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Die Marine-Story des Monats

Garantiert kein Seemannsgarn ;-))






Horatio Nelson und die Schiffspflege
In der Flotte Horatio Nelsons bestand hinsichtlich der Pflege vom Heimathafen und damit von Werften entfernt operierenden Schiffen der strikte Befehl, dass jeweils die Ein- und Durchschüsse in der Bordwand, sollte ein Schiff solche erlitten haben, vor dem Malen durch Kork abzudichten seien.
In einer ruhigeren Periode hatte sich auf dem Linienschiff HMS Vengeance - wie damals nicht unüblich - auch die Gattin des Kommandanten eingeschifft. Und diese fühlte sich damit gleichzeitig befugt, einen Teil der Kommandantenrechte wahrzunehmen.
Durch ihre Einmischung in den Dienstbetrieb wie auch in privatpersönliche Sphären blieb es schließlich nicht aus, dass sich die hochgestellte Dame bei einem Teil der Besatzung langsam aber zielsicher missliebig machte, bei Offizieren gleichermaßen wie bei Unteroffizieren und bei den Mannschaften.
Nun war HMS Vengeance von Natur und Aufgabenstellung ein Kriegsschiff Seiner Majestät. Und auf Kriegsschiffen haben Langhaarige normalerweise nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Das hatte sich auch bis zu den Schiffbauern herumgesprochen.
Sanitäre Anlagen für das „andere“ Geschlecht wurden daher auch gar nicht berücksichtigt und nicht eingebaut. Ergo blieb der honorigen Kommandeuse nur der Weg, die an Bord übliche Anlage „only for men“ zu benutzen. Und diese Anlagen waren, ihrer Zeit entsprechend, als es noch keine WC's mit Deckelklappe und Fließwasser gab, denkbar primitiv. Mangels einer dauernd fließenden See-Wasserleitung bestanden sie im freien Überhängen an der Bordwand. Auf diese war nun auch Horatios bessere Hälfte angewiesen.
Es ereignete sich nun, dass gerade, als ein Außenbordsreiniger dort mit dem Teerquast den Anstrich des Schiffes ausbesserte, das „zweite Gesicht“ der Dame über den saphirblauen Wassern erschien. Welch eine Gelegenheit: Schnell nutzte der Seemann diese Situation mit einem kühnen Schwung des Quastes zu einem schwarzen Anstrich aus.
Der Zustand war unausbleiblich. Rache schnaubend forderte die Beleidigte einen Kommandantenrapport. Der arme Ehemann, der eine persönliche Auseinandersetzung in einen dienstlichen Straftenor verwandeln sollte, sah sich zwischen zwei Stühle gesetzt und in einer verzweifelten Lage.
Schließlich sprach er das salomonische Urteil: .... . bestraft for painting uncorked wholes.“



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