EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv März 2011


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Frachterstrandung vor Dänemark
(31.03.11) Der unter irischer Flagge laufende Frachter "Arklow Resolve", 2999 BRZ (IMO-Nr: 9287766), lief am 30.3. vor Vordingborg auf Grund. Ein Versuch, mit eigener Kraft freizukommen, scheiterte. Das Gewässerschutzschiff "Marie Miljø " wurde zur Strandungsposition entsandt. Der Frachter saß am 31.3. stabil auf Grund. Er war gerade von holländischer in die irische Flagge gewechselt und unterwegs von Szczecin nach Cork. Der dänische Schlepper "Storesund" machte sich von Svendborg aus auf den Weg, den Havaristen zu bergen. Warum das Schiff vom Kurs abkam, wird noch untersucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Bö brachte Kreuzfahrer ins Treiben
(01.04.11) Am 30.3. ließ eine starke Windbö das unter Panama-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Carnival Pride", 85920 BRZ (IMO-Nr.: 9223954), sich von seinem Liegeplatz in Port Canaveral am 30.3. um 17.45 Uhr losreißen. Dadurch verzögerte sich das für 19 Uhr geplante Auslaufen um 11 Stunden. Menschen kamen nicht zu Schaden, auch blieb das Schiff unversehrt. Wegen der Verspätung musste aber das Anlaufen von Nassau entfallen, stattdessen ging es direkt nach Freeport, wo das Schiff am 31.3. gegen 16 Uhr einlief und am 1.4. wieder in See stach. Es befindet sich auf einer einwöchigen Kreuzfahrt von Baltimore aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Tsunami wieder flott
(31.03.11) Am 18.3. gaben die Mitsui O.S.K. Lines, Ltd. bekannt, dass die gesamte Crew des in MOL-Charter laufenden Frachters "C.S. Victory", der von dem Tsunami am 11.3. auf einen Wellenbrecher geschleudert worden war und in einem flachen Hafenbecken in Ishinomaki, Miyagi Präfektur, zu liegen gekommen war, ist nun mit eigener Kraft wieder flottgeworden und ging auf eine Ankerposition in der Nähe. Quelle: Tim Schwabedissen



Schnellfähre nach Kollision im Dock
(13.03.11) Die unter Bahamas-Flagge laufende Katamaranfähre "Condor Vitesse" ist nach ihrer Kollision mit dem französischen Kutter "La Marquise" nordwestlich von Chjaussay am 28.3. nun in einen Trockendock in Portsmouth zur Reparatur des am Bug entstandenen Schadens gedockt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachterstrandung vor Dänemark II
(31.03.11) Am 27.3. gegen 22.18 Uhr lief der holländische Frachter "Sagasbank", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9369655), im Koldingfjjord auf der Fahrt nach Kolding auf Grund. Die Strandung erfolgte mit einer Fahrt von acht Knoten. Das dänische Patroullienboot "Rota" wurde zur Strandungsstelle entsandt, aber am Morgen 28.3. von dem Gewässerschutzschiff "Marie Miljø" abgelöst. Taucher untersuchten den Schiffsboden, bevor der Havarist am 29.3. wieder flottgemacht wurde und zum Löschen der Ladung in den Hafen von Kolding einlief. Quelle: Tim Schwabedissen



Kofferdammbau um altes Wrack steht unmittelbar bevor
(31.03.11) Am 1.4. soll der Bau des Kofferdamms um das Wrack der "Davy Crockett" auf dem Columbia River beginnen. Vertragsnehmer waren noch dabei, Ausrüstung dafür vor Ort zu bringen. Der Bau der 850 Fuß langen Barriere soll rund 12 Tage dauern. Spundwände werden dazu in den Flussgrund gepresst. Eine Geotextilsperre soll innerhalb des Damms mögliche Verschmutzungen verhindern. Vorsorglich werden aber auch Ölskimmer und 800 Fuß Ölsperren in Bereitschaft gehalten. Wenn der Bau vollendet ist, kann der einstige Frachter sektionsweise abgebrochen und dann per Barge abgefahren werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwimmender Nachtclub auf Abwegen
(31.03.11) Am 30.3. havarierte die einstige dänische Fähre und heutige schwimmende Diskothek "Spektrum Skandinavia", 1581 BRZ, die vormalige "Broen" (IMO-Nr.: 5053662), die meist in Aarhus liegt. Sie wurde von einem norwegischen und einem dänischen Schlepper von Oslo nach Haugesund gezogen, als der Frontschlepper ausscherte und die Kette, an der die Fähre hing, ein Loch in das Bugvisier riss. Der Schleppzug musste nach Horten abdrehen, wo die "Spektrum Skandinavia" repariert werden sollte. Sie hatte eigentlich vom 1. bis 9.4. in Smedasundet liegen sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schulschiff rettete Kutter
(31.03.11) Am 28 März um 16:00 Uhr schlug der 9,6 Meter lange Brester Kutter "Rouanez ar Mor" eine Meile südöstlich von Pointe de Corsen leck. Ein PAN-PAN-Ruf wurde vom MRCC ausgesandt, woraufhin das Marine-Schulschiff "Tigre" zu Hilfe kam. Es nahm den Kutter längsseits und setzte Lenzpumpen an. Dann wurde der Kutter in Richtung Le Conquet abgeschleppt, wo er um 18.05 Uhr festmachte. Die See war ruhig bei 9 Kilometern Wind aus Süd-Südwest. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Flugzeugträger ging glimpflich aus
(31.03.11) Am 29.3. wurden 10 Marineangehörige verletzt, als vor Südkalifornien ein Feuer auf dem Flugdeck der USS "John C. Stennis" ausbrach. Ein Jet hatte ein Triebwerksversagen und geriet in Brand. Vier der verletzten Seeleute wurden ins Naval Medical Center in San Diego geflogen. Die übrigen wurden an Bord versorgt. Der Brand konnte gelöscht werden, ohne größeren Schaden anzurichten. Der Pilot entkam unversehrt. Die "John C. Stennis" ist in Bremerton, Washington, stationiert und war 100 Meilen vor San Diego mit Flugübungen beschäftigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ozean-Drachen spuckte Feuer
(31.03.11) Auf dem ozeanografischen Forschungsschiff "Ocean Dragon", 200 ts (MMSI-Nr.: 235074917) brach am 28.3. gegen 23.15 Uhr im Hafen von Ramsgate ein Feuer aus. Rund 30 Feuerwehrleute aus Ramsgate, Thanet und Margate waren vor Ort, um den Brand im Maschinenraum zu bekämpfen, den ein überhitzter Generator ausgelöst hatte. Sie waren mit sechs Einsatzfahrzeugen vor Ort. Es kam zu erheblicher Rauchentwicklung, und die Brandbekämpfung erwies sich auf dem engen Raum als kompliziert. Der Dieselgenerator wurde stark beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Klipperwrack tauchte auf
(31.03.11) Die Überreste eines 133 Jahre alten Klippers wurden am Ocean Beach freigespült. Es handelt sich um das Wrack der "King Philip", die 1878 strandete und total verloren ging. In Winterstürmen werden die Spantenreste mitunter freigelegt, wenn es durch die Brandung zu Stranderosion kommt. Nach Auskunft des National Park Service ist die "King Philip" das besterhaltene Wrack eines Holzschiffes in der Bay Area. Quelle: Tim Schwabedissen



Bremer Schwergutfrachter vor Galway gestrandet
(31.03.11) In der Cashla Bay in Connemara lief am Morgen des 31.3. der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Pantanal" 7002 BRZ (IMO-Nr.: 9316579), in schwerer See auf Grund, nachdem der Anker sich losgerissen hatte. Der Frachter war am Vortag von Singapur kommend in die Bucht eingelaufen, um zwei kleiner Fährboote im Rossaveal Harbour aufzunehmen. Sie waren in Galway vor einem Monat verkauft worden. Das 120 Meter lange Schiff lag nun auf Felsen, die 14-köpfige Crew blieb an Bord, und gegen 17 Uhr sollte versucht werden, den Frachter mit der Flut wieder flottzumachen. Ein Hubschrauber der Coastguard Connemara war vor Ort. Der Frachter der Harren & Partner Ship Management GmbH & Co. KG, Bremen, entstand 2004 bei der Tianjin Xingang Shipbuilding Heavy Industry Co., Ltd. in Tanggu. Er ist bei einer Tragfähigkeit von 7,837 Tonnen 119.75 Meter lang, 20,2 Meter breit und hat 7.59 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in Zufahrtskanal nach Cebu
(31.03.11) In Talisay City, Cebu, kollidierte am Morgen des 30.3. die philippinische Fähre "Super Ferry 2" von Nasipit, Agusan del Norte kommend mit dem ebenfalls philippinischen Frachter "General Romulo", 5250 tdw (IMO-Nr.: 9160499) der NMC Container Lines. Alle 520 Passagiere der "Super Ferry 2" ebenso wie die beiden Schiffsbesatzungen blieben unversehrt. Der Frachter warf nach dem Zusammenstoß in der Nähe Anker. Er war im bereich des Rumpfes und der Laderäume beschädigt. Die Untersuchung der Coast Guard Central Eastern Visayas zeigte, dass beide Schiffe gleichzeitig in die Lawis Ledge, einem schmalen Kanal von Mindanao nach Cebu, einliefen. Die "General Romulo" kam aus Cagayan de Oro City. Die Havaristen machten inzwischen an Pier 5 von Cebu City.fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter bei Überholung
(31.03.11) Der 45 Fuß lange Kutter "Golden Lady" wurde am Morgen des 28.3. an der O'Donnell's Wharf in St. Mary's Bay von einem Feuer zerstört. Der Kutter wurde gerade überholt für die anstehende Hummersaison und stand völlig in Flammen, als die freiwillige Feuerwehr von St. Joseph eintraf. Nach zwei Stunden war der Brand gelöscht, doch die Aufbauten wurden völlig zerstört. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre von Rettungsboot eingeschleppt
(30.3.11) Die norwegische Fähre "Vågan", 1677 BRZ (IMO-Nr.: 7804962), musste am 28.3. am Haken des Rettungsbootes "Kaptein Skaugen" nach Svolvaer eingeschleppt werden, nachdem ihre Maschine sich überhitzt hatte und ausgefallen war. Das Rettungszentrum war um 13.29 Uhr informiert worden. Der Schleppzug erreichte den Hafen von Svolvaer gegen 17 Uhr. Unmotorisierte Passagiere konnten ab 15.45 Uhr mit der Ersatzfähre "Lofotfjord" zwischen Svolvaer und Skrova transportiert werden. Am Nachmittag des 29.1. wurde die "Lødingen" auf der Route in Fahrt gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nordland 1" nach Leckage nach Emden geschleppt
(30.3.11) Der Frachter "Nordland I", der sechs Wochen lang eine Borkumer Touristenattraktion war, wurde am Nachmittag des 29.3. gegen 14 Uhr vom Schlepper "Ems Tug" in den Emder Hafen überführt. Das Schiff hatte eine Woche lang im Burkana-Hafen gelegen, wo allerdings Wasser in einem Ballasttank eingedrungen war und am vergangenen Wochenende zu Schlagseite geführt hatte.
Die Schleppercrew lenzte das Wasser aus und brachte den Havaristen dann binnen zwei Stunden zum Festland. Die Stabilität des Frachters war nicht ernsthaft gefährdet gewesen. Das Schiff muss ohnehin auf einer Werft genau überprüft werden.
Die Schäden an Propeller und Ruderblatt waren nicht zu übersehen gewesen, als die "Nordland 1" hoch und trocken vor der Emder Inselpromenade lag. Für die Berger, die Rostocker Firma Planeta Impex, liegt Emden ohnehin günstiger, weil potenzielle Käufer dorthin einen deutlich kürzeren Weg haben als nach Borkum. Man stehe mit Interessente in Verhandlungen, und in zwei bis drei Wochen soll das Schiff verkauft sein. Die Verhandlungsbasis beträgt 120 000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorbootveteran von Felsen perforiert
(30.3.11) Die 40-Fuß lange, aus Mahagoni-Holz erbaute Chris-Craft Constellation "Granddaddy" sank am Nachmittag des 29.3. in der Riverwalk Marina von Decatur. Das 1967 erbaute Schiff war dort das älteste Boot. Stundenlang wurde darum gekämpft, es zu lenzen, um danach an Land eine Schadensuntersuchung durchzuführen. Der Veteran war 35000 Dollar wert, bis offenbar ein Felsblock ein Loch in den Schiffsboden stanzte. Gegen 10 Uhr war der Schaden bemerkt worden. Danach wurde eine Trosse am Bug festgemacht, um diesen hochzubringen, während gleichzeitig das Achterschiff ausgepumpt wurde. Es handelt sich um eine der letzten je gefertigten Chris-Craft-gefertigten Constellations. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank im Muara Channel
(30.3.11) Der 18-Meter lange hölzerne Kutter "Hasdaa - BA 0447" sank am 17.3. auf dem Muara Channel zwischen den Tonnen 3 und 5. Das Wrack wurde mit einer roten Tonne markiert. Das Marine Department wies den Schiffsverkehr an, die Untergangsstelle vorsichtig zu umfahren. Quelle: Tim Schwabedissen



Libysches Küstenwachboot von US-Streitkräften außer Gefecht gesetzt
(30.3.11) Die US-Armee hat am Abend des 28.3 mehrere libysche Schiffe vor der Küste des Landes angegriffen und teilweise zerstört. Das 12 Meter lange Küstenwachenschiff "Vittoria" und ein kleinere Boote hatten am Abend des 28.3. auf Handelsschiffe im Hafen von Misrata gefeuert. Nachdem mehrere Detonationen in der Nähe des Hafens beobachtet wurden, eröffneten amerikanische Flugzeuge das Feuer.
Eine Patroullienflugzeug vom Typ P-3C Orion und eine A-10 Thunderbolt, die 30-Millimeter GAU 8-Avengers abfeuerte, sowie der Lenkwaffenzerstörer USS "Barry" aus Norfolk, unter einem Kommando in Stuttgart stehend, setzten das Küstenwachenschiff außer Gefecht. Es musste nach Treffern durch Maverick-AGM-65-F-Raketen auf Grund gesetzt werden. Auch ein zweites Boot musste aufgegeben werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Altes Wrack bleibt Staatseigentum und auf dem Meeresgrund
(30.3.11) Ein vor über 150 Jahren auf dem Lake Erie gesunkener Zweimaster ist Eigentum der Stadt New York. Seit 2004 versuchte eine private Firma, die Northeast Research, gerichtlich durchzusetzen, dass sie das Wrack heben und an der Waterfront von Buffalo ausstellen dürfte. Doch die Regierung bestand darauf, dass es 20 Meilen vor der Küste liegen bleibt. Am 28.3. entschied ein Gericht, dass das Schiff, das nach Ansicht von Historikern im Unabhängigkeitskrieg 1812 im Einsatz gewesen und im Sklavenhandel nach Kanada tätig gewesen sein könnte, Besitz der Regierung bleiben kann. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuersbrunst in Marina verhindert
(30.3.11) Tow Boat U.S. bewahrte am Morgen des 28.3. die Sailfish Marina vor einem Feuer, das zwei Yachten zerstörte und weitere Boote beschädigte. Um 11.30 Uhr fand die Martin County Fire Rescue ein Boot brennend und ein weiteres gefährdet vor. Ein Schiff von Tow Boat sah vor Manatee Pocket liegend die Rauchsäule. Die Leinen der "Lisa K" brannten derweil durch, und Westwind trieb sie wie einen Brander durch die Marina, bis sie die "Kathy Jo" rammte und ebenfalls in Brand setzte.
Dann driftete sie weiter in Richtung anderer Boote. Das Schiff von Tow Boat konnte trotz extremer Hitze am Heck festmachen und die Drift stoppen, sodass die Feuerwehr gegen die Flammen angehen konnte. Das Fiberglas-Boot hatte 1,600 Gallonen Diesel an Bord, deren Entzündung verhindert werden konnte. Die 62 Fuß lange "Lisa K", die in Wickford registriert war, wurde mit einem Bootslift aus dem Wasser gehoben und dann mit Schaum endgültig abgelöscht. Auch die "Kathy Jo" landete am Abend in dem Hebelift. Quelle: Tim Schwabedissen



Aufräumarbeiten in Lingen haben begonnen
(30.3.11) Ein Bild der Verwüstung bot sich im Hafen der BP-Raffinerie in Lingen, nachdem der Brand auf dem Binnentanker "Alspray" in den Mittagsstunden des 29.3. von 250 Einsatzkräften der Feuerwehr endgültig unter Kontrolle gebracht werden konnte, indem die Wasseroberfläche mit Schaum abgedeckt wurde. Zuvor war das Feuer, das am 28.3. gegen 23 Uhr durch eine Verpuffung entstanden war, noch mehrfach wieder aufgeflackert. Ölsperren wurden um das Wrack, dessen ausgeglühte, eingesunkene Aufbauten und das Oberdeck noch mit Steuerbord-Schlagseite aus dem Hafenbecken ragten, ausgebracht.
Das Gemisch galt weiterhin als explosionsgefährdet. Deshalb blieben die Einsatzkräfte auch weiter in Alarmbereitschaft. Die Feuerwehr hatte zuvor verhindern können, dass die Flammen auf weitere bereits beladene Tanker im Hafen übersprangen, die auf der anderen Seite des Bassins lagen und fluchtartig hatten verlassen werden müssen. Auch sie hatten jeweils rund 900 Tonnen Benzin geladen. In den Mittagsstunden des 29.3. begannen das Technische Hilfswerk und eine Spezialfirma damit, das Wasser-Benzin-Gemisch und den Löschschaum vom Wasser abzupumpen.
Die Fachgruppe Ölbeseitigung des THW Cloppenburg begann, mit Spezialgeräten das ausgelaufene Benzin aufzunehmen. Diese Arbeiten dürften noch Tage abdauern. Bei dem Großfeuer entstand Millionenschaden, allerdings wurde nur ein Besatzungsmitglied leicht verletzt. Über die weitere Sperrung des Unglücksgebietes für die Schifffahrt sollte am 30.3. neu entschieden werden. Zur Brandursache, die Rede war von Funkenenstehung während der fast abgeschlossenen Ladearbeiten, nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Erster Rettungseinsatz neues Büsumer Kreuzers noch vor der Taufe
(30.3.11) Der neue, noch ungetaufte Seenotkreuzer "SK 33" aus Büsum ist am frühen Morgen des 29.3. dem havarierten Krabbenkutter "Mare Liberum - SC 4", 82 BRZ, zu Hilfe gekommen. Der nahezu voll beladene Kutter mit zwei Fischern an Bord war vor der Dithmarscher Küste in Schwierigkeiten geraten. Auf dem rund 24 Meter langen Schiff hatten gegen 2.50 Uhr plötzlich die Hydraulikpumpen versagt. Das Ruder des Kutters war daraufhin völlig blockiert, das Schiff trieb manövrierunfähig im Fahrwasser.
Ein zweiter, in der Nähe fischender Kutter nahm die "Mare Liberum" zunächst auf den Haken, während die "SK 33" dem Havaristen entgegenlief und die "Mare Liberum" dann auf den Haken nahm. Um 3.46 Uhr war das Schiff sicher im Heimathafen Büsum vertäut. Der Kasko entstand 1985 auf der Scheepswerf Akkerman in Nieuw Beerta und wurde bei Jumelet in Ijmuiden ausgerüstet. Das Schiff ist 22,82 Meter lang, 5,60 Meter breit und hat 2,80 Meter Tiefgang. Es lief als "Aaltje van Ente" für die Reederei Pasterkamp & Korf aus Urk, ehe es erst zur "Esther" des Fischereibetrieb de Rousant GmbH und 2002 zur "Mare Liberum" für Rügener Eigner wurde.
Seit 2007 läuft es für den Fischereibetrieb de Rousant GmbH, Büsum. Bereits am Abend des 28.3. war der Seenotkreuzer "Minden" dem Wyker Kutter "Eltje Looden - SW 1", 19 BRZ, zu Hilfe gekommen. Der Kutter trieb manövrierunfähig vor dem Ellenbogen, der Nordspitze Sylts. Die "Minden" brachte das Schiff und seine Zwei-Mann-Besatzung sicher in den Hafen Havneby der dänischen Insel Rømø. Der Kutter entstand 1957 auf der Schiffswerft Bültjer in Ditzum. Er ist 14,96 Meter lang, 4,40 Meter breit und hat 1,40 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Libysches Küstenwachboot von US-Streitkräften außer Gefecht gesetzt
(30.3.11) Der schwedische Bunkertanker "Zebron", 391 BRZ (MMSI-Nr.: 265626150), erlitt am Morgen des 28.3. am Loudden in Stockholm Wassereinbruch. Der Maschinenraum wurde geflutet, und das Schiff drohte zeitweilig zu sinken. Die Angehörigen von fünf Feuerwehrstationen begannen, das Wasser abzupumpen und leiteten es in einen Ölabscheider auf dem Kai. Es gelang, das Leck abzudichten. Ölsperren wurden vorsorglich ausgelegt. Schuld war offenbar ein schadhaftes Bodenventil. Quelle: Tim Schwabedissen



Meterhohe Wellen zerschlagen gestrandete "Oliva" weiter
(30.3.11) Am Morgen des 28.3. beobachtete die Crew der "Edinburgh", dass alle Ladeluken des vor Nightingale gestrandeten Bulkcarriers "Oliva" bei anhaltend schwerer See aufgeschlagen worden waren. Zuvor hatte der vordere Schiffsteil noch eine Restschwimmfähigkeit gehabt, die zeitweilig Hoffnungen auf eine Abbergung durch die "Smit Amandla" genährt hatten. Am 29.3. ging die See fünf Meter hoch, was jeden Zugang zur Insel verhinderte. Die "Edinburgh", die sich fünf Stunden lang von Tristan durchgekämpft hatte, konnte so niemanden anlanden. Deswegen kamen auch die Arbeiten zur Versorgung verölter Pinguine nicht voran. 500 von ihnen wurden bislang aufs 25 Meilen entfernte Tristan gebracht. Nicht verölte Pinguine am Blenden Hall und Warren's Kliff wurden mit Zäunen davon abgehalten, durch die Brandungszone mit Öl ins Wasser zu gehen. Am 29.3. lief der Schlepper "Singapore" mit weiteren Versorgungsgütern aus Kapstadt aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker in Lingen explodiert und gesunken
(29.3.11) Am Abend des 28.3. gegen 22.50 Uhr, geriet der deutsche Binnentanker "Alpsray", 1125 ts (ENI-Nr.: 04008570), der Reederei Frans-Josef Benz in Rheinberg beim Beladen mit Superbenzin im Werkshafen der BP-Raffinerie von Lingen in Brand. Es gab drei Explosionen Flammen schlugen 30 Meter hoch. Die Werksfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren aus Lingen und Umgebung brachten das Feuer inzwischen unter Kontrolle und verhinderten das Übergreifen auf andere bereits beladene Tankschiffe.
Die fünf Besatzungsmitglieder konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Einer der Männer erlitt leichte Verletzungen. Das mit Benzin beladene Tankschiff brannte aus und sank in rund 3,50 Meter Tiefe bis auf Oberdeckshöhe. Das Wrack wurde von der Feuerwehr weiter mit Wasser gekühlt. Es liefen erhebliche Mengen Superbenzin ins Hafenbecken aus, die ebenfalls in Brand gerieten. Sie wurden mittels Schaum gelöscht und abgebunden. Das Benzin-Wassergemisch blieb aber brand- und explosionsgefährlich.
Der Dortmund-Ems-Kanal sowie die nähere Umgebung wie auch die B 70 wurden gesperrt. Die Bevölkerung wurde durch Rundfunkdurchsagen und direkte Ansprachen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach den bisherigen Messungen befanden sich aber keine weiteren belastenden Schadstoffe in der Luft. Die Ursache der Explosion war noch unbekannt. Die "Alpsray" wurde 1954 als "Fanto 40" bei J.G. Hitzler, Lauenburg, erbaut. Von 1968 bis 1973 lief sie als "VTG 40" für die Vereinigte Tanklager & Transportmittel GmbH in Hamburg, dann als "Jarona" bis 1976 mit Heimathafen Duisburg, ehe sie von 1976 bis 1997 als "Carolin" im Einsatz war. Sie ist seit einer Verlängerung um 15 Meter 79,81 Meter lang, 8,2 Meter breit und hat 2,52 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper im Oslofjord gekentert
(29.3.11) Am 28.3. gegen 14 Uhr kenterte ein Schlepper 1,5 Meilen vom Ufer entfernt zwischen Bastøy und dem Festland. Er war mit einer Barge im Auftrag von Veidekke Statnett dabei, ein Unterwasserkabel durch den Oslo-Fjord zu verlegen. Die Barge hatte dabei angefallenes Baggergut geladen. Die dreiköpfige Crew stürzte ins Wasser. Einer kam aus Moss, die beiden anderen aus Vestfold.
Die Fähren "Bastø 1", "Bastø 4" und "Bastø Verderøy" sowie das Rettungsboot "Horn Flyer" eilten zur Unglücksstelle. Ein Seaking-Rettungshubschrauber aus Rygge barg die Schiffbrüchigen schließlich und flog sie zur Rygge Air Station. Einer kam danach ins Krankenhaus von Østfold. Er hatte mit Unterkühlungen aus dem Wasser gerettet werden müssen, während die beiden anderen sich auf den Schiffsboden hatten flüchten können. Das kieloben treibende Wrack sollte nach Moss eingeschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweite Yacht nach Ruderschaden aus Heineken Cape to Rio-Race
(29.03.11) Die Yacht "Nemesis" musste das Heineken Cape to Rio-Race abbrechen, nachdem sie in schwerem Sturm beschädigt worden war. Die Yacht mit vier Mann an Bord war in über sieben Meter hohe Wellen bei 60 Knoten Wind geraten. Dabei wurde das Ruder beschädigt. In der vergangenen Woche war die Siegeryacht "Spirit of Cape Town" sinkend bei Tristan de Cunha aufgegeben worden, nachdem sie entmastet und leckgeschlagen war. Die vierköpfige Crew ist unterwegs nach Kapstadt.
Die "Nemesis" gab auf, nachdem sie allzu viel Benzin verbraucht hatte. Andere Yachten versorgten sie mit Treibstoff, die "Ciao Bella" drehte sogar um, um den Seglern mit Wasser und Öl auszuhelfen, doch die "Nemesis" kam bereits gut in Richtung Südafrika voran und wurde dann von einem Charterboot des Royal Cape Yacht Club versorgt. Die "Nemesis" legte die 1620 Meilen mit eigener Kraft zurück und erreichte am 26.3. Saldanha eskortiert von einem NSRI-Rettungsboot. Quelle: Tim Schwabedissen



Schnellfähre versenkte im Nebel Kutter - ein Toter
(29.3.11) Die unter Bahamas-Flagge laufende Katamaranfähre "Condor Vitesse", 5007 BRZ (IMO-Nr.: 9151008), kollidierte am Morgen des 28.3. gegen 7.45 Uhr in dichtem Nebel mit dem 9,3 Meter langen französischen Trawler "Les Marquises" aus Granville. Das Unglück ereignete sich zwischen St. Malo und St Helier, als die Fähre mit 37 Knoten die Minquiers passierte. Der Kutter kenterte. Zwei Mann der dreiköpfigen Crew konnten von einem Rettungsboot der Fähre aufgenommen werden.
Sie hatten sich auf den Rumpf des Kutters geflüchtet, bevor dieser auf 11 Metern Wassertiefe sank. Ein dritter wurde von einem anderen Kutter bewusstlos aus dem Wasser gezogen. Der unterkühlte Mann wurde von einem Rettungsboot ins Krankenhaus von Jersey gebracht, dort konnte jedoch nur noch sein Tod durch einen nach der Bergung erlittenen Herzanfall festgestellt werden. Die Fähre lief nach dem Unfall nach Jersey ein, wo sie zur Untersuchung mit einem Auslaufverbot belegt wurde. Sie hatte am Steuerbordbug zudem Schäden erlitten. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Männer bei Kesselinspektion verbrüht
(29.3.11) Zwei Arbeiter erlitten schwere Verbrennungen an Bord des unter Marshall Islands-Flagge laufenden Frachters "Tasman Campaigner", 16802 BRZ (IMO-Nr.: 9236444), als dieser am 28.3. in Tauranga lag. Das Unglück ereignete sich um 12.20 Uhr bei einer Inspektion des Kesselraums. Einer der Verletzten wurde ins Tauranga Hospital gebracht. Die Männer hatten eine Tür zum Kessel geöffnet, aus dem Wasserdampf entwich und sie verbrühte. Quadrant Pacific Agencies als Hafenagent wollte eine eigene Untersuchung durchführen. Die "Tasman Campaigner" wurde unterdessen durch Maritime New Zealand wieder freigegeben. Offenbar hatten die Männer Vorschriften missachtet. Quelle: Tim Schwabedissen



"Davy Crockett" verschwindet in Kofferdamm
(29.3.11) Die US Coast Guard hat jetzt einen Plan B für die am 27.1. gesunkene, 431 Fuß lange "Davy Crockett" auf dem Columbia River entwickelt. Um das Wrack soll für 1.4 Millionen Dollar ein Kofferdamm errichtet und das Schiff dann in dem dadurch entstandenen Becken stückweise entfernt werden.
Die Coast Guard hatte gehofft, die Barge in zwei großen Teilen zum Abbruch abschleppen zu können. Doch die in Frage kommenden Abbruchwerften hatten wegen der Unsicherheit über die Schadstoffe an Bord abgewinkt. Die Arbeiten zum Bau des Damms sollen am 1.4. beginnen und rund vier Wochen dauern. Die Spundwände werden 20 Fuß tief in den Fluss gepresst und an die18 Fuß über die Wasseroberfläche aufragen.
Die Länge des Kofferdamms wird 850 Fuß betragen. Die Gesamtkosten für die Entsorgungsarbeiten belaufen sich inklusive des Baus nun auf 9,5 Millionen Dollar, darin sind aber nicht der Abbruch selbst und die folgenden Rückbauarbeiten enthalten. Die Kosten werden durch den Oil Spill Liability Trust Fund gedeckt. Die Abbrucharbeiten werden nun bis zur Fertigstellung des Damms gestoppt.
Bislang wurden an die 700000 Pfund Trümmer durch Taucher geborgen. Außerdem wurden 110,000 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch abgepumpt. Wie lange die Arbeiten zur Wrackräumung dauern werden, ist noch unklar. Die abgebrochenen Teile werden auf einer Barge abgefahren. Die Arbeiten werden durch die Ballard Diving & Salvage durchgeführt. Bereits 2006 wurde in Washington auf ähnliche Weise die "Catala" in Ocean Shores geräumt. Quelle: Tim Schwabedissen



Isländischer Kutter gekentert
(29.3.11) Der isländische Kutter "Aníta Líf" sank nordwestlich der Insel Akurey vor Reykjavík auf der Fahrt nach Akranes am Nachnmittag des 26.3. Die zweiköpfige Crew wurde gerettet. Den Fischern waren zunächst ungewöhnliche Schiffsbewegungen aufgefallen, und dann sank es über das Heck weg. Es gelang, einen Notruf abzusetzen und die Rettungswesten zu ergreifen. Doch bevor sie sie angelegt hatten, kenterte der Kutter. Einer der Fischer wurde im Wasser bewusstlos. Nach 20 Minuten wurden die beiden gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Auf Grund gesetzter Schlepper wird geborgen
(29.3.11) Der Schlepper "Amy Sue", der am Morgen des 25.3. auf dem Ouachita River auf Grund gesetzt wurde, soll von seiner Strandungsstelle südlich der Twin Cities jetzt geborgen werden. Die Eigner Terrell Riverservices sagten, dass am 28.3. Berger vor Ort eingetroffen seien und ihre Ausrüstung klarmachten. Wenn das Schiff wieder schwimmt, soll es nach Morgan City gebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Art-Deco-Fähre in Not
(29.3.11) Die legendäre amerikanische Art-Deco Fähre "Kalakala", 1417 BRZ, entwickelte am 25.3. eine Backbord-Schlagseite von 25 Grad an ihrem Liegeplatz auf dem Hylebos Waterway in Tacoma, Washington. Die einstige Black Ball Line and Washington State Ferry lag hier seit September 2004. Eine der Pumpen des Schiffes war ausgefallen, und bei Niedrigwasser kam es durch Schiffsöffnungen zum Wassereinbruch. Mittlerweile konnte der Wassereinbruch kontrolliert werden. Die "Kalakala", was in der Sprache der Chinook "Fliegender Vogel" heißt, lief 1926 als konventionelle Doppelend-Dampffähre zum Einsatz in der San Francisco Bay als "Peralta" der Key System Ferries vom Stapel. 1933 wurde der Oakland Terminal durch ein Feuer zerstört, das auch die Fähre erfasste, die ausbrannte und zum Totalverlust erklärt wurde.
Die Puget Sound Navigation Company erwarb die Hulk für 6,500 Dollar und baute sie zur ersten stromlinienförmigen Fähre der Welt mit elektrisch geschweißten Aufbauten um. Riesige Öffnungen akzentuierten die Autodecks und die Passagierkabinen vorn und achtern. Das Schiff, das nun wie ein silberner Airstream-Wohnwagen auf dem Wasser anmutete, debütierte am 3.7.1935. Es konnte nun 1,943 Passagiere und 110 Fahrzeuge transportieren. Die Länge betrug 276.5 Fuß, die Breite 55.7 Fuß.
Die "Kalakala" kam 1951 zur Flotte der Washington State Ferry und war für diese bis zum 2.10.1967 im Einsatz. Danach folgte ein Einsatz als Fischfabrik in Alaska. In der Gibson Bay in Kodiak wurde sie zwei Jahre später an Land gesetzt, um als Fischfutter-Fabrik zu dienen. Hier hätte die Geschichte enden können, hätten es sich nicht Interessierte in den Kopf gesetzt, sie wieder flott zu machen und nach Washington zurückzubringen. Dies gelang 10 Jahre später. In einem Triumphzug erreichte sie im Schlepp am 8.11.1998 Seattle. Von dort ging es auf den Lake Union und dann nach Tacoma. 2003 ging die Stiftung, die sie zunächst gerettet hatte, pleite. Nach dem Wassereinbruch ging am 25.3. die Coast Guard an Bord, um die strukturelle Stabilität zu prüfen. Das Schiff instand zu setzen, erfordert derzeit etwa 14 Millionen Dollar. Die Zukunft der "Kalakala" könnte daher in einer Bruchlandung enden. Quelle: Tim Schwabedissen



