EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv September 2011


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Verschlickter Hafen Schuld an Motorschaden?
(30.09.11) Drei Tage lang saß das unter dominikanischer Flagge laufende Kümo "Martha", 1770 BRZ (IMO: 7516694), unfreiwillig im Papenburger Hafen fest. Aufgewirbelter Schlamm vom Grund war am Abend des 24.9. während des Auslaufens bei einem Wendemanöver ins Kühlwasser gelangt und hatte die Kühlwasserpumpe verstopft. Dadurch brannte der Pumpenmotor durch. Kapitän Falko Kölken machte hohe Schlickablagerungen im Papenburger Hafen dafür verantwortlich. Normalerweise könne er bis auf 20 Zentimeter an die Kaimauer heranfahren, in Papenburg habe sein Schiff fast zwei Meter davon entfernt liegen müssen. Das Leeraner Schiffsservice-Unternehmens Bock reparierte den Schaden. Deren Chef bestätigte, dass die Pumpe sich durch den Schlick festgefressen habe und dadurch der Motor durchgebrannt sei. Damit wäre die Stadt Papenburg in der Verantwortung. Es habe bereits mehrfach ähnliche Probleme gegeben. Dies wies deren Hafenkapitän Rudolf Schepers zurück. Einen Vorfall wie mit der "Martha" habe es bisher nicht gegeben. Er sei Zeuge gewesen und sprach von einem zu früh eingeleiteten Wendemanöver und menschlichem Versagen als Ursache. In den Mittagsstunden des 27.9. warf die "Martha" wieder los und nahm erneut Kurs auf St. Petersburg.Quelle: Tim Schwabedissen



Strandung vor Rødbyhavn
(30.09.11) Auf der Fahrt von Kingston-upon-Hull nach Riga lief der unter Saint Vincent/Grenadines-Flagge laufende Frachter "Baltiyskiy 108", 1927 BRZ (IMO-Nr.: 7612424) in der Nacht zum 30.9. östlich von Rødbyhavn auf Grund. Der Rudergänger wurde zu einer Blutprobe an Land gebracht. Das Schiff hat Maschinenteile geladen. Eigner und Versicherer wurden aufgefordert, einen Bergungsplan zu entwickeln. Quelle: Tim Schwabedissen



Neue Untersuchung alten Tankerwracks
(30.09.11) Die US Coast Guard beauftragte die Global Diving and Salvage Inc. mit der Untersuchung des Wrack von S.S. "Montebello" in 900 Fuß Tiefe etwa 6.5 Meilen vor Cambria. Der Tanker wurde am 23.12.1941 von einem japanischen U-Boot torpediert. Der Bug riss ab, und in zwei Teilen sank das Schiff. Zwischen 1996 und 2010 wurden bereits mehrere Untersuchungen wegen der Sorge um die Ölfracht durchgeführt. Nun soll ein ROV Öl- und Sedimentproben sammeln, die die National Oceanic and Atmospheric Administration untersuchen wird. Diese Arbeiten werden in zwei Wochen um den 10.10. herum stattfinden. Quelle: Tim Schwabedissen



Millionenyacht nach Feuer gesunken
(30.09.11) Die US Coast Guard Honolulu, das Honolulu Fire Deptartment und Ocean Safety kamen am 29.9. der 62 Fuß langen Yacht "Ke Ao Lele" zu Hilfe, die um 13.35 Uhr vor Waikiki in Brand geraten war. Ein 45- sowie ein 25-Fuß-Boot der Station Honolulu liefen aus, das Honolulu Fire Department schickte das 120Fuß lange Löschboot "Moku Ahi" sowie ein 24-Fuß-Boot und einen Helikopter mit zwei Rettungsschwimmern. Ocean Safety assistierte mit Helfen auf zwei Jetskis. Die zweiköpfige Yachtcrew sprang über Bord und wurde 50 Yards vom Boot entfernt von dem Taucherboot "Snoopy V" aufgenommen und zum Kewolo Basin gebracht, wo die kleineren Verletzungen behandelt wurden. Gegen 14 Uhr war der Brand auf der Yacht gelöscht, doch um 15.10 Uhr versank die immer noch glühende "Ke Ao Lele Ana" rund drei Meilen südlich von Pearl Harbor auf 800 Fuß Wassertiefe. Sie hatte einen Wert von 1,8 Millionen Dollar. Quelle: Tim Schwabedissen



Unglücklicher Berger weiter auf Riff
(30.09.11) Der 1975 erbaute Ankerziehschlepper "Permina Supply No. 28", 1242 tdw (IMO-Nr.: 7425716) liegt nach mehreren vergeblichen Bergungsversuchen weiterhin hoch auf dem Riff vor Sanur Beach in Bali, wo er im November 2010 gestrandet war im Rahmen für Bergungsarbeiten an der Barge "Miclyn 3317", 11578 tdw, die am 6.11.2010 samt eines Schleppers auf Grund gelaufen war. Der Schlepper konnte zwar befreit werden, doch als es an die Barge mit Baumaterial ging, kam die "Permina Supply No.28" am 11.11. selbst fest. Quelle: Tim Schwabedissen



"Miner" inzwischen gelöchert
(30.09.11) Am 29.8. wurde festgestellt, dass der in einer Bucht vor Scatarie Island gestrandete Bulkcarrier "Miner" mehrere Lecks im Rumpf hat und Wasser ins Schiffsinnere eingedrungen ist. Deswegen orderte die kanadische Coast Guard nun ein Abpumpen der sechs Tonnen Generatorenöl von Bord. Ein Bergungsplan ist immer noch in Arbeit. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Taifun aufgegeben
(30.09.11) Am 29.9. wurde in schwerer See nahe Zhuhai City, in Südchinas Guangdong Provinz der Frachter "Fangzhou 6" (MMSI-Nr.: 413500510) aus Qingzhou in der südwestchinesischen Guangxi Zhuang Region aufgegeben. Das 99 Meter lange Schiff hatte im Wirbelsturm Nesat nahe Zhuhai Wassereinbruch erlitten. Die 12-köpfige Crew wurde per Helikopter abgeborgen und nach Zhuhai City gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler und Fähre mit Problemen
(30.09.11) 25 philippinische Fischer wurden von der Coast Guard, der Philippine Army und der Philippine Coast Guard Auxiliary am Morgen des 27.5. im Sturm vor Occidental Mindoro gerettet. Die "FB FR" von Ato Loyola hatte vor Ambulong Island in San Jose auf der Fahrt nach Palawan Maschinenschaden erlitten. Drei Stunden nach dem Notruf wurde sie gegen neun Uhr vor Natondol Ilin in San Jose, Occidental Mindoro, treibend entdeckt und gegen 11 Uhr zur Caminawit Pier geschleppt. In einem anderen Seenotfall am 30.5. erlitt die Fähre "Calbayog" mit 70 Passagieren und 43 Mann Besatzung auf der Fahrt nach Calbayog City im Hafen von Cebu Wassereinbruch im Bugstrahlruderraum. Nachdem das Wasser gelenzt war, wurde ein Leck von einem Zentimeter Durchmesser entdeckt. Quelle: Tim Schwabedissen



Protest gegen Wrackschändung vor Holland
(30.09.11) In den Niederlanden wurde eine Petition erstellt in einem Versuch, die Schrottbergung von den drei Schlachtschiffen HMS "Aboukir", HMS "Hogue" und HMS "Cressy" liegen 20 Meilen vor Scheveningen zu unterbringen. Sie wurden von einem deutschen U-Boot nacheinander im Jahr 1914 versenkt, dabei kamen 1459 Seeleute ums Leben, nur 837 wurden gerettet. Die Schiffe sind nicht offiziell unter dem Schutz des britischen Protection of Military Remains Act von 1986, doch aus ethischer Sicht sind sie Kriegsgräber. Die beiden Kutter " Bernicia" und "Bela" hatten sich ungeachtet dessen mit Schrottgreifern an den Schiffen zu schaffen gemacht. Die Royal Naval Association appellierte an die Schrottfischer, die Überreste der gestorbenen Seeleute in Frieden ruhen zuzulassen. In Holland haben sich diesem Aufruf die Dutch Cultural Heritage Agency, Historiker, aber auch Tauchorganisationen angeschlossen. Die Wracks sind auch beliebte Tauchplätze. Die holländischen Behörden wollen versuchen, die Arbeiten an den Wracks zu unterbinden. Quelle: Tim Schwabedissen



Angelkutter schlug leck
(30.09.11) Am 25.9. um 11:50 Uhr wurde die Newquay RNLI alarmiert, weil der Angelkutter "Atlantis" nach Kollision mit Treibgut leckgeschlagen war. Der Skipper machte sich auf den Rückweg in den Hafen, An Bord waren 12 Fahrgäste und der Skipper. Das Rettungsboot "Gladys Mildred" lief dem Kutter entgegen und setzte vor Ort eine Lenzpumpe über, mit der die Lage kontrolliert werden konnte, sodass die Fahrgäste an Bord bleiben durften, während die Seenotretter den Kutter zu einem Flachwasser-Liegeplatz vor dem Hafen eskortierten. Hier wurden sie an Land gebracht, und mit steigendem Wasserstand lief der Kutter mit weiter laufender Pumpe nach Newquay zur Reparatur ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Halbe Motoryacht (Bild: Adri van de Wege)   Großbild klick!
Halbe Motoryacht vor Terneuzen geborgen
(29.09.11) Das holländische Binnenschiff "Saeftinge" 1076 gt EU-Nr.: 2315206) hat auf seinem Weg nach Antwerpen der Motoryacht "Barracuda" am 28.9. um 6.30 Uhr auf der Westerschelde wohl die Vorfahrt genommen. Daraufhin wurde das mit einem Ehepaar besetzte Boot vor Terneuzen östlich des alten Fährhafens überlaufen und zerbrach. Zur Unglückszeit herrschte dichter Nebel. Das KNRM-Boot "Zeemannshoop" war ausgelaufen zur Hilfeleistung, doch nachdem die "Veborunner" der Verenigde Bootlieden B.V. die beiden Bootsfahrer gerettet und im Hafen von Terneuzen abgesetzt hatte, wo die nassen und geschockten, aber ansonsten unversehrten Schiffbrüchigen medizinisch betreut wurden, kehrte es wieder zur Station zurück. Im Laufe des Tages rückte die Bergungsfirma Hoondert an und barg das auf der Schelde treibende Vorschiff der "Barracuda" mithilfe ihrer "Octopus". Das Wrackstück wurde zum Firmensitz nach Vlissingen zum Abwracken gebracht. Das Heck wurde noch vermisst und in 40 Metenr Wassertiefe vermutet. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband lief bei Flagler Beach auf Grund
(29.09.11) Der amerikanische Schlepper "Five Rivers" lief mit einer leeren Ölbarge auf dem Intracoastal Waterway beim Fox Cut nördlich von Flagler Beach am Morgen des 28.9. gegen drei Uhr auf Grund und zerstörte auch einen privaten Bootsliegeplatz. Mit der steigenden Flut kam der Schubverband wieder frei. Die U.S. Coast Guard leitete eine Untersuchung ein. Die Barge war unterwegs nach Jacksonville. Quelle: Tim Schwabedissen



"Superspeed 2" assistierte leckem Kutter
(29.09.11) Am 28.9. kam die norwegische Fähre "Superspeed 2" dem 44 Fuß langen Kutter "Vadsund", der von Skien nach Oslo unterwegs war, bei Stavern zu Hilfe. Er hatte Wassereinbruch und nachfolgend Maschinenausfall erlitten. Die "Superspeed 2" drehte kurz vor dem Anlegen in Larvik auf Bitte von Tjøme Radio um und lief zu der Position der "Vadsund". Diese wurde halbwegs stabil trotz andauernd nachlaufenden Wassers vorgefunden. Die "Superspeed 2" drehte gen Larvik ab, nachdem das Rettungsboot "Askerbæringen" eingetroffen war und den Havaristen lenzte und nach Stavern einbrachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Hurrikan Nesat machte Frachter zu Spielball der Gewalten
(29.09.11) Der Hurrkian Nesat trieb in der philippinischen Stadt Navotas, nördlich von Manil, am 27.9. einen Frachter auf den Strand. Als der Hurrikan nach Hongkong weiterzog, mussten 50 Menschen aus einem Apartmentblock an der Wasserfront von Heng Fa Chuen evakuiert werden, nachdem eine Barge gegen die Ufermauer geschleudert worden war. Die große Barge und ein Schwimmdock hatten sich von ihren Verankerungen gegen drei Uhr losgerissen. Ein großer Deckskran befand sich nur 10 Meter von dem Häuserblock entfernt. Quelle: Tim Schwabedissen



Umwelt-Entwarnung bei altem Schlepperwrack
(29.09.11) In der vergangenen Woche haben Taucher am Grund des Lake Champlain zwischen Vermont und New York das Wrack des Schleppers "William H. McAllister", der dort 1963 gesunken war, untersucht. Es war befürchtet worden, dass er noch größere Mengen Öl enthalten könnte, doch die Tanks waren leer, und nur in einigen Ecken und Winkeln Restöl vorhanden. 200 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch wurden abgepumpt, doch der Ölanteil war lediglich 2 Gallonen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Pier und kenterte
(29.09.11) Am 28.9. gegen 14 Uhr rammte ein mit Kohle beladener Frachter auf dem Huangpu River die noch nicht fertiggestellte Fengpu No. 2-Brücke. Sechs Menschen stürzten ins Wasser, als das Schiff daraufhin kenterte. Zuvor war es mit einem Sandtransporter zusammengestoßen und außer Kontrolle geraten. Nachdem alle sechs Seeleute gerettet waren, wurde der Fluss um 15.30 Uhr wieder für den Schiffsverkehr freigegeben. Die gerammte Brücke soll den Fengxian Distrikt mit Pudong verbinden. Bislang besteht sie nur aus einigen Piers, von denen die östliche dem Frachter zum Verhängnis wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



"Miss Fern" auf den Felsen
(Bild: Joey Ciaramitaro)   Großbild klick!
Kutter verfehlte Hafen und landete auf Felsen
(28.09.11) Die U.S. Coast Guard untersuchte die Strandung des Kutters "Miss Fern" am späten Abend des 26.9. auf Felsen direkt vor Gloucester. Der Kutter aus New Jersey war auf dem Weg in die Cape Ann Marina, als er gegen 23.40 Uhr vor dem Dogbar Breakwater festkam. Die Gloucester Police brachte die beiden Fischer in die Stadt, und am Morgen des 27.9 machte sich Towboat U.S. daran, das Boot wieder flottzubekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportkutter sank nach Kollision auf der Schelde
(28.09.11) - Bei der Kollision eines mit Kunstdünger nach Antwerpen laufenden Binnenschiffes mit einem Sportkutter im alten Fährhafen von Terneuzen ist am 28.9. gegen sieben Uhr eine Yacht aus Veborunner gesunken. Die beiden Bootsfahrer wurden von der "Veborunner" der Verenigde Bootlieden in Terneuzen gerettet und leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Wrackteile des Bootes trieben auf der Westerschelde vor Terneuzen. Das Patroullienboot "RWS 78" war vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter baggerte sich selbst wieder frei
(28.09.11) Das unbeladene norwegische Baggerschiff "Straumvik", 712 BRZ (IMO-Nr.: 7042291), lief auf der Fahrt nach Eikefet am Nachmittag des 27.9. gegen 16.45 Uhr nördlich von Bergen auf Grund. Unweit von Håøya im Kvernafjord kam es nördlich der Hagelsund-Brücke deutlich vom Kurs ab - es landete hoch auf Küstenfelsen, und ein Ballasttank wurde aufgerissen. Eine Umweltgefährdung bestand angesichts von nur 10-12 Kubikmetern Diesel in einem achtern gelegenen Tank nicht. Die Crew, bestehend aus vier Norwegern und Isländern, blieb bei dem harten Aufprall unversehrt. Ein Rettungsboot lief um 18.30 Uhr aus, und ein Sea King stieg gegen 17 Uhr in Bergen auf. Der Kapitän des Havaristen gab sich optimistisch, keine Fremdhilfe zu benötigen. Gegen 21 Uhr gelang es dem Schiff tatsächlich, sich mit steigendem Wasser, drei Stunden vor der Flut mit Hilfe des eigenen Baggers von den Felsen zu ziehen. 10 Minuten darauf nahm es Kurs auf Knarvik, wo das einen Meter unter der Wasserlinie liegende Leck durch Taucher zu untersuchen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Fährdienst nach Brand wieder aufgenommen
(28.09.11) Die zwischen Sri Lanka und Indien verkehrende Fähre "Scotia Prince" verließ nach Reparatur eines Brandschadens im Maschinenraum am 27.9. Colombo erstmals wieder mit Kurs Tuticorin. Erst am 13.7. war der Fährdienst nach 20 Jahren wieder aufgenommen worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Briese-Frachter mit Maschinenausfall abgeschleppt
(28.09.11) Am 25.9. um 05.30 Uhr erlitt der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter "Barbarossa" bei der Passage der Dardanellen auf der Fahrt von Constanta nach Tartous Maschinenausfall. Der Schlepper "Kurtama 4" wurde zur Assistenz geschickt, und um 08.30 Uhr wurde die "Barbarossa" nach Karanlik Liman eingeschleppt. Die "Barbarossa", 3177 tdw (IMO-Nr.: 9197765) wurde 2000 erbaut und hat als Manager die Briese Schifffahrts GmbH in Leer. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht in Nieuwpoort auf Grund gesetzt
(28.09.11) Die Yacht "Mistic Dream" lief am 25.9. im Hafen von Nieuwpoort auf Grund. Am Nachmittag desselben Tages gelang es der "Brandaris", den unweit einer Pier festsitzenden Havaristen wieder flottzumachen und in tieferes Wasser zu ziehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Panik auf Fähre - mindestens acht Tote
(28.09.11) Wieder kam es in Indonesien zu einem Feuer auf einer Fähre. Acht Menschen kamen am 28.9. auf der "Kirana IX" ums Leben, Dutzende wurden in einer Panik, die unterden über 500 Passagieren ausbrach, verletzt. Ein mit Zwiebeln beladener Frachter war auf der inTanjung Perak in Surabaya liegenden Fähre in Brand geraten. Nachdem sich die Nachricht herumsprach, wollten einer Stampede gleich alle Passagiere an Land flüchten, wobei es zu den Toten kam. Mindestens ein Passagier, der über Bord sprang, wurde noch vermisst. Letztlich wurde nur die Frontseite des Lasters beschädigt, weiterer Schaden entstand nicht. Die Sprinkleranlage hatte den Brand sofort gelöscht. Versuche der Crew, die Passagiere zu beruhigen, scheiterten an deren großer Menge. Die "Kirana IX" hat eine Kapazität von 850 Personen und sollte nach Süd-Kalimantan auslaufen. Bereits am 24.8. waren 13 Menschen beim Untergang eines Bootes vor Ost-Java ertrunken und am 20.9. weitere 25 vor Bali. Quelle: Tim Schwabedissen



Seenotkreuzer erlitt nach Hilfeleistung Maschinenschaden
(28.09.11) Das norwegische Rettungsboot "Kaptain Skaugen" (MMSI-Nr.: 257218500) liegt derzeit in Bodø, nachdem es bei der Hilfeleistung für den Fischfrachter "Havtrans" (IMO-Nr.: 9174476) in der Nacht zum 27.9. vor Engeløya zu einem Motorschaden kam. Die "Norske Veritas" hatte den Havaristen nach einem Feuer 35 Meilen weit nach Svolvær geschleppt, während die "Kaptein Skaugen" ein Brandbekämpfungsteam, das ein Seaking zum Frachter gebracht hatte, nach Bodø transportieren sollte, da der Sea King nach Herstad zurückkehren musste. Auf der Fahrt kam es zu einem Bruch an dem Kühlwassersystem, und das Boot kehrte mit einer Maschine zurück. Am 27.9. gingen Ingenieure zur Reparatur an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Sorge um gestrandeten Laker
(28.09.11) Der Plan, Ballastwasser aus der vor Scatarie Island gestrandeten "Miner" abzupumpen, muss erst aus umwelttechnischer Sicht genehmigt werden, bevor ein weiterer Bergungsversuch unternommen werden kann. Fischer aus Main-a-Dieu fürchten, das Schiff könnte auseinanderbrechen und die Hummerfischerei ruinieren. Sie fürchten Ölschlamm aus der Bilge. Ein Eisbrecher müsste her, den Havaristen zu bergen, schätzten sie die Lage ein. Ansonsten würde die Bucht der Insel, die für Schiffbrüche notorisch ist, der letzte Liegeplatz des Schrottfrachters. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Tropensturm vermisst
(28.09.11) Trotz Warnungen des Provincial Disaster Risk Reduction Management Council (PDRRMC) vor dem Tropensturm Pedring in der Bicol Region liefen vier Kutter aus Mercedes, Vinzons und Jose Panganiban aus und wurden seither vermisst. Zwei kamen aus Barangays Apwao und Cuatro, Mercedes, einer Bgy. Sabang, Vinzons und einer aus Jose Panganiban. Die "Queen Fillery" mit zwei Mann an Bord wird seit dem 25.9. vermisst, als sie nicht nach Mercedes Port zurückkehrte. Ein Kutter mit 10 Mann aus Sabang, Vinzons, wurde ebenfalls vermisst. 27 Fischer aus Mercedes wurden von Anwohnern von Butuanan, Siruma, Camarines Sur, am 26.9. gerettet, nachdem ihre neun Kutter in hohem Seegang zerstört wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker versenkte Kutter
(28.09.11) Ein 50 Meter langer Tanker rammte in der Nacht zum 25.9. einen Kutter vor Mersing in Johor. Die achtköpfige Crew aus Singapur und Malaysia konnte nur eine Flasche Wasser, drei Äpfel und Kaugummi retten, als sie im Wasser landete. Fünf Kutter fuhren in den folgenden Stunden vorbei, ohne sie zu sehen. Sechs wurden am 25.9. gegen 17 Uhr gerettet, zwei blieben trotz mehrtägiger Suchaktion vermisst. Quelle: Tim Schwabedissen



Problem Child bereitete Sorgen
(28.09.11) Ausgerechnet "Problem Child" heißt das Boot, das Ende August einige Tage vor dem Eintreffen von Hurrikan Irene in Hampton Roads sank und aus dem nun Chemikalien auslaufen in den Knitting Mill Creek in Norfolk. Das Boot liegt in sechs Fuß Tiefe in der American Legion Marina. Der Eigner hatte zuvor bereits 1,800 Dollar Liegeplatzgebühren zu zahlen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Al Rawdah" im Dock (Bild: E Knisp)   Großbild klick!
Havarien füllen Docks in Singapur
(27.09.11) Nach ihrer Kollision im August liegen die beiden Frachter "Damian" (IMO-Nr.: 9212474), und "Xetha Bum" (IMO-Nr.: 9046411) seit dem 20.9. einträchtig nebeneinander bei der ST Marine Shipyard in Singapur, wo die erheblichen Schäden ausgebessert werden. Ebenfalls im Trockendock in Singapur liegt der unter Marshall-Islands Flagge laufende Containerfrachter "Al Rawdah" (IMO-Nr.: 9349564), auf dem bei dem Jurong Shipyard Teile des Bodens ausgetauscht werden müssen. Das Schiff war am 20.6. auf der Fahrt von Jeddah nach Quingdao auf dem Batu Berhanti Riff bei Batam gestrandet. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Fischfrachter
(27.09.11) In der Nacht zum 27.9. um 22.36 Uhr brach ein Feuer auf dem Lebendfischfrachter "Havtrans", 424 BRZ (IMO-Nr.: 9174476) vor Engelvær in Steigen aus. Ein Sea King des 330. Geschwaders in Bodø mit Feuerwehrmännern und zwei Rettungsboote, die "Norske Verita" und "Kaptein Skaugen", wurden zu dem Havaristen geschickt und waren gegen Mitternacht vor Ort. Nachdem eine Stunde später der Brand gelöscht war, wurde das Schiff von den Seenotrettern nach Svolvaer geschleppt. Da es in flaches Wasser zu treiben drohte, wurde es bis dahin von einem Trawler gesichert. Quelle: Tim Schwabedissen



Küstenwache wacht über Kutter
(27.09.11) Der 44 Fuß lange Kutter "St. Kristine" erlitt am 26.9. 50 Meilen westlich von der Mündung des Columbia River Mastbruch. Die Coastguard Columbia River, Oregon, fing um 13.30 Uhr einen Notruf und das EPIRB-Signal auf und überwachte die Heimreise des Kutters aus der Luft mit einer HC 130. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler nach Scheveningen eingeschleppt
(27.09.11) Der 10 Meter lange Trawler "KW-2 Astrid" erlitt nach Bruch eine Kühlwasserleitung vor Scheveningenam 25.9. Wassereinbruch im Maschinenraum. Die KNRM schickte ein Rettungsboot, das die "Astrid" mit ihrer zweiköpfigen Crew nach Scheveningen einschleppte. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackfund lässt Kurs von Odyssey Marine Exploration steigen
(27.09.11) Ein Wechselbad der Gefühle waren die vergangenen Tage für die Schatzsucher der US-Firma Odyssey Marine Exploration. Im Jahr 2007 hatten sie aus dem Wrack des vor 200 Jahren gesunkenen spanischen Schatzschiffes "Nuestra Señora de las Mercedes" im Atlantik 17 Tonnen Gold geborgen. Die Firma beanspruchte den größten Schatz, der jemals aus einem Wrack geborgen wurde, für sich. Doch am 21.9. entschied ein US-Berufungsgericht in Atlanta, dass das Gold aus dem Wrack des spanischen Kriegsschiffs rechtmäßig Spanien gehört und bestätigte damit ein Urteil aus dem Jahr 2009. Doch nur wenige Tage nach diesem Urteil bestätigte das börsennotierte Unternehmen Odyssey Marine Exploration, Inc. die positive Identifizierung der SS "Gairsoppa", 5237 BRT, rund 4,700 Meter tief im Nordatlantik 300 Meilen vor der irischen Küste. Das im Konvoi SL-64 laufende Schiff war am 16.2.1941 von einer Focke Wulf entdeckt und dann von "U 101" torpediert worden. Nach der Explosion an Steuerbord-Seite auf Höhe Laderaum 2 sank der Frachter binnen 20 Minuten um 00.08 Uhr am 17.2. auf 50°00'N 14°0'W50°N 14°W50; -14. Nur ein Rettungsboot mit sechs Mann an Bord kam los, am Ende wurde ein Mann nach zwei Wochen in der Caerthillian Cove lebend gerettet. 1989 schrieb die britische Regierung die Bergung der Silberladung aus, 240 Tonnen mit einem heutigen Marktwert von knapp 200 Millionen Euro. Damals bewarb sich nur die Deepwater Recovery and Exploration Ltd. Im Januar 2010 erhielt dann die Odyssey Marine Exploration den Auftrag zur Suche, die nun Erfolg hatte. Einen Streit vor Gericht um die Ladung dürfte es diesmal nicht geben, denn Odyssey hatte vorab einen Vertrag mit der britischen Regierung abgeschlossen. Sollte das Unternehmen den Silberschatz ausfindig machen und bergen, darf es 80 Prozent behalten, Großbritannien erhält die verbleibenden 20 Prozent. Zunächst suchte Odyssey mit einem gecharterten russischen Schiff, der "Yuzhmorgeologiya", nach dem Wrack, im September schickte die Firma dann ihre eigene "Odyssey Explorer" zur Fundstelle, um das Wrack mit einem Tiefseeroboter untersuchen zu können. Im Frühjahr 2012, wenn die See wieder ruhiger wird, soll der Schatz aus 4700 Metern Tiefe gehoben werden. Die Meldung wurde mit sofortigen Kurssprüngen an der Börse belohnt. Quelle: Tim Schwabedissen



Yachtcrew ahnte nichts von Suchaktion
(27.09.11) Die zweiköpfige Crew der Yacht "Golden Eagle" wusste nichts von der Suchaktion nach ihrem Boot, als sie am Nachmittag des 25.9. wohlbehalten in Portmagee, County Kerry, einlief - 36 Tage nach dem Auslaufen in Bermuda. Nachdem die Valentia Coastguard Alarm geschlagen hatte, war eine Rettungsoperation durch die Küstenwachen von Irland, England, Frankreich und Norwegen angelaufen wegen der Sorge, das 10-Meter-Boot könnte dem Hurrikan Katia zum Opfer gefallen sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutterfischer nach Kenterung gerettet
(27.09.11) Zwei Fischer wurden in Ardglass, County Down, gerettet, nachdem ihr Kutter "Islander" am 26.9. um 16.30 Uhr gekentert war. Rettungsboote aus Portaferry aünd Newcastle sowie ein Hubschrauber der Dublin Coastguard waren im Einsatz, nachdem ein Notsignal des Schiffes aufgefangen worden war. Um 16.40 Uh wurde die Belfast Coastguard vom MRCC Clyde informiert, dass die Falmouth Coastguard das EPIRB-Signal des Kutters empfangen hatte. Wenig später gab es Berichte über eine Notfackel und Wrackteile vor Ardglass. Der Kutter "Golden Shore" fand dann die Crew in einer Rettungsinsel, nass und geschockt, aber unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor Tallinn gestrandet
(27.09.11) In Tallinn lief die 44 Fuß lange Yacht "Emily" am Morgen des 25.9. auf Grund. Um ein Uhr funkte sie Notrufe von einer Position vor der Paljassaare Halbinsel. Die sechs Personen an Bord zu retten war wegen hoher Wellen, die zu Wassereinbruch auf dem ausgelaufenen Rettungsboot führten, kompliziert. Doch nach 1,5 Stunden waren alle Schiffbrüchigen in Sicherheit. Die Strandung war durch einen Ruderschaden in der stürmischen See verursacht worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rammte Kai
(27.09.11) Der Kapitän der norwegischen Fähre "Aukra" musste mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus, nachdem sein Schiff am 26.9. den Kai in Hundeidvika um 15.35 Uhr gerammt hatte. Der Fährdienst von Hundeidvika in Sykkylven nacj Festøya in Ørsta musste danach eingestellt werden, die Fähre lief noch mit eigener Kraft nach Festøya, wo die fünf Autos, von denen zwei beim Aufprall Schaden genommen hatten, entladen wurden. Die sechs Fahrgäste blieben unversehrt. Die eingedrückte Kaianlage musste gesperrt werden und Reisende auf die Fähren Solavågen - Festøya und Magerholm - Ørsneset umgeleitet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Havarien füllen Docks in Singapur
(27.09.11) Der belgische Trawler "Stephanie Z-45", 388 BRZ, lief am 25.9. um 6.50 Uhr auf die Sandbank Razende Bol nahe Den Helder. Grund waren veraltete Seekarten. Das Schiff kam am Molengat fest, und mehrere Versuche des KNRM-Bootes "Joke Dijkstra" aus Den Helder, ihn flottzumachen, scheiterten zunächst. Erst als die rückwärts laufende Maschine des Trawlers Sand vom Heck wegspülte, konnte er achteraus von der Untiefe gegen acht Uhr herunter gezogen werden. Danach lief er nach Den Helder ein. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nordlys": Magnetmatten am Rumpf
(Bild: Staale Wattoe)   Großbild klick!
"Nordlys" weniger schwer beschädigt als gedacht
(26.09.11) Die norwegische Fähre "Nordlys", 11204 BRZ (IMO-Nr.: 9048914) ist weniger schwer beschädigt als befürchtet. Dies wurde bei ersten Untersuchungen in Sula nun festgestellt. Im Bereich Januar/März 2012 könnte sie wiederhergestellt sein. Die nächsten Wochen wird sie aber bei der Fiskerstrand Werft verbringen, damit eine Grundlage für eine Ausschreibung der Reparatur erarbeitet werden kann. Das Feuer blieb auf dem Maschinenraum begrenzt, der Wassereinbruch in die Laderäume. Rauchschäden fanden sich im Bereich der Crew-Unterkünfte. Restaurants und Lounges wurden nur leicht beschädigt. Die Magnetmatten am Rumpf waren im Nachhinein überflüssig - dieser war, dort wo sie aufgebracht wurden, unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Rundfahrtboot
(26.09.11) Auf dem holländischen Rundfahrtboot "Wetterfreule" brach in Leeuwarden am Abend des 24.9. ein Feuer aus, als es an einer Schwimmpier am Restaurant de Grote Wielen lag. Ein Zeuge hatte Rauch wahrgenommen und die Feuerwehr alarmiert. Diese fand das Boot mit Rauch gefüllt vor. Wahrscheinlich hatte es einen Kurzschluss gegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband demolierte Schleuse
(26.09.11) Einen Schaden von rund 70.000 Euro hat ein Schubverband am 24.9. an der Main-Donau-Kanal-Schleuse in Strullendorf angerichtet. Der fast 200 Meter lange Verband hatte beim Einlaufen in die Schleuse zu spät aufgestoppt, sodass er mit dem Bug gegen die Schleuseneinrichtungen lief. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Fischfabrik rasch gelöscht
(26.09.11) Am 24.9. um 18.23 Uhr fing Bodø Radio einen Notruf des norwegischen Trawlers "Andøybuen" auf, nachdem ein Feuer ausgebrochen war. Ein Rettungsboot und ein Sea King Helikopter wurden zu dem 82 Meilen nordwestlich von Kvaløya in Troms befindlichen Schiff in Marsch gesetzt. Doch bereits um 18.50 Uhr kam Entwarnung, der Brand war unter Kontrolle, die 20-köpfige Crew unversehrt. Die Fischfabrik "Andoybuen", 1806 BRZ (IMO-Nr: 8801931) wurde 1988 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf Wolga gestrandet
(26.09.11) Am 23.9. um 03.30 Uhr lief der russische Frachter "Baron" auf der Wolga bei Kilometer 2728 beim Ankern zwischen den Tonnen 221 und 222 auf Grund und hob sich 12 Zentimeter aus der Last. Er war auf der Fahrt von Berdiansk in den Iran mit 2105 Tonen Stahl. Die ehemalige "Nefterudovoz-38M", 3373 tdw (IMO-Nr.: 7941239) wurde 1980 erbaut und hat als Manager die Maritime Agency River-Sea, Rostov-on-Don. Quelle: Tim Schwabedissen



Bargenbergung auf Mississippi
(26.09.11) Die Coast Guard überwachte seit dem 25.9. die Bergung dreier Bargen aus dem Mississippi bei Meile 233. Die McKinney Salvage & Heavy Lift hatte an diesem Tag die erste Barge der American River Transportation Company geborgen, die zweite sollte am 28.9. folgen. Dann geht es an die dritte. Am 20.5. hatte sie der Schlepper "Crimson Gem" verloren, nachdem eine seiner 20 Bargen das Rhodia Dock gerammt hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Einstiger Zweimaster der Queen in Seenot
(26.09.11) 35 Meilen vor dem Kap Formentor an der Nordostküste von Mallorca ist der Zweimaster "Southern Cross" am 25.9. in Seenot geraten. Vier Besatzungsmitglieder, die in Rettungsinseln gegangen waren, wurden von einem Helikopter gerettet, nachdem ihr Schiff Wassereinbruch erlitten hatte. Die "Southern Cross" konnte später in den Hafen von Alcúdia geschleppt werden. Die Mannschaft wollte das 34 Meter lange Schiff nach Barcelona überführen. Der 1962 gebaute Segler gehörte einst dem britischen Königshaus. Quelle: Tim Schwabedissen



Silberschatz vor Galway entdeckt?
(26.09.11) Tiefseeforscher meinen, den 1941 torpediserten, britischen Frachter "Gairsoppa" entdeckt zu haben, der mit einer Ladung Silber von Indien nach Liverpool unterwegs war. Das Schiff lief in einem Konvoi und sank 300 Meilen südwestlich Irlands in drei Meilen Wassertiefe. Die Ladung sollen 240 Tonnen Silber im Wert von über 200 Millionen Dollar sein. Die Odyssey Marine Exploration suchte im Auftrag der britischen Regierung nach dem Wrack, das aufrecht liegen soll. Dies würde eine Bergung der Ladung erleichtern. Die "Gairsoppa" lief für die British Indian Steam Navigation Company. Im Dezember 1940 verließ sie Kalkutta mit Tee, Eisen und dem Silber. In Freetown, Sierra Leone, schloss es sich einem Konvoi über den Atlantik an. Sie war 412 Fuß lang und hatte eine Crew von 83 Mann sowie zwei Schützen. Wegen schlechter Kohle konnte das Schiff in schwerer See nicht mehr mithalten und verließ den Konvoi mit Kurs Galway. Am 17.2.1941 lief es U-Boots-Kommandant Ernst Mengersen vor das Periskop. Ein Torepdoschuss zerstörte das Vorschiff und lie0 den Frachter mit allen Mann an Bord außer dem 2. Offizier, der 13 Tage später aus einem Boot gerettet wurde, sinken. 2010 gewann Odyssey die Ausschreibung des britischen Department for Transport, charterte ein russisches Schiff und untersuchte das Seegebiet. Im September lief dann die "Odyssey Explorer" aus und untersuchte mit Tauchrobotern die Tiefe. Das Wrack konnte anhand der Anzahl der Laderäume, des Ankertyps und der rotschwarzen Rumpffarbe der British Indian Steam Navigation Company binnen 4,5 Stunden identifiziert werden. Alle fünf Laderäume waren nicht mehr abgedeckt. Mit moderner Tiefseetechnologie könnte ihrem Inhalt nun zuleibe gerückt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Neufundland in Seenot
(26.09.11) Am Morgen des 26.9. wurde die "Sor Wiolfried Grenfell" der kanadischen Küstenwache zu dem 18 Meter langen Kutter "Sir Eldon", der 140 Kilometer nordöstlich von Cape Bonavista in Seenot geraten war, geschickt. Sie sollte gegen acht Uhr vor Ort eintreffen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter erreicht nach Brandstiftung durch Piraten Mombasa
(26.09.11) Der zyprische Frachter "Pacific Express", 17465 BRZ (IMO-Nr.: 9406922), der am 20.9. von Piraten angegriffen und im Versuch, die Crew auszuräuchern, 180 Meilen vor Kenia in Brand gesteckt worden war, konnte nach Erlöschen des Feuers am 24.9. nach Mombasa eingebracht werden. Die Crew aus 25 Philippinos und einem Ukrainer war zuvor von der italienischen Fregatte "Andrea Dorai" evakuiert worden. Die Geretteten wurden in einem Hotel untergebracht, von wo aus ihre Heimreise organisiert wurde. Diese soll am 26. oder 27.9. stattfinden. Das Schicksal des 169 Meter langen Frachters war zeitweilig unklar gewesen, nachdem er hatte aufgegeben werden müssen. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Tote bei Kollision auf Barito River
(26.09.11) Mindestens vier Menschen starben, als die Fähre "Marina Nusantara" mit 443 Personen an Bord am 26.9. mit einem Schlepper kollidierte. Das Unglück ereignete sich auf einem Fluss in der indonesischen Süd-Kalimantan-Provinz. Das Schiff kam von und war nach Barjarmasin unterwegs, als es zu dem Kollision mit dem Schlepper, der Kohlebargen zog, auf dem Barito River bei Banjarmasin kam. Quelle: Tim Schwabedissen



"Angel 1" (Bild: Shailen Raghubu)   Großbild klick!
Viertes Schiff zur Bergung der "Angel 1" im Anmarsch
(25.09.11) Die Flotte, mit deren Hilfe die "Angel 1" wieder flott gemacht werden soll, wächst weiter: Nach der "Mahanuwara" aus Sri Lanka, der "N'Dongeni" aus Mosambik und der dänischen "Thor Gitta" ist nun ein viertes Schiff, die australische "Bee River", unterwegs zum vor Poudre d'Or seit dem 8.8. gestrandeten Bulkcarrier "Angel 1". Sie soll Säcke mit von Seewasser beschädigtem Reis von Bord holen. Sie wird am 28.9. in Durban erwartet. Bis zum 22.8. waren 2862 Tonnen Ladung durch die "Thor Gitta geleichtert. Ein Abschleppversuch ist für den 9.10. geplant. Bis dahin sind Taucher ohne Pause dabei, den Rumpf einigermaßen intakt zu halten. Quelle: Tim Schwabedissen



Miner rührt sich nicht vom Fleck
(25.09.11) Am Abend 24.9. scheiterte der nächste Versuch, den Bulkcarrier "Miner" von den Felsen vor Scatarie Island vor Cape Breton zu ziehen. Die Schleppercrew hatte gehofft, mit einem extrem hoch auflaufenden Hochwasser den Frachter befreien zu können, doch wiederum scheiterte sie. Der griechische Schiffseigner machte sich nun mit einem erfahrenen Bergungsleiter auf den Weg zu der Strandungsstelle eine Meile von der Ostküste von Cape Breton nahe Main-a-Dieu auf den Weg. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Assistenzschlepper
(25.09.11) Am 22.9. wurde der spanische Schlepper "Poblet" 369 BRZ (IMO-Nr.: 9211016), von der "F. Suya" nach Burriana geschleppt. Hier sollen die Schäden repariert werden, die er in der Nacht zum 14.9. im Hafen von Tarragona erlitt, als er bei der Assistenz des einluafenden englischen Bulkcarriers "Thuleland", 22157 BRZ (IMO-Nr.: 7519270), von diesem gerammt wurde. Dabei war ein Besatzungsmitglied über Bord gegangen und nach seiner Rettung vorsorglich ins Hospital Santa Tecla gebracht worden, aus dem er aber wenig später bereits wieder entlassen wurde. Der Schlepper hatte Schäden an Steuerbordseite davongetragen und musste zur näheren Untersuchung aus dem Dienst genommen werden. Die "Thuleland" war ebenfalls im Bereich des steuerbordseitigen Bugs eingedrückt worden und ist inzwischen unterwegs nach Schweden, wo sie am 1.10. eintreffen soll. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nordlys" in Sula gedockt
(25.09.11) Die norwegische Schiffsuntersuchungskommission kehrte in der Nacht zum 24.9. mit einer Fülle von Material, das sie Ålesund von Bord der "Nordlys" geborgen hat, nach Oslo zurück. Es soll Aufschluss über den verheerenden Brand an Bord der Fähre liefern. Derweil wurde das Schiff am 24.9. gegen neun Uhr ins Schwimmdock der Fiskerstrand Verft in Sula gezogen und liegt dort mittlerweile für mehrere Tage hoch und trocken, um vorläufige Reparaturen am Rumpf durchzuführen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Wassereinbruch gerettet
(25.09.11) Die U.S. Coast Guard barg nahe Little River am 24.9. gegen 10:15 den 58 Fuß langen Krabbenkutter "Poor Boy", der mit drei Mann an Bord leckgeschlagen war. Das Schiff stand eine Meile südlich der Drehbrücke von Little River. Die Küstenwache von Jacksonville kam mit einem Boot zu Hilfe und konnte den Wassereinbruch stoppen und den Kutter einschleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Dare II" gestrandet
(Bild: Washington Department of Ecology)   Großbild klick!
Nebel wurde "Dare II" zum Verhängnis
(24.09.11) Der Kutter "Dare II" lag am 23.9. wie ein gestrandeter Wal auf der Seite im Dunst des Strandes von Ocean Shores, während die Wellen ihr zerstörerisches Werk vollendeten. Die Backbordseite war bereits tief im Sand versunken, das Wasser spülte aufs Deck und um die Aufbauten auf der tiefliegenden Seite, während auf der Steuerbordseite des Rumpfes zwischen gesprungenen Planken große Löcher im Holzrumpf klafften.
Losgerissene Trümmerteile, Ausrüstungsgegenstände und Fangnetze lagen rings um das Wrack auf dem flachen Strand, die die Brandung von Deck gespült hatte. Sie wurden von Arbeitern des Washington Conservation Corps fortgeräumt. An einem Einsatzfahrzeug unweit der Strandungsstelle wurden Behälter mit Schadstoffen wie Farben und Reinigungsmitteln gesammelt.
Am 21.9. um 17.25 Uhr hatte die letzte Stunde des 50 Fuß langen Kutters geschlagen, al ser zwischen dem Ocean Lake Way und dem Taurus Beach Approach in Ocean Shores strandete. Das Ocean Shores Surf Rescue Team war zur Unglücksstelle geeilt, nachdem die Coast Guard es informiert hatte. Der Skipper aus Ilwaco und seine beiden Decksleute konnte unversehrt gerettet werden. Sie waren auf der Rückfahrt nach Westport gewesen und hatten versucht, die vorgelagerte Barre auszumachen, als extreme dichter Nebel ihnen jegliche Sicht nahm. Sie versuchten, einem anderen einlaufenden Schiff im Kielwasser zu folgen, doch auch dieses kam außer Sicht.
Dann kam es auch noch zu Problemen mit dem Untersetzungsgetriebe, woraufhin der Kutter mit Motorausfall ins Treiben geriet. Der Skipper schätzte, dass die "Dare II" dann eine runde Dreiviertelmeile driftete, bis sie in die Brandungszone vor dem Strand geriet und funkte Mayday. Doch bevor die Küstenwache helfend eingreifen konnte, saß sein Schiff fest. Es gab keine Rettung mehr. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack in der Donau behindert die Schifffahrt seit einem Vierteljahr
(24.09.11) Seit drei Monaten liegt ein 70 Meter langer CSPLO-Schubleichter bei Wildungsmauer im Bezirk Bruck an der Leitha nun schon auf dem Grund der Donau. Das Schiff konnte bis jetzt nicht geborgen werden, stellte jedoch unverändert ein Hindernis für die Schifffahrt dar. Nach Aussage der Via Donau, der österreichischen Wasserstraßen-Gesellschaft, waren bislang drei Versuche, das 10 Meter breite und drei Meter hohe Wrack, das mit Schotter beladen ist, zu bergen, gescheitert. Durch die Strömung wurde aber immer wieder Sand in den Rumpf gespült, nun sollte zunächst abgewartet werden, bis der Wasserpegel fällt und die Strömung nachlässt. Dann wollte die Via Donau einen neuen Bergeversuch mit Bergepanzern starten. Mittlerweile soll der Leichter zu etwa zwei Dritteln versandet sein. An der Wrackposition kommt es zu Behinderungen der Schifffahrt, die passierenden Schiffe müssen dem versunkenen Leichter links und rechts ausweichen. Quelle: Tim Schwabedissen



Autocarrier lief in St. Petersburg auf Grund
(24.09.11) Am 22.9. um 06.05 Uhr lief der unter Singapur-Flagge laufende Autofrachter "Asian Breeze" beim Einlaufen unter Lotsenassistenz in den Hafen von St. Petersburg an der Nordseite des Morskoy Kanal bei Ankerplatz 16 auf Grund. Das Schiff konnte um 10.15 Uhr wieder flottgemacht werden mit Hilfe zweier Schlepper und lief mit eigener Kraft ein. Danach wurde mit dem Löschen der Ladung begonnen. Die "Asian Breeze", 12562 tdw (IMO-Nr: 8202381), wurde 1983 erbaut und läuft für die Wallenius Marine Singapore. Quelle: Tim Schwabedissen



Autocarrier auf Colmbia River wieder flott
(24.09.11) Der am Abend des 22.9. auf dem Columbia River gestrandete Autotransporter "Luminous Ace" kam, wie er hofft, mit der Flut wieder frei. Zwei Schlepper zogen um kurz nach Mitternacht am 23.9. den Havaristen vom Ufer ab, danach konnte er mit eigener Kraft einen Ankerplatz flussabwärts in Astoria ansteuern, wo er untersucht werden sollte. Sicherheitshalber eskortierten ihn die Schlepper aber auf dem Weg dorthin. Quelle: Tim Schwabedissen



Viel Rauch um wenig auf dem Rhein
(24.09.11) Die Feuerwehren aus Neuwied, Engers, Weißenthurm, Urmitz und die Berufsfeuerkoblenz waren schon alarmiert, da kam die Entwarnung. Eine große Rauchwolke war von einem Binnenschiff vor Engers am Abend des 23.9. aufgestiegen und hatte einen Alarm für die mit Booten ausgestatteten Wehren am Rhein ausgelöst. Zunächst waren nur die Wehren Neuwied und Engers alarmiert worden, angesichts des Rauchs wurden dann auch die Feuerwehrboote aus Weißenthurm und Urmitz sowie das Löschschiff der Koblenzer Berufsfeuerwehr angefordert. Doch die Verstärkung wurde nicht mehr gebraucht, nachdem Kräfte der Feuerwehr Engers an Bord gegangen waren und festgestellt hatten, dass der Motor offenbar nur Öl verbrannt hatte. Das Schiff machte aber zunächst zur Sicherheit am Anleger des Personenschiffs am Schloss Engers fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Versorger verlor Öl
(24.09.11) Der norwegische Versorger "Skandi Foula", 3252 BRZ (IMO-Nr.: 9250749) verlor bei der Aufnahme von Kraftstoff am Torry Dock in Aberdeen am 23.9. rund eine Tonne Öl. Die Hälfte davon konnte aufgenommen werden, nachdem das betroffene Gebiet abgeriegelt worden war. Das verbliebene Öl sorgte für einen dünnen Film auf dem Wasser. Offenbar trieb aber nichts in den River Dee. Die "Skandi Foula" sollte nun zur Untersuchung und Reparatur in ein örtliches Trockendock gehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Mehrere Bergungsversuche für Große-Seen-Frachter fehlgeschlagen
(24.09.11) Auch am 23.9. gelang es nicht, den vor Scatarie Island gestrandeten, kanadischen Große-Seen-Frachter "Miner", 17831 BRZ (IMO-Nr.: 6601674) wieder flottzumachen. Zwei Versuche des Schleppers, der das Schiff am 20.9. in schwerer See von seiner Schlepptrosse verloren hatte, es von den Felsen zu ziehen, schlugen fehl, bereits am Vortag war ein Bergungsversuch gescheitert. Die kanadische Coast Guard überwachte die Arbeiten an dem Frachter, der rund 6.5 Tonnen Diesel in einem Versorgungstank weit oberhalb der Wasserlinie beim Generatorenraum an Bord hat. Selbst beim Auftreten von Lecks droht so kein Auslaufen, und ein Kentern wurde als unwahrscheinlich angesehen, sodass es in dieser Hinsicht Entwarnung gab. Die Bergungsversuche sollten im Lauf des Wochenendes fortgesetzt werden. Es wurde ruhiges Wetter erwartet. Bevor nach einer Bergung die Schleppreise über den Atlantik in die Türkei fortgesetzt wird, muss das 223 Meter lange und 20 Meter breite Schiff auf jeden Fall auf mögliche Schäden hin untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Neuerliches Bootsunglück in Indonesien - bis zu 22 Tote
(24.09.11) 13 Menschen kamen ums Leben, neun wurden vermisst, nachdem am 23.9. vor Ostjava in Indonesien ein Boot sank. Der Unfall ereignete sich vor der Küste von Raas Island. Insgesamt waren rund 40 Personen an Bord. Von Surabaya aus wurde eine SAR-Operation gestartet. Bereits am 20.9. waren bei einem Bootsuntergang vor Bali etwa 25 Menschen ertrunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Trawler aufgegeben
(24.09.11) 27 Besatzungsmitglieder, darunter acht Philippinos, acht Chinesen, vier Indonesier, drei Vietnamesen, drei Kambodschaner und der japanische Skipper, des vor einem Monat gestrandeten Trawlers "Teraka 168" kamen am 23.9. im Südhafen von Manila an. Ihr Schiff hatte am 28.8. vor der Caroline Inselgruppe Maschinenschaden erlitten. Die Malayan Towage and Salvage Corporation setzte den Schlepper "Trabajador," am 1.9. von der Subic Bay in Olongapo City in Marsch. Doch schlechtes Wetter verzögerte den Einsatz, und erst am 16.9. erreichte der Schlepper den havarierten Trawler. Dennoch versuchte er, ihn wieder flott zu machen, doch die Reederei Yuh Yow Fisheries Ltd. entschied dann, das Schiff aufzugeben. Die Crew ging an Bord des Bergungsschleppers, der sie nun nach Manila brachte. Quelle: Tim Schwabedissen



