EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv August 2011


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"Friendship" bigt Vinca-Teil (Bild: Friendship Offshore)   Großbild klick!
Titan Salvage packt die Sachen
(31.08.11) Am 30.8. hob der holländische Schlepper “Boulder" die Ankersysteme, die von den Bergern von Titan Salvage für den mittlerweile aufgegebenen Bergungsversuch am Wrack der „Vinca Gorthon" auf dem Meeresgrund ausgelegt hatte. Das Geschirr wurde in Velsen Noord im Hafen von Amsterdam angelandet. Am 31.8. kehrte der Schlepper im Rahmen der Arbeiten wieder zu der Untergangsstelle vor der holländischen Küste zurück, wo der Roro-Frachter am 28.2.1988 gekentert und gesunken war. Im vergangenen Winter hatte Friendship Offshore rund 600 Tonnen Wracktrümmer geborgen, doch der Versuch, den eigentlichen Rumpf zu heben, scheiterte unlängst. Quelle: Tim Schwabedissen



Mindestens 12 Tote bei Fährunglück in Indonesien
(31.08.11) Mindestens 12 Personen kamen ums Leben, weitere wurden vermisst, nachdem am 27.8. die Fähre “Windu Karsa“ in den Morgenstunden vor Lambasina Island in Ost-Indonesien sank. Das Schiff war am 26.8. gegen 1$ Uhr aus Bajoe in Süd-Sulawesi nach Kolaka in Südost-Sulawesi ausgelaufen. Bis zum Abend des 27.8. waren 12 Leichen geborgen. Mindestens 96 Personen hatten sich an Bord befunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Versenkungstag für „Phoenix“ festgelegt
(31.08.11) Am 2.9. soll der gestrandete Tanker “Phoenix” vom Sheffield Beach gezogen und anschließend vor der Küste versenkt werden. Die Bergung beginnt gegen 17 Uhr. Um die Strandungsstelle wird ein Bereich von 400-500 Metern abgesperrt. Da die Operation überwiegend im Dunkeln stattfinden wird, werden Helikopter und Boote die Szene ausleuchten. Wenn die „Phoenix“ schwimmt, muss sie provisorisch stabilisiert werden. Dann gilt es, Bergungsgerät im Wert von 10 Millionen Rand aus der Luft abzubergen. Rund 80 Kilometer vor der Küste wird der Tanker dann seine letzte Ruhestätte finden. Die südafrikanische Armee kann dabei eingebunden werden. Die bisherigen Arbeiten haben rund 4.25 Millionen Dollar gekostet. Vorzugsweise soll der Tanker beim Aliwal Shoal auf Grund gehen nach einer Schleppfahrt von rund 24 Stunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwierige Rettung vor Darßer Ort
(31.08.11) Im schweren Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis 90 Kilometer pro Stunde wurden am 29. 8. zwei Menschen vor Darßer Ort aus einer lebensgefährlichen Notlage gerettet. Ein neun Meter langes Kajütboot mit Heimathafen Wismar drohte in bis zu vier Meter hohen Wellen im Brandungsgürtel zwischen Ahrenshoop und der Darßspitze zu kentern. Bei neun Beaufort Wind und schlechter Sicht hatte die zweiköpfige Besatzung Schutz unter Land gesucht, offenbar um den Nothafen Darßer Ort anzusteuern. Dabei waren der Skipper und seine Tochter auf Legerwall geraten: Der west- bis südwestliche, auflandige Sturm hatte ihr Boot soweit unter Land gedrückt, dass es sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnte. Gegen 19.25 Uhr alarmierte die Seenotleitung Bremen den Seenotkreuzer „Teho Fischer“ der Station Darßer Ort. Der Sohn des Skippers hatte sich telefonisch bei den Seenotrettern gemeldet, weil sein Vater kein UKW-Funkgerät an Bord hatte. Per Handy nahm nun ihrerseits die Mannschaft der „Theo Fischer Kontakt zu der Motorbootbesatzung auf und verließ sofort den Nothafen Darßer Ort. Nur etwa 30 Meter vor dem Darßer Weststrand fanden die Seenotretter den Havaristen nach kurzer Suche. Der Anker war hinter der ersten Sandbank ausgebracht, ließ sich aber nicht mehr lösen. Das Boot wäre in der hohen Brandung unweigerlich gekentert. Selbst weiter draußen waren noch etwa drei Meter Seegang. Mit dem flachgehenden Tochterboot „Ströper“ näherten sich die Seenotretter dem im nur etwa 1,5 Meter tiefen Wasser regelrecht tanzenden Havaristen und begannen mit der Abbergung. Die Übernahme des Skippers und seiner Tochter gestaltete sich schwierig. Am Ende benötigten die erfahrenen Seenotretter dennoch nur drei Anläufe, um die beiden an Bord zu nehmen. Unterdessen hatten sich die freiwilligen Seenotretter der Station Prerow/Wieck mit ihrem geländegängigen Allradfahrzeug strandseitig der Unfallstelle genähert, um die Aktion von Land aus abzusichern. Im Nothafen Darßer Ort übergaben die Seenotretter die völlig erschöpften, durchnässten und unter Schock stehenden Geretteten schließlich in die Obhut ihrer ehrenamtlichen Kollegen, die sich bereits um trockene Kleidung und eine Unterkunft für die Nacht gekümmert hatten. Quelle: Tim Schwabedissen



Landungsboot soll geborgen werden
(31.08.11) Die Coast Guard Valdez wurde beauftragt, das gesunkene Landungsboot „Sound Developer“ aus dem Hafen von Cordova zu bergen. Damit soll eine Umweltgefahr für das Orca Inlet beseitigt werden. Das 117 Fuß lange Fahrzeug sank nahe der Einfahrt in den Sportboothafen von Cordova im August 2009. Seitdem verliert es immer wieder geringe Mengen Öl. Bergungsversuche seitens des Eigners scheiterten, und er gab sein Schiff auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Fischer aus Rettungsinsel geborgen
(31.08.11) Die Coast Guard kam mit einem MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Kodiak drei Fischern zu Hilfe, die in eine Rettungsinsel gegangen waren, nachdem ihr 52 Fuß langer Kutter “Bear” am Morgen des 30.8. in der Aniakchak Bay, 196 Meilen südwestlich von Kodiak, gestrandet war. Die Schiffbrüchigen stammten aus Homer und Raymond. Um 3:23 Uhr war das EPIRB des in Homer beheimateten Kutters aktiviert worden. .Um 4:56 Uhr startete der Hubschrauber und war um 6:25 Uhr vor Ort. Ein Rettungsschwimmer half den Fischern an Bord. Sie wurden in Kodiak um 8:43 Uhr abgesetzt und brauchten keine medizinische Hilfe. Die „Bear” hatte rund 3,000 Gallonen Diesel in den Tanks, als sie strandete. Quelle: Tim Schwabedissen



Doppelstrandung vor South Haven
(31.08.11) Die Coast Guard Grand Haven, Michigan, arbeitet mit privaten Bergern an einem Plan, die gestrandete, 44 Fuß lange Yacht “ Gypsy Soul” sowie ein 21 Fuß langes Schleppboot wieder flott zu machen. Beide Schiffe waren am 27.8. zwei Meilen südlich des South Haven Inlet nahe South Haven, Michigan, gestrandet. Die “Gypsy Soul” hatte vorher ein Motorproblem gemeldet. Der kleine Schlepper kam daraufhin zur Assistenz, doch in schwerer See liefen beide Schiffe kurz nacheinander auf Grund. Die Bergung eilt, weil schlechtes Wetter im Anzug ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Irene versenkte Restaurantschiff am Tag vor der Eröffnung
(31.08.11) Das 74 Fuß lange Restaurantschiff “Mallory” sank im Hurrikan Irene am 27.8. auf dem James River. Ein Ehepaar war seit sieben Monaten dabei, das Schiff herzurichten. Es lag nahe des Richmond Intermediate Terminal. Das Restaurant für 90 Personen hätte am 30.8. eröffnen sollen. Nur noch das Dach des Oberdecks ragte nun aus dem Wasser. Unter Wasser waren die schon vorbereiteten Tische zu erkennen. Das Schiff war zuvor als Hausboot in Florida genutzt worden. Am 26.8. war die “Mallory” nachmittags rund 200 Fuß weit verholt worden, wo es sicherer zu sein schien. Doch am Morgen des 8.8. stellte sich heraus, dass der Rumpf ein Leck erhalten hatte, und nur noch der Stahlrahmen, der aus dem Fluss ragte, zeugte von dem geplatzten Traum eines Restaurantschiffes. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Rotterdam rasch gelöscht
(31.08.11) Der chinesische Containerfrachter “Le Tai", 15525 BRZ (IMO-Nr.: 9177521), geriet am 30.8. am Rhenus Terminal in der Rotterdamer Maasvlakte an Liegeplatz 8246 in Brand. Um 18.28 Uhr wurde die Feuerwehr Rotterdam-Rijnmond alarmiert. Kartonagen hatten in einem Laderaum Feuer gefangen, der mit Aluminium beladen war. Das Feuer sorgte für starke Rauchentwicklung, konnte aber rasch gelöscht werden. Danach wurde der Laderaum entleert. Quelle: Tim Schwabedissen



Geisterschiff in Sibirien entdeckt
(31.08.11) Der russische Grenzschutz hat an der Küste der Karasee in Nordsibirien ein Schiff ohne Besatzung entdeckt. Das Schiff war nahe der Ortschaft Amderma im Autonomen Bezirk der Jamal-Nenzen gestrandet. Es handelte sich um den Seeschlepper „Wolk“. Quelle: Tim Schwabedissen



Taifun behindert Rettung von 20 Seeleuten
(31.08.11) Der in Panama registrierte Frachter „Fen Jing III“ lief in Südtaiwan während eines Taifuns auf Grund. Bemühungen, seine 20-köpfige Crew zu retten, wurden durch die raue See erschwert. Es handelte sich um 11 Chinesen und neun Indonesier. Der 7.000-Tonner strandete am 29.8. bei Tainan. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Eile bei „Forelle“-Bergung
(31.08.11) Noch ist der Grund für die Kollision der „Niedersachsen 2“ mit der „Forelle“ auf der Elbe bei Marschacht im Landkreis Harburg nicht gefunden, die Ermittlungen dauerten noch an. Voraussichtlich am 31.8. sollte das gesunkene Arbeitsschiff des Wasser- und Schifffahrtsamts geborgen werden. Da die Klappschute die Schifffahrt auf der Elbe nicht behindert, war keine Eile geboten. Taucher aus Hamburg sollten erst die Lecks an den Lufttanks abdichten, damit das Arbeitsschiff gehoben und in die Werft geschleppt werden kann. Dann wird sich entscheiden, ob sich eine Reparatur der knapp 40 Jahre alten „Forelle“ noch lohnt. Es war dem Schubverband vor den Bug gelaufen und gekentert. Quelle: Tim Schwabedissen



Explosion auf Tanker in Sandefjord
(31.08.11) Am 30.8. um 15.47 Uhr erschütterte ein Knall den Sandefjord. Dann stiegen Rauchwolken aus dem dort liegenden maltesischen Tanker “ Mar Cristina", 4401 BRZ (IMO-Nr.: 9236303), am Kai von Oleon in Framnes auf. Das Schiff sollte am 30.8. eigentlich dort illegal gelagerte Ölabfälle laden. Um 16.11 Uhr wurde eine Sicherheitszone von 1500 Metern eingerichtet. Die 15-köpfige Crew blieb weitgehend unversehrt, aber letztlich wurde nur ein Mann vorsorglich ins Krankenhaus von Oslo gebracht. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte rückten mit großem Aufgebot zu dem Unglücksort an.
Die Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten und ihre Häuser nicht zu verlassen. Die Fähre „Color Viking“ konnte nicht auslaufen. Offenbar waren aber keine giftigen Gase ausgetreten. Deswegen wurden weitere Explosionen befürchtet. Ein Helikopter wurde aus Bromma angefordert, konnte aber am Boden bleiben, als klar war, dass es glimpflich abgelaufen war. Um 17.30 Uhr wurde die Sperrzone wieder aufgehoben. Nun galt das Augenmerk einer Stabilisierung des Schiffes, das Backbordschlagseite entwickelt hatte. Gegen die Lagerung der Ölabfälle hatte es in der Vergangenheit Proteste gegeben. Ihre Beseitigung hatte zwei Wochen dauern sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker saß auf Schelde fest
(31.08.11) Der luxemburgische Binnentanker "Connemara", 3047 ts (ENI-Nr.: 02333890), der 2500 Tonnen Hydrocarbon geladen hatte, lief am 30. 8. gegen acht Uhr auf der Ostschelde nahe Stavenisse auf Grund. Das Schiff lag rund 10 Meter außerhalb des Fahrwassers. Ein anderer Tanker wurde gerufen, um die Ladung nötigenfalls zu leichtern. Ein erster Versuch, die „Connemara“ flottzumachen, scheiterte, doch gegen 15 Uhr gelang es, sie freizuschleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter verfehlte altes Wrack nur knapp
(31.08.11) Der Frachter "Tropic Sun" liegt rund 4.7 Meilen südlich von Road Town weiterhin auf Felsen fest. Die Wucht der Strandung hat den Wulstbug nach Backbord umgeknickt, der Rumpf weist Lecks auf. Öl trat aber keines aus. Das Wrack von RMS “Rhone” wurde offenbar nur knapp verfehlt. Die Port Authority der British Virgin Islands, das BVI Shipping Registry, der National Parks Trust und die Royal Virgin Island Police Force Marine Unit leiteten am 29.8. eine Untersuchung ein. Drei Bergungsfirmen, darunter Husky Salvage, untersuchten den Rumpf in Vorbereitung einer Bergung. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre trieb mit Schlagseite im Sturm
(31.08.11) Die Task Force 62 von Naval Forces Western Mindanao (NFWM) rettete vor Tawi-Tawi die Fähre „Virginia“ mit 67 Personen an Bord, darunter sieben Mann Besatzung. Das Schiff hatte am 25.8. 4,8 Meilen vor Pagasinan, Simunul, Maschinenausfall erlitten und trieb in er aufgewühlten See. Sie war von Sipangkot Island zur Lamion Pier in Bongao in Tawi-Tawi unterwegs gewesen. Die Naval Task Force 62, in Panglima Sugala schickte das “Patrol Ship-19 (PS-19)” zu dem Havaristen. Er tribe mit Backbordschlagseite in der See, und die Crew versuchte durch Lenzen, ihn wieder zu trimmen. Die Passagiere klammerten sich bereits vier Stunden lang auf dem schrägen Deck fest. Die „ PS-19” nahm die “Virginia” in Schlepp und brachte sie sicher nach Bongao ein. Quelle: Tim Schwabedissen



"Mayon" strandet in Nigeria (Bild: Mohammed Alhassan)   Großbild klick!
Deutscher Binnentanker schaffte Reise nach Nigeria und strandete dort
(30.08.11) Der neuerdings nigerianische Binnentanker "Mayon", 3056 ts (EU-Nr.: 4804690), der erst vor einer Woche nach seiner Überführung aus Deutschland auf der Reede von Lagos eingetroffen war, riss sich in der Nacht zum 27.8. von dem Schiff, an dem er längsseits vertäut worden war, los. Das Schiff trieb dann auf den Oniru Beach in Lekky. Der Rumpf knickte ein, und ein großer Riss öffnete sich, sodass die Karriere des Tankers nun beendet sein dürfte. Erst im Juli war er nach Nigeria verkauft worden. Das Schiff lief zuvor als “Lea“, „Esso 7“, „Spaarnestroom“ und dann als „Mayon“ mit Heimathafen Marktheidenfeld. Es hat eine Länge von 108,11 Metern, eine Breite von 11,39 Metern und einen Tiefgang von 3,52 Metern und entstand 1972 bei Bijholt in Foxhol. Quelle: Tim Schwabedissen



Keilriemen machte viel Rauch
(30.08.11) Am Morgen des 29.8. brach auf dem deutschen Trawler "Aqua Fauna", 168 BRZ (IMO-Nr.: 8104448) im Hafen von Lauwersoog ein Feuer aus, nachdem ein Keilriemen heiß gelaufen war. Die Feuerwehr von Zoutkamp hatte den Unfallverursacher, der zu starker Rauchentwicklung führte, rasch ausgemacht. Das Schiff wurde nach der Brandbekämpfung gründlich inspiziert und gelüftet. Die "Aqua Fauna" war am Vortag aus Thyborön gekommen, und es befand sich niemand an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Kein Happy End für Pride of Telemark
(30.08.11) Nach der Reederei Kystlink, die einst zwei Fährlinien zwischen der dänischen Stadt Hirtshals und dem norwegischen Langesund sowie Langesund und dem schwedischen Hafen Strömstad betrieb, findet nun auch die letzte von deren Fähren ihr Ende.
Die Reederei hatte am 21. Oktober 2008 den Fährbetrieb auf Grund finanzieller Schwierigkeiten eingestellt. Im Mai 2005 charterte Kystlink von der griechischen Reederei GA Ferries die „Alkmini A“, die zwischen 1983 und 1996 als „Stena Jutlandica“ zwischen Göteborg und Frederikshavn und zwischen 1996 und 2004 als „Stena Empereur“ bzw. „Pride of Provence“ zwischen Calais und Dover eingesetzt worden war.
Sie wurde als „Pride of Telemark“ zwischen Hirtshals und Langesund eingesetzt. Im Oktober 2005 wurde das Schiff für Kystlink registriert. Am 11. September 2007 kollidierte die „Pride of Telemark“ beim Einlaufen in den Hafen von Hirtshals auf Grund schlechten Wetters und viel Wind mit der Kaimauer. Sie schlug leck und kam gerade noch bis zum Anleger der Color Line, wo das Vorderschiff dann auf Grund aufsetzte.
An Bord waren 150 Passagiere sowie 64 Besatzungsmitglieder. Alle Passagiere wurden evakuiert, niemand wurde verletzt. Bis zur Abdichtung des Lecks in der „Pride of Telemark“ wurden minütlich 30 Tonnen Wasser abgepumpt. Am 13. September 2007 wurden die noch an Bord verbliebenen PKW und LKW von der Fähre gebracht. Das Schiff wurde anschließend vom Color-Line-Anleger auf einen anderen Liegeplatz geschleppt, wo es bis zum 25. September 2007 auf die Überführung in die Werft wartete. Die Reparatur erfolgte seit dem 26. September 2007 in der Cityvarvet in Göteborg. Alle Abfahrten mussten vorerst abgesagt werden.
Kystlink wurde auf der Suche nach einem Ersatzschiff, um kurzfristig wieder den Fährverkehr aufnehmen zu können, fündig. Die „Fantaasia“, zuvor im Dienst der estnischen Reederei Tallink, konnte gechartert werden und wurde im Frühjahr 2008 gekauft und als „Kongshavn“ eingesetzt. Die Reederei geriet im Herbst 2008 in finanzielle Schwierigkeiten und erklärte am 3. Oktober 2008, dass der Fährbetrieb zum 31. Oktober 2008 eingestellt wird.
Am 2. Juli 2009 wurde gemeldet, dass die neu gegründete dänische Reederei Thyferries die Fähre „Pride of Telemark“ von der Kystlink-Muttergesellschaft Boa RoRo A/S (Taubåtskompaniet A/S) von 2010 bis 2014 gechartert habe, um mit ihr ab etwa Mai 2010 die Fährpassage Hanstholm-Kristiansand zu befahren. Nach dem Unfall am 11. September 2007 war sie in Frederikshavn für etwa 100 Millionen Kronen repariert und modernisiert worden. Doch das Schiff blieb stattdessen in Farsund aufgelegt. Am 26.8. verließ sie jetzt den Hafen. Das Ziel ist allerdings der Abbruchstrand von Alang, wo die Fähre am 29. Oktober erwartet wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuertaufe für neues Rettungsboot
(30.08.11) Das neue Rettungsboot der neuseeländischen Marine Rescue, die „Iluka Yamba 30“, wurde am Morgen des 29.8. zu dem brennenden Trawler “Wave Rider“ aus Clarence Valley gerufen. Das neuseeländische Police Marine Area Command (MAC) löste gegen ein Uhr Alarm aus, nachdem das Schiff vier Meilen vor Broom Head in Brand geraten war.
Eine dreiviertel Stunde darauf war das Boot vor Ort, wo bereits der Trawler “L-Margo“ auf Standby war, nachdem er die zweiköpfige Crew gerettet hatte. Der Skipper der „Wave Rider“ kehrte mit einem Dinghi aber nochmals an Bord zurück und versuchte, den Brand zu löschen, doch die Hitze war zu groß und das Risiko einer Explosion der Tanks ebenso.
Die “Iluka Yamba 30” blieb einige Zeit vor Ort, kehrte dann nach Broom Head zurück und kehrte bei Tageslicht zurück. Gegen 11.30 Uhr kam es auf der “Wave Rider” zu einer gewaltigen Explosion, meterhohe Flammen schossen empor, dann versank der Trawler um 12.40 Uhr. Die Schiffbrüchigen sagten, dass der Brand gegen Mitternacht bemerkt worden wäre, und sich vom Schwelbrand zu einem Maschinenraumfeuer entwickelt habe. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff von Unbekannten losgeworfen - Kollision
(30.08.11) In Stralsund ist am 28.8. dank günstigen Windes und geringer Strömung ein größerer Schiffsunfall verhindert worden. Unbekannte hatten das 37 Meter lange Fahrgastschiff „Hanseblick“ (MMSI-Nr.: 211000005) der Weißen Flotte losgeworfen. In der Nähe lagen mehrere Yachten und Hausboote. Das fast neue Schiff trieb rund 200 Meter quer durch den Stadthafen und rammte dann ein Fahrgastschiff, an dem es liegen blieb. Ein Passant alarmierte die Polizei. Bei der Kollision wurde das Dach der "Hanseblick“ beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucherwrack nach Frachterstrandung gesperrt
(30.08.11) Der populärste Tauchstätte der British Virgin Islands, die Untergangsstelle des Dampfers “Rhone”, musste gesperrt werden, nachdem dort in der Nacht zum 28.8. der unter Saint Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter „Tropic Sun", 6536 BRZ (IMO-Nr.: 9039016) auf Position N 18° 22' 08.760" W 064° 32' 04.200" gegen 22 Uhr auf Grund lief.
Das Schiff war mit geringer Fahrt aus Tortola nach St. Maarten ausgelaufen, als es festkam. Im Rumpf entstanden mehrere Lecks. Die Reederei Tropical Shipping muss nun einen Bergungsplan entwickeln. Die RMS “Rhone” wurde nicht beschädigt. Sie sank 1869 mit 125 Mensche nan Bord. Sie ist seit 1980 Zentrum eines 320 Hektar großen Nationalparks. Quelle: Tim Schwabedissen



Klappschute sinkend auf Grund gesetzt
(30.08.11) Der Schubverband "Niedersachsen 2", 1264 ts (EU-Nr.: 04003680), versenkte am Vormittag des 29.8. die Klappschute „Forelle“ auf der Elbe bei Lauenburg. Zwei Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) konnten sich geschockt retten. Die "Forelle" versank weitgehend in den Fluten der Elbe. Der Entgegenkommer hatte vermutlich die Lufttanks des Spezialschiffes aufgeschlitzt, das 173 Kubikmeter Sand aufnehmen kann, auf, sodass es schlagartig einen Wassereinbruch gab.
Die Crew setzte die "Forelle" in einem Buhnenfeld in Höhe des Pumpspeicherwerkes auf Grund und brachte sich in Sicherheit. Mit leistungsstarken Pumpen muss nun versucht werden, die "Forelle" auszupumpen, um sie dann zur Hitzler-Werft nach Lauenburg schleppen zu können. Die "Forelle" und der baugleiche "Lachs" werden eingesetzt, um den von den Baggerschiffen "Ägir" und "Stove" vom Grund der Fahrrinne geholten Treibsand abzutransportieren. Quelle: Tim Schwabedissen



„Phönix“-Bergung mangels Wellen verschoben
(30.08.11) Die Pläne zur Bergung des Tankers „Phönix“ vom Sheffield Beach mussten bis Ende der Woche verschoben werden. Die Wellenhöhe wurde mit nur 60 Zentimetern als nicht ausreichend erachtet. Bis Ende der Woche soll sie sich auf 3.5 Meter verstärken. Die Ketten, mit denen das Schiff vom Strand gezogen werden soll, sind schon aufgeriggt und die Trossen daran befestigt. Die Schlepper “Smit Siyanda” und “Smit Amandla” liegen bereit.
Das Department of Environmental Affairs hat derweil drei Stellen ausgemacht, an denen der Tanker bis zu 78 Kilometer südöstlich von Durban nach der Bergung auf rund 2000 Metern Wassertiefe versenkt werden kann. Eine lange Schleppreise ist nicht mehr möglich, mit zwei bis drei Knoten sollte sie maximal 24 Stunden dauern. Im Maschinenraum befindet sich ein Riss, der sich von 30 Zentimetern auf zwei Meter vergrößert hat, seit das Schiff auf den Felsen sitzt.
Der 1974 erbaute Tanker war auf dem Weg nach Indien zum Abbruch, als er am 26.7. strandete. 11 Tage zuvor war er arrestiert worden, um die Begleichung von Schleppkosten von den Eignern zu erzwingen. Allerdings war dem Schlepper “SMIT Amandla” das Einlaufen nach Durban und Richards Bay verwehrt worden, weil beide Häfen keine Liegeplätze frei hatten. Deswegen wurde das Schiff zunächst vor Durban vor Anker gelegt in Erwartung der Hearings am Durban High Court. Am 22.7. wurde ein Beschluss erlassen, das Schiff in die Kette zu legen. Auch die 15-köpfige Crew hatte seit Monaten keine Heuer erhalten. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbekämpfung nach Untergang der „TW Legacy“
(30.08.11) Die US Coast Guard und das Washington Dept. of Ecology überwachten die Untergangsstelle des Kutters “TW Legacy” am 28.8., nachdem das am Vortag nahe Decatur Island, Washington, gestrandete Schiff auf 85 Fuß Tiefe gesunken war. Die sechsköpfige Crew des 62 Fuß langen Kutters war zuvor geborgen worden. Der Kutter war durch den Thatcher Pass in den San Juan Islands gekommen, als er gegen 2.30 Uhr auf Grund lief. Das Küstenwachschiff “Terrapin” aus Bellingham wurde zu der Strandungsstelle geschickt, die es eine halbe Stunde später erreichte und sofort die Crew übernahm. Um 8.10 Uhr war ein 33-Fuß-Boot der Coast Guard Station Bellingham vor Ort, das die Schiffbrüchigen übernahm und gegen 11 Uhr in Bellingham absetzte. Die “Terrapin” blieb vor Ort, bis ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Port Angeles eintraf und die Unglücksstelle auf Öl überwachte. Die Ballard Diving and Salvage wurde mit der Ölbekämpfung beauftragt. Ein dünner Ölfilm war an der Untergangsstelle sichtbar, rund 50 Gallonen hatten sich an Bord befunden. Mit Sonarscans wurde die genaue Lage des Wracks untersucht, um den Einsatz von Tauchern vorzubereiten. Eine Bergung war nicht geplant. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Mann trieben in Rettungsinsel
(30.08.11) 17 Meilen nordwestlich von Saipan geriet am 28.8. der 33 Fuß lange Kutter „Norma“ in Seenot. Die Küstenwache Guam fing um 3.30 Uhr das EPIRB-Signal auf und erbat Hilfe aus der Luft. Ein Marine-Helikopter lokalisierte das EPIRB, und um 6:50 Uhr wurden ein großer Kühler und ein kleines Schlauchboot in den 10 Fuß hohen Wellen entdeckt. Darin befand sich die dreiköpfige Crew, die sicher aufgewinscht wurde. Sie berichtete, dass der Kutter fast augenblicklich nach einem Wassereinbruch gesunken sei. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwimmdock schwimmt nicht mehr
(30.08.11) Auf dem Kanal von Gent nach Terneuzen sank am 29.8. bei der Schiffswerft de Schroef ein Schwimmdock. Der Schlepper „Hendrik 3“ war vor Ort, als sich das Dock auf der einen Seite absenkte, konnte aber nichts mehr ausrichten. Eine Schute, die im Dock lag, schwamm auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm riss Lukendeckel in den Rhein
(30.08.11) Auf dem Rhein riss ein Sturm am 26.8. 32 Lulen des holländischen Binnenschiffes "Insula", 3864 ts (EU-Nr.: 02104689), aus Nieuw Lekkerland ab. Gegen 13 Uhr flogen die Aluminiumplatten, die die Gipsladung des 135 Meter langen Schiffes abdeckten, hoch. Sie sind jeweils 10,05 mal 2,50 Meter groß. Sieben von ihnen wurden bis ans rechte Ufer in Höhe Mehr bei Flusskilometer 828,6 geweht. Andere versanken im Rhein. Die aufgewirbelten Deckel beschädigten zudem das Steuerhaus des Schiffes, einen Lüftungsschacht sowie einen GPS-Empfänger. Laut Wasserschutzpolizei betrug der Sachschaden nach einer ersten Schätzung rund 100 000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbergung von „Angel 1“ fast beendet
(30.08.11) Wegen einer schadhaften Pumpe kam es am 28.8. zu einem geringfügigen Ölaustritt auf dem vor Poudre d’Or weiterhin festsitzenden Bulkcarrier "Angel 1" (IMO-Nr.: 8112964). Rund 12 Liter liefen aus. Am 29.8. waren weniger als 100 Tonnen Öl in den Bunkertanks nach, und bis zum 30.8., so wurde erwartet, sollten auch diese abgepumpt sein. Danach kann es an die eigentliche Bergung gehen, deren Dauer auf einen Monat geschätzt wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Bamaga gestrandet
(30.08.11) Der 80 Meter lange australische Frachter “Trinity Bay” (IMO-Nr.: 9149990) strandete am Morgen des 29.8. an der Cape Peninsula nahe Bamaga in Nord-Queensland. Das Schiff wurde während der Nacht mit der Flut wieder flott gemacht. Es gehört der in Cairns ansässigen Sea Swift. Taucher wurden nach Bamaga geflogen, um eine Inspektion des Rumpfes vorzunehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



„Jens Albrecht“ sitzt fest (Bild: DGzRS)   Großbild klick!
132 Personen und ein Hund von Ausflugsschiff abgeborgen
(29.08.11) 132 Menschen und einem Hund haben die Seenotretter der DGzRS einige unangenehme Stunden des Wartens im Watt vor Hooksiel erspart. Am späten Nachmittag des 27. August 2011, vom Fahrgastschiff „Jens Albrecht“ 148 BRZ (IMO-Nr.: 5244156),. Der Ausflugsdampfer aus Horumersiel war im engen Fahrwasser der Ansteuerung des Hooksieler Außenhafens bei ablaufendem Wasser festgekommen.
Etwa anderthalb Stunden vor Niedrigwasser rief der Kapitän die Seenotretter über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 zu Hilfe. Das flachgehende Tochterboot „Adele“ des Seenotkreuzers „Vormann Steffens“ der Station Hooksiel machte sich unverzüglich auf den Weg zu dem Havaristen.
Das Wasser war jedoch schon soweit abgelaufen, dass das Ausflugsschiff nicht mehr freizuschleppen war. Die „Adele“ begann deshalb mit der Abbergung der Passagiere. Von der DGzRS-Station Horumersiel nahmen außerdem die freiwilligen Seenotretter mit ihrem ebenfalls flachgehenden Seenotrettungsboot „Baltrum“ Kurs auf die „Jens Albrecht“.
Die beiden kleinen DGzRS-Einheiten fuhren im einsetzenden Regen mehrere Anläufe und brachten etwa eine Stunde später die letzten Ausflügler in Hooksiel an Land. Die „Jens Albrecht“ wartete unterdessen im Watt auf die einsetzende Flut, um bei steigendem Wasserstand von selbst wieder freizukommen und dann nach Wilhelmshaven zurück zu laufen, von wo aus die Fahrten nach Hooksiel gestartet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



„Funny Girl“ nach Reparatur wieder in Fahrt
(29.08.11) Die „Funny Girl" der Reederei Eils lief am späten Vormittag des 27.8. aus dem Südhafen von Helgoland aus eigener Kraft nach Cuxhaven, wo auf der dortigen Mützelfeldwerft die leichten Kollisionsschäden behoben wurden. Am Morgen hatte ein Taucher den Rumpf untersucht. Auch ein eingeflogener Gutachter des Germanischen Lloyds nahm das Schiff unter die Lupe.
Nachdem ihr uneingeschränkte Seetauglichkeit attestiert wurde, konnte es den Hafen verlassen. Es war am Vortag gegen 15.30 Uhr beim Durchzug einer heftigen Gewitterfront auf Helgoland-Reede mit der "Helgoland" kollidiert. Beide Schiffe hatten das Aufnehmen der Passagiere von den Börtebooten bereits abgeschlossen und waren dabei, die Anker zu lichten, als es bei Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern zwischen der "Funny Girl" zu einer Berührung mit der "Helgoland" kam.
Die Backbord-Seite von deren Heck schlug gegen die Scheuerleiste der "Helgoland". Die "Helgoland" trat mit 129 Fahrgästen die Rückfahrt nach Wilhelmshaven an. Die 166 Fahrgäste der "Funny Girl" wurden zur "Lady von Büsum" übergesetzt und traten auf ihr die Rückreise nach Büsum an. Die "Funny Girl", die nach der Kollision gegen den Schutzwall der Düne gedrückt worden war, hatte das Glück, auf weichem Sand und Muschelkalk gelandet zu sein.
Das Tochterboot des Rettungskreuzers "Rudolf Meyer" hatte zudem verhindert, dass das Schiff gegen den Schutzwall treiben könnte. Mit einsetzender Flut war die "Funny Girl" in den frühen Abendstunden wieder aufgeschwommen und machte zur Untersuchung im Südhafen der Insel fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Gewittersturm brachte Seenotrettern viel Arbeit
(29.08.11) Der Seenotkreuzer „Theodor Storm“ der Station Büsum kam am Nachmittag des 26.8. einem Katamaran zu Hilfe, der im Gewittersturm Mastbruch erlitten hatte und knapp 20 Seemeilen vor Büsum trieb. Im schweren Südwest- bis Weststurm bis zehn Beaufort war er mit seinem kleinen Motor zum Spielball von Wind und Wellen geworden.
Die Seenotretter brachten die dreiköpfige Besatzung und den Katamaran nach vierstündigem Einsatz sicher zurück an die Küste. In der Außenweser kam die „Hermann Onken“ der Station Fedderwardersiel am späteren Abend einem Kutter zu Hilfe. Der Fischer hatte sich mit Netz im Propeller seines Bootes bei den Seenotrettern gemeldet. Die Seenotretter nahm das manövrierunfähige Boot auf den Haken und brachte es sicher in den Hafen.
Am 27.8. gegen 4.40 Uhr alarmierte die Seenotleitung Bremen den Seenotkreuzer „Vormann Jantzen“ in Warnemünde. Ein Einhandsegler hatte einen Notruf abgesetzt, nachdem er mit seiner manövrierunfähigen, etwa neun Meter langen Yacht auf die Küste zwischen Warnemünde und Graal-Müritz zuzutreiben drohte. Der Anker des Bootes fand im Sturm keinen Halt.
An der angegebenen Position fanden die Seenotretter zunächst nichts. Sie starteten im Starkregen die Suche. Trotz vieler tagheller Blitze war die Sicht teils gleich Null. Die Rettungsmänner entdeckten das Boot schließlich gegen 5.30 Uhr etwa viereinhalb Seemeilen östlich Warnemünde, unmittelbar bevor es Grundberührung erlitt. Das flachgehende Tochterboot „Butscher“ nahm die Yacht kaum 60 Meter vor der Küste auf den Haken und brachte Boot und Skipper sicher in den Yachthafen Hohe Düne. Gegen 7 Uhr meldeten sich die Seenotretter wieder einsatzklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Yachtcrew nach Strandung gerettet
(29.08.11) Am 27.8. um 11.44 Uhr fing die Swansea Coastguard ein Mayday der 27-Fuß-Yacht „August Moon“ auf, die in der Einfahrt zur Cardiff Bay gestrandet war und auf der Seite lag. Das RNLI-Boot von Penarth evakuierte die vierköpfige Crew. Daraufhin wurde ein Helikopter der RAF Chivenor wieder zurück gerufen. Am Nachmittag sollte das Rettungsboot mit der Flut einen Bergungsversuch unternehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Flügellahmer Frachter nach Kiel eingeschleppt
(29.08.11) Die Schlepper „Kiel“ und „Holtenau“ haben den auf der Ostsee liegengebliebenen voll beladenen, unter Marshall Islands-Flagge laufenden Frachter „WEC Van Eyck“ 9962 gt (IMO: 9354404), auf den Haken genommen, der am Abend des 26.8. auf der Fahrt von Antwerpen über Bremerhaven nach Klaipeda liegengeblieben war. Nach dem Verlassen der Kieler Förde fiel die Hauptmaschine&xnbsp; aus. Alle Versuche der Besatzung, den Schaden an dem Motor in der Nacht zu beheben, scheiterten. Am Morgen des 27.8. wurde in Absprache mit der Revierzentrale in Travemünde Schlepperhilfe angefordert. Die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel schickte gegen neun Uhr die „Kiel“ und den Assistenzschlepper „Holtenau“ zu dem Havaristen. Sie ereichten die „WEC van Eyck“ gegen 12 Uhr und nahmen sie auf den Haken. Binnen vier Stunden gelang es, das manövrierunfähige Schiff sicher nach Kiel einzuschleppen. Im Scheerhafen warteten bereits Techniker der Firma Caterpillar auf der Mole, denn bei dem Motor handelt es sich um ein Exemplar des Typs 9M43 der Kieler MaK. Scheitert die Reparatur, müssen die Container möglicherweise in Kiel auf ein anderes Schiff umgeladen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Fischer von brennendem Kutter gerettet
(29.08.11) Zwei Fischer wurden vor New South Wales am 28.8. von dem brennenden Kutter „Wave Rider“ gerettet. Auf dem Holzschiff war vier Meilen östlich von Broom Head bei Angourie gegen 12.30 Uhr ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen, das die beiden nicht zu löschen in der Lage waren. Sie mussten ihr Schiff aufgeben und wurden wenig später von dem Trawler „L-Margo“ gerettet, der sich in der Nähe befunden hatte. Die „Wave Rider“ sank, nachdem sie bis zur Wasserlinie herunter gebrannt war. Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Skipper setzte Angelkutter auf Insel
(29.08.11) Der Angelkutter “Räkbåten Tor” lief am 27.8. bei einer der letzten Touren der Sommersaison auf dem Mälar-See auf Grund. An Bord des Schiffes waren 70 Fahrgäste. Er lief mit voller Fahrt auf die Insel Ridön nahe Västerås auf. Menschen kamen nicht zu Schaden, die Angler wurden zum Teil unter Schock stehend evakuiert. Der Kapitän des Kutters hatte offenbar Alkohol getrunken. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Schottland im Sturm in Not
(29.08.11) Das RNLI-Boot von Thurso „The Taylors“ kam am 28.8. im Pentland Firth dem vor der Nordküste von Caithness dem unter Gibraltar-Flagge laufenden Frachter “Norholm”, 3443 BRZ (IMO-Nr.: 9107136), auf dessen Fahrt von Oslo nach Ayr zu Hilfe, der gegen 4.20 Uhr mit Maschinenproblemen die Aberdeen Coastguard in stürmischer See um Hilfe gebeten hatte. Das Schiff trieb rund fünf Meilen nordwestlich von Ushat Head. An Bord des 94 Meter langen Frachters waren sieben Mann Crew. Es gelang unterdessen, 20 Prozent Energie wieder zu bekommen. Er nahm Kurs auf Scrabster, während sich das Rettungsboot durch bis zu 10 Bf Sturm weiter herankämpfte. Beide Schiffe erreichten die Thurso Bay gegen sechs Uhr, und eine Stunde später lag der Frachter an der Pier in Scrabster. Quelle: Tim Schwabedissen



