EUROPÄISCHES SEGELINFORMATIONSSYSTEM
America's Cup


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Last update: Montag, 24. November 2003, 18:06 Uhr

[Seite für Segelnachrichten] [Sensation: Deuschland gewinnt den Cup!] [Das Louis Vuitton Cup Finale] [Kurse] [Herausforderer] [Bilderseite AC 2003]






"Challenger of Record" meldet sich
Sonntag, 02. März 2003, 09:27 Uhr

Alinghi hatte kaum die Ziellinie gekreuzt, da erhielt Commodore Pierre-Yves Firmenich des Société Nautique de Genève (SNG) eine formale Herausforderung vom Golden Gate Yacht Club (GGYC) aus San Francisco.
Der Club, für den Larry Ellison mit Oracle-BMW-Racing startete, ist damit Challenger of Record und bestimmt zusammen mit Alinghi den Modus für den 32. America's Cup. Bill Erkelens, ORACLE BMW Racing’s General Manager, sagte, dass die Verhandlungen zwischen den Repräsentanten beider Seiten glatt verlaufen seien. "Ernesto Bertarelli und Larry Ellison haben dieselben Ansichten über eine Modernisierung des Cups."
Team New Zealand erwägt ebenfalls eine Teilnahme am nächsten Cup.
In Auckland machte die Runde, dass Illbruck ein 90 Millionen Euro teures Projekt plane und dafür auch schon Partner in Aussicht habe. Das erste deutsche Team müsste aber ohne Schümann auskommen. »Wenn man mit der Alinghi Challenge den Cup gewonnen hat, dann möchte man ihn auch zusammen verteidigen«, sagte Schümann.
Bereits während Alinghi die Ziellinie kreuzte(!), unterzeichneten Vertreter der Yacht-Clubs von Oracle-BMW-Racing und Alinghi die Herausforderer-Dokumentation und das Protokoll, das den Rahmen des 32. Match um den America's Cup bilden.
Alle weiteren Details zu den Vereinbarungen, die im Protokoll getroffen wurden, werden auf einer Pressekonferenz in zwei Tagen in der Alinghi-Base in Auckland bekannt gegeben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Finale, 5.Wettfahrt
Alinghi holt den Cup!
Sonntag, 02. März 2003, 03:20 Uhr

Der aktuelle Wind
in Auckland
Der aktuelle Wind in Auckland
Der Start
13.10 Uhr: Die Schweizer tauchen mit Vorfahrtrecht in die Startbox ein, kein Dialup. Der Wind pendelt um die 12 Knoten, also ideale Bedingungen.
Alinghi geht exakt bei Null über die Linie und hat sofort einen Vorteil von einer halben Bootslänge.

Die erste Kreuz
Deutlich ist zu sehen, dass Alinghi eine Kleinigkeit mehr Höhe laufen kann und das bei gleichem Speed. Langsam aber stetig vergrößert sich die Distanz, 30, 35, 43 Meter (Bild 1) (Bild 2). NZL wendet, Alinghi bleibt, dann aber wenden auch die Schweizer und legen sich direkt vor NZL (Bild). Alinghi will offensichtlich die rechte Seite verteidigen, jetzt mit einem Vorsprung von 72 Metern vor den Kiwis.
Von Minute zu Minute wächst die Distanz und die Schweizer segeln wie beabsichtigt auf die rechte Seite, wo offensichtlich mehr Druck ist. Fast an der Layline wenden die beiden Schiffe fast simultan, Alinghi in Luv gute 80 Meter vorne.

Die erste Vorwindstrecke
An der ersten Tonne liegen die Kiwis 22 Sekunden hinten, beide Schiffe mit perfekten Spi-Manövern. Eine Halse von NZL parieren die Schweizer sofort mit einer Halse ihrerseits um nicht in die Abwinde der Kiwi-Yacht zu geraten. Fast 100 Meter ist der Vorsprung jetzt, die Neuseeländer scheinen nicht aufholen zu können.

Die zweite Kreuz
18 Sekunden vor den Kiwis passiert Alinghi die erste Leetonne. NZL hat vier Sekunden vor dem Wind gutgemacht und versucht nun mit wiederholten Wenden Druck zu machen, Alinghi pariert und deckt NZL klassisch ab, hält sich zwischen dem Gegner und der Luvtonne.
Wie auf der ersten Kreuz ist Alinghi auch jetzt wieder höher am Wind und läßt die Neuseeländer alt aussehen. NZL will nach rechts, die Schweizer legen sich sofort über sie und zwingen die Kiwis wiederholt zurück.

Die zweite Vorwindstrecke
An der zweiten Luvtonne aber haben die Kiwis weitere zwei Sekunden aufgeholt, sie haben jetzt bessere Aussichten, die Schweizer abzudecken. Aber Alinghi baut den Vorsprung weiter mit einem symetrischen Spi aus auf über 100 Meter, während NZL einne asymetrische Blase fährt. Offensichtlich haben die die Kiwis dadurch bei Halsen einen Nachteil.
Und dann passiert es: Der Spibaum von Team New Zealand bricht! (Bild 1) (Bild 2) (Bild 3) Und die Kiwis haben kein Reparaturset an Bord und werfen das gebrochene Teil über Bord (Bild 1) (Bild 2). Der wievielte Bruch ist das eigentlich??

Die dritte Kreuz
Natürlich hat das sofort Auswirkungen auf den Speed und NZL passiert 31 Sekunden hinter Alinghi die zweite Leetonne, 137 Meter beträgt der Vorsprung der Schweizer zu Beginn der letzten Kreuz. Schnell werden daraus über 150 Meter.
Mitte der zweiten Kreuz dann die Überraschung: Die Kiwis zaubern einen zweiten Spibaum aus dem Hut (Bild 2)! Offensichlich war der Rest des zweiten Vorwindschenkels zu kurz, um ihn noch einsetzen zu können.
NZL versucht wieder nach rechts zu kommen, aber die Schweizer verteidigen, indem sie sich darüber legen und NZL den Abwind kosten lassen. Natürlich gehen die Kiwis sofort wieder zurück ...

Die dritte Vorwindstrecke
42 Sekunden liegt das neuseeländische Boot an der letzten Luvtone zurück, die führenden Schweizer setzen den symetrischen Spi. Vorsprung jetzt 229 Meter. Wenn jetzt nicht eine Katastrophe passiert, hat Alinghi den Sack zugemacht ...
Mit einer komfortablen Distanz kontrolliert das Schweizer Schiff das Rennen in Lee und braucht nur noch den Sieg nachhause zu fahren.
Team NZL versucht mit verzweifelten Halsen das Rennen zu retten, aber die Schweizer lassen nix anbrennen und gehen jedes Mal mit (Übersicht Vorwind 3).
Gute Laune und Heiterkeit (Bild)machen sich breit auf der Alinghi.

Das Ziel
Mit 45 Sekunden Vorsprung geht die Schweizer Alinghi über die Ziellinie!
Gratulation Team Alinghi!!!!!!!!!
5:0, die Kanne geht nach Europa ...

Alinghi wird im Hafen von begeisterten Fans empfangen
Fünf Minuten nach Zieldurchgang war es Jochen Schümann, der den ersten Champagner-Korken auf der rot-grauen Yacht mit der Segennummer SUI 64 knallen und seine Mannschaftskameraden in Champagner-Fontänen baden ließ. Weitere fünf Minuten später hatte die Crew um Skipper Russell Coutts eine neue Flagge gehisst: Neben dem preisgekrönten Alinghi-Logo war darauf eine Zeichnung vom America's Cup auf der Spitze des Matterhorns abgebildet. Dazu die Worte: "We did it!!! - Wir haben es geschafft!!!".

Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

ARD Übertragung
Samstag, 01. März 2003, 17:21 Uhr


Ab 00.20 Uhr überträgt die ARD die 5. Wettfahrt live.
Für alle,welche sich die Nacht nicht um die Ohren schlagen wollen und lieber schlafen: Zehn Minuten nach Wettfahrtende werden wir wahrscheinlich den Bericht auf dieser Seite haben.
Windmäßig sieht es gut aus: Seit einer Stunde 04.00 Ortszeit NZL baut sich der Wind konstant auf und weht mit 8 kn.
Wettervorhersage für Sonntag, 02.03. bis 24.00 Uhr:
Mit der Maus auf die Sternchen fahren!
Windwarnung für den Hauraki-Golf
Die Wetterlage: Eine Front nähert sich NZL von der Tasmanischen See her, wird die Nordinsel überqueren und die Winde aus N verstärken. Gegen Montagmittag wird sie mit SW-Wind Auckland erreichen.
Wind: NE 10 kn.10 Knoten entspricht 3 Bft., am späten Morgen auffrischend auf 15 kn.15 Knoten entspricht 4 Bft., abends zunehmend auf N 25 kn.25 Knoten entspricht 6 Bft. in Böen 35 kn.35 Knoten entspricht 8 Bft.
Seegang bis Abend zunehmend rau
Teilweise bewölkt, einzelne Schauer
Sicht gut, in Schauern mäßig
Die weiteren Aussichten bis Montag Mittag: NE 15 kn., am späten Montagmorgen drehend auf SW 15 kn.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Wettervorhersage für
So. 02.03.
NE 10 - 15 kn