"Luminous Ace" sitzt fest (Bild: USCG)   Großbild klick!
Autocarrier sitzt auf Columbia River fest
(23.09.11) Die Coast Guard Columbia Rive in Astoria, Oregon, wurde alarmiert, nachdem der 584 Fuß lange, philippinische Autotransporter "Luminous Ace", 45796 BRZ (IMO-Nr.: 9110107), am 22.9. um 18.10 Uhr auf dem Columbia River auf Grund lief. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Coast Guard Air Station Astoria überwachte den Havaristen bei Flussmeile 40. Das Schiff war nach einem Ausfall der Bordelektrik manövrierunfähig geworden. Es wurde mit einem Anker landseitig gesichert, während auf Schlepper gewartet wurde. Währenddessen konnte die Bordenergie wieder hergestellt werden. Am 23.9. um ein Uhr sollte das Schiff mit der Flut wieder flottgemacht und zu einem Ankerplatz nahe Astoria verholt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischfrachter im Haugesund gestrandet
(23.09.11) Am 23.9. gegen ein Uhr lief der norwegische Fischtransporter "Tauranga", 707 BRZ (IMO-Nr.: 9249714), beim Einlaufen in den Haugesundauf Grund. Das Rettungsboot "Bergen Kreds" kam dem beim Tonjer Feuer festsitzenden Schiff zu Hilfe. Als die Polizei die Crew vernahm, gab diese an, beim Versuch, einem anderen Schiff auszuweichen, vom Kurs abgekommen zu sein. Ein Taucher des Rettungsbootes untersuchte den Schiffsboden und fand zwar Spuren des Bodenkontaktes, aber keine Lecks. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter auf Ocean Shores von der Brandung zerschlagen
(23.09.11) Die U.S. Coast Guard Columbia River und die Departments of Ecology (Ecology) and Natural Resources (DNR) waren im Einsatz, nachdem der 52 Fuß lange Kutter "Dare II" am Abend des 21.9. vor Ocean Shores, Washington, gestrandet war. Das Schiff hatte eine halbe Meile nördlich von Grays Harbor nahe der Nordmole Maschinenausfall erlitten und war kurz darauf in der Brandungszone angetrieben. Die Ocean Shores Fire Rescue rettete die dreiköpfige Crew. Das Schiff hatte zwischen 50 und 80 Gallonen Treibstoff in den Tanks. Es begann in der Pazifikbrandung rasch zu zerbrechen, Trümmer trieben um das Wrack, und Öl trieb in einem Bereich bis zu einer Meile nördlich der Strandungsstelle. Das Wash. Conservation Corps wurde geholt, die Trümmer zu räumen, und die Global Diving and Salvage zur Untersuchung des Wracks. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht sank nach Brandbekämpfung
(23.09.11) Am 22.9. um 14.40 Uhr brach auf der Yacht "Nook" bei der Brücke von Iroise ein Feuer aus. Der Rettungsdienst schickte die "Brigantine" und "Douffine" aus Brest, und um 1.454 Uhr begann die Brandbekämpfung. Der Skipper war von anderen Bootsfahrern zuvor gerettet worden. Um 15.40 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, doch konnte ein Sinken der Yacht nicht verhindert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kuttercrew war betrunken, als sie Atom-U-Boot rammte
(23.09.11) Die Besatzung des russischen Kutters "Donets" war betrunken, als sie ein Atom-U-Boot gerammt und leicht beschädigt hat. Das U-Boot hatte über Wasser gelegen und Signalraketen abgeschossen, als sich das andere Schiff näherte, Aber der Kutter reagierte weder darauf noch auf Funksprüche. Der Kapitän war nicht auf der Brücke, sondern mit der gesamten Mannschaft unter Deck am Feiern gewesen. Mit voller Fahrt lief die "Donets" in die "Svyatoy Grigori Pobedonosets" hinein, deren Rumpf leicht beschädigt wurde. Sie hatte sich hinter dem kleinen Trawler "Kormchii" auf Gegenkurs befunden. , Das U-Boot ging nach Vilyuchinsk zur Reparatur. Die 166 Meter lange "Svyatoi Georgi Pobedonosets" ist ein atomgetriebenes Boot mit einer Crew von 130 Mann. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Verletzte und ein Toter bei Schiffsbrand
(23.09.11) Das Offshore-Lagerschiff "Lentera Bangsa", 66031 BRZ (IMO-Nr.: 7925730) der China National Offshore Oil Corporation geriet am 23.9. gegen neun Uhr in der Jakarta Bay in Brand. Vier Mann der indonesischen Crew wurden schwer verletzt, einer vermisst. Das Schiff ankerte vor Thousand Islands. An Bord waren über 150 Mann Personal. Die Brandbekämpfung im Maschinenraum war schwierig, aber letztlich erfolgreich. Die Verletzten wurden ins 100 Kilometer entfernte Jakarta gebracht.Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepperwrack wird auf Öl untersucht
(23.09.11) Im Lake Champlain versuchen Taucher herauszufinden, ob die 1963 auf ein Riff gelaufene "William H. McAllister", die einst Bargen zwischen Vermont und New York transportierte, angesichts der 14,000 Gallonen Öl ein Umweltrisiko darstellt. Der Schlepper liegt in 160 Fuß Tiefe. Die Arbeiten im Auftrag der U.S. Environmental Protection Agency in Edison sollten drei Tage dauern, wenn Öl gefunden wird, eine Woche länger. Die " McAllister" liegt rund fünf Meilen südlich von Port Kent und acht Meilen westlich von Burlington. 1997 wirde ein Ölfleck dort entdeckt. Am 21.9. stieg ein Taucher ab, um das Wrack zu markieren. Am 22.9. wurde eine Leine durch einen Taucher der Buffalo Industrial Diving Co. gezogen. Beim nächsten Tauchgang galt es Sedimente vom Schiffsdeck zu beseitigen, uum die Tanks zu lokalisieren. Die Sicht betrug unter 10 Fuß. Quelle: Tim Schwabedissen



Große Seen-Frachter auf dem Weg zum Verschrotten gestrandet
(23.09.11) Vor Scatarie Island strandete am 20.9. gegen zwei Uhr der Abbruchfrachter "Miner", 17831 BRZ (IMO-Nr.: 6601674), ein einstiger Great Lakes Frachter. Er hatte sich auf dem Weg zu Abbrechern in Aliaga von der Schlepptrosse in schwerer See losgerissen und trieb in Cape Breton auf Felsen. Das 222 Meter lange Schiff endete an der Nordseite von Scatgarie Island, Es hat .lediglich 6,5 Tonnen Öl zum Generatorenbetrieb in den Tanks gehabt. Das Seegebiet ist berüchtigt: ahe Scatarie Island sank 1911 der Passagierdampfer SS "Bruce" und 1873 der britische Dampfer "Saltwall" vor Hay Island, ebenso wie HMS "Feversham" der britischen Marine in einem Oktobersturm 1711. Wie es mit der ehemaligen "Canadian Miner" weitergeht, ist unklar - Bergungsversuche am 21.9. und am 22.9. beim 17.30-Uhr-Hochwasser scheiterten. Das Schiff wurde 1966 als "Maplecliffe Hall" erbaut und transportierte Erz und Getreide auf den Great Lakes 1988 wurde es zur "LeMoyne" der Canada Steamship Lines und 1994 zur " Canadian Miner" der Upper Lakes Shipping in Toronto. 2009 wurde es außer Dienst gestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot im Sturm gestrandet
(23.09.11) Bei Helwell Bay in Watchet strandete der 33 Fuß lange Sunseeker Cruiser "Flying V" in stürmischer See, als er vor Watchet Harbour auf der Fahrt von Penarth nach Ilfracombe war und Maschinenausfall erlitt. Um 19.30 Uhr am 18.9. funkte er Notrufe, woraufhin das Coastguard Maritime Rescue Centre in Swansea das Watchet Coastguard Search and Rescue Team arlarmierte. Die Crew wurde gerettet und das Boot mit einem Anker gesichert. Gegen 21 Uhr saß es fest auf Felsen. .Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank in New Bedford
(23.09.11) In New Bedford Harbor sank am Morgen des 22.9. um 3.44 Uhr der 40 Fuß lange Kutter "Full Circle", nachdem es zu einem Wassereinbruch am Propellerschaft gekommen war. Die Tucker-Roy Towing barg das Schiff, nachdem zuvor Coast Guard und das Department of Environmental Protection Ölsperren ausgelegt hatten. Das Schiff lag fast vollständig unter Wasser, nur sechs Inch weit ragte der Bug über die Wasseroberfläche. Die "Full Circle" hatte längsseits der "Transition" gelegen, die zeitweilig unter Wasser gezogen zu werden drohte und losgeschnitten wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper in Denia rasch geborgen
(23.09.11) Ein Schlepper der Balearia Fährgesellschaft sank in Denia beim Fischmarkt. Niemand war zu der Zeit an Bord. Rettungskräfte verhinderten Ölaustritte und bargen den Schlepper mit zwei 13,5-Meter-Kränen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Zhou Hong Yu Chuan" kentert (Bild: Jonathan Woods)   Großbild klick!
Dramatische Szenen nach Kentern eines Restaurantschiffes
(22.09.11) Beim Kentern des Restaurantschiffes, das am 20.9. auf dem Jialing Fluss in Südwestchina verunglückte, nachdem es sich im Sturm in Chongqing von seiner Verankerung losgerissen hatte und mit einem anderen Schiff kollidiert war, sind möglicherweise doch zwei Personen ertrunken. Der Fluss war bei Hochwasser 14 Meter hoch angestiegen, woraufhin der Anker des Restaurantbootes "Zhou Hong Yu Chuan" sich losriss und das Boot samt seinen Gästen auf Drift ging. Es trieb dann gegen ein anderes Rstaurantboot, die "Xin Yuan Yu Gang", und verkeilte sich unter dem Rumpf. Ein Retter zog sich an einer Leine auf das überliegende Fahrzeug hinüber, das wenig später endgültig umschlug in der extremen Strömung. Es gelang den eingetroffenen Rettungsdiensten aber dennoch, die im Wasser schwimmenden Schiffbrüchigen überwiegend aus den Fluten zu ziehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht überstand Strandung auf Buhne unversehrt
(22.09.11) Ein Tampen seines Segelbootes ist einem Skipper am Nachmittag des 21.10. auf der Seeschifffahrtsstraße Ems in Höhe Knock zum Verhängnis geworden. Auf dem Weg in Richtung Nordsee verfing sich das Seil im Propeller, wodurch das rund neun Meter lange Sportboot antriebs- und steuerungslos kurz vor einer Steinbuhne auf Grund lief. Auch das Ausbringen des Notankers half nicht. Glück im seinem Unglück: Die Besatzung des Zollbootes "Emden", das sich zufällig in der Nähe aufhielt, konnte schnell helfen. Mit dem zu Wasser gebrachten Tochterboot wurde der Havarist zunächst in tieferes Fahrwasser gezogen. Kurz darauf wurde er von der "Paapsand" des Wasser- und Schifffahrtsamtes auf den Haken genommen und in den Emder Außenhafen geschleppt. Der Skipper und seine Begleitung blieben unverletzt. Am Boot selbst entstand auch kein Sachschaden. Der Segler konnte nach der Inspektion im Außenhafen seine Fahrt ungehindert fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Brunsbütteler Saugbagger von Tanker schwer beschädigt
(22.09.11) Am 21.9. gegen 11.30 Uhr kollidierte in Brunsbüttel der von Antwerpen kommend in den Neuen Schleusenvorhafen einlaufende, portugiesische Chemietanker "Johann Essberger", 4781 BRZ (IMO:9480980), mit dem Saugbagger "Wilhelm Krüger" (MMSI-Nr.:211298250), der am Mittelleitwerk, vor der Neuen Südschleuse, lag. In die Backbord-Seite des Saugbaggers wurde mittschiffs ein Loch gerissen, woraufhin er stark Wasser machte. Es entwickelte sich starke Schlagseite, wobei aber keine Gefahr des Sinkens bestand. Der Saugbagger wurde mit Schlepperhilfe in den Binnenhafen geschleppt und dort am Südkai liegend stabilisiert. Außerdem entstand bei der Havarie auch Sachschaden am Mittelleitwerk. Der Tanker verholte nach der Kollision zunächst auf Reede, um später mit Schlepperhilfe in den Binnenhafen einzulaufen, wo er an die östlichen Bahnhofsdalben ging. An der "Johann Essberger" entstand lediglich leichter Sachschaden, so kam es zu Farbabschürfungen. Sie setzte ihre Reise am 22.9. um 2.50 Uhr nach Klaipeda fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler rammte U-Boot
(22.09.11) Am 20.9. um 18.10 Uhr lief der Bucht von Avacha in Petropavlovsk-Kamchatskiy, beim Passieren des Kutters "Kormchiy" der russische Trawler "Donets" mit einem Unterwasserhindernis. Wie sich dann heraus stellte, handelte es sich dabei um ein russisches U-Boot. Eine der beiden größten russischen Basen für Atom-U-Boote befindet sich in der Bucht von Avacha. Die "Donets", 321 tdw (IMO-Nr.: 7630098) wurde 1976 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbarge riss sich los und wurde wieder eingefangen
(22.09.11) In Kodiak geriet am 20.9. um 18.23 Uhr eine 173 Fuß lange Barge 11 Meilen nördlich von Wales in der Bering Straße ins Treiben, nachdem sie sich von dem 82 Fuß langen amerikanischen Schlepper "Sinuk" in schwerer See losgerissen hatte. Die Barge trieb acht Meilen westlich am Fairway Rock vorbei. An Bord waren 530 Tonnen Flugbenzin und 5800 Gallonen Gasöl. Die Crews der "Siku" und "Sinuk" konnten am 21.9. um 16.35 Uhr wieder eine Schleppverbindung herstellen. Vor Ort herrschten bis zu 15 Fuß hohe Wellen und 46 Meilen Wind. Inzwischen steuerten die beiden Schlepper mit ihrem Anhang Port Clarence nahe Nome an. Es gab keine Schadensberichte. Während der Nacht hatte die "Sinuk" die Drift der Barge überwacht. Die Coast Guard hatte auch eine C-130 aufsteigen lassen und blieb in Kontakt mit dem Schlepper. Die "Sinuk", 120 tdw (IMO-Nr.: 9107849) wurde 1995 erbaut und läuft, wie auch die "Siku", für die Crowley Marine Services Inc. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Piratenangriff in Brand geraten und aufgegeben
(22.09.11) Der zyprische Frachter "Pacific Express" wurde am 21.9. auf Position 0424 S-04220 O von seiner Crew aufgegeben. Er war am 20.9. um 10.34 Uhr von Piraten attackiert worden und war in Brand geraten. Die Crew von 26 wurde von der "Doria" der italienischen Marine gerettet. Um 12 Uhr wurde der Untergang des Frachters auf 04 13 S 04 22 O gemeldet. Die Attacke hatte auf Position 04 47 0 S, 044 35 0 O, 300 Meilen südöstlich von Mombasa, stattgefunden. Ein Boot mit sechs Angreifern hatte das Feuer auf den Frachter eröffnet. Der Kapitän ließ Ausweichkurse laufen, um das Boot am Längsseitskommen zu hindern. Ein zweites Boot schloss sich den Angreifern an. Doch trotz mehrerer Anläufe gelang es ihnen nicht, an den Frachter heranzukommen. Die "Pacific Express", 22597 tdw (IMO-Nr.: 8009454) wurde 1981 erbaut und lief für die Cyprus Maritime Co., Athen. Die Crew bestand aus 25 Philippinos und einem Ukrainer. Das Schiff hatte 3300 Tonnen Stahl geladen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nordlys" nach Sula eingeschleppt
(22.09.11) Am 21.9. gegen 13 Uhr erreichte die Hurtigruten-Fähre "Nordlys" nach 4,5-stündiger Fahrt die Fiskerstrand Verft in Sula am Haken der "Max Mammut", "Mega Mammut", "BB Ocean" und "Mini Mammut". Einige kleinere verbliebene Leckagen wurden zuvor noch mit Beton von innen dichtgesetzt. Während des Transits blieb eine kleine Runnercrew zur Überwachung der Lage an Bord. Es gab nur Notstrom von Generatoren und Batterien an Bord. Im unteren Laderaum befanden sich immer noch zwei Fahrzeuge, die über die kleineren Reserveluken, über die die übrige Fracht entladen worden war, wegen ihrer Größe nicht hatten hinaus befördert werden können. Mit immer noch leichter Schlagseite wurde das Schiff nach dem Einlaufen an einem Ponton festgemacht. Voraussichtlich am 23.9. soll es ins Trockendock gehen, wo binnen einer Woche die Bodenschäden beseitigt werden. Nach einer Schadensaufnahme sollen dann Gebote von Werften in Norwegen, Schweden und Deutschland eingeholt werden, wobei die Reparatur wahrscheinlich an der norwegischen Westküste stattfinden wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Janine wieder faltenfrei
(22.09.11) Am 21.9. um 16 Uhr machte das holländische Binnenschiff "Janine" oberhalb der Schleuse von Oldenburg fest. Morgens um 3.40 Uhr bei Hochwasser hatte ein Schlepper das Schiff wieder in die Fahrrinne der Hunte gezogen. Der erste Bergungsversuch am Vorabend um 20 war abgebrochen worden, weil weitere Risse im Rumpf drohten. Doch mit dem nächsten Hochwasser legten die Berger erneut los. Zuvor hatte ein Arbeitsschiff des WSA, die "Harriersand", die Uferböschung am Bug des Schiffes abgetragen. Als dann die "Janine" am Heck angehoben wurde, zog sie sich durch das eigene Gewicht wieder gerade gebogen und nahm wieder seine ursprüngliche Form an. Es war danach ohne Unterstützung schwimmfähig. Am Haken von zwei Schleppern wurde die "Janine" dann nach Oldenburg gebracht. Dort soll sie nun von Experten der Zentralen Schiffsuntersuchungskommission (ZSUK) unter die Lupe genommen werden. Diese gibt den weiteren Transport frei. Außerdem gingen Mitarbeiter des Schiffsversicherers an Bord des Frachters, um zu entscheiden, wohin das Schiff gebracht werden soll und ob sich eine Reparatur lohnt. Auch ein Ruderblatt, das bei der Bergung verloren gegangen war, wurde vom Schwimmgreifer "Harriersand" aus dem Fluss gefischt. Nachdem auch die Böschungen wieder instand gesetzt wurden, konnte die Hunte am 22.9. gegen acht Uhr wieder für die Schifffahrt freigegeben werden. Das THW machte sich daran, die vorsorglich ausgelegten Ölsperren wieder einzuholen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack aus dem 13. Jahrhundert ausgegraben
(22.09.11) Ein Wrack aus dem 13. Jahrhundert, das kürzlich am New Bierkaai in Hulst entdeckt wurde, wird seit dem 19.9. von spezialisierten ausgegraben. Die alte Hafenstadt Hulster lag ursprünglich an einem Bach. Im dreizehnten Jahrhundert wurde außerhalb des Baches eine Mauer gebaut. Im sechzehnten Jahrhundert wurde der Hafen mit einem schweren Mauer mit Naturstein verkleidet. Der Zugang zu der Stadt wurde dann durch den Bollewerckpoort geschlossen. Von dieser Zeit an konnten nur kleine Schiffe in die Stadt fahren. Der alte Hafen wurde 1596 verfüllt, und genau hier wird nun gegraben. Das Holz des Wracks wird seit der Entdeckung ständig feucht gehalten. Nach der Bergung wird es in einen Wasserbehälter verfrachtet und dann durch Meeresarchäologe weiter untersucht. Die Bergungsarbeiten sollten voraussichtlich bis zum 23.9. andauern. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Kap Antifer
(20.09.11) Der Kutter "Stenaca - CH.735950", 18 BRZ, aus Courseulles-sur-Mer, sank am frühen Nachmittag es 21.9. vor Kap Antifer unweit des Heimathafens. Der 14 Meter lange Kutter befand sich 4,5 Meilen südöstlich des Kaps nahe Le Havre, als er um 13.20 Uhr Wassereinbruch im Achterschiff erlitt. Ein Dauphin-Helikopter der Marine in Cherbourg-Maupertus startete mit einer Lenzpumpe und einem Rettungsschwimmer an Bord, doch die Pumpe wurde des eindringenden Wassers nicht Herr, und der Kutter sank in 25 Metern Wassertiefe. Das Patroullienboot "Esteron" nahm die Fischer unversehrt an Bord. An der Untergangsstelle wurde ein geringfügiger Ölfilm gesichtet. Quelle: Tim Schwabedissen



Longliner im Taifun vermisst
(22.09.11) Der taiwanesische Longliner "Hsiehyi No. 6", 73,5 BRZ, wird mit acht Mann Crew seit dem 8.9. vermisst. Das in Suao beheimatete Schiff hatte den Fischereihafen von Nanfangao in Nordost- Taiwan am 2.9. verlassen und den Eigner zuletzt am 7.9. kontaktiert. Es befand sich da rund 355 Meilen südöstlich von Okinawa. An Bord waren der Skipper und sein Chefingenieur aus Taiwan sowie sechs Indonesier. Nachdem das Schiff als vermisst gemeldet wurde, haben japanische Schiffe und Flugzeuge keine Spur von ihm entdeckt. In dem Seegebiet herrschte ein Taifun. Taiwans Coast Guard schickte inzwischen ein Patroullienboot. Quelle: Tim Schwabedissen



Die Uhr tickt für die Eastern Star
(22.09.11) Der 57 Fuß lange Kutter "Eastern Star" liegt weiterhin auf dem Penobscot River auf Grund. Das 47 Jahre alte Schiff, die ehemalige "Roamer", strandete am 20.7. wegen eines blockierten Propellers auf einer Untiefe. Versuche, zu Eigner Mizrachi seitens der Verwaltung von Hampden Town aufzunehmen, scheiterten seither, und am 26.9. soll das Maine Department of Conservation informiert werden, dass das Schiff als aufgegeben gilt. Dieses kann dem Eigner 15 Tage Frist zur Bergung setzen und dann selbst initiativ werden. Es wurde befürchtet, dass der Kutter auf die Dauer auseinanderbrechen könnte. hatte zuletzt am 16.8. von Fortschritten bei der Bergungsarbeit, bei der es etliche Lecks zu flicken galt, berichtet, sodass das Schiff mit der Flut aufschwimmen sollte. Doch eine Reihe von Versuchen, es mit Hilfe von Luftsäcken, einem Truck und einem anderen Boot loszubekommen, waren dann gescheitert, weil die "Eastern Star" allzu schnell wieder imt Wasser volllief. Die damalige "Roamer" sank erstmals am 15.1. an der Rockland Fischpier udn wurde dann von. Mizrachi erworben und nach Rockland geschleppt, wo sie mit einer neuen Maschine ausgestattet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Nordlys wird abgeschleppt
(Bild: Johan Behrentz)   Großbild klick!
"Nordlys" verließ Aalesund
(21.09.11) Am Morgen des 21.9. wurde die Hurtigruten-Fähre "Nordlys" von den beiden Schleppern "Max Mammut" und "Mega Mammut" vom Skansekai in Aalesund weggezogen und auf den Weg zur Fiskerstrand Verft in Sula gebracht. Die "BB Ocean" und "Mini Mammut" waren während des Manövers auf Standby. In Sula soll das Schiff gründlich untersucht werden, um den Brandprozess besser erklären zu können und eine Schadensaufnahme durchgeführt werden, auf deren Basis die Reederei Angebote für eine dauerhafte Reparatur einholen kann. Dies wird rund zwei bis drei Wochen dauern. Quelle: Tim Schwabedissen



Untersuchung zum Untergang der "Spice Islander" eingeleitet
(21.09.11) Die Regierung von Sansibar hat eine Untersuchung zum Untergang der Fähre "Spice Islander" eingeleitet, die vor der Nungwi Bay samnk, wobei mindestens 204 Menschen ums Leben kamen und 619 gerettet wurden. Die Zanzibar Marine Authority hat derweil einen Mangel an geeigneten Inspektoren beklagt, um in ausreichendem Maße Schiffe und Fracht zu kontrollieren, seit die Regierung 2006 eine eigene Behörde geschaffen hat, die die Surface and Marine Transport Authority (SUMATRA) ersetzte. Neben dem Unglück der "Spice Islander" gab es in den vergangenen Tagen noch zwei weitere Zwischenfälle: Auf der "Sea Bus I" fiel die Maschine aus, und es kam zu einer Panik unter den Passagieren. Das Schiff kehrte später nach Pemba zurück. Die "Sea Star" musste am 12.9. nach Malindi umkehren, nachdem auf der Fahrt von Chumbe Island nach Daressalam ebenfalls eine Maschine ausfiel. Den zwei Inspektoren in Pemba und vier in Unguja stehen 80 Fähren in der Region gegenüber, von denen 30 zum Personentransport zugelassen sind. Die letzte Inspektion der "Spice Islander" hatte im Dezember 2010 in Mombasa stattgefunden. Derweil sind die 12 südafrikanischen Rettungstaucher in die Heimat zurückgekehrt, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Meerestiefe an der Untergangsposition zu tief war, um das Wrack zu erreichen. Sie können bis in 55 Meter Tiefe arbeiten. Die Wassertiefe von 275 bis 300 Metern verbietet auch eine Bergungsoperation. Quelle: Tim Schwabedissen



"Janine" mit Matratze, Folie und Brettern geborgen
(21.09.11) In der Nacht zum 21.9. gelang es, das Wrack des holländischen Binnenschiffes "Janine" in der Hunte in einem Stück zu heben. Mit dem Hochwasser um ein Uhr wurde der Havarist angehoben und vom Ufer weggedreht. Vier große Lenzpumpen liefen am Nachmittag des 20.9. an Bord des Pontons "Wagenborg Barge 3", um den Laderaum leerzubekommen. Mit Folie, Holzbrettern und einer Matratze versuchten die Arbeiter damit, die Knickstelle in der Mitte des Schiffs abzudichten. Zuvor waren armdicke Stahltrossen unter dem Rumpf hindurchgezogen und nahe der Bruchstelle positioniert worden. Nach der Bergung wurde das Wrack nach Haren/Ems geschleppt. Am 22.9. sollte nach einer Untersuchung des Flussbettes die Hunte wieder freigegeben werden. Bis dahin mussten Binnenschiffe mit dem Zielhafen Oldenburg einen Umweg von zwei Tagen über die Weser, den Mittellandkanal und den Küstenkanal in Kauf nehmen. Die Bergung hat rund 100000 Euro gekostet. Als Unfallursache wurde nach letztem Stand der Ermittlungen ein Ruderausfall vermutet. Es wurde auch geprüft, ob dem Kapitän ein strafrechtlicher Vorwurf zu machen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tanker auf Don kollidiert
(21.09.11) Am 20.9. um 22.40 Uhr kollidierten bei der Passage von Ankerplatz IV vor Azov auf dem Don die russischenTanker "Brothers 11" und "Valeriy Kalachev". Die "Valeriy Kalachev" hätte der "Brothers 11" ausweichen müssen, die den Fluss auf der Fahrt von Tatyana nach Kerch abwärts befuhr. Die "Valeriy Kalachev" war von Rumänien in den Iran unterwegs. Die "Brothers 11" erlitt ein 1x1,65 Meter großes Loch oberhalb der Wasserlinie, die "Valeriy Kalachev" wurde ebenfalls im Bugbereich auf Höhe der Ankerwinsch auf 2x2.1 Metern aufgerissen. Beide Schiffe gingen vor Azov vor Anker. Die " Valeriy Kalachev", 3345 tdw (IMO-Nr.: 7945558) wurde 1981 erbaut und hat als Manager die Transshipping Co. Die "Brothers 11", 3100 tdw (IMO-Nr.: 8881369) wurde 2003 erbaut und läuft für die Palmali Group. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Seen-Frachter kollidiert
(21.09.11) Der Große-Seen-Frachter "Indiana Harbor" kollidierte am 17.9. in Duluth mit einem anderen Laker, der "Cason J. Callaway". Diese lief der "Indiana Harbor" ins Heck. Das Schiff wurde danach am Kai gesichert. Die "Callaway verließ dieTwin Ports in der Nacht zum 18.9. zur Reparatur bei der Bay Shipbuilding in Sturgeon Bay, Wisconsin. Sie wird ungefähr 10 Tage dauern. Der Bulkcarrier "Indiana Harbor", 88209 tdw (IMO-Nr.: 7514701), wurde 1979 erbaut und hat als Manager die American Steamship Co. Der Bulkcarrier "Cason J. Callaway", 26778 tdw (IMO-Nr.: 5065392), entstand 1952 und läuft für die Keystone Shipping Co. Quelle: Tim Schwabedissen



11 Tote und 14 Vermisste vor Bali
(21.09.11) Vor der indonesischen Insel Bali ist in rauer See ein Schiff mit Dutzenden Musikern gesunken. Elf Menschen kamen ums Leben, 14 weitere wurden vermisst. Die Mitglieder einer traditionellen Trommlertruppe waren am 21.9. auf dem Weg von Nusa Lembongan zur Insel Nusa Penida, wo sie bei einer Bestattungszeremonie teilnehmen wollten. Insgesamt waren 36 Personen an Bord des Holzschiffes. Quelle: Tim Schwabedissen



Ketsch entmastet und evakuiert
(21.09.11) Südwestlich von Sable Island wurden vor Nova Scotia am 20.9. in stürmischer See drei belgische Segler von der Yacht "Aquila" gerettet, deren Mast gebrochen war. Ein Cormorant Helikopter aus Greenwood winschte die beiden Männer und eine Frau um 9.30 Uhr auf und flog sie nach Halifax. Die drei waren in der Nacht zum 19.9. in einen Sturm geraten, nachdem sie zwei Tage zuvor aus Port Hawkesbury ausgelaufen waren, um über die Azoren nach Belgien zu kommen. Die Geretteten sagten, es sei wie ein Hurrikan gewesen, die Seen seien von überall her gekommen, sodass das Boot nicht mehr zu steuern war. Sie hätten sich unter Deck begeben. Dann sei die Zweimast-Ketsch in den hohen Wellen gekentert. Sie habe sich dann wieder aufgerichtet, wobei in dem Durcheinander die Segler leichte Verletzungen erlitten. Dann sei der Mast in drei Stücke gegangen. Das Joint Rescue Co-ordination Centre in Halifax ortete die Yacht nach einem Notruf105 Kilometer südöstlich von Sable Island. Als die Retter eintrafen, sahen sie das Deck des Schiffes übersät mit Mast- und Rigtrümmern. Deswegen war das Abbergen nicht einfach, aber es verlief letztlich erfolgreich. Die Schiffbrüchigen wollten nun per Flugzeug nach Europa zurückkehren. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Mann kämpft gegen den Untergang von Barge 202
(21.09.11) In Lyle auf dem Columbia River verkörpert die "Barge 202" nahezu perfekt das Bild eines aufgegebenen Schiffes. Rost bedeckt jeden Zentimeter, Metallflocken krachen unter den Füßen, und große Stahlteile fehlen an beiden Bordwänden dicht oberhalb der Wasserlinie als Folge eines aufgegebenen Abbruchs. Die Flusswellen schlagen in Innenräume herein. David Harris ist inzwischen vertraut mit dem Anblick. Er sah das Wrack nahe des Ufers von Washington und ging mit einer Matratze und einer kleinen Pumpe an Bord, um sich das Wrack anzueignen. Er sicherte das Wrack mit 10000 Pfund Steinen vor dem Abtreiben. Harries schätzte, dass der Stahl der Barge einen Wert von 75,000 Dollar darstellt und versucht nun, die Regierung zu überzeugen, dass er die Barge ans Ufer bringen und dort verschrotten kann. Wenn nicht, droht der Rosthaufen endgültig zu sinken. Doch bislang stieß Harris auf Desinteresse. Die Küstenwache verbot ihm, den 250-Tonner ohne Genehmigung zu bewegen. Diese Nachricht ließ sie durch die Polizei am 17.9. überbringen. Die Coast Guard, das U.S. Army Corps of Engineers und die Environmental Protection Agency sowie weitere staatliche Einrichtungen haben eine Taskforce zur Überwachung der rund 30 derartigen Fahrzeuge in der Region eingerichtet. Es handelt sich um alte Marineschiffe, gestrandete Schaufelraddampfer und herunter gekommene Bargen. "Barge 202" hatte sic him Juli von ihren Moorings in Dallesport, Washington, losgerissen und war in den Columbia Shipping Channel getrieben. Das Army Corps heuerte einen Berger, sie nahe des Ufers zu verankern. Nun könnte Bret Simpson aus Ellensburg derjenige sein, der ihr in Dallesport den Garaus macht - er war auch an der Räumung des Frachters "Davy Crockett" beteiligt. Das Washingtoner Department of Natural Resources, dem das Land, vor dem die Barge ankert, gehört, hat derweil eine Nachricht an Simpson und die JS & SW Inc. in Seattle geschickt, der die Barge gehören soll und die damit für die Beseitigung zuständig wäre. "Barge 202" ist wohl ein umgebauter Tanker aus dem 2. Weltkrieg. Harries versucht weiterhin, die Behörden zu überzeugen, ihm das Schiff zu überlassen und einen Schlepper zu vermitteln. Er würde es dann zu einer Position oberhalb des Bonneville Dam verholen. Bis die Behördenmühlen arbeiten, kann es aber noch dauern. So lange versucht er, die Barge über Wasser halten. Doch er will damit nicht den ganzen Winter verbringen. Würde die "Barge 202" sinken, gäbe es ein neues Problem mit alten Weltkriegsschiffen auf dem Coliumbia River. Quelle: Tim Schwabedissen



Restaurantschiff losgerissen und im Sturm gekentert
(21.09.11) Ein Restaurantschiff kenterte am 20.9. auf dem Jialing River in Südwestchina, nachdem es sich im Sturm in Chongqing von seiner Verankerung losgerissen hatte und auf dem sieben Meter Hochwasser führenden Fluss abgetrieben und mit einem anderen Schiff kollidiert war. Alle 11 Personen an Bord stürzten ins Wasser, konnten aber gerettet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Kawayan gestrandet
(20.09.11) Die philippinische Coast Guard Station in Tacloban City ist Befürchtungen über eine Ölverschmutzung entgegen getreten, nachdem der Frachter " Doña Riza II" in der vergangenen Woche auf der Fahrt nach Tacloban.vor einer Insel in der Biliran Provinz gestrandet war. Die Coast Guard Station in Naval, Biliran, habe das Schiff inspiziert und lediglich ein kleines Loch im Vorschiff entdeckt. Die "Doña Riza II" war mit einer Ladung von Salz in Säcken aus Roxas City gekommen, als sie in stürmischer See auf Grund lief. Das Schiff soll nun nach Kawayan geschleppt werden, nachdem die Crew Reparaturen durchführte. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl aus alten Wracks in Norwegen wird entsorgt
(21.09.11) Das Öl im Wrack von HMS "Bittern" soll jetzt ausgepumpt, nachdem es zu einer Leckage gekommen war. Die norwegischen Behörden in Namsos sind mit der "Crusader", einem Notfallschlepper, vor Ort, der die Plattform für die Pumparbeiten genutzt werden soll. Das Wrack soll mittels eines Mini-U-Bootes angebohrt werden, sodass das Öl dann an die Oberfölläceh gebracht werden kann. Die Arbeiten sollen knapp zwei Wochen dauern. HMS "Bittern" war nicht eines der fünf Wracks, die am dringlichsten behandelt werden sollte, aber ein aktuelles Leck hat zur Priorisierung geführt. Auch die anderen fünf Schiffe sollen aber noch 2011 abgepumpt werden. Bereits 2007/08 wurde die "Nordvard" vor Moss ausgepumpt, und 2008 die " Welheim" vor Florø. Mit den aktuell anstehenden Arbeiten wurde die Frank Mohn AS betraut. Es geht noch um den Zerstörer "Erich Giese" und den Frachter "Neuenfels" vor Narvik und die "Boardale" vor Vesterålen. Quelle: Tim Schwabedissen



Triple Trouble in Schwierigkeiten
(21.09.11) Am Morgen des 21.9. sollte die "Triple Trouble", die rund 20 Fuß vor den Felsen und 200 Fuß vor der Tonne, die die Einfahrt zum Nantucket Harbor markiert, von der Tucker Roy Marine Towing and Salvage aus Mattapoisett mit Taucherassistenz geborgen werden. Das Fahrwasser musste dafür nicht gesperrt werden, die Arbeiten sollten drei Stunden dauern. Zwei weiße Fender und eine orangene Boje markierten das Wrack bis dahin. Das Boot war am 15.9. gegen 22 Uhr gestrandet und dann gesunken, und die Coast Guard Station Brant Point rettete den Skipper. Doe Station Brant Point war von einem Freund alarmiert worden, nachdem das 38 Fuß lange Boot an der Hafenmole gestrandet war. Ein 47-Fuß-Boot lief von der Station Brant Point aus, kam aber nicht dicht genug heran, sodass von der Coast Guard Air Station Cape Cod ein MH-60 Jayhawk Helikopter aushelfen sollte. Gegen Mitternacht aber nahm der Wassereinbruch auf dem Boot zu, und dann kenterte es binnen kurzer Zeit. Die Bootscrew warf dem Skipper eine Leine zu und zog ihn an dieser an Bord. Er wurde dann zur Station Brant Point gebracht. Das Wrack des Bootes wurde erst am 17.9. entdeckt. Quelle: Tim Schwabedissen



Landungsboot nach Bergung unterwegs nach Seattle
(21.09.11) Die Bergungsoperation für das gestrandete Landungsboot "Kaktovik II" wurde jetzt abgeschlossen. Das Schiff war bei Nome auf Felsen gelandet, als es versucht hatte, eine gestrandete Barge am 10.9. von dort zu befreien. Dabei kam es selbst breitseits auf den Felsen zu liegen, als es von Wind und Wellen erfasst wurde. Dabei wurde an Steuerbord ein Kraftstofftank aufgerissen, und an die 1000 Gallonen Diesel liefen aus. Das Landungsboot wurde dann abgeschleppt und das verbliebene Öl abgepumpt, ehe das Schiff endgültig gehoben wurde. Es wurde nun auf eine Barge verladen, die es nach Seattle bringen soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Baggerschiff auf Moses Lake gesunken
(21.09.11) Ein Bagger, der Sedimente aus dem Moses Lake entfernen soll, wurde am Morgen des 17.9. halb gesunken in Parker Horn aufgefunden. Warum das 40 Fuß lange Boot des Moses Lake Irrigation and Rehabilitation District leckschlug und dann zwischen Route 17 und der Alder Street Fill sank, war noch unklar. An Bord waren zu der Zeit 600 Gallonen Diesel und 300 Gallonen synthetisches Öl. Nachdem es zu Ölaustritt kam, wurde eine Ölsperre um das Wrack gelegt. Das Dieselöl lief aber nicht aus. Das Moses Lake Fire Department und die Grant Count Sheriff's Office Marine Unit legten vorsorglich noch weitere Sperren aus, um das Ökosystem des Moses Lake nicht zu gefährden. Die geringen Mengen, die ausgelaufen waren, wurden bis zum 18.9.. aufgefangen und die Küstenlinie gereinigt. An diesem Tag sollte eine Bergungsfirma aus Seattle das Wrack wieder heben. Quelle: Tim Schwabedissen



Untersuchung zur Kollision vor Holyhead
(21.09.11) Eine Untersuchung wurde eingeleitet, warum der in Manx registrierte Tanker "Ocean Lady" nahe Holyhead mit dem Kutter "Bridget Carmel" am 19.9. kollidierte. Der Tanker machte zu Untersuchungen inzwischen in Milford Haven in Pembrokeshire fest. Er hat keine strukturellen Schäden erlitten, und auch der Kutter, der inzwischen nach Irland zurückkehrte, kam glimpflich davon. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach vermisster Yacht ausgeweitet
(21.09.11) die Irische Coast Guard koordinierte die Suchaktion vor der Südwestküste nach der 10 Meter langen Sloop "Golden Eagle", die mit einem 69-jährigen Norweger und einem 60-jährigen Neuseeländer an Bord vermisst wird. Das Boot war am 21.8. aus St George in Bermuda ausgelaufen und wurde am 15.9. in Crookhaven, West-Cork, erwartet. Die Yacht ist in Bergne registriert. Am 17.9. kontraktierte die Familie des Norwegers die Küstenwache, nachdem es zu keinem Kontakt gekommen war. Die norwegische Küstenwache wiederum fragte beim Bermuda Maritime Operations Centre nach, die wiederum die Irish Coast Guard alarmierte. Auch die portugiesische und die britische Coast Guard wurde eingebunden und plottete die mögliche Route. Die "Golden Eagle" ist mit VHF und einem 406MHz EPIRB ausgestattet. Sikorski-Helikopters aus Shannon und Waterford suchten die See vor Cork ab, und am 20.9. war auch ein Suchflugzeug des Air Corps Casa in der Luft. Vier Patroulleinboote hielten Ausschau, ebenso wie Handelsschiffe entlang der möglichen Atlantikroute. Linienflugzeuge wurden ebenfalls gebeten, ein Auge aufs Meer zu werfen. Quelle: Tim Schwabedissen



RNLI an gestrandeter Yacht (Bild: RNLI)   Großbild klick!
Freiwillige Seenotretter bargen an einem Morgen zwei Yachten
(20.09.11) Am 17.9. kurz nach Mitternacht lief ein Einhandsegler mit seiner 12 Meter langen, 1931 erbauten Yacht "Harrison Butler" bei 5 Bf Wind auf der Fahrt von Southampton nach Burdham Pool auf den Stokersands auf Grund. Als er mit auflaufendem Wasser versuchte freizukommen, stellte er fest, das ser den Anker nicht einholen konnte und alarmierte die Coastguard, die wiederum das Rettungsboot von Hayling Island kontaktierte. Dessen zwei Besatzungsmitglieder konnten den Anker erfolgreich aufnehmen, sodass die Yacht freikam und dann zur Sparks Marina geleitet wurde. Um 1.47 Uhr war das RNLI-Boot zurück auf Station. Schon gegen sieben Uhr wurde die Freiwilligencrew erneut alarmiert, nachdem wiederum eine Yacht auf Grund gelaufen war. Da sich das Boot auf die Seite gelegt hatte, fürchtete der Skipper einen Wassereinbruch. Nachdem die Retter vor Ort waren und die Lage für stabil befunden hatten, wurde entschieden, die beiden Segler bis zur nächsten Flut um 11.30 Uhr, mit der auch diese Yacht wieder freikam, zur Station zu bringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgebrannter Maschinenraum (Bild: Fridgair Walderhaug)   Großbild klick!
"Nordlys" vor Verschleppung nach Sula
(20.09.11) Am 21.9. soll die Hurtigruten-Fähre "Nordlys" vom Skanskekai in Ålesund durch Schlepper der Buksér og Berging zur Fiskerstrand Werft ins 22 Kilometer entfernte Sula gebracht werden. Bis dahin ging die Räumung des Schiffes von Fracht und Habseligkeiten der Passagiere in gemeinsamer Arbeit der Crew und der Polizei weiter. Am Nachmittag des 19.9. waren die Video-Untersuchungen am Unterwasserschiff beendet worden mit dem Ergebnis, dass das Schiff die Verschleppung überstehen kann. Inzwischen wurden auch Bilder veröffentlicht, die vom hastigen Räumen der Fähre zeugen. Im Restaurant liegen umgestürzte Stühle, während sich noch die Wurst vom jäh unterbrochenen Frühstück auf den Tellern wellte. Geschirr war beim Überlegen des Schiffes herabgefallen. Wüst sieht es auch in den Laderäumen, die unter Wasser standen, aus. Während einige Bereiche des Schiffes stark verrußt sind, blieben andere unversehrt. Auch die Maschinenanlage selbst überstand das Feuer, das sich in kürzester Zeit ausgebreitet hatte, in den vom Brand nicht erfassten Teilen ohne Schäden. Dennoch wird das Schiff auf Monate hinaus ausfallen. Hurtigruten hatten es nach Saisonende aber ohnehin für die Winterzeit außer Dienst stellen wollen, sodass der Verlust verschmerzbar ist. Quelle: Tim Schwabedissen



260 Kilometer lange Schleppreise eines Krans zur "Janine"
(20.09.11) Die Reederei Wagenborg aus Delfzijl wollte am 20.9. mit der Bergung des Binnenschiffes "Janine" aus Ter Apel beginnen. Am Nachmittag des 19.9. passierte der 80 Meter lange und 11,40 Meter breite 300-Tonnen-Schwimmkran "Triton" am Haken des Schleppers "Gyas" die nur zwölf Meter breite Schleuse in Oldenburg. An dem Kran war außerdem der 45 Meter lange Ponton "Wagenborg Barge 3" angehängt. 260 Kilometer legte der Schleppzug vom Ausgangshafen zurück. Sie passierten gegen 19.00 Uhr die Schleuse Oldenburg und fuhren in den tidebeeinflussten Bereich des Küstenkanals und der Hunte ein. Nach dem Eintreffen am Unglücksort wurden sie für die Bergung aufgetakelt. Als nächstes sollten Trossen unter der "Janine" hindurchgezogen werden, die das Schiff anschließend anheben sollen. Gleichzeitig sollte das Wasser aus dem Inneren des Wracks herausgepumpt werden. Die Knickstelle des Schiffs sollte bei Bedarf mit Stahlträgern stabilisiert werden. Nach Möglichkeit sollte die "Janine" in einem Stück gehoben werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff dank höheren Wasserstandes wieder in Fahrt
(20.09.11) Das Leck im Schweizer Binnenschiff "Aargau" konnten Taucher am 18.9. abdichten. Das mit 1 600 Tonnen Weizen beladene Lastschiff hatte am Morgen Grundberührung vor Trechtingshausen gehabt. Nach einer Zwischenstation in Assmannshausen verholte das Schiff mit Schlepperassistenz nach Bingen. Wegen des leicht steigenden Wasserstands durfte die "Aargau" am Nachmittag des 19.8. dann die Fahrt Richtung Basel fortsetzen. Offenbar hatte das Schiff soviel Wasser unter dem Kiel, dass auch ein weiteres Leichtern nicht mehr nötig war. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepperarmada barg Containerfrachter auf der Schelde
(20.09.11) Der am 19.9. auf dem Cadsand in der Scheldemündung unweit von Wielingen gestrandete, unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Luciana", 131771 BRZ (IMO-Nr.: 9398383), konnte am Nachmittag desselben Tages um 16.55 Uhr in Bewegung versetzt werden. Dazu hatte sich eine wahre Schlepperflotte, bestehend aus der "Multratug 6" , "10", "11", "16" and "17" von Multraship sowie der "Gent", "Union Grizzly", "Emerald" und "Smit Tiger" um den Havaristen, der auf ebenem Grund aufsaß, in Stellung gebracht. Nachdem der erste Bergungsversuch am Morgen gescheitert war, war am Nachmittag so genug Zugkraft versammelt. Nachdem der Frachter wieder flott war, wurde er zunächst zu Untersuchungen auf die Reede von Vlissingen gelegt, ehe er am Morgen des 20.9. exakt 24 Stunden nach dem Auslaufen aus Antwerpen in Zeebrugge an den Containerterminal ging. Der Frachter hatte kurz nach Antritt der Fahrt nach Felixstowe Maschinenprobleme erlitten. Beim Versuch des Lotsen, ihn außerhalb des Fahrwassers zu stoppen, war er dann auf Grund geraten. Die Schifffahrt wurde durch den Frachter nicht behindert. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter drohte im Hamburger Hafen zu sinken
(20.09.11) Im Hamburger Hafen kam es am 19.9. gegen 15.45 Uhr zu einer Kollision des unter Luxemburg-Flagge laufenden Containerfrachters "Charlotta", 17600 BRZ (IMO: 9432232), mit der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten "Hanse Confidence", 9701 BRZ (IMO: 9318761), von Riga kommend beim Einlaufmanöver am Eurogate im Waltershofer Hafen. Dabei wurden das Heck der "Hanse Confidence" aufgerissen und der Maschinen- sowie der Ruderraum geflutet. Zeitweilig drohte das stark achterlastige Schiff zu sinken. Schlepper drücken die "Hanse Confidence", die gerade aus Riga gekommen war, an die Kaimauer am Predöhlkai 1 und verhinderten so ein Kentern. Feuerlöschboote rückten an und konnten mit einem Pumpeneinsatz, bei dem minütlich 10 Tonnen Wasser aus dem Achterschiff gefördert wurden, den Havaristen stabilisieren. Insgesamt waren Feurwehr und THW mit über 100 Einsatzkräften vor Ort. Im Einsatz waren die "Oberbaurat Schmidt" und "Löschboot Repsold" der Feuerwehr, die "Bürgermeister Weichmann" der Wasserschutzpolizei sowie die Schlepper "Fairplay VII", "Constant" und "Bremerhaven". Zahlreiche Einsatzfahrzeuge wurden am Kai zusammengezogen, da die "Hanse Confidence" auch Stoffe der Gefahrgutklasse neun geladen hatte, die umweltgefährdend sind. Es dauerte bis in die Morgenstunden des 20.9., bis die Situation unter Kontrolle und das Leck, über das zunächst ein Lecksegel gespannt worden war, über Wasser lag. Im Laufe des 20.9. sollte der Havarist nun in eine Werft geschleppt werden. Die "Charlotta" wiederum machte direkt vor dem Kollisionsgegner mit einem oberhalb der Wasserlinie liegenden, meterlangen Riss am Backbord-Vorschiff am Eurokai fest. Die "Ermittlungsgruppe Schiffsunfall" leitete eine Untersuchung ein. Möglicherweise hatte die "Charlotta" noch zu viel Geschwindigkeit beim Einlaufen gehabt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter versenkte Festmacherboot auf der Weser
(20.09.11) Beim Festmachen des unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarriers "Frederike Selmer" 32300 BRZ (IMO: 9434711) ist ein Festmacherboot zwischen am Morgen des 18.9. auf der Weser zwischen einen Dalben und den Frachter, der vom Ostertor kam, geraten. Das Festmacherboot war mit zwei Mann besetzt. Einer konnte sich durch einen Sprung ins Wasser und der andere auf eine Leiter des Dalbens retten. Sie blieben unverletzt. Das eingedrückte Festmacherboot sank zum Teil, nur der achtere Bereich blieb wegen dortiger Lufteinschlüsse noch oberhalb der Wasseroberfläche sichtbar. Das Arbeitsboot konnte an der Böschung beim Terminal 3 gesichert werden. Ein leichter Austritt von Betriebsstoffen verursachte eine Gewässerverunreinigung von etwa 20 m² Wasserfläche. Die Umweltbehörde wurde darüber in Kenntnis gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Tankerbrand
(20.09.11) Bei der Bekämpfung eines Maschinenraumbrandes auf dem Transpetro-Tanker "Diva", 18012 tdw (IMO-Nr.: 7801697) kam am 18.9. ein Besatzungsmitglied ums Leben. Der Brand war am Abend 25 Meilen vor der Küste von Maricá, nördlich von Rio de Janeiro, ausgebrochen. Es gelang, ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern, und ein Schlepper kam zur Assistenz herbei. Am 19.9. um 10 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Der Tanker war mit Diesel beladen zum Versorgen der Schlepper des Santos Basin. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutterkollision vor Kodiak
(20.09.11 Der amerikanische Trawler "Muskrat", 164 BRZ (IMO-Nr.: 5244259) kollidierte am Abend des 18.9. mit dem 98 Fuß langen Kutter "Flying Ocean" vor der Wasserfront in Kodiak. Das Kodiak Fire Department leitete eine Untersuchung ein, nachdem der Kapitän der "Muskrat" Sorge geäußert hatte, dass das Ammoniak-Gefriersystem hätte Schaden genommen haben können. Doch es wurde in einwandfreiem Zustand vorgefunden, und nichts trat aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Geschockte Kuttercrew sicher zurück in Wicklow
(20.09.11) Das RNLI-Boot von Wicklow lifeboat eskortierte den Trawler "Bridget Carmel" zurücl nach Wicklow, nachdem er mit dem Tanker "Ocean Lady" kollidiert war. Das Schiff machte am 19.9. um 10.30 Uhr sicher an der Ostpier fest. Die dreiköpfige Crew war noch geschockt, aber anderweitig unversehrt. Sie hatte um 6.20 Uhr den Rammstoß durch den Tanker 29 Meilen östlich des Hafens miterleben müssen. Danach war zunächst eine Freiwilligencrew von der Holyhead RNLI Station ausgelaufen, die aber nach dem Eintreffen des Bootes aus Wicklow um 7.33 Uhr zurückkehrte. Die "Bridget Carmel" hatte einigen Schaden oberhalb der Wasserlinie erlitten, ein Kran war abgerissen und die Fangausrüstung beschädigt. Der Tanker setzte seine Reise fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Irische Marine auf Suche nach vermisster Yacht
(20.09.11) Nach der 32 Fuß langen Yacht "Golden Eagle" wurde vor der Südwestküste Irlands eine Suchaktion eingeleitet. Das Schiff war unterwegs von Bermuda nach West Cork und ist inzwischen eine Woche überfällig. Es hatte Mitte August die Bermudas verlassen und wurde in der vergangenen Woche in Crookhaven im County Cork erwartet. Dort kam sie aber nicht an, es gab auch keinen Funkkontakt, und nun herrscht Sorge um die zweiköpfige Crew. Möglicherweise könnte das Boot bei der Atlantikquerung von Ausläufern des Hurrikans Katia erwischt worden sein. Vier Marineschiffe halten nun vor Cork mit Unterstützung aus der Luft Ausschau nach der vermissten Yacht. Quelle: Tim Schwabedissen