Lob für Fährcrew nach Brandbekämpfung
(29.08.11) In der Kombüse der englischen Fähre “Ben my Chree”, 12504 BRZ (IMO-Nr.: 9170705), brach am Nachmittag des 28.8. ein Feuer aus. Um 15.16 Uhr entstand es im Grillbereich und wurde von starker Rauchentwicklung begleitet. Die Liverpool Coastguard wurde informiert und die Geschwindigkeit des Schiffes herabgesetzt, um die Sauerstoffzufuhr zu reduzieren. Crew und Passagiere wurden gemustert. Es gelang, mit CO2 und Löschdecken den Brand zu ersticken und die Kombüse vom übrigen Schiff abzuschotten. Die „Ben-my-Chree” erreichte Douglas planmäßig, und der Isle of Man Fire and Rescue Service untersuchte das Schiff und lobte die Besatzung. Abends lief es nach Fahrplan nach Heysham aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Sechs Mann von Kutter abgeborgen
(29.08.11) Die US Coast Guard rettete sechs Personen von dem 62 Fuß langen Kutter „TW Legacy“, der am Morgen des 26.8. nahe Decatur Island auf Grund gelaufen war. Ein Schiff der Küstenwache in Bellingham lief nach dem um 2:30 Uhr empfangenen Notruf aus. Es war eine halbe Stunde später vor Ort und barg die Crew ab. Ein Coast Guard Helikopter sollte die Lage später aus der Luft erkunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Doppelstrandung im Hazra Channel
(25.08.11) Zwei Mawa-Kawrakandi-Fähren liefen mit insgesamt rund 200 Passagieren und 50 Autos an Bord in der Nacht zum 29.8. auf Grund. Es handelte sich um die RoRo-Fähre „Khan Jahan Ali-2“ und die „Ramshri“. Die Havarien ereigneten sich im Hazra Channel. Auf der “Khan Jahan Ali 2” befanden sich zwei Busse, 10 Lkw und 14 Pkw, auf der “Ramshir” fünf Busse, acht Lkw und acht Pkw. Die erstere strandete beim Versuch, einem kleinen Boot auszuweichen, die “Ramshri” wegen fehlender Tonnen und Signallichter. Quelle: Tim Schwabedissen



"Funny Girl" sitzt auf Grund (Bild: Koehn)   Großbild klick!
Kollision und Strandung vor Helgoland
(27.08.11) Am 26.8.11 kollidierten um 15.30 Uhr die zwei Ausflugsschiffe "Helgoland", 1812 BRZ (IMO-Nr.: 7217004), und "Funny Girl", 1017 BRZ (IMO-Nr.: 7315569), vor Helgoland. Das Unglück ereignete sich in einem schweren Gewitterschauer auf der Helgoländer Reede. Die „Funny Girl“ lief danach antriebslos vor dem Nordstrand der Düne auf der Seehundklippe auf Grund. Die 166 unversehrt gebliebenen Passagiere wurden sicherheitshalber ausgebootet. Um das Schiff wieder frei zu bekommen, musste auf die Flut gewartet werden. Zum Rettungskreuzer "Hermann Rudolf Meyer" wurde aus Sicherheitsgründen eine Schleppverbindung hergestellt und so verhindert, dass das Helgolandschiff auf den Schutzwall treiben konnte. Das Schiff entwickelte mit ablaufendem Wasser Backbordschlagseite. Gegen 19 Uhr wurde der Seebäderschiff mit Assistenz des Tochterbootes der "Hermann Rudolf Meyer", der "Caspar", wieder flott und lief in den Helgoländer Südhafen ein. Da eine Begutachtung eines möglichen Schadens auch unter Wasser durchgeführt werden musste, wurde ein Tauchgang und eine gemeinsame Befundung mit dem Germanischen Lloyd und der BG Verkehr verabredet, die dort durch Taucher durchgeführt wurde. Bei der Kollision waren zudem Schäden an Backbordseite entstanden. Am Vormittag des 27.8. machte sich die „Funny Girl“ nach Cuxhaven auf den Weg, wo sie gegen 14 Uhr im Amerikahafen festmachte. Die „Funny Girl“ der Reederei Cassen Eils ist 68,57 Meter lang und kann rund 800 Passagiere befördern. Zur genauen Ursache des Unglücks gab es bei der Wasserschutzpolizei zunächst keine Angaben. Man ging jedoch davon aus, dass das Unwetter für die Havarie verantwortlich gewesen sei. Quelle: Tim Schwabedissen



Überladene Fähre auf Grund gelaufen
(27.08.11) Die mit 2000 Passagieren beladene Fähre „Kalam Khan“ lief am 27.8. auf eine Sandbank auf dem Meghna River nahe Chandpur Sadar und saß für rund 14 Stunden fest. Das Schiff war am 26.8.gegen 21 Uhr von Dhaka nach Barisal ausgelaufen und kam an der Südseite des Harina Fährterminals fest. Das Bergungsschiff „Agrajatra” aus Dhaka barg das Schiff gegen 14:45 Uhr. Zuvor hatte die „Mashiur Khan” 500 Fahrgäste von der “Kalam Khan”, einem Schiff der Bangladesh Inland Water Transport Corporation, übernommen, um das Gewicht zu reduzieren. Ursache der Havarie war wohl Überladung. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre nach Feuer evakuiert
(27.08.11) Über 300 Passagiere mussten am 26.8. von der neuseeländischen Fähre „Jet Raider“ (MMSI-Nr.: 512001260) abgeborgen werden, nachdem im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen war. Die 316 Fahrgäste und fünf Besatzungsmitglieder wurden um 12.30 Uhr von einem anderen Schiff übernommen. Mithilfe der Wärmebildkamera eines Feuerlöschboots wurde danach überprüft, ob das Feuer in dem zuvor nach Aktivierung der Sprinkleranlage abgedichteten Maschinenraum erloschen war. Alle Hotspots waren inzwischen abgekühlt. Die Fähre kam von Waiheke Island und befand sich zwischen den Motutapu und Motuihe Islands. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter durch Vandalismus versenkt
(27.08.11) Am Morgen des 26.8. wurde der Kutter „Sea Spray” in Port Seton Harbour auf der Seite liegend und mit Wassereinbruch von seinen zwei Eignern vorgefunden. Die Forth Coastguard vermutete, dass die Mooringleinen vorsätzlich zerschnitten worden waren, die Polizei leitete eine Untersuchung ein. Zwei Drittel des in Kirkcaldy registrierten Schiffes waren gegen 10 Uhr geflutet. Coastguard, die Feuerwehren von Musselburgh, Tranent und Marionville sowie die Polizei versuchten das Schiff zu lenzen. Der Schaden an Interieur und Elektrik war beträchtlich. Quelle: Tim Schwabedissen



Mindestens ein Dutzend Tote bei Fährunglück in Bangladesh
(27.08.11) In Ost-Indonesien ist am 26.8. eine überladene Fähre gekentert und gesunken. Die indonesische Polizei barg bislang 12 Tote. Der Kapitän und 92 Fahrgäste der „Windu Karsa“ wurden gerettet. Das Schiff war unterwegs von Bajoe nach Kolaka, als sie am 26.8. gegen Mitternacht Wassereinbruch erlitt und wenig später kenterte. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer in Kohleladung eingedämmt
(27.08.11) Auf dem Frachter "King Hakan", 42868 BRZ (IMO-Nr.: 9490466), brach im Long Island Sound vor der Küste von Fairfield am Morgen des 26.8. ein Feuer aus. Die US Coast Guard und das Fairfield Fire Department sowie das Fire Department of New York waren um 9:45 a.Uhr vor Ort. Die “King Hakanwar von der PSEG Bridgeport Harbor Generating Station gekommen, als sie um 1:05 Uhr um Hilfe bat. Kurz nachdem ein Schiff der Coast Guard vor Ort war, brach in der bis dahin schwelenden Kohle offenes Feuer aus, woraufhin das Fairfield Fire Department zu dem vier Meilen vor der Küste liegenden Schiff gerufen wurde. Ein Polizeiboot brachte Feuerwehr und Ausrüstung an Bord. Aus dem Laderaum stieg Rauch auf. Die Crew wurde gemustert. Es gelang, den Brand auf einen Laderaum zu begrenzen, indem er durch Schließen aller Öffnungen isoliert wurde. Wegen des herannahenden Hurrikans Irene wurde beschlossen, die aus Indonesien stammende Kohle abzulöschen und zu entladen. Diese Arbeit wurde bis Mittag abgeschlossen. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor Penmarch aufgegeben
(27.08.11) Am 26.8. fing der spanische Trawler “Virxen de Blanca” (MMSI-Nr.: 224071000) einen Notruf der französischen Yacht “Moana" auf. Das Boot hatte Wassereinbruch und zerrissene Segel. Der Trawler wurde zu der Position 230 Kilometer vor dem Südende von Penmarch dirigiert, nachdem er den Notruf an das spanische Rettungszentrum weiter geleitet hatte. Eine Falcon 50 stieg auf und stellte die Kommunikation sicher. Um 19.30 Uhr wurde ein EC225 Helikopter der Marinebasis in Lanvéoc in Marsch gesetzt, um die Crew, fünf Personen und einen Bordhund, zu retten. Um 21.45 Uhr wurden die Schiffbrüchigen wohlbehalten in Lanvéoc abgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker saß vor Vlissingen fest
(27.08.11) Am 26.8. kurz vor Mitternacht lief der von Antwerpen kommende chinesische Tanker , "Lian Xing Hu", 43153 BRZ (IMO-Nr.: 9344825), vor der Ostschleuse von Vlissingen auf Grund. Eine Schlepperflotte, bestehend aus der "Union Grizzly" "Kent", Union 6", "Multratug 9" und "Multratug 10", wurde mobilisiert und hatte das Schiff wenig später wieder flottgemacht. Es machte dann in Vlissingen fest. Quelle: Tim Schwabedissen



"IDEC" wird aufgerichtet (Bild: Kate Maier)   Großbild klick!
Rennkatamaran machte Rolle
(26.08.11) Der Rennkatamaran “IDEC”, der am 22.8. gegen fünf Uhr 75 Meilen vor Montauk gekentert war, wurde mit Hochwasser in den Hafen gebracht und am 24.8. aufgerichtet. Das über 90 Fuß lange und fast 40 Fuß breite Gefährt war am Nachmittag ins Marine Basin eingeschleppt worden. Hier erwartete die Firma Keith Grimes, Inc. mit schwerem Gerät den Havaristen am The Viking Dock. Vor dem Drehen galt es eingedrungenes Wasser zu lenzen. Der Mast war bereits auf See losgeschnitten worden. Vorhergegangene Versuche, das Boot umzudrehen, waren gescheitert. Der Skipper Francis Joyon, der kurz nach dem Unglück gerettet worden war, ist der Inhaber des Rekordes für die schnellste Weltumsegelung eines Einhandseglers. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff außer Kontrolle demolierte Yacht
(26.08.11) In der Zaanbucht in Wormerveer rammte am Morgen des 25.8. gegen 10 Uhr das mit 1300 Tonnen Sand fürs Markamermeer beladene holländische Binnenschiff „Drechtstad 2“ (MMSI-Nr.: 244730986) eine Yacht, die am Kai lag. Kurz nach der Passage der Zaanbrücke musste das hinter der “Senior Marinus” laufende, 80 Meter lange Schiff in einer Kurve der unbeladen entgegenkommenden “Nelly” ausweichen, die nur 200 Meter entfernt auftauchte. Diese drehte nach Backbord ab und die „Drechtstad 2“ wollte mit Voll Voraus nach Steuerbord gehen, doch das Schiff reagierte nicht. Zwar verfehlten sich die beiden Binnenschiffe, die beide für den Sandhandel Van Vliet aus Amsterdam im Einsatz sind, doch dafür wurde eine Yacht aufs Korn genommen. Diese schlug gegen den Kai und wurde noch gegen zwei weitere Yachten gedrückt. Sie galt als Totalverlust. Menschen kamen nicht zu Schaden. Feuerwehr und Hafenbehörden waren vor Ort, und die Polizei leitete eine Untersuchung ein. Offenbar hatte die „Nelly“ wegen ihres gelegten Mastes keine AIS-Daten versandt. Quelle: Tim Schwabedissen



Glückliche Rettung gekenterter Fischer
(26.08.11) Am Nachmittag des 25.8. barg ein Rettungsboot des vor Scheveningen ankernden Tankers "Sten Skagen“ einen Mann aus der Nordsee, der sich an einen Kühlbehälter klammerte. Er gab an, von dem Kutter „S 105" zu stammen, der beim Lichten des Ankers gekentert sei. Während die starke Strömung ihn fortgetrieben habe, habe sich der zweite Mann auf den Rumpf des Kutters retten können. Die Küstenwache leitete eine Suchaktion zu Wasser und aus der Luft ein. Zwei Stunden später sichtete die Wache der „Sten Skagen" ein Objekt in der See. Ein Flugzeug der Küstenwache nahm Kurs darauf und identifizierte es als den vermissten, kieloben treibenden Kutter. Der darauf sitzende zweite Mann wurde von dem Küstenwachboot "Zeearend" gerettet. Das KNRM-Boot “Kitty Rose Male Nepveu" brachte den zuerst Geretteten von der „Skagen Sten" ebenfalls auf die „Zeearend", wo ein von einem Helikopter abgesetzter Arzt die beiden untersuchte, ehe sie ins Krankenhaus nach Scheveningen kamen. Die Rettungsboote „George Dijkstra" und “De Redder" aus Ter Heijde und Katwijk sowie das Küstenwachboot „Zirfea" machten sich an die Bergung der „S 105". Nachdem der kleine Kutter aufgerichtet war, wurde er von der “George Dijkstra" nach Scheveningen eingeschleppt und dort an Land gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Davy Crockett endgültig Geschichte
(26.08.11) Das letzte Stück des einstigen Liberty-Frachters „Davy Crockett“ wurde am 26.8. auf eine Barge gehoben, wo es dekontaminiert und entsorgt wird. Damit endete nach sieben Monaten die 20 Millionen Dollar teure Räumungsaktion im Columbia River, die vom Oil Spill Liability Trust Fund finanziert und der Coast Guard und dem Washington Department of Ecology and Oregon Department of Environmental Conservation organisiert wurde. Über 33,000 Gallonen Bunkeröl wurden vor dem Auslaufen bewahrt, die sich in den verschiedenen Doppelbodentanks und anderen Schiffsräumen befunden hatten. Nun muss noch verunreinigtes Sediment aus dem Flussgrund gebaggert werden, was zwei weitere Wochen in Anspruch nehmen wird, ehe der Kofferdamm entfernt wird, was nochmals sechs Wochen dauert. Während der bisherigen 211 Tage wurden 4.4 Millionen Pfund Stahl und 838,432 Pfund sonstiger Schrott wie Kabel, Steine und ölabsorbierende Materialien sowie 4,850 Pfund Asbest geborgen. Insgesamt wurden rund 1.6 Millionen Gallonen ölhaltiger Flüssigkeiten geborgen. Am 27.1. war eine 14 Meilen lange Ölspur von der “Davy Crockett” ausgehend entdeckt worden. Rund 70 Gallonen Öl waren ausgelaufen. Im Februar veranlasste die Coast Guard die Verschrottung der “Davy Crockett”. Im April begann der Bau des Spundwandkastens, innerhalb dessen das Schiff zerlegt und entsorgt werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf französischem Trawler
(26.08.11) Am Morgen des 24.8. brach im Maschinenraum des französischen Trawlers “La Lambada" (MMSI-No.: 227118900), 19 Meilen westlich der Insel Oléron. Das Schiff mit seiner vierköpfigen Crew funkte um 6:02 Uhr Notrufe. Von der Marinebasis in Brest lief ein SNS 070-Rettungsboot aus. Ein Boardingteam prüfte die Situation an Bord des Trawlers und evakuierte die Crew. Dieser war es gelungen, den Brand unter Kontrolle zu bringen, dabei war aber auch ein Leck entstanden. Der Brand wurde gegen 8.30 Uhr endgültig gelöscht und die Leckage abgedichtet. Danach wurde der Trawler von der "SNS 070" in den Heimathafen La Cotinière abgeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Phantom Ship bleibt Phantomwrack
(26.08.11) Der 44 Fuß lange Fiberglaskutter „Phantom Ship“ trug seinen Namen wohl nicht zu Unrecht. Nach wie vor fehlt jede Spur von dem Schiff, das zu Beginn der Hummerfangsaison am 16.8. in der Northumberland Strait sank. Die in der Nähe befindliche “Cape Fear” hatte die vier Personen gerettet, bevor die “Cape Nord” der Canadian Coast Guard, die 20 Meilen entfernt gestanden hatte, vor Ort war. Der Kutter aus Shediac aber konnte seither nicht geortet werden, ebenso wenig wie seine 118Hummerfallen. Die Position wird rund sechs Meilen vor Summerside vermutet. Zwar hatte die “Cape Fear” noch die GPS-Daten aufgenommen, war aber bei dem schlechten Wetter schon zu weit von dem Untergangsort weggetrieben. Der Skipper der „Phantom Ship“ ist inzwischen mit einem Ersatzboot schon wieder auf See. Ob sein Schiff durch Tiefensounder und Fischlupen wieder auftaucht, ist derzeit fraglich. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausflugsboot rammte Katamaran
(26.08.11) Das Ausflugsboot „Harbor Town Belle” erlitt am 24.8. gegen 21 Uhr Maschinenausfall in Irondequoit und trieb gegen einen Katamaran in der Ontario Beach State Park Marina, der beschädigt wurde. Der 100-Tonner hatte Minuten zuvor 80 Passagiere nördlich der Col. Patrick O’Rorke Bridge abgesetzt, als es zu dem Unfall kam. In den 13 Jahren des Betriebs ist es bisher noch zu keinem derartigen Zwischenfall gekommen. Es gelang, mit einem Hilfsgenerator wieder Energie zu bekommen und das Schiff festzumachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Heizgerät verursachte Tod dreier Seeleute
(26.08.11) Eine Reihe von unsachgemäßen Veränderungen hat im August 2008 zum Tod dreier Menschen bei einem Feuer auf dem in Banff registrierten Trawler “Vision II” in Fraserburgh geführt, stellte ein Untersuchungsbericht jetzt heraus. Zwei Philippinos und ein Lette kamen seinerzeit ums Leben. Der Feueralarm war ausgeschaltet gewesen und eine Feuerschutztür stand offen, als ein Heizgerät den Brand auslöste. Die Luftzufuhr des elektrischen Heizers war blockiert gewesen und hatte diesen überhitzen lassen. Wenn er in einem Gehäuse gestanden hätte, dass den Luftfluss sicherstellt, wäre es nicht zu dem Unglück gekommen. Des Weiteren fanden keine regelmäßigen Inspektionen und Instandsetzungen an Bord statt, sodass auch ein verschlossener Notausgang nicht aufgefallen war. Es war auch normal geworden, den Feueralarm auszustellen. Der Mangel an Überwachung war auch durch eine mangelnde Aufteilung der Zuständigkeit von Maritime and Coastguard Agency und der Sea Fish Industry Authority ermöglicht worden. Seitdem habe sich aber vieles zum Besseren geändert. Quelle: Tim Schwabedissen



Streit um geborgenen U-Bootsturm
(26.08.11) Ein Team dänischer Taucher wird beschuldigt, ein britisches Kriegsgrab gestört zu haben, indem Teile eines 1918 rund 60 Kilometer vor der dänischen Küste gesunkenen U-Bootes geborgen wurden. Das Boot der G-Klasse sank mit allen 31 Mann Besatzung, nachdem es in ein Minenfeld geraten war. Der Turm des Bootes soll im Strandungsmuseum in Thorsminde ausgestellt werden. Nach Ansicht des Royal Navy Submarine Museum in Gosport stellte die Bergung aber einen Verstoß gegen den Protection of Military Remains Act dar. Es handele sich um ein Kriegsgrab. Expeditionsleiter Gert Normann Andersen verteidigte sich, man habe sorgfältig gearbeitet und darauf geachtet, aus Respekt vor den Toten nicht den Rumpf zu beschädigen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker rammte Brücke
(26.08.11) Auf dem Dortmund-Ems-Kanal kollidierte am Morgen des 25.8. gegen 6.30 Uhr ein niederländischer Binnentanker „Anclajo“ 1681 ts (EU-Nr.: 02329379), bei Lingen mit einer Brücke. Dabei riss das Ruderhaus des in Ballast laufenden Schiffes ab. Es hatte zuvor in Biene gelöscht und war in Richtung Norden unterwegs. Der Kapitän hatte die Brücke bei dichtem Nebel offenbar zu spät gesehen und das Führerhaus nicht mehr rechtzeitig absenken können. Das Schiff trieb nach der Kollision auf dem Kanal, der gesperrt werden musste, bis es an den Kai des Betonwerks in Biene gebracht war. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Sachschaden am Schiff wurde auf 100.000 Euro geschätzt. Die Schadenshöhe an der Brücke war zunächst unklar. Nach dreistündiger Sperrung wurde der Schiffsverkehr wieder freigegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter gestrandet (Bild: USCG)   Großbild klick!
Kutter durch Flut gestrandet und von Flut befreit
(25.08.11) Zwei Boote der Coast Guard Station Humboldt Bay schleppten am Morgen des 24.8. einen gestrandeten, 20 Fuß langen Kutter von den Felsen in der Einfahrt der Humboldt Bay Dem Kutter war der Treibstoff ausgegangen, und die auflaufende Flut hatte ihn gegen den Wellenbrecher getrieben. Von Johnny’s Marina aus wurde Alarm gegeben, und die Küstenwache schickte ein 47-und ein 25-Fuß-Boot. Der Skipper wurde von den Felsen, auf die er sich gerettet hatte, abgeborgen. Sein Boot konnte mit weiter auflaufendem Wasser freigeschleppt und nach Woodley Island gebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schuberkapitän mit 3,03 Promille unterwegs
(25.08.11) Am 23.08.2011 um 16.45 Uhr wurde ein deutscher Binnentanker, der mit 811 Tinnen Harnstoff beladen bei Bülstringen festgemacht war, von einem polnischen Schubverband gerammt. Der Schubverband war mit 1.200 Tonnen Zementklinker auf der Fahrt Richtung Berlin. Durch die Kollision brachen Festmacheleinen und entstanden Farbabschürfungen an den beteiligten Fahrzeugen.
Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten der Wasserschutzpolizei Haldensleben starken Alkoholgeruch beim Kapitän des Schubverbandes fest. Die anschließende Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 3,03 Promille. Der Rudergänger an Bord des Tankers hatte bereits bei der Annäherung des Schubverbandes eine auffällige Fahrweise beobachtet. Gegen den Schiffsführer wurde ein Strafverfahren eingeleitet und eine Blutprobenentnahme durchgeführt. Die zuständige Wasser- und Schifffahrtsdirektion entzog die Fahrerlaubnis. Quelle: Tim Schwabedissen



Kanalkollision bei Schülp
(25.08.11) Am 24.08.2011 kollidierte ein unter der Flagge von Antigua & Barbuda in Richtung Holtenau fahrender Containerfrachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Kilometer 55,5 auf Höhe Schülp mit einem nach Brunsbüttel fahrenden deutschen Tanker, der mit Biodiesel beladen war. Dabei entstand erheblicher Sachschaden an beiden Schiffen. Die Ermittlungen des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel bezüglich der Unfallursache dauern an. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler versenkte beim Navigieren eine Navigationsleuchte
(25.08.11) Der südkoreanische Trawler „Oyang 77", 1072 BRZ (IMO-Nr.: 7416612), rammte in der Nacht zum 24.8. eine Navigationsleuchte im Hafen von Otago. Das Schiff hatte gegen 18 Uhr den Leith St Berth verlassen und war im Begriff zu drehen, um ins Fahrwasser zu kommen, als es gegen den im Wasser stehenden Pfahl geriet. An Bord waren ein Lotse und ein Trainee aus Otago, der die Koordinaten durchgab und die Geschwindigkeit kontrollierte, als das Unglück geschah. Das Navigationslicht wurde nach der Kollision entfernt, der Trawler konnte nach einer Kontrolle mit einstündiger Fahrt auslaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Voll Zurück-Manöver half nicht mehr
(25.08.11) Der belgische Binnentanker "Somtrans IX" (IMO-Nr.: 9205457 ) wurde nach der Kollision mit der Sterkrader Brücke am 23.8. im Concordia-Hafen von Oberhausen notrepariert. Der Schaden wurde auf rund 200000 Euro geschätzt. Der Kapitän des mit 2000 Tonnen Naphta aus Rotterdam kommenden Tankers hatte noch bemerkt, dass das Ruderhaus nicht tief genug für die Brückenpassage eingefahren war und versucht, den Tanker mit Voll Zurück aufzustoppen, doch misslang dieses Manöver des letzten Augenblicks. Quelle: Tim Schwabedissen



HMVS Cerberus in Half Moon Bay (Bild: Ways)   Großbild klick!
Geschichte der „Cerberus“ nun auf Displays dargestellt
(24.08.11) Mit Displays wird nun die Geschichte des Wracks des Monitors HMVS “Cerberus” in Black Rock dargestellt. Die Informationen finden sich nahe der .Pier von Half Moon Bay. Die Gruppe Friends of Cerberus hat vier Displays aufgestellt, die über die wichtige Rolle des heute als Wellenbrecher auf Grund liegenden Schiffes informieren.
Damit soll auch der Tourismus der Half Moon Bay unterstützt werden. Das Konzept war bereits in der Heritage Week im April 2010 vorgestellt worden, und in den vergangenen Monaten wurden die Displays hergestellt. Es gibt auch eine Kopie eines Geschosses der „Cerberus“, um eine Vorstellung zu vermitteln, mit was das Schiff militärischen Schutz für Victoria von 1870 bis Anfang des 20. Jahrhunderts gewährte. Die Regierung hat die Installation mit Unterstüzung des Bayside Council finanziert, wobei Material und Informationen von den Friends of Cerberus beigesteuert wurden. HMVS „Cerberus“ war ein britischer Monitor, der im Jahr 1868 vom Stapel lief. Seine Aufgabe war die Küstenverteidigung der australischen Kolonie Victoria, insbesondere der Hauptstadt Melbourne.
Sie war als Kriegsschiff für ihre Zeit sehr fortschrittlich. Als erstes größeres britisches Kriegsschiff war sie ausschließlich dampfgetrieben und verzichtete auf Masten und Takelage, was es ihr ermöglichte, ihre schwere Bewaffnung in zwei gepanzerten, schwenkbaren Doppeltürmen unterzubringen. Dies wies den Weg zum späteren dampfgetriebenen Linienschiff.
Von ihrem Typ wurden insgesamt sieben Schiffe gebaut, welche die Küstenverteidigung in britischen Überseekolonien übernahmen. Gebaut wurde die Cerberus von der Werft Palmer Shipbuilding & Iron Co. am Tyne, England, am 2. Dezember 1868 lief sie vom Stapel, und die Ausrüstung war im September 1870 beendet. Für ihre lange Reise zu ihrem Bestimmungsort wurde die „Cerberus“ im Chatham Dock mit erhöhten Bordwänden versehen, um den Freibord und damit die Seetüchtigkeit zu verbessern.
Außerdem wurden drei Masten aufgestellt, welche die für die lange Reise benötigten Segel trugen. Unter Lieutenant Panter, der auch die nächsten sieben Jahre das Kommando über das Schiff führen sollte, lief die Cerberus über den Suezkanal in den Indischen Ozean.
Das Schiff erreichte Melbourne sicher am 9. April 1871. Es wurde Flaggschiff der Marine der Kolonie Victoria und patrouillierte die Bucht vor Melbourne, Port Phillip Bay. 1901, nachdem sich die australischen Kolonien zu einem Bundesstaat zusammenschlossen, wurde sie in die Streitkräfte des Commonwealth integriert und später in die 1911 gegründete Royal Australian Navy. Zu diesem Zeitpunkt war sie allerdings bereits in schlechtem Zustand, ihre Kessel waren 1906 und ihre Hauptbewaffnung 1908 von Bord genommen worden.
Bis 1921 diente sie als schwimmendes Munitionslager, dann erhielt sie den neuen Namen HMAS „Platypus II“ und wurde für einige Zeit als Lager für Versorgungsgüter der australischen U-Boote der J-Klasse benutzt. Mit der Auflösung der U-Boot-Einheit wurde die „Platypus II“ zum Schrottwert von 409 Pfund an das Abwrackunternehmen Melbourne Salvage Co. Pty. Ltd. verkauft. Am 14. Mai 1924 wurde sie zum Abwracken zur Williamstown Dockyard geschleppt. Einige der Panzerplatten wurden entfernt, bevor der Rest des Rumpfes 1926 an die Kommunalbehörden verkauft wurde, um als Wellenbrecher zu dienen.
Am 2. September 1926 wurde sie im drei Meter tiefen Wasser der Half Moon Bay vor Black Rock, Victoria, nahe Melbourne versenkt, wo sie heute noch liegt. Mittlerweile ist der Rumpf stark verrostet. Im Jahr 1993 brachen bei einem schweren Sturm tragende Teile des Rumpfes in sich zusammen, wodurch das Wrack zusammensackte. Darauf bildete sich eine Initiative zur Rettung eines der letzten existierenden Monitore.
Die Organisation „Friends of the Cerberus“ entwickelte einen Plan zur Stabilisierung, wozu eine Summe von etwa 6,5 Millionen australischen Dollar benötigt wird. Neben Spenden hofft die Organisation auch auf die Bereitstellung von Geldern seitens der australischen Bundesregierung und des Bundesstaates Victoria. Quelle: Tim Schwabedissen



Pakistanische Marine half indischer Dhau
(24.08.11) Die „Nusrat“ der pakistanischen Marine kamen der indischen Dhau „Noore Panjtani“ mit ihrer 11-köpfigen Crew zu Hilfe, die kurz nach dem Auslaufen aus Gwader am 19.8. nach einer Reparatur Wassereinbruch erlitten hatte und zu sinken drohte. Ein Flugzeug ortete das Schiff 23 Meilen südlich der Ormara Naval Base und leitete das Rettungsschiff “'Nusrat” dorthin. Dieses half, das eingedrungene Wasser zu lenzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker von Brücke geköpft
(24.08.11) Auf dem Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen ist am Nachmittag des 23.8. der belgische Binnentanker „Somtrans IX“, 2679 tdw (EU-Nr.: 06003661), mit der Brücke der Konrad-Adenauer-Allee kollidiert. Dabei wurde das Ruderhaus demoliert und der obere Teil des Steuerstandes abgerissen und auf das Oberdeck des Schiffes geschleudert. Die Oberhausener Berufsfeuerwehr wurde zur Unglücksstelle am Rhein-Herne-Kanal beordert. Wie durch ein Wunder wurde aber niemand verletzt, und der Tanker konnte mit eigener Kraft noch in Höhe des Kaisergartens festmachen. Die Taucher der Feuerwehr mussten nicht mehr eingreifen. Zur Sicherung und Erkundung der Einsatzstelle wurde ein in der Marina stationiertes Rettungsboot eingesetzt. Die Wasserschutzpolizei sperrte kurzfristig den Kanal und übernahm die weitere Ursachenermittlung. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandstiftung auf Ruhrtalfähre
(24.08.11) Brandstifter haben in der Nacht zum 22.8. erheblichen Schaden auf der Ruhrtalfähre-Fähre „Hardenstein“ angerichtet. Sie drangen ins Ruderhaus ein und zerstörten dabei eines der Spezialfenster. Die Randalierer zündeten dann das Bordbuch an, und warfen das brennende Schriftstück in die Steuerelektronik. Vorher hatten sie die Armaturenverkleidung abgeschraubt, so dass das Bordbuch die nun freiliegenden Kabel verschmorte. Dank der modernen Ausstattung der Fähre, die erst im Sommer 2010 in Dienst gestellt wurde und den neuesten Brandschutzvorschriften entspricht, breitete sich das Feuer nicht weiter aus.
Dennoch wird es teuer, die Elektronik zu erneuern. Nicht zu ersetzen ist das Bordbuch. Sämtliche Daten von August über Passagierzahlen oder Arbeitsstunden der Mitarbeiter, gingen so verloren. Die Einbrecher lösten auch die Festmacherleinen, doch dank zusätzlicher Sicherungen trieb die Fähre nicht in den Mühlengraben. Die Erneuerung der Elektronik sollte am 23.8. abgeschlossen werden. Der Fährverkehr ging derweil wie gewohnt weiter. Bis die „Hardenstein“ wieder einsatzbereit war, übernahm die alte, kleinere Fähre ihre Dienste. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter leicht beschädigt von Schäre geborgen
(24.08.11) Das Rettungsboot "Odin" kam am 22.8. einem Kutter zu Hilfe, der südlich von Honningsvåg im Lafjord auf Grund gelaufen war. Im 19.45 Uhr lief das Boot aus und war um 20.10 Uhr an der Strandungsstelle. Das ausgesetzte Tocherboot rundete den Kutter, um ihn von außen zu kontrollieren. Es gelang den Seenotrettern dann, den Havaristen mit nur geringen Schäden am Rumpf gegen 22 Uhr wieder flottzumachen, sodass er danach seine Fahrt mit eigener Kraft fortsetzen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Schmelzendes Eis brachte Kutter in Seenot
(24.08.11) Die US Coast Guard&xnbsp;kam mit einem 47-Fuß-Boot der Station Tillamook Bay, Oregon., dem 31 Fuß langen Kutter „Two Sons“, der am 22.8. in der Garibaldi Bay in Schwierigkeiten geraten war, zu Hilfe. 500 Gallonen Wasser hatten sich in der Fischluke gesammelt, die von geschmolzenem Eis herrührten. Das Schiff befand sich mit zwei Mann Crew rund 30 Meilen westlich von Cape Mears. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Astoria in Warrenton stieg auf und war um 15.45 Uhr vor Ort. Er fierte eine Lenzpumpe ab, die jedoch durch Überhitzung ausfiel. Eine Stunde später war das Rettungsboot mit einer weiteren Pumpe vor Ort, mit der es gelang, den Kutter zu stabilisieren. Die „Two Sons” nahm dann Kurs auf Garibaldi, eskortiert von dem Rettungsboot. Bei einer anschließenden Inspektion der „Two Sons” durch die Coast Guard wurden 13 Mängel sowie überalterte Feuerlöscher festgestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot vierkant auf Wellenbrecher gesetzt
(24.08.11) Die Coast Guard der Station Bayfield, Wisconsin, rettete zwei Menschen und einen Hund, nachdem in der Nacht zum 23.8. das Sportboot „Sisters III“ auf den Wellenbrecher von Ashland Harbor nahe Ashland gelaufen war. Über VHF-FM Radio alarmierten sie die Coast Guard Sault Ste. Marie, Michigan, um 21.50 Uhr. Von der Station Bayfield lief sofort ein 25-Fuß-Boot aus, dass das 39 Fuß lange Motorboot auf den Felsen sitzend vorfand. Die Crew befand sich noch an Bord und hatte Rettungswesten angelegt. foot Response Boat-Small. Sie wurden zur Ashland Marina gebracht und medizinisch untersucht. Ein Bergungsunternehmen muss nun das Boot vom Wellenbrecher herunter bekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



„Angel 1“ bleibt noch länger vor Mauritius
(24.08.11) Der gestrandete Bulkcarrier „Angel 1“ wird nach Einschätzung der Berger noch einen weiteren Monat auf dem Korallenriff vor Poudre d’Or sitzen. Immerhin ist der größte Teil des Schweröls unterdessen abgepumpt. Bis zum 23.8. wurden 528 m³ Öl-Waser-Gemisch geleichtert. Bis zum 28.8. soll alles Öl von Bord sein. Der erste Schlepper traf planmäßig am 23.8. von Sri Lanka kommend vor Ort ein, der zweite aus Mosambik wird in zwei Tagen an der Unglücksstelle erwartet. Tim Schwabedissen



Kutter vor Lettland gestrandet
(24.08.11) Am 23.8. um 4.30 Uhr lief der Kutter „Kate" einen Kilometer vor Kaltene an der lettischen Westküste auf Grund. Die Crew wurde evakuiert. Das Patroullienboot „Skrunda" barg die Fischer ab. Die ebenfalls zur Strandungsstelle kommandierte „Klints" überwachte derweil die Situation. Der Dieselkraftstoff soll nun abgepumpt werden. Die Feuerwehr und die lettische Marine sind an der Operation beteiligt. Quelle: Tim Schwabedissen



Maxi-Trimaran treibt gekentert vor Rhode Island
(24.08.11) Am Morgen des 22.8. kenterte Francis Joyons Maxi-Trimaran “IDEC” vor der amerikanischen Ostküste. Skipper Francis Joyon blieb auf dem umgeschlagenen Rumpf, um bei der Bergung zu helfen.
Erst kam ein Rettungsboot, dann die „Tiger Shark“ der US Coast Guard, die bis zum Ende der Operation vor Ort bleibt. Die IDEC Gruppe unter ihrem Präsident Patrice Lafargue koordinierte gemeinsam mit dem Franzosen Christophe Houdet die Bergung gemeinsam mit dem Maritime Rescue Co-ordination Centre in Boston. Der gigantische Trimaran soll in einen US-Hafen geschleppt werden.
Dazu wurde ein Schlepper von&xnbsp; Miller Marine Service aus Port Jefferson, Long Island, beauftragt, der sich in der Nacht auf den Weg machte und gegen 13 Uhr am Folgetag vor Ort erwartet wurde. An Bord sind auch drei Taucher, mit deren Hilfe das Rigg entfernt werden soll, um das Schiff möglicherweise vor dem Abschleppen nach Newport, Rhode Island, noch aufzurichten. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rettete vier Schiffbrüchige in Hyannis
(24.08.11) In der Nacht zum 21.8. wurden vier Schiffbrüchige, deren Motorboot gesunken war, im Hyannis Harbor von der Hy-Line-Schnellfähre “Lady Martha” gerettet. Der Kapitän hatte über Funk von dem Notfall erfahren und konnte die vier Personen lokalisieren und aus dem Wasser an Bord seines Schiffes ziehen. Ein Mediziner des Hyannis Fire Department ging an Bord der Fähre, um die Verunglückten, von denen zwei verletzt waren, zu versorgen. Sie waren mit ihrem 29-Fuß-Boot von Oak Bluffs zum Bass River unterwegs gewesen, als das Boot Wassereinbruch erlitt und innerhalb der Molen von Hyannis sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Kollision vor Yang Jian
(24.08.11) Ein Mann kam ums Leben, als ein 13000-Tonnen-Frachter von Nanjing in der ostchinesischen Jiangsu-Provinz kommend ein kleineres Frachtschiff in Yang Jian rammte und versenkte. Der größere Frachter war zuvor aus dem Ruder gelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot nach Brand nach Alderney eingeschleppt
(24.08.11) Das RLI-Boot “Roy Barker” aus Alderney rettete am 22.8. gegen 14 Uhr fünf Personen von dem sieben Meilen nördlich der Insel in Brand geraten, 35 Fuß langen Motorboot “Varga Girl”. Das in Portland beheimatete Boot war auf dem Weg nach Alderney gewesen. Die “Varga Girl” wurde nach Braye Harbour eingeschleppt. I>Quelle: Tim Schwabedissen



Telemotor der „Lusitania“ von „Rón Carraig“ gehoben
(24.08.11) Die Ausrüstungsstücke, die in dieser Woche von der “Lusitania” geborgen wurden, &xnbsp;sollen von einem Team, das der amerikanische Geschäftsmann Gregg Bemis zusammengestellt hat, nun konserviert und untersucht werden. Ein bronzener Telemotor, einen Telegraphen und vier Bulleyes wurden aus fast 100 Metern Tiefe hochgeholt. Der Leiter des Tauchteams hat bereits 2010 Ausrüstungsteile der vor Frankreich gesunkenen “Asgard II“ geborgen. Die Nadel des Telegraphen könnte Aufschluss geben, wohin das Schiff nach dem Erteilen des letzten Kommandos lief. Die Taucher hatten nur eine halbe Stunde Zeit für die Bergung, weitere 2,5 Stunden verbrachten sie mit der Dekompression. Der Telemotor wurde an Bord des Bergungsschiffes “Rón Carraig” gehievt. Ein Filmteam von National Geographic begleitete die Bergung. Später sollen die Artefakte in einem Museum ausgestellt werden. I>Quelle: Tim Schwabedissen



Magic Castle II sinkt (Bild: USCG)   Großbild klick!
Zwei Mann von sinkender Motoryacht gerettet
(23.08.11) Die US Coast Guard rettete 11 Meilen südlich von Charleston Harbor zwei Mann von der sinkenden, 65 Fuß langen Motoryacht „Magic Castle II“. Diese hatte am 21.8. um 23.18 Uhr Notrufe gefunkt, nachdem es zu starkem Wassereinbruch gekommen war. Ein MH-65 Dolphin Helikopter und ein 25-Fuß-Boot eilten zu der sinkenden Yacht, die von den beiden beim Eintreffen des Hubschraubers aufgegeben wurde. Beide wurden zum Charleston International Airport gebracht. Die “Magic Castle II” war von Charleston nach Jacksonville unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Rohrleger in Rotterdam unter Kontrolle
(23.08.11) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Rohrleger “Lorelay", 21143 BRZ (IMO-Nr.: 7349807), brach im Rotterdam an der Keppel Verolme Werft im in der Nacht zum 23.8. in einem Winschenraum ein Feuer aus. Das Schiff lag seit dem 3.7. am Kai der Werft. Schiffe der Hafenpolizei und Feuerwehr bekämpften den Brand, und um 1.27 Uhr breitete er sich nicht weiter aus. Die zwischenzeitlich evakuierte Crew konnte unterdessen wieder an Bord zurückkehren. Quelle: Tim Schwabedissen