Mo. N 10-15
Di. S-SSW 15-20
Mi. SE 15-20
Do. SE 15-20
Fr. SE 15-20

5. Wettfahrt verschoben
Samstag, 01. März 2003, 03:24 Uhr

14.10 Uhr: Noch weht die rot-weiße Flage auf dem Schiff der Wettfahrtleitung und signalisiert Startverschiebung. Momentan herrschen 4,8 kn.
Windgeschwindigkeit über dem Hauraki-Golf, aber über dem Festland stehen Thermikwolken, welche einen Beginn der Seebrise signalisieren. Beide Schiffe sind auf dem Wasser, Team NZL mit einem neuen Mast.
14.24 Uhr: Immer noch Startverschiebung in Auckland, 3 Knoten Wind ...
14.45 Uhr: Der Wind pendelt sich bei 7 Knoten ein, vielleicht ist doch noch ein Start möglich.
15.15 Uhr: Wettfahrtleiter Harold Bennett sagt in Absprache mit den Teams die Wettfahrt für heute ab. Erstaunlich, diesmal hat Alinghi nein geagt.
Beide Segelteams bestätigten Bennetts Entscheidung als angemessen. Alinghis Chefdesigner Rolf Vrolijk sagte: «Da draußen ging heute wirklich nichts. Wir hoffen jetzt auf morgen.»
Wettervorhersage für Sonntag, 02.03.03:
Die Wetterlage: Nordöstliche Luftströmung über der Nordinsel
Wind: NE 10 kn., zunehmend auf 15 kn., später auf 20 kn.
Leichter Seegang
Wolkige Abschnitte, Neigung zu vereinzelten Schauern
Sicht gut, in Schauern eingeschränkt.
Die weiteren Aussichten: Wind bis zu 25 kn., bewölkt mit Schauern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Wettervorhersage für
Sa. 01.03.
NE 10 - 15 kn

So. NE 10
Mo. NW 10-15
Di. S 20-25
Mi. S 10-15

Die Ursache des Mastbruchs
Freitag, 28. Februar 2003, 14:38 Uhr

Auf der zweiten Kreuz - Alinghi hatte schon 90 Meter Vorsprung - kam es zu einem heftigen Regenschauer zusammen mit den üblichen Böen. Team NZL nahm wieder Wasser über, obwohl die Kiwis versucht hatten, das mit einer provisorischen Plastikplane (Bild) zu verhindern. Sofort hatte NZL ein massives Speedproblem.
Dann killte ein Teil im Groß: Eine Lattentasche hatte sich fast über die gesamte Länge des Groß gelöst.
Jetzt beginnt eine teuflische Kette von Ereignissen: Die Latte bricht am Großsegel, der Druck im Groß erhöht sich, was zu noch mehr Krängung führt. Noch mehr Wasser kommt über, Team NZL krängt noch mehr, noch mehr Wasser kommt über, der Druck auf den Mast wird so groß, dass er bricht, als das Schiff drei harte Wellen nehmen muss.
Als der Bug in das Tal nach der dritten Welle krachte, brach der Mast zwischen der ersten (Moment des Mastbruchs) und der zweiten Saling und fiel in Lee ins Wasser.
Die Ursache war eine gebrochene Tipcup (Bild 1) (Bild 2), ein von Navtec entwickeltes Terminal-Prinzip, das an den unteren Salings eingesetzt wird.
Team New Zealand will bis zum Start heute Nacht das Rigg des zweiten Bootes übernehmen, was eigentlich kein Problem sein sollte, da beide Boote identisch sind.
Sollten am Samstag die Wetterbedingungen ein Race zulassen, muss NZL an den Start gehen. Denn es ist ein planmäßiger Renntag, und ein Schaden wie der Mastbruch ist laut Regelwerk kein Grund für einen Aufschub.
Offenbar hatte Team NZL schon länger Probleme mit dem Mastdesign: Im Training waren bereits zwei Masten gebrochen ...
Wettervorhersage für Samstag, 01.03. 24.00 Uhr:
Keine Windwarnung
Die Wetterlage: Tief 1005 hPa 120 Meilen westlich von Cape Reinga, langsam westziehend und auffüllend
Wind: E 15 kn. am späten Morgen drehend auf NE 15 kn., abends abnehmend auf 10 kn.
Leichter Seegang
Zeitweise bewölkt, Schauer möglich
Sicht gut, in Schauern mäßig
Die weiteren Aussichten: NE 15 kn., bewölkt, Neigung zu vereinzelten Schauern
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Finale, 4. Wettfahrt: Katastrophe für Team NZL
Freitag, 28. Februar 2003, 03:14 Uhr

Der Start
Um 9.30 breits verließ Alinghi den Hafen, Team NZL verspürte keine besondere Eile.
Alinghi mußte ohne Vorfahrtrecht in die Startbox einfahren, kein Dialup.
Anscheinend ist die rechte Seite bevorteilt.
Ein Superstart für Alinghi, auf die Sekunde genau kreuzte sie die Startlinie, allerdings waren die Kiwis in Luv, also auf der rechten Seite.

Die erste Kreuz
Alinghi erkämpfte zunächst eine halbe Bootslänge Vorsprung.
Team NZL wendete bald auf die bevorteilte rechte Seite, Alinghi blieb auf Kurs, wendete erst später, aber mit einem Vorsprung von 14 (Bild), dann 30 Metern.
Beim ersten Zusammentreffen war Alinghi vorne, konnte Team NZL vor den Bug wenden und nach rechts zurück zwingen.
Kurz vor der 1. Tonne wendete Alinghi vor die Team NZL und verursachte so "maximalen Schmerz" bei den Kiwis.

Die erste Vorwindstrecke
Mit 6 Sekunden Vorsprung passierte Alinghi die erste Tonne und erlangte so schnell 80 Meter Distanz zu den Neuseeländern.

Die zweite Kreuz
Der Wind hat stark zugenommen, über 20 Knoten, und das neuseeländische Boot läuft wieder voll Wasser!!!
Vorsprung von Alinghi nun etwa 100 Meter.
Ein Regenschauer prasselt nieder.
Die Kiwis haben mit dem vielen Wasser an Bord deutliche Speedprobleme.
Eine Segellattentasche löst sich etwa an der Hälfte des Großsegels und killt. Das Profil des Groß wird bauchiger.
Sie schieben mehr Lage und da passiert das Drama: Mastbruch bei den Kiwis!!! (Siehe Bilderseite)
Unbeirrt zieht Alinghi seine Bahn ...
Trotzdem setzt Alinghi auf dem folgenden Vorwindgang noch den Spi.
Ein bitterer Tag für die neuseeländischen Segelfans und Team NZL.
Lenzpumpen müssen an Bord von Team NZL gebracht werden um das Schiff überhaupt wieder heil in den Hafen zu kriegen.
Um 15.10 Uhr Ortszeit passiert Alingi die Ziellinie und hat damit die vierte von fünf Wettfahrten gewonnen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Wettervorhersage für
Fr. 28.2.
NE 10 - 15 kn

Sa. NNE 10
So. NE 10
Mo. NNE-NE 10-20
Di. SW 15

Erstaunlich: Rennen bisher nicht abgesagt ;-))
Donnerstag, 27. Februar 2003, 22:02 Uhr

Es gibt doch noch Überraschungen: Team New Zealand und Wettfahrtleiter Harold Bennet haben das Rennen am Freitag bisher noch nicht abgesagt, die ARD überträgt ab 01.40 Uhr live.
Die Windbedingungen und die Vorhersagen sind ideal: NE 13 - 18 kn. Wind unter bedecktem Himmel werden erwartet. Es spricht alles dafür, dass die vierte Wettfahrt heute pünktlich gestartet wird.
Unser Bericht wird 15 Minuten nach Zieldurchgang im Netz sein.
Auch Samstag und Sonntag sind jetzt als Renntage vorgesehen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS




Gerüchte und Spassiges
Donnerstag, 27. Februar 2003, 14:25 Uhr

  • Am 25.2. wurde auch wegen der Cricket-WM in Süd Afrika so schnell abgesagt ...
  • Aufgrund der vielen negativen Meinungen hat das TNZL den Trimm ihres Dampfers in den vergangenen Tagen auf absoluten Leichtwind (1-2 Bft.) oder totalen Starkwind (>6Bft) ausgelegt. Bei den am Freitag zu erwartenden Windstärken von 3-4 Bft. ist daher mit schwerwiegenden Schäden für Leib (und vor allem) Seele zu rechnen, was nicht zuletzt die an Land und auf dem Wasser befindlichen Zuschauer zu spüren bekämen. Da dies niemanden zuzumuten ist und die abgeschlossene Haftpflichtversicherung für diesen Fall von Vandalismus nicht eintreten kann wird von dem heutigen Rennen abgesehen. Helau!! (Veritas)
  • Skipper Bernd: Um 11:11 Uhr wurde in Köln bekannt, daß D.Russel ein Vertrag als Kapitän eines Bodensee-Raddampfers vorliegt. Die Linie verkehrt angeblich jedoch nur unregelmäßig...
  • Phil: Man hat Dean schon auf dem Raddampfer Anlegemanöver üben sehen. Leider ist beim ersten mal das Schiff auseinander gebrochen. Jetzt übt er mit ferngesteuerten Böötchen.
  • WK/NZ: Coutts, Butterworth und Jones haben bei der Alinghi gekuendigt und werden ab sofort wieder mit dem Team NZ segeln.
  • "postmaster@alinghi.com": ... ja das stimmt, bis die Anwälte alles unter Dach und Fach haben wird noch verschoben...
  • René: Grüchtli hin oder her. Als Absender Postmaster@alinghi.com zu benutzen find ich schlicht ne Frechheit. Bei den Amis würde man bei Missbrauch von solchen Adressen auf dem Stuhl schmoren.....o.k. vielleicht auch nur Lebenslänglich.
  • annamaria: Am Freitag findet definitiv kein Rennen statt. Eine verirrte Wasserschildkröte könnte durch die Zuschauerboote Schaden nehmen.
  • Phil: Dass Du das schon weisst? Denn der WWF und Greenpeace haben mich eben erst angerufen...:-)) Bravo mir gefällt der AC immer besser, da ich das Gefühl habe, in einem echten Film dabei zu sein....
  • Frank: Also man munkelt ja in Seglerkreisen, daß die Kiwis noch etwas Zeit brauchen für die Vorbereitungen zur 4. Wettfahrt. Man will das Rennen von den unberechenbaren Freiluftsituationen wegbringen um ein faieres Rennen zu ermöglichen und natürlich mehr Zuschauermassen direkt teilhaben zu lassen. Deswegen baut man gerade das dortige Mehrzweckstadion zu einem gewaltigen Schwimmingpool um, um die nächste Wettfahrt in der Halle stattfinden zu lassen. Der Wind wird mit 2 getrennt (!) regelbaren (für jedes Boot einer) riesigen Ventilatoren erzeugt. Das Bedienpersonal soll NZ stellen. :-o
  • Hexmex: Ich glaube Du hast was nicht verstanden: Die Hafenverwaltung und die Polizei (Küstenwache / Wasserschutzpolizei - oder wie man das sonst übersetzt) haben wegen Gefahr für die Zuschauer durch Wind und Wellen zum Absagen geraten. Wenn Du Dich mit Recht auskennen würdest, wüsstest Du dass dies faktisch ein amtliches Verbot ist. Tun sie es nicht, wird das Rennen einfach verboten.
  • pep: TNZL: "No, we can't race on that day. It's Dean Barker's girl-friend's birthday..."
  • pavel: die sicherheit der zuschauerboote ist anscheinend nicht gewährleistet, und ohne diese fahren die kiwis nicht, weil nach dem sinken niemand da wäre sie zu retten
    Quelle: www.americascup.de

