rodeo bekannt gegeben werden, wenn das Wrack bereits besiedelt ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Crew gestrandeten Trawlers schwamm an Land
(01.10.11) Ein Trawler aus Taiwan lief am Morgen des 1.10. beim Pengjia Islet vor Keelung in Nord-Taiwanauf Grund. Das National Airborne Service Corps. Retete die achtköpfige Crew mit Helikoptern. Sie hatten sich an den Strand geflüchtet und von dort das Executive Yuan Research Command Center um 4:20 Uhr alarmiert. Ihr Schiff war leckgeschlagen, und Öl lief aus, während die Fischer an Land schwammen. Sie wurden in zwei Touren nach Taipei gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank in Digby
(01.10.11) Der 65 Fuß lange Muschelbagger "Norwin" sank an der Pier der R.L. Robicheau Fisheries in Digby. Um 00.30 Uhr am 30.9. kam der Alarm, dass es ein Problem gebe. Die "Norwin" sank über den Bug und drohte auch die "Ashleys Jewel", die längsseits lag, mit unter Wasser zu ziehen. Doch die "Norwin" versank, sodass nur noch die Masten aus dem Wasser ragten. Sie war das älteste Schiff der Digby Scallop und entstand 1956 in Black's Harbour. Sie liegt nun an einer der tiefsten Stellen der Digby Wharf. Bereits vor fünf Jahren snak hier die "Ronald M.". Gegen 10 Uhr trafen Taucher ein und dichteten die Ölventile und Leitungen ab. Nur wenig Öl war bis dahin ausgelaufen. Um das Wrack wurde eine Ölsperre ausgelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre saß wieder auf Red River fest
(01.10.11) Ein Dutzend Fahrgäste mussten am 30.9. gegen 17 Uhr von dem Flussfahrgastschiff "River Rouge" auf dem Red River durch das Wasserrettungsteam des Winnipeg Fire Department abgeborgen werden. Das Schiff hatte nach einer Kollision mit einem Baumstamm Maschinenausfall erlitten, als es bei der zweistündigen Flussfahrt zwischen der St. Vital Bridge und der Elm Park Bridge auf Höhe des Bridge Drive Inn wenden wollte. Danach kam es wegen eines Hydraulikschadens zu Rauchentwicklung am Heck. Doch erst drei Stunden später bat die Crew um Hilfe. Die Fahrgäste wurden per Bus zurück nach Winnipeg gebracht. Nur Minuten nach der Evakuierung hatte die Crew den Schaden repariert, und das Schiff machte sich in Richtung Norden zurück zum Anleger auf den Weg. Im Juli 2010 saß das Schiff auf dem Weg nach Lower Fort Garry zwei Wochen lang fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Russenfrachter wieder frei - Blutprobe genommen
(01.10.11) Der unter Saint Vincent/Grenadines-Flagge laufende Frachter "Baltiyskiy 108", 1927 BRZ (IMO-Nr.: 7612424) kam am Nachmittag es 30.9. mit steigendem Wasser wieder frei. Er war morgens bei Rödbyhavn gestrandet. Das Schiff wurde angewiesen, unter der Küste zu ankern, damit Taucher den Rumpf untersuchen könnten. Der Wachhabende hatte an Land eine Blutprobe abgeben müssen, nachdem ein Alkometer-Test einen zu hohen Wert grgeben hatte. Die dänischen Behörden hatten vor der Havarie vergeblich versucht, Kontakt mit dem Schiff aufzunehmen, das einen falschen Kurs lief. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff übersah Pionierbrücke im Nebel
(01.10.11) Das holländische Binnenschiff "Letitia", 2020 ts (ENI-No.: 02315901), kollidierte am 29.9. mit einer im Rahmen des Militärmanövers Falcon Autumn ausgebrachten Pontonbrücke über die Gelderse Ijssel bei Olsk. Der Unfall ereignete sich bei dichtem Nebel, in dem der Kapitän das Hindernis nicht rechtzeitig hatte ausmachen können. Immerhin gelang es noch, die nachfolgende, ebenfalls holländische "Cadenza" rechtzeitig zu warnen. Der Sachschaden blieb überschaubar. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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