Räumung der „Davy Crockett“ fast abgeschlossen
(23.08.11) Am 19.8. setzten Taucher die letzten Schnitte am Wrack des einstigen Liberty-Schiffes „Davy Crockett“ und entfernten die Doppelbodentanks des Steuerbord-Achterschiffs. Nochmals wurden über 11000 Pfund verölte Trümmer beseitigt. Am 20.8. untersuchten sie die letzten unter Wasser liegenden Teile des Wracks. Diese sollen am 25.8. aus dem Columbia-River gehoben werden. Währenddessen reinigte ein Filtersystem weiterhin Wasser aus dem Bereich innerhalb des Kofferdamms, in dem die „Davy Crockett“ bei Camas liegt. Das 431 Fuß lange Schiff war am 27.1. teilweise gesunken, nachdem unfachgemäße Abbrucharbeiten an ihm vorgenommen worden waren. Rund 70 Gallonen Öl traten dabei aus. Die Reinigungsarbeiten werden noch mehrere Wochen andauern, während derer der Flussboden ausgebaggert wird, um kontaminiertes Material zu entfernen. Am Ende wird auch der Kofferdamm wieder abgeräumt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff in Sebaldeburen in Flammen
(23.08.11) Im Hafen von Sebaldeburen ist am 21.8. gegen Mittag die holländische „De Twee Gezusters“ bei Schweißarbeiten in Brand geraten. Die Feuerwehr von Grijpskerk wurde zu Hilfe gerufen, konnte ein völliges Ausbrennen der Aufbauten des nicht versicherten Binnenschiffes nicht mehr verhindern. Da es nicht versichert war, bleibt wohl nur noch der Abwracker. Quelle: Tim Schwabedissen



Bunkeroperation an „Angel 1“ geht voran
(23.08.11) Am 22.8. waren 528 m3 der 900 Tonnen Schwer- und Dieselöl aus den Tanks der seit zwei Wochen vor Poudre d’Or gestrandeten "Angel 1" in den Bunkertanker "Menorca", der von Total Mauritius gechartert wurde, umgepumpt. Wenn das Wetter mitspielt, könnte die Operation bis zum 24.8. abgeschlossen werden. Am 23.8. wurden die Bergungsschlepper „Mahanuwara" aus Sri Lanka und die "n'Dongeni" aus Mozambique an der Strandungsstelle 2.7 Meilen vor der Küste erwartet. Sie können aber erst nach Abschluss der Leichterarbeiten zum Einsatz kommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Untersuchungsbericht zu Kutteruntergang zeigt Versäumnisse auf
(23.08.11) Zwei Fischer aus Mayo erhielten trotz Anzündens von Notfackeln keine Hilfe, stellte eine Untersuchung des Marine Casualty Investigation Board (MCIB) jetzt fest.
Der 33 Meter lange Krabbenkutter “Léim an Bhradán” war am Morgen des 30.10.2010 aus Porturlin in Nord-Mayo ausgelaufen, um Hummer- und Krabbenkörbe 12 bis 15 Meilen vor der Küste umzusetzen. An Bord waren zwei Mann. Zwischen 13 und 13.45 Uhr wurde gerade eine zweite Leine mit Körben aufgeholt, das Schiff legte sich unter dem Gewicht etwas nach Steuerbord über. Da brach eine große Welle über die Steuerbordseite und flutete das Arbeitsdeck.
Dies führte zu einer stärkeren Schlagseite, wodurch wiederum mehr Wasser überkam und ein Übergehen der Körbe und Kästen verursachte. Beide Männer wurden ins Wasser geschleudert, und der Kutter kenterte und sank in kürzester Zeit. Die Rettungsinsel schwamm auf, und die beiden Fischer konnten sie zur Entfaltung bringen und gegen 14 Uhr sich nach einigen Problemen hineinziehen. Sie öffneten dann die SOLAS B-Ausrüstung und entzündeten im Abstand von 20 Minuten zwei Notfackeln.
Gegen 15 Uhr entdeckten die Männer einen Helikopter der Irish Coast Guard und entzündeten ein orangenes Rauchsignal, das aber nicht wahrgenommen wurde. Der Hubschrauber aus Sligo befand sich gerade auf einem Trainingsflug.
Stunden später wurde an der Küste Alarm ausgelöst, nachdem die „Léim an Bhradán“ nicht in den Hafen zurückkehrte. Ein Helikopter und&xnbsp;ein Rettungsboot waren gegen Mitternacht vor Ort und entdeckten gegen 1.30 Uhr die Rettungsinsel.
Beide Schiffbrüchigen wurden unversehrt gerettet. Im Report des MCIB wurde herausgestellt, dass sich die Insel korrekt entfaltet hätte, war sie vorschriftsmäßig am Schiff angebracht gewesen. Das EPIRB wäre aufgeschwommen, wäre es außerhalb des Ruderhauses befestigt gewesen.
Das Funkgerät des Schiffes war beim Eintreten des Unglücks nicht in Reichweite eines der beiden Fischer gewesen, sodass die Möglichkeit, mit Rettern in Kontakt zu treten, nicht gegeben war. Quelle: Tim Schwabedissen



Lusitania sinkt (Bild: Bundesarchiv)   Großbild klick!
Tauchexpedition soll Aufschluss über Untergang der „Lusitania“ liefern
(23.08.11) Artefakte des 16 Kilometer südlich des Old Head of Kinsale vor Cork im 1915 von „U 20“ torpedierten Luxusliners “Lusitania” wurden in der Nacht zum 23.8. an Land gebracht, nachdem eine Tauchexpedition eines amerikanischen Teams zu dem in 100 Metern Tiefe liegenden Wrack beendet worden war. Darunter befanden sich auch der Telemotor und eine Reihe von Telegraphen, deren Stand Aufschluss darüber geben soll, was die Maschine vor dem Untergang für Kommandos erhalten hatte. Zwei Schiffe und neun Taucher sowie neun Archäologen waren an der von dem US-Multimillionär Gregg Bemis, dem das Schiff seit 1968 gehört, finanzierten Expedition beteiligt. Er hat bisher mindestens fünf Millionen Euro ausgegeben, um herauszufinden, ob das Schiff auf seiner letzten Reise von den USA nach England Munition an Bord hatte. Im vergangenen Monat war der Rumpf aufgeschnitten worden, um herauszufinden, was die zweite Explosion im Vorschiff verursacht hatte, in deren Folge das Schiff in nur 20 Minuten sank. Bei dem Untergang waren 1,198 der 1,959 Passagiere ums Leben gekommen, und die Torpedierung gilt als ein Schritt hin zum Kriegseintritt der USA. Quelle: Tim Schwabedissen



„Phoenix“-Bergung in der Spur
(23.08.11) Die Operation zur Bergung des Tankers “Phoenix” vom Sheffield Beach ist auf gutem Wege. Am 30.8. gegen 16 Uhr wird eine Springtide erwartet. Zuvor soll der Rumpf mit Pressluft gefüllt werden, um mehr Auftrieb zu erhalten und eindringendes Wasser abzuhalten. Die bis dahin ausgefahrenen Schlepptrossen werden rechtzeitig zum Hochwasser auf Spannung gebracht, und dann werden zwei Schlepper anziehen. An Bord des Tankers wird sich das Minimum benötigten Personals aufhalten, und Helikopters werden zum Transfer von Ausrüstung genutzt werden. Einige Schlauchboote werden in Bereitschaft sein, falls das Schiff evakuiert werden muss. Es gibt bereits Offerten zum Kauf des Havaristen, die höchste liegt bei 2.9 Millionen Rand. Der Durban High Court hat der Samsa bereits erlaubt, die 400 Tonnen Bunkeröl zu veräußern. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff versenkte Yacht in Holland
(23.08.11) Am 21.8. rammte das deutsche Binnenschiff „Esmée", 1666 ts (EU-Nr.: 02322454), eine Yacht auf dem Ijsselmeer. Die Yacht sank, die dreiköpfige Crew wurde von anderen Schiffen gerettet. Einer kam ins Krankenhaus. Auch zwei Polizeiboote und das KNRM-Boot aus Lemmer waren, alarmiert durch das MRCC Den Helder vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot vor Rum gestrandet
(23.08.11) Am 20.8. gegen ein Uhr strandete bei rauer See im Loch Screzort auf Felsen vor der Isle of Rum das 45 Meter lange Motorboot „Aquatron“, nachdem der Anker ins Treiben geraten war. Die Rum Coastguard wurde ebenso wie das RNLI-Boot aus Mallaig alarmiert, um der vierköpfigen Crew zu Hilfe zu kommen. Das Coastguard Team assistierte zwei Frauen beim Anlandkommen, während die beiden Männer an Bord blieben. Das Rettungsboot blieb vor Ort, bis die Flut kam, und half dem Boot dann beim Flottwerden. Die Frauen wurden derweil bei der Coastguard in Rum untergebracht und zogen es vor, die Fähre zurück nach Mallaig zu nehmen. Die “Aquatron” ging, nachdem sie gegen sieben Uhr wieder flott war, mit eigener Kraft an die Pier in Rum. Quelle: Tim Schwabedissen



Notfallschlepper nahm treibenden Frachter auf Haken
(23.08.11) Der norwegische Frachter “Fenja”, 1183 BRZ (IMO-Nr.: 7805241), erlitt am Morgen des 21.8. mit 11 Mann Crew 50 Meilen nordöstlich von Unst Maschinenschaden und musste nach Lerwick abgeschleppt werden. Der Notfallschlepper “Anglian Earl”, der in der Inganess Bay in Orkney ankerte, wurde zur Hilfeleistung geschickt und war am Abend an dem unter Malta-Flagge registrierten Schiff eingetroffen. Dessen Crew hatte zuvor ohne Erfolg versucht, die Maschine zu reparieren. Der Schleppzug bewegte sich mit an die 10 Knoten auf Lerwick zu und traf dort am Morgen des 22.8. ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Überladung der „Waldhof“ scheint Untergang ausgelöst zu haben
(23.08.11) Neuerliche Wendung im Fall des gekenterten Säuretankers "Waldhof": Die Staatsanwaltschaft Koblenz stellte fest, dass das Schiff deutlich überladen war. Basis der Einschätzung der Staatsanwaltschaft war das Ergebnis eines Gutachtens zur Ursache der Havarie.
Nach Ansicht des Leitenden Oberstaatsanwalts Horst Hund: hätte die „Waldhof“ die Fahrt nach dem Beladen bei der BASF gar nicht erst antreten dürfen. Nach dem Zulassungszeugnis sei das Schiff nur für die Beförderung von Stoffen mit einer Dichte von 1,3 Tonnen pro Kubikmeter zugelassen gewesen. Es seien jedoch 2378 Tonnen Schwefelsäure mit einem spezifischen Gewicht von 1,8365 Tonnen pro Kubikmeter befördert worden.
Um die Stabilität des Schiffes zu gewährleisten, hätten daher nur vier der sieben vorhandenen Tanks beladen werden dürfen. Somit hätte die maximal ladefähige Tonnage bei 1747 Tonnen gelegen. Das Schiff sei also um 631 Tonnen überladen gewesen. Das wirkte sich auf die Stabilität aus, sodass möglicherweise bei der Begegnung mit einem Entgegenkommer es beim Rheinkilometer 553, 7 zu dem Unglück kam.
Binnenschiffer hatten frühzeitig vermutet, dass sich das Schiff in den Kurven aufgeschaukelt haben könnte. Zeugen sollen auch gesagt haben, dass das Schiff bereits beim Auslaufen in Ludwigshafen instabil gewesen sein soll. Mit dem Ergebnis dieses Gutachtens wird der Kreis der möglicherweise Verantwortlichen größer. Wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung und Gefährdung des Schiffsverkehrs könnten nun Ausrüster und Beförderer, die Schiffsführer und deren verantwortliche Arbeitgeber ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Diesen wurden zunächst die umfangreichen Akten zur Verfügung gestellt, um deren Einlassungen abzuwarten.
In der vergangenen Woche hatte der Anwalt der Reederei Lehnkering, zu deren Flotte die "Waldhof" gehört, eine andere Variante des Unfallhergangs ins Spiel gebracht. Anwalt Johannes Trost sagte, dass das zu Tal fahrende Tankmotorschiff von einem entgegenkommenden Bergfahrer behindert worden sei. Infolge von Platzmangel ist das Schiff an einem Felsen angestoßen. Eine Radaraufzeichnung der Revierstation soll das belegen. Quelle: Tim Schwabedissen



„Nomad“ nomadisierte im Sturm
(23.08.11) Die 50 Fuß lange Motoryacht “Nomad" riss sich in der Nacht zum 22.8. bei Sturm von ihrer Mooring in Belfast los und trieb auf Grund. Am Morgen des 22.8. um 8.40 Uhr wurden das Belfast Fire Department und Public Works alarmiert und untersuchten die beim Young's Lobster Pound liegende Yacht. Gegen 10 Uhr war diese stabilisiert, und die Coast Guard auf dem Weg. Durch ein Überlaufventil lief wegen der Schlagseite etwas Öl aus. Es konnte aber aufgefangen werden. Mit der Flut sollte das äußerlich unversehrte Boot wieder flottgemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung durch die "Seabourn Quest" (Bild: Geir Arne Thue Nilsen)   Großbild klick!
Schiffbrüchige machten mit brennender Kleidung auf sich aufmerksam
(22.08.11) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Seabourn Quest" rettete am 18.8. zwei Bootsfahrer südlich von Mykonos. Deren kleines weißes Boot trieb nach Motorausfall in stürmischer Nacht mit neun Beaufort Wind und drohte nicht nur von den Wellen, sondern auch von den vielen Fähren in der Gegend untergepflügt zu werden. Die Bootsfahrer setzten in der Dunkelheit ihre eigene Kleidung in Brand, um gesichtet zu werden. Neben der “Seabourn Quest" hielten noch drei weitere Schiffe und ein Helikopter Ausschau. Nach einer halben Stunde entdeckte der norwegische Kapitän des Kreuzfahrers ein rund 30 Sekunden lang sichtbares Licht in der Dunkelheit. Gegen 22 Uhr sah die Crew auch Rauch in rund vier Meilen Entfernung. Nachdem das Objekt von Suchscheinwerfern erfasst werden konnte, stellte es sich als das kleine Boot heraus, nach dem gesucht wurde. Ein Rettungsboot wurde ausgesetzt, und Minuten später waren die beiden Bootsfahrer in Sicherheit. An Bord der „Seabourn Quest“ wurden sie von einem Arzt untersucht und am Morgen des 19.8. in Rhodos an Land gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht mit vereinten Kräften vor Untergang bewahrt
(22.08.11) Das RNLI-Boot von Gorey wurde in der Nacht zum 21.8. alarmiert, nachdem eine englische Yacht östlich des Hafens Wassereinbruch erlitten hatte. Um 22.30 Uhr hatte deren Crew die Coastguard angefunkt. Binnen Minuten war das Rettungsboot unterwegs zu der 34 Fuß langen Yacht und brachte sie längsseits eines Tankpontons im Hafen von Gorey. Derweil stieg das Wasser im Innern aber weiter an, und vorsorglich wurde die Feuerwehr geholt. Nachdem mit zwei Pumpen der Wasserpegel gesenkt werden konnte, gelang es auch, das Leck zu finden. Die Yacht wurde dann an die Hafenmauer gezogen, wo sie bei Ebbe zur Reparatur trockenfallen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



„Phoenix“-Bergung wird teuer
(22.08.11) Die Kosten der Bergung des bei Durban gestrandeten Tankers “Phoenix” werden die südafrikanische Regierung über 22 Millionen Rand kosten. In den vergangenen Tagen haben die Berger am Sheffield Beach intensiv daran gearbeitet, den Rumpf zu stabilisieren, abzudichten und zu verstärken. In der vergangenen Woche war es zu geringfügigen Ölaustritten gekommen. Eine spezielle Hängebrücke wurde erbaut, um kostspielige Hubschrauberflüge einzusparen. Mit den am Monatsende erwarteten Springfluten soll dann die Bergung angegangen werden. Versuche, die nigerianischen Eigner zu finden, scheiterten indes. Am Ende werden die Bergungskosten sich wahrscheinlich auf bis zu 30 Millionen Rand belaufen. Nach einer Bergung soll der Tanker zunächst nach Durban geschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Netzhaker vollgelaufen
(22.08.11) Die Besatzung des Seenotkreuzers „Hermann Rudolf Meyer“ hat am Vormittag des 19. August in der Außenweser drei Fischer aus Seenot gerettet. Die Rettungsmänner der Station Bremerhaven kamen dem gekenterten Kutter „Jutta“ mit Heimathafen Bremerhaven zu Hilfe. Mit ihrem gut fünf Meter langen Boot hatten die drei Männer gegen 9.30 Uhr in der Außenweser auf der niedersächsischen Seite unmittelbar an der Wattkante gefischt. Bei ablaufendem Wasser, gut eine Stunde vor Ebbe, verhakte sich offenbar das Netz und zog den Kutter auf die Seite. Das Boot lief voll, die drei Nebenerwerbsfischer konnten sich auf die Wattkante retten. Besatzungen vorbeifahrender Schiffe hatten das Unglück in Höhe der Tonne 57, etwas nördlich auf der gegenüberliegenden Seite der Bremerhavener Columbuskaje, beobachtet und die DGzRS alarmiert. Die Seenotretter ließen nach Eintreffen sofort das Tochterboot „Christian“ zu Wasser. Sie nahmen die drei etwa 50 bis 70 Jahre alten Männer an Bord und versorgten sie mit trockener Kleidung. In einem zweiten Anlauf machten sich Tochterboot und Seenotkreuzer daran, den vollgelaufenen Fischkutter zu lenzen. Das Niedrigwasser begünstigte diese Arbeiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Brückencrew unaufmerksam – Pier demoliert
(22.08.11) Der holländische Containerfrachter “Flevodijk”, 9983 BRZ (IMO-Nr.: 9412488) rammte am Morgen des 18.8. gegen 4.40 Uhr eine Pier des Oceanfront Park am Fuß der Akashi-Kaikyo Brücke in Kobe. Die “Flevodijk” riss ein zwei Meter &xnbsp;breites Loch und zerstörte einen Sicherheitszaun. Ein Ukrainer, der Brückenwache gegangen war, räumte ein, unaufmerksam gewesen war. Gegen den russischen Kapitän und seine Crew wurde wegen Nachlässigkeit ermittelt. Das Schiff lief mit Autopilot, was in diesem Revier unüblich ist. Es kam von China und war nach Osaka unterwegs. Gegen 14 Uhr machte es in Kobe fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank nach Feuer
(22.08.11) Die Coast Guard San Diego rettete am 20.8. um 12.04 Uhr drei Fischer 30 Meilen südlich von Point Loma. Der 45-foot Fuß lange Kutter “Osprey” hatte um 10.38 Uhr gemeldet, dass schwarzer Rauch aus dem Maschinenraum komme und Wasser eindringe. Ein Helikopter der Coast Guard war wenig später mit einer Lenzpumpe zur Stelle, doch gelang es nicht, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Daraufhin wurden alle acht Besatzungsmitglieder abgeborgen. Kurz danach ging die “Osprey” unter, die Schiffbrüchigen wurden nach San Diego geflogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot vor Oregon Inlet aufgegeben
(22.08.11) Die Coast Guard North Carolina rettete zwei Menschen, nachdem ihr 43 Fuß langes Motorboot “Reel Escape” 45 Meilen östlich des Oregon Inlet gesunken war. Gegen 13 Uhr hatte das Boot aus Glen Allen, Virginia, Wassereinbruch gemeldet. Der Funkruf brach ab, doch dann wurde ein EPIRB-Signal aufgefangen. , Ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City stieg auf und barg die beiden Bootsfahrer ab. Sie wurden zur Air Station Elizabeth City geflogen. Die “Reel Escape” war von Cape Hatteras zum Rudee Inlet unterwegs gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack des größten Kriegsschiffes des 16. Jahrhunderts gefunden?
(22.08.11) Vor der Küste Schwedens fanden Taucher wahrscheinlich das Wrack eines der größten Kriegsschiffe aus dem 16. Jahrhundert. "Die "Mars" sank im Mai 1564 in der Ostsee während einer Seeschlacht zwischen der schwedischen Marine und einer Flotte von Schiffen Dänemarks und der Deutschen Hanse. Das aus Eichenholz gebaute Kriegsschiff hatte eine Besatzung von 800 Mann und war mit etwa 100 Kanonen bestückt gewesen. Der Leiter der archäologischen Abteilung im Stockholmer Seehistorischen Museum &xnbsp;wies darauf hin, dass weitere Untersuchungen notwendig seien um die Identität des Wracks mit Sicherheit zu bestimmen. Die Forscher hoffen, im Wrack der "Mars" gut erhaltene Artefakte aus dem 16. Jahrhundert zu finden. Die kalten Temperaturen und der niedrige Sauerstoffgehalt in der Ostsee haben geholfen, das Wrack zu konservieren. Außerdem kommt der holzfressende Schiffsbohrwurm am Fundort nicht vor. Die schwedischen Behörden haben am 18.8. verboten, in der Umgebung des Wracks nahe der Ostseeinsel Öland zu tauchen, fischen oder ankern. Quelle: Tim Schwabedissen



Kommandantin der „Rhön“ sprang über Bord, um Verunglückten zu retten
(22.08.11) In einer dramatischen Rettungsaktion konnte die Bundespolizei am 20.8. das Leben von drei Anglern retten. Mit ihrem offenen Motorboot hatten die drei Männer etwa drei Seemeilen vor Dahme bei fünf Beaufort Wind und einer Wellenhöhe von einem halben Meter Wassereinbruch erlitten. Das nur etwa drei Meter lange Boot sank kurz darauf bei der Sagasbank. Die Angler trieben bereits gut zwei Stunden lang im Wasser, als die Besatzung der Yacht „Celina“ sie gegen 11 Uhr entdeckte. Über den internationalen Sprechfunknotruf-Kanal 16 setzte der Skipper einen Mayday-Ruf ab, den die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS auffing. Die Crew hatte mehrere Menschen beobachtet, die sich offenbar an Wrackteilen über Wasser hielten. Daraufhin wurden die beiden Seenotkreuzer „Hans Hackmack“ der Station Grömitz und die „Bremen“ der Station Großenbrode in Marsch gesetzt. Die „Hans Hackmack“ führte als On-Scene-Coordinator die zwei Bundespolizeiboote „Rhön BP 22“ und „Neustrelitz BP 25“ sowie einen SAR-Hubschrauber der deutschen Marine heran sowie einen Bundespolizeihubschrauber und den zivilen Rettungshubschrauber Christoph 42. Außerdem forderten die Seenotretter zwei Rettungswagen und zwei Notärzte zur Seebrücke nach Dahme an. Die Crew der „Celina“ begann unterdessen mit Rettungsmaßnahmen und zog einen Angler aus der Ostsee. Die Besatzung eines Schlauchbootes rettete einen zweiten Angler. Die Bergung der dritten Person gestaltete sich aber als schwierig. Die Kommandantin der "Rhön" sprang schließlich selbst ins Wasser, um den leblosen Körper vor dem Untergehen zu bewahren. Nachdem die verunglückte Person endlich an Bord gezogen war, wurden umgehend Reanimationsmaßnahmen eingeleitet. Diese verliefen auch erfolgreich. Die Geretteten wurden zur Seebrücke in Dahme gebracht, wo der unterkühlte Angler der Obhut eines Notarztes übergeben wurde, der bereits von der „Hans Hackmack“ alarmiert worden war. Ermittlungen über den Seeunfall wurden eingeleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote bei Feuer auf philippinischer Fähre
(22.08.11) Auf dem Weg nach Cebu brach auf der philippinischen Fähre “Island Fast Craft 1”, 89 BRZ, am 21.8. ein Feuer aus. Von den über 70 Personen an Bord der vier Meilen vor der Küste der Bohol-Provinz verunglückten Fähre kamen drei ums Leben, darunter ein Besatzungsmitglied. Das Feuer war gegen 11:30 Uhr vor dem Hafen von Tubigon entstanden. Das Schiff der Island Shipping Corporation hatte mindestens 67 Fahrgäste an Bord, darunter fünf Kinder. Viele sprangen über Bord, die meisten wurden von einem passierenden Schiff gerettet. Vor dem Brand hatte es offenbar ein Problem mit der Elektrik im Maschinenraum gegeben. Die Fähre sank in der stürmischen See. Quelle: Tim Schwabedissen



Alter Raddampfer wird archäologische Stätte
(22.08.11) Ein großes Dampfschiff, das vor über 100 Jahren in Morehouse Parish ausbrannte und sank, wurde zu einer archäologischen Stätte des Staates Louisiana erklärt. Das Wrack wurde als “Big Horn Steamboat Wreck” zur Archaeological Site No. 16MO185. Das “MO” steht für Morehouse, die “185” heißt, dass es sich um die 185. Archäologische Stätte handelt. Die Staatliche Division of Archaeology und das Archaeological Research Inc. hatten zuvor das Wrack untersucht. Nach weiteren Forschungen könnte es ins National Register of Historic Places aufgenoommen werden. Die Reste sind 141 Fuß lang und 32 Fuß breit und es handelte sich um einen Schaufelraddampfer, der einem Feuer zum Opfer fiel. Die “Big Horn” war ein 312 Tonnen großer Dampfer, der 1865 in New Albany entstand und 152 Fuß lang sowie 32 Fuß breit war. Er sank in Bayou Bartholomew am 10. April 1873, nachdem die in Holzfässern gestaute Fracht Leim in Brand geraten war. Quelle: Tim Schwabedissen



„Stettin“ nahm Frachter in Brunsbüttel aufs Korn
(22.08.11) Der Hamburger Museums-Eisbrecher "Stettin", 783 BRZ (IMO-Nr.: 8882923), konnte beim Einlaufen in die große Brunsbütteler Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals am 20.8. gegen 14 Uhr nicht mehr rechtzeitig aufgestoppt werden. Er lief ins Heck des davor bereits festgemachten, unter Gibraltar-Flagge laufenden Frachters "Richelieu" 2545 BRZ (IMO-Nr.:9369526), hinein. Während der Steven des letzten seegehenden Dampfeisbrechers der Welt nur geringfügige Schäden davon trug, wurde das Heck der „Richelieu” an Backbordseite eingedrückt und erlitt das Deck Stauchungen. &xnbsp;Der Eisbrecher hatte am Morgen den Hamburger Hafen verlassen und war nach Rendsburg unterwegs. Während er nach einer runden Stunde die Fahrt dorthin fortsetzen durfte und um 18.40 Uhr in Rendsburg eintraf, ging die „Richelieu“ zur weiteren Untersuchung an die Bahnhofsdalben in Brunsbüttel und warf erst gegen 19,30 Uhr wieder los, um die Reise nach Kaliningrad fortzusetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Plastun auf Drift
(22.08.11) Das MRCC Wladiwostok fing am 20.8. um 07.15 Uhr einen Notruf des kambodschanischen Frachters August “Sea Star“ auf, der nach Maschinenausfall auf Position 44 36 N 136 23 O elf Meilen südlich der Plastun Bucht im japanischen Meer trieb. Das Schiff hatte sich auf der Fahrt von Vanino nach China mit einer Ladung von 3600 qm Schnittholz befunden. Versuche der Crew, die Maschine zu reparieren, scheiterten, und um 13.20 Uhr bat der Eigner um Assistenz. Um 15.30 Uhr lief der Schlepper „Lazurit” aus Wladiwostok aus und nahm Kurs auf die “Sea Star“, um sie nach Nakhodka einzubringen, wo der Schleppzug am 21.8. gegen 17 Uhr erwartet wurde. Die „Sea Star”, 3605 tdw (IMO-Nr.: 7516723) wurde 1977 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Havarien auf dem Rhein
(22.08.11) Ein Binnentanker lief in der Nacht zum 20.8. bei Oberwesel auf Grund. Während zwei Schlepper konnte der den Havaristen wieder flottmachten, wurde der Rhein zwischen 2.10 und 6.10 Uhr gesperrt. Das Schiff ging bis zur Reparatur in Höhe Oberwesel vor Anker. Unfallursache war ein Versagen der Ruderanlage. Unterhalb der Unglücksstelle kam es zu einer weiteren Havarie, als ein bisher unbekannter Gegenstand den Propeller eines Binnenschiffes blockierte. Obwohl sofort der Heckanker geworfen wurde, trieb das Fahrzeug ab, riss eine rote Fahrwassertonne ab und berührte leicht den Grund. Danach verfing sich der Heckanker in der Bugankerkette eines vor Anker liegenden Tankschiffes, bevor ein Schlepper das Schiff sichern konnte. Gegen 8 Uhr nahm ein anderes Binnenschiff den Havaristen längsseits und brachte zu einer Werft nach Duisburg. Quelle: Tim Schwabedissen



„Goethe“ zur Reparatur in Koblenz
(22.08.11) Auf dem Rhein bei Oberwesel im Rhein-Hunsrück-Kreis ist am 18.8. der mit 174 Fahrgäste besetzte Schaufelraddampfer " Goethe" (MMSI-Nr.: 249833000) in Brand geraten. Die Passagiere mussten das Schiff verlassen, sie wurden per Zug zurück nach Koblenz gebracht. Das Feuer war im Maschinenraum ausgebrochen, nachdem ein Ölschlauch geplatzt war und heißes Öl austrat. Das Schiff wurde in den Hafen von Oberwesel geschleppt, von wo es am 19.8. mit eigener Kraft nach Koblenz zurücklief, wo bereits Reparaturmaterial angeliefert worden war. Letzte Arbeiten sollten am 22.8. in Lahnstein durchgeführt werden, ehe der ehemalige Dampfer am 24.8. in den Liniendienst Koblenz – Rüdesheim zurückkehrte. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der Chiefton (Bild: )   Großbild klick!
Schlepper auf der Themse geborgen
(19.08.11) Der Schwimmkran „GPS Atlas“ hat am 18.8. den auf der Themse gekenterten Schlepper „Chiefton“ endgültig aufgerichtet. Dabei wurde er unterstützt von dem Schlepper „Zeepia“. Das Wrack war tags zuvor zunächst aus dem Fahrwasser des Flusses geräumt und unweit des Ufers auf der Steuerbordseite liegend abgelegt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Rheindampfer
(19.08.11) Auf dem Rhein bei Oberwesel im Rhein-Hunsrück-Kreis ist am 18.8. der mit 174 Fahrgäste mussten den historischen Schaufelraddampfer "Johann Wolfgang von Goethe" verlassen, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Verletzt wurde niemand, es alles verlief glimpflich. Die Passagiere wurden per Zug zurück nach Koblenz gebracht. Das Feuer war im Maschinenraum ausgebrochen, nachdem ein Ölschlauch geplatzt war und heißes Öl austrat. Das Schiff wurde in den Hafen von Oberwesel geschleppt, wo es in den kommenden Tagen repariert werden soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung im Öresund
(19.08.11) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter „Alva", 1037 BRZ (IMO-Nr.: 6808090), der nördlich von Landskrona nahe Ålabodarna am Morgen des 17.8. gestrandet war, konnte am 18.8. nach der Leichterung der Ladung durch ein Kranschiff von einem Schlepper vom Grund gezogen werden. Die schwedische Coastguard führte mit Tauchern eine Inspektion durch. Die "Alva" liegt nun auf Råå Reede vor Anker. Quelle: Tim Schwabedissen



Käptn auf Klo eingesperrt – Schiff gestrandet
(19.08.11) Das finnische Fahrgastschiff "King" (IMO-Nr.: 8134998) lief am 18.8. um 19.30 vor Lauttasaari in Helsinki auf Grund. Die 54 Fahrgäste konnten unversehrt auf ein Schwesterschiff umsteigen. Die „King“ kam vom Salutorget, als das Missgeschick passierte: Der Kapitän war auf der Toilette gewesen und hatte die Tür nicht mehr öffnen können. Quelle: Tim Schwabedissen



„Rambler 100“ in Baltimore vor Anker
(19.08.11) Die Maxiyacht “Rambler 100” liegt jetzt in Baltimore vor Anker, wo sie eine größere Attraktion darstellt als wenn sie das Fastnet-Race gewonnen hätte. Sie wurde am Morgen des 18.8. von der Barley Cove von der „Ocean Bank“ der Atlantic Towage and Marine in den Hafen geschleppt. Der 65 Meter lange Mast liegt noch auf dem Meeresgrund und ist mit einer Boje markiert, um später geborgen zu werden. Einige Crewmitglieder sind noch in West-Cork, andere sind bereits abgereist. Das Marine Casualty Investigation Board hat eine Untersuchung eingeleitet, ebenso wie der Royal Ocean Racing Club, der inzwischen die britische Yacht „Rán“ zum Gesamtsieger des Rolex Fastnet Race erklärte. Quelle: Tim Schwabedissen



Behinderte Entgegenkommer die „Waldhof“?
(19.08.11Die Auswertungen der Radarbilder vom Untergang des Säuretankers „Waldhof“ auf dem Rhein lassen eine Überraschung erahnen. Bisher wurde davon ausgegangen, dass die „Waldhof“ am frühen Morgen des 13. Januar ohne Fremdeinwirkung im Strom unterhalb des Loreleyfelsens gekentert war. Doch nach Aussage des Anwalts der Reederei wurde das zu Tal fahrende Schiff von einem entgegen kommendem Bergfahrer behindert. Mangels Raum sei das Schiff an einem Felsen gestoßen und dann umgeschlagen. Ursprünglich war der Beladungszustand für die „Waldhof“-Havarie verantwortlich gemacht worden. Das Tankschiff hatte rund 2400 Tonnen Schwefelsäure an Bord und sollte sich aufgrund einer fehlenden Trennwand unaufhaltsam aufgeschaukelt haben. Daraufhin sei das Schiff aus dem Gleichgewicht geraten und bei St. Goar gekentert. Nach Ansicht des Anwalts kann, ausgehend von der Kräftewirkung im schlechtmöglichsten Beladungszustand, ein Schwappen der Ladung das Kentern nicht ausgelöst haben. Das habe die Auswertung ergeben. Die Staatsanwaltschaft will hingegen noch in diesem Jahr Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen die Reederei erheben: Ein 63-jähriges Besatzungsmitglied kam bei dem Unfall ums Leben, ein zweiter Bootsmann gilt seither als vermisst. Am 27. August wird erneut zwischen St. Goar und Koblenz nach dem 33-Jährigen gesucht auf Initiative von Binnenschiffern. Zwei Männer haben das Unglück überlebt. Derzeit liegt die „Waldhof“ weiter im Duisburger Hafen, wo sie von Fachleuten unter die Lupe genommen wird. Ob das Schiff nach Abschluss der Untersuchungen repariert werden kann und soll und eines Tages unter neuem Namen wieder in Fahrt geht, wollte die Reederei Lehnkering nicht kommentieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler hartnäckig
(19.08.11) Zahlreiche Feuerwehren waren im Einsatz, um am 18.8. einen Brand auf dem 168 Fuß langen Trawler “Dona Martita” auf dem Patti Shipyard in Bayou Chico zu bekämpfen. Rauch konnte meilenweit gesehen werden, nachdem das Feuer auf dem in Pensacola zum Einsatz in Alaska erbauten Schiff ausgebrochen war. Gegen 17 Uhr begannen die Wehren mit den Löscharbeiten, unterstützt vom Pensacola Fire Department, mehreren Stationen der Escambia Fire Rescue, dem Gulf Breeze Fire Department, der Saufley Field und der Pensacola Naval Air . Gegen 21.40 Uhr wurden die Wehren von Century, Walnut Hill, McDavid und die Escambia Fire Rescue wurden um 21.40 Uhr ebenfalls alarmiert. Drei Feuerwehrleute wurden leicht verletzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste auf Tenryu Fluss
(19.08.11) Auf dem Tenryu in der Shizuoka Präfektur kamen beim Kentern eines Ausflugsbootes am Nachmittag des 17.8. zwei Personen ums Leben, drei weitere, darunter ein Zweijähriger, wurden am 18.8. noch vermisst. Die Polizei durchsuchte derweil die Büros der Tenryu Hamanako RailRoad Company, nachdem das Boot mit 23 Personen an Bord auf Felsen getrieben und dann in Stromschnellen gekentert und gesunken war. Offenbar hatten die Fahrgäste nicht die vorgeschriebenen Schiwimmwesten getragen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ende eines Stücks DDR-Schifffahrt
(19.08.11) Modriges Holz türmt sich dort zu Haufen, wo seit Monaten das Wrack des Kutters "Michael Glinka" am Wismarer Westhafen auf dem Trockenen lag. Der Mit Greiferzange und Schneidbrenner geht es seit drei Wochen dem 24-Meter-Kutter zuleibe. Der Rumpf aus fast sechzigjährigen Eichenplanken wurde Stück für Stück abgetragen und übrig ist nur noch sperriges Bruchholz. Das Holz landet in einer Verbrennungsanlage. Das stählerne Mittelteil mit Deckshaus und dem darunter liegenden Diesel ragt noch in die Höhe. Um das weitere Abwracken zu ermöglichen, wurde nun mit der schweren Technik eines Abschleppdienstes das 50 Tonnen schwere Kuttersegment umgekippt. Im April hatte ein Schwimmkran aus Hamburg das am 20. Dezember 2010 gesunkene Schiff geborgen. Mit dem Abwracken des Kutters endete die Ära des letzten Wismarer Kutters dieser Art. Bis zur Wende war er als „WIS 100“ als "Michael Glinka" für die damalige Fischereigenossenschaft im Einsatz. Anschließend befand er sich als Tauch- und Angelschiff im privaten Besitz. Nachdem er als "Anna Seghers" 1952 in Dienst gestellt worden war, ging er nicht nur im Ostseeraum, sondern bis in die nördliche Nordsee auf Fangreisen. Nun existiert nur noch ein Fahrzeug aus der Serie der einstigen 24-Meter-Kutter. Die "M. J. Kalinin" liegt sich in Sassnitz. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Mann von sinkendem Motorboot gerettet
(19.08.11) Die US Coast Guard rettete am 18.8. um 16.40 Uhr vor Point Fermin die vierköpfige Crew des 28 Fuß langen Powerbootes „Taloha”, das leckgeschlagen war und sank. Das Küstenwachschiff „Blacktip“, die Los Angeles County Lifeguards und andere Helfer eilten zu der Position. Die Yacht “Southern Cross” barg die Segler von ihrem halbgesunkenen Boot ab, ehe die U.S. Navy sie um 17.14 Uhr übernahm und auf die „Blacktip“ übersetzte. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper vor Libyen versenkt
(19.08.11) In Zawiyah hat am 17.8. ein Flugzeug der Royal Air Force einen libyschen Schlepper versenkt, auf dem eine Gruppe von Soldaten Gaddhafis sich eingeschifft hatte. Der Schlepper diente als Patroullienboot und sollte die Männer, die nahe einer Raffinierie in Zawiyah im Einsatz gewesen waren, umsetzen. Das Schiff wurde auf See von einer lasergesteuerten Paveway-Bombe getroffen und sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Lotsenboot auf Abwegen
(19.08.11) Das Lotsenboot von Darwin rammte am Nachmittag des 16.8. den unter Panama-Flagge laufenden Tanker “Cypress Galaxy", 12104 BRZ (IMO-Nr.: 9379973), als es diesen in den Hafen geleiten sollte. Das Boot krachte mit hoher Fahrt ins Heck des Tankers und erlitt an Backbordseite einen Riss. Das Schiff der Darwin Port Corporation erreichte den Cullen Bay Slipway, wo das Loch geflickt werden musste. Quelle: Tim Schwabedissen