Ketsch nach Sturmfahrt wieder obenauf
(20.09.11) Die 100 Fuß lange Ketsch "Leader" der Trinity Sailing aus Devon, die vor zwei Wochen ihren Hauptmast vor Portland verloren hatte, ist zurück. Sie präsentierte sich jetzt wieder in Southampton mit zwei Masten. Es handelte sich allerdings nur um eine vorläufige Reparatur, um das 1892 erbaute Boot während einer Show zu zeigen. Eine endgültige Reparatur wird im Winter durchgeführt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper in Wajima gekentert - zwei Tote
(20.09.11) Am Morgen des 19.9. kamen zwei Besatzungsmitglieder des 19-Tonnen-Schleppers "Kitamaru No. 12" ums Leben, nachdem ihr Schiff im Hafen von Wajima in der Ishikawa Präfektur in schwerer See um 7.35 Uhr gekentert war. Es handelte sich um einen von zwei Assistenzschleppern, die die "Miura", ein Schulschiff der Japan Coast Guard School in Kyoto, aus dem Becken der Wajima Port Marine Town ziehzen sollten. Der Kapitän und ein Decksmann wurden beim Kentern ins Wasser geschleudert. Eine Suche durch die "Miura" und Patroullienboote der Küstenwache endete damit, dass die beiden tot nahe des Wellenbrechers aufgefunden wurden. Die Feuerwehr barg sie aus dem Wasser, aber jede Hilfe kam zu spät. Die "Miura" war am 18.9. eingelaufen. Als sie den Hafen wieder verlassen wollte, herrschten Wellenhöhen von bis zu drei Metern und Windgeschwindigkeiten von 10 Metern pro Sekunde. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht sank in schwreer See vor Satun
(20.09.11) Ein Patroullienboot der Marine rettete einen Italiener und einen Südafrikaner, nachdem deren Yacht "A-Qua" am Morgen des 19.9. in rauer See vor Satun gesunken war. Die beiden erlitten leichte Verletzungen. Um neun Uhr hatte die Yacht einen Notruf gefunkt, nachdem sie von großen Wellen westlich des Petra Islands National Park auf Andaman zwischen Satun und Trang erfasst worden war. Die Marine alarmierte Kräfte in der La-ngu Nase im Satun's La-ngu Distrikt. Die beiden Schiuffbrüchigen wurden nach Satun gebracht. Sie waren von Langawi, Malaysien, unterwegs nach Phuket, als die drei Meter hohen Wellen ihr Boot zum Sinken brachten. Quelle: Tim Schwabedissen



Vidar nach Kollision mit Golden Trader
(Bild: Flyingfocus)   Großbild klick!
Schwerste Ölverschmutzung vor Südschweden seit Jahren
(19.09.11) Bis zum 19.9. hat die schwedische Küstenwache 200 Kubikmeter Öl geborgen, die vor Tjörn im Bohuslän Archipel trieben und vermutlich aus dem unter Malta-Flagge laufenden Bulkcarrier "Golden Trader", 48170 tdw (IMO-Nr.: 9041459) ausliefen, als dieser von dem belgischen Trawler "Vidar" gerammt wurde.
Die Arbeiten zur Ölbekämpfung dauerten seit dem 16.9. rund um die Uhr an, vor Ort waren zwischen vier und neun Schiffe, darunter die "KBV 051" und "KBV 050" der Küstenwache. Vor einem für den 19.9. erwarteten Sturm sollte so viel Öl wie möglich von der Wasseroberfläche beseitigt sein. Am Morgen unternahm ein Überwachungsflugzeug einen Kontrollflug, um das exakte Ausmaß einzuschätzen.
Es handelte sich um die schwerste Ölverschmutzung an der südschwedischen Küste seit etlichen Jahren. Ein Naturschutzgebiet im Stigfjord wurde abgeriegelt. Die Arbeiten auf offener See sollten noch eine Woche andauern. Die Lage wurde insgesamt als unter Kontrolle befindlich eingeschätzt.
Direkt nach der Kollision am 10.9. waren bereits vor der dänischen Westküste 60 Kubikmeter Öl aufgefangen worden, doch wieviel insgesamt ausgelaufen war, war unbekannt. Die "Golden Trader" liegt derweil weiterhin vor Skagen auf Position 10° 37' N 057° 40' O vor Anker. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rammte Kutter vor Holyhead
(19.09.11) Der von Rotterdam kommende britische Tanker "Ocean Lady", 56204 BRZ (IMO-Nr.: 9237228) kollidierte am 19.9. gegen vier Uhr rund 20 Meilen vor Holyhead in Anglesey mit dem 24 Meter langen, irischen Kutter "Bridget Carmel" (MMSI-Nr.: 250000223). Dabei wurde der Kutter beschädigt, die dreiköpfige Crew blieb hingegen unversehrt. Die "Ocean Lady" wurde gegen 12 Uhr in Milford Haven, Pembrokeshire, erwartet, wo eine Untersuchung durchgeführt werden sollte. Die "Bridget Carmel" wurde von dem Rettungsboot aus Wicklow zurück in einen irischen Hafen eskortiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuerlöschboot riss Tanker auf
(19.09.11) Das Feuerlöschboot "PGK-638" der kaspischen Flotte der russischen Marine kollidierte am 17.9. um 20.30 Uhr mit dem russischen Tanker "Grigoriy Bugrov" bei Kilometer 150 auf dem Wolga - Kaspischen Seekanal. Der Tanker hatte 5000 Tonnen Schweröl an Bord und war auf der Reise Turkmenbashi - Astrakhan. Das Boot rammte den Tanker an Backbordseite und riss im Bugbereich ein Loch von 1.4 x 0.4 Metern, drei Meter oberhalb der Wasserlinie. Auf dem Löschboot wurden Relings und eine Rettungsinsel beschädigt. Beide Schiffe liefen zur Untersuchung Astrakhan an. Die "Grigoriy Bugrov", 6611 tdw (IMO-Nr.: 8848628) wurde 1975erbaut und hat als Manager die Oil Marine Group. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerriese sitzt auf Schelde fest
(19.09.11) Am 19.9. lief der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Luciana", 131771 BRZ (IMO-Nr.: 9398383), auf der Fahrt von Antwerpen nach Felixstowe auf der Westerschelde bei Nieuwvliet auf Grund. Vorangegangen war ein Maschinenausfall nach dem Loswerfen in Antwerpen um 4.50 Uhr. Der Lotse hatte noch versucht, das Schiff aus dem Fahrwasser heraus zu manövrieren, doch dabei kam es dann fest. Nach der Havarie versammelten sich sechs Schlepper von Multraship und URS sowie die "RW 782" von Rijkswaterstraat an der Unfallstelle. Nachdem ein erster Bergungsversuch scheiterte, wurde eine Bergungschance nicht vor dem nächsten Hochwasser, das seinen Scheitelpunkt um 18.46 Uhr haben sollte, erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein wenig Ruhe nach dem Sturm in Ålesund - aber weiteres Hurtigruten-Schiff havariert
(19.09.11) Nach den hektischen Tagen, in denen es am Kai in Ålesund vorrangig ein Kentern des norwegischen Fahrgastschiffes "Nordlys", 11204 BRZ (IMO-Nr: 9048914) abzuwenden galt, trat am Wochenende nun ein Zustand relativer Ruhe ein.
Der Plan, das schwer angeschlagene Schiff an seinem Liegeplatz um 180 Grad zu drehen, um durch die an Steuerbordseite befindliche Laderampe besser an die Laderäume zu kommen, wurde unterdessen aufgegeben. Es hat sich herausgestellt, dass der Wassereinbruch die Hydraulik der Rampe zerstört hat, sodass die Fracht durch kleinere Luken an Backbordseite an Land gebracht werden muss. Diese Arbeit sollte im Laufe des 19.9. abgeschlossen werden. Am selben Tag erwarteten Hurtigruten die Genehmigung, das Schiff zur Fiskerstrand Werft in Sula zu verschleppen.
Sollte sich das Verfahren allerdings länger hinziehen, wurde auch erwogen, verschiedene Gebote einzuholen. Da das Schiff nun gesichert war, hatte ein Verbringen zu einer Werft nicht mehr eine so hohe Dringlichkeit. Es wurden vor Erteilen der Genehmigung zudem noch ausführliche Videoaufnahmen vom Unterwasserschiff gefertigt. Derweil verließen am Morgen des 19.9. die letzten Passagiere Ålesund. Während des Wochenendes waren ihnen noch Ausflüge zum Geiranger und dem Atlantik-Seepark ermöglicht worden, während die Botschaften Notpässe für die ausländischen Fahrgäste fertigten. Die Schiffscrew blieb noch weiter in Ålesund, teils um bei den Aufräumungsarbeiten zu helfen, teils um an der Untersuchung mitzuwirken oder einfach die vorangegangen Tage zu verarbeiten. Sie sind im selben Hotel untergebracht, wo auch ein Kriseninterventionsteam aus Ålesund, Vertreter der Reederei sowie des Roten Kreuzes logierten. Der Zustand von zwei schwer verletzten Besatzungsmitgliedern, die sich im Haukeland Universitätskrankenhaus in Bergen befanden, war weiterhin ernst. Sie haben Rauch- und Brandverletzungen erlitten.
Derweil ereilte die Hurtigruten-Flotte neuerliches Ungemach: In der Nacht zum 18.9. gegen ein Uhr wurde die "Nordnorge", 11384 BRZ (IMO-Nr.: 9107784), beschädigt, als sie mit einer Kaianlage in Båtsfjord kollidierte. Sie rammte eine Metallkonstruktion, die auf dem Kai stand und als Laderampe für die Verladung von Steinen aus Nerholmen genutzt worden war. Sie war nicht markiert und in der Dunkelheit von daher kaum erkennbar. Die alarmierte Schiffscrew inspizierte den Schaden vor der Weiterreise nach Vadsø. In den Rumpf war ein Loch von 5x13 Zentimetern gerissen worden sowie eine Schramme von 3,5 Metern Länge oberhalb der Wasserlinie. Die norwegischen Schifffahrtsbehörden gestatteten angesichts der Geringfügigkeit der Schäden ein Auslaufen des Passagierschiffes nach Kirkenes zur Reparatur am selben Tag. Quelle: Tim Schwabedissen



Thunfischfänger vor Rangiroa gestrandet
(19.09.11) In der Nacht zum 18.9. lief der Thunfischfänger "Irihonu" auf ein Riff vor Rangiroa. Nachdem der Kapitän einen Funkruf ans MRCC abgesetzt hatte, wurden Polizei und Feuerwehr alarmiert, um drei Mann der Besatzung abzubergen. Der Kapitän wollte noch an Bord bleiben. Am Morgen stellte sich aber heraus, dass mit den Ressourcen, die in Rangiroa vorhanden waren, keine Möglichkeit bestand, den Kutter zu bergen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter zum Leichtern der "Angel 1" bei Kollision beschädigt
(19.09.11) Am 17.9. kam es zu einer Kollision des unter Sri Lanka-Flagge laufenden Schleppers "Mahanuwara", 1356 BRZ (IMO-Nr.: 7412018), mit dem dänischen Frachter "Thor Gitta", 4078 BRZ (IMO: 9137727), der nach dem Transport von 1620 Tonnen Reis nach Port Louis zur Strandungsstelle des Bulkcarrier "Angel 1" vor Poudre d'Or zurückkehrte. Dabei entstanden leichte Schäden. Am 18.9. konnte der Frachter, der einen Teil der Ladung leichtern soll, wieder an dem Havaristen längsseits gehen. In den kommenden Tagen wurde ein weiterer Frachter in Mauritius erwartet, der von Seewasser beschädigte Reissäcke übernehmen sollte. Am 9.10., so der Plan der Berger, soll die "Angel 1" dann endlich geborgen werden. Schlechtes Wetter hatte die Arbeiten immer wieder zurück geworfen, und am 12.9. war das Leichtern wegen der stürmischen See unterbrochen worden und die in Durban eingecharterte "Thor Gitta" mit der bis dahin übernommenen Teilladung nach Port Louis abgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkene Baggerbarge sorgte für Ölalarm
(19.09.11) Am 17.9. sank eine Barge in Moses Lake. Die Polizei aus Grant County war im Einsatz, nachdem die 40 Fuß lange Baggerbarge halb unter Wasser liegend bei der Parker Horn Tributary an der Ostseite des Moses Lake entdeckt worden war. Eine Ölsperre wurde ausgelegt und mit ihr das meiste auslaufende Öl aufgefangen. Die Feuerwehr von Moses Lake und die Sheriff's Marine Unit legten vorsorglich eine weitere Sperre bei der Alder Street Fill Bridge aus. Die NRC Environmental Services aus Spokane begann am 18.8. gegen 17 Uhr das Öl abzusaugen. Eine Bergungsfirma aus Seattle sollte die Barge heben. Die Berger trafen am Morgen des 18.9. vor Ort ein. Die Barge hatte rund 600 Gallonen Diesel und 300 Gallonen anderes Öl in den Tanks. Nur ein geringer Teil davon lief aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Schraubenwelle gebrochen - Schnellboot halb gesunken
(19.09.11) Das Patroullienboot "Pari" der Royal Malaysian Navy ware beinahe gesunken, nachdem am 14.9. um 14.53 Uhrein Wassereinbruch im Maschinenraum stattgefunden hatte. Eine der Propellerwellen war abgerissen. Das Schnellboot hatte gerade Pulau Layang-Layang zu einer Patroullie von Gugusan Semarang Peninjau in den Gewässern von Sabah verlassen. Die 26-köpfige Crew blieb unversehrt. Es gelang ihr, das Boot dichter an die Pulau Layang-Layang Mole zu bekommen, wo das Schiff trotz intensiver Lenzbemühungen mit mehreren Mobilpumpen halb versank. Mit Hilfe von Marinetauchern und Hebesäcken konnte die "Pari" dann aber wieder an die Wasseroberfläche gebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Einzigartiges Wrack durch Fischerei gefährdet
(19.09.11) In 110 Metern Wassertiefe wurde in der Themsemündung das Wrack eines Segelschiffes entdeckt, das zur English Royal Africa Company gehört haben könnte. Darauf deuten Artefakte, die durch die Odyssey Marine Exploration gehoben wurden, hin. Das Schiff wurde im Rahmen des Atlas Project, der größten Wracksuchaktion der Welt, bei der 5000 Quadratmeilen Ozeangrund untersucht wurden, entdeckt. Gefunden wurden eine Pfeife aus dem 17. Jahrhundert, drei Flaschenböden, ein Holz-Messstock, Manilla-Armbänder und Elefantenstoßzähne. Eine Untersuchung der Funde ergab, dass sie aus dem späten 17. Jahrhundert stammten und zu einem Westafrikafahrer, dem einzig bekannten Exemplar vor der britischen Küste, gehören. Es wäre weltweit das erste identifizierte Schiff der English Royal Africa Company. Die Funde lassen in jedem Fall darauf schließen, dass das Schiff zwischen Afrika, Europa und der Karibik verkehrte. Ob eine eindeutige Identifizierung aber jemals möglich ist, ist fraglich. Seit Odyssey 2005 begann, die Wrackstelle zu überwachen, sind an dem Wrack durch Fischerei schwere Schäden entstanden. Alle geborgenen Fundstücke befinden sich in Odysseys ständiger Arefakte-Sammlung. Sie können auch in Odysseys virtuellem Museum (www.OdysseysVirtualMuseum.com) besichtigt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Trümmer vermissten Kutters von Suchflugzeug entdeckt
(19.09.11) Eine Dornier der indischen Coast Guard in Kamtaka hat am 18.9. nahe Nileshwar Trümmerteile des gesunkenen Kutters "Ocean Fisher 2" entdeckt. Die Maschine war in Kochi gestartet und entdeckte die Überreste 17 Meilen von Mangalore entfernt. Tags zuvor war eine Leiche entdeckt worden, die als eines der Besatzungsmitglieder aus Beedina Mane in Panjimogaru identifiziert werden konnte. Der Kutter war mit sechs Mann Besatzung am 15.9. gesunken. Der einzige Überlebende erholte sich derweil weiter im Wenlock Hospital. Die Suche nach den fünf Vermissten ging nach Angaben der Polizei in Panambur weiter. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack vom D-Day im Solent entdeckt
(19.09.11) Eine Gruppe von Tauchern hat im Solent ein britisches Schiffswrack entdeckt, das am sogenannten D-Day verloren ging. 14 Taucher des Southsea Sub Aqua Club lokalisierten das Landungsboot vor der Südostküste von Portsmouth inmitten des Fahrwassers. Sie nehmen an, dass es sich um die Überreste von "LCT 427" handelt, die nach Kollision mit einem anderen britischen Schiff auf der Rücktour von Sword Beach in der Normandie im Juni 1944 sank. Der Queen's Harbour Master hatte den Tauchern eine Ausnahmegenehmigung erteilt, acht Tage an der Wrackposition abzusteigen. Das Schiff ist 192 Fuß lang, aber in zwei Teile zerbrochen. Es liegt in rund 30 Metern Tiefe. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot bei Portmumna gesunken
(19.09.11) Das RNLI-Boot von Lough Derg rettete am 17.9. einen Mann von seinem sinkenden Motorboot. Um 17.45 Uhr wurde die Coast Guard alarmiert, dass ein Boot auf den Felsen sitze und erheblichen Wassereinbruch habe. Das 10 Meter lange Schiff war nach Maschinenausfall nahe der Carrigahorig Bay auf Felsen getrieben. Das Rettungsboot kam mit einer Lenzpumpe herbei, auf dem Landwege wurde eine weitere nach Portumna gebracht. Doch selbst drei Pumpen, die schließlich im Einsatz waren, vermochten das Motorboot nicht zu retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker versenkte Kutter und beging Fahrerflucht
(19.09.11) Ein unbekannter Tanker rammte am Morgen des 18.9. einen Kutter vor den westlichen Philippinen. Die zweiköpfige Crew wurde seither vermisst. Der Kutter hatte vor Tara Island in der Palawan Provinz geankert, als er von dem anderen Schiff überlaufen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



"Behcet C" wird inspiziert (Bild: Schwabedissen)   Großbild klick!
Frachter mit Maschinenproblemen brauchte von Danzig nach Kiel eine Woche
(18.09.11) Auf dem erst 2009 erbauten, türkischen Massengutfrachter "Behcet C", 13675 BRZ (IMO-Nr.: 9503744), versagte der Diesel auf der Reise von Baltiysk in Polen nach Kiel in den vergangenen Tagen gleich mehrfach seinen Dienst.
Für die Fahrt von der Danziger Bucht nach Kiel brauchte das Schiff statt wie geplant 24 Stunden fast eine ganze Woche. Es blieb vor Rügen und bei Fehmarn nach dem Ausfall der Maschinenanlage mehrfach manövrierunfähig liegen. Zuletzt lag die "Behcet C" vom 15. auf den 16.9. auf dem Kiel-Ostseeweg zwischen Fehmarn und dem Kieler Leuchtturm. Vor der geplanten Weiterreise durch den Nord-Ostsee-Kanal ließ die die Revierzentrale Travemünde das Schiff daraufhin vor dem Einlaufen in die Holtenauer Schleusen auf der Reede vor Holtenau stoppen.
Am 16.9. zogen Schlepper den Frachter dann durch die Kanalschleusen in den Binnenhafen von Kiel-Holtenau, dort ging die Wasserschutzpolizei zur Untersuchung an Bord. An der Bunkerstation Bominflot galt es nun das Kraftstoffsystem des Schiffes zu reinigen. Tanks, Leitungen und Einspritzpumpen mussten von verunreinigtem Kraftstoff befreit werden. Den kontaminierten Kraftstoff hatte der Frachter im Baltikum gebunkert. Nach ersten Erkenntnissen war der Treibstoff so verschmutzt, dass er die Einspritzdüsen verunreinigte.
Vor der Weiterfahrt muss zunächst die Klassifikationsgesellschaft die Klasse des Schiffes bestätigen. Erst dann wird es grünes Licht von der Wasserschutzpolizei für die Kanalpassage geben. Das 159 Meter lange Schiff wurde 2009 auf der Heigang Shipyard in Fenghua erbaut und wird weltweit für den Transport von Massengütern wie Kohle, Getreide oder Dünger eingesetzt. Es ist in Panama registriert und gehört einer Reederei aus Istanbul. Quelle: Tim Schwabedissen



Primadonna vom Niedrigwasser verfolgt
(18.09.11) Der Rekord-Niedrigwasserstand der Donau hat die Reise des unter Malta-Flagge laufenden Flusskreuzfahrer "Primadonna", die einstige "Delphin Queen", 1227 tdw (EU-Nr.: 09240010), vorläufig beendet. Mit langsamer Fahrt war das Schiff auf eine Flussbank gelaufen. Die 150 Passagiere wurden mit Polizeibooten an Land gebracht und wurden inzwischen mit Bussen nach Bukarest gebracht, von wo aus sie die Weiterreise nach Malta antreten sollten. Die Fahrgäste kamen aus England, Rumänien und Frankreich. Sie waren zunächst in einem nahegelegenen Hotel untergebracht worden, in der Hoffnung, dass ihr Schiff bald wieder flottgemacht werden könnte. Doch das Niedrigwasser blockiert inzwischen bereits rund 250 Binnenschiffe. Die in Valletta beheimatete "Primadonna" hat eine Länge von 113,40 und eine Breite von 17,40 Metern bei einem Tiefgang von 1,5 Metern, die sie nun nicht mehr unter dem Kiel hat. Sie hatte am 4.4.1998 einen außergewöhnlichen Stapellauf in Deggendorf, weil bereits das damalige Niederwasser der Donau den Stapellauf unmöglich machte. Mit Larsen und Kies wurde ein Becken gebaut, in das Donauwasser gepumpt wurde damit eine ausreichende Wasserhöhe entstand, um den Stapellauf zu ermöglichen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Katamaranfähre
(18.09.11) Auf einem Katamaran von Jet Express brach am 17.9. beim Einlaufen in den Put-in-Bay Harbor auf South Bass Island, 55 Meilen östlich von Toledo, um 17:30 Uhr ein Feuer aus. Flammen und dicker schwarzer Rauch waren auf dem steuerbordseitigen Achterschiff sichtbar, als sich das Fahrgastschiff dem Kai näherte. Die Passagiere konnten unversehrt von Bord gebracht werden. Die Jet Express-Flotte der Put-in-Bay Boat Line Co., besteht aus vier durchlaufend nummerierten Katamaranen, die jeweils 100 Fuß lang sind und bis zu 40 Knoten laufen. Sie verkehren von Port Clinton und Sandusky aus zu den South Bass Island und Kelleys Island. Quelle: Tim Schwabedissen



Skelette bei Wrackräumung entdeckt
(17.09.11) Die Skelette dreier Seeleute wurden jetzt im Wrack des irakischen Frachters "Ramadi" entdeckt, dessen Überreste jetzt bei Baggerarbeiten von einer türkischen Firma aus dem Khor Zubair Waterway geräumt werden. Der Frachter wurde 1988 von Flugzeugen der iranischen Luftwaffe in der Endphase des Iran-Irak-Krieges versenkt. Nun wird versucht, die Identität der Leichen zu klären. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Kollision in Primorye
(18.09.11) Eine Person starb, 10 wurden gerettet, als ein Sportboot am 17.9. mit einem Frachter in Primorye kollidierte. Alle 11 Bootsfahrer stürzten ins Wasser, und bis auf einen wurden alle von passierenden Schiffen gerettet. Die Suche nach dem Vermissten dauerte an. Quelle: Tim Schwabedissen



Habseligkeiten der "Nordlys"-Passagiere werden nun geborgen
(18.09.11) Am Nachmittag des 18.9. wurde begonnen, Autos im Ladedeck und Habseligkeiten der Passagiere und Crew der "Nordlys" in Ålesund zu bergen. Inzwischen galt es als sicher, an Bord zu gehen, woraufhin die persönlichen Dinge der Passagiere mit Vorrang von Bord geholt wurden. 97 Fahrgäste sind weiterhin vor Ort in Hotels. Bei einer Inspektion der Decks am 17.9. stellte sich heraus, dass das gesamte Schiff stark verrußt ist und durch das heftige Überlegen auch Teile der Ladung übergegangen und beschädigt worden waren. Taucher inspizierten am Morgen des 18.9. den Rumpf und fanden einen Riss am Stabilisator, der den Wassereinbruch, der die Fähre fast zum kentern gebracht hatte, verursacht hatte. Inzwischen konnten die Leckagen abgedichtet werden. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass der verheerende Brand seinen Ausgang in der Steuerbord-Hauptmaschine nahm. Wenn alles nach Plan verläuft, soll das Schiff in Kürze zum besseren Entladen gedreht werden und am 19.9. zur Ausführung provisorischer Reparaturarbeiten zur Fiskerstrand Werft in Sula unweit von Ålesund geschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucheruntersuchung der "Janine" stimmt Berger optimistisch
(18.09.11) Nachdem am 17.9. das Hunte-Sperrwerk wieder geschlossen wurde und sich die Strömungsverhältnisse an dem geknickten Binnenschiff "Janine" entsprechend beruhigt hatten, hat das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Bremen grünes Licht für eine Tauchuntersuchung gegeben. Ein Taucherteam aus Oberhausen, das auf Havarien spezialisiert ist, untersuchte den Schiffsrumpf von beiden Seiten und fand keine Risse im Bereich des Knickes. Zudem stellten die Taucher fest, dass das Schiff lediglich an der Knickstelle auf der Flusssohle auflag, so dass Trossen zum Heben des Schiffes an beiden Seiten der Knickstelle durchgezogen werden können. Damit stiegen die Chancen, das Schiff ab dem 20.9. in einem Stück zu heben. Die Ladung des Frachters war am 17.9. zu etwa 90 Prozent geborgen. Der verbliebene Rest wird mit einem Hydraulikbagger voraussichtlich bis zum Abend des 18.9. aus dem Laderaum entfernt. Eingesetzt waren vor Ort das Binnenschiff "Marielle", der Schlepper "Greif" sowie der Stelzenponton "WO 1".Quelle: Tim Schwabedissen



Finnische Yachtcrew vor Mallorca gerettet
(18.09.11) Die Besatzung einer Yacht musste am Nachmittag des 17.9. etwa 38 Seemeilen nordwestlich der Küste Mallorcas gerettet werden. Die Crew, zwei Finnen, wurde mit einem Rettungshubschrauber nach Mallorca gebracht. Ein Fischer hatte zuvor die Schiffsbrüchigen auf sein Boot genommen. Nachdem sich einer der beiden wegen einer leichten Rauchvergiftung unwohl fühlte, alarmierte der Kutterskipper die Rettungsdienste. Die beiden Männer wurden zum Flughafen in Palma geflogen, wo ein Notarzt bereitstand. Nach einer Untersuchung wurden die Schiffsbrüchigen entlassen. Wie es zu dem Brand auf der 20 Meter Yacht gekommen war, ist noch nicht bekannt. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff wegen niedrigen Wasserstandes bei Trechtingshausen aufgelaufen
(18.09.11) Am Morgen des 18.9. lief auf dem Rhein auf Höhe von Trechtingshausen das Schweizer Binnenschiff "Aargau", 1996 ts (EU-No.: 07001318 ), das von Gent in Belgien rheinaufwärts auf der Fahrt nach Basel war, gegen 3.40 Uhr auf Grund. Dabei erlitt es im zweiten Maschinenraum Wassereinbruch. Das Schiffwar mit 1.600 Tonnen Weizen beladen. Damit hatte es seine Kapazität zwar längst nicht erreicht, war aber wegen des aktuell niedrigen Wasserstands dennoch zu tief abgeladen. Im Bereich des Binger Lochs haben sich die Schiffsführer am Oestricher Pegel zu orientieren, der den niedrigsten Wert anzeigt. Der Schweizer Kapitän hatte den üblichen Sicherheitsabstand zwischen Schiffsrumpf und Flusssohle offenbar zu knapp kalkuliert. Zunächst versuchte die Crew, das Wasser mit den bordeigenen Pumpen zu lenzen. Nachdem dies scheiterte, machte sie am KD-Steiger in Assmannshausen fest, wo die Rüdesheimer Feuerwehr das Auspumpen übernahm. Wegen der starken Strömung war es aber nicht möglich, dass ein Taucher das Leck abdichtete. Es konnte lediglich von innen provisorisch geschlossen werden, so dass die "Aargau" in Begleitung eines Schleppers mit eigener Kraft nach Bingen lief, wo Taucher in ruhigerem Wasser sich daran machten, die Leckage abzudichten. Bis zum Morgen des 19.8. hat die Polizei dem Schiff die Weiterfahrt verboten, denn es bestand wegen der weiter fallenden Pegel die Gefahr, dass es bei Oestrich erneut den Grund berühren könnte. Im Laufe des Tages sollte dann entschieden werden, ob das Schiff geleichtert werden muss oder ob es seine Fahrt fortsetzen kann. Quelle: Tim Schwabedissen



Tricolore nach Aufgabe gestrandet (Bild: David Schultz)   Großbild klick!
Gestrandete Segler seekrank gerettet
(17.09.11) In der Nacht zum 16.9. wurde die 30 Fuß lange Yacht "Tricolore" von ihrer dreiköpfigen Crew aufgegeben, nachdem sie in Mattituck in rauer See auf dem Bailie Beach in Mattiuck gestrandet war. Die Southold Police und die Feuerwehr kamen der Crew zu Hilfe. Die Segler aus New York City hatten um 19:45 die Notlage gemeldet und damit die Suffolk County Police, das Wading River Fire Department und die Coast Guard zwei Meilen vom Wading River nahe des Wildwood State Park auf den Plan gerufen. Danach wurden vier der Feuerwehrleute aus Wading River wegen Unterkühlung ins Peconic Bay Medical Center gebracht. Die Segler kamen aus demselben Grund sowie wegen Seekrankheit ins St. Charles Hospital. Quelle: Tim Schwabedissen



Leichtern der "Janine" kommt gut voran
(17.09.11) Die Bergung der Fracht des auf der Hunte bei Neuenhuntorf, Kreis Wesermarsch, auf Grund gelaufenen Binnenschiffes "Janine" ging bislang gut voran. Bis zum Abend des 15.9. wurden zwei Schuten gefüllt und auf das Binnenschiff "Marielle" umgeladen. Am Nachmittag des 16.9. war rund die Hälfte der gesamten Ladung geborgen. Um die Entladung des Havaristen weiter zu beschleunigen, wurde am 16.9. das leistungsstarke Baggerschiff "Harriersand" des Wasser- und Schifffahrtsamts Bremen eingesetzt. Zudem wurde das Leichterschiff "Marielle" von Elsfleth direkt an die Hubbrücke nach Huntebrück geholt, um die Distanz zur "Janine" von acht auf nun 1,5 Kilometer zu reduzieren. Damit sollte die Bergung weiter beschleunigt werden. Am 17.9. reisten Taucher an, um einerseits den Schadensumfang zu ermitteln und andererseits die Laderäume auf verbliebene Reste der Erzfracht zu überprüfen. Die Bergungsschiffe, die das eingeknickte Schiff heben sollen, sind derweil auf dem Weg von Delfzijl zur "Janine". Über den Küstenkanal kommend werden sie voraussichtlich am 19.9. eintreffen, der Start der eigentlichen Bergung ist für den 20.9. geplant. Dabei sollen Trossen unter dem Schiff durchgezogen werden. Dann versucht man, es anzuheben. Möglicherweise werden auch Stahlträger an der Bruchstelle des Rumpfes verschweißt, um das Wrack zusammenzuhalten. Quelle: Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer auf Donau gestrandet
(71.09.11) Der extrem niedrige Wasserstand am Unterlauf der Donau bereitet der Schifffahrt weiterhin Probleme. Ein Flusskreuzfahrtschiff mit 150 Touristen an Bord, darunter auch Franzosen und Briten, ist deshalb auf eine Sandbank in bulgarischem Hoheitsgebiet, nahe der rumänischen Stadt Bechet, gelaufen. Die Touristen mussten daraufhin auf dem Landweg über Bulgarien nach Hause gebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Kiesbank gedrückt
(17.09.11) Am 15.9. lief auf der Donau bei Winzer das deutsche Binnenschiff "Saale" 1664 ts (EU-Nr.: 04003460), auf eine Kiesbank. Es kam gegen 17.30 Uhr am linken Donauufer fest. Der rumänische Donaulotse hatte mehrere Entgegenkommer abwarten müssen. Sog und Welle eines zu Tal fahrenden Fahrgastschiffes drückten das mit 850 Tonnen Raps beladene Schiff dabei auf eine Kiesbank. Beamte der Deggendorfer Wasserschutzpolizei waren vor Ort. Der Fluss musste für einige Stunden gesperrt werden. In der Nacht zum 16.9. rückte der Vilshofener Schubschlepper "Domarin 12" samt einer Arbeitsplattform und einem Bagger an. Unter Aufsicht des Wasser- und Schifffahrtsamtes wurde die "Saale" dann freigeschleppt. Wegen eines Schadens am Bugstrahlruder wurde die Weiterfahrt vom Wasser- und Schifffahrtsamt untersagt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kampf um "Nordlys" scheint gewonnen zu sein
(17.09.11) Die aus Rotterdam eingeflogenen Experten der Bergungsfirma Smit Salvage konnten in der Nacht zum 17.9. die "Nordlys" weiter stabilisieren. Sie waren auf eigenes Risiko in den Rumpf der vom Kentern bedrohten Fähre eingedrungen und hatten die Pumpen auf dem zuvor von den übrigen Rettungskräften geräumten Schiff am Laufen gehalten. Die Steuerbordschlagseite konnte von ihnen auf nun nur noch 7-8 Grad reduziert worden. Um einerseits das Risiko eines Umschlagens zur Kaiseite hin zu verhindern und andererseits dort in den Rumpf geschweißte Öffnungen, durch die Pumpen eingebracht worden waren, nicht unter Wasser geraten zu lassen, wurde es hierbei vorerst belassen. Immer noch drang, wenn auch in geringem Maße, Wasser in den Havaristen ein durch einen 38 Zentimeter langen und acht Zentimeter breiten Riss, den er sich offenbar beim hastigen Anlegen in Ålesund am ausgefahrenen Bugstrahlruder zugezogen hatte. Als Schlepper und Rettungskreuzer das Schiff an den Kai drückten, hatte der durch den Brand hervorgerufene Ausfall der Bordenergie ein Einfahren wohl verhindert. Weiterhin befanden sich noch Restwassermengen im Schiffsinnern. Aus dem Laderaum 2 waren am 16.9. rund 1000 Kubikmeter gelenzt worden, Laderaum 1 war noch unter Wasser. Ein Taxi brachte weitere magnetische Matten zur Leckabdichtung von Namsos nach Ålesund, die über die Kühlwasseraustritte gesetzt werden sollten. Fünf Pumpen konnten im Tagesverlauf angesetzt werden, und die Schlagseite hatte von bedrohlichen 22 Grad am Morgen auf 17,2 Grad um 17.16 Uhr, 15 Grad um 19 und 11 Grad um 22 Uhr abgenommen. Während der Nachtstunden waren nur noch wenige Einsatzkräfte vor Ort, um den in den vergangenen Tagen im Dauerstress befindlichen Helfern eine Ruhepause zu ermöglichen. Wenn das Schiff endgültig stabilisiert ist, soll die Crew das Gepäck der Passagiere von Bord holen. Die "Nordlys" wird bis mindestens Mitte Oktober ausfallen. Die Untersuchungen der Polizei deuteten inzwischen nach zahlreichen Vernehmungen von Besatzungsmitgliedern darauf hin, dass anders als zunächst angenommen es keine Explosion war, die zu dem Brand führte, sondern es sich um ein binnen drei bis vier Minuten sich extrem stark ausbreitendes Feuer gewesen war, das die Gänge des Schiff sofort verqualmte. Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppzug in Hampton Roads gestrandet
(17.09.11) Am 16.9. untersuchte die US Coast Guard die Strandung einer Barge und des Schleppers "Cape Charles" (IMO-Nr.: 7237509) nahe der Joint Expeditionary Base Little Creek am 15.9. um 23.45 Uhr. Die Crew der "Cape Charles" kontaktierte die Coast Guard Hampton Roads, nachdem die Barge 1208 von Skanska, der Schlepper "Ranger" und die "Cape Charles" auf eine Sandbank gelaufen war. The Skanska machte den Schleppzug wieder flott und brachte ihn ins Little Creek Inlet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kentergefahr bei der Nordlys
(Bild: Aage Schjolberg)   Großbild klick!
Kampf um "Nordlys" dauert an
(16.09.11) Nach dem Brand auf der Hurtigruten-Fähre "Nordlys", 11204 BRZ ging der Kampf um das Schiff im Hafen von Ålesund rund um die Uhr weiter. Das Schiff hatte im Laufe des 15.9. immer stärkeren Wassereinbruch erlitten und legte sich bis zum Morgen des 16.9. bis zu 22 Grad nach Steuerbord über. Smit Salvage wurde engagiert und schaffte es mit vier Mann, die trotz der gefährlichen Lage seit 10.10 Uhr auf dem Schiff arbeiteten, vier weitere Pumpen an Bord zum Arbeiten zu bringen. Der Schlepper "BB Ocean", der Versorger "Far Scorpion" und die "Sortland" der Küstenwache waren vor Ort, und auch ein Schwimmkran wurde gegen neun Uhr in den Hafen geschleppt. Taucher setzten ihre Bemühungen fort, die Leckagen mit magnetischen Matten abzudecken. Sorge bereiteten auch die 500 bis 600 Kubikmeter Dieselöl in den Tanks. Mehrere Ölbarrieren wurden um das Schiff ausgelegt.
Hurtigruten betreute derweil die Passagiere und Besatzungsmitglieder, die alle Habseligkeiten an Bord hatten zurücklassen müssen. Botschaften wurden eingeschaltet, Reisepässe für die Rückreise zu besorgen. Zwei schwer verletzte Besatzungsmitglieder befanden sich weiterhin in ernstem Zustand in der Haukeland Universitätsklinik, zwei weitere Besatzugsmitglieder wurden wegen Rauchvergiftungen noch im Ålesund Hospital behandelt, ebenso wie drei Bergungsarbeiter, die in der Nacht das Opfer giftiger Gase geworden waren, als sie ohne ausreichenden Atemschutz an Bord arbeiteten. Während der Nachtstunden hatten die Feuerwehren Löcher in den Rumpf geschnitten, um Lenzpumpen einzubringen. Dabei brach kurzzeitig erneut ein Feuer im Schiff aus, das um 23.30 Uhr aber rasch gelöscht werden konnte. Unterdessen wurde bestätigt, dass es sich bei den beiden Todesopfern um norwegisches Maschinenraumpersonal handelte, darunter einen 18-jährigen aus Honningsvag. Einer der beiden wurde im Maschinenbereich entdeckt.
Die "Nordlys" wurde 1993 als für die norwegische Reederei Troms Fylkes Dampskibsselskap A/S (TFDS) bei der Volkswerft GmbH in Stralsund auf Kiel gelegt. Das Schiff lief am 13. August vom Stapel und wurde am 22. März 1994 in Oslo getauft. Nach der Indienststellung lief die Nordlys zu einer Kurzkreuzfahrt aus, die unter anderem über Stavanger, Newcastle und London führte.
Am 4. April 1994 nahm sie offiziell den Liniendienst auf der Hurtigruten zwischen Bergen und Kirkenes auf. Als die Reederei TFDS in finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde die "Nordlys" im Juni 2003 an dieKirberg Shipping KS übereignet. Im Rahmen der Fusionierung der Troms Fylkes Dampskibsselskap A/S (TFDS) und der Ofotens og Vesteraalens Dampskibsselskap A/S (OVDS) im März 2006 übernahm die Reederei Hurtigruten ASA das Schiff. Aufgrund erneuter finanzieller Probleme und geringer Auslastung der Hurtigruten-Schiffe im Winterhalbjahr wurde die "Nordlys" zu Beginn der Wintersaison 2008/09 in Åndalsnes kurzzeitig aufgelegt. In der Zeit vom 28. Januar bis 14. März 2009 ersetzte sie die "Richard With" im Fahrplan, die nach einer Kaikollision längere Zeit ausfiel. Am 4. April 2009 ging die "Nordlys" wieder in den Liniendienst. Sie ist 121,66 Meter lang, 19,20 Meter breit und hat 4,70 Meter Tiefgang bei einer Verdrängung von 4153 Tonnen. Die Passagierkapazität beträgt 691 Personen in 482 Kabinen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kenianische Fähre auf Abwegen
(16.09.11) Die in Dresden erbaute und über Hamburg verschiffte, kenianische 1550-Personen-Fähre "Kwale" (MMSI-Nr.: 634117000), kollidierte am 15.9. gegen 13.30 Uhr mit dem unter liberianischer Flagge laufenden Frachter "Sea Wind", 6425 BRZ (IMO-Nr.: 8602361), auf dem Likoni Channel in Mombasa. Die Fähre kam gerade vom Festland und machte sich zum Einlaufen bereit, als der Rudergänger die Kontrolle über das Schiff verlor, das zurück ins Fahrwasser trieb und dort gegen den Frachter, der 10 Tage zuvor aus Beira gekommen war, schlug. Dabei zog sich die Fähre eine Beule im Rumpf zu, auf die Relings und das Dach der Kajüte wurden beschädigt und Rettungsinseln zerstört. Die Passagiere gerieten in Panik, zumal das Schiff anschließend noch gegen einen Bagger im Kanal zu treiben drohte, ehe es wieder unter Kontrolle gebracht und festgemacht werden konnte. Wie eine Stampede stürmten sie von Bord, wobei etliche Menschen im Gedränge verletzt wurden, als sie gegen die Relings gepresst wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Mühsamer Start der "Janine"-Bergung
(16.09.11) Die Leichterung des auf der Hunte havarierten Binnenschiffes "Janine" hat am 15.9. begonnen. Die Erzfracht wird in den kommenden drei Tagen aus dem Wrack in zwei jeweils 300 Tonnen fassende Barge umgeladen. Diese werden vom Schlepper "Greif" nach Elsfleth gebracht, von wo sie das Binnenschiff "Marielle" weiter zum Bestimmungshafen Nordenham bringt. Der Start erwies sich als mühsam - binnen fünf Stunden konnte erst eine Barge gefüllt werden. Anfang kommender Woche wird ein Bergungskran an der Unglücksstelle erwartet. Ob das Schiff in einem oder zwei Teilen gehoben wird, kann erst nach eingehender Schadensanalyse festgelegt werden. Ein bis zwei Wochen sind veranschlagt, bis das Binnenschiff komplett abtransportiert worden ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Forschungskutter weiter vor Königsstuhl
(16.09.11) Der am 12.9. in der Ostsee vor Rügen leckgeschlagene Forschungskutter "Paelagos" liegt weiterhin unterhalb vom Königsstuhl unweit von Sassnitz auf Grund. Der Kapitän und Eigner des 15 Meter langen Schiffes wurde von den zuständigen Behörden zwar zur Bergung aufgefordert, ist dem aber noch nicht nachgekommen. Wenn das Schiff, von dem nach Einschätzung der zuständigen Umweltbehörde zunächst keine akute Umweltgefährdung ausging, nicht demnächst geborgen werde, könnte es noch weiter auf den Strand treiben und an den großen Steinen zerschellen. Quelle: Tim Schwabedissen



Offen stehende Bulleyes hauptschuldig am Tod von 122 Menschen
(16.09.11) Das russische Verkehrsministerium hat als Hauptgrund für den Untergang des Fahrgastschiffes "Bulgaria" auf der Wolga im Juli offenstehende Bulleyes benannt, die auch bei stürmischem Wetter nicht verschlossen wurden. Bei einem Kurswechsel brachen große Mengen Wasser in das ohnehin schon marode Schiff ein. Die Bulleyes hatten sich nur 65 Zentimeter über der Wasserlinie befunden. Die Verantwortung für den Untergang trage vorrangig der Kapitän, der es versäumt hatte, die Schließung aller Luken und Bullaugen anzuordnen. Bei den amtlichen Ermittlungen zur Unglücksursache waren zuvor auch zahlreiche technische Mängel an dem 1955 erbauten Schiff, ein Mangel an Rettungsgerät und eine Überladung mit Passagieren festgestellt worden. Berichte, wonach das Schiff mit mehreren Lecks im Schiffsboden unterwegs war, wies die Ermittlungsbehörde indes zurück. Bei dem Untergang auf einem Wolga-Stausee waren 122 Personen ums Leben gekommen, darunter 28 Kinder. Nur 79 Personen überlebten das Unglück. Quelle: Tim Schwabedissen



Hummertransporter auf Hafengrund
(16.09.11) In der Nacht zum 15.9. sank an seinem Ligeplatz auf Spruce Head Island ein zum Hummertransport nach Matinicus Island und zum Festland eingesetzter Kutter, die "Liberty Risk". Das Schiff lag an der Pier von Atwood Lobster. Es sollte im Laufe des Tages wieder gehoben werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter von der Flut befreit
(16.09.11) Der Kutter "Silver Fjord" aus Wick lief bei Sarclet am 15.9. um 10.15 Uhr auf Felsen und schlug leck. Das RNLI-Boot von Wick, die "Roy Barker II", wurde von der 3-köpfigen Crew zu der Unglücksstelle drei Meilen südlich des Ortes gerufen. Auch ein in der Nähe befindlicher Kutter, die "Kiloan", kam zu Hilfe. Doch mit der steigenden Flut kam der Havarist von alleine wieder frei und nahm Kurs auf den Heimathafen, wo er, eskortiert von dem Rettungsboot, um 11.25 Uhr festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre im Currituck Sound auf Abwegen
(16.09.11) Im Currituck Sound rammte die staatliche Fähre "Hunt" eine Navigationstonne, wobei am 15.9. gegen 13.50 Uhr einige Fenster der Lounge zu Bruch gingen. Weder Menschen noch mitgeführte Fahrzeuge kamen zu Schaden. Die "Hunt" wurde aber bis zur Reparatur außer Dienst gestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



12 Vermisste auf Gandak River
(16.09.11) Ein fünfmonatiges Baby ertrank, 12 Personen wurden vermisst, nachdem am 15.9. ein überladenes Fährboot mit rund 35 Passagieren auf dem Gandak River nahe Semra Ghat in Bihars Ost- Champaran-Distrikt kenterte. Taucher wurden gerufen, die Vermissten zu suchen. Anderen gelang es, an Land zu schwimmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter und Tanker reparaturbedürftig nach Kollision in Singapur
(16.09.11) Der unter Singapur-Flagge laufende Frachter "Xetha Bum", 15302 BRZ (IMO-Nr.: 9046411), lag am 12.9. mit schweren Blessuren an Backbordseite auf der östlichen Reede von Singapur, nachdem er am 5.9. mit dem vietnamesischen Tanker "Dainam", 28522 BRZ (IMO-Nr.: 9212474), kollidiert war. Dieser liegt im Hafen bereits im Trockendock zur Reparatur. Quelle: Tim Schwabedissen



Janine liegt quer (Bild: WSP Oldenburg)   Großbild klick!
Leichtern der "Janine" hat begonnen
(15.09.11) Nach der Havarie des niederländischen Frachtschiffes "Janine" konzentrieren sich die Spezialisten der Wasserschutzpolizei aus Brake inzwischen auf die Ermittlung der Unfallursache. Polizeibeamte befragten am Vormittag des 14.9. den Kapitän zum möglichen Unfallhergang. Weiterführende Hinweise konnten dabei aber nicht erlangt werden. Als mögliche Ursache wurde nach wie vor ein Ruderausfall des rund 85 Meter langen und neun Meter breiten Schiffes vermutet. Ob und in welchem Zusammenhang dem verantwortlichen Schiffsführer ein strafrechtlicher Vorwurf gemacht werden könnte, hing nun von weiteren Ermittlungen und Untersuchungen am und im Binnenschiff selbst ab. Diese werden jedoch erst nach Bergung der "Janine" möglich sein. Arbeitsschiffe des Wasser- und Schifffahrtamtes Bremen sicherten die Unfallstelle ab. Das THW Nordenham legte vorsorglich Ölsperren auf der Hunte aus. Bislang lief aber kein Dieselöl aus. Das Huntesperrwerk in Elsfleth wurde am Abend des 14.9. wieder geöffnet werden, um den Druck von der hinteren Seite auszuhalten. Am Abend trafen die ersten Geräte für die Bergung der Ladung ein. Dazu wurden die "Marielle" aus Nordenham und ein Schwimmgreifer aus Bremen angefordert. Das Leichtern wird drei bis vier Tage in Anspruch nehmen. Erst danach lässt sich absehen, wie schwer das Schiff beschädigt ist und ob es noch abgeschleppt werden kann. Wenn nicht, muss die "Janine" vor Ort zersägt werden. Einen ähnlichen Fall gab es vor elf Jahren, als die "Hydra" einige hundert Meter weiter in Richtung Huntebrücke havariert war. Die Bergung dauerte seinerzeit mehrere Wochen. Quelle: Tim Schwabedissen