    Cup als Marathon: Verlängerung droht
    Donnerstag, 27. Februar 2003, 12:11 Uhr

    Auckland - Seit dem 18. Februar ist auf dem Hauraki Golf kein Rennen mehr ausgetragen worden. Die Kiwis verweigern und wollen offensichtlich nur bei für das neuseeländische Boot optimalen Bedingungen starten. Wie die aussehen, ist nicht ganz klar: Bei zu wenig Wind ist das neuseeländische Boot zu langsam, bei zu viel Wind läuft es voll Wasser ...
    «Wir sind bereit und wollen endlich wieder segeln», sagte Alinghis Sportdirektor Jochen Schümann aus dem bayerischen Penzberg nach der sechsten Absage.
    In den nächsten Tagen müssen sich die beiden Teams auf einen neuen Zeitplan einigen. Diese Einigung kann von Tag zu Tag oder auch in Form der Festlegung eines neuen Wettfahrtkalenders erfolgen. Genaueres schreibt es das Regelwerk, die «Notices of Race», nicht vor. Damit könnte es eine unabsehbare Fortsetzung des zähen Ringens um jedes Rennen geben.
    Sollte es unter den Teams keine Einigung geben, kann auch die Internationale Jury einschreiten.
    Vom britischen Vorsitzenden Bryan Willis ist ein harter Kurs zu erwarten: «Die Jury kann die beiden Parteien im Streitfall zur Einigung zwingen.»
    Wettervorhersage für Freitag, 28.02. bis 24 Uhr:
    Keine Windwarnung
    Die Wetterlage: Tief 1002 hPa nördlich von Cape Reinga, auffüllend
    Hochdruckbrücke über der Südinsel, abschwächend
    Wind: E 20 kn. drehend auf NE 10 kn.
    Seegang nachlassend
    Sicht gut, in Schauern mäßig
    Die weiteren Aussichten bis Samstag Mittag: NE 5 - 10 Kn., Vereinzelte Schauer
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Wetter für Freitag, 28.02.
    Donnerstag, 27. Februar 2003, 12:01 Uhr

    Der "subtropische Sturm" wegen dem die Wettfahrtleitung abgesagt hatte, "raste" ;-)) am Mittwoch mit 14 - 15 Knoten15 Knoten entspricht 4 Bft. über den Hauraki-Golf, erst gegen 16.30 briste es auf 20 - 22 kn. auf. Im Moment (23.50 Ortszeit) herrschen 6 kn. ENE, also nicht mehr als ein laues Lüftlein.
    Wettervorhersage für Freitag, 28.02.:
    Keine Warnung für den Hauraki-Golf.
    Die Wetterlage: Tief 1003hPa bei to Cape Reinga langsam westziehend, langsam ziehende Hochdruckbrücke über der Südinsel.
    Wind: E 20 kn., in Böen 30 kn.
    mäßiger Seegang
    6/8 Bewölkung, einzelne Schauer möglich
    Die weiteren Aussichten: NE 15 kn., Schauer
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Wettervorhersage für
    Do. 27.2.
    (Deutschland!!)
    SE 35 - 50 kn

    Langsam wird es peinlich!!!
    Mittwoch, 26. Februar 2003, 23:30 Uhr

    Die ARD meldet: Ein "subtropischer Sturm" (Wind in Auckland um 10.20 Uhr 13 kn.) hat für die 6. Absage in Folge geführt. Damit kann die 4. Wettfahrt frühestens am Freitag stattfinden.
    Die Wettfahrtleitung sagte, es sei zu viel Wind und der starke Schwell würde auch die Zuschauerboote gefährden.. :-))
    Es besteht allerdings noch die Möglichkeit, dass Team New Zealand und Alinghi sich einigen, morgen am eigentlich wettfahrtfreien Freitag zu starten, wenn die Bedingungen optimal sein sollten.
    Weltweit haben die Medien nur noch Mitleid und Häme übrig für die Kiwis, die sich unter Mamas Rock verstecken: "Kommt endlich raus und kämpft wie Männer! Verliert meinetwegen, aber mit ANSTAND!!"
    Süddeutsche Zeitung: "Bei zu wenig Wind ist es (das neuseeländische Boot) zu langsam, bei zu viel Wind läuft es voll Wasser ..."
    Interssant am Rande: Die neuseeländischen Wetterberichte sprechen von Starkwindwarnung, Windmessgeräte in Auckland zeigen aber eher mäßige Bedingungen an. Auch deutsche Wettervorhersagen sprechen von Winden um die drei Bft. (??!!)
    Das neuseeländische TV sagt: "Some rain. Southeasterlies 30 km/h30 km/h entspricht 5 Bft. and gusty."
    In der Nacht und am frühen Morgen hat der Wind in Auckland deutlich an Stärke verloren: In der Nacht wehte es noch mit 15 kn. in Böen 20. Im Moment um 11:50 Uhr Ortszeit wehen nur noch 10 kn. ESE.
    Wettervorhersage für Do. 27.2.:
    Neuseeland (!!)

    Starkwindwarnung für den Hauraki-Golf
    Allgmeine Lage: Tief 1002 hPa nordöstlich von Cape Reinga langsam westziehend.
    Hochdruckbrücke langsam über die Südinsel ziehend.
    Wind: SE 25 kn. in Böen 35 kn., am Nachmittag drehend auf E 25 - 35 kn. Seegang rau, aber nachlassend.
    Sicht gut, in Schauern mäßig.
    Weitere Aussichten: NE 15 kn., Schauerneigung
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Terror-Entwarnung für America's Cup
    Mittwoch, 26. Februar 2003, 17:23 Uhr

    Auckland - Die Organisatoren des America's Cup in Neuseeland haben Entwarnung in Sicherheitsfragen gegeben. Die Großveranstaltung sei so gut geschützt, dass ein Terroranschlag nicht zu befürchten sei.
    Noch zu Wochenanfang hatten die Neuseelands Behörden Teilnehmer und Zuschauer des America's Cup zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Sie gaben an, dass diplomatische Vertretungen der USA, Großbritanniens und Australiens in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington Drohbriefe empfangen hatten. Einer der Briefe enthielt eine kleine Menge des hochgiftigen Cyanids.
    «Es gibt kein Problem mit dem Amerika's Cup. Fahren Sie hin und genießen sie es», sagte John Neilson, Polizeisprecher in Wellington.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Start am Donnerstag zweifelhaft
    Mittwoch, 26. Februar 2003, 07:50 Uhr

    Für einen Segeltag am morgigen Donnerstag sieht es wieder nicht gut aus: Sturmwarnung. Die Chancen, dass gesegelt wird, liegen bei etwa 20 Prozent.
    Immerhin sagte Wettfahrtleiter Harold Bennett nicht schon heute wieder alles ab. Am Donnerstag um acht Uhr soll die Entscheidung für den Tag fallen. Wettfahrtleiter Bennett steht heftig in der Kritik wegen zu frühzeitiger Absagen.
    Wettervorhersage für Donnerstag, 27.2.03:
    Sturmwarnung für den Hauraki-Golf.
    Die Wetterlage: Langsam ziehendes Tief 1001 hPa 150 Meilen NE von Auckland, langsam ziehender Hochdruckkeil quer über der Südinsel. Starke östliche Luftströmung über der Nordinsel, am Donnerstag und Freitag abnehmend.
    Wind: SE 35 kn.35 Knoten entspricht 8 Bft. in Böen 50 kn.50 Knoten entspricht 10 Bft., nachlassend im Laufe des Tages.
    Hoher Seegang, 2 - 3 Meter, nachlassend.
    Sicht in Schauern eingeschränkt.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Terroranschlag bei America's Cup befürchtet
    Dienstag, 25. Februar 2003, 23:59 Uhr

    Auckland - Die Organisatoren des America's Cups befürchten einen Terroranschlag. An diplomatische Vertretungen der USA, Großbritanniens und Australiens in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington sind nach Informationen der Polizei Drohbriefe geschickt worden. Eines der Schreiben enthielt eine kleine Menge des hochgiftigen Cyanids. Die neuseeländischen Behörden haben Teilnehmer und Zuschauer des America's Cup zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Wettervorhersage für
    Mi. 26.2.
    SE 30 - 50 kn