„Pavit“ soll verkauft werden
(19.08.11) Der Tanker “Pavit”, der am 15.8. nach 15 Tagen vom Juhu Beach geborgen wurde, könnte in den nächsten zwei Tagen zum Verkauf gebracht werden. Die Berger von Great Offshore Limited, die den Havaristen unterdessen nach Dighi brachten, wollen damit ihre Kosten wieder einspielen, die von den Eignern, den M/s Pavit Shipping Lines, nicht entrichtet werden. Diese waren abgereist, ohne einen Bergungskontrakt unterzeichnet zu haben. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölleichterung I
(19.08.11) Am Wrack der “Asia Malaysia” startete die Operation des Ölabpumpens. Am 18.8. waren Berger mit zwei Bargen und einem Schlepper vor Ort, um Fracht, Trümmer, Plastiktaschen und andere Hindernisse auf dem Weg zu den Bunkertanks zu beseitigen. Sie wurden von der Trans-Asia Shipping Inc. mit der Arbeit beauftragt und wollen noch in dieser Woche mit dem eigentlichen Pumpen beginnen. Das Schiff liegt drei Meilen vor Manapla in Negros Occidental auf Grund, nachdem es am 31.7. gekentert war. An Bord waren rund 21 Tonnen Kraftstoff, darunter fünf Tonnen Diesel und 16 Tonnen Gemisch. Taucher haben die Tanks mittlerweile mit Zement abgedichtet. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölleichterung II
(19.08.11) Am 16.8. um 16:23 Uhr begann die rund dreitägige Operation, das Öl aus den Tanks des vor Mauritius gestrandeten Bulkcarriers „Angel 1“ zu leichtern. Bis zum Nachmittag des 17.8. waren 30 Tonnen ausgepumpt. Gleichzeitig sollte die Kompressorkapazität erhöht und der Wasserspiegel im Maschinenraum gesenkt werden. Rund 1000 Tonnen Öl müssen auf eine Bunkerbarge transferiert werden, die wiederum mit dem Tanker "La Minorque" verbunden ist, der das Öl nach Port Louis bringt. Zudem wurden bislang sieben Tonnen Bergungsmaterial per Helikopter auf den Havaristen gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerkran auf Schiff gestürzt – Kranfahrer eingeklemmt
(19.08.11) Am 17.8. stürzte ein Containerkran im Hafen von Antwerpen an Kai 604 um und brach über dem 134 Meter langen holländischen Binnencontainerschiff „Marajo“ (MMSI-Nr.: 244100223) zusammen. Dabei wurde der Kranführer schwer verletzt. Er saß in der Kanzel des Krans der Firma Ancon , als dieser zusammenbrach und ihn einklemmte. Die Feuerwehr von Antwerpen musste ihn befreien, und er wurde ins Krankenhaus gebracht. Mobilkräne machten sich dann daran, den eingestürzten Containerkran vom Deck der „Marajo“ zu räumen. Quelle: Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Flusskreuzfahrer durch Flusskurve gesteuert
(18.08.11) Das 135 Meter lange schweizerische Flusskreuzfahrtschiff „Scenic Ruby“ (MMSI-Nr.: 269057294) wurde in der Nacht zum 17.8. bei Volkach im Landkreis. Kitzingen wegen eines Stromausfalls zeitweise manövrierunfähig und trieb zeitweilig hilflos auf dem Main. Mit einer Meisterleistung konnte der Kapitän größeren Schaden an dem Schiff und seinen 166 Passagieren abwenden. Der ungarische Schiffsführer konnte die „Scenic Ruby“ durch reines Ruderlegen auf Kurs halten. Das Schiff befand sich auf der Fahrt von Budapest nach Amsterdam zwischen Fahr und Volkach, als gegen Mitternacht plötzlich die komplette Energieversorgung ausfiel und das 135 Meter lange Fahrgastkabinenschiff auf Drift ging. Um die Fahrt des 2200 Tonnen verdrängenden Schiffes abzustoppen, ließ der Kapitän den Heckanker werfen, der allerdings zunächst nicht griff. Als dann doch Zug auf das 60 Meter lange Stahlseil kam, brach dieses sofort. Es gelang dem Skipper, das Schiff sieben Minuten lang über eine manuelle Steuerung auch im Verlauf einer Kurve auf Kurs zu halten, bis es nach gut sieben Minuten wieder Strom gab und die Hauptmaschine angefahren werden konnte. Das Schiff fuhr bis zum Unterwasser der Schleuse Gerlachshausen und machte dort fest. Eine Fortsetzung der Fahrt nach Amsterdam war erst möglich, wenn ein neuer Heckanker angebracht und die Ursache für den Ausfall der Elektronik gefunden geworden ist. Der 1100 Kilogramm schwere, abgerissene Anker in der Fahrrinne blockierte die Schifffahrt, bis er am 17.8. gegen 11.15 Uhr von Tauchern des Wasser- und Schifffahrtsamtes in einer Kurve bei Fahr geortet und mit Hilfe eines WSA-Verwaltungsschiffes geborgen wurde. In die Ermittlungen vor Ort waren auch Beamte der Wasserschutzpolizei Schweinfurt eingebunden. Für die australischen Passagiere hat sich kaum etwas geändert. Lediglich der Ort, von dem aus die Busse für die Ausflüge nach Rothenburg und Würzburg starteten, hatte sich geändert. Die „Scenic Ruby“ sollte die Fahrt am Nachmittag des 17.8. fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kiellose Rennyacht aufgerichtet
(18.08.11) Die Maxiyacht “Rambler 100”, die vor West-Cork gekentert war, konnte am Abend des 17.8. nach mehreren Anläufen aufgerichtet und dann ohne Mast und Rig in den Hafen gebracht werden. Die Atlantic Towage and Marine Ltd. aus Castletownbere, County Cork, hat die Position des Mastes auf dem Meeresgrund markiert. Taucher hatten zuvor die Yacht, die in Barley Cove nahe Mizen Head lag, nach Wetterberuhigung inspiziert und Habseligkeiten geborgen. Eigentlich hatte die Yacht von dem Schlepper “Ocean Bank” in die Bantry Bay geschleppt und dann im Fischereihafen von Castletownbere an Land gehoben werden. Doch nach Gesprächen mit dem Eigner wurde beschlossen, das Schiff zunächst vor Barley Cove zu verankern. Das Marine Casualty Investigation Board leitete eine Untersuchung zu dem Kielverlust ein und nahm Kontakt mit den Behörden auf den Cayman Islands auf, wo die Yacht, die 10-14 Millionen Dollar wert ist, registriert ist. Der Notsender der Yacht hat sich erst 10 Stunden nach dem Unfall aktiviert, doch ein Notsender, den ein Besatzungsmitglied der Yacht mit sich führte, hatte die Rettungsstellen alarmiert. Mithilfe eines SAR-Programmes, das Wind, Wellen und Strömung berechnet und von der in Clare ansässigen Meteorologiefirma Nowcasting zur Verfügung gestellt wurde, konnte die Valentia Coast Guard in County Kerry dann die Schiffbrüchigen lokalisieren. Danach gelang es der Irish Coast Guard, der Baltimore Royal National Lifeboat Institution und dem Taucherschiff “Aquaventures” aus Baltimore, alle 21 Mann zu retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter drohte in Hafeneinfahrt zu brechen
(18.08.11) Auf dem River Arun lief am 17.8. um 15.20 Uhr der mit 1000 Tonnen Granit voll beladene, unter Bahamas-Flagge laufende Frachter „Mungo“, 664 BRZ (IMO-Nr.: 7920338), in der Einfahrt nach Littlehampton Harbour auf Grund. Grund war ein Ruderversager. Die Crew – an Bord waren vier Mann Besatzung und zwei Lotsen - verständigte die Solent Coastguard, woraufhin das Littlehampton Coastguard Rescue Team sowie das Shoreham RNLI-Boot zur Unglücksstelle geschickt wurden. Der Frachter blockierte die Einfahrt in den Hafen. Mit ablaufendem Wasser reckte sich der Bug des Schiffes immer weiter in die Höhe, und es wurde befürchtet, dass der Frachter durchbrechen könnte. Mit auflaufendem Wasser konnte er am 18.8. gegen zwei Uhr wieder flott gemacht werden. Das Schiff wurde 1,5 Meilen südlich von Littlehampton vor Anker gelegt. Am Nachmittag sollte dann die Ladung in Littlehampton gelöscht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgebrannter Frachter auf Schleppfahrt in die Türkei
(18.08.11) Der teilweise ausgebrannte türkische Frachter "Duden", 16211 BRZ (IMO-Nr.: 8005226), der am 22.11.2009 vor der brasilianischen Küste Feuer gefangen hatte, verließ am 12.8. am Haken des Schleppers „Ionion Pelagon“ den Hafen von Rio Grande. Hierher war das Schiff am 11.6. gezogen und dann in einer Auktion von Jorge Luiz von White Azevedo Valentim in Rio de Janeiro für 1,12 Millionen Dollar ersteigert worden. Der Frachter soll nach rund 50-tägiger Schleppfahrt nun in der Türkei repariert worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Kapitän setzte Schiff im Øresund auf Grund
(18.08.11) Auf der Fahrt von Stettin nach Göteborg mit einer Natriumsilikat lief der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierte Frachter „Alva", 1037 BRZ (IMO-Nr.: 6808090), nördlich von Landskrona am Morgen des 17.8. auf Grund. Der lettische Kapitän hatte beim Passieren der Insel Hven nicht den Kurs geändert, sodass das Schiff direkt vor der Küste festkam. Als die schwedische Coastguard an Bord ging, nahm sie Alkoholgeruch auf der Brücke war. Ein Alkoholtest beim Kapitän ergab, dass er alkoholisiert war. Er wurde an Land zur Blutprobe gebracht. Taucher starteten derweil eine Untersuchung des Rumpfes, ehe ein Bergungsplan erstellt wird. Die sechsköpfige Crew blieb unversehrt. Es handelt sich bereits um die dritte Strandung eines Schiffes im Øresund in diesem Jahr. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker von Barge aufgeschlitzt
(18.08.11) Die US Coast Guard wurde am 16.8. alarmiert, nachdem im Houston Ship Channel um 8:13 Uhr der unter Marshall-Islands-Flagge laufende, von Texas kommende Tanker “Naticina", 83805 BRZ (IMO-Nr.: 9406013), und die Barge "MMI 3024", die von dem amerikanischen Schlepper „Alliance" (MMSI-Nr.: 367374930) geschoben wurde, nahe Pelican Cut kollidiert waren. Die Barge hatte 20,000 Barrel Xylol geladen. Nach dem Unglück wurde die „Naticina" angewiesen, auf der Galveston Fairway Anchorage vor Anker zu gehen. Sie hatte einen Riss in einem Ballastwassertank an Steuerbord erlitten. Die Marine Safety Unit Texas City leitete eine Untersuchung ein. Quelle: Tim Schwabedissen



„Roma“ abgeschleppt
(18.08.11) Der Binnentanker „Roma“ (MMSI-Nr.: 269057154), der am 17.8. nach Motorschaden auf dem Rhein bei Basel eine Brücke gerammt und seine eigene dabei demoliert hatte, wurde gegen Mittag von der „Vogel Gryf“ von seinem Liegeplatz in Höhe Klingental nach Weil geschleppt. Die zeitweilig behinderte Schifffahrt konnte gegen 12.25 Uhr wieder für die Berg-, wie auch für die Talfahrt freigegeben werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Neckar nach Bootsbrand gesperrt
(18.08.11) Mit einem Sprung ins Wasser rettete sich ein Eberbacher Skipper, dessen zehn Meter lange Motoryacht "Angelique"&xnbsp;am&xnbsp;17.8. explodierte und&xnbsp;ausbrannte. Gegen 13.50 Uhr erhielt die Feuerwehr Eberbach die Meldung von dem Brand im Hafen. Aufsteigender Rauch breitete sich rasch über der Stadt aus. Die Wasserschutzpolizei Heidelberg rückte ebenfalls an. Immer wieder loderten während der Löscharbeiten kleine Brandherde auf, die mit Schaum bekämpft wurden. Am Ende war vom Inneren des Bootes nichts mehr zu erkennen. Die Feuerwehr legte Ölschlängel aus, um das auslaufende Öl aufzufangen. DLRG und DRK waren ebenfalls im Einsatz. Über zwei Stunden, bis 16.30 Uhr, war die Schifffahrt auf dem Neckar in beide Richtungen gesperrt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg schickte zur Bergung des ausgebrannten Sportboots den Schwimmkran "Reiher". Zunächst scheiterte der Versuch, das Boot an Gurten zu heben, weil durch den Brand der Rumpf instabil geworden war, so dass die Gurte keinen Halt hatten. Doch beim zweiten Versuch gelang die Bergung, und das Wrack wurde zur Sicherheit in einem Container abtransportiert. Nach ersten Ermittlung der Polizei hatte der Eigner den Motor starten wollen, als es zu einer Verpuffung kam; der Sachschaden betrug rund 30 000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



Themseschlepper aus dem Fahrwasser geräumt
(18.08.11) Das Wrack des Londoner Schleppers "Chiefton" wurde am 17.8. durch den Schwimmkran “GPS Atlas” aus dem Fahrwasser der Themse geräumt und auf der Steuerbordseite am Rande des Flusses abgelegt. Hier lag er halb gesunken im flachen Wasser, während der Schwimmkran seine Trossen löste und in der Nähe vor Anker ging. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Chatam Strait gesunken
(18.08.11) Der 57 Fuß lange Kutter “The Mabel” sank am 17.8. nahe der Pearl Strait and Chatam Strait, gegenüber von Angoon. Die Besatzung konnte das kenternde Schiff noch rechtzeitig in einem längsseits liegenden Boot verlassen. An Bord des Kutters waren 200 Gallonen Diesel, und da das Schiff so schnell sank, konnte die Crew auch die Ventile nicht mehr schließen. Quelle: Tim Schwabedissen



Giftunfall auf „Antwerpen Express“
(18.08.11) Am Norfolk International Terminal kam es zu einem Leck in einem Container des deutschen Frachters „Antwerpen Express“, 54437 BRZ (IMO-Nr.: 9193288), nachdem er im Hafen festgemacht hatte. Um 15.45 Uhr klagten mehrere Personen, zwei Besatzungsmitglieder und sechs Hafenarbeiter, über Kurzatmigkeit. Sie wurden vor Ort dekontaminiert. Fünf kamen ins Sentara Norfolk General Hospital und drei ins DePaul Medical Center. Quelle: Tim Schwabedissen



Sieben Verletzte bei Kollision vor Male
(18.08.11) Ein Fährboot mit 38 Fahrgästen kollidierte am Abend des 17.8. nahe Male mit einem mit fünf Personen besetzten Frachter. Es gab sieben Verletzte bei der Havarie, die sich gegen 19 Uhr ereignete. Eine Person wurde ins ADK Hospital stationär aufgenommen, die anderen konnten ambulant behandelt werden. Es handelte sich um sechs Malediver und einen Inder. Sie waren alle auf dem Schnellboot, das Arbeiter vom Reethi Rah Resort nach Male bringen sollte. Der Frachter war vom Flughafen zur Insel Thilafushi unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Vermisste nach Kollision auf Meghna
(18.08.11) Der Frachter “Wising” kollidierte am Nachmittag des 17.8. gegen 16.30 Uhr mit dem Tanker “OT Raida”, der von Chittagong kam und das nach Dhaka bestimmte Schiff rammte. Bei dem Unglück auf dem Meghna River in Hizla, Barisal, sank der Frachter. Acht Mann seiner Besatzung wurden gerettet, vier vermisst. Polizei und Fischer suchten die Männer. Die Bangladesh Inland Water Transport Authority leitete eine Untersuchung ein, der Tanker wurde mit einem Fahrverbot belegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Stundenlanger Pumpeinsatz auf „Mecklenburg“
(17.08.11) Auf dem Fahrgastschiff „ Mecklenburg" kam es am Abend des 15.8. um 19.59 Uhr zu einem Wassereinbruch, der die Feuerwehr Wittenberge auf den Plan rief. Das Schiff, das auf der Fahrt von Berlin nach Schwerin war, war mit 23 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern an Bord gegen 18 Uhr planmäßig in den Wittenberger Hafen eingelaufen. Als der Kapitän im Maschinenraum das Stromaggregat für den Hafenaufenthalt in Betrieb nehmen wollte, stand er plötzlich fast bis zu den Knien im Wasser. Daraufhin wurde die Feuerwehr alarmiert. Einsatzleitwagen und ein Gerätewagen samt Mehrzweckboot trafen schnell am Hafen ein. Nach einer ersten Erkundung des Maschinenraums durch die Feuerwehr stand fest, dass rund zehn Kubikmeter Wasser durch ein Leck eingedrungen waren. Sie mussten abgepumpt und aufgefangen werden, denn das Schmieröl und Diesel, mit denen das Wasser verunreinigt war, durften nicht in die Elbe gelangen. Eine Messung zeigte außerdem, dass der Sauerstoffgehalt der Luft unter Deck auf 18 Prozent gesunken war. Die Belüftungsanlage des Maschinenraums war ausgefallen, deswegen waren schwere notwendig. Zusätzlich wurde ein Löschfahrzeug mit Ölsperren und die Gefahrstoffeinheit der Feuerwehr angefordert. In Absprache mit dem Kapitän wurden alle Ventile, die unter der Wasseroberfläche nach außen führten, geschlossen, sodass verhindert werden konnte, dass noch mehr Wasser ins Schiff strömte. Mittels zweier Pumpen gelang es schließlich, den überwiegenden Teil des Wassers in ein eigens aufgebautes Becken zu befördern. Da kein Öl auslief, mussten die vorsichtshalber bereitgestellten Ölsperren nicht ausgebracht werden, und das Feuerwehrboot konnte wieder abrücken. Nach gut fünf Stunden war der Maschinenraum gelenzt, die Feuerwehr packte ihr Gerät ein und übergab den Fall für weitere Ermittlungen an die Wasserschutzpolizei. Wie sich am 16.8. herausstellte, hat ein defektes Rückschlagventil den Wassereinbruch verursacht. Quelle: Tim Schwabedissen



Dreifache Yachtbergung vor Yarmouth
(17.08.11) Am 14.8. wurde der 43 Fuß lange Trimaran „Strontium Dog“ vor der englischen Küste entmastet und wurde von dem Yarmouther RNLI-Boot eingeschleppt. Das Unglück ereignete sich kurz nach dem Start des Fastnet-Race westlich des Hurst Lighthouse, und die Yacht erhielt Assistenz erst durch das RNLI-Boot aus Freshwater, bis das größere Boot aus Yarmouth eintraf. Das Einschleppen war wegen des im Wasser treibenden Riggs nicht einfach, doch um 17.30 Uhr war die “Strontium Dog” im Hafen von Yarmouth, wo das Rigg losgeschnitten wurde. Bereits zuvor war das RNLI-Boot aus Yarmouth zur der Yacht “Kind of Blue” gerufen worden, die mit einem Segel den Propeller in der Christchurch Bay blockiert hatte. Das Segel wurde geborgen und die Yacht nach Yarmouth geschleppt Am13. August hatte das Rettungsboot bereits zwei Booten vor Hurst Spit assistiert. Die „Shaken Not Stirred” war der in der Nähe gekenterten “This Way Up“ zu Hilfe gekommen. Doch erst mit Hilfe der Seenotretter gelang es, die Yacht aufzurichten und nach Lymington einzubringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tjalk bei Regatta schwer beschädigt
(17.08.11) Bei einer Kollision vor Stavoren wurden am 15.8. auf dem IJsselmeer zwei Personen verletzt. Drei von 16 Tjalken einer Veteranenregatta, die „Lytse Lies”, die “ Raerder Rook“ sowie die „Doarp Eastermar”, mussten die Regatta aufgeben, an der sie beteiligt waren. Die “Raerder Rook”, die den Unfall verursacht hatte barg noch einen dritten Mann aus dem Wasser. Die Verletzten wurden in Stavoren medizinisch versorgt. Auf der „Lytse Lies“, die mittschiffs getroffen wurde, wurden zwei Spanten an Backbordseite eingedellt. In der Kajüte entstanden Löcher, und der Baum wurde beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Treibender Tanker rammte Brücke in Basel
(17.08.11) Der schweizerische Binnentanker „Roma“, 2499 ts (EU-Nr.: 07001747), war rheinabwärts in Höhe Basel nach Deutschland unterwegs, als am 17.8. gegen sieben Uhr oberhalb der Wettsteinbrücke die Maschine ausfiel. Das manövrierunfähige Schiff trieb mit der Strömung langsam in Richtung Mittlere Brücke. Dem Kapitän gelang es noch, sein Schiff mithilfe des Bugstrahlruders unter der Brücke durch zu navigieren, doch dann rammte das Ruderhaus die Brücke, die eingedrückt wurde. Die Besatzung wurde nicht verletzt. Die „Roma“ trieb noch ein Stück weiter flussabwärts, doch vor der Johanniterbrücke gelang es dem Lotsen, der auf diesem Flussabschnitt das Kommando hat, das Schiff mittels Notankerung aufzustoppen. Der Rhein musste mehrere Stunden gesperrt werden, bis er Havarist abgeschleppt war. Der Tanker wurde 1987 als „Payom“ bei Alblas in Hendrik Ido Ambacht erbaut. Er ist 105,70 Meter lang, 10,50 Meter breit und läuft für die Sawadi Tankschifffahrt AG, Basel. Quelle: Tim Schwabedissen



Titan Salvage beißt sich an Nordseewrack die Zähne aus
(17.08.11) Nach 18 Monaten Arbeit, Aufwendungen in Höhe von 10 Millionen Dollar und einem tödlichen Unfall haben die Berger der „Vinca Gorthon“ vor Camperduin aufgegeben. Titan Salvage gab den Auftrag am 17.8. zurück. Sie schaffen es nicht, den Frachter vom Meeresgrund zu holen, wo er seit 1988 liegt. Für die Bergung des 19,000-Tonners waren 22 Millionen Euro freigegeben. Zwei speziell angepasste Plattformen wurden an der Untergangsstelle positioniert und dann 30 Hebeketten befestigt, an denen das in mehrere Teile zerlegte Wrack hochgezogen werden sollte. Im vergangenen Jahr erschien bereits der Bug an der Wasseroberfläche, doch wegen schlechten Wetters musste er wieder versenkt werden. In diesem Sommer wurde der ganze Ponton abgesenkt, um den Bug dann darauf zu platzieren. Doch nun liegt er bereits zwei Monate auf dem Meeresgrund und hat sich so festgesaugt, dass die Hebeketten brachen. Mitte Juni starb ein amerikanischer Taucher beim Durchsägen einer Kette. Die Auftraggeber von Rijkswaterstaat zeigten sich irritiert über die Aufgabe des Projektes. Quelle: Tim Schwabedissen



Gekenterte Yacht soll abgeschleppt werden
(17.08.11) Taucher haben Trossen an der gekenterten 100-Fuß-Yacht “Rambler 100” festgemacht, an denen das Boot 15 Meilen weit in den Schutz der Bantry Bay geschleppt wurde, wo eine Entscheidung über den Umgang mit dem 40 Fuß langen Mast getroffen werden sollte. Das Boot wurde vor Barleycove verankert. Am Morgen des 17.8. sollten Taucher in den Rumpf eindringen, ihn inspizieren und versuchen, Ausweise und Habseligkeiten der Segler zu bergen. Am Vortag war ein solcher Versuch gescheitert. Einer der fünf Segler, die nach der Kenterung am 15.8. mit Hubschrauber wegen Unterkühlungen ins Kerry Hospital geflogen worden war, konnte inzwischen entlassen werden. Der Eigner und Skipper der “Rambler 100”, der amerikanische Multimillionär George David zeigte sich erleichtert über den glimpflichen Ausgang des Unglücks. Das Boot war gekentert, nachdem 16 Meilen südwestlich von Baltimore der Kiel mit einem Knall abgebrochen war. Fünf Besatzungsmitglieder schliefen oder ruhten zu dieser Zeit in der Kajüte und mussten sich binnen 20 Sekunden in Sicherheit bringen. Sie schafften es nicht, zur Hauptgruppe Anschluss zu finden, und die Yacht trieb außerhalb ihrer Reichweite davon. Sie hielten sich im Wasser zusammen an einer Rettungsinsel fest. Die Crew stammte aus den USA, Neuseeland, Südafrika, Australien und Puerto Rico. Das Baltimore Sailing Centre versorgte die Segler nach der Rettung. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucher schaffen es nicht zur „Rak Carrier“
(17.08.11) Bereits den sechsten Tag nacheinander scheiterten Taucher der Oil and Natural Gas Corporation am 16.8., vor Mumbai zum Wrack der “Rak Carrier” vorzustoßen. Schlechte Wetterbedingungen und geringe Sicht behinderten die Operation. Weiterhin laufen geringe Mengen Öl aus, und die Coast Guard hat die „Sankalp“ vor Ort, um es mit Chemikalien zu bekämpfen, bis die Leckage abgedichtet ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter hat zu viele Lecks
(17.08.11) Der 57 Fuß lange Kutter “Eastern Star” liegt bereits seit einem Monat auf der Seite in Hampdor in Maine. Das 1964 erbaute Schiff hat etliche Lecks, und der Eigner Probleme, sie abzudichten, um den Havaristen wieder schwimmfähig zu bekommen. Die Tiden erlauben nur zwei Stunden Arbeit pro Tag. Der Kutter war am 20.7. gestrandet, weil sich ein Tau im Propeller befand. Ein Versuch, ihn am 22.7. mit Luftsäcken flottzumachen, war gescheitert, weil zu viel Wasser eindrang. Die ehemalige „Roamer” war bereits am 15.1. an der Rockland Fischpier gesunken. Sie wurde dann nach Rockland geschleppt und mit einem Motor ausgestattet, ehe sie im Mai nach Bangor kam. Quelle: Tim Schwabedissen



Hebung von Themseschlepper begann
(17.08.11) Der Schwimmkran “GPS Apollo” begann am 16.8. mit der Bergung des auf der Themse gesunkenen Schleppers “Chiefton“. Die Operation begann um 08:30 Uhr, als der 400-Tonnen-Kran in Position gebracht wurde. Dann stieg ein Taucher ab, um Hebestropps anzuschlagen. Der Flussverkehr wurde nur geringfügig beeinträchtigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Boot auf Kamala-River gekentert – viele Vermisste
(17.08.11) 38 Menschen wurden vermisst, nachdem am Abend des 16.8. ein Boot auf dem Kamala River in Zentral-Nepal kenterte. Es befanden sich 41 Passagiere an Bord, als es zu dem Unglück nahe Tedhiyomod in Dhanusha kam. Nach anderen Angaben wurden lediglich 15 Personen vermisst. Es handelte sich ausschließlich um Bauern. Das Boot war überladen. Anwohner und Polizei suchten nach den Opfern. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht nach Strandung von Fels punktiert
(17.08.11) Am 16.8. wurde die 33 Fuß lange Yacht “Cheshire” von den Felsen im Willamette River unterhalb der Interstate 205 Bridge geborgen, wo sie am Vorabend gestrandet und nahe der West Linn Bank gesunken war. Der Eigner aus Portland war nach einem Mayday von der Coastguard Portland und der Clackamas County Sherrif’s Unit gerettet worden. Das Schiff war flussabwärts gelaufen, als es auf einmal drehte und auf die Felsen lief. Die Berger von Ken's Flotation Services Inc. aus Oregon City schickten einen Schlepper und einen Kran, der das Boot binnen drei Stunden hob. Felsen hatten den Rumpf durchbohrt und ein 12x4 Inch großes Leck gerissen. Die „Cheshire“ wurde zur Rocky Point Marina im Multnomah Channel zur Reparatur geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Rambler" gekentert (Bild: Daniel Forster)   Großbild klick!
21-köpfige Crew gekenterter Rennyacht vor Fastnet gerettet
(16.08.11) Am 15.8. um 18:30 Uhr Ortszeit ging bei der irischen Küstenwache ein EPIRB-Signal von der amerikanischen Supermaxi „Rambler 100" ein, die bei sechs Beaufort Wind zwischen dem Fastnet Rock und der Pantaenius-Boje gekentert war. 16 der insgesamt 21 Segler kletterten auf den kieloben schwimmenden Rumpf, während fünf andere in eine Rettungsinsel gingen.
Neben der „LE Ciara" der irischen Marine sowie dem Rettungsboot aus Baltimore waren auch die Küstenwache Castletownbere sowie Helikopter aus Shannon und Waterford an der Rettungsaktion beteiligt, die bei fünf Metern Wellenhöhe, Regen und schlechter Sicht durchgeführt wurde.
Alle 21 Segler wurden gerettet, 16 waren an Bord des RNLI-Bootes aus Baltimore, die Insassen der Insel mit Ausnahme einer Frau, die von dem Helikopter aus Shannon aufgewinscht und zum Weitertransport ins Kerry General Hospital in Tralee zum Farranfore Airport geflogen worden war, auf einer Yacht.
Beim Einlaufen nach Baltimore applaudierte eine Menge Schaulustiger, die sich dort versammelt hatte. Offenbar hatte sich beim Runden von Fastnet Rock die Ballastbombe am Ende der Kielflosse gelöst, und binnen Sekunden kenterte das Boot.
Bereits vom Start weg gab es verschiedene technische Probleme auf dem Boot. Unter anderem fiel eine Winsch aus, und ein Vorsegel wurde zerrissen. Die „Rambler 100", die 2008 als „Speedboat" vom Stapel lief, wurde von Juan Kouyoumdjian entworfen in den folgenden Jahren modifiziert. Das Schiff ähnelt mit extrem breitem Heck, Neigekiel, Doppelruder und ausgeprägtem Knickspant stark einer Volvo Ocean 70 und stellte unlängst im Rahmen des Transatlantikrennens einen Streckenrekord auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter machte Kopfstand
(16.08.11) Der 40 Fuß lange Hummerkutter "Jack Black" fand sich am Morgen des 15.8. hoch, aber nicht trocken wieder. Das Schiff lag auf Granitblöcken an der Ostseite der Rockland Fish Pier, nachdem eine Achterleine über Nacht gerissen war, wohl durch eine hoch auflaufende Flut. Das Schiff drehte sich und kam auf den Blöcken fest. Als die Ebbe einsetzte, sackte der Bug ab, während das Heck auf den Felsen blieb. Mit der 12.48-Uhr-Flut des 15.8., so wurde gehofft, würde sich der Bug wieder heben. Der Kutter läuft für Live Lobster, die auch die Pier betreiben. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre saß drei Stunden fest
(16.08.11) Nur wenige Meter von der Doolin Pier im County Clare entfernt lief am 15.8. um 11.30 Uhr die „Rose of Aran" der Aran Doolin Ferries auf Grund, als sie nach Doolin einlief, um Reisende für die Aran Islands an Bord zu nehmen. Die Fähre befand sich zwischen Crab Island und der Doolin-Pier als sie 25 Meter vom Ufer entfernt festkam. An Bord waren vier Mann Besatzung. Gegen Mittag wurde die Irish Coast Guard verständigt, und die Doolin Coast Guard nahm eine Inspektion and des Schiffes vor. Um 14.15 Uhr kam es mit der Flut wieder frei. Quelle: Tim Schwabedissen



Rätsel um gestrandete Yacht gelöst
(16.08.11) Das Rätsel um die 28 Fuß lange Yacht "Juanita Dulce", die am 14.8. verlassen auf Madeira Beach strandete, ist gelöst. Der Eigner wurde zu Hause angetroffen. Die Coast Guard beendete daraufhin die Suche. Die Pinellas County Sheriff's Marine Unit hatte das Boot mit um den Propeller gewickelter Ankerleine vorgefunden. Zeugen hatten in der Nacht einen Mann an Bord gesehen. Daraufhin hatte ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Coast Guard Air Station Clearwater am Nachmittag zwischen Madeira Beach und Pass-A-Grille Beach eine Suche durchgeführt. Nachdem der Skipper entdeckt worden war, gab er gegenüber dem Pinellas County Sheriff's Office an, das Boot nach Motorproblemen und nachfolgender Strandung verlassen zu haben. Quelle: Tim Schwabedissen



Bei Suche nach Vermisstem der „Waldhof" andere Leiche gefunden
(16.08.11) Eine Männerleiche, die am 13.8. in einem Naturschutzgebiet bei Koblenz gefunden wurde, sollte am 15. oder 16.8.obduziert werden. Davon erhofften sich die Fahnder neue Erkenntnisse zur Identität des Mannes und zur Todesursache. Sie gingen davon aus, dass es sich bei dem auf der Rheininsel Urmitzer Werth entdeckten Toten um einen seit Wochen vermissten Mann aus dem Kreis Neuwied handeln könne. Die Feuerwehr hatte die stark verweste Leiche entdeckt, die mit auf dem Rücken zusammengebundenen Händen an einem Baum gehangen hatte.
Dabei handelte es sich um einen Zufallsfund: Die Feuerwehrleute hatten sich eigentlich an einer neuerlichen Suchaktion nach dem seit sieben Monaten vermissten Besatzungsmitglied des gekenterten Säuretankers „Waldhof" beteiligt. Der Tanker war am 13. Januar mit rund 2400 Tonnen Schwefelsäure an Bord auf dem Rhein bei St. Goarshausen verunglückt. Zwei Besatzungsmitglieder konnten sich retten, ein weiterer wurde einen Monat später tot im Wrack geborgen. Von dem vierten Mann fehlt weiter jede Spur. Am 27. August wird die Suche nach dem 33-Jährigen zwischen St. Goar und Koblenz fortgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker nach Bergung nach Dighi verschleppt
(16.08.11) Der Tanker „Pavit" wurde nach seiner Bergung durch die Schlepper "Sangita" und "Malviya-VI" am 15.8. nach Dighi in Raigarh zur weiteren Untersuchung geschleppt. Das Schiff, das zwischenzeitlich 2,5 Meter in den Sand eingesunken war, war nach einer ersten Drehung um 35 Grad zuvor weitere 50 Grad gedreht worden. Die Berger mussten zudem den Ballast justieren, um es aufrecht zu halten. Dazu waren weitere 30 Arbeiter engagiert. Nachdem das Schiff einige Meilen vor dem Strand war, wurde es einer ersten Untersuchung unterzogen, bevor es weitergeschleppt wurde. Da die Maschine nicht einsatzfähig war, blieben zwei Berger sicherheitshalber an Bord, die die Stabilität während des Manövers überwachten. Quelle: Tim Schwabedissen



“Royal Miss Belmar” am Haken (Bild: USCG)   Großbild klick!
Fähre nach Strandung auf Luftfahrt
(15.08.11) Die gestrandete Fähre “Royal Miss Belmar” wurde durch die Kranbarge „Colombia New York“ mit einem 440-Tonnen-Kran durch die Don Jon Marine Company am 13.8. geborgen. Das Schiff saß seit dem 4.7. direkt am Nordostende von Great St. James Island, U.S. Virgin Islands, auf Grund. Gegen 10 Uhr waren die Berger von der DonJon Marine Co. mit dem Schlepper “Mary Alice” und der Kranbarge vor Ort ein. Binnen zwei Stunden war der Kran aufgetakelt, und Hebestropps wurden um den Rumpf der “Royal Miss Belmar“ gelegt. Gegen 16 Uhr hatte sich die Fähre von den Felsen gelöst und schwebte aufs Deck der Barge, die danach samt ihrer Fracht zur Crown Bay Marina, St. Thomas, geschleppt wurde. Hier galt es die Fähre weiter zu sichern, bevor es nach Savannah, Galveston, weiter geht. Das Coast Guard Marine Safety Detachment und Coast Guard Boat Forces in St. Thomas arbeiteten gemeinsam mit der DonJon Marine Salvage Co., der National Oceanic and Atmosphere Administration, dem U.S. Virgin Islands Department of Natural Resources, Sea Tow und Husky Salvage an der Bergung. Als die Fähre am 4.7. gestrandet war, hatte die Coast Guard 98 Passagiere und vier Mann Crew abgeborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Traditionssegler vor Dahmeshöved gerammt
(15.08.11) Mit einem gewaltigen Schrecken endete eine Forschungsfahrt acht Neumünsteraner Pfadfinder und ihrer zwei Betreuer, die mit dem Schoner „Carola“ vor der ostholsteinischen Küste Kurs Kühlungsborn anliegen hatten. In zwei Meter hohen Wellen und bei fünf Beaufort Wind wurde der Zweimaster am 11.8. gegen 14 Uhr drei Meilen vor Dahmeshöved von dem aus Pärnu kommenden, unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufenden Frachter "Galan", 2473 BRZ (IMO: 8844957), gerammt. Dabei wurde der 25 Meter lange Kieler Traditionssegler "Carola" am Bug schwer beschädigt und erlitt Wassereinbruch. Die christlichen Pfadfinder aus dem Raum Neumünster, die auf dem Traditionssegler unter Anleitung eines Meeresbiologen im Rahmen von „Klima Sail“ Untersuchungen vornehmen sollten, überstanden die Kollision unversehrt. Der Skipper rief alle an Deck, und es wurden Rettungswesten ausgegeben. Auf das Mayday hin eilte zunächst die in der Nähe befindliche „Bad Düben – BP 23“ der Bundespolizei zu Hilfe, etwas später stießen auch der Seenotkreuzer „Hans Hackmack“ aus Grömitz und das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ aus Kiel dazu. 14 Seemeilen vor Grömitz übergab der Seenotkreuzer eine Lenzpumpe, und zusammen mit der „Scharhörn“ wurde das Schiff gesichert, damit die Bundespolizei ruhig arbeiten konnte. Die „Bad Düben“ evakuierte die acht Kinder und Jugendlichen mit einem Beiboot und holte sie an Bord, wo sie mit Pflaumenkuchen und heißer Schokolade versorgt wurden. Einige der Mädchen und Jungen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren standen unter Schock. Sie wurden mit der „Bad Düben“ nach Heiligenhafen gebracht, wo sie von ihren zwischenzeitlich benachrichtigten Eltern nach Hause gebracht wurden. Die dreiköpfige Stammcrew des Seglers sowie die verbliebenen zwei Betreuer erhielten Unterstützung vom Bergungsteam der „Bad Düben“. Gemeinsam mit dem Tochterboot „Emmi“ der „Hans Hackmack“ gelang es, den Havaristen mit Pumpen zu halten und ihn sicher in den Hafen Burgstaaken auf Fehmarn zu eskortieren. Die „Galan“ lief nach Lübeck ab, wo sie um 18.30 Uhr am Containerterminal festmachte, wo eine Untersuchung durch die Wasserschutzpolizei Lübeck-Travemünde eingeleitet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