Nordlys brennt (Bild: Rune Eig)   Großbild klick!
"Nordlys" läuft brennend nach Ålesund ein - große Rettungsaktion - Innenstat gesperrt - 12 Verletzte
(15.09.11) 207 Passagiere und 59 Besatzungsmitglieder der norwegischen Hurtigruten-Fähre "Nordlys", 11204 BRZ (IMO-Nr.: 9048914), wurden evakuiert, nachdem am Morgen des 15.9. ein Feuer im Maschinenraum aus bislang unbekannter Ursache ausgebrochen war.
12 Personen kamen verletzt ins Krankenhaus. Sie hatten überwiegend leichte Brandverletzungen und Rauchvergiftungen erlitten. Um 9.18 Uhr war Alarm ausgelöst worden, als sich das Schiff kurz vor dem Hafen von Ålesund befand. Dichte Rauchwolken stiegen vom Achterschiff zu dieser Zeit auf. Das Rettungsboot "Emmy Dyvi", ein Boot der Hafenverwaltung, Feuerlöschzüge, Krankenwagen und weitere Einsatzfahrzeuge rückten aus.
In geschlossenen Rettungsbooten erreichten derweil erst 106, dann weitere 107 mit Rettungswesten ausgestattete Passagiere eine Schwimmpier im Hafen, von der aus sie zum Rica Park Hotel gebracht wurden. Um 9.52 Uhr machte das Schiff am Skanse-Kai fest, immer noch brennend. Zwei Sea King-Hubschrauber waren aus Florø und Ørlandhad unterwegs. Eine spezielle sechsköpfige Schiffsbrandbekämpfungsgruppe wurde aus Bergen per Viking-Helikopter eingeflogen und wurde gegen 11 Uhr vor Ort erwartet.
Die Feuerwehr von Ålesund ging an Bord, um nach möglichen Zurückgebliebenen Ausschau zu halten. Im Hospital wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Wegen der starken Rauchentwicklung musste die Innenstadt geräumt werden, das Radisson SAS wurde um 10.30 Uhr evakuiert. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die "Nordlys" hatte um 2.30 Uhr vom Fugleskjars-Kai in Florø losgeworfen und war nach Kirkenes unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Motoryacht saß auf Steinernen Bänken fest
(15.09.11) Die 14 Meter lange Motoryacht "Margarethe II" mit zwei Personen an Bord ist am Abend des 13.9. auf dem Rhein auf Grund gelaufen. Das Boot hatte zuvor in Höhe Lörick einen Motorschaden erlitten und war fünf Kilometer flussabwärts getrieben. Gegen 20 Uhr wurde das Feuerlöschboot zu der Yacht gerufen, die auf Höhe der "Steinernen Bänke" in der Nähe der Flughafenbrücke rechtsrheinisch in unmittelbarer Ufernähe auf Grund saß. Das 16 Tonnen schwere Schiff wurde durch das Bergungsschiff "Keiler" geborgen werden. Die Aktion dauerte rund fünf Stunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Strandung unterm Zuckerhut
(15.09.11) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "RDB Ocean of Joy", 51000 BRZ (IMO-Nr.: 9498705), lief am 14.9. von Richard's Bay kommend in Rio de Janeiro auf Grund. Er wurde mit Schleppern und Versorgern wieder flottgemacht. Die "RDB Ocean of Joy" war beim Einbiegen in die Enge der Mündung der Guanabara Bay am Morgen durch Navigationsfehler vom Kurs abgekommen. Sie drehte hart nach Steuerbord aus dem Hauptfahrwasser heraus und kam dicht beim Zuckerhut fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker soll nach Kollision nach Singapur
(15.09.11) Der Tanker "Cendanawatai" soll in den kommenden Tagen zur Reparatur nach Singapur eingeschleppt werden. Das Schiff konnte trotz des schweren Kollisionsschadens schwimmfähig gehalten werden. Am 13.9. gingen der Manager, der Kapitän und fünf Besatzungsmitglieder zur Inspektion auf das im Fahrwasser von Pulau Tioman ankernde Schiff. Wenn es hinreichend stabilisiert ist, soll es von Schleppern auf den Haken genommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Wreck the World will Ark Royal versenken
(15.09.11) Die einstige Ikone der Royal Navy, der Flugzeugträger HMS "Ark Royal", könnte zu einem künstlichen Riff vor Devon werden. In Torbay finden Pläne, das Schiff sechs Meilen vor der Küste zu einer Tauchattraktion zu machen, politischen Rückhalt. Der Träger war im März nach 25Jahren Dienstzeit außer Dienst gestellt worden. Eine Gemeinschaft namens Wreck the World bietet 3.5 Millionen Pfund für das Schiff, das derzeit noch in der Portsmouth Naval Base liegt und vom Verteidigungsministerium feilgeboten wird. Es wird angenommen, dass die "Ark Royal" als Tauchziel jährliche Einnahmen von 10 Millionen Pfund generieren kann und täglich 300 Taucher sie aufsuchen würden. Sie könnte Heimstatt von ungefähr 250 marinen Tierarten werden. Das Wrack würde zwischen fünf udn 10 Meter unter die Wasseroberfläche aufragen, sodass es auch für ungeübte Taucher erreichbar wäre. Am 29.9. soll in Torbay eine endgültige politische Entscheidung gefällt werden. Danach müsste das Vorhaben bei der Marine Management Organisation (MMO) beantragt werden, die letztlich über eine Versenkung der HMS "Ark Royal" zu bescheiden hat. Dieser Prozess kann mehrere Monate dauern. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige der "Trinity II" trieben tagelang im Wirbelsturm
(15.09.11) Auch am 14.9. dauerte im Golf von Mexiko die Suche nach dem vermissten australischen Ölarbeiter an, der als einziges Mitglied der Crew der "Trinity II" noch nicht entdeckt wurde. Die 10 Männer hatten das 13 Kilometer vor dem Hafen von Frontera im mexikanischen Bundesstaat Tabasco in acht Metern Wassertiefe aufgestellte Schiff im Tropensturm Nate in einem flachen Fiberglas-Boot verlassen, nachdem am 8.9. Wellen eines der drei Beine des Hubschiffes hatten brechen lassen, sodass sich das Deck in Richtung der tobenden See neigte. Doch als ein geschlossenes, mit Nahrungsmitteln und Signaleinrichtungen versehenes Boot ausgebracht werden sollte, wurde es vom Deck gefegt. Die drei Arbeiter der in Houston ansässigen Geokinetics Inc., drei Vertragsarbeiter und die vierköpfige Crew mussten deswegen in das flache Boot gehen, das halb vollgeschlagen war und nicht alle Mann fassen konnte. Einige mussten sich im Wasser an der Seite festklammern. Der Australier Aaron Houweling trieb schon in den ersten Stunden in den vier Meter hohen Wellen ab, die von 110-Meilen-Winden aufgetürmt wurden. Die anderen neun trieben drei Tage ohne Wasser und Essen in der tobenden See, bei Windgeschwindigkeiten von immer noch 140 Meilen, bis das Boot am 11.9. entdeckt wurde. Nun befanden sich nur noch vier Mann darin. Drei weitere trieben in ihren Rettungswesten in einer Entfernung von einem Kilometer, nachdem sie tags zuvor abgedriftet waren. Die Retter, die eine Fläche von 10000 Quadratmeilen absuchten, nachdem sie am Nachmittag des 8.9. das Rig mit einem Superpuma Helikopter erreicht und aufgegeben vorgefunden hatten, bargen auch zwei Tote aus der See, einer am Boot angebunden, ein anderer auf der offenen See. Es handelte sich um zwei Amerikaner aus Iberia, Louisiana, wo die Trinity Liftboat Services ansässig sind. Einer von ihnen war der Sohn des Firmenchefs. Die beiden starben an Erschöpfung, ebenso wie ein Bangladeshi, der noch ins Krankenhaus gebracht wurde, dort aber am 12.9. starb. Ein Helikopter fand wenig später noch zwei Überlebende, ein Schiff einen Lebenden und einen Toten. Die Überlebenden kamen aus Louisiana und Mexiko. Sie wurden am 14.9. weiterhin in einem Krankenhaus in Ciudad del Carmen wegen Auszehrung und Verbrennungen behandelt. Waren aber überwiegend auf dem Wege der Besserung. Die Geokinetics, Inc. hatte seismische Untersuchungen im Auftrag der Petroleos Mexicanos, Mexikos staatlicher Ölfirma, durchgeführt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter rammte Wrack und kenterte
(14.09.11) Am 14.9. kenterte vor Mangalore der Kutter "Ocean Fisher-2" mit sieben Mann an Bord, die in die See stürzten. Das Boot war gegen ein Wrack gestoßen und dabei der Antrieb und die Ruderanlage beschädigt worden. Der Skipper wurde gerettet, die anderen Besatzungsmitglieder noch vermisst. Das Schiff war neun Tage zuvor auf Fang gegangen. Quelle: Tim Schwabedissen



58 Ausflügler im Nebel gestrandet
(15.09.11) Ein Ausflugsboot von Tornado mit 58 Passagieren und vier Mann Crew lief am Morgen des 14.9. in der Bucht von Gnojisca vor der kroatischen Insel Ugljan in dichtem Nebel auf Grund. Es kam von Zadar und war unterwegs zu den Kornati-Inseln. Alle Gestrandeten wurden unversehrt zu ihrem Ausgangshafen zurückgebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Kein Morgen für die "Maybe Tomorrow"
(15.09.11) Die "Maybe Tomorrow", die im Hurrikan Irene auf dem Ocean View Beach gestrandet und später von einem Feuer zerstört wurde, ist nun vom Strand geräumt worden. Die Stadt Norfolk hatte den Eigner, Michael Calabrese, aufgefordert, das Wrack zu bergen, doch weil er zeitweilig im Gefängnis und in der Psychiatrie war, konnte er dem nicht nachkommen. Das ausgebrannte Wrack wurde daraufhin von der American Marine Group kostenfrei entsorgt. Die Reste aus dem Sand zu ziehen, bereitete aber einige Probleme, und der eingesetzte Laster fuhr sich fest. Doch Stück für Stück verschwand dann das Boot, das viele Schaulustige in den vergangenen zwei Wochen angelockt hatte, vom Strand. Auch die Yacht "Crow's Nest", die von dem Tropensturm auf den Byram Beach getrieben worden war, konnte am 13.9. geborgen werden. Das Boot eines Eigners aus Pemberwick hatte sich am 28.8. in Byram Harbor vom Anker losgerissen. Die 34 Fuß lange Sea Ray hat einigen Schaden am Ruder. Sie wurde mit einem 60-Tonnen-Kran von Frank Compo & Sons aus Stamford angehoben und zur Werft am Ort gebracht. Der Schaden beträgt mehrere tausend Dollar. Quelle: Tim Schwabedissen



"Spice Islander" liegt zu tief für Taucher
(15.09.11) Versuche, das Wrack der gesunkenen honduranischen Fähre "Spice Islander" vor Nungwi zu erreichen, scheiterten, nachdem die 22 dazu angereisten südafrikanischen Taucher feststellten, dass das Wrack 360 Meter tief lag, und sie selbst nur 54 Meter tief absteigen konnten. Damit wurden die Hoffnungen, auf diesem Wege noch mehr Opfer bergen zu können, zerstört. Frühestens im Juni 2012 könnte ein U-Boot eingesetzt werden, nachdem vorher die Lage mit Sonar sondiert wurde. Bis dahin bleibt nur, die Strände von Tanga bis Mombasa regelmäßig nach angetriebenen Toten abzusuchen. Offiziell bestätigt wurden bislang 202 Tote, nachdem am 13.9. fünf weitere Tote auf Stränden in Mombasa antrieben, über 600 Menschen wurden gerettet. Doch hunderte von Personen gelten noch als vermisst. Quelle: Tim Schwabedissen



15 Fischer vor Philippinen vermisst
(14.09.11) 15 Fischer wurden vermisst, nachdem ihr Kutter in der West-Philippinischen See am 14.9. sank. Die "Antonio 23" war von hohen Wellen bei dem künstlichen Riff von Payaw in Seenot geraten, der Kapitän ordnete das Verlassen des sinkenden Schiffes an. Drei Mann wurden von dem passierenden philippinischen Tanker "Mahogany" nahe La Monja Island gerettet. Es handelte sich um Anwohner von Barangay Camaya, Mariveles und Bataan. Die Suche nach den übrigen dauerte an. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Bellingham Bay geborgen
(15.09.11) Kurz nach Mitternacht wurde am 15.9. der in 3 Fuß Wassertiefe gestrandete Kutter "Long Islander II" in der Bellingham Bay wieder flott gemacht. Die Küstenwache untersuchte nun, wie viel der 175 Gallonen Öl an Bord ausgelaufen sind. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer in U-Boot-Mast von oben gelöscht
(15.09.11) Auf dem kanadischen U-Boot HMCS "Victoria", brach am 6.9. ein Feuer aus. Ein Besatzungsmitglied, das auf der Mole in Esquimalt stand, stellte fest, dass während einer Übung Rauch aus dem Kommunikationsmast, einer Periskop-artigen Einrichtung am Turm, aufstieg. Innerhalb des Bootes war davon nichts zu merken, weil der Mast keinen Zugang dorthin hat. Der Bootsfahrer alarmierte die sechs Besatzungsmitglieder, die sich im Boot aufhielten und rief das Canadian Forces Base Esquimalt Fire Department. Drei Mann der Besatzung gingen gegen den Brand vor, isolierten die Energiesysteme und sorgten für eine Evakuierung. Die Feuerwehr spritzte mithilfe einer Drehleiter von oben Wasser in den Mast. Wahrscheinlich hatte ein Fehler in der Elektrik den Brand verursacht. Der Mast kann binnen weniger Tage ausgetauscht werden, sodass das Bordtraining wie geplant fortgesetzt werden soll. Lediglich Kommunikationsübungen konnten nicht mehr so stattfinden wie geplant. Die HMCS "Victoria" machte nach einer vierjährigen Überholung im April in Esquimalt Harbour fest. Die Arbeiten hatten 195 Millionen Dollar gekostet. Im Laufe des Jahres sollen Seeerprobungen beginnen, und 2012 soll das erste Boot der Upholder-Klasse einen MK-48-Torpedo abfeuern. Es ist derzeit das einzige halbwegs einsatzfähige U-Boot der Marine, die übrigen drei sind in Reparatur. HMCS "Corner Brook" wurde bei einer Grundberührung bei einer Trainingsfahrt im Nootka Sound an der isländischen Westküste im Juni auf Grund gelaufen und liegt in der Canadian Forces Base Esquimalt bis 2016 im Dock. HMCS "Windsor" wird nach Reparaturarbeiten an der Ostküste 2012 in der Flotte zurück erwartet. Und HMCS "Chicoutimi" wurde 2004 durch ein Feuer beschädigt, bei dem ein Offizier umkam, und wird frühestens 2012 wieder in Dienst gestellt. Die Marine hat Kummer mti den Diesel-getriebenen Booten, seit sie 1998 in England erworben wurden. Sie kosteten den Steuerzahler 900 Millionen Dollar und waren meist in Reparatur. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutter vor Holland in Not
(15.09.11) Am Morgen des 13.9. gegen neun Uhr wurden die KNRM-Rettungsboote "Koning William I" und "Maria Paula" zu dem holländischen Kutter "Pieter Dion - ZK 12" gerufen, der nahe des Strandes von Schiermonnikoog nahe des Leuchtfeuers bei starkem Nordwestwind auf Grund gelaufen war. Das Schiff lag in hoch gehender Brandung, was den Rettungseinsatz kompliziert gestaltete. Außerdem trieben die ausgebrachten Netze rund um das Schiff. Schließlich erwies sich die Schlepptrosse der "Koning William I" auch noch als zu schwer, um eingehievt zu werden. Eerst mit einem dünneren Schleppseil des Kutters konne eine Verbindung hergestellt werden, mit deren Hilfe der Zoutkamer Krabbenkutter wieder in tieferres Wasser gezogen werden konnte. Der Kutter erlitt einige Schäden, und auch die Netze waren ruiniert. Dennoch konnte das Schiff mit eigener Kraft die Fahrt fortsetzen. Bereits am Nachmittag des 12.9. war die KNRM Enkhuizen dem Kutter "UK 55" zu Hilfe gekommen, der mit Maschinenproblemen südöstlich von Naviduct im Markermeer auf Legerwall geraten war. Die dreiköpfige Crew hatte Anker geworfen, doch bei sechs Bf Wind aus Südwest war der Ankerplatz so unsicher, dass das in hochgehender See liegende Schiff um Hilfe bat. Die "Rien Verloop" und "Watersport" kamen dem 12 Meter langen Kutter zu Hilfe und nahmen ihn in Schlepp nach Broekerhaven. In der Zwischenzeit konnte die Crew den Ruderschaden beheben und mit eigener Kraft, aber eskortiert von den Seenotrettern, in den Hafen einlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Asia Malaysia" soll binnen eines Monats gehoben werden
(15.09.11) Die am 31.7. gesunkene malaysische Fähre "Asia Malaysia", 2439 BRZ, soll binnen eines Monats gehoben werden. Am 12.9. wurde bekannt gegeben, dass nach Leichtern der 16 Tonnen Öl aus den Tanks zu Beginn des Monats nun der Fokus nun auf das Bergen der Ladung gerichtet wurde. Aus dem Frachtdeck sollen große Trümmer, Zement und Fahrzeuge geholt werden. Damit hat die Tran-Asia Shipping Inc. eine Bergungsfirma beauftragt, die, wenn die Wetterlage es erlaubt, bis Monatsende diese Phase abgeschlossen haben will. Das Wrack der Fähre, die auf der Fahrt von Cebu nach Iloilo gekentert war, liegt 13 Meter tief vor der Küste von Manapla in Negros Occidental. Quelle: Tim Schwabedissen



Weesam-Express-Flotte nach neuerlicher Havarie stillgelegt
(15.09.11) Ein weiteres Schiff von Weesam Express havarierte am 12.9. Die Hauptmaschine der "Weesam Express 6" (IMO-Nr.: 9033036) die mit 133 Passagieren und 11 Mann Crew sieben Meilen vor Lawis Ledge in Talisay City, Cebu stand, fiel gegen 16.30 Uhr aus, als das Schiff von 4Tagbiliran City, Bohol, kam. Die Philippine Coast Guard in Bohol barg die Passagiere nach drei Stunden ab. Kurz zuvor hatte die Maritime Industry Authority die fünf Schiffe der Reederei mit einem Fahrverbot belegt, nachdem die "Weesam Express 8" am 10.9. vor Talisay City mit 208 Passagieren gestrandet war. Damals hatte die "Weesam Express 6" die Gestrandeten von Bord geholt. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster in Pula geborgen
(15.09.11) Am 13.9. gegen 16 Uhr verließ der russische Frachter "Volgo-Balt 136", 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8851390), den Hafen von Travemünde in Richtung Baltiysk, wo er am 16.9. gegen 14 Uhr erwartet wird. Der Schaden am Backbordbug war am Ostpreußenkai des Travehafens von der Travemünder Firma Tiedemann mit einer aufgeschweißten Stahlplatte ausgebessert worden. Die Untersuchungen zu der Kollision mit der Priwall-Fähre "Pötenitz" dauerten an, u.a. war zu klären, ob der Frachter ordnungsgemäß beleuchtet war, als ihn die Fähre nach Abgabe dreier Typhonsignale rammte. Quelle: Tim Schwabedissen



"Jean Ricciardi" sinkt (Bild: Vincent Andorra)   Großbild klick!
Trawler nach 56 Tagen gehoben
(14.09.11) Das Wrack des französischen Trawlers "Jean Ricciardi", 250 BRZ (MMSI-Nr.: 228192600), wurde nach 56 Tagen auf dem Meeresgrund vor Sete am 13.9. durch die Bergungsfirma Monaco gehoben. Bei der Bergung waren ein Schlepper und eine Barge beteiligt. Mit Luftsäcken wurde das Schiff angehoben und auf 11 Meter Wassertiefe gebracht, ehe es durch Pressluft an die Wasseroberfläche geholt werden konnte. Das Schiff war am 19.7. manövrierunfähig geworden , auf Felsen gelaufen und dann gesunken. Ein erster Bergungsversuch am 1. August war gescheitert. Quelle: Tim Schwabedissen



Trave-Fähre rammte auslaufenden Frachter
(14.09.11) Derr russische Frachter "Volgo Balt 136", 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8851390), wurde am 12.9. um 21.10 Uhr von der Trave-Fähre "Pötenitz" (MMSI-No.: 211513520) gerammt, als diese vom Priwall nach Travemünde lief. Sie riss dem vom Lübecker Containerterminal kommenden, seewärts laufenden Schiff ein etwa 50 Zentimeter großes Loch in den Steuerbord-Bug. Aufgrund der Dunkelheit wurde der Schaden offenbar nicht gleich bemerkt, und der Frachter wollte zunächst rückwärts laufend an den Ostpreußenkai gehen. Weil aber andere Schiffe auslaufen wollten, wurde er von Trave-Traffic angewiesen, nördlich von Tonne 1-3 vor Anker zu gehen. Das Steifenboot "Habicht" der Wasserschutzpolizei machte sich dann auf den Weg und umrundete das Schiff. Dabei wurde das Loch im Rumpf festgestellt. Der Frachter lichtete den Anker wieder und machte nun doch am Ostpreußenkai fest. Die "Pötenitz" wurde am Bug beschädigt, konnte aber ihre Passagier normal absetzen und machte dann am Kohlenhof fest. Hier begann am 13.9. die Reparatur, während am Russenfrachter Untersuchungen durch die Polizei eingeleitet wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff dreimal auf unfallträchtigem Donauabschnitt gestrandet
(14.09.11) Das mit Stahlblechen beladene bulgarische Binnenschiff Sveti Georgi", 1663 ts (EU-Nr.: 08948004) liegt weiterhin fest. Es war am 6.9. bei Donaukilometer 2257 außerhalb der Fahrrinne auf Grund gelaufen. Das Freischleppen des Frachters verursachte eine 19-stündige Sperrung der Bundeswasserstraße. Der Havarist lief weiter stromaufwärts, landete nach 16 Flusskilometern aber wieder auf einer Kiesbank. Nach mehreren Versuchen kam das Schiff nochmals frei, nur um nach drei Kilometern auf Höhe von Niederalteich erneut in den Kies zu laufen. Dort liegt das Schiff seither. Die Flusssstreck ist anspruchsvoll: 2010 gab es 44 Unfälle auf dem 212 Kilometer langen Donau-Abschnitt zwischen Kelheim und Passau. 2011 waren es bis einschließlich Juni 18 Havarien. Dazu kamen 7 Unfälle zwischen Pleinting und Deggendorf im Juli, August und September. Die meisten Havarien verzeichnete die Regensburger Behörde 2005: Auf der bayerischen Donau kam es zu 108 Unfällen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Rhin" zur Werft gebracht
(14.09.11) Das Schubschiff "Rhin", das in der Nähe der Kattwyk-Brücke in Moorburg am Abend des 12.9. Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte, wurde in mehr als fünf Stunden gelenzt. Öl lief aus dem Maschinenraum in die Süderelbe, konnte aber mit Ölbarrieren aufgefangen werden. Erst mit Hilfe von Spezialgerät einer Bergungsfirma konnte verhindert werden, das die "Rhin" in der Süderelbe versank. Eine undichte Tür lag unter der Wasserlinie. Dadurch hatten die Lenzarbeiten keinen Erfolg. Eine Privatfirma schickte Taucher und einen Schwimmkran. Der hob den Schuber so weit an, dass kein Wasser nachfließen konnte. Die Feuerwehr rückte mit einem Löschboot und Kleinbooten an. Ölschlengel wurden ausgelegt. Mehrere Pumpen wurden zum Lenzen auf das Schiff gebracht. Nachdem Taucher das Leck provisorisch abgedichtet hatten, konnte das Schiff zur Jöhnk-Werft in den Hamburg-Harburger Binnenhafen gebracht werden. Dort sollte der Umfang der Schäden ermittelt und dieser repariert werden. Vermutlich hatte hoher Wellenschlages den Wassereinbruch verursacht. Die Wasserschutzpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Rhein gestrandet
(14.09.11) Ein mit über 2.100 Tonnen Kies beladenes Gütermotorschiff lief am Abend des 12.9. gegen 20.30 Uhr am badischen Rheinufer unweit des Rheinwärterhauses bei Plittersdorf auf Grund. Es war auf der französischen Stromseite auf Talfahrt gewesen, als es infolge eines Ruderausfalles manövrierunfähig wurde uns ans rechte Ufer trieb, wo es außerhalb des Fahrwassers auf Kies auflief. Mehrere am Morgen des 13.9. mit Hilfe von weiteren Schiffen unternommene Versuche, den mit dem Bug aufsitzenden Havaristen freizuschleppen, scheiterten danach. Im Laufe des Nachmittags sollte es mit Hilfe eines Baggerschiffes um 500 bis 600 Tonnen der Ladung geleichtert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Durchgebrochenes Binnenschiff blockiert Hunte
(14.09.11) Das holländische Binnenschiff "Janine", 1360 ts (MMSI-Nr.: 244670125) ist am 13.9. gegen 20 Uhr auf der Hunte bei Elsfleth quergeschlagen und durchgebrochen. Das Schiff war mit rund 1.100 Tonnen Eisenerz beladen. Es war unterwegs von Oldenburg nach Brake. In Höhe der Ortschaft Hunte, Ortsteil Neuhuntorf, geriet es vom Kurs ab und durch die starke Strömung erst mit dem Bug, dann dem Heck auf die Steinschüttung. Als mögliche Ursache wurde ein Ruderausfall des rund 85 Meter langen und neun Meter breiten Schiffes vermutet. Die drei Besatzungsmitglieder retteten sich unverletzt an Land. Ein Schlepper mühte sich vergebens, den Havaristen zu befreien, der bei ablaufendem Wasser zusehend durchhing. Gegen 23 Uhr verschärfte sich die Lage. Während die Hunte bereits für den Schiffsverkehr gesperrt und die Binnenschifffahrt über die Verkehrszentrale der WSA in Bremen gewarnt worden war, brach die "Janine" aufgrund der hohen Gewichtsbelastung mittschiffs auseinander. Das Technische Hilfswerk brachte Ölsperren aus. Das Havariekommando in Cuxhaven wurde verständigt. Der Schlepper "Wilgum" und das WSA-Arbeitschiff "Drielake" waren im Einsatz. Ein Schwimmkran aus Farge wurde bestellt. Die Bergung dauert vermutlich mehr als eine Woche. Erst muss die Ladung geleichtert werden. Das Huntesperrwerk wurde geschlossen, um Wasserstandsschwankungen zu verhindern und das Schiff stabil zu halten. Der Fluss bleibt zunächst für die Schifffahrt gesperrt. Berufsschiffer müssen einen Umweg von zwei Tagen über die Mittelweser und den Mittellandkanal in Kauf nehmen. Die "Janine" lief in der Vergangenheit als "Römerturm", "Rostok 2", "Kyberna 7", "Marcus" und "Marty" und ist registriert in Ter Appel. Sie ist 85 Meter lang, 8,29 Meter breit und hat 2,83 Meter Tiefgang. Bauwerft war 1960 Büsching & Rosmeyer in Uffeln. Quelle: Tim Schwabedissen



Brigg von Seenotrettungsboot eingebracht
(14.09.11) Das Seenotrettungsboot "Hertha Jeep" der Station Stralsund war am 12.9. rund drei Stunden lang im Strelasund im Einsatz. Nördlich Parow hatte die unter niederländischer Flagge fahrende 22 Meter lange Brigg "Aphrodite" mit Maschinenproblem Anker geworfen. Bei Südwind um sechs Beaufort war ihr das Einlaufen nach Stralsund unmöglich. An Bord des zweimastigen Traditionsseglers befand sich eine dreiköpfige niederländische Besatzung. Die "Hertha Jeep" nahm die "Aphrodite" auf den Haken und brachte sie sicher bis vor die Hafeneinfahrt von Stralsund. Zwischenzeitlich konnte die Besatzung der Brigg den Schaden mit Bordmitteln beheben, so dass der Segler - gesichert von den Seenotrettern - aus eigener Kraft einlaufen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter liegt weiter am Königsstuhl
(14.09.11) Der am 12.9. in der Ostsee vor Rügen auf Grund gelaufene Kutter "Palaemon" liegt weiter mit starker Schlagseite unterhalb vom Königsstuhl unweit von Sassnitz. Der Kapitän und Eigner des 15 Meter langen Schiffes wurde von den zuständigen Behörden zur Bergung aufgefordert. Wenn das Schiff, von dem nach Einschätzung der zuständigen Umweltbehörde zunächst keine akute Umweltgefährdung ausging, nicht demnächst geborgen wird, könnte es noch weiter an Land treiben und an den großen Steinen zerschellen. Bei dem Kutter handelt es sich um ein 15 Meter langes Schiff, das für einen Verein zur Erforschung der Aalbestände in der Ostsee unterwegs war. Der Kapitän soll bei der Havarie angetrunken gewesen sein. Er hatte sich zunächst geweigert, an Land zu kommen und sich einer Alkoholkontrolle zu unterziehen. Erst nach wiederholter Aufforderung von Beamten der Wasserschutzpolizei stieg er in ein Schlauchboot, das ihn an den rund 50 Meter entfernten Strand brachte. Experten des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt fuhren am 13.9. zur Unglücksstelle, um das weitere Vorgehen festzulegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kampf um halb gesunkenen Tanker
(14.09.11) Die örtlichen Fischer wurden am 13.9. gewarnt, sich dem angeschlagenen Tanker "Cendanawati" acht Meilen vor Pulau Tioman weiter anzunähern. Das Schiff konnte mittlerweile verankert werden, und es wurde versucht, ihn schwimmfähig zu halten, doch ein Untergang wurde weiterhin nicht ausgeschlossen. Der Maschinenraum steht teilweise unter Wasser. Die Tanks mit 1,600 Tonnen Ölabfall blieben bislang unversehrt. Der Kollisionsgegner, die "Cosmic 10", hatte ihre Fahrt nach Batam fortgesetzt. Die 20-köpfige Crew der "Cendanawati" wurde von der "Lady Anyvisia" gerettet und dann auf das Küstenwachboot "Jarak" übergeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm verzögert Arbeiten auf "Angel 1"
(14.09.11) Ein griechisches Mitglied des Bergungsteams an Bord des vor Poudre d'Or gestrandeten Bulkcarriers "Angel 1" geriet bei einem Sturz an Bord am 12.9. zwischen zwei Eisenträger und wurde so schwer verletzt, dass es von einem Polizeihubschrauber abgeborgen werden musste. Derweil verzögert schlechtes Wetter die Leichterarbeiten, die am 12.9. gänzlich unterbrochen werden mussten. Der dänische Frachter "Thor Gitta", der einen Teil der 32,000 Tonnen Reis aufnehmen soll, verließ Poudre d'Or mit Kurs Port-Louis mit nur 600 Tonnen reis an Bord. Er traf gegen 15 Uhr ein. Taucher arbeiteten weiterhin daran, den Rumpf abzudichten. Die 1,Kubikmeter Öl-Wasser-Gemisch aus dem Maschinenraum wurden von dem Bunkertanker "Menorca" unterdessen nach Port Louis abtransportiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rammte Kai in Lévis - 12 Verletzte
(14.09.11) Die kanadische Fähre "M.N. Radisson" rammte am 12.9. um 16:50 den Kai in Lévis. Beim Einlaufen kollidierte sie mit der Anlage und wurde auf Höhe des Wagendecks am Steuerbordvorschiff beschädigt. 12 der 140 Passagiere wurden durch den Aufprall leicht verletzt. Am 13.9. versuchte die Fähre "Lomer-Gouin" mit einer auf 590 Personen erhöhten Anzahl von Passagierplätzen und einem verdichteten Fahrplan den Ausfall der Fähre zwischen Levis und Quebec auszugleichen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Hunter" wieder obenauf
(14.09.11) Der norwegische Trawler "Hunter" war am 13.9. gegen 13 Uhr durch die Feuerwehr von Kristiansand gelenzt. Die Einsatzkräfte hatten kein Leck finden können, sodass es der Crew überlassen wurde, den Zustand des Rumpfes zu prüfen. Die Wehr hatte die ganze Nacht gearbeitet, das Schiff über Wasser zu halten, nachdem sie um zwei Uhr nachts alarmiert worden war. Sie ließ einige Pumpen vor Ort zurück. Die 45,000 Gallonen Diesel hatten Sorgen bereitet, doch es kam zu keinem Ölaustritt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief in Ufergrundstück
(14.09.11) Am 13.9. gegen 15.10 Uhr rammte der unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Torrent" 999 BRZ (IMO: 9015929), ein Ufergrundstück in Brake. Das unbeladene Schiff, das in Richtung Bremen unterwegs war, war wegen technischer Schwierigkeiten manövrierunfähig geworden und aus der Fahrrinne geraten. Der Kapitän konnte zwar noch Fahrt herausnehmen, die Kollision mit der Uferböschung aber nicht mehr verhindern. Die Böschung wurde beschädigt. Das Schiff zog sich bei dem Unfall eine Beule am Bug zu. Da die Ruderanlage dann offenbar wieder mitspielte, kam das Schiff aus eigener Kraft wieder frei und steuerte den Braker Hafen an. Dort wurde der Schaden repariert, ehe es um 21.30 Uhr nach Abschluss der polizeilichen Kontrollen nach Bremen weiterging, wo der Frachter 14.9. kurz nach Mitternacht im Industriehafen festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster in Pula geborgen
(14.09.11) Am 13.9. wurde der 18 Meter lange Zweimaster "Siga", der am 9.9. in der ACI Marina in Pula, Kroatien, gesunken war, von einem Mobilkran wieder gehoben. Die Masten des Schiffes hatten nach dem Untergang bei vier Metern Wassertiefe noch aus dem Wasser geragt. Ein Boot schleppte den Havaristen ab, nachdem er wieder Oberwasser hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in Beira
(14.09.11) Am 14.9. kollidierte der unter Panama-Flagge Tanker" Bow Engineer" in Beira mit dem unter philippinischer Flagge laufenden Bulkcarrier "Zuni Princess". Beide Schiffe wurden beschädigt. Die "Bow Engineer", 30086 tdw (IMO-Nr. 9317860) wurde 2006 erbaut und hat als Manager die Odfjell Tankers AS. Die "Zuni Princess", 28166 tdw (IMO-Nr.: 8221404) entstand 1984 und hat als Manager die Roymar Ship Management Inc. Quelle: Tim Schwabedissen



Lotsenboot rettete deutsche Sportfischer
(14.09.11) Das norwegische Lotsenboot "Los 114" reagierte rasch, als ein mit deutschen Touristen besetzter Kutter Motorausfall vor Sogndalstrand in Sokndal erlitt. Am 12.9. um 12.20 Uhr nahm es die beiden Deutschen an Bord. Zeitweilig waren auch ein Rettungsboot und ein Sea King Helikopter in Alarmbereitschaft versetzt worden, bis klar war, dass die Angler gerettet waren. Der Kutter trieb auf den Strand, konnte aber später nach Rekefjord geschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölaustritt aus Wrack der "Murmansk"
(14.09.11) Am 10.9. begann das Auspumpen des Wassers aus dem Kofferdamm, der um den gestrandeten russischen Kreuzer "Murmansk" errichtet worden ist. Dabei wurde ein Ölaustritt vom Wrack festgestellt. Wegen des Damms kann es aber nicht ins Meer laufen. Es gelang der AF Decom bei ihrer Arbeit vor Sørvær in Finnmark, den Wasserstand um vier Meter zu senken, als das Öl entdeckt wurde. Das Wrack war zuvor in der Mitte zerteilt worden, woraufhin wohl ein Bodentank seinen Inhalt freigab. Das Lenzen des Wassers musste daraufhin gestoppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster in Pula geborgen
(14.09.11) Der 33 Fuß lange Kutter "Long Island II" lief am Abend des 12.9. in der Bellingham Bay auf Grund. Das Schiff kam rund 3000 Fuß vor dem Strand zwischen dem Cliffside Drive und einem früheren Zementwerk fest. Ein anderer Fischer barg die dreiköpfige Crew und brachte sie mit Unterstützung der Coast Guard an Land. Quelle: Tim Schwabedissen



"Hunter - Va 2 S" leckgeschlagen (Bild: Redningsselskapet)   Großbild klick!
Trawler drohte in Langenes zu kentern
(13.09.11) Der norwegische Hecktrawler "Hunter - Va 2 S", 229 BRZ (IMO-Nr.: 8331821), schlug in der Nacht zum 13.9. am Kai des Fischmarktes von Langenes in Søgne leck. Als die Crew gegen 2.40 Uhr den Wassereinbruch bemerkte, war bereits eine große Menge eingedrungen, und das Schiff sackte übers Heck weg. Das Rettungsboot "Ægir" wurde aus Farsund gerufen, hatte aber einen Anmarschweg von zwei Stunden. Vor Ort waren die Feuerwehr von Kristiansand und die Polizei des Agder-Distrikts. Der Trawler setzte mit dem Heck auf dem Hafengrund auf, und es bestand die Sorge, dass Öl auslaufen könnte. Deswegen wurden Ölsperren ausgelegt. Ein Eindringen von Feuerwehrleuten in den vollgelaufenen Maschinenraum wurde aber als zu gefährlich angesehen, da ein Kentern des unstabilen Trawlers drohte. Nachdem das Rettungsboot um 7.20 Uhr gegen den Sturm anreitend eingetroffen war, drückte es den Rumpf des Trawlers gegen den Kai und stabilisierte ihn so. Nachdem weitere Lenzpumpen eingebracht waren, hob sich das Heck des Havaristen um einen Meter. Vorrangiges Augenmerk galt weiterhin dem Abpumpen des Kraftstoffs aus den Tanks. Quelle: Tim Schwabedissen



Forschungskutter vor Rügen gestrandet
(13.09.11) Der Rostocker Forschungskutter "Palaemon" ist am 12.9. am Fuß des Rügener Königsstuhls auf Grund gelaufen. Das Schiff schlug leck und musste evakuiert werden. Der Kapitän soll betrunken gewesen sein. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Kutter erst Grundberührung gehabt und wurde dann in flacheres Gewässer manövriert, um nicht vollständig zu sinken. Das Ruderhaus und das Oberdeck ragten schließlich noch mit Steuerbordschlagseite aus dem Wasser. Der Kutter lag im unmittelbaren Bereich des Nationalparks. Das Schiff mit einer drei Mann starken Besatzung war im Auftrag des Rostocker Vereins "Fisch und Umwelt" e.V. zur Erforschung des Aalbestands in MV unterwegs. Der Kutter wurde 1949 erbaut, ist 15,5 Meter lang und 5,2 Meter breit bei zwei Metern Tiefgang. Er hat acht Kojen. Quelle: Tim Schwabedissen



Indonesischer Tanker sank nach Kollision
(13.09.11) Zwei indonesische Tanker sind am 11.9. acht Meilen vor Pulau Tioman in der südchinesischen See kollidiert. Die "Cendanawati" war am 8.9. mit Ölabfällen von Thailand nach Sumatra ausgelaufen, wo sie am 13.9. erwartet wurde, als sie von der "Cosmic 10" gerammt wurde. Vorangegangen war ein misslungenes Ausweichmanöver, bei dem die "Cosmic 10" zur falschen Seite nach Backbord hin abdrehte und dadurch dem Entgegenkommer in die Seite rammte. Der Tanker wurde im Bereich des Maschinenraums aufgerissen und schlug leck. Der Kapitän der "Cendanawati" wurde verletzt, die übrigen 19 Mann blieben unversehrt. Die Crew der "Cendanawati" wurde von der "Jarak" der malaysischen Marine gerettet, ihr Schiff sank. Die Geretteten wurden nach Tanjung Gelang gebracht. Die "Cosmic 10" konnte ihre Fahrt fortsetzen. Der Chemikalientanker "Cendanawati", 3159 tdw (IMO-Nr.: 9154189) wurde 1997 erbaut. Eigner ist die Banyu Laju Shipping PT in Jakarta. Der Asphalttanker "Cosmic 10", 4986 tdw (IMO-Nr.: 9460344) wurde 2007 erbaut und hat als Manager die Nasional Aeromic Pelayran in Indonesien. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rammte Bulker vor Shannon
(13.09.11) Nahe Kilrush im irischen County Clare wurde in der Mündung des Shannon am 11.9. gegen fünf Uhr der 225 Meter lange, unter Marshall-Islands-Flagge laufende Frachter "Irini", 36177 BRZ (IMO: 8802210), der mit einer Ladung Bauxit von dem Rusal Alumina Werk in Aughinish im County Limerick kam, von dem 93 Meter langen dänischen Tanker "Tina Theresa", 5706 BRZ (IMO-Nr.: 9478298), gerammt. Der Bulkcarrier lag vor Anker, und der kleinere Däne ging ankerauf, um einen Lotsen zu übernehmen, als sich der Unfall ereignete. Der Tanker war unterwegs nach Foynes Port in Limerick und erlitt an Steuerbordseite Schäden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Geretteter der "Trinity II" starb
(13.09.11) Eines der sieben geretteten Besatzungsmitglieder des Hubschiffes "Trinity II", ein Arbeiter aus Bangladesh, starb nach seiner Rettung im Krankenhaus. Damit erhöhte sich die Anzahl der Toten auf drei, nachdem zuvor bereits zwei Männer aus Louisiana am 11.9. tot in der See entdeckt worden waren. Vier weitere Schiffbrüchige sowie einer der Toten waren in einem Rettungsboot 50 Meilen vor Campeche entdeckt worden, drei weitere trieben ebenso wie ein Toter im Wasser. Die Schiffbrüchigen waren von der "Bourbon Artavaze" aus dem Wasser gezogen und dann per Hubschrauber nach Ciudad del Carmen in Campeche geflogen worden, wo sie in ein Krankenhaus, das die Pemex dort betreibt, eingeliefert wurden. Am 12.9. wurden sie in eine Privatklinik überführt. Die sechs Überlebenden sind stabil und wurden wegen Stoßverletzungen, Schürfwunden und Sonnenbrand behandelt. Vier Pemex-Helikopter, vier Boote und zwei Flugzeuge suchten unter Leitung der mexikanischen Marine weiter nach dem letzten noch Vermisten. Quelle: Tim Schwabedissen



River ZZ wurde vom Lebens- zum Albtraum
(13.09.11) Das Großfeuer an Bord der "River ZZ" in Rotterdam in der Nacht zum 10.9. hat den Traum der Eigner Alex and Wendy Fortes zu Asche werden lassen. Das mit nostalgischen Erinnerungen aufgeladene Schiff ist nicht mehr reparabel. Im vergangenen März hatte sich das Eignerpaar in das Abenteuer gestürzt, das Schiff zu einer einzigartigen Eventlocation umzubauen. Drei Monate lang arbeiteten die beiden Tag und Nacht an Bord des 88,5 Meter langen und 14 Meter breiten, ehemaligen KD-Liners "Berlin", der bis 2003 zwischen Rüdesheim und Köln verkehrt hatte. Danach hatte das Schiff acht Jahre aufgelegen, ehe das holländische Paar es erwarb. Exakt zwei Nächte konnten die beiden die Früchte ihrer Arbeit ernten, ehe das Feuer das, was ihr Lebenswerk hatte werden sollen, in Schutt und Asche legte. 10 Tage vor dem Feuer hatte es einen Empfang für 1000 Gäste gegeben und am 8.9. die offizielle Eröffnung. Nun ist das Werk ein Trümmerhaufen. Das Achterdeck ist nur noch ein rußschwarzes Metallskelett. Es gibt nichts mehr zu retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Vor Oxelösund gestrandeter Raddampfer wieder flott
(13.09.11) Der schwedische Raddampfer "Eric Nordvall II", der vor Alt-Oxelösund auf Grund gelaufen war, konnte am Nachmittag des 12.9. von dem Rettungsboot "Arkö" von Sjöfartsverkets wieder flottgemacht werden. Das Schiff hatte dazu an der Steuerbordseite des leicht krängenden Schiffes festgemacht. Anschließend wurde der nac h15 Jahren Bauzeit gerade fertiggestellte Raddampfer in den Hafen bugsiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubschlepper drohte auf Elbe zu sinken
(13.09.11) Die Schubeinheit des 78 Meter langen, deutschen Schubverbands "Rhin" (MMSI-Nr.: 211509980) schlug am Abend des 12.9. aus bislang ungeklärter Ursache im Hamburger Kattwyk-Hafen auf der Süderelbe leck. Um 19:15 Uhr drohte das Schubschiff zu sinken und wurde stark achterlastig. Die Feuerwehr rückte mit einem Löschboot und starken Pumpen an und begann, mehrere Tonnen Wasser pro Stunde aus dem Schiff zu lenzen, um ein komplettes Sinken zu verhindern. Taucher sollten das Leck am Schubschiff ausfindig machen, damit es dann abgedichtet werden kann. Die Bergungsarbeiten zogen sich die ganze Nacht hin. Rettungskräfte waren mehr als fünf Stunden damit beschäftigt, das Schiff zu lenzen. Öl lief aus dem Maschinenraum in die Süderelbe, konnte aber mit den Ölbarrieren um das Schiff herum aufgefangen und dann aufgenommen werden. Nachdem Taucher das Leck provisorisch abgedichtet hatten, konnte das Schiff in den Hamburg-Harburger Binnenhafen gebracht werden. es leckschlug war noch unklar, ebenso die Höhe des Schadens und das Ausmaß der Verschmutzung. Quelle: Tim Schwabedissen



1000 Gallonen Öl aus gestrandetem Schlepper bei Nome ausgelaufen
(13.09.11) Nahe Nome lief am 10.9. beim Verholen einer Barge der Schlepper "Kaktovik II" auf Felsen. Das Schiff hatte zuvor die Schlepptrosse in den Propeller bekommen und war manövrierunfähig geworden. Er schlug bei der Strandung leck und verlor durch einen 40 Fuß langen Riss im Rumpf rund 1,000 Gallonen Dieselöl. Am 11.9. verhinderte anhaltend stürmisches Wasser mit fünf Fuß hohen Wellen eine Untersuchung des Schadens. Der Havarist wurde nach Wetterberuhigung am 12.9. wieder flottgemacht und nach Nome eingeschleppt und das verbliebene Öl abgepumpt. Das Department of Environmental Conservation arbeitete dabei mit der Coast Guard und dem Hafenkapitän zusammen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker saß auf Volgo-Balt-Kanal fest
(13.09.11) Der russische Tanker "Leonid Shmonin" lief am 10.9. um 09.09 uhr bei Kilometer 875.4 auf dem Volgo-Balt-Kanal im Vytegorskoye Bassin mit einer Ladung von 3277 Tonnen Gasöl auf Grund. Nach einer teilweisen Leichterung der Fracht konnte das Schiff am 11.9. gegen sechs Uhr wieder flottgemacht werden und setzte seine Reise fort. Die "Leonid Shmonin", 4001 tdw (IMO-Nr.: 8848745) wurde 1974 erbaut und hat als Manager die Transflot Co., Samara. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter verursachte Stau
(13.09.11) Der russische Frachter "Sona" lief am 8.9. um 23.25 Uhr auf dem Volga-Kaspischen Seekanal bei Kilometer 125.3 auf Grund und hob sich 0.65 Meter aus der Last. Das Schiff war auf der Fahrt von Olya an der Wolga nach Enzeli im Iran mit einer Ladung Schrott an Bord. Der Kanal wurde nach der Havarie zeitweilig gesperrt, und am Morgen des 10.9. stauten sich bereits 27 Schiffe. Am 10.9. um 14 Uhr wurde der Havarist mit Hilfe zweier Schlepper wieder flottgemacht und setzte seine Reise fort. Die "Sona", 2548 tdw (IMO-Nr.: 8700060) wurde 1989 erbaut und läuft für die SP-Shipping, Astrakhan. Quelle: Tim Schwabedissen



Mit gebrochenem Finger und Motorausfall in stürmischer See - Seniorenpaar vor Ahrenshoop gerettet
(13.09.11) Ein Ehepaar ist am Abend des 10.9. auf der Ostsee vier Meilen nordwestlich von Ahrenshoop mit seiner Motoryacht "Brommel" in Seenot geraten. Bei schlechtem Wetter und Windstärke sechs war der Motor des zehn Meter langen Bootes auf hoher See ausgefallen. Der Skipper hatte sich beim Versuch, die Maschine wieder in Gang zu bekommen, zwei Finger gebrochen. Der 82-jährige Skipper und seine 78 Jahre alte Frau aus Malente trieben eine Stunde lang auf der Ostsee, bevor in Absprache mit dem MRCC Bremen, das einen Notruf der "Brommel" aufgefangen hatte, die "Eschwege" der Bundespolizei eintraf. Das Tochterboot der "Eschwege" wurde ausgesetzt und die "Brommel" in Schlepp genommen, um sie zunächst in sicheres Fahrwasser zu bringen. Um 19:30 Uhr erreichte der Seenotrettungskreuzer "Vormann Jantzen" dann den Schleppverband und übernahm die havarierte "Brommel". Quelle: Tim Schwabedissen



"Queequeg" wird zerschlagen (Bild: Bruce Salt)   Großbild klick!
Rasches Ende einer Rennyacht
(12.09.11) Die 46 Fuß lange Rennyacht "Queequeg" riss sich in der Jamesbay am 6.9. von der an einem Block festgemachten Mooringleine los. Die dreijköpfige Crew war gerade an Land gegangen, um vor der Abfahrt von Jamesbay nach Ascension Island beim Zoll auszuklarieren und einige Kleinigkeiten für die Reise einzukaufen. Binnen Minuten trieb ihre aus Pinienholz gefertigte Yacht bei Westwind von fünf Beaufort auf die Felsen an der Küste und wurde aufgerissen. Binnen weniger als zwei Stunden hatten Wind und Wellen die Yacht vollständig zerschlagen. Der Crew blieb nur die Kleidung, die sie beim Landgang am Leibe hatte. Die in Southampton registrierte Yacht wurde 1972 in Australien erbaut und hatte an einigen Sidney-Hobart-Races teilgenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter trieb in Laperuz-Straße
(12.09.11) Der russische Frachter "Seachampion" erlitt am 11.9. in der Laperuz Strait, zwischen Hokkaido und Sakhalin Maschinenausfall. Das Schiff bat um Assistenz, und der Bergungsschlepper "Agat" lief aus Korsakov aus, wohin er den Havaristen am selben Tag einbrachte. Der Frachter war auf der Fahrt von Nakhodka nach Korsakov. Die "Seachampion", 6025 tdw (IMO-Nr.: 8322117), wurde 1984 erbaut und hat als Manager die Grand Marine Vladivostok. Quelle: Tim Schwabedissen



Historischer Raddampfer strandete auf Rückfahrt von Taufe
(12.09.11) Der 28,6 Meter lange schwedische Raddampfer "Eric Nordevall II", 150 tdw, lief am Abend des 11.9. im Oxelösund auf Grund. Das Schiff ist ein Nachbau der im Juni 1856 vor Vadstena gesunkenen "Eric Nordevall", eines der ersten europäischen Raddampfers. Das Schiff warbei der Überführung nach Motala untergegangen, nachdem es zuvor auf der Jungfrun im Vätternsee auf Grund gelaufen war. Das Wrack war 1980 in 45 Metern Tiefe entdeckt worden. 1995 wurde eine Gesellschaft gegründet, um eine Replik zu bauen, eine Arbeit, die unlängst abgeschlossen wurde. Das für 80 Fahrgäste ausgelegte Schiff kam gerade von seiner Taufe durch die schwedische Kronprinzessin Victoria in Stockholm zurück, als es gegen 21 Uhr festkam. Versuche, mit eigener Kraft freizukommen, wurden während der Nacht abgebrochen. Am Morgen des 12.9. um 6.30 Uhr wurde die Küstenwache zu Hilfe gerufen, deren Boot sich aber als zu klein für eine Bergung erwies. Nun soll ein Bergungsunternehmen aushelfen. Schlechte Sicht könnte die Havarie verursacht haben. Wenn das Schiff wieder flott ist, soll es bei der Basis der Coast Guard in Oxelösund für die Weiterfahrt in den Heimathafen Forsvik in Västergötland mit Brennmaterial versorgt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Sieben Vermisste nach drei Tagen lebend, zwei tot aufgefunden
(12.09.11) Sieben von 10 vermissten Ölarbeitern wurden am 11.9., drei Tage nach der Havarie ihres Hubschiffes "Trinity II", im Golf von Mexiko lebend entdeckt. Allerdings wurden auch zwei der Vermissten tot aufgefunden. Ein Mann ist weiterhin verschwunden. Bei den Überlebenden handelt es sich um vier Mexikaner, zwei Amerikaner und einen Arbeiter aus Bangladesh. Sie wurden 51 Meilen vor der Küste des Golfstaates Campeche aufgefunden. Die Arbeiter der in Houston ansässigen Geokinetics Inc. hatten am Nachmittag des 8.9. Notrufe gefunkt, nachdem sie sich inmitten des Tropensturms Nate in eine geschlossene Rettungsinsel geflüchtet hatten. Quelle: Tim Schwabedissen



Inzwischen 240 Leichen vor Sansibar gefunden
(12.09.11) Die Anzahl der Todesopfer beim Untergang der Fähre "Spice Island" hat sich am 11.9. auf 240 Tote erhöht, nachdem weitere Leichen im Meer entdeckt wurden. 579 Menschen wurden lebend geborgen, mit dem Auffinden weiterer Überlebender wurde nicht mehr gerechnet. Nach Aussagen von Zeugen könnten womöglich sogar um die 1000 Menschen an Bord gewesen sein, als die Fähre am 10.9. gegen drei Uhr in unruhiger See kenterte. Inzwischen wurde aus dem Ausland Hilfe angefordert, um weitere Opfer aus dem vor Nungwi liegenden Wrack bergen zu können, das in einem Meeresgebiet mit großer Wassertiefe sank. Das Schiff hatte über 600 Passagiere und 500 Tonnen Fracht an Bord, als es kenterte. Nach dem Manifest waren 610 Personen in Sansibar und weitere 166 in Daressalam an Bord gegangen. 39 Tote, die nicht identifiziert werden konnten, wurden unterdessen in Kama im westlichen Unguja-Distrikt bestattet. Das Maisara Disaster Centre, in dem Angehörige die Toten identifizieren konnten, wurde geschlossen, im Falle weiterer Leichenfunde wird es zu sofortigen Beisetzungen kommen. Zu den Vermissten zählt weiterhin auch der Kapitän des Schiffes. Quelle: Tim Schwabedissen