Skipper ignorierte Wanrsignale - Sportboot sank bei Oppenheim
(28.3.11) Auf dem Rhein bei Oppenheim kam es am Nachmittag des 25.3. zu einer Kollision. Der Skipper eines Sportbootes übersah ein von achtern aufkommendes Binnenschiff. Er reagierte auch nicht auf dessen Warnsignale. Der Mann am Ruders des etwa acht Meter langen Kajütbootes blieb auf Kurs, woraufhin das Binnenschiff es mittschiffs rammte. Das Sportboot sackte binnen einer halben Minute übers Heck weg. Der Skipper konnte sich an den Bug des Kollisionsgegners klammern und wurde von dessen Besatzung unverletzt an Bord gezogen. Das Sportboot lag auf der Steuerbordseite knapp unter der im Fahrwasser. Die Polizei alarmierte die Feuerwehren Oppenheim und Nierstein sowie die DLRG Oppenheim. Auch das Wasser- und Schifffahrtsamt schickte ein im Oppenheimer Hafen stationiertes Arbeitsboot an die Unglücksstelle. Abgesichert wurde der Bergungseinsatz von zwei Polizeibooten. Einem Taucher der DLRG gelang es, Seile an dem Wrack zu befestigen, sodass in Richtung Ufer gezogen werden konnte. Die Feuerwehr befestigte dann ein rund 100 Meter langes Stahlseil, mit dem sie das Boot mithilfe einer Seilwinde ans Ufer ziehen konnte. Fünf Stunden nach der Kollision war das Boot geborgen. Der Eigner hatte es gerade erst nach umfangreichen Reparaturarbeiten aus der Werft geholt und wollte es in den Heimathafen bei Eich überführen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Brunsbütteler Schleuse
(28.3.11) Am 25.3. gegen 15.50 Uhr erlitt der holländische Frachter "Westgard", 2868 BRZ (IMO: 9196187), beim Einlaufen in die neue Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals einen Machinen-Blackout. Trotz sofortigen Ankerwurfs lief er quer ins Leitwerk der Schleuse hinein. Es entstand aber offenbar kein Sachschaden. Der Schlepper "Bugsier 15" wurde zur Assistenz gerufen und schleppte die "Westgard" dann in die Schleusenkammer hinein. Zur weiteren Begutachtung wurde die Westgard" in den Brunsbütteler Binnenhafen beordert, von wo aus sie gegen 18.20 Uhr die Weiterreise nach Kaskinen antrat. Quelle: Tim Schwabedissen



Hamburger Frachter rettete abgetriebene Fischer
(28.03.11) Der liberianische Frachter "Hansa Centaur", 16915 BRZ (IMO-Nr.: 9148659), hat auf der Reise von Port Klang nach Chittagong vor der Küste von Myanmar neun burmesische Fischer aus Seenot gerettet. Das 1645-TEU-Schiff der Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg entdeckte die Fischer, die sich ohne Frischwasser und Proviant auf einem Bambusfloß befanden, das durch schlechtes Wetter auf hohe See getrieben war, am späten Nachmittag des 23. März. Die Schiffbrüchigen wurden an Bord genommen und versorgt. Am späten Abend übergab die Besatzung sie einem Schiff der burmesischen Küstenwache. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennende Yacht am Slip gesunken
(28.3.11) Die Coast Guard San Diego überwachte am 25.3. die Bergung einer Yacht, die an einem Slip an den Coronado Cays durch ein Feuer gesunken war. Die Feuerwehren von San Diego und Coronado hatten den Brand gelöscht, den Untergang aber nicht abwenden können. Zunächst musste danach austretendes Öl eingedämmt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Mississippi-Sperrung nach Brückenkollision
(28.3.11) Eine mit Sojabohnen beladene Barge sank am 24.3. nach Kollision mit der Old Vicksburg Bridge auf dem Mississippi. Der Schubschlepper "Kay A. Eckstein" (MMSI-Nr.: 366971460) war gegen die alte Old Vicksburg Bridge gelaufen, woraufhin sich sein Anhang losriss. Eine Barge trieb gegen die I-20-Brücke und ging teilweise unter. Die US Coast Guard richtete beidseitig der I-20-Brücke iene fünf Meilen lange Sicherheitszone zwischen den Meilen 430 und 440 des Mississippi River ein. Der nordwärts gehende Verkehr durfte nach Anmeldung beim Vicksburg Information Center passieren, der südgehende Verkehr staute sich, und 37 Schiffe warteten auf den Transit. Die I-20-Brücke musste nicht gesperrt warden, und die Bergung der Barge sollte am Nachmittag anlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer bewahrten bei Feuer kühlen Kopf
(28.3.11) Die Humber Coastguard kam am 26.3. dem 15 Meter langen Kutter "Green Pastures" zu Hilfe, auf dem 25 Meilen vor der Küste von Northumberland bei Amble ein Feuer ausgebrochen war. Um 10.57 Uhr hatte sie einen Notruf des mit drei Mann besetzten Kutters aufgefangen, nachdem es im Maschinenraum brannte. Die RNLI-Boote aus Amble und Tyne sowie ein Helikopter der RAF Boulmer wurden alarmiert. Die Kuttercrew konnte derweil den Brand mit Trockenlöschern eindämmen und dichtete den Maschinenraum gegen Sauerstoffzufuhr ab. Dazu wurde die Der Rettungshubschrauber kontrollierte mit einer Infrarot-Kamera, ob es noch Hot Spots gab, konnte aber keine ausmachen. Das Rettungsboot aus Tyne nahm den Kutter dann nach Blyth in Schlepp. Quelle: Tim Schwabedissen



Dritte Brandstiftung auf Haitour-Booten
(28.3.11) Brandstiftung wurde als Ursache eines Brandes des Haiwatch-Bootes "Hokuloa" der North Shore Shark Adventures vermutet. Es handelte sich um den dritten derartigen Brand. Er entstand auf dem unweit des Haleiwa Harbor liegenden Bootes in der Nacht zum 25.3. um 23.42 Uhr war die Feuerwehr von Waialua vor Ort und fand Kajüte und Deck des 35 Fuß langen Bootes brennend vor. Obwohl die Flammen binnen fünf Minuten gelöscht waren, entstand ein Schaden von rund 100000 Dollar an diesem und 20000 Dollar an einem benachbarten 40-Fuß-Boot. Am 24.1. war bei einem Feuer auf der "Kailolo" ein Schaden von 225000 Dollar entstanden, und ungefähr ebenso hohen Schaden richtete am 7.1. ein Brand auf der 30 Fuß langen "Kolohe" der North Shore Shark Adventures an. Auch hier wurde Brandstiftung vermutet. Die Honolulu Police nahm Ermittlungen auf. Die Haitouren sind wegen Anfütterns der Tiere umstritten. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiff sinkend auf Grund gesetzt
(28.3.11) Die "Amy Sue" lief am 25.3. auf einer Sandbank auf dem Ouachita River auf Grund. Vertreter des Ouachita Office der Homeland Security waren abends vor Ort, um gegen auslaufendes Öl vorzugehen. Am 28.3. sollte das Schiff geborgen werden. Das 65 Fuß lange Fahrzeug war am Morgen nach Absetzen einer Barge für die D&J Construction auf Grund gesetzt worden, nachdem es zuvor zu einem technischen Schaden gekommen war. Das Schiff hatte Wassereinbruch und wurde achterlastig, sodass die vierköpfige Crew, um einen Untergang abzuwenden, es auf Grund fuhr. Aus dem Heckbereich kam es danach zu Ölaustritten. Eine Ölsperre wurde durch ein Boot der D&J Constructions ausgelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Schleppzuüge an der Calhoun-Schleuse havariert
(28.3.11) In der Nacht zum 27.3. kollidierte der Schubschlepper "Alice" mit vier kohlenbeladenen Bargen den oberen Wall der Calhoun Schleuse und Damm Nr. 2, woraufhin sich alle vier Bargen losrissen und auf den Damm zutrieben. Drei strandeten auf dem Wasserbauwerk, eine trieb darüber hinweg. Am Nachmittag des 27.3. kam es zu einer weiteren Havarie, als die "Gentry B" mit vier unbeladenen Bargen an derselben Stelle Schleuse und Damm rammte, woraufhin ebenfalls Bargen sich losrissen. Experten der Crounse Corporation und der US Coast Guard versuchten, die Bargen der "Alice" am Nachmittag wieder flottzumachen. Es galt auch, Wasser aus der über den Damm gegangenen Barge zu lenzen und die Ladung zu löschen. Dadurch kamen die Bargen so hoch aus dem Wasser, dass sie sich losrissen und am Ufer gesichert werden konnten. Sie wurden dann untersucht, ehe die Reise flussabwärts fortgesetzt werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwimmdock schwimmt wieder
(28.3.11) Die Resolve Marine Group hat das Schwimmdock "Machinist", das am 2.1. am Guam Shipyard in Apra Harbor, Guam, gesunken war, gehoben. Das 825 Fuß lange Dock wurde am 3.3. mit 12 starken Pumpen wieder schwimmfähig gemacht und danach gründlich untersucht. Dabei galt es durch die nicht geplante Tauchtiefe die Integrität der Tankzellen sicherzustellen sowie die allgemeine Stabilität. Beteiligt an den Arbeiten waren auch die Heger Drydock und Mako Diving. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Abbruch-U-Boot
(28.3.11) Wrackteile des 282 Fuß langen, russischen U-Boot2 Juliett 484" gerieten am 25.3. um 13.30 Uhr bei Abbrucharbeiten in Brand. Das ehemalige schwimmende Museum wird derzeit als Folge des Untergangs im Jahr 2007 auf dem Providence River zerlegt. Drei Löschboote der Wehren Providence, East Providence und Warwick bekamen das Feuer unter Kontrolle. Das Boot hatte in den 1990ern als Bar in Helsinki gedient und 2002 als Kulisse des Harrison Ford-Films "K-19: The Widowmaker", bevor es von der USS Saratoga Museum Foundation, zu Museumszwecken erworben und in Providence als Touristenattraktion betrieben wurde, bis ihm ein Nordoststurm 2007 dem Garais machte. Nach der Hebung begannen die Rhode Island Recycled Metals mit der Verschrottung. Möglicherweise war nun Bilgenöl in Brand geraten. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Maschinenausfall hilflos im Eis fest
(28.3.11) Am 26.3. wurde der maltesische Frachter "Asteropa" gegen 9.30 Uhr nach Maschinenschaden auf 66 023 N 040 035 O auf einer Position sieben Meilen südwestlich von Sosnovets Island im Eis eingeschlossen. Er befand sich mit einer Ladung Stahl auf der Fahrt von Rotterdam nach Archangelsk. Die Crew versuchte den Schaden selbst zu beheben, doch am 27.3. gegen acht Uhr hatte sich noch nichts an der Lage verbessert, und ein Eisbrecher sollte gegen Mittag den Havaristen nach Archangelsk in Schlepp nehmen. Die "Asteropa", 3085 tdw (IMO-Nr.: 7902623) wurde 1980 erbaut und läuft für die Uniship Riga. Quelle: Tim Schwabedissen



Verölte Pinguine nach Frachterstrandung vor Tristan
(28.3.11) Am 28.3. gegen acht Uhr war die Petrel Bay weiterhin von Öl des zerbrochenen Bulkcarriers "Oliva"' bedeckt, auch wenn keine weiteren Ölaustritte mehr festgestellt wurden. Das Achterschiff ist derweil vollständig gesunken. Hoher Seegang machte es schwierig, bedrohte Pinguine von Nightingale fortzuschaffen. Bis gegen 14 Uhr waren 253 Tiere an Bord der "Edinburgh". Schweröl und Ölbälle waren von der "Edinburgh" am 26.3. 4,5 Meilen vor Nightingale entdeckt worden. Das Einsatzboot von Inaccessible schlug derweil leck und musste erst mit Fiberglas geflickt werden. Das Fischereischutzboot "Wave Dancer" wurde dazu am 28.3. vor Ort erwartet. Auf Inaccessible befanden sich 300 verölte Pinguine, weitere rund 1000 Tiere waren gefährdet. Der Schlepper "Singapore" sollte am 28.3. Kapstadt verlassen, um weitere Ausrüstung und ein fünfköpfiges Team in das Gebiet zu bringen. Er wird am 2.4. in Tristan erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter soll Tauchziel werden
(28.3.11) Der unter Honduras-Flagge laufende Frachter "Demetrios II", der sei einem Sturm am 23.3.1998 auf Felsen unweit von Paphos auf Chlorakas liegt, soll als Tauchattraktion versenkt werden. Die Diving Association, die Tourismusbehörde von Paphos und die Verwaltung unterstützen die Idee, das 1964 in Hamburg erbaute Schiff zu versenken. Bereits vor fünf Jahren hatte die Cyprus Dive Centre Association den Vorschlag gemacht auf der Basis der Erfahrung mit der schwedischen RoRo-Rähre "Zenobia", die im Juni 1980 auf der Jungfernfahrt vor Larnaca gesunken war und in 42 Mmetern Tiefe liegend nun zu einem Topspot für Taucher geworden ist. Die "Demetrios II" ist rund 60 Meter lang und wiegt über 900 Tonnen. Das Flottmachen zur anschließenden Versenkung dürfte rund 300,000 Euro kosten. Dies schließt die Konzeption, die Reinigung und die technische Versenkugn ein. Anfang April wird das "Go" erwartet, und dann könnte binnen dreier Monate die "Demetrios II" ihrer neuen Verwendung zugeführt werden und im Sommer kommenden Jahres die Taucher erwarten. Als sie strandete, war sie mit acht Mann Crew unterwegs von Halkida nach Limassol. Ein britischer Militärhubschrauber barg die Schiffbrüchigen ab, das Schiff wurde auch an seiner jetzigen Position bereits eine Touristenattraktion Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter sank vor Lakshadweep
(28.3.11) Der Frachter "Al Afeel" sank am 27.3. auf der Fahrt von Old Bunder nach Lakshadweep, 10 Meilen vor der Küste. Die fünfköpfige Crew des Frachters von Jaffer Sadiq wurde gerettet. Er war um 13.30 Uhr ausgelaufen, doch wenig später kam es zu einem Wassereinbruch. Versuche, das Schiff mit zwei Kuttern einzuschleppen, schlugen fehl. Quelle: Tim Schwabedissen



Piratenmutterschiff nach Überfallversuch versenkt
(28.3.11) 16 somalische Piraten wurden nach einer Attacke auf den unter britischer Flagge laufenden Containerfrachter "Maersk Kensington", 74642 BRZ (IMO-Nr.: 9333010), der sich auf der Reise von Port Said nach Port Kelang befand, am Abend des 26.3. von der indischen Marine gestellt, ihr Schiff in Brand geschossen und versenkt. Gegen 11 Uhr hatte der Frachter Notrufe gesendet, und ein TU142-Patroullienflugzeug lokalisierte die Angreifer, zu denen dann die indische "Suvarna" herangeführt wurde. Sie eröffnete das Feuer auf das Piratenmutterschiff, den gekaperten Trawler "Muzarta", der wegen an Deck gestauter Ölfässer zur Versorgung der kleinen Angriffsboote rasch in Brand geriet. Piraten und Geiseln sprangen über Bord. Die Marine rettete die Schiffbrüchigen, und die Piraten wurden am 27.3. nach Mumbai gebracht. Auch die 12 iranischen und vier pakistanischen Geiseln kamen zunächst in Polizeiobhut. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Mann von gekentertem Kutter vor Rota gerettet
(28.3.11) Am 24.3. rettete die Crew der Fähre "Super Shuttle" drei Schiffbrüchige des Kutters "Sea Hawk", der 13 Meilen südwestlich von Goat Island von einer großen Welle getroffen worden und gekentert war. Die dreiköpfige Crew aus Rota konnte die Fähre auf sich aufmerksam machen, die von Guam nach Saipan unterwegs war, und wurde aus dem Wasser gezogen. Die "Sea Hawk" war mit einem anderen Kutter zusammen aus Rota ausgelaufen, dieser war aber nach Tinian weiter gefahren, während die "Sea Hawk" auf Fang ging. Quelle: Tim Schwabedissen



Triple-Kollision in Lübeck
(28.3.11) Am 22.3. um 14.35 Uhr kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Rubicone", 8907 BRZ (IMO-Nr.: 8701947), im Vorwerker Hafen von Lübeck mit der Baltica", 21224 BRZ (IMO: 8813154), an Liegeplatz 2 sowie der schwedischen Fähre "Vikingland", 20871 BRZ (IMO: 7718541). Der 144 Meter lange Bulkcarrier "Rubicone" wurde mit Assistenz des Schleppers "Axel" rückwärts in den Hafen gezogen, nachdem er am Vorwerker Huk gedreht worden war, um am Rautenberg-Getreidesilo beladen zu werden. Das Schiff war mit 19 Mann besetzt. Während des Schleppvorgangs wurde der Steven des Frachters nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Lübeck von einer Windböe erfasst und gegen zwei die anderen beiden Schiffe, die im Vorwerker Hafen lagen, gedrückt. Es entstand leichter Sachschaden. Personen wurden nicht verletzt. Bevor die "Rubicone" am 24.03.2011 wieder auslaufen durfte, musste aber eine Besichtigung der Klassifikationsgesellschaft erfolgen. Bis dahin wurde ein Auslaufverbot ausgesprochen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwimmende Jugendherberge gestrandet
(25.03.11) Auf dem Noord-Hollands-Kanal bei Akersloot liegt seit einigen Tagen ein Kümo auf Grund. Das Schiff diente früher als Jugendherberge und war unterwegs von Akersloot nach Haarlem, als es festkam. Ein erster Bergungsversuch scheiterte, am Wochenende soll nun erneut versucht werden, es von der Untiefe herunter zu ziehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Viel Rauch um Müllsack
(25.03.11) Auf dem Versorger "Frankfurt am Main", der für Reparaturarbeiten an der Hamburger Norderwerft festgemacht hatte, geriet Müll in Brand. Die Besatzung hatte die Flammen schnell im Griff. Verletzt wurde niemand. Nachdem das Feuer gelöscht war, belüfteten die Marinesoldaten ihr Schiffn. Wie der Müllsack sich entzündete, war bislang unklar. Die vorsorglich alarmierte Feuerwehr brauchte nicht mehr einzugreifen. Ein größerer Schaden ist auch nicht entstanden. Quelle: Tim Schwabedissen



Propangastank Schuld an Bootsverlust
(25.03.11) "I'm on fire. I'm out of control!", rief der Skipper des 31 Fuß langen Motorbootes Farallon" panisch in sein Funkgerät. "I'm abandoning ship. Mayday! Mayday! Mayday!" Das Charterboot "Morning Star" auf dem Puget Sound brauchte diese Rufe erst gar nicht zu hören, allein die immense Rauchentwicklung nahe Gedney Island ließ es gemeinsam mit einem weiteren Kutter zur Unglücksstelle eilen. Als der Schlauch zum Propantank der "Farallon" durchbrannte, kam es zu einer heftigen Explosion. Es war nichts mehr zu retten. Als die Helfer eintrafen, floh der Skipper des brennenden Bootes bereits in einem Dingi. Er wurde unversehrt an Bord er "Morning Star" gezogen und dann auf ein Feuerlöschboot übergesetzt, das ihn nach Everett brachte. Zunächst galt es noch festzustellen, ob er die einzige Person an Bord gewesen war. Dann konnten die Helfer nur noch zusehen, wie das Boot abbrannte und sank. Offenbar war auch der gerade eingebaute Propantank Schuld an dem Verlust. Ein Boot der Coast Guard Station Seattle sicherte die Brandstelle, bis das Boot gesunken war. Ein MH-65C Dolphin Helikopter überwachte sie aus der Luft. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Katwijk in Brand
(25.03.11) Am 23.3. brach auf dem Scheveninger Kutter "Neeltje - SCH 87" ein Feuer aus. Die Küstenwache in Den Helder alarmierte die "Kitty Roosmale Nepveu2 und die "De Redder" aus Katwijk. Der knapp 10 Meter lange Kutter stand 22 Meilen westsüdwestlich von Katwijk. Noch während die Retter im Anmarsch waren, gelang es der Crew des Kutters, den Brand zu löschen und die Hauptmaschine wieder zu starten. Die "De Redder" kehrte daraufhin um, während die "Kitty Roosmale Nepveu" den Kutter in seinen Heimathafen eskortierte, wo er am 24.1. gegen ein Uhr festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Bunkerstation
(25.03.11) Das mit Containern beladene Binnenschiff ''Devotion'' kollidierte am 24.3. mit der Bunkerstation ''Nobel'' auf der Außenmaas bei der Uilenkade in Zwijndrecht. Dabei wurde es am Bug beschädigt. Die Bunkerstation wurde durch den Aufprall 20 Meter verschoben. Rettungskräfte aus Dordtse, der Rijkswaterstaat, Polizei und zwei Schlepper waren vor Ort. Taucher von Smit untersuchten den Rumpf der "Devotion" auf mögliche Schäden. Quelle: Tim Schwabedissen



Verölte Pinguine auf Tristan eingesammelt
(25.03.11) Am Morgen des 24.3. wurden 500 Felsenpinguine an den Stränden des entlegenen Tristan-Archipels eingesammelt und in eine Tierstation auf die Hauptinsel gebracht. Dort sollen sie vom Öl befreit werden, das nach der Strandung des Bulkcarriers "Oliva" ausgelaufen war. Nur noch etwa 20 Prozent der rund 1500 Tonnen Bunkeröl sollen inzwischen in dessen Tanks sein. Allerdings geht den Pinguin-Rettern inzwischen das dringend benötigte Reinigungsmaterial für die Tiere aus, obwohl dieses erst am 21.3. mit der "Smit Amandla" geliefert wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung gesunkenen Kutters in Wismar stockt
(25.03.11) Wegen Konflikten zwischen Eigner und Bergungsunternehmen kommt die Hebung des im Wismarer Hafen gesunkenen Kutters "Michael Glinka" nicht voran. Aus Sicherheitsgründen wurde nun zunächst von der Feuerwehr mit Unterstützung der Wasserschutzpolizei eine zusätzliche Ölsperre ausgelegt. Das Schiff war am 20. Dezember gesunken. Mitte Januar hatten die Arbeiten zur Bergung begonnen, die sich aber als unerwartet kompliziert erwiesen. Eine zwischenzeitlich geschlossene Eisdecke, bedingt durch Dauerfrost, ließ die Aktion mehrere Wochen ruhen. Seither gelang lediglich, den 24 Meter langen Kutter etwas aufzurichten. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackräumung in Pictou Harbor
(25.03.11) In Pictou Harbour machten sich Arbeiter der Pictou Shipyards nach der Eisschmelze daran, die schwer beschädigte Barge "Sault au Cochon" aus dem Wasser zu ziehen, um sie in den kommenden Wochen abzuwracken. Das Fahrzeug war im November 2010 in der Northumberland Strait gestrandet und hatte seine Holzladung verloren. Nach der Bergung wurde es nach Pictou Harbour eingeschleppt. Ein weiteres Wrack liegt weiterhin an der Werft die HMCS "Terra Nova", die vor zwei Wochen sank. Es stellt immerhin keine Umweltgefahr dar, da alles Öl entsorgt worden war, bevor das außer Dienst gestellte Schiff bis zur Wasserlinie abgewrackt wurde. Dann ging es an der Werftpier unter. <Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisste Regatta-Yacht nach vier Tagen im Südatlantik entdeckt
(25.03.11) Die Crew der südafrikanischen Yacht "Spirit of Izivunguvungu" wurde auf dem Heineken Cape-to-Rio-Race beschädigt und musste am 24.3. sinkend aufgegeben werden. Die Segler wurden unweit von Tristan da Cunha lokalisiert. Ihr Boot hatte den Mast verloren, Ruderbruch und ein Loch im Rumpf. Die Maschine war ausgefallen. Die vier Kapstädter sollen in der kommenden Woche heimkommen, nachdem der Frachter sie in der False Bay auf ein Marineschiff übergeben hat. Sie waren vier Tage lang vermisst gewesen, ehe ein liberianischer Frachter sie entdeckte. Ein Ingenieur ging an Bord und untersuchte den Schaden, doch die Yacht wurde als nicht mehr seetüchtig eingeschätzt und sinkend zurück gelassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Yacht in Blaine
(25.03.11) Auf der 26 Fuß langen Yacht "Gull's Way" brach am 22.3. in der Blaine Marina ein Feuer aus. Einsatzkräfte des North Whatcom Fire and Rescue Service konnten den Brand auf der unbemannten Yacht rasch eindämmen. Ein Kurzschluss hatte ihn in der Kajüte entfacht. Dichter schwarzer Rauch war aufgestiegen, bis nach 10 Minuten Feuerwehr und Polizei eintrafen. Verschmorender Kunststoff hatte ihn erzeugt. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackräumung in Maasvlakte 2
(25.03.11) Der Dampfer "Cornelia Maersk" war nach rund 70 Jahren auf dem Grund vor Rotterdam fast völlig unter dem Sand verschwunden. Es wirkte, als sei er mit dem Boden verschmolzen. Eine Aufzeichnung mit Multi-Beam-Echolot zeigte, dass nur die Kessel-und Dampf-und Heck des 85 Meter langen Schiffes aus dem Sand ragten, und natürlich der Mast, mit dem ein anderes Schiff vor ein paar Jahren kollidiert war. Der Mast brach, und das Schiff schlug leck. Es konnte gerade noch den Hafen von Rotterdam erreichen. Als die "Cornelia Maersk" 1942 versenkt wurde, transportierte sie Koks nach Deutschland. Seit die Baggerfirma Puma 2008 einen Vertrag für den Bau des Hafens Maasvlakte unterzeichnete, wusste sie, dass sie eine Lösung für das Wrack entwickeln musste, denn es lag mitten in dem künftigen Tiefseehafen. Zunächst wurde das Neuland aufgeschüttet. Dies ermöglichte die Arbeit im Windschatten. Am Ende des vergangenen Jahres waren 85 Prozent des Sandes für Maasvlakte 2 an seinem Platz. Es wurde beschlossen, dass die Umgebung 16 Meter unter den Meeresspiegel ausgebaggert werden sollte. Dazu kam der Sandsauger "Sliedrecht 27" zum Einsatz. Taucher inspizierten das Wrack und fanden es in schlechtem Zustand vor, sodass es nicht als Ganzes zu bergen war. Es wurde entschieden, für die Beseitigung von einem Eimerbagger, der mit einem Reißzahn ausgestattet war, einzusetzen. Er ließ nur wenige Teile des Wracks zurück. Geborgen wurden auch der Propellers, die Ankerkette und eine Seilwinde. Ein Teil des Hecks konnte komplett mit Schraube aus dem Wasser gezogen werden. Es geht an die Reederei Maersk, die im Hafen von Rotterdam ein neues Gebäude erhält. Auch ein paar Messing Bullaugen waren noch in gutem Zustand und gingen an den ursprünglichen Eigentümer des Schiffes. Stahlarbeiter des Subunternehmens Sita zerlegten die zwei großen Dampfkessel des Schiffes. Sie haben die Zeit recht gut überstanden und wurden an einen Schrotthändler veräußert. Von den ursprünglichen 19 Tonnen Stahl wurden etwa 10 Tonnen an die Oberfläche gebracht. In wenigen Tagen werden die Wrackreste geräumt sein, und PUMA kann wieder auf den üblichen Baggerarbeiten konzentrieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf Amsterdam-Rhein-Kanal
(24.03.11) Ein mit Naphta beladener Tanker und ein Schubverband sind am 23.3. gegen vier Uhr in dichtem Nebel auf dem Amsterdam-Rheinkanal kollidiert. Der Tanker war von Amsterdam nach Utrecht unterwegs, der Schubverband mit zwei leeren Bargen kam ihm entgegen. Bei der Brücke von Breukelen kam es zum Zusammenstoß, bei dem eine der Bargen an Steuerbord von den Pollern des Tankers beschädigt wurde. Auf dem Tanker wurde eine Reling und der Poller beschädigt. Der Schaden wurde auf 15.000 Eurogeschätzt. Tim Schwabedissen



Triple-Kollision auf der Trave
(24.03.11) Am 22.3. um 14.35 Uhr kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Rubicone", 8907 BRZ (IMO-Nr.: 8701947), im Vorwerker Hafen von Lübeck mit der Baltica", 21224 BRZ (IMO: 8813154), an Liegeplatz 2 sowie der schwedischen Fähre "Vikingland", 20871 BRZ (IMO: 7718541). Der 144 Meter lange Bulkcarrier "Rubicone" wurde mit Assistenz des Schleppers "Axel" rückwärts in den Hafen gezogen, nachdem er am Vorwerker Huk gedreht worden war, um am Rautenberg-Getreidesilo beladen zu werden. Das Schiff war mit 19 Mann besetzt. Während des Schleppvorgangs wurde der Steven des Frachters nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Lübeck von einer Windböe erfasst und gegen zwei die anderen beiden Schiffe, die im Vorwerker Hafen lagen, gedrückt. Es entstand leichter Sachschaden. Personen wurden nicht verletzt. Bevor die "Rubicone" am 24.03.2011 wieder auslaufen durfte, musste aber eine Besichtigung der Klassifikationsgesellschaft erfolgen. Bis dahin wurde ein Auslaufverbot ausgesprochen. Quelle: Tim Schwabedissen



Veraltete Seekarte ließ Yacht stranden
(24.03.11) Das Rettungsboot " Joke Dijkstra" aus Helder wurde am 23.3. um 12.45 Uhr zu der gestrandeten norwegischen 17-Meter-Yacht "Shanty", einer Halberg Rassy 53, gerufen. Der Skipper hatte das Schiff gerade in Enkhuizen erworben und war unterwegs nach Haugesund in Norwegen. Doch eine veraltete Seekarte ließ ihn beim Molengatt auf Höhe von Razende Bol auf Grund laufen. Die "Joke Dijkstra" konnte die Yacht rasch freischleppen und brachte sie zur Kontrolle nach Helder, ehe sie gegen Mittag durch das tiefere Schulpengatt den nächsten Versuch wagte. Quelle: Tim Schwabedissen



Verwirrung führte zu Kollision
(24.03.11) Die Kollision der "Ideaal" mit einem Tanker auf dem Twentekanal am Zusammenfluss mit der IJssel am 22.3. ist auf einen Kommunikationsfehler zurück zu führen. Die "Ideaal" hatte die Passage beim Verlassen des Twentekanals mit dem Tanker abgesprochen. Doch als ein drittes Schiff aus Deventer aufkam, verlangsamte die "Ideaal" ihre Fahrt, konnte die Kollision aber nicht mehr abwenden. Am 23.3. wurde ein Teil der Salzladung geleichtert, sodass das Leck sich aus dem Wasser hob und abgedichtet werden konnte. Dadurch konnte das Schiff mit der Restladung die Weiterreise antreten. Quelle: Tim Schwabedissen