„Union Neptune“ durch Sprengladungen endgültig versenkt
(15.08.11) Das Wrack des Frachters "Union Neptune", der am 22.7. vor der Ile d'Oléron gekentert, aber nicht vollständig gesunken und in den vergangenen Tagen 1,5 Meilen vertrieben war, wurde am 12.8. auf Position 45 ° 52.82 N - 001 ° 40.65 W vollständig versenkt. Taucher der Marine hatten drei Mal Sprengladungen an dem noch aus dem Wasser ragenden Bug des kopfüber liegenden Wracks befestigt, und um 17:50 Uhr war es endgültig auf 45 Metern Wassertiefe verschwunden, sodass über dem Schiff über 30 Meter Wassertiefe vorhanden sind. Die Entscheidung zur Versenkung war getroffen worden, nachdem der Schlepper “Abeille Languedoc", der das Wrack überwacht hatte, die Drift wahrgenommen hatte und eine weitere Wetterverschlechterung sich abzeichnete. Die 2000 Tonnen Eisenoxid, mit denen der Frachter von Bordeaux nach Rotterdam unterwegs war, waren bereits kurz nach dem Kentern nach Verlust der Lageluken aus dem Schiff gefallen. Die „Argonaute“ und der Minensucher "Pegasus" mit einem Taucherteam machten ihm am Ende den Garaus. Sie untersuchten erst den Rumpf und platzierten dann die Sprengsätze an ihm, die so explodierten, dass das Schiff dabei nicht zerbrach. Jetzt gilt es noch die verbliebenen Reste der 22 Tonnen Diesel und 2090 Gallonen Ölgemisch abzupumpen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Port Mansfield gerettet
(15.08.11) Die US Coast Guard assistierte am Morgen des 14.8. dem Krabbenkutter “Odin”, der mit drei Mann Crew an Bord 12 Meilen vor Port Mansfield zu sinken drohte. Die Wache in Corpus Christi fing um 5:45 Uhr einen Notruf auf, in dem ein Wassereinbruch am Propellerschaft gemeldet wurde. Von der Air Station Corpus Christi stieg ein MH-65C Dolphin Helikopter um 6:30 Uhr auf, dessen Crew den Havaristen rund 14 Meilen vor Port Mansfield ortete. Zwei Lenzpumpen sowie ein Rettungsschwimmer wurden zu dem Kutter abgewinscht. Es gelang, die „Odin” schwimmfähig zu halten, die dann von dem Kutter „Gina Dawn” zurück in den Hafen geschleppt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Dutzend Personen von leckem Sportboot evakuiert
(15.08.11) Die US Coast Guard barg am 14.8. einen Mann von einem 29 Fuß langen Sportkutter ab, der im Golf von Mexiko rund 25 Meilen südöstlich von&xnbsp;Chandeleur Island in Seenot geraten war. Die Coast Guard New Orleans wurde um 12.14 Uhr alarmiert, nachdem das Schiff Wassereinbruch erlitten hatte und ein Mann sich verletzt hatte. Der Kutter “Miss Kristi M” barg 11 Personen ab. Ein MH-65C Dolphin Helikopter winschte den Verletzten auf und flog ihn nach&xnbsp;Gulfport, wo er am&xnbsp;International Airport medizinisch betreut wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht leer angetrieben
(15.08.11) Die US Coast Guard suchte am 14.8. nach dem Skipper der 28-Fuß-Yacht “Juanita Dulce”, die gegen ein Uhr verlassen vor Madeira Beach gestrandet war. Der Mann war zuletzt am Vorabend gesehen worden. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Clearwater kämmte die Küste von Maderia Beach bis&xnbsp;Pass-A-Grille&xnbsp;Beach&xnbsp;nach dem Segler aus Pinellas County ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Weltältester Raddampfer von Kapitän auf Pier gesetzt
(15.08.11) Am Morgen des 14.8. rammte der norwegische Raddampfer "Skibladner" eine Pier in Hamar. Der Kapitän nahm die Verantwortung auf sich, er sei voraus statt zurück gelaufen, und sein Versuch, den Fehler zu korrigieren, sei fehlgeschlagen. Kurz nach 11 lief der 165 Fuß lange Dampfer gegen die Pier. Die Feuerwehr von Gjøvik assistierte bei der Evakuierung der unversehrt gebliebenen Fahrgäste. Ein Rettungsboot zog den Havaristen wieder in tiefes Wasser, der danach zu Untersuchungen mit eigener Kraft nach Gjøvik lief und am 16.8. wieder in Fahrt gehen sollte. Die "Skibladner" verkehrt zwischen Eidsvoll und Lillehammer. Das zwischen1854 und 1856 erbaute Schiff ist der älteste Raddampfer der Welt, der fahrplanmäßig im Fahrgastverkehr eingesetzt wird. Er darf 230 Passagiere befördern und läuft für die A/S Oplandske Dampskibsselskap. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Türkei kollidiert
(15.08.11) Am 14.8. kollidierte der unter Barbados-Flagge laufende Containerfrachter "Parmis", 25391 BRZ (IMO-Nr.: 9283007) mit dem unter Malta-Flagge laufenden Frachter "Apache" (IMO-Nr.: 11534466) in der Marmara-See vor dem Nordende von Marmara Island. Ein Rettungsschiff wurde in Marsch gesetzt, doch beide Schiffe hatten nur leichte Schäden erlitten und nahmen Kurs auf Tekirdag in der Nordwest-Türkei. Die "Parmis" war unterwegs nach Gemlik in der Povinz Bursa, sie kam aus Damieta in Ägypten, die "Apache" war von Italien nach Russland unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennendes Boot im Long Island Sound gesunken
(15.08.11) Die 47 Fuß lange "Twosome," die in der Cove Marina in Norwalk beheimatet war, ging am Abend des 13.8. zwischen Cockenoe Island und Compo Beach in Flammen auf. Der Skipper konnte sich von Bord des im Long Island Sound nahe Norwalk brennenden Schiffes retten. Ein Boot des Norwalk Fire Department wurde gegen 20 Uhr alarmiert und war binnen acht Minuten vor Ort. Feuerwehren aus Norwalk und Westport kamen zum Einsatz, konnten aber nicht verhindern, dass das Boot bis zur Wasserlinie herunter brannte und sank um 21.21 Uhr. Der Eigner aus Norwalk hatte die „Twosome“ vor drei Jahren für 800,000 erworben. Er hatte vor dem Unglück gerade einige Mitfahrer am Cedar Point Yacht Club abgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Flussschiff drohte auf Themse zu sinken
(15.08.11) Das Riverboot “Topsey Turney” schlug in der Nacht zum 14.8. in Teddington auf der Themse leck. Die Feuerwehren aus Kingston, Twickenham und Southall sowie weitere Retter aus Wandsworth kamen mit Lenzpumpen zu Hilfe. Ein Boot der RNLI lifeboat schleppte die Barkasse nach Kingston hinüber, wo es einfacher war, sie auszupumpen. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucherboot gekentert
(15.08.11) Das Taucherschiff “Red Menace” kenterte auf einer Fahrt im Golf von Mexiko vor Panama City Beach. Das Schiff der Panama City Dive Charters wurde am 15.8. gegen 13 Uhr fünf Meilen südwestlich des Panama City Pass von einer Welle überrollt und schlug um, während gerade die Tauchgäste unter Wasser waren. Es waren sieben Personen an Bord, eine wurde leicht am Kopf verletzt. Ein anderes Taucherboot nahm die Schiffbrüchigen an Bord, während ein Küstenwachboot anrückte. Quelle: Tim Schwabedissen



Pavit wieder frei
(15.08.11) Am Nachmittag des 15.8. gelang es den beiden Schleppern “Sangita” und “Malviya-VI”, an über Nacht ausgefahreren, 1,500 Meter langen Schlepptrossen den gestrandeten Tanker “Pavit” vom Juhu Beach herunter zu ziehen. Eine Tide von über vier Metern Höhe unterstützte die Bergungsbemühungen. Bereits tags zuvor war das Schiff, das parallel zur Küste aufsaß, 35 Grad mit dem Bug gegen die See gedreht worden. Ein Team von von 30 Mann, vom seemännischen Personal bis zu Ingenieuren von Titan Salvage und den indischen Counterparts Great Offshore hatten ihr Lager an Juhu’s Mora Beach für die Operation aufgeschlagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandstiftung auf Kutter in Galloway
(15.08.11) Der Kutter “Lowena Mor” wurde am 12.8. durch einen Brand in Galloway schwer beschädigt. Gegen 22:00 Uhr waren die Flammen auf dem an derIsle of Whithorn liegenden Schiff entdeckt worden. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Zwei Männer wurden unter dem Verdacht der Brandstiftung gesucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Tote und drei Vermisste bei Kutterunglück
(15.08.11) Ein chinesischer Kutter sank mit sieben Mann Crew am Morgen des 13.8. nahe Taizhou City. Die Coastguard startete sofort eine SAR-Operation, konnte aber nur vier Leichen bergen. Die anderen drei Männer waren weiter vermisst. Quelle: Tim Schwabedissen



Komplizierte Suche nach Bergungsausrüstung für „Angel 1“
(15.08.11) Die Schlepper "Mahanwara" und "Ngondeni" von Subtech wurden zur Bergung der "Angel 1" vor Mauritius engagiert. Die "Mahanwara" kommt von Sri Lanka und die “Ndongeni” aus Mosambik, beide Schiffe werden um den 20.8. vor Ort erwartet. Die Berger von Five Oceans Salvage hatten zwischen Südafrika, Mosambik, Madagascar, Reunion und Mayotte bis hin nach Sri Lanka nach geeigneten Schiffen gesucht und auch nach Schleppern, die Mauritius gerade passierten, Ausschau gehalten. Zunächst gilt es das Bunkeröl aus den Bodentanks zu holen. Hierzu wird mit den Eignern der Bunkerbarge "Minorque" verhandelt. Die nötige Ausrüstung wurde in Südafrika gefunden und am 12.8. an Bord einer privat gecharterten Antonov AN-26 nach Mauritius gebracht. Die Hafenbehörden haben den Bergern den in Port Louis stationierten Schlepper "Sir Gaetan", 275 BRZ, zur Assistenz angeboten, die National Coast Guard offerierte Ölsperren und Ölbekämpfungsausrüstung. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Ölbedrohung durch „Bulk Carrier 1“- „Rak Carrier“ ölt weiter
(14.08.11) Die philippinische Coast Guard hat Befürchtungen über eine Ölverschmutzung durch die sechs Tonnen in den Tanks der “Bulk Carrier 1" vor Maasim, Sarangani, zerstreut. Ölsichtungen waren 4,4 Meilen vor der Küste, und Ölbekämpfungsmittel wurden ausgebracht. Die Strömung ging auf See hinaus, und es wurde erwartet, dass sich der Ölfilm rasch auflösen würde. In Maasim wurde dennoch vorsorglich Material zur Ölbekämpfung bereit gehalten. &xnbsp;Derweil wird die “HS Puccini" weiter in Davao City festgehalten, bis die Untersuchung abgeschlossen ist. Ein Ersuchen von APL, den Hafen verlassen zu dürfen, wurde zurück gewiesen. Der Kapitän der „Bulk Carrier 1" machte für die Kollision die Führung der “HS Puccini" verantwortlich, die den Kurs seines Schiffes falsch kalkuliert habe. Derweil mussten an der „Rak Carrier“ vor Mumbai die Versuche, die Ölaustritte mit Tauchern zu stoppen, vorläufig ausgesetzt werden. In 40 Metern Tiefe war die Sicht durch aufgewirbelten Sand zu schlecht für den Tauchereinsatz geworden. Weiterhin luafen geringe Mengen Öl aus dem Wrack aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Lotsenversetzer gekenterrt
(14.08.11) Am 11.8. kenterte vor Schouwen-Duiveland das Lotsenversertzboot des Lotsenschiffes “Mirfak", 871 BRZ (IMO-Nr.: 7605677). Die vierköpfige Crew wurde gerettet und ins Krankenhaus nach Goes gebracht. Einer blieb zur Beobachtung über Nacht. Der Unfall wurde durch hohe Wellen verursacht. Das SWATH-Lotsenschiff “Cetus" schleppte das Tenderboot nach Vlissingen ein. Quelle: Tim Schwabedissen



„Angel 1“ wird mit Spezialpumpen geleichtert
(14.08.11) Spezielle Pumpen wurden am 13.8. zu dem gestrandeten Bulkcarrier “Angel 1" gebracht, mit denen die 1000 Tonnen Öl ab dem 14.8. auf eine Bunkerbarge umgepumpt werden sollten. Die Operation soll je nach Wetter rund drei Tage dauern. Die Pumpen, die jede einen eigenen Motor haben, wurden zum Plaisance Airport geflogen. Später sollen auch die 32,000 Tonnen Reis geleichtert und das Wasser, das 10 Fuß hoch im Maschinenraum steht, geleichtert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper sank auf Themse – ein Vermisster
(14.08.11) Ein Mann der Besatzung des englischen Schleppers &xnbsp;“Chieftain" wurde vermisst, nachdem das Schiff am 12.8. auf der Themse kenterte und sank. Das Schiff schlug gegen &xnbsp;11:00 Uhr auf Höhe der Convoys Wharf in Deptford, nahe der Greenwich Pier, um, nachdem sie mit einer Tonne kollidiert war. Die Port of London Authority sperrte den Fluss auf Höhe Greenwich. Vier Löschzüge der Feuerwehr, Rettungsboote, Küstenwache und Polizei waren im Einsatz, nachdem beim Verholen der Kranbarge “Skyline Barge 19“ gemeinsam mit der „Steven B“ und der „Horton" nach dem Passieren der Canary Wharf, wo die "Horton" losgeworfen hatte, der Unfall geschehen war. Die „Horton“ drehte nach der Havarie sofort wieder um. Auch die „Driftwood" am West India Dock schickte eines ihrer Jetboote. Die als Sicherheit abgeordnete "Assassin" von Predetor Charters nahm die übrigen beiden Schlepperfahrer auf, von denen sich einer auf die Barge gerettet hatte. Nach bisherigen Ermittlungen sollte beim Verbringen der Kranbarge an die Greenwich Ship Tier die "Chiefton" an Backbord gehen und den Anhang drehen. Die „Crossness“ markierte die Untergangsstelle mit Tonnen. Nach vier Stunden wurde die Suche nach dem vermissten Schlepperfahrer abgebrochen. Die Port of London Authority leitete Vorbereitungen zur Bergung des Schleppers ein, der am 15.8. gehoben werden soll. Die Kranbarge wurde von der „Steven B“ am Nachmittag nach Gravesend gebracht. Erst in der vergangenen Woche war es zu einem Todesfall auf der Themse gekommen, als ein Besatzungsmitglied der Woolwich Ferry über Bord ging, als er Trossen loswerfen wollte. Er geriet in den Propeller und wurde tödlich verletzt. &xnbsp;Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Russenkapitän verursachte Doppelkollision in Kiel
(14.08.11) Der betrunkene russische Kapitän des unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Frachter „Solveig K“, 1678 BRZ (IMO: 7723687), hat am Abend des 12.8. zwei Havarien verursacht. Gegen 20 Uhr kam er mit Schüttgut von Riga nach Ghent unterwegs beim Einlaufen in die Schleuse deutlich vom Kurs ab. Der Seelotse konnte den Kapitän beim Einlaufen nur mit Mühe beraten. Daraufhin kollidierte die „Solveig K“ mit der Schleusenmauer und trug Schäden am Bug davon. Die Beamten der Wasserschutzpolizei stießen bei der anschließenden Untersuchung dann auch noch auf Alkoholgeruch beim Kapitän. Eine angeordnete Atemalkoholprobe ergab einen Wert von 1,2 Promille. Da der Kapitän zur weiteren Vernehmung von Bord gehen und gleichzeitig die Schleusenkammer wieder zügig freigemacht werden musste, überführte der Erste Offizier das Schiff mit einem Lotsen zur weiteren Untersuchung in den Nordhafen. Doch auch dieses Manöver misslang. Dem Rudergänger unterlief beim Anlegemanöver am Voithkai ein Fehler, und das Schiff trieb am Voith-Kai gegen ein dort vertäutes Reserve-Schleusentor der Holtenauer Schleuse. Auch hierbei entstand ein erheblicher Sachschaden an dem Schleusentor, das bei der Kollision auch losgerissen wurde und in den Kanal zu treiben begann. Der SFK-Schlepper „Holtenau“ wurde zur Unterstützung gerufen und musste das Schleusentor und Havaristen an die Kaimauer drücken. Für die „Solveig K“ war die Fahrt vorerst in Kiel vorbei. Die Seeberufsgenossenschaft verhängte ein Auslaufverbot, und die Wasserschutzpolizei Kiel begann mit der Untersuchung. Der Frachter durfte seine Reise erst fortsetzen, nachdem ein neuer Kapitän eingesetzt war. Die Reederei berief den russischen Kapitän sofort ab. Vor einer Weiterreise des Schiffes nach Belgien musste der Germanische Lloyd als zuständige Klassifikationsgesellschaft zudem den technischen Zustand der „Solveig K“ überprüfen und die Klasse bestätigen. Der Rostocker Reeder König widersprach Berichten, nach denen es zu einem Ausfall der Ruderanlage gekommen sei und führte die Kollision im Nordhafen auf eine Schrecksekunde beim Rudergänger zurück. Am Morgen des 14.8. setzte der Frachter seine Reise fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Bunkertanker auf Grund gelaufen
(14.08.11) Am 12.2. um 20.45 Uhr lief der russische Bunkertanker “Ecobalt” mit 250 Tonnen Öl an Bord im Hafen von Ust Luga nach Ruderversager auf Grund. Das Schiff kam aus eigener Kraft wieder frei und ankerte, doch einer der Tanks wurde beschädigt. Ölsperren wurden ausgelegt und das Schweröl aus dem lecken Tank ausgepumpt. Am 13.8. gegen sechs Uhr hatte die Crew die entstandenen Risse ausgebessert. Die „Ecobalt“ hat als Manager die Saturn Co., St. Petersburg. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf Wolga gestrandet
(14.08.11) Am 12.8. um 22.00 Uhr lief der russische Frachter „ Volgodon-107“ nach Maschinenschaden bei Kilometer 857 auf der Wolga nahe Gorodets auf Grund. Zwar hatte die Crew noch den Anker geworfen, doch durch die Schwell passierender Schiffe geriet das Schiff dennoch ins Treiben, bis es festkam. Der Versorger “Gracj“ wurde zur Assistenz geschickt. Der Frachter war auf der Reise Tcheleiki – Nizhniy Novgorod mit 4600 Tonnen Kies an Bord. Die „Volgodon-107“, 5620 tdw (IMO-Nr.: 8956229) wurde 1969 erbaut und läuft für die Volga Steamship Co. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf Grund gesetzt
(14.08.11) Am 9.8. um 17.55 Uhr entwickelte der Frachter “SPP-015” beim Verlassen der Bucht von Avacha in Petropavlovsk-Kamtschatka, plötzlich 28 Grad Steuerbordschlagseite. Der Kapitän entschied, das Schiff, das mit Containern nach Tigil unterwegs war, um 18.30 Uhr im Zaviyko Inlet auf Grund zu setzen. Am 10.8. um sieben Uhr war das Schiff wieder frei und wurde von dem Schlepper „Ryaniy“ nach Petropavlovsk eskortiert. Die „SPP-015“, 164 tdw (IMO-Nr.: 8139065) läuft für die Morskie Linii Co., Petropavlovsk-Kamchatskiy und hat sieben Mann Crew. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf Sheksna gestrandet
(14.08.11) Am 6.8. um ein Uhr lief der russische Frachter “Chalna” bei &xnbsp;Kilometer 541.9 auf dem unteren Sheksna auf Grund. Um 06.30 Uhr kam er aus eigener Kraft wieder frei und setzte die Reise von Robruchey nach Moskau mit seiner Ladung von 4918 Tonnen Zerealien fort. Die „Chalna“, 5150 tdw (IMO-Nr.: 8872746), wurde 1989 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision bei Azov
(14.08.11) Am 6.8. um 03.55 Uhr kollidierte der russische Frachter “Antares” mit dem unter Malta-Flagge laufenden Frachter “Cheyenne” bei Azov. Die „Cheyenne” war aus dem Fahrwasser abgekommen und wurde im Bereich des Schanzkleids beschädigt. Sie war ohne Lotsen aus dem Hafen ausgelaufen. Die „Cheyenne”, 5152 tdw (IMO-Nr.: 9142875), wurde 1995 erbaut und hat als Manager das Prestige Shipmanagement, Ukraine. Die „Antares“, 2159 tdw (IMO-Nr: 8422682), wurde 1984 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Decksmann steckte eigenen Kutter in Brand
(14.08.11) Am Morgen des 13.8. wurde durch das Okaloosa County Sheriff's Office ein Mann verhaftet, der auf dem Kutter “Southern Belle“ tags zuvor im Destin Harbor hinter Marabella Condos Feuer gelegt hatte. Die “Southern Belle” wurde zerstört, und ein Feuerwehrmann aus Destin erlitt leichte Verletzungen. Zwei weitere Schiffe wurden be idem Brand ebenfalls schwer beschädigt. Der Decksmann, der jetzt verhaftet wurde, sagte, der Kapitän habe ihm Heuer geschuldet. Daraufhin habe er Benzin verschüttet und um 22.45 Uhr in Brand gesetzt. Seine eigene Mutter brachte ihn dann zur Polizei. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste nach Kutterunglück
(14.08.11) Am 12.8. kenterte der Kutter “Thirumala” nach Motorausfall nahe des Wellenbrechers von Alivegody vor der Küste von Malpe. Er wurde am 13.8. kieloben und stark zerstört am Strand von Kaipunjalu nahe Kaup angetrieben. Das Schiff hatte am 12.8. um zwei Uhr mit sechs Mann an Bord Malpe verlassen. Nach einer Viertelstunde geriet das Schiff außer Kontrolle und lief auf Grund. Durch Risse kam es zu Wassereinbruch, und der Kutter begann zu sinken. Vier Mann schwammen an Land, zwei sind mutmaßlich ertrunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Flammenmeer auf Paraguay River
(14.08.11) Auf dem Paraguay River wurden nach der Kollision dreier Schiffe und einem anschließenden Brand vier Mann vermisst. Der argentinische Bunkertanker „ Polaris” mit 2,6 Tonnen Öl an Bord ging in Flammen auf. Die unter der Flagge Paraguays laufende “Cavallier VII” mit einer Ladung Sojabohnen und Eisenmineralien, wurde aufgegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank in Squalicum
(14.08.11) Das Washington Department of Ecology (Ecology), die U.S. Coast Guard und die Behörde des Port of Bellingham waren im Einsatz, nachdem der 50 Fuß lange Kutter “Norman B” am 13.8. gegen sieben Uhr in der Squalicum Harbor Marina in Bellingham Bay sank. Der Skipper leitete die Bergung der 200-300 Gallonen Diesel in den Tanks ein. Einer der Tanks wurde seither ausgepumpt. Ölsperren wurden um das Wrack ausgelegt, geringe Mengen Dieselöl trieben darin, nachdem das Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Schiffe der portugiesischen Marine werden zu Unterwassermuseum
(12.08.11) Vor der Küste von Portimão sollen in Kürze vier ausgemusterte Schiffe der portugiesischen Marine versenkt werden. Sie sollen neues Leben anziehen und ein einzigartiges Unterwassermuseum darstellen. Die Wracks werden in 30 Meter Tiefe zu liegen kommen an einer durch das Sea and Fishing Institute ausgewählten Stelle. Die Marine wird die Schiffe, die derzeit in der Alfeite Marinebase in Almada liegen, ausschlachten und reinigen. Es handelt sich um die Fregatte „Hermenegildo Capelo”, Ddie Korvette “Oliveira do Carmo”, die „Almeida Carvalho“ und das Patroullienboot „Zambeze“. An Land wird das Projekt MUSUBMAR (Sub Aquatic Naval Museum) vom Portimão Museum begeleitet, wo die Geschichte der Schiffe beschrieben wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Antennen von künstlichem Riff gesichert
(12.08.11) Zwei Antennen an Bord der als künstlichen Riffes versenkten “General Hoyt S. Vandenberg” vor Florida wurden in der vergangenen Woche durch Taucher gesichert. Sie installierten Kabel, Ketten und Schäkel an den beiden Antennen oberhalb des Decks des Wracks, das 2009 vor Key West in der National Marine Sanctuary versenkt wurde. Die Arbeiten sollten vor den Hurrikan-trächtigen Monaten August, September und Oktober abgeschlossen sein. Die Antennen hatten sich bereits bei der Versenkung des 520 Fuß langen Schiffes gelöst und wurden einige Tage darauf wieder befestigt. Doch die Verantwortlichen wollten jetzt sicher gehen, dass sie nicht eines Tages auf die fragilen umliegenden Korallenriffe stürzten. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot nach Strandung gesunken
(12.08.11) Ein MH 60-Jayhawk-Helikopter der Coast Guard Air Station Sitka rettete am 11.8. zwei Mann von dem 47 Fuß langen Sportboot „Jessie B“, das im McHenry Inlet, 54 Meilen nordwestlich von Ketchikan, auf einen Felsen gelaufen war. Die Küstenwache in Juneau war um 5:30 Uhr alarmiert worden. Das Boot wurde 19 Meilen nördlich der Thorne Bay lokalisiert und die Crew abgeborgen, gerade bevor das Boot sank. Die Schiffbrüchigen wurden zur Thorne Bay geflogen. Sie berichteten, dass sie noch die Treibstoffventile hatten schließen können. An Bord waren 380 Gallonen Dieselöl. Quelle: Tim Schwabedissen



Behörden verzögern Bergung der „Pavit“
(12.08.11) Der Plan, den auf Juhu-Beach gestrandeten Tanker “Pavit” am 11.8. zu bergen, scheiterte wegen fehlender amtlicher Genehmigungen. Nachdem die Eigner, die in Dubai ansässigen M/S Pavit Shipping Lines, endlich mit Great Offshore Limited und Titan Salvage einig über die Bergung waren, stellte sich heraus, dass versäumt worden war, mit Regierungsstellen zu sprechen, weil am Strand Baggerarbeiten und eine Absperrung notwendig würden. Dazu hätte es der Erlaubnisse der Behörden, des Zolls und der Polizei bedurft. Wenn diese bis zum 12.8. nicht eingeholt sind, wird die Bergung weitere Wochen auf sich warten lassen, weil erst in zwei Wochen wieder günstige Tidenverhältnisse herrschen. Unterdessen warf der Eigner der Schiffsführung vor, beim Verlassen des Schiffes in Panik gehandelt und zuvor technische Ratschläge ignoriert zu haben. Dass das Schiff nicht unmittelbar bedroht gewesen sei, habe sich daran gezeigt, dass es nach dem Verlassen durch die Crew einen Monat in der See trieb, ohne zu sinken. Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisster Ingenieur der „Bulk Carrier 1“ aufgetaucht
(12.08.11) Die philippinische Coast Guard vermutete am 12.8., dass menschliches Versagen zum Untergang der „Bulk Carrier 1" geführt haben könnte. Möglicherweise war das Schiff nicht auf den vorschriftsmäßigen Schifffahrtsrouten unterwegs. Die Suche nach dem letzten noch vermissten Mann vom Maschinenpersonal wurde gegen Mittag fortgesetzt. Der Chefingenieur war entgegen bisheriger Berichte doch lebend entdeckt worden. Auch der Ölaustritt wurde weiter überwacht und ein Ölfleck mit Schwimmbarrieren eingegrenzt. Sechs Tonnen Öl wurden noch im Wrack vermutet. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsvorbereitungen für „Angel 1“
(12.08.11) Am 11.8. wurde durch einen Schlepper der Hafenbehörden weitere Ölbekämpfungsausrüstung in die Gegend nördlich von Mauritius gebracht, wo der 197 Meter lange Frachter „Angel 1" seit nunmehr drei Tagen auf Grund liegt. Am 12.8. sollte ein Generator an Bord gebracht werden, mit dessen Hilfe der acht Fuß hoch geflutete Maschinenraum ausgepumpt werden sollte. Ein eigentlich zu diesem Zweck vorgesehener, 1,5 Tonnen schwerer Generator konnte aber nicht, wie geplant, per Helikopter transportiert werden, weil das Gewicht die Kapazität des größten Inselhelikopters, der Dhruv der Polizei, überschreitet. Deswegen musste ein leichterer Generator aufgetrieben werden. Nun muss in Abstimmung mit den Behörden und der National Coast Guard bestimmt werden, ob die 32,000 Tonnen Reis und 1000 Tonnen Öl vor einem Bergungsversuch geleichtert werden müssen. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucher starb an Frachterwrack
(12.08.11) Ein kanadischer Taucher kam am Morgen des 10.8. auf dem St. Lawrence River an der Untergangsstelle des 729 Fuß langen Frachters „Roy A. Jodrey“, der 1974 vor Wellesley Island gesunken war, ums Leben. Er hatte noch oberhalb des Schiffes gegen 11.55 Uhr Notzeichen gegeben. Ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard, das in der Nähe war, hörte den Notruf des Tauchschiffes “Shaleka J.” aus Rockport, und die Crew sah kurz darauf einen Taucher winken. Ein zweiter trieb bereits bewusstlos im Wasser. Er wurde von der Coast Guard ins River Hospital gebracht, ein zweites Boot nahm die beiden anderen auf. Sie hatten noch genug Sauerstopff in den Tanks. Der verunglückte Taucher wurde dann im River Hospital für tot erklärt. Am Samaritan Medical Center, Watertown, sollte eine Autopsie die Todesursache klären. Auch einer seiner Tauchkameraden aus Ontario wurde im River Hospital behandelt und dann zur Dekompression ins Upstate Medical University, Syracuse gebracht. Der dritte Mann konnte bereits wieder aus dem River Hospital entlassen werden. Die drei hatten einen zweistündigen Tauchgang unternehmen wollen. Normalerweise verbringen Taucher eine halbe Stunde am Wrack und dann eine Stunde mit der Dekompression. Die mit Holz beladene „Roy A. Jodrey”, die nach dem Auflaufen auf eine Untiefe sank, liegt mit dem Bug auf 70 Fuß, mit dem Heck in 200 Fuß Wassertiefe. Viele Taucher beginnen im flachen und folgen dem Wrackverlauf dann in die Tiefe. Die Sicht beträgt dort bei guten Bedingungen, wie sie am 10.8. herrschten, bis zu 60 Fuß. Bereits ein Jahr nach dem Untergang kam ein Berufstaucher aus New York bei Arbeiten am Wrack ums Leben. Seine Leiche wurde nie gefunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kohlebarge bei Aceh gestrandet
(12.08.11) Eine mit Kohle beladene Barge riss sich am 10.8. vor Aceh in Indonesien von ihrem Schlepper los und strandete bei Meulaboh. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten in Sarangani Bay eingestellt
(11.08.11) Die Ölverschmutzung in der Sarangani Bay, die durch den Untergang des 48 Meter langen Frachters "Bulk Carrier 1" ausgelöst wurde, ist unter Kontrolle. Chemikalien wurden eingesetzt, um die sechs Tonnen Bunkeröl aufzulösen, die sich auf zwei Hektar Fläche ausgebreitet hatten. Die philippinische Coast Guard schickte Schiffe und Material zur Unglücksstelle. Die Kollision mit der „HS Puccini“ wurde wohl durch schweren Regen und entsprechend schlechte Sicht verursacht. 16 Mann waren danach von dem Hamburger Frachter aufgenommen worden, fünf schwammen an Land. Sechs Personen erlitten Verletzungen. Zwei Mann des Maschinenpersonals ertranken wohl unter Deck, als die “HS Puccini” den kleineren Frachter, der mit 7,8 Knoten Fahrt unterwegs war, auf Höhe des Maschinenraums an Steuerbordseite rammte und dieser fast augenblicklich versank. Die 21 überlebenden Schiffbrüchigen trafen am 10.8. gegen 12.30 Uhr an Bord des Patroulllienbootes „DF-315“ an der Makar Wharf ein. Sechs von ihnen kamen ins St. Elizabeth Hospital. Am Nachmittag stellte die Coast Guard die Suche nach den beiden Vermissten ein, die mit großer Sicherheit bei der Kollision im Maschinenraum ertranken. Da das Wrack 3000 Fuß tief liegt, ist eine Suche nach ihnen nicht möglich. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucher sollen Ölleck auf „Rak Carrier“ stopfen
(11.08.11) Am 11.8. sollten Taucher zu dem in 35 Meter Tiefe liegenden Wrack des Frachters „Rak Carrier“ vor Mumbai absteigen und versuchen, das Ölleck zu schließen. Die Oil and Natural Gas Corporation (ONGC) soll dazu ein Taucherschiff zur Verfügung stellen. Später soll Titan Salvage das verbliebene Bunkeröl abpumpen. Die International Tanker Owner Pollution Federation soll bei der Erfassung der Ölschäden assistieren. Die Coast Guard stellte aus der Luft am 10.8. fest, dass der Ölteppich fünf Meilen um das Schiff liegt und derzeit eine halbe Tonne stündlich auslief. Öl trieb auf Juhu und Gorai Beach an. Die "Varuna" und "Amrit Kaur" der Coast Guard setzten die Ölbekämpfung fort, am 11.8. verstärkt durch die "Samudra Prahari". Quelle: Tim Schwabedissen



Salzfrachter gesunken
(11.08.11) Die mit 200 Tonnen Salz beladene “BT 093737 TS” sank am 10.8. zwei Meilen vor Hon Tre 2 Island im Kien Hai Distrikt in der südlichen Kien Giang Provinz auf der Fahrt von Rach Gia City to Phu Quoc Island. Die vierköpfige Crew wurde gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Pamlico
(11.08.11) Im Pamlico Sound sank der 70 Fuß lange Trawler “Cradles Hope” am 9.8. um 21.15 Uhr. Die dreiköpfige Crew wurde von einem anderen Kutter gerettet. Teile des Ruderhauses und der Masten ragten südlich des Swan Quarter, etwa drei Meilen von Great Island entfernt, noch aus dem 15 Fuß tiefen Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



„Pavit“-Bergung wird vorbereitet
(11.08.11) Die Vorbereitungen zur Bergung des Tankers "Pavit" auf Juhu Beach wurden am 10.8. fortgesetzt. Berger von Great Offshore Limited und Titan Salvage reparierten den Generator. Am 11.8. sollten Trossen angebracht werden und am 12.8. Bergungsversuche anlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Dreimaster lief nach Party auf Grund
(11.08.11) Am 9.8. lief der holländische Dreimaster „Abel Tasman" (MMSI-No.: 244710236) im Prinses Margrietkanaal mit 93 Partygästen an Bord auf Grund. Das 40 Meter lange Schiff hate vier Meter außerhalb des Fahrwassers geankert. Als es zurück nach Starteiland laufen wollte, drückte kräftiger Wind es auf Grund. Gegen Mitternacht wurden die gestrandeten Passagiere mit einer Fähre nach Sneek gebracht und im Hotel Van der Valk Sneek einquartiert. Am 10.8. um 10.15 Uhr zog ein Schlepper die “Abel Tasman” zurück in tiefes Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff drohte zu sinken
(11.08.11) Am 10.8. erlitt das deutsche Binnenschiff "Katy B", 1341 ts (EU-Nr.: 04021190) nahe des Schleusenkomplexes in Olen Wassereinbruch und drohte gegen Mittag zu sinken. Der Kapitän brachte bereits seine Habseligkeiten von Bord, als die Feuerwehr Herentals eintraf und einen Kran zum Löschen der Ladung orderte. Binnen 30 Minuten war genug der Düngerladung von Bord geholt, um Lenzpumpen anzuschlagen, die des Wassereinbruchs Herr wurden. Am Nachmittag wurde entschieden, dass die gesamte Ladung gelöscht und der Havarist dann nach Hemiksem ins Dock gehen sollte.Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter bei Istanbul gestrandet
(11.08.11) Der moldavische Frachter “Sun S", 1839 BRZ (IMO-Nr.: 7624348), lief am 11.8. um 5.18 Uhr in der Straße von Çanakkale nahe Nara Point auf Grund. Es wurde versucht, es mit eigener Kraft wieder freizubekommen. Die Havarie ereignete sich auf der Fahrt von Izmir nach Kherson. Das Directorate General of Coastal Safety schickte das Rettungsboot "DGCS-6" und den Schlepper "Söndüren-4" zur Strandungsstelle. Die neunköpfige Crew blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



„Arthur W. Radford” versenkt
(11.08.11) Der letzte Akt dauerte 3½ Stunden. Gegen 16 Uhr richtete sich dann der Bug der “Arthur W. Radford” in die Höhe, und das Heck verschwand unter der Wasseroberfläche. Dann wurde der Zerstörer nach 14monatiger Vorbereitung in Virginia das jüngste Objekt in Delawares Artificial Reef Program. Gegen Mitternacht war das Schiff an der Versenkungsposition 26 Meilen südöstlich des Indian River Inlet eingetroffen, und es wurde begonnen, die Löcher im Rumpf zu erweitern. Um 14.45 Uhr verließen die Schlepper das Schiff, und ein Boot übernahm die verbliebenen Arbeiter. Das Warten auf den Untergang begann, während Wasser langsam die unteren Räume füllte. Eine Stunde später gerieten Löcher, die ins Achterschiff geschnitten worden waren, unter Wasser, und dann versank das ganze Schiff unter Applaus auf 135 Fuß Tiefe. Die höchsten Teile liegen nun 65 Fuß unter der Wasseroberfläche auf Position 38* 30.750’N 074* 30.700’W. Quelle: Tim Schwabedissen



Rennyacht vor Poole gesunken
(10.08.11) Die Rennyacht “J 22” kenterte und sank nahe des Hauptfahrwassers von Poole Harbour in der Nacht zum 9.8.. Die RNLI schickte Boote aus Poole, doch als sie binnen fünf Minuten eingetroffen waren, war die Yacht schon gesunken. Die dreiköpfige Crew wurde gerettet und zur Parkstone Marina gebracht. Die Position der Yacht wurde markiert, bis ein Bergungsschiff von Jenkins Marinevor Ort ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer vor Rügen gerettet
(10.08.11) Bei starken bis steifen Winden um sieben Beaufort haben die Seenotretter aus Sassnitz am frühen Morgen des 9. August einen Fischer an der Ostküste der Insel Rügen aus einer gefährlichen Notlage befreit. Gegen 4.10 Uhr meldete sich ein anderer im Revier fischender Kutter über den internationalen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Der Kapitän hatte rote Handfackeln gesichtet. Der Seenotkreuzer „Wilhelm Kaisen“ warf im Sassnitzer Westhafen sofort die Leinen lso und lief zur angegebenen Position. Nach kurzer Fahrt durch die Prorer Wiek südlich Sassnitz fanden die Seenotretter einen Fischer in einem offenen, etwa sieben Meter langen Boot. Der knapp 70-jährige Mann war in Höhe Granitzer Ort mit seinem Boot auf dem sehr steinigen Ufer festgekommen. Das offene Fischerboot war bei dem starken Wind aufgelaufen und noch soweit von Land entfernt, dass der Fischer sich nicht mehr selbst helfen konnte. Der Seenotkreuzer setzte das Tochterboot „Helene“ aus. Vorsichtig manövrierten die Seenotretter es in die Nähe des Havaristen. Es gelang, eine Leine zu übergeben und das Boot vorsichtig von den Steinen zu ziehen. Rumpf und Antrieb hatten offenbar keinen Schaden genommen. Der Fischer konnte seine Fahrt mit eigener Kraft fortsetzen. Starke Winde mit heftigen Gewitterböen bereiteten auch vielen anderer DGzRS-Stationen seit dem Nachmittag des 8. August reichlich Arbeit. Binnen weniger Stunden gab es rund 15 Einsätze vor allem in den Ostseerevieren Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns. Dabei kamen die DGzRS-Besatzungen insgesamt über 40 Menschen zu Hilfe. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsauftrag für „Angel 1“ vergeben
(10.08.11) Five Oceans Salvage wurde beauftragt, den unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Angel 1", 20624 BRZ (IMO-Nr.: 8112964), zu bergen. Am 9.8. war ein Versuch des Schleppers "Sir Gaëtan Duval", den die Mauritius Port Authority geschickt hatte, gescheitert, den Frachter, dessen gesamtes Achterschiff samt Propellern aufsitzt, vom Riff zu ziehen. Ein Bergungsteam wurde am 10.8. in Mauritius erwartet. Taucher der Coast Guard und der Tauchfirma Taylor Smith waren am 9.8. nicht in der Lage gewesen, ein Leck, das den Maschinenraum flutete und durch das auch Öl austrat, zu lokalisieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaran gestrandet, gekentert und zerbrochen
(10.08.11) Der 46-Fuß-Katamaran “Solitude”, eine 2002 Fontaine Pajot 46, sank in schwerer See am Morgen des 6.8. westlich von Saba Island, rund 2.Meilen südwestlich des King Airport, nachdem er auf Felsen gelaufen waren. Binnen weniger als einer Stunde ging der Steuerbordrumpf unter, und das Schiff zerbrach in bis zu 10 Fuß hohen Wellen in mehrere Stücke. Einhand-Skipperin Christina Bonwit ging über Bord, als sie versuchte, eine 300-Fuß lange Leine am Heck eines anderen Bootes festzumachen. Die U.S. Coast Guard nahm mit dem Boot von Retter Alan Wentworth Kontakt auf, nachdem der King Airport Tower ein schwaches Notsignal aufgefangen hatte. Sofort stieg ein Coast Guard Helikopter in Aguadilla, Puerto Rico, auf. Er brauchte aber nicht mehr eingreifen. Gegen 10 Uhr brachte Wentworth die Einhandseglerin Cristina Bonwit zurück zum Hafen. Die Coast Guard prüfte das davon treibende Wrack nur noch auf Zeichen von Ölverschmutzung, an Bord waren 32 Gallonen Öl gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der „Investigator“ sehr gut erhalten
(10.08.11) Bei einer Reihe von Tauchgängen zum Wrack von HMS “Investigator” haben Archäologen von Parks Canada einen Schatz historischer Artefakte im Schlamm unter dem Deck des britischen Schiffes entdeckt. Im Juli war eine Expedition in der Mercy Bay vor Banks Island in den Nordwest-Territories angelaufen. Taucher bargen dabei einen Schuh und ein intaktes Gewehr, die im Schlamm zu verschwinden drohten. Doch die Hauptentdeckung war das Vorhandensein tausender anderer Stück, darunter viele persönliche Habseligkeiten, im Wrack des Schiffes der Royal Navy, das in den 1850er Jahren auf der Suche nach der Franklin Expedition im Eis eingeschlossen wurde und schließlich versank. Der Schlamm im Schiffsinnern hat die Überreste gut erhalten, auch das Schiff selbst ist in gutem Zustand. Die 36 Meter lange “Investigator” war 1850 von England zur Suche nach den129 Männern von Sir John Franklins Arctisexpedition mit HMS „Erebus“ und HMS „Terror“ ausgelaufen. 1853 musste sie in der Mercy Bay in 1853 aufgegeben werden und sank im folgenden Jahr. Die Schiffbrüchigen konnten auf Schlitten Melville Island erreichen, wo sie gerettet wurden. So wurde erstmals die Nordwest-Passage bezwungen. Während die Inuit die zurückgelassenen Dinge Anlandestelle der Expedition später in Besitz nahmen, sind sie wohl nicht an Bord der „Investigator“ gelangt, bevor sie sank. So hoffen die Forscher auf eine Fülle von Funden in der kommenden Zeit. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölaustritt aus „Rak Carrier“ zurückgegangen
(10.08.11) Nach Angaben des Directorate of Shipping hat sich die Menge des aus der “Rak Carrier” auslaufenden Öls von 35-40 Tonnen pro Tag zu Beginn auf acht bis zehn Tonnen reduziert. Die Ölspur ist nur noch fünf bis acht anstatt zunächst 12 Meilen lang. Einige Ölreste erreichten Alibagh Beach wie auch Dadar und Bandra Bandstand in Mumbai. Keine neuen Anlandungen wurden auf den Stränden von Juhu und Versova festgestellt. Drei Schiffe der Coast Guard, darunter die “Samudra Prahari” sowie eine Dornier, sind weiterhin vor Ort. An der Untergangsstelle wurde eine Tonne ausgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer trieben vier Tage im Meer
(10.08.11) Zwei Fischer kamen ums Leben, sieben wurden gerettet, als ihr Kutter „Tres Marias“ an Nachmittag des 7.8. mit einem anderen Schiff vor der nordphilippinischen Provinz Zambales kollidierte. Die Überlebenden wurden am Morgen des 10.8. von der „Izumi“ gerettet. Sie sagten, ein Frachter habe ihr Schiff in zwei Teile brechen lassen und sei dann weiter gefahren. Die Geretteten wurden von der Subic Bay Metropolitan Authority betreut. Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang der „Sea Diamond“ hinterließ keine Umweltschäden
(10.08.11) Die Insel Santorini wurde nach dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes “Sea Diamond” im April 2007 nicht schwer in Mitleidenschaft gezogen, ergab eine Studie des Hellenic Center for Maritime Research (HCMR). Wasserproben, die vor Oia gezogen wurden, ergaben befriedigende Werte, und auch bei den Fischen wurden keine erhöhten Schwermetallwerte festgestellt. Die 450 Tonnen Öl waren nach dem Untergang ausgepumpt worden. Die Operation kostete die Louis Cruise Lines sechs Millionen Dollar. Das Wrack wurde zu seinem Schutz mit Netzen überdeckt. Quelle: Tim Schwabedissen