    Gerüchte aus Auckland ...
    Dienstag, 25. Februar 2003, 14:42 Uhr

  • Die Kiwis bauen sich schnell eine neue Yacht und brauchten dafür ein paar Tage Zeit.
  • Nach einem Sieg von Alinghi soll es keine Siegesparade in Auckland geben.
  • Meine Kiwis sind besser als Deine : Team NZL verkauft seine Boote und Material und Kernmannschaft an ein deutsches Technologie-Syndikat (Plattner wird genannt). Da Larry Ellison auch weitermacht sollte es 2006 wieder spannend und unterhaltend werden wenn Ellison und Plattner gegeneinander antreten lassen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Absage wegen Starkwind
    Dienstag, 25. Februar 2003, 01:13 Uhr

    Die Entscheidung um den America's Cup wird immer mehr zur Nervenprobe: Bereits zum fünften Mal in Folge wurde die vierte Wettfahrt abgesagt und verschoben, diesmal wegen zu starken Windes.
    Nach der Sturmwarnung der Meterologen war das eigentlich zu erwarten. Auch für den Mittwoch sind ähnliche Wetterverhältnisse angesagt.
    Jochen Schümann: „Das ist Quatsch. Wir haben nur gesagt, dass es wahrscheinlich viel Wind gibt. Aber nicht, dass es zu viel ist.“
    So segelte Alinghi mit seinen beiden Yachten bei 16 bis 23 Knoten Wind ein Trainingsrennen. Die Segelbedingungen seien absolut gut gewesen, weil die Südost Windrichtung über die Inseln einfalle und deshalb keine große Welle zulasse. Die Absage kam definitiv zu früh.
    Denn die Absage für den folgenden Tag, Mittwoch den 26., steht auch schon fest, aber die Kiwis blockieren weiter. Der Mittwoch ist als Ruhetag geplant und deshalb müssen beide Teams ihre Zustimmung für eine Regatta geben.
    Die Wettervorhersage für Mittwoch, 25,02.03:
    Sturmwarnung für den Hauraki-Golf
    Tief 1007 hPa 220 Meilen nördlich von Auckland, langsam nordziehend. Starke östliche Wind über der ganzen Nordinsel.
    SE 30 kn.30 Knoten entspricht 7 Bft., in Böen 45 kn.zunehmend auf 35 kn., in Böen bis 50 kn.50 Knoten entspricht 10 Bft.
    In Schauern eingeschränkte Sicht
    Schwell aus NE bis zu 2m.
    Die weiteren Aussichten: Abnehmende Ostwinde um 25 kn., im Bereich des äußeren Golfs bis 35 kn.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Das Ende für Prada
    Dienstag, 25. Februar 2003, 08:08 Uhr

    Für die italienischen «Luna-Rossa»-Jachten dürfte die Sonne nicht mehr aufgehen. Prada-Challenge-Besitzer Patrizio Bertelli sagte gegenüber der «Gazzetta dello Sport»: «Ich werde keine Kandidatur mehr bezahlen. Das Abenteuer ist zu Ende.» Am Samstag war Bertelli überraschend in Auckland eingeflogen und traf sich mit verschiedenen Team-Mitgliedern, unter anderem mit Skipper Francesco De Angelis.

    Bertelli liess keine Zweifel offen: «Viele haben mich gefragt, ob ich an einer Neugestaltung der Regeln mitmachen wolle oder ob wir wieder Challenger of Record sein wollen. Ich habe an beidem kein Interesse. Wir werden nicht mehr dabei sein.» Bertelli rät Ernesto Bertarelli auch davon ab, den nächste America's Cup in dessen Heimatland Italien auszurichten: «Wir haben in Italien nicht die Dynamik, einen solchen Anlass auszurichten.»

    Mit Prada verliert der wichtigste Segelanlass der Welt einen Sympathieträger. In der letzten Austragung hatten De Angelis und Co. den Louis-Vuitton-Cup und die Herzen der neuseeländischen Fans gewonnen, ehe man dann den «Kiwis» im Final 0:5 unterlag. Prada verdrängte damals kurzzeitig sogar die ansonsten uneingeschränkt regierenden Francesco Totti und Co. aus dem Rampenlicht und sorgten für eine veritable Segel-Euphorie. Heuer war im Viertelfinal Alinghi zu stark für das Syndikat aus Punta Ala, später bedeutete in der Repêchage OneWorld Endstation.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Wettervorhersage für
    Die. 25.2.
    SE 25 - 45 kn

    «Alinghi»-Chef Bertarelli greift Kiwis an
    Montag, 24. Februar 2003, 17:24 Uhr

    Auckland - Die vierte Wettfahrtabsage in Folge hat den Zorn des Schweizer Chefs Ernesto Bertarelli hervorgerufen. «Das ist hier wie im Zoo», fluchte der 38 Jahre alte Milliardär und Navigator an Bord der «Alinghi».

    Bertarelli sieht die Verzögerungstaktik des Titelverteidigers und nicht eine anhaltende Flaute als Ursache für die seit Donnerstag vergangener Woche zum vierten Mal verschobene vierte Wettfahrt.

    Da die Eidgenossen bereits mit 3:0 führen und ihnen nur noch zwei Punkte zum Sieg fehlen, um als erstes europäisches Team den Cup zu gewinnen, greift der Titelverteidiger nun nach jedem rettenden Strohhalm.

    Bertarelli fordert eine unabhängige Wettfahrtleitung. Laut dem gültigem Cup-Reglement aus dem Jahr 1857 stellt der Titelverteidiger und damit die Neuseeländer die Wettfahrtleitung. Die Schweizer haben dieses Problem bereits zum Top-Thema auf ihrer Wunschliste für Veränderungen erklärt, falls sie den America's Cup gewinnen sollten.

    Während sich die neuseeländischen Medien weiter «auf dem Kriegspfad» gegen Allinghi und ihren neuseeländischen Skipper Russel Coutts befinden, haben Aucklands Stadträte den Schweizern ein symbolisches Friedensangebot unterbreitet: Am Wochenende hissten sie erstmals neben der «LOYAL»-Flagge des Teams New Zealand die Schweizer Nationalfahne auf der imposanten Harbour Bridge, die Auckland City mit der Nordküste verbindet.

    Jochen Schümann von der Alinghi: «Wir regen uns schon lange nicht mehr über die teilweise schlimmen Anfeindungen auf, die Russell und andere im Team über sich ergehen lassen müssen. Ich denke, der Großteil der Öffentlichkeit hat inzwischen einen gemäßigten Kurs eingeschlagen».

    Unterdessen hat ein Unfall im Schweizer Team für Schrecksekunden gesorgt. Beim Fußballspielen im Victoria Park brach sich Physiotherapeut Xavier Jolie ein Bein. Boss Bertarelli rannte in ein benachbartes Café, um kühlendes Eis zu besorgen. Sein Bodyguard hatte Mühe, mit dem schnellen Chef mitzuhalten...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Flaute: Rennen abgesagt
    Montag, 24. Februar 2003, 01:27 Uhr

    Für Montag, den 24. Februar wurde das Rennen zum vierten Mal in Folge von Wettfahrtleiter Harold Bennet wegen Flaute abgesagt und auf den morgigen Dienstag 13.45 Uhr verschoben, wo laut Wetterbericht Sturmwarung erwartet wird. Die Absage erfolgte bereits um 8.25 Uhr Ortszeit. Es ist also mehr als fraglich, ob morgen gesegelt werden kann ...
    Wettervorhersage für Dienstag, 25. Februar 2003:
    Sturmwarnung für MANUKAU HARBOUR, WAITEMATA HARBOUR, HAURAKI GULF, und von BREAM HEAD bis CAPE COLVILLE
    Wetterlage: Ein schwacher Tiefausläufer überquert am Dienstag die Nordinsel in östlicher Richtung. Ein weiteres Tief entwickelt sich nördlich der Nordinsel und zieht mit hoher Luftströmung bis zu Sturmstärke bis Dienstagabend ostwärts.
    Wind: SE 10 kn. zunehmend auf 25 - 35 kn.entspricht 6-8 Bft., 45 kn.45 Knoten entspricht 9 Bft. im äußeren Bereich des Hauraki-Golfs.
    Raue See
    Bewölkt, abends Schauer möglich.
    In Schauern Sicht eingeschränkt.
    Weitere Aussichten für Mittwoch: SE 35 kn., im äußeren Bereich des Golfs bis 45 kn.45 Knoten entspricht 9 Bft. Schwell bis 1m aus östlichen Richtungen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Wettervorhersage für
    Mo. 24.2.
    E 5 - 15 kn

    Enttäuschung: Kiwis kneifen schon wieder!!
    Sonntag, 23. Februar 2003, 04:06 Uhr