Einziger Überlebender von Kutterunglück durch Loch im Rumpf gerettet
(24.03.11) Nach dem Untergang eines Kutters vor der chinesischen Shandong Provinz wurden am 23.3. weiterhin neun Personen vermisst, nur eine konnte nach dem Unglück, das sich am 22.3. gegen drei Uhr nahe Shidao ereignete, gerettet werden. Raue See behinderte den Rettungseinsatz des North China Sea Salvage Bureau, das um 14.25 Uhr von dem Untergang erfahren hatte und sofort ein Boot schickte. Es erreichte die Unglücksstelle aber erst am Morgen des 23.3. und konnte den bislang einzigen Überlebenden aus einer Kajüte geborgen werden, nachdem ein Loch in den Rumpf geschnitten worden war. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler drohte auf Sandbank zu kentern
(24.03.11) Der belgische Trawler "Marreje Aaltje", 190 BRZ, lief am Nachmittag des 23.2. auf eine Sandbank vor der Küste von Nord-Kent. Das 20 Meter lange Schiff legte sich stark nach Steuerbord über. Das RNLI-Boot aus Margate lief zu der Strandungsstelle am South Knock, 14 Meilen nordöstlich der Station, aus. Es gelang später aber einem anderen belgischen Trawler, die "Marreje Aaltje" von der Bank herunter zu ziehen. Zeitweilig war erwogen worden, die vierköpfige Crew wegen der Gefahr, dass das Schiff umschlagen könnte, abzubergen. Es legte sich bei Ebbe bis zu 45 Grad über. Das Rettungsboot lotete die Strandungsstelle aus, um eine bestmögliche Bergung zu ermöglichen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bargenchaos auf Mississippi
(24.03.11) Auf dem Mississippi River kollidierten mehrere Bargen am 23.3. mit den I-20 und Highway 80-Brücken. Die U. S. Coast Guard sperrte den Fluss zeitweilig. Erst rammte ein Schleppzug am Nachmittag die Old River Bridge gegen 13.30 Uhr. Der Verband bestand aus 30 Bargen mit Getreide und Kohle. Eine mit Bohnen beladene Barge schlug gegen eine Pier und sank. Eine andere ging nördlich des Rainbow Casino unter. Schlepper der Ergon Marine machten sich daran, den Fluss aufzuräumen. Gegen 16.45 Uhr gab das Mississippi Department of Transportation den Fluss für westgehenden Verkehr wieder frei, am 24.3. wurde die Freigabe auch in nördlicher Richtung erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre im Feuerlöscheinsatz
(24.03.11) Gegen 10 Uhr des 23.2. brach auf einem 31 Fuß langen Sportboot zwei Meilen nordöstlich des Clitnon Ferry Terminal ein Feuer aus und erfasste rasch das gesamte Fahrzeug. Sieben kleine Boote kamen zu Hilfe und retteten den Skipper. Die Fähre "Kittitas" der Washington State Ferries unterbrach ihre Fahrt nach Mukilteo und nahm Kurs auf die Brandstelle nahe Hat Island. Von der "Kittitas" aus wurden 20 Gallonen Feuerbekämpfungsmittel eingesetzt, die Flammen zu löschen. Sie hatte 20 Passagiere und 10 Fahrzeuge an Bord. Die Coast Guard schickte einen MH-65 Dolphin Helikopter aus Port Angeles und ein Boot aus Seattle, auch die Feuerwehr von Kayak Point schickte Boote. Doch der Brand flackerte immer wieder auf, und schließlich sank das Boot. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff drohte auf Ijssel zu sinken
(23.03.11) Das holländische Binnenschiff "Ideaal", 357 ts (ENI-No.: 02311277), kollidierte am Nachmittag des 22.3. mit einem mit Gasöl beladenen Binnentanker auf der Ijssel nahe Zutphen. Dabei kam es auf der mit Salz beladenen "Ideaal" zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum. Die Feuerwehren von Zutphen, Brummen und Deventer arbeiteten über zwei Stunden daran, das Schiff über Wasser zu halten. Erst nach dem Einsatz einer zweiten, leistungsstärkeren Lenzpumpe gelang es, den Frachter zu stabilisieren, der von der "San Antonio", 701 ts, längsseits genommen wurde. Die "Ideaal" entstand als "Animo 2" 1962 bei De Winter, Boom. Sie läuft derzeit für W.J.P.M. de Wijs in Made. Das Schiff ist 38,8 Meter lang, 5,07 Meter breit und hat 2,52 Meter Tiefgang. Tim Schwabedissen



Morgensonne verursachte Kollision auf Rhein
(23.03.11) Am 22.3. gegen 07:40 Uhr kollidierte die Mondorfer Fähre, 77,5 tdw, beladen mit drei Pkw auf der Fahrt vom linksrheinischen Ufer in Richtung Mondorf bei Rhein-Kilometer 659,7 mit einem talfahrenden, unbeladenen Binnenschiff. Dabei riss die Rampe der 37,35 Meter langen Fähre ab, und in der Bordwand des Entgegenkommers entstand ein 10 Zentimeter langer Riss. Menschen kamen nicht zu Schaden. Vermutlich war der Kapitän der Fähre durch die tiefstehende Sonne geblendet worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der "Oliva" inspiziert - mehr Öl ausgelaufen
(23.03.11) Am 22.3. wurden weitere Ölaustritte aus dem vor Nightingale gestrandeten Bulkcarrier "Oliva" beobachtet. Bergungsexperten erreichten die Strandungsstelle tags zuvor an Bord des Schleppers "Smit Amandla" und inspizierten den vorderen Schiffsbereich, der aus dem Bug und den Laderäumen 1 bis 6 besteht. Das Achterschiff mit Laderaum 7 und den Aufbauten war am 18.3. abgerissen. Nun gilt es die verölten Pinguine zu säubern. Dazu wird derzeit versucht, ein Schiff in Kapstadt zu bekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Auf Borkum gestrandeter Frachter nun bei Ebay zu erwerben
(23.03.11) Am Abend des 22.3. war die Bergung des am 3. Februar vor gestrandeten Frachter "Nordland 1" vollzogen, nachdem bis zum Nachmittag nur wenige Meter geschafft worden waren. Die der dänischen Firma J.A. Rederiet gehörende "Susanne A" hatte zunächst Probleme, sich im Wasser zu fixieren. Um die 42 Meter lange "Nordland 1" sicher zu packen, musste sich das aus einer Fähre umgebaute Spezialfahrzeug fest verankern. Der Boden war dafür aber zunächst ungeeignet. Die 54 Meter lange "Susanne A" hatte eine 15 Tonnen schwere Stahltrosse zum Frachter ausgefahren, die mit einer Seilwinde eingeholt wurde, deren Zugkraft bei rund 1000 Tonnen lag. Das Gewicht des Havaristen wurde mit rund 200 Tonnen eingeschätzt. Anfangs hatten die Berger das Mittagshochwasser bei ihrem Versuch unterstützend nutzen wollen. Als aber die Ebbe einsetzte, waren erst etwa drei Meter geschafft. Dennoch wurde die Arbeit fortgesetzt. Projektleiter Uwe Nerstheimer vom Bergungsunternehmen Planeta Impex beschloss eine Fortsetzung. Das Bergungsschiff suchte sich zuvor einen anderen Platz, wo die Anker besseren Halt fanden. Danach ging es schneller. Am frühen Abend hatte die "Nordland 1" die Niedrigwasserlinie bereits erreicht, dann rutschte sie komplett in ihr Element zurück. Danach wurde sie in den Borkumer Hafen eingeschleppt. Die spektakuläre Aktion am Inselstrand verfolgten den ganzen Tag über mindestens 2000 Inselgäste und Einheimische. Auch Vertreter des Germanischen Lloyds waren vor Ort. Jetzt wird der Frachter im Internet zum Verkauf angeboten. Unter "Ebay Kleinanzeigen" kann man die 49 Jahre alte "Nordland 1" erwerben. Die Verhandlungsbasis liegt bei 120 000 Euro. Die Versicherungssumme betrug 400 000 Euro. Neuer Eigner des Schiffes ist nach der erfolgreichen Bergung vorerst die Planeta Impex. Zuvor war der Frachter für die Emder Firma Fritzen Fracht gefahren, die ihn aber kurz nach der Strandung aufgab. Es soll auch bereits Kaufinteressenten für die "Nordland 1" geben. Wenn ein Verkauf in den nächsten zwei bis drei Wochen nicht realisiert werden kann, soll das Schiff, wie ursprünglich geplant, doch noch verschrottet werden. Durch den Verkauf will Planeta Impex auf jeden Fall die Bergungskosten wieder hereinholen. Das gestrandete Schiff war innerhalb kurzer Zeit zur Touristenattraktion am Borkumer Strand und zum Inselfotomotiv Nummer eins geworden. Im Internet kursierten außerdem diverse Vorschläge, wie man den Frachter weiter nutzen könnte, zum Beispiel als Teil eines Abenteuerspielplatzes am Meer oder als Café. Die Verantwortlichen auf der Nordseeinsel und die zuständigen Behörden hatten damit jedoch nichts im Sinn. Zu groß erschien die Gefahr, dass der Stahlrumpf eingedrückt würde oder er die Promenade beschädigen könnte. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Emden hatte Planeta Impex eine Frist bis zum 25. März gesetzt. Auch wenn der Touristenmagnet nun vom Strand verschwunden ist, bleibt für Borkums Tourismus-Direktorin Susanne Westermann der positive Effekt, dass es bundesweite Schlagzeilen und eine super Werbung für die Insel gab. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nach Wassereinbruch aus der Luft evakuiert
(23.03.11) Am 22.3. erlitt der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Costis" 63 Meilen vor Taiwan Wassereinbruch im Maschinenraum und dadurch hervorgerufen Motorausfall. Taiwanesische Rettungshubschrauber bargen 13 der 17 Mann Crew ab, der Kapitän, sein Chief und zwei weitere Männer blieben zunächst noch an Bord. Die "Costis", 29112 tdw (IMO-Nr.: 8316314) wurde 1984 erbaut und lief für die türkische Damla Denizcilik. Quelle: Tim Schwabedissen



Warten auf Gutachten zum "Waldhof"-Untergang
(23.03.11) Die Staatsanwaltschaft Koblenz kann derzeit noch nicht absehen, wie lange die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem an der Loreley gekenterten Säuretanker "Waldhof" noch andauern werden. Momentan ist ein Sachverständiger mit der Erstellung eines Gutachtens beschäftigt. Der Tanker war am 13.1. gekentert, nur zwei der vier Besatzungsmitglieder konnten lebend gerettet werden, darunter einer der beiden Schiffsführer. Die Leiche eines Steuermanns war nach der Bergung des havarierten Schiffes in seiner Kajüte entdeckt worden. Der zweite Schiffsführer gilt als vermisst. Vor diesem Hintergrund ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und der fahrlässigen Tötung. Von dem Gutachten des Sachverständigen erhofft sich die Behörde die Klärung der Unfallursache. Nach dessen Eingang soll es umfassend geprüft und ausgewertet werden müssen. Ziel ist es, die genauen Umstände des Unglücks und mögliche strafrechtliche Verantwortlichkeiten zu klären. Mitte Februar wurde der Tanker nach Duisburg geschleppt. Dort wurde der Rumpf auf einer Werft-Helling genauer untersucht, inzwischen liegt das Schiff wieder in einem Hafenbecken. Für die Reederei Lehnkering ist es derzeit völlig offen, ob der Tanker repariert oder abgewrackt werden wird. Wahrscheinlich zeigt sich die Reederei deshalb so zurückhaltend, weil sie abwarten möchte, ob die Unglücksursache auf einen Konstruktionsfehler zurückzuführen ist. Quelle: Tim Schwabedissen



"Sioux" und "Banshee" in Crescent City geborgen
(23.03.11) In Crescent City wurde am 22.3. der schwer beschädigte Kutter "Banshee", der dem Tsunami zum Opfer fiel, gehoben und an Land abgesetzt. Dabei war das Crescent City Tsunami Response Unified Command eingesetzt. Die U.S. Coast Guard überwcaht die Arbeiten. Am selben Tag wurde auch der Kutter "Sioux" unter die Lupe genommen, der im Crescent City Inner Boat Basin lag, um festzustellen, ob Wasser eindringt. Quelle: Tim Schwabedissen



Verletzter nach Bootsstrandung aus der Luft abgeborgen
(23.03.11) Die US Coast Guard barg am 21.3. einen Mann von dem Charterboot "Good Times" ab, das im Walter Slough nahe des Oregon Inlet auf Grund gelaufen. Dabei war der Mann mit dem Kopf angestoßen und bewusstlos geworden. Um 6.30 Uhr bat die Crew um Hilfe. Die Coast Guard schickte ein Boot von der Station Oregon Inlet und brachte ihn zu einem Krankenwagen, der ihn ins Outer Banks Hospital, Nags Head, North Carolina, transportierte. Von dort flog ihn ein Helikopter weiter ins Sentara Norfolk General Hospital in Norfolk, Virginia. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter wird nach Feuer in Tauranga repariert
(23.03.11) Der Frachter "Lake Arafura" lief am 20.3. nach Tauranga ein. Nachdem die Ladungsarbeiten abgeschlossen waren, ging er an einen allgemeinen Kai zur Reparatur des Brandschadens auf der Brücke. Am 25.3. soll er dann die Weiterreise nach China antreten. Das Schiff war am 15.3. im Eastland Port in Brand geraten. Quelle: Tim Schwabedissen



Auch nach 65 Stunden noch keine Spur von vermissten Seeleuten
(23.03.11) Drei Tage nach dem Untergang des Frachters "Helga" vor Belize dauerte die Suche nach den drei Vermissten, darunter dem Kapitän aus Miami, an. Der unter Panama-Flagge laufende Frachter war mit einer Ladung Salz von Honduras nach Mexiko unterwegs, als er in der Nacht zum 19.3. unterging. Die Belize National Coast Guard rettete acht Mann lebend und ist seither tagsüber auf der Suche nach den Vermissten. Bislang fehlte aber jede Spur. Lediglich 10 Ausweise fanden die Retter in der See treibend. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler thront inmitten der Trümmer einer Stadt
(23.03.11) Die neueste Landmarke in dem vom Tsunami heimgesuchten Kesennuma ist ein gewaltiger Fischtrawler, der im Nordosten der Hafenstadt auf einer der Hauptstraßen zum Rathaus zu liegen kam. Die "Kyotoku Maru No. 18" mit ihrem rot und blau gestrichenen Rumpf und der Aufschrift "safety first" oberhalb der Brücke, ragt seit dem 11.3. über den zerstörten und abgebrannten Ruinen des Ortes auf. Ringsum liegen die Trümmer von Häusern und zerquetschte Autos. Die Crew des Schiffes musste an Bord ausharren, während ringsum die Häuser abbrannten. Dabei saßen sie selbst auf einer Ladung Bunkeröl, das auch hätte explodieren können. Auch in der Umgebung der Strandungsstelle liegen weitere, kleinere Schiffe, die die Flutwelle in die Straßen der 73000-Einwohner-Stadt trieb. Die "Kyotoku Maru 18" wird noch auf längere Zeit als Geisterschiff in den Ruinen liegen bleiben, da allein die Beseitigung der ringsum verstreuten Trümmer Monate dauern dürfte. Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaran nach Wassereinbruch in Hafen eskortiert
(23.03.11) Am 22.3. erlitt der Katamaran "El Tigre" 38 Meilen vor Grand Cayman Wassereinbruch. An Bord waren vier Mann Crew. Eskortiert von der "Niven D" erreichte der Havarist um 22.30 Uhr den Hafen und machte am ,Newlands Barcadere fest. Der Wassereinbruch war gegen 11 Uhr erfolgt, und der Eigner organisierte den Transport zweier Lenzpumpen per Helikopter zu dem Schiff. Die "Niven D" wurde beauftragt, der "El Tigre" entgegen zu laufen und erreichte sie gegen 17 Uhr auf einer Position etwa 30 Meilen vor der Küste. Ein weiteres Schiff aus der Harbour House Marina gesellte sich zur "Niven D" und assistierte beim Lenzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Vermisste nach Kollision vor China
(23.03.11) Am Abend des 22.3. kenterte ein 64 Meter langes Fischereifahrzeug vor der ostchinesischen Zhejiang-Provinz nach Kollision mit einem anderen um 20.30 Uhr. Alle acht Mann Crew sprangen ins Wasser, bevor das Schiff sank, doch nur drei wurden bis 22 Uhr gerettet. Nach den übrigen drei wurde eine Suche eingeleitet und am 23.3. um 8.30 Uhr wieder aufgenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandetes Arbeitsschiff soll wieder auf See
(23.03.11) Am Morgen des 22.3. wurde daran gearbeitet, ein in einem plötzlich aufgekommenen Sturm am Oststrand von Santa Barbara gestrandetes, 50 Fuß langes Arbeitsschiff wieder flott zu machen. Dazu waren Berger mit Schweißarbeiten am Bug beschäftigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Quergeschlagener Schubverband blockierte Mainschifffahrt
(21.03.11) Auf Höhe der Schweinfurter Hahnenhügelbrücke schlug am Abend des 20.3. gegen 20.30 Uhr ein Schubverband auf dem Main quer und blockierte den Fluss für den Schiffsverkehr in diesem Bereich. Der 190 Meter lange Schubverband geriet außer Kontrolle, nachdem er aus einer Schleuse ausgelaufen war. Der Kapitän war im Ausguck behindert, als er die Brücke passierte, und genau in diesem Moment fiel das Radargerät aus. Der Bug kam am rechten, das Heck am linken Ufer fest. Es gelang es, das 113 Meter lange Schubschiff vom 79,5 Meter langen Schubleichter abzukoppeln; dabei kam er wieder frei und konnte zurück in die Schleusenkammer manövriert werden. Der Schubleichter jedoch lag nach wie vor quer zur Fahrrinne auf Grund. Die Bergung begann in den Morgenstunden. Der Schubverband war mit Mais beladen und befand sich auf der Fahrt von Regensburg nach Krefeld. Tim Schwabedissen



Mond ließ Frachter stranden
(21.03.11) Der 90 Meter lange, unter britischer Flagge registrierte Frachter "Paula C", 2990 BRZ (IMO-Nr.: 9373553) der Emder Reederei Bockstiegel ief auf der Fahrt von Liverpool nach Cowes am 20.3. gegen 13 Uhr bei den Needles im Solent auf Grund. Eder für die Carisbrooke Shipping Ltd. laufende Frachter war am 18.3. ausgelaufen und wurde am 20.3. um 17 Uhr im Zielhafen erwartet. Die Solent Coastguard schickte nach der Alarmierung das Needles Coastguard Rescue Team, das bei Tennyson Down auf Posten ging, einen Helikopter zur Überwachung und das RNLI-Boot aus Yarmouth, das an der Strandungsstelle auf Standby ging. Die neunköpfige Besatzung des unbeladenen Frachters begann mit dem Abpumpen von Ballastwasser, um ihn zu erleichtern. Mithilfe des Schleppers "Wyeforce" gelang es gegen 21.30 Uhr, den Havaristen mit steigendem Wasser wieder freizubekommen. Ursprünglich war angenommen worden, dass wegen der durch den Mond hervorgerufenen, ungewöhnlich niedrigen Ebbtiden, die auch Schuld an der Strandung hatten, eine Bergung nicht vor Mitternacht möglich sein würde. Der Frachter steuerte zunächst Saltmead vor dem Beaulieu River an, wo er zu ersten Untersuchungen vor Anker ging. Danach sollte das Schiff nach Southampton einlaufen, wo im Rahmen einer Dockung eine gründliche Untersuchung durchgeführt werden sollte. Ein weiteres Opfer der Nipptiden war eine 25 Fuß lange Yacht vor dem Strand von Lepe. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Frachter mit defektem Antrieb im finnischen Eis fest
(21.03.11) Am 17.3. gegen 20.40 Uhr erlitt der russische Frachter "Kholmogory" Probleme mit seinem Propeller auf 59 56 N 025 44 O auf der Reise von St. Petersburg nach Norrköping. Ein Eisbrecher und ein Schlepper wurden zur Assistenz geschickt, um den Havaristen nach Schweden abzuschleppen. Die russische "Kapitan Lus" zog ihn von dem Vereisungsgebiet vor Finnland in freies Wasser, das am 19.3. um 2.35 Uhr erreicht war. Hier wurde die Ankunft eines Schleppers aus Finnland erwartet. Die "Kholmogory", 4870 tdw (IMO-Nr.: 9109081) wurde 1995 erbaut und läuft für die North Steamshipping Co., Arkhangelsk. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischfabrik von Stahlträger aufgerissen
(21.03.11) Am 19.3. schlug die russische Frischfabrik "Kapitan Samsonov" unterhalb der Wasserlinie leck, als sie, nachdem eine Windbö sie erfasst hatte, beim Einlaufen in den Fischereihafen Petropavlovsk-Kamchatskiy gegen ein hervorstehendes Stahlstück der Kaimauer stieß. Es entstand ein Leck von rund 30 Zentimeter Durchmesser. Es gelang, den Wassereinbruch mit der eigenen Lenzanlage sowie den Pumpen zweier Schlepper zu kontrollieren, bis Taucher das Leck abdichteten. Zwischenzeitlich entwickelte das Schiff bis zu sieben Grad Steuerbordschlagseite. Nach Wetterberuhigung sollte eine weniger provisorische Reparatur erfolgen. Die "Kapitan Samsonov", 1106 tdw (IMO-Nr. 7731933) wurde 1978 erbaut und läuft für die CSC Ukinskoye, Petropavlovsk-Kamchatskiy. Quelle: Tim Schwabedissen



Schraube der "Cornelia Maersk" nach fast 70 Jahren wieder am Tageslicht
(21.03.11) An der Baustelle des Rotterdamer Hafens Maasvlakte 2 wurde die Bergung des Wracks der dort 1942 gesunkenen Dampfers "Cornelia Maersk'" nun abgeschlossen. Die rostigen Teile wurden aus über 10 Metern Teile vom Grund der Maas gebaggert und vor dem weiteren Transport zum Abbrecher auf den Spülfeldern abgelegt, Dabei konnte auch die gut erhaltene Schraube vorübergehend in Augenschein genommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmierte Pinguineim Weltkulturerbe nach Auseinanderbrechen der "Oliva"
(21.03.11) Am 20.3. gegen 14 Uhr wurde eine Inspektion des Küstengebiets rund um Inaccessible Island durchgeführt und eine Verschmutzung durch auslaufendes Öl aus dem Wrack des Bulkcarriers "Oliva", 40170 BRZ, rings um die Weltkulturerbestätte im Südatlantik festgestellt. Ölverschmierte Northern Rockhopper Pinguine kamen auf Nightingale Island an Land. Rund 10000 Paare nisten in zwei Kolonien auf Nightingale Island, und weitere 100,000 Paare auf Alex or Middle Island, der anderen Hauptinsel vor Nightingale Island. Das Wrack des Frachters ist in zwei Teile zerbrochen, das Achterschiff hat sich südlich von Spinners Point gedreht und ist nach Backbord gekentert, während der vordere Teil mit den mit 650000 Tonnen Sojabohnen gefüllten Laderäumen nach wie vor östlich davon auf den Felsen hängt. Transport Malta hat eine Untersuchung des Totalverlustes des in Malt registrierten, erst zwei Jahre alten Schiffes angeordnet, das bereits kurz nach der Strandung am 16.3. schwere strukturelle Schäden im Bereich mehrere Ballasttanks erlitten hatte. Die Crews der "Edinburgh" und "Prince Albert II" hatten die 22-köpfige Besatzung daraufhin evakuiert. Wenig später brach der Frachter an der Vorkante der Aufbauten auseinander. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Seeleute vor China vermisst
(21.03.11) Vier Menschen wurden vermisst, zwei Gerettet, nachdem östlich der chinesischen Fujian Provinz am 20.3. gegen zwei Uhr der Frachter "Min Ning De Cargo 0202" gesunken war. Nach dem Untergang unweit des Ningde City Xiapu-Bezirks konnten Rettungskräfte zwei Schiffbrüchige aus dem Wasser ziehen, die Suche nach den übrigen gin unter Leitung der Fujian Maritime Safety Administration weiter. Quelle: Tim Schwabedissen



Baby durch Rettungsschimmer gerettet
(21.03.11) Die US Coast Guard und Hafenpatroullien retteten am Morgen des 20.3. gegen sieben Uhr eine vierköpfige Familie, darunter ein sechsmonatiges Baby, sowie den Bordhund, nachdem sich das Boot von seinen Moorings vor Santa Barbara bei 40 Knoten Wind und acht Fuß hohen Seen losgerissen hatte. Ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Los Angeles, ein 47-Fuß-Boot der Station Channel Islands Harbor und ein Patroullienboot waren an der Rettungsaktion beteiligt. Ein Rettungsschwimmer wurde abgewinscht und assistierte bei der Evakuierung der Familie auf das Patroullienboot. Eine Abbergung aus der Luft war ausgeschieden, weil der heftige Wind den Mast des Bootes gefährlich schwanken ließ. Auch ein 50 Fuß langes Arbeitsboot und eine Yacht strandeten in dem unvermittelt aufgekommenen Sturm am Oststrand von Santa Barbara. Quelle: Tim Schwabedissen



Erfolgreiche Suchaktion nach vermisstem Kutter
(21.03.11) Der 35 Fuß lange Kutter "Miss Ester" erlitt am 18.3. gegen 17.30 Uhr Maschinenausfall 49 Meilen südlich von Bodden Town. Kurz nach einer Notmeldung brach der Funkkontakt ab, woraufhin der Eigner die Polizei und die Cayman Islands Helikopters alarmierte, die eine Suchaktion startete. Am Morgen des 19.3. nahmen auch Rettungsteams von Cayman und die Küstenwache die Suche auf. Ein Suchflugzeug der US Coastguard lokalisierte den Kutter um 11.35 Uhr und führte den in der Nähe befindlichen Frachter "African Lion" heran, der assistierte, bis das Tenderboot "Caribbean Temptress" der Caribbean Marine Services auslief und den Kutter nach George Town einschleppte. Quelle: Tim Schwabedissen



Nachlässige Brückenwachen Schuld an tödlicher Kollision
(19.3.11) Der Marine Accident Investigation Branch veröffentlichte jetzt einen Untersuchungsbericht zur Kollision der nach Zeebrugge laufenden Fähre "Scottish Viking" mit dem Kutter "Homeland" vor St. Abbs im August 2010, bei der ein Teenager aus North Shields ums Leben kam. Die in Italien registrierte Fähre hatte am 5.8. um 17.20 Uhr den Hafen von Fife mit 259 Passagieren und einer Crew von 47 verlassen. Die "Homeland" lief um 18.45 Uhr aus Eyemouth mit zwei weiteren Kuttern aus. Eine Stunde später kam es bei guter Sicht zur Kollision, die das 11 Meter lange Schiff zum Sinken brachte. Der Skipper wurde gerettet, sein Bruder ertrank. Trotz einer sofort angelaufenen Suche mit SAR-Helikoptern, den Rettungsbooten aus Eyemouth, St. Abb's und Dunbar, anderen Kuttern sowie der "Scottish Viking" konnte die Leiche erst drei Monate später gefunden werden. also assisted in the search. Nach dem nun vorliegenden Report hatte die Brückenwache der "Scottish Viking" nicht rechtzeitig erkannt, dass es ein Kollisionsrisiko gab und den Kurs der "Homeland" nicht sorgfältig geplottet. Als ein Zusammenstoß drohte, wurde nichts effizientes auf der Brücke der Fähre getan, um das Unglück abzuwenden. Auch auf der "Homeland" hatte die Wache das Risiko nicht rechtzeitig erkannt. Er hatte seinen Ausguck nicht sorgfältig genug versehen. Als sich die Situation verschärfte, war es zu spät zu reagieren. Auch konnte man nicht vom Achterdeck "Homeland" nicht rundum sehen, wodurch es zu einer Ablenkung von der Wache durch Konflikte in Handlungsprioritäten kommen konnte. Bei der Fährreederei wurden seither die Prozeduren auf der Brücke nachgebessert. Deswegen gab das Marine Accident Investigation Board keine Sicherheitsempfehlungen.Quelle: Tim Schwabedissen



Motorbootfahrer aus Rettungsinsel geborgen
(19.3.11) Die U.S. Coast Guard rettete den Skipper des 42 Fuß langen Motorbootes "Hustler" am Abend des 17.3. rund 20 Meilen östlich von Hollywood. Er war von Fort Lauderdale zu den Bahamas unterwegs. Gegen 23 Uhr empfing die Coast Guard Signale des EPIRB. Ein Helikopter der Air Station Miami fand das teilweise gesunkene Boot und unweit davon eine Rettungsinsel, in die sich der Skipper geflüchtet hatte. Er wurde nach Miami geflogen und dann ins Palmetto General Hospital in Hialeah gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsarbeiten in Crescent Harbor angelaufen
(19.3.11) Der in Crescent Harbor gesunkene 30-Fuß-Kutter "Tamara" wurde am 15.3. gehoben und am Ufer gesichert. Tags darauf wurde die "Hard Rock" geborgen. Beide Schiffe sind vermutlich Totalverluste und werden abgewrackt. Ein Schiff der National Oceanic Atmospheric Administration und ein im Auftrag von Global Diving and Salvage eingesetztes Bergungsschiff suchten den Hafengrund mit Sonar ab, um Trümmer und Wracks ausfindig zu machen. Rund 1500 Fuß Ölsperren wurden ausgelegt, um Öl im inneren Hafen einzuschließen. Mit Baggern wurden rund 35 Kubikmeter Trümmer aus dem Hafen geholt. Zum Wochenende hin vereitelte stürmisches Wetter Tauchereinsätze. Quelle: Tim Schwabedissen



Sorge um Umweltschäden nach Zerbrechen der "Oliva"
(19.3.11) Der Schlepper "Smit Amandla" hatte am 19.3 die halbe Strecke zur Strandungsstelle der "Oliva" geschafft, doch eine Bergung ist nun nicht mehr realistisch. Ein zweites Schiff wurde von den Charterern und Versicherern des Bulkers gechartert, um bei Reinigungsarbeiten zu assistieren. Öl der "Oliva" trieb rund acht Meilen vor der Küste rings um Tristan herum. Es handelte sich um dünne Ölstreifen und größere Verklumpungen von Diesel. Das Tristan Conservation Team versuchte, am Northern Rockhopper ölverschmierte Pinguine zu reinigen. Sorgen bereiten auch die 60000 Tonnen Sojabohnen, die das fragile Ökosystem der abgelegenen Insel beeinträchtigen könnten. Das Kreuzfahrtschiff "Prince Albert II" ging derweil vor Tristan vor Anker und bootete Passagiere aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Raubtaucher über "Coronation" gestellt
(19.3.11) Vor Süd-Devon stellte die Polizei Raubtaucher am Wrack des britischen Kriegsschiffes HMS "Coronation" und stellte Artefakte sicher. Das Schiff liegt vor Penlee Point im Plymouth Sound. Die Operation folgte der Verabschiedung der Alliance to Reduce Crimes Against Heritage (ARCH) gegen Raubtaucherei an unter Schutz gestellten Unterwasserstätten. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung auf der Maas
(18.03.11) Das 75 Meter lange Binnenschiff "Marie S" (MMSI-Nr.: 244010665) verlor im Parkhafen in Rotterdam Gasöl in die Maas. Am 17.3. um 15.10 Uhr stiegen Taucher ab, um das Leck zu finden. Offenbar sind mehrere Tonnen Öl ausgelaufen. Zwei Schiffe und ein Vakuum-Lkw machten sich an die Reinigungsarbeiten. Tim Schwabedissen



Fighter mit Stabilitätsschwächen
(18.03.11) Auf der Pinnau bei Uetersen erlitt das 87 Meter lange Binnenschiff "Fighter" Stabilitätsprobleme. Es ist mit 820 Tonnen Zellulose beladen. Binnen der kommenden drei Tage sollte es auf die Elbe überführt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nordland 1"-Bergung für kommende Woche terminiert
(18.03.11) Der auf Borkum gestrandete Frachter "Nordland I" soll am Nachmittag des 22.3. nun zurück ins Fahrwasser geschleppt werden. Eine dänische Spezialfirma hat nun ein Konzept vorgelegt, das die mit der Räumung beauftragte Rostocker Bergungsfirma Planeta Impex überzeugte. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre auf der Trave havariert
(18.03.11) Am Morgen des 17.3. um 8.56 Uhr lief die aus Turku kommende finnische Fähre "Finnkraft" 11530 BRZ (IMO-Nr.: 9207883 ), auf der Trave in der Schlutuper Enge nach einem Maschinen-Blackout auf der Trave auf Grund, kam dann aus eigener Kraft wieder frei und ankerte zunächst im Fahrwasser. Durch die Wind- und Strömungsverhältnisse und vermutlich einen technischen Defekt am Ruder trieb das Schiff aber quer zum Fahrwasser, und es bestand die Gefahr, dass die es mit dem Heck erneut in die südliche Böschung hätte geraten können. Dies konnte durch den sofortigen Einsatz des in der Nähe arbeitenden Motorschiffes "Pirol" des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lübeck verhindert werden, indem es das Schiff durch Drücken am Heck in seiner Lage stabilisierte. Das 168 Meter lange und 21 Meter breite RoRo-Schiff forderte anschließend den Lübecker Schlepper "Axel" an und lief unter seiner Eskorte zum Vorwerker Hafen, wo es gegen 11 Uhr festmachte. . Das Unterwasserschiff der "Finnkraft" wurde noch am selben Tag von Tauchern auf mögliche Beschädigungen in Augenschein genommen. Bis zur Entscheidung der Berufsgenossenschaft Verkehr in Hamburg bestand für das Schiff ein Auslaufverbot. Die Wasserschutzpolizei Lübeck - Travemünde hat die Ermittlungen aufgenommen. An Bord befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalles 16 Personen. Quelle: Tim Schwabedissen



Skipper abgelenkt - Schiff gestrandet
(18.03.11) Am 17.3. gegen Mittag lief das 20 Meter lange Arbeitsboot "De Duwer" auf der Fahrt nach Harderwwijk im Veluwemeer auf Grund. An Bord war eine Person. Während der Fahrt in den engen Kanal zur Marina De Klink verwandte der Skipper wohl zu viel Aufmerksamkeit auf seinem Laptop und zu wenig auf den Kurs. Sein Schiff kam aus dem Fahrwasser ab. Nachdem eine Schleppverbindung zu dem KNRM-Boot "Evert Floor" hergestellt war, gelang es binnen fünf Minuten, den Havaristen wieder flott zu machen, der seine Reise dann mit eigener Kraft und hoffentlich voller Aufmerksamkeit fortsetzte. Quelle: Tim Schwabedissen