Philippinische Fähre wieder flott
(12.09.11) Die philippinische Coast Guard ordnete am 11.9. eine Untersuchung der Strandung der Schnellfähre "Weesam Express 8", 85 tdw, an, die am Vortag mit 212 Passagieren und 13 Mann Besatzung vor Lauis Ledge in Talisay, Cebu, auf Grund gelaufen war. Alle Passagiere wurden unversehrt evakuiert. Das Schiff war um 15.28 Uhr aus Tagbilaran, Bohol nach Cebu ausgelaufen, doch um 18:15 Uhr auf Grund gelaufen. Die Coast Guard Station Cebu wurde von einem Passagier um 18:30 Uhr informiert und schickte sofort die "Davao Del Norte (SARV-3504)", die 113 Passagiere an Bord nahm, sowie die "Clemer-8", die den Rest übernahm. Zur Hilfeleistung waren auch die "Weesam Express 6", und die "PG 396" der Marine vor Ort. Zwei Personen mit Gesundheitsproblemen wurden mit einem Boot der CG Special Operations Group zur Pier 1 in Cebu City gebracht, wo sie medizinisch betreut wurden. Die Reederei SRN Fast Sea Craft Inc. stellte auch Nahrungsmittel und Betreuung für die übrigen Fahrgäste sicher. Am 11.9. um 9:30 Uhr wurde die Fähre von dem Schlepper "Andres" vom Grund gezogen und machte an Pier 4 in Cebu City fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbekämpfung vor der dänischen Nordseeküste
(12.09.11) Am Nachmittag des 11.9. began das dänische Ölbekämpfungsschiff "Gunnar Thorson" mit dem Aufnehmen von Öl, das nach der Kollision des Frachters "Golden Trader" mit dem belgischen Trawler "Vidar" in die Nordsee 20 Meilen westlich von Thyborøn ausgetreten war, bei der ein Besatzungsmitglied des Trawlers leichte Verletzungen erlitten hatte. Es bestand keine Gefahr, dass das Öl die Küste erreichen würde. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker auf Rhein geleichtert und wieder flott
(12.09.11) Ein mit 1.100 Tonnen Diesel beladener Binnentanker, der am Morgen de s11.9. auf dem Rhein in Höhe Dettenheim auf Grund gelaufen war, konnte sich nach Leichtern eines Teils der Ladung auf einen anderen Tanker au eigener Kraft von der Kiesbank befreien. Vor der Fortsetzung der Fahrt von Rotterdam nach Basel wurde die umgepumpte Ladung wieder aufgenommen. Der Schiffsverkehr wurde durch die Havarie nicht behindert. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der "Eiksund" (Bild: Geirolje)   Großbild klick!
Fähre mit Spezialantrieb konventionell freigeschleppt
(11.08.11) 13 Stunden, nachdem die norwegische Fähre "Eiksund", 589 BRZ (IMO-Nr.: 7026948), auf eine Schäre bei Hennset gelaufen war, konnte ein Schlepper das Schiff mit steigendem Wasserstand wieder in tieferes Wasser zurück zihen. Die Ursache der Strandung ist noch unklar. Routinemäßige Drogentests bei der Crew blieben ohne Ergebnis. Einer der Männer war leicht verletzt worden und wurde medizinisch betreut. Als die Fähre auflief, war nur ein Auto an Bord, das einem der Besatzungsmitglieder gehörte. Die "Eiksund" war die weltweit erste Fähre mit einem sogenannten periphären, also außen angebrachten, Azimut-Propeller. Wie weit der Antrieb Schaden nahm, wird nun zu untersuchen sein, während sich Fährbetreiber Fjord 1 um eine Ersatzfähre bemühte. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler brennend nach Burtonport eingeschleppt
(11.09.11) Auf einem Trawler brach am 9.9. vor der Küste von Donegal ein Feuer aus. Ein Rettungshubschrauber und das Rettungsboot von Arranmore kamen zu Hilfe. Das Schiff wurde nach Burtonport eingeschleppt, wo die Feuerwehr den Brand löschte. Die vierköpfige Crew blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Segler vor Peterhead gerettet
(11.09.11) Das RNLI-Boot aus Peterhead Lifeboat kam am 9.9. um 14.05 Uhr der gekenterten Yawl "Miranda Faye" vor dem nördlichen Wellenbrecher von Peterhead zu Hilfe. Binnen fünf Minuten waren die Seenotretter vor Ort, doch die Yawl war bereits gesunken. Der Skipper wurde unverletzt gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack von Hubschiff gefunden - Crew weiter vermisst
(11.09.11) Einsatzkräfte der staatlichen mexikanischen Ölfirma Pemex haben das angeschlagene Wrack des amerikanischen Hubschiffes "Trinity II" am 10.9. halb gesunken in der Bay of Campeche entdeckt. Von den 10 Ölarbeitern fehlte aber weiter jede Spur. Während versucht werden sollte, das beschädigte Rig abzuschleppen, dauerte die Suche nach den Vermissten an. Sie hatten das Schiff aufgegeben, als eines der Stelzenbeine im Hurrikan einknickte. Ihr Rettungsboot hatte zwar Lebensmittel, aber keine Kommunikationseinrichtungen an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähruntergang vor Sansibar hatte Grund
(11.09.11) Über 200 Menschen sind dem Untergang der überladenen honduranischen Fähre "Spice Islander", 836 BRZ (IMO-Nr.: 8329907), zum Opfer gefallen. Es handelt sich um das schwerste Fährunglück in Sansibar in den vergangenen 15 Jahren - 1996 war die überladene Fähre "Bukoba" auf dem Lake Victoria gekentert, wobei mindestens 890 Menschen starben. Kutter, Ausflugsboote, Einheiten der Marine, Privatboote und Tauchschiffe suchten während der Nacht zum 11.9. weiter die See ab. Bislang wurden 606 Menschen gerettet und 192 Tote geborgen. Zwei Schlepper liefen mit 17 bzw. 15 Toten, darunter vielen Kindern, nach Sansibar ein. Am Nordende der Insel waren Soldaten derweil dabei, Tote von den Stränden zu bergen, wo tausende besorgter Angehöriger auf Neuigkeiten warteten.
Viele wateten so weit wie möglich ins Wasserhinein, wenn Boote mit Geretteten eintrafen. Auch im Touristenort Nungwi am Nordende Sansibars brachten Kutter Überlebende des Fährdesasters an Land. Mindestens 40 Personen wurden schwer verletzt, viele von Trümmern, die sich beim Kentern der Fähre losrissen. In Stone Town, dem Haupthafen des Archipels, wurde eine Erste-Hilfe-Station eingerichtet.
Die "Spice Islander" hatte am 9.9. gegen 21 Uhr Unguja verlassen und war am 10.9. gegen ein Uhr gekentert. Sie hatte neben hunderten Reisenden auch eine schwere Ladung, die u.a. aus Reis bestand, an Bord. Die Fähre war nach Angaben eines Überlebenden, Abu Saied, so überladen, dass sich einige Passagiere in Daressalam weigerten, an Bord zu gehen. Noch bevor die Fähre auslief, riefen Fahrgäste dem Kapitän und den Leuten im Hafen zu, dass sie zu voll sei. Die Mannschaft habe alle noch zu beruhigen versucht, als die ersten Passagiere bereits nach Rettungswesten riefen. Das Schiff habe sich auf See merkwürdig bewegt, als ob es einen Zick-Zack-Kurs gelaufen habe. Da sprangen bereits erste Fahrgäste von Bord.
Wenige Minuten später bekam die Fähre starke Schlagseite. Dann kam es zu Wassereinbruch ins Hauptdeck, und die Maschinen fielen aus. Nach dem Untergang der Fähre 30 Kilometer von Unguja entfernt klammerten sich die Überlebenden an alles Schwimmbare, was in der See trieb, so auch Matratzen oder Kühlschränke. Der Präsident von Sansibar sprach von einer nationalen Tragödie und rief eine mehrtägige Staatstrauer aus. Die Katastrophe scheint indes einen klaren Grund zu haben: Die traditionelle Nachlässigkeit in Sachen Sicherheit.
Am 29.5. war die "Faith" der Seagul Company vor Malindi gekentert, sechs Menschen starben. Im selben Jahr gerieten drei Fähren, die "Pemba", "Aziza I" und "Aziza II" in Daressalam und Sansibar in Brand. Sie waren nicht versichert. Die "Aziza I" und "Aziza II" liefen zwischen Daressalam, Sansibar und Pemba. Als sie im März in Flammen aufgingen, wurden sie gerade in Mtoni überolt. Die "Pemba" der Azam Marine Company brannte in Daressalam aus. Grund waren Schweißarbeiten im Maschinenraum. Im März 2010 brannte das Kombischiff " Serengeti" 200 Meter vor Malindi aus, die 15-köpfige Crew wurde gerettet. Im Januar 2011 sank der unter der Flagge von Tansania laufende Frachter "Ras Kigomasah" in schwerer See vor den Seychellen auf der Fahrt zu einem Werftaufenthalt in Dubai. Das 1500-Tonnen-Schiff konnte 750 Passagiere aufnehmen und verkehrte zwischen Häfen von Tansania. Im Juli2011 fiel eine Maschine der "Serengeti" auf der Fahrt von Unguja nach Pemba mit 810 Fahrgästen aus. Stundenlang trieb das Schiff in der See. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker sitzt auf Rhein fest
(11.09.11) Ein Binnentanker ist auf dem Rhein bei Dettenheim in Baden-Württemberg am 11.9. auf Grund gelaufen. Aus zunächst ungeklärter Ursache kam das mit 1100 Tonnen Diesel beladene Schiff vom Kurs ab und blieb in einem Kiesbett stecken. Am Nachmittag wurde am Unglücksort ein weiteres Schiff erwartet, um die Ladung des verunglückten Tankers zu leichtern. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein war von dem Zwischenfall nicht betroffen. Die Wasserschutzpolizei sollte am Nachmittag mit ihren Untersuchungen beginnen. Der Tanker war auf dem Weg von Rotterdam nach Basel. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter gesunken - Fischer und Hund gerettet
(11.09.11) Die US Coast Guard rettete am 10.9. die zweiköpfige Crew und den Bordhund des 34 Fuß langen Kutters "Maro", der am Vortag gegen 23 Uhr 60 Meilen westlich von Coos Bay, Oregon, gesunken war. Das hölzerne Schiff hatte nach Bruch einer Planke Wassereinbruch erlitten. Von der Air Station North Bend stieg um 23.20 Uhr ein HH-65 Dolphin Helikopter auf, und von der Air Station Astoria, Oregon,, 20 Minuten später ein MH-60 Jayhawk Helikopter. Als sie gegen Mitternacht vor Ort eintrafen, war der Kutter bereits gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff vor Cebu gestrandet
(11.09.11) Das philippinische Fahrgastschiff "Wessam Express 8", 85 tdw, lief am 10.8. vor Lawis Ledge, Cebu, auf Grund. Es war von Tagbilaran City, Bohol, mit 208 Passagieren und einer 13-köpfigen Crew ausgelaufen und kam zwei Kilometer vor dem Hafen in flachem Wasser fest. Erst nach mehreren Stunden wurden die Passagiere von einem Rettungsschiff von Bord geholt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision und Ölverschmutzung vor Dänemark
(11.09.11) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Golden Trader", 48170 tdw (IMO-Nr.: 9041459), wurde am Nachmittag des 10.9. von dem belgischen Trawler "Vidar - B 462", 385 BRZ, rund 20 Meilen westlich von Thyborøn in die Seite gerammt. Der Frachter war am 6.9. aus St. Petersburg ausgelaufen und via Suez Kanal unterwegs nach Port Said. Der Trawler riss ein Leck in die Bordwand, und eine unbekannte Menge Öl strömte aus. Es gelang der Crew aber in kurzer Zeit, den Ölaustritt zu stoppen. Die "Vidar", lief mit leichten Schäden nach Thyborøn ein. Während eines ihrer Besatzungsmitglieder leicht verletzt wurde, blieb die 22-köpfige Frachtercrew unversehrt. Die dänische Rettungszentrale schickte ein Fischereiinspektionsschiff, die Rettungsboote "Martha Lerche", "LRB 23", "LRB 11" und die Küstenwachboote "Ly" und "Manø" zur Unglücksstelle. Der Frachter wurde vorerst mit einem Weiterfahrverbot belegt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Spice Islander" 2007 (Bild: US Navy)   Großbild klick!
Fährkatastrophe vor Sansibar
(10.09.11) Die überladene Fähre "Spice Islander", 836 BRZ (IMO-Nr.: 8329907), sank in der Nacht zum 10.9 gegen ein Uhr früh, rund vier Stunden nach dem Auslaufen von der Inseln Unguja auf der Fahrt nach Pemba im Indischen Ozean.
Von den mindestens 600 Passagieren ertranken rund 200, 100 weitere wurden noch vermisst. 325 wurden lebend gerettet. Marine und Polizei entsandten Rettungskräfte, diese kamen wegen ihrer unzureichenden Ausrüstung jedoch bei der Bergung nur langsam voran.
Die Behörden von Sansibar baten auch die Behörden von Daressalam um Beistand. Vor allem Taucher wurden dringend gebraucht. Die Behörden richteten im Hafen von Stone Town, dem alten Teil der Hauptstadt Sansibar, ein Erste-Hilfe-Zentrum ein. Die meisten Passagiere stammten aus Sansibar, darunter zahlreiche Familien, die von ihrem Urlaub zum Ende des Ramadan von Unguja auf die rund 80 Kilometer entfernte Insel Pemba zurückkehrten.
Die "Spice Islander I" wurde 1967 als "Marianna" für griecische Auftraggeber erbaut. 1988 wurde sie zur "Apostolos P" der Apostolos Shipping. Für die Saronikos Ferries lief sie dann zwischen Piräus, Aigina und Angistri. 2005 wurde sie für die Hellenic Seaways registriert. 2007 ging sie an Makame Hasnuu, Sansibar, die sie als "Spice Islander I" einsetzte.
Am 25.9.2007 erlitt sie vor Somalia auf der Fahrt von Oman nach Tansania wegen verunreinigten Öls Maschinenausfall. Die USS "Stout" der Combined Task Force 150 wurde zu Hilfe geschickt, ebenso USS "James E. Williams". Die "Stout" versorgte das Schiff mit 30 Tonnen Treibstoff und Nahrungsmitteln. Nachdem die Maschine wieder lief, setzte das Schiff die Fahrt fort. Die Fähre war 60 Meter lang und 11,4 Meter breit. Sie war für 645 Passagiere und 45 Mann Crew zugelassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Massenstrandung auf Padma River
(10.09.11) Fünf Fähren liefen auf dem Padma River nahe Daulatdia Ghat, Bangladesh, auf Grund, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen in Daulatdia kam. Als erstes lief die Roro-Fähre "Shah Jalal" auf einer Untiefe auf Grund. Bei einem Bergungsversuch kam auch die "Shah Mokhdum" fest. Beide Schiffe wurden später befreit. Doch dann lief die Fähre "Birshrestha Hamidur" auf derselben Untiefe auf Grund und saß zwei Stunden lang fest. Die nächsten Opfer waren die Roro-Fähren "Shah Poran" und "Shah Ali", die von Daulatdia nach Paturia unterwegs waren. Nach einer Stunde hatten auch sie wieder Wasser unter dem Kiel. Bagger sollen nun das Fahrwasser vertiefen. Quelle: Tim Schwabedissen



Europas größtes Event-Schiff von Feuersbrunst zerstört
(10.09.11) Das holländische Fahrgastschiff "River ZZ", auch als "Tourmalijn" registriert, 225 ts (EU-Nr.: 02329184), geriet am 9.9. in Rotterdam nahe der Erasmus-Brücke am Eva Hartog-Cohen in Flammen auf. Es befanden sich zu der Zeit keine Gäste an Bord. Das Feuer führte zu starker Rauchentwicklung. Gegen 21 Uhr hatten die Feuerwehr und Löschboote der Hafenverwaltung den Brand zwar unter Kontrolle, doch das Schiff war so schwer zerstört, dass es wohl zum Totalverlust wird. Das Schiff ist der einstige KD-Liner "Berlin", der 1959 in Fahrt kam und auf dem u.a. auch Louis Armstrong, John F. Kennedy, US-Präsident Dwight D. Eisenhower, Elvis Presley und Queen Elizabeth zu Gast. 2003 war er nach Rotterdam gekommen und für die River ZZ Events erst am 4.9. als Europas größtes Partyschiff eröffnet worden mit Platz für 1763 Personen, davon 700 auf dem großen Außendeck. Das fahrtüchtige Schiff sollte auch für Kongresse genutzt werden. Es hat eine Länge von 88,55 Metern, eine Breite von 15,50 und einen Tiefgang von 1,25 m. Es entstand 1958 in Köln bei E. Berninghaus. Quelle: Tim Schwabedissen



Amerikanisches Fahrgastschiff in Alaska gestrandet
(10.08.11) Das 78 Fuß lange Fahrgastschiff "Northern Song" (MMSI-Nr.: 368523000), aus Petersburg lief am 9.9. in Deep Cove vor Baranof Island mit sieben Passagieren und vier Mann Crew an Bord auf Grund. Um 4.20 Uhr informierte der Kapitän die Coast Guard , dass sein Schiff an der Süostoseite von Baranof Island festsitze. Die Fahrgäste legten ihre Überlebensanzüge an. Von der Coast Guard Air Station Sitka stieg ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf, das 110 Fuß lange Küstenwachschiff "Naushon" aus Ketchikan nahm ebenfalls Kurs auf die Strandungsstelle. Der Helikopter ging auf den nahen Strand nieder und nahm die Passagiere an Bord. Sie wurden nach Sika geflogen. Um 9.15 Uhr gelang es, die "Northern Song" wieder flott zu machen. Sie wurde von der "Naushon" inspiziert und nahm dann Kurs auf den Heimathafen. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre auf Grund gelaufen
(10.09.11) Die norwegische Fähre "Eiksund", 589 BRZ (IMO-Nr.: 7026948), lief am Abend des 9.9. bei Hennset auf Grund. Beim Einlaufen nach Todal versagte die Maschine beim Aufstoppen, und das Schiff drehte unkontrolliert nach Backbord ab, wo es auf eine Schäre mit dem Namen Storklubbå mit rund vier Knoten Restfahrt auflief. Das Schiff verkehrt zwischen Arasvika und Hennset auf dem Vinjefjord. Dievierköpfige Crew blieb unversehrt, Passagiere waren nicht an Bord. Vo der Bergung durch Schlepper sollten Taucher den Rumpf untersuchen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach knapp einer Woche vor Dänemark geborgen
(10.09.11) Der holländische Frachter "Ennio Marnix", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9356567), der vor sechs Tagen nördlich von Alsen gestrandet war, konnte am Abend des 9.9. freigeschleppt und nach Åbenrå eingebracht werden, wo er um 19.30 Uhr festmachte. Zuvor hatten 1400 der insgesamt 4200 Tonnen Ladung geleichtert werden müssen. Während der Schleppfahrt wurde der Havarist von dem Ölbekämpfungsschiff "Gunnar Seidenfaden" eskortiert, das seit der Strandung vor Ort gewesen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaran vor Terschelling gestrandet
(10.09.11) Der 20 Meter lange Katamaran "Green Machine", der vor West-Terschelling geankert hatte, geriet ins Treiben und wurde bei kräftigem Wind gegen den Wattenmeerdeich getrieben. Das Schiff wurde dabei beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Explosion verletzte fünf Fischer
(10.09.11) Am Morgen des 8.9. kam es gegen sechs Uhr zu einer Explosion auf dem 13 Meter langen Kutter "Le Petit Prince" im Fischereihafen von Fecamp, Seine-Maritime. Fünf Fischer wurden verletzt. Das Unglück ereignete sich beim Entzünden eines Gasofens wohl durch ein Gasleck. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Spur von Crew eines Hubschiffes
(10.09.11) Am 9. und 10.9. wurde weiterhin nach den 10 vermissten Arbeitern, die am Vortag in den Morgenstunden das Hubschiff "Trident II" im Hurrikan Nate im Golf von Mexiko aufgegeben hatten, gesucht. Es handelt sich um Beschäftigte von Geokinetics, die in der Bay of Campeche tätig gewesen waren. Ein anderes Schiff hatte die Männer in ein für 25 Personen ausgelegtes Boot gehen sehen, wurde aber von dem schlechten Wetter von einer Hilfeleistung abgehalten. Am 9.9. besserte sich das Wetter, als der Sturm westwärts abzog, ohne dass sich eine Spur der Vermissten fand. Die Suche wurde intensiviert, fünf Helikopter, ein Flugzeug und mehrere Schiffe waren im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



11 Tote und ein Vermisster bei Untergang überladener Fähre
(10.09.11) Ein Fährunglück in China forderte 11 Menschenleben, eine Person wurde vermisst, nachdem in der Hunan Provinz ein mit 50 Personen pberladenes Fährschiff auf dem Fuyi River nahe Tangtianshi am Nachmittag des 9.9. gekentert war. 20 Menschen wurden verletzt. Die Suche nach dem Vermissten dauerte an. Insgesamt waren 45 Studenten an Bord des Schiffes gewesen, das in Stahlkabel im Fluss gelaufen war, die zu Baggerarbeiten ausgelegt worden waren. Es hätte nur 14 Personen befördern dürfen. Quelle: Tim Schwabedissen



Irene-Opfer ging in Flammen auf
(04.09.11) Die 42 Fuß lange Yacht "Maybe Tomorrow", das im Hurrikan Irene auf dem Strand von Ocean View in Virginia Beach gestrandet war, wurde in der Nacht zum 10.9. gegen Mitternacht Opfer eines Feuers. Eine Rauchwolke hatte die Norfolk Fire-Rescue auf den Plan gerufen, doch bei ihrem Eintreffen stand das Boot vollständig in Flammen. Die zweiköpfige Crew und der Bordhund waren im Hurrikan gerettet worden. Am 7.9. hatte die Coast Guard das Öl und die Abwässer abgepumpt. Nun gilt es die Trümmer vom Strand zu räumen.
Auch die 1904 erbaute, historische Yacht "Margaret" liegt noch, vom Hurrikan auf den Strand gedrückt, inmitten anderer Trümmer in Bath Creek, wo sie nach Bruch der Ankerkette strandete. Eine Bergung wird 15,000 bis $20,000 Dollar kosten. Quelle: Tim Schwabedissen



"Vestland" kurz vor dem Untergang
(Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!
Überführung von Binnentankern als unverantwortlich bezeichnet - vermisste Atlantic Trader geortet
(09.09.11) In Frankreich wird die Überführung der beiden holländischen Binnentanker "Vestland" und "Atlantic Trader" durch die Biskaya von der bretonischen Organisation Mor Glaz als unverantwortlich bezeichnet. Die Schiffe waren in einem Konvoi mit dem Schlepper "Courbet" am 1.9. von Rotterdam nach Lagos in Nigeria ausgelaufen. Der Transport kam aber in Schwierigkeiten, als er am 5. September auf einem Ausläufer des Hurrikans Irene 80 Meilen südlich von Penmarc'h, auf der Höhe des Cap Finistère, stieß.
Nach dem Untergang der "Vestland" und der Rettung von deren dreiköpfiger Crew gab es zeitweilig auch Sorge um die ebenfalls mit drei Mann besetzte "Atlantic Trader", die von der spanischen Küstenwache aber am 7.9. gegen 21.45 Uhr 170 Meilen vor dem Cap Finistère geortet wurde und weiterhin auf Kurs nach Afrika war. Da er kein AIS hat, konnte er von den französischen Behörden nicht aufgespürt werden. Über Funkt teilte die Crew aber mit, dass alles in Ordnung sei. Die "Courbet" kehrte unterdessen nach Rotterdam zurück.
Beide Tanker waren nicht für die Fahrt auf hoher See geschweige denn im Sturm ausgelegt. Da die Schiffe aber außerhalb der französischen Hoheitsgewässer liefen, konnten die dortigen Behörden aber nicht eingreifen. Die Kamar Shipping, die in der Vergangenheit bereits den Transport von einem Dutzend Binnentankern nach Nigeria organisiert hatte, teilte die Einschätzung, dass der Konvoi wenigstens Schutz hätte suchen sollen. Mor Glaz forderte, dass bereits die Hafenstaatsbehörden im Abgangshafen in solchen Fällen reagieren müssen und auch die Versicherungen informiert werden müssten. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote und zwei Verletzte bei Explosion einer Tankbarge bei Lagos
(09.09.11) Einer Explosion folgte am 4.9. auf dem Tankverband "JTB Jacksonville", das entweder unter liberianischer oder panamischer Flagge läuft, vor der nigerianischen Küste nahe Apap, Lagos. Die Nigerian Maritime Administration (NIMASA) barg 10 von 15 indischen Besatzungsmitgliedern lebend. Drei wurden tot aufgefunden und zwei vermisst. Die "JTB Jacksonville" ist ein aus Schlepper und Ölbarge bestehender Verband, dessen Manager die Tubbs Marine & Energy Ltd, Lagos, ist. Der Schlepper "JTB Jacksonville", 488 tdw (IMO-Nr.: 7901916) wurde 1982 erbaut, die Barge von 49787 Tonnen Tragfähigkeit wurde 1982 erbaut und hat eine Länge von 210 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Segler vor Provincetown gerettet
(09.09.11) Die U.S. Coast Guard, das kanadische Joint Rescue Coordination Centre Halifax, eine CC 130 Hercules der und zwei Handelsschiffe arbeiteten gemeinsam, um am 8. September 1,400 Meilen ostnordöstlich von Provincetown vier französischen Seglern zu Hilfe zu kommen. Der 600 Fuß lange Tanker "Unique Sunshine" sowie der 250 Fuß lange Versorger "Maersk Chancellor" retteten die Segler, nachdem deren 36 Fuß lange Yacht "Roule Ta Bille" gekentert war und Mastbruch erlitten hatte. Das JRCC Halifax kontraktierte das 1st Coast Guard District Command Center in Boston am 7.9. um 21.40 Uhr, nachdem der Vater des Skippers in Quebec von diesem über Satellitentelefon informiert worden war und dieser Alarm geschlagen hatte. Um 21.50 Uhr ging beim District Command Center auch das EPIRB-Signal der Yacht ein. Die CC-130 wurde zu der Position geschickt und warf Rettungsausrüstung samt einer Rettungsinsel und Überlebensanzügen ab. Als nächstes war die "Unique Sunshine" vor Ort, stellte Kommunikation her und gab Windschutz, während die "Maersk Chancellor" heran geführt wurde, die mit zwei Rettungsbooten ausgerüstet und deren Crew für Offshore-Rettungen trainiert ist. Bei 45 Knoten Wind und bis zu 30 Fuß hohen Wellen barg die "Maersk Chancellor" dann die Segler ab und nahm Kurs auf St. Johns, Neufundland, wo sie am 10.9. erwartet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Nur kosmetischer Schaden bei Schleusenhavarie
(09.09.11) Auf der Fahrt von Hamburg nach Fredericia, geriet der deutsche Frachter "Dornbusch", 3999 BRZ (IMO-Nr.: 9126211), beim Einlaufen in die große Südschleuse von Brunsbüttel am 7.9. gegen 9.30 Uhr mit dem Heck gegen die Mittelmauer. Dabei entstanden Abschürfungen, und die Polizei protokollierte den Vorfall, bevor das Schiff die Reise fortsetzte. Quelle: Tim Schwabedissen



Technische Störungen führten zu Untergang der "Sandy Point"
(09.09.11) Nach Untersuchungen der US Coast Guard haben technische Fehler zur Kollision des 163 Fuß langen Kutters "Sandy Point" der Omega Protein mit dem Containerfrachter "Eurus London" am 18.5. im Mississippi Sound geführt, bei dem drei Mann ums Leben kamen. 13 Mann wurden gerettet. Offenbar hatten Störungen im Antrieb und den Navigationssystemen sowie der Ruderanlage das Schiff außer Kontrolle geraten lassen, sodass es direkt vor den Bug des auslaufenden Frachters geriet. Die Untersuchungen von Maschinenraum und Kontrollraum sind aber noch nicht abgeschlossen. Die Arbeit wird noch mehrere Monate andauern. Quelle: Tim Schwabedissen



Heckwelle von Kreuzfahrer versenkte Sportboote
(09.09.11) Der Wellenschlag des Kreuzfahrtschiffes "Sapphire Princess" ließ ein Sportboot am 6.9. sinken, als das für 2,670 Passagiere ausgelegte Schiff nach Ketchikan, Alaska, einlief. Das Boot lag an einer Schwimmpier, und nur der Bug ragte noch aus dem Wasser, nachdem es gesunken war. Auch ein kleines Metallboot daneben sank, ebenso nahm die Schwimmbrücke Schaden. Offenbar war die "Sapphire Princess" mit mehr Maschinenkraft als normal eingelaufen, um bei starkem Wind in den Hafen zu kommen, wodurch die große Heckwelle entstand. Quelle: Tim Schwabedissen



10 Offshore-Arbeiter im Tropensturm vermisst
(09.09.11) Die mexikanische Ölcompany Pemex veranlasste eine Suche nach 10 Offshore-Arbeitern, die das beschädigte amerikanische Stelzenschiff "Trinity II" (MMSI-Nr.: 367436390) am Nachmittag des 8.9. in der Bucht von Campeche im Tropensturm Nate bei bis zu 20 Metern Wellenhöhe aufgegeben hatten. In den Stelzenbeinen waren Risse entstanden, die das Schiff teilweise sinken ließen. Vier der Vermissten stellten die Besatzung dar. Zwei Rettungsschiffe wurden zu der Unglücksstelle geschickt. Die "Trinity II" führte unter Vertrag der Geokinetics, eine seismische 3D-Untersuchung im Rahmen des Tsimin Tojual Projektes durch. Trinity Liftboat Services hatte die Ausschreibung im Dezember 2010 gewonnen. Sowohl die "Trinity I" und "Trinity II" waren im Rahmen des bis 2012 andauernden Projektes eingesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Wird "Seli 1" zum Tourismusziel?
(09.09.11) Das Wrack des türkischen Bulkcarriers "Seli One" am Bloubergstrand könnte nun auch Touristen anlocken. Das Schiff war am vergangenen Wochenende zwei Jahre nach seiner Strandung wieder in die Schlagzeilen geraten, nachdem es im Sturm in drei Teile zerbrochen war und aus verbliebenen Nischen etwas Öl ausgelaufen war. Das Chamber of Commerce in der Kap-Region hofft nach dem Ärger mit der Verschmutzung nun auch auf positive Auswirkungen. Wie mit dem Wrack weiter verfahren wird, ist noch nicht entschieden. Quelle: Tim Schwabedissen



Archäologen legen versenkte Flotte frei
(09.09.11) In Marylands Patuxent River untersuchen Archäologen im Auftrag der Maryland State Highway Administration derzeit ein amerikanisches Kriegsschiff, das 1812 in der Chesapeake Bay gegen die Briten focht. In der Region liegen mehrere Wracks, die derzeit noch unter einer dicken Sedimentschicht begraben sind. Die Maryland State Highway Administration, der Maryland Historical Trust und die U.S. Navy begannen in diesem Sommer, die Wracks freizulegen. Das Wrack, an dem derzeit gearbeitet wird, gehörte einst zu "Barney's Flotilla," einer kleinen Sammlung von Kanonenbooten, die gegen die britischen Truppen angingen. Unter dem Kommando von Commodore Joshua Barney konnten sich die flach gehenden Schiffe in Richtung Washington D.C. voran bewegen, ehe sie im Patuxent River ihr Schicksal ereilte. Im August 1814 drohten sie den Briten in die Hände zu fallen, wurden zuvor aber von eigener Hand zerstört. 15 Kanonenboote und das Flaggschiff, die USS "Scorpion", sanken. 1980 gab es erste Untersuchungen, doch nun läuft die erste umfassende Grabung. Die Wracks liegen nördlich der Jug Bay, wo der Patuxent in einer weiten Serpentine durch das Wattengebiet verläuft. Die Konfiguration der Landschaft und der Flussverlauf haben sich aber in den 200 vergangenen Jahren verändert. Flusserosion führte zu starkem Sedimenteintrag an der Stelle, wo die Flotte liegt. Weitere 13 Handelsschiffe sollen oberhalb der Stelle liegen, wo die Flottille sank. Die Archäologen, die von einer Barge aus arbeiten, haben also 30 Schiffe zu bearbeiten. Das aktuell freigelegte Wrack wird derzeit vermessen. Es ist 75 Fuß lang. Das sauerstoffarme Milieu hat die Reste gut erhalten. Der Bug liegt flussaufwärts mit Resten des Riggs. Die Decksplanken schimmern gelb, und das Holz am Heck weist Zerstörungen auf, als ob es von einer Explosion beschädigt wurde. In den kommenden Tagen soll ein Kofferdamm errichtet und die Fundstelle zeitweilig trocken gelegt werden. Danach soll in vollem Umfang nach Artefakten gesucht werden. Bislang wurden nur wenige geborgen, darunter eine Tasse mit Initialen, ein Messer und eine Flasche. Als die Flasche geborgen wurde, stiegen Luftblasen, die vom 22.8. 1814 stammten, empor. Ob es sich bei dem Wrack der "Scorpion" handelt, ist aber noch nicht geklärt. Die Archäologen hoffen, dass ihre Arbeit darüber Aufschluss erbringt. Quelle: Tim Schwabedissen



Pavit soll versteigert werden
(09.09.11) Der Tanker "Pavit, der am 31.7. auf Juhu Beach strandete, wird in diesem Monat auf einer Auktion noch in diesem Monat versteigert, wenn die in Dubai ansässige Pavit Shipping and Prime Tankers LLC nicht auf die Aufforderung der Hafenbehörden reagiert, die Bergungskosten sowie die Liegeplatzgebühren zu übernehmen. Deren Summen haben mittlerweile bereits den Schiffswert überstiegen. Die Great Offshore Ltd. hatte das Schiff am 15.8. nach Dighi gebracht, inzwischen ist es in Dabhol eingetroffen. Quelle: Tim Schwabedissen



RNLI kam Arbeitsboot zu Hilfe
(08.09.11) Das RNLI-Boot aus Sheerness lief am 8.9. um 20.58 Uhr aus, nachdem das Arbeitsboot "Cerberus" in der Zufahrt zum Milton Creek auf dem Swale mit vier Personen an Bord auf Grund gelaufen war. Das Boot wurde freigeschleppt und durch den Swale zur Queenborough Spit Tonne eskortiert, von wo es zur Chatham Marina weiterlief. Um 22.30 Uhr war der Einsatz beendet. Quelle: Tim Schwabedissen



Bugschaden der "Fionia Swan" (Bild: Wolfgang Wolf)   Großbild klick!
Tanker rammte Steubenhöft in Cuxhaven
(08.09.11) Auf der Reise von Rotterdam nach Finnland rammte der dänische Chemikalientanker "Fionia Swan", 10810 BRZ (IMO-Nr.: 9328974), am 7.9. gegen vier Uhr den Steubenhöft in Cuxhaven. Das Schiff hatte zuvor einen Ausfall der Hauptmaschine erlitten, und ein Notankermanöver hatte es nicht mehr rechtzeitig aufstoppen können. Es krachte mit dem Backbordbug gegen den Kai, der dabei erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch der Bug des Tankers wurde eingedrückt, und oberhalb der Wasserlinie auf zwei Metern Länge aufgerissen. Der Tanker machte um 5.50 Uhr an der Seebäderbrücke fest. Schadstoffe waren nicht ausgetreten. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff wieder flott
(08.09.11) Das bulgarische Binnenschiff "Sveti Georgi", 1663 ts (EU-Nr.: 08948004) das mit der kroatischen "Sveti Nikola", 1751 ts (EU-Nr.: 03170690) am 6.9. nahe Hofkirchen kollidiert und dann auf einer Kiesbank gestrandet war, konnte am 7.9. ohne weitere Probleme wieder flottgemacht werden. Die dazu verfügte Sperrung der Donau wurde um 20.47 Uhr wieder aufgehoben. Quelle: Tim Schwabedissen



Totenwache für gesunkenen Tanker
(08.09.11) 24 Stunden lang hielt der Schlepper "Smit Amandla" noch 'Totenwache' an der Untergangsstelle des Tankers "Phoenix", nachdem dieser 51 Kilometer vor Durban in 915 Metern Wassertiefe versunken war. Erst Minuten vor der Versenkung, um 9.44 Uhr, waren die letzten vier Mitglieder der Bergungscrew aus der Luft von dem Tanker abgeborgen worden, während die Pressluft aus den Tanks entwich und Seewasser sie füllte. Um 9.47 Uhr begann der Tanker zu versinken, und rund drei Minuten später schlug er auf dem Meeresgrund auf. Um sicherzustellen, dass nicht auftreibende Trümmerteile die Schifffahrt gefährden könnten, blieb die "Smith Amandla" noch bis zum Abend auf Position. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Lenzpumpen halfen Kutter
(08.09.11) Die Coast Guard Coos Bay, Oregon, kam mit einem 47-Fuß-Boot am 7.9. dem 48 Fuß langen Kutter "Willapa Maid" zu Hilfe, dessen zweiköpfige Crew am 6.9. gegen 21 Uhr Notrufe gefunkt hatte. Er trieb mit Wassereinbruch rund 30 Meilen westlich der Coos . Die Air Station North Bend alarmierte einen HH-65 Dolphin Helikopter, der um 22.45 Uhr vor Ort war und eine Lenzpumpe abfierte. Eine Viertelstunde später traf das Rettungsboot ein und setzte eine weitere Pumpe über. Nun konnte die Crew den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen, und die ´"Willapa Maid" wurde nach Coos Bay in Schlepp genommen, wo sie am 7.9. um 10.30 Uhr erwartet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Lindwurm entpuppte sich als Fritzi
(08.09.11) Auf dem Wörthersee endete die Suche nach einem 1961 gesunkenen Schiff, der "Lindwurm", mit einer Überraschung: Zwar wurde ein Wrack gefunden, doch war es eine "Fritzi" und kein "Lindwurm". Der Chef der Wörtherseeschifffahrt hatte sich mit der Wasserrettung, der Berufsfeuerwehr Klagenfurt und der Freiwilligen Feuerwehr auf die Suche nach der "Lindwurm" gemacht, die der Überleiferung zufolge 1961 vor der Werft der Wörtherseeschifffahrt versenkt wurde. Die Taucher wurden durch Hinweise eines ehemaligen Kapitäns an der Stelle auch fündig, doch das an der angegebenen Position aufgefundene Wrack entpuppte sich bei der Analyse der Unterwasserfotos nicht als "Lindwurm", sondern als das 1926 gebaute Eilboot "Fritzi". Der hölzerne Rumpf des Wracks war trotz der 50 Jahre im Wasser sehr gut erhalten. Nach Einschätzung eines Schifftechnikers könnte man die Aufbauten, die vor dem Versenken entfernt wurden, originalgetreu nachbauen und das Boot so sanieren, dass es wieder in See stechen kann. Die "Fritzi" brachte es in ihren besten Zeiten auf 26 Kilometer pro Stunde. Die "Fritzi" war bei der Werft gesunken, weil sie bei einer Verschleppung zu schwer mit Schotter beladen war. Die Trosse zum Schlepper musste seinerzeit gekappt werden, damit dieser nicht mit untergeht. Der Schotter macht den derzeit eingesetzten Tauchern der Berufsfeuerwehr jetzt auch einige Mühe. Sie müssen in den nächsten Tagen in 6,5 Meter Tiefe Schotter, Steine und Schlamm aus dem Bootsrumpf entfernen. Wenn der Schlamm ausgespült ist, sollen Hebegurte angebracht werden, um das Boot mit einer Winde zu bergen. Unklar blieb aber weiterhin, wo die "Lindwurm" abgeblieben ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Boot 4, 5 Stunden lang abgeschleppt
(08.09.11) Die "Sara" geriet am 7.9. 1,25 Meilen vor Humber in Seenot. Sie erlitt am 7.9. um 20.20 Uhr Wassereinbruch, und die fünfköpfige Crew funkte Notrufe. Ein Rettungsboot stabilisierte das Boot mit zwei Lenzpumpen und schleppte es dann binnen 4,5 Stunden zur Schleuse der Hull Marina. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision mit Bohrinsel I
(08.09.11) Der britische Versorger "Acergy Discovery", 8248 BRZ (IMO-Nr.: 8813910), rammte am 6.9. um 5.45 Uhr ein Bein und den Riser-Caisson der Gasplattform "Deep Panuke" vor Mulgrave. An der Plattform waren zu diesem Zeitpunkt auch Taucher im Einsatz, die aber nicht zu Schaden kamen. Sie sollten eine Verbindung von der Förder- zu einer Produktionsplattform herstellen. Die "Acergy Discovery" wie auch die "Deep Panuke" wurden nach der Kollision von dem Canada-Nova Scotia Offshore Petroleum Board untersucht. Auch Vertreter von der EnCana Corp., Subsea7 und der Single Buoy Moorings Inc. als Eigner der Plattform wurden eingebunden. Die "Acergy Discovery" lief dazu nach Mulgrave ein. Ob der Unfall den Zeitplan, nach dem die EnCana Corp.'s die Produktion von Naturgas bis Ende des Jahres anlaufen lassen wollte, beeinträchtigen werden, war noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision mit Bohrinsel II
(08.09.11) Ein Versorger der in Aberdeen-ansässigen Offshore-Firma Subsea 7', die "Seven Atlantic", 17496 BRZ (IMO-Nr.: 9419125), kollidierte am 3.9. mit einer Ölplattform von Gaz de France im holländischen Hoheitsgebiet der Nordsee. Das Schiff lief am 4.9. nach Rotterdam ein. Hier soll der Unfall untersucht und der Schaden behoben werden. Die Besatzung kam nicht zu Schaden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Taharoa Express" mit Riss in Wellington
(8.09.11) Am Morgen des 8.9. machte in Wellington der bislang größte Bulkcarrier, die "Taharoa Express" am Aotea Quay fest. Der 269 Meter lange Erzsandtransporter, der 145,842 Tonnen Fracht zu laden vermag, kam vom Taharoa Terminal, südlich von Kawhia Harbour, und soll nun einer Reparatur eines im Rumpf aufgetretenen Risses unterzogen werden. Der Schaden war in dieser Woche auf der Überfahrt von China festgestellt worden. Nun liegt das Schiff unweit des Wellington Regional Stadium, bis es nach Abschluss der Arbeiten am Taharoa Terminal eine Ladung Erzsand laden wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der "De Braak" wird als einzigartiges Zeitzeugnis konserviert
(08.09.11) Seit über 20 Jahren liegt eine 85 Fuß lange Sektion des Rumpfes von HMS "De Braak", einem Kriegsschiff aus dem 18. Jahrhundert und rund 30 Prozent des Gesamtwracks, in einem Warenhaus nahe Lewes. Ein steter Wasserfluss erhält die Planken des 1798 erbauten und zwischen 1984 und 1986 geborgenen Schiffes und spülte Sedimente, Sand und Verkrustungen fort. Es handelt sich hierbei um das größte von insgesamt 20,000 Artefakten des Wracks. Nun beginnen Archäologen mit der eigentlichen Konservierung.
Der Rumpf besteht aus Eichenholz mit Kupfernägeln. Kupferplatten auf dem Rumpf sollten Parasiten abhalten. Nun muss herausgefunden werden, wie die Chemie des Holzes ist, wie viel Seewasser sich noch darin befindet und welche Reaktionen seit dem Beginn der Lagerung aufgetreten sind. Die Artefakte des Schiffes, darunter 16 Geschütze, Kanonenkugeln, Lederschuhe, Geschirr, Flaschen, Socken und sogar die Schiffsglocke, sind bemerkenswert gut erhalten. Die "De Braak" sank am Eingang der Delaware Bay im Mai 1798 auf 60 Fuß Wassertiefe vor Cape Henlopen. Die Kanonen wurden für 250,000 Dollar, die die Delaware River and Bay Authority aufbrachte, konserviert. Sie waren einst so verkrustet, dass sie Betrachtern wie überdimensionale Chicken Nuggets anmuteten.
Sie wurden in New Jersey von den Verkrustungen befreit und entpuppten sich als nahezu perfekte Kanonen, von denen eine sogar noch geladen war. Warum der Erhaltungszustand so gut war, lässt sich durch eine chemische Reaktion zwischen dem Sand, dem Sediment und dem Geschützpulver erklären, dass ein einzigartiges, sauerstofffreies Milieu erzeugte. Keine Bakterien konnten sich an Wolle, Leinen und Leder zersetzend zu schaffen machen. In dem Gebiet, wo der Atlantik auf die Delaware Bay stieß, wurde das Wrack schnell mit Schlamm und Sand bedeckt. Die "De Braak" war ursprünglich ein holländisches Schiff, das die Briten kaperten und nach ihren militärischen Standards ausrüsteten. Dieser Umbau erfolgte in einer Zeit früher Industrialisierung, sodass einige der Artefakte noch von der Zeit der handgearbeiteten Dinge zeugen ,andere von der heranbrechenden Periode. Quelle: Tim Schwabedissen



Sorgen um zwei Frachter auf dem Basco Beach
(08.09.11) Am Basco Beach liegt ein Jahr nach seiner Strandung immer noch der Frachter "Pulzar" mit einer Ladung Aggregaten und Baumaterial auf Grund, nachdem er auf der Fahrt nach Batanes gestrandet war. Der Kapitän hatte seinerzeit die Erlaubnis der Philippine Coast Guard eingeholt, nach einer Taifunwarnung in der Basco Bay Schutz zu suchen. Hier wurde das Schiff aber von gewaltigen Wellen auf den Strand gedrückt und hat sich seitdem nicht mehr von der Stelle gerührt. Inzwischen ist noch ein weiterer Frachter dazugekommen, der nach Maschinenschaden auf die Basco-Pier trieb. Die "Wakay" war am 3.9. in Basco eingetroffen und trieb dann bei starkem Wind ans Ostende der Bucht. Es wird befürchtet, dass die Schiffe eines Tages die Küstenbefestigungen beschädigen könnten. Quelle: Tim Schwabedissen



Viele Tote bei Kenterung auf Volta-Lake befürchtet
(08.09.11) Rund 50 Fahrgäste einer Fähre, das auf dem Volta Lake auf der Fahrt von Kete-Krachi nach Ekpedzi in der Volta-Region bei Kpevi, unweit von Krachi, am 6.9. gegen 11 Uhr Uhr kenterte, könnten ertrunken sein. Nur 20 der rund 70 Passagiere wurden bislang gerettet, außerdem acht Tote aus dem See gezogen. Viele könnten im Wrack eingeschlossen sein. Quelle: Tim Schwabedissen



“Sophia Christina” gestrandet (Bild: Dirk Langeveld)   Großbild klick!
Glückhafte Strandung beim Landfall von Irene
(02.09.11) Am 1.9. wurde in der Pequot Ave. Cove der 58 Fuß lange Schoner “Sophia Christina” geborgen, der an der Burr’s Marina im Hurrikan Irene losgerissen und am Abend des 28.8. auf Grund getrieben worden war. Der 20-Tonner gehört Eignern aus Norwich und Westerly, R.I. Ein Mitarbeiter der Kennedy and Burr's Marina hatte das Schiff, nachdem ein Versuch, es zu ankern, gescheitert war, mit Leinen gesichert. Dass es seine Geisterfahrt auf der Thames mit nur geringen Schäden überstand, ist ein kleines Wunder – es drehte von selbst 90 Grad in die Bucht und trieb an etlichen Hindernissen und den Felsen von Junk Island sowie einem anderen auf Drift gegangenen Segelboot vorbei. Das Land an der Strandungsstelle ist zudem Eigentum des Bergungsbetriebes Kennedy Marine. Diese heuerte eine Kranbarge von Mohawk aus New London, der den Zweimaster anhob und in tieferem Wasser wieder absetzte. Er sollte anschließend zu Burr's oder Brewer's Yacht Yard in Mystic, dem Winterlager, gebracht werden. Die „Sophia Christina” wurde 1983 in Anacortes, Washington erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Grundberührung von Binnenschiff ruft Feuerwehr auf den Plan
(02.09.11) Zahl­rei­che Feu­er­wehr­fahr­zeuge aus Stolzenau, Holzhausen und Landesbergen waren am 1.9. gegen 11 Uhr am Stolzenauer An­le­ger an der We­ser im Einsatz. Ein Boot der Kreis­feu­er­wehr und mehr als 35 Feu­er­wehr­leu­ten waren vor Ort, nachdem ein mit Schrott be­la­denes Binnenschiff auf der Fahrt von Bre­men nach Pei­ne am Abend des 31.8. der Schleuse Dra­ken­burg Grund­berührung ge­habt hatte und leckgeschlagen war. ­Den­noch hatte das Schiff die Fahrt fort­ge­setzt und in Nienburg übernachtet. Nachdem die Besatzung den Wassereinbruch bemerkt hatte, legte das Schiff am Vormittag des folgenden Tages in Stol­zenau an. Durch den schnellen Feuerwehreinsatz konnte das mit rund 900 Tonnen Schrott beladene, 1927 erbaute Schiff über Wasser gehalten werden. Da beim Abpumpen Öle und Betriebsstoffe in die Weser zu gelangen drohten, wurde das verschmutzte Wasser in einen Auffangbehälter gepumpt.&xnbsp; Zur weiteren Wasseraufnahme wurde ein 15 Kubikmeter fassender wasserdichter Abrollbehälter der Feuerwehr Nienburg geordert. Ein Taucherteam wurde eingestzt, um den Rumpf unter Wasser zu untersuchen und abzudichten. Auf Anordnung der Unteren Wasserbehörde wirde eine Ölsperre errichtet. Das Technische Hilfswerk hat im weiteren Verlauf der Hilfeleistungen das Abpumpen des Lenzwassers übernommen. Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren konnte nach rund drei Stunden beendet werden. Erst Ende April war nahe Stolzenau der Kiesfrachter „Wolfram“ gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Tananger wieder mit Grundberührung
(02.09.11) Der unter der Flagge der Färöer laufende Frachter „Tananger", 4636 BRZ (IMO-Nr.: 7915541), lief in der Nacht zum 1.9. bei Kråkerøy in Fredrikstad auf Grund. Das Schiff rammte ein Navigationslicht, das dort auf dem Grund befestigt, war, und zerstörte es. Die „Tananger“ erlitt eine Beule im Rumpf, erreichte aber mit eigener Kraft Øra und machte am späten Nachmittag in Fredrikstad fest. Hier untersuchte die Feuerwehr sie auf mögliche Leckagen. Das zerstörte Navigationslicht musste geräumt werden. Bereits 2007 war das Schiff auf einen Felsen im Bjoafjord, einen Nebenfjord des Halsnøy-Sees und des Hardangerfjords, gelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker nach Wassereinbruch in Schlepp genommen
(02.09.11) Der russische Tanker „Ust-Karsk” erlitt am 1.9. um 11.10 Uhr Wassereinbruch auf Position 41 16.0N 139 11.0 O in der Japanischen See. Der Tanker war unterwegs von Slavyanka in die Beringsee mit einer Ladung von 4500 Tonnen Bunkeröl für Fischereifahrzeuge. Nachdem der Wassereinbruch unter Kontrolle war, wurde das Schiff am 2.9. gegen neun Uhr von dem Bergungsschlepper „Lazurit“ in Richtung Nakhodka auf den Haken genommen. Die „Ust-Karsk”, 4969 tdw (IMO-Nr.: 7636638) wurde 1979 erbaut und läuft für die Eastern Shipping Co., Sovietskaya Gavan. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter in Erwartung des Lotsen gestrandet
(02.09.11) Am 1.9. um 19.45 Uhr lief der kambodschanische Frachter „Ai Qi Shan“ auf Position 52 52.7N 158 43.4 O eine Meile südlich des Petropavlovskiy Feuers auf Grund, als er gerade auf die Übernahme des Lotsen wartete, um nach Petropavlovsk-Kamchatskiy einzulaufen. Da der Frachter bei Flut mit der Backbordseite auflag, entwickelte er bei fallendem Wasserstand Steuerbordschlagseite. Im Maschinenraum kam es zu Wassereinbruch. Das Schiff musste erst gelenzt werden, ehe es zur Reparatur abgeschleppt werden konnte. Der Frachter war mit 5232 Tonnen Baumaterial aus Busan gekommen. Es hatte 210 Tonnen Öl an Bord. Rund 0,1 Tonnen liefen aus und bedeckten eine Fläche von 300 Quadratmetern. Die Ai Qi Shan, 7704 tdw (IMO-Nr.: 8403076) wurde 1984 erbaut und läuft für die Dalian Tongyuan Shipping, China.&xnbsp;Quelle: Tim Schwabedissen



Kein gutes Jahr für Belle of Washington
(02.09.11) Die 85 Fuß lange Fähre “Belle of Washington” wurde vom Hurrikane Irene von ihren Moorings im Pamlico River losgerissen und landete am vier Fuß breiten Privatliegeplatz eines Ehepaares. Ein Kran soll das Schiff nun in tieferes Wasser bringen. Erst im Januar war es zu einer Explosion auf dem Schiff gekommen, die einen Schaden von 80,000 Dollar angerichtet hatte und eine monatelange Reparatur nach sich zog. Quelle: Tim Schwabedissen