„Arthur W. Radford” zu letzter Reise ausgelaufen
(10.08.11) Am 9.8. verließ die „Arthur W. Radford“ zum letzten Mal den Hafen. Sie soll ein künstliches Riff in Del-Jersey-Land vor Cape May werden, einem Joint Venture zwischen Delaware, New Jersey und Maryland zur Verbesserung des Fischbestandes durch die Versenkung von Schiffen und Eisenbahn- sowie U-Bahn-Waggons. Das 1977 erbaute Schiff, das mit 536 Fuß Länge das längste künstliche Riff an der Ostküste wird, gehörte zu einer Flotte von 31 Zerstörern der Spruance-Klasse, die allesamt inzwischen abgewrackt oder versenkt wurden. Am Kai der Philadelphia Navy Yard war sie von allen Giftstoffen gereinigt und zuvor demilitarisiert worden. 1,000 Tonnen recycelbaren Materials wurden entfernt und durch Beton als Ballast ersetzt, der das Schiff stabil halten soll. Auf 130 Fuß Wassertiefe wird das Schiff nun in der Delaware Bay, rund 22 Meilen von Cape May entfernt, geflutet und dann rasch besiedelt werden. Nachdem in der Delaware Bay aus Schiffen und Waggons das Red Bird Reef angelegt wurde, haben die Fangfahrten von 300 auf 17,000 pro Jahr zugenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Libysche Fregatte bombardiert
(10.08.11) NATO-Kampfflugzeuge haben eine libysche Fregatte in Tripolis bombardiert, nachdem beobachtet wurde, dass von ihr Waffen und Munition zur Aufstandsbekämpfung an Land gegeben wurde. Die in der Sowjetunion erbaute Fregatte der Koni-Klasse wurde getroffen und schwer beschädigt. Bereits im Mai waren mehrere Schiffe der Marine bei Luftangriffen erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden, darunter eine andere Fregatte der Koni-Klasse und ein Schnellboot der Combattante-Klasse. Quelle: Tim Schwabedissen



Russisches Fahrgastschiff trieb vor Arkhangelsk
(10.08.11) Das russische Passagierschiff "Belomoriye", 208 BRZ (IMO-Nr.: 8927967) erlitt am 8.8. im Weißen Meer Maschinenausfall. An Bord waren sechs Mann Besatzung und 32 Fahrgäste. Das Marine Rescue and Coordination Centre in Arkhangelsk schickte die “Tekhnolog Konyukhov" zur Hilfeleistung. Der Schaden konnte repariert werden und das Schiff unter Eskorte des Bergungsfahrzeugs am Morgen des 9.8. den Heimathafen Arkhangelsk anlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Mann nach Untergang philippinischen Frachters vermisst
(10.08.11) Zwei Mann des 48 Meter langen philippinischen Frachters “Bulk Carrier I” wurden vermisst, nachdem das Schiff vor der Sarangay Bay nach Kollision mit dem unter Liberia-Flagge laufenden Containerfrachter „HS Puccini“, 16162 BRZ (IMO-Nr.: 9368730) gegen 20 Uhr sank. Das Unglück ereignete sich 11 Meilen vor Tampuan nahe der Küste von Tinoto in der Sarangani Provinz. Zunächst wurden sieben Mann vermisst, doch fünf von ihnen am Morgen des 10.8. unweit von Maasim entdeckt, nachdem sie schwimmend die Küste erreicht hatten. Sie wurden von dem 73. Philippinischen Infanterie Battalion betreut. Insgesamt waren 23 Mann an Bord des Frachters, der am 8.8. um 15.30 Uhr von der Makar Wharf in General Santos City nach Dumaguete City ausgelaufen war. Der Frachter der in Cebu City ansässigen Pulsa Shipping Company hatte 15,730 Säcke Getreide an Bord, was 246 Tonnnen entsprach, bestimmt für die R.O. Ang Enterprises in Tacurong City in Sultan Kudarat. Die “HS Puccini” der American President Lines kam aus Davao City und war nach General Santos City unterwegs. Sie hatte 16,162 Tonnen Fracht an Bord und sollte um 23 Uhr an der Makar Wharf festmachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Hummerkutter sank am ersten Tag der Fangsaison
(10.08.11) Am Morgen des 8.8. sank der Hummerkutter "Phanton Ship". Das Schiff hatte den Hafen von Murray Corner um sechs Uhr zur Eröffnung der Fangsaison verlassen, und um 8.25 Uhr fing das Rescue Coordination Centre in Halifax einen Funkspruch auf, dass es zu einem Wassereinbruch gekommen sei. Die "Cap Nord" der Coast Guard lief zu dem Havaristen 32 Kilometer westlich von seiner Base in Summerside. Die vierköpfige Crew musste den Kutter rasch aufgeben und wurde von der "Cape Fear", einem Kutter aus Murray Corner, aufgenommen, der sich in der Nähe befand. Die See ging zu der Zeit bei bis zu 25 Knoten Wind zwei Meter hoch, und offenbar waren die Hummerfallen übergegangen, sodass es zu einem Wassereinbruch auf der "Phantom Ship" kam. Ein bereits aufgestiegener Cormorant-Helikopter konnte nach Bekanntwerden der Rettung wieder zurückgerufen werden. Andere Boote aus Tignish verloren in der stürmischem See auf dem Weg zum Nordkap ihre Hummerfallen. Quelle: Tim Schwabedissen



Poeler Wrackfund hunderte von Jahren jünger als gedacht
(10.08.11) Die Poeler Hansekogge, die bislang als größter Schiffsfund aus der Hochzeit der Hanse um 1354 galt, ist deutlich jünger als angenommen. Das 31 Meter lange Schiff wurde tatsächlich erst am Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Für Archäologen war sie bisher der Beweis, dass im Mittelalter baltische Koggen" über die Ostsee fuhren, bauchige Holzfahrzeuge mit einem Segel, wenig Tiefgang und großer Ladefläche. Diese Theorie lasse sich jetzt allerdings nicht mehr aufrechterhalten, sagte der Archäologe Mike Belasus vom Landesamt für Denkmalpflege in Schwerin. Er hat sämtliche mittelalterliche Schiffsfunde des Landes untersucht. Sein Ergebnis: Sowohl die Poeler Kogge als auch das vor Hiddensee gefundene Gellenwrack stammen nicht aus Mecklenburg, sondern wurden im 18. Jahrhundert in Skandinavien gebaut. Die überraschenden Erkenntnisse machten neue Verfahren bei der Altersbestimmung von Holz möglich, der Dendro-Chronologie. Das Poeler Wrack ist demnach 1773 oder kurz danach im südwestlichen Finnland erbaut worden. Das Gellenwrack wurde wohl um 1800 und möglicherweise auch im südwestlichen Finnland konstruiert. 1997 wurde in der Wismarbucht vor Timmendorf auf der Insel Poel das Wrack der Poeler Kogge entdeckt und geborgen. Es diente später als Grundlage für den Nachbau der Kogge "Wissemara", mit der heute vom Wismarer Hafen aus Segeltörns auf der Ostsee unternommen werden können. Doch es gab schon immer Zweifel, ob das Schiff tatsächlich aus der Hansezeit stammt, sagte die Direktorin des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven, Ursula Warnke. Der Wismarer Förderverein "Poeler Kogge" wurde von den neuen Erkenntnissen überrascht. Quelle: Tim Schwabedissen



Viele Tote bei Fähruntergang vor Komoren
(10.08.11) An die 60 Personen ertranken beim Untergang der Fähre "Madjiriha" in der Nacht zum 8.8. im Indischen Ozean vor den Komoren. Bislang 62 Überlebende konnten gerettet werden. Die "Madjiriha" hatte auf der Fahrt von Moroni auf Grande Comore nach Anjouan Maschinenschaden erlitten und war beim Versuch, dichter unter die Küste zu kommen, auf einen Felsen gelaufen. Möglicherweise waren weit über 100 Menschen an Bord. Schwerer Verletzte wurden ins Krankenhaus in der Hauptstadt Moroni gebracht, andere in Foumbouni und Ouziwani behandelt. Taucher sollten das Wrack am 8.8. untersuchen. 100 Freiwillige unterstützten die Bergungsarbeiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Wikingerschiff vor Shetlands aufgegeben
(09.08.11) Die siebenköpfige Crew des norwegischen Wikingerschiffes “Dragens Vinge” wurde am Nachmittag des 8.8. 50 Meilen östlich der Shetlands gerettet, nachdem sie gegen 17 Uhr das EPRIB aktiviert hatte. Die Falmouth Coastguard alarmierte die Kollegen der Shetland Coastguard, nachdem das Signal aufgefangen worden war. Diese ließ einen Helikopter in Sumburgh starten, und das Rettungsboot von Lerwick lief aus. Der Helikopter lokalisierte um 18.40 Uhr eine Rettungsinsel in der See, die von acht Beaufort Wind aufgewühlt wurde. Die sieben Insassen wurden abgeborgen und ins Gilbert Bain Hospital in Lerwick geflogen. Die „Dragens Vinge“ war ein 41 Fuß langer Nachbau aus der Zeit um 1200. Über das Schicksal des 1,8-Tonnen-Bootes aus Hommersåk in Sandnes war zunächjst nichts bekannt. Es war von einem Brecher überrollt worden und vollgeschlagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wellenbrecher zum dritten Mal im Weg
(09.08.11) Die Coast Guard Station Ashtabula, Ohio, rettete am Morgen des 8.8. vier Personen von dem Charterkutter “Sweet Fish”, der am Morgen vierkant auf den Wellenbrecher von Ashtabula Harbor gelaufen war. Nach dem Alarm um 4.45 Uhr lief ein 33-Fuß-Boot aus, das fünf Minuten später vor Ort war. Der Skipper war mit seinen drei Fahrgästen in Schwimmwesten an Deck, und alle wurden in den Hafen gebracht und medizinisch betreut. Einee Frau kam ins Krankenhaus. Die Marine Safety Unit Cleveland untersuchte den Unfall, assistiert vom Ohio Department of Natural Resources. Es handelt sich um die dritte Strandung eines Bootes auf einem Wellenbrecher im Lake Erie binnen einer Woche. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot vor Martha’S Vineyard gesunken
(09.08.11) Am 6.8. sank das Sportboot “Cynthia Z” südlich von Martha's Vineyard. Um 14:24 Uhr kam ein Notruf, dass das Boot mit drei Personen an Bord überspült würde. Die Bootsfahrer gingen mit einem Funkgerät ins Wasser. Die Coast Guard schickte ein 47-Fuß-Boto derStation Menemsha und einen MH-&0T- Jayhawk-Helikopter aus Cape Cod. Der Kutter “Patients”, der den Funkverkehr mitgehört hatte, lokalisierte die Schiffbrüchigen eine Viertelstunde darauf und zog sie aus dem Wasser. Später übernahm sie das Rettungsboot und brachte sie zur Station Menemsha. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Mauritius gestrandet
(09.08.11) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Angel 1", 20624 BRZ (IMO-Nr.: 8112964), lief vor Poudre-d'Or in Mauritius am Morgen des 8.8. auf ein Korallenriff. Das Schiff war auf der Fahrt von Guangzhou nach Abidjan mit einer Ladung von 30000 Tonnen Reis. In der Nacht zum 6.8. hatte es Maschinenschaden erlitten und geankert, war dann aber während der Reparaturarbeiten aufs Riff getrieben. Die Behörden von Mauritius schickten einen Schlepper mit Vertretern der Coast Guard, Ölbekämpfungsausrüstung und einem Taucher zur Strandungsstelle, um das Schiff samt seiner 28-köpfigen Crew zu bergen und nach Port-Louis einzubringen. Ein Cheetha-Helikopter überwachte die Unglücksstelle. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf altem Flugzeugträger
(09.08.11) Am Morgen des 9.8. brach auf dem Museums-Flugzeugeträger USS „Yorktown“ ein Feuer aus. Das Mt. Pleasant Fire Department wurde kurz nach Mitternacht alarmiert. Die Feuerwehr fand das Schiff gegen ein Uhr stark verraucht vor, und Feuer kam aus einem Grafik-Raum zwischen Hangar und Flugdeck. Der Brand wurde rasch gelöscht, das Schiff danach entlüftet. Ein Feuerwehrmann erlitt eine leichte Rauchvergiftung und kam ins Krankenhaus, einige andere wurden vor Ort behandelt. Es handelt sich um den nunmehr dritten Brand an Bord in den vergangenen Jahren. Der Schaden betrug wegen der starken Hitzeentwicklung mehrere tausend Dollar. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper in St. Kitts gesunken
(09.08.11) Der Schlepper “Skutter” sank am 7.8. ein kurzes Stück von der Pier der St. Kitts Marine Works Ltd in New Guinea entfernt. Der Eigner hielt sich gerade in St. Maarten auf.&xnbsp;Das Schiff hatte rund eineinhalb Wochen an der Pier gelegen und sollte eigentlich gedockt werden, hatte sich aber als zu schwer erwiesen. Am 9.8. sollte das Schiff gehoben werden. Es hatte kein Öl und keinen Ballast an Bord. Nu rein kleines Stück ragte noch aus dem Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsplan für „Pavit“ liegt vor
(09.08.11) Am 12.8. soll der Tanker “Pavit” vom Juhu Beach gezogen werden. Die Berger von Great Offshore Limited und Titan Salvage wollen das Schiff, das leichte Steuerbordschlagseite hat, am 10.8. aufrichten. Am 11.8., so der Plan, soll es 90 Grad in Richtung See gedreht werden und am nächsten Tag, wenn alles gut geht, diese erreichen. Am 6.8. hatten die Eigner in Dubai den Bergungsauftrag für das seit dem 31.7. auf dem Strand liegende Schiff erteilt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölaustritt aus „Rak Carrier“ vermindert
(09.08.11) Öl aus dem Wrack der “Rak Carrier” ist weitere 12 Meilen getrieben, einige Flecken wurden am Südende von Mumbai bei Alibaugh gesichtet. Der Ölaustritt nahm aber von 1,5 bis zwei Tonnen am 4.8. auf eine Tonne pro Tag ab. In ein bis zwei Meilen Umkreis der Untergangsstelle war es eine dicke Schicht, die dann aufriss und dünner wurde. Ölflecken wurden an den Stränden von Gorai, Alibaugh und Juhu Beach gesichtet. Insgesamt waren 325 Tonnen Öl und 56 Tonnen Diesel an Bord. 2,6 Tonnen Ölbekämpfungsmittel wurden ausgebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwergutfrachter trieb vor Neuseeland
(09.08.11) Von Auckland kommend erlitt der britische Schwergutfrachter „OXL Oceanic", 5752 BRZ (IMO-Nr.: 9144469), am 4.8. rund 300 Kilometer nordwestlich von Cape Reinga Maschinenausfall. Es erbat Schlepperassistenz aus Auckland und wurde am 6.8. auf den Haken genommen. Am 12.8. wurde es zurück zur Reparatur in Auckland erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Phoenix bleibt noch ein paar Wochen
(09.08.11) Nach drei vergeblichen Anläufen, den Tanker "Phoenix" zu bergen, haben Smit Amandla Marine und die SAMSA entschieden, die Arbeiten erst mit den Springtiden, die um den 30. August erwartet werden, fortzusetzen. In der vergangenen Woche war das Schleppgeschirr in schwerer See zwei Mal gebrochen, beim dritten Anlauf war die Brandung nicht mehr hoch genug, um das Flottmachen ausreichend zu unterstützten. Die"Smit Amandla" und "Smit Syunda" überschritten bei ihrer Arbeit sogar die zulässigen Grenzen ihrer Zugkraft, ohne Erfolg. Am 12.8. soll der forgeschriebene Bergungsplan der SAMSA vorgelegt werden. Smit Amandla Marine überwacht derzeit die Stabilität des Schiffes und den Strand auf mögliche Ölanlandungen. Captain Saroor Ali, der die Bergung leitet, sagte derweil, dass er keinen Versicherungsbetrug als Strandungsursache vermutete, da das Schiff überhaupt nicht versichert gewesen war. Nach Gesprächen mit Kapitän und Chefingenieur vermutete er, dass verunreinigte Treibstoffeinspritzdüsen zu der Havarie geführt haben, als sich das Schiff vor East London befand. Dann ließ der Sturm ihm keine Chance mehr. Die Crew verließ Südafrika am 5.8., nachdem sie bis dahin im Morningside Hotel in Durban untergebracht gewesen war. Die Kosten für Unterkunft und Flüge trug die South African Maritime Safety Authority. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge in schwerer See geborgen
(09.08.11) Das RNLI-Boot von Wells-next-the-Sea wurde am 8.8. zu einer Barge gerufen, deren Maschine vor Blakeney Point an der Küste von Nord-Norfolk in rauer See am Nachmittag ausgefallen war. Die 17 Meter lange „Angell Hardy 2” war mit vier Personen an Bord von Grimsby aus unterwegs, und wegen der zwei Meter hohen Wellen war es nicht möglich, sicher zu ankern. Die “Doris M Mann of Ampthill” lief um 14.30 Uhr aus und hatte das Schiff 50 Minuten später in Sicherheit gebracht. Danach liefen die Schiffe nach Wells. Die Bedingungen waren dabei sehr schwierig, weil während des Schlepps bei 35 Knoten Wind fortwährend Wellen über das Vorschiff der „Angell Hardy 2“ brachen und Wasser in die Aufbauten eindrang. Um 17.12 Uhr endlich war der Havarist mit einer Menge Wasser im Schiffsinnern im Hafen. Eine Lenzpumpe half, es wieder hinaus zu befördern. Gegen 20 Uhr war der Rettungseinsatz beendet. Quelle: Tim Schwabedissen



„Ocean Mist“ von Felsen gezogen
(09.08.11) Der 40 Fuß lange Kutter “Ocean Mist” lief nahe der Nordküste von Hyphocus Island in Ucluelet am 4.8. gegen 16.30 Uhr auf Grund. Das Schiff war voll beladen mit Lachs, als es auf Felsen lief. Der Skipper funkte einen Notruf, weil das Wasser bereits ablief. Das Rettungsboot „No 38“ der Ucluelet Coast Guard wurde in Marsch gesetzt und zog den Kutter von den Felsen. Unterstützt wurde die Operation von einem Beiboot der „Atlin Post“ der Coast Guard. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht bei Gwithian aus Gefahrensituation befreit
(09.08.11) Das RNLI-Boot aus St Ives wurde am 3.8. um 19.30 Uhr alarmiert, nachdem die 20 Fuß lange Yacht „Kate“ bei Upton Towans nahe Gwithian auf Grund gelaufen war. Das Boot wurde aus der Brandungszone geschleppt und zurück nach St. Ives gebracht. Der Skipper hatte die Tidenverhältnisse im River Brue falsch eingeschätzt. Das Rettungsboot aus Burnham lief ebenfalls zu der Yacht, die teilweise aufgeschwommen war, und nahm sie gemeinsam mit der “Staines Whitfield” auf den Haken. Um 23.05 Uhr war die Bergung abgeschlossen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster sank in Port de Soller
(09.08.11) Am 8.8. sank der Zweimaster „Helena“ in der Bucht von Port de Soller, nachdem er an seinem Ankerplatz leckgeschlagen war. Nur die Mastspitzen ragten noch aus dem Wasser. Das Holschiff norwegischer Bauart war von einem schwedischen Paar bewohnt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Pavit auf Grund gesetzt (Bild: Seaguardian India)   Großbild klick!
Weiterhin Rätselraten über die Geisterfahrt der "Pavit"
(07.08.11) Die letzte Fahrt des Tankers "Pavit" vor Mumbai bleibt weiterhin ein Mysterium. Schifffahrtsexperten äußerten den Verdacht, dass das Schiff nach dem Verlassen durch die Crew dicht vor die Küste von Mumbai gebracht wurde und dort vorsätzlich auf Drift gesetzt wurde. Es sei unmöglich für ein solches Schiff, so lange auf einer der lebhaftesten Schifffahrtrouten der Welt unentdeckt zu bleiben. Es müsse von irgend jemandem schwimmfähig gehalten oder auf See notrepariert worden sein. Nach dem Verlassen des Schiffes am 29.6. vor der Küste des Oman war vermutet worden, der Tanker sei gesunken, bis er über einen Monat darauf, am 31.7. vor Juhu Versova Beach antrieb, ohne von den die Küste überwachenden indischen Behörden wahrgenommen worden zu sein. Doch die in der Zeit vorherrschenden Winde und Strömungen können das Schiff kaum durch den Persischen Golf an die indische Küste verdriftet haben, eher in den Golf von Kutch. Deswegen gibt es die Vermutung, dass es eine Einwirkung von außen gegeben haben musste. Die Ship Breakers' Association sagte, nach dem Verlassen des Schiffes habe es keinerlei Versuch gegeben, es in Schlepp zu nehmen. Dies wäre vor Oman indes kein Problem gewesen. Der Rumpf erscheine nach wie vor in gutem Zustand, und es gebe keine Hinweise auf Ölleckagen. Die Bergung wird nun aber eine mühselige Angelegenheit. Das Schiff hat inzwischen erhebliche Schlagseite und sackt in den Strand ein. An diesem wiederum gibt es Befürchtungen, der Tanker könnte ähnlich wie im Fall der "River Princess" zu einer Stranderosion führen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker nahm bei Cowes Week Rennyacht aufs Korn
(07.08.11) Am 6.8. um 15.20 Uhr kollidierte die 33 Fuß lange Rennyacht "Atlanta of Chester" im Rahmen der ersten Regatta der Cowes Week im Solent mit dem britischen Tanker "Hanne Knutsen" vor Egypt Point nahe der Isle of Wight. Als das Boot von Steuerbord kommend vor den Bug des herannahenden Tankers geriet, schlug sie quer am Backbordbug, und das Rigg sowie der Mast der Yacht wurden abgerissen, als sie sich im Backbordanker des Tankers verfingen, während sie am Rumpf entlang trieb. Rasch war Hilfe zur Stelle. Das Festrumpfboot "Vigilant" der Hamble Rescue brachte einen der beiden Segler zur medizinischen Betreuung an Land, wo er mit einer Kopfverletzung ins St. Mary's Hospital kam, aber noch am selben Tag wieder entlassen wurde. Das Patroullienboot von Southampton sowie die Hamble Rescue transportierten auch den zweiten Segler vorsorglich zu einer Ambulanz am Trinity Pontoon. Der Tanker setzte nach der Kollision seine Reise nach Fawley fort, und die Yacht wurde zu den UKSA-Liegeplätzen in Cowes abgeschleppt. Die "Hanne Knutsen", 123581 tdw (IMO-Nr.: 9190638), wurde 2000 erbaut und läuft für die norwegische Knutsen OAS Shipping. Quelle: Tim Schwabedissen



Wieder freie Fahrt auf Mississippi
(07.08.11) Die seit zwei Tagen gesperrte Sektion des Mississippi in Nordost- Louisiana wurde von der U.S. Coast Guard in der Nacht zum 6.8. wieder freigegeben. Die gesunkenen Bargen des Schubschleppers "Sally Bromfield" wurden markiert, und am 7.8. wurde ein Bergungskran vor Ort erwartet. Ein 650 Fuß breiter, betonnter Kanal führt bis dahin an den 35 Fuß langen Gefährten vorbei und ein Schiff zur Verkehrslenkung liegt an der Unfallstelle. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Cuxhaven auf Drift
(07.08.11) Am 5.8. gegen 17 Uhr setzte ein Sportfischer vom "Hol Rut" Cuxhaven vor Altenbruch einen Notruf ab, nachdem die Maschine seines Kutters "Gitte" ausgefallen war. Der Seenotkreuzer "Hermann Helms" aus Cuxhaven setzte sein Tochterboot "Biene" aus, und ebenfalls die "WS 62" der Wasserschutzpolizei eilten zu dem Kutter, der in den Kurs mehrerer Containerschiffe, die zu der Zeit auf der Elbe waren, hätte treiben könnten. Die "Biene" nahm den Havaristen auf den Haken und brachte ihn sicher in den Hafen. Quelle: Tim Schwabedissen



Herrenlose Weserfähre rammte Kutter
(07.08.11) Der französische RoRo-Frachter "MN Toucan", 9125 BRZ (IMO-Nr.: 9112466), lief am 6.8. um 2.45 Uhr auf der Fahrt von Le Havre offenbar so schwungvoll die Weser hoch, dass seine Schwell die vier Trossen, mit der die 58 Meter langen Fähre "Lemwerder II" (IMO-Nr.: 1179968) vertäut war, brachen. Die "Lemwerder II" trieb vom Anleger ab zur Einfahrt des Vegesacker Hafens und kollidierte dort unter anderem mit einem dort liegenden Kutter, der dabei einen Mast verlor. Schaden nahm auch ein Segelboot, das nach dem Zusammenprall mit der Fähre auf Grund trieb. Diese wurde von einer anderen Fähre dann ans Ufer gedrückt und wurde ebenfalls beschädigt. Die Polizei vermutete einen Schadensbetrag im fünfstelligen Bereich. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zielten rasch auf den Frachter, der wenig später in den Neustädter Hafen einlief und an Schuppen 24 festmachte. Der Kapitän wurde von den Behörden befragt, hatte aber offenbar nichts davon bemerkt, dass sich die Fähre losgerissen hatte, nachdem sein Schiff Lemwerder passiert hatte. Vermutlich war das Schiff zu schnell gefahren. Nun ist es Aufgabe der Ermittler, ihm nachzuweisen, dass er dadurch den Unfall ausgelöst hat. Er musste auf Verfügung der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Die "Lemwerder II" ist ein 4,2 Millionen teurer Neubau der "Fähren Bremen-Stedingen" (FBS), der vor sechs Wochen in Dienst gestellt wurde. In den vergangenen Wochen musste sie ihren Testbetrieb bereits zeitweise einstellen, weil es Probleme mit den Rampen gab. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Chemikalientanker rasch gelöscht
(07.08.11) Am 3.8. um 13.50 Uhr erhielt Bermuda Radio über Satellitentelefon einen Ruf des unter Hongkong-Flagge laufenden Tankers "Atlantic Diana", 29266 BRZ, in dem von einem Maschinenraumbrand berichtet wurde. Das Schiff befand sich 454 Meilen ostnordöstlich von Bermuda. Das Feuer war durch hohe Temperaturen an einem Abluftrohr eines Hilfsgenerators entstanden. Durch die Rauchentwicklung wurde das Feuerlöschsystem aktiviert, und die Flammen erloschen. Der Kapitän meldete Bermuda Radio, dass die Lage unter Kontrolle sei und das Schiff die Fahrt nach Tuxpan, Mexiko, fortsetze. Die "Atlantic Diana", 47128 tdw (IMO-Nr.: 9332171), wurde 2007 erbaut und läuft für die CIDO Shipping. Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaransegler nach Mastbruch von sinkendem Boot gerettet
(07.08.11) Am Nachmittag des 1.8. funkte der 45 Fuß lange Katamaran "Bakoua" auf der Reise von Kapstadt nach Reunion im Indischen Ozean Notrufe, nachdem das Schiff Mastbruch erlitten hatte und die Masttrümmer ein Leck in den Steuerbord-Rumpf gerissen hatten. Das Boot befand sich 650 Meilen südlich von Madagaskar zwischen der Grand Isle und Crozet. Das einzige Schiff in der Nähre war der Trawler "Osiris", 666 tdw (IMO-Nr.: 6818942), der sich 12 Fahrstunden entfernt befand. Die "Bakoua", eine in Lorient beheimatete Yacht, hatte drei Besatzungsmitglieder, darunter eine Frau. Gegen 10 Uhr früh am 2.8. hatte die "Osiris" sie erreicht und übernahm bei unruhiger See die Schiffbrüchigen. Es konnte nicht mehr auf Wetterbesserung gewartet werden, weil der Katamaran am Sinken war. Der Wind blies mit 75 km/h und baute bis zu acht Meter hohe Wellen auf. Die Segler erreichten aber in einem von der "Osiris" ausgesetzten Rettungsboot binnen 11 Minuten die "Osiris", während ihr Boot kurz darauf versank, nachdem sich das Leck in den Nachtstunden vergrößert hatte. Bei der "Osiris" handelt es sich um den vormaligen Longliner "Lince", der wegen illegaler Fischerei aufgebracht und in Reunion überholt und dann als Fischereischutzschiff in Dienst gestellt wurde. Am Morgen des 7.8. lief sie mit den Schiffbrüchigen an Bord nach Pointe-des-Galets ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Havarierte Luxusyacht überraschte Strandgäste in Hvar
(07.08.11) Am 31.7. lief die 40 Meter lange Luxusyacht "Moon" auf den kroatischen Strand Hvar. Das Boot lief vor den Augen zahlreicher Strandbesucher in die Bucht und setzte dann auf. Der Grund für die Kursabweichung war, dass die "Moon" des Abu Dhabi International Marine Sports Club zuvor unter Autopilot laufend die Felseninsel Pokojni Dol trotz dessen Ausstattung mit einem Leuchtturm gerammt hatte und ein großes Leck in den Rumpf gerissen worden war. Der Kapitän hatte zu dem Zeitpunkt geschlafen, reagierte aber schnell, indem er die Yacht geistesgegenwärtig auf den Strand laufen ließ. Ein Restaurantbesitzer alarmierte die Polizei, und die Strandgäste bestaunten das wohl größte Schiff, das sich je in der kleinen Bucht befunden hatte. Die neunköpfige Crew aus Serbien, Montenegro, Bosnien and Herzegowina hatte den Zwischenfall unversehrt überstanden. Die Hafenbehörden von Hvar Polizei und Feuerwehr machten sich daran, den Schaden zu beseitigen, und einige Stunden später konnte ein herbei gerufener Schlepper das eingedrungene Wasser auspumpen und den Überraschungsgast wieder vom Strand ziehen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Rak Carrier" verliert Öl - Kapitän und Chefingenieur nach Verhaftung wieder frei
(07.08.11) In der Nacht zum 7.8. wurde ein Ölaustritt aus dem Wrack des 20 Meilen vor Mumbai gesunkenen Bulkcarriers "Rak Carrier" festgestellt. Rund 1.5 bis zwei Tonnen sickerten stündlich aus dem Frachter. Das Ölbekämpfungsschiff "Samudra Prahari" machte sich mit Chemikalien daran, das Öl aufzulösen, und die indische Küstenwache schickte auch die "Sankalp" zur Assistenz. Die möglichen schädlichen Auswirkungen wurden aber als gering eingeschätzt. Am 6.8. waren der im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen zur Havarie verhaftete Kapitän und sein Chefingenieur gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ihnen wird ein mögliche Mitschuld am Untergang der "Rak Carrier" zur Last gelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge nach 60 Jahren wieder entdeckt
(07.08.11) Sonarbilder vom Grund der Grand Traverse Bay vor der Nordhalbinsel von Michigan führten zur Entdeckung einer 1952 gesunkenen Barge. Der Fund durch das Northwestern Michigan College's Great Lakes Water Studies Institute fand im Rahmen zur Untersuchung eines möglichen alten Flussbettes in der Bucht statt, für die deren Grund kartiert wird. Das Forschungsschiff, das dazu im Einsatz war, lokalisierte in mehreren Überläufen das 100 Fuß lange und 25 Fuß breite Wrack, das dann von einem ROV am 29.7. direkt in Augenschein genommen wurde. Die mit Muscheln bedeckte Barge liegt in rund 110 Fuß Wassertiefe. Quelle: Tim Schwabedissen



'Cocktails' wird stabilisiert (Bild: USCG)   Großbild klick!
Luxusyacht sinkend auf Strand gesetzt
(06.08.11) Die 85 Fuß lange, in Miami beheimatete Luxusyacht "Cocktails" (MMSI-Nr. 338416000) lief am 5.8. 100 Yards vor Nobska Beach nahe Woods Hole, Massachusetts, auf einen Felsen. Dabei wurde ein 4x20 Fuß großes Leck in den Bug gerissen. Der Skipper setzte das sinkende Boot daraufhin auf den Strand. Die Coast Guard Wood Hole hörte um 11.36 Uhr, dass er Sea Tow über Funk um Hilfe bat, und schickte einen ein 25- sowie ein 45-Fuß-Boot, die um 11.45 Uhr vor Ort waren. Sie bargen die zweiköpfige Crew ab, richteten eine Sicherheitszone ein und assistierten den Bergern von Sea Tow und TowBoat US in beim Lenzen der Yacht. Danach eskortierten sie das geborgene Boot nach Fairhaven, wo es in der dortigen Marine untersucht und dann repariert werden sollte. Die Operation wurde durch ein Flugzeug aus der Luft überwacht. Die Charteryacht kann bis zu acht Passagiere und vier Mann Crew aufnehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffsführung der "Rak Carrier" verhaftet
(06.08.11) Kapitän und Chefingenieur des vor Mumbai gesunkenen Bulkcarriers "Rak Carrier" wurden von der Yellow Gate Polizei am 6.8. wegen des Vorwurfs der Nachlässigkeit und Sicherheitsgefährdung verhaftet. Sie hätten das Schiff nicht hinreichend fahrtüchtig gehalten, und das Versagen von Ballastwasserpumpen habe es nach dem Wassereinbruch gegen vier Uhr morgens in eine Notlage gebracht. Der Frachter hatte am 14.6. Indonesien verlassen mit Kurs Dahej Port in Gujarat. Am 21.7. musste er wegen technischer Probleme vor Anker gehen und wartete auf Ersatzteile. Am Morgen des 4.8. wurde der Wassereinbruch festgestellt, und die Situation erwies sich gegen sechs Uhr als unkontrollierbar. Inzwischen lief auch etwas Öl aus dem am 4.8. gesunkenen Frachter aus, die Ölbekämpfungsschiffe "Kamla Devi" und "Samudra Prahari sowie zwei Dornier-Flugzeuge aus Daman wurden damit beauftragt, Chemikalien zur Zersetzung auszubringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Weiteres Wrackstück am World Trade Center geborgen
(06.08.11) Archäologen haben bei Ausgrabungen am World Trade Center in New York ein zweites Stück des bereits im vergangenen Sommer entdeckten, über 200 Jahre alten Schiffswracks gefunden. Die Trümmer wurden am 30.7. bei Baggerarbeiten an der Ostseite der Baustelle freigelegt. Da dies die letzte noch nicht untersuchte Stelle war, werden nun keine weitere Funde mehr erwartet. Im Juli 2010 war 25 Fuß unterhalb des Straßenniveaus die 32 Fuß lange Sektion eines Rumpfes entdeckt worden. Der zweite Fund gehört zum Vorschiff des rund 60 Fuß langen Wracks. Zwei Tage dauerte es, das sechs Fuß lange, bis zu fünf Fuß breite und einen Fuß hohe Relikt zu bergen. Es soll nun zum Texas A&M's Center for Maritime Archaeology and Conservation gebracht und konserviert werden. Das Handelsschiff dürfte seinerzeit auf dem Atlantik und bis in die Karibik gesegelt sein, worauf Spuren des Teredo-Bohrwurms hindeuteten. Um 1797 wurde es dann als Landverfüllung bei der Erweiterung von Lower Manhattan in Richtung Westen verwendet. Es wurde etwa 1770 erbaut. Das Bauholz, so ergaben inzwischen Untersuchungen, kam aus Pennsylvania. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Explosion auf Frachter
(06.08.11) Bei einer Explosion im Laderaum eines Schiffes, das bei der Bach Dang Shipbuilding Industry Corporation in Hai Phong City lag, wurde am 5.8. ein Mann getötet, vier weitere erlitten Verletzungen. Es handelte sich um Werftarbeiter. Das Schiff war eines von dreien, das sich im Taifun Conson im Juli losgerissen hatte und gegen die Binh Bridge getrieben war. Quelle: Tim Schwabedissen



Aufgegebenes Schiff ausgebrannt
(06.08.11) Am 1.8. brach auf dem einst als schwimmender Bed and Breakfast-Unterkunft an der Fisherman's Wharf in Victoria genutzten, 40 Fuß langen "Spud Queen" aus bislang unbekannter Ursache ein Feuer aus. Es blieb nur eine zerstörte Hulk zurück. Das Schiff war vor drei Jahren in der Dogpatch Area von Ladysmith aufgelegt worden. Hier befinden sich etliche aufgegebene Schiffe, auf denen auch Obdachlose leben. Quelle: Tim Schwabedissen



