EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Großsegler:
Die "Maria Rickmers"

Wenn Sie weitere Informationen über dieses Schiff haben oder Fehler entdecken, wenden Sie sich bitte an uns (Kontakt)!



'Maria Rickmers', Postkarte 1898
(Bild: E.R. Schiffahrt/Nordcapital)   Großbild klick!
Die Maria Rickmers war die zweite Fünfmastbark in der Welthandelsflotte nach der France. Sie war mit einer Dampfmaschine für den Antrieb (Auxiliar-Segler) ausgerüstet. Wegen dieser Dampfmaschine wurde sie eher als Segeldampfer denn als Segelschiff angesehen.
18. Dezember 1891
Stapellauf bei Russell & Co., Port Glasgow, für Rickmers Reismühlen, Rhederei und Schiffbau AG, Bremerhaven. Der erste Schiffsführer war Kapitän J. Gennerich.
14. Juli 1892
Saigon - Bremerhaven mit einer Ladung Reis. Nach dem Tod von Kapitän Gennerich wurde das Kommando vom ersten Offizier Wiethoff übernommen.
24. Juli 1892
Zuletzt gesichtet beim Passieren der Sundastraße.

Die riesige Bark machte nur eine Reise, ihre Jungfernfahrt. Sie segelte von Bremerhaven (Anfang März 1892) nach Barry (Wales), in Ballast und fuhr von dort über Cardiff am 15. März 1892 nach Singapur "for orders" (für neue Anweisungen) mit einer Ladung Kohle. Während der Löscharbeiten erkrankte ihr erster Schiffsführer Kapitän J. Gennerich und verstarb wenige Tage später in einem Singapurer Krankenhaus. Kurz vor seiner Erkrankung erhielt er ein Telegramm der Reederei, die ihr Missfallen über die 80-Tage-Reise (ohne Einsatz der Hilfsmaschine) zum Ausdruck brachte. Der Erste Steuermann, H. Wiethoff, übernahm die Schiffsführung, und unter seiner Leitung verholte das Schiff in Ballast nach Saigon, um eine Ladung von 56.727 Säcken Reis für die eigenen Reismühlen einzunehmen. Auf der Heimreise nach Bremerhaven von Saigon (14. Juli 1892) ging sie im Indischen Ozean verloren, nachdem sie die Sundastraße passiert hatte (letztes Signal nach Anjer Point (Indonesien) am 24. Juli 1892). Nie wieder hörte man wieder etwas von ihr, auch wurden keine Wrackteile gefunden. Es gab eine Reihe von Theorien, was das Verschwinden des Fünfmasters anbetraf: ein Taifun, eine Weiße Bö, Piraten, Kentern durch verrutschte, unsachgemäß gestaute Ladung, Überforderung der Mannschaft etc. Das Schiff war das größte Segelschiff seiner Zeit, aber es existierte nur sieben Monate – die kürzeste Lebensspanne aller sieben Fünfmastrahschiffe.

Weblinks:
'Maria Rickmers' in Wikipedia
Bark
Segelschiffstypen in Wikipedia

Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen

Links können sich ggf. ändern. Darauf haben wir leider keinen Einfluß. Sollten Sie ein totes Link entdecken, schreiben Sie uns bitte eine Mail zusammen mit der Adresse der Seite. Vielen Dank im Voraus!


Schlagwörter: maria rickmers, großsegler, segelschiffe

Sail Home Sail home to ESYS ...
[Google]  [Yahoo]  [Ökoportal.de] Red Line Page by Peter O.Walter
Kontakt