RMS Rhone nach Frachterbergung wieder betauchbar
(02.09.11) Die RMS “Rhone” vor den British Virgin Islands wurde am 1.9. wieder zum Tauchen freigegeben, nachdem der in unmittelbarer Nähe gestrandete Frachter "Tropic Sun" wieder flott gemacht werden konnte. Nach Angaben der Virgin Islands Shipping Registry wurde der Dampfer, der eine hochrangige Touristenattraktion darstellt, nicht in Mitleidenschaft gezogen, als die „Tropic Sun“ sich auf der Fahrt von Tortola nach St. Maarten am Abend des 28.8. sich vor Salt Island zeitweilig zu ihm gesellte. Die RMS “Rhone” war ein britisches Postschiff, das am 29.10.1867 während eines Hurrikans mit123 Menschen auf Position sank. Es handelte sich um eines der ersten Stahlschiffe, die mit Dampf und Segeln angetrieben wurden. 1865 war es bei den Millwall Ironworks auf der Isle of Dogs, London, entstanden. Die „Rhone“ war 94 Meter lang und hatte zwei Masten. Im August 1865 ging die erste Reise nach Brasilien. Das 14 Knoten schnelle Schiff hatte 253 Kabinen 1. Klasse, 30. 2. und weitere 30 3. Klasse. Am 19.10.1867 war es längsseits der RMS “Conway” in Great Harbour, Peter Island, gegangen, um zu bunkern. Im San Narciso Hurrikan begannen die Schiffe zu treiben. Es wurde nach dem Durchzug des Auges des Hurrikans beschlossen, die Passagiere der “Conway” auf die vermeintlich unsinkbare “Rhone” überzusetzen, die dann Kurs aufs offene Meer nehmen wollte. Während aber die “Conway” den Sturm überstand, sank die “Rhone” an der Südseite von Tortola. Zunächst hatte sich der Anker an einem Korallenblock verfangen, wo er heute noch im Great Harbour liegt. Als die „Rhone“ endlich Fahrt aufnahm, wurde der Kurs zwischen dem Black Rock Point von Salt Island und Dead Chest Island abgesetzt. Zwischen diesen beiden Inseln lag der Blonde Rock, über dem normalerweise 7,6 Meter Wasser standen. Doch wegen der Wellen, die der Hurrikan erzeugte, hatte der Kapitän der „Rhone“ Sorge, dort aufzuschlagen, und versuchte den Felsen zu umfahren. Als der Dampfer gerade den Black Rock Point, in einer Distanz von 230 Metern passierte, kam der Hurrikan vom Süden her zurück. Der Wind drehte, und die „Rhone“ wurde direkt auf den Black Rock Point. getrieben. Als sie auf die Felsen krachte, wurde der Kapitän sofort über Bord geschleudert. Es heißt, der Teelöffel von Captain Wooley sei noch immer auf dem Wrack zu finden. Tatsächlich ist ein Teelöffel auf einem Korallenriff zu finden. Das Schiff brach rasch auseinander, und beim Kontakt des Wassers mit den Kesseln, die unter Volldampf standen, kam es zu einer Explosion. Der Dampfer sank rasch, der Bug in achtzig, das Heck in fünfzig Fuß Wassertiefe. Nur 23 Besatzungsmitglieder konnten sich retten ,123 Personen starben. Viele Tote wurden auf Salt Island gestattet. Die Masten der “Rhone” ragten noch in den 1950er Jahren aus dem Wasser. Als Navigationshindernis sprengte die Royal Navy dann das Heck. 1967 wurde die Untergangsstelle zum Nationalpark Die „Rhone“ gilt inzwischen als eines der interessantesten Wracks der Karibik, einerseits wegen ihrer Geschichte, andererseits wegen des marinen Lebens, das sich auf ihm entwickelt hat, und schließlich wegen der günstigen Tauchbedingungen in recht flachem Wasser sowie der guten Zugänglichkeit aller Bereiche. Der Bug ist noch relativ intakt. Der Rumpf ist von Korallen überwuchert, die zahlreiche Fische beherbergen. Die Risse und Höhlen im Wrack bieten Hummern und Tintenfischen viel Raum. 1977 wurde am Wrack „The Deep“ mit Jacqueline Bisset im T-Shirt tauchend gedreht. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack nach 130 Jahren wieder aufgetaucht
(02.09.11) 130 Jahre nach seiner Strandung wurde vor Nord-Queensland südlich von Cairns in der Ramsay Bay die bei ihrem Totalverlust 15 Jahre alte Brigantine „Belle“ wieder entdeckt. Der Taifun Yasi legte die Spanten des Schiffes frei, das am 12.1.1880 dort gestrandet war. Nach monatelanger Detectivarbeit konnte das zunächst unbekannte Gerippe nun identifiziert werden. Anwohner hatten die 30 Meter langen Überreste im Februar nahe Cardwell aus dem Sand ragend entdeckt, nachdem durch Yasi eine starke Küstenerosion verursacht worden war. Zunächst prüften Experten historische Aufzeichnungen aus England und fanden fünf in Frage kommende Schiffe. Da das Wrack nur teilweise freilag und nicht zu sehr durch Probenentnahme beeinträchtigt werden sollte, war die Untersuchung vor Ort kompliziert. Die „Belle” wurde 1865 erbaut und strandete beim Laden von Zedernholz eines zuvor gestrandeten Schiffes. Die Crew rettete sich nach Cardwell. Es handelt sich um eines von acht Schiffen, die zwischen1876 und 1903 hier strandeten und eines von drei noch erhaltenen Wracks. Bereits 1879 waren dort die „Charlotte Andrews” und die “Harriet Armytage” gescheitert. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuriges Ende einer Fangfahrt
(02.09.11) Am 31.8. gegen 22.50 Uhr geriet der 65 Fuß lange Kutter “Connie James” in Savage Cove in Brand. Die Feuerwehr von Flowers Cove war vor Ort. Sie konnte aber nicht verhindern, dass der Kutter rund 12 Stunden nach Ausbruch des Feuers an seinem Liegeplatz sank. Er war erst kurz zuvor von Fangfahrt zurückgekehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Flammendes Inferno in Marina auf Hudson River
(02.09.11) Am Morgen des 31.8. geriet die 90 Fuß lange Luxusyacht “On Your Mark” auf dem Hudson River in der Haverstraw Marina in Brand. Die Vitech-Yacht sank am folgenden Morgen, nachdem die Flammen zuvor auf andere Boote in der Marina vor der Beach Road übergesprungen waren. Ein 25 Fuß langes Motorboot war ebenfalls in Flammen aufgegangen und gesunken. Eine Yacht und ein 30 Fuß langes Boot wurden beschädigt, blieben aber schwimmfähig. Der Schaden geht in die Millionen. Die Flammen waren 30 Fuß hoch in den Nachthimmel geschossen, und der Gestank von brennendem Fiberglas war weithin wahrzunehmen. 60 Feuerwehrleute unter Leitung des Thiells Fire Department waren im Einsatz, den Brand niederzukämpfen. Das Sheriff's Department Bureau of Criminal Investigation wird nun forensische Untersuchungen einleiten, auch die U.S. Coast Guard ist Teil des Teams. Die "On Your Mark" stand seit mehreren Jahren für 3.7 Million en Dollar zum Verkauf. Sie war luxuriös ausgestattet. Der Eigner ist Mark Urich, der Präsident der Consolidated Bagel Co. in Englewood Cliffs, New Jersey. Weil Dieselöl auslief, wurde das Rockland Hazardous Materials Response Team alarmiert, das eine Ölbekämpfung einleitete und Sperren ausbrachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Aniakchak Bay geborgen
(02.09.11) Am 31.8. um 16.45 Uhr wurde der 52 Fuß lange Kutter “Bear”, der in der Aniakchak Bay mit 3,000 Gallonen Diesel an Bord gestrandet war, wieder flottgemacht. Mit Hochwasser konnte das auf der Steuerbordseite liegende Schiff von der Untiefe gezogen und in der Bucht verankert werden. Ein anderer Kutter assistierte bei der Bergung. In den Mittagsstunden des 1.9. schleppte der 59 Fuß lange Kutter “Alysa June“ das Schiff von der Aniakchak Bay nach Chignik ab, wo es um 14 Uhr eintraf. Die Kodiak Coast Guard hatte den Skipper aus Homer und seine zweiköpfige Crew am Morgen des 30.8. aus einer Rettungsinsel geborgen, nachdem ihr Schiff vor der Alaska Peninsula, rund 196 Meilen südwestlich von Kodiak, gestrandet war. Um 3:23 Uhr war das EPIRB aktiviert worden, und ein MH- 60 Jayhawk Helikopter stieg auf, dem es gelang, trotz Nebel und Dunkelheit die Schiffbrüchigen um 6.25 Uhr zu orten. Quelle: Tim Schwabedissen



Schnelle Reaktion des Kapitäns verhinderte größeren Schaden auf der „Color Viking“
(02.09.11) Nur 30 Meter vom Kai in Strömstad entfernt erlitt die aus Sandefjord einlaufende, norwegische Fähre „Color Viking", 19763 BRZ (IMO-Nr.: 8317942), am 1.9. plötzlich Maschinenausfall unter Verlust aller Bordenergie. Der Kapitän ließ sofort den Anker werfen und brachte mit seiner raschen Reaktion das Schiff 15 Meter vor dem Kau zum Stoppen. Die schwedische Coastguard und Rettungsdienste waren rasch vor Ort. Nachdem die Maschinen wieder angefahren und die Bordenergie vorhanden war, machte die „Color Viking" mit eigener Kraft fest. Quelle: Tim Schwabedissen



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Quelle: Tim Schwabedissen



21-köpfige Crew gekenterter Rennyacht vor Fastnet gerettet
(16.08.11) Am 15.8. um 18:30 Uhr Ortszeit ging bei der irischen Küstenwache&xnbsp; ein EPIRB-Signal von der amerikanischen&xnbsp; Supermaxi „Rambler 100” ein, die bei sechs Beaufort Wind zwischen dem Fastnet Rock und der Pantaenius-Boje gekentert war. 16 der insgesamt 21 Segler kletterten auf den kieloben schwimmenden Rumpf, während fünf andere in eine Rettungsinsel gingen. Neben der „LE Ciara“ der irischen Marine sowie dem Rettungsboot aus Baltimore waren auch die Küstenwache Castletownbere sowie Helikopter aus Shannon und Waterford an der Rettungsaktion beteiligt, die bei fünf Metern Wellenhöhe, Regen und schlechter Sicht durchgeführt wurde. Alle 21 Segler wurden gerettet, 16 waren an Bord des RNLI-Bootes aus Baltimore, die Insassen der Insel mit Ausnahme einer Frau, die von dem Helikopter aus Shannon aufgewinscht und zum Weitertransprot ins Kerry General Hospital in Tralee zum Farranfore Airport geflogen worden war, auf einer Yacht. Beim Einlaufen nach Baltimore applaudierte eine Menge Schaulustiger, die sich dort versammelt hatte. Offenbar hatte sich beim Runden von Fastnet Rock die Ballastbombe am Ende der Kielflosse gelöst, und binnen Sekunden kenterte das Boot. Bereits vom Start weg gab es verschiedene technische Probleme auf dem Boot. Unter anderem fiel eine Winsch aus, und ein Vorsegel wurde zerrissen. Die „Rambler 100”, die 2008 als „Speedboat” vom Stapel lief, wurde von Juan Kouyoumdjian entworfen in den folgenden Jahren modifiziert. Das Schiff ähnelt mit extrem breitem Heck, Neigekiel, Doppelruder und ausgeprägtem Knickspant stark einer Volvo Ocean 70 und stellte unlängst im Rahmen des Transatlantikrennens einen Streckenrekord auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter machte Kopfstand
(16.08.11) Der 40 Fuß lange Hummerkutter “Jack Black” fand sich am Morgen des 15.8. hoch, aber nicht trocken wieder. Das Schiff lag auf Granitblöcken an der Ostseite der Rockland Fish Pier, nachdem eine Achterleine über Nacht gerissen war, wohl durch eine hoch auflaufende Flut. Das Schiff drehte sich und kam auf den Blöcken fest. Als die Ebbe einsetzte, sackte der Bug ab, während das Heck auf den Felsen blieb. Mit der 12.48-Uhr-Flut des 15.8., so wurde gehofft, würde sich der Bug wieder heben. Der Kutter läuft für Live Lobster, die auch die Pier betreiben. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre saß drei Stunden fest
(16.08.11) Nur wenige Meter von der Doolin Pier im County Clare entfernt lief am 15.8. um 11.30 Uhr die „Rose of Aran” der Aran Doolin Ferries auf Grund, als sie nach Doolin einlief, um Reisende für die Aran Islands an Bord zu nehmen. Die Fähre befand sich zwischen Crab Island und der Doolin-Pier als sie 25 Meter vom Ufer entfernt festkam. An Bord waren vier Mann Besatzung. Gegen Mittag wurde die Irish Coast Guard verständigt, und die Doolin Coast Guard nahm eine Inspektion and des Schiffes vor. Um 14.15 Uhr kam es mit der Flut wieder frei. Quelle: Tim Schwabedissen



Rätsel um gestrandete Yacht gelöst
(16.08.11) Das Rätsel um die 28 Fuß lange Yacht “Juanita Dulce”, die am 14.8. verlassen auf Madeira Beach strandete, ist gelöst. Der Eigner wurde zu Hause angetroffen. Die Coast Guard beendete daraufhin die Suche. Die Pinellas County Sheriff's Marine Unit hatte das Boot mit um den Propeller gewickelter Ankerleine vorgefunden. Zeugen hatten in der Nacht einen Mann an Bord gesehen. Daraufhin hatte ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Coast Guard Air Station Clearwater am Nachmittag zwischen Madeira Beach und Pass-A-Grille Beach eine Suche durchgeführt. Nachdem der Skipper entdeckt worden war, gab er gegenüber dem Pinellas County Sheriff's Office an, das Boot nach Motorproblemen und nachfolgender Strandugn verlassen zu haben. Quelle: Tim Schwabedissen



Bei Suche nach Vermisstem der „Waldhof“ andere Leiche gefunden
(16.08.11) Eine Männerleiche, die am 13.8. in einem Naturschutzgebiet bei Koblenz gefunden wurde, sollte am 15. oder 16.8.obduziert werden. Davon erhofften sich die Fahnder neue Erkenntnisse zur Identität des Mannes und zur Todesursache. Sie gingen davon aus, dass es sich bei dem auf der Rheininsel Urmitzer Werth entdeckten Toten um einen seit Wochen vermissten Mann aus dem Kreis Neuwied handeln könne. Die Feuerwehr hatte die stark verweste Leiche entdeckt, die mit auf dem Rücken zusammengebundenen Händen an einem Baum gehangen hatte. Dabei handelte es sich um einen Zufallsfund: Die Feuerwehrleute hatten sich eigentlich an einer neuerlichen Suchaktion nach dem seit sieben Monaten vermissten Besatzungsmitglied des gekenterten Säuretankers „Waldhof“ beteiligt. Der Tanker war am 13. Januar mit rund 2400 Tonnen Schwefelsäure an Bord auf dem Rhein bei St. Goarshausen verunglückt. Zwei Besatzungsmitglieder konnten sich retten, ein weiterer wurde einen Monat später tot im Wrack geborgen. Von dem vierten Mann fehlt weiter jede Spur. Am 27. August wird die Suche nach dem 33-Jährigen zwischen St. Goar und Koblenz fortgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker nach Bergung nach Dighi verschleppt
(16.08.11) Der Tanker „Pavit“ wurde nach seiner Bergung durch die Schlepper “Sangita” und “Malviya-VI” am 15.8. nnach Dighi in Raigarh zur weiteren Untersuchung geschleppt. Das Schiff, das zwischenzeitlich 2,5 Meter in den Sand eingesunken war, war nach einer ersten Drehung um 35 Grad zuvor weitere 50 Grad gedreht worden. Die Berger mussten zudem den Ballast justieren, um es aufrecht zu halten. Dazu waren weitere 30 Arbeiter engagiert. Nachdem das Schiff einige Meilen vor dem Strand war, wurde es einer ersten Untersuchung unterzogen, bevor es weitergeschleppt wurde. Da die Maschine nicht einsatzfähig war, blieben zwei Berger sicherheitshalber an Bord, die die Stabilität während des Manövers überwachten. Quelle: Tim Schwabedissen



„Union Neptune“ durch Sprengladungen endgültig versenkt
(16.08.11) Traditionssegler vor Dahmeshöved gerammt
(16.08.11) Mit einem gewaltigen Schrecken endete eine Forschungsfahrt acht Neumünsteraner Pfadfinder und ihrer zwei Betreuer, die mit dem Schoner „Carola“ vor der ostholsteinischen Küste Kurs Kühlungsborn anliegen hatten. In zwei Meter hohen Wellen und bei fünf Beaufort Wind wurde der Zweimaster am 11.8. gegen 14 Uhr drei Meilen vor Dahmeshöved von dem aus Pärnu kommenden, unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufenden Frachter "Galan", 2473 BRZ (IMO: 8844957), gerammt. Dabei wurde der 25 Meter lange Kieler Traditionssegler "Carola" am Bug schwer beschädigt und erlitt Wassereinbruch. Die christlichen Pfadfinder aus dem Raum Neumünster, die auf dem Traditionssegler unter Anleitung eines Meeresbiologen im Rahmen von „Klima Sail“ Untersuchungen vornehmen sollten, überstanden die Kollision unversehrt. Der Skipper rief alle an Deck, und es wurden Rettungswesten ausgegeben. Auf das Mayday hin eilte zunächst die in der Nähe befindliche „Bad Düben – BP 23“ der Bundespolizei zu Hilfe, etwas später stießen auch der Seenotkreuzer „Hans Hackmack“ aus Grömitz und das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ aus Kiel dazu. 14 Seemeilen vor Grömitz übergab der Seenotkreuzer eine Lenzpumpe, und zusammen mit der „Scharhörn“ wurde das Schiff gesichert, damit die Bundespolizei ruhig arbeiten konnte. Die „Bad Düben“ evakuierte die acht Kinder und Jugendlichen mit einem Beiboot und holte sie an Bord, wo sie mit Pflaumenkuchen und heißer Schokolade versorgt wurden. Einige der Mädchen und Jungen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren standen unter Schock. Sie wurden mit der „Bad Düben“ nach Heiligenhafen gebracht, wo sie von ihren zwischenzeitlich benachrichtigten Eltern nach Hause gebracht wurden. Die dreiköpfige Stammcrew des Seglers sowie die verbliebenen zwei Betreuer erhielten Unterstützung vom Bergungsteam der „Bad Düben“. Gemeinsam mit dem Tochterboot „Emmi“ der „Hans Hackmack“ gelang es, den Havaristen mit Pumpen zu halten und ihn sicher in den Hafen Burgstaaken auf Fehmarn zu eskortieren. Die „Galan“ lief nach Lübeck ab, wo sie um 18.30 Uhr am Containerterminal festmachte, wo eine Untersuchung durch die Wasserschutzpolizei Lübeck-Travemünde eingeleitet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



„Union Neptune“ durch Sprengladungen endgültig versenkt
(16.08.11) Das Wrack des Frachters "Union Neptune", der am 22.7. vor der Ile d'Oléron gekentert, aber nicht vollständig gesunken und in den vergangenen Tagen 1,5 Meilen vertrieben war, wurde am 12.8. auf Position 45 ° 52.82 N - 001 ° 40.65 W vollständig versenkt. Taucher der Marine hatten drei Mal Sprengladungen an dem noch aus dem Wasser ragenden Bug des kopfüber liegenden Wracks befestigt, und um 17:50 Uhr war es endgültig auf 45 Metern Wassertiefe verschwunden, sodass über dem Schiff über 30 Meter Wassertiefe vorhanden sind. Die Entscheidung zur Versenkung war getroffen worden, nachdem der Schlepper “Abeille Languedoc", der das Wrack überwacht hatte, die Drift wahrgenommen hatte und eine weitere Wetterverschlechterung sich abzeichnete. Die 2000 Tonnen Eisenoxid, mit denen der Frachter von Bordeaux nach Rotterdam unterwegs war, waren bereits kurz nach dem Kentern nach Verlust der Lageluken aus dem Schiff gefallen. Die „Argonaute“ und der Minensucher "Pegasus" mit einem Taucherteam machten ihm am Ende den Garaus. Sie untersuchten erst den Rumpf und platzierten dann die Sprengsätze an ihm, die so explodierten, dass das Schiff dabei nicht zerbrach. Jetzt gilt es noch die verbliebenen Reste der 22 Tonnen Diesel und 2090 Gallonen Ölgemisch abzupumpen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Port Mansfield gerettet
(15.08.11) Die US Coast Guard assistierte am Morgen des 14.8. dem Krabbenkutter “Odin”, der mit drei Mann Crew an Bord 12 Meilen vor Port Mansfield zu sinken drohte. Die Wache in Corpus Christi fing um 5:45 Uhr einen Notruf auf, in dem ein Wassereinbruch am Propellerschaft gemeldet wurde. Von der Air Station Corpus Christi stieg ein MH-65C Dolphin Helikopter um 6:30 Uhr auf, dessen Crew den Havaristen rund 14 Meilen vor Port Mansfield ortete. Zwei Lenzpumpen sowie ein Rettungsschwimmer wurden zu dem Kutter abgewinscht. Es gelang, die „Odin” schwimmfähig zu halten, die dann von dem Kutter „Gina Dawn” zurück in den Hafen geschleppt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Dutzend Personen von leckem Sportboot evakuiert
(05.08.11) Die US Coast Guard barg am 14.8. einen Mann von einem 29 Fuß langen Sportkutter ab, der im Golf von Mexiko rund 25 Meilen südöstlich von&xnbsp;Chandeleur Island in Seenot geraten war. Die Coast Guard New Orleans wurde um 12.14 Uhr alarmiert, nachdem das Schiff Wassereinbruch erlitten hatte und ein Mann sich verletzt hatte. Der Kutter “Miss Kristi M” barg 11 Personen ab. Ein MH-65C Dolphin Helikopter winschte den Verletzten auf und flog ihn nach&xnbsp;Gulfport, wo er am&xnbsp;International Airport medizinisch betreut wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre nach Strandung auf Luftfahrt
(15.08.11) Die gestrandete Fähre “Royal Miss Belmar” wurde durch die Kranbarge „Colombia New York“ mit einem 440-Tonnen-Kran durch die Don Jon Marine Company am 13.8. geborgen. Das Schiff saß seit dem 4.7. direkt am Nordostende von Great St. James Island, U.S. Virgin Islands, auf Grund. Gegen 10 Uhr waren die Berger von der DonJon Marine Co. mit dem Schlepper “Mary Alice” und der Kranbarge vor Ort ein. Binnen zwei Stunden war der Kran aufgetakelt, und Hebestropps wurden um den Rumpf der “Royal Miss Belmar“ gelegt. Gegen 16 Uhr hatte sich die Fähre von den Felsen gelöst und schwebte aufs Deck der Barge, die danach samt ihrer Fracht zur Crown Bay Marina, St. Thomas, geschleppt wurde. Hier galt es die Fähre weiter zu sichern, bevor es nach Savannah, Galveston, weiter geht. Das Coast Guard Marine Safety Detachment und Coast Guard Boat Forces in St. Thomas arbeiteten gemeinsam mit der DonJon Marine Salvage Co., der National Oceanic and Atmosphere Administration, dem U.S. Virgin Islands Department of Natural Resources, Sea Tow und Husky Salvage an der Bergung. Als die Fähre am 4.7. gestrandet war, hatte die Coast Guard 98 Passagiere und vier Mann Crew abgeborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht leer angetrieben
(15.08.11) Die US Coast Guard suchte am 14.8. nach dem Skipper der 28-Fuß-Yacht “Juanita Dulce”, die gegen ein Uhr verlassen vor Madeira Beach gestrandet war. Der Mann war zuletzt am Vorabend gesehen worden. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Clearwater kämmte die Küste von Maderia Beach bis&xnbsp;Pass-A-Grille&xnbsp;Beach&xnbsp;nach dem Segler aus Pinellas County ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Weltältester Raddampfer von Kapitän auf Pier gesetzt
(15.08.11) Am Morgen des 14.8. rammte der norwegische Raddampfer "Skibladner" eine Pier in Hamar. Der Kapitän nahm die Verantwortung auf sich, er sei voraus statt zurück gelaufen, und sein Versuch, den Fehler zu korrigieren, sei fehlgeschlagen. Kurz nach 11 lief der 165 Fuß lange Dampfer gegen die Pier. Die Feuerwehr von Gjøvik assistierte bei der Evakuierung der unversehrt gebliebenen Fahrgäste. Ein Rettungsboot zog den Havaristen wieder in tiefes Wasser, der danach zu Untersuchungen mit eigener Kraft nach Gjøvik lief und am 16.8. wieder in Fahrt gehen sollte. Die "Skibladner" verkehrt zwischen Eidsvoll und Lillehammer. Das zwischen1854 und 1856 erbaute Schiff ist der älteste Raddampfer der Welt, der fahrplanmäßig im Fahrgastverkehr eingesetzt wird. Er darf 230 Passagiere befördern und läuft für die A/S Oplandske Dampskibsselskap. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Türkei kollidiert
(15.08.11) Am 14.8. kollidierte der unter Barbados-Flagge laufende Containerfrachter "Parmis", 25391 BRZ (IMO-Nr.: 9283007) mit dem unter Malta-Flagge laufenden Frachter "Apache" (IMO-Nr.: 11534466) in der Marmara-See vor dem Nordende von Marmara Island. Ein Rettungsschiff wurde in Marsch gesetzt, doch beide Schiffe hatten nur leichte Schäden erlitten und nahmen Kurs auf Tekirdag in der Nordwest-Türkei. Die "Parmis" war unterwegs nach Gemlik in der Povinz Bursa, sie kam aus Damieta in Ägypten, die "Apache" war von Italien nach Russland unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennendes Boot im Long Island Sound gesunken
(15.08.11) Die 47 Fuß lange "Twosome," die in der Cove Marina in Norwalk beheimatet war, ging am Abend des 13.8. zwischen Cockenoe Island und Compo Beach in Flammen auf. Der Skipper konnte sich von Bord des im Long Island Sound nahe Norwalk brennenden Schiffes retten. Ein Boot des Norwalk Fire Department wurde gegen 20 Uhr alarmiert und war binnen acht Minuten vor Ort. Feuerwehren aus Norwalk und Westport kamen zum Einsatz, konnten aber nicht verhindern, dass das Boot bis zur Wasserlinie herunter brannte und sank um 21.21 Uhr. Der Eigner aus Norwalk hatte die „Twosome“ vor drei Jahren für 800,000 erworben. Er hatte vor dem Unglück gerade einige Mitfahrer am Cedar Point Yacht Club abgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Flussschiff drohte auf Themse zu sinken
(15.08.11) Das Riverboot “Topsey Turney” schlug in der Nacht zum 14.8. in Teddington auf der Themse leck. Die Feuerwehren aus Kingston, Twickenham und Southall sowie weitere Retter aus Wandsworth kamen mit Lenzpumpen zu Hilfe. Ein Boot der RNLI lifeboat schleppte die Barkasse nach Kingston hinüber, wo es einfacher war, sie auszupumpen. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucherboot gekentert
(15.08.11) Das Taucherschiff “Red Menace” kenterte auf einer Fahrt im Golf von Mexiko vor Panama City Beach. Das Schiff der Panama City Dive Charters wurde am 15.8. gegen 13 Uhr fünf Meilen südwestlich des Panama City Pass von einer Welle überrollt und schlug um, während gerade die Tauchgäste unter Wasser waren. Es waren sieben Personen an Bord, eine wurde leicht am Kopf verletzt. Ein anderes Taucherboot nahm die Schiffbrüchigen an Bord, während ein Küstenwachboot anrückte. Quelle: Tim Schwabedissen



Pavit wieder frei
(15.08.11) Am Nachmittag des 15.8. gelang es den beiden Schleppern “Sangita” und “Malviya-VI”, an über Nacht ausgefahreren, 1,500 Meter langen Schlepptrossen den gestrandeten Tanker “Pavit” vom Juhu Beach herunter zu ziehen. Eine Tide von über vier Metern Höhe unterstützte die Bergungsbemühungen. Bereits tags zuvor war das Schiff, das parallel zur Küste aufsaß, 35 Grad mit dem Bug gegen die See gedreht worden. Ein Team von von 30 Mann, vom seemännischen Personal bis zu Ingenieuren von Titan Salvage und den indischen Counterparts Great Offshore hatten ihr Lager an Juhu’s Mora Beach für die Operation aufgeschlagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandstiftung auf Kutter in Galloway
(15.08.11) Der Kutter “Lowena Mor” wurde am 12.8. durch einen Brand in Galloway schwer beschädigt. Gegen 22:00 Uhr waren die Flammen auf dem an derIsle of Whithorn liegenden Schiff entdeckt worden. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Zwei Männer wurden unter dem Verdacht der Brandstiftung gesucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Tote und drei Vermisste bei Kutterunglück
(15.08.11) Ein chinesischer Kutter sank mit sieben Mann Crew am Morgen des 13.8. nahe Taizhou City. Die Coastguard startete sofort eine SAR-Operation, konnte aber nur vier Leichen bergen. Die anderen drei Männer waren weiter vermisst. Quelle: Tim Schwabedissen



Komplizierte Suche nach Bergungsausrüstung für „Angel 1“
(15.08.11) Die Schlepper "Mahanwara" und "Ngondeni" von Subtech wurden zur Bergung der "Angel 1" vor Mauritius engagiert. Die "Mahanwara" kommt von Sri Lanka und die “Ndongeni” aus Mosambik, beide Schiffe werden um den 20.8. vor Ort erwartet. Die Berger von Five Oceans Salvage hatten zwischen Südafrika, Mosambik, Madagascar, Reunion und Mayotte bis hin nach Sri Lanka nach geeigneten Schiffen gesucht und auch nach Schleppern, die Mauritius gerade passierten, Ausschau gehalten. Zunächst gilt es das Bunkeröl aus den Bodentanks zu holen. Hierzu wird mit den Eignern der Bunkerbarge "Minorque" verhandelt. Die nötige Ausrüstung wurde in Südafrika gefunden und am 12.8. an Bord einer privat gecharterten Antonov AN-26 nach Mauritius gebracht. Die Hafenbehörden haben den Bergern den in Port Louis stationierten Schlepper "Sir Gaetan", 275 BRZ, zur Assistenz angeboten, die National Coast Guard offerierte Ölsperren und Ölbekämpfungsausrüstung. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Ölbedrohung durch „Bulk Carrier 1“- „Rak Carrier“ ölt weiter
(14.08.11) Die philippinische Coast Guard hat Befürchtungen über eine Ölverschmutzung durch die sechs Tonnen in den Tanks der “Bulk Carrier 1" vor Maasim, Sarangani, zerstreut. Ölsichtungen waren 4,4 Meilen vor der Küste, und Ölbekämpfungsmittel wurden ausgebracht. Die Strömung ging auf See hinaus, und es wurde erwartet, dass sich der Ölfilm rasch auflösen würde. In Maasim wurde dennoch vorsorglich Material zur Ölbekämpfung bereit gehalten. &xnbsp;Derweil wird die “HS Puccini" weiter in Davao City festgehalten, bis die Untersuchung abgeschlossen ist. Ein Ersuchen von APL, den Hafen verlassen zu dürfen, wurde zurück gewiesen. Der Kapitän der „Bulk Carrier 1" machte für die Kollision die Führung der “HS Puccini" verantwortlich, die den Kurs seines Schiffes falsch kalkuliert habe. Derweil mussten an der „Rak Carrier“ vor Mumbai die Versuche, die Ölaustritte mit Tauchern zu stoppen, vorläufig ausgesetzt werden. In 40 Metern Tiefe war die Sicht durch aufgewirbelten Sand zu schlecht für den Tauchereinsatz geworden. Weiterhin luafen geringe Mengen Öl aus dem Wrack aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Lotsenversetzer gekenterrt
(14.08.11) Am 11.8. kenterte vor Schouwen-Duiveland das Lotsenversertzboot des Lotsenschiffes “Mirfak", 871 BRZ (IMO-Nr.: 7605677). Die vierköpfige Crew wurde gerettet und ins Krankenhaus nach Goes gebracht. Einer blieb zur Beobachtung über Nacht. Der Unfall wurde durch hohe Wellen verursacht. Das SWATH-Lotsenschiff “Cetus" schleppte das Tenderboot nach Vlissingen ein. Quelle: Tim Schwabedissen



„Angel 1“ wird mit Spezialpumpen geleichtert
(14.08.11) Spezielle Pumpen wurden am 13.8. zu dem gestrandeten Bulkcarrier “Angel 1" gebracht, mit denen die 1000 Tonnen Öl ab dem 14.8. auf eine Bunkerbarge umgepumpt werden sollten. Die Operation soll je nach Wetter rund drei Tage dauern. Die Pumpen, die jede einen eigenen Motor haben, wurden zum Plaisance Airport geflogen. Später sollen auch die 32,000 Tonnen Reis geleichtert und das Wasser, das 10 Fuß hoch im Maschinenraum steht, geleichtert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper sank auf Themse – ein Vermisster
(14.08.11) Ein Mann der Besatzung des englischen Schleppers &xnbsp;“Chieftain" wurde vermisst, nachdem das Schiff am 12.8. auf der Themse kenterte und sank. Das Schiff schlug gegen &xnbsp;11:00 Uhr auf Höhe der Convoys Wharf in Deptford, nahe der Greenwich Pier, um, nachdem sie mit einer Tonne kollidiert war. Die Port of London Authority sperrte den Fluss auf Höhe Greenwich. Vier Löschzüge der Feuerwehr, Rettungsboote, Küstenwache und Polizei waren im Einsatz, nachdem beim Verholen der Kranbarge “Skyline Barge 19“ gemeinsam mit der „Steven B“ und der „Horton" nach dem Passieren der Canary Wharf, wo die "Horton" losgeworfen hatte, der Unfall geschehen war. Die „Horton“ drehte nach der Havarie sofort wieder um. Auch die „Driftwood" am West India Dock schickte eines ihrer Jetboote. Die als Sicherheit abgeordnete "Assassin" von Predetor Charters nahm die übrigen beiden Schlepperfahrer auf, von denen sich einer auf die Barge gerettet hatte. Nach bisherigen Ermittlungen sollte beim Verbringen der Kranbarge an die Greenwich Ship Tier die "Chiefton" an Backbord gehen und den Anhang drehen. Die „Crossness“ markierte die Untergangsstelle mit Tonnen. Nach vier Stunden wurde die Suche nach dem vermissten Schlepperfahrer abgebrochen. Die Port of London Authority leitete Vorbereitungen zur Bergung des Schleppers ein, der am 15.8. gehoben werden soll. Die Kranbarge wurde von der „Steven B“ am Nachmittag nach Gravesend gebracht. Erst in der vergangenen Woche war es zu einem Todesfall auf der Themse gekommen, als ein Besatzungsmitglied der Woolwich Ferry über Bord ging, als er Trossen loswerfen wollte. Er geriet in den Propeller und wurde tödlich verletzt. &xnbsp;Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Russenkapitän verursachte Doppelkollision in Kiel
(14.08.11) Der betrunkene russische Kapitän des unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Frachter „Solveig K“, 1678 BRZ (IMO: 7723687), hat am Abend des 12.8. zwei Havarien verursacht. Gegen 20 Uhr kam er mit Schüttgut von Riga nach Ghent unterwegs beim Einlaufen in die Schleuse deutlich vom Kurs ab. Der Seelotse konnte den Kapitän beim Einlaufen nur mit Mühe beraten. Daraufhin kollidierte die „Solveig K“ mit der Schleusenmauer und trug Schäden am Bug davon. Die Beamten der Wasserschutzpolizei stießen bei der anschließenden Untersuchung dann auch noch auf Alkoholgeruch beim Kapitän. Eine angeordnete Atemalkoholprobe ergab einen Wert von 1,2 Promille. Da der Kapitän zur weiteren Vernehmung von Bord gehen und gleichzeitig die Schleusenkammer wieder zügig freigemacht werden musste, überführte der Erste Offizier das Schiff mit einem Lotsen zur weiteren Untersuchung in den Nordhafen. Doch auch dieses Manöver misslang. Dem Rudergänger unterlief beim Anlegemanöver am Voithkai ein Fehler, und das Schiff trieb am Voith-Kai gegen ein dort vertäutes Reserve-Schleusentor der Holtenauer Schleuse. Auch hierbei entstand ein erheblicher Sachschaden an dem Schleusentor, das bei der Kollision auch losgerissen wurde und in den Kanal zu treiben begann. Der SFK-Schlepper „Holtenau“ wurde zur Unterstützung gerufen und musste das Schleusentor und Havaristen an die Kaimauer drücken. Für die „Solveig K“ war die Fahrt vorerst in Kiel vorbei. Die Seeberufsgenossenschaft verhängte ein Auslaufverbot, und die Wasserschutzpolizei Kiel begann mit der Untersuchung. Der Frachter durfte seine Reise erst fortsetzen, nachdem ein neuer Kapitän eingesetzt war. Die Reederei berief den russischen Kapitän sofort ab. Vor einer Weiterreise des Schiffes nach Belgien musste der Germanische Lloyd als zuständige Klassifikationsgesellschaft zudem den technischen Zustand der „Solveig K“ überprüfen und die Klasse bestätigen. Der Rostocker Reeder König widersprach Berichten, nach denen es zu einem Ausfall der Ruderanlage gekommen sei und führte die Kollision im Nordhafen auf eine Schrecksekunde beim Rudergänger zurück. Am Morgen des 14.8. setzte der Frachter seine Reise fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Bunkertanker auf Grund gelaufen
(14.08.11) Am 12.2. um 20.45 Uhr lief der russische Bunkertanker “Ecobalt” mit 250 Tonnen Öl an Bord im Hafen von Ust Luga nach Ruderversager auf Grund. Das Schiff kam aus eigener Kraft wieder frei und ankerte, doch einer der Tanks wurde beschädigt. Ölsperren wurden ausgelegt und das Schweröl aus dem lecken Tank ausgepumpt. Am 13.8. gegen sechs Uhr hatte die Crew die entstandenen Risse ausgebessert. Die „Ecobalt“ hat als Manager die Saturn Co., St. Petersburg. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf Wolga gestrandet
(14.08.11) Am 12.8. um 22.00 Uhr lief der russische Frachter „ Volgodon-107“ nach Maschinenschaden bei Kilometer 857 auf der Wolga nahe Gorodets auf Grund. Zwar hatte die Crew noch den Anker geworfen, doch durch die Schwell passierender Schiffe geriet das Schiff dennoch ins Treiben, bis es festkam. Der Versorger “Gracj“ wurde zur Assistenz geschickt. Der Frachter war auf der Reise Tcheleiki – Nizhniy Novgorod mit 4600 Tonnen Kies an Bord. Die „Volgodon-107“, 5620 tdw (IMO-Nr.: 8956229) wurde 1969 erbaut und läuft für die Volga Steamship Co. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf Grund gesetzt
(14.08.11) Am 9.8. um 17.55 Uhr entwickelte der Frachter “SPP-015” beim Verlassen der Bucht von Avacha in Petropavlovsk-Kamtschatka, plötzlich 28 Grad Steuerbordschlagseite. Der Kapitän entschied, das Schiff, das mit Containern nach Tigil unterwegs war, um 18.30 Uhr im Zaviyko Inlet auf Grund zu setzen. Am 10.8. um sieben Uhr war das Schiff wieder frei und wurde von dem Schlepper „Ryaniy“ nach Petropavlovsk eskortiert. Die „SPP-015“, 164 tdw (IMO-Nr.: 8139065) läuft für die Morskie Linii Co., Petropavlovsk-Kamchatskiy und hat sieben Mann Crew. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf Sheksna gestrandet
(14.08.11) Am 6.8. um ein Uhr lief der russische Frachter “Chalna” bei &xnbsp;Kilometer 541.9 auf dem unteren Sheksna auf Grund. Um 06.30 Uhr kam er aus eigener Kraft wieder frei und setzte die Reise von Robruchey nach Moskau mit seiner Ladung von 4918 Tonnen Zerealien fort. Die „Chalna“, 5150 tdw (IMO-Nr.: 8872746), wurde 1989 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision bei Azov
(14.08.11) Am 6.8. um 03.55 Uhr kollidierte der russische Frachter “Antares” mit dem unter Malta-Flagge laufenden Frachter “Cheyenne” bei Azov. Die „Cheyenne” war aus dem Fahrwasser abgekommen und wurde im Bereich des Schanzkleids beschädigt. Sie war ohne Lotsen aus dem Hafen ausgelaufen. Die „Cheyenne”, 5152 tdw (IMO-Nr.: 9142875), wurde 1995 erbaut und hat als Manager das Prestige Shipmanagement, Ukraine. Die „Antares“, 2159 tdw (IMO-Nr: 8422682), wurde 1984 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Decksmann steckte eigenen Kutter in Brand
(14.08.11) Am Morgen des 13.8. wurde durch das Okaloosa County Sheriff's Office ein Mann verhaftet, der auf dem Kutter “Southern Belle“ tags zuvor im Destin Harbor hinter Marabella Condos Feuer gelegt hatte. Die “Southern Belle” wurde zerstört, und ein Feuerwehrmann aus Destin erlitt leichte Verletzungen. Zwei weitere Schiffe wurden be idem Brand ebenfalls schwer beschädigt. Der Decksmann, der jetzt verhaftet wurde, sagte, der Kapitän habe ihm Heuer geschuldet. Daraufhin habe er Benzin verschüttet und um 22.45 Uhr in Brand gesetzt. Seine eigene Mutter brachte ihn dann zur Polizei. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste nach Kutterunglück
(14.08.11) Am 12.8. kenterte der Kutter “Thirumala” nach Motorausfall nahe des Wellenbrechers von Alivegody vor der Küste von Malpe. Er wurde am 13.8. kieloben und stark zerstört am Strand von Kaipunjalu nahe Kaup angetrieben. Das Schiff hatte am 12.8. um zwei Uhr mit sechs Mann an Bord Malpe verlassen. Nach einer Viertelstunde geriet das Schiff außer Kontrolle und lief auf Grund. Durch Risse kam es zu Wassereinbruch, und der Kutter begann zu sinken. Vier Mann schwammen an Land, zwei sind mutmaßlich ertrunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Flammenmeer auf Paraguay River
(14.08.11) Auf dem Paraguay River wurden nach der Kollision dreier Schiffe und einem anschließenden Brand vier Mann vermisst. Der argentinische Bunkertanker „ Polaris” mit 2,6 Tonnen Öl an Bord ging in Flammen auf. Die unter der Flagge Paraguays laufende “Cavallier VII” mit einer Ladung Sojabohnen und Eisenmineralien, wurde aufgegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank in Squalicum
(14.08.11) Das Washington Department of Ecology (Ecology), die U.S. Coast Guard und die Behörde des Port of Bellingham waren im Einsatz, nachdem der 50 Fuß lange Kutter “Norman B” am 13.8. gegen sieben Uhr in der Squalicum Harbor Marina in Bellingham Bay sank. Der Skipper leitete die Bergung der 200-300 Gallonen Diesel in den Tanks ein. Einer der Tanks wurde seither ausgepumpt. Ölsperren wurden um das Wrack ausgelegt, geringe Mengen Dieselöl trieben darin, nachdem das Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Schiffe der portugiesischen Marine werden zu Unterwassermuseum
(12.08.11) Vor der Küste von Portimão sollen in Kürze vier ausgemusterte Schiffe der portugiesischen Marine versenkt werden. Sie sollen neues Leben anziehen und ein einzigartiges Unterwassermuseum darstellen. Die Wracks werden in 30 Meter Tiefe zu liegen kommen an einer durch das Sea and Fishing Institute ausgewählten Stelle. Die Marine wird die Schiffe, die derzeit in der Alfeite Marinebase in Almada liegen, ausschlachten und reinigen. Es handelt sich um die Fregatte „Hermenegildo Capelo”, Ddie Korvette “Oliveira do Carmo”, die „Almeida Carvalho“ und das Patroullienboot „Zambeze“. An Land wird das Projekt MUSUBMAR (Sub Aquatic Naval Museum) vom Portimão Museum begeleitet, wo die Geschichte der Schiffe beschrieben wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Antennen von künstlichem Riff gesichert
(12.08.11) Zwei Antennen an Bord der als künstlichen Riffes versenkten “General Hoyt S. Vandenberg” vor Florida wurden in der vergangenen Woche durch Taucher gesichert. Sie installierten Kabel, Ketten und Schäkel an den beiden Antennen oberhalb des Decks des Wracks, das 2009 vor Key West in der National Marine Sanctuary versenkt wurde. Die Arbeiten sollten vor den Hurrikan-trächtigen Monaten August, September und Oktober abgeschlossen sein. Die Antennen hatten sich bereits bei der Versenkung des 520 Fuß langen Schiffes gelöst und wurden einige Tage darauf wieder befestigt. Doch die Verantwortlichen wollten jetzt sicher gehen, dass sie nicht eines Tages auf die fragilen umliegenden Korallenriffe stürzten. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot nach Strandung gesunken
(12.08.11) Ein MH 60-Jayhawk-Helikopter der Coast Guard Air Station Sitka rettete am 11.8. zwei Mann von dem 47 Fuß langen Sportboot „Jessie B“, das im McHenry Inlet, 54 Meilen nordwestlich von Ketchikan, auf einen Felsen gelaufen war. Die Küstenwache in Juneau war um 5:30 Uhr alarmiert worden. Das Boot wurde 19 Meilen nördlich der Thorne Bay lokalisiert und die Crew abgeborgen, gerade bevor das Boot sank. Die Schiffbrüchigen wurden zur Thorne Bay geflogen. Sie berichteten, dass sie noch die Treibstoffventile hatten schließen können. An Bord waren 380 Gallonen Dieselöl. Quelle: Tim Schwabedissen



Behörden verzögern Bergung der „Pavit“
(12.08.11) Der Plan, den auf Juhu-Beach gestrandeten Tanker “Pavit” am 11.8. zu bergen, scheiterte wegen fehlender amtlicher Genehmigungen. Nachdem die Eigner, die in Dubai ansässigen M/S Pavit Shipping Lines, endlich mit Great Offshore Limited und Titan Salvage einig über die Bergung waren, stellte sich heraus, dass versäumt worden war, mit Regierungsstellen zu sprechen, weil am Strand Baggerarbeiten und eine Absperrung notwendig würden. Dazu hätte es der Erlaubnisse der Behörden, des Zolls und der Polizei bedurft. Wenn diese bis zum 12.8. nicht eingeholt sind, wird die Bergung weitere Wochen auf sich warten lassen, weil erst in zwei Wochen wieder günstige Tidenverhältnisse herrschen. Unterdessen warf der Eigner der Schiffsführung vor, beim Verlassen des Schiffes in Panik gehandelt und zuvor technische Ratschläge ignoriert zu haben. Dass das Schiff nicht unmittelbar bedroht gewesen sei, habe sich daran gezeigt, dass es nach dem Verlassen durch die Crew einen Monat in der See trieb, ohne zu sinken. Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisster Ingenieur der „Bulk Carrier 1“ aufgetaucht
(12.08.11) Die philippinische Coast Guard vermutete am 12.8., dass menschliches Versagen zum Untergang der „Bulk Carrier 1" geführt haben könnte. Möglicherweise war das Schiff nicht auf den vorschriftsmäßigen Schifffahrtsrouten unterwegs. Die Suche nach dem letzten noch vermissten Mann vom Maschinenpersonal wurde gegen Mittag fortgesetzt. Der Chefingenieur war entgegen bisheriger Berichte doch lebend entdeckt worden. Auch der Ölaustritt wurde weiter überwacht und ein Ölfleck mit Schwimmbarrieren eingegrenzt. Sechs Tonnen Öl wurden noch im Wrack vermutet. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsvorbereitungen für „Angel 1“
(12.08.11) Am 11.8. wurde durch einen Schlepper der Hafenbehörden weitere Ölbekämpfungsausrüstung in die Gegend nördlich von Mauritius gebracht, wo der 197 Meter lange Frachter „Angel 1" seit nunmehr drei Tagen auf Grund liegt. Am 12.8. sollte ein Generator an Bord gebracht werden, mit dessen Hilfe der acht Fuß hoch geflutete Maschinenraum ausgepumpt werden sollte. Ein eigentlich zu diesem Zweck vorgesehener, 1,5 Tonnen schwerer Generator konnte aber nicht, wie geplant, per Helikopter transportiert werden, weil das Gewicht die Kapazität des größten Inselhelikopters, der Dhruv der Polizei, überschreitet. Deswegen musste ein leichterer Generator aufgetrieben werden. Nun muss in Abstimmung mit den Behörden und der National Coast Guard bestimmt werden, ob die 32,000 Tonnen Reis und 1000 Tonnen Öl vor einem Bergungsversuch geleichtert werden müssen. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucher starb an Frachterwrack
(12.08.11) Ein kanadischer Taucher kam am Morgen des 10.8. auf dem St. Lawrence River an der Untergangsstelle des 729 Fuß langen Frachters „Roy A. Jodrey“, der 1974 vor Wellesley Island gesunken war, ums Leben. Er hatte noch oberhalb des Schiffes gegen 11.55 Uhr Notzeichen gegeben. Ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard, das in der Nähe war, hörte den Notruf des Tauchschiffes “Shaleka J.” aus Rockport, und die Crew sah kurz darauf einen Taucher winken. Ein zweiter trieb bereits bewusstlos im Wasser. Er wurde von der Coast Guard ins River Hospital gebracht, ein zweites Boot nahm die beiden anderen auf. Sie hatten noch genug Sauerstopff in den Tanks. Der verunglückte Taucher wurde dann im River Hospital für tot erklärt. Am Samaritan Medical Center, Watertown, sollte eine Autopsie die Todesursache klären. Auch einer seiner Tauchkameraden aus Ontario wurde im River Hospital behandelt und dann zur Dekompression ins Upstate Medical University, Syracuse gebracht. Der dritte Mann konnte bereits wieder aus dem River Hospital entlassen werden. Die drei hatten einen zweistündigen Tauchgang unternehmen wollen. Normalerweise verbringen Taucher eine halbe Stunde am Wrack und dann eine Stunde mit der Dekompression. Die mit Holz beladene „Roy A. Jodrey”, die nach dem Auflaufen auf eine Untiefe sank, liegt mit dem Bug auf 70 Fuß, mit dem Heck in 200 Fuß Wassertiefe. Viele Taucher beginnen im flachen und folgen dem Wrackverlauf dann in die Tiefe. Die Sicht beträgt dort bei guten Bedingungen, wie sie am 10.8. herrschten, bis zu 60 Fuß. Bereits ein Jahr nach dem Untergang kam ein Berufstaucher aus New York bei Arbeiten am Wrack ums Leben. Seine Leiche wurde nie gefunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kohlebarge bei Aceh gestrandet
(12.08.11) Eine mit Kohle beladene Barge riss sich am 10.8. vor Aceh in Indonesien von ihrem Schlepper los und strandete bei Meulaboh. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten in Sarangani Bay eingestellt
(11.08.11) Die Ölverschmutzung in der Sarangani Bay, die durch den Untergang des 48 Meter langen Frachters "Bulk Carrier 1" ausgelöst wurde, ist unter Kontrolle. Chemikalien wurden eingesetzt, um die sechs Tonnen Bunkeröl aufzulösen, die sich auf zwei Hektar Fläche ausgebreitet hatten. Die philippinische Coast Guard schickte Schiffe und Material zur Unglücksstelle. Die Kollision mit der „HS Puccini“ wurde wohl durch schweren Regen und entsprechend schlechte Sicht verursacht. 16 Mann waren danach von dem Hamburger Frachter aufgenommen worden, fünf schwammen an Land. Sechs Personen erlitten Verletzungen. Zwei Mann des Maschinenpersonals ertranken wohl unter Deck, als die “HS Puccini” den kleineren Frachter, der mit 7,8 Knoten Fahrt unterwegs war, auf Höhe des Maschinenraums an Steuerbordseite rammte und dieser fast augenblicklich versank. Die 21 überlebenden Schiffbrüchigen trafen am 10.8. gegen 12.30 Uhr an Bord des Patroulllienbootes „DF-315“ an der Makar Wharf ein. Sechs von ihnen kamen ins St. Elizabeth Hospital. Am Nachmittag stellte die Coast Guard die Suche nach den beiden Vermissten ein, die mit großer Sicherheit bei der Kollision im Maschinenraum ertranken. Da das Wrack 3000 Fuß tief liegt, ist eine Suche nach ihnen nicht möglich. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucher sollen Ölleck auf „Rak Carrier“ stopfen
(11.08.11) Am 11.8. sollten Taucher zu dem in 35 Meter Tiefe liegenden Wrack des Frachters „Rak Carrier“ vor Mumbai absteigen und versuchen, das Ölleck zu schließen. Die Oil and Natural Gas Corporation (ONGC) soll dazu ein Taucherschiff zur Verfügung stellen. Später soll Titan Salvage das verbliebene Bunkeröl abpumpen. Die International Tanker Owner Pollution Federation soll bei der Erfassung der Ölschäden assistieren. Die Coast Guard stellte aus der Luft am 10.8. fest, dass der Ölteppich fünf Meilen um das Schiff liegt und derzeit eine halbe Tonne stündlich auslief. Öl trieb auf Juhu und Gorai Beach an. Die "Varuna" und "Amrit Kaur" der Coast Guard setzten die Ölbekämpfung fort, am 11.8. verstärkt durch die "Samudra Prahari". Quelle: Tim Schwabedissen



Salzfrachter gesunken
(11.08.11) Die mit 200 Tonnen Salz beladene “BT 093737 TS” sank am 10.8. zwei Meilen vor Hon Tre 2 Island im Kien Hai Distrikt in der südlichen Kien Giang Provinz auf der Fahrt von Rach Gia City to Phu Quoc Island. Die vierköpfige Crew wurde gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Pamlico
(11.08.11) Im Pamlico Sound sank der 70 Fuß lange Trawler “Cradles Hope” am 9.8. um 21.15 Uhr. Die dreiköpfige Crew wurde von einem anderen Kutter gerettet. Teile des Ruderhauses und der Masten ragten südlich des Swan Quarter, etwa drei Meilen von Great Island entfernt, noch aus dem 15 Fuß tiefen Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