    14 Uhr (Ortszeit): Dritter Versuch: 6 Knoten Wind, nicht beständig und "tricky", wie die Neuseeländer sagen, d.h. stark drehend.
    Also hat Wettfahrtleiter Harold Bennett Startverschiebung angeordnet.
    14.55 Uhr (Ortszeit): Die Windbedingungen stabilisieren sich mehr und mehr bei fast 8 Knoten, jeoch braucht die Wettfahrtleitung die Genehmigung BEIDER Crews, wenn nach 15.30 Uhr gesegelt werden soll.
    Können es sich die Kiwis leisten, nochmals zu kneifen?
    15.15 Uhr (Ortszeit): Eine Entscheidung scheint sich anzubahnen, die Crew Alinghi ist bereit zu segeln, auf der "Team New Zealand" wird heftig beraten, telefoniert und diskutiert.
    Offensichtlich kann man sich zu keiner Entscheidung durchringen und wartet bis zur letzten Sekunde.
    15.24 Uhr (Ortszeit): Die Kiwis haben sich eine weitere halbe Stunde bis 16 Uhr ausbedungen, um eine Entscheidung zu treffen, keine gute Werbung für den Segelsport.
    16 Uhr (Ortszeit): Der Wind pendelt zwischen 7 - 8 Knoten und Alinghi versucht durch Segeln Druck aufzubauen, segelt flott mit der Code zero, einer übergroßen Genua. Dann wird die Entscheidung bekannt gegeben: Verschiebung auf morgen, den eigentliche Reserve- oder Ruhetag Montag ...
    Dazu sagte Alinghis Sportdirektor Jochen Schümann (Penzberg): «Für die Neuseeländer ist das nächste Rennen gefährlich, denn im Falle unseres Sieges würde uns nur noch ein Punkt zum Cup-Gewinn fehlen. Klar, dass sie das Duell möglichst unter ihren Bedingungen segeln wollen. Wir sind bei allen Bedingungen bereit.»
    Das Programm sieht Reservetage bis 6. März vor. Wenn bis dahin nicht allen Wettfahrten gesegelt wurden, gewinnt die Mannschaft, die in Führung liegt, z.Zt. Alinghi.
    Enttäuschung bei den Segelfans, die sich schon die zweite Nacht um die Ohren schlagen, ohne auf ihre Kosten zu kommen. Kritik am Reglement wird auch von den Medien laut, in Zukunft Sendezeit für solche Tricksereien zur Verfügung zu stellen.
    Wettervorhersage für Montag, 24.2.03:
    Hochdruckbrücke, langsam ostziehend, über der Nordinsel Neuseelands, ein schwacher Tiefausläufer nach Nordost erstreckend im Norden der Insel.
    Vorhersage für den Hauraki-Golf: Vormittags variabel 5 kn drehend auf SW 10, dann bis zum Abend drehend auf SE 10 kn.
    Meist bewölkt, abends Schauer möglich
    Vormittags leichte See, nachmittags Schwell aus E bis 1m.
    Weitere Aussichten: SE aufbrisend auf 20 kn, im äußeren Bereich des Hauraki-Golfs bis 30 kn. Zunehmende Tendenz zu Schauern
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Wettervorhersage für
    So. 23.2.
    E 5 - 15 kn

    Flaute: Wettfahrt verschoben
    Samstag, 22. Februar 2003, 02:04 Uhr

    Um 10 Uhr (Ortszeit) lagen die Yachten noch im Hafen und um 14 Uhr wurde die Wettfahrt für heute wegen zu schwachem Wind abgesagt. Die nächste Wettfahrt findet morgen statt.
    Morgen nachmittags wird es in Auckland bewölkt sein, teilweise ist mit Regenschauern zu rechnen. Bei Temperaturen um die 20 Grad wird es mir 3 - 4 Bft. aus Ost wehen, das bedeutet Welle, aber auch zuverlässigen Wind ohne große Dreher.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS



    Team New Zealand verweigert
    Donnerstag, 20. Februar 2003, 17:38 Uhr

    Wettervorhersage für
    Sa. 22.2.
    ESE drehend auf S
    5 zunehmend auf 15 Kn.
    Wettfahrtleiter Harold Bennett hatte den Start der vierten Wettfahrt wegen extrem drehender Winde verschieben müssen. Um 15.30 Uhr (Ortszeit) war laut Cup-Reglement dann der Zeitpunkt gekommen, wo er die weitere Startverschiebung nur mit Einverständnis der Wettfahrtteilnehmer verlängern konnte.

    So war es beispielsweise in der zweiten Wettfahrt am 16. Februar, als die Schiffe erst um 15.50 Uhr die Startlinie kreuzten.

    Nicht so in diesem vierten Match. Nach diversen Materialproblemen in den vergangenen Tagen kam Team New Zealand die Rennabsage gerade recht. So stimmten Skipper Dean Barker, sein erstmals eingesetzter neuer Taktiker Bertrand Pace (Frankreich) und die Crew gegen die Startverschiebung und zwangen Harold Bennett damit zur Absage.

    Die Verweigerung des gegnerischen Teams sorgte auf der Alinghi für Gelächter. Skipper Coutts und Sportdirektor Jochen Schümann aus Penzberg hatten diese Absage erwartet. Taktiker Brad Butterworth an Wettfahrtleiter Bennett per Funk drückte ironisch Alinghis «tiefe Enttäuschung» über den verlorenen Renntag aus. Jochen Schümann: «Die Absage ist schade für das Event und uns, aber in der Situation Team New Zealands muss man deren Entscheidung wohl verstehen. Die brauchen Zeit, um sich neu zu formieren.»

    Unter Seglern in aller Welt sorgte die Verschiebung einmal mehr für Unverständnis, denn zum Zeitpunkt der Absage wehte der Wind auf dem Hauraki Golf vor Auckland bereits mit frischen drei bis vier Beaufort. Schümann: "Es hätte ein gutes Rennen werden können". Das vierte Rennen findet am Samstag um 01.00 Uhr (MEZ) statt.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Finale, 4.Wettfahrt: Rennen verschoben
    Donnerstag, 20. Februar 2003, 03:31 Uhr

    Zehn Minuten nach dem Zieldurchgang ist dieser Bericht im Netz, damit hat sich ESYS, der zugriffsstärkste deutsche Segelserver wieder einmal als die aktuellste Informationsquelle erwiesen.
    Wird Alighi die vierte Wettfahrt gewinnen? 5 Knoten Wind sind nach dem neuesten Wetterbericht angesagt, zunehmend auf 10 Knonten, Richtung NW, drehend auf WNW, d,h. Landwind und kurze Welle. Kann Team New Zealand den Trend umdrehen und die Situation offner gestalten? Bisher hat sich gezeigt, dass die Boote offensichtlich gleiches Geschwindigkeitspotential aufweisen, also ist die Erfahrung der Crew gefragt und hier scheint Alinghi mit Skipper Scoutts offensichtlich im Vorteil. Was nicht heißt, dass auch ihm einmal ein Fehler unterlaufen kann ...
    Um 01.14 Uhr (MEZ) gab es noch Probleme mit dem Wind: Stark drehend und vom Land kommend, hatte die Wettfahrtleitung Probleme, eine korrekte Bahn auszulegen. Plötzlich einfallende Böen und Winddreher würden für Spannung sorgen.
    Roland Gäbler, Ko-Kommentator bei der Live-Übertragung in der ARD, äußerte die Vermutung, dass die Wettfahrtleitung, bestehend aus Neuseeländern sämtliche Karten zugunsten von Team New Zealand ausgespielt habe und das auch in Zukunft tun würde.
    01.18 Uhr (MEZ): 7 -8 Knoten Wind, Startverschiebung.
    01.35 Uhr: Immer noch weht die rot-weiße Flagge (Startverschiebung) an Bord des Startschiffs. Die Windbedingungen sind "tricky", wie die Engländer sagen, d.h. stark drehend.
    01:50 Uhr (MEZ): Der Wind hat weiter zugenommen, die Racer unter vollen Segeln haben ordentliche Krängung, trotzdem weiterhin Startverschiebung, eigentlich unverständlich.
    02:20 Uhr (MEZ): Die ARD-Zuschauer werden mit Bildern vom letzten Volvo-Round-The-World-Race bei Laune gehalten.
    02:35 Uhr (MEZ): Startverschiebung auf 03.00 Uhr
    03:00 Uhr (MEZ): Startverschiebung auf 03:30 Uhr. Dann können die Teams entscheiden, ob sie überhaupt unter diesen Bedingungen segeln wollen. Wenn sich eine Team dagegen entscheidet, wird es heute nix mehr ...
    03:25 Uhr (MEZ): Für heute ist das Rennen abgesagt, schade ...
    Das nächste Rennen findet am Samstag statt.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Finale, 3.Wettfahrt: Start-Ziel-Sieg für Alinghi
    Dienstag, 18. Februar 2003, 03:34 Uhr

    Wettervorhersage für
    Do. 20.2.
    WNW drehend auf NW
    15 zunehmend auf 20 Kn.
    Der Start:
    Neben den bisherigen Kuhglocken hatten die Schweizer Fans nun auch Alphörner aufgeboten um die eigene Crew anzufeuern und den Gegner zu demoralisieren.
    Pünktlich um 01.50 Uhr (MEZ) konnte Wettfahrtleiter Harold Bennett bei idealen zwei bis drei Beaufort den Startschuss abgeben.
    Alinghi fuhr mit Wegerecht in die Startbox ein und ein wildes Kringelspiel begann um die beste Startposition.

    Die erste Kreuz
    Alinghi fuhr sofort - die Führung übernehmend - auf die bevorzugte rechte Seite, während die Kiwis zunächst die linke Seite wählten. Bald aber wendeten die Schweizer wieder auf Backbordbug um bei den Neuseeländern zu bleiben. Es schien als ob Team New Zealand nicht so hoch am Wind segelte wie die Schweizer, welche nun die Führung auf fast 100 Meter ausbauen konnte.

    Die erste Vorwindstrecke
    Mit 28 Sekunden Vorsprung rundete Alinghi die erste Luvtonne und setzte sofort den Topspi. In dieser Situation zeichnete sich deutlich ab, dass die Neuseeländer nicht das erhoffte "Raketenschiff" hatten. Jetzt blieb die Schweizer Alinghi bei dem neuseeländischen Verteidigerboot, wiederholte nicht den gravierenden Fehler der vorigen Wettfahrt und hielt den Vorsprung von 110 Metern. Hartnäckig aber erfolglos versuchten die Kiwis die Schweizer in die Abdeckung zu zwingen, konnte aber nicht verhindern, dass Alinghi die Leetonne mit gutem Vorsprung rundete.

