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Kreuzfahrtschiffe:
Umweltprobleme mit Kreuzfahrtschiffen

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Bei aller Liebe zur Seefahrt und dem herrlichen Erlebnis einer Kreuzfahrt darf man nicht den Umwelt-Aspekt vergessen: Kreuzfahrtschiffe werden mit Schweröl angetrieben, das bei der Dieselproduktion als Rückstand anfällt. Dieser dreckigste aller Kraftstoffe ist sehr viel billiger als vergleichsweise sauberer Schiffsdiesel.

Damit verkommen die Kreuzfahrtschiffe zu schwimmenden Müllverbrennungsanlagen, nur ohne Abgasreinigung. Hinter der polierten Fassade der Luxusliner stinkt es gewaltig. Die 15 größten Luxusdampfer stoßen genau soviel Schwefeloxid wie sämtliche 750 Millionen Autos weltweit (!).
Grund ist, dass die Kreuzfahrtschiffe nach wie vor Schweröl verheizen. Anders als bei Autos gibt es auf See keine Vorschriften über den Schadstoffausstoß. 2012 sollen Regeln der International Maritime Organization in Kraft treten.

Weiterer Umweltärger: Damit Schweröl in die Maschine fließen kann, muss die zähe Masse aufgeheizt und gefiltert werden. Es entsteht ein Schlamm-Rückstand (»Sludge»), der gerne auf hoher See entsorgt wird. So wollen manche Reeder die Entsorgungsgebühren sparen. Tatsächlich verweigern die Reedereien der Luxusliner bislang aus Kostengründen wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der gesundheitsschädlichen Rußpartikel- und Schwefelemissionen. Der Nabu forderte vom Hamburger Senat, sich für eine saubere Schifffahrt einzusetzen. Dazu gehörten auch Landstromanschlüsse zur Versorgung der Schiffe während der Liegezeiten im Hafen.

Ein Anfang könnte die AIDAsol, das bisher umweltfreundlichste Schiif der Aida Cruises, sein. Beim Bau wurden konsequent Umweltaspekte beachtet und technisch umgesetzt. Aber leider fährt auch die AIDAsol immer noch mit Schweröl ...

Nicht nur die Reedereien der Kreuzfahrtliner, auch die Hafenbehörder reagieren hier völlig unverständlich. Da passt die Meldung vom 31.5.2011: Der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) hat Landstrom-Anschlüssen für Schiffe eine entschiedene Absage erteilt. Das Modell im Hamburger Hafen sei nicht umsetzbar, sagte er im Gespräch mit dem Norddeutschen Rundfunk: Die hohen Kosten schrecken ab und die Beteiligten scheuen die hohen Kosten (!!) für die Inftrastruktur an Land oder den nötigen Umbau der Schiffe. Hamburgs Wirtschaftssenator Horch: "Für Hamburg ist das nichts."



Weblinks:
Kreuzfahrtschiff in Wikipedia
Schweröl in Wikipedia


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Schlagwörter: Umweltprobleme, Kreuzfahrtschiff, Schweröl, Bunkeröl, Schwefeloxid, Kreuzfahrer, Passagierschiff, Bilder, Geschichte, technische Daten

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AIDAsol, das umweltfreundlichste Schiff der Aida-Cruises
  (Bild Aida-Cruises)   Großbild klick!

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