„Pavit“-Bergung wird vorbereitet
(11.08.11) Die Vorbereitungen zur Bergung des Tankers "Pavit" auf Juhu Beach wurden am 10.8. fortgesetzt. Berger von Great Offshore Limited und Titan Salvage reparierten den Generator. Am 11.8. sollten Trossen angebracht werden und am 12.8. Bergungsversuche anlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Dreimaster lief nach Party auf Grund
(11.08.11) Am 9.8. lief der holländische Dreimaster „Abel Tasman" (MMSI-No.: 244710236) im Prinses Margrietkanaal mit 93 Partygästen an Bord auf Grund. Das 40 Meter lange Schiff hate vier Meter außerhalb des Fahrwassers geankert. Als es zurück nach Starteiland laufen wollte, drückte kräftiger Wind es auf Grund. Gegen Mitternacht wurden die gestrandeten Passagiere mit einer Fähre nach Sneek gebracht und im Hotel Van der Valk Sneek einquartiert. Am 10.8. um 10.15 Uhr zog ein Schlepper die “Abel Tasman” zurück in tiefes Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff drohte zu sinken
(11.08.11) Am 10.8. erlitt das deutsche Binnenschiff "Katy B", 1341 ts (EU-Nr.: 04021190) nahe des Schleusenkomplexes in Olen Wassereinbruch und drohte gegen Mittag zu sinken. Der Kapitän brachte bereits seine Habseligkeiten von Bord, als die Feuerwehr Herentals eintraf und einen Kran zum Löschen der Ladung orderte. Binnen 30 Minuten war genug der Düngerladung von Bord geholt, um Lenzpumpen anzuschlagen, die des Wassereinbruchs Herr wurden. Am Nachmittag wurde entschieden, dass die gesamte Ladung gelöscht und der Havarist dann nach Hemiksem ins Dock gehen sollte.Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Istanbul gestrandet
(11.08.11) Der moldavische Frachter “Sun S", 1839 BRZ (IMO-Nr.: 7624348), lief am 11.8. um 5.18 Uhr in der Straße von Çanakkale nahe Nara Point auf Grund. Es wurde versucht, es mit eigener Kraft wieder freizubekommen. Die Havarie ereignete sich auf der Fahrt von Izmir nach Kherson. Das Directorate General of Coastal Safety schickte das Rettungsboot "DGCS-6" und den Schlepper "Söndüren-4" zur Strandungsstelle. Die neunköpfige Crew blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



„Arthur W. Radford” versenkt
(11.08.11) Der letzte Akt dauerte 3½ Stunden. Gegen 16 Uhr richtete sich dann der Bug der “Arthur W. Radford” in die Höhe, und das Heck verschwand unter der Wasseroberfläche. Dann wurde der Zerstörer nach 14monatiger Vorbereitung in Virginia das jüngste Objekt in Delawares Artificial Reef Program. Gegen Mitternacht war das Schiff an der Versenkungsposition 26 Meilen südöstlich des Indian River Inlet eingetroffen, und es wurde begonnen, die Löcher im Rumpf zu erweitern. Um 14.45 Uhr verließen die Schlepper das Schiff, und ein Boot übernahm die verbliebenen Arbeiter. Das Warten auf den Untergang begann, während Wasser langsam die unteren Räume füllte. Eine Stunde später gerieten Löcher, die ins Achterschiff geschnitten worden waren, unter Wasser, und dann versank das ganze Schiff unter Applaus auf 135 Fuß Tiefe. Die höchsten Teile liegen nun 65 Fuß unter der Wasseroberfläche auf Position 38* 30.750’N 074* 30.700’W. Quelle: Tim Schwabedissen



Rennyacht vor Poole gesunken
(10.08.11) Die Rennyacht “J 22” kenterte und sank nahe des Hauptfahrwassers von Poole Harbour in der Nacht zum 9.8.. Die RNLI schickte Boote aus Poole, doch als sie binnen fünf Minuten eingetroffen waren, war die Yacht schon gesunken. Die dreiköpfige Crew wurde gerettet und zur Parkstone Marina gebracht. Die Position der Yacht wurde markiert, bis ein Bergungsschiff von Jenkins Marinevor Ort ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer vor Rügen gerettet
(10.08.11) Bei starken bis steifen Winden um sieben Beaufort haben die Seenotretter aus Sassnitz am frühen Morgen des 9. August einen Fischer an der Ostküste der Insel Rügen aus einer gefährlichen Notlage befreit. Gegen 4.10 Uhr meldete sich ein anderer im Revier fischender Kutter über den internationalen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Der Kapitän hatte rote Handfackeln gesichtet. Der Seenotkreuzer „Wilhelm Kaisen“ warf im Sassnitzer Westhafen sofort die Leinen lso und lief zur angegebenen Position. Nach kurzer Fahrt durch die Prorer Wiek südlich Sassnitz fanden die Seenotretter einen Fischer in einem offenen, etwa sieben Meter langen Boot. Der knapp 70-jährige Mann war in Höhe Granitzer Ort mit seinem Boot auf dem sehr steinigen Ufer festgekommen. Das offene Fischerboot war bei dem starken Wind aufgelaufen und noch soweit von Land entfernt, dass der Fischer sich nicht mehr selbst helfen konnte. Der Seenotkreuzer setzte das Tochterboot „Helene“ aus. Vorsichtig manövrierten die Seenotretter es in die Nähe des Havaristen. Es gelang, eine Leine zu übergeben und das Boot vorsichtig von den Steinen zu ziehen. Rumpf und Antrieb hatten offenbar keinen Schaden genommen. Der Fischer konnte seine Fahrt mit eigener Kraft fortsetzen. Starke Winde mit heftigen Gewitterböen bereiteten auch vielen anderer DGzRS-Stationen seit dem Nachmittag des 8. August reichlich Arbeit. Binnen weniger Stunden gab es rund 15 Einsätze vor allem in den Ostseerevieren Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns. Dabei kamen die DGzRS-Besatzungen insgesamt über 40 Menschen zu Hilfe. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsauftrag für „Angel 1“ vergeben
(10.08.11) Five Oceans Salvage wurde beauftragt, den unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Angel 1", 20624 BRZ (IMO-Nr.: 8112964), zu bergen. Am 9.8. war ein Versuch des Schleppers "Sir Gaëtan Duval", den die Mauritius Port Authority geschickt hatte, gescheitert, den Frachter, dessen gesamtes Achterschiff samt Propellern aufsitzt, vom Riff zu ziehen. Ein Bergungsteam wurde am 10.8. in Mauritius erwartet. Taucher der Coast Guard und der Tauchfirma Taylor Smith waren am 9.8. nicht in der Lage gewesen, ein Leck, das den Maschinenraum flutete und durch das auch Öl austrat, zu lokalisieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaran gestrandet, gekentert und zerbrochen
(10.08.11) Der 46-Fuß-Katamaran “Solitude”, eine 2002 Fontaine Pajot 46, sank in schwerer See am Morgen des 6.8. westlich von Saba Island, rund 2.Meilen südwestlich des King Airport, nachdem er auf Felsen gelaufen waren. Binnen weniger als einer Stunde ging der Steuerbordrumpf unter, und das Schiff zerbrach in bis zu 10 Fuß hohen Wellen in mehrere Stücke. Einhand-Skipperin Christina Bonwit ging über Bord, als sie versuchte, eine 300-Fuß lange Leine am Heck eines anderen Bootes festzumachen. Die U.S. Coast Guard nahm mit dem Boot von Retter Alan Wentworth Kontakt auf, nachdem der King Airport Tower ein schwaches Notsignal aufgefangen hatte. Sofort stieg ein Coast Guard Helikopter in Aguadilla, Puerto Rico, auf. Er brauchte aber nicht mehr eingreifen. Gegen 10 Uhr brachte Wentworth die Einhandseglerin Cristina Bonwit zurück zum Hafen. Die Coast Guard prüfte das davon treibende Wrack nur noch auf Zeichen von Ölverschmutzung, an Bord waren 32 Gallonen Öl gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der „Investigator“ sehr gut erhalten
(10.08.11) Bei einer Reihe von Tauchgängen zum Wrack von HMS “Investigator” haben Archäologen von Parks Canada einen Schatz historischer Artefakte im Schlamm unter dem Deck des britischen Schiffes entdeckt. Im Juli war eine Expedition in der Mercy Bay vor Banks Island in den Nordwest-Territories angelaufen. Taucher bargen dabei einen Schuh und ein intaktes Gewehr, die im Schlamm zu verschwinden drohten. Doch die Hauptentdeckung war das Vorhandensein tausender anderer Stück, darunter viele persönliche Habseligkeiten, im Wrack des Schiffes der Royal Navy, das in den 1850er Jahren auf der Suche nach der Franklin Expedition im Eis eingeschlossen wurde und schließlich versank. Der Schlamm im Schiffsinnern hat die Überreste gut erhalten, auch das Schiff selbst ist in gutem Zustand. Die 36 Meter lange “Investigator” war 1850 von England zur Suche nach den129 Männern von Sir John Franklins Arctisexpedition mit HMS „Erebus“ und HMS „Terror“ ausgelaufen. 1853 musste sie in der Mercy Bay in 1853 aufgegeben werden und sank im folgenden Jahr. Die Schiffbrüchigen konnten auf Schlitten Melville Island erreichen, wo sie gerettet wurden. So wurde erstmals die Nordwest-Passage bezwungen. Während die Inuit die zurückgelassenen Dinge Anlandestelle der Expedition später in Besitz nahmen, sind sie wohl nicht an Bord der „Investigator“ gelangt, bevor sie sank. So hoffen die Forscher auf eine Fülle von Funden in der kommenden Zeit. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölaustritt aus „Rak Carrier“ zurückgegangen
(10.08.11) Nach Angaben des Directorate of Shipping hat sich die Menge des aus der “Rak Carrier” auslaufenden Öls von 35-40 Tonnen pro Tag zu Beginn auf acht bis zehn Tonnen reduziert. Die Ölspur ist nur noch fünf bis acht anstatt zunächst 12 Meilen lang. Einige Ölreste erreichten Alibagh Beach wie auch Dadar und Bandra Bandstand in Mumbai. Keine neuen Anlandungen wurden auf den Stränden von Juhu und Versova festgestellt. Drei Schiffe der Coast Guard, darunter die “Samudra Prahari” sowie eine Dornier, sind weiterhin vor Ort. An der Untergangsstelle wurde eine Tonne ausgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer trieben vier Tage im Meer
(10.08.11) Zwei Fischer kamen ums Leben, sieben wurden gerettet, als ihr Kutter „Tres Marias“ an Nachmittag des 7.8. mit einem anderen Schiff vor der nordphilippinischen Provinz Zambales kollidierte. Die Überlebenden wurden am Morgen des 10.8. von der „Izumi“ gerettet. Sie sagten, ein Frachter habe ihr Schiff in zwei Teile brechen lassen und sei dann weiter gefahren. Die Geretteten wurden von der Subic Bay Metropolitan Authority betreut. Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang der „Sea Diamond“ hinterließ keine Umweltschäden
(10.08.11) Die Insel Santorini wurde nach dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes “Sea Diamond” im April 2007 nicht schwer in Mitleidenschaft gezogen, ergab eine Studie des Hellenic Center for Maritime Research (HCMR). Wasserproben, die vor Oia gezogen wurden, ergaben befriedigende Werte, und auch bei den Fischen wurden keine erhöhten Schwermetallwerte festgestellt. Die 450 Tonnen Öl waren nach dem Untergang ausgepumpt worden. Die Operation kostete die Louis Cruise Lines sechs Millionen Dollar. Das Wrack wurde zu seinem Schutz mit Netzen überdeckt. Quelle: Tim Schwabedissen



„Arthur W. Radford” zu letzter Reise ausgelaufen
(10.08.11) Am 9.8. verließ die „Arthur W. Radford“ zum letzten Mal den Hafen. Sie soll ein künstliches Riff in Del-Jersey-Land vor Cape May werden, einem Joint Venture zwischen Delaware, New Jersey und Maryland zur Verbesserung des Fischbestandes durch die Versenkung von Schiffen und Eisenbahn- sowie U-Bahn-Waggons. Das 1977 erbaute Schiff, das mit 536 Fuß Länge das längste künstliche Riff an der Ostküste wird, gehörte zu einer Flotte von 31 Zerstörern der Spruance-Klasse, die allesamt inzwischen abgewrackt oder versenkt wurden. Am Kai der Philadelphia Navy Yard war sie von allen Giftstoffen gereinigt und zuvor demilitarisiert worden. 1,000 Tonnen recycelbaren Materials wurden entfernt und durch Beton als Ballast ersetzt, der das Schiff stabil halten soll. Auf 130 Fuß Wassertiefe wird das Schiff nun in der Delaware Bay, rund 22 Meilen von Cape May entfernt, geflutet und dann rasch besiedelt werden. Nachdem in der Delaware Bay aus Schiffen und Waggons das Red Bird Reef angelegt wurde, haben die Fangfahrten von 300 auf 17,000 pro Jahr zugenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Libysche Fregatte bombardiert
(10.08.11) NATO-Kampfflugzeuge haben eine libysche Fregatte in Tripolis bombardiert, nachdem beobachtet wurde, dass von ihr Waffen und Munition zur Aufstandsbekämpfung an Land gegeben wurde. Die in der Sowjetunion erbaute Fregatte der Koni-Klasse wurde getroffen und schwer beschädigt. Bereits im Mai waren mehrere Schiffe der Marine bei Luftangriffen erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden, darunter eine andere Fregatte der Koni-Klasse und ein Schnellboot der Combattante-Klasse. Quelle: Tim Schwabedissen



Russisches Fahrgastschiff trieb vor Arkhangelsk
(10.08.11) Das russische Passagierschiff "Belomoriye", 208 BRZ (IMO-Nr.: 8927967) erlitt am 8.8. im Weißen Meer Maschinenausfall. An Bord waren sechs Mann Besatzung und 32 Fahrgäste. Das Marine Rescue and Coordination Centre in Arkhangelsk schickte die “Tekhnolog Konyukhov" zur Hilfeleistung. Der Schaden konnte repariert werden und das Schiff unter Eskorte des Bergungsfahrzeugs am Morgen des 9.8. den Heimathafen Arkhangelsk anlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Mann nach Untergang philippinischen Frachters vermisst
(10.08.11) Zwei Mann des 48 Meter langen philippinischen Frachters “Bulk Carrier I” wurden vermisst, nachdem das Schiff vor der Sarangay Bay nach Kollision mit dem unter Liberia-Flagge laufenden Containerfrachter „HS Puccini“, 16162 BRZ (IMO-Nr.: 9368730) gegen 20 Uhr sank. Das Unglück ereignete sich 11 Meilen vor Tampuan nahe der Küste von Tinoto in der Sarangani Provinz. Zunächst wurden sieben Mann vermisst, doch fünf von ihnen am Morgen des 10.8. unweit von Maasim entdeckt, nachdem sie schwimmend die Küste erreicht hatten. Sie wurden von dem 73. Philippinischen Infanterie Battalion betreut. Insgesamt waren 23 Mann an Bord des Frachters, der am 8.8. um 15.30 Uhr von der Makar Wharf in General Santos City nach Dumaguete City ausgelaufen war. Der Frachter der in Cebu City ansässigen Pulsa Shipping Company hatte 15,730 Säcke Getreide an Bord, was 246 Tonnnen entsprach, bestimmt für die R.O. Ang Enterprises in Tacurong City in Sultan Kudarat. Die “HS Puccini” der American President Lines kam aus Davao City und war nach General Santos City unterwegs. Sie hatte 16,162 Tonnen Fracht an Bord und sollte um 23 Uhr an der Makar Wharf festmachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Hummerkutter sank am ersten Tag der Fangsaison
(10.08.11) Am Morgen des 8.8. sank der Hummerkutter "Phanton Ship". Das Schiff hatte den Hafen von Murray Corner um sechs Uhr zur Eröffnung der Fangsaison verlassen, und um 8.25 Uhr fing das Rescue Coordination Centre in Halifax einen Funkspruch auf, dass es zu einem Wassereinbruch gekommen sei. Die "Cap Nord" der Coast Guard lief zu dem Havaristen 32 Kilometer westlich von seiner Base in Summerside. Die vierköpfige Crew musste den Kutter rasch aufgeben und wurde von der "Cape Fear", einem Kutter aus Murray Corner, aufgenommen, der sich in der Nähe befand. Die See ging zu der Zeit bei bis zu 25 Knoten Wind zwei Meter hoch, und offenbar waren die Hummerfallen übergegangen, sodass es zu einem Wassereinbruch auf der "Phantom Ship" kam. Ein bereits aufgestiegener Cormorant-Helikopter konnte nach Bekanntwerden der Rettung wieder zurückgerufen werden. Andere Boote aus Tignish verloren in der stürmischem See auf dem Weg zum Nordkap ihre Hummerfallen. Quelle: Tim Schwabedissen



Poeler Wrackfund hunderte von Jahren jünger als gedacht
(10.08.11) Die Poeler Hansekogge, die bislang als größter Schiffsfund aus der Hochzeit der Hanse um 1354 galt, ist deutlich jünger als angenommen. Das 31 Meter lange Schiff wurde tatsächlich erst am Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Für Archäologen war sie bisher der Beweis, dass im Mittelalter baltische Koggen" über die Ostsee fuhren, bauchige Holzfahrzeuge mit einem Segel, wenig Tiefgang und großer Ladefläche. Diese Theorie lasse sich jetzt allerdings nicht mehr aufrechterhalten, sagte der Archäologe Mike Belasus vom Landesamt für Denkmalpflege in Schwerin. Er hat sämtliche mittelalterliche Schiffsfunde des Landes untersucht. Sein Ergebnis: Sowohl die Poeler Kogge als auch das vor Hiddensee gefundene Gellenwrack stammen nicht aus Mecklenburg, sondern wurden im 18. Jahrhundert in Skandinavien gebaut. Die überraschenden Erkenntnisse machten neue Verfahren bei der Altersbestimmung von Holz möglich, der Dendro-Chronologie. Das Poeler Wrack ist demnach 1773 oder kurz danach im südwestlichen Finnland erbaut worden. Das Gellenwrack wurde wohl um 1800 und möglicherweise auch im südwestlichen Finnland konstruiert. 1997 wurde in der Wismarbucht vor Timmendorf auf der Insel Poel das Wrack der Poeler Kogge entdeckt und geborgen. Es diente später als Grundlage für den Nachbau der Kogge "Wissemara", mit der heute vom Wismarer Hafen aus Segeltörns auf der Ostsee unternommen werden können. Doch es gab schon immer Zweifel, ob das Schiff tatsächlich aus der Hansezeit stammt, sagte die Direktorin des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven, Ursula Warnke. Der Wismarer Förderverein "Poeler Kogge" wurde von den neuen Erkenntnissen überrascht. Quelle: Tim Schwabedissen



Viele Tote bei Fähruntergang vor Komoren
(10.08.11) An die 60 Personen ertranken beim Untergang der Fähre "Madjiriha" in der Nacht zum 8.8. im Indischen Ozean vor den Komoren. Bislang 62 Überlebende konnten gerettet werden. Die "Madjiriha" hatte auf der Fahrt von Moroni auf Grande Comore nach Anjouan Maschinenschaden erlitten und war beim Versuch, dichter unter die Küste zu kommen, auf einen Felsen gelaufen. Möglicherweise waren weit über 100 Menschen an Bord. Schwerer Verletzte wurden ins Krankenhaus in der Hauptstadt Moroni gebracht, andere in Foumbouni und Ouziwani behandelt. Taucher sollten das Wrack am 8.8. untersuchen. 100 Freiwillige unterstützten die Bergungsarbeiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Wikingerschiff vor Shetlands aufgegeben
(09.08.11) Die siebenköpfige Crew des norwegischen Wikingerschiffes “Dragens Vinge” wurde am Nachmittag des 8.8. 50 Meilen östlich der Shetlands gerettet, nachdem sie gegen 17 Uhr das EPRIB aktiviert hatte. Die Falmouth Coastguard alarmierte die Kollegen der Shetland Coastguard, nachdem das Signal aufgefangen worden war. Diese ließ einen Helikopter in Sumburgh starten, und das Rettungsboot von Lerwick lief aus. Der Helikopter lokalisierte um 18.40 Uhr eine Rettungsinsel in der See, die von acht Beaufort Wind aufgewühlt wurde. Die sieben Insassen wurden abgeborgen und ins Gilbert Bain Hospital in Lerwick geflogen. Die „Dragens Vinge“ war ein 41 Fuß langer Nachbau aus der Zeit um 1200. Über das Schicksal des 1,8-Tonnen-Bootes aus Hommersåk in Sandnes war zunächjst nichts bekannt. Es war von einem Brecher überrollt worden und vollgeschlagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wellenbrecher zum dritten Mal im Weg
(09.08.11) Die Coast Guard Station Ashtabula, Ohio, rettete am Morgen des 8.8. vier Personen von dem Charterkutter “Sweet Fish”, der am Morgen vierkant auf den Wellenbrecher von Ashtabula Harbor gelaufen war. Nach dem Alarm um 4.45 Uhr lief ein 33-Fuß-Boot aus, das fünf Minuten später vor Ort war. Der Skipper war mit seinen drei Fahrgästen in Schwimmwesten an Deck, und alle wurden in den Hafen gebracht und medizinisch betreut. Einee Frau kam ins Krankenhaus. Die Marine Safety Unit Cleveland untersuchte den Unfall, assistiert vom Ohio Department of Natural Resources. Es handelt sich um die dritte Strandung eines Bootes auf einem Wellenbrecher im Lake Erie binnen einer Woche. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot vor Martha’S Vineyard gesunken
(09.08.11) Am 6.8. sank das Sportboot “Cynthia Z” südlich von Martha's Vineyard. Um 14:24 Uhr kam ein Notruf, dass das Boot mit drei Personen an Bord überspült würde. Die Bootsfahrer gingen mit einem Funkgerät ins Wasser. Die Coast Guard schickte ein 47-Fuß-Boto derStation Menemsha und einen MH-&0T- Jayhawk-Helikopter aus Cape Cod. Der Kutter “Patients”, der den Funkverkehr mitgehört hatte, lokalisierte die Schiffbrüchigen eine Viertelstunde darauf und zog sie aus dem Wasser. Später übernahm sie das Rettungsboot und brachte sie zur Station Menemsha. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Mauritius gestrandet
(09.08.11) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Angel 1", 20624 BRZ (IMO-Nr.: 8112964), lief vor Poudre-d'Or in Mauritius am Morgen des 8.8. auf ein Korallenriff. Das Schiff war auf der Fahrt von Guangzhou nach Abidjan mit einer Ladung von 30000 Tonnen Reis. In der Nacht zum 6.8. hatte es Maschinenschaden erlitten und geankert, war dann aber während der Reparaturarbeiten aufs Riff getrieben. Die Behörden von Mauritius schickten einen Schlepper mit Vertretern der Coast Guard, Ölbekämpfungsausrüstung und einem Taucher zur Strandungsstelle, um das Schiff samt seiner 28-köpfigen Crew zu bergen und nach Port-Louis einzubringen. Ein Cheetha-Helikopter überwachte die Unglücksstelle. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf altem Flugzeugträger
(09.08.11) Am Morgen des 9.8. brach auf dem Museums-Flugzeugeträger USS „Yorktown“ ein Feuer aus. Das Mt. Pleasant Fire Department wurde kurz nach Mitternacht alarmiert. Die Feuerwehr fand das Schiff gegen ein Uhr stark verraucht vor, und Feuer kam aus einem Grafik-Raum zwischen Hangar und Flugdeck. Der Brand wurde rasch gelöscht, das Schiff danach entlüftet. Ein Feuerwehrmann erlitt eine leichte Rauchvergiftung und kam ins Krankenhaus, einige andere wurden vor Ort behandelt. Es handelt sich um den nunmehr dritten Brand an Bord in den vergangenen Jahren. Der Schaden betrug wegen der starken Hitzeentwicklung mehrere tausend Dollar. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper in St. Kitts gesunken
(09.08.11) Der Schlepper “Skutter” sank am 7.8. ein kurzes Stück von der Pier der St. Kitts Marine Works Ltd in New Guinea entfernt. Der Eigner hielt sich gerade in St. Maarten auf.&xnbsp;Das Schiff hatte rund eineinhalb Wochen an der Pier gelegen und sollte eigentlich gedockt werden, hatte sich aber als zu schwer erwiesen. Am 9.8. sollte das Schiff gehoben werden. Es hatte kein Öl und keinen Ballast an Bord. Nu rein kleines Stück ragte noch aus dem Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsplan für „Pavit“ liegt vor
(09.08.11) Am 12.8. soll der Tanker “Pavit” vom Juhu Beach gezogen werden. Die Berger von Great Offshore Limited und Titan Salvage wollen das Schiff, das leichte Steuerbordschlagseite hat, am 10.8. aufrichten. Am 11.8., so der Plan, soll es 90 Grad in Richtung See gedreht werden und am nächsten Tag, wenn alles gut geht, diese erreichen. Am 6.8. hatten die Eigner in Dubai den Bergungsauftrag für das seit dem 31.7. auf dem Strand liegende Schiff erteilt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölaustritt aus „Rak Carrier“ vermindert
(09.08.11) Öl aus dem Wrack der “Rak Carrier” ist weitere 12 Meilen getrieben, einige Flecken wurden am Südende von Mumbai bei Alibaugh gesichtet. Der Ölaustritt nahm aber von 1,5 bis zwei Tonnen am 4.8. auf eine Tonne pro Tag ab. In ein bis zwei Meilen Umkreis der Untergangsstelle war es eine dicke Schicht, die dann aufriss und dünner wurde. Ölflecken wurden an den Stränden von Gorai, Alibaugh und Juhu Beach gesichtet. Insgesamt waren 325 Tonnen Öl und 56 Tonnen Diesel an Bord. 2,6 Tonnen Ölbekämpfungsmittel wurden ausgebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwergutfrachter trieb vor Neuseeland
(09.08.11) Von Auckland kommend erlitt der britische Schwergutfrachter „OXL Oceanic", 5752 BRZ (IMO-Nr.: 9144469), am 4.8. rund 300 Kilometer nordwestlich von Cape Reinga Maschinenausfall. Es erbat Schlepperassistenz aus Auckland und wurde am 6.8. auf den Haken genommen. Am 12.8. wurde es zurück zur Reparatur in Auckland erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Phoenix bleibt noch ein paar Wochen
(09.08.11) Nach drei vergeblichen Anläufen, den Tanker "Phoenix" zu bergen, haben Smit Amandla Marine und die SAMSA entschieden, die Arbeiten erst mit den Springtiden, die um den 30. August erwartet werden, fortzusetzen. In der vergangenen Woche war das Schleppgeschirr in schwerer See zwei Mal gebrochen, beim dritten Anlauf war die Brandung nicht mehr hoch genug, um das Flottmachen ausreichend zu unterstützten. Die"Smit Amandla" und "Smit Syunda" überschritten bei ihrer Arbeit sogar die zulässigen Grenzen ihrer Zugkraft, ohne Erfolg. Am 12.8. soll der forgeschriebene Bergungsplan der SAMSA vorgelegt werden. Smit Amandla Marine überwacht derzeit die Stabilität des Schiffes und den Strand auf mögliche Ölanlandungen. Captain Saroor Ali, der die Bergung leitet, sagte derweil, dass er keinen Versicherungsbetrug als Strandungsursache vermutete, da das Schiff überhaupt nicht versichert gewesen war. Nach Gesprächen mit Kapitän und Chefingenieur vermutete er, dass verunreinigte Treibstoffeinspritzdüsen zu der Havarie geführt haben, als sich das Schiff vor East London befand. Dann ließ der Sturm ihm keine Chance mehr. Die Crew verließ Südafrika am 5.8., nachdem sie bis dahin im Morningside Hotel in Durban untergebracht gewesen war. Die Kosten für Unterkunft und Flüge trug die South African Maritime Safety Authority. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge in schwerer See geborgen
(09.08.11) Das RNLI-Boot von Wells-next-the-Sea wurde am 8.8. zu einer Barge gerufen, deren Maschine vor Blakeney Point an der Küste von Nord-Norfolk in rauer See am Nachmittag ausgefallen war. Die 17 Meter lange „Angell Hardy 2” war mit vier Personen an Bord von Grimsby aus unterwegs, und wegen der zwei Meter hohen Wellen war es nicht möglich, sicher zu ankern. Die “Doris M Mann of Ampthill” lief um 14.30 Uhr aus und hatte das Schiff 50 Minuten später in Sicherheit gebracht. Danach liefen die Schiffe nach Wells. Die Bedingungen waren dabei sehr schwierig, weil während des Schlepps bei 35 Knoten Wind fortwährend Wellen über das Vorschiff der „Angell Hardy 2“ brachen und Wasser in die Aufbauten eindrang. Um 17.12 Uhr endlich war der Havarist mit einer Menge Wasser im Schiffsinnern im Hafen. Eine Lenzpumpe half, es wieder hinaus zu befördern. Gegen 20 Uhr war der Rettungseinsatz beendet. Quelle: Tim Schwabedissen



„Ocean Mist“ von Felsen gezogen
(09.08.11) Der 40 Fuß lange Kutter “Ocean Mist” lief nahe der Nordküste von Hyphocus Island in Ucluelet am 4.8. gegen 16.30 Uhr auf Grund. Das Schiff war voll beladen mit Lachs, als es auf Felsen lief. Der Skipper funkte einen Notruf, weil das Wasser bereits ablief. Das Rettungsboot „No 38“ der Ucluelet Coast Guard wurde in Marsch gesetzt und zog den Kutter von den Felsen. Unterstützt wurde die Operation von einem Beiboot der „Atlin Post“ der Coast Guard. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht bei Gwithian aus Gefahrensituation befreit
(09.08.11) Das RNLI-Boot aus St Ives wurde am 3.8. um 19.30 Uhr alarmiert, nachdem die 20 Fuß lange Yacht „Kate“ bei Upton Towans nahe Gwithian auf Grund gelaufen war. Das Boot wurde aus der Brandungszone geschleppt und zurück nach St. Ives gebracht. Der Skipper hatte die Tidenverhältnisse im River Brue falsch eingeschätzt. Das Rettungsboot aus Burnham lief ebenfalls zu der Yacht, die teilweise aufgeschwommen war, und nahm sie gemeinsam mit der “Staines Whitfield” auf den Haken. Um 23.05 Uhr war die Bergung abgeschlossen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster sank in Port de Soller
(09.08.11) Am 8.8. sank der Zweimaster „Helena“ in der Bucht von Port de Soller, nachdem er an seinem Ankerplatz leckgeschlagen war. Nur die Mastspitzen ragten noch aus dem Wasser. Das Holschiff norwegischer Bauart war von einem schwedischen Paar bewohnt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



“Leader”: Mastbruch (Bild: )   Großbild klick!
Abenteuertörn vor Portland Bill
(07.09.11) Eine Gruppe von elf 18-25-Jährigen wurde sicher an Land gebracht, nachdem der Zweimaster “Leader”, ein 1892 erbauter früherer Trawler aus Brixham, bei 40 Meilen Wind und 12 Fuß hohen Seen vor Portland Bill in stürmischer See am Nachmittag des 5.9. Mastbruch erlitten hatte. Das Schiff ist für die Trinity Sailing in Devon als erlebnispädagogischer Segler im Einsatz. Um 17.30 Uhr befand sich die 30,5 Meter lange Gaffelketsch eineinhalb Meilen südöstlich von Portland Bill und eine Meile südlich der Shambles. Als der Race, eine gefährliche Tidenströmung der Portland-Halbinsel, umschifft werden sollte, brach Der Großmast und ging samt Masttopp und Rigg über Bord. Wegen der schweren See war es nicht möglich, den Mast zu bergen. Er wurde längsseits festgelascht und die Coastguard alarmiert. Diese schickte um 17.43 Uhr das RNLI-Boot aus Weymouth, während die „Leader“ langsam in den Race trieb. Die Maschine konnte nicht eingesetzt werden, weil das in der See treibende Rigg sich um den Propeller hätte wickeln können. Bei bis zu 40 Knoten Wind arbeitete das Schiff schwer in der See, doch nur 2-3 der Mitfahrer wurden seekrank. Die Jugendlichen hielten sich mit angelegten Rettungswesten unter Deck auf. Die “Leader” wurde binnen vier Stunden nach Weymouth eingeschleppt und um 22.30 Uhr nahe der “Pelican“ festgemacht, wo bereits die Coastguard Wyke Regis sie erwartete. An Bord waren neben den Jugendlichen eine dreiköpfige Stammcrew und zwei Gruppenleitern. Die Trinity Sailing dankte den Rettern und machte sich daran, eine Reparatur vorzubereiten. Die Jugendlichen wurden am 6.9. per Bus nach Plymouth zurückgebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Ende eines Unglückstankers
(07.09.11) Nachdem der unter Panama-Flagge laufende Schlepper “ Courbet” das Vorschiff des 90 Meter langen und 10 Meter breiten „Vestland”, 1415 ts, im Laufe des 6.9. wieder auf den Haken nehmen konnte, ist das stark angeschlagene Schiff gegen 19 Uhr vor Penmarc’h in vier Meter hohen Seen bei 55 km/ WSW-Wind auf 140 Metern Wassertiefe endgültig gesunken. Da die Tanks leer waren, ist keine Umweltgefährdung zu befürchten. Währenddessen konnte der 109,75 Meter lange und 12,08 Meter breite Binnentanker “Atlantic Trader, 3559 ts, der gemeinsam mit der „Vestland“ unterwegs von Rotterdam nach Lagos war, mit eigener Kraft die Fahrt fortsetzen. Der Bergungsschlepper „Abeille Bourbon war zuvor zurück beordert worden, nachdem das Achterschiff der „Vestland“ nach mehrstündiger Drift mit rund sieben Tonnen Öl in den Tanks auf 2000 Metern Tiefe gesunken war. Die „Vestland“ (EU-Nr.: 02314410) wurde 1955 bei der GHH Rheinwerft, Walsum, erbaut und lief zuvor als „Harpen 105“ und „Helena Edith“. Seit 1976 trug sie den Namen „Vestland“ und wurde 1977 für die Vereinigte Tankreederei Rotterdam zum Tankschiff umgebaut. Zu Beginn der 1980-Jahre lief sie zusammen mit der „Vastelland“ als Koppelverband. Auf dem Rhein-Herne-Kanal bei Oberhausen war es am 25.11.2009 mit dem Ruderhaus gegen die Konrad-Adenauer-Brücke gestoßen, wobei der Rudergänger ums Leben gekommen war. Dasselbe, nur mit weniger tragischen Folgen, passierte dem Schiff am 29.12.2010 an der Hervester Brücke bei Dorsten auf dem Wesel-Datteln-Kanal bei Kilometer 32,043. Wiederum trug das Ruderhaus des Tankers schwere Schäden davon. Personen kamen diesmal zum Glück nicht zu schaden. Die Brücke blieb ebenfalls unbeschädigt. Die „Atlantic Trader“ (EU-Nr.: 2312205) entstand 1965 bei Berninghaus in Keulen und De Alblas in Krimpen an der Ijssel. Sie lief zuvor als „Rijn“ und „Johan F“. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Cuxhaven eingebracht
(07.09.11) In den frühen Abendstunden wurde am 5.9. der Cuxhavener Rettungskreuzer "Hermann Helms" alarmiert, um dem ebenfalls dort beheimateten Krabbenkutter "Goedeke Michel", 50 BRZ &xnbsp;(MMSI-Nr.: 211625000), zu assistieren, der nördlich von Scharhörn in Schwierigkeiten geraten war. Gegen 19 Uhr lief das Tochterboot "Biene" des Rettungskreuzers gemeinsam mit dem Kutter in den Alten Fischereihafen ein, wo er an den Kai gelegt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Mann von Kutter abgeborgen
(07.09.11) Der 19 Meter lange Kutter “Golden Promise” (MMSI-Nr.: 234829000) aus Oban lief am Morgen des 6.9. vor Stromma im Pentland Firth auf Grund. Die fünfköpfige Crew funkte Mayday um 4.55 Uhr. Die Aberdeen Coastguard schickte einen Helikopter der RAF Lossiemouth, außerdem liefen aus Longhope und Thurso die RNLI-Boote aus. Die Crew hatte sich bereits daran gemacht, in eine Rettungsinsel zu gehen. Es stellte sich aber heraus, dass es sicherer für sie war, an Bord zu bleiben, bis der Hubschrauber sie abbarg und zur Base der RAF Lossiemouth flog. Quelle: Tim Schwabedissen



Gekaperter Frachter gestrandet
(07.09.11) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Iceberg 1” strandete am 4..9. auf sandigem Grund vor der Nordostküste von Somalia unweit von Ilfoshe, nachdem die Ankerkette gebrochen war. Der Ort liegt zwischen Kulub und Eyl. Die Behörden von Mogadischu und Puntland&xnbsp;wurden alarmiert, weil sich in einigen Containern möglicherweise giftige Substanzen befinden. Die Bergungschancen sind gering, weil keine entsprechenden Kapazitäten vor Ort sind. Das Schiff war am 29.3. 10 Meilen vor Aden mit 24 Mann an Bord gekapert worden. Zwei Besatzungsmitglieder starben seither, die anderen sind wohl noch an Bord. Die “Iceberg I”, 3960 tdw (IMO-Nr.: 7429102) wurde 1976 erbaut und gehört der Azal Shipping & Cargo in Dubai. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Frachter halfen Crew sinkender Yacht
(07.09.11) Die Crew der sinkenden Yacht “Perle” aktivierte am 6.9 140 Meilen westlich der Republik Palau das EPIRB. Die Coast Guard Guam fing das Signal um 1:15 Uhr auf und bat in der Nähe befindliche Schiffe um Hilfe. Der Frachter „Double Happiness” reagierte und stellte Kommunikation mit der Crew der 45 Fuß langen Motoryacht her, die starken Wassereinbruch hatte. Die Segler gingen in eine Rettungsinsel, aus der sie um 6.45 Uhr von dem Frachter “Ao Hong Ma“ geborgen wurde. Alle waren bei guter Gesundheit und sollten bis zum Eintreffen des Schiffes in Taiwan an Bord verbleiben. Quelle: Tim Schwabedissen



Phoenix 1000 Meter tiefer gelegt
(07.09.11) 41 Tage nach ihrer Strandung auf Sheffield Beach ist die “Phoenix” jetzt endgültig versenkt worden. Um 9.47 Uhr des 6.9. verschwand sie 78 Meilen vom Strand entfernt nördlich von Durban in rund 1000 Metern Wassertiefe. Die South African Maritime Authority zeigte sich erleichtert. Die Berger wollten noch 24 Stunden an der Untergangsstelle verbleiben. Es gab aber nach der Versenkung bislang keine Ölspuren auf dem Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nicht ganz dicht
(07.09.11) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Taharoa Express", 74364 BRZ (IMO-Nr.: 8903117), wird am Morgen des 8.9. in Wellington erwartet. Das unbeladene Schiff kam aus Lanshan und hatte einen Riss in der Steuerbordseite erlitten. Das Schiff soll unweit des Wellington Regional Stadium festmachen, wo der Riss geschweißt werden soll. Danach soll das Schiff an den Taharoa Terminal verholen, um Erzsand aufzunehmen. Bereits am 21.6.2007 war das Schiff in ernsten Schwierigkeiten gewesen, als es vor der Nordinsel von Neuseeland schwerer Schlagseite erlitten hatte. Die 25-köpfige Crew hatte die Gefahr zu spät erkannt und keine Möglichkeit gehabt, das Schiff zu stabilisieren oder das eingedrungene Wasser zu lenzen. Die Crew hatte einen Alarm, der sich aktiviert hatte, zuvor ignoriert. Bei der Beladung hatte in der Fracht befindliches Wasser durch Löcher, die bei vorangegangenen Reparaturarbeiten geschnitten worden waren, die Lenzsysteme und die Bilgen- und Ballasttanks erreicht. Quelle: Tim Schwabedissen



Dritte Donaukollision binnen weniger Tage
(06.09.11) Bei Hofkirchen im Landkreis Passau kollidierten am 6.9. die Binnenschiffe „Sveti Georgi", 1663 ts (EU-Nr.: 08948004) und die kroatische „Sveti Nikola", 1751 ts (EU-Nr.: 03170690). Die mit 1060 Tonnen Raps beladene bulgarische Güterschiff "Sveti Georgi" war gemeinsam mit der "Sevti Nikola" in Richtung Straubing unterwegs. Dabei lief die "Sveti Georgi" von achtern auf die "Sveti Nikola" auf. Sie wurde dann durch die starke Strömung ans rechte Ufer getrieben, wo sie auf einer Kiesbank auflief. Das kroatische Schiff wurde nur leicht beschädigt und konnte seine Fahrt fortsetzen. Die „Sveti Georgi“ wurde mit Anker und Seilen gesichert. Da der Donaupegel wegen des Regens stark stieg, wurde erwartet, dass sich das Schiff noch im Lauf des Tages selbst von der Kiesbank lösen und seine Fahrt zum Hafen Straubing fortsetzen könnte. Die Wasserschutzpolizeigruppe und das Wasserschifffahrtsamt Deggendorf waren vor Ort.
Derweil wurde die Donau bei Winzer gesperrt, um den deutschen Binnentanker „Innovatie IV", 2137 ts (EU-Nr.: 05700810), der die Havarie der "Avalon Tranquility" verursacht hatte, am 7.9. von dem Schuber „Domarin 12“ geborgen werden sollte. U m8.30 Uhr trat die Sperrung in Kraft. Nach der Bergung sollte die “Innovatie IV" nach Deggendorf geschleppt werden. Der Flusskreuzfahrer „Avalon Tranquility“ selbst liegt weiterhin im Winterhafen von Vilshofen. Die „Panther“ wurde längsseits des Schiffes gelegt, um es zu stabiliseren. Am Morgen des 5.9. gab es neuerlichen Ölalarm. Der Havarist hatte rund. 40 - 60 l Gasöl verloren. Die Feuerwehr und das THW haben Ölsperren gelegt und dass Öl abgesaugt. Das Leck wurde durch Taucher abgedichtet. Es ist noch nicht entschieden, wann der Havarist nach Linz in die Werft geschleppt werden kann. Quelle: Tim Schwabedissen



Sechs Verletzte bei Kollision in Stockholm
(07.09.11) Eine Djurgårdsfähre kollidierte am 6.9. gegen 15 Uhr mit einem Kai in Stockholm. Sechs Personen kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus. Das Schiff hatte nur geringe Fahrt, als es mit 52 Passagieren an Bord den Kai rammte. Quelle: Tim Schwabedissen



Dock um „Murmansk“-Wrack (Bild: Kystverket)   Großbild klick!
Dock um „Murmansk“-Wrack nicht ganz dicht
(06.09.11) Im Frühsommer 2011 hatte es sich als notwendig erwiesen, die Dockkonstruktion um das Wrack des gestrandeten russischen Kreuzers „Murmansk" vor Sørvær in Finnmark zu verstärken. Der am tiefsten liegende Teil am westlichen Ende hatte große Herausforderungen gestellt, nachdem es im November 2010 zu Sturmschäden gekommen war. In den vergangenen zwei Monaten wurde der Dockring verstärkt. Die Injektionen sollen zwischen dem 9. und dem 14.9. abgeschlossen sein. Danach werden die Pumpen wieder angeworfen, und in den folgenden Stunden wird sich zeigen, ob die Verstärkungen ausreichen. Während der Verstärkungsarbeiten war es notwendig geworden, die Dockstruktur am Ostende zu öffnen, um den Druck während der Flut- und Ebbezeiten auszugleichen. Deswegen konnte die Wirkung der Injektionen bislang auch nicht getestet werden. Deswegen ist das Risiko neuerlicher Leckagen nicht auszuschließen. Tauchinspektionen haben nur im Westteil Wassereinbruchsstellen ausgemacht. Zwei Observationslöcher wurden an der Süd- und eines an der Ostseite niedergebracht. Ungeachtet der Probleme wurden in den vergangenen Monaten schon große Teile der über Wasser liegenden Schiffsbereiche abgewrackt. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff vor Penmarch abgetrieben und zerbrochen
(06.09.11) Am 25.9. um 08.30 Uhr erbat der unter Panama-Flagge laufende Schlepper “ Courbet” die Assistenz des französischen Rettungsdienstes CROSS, nachdem er mit zwei holländischen Binnentankern, die er auf dem Haken hatte, 90 Meilen südlich von Penmarc’h in Schwierigkeiten geraten war. Er war mit der 90 Meter langen und 10 Meter breiten „Vestland”, 1415 ts, und der 109,75 Meter langen und 12,08 Meter breiten “Atlantic Trader, 3559 ts unterwegs von Rotterdam nach Lagos Nigeria. Zunächst wurde mitgeteilt, die Lage unter Kontrolle zu haben, dennoch wurde der Kapitän angewiesen, sich mit dem Bergungsschlepper „Abeille Bourbon“ zu treffen. Um 18.30 Uhr wurde entschieden, dass dieser die “Vestland“ übernehmen sollte. Um 19.25 Uhr hatte er sie auch auf dem Haken, doch um 20.10 Uhr brach das Binnenschiff auseinander, und das Achterschiff mit rund sieben Tonnen Öl in den Tanks sank auf 2000 Metern Tiefe. Die Drift der „Atlantic Trader“ wurde weiter beobachtet. Die “Courbet“, 220 tdw (IMO-Nr. 8111506) wurde 1982 erbaut. Die „Vestland“ (EU-Nr.: 02314410) wurde 1955 bei der GHH Rheinwerft, Walsum, erbaut und lief zuvor als „Harpen 105“ und „Helena Edith“. Seit 1976 trug sie den Namen „Vestland“ und wurde 1977 für die Vereinigte Tankreederei Rotterdam zum Tankschiff umgebaut. Zu Beginn der 1980-Jahre lief sie zusammen mit der „Vastelland“ als Koppelverband. Zuletzt war sie in Rotterdam registriert. Die „Atlantic Trader“ (EU-Nr.: 2312205) entstand 1965 bei Berninghaus in Keulen und De Alblas in Krimpen an der Ijssel. Sie lief zuvor als „Rijn“ und „Johan F“. Quelle: Tim Schwabedissen



Versenkung mit Verzögerungen
(06.09.11) Am 5.9. gegen 16 Uhr wurde die Versenkung des Tankers “Phoenix” nach seiner Bergung vom Sheffield Beach zeitweilig unterbrochen. Er wurde auf einer Position 40 Kilometer vor der südafrikanischen Südküste gehalten, während das teure Bergungsgerät von Bord geholt wurde. Danach wurde begonnen, das Schiff zu fluten. Schwindendes Tageslicht erzwang aber eine Unterbrechung der Arbeit. Am Morgen des 6.9. wurden die Ventile wieder geöffnet, und gegen 14 Uhr, so war die Hoffnung, sollte das Schiff die letzte Reise in 2000 Metern Tiefe angetreten haben. Quelle: Tim Schwabedissen



Gefährlicher Giftcocktail nach Säureexplosion
(06.09.11) In der Nacht zum 6.9. kam es gegen ein Uhr zu einer Explosion auf dem belgischen Binnenschiff "Missouri", 2552 ts (IMO-Nr.: 4079616), im Hafen von Antwerpen. Das Schiff hatte Schwefelsäure geladen. Offenbar durch eine Leckage kam es zu einem Kontakt mit der Säure und nachfolgend einer Explosion auf dem Schiff an Liegeplatz 275 in Hafenbecken IV, die einen Arbeiter schwer verletzte. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr von Antwerpen schickte ein Gefahrgut-Team. Zunächst galt es, eine Analyse der verschiedenen Produkte an Bord vorzunehmen, um zu sehen, wie der gefährliche Cocktail in den Tanks entfernt werden könnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Meyering-Frachter strandete vor Waterford
(06.09.11) Der unter zyprischer Flagge laufende Frachter „Samskip Endeavour”, 7987 BRZ (IMO-Nr.: 9436290) der Meyering-Schifffahrt in Haren-Ems strandete am Morgen des 5.9. auf einer Sandbank, nachdem es zu einem technischen Fehler gekommen war. Das Schiff war unterwegs von Zeebrugge nach Waterford. Der dort stationierte britische Schlepper “Bargarth” hielt sich bereit zum Eingreifen und assistierte beim Einsetzen der Flut. Danach konnte der 812-TEU-Frachter seine Fahrt zum Belview Port Containerterminal im Hafen von Waterford fortsetzen. Er wurde erst in diesem Jahr als „Jens 1“ von der Damen Gorinchem Scheepswerf B.V. in Foxtol erbaut. Das Schiff läuft nun im Management der isländischen Samskip, die Feeder-Dienste zwischen Rotterdam und Zeebrugge sowie Belfast, Dublin, Cork and Waterford betreibt. Nachdem bei Belview die Löscharbeiten beendet waren, machte sich das Schiff auf die Weiterreise nach Cork, wo es am 6.9. am Tivoli Container Terminal festmachte. Die „Samskip Endeavour“ hat eine Tragfähigkeit von 9.400 Tonnen, ist 140,64 Meter lang, 21,8 Meter breit und hat einen Tiefgang von 7,33 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Alle 128 Personen von brennender Fähre gerettet
(06.09.11) Über 120 Personen wurden am 6.9. vor der südkoreanischen Südküste von der Fähre “Seolbong”, 9258 BRZ (IMO-Nr.: 9143491) evakuiert, die auf der Fahrt von Busan nach Jeju island unweit von Yeosu in Brand geraten war. Das Feuer war in einem Laderaum entstanden. Viele Fahrgäste sprangen über Bord oder hangelten von Fallreeps aus ins Wasser, ehe sie von dutzenden Patroullienbooten der Coastguard aufgelesen wurden. Alle 128 Menschen wurden gerettet. Die geschockten Schiffbrüchigen wurden nach Yeosu gebracht, sieben mussten leicht verletzt ins Krankenhaus. Quelle: Tim Schwabedissen



Seekranke Segler nach Mastbruch evakuiert
(06.09.11) 16 Segler wurden von dem 31 Meter langen, britischen Segelschulschiff “Leader“ (MMSI-Nr.: 235013911), abgeborgen, die am 5.9. gegen 17.30 Uhr in stürmischer See vor Dorset ihren Mast verloren hatte. Das Schiff trieb vor Portland Billl. Boote der RNLI bargen die Segler binnen vier Stunden ab und brachten sie nach Weymouth. Viele waren schwer seekrank. Quelle: Tim Schwabedissen



Bloubergstrand wieder sauber
(06.09.11) Die Reiningungsarbeiten am Bloubergstrand in Kapstadt wurden am 5.9. abgeschlossen, nachdem mehrere Kilometer Küste seit dem 2.9. von Ölresten aus dem gestrandeten Frachter „Seli 1“ kontaminiert worden waren. Der schnelle Einsatz von Reinigungstrupps hat größeren Schaden abwenden können. Die SA Maritime Safety Authority sollte nun überlegen, wie neuerliche Verschmutzungen verhindert werden könnten. Es gibt keine juristische Handhabe, das in drei Teile zerbrochene Wrack zu beseitigen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkene Betonyacht nach vier Jahren entsorgt
(06.09.11) Das Northland Regional Council hat die Reste der 12 Meter langen Betonyacht “Susila”, die im Juli 2007 vor der Church Bay, Tutukaka, strandete und sank, geräumt. Das Schiff war nach Bruch der Ankerkette in schwerer See gestrandet. Der Eigner hatte danach einige Trümmer beseitigt, doch große Teile blieben halb unter Wasser zurück. Die Wrackposition wurde mit einer Tonne markiert und der Schiffsrest zunächst sich selbst überlassen. Doch die Reste waren inzwischen zu einer Schifffahrtsgefährdung geworden, nachdem sie über den Meeresgrund wanderten und auseinanderzubrechen begannen. Bei einem extremen Niedrigwasser machte sich das Arbeitsschiff „Waikare“ daran, binnen mehrerer Stunden die Trümmer zu bergen. Es wurde dabei von der Kranfirma Total Marine, die in der nahen Tutukaka Marina arbeitete, unterstützt. Rund sechs Tonnen Trümmer wurden geborgen und entsorgt. Quelle: Tim Schwabedissen