    Die zweite Kreuz
    Bonmot am Rande, Roland Gäbler: "Alinghi ist wie ein Schweizer Uhrwerk mit einer deutschen Batterie."
    Während des folgenden Wendeduells am Wind demonstrierte Alinghi deutliche Überlegenheit durch perfekte Manöver und hielt sich bei jeder Wende zwischen dem Gegner und der Luvtonne. Durch einen Fehler von Alinghi, die Kiwis vor der Tonne nicht abzudecken, konnten die Neuseeländer kurzfristig bis auf 50 Meter aufholen, Alinghi-Skipper Russel Coutts konnte aber rechtzeitig korrigieren und rundete die Luvtonne noch 17 Sekunden vor Team New Zealand.

    Die zweite Vorwindstrecke
    Mit Spi ging Alinghi auf Steuerbordbug, Team New Zealand hinterher mit gleichbleibenden 50 Meter Rückstand. Mit zunehmendem Wind konnten die Schweizer ihren Vorsprung bis zur Leetonne auf 15 Sekunden oder 74 Meter vergrößern.

    Die dritte Kreuz
    Konsequent deckte Alinghi auf der folgenden Kreuz Team New Zealand, während die Kiwis dazu verurteilt waren, auf Fehler der Schweizer zu warten.

    Die dritte Vorwindstrecke
    Mit 21 Sekunden Vorsprung konnte Alinghi die letzte Vorwindstrecke starten, die Neuseeländer hatten dabei leichte Probleme mit dem Setzen der Spinakers, was prompt mit einer Vergrößerung des Rückstands auf 120 Meter bestraft wurde. Inzwischen hatte der Wind auf obere drei Bft. zugenommen und die ersten Schaumkronen zeigten sich auf dme Hauraki-Golf.

    Das Ziel
    Mit 23 Sekunden Vorsprung kreuzte Alinghi die Ziellinie vor Team New Zealand und kam damit zum dritten Sieg in Folge. Zwei Siege fehlen den Eidgenossen um Skipper Russell Coutts und Sportdirektor Jochen Schümann noch, um den ersten Sieg eines europäischen Teams in der 152-jährigen Geschichte des America's Cup perfekt zu machen.
    Der 29-jährige Barker, Skipper der New Zealand flüchtete sich in Durchhalteparolen: "Unser Boot ist etwa gleich schnell wie das der Alinghi. Wir geben uns sicher noch nicht geschlagen und müssen einfach hoffen, dass auch wir einmal die wichtigen Details für uns verbuchen können."
    Grund zu irgendwelchem Optimismus darf Barker aber nicht haben. Coutts ist bei der prestigeträchtigsten Regatta der Welt weiter unbesiegt, Barkers Zwischenbilanz lautet 1:3 und er müsste jetzt fünf der nächsten sechs Rennen gewinnen -- praktisch ein Ding der Unmöglichkeit! Zudem hat noch kein Team je ein 0:3 wettgemacht, wobei allerdings erst seit 1995 der Best-of-9-Modus gilt. Die grösste Aufholjagd gelang Australia II 1983, als man gegen die Liberty ein 0:2 und 1:3 korrigieren und mit 4:3 den Cup erstmals aus den USA.
    Das Duell wird am Donnerstag um 13.15 Uhr Ortszeit Neuseeland entsprechend 01.15 MEZ fortgesetzt.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Finale, 2. Wettfahrt: Erneuter Sieg für Alinghi
    Sonntag, 16. Februar 2003, 05:33 Uhr

    Wettervorhersage für
    Die. 18.2.
    NNW - WNW
    10 - 15 Kn.
    "Jetzt erst recht", das war die Stimmung der Kiwis nach der gestrigen Desaster mit Brüchen am Baum und am Vorstag. In Fachkreisen wurde die Vermutung laut, dass es sich um ein grundsätzlich strukturelles Problem handelt und zugleich Unverständnis, dass das nach einer so langen Testvorphase auftauchen kann.
    Zu wenig Wind führte zunächst zu einer Startverschiebung und zwang die Yachten auf die thermisch bedingte Seebrise zu warten.
    Alinghi war vor dem Start mit beiden Booten auf dem Wasser zu Segel- und Speedtests, während Team New Zealand (NZL-82) zwangsweise ohne den Sparringspartner auskommen musste und während des Wartens zur Untätigkeit verurteilt war.

    Der Start
    Rund 3.000 Zuschauerboote bildeten eine eindrucksvolle Kulisse auf dem Hauraki-Golf, leider auch ein Grund für eine weitere Startverschiebung, denn als der aufkommende Wind immer weiter nach links drehte, lagen sie mitten in der Bahn. Um 15.50 Uhr Ortszeit (03.50 MEZ) konnte Wettfahrtleiter Harold Bennett endlich den Startschuss zur zweiten Wettfahrt geben.
    Team New Zealand konnte von rechts, also mit Wegerecht in die Startbox einfahren, und es kam zu einem kurzzeitigen Dialup den Alinghi mit einem leichten Vorteil für sich beenden konnte.

    Die erste Kreuz
    Beim Start gingen beide Boote auseinander, Alinghi sicherte sich die linke Seite, wo man sich Vorteile versprach und ging leicht mit einer Bootslänge in Führung. Die Schweizer verteidigten die linke Seite durch Unterwenden der Kiwis. Alinghi deckte Team New Zealand vor der ersten Tonne geschickt ab.

    Die erste Vorwindstrecke
    Mit einem Vorsprung von 12 Sekunden rundete Alinghi zuerst die Luvtonne. Gespannt war man nun auf das Vorwindpotential der Cupverteidiger. Nach einer Scheinhalse von Alinghi halsten die Kiwis auf Bb, Alinghi blieb noch und ließ sie ziehen. Das war ein Fehler, wie sich bald zeigen sollte, denn die Neuseeländer bekamen auf der rechten Seite mehr Druck und gingen nun ihrerseits in Führung, die sie bis zur Leetonne bis auf 145 m ausbauen konnten.

    Die zweite Kreuz
    34 Sekunden betrug der neuseeländische Vorprung, als es auf die zweite Kreuz ging. Beide Yachten gingen wie erwartet auf die bessere linke Seite. Team New Zealand konnte nun ungehindert in freiem Wind segeln und vergrößerte die Distanz zu Alinghi auf 185m. In der Folge deckten die Neuseeländer konsequent ab und drängten Alinghi weit über die Anliegelinie. Trotzdem konnte Alinghi die Distanz auf 90m oder 26 Sekunden an der Tonne verkürzen.

    Die zweite Vorwindstrecke
    Team New Zealand ging sofort auf die linke Seite, gefolgt von den Schweizern. Alinghi konnte den Rückstand weiter bis auf 70 Meter verkürzen und so die Situation weiter offen halten.


    Die dritte Vorwindstrecke
    Das Meisterstück in diesem an Spannung kaum mehr zu überbietenden Segelkrimi lieferte Alinghi auf der letzten Vorwindstrecke ab: Vor dem letzten Schenkel lagen die Schweizer noch 26 Sekunden zurück, danach stellte Russell Coutts die "NZL 82" in den Windschatten und machte den Rückstand von rund 115 Metern wett. Erst etwa 300 Meter vor dem Ziel war klar, dass die Alinghi erneut gewinnen und den Neuseeländern einen zweiten moralischen Tiefschlag versetzen würde. Der Vorsprung im Ziel: Sieben Sekunden!
    "Wir haben die Führung zu Beginn nach eigenen Fehlern verschenkt und mussten sie hart zurückerkämpfen"», sagte Anbord-Stratege Schümann.
    Im Gegensatz zum Vortag hat man nun auch erste Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit der beiden Teams erhalten.

    Tendenz: Das extrem gebaute neuseeländische Boot ist bei gewissen Bedingungen etwas schneller, der Erfahrungsvorsprung von Russell Coutts und Brad Butterworth kann aber zumindest im Moment noch nicht ausgeglichen werden.
    Am morgigen Montag ist Ruhetag, es geht am Dienstag mit der dritten Wettfahrt weiter.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Finale, 1.Wettfahrt: Team New Zealand gibt auf
    Erster Punkt an Alinghi
    Samstag, 15. Februar 2003, 07:34 Uhr

    Wettervorhersage für
    So. 16.2.
    variabel
    5-10 Kn.
    Auckland - Eine bittere Pleite musste das neuseeländische Segelteam hinnehmen: Die Cup-Verteidiger sahen sich gezwungen, nach einer Serie von Materialbrüchen aufgeben zu müssen. Somit war dies mit 30 Minuten das kürzeste Auftaktrennen in der 152-jährigen Geschichte des America's Cup.
    Der erste Punkt in dieser «Best-of-nine»-Serie ging damit an die Schweizer Alinghi Challenge mit dem deutschen Sportdirektor Jochen Schümann. Dem Team Alinghi fehlen noch vier Punkte, um als erstes europäisches Team aller Zeiten die älteste Sporttrophäe der Welt zu gewinnen.
    Für die Kiwis begann das Debakel bereits kurz nach dem Start. Die Crew um Skipper Dean Barker musste zunächst Wasser aus dem Heck schöpfen.
    Das Boot von Team New Zealand lief mit Wasser voll. «Zwischen zwei und fünf Tonnen Wasser», schätzte Neuseelands Skipper Dean Barker, spülten die Wellen über Bord. Matt Mitchell, der zweite Vordecker, wurde zum Wasserschöpfen abbeordert. Während fast dreier Jahre bereitete sich Team New Zealand auf diesen America’s Cup vor.
    Der Eimer war ursprünglich nur als Toilette vorgesehen Über 1000 Stunden für Test und Trainings wendeten die Neuseeländer für ihre beiden neuen Boote auf, Millionen von Dollars wurden investiert. Und dann wird ein Plastikkübel zum wichtigsten Objekt auf dieser Hightech-Jacht. Mitchell schöpfte wie wild, vergebens, die Wellen spülten auf der Leeseite immer neues Wasser in das Boot. «Es war ein Glück, dass dieser Eimer überhaupt an Bord war», meinte Mitchell. «Er war als Toilette gedacht.»
    Nachdem wenig später das Groß gerissen war, erlitt dann auch das Vorsegel der neuen Yacht NZL-82 bei den rauhen Wetterverhältnissen erheblichen Schaden. 25 Minuten nach dem Start gaben die Gastgeber schließlich auf und mussten zurück in den Hafen gezogen werden.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Alinghis Sicherheit gegen Neuseelands Ungewissheit
    Freitag, 14. Februar 2003, 19:14 Uhr