Der Kleine schleppte den Großen
(18.03.11) Die norwegische Fähre "Førdefjord", 787 BRZ (IMO-Nr.: 7013680), die nach einem Ausfall des Kontrollsystems nicht rechtzeitig achteraus gehen konnte, als sie in Smørhamn in Bremanger anlagen wollte und eine Grundberührung erlitt, wurde am 17.3. von einem Taucher des zur Assistenz gekommenen Rettungsbootes "Halfdan Grieg" untersucht. Er stellte leichte Schäden am Rumpf fest. Daraufhin schleppte das Rettungsboot die "Førdefjord" im Lauf des Tages zur Reparatur nach Florø ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisster Fischer nicht im Wrack seines Kutters gefunden
(18.03.11) Der 60-jährige Fischer aus Hirtshals, der am Ruder des 9,7 Meter langen Kutters "Puk - HG37", 5,7 BRZ, gewesen war, als dieser am 28.2. sank, wurde bei der Untersuchung durch eine Drohne des Minenjägers "Havkatten" nicht an Bord gefunden. Am 15.7. war das Wrack 32 Meilen westlich von Hirtshals entdeckt worden. Die Drohne machte Videoaufnahmen vom Schiff, die nun den Behörden übergeben wurden. Die "Havkatten" kehrte inzwischen in den Hafen zurück. Eine Bergung des Wracks ist fraglich. Am 15.3. war auch südlich von Hirtshals ein Rettungsring des Kutters angetrieben. Die Suchaktion nach dem Vermissten war am 2.3. eingestellt worden. An ihr hatten Helikopter, das Rettungsschiff "Nordsøen", die "CB Claudi" und andere Fahrzeuge teilgenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Bulkcarrier aufgegeben
(18.03.11) Die letzten 10 Mann Besatzung wurden am 17.3. von dem unter Malta-Flagge laufenden Bulkcarrier "Oliva", 40170 BRZ (IMO-Nr.: 9413705), vor Spinner's Point durch das Fischereifahrzeug "Edinburgh" abgeborgen. Dabei hatte es Assistenz durch einige Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffes "Prince Albert II". Die "Edinburgh" lief nach Abschluss der Rettung nach Tristan da Cunha ein. 15 Mann der Frachtercrew wurden hier abgesetzt und von der Inselbevölkerung versorgt. Die anderen sieben blieben an Bord der "Edinburgh", die zur Strandungsstelle der "Oliva" zurückkehrte, um den Havaristen bis zum Eintreffen des Bergungsschleppers "Smit Amandla" zu überwachen. Dieser verließ am Nachmittag des 17.3. den Hafen von Kapstadt und wurde am 21.3. vor Ort erwartet. An Bord waren auch ein Schiffbauingenieur und ein Umweltberater. Der Bulkcarrier saß derweil in schwerer Brandung mit Backbordschlagseite auf den Felsen fest. Am 17.3. um 2.35 Uhr wurde ein Rettungsboot fortgeschlagen, und auch vier leere Ballastwassertanks wurden bereits aufgerissen. Zuletzt wurde auch ein Ölaustritt beobachtet. Ein geringer Teil trieb in die Petrel Bay. Quelle: Tim Schwabedissen



Bayernhafen will "Victoria Cruziana" bergen
(18.03.11) Das in Passau gesunkene Flusskreuzfahrtschiff "Victoria Cruziana" soll nach Angaben des Hafenbetreibers Bayernhafen AG bis Ende April geborgen werden. Das Schiff war am 19. November 2010 auf dem Weg zu seinem neuen Eigner in Serbien auf den Grund der Donau gesunken. Rund um das Wrack errichtete die Feuerwehr danach eine Ölsperre. Ob das Sinken des Schiffes mit der offenbar prekären Finanzlage des Eigners zusammenhing, konnte die Polizei bislang nicht klären. Der Eigner hat aber seitdem keine ernstzunehmenden Aktivitäten zur Bergung unternommen. Andererseits ordneten auch die Umweltbehörden bislang keine Bergung an. Der Hafenbetreiber will nun in Eigenregie ein Tauch- und Bergungsunternehmen beauftragen, die Öffnungen des gesunkenen Schiffes zu verschließen. Anschließend sollen Pumpen das Wasser aus dem 88 Meter langen Schiff lenzen. Die einige hunderttausend Euro teure Bergung wird voraussichtlich vier bis fünf Wochen dauern. Ob die Kosten erstattet werden und was mit dem Wrack danach passieren soll, ist noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach vermissten Fischern abgebrochen
(18.03.11) Die Suchaktion nach den drei vermissten Fischern des Kutters "Mooie Meid" wurde am Abend des 17.3. endgültig eingestellt, nachdem es bislang keinerlei Resultate gab. Der Kutter war vor zwei Wochen vor der nordfranzösischen Küste gekentert und liegt seit seiner Bergung in Vlissingen. Quelle: Tim Schwabedissen



Mann aus Kajüte gekenterten Sandfrachters gerettet
(18.03.11) Am 17.3. wurde ein Besatzungsmitglied einer am Vortag vor der ostchinesischen Shandong Provinz gekenterten Sandbarge gerettet. Ungefähr 17 - 18 Menschen waren zum Unglückszeitpunkt an Bord. Das gekenterte Fahrzeug war gegen 11 Uhr vor Yantai City entdeckt worden. Das North China Sea Salvage Bureau schickte ein Rettungsschiff mit 12 Tauchern zur Suche nach den Vermissten. Es gelang ihnen, einen der Männer, der in einer Kajüte eingeschlossen war, durch einen Riss im Schiffsboden zu ziehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige am Feuer entdeckt
(18.03.11) Zwei Hummerfischer wurden am Morgen des 18.3. von einem Helikopter geborgen, nachdem ihr Kutter "Yoothpiana" auf Felsen getrieben und am Low Rocky Point, südlich von Strahan, gesunken war. Der Anker des Holzschiffes hatte nicht im Grund gehalten, sodass es gegen vier Uhr Grundberührung hatte. Die Crew aktivierte das EPIRB und meldete den Notfall über Satellitentelefon. Sie konnten sich schwimmend ans Ufer retten, wo sie ein Feuer entzünden konnten, ehe sie gegen 6.30 Uhr aufgewinscht wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsschlepper erhielt keine Einlaufgenehmigung nach Tsunami
(18.03.11) Der Schlepper "Grif" erhielt keine Einlaufgenehmigung in den Hafen von Ofunato, wo er 15 russische Besatzungsmitglieder des dort gestrandeten Kühlschiffes "Khrizolitovy" retten wollte. Die japanischen Behörden sagten, dass Veränderungen des Hafenbodens durch den Tsunami die Navigation darin zu gefährlich gemacht hätten. Die "Khrizolitovy" war von dem Tsunami von seinem Liegeplatz losgerissen, ins Innenland getrieben und dann zurück in den Hafen geschwemmt worden, wo sie mit ausgefallener Maschine und anderen Schäden seither festliegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack vermissten Kutters auf dem Nordseegrund entdeckt
(17.03.11) Der Minenräumer "Havkatten" der dänischen Marine hat das Wrack des Kutters "Puck - HG37", der seit dem 28.2. in der Nordsee samt seines Skippers vermisst wurde, entdeckt. Das Einsatzführungskommando war um Unterstützung gebeten worden bei der Untersuchung einiger Stellen, an denen Fischer neue Hindernisse auf dem Meeresboden wahrgenommen hatten. Sie hatten bereits die Vermutung, dass es die Trümmer der "Puck" sein könnten. Nachdem die Verdachtsstelle mit Sonar gescannt war, zeichnete sich ab, dass man es mit einem Wrack zu tun haben dürfte. Daraufhin setzte die "Havkatten" eine Unterwasser-Drohne ab, die es als "Puk" identifizieren konnte. Wegen eines technischen Fehlers musste der Einsatz aber abgebrochen werden und die "Havkatten" nach Hirtshals zur Reparatur der Unterwasser-Drohne einlaufen. Danach soll das Wrack genauer erkundet werden. Tim Schwabedissen



"Vega 5" nach Beschuss gesunken - Verbleib von 11 Mann unbekannt
(17.03.11) Der mosambikanische Thunfischfänger "Vega 5" ist nach dem Beschuss durch die indische Marine gesunken. Die 13 Mann Besatzung, die nach dem Zwischenfall aus der See gerettet wurden, stammen alle aus Mosambik. Ursprünglich waren 24 Mann an Bord gewesen, allerdings nicht zu der Zeit, als das Schiff als Piraten-Mutterschiff aufgebracht wurde. Über den Verbleib der übrigen 11 Mann ist derzeit nichts bekannt, wahrscheinlich befinden sie sich im somalischen Hinterland. Quelle: Tim Schwabedissen



Brückenfeuer legte Frachter lahm
(17.03.11) Am 15.3. gegen 19 Uhr brach im Brückenhaus des unter Panama-Flagge laufenden Frachters "Lake Arafura", 17431 BRZ (IMO-Nr.: 9221645), im Eastland Port von Gisborne vermutlich durch Kurzschluss ein Feuer aus. Obwohl die Crew es rasch löschen konnte, entstand durch die Flammen, Rauch und Wasser ein erheblicher Sachschaden. Am 17.3. sollte eine Schadensuntersuchung beginnen, in deren Rahmen auch die Seetüchtigkeit des Schiffes zu klären war. Zuvor wurde es von Liegeplatz VIII zu Liegeplatz VII geschleppt, um Platz für die "U Sea Tradition".. zu machen. Der 170 Meter lange Frachter hatte rund 10000 Tonnen Holz für China geladen. Müsste er abgeschleppt werden, könnte Tauranga der anzusteuernde Reparaturhafen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Neue Variante bei "Nordland 1"-Bergung - zieht Baukran das Schiff von der Buhne?
(17.03.11) Neue Runde im Verwirrspiel um die am 3.2. auf Borkum gestrandete "Nordland 1". Der ursprünglich für den 14.3. geplante Start der Abbrucharbeiten fand nicht statt. Die Planeta Impex, die vom Haftpflichtversicherer des Schiffseigners, der Emder Fritzen Fracht, mit der Entsorgung des Havaristen beauftragt worden war, wollte das Schiff eigentlich in dieser Woche vor Ort zerlegen. Die einzelnen Stahlsektionen sollten per Ponton nach Emden geschafft, dort zwischengelagert, weiter zerkleinert und später nach und nach mit Lkws zum Schrottplatz des Papenburger Entsorgers Wolbertus Jongebloed bei Friesoythe transportiert werden. Planeta Impex favorisiert nun aber wieder eine andere Variante: Der 42 Meter lange Frachter soll, wenn möglich, doch vom Strand abgebracht und andernorts zerlegt werden. Dazu muss das Schiff aber etwa einen halben Meter von der Buhne weggezogen werden. Um das Schiff zu bewegen, wird indes Kranhilfe benötigt. Dafür hat die Rostocker Firma einen Baukran im Visier, der zurzeit auf der Baustelle der Strandpromenade eingesetzt ist, für die die "Nordland 1" auf ihrer letzten Reise Material gebracht hatte. Um das Schiff ins Wasser zu ziehen, bedarf es aber in jedem Fall noch einiger Vorbereitungen. So braucht es vom Versicherer eine Wrack-Versicherung. Denn nach wie vor ist nicht ganz klar, ob das Schiff überhaupt noch schwimmfähig ist. Wenn es beim Abschleppen sinkt und ein Schifffahrtshindernis darstellt, hätte Planeta Impex ein Problem. Unklar war auch, inwieweit der Papenburger Jongebloed noch im Geschäft ist. Man sei mit einem deutschen und einem dänischen Bergungsunternehmen im Gespräch, hieß es bei Planeta Impex. Am 17.3 .sollte eine Entscheidung fallen und am 18.3. könnten bereits die Verträge perfekt gemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Staatsanwaltschaft ermittelt in Sachen "Waldhof"
(17.03.11) Nach dem Kentern der "Waldhof" auf dem Rhein bei St. Goarshausen ermittelt die Staatsanwaltschaft derzeit gegen Unbekannt wegen des Verdachts der fahrlässiger Tötung und der Gefährdung des Schiffsverkehrs. Die Behörde habe direkt nach dem Unfall am 13. Januar ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz am 16.3. mit. Derzeit wartet sie ein Gutachten zur Unfallursache ab. Dieses soll umfassend geprüft und ausgewertet werden, um klären zu können, ob sich einzelne oder mehrere Personen strafbar gemacht haben. Der Binnentanker "Waldhof" war mit rund 2300 Tonnen Schwefelsäure an Bord unweit des Loreleyfelsens gekentert. Von der vierköpfigen Besatzung konnten zwei Mann gerettet werden. Ein Dritter wurde einen Monat später tot aus dem Wrack geborgen. Der vierte wird immer noch vermisst. Das Schiff liegt weiterhin in Duisburg. Quelle: Tim Schwabedissen



Propeller schlug auf Grund - Fähre lahmgelegt
(17.03.11) Die norwegische Fähre "Førdefjord", 787 BRZ (IMO-Nr.: 7013680) beschädigte sich am Vormittag des 16.3. gegen 11 Uhr eine Schraube, die vor Bremanger Grundberührung hatte. Mithilfe eines Rettungsbootes wurde die Fähre an eine Mole gebracht, die sich nur 50 Meter von dem Fährhafen von Smørhamn entfernt befand, wohin das Schiff von Kjelkenes kommend unterwegs war. Die 12 Fahrgäste und die vierköpfige Crew blieben unversehrt. Ein kleineres Kombiboot ersetzte die beschädigte Fähre, bis die "Fanaråken" gegen 16 Uhr als Ersatzschiff aus Maloy eingetroffen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Sprengladungen sollen "Seli 1" den Garaus machen
(17.03.11) Die South African Maritime Safety Authority (Samsa) will das Wrack des vor Blouberg bei Kapstadt gestrandeten Bulkcarriers "Seli 1" bis Ende 2012 unsichtbar gemacht haben. Mit kleinen Sprengladungen soll dazu der Rumpf so weit geschwächt werden, das ser in den Winterstürmen zusammenbricht. Im vergangenen Jahr wurde das Wrack oberhalb der Wasserlinie teilweise abgebrochen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf dem Tyne gestrandet
(17.03.11) Am 16.3. lief der britische Containerfrachter "Clonlee", 3999 BRZ (IMO-Nr.: 9129471) vor dem Strand von South Shields auf dem Tyne auf Grund. Ein elektrischer Fehler hatte das Schiff manövrierunfähig werden lassen, dass dann ein Stück trieb und schließlich unweit von Littlehaven festkam. Die 12-köpfige Crew blieb unversehrt. Schlepper waren einsatzbereit, während ein Teil der Ladung geleichtert wurde, um das Schiff mit der 10-Uhr-Flut wieder flottmachen zu können. Tatsächlich konnte es sich aus eigener Kraft befreien und lief nach Tyne ein. Quelle: Tim Schwabedissen



"Lady Caroline" rettete Einhandsegler
(17.03.11) An der Ostseite von St. Barts kam die 12-köpfige, aus Vancouver, Calgary und Ottawa zusammengestellte Crew der Yacht "Lady Caroline", die an der 31st St. Maarten Heineken Regatta teilnahm, dem französischen Skipper der 37 Fuß langen Yacht "Sea Beaver" zu Hilfe, die nordwestlich von Colombier Bay auf Grund gelaufen war. Der Segler wurde im Cockpit umher geworfen und trug keine Rettungsweste. Die Kanadier setzten ein Dingi mit drei Mann aus und überwanden die Brandung, während sie versuchten, eine gute Position zu finden. Sie warfen dem Franzosen eine Schwimmhilfe zu, mit deren Hilfe er auf sie zuschwimmen konnte. Er war nackt, stand unter Schock und war erschöpft, als er mit vereinten Kräften in das Boot gezogen wurde. Bei der Rückkehr zur "Lady Caroline" fiel der Motor aus, sodass es von der "Renaissance" in Schlepp genommen werden musste. Hier wurde auch der Gerettete abgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Tsunami vereitelte Bootsbergung
(17.03.11) Das 44 Fuß lange Motorboot "Kabuki" sitzt nun schon drei Wochen auf dem Doheny State Beach fest, seitdem es Ende Februar von hohen Wellen auf den Strand gedrückt worden war. Ein Bergungsversuch, der für das letzte Wochenende geplant war, musste wegen des Tsunami-Alarms an der Westküste der USA verschoben werden. In den nächsten Tagen aber soll das Boot nun geborgen und nach Dana Point Harbor gebracht werden, vor dem es geankert hatte, bevor es strandete, während der an Bord lebende Eigner in Las Vegas war. 50 Gallonen Öl sind in intakten internen Tanks gelagert. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung in Sturm gestrandeten Kühlschiffes läuft an
(17.03.11) Berger aus Wladiwostok wollten sich am 17.3. an die Bergung des vor Ofunato im Tsunami gestrandeten Kühlschiffes "Khrizolitovy" machen. Dazu lief am 14.3. von dort der Schlepper "Grif" der RIMSCO Shipping Company aus, der drei Tage später vor Ort erwartet wurde. Die 15-köpfige Crew war bereits kurz nach der Strandung von einem nahe der "Khrizolitovy" ankernden japanischen Tanker gerettet worden. Sie soll an Bord der "Grif" genommen werden, ehe sich diese an die Bergungsarbeit macht. Quelle: Tim Schwabedissen



Bargen auf Drift sorgten für Unruhe auf Ohio-River
(17.03.11) Zwei leere Bargen der Consol Energy rissen sich am 16.3. gegen 17 Uhr von einem Schlepper auf dem Ohio-River los und kollidierten mit einer mit Petroleum den Fluss hinab gezogenen Barge, die sich von ihrem Schlepper ebenfalls losriss. Außerdem rammten sie eine Barge mit Ammoniak, die am Ufer lag. Es gelang dann, die beiden Ausreißer einzufangen. Die mit Ölabfall beladene Barge strandete an der West End Bridge auf einer Sandbank und blieb dort mit Steuerbordschlagseite liegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier bei Nightingale gestrandet
(17.03.11) Am 16.3. lief der unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier "Oliva", 40170 BRZ (IMO-Nr.: 9413705), bei Spinners Point nahe Nightingale Island auf Grund. Das Schiff war mit Sojabohnen unterwegs von Brasilien nach Singapur. An Bord waren 24 Mann Crew. Der Kutter "Edinburgh", der vor Inaccessible Island, neun Meilen nordwestlich der Strandungsposition, auf Fang war, ging auf Standby und nahm bis 14 Uhr zehn Mann der Besatzung mit zwei Rettungsbooten auf. Danach ging südlich von Nightingale bis zum Morgen des 17.3. vor Anker. An demselben Morgen lief ein Bergungsschlepper aus Kapstadt aus. Auch das Kreuzfahrtschiff "Prince Albert" wurde auf dem Weg nach Tristan gegen fünf Uhr an der Unglücksstelle erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutterwrack blockiert renovierten Kai
(17.03.11) In Port Bannatyne musste die Quay Repair Community Interest Company ihre Arbeit zur Instandsetzung eines Kais abbrechen, nachdem der Eigner des gesunkenen Kutters "Ocean Queen", der den Arbeiten im Weg liegt, auf wiederholte Aufforderungen, das Wrack zu räumen, nicht reagierte. Auch das Angebot, das Wrack selbst zu entfernen, fand kein Echo. Es wurde inzwischen durch den Argyll and Bute Council zum Sicherheitsrisiko erklärt. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht deutscher Weltenbummler in Strahlungszone von Fukushima gestrandet
(17.03.11) Die Yacht "Freydis II" eines deutschen Paares strandete in dem Tsunami am 11.3. an der Ostküste von Japan in der Iwaki Sun Marina. Der 14 Meter lange 25-Tonner war danach mehrere Tage vermisst, ehe Hafenmeister Aki Sakamoto, der nach dem Tsunami noch "Sorry" gemailt hatte, weil das Schiff aus der komplett zerstörten Marina gespült worden war, sie am 14.3. zwischen Felsen geklemmt entdeckt hatte. Wie durch ein Wunder hatte das Boot die Flutwelle fast unbeschadet überstanden. Eigentlich sollte das robuste Stahlschiff, das in Iwaki überwintert hatte, im Mai Richtung Golf von Alaska starten, die Kojen waren bereits komplett ausgebucht. Da aber Iwaki nur rund 30 Kilometer von den beschädigten Atomkraftwerken von Fukushima entfernt und nun in der nuklearen Sperrzone liegt, fürchtete Skipper Erich Wilts den Verlust des Schiffes, denn der nächste Sturm könnte es am Ende doch zerstören, obwohl die Bergung derzeit noch einfach wäre. Die Eheleute Heide und Erich Wilts aus Leer und Stuttgart ist seit 30 Jahren mit der "Freydis II" auf den Weltmeeren unterwegs. Sie haben zwischen Antarktis und Arktis etliche Regionen der Welt besucht und Abenteuer überstanden. 2010 starteten sie ein neues Projekt. Von San Diego aus ging es über Hawaii nach Japan, für Segler ein relativ unbekanntes Revier und daher für das Seglerpaar eine neue Herausforderung. Über Winter wurde die "Freydis II" in der Iwaki Sun Marina scheinbar sicher vertäut, beide Segler kehrten nach Heidelberg zurück, um Vorträge zu halten. Im Mai wollten sie nach Japan fliegen, die "Freydis" aus dem Wasser nehmen, überholen lassen, um dann im Juni wieder auf Törn zu gehen von Hokkaido über Kamtschatka zu den Aleuten. Für 2012 war die Küste von Alaska bis runter nach Kanada avisiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler in Frederikshavn
(17.03.11) Der unter grönländischer Flagge laufende Hummerfänger "Bjal Paamiut", 862 BRZ (IMO-Nr.: 7945730) geriet am 16.3. in Frederikshavn bei Abbrucharbeiten gegen Mittag in Brand. Wegen starker Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten das Feuer gegen 18.30 Uhr niedergekämpft. Dies hatte sich in dem halb zerlegten Schiff als eine schwierige Aufgabe erwiesen. Die "Bjal Paamiut" war im Februar 2002 zur Überholung nach Skagen gekommen. Nach Finanzierungsproblemen kamen die Arbeiten zum Erliegen, und das letzte Besatzungsmitglied ging vor sieben Jahren von Bord. Danach wurde das aufgegebene Schiff überwacht, bis es im Januar 2001 zum Abwracken nach Frederikshavn geschleppt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter notankerte vor Terneuzen
(17.03.11) Am Morgen des 17.3. erlitt der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Kerry", 37323 BRZ (IMO-Nr.: 906296000), vor Terneuzen Maschinenschaden und musste Anker werfen. Das Schiff war auf der Reise von Antwerpen nach Sines. Der Schlepper "Hemiksem" wurde zur Assistenz gerufen und sicherte den Havaristen bei unsichtigem Wetter auf seiner Position. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter trieb mit Netz im Propeller
(16.03.11) Am 11.3. wurde der norwegische Kutter "Havsula Vest - N-0019-RT" (MMSI-Nr: 257748500) manövrierunfähig, nachdem Netzteile den Propeller blockiert hatten. Das Schiff, bat um 13.40 Uhr das Rettungsboot "Stormbull" aus dem gemeinsamen Heimathafen Røst um Assistenz. Die 15 Meter lange "Havsula Vest" trieb zu der Zeit in hohem Seegang südlich von Skomvær. Um 14.20 Uhr hatte die "Stormbull" sie am Haken, und nachdem der Kutter unter Landschutz war, konnte ein Taucher den Propeller von Garn- und Tauresten befreien, ehe der 5,5 Tonnen schwere Fang gelöscht wurde. Tim Schwabedissen



Trawler hat nach monatelanger Bergungsarbeit wieder Oberwasser
(16.03.11) Der 40 Meter lange südkoreanische Trawler "Esperanza" (IMO-Nr.: 7233955), der am 28.11.2009 in Montevideo in Brand geraten war, schwamm am 14.3. wieder im Hafenbecken. Seit zwei Monaten war die Barge "Titon" damit beschäftigt gewesen, das Wrack an die Wasseroberfläche zu holen. Der Brand im Bunkerbereich hatte sich seinerzeit rasch ausgebreitet und führte zum Untergang in flachem Wasser. Die Aufbauten ragten teilweise noch über die Wasseroberfläche hinaus. Die 38-köpfge Crew aus Korea, Vietnam und Indonesien hatte sich bei dem Unfall retten können. Quelle: Tim Schwabedissen



Bohrschiff verlor im Tsunami Azipod
(16.03.11) Beim Tsunami an der Nordostküste Honshus hat das japanische Forschungsbohrschiff "Chikyu", 57087 BRZ (IMO-Nr.: 9234044), am 11.3. einen seiner Azipods eingebüßt. Das Schiff lag im Hafen von Hachinohe. Als der Tsunami herannahte, gelang es zwar im letzten Moment, mit voller Kraft aus dem Hafen auszulaufen, um nicht gegen dessen Kaianlagen geschleudert zu werden, doch ist bei diesem Manöver offenbar eine der Propellergondeln abgerissen, die das 210 Meter Schiff antreiben. An Bord waren neben der Crew auch einige Kamerateams sowie eine Schulklasse aus einer örtlichen Grundschule. Alle überstanden die Flutwelle unbeschadet, die das Schiff vor der Küste abritt. Weil der Hafen von Hachinohe jedoch beschädigt wurde, mussten sie nach einer unplanmäßigen Übernachtung an Bord per Helikopter ausgeflogen werden. Die "Chikyu" ging auf Reede vor Hachinohe vor Anker. Sie ist weiterhin manövrierfähig, da sie insgesamt sechs Propellergondeln hat. Dennoch wird sie jetzt erst einmal zur Reparatur müssen, die 337. Expedition des Meerestiefbohrprogramms IODP wurde abgesagt. Sie sollte eigentlich in dieser Woche ins Ozeanbecken vor der Insel Honshus führen. Dort stand die Untersuchung von unterseeischen Kohleflözen auf dem Programm. Die "Chikyu" ist das größte und modernste seiner Art und kann auf einer Wassertiefe von 2,5 Kilometern bis zu zehn Kilometer tief in die Erde bohren. Quelle: Tim Schwabedissen



Quergeschlagenes Binnenschiff blockiert Ijssel
(16.03.11) Das holländische Binnenschiff "Vlieland", 2629 ts (EU-Nr.: 02313724) lief am 16.3. gegen 3.30 Uhr auf der Ijssel zwischen seinem Heimathafen Zwolle und Kampen auf Grund. Dem Kapitän des mit Sand und Kies beladenen Schiffes war zuvor ein Manövrierfehler unterlaufen, und als er versuchte, diesen in Rückwärtsfahrt zu korrigieren, schlug der 110 Meter lange Frachter in der Strömung quer und blockierte damit den kaum breiteren Fluss. Ein Kranschiff sowie ein Schlepper sollten bis zum Nachmittag gegen 14 Uhr den Havaristen wieder flott machen. Möglciherweise war die "Vlieland" auch überladen. Das Schiff wurde 1959 bei der Rheinwerft in Walsum erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



U-Bootswrack vor Holland als "U 106" identifiziert
(16.03.11) Die "Snellius" der holländischen Marine hat das im 1. Weltkrieg samt seiner 41-köpfigen Besatzung gesunkene, deutsche U-Boot "U 106" auf einer Position 40 Meilen nördlich von Terschelling entdeckt. Der Fund wurde bereits im Oktober 2009 getan, aber erst am 16.3. vom Verteidigungsministerium bekannt gegeben, da zuvor erst etwaige Angehörige aufgespürt und informiert hatten werden sollen. Das Boot wurde bei der Kartierung von Wasserstraßen entdeckt und im Dezember 2009 durch die Minenjäger "Maassluis" und im Februar 2010 von der "Hellevoetsluis" mit einem ROV und einer Seafox-Unterwasserkamera näher untersucht. Im Februar 2010 wurde von Tauchern der Kampfmittelbeseitigungsgruppe ein zylindrischer Luftbehälter von drei Metern Länge geborgen, anhand dessen Seriennummer auf einer Messingplatte er "U 106", das seit 1917 in dem Seegebiet vermisst wurde, zugeordnet werden konnte. Als vor rund 10 Jahren ein hydrographisches Forschungsschiff an der Untergangsstelle tätig gewesen war, hatte es keine Spur des zu der Zeit offenbar komplett versandeten Wracks entdeckt. Das Boot soll nun zum Kriegsgrab erklärt werden. Es gehörte zur 4. U-Boots-Flottille und war am 8.9.1917 unter dem Kommando von Leutnant Hans Hufnagel aus Emden ausgelaufen, um südwestlich von Irland auf Patroullie zu gehen. Die Flottille versenkte während des Einsatzes den britischen Zerstörer HMS "Contest" und den Frachter S.S. "City of Lincoln". Rund einen Monat später kehrte sie auf einer Route nördlich von Terschelling in den Heimathafen zurück. Der letzte Kontakt zu "U 106" fand am 7.10. statt. Mit der Identifizierung zerschlug sich aber gleichzeitig die Hoffnung, dass es sich bei dem Wrack um das seit dem18. Juni 1940 vermisste, niederländische U-Boot-"O-13" handeln könnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Millionenschäden durch Tsunami in Crescent City und Santa Cruz
(16.03.11) Der Hafen Crescent City kann sich eines zweifelhaften Rufs als "Tsunamimagnet" erfreuen. Der kleine, halbmondförmige Hafen wurde in den vergangenen achtzig Jahren an die 30 Mal von Flutwellen getroffen. Als am 11.3. der aus Japan herübergelaufene Tsunami ihn erreichte, hatte sich die Marina gerade von dem letzten erholt, der sie vor fünf Jahren heimgesucht hatte. Nun wurden wiederum 16 Boote versenkt und weitere 47 beschädigt. Die Fischereiflotte kann seither nicht mehr auslaufen. Die Flutwelle spülte zudem Hummerfallen und Fangausrüstung auf See hinaus. Aus den gesunkenen Booten drohte dem Hafen zudem eine Ölverschmutzung. In Santa Cruz, rund 500 Meilen weiter südlich, wurden 30 Schiffe versenkt oder sind vermisst. Der Schaden an den Hafenanlagen beträgt rund 25 Millionen Dollar. Ein Wracksuchschiff machte sich unterdessen daran, gesunkene Fahrzeuge aufzuspüren. Bislang ist der Untergang von 13 Booten bestätigt. Sieben von ihnen wurden bereits geborgen. Neun Boote wurden noch vermisst. Auch der Hafen in Brookings, Oregon, erlitt schwere Zerstörungen. Glück im Unglück war, dass der Tsunami bei Ebbe heran nahte und so nicht die volle Wucht entwickelte. Etliche Boote konnten sich zudem dank einer zeitigen Vorwarnung von Crescent City in die nahe Humboldt Bay flüchten. Quelle: Tim Schwabedissen



Angelkutter drohte zu sinken
(15.03.11) Am 12.3. um 08:39 Uhr gab es einen Alarm für die "Zeemanshoop" der KNRM, nachdem in Breskens der kleine belgische Kutter "Bounty" durch Wassereinbruch zu sinken drohte. Es gelang den Seenotrettern, das eingedrungene Wasser des Angelkutters zu lenzen und ihn zur Yachtwerft "Delta" zu bringen, wo er auf den Kai gehoben wurde. Es stellte sich heraus, dass eine Abdichtung am Propeller sich gelöst hatte. Tim Schwabedissen



Maschinenschaden legte holländischen Frachter in Kiel lahm
(15.03.11) Der Harlinger Frachter "Empire", 165924 BRZ (IMO-Nr.: 9387425), der am 7.3. auf dem Nord-Ostsee-Kanal auf der Fahrt von Hamburg ins Baltikum Maschinenschaden erlitten hatte und seither im Kieler Nordhafen festlag, muss abgeschleppt werden. Da es sich bei den nachfolgenden Untersuchungen herausstellte, dass der Schaden so erheblich war, dass eine Weiterreise nicht möglich war, entschied die Reederei in Absprache mit dem Charterer die Rückholung des Schiffes nach Hamburg. Dazu wurde der Schlepper "Claus" der Reederei Johannsen aus Lübeck nach Kiel geholt. Unterstützt vom Brunsbütteler Schlepper "Corvin" ging der 171 Meter lange Containerschiff am Morgen des 15.3. als Schleppzug durch den Kanal. Dafür musste das Schiff, das mit dem Bug gen Osten lag, zunächst aus dem Kanal ausschleusen und auf der Holtenauer Reede gewendet werden. Gegen 9.30 Uhr verließ "Empire" die Holtenauer Schleuse. In Brunsbüttel wurde der Konvoi zwischen 17 und 18 Uhr erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Vietnamesischer Frachter treibt in südchinesischer See
(15.03.11) Am 13.3. bat der Frachter "Cai Lan 2" um Assistenz, nachdem er mit Maschinenschaden auf 07-34 N 110-03 O in der südchinesischen See auf Drift gegangen war. An Bord waren 24 Mann Besatzung. Die "Cai Lan 2", 6275 tdw (IMO-Nr.: 9345207) wurde 2005 erbaut und läuft für die Regierung von Vietnam. Quelle: Tim Schwabedissen



Aufräumarbeiten nach Tsunami an US-Westküste angelaufen
(15.03.11) Der National Response Corporation Environmental Service wurde von einem Krisenstab von Vertretern der US Coast Guard und dem California Department Fish and Game sowie örtlichen Hafenmeistern damit beauftragt, eine Ölsperre über den Elk Creek, auszulegen, um aus Schiffen, die der Tsunami am 11.3. beschädigt hatte, auslaufenden Treibstoff abzuwehren. Berger begannen am 14.3. mit dem Aufräumen der stark betroffenen Häfen von Santa Cruz und Crescent City. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgebrannter Trawler auf letzter Reise
(15.03.11) Das von einem Feuer zerstörte Wrack des norwegischen Kutters "Britt Janne" (MMSI-Nr.: 259259000) wurde am 14.3. auf seine letzte Reise zu Abbrechern im Stocksund vorbereitet. Das 28 Meter lange Schiff war am 28.11.2010 am Kai von Hasseløy, Averøya, in Brand geraten und zwei Tage später dort immer noch brennend gesunken. Eine Kranbarge von Eide Marine hatte es am 18.2. gehoben. Es hatte aber nur noch Schrottwert. Auch der Trawler "Frøyvær", 163 BRZ, war von dem Feuer in Mitleidenschaft gezogen worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision verursachte Kollision
(15.03.11) In Hong Kong kollidierte am 14.3. ein Leichter mit einem Frachter nahe Lei Yue Mun. Der mit 60 Containern beladene Leichter wurde an Backbordseite beschädigt und erlitt Wassereinbruch. Er wurde vor Shau Kei Wan auf den Strand gesetzt, um einen Untergang zu verhindern. Auf der Fahrt zur Unglücksstelle wiederum kolldierte das Feuerlöschboot "Elite" nahe des To Kwa Wan Schutzhafens mit dem Kasinoschiff "Neptune". Dabei wurde deren Bug eingedrückt, auch am Heck des Feuerlöschbootes entstand Schaden. Zum Unglückszeitpunkt herrschte dichter Smog in dem Seegebiet mit Sichtweiten von unter 500 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Kanadischer Kutter ging in Flammen auf
(15.03.11) Die Feuerwehr von Margaree wurde am Morgen des 14.3. zu einem Brand auf dem kanadischen Fischereifahrzeug "Tracy Marlene" gerufen. Dieses war am Government Wharf vertäut, als es in Flammen aufging. Ein in der Nähe befindliches Kühlhaus wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Der Kutter brannte teilweise aus, das Ruderhaus wurde zerstört, das Schiff entwickelte Schlagseite. Quelle: Tim Schwabedissen



