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Der berühmteste Pirat: Captain Henry Morgan


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Henry Morgan wurde 1635 im britischen Llanrhymny geboren. Schon als Kind soll er nach Barbados verschleppt worden sein.
Bukaniere nannte man die Seeräuber der Westindischen Inseln. Freibeuter waren mit einem königlichen Kaperbrief ausgestattet und dazu befugt, Schiffe feindlicher Nationen zu plündern. Das hatte einfache politische Hintergründe. Spanien war im Besitz überaus reicher Kolonien in der Karibik, Mexiko, Mittel- und Südamerika. England, Frankreich und die Niederlande wollten in der Neuen Welt Fuß fassen und an diesem Reichtum teilhaben.

Henry Morgans Weg über die Meere führte ihn schließlich zu den Westindischen Inseln. Dort verlor sich seine Spur für einige Jahre, bis sein Name im Zusammenhang mit brutalen Übergriffen auf spanische Festungen wieder auftauchte. Morgan führte seine Schlachten immer an Land, er war ein begnadeter Taktiker, aber auch ein ungeschickter Seemann. In seiner Karriere als Freibeuter hat er kein einziges Seegefecht gewonnen, drei große Frachtschiffe durch Navigationsfehler auf Grund gesetzt und ein weiteres durch eine mysteriöse Explosion im Pulverlager verloren. Dennoch war Henry Morgan der am meisten gefürchtete Pirat der Karibik.

Im Alter von 25 Jahren gehörte Morgan zu den "Brüdern der Küste", einem lockeren Bund von Seeräubern. Schnell machte er sich einen Namen als Anführer der rauen Gesellen. Trotz seiner jungen Jahre galt er als Führungspersönlichkeit. Seine Anhänger folgten ihm bedingungslos. Morgan schaffte es, die rauen Gesellen unter seine Kontrolle zu bringen und straff zu organisieren. Immer wieder beeindruckte er seine Truppen mit strategischem Weitblick und überragendem Kampfgeschick.

Henry Morgan verfasste die "Articles of Agreement", zur Versorgung seiner Mannschaft. Neben der Verteilung der Beute ging es in dem Schriftstück vor allem um die Vergütung der in der Schlacht verletzten Männer. Wenn zum Beispiel ein Kämpfer ein Bein verlor, wurde er mit einem festgelegten Betrag oder aber mit sechs Sklaven entschädigt. Besonders tapfere Männer erhielten zusätzliche Belohnung. Alle Piraten unterzeichneten diesen Vertrag.

Eine Festung nach der anderen legte Morgan in Schutt und Asche. Dabei operierte er immer von Land aus. Kein einziges Mal bestritt Morgan einen Kampf auf offener See. Trotzdem wurde der Pirat Morgan zum Admiral der englischen Flotte ernannt. Damit erhielt er offiziell die Erlaubnis, sämtliche spanische Stellungen in der Karibik anzugreifen und zu zerstören. Der Seeräuber führte das Oberkommando über 36 Schiffe und knapp 2000 Mann und galt als der brutalste Pirat aller Zeiten.

Nach heutiger Schätzung hat der Kapitän den Spaniern über ein halbe Milliarde Euro geraubt. Die Grundstückspreise auf Jamaica schnellten in die Höhe – und übertrafen bald die der englischen Hauptstadt. Jeder Londoner Kaufmann, der etwas auf sich hielt, errichtete eine Niederlassung auf Jamaika.

Im Auftrag des englischen Königs eroberte Morgan mit spektakulären Überfällen zahlreiche spanische, uneinnehmbare Festungen. Er wurde in den Adelstand erhoben und zum Vizegouverneur von Jamaika ernannt. Jamaika wurde seine letzte Heimat. Hier starb er an den Folgen seines Alkoholkonsums.
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Henry Morgan (Bild: Longbow4u)


Weblinks:
Piraterie in Wikipedia
Liste berühmter Piraten

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Schlagwörter: Piraten, Piraterie, Piratenkapitän, Captain Henry Morgan, Jamaica, articles of agreement

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