EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Großsegler:
Die 'Pogoria'

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Gebaut 1980 in der Werft von Gdansk, getakelt als Barkentine, nahm sie am Tall Ship Race 1980 in der A-Klasse, der größten Segelschiffe der Welt, teil. Beide Wettfahrten dieser Regatta beendete das Schiff als erstes in seiner Klasse und erhielt den inoffiziellen Titel des "schnellsten Segelschiffes". Sie wurde für Jugendliche vom Verein der "Eisernen Schäkel" gebaut. Diese Einrichtung hilft Jugendlichen aus ganz Polen, sich mit dem Meer vertraut zu machen. Die vier gekreuzten Schäkel auf dem Rahsegel sind ihr Wahrzeichen.

Die Schulferien dauern vom Juni bis September. In den übrigen Monaten macht das Schiff Charterfahrten, beispielsweise in die Karibik unter dem Motto: "Auf den Spuren von Kapitän Blood und seiner Seeräuber".

Die Auftraggeber hatten die unterschiedlichsten Wünsche. Winter 1980/81 ist sie im Auftrag der Polnischen Akademie der Wissenschaften zum Südpolarbecken ausgelaufen, um die Forscher, die in der antarktischen Forschungsstation überwintert hatten, nach Polen zurückzubringen.
Während der 132 Tage dauernden Seereise legte das Schiff 21.000 Seemeilen zurück, durchquerte alle Klimazonen, durchsegelte die "brüllenden Vierziger" und "heulenden Fünfziger" und passierte nahe Kap Hoorn die Drakestrasse. "POGORIA" segelte durchschnittlich 200 Seemeilen pro Tag und kam zehn Tage vor dem geplanten Termin in Polen an. Für die Teilnehmer war es ein unvergessliches und zugleich das schönste Erlebnis ihres Lebens.



Zweimaster "Pogoria" trieb verlassen und entmastet vor Finnland
(8.7.09) Am 7.7. um 13.30 Uhr wurde die 48 Meter lange polnische Barkentine "Pogoria" (MMSI-Nr.: 261146000) 10 Meilen vor der finnischen Küste bei Windgeschwindigkeiten von zwei Metern pro Sekunde entmastet. Das Schiff nahm am Tall Ships' Races Baltic 2009 teil und befand sich auf der Etappe von Gdingen nach St. Petersburg. Nachdem auch die Maschine im Sturm den Dienst versagte, wurde der Zweimaster von seiner 50-köpfigen Crew aufgegeben. Zwei Helikopter bargen die Seeleute ab. Ein Schlepper sollte das Segelschulschiff später nach Hankö einschleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Masten der "Pogoria" waren durch Rost geschwächt
(9.7.09) Das polnische Segelschulschiff "Pogoria", das am 7.7. entmastet wurde, konnte am Morgen des 8.7. in den Hafen von Hankö eingeschleppt werden, wo es im Västra-Hafen vertäut wurde. Das Schiff hatte mit 37 Trainees und 13 Mann Stammbesatzung an einer Regatta teilgenommen, als in der Ostsee die Metallmasten brachen. Weil außerdem die Maschine versagte, wurden die 37 Trainees, die zwischen 15 und 25 Jahren alt waren, am Abend des 7.7. von zwei Helikoptern der finnischen Küstenwache abgeborgen
. Die restlichen 13 Mann halfen, das Schiff in den Hafen zu bringen. Das Unglück hatte sich bei Wellenhöhen um zwei Meter ereignet. Die Masten brachen acht Meter über Deckshöhe an Schweißpunkten, und bei Untersuchungen im Hafen stellte sich heraus, dass sie Korrosionsschäden aufwiesen und das Material offenbar ermüdet war. Momentan wird daran gearbeitet, die "Pogoria" soweit wieder fahrtüchtig zu machen, dass sie die Heimreise zur Reparatur antreten kann.
In derselben Regatta kam bei Windgeschwindigkeiten von 20 Metern pro Sekunde in der Nacht zum 9.7. auch die 12 Meter lange Yacht "Purga" zu Schaden. Nachdem ihr Mast brach, gelang es der sechsköpfigen Crew, unter Motor ebenfalls den Hafen von Hankö zu erreichen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffsführer/Kapitäne: Marek Kleban, Martin Jazdzewski, u. a., (PL)
Flagge: polnisch
Crew: 38-40 Personen
Heimathafen: Gdynia/PL
Komfort: rustikal bis komfortabel
Länge: 47 m
Breite: 8 m
Tiefgang: 3,5 m
Segelfläche: 1000 m2



Pogoria unter Segel (Bild Zeglarz)  Großbild klick!











Bug der Pogoria (Bild Garitzko)  Großbild klick!










Pogoria entmastet* *   Großbild klick!









Pogoria: Masten korrodiert   Großbild klick!










Weblinks:
Die Pogoria in Wikipedia (engl.)
Segelschiffstypen in Wikipedia
Bilderseite Pogoria

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Schlagwörter: Pogoria, 1980, Barkentine, Polen, Schulschiff, großsegler, segelschiffe, Film, Geschichte, technische Daten, Bilder

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