Küstenwachboot beim Eisbrechen gestrandet
(15.03.11) Auf dem Kennebec River lief das 20 Meter lange Küstenwachboot "Bridle", (MMSI-Nr: 366999971) bei Eisbrecharbeiten auf Grund. Das Schiff war eines von dreien, die von der Richmond Bridge bis Gardiner im Einsatz waren. Eine Viertelmeile von der Brücke entfernt lief das Schiff auf einen Sandbuckel, der von der Strömung aufgeworfen worden war. Die Coast Guard schickte drei weitere Schiffe, um das Eis zu knacken und Schaden an dem rund 50 Jahre alten Schiff abzuwenden. Da der Einsatz aber im Gegenteil Schaden anzurichten drohte, wurde die nicht benötigte Crew abgeborgen und ein Ansteigen des Wassers abgewartet, was gegen 21 Uhr der Fall sein sollte. Quelle: Tim Schwabedissen



"River Princess" wird nach 11 Jahren abgebrochen
(15.03.11) Der Abbruch des Frachters "River Princess" vor Goa begann nach mehrmonatiger Verzögerung am Abend des 14.3. durch die Arihant Ship Breakers aus Mumbai. Zuvor waren letzte büroklratische Hürden aus dem Weg geräumt worden, und nach einem Gebet begannen die ersten Schweißarbeiten. Strandretter sorgen sich bereits über die Zeit nach Verschwinden des Wracks. Es könnte ein tiefes Loch im Grund geben, wenn der Rumpf nach 11 Jahren verschwindet, und gefährliche Strömungen entstehen. Das Wrack soll zunächst bis in Höhe des Wasserspiegels abgebrochen werden und das Gebiet dann abgesperrt werden. Ein weiterer Abbruch ist für die nächste Post-Monsun-Zeit geplant. Quelle: Tim Schwabedissen



Peruanische Fischer nach Seebeben vermisst
(15.03.11) Seit dem Tsunami am 11.3. werden 10 Fischer der "El Cholo" aus Peru vor Piura vermisst. Sie waren aus Puerto Rico de Bayóvar in der Sechura Provinz ausgelaufen, seither gibt es keienn Kontakt mehr. Angehörige baten die Behörden, eine Suchaktion einzuleiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Peruanische Fischer nach Seebeben vermisst
(15.03.11) Die 11-köpfige Crew des gesunkenen Thunfischfängers "Iria Flavia". 262 tdw, der Albacore SA, der am Morgen des 12.3. vor den Komoren gesunken war, wurde nach ihrer Rettung durch die "Ortube Berria" nach Diego Suarez in Madagaskar gebracht. Die "Ortube Berria" hatte sich 15 Meilen entfernt befunden, als ein Leck den Maschinenraum der "Iria Flavia" geflutet hatte. Danach hatten Kurzschlüsse die Energieversorgung lahm gelegt, und der Untergang war nicht mehr auzfuzhalten. Die "Iria Flavia" war am20.1. auf Fang gegangen. Warum es zu dem Wassereinbruch auf dem zwar bereits 46 Jahre alten, aber in gutem Zustand befindlichen, 27,275 Meter langen Schiff gekommen war, war unklar. Es war im Oktober 2009 im Indischen Ozean, 1200 Meilen vor Somalia, zeitweilig in der Hand von Piraten gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Piratenmutterschiff in Brand geschossen
(15.03.11) Der mosambikanische Thunfischfänger "Vega 5" geriet am 12.3. bei einem Angriff indischer Anti-Piraten-Streitkräfte in Brand. Das Schiff war am 27.12.2010 aufgebracht worden und diente dann als Mutterschiff. Am 11.3. gab es einen Notruf des unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachters "Vancouver Bridge", 54519 BRZ (IMO-Nr.: 9292230), der von Piraten attackiert wurde. Eine indische Dornier lokalisierte dann die "Vega 5". Als die Piraten auf dem Schiff das Flugzeug entdeckten, brachen sie den Angriff ab und versuchten zu entkommen. Die indische Korvette "Khukri" sowie das Schnellboot "Kalpeni" nahmen die Verfolgung auf. In der Nacht näherte sich die "Kalpeni" der "Vega 5" an. Die Piraten eröffneten von zwei ausgesetzten Booten aus das Feuer, wohl in der Annahme, es mit einem kleinen Handelsschiff zu tun zu haben. Das Schnellboot schoss zurück. Wenig später brach an Bord der "Vega 5" ein Brand aus, möglicherweise als an Deck gelagerter Treibstoff Feuer fing. Die Menschen auf der "Vega 5" flüchteten ins Wasser. Die "Kalpeni"und "Khukri" retteten 74, darunter 61 somalische Piraten und 13 Mann der Crew. Der Verbleib der übrigen Männer, insgesamt waren rund 24 Personen an Bord gewesen, war zunächst unklar. Die indische Marine hielt nach möglichen weiteren Schiffbrüchigen Ausschau. Die beschädigte "Vega 5" sollte nach Mumbai geschleppt werden. Die von ihr betreuten Piratenboote wurden versenkt. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack einer Motoryacht sorgte für Ölverschmutzung auf der Trave
(15.03.11) Am 13.3. um 10.15 Uhr kam es nach ersten Abwrackarbeiten an einem größeren Sportboot an der Trave zu einem Ölaustritt, bei der das Gewässer auf einer Fläche von 1 000 m² mit öligen Stoffen verunreinigt wurde. Eine Lübecker Fachfirma schlängelte das ausgetretene Öl ein, so dass es sich nicht weiter ausbreiten konnte. Mitarbeiter einer Bootswerft in Herrenwyk hatten Tage zuvor damit begonnen, die an Land liegende, 27 Meter lange und acht Meter breite Motoryacht "Tranquilla 85" zu zerschneiden, um es abzuwracken. Die "Tranquilla 85" war bereits vor einem Jahr während eines größeren Sturmes in der Nacht vom zum 10.1.2010 in Travemünde am Liegeplatz gesunken. Nachdem das Heck des Schiffes beschädigt war und Wasser eindrang, sank es an seinem Liegeplatz. Der Eigner hatte es dann heben lassen und zu seiner Werft nach Herrenwyk geschleppt. Am 26.2.2011 kam es am Liegeplatz in Herrenwyk erneut zu einem Wassereinbruch. Offensichtlich hatten Eisschollen den Rumpf beschädigt, so dass Wasser eindringen konnte. Durch den Einsatz mehrerer Pumpen konnte das Schiff über Wasser gehalten werden. Der Eigner und Werftbesitzer aus Hamburg wollte es jetzt abwracken. Als die 68,6 Tonnen schwere "Tanquilla 85" aus dem Wasser an Land gezogen werden sollte, brach das Zugseil des Slipwagens. Der Slipwagen rutschte unter dem Boot weg und die "Tanquilla 85" lag teilweise an Land. Da das Motorboot zu schwer war, um es im Ganzen an Land zu heben entschied sich der Eigner nun, sein Boot zerschneiden zu lassen und die abgetrennten Teile einzeln an Land zu heben. Werftarbeiter fingen an, den Bug- und Heckbereich durch senkrechte Schnitte bis unter die Wasserlinie abzutrennen. Da der Wasserstand der Trave stieg, gelangte das Wasser in den Bootsrumpf und vermischte sich mit Ölen aus dem Maschinenraum. Die Verschmutzungen liefen dabei in die Trave. Das Öl wurde von einer Fachfirma eingeschlängelt und später von der Wasseroberfläche und aus dem Bootsinneren abgesaugt. Die Wasserschutzpolizei Travemünde hat ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Brunsbütteler Schleuse
(15.03.11) Am 13.3. gegen 13.45 Uhr rammte der unter Zypern-Flagge laufende Frachter "Iduna", 7112 BRZ (IMO-Nr.: 9360984), den Mittelkopf der Nordkammer beim Einlaufen in die Brunsbütteler Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals. Das Schiff befand sich auf der Reise von Gdingen nach Hamburg und erlitt einen Riss am Backbord-Vorschiff oberhalb der Wasserlinie. Auch die Schleusenanlage wurde beschädigt. Die "Iduna" setzte ihre Fahrt nach zwei Stunden fort und machte um 18.30 Uhr in Hamburg fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Tsunami brachte Bulkcarrier ins Schleudern
(14.03.11) Eine Reihe von großen Bulkcarriern wurde ebenfalls ein Opfer des Tsunamis, der am 11.3. über Teile der japanischen Küste fegte. Der größte war die unter Panama-Flagge laufende "China Steel Integrity", 91178 BRZ (IMO-Nr.: 9220225), die vollbeladen mit Eisenerz vor Kashima ankerte. Alle 25 Mann an Bord, vier japanische Offiziere und 21 chinesische Mannschaften, blieben unversehrt. Die ebenfalls in Panama registrierte "CS Victory", 20212 BRZ (IMO-Nr.: 9266140) wurde in Ishinomaki in flaches Wasser getrieben und strandete. Die Crew blieb unversehrt. Die japanische "Shiramizu", 50464 BRZ (IMO-Nr.: 9326299) verunglückte nahe Shinchi, als sie 70,000 Tonnen Kohle löschen wollte. Als die Tsunami-Welle über das Schiff schwemmte, wurden mehrere Bunker- und Ballasttanks aufgerissen, und Öl lief in den Hafen aus. Die "südkoreanische "Glovis Mercury", 5472 BRZ (IMO-Nr.: 8907307) wurde auf den Strand von Sendai, gespült. Die unter Panama-Flagge laufende "Coral Ring" 39659 BRZ (IMO-Nr.: 9337092) rammte eine Pier in Onaham und wurde am Rumpf beschädigt. Sie hatte mit 60000 Tonnen Kohle im Hafen gelegen und zog sich nun auf eine Position 2,5 Kilometer vor der Küste zurück. Die unter Panama-Flagge laufende "Shirouma", 34434 BRZ, (IMO-Nr.: 9181895), die aus Tianjin mit einer Ladung von 70000 Tonnen Kohle gekommen war, erwischte es in Haramati, als die Haltetrossen brachen und das Schiff strandete. Die Brennstofftanks wurden dabei aufgerissen. Ob auch Öl auslief, war noch nicht bekannt. Tim Schwabedissen



Hochseeangelkutter drohte vor Hvide Sande zu sinken
(14.03.11) Am Abend des 12.3. gegen 23 Uhr schlug der dänische Angelkutter "Fio" in der Nordsee leck. Ein Helikopter und mehrere Rettungsboote kamen dem mit 15 Fahrgästen und drei Mann Crew besetzten Schiff zu Hilfe, das 16 Meilen vor Hvide Sande leckgeschlagen war. Der Wassereinbruch war so stark, dass alle Mann an Bord angewiesen wurden, Rettungswesten anzulegen und sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Doch schwere See verhinderte das geplante Übersetzen auf den Kutters "Lisbeth Frich". Ein Rettungshubschrauber und das Rettungsboot aus Thorsminde sowie die "Emile Robin" und "LRB 13" aus Hvide Sande kamen stattdessen zu Hilfe, und Rettungsmänner gingen mit Bilgenpumpen an Bord. Es gelang, das Schiff so weit zu stabilisieren, dass der Kutter, eskortiert von zwei Rettungsbooten, um 1.38 Uhr des 13.3. mit eigener Kraft nach Hvide Sande einlaufen konnte. Am 14.3. sollte das Schiff zur örtlichen Werft zur Reparatur. Das in Nyborg beheimatete Schiff wurde 1944 als "Helga" erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Im Eis eingeschlossener Tanker gerammt
(14.03.11) Am 13.3. um 12.24 Uhr kollidierte der Frachter "Marchicora" beim Auslaufen aus St. Petersburg mit dem Tanker "Besiktas Scotland" auf 60 02 7 N 029 05 2 O. Der Tanker lief in Ballast und war im Eis eingeschlossen. Er wartete auf einen Eisbrecher, der ihn in den Hafen bringen sollte. Er erlitt oberhalb der Wasserlinie ein Loch von drei Metern Durchmesser. Die "Marchicora" erlitt Schäden am Bug und verlor einen Anker. Die "Marchicora", 20140 tdw (IMO-Nr.: 9202053) wurde 2000 erbaut, führt die Flagge von Antigua und läuft für die deutsche Marconsult Schifffahrt: Der Chemikalientanker "Besiktas Scotland", 18000 tdw (IMO-Nr.: 9350745) wurde 2007 erbaut und läuft unter der Flagge Maltas für die türkische Besiktas Group. Quelle: Tim Schwabedissen



Thunfischfänger sank - 11 Mann gerettet
(14.03.11) Der spanische Thunfischfänger "Iria Flavia" (IMO-Nr.: 6516788), der unter der Seychellenflagge registriert war, sank am 13.3. gegen 03.30 Uhr nahe der Komoren nach Wassereinbruch. Die Pumpen hatten dem eindringenden Wasser nicht Paroli bieten können, es kam zu einem Blackout, dann ging das 1965 erbaute, 21 Meter lange Schiff unter. Die 11-köpfige Crew, darunter fünf Spanier, ging ins Boot und erreichte Diego Suarez, Madagaskar. Quelle: Tim Schwabedissen



Essensgäste gerieten ins Treiben
(14.03.11) Ein schwimmendes Restaurant hat sich auf dem Ohio River mit 83 Gästen an Bord vom Ufer losgerissen. Das Restaurant-Boot "Jeff Ruby's Waterfront" riss sich am 11.3. um 22.15 Uhr von seinem Liegeplatz bei Flussmeile 471 auf dem durch Regenfälle angeschwollenen Fluss los und kam 90 Meter weiter flussabwärts unter halb der C.W. Baily Bridge fest. Nach mehreren Stunden schaffte es die Feuerwehr der Stadt Covington am frühen Morgen des 12.3. , die Gäste über ein Gerüst aus Leitern zu retten. Die Brücke wurde durch das Kentucky Department of Transportation auf mögliche Schäden untersucht. Schlepper und das Covington Fire Department stabilisierten die Barge. Die Coast Guard Cincinnati und eine Wasserrettungscrew aus Boone County blieben auf Standby. Nun muss die Barge als erstes von ihrer Strandungsstelle wegbugsiert und an einem vorläufigen Ankerplatz gesichert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



ROV soll nach vermissten Fischern suchen
(14.03.11) Der holländische Minenleger "Middelburg" hat sich mit einem Unterwasserroboter und Tauchern auf die Suche nach der vermissten Crew des Kutters "Mooie Meid" gemacht. Die französische Küstenwache hat die Suche inzwischen eingestellt. Die Operation der Holländer begann am 12.3. Der inzwischen in Vlissingen liegende Garnelenkutter war wahrscheinlich nach Bruch eines Baums umgeschlagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Historischer Frachter nach jahrelangem Verfall gesunken
(14.03.11) Der historische Bergener Frachter "Hamen", 1364 BRZ (IMO-Nr.: 5404794) ist jetzt im Iddefjord in Schweden gesunken. Das Schiff liegt mit dem Heck auf Grund. Am 10.3. begann der Eisbrecherschlepper "Herføl" sich einen Weg zu dem eingefrorenen Schiff zu bahnen, sodass Taucher die Lecks an dem Schiff abdichten können. Aus dem Wrack lief seit dem 7..3. auch Öl aus. Der Frachter entstand 1949 als "Tandik" in England. Von 1960 bis 1006 lief der Singledecker unter norwegischer und bis 2004 unter schwedischer Flagge. Bereits 1986 war er aufgelegt worden und sollte als Museumsschiff erhalten bleiben. Doch der Hamen-Trust ließ das Schiff in Schweden liegen, und ein jahrelanger Disput zwischen Schweden und den norwegischen Besitzern folgte, während das Schiff, das zum kulturellen Erbe Norwegens zählt, verfiel. Quelle: Tim Schwabedissen



Palmenblätter setzten vier Schiffe in Brand
(14.03.11) Am 13.3. gegen 15.15 Uhr gerieten in Kasaba Bengre drei Handelsschiffe und der vor Mangalore eingesetzte Trawler "Karavali" in Brand. Dabei handelte es sich um die "Abbas" und "Mustafa", die im Seeverkehr nach Lakshadweep eingesetzt waren, sowie die "Hashmi Madath", die im Handelsverkehr nach Kolkata genutzt wurde. Starker Wind ließ die Flammen von einem zum nächsten Schiff übergreifen, die zur Reparatur auf Slip lagen. Die Feuerwehren aus Pandeshwar, dem New Mangalore Port Trust und Kadri waren mit sechs Einsatzfahrzeugen vor Ort und löschten den Brand binnen einer Stunde. Dennoch wurden die Schiffe schwer beschädigt. Das Feuer entstand in Palmenblättern, die den Arbeitern Schatten spenden sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



42 Personen von brennendem Ausflugsboot gerettet
(14.03.11) 40 Passagiere und zwei Mann Crew mussten am 13.3. um 10.30 Uhr auf der Flucht vor Flammen von ihrem Boot springen, das nach Pulau Perhentian unterwegs war. Zwei Angehörige einer Touristengruppe aus Malakka wurden bei dem Brand, der eine halbe Stunde nach dem Auslaufen aus Kuala Besut entstanden war, verletzt und kamen ins Besut Hospital. Offenbar hatte Öl an der Maschine Feuer gefangen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige nach drei Tagen gerettet
(14.03.11) Am 11.3. kenterte ein in Cebu beheimatetes Fährboot namens "Rescue 911" vor Argao. Die fünf Schiffbrüchigen wurden nach dreitägiger Drift am 14.3. um 10.15 Uhr von der RoRo-Fähre "Sta. Felomina de Bohol" der Lite Shipping Corp., die zwischen Loon, Bohol und Argao verkehrt, entdeckt und gerettet. Die Fähre hatte um 9.20 Uhr gerade Loon auf Bohol mit Ziel Taloot, Argao, verlassen, als sie einen Funkspruch des Tankers "Corsika" erhielt, der sie über das Unglück informierte. Nach der erfolgreichen Rettung über die Schiffsrampe wurden die Schiffbrüchigen der philippinischen Coast Guard übergeben und nach Taloot Port gebracht. Sie hatten sich am gekenterten Wrack gehalten. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbälle aus Wrack der "Davy Crockett" ausgetreten - Taucher bereiten Zerlegung vor
(11.03.11) Am 8. und 9.3. wurden rund 25 Ölbälle nahe Camas, Washington, entdeckt, die von der auf dem Columbia-River gesunkenen "Davy Crockett" stammen dürften. Sie wurden unterhalb der I-205 Brücke entdeckt und hatten einen Durchmesser von bis zu drei Inch. Sie haben sich offenbar bei Reinigungsarbeiten von dem Wrack gelöst, enthielten aber, wie Tests ergaben, kein Schwermetall oder PCB.
Der Ölverlust entstand beim Einsatz zweier Tauchergruppen von Ballard Diving & Salvage im Schiffsinnern, die allein am 8. und 9.3. jeweils sechs Tauchgänge unternahmen und dabei 27000 Gallonen Bunkeröl aus den Doppelbodentanks bargen. Sie bereiteten außerdem die vollständige Abtrennung des 229 Fuß langen Achterschiffes vom 202 Fuß langen Vorschiff vor und räumten 32000 Pfund Trümmer, darunter Rohre und Steine, aus dem gefluteten Laderaum 2. Insgesamt wurden bis zum 10.3. 650,103 Pfund Trümmer zur Stabilisierung aus dem Rumpf geholt und 73,257 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch abgepumpt. In Laderaum 1 wurden Löcher geschnitten, um einen besseren Zugang zu ermöglichen.
Auch der größte Teil des Hauptdecks wurde mittlerweile entfernt. Dabei kam es auch zu leichten Ölaustritten. Die Arbeiten werden etwa 75 Tage in Anspruch nehmen und über 7,5 Millionen Dollar erfordern. Die beiden Schiffshälften sollen am Ende separat abgeschleppt und verschrottet werden. Das Achterschiff könnte durch eine Barge stabilisiert werden, der fragilere Bugbereich wird möglicherweise auch noch in weitere Sektionen zerlegt. Ende März könnte, wenn alles nach Plan verläuft, das Heck auf Reisen gehen, im Juni das Schiff ganz verschwunden sein.
Die Kosten werden durch den Oil Spill Liability Trust Fund gedeckt. Der einstige Liberty-Frachter ist im Besitz von Bret Simpson aus Ellensburg und liegt seit Jahren zwischen Camas und Vancouver auf der Nordseite des Columbia-River vier Meilen oberhalb der I-205-Brücke. Im April 2009 ordnete die Coast Guard Oregon die Entfernung gefährlicher Substanzen von dem herunter gekommenen Schiff an. Im Januar 2011 wurde sie wegen Ölaustritten alarmiert. Am 27.1. brach der Rumpf nach Abbrucharbeiten durch den Besitzer in zwei Teile, woraufhin eine Ölverschmutzung von 11 Meilen Länge bis nach Vancouver entstand. Seitdem wurden 20000 Fuß Ölsperren ausgelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



In gesunkenen Flusskreuzfahrer kommt Bewegung
(11.03.11) Das in Passau vor Monaten gesunkene Flusskreuzfahrtschiff "Victoria Cruziana" soll ab dem 14.3. geborgen werden. Eine österreichische Firma wurde beauftragt, die Bergung einzuleiten. Die "Victoria Cruziana", ein ausgedientes Kreuzfahrtschiff vom Rhein, wollte der serbische Käufer als Hotelschiff in Belgrad einsetzen. Für die Schleppfahrt musste es mit künstlichem Ballast beschwert werden, um den nötigen Tiefgang für die Donaubrücken zu erreichen. Weil der Serbe die Transportkosten schuldig blieb, kam es im Passauer Hafen zur Zwangsversteigerung, doch an demselben Tag sank das Schiff aus bisher unbekannter Ursache auf 3,50 Meter Tiefe. Seither sind bereits ehrmals Plünderer und Vandalen in das Wrack eingedrungen. Weil sich für die aufwändige Bergung, die mindestens 300.000 Euro kosten dürfte, weder der Eigner noch die Bayernhafen zuständig fühlten, kam es zum langwierigen Rechtsstreit. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwierige Rettung von sinkendem Kutter
(11.03.11) Am 11.3. um 00.27 Uhr empfing die Falmouth Coastguard ein Mayday des 19 Meter langen Kutters "Ben My Chree" (MMSI-Nr.: 235000904). Das Schiff hatte mit fünf Mann an Bord 17 Meilen ostnordöstlich der Isles of Scilly Wassereinbruch erlitten. Die Falmouth Coastguard alarmierte den Rettungshubschrauber R193 und das RNLI-Boot aus St. Marys. Auch der wie das in Seenot befindliche Schiff in Newlyn registrierte Kutter "CKS" bot Hilfe an und lief mit Höchstfahrt zu dem sieben Meilen entfernt stehenden Havaristen. Vor Ort waren fünf Beaufort aus Westsüdwest und moderate bis raue See. Als R193 eintraf, wurde versucht, Lenzpumpen abzusetzen, was aber bei den herrschenden Wetterbedingungen fehlschlug. Da das Wasser auf dem Kutter rasch anstieg, winschte der Hubschrauber vier Mann auf.
Der Kapitän hatte die Maschine auf Leerlauf gestellt, als er als letzter das Ruderhaus verließ, doch trieb der Kutter durch das Stützsegel in eine so schwierige Position, dass es nicht gelang, ihn hochzuziehen. Er wurde schließlich erst von dem Rettungsboot aufgenommen und dann auf R 193 verfrachtet. Alle fünf Mnn wurden dann nach Culdrose geflogen, wo sie das Penzance Coastguard Rescue Team erwartete und nach Newlyn brachte. Die "CKS" wurde entlassen, während das Rettungsboot bis Tagesanbruch auf Standby blieb. Währenddessen sackte die "Ben My Chree" immer weiter ab, und die Maschine fiel aus, gefolgt vom AIS und den Positionslichtern. Das sinkende Schiff trieb derweil in die Verkehrstrennungszone Lands End. Quelle: Tim Schwabedissen



Gekaperter Frachter nach 11 Monaten freigelassen und gesunken
(11.03.11) Nur Stunden nachdem am 9.3. der Frachter "Rak Africana" nach 11-monatiger Kaperung von den Piraten entlassen worden war, kam es auf dem Schiff zu einem Wassereinbruch durch ein Loch in der Bordwand. Die 25-köpfige Crew ging in die Rettungsboote und wurde von einem RHB der "Zeffiro" der italienischen Marine aufgenommen. Später nahm sie der ebenfalls nach monatelanger Kaperung freigelassene Flüssiggastanker "York" an Bord, der mit den Geretteten Kurs auf Mombasa nahm. Auch die spanische "Canarias" der EUNAVFOR-Einsatzkräfte war vor Ort und hatte das Schiff eigentlich in einen Hafen eskortieren sollen, ging aber nach Abschluss der Rettungsaktion wieder auf Piratenjagd. Es wurde aber erwartet, dass der Frachter binnen fünf Stunden sinken dürfte. Die Ursache des Wassereinbruchs war unklar, möglich schien eine Selbstversenkung als Rache der Besatzung an dem Eigner, der sie fast ein Jahr hatte schmoren lassen, wie auch ein Schaden durch die lange Liegezeit und eine zu große Erschöpfung der Crew nach langer Geiselhaft, den dadurch ausgelösten Wassereinbruch engagiert zu bekämpfen. Die "Rak Afrikana" war am 11.4.2010 280 Meilen nordwestlich der Seychellen aufgebracht worden. Die 26-köpfige Crew bestand aus 11 Indern, 5 Pakistani und 10 Mann aus Tansania. Die "Rak Africana", 7561 tdw (IMO-Nr.: 8200553) wurde 1981 erbaut, führte die Flagge von St.Vincent und lief für die Zambezi Shipping Agency LLC Dubai. Quelle: Tim Schwabedissen



Erdbeben lässt Bulkcarrier stranden
(11.03.11) Das Erdbeben, das am 11.3. Japan erschütterte und einen Tsunami auslöste, ließ einen Panamax-Bulkcarrier von rund 80000 Tonnen Tragfähigkeit frontal in einen Wellenbrecher in der Stadt Kesennuma im Bezirk Miyagi rammen. Etliche andere Schiffe wurden durch die Flutwelle östlich der Küste bei Honshu erfasst und aufs Binnenland geschleudert oder zum Kentern gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Historischer Dampfer nach drei Wochen wieder im Flusswasser verschwunden
(11.03.11) Der 150 Jahre alte Dampfer "Fath-e-Mubarak", der vergangenen Monat durch niedrigen Wasserstand in Jhirk, Thatta, freigelegt wurde, ist in dieser Woche mit steigendem Wasserstand wieder in den Fluten des Indus verschwunden. Das Wrack war am 17.2. aufgetaucht. Es befand sich einen Kilometer von dem Dorf Raju Nizamani entfernt und ragte fünf Fuß aus dem Schlamm. Der Zweidecker war 100 Fuß lang, 40 Fuß breit und ungefähr 20 Fuß hoch. Ein großer Teil des Wracks liegt im Flussbett. Mehrere Experten untersuchten es nach seinem Auftauchen, doch agierten die Behörden nicht rasch genug, um es möglicherweise zu bergen. Dafür wurden etliche Platten und Holzteile gestohlen.
Das Schiff diente 1843 dem britischen Eroberer von Sindh, Charles Napier. Es diente auch der Verschiffung von Indigo, Salpeter und Textilien zwischen Thatta, wo die Briten ihre erste Fabrik errichteten, und Karachi. Eventuell hat an Bord des Schiffes auch der Aga Khan eine Übereinkunft mit Napier zur Entsendung von Hilfstruppen unterzeichnet. Das Wrack tauchte bereits in der Ayub Khan-Ära vor 40 Jahren wieder auf, und der Direktor der Hyderabad Development Authority versuchte, es für Museumszwecke zu sichern. Doch die Kosten erwiesen sich als zu hoch. Auch bei der jüngsten Wiederentdeckung kam die Idee auf, das Schiff in Jhirk zu präsentieren, doch sieht es so aus, als bliebe es auch diesmal bei dem Wunsch. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot in Juneau gesunken
(11.03.11) Juneau Docks und Hafenpersonal wurden alarmiert, nachdem am Morgen des 9.3. das 28 Fuß lange Motorboot "Sea Wolf" an seinem Liegeplatz im Harris Harbor gekentert und gesunken war. Eine Ölsperre wurde um das halb aus dem Wasser ragende Wrack ausgelegt, aber nur eine geringe Menge Öl trat aus. Das Department of Environmental Conservation und die Coast Guard wurden kontaktiert. Am Abend waren bereits Bergungsarbeiten angelaufen, nachdem zuvor die Ventile geschlossen worden waren. Mithilfe der "Elen C" wurden Hebesäcke an dem Schiff angebracht, mit deren Hilfe die 1983 erbaute "Sea Wolf" wieder schwimmfähig gemacht und dann zur Juneau Marine geschleppt werden sollte. Warum die "Sea Wolf" sank, ist unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Hausboot auf Medway ausgebrannt
(11.03.11) In Port Werburgh wurde auf dem River Medway das 90 Fuß lange Hausboot "Last Mariner", 109 ts, durch ein Feuer schwer beschädigt. Sechs Löschfahrzeuge und 40 Feuerwehrmänner aus Strood, Hoo, Medway, Cliffe, Halling und Swanscombe wurden am 2.3. um 20.16 Uhr zu dem Brand gerufen und hatten ihn am 3.3. gegen drei Uhr gelöscht. Sie hatten zwar zunächst Schwierigkeiten gehabt, das Boot zu erreichen, doch dank des steigenden Wasserstandes war es möglich, Löschschläuche von den Fahrzeugen über einen Ponton auszulegen und das Löschwasser direkt aus dem Fluss zu pumpen. Auch das Löschboot aus Ashford sowie Einsatzboote aus Sheppey und Larkfield waren vor Ort. Eine Brandwache blieb bis zum Folgetag vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandgeschädigter Tanker dümpelt vor Malaysia
(11.03.11) Der unter Barbados-Flagge laufende Tanker"Voyager-1", 26218 BRZ (IMO-Nr.: 9105061), dümpelt derzeit vor Kalange in Malaysia mit einer Ladung von 40,000 Tonnen Dieselöl, die in Singapur für Karachi geladen worden waren, nachdem zwei Feuer die Maschinenanlage zu großen Teilen außer Gefecht gesetzt haben. Das Schiff hat 24 Mann Crew, deren Hilfe durch die International Transport Workers' Federation jetzt durch Angehörige erbeten wurde.
Das Schiff hatte am 26.2. mit nur zwei statt sonst 20 Knoten Fahrt Singapur verlassen. Obwohl die Crew hart daran arbeitete, die Turbine zu reparieren, gab es keinen Erfolg. Deswegen forderten sie vom Kapitän, sie schnellstmöglich von Bord gehen zu lassen, weil das Schiff nicht sicher und seetüchtig sei und eine Ölverschmutzung im Wasser verursache. Doch die in Dubai ansässige Oyscer Shipping Company will das Schiff um jeden Preis nach Dubai bekommen, wo es repariert werden soll. Der indische Kapitän hatte bereits am 10.2. in Singapur abgemustert und wurde umgehend durch einen Philippino ersetzt.
Er hatte nach dem Feuer das Schiff nicht für fahrtüchtig gehalten und die Reederei wiederholt aufgefordert, vor Ort eine Reparatur zu veranlassen. Dem war aber nicht entsprochen worden. Da er die Sicherheit nicht mehr gewährleistet sah, ging er von Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Beschädigter Frachter mit Sternennavigation in Hafen gebracht
(11.03.11) Am 9.3. verließ der georgische Frachter "Vasilios N", 2877 BRZ (IMO-Nr.: 7419353), im Bürgerkriegsgewirr den libyschen Hafen Misurata, in dem er 10 Monate lang festgehalten worden war, und erreichte am 10.3. Valletta auf Malta. Der georgische Konsul in Italien kontaktierte die Crew dort, um sie zu unterstützen. Ihr Schiff hatte im April 2010 auf der Reise von der Türkei nach Libyen Sturmschaden erlitten, woraufhin die Zementladung nass wurde.
Der Ladungsempfänger in Libyen verweigerte daraufhin die Annahme, und das Schiff wurde mit einem Auslaufverbot belegt. Im Dezember bat die Crew um Hilfe, weil die Nahrung ausging und sie keine Heuer erhielt. Als der Frachter jetzt in See stach, waren alle Navigationssysteme ausgefallen, sodass der Kapitän allein nach den Sternen navigierte. I>Quelle: Tim Schwabedissen