Aufgegebene Schiffe bereiten Sorgen in British Columbia
(06.08.11) In Nanaimo-Cowichan bereiten mehrere aufgegebene Schiffe zusehends Kopfzerbrechen. Viele von ihnen wurden nach dem Schmuggel von Flüchtlingen aus der dritten Welt auf den Stränden sich selbst überlassen. In Nanaimo liegt z.B. die "Sun Sea", mit der tamilische Migranten nach British Columbia gebracht wurden, im ,Newcastle Channel. In der Dogpatch Area des Ladysmith Harbour liegt ein ausgebranntes Wrack, und in Cowichan rostet die "Dominion" sich selbst überlassen vor sich hin. Es gibt in Kanada keine Programme zur Wrackräumung. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackpark von Royston legt Zeugnis der Geschichte ab
(06.08.11) Eine Reise in die Schifffahrtsgeschichte erlaubt das Wrack des Dreimasters "Melanope" in Royston. Das Schiff lief 1876 in Liverpool vom Stapel, das Jahr, als Alexander Graham Bell das Patent für das Telefon erhielt. Das 78 Meter lange Schiff begann seine Laufbahn als australisches Migrantenschiff und diente zur Verschiffung von Reis, Wolle, Holz, Maschinen, Getreide, Eisenbahnschienen, Kohle oder Salz.
Sie lief in Burma auf dem Irrawaddy River auf Grund, wurde vor Kap Hoorn teilweise entmastet und wurde Schauplatz einer Meuterei auf einer Fahrt von Washington nach Kapstadt wegen der Unzufriedenheit der Crew über die Bestrafung eines der ihren. Die letzte Reise begann 1906 in Mexiko mit Ziel Washington. Das Schiff erlitt schweren Seeschlagschaden, wurde aufgegeben und dann eingeschleppt, um nach der Bergung in eine Barge umgebaut zu werden. Die Canadian Pacific Railway erwarb das Fahrzeug 1911zum Kohletransport, den es bis in die 1940er versah. Heute gehört das aufgegebene Wrack zu einem Park von mindestens 14 Schiffen die bei Comox auf Vancouver Island liegen und von der Zeit der Segel- und Dampfschifffahrt zeugen.
Es handelt sich um vier Kriegsschiffe der Royal Canadian Navy, einen Zerstörer der U.S. Navy, ein oder zwei Walfangschiffe, zwei Dampfschlepper der Canadian Pacific Railway, einen Bergungsschlepper, eine hözerne Barkentine, einen Schoner und drei große Windkammer. Alle diese Schiffe gingen zwischen 1936 und etwa 1970 hier auf Grund und dienten als Wellenbrecher zum Schutz bei der Verschiffung von Baumstämmen in die Straße von Georgia. Sie befinden sich seither in unterschiedlichen Verfallsstadien.
Hoch ragt der Bug des Dreimasters "Riversdale" auf, der 1894 in Schottland vom Stapel lief, ebenso wie Bug und Heck des einstigen Viermasters "Comet", der zum Transport von Kerosin 1901 an die Anglo-American Oil Company in London abgeliefert wurde. Die "Comet" wurde aller Masten und des Riggs entledigt. Unweit davon liegen die Reste von USS "Tattnall", einem Zerstörer, der im 2. Weltkrieg im Pazifik im Einsatz war und 1945 nur knapp einer Kamikaze-Attacke vor Okinawa entkam, ebenso die HMCS "Gatineau", deren Karriere als HMS "Express" in der Royal Navy begann, die bei der Evakuierung von Dünkrichen 1940 3500 Soldaten bei insgesamt sechs Fahrten über den Englischen Kanal brachte. Die "Dunver", eine der drei kanadischen Fregatten in Royston, versenkte 1944 ein deutsches U-Boot südlich der Hebriden, während HMCS "Prince Rupert" im selben Jahr eines nördlich der Azoren auf den Grund schickte.
Der 73,3 Meter lange Schoner "Laurel Whalen" entstand 1917 in British Columbia als Fünfmaster zum Holztransport. Er war im August 1936 das erste Schiff, das in Royston durch die Comox Logging and Railway Company versenkt wurde. Als sie auf der richtigen Position lag, wurden Löcher in den Rumpf gebohrt. Sie wurde gefolgt von der "City of Vancouver". Der Direktor der National Oceanic and Atmospheric Administration in Washington bezeichnete die Wracks als einzigartiges Museum, in dem die eisernen Segelschiffe erheblich länger erhalten blieben als zu ihren Fahrtzeiten beabsichtigt. Es gebe keine vergleichbare Ansammlung von Schiffen, und sie dienten weiterhin dem Schutz und wurden nicht einfach dem Verrotten preisgegeben.
Ein Team der Underwater Archaeological Society of British Columbia und des amerikanischen Institute of Nautical Archaeology haben jüngst eine Reihe von Forschungstauchgängen an den Wracks durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass an dem 1904 erbauten Dampfschlepper "Qualicum" noch der gesamte Komplex von Kesseln, Maschine, Propellerwelle und Propeller vorhanden ist. Das Team fand Reste von 14 Schiffen, ein 15., ein einstiger Walfänger, könnte unter Felsen begraben sein, die heute als Wellenbrecher fungieren. Der San Francisco Maritime National Historical Park hat etliche Artefakte der "Riversdale", darunter Bullaugen, Toiletten und das Ruderrad. Das Schiff war in den frühen 1920ern in San Francisco im Einsatz gewesen.
April 2012 sollen die Studien fortgesetzt werden. Die Wracks von Royston sind unter den Schutz des Heritage Conservation Act gestellt. Der Diebstahl von Artefakten ist illegal, dennoch kamen über die Jahrzehnte manche Stücke abhanden. Vor einigen Jahren wurde die Field Sägemühle, der der Wellenbrecher von Royston diente, geschlossen und das Grundstück geräumt. Die Schiffe aber bleiben Zeugnis der vergangenen Epoche, bis sie irgendwann gänzlich zerfallen sein werden. Dies ist aber noch lange hin. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsversuch für einstige Luxusyacht im ersten Anlauf gescheitert
(06.08.11) Bergungstaucher versuchten am 5.8., die in Holland erbaute 100-Tonnen-Yacht "Feadship", die teilweise den Fort Lauderdale Canal blockiert, aufzurichten. Die einstige 90-Fuß-Luxusyacht hatte sich vor etwa 2,5 Jahren von ihrem Liegeplatz losgerissen und war in dem Wasserweg, der den New River mit dem Dania Cutoff Canal verbindet, gesunken. Das Boot wurde 1963 erbaut und lag zuletzt über 10 Jahre am Art Marine Boatyard vor der State Road 84. Sie wurde wegen der Wirtschaftskrise sich selbst überlassen. Eine Zeitlang wurde sie noch bewacht, dann aber kümmerte sich niemand mehr um das Schiff. Auf der Steuerbordseite liegend, behindert es in dem Wasserweg Bargen, die dort transportiert werden, deswegen wurden nun die Commercial Diver Services mit der Räumung beauftragt. Ein Team von acht Mann soll das Wrack wieder schwimmfähig machen, damit es verschrottet werden kann. Am 5.8. wurden die Bulleyes an Steuerbord abgedichtet, doch der Versuch, das Wasser auszupumpen, scheitere an einem steigenden Wasserstand in der Schifffahrtsstraße, sodass das Wasser schneller nachlief, als die Pumpen es aus dem halbversunkenen Wrack zu befördern vermochten. Die Arbeiten wurden mittags unterbrochen und sollten am 6.8. wieder aufgenommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



80 russische Touristen nach Feuer gerettet
(06.08.11) Ein Boot mit 80 russischen Touristen geriet nahe Bang Saray Beach in Sattahip am 3.8. in Brand. Nachdem die Pattaya Sea Rescue informiert war, eilten das RSR- und Swangboriboon Rescue Team zu der für 150 Personen zugelassenen "Asa", die drei Meilen vor der Küste trieb. Aus dem Maschinenraum drang Rauch, die beiden Motoren waren durch den Brand ausgefallen. Das Schiff war auf einer Angelfahrt in der Bang Saray Bay gewesen, als sich auf der Rückfahrt eine Explosion ereignete und Feuer im Maschinenraum ausbrach. Die Crew konnte den Brand binnen einer Viertelstunde löschen, doch ihr Schiff war manövrierunfähig. Das Rettungsteam schleppte den Havaristen an die Balihai Pier und brachte die Passagiere an Land. <Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht in Not gesucht und gefunden
(06.08.11) Die U.S. Coast Guard in Sault Ste. Marie, Michigan kam am 4.8. der Yacht "Tringa" zu Hilfe, die mit einer Person an Bord nahe Drummond Island zu sinken drohte. Der Skipper hatte die Coast Guard um 11:48 Uhr gerufen, nachdem das Schiff leckgeschlagen war. Doch da es zu keiner direkten Kommunikation kam, war die Position zunächst unbekannt. Die Empfangsstationen in Goetzville und Norwood konnten aber durch einen Abgleich ein Suchgebiet eingrenzen, in das ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Traverse City sowie ein 25-Fuß-Boot der Station St. Ignace geschickt wurden. Um 17:05 Uhr entdeckte der Helikopter die Yacht 10 Meilen südlich von Drummond Island. Der Skipper aus Madison Heights gab zu verstehen, dass das Boot beim Auflaufen auf einen Unterwassergegenstand ein Leck erhalten habe und fünf Gallonen Wasser pro Minute eindrängen. Eine der zwei Lenzpumpen an Bord war ausgefallen. Das Rettungsboot eskortierte die "Tringa" nach Übersetzen eines Rettungsmannes an Bord in die Walstrom's Marina auf dem Cheboygan River. Quelle: Tim Schwabedissen



Doppeltes Schiffsdrama in Shute Harbour
(06.08.11) Der 34 Meter lange Dreimastschoner "Whitsunday Magic" liegt weiterhin auf dem Grund von Shute Harbour, nachdem er sich dort am 4.8. gegen 2.30 Uhr auf die Seite gelegt hatte und langsam gesunken war. Zur selben Zeit war die 20 Meter lange Yacht "Bohemian" aus Queensland mit zwei Mann an Bord vor South Molle Island auf Grund gelaufen. Sie war auf einem Riff am Südostende der Insel geraten. Die beiden wurden nach einem Mayday-Ruf abgeborgen und nach Shute Harbour gebracht, wo sich gerade das nächste Unglück anbahnte. Ein Spaziergänger sah, wie die "Whitsunday Magic" sich anschickte, zu sinken, und alarmierte die Mackay Police. Als diese eintraf, war der Schoner bereits gesunken. Sie vergewisserte sich, dass sich niemand an Bord befunden hatte. Das Schiff hat 15 Kabinen und Bäder, einen Dining-Room und eine Bar. Es wurde 1994 in der Türkei für Charterfahrten erbaut. Warum die Luxusyacht sank, ist noch unklar. Erst in der kommenden Woche ist mit einer Bergung zu rechnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Irischer Kutter vor Isle of Skye gesunken
(06.08.11) Drei Fischer wurden am 6.8. gerettet, nachdem ihr Kutter bei den Minks vor Neist Point nahe der Isle of Skye gesunken war. Um 00.06 Uhr hatte die "Vellee" aus Nordirland Notsignale gefunkt. Der Coastguard-Helikopter aus Stornoway winschte die Männer auf. Auch das Rettungsboot von Barra war im Einsatz. Die Schiffbrüchigen wurden unversehrt gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucher dichteten Ventile der "Marco" in 53 Metern Tiefe ab
(06.08.11) Drei Ölflecken wurden gesichtet, nachdem der belgische Trawler "Marco - O 333" auf 53 Metern Tiefe westlich der Ile de Sein in der Nacht zum 5.8. sank. Die sechs flämischen Besatzungsmitglieder des 36 Meter langen Schiffes aus Oostende waren derweil wohlauf. Der Trawler war auf der Rückfahrt nach Zeebrugge, als er drei Meilen westlich der Insel auf einen Felsen gelaufen war, sich wieder befreien konnte, aber um 1.10 Uhr der Kapitän massiven Wassereinbruch feststellte. Um zwei Uhr waren nach Anlaufen der Rettungsaktion alle Mann gerettet. Bei ruhiger See waren die Einsatzbedingungen zwar günstig, doch auf Deck befindliches Fanggeschirr verkomplizierte den Einsatz von Rettungsschwimmern, zumal das Wasser rasch auf Deck stieg. Doch es gelang, vier Mann aus einem Beiboot und zwei von Deck zu holen, 10 Minuten, bevor das Schiff wegsackte. Die Geretteten gingen um 4:40 Uhr in Brest an Land. Um 9.30 Uhr machten sie sich von dort mit dem Zug auf die Heimreise. Taucher stiegen von der "Argonaut" zu dem Wrack ab und dichteten bis 20 Uhr fünf Ventile mit Plastikhüllen über den Öffnungen ab. Auch der Minensucher "Cepheus" war vor Ort. Was von den 25 Tonnen Dieselöl ausgelaufen war, wurde von den Propellern der "Argonaut" verwirbelt und verflüchtigte sich rasch. Am 6.8. war ein weiterer Tauchgang zur Erfolgskontrolle der Arbeiten am Meeresgrund angesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Rak Carrier" sinkt (Bild: )   Großbild klick!
"Rak Carrier" gesunken - Crew auf anderen Schiffen zwischengeparkt - wo steckte das Schiff im vergangenen Monat?
(05.08.11) Der mit 60054 Tonnen Kohle beladene, unter Panama-Flagge registrierte Bulkcarrier "Rak Carrier", 36196 BRZ (IMO-Nr.: 8106745) ist 20 Meilen vor dem Prongs Reef Light House im Laufe des 4.8. gegen Mittag vollständig gesunken. An Bord waren auch 290 Tonnen Brennstoff und 50 Tonnen Diesel. Das Ölbekämpfungsschiff "Samudra Prahari" ist vor Ort auf Patroullie. Die Crew, 21 Indonesier, sechs Jordanier, zwei Rumänen und ein Palästinenser, waren nach ihrer Rettung zur Vernehmung ni die Yellow Gate Police Station in Mumbai gebracht worden.
Das Schiff hatte auf der Reise von Indonesien nach Dahej in Gujarat Notsignale gefunkt, nachdem es 25 Meilen vor Mumbai zu Wassereinbruch im Vorschiff gekommen war. Die Operationszentrale der Coast Guard in Mumbai hatte eine SAR-Aktion initiiert, an der auch die indische Marine beteiligt war. Zeitgleich stiegen ein Sea King und ein Cheetah Helikopter von der Coast Guard Base INS Shikra auf.
Die Frachter "CGA CGM Puget" und "Stella", die in der Nähe ankerten, wurden in die Rettungsoperation eingebunden. Als die Seenotkräfte vor Ort eintrafen, war die "Rak Carrier" bereits zur Hälfte unter Wasser. 15 Mann der Crew waren ins Wasser gesprungen. Binnen Minuten begannen die Crews beider Hubschrauber, die Schiffbrüchigen hochzuwinschen. Als die Retter in Sicht waren, sprangen weitere Seeleute in die unruhige See.
Binnen zweieinhalb Stunden waren alle 30 Mann aus dem Wasser und wurden auf den beiden Frachtern zwischengeparkt, ehe sie zur Naval Base in Colaba, Süd-Mumbai, weiter transportiert wurden. Nun wird auch zu klären sein, wie die letzte Reise des Schiffes vonstatten gnig. Der Frachter hatte am 2.5. Singapur mit Kurs Indonesien verlassen, um die Kohle zu laden. Am 20.6. tauchte es wieder vor Singapur auf und blieb dort bis zum 24.6.
Mit Kohle beladen ging die Reise dann durch die Straße von Malakka nach Indien mit ETA Dahej am 7.7. Doch am 24.6. gegen Mitternacht wurde die AIS-Übertragung unterbrochen, und es gab keine Angaben zur Passage von Colombo oder dem Eintreffen vor Indien. Das nächste Lebenszeichen war der Notruf vor Mumbai, fast einen Monat nach dem geplanten Erreichen von Gujarat. Quelle: Tim Schwabedissen



Ex-Kutter ohne Funk in Strandungsnot
(05.08.11) Der 14 Meter lange Traditionssegler "Reso-Lud" mit drei Erwachsenen und fünf Jugendlichen an Bord wurde von dem Seenotkreuzer "Nis Randers" der Station Maasholm in der Nacht zum 4.8. knapp vor der Strandung bewahrt und in den Hafen von Maasholm geschleppt. Über die Notrufnummer 110 hatte der Skipper der "Reso-Lud" kurz vor 22 Uhr um Hilfe gebeten, da der Motor des ehemaligen Krabbenkutters auszufallen drohte. Bei starkem Ostwind mit einer Stärke von sechs Bf konnte das Schiff aus eigener Kraft keinen Hafen mehr erreichen. Die Rettungsleitstelle gab den Notruf sofort an die Seenotleitung Bremen weiter, die die "Nis Randers" alarmierte. Erschwert wurde der Einsatz aber dadurch, dass die Position des Kutters um mehrere Seemeilen von der zunächst angegebenen abwich und er über kein Funkgerät verfügte. Als die Seenotretter den Havaristen schließlich auf den Haken nehmen konnten, war der Motor bereits ganz ausgefallen und der Kutter gefährlich weit auf Land zugetrieben. Die "Reso-Lud" hatte in der Nacht einen Hafen in der Schlei anlaufen wollen. Um 1.15 Uhr legten die Seenotretter das Schiff sicher an die Pier in Maasholm. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Tanker auf Grund gelaufen
(05.08.11) Der russische Tanker "Volgoneft 261" lief am 4.8. gegen 6.30 Uhr auf dem Scheksna bei Kilometer 597.8 auf Grund. Es wurden keine Schäden festgestellt, der Eigner leitete Maßnahmen zur Bergung ein. Die "Volgoneft 261", 4125 tdw (IMO-Nr. 8230895) wurde 1977 erbaut und läuft für die Bashvolgotanker Shipping Co. Quelle: Tim Schwabedissen



Sorgfalt vor Schnelligkeit bei Tankerbergung
(05.08.11) Am 4.8. wurde der auf Juhu Beach gestrandete Tanker "Pavit" von seinem Manager und Eigner inspiziert in der Vorbereitung von Bergungsplänen. Er war aus Dubai angereist und hatte am Vortag bei der Polizeistation ein Meeting mit dem Directorate General of Shipping. Danach wurden seine Einlassungen bei der Yellow Gate Police Station zu Protokoll genommen. Die Schiffsbetreiber Prime Tankers engagierten als Rechtsvertretung Crawford Bayley für die Interaktion mit der DG Shipping. Derzeit werden Angebote von Bergungsfirmen geprüft. Die Bergung des Tankers hat nach Aussage der Beteiligten keine Eile - Sorgfalt gehe vor Schnelligkeit. Quelle: Tim Schwabedissen



Dreifach-Schaden der "Alma" wird nun beseitigt
(05.08.11) Das holländische Binnenschiff "Alma" wurde am 3.8. bei der Millingen-Werft am Rhein auf den Slip gezogen. Nun sollen die verschiedenen Schäden, die durch die Strandung auf dem Rhein, ein erstes Feuer am 29.7. und ein weiteres, das am 2.8. das Ruderhaus verwüstete, entstanden sind, nun ausgebessert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Mississippi nach Bargenunfall teilweise gesperrt
(05.08.11) Die US Coast Guard sperrte einen Teil des Mississippi in Nord-Louisiana, nachdem sich 35 Bargen, die der Schubschlepper "Sally Bromfield" (MMSI-Nr.: 367169250) transportierte, losgerissen haben und eine im Fahrwasser sank. Der Schlepper verlor die Bargen am 4.8. gegen 1.30 Uhr. Eine Kohlebarge sank bei Meile 468. Eine andere lag teilweise unter Wasser, und acht weitere wurden beschädigt. Die Sperrung erfolgte zwischen den Flussmeilen 469 und 464. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Gloucester gesunken - Skipper gerettet
(05.08.11) Der 35 Fuß lange Kutter "Little Hunter" schlug am 4.8. vor Gloucester leck. Um 8.23 Uhr wurde die US Coast Guard Boston von der "Gunsmoke" über den Unfall nahe Eastern Point in Gloucester Harbor informiert. Ein 25-Fuß-Boot war um 8.33 Uhr vor Ort und setzte eine Lenzpumpe über. Ein anderes Schiff, die "Andrew and John", nahm den Skipper der "Little Hunter" rechtzeitig, bevor diese trotz der Rettungsbemühungen sank, an Bord. In den Tanks waren 40 Gallonen Diesel. Die Bergungsfirma Seatow brachte den Kutter wieder hoch und schleppte ihn nach Gloucester Harbor ein. 100 Fuß vor dem Dog Bar Breakwater wurde ein geringfügiger Ölaustritt festgestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Unison Vigor hat auf Hafengrund aufgesetzt
(05.08.11) Von dem Bulkcarrier "Unison Vigor", 7375 BRZ, der Unison Marine in Taiwan ragen im Hafen von Siam nur noch ölverschmierte Teile der Aufbauten und Ladekräne aus dem Wasser, nachdem das Schiff am Morgen des 2 August im Ao Udom Hafen der Chonburi Provinz leckgeschlagen wurde und in den folgenden Stunden über den Bug allmählich auf den Grund sank. Die Besatzung konnte sich rechtzeitig auf den Kai retten. Ihr Schiff hatte gerade den Siam Seaport Harbour in Ao Udom angelaufen, als die Maschine ausfiel und der mit Stahl beladene Frachter dann mit der "Ocean Flavor" kollidierte. Sie wurde 2008 beim Yangzhou Longchuan Shipyard, Jiangdu erbaut, hat eine Tragfähigkeit von 12600 Tonnen, ist 121,90 Meter lang und 20,60 Meter breit. Quelle: Tim Schwabedissen



Entmastete Yacht nach Ramsgate eingebracht
(05.08.11) Die "Esme Anderson" der RNLI Ramsgate wurde am 4.8. um 11.17 Uhr alarmiert, nachdem eine 33 Fuß lange holländische Yacht in rauer See mit Windböen entmastet worden war. An Bord waren zwei Erwachsene und drei Kinder, die von Holland gekommen waren, als drei Meilen vor Ramsgate der Mastbruch erfolgte. Es gelang den Seenotrettern, die Yacht mit dem Rigg in der See treibend in den Hafen einzubringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler sank vor französischer Küste
(05.08.11) Der belgische Trawler "Marco - O 333", 329 BRZ (IMO-Nr.: 0100194) sank in der Nacht zum 5.8. vor der bretonischen Küste der Meilen westlich der île de Sein. Das Schiff hatte gegen ein Uhr einen Felsen gerammt und Wassereinbruch erlitten, als es auf dem Rückweg nach Zeebrugge war. Ein EC 225-Helikopter der Marine stieg in Lanvéoc auf, und das Rettungsboot "Ville de Paris - SNS 060" lief aus, ebenso der Schlepper "Abeille Bourbon" sowie das Ölbekämpfungsschiff "Argonaute" sowie die "Amiral Amman - SNS 068" aus Audierne. Zwei weitere belgische Trawler boten ebenfalls Hilfe an. Gegen zwei Uhr ging die sechsköpfige Crew ins Rettungsboot, aus dem sie 40 Minuten später von dem Boot der Station île de Sein geborgen wurde. Ein Hubschrauber flog sie dann nach Brest, wo sie um 4.40 Uhr eintrafen. Vor Ort herrschten 15 km/h Wind und gute Sicht. Das später eingetroffene Taucherboot "Styx nahm an der Untergangsstelle starken Dieselgeruch wahr. Quelle: Tim Schwabedissen



Familie von sinkender Yacht gerettet
(05.08.11) Am 4.8. gegen 14.15 Uhr wurde der französische Rettungsdienst von der Yacht "Apalousa" angerufen, die mit fünf Personen, darunter drei Kindern an Bord, im Sinken begriffen war. Die 10 Meter lange Yacht war auf der Rückfahrt in den Heimathafen La Rochelle. Von dort kam die "SNS 707" zu Hilfe. Außerdem wurden die "Le Loire" aus Boyard-Ville und das Zollboot "DF 42 - Le Suroît" alarmiert. Ein Dauphin-Heliopter der Marine in La Rochelle hob mit einem medizinischen Team an Bord ab. Er flog zunächst die Mutter und ihr zweijähriges Kind mit Unterkühlungserscheinungen ins Krankenhaus La Rochelle. Dann wurden auch der Vater und die verbliebenen zwei Kinder abgeborgen. Um 15.30 Uhr war die Operation beendet. Vor Ort herrschten 30 km / h Wind. Quelle: Tim Schwabedissen



Versenkung der USS "Radford" wegen Tropensturms verschoben
(05.08.11) Die Versenkung der USS "Arthur W. Radford" der U.S. Navy als künstliches Riff 30 Meilen vor Ocean City musste wegen des Hurrikans Emily verschoben werden. Statt des 2.8. wird nun der 9.8. angepeilt, wobei es einen potentiellen Konflikt mit dem Termin der White Marlin Open geben könnte. Die American Marine Group war schon am 2.8. bereit gewesen, das Schiff auf den Haken zu nehmen, die Coast Guard und Lotsen sowie Assistenzschlepper, doch dann gab es logistische Schwierigkeiten. Was nun den Fischwettbewerb angeht, gibt sich das Maryland Artificial Reef Program gelassen, der Ozean sei groß. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack von Henry Morgan gefunden?
(05.08.11) Eine Gruppe amerikanischer Archäologen glaubt, unter Korallen Teile des Wracks eines Schiffes, das der Freibeuter Henry Morgan bei seinem Angriff auf Panama im Jahr 1671 verlor, gefunden zu haben. Das Team der Texas State University ist unter Leitung von Frederick Hanselmann, der bereits 2010 Kanonen im Chagres River fand, die auch zu einem der fünf Schiffe, die Morgan verlor, gehören sollen. Die jetzt gefundenen Wrackteile lagen tief im Sand begraben. Dazu gehören eine 52x22 Fuß große Sektion der Steuerbordseite, ungeöffnete Frachtkisten und Rüstungsteile. An der Arbeit sind auch das National Park Service's Submerged Resources Center and NOAA/UNC-Wilmington's Aquarius Reef Base beteiligt. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Unfälle in den Whitsundays
(05.08.11) Die Polizei und Maritime Safety Queensland (MSQ) untersuchen derzeit zwei Bootsunfälle in den Whitsundays. Zwei Männer mussten gerettet werden, als ihr Boot am 4.8. um 2.30 Uhr an den Felsen von South Molle Island zerschellte. Ein Charterboot kam ihnen zu Hilfe. Außerdem sank das 20 Meter lange Segelschiff "Whitsunday Magic" in der Shute Harbour Marina. Niemand war an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



"Phoenix" bleibt mindestens bis Monatsende
(05.08.11) Die South African Maritime Safety Authority erlaubte es, den gestrandeten Tanker "Phoenix" in Beschlag zu nehmen und zu verkaufen. Über 400 Tonnen Öl wurden nach der Strandung nördlich von Durban abgepumpt, sodass keine Umweltgefahren mehr von dem Schiff ausgehen, doch den Steuerzahler könnten Belastungen erwarten, weil der Eigner das Wrack aufgegeben hat. SAMSA erhielt ein Angebot von Amandla Icon, einer indischen Abwrackfirma, um das Schiff zum Verschrotten zu erwerben. Amandla Icon bot 422000 Dollar. Sie haben auch einen Schlepper in Durban liegen, um das Schiff abzubringen. Mit dem Geld könnten die Kosten der Ölbeseitigung refinanziert werden. Drei Versuche, die "Phoenix" zu bergen, sind in den vergangenen Tagen fehlgeschlagen. Erst Ende des Monats wird ein Tidenhub erwartet, der einen erfolgreicheren Anlauf ermöglichen könnte. Beim letzten Anlauf am 1.8. war die "Phoenix" bereits 45 Grad gedreht worden, bevor die Ankerkette brach. Am 2.8. herrschte ruhige See, und am 3.8. war sie vollends still. Am 4.8. wurde Wasserballast in den Rumpf gepumpt, damit er stabil liegt. Falls er aufbricht, hätte Amandla kein Interesse mehr an der Bergung. Auch SMIT Salvage wurde um eine Einschätzung der Lage gebeten. Es gibt auch die Option, den Tanker vor Ort zu zerlegen, was extrem teuer wäre, oder ihn in Teilen auf See hinaus zu schleppen. Taucher schlugen vor, aus dem Havaristen ein künstliches Riff vor der Küste zu machen. Quelle: Tim Schwabedissen



Altes Sowjet-U-Boot vor Ruhnu entdeckt?
(05.08.11) Bei einer Forschungsexpedition wurde nahe Ruhnu das Wrack eines U-Bootes entdeckt, von dem angenommen wird, dass die Sowjetunion es Ende der 1950er Jahre versenkte. Niemand außer örtlichen Fischern, deren Netze sich an dem Rumpf verfingen, wusste von dem Wrack. Sonar-Bilder zeigten, dass es sich um ein U-Boot handele. Der Unterwasserarchäologe Vello Mäss nimmt an, dass es sich um ein Boot der Shchuka-Klasse handelt, das 1958 versenkt wurde, um es zum Tauchertraining zu benutzen. Die zweiwöchige Expedition war Teil eines Estnisch-Schwedischen Joint Venture namens Shipwher, bei der Daten über die kulturellen Hinterlassenschaften auf dem Meeresgrund gesammelt werden sollten. Quelle: Tim Schwabedissen



"Hamen" gestrandet (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Öl aus marodem Frachter abgepumpt
(04.08.11) Die schwedische Küstenwache hat am 2.8. den Maschinenraum des norwegischen Frachters "Hamen" inspiziert und dabei das Vorhandensein von Öl festgestellt. Es sollte am 3.8. durch das Ölbekämpfungsschiff "KBV 050" abgepumpt werden. Am 31.7. hatte die Küstenwache eine Information erhalten, nach der sich 30-40 Kubikmeter Öl im Schiffsinnern des seit Jahren im Iddefjord in Strömstad liegenden Wracks befinden sollte. Tatsächlich stellten die Inspektoren 28.5 Kubikmeter fest. Ins Wasser war nichts ausgelaufen, doch wegen des schlechten Zustands des Frachters droht eine solche Gefahr jederzeit. Im vergangenen Winter war das Schiff bereits teilweise gesunken, war aber wieder gehoben worden. Die Küstenwache hatte in der Vergangenheit bereits wiederholt Öl aus dem Oldtimer entsorgt. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff ließ Binnenschiff auflaufen
(04.08.11) Drei Wochen nach der Eröffnung der neuen Protzenweiherbrücke ist es am 3.8. in der flussabwärts gelegenen Donau-Schleuse dreieinhalb Jahre nach der Havarie eines holländischen Binnenschiffes erneut zu einem Zwischenfall gekommen. Die ebenfalls niederländische "Ferox", 2348 ts (ENI-No.: 06003739), machte im Oberwasser der Schleuse Regensburg am linken Flussufer fest. Nach Ansicht des Kapitäns lief die ihr folgende "Bavaria 55", 1277 ts (ENI-No.: 04016670), zu schnell in den Schleusenkanal ein. Deshalb erzeugte er mit seiner Hauptmaschine eine Querströmung, die der Rudergänger der "Bavaria 55" nicht mehr abfangen konnte. Sie geriet mit dem Bug ans rechte Ufer und stieß dann gegen die Schleusenmauer. Bei dem Aufprall wurden zwei Besatzungsmitglieder leicht verletzt. Am Binnenschiff entstand ein Sachschaden in Höhe von 6.000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



Alle 30 Mann von sinkendem Frachter gerettet
(04.08.11) Die Indian Coast Guard rettete am Morgen des 4.8. die 30-köpfige, aus Indonesien Jordanien und Indien stammende Crew des mit Kohle beladenen Bulkcarriers "Rak Carrier", 36196 BRZ (IMO-Nr.: 8106745). Das Schiff hatte auf der Fahrt von Indonesien nach Dahej in Gujarat gegen acht Uhr einem in stürmischer See erlittenen Wassereinbruch Notrufe gefunkt. Die Küstenwache schickte sofort Helikopter und ein kleineres Rettungsschiff sowie die "Samudri Prahar" zu dem 25 Meilen südlich von Mumbai ankernden Frachter, der über den Bug am Sinken war. Ein Sea King der Marine und ein Cheetah-Hellikopter der Coastguard bargen die Schiffbrüchigen ab und brachten sie zur Marinebasis in Colaba, Süd-Mumbai. Quelle: Tim Schwabedissen



"Unison Vigor" liegt auf dem Grund von Siam
(04.08.11) Der russische Journalist Mike Voitenko hat Licht in die Hintergründe der Kollision des Bulkcarriers "Ocean Flavor" mit der "Unison Vigor" am Morgen des 2.8. gebracht, nachdem indische Journalisten wiederholt falsche Angaben zu Namen und Ablauf des Unglücksgeschehens machten. Tatsächlich war es nämlich dieser Frachter, der am Kai in Siam nach einem Rammstoß durch die "Ocean Flavor", und nicht, wie gemeldet, "Ocean Tower", über den Bug sank. Nur noch die Aufbauten des Frachters ragen mittlerweile aus dem Wasser. Die "Unison Vigor" lag an dem Kai von Kerry Logistics im Siam Seaport und entlud eine Fracht von Stahlblechen, als die einlaufende "Ocean Flavor" sie an ihrem Liegeplatz in die Steuerbordflanke rammte. Sie sackte mit der für die Fahrzeugproduktion bestimmten Fracht ab. Ein Polizist, der das Gelände absperrte, wurde von einer brechenden Trosse schwer verletzt. Die "Unison Vigor", 12600 tdw (IMO 9404534), wurde 2008 erbaut, führt die Flagge Panamas und läuft für die Unison Marine, Taiwan. Die "Ocean Flavor", 9046 tdw (IMO-Nr.: 947352399 wurde 2008 erbaut, ist ebenfalls in Panama registriert und läuft für Funada Kaiun, Japan. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter hatte Bodenkontakt
(04.08.11) Am 2.8. um 23.25 Uhr lief der russische Frachter "Amur 2507" auf der Fahrt von Perguba (Onega Lake) nach Baidaratskiy Bay (Karskoe Sea) mit einer Ladung Kies bei Kilometer 1288.7 bei Schleuse 12 des White Sea - Baltic Sea Kanals auf Grund. Auf Höhe von Laderaum 2 berührte das Schiff den Boden. Es hatte einen Lotsen na Bord. Nach Passage der Schleuse machte der Frachter für Untersuchungen fest. Die "Amur 2507", 3340 tdw (IMO-Nr. 87213379 wurde 1985 erbaut und läuft für die North-West Shipping Co., St. Petersburg. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter mit Krabbencreme gesunken
(04.08.11) 15 Indonesier wurden gerettet, nachdem im Sturm ihr Schiff, die "Anugerah Rezeki", mit 276 Tonnen Krabbencreme auf der Fahrt von Tanjung Balai, Indonesien, nach Satun in Thailand am 3.8. gegen 23 Uhr sank. Der Schlepper "Atlantic Gulf" kam den Schiffbrüchigen zu Hilfe, die nach ihrer Rettung auf einen anderen Schlepper, die "Mas Indera 7", übergesetzt wurden, die auf der Fahrt nach Port Klang war. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge nach Wassereinbruch gesunken
(04.08.11) Die 50 Meter lange Barge "Essex", die vor der Küste von Bundaberg leckgeschlagen war, sank rund 35 Kilometer nördlich von Fraser Island. Sie war nördlich von der Hervey Bay in flachem Wasser gegen ein Hindernis geschlagen und sank nun auf einer Wassertiefe zwischen 60 und 100 Metern, wohin die "Rodds Bay" sie noch gezogen hatte und wo sie die Schifffahrt nicht behindert. Eine geringe Menge Diesel und Ölabfall war vor dem Untergang von Bord geholt worden. Danach waren Ventile geöffnet worden, um die Barge kontrolliert unter Wasser zu bekommen. Die "Rodds Bay" nahm danach Kurs auf Brisbane, wo der Vorfall untersucht wird. Der Verlust ereignete sich auf der Fahrt von Townsville nach Brisbane. Die "Norfolk" wird in der kommenden Woche die genaue Wrackposition feststellen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre sank am Kai in Gizo
(04.08.11) Am 1.8. sank gegen 20 Uhr in Gizo die Fähre "Leili" an der BP Wharf. Nur die oberen Teile blieben sichtbar. Das Schiff hatte dort schon längere Zeit gelegen. Es war zum Transport von Kopra und anderen Gütern zu Inseln der Provinzen von Gizo und Noro genutzt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff auf Drift in Crisfield
(04.08.11) In Crisfield riss sich im Sturm am 1.8. gegen 22 Uhr das 200 Fuß lange Fahrgastschiff "American Spirit" los, das am Crisfield City Dock gelegen hatte. Das Heck stieß gegen einen Dachüberhang des Seafood-Handels H. Glenwood Evans & Son, der Bug rammte den Slip von Osborne's auf der gegenüber liegenden Seite. Ein Motorboot sowie Dalben wurden ebenfalls beschädigt. Nach 20 Minuten hatte die Crew die Maschine angefahren und konnte das Schiff unter Kontrolle bringen. Danach wurde es mithilfe der Coast Guard wieder festgemacht. Am 2.8. gegen sechs Uhr verließ es den Hafen planmäßig zur Weiterfahrt nach Cambridge, Oxford, St. Michael's, Annapolis und Baltimore. Quelle: Tim Schwabedissen



Gescheiterter Weltumsegler will sofort für neue Yacht sparen
(04.08.11) Der kanadische Segler Paul Lim kann es nach dem Verlust seiner Yacht "Kelkuli" nicht erwarten, wieder unter Segeln in See zu stechen. Er hatte die stürmische Zeit gewählt, um von Südafrika ums Südende Australiens nach Victoria zu gelangen bei seinem zweiten Versuch einer Weltumsegelung. Derzeit befindet er sich an Bord des Frachters "Kohju", der ihn im Sturm gerettet hatte, in der Bass Strait vor Australien. Eine große Welle hatte die Maschine der Yacht von ihrem Fundament gerissen. Es sei gewesen, als sei ein Elefant am Herumrollen im Schiffsinnern, sagte Lim. Er hatte seinen Notsender daraufhin aktiviert, dessen Batterien seit neun Jahren ihr Verfalldatum überschritten hatten, doch binnen drei Stunden war ein Flugzeug des australischen Rettungsdienstes über ihm gewesen.
Die See war aber so stürmisch, dass der 250,000-Tonnen-Frachter, der ebenfalls heran geführt wurde, sechs Stunden manövrieren musste, ehe er am Morgen des 2.8. in einer günstigen Position war, um den Skipper abzubergen. Der Sturm heulte mit 90 Kilometern Geschwindigkeit, dadurch hatte auch die Dornier Probleme, Kommunikationsgerät und Rettungsausrüstung abzuwerfen. Nach mehreren Anläufen gelang es aber doch, ein Funkgerät, ein Stroboskoplicht und eine Rettungsinsel an der Yachtposition abzuwerfen. Kurz vor dem Verlassen seines Bootes öffnete Lim noch die Bodenventile, um sein Boot zum Sinken zu bringen. Nun will er auf eine neue Yacht sparen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Karin Schepers" war als Geisterfahrer unterwegs
(04.08.11) Viel Glück hatte die 13-köpfige Crew des Frachters "Karin Schepers", als dieser nordöstlich des Pendeen Leuchtturms an den berüchtigten Klippen von Cornwall strandete. Das Schiff war mit fast 18 Knoten Fahrt in einer sandigen Bucht namens The Vineyard gelandet. Die Küstenwache von Falmouth hatte zunächst Großalarm ausgelöst, als das Schiff, das sich nicht an das Verkehrstrennungsschema hielt und statt die Südroute als Geisterfahrer auf der falschen Seite fuhr, nicht auf Kontaktversuche reagierte. Seine Identität konnte dank des Automatic Identification System festgestellt werden.
Um 4.35 Uhr wurden das Rettungsboot von Sennen Cove, die "City of London III" der Tamar Klasse, sowie das RNLI-Boot von St. Ives alarmiert. Das Boot aus Sennen Cove fand den Containerfrachter hell erleuchtet direkt unterhalb der mächtigen Klippen liegend vor. Zwei Mann der Crew gingen in das bordeigene Y-Boot und versuchten, direkten Kontakt herzustellen. Doch auf Deck des Frachters war niemand zu sehen, nur das Nebelhorn tönte durch die Dunkelheit. Dann teilte die Coastguard mit, dass sie über Satellitentelefon mit den Eignern kommuniziert habe und dass die Besatzung des Havaristen gerade die Räume auf Schäden und Wassereinbruch inspiziere.
Nach einer Weile zeichnete sich ab, dass der Kapitän den Frachter alleine von der Untiefe bekommen wollte. Dabei konnte er auf die Unterstützung durch eine Springtide zählen. In den zwei Stunden bis Hochwasser wurde Wasserballast ausgepumpt, dann gingen die Maschinen auf Langsam zurück. Stück um Stück gelang es, den Frachter in tieferes Wasser zu manövrieren. Die Seenotretter hatten bereits eine Schleppverbindung vorbereitet für den Fall, dass es Probleme zwischen den gefährlichen, umliegenden Felsen geben würde, doch der Frachter blieb klar von den im Osten und Westen lauernden Gefahren.
Dies wurde durch die ruhige See und klare Sicht begünstigt. Dann nahm der Frachter wieder Fahrt gen Rotterdam auf, und das Rettungsboot eskortierte ihn noch ein Stück, ehe es um 8.20 Uhr zu seiner Station zurückkehrte. Das Rettungsboot von St. Ives war bereits zurück beordert worden, als es noch eine Meile von der Strandungsstelle entfernt gewesen war. Auch der Alarm für den Helikopter von Culdrose konnte wieder zurück genommen werden. Warum die Schiffführung die Kontaktversuche ignorierte und warum sich der Frachter so dramatisch verfuhr, wird nach der Ankunft in Rotterdam zu untersuchen sein. Quelle: Tim Schwabedissen



"Asia Malaysia" gekentert (Bild: Philippine Coastguard)   Großbild klick!
Gesunkene "Asia Malaysia" verliert Öl - Feuer auf Schwesterschiff
(03.08.11) Die philippinische Coast Guard bemühte sich am 2.8., einen drei bis vier Kilometer langen Ölfilm, der sich von dem Wrack der knapp unter der Wasseroberfläche liegenden Fähre "Asia Malaysia" ausbreitete, einzugrenzen. Er driftete auf den Ort Manapla in Negros Occidental zu. Das Schiff liegt 50 bis 60 Fuß tief rund drei Kilometer vor der Stadt. Der Ölfilm war 200 Yards lang und 30 bis 50 Yards breit und trieb in nordöstlicher Richtung nach Nord-Iloilo. Boote der Küstenwache brachten Chemikalien und Ölsperren aus, um ein Antreiben an der Küste zu verhindern. Ein Helikopter überwachte die Drift. An Bord der Fähre waren fünf Tonnen Diesel und 16 Tonnen Bunkeröl gewesen. Der Diesel löst sich im Wasser rasch auf, mehr Sorgen bereitete das übrige Öl. Taucher untersuchten das Wrack im Laufe des 1.8. Die PCLK Mercantile and Services wurden von der Reederei Trans Asia Shipping Lines beauftragt, die Ventile abzudichten, um einen weiteren Ölaustritt zu stoppen. Die Maritime Industry Authority hat derweil die acht anderen Schiffe der Trans-Asia Shipping Lines stillgelegt, um sie einer Inspektion zu unterziehen. Am 3.8. gegen 11 Uhr kam es auf einem Schwesterschiff, das in Cebu festgemacht war, zu einem Brand. Das Feuer auf der "Trans Asia 2" war in einem Laderaum entstanden und konnte schnell gelöscht werden. Möglicherweise wurde es durch eine Zigarette entfacht. Quelle: Tim Schwabedissen