Altes Munitionswrack gefährdet Londoner Flughafenpläne
(06.09.11) Der Plan von Boris Johnson, den Londoner Hauptflughafen an die Küste von Kent zu verlegen, ist durch den beschleunigten Verfall des in der Themsemündung gesunkenen Libertyfrachters SS „Richard Montgomery“ gefährdet. Das amerikanische Schiff liegt seit dem 20.8.1944 mit 1400 Tonnen Sprengstoff an Bord auf einer Sandbank vor der Küste und stellt eine zunehmende Gefahr dar. Um das Wrack ist eine Sperrzone eingerichtet. Es liegt in der potentiellen Einflugschneise eines Flughafens in der Themsemündung. Bei der letzten Untersuchung des Schiffes durch die Marine and Coastguard Agency wurde ein verstärkter Verfall des Wracks in einigen Bereichen festgestellt, u.a. auch in dem sensiblen Vorschiff, wo 2000 Clusterbomben gelagert sind. Während der überwiegende Teil des Rumpfes nur langsam verfällt, droht gerade in diesem Schiffsabschnitt ein Zusammenbruch und damit der Austritt von Munition. Damit müsste der bisherige Nicht-Umgang mit dem Wrack möglicherweise neu überdacht werden, wenn die Risiken durch Nicht-Handeln die des Handelns überschreiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Rund 40 Vermisste nach Untergang zweier Fährboote
(06.09.11) Keine Hoffnung besteht mehr für die 19 Vermissten nach dem Untergang des Flussschiffes “Bernham” nahe Kuala Selangor an der Westküste von Malaya nach der Kollision mit einem Sandfrachter. Das Fahrgastschiff war sofort gekentert, die 40 chinesischen Reisenden landeten im Wasser. 19 wurden lebend, zwei tot geborgen. In Bogota ertraken 20 bis 25 Personen, ein Dutzend wurde schwer verletzt, nachdem das Fahrgastschiff “Vencedor” in der Einfahrt des Hafens von Buanaventura sank. Etliche Boote machten sich daran, Überlebende zu retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision bei Probefahrt
(06.09.11) Keinen guten Start erwischte am Nachmittag des 5.9. ein früheres Schiff der Bundesmarine, das derzeit in Kiel zu einer Privatyacht umgebaut wird und auf eine Erprobung gehen sollte. Die unter der Flagge der Cook Island fahrende „Merlin“ kollidierte am 5.9. mit der Spundwand am Sportboothafen Stickenhörn in Kiel, als sie zu einer Probefahrt auslaufen wollte. Beim Ablegen gab es vermutlich Probleme mit der Antriebsanlage, so dass es zur Kollision kam. An der Spundwand wurden zwei Betonplatten sowie der dahinterliegende Steg beschädigt. Das frühere Minentauchboot wurde nur geringfügig lädiert. Es wurde 1966 bei Burmeister in Bremen als "Mühlhausen" der Klasse 742 erbaut und diente später als Sperrwaffenerprobungsboot "Walther von Ledebur". 2007 wurde es außer Dienst gestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot rammte Fahrgastschiff auf Bodensee
(06.09.11) Nur noch Schrottwert hat ein Sportboot, das am 4.9. in die Steuerbordseite eines Fahrgastschiffes auf dem Boodensee lief. Der Skipper und eine Beifahrerin wurden leicht verletzt. Das Boot befand sich vor Uhldingen-Mühlhofen, als es ein Fahrgastschiff rammte. Es war von Meersburg aus in Richtung Überlingen unterwegs, das Fahrgastschiff lief von der Mainau in Richtung Hafen Uhldingen. Ungefähr 500 Meter vom Ufer entfernt kollidierte das Boot ungebremst mit dem größeren Fahrgastschiff, das Vorfahrt hatte. Der Schaden betrug mehrere tausend Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



beschädigte Brücke der "Besiktas Pera" (Bild: )   Großbild klick!
Reparaturarbeiten am Kai in Valencia
(05.09.11) Am 3.9. begann ein auf dem Hafengelände in Valencia aufgestellter Mobilkran, die beschädigten Teile des Brückenhauses des maltesischen Bunkertankers "Besiktas Pera", 2974 BRZ (IMO-Nr.:9517458), im Rahmen der Reparaturarbeiten abzumontieren. Das Schiff war zwei Tage zuvor bei der Kollision mit der spanischen Fähre Superfast Baleares", 30998 BRZ (IMO-Nr.: 9399325) beim Längsseitsgehen im Bereich der Aufbauten beschädigt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



„Avalon Tranquility“ weiter mit Problemen
(05.09.11) Am 3.9. wurde die Donau nach dem Beginn der Überführung der „Avalong Tranquility“ von Deggendorf nach Vilshofen für den Schiffsverkehr um 13.10 Uhr wieder freigegeben. Es gab in Höhe des Flusskilometers 2263 beim Pegel Loh aber nochmals Behinderungen, als die Konvois der Talfahrer den Bergfahrern begegneten. Durch den relativ niedrigen Wasserstand und der engen Flussschleifen war teilweise ein Begegnungsverkehr nicht möglich. Es mussten deshalb weitere Wartezeiten in Kauf genommen werden. Aber auch die weitere Verschleppung des angeschlagenen Flusskreuzfahrers von Vilshofen im Landkreis Passau über Passau nach Linz brachte neuerliche Komplikationen mit sich. Weil weiterhin Wasser in den Maschinenraum eindrang und es am 4.9. gegen 13 Uhr bereits wieder 50 Zentimeter hoch stand, wurden für 16 Uhr noch einmal Taucher angefordert. Das Leck hatte sich als zu groß erwiesen, sodass es nicht verantwortbar war das Schiff in diesem Zustand nach Passau zu schleppen. An Bord war nur noch das Notstromaggregat funktionstüchtig. Beim Abschleppen traten am Morgen wiederum Komplikationen auf. Der Havarist verlor durch einen technischen Defekt etwa 20 Liter Diesel. Die freiwillige Feuerwehr Vilshofen rückte an und errichtete eine Ölsperre. Um neun Uhr wurde die Reise nach Linz fortgesetzt. Etwa zwei Stunden sollte der Kreuzer zunächst bis Passau unterwegs sein, dann noch mindestens acht Stunden bis zum vorläufigen Ziel. Die Reparatur des Schadens wird mehrere 100000 Euro erfordern. Quelle: Tim Schwabedissen



„Forelle“ nach einer Woche auf dem Trockenen
(05.09.11) Die 36 Meter lange Klappschute „Forelle“ wurde am 3.9. aus der Elbe geborgen und lag am 4.9. bei der der Hitzler-Werft in Lauenburg auf dem Trockenen. Hier werden Angestellte des Wasser- und Schifffahrtsamtes, dem die Klappschute gehört, das Wrack in den kommenden Tagen unter die Lupe nehmen. An Steuerbord war das Schiff schwer beschädigt, ebenso im Bereich des Ruderhauses. Die Maschine und die Elektrik wurden durch das Wasser ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Am 3.9. war es den Mitarbeitern des WSA-Außenbezirks Geesthacht mit Hilfe von Tauchern gelungen, die "Forelle" so weit zu heben, dass das Wasser aus den verschiedenen Kammern des Rumpfes abgepumpt werden konnten. Abends wurde das Schiff von der Wasserschutzpolizei eskortiert dann nach Lauenburg geschleppt und dort am nächsten Tag aufgeslipt. Am 29. August war die „Forelle“ wegen technischer Probleme dem Schubverband „Niedersachsen 2“ vor den Bug getrieben. Dieser konnte nicht mehr ausweichen und pflügte die Schute unter. Quelle: Tim Schwabedissen



„Adler IV“ nach Zwangspause wieder zurück im Inseldienst
(05.09.11) Am 3.9. wurde das Fahrgastschiff „Adlier IV“ im Hafen von Hörnum am Vormittag von der Klassifikationsgesellschaft Germanischer Lloyd untersucht und, da keine Schäden festgestellt wurden, abgenommen. Am 5.9. konnte das Schiff die Ausflugsfahrten von Sylt nach Amrum und Föhr wieder aufnehmen. Ursache der Havarie war gewesen, dass im Bereich der Amrumer Nordspitze der Kapitän den Wasserstand falsch eingeschätzt hatte. Daraufhin setzte das Schiff um 18.40 Uhr innerhalb des Fahrwassers auf. Es wurde dann vor der Odde durch den bereits einsetzenden Ebbstrom auf die östliche Fahrwasserbegrenzung gedrückt und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Für die herbeigeeilten Rettungskräfte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger begann nach der Alarmierung ein Wettlauf mit der Zeit. Denn im Bereich der Amrumer Nordspitze fallen die Sandbänke größtenteils zum Niedrigwasser trocken und lassen dann auch keinen Schiffsverkehr mit flach laufenden Booten mehr zu. Insgesamt 51 Personen konnte über das Tochterboot “Japsand” des aus Wittdün mobilisierten Seenotrettungskreuzers „Vormann Leis“ und das Rettungsboot „Horst Heiner Knepen“ aus Hörnum noch abgeborgen und im Tenderverkehr auf das Schwesterschiff „Adler VI“ aus Hörnum übergeben werden. Als die „Sylt“ der Wasserschutzpolizei, die aus dem Wyker Hafen ebenfalls zur Einsatzstelle gelaufen war, selbst aufsetzte, wurde die Aktion gegen 22.00 Uhr abgebrochen werden. Während der nächtlichen unfreiwilligen Wartezeit wurden die 89 verbliebenen Fahrgäste von der fünfköpfigen Crew mit Speisen und warmen Getränken sowie Decken versorgt. Am 3.9. um 5.30 Uhr hatte die Flut den höchsten Wasserstand vor der Amrum Odde erreicht. Das Ausflugsschiff konnte nun mithilfe der „Japsand” wieder flott gemacht werden. Um 6.00 erreichte die „Adler IV“ den Hafen von Hörnum. Die Fahrgäste waren sichtlich übermüdet, da an Bord des 32 Meter langen Schiffes nicht viel Platz zum Schlafen gewesen war. Dennoch zeigte sich Reeder Paulsen erleichtert, dass unterm Strich die Havarie überaus glimpflich verlaufen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Großen Belt gestrandet
(05.09.11) Der holländische Frachter "Ennio Marnix", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9356567), lief am 4.9. rund rund drei Meilen östlich von Alsen auf Position 55 04 54 N&xnbsp; 9 54 00 O auf Grund. Das Schiff war am 1.9. mit einer Ladung von 4,200 Tonnen Düngermittel aus Terneuzen ausgelaufen und nach Sluiskil in Apenrade bestimmt. Zeugen beobachteten die Strandung und alarmierten das Søværnets Operative Kommando in Brabrand. Dieses mobilisierte das Patroullienboot „Nymfen" sowie das Ölbekämpfungsschiff „Gunnar Seidenfaden" zu der Strandungsstelle am Hesteskoen, wo nur eine geringe Wassertiefe herrscht. Der Frachter hat eine Tragfähigkeit von 4550 Tonnen und wurde erst 2011 an die Wagenborg Shipping abgeliefert. Quelle: Tim Schwabedissen



„Phoenix“ in Davy John’s Locker angelangt
(05.09.11) Die Schlepper “Smit Amandla” und “Smit Siyanda” zogen am 3.9. gegen sieben Uhr den gestrandeten Tanker “Phoenix” vom Sheffield Beach. Zuvor hatte es noch eine kurze Unterbrechung gegeben, als plötzlich eine Flamme vom Bug in die Luft schoss und eine Ankerwinsch abriss und über Bord stürzte. Auf einer Trosse hatte zu großer Druck gestanden und diesen Zwischenfall verursacht. Die Winsch versank und wurde nicht geborgen. Sie war zuvor extra stark auf dem Deck verschweißt worden. Da das Problem sich abzeichnete, befand sich zu der Zeit niemand mehr in der Nähe der Gefahrenstelle. Die Flammen waren durch die starke Reibung entstanden. Nachdem die Bergungscrew die Stelle untersucht hatte, konnten die Arbeiten nach zwanzigminütiger Unterbrechung wieder aufgenommen werden. Vertreter des KwaZulu-Natal Department of Environmental Affairs und KZN Wildlife überwachten die Bergungsarbeiten. Die schwere See, die das Abschleppen begünstigte, verhinderte später ein Abbergen der Schleppausrüstung, und die Geschwindigkeit in Richtung der Versenkungsstelle 78 Kilometer südöstlich von Durban wurde auf unter zwei Knoten herabgesetzt, als sich das Schiff 30 Kilometer von ihr entfernt befand, um die Flutung des Maschinenraums durch einen zwei Meter langen Riss zu minimieren. Nach dem Erreichen der Position wurde die Pressluft abgelassen, die inzwischen für Auftrieb gesorgt hatte, und das Schiff am Morgen des 5.9. geflutet, um seine letzte Reise zu „Davy John’s Locker“ anzutreten. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Motoryacht bei Engelhard
(05.09.11) Die US Coast Guard und das Belhaven Fire Department kamen am 4.9. zwei Männern zu Hilfe, nachdem auf deren 65 Fuß langer Yacht „Echelon“ auf dem Intracoastal Waterway nahe Engelhard, North Carolina, ein Feuer ausgebrochen war. Die Coast Guard North Carolina hatte gegen 14 Uhr einen Notruf der Motoryacht aufgefangen, aus deren Motorraum Flammen schlugen. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City sowie ein 25-Fuß-Boot kamen zu Hilfe. Ein Rettungsschwimmer wurde auf derYacht abgesetzt, die vor Anker gelegt werden konnte, bis die „Janie B“ zu Hilfe kam. Sie nahm die beiden Bootsfahrer auf und brachte sie an Land, während das Belhaven Fire Department den Brand löschte, ehe die „Echelon“ ans Ufer geschleppt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Traditionsschiff rammte Pegel vor Ditzum
(05.09.11) Beim Auslaufen aus dem Hafen Ditzum sind auf einem Traditionsschiff mit 23 Fahrgästen zwei Passagiere verletzt worden. Das Schiff war in Richtung seines Zielhafens Weener ausgelaufen, als es vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers vor dem Einlaufen in die Ems mit einem Messpegel kollidierte. Durch die Wucht des Aufpralls wurden zwei Passagiere verletzt und mussten ins Krankenhaus nach Leer gebracht werden. Nach dem Unfall konnte das Schiff mit eigener Kraft nach Ditzum zurückkehren. Am Messpegel und am Schiff entstand leichter Sachschaden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster vir Alghero gestrandet und aufgegeben
(05.09.11) Einer Schweizer Segeljacht ist in der Nacht zum 4.9. in Sardinien in Seenot geraten. Die Besatzung setzte einen Notruf ab. Der 16-Meter lange Zweimaster war nördlich von Alghero in der Cala Bollo auf Grund gelaufen. Die Küstenwache brauchte mehrere Stunden, die drei Besatzungsmitglieder zu retten. Hoher Wellengang hatte die Bergung erschwert. Die drei Segler konnten schließlich aber unversehrt von der Yacht abgeborgen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler vor Norwegen gesunken
(05.09.11) Der unter norwegischer Flagge laufende, 35 Fuß lange Trawler "Tigergutt" aus Tromsø, 10 tdw, sank in der Nacht zum 4.9. vor Rødøya in Kvænangen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper erlitt bei Grundberührung Wassereinbruch
(05.09.11) Der britische Schlepper “Duke of Normandy", 212 BRZ (IMO-Nr.: 9348429) lief vor St. Helier Harbour am 2.9. am späten Nachmittag auf Grund und schlug leck. Er war bei der Rückkehr in den Hafen, nachdem er bei der Brewin Dolphin Regatta in der St. Aubin's Bay assistiert hatte. Nachdem der Schlepper an seinem Liegeplatz zurück war, dichteten Taucher das Leck provisorisch ab. Danach ging der Schlepper am 4.9. nach Falmouth in Cornwall zur Reparatur. Hier machte er gegen 14 Uhr fest. Währenddessen wird er durch die „Goliath", die aus Poole gerufen wurde, vertreten. Quelle: Tim Schwabedissen



Sieben Tote bei Feuer vor Lagos
(05.09.11) Sieben Menschen kamen ums Leben, als am 4.9. ein 50,000-Tonnen-Tanker vor Lagos in Brand geriet. Das mit Ölprodukten beladene Schiff war bei der Fair Way Tonne, als sich eine Explosion im Achterschiff ereignete, nach der Feuer ausbrach. Quelle: Tim Schwabedissen



Neues Wrack soll Tauchtourismus Schottlands fördern
(05.09.11) Ein Schiff der britischen Marine soll, um den Tourismus zu stärken, im Sound of Mull als erstes künstliches Riff versenkt werden. Hier liegen bereits etliche historische Wracks, darunter ein Kriegsschiff aus der Flotte, die Oliver Cromwell im 17. Jahrhundert in Marsch setzte, um Duart Castle zu erobern. Das Lochaline Dive Centre in Argyll will den Schiffspark nun um ein modernes Kriegsschiff als neue Unterwasserdestination versenken. Der Sound of Mull Artificial Reef Trust hat dazu eine Studie erarbeitet, in der drei Versenkungspositionen untersucht wurden. Die Highlands and Islands Enterprise will 35,000 Pfund beisteuern. Das Projekt wurde inspiriert durch den Erfolg, der mit der Versenkung von HMS „Scylla“ nahe Plymouth im Jahr 2004 erzielt wurde. 150 Tier- und Pflanzenarten wurden seither auf der Fregatte heimisch. Die schottische Westküste und die Highlands könnten von dem Tourismusanschub profitieren, ebenso würden gefährdete Tierarten damit unterstützt werden können. Die Kosten werden auf rund 300,000 Pfund geschätzt. Rund 10,000 Taucher pro Jahr würden der Region im Gegenzug rund zwei Millionen Pfund Einnahmen bringen. Der Sound of Mull ist schon jetzt neben Scapa Flow der beliebteste Tauchspot Schottlands. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht wird gehoben und forensisch untersucht
(05.09.11) Am 2.9. wurde begonnen, das Wrack der gesunkenen Luxusyacht „On Your Mark“ mit einem 100-Tonnen-Kran aus dem Becken der Haverstraw Marina im Hudson River zu heben. Das 90 Fuß lange Boot war am 31.8. nach einem Großbrand dort gesunken. De Polizei von Haverstraw die Versicherung und die U.S. Coast Guard wollen nun herausfinden, was geschah. Deren Vertreter waren bereits vor Ort, als die Sound Marine Construction and Salvage sowie Sea Tow die Yacht aus 20 Fuß Tiefe hoben. Danach sollte sie auf einer Barge zum Petersen Boat Yard in Upper Nyack zur forensischen Untersuchung abtransportiert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach vermissten Fischern ergebnislos beendet
(05.09.11) Am 30.8. endete die Suche nach dem in der Sea of Cortez am 3. Juli im Sturm gesunkenen Kutter „Erik“ mithilfe eines Sonar ergebnislos. Fünf der Fischer stammten aus der Bay Area und zwei aus Tuolumne County. Ihr Schiff kenterte vor der Baja California. Bei der Suche wurden 14 Quadratmeilen durchkämmt. Die Angehörigen der sieben vermissten Fischer versammelten sich am 4.9. in San Ramon. Die Angehörigen wollen eine weitere Suche finanzieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Noch sieben Fischer vor Alibaug vermisst
(05.09.11) Von 16 Fischern, die vor der Küste von Alibaug vermisst wurden, konnten bis zum Abend des 4.9. neun gerettet werden. Die Suchaktion wurde durch die indische Marine und die Polizei von Raigad durchgeführt. Am 3.9. waren zwei Trawler gesunken. Unter den Überlebenden war auch ein Mann, der binnen 13 Stunden schwimmend die Küste in Thal erreichte. Er stammte von dem Trawler “Darya Sagar”, der gegen 14 Uhr zu sinken begonnen hatte. Um drei Uhr früh erreichte der Schiffbrüchige Land. Ein anderer Überlebender konnte sich an ein Holzfass anklammern. Die Geretteten wurden ins Alibaug Civil Hospital gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Kilometer Strand von Öl der „Seli 1“ verschmutzt
(05.09.11) Drei Kilometer der Strände um die Tafelbucht wurden bislang von dem Restöl, das aus dem gestrandeten Frachter “Seli 1” ausgelaufen war, nachdem dieser im Sturm in drei Teile zerbrach, verschmutzt. Eine Säuberungsaktion war im Gange. Zwar war das meiste der 660 Tonnen Öl des Bulkcarriers von Smit Salvage nach dessen Strandung am 7. September 2009 abgepumpt worden, doch in kleinen Taschen befanden sich noch Reste, an die man nicht herangekommen war. Die Berger hatten bereits gewarnt, dass diese möglicherweise in Winterstürmen ausgespült werden könnten. Bislang wurden drei verölte Pinguine gesichtet, die von Freiwilligen aus Robben Island eingefangen werden. Die Auswirkungen auf die Flora und Fauna insgesamt waren gering. Ob die Wrackreste nun von der Marine gesprengt werden, war wegen der Kosten noch unklar. Der teilweise Abbruch des Schiffes war vor längerer Zeit bereits aus Sicherheitsgründen gestoppt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Avalon Tranquility" (Bild: Juergen Meier)   Großbild klick!
Unglücksserie auf der Donau – Twincruiser sinkend auf Grund gesetzt
(04.09.11) Diese Reise werden die 157 Passagiere des maltesischen Flusskreuzfahrtschiffes "Avalon Tranquility" (EU-Nr.: 09948015) werden so bald nicht vergessen. Auf der Fahrt von Budapest nach Amsterdam kam es zunächst zu einer Kollision mit dem österreichischen Fahrgastschiff „Schönbrunn A-40151", 440 ts. Dabei wurde dieses bei einem Wendemanöver des größeren Flusskreuzfahrers in Linz auf der Donau so schwer beschädigt, dass die Saison des 1912 erbauten Veteranen gelaufen sein dürfte. Die “Avalon Tranquility” kam in diesem Fall mit einem demolierten Scheinwerfer und Dellen davon.
Am 1.9. aber wurde sie selbst als mittelbare Folge zweier weiterer Havarien zwischen Winzer und Flintsbach unweit von Loh selbst schachmatt gesetzt.
Vorangegangen war am 1.9. gegen 13 Uhr eine Kollision des Binnentankers "Innovatie", 1990 ts (ENI-Nr.: 05700800) sowie der Barge "Innovatie IV", 2137 ts (EU-Nr.: 05700810), die mit 1600 Tonnen Gasöl beladen und nach Regensburg unterwegs waren, mit dem rumänischen Binnenschiff „Carmel", 1336 ts (EU-Nr.: 08848008), die mit der angekoppelten Barge "GSL 2500", 1520 ts (EU-Nr.: 08848007) auf dem Fluss unterwegs war. Der Tankverband war zuvor am rechten Flussufer auf Grund gelaufen. Die „Innovatie“ kam zwar mit eigener Kraft wieder frei. Doch bei einem nicht genehmigten Versuch des Kapitäns des Schubers, den noch festsitzenden Leichter zu befreien, rammte dieser um 16.50 Uhr die mit 1600 Tonnen Sonnenblumenkernen beladene “Carmel”, deren Annäherung nicht bemerkt worden war.
Die „Carmel" wurde mittschiffs getroffen und erlitt Wassereinbruch. Sie konnte aber mit eigener Kraft Straubing erreichen. Die nur leicht beschädigte "Innovatie IV" wurde zunächst an ihrer Strandungsstelle außerhalb des Fahrwassers gesichert und sollte am Abend des 3.9. geborgen werden. Als aber die "Avalon Tranquility" sie während der Nachtstunden passierte, löste sie sich durch den Wellenschlag vom Grund, trieb ins Fahrwasser und kollidierte mit dem Kreuzfahrer.
Dabei wurde ein 60x40 Zentimeter großes Leck in dessen Maschinenraum gerissen und dieser dadurch geflutet. Es gelang der Crew noch, das Schiff bei Deggendorf unweit eines Sporplatzes im flachen Wasser des Ufers auf Grund zu setzen. Alle verfügbaren Kräfte der Feuerwehren und Polizeidienststellen der Umgebung sowie der Wasserwacht und des THW waren wenig später mit 200 Mann vor Ort.
Schnell hatte zudem die Reederei der „Avalon Tranquility“ reagiert und aus Passau ein weiteres Schiff der Flotte, die „River Empress“, zum Unglücksort geschickt. Sie evakuierte die mit Schwimmwesten in der Dunkelheit auf dem Oberdeck der „Avalon Tranquility“ versammelten 157 Passagiere aus den USA, Kanada, Neuseeland und Australien sowie die 41-köpfige Besatzung von dem mit Backborschlagseite hecklastig am Ufer liegenden Schiff.
Alle Fahrgäste konnten das beschädigte Schiff trockenen Fußes verlassen und auf das Ersatzschiff umsteigen. An Land wurden die Urlauber auf bereitstehende Fahrzeuge verteilt und für die Nacht in Deggendorfer Hotels untergebracht. Eine australische Passagierin musste mit Schock ins Krankenhaus, die übrigen wurden in umliegenden Hotels untergebracht. Mittlerweile durften sie auch kurz an Bord zurückkehren, um ihr Gepäck von dort abzuholen. Tauchern gelang es im Laufe des 3.9., das Leck in der Backbordseite provisorisch abzudichten. Trotz der Schwierigkeiten durch starke Strömung und Niedrigwasser verliefen die Arbeiten reibungslos. Am Abend wurde ein Schlepper vor Ort erwartet, der den Havaristen am 4.9. in eine Werft nach Vilshofen bringen sollte. Für den 3.9. war auch ein numehr genehmigter Freischleppversuch des havarierten Schubleichters geplant. Die Donau wurde nach den Havarien durch Beamte des Wasser- und Schifffahrtsamtes Deggendorf und der WSP Deggendorf gesperrt. Um den Stau auf der Donau abzumildern, wurde die Fahrrinne später für vier Stunden in Richtung Regensburg freigegeben. Über Nacht war die Wasserstraße aus Sicherheitsgründen aber wieder komplett für die Schifffahrt gesperrt.
Eine Peilung vor Ort ergab keine Veränderungen an der Sohle der Fahrrinne. Die Wasserschutzpolizei Deggendorf hat die Ermittlungen aufgenommen. Am betroffenen Streckenabschnitt der Donau ereigneten sich der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd zufolge in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich rund 46 Unfälle pro Jahr. Die „Avalon Tranquility“ ist ein 2007 erbautes Vierdeck-Kabinenschiff der 4-Sterne-Kategorie mit 81 Doppelkabinen und vier Suiten. Bei dem Schiff handelt es sich um einen TwinCruiser, der zum Lärmschutz für die Passagiere mit zwei festgekuppelten Schiffskörpern konstruiert wurde. Die Antriebseinheit ist 25 Meter lang, die Fahrgasteinheit 110 Meter. Die Breite der beiden Einheiten beträgt 11,40 m. Sie wird von zwei Acht-Zylinder-MTU-Dieselmotoren vom Typ 4000 M60 à 800 kW über zwei vierflügelige Veth-Propellergondeln angetrieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision beim Bunkern in Valencia
(04.09.11) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker “Besiktas Pera", 2974 BRZ (IMO-Nr.:9517458), kollidierte am 1.9. mit der spanischen Fähre "Superfast Baleares", 30998 BRZ (IMO-Nr.: 9399325), als er bei dieser im Hafen von Valencia zur Übergabe von Bunkeröl längsseits ging. Dabei wurde das Ruderhaus des Bunkertankers an Steuerbordseite beschädigt und die Reling zum Teil abgerissen. Quelle: Tim Schwabedissen



Forelle bleibt unter Wasser
(04.09.11) Ein erster Versuch, das vor einer Woche in der Elbe gesunkene, 36 Meter lange Spezialschiff „Forelle“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes zu bergen, ist am Wochenende gescheitert. Mitarbeiter des WSA hatten versucht, die Klappschute mit Hilfe eines Schwimmpontons in Eigenregie abzudichten. Doch die Löcher, die bei der Kollision mit dem Schüttgutverband „Niedersachsen 2“ in der steuerbordseitigen Bordwand entstanden waren, erwiesen sich als zu groß, um sie ad hoc abzudichten. Nun soll das Schiff vorerst abgesichert in der Elbe liegen bleiben, ehe ein Bergungskonzept vorliegt. Möglicherweise kann die „Forelle“ erst durch den Einsatz eines Schwimmkrans geborgen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



89 Passagiere verbrachten eine unfreiwillige Nacht im Watt
(07.08.11) In den frühen Abendstunden des 2.9. lief das deutsche Fahrgastschiff „Adler IV“, 186 BRZ (IMO-Nr. 7636963), bei einer Ausflugsfahrt an der Nordspitze Amrums auf Grund. Bei ablaufendem Wasser bestand keine Möglichkeit für das Schiff, sich aus eigener Kraft zu befreien. Der Kapitän der „Adler IV“ alarmierte die DGzRS, die sofort mit dem Seenotrettungsboot „Horst Heiner Kneten“ der Station Hörnum und dem Seenotkreuzer „Vormann Leiss“ der Station Amrum ausliefen. Bei Eintreffen der Rettungseinheiten war das Wasser bei dem Havaristen jedoch bereits so flach, dass nur noch das Tochterboot „Japsand“ des Seenotkreuzers mit seinem extrem geringen Tiefgang längsseits gehen konnte. Die Seenotretter übernahmen bei zahlreichen Anläufen 59 der insgesamt 148 Passagiere und übergaben sie an das Seenotrettungsboot „Horst Heiner Kneten“ und ein weiteres, zu Hilfe gekommenes Ausflugsschiff der Adler-Reederei. Die letzten Anläufe waren nur noch mit einem Schlauchboot, das vom Sylter Katamaranclub zur Verfügung gestellt wurde, möglich. Nachdem die „Adler IV“ durch die Seenotretter noch mit Proviant versorgt worden war, mussten die verbliebenen 89 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder die Nacht im Watt an Bord verbringen. Ein Schiff der Wasserschutzpolizei befand sich in der Nähe auf Standby. Erst gegen 5.30 Uhr des 3.9. kam die „Adler IV“ mit Hilfe der „Japsand“ bei auflaufendem Wasser frei und konnte das 3,5 Meilen entfernte Hörnum anlaufen, wo die Passagiere endlich von Bord gehen konnten. In der Nacht herrschten ruhige Wetterverhältnisse bei südlichen Winden mit zwei bis drei Beaufort. Das Hochwasser war am Abend etwa 40 Zentimeter niedriger als normal aufgelaufen. Die „Adler IV“ überstand die Havarie unbeschadet. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter aufgegeben
(04.09.11) Der kambodschanische Frachter “Ai Qi Shun”, 7704 tdw (IMO-Nr.: 8403076), der am 1.9. um 19.45 Uhr auf Felsen auf Position 52 52.7N 158 43.4 O eine Meile südlich von Petropavlovskiy Feuer gelaufen war auf der Reise Petropavlovsk-Kamchatskiy, wurde von seiner chinesischen Crew aufgegeben, nachdem der Maschinenraum und Laderaum 1 vollgelaufen waren. Die Bunkertanks im Bereich von Laderaum 2 schienen intakt geblieben zu sein. Aus dem Maschinenraum lief Bilgenwasser aus. Das Schiff hat fünf Grad Steuerbordseite. Die Generatoren sind nicht mehr betriebsbereit, und es ist vorlastig. Die Behörden erarbeiteten einen Plan zum Abpumpen des Bunkeröls. Der Frachter kam von Busan mit 5232 Tonnen Baumaterial an Bord. Er wurde 1984 erbaut und läuft im Management der Dalian Tongyuan Shipping, China. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier geriet auf Grund
(04.09.11) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier “Armeria” lief am 3.9. gegen drei Uhr nahe Sauvie Island, Oregon, auf Grund, als er eine Ladung Getreide an Bord nahm. Drei Schlepper machten den Frachter wieder flott, der seine Reise zwar fortsetzen durfte, aber bei der Ankunft in Vancouver, Washington, untersucht werden sollte. Die “Armeria”, 48104 tdw (IMO-Nr.: 9263253) wurde 2003 erbaut, hat als Manager Escobal Japan und läuft für die K Line. Quelle: Tim Schwabedissen



Tankerbergung durch Taifun behindert
(04.09.11) Der unter Panama-Flagge laufende Tanker “Maju Jaya 3” erlitt am 29.8. gegen 21 Uhr Maschinenrausflal und lief in der Mündung des Tsengwen River in Taiwan auf Grund. Wegen des Taifuns Nanmadol konnte eine Bergung zunächst nicht anlaufen. Am 4.9. saß der Chemikalientanker noch fest. Die „Maju Jaya 3”, 10884 tdw (IMO-Nr.: 8213548) wurde 1982 erbaut und hat als Manager das Sun Rising Shipmanagement, China. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter saß auf Don fest
(04.09.11) Am 2.9. gegen neun Uhr lief der kambodschanische Frachter “Kyme” auf dem Don bei Tonne 53 auf Grund. Gegen 18 Uhr wurde er vom Schlepper “Portoviy-22” wieder flott gemacht. Der Frachter war von der Türkei nach Rostov-on-Don mit einer Ladung von 3090 Tonnen Zement unterwegs. Die „Kyme”, 2907 tdw (IMO-Nr.: 8866199), wurde 1972 erbaut und hat als Manager die Foreyaship Co. Quelle: Tim Schwabedissen



Segler und Bordhund bei 30 Fuß hoher See gerettet
(04.09.11) Ein Coast Guard MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Astoria, Oregon, rettete am Nachmittag des 1.9. einen Mann, eine Frau und einen Hund von der sinkenden 58-Fuß-Yacht „Gysy Soul“ 130 Meilen vor Cape Mendocino in Nordkalifornien. Gegen 4:10 Uhr hatte die Coast Guard Air Station Humboldt Bay ein Mayday empfangen, ohne es lokalisieren zu können. Erst nach mehreren Stunden gelang es, Kontakt zu der Yacht, die in 30 Fuß hohen Wellen bei 45 Knoten Wind kämpfte, herzustellen. Eine HC-130 der Coast Guard Air Station Sacramento stieg auf und ortete die Yacht. Wegen der stürmischen Bedingungen schickte das Rescue Coordination Center in Alameda den HH-60 Jayhawk der Air Station Astoria, der auch in schwierigen Bedingungen einsetzbar ist, zur Yacht. Es gelang dessen Crew, die gesamte Yachtcrew samt Bordhund sicher aufzuwinschen und zur Air Station Humboldt Bay in McKinleyville zu bringen. Hier wartete zwar ein Krankenwagen, doch es war keine medizinische Betreuung vonnöten. Quelle: Tim Schwabedissen



Fährkollision in Palma de Mallorca
(04.09.11) Am 2.9. kollidierte die spanische Fähre "Fortuny", 26916 BRZ (IMO-Nr.: 9216585), mit der ebenfalls unter spanischer Flagge laufenden Schnellfähre „Ferico Garcia Lorc", 5637 BRZ (IMO-Nr.: 9241542), im Hafen von Palma de Mallorca. Beide Schiffe wurden beschädigt, die Passagiere blieben unversehrt. Die "Federico García Lorc" musste vor der Abfahrt nach Ibiza gründlich untersucht werden und verließ den Hafen am 3.9. um 8.30 Uhr schließlich wieder. Die „Fortuny“ lief gegen Mittag wieder nach Barcelona aus. Bereits am 11.4. war die RoRo-Fähre mit 400 Passagieren an Bord mit einem Kai in Palma. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter verursachte Ölverschmutzung in der Elbe
(04.09.11) Am 3.9. wurde der Wasserschutzpolizei Stade über die Polizeistation Drochtersen eine Gewässerverunreinigung auf der gesamten Wischhafener Süderelbe gemeldet. Ausgangsort der stark nach Dieselöl riechenden, regenbogenfarbigen Spur war die ehemalige Ewer-Werft. Hier war der ehemalige Kutter "Hecht 6" zuvor auf Grund seines schlechten Allgemeinzustandes gesunken. Das Schiff wurde durch die Feuerwehr Drochtersen/Assel ausgepumpt. Außerdem wurden Ölsperren ausgebracht. Die 3,75 Kubikmeter Öl hatten sich über eine Fläche von 2500 x fünf Metern ausgebreitet. Der Eigner der "Hecht 6" wurde in Kenntnis gesetzt. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



„Seli 1“ bricht im Sturm auseinander – Atomkraftwerk von Öl gefährdet
(04.09.11) Das Kapstädter Disaster Management wurde am 2.9. gegen 23 Uhr alarmiert, nachdem am Bloubergstrand eine ein Kilometer lange Ölverschmutzung festgestellt worden war. Sie stammte aus dem Wrack des dort 2009 gestrandeten türkischen Frachters "Seli 1". In der stürmischen See, die die vorangegangenen Tage geherrscht hatte, waren der Bug des Schiffes zuvor zusammengebrochen und das Heck abgerissen. Ein Kommandozentrum wurde am Strand zur Koordination der Reinigungsoperation eingerichtet. Zwei Seehunde und zwei Möwen wurden bislang tot aufgefunden. Ein weiterer Seehund wurde verölt geborgen. Der Strand wurde für die Öffentlichkeit gesperrt. Das nahegelegene Koeberg Atomkraftwerk wurde alarmiert wegen möglicher Gefährdung der Kühlwasserentnahme.
Die “Seli 1” der TEB Maritime in Istanbul war auf der Fahrt nach Gibraltar war am 18.9. im Sturm vor Bloubergstrand nahe der Tafelbucht gestrandet, nachdem die Maschine ausgefallen und der ausgebrachte Anker gebrochen war. Das Schiff hatte 30000 Tonnen Kohle und 660 Tonnen Schwer- sowie 60 Tonnen Dieselöl an Bord. Die 25-köpfige Crew wurde von der „Spirit of Vodacom“ der NSRI wenig später abgeborgen. Das zunächst noch bergungsfähige Schiff wurde aber ein Opfer des Destinteresses seiner Eigner. Die Berger von Smit Amandla und Tsavliris pumpten das Bunkeröl in einer Phase ruhigen Wetters ab. Derweil vergrößerten sich die im Rumpf aufgetretenen Risse in der Schwell. Die aus Durban stammende Kohle wurde geleichtert. Am 3.6.2010 kam es nach einer Explosion zu einem Brand in den Aufbauten, der von den Azeylen-Flaschen von Schweißgeräten ausgelöst wurde. Die 22 Arbeiter derSouth African Maritime Safety Authority mussten wiederum von der “Spirit of Vodacom” gerettet werden. Die Aufbauten brannten aus. Sie wurden bis zum April 2011 abgewrackt. Der Rumpf sollte mit gezielten Sprengungen dann destabilisiert weden, sodass die Winterstürme den Resten bis Ende 2012 den Garaus gemacht haben sollen. Ein positiver Nebeneffekt der Strandung war, dass sich Sandbänke aufbauten, die eine für Surfer günstige Brandung erzeugten. Dadurch wurde der Dolphin Beach zu einem populären Surfspot. Die „Seli 1“ war 176 .Meter lang, 26 Meter breit und hatte eine Tragfähigkeit von 30500 Tonnen. (IMO-Nr.: 7814149). Sie wurde 1980 erbaut und lief unter Panama –Flagge. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Fähren in Cagayan gesunken
(04.09.11) Vor Cagayan kam es zu Ölverschmutzungen durch zwei Fahrgastschiffe, die im Taifun Mina in der vergangenen Woche sanken. Eines von ihnen sowie die Ladung des anderen wurden mittlerweile geborgen. Zuvor hatten Fischer über das Öl, das in die Gewässer von Santa Ana auslief, geklagt. Am 27.8. war die “Queenie”, die zwischen San Vicente und Maconacon, Isabela, nach Kollision mit der “Eagle Ferry” gesunken. Starke Winde und Seegang hatten diese zuvor von ihrem Liegeplatz losgerissen, sodass sie 100 Meter vom Fähranleger entfernt strandete. Beim Versuch, die andere Seite des Anlegers zu erreichen, hatte die „Queenie” die “Eagle Ferry“ gerammt, legte sich auf die Seite und sank samt ihrer Fracht, darunter Fässer mit Öl, Zement, Nudeln und Soda. Die “Eagle Ferry” schlug leck und versank ebenfalls teilweise. Quelle: Tim Schwabedissen



Arefakte von Arktis-Expedition geborgen
(04.09.11) Eine Muskete und andere Artefakte wie Schuhe, Kupferbeschlag und Teile des Riggs wurden im Juli 2011 in der Mercy Bay vor Banks Island von dem Wrack der HMS “Investigator”, die 1854 in der Arktis auf der Suche nach der verschollenen Expedition von Sir John Franklin selbst aufgegeben werden musste, von Tauchern geborgen. Das Schiff hatte zuvor die Nordwestpassage entdeckt. Die Taucher hatten das Glück, die Gegen eisfrei vorgefunden zu haben. Archäologen kartierten und fotografierten das Wrack mit Sonar und Video. Der Rumpf existiert noch bis auf Höhe des Oberdeck, dieses ist aber ein hölzernes Trümmerfeld. Im Innern ist eine Menge Sediment. Das Schiffsinnere wurde unangetastet gelassen, nur 16 neben dem Schiff oder oben auf Deck freiliegende Teile wurden hochgeholt. Auch an Land wurden Untersuchungen durchgeführt und das Oberteil eines Fasses mit einer Inschrift und ein Tintenfass von Robert McClure, dem Kommandanten von HMS „Investigator“, dabei entdeckt. Nicht gefunden wurden hingegen weiterhin die Wracks von HMS “Erebus” und HMS “Terror”, den verlorenen Schiffen der Franklin-Expedition. Die Suche soll aber fortgesetzt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



30 Tote auf Matla-River befürchtet
(04.09.11) Drei Menschen ertranken, 27 wurden vermisst, nachdem ein Fährboot am 29.8. auf dem Matla River im Parganas-Distrikt kentere. Die drei Toten wurden von Anwohnern und Polizei aus dem Fluss gezogen. Das Schiff war unterwegs von Jharkhali nach Kultali, als es kenterte. Quelle: Tim Schwabedissen



(Bild: Premar Atlantique)   Großbild klick!
Aufmerksamer Zeuge rettete drei Fischern das Leben
(01.09.11) Am Nachmittag des 31.8. um 15.45 Uhr entdeckte ein Zeuge ein gekentertes Boot mit drei Personen in der Nähe südlich der Insel Oléron unweit von Maumusson Die Rettungsboote „SNS 070“ aus Oléron und „SNS 433“ aus La Tremblade sowie ein Dauphin Helikopter der Marine in La Rochelle wurden in Marsch gesetzt. Ein in der Nähe befindliches Boot hatte die Alarmmeldung ebenfalls aufgenommen und war als erstes vor Ort. Es entdeckte den 8,7 Meter langen Trawler “Squale“ aus La Rochelle auf der Seite liegend und kaum aus dem Wasser ragend. Der Helikopter winschte die drei Mann Besatzung auf, die sich ohne Schwimmwesten an den Rumpf des Wracks angeklammert hatten. Sie wurden an Bord der “SNS 433” anschließend nach Marennes gebracht, wo sie um 16.38 Uhr eintrafen. Die „SNS 070“ überwachte derweil die Untergangsstelle, die rund einen Kilometer vor der Küste lag. Quelle: Tim Schwabedissen



Britisches Transportboot in Norddeich fast versenkt
(01.09.11) Das 44 Meter lange Arbeits- und Transportschiff „Krake“ 385 tdw (IMO-Nr.: 8825418) hat am 30.8. gegen 14.40 Uhr im Osthafen von Norddeich ein 9,60 Meter langes Transportboot gerammt. Das am Ost- Kai festgemachte Transportboot aus Southampton wurde stark beschädigt und drohte zu sinken. Arbeiter konnten das Boot jedoch mit einem Kran bergen und an Land absetzen. Der 44 Meter lange Kollisionsgegner aus Wiesmoor war bei der Rückwärtsfahrt mit seiner achteren Backbordseite gegen die Backbordseite des Transportbootes geraten. Nach Angaben des Kapitäns wurde sein Schiff zuvor von einer starken Windbö in Richtung Pier gedrückt. Der Schub des Antriebes habe in dieser Situation nicht gereicht, die Drift in Richtung Kaimauer zu stoppen. Die Beamten der Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven nahmen Ermittlungen auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge sitzt seit Wochen vor Hotel auf Strand
(01.09.11) Die indonesische Barge “Jemms Marine 3001”, 3137 BRZ, liegt seit dem 15 August hoch und trocken auf dem Strand vor dem Grand Hyatt Hotel in Bali. Die Barge gehört den Soone Marine & Engineering Services. Quelle: Tim Schwabedissen



Gypsy Soul samt verhindertem Retter von Brandung zerschlagen
(01.09.11) Die Überreste der am 27.8. gestrandeten, 44 Fuß langen Yacht “Gypsy Soul” aus South Haven und eines Schlepper, der ihr zu Hilfe kommen wollte, wurden am 30.8. vom Strand gezogen. Die Yacht war in 6-8 Fuß hohen Wellen außer Kontrolle geraten, nachdem 150 Yards vor der Küste die Maschine ausfiel. Nachdem über Funk von der Notlage berichtet worden war, war der Schlepper ausgelaufen, aber ebenfalls von den Wellen überwältigt worden. Vor Ort war auch ein Boot des Van Buren County Sheriff's Office. Was die Helfer nicht wussten war, dass die Ankerleine der Charteryacht in deren Propeller geraten war. Jedes Mal, wenn versucht wurde, sie in Schlepp zu nehmen, brach die Verbindung. Beim vierten Mal geriet die gebrochene Schleppleine in den Propeller des Schleppers, dessen Schicksal damit besiegelt wurde. Er dürfte ebenso wie die Yacht ein Totalverlust sein. Die Schiffbrüchigen konnten sich eine Dreiviertelmeile südlich der South Haven Pier vor dem Lake Bluff Inn an Land retten. Die Schiffe lagen nur 20 Fuß vom Land entfernt. Die Coast Guard in St. Joseph hatte dies auch nicht mehr verhindern können, weil beim Eintreffen von deren Boot die anderen beiden Fahrzeuge bereits zu dicht unter Land lagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre im Sturm gestrandet
(01.09.11) In Occidental Mindoro lief am Abend des 31.8. die Fähre “Baleno 3” mit 24 Passagieren auf Grund. Das Schiff kam gegen 20 Uhr bei Abra de Ilog in hoch gehenden Wellen fest. Die philippinische Coastguard beließ die Fahrgäste an Bord, weil eine Evakuierung in dem nächtlichen Sturm zu riskant gewesen wäre. Sie verließen das Schiff am Morgen des 1.9. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige machten mit Pistole auf sich aufmerksam
(01.09.11) Binnen vier Minuten sank am 29.8. eine albanische Fähre auf dem Koman-Stausee. An Bord waren 50 Personen. Die meisten sprangen in den See, einige wurden vom Schiff mitgerissen. Es gab einige Schwerverletzte, aber keine Toten. Das Schiff liegt auf 90 Meter Tiefe. Ein Politoffizier, der auf dem Schiff war, zog im Wasser seine Pistole und schoss immer wieder in die Luft, doch es dauerte lange, bis die Schüsse am Ufer gehört wurden und Rettungsmannschaften mit Booten eintrafen. 48 Passagiere wurden unverletzt gerettet. Ein Albaner und eine Frau aus Finnland erlitten schwere Verletzungen. Erst am 31.8. erhielten sechs Österreicher - neben den vier Steirern zwei Personen aus Wien und Niederösterreich einer Reisegruppe - Hilfe durch die Botschaft. Mit neuen Reisedokumenten ausgestattet, versuchten sie von Montenegro aus, die Heimreise anzutreten. Über die Ursache des Fährenunterganges war nichts bekannt. Vermutet wurde aber, dass das alte Schiff überladen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter gestrandet und bei Bergung abgesackt
(01.09.11) Am 29.8. gegen 13 Uhr lief der norwegische Kutter „Obba“ vor Uttian auf Frøya auf Grund. Der Kutter war vom Kurs abgeraten, doch beim Versuch, in sicheres Fahrwasser zu kommen, lief er auf Felsen. Der Skipper konnte sich auf die Schäre, die seinem Schiff zum Verhängnis geworden war, retten und wurde von der „Hedda“, die sich in der Nähe befand, gerettet, deren Skipper er mit seinem Mobiltelefon erreichte. Beim Versuch, die „Obba“ zu bergen, geriet aber eine Leine in deren Propeller, und die Verbindung zum Havaristen musste gelöst werden. Dieser sank binnen kürzester Zeit. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot vier deutscher Urlauber in Flammen aufgegangen
(01.09.11) Vor Rabiou geriet am 31.8. das vier Meter lange Motorboot „Nico“ in Brand. Dichter Rauch stieg um 17.20 Uhr vor Saint-Tropez in der Bucht von Canoubiers auf. Das mit vier Deutschen, darunter zwei Kindern, besetzte Boot war aus Pampelonne.gekommen. Die Flammen breiteten sich rasch aus, doch glücklicherweise waren zahlreiche Boote in der Nähe, die rasch Hilfe leisten konnten. Auc Rettungsdienste, Coastguard, Polizei und der Schlepper “Nicolas Faucan” waren vor Ort. Die „Nico“ sank gegen 18.30 Uhr in 10 Metern Tiefe rund 200 Meter vor der Küste. Quelle: Tim Schwabedissen



„Midnight Hour“ sank gegen 10
(01.09.11) Der 61 Fuß lange Kutter “Midnight Hour” sank am Abend des 30.8. eine Meile vor Catalina Island. Die sechsköpfige Crew wurde gerettet. Um 21:45 Uhr fing die Coastguard einen Notruf auf. Danach ging die Crew in eine Rettungsboot. Die “Narwahl” der Coastguard lief aus, doch nachdem die “San Pedro Pride” meldete, dass sie die Schiffbrüchigen an Bord habe, wurde sie wieder in den Hafen beordert. Die “Midnight Star” sank in 90 Fuß Wassertiefe nahe Eagle Rock am Ostende von Catalina Island. Am Morgen des 31.8. überflog ein Coast Guard-Helikopter die Untergangsstelle und sichtete einen dännen Ölfilm, der aber von der Insel forttrieb und sich in den kommenden Stunden auflöste. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre in drei Tagen zweimal gestrandet
(01.09.11) Die Fähre “Khan Jahan Ali” wurde 17 Stunden nach ihrer Strandung auf der Fahrt Mawa-Kawrakandi vor Padma wieder flottgemacht. An Bord waren 24 Fahrzeuge und über 1,000 Passagiere. Das Schiff war bei Kauliar Char im Fahrwasser von Kobutor Khola am 30.8. gegen 21 Uhr auf Grund gelaufen. Gegen zwei Uhr früh hatten Berger das Schiff der Bangladesh Inland Water Transport Corporation (BIWTC) in Mawa wieder flott, nachdem der Wasserpegel gestiegen war. Die „Khan Jahan Ali” war bereits am 28.8. erstmals auf Grund gelaufen und erst am Abend des 29.8. wieder flottgemacht worden. Die “Ramsri”, die mit ebenfalls 24 Fahrzeugen an Bord am 28.8. bei Kuliar Char strandete, sollte erst am Nachmittag des 31.8. geborgen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Weißrussischer Kapitän verfuhr sich – Frachter saß in Neustadt fest
(01.09.11) Am 31.8.um 13.30 Uhr, steuerte der moldawische Frachter "Dana 1" 1494 BRZ (IMO-Nr.: 7310973) in das falsche Hafenbecken des Neustädter Hafens und geriet auf Grund. Der Frachter kam ohne Ladung aus Flensburg und sollte im Kommunalhafen Getreide laden. Kurz vorher hatte der Kapitän bei seiner Maklerei seinen Liegeplatz erfragt. Hier kam es dann offensichtlich zu einer Verwechselung, wo er das Schiff drehen sollte. Der aus Weißrussland stammende Kapitän drehte das 77 Meter lange Schiff nicht wie abgesprochen auf Höhe der Anlagen der Bundesmarine, sondern bereits vor der Hafeneinfahrt und steuerte dann rückwärts in das Nebenfahrwasser der Wiek. Der Tiefgang der „Dana 1“ betrug 3,3 m. Kurz darauf kam es zur Grundsberührung. Zum Glück war der Untergrund sehr schlammig, so dass das Schiff aus eigener Kraft wieder frei kam. Jetzt fand der Kapitän auch den richtigen Hafen und machte kurz darauf am Getreidesilo fest. Die Schiffssicherheitsbehörde in Hamburg verhängte ein Auslaufverbot. Das Schiff musste vor dem Auslaufen von einem Sachverständigen auf seine Schiffssicherheit überprüft werden. Die neunköpfige Besatzung blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff sorgte für Stromausfall
(01.09.11) Am Abend des 30.8. gegen 19.50 Uhr kam es auf dem Neckar zwischen Ludwigsburg und Marbach zu einem Unfall, als der am Bug montierte Kran, der eine Gesamthöhe von 21 Metern erreichte, eines flussabwärts laufenden Binnenschiffes die Ringoberleitung Benningen-Neckarweihingen streifte riss&xnbsp;zwei 20 Kilovolt-Kabel abriss. Die Kabel fielen auf den Neckartal-Radweg und die Landesstraße 1100. Daraufhin waren Ortsteile von Benningen ohne Strom. Während die Polizei und die Freiwilligen Feuerwehren aus Benningen und Marbach den Radweg und die Landsstraße absperrten und der Schiffsverkehr auf dem Neckar eingestellt wurde, bargen Mitarbeiter des Energieunternehmens&xnbsp;&xnbsp;die mittlerweile stromfrei geschalteten Kabel. Die Absperrmaßnahmen konnten gegen 23.00 Uhr aufgehoben werden, und auch die Haushalte in Benningen konnten im Verlauf des Abends wieder mit Strom versorgt werden. Der entstandene Sachschaden am Leitungsnetz wurde nach ersten Schätzungen auf etwa 20.000 Euro beziffert.&xnbsp;Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter machte krumm auf der Schelde
(01.09.11) Auf dem Weg von Colon über Terneuzen nach Antwerpen erlitt der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Romanos", 54881 BRZ (IMO-Nr.: 9275634) auf der Westerschelde am 31.8. Stabilitätsprobleme. Mit deutlicher Backbordschlagseite musste das Schiff auf dem Fluss Anker werfen. Erst als es auf ebenen Kiel getrimmt war, konnte es um 19.30 Uhr am südlichen Delwaide-Dock festmachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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Schlagwörter: Archiv, Schifffahrt, Bilder, Fotos, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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