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Freizeitskipper setzte Motorboot auf Brückenjoch - Donau gesperrt
(10.03.11) Am 8.3. um 17 Uhr geriet das 11 Meter lange Motorboot "Saale" auf der Fahrt von Straubing in Richtung Deggendorf durch einen Fahrfehler vor den Augen von sich auf Streife befindlichen Beamten der Wasserschutzpolizei Deggendorf gegen die dortige Donaubrücke. Der unerfahrene Freizeitkapitän hatte die Bergfahrt eines Schubverbandes abwarten wollen. Aufgrund fehlender nautischer Kenntnisse und Streckenkunde schlug das Motorboot in der Strömung quer und kam mit der Steuerbordseite am Fuß des rechten Brückenjoches fest. Gegen 20.30 Uhr konnte es durch das Arbeitsschiff "Fink" des Wasser- und Schifffahrtsamts Deggendorf, geborgen und in den Hafen Straubing Sand geschleppt werden. Der Skipper und sein an Bord befindlicher Hund kamen mit dem Schrecken davon. Die Donau musste zur Bergung von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr gesperrt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nordland 1" wird filetiert
(10.03.11) Am 14.3. soll begonnen werden, die "Nordland 1" auf Borkum in 45 bis 50 Teile zu zerschneiden. Die Segmente sollen anschließend auf Pontons verladen werden. Für die Verschrottung werden fünf bis zehn Tage veranschlagt. Die Arbeiten werden von der Seeseite aus durchgeführt und der Schrott nach Emden transportiert. Die Operation wird durch die Rostocker Planeta Impex durchgeführt. Der Plan, den Frachter komplett vom Strand zu ziehen, musste letztlich wegen zu großer versicherungs- und umwelttechnischer Risiken verworfen werden. Das Schiff könnte bei einer Bergung wegen der derzeit zwei bis drei Meter hohen Wellen leicht umschlagen. Außerdem war eine Beschädigung des Bugs durch die unter dem Sand liegende, 30 Zentimeter tiefe Geröllschicht nicht auszuschließen. Der bisher bekannte Schaden am Frachter wurde auf 70.000 bis 80.000 Euro taxiert. Die zusätzlich 100.000 bis 150.000 Euro teuere Bergung lohnt sich daher nicht. Quelle: Tim Schwabedissen



Segler im Sturm von Yacht gerettet
(10.03.11) Die US Coast Guard rettete einen Segler aus Oxnard, Kalifornien, am 9.3. von seiner 40 Fuß langen Yacht "Time Traveler" 125 Meilen südlich der Mündung des Mississippi im Golf von Mexiko. Gegen drei Uhr hatte sie der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Tanker "V8 Stealth", 62775 BRZ (IMO-Nr.: 9436018), alarmiert, die auf Standby an dem Boot war, das einen Schaden erlitten hatte. Die Tankercrew versuchte, den Segler aufzunehmen, indem sie ein Kletternetz über die Seite ausbrachte, doch bei starkem Wind gelang die Aktion nicht. Deswegen setzte sie einen Marker aus, um der Coast Guard eine Einpeilung zu erleichtern, und blieb mit ihrem Schiff vor Ort, bis eine HC-144 Ocean Sentry des Coast Guard Aviation Training Center Mobile, Alabama, vor Ort war und Funkkontakt herstellte. Es folgte von der Air Station New Orleans um 8.30 Uhr ein MH-65C Helikopter, der den Einhandsegler aufwinschte und zum Terrebonne General Medical Center in Houma flog. Der unterkühlte Mann hatte bei 20 Knoten Wind und 10 Fuß hohen Seen um sein Leben gefürchtet. Er war am 5.3. aus Naples, Florida, nach Galveston, Texas, aufgebrochen. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach vermisstem Fischer abgebrochen
(10.03.11) Am 8.3. gegen 18 Uhr kenterte der Kutter "Harvest Time" nahe des Neuse River im Pamlico Sound, North Carolina. Das 27 Fuß lange Schiff hatte zwei Mann Besatzung an Bord. Gegen 6.30 Uhr des Folgetages wurde es als überfällig der Coast Guard North Carolina gemeldet. Die Crew des Kutters "Island Girl" entdeckte das umgeschlagene Fahrzeug gegen 7.15 Uhr und rettete eines der beiden Besatzungsmitglieder. Der Schiffbrüchige sagte, dass sein Kamerad unter das Boot gekentert sei, um dort Rettungswesten zu holen, und dann nicht wieder auftauchte. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City, ein 24-Fuß- sowie ein 41-Fuß-Boot der Station Hobucken, ein HH-46 Pedro SAR-Helikopter der Marine Corps Air Station Cherry Point und das Sidney Dive Team machten sich auf die Suche nach dem Vermissten aus Bellhaven, die gegen 16.45 Uhr am 9.3. eingestellt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Rasche Hilfe für brennendes Binnenschiff in Hansweert
(10.03.11) Am 9.3. brach gegen Abend ein Feuer im Maschinenraum des holländischen Binnenschiffes "Janine" (MMSI-Nr.: 244670125) aus, das sich zu der Zeit im Außenhafen von Hansweert befand. Die beiden Schlepper "Bravo" und "Charlie" von Polderman Berging kamen zu Hilfe und zogen das 85 Meter lange und neun Meter breite Schiff an einen Steiger am Ufer, wo es rasch gelang, des Feuers Herr zu werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Französischer Trawler bei Strandung erheblich beschädigt
(10.03.11) Der in Saint Malo beheimatete Trawler "Cap Lizard", der am Morgen des 8.3. auf der Insel Burhou gestrandet war, wurde gegen 20 Uhr in den Hafen von Cherbourg eingeschleppt. Er war um 1.15 Uhr auf dem für seine Papageientaucher-Brutkolonien bekannten Inselchen, das eine Meile vor Alderney liegt, aufgelaufen. Das dortige RNLI-Boot rettete zunächst die fünfköpfige Crew, die nach einer Untersuchung im Mignot Memorial Hospital durch einen Dragon-50-Militärhubschrauber nach Cherbourg gebracht wurden. Gegen Mittag trieb ihr Schiff von den Felsen los und wurde von dem in der Nähe befindlichen Kutter "Free Spirit" gesichert, bis das Fischereischutzschiff "Leopardess" von Guernsey vor Ort war und Lenzpumpen an Bord zum Einsatz brachte. Gegen 15 Uhr wurde der Havarist von dem Rettungsboot "Mona Rigolet" aus Goury übernommen und nach Cherbourg geschleppt. Er war von dort am 7.3. um 23.30 Uhr auf Fangfahrt ausgelaufen. Ein Taucher versuchte nach der Rückkehr in den Hafen vergeblich, die bei der Strandung entstandenen Lecks abzudichten, sodass eine Reparatur im Trockendock notwendig wurde. Der Maschinenraum war auf voller Länge aufgerissen und geflutet, sodass von einem erheblichen Sachschaden auszugehen sein wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote und zwei Vermisste nach Kutterstrandung
(10.03.11) Zwei Fischer kamen ums Leben, zwei andere wurden vermisst, nachdem ein Kutter aus Fujian am Morgen des 10.3. gegen 1.20 Uhr auf ein Riff nahe Dongshan Island vor der südostchinesischen Fujian-Provinz gelaufen und gesunken war. Insgesamt waren 12 Mann an Bord, von denen acht sich auf das Riff flüchten konnten und von dort gerettet wurden. Zwei Tote wurden um 8.20 Uhr in der nähe entdeckt. Die Rettungskräfte hielten weiter Ausschau nach den Vermissten. Quelle: Tim Schwabedissen



Doppelreparatur nach Frachterkollision vor Antwerpen
(09.03.11) Seite an Seite liegen derzeit im Hafen von Antwerpen die beiden Frachter "Zelada Desgagnes", 9611 BRZ (IMO-Nr.: 9402081), sowie die "MSC Patricia", 13651 BRZ (IMO-Nr.: 9000209), nach ihrer Kollision unweit des Antwerpener Nordsee-Containerterminals. Die "Zelada Desgagnes" hatte bei dichtem Nebel die "MSC Patricia" gerammt, deren Bug dabei eingedrückt wurde. Am Vorschiff der "Zelada Desgagnes" entstand an der Backbordseite erheblicher Sachschaden. Quelle: Tim Schwabedissen



Räumung eines Autofrachters in der Straße von Singapur hat begonnen
(09.03.11) Das Wrack des in der Straße von Singapur gesunkenen Autotransporters "Hyundai 105", 40772 BRZ, wird derzeit von dem Schwimmkran "Smit Cyclone" stückweise wieder an die Wasseroberfläche gebracht. Unter Wasser in handliche Teile zerlegt, werden seit vergangenem Monat die rostigen Reste aus 40 Metern Tiefe hochgehievt und auf einer Transportbarge zum weiteren Transport an Land abgesetzt, wo sie verschrottet werden. Der Frachter war im Mai 2004 nach der Kollision mit dem Tanker "Kaminesan" gesunken und stellte ein Navigationshindernis dar. SMIT Salvage erhielt den Kontrakt zur Bergung des Wracks. Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Kapitän löste verhängnisvolle Kettenreaktion aus
(09.03.11) Rund 1,2 Promille Alkohol im Blut hatte am Abend des 7.3. der Kapitän eines Binnenschiffes, das kurz vor 21 Uhr auf dem Neckar talwärts laufend in Höhe der Neckardrahtwerke mit der bergwärts fahrenden "Ernst Kramer", 2293 ts (EU-Nr.: 7001021), kollidierte. Diese hatte gerade die Schleuse Rockenau verlassen. Danach war die "Ernst Kramer" noch gegen die am Kai liegende "Lippischer Wald", 2026 ts (EU-Nr.: 4011980), geprallt. Dabei entstand ein Sachschaden von insgesamt rund 30.000,- Euro. Dem Unfallverursacher wurden zwei Blutproben entnommen. Ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs wurde eingeleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



"Waldhof" wieder zu Wasser
(09.03.11) Das Wrack des Tankers "Waldhof" liegt jetzt wieder im Wasser des Hafenbeckens C in Duisburg-Meiderich zwischen zwei kleineren Binnentankern, darunter der "Caspar", die an der Außenseite längsseits liegt. Der beschädigte Fahrstand der "Waldhof" wurde unterdessen mit einer Plane abgedeckt. Die Backbordseite des Deckshauses und des Schanzkleides waren erkennbar eingedrückt. Während der Zeit auf dem Trocknen wurden ausschließlich Inspektionen durch die Staatsanwaltschaft und den Versicherern durchgeführt. Eine Entscheidung über eine mögliche Reparatur wird nach Abschluss der Analysen auf der Basis der gewonnenen Daten erfolgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Büsum ausgebrannt
(09.03.11) Ein an Land liegender Kutter ist in der Nacht zum 9.3. auf einer Werftanlage in Büsum, Kreis Dithmarschen, vollständig ausgebrannt. Ein in unmittelbarer Nähe geparktes Auto wurde ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen. Das 12 Meter lange Schiff stand vor einer Werfthalle. Die Feuerwehr löschte die Flammen innerhalb einer halben Stunde. Die Schadenshöhe war am Morgen noch unklar, ebenso wie die Ursache des Feuers. Quelle: Tim Schwabedissen



"Capt'n Andrew" hat wieder Wasser unterm Kiel
(09.03.11) Der vier Meilen südöstlich der Kings Cove gestrandete, 57 Fuß lange US-Kutter "Capt'n Andrew" wurde am 8.3. durch die Magone Marine Services aus Unalaska geborgen. Es gelang, den Havaristen von den Felsen zu ziehen, auf denen er am 7.3. gelandet war. Am 7.3. war ein leichter Ölschimmer an der Strandungsstelle beobachtet worden, der von einem Teil der rund 2000 Gallonen Dieselöl herrühren dürfte, die das Schiff bei der Strandung am Bold Cape in den Tanks hatte. Er hatte sich aber bis zum 8.3. aufgelöst. Eine Reinigungsaktion seitens der Coast Guard war nicht vorgesehen. Von der Air Station Kodiak war am 7.3. eine HC-130 Hercules aufgestiegen, um die Strandungsstelle zu kontrollieren. Quelle: Tim Schwabedissen



"Bärbel" im zweiten Anlauf gehoben
(09.03.11) Der Fehmaraner Fischkutter "Bärbel" wurde am Morgen des 5.3. von zwei Mobilkränen im Hafen von Orth gehoben und an Land abgesetzt. Die Bergungsaktion hatte am Vorabend zunächst abgebrochen werden küssen, weil die beiden aus Lübeck geholten Kräne, die im Einsatz waren, sich als zu schwach erwiesen hatten. Erst ein weiterer Kran mit einer Hebekapazität von 300 Tonnen konnte das Schiff aus dem Wasser hieven. Der als schwimmender Fischimbiss genutzte Kutter war möglicherweise durch einen ganz kleinen Rostschaden am Bug am 3.3. gesunken. Denkbar ist aber auch, dass ein Eisblock, den ein anderes Schiff gegen die hölzerne Bordwand gedrückt hat, diese aufriss. Die Feuerwehr war mit Pumpen vor Ort, ein Taucher suchte nach Leckagen. Nachdem der Kutter zunächst starke Schlagseite entwickelt hatte, konnten weder die Feuerwehrmänner noch der Eigner einen Schaden feststellen, doch am nächsten Morgen war der Kutter gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Schlepper mit zwei Bargen gestrandet
(09.03.11) Die philippinische Coast Guard rettete 11 Besatzungsmitglieder von den zwei Schleppern "C-West" und "Full Speed", die mit den Bargen "Marami" und "Serenity" am Haken am 8.3. in Nord-Cagayan in stürmische See geraten waren. Gegen 12.30 Uhr waren die Schiffe vor Sanchez Mira unkontrolliert ins Treiben geraten. Die Drift endete schließlich an der Küste, wo sie auf Grund liefen und aufgegeben werden mussten. Der Schleppzug war am 6.3. gegen 18 Uhr aus Port Irene, Cagayan, nach Mariveles, Bataan, ausgelaufen. Die Küstenwache von Aparri und ein Umweltteam aus Pagudpud, Ilocos Norte, waren im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



Schweißarbeiten setzten Frachter in Brand
(09.03.11) Der Frachter "Sinar Samudra VII" geriet am 3.9. um 11.12 Uhr in Brand, während er zur Reparatur am Uniondock im Tanjungpriok Port in Jalan Pailatlag. Das North Jakarta Sub-Department der Feuerwehr und das Disaster Management aus Damkar waren mit 10 Fahrzeugen und 60 Mann vor Ort. Binnen einer Stunde hatten sie die Lage im Griff. Der Brand war in der Backbordmaschine bei Schweißarbeiten durch Funkenflug an dieser entstanden. Der Frachter lag seit zwei Wochen in der Werft. Er wurde ein Raub der Flammen. Quelle: Tim Schwabedissen



Mann auf der Flucht vor Feuer von Propeller getötet
(09.03.11) Im Dubai Creek wurde am 8.3. die somalische Dhau "Al Aziz" (Reg.-Nr. 1627) durch ein Feuer ebenso wie 15 an Bord gestaute Autos zerstört. Eine benachbarte iranische Dhau war zunächst in Brand geraten. Ein Mann kam dort ums Leben, als er versuchte, den Flammen mit einem Sprung über Bord zu entkommen, und in den Propeller geriet. Sein Torso wurde einen Kilometer entfernt aus dem Wasser gezogen. Vier Mann der Crew wurden verletzt. Der Brand war gegen 16 Uhr ausgebrochen und konnte binnen mehrerer Stunden von rund 40 Einsatzkräften und sieben Löschfahrzeuge der Dubai Civil Defence aus Al Ras, Hamriya, Port Saeed und Karama gelöscht werden. Benzin in den Autotanks hatte ihn immer wieder aufflammen lassen. Die mit Tonnen voller Dieselöl beladene Dhau wurde durch die Civil Defence und die Dubai Police abgeschleppt. Die "Al Aziz" war nur wenige Meter vom Sheraton Hotel entfernt vertäut. Auf ihre gab es zwei Verletzte, 16 Mann konnten sich unversehrt retten. Sie hatte neben den Autos auch Nahrungsmittel und Batterien mit Ziel Somalia geladen. Quelle: Tim Schwabedissen



Regattayacht mit dreigeteiltem Mast eingeschleppt
(9.03.11) Am Morgen des 7.3. brach bei einer Regatta rund um die neuseeländische Nordinsel der Mast der Yacht "Pepe". Das Boot musste mit seiner zweiköpfigen Crew nach Gisborne eingeschleppt werden. Die beiden Segler befanden sich auf der letzten Etappe des Two-Handed Round North Island Yacht Race auf dem Weg nach Auckland, als sie das Unglück 17 Meilen östlich von Gisborne ereilte. Sie waren unter Deck, als der Mast in drei Teilen mit einem lauten Knall herunterkam. Die "Pepe" sendete um 22.30 Uhr Mayday und wurde von dem Trawler "Voyager" aus Napier auf den Haken genommen. Das Wetter vor Ort war ruhig. Die "Pepe" ist eine Ross 930 und war das kleinste Boot des Race. Quelle: Tim Schwabedissen



Verlorener Container dient jetzt der Tiefseeforschung
(09.03.11) Es ist keine Schatzsuche, aber eine Expedition, die am 8.3. aufbrechen sollte, um einen Container in 4,200 Fuß Tiefe in der Monterey Bay zu untersuchen, der mit 25 weiteren vor sieben Jahren in einem Sturm von der "Med Taipei" auf der Fahrt nach Los Angeles in 30 Fuß hohen Wellen über Bord ging. Das Schiff befand sich unweit der San Francisco Bay, als es am 26.2.2004 zu einem Ladungsverlust kam. Das Monterey Bay Aquarium Research Institute entdeckte die Fracht vier Monate später mit einem ROV und identifizierte die 40 Fuß lange Metallbox anhand der Seriennummer. Sie enthielt 1100 Reifen aus China. Am 26.7.2006 erklärte sich die Reederei der "Med Taipei" bereit, der National Oceanic and Atmospheric Administration 3.25 Millionen Dollar zur Forschung an den Containern zu bezahlen. Damit soll untersucht werden, was für ein marines Leben sich an und um die Kiste entwickelt. Dies ist in diesem Fall besonders interessant, weil sie in einer extrem sauerstoffarmen Umgebung liegt, wo Rostfraß sehr langsam vonstatten geht und der Container von daher in gutem Zustand sein dürfte. Das Forschungsschiff "Western Flyer" sollte bis zum 10.3. vor Ort blieben und das ROV eine Reihe von Tiefseetieren und Sedimentproben einsammeln, die dann einer biologischen und chemischen Analyse unterzogen werden sollen. Jährlich gehen rund 10000 Container in Stürmen über Bord. Sie formen so eine Art Trümmerautobahn auf dem Meeresgrund zwischen den großen Anlaufhäfen. r. Quelle: Tim Schwabedissen



Neun Tote nach Kutteruntergang vor Mexiko befürchtet
(09.03.11) Der Sardinenkutter "Kin" sank vor der Küste von Mexiko im Pazifik in einer Tiefe zwischen 80 und 100 Metern. Die Marine fand die Leichen von vier Besatzungsmitgliedern im Rahmen einer Suchaktion, die am 5.3. vor Guaymas in Sonora angelaufen war, nachdem der Kutter nicht, wie geplant, am 6.3. eingelaufen war. Beim letzten Kontakt am Vortag hatte es noch keine Hinweise auf Probleme gegeben. Fünf weitere Männer wurden noch vermisst. Es gelang auch, ein Netz des Schiffes zu bergen. Vor Ort herrschte stürmische See. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Bargen gesunken, eine gestrandet
(09.03.11) Der amerikanische Schlepper "Julie White" (MMSI-Nr. 367122230) verlor bei Winfield auf dem Mississippi am 6.3. vier Bargen, die bei Schleuse 25 daraufhin sanken. Der Schlepper war mit den mit Gestein beladenen Bargen flussaufwärts unterwegs gewesen und hatte die Schleuse angelaufen. Das Unglück ereignete sich, als im Rahmen eines Tests von 17 Schleusentoren diese zeitgleich angehoben worden waren und daraufhin eine starke Strömung entstand. Eine der Bargen behindert nun den Betrieb eines der Tore.
Eine mit Abfall beladene Barge strandete am 8.3. gegen 11.309 Uhr bei Three Tree Point. Der Schlepper, ein Boston Whaler, hatte Motorschaden erlitten und war umgeschlagen, sein Anhang war daraufhin mit Wind und Tide gestrandet. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Mann aus Rettungsinsel und Kutter von Felsen geborgen
(09.03.11) Der 17 Meter lange französische Trawler "Cap Lizard" (MMSI-Nr. 227822000) lief am 8.3. bei Burhou auf Grund. Die fünfköpfige Crew ging in eine Rettungsinsel und wurde von dem um 1.45 Uhr auf einen Mayday-Ruf, dass das Schiff zu kentern drohe, ausgelaufenen Rettungsboot "Roy Barker I" um 2.10 Uhr gerettet. Die kleine Insel, die dem Trawler zum Verhängnis wurde, liegt eine halbe Meile nordwestlich von der Westküste Alderneys. Die Schiffbrüchigen, von denen einer einen Schock erlitten hatte, wurde in den Braye Harbour auf Alderney gebracht und von einer Ambulanz dort weiter ins Mignot Memorial Hospital. Gegen drei Uhr transportierte sie ein französischer Hubschrauber weiter nach Cherbourg. Gegen Mittag riss sich der Trawler mit auflaufendem Wasser wieder von den Felsen los und wurde auf den Haken genommen. Das Rettungsboot "Mona Rigolet" aus Goury schleppte ihn dann nach Cherbourg ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischkisten im Suchgebiet für vermissten Kutter entdeckt
(09.03.11) Die Suche nach den 11 Mann eines vermissten chinesischen Trawlers wurde am 8.3. vor der Ostküste fortgesetzt. 60 Stunden zuvor war der Kontakt abgebrochen. Das Suchgebiet wurde bis zur Küste der östlichen Zhejiang Provinz ausgeweitet. Zwei Hubschrauber, zwei Rettungsschiffe und eine Reihe von Kuttern waren im Einsatz. Das 34 Meter lange Schiff aus Wenling hatte am 6.3. gegen zwei Uhr auf 122 Grad östlicher und 28 Grad nördlicher Länge den Kontakt zur Wenling Shitang Fishing Co., Ltd. verloren. Es war am Vorabend aus Shitang ausgelaufen. Bislang fanden die Retter lediglich 200 Fischbehälter aus Kunststoff an der Stelle, an der der letzte Kontakt war. Ob sie zu dem vermissten Schiff gehören, konnte noch nicht gesichert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter wird geleichtert
(09.03.11)Die 250 Tonnen Bunkeröl des im Jamnagar Marine National Park gestrandeten thailändischen Frachters "Jutha Patthama" sollen vom 9.3. an abgepumpt werden. Das Schiff war mit einer Ladung Soja- und Rizinusschrot auf einer Insel an der Grenze des Parks nahe Duni Island auf Grund gelaufen. Am 7.3. war es von einem Expertenteam untersucht worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Reinigung der "Davy Crocket" erfordert Millionen
(09.03.11)Die Arbeiten von KumarContractors zur Reinigung des ehemaligen Liberty-Frachters "Davy Crocket" auf dem Columbia River haben bislang 5.3 Millionen Dollar erfordert. Die eigentliche Räumung des Wracks ist in dieser Summe noch nicht enthalten. Arbeiter haben bis in die vergangene Woche hinein so viel Trümmer geräumt, dass Taucher ohne Gefahr die Tanks im Schiffsboden untersuchen konnten. Die dort aufgefundenen Reste schweren Bunkeröls haben die Konsistenz von Erdnussbutter. Probeentnahmen ergaben, dass es aber kein Schwermetall oder PCB enthielt. Spuren davon waren zuvor in Restöl entdeckt worden. Bislang wurden 524,480 Pfund Trümmer sowie 5,701 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch entfernt. Das Wrack ist von Ölschlängeln umgeben. Am 4. und 5.2. wurden 2,8 Meilen flussabwärts weitere Ölsperren ausgelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Passagiere nach 24 Stunden von gekenterter Fähre gerettet
(09.03.11)In Papua New Guinea mussten sich 49 Passagiere der Fähre "Goodenough" rund 24 Stunden an den Rumpf ihres gekenterten Schiffes klammern, ehe sie gerettet wurden. Das Schiff der Bezirksregierung hatte am 5.2. Kiriwina Island verlassen, war aber an demselben Nachmittag 15 Kilometer vmo nächsten Land entfernt gekentert. Einige Besatzungsmitglieder machten sich dorthin mit einem Rettungsboot auf, um dort Alarm zu schlagen.
Einige von ihnen waren verletzt. Am 6.2. gelang es dann, alle Schiffbrüchigen abzubergen. Ein 18 Monate altes Kleinkind starb allerdings danach. Acht Kinder und zwei Frauen waren auf dem Rumpf des Wracks in relativer Sicherheit gewesen, während die Männer sich im haiverseuchten Wasser schwimmend an ihm festgehalten hatten. Das Schiff war für 30 Personen zugelassen und kenterte in einer hohen Welle, weil allzu viele Menschen auf dem Oberdeck es topplastig gemacht hatten. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Frachter vor Canakkale gestrandet
(09.03.11)Am 8.3. gegen 9.30 Uhr trieb der russische Frachter "Dvina", 2426 BRZ (IMO-Nr.: 8866773), in den Dardanellen vor Canakkale im Karabiga Distrikt auf Grund. Das Schiff hatte am 3.3. Izmit verlassen und wartete auf einen Ankerplatz, als es von starkem Wind und hohem Seegang auf den Strand gedrückt wurde. Die 11-köpfige Crew blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter am Ende der Kaffeepause gesunken
(09.03.11)Der 65 Fuß lange norwegische Kutter "Bjerka" (MMSI-No.: 257419500) sank am Vormittag des 8.3. im Hafen von Andenes, nachdem er von dem ebenfalls unter norwegischer Flagge laufenden Frachter "Feed Tromsö", 1791 BRZ (IMO-Nr.: 9157832), gerammt worden war. Er war beim Manövrieren im Hafenbecken außer Kontrolle geraten und lief dem Kutter in die Seite. Dabei wurde von dem Wulstbug des Frachters ein großes Loch in die Steuerbordflanke gerissen. Das Rettungsboot "Dagfinn Paust" war zwar rasch längsseits und brachte drei Bilgenpumpen an Bord, doch für die "Bjerka" gab es keine Rettung - sie sank am Kai binnen weniger Minuten. Nur noch Teile der Aufbauten und Masten ragten aus dem Hafenwasser. Die Crew der "Bjerka" befand sich gerade zu einer Kaffeepause an Land und blieb entsprechend unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Tauziehen um gekenterten Kutter
(08.03.11) Die Berger von Multraship aus Terneuzen haben am 5.3. gegen Mittag den gekenterten belgischen Kutter "Mooie Meid", 64 BRZ (MMSI-Nr.: 205284000), mithilfe des Schwimmkrans "Cormorant" von Multraship aus Terneuzen aufgerichtet und danach gelenzt, sodass er wieder schwimmfähig wurde. Gegen 15 Uhr kam der Mast aus dem Wasser, gefolgt von dem Ruderhaus. Bis dahin war das kieloben vor Frankreich treibende Schiff mit Pressluft über Wasser gehalten worden. Die Bergung wurde unterstützt durch die "Brandaris" und "Vengeance".
Bei Eintritt der Dunkelheit war der Kutter wieder über Wasser. Bei der sich an die Hebung anschließenden Durchsuchung des Wracks wurde entgegen bis dahin gehegter Hoffnungen kein Besatzungsmitglied mehr im Schiffsinnern entdeckt. Daraufhin starteten Fischer mit Schleppnetzen eine eigene Suchaktion in dem Unglücksgebiet.
Am 6.3. ging, nachdem raue See zuvor einen Abtransport des Kutters verhindert hatte, die "Cormorant" gegen Mittag ankerauf und wurde von der "Multratug 18" in Richtung Vlissingen geschleppt, wo das Wrack nach dem Eintreffen gegen Abend aus den Hebestropps genommen und von der "Multratug 18" längsseits genommen und in den Westhofhafen geschleppt wurde. Bei der Untersuchung des Wracks stellte sich heraus, dass der Rumpf intakt geblieben war. Am 7.3. transportierte die "Multratug 18" den längsseits genommenen Kutter weiter nach Terneuzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Holländische Marine rettete Segler von sinkender Yacht
(08.03.11) Die "Hr. Ms. Rotterdam" der holländischen Marine hat gemeinsam mit der Küstenwache von Curacao die dreiköpfige Crew der Yacht "Four Devils" gerettet. Das Schiff hatte am Abend des 2.3. ein Notsignal aufgefangen, in dem die Yacht Wassereinbruch vor St. Kitts meldete. Der Lynx Bordhubschrauber und ein Festrumpfschlauchboot der Küstenwache wurden in Marsch gesetzt. Gemeinsam gelang es, die Segler zu retten, die dann auf die Insel St. Barths geflogen wurden. Die Yacht selbst sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Frontalzusammenstoß auf Rhein
(08.03.11) In der Nacht zum 5.3. kollidierten zwei Binnenschiffe gegen halb vier auf dem Rhein bei Millingen. Eines der Schiffe war mit Sojabohnen beladen. Es stieß frontal gegen einen unbeladenen Binnentanker, der erheblich beschädigt wurde und in Lobith festmachte. Der Frachter entwickelte leichte Schlagseite, die durch Aufnahme von Ballastwasser ausgeglichen werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Computerspiele für "Nordland 1"-Bergung
(08.03.11) Der auf Borkum gestrandete Frachter "Nordland 1" soll bald von der Insel verschwinden. In dieser Woche wollen die Experten von Planeta Impex aus Rostock entscheiden, ob das Schiff mit Hilfe von Schleppern vom Strand gezogen werden kann. Diese Option wurde anhand von Computerberechnungen durchgespielt. Ansonsten muss das 42 Meter lange Schiff auseinander geschweißt und vor Ort zerschnitten werden- Die Einzelteile würden dann auf Pontons zur Verschrottung aufs Festland abtransportiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Rhein vom rechten Weg abgekommen
(08.03.11) Ein niederländisches Binnenschiff, das mit Zement beladen war, lief am Nachmittag des 5.3. auf dem Rhein in Höhe des Bootshauses in Geisenheim auf Grund. Es war beim Versuch, drei Binnenschiffen auszuweichen zu weit nach backbord abgekommen und außerhalb der Fahrrinne festgekommen. Die drei Binnenschiffe lagen vor Geisenheim nebeneinander vor Anker. Ein anderes Binnenschiff schleppte den Havaristen am frühen Abend wieder frei. Da das Schiff kein Leck aufwies und die Ruderanlage intakt war, konnte es im Anschluss an die notwendigen Untersuchungen seine Fahrt in Richtung Holland fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Schleuse in Brunsbüttel
(08.03.11) Beim Einlaufen in die Südkammer der Brunsbütteler Schleuse ist am Morgen des 4.3. der von Bremerhaven kommend der liberianische Frachter "Miltiadis Junior III". 23978 tdw (IMO-Nr.: 9354648), gegen den mittleren Molenkopf der Brunsbütteler Schleuse gelaufen. Dabei wurde u.a. die Back an Backbordseite oberhalb der Wasserlinie eingedrückt. Der Schaden am Vorschiff der "Miltiadis Junior III" war so groß, dass eine Weiterfahrt über die Ostsee nach Klaipeda nicht ohne vorherige Reparatur möglich war. Die Klassifikationsgesellschaft erlaubte lediglich die Fahrt von Brunsbüttel nach Kiel, wo das Schiff in der Nacht am Voith-Kai im Nordhafen festmachte. Dort begutachteten Vertreter von Reederei und Versicherung sowie verschiedener Werften den Schaden. Die Wasserschutzpolizei nahm die Ermittlungen zur Unglücksursache auf. Am Nachmittag des 5.3. durfte das provisorisch reparierte Schiff nach Gdingen weiter laufen und machte dort am 6.3. fest. Die "Miltiadis Junior III" wurde 2009 erbaut und hat als Manager die Capital Shipmanagement, Athen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachterkollision vor Antwerpen
(08.03.11) In der Nacht zum 5.3. gegen drei Uhr kollidierte der unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Zelada Desgagnes" (IMO-Nr.: 9402081), mit der "MSC Patricia" unweit des Antwerpener Nordsee-Containerterminals. Die "Zelada Desgagnes" war unterwegs von Antwerpen in Richtung Westerschelde, als sie plötzlich nach Backbord drehte und bei dichtem Nebel die auf der Fahrt zur Zandvliet-Schleuse befindliche "MSC Patricia" rammte- Die "Zelada Desgagnes" musste mit erheblichen Schäden bei Ouden Doel nahe der holländischen Grenze ankern. Das Loch, das sie oberhalb der Wasserlinie erlitten hatte, musste bei der Antwerp Shiprepair ausgebessert werden, wo sie gegen 23 Uhr festmachte. Die "MSC Patricia" lief weiter zu dem MSC-eigenen Terminal im Delwaidedock in Antwerpen, bevor auch sie am 6.3. gegen 3.30 Uhr an den Kai des Antwerp Shiprepair ging. Die "Zelada Desgagnes" (IMO-Nr.: 9402081) hat eine Tragfähigkeit von 12744 Tonnen und wurde 2009 erbaut. Die "MSC Patricia", 18150 tdw (IMO-Nr.: 9000209) entstand 1990. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölplattform ging im Golf von Mexiko in Flammen auf
(08.03.11) Am 6.3. ging die Ölproduktionsplattform "GI 102 A" 50 Meilen vor Grand Isle im Golf von Mexiko in Flammen auf. Die zweiköpfige Besatzung flüchtete in einer Rettungskapsel, Die beiden Männer wurden von einem MH65-C Helikopter der Air Station New Orleans aufgewinscht und auf der "HDS Stormridge" abgesetzt. Sie wurden dann ins West Jefferson Medical Center in Marrero gebracht. Gegen acht Uhr hatte die Plattform "Grand Isle Block 115" den Brand auf der "GI 102 A" der Arena gemeldet. Arena hatte die Plattform vor zwei Wochen geschlossen und produzierte zum Unglückszeitpunkt kein Öl. Vertreter des Bureau of Oceans und des Energy Management, Regulation and Enforcement, machten sich auf den Weg zu der Plattform, um den Zustand der Leitungen zu untersuchen. Das Feuer war mittlerweile erloschen. Das Feuerlöschschiff "Starfleet Viking" wurde von Arena unter Vertrag genommen, um vor Ort ein Wiederaufflammen zu verhindern. Die US Coast Guard richtete eine Sicherheitszone von 1,000 Yard um die Plattform ein. Sie war mit einem MH-65C der Air Station, New Orleans; einem MH-65C der Air Station, Houston; einer HC-144 Ocean Sentry aus Mobile und dem 87 Fuß langen Küstenwachboot "Sturgeon" aus Grand Isle vor Ort im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter rettete Kuttercrew
(08.03.11) Die Crew der "Just In Case" rettete am Morgen des 6.3. die fünfköpfige Besatzung des 19 Meter langen amerikanischen Kutters "Capt'n Andrew" (MMSI-Nr.: 367386410), der vor Bold Cape, vier Meilen südöstlich der King Cove, auf Grund gelaufen war. Die Kutter "Golden Dawn" und "Just In Case" hatten auf den von der Coast Guard weitergeleiteten Notruf reagiert. Ein Mann der "Just In Case" setzte in einem Boot zu der halb unter Wasser liegenden "Capt'n Andrew" über und barg deren Crew ab. Zwei MH-60 Jayhawk Helikopter aus St. Paul brauchten nicht mehr einzugreifen, da die Schiffbrüchigen bereits nach King Cove gebracht wurden. Die "Capt'n Andrew" hatte 2000 Gallonen Diesel an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter mit Turboschaden
(08.03.11) Am 7.3. erlitt der griechische Containerfrachter "MSC Austria", 40238 BRZ (IMO-Nr.: 8300121), gegen 14 Uhr auf der Fahrt von Valencia nach Montreal auf dem Saint Lawrence River nahe Quebec City einen Schaden am Turbolader. Das Schiff musste nahe der Sillery Marina ankern, konnte aber gegen 15.30 Uhr die Reise nach erfolgreicher Reparatur fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter schleppte Frachter ab
(08.03.11) Auf der Fahrt von Lissabon erlitt der unter Bahamas-Flagge laufende Frachter "Cemi", 2370 BRZ (IMO-Nr.: 8822612), in der Nordsee am 1.3. Maschinenausfall. Das Schiff wurde von dem Frachter "Fenja", der nach Stavanger. Unterwegs war, auf den Haken genommen. Beide Schiffe trafen dort am 2.3. ein, wo der Hafenschlepper "Buddy" den Havaristen übernahm. Am 7.3. war das Schiff weiterhin im Hafen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Godafoss" erreicht Reparaturdock
(8.03.11) Am 5.3. wurde der im Februar im Oslofjord gestrandete, unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Godafoss" in Odense eingedockt. Zuvor hatte er am 3.3. noch in Grenå wegen andauernden Ölverlustes einen Zwischenstopp einlegen müssen. Er wurde dort von Ölsperren eingeschlängelt und so weit abgedichtet, dass die Weiterreise ohne neuerliches Risiko von Ölaustritten war. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter zwei Wochen nach Untergang ein Fall für den Abwracker
(08.03.11) Der Dorumer Krabbenkutter "Delphin - DOR 8", 32 BRZ, wurde am 6.3. nach zwei Wochen unter Wasser in Dorum-Neufeld ans Tageslicht gehievt und mit Hilfe zweier Autokräne auf einem Tieflader abgesetzt, der ihn binnendeichs auf einen Parkplatz brachte. Das Schiff von Jürgen Tants soll dort in den kommenden Tagen in seine Einzelteile zerlegt werden. Tants hatte schon seit rund zwei Jahren vergeblich versucht, seinen Kutter zu verkaufen. Er wurde 1966 auf der Dodegge-Werft in Neuhaus an der Oste gebaut. Auf dem werftneuen Schiff hatte Tants seine Ausbildung als Fischer begonnen und war mit ihm seit 1977 als Kapitän zum Krabbenfang von Dorum-Neufeld gegangen. Seit er im Jahr 2009 aus Altersgründen die Fischerei an den Nagel hing, wartete er vergeblich auf einen Käufer für sein Schiff. Vor 14 Tagen war es nach einem Sturm plötzlich auf den Grund des Hafenbeckens gesunken. Bei Flut ragte nur noch die obere Hälfte des Ruderhauses aus dem Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Bug eines alten Wracks soll Teil einer Ausstellung werden
(08.03.11) Auf einer Farm in Leamington, Ontario, droht der Bug des Dampfers "N.J. Nessen" zu verfallen. Der Landeigentümer verlangt die Beseitigung des Relikts. Die "N.J. Nessen" war 1929 vor Leamington auf dem Lake Erie gestrandet. In den 1980ern wurden Teile von ihr beim Bau einer Marina wieder entdeckt und eine sechs Meter lange Bugsektion geborgen. Seitdem liegt er auf der Comberfarm.
Die Stadtverwaltung will sie nun zur Leamington Municipal Marina bringen und ausstellen. Es ist in fragilem Zustand nach 27 Jahren im Freien und soll deshalb einen Unterstand erhalten. Der hölzerne Dampfer war mit Schrottmetall unterwegs gewesen, als er im Oktober 1929 in einen Nordoststurm geriet und in der Pigeon Bay Schutz suchte. Nach einem Winddreher wurde er auf den Strand gedrückt. Die 13-köpfige Crew wurde von der Rettungsstation Point Pelee in mehreren Anläufen gerettet. Es war die letzte Aktion, bevor die Station geschlossen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor China vermisst
(08.03.11) Seit dem Morgen des 6.3. wird vor der ostchinesischen Zhejiang Provinz ein 34 Meter langer Trawler mit 11 Mann Crew vermisst. Das Schiff aus Wenling hatte den Kontakt zu den Eignern, der Wenling Shitang Fishing Co., Ltd., gegen zwei Uhr verloren. Es war am 5.3. um 22.09 Uhr aus Shitang Port ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Böse Überraschung für "Surprise"
(08.03.11) Auf dem Delaware River riss sich das 35 Fuß lange Ausflugsboot "Surprise" in starker Strömung los und trieb fünf Meilen flussabwärts, wobei es die Washington Crossing Bridge zu rammen drohte. Das für 16 Personen zugelassene Boot hatte sich bei Hochwasser südlich von New Hope selbstständig gemacht, nachdem ein losgerissenes Dock das Gerenser Dock gerammt hatte, wo es vertäut gewesen war. Es kam am Ende auf der Seite von Pennsylvania eine Meile von der gefährdeten Brücke entfernt in fünf Fuß Wassertiefe in überfluteten Bäumen fest. Die "Surprise" wird betrieben von den Coryell's Ferry Historic Boat Rides. Das Lambertville-New Hope Ambulance and Rescue Squad, die New Hope Borough Police, die Eagle Fire Company in New Hope und das Point Pleasant Fire and Rescue Squad waren im Einsatz, sie zu sichern. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter ausgebrannt, Crew gerettet
(08.03.11) Die neunköpfige Crew des Trawlers "St. Anthony" von Savitha D'Souza aus Ullal, Permannur, entkamen einen Feuer, als ihr Boot am Abend des 5.3. von einer Fangfahrt kommend in den Hafen zurückkehren wollte. Die Männer funkten Notrufe und wurden von anderen Kuttern gerettet. Die Aufbauten wurden total zerstört. Das Wrack wurde in den alten Hafen eingeschleppt. Der Brand war durch einen Kurzschluss entstanden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter in Nationalpark gestrandet
(08.03.11)Jutha Pathama" 6635 BRZ (IMO-Nr.: 9088419), lief am 6.3. im Nationalpark im Golf von Kutch auf Grund. Die Behörden von Jamnagar wurden alarmiert, nachdem der u.a. mit Rapssaat beladene Frachter, der am 28.2. aus Kandla nach Südkorea ausgelaufen war, festgekommen war. Die Coast Guard Station in Vadinar nahm Kontakt mit dem Kapiätn und dem Management in Gandhidham auf. Die 20-köpfige thailändische Crew blieb unversehrt. Der Frachter, der 250 Tonnen Bunkeröl an Bord hat, saß zwischen Poshitra und Vadinar nahe Duni Island auf Grund. Die Cost Guard Vadinar und Okha überwachten die Strandungsstelle. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl aus gestrandeter Motoryacht abgepumpt
(08.03.11) Hunderte Gallonen Öl wurden von dem 40 Fuß langen Sportboot "Stern Words II", abgepumpt, das am Nachmittag des 2.3. nahe Lopez Island auf Grund gelaufen war. Der Rumpf wurde bei der Havarie nahe der Fisherman's Bay aufgerissen, und Wasser war in den Maschinenraum eingedrungen. Die Coast Guard barg die Crew ab. Der Eigner ließ die Ventile abdichten und das Schiff stabilisieren. Das Washington Department of Ecology war an der Ölbergung, die am 3.3. gegen 15 Uhr beendet war, beteiligt. Quelle: Tim Schwabedissen