Nach Strandung zwei Mal Feuer an Bord
(03.08.11) Auf dem holländischen Binnenschiff "Alma", 1888 ts (EU-No.: 02326076), brach am 2.8. bei Tolkamer ein Brand im Maschinenraum aus. Er zog auch das Ruderhaus erheblich in Mitleidenschaft. Die örtliche Feuerwehr konnte den Brand bekämpfen, nachdem das Schiff an den Europakai gegangen war. Die Kajüten konnten so gerettet werden. Bereits am 29.7., einen Tag nach der Strandung am Geisenrücken bei Oberwesel, Rheinkilometer 552,1, war es zu einem Feuer an Bord gekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Karin Schepers" mal wieder ohne Kontakt - gestrandet vor Cornwall
(03.08.11) Am 3.8. um 04.30 Uhr bemerkte die Wache der Falmouth Coastguard mithilfe des Automatic Identification System, dass der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Karin Schepers", 7852 BRZ (IMO-Nr.: 9404077), der HS Schifffahrt in Haren-Ems nicht vorschriftsmäßig in der Verkehrstrennungszone vor Cornwall unterwegs war. Es wurde versucht, Kontakt mit ihm aufzunehmen, doch am frühen Morgen lief er bei Cape Cornwall auf Grund. Der Containerfrachter war auf der Reise von Cork nach Rotterdam, als die Reise vier Meilen von Land's End entfernt eine ungeplante Unterbrechung fand. Der Küstenwachschlepper "Anglian Princess", die Rettungsboote von St Ives Coastguard und Seenen Cove ein Rettungshubschrauber der RNAS Culdrose wurden alarmiert. Doch das mit 13 Mann besetzte Schiff kam zwei Stunden später mit steigender Flut und nach dem Auspumpen von Ballasttanks wieder frei und konnte die Reise gen Holland fortsetzen. Bereits am 22.3.2009 war das Schiff in der Ostsee westlich von Saltholm im Öresund gestrandet, weil Kapitän und Wachoffizier betrunken auf der Brücke eingeschlafen waren. und hatte seinerzeit von Schleppern geborgen werden müssen. Auch damals waren Versuche, über Funk Kontakt aufzunehmen, gescheitert, und sogar ein Helikopter war aufgestiegen, um die Schiffsführung vor dem falschen Kurs zu warnen, ohne dass er bemerkt worden wäre. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter schnell wieder flott
(03.08.11) Der norwegische Frachter "Kongsvaag", 2665 tdw (IMO-Nr.: 7107730), lief am Morgen des 3.8. vor Austre Bokn auf der Fahrt von Bergen nach Odda auf Grund. Die siebenköpfige Crew blieb unversehrt. Das Schiff kam bei Fløsundholmane fest, die Polizei wurde um 05.25 Uhr verständigt. Der Kapitän hoffte auf die Mittagsflut, vorsorglich rückte das Rettungsboot "Bergen Kreds" an. Doch bereits um 07.35 Uhr konnte sich der Frachter wieder befreien und nahm Kurs auf Årdal in Ryfylke. Die "Kongsvaag" ist ein Selbstlöscher der Askvoll Sand Shipping in Charter der Norstone A/S in Sandnes. Quelle: Tim Schwabedissen



Strandung auf St. Lawrence Seaway
(03.08.11) Die U.S. Coast Guard und die St. Lawrence Seaway Development Corporation wurden alarmiert, nachdem der 670 Fuß lange, unter Bahamas-Flagge laufende Frachter "Federal St. Laurent" am 1.8. gegen 20 Uhr nahe Massena, New York, auf dem St. Lawrence Seaway gestrandet war. Am Rumpf des Havaristen wurden Untersuchungen zur Stabilität durchgeführt, und es wurde festgestellt, dass dank des Umstandes, dass nur der Bug aufsaß, keine Tanks gefährdet waren. Der Frachter hatte Titanschlacke geladen und lag 0,1 Meilen südlich von Tonne 51 und 4.4 Meilen westlich der Eisenhower Schleuse fest. Am 2.8. gegen 15 Uhr wurde der Frachter mit Schlepperhilfe wieder flottgemacht und für Überprüfungen verankert. Die 6780 Fuß lange "Federal St. Laurent", 34372 tdw (IMO-Nr.: 9110896) wurde1996 erbaunt und hat als Manager das Anglo Eastern Shipmanagement. Quelle: Tim Schwabedissen



Ankerlieger vor Siam versenkt
(03.08.11) Am Morgen des 2.8. kam es zu einer Kollision im Udom Gulf. Vor dem Siam Seaport) rammte der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Unison Vigor" die vor Anker liegende "Ocean Tower", die gerade schwere Maschinenteile lud. Deren 20-köpfige Crew konnte sich retten, während der Frachter langsam sank, und nur wenige Teile der Ladung konnten zuvor geborgen werden. Die "Unison Vigor", 12600 tdw (IMO-Nr. 9404534) wurde 2008 erbaut und läuft für die Unison Marine, Taiwan. Quelle: Tim Schwabedissen



Seiltanz zum rettenden Ufer
(03.08.11) Im Hafen von Husum lief die Ausflugsbarkasse "Insel Poel" (MMSI-Nr. 211495310) auf einer Testfahrt, während der die Schiffbarkeit des Binnenhafens ausgelotet werden sollte, auf Grund. Der Kapitän war zwar 2,5 Stunden vor Niedrigwasser gestartet und hätte für den Binnenhafen mit etwa 30 Zentimetern Tiefe eigentlich noch ausreichend Wasser unter dem Kiel haben sollen. Einige Passagiere wurden mithilfe von zum vier Meter entfernten Ufer ausgespannter Seile an Land gebracht, auf denen sie dorthin balancierten. Die "Insel Pöel" kam mit der Flut wieder frei. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot sank brennend vor Cala Varques
(03.08.11) In der Bucht Cala Varques an der Ostküste von Mallorca ist am 31.7. ein Motorboot in Flammen aufgegangen und gesunken. Es konnte von einem Schlepper durch eine Felsenge hindurch auf See gezogen werden. Das Feuer zerstörte das Schiff, und es sank weiterhin in Flammen stehend in einer Tiefe von 20 Metern. Der Brand hatte zu starker Rauchentwicklung geführt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgebrannter Dreimaster soll Erlebniscenter werden
(03.08.11) Der von einem Brand zerstörte Nachbau des Ostindienfahrers "Prins Willim" wird als maritimes Erlebniscenter wieder aufgebaut. Das Schiff war im Sommer 2009 verbrannt, nur das Stahlskelett blieb brauchbar. Der Dreimaster hatte zu der Zeit im Port William Museum in Den Helder gelegen. Da die Versicherungsdeckung für eine Reparatur nicht ausreichend war, wurde das Wrack dann an die friesische Werft Talsma verkauft, die es in ein Restaurant umbauen wollte. Doch die für 2010 geplanten Arbeiten kamen nicht voran, doch nun hat Eigner Jelle Talsma einen Betreiber für das Erlebniszentrum gefunden, das in Willemshaven Gestalt annehmen soll.Quelle: Tim Schwabedissen



Barge drohte vor Bundaberg zu sinken
(03.08.11) 45 Kilometer nordöstlich von Bundaberg schlug die Barge "Essex", die von dem Schlepper "Rodds Bay" geschleppt wurde, leck, nachdem sie ein Unterwasserhindernis gerammt hatte. Der Schlepper zog sie daraufhin in nordöstlicher Richtung in tieferes Wasser für den Fall, dass sie sinkt. Alle umweltgefährdenden Stoffe wurden auf Anweisung der Maritime Safety Queensland von Bord gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Fährenwrack dient Uferschutz
(03.08.11) Teile einer alten Fähre an einer Stelle, wo Erosionsschäden auf dem Sacramento River repariert werden, sind stabil genug, um dauerhaft in die Geschichte einzugehen. Sie war das Ziel von sechs Tauchexpeditionen vom 28.9. bis 7.10.2009 durch das U.S. Army Corps of Engineers des Sacramento Distriktes zur Untersuchung der historischen Clarksburg-Fähre, die auf dem Sacramento River zwischen Yolo und Sacramento Counties bis zu ihrem Untergang 1928 verkehrte. Das Wrack liegt genau dort, wo Felsen das erodierende Ufer stabilisieren sollen. Doch die Wrackteile sind ins National Register of Historic Places eingetragen und könnten nun Teil der Uferbefestigung werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht ohne Kiel gestrandet
(03.08.11) Vor Port Macquarie strandete am 31.7. gegen 22 Uhr die Yacht "Wasabi" mit acht Mann an Bord. Das Boot kam fünf Kilometer vom Lighthouse Beach entfernt fest und hatte den Kiel verloren. Die "Wicked" vermochte die Yacht dennoch zum Camden Haven River zu schleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge drohte vor Bundaberg zu sinken
(03.08.11) Nachdem er vier Tage vor New Orleans gelegen hatte, drehte der britische Tanker "CPO Sweden", der am 26.7. sechs Schiffbrüchige aus Cayman Island gerettet hatte, nach Houston, Texas, ab. Diese Order kam am 1.8., nachdem das Schiff zuvor aus Platzgründen am 28.7. statt nach Houston nach New Orleans dirigiert worden war. Dort traf der Tanker am 29.7. ein und wartete vier Tage lang vergebens auf eine Einlaufgenehmigung. Am 2.8. dann die Entscheidung - es geht mit den vier Camayanern und zwei Honduranern immer noch an Bord doch nach Houston, wo das Schiff am 3.8. eintraf. Danach würden die Schiffbrüchigen die Zollprozeduren durchlaufen müssen, um dann heimkehren zu können. Die britischen und honduranischen Konsulate waren auf dem Laufenden. Die 37 Fuß lange "Miss Janice" war fünf Stunden nach dem Verlassen der Cayman Islands am 17.6. gesunken. Danach hatten die Schiffbrüchigen neun Tage lang in einer Rettungsinsel getrieben, ehe sie von der "CPO Sweden" gerettet wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Sorge um Pavit
(03.08.11) Neue Sorge um den gestrandeten Tanker "Pavit" vor Juhu Beach. Das Schiff hat sich in den vergangenen Tagen mit den Gezeiten noch näher auf die Küste zubewegt, wo sie Fischerbehausungen bedrohen könnte, und entwickelte durch Unterspülung Schlagseite nach Steuerbord. Je mehr Zeit verstreicht, um so komplizierter könnte die Bergung werden. Der Notschlepper "Smit Lumba" von SMIT Singapore wurde von den Schifffahrtsbehörden geheuert. Währenddessen fragt man sich in Indien auch, wie das Schiff gänzlich unbemerkt an die Küste herantreiben konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Hafen von Kankesanthurai wird wrackfrei
(03.08.11) Die Resolve Salvage and Fire (Asia) Pte Ltd., eine Untergruppe der Resolve Marine Group, Inc. hat mit der Räumung von sechs Wracks in Kankesanthurai Harbor begonnen, die dort zwischen 1994 und 1996 Opfer der Tamil Tigers wurden. Der Hafen wurde in dem Konflikt mit ihnen schwer beschädigt und für Handelsverkehr geschlossen. Die Schiffe sind zwischen 17 und 99.5 Metern lang und liegen ganz oder teilweise unter Wasser. Zunächst muss die Lage mit 3-D-Bildern und Scannern untersucht werden. Zwei Schiffe liegen im Hafen, vier weitere davor. Die Wracks sollen zerschnitten und der Schrott an Land gebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frank W geleichtert und flott
(03.08.11) Der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter "Frank W", 2528 BRZ (IMO-Nr.: 9374674), der zwei Meilen südwestlich von Malmö auf der Reise nach Hull gestrandet war, konnte am 1.8. kurz nach Abschluss des Leichterns von Zellulose und Holzpellets gegen 18.30 Uhr vom Grund abgebracht werden. Die Arbeiten hatten sich wegen widrigen Wetters mehrfach verzögert, da die Fracht witterungsempfindlich ist. Kurz nach 19 Uhr machte das Schiff in Malmö fest, wo Taucher Untersuchungen des Schiffsbodens durchführen sollten. Quelle: Tim Schwabedissen



"Tyumen 2" verließ Nord-Ostsee-Kanal knapp vier Monate nach tödlicher Kollision
(03.08.11) Der seiner Brücke beraubte russische Frachter "Tyumen 2" (IMO-Nr.: 8727848) wurde am 1.8. vom Kai der Nobiskrug-Werft in Rendsburg, wo die Ladung gelöscht worden war, nach Glückstadt geschleppt, wo er gegen 18 Uhr eintraf. Das Schiff war am 14.4. bei der Kollision mit dem Containerfeeder "OOCL Finland" auf dem Nord-Ostsee-Kanal schwer beschädigt worden, mehrere Menschen starben, darunter der Lotse. Der Schlepp im Kanal wurde von der "Parat" und "Moritz" der Reederei Hans Schramm, durchgeführt, auf der Passage von Brunsbüttel nach Glückstadt wurde die "Moritz" durch die "Bugsier 15" ersetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Athena ist eine Ruine (Bild: Michael Telnov)   Großbild klick!
Abbruch der "Athena" hat begonnen
(02.08.11) Am 1.8. begannen im Smedegaarden in Esbjerg die Arbeiten zum Abbruch des Fabriktrawlers "Athena", der am 9.5. bei Reparaturarbeiten zur Ausbesserung der Schäden eines Feuers vom Oktober 2010 endgültig ausgebrannt war. Bereits am 7.7.2005 hatte ein Brand das Schiff verwüstet. Nun werden die Schneidbrenner dem Schiff ein Ende bereiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Angelkutter in Ballstad
(02.08.11) Am 2.8. um 01:40 Uhr wurde die Polizei alarmiert, weil auf dem 50 Fuß langen, norwegischen Kutter "Ballstadgutt" am Kai von Kræmmarvika in Ballstad ein Feuer ausgebrochen war. Das Schiff ist auch im Touristenverkehr eingesetzt, doch zum Unglückszeitpunkt war es verlassen. Das Rettungsboot "Det Norske Veritas", Feuerwehr und Polizei waren vor Ort, um den Brand zu löschen und die Ursache zu untersuchen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Quelle: Tim Schwabedissen



Erster Bergungsversuch für "Phoenix" gescheitert
(02.08.11) Die Operation zum Leichtern des Öls von der gestrandeten "Phoenix" wurde am Nachmittag des 1.8. abgeschlossen. Alles Öl war von Bord, und das Entfernen von Ölrückständen mithilfe eines Skimmers war im Gange. Vier Tonnen mit unweltgefährdenden Stoffen wurden mithilfe des gecharterten Puma-Helikopters an Land geflogen. Die "Smit Amandla" machte am Tanker fest, um ihn zu sichern. Taucher untersuchten die Strandungsstelle, und nachdem sicher gestellt war, dass das Schiff nicht würde kentern können, begann um 16 Uhr ein Bergungsversuch gemeinsam mit der "Smit Siyanda". Mit steigendem Wasser kam Bewegung in das Schiff, und langsam konnte es von der ursprünglichen Position um 45 Grad gedreht werden. Dann brach die Ankerkette, und die Notschleppvorrichtung wurde eingesetzt. Doch mit dieser reichte die Schleppkraft nicht aus, und der Tanker drehte wieder in die ursprüngliche Position zurück. Am Morgen des 2.8. sollte die Bergungsarbeit fortgesetzt und am Nachmittag ein weiterer Schleppversuch unternommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter mit Maschinenproblemen vor Vlissingen
(02.08.11) Der unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Sea Hawk", 3015 tdw, (IMO-Nr.: 8906250) erlitt am Morgen des 2.8. auf der Reede von Vlissingen von Antwerpen kommend Maschinenschaden. Der Schlepper "Union 6" war rasch vor Ort und sicherte das Schiff an einer Schlepptrosse, bis die Maschine wieder am Laufen war. Der Frachter setzte dann seine Reise nach Lowestoft fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Einhandsegler aus neun Meter hohen Wellen gerettet
(02.08.11) Der 62-jährige, kanadische Einhandsegler Paul Lim wurde am 2.8. von dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Kohju" gerettet, nachdem sich die Maschine seiner 9,5 Meter langen Yacht "Kelkila" am Vortag im Sturm losgerissen hatte in neun Meter hohen Wellen und bei 90 Knoten Wind. Der Skipper hatte daraufhin am 1.8. gegen 10 Uhr 250 Kilometer südwestlich von Cape Leeuwin das EPIRB aktiviert, dessen Signal von der Australian Maritime Rescue Authority aufgefangen wurde, das ein Suchflugzeug aufsteigen ließ. Binnen weniger Stunden hatte es die Yacht erreicht und warf eine Rettungsinsel ab. Die "Kohju" kämpfte sich an die Yacht heran und konnte in einer sechsstündigen Aktion den Segler an Bord nehmen. Der Frachter setzte seine Reise mit dem Geretteten an Bord dann nach Las Palmas auf den Kanarischen Inseln fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl läuft aus gesunkener Fähre aus
(02.08.11) Ein Ölfilm von 200 Metern Länge hat sich an der Untergangsstelle der "Asia Malaysia" vor Manapla in der Negros Occidental-Provinz ausgebreitet, nachdem das Schiff vor Ajuy sank. Die Küstenwache schickte Ölbekämpfungsteams. Die Fähre hatte 21 Tonnen Öl an Bord, davon 5,7 Tonnen Diesel und 1,3 Tonnen Ölabfall. Auch die Trans-Asia Shipping Lines Inc. wurde aufgefordert, sich an der Ölbekämpfung vor Manapla zu beteiligen, bevor das Öl die fischreiche Visayan Sea erreicht.
Im August 2006 waren hier 2000 Tonnen Öl aus dem Tanker "Solar 1" ausgelaufen, die für eine Ölverschmutzung in Guimaras, Iloilo und Negros Occidental führten. Das Wrack liegt auf 90 Metern Tiefe. Die Philippine Coast Guard hatte das Schiff vor dem Auslaufen am 30.7. gegen 18 Uhr inspiziert und freigegeben. Um 3.50 Uhr am folgenden Morgen geriet das Schiff in stürmische See und entwickelte zunächst fünf Grad Schlagseite.
Dann ging Ladung nach Steuerbord über, und Versuche, die Lage durch eine Kursänderung und das Befüllen zweier Ballasttanks an Backbord unter Kontrolle zu bekommen, scheiterten. Der Kurs wurde von 240 auf 210 Grad geändert und der Bug gegen die See gelegt. Die Schlagseite nahm aber auf 20 Grad zu. Nun wurde ein Notruf ausgestrahlt und die Evakuierung vorbereitet.
Um 4.20 Uhr wurde die Schiffsgeschwindigkeit beschleunigt, doch 20 Minuten darauf fielen die Hauptmaschinen aus, als die Schlagseite 27 Grad erreicht hatte. Das Wasser hatte nun die Höhe einer Laderampe an der Seite erreicht und drang in den Maschinenraum ein. Um 5.30 Uhr wurden die Rettungsinseln klargemacht, und das Übersetzen der Passagiere auf die "Filipinas Cebu" der Cokaliong Shipping Lines und die "Fil Visayas" begann.
Um 6.20 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen, zwei Stunden später begann die Fähre über die Steuerbordseite zu sinken. Daraufhin wurde auch die Besatzung mit einem Motorboot evakuiert. Um 8.20 Uhr verließ der Kapitän als letzter das Schiff, das um 8.34 Uhr unterging. An Bord waren 107 Passagiere, neun Offiziere und 35 Mannschaften gewesen, das Schiff war für 551 Personen zugelassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Gray's Harbor zerschlagen
(02.08.11) Hunderte von Gallonen Öl liefen aus dem am 30.7. nahe Gray's Harbor, Washington, gestrandeten, 40 Fuß langen Kutter "Miss Elora" aus. Die Coast Guard aus Oregon und Washington sowie das Washington Department of Ecology wurden alarmiert, nachdem der Kutter gegen vier Uhr auf den Westhaven State Park Beach getrieben war. Von der Air Station Astoria stieg ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf, von der Station Gray's Harbor lief ein 47-Fuß-Boot aus. Die beiden Fischer hatten sich aber bereits an Land retten können. Nun galt es das Dieselöl abzupumpen, doch der Kutter wurde rasch leckgeschlagen in der schweren Brandung, sodass nur rund 100 Gallonen geborgen werden konnten, weitere 250 Gallonen aber ausliefen. Sie lösten sich in der Brandung rasch auf, nun galt es die Trümmer des Kutters vom Strand zu bergen. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Hoffnung für die Vermissten der "Hope Christie"
(02.08.11) 11 Opfer des Untergangs des Kutters "Hope Christie" am 25.7. vor Masbate wurden nach Abflauen des Taifuns Juaning gefunden. Drei Schiffe, die "Corregidor (AE-891)", "Edsa (SARV-002)" und der Schlepper "Habagat" mit Rettungstauchern an Bord sind noch vor Ort im Einsatz. Die "Hope Christie" hatte keine Genehmigung zum Auslaufen durch das Coast Guard Detachment Libas in Roxas City erhalten, weil notwendige Sicherheitsdokumente nicht vorlagen. Daraufhin verließ er heimlich den Fischereihafen von Libas. Nur acht Personen überlebten das fahrlässige Verhalten. Quelle: Tim Schwabedissen



Balleyhoo um Balley Ho
(02.08.11) Das 34 Fuß lange Motorboot "Balley Ho" lief mit 20 Personen an Bord am 31.7. vor Spanish Point gegen 21.15 Uhr auf ein Riff und schlug leck. Die Bootsinsassen konnten gerettet und zur Darrell's Wharf geracht werden. Das Boot lag direkt vor dem Spanish Point Boat Club in der Peter Tuckers Bay. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass das Boot überladen gewesen war und kein Funkgerät an Bord hatte. Um 17.30 Uhr gelang es, das Boot mit einer Kranbarge zu bergen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Siam gerammt und versenkt
(02.08.11) Im Udom Gulf Harbour vor der Chon Buri Provinz sank vor Sieam Seehafen der Frachter "Ocean Tower", nachdem er von dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "Unison Vego" nach Maschinenausfall gerammt worden war. Die "Ocean Tower" war gerade am Laden schwerer Maschinenteile gewesen, als der Bug des größeren Frachters den Laderaum aufriss und das Schiff langsam sank. Die 20-köpfige Crew wurde gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



"Free Moment" wieder frei
(02.08.11) Das National Sea Rescue Institute wurde alarmiert, nachdem am Abend des 30.7. das Motorboot "Free Moment" mit fünf Personen an Bord in der Mitte von Durban auf eine Sandbank gelaufen war. Das Rettungsboot "Megan II" lief aus und brachte einen Teil der Bootsfahrer an Land, der Rest wartete auf das Hochwasser. Am 31.7. gegen vier Uhr gelang es dem Skipper, die 10 Meter lange "Free Moment" wieder flottzumachen. Sie war bereits am 18.6. in einer Havarie verwickelt gewesen, als sie vor Durban von Hainetzen gefangen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



'Lively Jane' wird geleichtert (Bild: USCG)   Großbild klick!
Kutter geleichtert und geborgen
(01.08.11) Die Coast Guard Valdez überwachte am 28.7. die Operation zur Bergung des 56 Fuß lange Kutters "Lively Jane", der sechs Meilen südwestlich von Valdez auf Grund lag. Die Alaska Marine Response hat das Schiff unterdessen ausgepumpt und konnte es bei Niedrigwasser aufschwimmen. Danach wurde alles Bunker- und Hydrauliköl in einen Tank des Bergungsschleppers "Oswell Foss" umgepumpt. Der Kutter war am 13.7. auf Grund gelaufen und gesunken, nun sollte er nach Cordova zum Docken und zur Reparatur geschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Missglücktes Ankermanöver auf der Neva
(01.08.11) Am 29.7. um 21.10 Uhr kollidierte der russische Frachter "Volgo-Don 195" bei einem Ankermanöver mit der ebenfalls ankernden, ebenfalls russischen "Omskiy-132" bei Kilometer 1363 auf der Neva. Der Backbord-Anker der "Omskiy-132" riss den Rumpf der "Volgo-Don 195" oberhalb der Wasserlinie auf, außerdem wurden Schanzkleid und Fender in Mitleidenschaft gezogen. Beide Frachter sind Fluss-Seen-Frachter, die "Volgo-Don 195", 5620 tdw (IMO-Nr.: 8943143) wurde 1976 erbaut und läuft für die Volga Steamship Co., die "Omskiy-135", 3095 tdw (IMO-Nr.: 8881723) wurde 1988 erbaut und läuft für die North-West Shipping Co., St. Petersburg. Quelle: Tim Schwabedissen



Hilfloser Bulkcarrier wurde zwei Mal gerammt
(01.08.11) Nach Aussagen der Crew des Bulkcarrier "B Oceania", die nach einem Maschinenausfall von dem Bulkcarrier "Xin Tai Hai" acht Meilen südwestlich von Pulau Pisang am 29.7. versenkt wurde, rammte dieser ihr Schiff um 22.45 Uhr gleich zwei Mal. Knapp zwei Stunden später sank ihr an Steuerbord schwer getroffenes Schiff, Stunden später wurde die 23-köpfige Crew von dem Containerfrachter "Ikaruga" aufgenommen. Vor Singapur ankert nun auch der Kollisionsgegner, der schwere Schäden an der Backbordseite aufweist. Die "Xin Tai Hai", 180346 tdw (IMO-Nr.: 9106778), wurde erst 2011 in Fahrt gebracht. Die 26-köpfige Crew sind allesamt Chinesen, Manager ist die Vision Ship Management Shenzhen, Guangdong. Die "Ikaruga", 24382 tdw (IMO-Nr.: 9106778), wurde 1995 erbaut und läuft für das NYK Shipmanagement, Singapur. Quelle: Tim Schwabedissen



War Strandung der "Phoenix" Versicherungsbetrug? Rätselraten um Identität
(01.08.11) Berger haben bis zum 1.8. neunzig Prozent des Öls von dem gestrandeten Tanker "Phoenix" geleichtert, nun galt es noch verbliebene Ölabfälle von Bord zu holen. Am Nachmittag sollte eine Entscheidung über einen Bergungsversuch gefällt werden, allerdings ist dazu ein hoher Wasserstand notwendig. Derzeit hat sich die Wetterlage vor Ort eher beruhigt. Der mögliche blinde Passagier konnte trotz Stellens einer Falle nicht gefunden werden, auch der Einsatz eines Polizeihundes blieb ohne Ergebnis. Möglicherweise ist er auch an Land gekommen. Der Tanker ist derweil eine Attraktion geworden, hunderte Schaulustiger bevölkerten am Wochenende den Strand. Derweil wird immer lauter die Frage nach einem möglichen Versicherungsbetrug gestellt. Eine der Merkwürdigkeiten ist, dass es nicht gelang, eine Schleppverbindung zur "Smit Amandla" herzustellen, nachdem vor einer Woche der Anker zu schleife3n begann. Die Crew der "Smit Amandla" feuerte acht Jagerleinen auf den Havaristen. Sechs von diesen wurden auf Deck der "Phoenix" gefunden. Zwei weitere wurden erfolgreich abgeschossen, doch angeblich seien sie dann wieder von der Winsch abgerutscht. Dies gilt nach Einschätzung von Schifffahrtsexperten als sehr unwahrscheinliches Szenario, eher wäre die Leine gebrochen. Der Kapitän der "Smit Amandla" musste außerdem den Kollegen von der "Phoenix" eigens anweisen, mehr Ankerkette auszustecken, als die Drift begonnen hatte, eigentlich ein Routinevorgang. Unklarheit herrscht zudem über die Besitzverhältnisse des Schiffes, im Gespräch sind die A & L Shipping Inc. in Panama or A & L Shipping in Belize. Lloyds Casualty Intelligence in London fand keine Daten über das Schiff, eines mit derselben Größe und demselben Namen wurde bereits im November 2010 in Indien abgewrackt. Doch wenn man die Längenangabe von 164 Metern als fehlerhaft ansieht, stößt man auf die "Concel Pride", (IMO-Nr. 7371123), die in Algeciras aufgelegt war und 134,55 Meter lang ist. Auf der "Phoenix" erkennt man den übermalten Namen "Everenye 1", ein Name, dem die IMO-Nr. 7371123 ebenfalls zugeordnet werden kann, die am 6.4.2005 in Algeciras als "Concel Pride" festmachte. Der Tanker mit einer Tragfähigkeit von 14,506 Tonnen wurde 1974 erbaut. Er wurde irgendwann nach dem September 2007 nach Algier verschleppt. Im August 2008 war das Schiff bei Equasis als "Concep" gelistet. Derweil äußerten sich Vertreter von SAMSA und der Berger besonders dankbar über Mr. und Mrs. Don Spier, deren Haus direkt gegenüber der Strandungsstelle liegt. Sie haben ihr Haus direkt gegenüber der Strandungsstelle und haben den Bergern ihr Haus geöffnet, die Lounge ist das Operationszentrum, und das Ehepaar versorgt die Berger mit Essen und Kaffee. Die Pumpschläuche vom Tanker verlaufen sogar durch ihren Garten durch das Haus zu Tanklastern jenseits des Grundstücks. Quelle: Tim Schwabedissen



Historischer Zweimaster evakuiert
(01.08.11) Ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station South Portland hat 49 Passagiere von dem 59Fuß langen Schoner "Wendameen", der am 30.7. gegen 18 Uhr in der Casco Bay, Maine, nahe Great Diamond Island gestrandet war, abgeborgen. Die "Wendameen", ein Zweimaster, der Ausflugsfahrten in der Casco Bay unternimmt, war nicht leckgeschlagen. Vorsorglich hatten alle Fahrgäste Rettungswesten angelegt, als sie von dem Küstenwachboot sowie einem Boot des , Portland Fire Department zur State Pier in Portland gebracht wurden. Die Crew blieb an Bord. Auch die Hafenkapitäne von Portland und Falmouth assistierten bei der Operation. Bereits am 23.6. war die "Wendameen" in der Casco Bay auf Grund gelaufen. Die aktuelle Strandung ereignete sich bei Niedrigwasser, die nächste Flut war am Abend und sollte beim Flottmachen helfen. Die "Wendameen" wie ihr Schwesterschiff "Bagheera" wurde von dem Yachtdesigner John Alden entworfen und 1912 in East Boothbay, Maine, erbaut, In den späten 1980ern wurde sie restauriert und darf 48 Deckspassagiere bzw. 14 Übernachtungsgäste aufnehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubschlepper hatte den Maschinenraum voll
(01.087.11) Auf der Waal bei Druten ist am 30.7. der Schubschlepper "Willem Jr." (MMSI-No.: 244700050) im Bereich des Propellerschaftes leckgeschlagen. Ein Binnentanker schleppte den 23 Meter langen Havaristen an den Kai, wo wurde er mithilfe von Pumpen der Feuerwehr über Wasser gehalten wurde. Der Maschinenraum war geflutet. Erst nachdem dieser trocken gelegt war, konnte der Wassereinbruch gestoppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Russisches Ausflugsboot war bei Untergang überladen
(01.08.11) Am 31.7. wurde das Wrack des russischen Ausflugsbootes "Lastotschka" auf der Moskwa geborgen, bei dessen Untergang neun Menschen, darunter der Kapitän, ums Leben kam. Sieben Menschen, unter ihnen ein türkischer Staatsbürger, konnten sich retten. Das Boot war mit16 Menschen überladen. Es hatte nur eine Lizenz für höchstens zwölf Passagiere. Kurz vor der Kollision mit der "Oka 5" hatte das Boot sogar einen 17. Passagier von Bord gelassen. Dreimal war der Eigner in der Vergangenheit den Behörden bereits aufgefallen, weil er zu viele Personen mitgenommen hatte, zuletzt erst vor wenigen Tagen. Auf der letzten Fahrt hatte sich eine Geburtstagsgesellschaft an Bordbefunden, als das Boot zwischen den Sperlingsbergen und dem Luschniki-Stadion, mitten im Naherholungsgebiet von Moskau, sich erst gedreht und dann gegen das am Ufer festgemachte Binnenschiff gestoßen und rasch gesunken war. Die Crew der "Oka 5" versuchte sofort zu helfen. Etwa 70 Taucher hatten am Vormittag des 31.7. bei schlechten Bedingungen im trüben Wasser nach Vermissten gesucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwalbe machte schlapp
(01.08.11) Auf dem Fahrgastschiff "Schwalbe" kam es auf der Ruhr kurz vor Heveney zur Entwicklung von Qualm im Maschinenraum. Die an die 70 Passagiere wurden sofort ans Ufer gebracht. Feuerwehr und DLRG schleppten den Ausflugsdampfer dann mit einem Kupplungsschaden zum Liegeplatz an der Schleuse Herbede. Das Schiff kam aus Bommern, als zwischen Ruhr- und Autobahnbrücke in Herbede, erhitztes Öl auslief und die Rauchentwicklung verursachte. Zwischen der Ruhrbrücke und der A-43-Brücke drückte der Kapitän die "Schwalbe" gegen das Ufer, wo es gesichert wurde und die Passagiere sicher von Bord gehen konnten. Sie begaben sich selbstständig oder mit Fahrzeugen der DLRG nach Heveney. Drei Boote der DLRG und eines der Feuerwehr nahmen derweil die "Schwalbe" in ihre Mitte und schleppten sie bis zur Schleuse Herbede. Dort wurde das Schiff am 1.8. untersucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Untergangsstelle der "Asia Malaysia" wird auf Ölspuren überwacht
(31.08.11) Alle 110 Passagiere und 35 Besatzungsmitglieder der am Morgen des 31.7. vor Calabasa Island in der Iloilo Provinz gesunkenen Fähre "Asia Malaysia", 2345 BRZ, wurden unversehrt an Land gebracht und versorgt, nachdem ihr Schiff gegen vier Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Die "Filipinas Cebu" erreichte mit einem Teil der Geretteten Iloilo um 10.30 Uhr, die übrigen auf der "Fil Visayas" Bacolod City. Zwei Stunden, nachdem die Fähre angefangen hatte, Schlagseite zu entwickeln, hatte der Kapitän Notrufe gefunkt, zu der Zeit lag das Schiff schon 35 Grad nach Steuerbord über. Die "Filipinas Cebu" der Cokaliong Lines und der Tanker "Phil Visayas" wurden zu Rettern in der Not. Erst Minuten vor dem Kentern der Fähre um 8.50 Uhr gingen der Kapitän und neun weitere Männer in ein Rettungsboot. Als das Schiff am Abend des 30.7. aus Cebu ausgelaufen war, war das Wetter noch ruhig gewesen, und es gab keine Sturmwarnung. Die Küstenwache schickte die "Edsa" und "Corregidor", die auch mögliche Ölaustritte überwachen sollen. Die Coast Guard Western Visayas bereitete sich auf ein solches Szenario vor und schickte auch einen Hubschrauber. Am 23.12.1999, war die "Asia South Korea" derselben Reederei vor Bantayan Island in Cebu gesunken, wobei 54 Menschen ertranken. Quelle: Tim Schwabedissen



Juhu Beach erneut zum Schutz der Bevölkerung gesperrt
(01.08.11) Neuerlich bevölkern Scharen Schaulustiger den Juhu Beach, nachdem der unter Panama-Flagge laufende Tanker "Pahat 1" vor Versova nahe Ruia Park gestrandet ist. Er hatte seit über einem Monat im Persischen Golf getrieben, nachdem er am 29.6. von der 13-köpfigen indischen Crew aufgegeben worden war. Die Eigner in Dubai hatten die Drift des Schiffes von Oman danach nicht weiter überwacht. An Bord waren nur 10-30 Tonnen Bunkeröl, als es aufsetzte. Der Schlepper "SMIT Lumba", der auch an der Bergung der "Wisdom" beteiligt war, wurde bereits in Marsch gesetzt. Eigner des 1990 erbauten 999-Tonners sind die Pavit Shipping Lines, Dubai, Manager die Prime Tankers LLC, Dubai. Fischer hatten das antreibende Schiff in der Nacht zum 31.7. entdeckt und die Polizei informiert. Zu der Zeit war das Schiff noch fünf Kilometer von der Küste entfernt und trieb unweit des Iskcon Tempel sowie der Marine-Funkstation für Maharashtra, Gujarat und Goa.
Am Nachmittag trafen 20 Einsatzkräfte der State Reserve Police Force und die Feuerwehr ein. Wiederum galt es, den betroffenen Strandabschnitt zu sperren, um Schaulustige davon abzuhalten, allzu dicht an das Strandgut heran zu kommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Sorge um historisches Wrack
(01.08.11) Das Wrack der "City of Ottawa", eines 151 Jahre alten Wracks, das tief in dem Sand des River Clwyd in Rhyl, Nord Wales, liegt, und einen Teil der maritimen Geschichte Kanadas darstellt, ist nach eineinhalb Jahrhunderten vor der Flusspromenade möglicherweise gefährdet. Bei Ebbe sind die rund 200 Tonnen Holz, die bewahrt blieben, gut sichtbar. Im Rahmen des Flutschutzes soll nun die Promenade aber rund acht Meter vorgeschuht werden und wäre dann drei bis vier Meter von den Schiffsrippen entfernt, sodass diese freigespült würden. Der 80 Meter lange Dreimaster hatte seinerzeit eine Vermessung von rund 1600 Tonnen. Er entstand 1860 auf der Werft von Jean-Élie Gingras in Quebec City und nach der City of Ottawa benannt zu Ehren der Entscheidung von Queen Victoria, die Stadt zur neuen kanadischen Hauptstadt zu machen. Von 1863 bis 1889 machte das Schiff 36 große Frachtreisen. 1906 wurde es vor England im Sturm schwer beschädigt und zum Abbruch nach Rhyl verkauft, wo die meiste Ausrüstung entfernt wurde. Der Rumpf wurde mit Teilen des Decks an die Stelle geschoben, wo er heute noch liegt. Eine Archäologin des Denbighshire County Council ist optimistisch, dass das Schiff auch weiterhin im schützenden Sand verbleiben wird. Es würde regelmäßig kontrolliert und überwacht, außerdem gebe es Modellberechnungen der Tidenströme, die nicht auf Gefahren hindeuten. Wenn die neue Promenade fertig ist, soll ein Schild auf die historische Bedeutsamkeit des Wracks hinweisen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffsglocke nach 80 Jahren geborgen
(01.08.11) Ein Taucherteam hat die Schiffsglocke von der vor 90 Jahren vor Point Wilson nahe Port Townsend gesunkene SS "Governor" am 31.7. gefunden. Das Artefakt lag in 240 Fuß Tiefe im Schlick des Admiralty Inlet. Der Dampfer "Governor" war am 1.4.1921 auf einer fahrplanmäßigen Fahrt von San Francisco nach Seattle am 1. April 1921 gesunken, acht Menschen der 240 Reisenden an Bord ertranken. Die Glocke soll nach dem Wunsch von Tauchern und Eignern einen dauerhaften Platz in Port Townsend finden, wenn sie gereinigt und konserviert ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Noch 25 Passagiere auf Buriganga vermisst
(01.08.11) 25 Passagiere des Bootes, das am 31.7. von den Bergungsschiffen "Rustam" und "Agrani" auf dem Buriganga River nahe Balurghat in Keraniganj Model nach dem Untergang am vorangegangenen Abend gehoben wurde, sind noch vermisst. Zwei Tote waren bis zu den Morgenstunden des 31.7. geborgen worden, fünf Fahrgäste verletzt gerettet. Die Bergungsoperation verlief mit Assistenz der Coast Guard, Marine und Feuerwehr. Ein Kran zog das Wrack gegen 15 Uhr nach Nawab Bari, rund 600 Yards von der Unglücksstelle entfernt. Der Stationskommandant der Pagla Coast Guard wurde während der Bergungsarbeiten verletzt. Das Schiff mit rund 100 Passagieren war auf der Fahrt vom Babubazar Bridge Ghat nach Kamrangirchar in der Mitte des Flusses nach Kollision mit einer Barge um 20.15 Uhr gekentert. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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