    Wettervorhersage für
    Sa. 15.2.
    S - SE
    10 Kn.
    Russell Coutts hasst nichts so sehr wie Verlieren. Nach der einzigen Niederlage gegen Oracle im Challenger-Final liess der Alinghi-Skipper die Presse stehen und orderte seine Afterguards nach dem Rennen zum sofortigen Videostudium. Von historischer Grösse hingegen hält er nicht viel. Vor drei Jahren überliess er im letzten Rennen gegen Prada das Steuer grosszügig seinem B-Skipper und Lehrling Dean Barker. Er vergab damit die Gelegenheit, in die Geschichte des America's Cup einzugehen. Mit einem Sieg hätte er Charly Barr überholt, der es hundert Jahre zuvor zu neun aufeinander folgenden Cup-Siegen gebracht hatte.

    Doch das Schicksal meint es offenbar gut mit dem begabten Segler und räumt ihm eine zweite Chance zur Geschichtsschreibung ein. Wenn Coutts am Freitag die erste Wettfahrt gegen seinen früheren Weggefährten Barker gewinnt, wird er doch noch als alleiniger Rekordhalter in die Cup-Geschichte eingehen. Sein zehnter aufeinander folgender Sieg in seinem dritten America's Cup wäre wohl sein wichtigster. Denn er brächte den neuseeländischen Gegner in arge Bedrängnis. Team Newzealand wird von der hiesigen Presse und der heimischen Bevölkerung als klarer Favorit gehandelt. Die Bemühungen Barkers, die Stärken von Alinghi hervorzuheben und die hohen Erwartungen zu dämpfen, blieben erfolglos. Eine Startniederlage wäre ein arger Dämpfer für die Inselnation und würde viele Fragen aufwerfen, die der Defender vor dem ersten Rennen nicht beantworten kann. Die wichtigste ist die, dass er nicht sagen kann, wo er mit seinen Vorbereitungen steht.

    Eine der Besonderheiten des sonderbaren Anlasses namens America's Cup ist die Tatsache, dass der Sieger des vorangegangenen Wettbewerbs den Pokal gegen nur einen Gegner verteidigen muss. Das bringt mannigfache Vorteile mit sich. Der Defender kann die potenziellen Challenger lange beobachten und Ideen kopieren. Er hat viel Zeit, um eigene Innovationen voranzutreiben. Seine beiden Boote sind die letzten, die gewassert werden. Sie tragen die höchsten Nummern der Segelklasse (im Falle von Neuseeland die 81 und 82). Der Cup-Verteidiger kann stressfrei seinen eigenen Weg gehen, während die Herausforderer unter ständigem Zeitdruck stehen. Doch er wird nie wissen, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist.

    Weil der Cup-Inhaber über viel Zeit verfügt, ist seine Versuchung gross, diese für Erfindungen zu nutzen, die ihm den entscheidenden Vorteil auf dem Wasser bringen. Doch in einer Bootsklasse, die in zwölf Jahren 82 Jachten hervorgebracht hat, denen Tausende von Designideen und Hunderte von Schlepptankmodellen vorausgingen, sind erfolgreiche Designentwürfe schwierig zu realisieren. So ist fraglich, ob die sogenannte Hula (Hull-appendage/Rumpfanhang), mit der die NZL 82 den America's Cup gewinnen will, wirklich den entscheidenden Geschwindigkeitsvorteil ermöglicht. Die zweite Rumpfschale wurde von mehreren Teams (darunter auch Alinghi) getestet und als zu wenig effizient eingestuft. Auch die sieben Meter lange Kielbombe, mit der die Neuseeländer eine weitere Überraschung auslösten, ist mit vielen Fragezeichen verbunden.

    Das Privileg des Gesetztseins hat den Nachteil, dass der Defender nie wirklich weiss, wie gut seine Erfindungen sind, weil er sie nicht wettkampfmässig erproben kann. Ausserdem trainiert die Crew drei Jahre lang ausschliesslich gegeneinander (in sogenannten In-House-Rennen), ohne je eine Regatta segeln zu können. So wird Dean Barker morgen mit einer übermotivierten Crew in ein Rennen der Ungewissheit steigen - gegen einen Gegner, der eine eindrückliche Erfolgsbilanz aufzuweisen hat und weiss, wie gut er ist.

    Alinghis grosser Vorteil sind das Vertrauen in die eigene Stärke, das sich die Mannschaft mit einer Serie von 25:3 Siegen in der Challenger- Regatta geholt hat, und die Gewissheit, über eine exzellente Crew zu verfügen, in der mit Ernesto Bertarelli, Enrico de Maria und Dominik Neidhard drei Schweizer stehen. Der nahezu problemlose Weg der Mannschaft in den America's Cup ist das Ergebnis einer Reihe richtiger Entscheide. Coutts und Taktiker Brad Butterworth besetzten die wichtigen Schiffspositionen mit exzellenten Leuten, wobei das Kriterium Team-Spirit im Vordergrund stand. Als Glücksgriff erwies sich der Deutsche Jochen Schümann, der als Leiter des Segelteams, als zweiter Steuermann und als Taktiker eine grosse Verstärkung der Crew bedeutete. Die Forderung des Segelteams, mit einem guten und schnellen Allround-Schiff möglichst früh segeln und trainieren zu können, wurde vom Designteam unter der Leitung von Grant Simmer und Schiffsarchitekt Rolf Vrolijk nahezu perfekt erfüllt.

    Weil Team Newzealand den Ernstfall nie erproben konnte, ist für Dean Barker die erste Wettfahrt von zentraler Bedeutung. Die neuseeländische Bevölkerung scheint das zu spüren; im Hafen und draussen auf dem Golf von Hauraki werden Tausende von schwarzen Flaggen die «Black Magic» unterstützen. Barker selber und ein Teil seiner Crew werden rote Socken tragen. Mit dieser Reverenz an den verstorbenen Peter Blake, der einen massgeblichen Anteil an den beiden neuseeländischen Cup-Siegen hatte, wird Coutts' Nachfolger auf seine Weise an die Geschichte erinnern.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Roland Gäbler kommentiert TV-Übertragung
    Freitag, 14. Februar 2003, 07:46 Uhr

    Auckland/Hamburg - Die Schweizer «Alinghi» hat im fernen Neuseeland die Randsportart Segeln auch in Deutschland ins Rampenlicht gerückt. Erstmals wird in der ARD die Finalserie «Best-of-Nine» um den America's Cup live übertragen.
    «Das ist eine Chance, den Segelsport populär zu machen. Wir haben schließlich eine Menge zu bieten», sagt der Olympia-Dritte Roland Gäbler, der vom «Ersten» als Experte angeheuert wurde und das Auftaktduell zwischen Herausforder Schweiz und Titelverteidiger Neuseeland in der Nacht von Freitag auf Samstag (1.40 Uhr/ARD) analysieren wird. «Ich bin stolz, dass ich dieses Finale kommentieren darf.»
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Hosen runter
    Zwei unterschiedliche Bootskonzepte im 31. America's Cup
    Mittwoch, 12. Februar 2003, 06:40 Uhr

    Nicht mit Alphörnern und Kuhglocken wie vor Monatsfrist, sondern mit einer Can-Can-Darbietung vor dem verhüllten Schiff eröffnete Alinghi den zweiten «Unveiling Day». Die fünf Grazien aus Neuseeland trugen auf ihrem Dress dort, wo der Rücken seinen anständigen Namen verliert, Ziffern und Zahlen, welche die Segelnummer SUI 64 ergaben. Mit dieser Rennjacht wollen die helvetischen Segler den Neuseeländern ihren Hintern zeigen. Als die Schürze des gut fünf Millionen teuren Racers fiel, kam nichts Unerwartetes hervor. Das erstaunte niemand, denn das Konzept der kleinen und für Laien kaum sichtbaren Verbesserungen ist bei Alinghi längst Programm.

    Früh schon hat man sich im Lager des Challengers für den Bau einer Allroundjacht entschieden, die bei allen Bedingungen schnell und wettbewerbsfähig sein soll. Dieses Konzept erwies sich bisher als sehr erfolgreich; auf dem Wasser blieb die SUI 64 in 28 Rennen 25 Mal siegreich. «Im Prinzip», sagt der Schiffsarchitekt Rolf Vrolijk, «segeln wir das gleiche Boot wie in der ganzen Serie.» Anders sieht der Bug aus, etwas kürzer als vorher zugunsten einiger Quadratmeter Segelfläche. Das soll die 64 bei leichten Winden und auf dem Vorwindkurs schneller machen.