Insel Vilm nach Schlepperschaden von der Außenwelt abgeschnitten
(04.03.11) Nach der Havarie des 19.6 Meter langen Schleppers "Petersdorf" am 25.2. ist die Ostseeinsel Vilm derzeit von der Außenwelt abgeschnitten. Die Mitarbeiter der dort ansässigen Naturschutzakademie wurden von einem Tonnenleger des Stralsunder Wasser- und Schifffahrtsamtes evakuiert. Im Rügischen Bodden hatte sich in den vergangenen Frostnächten eine bis zu elf Zentimeter starke Eisdecke gebildet. Die Fahrrinne von Lauterbach auf Rügen nach Vilm hatte bis vor wenigen Tagen der kleinste deutsche Eisbrecher "Petersdorf" freigehalten, bis der 1958 gebaute, 550 PS starke Schlepper mit einem Maschinenschaden im Lauterbacher Hafenbecken liegen geblieben war. Seenotretter hatten mit einem Schlauchboot eine Trosse über das Eis an Bord gebracht, sodass der Havarist dann mit einem Traktor an die Pier gezogen werden konnte. Voraussichtlich in der kommenden Woche soll die Besatzung eines aus Lübeck angeforderten kleinen Eisbrechers die Überfahrten nach Vilm übernehmen. Die "Petersdorf", die im Eiswinter schon seit Weihnachten die Verbindung zwischen Lauterbach und der Insel Vilm abgesichert hatte, musste zur Reparatur in eine Werft. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkenes U-Boot vor Gotland entdeckt
(04.03.11) Ein gesunkenes polnisches oder sowjetisches U-Boot wurde in der Ostsee vor der schwedischen Insel Gotland entdeckt. Taucher eines schwedischen Unternehmens waren bereits im Jahr 2009 beim Vermessen des Ostseebodens auf ein U-Boot aus den 50er Jahren gestoßen. Diese Information wurde aber erst vor kurzem veröffentlicht. Nach Vermutungen von Experten könnte das Schiff beim Abschleppen oder aber aufgrund einer Beschädigung untergegangen sein. Die schwedische Marine beabsichtigte nicht, das gesunkene U-Boot zu untersuchen.
Das U-Boot ist nicht durch den Einsatz von irgendwelchen Waffen gesunken. Der schwedische Admiral a.D. Bengt Gustafsson schloss nicht aus, dass das U-Boot aus Polen stammte und im Jahr 1980, in Erwartung eines Schleppschiffes, auf eine schwedische Seemine gelaufen sein könnte. In der Vergangenheit waren bereits wiederholt gesunkene U-Boote vor der schwedischen Küste gefunden worden.
So hatte eine schwedisch-finnische Tauchergruppe im Juni 2009 auf dem Meeresboden das sowjetische U-Boot "C-2" entdeckt, das im Januar 1940 in der Alandsee im Süden der Botnischen Bucht durch eine Minenexplosion untergegangen war. Dieselbe Gruppe war im Jahr 2007 unweit der Alandinseln auf ein weiteres sowjetisches U-Boot gestoßen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tauziehen um gekenterten Kutter
(05.03.11) Der weiterhin kieloben vor der französischen Küste treibende, belgische Trawler "Mooie Meid - N 28", 64 BRZ (MMSI-Nr.: 205284000), wurde am 4.3. gegen 17 Uhr von der "Multratug 18" von Multraship aus Terneuzen gesichert. Vorher hatte der Kutter "Maatje Helena - YE 138" das Wrack auf den Haken genommen und versucht, es in Richtung Vlissingen abzuschleppen.
Vor Ort waren seit dem Unglück am 2.3. auch die "Corentia Adriana - ARM 46" und "ARM 25". Direktor Leendert Muller von Multraship hoffte auf das Einverständnis der belgischen Behörden, das Wrack zu einer geschützteren Stelle vor deren Küste verholen zu dürfen, um es dort mit dem aus Vlissingen mobilisierten Schwimmkran "Cormorant" zu drehen. Die Belgier versagten aber aus Sorge, dass das Schiff in ihren Gewässern sinken könnte, die Genehmigung, sodass das Drehen wohl vor Dünkirchen stattfinden muss. Die Arbeit dürfte rund zwei Tage dauern. Quelle: Tim Schwabedissen



Autotransporter saß vor Bremerhaven fest
(04.03.11) Der voll beladene norwegische Autotransporter "Hoegh Seoul", 68871 BRZ (IMO-Nr.: 9285495) ist am Morgen des 4.3. nach dem Auslaufen von Bremerhaven nach Antwerpen auf Grund gelaufen. Er kam wohl wegen eines Ruderschadens in der Außenweser bei Niedrigwasser fest. Gegen 10 Uhr gelang es den Schleppern "Bugsier 3", "Bugsier 4", "Bugsier 6" und "Bremerhaven", das Schiff wieder flottzumachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Fischer und Bordhund gerettet
(04.03.11) Die US Coast Guard rettete drei Personen aus Belle und ihren Bordhund, nachdem der 41 Fuß lange Kutter "Nixie" vor South Pass im Mississippi River Delta am 3.3. gesunken war. Gegen 18.40 Uhr hatte die Coast Guard New Orleans ein Mayday aufgefangen, dass das Schiff nahe South Pass auf Felsen gelaufen und am Sinken sei. Der Versuch, weitere Informationen zu erlangen, schlug fehl.
Dann wurden Signale des EPIRB aufgefangen. Ein MH-65C Helikopter der Air Station New Orleans, ein 33-Fuß-Boot der Coast Guard Station Venice, das 87 Fuß lange Küstenwachboot "Sturgeon" aus Grand Isle sowie ein Boot der Louisiana Wildlife and Fisheries kamen zu Hilfe. Gegen 20.40 Uhr sichtete die Hubschraubercrew die drei Männer auf einem Strand an der Einfahrt nach South Pass. Sie wurden aufgewinscht und zur Air Station New Orleans geflogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf norwegischer Fähre
(04.03.11) Am Morgen des 4.3. erlitt die norwegische Fähre "Stryn", 996 BRZ (IMO-Nr: 7804998), im Hafen von Kaupanger Wassereinbruch im Maschinenraum. Polizei und Feuerwehr wurden gerufen und hatten gegen acht Uhr die Lage unter Kontrolle. Da aber bereits erhebliche Wassermengen eingedrungen waren, wurde ein längerfristiges Auspumpen erwartet. Ein Boot der Feuerwehr war vor Ort, und eine Ölsperre wurde um die Fähre, die auf unbestimmte Zeit ausfällt, ausgelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



"MSC Chitra" wird gehoben und verschrottet
(04.03.11) Der Containerfrachter "MSC Chitra", der seit August 2010 vor Mumbai auf Grund liegt, wo er nach Kollision mit der "Khalijia 3" gesunken war, wird in rund einer Woche wieder aufschwimmen. Danach soll er zum Abbruch nach Alang im Bhavnagar-Distrikt von Gujarat geschleppt werden. Das Schiff hat derzeit noch 10-17 Grad Schlagseite. Die beiden Bargen "Giant 1" und "Giant 2" sind nun zu beiden Seiten festgemacht, und mit Pressluft sollte der Auftrieb erhöht werden. Zwei Schlepper sollten das Wrack dann zu einem Ankerplatz ziehen, wo es weiter gesichert wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Tod von 38 Fischern befürchtet
(04.03.11) 38 Fischer wurden vermisst, nachdem ihr Schiff am 1.3. auf dem Lake Mweru beim Versuch, Schutz vor einem Sturm zu finden, gekentert war. An Bord waren 42 Mann aus Zambia und dem Kongo. Nur vier konnten sich schwimmend an Land retten. Quelle: Tim Schwabedissen



"Mary Woods II" wird nicht wieder erstehen
(04.03.11) Der historische Flussdampfer "Mary Woods II", der am Jacksonport State Park nahe Newport, wird nicht wieder aufgebaut werden. Das Parks and Tourism Department sah dafür keine wirtschaftliche Basis. Das Schiff sank wegen eines Lecks im Januar 2010. Versuche, es zu heben, scheiterten, nachdem die Aufbauten vom Rumpf abrissen. Teile des Schiffes sollen nun verkauft werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster sank vor Keehi
(03.03.11) Der 49 Fuß lange Zweimaster "Sea Dragon" kenterte in der Nacht zum 2.3. gegen 22.15 Uhr vor der Keehi Lagoon in Honolulu Fire. Das Wrack liegt 150 Yards vor der Ewa-Seite der Piers von Keehi auf Grund, wo es an einer Mooring-Tonne ankerte. Nach einem Wassereinbruch blieb der dreiköpfigen Crew nur die Flucht von Bord, und als die Feuerwehr eintraf, ragten bereits nur noch die Masten aus dem Wasser. Ein Boot des Honolulu Fire Department brachte die beiden Männer und eine Frau an Land. Der Eigner sagte, dass die Lenzpumpen versagt hätten. Das Department of Land and Natural Resources überwachte die Untergangsstelle auf Ölverschmutzungen hin. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwimmdock in Süd-Singapur halb geborgen
(03.03.11) Eine Hälfte eines im April 2010 in Singapur in zwei Teile auseinander gebrochenen Schwimmdocks von 158 Metern Länge, 30,2 Metern Breite, einem Tiefgang von sieben Metern und einer Tragfähigkeit von 4000 Tonnen wurde von POSH Semcotook nach monatelanger Arbeit aus 15 Metern Wassertiefe gehoben. Im Dezember 2010 hatte die Firma den Auftrag erhalten, das im Schlamm eingesunkene Wrack zu heben. Zuvor hatte sich eine andere Bergungsfirma erfolglos an dem Stahlungetüm versuucht. Binnen 63 Tagen wurden unter Wasser Abdichtungs- und Schneidarbeiten mit Unterwasserschweißgerät durchgeführt. Am 18.2. dann erschien das vordere Teil des rostige Kolosses wieder an der Wasseroberfläche und wurde an seine Eigner zurück gegeben. Unmittelbar darauf begannen die Vorbereitungen zur Bergung auch des achteren Teils. Quelle: Tim Schwabedissen



Ursachenforschung auf dem Wrack der "Waldhof"
(03.03.11) Der Säuretanker "Waldhof" liegt auf unabsehbare Zeit auf dem Slip der Neuen Triton-Werft in Duisburg-Meiderich. Offizielles ist von den Eignern, der Mannheimer Rheinfracht-Reederei, einer Tochter von Lehnkering, nichts zu hören, weil es sich bei den laufenden Ermittlungen um ein schwebendes Verfahren handelt. Es gilt auch zu klären, ob es ein strafrechtliches Verschulden für die zwei Todesopfer gibt, die der Untergang auf dem Rhein forderte. Die Triton-Werft wartet den weiteren Gang der Dinge ab. Firmenchefin Petronella Jacobs hat derzeit keine Ahnung, wie es weitergeht. Denn bevor das Schiff, das nach dem Kentern im Rhein Mitte Januar und dem einem Monat, den es anschließend auf der Seite im Wasser gelegen hat, schwerste Schäden aufweist, repariert werden kann, haben Staatsanwälte, Unfallsachverständige und Experten das Kommando vor Ort. Sie haben sich daran gemacht, den Rumpf des Tankers von Bug bis Heck zu untersuchen. Wasserschutzpolizei und Staatsanwaltschaft Koblenz müssen mit der Klärung der Unfallursache auch der Schuldfrage nachgehen. Das Interesse an dem Schiff reicht aber bis ins Bundesverkehrsministerium. Das hat eigens und erstmals eine Untersuchungskommission eingesetzt und den Leiter des Dezernates Schifffahrt des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Südwest damit beauftragt. Mit der Bundesanstalt für Wasserbau und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sind weitere Behörden in das Verfahren eingespannt, die sich durch die Klärung der Unfallursache Rückschlüsse für die Verkehrssicherung und wie man solche Unfälle künftig verhindern kann, erhoffen. Denn noch ist rätselhaft, wie das mit der allerneuesten Bau- und Sicherheitsausstattung versehene Schiff so unvermittelt kentern konnte. Hat sich die Ladung aufgeschaukelt, spielt eine Rolle, dass die geladene Schwefelsäure mit hoher Dichte fast doppelt soviel wiegt wie Wasser, oder war es doch ein falsches Fahrmanöver in der schwierigen Fahrrinne an der Loreley?
Die Lecks im Rumpf wird die Werft später abdichten, bevor das Schiff dann wieder zu Wasser gelassen wird, um auf weitere Entscheidungen der Reederei bzw. der Versicherung zu warten. Mehrere hunderttausend Euro würde die Reparatur des Tankers kosten, sieben bis acht Millionen Euro ist allerdings auch der Neuwert solch eines doppelwandigen Tankschiffes mit Edelstahltanks. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter im Brønnøysund geborgen
(03.03.11) Das Rettungsboot "Uni Helgeland" sowie das Boot des Hafenmeisters in Brønnøysund haben in einer zweistündigen gemeinschaftlichen Aktion am 26.2. einen vor einer Woche gesunkenen Kutter zurück an die Wasseroberfläche gebracht. Das Wasser im Wrack wurde binnen einer halben Stunde mithilfe einer Lenzpumpe der "Uni Helgeland" entfernt, nachdem es zuvor mit einer Winde des Arbeitsschiffes angehoben worden war. DDer Kutter war seinerzeit in einem Sturm durch ein damit einhergegangenes Hochwasser förmlich unter Wasser gezogen worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Hilfloser Trawler trieb auf Åkra zu
(03.03.11) Am 2.3. gegen 7.30 Uhr geriet der norwegische, in Eigersund stationierte Trawler "Tråsavik - R 62 ES" in Probleme, nachdem sein eigenes Netz in die Antriebsdüse geraten war und er auf die Küste westlich von Åkra zuzutreiben begann. Das Rettungsboot "Bergen Kreds", das sich 4,3 Meilen westlich von Åkrehamn befand, wurde zu Hilfe gerufen. Derweil gelang es der vierköpfigen Crew des knapp20 Meter langen Trawlers, die Drift durch Ausbringen eines Ankers zu stoppen. Danach nahm die "Bergen Kreds" den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn nach Åkrehamn ein. Hier machte sich ein Taucher daran, die Scherbalken und Netzreste vom Propeller des Schiffes zu entfernen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Godafoss" mit zwei Knoten unterwegs nach Munkebo
(03.03.11) Der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Godafoss", 14664 BRZ (IMO-Nr.: 9086796), wurde im Laufe des 3. oder 4.3. bei der Fayard-Werft in Munkebo erwartet, nachdem er am Haken des Schleppers "BB Connector" die Gewässer von Grenå erreicht hatte. Vorsichtshalber betrug die Geschwindigkeit des Schleppzugs nur noch zwei Knoten, um weiteren Ölaustritten vorzubeugen. In geringer Distanz folgte das Ölbekämpfungsschiff "Mette Miljø", um in einem solchen Fall sofort eingreifen zu können. Wenn die "Godafoss" Munkebo erreicht hat, wird die Verantwortung dafür bei der Kerteminde-Gemeinde liegen. Wenn der Frachter im Trockendock in Odense liegt, wird die eigentliche Reparatur der Rumpfschäden nach der Reinigung der Tanks von der asfaltartigen Ölmasse darin etwa zwei bis drei Wochen dauern. Derweil hat das schwedische Küstenwachboot "KBV 001" nach der abgeschlossenen Ölbekämpfung vor vor Hvaler nun Langesund erreicht, wo es gereinigt werden soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter versenkte ankerndes Sportboot
(03.03.11) Die US Coast Guard und die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission wurden am 1.3. nach einer Kollision südlich von Stock Island, Florida, alarmiert. Die Coast Guard Key West erreichte um 19.15 Uhr die Information, dass der 85 Fuß lange Hecktrawler "Pirate's Pride" ein vor Anker liegendes, 17 Fuß langes Sportboot gerammt habe, das daraufhin gesunken sei. Die vierköpfige Bootscrew landete im Wasser. Zwei Boote der Coast Guard-Station Key West liefen sofort aus. Die Crew der "Pirate's Pride" hatte bei deren Eintreffen bereits drei Bootsfahrer aus dem Wasser gezogen, die vierte wurde unversehrt von einem der Rettungsboote geborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Crew der "Mooie Meid" abgebrochen - Wrack soll kieloben nach Oostende geschleppt werden
(03.03.11) Die Suche nach den drei Besatzungsmitgliedern des am 1.3. gegen 23.15 Uhr 25 Meilen vor Dünkirchen gekenterten Kutters "Mooie Meid - N 28" aus Nieuwpoort wurde in den Mittagsstunden des 2.3. erfolglos abgebrochen. Taucher waren zuvor mehrfach das kieloben in der See treibende Wrack eingedrungen und hatten sowohl die Aufbauten wie auch den Maschinenraum durchsucht, ohne die Vermissten zu finden. Die drei Männer stammten aus Arnemuiden und Ost-Souburg. Es handelte sich um zwei Brüder und deren Cousin. Angesichts der Wassertemperaturen von nur acht Grad und der verstrichenen Zeit wurde ihnen keine Überlebenschance mehr eingeräumt, zumal die belgischen Taucher auch die Rettungsmittel unbenutzt auf dem noch einen Meter aus dem Wasser ragenden Wrack vorgefunden hatten. Den Vormittag über hatten noch ein Alouette-Zivilschutz-Helikopter und ein Sea King der Base Coxyde sowie mehrere Schiffe und Rettungsboote stundenlang das Seegebiet abgesucht, ohne Hinweise auf die Fischer zu entdecken. Vor Ort herrschte ein Nordostwind von 40 Stundenkilometern. Warum der Kutter kenterte, war noch unklar. Er war ohne vorherige Notzeichen unvermittelt von den Radarschirmen verschwunden, kurz nachdem es noch Funkkontakt zu dem Kutter "Arnemuiden 22" gegeben hatte. Dabei erwähnte der nun vermisste Christiaan de Ridder, dass er in den Maschinenraum müsse. Dann erlosch das Radarecho, und Matthijs van der Ploeg vom Fangbetrieb De Rousant in Groningen erhielt kurz darauf einen Telefonanruf der Küstenwache, ob die "Mooie Meid" auf See sei. Erst 2010 waren drei Beschäftigte des Betriebes beim Muschelfang nördlich von Amelang ums Leben gekommen. Die 1989 erbaute, 19.96 Meter lange und 5,68 Meter breite "Mooie Meid" war 2002 zur der Flotte gestoßen und galt als stabiles Schiff. Es wurde meist zum Garnelenfang eingesetzt. Im Winter wurden aus Vorsichtsgründen nur leichtere Netze zum Seezungenfang verwendet. Das Wrack sollte nun voraussichtlich nach Oostende geschleppt und dort aufgerichtet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Viel Lob nach gelungener Rettungsaktion für "City Cat"-Passagiere
(03.03.11) Nach ihrer Rettung berichteten die 42 Passagiere der East by West Fähre "City Cat" von den Momenten des Schreckens in Wellington, nachdem am 1.3. mehrere Wellen die Dominion Post-Fähre auf ihrer Fahrt von der Days Bay nach Seatoun vor der Scorching Bay überflutet hatten. Im 8.05 Uhr wurden die Frontscheiben des Schiffes eingedrückt, und Splitter flogen über die Menschen im Fahrgastraum des Katamaranschiffes. Darunter befanden sich nicht nur 28 Schüler des Scots College, sondern auch ein Neunjähriger vom St Andrew's College in Christchurch, der nach dem Erdbeben mit seinem Großvater in Eastbourne gewesen war. Rund vier Tonnen Wasser waren in das Schiff eingebrochen, nachdem es mit dem Bug in die Freak-Welle hineinstieß. Eine zweite Welle brach die Türen des Schiffes auf, und ein Passagier wurde über Bord gespült. Er wurde nach seiner Rettung ebenso wie der Kapitän ins Krankenhaus gebracht. Der Kapitän hatte auch eine Kopfwunde erhalten. Beide wurden am Nachmittag des 2.3. wieder entlassen. Nach dem Wassereinbruch war Panik an Bord entstanden. Es habe sich so angefühlt, als würde das Schiff direkt auf den Meeresgrund gedrückt, berichtete ein Fahrgast. Andere sahen die verhängnisvolle Welle auf dem Oberdeck kommen. Sie rannten nach achtern, als sich das Schiff in einem 60-Grad-Winkel in den Kawenzmann bohrte. Binnen 20 Minuten waren Zodiacs herbei geeilt, die die Passagiere von dem buglastigen Schiff evakuierten. Unter den ersten Helfern vor Ort waren Mitglieder des Worser Bay Surf Life Saving Club, die die Geretteten in ihrem Vereinsheim unterbrachten, ehe sie von Angehörigen in Empfang genommen wurden. Gelobt wurden auch die Teenager an Bord, die die Ruhe bewahrt und sich sofort um die jüngeren Schüler gekümmert hätten. Maritime New Zealand nahm unterdessen Ermittlungen auf. Eine Frage war, ob die Fähre bei der stürmischen See hätte auslaufen sollen. East by West Ferries wollten eine eigene Untersuchung durchführen. Ein Sprecher sagte, die Fähren seien aber auch schon in schlechterem Wetter unterwegs gewesen. Es habe sich hier um das Zusammentreffen mit einer Freak-Welle gehandelt. In Wellington wurden Windgeschwindigkeiten an die 50 Knoten gemessen. Nachdem die "City Cat" gelenzt war, wurde sie erst in der Scorching Bay vor Anker gelegt, ehe sie nach Wetterberuhigung an ihren Liegeplatz zurück gebracht werden sollte. Bis zur Reparatur muss der Fährdienst eingeschränkt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkene Barge wird auf Ölverlust in überwacht
(03.03.11) Die in Saint John Harbour am 12.2. gesunkene Baggerbarge "Rene Brazeau" wird von der Coast Guard überwacht, um einer möglichen Ölverschmutzung vorzubeugen. Das Schiff liegt seit bald drei Wochen an Pier 12 auf Grund und hat mehrere Tonnen Öl an Bord. Bislang liefen aber nur geringe Mengen davon aus. Nach Angaben der Eigner, der R.J. MacIsaac Construction of Antigonish, N.S., sind ungefähr sechs Tonnen Diesel und etwas Hydrauliköl in den Tanks. Die Gesamtkapazität beträgt acht Tonnen. Zuvörderst gilt es nun das Öl abzupumpen. Das Department of Environment von New Brunswick überwacht die Küstenbereiche auf mögliche Ölanlandungen. Die Barge war bei der Verlegung eines Rohres für die Eastern Wastewater Treatment Facility beschäftigt gewesen, als sie an ihrem Liegeplatz unterging. Quelle: Tim Schwabedissen



No Ship Action Group macht auf "Adelaide 21"
(03.03.11) Gegner der Versenkung der australischen Fregatte HMAS "Adelaide" brachten jetzt die Befürchtung vor, dass das Schiff bei der Verschleppung von Sydney nach Avoca Beach auseinander brechen könne. Nachdem sie vor Gericht den Kampf gegen die nun für den 13. April angesetzte Versenkung verloren hatten, suchen sie offenkundig weiter nach Munition gegen die Aktion.
Die No Ship Action Group fürchtet Erosion und das Freiwerden toxischer Stoffe, obwohl das Schiff nun bereits so gründlich wie kaum ein anderes zuvor gereinigt wurde. Das Central Coast Artificial Reef Project ist entsprechend auch davon überzeugt, dass das Schiff ein großartiges Tauchziel und Habitat werden wird. Wegen des Widerstandes der No Ship Action Group, die das Administrative Appeals Tribunal anrief, hat sich die Versenkung, die für den März 2010 angesetzt war, bereits über ein Jahr verschoben werden. Die Gruppe behauptet nun, das Schiff sei nicht mehr stabil genug, um die Schleppreise zu überstehen.
Die Lenkwaffenfregatte HMAS "Adelaide" wurde in den USA erbaut und 1980 in Dienst gestellt. Anfang 2008 endete ihre aktive Laufbahn. Quelle: Tim Schwabedissen



Freak-Wave traf Fähre - 44 Personen vor Wellington abgeborgen
(02.03.11) Auf der West-Dominion-Post-Fähre "City Cat" kam es am 1.3. vor der Karaka Bay vor Wellington eine gute halbe Stunden nach dem Start der 8.05-Uhr-Fahrt von der Days Bay nach Seatoun zu einem Wassereinbruch, als eine hohe Welle die Frontscheiben des Katamaranschiffes einschlugen. Wasser flutete durch den gesamten Fahrgastraum. Ein Passagier sprang in Panik über Bord und wurde von dem Polizeiboot "Lady Elizabeth IV" gerettet. Die Fähre sackte über den Bug weg, und Surf-Lebensretter der Worser Bay sowie das NIWA-Forschungsboot machten sich daran, die Fahrgäste übers Heck abzubergen. Über 30 Menschen wurden mit einem Schlauchboot in einem halben Dutzend Überfahrten ans nahe Land übergesetzt. Insgesamt waren 41 Passagiere, darunter 25 Schüler des Scott's College, und drei Mann Crew an Bord. Zwei Personen kamen mit Verdacht auf Unterkühlung bzw. der Kapitän mit Schnittverletzungen ins Krankenhaus. Die übrigen wurden im Worser Bay Surf Lifesaving Club aufgewärmt und dann entlassen. Es sollte anschließend versucht werden, die angeschlagene Fähre in den Hafen einzuschleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach holländischer Crew gekenterten belgischen Kutters vor der französischen Küste
(02.03.11) In der Nacht zum 2.3. gegen 23.45 Uhr funkte der belgische Kutter "Mooie Meid - N 28", 64 BRZ (MMSI-Nr.: 205284000), etwas 20 Meilen vor Dünkirchen Notsignale und kenterte dann. Das Rettungszentrum in Gris-Nez ließ daraufhin eine große Suchaktion für die dreiköpfige Crew aus Arnemuiden anlaufen. Beteiligt waren zwei belgische Helikopter aus Koksijde mit Tauchern an Bord, ein Schiff der französischen Marine, mehrere belgische Schiffe der Küstenwachen aus Oostende und Nieuwpoort, die "Anglian Monarch", zwei französische SAR-Schiffe sowie drei Frachter. Um 4.45 Uhr des 2.3. wurde die Suchaktion bis Tagesanbruch unterbrochen. Die belgischen Taucher vermochten, ins Ruderhaus des Kutters vorzudringen, fanden aber keinen der Vermissten, deren Überlebenszeit bei acht Grad Wassertemperatur begrenzt ist. Der Kutter lief für die Roussant B.V., Knokke Heist und ist 19,6 Meter lang. Er entstand 1989 bei den West Vlaamse Scheepswerven, Oostkamp..Quelle: Tim Schwabedissen



Schweißfunken trafen Azetylen-Kanister - Explosion und Großfeuer
(02.03.11) Am 28.2. gegen neun Uhr kam es auf dem unter Panama-Flagge laufenden Thunfischfänger "Lautaro" zu einer Explosion und nachfolgend Feuer, während das Schiff in Manta Equador lag. Weil das Schiff erhebliche Brennstoffvorräte - 60000 Gallonen Diesel und 1200 Gallonen Gasöl - an Bord hatte, wurden zahlreiche Löschfahrzeuge und ein Schlepper mit Löschausrüstung gerufen. Erst nach mehreren Stunden, während denen sich eine weitere Explosion ereignete, konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Sieben Menschen, darunter Besatzungsmitglieder und Feuerwehrangehörige, erlitten Verbrennungen und Rauchvergiftungen, einer musste ins Krankenhaus. Die Explosion hatte ishc bei Schweißarbeiten ereignet, nachdem Schweißfunken in einen mit .Azetylen gefüllten Kanister geflogen waren. Die "Lautaro" (IMO-Nr.: 8134663) wurde 1982 erbaut und läuft für die Cannavo Venezuela. Quelle: Tim Schwabedissen



"Jason" an Land abgesetzt
(02.03.11) Der Schwimmkran "Totan" von Teffers in Haarlem hat am Morgen des 1.3. das ausgebrannte Wrack der Motoryacht "Jason" zur Seaport Marina in Ijmuiden gebracht, nachdem zuvor die Bergung erfolgreich hatte abgeschlossen werden können. Die "Bever" transportierte den Kran mit dem Boot in den Hebestropps in den Sportboothafen, wo es an Land abgesetzt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Auf Grund gelaufenes Binnenschiff blockierte Elbe
(02.03.11) Ein Binnenschiff ist am 1.3. bei Coswig (Landkreis Wittenberg) auf Grund gelaufen und hat die Fahrrinne der Elbe blockiert. Bis zum Abend schlugen alle Versuche zur Bergung fehl. Das Schiff war mit 961 Tonnen Harnstoff beladen. Zur Bergung des quergeschlagenen Havaristen wurde ein Schlepper angefordert. Das Schiff der Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden konnte, unterstützt von einem Schubschlepper, den Havaristen in der Nacht zum 2.3. befreien. Die Schifffahrt an der Unfallstelle wurde erst in den Morgenstunden des 2.3. teilweise wieder freigegeben werden. Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der Kapitän des Binnenschiffes die Fahrwassertiefe von 2,24 Metern nicht beachtet, und sein Schiff war zu schwer abgeladen. Es wurde mit einem Fahrverbot belegt und musste einen Teil seiner Ladung auf ein anderes Binnenschiff leichtern. Die Wasserschutzpolizei leitete Bußgeldverfahren gegen den Kapitän ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Suchen nach vermisstem Kutter in der Nordsee
(02.03.11) Ein mit einem Mann besetzter norwegischer Kutter wurde am 1.3. vermisst, nachdem er zuletzt am 28.2. rund 35 Meilen westlich von Hirtshals von Fischerkollegen zwischen 13 und 14 Uhr gesichtet worden war. Helikopter und Suchflugzeuge wurden alarmiert. Am Abend des 1.3. wurde die Suche für die Nachtstunden unterbrochen, um am Morgen des 2.3. fortgesetzt zu werden. Bislang wurden die Sucheinheiten in dem Gebiet zwischen , Hirtshals und Hanstholm nicht fündig. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige Kutterfischer nach 20 Minuten aus der See gerettet
(02.03.11) Am 1.3. um 15.30 Uhr sank bei Nordostwind von 45 km/h der 12 Meter lange Trawler "Vagabond" aus Roscoff 14 Meilen nördlich der Insel Batz. Die dreiköpfige Crew wurde von dem 22 Meter langen Trawler "Steren Mor" aus demselben Heimathafen gerettet. Sie hatten 20 Minuten in dem 10 ° Celsius kalten Wasser getrieben. Die Geretteten wurden um 17.45 Uhr in Roscoff erwartet. Ein Dolphin Helikopter der Marinebasis Lanvéoc blieben bis dahin in Alarmbereitschaft. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach "Amethyst" eingestellt
(02.03.11) Die aktive Suche nach dem seit 20 Tagen in der Ochotischen See vermissten russischen Trawler "Amethyst" wurde am 1.3. eingestellt. Der Eigner gab bekannt, keine weiteren Flüge des bei der Suchaktion eingesetzten MI-8 Helikopters finanzieren zu können. Das Notfallministerium kann sich ebenfalls keinen Einsatz seines Hubschraubers leisten, und die an der Suche beteiligten Fischereifahrzeuge kehrten auf Fang zurück. Die Suche könnte wieder aufgenommen werden, wenn sich irgendeine Spur der "Amethyst" findet. Die vor der Westküste von Kamtschatka operierenden Trawler ebenso wie Grenzschutzschiffe und Flugzeuge über dem Seegebiet wollten aber weiterhin Ausschau halten. Bislang wurden zwei leere Rettungsinseln und acht Schwimmkörper von Hummerfallen als einzige Überbleibsel des mit 23 Mann besetzten Schiffes entdeckt. Der letzte Funkkontakt bestand am 10.2. Die Suche begann am 12.2. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Expeditionsyacht eingestellt
(02.03.11) Die Suche nach der 14 Meter langen norwegischen Expeditionsyacht "Berserk" und ihrer dreiköpfigen Crew wurde am 1.3. um 1.630 Uhr offiziell eingestellt, nachdem im Rahmen der einwöchigen SAR-Operation lediglich eine leere Rettungsinsel entdeckt worden war. Nach Angaben der Maritime New Zealand Safety Services wurden alle in Frage kommenden Seegebiete intensiv abgesucht. Bei den in der Ross-See herrschenden Temperaturen wurde nun der Punkt überschritten, ab dem es keine Überlebenschance mehr gibt. Das Rescue Coordination Centre New Zealand (RCCNZ) hatte am 22.2. gegen 17 Uhr ein EPIRB-Signal der "Berserk" aufgefangen, die sich zu der Zeit 18 Meilen nördlich der Scott Base befand. Beim Vorliegen neuer Informationen könnte die Suche wieder aufgenommen werden. Den beteiligten Schiffen "Steve Irwin" und "Professor Khromov", auch bekannt als "Spirit of Enderby", wurde ebenso Dank ausgesprochen wie HMNZS "Wellington" der neuseeländischen Marine und den angeschlossenen Institutionen und dem Personal der McMurdo Station. Über 25,000 Quadratkilometer wurden in 141 Suchstunden abgedeckt. Davon entfielen auf HMNZS "Wellington" 12 Stunden, die "Steve Irwin" 84 Stunden, ihren Helikopter 21 Stunden und die "Professor Khromov" 24 Stunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Boot vor Coromandel-Küste vermisst
(01.03.11) Vor der südlichen Coromandel-Küste ist das Motorboot "The Deceiving" verschwunden. Es hatte Whangamata Harbour am 1.3. gegen 11.15 Uhr verlassen und wird seither vermisst. Die Polizei in Whangamata hatte keine Erkenntnisse, wieviele Personen an Bord waren. Das Boot war möglicherweise auf Fischfang in Richtung Mercury Islands, 20 Kilometer vor der Küste, unterwegs. Eine SAR-Operation durch ein Flugzeug wurde erwogen. Die See war ruhig. Quelle: Tim Schwabedissen



Motoryacht nach Brand Totalverlust
(02.03.11) Auf der 45 Fuß langen Fiberglas-Motoryacht "Outrageous" brach in der Hampton River Marina in der Nacht zum 1.3. ein Feuer aus. Ein Feuerwehrmann wurde bei der Brandbekämpfung leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die "Outrageous" aus Newport, Delaware, wurde so schwer beschädigt, dass sie ein Totalverlust ist. Der Motor und die Funkanlage könnten aber noch verwendet werden. Der Brand an der 55 Harbor Road war um 22.27 Uhr gemeldet worden. Die Feuerwehr hatte ihn binnen einer Dreiviertelstunde unter Kontrolle und blieb bis gegen zwei Uhr am 1.3. vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Unterwasserarchäologen entdeckten Musik der Goldrauschzeit in altem Raddampfer
(02.03.11) Archäologen haben herausgefunden, was für Musik in der Zeit des Goldrauschs in Klondyke gehört wurde. Sie fanden Tonaufzeichnungen auf dem110-Jahre alten Wrack des Raddampfers "A.J. Goddard", der im Oktober 1901 im Lake Laberge, nördlich von Whitehorse, sank. Es handelte sich um drei Schallplatten und ein Grammophon. Bei den Aufnahmen handelte es sich u.a. um den Rendezvous Waltz und eine seltene Aufnahme des um 1820 unter Goldsuchern populär gewordenen Ma Onliest One. Der Dampfer war im Sommer 2009 vom U.S. Institute of Nautical Archaeology und dem Yukon Transportation Museum auf dem Grund des Sees gefunden worden. Die "A.J. Goddard" transportierte Goldgräber und Ausrüstung auf dem Yukon River, bis sie am 22.10. 1901 im Sturm auf dem Lake Laberge unterging. Drei Mann der Crew ertranken, zwei wurden gerettet. Nachdem das Schiff wieder entdeckt wurde, gelang es, zahlreiche Artefakte wie Kleidung und Werkzeug zu bergen. Die Musik der Goldrauschtage soll nun auch künftig im Yukon Transportation Museum erklingen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in konzertierter Aktion vor dem Untergang bewahrt
(02.03.11) Vier Kutter und ein Rettungsboot kamen vor der Nordwestküste von Rum am 1.3. dem Kutter "Caralisa" zu Hilfe, der um 05.53 Uhr leckgeschlagen war. Die "Rebecca Janeen", "Ocean Hunter", "Viking Borg" und "Amethyst" setzten ihre Pumpen ein, um den Wassereinbruch im Maschinenraum und der Fischluke unter Kontrolle zu bekommen. Sie wurden verstärkt durch das RNLI-Boot aus Mallaig. Nachdem der Kutter stabilisiert war, wurde die "Caralisa" samt ihrer vierköpfigen Crew nach Mallaig eingeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Wasser zu warm - "Godafoss" verlor verflüssigtes Öl
(02.03.11) Der am 17.1. im Olofjord gestrandete Frachter "Godafoss" verlor auf der Fahrt von Hvaler zur Fayard-Werft in Odense vor der norwegisch-schwedischen Grenze vor der schwedischen Westküste am 1.3. Öl. Die "KBV 051" wurde ebenso wie andere Einheiten der schwedischen Küstenwache in Marsch gesetzt, um das in einem Streifen entlang der Küste treibende Öl aufzunehmen. Ein Flugzeug der Küstenwache überwachte das Gebiet. Bislang wurden 60 bis 70 Liter Öl aus dem Meer in der Nähe von Göteborg aufgenommen. Die norwegische "Oljevern 01" ging bei Strömstad auf standby. Das Öl wird voraussichtlich am 2.3. das Land erreichen. Der Ölteppich war dünn, erstreckte sich aber über 55 Kilometer. Gefährdet waren auch die Koster-Inseln. Das Problem trat auf, als die "Godafoss" sich in wärmere Gewässer bewegte und das Öl entsprechend dünnflüssiger wurde. Gegen 18 Uhr befand sich das Schiff an der Grenze zwischen den dänischen und schwedischen Gewässern. Insgesamt befanden sich noch 90 Kubikmeter Öl in den Tanks. Quelle: Tim Schwabedissen



Missglücktes Ausweichmanöver - Geschirr flog durch die Kajüte
(02.03.11) Am 28.2. gegen 21 Uhr kollidierte das deutsche Binnenschiff "Umschlag" (MMSI-Nr.: 211465740), auf der Fahrt Richtung Niedersachsen nach einem misslungenen Ausweichmanöver auf der Weser in Höhe des Fuldahafens unter der Autobahnbrücke bei Bremen-Arsten in Bremen-Hemelingen mit einem polnischen Entgegenkommer. Es hatte sich eigentlich mit ihm über die Passage über Funk abgesprochen, doch das Manöver ging schief. Das polnische Schiff kam auf Kollisionskurs entgegen, und ein Ausweichmanöver war nicht mehr möglich. Der Zusammenstoß war so heftig, dass ein Besatzungsmitglied, das sich in seinem Logis am Bug aufhielt, aus dem Wohnraum direkt ins Schlafzimmer geschleudert wurde und dort Teller und Gläser aus den Schränken stürzten. Durch den Aufprall wurde ein großes Loch in den Bug der 85 Meter langen und neun Meter breiten "Umschlag" gerissen, so dass es zu einem massiven Wassereinbruch im leeren Laderaum kam. Dennoch schaffte der Binnenschiffer es noch, das in den Fuldahafen Hemelingen zu bringen. Als die Feuerwehr dort ankam, stand das Wasser im Vorschiff bereits etwa einen Meter hoch. Die Einsatzkräfte schlängelten das Schiff ein, weil Betriebsstoffe ausliefen. Den Sachschaden schätzte die Feuerwehr auf 50.000 Euro. Mit mehreren Pumpen wurde das eindringende Wasser gelenzt. Beim polnischen Unfallkontrahenten entstand nur geringer Sachschaden, die "Umschlag" musste in eine Emder Werft geschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Nebelfahrt endete an Felsen
(01.03.11) Am 1.3. gegen 8.30 Uhr rammte die norwegische Fähre "Fanafjord", 4325 BRZ (IMO-Nr.: 9344758), gegen Felsen bei Halhjem, als sie auf den Fugleskjarskai zuhielt. Dabei wurde der Bug so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass die Fähre mindestens bis zum kommenden Wochenende zur Reparatur ausfällt. Die Havarie ereignete sich in extrem dichtem Nebel. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der "Jason" zerbröselt bei der Hebung
(01.03.11) Die Bergungsfirma Treffers aus Haarlem hat am 28.2. die am vergangenen Wochenende in Ijmuiden ausgebrannte und gesunkene Motoryacht "Jason" geborgen. Taucher brachten zwei Hebeschlingen unter dem gesunkenen Wrack an, danach konnte es gehoben werden. Das Reinigungsboot "Main V" hat dann das Wasser ausgepumpt. Durch die Hebestropps war ein Knick im Rumpf entstanden, weil die strukturelle Integrität durch das Feuer beeinträchtigt worden war. Kleinere Bruchstücke rissen bei der Hebung ab und trieben im Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Kollision von Binnentankern
(01.03.11) Am 28.2. gegen 19 Uhr sind nahe Kinderdijk am Zusammenfluss der Lek, der Noord und der Nieuwe Maas die Binnentankschiffe "Brandaris", 1188 ts (ENI-Nr.: 02317177), und "Kotank 3", 2120 ts (EU-Nr.: 2320288), kollidiert. Zwei Personen wurden dabei verletzt, einer konnte ambulant behandelt werden, der andere ins Krankenhaus. Beide Tanker wurden im Bugbereich beschädigt.
Die "Kotank 3", die mit einer Ladung Gasöl unterwegs war, erlitt ein einen Quadratmeter großes Leck. Sie kam aus Rotterdam, als ihr aus nördlicher Richtung die "Brandaris" mit Kurs Rotterdam entgegenkam. Die "Kotank 3" musste in Kinderdijk an den Kai gehen. Die "Brandaris" sollte bei der Werft Schram in Bolsnes repariert werden. Die Schifffahrt wurde für kurze Zeit gesperrt. Die "Brandaris" entstand 1974 als deutsche "Plock" auf der Stocznia Remontowa, Wroclaw. Sie läuft seit 1983 als "Brandaris" und ist 79,51 Meter lang, 8,98 Meter breit bei 2,6 Metern Tiefgang.
Die "Kotank 3" entstand 1992 bei der K. Damen Europe BV, Hardinxveld-Giessendam und wurde bei Bayens, Raamsdonksveer, ausgerüstet und an die Kotank Dochters & Zn. in Dordrecht abgeliefert. Sie ist 109.9 Meter lang, 10,47 Meter breit und hat 2,77 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Tod in der Schiffs-Sauna
(01.03.11) Auf dem ukrainischen Schulschiff "NTS-313" brach am 26.2. im Hafen von Nikolayev ein Feuer aus. Dabei kam in dessen Sauna ein Bootsmann ums Leben. Die städtische Feuerwehr löschte den Brand auf dem Schiff der Kiev Academy of Waterways. Quelle: Tim Schwabedissen



Rostocker Firma soll "Nordland 1" bergen
(01.03.11) Noch ist es ruhig am Strand von Borkum. Die Insulaner haben sich inzwischen an den Anblick des gestrandeten Frachter "Nordland I" gewöhnt, und von vorbereitenden Arbeiten an dem Schiff war bis Ende Februar noch nichts zu sehen. Hinter den Kulissen wurde währenddessen allerdings heftig gerechnet und kalkuliert: Denn am 18. März läuft die vom Wasser- und Schifffahrtsamt Emden gesetzte Frist ab.
Spätestens dann muss die "Nordland 1" von der Borkumer Promenade verschwunden sein. Die Bergung des vor drei Wochen gestrandeten Schiffes wird tatsächlich in den nächsten Tagen beginnen. Eine Rostocker Firma wurde von den Versicherungen damit beauftragt. Eigentlich haben es die Borkumer gar nicht so eilig, ist das Schiff doch in den vergangenen Wochen zu einer vielbestaunten und -fotografierten Touristenattraktion geworden. Quelle: Tim Schwabedissen



Notstromaggregat von gesunkenem Flusskreuzfahrer entwendet
(01.03.11) Erst tobten sich Vandalen auf dem gesunkenen Flusskreuzfahrtschiff "Victoria Cruziana" aus, das in Passau nach wie vor auf Grund liegt. Jetzt haben auch die Diebe damit angefangen, das marode Schiff auszuschlachten. Bislang unbekannte Täter entwendeten in den vergangenen zwei Wochen von dem im Passauer Bayernhafen liegenden Wrack ein auf dem Heck stehendes Notstromaggregat. Der Verlust wurde von Beamten der VPI Passau bei einem Kontrollgang auf dem mit den Aufbauten noch aus dem Wasser ragenden Schiff festgestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Dieselleck der "Vagel Grip" mit Mülltüte abgedichtet
(01.03.11) Bis zu 20 Zentimeter dick ist das Eis rund die gesunkene "Vagel Grip" im Rostocker Stadthafen. Es ist teilweise bräunlich verfärbt durch Diesel, der aus dem Wrack austritt. Mit einer Kettensäge bahnte sich ein Mitglied der Baltic-Taucher am 28.2. den Weg zu dem gesunkenen Kutter. Er erkundete, wie der Treibstoff aus dem Havaristen abgepumpt werden kann und versuchte, das Dieselleck provisorisch mit einer Mülltüte abzudichten. Der Kraftstoff entwich aus dem Entlüftungsrohr des Tanks. In der "Vagel Grip", von der nur noch die Aufbauten aus dem Eis ragen, befindet sich noch eine Tonne Diesel.
Die Tür zum Maschinenraum hat der Taucher deshalb vorsorglich gar nicht erst geöffnet, um einen möglichen Ölaustritt von dort zu verhindern. Wann der Diesel abgepumpt wird, war ebenso wenig klar wie der Zeitpunkt, wann "Vagel Grip" selbst geborgen wird. Möglicherweise muss die Stadt in Vorleistung gehen und das Geld dann vom Eigentümer zurückholen. Am 15. Januar sank die "Vagel Grip" der Ostsee Touristik AG. Es war bereits der dritte Untergang. Zwei Jahre nach dem Stapellauf 1943 wurde das Schiff von einer Mine getroffen und ging vor Sassnitz unter. Im Jahr 2010 schlug der Kutter in Warnemünde leck. Bis 2005 gehörte das Schiff zum Verein "Likedeeler", dann verkaufte es die Hansestadt Rostock an die jetzigen Eigner. Quelle: Tim Schwabedissen



Innovative Yacht wird nun repariert
(01.03.11) Die Reparatur der innovativen Yacht "Ecolution" von Wubbo Ockels kann in Kürze beginnen. In den vergangenen zwei Monaten wurde durch Eigner und Versicherung geprüft, ob eine Wiederherstellung möglich war. Nach einer gründlichen Analyse gab es nun grünes Licht. Am 1.12. vergangenen Jahres sank der Zweimaster des ehemaligen Astronauten in Reitdiep und wurde dabei schwer beschädigt. An derselben Stelle soll die auf ein Jahr veranschlagte Reparatur auch durchgeführt werden. Bis Juli soll zunächst das einzigartige Segelsystem instand gesetzt werden, im folgenden Winter die Restarbeiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Ältester Flugzeugträger der Welt dem Themseschlamm entrissen
(01.03.11) In der Themse wurden jetzt die Überreste des wohl ältesten Flugzeugträgers der Welt, der "H 21" auf einer Flussbank verrottend ausgemacht. Die Schiffsreste wurden lange Zeit als vermeintlich gewöhnliches altes Wrack im Schlamm ignoriert. Doch ein Schifffahrtsjournalist ordnete den Schiffsrest jetzt einem Thorneycroft Seeflugzeug-Leichter aus dem Jahr 1918 zu. Das Wrack ist 58 Fuß lang und hat mit den heutigen Flugzeugträgern nichts gemein. Es vermochte aber erstmals im 1. Weltkrieg ein Flugzeug zu transportieren. Der historische Fund wurde nun geborgen und wird durch Experten des Fleet Air Arm Museum in Somerset restauriert.
Die Thorneycrofts transportierten Flugzeuge, die in den Wind geschleppt und dann zum Start gebracht wurden, und nahmen sie nach der Wasserlandung wieder auf. Dadurch wurde deren Einsatzbereich erheblich erweitert. Der Museumsdirektor Graham Mottram ist begeistert. Er hatte keine Hoffnung, noch jemals ein solches Schiff zu finden. Nur ein weiteres Exemplar liegt als Wrack auf dem River Hamble in Hampshire. Bei Ebbe ist es sichtbar und könnte noch einige Teile für die Wiederherstellung der "H 21" hergeben. Nach der Restaurierung soll der kleine Flugzeugträger, von dessen Typ 50 Boote entstanden, im Fleet Air Arm Museum mit einer Sopwith Camel auf Deck ausgestellt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre drohte nach Wassereinbruch zu kentern
(01.03.11) 85 Passagiere der philippinischen Fähre "Katrina V" wurden am Abend des 27.2. vor Pilas Island unweit der Häfen Jolo, Sulu and Zamboanga City gerettet. Das Schiff drohte in stürmischer See zu sinken, nachdem im Seegang gegen 20 Uhr die Maschine nach Wassereinbruch ausgefallen war. Der Kapitän ließ dann Rettungswesten ausgeben, und ein Kutter aus Zamboanga City nahm alle Fahrgäste an Bord. Sie wurden dann durch die "Ever Queen of Emilia" zu ihrem Fahrtziel gebracht. Ein Schlepper zog derweil die "Katrina V" in den Hafen. Auch die 12-köpfige Crew blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Greenpeace-Schiff in 11 Meter hohen Wellen in Seenot
(01.03.11) Die kanadische Coast Guard eskortierte das holländische Greenpeace-Schiff "Artic Sunrise", 949 BRZ (IMO-Nr.: 7382902), nach St. John's, nachdem es am 26.2. in einem Sturm mit 11 Meter hohen Wellen gegen 17 Uhr Notrufe gefunkt hatte. Ein Container hatte sich im Laderaum losgerissen und das Schiff beschädigt. Das Küstenwachschiff "Leonard J. Cowley" kam der "Arctic Sunrise" zu Hilfe, die sich auf der Reise von Boston nach Amsterdam befunden hatte und 530 Kilometer südlich von Cape Race stand. Die 18-köpfige Crew war zwar von dem Sturm mitgenommen, aber ansonsten unverletzt. Am 28.2. gegen Mitternacht wurde das Schiff, das sechs Tage zuvor Boston verlassen hatte, in St. John's erwartet. Das als Eisbrecher konzipierte Schiff stieß 1995 zur Greenpeace-Flotte. Es ist 49 Meter lang. Quelle: Tim Schwabedissen



Warten auf Wetterbesserung für Suche nach Männern der "Faro de Hércules"
(01.03.11) Die chilenische Marine hoffte, am 1.3. die Suche nach den vier Vermissten des Trawlers "Faro de Hércules" fortsetzen zu können. Das Schiff war am 3.2. auf Seehechtfang gegangen und am 24.2. im Sturm 440 Kilometer nordwestlich von Punta Arenas gekentert. Ein Schiff der General Services of Punta Arenas and Puerto Natales, zwei Suchflugzeuge, ein Marinehubschrauber, die "Remolcador Lautaro" und die "OPV Piloto Pardo" waren an der Suche beteiligt.
Der unter chilenischer Flagge laufende Longliner war 52.6 Meter lang und 9.5 Meter breit. Er entstand 1992 für Pesca Chile. In dem Suchgebiet nahe des Golf von Trinidad wurden bislang sechs Säcke und einige andere Teile des Schiffes gefunden. Der Untergang ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass die Gefährlichkeit des Wetters unterschätzt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Familie trieb nach Bootsbrand 11 Stunden im Meer
(01.03.11) Der Versorger "Champion" rettete am 24.2. eine fünfköpfige Familie in der Philippinischen See, als er auf dem Weg war, weitere Besatzungsmitglieder an Bord zu nehmen. Im Wasser wurde ein Mann entdeckt, der nach seiner Rettung das Schiff zu einer Position in 500 Yards Entfernung dirigierte. Dort entdeckte die Versorgercrew weitere Schiffbrüchige, darunter zwei Kinder im Alter von vier und fünf Jahren.
Sie hatten sich bereits seit über 11 Stunden im Wasser befunden, nachdem ihr Boot Feuer gefangen hatte und gesunken war. Sie klammerten sich an ein treibendes Trümmerteil. Alle waren entkräftet und dehydriert und hatten zum Teil Verbrennungen erlitten. Ein sechster Mann, der Großvater, war vor der Rettung ertrunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Wasser statt Jakobsmuscheln in Kutter bei Lerwick
(01.03.11) Der Muschelkutter "Kestrel (LK268)" geriet am 28.2. gegen 10 Uhr mit zwei Mann Crew vor Lerwick durch Wassereinbruch in Seenot. Das Schiff funkte von einer Position 3,5 Meilen südöstlich von Whalsay Notrufe, woraufhin die Shetland Coastguard das RNLI-Boot aus Lerwick sowie einen Coastguard-Helikopter in Marsch setzte. Dieser wurde zurück gerufen, nachdem das Rettungsboot vor Ort war und eine Lenzpumpe angeschlagen hatte. Die "Kestrel" konnte so stabilisiert und von dem Rettungsboot eingeschleppt werden, während der Hafenschlepper "Kebister" es eskortierte. Gegen 14 Uhr war der Kutter im Hafen fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Feuer auf Fährboot in Port Harcourt
(01.03.11) Ein Fährboot geriet am 28.2. an der Nembe Waterside, einer Siedlung in Port Harcourt, eine Meile von der Hafenmole entfernt in Brand. Mehrere Passagiere sprangen über Bord und schwammen an Land. Ein Mann ertrank aber. Möglicherweise transportierte das Boot Petroleum oder Öl in Fässern, die das Feuer verursachten. Die Feuerwehr konnte das Boot nicht mehr retten. Quelle: Tim Schwabedissen



11 Tote nach Trawlerunglück befürchtet
(01.03.11) Fünf Seeleute kamen ums Leben, sechs weitere wurden vermisst, nachdem ein Trawler am 28.2. gegen ein Uhr auf ein Riff vor der ostchinesischen Küste lief. Alle 11 Mann waren nach dem Kentern ins Wasser nahe Dongji Isle vor der Küste von Taizhou City in der Zhejiang Provinz gestürzt. Gegen ein Uhr startete durch das SAR- Center der Stadt eine Suchaktion durch 10 Schiffe und einen Helikopter. Bis gegen vier Uhr waren aber nur fünf Tote entdeckt. Quelle: Tim Schwabedissen



Einfahrt verpasst - Schiff verloren
(01.03.11) Ein Sportboot verpasste die Zufahrt zum Lake Worth Inlet a 26.2. und landete auf der Mole an der Nordseite. Die Palm Beach County Sheriff's Marine Unit wurde gerufen. Warum der Skipper die Kontrolle über das Boot verlor, war unbekannt. Eine Bergungsfirma wurde gerufen, es zu beseitigen, doch durch wiederholtes Aufschlagen auf Felsen begann es bereits auseinanderzubrechen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter im vierten und letzten Anlauf auf den Haken genommen
(01.03.11) Der Schlepper "Viking" kam am Morgen des 27.2. dem im Sturm in Seenot geratenen Kutter "Meridian" aus New Bedford vor Cape Ann in im nördlichen Teil der Massachusetts Bay zu Hilfe. Gegen 9.30 Uhr hatte der Kutter auf der Position 42. 48' N 070.31' W Notrufe gefunkt. Die "Viking" befand sich fünf Meilen nordöstlich von dort und wurde von der Coastguard um Hilfe gebeten.
Als das Schiff der K-Sea Transportation dort eintraf, herrschten Ostwinde an die 30 Knoten und eine Wellenhöhe bis zu 10 Fuß. Die "Viking" wurde 500 Fuß an den Kutter herangebracht und dann eine Leine abgeschossen. Erst im vierten Versuch gelang es, diese mit der letzten Rakete aufzunehmen. Um 11:30 Uhr war der Kutter auf dem Haken. Es ging mit langsamer Fahrt Richtung Boston. Um14:25 Uhr wurde die Schleppleine an ein Schiff der Küstenwache aus Gloucester übergeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Große Wrackräumung in Terrebonne Parish
(01.03.11) Die Überreste von an die 100 Wracks und aufgegebenen Schiffen sollen in diesem Frühjahr aus den Gewässern um Terrebonne Parish geräumt werden. Dazu hat die Regierung 530000 Dollar bereitgestellt, die eigentlich für Schadensbeseitigung nach dem Hurrikan Ike vorgesehen gewesen waren.
Die Räumung soll in zwei Phasen vonstatten gehen. In rund einem Monat sollen Wracks aus Grand Caillou und Dulac beseitigt werden. Hier wurden 43 der insgesamt 94 Objekte ausgemacht. In der zweiten Phase werden aufgegebene Fahrzeuge in Dularge, Grand Caillou, Dulac, Petit Caillou, Terrebonne und Pointe-aux-Chenes aus dem Wasser geholt. Hierfür hatten die örtlichen Stadtvertreter bereits seit Jahren gekämpft.
Ende 2010 wurden Bootseigner ein letztes Mal aufgefordert, für ihren Besitz Verantwortung zu übernehmen. Danach sollen nun die Schiffe zerstört werden. Zuletzt im Jahre 2009, hatte die Coast Guard Schiffe, die von den Hurrikanen Katrina und Rita versenkt worden waren, geborgen. Wracks, die offenbar nicht durch diese Stürme zu Schaden gekommen waren, wurden zurück gelassen.
Bei dem aktuellen Projekt sollen nur Schiffe mit Stahlrümpfen im Wasser liegen blieben, weil diese aufwändiger zu räumen sind als Holzboote, und eine größtmögliche Anzahl von Schiffen beseitigt werden soll. Die Wracks stellen auch Gefahren für die Schifffahrt dar, nicht zuletzt, wenn sich Trümmerteile losreißen oder sie unsichtbar unter Wasser liegen.
Bei Stürmen kann sich auch die Lage verändern, und es können noch Öl- oder Gasvorräte an Bord befinden sowie andere umweltschädliche Stoffe z.B. aus Klimaanlagen. Viele der Boote sanken in lange zurückliegenden Stürmen, doch etliche werden auch aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben und sich selbst überlassen. Darunter sind auch einstige Kutter, die zuletzt als Wohnschiffe dienten und beim Fortzug der Bewohner zurück blieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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