    Nicht frivol, sondern sehr pragmatisch präsentierte Gegner Neuseeland seine Jacht NZL 82. Die vielen Zuschauer und die etwa 100 Medienleute wurden nach längerer Wartezeit auf das Schiffsareal hineingelassen, wo die «Black Magic» bereits unverhüllt dastand. Gegenüber dem 7. Januar (dem ersten «Unveiling Day») waren kaum Änderungen sichtbar. Am regeltechnisch umstrittenen Hula (eine zweite Rumpfschale im hinteren Teil der Jacht) wurde, wie nicht anders erwartet, festgehalten. Einiges Erstaunen löste die fast sieben Meter lange zigarrenförmige Kielbombe aus - in dieser Form eine Novität im America's Cup. Fachleute gehen davon aus, dass Team New Zealand mit dieser Unterwasserkonfiguration im Duell um die bessere Startposition benachteiligt ist, weil das Handling der Jacht bei aggressiven Manövern schwieriger ist.

    Möglicherweise hat Neuseeland dieses Handicap bewusst in Kauf genommen. Der zweifache Cup-Sieger setzt auf die Bootsgeschwindigkeit. Alinghi soll dank der Erfindung der Hula geschlagen werden. Die zweite Rumpfhülle soll vor allem in höheren Windbereichen (ab 16 Knoten) Vorteile aufweisen. Weil im America's Cup keine Windlimiten mehr herrschen, hofft Dean Barkers unerfahrene Crew auf starken Wind und auf eine Jury, die bei Schwachwinden den Startschuss verweigert und bei härteren Bedingungen das Rennen nicht abbricht. So werden am Samstag zwei Schiffe mit sehr unterschiedlichen Konzepten um den America's Cup kämpfen. Sie lassen sich nur schwer miteinander vergleichen, und Prognosen sind schwierig. Alinghi setzt auf die Fähigkeit seiner Crew und auf eine Rennjacht, die auf der ersten Kreuz den entscheidenden Vorsprung erzielt und dann in der Lage ist, den Angriff des Gegners zu kontern. Team New Zealand will mit seinem Hula-Konzept und der damit verbundenen Designidee ein Schiff kreiert haben, das bei einigen Wind- und Wetterbedingungen uneinholbar schnell ist und auch von einer weniger erfahrenen Crew zum Sieg geführt werden kann. In beiden Lagern gibt man sich zuversichtlich. Bei Alinghi hat man den Challenge des Titelhalters mit einem Augenzwinkern eingeläutet. Mit dem Can-Can, so liess die PR-Abteilung verlauten, habe man den Gegner sinnbildlich zum Tanz auffordern wollen, und zwar nach dem Motto «Let's Hula!».
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    ESYS berichtet wieder topaktuell ab 15. Februar
    Donnerstag, 06. Februar 2003, 09:41 Uhr

    Am 15. Februar geht es weiter mit dem America's Cup: Alinghi gegen die Kiwis.
    Während der vergangenen Wettfahrten in der Herausforderer-Runde hat ESYS stets topaktuell berichten können: Teilweise standen unsere Berichte sechs Stunden vor den Nachrichtenagenturen im Netz.
    Ähnlich wie beim Whitbred-Round-The-World, wo wir die Infos per Email direkt von Bord der illbruck bekamen, konnten wir dank der Unterstützung von BMW unseren Lesern wieder einen großen Informationsvorsprung bieten.
    Auch ab dem 15. Februar werden wir mit der gewohnten Aktualität berichten und versuchen, den Informationsvorsprung zu halten.
    Quelle: Mark Münstermann, americascup.de

    ARD sendet die ersten fünf Wettfahrten
    Dienstag, 04. Februar 2003, 16:26 Uhr

    Endlich hat auch die ARD dem breiten Interesse am America's Cup Rechnuzng getragen: Sie überträgt alle Rennen des America’s Cup in Neuseeland. Reporter ist Peter Carstens.
    Er wird die Wettfahrten zwischen dem Herausforderer Alinghi/Schweiz und dem Titelverteidiger Team New Zealand fachkundig kommentieren. Als Co-Kommentator wird möglicherweise Tim Kröger an der Seite von Carstens sein. Kröger segelte bis zum Viertelfinale des Louis Vuitton Cup auf der französischen „Le Defi Areva“.
    Die Sendezeiten:
    Sa. 15. 02. 2003, 1.40 Uhr bis 3.15 Uhr
    So. 16. 02. 2003, 0.50 Uhr bis 3.15 Uhr
    Die. 18. 02. 2003, 0.50 Uhr bis 3.15 Uhr
    Do. 20. 02. 2003, 0.35 Uhr bis 3.15 Uhr
    Sa. 22. 02. 2003, 1.30 Uhr bis 3.15 Uhr
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Alinghi wehrt sich gegen Verrats-Vorwurf
    Freitag, 31. Januar 2003, 19:57 Uhr

    Auckland - Alinghi-Skipper Russell Coutts und Taktiker Brad Butterworth wehren sich in ihrer Heimat Neuseeland gegen die Vorwürfe des Vaterlandsverrats. 14 Tage vor der ersten Wettfahrt um den America's Cup haben die Crewmitglieder der Alinghi mit Sportdirektor Jochen Schümann aus Penzberg/Bayern ihr monatelanges Schweigen gebrochen.

    Die ehemaligen Aufsichtsratsmitglieder der der neuseeländischen Cup-Verteidiger, sogenannte Trustees, «haben Alinghi die detaillierte Einsicht in Konten und Sponsorenverträge verweigert, verlangten aber von Alinghi die Übernahme der rechtlichen Verantwortung für Schulden der Stiftung», so Coutts. «Wir hatten keine Wahl.» Die beiden erfolgreichsten neuseeländischen Segler des vergangenen Jahrzehnts hatten daraufhin im Mai 2000 America's-Cup-Verteidiger Team New Zealand verlassen und führen seitdem die Alinghi Challenge an.

    Wegen eines den Trustees gegebenen Versprechens hatten der zweimalige Cup-Gewinner Coutts und sein engster Vertrauter Butterworth bislang zu allen Vorwürfen geschwiegen. Erstmals sagte Coutts nun auch, dass die nach dem zweiten neuseeländischen Cup-Sieg geplante Management-Übernahme durch ihn, Butterworth und Chefdesigner Tom Schnackenburg unter anderem an inakzeptablen Bedingungen der Trustees gescheitert sei.

    Sir Peter Blake, die 2001 von Piraten im Amazonas ermordete Galionsfigur des neuseeländischen Segelsports, hatte sich die drei als neues Führung-Trio gewünscht. «Mit unserer Erklärung wollen wir die Luft bereinigen und hoffen, dass wir uns ab sofort wieder auf den Sport konzentrieren können», sagte Coutts am Freitag in Auckland. «Die Nachricht wird in Neuseeland hohe Wellen schlagen», sagte Jochen Schümann, «aber dann ist hoffentlich endlich Ruhe.»
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    America's Cup 05/06: Schümann hält Ostsee für perfektes Revier
    Dienstag, 28. Januar 2003, 07:39 Uhr

    Jochen Schümann, Sportdirektor der erfolgreichen Alinghi, hat die Ostsee als möglichen Austragungsort für den nächsten America's Cup 2005/2006 ins Gespräch gebracht. "Die Ostsee mit Kiel, Travemünde oder Warnemünde wäre perfekt" sagte der 48-Jährige den Lübecker Nachrichten, schränkte aber gleichzeitig ein: `Es wäre ungewöhnlich, dass Alinghi den Cup ausgerechnet nach Deutschland tragen würde. In Europa gibt es andere Reviere mit großen Monopolen."
    In Neuseeland mehrt sich die Meinung, dass Alinghi letztlich auch im America's Cup erfolgreich sein wird.
    Sollte beim nächsten Cup ein deutsches Syndikat an den Start gehen, könnte es auf Schümanns Unterstützung hoffen. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass er das Team wechseln würde, aber eine Herausforderer-Mannschaft aus seinem Heimatland würde die Situation verändern, meinte der gebürtige Berliner.
    Vor der diesjährigen Auflage der Veranstaltung wollte bereits der Unternehmer Michael Illbruck, der im vergangenen Sommer das Oceanrace gewann, ein deutsches Team auf die Beine stellen. Er scheiterte jedoch an mangelnder Unterstützung der Wirtschaft.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    ARD überträgt America’s Cup
    Sonntag, 26. Januar 2003, 08:25 Uhr

    In der Nacht vom 15. zum 16. Februar überträgt die ARD von 1 Uhr bis 3.30 Uhr morgens den Auftakt-Lauf des Finales um den America’s Cup live.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Geldbuße für Alinghi
    Freitag, 24. Januar 2003, 07:33 Uhr

    AUCKLAND – Die Segelnation Neuseeland steht drei Wochen vor dem America´s Cup unter Hochspannung. Das musste auch das Alinghi-Team einmal mehr zur Kenntnis nehmen. Das Schweizer Herausforderer-Syndikat wurde von der Polizei mit einer Buße von rund 15'000 Franken belegt. Laut den Ordnungshütern sollen Alinghi-Begleitboote in das Trainingsgebiet von Cup-Sieger Team New Zealand eingedrungen sein und unerlaubte Fotos gemacht haben. Die Alinghi-Führung bedauerte den Vorfall auf einer Pressekonferenz. Die Stimmung vor dem Final ist ohnehin aufgeheizt. Die Schweizer werden in den neuseeländischen Medien seit Monaten attackiert, weil bei ihnen mit Steuermann Russel Coutts ein Neuseeländer das Kommando führt. Coutts hatte die neuseeländische «Black Magic» beim letzten America´s Cup vor drei Jahren zum Sieg gegen die italienische «Luna Rossa» geführt. Nun schickt er sich auf einem ausländischen Schiff an, seinen Landsleuten die Trophäe zu entreissen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

  • Das Finale des Louis Vuitton Cup in ESYS
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  • www.oracleracing.com/
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